Zehn Dinge, die ich heute besser weiss

Kein schlechtes Gewissen haben – und stattdessen eine Zahnversicherung. (Foto: Flickr/Dustin J McClure)

Kein schlechtes Gewissen haben: Junge Mutter mit Kind. (Foto: Flickr/Dustin J McClure)

Zwei Freundinnen, die vor wenigen Monaten ihre ersten Babys geboren haben, fragten mich kürzlich, welche Dinge ich heute, nach elfjährigem Mutterdasein, anders machen würde. Vielleicht hätte ich ja ein paar nützliche Tipps für sie beide auf Lager. Im ersten Moment war ich baff, ich wusste nicht recht, was darauf antworten. Mir fiel lediglich der Zahnspangen-Punkt ein (Nr. 2).

Kaum war ich zu Hause, kamen mir allerdings immer mehr Dinge in den Sinn, die ich heute besser weiss – und anders anpacken würde. Hier nun also meine persönliche Liste dazu, die ich gerne auch mit Ihnen teile.

  1. Sich nicht so viele Sorgen machen! Vieles kommt gut und renkt sich von selbst ein. Das ist der absolut wichtigste Punkt.
  2. Eine Zahnversicherung abschliessen. Für Zahnspange und Löcher – einfach das volle Programm. Mein Versäumnis damals kostet mich in den kommenden zwei Jahren locker 10’000 Franken, sagt die Kieferorthopädin. Wie konnte ich nur.
  3. Kein schlechtes Gewissen haben. Weder dem Kind gegenüber, weil Sie es ab und zu in eine Krippe geben, noch dem Arbeitgeber gegenüber, weil das Kind mal krank ist und Sie deswegen daheimbleiben müssen. Es ist einfach so. Punkt.
  4. Das Kind nicht überfordern: Ein klares Ja oder Nein ist häufig besser als eine lange Quassel-Begründung.
  5. Von Beginn an konsequent sein – aber wirklich. Beim Essen (nicht mit extra Kindermenüs beginnen), dem Schlafen («Doch, du kannst auch einschlafen, wenn ich NICHT neben dir liege»), der Erziehung allgemein. Aber, hach, das lässt sich jetzt so leicht sagen.
  6. Geduldig sein. Eine Familie zu gründen und zusammenwachsen zu lassen – in unserem Fall eine Patchworkfamilie – ist anspruchsvoll. Es braucht Ausdauer, Engagement und richtig viel Zeit.
  7. Sich nicht um die Meinung fremder Menschen kümmern. Grenzt euch ab! Wirklich unglaublich, wie sich Leute – kaum ist ein Baby da – in rein private Entscheidungen einmischen wollen. Zum Beispiel zu den Themen Stillen, Fremdbetreuung, Ernährung, Beziehungsstatus.
  8. Fotobücher machen, und zwar jährlich. Die Fülle wird sonst riesig und ist kaum mehr zu bewältigen. Wir haben Schachteln voller Fotos plus Abertausende Bilder auf zwei Computern – und bloss ein einziges, mickriges Fotoalbum.
  9. Kein Baby-Nippes: Baby-Windeleimer, Schoppenwärmer, Sterilisations-Maschine, Mozart für Babys, Baby-Parfum (!) landeten innert Wochen im Brockenhaus oder Müll. Das und so vieles mehr braucht man weder zu kaufen noch geschenkt zu bekommen.
  10. Sich nicht hochschwanger zu einer Lebensversicherung überreden lassen. Brauchts nicht. Und ja, Sie kombinieren goldrichtig. Ich hatte es damals nicht so mit den Versicherungen …

Wie ist es mit Ihnen? Was würden Sie heute anders tun?

112 Kommentare zu «Zehn Dinge, die ich heute besser weiss»

  • Tinka sagt:

    Das die CD Mozart für Baby überflüssig ist kann ich nicht bestätigen.
    Mein Tochter (6) legt sie manchmal in den CD Player und tanzt dann selbst ausgedachte Ballett-Tänze.
    Die CD ist quasi ihr erster Zugang zu klassischer Musik und ich find das klasse!

  • Schulz sagt:

    Oje die Fotoalben!

  • Stefan Gisler sagt:

    Ein Kinderpsychologie liess sich in etwas so zitieren: „Früher hatte ich meine 5 Lieblings-Erziehungstheorien und keine Kinder. Heute habe 5 liebe Kinder, aber keine Theorie mehr.“
    Mein Tipp: „Informiert euch, fragt bei anderen nach, hört auch geduldig ungefragte Tipps ab. Doch entscheidet selbst, was euch als Eltern und (wahrscheinlich) dem Kind gut tut.“ (ps: Und bitte diesen Tipp auch nicht unreflektiert umsetzen!)

    • Anja Stegert sagt:

      Genau! Meine Erfahrung ist, dass alle guten Bekannten in etwa einen Hinweis oder Tipp geben, der wirklich hilfreich ist – also nicht weghören (-;

  • tansch sagt:

    Leute, warum seid ihr so pessimistisch!? Ihr wart ja alle selber mal Kinder, und eure Eltern haben euch (hoffentlich) geliebt und gewollt – oder vielleicht eben nicht, sonst wärt ihr Kindern gegenüber nicht so negativ eingestellt. Alles im Leben hat Licht- und Schattenseiten und ganz viele Graustufen dazwischen. Geniesst es doch einfach und verurteilt weder diejenigen mit Kindern noch die ohne.

    • maru sagt:

      @Amelia: Ihr Kommentar – Verehrteste – ist typisch für Leute, welche die Wahrheit nicht hören wollen und stattdessen die andern angreifen, indem sie ihnen Vergrämung, Frust etc. unterstellen. Ich kann Ihnen versichern, dass ich weder negativ eingestellt noch vergrämt bin und ohne Liebe für andere bin ich erst recht nicht, denn sonst würde ich mir nicht von Herzen wünschen, dass es alle Menschen auf dieser Welt so gut haben wie ich. Nur habe ich – aufgrund meiner Berufserfahrung in diesem Zusammenhang – viel gehört und gesehen und ich kann Ihnen versichern, dass es sehr sehr oft nicht gut ist.

  • V. Schurter sagt:

    Wir haben drei Kinder grossgepflegt und zwei herzige und flotte Enkelkinder. –
    – Ich mische mich nicht in die Erziehung meiner Kinder noch in ihre Art zu leben ein.
    – Ich hatte keine Freude an meiner Mutter, die fast jeden Tag fragte: hast du Milch und usw.
    – Diskutiere erst mit erfahrenen Eltern über Kinder, denn erst wenn die Kinder älter werden, sind die Sorgen grösser.
    – Bin froh, brauchte man zu unserer Zeit nicht soviel Accessoires wie heute, die Kinder sind trotzdem gross geworden.
    – Erziehungsbücher sind recht für den Müll, man verpasst den Augenblick.
    Kinder sind eine grosse Aufgabe

    • maru sagt:

      @Marianne: Ihr seid aber – wie ich verstanden habe – noch nicht im Altersheim. Ich wünsche es Ihnen natürlich nicht, aber die Sache könnte dann ganz anders aussehen. Und: müssen Sie dann immer bereitstehen, wenn „sie kommen, wenn sie möchten“? Und der Tisch wird dann bestimmt auch reichlich gedeckt, oder?

      • Amelia sagt:

        @Maru Sie sind sehr pessimistisch und haben eine sehr negative Denkweise. Ich wünsche Ihnen mehr Zufrieden- und Gelassenheit wie auch Liebe. Das würde Ihnen ev. helfen nicht derartig vergrämt über Eltern und Kindern und allem was dazugehört auszuteilen.

  • Alfred Weiersmüller sagt:

    Punkt 12: 7. Die Partnerschaft nicht vergessen. Kinder brauchen Zeit, Zuwendung, Energie und vieles mehr, gelegentlich bis zur Erschöpfung der Eltern. Wer sich nicht bewusst Zeit für den Partner, für gemeinsame Freiräume reserviert, steht schneller als gedacht vor den Trümmern seiner Beziehung. Davon haben dann auch die Kinder nicht so viel….

    • Marianne sagt:

      Wir beide wollten Kinder. Wir lieben sie sehr, auch heute noch wo sie schon eigene Kinder haben. Schon sehr früh sagte ich Ihnen: ich liebe euch sehr, aber euern Vater kannte und liebte ich vor euch – also kommt er immer vor euch. Sie fanden das absolut in Ordnung.

      • maru sagt:

        Das geht mir auch so. Mein Mann wird für mich immer das absolut Wichtigste im Leben sein, denn Kinder gehen dereinst aus dem Haus und – irgendwann – nachdem durch den Zuschuss der Eltern der Einfamilienkubus erbaut werden konnte und die Enklelbetreuung mit Hingabe und Stolz erfolgte, weil Mutti ja miarbeiten musste, damit das neue Auto mit den vier Ringen angeschafft werden kann, wird es eines schöen Tages einen Turnus geben, wer die gebrechlichen und senilen Eltern wann im Altersheim besuchen muss.

      • Marianne sagt:

        Liebe Maru,
        ich habe sehr unter meinen Schwiegereltern gelitten – der Samstag musste absolut für sie reserviert werden. immer hiess es – also,wir erwarten euch wieder nächsten Samstag. Als unser Kinder flügge wurden sagte ich ihnen: wir freuen uns immer, wenn ihr vorbei kommt, aber es ist nie ein Muss. Ihr kommt dann, wenn ihr es möchtet. Lebt jetzt euer Leben!
        Das war vor vielen Jahren. Sie kommen oft zu uns – weil sie nicht müssen! Und wir verstehen uns sehr gut. Ich bin glücklich, Kinder zu haben.

  • Luise sagt:

    Kinder haben ist schön. Aber nicht vergessen: es gibt auch andere Dinge im Leben. Wenn ich da die fast religiös angehauchten Kommentare lese frage ich mich: Was machen diese Eltern einmal, wenn die Kinder gross sind. Man kann es nicht genug betonen: Kinder können nicht der einzige Lebensinhalt sein!

    • Meret sagt:

      Ich für meinen Teil weiss, was ich machen werde, wenn meine Tochter gross ist. Als sie klein war, war sie kompromisslos meine oberste Prioriät und ich habe das voll ausgekostet.. Ich bin dankbar, dass mir von Anfang an klar war, dass die Zeit mit meinem Kind nicht ewig dauert. Ich habe den „Lebensinhalt Kind“ genossen, als die Zeit dafür richtig war. Jetzt geht sie langsam ihre eigenen Wege und ich tue das auch. Alles zu seiner Zeit. Weshalb Kinder haben, wenn man sich dann doch nicht so ganz auf sie konzentrieren will?

  • pat sagt:

    Tja, das Leben ist nicht immer so einfach, wie wir es gern hätten. Ich habe auch kleine Kinder, und es ist ziemlich streng. Die Kinder bringen uns oft an unsere Grenzen. „Kinder haben“ ist die ehrlichste aber auch harteste Auseinandersetzung mit sich selbst und mit dem Sinn vom Leben. Es kommen eben so manche Probleme auf den Tisch, vor denen man sich hätte vielleicht „drücken“ können. Aber wo wollen wir inkarnieren, wenn keiner mehr Kinder haben will? Ich durfte auch Kind sein! Hätten wir keine Kinder, hätten wir bald kein menschliches Leben mehr . Da nützt all das vergötzte Geld nichts mehr.

  • Hermann sagt:

    Ich würde heute folgendes anders machen: Als Eltern bringt man automatisch den Rucksack der Familie, in der man aufwuchs mit. Die Erfahrungen mit den eigenen Eltern spielen eine grosse Rolle darin, wie man sich mit den Kinder verhält. Nichts schlechtes dabei, aber ich würde heute versuchen, mir Bewusstheit zu verschaffen, was da ablauft. Ein paar Stunden mit einem guten Psychologen können da Wunder wirken. Ich sehe bei den meisten Eltern, wie sie Wertsysteme aus ihrer Familie mitbringen, die fragwürdig sein können.

    • Anja Stegert sagt:

      Das ist ein guter Hinweis, von dem ich absolut überzeugt bin. Es hilft in jeder Beziehung, sich selber, seine ‚Vergangenheit‘ und die daraus entstehenden Reaktionsmuster gut zu kennen.

  • suanna sagt:

    ich hätte nie geglaubt wie unterschiedlicher Meinung man als Paar in der Erziehung oder zum Thema Familien-Leben sein kann – wenn man erkennt, dass man zu der „Gruppe“ gehört – Würde ich heute frühzeitig beginnen daran zu arbeiten (was nicht jeder Mann gerne tut) – da hat man als Frau einen schweren Stand. Wir habens geschafft – arbeiten immer noch daran 🙂 es hört nie auf! Aber es ist eine schwere Zeit gewesen – zusammen mit einem brutalen Schicksalsschlag – bin ich stolz drauf wie wir es geschafft haben. Wir hätten aber auch gut daran zerbrechen können – und es LOHNT sich immer!

  • B.Kowalski sagt:

    Da war uns wohl einiges klarer als bei Anderen. Ausser Punkt 6 und 10 ist alles erfüllt. Ich würde jederzeit mit meiner Frau wieder eine Familie gründen.

  • dorian sagt:

    Als 3facher Vater weiss ich, dass ein Nachtessen mit Anzug im Hotel oder Ferien auf den Malediven Spass machen. Was ein Mensch ohne Kinder nicht wissen kann ist, wie man sich fühlt wenn der kleine Sohn die ersten Schritte macht, das erste Mal vom Kindergarten nach Hause kommt. Die kleine Tochter von ihren Alpträumen erzählt. Wie es ist mitten in der Nacht in den Spital zu fahren weil irgendwas mit dem Kind nicht stimmt. Herauszufinden, dass es möglich ist ein halbes Jahr lang alle zwei Stunden in der Nacht eine Flasche geben zu müssen und trotzdem von 8-18 voller engagement zu arbeiten.

    • Hermann sagt:

      warum sollte jemand das wollen?

    • Hermann sagt:

      Kinder halten einen so schoen vom Leben ab. Immer ist irgendetwas los. Und man wird sogar oft von den Kleinen bewundert, was sonst niemand tut. Hat also seine schoenen Seiten. Und wenn sie dann in die Pubertaet kommen und die Alten Tubeln sind, fragt man sich, was man alles verpasst hat. Ja, man hat das Leben hautnah erlebt, aber wollte man das wirklich? Man merkt, was man alles als Nichtfachmann verkehrt gemacht hat, und dass man den Kindern ein Leben ungefragt zumutet, das wieder nicht besser ist als das eigene.

  • Marion Russek sagt:

    Regel 11: den Kindern nicht alle Steine aus dem Weg räumen. Kinder lernen schnell, das Herdplatten heiss sind, wie mit sie mit Mitmenschen (auch Lehrern) umgehen können, etc. – Eltern sollten weniger eingreifen sondern den Kindern den Raum zum Wachsen geben.

  • Hugo sagt:

    We are the people our parents warned us about.. 🙂 ich habe zwei erwachsene Söhne. Meine Erkenntnis: Kinder sind megaverschieden und haben in der Regel keine gescheiten Bücher über die Kindheit gelesen. Sie haben als Vorbilder ihre Bezugspersonen.Im ‚Normalfall‘ die Eltern. Bleibt einfach entspannt und behandelt eure Kinder mit Respekt.

  • Christian sagt:

    Ein renommierter, emeritierter Uni-Professor empfahl mir Kieferorthopäde Andreas Reuter, Zürich, leider etwas spät: bei ihm hätte ich für die ganze Behandlung nur die Hälfte bezahlen müssen bei Top-Leistung.
    Mein erster Kieferorthopäde knöpfte den Patienten viel Geld ab, was in dieser Branche anscheinend „normal“ ist, verschlimmerte z.T. sogar die Situation und ging dann in Pension. Dank Herrn Reuter’s Einsatz wurde meine Situation korrigiert für wenig Geld und ich konnte in kurzer Zeit die Behandlung abschliessen 🙂

    • Gerber sagt:

      Und nochmals die Hälfte gespart mit Bionator.

    • Anton Keller sagt:

      Das Geld spielt bei den Kieferorthopäden nicht so eine Rolle, Schliesslich zahlen die Zahnversicherungen einen grossen Teil, bzw. die anderen Krakenkassenprämienzahler.

      • Christian sagt:

        @Anton Keller: falsch! Nicht alle Kinder haben eine solche Versicherung; und diese zahlt nur bis zur Volljährigkeit. Wer gerade danach etwas korrigieren muss, zahlt selber. Geldgier ist m.E. schon ein wichtiges Merkmal dieser Berufsgattung… Ausnahmen sind sehr selten, mit Herrn Reuter hatte ich ein Riesenglück!

  • manuel sagt:

    das mit den versicherung ist wohl noch nicht angekommen. die leben alle auch in unserem s….system und wollen darum kohle machen, nichts anderes. wie schnell sind 10000 in prämien versickert, und was wäre aus dem geld im laufe der jahre geworden, hätte man die spielchen im system mitgemacht und geld, geld verdienen lassen….

  • Stefan Wagner sagt:

    Ein Punkt noch: Sucht euch Freunde die ebenfalls Kinder haben. Weil alle anderen (KInderlose Singles oder verheiratete Paare) werden sich verdrücken sobald der Babyblues fertig ist. Denn Freunde kann man auswählen, Familie nicht. Denn auch bei der Familie wird sich ein grosser Teil (Kinderlose) auf nimmer wiedersehen wortlos verabschieden.

    • Hugi sagt:

      Genau richtig! Gleich und gleich gesellt sich gern!

    • maru sagt:

      Das glaube ich gerne und habe mich auch schon von Bekannten verabschiedet, mit denen man früher wenigstens noch ein einigermassen vernünftiges Gespräch führen konnte. Ich will ja nicht pauschalieren, aber mir kommt es allmählich so vor, als sei bei gewissen Frauen bei der ersten Geburt mit der Placenta auch gleich noch das Hirn mit rausflutscht. Sie beginnen, sich für etwas ganz Besonderes zu halten und nerven mit einem unerträglich überspannten Getue, das sich übrigens oft auch auf ihre Männer überträgt. Ja, ja ich weiss: Kinderlose sind komisch – die mit Kindern aber weiss Gott auch!

  • L. sagt:

    So leid es mir tut – wenn ich 1967 gewusst hätte was ich heute weiss hätte ich n i e JA gesagt! Nie JA gesagt zu einem Kind, meinem Kind und hätte die Last, die Mühe, den Verzicht und die ganzen, vielen riesengrossen Probleme einer alleinerziehenden, ledigen Mutter auf mich genommen.
    Diese Aussage ist eine Kapitulation und ein trauriges eingestehen meines Versagnes!..

    • Eni sagt:

      Ihr Kommentar macht mich sehr betroffen. Ich kann mir vorstellen, dass es 1967 sehr schwierig war, sich als alleinerziehende Mutter durchzuschlagen, aber für Ihr Kind muss es furchtbar sein, dass Sie nicht einmal im Nachhinein sagen, dass es sich gelohnt hat. Armes Kind 🙁

      • maru sagt:

        @Erni: Diese Frau hat wenigstens den Mut, ehrlich zu sein. Dafür bewundere ich sie, denn die meisten (und nicht nur alleinerziehende Mütter) haben wegen ihren Kindern ebenfalls eine Menge Sch**** am Hals, nicht nur mit den kleinen, sondern vielfach erst mit den erwachsenen, würden es aber niemals zugeben – nicht einmal vor sich selber -, weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Und wieso „Armes Kimd“? Wieso nicht „arme Mutter“?

    • Elissa sagt:

      Das ist sehr traurig. In gewisser Weise ist es natürlich auch ehrlich – und dennoch ist es in erster Linie unglaublich deprimierend, wenn jemand schreibt, dass er im Grunde genommen auf sein(e) Kind(er) lieber verzichtet hätte… Vielleicht empfinden sie nicht erster Linie so, weil sie Mutter geworden sind… Sondern weil sie so alleine waren mit dieser grossen Verantwortung und auch alleine gelassen wurden. Ich wünsche ihnen von Herzen die Möglichkeit, mit diesem belastenden Teil ihres Lebens Frieden zu schliessen.

  • urs bilger sagt:

    1 – 10
    produzier keine kinder. somit hast du ’nur‘ die sowieso vorhandenen stolpersteine im leben.
    und das beste daran; das ganze kindergeld kannste getrost mit deiner lieben frau fuer
    sachen ausgeben, die euch auch wirklich spass machen 🙂

    • Philipp M. Rittermann sagt:

      sie meinen wohl, „mit frauen, die ihnen wirklich spass machen?“ 🙂

    • Felix sagt:

      Also mir machen unsere Kinder schon auch z i i i i e m l i c h viel Spass 🙂 Klar: Einfach so easy-panisi ist das Erziehen nicht, aber die Kinder brachten eine neue Dimension in mein Leben, die ich nicht missen möchte. Jedem also seine Portion Glück, sei es mit oder ohne die kleinen Racker.

    • Hans Meiser sagt:

      Wäre schön gewesen hätten deine Eltern so gedacht. So müsste das Internet nicht solchem Blödsinn aufnehmen und für immer speichern.

    • M. Beles sagt:

      Mal schauen ob sie immer noch so denken wenn sie auf dem Sterbebett liegen und auf ihr Leben zurückschauen. Ich würde die Erfahrung eigener Kinder nie missen wollen!

    • maru sagt:

      @UB: Ja genau, ich bin 100% Ihrer Meinung! ……. und: Fotografiert und erstellt Fotobücher bis zum Umfallen, aber: Verschont ums Himmels Willen die lieben Mitmenschen davor, sie sich ansehen zu müssen. Wir haben schon genug Folteropfer auf dieser Welt.

  • Roshan sagt:

    Aufgruhd von Anweisung7 frage ich:welches Listerl hätten Sie gerne?

  • Madame Chilli sagt:

    An Alex: hahahahah, ich kann nicht mehr…!

  • Alex sagt:

    Ich hab bis zu Nr. 7 gelesen und weiss nicht weiter. Soll ich jetzt weiter ihre Meinung lesen – oder soll ich den Ratschlag direkt anwenden und mich nicht darüm kümmern was sie zu sagen haben?

  • Frenchi sagt:

    Mit vielem bin ich einverstanden und würde das sofort unterschreiben. Bei Punkt 9 kann ich aber nicht beipflichten. Eine der besten Investitionen war sicherlich der Wasserwärmer für den Schoppen. Kaltes Wasser oben rein und innerhalb 20 Sekunden kommt unten 37 Grad warmes Wasser raus. Dieses Gerät war vorallem in der Nacht einer der besten Helfer! Auch das Sterelisationsgerät möchten wir nicht mehr missen. Aber Mozart, Kinderparfüm oder sonstiges braucht es überhaupt nicht. Auch der ganze Spielzeugwahnsinn ist unnötig. Weniger ist oft mehr!

  • Hans sagt:

    Top Ten für junge Väter:
    1. Lies‘ keine Ratgeber – wenn du Esoterik willst, zünde ein Räucherstäbchen an.
    2. Hör‘ nicht auf Frauen, die Holzschmuck tragen – die würden am liebsten Ratgeber schreiben.
    3. Meide Menschen die Sätze sagen wie: „Mit dem Kind auf Augenhöhe kommunizieren“
    4. Dein Kind braucht einen Vater – keinen Clown.
    5. Deine Frau will einen Mann – keinen Ladyboy.
    6. Jack Baur weint nicht – und wenn er es doch tut, dann ist die Staffel aus.
    7. Dein Geld, deine Entscheidung.
    8. 300-PS-SUV nur mit Lederausstattung.
    9. Auch mal in Gesellschaft trinken.
    10. Mach‘ es richtig – IMMER.

  • Blitzblau sagt:

    Punkt 11 – bitte nicht auf kinderlose Freunde herabsehen, nur weil diese ein anderes Lebenskonzept wählten.

    • think about sagt:

      Oder eben nicht wählen konnten und die Natur dies nun mal so wollte – auch dann bitte nicht urteilen. Könnte ein Fettnapf sein 🙂

    • Nina sagt:

      Auf Freunde sollte man generell nicht hinabsehen, ob mit oder ohne Kinder, nicht? Für mich sind jedenfalls Freunde Freunde, das hängt nicht vom Nachwuchs ab.

    • Anastasia sagt:

      Genau…und bitte auch nicht immer durch den Versuch einem fremde Kinder aufzudrücken zu meinen, man komme dann auf den Geschmack und wolle auch uuuuunbedingt eigene! Es gibt tatsächlich Mensche die keine Kinder wollen und sich ihr Leben anders gestalten.

      • Blitzblau sagt:

        Konklusio: man sollte wohl generell auf gar keine Menschen herabsehen! 🙂
        Aja Punkt 11a) bitte sich nicht als Übereltern präsentieren, es nervt nur.

  • Alma sagt:

    Punkt 8 finde ich auch gut 😉 Stecke da grad mitten drin. Seit zwei Jahren versuche ich ein Fotobuch zu machen habs aber immer noch nicht geschafft. ! Und jetzt kommt bald Baby Nr. 2 ….

    • Francesca sagt:

      Hab’s auch nicht geschaft und könnte Grossmutter sein. Was soll’s, ging halt nicht alles, arbeiten, Kinder aufziehen und die Freude am Leben und den Humor behalten… Aber das letzte hab‘ ich hingekriegt, gäng söffu ;)!

      • Annelli sagt:

        Hut ab Francesca! Das allerallerwichtigste haben sie zu Stande gebracht! Bin auch gerade daran… bald auch ohne Mann an meiner Seite, aber hoffe es gelingt trotzdem…

  • Hotel Papa sagt:

    Punkt 1 steht mit gutem Grund an erster Stelle. Fidiguet.

  • Columbo sagt:

    11) Kondome sind billiger als Windeln 🙂

  • denker sagt:

    „Sich nicht um die Meinung fremder Menschen kümmern. Grenzt euch ab!“ Wozu also dieser Beitrag?

  • Markus sagt:

    Zur Zahnversicherung: nur die Versicherung für Zahnkorrekturen ist zu empfehlen, die kostet relativ wenig und deckt hohe Kosten ab. Andere Zahnarztkosten zu versichern ist teuer, und meist wird nur ein Anteil daran bezahlt, manchmal sogar nur 50 %. Das macht keinen Sinn.

    • Hotel Papa sagt:

      Ist wie jede Versicherung für einen Fall mit sehr hoher Eintretenswahrscheinlichkeit eine Sparversicherung. Je nach Fähigkeit / Möglichkeit zum Sparen nützt so etwas schon.

  • Giulietta sagt:

    Ein sehr interessante Liste: Windeleimer verzichtbar, zu viel Gugus, viel weniger reicht auch. Vor allem brauchen die Kinder in erster Linie die Aufmerksamkeit und Liebe ihrer Eltern. Bringt viel mehr als 1000 toys und andere crazy gadgets. Das mit der konsequenten Erziehung wird meiner Meinung nach auch überschätzt und vor allem frage ich mich, was ist falsch daran, auch mal ein Auge zuzudrücken? Kinder sind ja keine Welpen. Allerdings ist antiautoritär auch Mist. Den Kindern zuhören, ihnen den Alltag und alles was dazu gehört erklären und vorleben, dann wären viele Dramen nicht nötig.

    • Reto B. sagt:

      Tut mir leid, aber das tönt für mich immer genau wie die Leute, die sagen, dass man ja nie einen Hund vom Tisch füttern soll und es dann doch tun.

      Ich hab mir geschworen, dass ein Kind bei mir nie nie nie etwas durch quengeln bekommt. Was spricht dagegen, mal ein Auge zuzudrücken? Der Präzedenzfall!

  • tommaso sagt:

    Mir kommt die Liste vor wie die Tipps, die einem die eigenen Eltern geben wollen, sobald Kinder da sind. Darauf konnte ich gerne verzichten. Es gibt eben Erfahrungen, die jeder und jede selber machen muss… Man kann ja dann den eigenen Kindern, wenn die Enkel kommen, äh nein, eben nicht…

    • D.U. sagt:

      Da haben Sie recht, Tommaso. Allerdings finde ich Punkt 4 ganz wichtig und gut. Ich kenne das aus meinem Umfeld, wo Kinder dauernd die Wahl zwischen A und B gelassen wird. Die sind total überfordert (die Kinder) und frustriert. Ab und zu sind die Kids bei uns in den Ferien, da gibts oft keine Wahl zwischen Variante 1 und 2. Sondern nur einen Weg. Und siehe da, die Kids danken es, indem Ruhe ist und nicht immer herumgequengelt wird.

    • Nuria sagt:

      Tommaso, bin ganz Ihrer Meinung, ich fand diesen Artikel absolut unsinn! Jeder muss seine Eigene Erfahrung machen, ich persönlich brauchte in der ersten Zeit Besuch und Tumult, es ging mir ja auch bestens. Ich finde heutzutage wird das Kindhaben so hochgefeiert. Früher hatten die Leute viel mehr Kinder und machten nicht halb so ein Zeug daraus! Ich bin vierfache Mutter und ein kindernarr aber trotzdem finde ich, gibt es auch noch etwas anderes im Leben.

  • Lenggi sagt:

    Mit Punkt 5 bin ich nicht ganz einverstanden. Immer nur konsequent sein, hat so etwas absolutes an sich. Warum nicht auch mal eine Ausnahme machen. ? Schlimm für ein Kind ist es meiner Meinung nach nicht, ob man immer konsequent ist oder nicht. Schlimm ist es, wenn einem das Kind gleichgültig ist und man ihm darum immer seinen Willen lässt. Schlimm ist es aber auch, wenn man ein Kind vor lauter Konsequent-Sein unterdrückt und versucht ihm immer seinen Willen zu brechen.

    • Hotel Papa sagt:

      Schlimm für ein Kind ist,wenn es seine Umgebung nicht lesen kann. Konsequenz ist Teil davon.

      Was nicht heisst, dass man nicht genau auf die Bedürfnisse des Kindes hört. Schreiin in der Nacht um Aufmerksamkeit ist eines. Schreien wegen gesundheitlicher Probleme ist etwas anderes.

      • Laura sagt:

        Warum ist denn Aufmerksamkeit etwas schlechtes?

      • Hotel Papa sagt:

        Aufmerksamkeit jederzeit, überall, und wenn es ein muss auch auf Kosten der Gesundheit der Eltern ist etwas Schlechtes. So züchtet man Tyrannen. Die kann man täglich ringsum beobachten.

      • Reto B. sagt:

        Hotel Papa, und wie erklären sie das irgendeiner (oder gar ihrer) Frau, die sie in just dem Moment, da sie so etwas sagen für einen emotionalen Klotz und Unmenschen hält, respektive ihnen dies lautstark zu verstehen gibt.

        Konsequenz ist fürn A***, wenns nur einer macht.

  • DerMitDerWindelInDerHandNichtTanzt sagt:

    Baby-Windeleimer find ich der Hammer! Das war ne goldrichtige sehr entspannende Entscheidung. Sonst alles sehr ok. : )

    • Viktor sagt:

      Ich find Windeleimer auch toll. Sauber, kein Gestank.

      • Hotel Papa sagt:

        Dito. Wer allerdings von Anfang an Pampers einsetzt, braucht ihn nicht.

      • Alma sagt:

        Ich finde den Windeleimer auch total unnütz. Hab ihn nach 10 Tagen wieder verschenkt. Nahm nur Platz weg. So geht es auch ohne Gestank: Plastikbeutel in welchen Früchte etc. beim Einkaufen verpackt werden sammeln und die einzelnen Windeln da rein und in den normalen Abfall.

      • Hotel Papa sagt:

        Eine gut gewickelte Wegwerfwindel stinkt auch so nicht.

        Der Windeleimer ist bei Stoffwindeln essentiell. Haben wir bei Nr 1 so gehalten. Nr. 2 war ein soches „Fägnäscht“, dass es von Anfang an nicht ging.

  • Philipp M. Rittermann sagt:

    ich habe hier noch die 10 dinge für junge väter.
    1 auch wenn es ihnen schwerfällt, merken sie sich, wo sie wohnen, (bzw. miete bezahlen)
    2 take the long way home
    3 alkoholkonsum hilft ihnen des nachts durchzuschlafen trotz kindergeschrei
    4 legen sie sich eine „kriegskasse“ an (merke – jede 3. ehe wird geschieden)
    5 bestehen sie auf gütertrennung
    6 geben sie sich hin und wieder mit den kindern ab
    7 ermutigen sie die gattin sich hin und wieder mit den kindern abzugeben
    8 erstellen sie einen menueplan und kontrollieren sie die einhaltung der essenszeiten
    9 glaube versetzt berge
    10 beten sie.

  • marak sagt:

    Ein Fotobuch pro Jahr ist zuviel. In Kürze liegt die Würze. Niemand will später auf dem Sofa sitzen und 18 Bücher durchblättern und so seine Kindheit noch einmal Revue passieren lassen.
    Jedes Jahr ein Pool an besten Fotos bilden, dann mit ein wenig Abstand die allerbesten auswählen und ein hübsches Album machen.

    • Reto B. sagt:

      Och ich finde nicht. Ich rede ürigens nicht von riesigen Fotoalben sondern den schlanken Büchlein, ca 15x15cm und maximal 1 cm dick. Jedes Jahr so eins ist eine gute Sache.

  • adriano C sagt:

    Lustig ist vor allem Tip 7.

    • Francesca sagt:

      Ja, vor allem, wenn man dann vor die Kindergärtnerin/Spielgruppenleiterin/Primarschullehrerin zitiert wird, weil… ;). Ich weiss wovon ich rede…

  • Philipp M. Rittermann sagt:

    die listen werden ja individuell sein. ich glaube aber, dass sie durchaus, als reminder, ihren zweck erfüllen können. die jungen mamis sehen ja vielfach zu beginn vor lauter bäumen den wald nicht mehr; hier ist solch eine check-liste zur zwischen-durch-betrachtung-und-entlastung vielleicht gar nicht so schlecht.

  • Swsissfamily sagt:

    Super Tipps! Könnte ich so glatt unterschreiben. Einzig dem mit der Lebensversicherung würde ich nur teilweise zustimmen. Eher nicht im schwangeren Zustand abschliessen. Aber abschliessen ist echt in Beracht zu ziehen. Habs einfach zu viel gesehen, wo dann nebst dem emotionalen Elend ncoh das Finanzielle dazu kam. Das muss ja nicht sein.

  • Luise sagt:

    Ich hab nie eine Liste gemacht…

    • Anja sagt:

      Bis auf Punkt 2 (denn da waren wir deutlich vorausschauender..) kann ich allen Punkt zustimmen! Einen Punkt würde ich noch ergänzen: Der „Paarbeziehung“ von Beginn an mehr Zeit und Raum schenken…

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