«Dini Mueter!»

Mamablog

Ein Kampf um den Ball, auch mit Worten: Kinder spielen die WM 2006 in Basel nach. (Foto: Keystone Patrick Straub)

An einem Samstagnachmittag auf dem Fussballplatz. Ehrgeizige Elfjährige kicken um den Sieg. Es geht heiss zu und her, die auswärtige Mannschaft gibt alles, um noch auszugleichen. Unser Team hält wacker dagegen, doch plötzlich geraten sich zwei Spieler in die Haare, wüste Worte fallen. Der involvierte Spieler unserer Mannschaft ist ausser sich. Sofort nimmt ihn der Trainer vom Platz, ein anderer soll statt seiner spielen. Was denn bloss los sei, ruft der Trainer dem stinksauren Jungen entgegen, er solle sich vom Gegner nicht provozieren lassen. Der Junge : «Aber der hat meine Mutter beleidigt!» Trainer: «Der kennt deine Mutter gar nicht.» Junge schreit: «Aber er sagte: ‹DINI MUETER!›»

Wir Mütter am Spielfeldrand schauen uns an. Staunend – und leicht belustigt. Ist doch nicht schlimm, sagt die eine zu mir. Ich ziehe die Schultern hoch und schüttle den Kopf. Finde ich eigentlich auch nicht, entgegne ich. Aber «dini Mueter» sei derzeit wohl das Schlimmste, was man einander an den Kopf werfen könne, auf dem Pausen- oder Fussballplatz. Erst kürzlich hat mir das mein Sohn erzählt.  Dann prusten wir los. Deine Mutter. DAS Nonplusultra-Schimpfwort?

Doch «dini Mueter» wirkte. Die Kicker unserer Mannschaft verloren vollends die Nerven und kassierten sogleich einen Treffer. Die Gegner hatten in den letzten Sekunden ausgeglichen und feierten das Remis wie einen Sieg. Noch eine Stunde später gaben unsere Jungs dem Mutter-Spruch die Schuld für den verschenkten Sieg. Die Diskussionen und Analysen liessen keinen anderen Schluss zu. «Voll derb und mies» sei das von den anderen gewesen.

Ich fand es ganz süss, wie sich elfjährige Jungs um Ruf und Ehre von uns Müttern sorgten – wusste aber natürlich, dass es nicht darum ging. Ich konnte ihre Aufregung und Enttäuschung zudem nachvollziehen. Die Buben hatten noch nicht oft erlebt, dass Spieler in einem Match auch mit verbalen Mitteln kämpften. Der Trainer und wir Eltern bestätigten ihnen, dass es unsportlich sei, doch sie sollten sich davon nicht ablenken lassen. «Lasst euch nicht aus der Reserve locken», bekamen die jungen Fussballer zu hören. «Wertet solche Sprüche als Verzweiflung und Schwäche, das sollte euch bloss stärker machen. Konzentriert euch einfach weiter auf euer Spiel.»

Aber wieso wird die Mutter, Mueter, mother und madre schon so lange und gerne herbeigezogen, um andere zu beleidigen und zu provozieren? Weil sie noch immer allzu häufig als Heilige oder Hure dargestellt wird? Oder sie als erste Liebe im Leben eines Sohnes gilt und man ihn mit einer Mutter-Beleidigung an einem besonders wunden Punkt treffen will? In allen Sprachen wird gemäss Sprachwissenschaftlern geflucht und geschimpft, und dabei haben Sprüche über die Mutter einen festen Platz. Ein kurzer Blick auf ein paar Schimpfwort-Sites im Netz zeigt, dass etwa die Hälfte der übelsten Sprüche von uns Mamas handelt. Wobei der Spruch «Deine Mutter kocht Wasser nach Rezept» nicht gemeint ist. Das Schimpfwort «deine Mutter» ist dabei die aufs Wesentliche verkürzte Form aller Mutterflüche und scheint recht praktisch: Es lässt sich so vieles anhängen und rein interpretieren.

Das hat auch Positives, wie ich finde – und sagte dies meinem Sohn. Werde er mit «deine Mutter!» beschimpft, könne er sich einen beliebigen Zusatz ausdenken: «…ist die Beste», etwa. Oder Netteste. Die Lustigste, Liebste, Schönste, Kuscheligste – oder so. Wo also bitte ist hier das Problem? Das habe durchaus was, sagte mein halbstarker Stürmer. Das nächste Mal, wenn er «dini Mueter!» höre, werde er sich nicht aufregen, sondern einen halben Satz dazu denken. Was das sein wird, will er mir allerdings nicht verraten.

96 Kommentare zu ««Dini Mueter!»»

  • Franz sagt:

    @Gretener 8.58. Dass Sie überfordert sind habe ich mir fast gedacht. Trotzdem, einen schönen Tag noch!

  • Auguste sagt:

    hmm…, grossartig, ein elfjähriger kicker weiss, wann ein grenze überschritten ist, und wehrt sich instinktiv. bedenkt man, dass zinedine zidane dem rüpel und fussballerischen grobmotoriker der squadra azzura, marco materazzi, im wm-finale 2006 einen kopfstoss verpasste, weil jener angeblich zidanes schwester unflätig beleidigt haben soll, zeigte der d-junior mit seinem vehementen verbalen protest auch noch ausgeprägten sinn für verhältnismässigkeit. hut ab, ein ganzer kleiner kerl.

    youtube: toby keith – heart to heart

  • Jonas sagt:

    „Figg Dini Mueter“ habe ich schon vor der Einwanderungswelle immer wieder auf dem Pausenplatz gehört. Zur Popularität der verkürzten Version dürfte wohl vorallem der Rapper EKR (bürgerlich mit dem bünzlig-schweizerischen Namen Thomas Bollinger) beigetragen haben: http://www.youtube.com/watch?v=Uv-VOPUo0Ok
    „Dini Mueter“ wurde zumindest in meinem Kollegenkreis auch eher als Running Gag (als Antwort auf jede Frage, die sich sinnvoll damit beantworten liess) denn als Beleidigung verwendet.

    • Adam Gretener sagt:

      Sehr richtig erkannt. Es wird heute halt nicht mehr mit Chasperli-Sprüchen gedisst. Dini Mueter wird heute genau so entkoppelt von der Bedeutung des Wortes verwendet wie ein Gopfertammi.

      Aber hier im Mamablog ist man halt schnell dauerempört sobald es nicht um Windeln, Schöggeli und Mütter als Heilige geht.

    • Joerg Hanspeter sagt:

      @Jonas: Das Sie den Ausdruck “Figg Dini Mueter” schon vor der Einwanderungswelle immer auf dem Pausenplatz gehört haben wollen, kann ich nicht recht glauben. Wenn Sie vor der Einwanderungswelle in die Schule giengen, müssten Sie bereits im fortgeschrittenen Alter sein und damals waren definitiv andere Beleidigungen üblich.

  • Sepp Blatter sagt:

    Was denkt ihr wohl, womit Marterazzi Zidan im WM-Final erzürnt hat?

  • Albert Baer sagt:

    Von verbalen Gewalttätigkeiten wie Beschimpfungen sollte man sich immer unmissverständlich abgrenzen (=“STOP!). Alles andere duldet und unterstützt gewalttätiges Verhalten.
    Das Kind braucht also keine Anleitung, wie man Beschimpfungen positiv umdeutet, sondern eine in Zivilcourage. Diese kann man aber nicht theoretisch vermitteln, sondern muss sie dem Kind selber vorleben.

  • Bruno Oswald sagt:

    Es ist schon interessant, wann immer ein Fall auftaucht in dem gewisse einzelne Personen oder Gruppen aus dem Balkan,
    sich erwiesenerweise kriminell, benehmen, sei es die Vergewaltigung gleichaltriger, und das sind ja in der regel Schweizer Kinder und Jugentliche. Oder jetzt mit diesem Fall eine ungehörige Beleidigung für ein Kind…dini Mueter….ist ….eine… H.
    Verteidigen Schweizer, meistens Linke, das Interesse dieser Menschen, die uns Schweizer Schaden zufügen. Es gibt ein Wort für diese Ausländer Freunde,… es sind Landesverräter. Sie stellen sich auf die Seite der Täter

    • Adam Gretener sagt:

      Bruno, brauchst du eine Taschentuch um den Schaum abzuwischen?

      • Franz sagt:

        @Gretener und Koller. So weit wie Oswald würde ich nicht gehen. Der schüttet das Kind mit dem Bad aus aber es ist schon jämmerlich wie feige oder „gut“ wir geworden sind um nur ja nicht in die Ecke von Rassismus gestellt zu werden. Sehen wir es doch endlich ein, wir haben, egal woher auch immer, Gebräuche und Sitten importiert, die es für ein angenehmes Zusammenleben unter den dutzenden von Kulturen in der CH schlicht nicht braucht. Und so möchte ich wieder auf den Spruch „dini Muetter“ zurückkommen, und darum geht es in diesem Artikel, er ist absolut beleidigend gemeint.

      • Adam Gretener sagt:

        Aha, Franz. Sie sind also Rassist, möchten aber nicht als solcher gesehen werden. Das wird schiwerig.

    • Auguste sagt:

      hmm…, wenn schon geschichte, dann aber richtig, bruno oswald – und keine svp-märli. „…dini mueter“ ist eine recht kreative ableitung des amerikanischen schimpfwortes „motherfucker“, das mit dem aufkommen des rap und der damit einhergehenden ursprünglich schwarzen, dann aber auch weissen, innerstädtischen jugendkultur eingang in unsere alltagssprache fand. es mag vielleicht bei teenagern mit migrationshintergrund auf fruchtbareren boden gefallen sein als anderswo, aber sein ursprung liegt ganz woanders. und die leute von dort drängen ja nicht gerade in unsere heile weissschäfchen-welt.

  • Peche sagt:

    Dini Mutter…..die Sprüche gibt es Weltweit, egl ob Balkanhintergrund. Spanier sagen auch ganz böse sachen über ‚Dini Mutter‘ (Puta di madre, Hijo de puta usw….)
    Es legt sich irgenwann wieder….ich schwör

  • Christian Duerig sagt:

    Die kleinen Fussballspieler sind noch am Lernen. Was beinhaltet schon „Dini Mueter“ ?
    Unser Sohn hätte nie auf so eine Äusserung reagiert, denn er liebte seine Mutter und brauchte sie nicht zu beschützen.
    Wer auf so blöde Äusserungen reagiert, der hat vermutlich die Schwächen zu Hause erkannt. Niemand anderes darf von diesen Schwächen wissen, denn sonst würde eine Welt zusammenbrechen. Die Eltern sind die Versager !
    Wir müssen diese unfairen Kinder vom Platz nehen und mit den Eltern Klartext reden.

  • Roshan sagt:

    Fussball ist überbewertet, ein schlechtes Rollenvorbild, da es Ausgrenzung, Günstlingswirtschaft und Gewalt zelebriert, und anscheinend zieht es Leute an, deren Sprache mit der WC Bürste gereinigt werden sollte.

  • Marc sagt:

    Kleiner unwesentlicher Unterschied – lost in Translation: Es ist eine Herausforderung zum Zweikampf (verbaler oder physischer Natur) und keine Beleidigung. Um herauszufinden, ob das Gegenüber seinen Mann steht. Quasi ein Versuch, die mentale Rüstung schmelzen zu lassen. Eine Beleidigung ist es höchstens für den Mann, wenn er nicht angemessen reagiert.

  • Robbie sagt:

    „I figge dini Mueter“….ich sehe dies gleich vor mir , wie ein 10-jähriger mit der Haushaltsleiter sich bei der jeweiligen „Mueter“ meldet… 😀

  • Martin sagt:

    So gegen Ende meiner Teenagerzeit war mein Antwort immer: „Meine Mutter hört Deine Beleidigung nicht, aber kannst Sie ja anrufen. Die Nummer findest im Telefonbuch.“

  • Putzig Egon sagt:

    Die Lösung des „dini-Mueter-Rätsels“ ist ganz einfach: Ursprünglich hiess es nicht „dini Mueter“, sondern „figg dini Mueter“. Das erste Wort ist irgendwann – wohl auf Druck von Lehrerinnen/Schiedsrichtern/etc.- ausser Gebrauch geraten. Ich erinnere mich noch gut an die Zeiten, in denen das erste Worte noch in Gebrauch war. Damals gab es aber noch kein Internet, das nichts vergisst.

    • Stefan sagt:

      Sorry, Leute, leider das meiste nur halb richtig hier. Dini Mueter kommt eindeutig – wie unten erwähnt – von Figg dini Mueter. Der Ursprung des derben Schimpfworts ist aber nicht im Balkan zu suchen sondern kam mit dem amerikanischen Motherfucker zu uns, welcher durch die nicht immer feinen Rapper Hochkonjunktur hatte.

  • René Baron sagt:

    Leider fehlen überall erfahrene Schiedsrichter mit dem Mut solche Unsportlichkeiten sofort, immer und konsequent zu ahnden. DAS ist das Problem. Das andere Problem sind Trainer und Eltern die wegschauen und glauben, Fussball sei halt so. Nein Fussball – so wie er sein sollte – ist eben gerade NICHT so!

  • René Baron sagt:

    Jede künstliche Analyse von Bedeutung, Herkunft oder was auch ,muss auf diese Buben idiotisch wirken – mindestens soweit, dass sie das Vorurteil, dass Mütter eh keine Ahnung haben, durch die zwar wohl gemeinten, aber aus Sicht des Kindes völlig deplatzierten und überflüssigen Erklärungsversuche bestätigt finden.
    Provokationen – nur darum geht es – werden durch den Groove auf dem Platz und den Kontext der Peers geregelt. Die Wortwahl ist nicht relevant, sondern die Message dahinter. Die Kids checken das. Erwachsene oft nicht. Und das wirkt dann aus Sicht der Kids ziemlich peino 😉

  • Sepp sagt:

    Lustigste Beleidigung aller Zeiten.
    Besonders wenn man es dem eigenen Bruder sagt.

    Auch gut: Dini Mueter in Verbindung mit Gesichtsbeharung verwenden.

    Ganz schönes Exemplar:

    x «Hoi, grad geschter hani di Vatter gseh. Das isch doch är mitem Bart oder?»
    y «Hä? nei, är het ke Bart»
    x «Ah de isches dini Mueter gsi».

    BÄÄÄM.

    Immer wieder lustig.

    • Adam Gretener sagt:

      Deine Mutter arbeitet auf’m Kutter als Geruch.

      Deine Mutter ist so dick, die braucht um den Gürtel anzuschnallen einen Bumerang.

  • Teilzeitpapi sagt:

    Es gibt wohl zwei Arten, wie das Schimpfwort verwendet wird. Bewusst oder ohne Wissen darüber. So wie wir früher „Möngi“ verwendeten ohne zu wissen, was wir eigentlich sagten. Schlimmer wird es, wenn es bewusst benutzt wird. Wenn „Jude“ oder „Mutter“ zu bewussten Schimpfwörtern werden. Die Folgen dieses Antisemitismus und Sexismus werden nicht ausbleiben, siehe Oslo, das eine höhere Vergewaltigungsrate hat als New York (die spezialisierte Klinik verzeichnet Rekorde). Mit meistens dem gleichen Muster, das von den norwegischen Medien höchstens genannt wird, wenn es wieder mal ganz brutal abging.

  • Norma sagt:

    Ich glaube die meisten Buben wissen die Bedeutung nicht und plappern einfach etwas nach. Eine unterhaltsame Artikel Frau Braun!

  • Michael B. sagt:

    In Zürich ist das nichts neues. Seit Jahrzehnten wird diese Wortkombination von der Südkurve der Züri Fans gebraucht.

  • Joerg Hanspeter sagt:

    Der Spruch ist eine derbe Beleidigung und kommt definitv aus der Balkan-Szene. Wir bekommen, was wir verdienen. Wir haben uns zu einer Gesellschaft entwickelt, in der Rücksichtslosigkeit und Frechheit belohnt wird (Fall Carlos). Da nützen ein paar gut gemeinte Ideen wenig. Bereiten Sie Ihren Sohn besser darauf vor, dass das in Zukunft noch viel schlimmer wird und er nur die Möglichkeit hat, das zu schlucken oder eins aufs Maul zu kriegen (oder im günstigeren Fall in der Lage zu sein, dem anderen eins aufs Maul zu geben). Softy-Ideen sind keine gute Vorbereitung aufs Leben, tut mir leid.

    • joe sagt:

      Die „Balkan-Szene“ für Ihr ausländerfeindliches Sprücheklopfen als Klischee zu bemühen ist leider auch eine Beleidigung, Herr Hanspeter. „Solche Sprüche sind als Verzweiflung und Schwäche zu werten, das sollte euch bloss stärker machen“ – trifft hier vollends zu!

      • Franz sagt:

        @joe Hier ist er wieder der Gutmensch-reflex, resp. die Rassisten-Keule. Ich würde dieses „i f…d. Mutter“-Ding durchaus auch als tiefbeleidigend empfinden und so ist es auch gemeint. Obwohl natürlich die 11-jährigen noch nicht genau wissen, was sie da absondern. Aber Joe, anstatt immer so platt und simpel zu reagieren, fragen sie sich doch mal aus welchen Kulturen diese Wortschöpfungen kommen anstatt in grenzenloser Naivität immer auch noch die zweite Backe hinzuhalten.

      • Koller sagt:

        also Hurensohn existiert ja wohl auch in Deutsch, und zwar schon lange… Herr Franz. Ihr wollt es einfach nicht einsehen dass ihr Rassisten seit. Obwohl es sehr offensichtlich ist.

      • Eni sagt:

        Und doch werden solche Sprüche überdurchschnittlich oft von Leuten aus dem Osten gebraucht, genauso wie „wotsch a d’Schnorre“ usw bist zu überdurchnittlich hoher Beteiligung an köperlicher Gewalt. Ein Ignorant und Schönredner, der das nicht sehen mag.

    • Joerg Hanspeter sagt:

      Wieso bin ich ein Rassist, wenn ich behaupte, dass dieser Spruch aus der Balkan-Szene kommmt. Gewisse Nationalitäten haben sicher dazu beigetragen, dass Rücksichtslosigkeit und Frechheit immer weiter verbreitet sind, aber nicht nur. Es gibt durchaus eine ansehnliche Anzahl von Einheimischen, die ich noch so gerne sofort gegen Ausländer egal welcher Herkunft eintauschen würde. Personen, die bei Ausländern nur das Gute sehen, sind genauso beschränkt im Denken wie Rassisten.

    • alien sagt:

      „Wir haben uns zu einer Gesellschaft entwickelt, in der Rücksichtslosigkeit und Frechheit belohnt wird.“ Voll einverstanden. Man hört das praktisch täglich. Als Beispiele nehme ich allerdings weniger die Balkanesen, da nehme ich die CxOs der grossen Firmen. Bankdirektoren sind Asis. Ospel war der Asiking. Yo Mann.

    • maia sagt:

      @Joer Hanspeter und weitere: Bin jetzt schon ein etwas älteres Semester und der Spruch war bei uns schon von 40 Jahren in der Schule – ohne auch nur ein ausländisches Kind in der Klasse – „in“. Auch Schlägereien auf dem Pausenplatz waren etwas „normales“. Da schritten meist nichteinmal die Lehrer ein – die uns ja oft auch im Unterricht die eine oder andere Ohrfeige, Kopfnuss etc. verpasst haben. – soviel einfach zur Verohung unsere Gesellschaft.

      • Joerg Hanspeter sagt:

        @Maia: Ich weiss jetzt nicht genau, was Sie unter älterem Semester verstehen, ich bin 55 und kann mich noch gut erinnern, was man damals unter Schlägereinen verstand. Mehrheitlich waren es Rangelein und mehr aus Versehen floss dann auch mal Blut, meistens durch Nasenbluten. Das ist nicht zu vergleichen mit heute. Ich bin in einer recht grossen Gemeinde zur Schule gegangen und kann mich an eine ernsthafte Verletzung erinnern, ein Schlüsselbeinbruch, verursacht durch mich, weil ich dem Unterlegenen zu stark auf die Schultern gekniet bin, weil er nicht aufgeben wollte.

      • maru sagt:

        Wo bist Du denn vor 40 Jahren in die Schule gegangen, sag mal!

      • maia sagt:

        @maru: auf dem Land im Kt. Aargau und Stadt Zürich.
        @Joerg Hanspeter: Sie sind/waren offenbar ein gutes Vorbild!

    • Srdjanm sagt:

      In einer Welt in welcher „Gutmensch“ negativ besetzt ist, mag das schon stimmen, in der echten, realen Schweiz aber kaum.
      Dass auf dem Balkan mehr geflucht wird als in Westeuropa bezweifle ich. Nur hört man die Fluchwörter die man kennt und täglich braucht auch nicht mehr so heraus.
      Wenn man nur die A-Löcher und H-Söhne zählen würde, die Ihnen, Joerg, schon über den Weg gelaufen sind…

      „dini Muetter“ ist halt noch nicht so etabliert, und ich bin mir sicher, Frau Braun hätte sich nicht die Mühe gemacht, wäre nur ein „H-Sohn“ gefallen.

      • Josip sagt:

        Auf dem Balkan wird nicht nur etwas, sondern um ein vielfaches mehr Geflucht als im Deutschsprachigen Raum. Und dies nicht wie hierzulande aus Wut, Aufregung oder ähnlichem, sondern in alltäglichen Gesprächen wie z.B. über das Wetter.

    • Blanche Wu sagt:

      Fluchen gehört zum Menschen. Lasst sie doch. Eine Welt ohne Flüche, wäre ein sehr trauriger Ort und die gestaute Wut im Bauch würde mich mehr verängstigen, als wenn es hervorkommt. Fluchten tut gut, Fluchen befreit. Die Flüche hinunterzuschlucken, das macht erst krank und schlägt auf den Magen. Die Gesellschaft wäre wirklich Zombiehaft unterwegs, wenn keine Flüche mehr fallen dürften. In diesem Fall „dini Mueter“. Vielleicht versteht das die ältere Generation einfach nicht. Vielleicht haben sie auch die gewisse Portion Humor hinter diesem Spruch auch nicht ganz durchblickt.

      • Muttis Liebling sagt:

        Sehe ich auch so, verbal sollte man eigentlich alles dürfen und der politischen Korrektheit ist zwingend der Kampf anzusagen. Fluchen ist etwas völlig Normales, auch wenn es tief unter die Gürtellinie geht. Eher sollte man die verklemmten Bürger dazu veranlassen, sich etwas Hornhaut auf der Seele wachsen zu lassen.

      • Klicki sagt:

        „Dini Mueter“ ist aber eine Beleidigung und kein Fluch.

        Ausserdem ist das (ver)störende an „dini Mueter“, dass diese Beleidigung, anders als andere traditionelle grobe Beleidigungen à la Götz von Berlichingen, aus der untersten Schublade frauenfeindlicher Macho-Unkulturen kommt.

  • tina sagt:

    «…ist die Beste», etwa. Oder Netteste. Die Lustigste, Liebste, Schönste, Kuscheligste – oder so
    lauter superlative. mutter als heilige vs hure, das gute alte dilemma

  • Papa aus Überzeugung sagt:

    Auch in diesem Fall finde ich es problematisch, dass die Autorin ihr Kind einbezieht. Weshalb geht eine Mutter das Risiko ein, dass ihr Kiind von Kollegen ausgelacht wird?

  • Anh Toan sagt:

    Aus „Zur soziologischen Phylosophie der Löcher“ von Kurt Tucholsky

    „Wenn der Mensch ›Loch‹ hört, bekommt er Assoziationen: manche denken an Zündloch, manche an Knopfloch und manche an Goebbels.“

    Auf dem Fussballplatz weckt „Loch“ andere Assoziationen als im Nähkurs. Beim Verständnis, was mit einer Aussage gemeint wird, muss immer der Kontext berücksichtigt werden, in welchem die Aussage gemacht wird. Die Aussage wird erst durch den Kontext zu einer Aussage.

  • anna sagt:

    also ich kannte diesen ausdruck bisher nicht. zum glück spielt mein sohn eishockey und nicht fussball…!!!

  • Simon Egg sagt:

    Da hat die Autorin wohl den Smashhit von Fünf Sterne Deluxe verpasst

    „Ja, ja, deine Mudder!!“

    (das war 1999, da waren euere Kinder noch gar nicht auf der Welt)

    Eindeutig nicht das ‚Neuste Schimpfwort‘.

  • drmama sagt:

    Vollversion des Fluchs, schon x-fach gehört von höchstens 10-Jährigen: „Dini Mueter – ich figg si in Arsch, Mann!“ Also ich finde das zum Kotzen und mir vergeht bei „dini Mueter“ auch das naive „ich kann mir ja was schönes dazudenken“. Aber Sie dürfen sich die Welt gern schöndenken, Frau Braun.

  • Rüdiger sagt:

    Ich denke „Dini Mueter“ ist eine Ableitung von „Ya Mama“ aus den USA. Man fügt dann jeweils den Rest des Satzes ergänzend. Z.B. Ya Mama is so fat you can roll her down the streets. Wie auch immer, es sind immer diesselben, von Ehre nur so triefenden Macho-Pseudo-Proleten, welche die Mütter anderer Leute beleidigen. In deren Realität fühlen sie sich überlegen, wenn sie dem Gegenüber die Mutter beleidigen können ohne Konsequenzen befürchten zu müssen. Alles eine Frage der Erziehung was halt häufig das Problem zu sein scheint bei gewissen Ausländern (kenne dies nur von denen)…

    • SrdjanM sagt:

      Daraus kann ich nur ableiten dass Sie nur mit „gewissen“ Ausländern Kontakt haben, und mit niemanden sonst. Ist grundsätzlich nicht verwerflich, nur vielleicht etwas einseitig…

      • Rüdiger sagt:

        Meine Frau ist aus der Elfenbeinküste und Muslima.Ich kenne sehr wohl viele andere Ausländer.Aber das Pattern In-der-doch-nicht-so-lieben-Schweiz-aufwachsen-als-Ausländer geschwängert mit der Tatsache dass etliche Kulturen nicht den Laizismus der Schweiz innehaben,ergibt eine Ausgangslage bei welcher die an den Tag gelegenen Verhaltensweisen nur logisch sind.Männer/Väter die von einem Land kommen,wo die Frau gelinde gesagt weniger Wert hat als eine Kuh/Ziege,können doch keine modernen Werte wie Emanizipation ihren Kindern weitergeben.Dass deren Söhne unsere Frauen Nutten nennen ist typisch…

    • SrdjanM sagt:

      Aber nicht doch!
      Sie interpretieren gar etwas viel Gender Politics in diesen Spruch rein.
      Frustrierte Männer geben halt während des Kampfes mit anderen Männern unschöne Sachen von sich. Ob es Fussball oder Cricket ist, macht so wenig unterschied wie ob es zivilisierte Westeuropäer oder Südosteuropäer sind.
      Der springende Punkt ist der Sport, welcher für viele Männer nicht weniger als nur ein Ersatz für den Krieg ist.
      Das war schon immer so.

  • Stephan sagt:

    In Frankreich ist das Schimpfen mit „ta mère“ schon seit langem gang und gäbe. Wobei auch das nur die Minimalform ist, und von „ni.. ta mère“ und andere Sätze gebraucht werden.

    Und um beim Fussball zu bleiben. Was haben Materazzi und Zidane an der WM 2006 für Nettigkeiten ausgetauscht? Ging es da nicht auch um die Mutter eines der beiden?

  • Anh Toan sagt:

    Genauso könnte man den rückwärts hochgestreckten Mittelfinger als Komplliment, wie den hochgestreckten Daumen, verstehen.

    Was machen Sie, wenn Ihr Sohn zu einem anderen Kind nun „Deine Mutter“ sagt, und sich verteidigt damit, dass man da ja was Nettes hineininterpretieren könnte?

  • SrdjanM sagt:

    Also wenn es um Fluchworte auf und neben dem Spielplatz geht, sind wohl die Eltern, als erste und grösste Vorbilder, die Schuldigen.
    Wenn ich so höre was die Älteren für Sprüche klopfen…

    Und man konnte über die Aggressionen und offene Gewalt im Fussballsport allgemein reden.

    • marusca sagt:

      @Maria: Ja, das waren noch Zeiten, als den Kindern wenigstens ein Mindestmass an Erziehung zuteil wurde und denen auch mal gründlich der Arsch versohlt werden durfte, wenn es nötig war. Hätte man zu dieser Zeit von Jugendlichen solche Ausdrücke gehört, hätten sie samt Eltern vor der gesamten Schulkommission antraben müssen. Jetzt geht man mit solchen Entgleisungen viel lockerer und toleranter um, und eine aufs Maul kriegen heute höchstens noch die Eltern.

      • Eni sagt:

        Sorry, ich schlage meine Kinder nicht und trotzdem benutzen sie keine solchen Ausdrücke. Es ist doch eher so, dass solche Sprüche vermehrt von Leuten stammen, in deren Kultur Schläge noch an der Tagesordnung sind.

  • Mäsi sagt:

    „Und dini Mueter sammled wüeschti Chind!“

  • Francesca sagt:

    Hm, ist das nicht ein bisschen naiv? Es geht doch nicht um die Mutter als solche, sondern um „motherf..“. Wie es bei „Gopfridstutz“ um eine kaschierte Gotteslästerung geht. Man denke an den traurigen Abgang von Zinédine Zidane, dem Fussballstar, der die Beherrschung verlor, weil Mutter oder Schwester als Nutten beschimpft worden waren. In andern Kulturen gilt die Beleidigung der Mutter als Sakrileg, bei uns ist das bislang nicht „in“ gewesen.

    • Ron Weasley sagt:

      Dieser Meinung bin ich auch. Ohne Hintergrundwissen ist der beleidigende Wert von „… dini mueter“ unverständlich. Amerikanismen werden hier v.a. bei den Jugendlichen gerne nachgemacht, und drüben ist „Motherf…er“ ein gängiges Schimpfwort. Klar, kann man bagatellisieren. Vielleicht sollten aber gerade die Kinder bereits gegen primitives Verhalten sensibilisiert werden.

      • Maria sagt:

        Genau das habe ich mir auch gedacht: die Mutterflüche sind wortwörtliche Übersetzungen aus der englischen Sprache. Die traditionellen Flüche aus deutscher Muttersprache und vor allem im Schweizer Dialekt waren doch eher Fäkalsprache und hatten mit Ausscheidungen und den dazugehörigen Körperöffnungen zu tun, aber niemals mit der Mutter. Als ich noch ein Kind war, kamen die Mütter in unseren Schimpfwörtern und Verwünschungen nie vor und auch von den Erwachsenen habe ich damals nichts solches vernehmen müssen.

      • Anh Toan sagt:

        Ein „Hueresiech“ ist das von einer Hure abstammende sieche (kranke, verseuchte) Kind, „Bastard“ oder „Hurensohn“ sind älter als Buchdruck, bei all diesen Ausdrücken wird letztlich die Mutter beleidigt, das Kind kann ja nichts dazu.

      • Maria sagt:

        Der „Hueresiech“ schreibt sich wahrscheinlich eher „huere Siech“, genau wie „huere Seich“ oder „huere guat“. Das Wort „huere“ wird im Dialekt meist adjektivisch gebraucht und ist eine Verstärkung. Mit Huren und Frauen hat das nichts zu tun. Diesen Fluch habe ich öfters vernommen, aber nicht in Bezug auf eine Person, sondern in Bezug auf ein unglückliches Ereignis. Beim „Bastard“ könnten wir uns trefflich streiten, und der Hurensohn (son-of-a-bitch) ist noch nicht ganz so alt. Aber völlig einverstanden: das Kind kann nichts dafür und Mutter-Beleidigungen sind völlig fehl am Platz.

      • Anh Toan sagt:

        @Maria: „son of…“ ist Sohn einer Hündin, im englischen Ausdruck wird der Begriff Hure vermieden, Sie liegen zumindest falsch, wenn Sie sagen, es seien wörtliche Übersetzungen.

        Im Zürcher / Ostschweizer Dialekt dient „huere“ als Steigerung, jedoch nicht z.B. in der Nordwestschweiz „Hueresiech“ kennt man aber auch da, und so wie Sie es beschreiben, wäre „Huueresiech“ als Schimpfwort untauglich, es wäre ein Kompliment.

        „Huren-Sohn“ findet sich bereits 1710 in der Oper Croesus von Reinhard Keiser. Habe ich auf Wiki gefunden.

        Die Schweizer sind gut, das Böse kommt von aussen, gell!

      • Anh Toan sagt:

        Falsch in meinem Kommentar, und fast allen hier ist, dass sich die Beleidigung auf die Mutter richtet, sie ist auf die Familie gerichtet:

        Der Ehemann ist der „Gehörnte“, die genetische Herkunft aller Kinder damit ungewiss usw usw.

        Und dann wird klar, warum auf die Mutter gerichtete Beleidigungen in Kulturen, welche auf der Famile(nehre) basieren, viel häufiger verwendet wird. Wer z.B. Gotthelf (Geld und Geist) liest, erkennt, dass diese Werte auch in der Schweiz allgemein vertreten wurden.

        „Caesars Frau muss über jeden Zweifel erhaben sein“, damit deren Kinder unzweifelhaft von Caesar sind.

  • Pegi sagt:

    „Deine Mutter ist deine Mutter!“

    Mit diesem Satz nimmt man jeden Wind aus den Segeln 🙂

  • Mona Graf sagt:

    Da sind die expliziteren Schimpfausdrücke der Kleinen und Halbstarken wirklich schlimmer, v.a. die schwulen- und behindertenfeindlichen. Gibt es doch für die Kids offenbar nichts schlimmeres, als mit „du bist schwul“ oder „behindert“ bezeichnet zu werden. Da dünkt mich Aufklärung seitens der Eltern wichtiger als die sexualisierten Begriffe, die sie meist nicht einmal verstehen. Schlimm ist allerdings, wenn die Jungs von den Trainern dazu angestachelt werden, die gegnerische Mannschaft „fertig zu machen“, mit Beleidigungen zumindest zu verunsichern. Hier MUSS eingegriffen werden!

  • Elissa sagt:

    Na ja, das mit dem irgendwas in „Dini Mueter“ hinein interpretieren ist ja herzig gemeint und an sich eine gute Idee – aber realistischerweise ist es halt nunmal so, dass ein Grossteil aller Elfjährigen sehr genau weiss (oder zumindest stark ahnt), für welchen Spruch diese zwei Wörter tatsächlich stehen: Ich fic“e deine Mutter… Dass vor allem die Jungs darauf so sensibel reagieren, hat meiner Meinung nach aber viel mit angelerntem Verhalten zu tun, übernommen von Kulturkreisen, welche eben dieses Madonna-Hure-Klischee ausführlich zelebrieren…

  • Rolf Schumacher sagt:

    Ein bizarrer Artikel. DINI MUETER ist die Verkürzung von „I figge Dini Muetter!“. Wenn Papis und Mammis darüber lustig witzeln, dann ist das bitter naiv. Jede Tat fängt im Kopf an. Es ist ein absolutes Must, dass VERBALRUEPPEL sofort vom Platz genommen werden und gar mit Spielsperren zu rechnen haben. Die jungen (künftige Väter, Arbeiter etc.) müssen lernen mit Stress und Niederlagen korrekt umzugehen. Gutes Benehmen gehört zu gutem Fussballspielen! Wer sich nicht benimmt, fliegt aus dem Spiel resp. Gesellschaftsleben. Sport ist auch Erziehung! Verharmlosung ist nicht angebracht!

    • think about sagt:

      Das die Kinder auf dem Feld solche Worte aussprechen ist bekannt. Was mache Eltern am Spielfeldrand aussprechen zeugt sehr oft von Vakuum im Oberstübchen. Sollte eine Schiri solche verbalen Ausdrücke auf dem Patz warnehmen, kann er auch eine Karte verteilen – unsportliches Verhalten.

      • René Baron sagt:

        Wenn der Schiri aber – wie oft im Kinderfussball – noch minderjährig und mit seiner Rolle heillos überfordert ist, kann man von diesem nicht erwarten, dass er solche Verbalrüppel sanktionieren wird. Vor allem dann nicht, wenn diese für ihre Provokationen die Rückendeckung ihrer Eltern und Trainer haben und der Schiri – wie meistens – auch noch vom Heimteam gestellt wird (mit dessen Mitgliedern, also Spielern, Trainerkollegen und Eltern er auch zukünftig noch gut auskommen will).

  • Ylene sagt:

    der ganze Satz dahinter ist ,i f… dini Muetter.‘ und kam ursprünglich von Migranten mit süd/osteuropäischem und/oder muslimischem Hintergrund. Ich muss jetzt wohl nicht erklären, dass das dort eine massivste Beleidigung ist. Es gibt noch die Variante ‚Ich f… deine Schwester‘, welche angeblich Zinédine Zidane zum berüchtigten Kopfstoss veranlasst hat.

    • Marco sagt:

      @ Ylene Das kommt mitnichten aus dem Balkan, das war auch schon präsent als ich noch jung war und damals gabs hier noch kaum Balkan-Jugendliche geschweige den Slang.

      • jan sagt:

        …genau es kommt aus Italien.. wie z.B …a to soro …. to madre . Man gibt die bekommene Beleidigung des Kontrahenden weiter an die Mutter … oder Schwester. Bekommt also einer die Beleidigung :“..du tumme Siech.“ Antwortet der Gegner: j“jo, dini Mueter“ . Aber auf Deutsch hat das wenig Wirkung, deshalb muss die Verbindung zum F*** herbeigeführt werden. Mit F*** hat das ursprünglich wenig zu tun.

    • dres sagt:

      Genau. Ich staune auch, dass dieser Umstand im Artikel mit keinem Wort erwähnt wird. Manchmal ist es doch angenehm, wenn man ein bisschen fern von der realen Welt lebt… 😉 Aber der Text ist dafür sehr schön. 😉

      • Gabriela Braun sagt:

        Ich kann euch beruhigen, ich weiss sehr wohl, woher der Spruch kommt und was alles damit gemeint und gesagt werden kann – leider. Auch das Zürcher Fanlied mit „dini mueter….“ kenne ich, als Fussballer-Mutter bin ich, durchaus freiwillig, immer mal wieder im one and only Stadion und feuere die richtige Mannschaft an.

      • Anh Toan sagt:

        Nicht was damit gemeint werden kann, wie Sie schreiben, es geht darum was gemeint ist, und das lässt kaum Interprätationsspielraum übrig.

    • Pascal Sutter sagt:

      Falsch. Die Aussage steht in direktem Zusammenhang mit Samuel L. Jacksons Auftritt in Pulp Fiction.

      • Ylene sagt:

        Interessante Theorie. Und in welcher Szene kommt das bitte vor? Und wieso sollte ein Film von 1994 oder so (bin zu faul das nachzuschauen) erst in den letzten paar Jahren so einen Einfluss gewinnen.

  • Richard sagt:

    Wenn ich beim Arbeiten frustriert bin, beleidige ich manchmal die (imaginäre) Mutter von Computern, Geräten und Anlagen … Hilft meistens!

  • Philipp Sury sagt:

    Gratuliere, der Mama Blog hat viele gute Artikel, aber dieser ist einer der besten. 🙂

  • CR Berger sagt:

    Den Lösungsansatz für die Jungs finde ich gut und altersgerecht. Dennoch bin ich beim Lesen des Blogs nicht sicher, ob klar ist, was „dini Mueter“ unter dem Strich bedeutet. Es ist die Abkürzung der Beleidigung „F*** dini Mueter“. Man könnte jetzt alles mögliche reininterpretieren, Ödipus etc. oder dass ethnologisch gesehen das Inzestverbot eine der 3 Säulen einer funktionierenden Gesellschaft ist (nebst Totenritualen und das sich Geschichten über seine Herkunft erzählen). Wichtig scheint mir aber, dass man sich nciht provozieren lässt und so einen Spruch als armselig abtut.

  • tina sagt:

    obwohl ich in meinem ganzen langen leben erst an einem einzigen fussballmatch war, und das ist ein paar jahre her, und mich sonst so wenig für fussball interessiere wie überhaupt möglich, kenne ich „dini mueter“. es ist ein fan-chor und geht weiter mit „schafft bi eus a de langstrass“ (müsste es nicht aargauerstrasse heissen?). so jöö ist das nun auch wieder nicht, sondern bedeutet wohl eher hurensohn

  • Marcel Claudio sagt:

    In Lateinamerika ist „La puta que te pario“ – „die Hure, die dich geboren hat“ – gang und gäbe – durch alle Schichten hindurch – und das heisst nichts anderes wie „Dini Mueter“!
    Dafür gegen die Mütter auf dem Fussballplatz den Kleinen auch ziemlich Zunder, da hört man sie viel fluchen – vielleicht belohnts dann der Kleine, dass er mal ein Fussballstar wird – das ist in Südamerika der Exportschlager

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.