Streber-Eltern nerven

Elternmithilfe wird von den Schulen ausdrücklich erwünscht. Im heutigen Mamablog geht es darum, wie weit diese Hilfe manchmal geht und wie ungleich die Unterstützung ist, die die verschiedenen Eltern anbieten können. Themenwoche Schule, Teil 4.

Eltern helfen ihren Kindern bei den Aufgaben. (Flickr/maclean)

Eltern müssen ihre Kinder unterstützen: Gemeinsames Aufgabenlösen. (Flickr/maclean)

Linda ist mal wieder in Eile. Sie keucht, sie habe so viel zu tun. Sie müsse eine Buchbesprechung schreiben, den Vortrag über die alten Ägypter fertigstellen, einen Aufsatz über die Stradivari-Geige abgeben und mit ihrem Zehnjährigen für die Mensch-und-Umwelt-Prüfung lernen. Ich schaue sie an und sage: «Du sagst ich und meinst auch ich, ja?»

Ein verschwörerischer Blick, ein Nicken – und sie erwidert: «Ja, leider. Aber das machen alle Eltern. Würde ich es nicht auch tun, hätten meine Kinder keine Chance.» Linda hat vier Söhne im Alter zwischen zehn und sechzehn Jahren. Sie ist geschieden, und sie unterstützt ihre Sprösslinge bei den Schularbeiten, wann immer es geht. Für die Aufsätze, Vorträge und Buchbesprechungen, die sie als Ghostwriterin für die Kinder schreibt, erhält sie jeweils mindestens eine Fünf.

Früher nannte ich Linda manchmal belustigt Tiger-Mom – und ärgerte mich etwas über sie. Bis vor einem Jahr, als auch mein Sohn als Hausaufgabe eine Buchbesprechung verfassen sollte und ein paar Tage später enttäuscht von der Schule nach Hause kam. Er hatte für die Arbeit eine Vier erhalten – seine schlechteste Schulnote bis anhin. Er und vier, fünf andere Kinder hätten es nicht gut gemacht, jammerte er. Der Rest der Klasse würde jubeln, die meisten hätten eine Sechs. Ich konnte es kaum glauben. Doch ich begann zu verstehen. Die Tigerin erwachte in mir.

Ich schrieb dem Lehrer eine Mail. Dass ich es toll fände, wie die Kinder lernten, Texte zu verfassen. Ich jedoch nicht sicher sei, wie weit die Eltern mithelfen dürften oder sollten. Die Antwort kam sofort: Es tue ihm leid, dass es offenbar nicht klar gewesen sei – doch bei Arbeiten, die zu Hause erledigt werden, sei die Hilfe der Eltern «klar erwünscht». Sie sollten ihre Kinder bei anspruchsvollen Aufgaben unterstützen. Sei die Mithilfe der Eltern mal ausnahmsweise nicht erwünscht, würde der Lehrer dies vorher mitteilen.

Ich war baff. Demnach sind Elterneinsätze wie jene von Linda total «legal» und normal. Lehrer verlangen die Mitarbeit der Mütter und Väter geradezu – offenbar im Glauben, die Eltern unterstützten sie in ihrer pädagogischen Arbeit. Ein schöner Gedanke eigentlich, denn es ist natürlich so, dass es für das Schulkind optimal ist, wenn Eltern und Lehrer am selben Strick ziehen.

Doch so funktioniert das meiner Meinung nach nicht. Sobald Eltern wissen, dass die Aufgabe benotet wird, helfen sie ihrem Kind oft mehr, als sie sollten. Sie werden überaus ehrgeizig, denn sie wollen für den Sohn oder die Tochter ja nur das Beste. Das Kind soll eine prima Ausgangslage haben, wenn es darum geht, in die Sek A oder ins Gymnasium zu gelangen. Also korrigieren und redigieren die Eltern den Aufsatz oder Vortrag ihres Kindes so lange, bis jeder Satz sitzt. Oder sie schreiben ihn von vorne bis hinten gleich selber. Das ist absolut ärgerlich.

Natürlich habe auch ich damit begonnen, meinen Sohn bei Hausaufgaben zu unterstützen, die der Lehrer danach benotet. Wie stark ich ihm helfen soll, finde ich allerdings schwer abzuschätzen. Es ist jedes Mal eine Gratwanderung zwischen Ehrlichkeit und Ehrgeiz. Zwischen entspannter Mutter und verkrampfter Mutter.

Die Verlierer sind dabei jene Kinder, die keine Erwachsenen in ihrem Umfeld haben, welche ihnen helfen können. Weil sie die Sprache nicht beherrschen, keine Zeit dafür haben oder weshalb auch immer. Diese Kinder haben nicht dieselbe Ausgangslage, von Anfang an. Sie bleiben auf der Strecke.

Elternmitarbeit in Ehren, doch hier ist sie fehl am Platz. Sie ist kontraproduktiv, denn sie verunmöglicht eine faire Benotung und verwässert die persönliche Leistung des Kindes. Schulnoten sollten deshalb nur für Arbeiten vergeben werden, die Schüler im Klassenzimmer schreiben. Oder wie sehen Sie das?

202 Kommentare zu «Streber-Eltern nerven»

  • Bernhard Schmidl sagt:

    Zwei Gedanken hierzu:
    – Natürlich unterstützen Eltern ihre Kinder. Sie sollen ihnen dabei helfen, Aufgaben (besser) zu verstehen, so dass sie sie danach ALLEIN erledigen können. Alle Hilfe, die darüber hinausgeht, verfälscht die Situation und wiegt das Kind in einer gemütlichen aber falschen Sicherheit, alles zu können. Die spätere Frustruation wird grausam werden.
    – Wenn Lehrer die Hilfe der Eltern/Nachhilfelehrer bei Aufgabenstellung einkalkulieren, werden alle Kinder bestraft, die diese Hilfe nicht bekommen – die Chancengleichheit und Selbstvertrauen leidet; das ist einfach unsozial.

  • bleikbar sagt:

    Mich würde mal interessieren wie viele LehererInnen hier unter Ihnen sind? Ist Ihnen eigentlich bewusst mit welchen täglichen Anforderungen Lehrpersonen zu kämpfen haben? Was dieser Beruf überhaupt bedeutet? Hausaufgaben gehören dazu und normalerweise (da spreche ich aus Erfahrung) werden diese auch nicht benotet. Zudem führen die meisten Lehrpersonen den Stoff gründlich ein bevor sie ihn als Hausaufgabe aufgeben. Nur leider hören die Kinder nicht mehr richtig hin, denn zu Hause werden sie ja unterstützt und die Eltern glauben ja sowieso was ihre Schätze erzählen…

  • Claudia Dolfi sagt:

    Zum Glück waren meine Kinder während der Primarschulzeit in einer Tagesschule und konnten dort den grössten teil ihrer Hausaufgaben betreut erledigen. So hatten alle Kinder vergleichbare Voraussetzengen, ich weniger Stress wegen den Hausaufgaben und die Kinder erhielten professionelle Unterstützung und Anleitung, wie sie selbständig an die Aufgabenstellung herangehen sollen. So waren sie auch später auf der Sekundarstufe gewohnt, ihre Aufgaben selbständig zu erledigen.

    • Sportpapi sagt:

      Ich weiss allerdings nicht, wie die professionelle Unterstützung und Anleitung in einer Tagesschule (durch wen? eine Lehrperson?) mehr zur Selbstständigkeit beitragen soll wie die Unterstützung zu Hause nach Bedarf.

  • Dlonra sagt:

    Natürlich ist es Blödsinn, wenn ein Lehrer Elternhilfe bei den Hausaufgaben klar befürwortet. Aber wenn ein oder zwei Lehrer etwas tun, heisst das nicht, dass das jetzt normal und in allen Schulen so gehandhabt wird. Bei Unzufriedenheit sofort das Gespräch (nicht e-mail!) mit dem Lehrer suchen. Und: Ein Lehrer, der Leistungsnoten für Hausaufgaben, deren selbständige Erledigung er nicht kontrollieren kann, ist schlichtwegs dumm.

  • Robert Hollenbacher sagt:

    Als langjähriger Lehrer – an einer bayerischen Hauptschule – und Vater dreier inzwischen erwachsener Töchter kann ich dem Artikel nur zustimmen. NUR – fast alle Eltern „begleiten“, sprich unterstützen ihre Kinder, nicht alle geben es zu. Eine unmögliche Situation aus pädagogischer Sicht.
    Was hinzukommt: wenn ich höre, welche „Hausaufgaben“ Grundschulkindern gestellt werden, dann ist ganz klar, dass sie diese nicht selbständig anfertigen können. Eigentlich ein Teufelskreis, der m.E. nur durch Ganztagesschulen gelöst wedern
    kann.
    Kinder und Eltern sollten sich auf die Schule freuen.

  • barbara sagt:

    Allenfalls könnte man endlich mal Hausaufgaben und Noten abschaffen, gell.
    Und die guten pädagogischen Neu-Ansätze konsequent durchziehen und nicht durch solche Massnahmen struktureller Gewalt selbst torpedieren.
    Aber für sowas weht der politische Wind aus der falschen Richtung…

  • Andreas sagt:

    Das Eltern Ihre Kinder bei den Hausaufgaben unterstützen mag insofern richtig sein. Doch wenn dies dazu führt dass Sie die Benotung verfälschen schadet dies wohl langfristig auch dem Kind. Deshalb sollten sollte Aufgaben wo die Eltern in einem unbekannten Ausmass den Kindern helfen keine Noten erhalten.

  • Eduardo sagt:

    Durch die Mithilfe vieler Eltern bei Aufgaben, Prüfungsvorbereitungen oder Vorträgen wird die Leistungsbewertung in der Schule unglaubwürdig und ungerecht, ja geradezu perfid und hinterhältig. Ein Lehrer gab mal zu, dass die Bewertung nicht auf objektiven Kriterien beruht, sondern ganz simpel auf der Gaußschen Verteilung (das heisst, ein Drittel ist immer ungenügend). Klar, wo dann die Schüler oft landen, die selbständig lernen.

    Lieber keine Schulnoten mehr als solche, die teilweise erschwindelt wurden. Was im Sport Doping ist, das ist in der Schule die heimliche Mitarbeit durch die Eltern.

  • Martina N. sagt:

    Ich bin baff über die Antwort des Lehrers. Das ist definitiv nicht der richtige Weg, wenn Hausaufgaben nur mit Hilfe der Eltern gelöst werden müssen. Das ist nichts anderes als die Aufgabe des Lehrers an die Eltern abzuschieben. Diesem Lehrer hätte ich klar darauf hingewiesen, dass er eine verkehrte Auffassung von Hausaufgaben hat, grade in dem Alter. Nämlich, das Vertiefen von gelerntem Wissen in der Schule und somit als Kontrolle ob die Kinder den Stoff verstanden haben. Alles andere ist Arbeitsabschiebung.

  • una sagt:

    Mein Sohn hatte in der 3. Klasse die Aufgabe bekommen, ein Buch zusammenzufassen auf einer Seite.
    Das Buch hatte ca. 20 Seiten, mit Bildern durchzogen. Er hätte das nie ohne meine Hilfe geschafft. Es war das erste Mal, dass er so eine Aufgabe bekommen hatte, nie hatten sie vorher in der Schule Zusammenfassungen schreiben müssen. Mit 9 Jahren ist das meiner Meinung nach sowieso zu früh.
    Jedenfalls war diese Zusammenfassung sicher sehr stark durch mich geprägt worden, da ich ihm das Wesen einer solchen zuerst irgendwie klar machen musste, er sollte ja nicht einfach die 20 Seiten abschreiben…

    • Andreas M Müller sagt:

      Nein, aber Sie hätten Ihren Sohn die Aufgabe zunächst selbst erledigen lassen und ihm dann an dieser ersten Version angezeigt, was er wahrscheinlich weglassen kann. dann hätte er es nochmals schreiben können und Sie hätten mit ihm wiederum besprechen können, was wohl wichtig ist und was weniger. So lernt er es für ein nächstes Mal. Wenn Sie ihm die Aufgabe einfach abnehmen, dann wird er es nie lernen.

      • miss_t sagt:

        ich hätte von Anfang an dem Lehrer eine Mail geschrieben, alle anderen Eltern ins CC genommen und gesagt, dass er doch nicht eine Aufgabe stellen könne, die sie nicht mindestens einmal mit der ganzen Klasse exemplarisch durchgearbeitet hätten! Da ist ja ein Bachelorstudium im Vergleich zu den mentalen und geistigen Fähigkeiten weniger fordernd….Wird jetzt echt schon bei Drittklässlern vorsortiert, nur damit die wirklich klugen nachher im Studium rumhängen und sich langweilen?

      • Andreas M Müller sagt:

        Ja, g miss_t, enau solche „engagierten“ Eltern wünscht man sich sicher als Lehrperson. Diese Leute sind pädagogisch ausgebildet und wissen sehr wohl, wie sie wann was ihren Schülern zumuten können. Woher wolen Sie denn wissen, was genau in der Klasse bereits durchgenommen ist und was nicht?
        Eltern müssen dringend lernen, den Lehrern wieder mehr zu vertrauen und mit anstatt gegen die Lehrer zu arbeiten.

    • una sagt:

      @A.M.M.: Er hat es alleine versucht, ist aber verzweifelt an der Aufgabe. Ich weiss sehr wohl, dass es nichts bringt, wenn ich seine Aufgaben mache. Aber ich habe das getan, was ich eigentlich von der Lehrerin als Vorbereitung für so eine Aufgabe erwartet hätte: Ich habe das Konzept „Zusammenfassung“ zusammen mit ihm erarbeitet. Erzähle mir die Geschichte, sag mir, was ist wichtig. Schreib maximal einen Satz pro Seite des Buches….

  • pixel sagt:

    „doch bei Arbeiten, die zu Hause erledigt werden, sei die Hilfe der Eltern «klar erwünscht». Sie sollten ihre Kinder bei anspruchsvollen Aufgaben unterstützen.“ Sagt der Lehrer.

    Ich verstand diesen Teil bisweilen als Aufgabe der Lehrer, den Schülern Aufgaben zu stellen, die sie grundsätzlich alleine bewältigen können. Und wenn das in einem oder anderen Fall nicht geht, sie dabei zu unterstützen.
    Ist das theoretisch nicht eine Aufgabenverschiebung (von Lehrer zu Eltern) und müsste es folgerichtig deswegen nicht auch eine finanzielle Verschiebung geben…?

    • pixel sagt:

      Meine Primarschulzeiten liegen nun etwa drei Jahrzehnte zurück. Ich kann mich nicht erinnern, dass mich in dieser Zeit meine Eltern beim Aufsatzschreiben oder sonstwelchen Aufgaben hätten unterstützen müssen. Aber vielleicht erinnere ich mich auch falsch.

  • Cristina B. sagt:

    Wo ist den diese Schule? Ich hör bzw. les das echt zum 1. Mal. Unsere Lehrpersonen erwähnen, dass die Kids die Aufgaben selber machen sollen…nicht mal korrigieren sei erwünscht. Die LP sieht so nicht ob die Hausaufgaben verstanden wurden.
    Als Mutter unterstütze ich meine Kinder in dem ich sie ermuntere einen Weg für die Lösung zu finden. Oder ich sag mal, schaus nochmal an… Diese Linda soll lernen Nein zu sagen…sie tut ihren Kids keinen Gefallen..und selber auch nicht. Scheinbar hat sie sonst nichts zu tun 😉

  • Peter E. sagt:

    Es ist wirklich überhaupt nichts dagegen einzuweden, sein Kind bei den Hausaufgaben zu unterstützen. Hausaufgaben dienen der Übung und Repetition. Darum sollten sie aber auch nicht direkt Zeugnisrelevant sein.

    Wenn Sie aber nicht, wie ich aus der Schilderung vermute, in einer Gemeinde mit rund 30% Mittelschulquote leben würden, dann wüssten Sie, dass das Gegenteil das wirkliche Problem ist: Viele Eltern helfen – im Sinne von sich kümmern – überhaupt nicht. Und könnten es auch nicht, selbst wenn sie wollten. Diese Kinder sind dann wirklich benachteiligt. Nicht so wie Ihres.

  • Isabel Metz sagt:

    Wie sollen die Kinder so denn zu Selbstständigkeit und eigener Kreativität gelangen?

  • Georg sagt:

    Wenn ein Kind nicht in der Lage ist, ohne Elternhilfe schulisch zu bestehen, soll es eben das Jahr wiederholen oder in eine tiefere Schulkategorie. NIcht jeder soll ans Gymi. Es braucht auch Gärnter und Hilfsköche und Kläranlagenarbeiter und Einkaufswagenzusammenschieber und Lageristen. Und unqualifizierte Börsenmakler, die hätte ich fast vergessen.

  • alien sagt:

    Ne, ich habe immer alles allein gemacht. Meine Mutter war Lehrerin, aber sie hat mich schön machen lassen. Und das hat gereicht. Wie ist es heute? Naja ich weiss es nicht, aber dass die Eltern den Kindern die Aufgaben machen müssen, damit die eine Chance haben, das ist nicht so, bei uns zumindest nicht. Klar, meine Töchter sind beides recht aufgeweckte Kinder, die blicken das schon.

  • Gerri Häfele sagt:

    Zu meiner Zeit wurden von der Unter- bis zur Gymnasialstufe keine Arbeiten benotet, die zuhause gemacht wurden. Aber wie stehts z.B. mit Vorträgen, die zwar in der Schule gehalten aber zuhause vorbereitet werden.

    Von der Vielfalt der anderen Unterstützungsnöglichkeiten, die nicht allen SchülerInnen gleichermassen zur Verfügung stehen ganz zu schweigen.

  • mami vo zwei sagt:

    Und ich bin sogar so faul, dass ich die Hausaufgaben nicht mal kontrolliere sondern nur Frage ob meine Kids sie erledigt haben…. vielleicht geht die grosse deshalb „nur“ in die Sek A.? *ironiemodusoff

  • Urs Huber sagt:

    Sind das die gleichen Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto in die Schule fahren? Traurig…

  • Roshan sagt:

    Wenn die Hausaufgabe dann mit ungenügend benotet wird, kränkt das natürlich den Stolz der Eltern als Verfasser.

  • theo tobler sagt:

    Gute Lehrer lassen jede Hausaufgabe von den Schülern alleine machen, nicht einmal Korrekturen sollen von den Eltern gemacht werden. Nur so erhält der Lehrer einen möglichst ungetrübten Eindruck von der Leistung des Schülers. Diese zu Beurteilen und entsprechende Fördermassnahmen zu egreifen ist die Aufgabe des Lehrers und nicht die Eltern-Kind Beziehung zu fördern. Dass sich Eltern und Kinder zunehmend entfremden hat schlicht und einfach damit zu tun, dass Papi & Mami Karriere machen müssen und die Kinder immer früher in die Kita abgeschoben werden. Nur wer selber lernt kommt auch selbst voran

    • Eduardo sagt:

      „Gute Lehrer lassen jede Hausaufgabe von den Schülern alleine machen“ – Stimmt, aber dafür müssten sich die Lehrer vervielfachen, um jeden Schüler zu Hause überwachen und mithelfende Eltern gegebenenfalls verscheuchen zu können. Zumindest der Unsinn mit den Vorträgen (die für viele schüchterne Schüler eine fürchterliche Qual sind) sollte endlich aufhören. Ein Mitschüler im Gymnasium sollte einen Vortrag über Goethes „Leiden des jungen Werther“ verfassen. Er ging in die Uni-Bibliothek und lieh sich dort eine Kurzzusammenfassung aus. Die Benotung seines Vortrags war entsprechend ausgezeichnet.

  • Reto B. sagt:

    Erstens, das Benoten von zuhause verfassten Arbeiten finde ich komisch. Dass ein Lehrer nicht merkt, dass der Text ganz eine andere Qualität hat, als die normale Leistung, auch. Allerdings finde ich die 4 des oben erwähnten Jungen ganz lehrreich. Er muss sich sein ganzes Leben gegen Bschisser und Privilegierte durchsetzen, je früher er ein Kämpfer wird, desto besser. Ich hätte ihn angespornt, sich Hilfe zu suchen. Aus eigenem Antrieb, bei Mama, Papa oder anderen. Aber die Leistung selbst zu bringen. Eine ehrliche 4.5 ist auch mehr wert als eine geschenkte 6, da lernt er fürs Leben.

  • gabi sagt:

    Eigentlich warte ich ja nur auf die ersten Kommentare, die den Lehrern vorwerfen, dass sie nicht gleich auch noch die aufgetragenen Vorträge für die Kinder verfassen und dies auf die Eltern abwälzten!

    … Wird damit nicht einmal mehr nur diese falsche Idylle von Mami daheim, Papi arbeitet ausser Haus zementiert?

    Absurd.

    Wie so oft im MB.

    🙂

  • Adrian sagt:

    Sowas kenne ich (Sek-Abschluss 95) gar nicht. Nicht mal die Rechtschreibung wurde da korrigiert, wozu auch? Die Aufsätze hat man nach der Korrektur durch den Lehrer ja verbessert und so gelernt, wie es richtig wäre. Mehr als 1*1 oder Franz-Vokabular abfragen haben meine Eltern nie geholfen. Wie konnten ich und meine beiden Geschwister bloss die Sek abschliessen? Und wie hätten meine Eltern, beide ohne Matur später im Gymnasium helfen sollen?

  • Frank Baum sagt:

    Noten sollte man nur bei Arbeiten erteilen, die in der Schule gemacht werden. Darüber hinaus kann man meinetwegen noch „Projektarbeiten“ benoten. Das geschieht aber ohnehin erst in höheren Klassen. Wenn man bei Hausaufgaben Noten erteilt, benotet man entweder die Eltern oder Google.

  • malibe sagt:

    …. dann hätten eben alle wirklich FREI! Also unbeschwerte Elter-Kind-Zeit. Sorgloses Spiel mit Freunden tut es übrigens auch.
    Und dann die Idee (auch Sportpapi?), dass lernbegabtere Kinder die Struktur frühzeitig sollen verlassen dürfen. Damit die schlechteren Schüler einmal mehr begreifen, dass sie weniger begabt sind? Sozialkompetenz wäre vielleicht auch ein Thema. In der ihnen verbleibenden Zeit könnten die besseren Schüler(innen) ja jüngeren Kinder bei der Bewältigung ihrer Aufgaben helfen. Für beide Seiten ein Plus…
    Aber eben: Sozialkompetenz ist in unserer Leistungsgesellschaft nich

    • Sportpapi sagt:

      @malibe: Entscheiden Sie sich doch mal, was Sie wollen. Die traditionelle Schule mit ihren Klassenzügen, mit Plenums- und Frontalunterricht gilt als unmodern und verpönt. Nein, individuell muss geschult werden, jede/r in seinem Tempo. Aber wehe, einer wird dann schneller fertig als der andere? Oder, bewahre, ist sogar besser? Was wollen Sie eigentlich? Haben Sie wirklich schon einmal die Sachen zu Ende gedacht, statt nur Schlagworte zu wiederholen? Langsam nervts!

  • Andreas Arnold sagt:

    Wer klug ist, muss die Mittelschule ohne fremde Hilfe schaffen. Alles andere ist eine Pervertierung unseres eigentlich so guten Bildungssystems.
    Aber eben… spätestens seit der Bologna-Reform gilt auch in der Schweiz nicht mehr die Qualität der Ausbildung, sondern die Anzahl der vergebenen „akademischen“ Abschlüsse als Massstab für Bildung.

  • malibe sagt:

    Ja, die soziale Ungleichheit der Schüler gab es schon immer. Am Gymi hatten wir über alle Klassen hinweg nur gerade einen Alibi-Arbeitersohn, der übrigens brillant war. Und ja, die Schule hat, wenn nicht auf tatkräftige Elternhilfe – schon ganz klar auf den familiären Hintergrund gesetzt. Ich habe das schon damals als skandalös empfunden.
    Von daher begrüsse ich Tagesschulen mit ergänzender Tagesbetreuung als äusserst sinnvoll. Da kann viel mehr auf allfällige Schwierigkeiten eines Kindes eingegangen werden. Und nachher haben wirklich alle FREI – und die Elternhilfe wird nicht mehr gebraucht!

    • malibe sagt:

      Das ist übrigens heute schon in vielen Ländern so: die skandinavischen, die Niederlande, andere weiss ich nicht, vermute aber, dass das recht verbreitet ist.
      @Sportpapi: Freizeitberaubung? Von welcher Freizeit reden Sie denn? Wieder jene privilegierter Schichten, die da so sind: Ballettunterricht, Geigenstunde, Trimmen auf sportliche Höchstleistungen und selbsverstandlich (bezahlter) Nachhilfeunterricht in „Trimmschulen“?
      Auch sonst: wie soll einer Mutter mit all den unterschiedlichen Stundenplänen noch zusammenhängende Zeit für so prosaische Dinge wie Arbeit ermöglicht werden? Und eben: all

      • maia sagt:

        @malibe: Ist für Sie nur das was Sie beschreiben (Balletuntericht, Geigenstunde etc.) Freizeit? Können Sie sich nicht vorstellen, dass Freizeit eben Freie Zeit heisst, d.h. heisst Zeit die eben frei ist und in der man machen kann was man will? Dazu muss man nicht privilegiert sein. Die Kinder können selbständig etwas unternehmen, die Familie kann zusammen etwas unternehmen z.B. spielen, lesen, kochen, die Umgebung entdecken, einfach nichts tun, lernen, in die Badi und und und. Mir kommen unzählige Dinge in den Sinn die wenig bis gar nichts kosten.

      • Sportpapi sagt:

        @mailbe: Ja, Freizeitberaubung. Freizeit, die für irgendetwas genutzt werden kann, ist ja eigentlich egal. Zeit, die den Kindern gehört. Und die man ihnen nur einschränken soll, wenn es wirklich sein muss.

    • Widerspenstige sagt:

      Nicht nur in Skandinavien, Niederlande ist es so mit den Tagesstrukturen, sondern auch in südlichen Ländern. Sogar im Tessin gibt es seit über 20 Jahren – Irrtum vorbehalten, liebe Laura TI – Tagesschulen wegen den vielen Seitentälern etc. Und wahrscheinlich auch schon in der Westschweiz…? Nur in der Deutschschweiz harzt es an den üblichen notorischen Traditionalisten der Familienidylle – Mami ist mit den Kindchen zu Hause und Papi arbeitet ausser Haus. Wenn viele Eltern dagegen Sturm laufen würden jedes Jahr bei Schulanfang und den Elternabenden etc wäre auch das mal Schnee von gestern!

      • gabi sagt:

        „Traditionalisten der Familienidylle“ – Darunter war ja hier öfter mal schon nur die Vorstellung zu verstehen, dass es quasi schon einem Verbrechen gleich kommt, Männer – Väter, gar! – überhaupt irgendwie zu oder zwischen Mutter und Kind rechnen zu wollen!

        Dabei ist es wie verhext:

        http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/arbeitszeit-ueberarbeitete-vaeter-haben-haeufiger-verhaltensauffaellige-soehne-12542247.html

      • Sportpapi sagt:

        @WS: Oh ja, wünschen wir uns doch auch Situationen (lange Schulwege) herbei, die es unseren Kindern verunmöglichen, über Mittag nach Hause zu kommen. In der Deutschschweiz harzt es nicht, sondern eine Mehrheit hat sich bisher noch anders entschieden. Aus guten Gründen. Es ist aber auch nichts dagegen einzuwenden, dass es in der Gemeinde einen Mittagstisch gibt. He, und wir wärs mal mit privater Initiative dafür? Oder halt ganz einfach Nachbarschaftshilfe, was ich viel mehr unter Solidarität verstehen würde, als einfach immer neue Staatsaufgaben. Wir sind jedenfalls so aufgewachsen.

      • Widerspenstige sagt:

        Eine Frau ist nicht automatisch eine Babysittering, nur weil sie Mutter geworden ist! Das ist einfach keine Basis um lösungsorientiert diskutieren zu können. Ein Kind möchte von BEIDEN Elternteilen gleich betreut werden und das ist nur möglich mit verlängertem Elternurlaub.

        gabi, so eine Aussage stammt nicht von mir. Väter sind ebenso wichtig wie Mütter, nur haben dies Väter nicht als wichtig erkannt u entsprechend umgesetzt in Teillzeitarbeit.Wie im Link beschrieben ist es eher schädlich für die Entwicklung vorallem für Jungs bis ca. 10 Jahre, wenn die Väter über 55 Std./Woche abwesend sind.

      • Zähmer sagt:

        „… den üblichen notorischen Traditionalisten der Familienidylle“ – Bitte nicht immer wieder diese dümmlichen Parolen aus der feministischen Mottenkiste. „Mami ist mit den Kindchen zu Hause“ – Vielleicht sollten Sie ausnahmsweise mal die „Kindchen“ (schon wieder Polemik!) fragen, was sie vorziehen, zu Hause liebevoll betreut zu werden oder bloss lästige Schlüsselkinder zu sein, um nicht bei der Karriere zu stören. An den „Herd“ müssen die befreiten Frauen trotzdem, nur dann eben zusammengedrängt am Abend und am Wochenende. Domestiken für den Haushalt kann sich nämlich kaum jemand leisten.

      • Sportpapi sagt:

        @WS: Wieder einmal gekonnt auf keinerlei Einwände meinerseits eingegangen, dafür wieder irgendwelche Klischees bemüht. Ich habe gar nichts gesagt von Aufgabe der Mutter etc. Sondern wenn schon der Eltern. Und ich habe von Eigeninitiative gesprochen.

      • gabi sagt:

        Richtig, WS: Das waren nicht sie, sondern Wildkatze & Co.

        Gegen diesen Blödsinn aufzubegehren, fällt Ihnen aber jeweils auch kaum ein: Im Gegenteil… Barbara Walken lässt grüssen.

        Das mit den Klischees, das SP anspricht, stimmt halt schon.

  • Esther sagt:

    Ich bin Lehrerin (am Gymnasium) und benote aus genau diesem Grund NUR Arbeiten, die im Klassenzimmer unter meiner Aufsicht geschrieben wurden. Ich sehe keinen Sinn darin, die Mutter oder die Grossmutter zu benoten!

    • Adrian E. sagt:

      Genau so war es auch, als ich (bis vor etwa zwanzig Jahren) zur Schule ging.

      Es kann durchaus auch sinnvoll sein, SchülerInnen Arbeiten zu Hause schreiben zu lassen, aber benotet werden sollte nur, was unter Aufsicht in der Schule geschrieben wurde.

    • Andreas50 sagt:

      Sorry, aber manche Lehrer ticken da einfach anders, aus welchem Grund auch immer. Es sieht manchmal aus wie Bequemlichkeit. Aber immer genügend Zeit um in den Wald zu gehen, es ist nicht mehr wie früher……

  • Blanche Wu sagt:

    Zum Glück hatte ich nicht solche Eltern. Sie waren zwar extrem erpicht darauf, dass etwas aus mir wird und ich gute Leistungen erbringe, aber sie wollten, dass ich die Leistungen selber erlange. Sie halfen zwar bei Hausaufgaben, hätten aber bei einer Arbeit, welche zuhause gemacht werden kann nicht geholfen. Nur kontrolliert mit Kommentar. Jedoch bei Matheaufgaben knobelten sie mit. Am Schluss kann ich sagen, dass ich sämtliche Erfolge und Misserfolge aus eigener „Leistung“ geschafft habe und bin stolz darauf. Hätten meine Eltern geholfen, wäre das für mich ein Bschiss.

  • Heidi Merz sagt:

    Ich würde mich genau gleich verhalten wie Sie, Frau Braun! Aber ich bin einigermassen entsetzt, wenn sie die schulische Realität so darstellt. Erstens, wie Sie sagen, sind dann jene SchülerInnen benachteiligt, denen keineR helfen kann. Zweitens werden ja dann nicht die SchülerInner, sondern ihre Eltern benotet – eine absurde Situation.

    *lol* Und Jahre später wundert man sich dann, dass so viele Plagiate an den Unis auftauchen… *kopfschüttel*

    • Andreas50 sagt:

      oh ja, die Kinder sind die Armen, das Schulsystem ist einfach eine Katastrophe, das einzelne Kind kann sich gar nicht mehr entwickeln. Alles ist vorgegeben und verplant, für eigene Talente gar kein Platz mehr. Was wir unseren Kindern hinterlassen und was wir von ihnen fordern, das bringt sie irgendwann zum Scheitern.

  • Susanne Reich sagt:

    Dadurch nehmen sie dem Kind das Erfolgserlebnis. Auch wenn’s schwer fällt, es kapiert am Ende und andere Fächer fallen ihm sicher leicht. Es wird in seinem Leben noch viele solche Situationen geben, doch einen Gefallen,ihm alles abzunehmen, tut man ihm dadurch nicht. Später hat es vermutlich null Bock auf nichts, keine Lust eine Ausbildung zu machen oder manchmal etwas durchzuhalten, um dann zu Recht stolz auf sich sein zu können. Liebe Eltern, hört mit dieser Überbetreuung auf! Geben Sie ihm lieber das notwendige Rüstzeug für’s Leben und räumen ihm nicht jedes kleine Hindernis aus dem Weg,

  • Norma sagt:

    It’s important not to cross the line between helping and doing, says Marina Koestler Ruben, who wrote How To Tutor Your Own Child: Boost Grades and Inspire a Lifelong Love of Learning—Without Paying for a Professional Tutor. “If the reason you want your child to conjugate a French verb is so that he gets an A, then you need to take a closer look. If the goal is for the child to learn, the parent will encourage a child to do his own work and catch his own mistakes“, Ruben says.

    • Carolina sagt:

      What a catchy title! Aber ja, der Quintessenz wird wohl so ziemlich jeder zustimmen! Allerdings ist es wie überall: die Eltern, die das kapieren, sind wahrscheinlich auch nicht unbedingt die, die ihren Kindern alle Arbeiten abnehmen……

  • Raton sagt:

    Alles Plagöris. Und ihr wisst welches Wort in Plagöri steckt, oder.. 🙂

  • michael sagt:

    dürfen den die eltern ihre sprösslinge auch bei den klassenarbeiten unterstützen ? was nützt der beste aufsatz in cooperation kind-eltern geschrieben, wenn es bei der klassenarbeit nicht klappt ?

  • Leo Klaus sagt:

    Absurd! Die Eltern sollten meiner Meinung nach den Kindern unterstuetzen, Sachen und Konzepte erklaeren, ja sogar lebhaft ueber ein Thema mit ihnen diskutieren, falls die Kinder das wollen. Aber die Aufgabe muessen die Kinder selber erledigen.

    Mal eine kleine Geschichte vom Ausland: Da schrieb die Lehrerin einige Mal an den Eltern „Bitte nicht die Hausaufgaben fuer Euer Kind erledigen!“. Uns passierte das auch einmal. In gewissen Laendern gibt’s sogar Punkteabzug dafuer!

  • Oester sagt:

    Super-Artikel, und JENSEITS der Inhalt. Kann doch einfach nicht sein. Da will man seine Kinder zur Selbständigkeit erziehen, doch logo haben die keine Chance gegen Aufsätze von Erwachsenen… JENSEITS!!! Nun gut, irgendwann werden diese Kinder dann auch noch auf die Welt kommen, wenn dann nicht mehr Papi/Mami übernehmen kann. Einen Gefallen tut man seinen Kindern nicht, ihnen die Arbeit abzunehmen, aber jeder erntet, was er sät…

    • alien sagt:

      Nein, stimmt nicht. Ernten tun andere, nämlich die Kinder, die im Konkurrenzkampf, im unfairen, den Kürzeren ziehen.

      • Oester sagt:

        Also ich zieh’s vor, dass meine Kinder halt nicht in’s Gymi gehen, und dafür das, was sie können sollten, auch wirklich können. Wissen solid aufgebaut eben, für’s Leben. Die anderen sollen von mir aus ans MIT, doch dort wird sich zeigen, was sie wirklich draufhaben… hingegen das Problem für Kinder von Alleinerziehenden und Nicht-Deutschsprachigen besteht sowieso, auch wenn die Streber-Eltern es beim „normalen Helfen“ bleiben lassen würden, denn logo bleibt gemeinsam erarbeiteter oder wiederholter Schulstoff besser hängen, als wenn ein Kind das Zeugs alleine durchkneten muss.

  • Alfred Siffert sagt:

    Warum sollte es fair sein? Später ist es ja auch unfair. Bei den Anwaltsprüfungen ist der Papifilz entscheiden, da Kollegen vom Papi den Junior prüfen. Oder beim Job. Hinz und Kunz bekommen keine Topstelle beim Bund. Nur von Hinz und von Kunz. Da kann Igor Weissvielicz einpacken. Oder wie kommt man im Militaer weiter? In der CH ist sovieles unfair, verfilzt. Wilkommmen in der Realität. Der Sohn oder Tochter potenter Eltern kommt immer weiter. Egal ob er bei Einzelprüfungen gut ist oder nich. Warum gehn in Muri 70 % der Kinder ins Gymmnasium? Klar…die Kinder in Bümpliz sind dümmer… oder ??

    • Sina sagt:

      Und genau darum ist es umso wichtiger, dass man von offizieller Seite her Gegensteuer gibt. Damit wenigstens ein paar wenige Weissvielicz trotzdem eine Chance kriegen. Ich kann jedenfalls nur sagen, dass das in meinem Fall geklappt hat – ganz garantiert ohne Papifilz, ohne Militär und ohne Einfamilienhaus in Muri. Topstelle alleine durch eigene Leistung. Apropos Anwaltsprüfung: zum Glück kennen die Kollegen vom Papi in der Regel die Mehrheit der Prüflinge eh nicht, d.h. selbst wenn da in Einzelfällen zu viel Goodwill herrscht, werden die meisten trotzdem neutral (subjektiv) beurteilt. 😉

      • xyxyxy sagt:

        Wieder so ein CHer der noch nie im Ausland war (ausser in den Ferien). So wenig Korruption wie in der Schweiz, gibt es fast in keinem Land auf der Welt. Natürlich gibt es auch bei uns Korruption, aber im Vergleich zu anderen Ländern ist das wie „- keine Korruption-„.
        Was es in der Schweiz aber viele gibt, das sind Neider. Und die wollen dann einfach glauben, dass jeder, der weiter kommt als sie selbst, das nur mit unlauteren Mitteln geschafft hat. „Snif, snif – die Welt ist sooooo ungerecht. Alle sind böse (ausser ich selbst natürlich).“

      • Carolina sagt:

        Heute gut in Form, xy. Sehe ich genauso 😉

      • xyxyxy sagt:

        danke für die Blumen
        heute lässt man mich wieder mal…
        leider oft dann gerade nicht der Fall, wenn es um weit wichtigeres geht… ich werds nie verstehen

      • alien sagt:

        Jus, Sina. Da hab ich also richtig geraten. Wooo Hooo.

        He und eine Topstelle hat sie auch! Jeeeeee! Es lebe das Selbstlob! Ein Hoch auf das Selbsthochheben!

      • Sina sagt:

        Nein, nicht Jus. Niemals. Falsch geraten, ätsch! Es lebe das Vor(ver)urteil(en)! Aber nur zu.

  • Margot Steiner sagt:

    Die Eltern von heute machen buchstäblich alles um einen Wettbewerbsvorteil für Ihre Sprösslinge rauszuholen.

  • Alex sagt:

    Spricht nicht unbedingt für die Qualität der heutigen Lehrkräfte, wenn die nicht mal merken, dass das kein Kind geschrieben hat. Jänu, früher oder später müssen die Gofen selber ran und dann kommt die Wahrheit ans Licht. Aus 6-er-Primarschülern werden dann plötzlich Nieten, die alleine keine Gymiprüfung zustande bringen, lol…

  • mia sagt:

    Was für ein Glück, dass ich solches Ungemach nie am Hals hatte und nie haben werde. Es wundert mich nicht, das so viele Altvordern zunehmend gaga werden, neben all dem andern Unfug, den sie glauben, mitmachen zu müssen.

  • Manuela sagt:

    Och menno – ich muss bis heute meine Arbeiten und Veröffentlichungen selber schreiben. Sogar die Vorträge muss ich selber machen! Das ist doch ungerecht! Und nur, weil ich mir keinen Ghostwriter leisten kann…

    Meine Mutter hätte mich schlicht ausgelacht, wenn ich sie gebeten hätte einen Aufsatz für mich zu schreiben. Oder ein Referat vorzubereiten. Selbst, wenn es mal eine schlechte Note gab.
    Aber das kommt davon, wenn man Notenfixiert ist. Damit muss jeder selber klarkommen. Ich hab damals in der 9. einen Aufsatz geschrieben, warum ich Noten sch*** finde. Da hat der Lehrer gelacht.

  • Hotel Papa sagt:

    Was ich einsehe ist die Mitarbeit wie erwähnt bei neuen Formen wie z.B. Buchbesprechung. Da können Eltern wirklich der erweiterte Arm des Lehrers sein, weil sie eins zu eins auf das Kind eingehen können. Das kann der Lehrer schon aus zeitlichen Gründen nicht in dem Masse.

    Aber sicher nicht in der Form, dass nachher die Noten von einer Arbeit abhängen, die zu 100% von den Eltern geschrieben sein kann. Und die Ungerechtigkeit, für die, die keinen ensprechenden Tutor zu Hause haben, schläckt kei geiss ewägg.

  • Sportpapi sagt:

    Das ist irgendwie mit dem Doping im Sport. Jeder redet sich ein, dass es alle anderen ja auch tun, weshalb es ja nur fair ist, wenn man selber auch ein bisschen nachhilft…

    • Pascal Meister sagt:

      Absolut einverstanden, der Vergleich ist sehr passend. Das Dumme ist nur, rein praktisch gesehen, dass auch nicht benotete Hausaufgaben von den Lehrern zur Kenntnis genommen werden und in die Beurteilung einfliessen – und sei es auch nur in ein positives oder negatives Vorurteil. Hoffentlich lassen die Lehrer die Kinder genügend Leistungen direkt in der Schulstunde erbringen, die auch direkt bewertet werden können.

      • alien sagt:

        Ja, das ist ein Argument, dass die Leistungen, die benotet werden, auch in der Schule erbracht werden. Wenn ein Lehrer eine grosse Mitarbeit der Eltern ahnt, soll er intervenieren.

  • Staub sagt:

    Das führt zu viel zu hohen Ansprüchen der Lehrer an die Schüler & Schülerinnen. Zu meiner Zeit konnte der Lehrer noch erkennen, wo der Vater oder die Mutter die Arbeit gemacht hatte oder der Schüler selber.

    • phil sagt:

      Richtig. Und früher gabs einen Ermahnung an die Eltern. Sie sollen doch bitte die Kinder selber machen lassen. Ich Frage mich nur, welche Messlatte bei den Lehrern für einen Vortrag über xy verwendet wird? Es reicht ja nichtmehr einen mündlichen Text vorzulesen mit Bilder auf dem Beamer oder Projektor. Die Eltern möchten meist noch goodies verteilen welche zum Thema passen und eine Skulptur selber basteln welche das ganze abrundet. Und die Aussage von Lehrer im Text oben “ … dass eine Unterstützung der Eltern wünschenswert ist…“ kann ich nicht gutheissen.

      • daniela p. sagt:

        es ist aber tatsächlich so, dass die kinder zu vorträgen folien mit bildern bringen sollen, ohne dass ihnen erklärt wird wie das geht. klar, dann mache ich das eben. zum glück kann ich bildbearbeitung und habe einen entsprechend ausgestatteten compi, möchte ja nicht wissen, wie das andere machen…
        unterstützung durch eltern sieht heute oft so aus. oder dass ich merke, dass meine kinder etwas überhaupt nicht verstanden haben und es ihnen eben beibringe, obwohl ich der ansicht bin, eigentlich müsste das ja die schule. wenn da mal die zeit fehlt, habe ich die aufgabe auch schon selber erledigt

  • hobbyläuferin sagt:

    Ich war – gerade in der Primarschule – eine extrem gute und selbstständige Schülerin. Meine Mutter musste mich kaum an Hausaufgaben erinnern.
    Sie hat mir vor Kurzem gesagt, dass sie dankbar ist, dass ihre vier Kinder von alleine gute Schüler seien und Hausaufgaben/Schule/Prüfungen eigentlich nie einen Krampf waren.
    Das ist natürlich der Idealfall, dass Eltern mit Kindern die Konzentrationsschwächen, Lernschwächen haben etc. mehr helfen müssen, ist klar. Da kann man auch sich mal mit dem Kind hinsetzen und zb Rechenaufgaben durchgehen.
    ABER GHOSTWRITING? Wie dumm ist das? Hoher Lerneffekt…

  • Widerspenstige sagt:

    Das ist kontraproduktiv für alle Betroffenen! Sofort intervenieren empfehle ich bei der Schulleitung nach Rücksprache mit dem Lehrer und anderen Eltern. Eine Sitzung anberaumen nachher und bei umliegenden Gemeinden sich durchfragen, ob das dort auch so gehandhabt wird. Das habe ich gemacht, nachdem Unregelmässigkeiten bei Aufnahmeprüfungen an weitergehende Schulen bei meinen Kindern offenbar wurden. Es hat sich bewährt.

    btw. Bei flächendeckenden Tagesschulen mit Aufgabenzeiten würde sowas automatisch hinfällig. Eltern haben noch andere Tätigkeiten zu leisten als Aufgabenhilfe! 🙄

    • Sportpapi sagt:

      Klar. Und Kinder haben nichts besseres zu tun, als den ganzen Tag in der Schule zu sitzen, nur damit sie ihre Eltern nicht belästigen…

      • hobbyläuferin sagt:

        @Sportpapi
        Natürlich. Es war ja wohl kaum die Entscheidung der Eltern diese Goofen zu kriegen… Ironie off

      • alien sagt:

        Sportpapi, bitte. Wieso nur lernst Du nicht ENDLICH einmal, dass Dein Lebensentwurf für Dich funktioniert, aber für sehr viele andere Leute nicht? Du langweilst uns mit diesen ewigen phantasielosen Äusserungen!

      • Sportpapi sagt:

        @Alien: Lies. Denk. Und hör auf, Uns inn zu schreiben oder Sachen zu behaupten, die hier nicht stehen!

      • Sina sagt:

        Und noch ein gehässiger Kommentar von Alien. Könnten wir bitte wieder übers Thema reden, statt anderen ans Bein zu p…? Dass manche auch immer auf die persönliche Schiene ausweichen müssen – das ist es, was mich an diesen ganzen Online-Foren immer wieder grundlegend stört…

    • Widerspenstige sagt:

      Was soll diese Aussage jetzt genau, Sportpapi? Sollen Kinder lernen für sich oder Eltern für ihre Kinder?

      Wörtli abfragen bei Fremdsprachen oder mal einen Satz redigieren bei Aufsätzen habe ich natürlich auch gemacht. Aber bei einer 150% Arbeitstag war bei mir dann die Energie dafür auf dem Minimum. Das habe ich dann deutlich an Elterngesprächstagen durchgegeben und für eine Hausaufgabenzeit in der Schule plädiert. Ob es inzwischen so eine gibt in der Provinzschule hier habe ich vom Hören-Sagen vernommen…

      • Sportpapi sagt:

        @WS: Wenn du einen 150%-Arbeitstag hast, und dein Partner ebenfalls, dann seid ihr halt grundsätzlich mit Kindern überfordert. Aber dann ist es auch nicht Aufgabe der Schule, euch zu entlasten. Dafür gibt es professionelle Aufgabenhilfen.
        Ich habe mich aber zu den Tagesschulen geäussert, die den Kindern ihre Freiheiten und Freizeiten stehlen. Nur damit die Eltern ungestört ihren „Geschäften“ nachgehen können. Ich habe nichts dagegen, wenn es nicht anders geht. Aber flächendeckend, obligatorisch: sicher nicht!

      • Widerspenstige sagt:

        Klar kann man das auch so sehen, dass wir zeitweise ziemlich überfordert waren mit Geschäft und drei Kindern. Das wäre aber einfacher gewesen, wenn eine Tagesschule oder wenigstens Kitas als Infrastruktur als Alternative im Angebot gewesen wäre. Hätte ich gewusst, dass die Organisation von zuverlässiger Kinderbetreuung aufwänder war als einen Kredit von einer Bank für das Geschäft zu erhalten, hätte ich mir das Kinderkriegen reiflicher überlegt. Aber Dein Vorwurf ist fehlplaziert, denn wir haben das Bestmögliche aus unserer Situation heraus geholt. Ohne Hilfe von Staat und störischen Lehrern!

      • alien sagt:

        Sportpapi, „obligatorisch“ hat Widerspenstige nicht geschrieben“. Ich denke, hier will niemand, dass die Schulen die Kinder den Eltern wegnehmen (auch wenn Du das glaubst und ewig wiederholst).

      • Sportpapi sagt:

        @WS: Da war kein Vorwurf. Ihr habt meinen grössten Respekt. Gerade weil ihr es gemeistert habt, ohne überall Hilfe einzufordern.
        @Alien: Was heisst für dich flächendeckend? Und wie ist das beispielsweise in der Stadt Zürich geplant?

      • Widerspenstige sagt:

        Dann sag es doch bitte so, dass es nicht nach einem Vorwurf klingt, ja? Aber Dankeschön Sportpaps und auch alien! 😀

      • gabi sagt:

        Komisch:

        Einmal ist es so wichtig, dass es jemand „gar nicht so meint“. Oder gleich ganz anders.

        Ein anderes Mal ist das vollkommen ausgeschlossen.

        Kompliziert bleibt das als Kommunikationskonzept allemal.

    • Sina sagt:

      Sehe ich ganz anders. Tagesschule (im Primarschulalter) heisst ja nicht, von früh morgens bis spät abends in der Schule zu sitzen. Sondern eben die Schulstunden, die sonst wild über die Woche verteilt von frühmorgens bis mittags und dann an diversen Nachmittagen stattfinden, regelmässig über die Woche zu verteilen. Finde ich sehr sinnvoll. Und die Stunden, die sie dann Zuhause mit Hausaufgaben absitzen, können sie genau so gut in der Schule absitzen. Da geht es um selbständiges Lernen und Arbeiten, und wo das stattfindet, sollte wahrlich egal sein.

      • Sina sagt:

        Das war natürlich eine Antwort an Sportpapi und Hobbyläuferin. Von Abschieben kann keine Rede sein – die Eltern sind für anderes zuständig als das Vermitteln von Schulstoff und Lernmethoden (ich würde mir oft wünschen, die Schule würde dafür weniger erzieherischen oder ideologischen Einfluss auf die Kinder nehmen). Dafür haben wir die ausgebildeten Lehrer!

      • Sportpapi sagt:

        @Sina: Das was Sie meinen, nennt sich Blockzeiten. Tagesschulen dauern viel länger als „normale“ Schulen, in Stunden ausgedrückt. Und sie machen zweifach Sinn: Für Eltern, die ihre Kinder nicht betreuen können oder wollen. Für alle anderen sind sie eine Reduktion von FREIzeit. Und allenfalls Elternzeit.
        Und ja, man könnte Hausaufgaben auch in der Schule machen. Aber wenn sie fertig sind, sollte man gehen dürfen. Und ja – für einige Kinder bzw. Eltern ist das Angebot einer Aufgabenhilfe sehr wichtig. Aber für die meisten eher unnötig.

      • Sina sagt:

        Ok, dann mag das so sein. Ich bin da nicht mehr/noch nicht auf dem Laufenden. Aber ich finde, eine vernünftige Tagesschule würde z.B. heissen, dass die Kids jeden Tag von 8 bis 12 Unterricht haben, dann von 12 bis 13 Mittagspause (in der Schule), dann von 13 bis 15 selbständiges Arbeiten – und wer das Pensum frühzeitig erledigt hat, soll sich auf dem Sportplatz austoben, bis die Schule für alle um 15:00 Uhr endet. Das würde für mich vernünftig klingen. Entspricht aber nicht der momentanen Schulrealität, wenn ich mir die Stundenpläne und so weiter bei uns in der Gemeinde auf dem Netz anschaue.

      • Sportpapi sagt:

        @Sina: Vernünftig für wen? Die traditionellen Schulstundenpläne haben sich stark an den Bedürfnissen der Kinder orientiert. In der Unterstufe kurze Blöcke von 2-3 Lektionen (Konzentrationsspanne), zum Teil Halbklassen, 2 Nachmittage frei, genügend Mittagszeit. Mit diesen Zeiten konnten auch die Lehrer gut leben und die Infrastruktur reichte aus. Nun haben wir Blockzeiten zum Nachteil der (jüngeren) Schüler, die grosse Probleme für die Lehrer schaffen (der Klassenlehrer kann nicht mehr beide Halbklassen unterrichten, da zeitgleich) und neue Infrastrukturen (Kosten!) erfordern.

    • Anne sagt:

      Flächendeckende Tagesschulen würde ich ebenfalls sehr begrüssen! Ich stelle es mir sehr schön vor, wenn um 15 Uhr alle frei haben und man die Familienzeit geniessen kann. Der ständige Spagat und die Herumhetzerei zwischen verschiedenen Stundenplänen, Arbeitszeit, Hausaufgaben und Haushalt würde so in mehr Struktur gebracht und würde somit mehr Freiheit bedeuten.
      @Sportpapi: wie kommen Sie dazu anzunehmen, dass die Kinder netto mehr Stunden in der Schule verbringen? Ergänzende Tagesbetreuung ist nicht das Selbe wie Tagesschulen!

      • Sina sagt:

        Richtig! Von 15:00 bis 18:00 Uhr wäre dann ergänzende Betreuung angesagt für die, wo noch niemand Zuhause ist. Bei so einem Stundenplan gäbe es aber garantiert MEHR Familienzeit (und Freizeit) (weil die ganze Synchronisationsarbeit von unterschiedlichen Wochenplänen wegfällt und alle wirklich und tatsächlich frei hätten, wenn sie frei hätten – und das sogar noch gleichzeitig!).

      • Sportpapi sagt:

        @Anne: Wenn Sie nicht mehr in der Schule sind, was bringt es dann? Wem bringt es etwas, wenn die Kinder bis 15 Uhr „versorgt“ sind? Die arbeitenden Eltern bräuchten viel längere Betreuungszeiten. Und die Eltern, die zu Hause sind, freuen sich vielleicht auf das Mittagessen mit den Kindern. Und darauf, auch mal am freien Nachmittag in die Badi etc. zu gehen.
        Und schauen wir mal das Modell von Sina (oben) an, das ich durchaus für gangbar halte. Wer kocht das Essen für alle? Wo wird gegessen? Wer betreut die Kinder beim „selbstständigen“ Arbeiten, wer beim „freien“ Spiel?

      • Anne sagt:

        Sie haben recht Sportpapi – die Definitionen von „Tagesschule“ sind in der Schweiz (typischerweise) ganz unterschiedlich. Ich gehe von einer Tagesschule aus, bei welcher die Kinder von 8-14/15 Uhr in der Schule sind, mit einer kurzen Mittagspause. Anschliessend kommen sie nach Hause und haben ab da Freizeit. Für Kinder, welche mehr Betreuungszeit brauchen, wäre dann der Hort zuständig.
        Und ich würde mich mehr über ein gemeinsames, gemütliches Nachtessen freuen, als das Gehetze über Mittag.

      • Widerspenstige sagt:

        Sportpapi: ‚Wer kocht das Essen für alle? Wo wird gegessen? Wer betreut die Kinder beim “selbstständigen” Arbeiten, wer beim “freien” Spiel?‘ Es gibt in jeder Schule das Fach ‚Hauswirtschaft‘ oder nicht mehr? Da wird täglich gekocht und dann gegessen. Diese Räume stehen zur Verfügung und wären mit ein paar Veränderungen kostenmässig im Griff. Jedes Kind hätte so den Begriff von Solidarität und Gemeinschaft täglich vor Augen. Was Aufgabenhilfe anbelangt kommt es öfters vor, dass ältere Kinder den jüngeren helfen. Und spielen können Kinder wohl noch alleine bewerkstelligen, nicht wahr?

      • Anne sagt:

        Und als Nachschub: Ich bin sowieso für die Abschaffung von Hausaufgaben im herkömmlichen Sinne. Googlen Sie mal „Elsa-Brändström-Gymnasium“, Berichte darüber zeigen mir ganz klar, dass die Chancengleichheit so für alle erhöht wird und solch unsinnige Auswüchse wie im heutigen Beitrag beschrieben, ein Ende finden.

      • Sina sagt:

        Ich kann dazu nur sagen: ich fand das Mittagessen zuhause nur einen Riesenstress. Heimrennen, Essen, wieder in die Schule rennen (ok, ich hatte einen langen Schulweg). War froh, als ich im Gymi hin und wieder in der Schule essen durfte (wobei das bei uns eine finanzielle Frage war, denn das Essen wurde ja nicht gratis abgegeben und einen Kühlschrank oder Mikrowelle für mein mitgebrachtes Zmittag gab’s ja auch nicht). Wenn meine Kinder jeden Tag um 15:00 Uhr Heim kommen könnten, dann könnte ich jeden Tag mit ihnen in die Badi.

      • Sina sagt:

        In anderen Ländern gab es schon immer oder gibt es schon lange Tagesschulen, und es funktioniert auch. Das sind alles rein organisatorische Probleme, die sich gut lösen lassen. In der Privatwirtschaft wird man für eine solche Einstellung gegenüber Neuerungen gefeuert – mangelnde Flexibilität wird das genannt. Ausserdem: warum macht man dann nicht einfach nach 2h Unterricht eine Stunde Sport? Oder Entspannung? Dann sind sie wieder fit für die nächste Runde. Ich sehe das Problem eher so, dass man keine ganz neuen Ansätze denken kann, sondern immer nur vom Status quo minim sich weiterentwickeln.

      • Sportpapi sagt:

        @Anne: Wie gesagt: Dieses Modell ist machbar. Ich weiss aber immer noch nicht, wem es etwas bringt. Dass es mehr kostet ist hingegen klar. Was das Mittagessen mit dem gemütlichen Nachtessen zu tun hat, weiss ich nicht. Bei uns ist weder das eine noch das andere ein Gehetze, in der Regel. (heute habe ich übrigens wieder einmal erlebt, was Kinder über Mittag so zu erzählen haben, wenn sie sprudelnd aus dem Kindergarten kommen).

      • Sportpapi sagt:

        @WS: Das ist ja alles ganz einfach, oder? Warum nur haben denn die Gemeinden bereits solche Schwierigkeiten, einen freiwilligen Mittagstisch (also für etwa einen Viertel der Schüler) zu organisieren? Das Essen zu kochen, einen Raum zu finden, abzuwaschen und aufzuräumen? RÄUME STEHEN ZUR VERFÜGUNG??? Träum weiter! Und nein, es ist nicht Aufgabe der älteren oder besseren Schüler, den jüngeren bei den Aufgaben zu helfen. Schön, wenn sie mal Lust haben. Aber wenn sie ihre Aufgaben gemacht haben, haben sie frei. Und Spielen in der Schule heisst: Verantwortung und Aufsicht!

      • Sportpapi sagt:

        @WS: Das ist ja alles ganz einfach, oder? Warum nur haben denn die Gemei nden bereits solche Schwi erigkeiten, einen freiwilli gen Mitta gstis ch (also für etwa einen Vier tel der Schü ler) zu organ isieren? Das Essen zu kochen, einen Raum zu finden, abzuw aschen und aufzur äumen? RÄ UME STEHEN ZUR VER FÜGUNG??? Tr äu m weiter! Und nein, es ist nicht Aufgabe der älteren oder besseren Schüler, den jüngeren bei den Aufgaben zu helfen. Schön, wenn sie mal Lust haben. Aber wenn sie ihre Aufg aben gemacht haben, haben sie frei. Und Spiel en in der Schule heisst: Vera ntwo rtung und Aufs icht!

      • Sportpapi sagt:

        @Sina: Ich sage nicht, dass es nicht funktioniert. Tut es natürlich. Wir könnten auch einfach den ganzen Tag unterrichten, damit die Zeit wenigstens sinnvoll genutzt wird. Eine andere Meinung zu äussern halte ich übrigens nicht für unflexibel, sondern üblich in einer Diskussion. Und hier sogar ein demokratisches Recht. Wofür man übrigens in der Privatwirtschaft definitiv gefeuert würde wäre für unausgegorene Ideen. Wenn man Lösungen nicht zu Ende denkt, und so simple Sachen wie personelle Ressourcen, Infrastrukturanforderungen, Kosten usw. nicht einbezieht.

      • Sina sagt:

        Ja natürlich, SP, ich musste nur ein bisschen provozieren, weil ich nicht denke, dass die organisatorischen Hürden die eigentlichen Gründe sind, warum der Schritt zur flächendeckenden Tagesschule wohl nicht so bald kommen wird. I.e. der Kommentar bezog sich nicht so sehr auf Deine Einwände, sondern war mehr gegen die – wie mir scheint – mehrheitlich verbreitete Denkweise gerichtet.

      • Widerspenstige sagt:

        SP, das ist doch lachhaft, dass ausgerechnet in der Deutschschweiz keine geeigneten Räume für einen Mittagstisch in den Schulen zur Verfügung stehen für die paar Kinder, welche diesen benötigen! Alle anderen Kinder gehen wie gewohnt nach Hause essen über den Mittag. Wo liegt da das wirkliche Problem? Im Tessin haben sie diese Räume geschaffen, weil ein Bedürfnis vorhanden war und es demnach politisch veroordnet wurde, Räume zu finden! Alles ein Ding des Goodwil der Betroffenen in und um die Schulen.

        Und eine Aufgabenhilfe funktioniert so wie ich beschrieb, kein Zwang, sondern Bereitschaft!

      • Sportpapi sagt:

        @WS: Sprechen wir nun von Mittagstisch, oder von flächendeckender Tagesschule? Und ja, meist ist es schwierig, einen geeigneten Ort für den Mittagstisch zu finden. Sollte möglichst im Schulhau (in jedem Schulhaus!) sein, Platz haben, sonst aber nicht benötigt werden, eine Küche, usw. Frag doch mal in einer Gemeinde bei irgendeinem Schulpfleger, wie das so geht.

  • gabi sagt:

    Hat sicher was mit der Geschichte zu tun, mit dem schrägen Typen, der im Rock rum läuft… Sprang der nicht auch bei schwierigen Lektionen für seine Tochter ein, oder so?

    😉

    Beim Überspitzen sollte man versuchen etwas mehr Mass zu halten.

    • Widerspenstige sagt:

      …für seinen Sohn, der ein Rock tragen wollte wie die Mädchen, gabi…. Gedankenfehler? Zuviele Sonnentage genossen? 😀

      • gabi sagt:

        Ich ahnte, dass es nicht alle checken.

        Ich wusste, wer es gewiss nicht auf die Reihe kriegt…

        😉

      • alien sagt:

        Er ist es! Zuerst einen Rundumschlag und dann einen gezielten Tritt an Widerspenstiges Schienbein!

      • Widerspenstige sagt:

        Es ist nicht Jedermann gegeben, seinen Denkfehler mit einem Augenzwinkern einzugestehen. Aber ja doch, er ist es! Er hat aber nicht mein Schienbein getroffen, sondern sein eigenes…hihi.

  • Philalet sagt:

    Ziemlich anrüchig, mit welchen (oft stillschweigenden) Annahmen heute soziale (Früh-)Selektion betrieben wird…

  • Urs sagt:

    Tolles Schulsystem. Die Quintessenz welche schon den Jungspunden mitgegeben wird: Sei ja nicht ehrlich und selbständig denkend sonst kannst du mit dem Rest nicht mithalten 😉 P.S.: Apropos „auswendig“ lernen. Dieser Begriff hat mich während meiner Schulzeit immer genervt, da ich lieber etwas inwändig begreife, anstatt nur Worthülsen in mein Hirn zu pressen. Abgesehen davon ist diese Art des Lernens eine Beleidigung für den Intellekt.

    • phil sagt:

      sozusagen ein Elternkrieg (Ergeiz) der via die Kinder in der Schule ausgetragen wird?

    • Pierrot sagt:

      Wo wird das nicht mitgegeben?

      ps. Ohne harte Fakten bzw. Erfahrungswerte bringt Intellekt nichts, respektive dieser bedingt erstere und kann sich erst durch diese entfalten.
      Um Prozesse zu Internalisieren ist Auswendig-lernen ein möglicher Ansatz, Frage ist da mehr wie nachhaltig das Ganze ist, was auch eine Frage der jeweiligen Person ist.
      Was Sie mit Intellekt meinen ist dann wohl eher die Fähigkeit Zusammenhänge zu erkennen, Abstrahieren, Differenzieren, Kritisieren, Lösungsfindung – aber ohne Faktenwissen ist das nicht möglich.
      Was Sie Internalisieren oder Ausblenden ist Ihnen überlassen

  • Sina sagt:

    Ghostwriten: gaht’s na?!?!? Ansonsten: huch, da kommt ja ein Stress auf mich zu, war mir nicht bewusst, dass Schule und Hausaufgaben heute so ein kompliziertes Thema sind. Mir haben meine Eltern nie geholfen bis auf zwei Ausnahmen: 1) damals gab es noch kein Internet, und wenn wir Infos oder Gegenstände für ein spezielles Thema sammeln sollten, hat meine Mutter die Läden und Bibliotheken abgeklappert – aber nicht statt mir, sondern mit mir oder zusätzlich zu mir. 2) Abfragen beim Auswendiglernen – hab ich aber bald freiwillig aufgegeben, weil meine Eltern nicht mithalten konnten.

    • Sina sagt:

      Falsche Aussprache und so. War übrigens schulisch überaus erfolgreich – immer Klassenbeste, obwohl meine Mami nur die Oberschule (i.e. niedrigstes Schulniveau) & obligatorische Schulzeit absolviert hat und mein Papi aus dem nicht-deutschsprachigen Ausland eingewandert ist, wo das Schulniveau generell jämmerlich war… Meine persönliche Neugierde und Motivation haben vollkommen ausgereicht, um einen Master mit sehr guten Noten hinzukriegen (meine 3 Geschwister übrigens auch) – falls das heute anders sein soll, dann finde ich das aber äusserst, äusserst bedauernswert!!

      • alien sagt:

        Wow, Sina war immer Klassenbeste. Da dürfen wir uns ja „von“ schreiben, so jemanden unter uns zu haben. Und einen Master hat sie auch! Lass mich raten. BWL? Dort sind solche eingebildeten Shower gefragt. Jus? Hier ist eine gesunde Einbildung auch sehr nützlich.

        Aber gell Sina, einen „guten Master“ habe ich auch, und zwar in einem richtig richtig schwierigen Fach.

      • Sina sagt:

        Neidisch? Vielleicht haben wir ja den gleichen Master? Und wieso soll man nur Negatives über sich erzählen dürfen? Ja, ich bin stolz auf meine Leistung. Aber ich finde sowas generell nicht sehr wichtig, weshalb ich mir auch erlaube, solche Kommentare abzugeben. Der Punkt, den ich eigentlich hier gemacht habe: in der Schweiz ist es möglich, unter Bedingungen, welche als sehr schlecht gelten, erfolgreich die schulische Laufbahn hinter sich zu bringen. Und dafür ist noch nicht mal die Unterstützung der Eltern nötig. Aber danke für den gehässigen Kommentar, tragen immer soviel zur Diskussion bei.

      • Sina sagt:

        P.s. Ausserdem habe ich nichts als die Wahrheit geschrieben.

      • Widerspenstige sagt:

        Sina, lass Dich nicht einschüchtern von alien. Er hat seine guten Tage und seine schlechten Tage wie wir alle. Er meint das nicht so wörtlich wie es da steht. Da ist stets ein Augenzwinkern an seine Sätze zu hängen.

        Allgemein ist es immer noch so, dass, wenn eine Frau ihre Leistung lobt, ist das immer noch ungewohnt und gibt Anlass zur Massregelung wegen Eigenlob etc. Wenn ein Mann seine Leistung lobt, dann ist das Selbstbewusstsein. Aber wir arbeiten daran hier im Mamablog tagtäglich, dass sich ALLE daran gewöhnen, dass auch Frauen Leistungen erbringen ausserhalb des Hauses. 😀

      • gabi sagt:

        Für Leute, die es eigentlich gar nicht so meinen, wie sie es sagen, müssen Sie ja grosses Verständnis haben.

        Verständlich.

        Ich frage mich immer bloss: Warum dann überhaupt was äussern, wenn´s doch immer ganz anders gemeint sein kann?

  • Alfred Müller sagt:

    Ich hoffe dieser Artikel ist reine Satire.
    Andernfalls zweifle ich am Verstand aller Beteiligten.

  • Lina More sagt:

    „Die Verlierer sind dabei jene Kinder, die keine Erwachsenen in ihrem Umfeld haben, welche ihnen helfen können.“
    Fragt sich, ob nicht gerade diejenigen Kinder die Verlierer sind, denen die Eltern die ganze Arbeit abnehmen. Diese lernen ja nie aus ihren eigenen Fehlern oder ihre Schwächen zu überwinden.
    So geschehen bei meiner erwachsenen Schwester, der unsere Mutter immer half, da sie mit sowas ja Mühe habe. Sie kann immer noch nicht ohne Hilfe Briefe, Berichte o.ä. schreiben.

  • Joerg Hanspeter sagt:

    Kinder sollten in der Lage sein, die Hausaufgaben selbständig zu erledigen. Hausaufgaben benoten geht meines Erachtens gar nicht. Benotet werden Prüfungen, bei denen sichergestellt werden kann, dass der Schüler sie wirklch selber verfasst hat. Mithilfe der Eltern bei Hausaufgaben sollte die Ausnahme sein und, nicht die Eltern müssen den Kindern beibringen, wie Hausaufgaben erledigt werden, das ist Aufgabe der Schule.

  • marak sagt:

    In höhren Gymiklassen ist es ein wenig anders (Maturarbeiten etc.). Aber grundsätzlich sollten die Leistungen im Klassenzimmer benotet werden.
    Eltern dürfen/sollten aber auch den Vortrag des Sprösslings mal testweise hören und kritisieren. Oder bei den Ufzgi helfen. Wir Erwachsenen sind meistens auch keine Einzelkämpfer. Wir alle brauchten früher auch schon mal Hilfe bei den Hausaufgaben. Ausserdem ist es auch eine Frage des Respektes dem Kind gegenüber. Als Eltern müssen wir uns für die Tätigkeiten der Kinder interessieren. Was nicht heisst die Arbeit für sie erledigen.

    • Sina sagt:

      Ok, stimmt – aber nur in dem Rahmen, wie das der Lehrer auch macht: erklären und auf Fehler hinweisen. Da aber wie gesagt nicht alle Eltern diese pädagogischen und schulischen Fähigkeiten mitbringen, fände ich es generell fairer, wenn aus Hausaufgaben einfach „Aufgaben selbständig erledigen“ würde und die Kinder das in der Schule erledigen könnten.

      • marak sagt:

        Gute Primarschulen bieten in der Regel eine Aufgabenstunde and. Zu dieser muss man sich anmelden und dann steht dafür eine Lehrperson zur Verfügung. Es sollte sich aber um ein Angebot handeln und nicht um eine obligatorische Angelegenheit.

      • Sina sagt:

        Bieten aber scheinbar auch nicht alle Schulen an, sondern nur die, welche freiwillig so was organisieren?? Dann sollte wenigstens das obligatorisch sein. Und Anmelden finde ich je nachdem auch umständlich, gibt ja auch Situationen, wo man ausnahmsweise spontane Probleme hat…

      • Sportpapi sagt:

        @Sina: Also die Schulen müssen obligatorisch Aufgabenhilfen anbieten (wahrscheinlich unentgeltlich?), eine Anmeldung ist aber „zu kompliziert“. Das heisst, es muss immer für den Maximalfall Betreuungspersonal bereitstehen?

      • xyxyxy sagt:

        Wiederum: unsere Primarschule bietet Aufgabenhilfe an. (Zudem Provinz, politisch eher konservativ)
        Auch einen Mittagstisch gibt es.

        Also manchmal frage ich mich schon, wo denn die Leute leben, die alles immer so furchtbar schwarz malen.

      • Sina sagt:

        xy, war ich jetzt da gemeint mit Schwarzmaler? Das bin ich sicher nicht, ich hab einfach keine Ahnung von den heutigen Schulstrukturen, weil meine Kids noch nicht im Schulalter sind. Kann nur von meiner Erfahrung her reden, die ich selber als Schulkind gemacht habe plus was mir als reiner Amateur aus jetziger Perspektive als sinnvoll erscheinen würde. Und Sportpapi: natürlich soll die Aufgabenhilfe unentgeltlich sein!! Das finanziere ich mit meinen Steuern!! Und ja, ich fände es toll, wenn immer eine Ansprechperson bereitstehen würde – genau das bieten private Firmen für Ihr Kunden auch.

      • xyxyxy sagt:

        Sina – nein, nicht direkt Sie. Ich schrieb das nur, weil es schon früher diese Zwängerei von wegen obligatorische Tagesschulen etc. in diesem Blog gab …. und das Getue, als wäre in CH alles im Argen. Ist Mode hier, dass man alles extrem negativ darstellt. Seltsamerweise deckt sich das nur selten mit meiner Erfahrung. So auch zu diesem Thema.
        Ich bin ziemlich sicher, dass Sie auch an ihrer Schule Aufgabenhilfe und Mittagstische im Angebot haben.

      • Sportpapi sagt:

        „Ich bin ziemlich sicher, dass Sie auch an ihrer Schule Aufgabenhilfe und Mittagstische im Angebot haben.“ Denke ich auch. Allerdings wohl nicht gratis. Weshalb denn auch.

  • Nicole sagt:

    Soweit ich mich erinnern kann, hatten wir nie benotete Hausaufgaben. In der Schule sollte der Stoff vermittelt werden, zu Hause in Form von Hausaufgaben geübt und dann wieder in der Schule geprüft. Wenn schon bei Prüfungen und Aufsätzen in der Schule gespickt wird, kann bei (benoteten) Hausaufgaben erst recht nicht überprüft werden, wer der „geistige Eigentümer“ ist. Hinzu kommt, dass einem Schüler längerfristig nicht geholfen ist, wenn er nichts lernt, da seine Eltern die Hausaufgaben machen. Die Probleme kommen dann einfach später, wenn auch die Eltern dem Stoff nicht mehr gewachsen sind.

  • Jezebel sagt:

    Ich habe selbst die Erfahrung gemacht, dass wenn man von zu Hause aus schulisch nicht unterstützt wird, dann hat man es schwer (2. Generation). Kinder, die von zu Hause aus von ihren Eltern „unterrichtet“ werden, sind klar im Vorteil: Sie können schon vor dem Schuleintritt lesen, rechnen und haben geographische Kenntnisse etc. Mit meinen eigenen Kindern versuche ich, den goldenen Mittelweg zu finden. Mein Mann liest mit ihnen täglich und wir besprechen auch Hausaufgaben, aber auf die Resultate müssen sie schon selber kommen. Eine sanfte Erziehung zur Selbständigkeit könnte die Antwort sein.

  • Sparter sagt:

    Dass die Benotung unfair ist oder Kinder von fremdsprachigen Eltern einen Nachteil haben, finde ich weniger problematisch wie, dass mir nicht so ganz klar ist, ob die Kinder überhaupt etwas lernen, wenn die Eltern die Arbeit machen und inwiefern sie noch stolz auf ihre Leistung sein können, wenn sie wissen, dass die eigentliche Arbeit von den Eltern erledigt wurde.

  • Hobbygärtner sagt:

    klarer fall: noten geben für aufgaben, die zuhause von den eltern erledigt werden, ist blödsinn!

  • Gerhard Engler sagt:

    Die Lehrpersonen können von Eltern nur Folgendes erwarten: Die Kinder daran erinnern, dass die Hausaufgaben vor dem Schlafengehen gemacht werden müssen, Wörtli abfragen und Ähnliches, bei Vorträgen und Aufsätzen Hinweise auf Quellen geben (Bibliotheksbücher, Wikipedia etc.). Weitere Hilfen inhaltlicher Art kann die Schule nicht erwarten, weil viele Eltern schlicht die Bildung oder die Sprachkenntnisse nicht haben. Für mich als Vater ist auch klar, dass ich in einem Aufsatz oder Vortrag keinen einzigen Satz formuliere. Ich weise meine Kinder nur darauf hin, wenn etwas korrigiert werden soll.

    • alam sagt:

      „Ich weise meine Kinder nur darauf hin, wenn etwas korrigiert werden soll.“ Eigentlich ist ja sogar das kontraproduktiv. Woher soll dann der Lehrer wissen, wo das Kind noch Schwierigkeiten hat?

  • Pesche sagt:

    …also Schulnoten sollten schon die Arbeiten der Kinder bewerten und nicht jene der Eltern. Alles andere ist absurd. Nur frage ich mich, ob die Situation wirklich flächendeckend so ist, wie von der Autorin dargestellt. Habe selbst Kinder im Schulalter, meine Frau ist Lehrerin. Weder an ihrer Schule noch unter den Lehrpersonen unserer Kinder gibt es Lehrer/innen, die Ghostwriting seitens der Eltern befürworten. Vielleicht meinte der Lehrer im mail an die Autorin einfach, dass man dem Kind Anstösse geben soll, wenn es von selber nicht mehr weiterkommt.

    • Sina sagt:

      Danke, das beruhigt mich. Kann mir schon vorstellen, dass es für Eltern nicht immer einfach ist, im Einzelfall die Linie richtig zu ziehen, wieweit man das Kind unterstützen soll. Aber hoffe doch sehr, dass im Blog beschriebene Situationen absolute Ausnahmefälle sind. Und die Lehrer clever genug, zu merken, wenn Ghostwriting oder falsche Unterstützung durch die Eltern (Abnehmen/Verbessern statt Helfen) stattfindet…

  • Stefan sagt:

    Ich bin 30 und die Kinderfrage stellt sich bei mir auch langsam. Aber mir graut richtig davor, beim Gedanken, meine Kinder in eine solche Schule schicken zu müssen.
    Wenn ich an meine Schulzeit denke frag ich mich wirklich, was mit der Schule passiert ist. Ich bin 100% sicher, wir hatten NUR Hausaufgaben, welche wir alleine lösen konnten. Wie sollen die Kinder da noch etwas lernen.
    Man muss sich als 30-jähriger ernsthaft überlegen, ob es verantwortungsvoll ist, ein Kind in die Welt zu setzen. Sind solche Dinge vielleicht der Grund, weshalb es heute zu wenige Kinder gibt??

    • xyxyxy sagt:

      na ich weiss nicht… bis jetzt habe ich persönlich keine dieser medialen Horrorgeschichten in der Realität so erlebt.
      (OK wir sind erst in der 1. Klasse… kann also noch nicht viel dazu sagen)
      Aber bis jetzt fand ich, dass die das super machen, besser als zu meiner Zeit…

      wie gesagt: ich kann mir nicht vorstellen, dass es eine Schule gibt, die tatsächlich interesse hat, das Ghostwriting der Eltern zu benoten. Und wenn es tatsächlich eine solche Schildbürger-Schule gibt, dann können ja die Eltern gemeinsam gehörig Druck machen: Noten nur für Aufgaben im Klassenzimmer

    • Carolina sagt:

      Stefan, ich sehe das genauso wie xy. Habe zwei Kinder, die kürzlich die Matura gemacht haben und einen Sohn, der in der zweiten Primar ist – ich habe so etwas wie oben beschrieben wirklich noch nie gehört. Und wenn, dann gehört das wirklich vor den Schulrat/Elternrat. Dass Ihr Kind nur Hausaufgaben haben wird, die es allein lösen kann, wird wohl nicht immer so sein, aber bei älteren Kindern soll ja ab und zu auch eine zu erarbeitende Leistung gefordert werden. Hilfe bei Projekten, Hausaufgaben etc, natürlich. Aber den Kindern die Arbeit abnehmen – das kenne ich nicht.

      • Gabriela Braun sagt:

        @xyxyxy und Carolina: Der Text ist wahr. Es ist leider so wie beschrieben, dass die Kinder in der Schule unserer Gemeinde immer wieder Arbeiten zu Hause schreiben müssen, die danach benotet werden.

      • xyxyxy sagt:

        Frau Braun – wie gesagt, das muss doch im Elternforum besprochen werden und mit gemeinsamer Stimme der Schule solange gesagt werden, bis das aufhört. Denn kein Lehrer wird ihnen den Sinn erklären können, Hausaufgaben zu benoten, die von Eltern gemacht werden.
        Wenn die Lehrer Schildbürger sind, dann müssen es die Eltern doch nicht sein.
        Es sei denn Lehrer und Eltern sind Schildbürger – dann würde ich mir einen Wohnortswechsel überlegen. Aber nein, Sie schaffen das. Wünsche ihnen viel Erfolg bei der Palast-Revolution in Klein-Schilda.

      • Stefan sagt:

        @xyxyxy: Damit so ein Elternforum etwas bewirken kann, müssen die meisten Eltern einer Meinung sein. Aber ich denke, dass gewisse Eltern dermassen ehrgeizig sind, dass sie ihren Kindern helfen WOLLEN.
        Eine wahre Geschichte: Als Kindergartenabschluss hat eine Bekannte organisiert, dass die Kinder daheim etwas für die Lehrerin basteln. Gewisse Eltern hatten nicht mal Leim daheim…
        Wahrscheinlich sind es genau solche Eltern, welche ihren Ehrgeiz auf die Kinder übertragen, ihre Schularbeiten Ghostwriten, aber einfache Dinge, wie z.B. Basteln nicht mehr machen…

      • Carolina sagt:

        Ich bezweifle keinen Moment, dass es solche Auswüchse gibt, aber da müssen sich Eltern schon an die Nase fassen und das zur Sprache bringen. Ich kenne das von meinen Kindern nicht und halte das nicht für ein flächendeckendes Phänomen, würde das aber sofort zur Sprache bringen.
        Und Stefan: Eltern sind auch nur Leute. Wie überall werden sie solche finden, die sich engagieren, überengagieren oder überhaupt nichts machen. Ich war auch nicht die grosse Bastlerin mit meinen Kindern, glaube aber trotzdem, dass ich immer ein Interesse an ihnen hatte. Am besten nimmt man Eltern genauso

      • Carolina sagt:

        /2 wahr, wie man, sagen wir, sonst Mitmenschen wahrnimmt: als unterschiedlich, manchmal fehlerhaft, oft guten Willens etc. Das müssen Lehrer ja auch. Und nur weil jemand keinen Leim daheim hat, muss er noch kein schlechter Elternteil sein, oder?

      • Stefan sagt:

        @Carolina: Es geht ja nicht darum, dass jetzt alle mit ihren Kindern basteln müssen, aber gemäss den Aussagen meiner Bekannten hat der Förderwahn teils absurde Ausmasse angenommen.
        Eben dadurch, dass es nicht genügt, mit den Kindern zu basteln, sondern dass die ganze Freizeit verplant wird.
        Und das drückt doch dann auch auf die Schule durch. Es genügt nicht, dass die Kinder die Arbeiten erledigenn. Nein, die Aufgaben müssen perfetk, und da fördert man das Kind und nimmt ihm Arbeiten ab, welche es eigentlich selbst machen müsste. Dass die Lehre dies stützen beunruhigt mich.

      • Carolina sagt:

        Ja, Stefan, das sehe ich schon auch so. War schon zur Zeit meiner älteren Kinder so und hat manchmal bedeutet, dass wir als Eltern als exzentrisch galten, weil ich nie der Meinung war, dass Kinder eine Agenda brauchen. So ist es jetzt mit dem Jüngsten auch, aber irgendjemand muss ja auch mal anfangen, diese Kette zu durchbrechen und die Ansprüche und Beurteilungen anderer Eltern einfach zu ignorieren. Ist noch spannend zu sehen, dass dann auch andere plötzlich sehen, dass vor allem kleine Kinder ihre Freiräume brauchen, spielen dürfen müssen. Ich sehe das alles nicht so schwarz.

      • Stefan sagt:

        Ich habe auch nicht vor, auf diesen Zug aufzuspringen…
        Aber wenn es dann wie im Fall von Frau Braun dazu führt, dass die Kinder, welche eigentlich eine bessere Leistung erbracht haben (selbst was erarbeitet, aber halt auf der Leistungstufe eines Kindes) schlechter beurteilt werden als die Kinder, welchen die Eltern geholfen haben, dann stimmt einfach was nicht.
        Vielleicht hat man ja Glück mit den Lehrern und sie machen solchen Quatsch nicht mit.
        Oder dann sollen sie es gefälligst als „Eltern-Kind“ Arbeit deklarieren und klar sagen, welche Eltern-Mitarbeit gewünscht ist.

      • xyxyxy sagt:

        Stefan, es geht doch nur darum, dass Hausaufgaben nciht benotet werden.
        Dass sie in die Notengebung einfliessen, in der Beziehung ob sie schluderig oder gar nciht gemacht werden ist ok. Aber wenn jmd beim Haus-Aufsatz eine 6 hat, und in der Schule regelmässig eine 4. Dann ist ja klar, dass diese Art „Hilfe“ nichts bringt und diese 6 völlig ungerechtfertigt den Schnitt nach oben drückt.
        Das sollte also Diskussionslos sein – für einen Pädagogen sowieso.
        Also ich bin zuversichtlich: dass Frau Braun diese Unsitte abschaffen kann, wenn sie es richtig anpackt.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Gabriela Braun:
        „…dass die Kinder in der Schule unserer Gemeinde immer wieder Arbeiten zu Hause schreiben müssen, die danach benotet werden.“
        das wär an sich ja nicht problematisch wenn es beim „die Kinder“ bleibt.
        Schliesse mich den Vorrednern an, wenn Missbräuche vermutet werden müssen ist auf den Tisch zu hauen,
        und zwar so dass man es hört!
        Konfrontieren Sie die Lehrer mit der Frage, wie sie erkennen wieviel Arbeit des Kindes drin steckt, und wieviel Anteil an der Note den Eltern zuzuschreiben ist. Besonders wenn die Höchstnote vergeben wird… .

      • Stefan sagt:

        @xyxyxy, 12:47: Aber eben, im Blog lesen sie, dass diese Unsitte eben genau so durchgeführt wurde. Frau Braun schreibt darüber, x andere Eltern halt nicht.
        Mir scheint einfach, es gibt so viele Wünsche, was die Schule alles leisten soll, von Erziehung über Schuhe binden , Sexualerziehung, „Glück“, Ernährung, Social-Media Erziehung, moderne… Die Lehrer sind doch total überfordert mit alldem. Und das ist total verständlich.
        Deshalb hoffe ich einfach, die Generation der 30jährigen, übernimmt langsam das Ruder und erinnert sich an seine schöne Kindheit in den 80er und 90er Jahren

    • alam sagt:

      Ich schliesse mich der Meinung von xyxyxy an. Die heutigen Lehrer arbeiten viel besser als unsere Lehrer damals. Auffällig ist, dass solche Geschichten meistens aus dem Kanton Zürich kommen. Vielleicht wäre es besser, für die Familiengründung einen anderen Wohnkanton auszuwählen.

      • xyxyxy sagt:

        Stefan – jetzt verstehe ich sie wirklich nicht mehr. Was hat denn das mit überforderung der Lehrer zu tun, wenn der Lehrer die Schildbürger-Idee hat, dass aus Hausaufgaben Prüfungen macht?
        Dass nur Bloggerinnen Blogs schreiben ist eigentlich klar, das heisst ja nicht, dass es alle anderen gut finden.
        Wenn man Missstände entdeckt sollte man als erstes mit den Betreffenden reden und dann weitersehen. Irgendjemand muss immer der Erste sein, der das Problem in die Runde wirft. Wenn man es nicht tut, ist man so schuldig an der Situation wie jeder andere auch.

      • xyxyxy sagt:

        Stefan/Braun

        ein interessanter, kompetenter Blog wäre doch die Erfahrung, wie man einen Missstand erlebt, und was man dann getan hat um ihn erfolgreich zu beheben.
        Solche Beiträge bräuchten wir, das würde Menschen die mit ähnlichen Missständen konfrontiert sind helfen, sie motivieren. Wir können mehr verändern, als wir meinen, wenn wir es anpacken, anstatt nur darüber zu lamentieren.

  • xyxyxy sagt:

    kaum zu glauben – und was soll der Sinn sein, wenn Eltern die Aufsätze schreiben?
    kaum zu glauben – Schulrat informieren! im Elternrat Stimmung machen!
    das dürfen sie nicht tolerieren
    fordern: dass es nur noch Noten gibt, für Aufgaben, welche während des Unterrichts gelöst werden

    • Sportpapi sagt:

      „fordern: dass es nur noch Noten gibt, für Aufgaben, welche während des Unterrichts gelöst werden“: Kaum zu glauben, dass dies nicht sowieso der Fall ist. Die Geschichte kommt mir wieder einmal sehr konstruiert vor.

    • Sina sagt:

      Voll auf Deiner Linie, xy! Sollte das tatsächlich in der Realität vorkommen (und nicht nur etwas überspitzt formuliert sein, um den Blog-Post etwas spannender zu gestalten), dann würde ich aber sofortestens bei der Schule intervenieren. Ich finde sowieso, die Verantwortung der Eltern für Hausaufgaben sollte sich auf ein Minimum beschränken: dafür sorgen, dass die Kinder sie pflichtgemäss und immer pünktlich erledigen. Nichts mehr und nichts weniger. Sonst haben alle einen Nachteil, die arbeiten, die selber vom Stoff überfordert sind (das gibt es!), kein gutes Deutsch sprechen usw.

  • Sportpapi sagt:

    Natürlich ist es Schwachsinn, Noten für Hausaufgaben zu geben. Ich habe das selber auch noch nie erlebt. Ausser vielleicht bei Vorträgen, die aber eben immer noch zumindest selber vorzutragen waren.
    Hingegen ist klar, dass die Kinder bei Hausaufgaben zu Hause möglichst etwas Unterstützung bekommen sollten, wenn es mal schwierig ist. Es wäre schon gut, wenn die Eltern wenigstens kontrollieren könnten/würden, ob die Hausaufgaben (einigermassen anständig) gemacht sind.

  • alam sagt:

    Wann endlich werden auch bei uns die Hausaufgaben abgeschafft?

    • Sportpapi sagt:

      Wenn, was wir hoffentlich noch lange verhindern können, die obligatorischen Tagesschulen eingeführt werden. Schliesslich müssen dort die Kinder den ganzen Tag beschäftigt werden.

      • alam sagt:

        Hausaufgaben bringen nichts, darin sind sich die meisten Fachleute einig. Die Kinder haben bereits sehr viele Stunden Schule. Das muss reichen, sonst machen die Lehrer etwas falsch.

      • Sportpapi sagt:

        Ach ja, Alam. Die Fachleute sind die Lehrer. Und die finden Hausaufgaben ziemlich wichtig. Welche Fachleute meinen Sie denn? Nebenbei, um an die Diskussion über individualisierten Unterricht vor einigen Tagen anzuschliessen. Meiner Meinung nach sollte es eher viel mehr „Hausaufgaben“ geben, also Aufgaben, die jeder in seinem Tempo erledigt. Ist doch schräg, wenn man über unterschiedliche Lerngeschwindigkeiten spricht, aber alle gleich lang in der Schule behält.

      • alam sagt:

        Warum sollten die Kinder gerade das, worin sie noch nicht kompetent sind mit inkompetenten Personen üben? Mit Fachleuten meine ich beispielsweise Remo Largo. Und ich kenne einige Lehrer, die das genauso sehen. Aber niemand wagt es, die alten Zöpfe abzuschneiden. Entscheiden können das sowieso nicht die Lehrer selber, sondern die Schulleitung.

      • alien sagt:

        Sportpapi, es gibt viele Fachleute für die Schule, welche keine Schullehrer (mehr) sind, etwa Pädagogen an Hochschulen.

      • Sportpapi sagt:

        @Alam: Largo ist weder Lehrer noch Pädagoge. Er ist Arzt. Das ist wie wenn Vreni Schneider singt. Kann gut kommen, muss es aber nicht. Seine Aussagen zur Schule finde ich haarsträubend! Ich habe zudem einen anderen interessanten Punkt aufgeworfen. Ist der keine Überlegung wert?
        @Alien: Gibt es. Und die sind mehrheitlich gegen Hausaufgaben?

      • Sportpapi sagt:

        @Alam: L argo ist weder Leh rer noch Päd agoge. Er ist Ar zt. Das ist wie wenn Vre ni Schnei der singt. Kann gut kommen, muss es aber nicht. Seine Aus sagen zur Sch ule finde ich h aarsträ ubend! Ich habe zudem einen anderen interess anten Pun kt aufgeworfen. Ist der keine Überl egung wert?
        @Alien: Gibt es. Und die sind mehr heitlich gegen Hau sa ufga ben?

      • Sportpapi sagt:

        Lustig. Jetzt musste ich einige Male üben, bis ich gemerkt habe, dass offenbar das Wort „Haus aufgaben“ dazu führt, dass der Text gesperrt wird. Wegen der Sa u im Zentrum…

  • Tiger Mum ist eine super Schülerin und weiss genau, worauf es ankommt. Sie weiss auch, was das beste für ihre Kinder ist. Lehrerinnen hingegen wollen die Eltern testen.

  • Philipp Rittermann sagt:

    eine ungute entwicklung. generell. man soll die kinder ja je nach talent fördern. viele überehrgeizige eltern prügeln ihre kids durch schule und studium. mit allen mitteln. die kinder leiden darunter und in der privatwirtschaft haben wir dann leute, die von tuten und blasen keine ahnung haben.

  • Peter Steiner sagt:

    Das Beste für das Kind könnte auch sein, dass es sich hauptsächlich selber entwickeln kann. Im Normalfall.

  • Brunhild Steiner sagt:

    Da hätte ich umgehend zurückgefragt was unter Mithilfe zu verstehen sei,
    Korrigieren und redigieren? Oder gleich noch selbst verfassen?
    Das Material etc selber organisieren?
    Und wie der Lehrer erkennt, wieviel Eltern haupt / mit-Arbeit in den gewünschten Lieferungen steckt
    und wo die Grenze gezogen wird?

    Für soviel Kurzsichtigkeit gibts bloss Kopfschütteln.

    Wie soll denn das weitergehen? Schreiben diese Eltern bis zum Schulabschluss die Projektarbeiten?
    Und in der späteren Ausbildung?
    Immerhin können sie nicht am Arbeitsplatz erscheinen um für den Lehrling zu arbeiten….

    • Sportpapi sagt:

      Also für mich war die Antwort der Lehrerin völlig klar. Und keineswegs ein Freipass, die Arbeiten für die Kinder zu erledigen. Manchmal muss man halt schon auch selber noch etwas mitdenken.

  • Stefan Zoller sagt:

    Das einzige, dass die Kinder dabei lernen: Es ist OK, wenn ich von anderen Leuten erarbeitet Texte und Ideen unter meinem Namen verkaufe. Und später wundert man sich, dass sie als Erwachsene (nun sind sie Juristen, Politiker, Wissenschaftler…) ebenfalls so vorgehen und das völlig akzeptabel finden. Da können wir uns ja alle schon jetzt auf die zukünftige Elite freuen.

  • Jay sagt:

    Natürlich ist das Schwachsinn. Die Eltern waren ja schon in der Schule und müssen nichts mehr lernen. Die Kinder jedoch schon. Lehrer machen es sich zu einfach die Eltern so einzuspannen. Die Kinder sollen für ihre eigene Arbeit entstehen und Noten bekommen, nicht für die der Eltern.

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