Die grössten Dickmacher

Liebe Leserinnen und Leser, diese Woche widmet sich der Mamablog dem Thema Ernährung. Den Anfang macht Jeanette Kuster, die über ungesunde Kinderlebensmittel schreibt. Am Dienstag bloggt Gabriela Braun darüber, wie sich Stress am Esstisch vermeiden lässt. Am Mittwoch erfahren Sie, wie man ein Kind dazu bringt, gesund zu essen. Danach erzählt Andrea Fischer, wie sie ihre zuckerfreie Woche erlebt hat. Als Abschluss gibt es eine kleine Sammlung an Lieblingsrezepten der Bloggerinnen und Blogger. Viel Spass bei der Lektüre und beim Diskutieren! Die Redaktion.

Farbige Versuchung: Süsse Frühstücksflocken von Kellogg's. (Bild: Keystone)

Farbige Versuchung: Süsse Frühstücksflocken von Kellogg’s. (Bild: Keystone)

An die Kinderüberraschungseier erinnere ich mich noch aus meiner Kindheit, an die Frühstückflocken mit den lustigen Comicfiguren auf der Schachtel ebenso. Würden nur diese zwei Produkte um die Aufmerksamkeit unserer Kleinen buhlen, wäre der Lebensmitteleinkauf für Familien entspannt. Doch in Wahrheit handelt es sich dabei nur um die Spitze des Kinderlebensmittelbergs:  Neben der Butter liegt die rosa Hello-Kitty-Margarine im Kühlregal,  die kleinen Kinderquarks stehen bunt und verführerisch neben den normalen Joghurts, im Wasserregal hat es Extrafläschchen für die Kleinen mit Comicaufdruck und Erdbeeraroma.

Der Eindruck, es gebe immer mehr dieser Kinderprodukte,  täuscht nicht. Der Markt für Kinderlebensmittel wächst, und zwar rasant. Das Forschungsinstitut für Kinderernährung in Dortmund listet in seiner Lebensmitteldatenbank mittlerweile rund 12‘000 Produkte auf, die speziell auf Kinder zielen. Und die meisten davon sind äusserst ungesund.

Die Verbraucherorganisation Foodwatch hat letztes Jahr 1500 Kinderesswaren getestet und kam zum Schluss, dass fast drei Viertel davon zu süss und zu fettig sind. Besonders extrem war das Ergebnis bei den Frühstücksflocken:  96 Prozent der untersuchten Kinderprodukte  müssen als ungesund eingestuft werden, weil sie zwischen 25 und 50 Prozent Zucker enthalten. Und dies trifft auf konventionelle Produkte genauso zu wie auf Bioflocken.

Gerade die Frühstücksflocken also, die unseren Kindern laut Werbung Kraft für den Tag und ganz viele Vitamine und Ballaststoffe liefern sollen, dürften von ihrer Zusammensetzung her eigentlich nicht täglich verzehrt werden. Womit wir beim zweiten Kritikpunkt in Sachen Kinderlebensmittel wären: der Art, wie sie den Kleinen verkauft werden.

Diese Produkte waren <br />für den Schmähpreis «Goldener Windbeutel 2013» nominiert. <br />(Bild: foodwatch.org)

Diese Produkte waren
für den Schmähpreis «Goldener Windbeutel 2013» nominiert.
(Bild: foodwatch.org)

Das Thema beschäftigt nicht nur uns Eltern, sondern auch die Politik. In verschiedenen Ländern sind Bestrebungen im Gang, die Werbung für ungesunde Kinderlebensmittel einzuschränken oder gar zu unterbinden. Auch in der Schweiz: So hat die Gesundheitskommission des Nationalrats bei der Beratung des Lebensmittelgesetzes letzten Winter vorgeschlagen, dass der Bundesrat an Kinder gerichtete Werbung für ungesunde Lebensmittel einschränken können soll. Eine Entwicklung, die wiederum betroffene Firmen wie Nestlé oder Zweifel dazu gebracht hat, sich unter dem Titel Swiss Pledge zusammenzuschliessen und sich eigene Werberichtlinien aufzuerlegen. Deren Wirksamkeit wird jedoch von verschiedenen Seiten bezweifelt. So sagte etwa Josiane Walpen vom Schweizer Konsumentenschutz (SKS) gegenüber «20 Minuten», dass «jedes Mitglied des Swiss Pledge andere Kriterien hat, welche Produkte nun als gesund gelten und deshalb auch bei unter 12-Jährigen beworben werden und welche nicht.» Kellogg’s beispielsweise bewerbe in der Schweiz Honeypops, während Werbung für diese Frühstückflocken in England oder Irland bereits verboten sei.

Der SKS befasst sich eingehend mit dem Thema und hat eine Analyse erstellt, die zeigt, dass circa jeder vierte TV-Spot im Kinderprogramm heute Fast Food, Süssigkeiten oder andere gesundheitlich fragwürdigen Snacks bewirbt. Und dies mit Versprechungen, die man als Normalverbraucher nur als irreführend bezeichnen kann. Capri-Sonne zum Beispiel, der Gewinner des Foodwatch-Schmähpreises «Goldener Windbeutel 2013», bewirbt sein Getränk mit fruchtigen Bildern und der grossen Aufschrift «12 % Fruchtanteil», sponsert Sportevents und Abenteuercamps und gibt sich dadurch ein äusserst gesundes Image. Dass jeder der kleinen Trinkbeutel sechseinhalb Würfelzucker enthält, wird in der Werbung bewusst verschwiegen.

Nun könnte man natürlich argumentieren, dass man der Werbung nicht alles zu glauben braucht und es an den Eltern liegt, ihren Kindern die Zuckerbomben zu verwehren und stattdessen gesunde Lebensmittel einzukaufen. Das stimmt natürlich. Es bedingt aber, dass man sich des Problems bewusst ist und sich im Laden die Zeit nimmt, bei verdächtigen Produkten die Zutatenliste zu studieren. Wer das nicht tun kann oder will, ist der Werbung und den gross aufgedruckten Schlagworten ausgeliefert. Wie die Mutter, die mir nach der Kita einmal erzählte, dass sie ihrer Tochter auf dem Heimweg zwar jeden Tag etwas Schokolade zu essen gebe, «aber nur Kinderschokolade, die hat ja viel Milch drin».

Dass die vermeintlich gesunde Schokolade, die überzuckerten Flocken und die mit etwas Fruchtsaft angereicherten Süsswässerchen weiterhin verkauft werden, wird sich nicht verhindern lassen. Doch vermutlich würden weniger Eltern diese Dinge ihren Kindern regelmässig vorsetzen, wenn  ihnen bewusst wäre, dass sie ihren lieben Kleinen damit vor allem Zucker, billiges Fett, Aroma- und Farbstoffe zu essen geben. Ist diese Bewusstwerdung nur mit einer Einschränkung der Werbung möglich, dann nichts wie her mit dem neuen Werbeverbot.

Was denken Sie über Werbung für Kinderlebensmittel und die Inhaltsstoffe von Kinderprodukten? Diskutieren Sie mit.

178 Kommentare zu «Die grössten Dickmacher»

  • Teilzeitpapi sagt:

    Ein Endlosthema. Hab von Hans-Ulrich Grimm gehört, dass künstliche Aromen dick machen (war anscheinend möglich, damit Tiere zu mästen), was angeblich sogar ein Aromen-Repräsentant zugab. Vitamintote soll es in Deutschland doppelt soviele als Verkehrstote geben/gegeben haben (Stand 1991, glaube ich) und ganz oben bei den Gesundheitsrisiken einer Behörde rangiert haben. Zitronensäure wird aus Schimmelpilz hergestellt, usw. Ein interessanter Journalist. Wir versuchen, so viel wie möglich unverarbeitete Lebensmittel zu essen.

    • Teilzeitpapi sagt:

      Hans-Ulrich Grimm scheint mir sehr lesenswert zu sein. Dagegen ist dieser Mamablog-Beitrag direkt harmlos, berührt doch nur die Spitze des Eisberges.

      http://www.food-detektiv.de/exklusiv.php?action=detail&id=4
      http://www.philipp-loepfe.ch/files/pdf/sonntagszeitung/sz_080817-interview-grimm.pdf

      Glutamat, Aromen und weitere Zusatzstoffe stehen im Verdacht, natürliche Hormonprozesse, welche die Nahrungsaufnahme beeinflussen, zu stören. Hinzu kommt die Lobby, welche die internationalen Vorschriften gleich selbst bestimmt. Usw. Es stehen einem die Haare zu Berge…

    • Teilzeitpapi sagt:

      Dinge kommen ans Licht, wie dass z.B. der Antifettwahn gar nichts gebracht, sondern womöglich mehr geschadet hat (Stichwort fettlösliche Vitamine). Aber das kaum zu uns durchgedrungen ist, weil halt die Industrie am Antifettwahn schön verdient. Böse Absichten sind es wohl kaum, aber die Lebensmittel werden halt nicht mehr für die Menschen, sondern den Supermarkt produziert (lange Haltbarkeit, schön aussehen, etc.). Kinder dürften von gewissen Schokolinsen nur 4 pro Tag essen, da sie damit bereits den Grenzwert an Aluminium (in der Farbe) aufnehmen. Usw.

    • Teilzeitpapi sagt:

      Ich bin gespannt, wie Frau Fischer die zuckerfreie Woche hinbekommen hat. Ob sie ganz auf unverarbeitete Produkte gesetzt oder ob sie recherchiert hat, bei welchen Produkten der versteckte Zucker evtl. gar nicht deklariert werden muss. Mit ersterer Strategie kann man natürlich auch gleich Glutamat & Co. vermeiden. Was sonst auch wieder schwierig würde.

      Natürlich ist unser Körper auch nicht für Bewegungsmangel gebaut. Aber mehr Bewegung muss mit grosser Ernährungsumstellung kombiniert werden, sonst bringt es nicht allzu viel, wenn weiter Glutamat, Aromen, Zucker, etc. zugeführt wird.

    • Teilzeitpapi sagt:

      Und hier noch was Praktisches, Tipps für den Ausstieg aus der Zuckersucht:

      http://www.zentrum-der-gesundheit.de/zuckersucht-ausstieg-ia.html

    • Roshan sagt:

      Danke für diese Hinweise. Sehr lesenswert.

  • Squatgirl sagt:

    Cornflakes sind ein klassisches Frühstück, das wir Mamis als wir klein waren schon gegessen haben und unsere Kinder heiss lieben. Aus irgendeinem Grund (Werbung natürlich) denken auch die meisten, dass es gesund sei. Weit gefehlt. Selbst Granola sollte selbst gemacht werden, um unnötigen Zucker zu vermeiden. Dann die Milch: Magermilch oder Halbfett-Milch ist nichts natürliches und sollte Kindern nicht gegeben werden. Eine Liste von zehn vermeintlich gesunden Lebensmitteln und ein Rezept für Granola finden Sie auf meinem Blog: http://squatgirl.com/2013/09/30/healthy-foods-debunked/

    • tina sagt:

      ich mache granola nicht deshalb gern (!) selber um zucker zu (wohl eher im gegenteil) sondern um diese ekligen transfette zu vermeiden

  • lenalina sagt:

    Der Titel „die grössten Dickmacher“ trifft es nicht ganz. Nicht nur die Süssigkeiten, sonder alle Industrienahrung, macht nicht nur dick sondern auch krank. Und der Anteil dieser eben ungesunden Nahrung in einem gewöhnlichen Supermarkt ist beängstigend! Anders gesagt, man kann sich auch schlecht ernähren ohne davon dick zu werden. Oder nochmals anders gesagt, nur weil ein Kind nicht dick ist, heisst es noch lange nicht dass es auch gesund (ernährt) ist.
    Gesunde Ernährung ist sooo einfach! Vollwertig, frisch, regional, am besten nur 1 Inhaltsbestandteil pro Lebensmittel. (zb Linsen, Rüebli, Öl.

    • Roshan sagt:

      Und umgekehrt heisst dick nicht automatisch ungesund. Dies einerseits weil dick ein ambivalenter Begriff ist und die Linie via BMI arbiträr gesetzt ist.

      • Teilzeitpapi sagt:

        Das ist auch sehr interessant. Die Südsee-Insulaner waren angeblich schon länger dick, weil das als attraktiv galt. Attraktiv deshalb, weil die Überlebenschancen grösser waren, wenn ein Sturm über die Inseln fegte und es mehrere Wochen bis Monate kaum etwas zu essen gab (ohne Sturm gedeiht alles wunderbar). Erst seit die Insulaner den Industrie-Food essen werden sie auch krank. U.a. nachzulesen bei Hans-Ulrich Grimm.

  • Stefan sagt:

    Das Problem sind nicht die zuckerhaltigen Esswaren (Genusswaren) per se, sondern die Mengen die verzehrt werden. Aber ungezuckerte Flakes schmecken halt einfach nicht gleich „gut“ wie das übersüsse Zeug. Capri Sonne ist auch nicht schlimm, wenn man eins im Monat trinkt. Es sind die Eltern die den Schrott kaufen und bezahlen. Aber es ist halt einfacher einen Süsswarenherstellter zu verteufeln, als seinem eigenen Kind mal Grenzen zu setzten, respektive nein zu sagen. Wie Einstein schon gesagt hat: Die Dummheit der Menschen ist halt doch unendlich.

  • Liebe Frau Braun, Liebe Frau Fischer, Liebe Frau Kuster, jede Bemühung die Fettleibigkeit zu reduzieren, ja zu besiegen, ist lobenswert! Leider wird auch Eure Bemühung mehr Konfusion stiften als Euch lieber wäre! Diese vorausgenommene Schlussfolgerung hat mit der Tatsache zu tun, dass wir können so „gesund essen“, wie nur möglich essen und trinken und … trotzdem (oder deswegen) dicker werden! DOSIS SOLA FACIT VENENUM (Allein die Menge macht das Gift)! Leider ist diese „MENGE“ (Nahrungsenergie = Kalorien) von Person zu Person sehr unterschiedlich… aber messbar! Guten Appetit aus Basel!

  • Jana sagt:

    Wenn Schweizer keine Probleme mehr haben, erfinden sie einfach wieder ein paar. Hauptsache, man macht sich Sorgen und kriegt eine Migraene.

  • die heutige ernaehrung , wenn nicht absolut frisch, und auch dort hats tuecken, ist wie ein minen-laufen mit langzeit-trigger…..hier versteckter zucker, da zusaetze welche auf lange zeit hinaus genossen, schaeden anrichten…..die luft ist verpesstet, das wasser nicht so sauber, die lebensmittel heikel…….was bleibt noch???

  • Eni sagt:

    Mir ist diese Diskussion ein Rätsel. Wie dumm muss man denn sein, der Werbung zu glauben? Ich schaue auch, dass die Kinder möglichst gesund essen und trotzdem gibt es halt zusätzlich auch Kinderschoggi oder Nimm2. Nicht, weil es als gesund promotet wird, sondern weil wir auch gerne Süsses haben. Ganz ohne Süssigkeiten zu leben wäre für mich unvorstellbar, aber es kommt wohl auf die Menge an.

  • Widerspenstige sagt:

    Der weisse Zucker wurde von mir verbannt, als ich erfuhr während einem Ernährungskurs, was für ein Kalziumräuber das ist. Also auf Zuckerersatz umgestellt wie Birnel oder eigenen Naturhonig. Diese flüssigen Süssungsmittel sind so natürlich süss, dass man a) nur ein Bruchteil davon braucht und b) einfach gut ins Stoffwechselprogramm passen und c) länger Sättigen. Dann natürliche Butter ohne irgendwelche Zusätze. Zum Würzen von Speisen kein Aromat, sondern Herbamare/Trocomare, Meersalz, Chili, Curry, Ingwer, Küchenkräuter en gros. Und doch, auch Berufstätige können auf gesundes Essen achten 😀

  • Roshan sagt:

    Machen die Angaben zu Inhaltsstoffen Sinn? Wenn sie lesbar wären und dazu verständlich und einheitlich, vielleicht. Ich finde wichtig, dass das Thema versteckter Zucker angesprochen wird. Zucker an sich gehört zu unserer Diät. Aber so viel wie heutzutage versteckt in Nahrungsmitteln auftaucht, wo die wenigsten es vermuten, ist zu viel. Noch vorsichtiger müssen wir bei all den Fruktose-Zusätzen sein, die bei fettarmen Produkten den Geschmack und Textur (Molasse) bringen.

    Sehr problematisch sind die wassergehärteten Fette, da der Verdauungstrakt diese zuerst als Wasser wahrnimmt.

    • Luise sagt:

      Senf, Mayonnaise, Essiggurken und sogar in so genannten Fruchtschorle – überall ist Zucker drin.

    • Roshan sagt:

      Inzwischen bin ich sogar bei Brot skeptisch geworden, seit es fast nirgendwo mehr wirklich frisches Brot nach der traditionellen Bäckerskunst gibt und alles im Laden in diesen Maschinen als ‚Gourmetbrot‘ schnellgebacken wird. Diese Teige sind sehr fetthaltig, damit sie nicht zwischen Fabrik und Laden austrocknen, und schlussendlich gummig. Auch da die Irritation des Verdauungstraktes, dem vom Mund geschmacklich ‚Brot, Stärke‘ signalisiert wird und dann ein Brocken wassergehärtetes Fett mit Mehl geliefert wird, der erst noch erst im Magen richtig aufgeht.

      • tina sagt:

        brot backen ist imfall auch nicht schwierig 😉

      • Roshan sagt:

        Wenn anstämdiges Mehl verfügbar ist, Ja. mach ich schon. Aber wir essen mehr oder weniger mediterran, da alle gemüse usw vor der Haustüre wachsen. Mir ist der Aufwand, selber Teig herzustellen aufgehen zu lassen, usw, doch etwas zu gross für den Alltag. Den Teig für Tortillas, Flautas und Memelas machen wir aber immer frisch und eben selber. Die sind einfach zu machen und im Kühler lange haltbar.

      • Juno sagt:

        @rohsan: Bäckereien gibts also schon noch einige hierzulanden. Von wegen fast niergendwo..

      • Hotel Papa sagt:

        Roshan lebt aber nicht hierzulande, sondern ‚where it never rains‘, wenn ich das noch recht im Kopf habe.

      • tina sagt:

        ich will ja nicht kleinlich tun, aber wenn dein problem zusätze im brot vom bäcker sind, dann lässt sich das auch mit weniger anständigen mehl umgehen. teig kneten dauert 10 minuten, aufgehen tut er allein, backen tut es auch allein. muss man nicht, aber kann man. je mehr man solche dinge selber macht, desto im schlaf kann mans. deine prioritäten setzt du selber

      • Roshan sagt:

        Juno, als ich letzten Winter die Schweiz besuchte, war ich gelinde gesagt sehr enttäuscht darüber, was dort an Brot auf die Regale kommt, eben auch aus jenen im Laden stehenden Maschinen wie hier. Das Dorf, wo ich verweilte, hat allerdings zwei in der Region namhafte Bäckereien, aber auch da fand ich die eine sehr maschinell und eben mit Gummiteig. Immerhin schwärmte ich immer über die noch bestehende Bäckerskunst in der Schweiz. Vielleicht verstehen Sie meine Enttäuschung. Die hat damit zu tun, dass ich Schweizer Konsumenten immer als sehr erpicht auf Qualität und Inhaltsstoffe empfand.

      • Roshan sagt:

        HP: Bei uns sind Wolken am Himmel und Regen ein Ereignis, auf das wir uns freuen. Endlich mal nicht das monotone Blau und den ewigen viel zu intensiven Sonnenschein.

      • Roshan sagt:

        tina, mir wurde es zu aufwendig, obwohl ich das kneten gerne tue. Es ist auch so, dass Brot in unserer Familie nicht mehr im alltäglichen Speiseplan ist. Schon als Studentin merkte ich, dass weniger Brot meiner Linie gut tut. Meine Verdauung spricht auch nicht so gut darauf an, Vielleicht liegt es am Gluten. Ausser im Sommer machen wir aber etwa eimal im Monat Brot, dann ist es aber Chala, also was bei euch Zopf heisst.

        Machst Du wirklich alle zwei, drei Tage frisches Brot selber?

      • tina sagt:

        nein, so im schnitt 1-2 wöchentlich. wir haben hier aber auch eine wirklich gute bäckerei.
        aber wenn ich ein problem hätte mit gekauftem brot, dann würde ich eben noch 1-2 mehr backen pro woche. da habe ich mehr arbeit mit staubsaugen und das mache ich ja auch 2-3mal wöchentlich

  • Ursula sagt:

    Ich habe das früher schon mal in diesem Blog geschrieben: Hören wir doch mit den Selbstvorwürfen auf: Sehr viele Familien kochen heute um einiges gesünder als in den 70er, in denen ich in einer kleinbürgerlichen Siedlung in einer typischen Agglogemeinde aufwuchs. Ausser ein, zwei ausländischen Frauen oder geschiedenen waren die Mütter zuhause und öffneten nach einem Kafi nach dem Posten oder einer Zigi am Fenster eine Raviolibüchse oder machten irgendwas mit Cervelats/Brätchügeli, Hörnli. Zum Znacht gab’s Café complet. Die Verfügbarkeit der (ungesunden) Nahrungsmittel war aber deutlich

    • Ursula sagt:

      Fortsetzung: geringer. Nicht an jeder Ecke konnte man sich mit Food eindecken. Und man konnte sich das auch weniger leisten.

      • Luise sagt:

        Erinnert mich an meine Kindheit. 70er Jahre, beide Eltern berufstätig, am Mittag Linsen oder Ravioli aus der Dose, Würstchen und/oder Päcklisuppe. Mit 14 hatte ich, wie meine Eltern auch, schon Magenprobleme.

  • Rolf sagt:

    Die gesamte Lügen-Werbebranche gehört verboten. Das ganze Rumgelüge und die Konsumenten für dumm verkaufen, müsste Konsequenzen haben. Aber eben, es ist derart viel Geld im Spiel, dass die gesamte Politik unterwandert oder infiltriert ist. Schauen Sie sich in den Lobbyes um, was da rumsitzt, zwischen den Tabak, Auto, Bank und Waffen Lobbyisten, hockt auch noch das Nahrungsmittel- oder Pharmapack rum, und verhindert Gesetze, welche für den Schutz des Konsumenten erlassen würden.
    Klar ist auch irgendwie dumm, wer an die Werbung glaubt, irgendwo muss es Grenzen haben. Nur schon in Sachen Niveau.

    • Juno sagt:

      Hm also ich weiss nicht. Wenn die Konsumenten nicht tatsächlich dumm wären, würde das ja nicht aufgehen. Was für Gesetze hätten Sie denn gerne? Ein Gesetz gegen Konsumentendummheit?

  • Francesca sagt:

    Ich war kürzlich stinkesauer auf die Post. Die lassen einen ewig warten, und stellen Gestelle mit Süssigkeiten derart auf den Boden, dass jeder Erwachsene glatt einen Hexenschuss einkassieren würde – sprich, auf Höhe der 2-4-jährigen Knirpse. Und entsprechend mühsam war die Warterei auch für eine Mutter mit drei Kindern. Habe nun mit einem Kollegen vereinbart, dass wir bei unserem nächsten Postbesuch mit etwa drei, vier Knirpsen hingegen und die einfach mal ausräumen lassen. Und natürlich nichts bezahlen. Mal sehen, was dann passiert…

    • Hotel Papa sagt:

      Grrr! Post! Da schwillt mir gleich wieder der Kamm. Ich gehe auf die Post, um Sendungen zu verschicken oder abzuholen. Nicht um Papeterie oder sonstigen Ginggernillis einzukaufen, nicht um ein Handy zu kaufen, und auch nicht, um eine Versicherung abzuschliessen.
      Der Gemischtwarenladen im Warteraum nervt einfach nur.

      • Sportpapi sagt:

        Ich für meinen Teil bin froh, dass wir noch eine Post im Dorf haben. Dank der Querfinanzierung.

      • Roshan sagt:

        Seit der Privatisierung ist aber die Quersubvention nicht mehr erlaubt und der reine Brief- und Paketzustelldienst nicht selbsttragend. Das Lokal auch als Laden mitzunutzen ist eigentlich keine schlechte iIee, oder sogar die ganze Dienstleistung in einme Laden unterzuvermieten. Das macht sicher mindestens in kleinen Poststellen Sinn.

      • Hotel Papa sagt:

        „oder sogar die ganze Dienstleistung in einme Laden unterzuvermieten“
        So rum ja. Aber die ärgsten Verkaufshallen sind in den grossen Poststellen, die auch so bestehen bleiben würden. Dafür darf man zwischen den Regalen durch spiessrutenlaufen, wenn es „bling!“ macht.

      • Juno sagt:

        oder Fondue! Zürisäcke! Papeterie hat ja wenigstens noch einen Bezug zum Postgeschäft..

      • Hotel Papa sagt:

        UND VOR ALLEM WILL ICH NICHT NACH EINER TRANSAKTION AM SCHALTER AUCH NOCH FÜR EINEN VERSICHERUNGSABSCHLUSS ODER EIN LOS ANGEQUATSCHT WERDEN!

        Da übergebe ich dann jeweils eine Mitteilung an den Chef.

      • Roshan sagt:

        HP: Bei uns wird in kleineren Orten oder Quartieren die Dienstleistung als Franchise an Läden vergeben (z.B Hallmark, oder in ländlichen Orten den General Stores). Der Vorteil: ein dichteres Netz draussen in den Quartieren, statt einer grossen Stelle im Zentrum. Es ist auch so, dass wir die ausgehende Post frankiert in unseren Briefkasten legen können. Pakete haben Pauschalpreise, wenn in Normschachteln. Die pauschale gilt landesweit und ist abhängig von der Grösse der Schachtel. Ich kann Schachteln, Marken etc. telefonisch oder via Internet bestellen und das ganze kommt ins Haus geliefert.

      • Roshan sagt:

        Unsere normalen Poststellen verkaufen aber keine postfremden Artikel. Aber eben. Die Schweizer Post sitzt wohl auch auf guten aber teuren Liegenschaften die irgendwie bewirtschaftet werden müssen. Das mit der Versicherung, Los und wohl auch Handyverträgen finde ich daneben. Arbeiten die Postbediensteten auf Kommission?

      • Hotel Papa sagt:

        Komission weiss ich nicht, aber ich meine, sie haben ein Plansoll (mindestens gehabt; es haben sich auch noch andere Postkunden als ich über diesen Schacher am Schalter beschwert.)

      • Eni sagt:

        @ Francesca

        …mal sehen, was dann passiert……. Wenn die Kinder nicht in einem Kinderwagen sitzen müssen Sie für den Schaden aufkommen, welchen die Kinder verursachen die in Ihrer Obhut sind. Dasselbe gilt auch in den Läden: wenn Sie Ihre Kinder rumlaufen lassen, haften Sie, wenn Dinge aus den Gestellen gezerrt werden und kaputt gehen.

  • Daniel Zollinger sagt:

    Mit den sogenannten Fit-Müesli habe ich auch so meine bedenken! Sie werden zwar als Zuckerfrei angepriesen, aber anscheinend sind dort etliche versteckte Zuckerarten vorhanden! Das kann es doch auch nicht sein?! Am besten man macht sich sein Müesli noch selbst, mit frischen Früchten und Haferflocken im Naturejoghurt!

    • Koller sagt:

      Sie sagens, lieber richtiger Zucker ( am luebsten Rohzucker) als Saccharin. Daher, praktisch ueberall wo draufsteht „ohne Zucket“ hats einfach Saccharin drin.

  • C.knecht sagt:

    Das tragische ist dass wir unseren Kindern eine gesundheitliche Hypothek auf den Lebensweg mitgeben. Schwache Knochenstruktur, Diabetesgefährdung, Arteriosklerose um nur 3 zu nennen. Eltern/Konsumenten sollten informiert werden vom BAG, für die Masernkampagne nimmt das BAG jetzt auch Millionen im die Hände. Die „Bedrohungslage“ ist bei der ungesunden Ernährung aber um ein Vielfaches höher… Würde mir wünschen, dass der Bundesrat mehr für die Gesundheit der Bevölkerung machen würde und weniger für die Firmen, die die bestbezahltesten Lobbyisten haben. Einfachste Lösung, wenn wir uns als Eltern weigern würden diesen Schrott zu kaufen.

  • Martin sagt:

    Es liegt an den Eltern, was sie den Kindern kaufen. Ich würde nie spezielle Kinderartikel kaufen. Kindergerechte Nahrung muss nicht speziell verpackt sein, sondern man muss diese richtig und in der richtigen Menge zubereiten.

  • Luise sagt:

    Was hab ich mit meinen Kinder gekämpft! Hab Brot aus Körnern gebacken, Süsses aufs absolute Minimum limitiert, nie oder fast nie das süsse Kinderzeugs gekauft, von dem es vor 20, 30 Jahren kaum was gab.Schwerpunkt war Vollwertiges, Frisches, Natürliches. In der Pubertät hat mein Nachwuchs dann kompensiert und sich gefühlte 5 Jahre nur von Süssigkeiten ernährt. Plötzlich schlug es um: Meine erwachsenen Kinder ernähren sich sehr bewusst und sehr gesund. Der Einsatz und die Kämpfe haben sich offenbar gelohnt.

    • tststs sagt:

      Ahhh Luise, ich könnte Ihre Tochter sein… nachdem es bei Muttern nur immer die ungesüssten, langweiligen Corn Flakes gab, gibt es bei mir heutzutage nur noch Schoggi-Zucker-Schiess-mich-tot-Flakes zum Frühstück 🙂

      • Sportpapi sagt:

        Luises Kinder sind aus diesem Trotzalter wieder raus 🙂

      • Luise sagt:

        Bei mir gabs nicht mal Cornflakes, sondern selbstgemachte Haferflocken, ehrlich! Aber: Wir sind alle schlank und unglaublich gesund, trotz gelegentlicher Ernährungssünden:-)

    • Auguste sagt:

      hmm…, tut mir leid, sie enttäuschen zu müssen luise. die kompensationsphase in der pubertät disqualifiziert ihre vorherigen ideologischen bemühungen eindeutig. dass ihre kinder als erwachsene den rank fanden, ist wohl eher eine art normaler rückschwung eines pendels, das zu weit ausgeschlagen hatte oder vielleicht auch nur die erkenntnis, dass dicke weniger oft abgeschleppt werden oder abschleppen können. wie so oft im leben: die niederen beweggründe.

      youtube: dwight yoakam – fast as you

    • lehmann sagt:

      Um die Zuckerstuerze zu vermeiden, gibt es bei mir keine Flakes. Nur Eier, Schinken, Kaese. Auch kein Brot, da eben auch dick macht. Bin immer noch 198 Pfundschwer bei 1.80 Meter und segle mein Segelschiff alleine ueber den Pazifik.

  • Peter Steiner sagt:

    Der Markt für Kinderlebensmittel wächst nur deshalb so rasant, weil es Käufer(innen) dafür gibt.

  • tina sagt:

    inzwischen glaube ich, dass der prozentsatz an menschen die auf die werbung reinfallen winzig ist. alle anderen kaufen einfach ab und zu das eine oder andere von dem ernährungsschrott und setzen sonst weitgehend auf selber machen

  • Hans Widmer sagt:

    Ich wäre für ein ganz einfaches Balkendiagramm (1 cm breit 10 cm hoch)
    Darin sind die jeweiligen Anteile am Produkt der folgenden Kategorien aufzulisten.
    Kohlenhydrate (Rot)
    Fette (Gelb)
    Wasser (Blau)
    Balaststoffe. (Weiss)
    Mit so einer Anzeige würde man auf den ersten Blick sehen, dass diese „Flocken“ zu 60% aus Kohlenhydraten und zu 30% aus Fett bestehen.
    Rot und Gelb könnte man dann ganz einfach meiden. Die heutigen Nährwertangaben sind zu oft verkehrt im Falz in Mikroschrift.
    Dier Anzeige „1 Portion deckt 3% des täglichen Energiebedarfs“ (* 1 prtion = 5 g) ist übrigens auch unnütz.

    • Juno sagt:

      Ach Blödsinn, wer wissen will, was drin ist, der weiss es auch. Und was für eine seltsame Ernährungsart haben Sie denn? Keine Kohlenhydrate? Kein Fett? Nur Wasser und Ballaststoffe?? Ich hoffe, sie ernähren Ihre Kinder nicht so.

    • Kaia Minger sagt:

      Wenn der rote Balken für Kohlenhydrate generell gelten soll, dann sagt er auch wieder nicht die Wahrheit, denn Kohlenhydrate sind nicht per se schlecht! Z.B. Weizenprodukte bestehen nun mal natürlicherweise aus 60% Kohlenhydraten – sie sind aber trotzdem nicht ungesund, nur die vielen Zusätze in Flockenpackungen.
      Ihr vorgeschlagener roter Balken sollte daher für ZUCKER gelten, der den Produkten hinzugefügt wird), dann wäre Ihre Idee sicher nicht schlecht.

      • Hotel Papa sagt:

        Neiaberau. Du solltest doch wissen, dass Kohlenhydrate seit etwa 5 (oder sinds schon 10) Jahren vom Teufel sind!

        (Das wir uns generell überfressen hat damit selbstverständlich nichts zu tun…)

    • Christoph Bögli sagt:

      Grundsätzlich: Wieso nicht. Aber ich bezweifle ein wenig, dass solche Informationen etwas bringen. Denn wer ein Interesse an sinnvoller Ernährung und etwas Nahrungsmittelkompetenz hat, der weiss schon heute problemlos Bescheid. Alle anderen scheint es schlicht nicht zu interessieren – und das ändert sich auch mit irgendwelchen Balkendiagrammen kaum. Dabei wär die Thematik eigentlich trivial, man weiss ja mit minimalster Allgemeinbildung was eine gesunde Ernährung wäre. Aber in der Praxis sind halt viele zu faul, das umzusetzen..

      • C. Knecht sagt:

        Die wenigsten kennen die Folgen. Viele denken es gehe v. a. um die Zähne… Von den gesunheitlichen Langzeitschäden wissen viele gar nichts.

      • Jasi sagt:

        Der Wille ist stark, aber das Fleisch ist schwach…

      • Hans Widmer sagt:

        Wir stehen als Einzelkämpfer einer ganzen Arme von Marketingexperten bei den Nahrungsmittelherstellern gegenüber. Und dass dann die angeblichen „Haferflocken“ plötzlich nur noch zu 30% aus Hafer bestehen, steht natürlich vorne auf der Verpackung? (zb: Kohlenhydrate sind KH, ob Zucker oder Stärke ist nicht wichtig. )
        Ich habe in den letzten Wochen vermehrt versucht auf die Angaben zu achten. Abgesehen davon, dass man die Angaben extrem lang suchen muss, weil sie super versteckt sich, habe ich diverse Produkte gefunden, die ich komplett falsch eingeschätzt hatte

      • Marco sagt:

        @ Hans Widmer: Um welche Haferflocken handelt es sich denn (Hersteller / Verkaufsort)? Ich würde einen Wette machen, dass es sich dabei um sogenannten „Convenience Food“ handelt und nicht um handelsübliche Haferflocken, die selbstverständlich nur aus verarbeitetem Hafer bestehen

      • Juno sagt:

        @widmer: Ach was. Wenn nur 30% Haferflocken drin sind in den Haferflocken, dann haben sie keine Haferflocken gekauft. Vielleicht ein Müesli mit Haferflocken. Was weiss ich. Mich nervt diese allgemeine Panikmache und wir-sind-alles-Opfer- Haltung. Schaut doch einfach ein bisschen was ihr einkauft, es steht ja drauf, was drin ist!

    • Tim Weser sagt:

      Das ist eine sehr gute Idee!

  • Grementieri Romeo sagt:

    Wir haben verlernt aus einfachen Lebensmittel ewine Mahlzeit zu zubereiten,d.h.wir wollen alles fixfertig einkaufen und so essen.
    Warum nehmen sie nicht einfach Haferflocken,Joghurt und Früchte,süssen nach Bedarf mit Honig oder Zucker und fertig ist das
    Müesli.Zudem gibt es im Food Bereich zuviele Fertig-Produkte von der Lebensmittel-Hersteller,denn vieles könnte man verzichten,denn selbst hergestellt weiss man was diese enthalten und sind auch gesünder.Der Konsument ist oft zu bequem und dies wird von den Herstellern ausgenutzt.

  • Teilzeitpapi sagt:

    Zucker bilig und umsatzfördernd entsorgen, das ist doch gut? Zuckrige Frühstücksflocken als Vorbereitung für den „Energy“-nehmenden Drink (auch als Mini zum Sammeln, juhui!) in der Jugend, perfekt. Auf der anderen Seite verdienen Ärzte und Pharma an Ritalin, Diabetes, usw. Super für’s BIP! „Hello Kitty & Co“-Verpackungen sind nur ein Zeichen, wie perfekt die Marketingabteilungen ihren Job machen und längst wissen, wer in vielen Familien die Kaufentscheidungen fällt… Nur letzteres ist der Grund der neuen Kinderprodukte, Zucker gab es schon immer viel im Angebot…

  • Richi sagt:

    Eigentlich kann man ja der Nahrungsmittelindustrie dankbar sein: Denn die Werbung und das Verpackungsdesign macht es für mich als Familieneinkäufer sehr einfach die ungesündesten Dinge auf den ersten Blick zu erkennen und eben grad nicht zu kaufen….

  • Stefan sagt:

    Klar möchte die Lebensmittelindustrie uns möglichst günstige Produkte zu einem möglichst überteuerten Preis anbieten. Um dem auszuweichen, kann man vieles selber machen. Dies benötigt halt etwas Zeit und auch Kraft, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.
    Und ist es nicht so, dass wenn beide Elternteile berufstätig sind, diese Zeit und Kraft tendenziell eher nicht vorhanden ist? Und dass somit bei diesem Modell die Kinder tendenziell ungesünder ernährt werden? So dass einfach keine Zeit ist, um Babybrei zu pürieren etc… und man halt die „gesunde“ Schoggi mit der Extraportion Milch kauft…

    • Lunita sagt:

      bin 40% berufstätig und mache alle Breie selber. Dies ist sehr wohl möglich! In der Kita erhalten die Kinder ebenfalls frischen Babybrei. Ich habe es langsam satt, als berufstätige Mutter für alles und jedes verantwortlich gemacht zu werden! Trotz meiner Berufstätigkeit koche ich jeden Tag frisch. Ich liebe meine Kinder, sie wachsen trotz den zwei Kita- Tagen geborgen und beschützt auf. Auch wenn ich nun ca. 20h pro Woche nicht meine Kinder betüdle, sind sie zufrieden und glücklich. Dies nur so mal nebenbei.

      • Reto B. sagt:

        Nein nein. Reden sie es bloss nicht schön. Dass sie ihre Kinder zwei Tage die Woche in die KiTa geben ist der Anfang des Untergangs. Diese 16 Stunden pro Woche sorgen dafür, dass sie ihr Kind völlig vernachlässigen, auch selbstverständlich während der anderen 152 Stunden. Und in der KiTa herrscht ja Stalin selbst als Oberaufseher. SO wird ihr Kind mit 112% Wahrscheinlichkeit ein drogenabhängiger, verfetteter Bankräuber, oder noch schlimmer, Banker oder SVP Politiker. Eine genauere Erklärung schenk ich mir, ich hab eh recht: DARUM!

      • Auguste sagt:

        hmm…, die kita ist der anfang vom untergang der schweiz, des abendlandes, des capri-sonnensystems und leider auch der milchstrasse.

        youtube: guns ’n roses – sweet child of mine

      • Sportpapi sagt:

        @Lunita: Aus dem zweifachen „tendenziell“, das meiner Meinung nach zu recht steht, erkennen Sie einen persönlichen Vorwurf? Weshalb so dünnhäutig?

      • Urs sagt:

        Klar sind Sie verantwortlich Frau Lunita. Wer denn sonst? Das ewige Gejammer, Selbstmittleid und die Heischerei nach Bestätigung. Warum kratzt es Sie auch was andere denken? Ist ja klar, dass die alles besser wissen. – So und jetzt kriegen Sie ein Schöggeli von mir, ist zwar auch Zucker drin, aber ich erlaube es Ihnen. Wenn Sie jemand darauf anspricht geben Sie nur dem alten Urs die Schuld. Ist ja alles gut *tätschel, tätschel“

      • Maria sagt:

        Ich glaub ich spinne?! Was sollen dieser gifitge Ton und dieser hämische Spott gegen jemand, der hier bloss seine Meinung und Einstellung schildert? Ob man sich für gesundes Essen interessiert, hat doch wohl nichts mit dem Arbeitspensum zu tun? So viel Zeit kostet es zb nicht, in einen Apfel zu beissen…

      • Stefan sagt:

        @Lunita:Ich schreibe bewusst TENDENZIELL, da ich genau solche Reaktionen befürchtet habe. Und es muss wirklich betont werden, dass sowohl Eltern gibt, die beide berufstätig sind und dennoch sehr auf die Ernährung machen und solche, die zu Hause rumsitzen du ihre Kids mit Fast Food vollstopfen.
        Aber wenn ein Elternteil zu Hause ist, dann ist meiner Meinung nach die Chance grösser, dass man sich die für gesunde Ernährung nötige Zeit nimmt. Ich kenne das: Wenn man berufstätig ist, kommt man müde nach Hause und hat andere Sorgen, also noch stundenlang Gemüse zu schnipseln… Das möchte ich sagen

      • tina sagt:

        stefan, für welches normale essen braucht man schon stundenlang gemüse zu schnetzeln….. das stimmt doch einfach nicht

      • Stefan sagt:

        Stundenlang vielleicht schon nicht. Aber nur schon, wenn man um sechs Uhr heimkommt, noch in die Küche zu stehen ist manchmal anstrengend…

      • tina sagt:

        das ist es, was ich seit jahren praktiziere. komme oft um 18.10 heim und 30 minuten später gibts znacht. warm und gekocht, gesund, abwechslungsreich und ohne fertigzeugs. so viel weniger macht es nicht aus, eine büchse aufzumachen, nur brot aufzutischen, eine fertigpizza aus dem tiefkühler zu nehmen.

      • Sportpapi sagt:

        @tina: Ich koche ja auch gerne. Aber ehrlicherweise muss ich doch zugeben, dass nur schon der Abwasch der Pfanne, das Aufräumen der Küche jeweils so viel Zeit benötigen wie das Aufwärmen von Ravioli oder das Backen der Fertig-Pizza. Also: Natürlich ist es machbar. Aber ein Aufwand ist es dennoch.

      • tina sagt:

        du musst auch die ravioli pfanne abwaschen. ich hatte glaubs noch nie länger als 5 minuten um den plunder aufzuräumen vom kochen. auch die blöde raviolibüchse musst du platt machen (ich hasse es)

      • Hotel Papa sagt:

        @tina: Wer Ravioli aus der Büchse macht, muss gestraft werden. 😉

      • tina sagt:

        mir ist es doch egal was andere leute essen, aber man braucht ernsthaft nicht viel mehr zeit um ähm normal zu kochen.

      • Sportpapi sagt:

        Meiner Kinder lieben Ravioli aus der Büchse. Die sie aber nur selten bekommen. Alles andere wäre aber Verschwendung…

      • Sportpapi sagt:

        @tina: Es ist ein Grundproblem. Man braucht auch nicht viel mehr Zeit, um zu Fuss oder mit dem Velo einkaufen zu gehen. Usw. Aber wenn man nicht will, will man nicht. Und dann bekommt das bisschen mehr Zeit und Aufwand halt eine Bedeutung. Und natürlich macht sich die Fertigpizza von allein, während das Kochen doch halt ein paar Minuten (mindestens – kann aber auch deutlich länger gehen) benötigt. Dazu kommt der regelmässigere Einkauf, wenn man frisch kochen möchte. Etc. Wenn wir Dauerstress hätten, würden wir jedenfalls schnell auf einfachere, schnellere Gerichte setzen.

      • tina sagt:

        sportpapi, du musst auch pizza einkaufen. obwohl ich kochen nicht super toll finde, geht das doch eher nebenher. fast alles kocht sich fast eben so nebenher alleine wie eine fertigpizza. ja, einfach koche ich auch, ich vermute hier liegt der hund begraben

      • tina sagt:

        „wenn man nicht will, will man nicht“. ja. ich sage, ja soll jeder wie er will, aber dass man keine zeit habe zu kochen, weil man erwerbstätig ist, ist blödsinn

      • Claudine sagt:

        Breiekochen ist bei einem vierzig Prozent Pensum noch problemlos machbar. Schwieriger wird es, wenn das Arbeitspensum höher liegt und Frau die Kinder auch noch bei den Hausaufgaben unterstützen muss. Aber ich bin einer Meinung mit Ihnen: Selber kochen lohnt sich auf jeden Fall – dann weiß man nämlich, was im Essen steckt. Auf Traubenzucker in Trockenfleisch, Glukosesirup und Palmfett in Guetzlis kann auch als ein erwachsener Organismus gut verzichten. Und Convenience Food: Inhaltsstoffe auf der Packung lesen, dann verzichtet man gern darauf….

    • 13 sagt:

      Tendenziell hin oder her. Wieder einmal ein gutes Beispiel, wie man zwangsweise versucht Äpfel mit Birnen zu vergleichen – oder von mir aus zum Thema passend: Fruchtsaft und Capri sonne – auch wenn gar kein Zusammenhang besteht, aber nur so verkauft es sich gut. Wir arbeiten auch zusammen rund 150-160% und es wird Biokiste sei dank gesund gekocht. Warum denn keine Zeit? Das gemeinsame kochen ist doch genau so ein Bestandteil des Familienlebens wie das Puzzeln.

      • Sportpapi sagt:

        Tendenziell ist tendenziell. Und der Einzelfall kein Widerspruch dagegen. Und das Thema bzw. die Aussage ist nicht vom Tisch, nur weil man es als unpassend, politisch unkorrekt bezeichnet.

      • 13 sagt:

        Das ist richtig. Falsch ist die Aussage, weil m.E. versucht wird ein Zusammenhang zwischen zwei Dingen zu erzwingen, wo keiner besteht, jedenfalls nicht nachgewiesen. Fakt ist, dass man auch bei hochprozentiger Berufstätigkeit gesund kann. All die „ABER’s“ darin beweisen das. Fakt ist, dass Hausfrauendasein sein Garant für gesunde Ernährung ist. Ebenfalls Fakt ist, dass es Mütter/Väter gibt, denen die Ernährung wichtig ist und solche, denen es egal ist. Wo aber ist der Beweis für das tendenziell, dass die Berufstätigen eher zur letzten Gruppe gehören? Der fehlt hier völlig!

    • Lunita sagt:

      meine erfahrung zeigt: es ist möglich, Berufstätigkeit und gesunde Ernährung unter einen Hut zu bringen. An zwei Tagen arbeite ich. Logisch, an diesen Abenden darf meine Familie kein Gourmet-Menu erwarten. aber welche Mutter von Kleinkindern, ob nun beruftstätig oder nicht, hat schon dafür die Muse? Ich löse es so, dass ich an den arbeitsfreien Tagen grössere Portionen koche und dann einfriere oder am nächsten Tag aufpimpe. Sprich heute koche ich Kürbissuppe, eine Portion landet im Gefriwrfach. Morgen arbeite ich, da gibts ne Suppe von letzter Woche. Heute Gschwelti, morgen Rösti..usw

      • Stefan sagt:

        @Lunita: Natürlich ist das möglich, so wie sie es schreiben. Und jetzt stellen sie sich vor, sie Arbeiten 50%, 60%, 80%, 100% und ihr Mann gleichzeitig auch noch 100%.
        Bei wievielen Prozenten sagen sie „Hauptsache das Kind hat etwas zu essen, egal was…“
        Bei 140% geht das noch, bei 160% ist es vielleicht schon schwierig… DAS hab ich gemeint…

      • tina sagt:

        stefan, mich stört es einfach, wenn man so tut, als ob den leuten die arbeiten gar nichts anderes bliebe als die kinder schlecht zu ernähren. mir war gutes essen immer sehr wichtig, und trotzdem ich auch als alleinerziehende inzwischen 80% arbeite, essen meine kinder gut und gesund. fertigzeugs ist die absolute ausnahme und schon jeweils ein juhui-special. ich finde täglich zeit zu kochen. man muss nicht, aber man kann

      • Stefan sagt:

        @Tina: Ich hab nur gesagt, wenn ein Elternteil daheim ist, hat es mehr Zeit um gesund zu kochen und sich mit dem Thema zu beschäftigen und dass dass deshalb die Wahrscheinlichkeit auf gutes Essen etwas grösser ist. Dass sie hier hineininterpretieren, Berufstätige ernähren ihre Kinder schlecht, befremdet mich.
        Ich habe grössten Respekt vor allen, welche Beruf und Familie verbinden und speziell vor Alleinerziehenden. Mir ist auch bewusst, dass in vielen Familien beide Arbeiten müssen, um über die Runden zu kommen

      • Sportpapi sagt:

        „stefan, mich stört es einfach, wenn man so tut, als ob den leuten die arbeiten gar nichts anderes bliebe als die kinder schlecht zu ernähren.“ So etwas hat Stefan nie gesagt. Wundert mich ja schon, weshalb man in diesem Bereich so empfindlich ist.

      • tina sagt:

        sportpapi und stefan: ja ok, ich bin überempfindlich, stimmt, und ja, er hat das so nicht behauptet. man wird überempfindlich wenn man ständig kritisiert wird, man würde seine kinder verwahrlosen lassen (weil man alleinerziehend ist, weil man arbeitet, weil man sie überbehüte, weil sie zucker essen, weil man nicht so viel geld zur verfügung hat, weil man in der stadt wohnt….). das ist nunmal der wundeste punkt bei eltern, denn eltern ist in der regel nichts wichtiger als dass es ihrem nachwuchs gut geht, und dafür nimmt man eine menge anstrengung auf sich (was ja auch richtig ist)

    • Lunita sagt:

      was auch immer geht ist Vollkornspaghetti mit einer feinen Tomatensauce. salat dazu, lecker. 30 min. höchstens dauert das1. Da bleibt auch noch Zeit, dem Kleinen den Brei einzulöffeln. Salat kaufe ich zweimal pro Woche und rüste ihn, so muss ich diese von mir ungeliebte Arbeit nicht täglich machen. Hier gilt: Organisation ist alles, sonst bleibt wirklich nur sie Fertigpizza.

  • Philipp Rittermann sagt:

    der grösste dickmacher heisst „frust“; sprich die folgen davon. ich rate (den erwachsenen) – trinken sie, rauchen sie, regen sie sich auf! sie sterben so zwar früher, aber schlank! und für die kids gibts nur eines – bewegung! wenn sie nun die vorgaben beider zielgruppen kombinieren, bleiben sie schlank, vor lauter ärger.

  • Hanne sagt:

    Alles toll. Spätestens wenn die Kids jeden Tag aus der Schule kommen, um ihr Zmittag zu nehmen, laufen sie an einem Kiosk vorbei, einem Automaten, der Migros oder sonstigen Anbietern und geben ihr Sackgeld für genau den Kram aus, der hier so verteufelt wird. Haben sie kein Sackgeld, klauen sie es eben. Wer von dem Zeug am meisten hat oder jeden Tag so etwas Feines als Znüni oder Zvieri mit in der Schule hat, ist der King. Hat es jemand nicht, dann sind Kiosk, Migros u.a. da und schon ist Kind wieder dabei. Keine Chance für die Eltern? Zu Hause bestimme ich, was auf den Tisch kommt.

  • Klara sagt:

    Ich studiere eigentlich fast nie die Inhaltsstoffe und ahne schon lange, dass es sich bei so schreiend bunt und wohl auch agressiv beworbenen „Lebens“mittel nicht um Mittel zum Leben handelt, sondern um Produkte, die jemandem viel Geld einbringen. Ist in Ordnung so, aber bei uns landet das selten im Einkaufskorb. Nicht nie, aber selten. Und wenn schon Schoggi, dann einfach Milchschoggi oder mit Nüssen.. Und wenns doch mal Kinderschokolade gibt ,dann einfach weil man die mag, aber sicher nicht wegen der „Extraportion Milch“, ich lach mich weg…

  • Peter Kalff sagt:

    Werbung an Kinder
    schon vor 20 Jahren habe ich die Gefahr erkannt und unter Freunden gesagt dass, falls ich die Macht hätte, es durchzusetzen, ich alle Werbung die an Kinder gerichtet ist unter Strafe verbieten würde. Kinder sind meist nicht in der Lage Werbung als Entscheidungshilfe einzustufen. Die Industrie kennt keine Moral, man muss sie ihr auferlegen, da der Profit über der Moral steht. Es ist sehr erfreulich dass sich immer mehr Entscheidungsträger damit befassen und die an Kinder gerichtete Werbung, wenigstens für ungeeignete Produkte, unterbunden wird. Gut, nur weiter so.

    • tststs sagt:

      Und seit 20 Jahren predige ich, dass – wenn ich die Macht hätte – Eltern, die ihre Kinder unbegleitet vor dem TV lassen, unter Strafe gestellt werden sollten…

      Werbung ist niemals an Kinder gerichtet, nur an dumme Eltern, die den Fernseher als Babysitter brauchen 🙁

      • Sportpapi sagt:

        Kinder sollen auch mal etwas allein tun dürfen 🙂
        Wobei: heute morgen beim Zeitung lesen haben die Kinder nebenan fleisssig den neuen Spielwarenkatalog (=“Wunschzettel“) bearbeitet. Gekauft wird dann aber natürlich nicht alles, was sie gerade angestrichen und ausgeschnitten haben. Das gehört doch auch dazu.

      • tststs sagt:

        @SP: naja, da bin ich ziemlich rigoros in meiner Meinung: Kindergehirne sind erst ab einem bestimmten Alter für TV gemacht, und unbegleitet schon gar nicht.
        Natürlich gibt es auch kindergerechte Programme, die extra so gemacht sind, dass Eltern nicht dabei sein müssen (60er und 70er Jahre in Deutschland waren echt ein goldenes Zeitalter für Kinderfernsehen…)

        Habe gestern den Anfang von „Monster House“ gesehen. Sorry, aber in den ersten 15 Minuten sind wir schon div. Dinge aufgefallen, die neverever kinderkonform sind…!!! Aber wenns animiert ist, geht’s ja schon….tststs

        Und das mit dem

      • tststs sagt:

        Wunschzettel ist ein super Beispiel: Natürlich sollen Kinder auch mit zum Einkaufen, und sie dürfen auch gerne mit dem Finger auf allerlei bunte Verpackungen zeigen und laut rufen „ich will!“
        Aaaaaber, die Probleme entstehen erst, wann man als Elternteil einfach so nachgibt!!!
        Ich verstehe echt nicht, wie manche Gofen ihre Eltern im Griff haben…

      • Sportpapi sagt:

        Eben, tststs: Die Probleme entstehen bei den Eltern, die immer nachgeben. Hin und wieder freue ich mich ja auch, wenn ich einen Wunsch erfüllen kann. Viel häufiger lernen meine Kinder aber, dass sie eben nicht alles erhalten. Dass sie aber in einem gewissen Umfang auch mitentscheiden können.
        Und zum Fernsehen: Ja, nicht alles ist geeignet. Wenn meine Kinder unbegleitet schauen (tatsächlich in Babysitter-Funktion), dann nur ab DVD.

  • alam sagt:

    Süssigkeiten sind erlaubt – in einem vernünftigen Rahmen natürlich. Wichtig ist nur zu wissen, was abgesehen von Schokolade und Bonbons alles auch noch unter den Begriff Süssigkeiten fällt: Müsliriegel, Soft Drinks, Fruchtjoghurt und Früchtequark, Sirup, Frühstücksflocken, Kuchen…

  • Lene sagt:

    Ich arbeite in der Gesundheitsförderung, bin Mutter 2er Kinder und mich wundert’s immer wieder wie wenig die Konsumenten über Nahrungsmittel wissen und wie viel Einfluss die Werbung, Zuckerlobby, Nestlé und Coca Cola haben. Vor allem in der Schweiz.
    Eine spannende Regel wäre; nur so viel Prozent der Inhaltstoffe zu bebildern wie im Produkt auch drin sind. Was nicht drin ist gehört nicht drauf (Hello Kitty, „Affenähnliche Tiere“ und „blaue Gestalten“).
    Bis die Politik was ändert: Keine Angst vom Aufklären und informieren! auch Bekannte und Verwandte!

  • franziska sagt:

    Manche Flocken enthalten auch tote Tiere – wääki.
    Wer rechnet denn damit in Frühstücksflocken?
    Zudem, der Kalorienunterschied zwischen zwischen „Kinderfrühstücksflocken“ oder besonders gesund aussehenden Flocken und Schokolade ist marginal. Da kann man gleich Schokolade (ver)futtern…

    • Hotel Papa sagt:

      Natürlich haben auch reine Getreideflocken einen Haufen Kalorien pro Gewicht. Die kommen allerdings in einer physiologisch deutlich sinnvolleren Form daher als Schokolade (mit vielen Fasern, als komplexe Kohlenhydrate/Stärke und deutlich voluminöser, d.h. sattmachender).

    • Teilzeitpapi sagt:

      In vielen Lebensmitteln hat es Eier von irgendwelchen Schädlingen, halt abgetötet durch Begasung oder Sterilisation. Bäh. 😉 Wir flocken unsere Flocken selbst. Wer das einmal genossen hat will nicht mehr zurück zum staubigen, abgestandenen Geschmack von Flocken im Plastiksack. 😉 Bio, manchmal halt mit Kornkäfer, die ausgesiebt werden. He nu, unsere Vorfahren haben’s auch überlebt. 🙂

      • Jasi sagt:

        Stimmt, es gibt nichts besseres, als selbst geflockte Haferflocken. Bis dahin wusste ich nicht mal, dass die gekauften Flocken behandelt sein müssen, um nicht ranzig zu werden. Also selbst „reine“ Nahrungsmittel sind nicht so rein, wie wir denken.

      • Teilzeitpapi sagt:

        Noch so ein Verrückter. 🙂 Auch Hirse-, Weizen-, Dinkel-, Roggen-, Gerstenflocken sind lecker. 🙂 Wobei man die Hirseflocken nicht so grossflächig wie die vom Laden hinbekommt, dafür ist der Geschmack vieeel besser. 🙂

      • Jasi sagt:

        Ich habe bisher immer nur Hafer gequetscht, aber seither nie mehr Flocken gekauft.
        Muss man den Weizen, Dinkel, Roggen und die Gerste vor dem Quetschen einweichen oder geht das auch so? Hirsenflocken (die gekauften) mag ich nicht.

      • Teilzeitpapi sagt:

        Auch einfach so durch den Flocker rasseln lassen. Sind für den Flocker noch unproblematischer. Beim ölhaltigen Hafer sollte man eher mal die Walzen reinigen.

  • Katerina sagt:

    Unsere Kinder lieben auch Capri-Sonne und bekommen diese auch ob und zu und das ist doch das Schlagwort – ob und zu, nicht immer und nicht nie. Mit gesundem Verstand funktioniert doch alles…

  • Simon sagt:

    Zugesetzter Zucker braucht kein Mensch. Es wird zum strecken, konservieren und als suchtmittel gebraucht. Wir kaufen nach Inhaltsstoffen ein und leider findet sich in den Supermärkten fast keine Lebensmittel die keine Zusatzstoffe haben. Unsere Kinder essen lieber Früchte vom Bauern, als das süsse Zeug was unsere Lebensmittelindustrie vorsetzt. Das essen aus den meisten Läden macht uns krank! Einkaufen, was die Grossmutter noch als Lebensmittel erkennen würde. Am besten alles selber machen.

    • Juno sagt:

      Ja also normale Lebensmittel gibt’s auch im Supermarkt. Man muss ja nicht alles kaufen, was dort so angeboten wird.

    • tststs sagt:

      Oje, Sie werden in einem Supermarkt nie ein Lebensmittel finden, dass nicht irgendwelche Zusatzstoffe enthält (ausser natürlich, Sie kaufen „Basislebensmittel“ wie Früchte, Fleisch etc.
      Hätte es keine Zusatzstoffe, würde die Haltbarkeit der Lebensmittel nicht einmal die Anlieferung überstehen…

      • Juno sagt:

        Ja eben, wenn sie Basislebensmittel kaufen.. Und die gibts auch im Supermarkt. Und übrigens gibts auch Verpacktes ohne Zusatzstoffe. Die Lebensmittelindustrie ist nicht NUR böse böse böse. Es gibt auch Vernünftiges zu kaufen. Allerdings tatsächlich nicht von Nestle und Co.

      • tststs sagt:

        Sorry, ich wollte damit die Lebensmittelindustrie nicht verteufeln, im Gegenteil… es geht gar nicht ohne Zusatzstoffe (und des Teufels sind sie schon gar nicht).
        Mmhhh, Verpacktes ohne Zusatzstoffe? Haben Sie ein Beispiel?

      • Juno sagt:

        Das meiste Biozeugs. Bio darf keine künstlichen Lebensmittelzusatzstoffe, wie Farb- und Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker, künstlichen Aromen oder Stabilisatoren drin haben. Es gibt auch dort Grenzwertiges (bei den ’natürlichen‘ Aromen) aber grundsätzlich kann man das mit gutem Gewissen seinen Kindern verfüttern 🙂
        Zucker hat es allerdings auch bei Bio drin:-)

      • Sportpapi sagt:

        Dieses Bio-Zeugs ist das, was schon schimmelt, wenn man es zu Hause auspackt? 🙂

      • tina sagt:

        all die grundnahrungsmittel sind doch auch eingepackt und haben keine zusatzstoffe. man kann ja nichtmal eine gurke oder einen blumenkohl ohne verpackung kaufen

      • Marco sagt:

        @ tina: Dies ist m.E. nur bei Bio-Gemüse und -Früchte der Grossverteiler der Fall und dies auch nur, weil man es so von dem meist günstigeren konventiellen Frischprodukten unterscheiden kann (was ja irgendwie gemacht werden muss, wenn beides im selben Laden verkauft wird). Ansonten sehe ich keine Notwendigkeit, ständig nur Dinge zu essen, die einmal „verpackt“ waren.

      • Koller sagt:

        Tststs, es gibt da eine Tomatensause, ich glaub von Hero, die hat tatsaechlich nur Tomaten drin. Ich war selbst sehr erstaunt. Auch abgepacktes Hackfleisch hab ich letzthin im Volg entdeckt, das tatsaechlich nur Fleisch drin hat. Will man so einkaufen, muss man einfach alle Etiketten lesen, es gibt auch natuerliche Zusatzstoffe, welche aber harmlos sind (auch unter den E’s). Das selbe gilt auch fuer Kosmetikartikel. Das Beste ist natuerlich man isst von allem ein bisschen und kocht wenn moeglich selbst mit frischen Zutaten. Somit ist auch das bisschen Schokolade ab und zu nicht schlimm.

    • Juno sagt:

      äh ja sportpapi. Du darfst wählen. entweder schimmelt’s etwas schneller oder es ist halt behandelt. Man kann nicht alles haben.

      • Sportpapi sagt:

        Eben. Deshalb mit Konservierungsstoffen, wenn ich etwas konservieren möchte. Und allenfalls Bio, wenn ich es gleich esse.

      • Marco sagt:

        Glaubt Ihr ernsthaft, frisches „nicht-bio“-Gemüse wird mit Konservierungsstoffen haltbarer gemacht? Wieso sollte Frisches schneller schimmeln, wenn es biologisch angebaut wurde?

      • Juno sagt:

        @marco: Ohne auf die alles-was-nicht-Bio-ist-ist schlimmschlimmschlimm Schiene gelangen zu wollen: Es gibt in der Tat Lagerschutzmittel. Ohne die geht nicht viel bei konventionellen Produkten. ZB Phosphin zum begasen. Das hat nichts mit glauben zu tun. Frag mal einen Bauern.

    • tina sagt:

      zucker ist eben auch einfach fein. grund dass ich am liebsten mein essen aus grundnahrungsmitteln selber koche ist dass ich fein essen will. das ist auch das, was ich meinen kindern mitgeben möchte. koche ich selber, kann ichs fein kochen und es hat keine gesundheitsgefährdenden zusatzstoffe drin. aber süssen will ich. zucker hat auch eine funktion, sozusagen als beschleuniger

  • Muttis Liebling sagt:

    Ich liebe ja diese Statements des gehauchten Du-Du. Wenn man Marktwirtschaft akzeptiert, muss man damit leben, das pausenlos Dreck produziert und beworben wird. Die Firmen produzieren nämlich nicht, um Notwendigkeiten zu realisieren, sondern um Kohle zu machen, egal wie und womit. Der mündige Konsument ist nur eine Erfindung der Werbung.
    Ein kluger Schweizer, Paul Lotter hat mal geschrieben, früher hat die Wirtschaft Waren produziert, um die Bedürfnisse ihrer Kunden, heute produziert sie Kunden, um ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen.
    Den ganzen Rest kann man sich sparen. Symptombeschrieb

    • Muttis Liebling sagt:

      2/ Das ist es, was mich am meisten ankotzt, diese Oberflächlichkeit im Denken und Argumentieren. Es geht in einer Marktwirtschaft nicht anders, als wir es sehen. Die müssen ihr Zeugs möglichst billig produzieren und gewinnbringend absetzen. Kinder sind da eine exzellente Zielgruppe. Die brüllen dann vor der Kasse, wenn Mama am gut platzierten Überraschungsei vorbeigeht
      Dieser Versuch, den Teufel (Marktwirtschaft) mit Menschlichkeit, lebenswertes Leben, zu vereinen, kann nie gelingen. Ansonsten kann man sich gerne über Symptome unterhalten, das hält das Volk beschäftigt und lenkt ab.

    • Muttis Liebling sagt:

      3/ Ich habe eine ungeheurere Hochachtung vor den vor allen Frauen, welche in pflegerischen Berufen arbeiten und nicht Plunder verhökern. Der Mensch ist für den Menschen da, nicht für Produktion oder Leistung. Wenn man das beachtet, gäbe es solche Pseudonahrungsmittel oder die ganze sonstige Palette von Unsinn nicht.

    • Teilzeitpapi sagt:

      Das mit den Waren habe ich auch schon gehört. Ich glaube, es gibt auch heute noch wenige Unternehmen, die den Nutzen ihres Produkts als erstes im Fokus haben und erst als zweites die Rendite. Das ganze dürfte mit den Änderungen im Mindset gekommen sein beim „Shareholder-Value“-Denken. Bezeichnend ist ja dafür auch, dass viele Firmen mehr Gewinn mit ihren Geldanlagen als mit ihrem „Kerngeschäft“ erwirtschaften, also eigentlich mehr Banken als Produzenten sind (z.B. bei einigen Pharma-Unternehmen soll das der Fall sein).

      • Muttis Liebling sagt:

        Ja, VW z.B. Die verdienen vor allem an den Finanzierungsmodellen ihrer Umweltsünder, nicht an denen selbst.

      • Hotel Papa sagt:

        Das Problem ist, dass bei der heutigen Überproduktivität erst der Markt gesucht werden muss. Die Bedürfnisse sind schon lange um ein Mehrfaches gedeckt.

        Man könnt natürlich überlegen, wie man von Quantität zu Lebensqualität kommt, aber solange es im Jobmarkt nur alles oder nichts gibt, ist das schwierig.

  • Stephan sagt:

    Die grössten Dickmacher sind nicht Nahrungsmittel, sondern Kleidung, die die Bewegung einschränken, Adiletten, Crocks etc. Bei uns im Quartier kann man das gut sehen, es hat viele dicke Kinder. Sie schlurfen durch die Gegend, wenn sie mal rennen wollen, fallen ihnen die Schuhe von den Füssen und sie bleiben wieder stehen. Dafür müss meine Kinder in Schule und Kindergarten die vorletzte Version der Ernährungspyramide lernen und lernen, dass Fett, Zucker, Kohlenhydrate böse sind. Da bin ich sehr froh darüber, weil ich finde, das meine Tochter noch viel magerer werden soll.

  • Markus sagt:

    Finde nicht, dass man die Werbung einschränken sollte. So erkennt man dumme Menschen bereits an der Leibesfülle ihres Nachwuchses und braucht sich nicht die Mühe zu machen, etwa mit ihnen eine Unterhaltung führen zu wollen. Also eine Art Frühwarnsystem.

  • carlotta sagt:

    Wasser gegen den Durst, Chrüseli oder still steht zur Wahl. Ungesüsster Tee als Alternative. Zum Essen sind auch reine Fruchtsäfte ok oder mal ein Sirup, werden ja danach Zähne geputzt.Und in den Ferien freie Getränkewahl für alle Kids.

    Was mich viel mehr stört als das Angebot von offensichtlich ungesunden Getränken (und die >10% Zucker in allen Frucht-Joghurts) sind all die Baby-Food Artikel, die mit Zucker angereichert sind. Für mich absolut unverständlich.

    • Muttis Liebling sagt:

      Klar. Zähne putzen nach Fruchtsäften, damit die Fruchtsäure möglichst breit über den Zahnschmelz geschmiert wird. Nach Obstverzehr putzt man eben gerade nicht die Zähne. Erst eine halbe Stunde später, oder auch gar nicht.
      Auch vieles an angeblicher Gesundheitsinformation ist nur Werbung.

  • alam sagt:

    Einkaufen geht man am besten ohne Kinder. Es gibt genug andere Dinge, mit denen sie sich auseinandersetzen sollen.

    • tststs sagt:

      Das geht nicht immer; aber ich verstehe Ihren Grundgedanken: wer entscheidet, was ins Poschtiwägli kommt und am Ende bezahlt wird?
      Ebä…

      • tina sagt:

        ich finde gerade einkaufen eine gute gelegenheit um über die vor- und nachteile der verschiedenen angebote zu sprechen. aber nur wenn man ein bisschen zeit hat

      • alam sagt:

        Ja, hie und da bewusst zusammen mit den Kindern einkaufen ist bestimmt sinnvoll. Aber wenn man das mehrmals jede Woche macht, bekommt das Einkaufen für die Kinder einen zu hohen Stellenwert, den es nicht verdient. Wie wichtig ist zusammen einkaufen? Ist es wichtiger als zusammen spielen, kochen, velofahren, raus in die Natur gehen? So als ungefähre Grundregel würde ich sagen: mindestens so oft zusammen in den Wald gehen, wie man einkaufen geht.

      • tina sagt:

        ja sicher, immer möchte ich auch nicht mit kindern diskutieren müssen beim einkaufen und das ist bestimmt auch nicht nötig und wäre nur kontraproduktiv. (ich will jetzt nicht superkleinlich tun, aber wald hat meine jungs nie gross interessiert, eher flussufer ;-). wald wird überschätzt. die tiere wollen auch mal ihre ruhe dort)

      • tina sagt:

        ich kriege einfach automatisch widerstände, wenn man mir in diesem ultimativen ton sagt, wie man es richtig zu machen hat. und weil das in dem thema noch öfter vorkommt (chrüseliwasser? ist das pflicht? gesund?), klinke ich mich glaubs lieber aus

    • Sportpapi sagt:

      Meine Grundregel ist ja: Die Kinder sollen merken, dass es etwas Arbeit braucht, bis das Essen auf dem Tisch steht. Einkauf, Vorbereiten, Kochen, Tisch decken, abräumen. Natürlich ist es im Moment bequemer, wenn sie nicht dabei sind. Ich möchte ihnen aber lieber heute schon beibringen, dass sie da auch einen Beitrag zu leisten haben.

  • Marcel Meier sagt:

    Neben der Nahrungsmittel-Auswahl, gibt es ein Kriterium, welches wie ein Turbo wirkt, nämlich die emotionale Verfassung während dem Essen. Mit anderen Worten, ist das Kind aus irgendeinem Grund gestresst, blockiert der Verdauungsapparat und egal was gegessen wird, die Verdauung wird stark eingeschränkt. Freude, Entspannung, Sicherheit etc. lassen den Verwertungsmotor auf Hochtouren laufen.

    Und dann gibt es noch einen „Verhaltens-Tipp“, der Wunder wirkt, nämlich Abends/Nachts mind. 12 Std. nichts zu essen. Also frühes Abendessen, damit die Wachstumshormone aktiv sein können.

  • Anja sagt:

    Für mich ist das Thema Ernährung sehr wichtig, und ich setze mich viel mit Inhaltsstoffen und Zubereitung auseinander. Stressen lasse ich mich dadurch jedoch nicht, schliesslich kann ich nahezu überall auf meine und die meines Sohnes Einfluss nehmen. Und viel Ungesundes, ist gar nicht mehr so ungesund, wenn man es selber zubereitet…
    Schlimm finde ich aber diese Kinderwerbung allemal. Auch wenn die schlussendliche Entscheidung beim Kunden liegt, finde ich die absichtliche Irreführung von Produkten und Inhaltsstoffen eine absolute Frechheit.

  • Zora sagt:

    Wenn Werbung fördern, dann solche über die Bewusstwerdung genau dieser ungesunden Tatsachen. Es geht auch nicht nur um die süssen, farbigen Wässerchen und Zückerchen und Milchschnittchen, die noch nie Milch auch nur von weitem gesehen haben, sondern um Fleisch mit sehr belastenden Rückständen oder um die Plastikverpackungen – sie strotzen vor Schadstoffen wie z.B. hormonaktivierenden Stoffen. Das ist noch sehr weniger Menschen bewusst. Einkaufen, was die Grossmutter noch als Lebensmittel erkennen würde, ist mit Sicherheit gesünder – und schlussendlich auch wohltuender.

  • Brunhild Steiner sagt:

    Ich frage mich, ob Eltern, die fürs Kind ein Produkt kaufen weil die Werbung gesagt hat
    dass da viel Milch drin, und drum sei’s schliesslich gesund,
    (Bsp Kinderschokoladen-Mutter)
    oder viel Vitamine und drum auch gesund,
    oder was auch immer- generell jedenfalls immer nie die ganze Wahrheit,
    das aber als ganze Wahrheit hinnehmen;
    bei ihrem eigenen Konsum nicht genauso unkritisch vorgehen und alles Mögliche an nicht grad den besten Zusatzstoffen in sich hineinfüttern? Jemand der kritisch an die Packungen und Schachteln rangeht, macht das doch bei allen Familienmitgliedern?

  • Stefan Büchi sagt:

    Meine Kinder sind noch klein (4,5 und 2,5), und sie essen zum Glück von sich aus gerne Früchte und Gemüse. Ich werde es wohl wie meine Eltern damals machen: All das Zeugs ist erlaubt, aber nicht täglich und nur in kleinen Mengen. Denn es geht bei all den stark Zucker und Fett haltigen Lebensmitteln nicht um das Prinzip, sondern um die Menge.

  • Virgina Wolf sagt:

    Das ganze Kinderangebot stresst mich total und ich setze aufs Selbermachen, z.B. Quark mit Früchten und färben kann man mit Randensaft, oder Buchstaben-Nudeln mit selbst gemachter Bouillon, anstatt Buchstabensuppe von Maggi, und so weiter. Während des Einkaufs setze ich auf „Lernerfahrung“ anstatt „nein, das darfst Du jetzt aber nicht haben“. Soweit geht das ganz gut. Der Kleine ist jetzt 3J.

    • tststs sagt:

      Lernerfahrung?
      Ich glaube, unser ErnährungsPROBLEM Nr. 1 ist, dass wir das Gefühl haben, die Ernährung werde irgendwie besser, wenn man sich nur ja gründlich damit auseinandersetzt (hey, anstatt 1h Internet-Recherche, 1h im Wald spazieren)… Und Kinder sollten sich überhaupt nicht mit Ernährung beschäftigen (abgesehen von: mit gewaschen Händen an den Tisch sitzen, mit geschlossenem Mund kauen, Geschirr abräumen)

      Sorry für den angriffigen Ton…

      • 13 sagt:

        Und dann werden Kids daraus, die von guter Hausmannsküche die Küchenschränke ihrer Studentenbude mit Fertigmenues vollstopfen, weil sie sich nicht mehr einfach an den fertiggemachten Tisch setzen können. Sachen, die man selber einkaufen, schneiden und kochen durfte, schmeckt auch gleich dreimal so gut. Darum gebe ich Virginia völlig recht: Lassen wir die Kinder ECHTE Lebensmittel berühren, kosten und verarbeiten. Und schnell wird klar, dass ein Rüebli noch viel schöner Orange ist als die blassen Fruit Loops;-)

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.