Abenteuer-Ferien: Mit Kind und Esel durch Korsika

Eine Carte Blanche von Christine Hutterer*.

Es ist ja nicht so, dass mir mit einem unter 1-Jährigen und einer knapp 3-Jährigen langweilig gewesen wäre. Aber irgendwie – so dachte ich – muss es doch noch mehr geben…

Einige Monate später fand ich mich mit meinem Mann, den beiden Kindern und einem Esel in der Macchia Korsikas wieder. Wochenlang hatten wir das Gepäck immer weiter reduziert und jeden Socken auf der Küchenwaage gewogen. Nun standen wir also mit Bronco im Gelände. Sein Besitzer Dominique hatte uns erklärt, wir müssten dem Esel Bronco von Anfang an klar machen, wer der Chef sei. Wie wir unsere Autorität zum Ausdruck zu bringen könnten, zeigte er uns auch. Und zwar mit einem lauten, animalischen AAÜÜÜÜÜÜÜÜÜHHHHHHhhhhh!!!

Gut gelaunt, hoch motiviert und mit gutem Kartenmaterial ausgestattet waren wir aufgebrochen. Der Esel trug zwei grosse Reisetaschen und Valentina. Der kleine Silvester sass bei Philipp in der Rückentrage und ich schleppte einen grossen Rucksack. Mit im Gepäck hatten wir natürlich Windeln, Gläschen, Milchpulver – alles, was man im Urlaub mit einem 11 Monate alten Kind benötigt. Doch gleich der erste Tag brachte zahlreiche Überraschungen und wir dachten ans Aufgeben: ein sturer und später hinkender Esel, der unsere Autorität nicht ansatzweise akzeptierte, ausgestorbene Orte – ohne Eisdiele. Der Tag verging so schnell, dass wir uns beeilen mussten, eine Unterkunft zu finden. Die erste Nacht verbrachten wir in einem verlassenen Haus, nachdem wir den derzeitigen Hausbesetzer, einen Skorpion, in die Freiheit begleitet hatten. Heiser vom Antreiben des Esels gingen wir am nächsten Morgen zweifelnd weiter.

Die folgenden Tage waren geprägt vom Akklimatisieren: Fehlende Einkaufsmöglichkeiten machten uns ebenso zu schaffen, wie Blasen an den Füssen und die grosse Hitze. Neu war für uns auch der Umgang mit dem Esel Bronco und seine Versorgung. Doch schon bald fanden wir einen guten Rhythmus zwischen Gehen und Pausen. Valentina sang fortwährend im Sattel und fragte nach einigen Tagen unvermittelt: «Mama, ist das jetzt der Urlaub?» Silvester sass gut gelaunt in der Rückentrage. Bei jeder möglichen Gelegenheit zog er den Esel vergnügt an den Ohren. Valentina spielte in jeder Pause «einkaufen bei Frau Waas»: Grosse Blätter waren Schnitzel, Steine die Kartoffeln und Kieselsteinchen waren Gummibärchen. Silvester lernte auf der Reise das Laufen. Im kleinen Ort Girolata am Meer spürten wir nach acht Tagen Wandern erstmals tiefe Befriedigung und Zufriedenheit auf dieser Reise.

Wir durchquerten in den vier Wochen unserer Wanderung dichte Macchia und Kastanienwälder, badeten im glasklaren Meer und in Flüssen, übernachteten in Schutzhütten in der Abgeschiedenheit, passierten die höchsten Gipfel Korsikas und verlassene Dörfer. Wir wurden – dank oder trotz des Esels – überall freundlich aufgenommen und umsorgt. Nur einmal, nach einem langen, heissen Tag wies uns der Hüttenwirt einer Wanderunterkunft ab, weil er keine Kinder im Haus haben wollte. Dieser Tag nach zwei Wochen wandern war der Tiefpunkt der Reise: Ausgelaugt, am Ende der Kräfte und mit zur Neige gehenden Wasservorräten machten wir uns auf den Weg zur nächsten Unterkunft in zwölf Kilometer Entfernung.

Viele Paare verreisen noch einmal ausgiebig, bevor der Kinderwunsch aktuell oder der Babybauch zu gross wird, denn – so denken viele junge Eltern – mit Kindern ist das Reisen erst einmal vorbei. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen: «Das stimmt so nicht!» Liebe Eltern, traut euch und euren Kindern etwas zu!

hutterer150*Christine Hutterer ist freie Medizin- und Wissenschaftsjournalistin, hat zwei Kinder und lebt in München. Über ihre abenteuerliche Eselwanderung hat sie das Buch «Ist das jetzt der Urlaub?» (erschienen bei terra magica) geschrieben. Unter www.ist-das-jetzt-der-urlaub.de bloggt Christine Hutterer über Esel- und Packtierwandern in Europa und sonstige Themen rund um Outdoor-Urlaube mit Kindern.

50 Kommentare zu «Abenteuer-Ferien: Mit Kind und Esel durch Korsika»

  • michael sagt:

    4 wochen auf einem esel – ein toller trip für einen baby von 11 monaten. das war wohl eher ein trip zur selbstfindung der eltern, als das es was für die kinder gewesen ist.

  • Kurt Meier sagt:

    Liebe Christine , mit Kindern kenn ich mich nicht aus.Mit Eseln aber schon . Ein grosses Kompliment an Sie ,dass in so kurzer Zeit gelernt haben mit diesem Tier umzugehen. Ich habe dafür einen Monat gebraucht. Das Esel weder Hunde noch Pferde sind , sondern intelligente eigenwiillige Wesen . Meine Zwei musste ich ich leider verkaufen . Sie als Wander/Packesel an der Algarve/Westküste bei Sofia von Mentzingen angestellt.

    • Lieber Kurt,
      vielen Dank für das Kompliment. Es stimmt, dass wir anfangs wenig Ahnung von Eseln hatten, aber wir haben ihn tatsächlich schnell und gut kennengelernt. Wir haben gemerkt, dass er nicht „stur“ ist, sondern wohlüberlegt handelt, bzw. dann eben abwartet, dass er ein sehr ruhiges freundliches Wesen hat usw. Und auch wenn ich natürlich nur interpretieren kann, ob ihm die Wanderung gefallen hat, so kann ich aber sagen, dass er uns morgens immer mit seinem lauten Schrei begrüßt und freundlich gestupst hat. Wir waren so frei, dass als eine gewisse Zufriedenheit zu deuten.
      Christine

  • Marin sagt:

    Ein sturer Esel, der Ihre Autorität nicht akzeptiert – liebe Frau Hutter, Sie haben nicht viel Ahnung vom Wesen eines Esels. Hoffentlich haben Sie ihn wenigstens geschont, als er lahm wurde. Diese Tiere führen auch ohne Touristen ein elendes Leben.

  • kaya sagt:

    ich finde es etwas naiv mit nur einem esel auf eine solche wanderschaft zu gehen, als herdentiere mögen sie nämlich solche ausflüge gar nicht alleine. ein esel muss schon sehr gut erzogen sein und ein grosses vertrauen zum menschen aufgebaut haben um bedingungslos mitzugehen. in diesen breitengraden wird der willen dieser tiere meist mit gewalt gebrochen, was heisst, befürchtet er keine schläge, macht er was er will 😀

  • Stark Mirco sagt:

    Vielen Danke, eine spannende Geschichte und sehr schön geschrieben.
    Meine Frage: Wie organisiert man solche Ferien? Wer gibt einem einen Esel mit? Ich denke, für mich und meinen 14 Jährigen Teeny wäre das genau das richtige, wir lieben es in der Natur zu sein. Auf eine Antwort und Tipp würde ich mich sehr freuen. Liebe Grüsse aus Basel

    • marie sagt:

      vorab würde ich mich aber bei eselhaltern erkundigen wie man mit dem tier umgeht und wie sie sie ihn pflegen müssen. vor allem bei wanderungen in steinigen gegenden ist die hufpflege unabdinglich – sonst humpelt er. am besten gehen sie ein paar mal auf einen hof und üben ein paar tage. denn je nach tier, ist der umgang nicht einfach.
      es sind klasse tiere!

      • kaya sagt:

        da kann ich marie nur beipflichten! als halterin von mehreren eseln seit bald 20 jahren, weiss ich, dass mit unkenntnis eine freudig geplante wanderung, schnell in ein frustriertes stop and go debakel ausarten kann. im übrigen dürfte es schwierig sein, ausgebildete trekkingesel in frankreich zu bekommen.

      • marie sagt:

        wenn esel als reine nutz- und transporttiere gehalten werden, dann sind sie es sich gewohnt, bei einzelhaltung sind sie auf dann halt auf menschen fixiert und dann kommt es noch auf den charakter des jeweiligen tieres an. aber in der tat, ich würde niemandem ohne jegliche erfahrung ein solches abenteuer empfehlen. dafür haben diese tiere einfach einen zu individuellen charakter 😉
        (die einzelhaltung ist bei genügender beschäftigung übrigens entgegen allen unkenrufen, keine tierquälerei. da ist die herde fürs tier der mensch.)

      • kaya sagt:

        @marie. selten solch einen blödsinn gelesen! wie soll ein mensch einen kumpelersatz für einen esel sein, hast wohl noch nie einen gesehen der ein einsames dasein fristete, auch mit beschäftigung. habe letztes jahr ein solches langohr übernommen, das nur mit schafen lebte und zum basten benutzt wurde, armes tier. aber zum glück ist das in der CH nun verboten und nicht einmal mehr ein pferd oder pony wird als ersatz akzeptiert (glaubte immer, eigentlich bräuchte es ein solches gesetz nicht, wenn man ein min. an tierverstand hat, aber ich hab mich wohl getäuscht).

      • marie sagt:

        ist ein unterschied ob man einen esel hobbymässig hält oder als arbeitstier.
        bsp. hunde. sie sind rudeltiere, aber akzeptieren menschen als ihr rudel – ist bei eseln nicht anderes. offenbar wurde der esel als hübsches tierchen unter schafen gehalten, so geht das natürlich nicht! da haben sie recht. aber in den pyrenäen gibt es immer noch bergbauern, die eseln als nutz- und lasttiere einzeln halten (wofür sie je gezüchtet wurden!), und den tieren geht es gut. hier hält man die Tiere ja nur, damit sie nicht aussterben und da ist die herdenhaltung unabdingbar. …nicht übertreiben kaya 😉

      • kaya sagt:

        1/ dieses hübsche tierchen wurde knapp 30 jahre mit über 100 schafen gehalten und jährlich anfangs sommer bis ende herbst auf der alp zum basten aktiv eingesetzt und trotzdem nahm es jede gelegenheit wahr auszubrechen, sobald andere esel in der nähe waren.
        südländische bauern besitzen selten nur einen esel und die esel der hirten (meist gehören sie ihnen nicht einmal), sind in den wintermonaten in herdenverbänden zusammen, oft unbeaufsichtigt und sich selbstüberlassen.

      • kaya sagt:

        2/ in der schweiz werden tatsächlich die meisten esel als hobby gehalten, daher finde ich ihre aussage sehr gefährlich und irreführend, da sie jedem der ein kleines gärtli hat vermittelt, man könne sich problemlos ein grauer zutun, wenn man mit ihm regelmässig spazieren geht.

        Ich habe übrigens zwei hunde, aber lassen wir das…hier geht es ja um ferien mit kindern und diese hier beschriebenen finde ich toll 😉

    • Hallo Mirco,
      es gibt viele Regionen, in denen Eselwandern angeboten wird. Auf meinem Blog (www.ist-das-jetzt-der-urlaub.de/blog) sind einige vorgestellt. Am besten nach „Eselwandern“ suchen. Sinnvoll ist es auch, in der jeweiligen Landessprache zu googeln. Also wenn du nach Frankreich möchtest, dann auf französisch.
      Bei Fragen können Sie sich gerne melden!
      Viele Grüße
      Christine Hutterer

  • Eni sagt:

    Auf fast allen Bildern ist beim Esel der Nasenriemen zu weit vorne und behindert so das Atmen. Warum kann man denn nicht wenigstens passendes Zaumzeug kaufen/anfertigen lassen, wenn man seine Tiere an wildfremde Leute vermietet? Schade, aber da in Frankreich wie auch in anderen südlichen Ländern Tierliebe nicht gross geschrieben wird nicht weiter verwunderlich.

    • Hildegard sagt:

      Das ist ein Halfter, kein Zaumzeug, und sitzt als solches so lose (in den Bildern ZU lose), dass es genau null Einfluss auf das Atmen hat. Es wäre aber einfach zum Passen zu bringen, wenn die Benutzer wüssten, wie.

      Der Esel sieht für mich auf den ersten Blick durchaus gesund und wohlernährt, und die Ausrüstung vernünftig aus. Aber es ist halt einfach, jedem Equine-Halter südlich von Lyon Tierquälerei zu unterstellen, selbst wenn man selber offensichtlich nicht allzu viel Ahnung hat.

      • Eni sagt:

        Auch wenn es kein Gebiss hat, wird der Nasenriemen des Führhalfters auf die Atemwege drücken.

        Bin übrigens selber lange genug geritten um eine Ahnung davon zu haben, Sie können Ihre arroganten Bemerkungen also unterlassen und wenn Menschen ihre Tiere 3 Wochen ohne Aufsicht einfach an wildfremde Menschen vermieten, dann sehe ich tatsächlich nicht viel Tierliebe dahinter.

  • Nina sagt:

    Cool! Aber für mich erst, wenn die Kids im Schulalter sind. Vorher tut’s sändele & bädele oder im Veloanhänger rumkurven. Hätte jedenfalls keine Lust, die ganzen Windeln, Breie, Schoppenmilch und dergleichen rumzuschleppen. Und find’s auch cooler, wenn die Kids mithelfen können beim Kochen usw.

  • Annika sagt:

    Darf ich fragen, wo Sie die Windeln entsorgt haben?

    • Katharina Müller sagt:

      🙂 Genau das hab ich mich auch gefragt! Eigentlich finde ich solch eine Reise super, sofern es auch dem Esel gutging. Allerdings habe ich vor über 25 Jahren in Neuseeland eine Familie mit 2 kleinen Kindern getroffen, die mit Velos und Zelt für mehrere Monate unterwegs waren. Wir hatten die „Freude“, das Zelt neben ihnen zu haben. Die Eltern gestresst, die Kinder unleidlich (den ganzen Tag hinten auf dem Velo und das auf sehr holprigen und staubigen Strassen). Also ob die Kinder da mehr Freude dran hatten als am Strand wage ich zu bezweifeln. Aber wenns allen gefällt, ist es doch prima!

    • Widerspenstige sagt:

      Das habe ich mich tatsächlich auch gefragt, weil ich davon ein Liedlein singen kann mit Kleinkind unterwegs zu sein mit Windeln. Das Popöchen war dann schnell gerötet und musste stundenweise ohne Windelpack irgendwie überbrückt werden. In einem heissen Land zwar gut möglich, aber doch sehr anstrengend für alle Beteiligten.

      Also Fazit: besser abwarten, bis das Windelalter vorüber ist. Dasselbe kann übrigens auch im Tessin in einem der zahlreichen Täler gemacht werden oder irre ich mich? Wäre ein Versuch wert und sicherlich ähnliches Abenteuerfeeling. Wir leben in einem interessanten Land 😀

      • Hallo Annika,
        wir haben die vollen Windeln den Tag über mitgetragen und in Orten oder bei den Hütten dann in den Müll entsorgt. Und natürlich haben wir regelmäßig gewickelt. Zum Glück hatte der Kleine keine Probleme mit dem Po – die Größere schon ein bis zwei Tage – vom Reiten auf dem Esel…
        @Katharina: Wir hatten natürlich auch mal einen Tag, an dem nicht alles rund lief und wir genervt waren. Aber wir waren nicht gestresst, die Kinder die meiste Zeit zufrieden (Trotzanfälle gehören bei einer 3-Jährigen eben dazu – egal ob zu Hause, am Strand oder im Gebirge).
        Viele Grüße
        Christine Hutterer

  • Woodi sagt:

    Das erinnert mich an unsere Radferien mit unserer Tochter (knapp 2). Wir haben sehr viel mitgenommen und von uns drei hat unser Kind die Reise am Besten überstanden. Sie hat es geliebt die Gegend zu betrachten und so viel Neues zu sehen. Auch wenn nicht alles so rund lief, würde ich es (aus den Fehler lernend) wieder tun.

  • meraxes sagt:

    Gratuliere den Eltern, den Mut gefunden zu haben, das Projekt durchzuziehen, ich finde das grossartig. Meine Eltern haben solche Übungen mit uns auch gemacht (allerdings ohne Esel) und ich möchte diese Erfahrungen nicht missen. Und wenn ich mal Kinder habe, möchte ich ihnen das auch ermöglichen.

  • B. Erika sagt:

    Die Idee mit dem Wandern finde ich gut; Kinder mögen das, es läuft etwas, und vielleicht ist der Esel tatsächlich der richtige Kleinkindträger.
    @Siso: Ich bin ebenso skeptisch.
    Aber dann noch ein unbekanntes Korsika plus Hitze …? Mutig!

  • Siso sagt:

    Ob der Träger Esel bei diesen Familienferien wirklich auch so glücklich war, wie man in ihn hineininterpretiert oder Worte dazu erfindet, ist fraglich fraglich….. beantworten kann s nur der Esel, ob die Ferienbekanntschaften ihn eselgerecht zu behandeln wissen.

    • Manuel Braun sagt:

      Wie sieht den sonst ein Leben als ein von Menschen gehaltener Esel oder ähnliches Tier aus? Je nach Gegend entweder einen grossen Teil der Zeit in einem engen Stall zu verbringen und zuwenig gebraucht zu werden und zuwenig Bewegung und Abwechslung zu haben, oder aber als Arbeitstier, wo vielleicht das karge Einkommen des Besitzers von seiner Leistung abhängig ist, total ausgepowert zu werden. Damit verglichen ist so eine Reisebegleitung und leichter Gepäck- und Kindtransport schon fast das Beste, was man sich als Eselschicksal vorstellen kann.

  • marie sagt:

    klasse! das erinnert mich ein wenig an meine kindheit. meine oma hatte immer einen maulesel als transportmittel und ich freute mich jedes mal, wenn sie mich nebst all dem anderen (v.a. holz) draufsetzte.
    die poitou-esel wie auf dem bild (reinrassig?) sind einfach liebenswert und wunderschön.

  • alam sagt:

    Als Kinderlose traf ich öfter solche Familien unterwegs und dachte, das mach ich dann auch mal mit Kind und Kegel. Aber so viel Mumm hatte ich dann doch nicht. Deshalb bin ich froh, die wirklich wilden Sachen vorher gemacht zu haben, sonst hätte ich wirklich das Gefühl, etwas verpasst zu haben.

  • Widerspenstige sagt:

    😀

  • Mamma sagt:

    Ohne Kinder würde mich der Reiz auch packen, nur mit Esel und dem nötigsten die Pampas zu durchqueren (habe dies übrigens mit Mulo in der Sierra Nevada in Kolumbien auch gemacht..). Aber ich verstehe nicht, warum ich mir ausgerechnet mit Kindern so ein Trip antun muss, so wie in den 20/30er-Jahren meine in Neapels Hinterland lebende Grossmutter. Bei Ferien mit Kindern geniesse ich doch ganz gerne die Errungenschaften moderner Zivilisation..;-)

  • Auguste sagt:

    hmm…, bei uns hiess das wk mit train ustü. wenn ich dann mit dem feldi am abend nach geschossenen schlachten und hv manchmal noch auf einem nahen Hügel den blick in die imposante bergwelt um uns herum schweifen liess, etwas dickeres von villiger oder besser einsog, und wir übereinstimmten: schön ist es hier oben ja schon, aber „en huere rotz“ (ada-jargon für beträchtliche anstrengung)! andererseits, nichts verbindet so sehr, wie gemeinsame anstrengungen – aber es muss ja nicht immer gleich so ganz abgelegen sein, und berge sind berge, sind berge. ob man da soweit reisen muss für?

  • Barbara sagt:

    Ist es denn besser, die Kinder tagelang mit anderen Kindern in der Krippe ’sitzen‘ zu lassen? Da fragt auch (fast) niemand, ob das Kind gerne 10 Stunden am Tag mit vielen Kindern in einem Raum zusammensein möchte… Und Mitsprachmögkichkeit hat das Kind bestimmt mehr, wenn es mit den Eltern, Geschwistern und einem Esel durch die Welt reist!

    • Annette sagt:

      schade haben sie eine solche vorstellung von krippen. meine kleine geht gerne zwei tage die woche in die krippe (sie kann es sagen, sie ist genug alt). sie wird sozialisiert und hat später nicht wie viele nicht-krippen-kinder mühe, sich im chindsgi in eine grössere gruppe einzufügen.

      • Eni sagt:

        @ Anette

        Ihr Argument ist auch nicht besser, schliesslich werden Nichtkrippenkinder auch nicht auf dem Mond aufgezogen und haben vor Eintritt in den Kiga auch schon mal Spielplätze und die Spielgruppe besucht. Ausserdem sind es gerade die Krippenkinder die nach dem Recht des Strärkeren agieren und so öfters mit Aggressionen auffällig werden.

  • Laura sagt:

    Also ich finde das eine sehr erfrischende Geschichte. Im Gegensatz zu vielen Eltern in meinen Freundeskreis, welche schon nur für eine Nacht Kinderbett, Badewanne, Hochstuhl, Kinderwagen und weiss ich nicht was mitschleppen, und meinen der Minivan sei jetzt dann zu klein, weil bald das dritte Kind kommt…

    • Alex Kramer sagt:

      Sie sprechen mir aus der Seele.
      Trotzdem nagt der Zweifel, ob in den Mini / Maxivan neben Kinderbett, Badewanne, Hochstuhl, Kinderwagen, etc. nun auch noch ein Esel reinmuss.
      Ein neuer Trend?

  • Leserin Lambda sagt:

    das ist doch eine schöne geschichte! und für die kinder bestimmt cool (und auf jeden fall kein erwachsener ego-trip oder erziehungspause)… wenn ich nicht allergisch wäre auf esel, wer weiss…
    übrigens: ich hab auch einen unter 1-jährigen sohn, und der zieht an meinen ohren und meiner nase und meinen haaren sobald die in reichweite sind… ihm zu sagen, er soll damit aufhören, bring zur zeit noch herzlich wenig.

  • Francesca sagt:

    Und sich dann im Job von den Ferien erholen? Naja, wer das kann. Ist das denn gut für Kinder, den ganzen Tag in der Trage oder auf dem Esel zu sitzen? Zumal für so kleine, die ja keine Mitsprachmöglichkeit haben… Wie auch immer: mein Ding wär’s nicht.

    • Doris sagt:

      wissen sie, einem kind ist es schnurzegal, wo es wie und wann ist. hauptsache es ist mit seinem vater und seiner mutter zusammen. egal ob in trage, schlitten, esel, veloanhänger oder sonst wo.
      tausendmal besser als das kind in einem club-hotel im mini-club den babysittern abzugeben. DA geht es dem kind nicht gut.

      • Francesca sagt:

        Na, das ist jetzt aber mal sehr simpel formuliert. Ein Baby ist am liebsten bei seiner Mutter, aber je älter sie werden, desto mehr suchen Kinder gleichaltrige. Da fängt dann das Gequengel an, wenn man sie allzu lange irgendwo rein zwängt. Babysitter in den Ferien finde ich auch schade, aber zwei, drei Stunden Kinderclub fanden meine so ab etwa 4 Jahre alt immer unglaublich toll. Oder mit andern Familien mit Kindern in die Ferien gehen, auch davon reden sie heute noch, Spiele machen, rumtoben. Aber stundenlang in der Trage oder auf dem Esel – finde ich subotimal. Aber jedem das Seine.

  • Philipp M. Rittermann sagt:

    bei solchen unternehmungen bin ich jeweils der esel. 🙂

  • neni sagt:

    ein absoluter hit diese reise, und sehr schön geschrieben auch………ich bin mir sicher das, sie diese reise nicht vergessen werden, weil sie AUTHENTISCHER nicht sein könnte…..einfach schön!!!! vielen dank………

    • Liebe Neni,
      vielen Dank für die netten Worte. Die Reise werde ich wirklich nie vergessen! Es war aufregend, lustig, entspannend, nervig… so etwas vergisst man nicht. Und den lieben Esel natürlich auch nicht!
      Alles Gute
      Christine

  • Lotte sagt:

    Herrlich! Das macht (noch) kinderlosen Lust auf Kinder. Esel sind tolle Begleiter für Kinder und ertragen ein an den Ohren ziehen doch stoisch. Tolle Tiere. Würde ich sogar mit meinem Hund machen wollen, solange ich noch keine Kinder habe. Super!

  • Carratt sagt:

    Mein Gott, was ist denn Ihnen heute Morgen über die Leber gelaufen? So ein Miesepeter-Kommentar – Sie würden zum einen Hüttenwart in Korsika passen;-)

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