Eine Familie, ein Name

Ein unverheiratetes Paar küsst sich. (Keystone)

Jetzt soll ein gemeinsamer Nachname auch ohne Ehe möglich werden: Ein unverheiratetes Paar küsst sich. (Keystone/Gaëtan Bally)

Manchmal heissen wir Herr und Frau Kuster, ein anderes Mal nennt man uns Familie Egli. Je nachdem, wer von uns beiden sich zuerst vorgestellt hat. Denn mein (mir nicht ehelich angetrauter) Mann und ich tragen nicht denselben Nachnamen. Was viele Menschen auch heute noch zum Stutzen bringt. Doch wenn es nach Andrea Caroni geht, können wir dieses Manko bald auch ohne Heirat ausgleichen. Der FDP-Nationalrat fordert nämlich in einer Motion, dass sich auch Konkubinatspaare – zumindest jene mit Kindern – einen gemeinsamen Familiennamen zulegen dürfen.

«Viele unverheiratete Paare möchten die Einheit ihrer Familie mit einem gemeinsamen Namen ausdrücken», sagt Caroni gegenüber dem «Tages-Anzeiger». Deswegen gleich heiraten wollen aber seiner Meinung nach nicht alle. Weil sie etwa nicht an die Ehe als lebenslanges Treuebündnis glauben oder sich an deren «religiösem Überbau» stören würden.

Caroni hat im Parlament reichlich Unterstützung für seinen Vorstoss erhalten. Mich dünken seine Beweggründe dennoch reichlich seltsam. Religionskritische, die unbedingt einen gemeinsamen Familiennamen tragen möchten, können heute schliesslich auch ohne kirchlichen Segen eine Ehe eingehen. Und wer von vornherein nicht an eine lebenslange Partnerschaft mit dem Vater oder der Mutter seiner Kinder glaubt, der braucht für die paar gemeinsamen Jahre ja auch nicht unbedingt seinen Namen zu ändern.

Doch lassen wir die Begründungen beiseite und widmen uns der eigentlichen Frage: Wieso ist es vielen Elternpaaren eigentlich so immens wichtig, dass die ganze Familie denselben Nachnamen trägt? Ich gebe zu, in gewissen Fällen wäre ein gemeinsamer Familienname durchaus praktisch, weil jeder auf den ersten Blick erkennt, wer zusammengehört. Doch diese Fälle sind äusserst selten. Warum sonst also muss die Einheit Familie unbedingt mit einem einheitlichen Namen betont werden? Soll dadurch das Zusammengehörigkeitsgefühl gestärkt werden? Fühlt man sich jemandem wirklich enger verbunden, wenn er denselben Namen trägt?

Und was bedeutet diese namentliche Verschmelzung für denjenigen, der seinen Namen aufgibt – in den meisten Fällen also immer noch die Frau, wie die aktuellen Zahlen bei den Ehepaaren zeigen. Gibt sie mit diesem Schritt nicht auch einen Teil ihrer Identität auf? Für mich zumindest würde sich das so anfühlen. Und gerade die Frauen laufen doch sowieso Gefahr, sich die ersten Jahre nach der Mutterwerdung zu sehr zurückzustellen. Ihr eigenes Ich zu sehr zu vernachlässigen, nur noch in Koexistenz mit dem Kind wahrgenommen zu werden beziehungsweise sich selber so wahrzunehmen.

Und trotzdem soll man auch namenstechnisch nur noch im Rudel unterwegs sein? Was denken Sie?

88 Kommentare zu «Eine Familie, ein Name»

  • Thomas Maurer sagt:

    Ein gemeinsamer einziger Familienname hat auch den Sinn, eine gewisse Kontinuität in der Genealogie zu dokumentieren. Spätestens für die Enkelgeneration wird es wohl unmöglich werden, herauszufinden, vom wem sie eigentlich abstammen, sollte ein derartiges Chaos bei der Namensgebung Einzug halten. Ausserdem wird wohl die Fehlerquote auf den Ämtern massiv zunehmen.

  • Hans Unleashed sagt:

    Wenn meine Freundin einen coolen Nachnamen hätte, zum Beispiel Bettencourt, Walton oder Fontbona, dann würde ich mir die Heirat überlegen. Auch wenn meine Freundin schon etwas älter wäre und vielleicht nicht mehr ganz deutlich spricht. Dasselbe gilt auch für Rinehart, Mars, Klatten und Johnson. Heisst sie aber Meier, Müller oder Kuster, dann wird es schwierig mit der Heirat. Da muss man schon mal hart bleiben. Oder zumindest hinsichtlich Alter, Aussehen, Gewicht, Intellekt und Stammbaum weniger Kompromissbereitschaft zeigen. Selbst dann, wenn sie meinen Namen annehmen würde.

    • Thomas Maurer sagt:

      Spielen Sie in Ihrer Namensaufzählung auch etwa auf Gina Rinehart, die Rohstoff-Königin Australiens, an? Die würde ich nicht mal heiraten selbst wenn sie Windsor hiesse!

  • Fabian Herrliger sagt:

    Es ist begrüssenswert, Richtung Konkubinat einfache Lösungen einzuführen. Das Problem wird dadurch nicht gelöst: Die Ehe muss aus männlicher Sicht mindestens juristisch völlig revidiert werden. Mann kann nur verlieren, Frau kann nur gewinnen, ev. sollte hier ein Schritt in tatsächliche Gleichberechtigung unternommen werden und dass den Froleins zugemutet wird, auch mit Sage-und-Schreibe 40 Jahren nochmals arbeiten zu gehen, und nicht auf Kosten des ehemals staatlich programmierten Glückapparates (=Mann) unterhalten wird. Und ja – ich rede von Frauen, die auch während der Ehe gearbeitet haben.

  • babuschka miro sagt:

    mein mann überlegte,bei unserer heirat meinen namen anzunehmen,da er einen ungewöhnlichen,ausländischen nachnamen trägt…immer buchstabieren bitte!weil ich mich ihm aber sehr verbunden fühle,was ich von meiner familie nicht sagen kann…schon seit jahren…schwierige geschichte…wollte ich seinen namen annehmen,mit ihm eine einheit werden,auch namentlich und buchstabiere jetzt halt auch schon seit 7 jahren 🙂

  • Fredi Aschwanden sagt:

    Warum so kompliziert? Heiratet doch einfach! Da gibt es zusätzlich noch Geschenke! Wenn’s nicht klappt ist Scheiden ja auch kein Problem.

  • simones sagt:

    Warum sollte ich als ledige/geschiedene/verwittwete Frau den Namen meines Partners annehmen wollen? Vielleicht ist er ja seit Jahren getrennt, aber seine Exfrau will nicht in die Scheidung einwillen. Dann gibt es dann plötzlich zwei Frau Sturzenegger, die Ex und diejenige, die es de facto noch nicht ist. Und plötzlich trenne ich mich dann von dem Herrn Sturzenegger, welcher endlich seine grosse Liebe gefunden hat, die jetzt – natürlich weiterhin ohne Heirat – auch Sturzenegger heisst. Meiner Kinder zuliebe möchte ich weiterhin Sturzenegger heissen. Jetzt sind es drei. Kommentar erübrigt sich..

  • B. Erika sagt:

    Diese Stammbaum- und Stammhalter- und Wappengeschichten, die hier auftauchen, mag ich fast nicht lesen. Alles männerzentriert.
    Darum geht es ja, dass Frauen ihre Namen behalten können und diese Stammbäume schöne, weibliche, wachsende Seitenäste bekommen ;).
    Ich finde, junge Paare sollten wählen können, meine (erwachsenen) Töchter sehen das heute so.
    Meinen Namen hätte ich allerdings nie aufgegeben, wobei der von meinem Vater stammt. Diese Wahl gibt es ja nicht.

  • Sina Lina sagt:

    Ich hab zwar noch keine Kinder, doch ich stelle mir gerne vor, dass wenn wir später mal zwei hätten, eins den Nachnamen des Vaters und das andere meinen Nachnamen haben sollte. Wäre das nicht eine „faire“ Lösung? Die meisten Leute schauen mich komisch an, wenn ich ihnen das erzähle, leider verstehe ich nicht ganz warum. Was denkt ihr dazu?

    • Thomas Maurer sagt:

      Arme Kinder, kann ich dazu nur sagen….

      • Hotel Papa sagt:

        „Im Gegenteil, das ist furchtbar praktisch! Will eins auf die Strasse rennen: „Sascha, HALT!“, Will ich, das sie heimkommen: Sascha, Abendbrot!“, u.s.w.“
        „OK, aber vielleicht wollen sie ja einmal eins individuell ansprechen?“
        „Ja, dann rufe ich sie beim Nachnamen!“

        Sorry, ober der kam mir bei obigem Vorschlag in den Sinn. Ich weiss, bin ein Ewiggestriger. In gewissen Bereichen BIN ich wertkonservativ…“

    • Hotel Papa sagt:

      Achtung, längere Geschichte voraus.
      Sitzt eine Frau in Deutschland beim Sozialamt um ihren Hartz IV antrag einzureichen.
      „Kinder?“
      „Ja, vier¨“
      „Geburtsdatum und name des ältesten?“
      „2.2.2002, Sascha“
      „Mädchen oder Junge?“
      „Mädchen!“
      „Das zweite Kind?“
      „3.9.2004, Sascha.“
      „Das zweite heisst auch Sascha?“
      „Ja, ist aber ein Junge.“
      „Oooookay. Das dritte?“
      „5.5. 2005, Sascha, ein Junge“
      „Moment mal, ich sehe ein Muster hier. Das vierte heisst auch Sascha, richtig?“
      „Richtig! Geboren 14.12.2006.“
      „Ist das nicht furchtbar verwirrend und unpraktisch, wenn die alle gleich heissen?“./.

      • Hotel Papa sagt:

        ./.
        „Im Gegenteil, das ist furchtbar praktisch! Will eins auf die Strasse rennen: „Sascha, HALT!“ Sollen sie heimkommen: „Sascha, Abendbrot!“ U.s.w.“
        „OK, aber vielleicht wollen Sie ja auch mal eines individuell ansprechen?“
        „Ja dann rufe ich sie beim Nachnamen!“

        Sorry, aber der kam mir bei obigem Vorschlag in den Sinn.

  • nando sagt:

    Bisher bin ich in all den Jahren nie auf die Idee gekommen, dass ich ein Stück Identität verloren habe, mit der Annahme des Familiennamens meiner Frau. Ich bin immer noch Fernando, Schweizer Bürger, Sohn Spanischer Einwanderer, geboren und aufgewachsen in Olten, oder habe ich mich da etwa getäuscht? Vielleicht kann mir Frau Kuster auf die Sprünge helfen und mir erklären, was ich seit Tag X verloren haben und wo ich es verloren habe…

    • Reto B. sagt:

      Tja, das könnte der Grund sein, weshalb sie den Namen geändert haben, währenddessen andere dies nicht tun.

  • Matthias Schärer sagt:

    Ich glaube, dass Kurt Vonnegut in Slapstick ein vileversprechenderes Rezept für die ganze Namendebatte präsentiert hat.

  • Leo Klaus sagt:

    Also von mir aus duerfte man allen machen lassen wie es ihnen lieb ist. Eines verstehe ich aber nicht. Bei uns in der Schweiz gibt es viele Paare die oft 5-10 (oder sogar mehr) Jahre zusammen wohnen bevor sie heiraten (oft wenn das Baby kommt). In dieser ganzen Zeit hat keiner ein Problem damit, dass die Frau A heisst und der Mann B. Die sogennante Verwirrung findet also nicht statt. Warum sollte das blosse Heiraten ploetzlich alles aendern? Zumal bei uns nach der Heirat oft innerhalb 7-10 Jahren sowieso geschieden. Also lebt man oft laenger zusammen bevor man heiratet als nachher.

  • C.S. sagt:

    „Gibt sie mit diesem Schritt nicht auch einen Teil ihrer Identität auf? …Und gerade die Frauen laufen doch sowieso Gefahr, sich die ersten Jahre nach der Mutterwerdung zu sehr zurückzustellen. Ihr eigenes Ich zu sehr zu vernachlässigen, nur noch in Koexistenz mit dem Kind wahrgenommen zu werden beziehungsweise sich selber so wahrzunehmen“ –
    Da kann ich nur dazu sagen, wer nicht weiss wer er ist, kein gutes SELBST-Gefühl hat und sich auch noch vernachlässigt dem hilft auch der Name nix. Ich weiss wer ich bin. Für mich war es und wird es immer eine Ehre sein den Namen meines Partners zu tragen

    • gabi sagt:

      Genau. Und dem – bzw. der – hilft es auch nichts, wenn die deutsche Sprache das Wort „man“ nicht kennen würde.

      Mangelndes Selbstvertrauen einfach nur an der Allgemeinen Wortfront bekämpfen zu wollen, ist tragikkomisch.

    • Reto B. sagt:

      Schön für sie. Ich weiss wer ich bin, ich weiss wer meine Frau ist und ich weiss was uns verbindet. Dafür muss sie nicht meinen Namen annehmen. Ich bin nicht der Meinung, dass unsere Ehe in auch nur einem kleinsten bisschen besseroder schlechter wäre, wenn sie meinen Namen tragen würde. Genauso wie ich allerdings auch nicht der Meinung bin, dass eine Ehe irgendwie schlechter/besser ist, wenn beide den gleichen Namen tragen. Soll jeder und jede so wie sie wollen, ist doch Hans was Heidi 🙂

  • chrigel sagt:

    Frau Kuster befürchtet also, einen Teil ihrer Identität aufzugeben, wenn sie den Namen des Mannes tragen darf/soll/kann/muss. Hmm, von wem hat sie denn ihren Namen, höchstwahrscheinlich? Oh, vom Papi? Wie sich das mit ihrer akut bedrohten fraulichen Identität vereinbaren lässt, wäre sicher spannend zu erfahren.
    Also echt: stört es Sie, wenn sich ein Konkubinatspaar den Namen des einen Partners zulegt? Wenn die das so wollen, können die sich meinetwegen Pumpernickel nennen, was geht mich das an? Aber Ihre herbeigewünschte Bedrohung der weiblichen Identität kann ich echt nicht nachvollziehen.

  • Michael sagt:

    Unser Stammbaum reicht bis 1338 zurück. Ich bin froh ein Familienwappen mein eigen zu nennen. Meine Söhne ebenso. Ich frage mich, ob es für eine eigene kurzfristige Individualität richtig ist, seine Vergangenheit unsichtbar zu machen und zu verwischen. Jeder Mensch verspürt doch im Laufe seines Lebens den Wunsch zu Wissen woher er kommt. Genealogie und Heraldik sind mit diesen Lösungen einfach nur noch Wunschdenken. Vor allem für die nachkommenden Generationen. Aber jedem sein eigener Wunsch.

    • Eni sagt:

      Ich kann Ihren Namensstolz nachvollziehen, da meine Vorfahren mit meinem Familiennamen, schon fast 1000 jährig an meinem Wohnort ansässig ist. Was mir etwas sauer aufstösst ist, dass Sie die Mutter Ihrer Kinder aussen vor lassen. Heisst diese gleich wie Sie und Ihre Söhne? Wenn ja: hat sie kein Recht auf die eigene Identität ihres Namens?

      • gabi sagt:

        Aber Eni:

        Wie geht´s dann weiter?

        Ich lach ja heut schon in Erwartung der Enkel, die dann sowohl alle Namen des Grossvaters, als auch der Grossmutter, sowohl mütterlicher- als auch väterlicherseits keinesfalls aussen vor lassen wollen.

        Wenn das dann bald schon mal die ersten Grosseltern sind, die Doppelnamen haben, wird´s amüsant:

        Frederik Dupont-Müller-Fischer-Rätz-Szabo-Blaer-Keller-Zimmermann????

        – Hoffentlich noch mit ein paar witzigen Taufvornamen zusätzlich.

        Das schafft zwar – nachzählbar – viel… Aber sicher kein klares Identitätsgefühl mehr.

    • Muttis Liebling sagt:

      Das ist der Kern der Familie: Ein generationsübergreifender Verbund über viel mehr als nur eine Lebenszeit. Wenn ich die Chance hätte, in eine adlige Familie einzuheiraten, würde ich sofort tun, unabhängig vom Zustand der Braut. Natürlich deren Namen annehmen.
      Das wird aber nichts mehr werden, so muss ich mich damit begnügen, meinen Familiennamen bis in die Zeit der napoleonischen Kriege zurück verfolgen zu können. Ein Urahn war Feldpfarrer in der preussischen Armee, ist ja auch schon was. Änderung des Familiennamens kämme nur in Frage, wenn der höherwertiger (z.B. Adel) wäre.

      • Carolina sagt:

        ML, Sie könnten sich ja von irgend so einem adoptierten ‚Sohn‘ eines verarmten Adeligen adoptieren lassen, dann müssen sie sich nicht mit dem verheerenden Zustand irgendeiner Braut abfinden. Aber gekauftes Wappen ist wie gekaufter Doktortitel – irgendwie nichts wert. Merkwürdig: Sie sind doch eigentlich der real existierende Sozialist und wünschen sich tatsächlich einen Adelstitel? Mir wäre der eher peinlich (es sei denn, er wäre Windsor oder Mountbatten oder so), vor allem in De…..

      • Muttis Liebling sagt:

        Carolina, ich bin vor allem Preusse mit der entsprechenden Affinität zu Adel und Militär. Unvereinbar ist das nicht zu sozialistischen Gedanken. Immanuel Kant, einer der Väter der Aufklärung (allerdings anders, als die heute verstanden wird) und des deutschen Idealismus, hat seine Habilitation Friedrich II gewidmet und war immer der preussischen Krone ergeben. Wäre ich dazumal auch gewesen.
        Hier geht es darum, dass der Familienname die Fortsetzung einer Familientradition dokumentiert. Das kann immer auch die der Frau sein, wenn die stärker ist. Aber immer nur eine und immer nur Familie.

      • Muttis Liebling sagt:

        In dem Sinne sind Konkubinat oder gleichgeschlechtliche Ehe keine Familienformen. In beiden Fällen geht der Grundgedanke der Familie verloren, es sind zeitgenössische Varianten einer Wohlfühlkultur, die den Tag lebt. In 50 Jahren wird da niemand mehr drüber reden, wenn man das im Geschichtsunterricht erwähnt, werden die Schüler sich verstört die Augen reiben, genauso wie über die Vorstellung, mit Geld wieder Geld verdienen zu können.

    • Reto Stadelman sagt:

      Kann ich absolut nachvollziehen. So ein Familienname oder Wappen ist was wert! Und zwar auf die Jahre gerechnet sogar mehr als die zunehmende Last der „totalen Individualität“ die sich nicht selten als Leerlauf erweist…
      @Eni
      Die Mutter der Kinder kann über das Familienwappen integriert werden. Es gab mal einen Brauch verschiedene Wappen zu kombinieren damit man weis woher ein Familienmitglied kommt. Ich weis nicht ob das nur im Adel üblich war, aber das wäre ja kein Hinderungsgrund.

      • Eni sagt:

        @ Reto & gabi

        Ich finde es schön, wenn Frau traditionellerweise den Namen ihres Mannes annimmt, aber viele Frauen wollen das nicht mehr, weil dann ihr eigener Name an Bedeutung verliert, auch wenn man im Wappen integriert ist.

        Wenn es mir möglich gewesen wäre, hätte ich den Nachnamen meiner Kinder nach der Scheidung auf meinen Namen ändern lassen. Da aber die Aussicht auch Erfolg null sind, habe ich es bleiben lassen. Der Nachnamen meines Exmannes ist für mich einfach nicht relevant. Mein Exmann war noch nie in seiner Heimatgemeinde und auch meine Kinder haben auch keinen Bezug dazum

    • Katharina B. sagt:

      Jeder Mensch verspürt doch im Laufe seines Lebens den Wunsch zu Wissen woher er kommt.
      Weibliche Menschen geht es gleich. Gerade in Anbetracht der Tatsache, dass bis vor wenigen Jahren ja nur die Mutter sicher zu bestimmen war, nicht aber der (biologische) Vater wäre es daher interessant gewesen, wenn Frauen nicht unsichtbar gemacht worden wären. Aber haben ja die Wahl, es in Zukunft besser zu machen.

  • Manuela sagt:

    Ich muss aber auch sagen, dass wir trotz unterschiedlicher Namen – auch die Kinder haben ja einen – nie ein Problem hatten und auch nie darauf angesprochen wurden. Der Wandel schein recht weit vollzogen zu sein und es ist mittlerweile normal, dass man nicht den gleichen Namen haben muss. Das freut mich, denn es zeigt, dass die Realität akzeptiert wird. Bei meiner Mutter war das noch gaaanz anders.

  • Manuela sagt:

    Wir haben damals extra im Ausland geheiratet, damit jeder seinen Namen behalten kann. Lebt sich wunderbar so. War damals nur mit sehr viel Organisation und Schreibkram verbunden. Aber sonst… Ich finde, jeder sollte das so machen können, wie er will. Und ich finde keiner darf einem reinreden, wie man denn zu heißen hat.

    • Muttis Liebling sagt:

      Am besten wir schaffen Gesellschaft und Staat ganz ab und jeder macht seins. Seinen eigenen Strom, seine eigenen gesetze und, und, und …

  • Reto Stadelman sagt:

    Es gibt einen ganz einfachen Grund warum ich diesem Vorschlag ablehnend gegenüber stehe: Er kanibalisiert die Ehe (noch stärker).
    Bevor man also den Konkubinatspaaren zusätzliche Rechte einräumt, sollte man lieber mal bei der Ehe anfangen aufzuräumen und solche Dinge wie die Heiratsstrafe abschaffen.
    Zusätzlich kann man auch weitere Formen der Ehe ins Leben rufen (ähnlich wie beim Güterstand) und sollte diese neuen Formen des Zusammenlebens nicht über das Konkubinat schmieden.
    Das Konkubinat sollte nach wie vor eine Lebensform bleiben in die sich der Staat nicht einmischt.

    • Reto Stadelman sagt:

      Sind wir mal ganz ehrlich: Dieser Vorschlag wird nur gemacht weil die meisten Menschen noch nicht von dem Bild der kirchlichen Hochzeit weggekommen sind und daher Ehe mit der Kirche gleichsetzen. Wer diesen Denkfehler überwindet kann die Sache dann viel lockerer angehen und erkennt dass nichts gegen eine Ehe bzw. weiter Formen der Ehe spricht. Aber es spricht eine Menge gegen den Ausbau der Rechte für das Konkubinat…

      • Rudolf Steiner sagt:

        Selbstverständlich spricht etwas gegen die Ehe, die unhaltbare finanzielle Bevorteilung der Frauen bei einer allfälligen Trennung

      • Reto Stadelman sagt:

        @Steiner
        Das spricht wohl eher gegen eine Scheidung der Ehe 😉
        Keine Sorge, ich bin (obwohl ich die zusätzliche Scheidungsstrafe für den Mann ebenfalls als grosses Problem sehe) überzeugt davon, dass sich dieses Problem in den kommenden Jahren weiter verkleinern wird. Wenn denn unsere Richter ENDLICH die Gleichbehandlung vor dem Gesetz durchsetzen.

    • C.S. sagt:

      BRAVO! Danke! Genau: Es sollte lieber mal die Heiratsstrafe abgeschafft werden!!

      • Alberto La Rocca sagt:

        Es gibt keine Heiratsstrafe, es gibt nur eine Unmenge von Leuten, die noch nicht begriffen haben, dass man nicht gleichzeitig einen Ehepartner gratis sozial- und PK-versichern kann und noch weniger Steuern bezahlen. Den einen Ehepartner untätig zu Hause lassen können sich nämlich nur Reiche leisten. Es besteht kein Zwang mehr, zu heiraten, konkubinärer Sex ist nicht mehr strafbar, nicht einmal mehr in Zürich müssen die Leute deswegen nach Spreitenbach auswandern wie im letzten, dem 20. Jahrhundert!

      • Reto Stadelman sagt:

        Was Sie hier schreiben ist Blödsinn Herr Rocca. Gratis AHV- und PK- Versicherung? Ja um die Kosten einer halben Rente weniger. Und dieser nicht existente Vorteil wird durch höhere steuerliche Belastung noch verstärkt. Abgeschafft hat man das bisher noch nicht, weil man die Milchkühe nicht verlieren will.
        Ist ja auch egal. Eigentlich ist jede weitere Diskussion mit Ihnen überflüssig. Wer heute noch die Heiratsstrafe bestreitet ist klar aus ideologischen Gründen gegen die Ehe. Da kann man nichts machen. Schönen Tag noch.

  • simone sagt:

    ich lebe mit meiner Familie im Ausland, wo die Eltern immer ihren „alten“ Nachnamen behalten. So heissen meine Kinder wie ihr Vater (von dem ich inzwischen getrennt bin). Mir ist der Name egal. Unsere Familie wird von ganz anderen Dingen bestimmt: dem Zusammenhalt, der Unterstuetzung, der Liebe, der Zeit die wir miteinander verbringen, die Erfahrungen die wir zusammen machen.

    • gabi sagt:

      Es scheint ein Merkmal des deutschen Sprachraums zu sein, lieber mit viel Blabla den tiefen Sinn von Wortklaubereien zu beschwören, als in der Lebenspraxis frei zu agieren.

  • Pierre Marcel Vallon sagt:

    Nachdem in der stets liberaler werdenden westlichen Welt in immer mehr Laendern Schwule und Lesben eine Ehe eingehen duerfen, ist nicht einzusehen, weshalb Konkubinatspaaren ein gemeinsamer Familienname verwehrt warden soll, wenn sie dies wuenschen.

    • Mark Keller sagt:

      Dass homosexuelle Paare eine Ehe schliessen, bzw. im Minimum eine Partnerschaft eintragen können, ist nichts weniger als die längst fällige Gleichstellung mit den heterosexuellen Paaren. Dies hat aber nichts mit dem Namensrecht zu tun. Wieso sollen zwei Personen, die unverbindlich zusammen leben einen gemeinsamen Namen tragen dürfen? In der Schweiz dürfen nicht mal eingetragene Partner(innen) einen gemeinsamen Namen führen! Wieso sollten dies also unverheiratete Hetero-Paare dürfen? Dies ist nichts als ein administrativer, überflüssiger Leerlauf.

  • nemo sagt:

    Der parlamentarische Vorstoss von Andrea Caroni zieht nicht primär auf die Identität des gleichen Namens ab, sondern dient einfach der Vorbereitung auf die Individualbesteuerung. Je kleiner die emotionalen Hürden zwischen Konkubinat und Ehe sind, desto einfacher ist politische Einführung der Individualbesteuerung.

  • Irene feldmann sagt:

    In meiner limitieren Auffassung nahm ich den Namen meines Mannes an, inclusive. Kidds hießen wir dann alle gleich…ein Gefühl von Zusammengehörigkeit empfand ich schon…. Bei der Scheidung war es klar das mein lediger Name mich wieder begleitend, weil es einfach zu meinem Ursprung gehört……

  • Reto B. sagt:

    Wie schwierig wäre es denn, den Namen ändern zu lassen? Also nach der Geburt des ersten Kindes findet Frau X, sie wolle jetzt Y heissen, wie der Vater des Kindes und das Kind auch, oder Herr V findet, er wolle jetzt W heissen. Kostet 600.- meines Wissens und man muss den Amtsschimmel kräftig wiehern lassen, dann 100.- pro Kind.

  • Reto B. sagt:

    Aha, Mann will also, dass Frau so heisst wie er, aber ohne die lästigen Pflichten einer Ehe. Sorry ist das erste was mir in den Sinn kam. Nach unserer Heirat hat jeder und jede meine Frau gefragt, wie sie denn jetzt heisse. Mich fragte niemand, wie ich heisse (eher wie sie denn heisst). Und egal was die Antwort ist, es scheint falsch zu sein. Man ist dann entweder ein Waschlappen oder ein Ewiggestriger. Meine Meinung dazu: Wie wir heissen und wie unsere Kinder heissen (ihr Nachname) ist unser Bier und ihr habt das einfach zur Kenntnis zu nehmen! Behaltet den Rest für euch.

    • Reto B. sagt:

      Und um es auch klarzustellen. Ja, es war eine Riesendiskussion. Was denken dann meine Familie und ihre Familie und das ganze Umfeld. Sobald der Entscheid gefällt war, musste ich mich spontan fragen, wie man darüber so lange diskutieren konnte. Bis ich dann wieder mal daran erinnert wurde, nach der Hochzeit, als die Fragerei losging. Die konservativen fragen und wollen hören, dass ich auf ihrer Seite stehe, die Emanzipierten fragen genauso. Und genauso wird man in ein Minikriegchen gezogen, das mir am Allerwertesten vorbeigeht. Der Name tut nix, gar nix zur Sache! Taten, nicht Worte zählen!

  • Francesca sagt:

    Tatsache ist doch, dass nicht ehelich geborene KInder wie die Mutter heissen, und die dürfte sich nicht daran stören, dass der Vater anders heisst. Es geht also um die Väter, die gleich heissen wollen. Und oft genug sind gerade sie es, die nicht heiraten wollen. Also lassen wir den Quatsch. Ent- oder weder.

  • Martin Frey sagt:

    Frauen wie die Autorin können und wollen oft auch nicht verstehen, dass vielen verheirateten Paaren ein gemeinsamer Name sehr wichtig, die Zusammenlegung ein besonderer Akt ist. Oft muss man heute sogar dafür auf den Standesämtern kämpfen. Zudem, wenn die Identität einer Frau (es gibt übrigens auch Männer die ihren Namen aufgeben, dies nur nebenbei) an der Beibehaltung ihres Nachnamens hängt, dann ist diese Identität nicht viel wert, die Frau eher zu bemitleiden meine ich.

    • Reto B. sagt:

      Tja, wer sich bis zur Heirat keinen Namen gemacht hat, dem kanns ja egal sein. Ich hatte immer meine liebe Mühe, bis ich realisiert habe, dass Skirennfahrerin XY jetzt XZ heisst. Wer Abschlüsse, Doktorarbeiten, Bücher Artikel oder viele andere Leistungen mit seinem namen signiert hat, der will das manchmnal nicht so leicht aufgeben. Wer auf eine stolze Familientradition zurückschaut auch nicht. Bemitdlieden ist falsch am Platz. Jedes Paar soll selber entscheiden wie sie heissen wollen. Und es gibt Gründe für und wider beides. Wieso lasst ihr die Leute nicht einfach machen???

      • Martin Frey sagt:

        Völlig korrekt, Reto. Nur sollte diese Toleranz auch gegenüber den Paaren gelten die einen gemeinsamen Namen tragen wollen. Dies tut die Autorin nicht, stellt eher deren Identität in Frage, was mich halt etwas gestört hat.

      • Jeanette Kuster sagt:

        Lieber Herr Frey, ich stelle bloss die Frage, ob Frau damit nicht einen Teil ihrer Identität aufgebe – und sage, dass es sich für mich so anfühlen würde. Dass nicht jeder/jede so empfindet, ist klar.

      • Martin Frey sagt:

        Liebe Fr. Kuster, danke für die Präzisierung.

  • Martin Frey sagt:

    Aus Sicht von Fr. Kuster sind verschiedene Namen innerhalb einer Familie kein Problem. Aus Sicht des Umfeldes, insbesondere wenn es beruflich mit ihrer Familie zu tun hat, kann dies jedoch enorm mühsam sein. Stellen Sie sich eine Klasse vor, bei der sich das Lehrpersonal nicht nur auf die Namen der Kinder und deren Verwandtschaft verlassen kann, sondern sich auch noch alle divergierenden Nachnahmen aller Lebensabschnittspartner mit/ohne Bindestrich merken muss. Oder wenn ein Kind ins Spital muss. Wehe wenn man bei der zweiten Visite den Nachnahmen nicht korrekt ausspricht.

    • Eni sagt:

      Man kann auch aus einer Mücke einen Elefanten machen: wenn ich von Lehrpersonen mit dem Nachnamen meiner Kinder angesprochen werde, dann sage ich einfach, dass mein Name Sowieso lautet und gut ist und wenn ich beim nächsten Mal wieder mit dem falschen angesprochen werde, ist es auch nicht schlimm: Ich habe meinen Ledignamen wieder angenommen, weil es so für mich stimmt und mit dem Bewusstsein, dass ich halt ab und an falsch angesprochen werde. Dasselbe gilt auch im Beruf. Glücklich, wer keine grösseren Probleme hat, als falsch angesprochen zu werden.

      • Martin Frey sagt:

        Völlig einverstanden, Eni. Beglückwünsche Sie zu ihrer souveränen Gelassenheit in dieser Sache. Aber glauben Sie mir, die Realität ist oft eine andere, leider. Ansonsten würden wir whs. gar nicht über das Thema diskutieren.

      • Eni sagt:

        Was ich noch hinzufügen möchte: Wenn ein Kind im Spital ist, dann hat das Kind oberste Priorität. Das Gesundheitspersonal ist nicht dazu da um sich mit elterlichen Mimositäten rumzuschlagen, sondern um dem Kind zur Genesung zu verhelfen. Als ob der Arzt und die Krankenschwestern bei einem komatösen Patienten nichts anderes zu tun hätten, als sich mit dem Namensdurcheinander zu befassen.

  • isabella sagt:

    unser familienname ist der meines mannes, weil ich es schön finde, wenn wir alle den gleichen nachnamen haben. ich fühle mich dadurch nicht der identifikation beraubt, zumal ich mich über andere teile von mir definiere. und ich habe die ersten jahre auch zurückgesteckt und bin ein stück weit zuhause verschollen. das war jedoch meine eigene entscheidung: ich wollte das bewusst so, wollte es erleben. es war nicht nur positiv – doch ich möchte die zeit, diese erfahrung nicht missen. sie hat mich an grenzen von mir gebracht, die ich bisher nicht kannte, nicht mal erahnte. 🙂

  • Rudolf Steiner sagt:

    Einen Teil der Identität aufgeben? Sie meinen einen Teil der Identität des Vaters, oder dessen Vater, usw…

  • bitta sagt:

    ich definiere mich zum Glück nicht über meinen Namen. Und wenn man schon argumentiert, die Frau gebe sich schon genug auf, da müsse sie nicht noch den Namen des Mannes annehmen: ihr lediger Name ist auch „nur“ der eines anderen Mannes, nämlich ihres Vaters – in den meisten Fällen. Mein Mädchenname war unschön, der Name meines Mannes hat mir besser gefallen. Zudem sind wir so „Herr und Frau X“ und nicht „Herr X und Frau Y“. Ein Arbeitskollege stammt aus dem Norden, die durften sich nach der Heirat einen komplett neuen Familiennamen aussuchen, das wär’s doch…

  • Joerg Hanspeter sagt:

    In der Rechtskunde habe ich mal gelernt, dass sich eigentlich jeder so nennen kann, wie er will, solange er dies nicht tut, um seinen Verpflichtungen zu entgehen. Ich denke, das gilt immer noch. Als kann sich doch Frau Huber im privaten Bereich einfach Meier nennen und schon heisst sie gleich wie ihr Partner und ihr Kind. Langsam geht mir das ganze getue auf die Nerven. Man lebt im Konkubinat, weil es eben nicht gleich ist wie die Ehe. Und wenn Ihr das selbe wollt wie in der Ehe, dann heiratet einfach.

    • David sagt:

      Geht mir genau gleich. Ich störe mich unglaublich daran, dass viele nicht heiraten wollen, aber man will die gleichen Rechte haben, wie diejenigen die heiraten. Aber man darf es um himmelswillen nicht so nennen. Das ist ja nicht cool. Und dann noch die Kirche..Heiratet doch einfach standesamtlich und alles ist gut. Alles geregelt. Sind bei der Trennung Kindern im Spiel hat man mit oder ohne Heirat Ärger (wenn man unbedingt Ärger haben will).
      Bei Schwulen kann ich es verstehen, da gab es gesetzliche eingetragene Partnerschaft. Aber bei Hetros gibt es sie. Verwendet diese oder lasst es bleiben.

  • Thomas Kramer sagt:

    Es gilt die Regel: Heirat = gleicher Name, Keine Heirat = jeder sein Name. Hört auf mit dem Aufweichen der Ehe. Niemand will Verantwortung übernehmen und nur die Vorteile rauspicken. In der Armee läuft man als Oberleutnant auch nicht mit der Uniform eines Obersten herum.

    • Reto B. sagt:

      Die Regel gilt nicht. Heute gilt: Jedem sein Name, von Geburt bis zum Tod. Wer den Namen ändern will bei der Heirat, kann das, aber das ist vor dem Gesetz eine Änderung, die nicht automatisch eintrifft.

      Haben sie etwas gegen meine Frau, die ihren eigenen Namen behalten hat?

    • Josef sagt:

      Diese Regel hat es nie gegeben. Es gilt die Regel, dass es nur einen FAMILIENnamen geben darf. Darum das Theater mit den Doppel-Namen von Frau Müller und Herr Meier Müller, Herr Huber und Frau Huber Fischer, denn der Familienname wurde (amtlich) hintangestellt. Und auch diese Regel ist jünger als die Eidgenossenschaft, denn „früher, in der guten, alten Zeit“ behielten die Ehegatten ihre Namen, von der Wiege bis zur Bahre. Heute *kann“ man den Namen des Ehepartners übernehmen, muss aber nicht. Und diese Regel finde ich gut.

    • Muttis Liebling sagt:

      Familiennamen gibt es im deutschen Sprachraum seit ca. dem 12. Jahrhundert. Verbindlich wurde der z.B. in D aber erst 1875. Soziologisch-historisch wird mit dem Familiennamen die Zugehörigkeit des Individuums zu einer Familie ausgedrückt (alles Wikipedia).
      Es ist deshalb sinnvoll, im Zeitalter der elektronischen Personenstandsregister aber nicht notwendig, dass man sich mit Eheschliessung auf einen Namen einigt und den Kinder vererbt.
      Weder sinnvoll noch nicht notwendig ist es, dass unverheiratete Eltern mit Kindern, die per definitionem keine Familie sind, den gleichen namen annehmen dürfen.

      • Muttis Liebling sagt:

        2/ Deshalb heisst der Nachname auch Familienname. Und für alle Romantiker, ‚Familie‘ ist nichts Gefühltes, sondern eine legislativ definierte Organisation.Es darf sich paaren, was will, es darf aber nicht heiraten, was will.

  • Katharina B. sagt:

    Das mit dem Namen war bis vor Einführung des neuen Namensrechtes im letzten Jahr einer der wichtigsten Gründe, weshalb wir bisher _nicht_ geheiratet haben.

  • Michael sagt:

    Ich werde den Verdacht nicht los, dass hier eine Mücke zu einem GROSSEN Elefanten aufgeblasen wird. Wie unsere werte Frau Kuster bereits im Eingangstext dargelegt hat, wer krichenlos heiraten sowie einen gemeinsamen Namen will, kann dies bereits heute via einem Behördengang. Und für ein „Meine Fröindin möchte apr glaich heisse wie ich, waisch“ brauchts keine Deppen-Motion. Sowas ist nur noch peinlich. Welche Frau nimmt urplötzlich von einer romantischen Hochzeit in Weiss Abschied, weils ach so modern sein soll? Exakt: Keine. Nur zugeben möchten Sies dann doch nicht.

  • pedrodesconocido sagt:

    Na, da wünsche ich Frau Kuster mal viel Erfolg beim Aufspüren ihres richtigen Namens. Denn Kuster ist ja wohl nicht ihr richtiger Name sondern der ihres Vaters, Grossvaters, oder Urgrossvater. Mit viel Spürsinn findet Frau Kuster denn vielleicht eine Vorfahrin von vor mehreren hundert oder tausend Jahren, welche einen Namen getragen hat, welcher nicht von einer männlichen Linie stammt. Nochmals viel Erfolg bei der Suche, deren Ende ich wohl nicht mehr erleben dürfte.

    • Josef sagt:

      So weit zurück wird Frau Kuster nicht zurückgehen müssen, zumal das frühere Namensrecht (Frau übernahm den Namen des Mannes) erst vor 130 Jahren eingeführt wurde. Davor behielten Mann und Frau ihren Familiennamen von der Wiege bis zur Bahre. Ob das nun der Namen der Mutter oder des Vaters ist, wäre dabei egal. Familiennamen wurden ja auch erst im 16. Jahrhundert eingeführt, davor hatte man nur den Taufnamen (und ev. den Vornamen des Vaters bzw. der Mutter, je nach Region). Und der Vorname wurde auch von den Eltern willkürlich gewählt. Darum: Jede/r soll machen dürfen, was er/sie will.

      • pedrodesconocido sagt:

        Eben. Quintessenz: keiner weiss welchen Namen er eigentlich trägt. Warum also daraus überhaupt erst ein Problem konstruieren?

    • Maria sagt:

      Sie sind ein Giftzwerg! Es geht ja darum, dass man vielleicht seit 30 Jahren oder so mit einem Namen gelebt hat und sich damit identifiziert. Natürlich sind wir ja heute alle so flexibel und was ist schon ein Name?! Aber trotzdem darf sich doch jemand für seinen bisherigen Namen aussprechen – wieviele Männer würden denn gern ihren Namen ändern???

  • Andreas sagt:

    Mir wäre es extrem wichtig, dass die Frau meinen Namen trägt. Eigentlich würde ich anders gar nicht heiraten. Im Gegenzug würde ich mich verpflichtet fühlen für sie zu sorgen. Denn ja, sie gibt etwas auf. Für mich oder uns, was ein enormer Liebesbeweis ist. Denke in diesem Fall sollte es für den Mann Ehrensache sein,diese Verantwortung auch anzunehmen. Ich täte dies gerne.

    • nando sagt:

      Ach wie romantisch traditionell. Ich habe den Namen meiner Frau angenommen und ich habe mich trotzdem dazu verpflichtet, für Sie und die gemeinsamen Kinder zu sorgen. Sie hat ihren Namen behalten, im Gegenzug hat sie sich auch dazu verpflichtet, für mich und die gemeinsamen Kinder zu sorgen. Denn ja, sie hat kurzweilig etwas aufgegeben und darf jetzt wieder Schritt für Schritt zurück zu IHREM Leben finden. Für uns ist das ein enormer Liebesbeweis. Ich denke, in diesem Fall sollte es für den mann Ehrensache sein, nicht so stur zu sein und diese Verantwortung dennoch anzunehmen. Ich tat es gerne

    • starling sagt:

      Sie muss also etwas aufgeben, etwas so identitätsstiftendes wie ein Name, einfach als Liebesbeweis? Wie rückständig! Warum müssen Frauen Opfer bringen als Liebesbeweis? Dafür willst Du für sie sorgen? Klar, kommt billiger, als eine Haushälterin und eine gekaufte Sexgespielin. Auf solche Arrangements verzichten selbstständige Frauen lieber, deshalb suchen sich die Rückständigen dann eine Frau aus einem Entwicklungsland, die sind noch „dankbar“.

      • Eni sagt:

        Nun, es ist ziemlich fraglich, ob eine Hausfrau billiger ist, als eine bezahlte Haushaltshilfe. Ich jedenfalls würde mich als Mann nicht auf eine Frau einlassen, die nach der Geburt der Kinder ausschliessich dem Hausfrauendasein frönen möchte.

  • Jungo Ursula sagt:

    Mein Sohn und ich wohnen zusammen in einer Wohnung und tragen nicht denselben Familienname. Das gibt keine Probleme,obwohl etliche Leute uns komisch anschauen,sagt mein Sohn: darf ich bekannt machen: meine Mutter Frau ….. und er sagt einen anderen Namen als er selber trägt. Uns ist das egal,machen sich die Leute daraus ein Problem,wir haben keines!

  • Christoph Schnyder sagt:

    Was ist eigentlich so schlimm daran, wenn man die Leute selber entscheiden lässt wie sie heissen? Wollen wir uns wirklich vom Staat vorschreiben lassen wie wir heissen dürfen, und vor allem wie wir NICHT heissen dürfen? Müssen diejenigen, die eine bestimmte Form der partnerschaftlichen Namensführung wünschen, dafür erst kämpfen und politisch kundtun, warum gerade diese Namensführung im Sinne des schweizerischen Familienideals, der Gleichstellung der Frau und was weiss ich noch alles ist? In GB kann jeder beliebig seinen Namen ändern (sofern nicht missbräuchlich), warum nicht auch bei uns?

  • Eni sagt:

    Nur um ein Zusammengehörigkeitsgefühl zu vermitteln braucht man keinen gemeinsamen Namen, schliesslich wissen die Familienmitglieder ja, zu wem sie gehören. Ich habe nach meiner Scheidung wieder meinen Ledignamen angenommen und heisse jetzt anderst als meine Kinder. Das ändert doch nichts an der Tatsache, dass ich sie geboren habe und mich um sie kümmere.

  • Donat Maxton sagt:

    Der Hintergrund dürfte sein, dass wir unabhängig bleiben und keine dauerhaften Beziehungen eingehen wollen, uns aber doch gerne vormachen, dass alles schön stabil und wohlgeordnet ist.

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