«Sexboxen. Ist das eine neue Sportart?»

Frauenboxen (Keystone, Peter Klauzner)

Nein, das hier ist normales Frauenboxen. Die Schweizerin Aniya Seki (r.) versus Oksana Romanowa in einem Kampf in Bern, 2012. (Keystone, Peter Klaunzer)

Um den Begriff kommt man nicht herum, zumindest wenn man im Kanton Zürich wohnt. Sexboxen. Das Wort ist für mich jetzt schon das Wort des Jahres 2013, dabei ist erst Ende August. Seit ich das erste Mal davon gehört habe, löst es leises Erstaunen bei mir aus. Positiv ist sicher, dass die Prostituierten durch die Einrichtung geschützter sind: vor Zuhältern, Gaffern, aber auch den Freiern. Andererseits kommt der neue Strassenstrich etwas gar wie eine städtische Dienstleistung daher.

In diesen Sexboxen also, auch Verrichtungsboxen genannt, geht’s ab dieser Woche zur Sache. Es wird geschwitzt, gekeucht, geflucht, gehaucht. Vielleicht ist es auch mal ein Kampf. Sicher geht es um Macht und Geld. Der Bub kürzlich im Zug lag deshalb gar nicht so falsch, als er von seiner Gratiszeitung aufschaute, sich an den Vater wandte und fragte: «Sexboxen. Ist das eine neue Sportart?»

Nun, Sie können sich denken, dass es um sie herum plötzlich ruhig war. Wir Sitznachbarn grinsten in uns hinein und lauschten gebannt, was Papa erwidern würde. Und dann lachte der Vater und sagte mit einer bärentiefen Stimme: Nein, nein, das sei keine Sportart. Sexboxen… Also das ist nicht Boxen. Haha. Das hat mehr mit Sex zu tun. In den Boxen. Verstehst?

Der Vater hoffte, dass dem so war, das sah man ihm an. Der Bub verstand es nicht wirklich, das sah man ihm auch an. Doch beide schwiegen. Es war ihnen zu unangenehm, vor ein paar lauschenden Pendlern weiterzureden.

Schade, habe ich danach nicht des Vaters Erklärung zum Thema gehört. Wie er seinem etwa neunjährigen Sohn in einfacher Sprache die Prostitution erklärt. Ihm allenfalls sagt, dass sich etwa jeder dritte Mann ab und zu eine Frau nimmt, für Geld. Um darauf auf den Sinn und Zweck der brandneuen Sexboxen überzuleiten und ihm das Prozedere erklärt: Wie der Kunde langsam an den leichtbekleideten Frauen vorbeifährt, sich eine auswählt und in den garageähnlichen Unterstand fährt für Sex.

Vielleicht hat der Vater zuvor richtig weit ausgeholt, etwa 2000 Jahre zurück, um dem Sohn klar zu machen, dass es die käuflichen Frauen ja schon immer gab. Allenfalls ging er auch auf die Umstände ein, unter welchen Millionen von Frauen zur Prostitution getrieben oder gar gezwungen werden – und sie häufig keine Chance haben, aus ihrem Job, diesem Leben, auszubrechen.

Oder aber, er erklärt dem Sohn lediglich die Unterschiede der Liebe, insbesondere der körperlichen. Über den Sexualtrieb, wie Menschen individuell damit umgehen, den Sexakt als solches und dass sich dieser besonders schön anfühle, wenn man jemanden liebe.

Doch womöglich haben die beiden nach der kurzen Sexboxen-Unterhaltung im Zug auch gar nicht mehr darüber gesprochen. Der Vater dachte, er wird sich schon wieder melden, wenn er Fragen hat. Und der Sohn nahm sich vor, bei einer günstigen Gelegenheit den älteren Bruder danach zu fragen. Ich gehe davon aus, die Erklärungen zu den Sexboxen und dem Sexgewerbe werden für den Jungen merkwürdig und rätselig klingen. Doch damit ist er nicht alleine. Mir ergeht es nicht anders.

70 Kommentare zu ««Sexboxen. Ist das eine neue Sportart?»»

  • Walter sagt:

    Das Boxen in den Sexboxen ist doch etwas humaner und genussvoller als jenes im realen Boxring.

    • tina sagt:

      ja klar, ämel für den freier. und den zuhälter. und die freiwilligen prostituierten, wobei alle prostituierten finanzielle gründe haben, also aus einer gewissen auswegslosigkeit, sprich notlage. die aussage dass sie das aus spass an der freude tun würden ist dänk eigenwerbung, das müssen sie doch sagen.

  • Peter sagt:

    Mit 9 Jahren hätte ich zu diesem Thema nichts verständen, auch wenn man versucht hätte, es mir zu erklären. Ein anderer Aspekt wird interessanterweise von den Medien völlig ignoriert: Wie viele Millionen (gefühlte Milliarden) Frauen geben sich für Nacktfotos und Videos her? Das wäre einmal interessant zu wissen. Und vor allem: warum tun das die Frauen? Werden sie etwa dazu gezwungen?

  • Nobody sagt:

    War eben auf ashleymadison.com, weil dieses Thema aktuell ist, und es gibt offensichtlich viele Frauen, die für Sex bezahlen.
    Einfach vielleicht etwas ästhetischer und vor allem heimlicher.
    Aber haben Sie mal geschaut, wie viel man dort für Credits bezahlen muss?
    Mir hat eine hübsche St.Gallerin geschrieben und ich bräuchte jetzt dringend 300 Stutz!

    • alien sagt:

      natürlich. aber hände weg von st gallerinnen.

      • Nobody sagt:

        Danke für den Tip!
        Ach, bin jetzt sowieso beschäftigt. Plane eine Datingseite.
        Nur 89 Rappen pro Credit und eine persönliche Nachricht kostet nur 9 credits!
        🙂

  • spoter sagt:

    Das ist eine Ansichts-Sache. Sex steht für 6, und Boxen kommt aus dem Automobilrennsport. Alo Sexboxen sind verschiedene 6
    Rennstalplätzel

  • Hugo sagt:

    Ich bin mir noch gar nicht sicher, was jetzt verwerflich ist: Für Sex zu zahlen und für Sex Geld zu nehmen? Davon ausgehend, dass die nicht zitierte Statistik ebenso stimmt, wonach GLEICHVIEL Frauen Sex ausserhalb der Ehe suchen, aber dafür scheinbar nicht bezahlen, stelle ich mir die Frage, ob Sie dann das Geld derer nehmen, die dafür zahlen… Oder aber zahlen doch nicht alle der besagten Männer, weil auch nicht alle der besagten Partnerinnen Geld annehmen? Dann wäre es doch wiederum ganz einfach…
    Apropos Sexboxen: Bünzli muss sogar Bestimmungen über die Art der Kopulation erlassen 🙂

  • ralph kocher sagt:

    Sexboxen sind Einrichtungen, worin Meerschweinchen ihre Jungen werfen (NEIN, nicht nach einem Boxkampf…, Mann!).

  • Reto der VI sagt:

    Warum hat sich der arme Papa nicht einfach etwas Luft verschafft, indem er z.B. gesagt hätte: Mein lieber Bub, dein Papi weiss halt auch nicht alles, aber ich werde es versuchen herauszufinden und dann erklär‘ ich dir das heute Abend zum Gutenachtgeschichtchen.
    Also diese Väter heute ……. einfach keine Fantasie mehr …..

  • Peter Ringger sagt:

    Sexboxen ist, wenn sich zwei Männer um eine Frau prügeln und der Sieger hat dann Sex mit dieser Frau. Wäre als Erklärung doch irgendwie einleuchtend. Damit meine ich aber nicht, das dies die passende Antwort auf diese Frage für einen Neunjährigen wäre.

  • Hotel Papa sagt:

    Was mich etwas befremdet hier ist die Illustration. Es geht um die Verwechslung des Wortes „Sexboxen“ als Sportart. Und dann sieht man Frauen boxen.

    Wo bleibt hier der Aufschrei? Diese Verwendung einer Illustration finde ich z.B. sexistisch. Und degradierend. Als eine der Protagonistinnen auf dem Bild würde ich mich jedenfalls bedanken.

    • gabi sagt:

      Wir sollte auch eine frauenfeindliche Einstellung des fragenden Jungen in Erwägung ziehen…

      😀

      Also das wird ja mal wieder wild absurd heute.

  • Martin Cesna sagt:

    Manchmal sind Kinder intelligenter als ihre Eltern.
    Es könnte doch sein, dass die zweite Bedetung, symbolisiert durch das Bild mit den Boxerinnen durchaus auch der zweiten Bedeutung entspricht, halt einfach unbewusst. Ob Zürich, wo dieser Begriff ja zentral ist, auch die zweite Bedeutung verwirklichen könnte? Gut, Zwingli würde sich im Grabe umdrehen, ansonsten sich seine Stadt doch bisher an seine Moralvorstellungen orientierte.

  • turi m. sagt:

    „Ihm allenfalls sagt, dass sich etwa jeder dritte Mann ab und zu eine Frau nimmt, für Geld“
    Für Geld nimmt man nicht, man kauft. Bezahlt und erhält, was angeboten ist. Was sich anbietet.
    Also, auch wenn eine Frau schreibt: Muss das hier unbedingt immer so männerdiskriminierend sein? tsts.

  • Markus Schneider sagt:

    Männer sind Schweine, das wusste ich schon immer. Und Prostitution ist böse. Echt toller Blog das.

  • irgendwie unverständlich für mich, dass erwachsene verlegen sind, wenn das thema sex angesprochen wird..wenn man eine geburt bis ins detail beschreiben kann und dies in der öffentlichkeit, dass noch völlig natürlich empfindet, wo liegt dann das problem die SEXBOXEN zu erklären, und altersgerecht (kinder) dies zu tun, benötigt keine uni-abschluss in psychologie!!

  • Roshan sagt:

    Ob jene Frauen nun geschützter sind, wird sich noch zeigen. Andernorts wurde die Einrichtung, weil es organisierte Gruppen anzog, wieder geschlossen.

  • Joerg Hanspeter sagt:

    Eine muss man diesen Frauen wenigsten zugute halten, sie geben offen zu, dass sie Sex gegen materielle Leistung verkaufen. Das wird in verschiedenen Abstufungen praktiziert, aber bei weitem nicht immer so offen kommuniziert wie hier. Prostitution in der inofiziellen Form ist viel weiter verbreitet und kann auch nicht verboten werden.

  • Castro77 sagt:

    Ich bin immer wieder überrascht, dass Autoren immer zu aktuellen Themen gerade jemanden in den ÖV über das Thema reden hört. Ich fahre jeden Tag ÖV, höre dabei keine Musik und höre niemanden über irgend ein aktuelles Thema reden.
    Schon zufällig, oder?

    • Genderbender sagt:

      Ist mir auch schon aufgefallen. Das nennt man wohl künstlerische Freiheit, Fidel.

    • Markus Notter sagt:

      Geht mir auch so. Zufälle gibts…

      • gabi sagt:

        War grad vorher hier in der Strassenbahn und hab zufäligerweise zwei Fremde drüber ins Gespräch kommen gehört, wie seltsam die das fänden, dass zu aktuellen Themen in aktuellen Blogs oder Zeitungsartikeln ständig jemanden in Öffis jemanden höre, der just zu diesem Thema was zu sagen habe, das immer nach „dem Volk aufs Maul gschaut“ klänge…++:D

    • alam sagt:

      Dann warst du wohl noch nie mit uns im Abteil. Wir haben jedenfalls schon viele „aktuellen“ Themen im öV durchgekaut. Kinder, die mit offenen Augen und Herzen unterwegs sind, nehmen nun mal wahr, was sie sehen und was um sie herum vorgeht. Dann wird gefragt, was das Zeug hält… und beantwortet.

    • Hugo sagt:

      Man kann auch hörend mit offenen Ohren „taub“ sein…

  • Widerspenstige sagt:

    Das hat nicht mal mit Sex etwas zu tun, sondern das nennt sich purer Fick. Sorry. Nur etwas für absolute Verlierertypen. Das zu Wissen darf man einem Neunjährigen schon zumuten, wenn er mal ein echter Mann werden will mit Empathiefähigkeit. Bitte kein Erklärungsnotstand für Notstand-Fickboxenstand! Dass solche Boxen anfangs 21. Jh. immer noch im Fokus stehen und nicht einfach nicht mehr nötig sind ist ein Armutszeugnis par excellence für Helvetien. Wer käuflichen Sex nicht in einem Bordell mit allem Drum und Dran sich leisten will, ist auf tiefstem Niveau seiner Selbst angekommen.

    • Sportpapi sagt:

      Also der Preis macht den Unterschied, was geht und was nicht?

      • Philipp M. Rittermann sagt:

        es ist meist (nur) eine frage des preises, im ganzen leben. idealismus muss man sich leisten können, oder eben nicht.

      • Elissa sagt:

        Sportpapi hats mit diesem einen Satz sehr schön auf den Punkt gebracht. Sie urteilen hier mit einer unglaublichen Überheblichkeit über die – aus ihrer Sicht – armseligen, minderbemittelten Freier UND Prostituierten! Auch wenn das vielleicht nicht in ihr Weltbild passt: Es gibt normale, anständige Männer, die sich einen Bordellbesuch (45 Minuten = 250 CHF) schlicht und einfach nicht leisten können. Genauso gibt es Prostituierte, die aufgrund ihres Alters, ihres „Attraktivitätsgrades“ oder ihrer Lebensumstände in keinem Bordell dieser Stadt eine Anstellung finden.

      • rabbit sagt:

        Da selbst ein turnlehrer den zusammenhang zwischen preis und arbeitsbedingungen erkennen sollte, ist davon auszugehen, dass der „sportpapi“ keinen unterschied zwischen dem missbrauch einer „ungarischen“ zwangsprostituierten auf der strasse bzw in einer sexbox und der inanspruchnahme eines edel-escortservice macht. bleibt nur noch die frage, inwiefern leute mit einem derartigen moralischen standing geeignet sind, kinder zu unterrichten oder uns hier lektionen in sachen familienwerte erteilen zu wollen.

      • Sportpapi sagt:

        Oh, ein Hase sucht Streit. Aber inhaltich haben Sie schon auch mal was beizutragen? Vielleicht können Sie ja mal erklären, weshalb die Polizei zulässt, dass in Zürich Missbrauch mit Zwangsprostituierten betrieben wird. Und was Sie unter Zwang verstehen. Und weshalb es moralischer sein soll, 1000 Franken für Sex zu bezahlen als 100.

      • gabi sagt:

        Faszinierend, was bei diesem Thema immer an Unterstellungen drinn zu liegen scheint.

      • Sportpapi sagt:

        Danke, Elissa.

    • Widerspenstige sagt:

      …auch, Sportpaps, auch…aber noch wichtiger ist die Sicherheit und soziale Absicherung der Prostituierten im eigenen Raum nebst persönlicher Atmosphäre. Das hat natürlich dann seinen fairen Preis. In einem Bordell sollte es ein Gütesiegel geben nach Sauberkeit und Können. Das habe ich immer wieder betont, wie wichtig dies für einen Staat wäre, hier mal Klarheit zu schaffen. Aber das ist weniger das Thema heute, sondern wie erkläre ich so eine ‚Fick-Box‘ meinem Kind altersgerecht. Meine Antwort oben ist klar formuliert und Deine Frage dazu wohl typisch…

      • Sportpapi sagt:

        Ach so, mit Gütesiegel und einem Preis, der für die meisten Kunden unbezahlbar ist. Glaubst du denn, in den Bordellen sind die Damen besser abgesichert als in der von der Stadt errichteten und kontrollierten Box?

      • Genderbender sagt:

        Ein Gütesiegel nach ‚Können‘? Das ‚Können‘ der Prostituierten? Und wer beurteilt das, das jeweilige kantonale Beischlafstalentinspektorat?

    • Genderbender sagt:

      „Hör‘ zu, mein Sohn: Sexboxen sind nur für totale Loser. Ein echter Mann mit Empathiefähigkeit geht ins schicke Bordell.“

  • Anne sagt:

    Wir hatten das Thema mit Sohneman das erste Mal besprochen, als er fragte, weshalb man eigentlich nicht „huere“ sagen dürfe… Seit diesem Zeitpunkt ist das Wort an sich nicht mehr im Gebrauch. Immerhin ein netter Seiteneffekt.

    • Philipp M. Rittermann sagt:

      das ist glasklar. „huere“ sagt man(n) nicht, wenn man nicht sicher ist und/oder kein geld im sack hat! 🙂

      • et sagt:

        Werch ein Illtum!

        Das Zürichdeutsche Wort „huere“ hat nichts mit Prostituierten zu tun, sondern meint korrekt „uhuure“, das ist Mundart für „ungeheuerlich“.

        Aber die Verklemmtheit der prüden Eltern interpretiert die Sprache ihrer Kinder gerne falsch. Hauptsache, wir haben jemanden zum Bevormunden und Erziehen. Und wenn die eigenen Kinder weg sind, werden wir Sozis, gehen in die Politik, und bevormunden die ganze Nation: Welche Glühbirnen man kaufen darf, und welche Würste morgens um drei.

        Es leben die roten Staatserzieherinnen!

    • Hotel Papa sagt:

      Zu doof, dass das Wort gemäss unbestätigter linguistischer Meinung über „uhuere“ von „ungeheuer“ kommt…

    • Michu sagt:

      „Huere“ kommt vom Wort „Ungeheuerlich“. Daraus wurde zuerst „Uhuere“, dann „Huere“
      Darum auch „Uhuere guet!“ oder „Huere guet“

      Können Sie ihm erklären, dass das nichts schlimmes ist und auch weiter benutzt werden darf. 😉

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Michu
        @Hotel Papa:
        da gibts aber auch unter Linguisten verschiedene Auffassungen,
        die Ableitung vom Horizontalen scheint genauso plausibel wie die Ihren-
        kann Ihnen aber jetzt keine Quellen liefern da ich mir Gelesenes nicht mehr archiviere.

  • Philipp M. Rittermann sagt:

    interessanter gedanke. als unbedarfter nicht-stadt-zürcher liesse das in der tat einen gewissen interpretationsspielraum. man stellt sich dann mutmasslich sowas wie schlammcatchen vor, oder damenfussball, was ja auch einen irgendwie anrüchigen touch hat. es gibt ja auch parallelen zu den „sex-boxen“. frei nach dem motto „triebe, liebe, hiebe“. nachvollziehbar, oder so…also. verwenden sie metaphern, um dem kinde die geschichte zugänglich zu machen, falls man das als notwendig erachtet.

  • Giulietta sagt:

    Wir haben 3 Kinder und versuchen, offen mit ihnen über alles zu sprechen. Prostitution war auch schon ein Thema und wir haben es unserem 9jährigen erklärt. Er wollte alles ganz genau wissen. Wir haben uns auch die Zeit genommen und ihm alles gesagt. Allerdings verstehe ich, dass dies nicht unbedingt in der Öffentlichkeit zu geschehen hat, wenn Hinz und Kunz zuhört.

  • Frank Baum sagt:

    Millionen sind in der Prostitution beschäftigt? Wahrscheinlich. Millionen werden zur Prostitution getrieben? Blödsinn. Wenn überhaupt, dann durch die attraktiven Verdienstmöglichkeiten. Die Prostituierten sind ganz normale Frauen, die etwas mehr Geld verdienen wollen, als wenn sie im Restaurant den lieben langen Tag herumlaufen müssen. Das grösste Problem für die Prostituierten sind nicht die Zuhälter und erst recht nicht die Freier sondern die radikalen Feministinnen mit ihren totalitären Ansprüchen, wie die Leute ihr Leben zu führen haben.

  • smurphy sagt:

    Gibt’s auch Superpunkte für die Verrichter? Oder Stempelkarten, wobei jeder 16. Besuch dann gratis ist? Werden Augenbinden abgegeben, damit man die Umgebung nicht immer vor der Nase hat bzw. die Spanner und Journalisten nicht bemerkt? Ein Gag wäre die Verlosung von Ferienwochen für die, die das Formular für das Bundesamt für Statistik korrekt ausfüllen. Ehrlich, ein Affentheater!

  • Norma sagt:

    Haha!

  • Daniel Küttel sagt:

    Zuerst ein grosses Mimimimi und dann erfolgt auch von der Autorin keine bessere Erklärung, wie SIE es ihrem Kind erklärt hätte. Ich hab keine Kinder, aber ich hätte meinem Kind seine Frage bestätigt, denn aus meiner Sicht ist es ja schon irgendwie Sport, was da in den Boxen abläuft ;o) Von dem her wäre wohl ein JA in dem Sinn besser gewesen, womöglich noch der Hinweis dass der Sohn irgendwann wenn er älter ist, die Sportart selber mal erkunden wird, aber bitte nicht in den Boxen. Vermutlich kommt dann die Frage WARUM? *verzweifel*

  • Sportpapi sagt:

    Dass der neunjährige das nicht versteht, und auch nicht zu wissen braucht, liegt ja auf der Hand. Die erwachsene Aut orin sollte da schon besser duchblicken…

    • rabbit sagt:

      es hat halt nicht jeder den unreflektierten dauerdurchblick zu jedem thema wie unser besonders mitteilungsbedürftiger teilzeitturnlehrer…

    • Anne sagt:

      Und was würden Sie denn Ihrem Sohn antworten? „Das brauchst du nicht zu wissen!“???? Es gibt durchaus Möglichkeiten, einem Kind solche Fragen kindgerecht zu erklären. Aber dass einem selbst als Mutter beim Thema „Sex in Boxen“ fragend (wie kann man nur?!) zurück lässt, ist vom emotionalen Standpunkt aus doch völlig verständlich.

      • Michael Strässle sagt:

        Die Antwort:“Das brauchst Du nicht zu wissen“ Ist die Garatiert das, dass Kind alles daran setzen wird die Antwort selbst zu finden.

    • alam sagt:

      Braucht er das wirklich nicht zu wissen? Erfahren wird er es sowieso, und wenn er die Eltern fragt, kriegt er vielleicht zuverlässigere Infos als von seinen Kameraden.

      • Sportpapi sagt:

        @Alam et al: Es ist ja nicht so, dass man das den Kindern vorenthalten muss. Aber so im Detail ausführen, wie oben angetönt? Es reicht doch, etwas über Sex zu erklären. Und dass Männer, die davon vielleicht zu wenig bekommen, diesen gegen Geld auswärts erhalten. Und dass es dafür einen speziellen Ort gibt. Wollen Sie ernsthaft Normen und Werte nicht nur kommunizieren, sondern auch noch erklären? Das dürfte dann schnell schwierig werden, denn so einsichtig sind die ja nicht immer…

      • Sportpapi sagt:

        Also etwa so: Erwachsene Menschen haben Sex und Freude daran. Am schönsten ist es mit dem geliebten Partner. Aber machmal bekommt ein Mann oder eine Frau nicht genug davon und möchte mehr. Dann gibt es Prostituierte, die das gegen Geld anbieten. Aber eigentlich sollte man das nicht nutzen, das macht man nicht…
        (also wie: du weisst, du hast gerne Schokolade. Du darfst aber nur die teuerste von Sprüngli nehmen, die es so selten gibt….) Soll man wirklich solche Diskussionen führen? Oder einfach die eigenen Werte vermitteln, ohne zu diskutieren/erklären?

    • gabi sagt:

      Sicher gibt´s kindgerechte Möglichkeiten.

      Aber ich hätte auch keine Lust, das meinem Kind vor lauter interessierten Mitlauschern darzulegen.

    • turi m. sagt:

      Der Mann hätte dem Kind also sagen müssen:
      Weisst du, Männer sind Schweine.
      Die haben ihre Sexualität, aber in der heutigen Gesellschaft ist es verpönt, wenn sie ihre eigene Sexualität ausleben.
      Sohnemann, wenn du alles richtig machen willst, höre drauf, was die Frauen von dir verlangen, und unterdrücke deine eigenen Neigungen. Und vor allem, Sex ist bloss gut in einer Beziehung, du schuldest ihn einer Frau. Nur wenn du lieb bist zu ihr, darfst du Sex haben. Alles andere ist inakzeptabel, das wird dir gerne auch der Pfarrer am Sonntag in der Kirche bestätigen. Und deine Lehrerin in der Schule.

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