Best of Mamablog: Fünfzehn Dinge, die nerven

Es sind Sommerferien, auch für unsere Autorinnen und ihre Familien. Deshalb publizieren wir einige Lieblingsbeiträge unserer Bloggerinnen. Wir hoffen, das Wiederlesen macht auch Ihnen Spass! Der heutige Beitrag unserer Sommer-Best-of-Serie stammt von Andrea Fischer.

Raucher mit schlechtem Gewissen nerven: Eine Raucherin. (Foto: Keystone)

…völlig willkürlich aus dem Leben gegriffen, mit oder ohne Kind und einfach, weil’s so schön ist:

1 Dass Tage nur 24 Stunden haben. Sonst könnte man doppelt so viel tun, doppelt so viel verdienen, doppelt so viel denken, doppelt so viel ausgehen, doppelt so viel ausgeben, sich doppelt so viel ärgern und sich doppelt so viel freuen und sich doppelt so oft wundern, warum doppelt nicht mehr ist.

2 Dass Alkohol dick macht. Das hat zwar den Vorteil, dass die Eitelkeit einem hilft, das eigene Trinkverhalten unter Kontrolle zu behalten. Aber es macht auch, dass man vor so blöde Entscheidungen gestellt wird, wie «Gruyère-Mayonnaise-Brot oder Bier?» Und da man ja weiss, dass es gar nicht gut angesehen wird, wenn jemand sich für Bier statt Food entscheidet, nimmt man eben beides. Und schon hat man den Salat. Den Wurstsalat.

3 Leute, die sagen «ja, ja, es geht, es muss», wenn man aufrichtig wissen will, wie es ihnen geht. Das sind auch die, die ständig behaupten, sie könnten nicht zeichnen, nicht rechnen, nicht singen, nicht schreiben und dafür darauf bestehen, sie seien dick und hässlich. Und erwarten, dass man ihnen widerspricht.

4 Leute, die im Bus im Detail über ihre Verdauung sprechen und darüber, wie viel besser es ihnen diesbezüglich geht, seit sie Zwetschgensaft trinken.

5 Getränke in PET-Flaschen. Sie stehlen einem das unbeschreibliche Gefühl, das ein erster Schluck aus einer eiskalten Glasflasche beschert, egal, was drin ist.

6 Leute, die neben einem rauchen und dabei ständig den Zigaretten-Rauch wegwedeln. Der Rauch ist mir völlig Wurst, das schlechte Gewissen der Raucher macht mich nervös.

7 Leute, die ständig über das Wetter motzen. Weil es zu heiss ist, zu nass, zu kalt, zu feucht, zu trocken oder zu langweilig.

8 Die Tatsache, dass mehr Geld zu verdienen mit sich bringt, dass man auch mehr davon aus dem Fenster schmeisst, statt damit die Welt zu retten.

9 Dass das Knabenschiessen nun auch für Mädchen ist und man nicht mehr unbeschwert doofe Sprüche klopfen kann über das Knabensch…. (wenigsten Magenbrot und Glitzerkram sind süss, wie eh und je.)

10 Leute, die Zettel ins Treppenhaus hängen, statt rasch zu klingeln und zu reden.

11 Der letzte Rest in einer Zahnpastatube.

12 Dinge aus Kunststoff mit dem Recycling-Zeichen drauf, die man dann nirgends recyceln kann.

13 Leute, die unbedingt einen eigenen «Blick am Abend» aus der Box nehmen müssen, selbst wenn schon das ganze Tram damit tapeziert ist und die nicht schnallen, dass der Herr Ringier so seine Auflage hochhalten kann und dafür täglich einen halben Wald verheizt.

14 Leute, die meinen, all das betreffe sie nicht.

15 Ich. Mich. Aber nur manchmal.

Und jetzt sind Sie dran:

37 Kommentare zu «Best of Mamablog: Fünfzehn Dinge, die nerven»

  • Lukas Furrer sagt:

    Nummer 12: Kunststoff kann man recyclen! Der Bio-Milchmann sammelt in der ganzen Stadt Zürich und im Bezirk Affoltern gebrauchten Kunststoff (in Zusammenarbeit mit Schmid AG Recycling und Entsorgung in Affoltern am Albis) und führt diesen der Wiederverwertung zu. Einfach eine Email an recycling@growlocal.ch senden und Euer Kunststoff bekommt ein zweites Leben.

  • Simone sagt:

    Nr. 11…

    Das nervt mich auch immer…

  • Cybot sagt:

    1. Wenn der Tag 48h hätte, würde man immer noch nicht mehr schaffen als man vorher in 48h geschafft hat.
    2. Wer auf Alkohol nicht verzichten kann, hat ein Problem
    3. Noch mehr nerven Leute, die denken, irgendwer würde die Frage, wie es einem geht, tatsächlich ernst meinen
    4. Echt jetzt, die Liste ist wirklich zu dämlich.
    5. Da kann man sich auch gleich nerven, dass es keine Pferdekutschen mehr in der Stadt gibt. Lebt in der Gegenwart
    Kriegt eigentlich jemand tatsächlich Geld dafür, solche Platitüden zu verbreiten? Haben wir sonst wirklich keine Probleme?

    • Beat Tobler sagt:

      Und das Allerschlimmste: den Beitrag hat jemand, sicher ein unschuldiger Sommerpraktikant, unter „Best of“ nochmals aufgewärmt.

  • Lucie Benjamin sagt:

    Ich schreib mal kurz was mich immer froh macht : Wenn jemand an der Tramhaltestelle sieht, dass ein Mann oder eine Frau mit Kinderwagen ganz alleine bei einer Tramtür steht, und dann unauffällig herbeieilt um beim Einsteigen zu helfen. Wenn jemand im Flugzeug die Sitzlehne nicht zurückstellt, und die beiden Armlehnen den Nachbarn überlässt. Wann immer jemand mit einer kleinen Geste oder Aufmerksamkeit, einem Lächeln, und einem Sinn für Humor potenzielle Konfliktsituationen entschärfen kann,..

  • Maja sagt:

    Nr. 2…. Kenn ich 🙂 Lustige Liste, und alles sooo wahr! Nr. 12 ist auch gut. Erinnert mich an die unsägliche Aktion der Stadt Bern, welche zunächst Sammelcontainer für Plastic-Abfälle aufstellte, um diese ein paar Monate später wieder zu entfernen weil sie zu rege genutzt wurden…

  • Rob sagt:

    Leute, Pärchen, Gruppen, Einzelne, welche sich dadurch bemerkbar machen müssen, indem sie laut reden müssen. Ich bin hier, und ich muss mich mitteilen, statt das Maul zu halten!

  • Lorena sagt:

    Verkehrsteilnehmer die gerne selbst Polizist spielen und mit fuchtelnden Armen einen zu erziehen versuchen.

  • Andrea Mordasini, Bern sagt:

    Motzer die sich ums Verrecken ins Selbstbedienungsrestaurant mit Kinderspielecke und sich dann ausgerechnet noch in die Nähe der Spielecke setzen um dann über die Kinder/Eltern ablästern. Gesunde, junge + jung gebliebene, bewegungsfaule Leute ohne schwere Einkaufstaschen, die in den Läden immer die Lifte statt die notabene funktionierenden ROLL-Treppen benützen und die Lifte blockieren statt freizuhalten für jene, die darauf angewiesen sind und keine Ausweichsmöglichten haben: Rollstuhlfahrer, Betagte, Gehbehinderte, Rollatoristen, Kinderwagenschieber und Menschen mit schweren Einkaufsstaschen

    • Claudia sagt:

      Hausfrauen, die über alle anderen ablästern und dabei nicht bedenken, dass die anderen Menschen auch ohne Kinder ihre Daseinsberechtigung haben, da sie nämlich ihren Beitrag an AHV, ALV, Infrastruktur leisten. Motzende Hausfrauen, die meinen durch ihre Bälger seien sie etwas Besonderes.

  • Andrea Mordasini, Bern sagt:

    Nörgler und Kinderlose, die sich ab friedlich spielenden, lachenden, weinenden, lärmenden Kindern aufregen, diese+deren Eltern respektlos anblaffen und meinen bereits als brave, ruhige, stille und wohl erzogene Erwachsene auf die Welt gekommen zu sein. Erwachsene, die von den Kindern Anstand, Respekt und Benimm erwarten, ihnen diese aber nicht entgegenbringen. Leute, die vordrängeln und andere nicht zuerst aus dem ÖV/Lift aussteigen lassen. Pendler, die meinen nur sie hätten das Anrecht zu Stosszeiten den ÖV zu benützen und sich ab Müttern mit Kindern und Kinderwagen im Bus/Tram/Zug beschweren

    • Claudia sagt:

      Huch, das ist ja mal eine Hausfrau/Mami gefrustet!

    • Christian Huber sagt:

      und wenn sie mir jetzt noch sagen, warum Sie mit Ihrem die welt beglückenden kind genau zwischen 1700 und 1830 durch den HB und die SBB pilgern müssen, bemühe ich mich vielleicht, Ihnen das nächste mal den verlangten respekt entgegenzubringen. und kommen sie mir nicht mit dem arzttermin – die sind nicht nur um 16 uhr erhältlich!

      • Andrea Mordasini, Bern sagt:

        Was wissen Sie schon? Und wenn beim Kinderarzt „Hochsaison“ herrscht, kann der Termin gut und gerne um diese Zeit sein, ich wähle mir die Krankheiten ja nicht aus… Es gibt tatsächlich Eltern, die Teilzeit auswärts arbeiten und ihre Kinder morgens zuerst in die Kita/zur Tamu bringen und abends dort wieder abholen und ev noch einkaufen müssen. Zudem richte ich unser Programm/unsere Termine nicht zwingend nach den Stosszeiten, sonst käme ich (nicht Autofahrerin) nämlich nirgends hin! Stosszeiten: 7.00-9.00, 11.00-14.00, 16.00-19.00, bleiben 2x 2 Stunden für Mamis mit Kindern, sonst noch Fragen?

      • Carolina sagt:

        Also manchmal glaubt man es ja nicht! Was als Nächstes? Alte, behinderte, langsame, vielleicht dann hässliche, dem Herrn Huber nicht ansprechend genug Gekleidete bekommen einen time slot, in dem sie sich in der Stadt bewegen dürfen, um Mr Wichtig ja nicht auf die Nerven zu gehen?

  • Päsce sagt:

    Menschen die sich grösste Mühe geben irgendwie genervt zu sein. Besonders deswegen hupende Autofahrer.

  • Marion sagt:

    Linksfahrer. Es gibt zweierlei: den Schulmeister „da isch 80, au links!“ und den „interessiert mich doch nöd, was die andere dänked, i 2 Kilometer muesi ja eh übere“.

    • Ron Weasley sagt:

      Yep, hochnervig! Animiert unweigerlich zum Rechtsvorbeifahren zwecks Schonung der eigenen Nerven und Verhinderung von Amokläufen auf der Autobahn…. Und dann auch immer wieder diese Elefantenrennen ohne Elefanten (Motto Lahmarsch überholt noch grösseren Lahmarsch)!

  • Frank Hoffmann sagt:

    Leute, die beim 30-teiligen Salatbuffet in der Kantine von jedem Salat akkurat ein klitzekleines Mümpfeli auf den Teller schöpfen, auch wenn schon 30 Leute hinter ihnen anstehen.

  • B. Erika sagt:

    Zu 11
    Man kann von der Zahnpastatube ein ca. 4 cm breites Stück abschneiden, dieses als neuen Deckel drauf stecken und die Resten aufbrauchen … Tipp von einer Freundin von mir. Meine Töchter motzen, ich finds gut.
    Auch den Sommerbeitrag hier finde ich gut.

  • Manuel Braun sagt:

    Das Problem bei diesen Gratis-Schundblättern ist, man weiss nicht im voraus, ob im Zug/Tram noch eines rumliegt, zumal sie vom Personal immer wieder entsorgt werden. Also nimmt man halt ein neues Exemplar mit. Welches dann wieder entsorgt wird und der nächste muss wieder ein Neues mitnehmen. Das ist tatsächlich ziemlich verschwenderisch.
    Das liegt wohl an den unterschiedlichen Ordnungsempfinden „Da soll möglichst nichts rumliegen oder wenn dann muss es sofort weggeräumt werden“ gegen „Vielleicht würde jemand anders diese Zeitung auch noch gerne lesen“.

    • alien sagt:

      Regt mich auch immer auf, wenn ich im Zug ein 20 Minuten suche und NIRGENDS liegt eines herum, weil die SBB immer schön aufräumen muss.

  • neni sagt:

    super beitrag……..geschmunzelt und gelacht………..thanks!!!:)

  • Pascale sagt:

    so bireweich! Und überflüssig.

  • Daniele Glaufo sagt:

    Leute, die im vollen Tram oder Bus auf den Gangplatz sitzen während neben ihnen der Fensterplatz frei zu bleiben hat und die dann noch doof gucken, wenn man sie fragt ob dort noch frei sei. Alte Leute, die sich genau beim Anfahren oder Abbremsen nicht festhalten. Mütter, die das Gefühl haben sie seinen mit ihren Kinderwagen wichtiger als alle anderen, da ihr krächzender Balg ein Wunder und das grösste Geschenk an die Menschheit ist. Leute, die auch nach dem dritten Piepsen der Tür nicht gemerkt haben, dass Ihre Tasche/Topfpflanze/dicker Hintern der Grund dafür ist, dass die Türe nicht zugeht.

    • Reto B. sagt:

      Und Leute, die links auf der Treppe stehen und es echt nicht mitkriegen, dass da hinter ihnen zwei Reihen stehen und vor ihnen nur eine – respektive sich nicht hinterfragen, weshalb das so sein könnte. Nein es gibt kein Recht, der ganzen Welt im Weg zu stehen. Rücksicht ist eine grosse Tugend. Und das allerbeste ist, wenn man sie darauf hinweist, dann gehen sie schnell zur Seite und lassen eine Person durch, stehen dann aber wieder genau an den gleichen Ort.

      • Daniele Glaufo sagt:

        Oh ja. 🙂 Oder auch die, die am Ende der Rolltreppe einfach mal stehen bleiben und so hinter sich einen Domino-Stau-Effekt auslösen.

  • André sagt:

    Nr. 13 könnte auch heissen, „Leute die unbedingt ein eigenes 20 Minuten“ aus der Box nehmen und die nicht schnallen, dass der Herr Supino so seine Auflage hochhalten kann und dafür täglich einen halben Wald verheizt.

    • alien sagt:

      Noch besser als die mit dem eigenen persönlichen 20 Minuten sind die, die sich nicht einfach das oberste schnappen sondern das dritte von oben herausfischen, da die beiden weiter oben ja kontaminiert sind.

      • Christian Huber sagt:

        oder leute, die zwar den ganzen lieben tag am handy rumdrücken, aber trotzdem ein eigenes 20min aus der box fischen, weil sie dann doch zu doof sind, um die 20min online zu lesen…! also ca. 95% aller 20min-leser!

  • Christoph L. sagt:

    Leute, die Zettel ins Treppenhaus hängen ? Frau Fischer, das ist doch Luxus, ich möchte bei Ihnen wohnen ! Wenn meine Nachbarin klingelt, weiss ich schon, dass die nächsten 1,5 Stunden meiner Lebenszeit mit Laberei verloren sind, wenn ich jetzt aufmache….

    • Kathy sagt:

      Mein Mitgefühl hast du… Manchmal warte ich sogar hinter der Hausecke, bis sie fertig geraucht hat und wieder in der Wohnung ist. Erbärmlich, aber es nützt:)

  • Roshan sagt:

    Leute, die meinen, alles betreffe auch sie.

  • Hunkeler Roland sagt:

    11) Blogger(innen), die so gefrustet sind, dass sie über Sachen bloggen müssen, die sie nerven.

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