Best of Mamablog: Mehr Leidenschaft!

Es sind Sommerferien, auch für unsere Autorinnen und ihre Familien. Deshalb publizieren wir einige Lieblingsbeiträge unserer Bloggerinnen. Wir hoffen, das Wiederlesen macht auch Ihnen Spass! Der heutige Beitrag unserer Sommer-Best-of-Serie ist eine Carte Blanche von Claudia Marinka*.

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Sex ist immer besser als kein Sex: Sharon Stone und William Baldwin in «Sliver». (Foto: Paramount)

Mit dem zwischenmenschlichen Geschlechtsverkehr verhält es sich ähnlich wie mit einem Mantra: Wer es nicht exzessiv wiederholt, der rostet. Und Paare mit Kleinkindern tendieren nur zu gerne dahin, es zu vernachlässigen. Natürlich, meinen Sie jetzt zu tadeln, gäbe es doch viel Wichtigeres und Entscheidenderes im Leben mit Kindern als Sex. Stimmt. Selbstverständlich sind wir mehr als eine Ansammlung animalischer Triebe. Und doch muss man festhalten: Aus Sicht der Zoologen ist auch der Mensch ein Tier. Und weil das sozusagen wissenschaftlich erwiesen ist, brauchen wir Sex. Am besten regelmässig. Am besten täglich. Doch das ist eine Frage des Geschmacks. Und der Nerven.

Denn genau wegen dieser blank liegenden Nerven kommt dieser Akt bei Paaren mit Kindersegen immer zu kurz. Oder wie viele Elternpaare kennen Sie, die sich abends leidenschaftliche Blicke zuwerfen und wild übereinander herfallen, sobald die lieben Kinderlein im Bett sind? Andersrum gefragt: Kennen Sie solche? Damit die Leidenschaft aber nicht vollständig erlischt, gibt es darum hier ein paar Sex-Tipps für (angehende) Jungeltern – absolut subjektiv und persönlich erprobt:

 

  1. Suchen Sie nicht nach einem Grund für Sex. Tun Sie es. Heute noch.
  2. Suchen Sie nicht nach einem idealeren Tag für Sex. Den gibt es nicht.
  3. Suchen Sie nach Sex. Zu Hause.
  4. Sex beschwingt. Das ist zwar schwer zu glauben, wenn man die Bluse voller Brei und Sabber trägt, aber wir erinnern uns vage.
  5. Sex vor 22 Uhr. Danach schlafen Sie garantiert vor dem Höhepunkt ein.
  6. Lassen Sie Sex Sex sein. Streben Sie nicht (jedes Mal) nach dem ultimativen Orgasmus.
  7. Es gilt die Faustregel: besser Sex als gar keinen.
  8. Kein Blümchensex.
  9. Kinder abgeben – und wenn irgendwie möglich auch mal ein ganzes Wochenende. Und bitte, fühlen Sie sich nicht so, als ob Sie sie deswegen gleich ins Heim stecken würden. Die Kinder werden keinen Schaden davon tragen. Sie hingegen schon – wenn Sie’s nicht tun.
  10. Spätestens alle zwei Wochen einen Abend ohne Kinder. Ihm mal richtig zuhören, Ihr mal wieder in die Augen schauen.
  11. Kein «Oh Baby» stöhnen. Alles andere ist erlaubt.
  12. Sex gerne auch ausserhalb des Bettes. Man will ja schliesslich nicht an der Kinder-Kotze am Laken riechen.
  13. Sex ist «part oft the daily life» und keine «extended version».
  14. Hören Sie nicht auf, sich zu umwerben. Jetzt erst recht!
  15. Sex tut gut. Punkt.
  16. Sex wird unterbewertet.
  17. (Guter) Sex erinnert daran, wie es «vorher» war.
  18. Quantität vor Qualität. Ein altes Velo rostet auch schneller, wenn man es links liegen lässt.
  19. Auf der Liste der Schlankmacher steht Sex ganz weit oben. Lustvoller verbrennt man kaum fast 350 Kilokalorien in einer Stunde.
  20. Sie haben Lust auf Sex, aber in geschätzten zehn Minuten wachen die Kinder auf? Zehn Minuten? Da geht noch was…

IMG_5865*Claudia Marinka ist Journalistin mit Schwerpunkt Gesellschaftsfragen. Die zweifache Mutter hat zuletzt beim «Der Sonntag» gearbeitet und verfolgt jetzt eigene Projekte. Sie lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Zürich.

15 Kommentare zu «Best of Mamablog: Mehr Leidenschaft!»

  • Jeanclaude sagt:

    Vorspiegelung falscher Tatsachen. Gier ist nicht Leidenschaft. Anleitung taugt nicht mal für Bravo-Leser.

  • Roshan sagt:

    Eine Liste zum Rammeln nach Punkten.

  • Widerspenstige sagt:

    Es ist saure Gurkenzeit….ächz!

    Also muss Sex herhalten im MB und zwar purer Sex unter Jungpaaren (die älteren Paare lächeln darüber wohl nur noch spöttisch oder milde…je nach Intensität innerhalb ihrer Beziehung).

    Fazit: Mit Leidenschaft im herkömmlichen Sinn wohl wenig bis gar nichts mehr gemein. So gesehen bin ich mit dem Titel einverstanden. Bitte mehr Leidenschaft und weniger purer Sex… 🙂

    • Sportpapi sagt:

      Irgendwie möchte ich glaube ich nie ein älteres Paar werden, wenn das so ist. Wie sieht denn diese Leidenschaft aus, wenn der Sex nur noch in bekömmlicher Verpackung stattfinden darf?

  • Reto B. sagt:

    Au Mann, das war echt einer meiner Favoriten…

    Von wegen, aber ein kleiner Quickie ersetzt doch keine intakte sexuelle Beziehung. Ich finde die Tipps genial. Mal im Ernst wieviele Paare kommen nur auf die Idee, am Abend nach dem ins Bett gehen was zu machen (Vor 22 Uhr was machen, nicht erst noch Fernsehen). Man kann auch morgens noch schnell was einschieben und dann halt etwas schneller frühstücken. Man kann sich auch mal kurz aus und dann wieder anziehen.

    Und wenns auch nur n Quickie ist, man bleibt am Ball und das ist generell was gutes…

    Mein Liebling: 10 Minuten? Da geht noch was.

  • Gerda Schuurman sagt:

    Immer und ewig kann man Aufmerksamkeit erlangen indem man sich mit dem Paarungsverhalten beschäftigt.

  • Urs sagt:

    hahaha, ich lach mich weg….

  • Gerd Hugentobler sagt:

    Der Inhalt ist absolukt korrekt, kann dem als zwifacher Vater nur beistimmen. Leben Sie in einer Traumwelt, Hans?

    • Marie sagt:

      Hier wird nur eine Strategie empfohlen, um Paaren zu helfen, Ihre Beziehung lebendig zu halten. Bei einigen nützt es, bei anderen nicht und einige können „so“ nicht.
      Was mich aber irritiert ist der Begriff Leidenschaft in diesem Zusammenhang. Darunter verstehe ich persönlich, definitiv etwas anderes. Vielleicht liegt es daran, dass sie lieber Briefmarken sammeln würden, denn dazu braucht es in der Tat Leidenschaft. 😉

    • Reto B. sagt:

      Ich finde das einen genialen Artikel. Genau das ist doch das Problem. Man beklagt sich, dass aufgrund der stressigen Familiensituation kein Paarleben mehr Platz hat, man hat halt keinen Kuschelsamstagmorgen mehr, an dem man sich schön einstimmen kann.

      Man sollte es kurz und prägnant halten wie in der Werbung eines Sportartikelherstellers: Just do it!

      Oder man knorzt rum und beklagt sich, dass die äusseren Umstände halt ungünstig sind.

    • Marie sagt:

      Reto B. es spricht nichts dagegen, aber für einige kommt es nicht in Frage. Mich aber irritiert der Begriff Leidenschaft in diesem Zusammenhang. Ich verstehe darunter offenbar etwas anderes. Ich kann es nicht wirklich in den Kontext stellen – Sexualität spielt nach meinem Empfinden von Leidenschaft nur eine marginale Rolle.
      Aber es spricht nichts dagegen, wie gesagt.

    • Reto B. sagt:

      ach, ist ja nicht nur beim Bett so. Ich empfehle jedem, mit seiner Frau/ Verlobten/ Freundin/ LAPartenrin mal wieder ein Date zu machen, zu dem man sich vorbereitet, wie wenn man noch ein teenager wäre, der eine Flamme erobern will. Damals hat man sich auch Zeit genommen. Aber jetzt denkt mancher, ach das ist doch blöd, man sieht viel mehr Probleme, als Lösungen. Think outside the box (hmm das kann man jetzt auch anders verstehen *lach*)

    • Marie sagt:

      wenn ich meine festen beziehungen so revue passieren lasse, fällt mir immer wieder der gleiche, rote faden bei mir auf. ich verlor nie das interesse am partner. egal in welcher krise wir auch steckten. mir waren sie nie egal und mir lag an ihnen und ihrem befinden. an unserem befinden.
      ja, ich gebe ihnen recht, sich aufbretzen, um die partner/in zu daten tut einfach gut. schon nur die streifzüge durch die lingerieabteilungen dafür ist mir als frau einfach ein… bedürfnis. 😉

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