Männer an den Herd!

Für die Kinder wollen wir gemeinsam da sein, verkünden viele Paare, bevor sie Eltern werden. Auch der Vater wolle und solle seinen Teil dazu beitragen, das sei wichtig – und zwar für alle. Er werde nicht bloss ein Wochenend-Papa sein und deshalb einen, wenn nicht gar zwei Tage daheim bleiben, um für das Kind da zu sein.

Wie oft habe ich solche Sätze in den vergangenen Jahren gehört. Und wie oft haben sie sich als gut gemeinte, aber leere Worthülsen entpuppt. Kaum ist das Kind da, scheint viele Paare der Mut oder die Umsetzungskraft für ein unkonventionelles Familienmodell zu verlassen. Mit unkonventionell meine ich, nicht dem traditionellen – und noch immer meistgelebten Familienmodell folgend. Die Frau bleibt in der Regel hauptsächlich zu Hause. Sie ist Hausfrau, Familienfrau und Teilzeitangestellte mit kleinem Pensum ausser Haus. Der Mann geht arbeiten, und in seltenen Fällen hat er einmal die Woche einen sogenannten Papatag. Es geht in der Realität eben nicht anders – so das Fazit vieler.

Aber es geht eben doch! Dass Männer genauso ihren Teil zu Kinderbetreuung und Haushalt beitragen, ist machbar. Im soeben erschienenen Buch «Und es geht doch! Wenn Männer mitziehen» erzählen dreizehn Familien, wie die Eltern den Familienalltag aufteilen und ihre Jobs organisieren. Wie sich Männer aktiv am Familienleben und an Haushaltsarbeiten beteiligen – und ihre Frauen arbeiten, Vollzeit oder Teilzeit. Die Journalistin und Autorin Barbara Lukesch hat dazu unterschiedliche Menschen porträtiert und interviewt. Sie präsentiert in ihrem Buch unter anderem einen Landwirt, einen Juristen, einen Ökonomen, einen Maître de Cabine, einen Psychoanalytiker, einen Bäcker und einen Soziologen.

Die Männer, Frauen und ihre erwachsenen Kinder sprechen erfrischend offen über die schönen wie auch anspruchsvollen Seiten ihres gewählten Familienmodells. Der Landwirt Urs Wenger etwa betreute jahrelang seine beiden Töchter – ein Novum bei ihnen auf dem Land –, und die Frau arbeitete Vollzeit als Hauswirtschaftslehrerin. Seit über einem Jahr arbeiten beide wieder Teilzeit. Diese neue Ordnung sei etwas komplizierter, sagt der Landwirt. «Sie erfordert ein Höchstmass an Kommunikation und Absprachen», doch das aktuelle Modell sei gut und bringe mehrheitlich Vorteile, finden beide.

So empfinden auch die anderen beschriebenen Paare im Buch. Jede Familie hat für sich einen eigenen Weg gefunden, wie sie Arbeit und Alltag lebt und organisiert – doch eine Gemeinsamkeit fällt dabei auf. «Fast alle Porträtierten leben in langjährigen Partnerschaften, deren Qualität nach Aussage aller sehr viel mit ihrem praktizierten Familienmodell zu tun hat», schreibt Lukesch. Die Rede ist vom grösseren Verständnis füreinander, von der Attraktivität einer Beziehung auf Augenhöhe und der Freude an einem Partner oder einer Partnerin, die über eigene Lebensbereiche verfügen und dadurch interessant bleiben. Die Autorin glaubt dabei nicht an einen Zufall: Eine partnerschaftliche Aufgabenverteilung sei zwar keine Garantie für ewige Liebe – doch es könne so eine Basis entstehen. «Konfliktherde, die traditionelle Partnerschaften erschweren, können so gar nicht erst aufbrechen.»

Lukesch, die einen erwachsenen Sohn hat und mit ihrem Mann selbst eine partnerschaftliche Aufgabenteilung hatte, inspiriert mit ihrem Buch, gängige Familienmodelle zu hinterfragen. Woran liegt es, dass es noch immer so wenige Hausmänner gibt? Hat es mit den kleineren Karrierechancen zu tun, die sie für ihre berufliche Zukunft befürchten? Mit zu wenig Teilzeitstellen? Den noch immer vorhandenen Lohnunterschieden zwischen Mann und Frau? Und ist es deshalb für eine Familie vom wirtschaftlichen Standpunkt her unsinnig, wenn die Frau mehrheitlich arbeiten geht?

Die Autorin schreibt, dass es für ein Umdenken und eine gesellschaftliche Änderung insbesondere die Kraft und das Durchsetzungsvermögen der Frauen benötige: Frauen, die erwerbstätig sein wollen, müssen ihr Bedürfnis entschieden zum Ausdruck bringen. Es brauche die Überzeugung, dass sie auch als Mütter das gleiche Recht wie ihre Männer haben, berufliche Erfahrungen zu machen, dabei Selbstbewusstsein zu tanken und ihr eigenes Geld zu verdienen. «Sie müssen den Mut haben, mit ihren Männern zu verhandeln», schreibt Lukesch. «Und sie müssen in Kauf nehmen, dass es dabei zu Konflikten kommen kann.»

Den Frauen muss es allerdings auch gelingen loszulassen – und ihren Männern die Küche, die Babypflege und den Haushalt tatsächlich zu überlassen. Das fällt nicht allen leicht, ist aber unverzichtbar. Denn gemäss Lukesch gibt es für Männer «nichts Schlimmeres, als wenn ihnen die Frau sagt, wie sie den Säugling halten müssen».

Was ist Ihre Meinung? Woran liegt es, dass bloss wenige Paare eine partnerschaftliche Arbeitsteilung in der Kinderbetreuung, im Haushalt und im Job anstreben? Wollen es die Männer zu wenig? Oder liegt es an den Frauen?

978-3-03763-036-5«Und es geht doch!» von Barbara Lukesch, Fotos von Gianni Pisano. Wörterseh-Verlag.

Die Fachstelle für Gleichstellung von Frau und Mann des Kantons Zürich hat das Projekt unterstützt.

Die Buch-Vernissage findet am 28. Oktober um 19 Uhr im Klubsaal des Zürcher Kaufleuten statt (Türöffnung 18.30 Uhr). Eintritt frei.

184 Kommentare zu «Männer an den Herd!»

  • rumpelstilz sagt:

    da wir ja zu diesem zeitpunk drei kinder in die kita hätten geben müssen. dann kommt hinzu, dass man dann auch noch einen job in der nähe finden muss mit den passenden arbeitszeiten, was im gastgewerbe schwierig ist und auch noch ohne Auto erreichbar ist – wir können uns nämlich keins leisten! also mann kann nicht überall bei jedem vom gleichen ausgehen.

  • rumpelstilz sagt:

    hier in der schweiz kann man doch nicht allgemein sagen es geht oder es geht nicht, den durch die kantone sind die möglichkeiten überall anders. ich habe drei kinder – zwei davon zwillinge 3j. und ein kind 7. wir lebten zur zeit der geburt in einer gemeinde ohne irgend ein betreuungsangebot. grosseltern die regelmässig da waren gabs auch nicht. und so weiter und so fort. wenn hätte arbeiten wollen, was auch unser gewünschtes familienmodell wäre, müsste ich einen job haben, wo mind. gleich viel verdiene wie mein mann, damit wir die kosten für externe kinderbetreuung decken könnten

  • Anton Füeri sagt:

    Es ist kein Geschlechter-, sondern ein Generationenproblem. Viele geistige Dinosaurier sind heute zwischen 40 und 60. Sie sind erfüllt von Existenzangst, Neid und Missgunst auf alle und alles, was nicht genauso übel oder nach Schema F ist wie bei ihnen selbst. Zufriedene Eltern, die Kinder nicht als Last, sondern Geschenk behandeln, sind ihnen ein Greuel. Ebenso Teilzeitarbeit, mangelnde Statusangst oder materiell tiefer Lebensstandard. Häufig kommt dann noch ein Schuss Faschismus dazu (wer keine Kinder vermag, darf keine haben usw.). Aber keine Bange, auch Dinosaurier sterben aus. 🙂

  • Daniela sagt:

    Ich würde gerne Teilzeit arbeiten, aber mit drei Kindern zwischen 3 und 8 sind die Betreuungskosten, Steuerprogression und zusätzlichen Ausgaben (öv, Verpfl.) auch bei guten Lohn zu hoch.

  • Lukas Christen sagt:

    Männer, an den Herd?
    Frauen in den Tunnelbau.
    Männer in die Geburtshilfe.
    Frauen in die Forstwirtschaft.
    Männer in die Kinderkrippe.
    Frauen als Türsteherinnen
    Männer als Leihmütter?
    Frauen als als Samenspender?
    Woran erkennt man eigentlich heute noch das Geschlecht einer Person?
    Und Männer, bitte: lasst die Hände weg vom Kochherd. Ihr könntet euch die Finger verbrennen…

    • Hermann sagt:

      Was für ein Quatsch. Ich bin seid vielen Jahren der erfolgreiche Koch der Familie. Wenn ich die Kinder aus der Schule abhole, freuen sie sich sehr, denn sie gehen nicht gerne in die Krippe. Vor drei Tagen hat meine Frau auf einer Geschäftsreise eine Notlandung eines Flugzeugs verhindert, da sie als einzige Aerztin im Flugzeug jemand vor dem Ersticken bewahren konnte. Unser Erstklässler sagte darauf: „Mama is Superman“. Ich erwiderte:“No, Supermama“. Aber eben, wir wussten damals, warum wir die Schweiz verliessen. Wenn ich Kommentare wie diesen und ähnliche lese , bekomme ich Brechreize.

      • Giselle sagt:

        Toll Hermann. Mehr Männer mit ihrer Einstellung müsste es geben. Selbstbewusste Männer, die intelligente Frauen schätzen und nicht Haushuschelis brauchen, damit sie sich toll und als „Ernährer“ fühlen können und dann jammern, wenn sie dieselbe nach einer Scheidung durchfüttern müssten.

  • Marcos sagt:

    Also die meisten Kommentare der Männer sind für mich merkwürdig und ich vermute mal, dass diese Männer schon etwas älter sind und das traditionelle Rollenmodel leben. Wie kann man es grundsätzlich gut finden, wenn man für jemanden arbeiten muss und daraus seinen Stolz ziehen. Die Männer in meinem Alter, (35), möchten Frauen die in der Arbeitswelt stehen, denn a) ist Arbeit kein Zuckerschlecken b) macht es finanziell Sinn und c) ist es im Falle einer Scheidung in grosses Risiko.

    Ich habe es aber selber erfahren und in meinem Umfeld beobachtet, dass sich Frauen aus der Arbeitswelt zurückziehen

    • Marcos sagt:

      Ich sehe ein, dass es unter Umständen sehr schwierig wird sobald Kinder da sind, und manchmal darum das traditionelle Model aus Not gelebt wird. Meiner Erfahrung nach sind es aber häufig die Frauen, die sich noch so gerne aus dem stressigen Erwerbsleben zurückziehen, und dem man bleibt nichts weiter als die Faust im Sack zu machen (wenn Kinder da sind). Schliesslich hat er schlechte Karten seine Interessen durchzusetzen, denn für eine Weile kann die Frau bei einer Geburt nicht arbeiten und danach einen Streit vom Zaun zu brechen ist bei solch mit einem (Scheidungs)Risiko behaftet.

    • Marcos sagt:

      Ich vermute mal, dass die wenigsten Frauen im Mamablog so denken, doch das sind meine Erfahrungen. (Aber vielleicht lebe ich ja auch in einem Paralleluniversum und meine einzige Kontaktmöglichkeit zu dieser Welt ist der Mamablog).

      Ich hoffe einfach, dass sich in der Einstellung vieler Frauen und Männern, der Wirtschaft in Bezug auf dieses Thema etwas ändert. Ich – und wohl die meisten Männer – möchte nicht Geldesel zu einem Geldesel degradiert werde, sondern würde auch gerne etwas von meinen Kindern haben (wenn ich den welche hätte).

      • Maria sagt:

        Vielen Dank für diese – endlich mal differenzierten – Ausführungen! Nur noch etwas: Vielleicht ist ein Streit ein Risiko! Aber auch das Leben ist ein Risiko. Es würde sich sicher für viele Männer lohnen, sich für ihre Interessen diesbezüglich einzusetzen und mehr zu wehren. Die Erwerbsarbeit ist und bleibt wichtig einer der wichtigsten Pfeiler im Leben – für alle. Aber wenn man gewisse Männer hier hört, denkt man wirklich der Mensch (oder der Schweizer Mann?) sei einzig fürs Arbeiten geboren…

      • Sportpapi sagt:

        In meinen Augen sehen Sie vieles richtig, Marcos. Allerdings verstehe ich nicht, und erlebe nicht, dass das Thema „Scheidung“ bei Paaren mit Kleinkindern eine so grosse Bedeutung einnimmt. Wäre ja schlimm, wenn man bei der Heirat immer nur an die Absicherung nach Scheidung denken würde (aber ich weiss, da sind andere pragmatischer – hat aber eben auch etwas von selbsterfüllender Prophezeihung). Insofern glaube ich ist es vielen Männern auch recht, wenn die Frau vorübergehend (!) zu Hause bleibt – sofern man es sich leisten kann.

  • AM sagt:

    viele Frauen „konzentrieren“ sich schon in jungen Jahren aufs daheim sein mit den Kindern und der Mann geht arbeiten. Demzufolge sind auch die beruflichen Perspektiven so gestrickt, dass der Lohn dieser Frauen dem Ehemann gar nicht ermöglicht, Teilzeit zu arbeiten. Ich koche meistens zu Hause, auch wenn ich 100% arbeite und finanziell den Löwenanteil bezahle….. diese Klischee Lektüren sind einfach nur lächerlich und funktionieren vllt. bei Frauen mit guter bis sehr guter Ausbildung und Anstellung….. nur… wie hoch ist deren Anteil an der weibl. Bevölkerung???????

    • Maria sagt:

      In der Schweiz sind die meisten verhältnismässig gut ausgebildet. Und auch mit Lehre oder Fachhochschule hätte man schon eine gute Ausgangslage. Daran sollte es eigentlich nicht liegen…

  • michael sagt:

    da sind die doch schon lange ! wieviele männliche spitzenköche gibt es und wieviele weibliche ? da sind die männer deutlich in der überzahl…

  • urs bilger sagt:

    die beste loesung ist eh, gar keine kinder zu haben, dann muss man sich nicht mit solchen problemen abgeben !

    • alam sagt:

      Gut, dann streichen wir solchen wie Ihnen einfach die AHV und gut ist.

      • Marcos sagt:

        Naja, dann brauchen wir aber auch keine Schulen mehr. Anstatt Schulen werden Pflegeheime finanziert. Naja ganz geht das natürlich nicht auf.

    • Eni sagt:

      Super Statement!!! Ironie of………

      • Hans sagt:

        @Alam: Dann bezahlen solche wie wir aber auch keine AHV mehr ein. Mit dem Geld, dass ich monatlich abdrücke, könnte ich meinen Ruhestand zweimal finanzieren. AHV ist nur etwas für Leute, die ihr Geld für Kinder verprasst haben.

      • Flurina sagt:

        @ Hans

        Dann drücken Sie im Monat 7000 sfr an AHV Abgaben ab?

      • Giselle sagt:

        haha…..ob wir jemals AHV erhalten werden ist eine andere Frage. Viele der heutigen Kinder kosten den Steuerzahler ein MEHRFACHES als sie jemals einbezahlen werden. Ich wäre dafür, dass die Eltern für ihre Kinder haftbar gemacht werden. Zum Beispiel: Fall Carlos: Eltern müssten bezahlen und nicht die Allgemeinheit. Der Erde würde weniger Nachwuchs sehr gut tun!

  • Eni sagt:

    Da wird wieder einmal die Realität verdreht. Kein Handwerker mit seiner Verkäuferinnengattin kann sich leisten nur 60 oder 80% zu arbeiten. Hört doch endlich auf mit diesen Märchen!

    • Marco sagt:

      Es handelt sich dabei ja auch nicht um die typische Klientel des „Mama-Blogs“. Hier ist man lieber unter sich, habe ich den Eindruck.

      • Markus Schneider sagt:

        Immerhin wissen handwerker noch, dass man arbeiten muss, wenn man sich Kinder leisten will. Andere schwafeln lieber von Teilzeitmodellen und lassen sich alles vom Staat bezahlen – angeblich weil der schlecht ausgesuchte Ex-Ehemann keine Alimente zahlt. In Wirklichkeit aber, weil man niemals einen gefunden hätte, der einen bis zum Erwacchsensein der Kinder ertragen und dazu auch stets willig gezahlt hätte. Kinder müssen aber trotzdem her, klar, wie sähe das sonst auch aus… wie Versagen auf der ganzen Linie.

    • Marcel Zufferey sagt:

      Alleine schon an diesem Thema zeigt sich, wie elitär und abgehoben der Geschlechterdiskurs mittlerweile geworden ist. Über das zweite Lieblingsthema der feministischen Karriere-Eliten, die Quote, gäbe es auch noch viel zu sagen: Das ist mindestens derselbe Habakuk! Diese Eliten dominieren den gesamten Geschlechterdiskurs und bedrohen langsam ernsthaft den gesellschaftlichen Zusammenhalt! Es wird Zeit, dass hier mal jemand ganz entschieden Gegenruder gibt: Langsam haben wir es mit einer veritablen Klassenfrage zu tun- und nicht mehr mit einer Geschlechterfrage!

      • Maria sagt:

        Diese Handwerkerdebatte ist sowas von peinlich. Lasst doch die armen Leute in Ruhe! Es sind bestimmt nicht alle Handwerker verbohrte Neandertaler – eher die Diskutierenden hier! Und wenn die „Handwerker-Gattin“ (Klischee, Klischee!) zu 60% oder auch 80% im Verkauf arbeitet, hoffe ich trotzdem für sie, dass ihr Mann sich auch für Kinder und Haushalt mitverantwortlich fühlt… Und nicht einfach alles an ihr hängt, „weil sie als Frau ja dafür gemacht ist“ Das ist alles worum es bei dieser Diskussion geht!

      • Sportpapi sagt:

        @Maria: Es geht einzig und allein um das Einkommen in dieser Diskussion, allenfalls noch die Möglichkeit zu flexibler Tätigkeit. Wobei ja Handwerker lohnmässig durchaus nicht schlecht dastehen müssen.

      • Flurina sagt:

        @ Markus Schneider

        Sie kennen mich nicht, also unterlassen Sie Ihre Angriffe.

  • Peter Steiner sagt:

    Ein System ist dann am effizientesten, wenn alle das tun, worin sie relativ gesehen am besten sind.

    • Karl Knapp sagt:

      1. Es muss nicht immer alles effizient sein.
      2. Ob man etwas gut kann oder nicht, weiss man erst, wenn man es ausprobiert hat.

    • tststs sagt:

      Und was machen, hüstelhüstel, wenn zwei sich zwar lieben, aber auf Fähigkeitsstufe gleich und nicht ergänzend sind?
      Wenn beide am besten darin sind, staubzusaugen und wahre Nieten, was den Abwasch betrifft, sollte man sich dann aus Effizienzgründen trennen?
      😉

  • Roshan sagt:

    Bei den im Buch vorgestellten handelt es sich um Namen, die an bekannter Stelle im Impressum auftauchen. So sehr es zu begrüssen ist, konkrete Lebenssituationen als Machbarkeitsbeleg zu zeigen, muss doch gesagt werden, dass wir hier nicht Beobachtungen in der freien Wildbahn betrachten….

  • tststs sagt:

    Ist doch ganz simpel:
    Will man(n) eine Mutti zu Hause oder eine selbstständige Lebenspartnerin?
    resp.
    Will frau einen Ernährer oder einen Partner auf Augenhöhe?

    Treffen Sie Ihre Wahl und dann seien Sie aber auch zufrieden damit
    😉

    • Sportpapi sagt:

      Mann will eine glückliche Frau. Meine ist Mutti zu Hause und selbstständige Lebenspartnerin und auf Augenhöhe sowieso. Es gibt selten nur zwei Wege…

      • tststs sagt:

        Ich sage auch nicht, dass es nur zwei Wege gibt; aber man kann nicht gleichzeitig auf zwei Wegen laufen 😉

    • Pierrot sagt:

      Sie beleidigen grad ganz viele Personen.

      Wieso sollte eine Mutti zu Hause nicht eine selbstständige Lebenspartnerin sein? Das widerlegt auch schon das vielbeklagte Scheidungsrecht, das sonst nicht begründbar wäre.

      Ein Ernährer ist nicht ein Partner auf Augenhöhe? Nennt sich wohl Arbeitsteilung wie man’s in jedem Betrieb findet.

      Dann kann man auch noch seine Wahl ändern, wenn man merkt, dass etwas nicht passt. Nennt sich Verantwortung übernehmen.

      Ist doch ganz simpel: machen Sie zu jedem Zeitpunkt gemeinsam das, was passt.

      • tststs sagt:

        Selbstständigkeit bedeutet für mich, dass man für seinen Lebensunterhalt aufkommt.
        Ich habe schon oft geschrieben, dass ich gar keine Mühe damit habe, wenn sich jemand für den Erziehungs- und Haushaltsberuf entscheidet (ist das genug geschlechterneutral formuliert?)
        D.h. aber, dass man für diese Arbeit anständig und gesetzeskonform entlöhnt wird. Dies kann selbstverständlich in Form von Kost und Logis daher kommen (anständige Entlöhnung), braucht aber auch die staatlichen Abgaben (gesetzeskonform).
        Oder kurz: wer im Alter keine eigene AHV hat, ist mMn nicht selbstständig.

      • tststs sagt:

        @Pierrot: Und ja, ich bin mir bewusst, dass ich hier einige Leute beleidige…aber idR sind es die Leute, die sich dann wahnsinnig darüber aufregen können, dass man(n) Mutti nach einer Scheidung immer noch ernähren muss 😉

        Und übrigens, nur weil es Arbeitsteilung ist, ist es noch lange nicht gerecht. Was ich meine? Ganz einfach: er verdient Geld, sie Kost und Logis. Dreht sie den Gashahn zu, isst er einfach auswärts; dreht er den Geldhahn zu, macht sie…. DAS nenne ich sicher nicht auf gleicher Augenhöhe…

      • Sportpapi sagt:

        Dreht er den Geldhahn zu? Wie bitte soll das gehen?

      • tststs sagt:

        Also schauen Sie SP: wenn die Mutti einkaufen geht, und dann das Plastikkärtli zückt um die Fressalien zu bezahlen, dann muss irgendjemand dieses Geld verdient haben. Mutti war es nicht—
        Und damits auch wirklich klar ist: wenn kein Geld mehr auf dem Kärtli ist (resp. die Kreditlimite gesperrt ist), dann kann Mutti noch hundertmal vor dem EFT-Gerät sagen „aber mir händ ois eso ufteilt“, Geld kommt trotzdem keines…

      • Hotel Papa sagt:

        Ausserdem: Alltag in vielen Ehen ist immer noch das alte Ernährermodell mit ihrem Zusatzverdienst. Sein Einkommen ist Familieneinkommen. Ihr Einkommen aus 20..40% niedrigschwelliger Arbeit ist ihr Taschengeld. Sondergut, mit anderen Worten. Nicht rechtlich, aber praktisch.

      • Luise sagt:

        Eine Mutti zu Hause ist praktisch, ausser es kommt zur Scheidung. Dann jammert sie, weil sie ihr Leben der Familie geopfert hat. Und er jammert, weil er bluten muss.

      • Eni sagt:

        @ Hotel Papa

        Das stimmt so nicht: ich konnte nie über mein Einkommen als Taschengeld verfügen, konnte froh sein, wenn ich eine neue Hose kaufen konnte, wenn die alte kaputt war. Es ist eher so, dass mein Ex über die Verhältnisse lebte, nicht wollte dass ich arbeitete, aber mein Geld trotzdem mit vollen Händen für sich ausgab. Man kann doch nicht verallgemeinern.

      • Reto B. sagt:

        Luise, so ist es!

      • Pierrot sagt:

        @tststs
        Die Frage, welche Arbeit wie entlöhnt wird, ist sowieso ein Thema für sich und, selon moi, wie aktuell üblich zumindest fraglich.

        Das Geld- vs. Gashahn-Problem ist wohl mehr eine Frage des Macht- und Vertrauensmissbrauchs als der Gerechtigkeit.

        Wenn man jetzt noch anfangen will sinnlos zu spekulieren, könnte es ja sein, dass Madame Gashahn absolutes Desinteresse für Budgettechnische Fragen hat und das Geld einfach aus dem Fenster wirft anstatt Rechnungen zu zahlen – die Budget-Beschränkung wäre sodann absolut gerechtfertigt, es bestünde mehr die Frage in welchem Umfang.

      • Sportpapi sagt:

        @tststs: Dann müsste ich ja glatt aufpassen, dass meine Frau nicht meine Karte sperrt. Wenn das so einfach ist. Also bei uns geht „Mutti“ mit ihrer eigenen Karte einkaufen. Zu ihrem eigenen Konto. Das allerdings auch vom Familienlohn gespiesen wird. Und auf dem es genug Reserven hat, dass es notfalls auch für ein paar Tage reicht – wenn aus Versehen einmal meine Karte zu meinem Konto nicht funktioniert…

      • Giselle sagt:

        Ich gebe tststs recht. Das aktuelle Scheidungsrecht ist ja wirklich so, dass die Männer benachteiligt sind. Deshalb sollte es heute so sein, dass die Mann eine Partnerin anstrebt, die auch auf eigenen Füssen steht. Leider wollen viele als Ehefrau noch Hausmamelis und wundern sich dann, dass sie bei einer Trennung abgezockt werden und Hausfrau dann partout nicht arbeiten gehen will. Und was viele nicht sehen: Nur weil Mami den ganzen Tag Zuhause ist, heisst dass noch lange nicht, dass sie wirklich für die Kinder DA ist (eigene Erfahrung). Zeit = gute Mutter ist leider kein kausaler Zusammenhang

      • Sportpapi sagt:

        @Giselle: Ich weiss ja nicht, ob tststs das auch so sieht, mit der Benachteiligung im Scheidungsrecht… Aber diesbezüglich nützt es ja auch nichts. Selber wenn Mann und Frau sich alles partnerschaftlich aufteilen erhält die Mutter schliesslich das alleinige Sorgerecht. Und kann ihre Arbeitstätigkeit wieder aufgeben. Weil sie ja jetzt ihre Kinder ALLEIN betreuen muss. Es ist auch nicht so, dass die Männer „Hausmamelis“ suchen. Sondern die Frauen möchten gerne vorübergehendzu Hause blieben. Und die Männer finden das eine gute Idee, weil sie an das Wohl der Familie und nicht die Scheidung denken

    • Markus Schneider sagt:

      Was für ein Geschwafel ist das eigentlich mit der Augenhöhe? Seien wir ehrlich: Die meisten Männer müssten doch in die Knie gehen, um auf Augenhöhe mit ihrer Partnerin zu gelangen. Und viele kommen sich ja auch ohne das so vor.

      • Maria sagt:

        @Schneider: Ach, und natürlich ist der Mann von der Schöpfung aus den Frauen überlegen…. Wurden Sie eigentlich aus dem Mittelalter hierhergebeamt?!

  • Peter Kobelt sagt:

    Wenn Männer mitgestalten, mitziehen, beteiligen. Ja himmelherrgott, was soll denn dieser Quatsch? Auch ein Abwesender gestalten mit, zieht mit, beteiligt sich. Das sagt aber noch nichts über die Qualität aus und schon gar nicht, wie es sogenannt aufgeschlossene Frauen es gerne hätten.

    Als freiwilliger 100% Hausmann seit 7 Jahren könnte ich ein Buch schreiben über die gesellschaftliche Anerkennung einer „Rabenmutter“ und Hausmannes. Leider würde es nicht ins Cliché passen, dass Frauen nicht können und Männer nicht wollen.

    Andererseits, sind aufmerksamkeitsuchende Teilzeithausmänner peinlich!

    • Luise sagt:

      Als ich vor über 30 Jahren mein Kind in die Krippe brachte, galt ich als Rabenmutter. Der Papa, der sich 50% und zeitweise mehr um das Kind kümmerte, erntete immer viel Bewunderung. Scheint immer noch so zu sein.

      • Peter Kobelt sagt:

        Interessant ist, dass (viele) Frauen die 100% erwerbstätige Frau als Rabenmutter sehen, den Hausmann aber auch argwöhnisch betrachten, da etwas mit einem sich freiwillig an Haus, Herd und Garten zurückziehenden Mann nicht stimmen kann, er nicht belastbar sein kann, evtl. psychische Probleme hat oder ganz allgemein ein komischer Kauz sein muss. Viele Männer finden es toll, bis sie merken, dass der Hausmann bei ihnen zu Hause zum Kaffee zu Besuch ist und den Zoobesuch mit seiner Kleinen mitgemacht hat, den er doch schon so lange versprochen hat…

      • 13 sagt:

        Nein, weiter sind wir leider nicht, Luise. Als meine Mutter vor 25 Jahren mit zwei Schulkindern arbeiten ging, musste sie dem Chef eine schriftliche Bestätigung bringen, dass sie betreut werden. Mein Vater, der in der gleichen Firma arbeitete, musste das nicht, Heute sollte es anders sein. Und doch werde ich auch heute bei jedem Vorstellungsgespräch gefragt, was ich denn mit den Kindern mache, und meinem Mann sagt der potentielle Chef: „Wenn Ihre Frau auch zwischendurch mal ein paar Stunden arbeiten will, könnte ich ihr eine Putzstelle anbieten.“ Vielleicht wird es bei meiner Tochter besser!

      • Luise sagt:

        Gewisse Dinge ändern sich leider nie!

  • getachew sara sagt:

    kompliment an die familie marty!

    als kind bekam ich ein wenig peters alltag mit seinen kindern mit. ich wuchs in demselben dorf auf und bloss ein jahr trennt mich von der tochter laura. schon da, war ich angenehm irritiert, dass peter leidenschaftlich hausmann ist.
    heute begreife ich, wie innovativ diese familie den alltag gestaltet! aus dem blickwinkel einer seklehrerin hat sich mein ansehen nur gesteigert…

    lieber gruss an alle 5, sara.

  • Ich hab meiner Freundin angeboten, dass ich auf 50 % reduziere. Mal schauen, ob sie anbeisst und wir endlich Kinder machen können 🙂

  • Lisi sagt:

    Ich habe nun ziemlich lange eineTeilzeitstelle gesucht. Das ist leider in Ingenieurbereich nicht einfach. Bei einem Vorstellungsgespräch habe ich erzählt, dass mein Mann nur noch 80% arbeiten werde, damit er einen Tag mit unserer Tochter verbringen kann. Der Kommentar des potentiellen Chefs war witzig: „So schön möchte ich es auch haben…“

    • adlerauge sagt:

      Widerspiegelt aber leider die Realität in den Köpfen der von noch (zu) vielen Chefs. Ich lese in solchen Aussagen oft auch ein bisschen Neid. Ihm war nicht vergönnt, mehr Zeit mit den Kindern zu verbringen, also gönnt er es anderen auch nicht. Es wird wohl noch eine halbe bis ganze Generation Zeit brauchen, bis diese Einstellung zumindest in Berufen, wo Teilzeit organisatorisch und finanziell möglich ist weitgehend verschwindet.

  • Koller sagt:

    Ich bin jedes Mal geschockt ueber Aussagen wie: wenn beide arbeiten wollen oder muessen sollten sie keine Kinder haben. Das grenzt ja schon an Faschismus… Sollten denn nur reiche und gutverdienende ein Recht auf Kinder haben? Da waere die Menschheit schon laengst ausgestorben, denn Global gesehen, reicht es praktisch nirgends mit einem Lohn, ausser in der privilegierten Schweiz.

    • Markus Schneider sagt:

      Seit wann gibt es ein Recht auf Kinder? Wer sie sich nicht leisten kann, soll also einfach die anderen mit ihnen belasten? Damit die eigene Unfähigkeit noch gezüchtet und subventioniert wird?

      • Koller sagt:

        Wow, nettes Statement, Herr Adolf. Dann passen sie fest auf, dass sie ihren Topjob nicht verlieren, oder sie irgendwann mal ihrer Frau Alimente zahlen muessen, wuenschen wuerd ichs ihnen. Wobei sie sicherlich keine Kinder haben….die sind ihnen bestimmt zu teuer.

      • rumpelstilz sagt:

        ich würde sagen, das recht auf kinder wurde uns von der natur geschenkt. und wer subventioniert hier wen? wer zahlt dennn mal deine AHV? na mit deiner einstellung hoffe ich du ZÜCHTEST die kinder….himmel wasfür ein wort

  • pedrodesconocido sagt:

    Woran liegt es, dass es noch immer so wenige Hausmänner gibt? Den noch immer vorhandenen Lohnunterschieden zwischen Mann und Frau?
    Ja, woran liegt es wohl? Ist zwar nett, dass die Autorin wieder einmal das Märchen von der Lohnungleichheit auftischt – wahrer wird es trotzdem nicht, kann also nicht der Grund sein. Woran könnte es denn dann liegen? Vielleicht daran, dass sowohl heute, als auch in absehbarer Zukunft die grosse Mehrheit der Männer sich schlicht und einfach nicht als Hausmann vorstellen können und wollen?

    • Sportpapi sagt:

      Dass die grosse Mehrheit der Frauen keineswegs die Kinderbetreuung den Männern überlassen will? Und keineswegs als Haupternährer tätig sein will?
      Konkret: Weil halt die meisten Paare ganz zufrieden sind mit dem mehr oder weniger traditonellen Arrangement, das sie getroffen haben?

      • Roshan sagt:

        Besagt aber nicht, SP, dass es keine schlechte Idee ist, wirkliche Wahlfreiheit zu ermöglichen.

      • Sportpapi sagt:

        @Roshan: Nein. Nur verstehen wir unter „wirklichen“ Wahlfreiheit wohl etwas anderes…
        Meine Haltung: Wenn das Geld fehlt, ist auch die Wahlfreiheit eingeschränkt oder gar nicht vorhanden. Wenn das Geld da ist, muss man die Freiheit halt nutzen.

      • Roshan sagt:

        Mindestohn wäre ein Anfang. Und dass eine sinnvolle Karriere nicht heissen sollte, 120% Pensum hinzulegen. Da wird zu oft noch Präsenzzeit erwartet, statt dass Resourcenplanung betrieben wird.

      • Sportpapi sagt:

        @Roshan: Mindestlohn in welcher Höhe? Und Sie wissen schon, dass die Politik mit grosszügiger Subvention von Fremdbestreuung dafür sorgt, dass die Löhne bzw. das verfügbare Einkommen eher sinken. Weil ja Doppelverdiener zur Normalität werden.

  • The Damned sagt:

    Neulich blätterte ich im Weiterbildungsprgramm der Institution, für die ich arbeite, eine sehr grosse, so ganz nebenbei- und was sehe ich da? Ein Kurs für Väter, wie sie ihre Lebensplanung (Beruf und Familie) besser in den Griff bekommen. Alles gut, denke ich, doch dann wurde ich stutzig: Als Referenten zwei Journalisten, eine Germanistin. Ob das die Botschafter der frohen Kunde sind?, fragte ich mich. Das paritätische Beziehungsmodell wird für die meisten Eltern nimmer möglich sein, ob mit oder ohne Vaterschaftsurlaub, mit oder ohne Kitas. Bis auf die beiden Referenten merken’s alle: Warum?

    • marie sagt:

      keine metzger oder migros-kassiererinnen als referentinnen? 😉

      • The Damned sagt:

        Ein Metzger und eine Migros-Kassiererin? Das wäre wirklich gut, marie: Aber für Kurse, die Medienschaffende etc. belegen können! Ich stelle mir da so Titel wie „Die soziale Wirklichkeit, Theorie und Praxis“ vor. Oder „Warum einfache Angestellte nicht so dumm sind, wie man sie immer wieder hinstellt“. Auch möglich: „Wege aus der Klassenblindheit, eine Einführung in drei Schritten“.

        😉

      • marie sagt:

        …hm… die würden die soziale wirklichkeit nicht einmal verstehen, wenn sie die rollen real für ca. 10 jahren tauschen müssten (inkl. gehalt). aber wir hätten als referenten einen heiden-spass. zumindest ich. ihr oder mein oberster chef als kassierer in der migi, für 3500 brutto im monat. 😆

      • marie sagt:

        übrigens: tolle titel für das thema!

      • Roshan sagt:

        „Wege aus der Klassenblindheit, eine Einführung in drei Schritten“ sollte in drei Schnitten heissen. Wo was abgeschnitten wird bei den Arbeitsstellen, sollte klar sein. Dass mit dem Schneiden die Mittelschicht und damit der Absatzmarkt vermindert wird, ist auch klar. Kann eine auf Konsum basierende Wirtschaft so funktionieren? Oder umgekehrt: Kam allgemeiner Wohlstand und damit Wirtschaftskraft wegen der Nachfrage nicht gerade durch die Stärkung der Mittelschicht?

      • Markus Schneider sagt:

        Metzger und Kassiererin gut und schön. Aber die haben ihrer Lebtag vom Mamablog und diesen weltfremden Diskussionen hier noch nie gehört und interessieren sich ganz sicher auch nicht für die hier gemachten Empfehlungen. Falls sie geistig überhaupt auf der Höhe sind, um das Geschwurbel hier wenigstens irgendwie einzuordnen.

  • Michi sagt:

    und wieder einmal wird das Arrangement einiger Privililegierter als wünschenswertes Modell für alle ausgerufen. Die Realität ist in vielen Haushalten eine andere. Wenn es klappt, schön für die. Aber wieso müssen diese Superfamilien dann immer noch in Blogs, Kolumnen und Büchern auftrumpfen?

    • Luise sagt:

      Das ganze liest sich zu sehr nach Ideologie. Ich wünsche mir Verhältnisse, welche eine freie Wahl ermöglichen.

    • Reto B. sagt:

      Verstehe ich nicht so. Das wird nicht als wünschenswertes Modell für alle propagiert, sondern man beweist an einigen Beispielen, dass es machbar ist. Denn viel zu häufig höre ich, dass das gar nicht geht, respektive „dem anderen Modell nicht ebenbürtig ist“. Meine Hochachtung vor Männern und Frauen die sich voll oder Teilzeit um ihre Familie kümmern. Meine Hochachtung vor Männern und Frauen, die jeden Tag im Job Vollgas geben, um ihren Lieben alles zu ermöglichen, was sie brauchen. An jeden und jede, der mit aller Kraft daran arbeitet, gute Eltern zu sein. Unabhängig von der Art Eltern.

      • Eni sagt:

        Freie Wahl haben nur Gutverdienende und das ist NICHT die Mehrheit!

      • Reto B. sagt:

        Das stimmt doch auch nicht ganz. Die Managerin kann wohl schlecht auf 70% runterschrauben, da es bei ihr gar keine Stundenzählung mehr gibt, sondern einfach erwartete Arbeitsleistung. Der Maurer kann kein Homeoffice machen und die Skirennfahrerin wünscht sich vergeblich einen Job drinnen. Freie Wahl für alle ist eine Illusion. Aber in den möglichen Grenzen kann man Veränderungen machen, wenn man feststellt, dass einige Rahmenbedingungen veränderbar sind und einige Beschränkungen nur im Kopf existieren. Je nachdem wie man Gutverdienende definiert, ist es sehr wohl die Mehrheit.

      • Alfred sagt:

        Das Model wird als wünschenswertes Model dargestellt: Es soll die Konflikte in der Beziehung lösen und es wird behauptet, dass es zu selten zur Anwednung kommt. Stünde man der Sache neutral gegenüber, würde man das nicht behaupten. Witzig ist auch, dass man sagt, die Frauen müssen mehr Konflikte eingehen, um diesem Model zum Durchbruch zu verhelfen. Passt mit der konfliktarmen Beziehung nicht zusammen, aber gut.

      • miss_t sagt:

        @ Eni: … oder diejenigen, die bereit sind, ihre Ansprüche in den ersten Jahren etwas runterzuschrauben und halb mal ein halbes Jahr lang sucharbeitslos zu sein, bis sie einen Job mit Teilzeit und Verantwortung gefunden haben! Was leider auch nicht die Mehrheit ist…

    • Rabe sagt:

      Zufällig kenne ich einen Hausmann dieser Bildstrecke. Glauben Sie mir, das ist eine ganz normale Familie, die sicher nicht über dem Durchschnittseinkommen liegt. Also nix mit privilegiert.

  • Konradin sagt:

    Welchen Grund haben Männer eigentlich, an den Herd zu stehen? Ich würde dies nie tun. Eine tolle Frau hab ich trotzdem gefunden. Was ich als Hausmann wohl kaum hätte. Ok, vielleicht eine Feministin, aber wer will das schon 😉

    • Greatsheep sagt:

      Ganz sicher nicht 😉 Die meisten Frauen und auch Feministinnen schwafeln zwar immer was vom „neuen“ und „anderen“ Mann, aber schlussendlich wollen sie lieber den „Richtigen“. Oder dann so einen Depp der zu 100% die Kohle ranschafft und zu 100% den Haushalt schmeisst und zu 100% die Kinder betreut, damit sie endlich von der bösen Männerknechtschaft befreit ist und endlich Zeit hat um über die üblen Männerbünde zu jammern und klagen. 🙂

      • Elisabeth Brunner sagt:

        Was für eine Frauenbild hat dieser Greatsheep nur? Pfui und nochmals Pfui für ihn!!

      • Monaco sagt:

        Chapeau Greatsheep! Passt wohl vielen nicht, wenn man mal Tatsachen anspricht – wäre noch hinzuzufügen: Wenn der alte Depp entsorgt wird, darf er als Abschiedsgeschenk noch lebenslang Unterhalt für die liebe Ex-Gattin abdrücken! Dafür ist er auf alle Fälle gut genug! Seine Kinder werden ihm natürlich vorenthalten, er ist ja zu blöd, um sich darum ordentlich zu kümmern. Männer, wacht auf!

      • Martin Hug sagt:

        Was für eine Frauenbild dieser Greatsheep hat? Ein absolut Realistisches!

      • Rabe sagt:

        Lieber Greatsheep und Konradin. Ich finde, ein Mann, der einer Frau bei einem Date daheim nichts kochen kann, der seine Hemden nicht selber bügeln und die Wohnung nicht putzen kann und/oder ein Vater, der es nicht schafft, ein paar Tage alleine zu den Kindern zu schauen, ohne dass sie nachher aussehen wie aus einem Slum, ist schlicht ein Waschlappen. Aber natürlich gönne ich auch den Waschlappen und den Frauen, die welche lieben, ihr Liebes- und Lebensglück.

    • Reto B. sagt:

      Was für einen Grund hätte ich, meine Frau an den Herd zu stellen? Es wäre eine unverantwortliche Verschwendung ihrer vielseitigen anderen Qualitäten – plus, ich bin auch gern mal daheim. Ich sehe keinen Grund, weshalb ich nicht genausogut all die Hausarbeiten machen kann.

      Aber vielleicht hat ja ihre Frau auch nicht einen Masterabschluss mit summa cum laude gemacht… meine ist keine Kampfemanze, dafür eine hervorragende Köchin, sie kann nähen, häkeln, lismen, Differentialgleichungen lösen, malen, Elektroinstallationen machen, logisch argumentieren, Leute führen, basteln und argumentieren.

      • Konradin sagt:

        @Reto: alles schön und gut. Ich will mit meinem Kommentar nur deutlich machen, dass sich kein Mann verpflichtet fühlen sollte, den Haushalt zu führen, wenn er das nicht will.
        Sollten wir mal soweit sein, dass Mann keine Frau mehr findet, weil er nicht kochen und bügeln kann.. naja, dann müssten die Männer vielleicht tatsächlich umdenken. Aber seien wir doch ehrlich, so weit wirds nie kommen.
        P.S. nein, meine Frau hat keinen Uniabschluss. Braucht sie auch nicht, sie hat die Waffen einer Frau ;-))

      • Reto B. sagt:

        Oh verpflichtet ist in meinen Augen weder Mann noch Frau, sondern beide zusammen. Sie müssen dann selber entscheiden, wie sie ihr Leben regeln wollen. und da ist das ganze Spektrum drin. Ich wollte eigentlich nur eine Antwort geben auf ihre Frage, was für einen Grund Männer hätten, an den Herd zu stehen. Also wenn meine Frau die Knete heimbringt, dann steh ich derweil an den Herd. Ich würde nur gerne gerade so viel arbeiten, dass ich beruflich nicht abgehängt werde.

      • 13 sagt:

        Autsch, das Frauenbild hier tut schon fast weh. Konradin, hätten Sie denn eine Frau geheiratet, die nicht kochen und bügeln kann? Für mich war das kein Hauptargument, aber ein Mann, der nicht nur nichts im Haushalt kann, sondern auch noch erwartet, dass ich alles tue, wäre tatsächlich nie eingezogen. Die Frauen in meinem Umfeld sehen das gleich. Wir können beide kochen, mein Mann kann es besser. Wir bügeln beide unsere Sachen und können auch eine Waschmaschine starten, wobei ich es lieber tue. Das ist das, was heutzutage Partnerschaft heisst. Und das wusste ich schon vor meinem Uniabschluss

      • Giselle sagt:

        @Greatsheep. Das Problem ist, dass Männer wie sie immer das Heimchen am Herd möchten und sich dann wundern, wieso sie nach einer Scheidung dann „lebenslang“ bezahlen müssen. Und Frauen mit Uni-Abschluss sind nicht automatisch „karrieregeil“. Ich habe 2 Uniabschlüsse und koche und putze genau so gut wie mein Partner. Die Hausarbeit wird wird aufgeteilt und je nach Arbeitsbelastung macht mal der eine mehr oder der andere. Und die „Waffen einer Frau“ wird ihrer Ehefrau nach einer Scheidung ziemlich sicher nichts nützen…..

    • R. Beer sagt:

      Nein, Sie hätten eine intelligente, anregende Frau, die ihr eigenes Leben hat und ihnen nicht Bedienstete sondern wahre Partnerin wäre. Nur leider kommt damit nicht jeder Mann klar.

      • Reto B. sagt:

        All das kann man sehr wohl sein und trotzdem Hausfrau sein… bitte nicht gegeneinander schiessen. Leben und leben lassen.

    • Stefan sagt:

      Bei Ihnen ist der Nicname offenbar Programm. Anders kann ich mir einen solch sinnbefreiten Kommentar nicht erklären.

  • Christoph Bögli sagt:

    Letztlich ist in der Schweiz doch nicht das Problem, dass die heutigen Frauen und Männer sich nicht auf für beide gleichermassen akzeptable Lösungen einigen könnten – sondern dass die Umstände dies schlicht nicht erlauben. Das beginnt beim Fehlen einer richtigen Elternzeit (inklusive Vaterschaftsurlaub!) und endet bei der weitgehend fehlenden Akzeptanz für Teilzeitmodelle u.ä. Hier in Skandinavien ist das grösstenteils gegeben, und siehe da, die Diskussion hat sich weitgehend erledigt weil sich jeder so einrichten kann, wie es ihm passt..

  • Giulio sagt:

    Komisch, warum sieht man in der Bilderstecke keinen Handwerker?

    • marie sagt:

      weil es mit der gesellschaftlichen entwicklung, aber nichts mit der natur zu tun hat. mit anderen worten: sie können es sich leisten. ich gönne es ihnen, mache mir aber sorgen über die, die es sich nicht leisten können und amüsiere mich über die „HERRliche natur“-gegenargumentationen 😉

    • Marco sagt:

      Weil der „Mama-Blog“ ohnehin nicht für diese Kaste gedacht ist.

    • Rabe sagt:

      Meine Güte, Giulio, es gibt auch keinen Künstler darunter, keinen Sportler und keinen Naturwissenschaftler. Sollen die jetzt alle auch betupft sein?

  • Heidi Merz sagt:

    Herrje! Auf die Alten Zöpfe, die mehr oder weniger aufs „Haushalt-Gen“ der Frauen hinauslaufen, will ich gar nicht eingehen. Meine Erfahrung ist jedoch, dass die Schwierigkeiten nicht in der Partnerschaft liegen, sondern beim Arbeitgeber. Mein bisheriger Arbeitgeber hat mir noch nicht mal eine Pensumsreduktion von 100 auf 80(!) Prozent erlaubt, weil mein Ex-Chef der Meinung ist, dass eine Mutter gar nicht arbeiten soll. Es sei denn, sie braucht das Geld. Dann hat sie aber zu 150% für den Beruf zur Verfügung zu stehen. Ich habe daraufhin gekündigt.

    • tina sagt:

      genau. teilzeitstellen findet man, in dem man den vollzeitjob sausen lässt.

      • Heidi Merz sagt:

        Meine Tochter ist jetzt klein und nicht in 10 Jahren, wenn evtl. auch der letzte Neanderthaler im 21. Jh. angekommen ist! Einen Vollzeitjob lässt man nie leichtfertig fahren, da gibt’s immer eine lange und ziemlich unangenehme Vorgeschichte dazu. Also halten Sie sich zurück mit sarkastischen Kommentaren, wenn Sie die Umstände schon nicht kennen.

      • tina sagt:

        das war überhaupt nicht sarkastisch, sondern so habe ich es gemacht: ich konnte meinen beruf den ich so gern aufübte nicht in teilzeit, also habe ich mir eben einen neuen beruf gesucht. ich glaube einfach dass das meist nur so funktioniert: man kann vielleicht nicht reduzieren. aber man kann sich eine andere stelle suchen, deren arbeitszeiten besser passen. vielleicht passt die arbeit dann nicht so gut, aber vielleicht ist es das ja wert. bei mir wars so

  • Sportpapi sagt:

    Ein weiteres Buch, das meiner Meinung nach vollständig an der Realität vorbeigeht. „Frauen, die erwerbstätig sein wollen, müssen ihr Bedürfnis entschieden zum Ausdruck bringen.“ Tun sie doch. Aber die meisten wollen eben gar nicht – voll – erwerbstätig bleiben. Nein, sie entscheiden selber, dass sie die „wichtigsten Jahre“ mit ihren Kindern verbringen möchten. Gerade wenn sie gut ausgebildet sind, entsprechend einen gut ausgebildeten Partner haben, und es sich leisten können. Vielmehr müssten die Männer vermehrt auf die Hinterbeine stehen, und mehr Mitsprache einfordern. Wenn schon.

    • Sportpapi sagt:

      Noch etwas zu den vielzitierten „wirtschaftlichen Zwängen“. Ist es ein Zwang, wenn man zwar vorübergehend finanziell schlechter fährt, es sich aber eigentlich doch gut leisten könnte? Denn entweder müssen die Paare doppeltverdienen und haben gar keine Wahl. Oder sie müssen eben nicht, weil eine/r genug für die ganze Familie verdient. Da kann man sich ein paar finanzielle Abstriche doch wohl leisten. Zumal sich das langfristig – auf das Lebenseinkommen bezogen – auch finanziell lohnt. Aber eben – man (oder besser frau) will eigentlich gar nicht, und hat so eine gute Ausrede bereit.

    • Sportpapi sagt:

      Dabei bräuchte es diese Ausrede doch gar nicht. Jahrelange Gehirnwäsche/Umerziehung haben es offenbar nicht geschafft, dass für eine Mehrheit der Frauen Job und Karriere wichtiger ist als Zeit mit den Kindern zu verbringen. Also stehen wir doch dazu. Leben wir unser Leben nach unseren Plänen, nicht nach den Vorstellungen anderer!
      Zu den Porträts nur so viel: Wir werden wohl zu jedem Lebenskonzept ein Dutzend Paare finden, die damit „erfolgreich“ und glücklich sind. Weil es eben auf ihre Bedürfnisse und zu ihrer Situaton (auch: Ausbildung/Job) passt.

    • Sportpapi sagt:

      Zuletzt: Die meisten Paare leben eine „partnerschaftliche Aufgabenteilung“. Dies exklusiv für Paare zu verwenden, die alle Arbeiten im gleichen Ausmass aufteilen, ist ideologischer Unsinn. Zumal das Modell in der Regel ja auch nicht gerade effizient ist.

    • Sportpapi sagt:

      Ach ja, noch etwas: „Männer an den Herd“ ist vielleicht nicht gerade der passende Aufruf. Meiner Meinung nach sind und waren Männer schon immer die besseren Köche. Weil sie häufig auch lieber essen als Frauen…

      • tina sagt:

        oder weil sie nur sonntags das sonntags-special-menü kochen? wenn ich nur einmal wöchentlich koche, koche ich selbst als frau auch besser, als wenn ich 3mal täglich malzeiten ausdenken/herbeischaffen/verarbeiten/auftischen/abräumen muss. definitiv

    • Karl Knapp sagt:

      Nun ja, manchmal ist es eben auch gemütlicher, mit einem frischen Kaffee auf dem Pult an der nächsten Powerpoint-Präsentation rumzubasteln als stundenlang mit brüllenden Kleinkindern den Einkauf zu erledigen und zum gefühlten zwölften Mal im Tag die Pampers zu wechseln… da müssen wir realistisch bleiben.

      • Sportpapi sagt:

        Richtig. Aber auf welche meiner Aussagen ist das eine Antwort?

      • Karl Knapp sagt:

        Auf „mehr Mitsprache einfordern…“, aber Sie haben recht, vielleicht kann ich wirklich besser Windeln wechseln als Blogs kommentieren 😉

  • Pascal Sutter sagt:

    Mal ehrlich. Laut den hier immer wieder ‚rumgereichten Studien ist es eine tatsache, dass Männer neben ihrer Erwerbstätigkeit auch zunehmend mehr an Erziehung und Haushalt mitarbeiten. Und zweitens geht es mir als „emanzipiertem“ Mann langsam aber sicher auf den Geist, dass hier immer so Kaffeetischbücher in den Klee gelobt werden die Portraits von Menschen zeigen die total andere Lebensentwürfe haben als 90 % der Bevölkerung. Das bringt genau gar nichts zur Identifikation, und hilft den Eltern nicht weiter. Se es noch so stimmig fotografiert und gelayoutet.

    • Heidi Merz sagt:

      Doch, ich finde schon, dass solche Portraits als „Role Models“ etwas bringen können. Aber ich habe den Eindruck, dass die Portraitierten alle beruflich über mehr Selbstbestimmungsrecht verfügen als Otto und Lieschen Normalverbraucher. Sie sind nämlich entweder selbstständig erwerbend oder üben einen Beruf mit grosser zeitlicher Flexibilität aus. Vielen ist dies jedoch nicht vergönnt, auch wenn sie keinen Karrierejob haben. Diese sind dann extrem auf den Goodwill des Chefs/Arbeitgebers angewiesen, und der fehlt oftmals… Klar, für den Arbeitgeber sind unbeschränkt Verfügbare am praktischsten.

      • Pascal Sutter sagt:

        Das ist ja das Problem – mit solchen Portraits brüskiert man alle, die nicht so leben können. Ähnlich wie bei sexistischer Werbung. Ich kann diese ‚aufgestellten Familien‘ bald selber nicht mehr sehen… wie wenn man heute immer noch so ein gedöns darum machen muss, wenn man nicht dem „traditionellen“ Familienbild entspricht. Gerade jetzt bei dieser Familieninitiative laufe ich gerade wegen dieser dämlichen Schönfärberei ins eine oder andere Messer

      • Heidi Merz sagt:

        Ja, da muss ich Ihnen recht geben.

  • Beatrix sagt:

    Mein Familie funktioniert tatsächlich so wie im Beitrag erwähnt – mein Mann und ich teilen uns Erwerbsarbeit, Kindererziehung, Haushalt. Wir verdienen etwa gleich viel und ich kann gut „loslassen“ bei der Abgabe von Hausarbeiten an meinen Mann (er kocht auch viel besser als ich). Ich sehe als als stabiles Gleichgewicht, gerade auch in der Partnerschaft. Allerdings hat keiner von uns einen ausgesprochenen „Karrierejob“, also Führungskraft, Manager oder so…

  • alam sagt:

    Ich kenne schon einige Männer, die das „Modell“ der Arbeitsteilung ausprobiert haben. Leider haben die meisten keine Ausdauer dabei. Fast durchgehend eröffnet sich ihnen nach spätestens einem Jahr DIE einzigartige Karrierechance, die natürlich nur mit 120% machbar ist.

  • Mark Meier sagt:

    Dann müssen aber auch die Frauen massiv umdenken. Noch heute zeigt sich bei jeder empirischen Studie, dass Frauen bei Männer Status und Macht (Geld) das wichtigste ist… Als Hausmann hast du dann völlig verloren erstens wirst du nicht nur für alle anderen Frauen unattraktiver , sondern auch für die eigene. 50% der Ehen werden eh geschieden und als Hausmann dann wieder eine neue zu finden… Ich sage nur gute Nacht. Da können noch alle Frauen sagen und schreiben was sie wollen und ihnen sei Geld bei einem Mann nicht wichtig, Hausmann sei sexy USW. USW. , die Realität sieht ganz anders aus.

    • 13 sagt:

      Na ja, einer der Gründe meines Mannes für das (Teilzeit) zu Hause bleiben war, dass er keinesfalls im Scheidungsfall nur als Zahlvater dastehen und seine Kinder nur alle zwei Wochen will. Mit unserer Aufteilung würde das Gericht sie eher ihm zusprechen, eine Tatsache, die ich als Kompromiss hinnehmen muss und einfach hoffe, es kommt nie soweit. Es gibt somit tatsächlich Männer bzw. Väter die im Scheidungsfall andere Prioritäten hätten als schnell eine Neue abzukriegen. Und sagen Sie, was sie wollen, aber: das ist sexy;-)

      • Hotel Papa sagt:

        „Und sagen Sie, was sie wollen, aber: das ist sexy;-)“

        Das wüsste ich aber…

      • 13 sagt:

        Ok, vielleicht kommt es auch noch darauf an, was man sucht. Sucht man eine Neue um ein neues Leben zu starten und dem alten abzuschliessen oder sucht man eine Neue, die einen selber in der Rolle als Vater schätzt. Wie gesagt, meine bessere Hälfte würde, sollte es wirklich soweit kommen, das zweite suchen. Und er hatte da ein gutes Vorbild: sein Vater war alleinerziehend und damit sowohl Teilzeit-berufstätig wie auch Teilzeit-Hausmann und Kindererzieher. Eine Neue hatte keine Chance, sollte sie nur ein Wort gegen den Sohn richten. Aber an Angeboten mangelte es trotzdem nie;-)

      • Hotel Papa sagt:

        Ich bin und suche somit das zweite. (Tip: Mein Nick steht nicht für „Hans-Peter“ in Nato-Code)

        Meine Erfahrung: Neben der Norm liegen ist immer von Nachteil. Eine Bekannte hat mal eine Marktstudie zitiert, die Unterschieden hat zwischen „Singels“ bis ca. 43 und „Alleinstehenden“ darüber. Ich bin definitiv Alleinstehend…

      • Eni sagt:

        @ Hotel Papa

        Was ist ein Nato Code?

  • roger sagt:

    Wo ist das Problem? Seit wir eine Tochter haben, arbeiten meine Frau und ich das gleiche Pensum Teilzeit! Aber so lange die – vor allem – männliche Karrieregeilheit sozusagen Pflicht ist, werden wir wohl die Ausnahme bleiben!

  • valérie sagt:

    In meinem umfeld ist die väter-beteiligung sehr normal. bei uns ist es so, dass wir beide je einen tag mit unserer tochter zu hause sind, und sie geht 3 tage in die kita. haushaltsarbeit wird auch irgendwie zusammen erledigt… so oder so ähnlich organisieren sich eigentlich alle befreundeten paare mit kindern… irgendwie seh ich also den punkt nicht von dem buch nicht wirklich, das ist doch selbstverständlich, dass die männer sich auch beteiligen!!

    • Eni sagt:

      Dann nehme ich an, dass Sie nur mit Akademikern verkehren, denn Handwerker können sich keine Teilzeitarbeit leisten.

  • Philipp Rittermann sagt:

    oh. mir sind gerade die frischen, herbstlichen fotos der damen redaktorinnen aufgefallen hübsch. herbstlich, aber hübsch! 😉

    • Gabriela Braun sagt:

      Charmant. Besten Dank, Herr Rittermann.

    • Konradin sagt:

      Absolut sexistisch, Rittermann!
      Wieder werden Frauen auf ihr Äusseres reduziert! Gehts noch?!

      • Irene feldmann sagt:

        🙂 so muss das sein, rittermann bezieht sein NEBENGEHALT Von dieser sexistischen Stänkerei…doch wir vergeben ihm jeden Tag aufs neue…:)

      • Philipp M. Rittermann sagt:

        🙂 genau. natürlich meinte ich nicht nur die gelungenen bilder, sondern selbst-ver-ständlich auch die innere schönheit der redaktorinnen, welche sich auf den föteli widerspiegelt. ich hoffe, dass ich damit nun aus dem äh-schneider bin. so. und wo sind meine wut-pillen jetzt schon wieder…..

      • Konradin sagt:

        Hmmm, jetzt bin ich verunsichert, ob die Ironie angekommen ist 😉

  • Ylene sagt:

    Mein Mann verdient über 2.5 mal so viel wie ich. (Da müsste ich bei meiner Firma schon ein Mitglied der GL werden.) Ich bin froh, kann er ein Tag pro Woche zu Hause arbeiten und die Kleinen geniessen ihren Papatag sehr. Aus finanziellen Überlegungen will er nicht reduzieren, was mir persönlich auch absolut recht ist. Ich selber bleibe gerne 2 Tage pro Woche bei den Kleinen zu Hause. Kurzer Sinn: es muss doch jedes Paar selber wissen, was jetzt für seine Familie am sinnvollsten ist. Jede Situation ist anders. Der Nutzen des Buchs erschliesst sich deshalb für mich absolut nicht.

    • Karl Knapp sagt:

      Sie haben völlig recht. Richtig toll ist es nur, wenn beide Partner etwa gleich viel pro eingesetzte Arbeitsstunde verdienen, dann kann man (sofern die Arbeitgeber mitmachen) frei wählen, wer wann wieviel arbeitet und wer zuhause bleibt. In den meisten Fällen ist das aber nicht so, dafür brauche ich kein Buch zu lesen. Rückwirkend kann ich aber sagen: meine Tage mit den Kindern waren das Beste und Wertvollste !

  • marak sagt:

    Statt dauernd Ratgeberbücher zu lesen kann man sich einfach darauf fokussieren, den für sich und die Familie passende Lebensform zu leben. Wenn man eine Arbeit, Erziehung und Haushalt teilen soll muss man kein Buch vorher lesen.

    Das Buch fügt sich natlos in die Legionen von Ratgeberlitartur zu allen möglichen und undmöglichen Themen ein. Solche Bücher werden gelesen, man redet allenfalls darüber, man lebt sein Leben weiter und das Buch landet im Keller. Das ausgegebene Geld landet in den Taschen der Autoren und Verlage.

    • tina sagt:

      ich würde das buch gern lesen, aber nicht als ratgeber, sondern weil mich interessiert wie die das machen mit ihren familien. weil ich das interessant finde

  • Philipp M. Rittermann sagt:

    die frauen stelle heute so viele forderungen, dass es dem manne graut. wenn die frau ein wenig rückbuchstabieren würde, gäbe es weniger diskussionen dieser art und der mann wäre in arbeitsteilungsfragen kulanter. widerstand gebiert widerstand. etliche junge frauen müssten diesbezüglich über die bücher.

    • The Damned sagt:

      Ich würde es mal umgekehrt formulieren: Anstatt sich ständig zu beklagen, dass Frauen langsam unerfüllbare Anforderungen an einen Mann stellen (was u. a. auch die hohe Scheidungsrate erklärt), sollten die Männer endlich wieder damit beginnen, eigene Forderungen zu stellen. Das haben in den letzten Jahren viel zu viele völlig verlernt: Bei manchen habe ich manchmal den Eindruck, sie seien froh, überhaupt eine abgekriegt zu haben. Das kann’s auch nicht sein, oder? Etwas mehr Selbstbewusstsein, meine Herren!

      • Philipp M. Rittermann sagt:

        mr. damned. i fully agree! viele männer sind zu angepassten weicheiern verkommen. sie haben recht. wir sind ja männer und keine mäuse. wenn nicht wir, wer dann!?

      • The Damned sagt:

        Bei uns beiden ist das vielleicht nicht so ein Problem, Mr. Rittermann, sowohl mit dem Selbstbewusstsein als auch mit der Selbstkritik. Aber bei vielen Männern aller Altersklassen haperts damit ganz entschieden! Neulich las ich etwas davon, dass amerikanische Männer offenbar ein Problem damit hätten, bei einem Date ständig die Rechnung übernehmen zu müssen oder würden sich nicht getrauen (!), danach zu fragen, ob die Frau die Hälfte übernehmen könnte. Das sind noch Probleme..! Einfach arrangieren, dann klappt’s auch!

  • 13 sagt:

    Auf das Buch bin ich gespannt. Wir leben es selber „etwas anders“: Frau arbeitet Vollzeit, Mann Teilzeit und eben zu Hause, Haushalt und Erziehung wird geteilt. Das hat die Situation so ergeben, aber es ist i. O. Wir hatten viele Kriterien bei der Wahl des Familienmodells, das Geschlecht war aber ganz sicher keins davon. Warum auch? Man braucht eine Gebärmutter, um ein Kind zu gebären, nicht um es aufzuziehen, Und gerade weil in den KITA’s, Spielgruppen, Kindergärten und Schulen die Kinder stets von Frauen betreut werden, tut ihnen ein präsentes männliches Vorbild sehr gut.

  • Greatsheep sagt:

    … und dann wird (manchmal zwangsweise) pragmatisch entschieden, dass derjenige der mehr verdient ausser Haus geht um zu arbeiten. Sooooo einfach ist es manchmal, aber in der heutigen Zeit mit ihren Luxusproblemchen 🙂

  • Maja sagt:

    Bei uns ist es so, das ich – die Mutter – mehr verdiene als mein Mann, obwohl ich nur 70 Prozent arbeite. Wir bekommen bald ein zweites Kind und da überlegen wir uns aus wirtschaftlichen Gründen, ob eine Person von uns zuhause bleiben sollte, da Tagi etc. für zwei Kinder teuer werden. Ich möchte eigentlich nicht 100 Prozent arbeiten bzw. geniesse meine anderthalb Tage als Vollzeitmammi. Ihr seht, es gibt auch das ‚andere‘ Dilemma. Betreffend Rollenverteilung: Beide machen alles, Haushalt etc. wir haben da keine Probleme.

  • The Damned sagt:

    Betrachte ich die hier portraitierten Väter, dann wird auch sofort klar, warum die das können: Selbstständige, gut bis sehr gut verdienende Akademiker oder verheiratet mit einer Gutverdienerin. Die Ausnhamen bestätigen die Regel. In Zukunft wird die ökonomische Situation bestimmen, wer welches Modell leben kann. Was die Leute wollen und letztendlich können, hängt auch ganz entschieden von den Frauen ab- und nicht nur von den Männern: Bei Studium und Berufswahl beginnt es bereits: Eine Theaterpädagogin wird im Gegensatz zum IT-Fachmann niemals imstande sein, eine Familie zu ernähren.

  • Philipp Burri sagt:

    Ein Modell das Zukunft hat. Meiner Erfahrung nach gibt es ein Gefælle zwischen Stadt und Land diesbezūglich. Wir arbeiten beide unregelmāssig und da sind wir auf das verstāndnis unserer Umgebung angewiesen.

  • Krebs sagt:

    Karriere kann man fast ausschliesslich nur mit einem 100%-Engagement machen. Darauf verzichten hat langwierige Konsequenzen. Eine Mann, die 10 Jahre zu Hause bleibt, um Kinder zu betreuen hat die gleiche Situation, welche Frauen bisher hatten. beim Wiedereinstig. Sie verdienen nach 10 Jahren so viel weniger als ihr Partner/Partnerin, dass sich ein Wiedereinstieg finanziell nicht lohnt. Das wir übrigens mit der SVP-Familieninitiative noch verschlimmert.

    • Nina sagt:

      Das stimmt tendenziell. Aber ebenfalls aus eigener Erfahrung und derjenigen meines Umfeldes kann ich dazu auch sagen, dass es 1) möglich ist mit 100%-Job Karriere zu machen und trotzdem im Haushalt und Kindererziehung einen substanziellen Teil beizutragen (egal ob Mann oder Frau), 2) mit einem Teilzeit-Job eine etwas weniger ambitionierte, aber trotzdem anständige Karriere hinzukriegen. Es braucht einfach ganz viel Willen, Einsatz, Durchsetzungsvermögen, Engagement, Kraft und Ehrgeiz. Und das kleine bisschen Glück, das es für Karriere immer auch braucht.

    • tina sagt:

      der grossteil aller bewohner selbst des reichsten landes der welt gehen arbeiten um davon zu leben. dafür muss man keine karriere machen. glück ist, wenn man sich noch einigermassen mit dem identifizieren kann, was man erwerbsarbeitet

  • Stew sagt:

    Schön, dass das Buch im MAMA BLOG vorgestellt wird…

  • urs bilger sagt:

    weshalb eigentlich wollen gewisse leute den lauf der natur staendig aendern ? der mann geht arbeiten, die frau schaut zu den kindern, da sie das eh besser kann !

    • Sandy sagt:

      Wer sagt denn, dass der Mann nicht auch gut auf die Kinder aufpassen kann?
      Nur weil das bis heute meistens so ist, bedeutet das noch lange nicht, dass ein man nicht auch Hausmann werden kann und die Frau Vollzeit arbeitet. Vielleicht können Sie sich so ein System nicht vorstellen, aber urteilen Sie dann auch nicht über diejenigen die ihren Haushalt anders aufteilen.

      • Chris Heyduk sagt:

        Ich denke auch, dass das Ignorieren gewisser Urinstinkte zwar möglich ist, aber auf die Dauer nur zu Problemen führt. Jeder Mann, auch wenn er das nicht zugibt, sucht lieber die Herausforderung im Beruf, als den Hausmann zu spielen. Ist einfach so. Aus demselben Grund machen sich wohl die meisten vollzeitlich beschäftigten Mütter irgendwann Vorwürfe, wenn sie die Kleinkinder jeden Morgen abgeben. Wenn beide arbeiten wollen oder müssen, dann sollen sie keine Kinder kriegen. Dieses „5er & Weggli“-Denken muss einfach aufhören, weil es niemanden dient, am wenigsten den Kindern.

      • baur sagt:

        @ chris heyduk:
        Viele Menschen suchen instinktiv die Herausforderung, im Beruf und/oder zu Hause. So geht’s mir auch.
        Das führt dazu, dass ich viel arbeite (voll? mehr?) und als Mutter viel mit den Kindern erlebe. Es lässt sich organisieren.
        Die Ansicht, dass nur Männer die Herausforderung im Beruf suchen, finde ich äusserst interessant, haben Sie dazu viel studiert und geforscht???

    • Francesca sagt:

      Der arbeitende Mann hängt schon um 7:02 auf dem Mamablog rum… wundere mich immer wieder, wie viele Männer der arbeitenden Spezies hier während der Arbeitszeit ihre Statements plazieren können.

      • 13 sagt:

        @ Francesca: Und wenn das jetzt im Umkehrschluss so verstanden wird, dass die „Hausfrauen/Hausmänner“ nicht arbeiten und damit Zeit haben, Statements zu platzieren, würde es Vorwürfe hageln.;-)

    • Philipp M. Rittermann sagt:

      viele frauen haben schlicht zu viel zeit um sich gedanken dieser art zu machen.

    • marie sagt:

      Herr B! Die Natur entwickelt sich und passt sich an. Quallen und ein paar andere Tiere in der Natur sind seit Jahrtausenden immer noch gleich. Aber ihre Vermehrung deutet stark darauf hin, dass sie sich durchaus unterscheidet. Parthenogenese und Strobilation sind nicht selten unter diesen Urtieren, ganz zu schweigen von Zwittertum…
      Ich finde dieser ständige Vergleich mit der sog. „HERRlichen“ Natur bei gesellschaftlichen Themen einfach obsolet, bisweilen sogar lächerlich.
      Ich wünsche einen wunderschönen Tag, Herr B.

    • Markus Elmer sagt:

      Willkommen im 21. Jahrhundert. Meine Frau und ich hatten beide gut bezahlte Kaderjobs und leider war weder ihr noch mein Arbeitgeber bereit, Teilzeitarbeit auf dieser Funktionsstufe zu akzeptieren. Nach Abwägung aller Vor- und Nachteile haben wir uns entschieden, dass ich zu Hause bleibe und die Kinder erziehe und meine Frau das Geld verdient. Und das funktioniert sehr gut. Meine Erfahrungen zeigen, dass vor allem Männer Mühe mit unserem Rollentausch haben. Es ist schon traurig, wie sich viele Männer nur über ihren Job und ihren Lohn definieren, da müsste mal ein Umdenken stattfinden.

    • Sandy sagt:

      @Chris Heyduk

      Beim „5er & Weggli“ – Denken bin ich Ihrer Meinung!
      Für was Kinder wenn beide ständig arbeiten?

      Aber von einer Frau zu verlangen, dass Sie Ihr Berufsleben ganz aufgeben soll, finde ich falsch. Was wenn es nach 10 Jahren zur Trennung oder zum Tod des Mannes kommt. Welche Firma stellt jemanden an der 10 Jahre nicht mehr gearbeitet hat?

      • Chris Heyduk sagt:

        Etwas in einer Partnerschaft zu verlangen, ist immer falsch. Wenn sich also Mann und Frau bei so einer wichtigen Entscheidung nicht einigen können, dann sollten sie keine Kinder kriegen. Ich kann sehr gut verstehen, dass Frauen nicht länger nur die Hausfrau spielen möchten. Meine Schwägerin hat sich nach langen Ringen auch gegen Kinder entschieden, weil ihr und meinem Bruder der Job wichtiger ist. Vielleicht hat gerade auch deswegen ihre Beziehung überlebt. Wenn man mit Konventionen brechen will, was ich grundsätzlich okay finde, dann muss man auch die Konsequenzen tragen.

    • think about sagt:

      Viele Frauen könne mit der eigenen Brut leider nicht umgehen… Sorry, ist aber so.

    • Dave sagt:

      @urs bilger + chris heyduk und 13: besten Dank, damit ist alles schon gesagt :-). Ausser vielleicht noch etwas, was im Blog meiner Meinung nach zu kurz kommt: was ist mit den Kindern? Die Bedürfnisse der Kinder kommen hier zu kurz, Hauptsache Mama kann arbeiten und sich gleichgestellt fühlen, der Rest ist egal. Es ist mir echt langsam zuwider immer wieder das Gleich zu hören/lesen. Lasst die Natur ihren Job machen, dann kommts gut. (bin Vater zweier Kinder im Alter von 6 und 3 Jahren und glücklich verheiratet!)

      • Samira sagt:

        Es ist nicht naturgegeben, dass sich beim Menschen EINE Frau um um IHRE Kinder kümmert – es waren immer Sippen und gekümmert hat sich, wer gerade Zeit hatte (oft ältere Geschwister) – die Frau hat sich seit jeher hauptsächlich um die Ernährung gekümmert und fast immer hatte sie den grösseren Teil an Nahrung heim gebracht, als der Mann. Denn Jagdglück war nur selten beschieden und die Männer waren oft tagelang weg um dann EIN Tier heimzubringen, das durch die Sippe geteilt werden muss, so dass für den einzelnen kaum was übrig blieb.
        Hausfrau ist eine moderne, westliche Erfindung.

      • Ylene sagt:

        Oooch die armen Kinder. Meinen Sie ernsthaft, meine Grossmütter hätten Zeit gehabt, sich den lieben langen Tag um den Nachwuchs zu kümmern? Früher war die Hausarbeit sehr viel zeitintensiver als heute, zudem hatte die eine einen Riesengarten und die andere hat den Verkauf in der Bäckerei ihres Mannes geleitet. Meine Eltern sind trotzdem gute Menschen geworden. Meine Kinder gehen zudem sehr gerne 2 Tage pro Woche in die KITA und sie haben Spass an ihrem Papatag. Jedem das seine. Übrigens werden Tierkinder regelmässig gefressen von den eigenen Eltern, bspw. Tiger, Panda. Inzest ist auch häufig.

      • Ylene sagt:

        Aber in der Natur ist ja immer alles besser. Dort gibt es z. B. das Seepferchen, wo der Papa die Eier ausbrütet und dann die Kleinen ‚aufzieht‘. Die Mutter verdrückt sich gleich nach der Eiablage (und die Schlampe geht nicht mal arbeiten). Viele Vögel, z. B. Pinguine, Steinadler machen teilen sich die Kinderbetreuung. Bei den Bären, Kühen, etc. kümmert sich nur die Mutter um den Nachwuchs. Bei Affen kümmert sich die ganze Gruppe um den Nachwuchs (Modell Kita resp. Grosseltern). Soll doch jeder selber wählen, welches Vieh er sich jetzt zum Vorbild nehmen soll.

      • Eni sagt:

        @ Ylene

        Ihre Vergleiche sind wirklich lustig, vor allem der mit der Seepferdchenschlampe 🙂

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