Schule ohne Mauern

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Ob ihn Mama nicht besser fahren soll? Ein Erstklässer in St. Gallen, August 2009. (Foto: Keystone/ Ennio Leanza)

Dort, wo wir wohnen, gibt es viele Ausländer. Sie kommen von nah und fern, aus aller Herren Länder, doch meist sprechen sie Englisch. Sie wohnen am Hügel, weil dort die Häuser gross sind und die Aussicht schön. Häufig haben sie Kinder. Diese werden mit einem gelben oder einem weissen «School Bus» vor der Tür abgeholt, um in den Nachbargemeinden vor Privatschulen ausgeladen zu werden. Doch einige der Kinder gehen auch in die öffentliche Schule in unserem Dorf.

Diese public school ist wunderbar gelegen, hat gute Lehrer, eine ebensolche Infrastruktur und einen einwandfreien Ruf. Die Ausländerkinder – beziehungsweise Expats-Kids – lernen in der Schule den lustigen Ch-Ch-Laut, der zum local dialect gehört, sie integrieren sich in der Gemeinde, ja in Switzerland überhaupt – und lernen die habits kennen. Den Brauch des Räbeliechtli-Umzugs etwa. Die erste Räbe hatte die Mum (oder Mom) noch voreilig geschält statt ausgehöhlt, doch nächstes Mal strahlte die Räbe bereits mit den schönsten um die Wette. Oder das Kuchenbacken. Unbelievable, dass die Swiss Mums die Geburtstagskuchen immer selber backen. Also macht dies die Expat-Mum auch und findet es fan-ta-stic!!

Wären da nicht ein paar Dinge, die ungemein irritieren. Der Schulweg etwa. Die Mums wundern sich, dass die meisten Kinder alleine zur Schule gehen. Im Rudel, der Strasse oder gar durch das Tobel und dem Bach entlang. Das sollen die Expat-Kids nicht tun müssen, für etwas haben die Familien Autos. Um sicherzugehen, dass die Kinder in der Schule ankommen, chauffieren die Mums sie im SUV (sprich: es-ju-wii) oder Porsche (por-schii) dorthin. Die in diesem Zusammenhang mehrfach geäusserte Kritik der Lehrpersonen verstehen sie nicht. Es geht immerhin um die Sicherheit ihrer Kleinen.

Oder die Pausen zwischen den Lektionen. Es gibt zwar eine Pausenaufsicht, doch die kann nie und nimmer auf alle Schulkinder aufpassen. Das heisst, die meisten Kinder werden sich selbst überlassen.

Am Schockierendsten aber ist die Mauer. Die Hunderte Meter lange Mauer um das Schulgelände. Sie existiert nicht. Nicht einmal ein Zaun oder etwas Ähnliches. So was haben die Expats nie gesehen. Weder in Madrid noch in Rom war die Schule frei zugänglich. Doch hier in der Schweiz, in einem Dorf vor Zürich, ist das Schulgelände offen. Jeder kann einfach so auf dem Schulgelände ein- und ausgehen – ob Schüler, Lehrer, Mutter, Vater, Dorfbewohner oder Entführer. Ein Schulkind kann theoretisch vom Schulhof weg verschleppt werden.

Um solch wichtige Punkte einzubringen und sich dabei auch etwas zu integrieren, lässt sich Mum am Elternabend als eine von zwei Vertreterinnen der Klasse in den Elternrat wählen. Sie verspricht den anwesenden Eltern, sie werde sich nun endlich für die Sicherheit der Schulkinder einsetzen. Ein paar wenige nicken, viele andere wirken leicht befremdet, einige grinsen. Ist es bei uns denn so gefährlich?

Monate später sehe ich Mum mit den anderen Mums beim Kaffee trinken, und ich setze mich kurz dazu. Ich frage vorsichtig nach dem Stand der Dinge. Ob sie security-mässig weitergekommen sei? Sie verneint, sagt, die verantwortlichen Leute hätten ihr zugehört und ihr punkto Pausenaufsicht ein paar Zugeständnisse gemacht. Mehr sei jedoch nicht drin gelegen. Die Begründungen dazu habe sie leider nicht recht verstanden. Ihr Deutsch sei zu schlecht und das Englisch der Lehrer zwar durchaus okay, doch nicht perfekt. Aber egal, die beiden Kids gingen sowieso bald nach England in ein Internat. Dort würden sie endlich individuell gefördert und umsorgt. Darüber sei sie sehr froh.

Und die Mauern, sage ich, die verlaufen rund um das Schulgelände, ja? Genau. Mum strahlt und sagt, da könne wirklich niemand rein.

Ich sage, oh good, stehe auf, bezahle, winke allen bye-bye und denke: Bin ich froh, brauchen wir keine Mauern um unsere Schulen.

Was denken Sie? Sind die Ängste vieler Expats übertrieben? Oder finden auch Sie, unsere Schulen müssten sicherer werden?

194 Kommentare zu «Schule ohne Mauern»

  • hanne sagt:

    Die Regeln ahben sich verschärft, Die Schulen reagieren mit mehr Pausenaufsicht, die Badeausflüge sind verboten, nicht mal in eine Badi mit Bademeister darf man gehen, die Kinder werden nicht mehr nach Hause geschickt, es gibt Eltern die als Lotsen an den Strassen stehen. Kommt es zu Streitigkeiten auf dem Schulweg, zu Mobbing dann ist der Arm der Schulgemeinde sehr lang und den Kontakt will man sicher nicht im Elternhaus. Es ist also nicht so, dass es keine Kontrolle gibt, sie wirkt nur im Hintergrund, unauffälliger.

  • hanne sagt:

    Ich bin auch Expat, komme aus Brandenburg und arbeite als Lehrerin hier in der Schweiz. Ich war anfänglich völlig überrascht,d ass Kidner einfach nach Hause geschickt werden dürfen um vergessene Materialien zu holen, Kindergärtner im Alter von 4 Jahren mutterseelenallein in die Schule gingen, alle Kindenr immer auf den Pausenplatz gehen, alles offen ist, kein Zaun, kein Tor und die Kinder in der Regel nicht davonlaufen. Auf meien Nachfrage hin: die Kinder sind ja unfallversichert bei ihren Eltern, wenn sie die Regeln nicht einhalten, ihnen etwas zustösst, hat die Schule keine Verantwortung.

  • lrs sagt:

    Ich haber selber erlebt im Kanton Aargau, wie ein Kind weglief. Ich war mit meiner 3jrgen Tochter auf dem Schulhausspielplaz und da kam die ganze Kindergartenklasse dazu. Ein Bueb hatte mit einem anderen Streit und fing an zu weinen und lief einfach davon weg. Die zwei Lehrerinen schauten in eine andere Richtung.und merkten es nicht, bis der Junge ungefaehr 50 Meter weg war und ich sie informierte aufnerksam 50 ungefaehr 50

  • Peter Hallwyl sagt:

    Ich wohne teilweise in Spanien. Als ich dort einem Lehrer sagte, dass es in der Schweiz um die meisten Schulen keine Mauern gebe, fragte er mich: „Weshalb laufen dann die Schüler nicht einfach weg“?

  • Das ist ein ganz neues Gefühl. Seit 4 Monaten bin ich Papa. Und nun interessiere ich mich für solche Blogs. Meine Frau hat sich auch verändert. Sie ist eine Mama im wahrsten Sinne des Wortes geworden. Früher cool und abgeklärt – jetzt kinderlieb und nur noch auf dem Mamajob bedacht. Es ist schon erstaunlich, wie ein kleines Kind die Eltern verändern kann. Umsomehr bin ich erfreut festzustellen, dass ich nun auch – und wohl auch für die nächsten Jahre – zur Leserschaft dieses Blogs gehöre und freue mich auf die vielen tollen Beiträge. Dankeschön.

  • Maettu sagt:

    Vor dem Recht auf Sicherheit steht das Recht auf Leben, und dazu braucht’s Freiheit und Vertrauen. Diese karikierten Ängste der Expats verdeutlichen doch vor allem, wie weit sich gewisse Individuen vom Leben entfernt haben. Ich meine: Was ist denn das für ein Leben – hinter Mauern? Worin besteht da noch ein Unterschied zu einem Gefängnis? Oder ist es allenfalls genau das, was die Kids der Expats kennenlernen sollen: Ein Leben im Gefängnis der Ängste ihrer Eltern? Wo ist da Freiheit, wo das Vertrauen? Wo ist da Leben?

    • Meiname sagt:

      Geh mal nach Südafrika und misch dich als Weisser mal unter die einheimische Bevölkerung. Mit deiner Philosophie wirst du dort nicht lange überleben.

  • lukas jeker sagt:

    Der Artikel ist übrigens auch inhaltlich falsch. Bin eben in San Francisco im Golden Gate Park an einem Spielplatz vorbeigefahren. Keine Mauer, kein Zaun, nichts, nur Wiese und Bäume rundherum. Hingegen waren sowohl meine Primarschule als auch das Gymnasium in Basel von einer Mauer bzw. Zäunen umgeben. Nicht alles was wir denken zu wissen ist richtig 😉

  • Cam Zilla sagt:

    Ich kann mich Patrick unten nur anschliessen. Der Artikel ist vill daneben und scheint doch eher ein Produkt der Fantasie zu sein.

    Ich bin eine Schweizerin (Geboren und aufgewachsen) und habe einen Expat als Mann. Dementsprechend sind die Hälfte aus unserem Freundeskreis Expats. Die meisten schicken ihre Kinder zu Fuss zur Schule, sind froh, dass es keine Mauern braucht und die Kinder bei jedem Wetter raus in die Pause müssen. Bei uns im Dorf sieht man eher Schweizer Mamis, die ihre Sprösslinge mit dem Porsche in die Schule fahren, weil sie sich dann etwas besser fühlen können.

  • Markus sagt:

    Schulleitung, wegen des gefährlichen Schulausflugs (an der Badestelle haben wir schon im Kindergartenalter an den freien Nachmittagen gebadet – natürlich ohne Aufsicht). Konsequenz: Es gibt keine Schulausflüge mehr an Gewässer bzw. absolutes Badeverbot bei Aufenthalt an solchen. Der Elternrat wehrt sich jetzt (zusammen mit der Lehrerschaft!) dagegen. Sollen doch die Kinder dieser Eltern halt in die Schule gehen und nicht an den Schulausflug und fertig. Auch wenn es schade ist, dass die Kinder unter dem Verhalten der Eltern leiden müssen, die Mehrheit der Kindern leidet ja auch unter dem Verbot

  • Markus sagt:

    Warum nur ist der Artikel nur auf die Expats bezogen? Wir Schweizer leiden ja heute z.T auch diesem Sicherheitswahn. Aktuelles Beispiel aus unserer Schule: Klassenausflug Unterstufe (1+2 Kl.) Wanderung entlang eines kleinen Fliesgewässers, Badezeugs inkl. (Stand auch im Infoschreiben). Seichte Badestelle, Vereinbarung: nur bis zu den Knien ins Wasser. 3 Jungs gehen etwas Abseits in tieferes Gewässer (knapp Hüfthöhe, Aufsicht bemerkt es und ruft diese zurück. Zu Hause erzählen die Jungs das „Abenteuer“ lachend den Eltern. Ein Elternpaar findet es nicht zum lachen und interveniert bei der…..

  • mark jones sagt:

    Gott sei Dank es hat sich nicht zuviel veraendert in der Schweiz. Wir Schweizer sollten stolz drauf sein das unsere Schulen keine Festungen oder Gefaengnisse sind, und alle Kinder wenn Sie moechten selbst zur Schule laufen, rennen, und „troedeln“ koennen. Wie gesagt, es hat sich nicht viel veraendert, „mir motzaet halt scho gaerae“, ueber Angelegenheiten die uns fremd sind und wir moeglicherweise die Hindergruende nicht sehen oder verstehen. Das Stehlen von Kindern, eine Schiesserei in der Innenstadt, solche Vorkommen bereiten manchen Eltern in anderen Laender Angst und Sorge.

  • karl lenzlinger sagt:

    Vielleicht sollte man gewissen Expats zu erklären versuchen, warum es bei uns keine Mauern um die Schulen braucht. Der hiesige Durchschnittts bürger trägt üblicherweise weder eine geladene Knarre noch 100 Schuss MUnition zur „Selbstverteidigung“ auf sich. Auch die Schüler kommen äusserst selten aud die Idee sagen vwir sieben Lehrer und nebenbei noch zwanzig Kameraden umzulegen. Perdekt auf Amerikanisch übersetzt, was ja mit Englisch kaum mehr was zu tun hat, könnte dies vielleicht weiterhelfen. Was ich leider bezweifeln muss.

  • Dario sagt:

    Ich habe selbst im Ausland gelebt und die Sprache nach bestem Können gelernt. Doch darum geht es nicht. Wir sollten glücklich darüber sein, dass wir bei uns keine Mauern um Schulen brauchen! Ich bin gegenüber der Schweiz oft sehr kritisch, aber das ist etwas, was ich an uns sehr mag: Die Vorteile der CHer Reserviertheit. Ich habe z.B. gerade vor einer Woche Doris Leuthard und Christian Levrat im Zug gesehen. Niemand hat da ein Tamtam gemacht! In anderen Ländern undenkbar! Bei uns sagt man sich beim wandern auch noch grüezi und die Polizei ballert nicht wegen jedem Seich. Das ist doch schön!!

  • lukas jeker sagt:

    Dieser Artikel ist sehr verstörend, gespickt von Stereotypen und Vorurteilen. Die angesprochene Mutter wollte sich offenbar integrieren, stiess aber offensichtlich nicht auf viel Verständnis. Es wäre viel interessanter der Frage nachzugehen, warum andere Menschen Dinge anders tun. Ich wohne seit 6 Jahren als Expat in San Francisco und mache Dinge, die ich mir vorher nicht im Traum vorstellen konnte. Andererseits habe ich „Schweizer“ Gewohnheiten/Gepflogenheiten, die mir nun unangebracht scheinen, abgelegt. Mir scheint ich habe mich weiterentwickelt. Leben lassen ist eine Tugend.

  • Maria sagt:

    Ich frage mich langsam, warum manche Schweizer es nicht lassen können, Anderen Dinge vorzuschreiben: die Kinder MÜSSEN alleine zur Schule, man MUSS die schweizer Schule wählen, sonst ist man nicht akzeptiert und auch diejenigen, die es tun, müssen in allen Dingen genau so denken wie die „schweizer Mutter“ (wenn es sie gibt). Ernsthaft, wen interessiert`s dass manche Ausländer ihre Kinder in die Privatschule schicken? Zwangsintegration?

    Dieser Artikel ist, nach zweitem Lesen, auch unerträglich arrogant, sorry (ironisch gemeinte englische Worte..). So, jetzt könnt ihr schiessen :-))

    • Amélie sagt:

      *like*

    • Sportpapi sagt:

      Vielleicht sollten Sie auch einmal ein bisschen weiter denken, Maria? Mich interessiert es jedenfalls, und stört es, wenn zunehmend mehr eine Parallelgesellschaft entsteht. Und wenn diese abgeschottete Clique auch noch an vielen Orten an den wichtigen Hebeln sitzt. Wenn z.B. ausländische Manager sich nicht mit unserem Schulsystem befassen möchten, und in der Konsequenz in ihren „schweizerischen“ Firmen keine Lehrstellen mehr angeboten werden. Oder Schweizer mit durchaus soliden Abschlüssen keine Chance mehr haben, weil die Chefs die Bezeichnungen nicht kennen. Mich interessierts!

  • Lulu sagt:

    @juhu danke!:)

  • Roshan sagt:

    Ich bin selber Expat. Was Sie als ‚lediglich meine Beobachtungen beschreiben‘ betiteln, sind ganz einfach nicht nur Beobachtungen, sondern Urteile anhand eines einzelnen Vorkommnisses. Es sind solche, und wie ich im Verlauf hier nachlesen kann, doch verbreitete Ansichten und Urteile, die ausserhalb Ihrer Insel befremden auslösen.

    Natürlich urteilen Sie, wenn sie schon die Entscheidung für die Internationale Schule als Makel bezeichnen, oder als nicht willig, sich integrieren zu wollen.

    • Roshan sagt:

      Das Wort Expat bedeutet ja, dass es sich um Familien handelt, wo eines der Eltern für ein Projekt in die Schweiz kommt und nach Ablauf des Projektes weiter zieht. Da ist es nun wirklich klar, dass das international anerkannte Lernprogramm befolgt wird, damit später im Heimatland die Ausbildung nahtlos weitergehen kann.

      Was das ganze wegen den SUVs soll, verstehe ich sowieso nicht.

      • Sportpapi sagt:

        Wie viele Kinder in internationalen Schulen sind denn wirklich Kinder von Expats? Und spätestens nach fünf (grosszügig!) Jahren wieder weg?
        Was ist eigentlich ein international anerkanntes Lernprogramm? Ist eine schweizerische Matur nichts wert?

    • Roshan sagt:

      Weiter können Sie nicht die ganze Schweiz, was Sicherheit betrifft, in einen Topf werfen. So steht etwa die Stadt Zürich, betreffend Sicherheit im internationalen Vergleich weit hinter New York City, andere Gebiete der Schweiz umgekehrt viel weiter vorne.

      Was andere betreffend dem Ausgesetztsein von Wohlhabenden betrifft sagten, stimmt einfach, weil es sich oft um namentlich bekannte Leute handelt und da gibt es einfach ‚Organisationen‘, die dies entsprechend ausnutzen wollen. Da ist mein Eindruck, dass das entsprechende Bewusstsein in der Schweiz ganz einfach fehlt,

    • Roshan sagt:

      oder sich viele denken, kann es bei uns nicht geben. Das ist ein Trugschluss.

      (Teil 1 wartet)

  • Christoph Schaer sagt:

    Meine Frau (präsidierte eine Kinderspielgruppe in Stäfa, engagierte sich im Elternrat der Primarschule) spricht fliessend Sp, F, E, It, Port, Hochdeutsch (d.h. zwei Landessprachen) und zieht sich dennoch in ihren südam. Freundeskreis zurück, da die Einheimischen sich „genieren“ eine Fremdsprache zu sprechen oder nicht einmal fliessend Französisch oder Italienisch sprechen (gibt mir zu denken). Andererseits sprechen die Brasilianer in Sao Paulo unter sich auch nur Portugiesisch. ..;)
    Die Mauern baut jeder selbst.

  • Lulu sagt:

    @katrin Müller es ist sehr interessant, das sie zur mein Kommentar nur ein ausländerfeindlichen Spruch schreiben können!

    • Sportpapi sagt:

      Es ist zwar eine unnötige Beleidigung. Aber weshalb ausländerfeindlich?

      • Roshan sagt:

        Weil Katrin meint, deutsche Schule heisse, dass Sprache und Grammatik automatisch nach Duden beherscht würde, was jain der hier nachlesbaren Evidenz nicht stimmt. Und dies auch bei tatsächlich deutschstämmigen.

      • Sportpapi sagt:

        @Roshan: Und noch einmal: was ist daran ausländerfeindlich?

  • Hans sagt:

    Ich habe noch nie jemanden in meinem, doch beträchtlichen englischsprachigen Bekanntenkreis „por-schii“ sagen hören. Die sagen alle „porsch“.

  • Christoph Schaer sagt:

    Jede/Jeder beurteilt die Situation aus seiner persönlichen Erfahrung und das ist nicht schlecht per se. Etwas mehr Toleranz beiderseits wäre doch am Platz. Aus eigener Erfahrung mit drei Kindern (New York/Sao Paulo/Staefa) ist die Lösung in jedem Land meistens sachgerecht. Auch sind die meistens einheimischen Bewohner eines Ortes (aufgrund mangelnder Erfahrung) überzeugt, dass ihr System das Beste sei und wenn sie in ein neues Land kommen, brauchen sie Monate und Jahre bis man sich zurechtfindet. In der Unsicherheit alle 2-3 Jahre weiterzuziehen, sucht man international kompatible Lösungen.

  • alam sagt:

    Ich kann hingegen den Leichtsinn vieler Schweizer Eltern nicht verstehen, die ihre 4-jährigen Kinder bereits alleine in den Kindergarten gehen lassen. Da habe ich schon mehrere haarsträubende Situationen miterlebt, die die Kinder nur dank den rechtzeitig herangeschwirrten Schutzengeln überlebt haben. Sind al Dente Nudeln wirklich wichtiger? Es gibt sicher geeignetere Übungsfelder für die Kinder.

    • Widerspenstige sagt:

      Oh ja, alam! Meinen Kindern waren ihre Schutzengel stets hold und haben sie vor manchem Ungemach beschützt. Es wäre schon ein paar mal fast zur Katastrophe gekommen, weil das Verkehrsaufkommen in den letzten 25 Jahren immens zugenommen hat. Das wird gefliessendlich ignoriert von Kommentierenden, welche günstig wohnen zum Kindergarten oder sich nicht einfühlen können in andere Lebenssituationen. Es gibt wahrlich geeignetere Übungsfelder für Vorschulkinder als der nicht ungefährliche Schulweg über mehrere Strassen ohne Signale – gerade in der Provinz gibt es nicht mal überall Zebrastreifen!

  • Maria sagt:

    Also das mit den Schulmauern schokiert mich ein wenig… Die Schule soll kein öffentlich-zugänglicher Ort für jeden sein. Einbisschen Schutz bedeutet nicht gleich Gefängniss, jedenfalls in meinem Heimatland habe ich mich von dem umzäunten Hof nicht eingeschränkt gefühlt. War eher als Mädchen froh, auch so wurde ich schon mit 12 angemacht.

    Allerdings habe ich auch erst neuerdings einen schweizer Bekannten erzählen hören, wie in St. Gallen mitten im Stadtzentrum neben einem grossen Gymnasium die Junkies freilaufen dürfen, so dass jedes Kind gleich um 12 Uhr Mittags benutzte Spritzen sehen kann.

  • Dani S. sagt:

    Ein Porsche als por-schii auszusprechen ist etwa gleich wie IBM als ih-be-em auszusprechen.

    Ich habe viele Menschen aus englischsprachigen Ländern in meinem Bekanntenkreis. Viele finden es super, dass die Kinder alleine und zu Fuss zur Schule können. Das Einzige was sie bemängeln ist, dass es keine Ganztagesbetreuung an den öffentlichen Schulen gibt.

    • tina sagt:

      Genau, davon wird nie geredet! Die Schweizer Schulen können da einfach nicht mithalten, es fehlt das Angebot der Ganztagesbetreuung!
      Ansonsten muss ich sagen, der Artikel nervt, es gibt nicht die Expats, genau wie es nicht die Schweizer gibt. Wirklich niedriges Niveau!

  • Joerg Hanspeter sagt:

    Ich denke, man sollte hier etwas differenzieren. Expats im engeren Sinne verbringen in der Regel wenige Jahre in einem Land, da macht es Sinn, dass die Kinder ein Schule besuchen, die einen internationalen Lehrplan einhält. Dieser Personenkreis braucht sich auch nicht zu integrieren, meistens bleibt ihnen auch wenig Zeit dazu. Natürlich ist jemand überrascht, wenn bei einer Schule ein Zaun fehlt, wenn er sich das so gewohnt ist. Allerdings sind die meisten amerikanischen Schulen mit Zäunen geschützt, die auch nur subjektiv etwas Sicherheit geben und die Eltern beruhigen.

    • Sportpapi sagt:

      Sind die Zäune nicht dazu da, dass die Kinder nicht weglaufen? 🙂
      Ernsthaft: Sie haben recht. Nur: solche Expats, die bald wieder gehen, gibt es offensichtlich nicht so viele. Die internationalen Schulen haben aber sogar grossen Zulauf von Schweizer Kindern. Hier ist es dann nichts anderes als ein „Marktvorteil“, wenn Schweizer Vorgaben nicht eingehalten werden müssen. Oder konkret. als Beispiel: Lieber drei Stunden Sport (obligatorisch in der Schweiz) als Englischlektionen? Was kostet mehr? Was kann besser „verkauft“ werden?

      • Roshan sagt:

        „Ernsthaft: Sie haben recht. Nur: solche Expats, die bald wieder gehen, gibt es offensichtlich nicht so viele“ – Das Wort Expa seber bezeichent ja Leute, die auf Zeit, wegen eines Projektes, in ein anderes land ziehen. Was Sie meinen sind Immigranten.

      • Roshan sagt:

        Zudem: Es gibt sehr sehr viele, die das, was Sie als ‚Schweizer Vorgaben‘ bezeichen, und die ganze Haltung dahinter, ganz einfach nicht mehr akzeptieren wollen. Wer es sich leisten kann, bevorzugt dann eben die private oder internationale Schule.

      • Sportpapi sagt:

        @Roshan: Ich habe ein konkretes Beispiel genannt. Das ist in der Schweiz Gesetz und alle Schulen, auch die privaten, müssen sich daran halten. Bis auf eben ganz wenige Ausnahmen. Es ist eine unzulässige Wettbewerbsverzerrung. Ein Bückling vor einer ausländischen „Elite“, der nicht nötig ist. Dass viele als Expats kommen, die meisten dann aber als Immigranten bleiben, habe ich bereits angetönt und mit einem Link belegt.

      • Sportpapi sagt:

        @Roshan: Und die Haltung dahinter, übrigens, nennt sich Demokratie und Chancengleichheit. Aber ich weiss schon: Jeder ist vor dem Gesetz gleich, aber ich etwas gleicher…

      • Roshan sagt:

        Was soll daran Wettbewerbsverzerrung sein?

        „Dass viele als Expats kommen, die meisten dann aber als Immigranten bleiben, habe ich bereits angetönt und mit einem Link belegt.* – Wo? Das sind nur Behauptungen. ich habe nirgends einen Link gesehen.

      • Roshan sagt:

        Chancengleichheit würde zudem bedeuten, dass Wahlfreiheit in der Schulwahl bestehen würde, und NICHT die Unterjochung unter eine Ideologie, was meiner Meinung nach das öffentliche Schweizer Schulsystem ist. Mit freier Schulwahl meine ich, dass das auch denjenigen offensteht, die finanziell gestraffter sind als ich, und nicht wegen deren Finanzen in das öffentliche System gezwungen sind.

      • Sportpapi sagt:

        @Roshan: Wie wärs, Sie würden mal auf das eingehen, was ich explizit ausführe? Die Wettbewerbsverzerrung habe ich an einem simplen, mir nahestehenden Beispiel gezeigt. Ihre freie Schulwahl würde mehrfach demokratisch abgelehnt. Aber auch dann würden die Regeln gelten, die eben gelten. Und nicht für eine einzelne Schule Ausnahmen gemacht werden. Hier noch einmal der Link. http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/Auslaendische-Fachkraefte-werden-in-Zuerich-sesshaft/story/14279932

      • Sportpapi sagt:

        Und hier: http://www.derbund.ch/schweiz/standard/Unsere-Primarschueler-absolvieren-Klassenlager-in-der-Schweiz/story/20923878
        Vier Stunden deutsch in der Woche. Immerhin… Und der Abschluss ist vergleichbar, nur der Weg dahin nicht? Dann sollte ja auch kein Problem bestehen, auch die lokalen Vorgaben zu erfüllen. Der grösste Unterschied ist offenbar: Hier kann jeder mitmachen und seinen Abschluss schaffen.

      • Roshan sagt:

        Immer noch verstehe ich nicht, was nun Wettbewerbsverzerrend sein soll. Wer nach Ende eines Projektes nicht ins Heimatland zurück geht, oder in ein anderes Land, is nicht mehr Expat, sondern wird Einwanderer. Das is ein wesentlicher Unterschied, was ‚Integration‘ betrifft.

        Ich halte von den mir doch etwas krampfhaften Bemühungen von offiziellen Stellen betreffend Integration, bzw. dem implizierten Zwang dazu, sehr wenig. Auch nicht, was an der Parallelkulturen falsch sein soll. Mein Land hat jedenfalls wenig Probleme damit, immerhin immer noch des grösste Einwanderer Land der Welt.

      • Roshan sagt:

        Warum soll es so sein, dass freie Schulwahl nur für die faktisch gilt, die es sich leisten können?
        Warum ist es so, dass immer mehr einheimische sich auch für private Schulen entscheiden und zwar schon vor Schuleintritt? Auch das ist eine Form demokratischer Entscheidung, nämlich die des Marktes.

      • Roshan sagt:

        Weiter, aber das führt etwas über das Thema hinweg, gibt es Grenzen der direkten Demokratie. Davon bin ich immer mehr überzeugt und immer mehr überzeugt, dass ein republikanisches System wie die USA die Rechte des Einzelnen besser schützt. Die Schweiz ist gerade deswegen ja nicht eine reine direkte Demokratie und hat sehr wohl republikanische Elemente. Sie ist ja eine Kopie unseres Systems – angepasst und wohl gezähmt. Die derzeitige Mehrheit dort scheint das vergessen zu haben. Aber das wird sich ändern.

      • Sportpapi sagt:

        @Roshan: Ist denn sichergestellt, dass in diesen Schulen nur Expats, und keine Migranten, und schon gar keine hier aufwachsende Schweizer unterrichtet werden? Eben nicht, was ja gerade im Moment den Widerstand der Behörden (und der Bevölkerung) auslöst. Und wenn diese Schulen auf zum Teil kostspielige, nicht direkt vermarktbare Fächer verzichten dürfen (musische Fächer, Sport, usw.). Weshalb sollen das dann die anderen Schulen hier nicht auch dürfen? Natürlich ist das marktverzerrend!

      • Sportpapi sagt:

        Weiter: Die Gesellschaft verpflichtet alle Kinder, in die Schule zu gehen. Und dort nach dem offiziellen Lehrplan unterrichtet zu werden. Was wäre die Alternative? Eigentlich nur die Abschaffung der Schulpflicht. Die freie Schulwahl scheitert überall deutlich, weil den Leuten in der Schweiz sehr bewusst ist, welchen Wert die nach wie vor sehr gute Volksschule hat. Ich glaube nicht, dass wir da z.B. von den USA etwas zu lernen hätten. Im Gegenteil. Freie Schulwahl würde aber auch heissen, dass die Gemeinden auf den Unterhalt von Schulen verzichten könnten, wenn es sich nicht lohnt. Oder?

  • Lulu sagt:

    Ich bin in Deutschland in ein kleine Stadt aufgewachsen, meine Grundschule hatte keine Mauer und die Kinder sollten alleine zu Schule. Aber dafür gab es überall richtige Fussgängerwege und noch ein Lotsen an den herumliegender Zebrastreifen in der Nähe von der Schule. Und das nennt man sichere Schulweg.

    • Katharina Müller sagt:

      Ich möchte Sie ja nicht beleidigen, aber dass Sie in Deutschland aufgewachsen und zur Schule gegangen sind, glaube ich Ihnen nicht. Dann wäre Ihr Deutsch mit Sicherheit besser!

      • Juhu sagt:

        @Katharina Müller: Ihr Kommentar schiesst ja voll am Ziel vorbei!! Der Blog ist m.E. dafür gedacht sich auszutauschen und seine Meinung zu hinterlegen. Ob in perfektem Deutsch oder mit einigen Fehlern ist eigentlich ganz egal. Halten Sie sich doch mit solchen Kommentaren zurück und geben Sie Ihre Meinung zum Thema bekannt!!

    • Widerspenstige sagt:

      War das jetzt echt nötig, Katharina?!

      Lulu, in der Schweiz hat die Autolobby mehr Gelder zur Verfügung als die Fussgängerlobby. Deshalb sind die Zustände noch so autokonform ausgerichtet. Ein vernünftiger Familienartikel in der Verfassung – worin jeder Wanderweg zur Pflege von Flora und Fauna in Stein gemeisselt ist! – wurde bei der letzten Volksabstimmung durch ein hinterwäldlerisches Ständemehr verworfen. Obwohl eine Volksmehrheit von 54% ein JA in die Urne legten! Aber das ist ‚direkte Demokratie‘ in der Schweiz, gell Lulu. Bist Du eine Seconda? Ich finde Dein Deutsch recht gut 😉

      • Sportpapi sagt:

        Das Ständemehr ist nicht hinterwäldlerisch, sondern dient dem Schutz der Minderheiten. Das sollte doch in deinem Interesse sein? Und die Ausgangslage ist doch nun ideal: Jeder Kanton macht für seine Einwohner das, was die Mehrheit möchte. Es ist ja nicht verboten im Kanton umzusetzen, was schweizweit nicht geklappt hat.

  • Lulu sagt:

    Wenn es ein sichere Schulweg gibt, dann können die Kinder alleine zu Schule. Und wenn die Kinder in Gruppen laufen, finde ich es auch gut. Aber wenn ein Kind eine lange Strecke alleine laufen muss, und noch Umwege gehen muss, da es kein Fussgängerweg gibt und über ein Zebrastreifen gehen muss, wo kein WarnSchild steht das man aufgrund der Schulkinder stoppen soll. Oder bei ein Strasse, wo die Kinder spielen, kein richtiger Schild steht, das hier ein Spielstrasse ist oder Tempo wegen Schulkinder gehalten muss,dann kann ich als Mutter nicht ohne zu schauen oder mitlaufen, zu Hause sitzen Kaffee trinken, Haushalt machen oder zu Arbeit gehen.
    Es ist einfach sehr mühsam, das die Strassen teilweise von Kanton oder Gemeinde kontrolliert werden, dadurch können auch keine landesweite sichere Schulweg entstehen.

  • Patrick sagt:

    Bin selber ein Expat – ein Schweizer, der berufshalber im Ausland lebt. Frage mich, wieviele der Kommentatoren (Frau Braun inclusive) je einmal in einem fremden Land wohnten. Und falls ja (oder es in Zukunft vorhaben), wieviele von diesen denn all die schoenen Ratschlaege und Forderungen (integrieren, Sprache lernen, oeffentliche Schule besuchen etc.) selber beherzigten (oder es tun werden). Dies im Wissen, dass sie im Schnitt etwa 4 Jahre in einem Land verweilen. Und ja, finde den Artikel (und einige der Expat Bashing Kommentare) auch voellig daneben. Zum fremdschaemen.

    • Sportpapi sagt:

      Ich kenne einige, die lernen eine fremde Sprache nur schon, um im entsprechenden Land ihre FERIEN zu verbringen. Aber das ist halt typisch schweizerisch.

    • Erika sagt:

      Arbeitete lange in einer Firma mit sehr vielen Expats. Nicht einer dieser hat die Kinder in die CH Schule geschickt. Was Frau Braun meint, denke ich wenigstens, sind nicht Expats sondern Ausländer, die mit ganz normalen Arbeitsverträgen in die CH gekommen sind und sich keine intern. Schulen leisten können. Als langjährige ‚Expatin‘ auf diversen Kontinenten finde ich, dass sich diese unseren Begebenheiten anzupassen haben. Kenne mehrer Süd-am. Familien, die es zuerst viel Überwindung gekostet hat, ihre Kinder alleine in die Schule gehen zu sehen. Jetzt fühlen sich Mütter und Kinder viel freier

    • Trix sagt:

      War selber Expat mit meiner Familie im Ausland. Dort wurden die Kinder persönlich den Eltern übergeben (public school) und die Schule war mit Zaun umgeben – Kinder wurden gefahren etc. Auch ich habe meine Kinder zur Schule gefahren da eine grosse mehrspurige Strasse (breiter als unsere Autobahnen) dazwischen lag. Wichtig ist, sich anzupassen und nicht mit anderen Kulturen, Länder zu vergleichen. Und Expat, die immer wieder jobmässig in andere Länder ziehen, sind am Besten beraten mit einer internationalen Schule, die weltweit gleiche Standards haben.

    • Expat-kind sagt:

      Bin als Expat-Kind in Europa und Asien aufgewachsen. Habe 14 Schulen in 7 Länder besucht. Leider konnte das „westliche“ Schulsystem damals mit einer z.B. indonesischen Grundschule nichts anfangen, deshalb war ich immer auf den international schools. Denke es ist für die Expats in der Schweiz ähnlich. Es war auch einfacher für mich, Freundschaften zu schliessen, weil ALLE Kinder an meiner Schule das ewige hin und her kannten, und wussten, dass sie in ein paar Jahren weiterziehen würden. Das war für uns normal (und schön!) so. Und es ist auch schön, sie heute alle wieder auf Facebook zu treffen.

  • Schar Fesauge sagt:

    Ich denke, wir haben wirklich eine Zweiklassen-Gesellschaft. Expats, die wir ja so dringend brauchen, haben sich nicht zu integrieren bei uns. Bei allen übrigen verlangen wir nach strengen Vorlangen Integration. Mehrheitlich gehen die Kinder der Expats in Privatschulen. Expats denken ja nicht einmal, sich irgendwo auf der Welt zu integrieren. Das ist überigens nicht nur in der Schweiz so. Jene, die sich wirklich integriert haben sind keine Expats mehr. Sie sind „eingewandert“ und am neuen Ort eben auch angekommen. Sie fühlen sich zu Haus.

    • think about sagt:

      Wenn wir Schweizer mit Familie nach Singapur ziehen für 3 Jahre um unserem Job nachzugehen, werden wir uns ebenfalls nicht so integrieren – gleich wie unsere Expats in der Schweiz. Sie sind nun mal die modernen Fahrenden welche sich pro Land nur einige Jahre niederlassen. Die meisten haben diese noch nie erlebt und können/sollten somit nicht urteilen. Die Kinder dieser Familien haben übrigens kein leichtes Los – auch die Mütter nicht. (Im Schlepptau von Dad/Mum sozusagen)

  • Pepe sagt:

    Tut mir leid, aber ich finde diesen Artikel witzig und mit einem Augenzwinkern geschrieben.

  • Grosseruedi Plumpeding sagt:

    Und was ist wenn eine Lehrperson einem Kind eine Ohrfeige gibt oder es sogar belästigt ???? Dann nützen auch die Mauern nichts.

  • Peter Waldner sagt:

    Noch ist die Schweiz ein kleines Paradies; aber wir verspielen es ja zunehmend. Noch lächeln wir über Mütter, die – welterfahren – Angst um die Sicherheit ihrer Kinder haben; aber wir stehen (noch blind, taub und überheblich) an der Schwelle von schmerzhaften Erfahrungen, die uns auch zu Angst und Vorsicht zwingen. Es passiert schon einiges auf Schulhöfen und -wegen; es wird unter dem Deckel gehalten. Auch, weil wir nicht sehen und glauben wollen, was nicht sein dürfte.

    • Teilzeitpapi sagt:

      Könnten Sie vielleicht etwas konkreter werden? Oder geht es nur darum zu jammern, dass die Schweiz den Bach runtergeht? Mir ist schon bewusst, das Schulhäuser keine problemfreien Zonen sind (nie waren und wohl nie sein werden). Aber auf was wollen Sie anspielen?

  • michael sagt:

    völliger humbug. so gibt es an schweizer schulen auch keine schuluniformen wie in japan, es wird kein reis verfüttert, keine mauern wie in indien und wohl nicht so viele entführungsfreudige menschen wie in der usa beispielsweise – es ist europa, es ist die schweiz. hier ticken die menschan anders, viellecht etwas friedlicher und das ist gut so.
    bei aller liebe, wenn diese tiger-moms das nicht gut finden, keiner zwingt sie hier zu bleiben. aber wegen ein paar überbesorgten das system ändern ? nie und nimmer !

  • Manuela sagt:

    Etwas überzogen. Ich habe in Italien, England und Frankreich auf öffentliche Schulen in kleineren Städten besucht. Da sieht es so aus., wie hier auch, ÖV, Velo oder laufen war normal. Wenn aber Leute Privatschulen in Metropolen gewöhnt sind, sind sie vielleicht auch an die Mauern gewöhnt. Ich kann das nicht beurteilen. Ich hab noch nie so eine Schule von innen gesehen.
    Jedenfalls war ich als Kind sehr froh, als ich meine Eltern dank Schulweg und Wald etc. auch mal losgeworden bin. Da hatte ich wenigstens meine Ruhe und konnte machen was ich wollte.

  • Marco Affolter sagt:

    Hohe Bildung scheint kein Garant dafür, dass man fähig ist die örtlichen Gegebenheiten richtig einschätzen zu können. Übrigens sprechen wir hier über die Wannabe’s. Bei den Familien, welche sich in den Käffern rund um Zürich niederlassen reicht dann die Kohle halt doch nicht zu viel mehr als zum Cayenne und Terrassenhaus in der Aglo. Mehr Schein als Sein. Expats, welche wirklich Kohle haben lassen sich lokal professionell informieren und wählen den Wohnsitz dementsprechend. Aber hier haben wirs mit der Upper-Middle-Class zu tun, welche hier in der CH auf Elite machen will …hahahaha:-))))

  • Laura sagt:

    @Sportpapi natürlich die Sprache zu lernen ist wichtig (kommt aber auch immer drauf an wie lange man im Land bleibt). Lassen wir es doch so stehen, dass es sowohl unter Schweizern wie auch Expats solche und solche gibt. Wollte nur zum Ausdruck bringen das ich den Artikel schlecht fand, da ich den Fehler dieser Mutter nicht sehe: Elternrat, backen, Sicherheitbedürfnis etc Nicht anders als eine schweizer Mutter. Die eine sitzt im Elternrat, die andere hat einen SUV, wieder eine andere fährt Velo. Wir sollten die Unterschiede pflegen und feiern, solange sie nicht böswillig sind oder sich so auf andere auswirken (was ich im obigen Bericht nicht erkennen kann, ausser man ist neidisch auf die Privatschule oder den SUV der anderen). Und bevor die Diskussion jetzt anfängt nein habe weder SUV noch besuchen meine Kids private Einrichtungen. An alle einen schönen Tag mit oder ohne Expats 🙂

  • Thomas sagt:

    Und ich kenne Expats deren Sohn nach einigen Monaten unbedingt an Local School wollte. Sechs Wochen später aht er das Samichlausversli in Schwyzerdütsch aufgesagt und paar Monate später auch sonst nur noch in Dailekt parliert. Seine kleineren Geschwister habne mit grosser Freude die Waldspielgruppe (ohne Zaun und Mauern!) besucht. Und auch die Eltern haben sich hervorragend intergriet. Als sie in ein anderes Land weitergezogen sind, wurden viele Tränen vergossen – von den „Fastnichtmehrexpats“ und den Hiesigen.

    • Michi sagt:

      Schön, wenn es so läuft. Wir hatten Nachbarn, die waren zwar nett und alles, aber halt doch nicht integriert, weil sie kein Wort Deutsch konnten. Nicht viele im Quartier können so gut Englisch, dass es für ein interessanteres Gespräch reichte. Na gut, dachten wir, Expats halt, es sei ihnen „verziehen“. Dann blieben sie aber Jahre und kauften schliesslich ein Haus in der Gemeinde, können aber immer noch kein Wort Deutsch und bleiben unter Ihresgleichen. Find ich schade.

  • Laura sagt:

    @kathy holla die Waldfee. Also wenn Kinder verhauen werden, weil sie von den Eltern in die Schule gebracht werden, ist das ein sehr schlechtes Zeichen bezüglich der Sozialkompetenz der Lehrer/Eltern/ Kinder.Eventuell sozialer Beennpunkt? Werde es mir sicher nicht nehmen lassen mit meinen Kinder und ev auch Freunden von ihnen mit dem Velo zur Schule zu fahren. Bei uns im Dorf wechseln sich die Eltern ab. Und da im Nachbardorf vorkurzem ein Kinder ansprechender Grüsu interwegs war, bin ich wieder in meiner Haltung bestärkt worden. Und nein ich werde dies nicht bis ins pubertäre Alter meiner Kinder tun. Wäre ich aber in einem mir nicht bekannten Land, würde ich es sicher anfänglich machen.

    • Andi sagt:

      Ihre Aufzählung scheint mir falsch…. Es müsste wohl „Sozialkompetenz und Erziehung der Eltern/Eltern/Eltern/Kinder/Kinder und der Lehrer“ heissen. Hört endlich auf die Lehrer für die Erziehung Eurer Kinder verantwortlich zu machen! Das ist der Job der Eltern!

      • Francis Gabriel sagt:

        Die Erziehung hört leider, sorry liebe Lehrer, nicht morgens an der Schultüre auf, und beginnt erst wieder wenn die Kinder zuhause sind.

    • Widerspenstige sagt:

      „Zur Erziehung eines Kindes braucht es ein ganzes Dorf.“ Afrikanisches Sprichwort 🙂

  • Sina sagt:

    Übrigens: ich werde meine Kids nicht mehr zur Schule begleiten, sobald sie den Weg selber nehmen können. Aber ich halte dieses Dogma bezüglich Schulweg-alleine-machen für völlig übertrieben. Das erhöhte Verkehrsaufkommen, wenn man die Kids mit dem Auto bringt allerdings finde ich schon eher problematisch.

  • Laura sagt:

    Und als letzte Bemerkung: ohne Expats wären wir in vielen Bereichen nicht sehr gut dran. Wir haben zuwenig Mediziner, Ingenieure etc. Wenn sie ihr Wissen in unser Land bringen und uns so im internationalen Wettbewerb voranbringen und mit ihrem Lohn bei unseren hiesigen Autohändlern ihre SUVs un Porschiiis kaufen umso besser!!!!

    • Sportpapi sagt:

      Richtig, Laura. Aber wir sind ja nun auch nicht gerade ein Drittweltland. Insofern wäre meine Erwartung, dass die Expats, von denen dann doch einige auch in der Schweiz bleiben, innert vernünftiger Zeit die Landessprache lernen (intelligent dazu sind sie ja doch…) und die Schulen den lokalen Lehrplan erfüllen. Mehr machen kann man ja immer…

    • Sina sagt:

      Ich finde das super, dass die sich sogar in den Elternrat wählen lassen – da sollten sich mal viele Schweizer Mums und Dads ein Stück abschneiden davon!

    • Frank Baum sagt:

      Tut mir leid, SP, Sie kennen die Welt der Expats nicht. Da ist es völlig normal, dass man alle paar Jahre den Standort wechselt. Die Leute werden sich kaum die Mühe machen, die Sprache zu lernen, weil sie sie wohl kaum brauchen (alle werden es wollen, die allerwenigsten werden es schaffen). Hinsichtlich der Schule spielt die Perspektive eine Rolle: Man will den Kindern eine Ausbildung in dem Schulsystem gönnen, wo man sich langfristig aufhalten wird – idR für Expats immer noch ihr Heimatland.

    • Widerspenstige sagt:

      Das sehe ich auch so, Frank. Hier haben Sie erstaunlich gut den Durchblick. Wäre erfreulich, wenn Sie diesen auch über feministische und selbstbewusste Frauen ab und zu durchblicken liessen. 😉

  • Sina sagt:

    Ja, ok. Aber Sie dürfen nicht vergessen, dass 1) Expats oft sehr reich und mächtig sind und deren Kinder folglich mehr Risiken ausgesetzt als Otto Normalbürgers. 2) die Expats meist aus Ländern oder Städten kommen, wo die Sicherheit massiv weniger gut ist als hier in der ruhigen, friedlichen Schweiz – wer kann es ihnen denn übel nehmen, dass sie von Ängsten geprägt sind? Weit schlimmer finde ich die paranoiden Schweizer, welche sich denselben Ängsten hingeben – in der Regel grundlos.

    • Marcel Sutter sagt:

      @Sina, genau vor allem wenn der Expat aus Südamerika kommt ist er entsprechend sensibilisiert. Dort gibt es einen Markt für Entführer. Die Kinder werden aus den Autos heraus entführt und dann vielleicht gegen Lösegeld wieder frei gelassen. Wenn ich aus solch einer Umgebung kommen würde hätte ich auch gewisse bedenken. Ich denke man muss diesen Leuten einfach Zeit lassen und die Situationen für sich sprechen lassen.

    • Widerspenstige sagt:

      Das ist wohl einer der Hauptgründe, wieso Eltern aus jenen Ländern so reagieren. Ich kann es ihnen nicht verdenken, denn schon vor über 25 Jahren habe ich sofort reagiert und die Kleinkinder nicht mehr im grossen Garten neben einer lebhaften Strasse mit Passanten aus Richtung Bahnhofareal unbeaufsichtigt spielen lassen. Ein Passant hatte sich erfrecht, die süssen Kindchen zu fotographieren vom Trottoir aus und eine Nachbarin hatte das beobachtet. Mir wurde fast schlecht ob dieser Tatsache, denn Kidnapping wäre möglich gewesen als Kind von Geschäftsinhabern. Auch deshalb hatten wir dann Nanny.

    • Francis Gabriel sagt:

      zu 1) das ist ja jetzt nicht ihr Ernst oder? welchen erhöhten Risiken sind denn diese Kinder der mächtigen Expats ausgesetzt im Gegensazu zu Otto Normalverbraucher? Dass sie vom übergrossen SUV beim Wenden auf dem Parklplatz vom Mami überrollt werden? oder dass die Nanny mal nicht hinschaut, wenn der 3jährige mal kurz unbeaufsichtigt in den Jacuzzi hüpft? Oder dass der kleine mangels Bewegung, da er stets von A nach B chauffiert wird, verfettet? und zu 2) auch von einem expat darf mal verlangen, dass er sich, minimal, wirklich nur minimal, mit seinem Zielland auseinandersetzt…

  • Laura sagt:

    @sportpapi Es gibt sicher einpaar Expats, die gerne unter sich bleiben (stört mich aber auch nicht, gibt mindestens soviele schweizer Mütter, die hochgestresst bei meinem Sohn in die Spielgruppe reinrennen, sich ihr Kind schnappen und kaum grüssen). Zudem gings soweit ich es verstanden habe im obigen Artikel nicht um eine Mutter, die sich nicht integrieren wollte. Sondern um eine mit einem gesteigerten Sicherheitsbedürfnis. Ist sich ein sorgendes Mami denn so schlimm? Und wenn sie eine Privatschule für besser hält so what? Gibt soviele Schweizer, die ihre Kinder auf Privatschulen schicken und finden dies sei soviel besser und mondäner. Kann einem doch egal sein.

    • Hotel Papa sagt:

      „Sondern um eine mit einem gesteigerten Sicherheitsbedürfnis.“ Nach hiesigen Begriffen. Nach amerikanischen Begriffen eben nicht. War es Michael Moore, der gesagt hat, die Amerikaner lebten in einem Klima der irrationalen Angst? Es ist wirklich ein Frage der Kultur.

      Eigentlich schätzen es doch z.B. die Prominenten, die sich in der Schweiz niederlassen, dass es hier relativ sicher und distanziert zugeht und man eben gerade keinen Bodyguard braucht.

      • Roshan sagt:

        DIE Amerikaner, DIE Schweizer, HP….

        Und nein, ich empfand anlässlich meines Besuches in der Schweiz (zwecks Repatriierung) das Land überhaupt nicht als sicher und kein Ort, wo ich meine Kinder aufwachsen lassen will. Die ‚Sicherheit‘ ist, was die Polizei betrifft, sehr parteiisch und die Einmichung der Behörden in unsere Privatsphäre, betreffend unserer Kinder nicht akzeptierbar. Konsequenz: Wir zogen schleunigst wieder weg, bzw nach Hause.

  • Mary sagt:

    Ich habe Jahrelang für eine relocation Firma gearbeitet und expats in der Schweiz betreut. Viele hattten grosse Angst um ihre Kinder und konnten am Anfang nicht glauben dass es sicher war für die Kinder der ÖV zu benutzen oder in die Schule zu laufen. Eine Familie wollte nicht mal ihre Kinder ( zwei Knaben 8 und 10) im Garten unbeaufsichtigt spielen lassen, geschweige im Park nebenan. Als sie jedoch 2 Jahre später in den USA (NY) zurück kehren mussten, waren sie traurig, dass diese neugefundene Frieheit für ihre Kinder nun vorbei war.

  • Lulu sagt:

    Hallo,
    Ich wohne nicht so lange in der Schweiz und ich finde es super, das die Schulen hier keine Mauer haben und offen sind.
    Das ist mein Kind auch sehr früh aufgefallen und fand es super, da er sich frei bewegen konnte. Hinter den Mauer ist man wie in ein Gefängnis, und in ein Kleinstadt oder Dorf gehört es nicht hin. Zudem können auch in den Orten auf der Welt, wo die Schulen Mauern haben, viele Sachen passieren.
    Ich finde es auch gut, das die Kinder alleine zu Schule laufen können. Aber ich finde das die Schulwege sicher genug sind, z. Bsp. bei uns im Dorf, wo es auch keine Trottoir an eine stark befahrbare Strasse gibt, keine richtige Schilder, das so sie wegen Kinder langsam fahren sollen.
    Zudem finde ich das die meisten Autofahrer in der Schweiz bei Zebrastreifen kaum anhalten und dagegen bekommt man in Deutschland eine Geldstrafe, wenn man nicht anhaltet. Man sollte keine Mauer bauen, sondern sichere Schulwege machen. Und wenn jemand sein Kind zu Schule begleitet, sollte es auch machen, aber ohne Auto.

    • Thomas sagt:

      Auch hier gibt’s eine Busse (CHF 120) für’s Nichanhalten. Nur wird das leider viel zu selten kontrolliert. Wahrscheinlich weil’s kein solches Radargerät gibt.

      Je nach Strasse sind die Gemeinde oder der Kanton für die Sicherheit verantwortlich. Leider wird hier geren gespart, da in den letzten 15 Jahren das Steuersenken sehr populär geworden ist. Erfahrungsgemäss kann mit viel Hartnäckigkeit eine Sicherung erreicht werden, denn kein Politiker will ein totes Kind verantworten. Allerdings meinen heutzutage viele Leute keine Zeit merh für einen solchen Kampf aufbringen zu können.

    • Monica sagt:

      Also ich halte immer an wenn Kinder am Fussgängerstreifen warten. Ich finde es wichtig das man den Kinder ein positives Zeichen setzten sollte wenn die sich an die Regeln halten. Es gibt nichts mühevolleres als die ignoranten Autofahrer, die auch noch telefonieren und durch das Dorf (oder die Stadt) rasen müssen. Leider nehmen sich gewisse Leute viel zu wichtig! Aber egoistisches Verhalten ist heute leider „in“.

      • Seppo sagt:

        Liebe monica, sie müssen immer anhalten am Fussgängerstreifen nicht nur wenn Kinder über die Strasse wollen., auch bei Erwachsenen. Leider wird das wirklich viel zu wenig konsequent kontrolliert und gebüsst.

      • Monica sagt:

        Lieber Seppo….ich halte immer an Fussgängerstreifen an. Aber Danke das Sie mich nochmals an diese Regelung erinnern 😉

  • Gerhard Engler sagt:

    bei solchen Fragen finde ich es wichtig, dass man die Zahlen anschaut: Es sind mir keine Fälle bekannt, wo Kinder vom Schulhausplatz weg entführt wurden. Ausnahmen sind vielleicht geschiedene Eltern, die ihr Kind widerrechtlich von der Schule abholen, aber daran würden auch Mauern nichts ändern. Hingegen werden jedes Jahr 50 Kinder im Strassenverkehr tödlich verletzt, Hunderte schwer verletzt. Man müsste nun statistisch erheben, ob diese Unfälle sich hauptsächlich auf dem Schulweg (zu Fuss) ereignen oder anderswo, zB. im Auto der Eltern auf der Autobahn. Zahlen sind wichtig, nicht Angstgefühle

    • Klicki sagt:

      50 Kinder tödlich verletzt? Das wäre schlimm. Es sind aber viel weniger: 8 als Fussgänger, 1 auf dem Velo, 1 im Auto in der Altersgruppe 5-14 Jahre (Zahlen von 2011).

  • Laura sagt:

    und wenn sie selber Kuchen backen“fantastic“ finden so do I :-)!

  • Laura sagt:

    ggenüber ihren Kindern verspürt ist sehr speziell. Mag dies noch so übersteigert sein (Mauern um die Schule), wenigstens ist es da und schlummert hoffentlich in jeder Mutter. Ich weiss nicht ob sie jemals im Ausland neu anfangen mussten? Mein Leben hat mich schon ins Ausland geführt und ich hatte immer das Glück auf offene und hilfsbereite Menschen zutreffen, die mich in meinen dortigem Anderssein unterstützten. Nun schäme ich mich als Schweizerin etwas für ihren Artikel und möchte den Expats, die diesen mit einem aufraunen lesen sagen: Nein nicht alle denken so! Seien sie weiterhin besorgt

    • Sportpapi sagt:

      @Laura: Die Expats treffen auch in der Schweiz auf offene und hilfsbereite Menschen. Das heisst, wenn sie überhaupt auf schweizer Menschen treffen wollen. Aber das Problem ist doch, dass sie doch meist lieber unter sich bleiben wollen, oder?

      • Kathy sagt:

        Laura, tu das deinen Kindern nicht an, wenn du wirklich wie die Autorin in einem Dorf wohnst. Bei uns wurden die Kinder, welche von den Eltern begleitet wurden, regelmässig geärgert und „fertiggemacht“, und wenn die Eltern dann weg waren, sogar verhauen. Der Schulweg ist etwas tolles, aber mit Eltern einfach nur ätzend.

      • Sina sagt:

        Die Schweizer sind leider gar nicht so offen und aufgeschlossen… Zum Glück gibt’s auch Ausnahmen, aber in der Regel ist es selbst als neuumgezogener Schweizer schwierig, in die bestehenden Gruppen reinzukommen, insbesondere, wenn man dann noch nicht mal Schweizerdeutsch spricht…

      • Sportpapi sagt:

        @Sina: Das deckt sich nicht mit unseren Erfahrungen. Wer sich engagiert, wird auch mit offenen Armen empfangen.

      • Sina sagt:

        Eben, wer sich engagiert. Wer sich nicht engagieren kann (aus welchem Grund auch immer), findet keinen Anschluss. Anderswo kommt man trotzdem mit den Leuten ins Gespräch, einfach so spontan, wenn man sich über den Weg läuft. Das ist genau der Unterschied.

      • Sportpapi sagt:

        Tja, Sina, von nichts kommt nichts. Aber ein spontanes Gespräch gibt es vielleicht auch gratis. Sprechen Sie doch mal jemanden an.

      • Frank Baum sagt:

        @Kathy: Sie sagen also, die anderen dürfen sich nicht so verhalten, wie sie es für richtig halten, weil die Kinder dann gemobbt werden? Wenn dem so wäre, müsste man sich gegen das Mobbing wehren und nicht gegen die Leute, die anders sind. Die gleiche Argumantationskette lässt sich ja auch auf Kinder gleichgeschlechtlicher Eltern anwenden (was ja auch geschieht). Was ist da die richtige Antwort? Auf Mobbing verweisen?

      • Roshan sagt:

        „Die Expats treffen auch in der Schweiz auf offene und hilfsbereite Menschen“ tut mir leid, aber das stimmt einfach nicht. Schon das leiseste Bemerken des eigenen Befremdens, geschweige denn Kritik, wird vehementestens nicht nur verbal abgetan.

        Über die Erlebnisse zusammen mit meiner Partnerin, die klar als Latina erkenntlich ist, schweige ich angesichts der Reaktionen auf Taeschligate. Sies drum, wenn Ihr eine Insel sein wollt, dann wollt Ihr das.

        Und kommen Sie nicht mit Wohlstand usw., denn der ist klar ersichtlich nicht Allgemeingut, wenn ich bedenke, wie die Mehrheit dort lebt.

      • Sportpapi sagt:

        @Roshan: Erstaunlich, was Sie immer alles erleben. Und es liegt immer an den anderen, und keineswegs an Ihrer eigenen höchst übersensiblen Empfindungen, oder?

      • Roshan sagt:

        SP, lassen Sie doch den Spruch eines anderen hier betreffend die anderen immer die anderen. Sie müssen verstehen, dass ein Land, das schon beim leisesten Hauch einer Kritik, dass an der Haltung des geschickt versteckten Ausgrenzens etwas nicht stimmen kann mit kollektivem Ausrasten quittiert, wirklich etwas nicht stimmen kann und eben neben Befremden auch Nichtrespekt auslöst.

      • Sportpapi sagt:

        @Roshan: Wo sehen Sie kollektives Ausrasten? Ausserdem: Wie können Sie ausgrenzen vorwerfen, wenn wir uns daran stören, dass Leute in der Schweiz leben, aber immer unter sich bleiben wollen.

    • Markus sagt:

      Dank der vorbildlichen Integration der Expats, wird dieser Artikel leider nie von diesen gelesen – mal von löblichen Ausnahmen abgesehen. Achtung Ironie 🙂

  • Richi sagt:

    Schön dieser „Soccer-Mom“ haben Sie es jetzt aber so was von gezeigt! Oder wollten Sie einfach in den Chorus der Expat-Basher einstimmen, weil’s einfach grad so passt? Leider sind Ihre Argumente ein wenig gesucht. Die ZH Expat-Schulen ICSZ und AISZ haben auch keine Mauern, sondern sind in der Art umzäunt, wie die Schulhäuser etwa in Hinwil oder Höri. Auch gibt es bei uns genügend Mamis und Papis, die Ihre Kinder mit dem Auto bringen oder bis fast zum Sek.-Alter begleiten. Und von den übereifrigen CH-Eltern haben wir auch genug! Dies ist ein sehr zweifelhafter und eher peinlicher Aufsatz!

    • Sandra sagt:

      Welche Schulhäuser sind in Hinwil umzäunt?

    • Richi sagt:

      Tja, ja lieber Herr Gabriel, zunächst mal ein „Heureka“ zu ihre Erkenntnis, ich werde zum Verständnis nächstes mal noch eine Erklärung nachliefern, dass auch Sie und Frau Sandra wirklich alles verstehen. Aber verkrampft-lustige Anglizismen und abgedroschene Stereotypen als Stilmittel bei einem Aufsatz zu verwenden, der in einem Blog erscheint, welcher einem doch dem Journalismus verpflichteten Medium angehängt ist, empfinde ich als peinlich. Sie dürfen diesen Beitrag jedoch selbstverständlich als gut und angenehm empfinden!

  • Laura sagt:

    Ich (Schweizer Mutter von drei Kindern) finde ihren Artikel absolut despektierlich und ignorant. Erstens hat schon meine Schwiegermutter, die im tiefsten aargauischen Land wohnt ihre beiden Jungs in den Kindergarten und später in die Schule begleitet (sowie ich es auch tun werde) und zweitens hat sich diese Mutter ja anscheinend probiert zu integrieren. Menschen aufgrund vom anderssein zu „verarschen“, wie sie es hier in ihrem Artikel deutlich vorführen ist widerlich. Sich über böse Absichten zu beschweren ginge ja noch, aber eine Mutter aufs Korn zu nehmen, weil sie ein Sicherheitsbedürfnis

    • Patrick sagt:

      Ich (Schweizer Vater von drei Kindern) finde, Sie übertreiben masslos.
      Mit dem in die Schule begleiten werden sie sich übrigens keine Freunde schaffen. Zumindest bei uns ist das verpönt, da ja die Kleinen lernen sollen, den Schulweg selbständig zu meistern.

      • Roshan sagt:

        „Mit dem in die Schule begleiten werden sie sich übrigens keine Freunde schaffen. Zumindest bei uns ist das verpönt”, ist ja gerade ein Beleg für die ganze überhebliche Haltung des Fernverurteilens. Verpönt sein soll ein Kriterium sein? Kann ja sein, dass es einfach unmittelbar nach dem Zuzug so ist, dass beide, Eltern und Kind, sich erst einmal selber vergewissern wollen, dass es sicher ist, wenn Kind alleine in die Schule geht. Und dann wenn es sich so herausstellt, und das Kind gross genug, selbständig genug ist, eben alleine dahin geht.

        Aber Ihr redet sofort von verpönt.

    • Georg sagt:

      Doch, solche Mamis muss man „aufs Korn“ nehmen, denn sie tun ihren Goofen und damit der Gesellschaft keinen Dienst. In der Schweiz bringt man Kinder nicht zur Schule. Behinderte ausgenommen.

    • May sagt:

      der Tag an dem Ihre Jungs Sie für das begleiten lieben werden wird sehr bald kommen. Tun Sie Ihren Jungs den Gefallen und ersparen Sie Ihnen diese Blamage/ Demütigung

    • Sarah sagt:

      Ich bin auch in einem Aargauer Dorf aufgewachsen und kann mich noch gut an die zwei armen Kinder erinnern, deren Mutter sie immer bis zur Schulzimmertüre begleitet hat. Sie waren das Gespött des Schulhauses, tja, Kinder können grausam sein, aber so ist es nun mal.
      Ich bedaure meine Tochter, die leider gleich neben ihrer Schule wohnt und somit keinen langen Schulweg hat. Aber immerhin kann sie ihre Unabhängigkeit testen beim in den Hort laufen. Selbst, wenn ich könnte, dürfte ich sie nicht dorthin begleiten. O-Ton, Mami, das isch ja soowas vo peinlich….;-)

    • Markus sagt:

      Liebe Laura, wie egoistisch ist ihre Einstellung denn? Die Welt, auch die Schweiz wird zwar immer Gefährlicher, aber nur weil sie paranoide Angst haben, dass ihren Kindern etwas passiert, wird ihnen garantiert irgendetwas passieren, weil sie nie gelernt haben selbständig in der Umwelt auf sich zu achten!
      Vor ein paar Jahren eine Lehrtochter gehabt – sie durfte nie alleine in den Wald – führte dazu, dass sie sich mal im Stehen das Knie verdreht hat und bei jedem zweiten Mal, wenn sie nicht den Lift nahm, ernsthaft gestürzt ist. Viel war sie das halbe Jahr nicht da.

    • Willi sagt:

      Laura, wow, geballte Ladung. Den Blog finde ich absolut ok, hat mit Verarschung nichts zu tun. Höchstens eine kleine Prise Ironie. Expats in CH sollten verstehen lernen, dass es keine Mauern und Metalldetektoren braucht. In öffentl. Schulen ist es auch nicht nötig, mit gepanzerten Limousinen vorzufahren. Wir waren zu viert, alle hatten verschiedene Schulzeiten, also war die einzige Möglichkeit, möglichst frühe Selbständigkeit und Eigenverantwortung zu fördern. War auch bei unserer Tochter kein Problem, zuerst in Zürich, danach in Bangkok.

  • Chrigi sagt:

    @Frau Braun: also bei uns im Eltenrat war diese Mutter nicht, aber sonst kommt mir das alles sehr bekannt vor. ich glaube aber wir wohnen etwas weiter oben am zürisee.
    Wir geniesse es sehr, dass unsere 3 kinder alleine auf den Schulweg gehen können, zusammen mit anderen kindern dies erleben dürfen. ja, die angst dass jemand ein kind entführen könnte, ist präsent, doch der Spass am Schulweg alleine erleben wollen wir den kindern gönnen.
    Mauern ums schulgebäude: nein danke.

  • alam sagt:

    Auch Schweizer Eltern werden belächelt, wenn sie sich für sicherere Schulwege einsetzen.

    • Sportpapi sagt:

      Sicher? In meiner Gemeinde werden sie dann in die Behörden gewählt. Allerdings ärgert man sich manchmal (was vielleicht als belächeln daherkommt), wenn ganz viele Massnahmen ergriffen werden, die aber nie zu genügen scheinen. Und objektive Gefahren überhaupt nicht mehr mit dem subjektiven Sicherheitsempfinden übereinstimmen.

  • Jana sagt:

    Ganz einfach den obligatorisen Wehrdienst einfuehren fur Expat-Maenner. Wegen dem Sicherheitsargument und um die staendige Benachteiligung der Einheimischen zu verhindern.

  • Nico Nanu sagt:

    In der CH gibt es keine echte Armut, Reiche leben eher diskret, das organisierte Verbrechen ist dank korrekter Behörden klein und macht sein Geld nicht mit Entführungen, die Gesellschaft kümmert sich zudem rührend um psychisch Kranke. Dazu kommt eine gewohnheitsmässige Unaufgeregtheit beim Umgang mit Lebensrisiken. Und: man kennt sich. Und: es gibt immer noch genug Mamas, die aus dem Fenster schauen, was denn auf der Strasse so geht. Und: es gibt Trottoirs bei uns, entlang jeder Strasse! Das alles gilt, wohlgemerkt, vor allem im Vergleich mit Staaten der neuen Welt.

  • Lorena sagt:

    Am Elternabend kommen die Expats-Eltern prinzipiell fuenf Minuten zu spaet. Man ist ja so „busy“ und man koennte ja „not recognized“ werden von den andern.

  • M. Austin sagt:

    Was wollen Sie mit diesem Blog zeigem? Shame on you. Tja, mir ist es klar dass Sie fūr den Blick statt den Tagi schreiben sollen …oder vielleicht neue Plakate für die SVP? Klischee nach Klischee und was für ein Vorurteilung?

  • Agnes Aiello sagt:

    Wenn Schweizer nicht verstehen, dass ExPats das mit der Mauer nicht verstehen, beweist dass nur, dass diese Schweizer in der Welt noch viel rumgekommen sind.
    Es gibt tatsächlich Länder in den Kinder – trotz Mauern – regelmässig en- oder mindestens an den Drogenkonsum herangeführt werden. Ich möchte da mal einen Schweizer sehen, der sich in diesen Ländern für den Abbruch der Mauern stark machen würde. Der würde von seinen Co-Eltern wohl grad gelynched!

  • Sportpapi sagt:

    Ein langer Weg, Immigranten (denn vielfach gehen sie ja dann nicht mehr) zu erklären, wie es in der Schweiz läuft. Da gibt es offenbar zwischen bildungsfern und „Elite“ wenig Unterschied. Oder doch: die einen müssen es lernen, weil sie für ihre Kinder zur Volksschule keine Alternative haben bzw. sich leisten können.
    Zur Sicherheitsfrage: Möglich, dass die Kinder von Expats da etwas mehr gefährdet sind. Aber wir dürfen froh sein, dass bei uns die mancherorts üblichen Sicherheitsvorkehrungen (noch) nicht nötig sind. Dafür, nebenbei, investieren wir viel Geld in feuerpolizeiliche Massnahmen.

  • Lia sagt:

    wenn dann irgendwann der erste Amoklauf an unseren Schulen passiert, werden auch hiesige Eltern nach Mauern schreien. Vor allem die Amis sind da einfach schon gebrannte Kinder..

    • Franz Weber sagt:

      Oh ja, wenn immer mehr Amis an unsere Schulen kommen, kann es gut sein, dass es irgendwann mal einen Amoklauf gibt. Die USA, das Land in dem Ängste aller Art geschürt werden – zu Marketingzwecken. Davor schützen allerdings auch keine Mauern und Zäune. Der kleine Unterschied allerdings: In den USA haben viele halt (legalerweise) 2-3 oder mehr Knarren in der Hütte, in der Schweiz ist das vermutlich nicht gaaanz genau so.

    • Hugo sagt:

      Und dann ballert einer innerhalb der Mauern rum, und keiner kann zugreifen!!

    • Teilzeitpapi sagt:

      Ja, wirklich toll da drüben. In meiner Highschool hatte es einen Zaun drumherum (ich glaube, oben mit Stacheldraht), fensterlose Unterrichtsräume und wenn man mal während des Unterrichts auf das WC musste, bekam man einen Zettel mit Namen, Uhrzeit und Bewegungsgrund. Diesen Zettel musste man dann unterwegs irgendwelchen Aufsichten zeigen, falls sie einen kontrollierten. Ich kam mit diesen Bedingungen klar, aber das Gefühl war schon komisch.

    • Sportpapi sagt:

      Bei uns haben Sie in der Primarschule nun für viel Geld (!) amoksichere Türen gebaut. Die sind so schwer, dass die von den Kindern kaum aufgebracht werden…

    • Frank Baum sagt:

      Mauern schützen vor Amokläufern nicht. Da darf man sich nichts vormachen.

  • Rahel S sagt:

    Zum Glueck gibt es in der Schweiz keine Mauern und hohen Zaeune um die Schulen und Kindergaerten. Ich kann allerdings die Angst der „Expats“ verstehen- schliesslich wuchsen sie mit dieser Angst auf. Und eine solche Angst loest sich nicht einfachso in Luft auf. Staendig werden bei Eltern Aengste geschuert- wem das hilft, weiss ich auch nicht- den Kindern auf jeden Fall nicht. Zum Glueck durfte ich noch meinen Weg in den Kindergarten und in die Schule selbst unter die Fuesse nehmen. Sage und schreibe eine halbe Stunde! Da wo ich wohne, werde ich mit grossen Augen angeschaut, wenn ich das erzaehl

  • Tabea sagt:

    Und danke Frau Braun, dass Sie hier so schön Stereotype à la ‚Wir guten Schweizer und die doofen Anderen‘ vertiefen!

    • Gabriela Braun sagt:

      Ich beschreibe lediglich meine Beobachtungen, ich werte nicht. Ich selbst habe übrigens ausländische Wurzeln. Meine Mutter ist Neuseeländerin, mein Vater Deutscher.

      • Tabea sagt:

        Die ausländischen Wurzeln hindern Sie offenbar nicht daran, überangepasst mit dem Finger auf andere zu zeigen…

      • Sina sagt:

        Frau Braun, da muss ich jetzt Tabea recht geben: ich finde Ihren Schreibstil öfters mal respektlos – so auch in diesem Artikel hier. Vielleicht meinen Sie’s gar nicht so – aber so kommt’s bei mir (und offensichtlich auch anderen) als Leser rüber…

      • Kurt Schwob sagt:

        „Ich beschreibe lediglich meine Beobachtungen, ich werte nicht“ – Pardon, Frau Braun, aber diese Erkenntnis würde ich eigentlich von Journalistinnen und Journalisten generell erwarten: Dass die Auswahl dessen, was man „beschreibt“, schon eine massive Wertung ist. Sie haben – wie andere natürlich auch – Ihr Raster schon im Kopf, und danach wählen Sie dann, wenn auch unbewusst, das aus, was Sie beschreiben. So werden dann alle Angehörigen einer Gruppe zu der Karikatur, die man oder frau sich von ihnen macht – Expats ängstlich, Schweizer bünzlig, usw., je nach Lust und Unlust.

  • Tabea sagt:

    Sorry, aber bei meinem letzten Elternabend waren es die Schweizer Mütter, die total schockiert waren, dass die Kinder vom Hort quasi ohne Aufsicht draussen spielen. Sie wollten dazu sicher gehen, dass die Lehrperson IMMER direkt neben dem Baum steht, falls ein Kind mal darauf klettert und waren überbesogt, da der Spiellatz des Chindsgi von einer anderen Seite als dem Haupteingang auich zugänglich ist, ihr Kind entführt werden könnte. Seither darf kein Kind vom Chindsgi mehr unerlaubt und ohne Aufsicht dort spielen. Danke Schweizer Mütter!

    • Blanche Wu sagt:

      Vielleicht muss man den Kleinen einfach einbläuen, dass man nicht mit fremden Menschen fortgeht. Dann wird nämlich auch ein Kind skeptisch, wenn plötzlich ein Fremder einem ins Auto locken will. So doof sind Kinder jetzt auch nicht mehr. Aber die Eltern müssen den Kindern halt auch erklären, dass so was möglich ist und wie sie zu reagieren haben.

      • Teilzeitpapi sagt:

        Tatsache ist, dass die meisten Kinder in solchen Momenten das Gelernte vergessen haben. Bei Tests gehen die meisten Kinder mit. Dass es nicht öfter passiert liegt daran, dass die meisten Missbräuche im ganz nahen Umfeld des Kindes geschehen, von Menschen, welche vom Kind geliebt werden. Wovor kaum jemand Angst hat, denn die Folge wäre, dass man dem geliebten nahen Umfeld, dem man am meisten vertraut, misstrauen müsste. Wer kann das schon (das wäre ja der Verlust des Vertrauens)? Das ist ja das Paradoxe.

  • Karin sagt:

    Ich bin immer wieder schockiert, wenn ich im Ausland Schulen sehe, die eher Gefängnissen gleichen!

  • patrick pauli sagt:

    Unsere einheimischen Mütter haben dieselben abstrusen Ansprüche an die Öffentlichkeit für ihr exklusives Kind.
    Da werden Sonderunterricht, Sonderferienfreizeit, mehr Förderung, mehr Aufmerksamkeit, weniger störende Ausländerkinder, weniger Raufereien von Knaben etc von der Schule gefordert.
    Weniger Steuern als Bonus fürs Kinderhaben, mehr Geld vom Staat, Ganztagesrundumbetreuung, kürzere Schulwege.
    Ganz nach dem Motto: weil ich es mir wert bin.

  • Rolf sagt:

    Also „Porschii“ sagen sie höchst selten. Wie auch immer. Was mir bekannte Expats an der lokalen Schule, in die sie ihre Tochter schicken, irritiert, ist, dass ein Lehrer mittels an-den-Haaren-ziehen („tschuppen“) seine Autorität durchsetzt. Ansonsten können sie durchaus mit der Tatsache leben, dass ihre Tochter zu Fuss in die Schule geht, und eine Mauer vermissen sie auch nicht. Aber manchmal fällt es schon schwer, ihnen das mit dem Haare Ziehen zu erklären. Ich würde ebenfalls „oh good“ sagen, wenn solche Dinge auch hier der Vergangenheit angehören würden.

    • Eni sagt:

      Sorry, wo bitte zieht in der Schweiz ein Lehrer die Kinder an den Haaren? Bei meinen Kindern müsste eine Lehrperson nur einmal zulangen und dann wäre Feuer im Dach, aber so was!

  • Fankhauser Roger sagt:

    Ich sage daher JA zur 1:12 Initiative. Denn daraufhin werden viele Firmen abwandern und auch viele Expats. Wir werden wieder Platz haben und auch genügend Arbeitsplätze, da ja die Expats wieder gehen. Wir dürfen uns wieder in unserer Muttersprache unterhalten, obwohl wir auch Englisch können.

    Unsere Schulen sind sicher und unser System wäre ziemlich in Ordnung. Was es so durcheinander bringt, sind vorallem die Bedürfnisse der Einwanderer, die sich so gar nicht mit unseren Bedürfnissen vereinbaren lassen. Wir sind eines der wohlhabendsten Länder auf der Welt. Und wir machen’s falsch?

    • Frank Baum sagt:

      …wir dürfen uns auch wieder beim RAV melden und langfristig arbeitslos bleiben. Wir dürfen unseren Staatshaushalt wieder versuchen ins Lot zu bringen, weil die Firmen, die Expats und die lokalen Angestellten alle eine Steuersubstrat beigestueret haben, das uns jetzt fehlt.

      • houdini sagt:

        genau! schliesslich ist die schweiz ja auch nach der minder-initiative – wie vorausgesagt – von allen globalen konzernen verlassen worden!

  • Tanja sagt:

    Danke für den Artikel! In dem Dorf wo ich wohne steht eine dieser Privatschulen für expats. Nur werden diese expat Kinder nicht von einem Bus in die Schule gefahren, sondern jedes Kind von seiner Mutter im Auto chauffiert, was in einem 2000 Seelen Dorf extrem viel Verkehr generiert und unsere Kinder, die in die Schule laufen zusätzlich gefährden…..ich bin definitiv auch froh brauchen unsere Schulen keine Mauern

    • Teilzeitpapi sagt:

      Ja, die chauffierenden Mütter sind die grösste Gefahr für die Schulkinder, denn an vielen Orten wird der meiste Verkehr um Schulbeginn/-ende auf dem Schulweg von ihnen verursacht. Es wäre noch interessant zu wissen, bei wievielen hinter dem Sicherheitsargument Bequemlichkeit steckt…

      • Michi sagt:

        Das ist sowieso das grosse Paradoxon. Man muss die Kinder in die Schule fahren, weil der Weg so gefährlich ist. Die Gefahr wird aber wiederum zum grossen Teil von den Mamataxis selbst verursacht. Kann man bei uns jeden Morgen ausgiebig beobachten. Die mussten sogar einen Lotsen hinstellen, weil sonst das nackte Chaos auf den umliegenden Kreuzungen ausbricht!

  • Simon sagt:

    Heikles Thema… Gut das wir es besprechen. Wer zuviel Geld hat, muss sich nicht anpassen. Solange die Expats das Schulgeld der Privatschule vom Arbeitgeber erhalten – Schweizer nicht – PLUS von den Steuren abziehen – wird’s keine breite Integration geben.

    Das finde ich schlecht. Die Expats kommen und gehen z.B. im HR Bereich. Sie glauben, dass ein ETH Diplom „weniger“ Wert ist, als ein vermarktetes amerikanisches z.B. aus Boston. Sie glauben, dass wer nicht in einer „Business School“ oder „Private School“ gewesen ist sondern in einer öffentichen und Fachhochschule den „Job“ nicht machen kann

    • sabine sagt:

      „das Schulgeld der Privatschule vom Arbeitgeber erhalten – Schweizer nicht – PLUS von den Steuren abziehen “ da bin ich jetzt doch etwas erstaunt! Sind Sie sich da sicher? Ein weiteres Steuergeschenk?

      • Roshan sagt:

        Expats bleiben, was Arbeitsvertrag betrifft, meist im Vertrag des Ursprungslandes und die Kosten für den Umzug und Mehrkosten des Aufenthaltes werden je nach Firma entweder vom der Filiale im Herkunftsland oder der Filiale des Aufenthaltslandes bezahlt. In der Schweiz ist es meist so, dass das direkte Einkommen der Expats in der CH via Quellensteuer abgegolten wird und die Mehrkosten (und darin sind auch die Ausgaben für die internationale Schule enthalten) über die Firma bezahlt werden und steuerlich als Projektausgaben ausgewiesen werden.

      • Sportpapi sagt:

        @Roshan: Also zahlen sie in der Schweiz praktisch keine Steuern. Was politisch schon mehrfach bemängelt wurde: http://www.parlament.ch/d/suche/seiten/geschaefte.aspx?gesch_id=20133236

      • Roshan sagt:

        Ich denke wir missverstehen uns betreffend Quellensteuer. Es ist so, dass bei Ausländern die Einkommenssteuer in der Schweiz direkt bei der monatlichen Lohnzahlung abgeschöpft und dem zuständigen Steueramt überwiesen wird. Das wird auch Quellensteuer genannt. Die Expats versteuern somit sehr wohl das Schweizer Einkommen nach den üblichen Steuersätzen. Ich denke Sie haben wenige Kenntnisse darüber, wie internationale Projekte abgewickelt werden. Es ist internationaler Standard, dass eine Umsiedlung aus Projektgründen vom Arbeitgeber mitgetragen werden muss.

      • Roshan sagt:

        Dies, weil ja diese Mehrkosten gerade durch die Order, ein Projekt in einem anderen Land zu unterstützen, diese Mehrkosten verursachte.

      • Sportpapi sagt:

        @Roshan: Das kann mir ja egal sein, wer was bezahlt. Mich interessiert nur, ob die Leute auf ihrem Einkommen angemessen Steuern zahlen, solange sie in der Schweiz wohnen. Also gleich viel wie Schweizer in der gleichen Einkommensklasse. Und das ist offenbar nicht so.

      • Roshan sagt:

        „Und das ist offenbar nicht so.“ Genau das stimmt eben nicht, SP. Bei Expats wird das Einkommen direkt bei der monatlichen Lohnzahlung versteuert, und zwar veranlagt nach den geltenden Sätzen der Wohngemeinde, Kanton und Bund, inklusive Progressionsstufe, ohne Abzüge, und der Betrag wird vom Arbeitgeber direkt der Steuerverwaltung überwiesen. Ende Jahr wird wie bei allen eine Steuererklärung ausgefüllt und da kann es zu Rückerstattungen oder Nachzahlungen kommen. Ich finde das System nicht schlecht und sollte eigentlich für alle gelten, nicht nur die Expats.

      • Roshan sagt:

        Vorteil: die Steuerverwaltung erhält einen monatlichen Einkommensstrom direkt ab Quelle, statt einer jährlichen Zahlung und muss sich nicht um Zahlungsrückständige oder -unfähige kümmern.

      • Sportpapi sagt:

        Offenbar nicht, Roshan. Haben Sie den Link oben nicht gelesen? Und hier noch ein neuer: http://www.beobachter.ch/justiz-behoerde/gesetze-recht/artikel/steuern_auslaendische-grossverdiener-zahlen-viel-weniger/

      • Roshan sagt:

        SP, meine Angaben kommen aus direkter eigener Erfahrung in Projekten. Ihre Hinweise sind Meinungen darüber, was abzugsberechtigt sein soll oder nicht. Vergessen Sie auch nicht, dass Expats meist doppelversteuert sind, also zusätzlich im Herkunftsland und dabei geschehen dann Ausgleiche via die jeweiligen Doppelbesteuerungsabkommen, sofern in beiden Ländern die Steuererklärungen Ende Jahr korrekt gemacht wurden.

      • Roshan sagt:

        In internationalen Projekten ist es übrigens auch üblich, dass Wohnungen direkt von der hiesigen Firma gemietet werden. Läuft unter Projektkosten. Dies, weil die Expats den Wohnort im Herkunftsland nicht aufgeben. Dies insbesondere dann, wenn im Herkunftsland die Immobilie nicht gemietet ist. Es gibt weitere Komplikationen im Bereich Sozialversicherungen – einer der Gründe, warum die Arbeitsverträge im Herkunftsland nicht aufgelöst werden, um die Kontinuität der Beiträge sicherzustellen. Die mangelhafte Mobiliät z.B was PK betrifft, ist eher ein negativer Aspekt des Projektstandortes Schweiz.

    • Susanna sagt:

      Nein, das Schuldgeld für die Privatschule kann nicht von den Steuern abgezogen werden. Mindestens im Kanton ZH nicht. Sonst gerne melden…

  • Stephan Nyeki sagt:

    Guten Tag. Als Engländer wohne ich seit 20 Jahren mit meiner Schweizer Frau. Obwohl wir in einem ländlichen Gebiet wohnen, begleiten wir unseren 5-jährigen Sohn immer zur Schule. Höfliche Bemerkungen gabs schon. Vor zwei Wochen ist aber das was alle Eltern befürchten doch passiert. Jemand hat an zwei aufeinanderfolgenden Tagen versucht ein Kind auf dem Schulweg ins Auto zu locken. Die Frage ob die Ängste vieler Expats übertrieben sind, sollte auf den Kopf gedreht werden. Leider machen sich die Einheimischen zu wenig Sorgen.

    • Christian Müller sagt:

      Wieviele Kinder werden den so pro Jahr in der Schweiz vom bösen fremden Mann auf dem Schulweg abgepasst und missbraucht? Haben Sie auch Angst, dass Sie vom Blitz getroffen werden? Sie sollten sich um folgendes kümmern, wenn Sie einigermassen rational sind: 1) Das die Kinder sich im Strassenverkehr auskennen und aufpassen 2) Das die Kinder selbstbewusst sind, dass sie sich gegen Annäherungen im privaten Bereich (Familie, Freunde, Clubs, etc.) wehren bzw. Ihnen Bescheid geben. Wenn Sie die Kinder immer beleiten, werden diese nie selbständig, was für diese viel schlimmere Folgen hat.

    • kim kim sagt:

      Ich bin Schweizerin aber ich werde meine Kinder auch zur Schule begleiten bis ich das Gefühl habe, dass sie genug alt sind aber das wird bestimmt nicht schon mit 5 sein. Ich habe so wie so manchmal das Gefühl, dass viele Eltern das ganze zu locker sehen. Wenn ich kleine Kinder am Abend alleine mit „Kick Boards“ auf Zürcher Strassen sehe wird mir schlecht. Andere nennen mich wohl Übermutter, aber das ist mir egal.

  • Fred Hinzensberger sagt:

    Sicherer gehts eigentlich nur noch mit bewaffneten Lehrern. Würden die Damen der Schöpfung endlich (Militär)Dienst leisten hätten sie auch ein gutes altes StGw90 in der Stube oder unterm Lehrerpult.

    WER versteht das Prinzip Abschreckung noch immer nicht? Sei es Welt- oder Lokalpolitik, den mit dem dicken Hammer wird man nicht so leicht angreifen! Übrigens: Mauern können auch noch mit Selbstschuss Anlagen aufgemotzt werden,solange alle Zugangsberechtigten sauber biometrisch erfasst sind, sollten Aussetzer Ausnahmen bleiben. Nur blöd verziehen sich die Gesichtsproportionen Heranwachsender!

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