Klappe, Baby!

Mamablog

Ab in die Babyklappe: Szene aus dem Schweizer Kurzfilm «Déposer les enfants». (Foto Rita Productions)

Eine Autofahrt im Familienkombi. Die Eltern vorne, die Brut hinten, alle fünf in ihren Kindersitzen angeschnallt. Die Kinder quengeln. Sie haben Hunger, doch jenen Müsliriegel, den ihnen die Mutter reicht, wollen sie nicht. «Ich habe keinen anderen Müsliriegel», ruft die Mutter genervt nach hinten. Die Stimmung im Auto ist geladen.

Als die Kinder kurz darauf zu pfeifen beginnen, rastet der Vater aus. Er fährt an die Seite, stoppt, schreit nach hinten, dass sie endlich damit aufhören sollten. Die Kinder schauen geschockt, schweigen. Die Stimmung ist beklemmend. Der Vater merkt, er hat überreagiert. Er dreht sich zu den Kindern, entschuldigt sich. Aber natürlich könnt ihr pfeifen, sagt er mit gespielter Fröhlichkeit. Jeder darf das. Dort, am anderen Ort, sagt er, könnt ihr pfeifen, so oft ihr wollt.

Wo das sein wird, ist für den Zuschauer des 10 Minuten dauernden Kurzfilms «Déposer les enfants» (Bei Tagesanzeiger.ch/Newsnet zu sehen: Kurzfilm der Woche) vorerst offen. Die Regisseure Bettina Oberli und Antoine Jaccoud lüften das Ziel der Reise erst gegen Ende. Es ist bei einem Spital, irgendwo in der Schweiz. Der Wagen hält an, sie steigen aus. Die Eltern drücken jedem Kind einen Tagesrucksack in die Hand. Dann klettert eins nach dem anderen in eine Babyklappe. Ruhig, ergeben, wie zuvor besprochen. Die Mutter ruft ihnen noch ein verzweifeltes:«Sagt ihnen, ihr gehört zusammen!», hinterher. Und die Kinder sind weg.

«Tout est possible maintenant», sagt der Vater darauf in traurigem und leicht forderndem Unterton. Alles ist möglich. Lass uns neu beginnen. Doch sie fahren nicht weg. Es ist schon dunkel. Die beiden realisieren, dass sie nicht neu beginnen können. Die Leichtigkeit wird nicht wiederkommen. Nie. Die Eltern haben kapituliert. Ihre wichtigste Aufgabe hingeschmissen. Weil sie ganz einfach nicht mehr konnten. Und weil die Kinder doch etwas Besseres verdient haben als sie. Sie sollen es besser haben. Wo auch immer das ist.

Die überzeichnete Geschichte von Bettina Oberli geht unter die Haut. Sie drückt Gefühle, Stimmungen und Gedanken aus, die wohl die meisten Eltern in der einen oder anderen Form kennen. Es geht um Überforderung. Wie Kinder einen an Grenzen bringen können. Man jene kleinen Menschen anschreit, die man doch eigentlich so sehr liebt. Doch der Alltag, die Probleme drohen einen zu erdrücken.

Ich kenne dieses Gefühl nur zu gut. Als junge Mutter hatte ich es oft. Mein Baby war sieben Monate alt und ich bereits alleinerziehend. Der Vater hatte sich aus dem Staub gemacht, ich konnte mich nicht auf ihn verlassen. Zu der Zeit begann ich wieder zu arbeiten, 50 Prozent. Ich musste Geld verdienen, um uns über die Runden zu bringen. Mein Sohn kämpfte mit einer Lungenenzündung. Wir beide schliefen kaum. Die Betreuung des kranken Kindes war anstrengend und belastete mich sehr. Es ging mir körperlich und psychisch schlecht. Die Enttäuschung, dass wir Eltern es nicht mal zu Beginn geschafft hatten, eine Familie zu sein, war gross.

Doch nur mein allerengstes Umfeld wusste von all dem. Gegen aussen hin waren meine Probleme ein Tabu. Ich gab vor, alles sei bestens. Sicher, haben wir alles im Griff.

Ich brauchte Jahre, bis ich damit klar kam. Irgendwann begann ich mich gegenüber anderen Eltern zu öffnen, sprach über die schlimme Anfangszeit. Sobald ich das getan hatte, erfuhr ich, dass auch andere Eltern immer mal wieder heillos überfordert sind mit ihrer Rolle, der Beziehung zu den Kindern, dem Lebenspartner, dem Job. Der Film «Déposer les enfants» bringt solche Seiten des Familienlebens ans Licht. Er macht sie zum Thema, und das ist enorm wichtig.

125 Kommentare zu «Klappe, Baby!»

  • Brunhild Steiner sagt:

    @Muttis Liebling:
    wie gelegen dass Sie von gefärbten Sekundärkenntnissen verschont sind…,
    wobei ich irgendwie den Verdacht habe, es hapere schon bei den primären, der politische Osten war nicht „schön“, sicher? Und ein paar Freunde hat es hart getroffen, echt jetzt?
    Wurden die auch wie tausende Andere in den Arbeitslagern deponiert?
    Enteignet, fremdbestimmt, jeglicher Würde beraubt?
    Oder grad des ganzen Lebens?
    Und Ihnen hats gar nicht geschadet, dass das Ihre Freunde waren?

  • Burkhardt sagt:

    Kinder reagieren auf die Verhaltensweisen der Eltern. sie erkennen, wie sie Macht ausüben können. Es Ist an den Eltern, zwischen Hilferuf und Zwängerei unterscheiden zu können – und angemessen zu reagieren.

    • tina sagt:

      ja, und das ist eben immer eine gratwanderung. mal gelingts besser, mal schlechter. wenn leute sich nerven über eltern, dann sehen sie doch immer (!!!) nur momente. die leute sind im allgemeinen nicht doof genug, permanent falsch zu reagieren

  • Widerspenstige sagt:

    Wir sind ja hier in einem Mamablog und da darf Schönes und Schlechtes diskutiert werden im Zusammenhang mit dem Mamasein. Nur wer das Gefühl des Überfordertsein erkennt und eingesteht, ist bereit, es mtzuteilen an engste Freunde. Solche Foren helfen ernorm, sich nicht allein und ohnmächtig zu fühlen und darüber zu schreiben hilft ebenso. Ich war sehr oft ‚am Anschlag‘ zu Beginn des Mutterseins und musste da einfach ‚durch‘. Je jünger eine Frau Mutter wird, desto eher kann sie Schlafmangel verkraften. Dass man zu lange zuwartet, sich freiwillige Hilfe von Aussen zu holen, ist der wunde Punkt.

    • Eni sagt:

      Danke, dass Sie Schlafmangel ansprechen. Ich leide schon seit 14 Jahren darunter und die Medis helfen nur sehr bedingt. Obwohl ich sehr gerne arbeite, ist es immer ein Kampf, bis zum Wochenende durchzuhalten, wo ich dann am morgen wieder länger liegen bleiben kann. Meine Kinder wissen auch, dass sie am Wochenende vor 9h nichts von mir zu erwarten haben. Falls sie früher aufstehen und Hunger haben, müssen sie sich selber helfen.

      • tina sagt:

        wenn man medikamente nehmen muss um schlafen zu können, hat der schlafmangel aber vermutlich nicht mit der mutterschaft zu tun.
        da kommt mir gabis rat für teenager in den sinn, die nicht schlafen können (was häufig vorkommt, da der ganze körper, gehirn und hormone total im umbau sind): sport mache auch müde :S

      • gabi sagt:

        … Aber Hallo!

        😉

    • Muttis Liebling sagt:

      Da kann man etwas machen und schwer ist das nicht.

      • tina sagt:

        ML: wogegen kann man etwas machen, gegen „am anschlag laufen“ wenn die kinder noch klein sind? ja kann man, und das tut auch jede mutter. aber es ist eine sehr strenge zeit. genau solche sprüche, die so tönen als ob es leicht sei, und man nur aktiv zu werden brauche, sind killer. am meisten half mir immer einfach zuspruch und bestätigung: ja es ist streng, du machst das gut.

      • Muttis Liebling sagt:

        Tina, ich kann mir nicht vorstellen, warum man wegen Kindern am Anschlag laufen sollte, das ist nicht Theorie, meine Frau hat bei beiden Kindern bis 6 Wochen vor der Geburt und nach der Stillperiode als Krankenschwester zu 100% im 3- Schichtsystem gearbeitet und ich habe die Kinder bis zur Einschulung betreut. Da war nichts Anstrengendes, das kann man sich nur selbst machen. Es gab Regeln bei uns, alles was Zuwendungs- oder Wohlstandsverwöhnung verhindert. Keine tolle Kleidung, kein tolles Spielzeug, keine Eventveranstaltungen, keine Begleitung zum Kindergarten, da mussten sie alleine hin.

      • Muttis Liebling sagt:

        Geschweige dann von solchen Habituierungen, Kinder zur Schule zu begleiten. Das gab es alles nicht bei uns. Auch ein 4- jähriges Mädchen kann mit ihrem 2- jährigen Bruder allein in die Kindereinrichtung gehen, auch über öffentliche Strassen. Heute macht die damals 4- Jährige Kinder- und Jugendtheater und hat eine Reife erreicht, die es ihr erlaubt, mich einen emotionalen Volltrottel zu nennen, weil ich eben nicht ihr Niveau habe. Aber das will man ja eigentlich als Eltern. Die Kinder sollen besser sein und das bringt man ihnen nicht bei, wenn man sie überbehütet, beschützt, verwöhnt.

      • tina sagt:

        und selbstverständlich war auch 100% im schichtbetrieb arbeiten nicht schwer für ihre frau, richtig?

      • tina sagt:

        ich würde nicht davon ausgehen, dass der grund für „am anschlag laufen“ der ist, dass man die kinder verwöhnt und irgendwie zu blöd ist, es richtig zu machen. ich würde auch nicht davon ausgehen, dass man es darum nicht als schwer empfand, weil man alles richtig machte. vielleicht seid ihr besondere talente oder eure kinder, oder ihr hattet sonst auf einer ebene glück. aber die meisten leute finde die zeit eben streng. das macht ja nichts, nur weil es streng ist, muss man ja daran nicht zerbrechen. aber so tun, alsob es nicht streng wäre, ist überflüssig.

      • tina sagt:

        ich stimme ihrer tochter übrigens zu

      • Muttis Liebling sagt:

        Sie war immer berufsfixiert und leitet jetzt ein Berliner Sozialamt. Die Kinder waren nie das wichtigste, das war meine Aufgabe und die sind jetzt auch eher auf mich orientiert, allerdings vor allem aus dem Grund, weil wir alle drei mehr Künstler als Beamte sind.
        Nur das Kernthema ist, ich kann die Belastung der Elternschaft nicht entdecken. Mir hat das nichts gemacht, ich habe parallel studiert deshalb hatte ich bessere Zeitvariabilität, und gelernt habe ich eben nachts, wenn die Kinder schliefen. Allerdings gingen sie jeden Tag in die Kindereinrichtung, was ich für essentiell halte.

      • Muttis Liebling sagt:

        Die Kleinfamilie ist keine Umgebung für Kinder, entweder 3- Generationenfamilie und 4 Geschwister oder Kindergarten. Das Schrecklichste, was man einem Kind antuen kann, ist allein aufzuwachsen, im Einfamilienhaus mit Gartenzaun und 2 x 2 qm Buddelkasten.

      • Muttis Liebling sagt:

        Tina, ich habe so ein wenig Überblick. Die Zeit, als Kinder mehr als Belastung, als Freude empfunden wurden, begann so ziemlich genau 1976/77. Da hat ein Kulturwandel stattgefunden. Da knicken fast in allen den OECD- Staaten die Geburtenkurven ein.
        Kinder sollten aufwachsen, wie Gras wächst. Ohne besondere Behutsamkeit. Es gibt das Tagebuch eines Söldners aus dem 30- jährigen Krieg, der den überlebt, aber Frau und 5 Kinder im Tross verloren hat. Der hat ein paar Tage getrauert, dann hat er sich eine neue Frau genommen und mit ihr wieder Kinder gezeugt. Nur das ist vernünftiges Verhalten.

      • tina sagt:

        ja ich sehe, sie haben es total im griff und wissen auch wie es geht. möglicherweise liegt die belastung der eltern, die es als streng empfinden (nicht durchgehend übrigens), darin, dass sie ihre kinder nicht wie gras behandeln möchten

      • tina sagt:

        ….und den verlust von partner und kindern nicht in ein paar tagen wegstecken wollen und würden. und auch nicht der ansicht sind, dass das erstrebenswert sei. aber klar, mit so einer haltung spart man sich eine menge stress, das kann ich nachvollziehen

      • tina sagt:

        es gibt natürlich studiengänge die einfacher sind, aber von wegen nachts lernen: irgendwann muss man schlafen. also schliefen sie tagsüber, weil ihnen ihre frau den rücken frei hielt. wenn das frauen heute machen (kind fremdbetreuen lassen damit man studieren kann) nennt man das selbstverwirklichung, und ja, so wirklich streng ist das ja nicht. daran brennt auch keiner aus, ausser er hat sonst psychische probleme

      • Muttis Liebling sagt:

        Tina, Kleinkinder schlafen etwas länger als Erwachsene. Die Zeitdifferenz reicht. Eines muss klar sein, wenn man mit 20- 21 Jahren Eltern wird, dann gibt es eben mal für ein paar Tage kein Privatleben. keine Ferien, kein nichts.
        Aber das geht vorbei, dafür hat es man mit 30 hinter sich. Bei einer Generationenfolge von 20 Jahren ist eigentlich alles ganz einfach. Da gibt es 40- jährige Grosseltern, die problemlos mal auf Eltern umschalten können.
        Da gibt es immer das Verhältnis von 2 erwerbenden zu einer konsumierenden Generation. Wenn man Kinder erst mit 30 bekommt, kehrt sich das um.

      • Widerspenstige sagt:

        Mothers Biest, das ist sehr relativ, nicht wahr, wie das wahrgenommen wird vom Individuum Mama. Ich war mit der Doppelbelastung Geburt, Stillen und Aufbau des eigenen Geschäfts gleichzeitig einfach öfters ‚am Anschlag‘. Das ist aber ein Extrembeispiel und deshalb erwähne ich es hier auch nicht so oft. Ich kann aber nachvollziehen, wie es vorallem Erstgebärenden während der ersten Monate ergeht, wenn nach der kurzen MutterschaftsZEIT (KEIN -urlaub!) der Arbeitsbeginn früh am Morgen nach wenigen Schlafstunden beginnt. DAS IST HART!

        Tina, nicht aufregen, ML provoziert gerne in nüchterner Manier.

      • Widerspenstige sagt:

        ‚“Der Tod eines Mannes ist eine Tragödie, aber der Tod von Millionen nur eine Statistik.” Mit diesem Zitat von Stalin kannst Du wohl bestens umgehen, ML?! Was Du hier gerade sagst ist verachtenswerte Unmenschlichkeit ohne jegliche Empathiefähigkeit. Da gehe ich keineswegs konform in irgend einer Weise!!

      • Carolina sagt:

        WS, ML hat ja selber gesagt, was seine Tochter ihm nachsagt: dass er emotional ein Zwerg ist. Und Empathie? Wo soll die bei all dieser Selbstüberzeugtheit, diesem wirren Sich-die-Welt-Zurechtlegen, diesen irrationalen (!) Abneigungen (z.B. gegen die Schweiz in toto) und scheinbar gelungener DDR-Gehirnwäsche herkommen?
        Ihre Phrasen werden langsam wirklich langweilig, ML. D.h. Sätze wie ‚ Eine Frau, an die mich gerade gewöhnt hatte, ist bei einem Verkehrsunfall gestorben. Ich habe mir nach 2 Wochen eine andere genommen‘ sind nicht nur merkwürdig, sondern gehen für mich ins Kränkliche.

      • tina sagt:

        offenbar waren es höchstens 4 stunden heimstudium, wobei nicht alle kleinkinder am stückschlafen, und bei mehreren kindern normalerweise nicht alle gleichzeitig.
        ich glaube das ist so lang her, dass sie es vergessen haben. und zur ersetzlichkeit von partnern und familienmitgliedern: kann man so sehen, wollen die leute aber wohl im normalfall nicht. für mich läuft so eine haltung unter emotionaler verkrüppelung

      • tina sagt:

        ich meine mit kindern die gleichgeschaltet durchschlafen und dann fremdbetreut werden nur ein bisschen heimstudium zu machen ist wohl eher seltener ein grund für überlastung. darum muss das hier auch nicht weiter diskutiert werden. ich mag schräge leute, aber diese zur schau gestellte kälte ist mir zuwider. sehr

      • Muttis Liebling sagt:

        Wir haben eben grundsätzliche weltanschauliche Differenzen, die darauf beruhen, das Ihr zu Individualität und ich zu Sozialität und politischen Denken erzogen bin. Empathie habe ich manchmal, aber nicht häufig, weil ich das ehe unter vernachlässigbar abbuche. Wichtiger ist die Sicht auf das Ganze, wichtig ist nur politisches Engagement und da kann man auch mal unmenschlich sein. Muss nicht gleich Stalin sein, der war eine Nullnummer. Aber auch menschlich sein ist nicht sonderlich wichtig.
        Aber ich muss mich nicht mit den Frauen streiten, die ich hier am meisten schätze.

      • Roshan sagt:

        Wichtig ist die Sprsche des Herzens, ML. Dass unabhängig von unserer Herkunft und wie wir erzogen wurden (oder verzogen, je nach Sicht) wir alle genau wissen, welches kleine Licht dort wohnt, wo wir in den stillen Momenten mit verschlossenen Augen hinschauen. Horcht auf jene Stimme. Heute mehr als je!

        Ich bin fester Hoffnung und vertraue auf jenes kleine Licht, ML.

      • gabi sagt:

        Hört doch endlich mal auf, maries Liebling immer zu bashen.

        So gemein. Dabei ist er wirklich ganz allein!

    • Widerspenstige sagt:

      Eni, das ist bereits eine chronische Schlafstörung und gehört eigentlich in therapeutische Hände. Wurde ein medizin. Befund denn regelmässig gemacht von der Hausärztin? Meines Wissens darf ein rezeptpflichtiges Schlafmittel nicht jahrelang ohne genauere Massnahme verschrieben werden. Und gibt es keine Fachhilfe stundenweise für Zuhause für den hirmgeschädigten Sohn, welche zum grössten Teil von der Krankenkasse gedeckt wäre? Er ist doch ein anerkannter IV-Fall oder irre ich mich?

      • Eni sagt:

        @ Widerspenstige

        Ich bin seit Jahren in Behandlung. Eigentliche Schlafmittel kann ich gar nicht nehmen, da diese meinen eh tiefen Blutdruck noch mehr senken. Pflanzliche und von homöophatischen Mittel habe ich Kehrsymptome die aber nicht umkehren. Ich nehme seit meinem Zusammenbruch Nov 12 nun wieder andere Mittel, die aber unter Psychopharmaka laufen und die helfen halt nur bedingt, da meine Lebensumstände durch Medis nicht geändert werden. Tja, ab Nov habe ich dann innerhalb von 3 Monaten über 15 Kilo zugenommen, was halt auch wieder sehr frustrierend ist. Das Leben bereitet mir enorme Mühe

  • Roshan sagt:

    Eine eindrückliche Schilderung dessen, was jener Kurzfilm in Ihnen ausgelöst hat.

    Dass dies hier wenig bewirkte, können Sie anhand der doch wenigen Reaktionen nachlesen. Leider, trotz Ihres wirklich eindrücklichen, offenen und ehrlichen Beitrages.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Roshan:
      ich könnte mir gut vorstellen dass die nachlassende Beteiligung mit andren Sachen zu tun hat,
      ewig in der Schlaufe hängen ist nicht austauschförderlich,
      und ich frag mich auch, ob Einige weggesperrt sind…

    • mila sagt:

      Die Schlaufen, die sich ewig wiederholenden Themen (und Meinungen), Zeitknappheit: es gibt viele Gründe, weshalb Kommentierende wegbleiben. Bei mir ist es eine Mischung aus allen dreien – aber um ehrlich zu sein, ist das ja auch nicht weiter tragisch. Denn wenn man einem Gefäss entwächst, erwachsen daraus Kapazitäten für Neues: in welchem Lebenszusammenhang auch immer. 😉

      • Brunhild Steiner sagt:

        @mila:
        schön sind Sie wieder mal zu lesen!

      • Roshan sagt:

        Auch bei mir. Dennoch möchte ich meine Meinung manchmal sagen. Das Karussel danach ist dann halt der Geschmack derjenigen, die sich darauf herumdrehen lassen wollen.

      • Roshan sagt:

        Es freut mich, dass aus dem Gefäss Hinauswachsen zu einem Garten der Freude und Perspektive führte. Gleich wie bei mir.

        Dass unsere Schildträgerin resolut und standhaft die Sprache des Herzens hier unermüdlich nicht verstummen lassen will, gebietet meinen Respekt.

        Du weisst, das, BS.

      • mila sagt:

        @Roshan, 17.27 h:

        In der Tat – und schön, dass es Dir gut geht.

      • mila sagt:

        @Brunhild:

        Na ja, viel zu lesen gab es ja nicht. 😉 Vielleicht ein ander Mal wieder, wenn’s nicht ganz so hektisch zu und her geht.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Muttis LIebling:
      da sollten Sie aber ein bisschen vorsichtiger sein, mit dem „die Dissolzialität der Teilnehmer und unter dem Deckmantel der Toleranz halten“…, wie ging das nochmal mit der Legitimation im Namen einer Ideologie sei töten erlaubt?
      Und ehrlich gesagt, wenn ich zwischen „virtuell in der Schlaufe“
      und der „Schlaufe an meinem Leben (bspw Verwehrung einer Ausbildung, Ausübung eines Berufes etc) bis direkt an meinem Hals wählen muss, dann doch lieber die virtuelle…
      Dass das Leben im Ostblock von Ihnen immer wieder so verharmlost werden kann erstaunt mich nicht weniger.

      • Muttis Liebling sagt:

        Brunhild. Ihr habt nur gefärbte Sekundärkenntnisse. Der politische Osten war nicht schön, ich habe viele Freunde, die es hart erwischt hat. Aber so im Grundsatz wertlos, wie es im Westen ist, war es nicht. Es ist ein Unterschied, ob es individuelles Unrecht gibt, oder ob eine Gesellschaft im Selbstverständnis verdorben ist.

      • Carolina sagt:

        Na ja, das ist es ja gerade, was so stossend an Ihrer Weltsicht ist, ML, obwohl ich zugeben muss, dass es mir schon fast Respekt abringt (ein ganz wenig), wie sehr sie sich daran klammern, dass nicht die DDR ein durch und durch verrottetes System bzw Unrechtsstaat war, sondern der Westen – Hauptfeindbild Schweiz (erstaunlicherweise scheinen Sie ja Berlin aus der Kritik herauszunehmen, vielleicht weil Ihnen die politische Verrottung bekannt vorkommt?). Ohne dass ich die Zustände ‚im Westen‘ schönreden muss, bin ich zumindest nicht so hirngewaschen, dass ich ein Unrechtssystem kritiklos und

      • Carolina sagt:

        /2 verherrlichend bis in mein späteres Erwachsenenalter und vor allem nach dessen vollumfänglichen Scheitern verteidige – Ihr ‚ein paar Freunde…. hat es hart getroffen‘ als Einzelfälle darzustellen ist einfach degoutant.
        Uebrigens: Ich habe nicht nur gefärbte Sekundärkenntnisse!

      • Brunhild Steiner sagt:

        15:45 bezieht sich auf Carolina…

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Carolina:
        vielleicht klappts jetzt? 15:45 wurde eliminiert, dabei wars ein harmloses:
        😉

      • gabi sagt:

        Sehr gut, Caro.

        Aber wer in der DDR nicht mitgekriegt haben will, was im Film „das Leben der Anderen“ derart grandios zusammengefasst und nacherzählt wird, bei dem ist wirklich Hopfen und Malz verloren.

      • gabi sagt:

        Der vorgebliche Unterschied besteht nur darin, dass im einen Fall also nun Geld den Unterschied macht (böses, böses Profitstreben!) oder im anderen Fall nichts ohne Beziehungen nichts läuft (zum Nachteil aller Anderen).

    • Sportpapi sagt:

      Die wenigen Reaktionen haben wohl den erwähnten Grund.

  • Hermann sagt:

    Meine zwei Söhne haben eben die Sau abgelassen. Da habe ich ihnen diesen Film gezeigt. Nun wollen sie nicht mehr in die Schweiz in die Ferien, denn da gebe es ja Babyklappen…..

  • die konstante herausforderung welche unsere kinder uns dauernd stellen erfordert oefters eine DEUTLICHES NEIN und somit dementsprechend zeit fuer uns selber. sonst empfehle ich eine katze oder einen hund……..da gehts auch mit viel weniger……

  • Tom sagt:

    Ganz sicher sind diese Babyklappen keine gute Lösung, aber die Alternative die oft gewählt wird finde ich noch schlimmer: Tötung des geborenen oder ungeborenen Kindes.

    • mia sagt:

      @BS: Warten Sie mal ab, bis man findet, es sei jetzt an der Zeit, um Sie dorthin zu komplimentieren. Spätestens dann werden Sie feststellen, dass es sich dabei wohl doch nicht um ein „kleines Detail“ handelt.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @mia:
        auch Sie stehen in Gefahr, je nach gesundheitlicher, resp. geistiger Verfassung,
        irgendwohin komplimentiert zu werden, wo Sie nicht wollen-
        das hat mit dem Kinderhaben oder nicht-Kinderhaben herzlich wenig zu tun!

        Es ist ein lächerliches Detail
        wenn Sie das als Argument fürs „wie froh bin ich keine zu haben“ bringen.

      • Brunhild Steiner sagt:

        2/ oder deutlicher gesagt, haben nicht die Kinder den Eindruck (fälschlicher-oder richtigerweise) dass Sie Unterstützung, bis am Ende etwas institutionelles benötigen, sind es weitere Verwandte (Nichten, Neffen etc), Nachbarn, Spitex uä welche bei drohender Verwahrlosung versuchen werden einzuschreiten- sind Sie gut beisammen und entscheidungsfähig dann können Sie heutzutage nicht einfach so „versorgt“ werden.
        Ich erweitere deshalb auf: nicht nur kleines, sondern auch absurdes Detail.

  • Marietta sagt:

    Mein Mitleid hält sich extrem in Grenzen. Ich kann Leute einfach nicht verstehen, die heute noch Kinder in diese Welt setzen. Ein ganze Generation „No Future“ wird da geboren. Diese Kinder werden später, wenn sie gross sind, keine guten Jobs finden (weil die gibt es einfach nicht mehr), und sich auf einem zerstörten, übervölkerten Planeten durchschlagen müssen, umgeben von Milliarden anderer verzweifleter Menschen, denen es ebenso dreckig geht und die auch nur für sich schauen. Das ist die Zukunft und jeder weiss es, und trotzdem tut man den Kindern das an. Ist eigentlich Kindsmisbrauch.

    • Una sagt:

      Liebe Marietta, Sie sind eine Schwarzseherin. Das ist ok. Es sind aber nicht alle Schwarzseher. Und das ist auch ok.

    • alam sagt:

      Ja, es ist wirklich und wahrhaftig völlig verantwortungslos, heute noch Kinder in die Welt zu setzen. Wir waren schliesslich vor 30 Jahren schon die „no Future“ Generation, und dann ist auch noch der Wald gestorben, und alles wurde immer noch schlechter und jetzt noch der ganze Klimawandel und die schlimmen Jugendlichen und die bösen Linken, und dann zu allem noch diese Feministinnen…

  • Wüthrich sagt:

    Dieser Film handelt ja von etwas, was wirklich passiert ist. Dieser J.J. Rousseau hat geschrieben, wie Kinder zu erziehen sind. Seine Frau musste aber alle ihre Kinder im Armenhaus (so hiess das damals) abgeben. Hätte er besser seine Theorie der Praxis angepasst und seine Erwartungen heruntergeschraubt?

    • Muttis Liebling sagt:

      Man muss nicht das leben, was man sich in der Theorie erarbeitet. Theorie ist viel wichtiger als Pragmatik oder Praxis. Letztendlich entwickelt sich die Welt nur im Ideellen. das was stattfindet, ist weitgehend belanglos. In der Praxis begegnet man fast nur Unbegabten, Pseudowertfixierte, denen das Denken so fern ist, wie mir das Tangotanzen.

  • Madeleine Widmer sagt:

    Ich habe keine Kinder und bin froh darum!

    • mia sagt:

      @Madeleine Widmer: „Froh“ ist noch stark untertrieben! Ich bin überglücklich, dass mir solches Ungemach – auch dank meines Mannes erspart geblieben ist, bei dem Familienplanung ebenfalls nie ein Thema war, weil er nämlich m i c h wollte und nicht eine Mutter für seine Kinder. Wir haben noch nie jemanden beneidet, der Kinder hatte, bedauert aber schon oft. Es ist uns allerdings durchaus bewusst, dass wir uns dereinst das Altersheim selber aussuchen müssen….

      • P.M. sagt:

        „Ich bin überglücklich, dass mir solches Ungemach – auch dank meines Mannes erspart geblieben ist…“ Ihre Aussage finde ich schon sehr bedenklich. Auch wenn man selber keine Kinder möchte, wäre ein wenig Toleranz andern, die für sich eine andere Lebensform wählen, wünschenswert.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @mia:
        nun, ich für meinen Teil, die ebenfalls von ihrem Mann als Person gewollt wurde und nicht als zukünftige Nachkommensherstellerin, beneide Menschen die dermassen nur schwarz/weiss sehen können, ebenfalls nicht, höchstens bedaure ich sie-
        das „sich selber das Altersheim aussuchen dürfen“- seltsame Konzentration auf ein kleines Detail.

    • Una sagt:

      @Eni: Sie sprechen mir aus der Seele!
      @MW und mia: Warum suchen Sie sich nicht einen Blog, wo Ihre Kommentare einen konstruktiven Beitrag liefern könnten? Erklärung: Ich habe keine elektrische Eisenbahn und bin auch froh darüber, aber mir käme es nicht in den Sinn in einen Blog von Märklin Fans zu gehen und dort herumzutröten wie froh ich darüber bin, KEINE elektrische Eisenbahn zu besitzen und wie leid mir die Leute tun, die eine solche haben.

      • Carolina sagt:

        Schliesse mich Ihnen allen an. Ist aber schon interessant: man sollte eigentlich meinen, dass jemand, der so zufrieden und glücklich mit seinen Entscheidungen ist (hier damit, keine Kinder zu wollen), es nicht nötig hätte, auf diese sauertöpflische und missionarische Art und Weise ausgerechnet in einem Mamablog immer wieder darauf hinzuweisen, wie wahnsinnig glücklich sie damit seien. Komisch, oder?

      • Carolina sagt:

        Ich schliesse mich Ihnen allen an. Ist aber schon interessant: man sollte eigentlich meinen, dass jemand, der so zufrieden und glücklich mit seinen Entscheidungen ist (hier damit, keine Kinder zu wollen), es nicht nötig hätte, auf diese verbiesterte und missionarische Art und Weise ausgerechnet in einem Mamablog immer wieder darauf hinzuweisen, wie wahnsinnig glücklich sie damit seien. Komisch, oder?

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Una
        @Carolina:
        🙂 🙂 🙂

    • Andrea Mordasini, Bern sagt:

      Warum können Sie und Mia nicht einfach „Leben und leben lassen“? So wie sich die einen für Kinder entscheiden, entscheiden sich andere eben dagegen. Die einen müssen die anderen deswegen weder beneiden, noch bedauern. Akzeptieren Sie einfach, dass sich andere für ein anderes Lebensmodell entscheiden, und gut ist. Warum Sie sich ausgerechnet den „Mamablog“ ausgesucht haben für Ihre Tiraden, kann ich ehrlich gesagt weder verstehen noch nachvollziehen. Und, falls Sie tatsächlich so froh und glücklich sind, warum lästern Sie denn so dermassen über Eltern und Kindern ab? Also, doch etwas frustiert?

  • tina sagt:

    ist es nicht ein bisschen von allem, nur nicht gleichzeitig? mal gönnt man sich etwas, das nicht für die kinder ist. dann könnte man spass-und-party-mentalität und egoismus vorgeworfen bekommen. geht man arbeiten, gehört man zu denen die die kinder nicht selber erziehen. tut man es nicht, ist man eine glucke. nimmt man die kinder mit, stört man andere erwachsene. nimmt man die kinder mit und geht auf sie ein, heisst es, die kinder stehen immer im mittelpunkt. sind die kinder dabei und man geht nicht auf sie ein, stört es wieder andere.

    • tina sagt:

      egal wie sehr man sich bemüht: es gibt immer gründe für vorwürfe, und zwar ganz böse. um sich das zu ersparen verzichtet man darauf, sich blösse zu geben und darum ist es so verbreitet so zu tun als ob alles immer bestens wäre und man es total im griff hat.

      • tina sagt:

        sich hilfe holen: hilfe holen kann man schon, aber bei den ganz normalen alltagsüberforderungen, die es eben so gibt, ist hilfe holen manchmal mühsamer als einfach durchbeissen. und hilfe holen heisst auch nicht dass es einem hilft.
        gerade diese haltung: entweder du hast die dinge im griff oder du holst dir hilfe, und dann hat der laden aber zu laufen, führt dazu, dass die leute übersteigerte erwartungen haben, wie familie zu funktionieren habe, und wenn es dann mal nicht so gut läuft, schämen sie sich und sagen gar nichts mehr. dabei geht es doch allen gleich. nur nicht immer gleichzeitig.

      • Reto B. sagt:

        Hmmm… insbesondere gibt es eine grosse Anzahl Leute, die immer alles besser wissen. Und helfen ist dann häufig auch falsch verstanden. Denn Hilfe bräuchte man meisten tatkräftig, indem jemand bei Arbeit hilft, oder mal hütet. Angeboten kriegt man oft ein Treffen mit Gespräch (also muss man schauen, dass für die Kinder gesorgt ist um dann im besten Fall von kinderlosen Leuten aufs Auge gedrückt zu bekommen, was man alles falsch macht)

  • Martin sagt:

    Da kommt ja noch einiges auf uns zu. Wir haben vor drei Wochen erfahren, was Kolliken sind. Zurzeit geniesse ich es, dass die kleine immer wieder schreit. Ich habe es aufgenommen und hoere immer wieder rein. Am besten gefaellt mir das zufrieden Seufzen, wenn sie sich wieder beruhigt hat. Kann nicht wirklich mitreden, bei uns haengen immer noch die Glocken im Himmel.

    • Heidi Merz sagt:

      Geniessen Sie es! 😉 Bei uns hängen die Glocken auch im Himmel, aber in den ersten 6 Monaten war unsere Tochter deutlich pflegeleichter: hatte praktisch keine Koliken, ab der 3. Woche durchgeschlafen (ca. 10 Stunden am Stück), liess sich problemlos von unserer Nachbarin hüten, wenn wir mal einen Pärchen-Abend gebraucht haben. Vom 6. bis zum 12. Monat war sie dann dafür dauernd krank (ist normal) und hat aufgrund unseres Umzugs spontan aufgehört durchzuschlafen. Sie kam dann 3-5mal pro Nacht… Inzwischen hat sich’s wieder normalisiert, aber es war also ein „Chrampf“… 😉

  • starling sagt:

    Ich kenn das auch, da ich auch sehr früh allein war mit dem Kind. Man muss funktionieren, immer, das ist sehr belastend. Es kommt auch auf das Kind an, wenn es gut schläft und pflegeleicht ist, geht es einigermassen, aber mit einem sehr sensiblen Kind kann es enorm schwierig werden. Meistens fehlt es sowohl an Zeit wie an Geld. Alleinerziehende haben weniger Zeit und weniger Geld, dafür die doppelte Verantwortung. Gegen aussen lässt man sich wenig anmerken, es würde auch nicht viel helfen, die Hilfsbereitschaft ist bei uns nicht ausgeprägt. Der einzige Trost: Es wird leichter, mit jedem Tag!

    • Brunhild Steiner sagt:

      …ob die Hilfsbereitschaft wirklich nicht ausgeprägt ist,
      weiss man erst wenn man um Hilfe gefragt hat!
      Vielleicht bieten andere auch deshalb nicht zu offensichtlich ihre Hilfe an, weil sie nicht den Eindruck vermitteln möchte, sie dächten dass Sie das nicht schaffen, oder dass dann vielleicht Sie denken die anderen würden denken etc usw dass…, mal unkompliziert anfragen und vielleicht sind mehr Türen offen als gedacht?

  • Chris Heyduk sagt:

    Früher hiess es: Kinder hört man nicht, man sieht sie nur. Aber in der heutigen Party- und Ausgehgesellschaft sind die Kids allgegenwärtig und werden von früh bis spät an jede Hundsverlochete mitgeschleppt. Kein Wunder, dass sie brüllen. Kleinkinder brauchen auch mal ihre Ruhe, Ich versteh auch nicht, weshalb Kinder immer im Mittelpunkt des Geschehens stehen müssen. Wenn meine Eltern Gäste hatten, spielten wir Kids im Kinderzimmer und einmal stündlich hat ein Erwachsener kurz reingeschaut. Wenn ich heute eingeladen werden, gucken alle den ganzen Abend den tobenden Kids zu. Horror!

    • think about sagt:

      Ist nun etwas von Thema weg aber im Grundsatz richitig so. Garten, Hobbyraum oder Zimmer sind zum spielen da. Bei Besuch gibts dies garnicht. Und die neurotischen Mama-Kraxler oder Schosswärme müssen auch nicht ständig sein. Kinder neigen dazu die Elternrunde mit deren Freunden geziehlt zu stören um Aufmerksamkeit zu erlangen. Aber nicht alle erkennen dies 🙂

      • Alex sagt:

        Ganz meine Meinung. Ich bin berufstätig und seit 7 Jahren alleinerziehend. Am Anfang hatte ich immer ein schlechtes Gewissen, wenn ich mich nicht ständig um die Buben kümmern konnte, da ja irgendjemand das nötige Kleingeld verdienen musste. Inzwischen habe ich gelernt, dass Qualität vor Quantität geht. Kinder brauchen keine 24-Stunden-Animation und keine Eltern, die sich zum Sklaven der Kleinen machen. Sonst zieht man Tyrannen groß! Wichtig ist: konsequent Grenzen setzen, die eigene Einstellung ändern und für gegenseitiges Vertrauen und Liebe sorgen.

      • Heidi Merz sagt:

        „Kinder sieht man nur, hört sie aber nicht“, hiess es zu Zeiten meiner Grosseltern in grossbürgerlichen Kreisen. Das ist Humbug! Kinder haben berechtigte Bedürfnisse, die man nicht abschalten kann. Zudem geht es in diesem Text um etwas ganz anderes, aber das haben Sie in Ihrer Verblendung gar nicht mitbekommen. Überfordert sind nämlich auch Eltern, die sehr wohl eine Grenze ziehen können und ihre Kinder nicht ständig dabei haben. Ihre Floskeln zementieren nur das Tabu, und genau solche Tabus führen dazu, dass manche Menschen irgendwann an der Aufgabe, Eltern zu sein, zerbrechen.

      • Heidi Merz sagt:

        Handkehrum verurteilen Sie mit Ihrem Bashing der angeblichen „Spass- und Party-Gesellschaft“ genau wieder jene Eltern, die sich auch mal Vergnügen und Entspannung gönnen. Da kommt dann immer gleich das grosse rote Schild vom Verzicht, den man (resp. vor allem Mütter) zu leisten hätten. Aber: Nur wer trotz Kindern auch gut für sich selbst sorgt, kann der Aufgabe, gute Eltern zu sein, auch wirklich gerecht werden.

        Die Doppel-Moral in den Kommentaren zu solchen Blogs ist einfach zum K…!

      • Reto B. sagt:

        Au Backe Heidi, ich mach wohl alles falsch. Denn in meinen Augen sind zuhause meine Frau und ich der Chef, und wenn die Kinder ihre Bedürfnisse anmelden, werden diese abgewogen und dann entweder erfüllt oder nicht. Und ich nehme mir die Freiheit mal meine Bedürfnisse über ihre zu stellen.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Reto B.:
        …und genau das kritisiert Heidi ganz zu Recht,
        diese Vorstellung nämlich, alle Eltern die bewusst ihre „Chef-Rolle“ einnehmen und auch mal für sich schauen, seien schon grundsätzlich garantiert von Erschöfpungsszenarien geschützt,
        resp. wenn diese dann doch eintreffen sollten waren sie bestimmt irgendwo zu lasch oder was auch immer.
        Ich finde es erfrischend dass H.M. hier so energisch eingeschritten ist, danke! 🙂

      • Reto B. sagt:

        Oh, okay, dann habe ich da etwas falsch verstanden. Ich gehe nicht davon aus, dass es mich vor einem Szenario, an dem ich völlig an meine Grenzen komme und darüber hinaus, schützt. Ich finde nur, dass man als Eltern nicht seine Wünsche und Bedürfnisse generell hinter die der Kinder zu stellen hat, ich finde diese sind durchaus gleichberechtigt. Nicht nur Eltern müssen in ihrem Leben Rücksicht auf Kinder haben, auch umgekehrt gilt dies. Dass Eltern, die an Grenzen stossen dies nicht tun, davon gehe ich nicht aus. Vielmehr ist es wohl etwas, was das Elternsein mit sich bringt.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Reto B.:
        jetzt versteh ich auch Sie viel besser!
        Ich bin sogar nicht mal der Ansicht dass da „Gleichberechtigung“ herrscht, sondern durchaus eine Art „Hierarchie“, ohne dass dies gleich sklavenähnliche Zustände sein müssen so à la die Eltern sind die Herrscher und Kinder komplett ausgeliefert unter der Knute oder so. Aber bspw dass die Beziehung zwischen Vater und Mutter ganz bewusst Priorität hat und es nicht geht, dass beim Heimkommen eines Elternteils ein Kind findet, man dürfe den Partner nun nicht begrüssen weil man grad am spielen sei oä.

    • mia sagt:

      @CH :Genau dies, ist auch der Grund, weshalb wir keine Einladungen mehr von Leuten mit Kindern annehmen und solche auch nicht mehr zu uns einladen. Das ganze Theater, welches veranstaltet wird, nervt entsetzlich. Es ist unmöglich ein Gespräch zu führen, ohne es ständig wegen den Kinder unterbrechen zu müssen. Ähnliches beobachtet man ja auch in Restaurants, wenn sich Eltern mit Kindern dort aufhalten: Die beiden Erwachsenen sprechen meistens nur entweder mit oder über die Kinder, aber selten zusammen über etwas anderes. Sie sagen es richtig: Horror, das alles!

      • think about sagt:

        Richtig Mia, darum gehe ich regelmässig mit meiner Frau OHNE Kinder auswärts oder wir essen öfters erst, wenn die Kinder im Bett sind. Nur so klappt es bei uns.

    • Eliane sagt:

      Wie wahr Chris Heyduk. Sie sprechen mir aus der Seele. Es gibt schon gar keine „Erwachsenenanlässe“ mehr wo sich erwachsene Menschen miteinander unterhalten können ohne sich nach dem zweiten Satz schon durch aufdringliche und aufmerksamkeitheischende Kinder unterbrechen lassen zu müssen. Und dann sind ja auch noch die Mütter und Väter die nullkommanichts auf das Gequengel reagieren. Bei uns hiess es früher wenn sich zwei Erwachsene unterhalten haben die Kinder nicht dreinzureden.

      • Orsa sagt:

        Ja, habe zufällig in letzter Zeit zwei Einladungen mit Adults Only herausgegeben und diese wurden dankbar angenommen!

    • Urs Schmid sagt:

      Bin mit Ihnen zum grössten Teil einig. Meine Eltern ticken genauso und ich habe es gehasst: ständig dieses Mittelpunkt-Ding vor anderen, alle müssen meinen Sohn anschauen und bestaunen und loben (bzw. ständig jede Bewegung/Bemerkung etc. kommentieren) und das vollkommen im Übermass. Es werden zuviele Fotos geschossen auf denen er den perfekten Smile aufsetzen muss und mir tut er echt leid, wenn sein anfängliches Lächeln sich in ein verkrampftes Grinsen verwandelt und auf seiner Stirn „FLUCHT!“ geschrieben steht.

      • Reto B. sagt:

        Hahaha, hab mich gerade an die eigene Kindheit erinnert gefühlt. Wir haben es geliebt, dass wir elternfreie Zeit hatten, wenn sie Besuch hatten. Einzig bei guten Bekannten kam es manchmal vor, dass sie uns reingeholt haben und ich zum Beispiel was sagen musst oder noch viel schlimmer aufm Klavier spielen sollte. Gott habe ich das gehasst.

    • Susann sagt:

      Das dürfte wohl auch ganz altersabhängig sein. Ich bezweifle mal, dass Ihre Eltern eine Traube von halb- bis anderthalbjährigen abendelang im Spielzimmer sich selbst überlassen haben. Kleine Kinder müssen ihre Bedürfnisse recht schnell erfüllt haben. Grössere handhaben vieles schon völlig selbstständig. Meine Grossen bekomme ich auf Parties schon gar nicht mehr zu Gesicht, weil sie sich mit ihren Altersgenossen abgesetzt haben. Der Kleine braucht noch viel mehr Nähe und Interaktion.

  • Erinnye sagt:

    sehr guter text – danke. es ist notwendig auch ueber die „schattenseiten“ des eltern seins zu reden. meine freundin hat sich vor 4 jahren das leben genommen. sie hatte 2 kleine kinder. es war und ist unfassbar. ich sage mir immer: eltern sein ist das schönste und anstrengendste, das es gibt. aber nie und nimmer möchte ich es missen, meine beiden kinder aufwachsen zu sehen! in diesem sinne: ja zum leben!

    • Chris Heyduk sagt:

      Heidi Merz: Was für Bedürfnisse sind das, die man bei Kinder nicht abschalten kann? Klar, man muss ich gut um sie kümmern, aber auf jeden Pieps eingehen bringt niemanden was, vor allem nicht dem Kind. Ich denke die Kids heute sind total im Stress, weil sie immer und überall von allen beobachtet werden. Das ist wie im Zirkus. Kein Wunder, dass sie sich entprechend „inszenieren“.

      Betreffend Party-Gesellschaft: Wenn beide Elternteile beruflich und gesellschaftlich voll absorbiert sind, dann sollen sie auf Kinder verzichten. Aber heute will ja niemand mehr auf irgendetwas verzichten.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Chris Heyduk:
        zum Beispiel viele nicht durchgeschlafene Nächte weil das Kind zwei- bis dreimal weint?
        Gibt es, ohne dass man gross was machen könnte.
        Führt ganz schnell in die Erschöpfung und hat mit Partygesellschaft nichts zu tun.
        Schön wenn Sie Kinder haben und wirklich ehrlich-aufrichtig ohne Unterstützung nie in zehrende Situationen gekommen sind, anderen geht es anders, ohne dass Ihre aufgeführten Begründungen vorhanden wären.

      • Susann sagt:

        Ich kann da Brunhild nur zustimmen. Schlafentzug ist grauenhaft und auch ein gutes Netz kann eine solche über Monate dauernde Situation nur bedingt entschärfen.
        Andererseits möchte ich auch zu bedenken geben, dass keine Generation vor uns so wenig zu tun und so wenige Kinder hatte wie wir. Könnte es nicht auch sein, dass wir uns recht viel unnötige Erziehungsarbeit generieren? Und da meine ich natürlich nicht das nächtliche Aufstehen um ein weinendes Kind zu trösten; aber ich meine, dass man auch von Kinder (altersgerecht natürlich) erwarten kann, dass sie wenn es geht hilfreich sind.

    • Heidi Merz sagt:

      @Brunhild: Die Generationen vor uns waren meist Grossfamilien. Im guten Falle, d.h. wenn es für alle genug zu essen hatte, gab es X Geschwister/Tanten/Grossmütter in der unmittelbaren Umgebung, die sich um die Kleineren kümmerten.Wenn es nicht genug zu beissen gab, wurden die Kinder verdingt. Z. B. mein Grossvater. Ich bezweifle, dass es den Kleinkindern zu der Zeit besser ging oder dass sie die Familie weniger an den Anschlag brachten. Aber das war ein kleiner Teil des Kampfs ums Überleben. Dafür war die Kindersterblichkeit auch deutlich höher.

  • Reto B. sagt:

    Ich kenne eine alleinerziehende Frau, die hat „aufgegeben“ (schlechtes Wort). Sie hat beim Jugendamt um Hilfe angefragt und sich in psychologische Behandlung gegeben. Das Kind wurde nun fremdplatziert, sie ist nun auch Wochenendmutter. Sie liebt ihr Kind, und interessiert sich aufrichtig für es und seinen Werdegang, allerdings musste sie einsehen, dass es für das Kind besser ist, wenn sie Hilfe von aussen bekommen, da sie nach und nach nicht mal mehr fähig war, für sich selbst zu sorgen… Vater zahlt nur, will sonst nix wissen und Familienverhältnisse mit Grosseltern sind naja, schwierig.

    • Brunhild Steiner sagt:

      …es ist für uns alle besser wenn wir Hilfe von aussen bekommen,
      sei es über Verwandtschaft/Bekannte/Freunde- oder wenn da zuwenig/keine Kapazität ist, über Hilfsorganisationen/Staat. Ich finde es sehr mutig von ihr!
      Das ist die viel bessere Variante als zu warten bis von der Schule eine Gefährdungsmeldung nach aussen geht… .
      Wer weiss, bei dieser Einstellung kann die Situation in ein paar Jahren schon wieder ganz anders aussehen.

      • Eni sagt:

        Warum konnte der Staat dieser erwähnten Frau keine Sozialhilfe zusprechen, damit sie nicht mehr zu arbeiten bräuchte und sie auch genug Zeit hat für psychologische Behandlung? Fremdplatzierung sollte doch immer nur die letzte Massnahme sein, ausser natürlich wenn die Kinder misshandelt/missbraucht wurden oder diese gefährdet sind.

      • Reto B. sagt:

        So genau kenne ich nun das alles ja auch nicht. Allerdings bin ich der Meinung, dass in diesem Fall die Reduktion des Arbeitspensums nicht allzu viel gebracht hätte. Ich denke, sie hätte nach und nach auf 0 zurückgeschraubt und wäre trotzdem der Sache nicht gewachsen gewesen. Das Problem ist irgendwann mal nicht mehr nur eine Überlast, sondern ein generelles, ein Loch, aus dem man nicht mehr alleine rauskommt. Das Kind ist selbst zufriedener mit der aktuellen Situation, so wie es von aussen aussieht… geregelter Tagesablauf und eine Situation, welche sich nicht alle 10 Minuten ändert.

    • tina sagt:

      Eni, das problem ist, man kann nicht einfach aufhören zu arbeiten. wenn man arbeitet, muss man krankgeschrieben werden. man kann nicht einfach kündigen und aufs sozamt. ich finde auch, das müsste möglich sein, aber so läuft es nicht. wenn man nicht mehr arbeiten kann, weil man am anschlag läuft, dann wird man krank geschrieben und bekommt irgendwann iv.
      und ja, ich hoffe doch, das „hilfe“ nicht bedeutet, dass die kinder fremdplatziert werden! aber in manchen fällen ist es sicher eine lösung, wie offenbar in diesem

      • Eni sagt:

        Ich weiss, dass man nicht einfach aufhören kann, aber es müsste halt eben möglich sein.

        Dass das Kind jetzt zufrieden ist und sich sicher fühlt ist schön, entspricht aber nicht dem üblichem Befinden von fremdplazierten KIndern. Meist werden diese von einem Platz zum nächsten abgeschoben, bis irgendwann keiner mehr klar mit ihnen kommt und landen dann in einem Heim.

  • Heidi Merz sagt:

    Danke für den ehrlichen Text! Ich frage mich oft, wie Alleinerziehende es schaffen, kommen wir doch auch zu zweit oft an unsere Grenzen. Krass finde ich, dass die Überforderung auch im Freundeskreis ein Tabu bleibt, obwohl alle kleine Kinder haben. Dabei könnte man sich gegenseitig Erleichterung schaffen, indem man darüber spricht. Was die Situation gerade bei kranken Kindern noch verschlimmert, ist das Unverständnis seitens des Arbeitgebers. Uns helfen viel Verständnis gegenüber uns selbst, kinderfreie Zeitfenster und dass wir die vielen guten Zeiten mit unserer Tochter sehr bewusst geniessen

    • tina sagt:

      alleinerziehende haben als bonus die möglichkeit gesellschaftlich akzeptert am anschlag zu laufen, immerhin, das ist eine entlastung die nicht zu unterschätzen ist

      • sarah sagt:

        @ tina
        Kann nur jemand sagen, der nicht in dieser Situation ist. Ich bin alleinerziehend mit zwei Kindern (1 1/2 und 4 1/2) – es ist ziemlich tough und als Entlastung spüre ich das nicht!

      • Eni sagt:

        @ tina

        Genau, und ich habe die gesellschaftlich akzeptierte Möglichkeit seit 2006 an chronischem Burnout zu leiden und arbeite trotzdem 60%.

        So wie es scheint, haben Sie keine Ahnung wovon Sie sprechen.

      • tina sagt:

        inzwischen bin ich 11 jahre allein mit meinen kindern. ausser 3 monate direkt vor und 5 nach der trennung, und total 3 monaten wegen der geburt meiner kinder, war ich bis jetzt immer erwerbstätig. ihr habt mein volles verständnis, eni und sarah, mir kam jeder tag vor wie ein marathon, als meine kinder klein waren. ich hatte aber immer das gefühl, im gegensatz zu meinen freunden die als paar ihre kinder grossziehen, dass ich und andere in meiner lage von der gesellschaft für diesen umstand anerkennung bekommen, und man eher wohlwollend entschuldigt wird, da man ja genug um die ohren habe

      • Eni sagt:

        @ tina

        Ok, aber warum glauben Sie, dass eine Überforderung bei Alleinerziehenden gesellschaftlich akzeptiert ist? Ich empfinde es eher so, dass die Gesellschaft meint, dass man selber Schuld sei, da man ja nicht dazu gezwungen wurde, den Ehemann zu verlassen. Auch habe ich und andere mir bekannten alleinerziehenden Mütter erlebt, dass gerade wir öfters zu Mehrarbeit (Ferienablös, Krankheitsablös) verdonnert werden als Frauen die mit Partner leben oder keine Kinder haben.

      • tina sagt:

        ich habe das offenbar anders erlebt als du eni. und sah es auch in meinem umfeld, auch am arbeitsplatz. darum dachte ich, das sei allgemein so, aber vielleicht liegt es ja genau an dem kleinen detail, dass ich mich arrangieren konnte. wie gesagt, ich empfand es als entlastung

  • Orsa sagt:

    Habe zwei herzige und lebhafte Buben. Seit der Kleinere sein Ich entdeckt hat, steht bei uns zu Hause kein Stein auf dem andern. Streit, Getrotze, Geschreie, Frust. Ständig das Gefühl, am Berg anstehen, keinen Zugang zu meinen Kindern haben. Etwas in mir, schrie nach Gewalt. Ich erschrak. Es war die Zeit, die Handbremse zu ziehen. Habe mich mit Infos zu Anlaufstellen eingedeckt, mit Freunden offen darüber geredet. Konkret unternommen habe ich noch nichts, Aber seit ich mir gegenüber diese Gefühle zugebe und weiss, ich kann was machen, habe ich wieder etwas mehr Ruhe und Zuversicht gewonnen..

    • Juno sagt:

      Geht mir sehr ähnlich. Drüber reden hilft immens. Und zu sehen, dass es den meisten anderen nciht anders geht. Und Oropax bei Schreianfällen. Hilft die Nerven zu bewahren!

    • maja sagt:

      Streit, Getrotze, Geschreie, Frust – das ich zu entdecken ist halt auch nicht so leicht zu ertragen.
      Manchmal denke ich zwei Buben oder zwei Mädchen streiten mehr als ein Pärchen. Wenn ihr Mann Brüder hatte fragen sie ihn wie das war und wie er es empfunden hat.
      Schimpfen sie nicht bei jeder Kleinigkeit sondern nur dann wenn es wichtig ist. Die Kinder merken, dass es ihnen dann Ernst ist und reagieren auch entsprechend.

  • Pascal Sutter sagt:

    Mich verwundert nichts mehr als Eltern die gegen aussen das Bild der überseeligen und glücklich verblendeten Familiewelt transportieren, aber man in jeder Sekunde merkt, dass sie vor Anstrengung platzen. Damals vor der Geburt hatte ich mit so einem männlcihen Exemplar zu tun. Ich fand seine „alles ken Problem das chunnt dänn scho guet weisch“ Haltung schlimmer als alles andere.

  • Claudia sagt:

    Es ist schön, dass dies thematisiert wird. Ich hatte mir einen Burn-out eingefangen nach 1 1/2 Jahren mit Zwillingen, weil ich noch Teilzeit gearbeitet habe. Es wird heute viel verlangt,im Kindergarten und in der Schule muss man auch immer noch mit aushelfen, Schularbeiten begleiten und ausserdem sollte man immer noch etwas berufstätig bleiben, damit man auch nach zehn Jahren wieder einsteigen kann. Auch mein Mann hat einen sehr intensiven Job. Ich glaube das wissen die wenigsten, wenn sie Kinder bekommen. Ich hätte nicht gedacht, dass alles so arbeitsintensiv ist.

  • Giulietta sagt:

    Eltern sein ist der schwerste Job der Welt. Aber die Kinder haben sich nicht selbst bestellt. WIR haben sie selbst gemacht und darum muss man die Konsequenzen tragen und Verantwortung übernehmen. Kapitulieren geht nicht. Kinder sind keine Tiere, die man einfach abgeben kann, wenn es schwierig wird. Ich habe selbst 3 Kinder und manchmal ja, frage ich mich, wann hat Mami mal ne Pause… ich kenne den Stress und auch die Sorgen des Alltags. Aber meine Familie ist das Wichtigste für mich (gehört sich auch für eine Südländerin) und daraus schöpfe ich Kraft und Energie. Das wünsche ich allen Eltern.

    • Eni sagt:

      Kinder gibt man nicht weg und Tiere gibt man nicht weg. So ein blöder Kommentar. Verantwortung heisst das Zauberwort.

  • Roli sagt:

    Zitat: „Die Leichtigkeit wird nicht wiederkommen. Nie.“

    So ist es, das gilt es zu akzeptieren.
    Jede Phase hat Schönes und Schlechtes, es kommt nur darauf an auf welche Seite man sich einlässt.

  • Sportpapi sagt:

    Das ist ja wie Hänsel und Gretel. Die Idee, dass man Kinder abgeben (oder „wegmachen“) kann, wenn man mit ihnen überfordert ist, und dass dies eigentlich sogar eine verantwortungsvolle, gute Tat gegenüber den Kindern ist, halte ich in den meisten Fällen für falsch. Auch wenn sie noch so fehlerbehaftet, unzulänglich sind – es sind doch die Eltern, und die haben eine Bedeutung für ihre Kinder.
    Wichtiger erscheint mir die Grösse, Hilfe zu suchen und anzunehmen. Und natürlich, dass es Menschen gibt, die diese Hilfe auch leisten können und wollen.

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.