Angelinas Opfer und wir

Der Mensch will Macht über seinen Körper: Angelina Jolie und ihr Gatte. (Reuters/Mario Anzuoni)

Es geht eigentlich nicht um sie. Aber sie ist ein ausgezeichneter Kristallisationskeim: Angelina Jolie, für viele eine der schönsten Frauen der Welt plus Ehefrau eines der knackigsten Männer Hollywoods. Und jetzt das: Sie hat sich beide Brüste entfernen lassen und sagt es jedem, der es wissen will und allen anderen auch.

Die Reaktionen waren erstaunlich positiv und verhalten, fast schon rücksichtsvoll. Gegen eine Mutter, die sich für ihre Kinder aufopfert, kann man schlecht wettern. Oder nur hinter vorgehaltener Hand oder anonym als Kommentator im Web. Sich über eine Madonna zu mokieren, ist höchst unschicklich. Aber in unseren Köpfen ploppen dennoch auch ungnädige Fragen auf, da nützt alle innere Zensur nichts.

Zum Beispiel frage ich mich, was Brad Pitt wirklich dazu meint, inoffiziell, nicht in einer Pressemitteilung. Was sagt er dazu, dass nun feststeht, dass er seine Frau nie mehr wird verlassen können, selbst wenn er wollte? – Wer verlässt schon eine Märtyrerin, die ihr weiblichstes Attribut für die gemeinsamen und gemeinsam adoptierten Kinder geopfert hat? Brad wäre sofort der personifizierte Shitstorm.

Niemand würde ihm glauben, dass er nicht wegen Angelinas fehlendem Naturbusen Reissaus genommen hat. Da nützt es auch nichts, wenn seine Frau allen versichert, ihr neuer Busen sehe genauso aus, wie der alte. Instinkte lassen sich nicht mit Worten überlisten. Die moralische Anbindung ihres Ehemannes wird zwar kaum Beweggrund für die Amputation gewesen sein, Tatsache ist sie deshalb nicht minder. Hinzu kommt, dass Angelina offenbar auch eine Eierstockoperation in Erwägung zieht (laut ihrem eigenen Artikel in der «New York Times»).

Doch das mit den Beweggründen ist ohnehin ein tiefer Sumpf. Selten tun wir etwas aus nur einem einzigen Grund. Darum drängt sich auch die Frage auf, ob hinter dem scheinbar selbstlosen Akt nicht ein altes, urmenschliches Bedürfnis danach steckt, Macht über seinen Körper zu haben, ihn verändern zu können. Diese Möglichkeit gibt uns seit Menschengedenken das Gefühl, einzigartig zu sein und den Göttern ein Schnippchen schlagen zu können (eine spannend Arbeit dazu gibt es hier). Im Fall der Brustentfernung geschieht das gleich doppelt: Zum einen auf einer psychologisch-philosophischen Ebene und zum anderen auf einer medizinischen.

Am spannendsten jedoch finde ich die Frage nach dem Fatalismus-Faktor: Nichts wünschen wir uns schliesslich mehr, als über unser Schicksal zu bestimmen. Doch die klugen Geister dieser Erde scheiden sich daran, ob wir es wirklich können oder ob ohnehin alles vorbestimmt ist, wie bei Ödipus. Den hat ja letztlich sein Schicksal nur ereilt, weil er ihm entrinnen wollte. Mit genau dieser Frage schlagen sich Mütter und Väter tagtäglich herum. Etwas vom Härtesten, was wir uns eingestehen müssen, ist, wie wenig Einfluss wir letztlich auf das Leben haben. Trotzdem gilt Schicksalsergebenheit in unseren kulturellen Breitengraden nicht als Tugend, sondern als Resignation und mangelnder Ehrgeiz.

Der Preis für diesen Glauben an das Kontrollierbare ist eine latente Angst vor dem Unkontrollierbaren, dem zu begegnen wir uns nicht mehr zutrauen. «Das Leben birgt viele Herausforderungen. Diejenigen, die uns keine Angst machen sollten, sind auch diejenigen, die wir annehmen und kontrollieren können», sagt Jolie dazu (eine Übersetzung der«Zeit»). Offenbar hofft auch sie auf die Macht über das eigene Schicksal.

Die letzte Frage, die mich beschäftigt ist: Muss man eine Brustamputation wirklich so offensiv öffentlich machen? Ich weiss es nicht. Mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit hat Angelina Jolie damit vielen Frauen einen grossen Gefallen getan, andere vielleicht unnötig verunsichert. Immerhin erkrankt zwar jede zehnte Frau an Brustkrebs, aber nur ungefähr fünf bis maximal zehn Prozent der Fälle sind auf eine genetische Anfälligkeit zurückzuführen.

Die wahren Gründe, warum Angelina Jolie ihre Brüste entfernen liess und alle darüber informierte, sind vielleicht auch gar nicht so relevant. Aber die Spekulationen darüber sind es auf jeden Fall, denn sie konfrontieren uns mit ganz grundsätzlichen Fragen des Lebens. Und darum geht es ja letztlich. Ob wir das aussprechen wollen oder nicht.

Und was denken Sie darüber? Als Frau oder als Mann?

185 Kommentare zu «Angelinas Opfer und wir»

  • Gudrun sagt:

    Vermutlich wollte sie sich so vom Traume, die Mutter verloren zu haben, lösen. Trotzdem finde ich das ganze absolut schwach: Wie kann sie nur so blöd sein und auf ihre Weiblichkeit verzichten, aus ANGST! Angst ist kein guter Ratgeber. Was jedoch trotzdem zu denken macht, dass jede 10.Frau offenbar Brustkrebs hat und vermutlich nicht selten genötigt wird, sich die Busen abzuschneiden, vermutlich völlig sinnloserweise. Welche ungeheures Trauma.

  • Sandra P. sagt:

    Klar hat man Macht über seinen Körper. Man beeinflusst ihn täglich mit dem, was man macht und denkt. Ich glaube aber nicht, dass man das „Thema Krebs“ aus dem eigenen Leben verbannt, indem man sich die Brüste wegschneiden lässt. Am allermeisten kritisiere ich die Ärzte, die Frauen derart Angst machen, dass der Krebs in den Genen sitzt. Das stimmt einfach nicht. Das liesse sich nachlesen.

    • Valeria sagt:

      Der Krebs ist kein Ungeheuer, der „in den Genen sitzt“ und nur darauf wartet, sich in den Brüsten festzubeissen.

      Es gibt aber sehr wohl Genmutationen, deren Vorhandensein dazu führt, dass die Wahrscheinlichkeit, an Brustkrebs zu erkranken, massiv ansteigt. Das liesse sich nachlesen. Keiner kann je beweisen, dass AJ Brustkrebs bekommen hätte. Und keiner kann ihr garantieren, dass sie nicht trotz Mastektomie erkrankt. Es haben sich lediglich die Wahrscheinlichkeiten verändert. Im Falle von AJ von „sehr wahrscheinlich“ zu „wenig wahrscheinlich“. Das ist der Unterschied.

    • Valeria sagt:

      Oder in anderen Worten ausgedrückt:

      Nur, weil ich mich nachts nicht mitten auf die Strasse stelle, heisst das nicht, dass ich das Thema Tod komplett aus dem eigenen Leben verbanne.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Sandra P.
      nirgendwo, wirklich NIRGENDWO geht es um das „Thema Krebs“
      welches angeblich aus dem Leben verbannt werden soll, sondern um eine ganz spezifische, diagnostizierbare Krebsform, welche tatsächlich mit den Genen zu tun hat.
      Bei allem Befürworten von achtsamem Umgang mit sich selber, deswegen aber alle Krankheitsursachen überall,
      bloss nicht in den Genen zu suchen, finde ich schon ziemlich ignorant- und gefährlich dazu.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Sandra P.
      nirgendwo, wirklich NIRGENDWO geht es um das “Thema K r e b s”
      welches angeblich aus dem L e b e n v e r b a n n t werden soll,
      sondern um eine ganz spezifische, d i a g n o s t i z i e r b a r e K r e b sform, welche tatsächlich mit den G e n e n zu tun hat.
      Bei allem Befürworten von achtsamem Umgang mit sich selber, deswegen aber alle K r a n k h e i t s ursachen überall,
      bloss nicht in den G e n e n zu suchen, finde ich schon ziemlich i g n o r a n t- und g e f ä h r l i c h dazu.

  • Jan Holler sagt:

    Übrigens: Gendefekt: Angelina Jolies Tante stirbt an Brustkrebs (Spiegel Online).
    4 Fragen, keine Antworten, nur der Tod, der lauert weiterhin.

  • Cordula sagt:

    Dieser Artikel stellt Fragen, die nichts mit der Thematik, der sich Frau Jolie stellen musste, zu tun haben. Und das wäre wohl eine realitätsfremde Leserschaft, die Herrn Pitt unterstellen würde, seine Frau nur wegen des „fehlenden Naturbusens“ zu verlassen. Der Artikel erweist dem Thema und den betroffenen Frauen und Männern keinen Dienst!

  • Jupitra sagt:

    Bei allem Rährähräh und Sentimentalismus über die Brüste als DAS Weiblichkeitsattribut,
    ich finde es wichtig, mal darauf hinzuweisen, dass diese Entscheidung ganz sicher mehrere Beweggründe hatte. Ich will mich nicht von meiner Antipathie zu AJ leiten lassen, aber ich finde, wer angeblich so sehr gegen Brustkrebs kämpft, der kann das auch tun, bevor die Mastektomie durchgeführt wird.

    Das Thema Brustkrebs ist viel zu wichtig, als dass es AJ zu einem Trend stilisieren sollte, was, befürchte ich, damit passiert, weil sie eben als so vorbildlich angesehen wird.
    Brustkrebsheilung ist KEIN Trend.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Jupitra:
      und wie bitte hätte sie das bei ihrer Voraussetzung tun sollen?
      Zugrunde liegt hier eine Genmutation welche eben längst nicht alle, von BK betroffene Frauen tragen!
      Könnte es sein, dass die Antipathie zumindest so weit geleitet hat, dass Sie nicht wirklich alles gründlich gelesen haben? Schade.

  • gabi sagt:

    Komische Debatte wieder mal.

    Ich les hier von Gewissheiten einzelner Leserinnen bis hin zur Idee, dass sich AJ die Brüste quasi nur deshalb abschnippeln hat lassen, um es zu thematisieren.

    Jaja. Thematisieren, thematisieren, thematisieren.

    Die eine oder andere Verschwörungsahnung wird auch schon mal angedeutet. Buhuhuhuuuu.

    Aber eben: So was will die entsprechende Branche natürlich unter den Teppich kehren.

    Gut, dass wir das hier nun thematisieren.

    – Bloss über Aluminiumpartikel in Deos… Über die lese ich hier – beim Thematisieren! – seltsamerweise gar nichts.

  • Dana Schreiber sagt:

    Etwas vom Grauenhaftesten, dass ich zu diesem Thema bis jetzt gelesen habe. Die Autorin erweist mit ihren kruden Theorien vielen Frauen in einer ähnlichen Situation einen Bärendienst. Besonders stossend: Das Argument mit der Macht über den Körper. Wenn man dann die Entfernung der Brustdrüsen noch (durch Verlinken) in die Nähe von Piercen und Tätowieren rückt, dann hört es für mich als Betroffene endgültig auf.

  • Hutmaier sagt:

    Eine Krebserkrankung ist komplexer, als das nur ein Gentest mit einer grossen Wahrscheinlichkeit zur Erkrankung und die daraus erfolgten Massnahmen nun die Allheilung ist.
    … und Angst spielt dabei auch eine Rolle.
    Die Entwicklung finde ich gefährlich: wir machen Gentests, um Wahrscheinlichkeiten für eine Erkrankung zu errechnen. Dann operieren wir die möglichen fehlbaren Organe weg. Neben dem Gedanken: wer kann sich das alles finanziell leisten, denn die Krankenkasse übernimmt keine der Kosten, beschäftigt mich der Gedanke, was kommt als nächstes?

    • Valeria sagt:

      Es ist eine irrige Annahme, dass Krebs EINE Krankheit ist. Krebs ist ein Überbegriff für sehr viele verschiedene Krankheiten, denen gemeinsam ist, dass Zellen unkontrolliert wachsen. Die einen tun das langsam und begrenzt, andere metastasieren so schnell, dass man fast zuschauen kann. Und genauso wie sich die Ursachen, Verläufe und Heilungschancen von Krebs unterscheiden, so unterscheiden sich die Möglichkeiten, die einem bereit stehen, um dagegen vorzugehen. Manchmal bleibt nur die palliative Betreuung und manchmal kann man bereits präventiv etwas tun.

    • Valeria sagt:

      Im Falle von Frau Jolie handelt es sich um eine spezifische Art von Brustkrebs, die durch die Mutation in einem Gen verursacht wird. Dieses Mutation erhöht das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken um ein vielfaches. Es gibt eigentlich keine Krebsart, deren Auftreten so wahrscheinlich vorausgesagt werden kann. Und gleichzeitig besteht die einzigartige Möglichkeit, das betroffene Organ zu entfernen, ohne dass sich für den Gesamtorganismus ein grossartiger Funktionsverlust ergeben würde. Ich kenne viele Ärzte und Patienten, die würden jubeln, wäre das auch für andere Arten von Krebs möglich.

      • sabine sagt:

        Richtig nur Frauen lassen sich präventiv die Brüste wegschneiden und sich kastrieren. Es sind Aerzte, die dies Frauen so empfehlen. Weshalb empfehlen Aerzte den Männern nicht die präventive Entfernung der Prostata oder des Dickdarms, da jeder Mann ab 50 ein erhöhtes Risiko hat? Abwarten und regelmässig kontrollieren heisst es da, sogar bei familiärer Häufung.
        Bei A.J. ist des so eine Sache: wird sie keinen Krebs bekommen, kann sie nicht sicher sein, dass es wegen den Ambutationen so ist, sie hätte auch ohne Eingriffe keinen Krebs bekommen können. Wenn sie doch erkrankt, Pech gehabt.

      • Carolina sagt:

        Der Sinn von AJ’s Aktion ist, dass Frauen selber entscheiden, ob sie diese Option wahrnehmen oder nicht. Niemand zwingt sie zu irgendeiner Handlung. Und vor allem geht es darum, dass viele Frauen in Europa diese Option gar nicht kannten – Jolie hat ihre Prominenz dazu genutzt, das zu verändern. Nur darum geht es. Was Sie oder andere Frauen mit dieser Information machen, ist ganz allein ihnen zu überlassen. Aber eine informierte Entscheidung, wenn man gefährdet ist, beinhaltet nun mal auch, dass wir über die heutigen Möglichkeiten informiert sind.

    • Valeria sagt:

      Und was das Thema Angstmacherei betrifft: Das Wissen, mit einer Wahrscheinlichkeit von 87% einmal im Leben an einer unbehandelt tödlich verlaufenden Krebsart zu erkranken, sollte durchaus gewisse Gefühl von Angst erzeugen dürfen.

      Hätten die Medien den Ursprungstext von AJ richtig kommentiert und wiedergegeben, wäre es nicht zu irgendeiner Art von Angstmacherei gekommen. Aber indem man die wichtigsten Informationen, das Vorhandensein von meist mehrere und frühen Brustkrebsfällen in der Familie und die positive Testung auf das betroffen Gen, einfach weglässt, schürt man Angst.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Valeria:
        ich denke man wollte nicht einfach nur Angst schüren,
        sondern die Betreffende bietet sich doch ideal an um eine Art „über-sie-herziehen-und-ganz-unmöglich-finden“-Kampagne zu starten, setzt man die Story auf die Klatschheftchen kurbelt das möglicherweise den Verkauf an, weil man sich so schön empören kann und besser fühlen…

    • Valeria sagt:

      Und zwar bei Frauen, die absolut nicht gefährdet sind und bei denen kein Arzt eine Testung anraten würde.

      • Hutmaier sagt:

        spannend, spannend, mit welcher Bissigkeit Kommentare interpretiert werden….
        Ja, ich bin klar gegen vorsorgliche Amputation, egal bei welchem Befund. Wenn dies jemand für sich will, soll er es tun, am liebsten im ruhigen, abgeschottenten Rahmen.
        Ich kenne betroffene Frauen die jedes Kopfweh, jedes Bauchweh und jedes Brustspannen von der Mens als Ausbruch von Krebs annehmen… diese Art von Angstmacherei meine ich. Bei diesem Leben kann man nur krank werden.
        Offensichtlich muss man viel an „Diskussionskultur“ ertragen, wenn man nicht mit dem Strom schwimmt und anderer Meinung ist.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Hutmaier:
        die „Bissigkeit“ hat nicht mit fehlender Diskussionskultur zu tun,
        sondern damit dass Sie schlicht und ergreifend die medizinischen Fakten komplett ignorieren.
        In diesem spezifischen Fall ist eben eine vorsorgliche Mastektomie schon Teil einer Heilungstherapie, ja, stellen Sie sich vor, es gibt Krankheiten bei denen heute nicht mehr auf den klinisch nachweisbaren Ausbruch gewartet wird-
        mit Ihren Mens-Beispielen hat das soviel zu tun
        wie ein Zündholz mit einem Vulkanausbruch…

      • Carolina sagt:

        Wie wir gelesen haben, gibt es auch Aerzte, die meinen, Frauen manche Optionen vorenthalten zu dürfen. Und ja, es gibt wehleidige Frauen, Frauen, die in Panik geraten. Was hat das mit dem Thema zu tun? Weil es Frauen gibt, die mit der Option evtl nicht umgehen können, wird sie ganz verschwiegen? AJ gebührt Respekt zumindest dafür, ihren Fall detailliert geschildert zu haben (aus welchen Gründen genau, interessiert mich nicht). Frauen haben das Recht auf Information, wie sie sich dann entscheiden, damit umzugehen, hat niemand anderer als sie selber zu entscheiden. Diese immer noch gängige

      • Carolina sagt:

        Schonhaltung in Bezug auf Frauen bzw ganz allgemein kranke, alte Menschen ist kein Argument dafür, dass solche Dinge nicht in die Oeffentlichkeit gebracht werden dürfen.
        H, noch etwas: die CH KK zahlen sowohl Gentest als auch die notwendigen Operationen, wenn sie Sinn machen und die Notwendigkeit dafür belegt ist, denn letztlich sind sie um einiges günstiger als die Versorgung, wenn der BK bereits besteht.

      • Carolina sagt:

        Schonhaltung in Bezug auf Frauen bzw ganz allgemein kranke, alte Menschen ist kein Argument dafür, dass solche Dinge nicht in die Oeffentlichkeit gebracht werden dürfen.
        H, noch etwas: die CH KK zahlen sowohl Gentest als auch die notwendigen Operationen, wenn sie Sinn machen und die Notwendigkeit dafür belegt ist, denn letztlich sind sie um einiges günstiger als die Versorgung, wenn der BK bereits besteht.

  • Eduardo sagt:

    Angelina Jolie hat das lange und entsetzliche Leiden ihrer Mutter, die recht jung an Brustkrebs starb, miterleben müssen und wollte sich, ihren sechs Kindern und ihrem Ehemann ein derartiges Drama möglichst ersparen. Was gibt es da so überheblich von oben herab rumzuphilosophieren und rumzumoralisieren? Unser ganzes Leben ist schon mit jedem Atemzug ein permanenter Kampf gegen den Tod, auch wenn wir sowieso alle mal sterben müssen.

  • Strebel sagt:

    Ich denke das ganze ist eine persönliche Angelegenheit und sollte nicht so an die Oeffentlichkeit gelangen. Was steckt wohl noch dahinter.Noch die Eierstöcke weg und dann kann sie mit Hormontherapie beginnen.

  • Miriam sagt:

    Schwer zu fassen, wie oberflächlich und—ja, an Intelligenz ( emotionaler und anderer) fehlend, dieser Artikel ist. Die schnuddrige Art, mit welcher er geschrieben wurde, tönt verdächtig nach dem Wunsch, ein so beängstigendes Thema wie Krebs und Amputation eben in den Griff zu kriegen, und cool darüber her zu hüpfen. Da ist mir der adäquate Wunsch, das Leben für sich und die Kinder so gut wie möglich zu erhalten ( was Sie und wir alle ja sowieso – zu grossem Teil sehr erfolgreich – tun), vor allem angesichts eines konkreten Risikos, doch viel lieber und scheint viel mutiger und ehrlicher.

  • Nina sagt:

    Noch was zur Kommunikation: wenn man von Krebs betroffen ist (oder auch von anderen schrecklichen Dingen), dann ist das einfach so eine Sache mit dem darüber reden. Einerseits fragt man sich, wer sollte warum besser nichts davon wissen. Andererseits brennt das Feuer so stark auf der Zunge, dass man es nur schwer runter schlucken kann. Und überhaupt möchte man den Leuten erklären, warum man sich so seltsam verhält, anders reagiert als ein Gesunder. Warum man gewisse Dinge tut, oder eben nicht. Die Prioritäten sind nicht mehr die gleichen, die Perspektive ändert. Und manchmal versucht man, sich

    • Nina sagt:

      mit kommunikativer Konfrontation selber zu schützen, weil man weiss, dass man sich damit Freiraum schafft. I.e. andere auf Distanz halten oder ihnen den Wind aus den Segeln nehmen kann. Und im Wissen um die erhöhte Zerbrechlichkeit macht man von allen Möglichkeiten Gebrauch.

      • Nicole sagt:

        Es soll derjenige reden, dem es ein Anliegen ist und derjenige schweigen, der das bevorzugt.
        Ich finde es mutig, wenn eine prominente Frau so ein Thema aufs Tapet bringt.

  • alam sagt:

    Hatten wir nicht das Gefühl, diese Traumfrau sei einfch unverletzlich und unsterblich? Schön, erfolgreich, intelligent, dann obendrauf noch die grosse Familie mit diesem Traummann… Und dann ist sie plötzlich eine von uns, vor nichts gefeit.

  • elisabeth sagt:

    es stimmt, dass solch` eine entscheidung eine private angelegenheit ist. und genau als solche sollte man sie dann auch behandeln. warum kam diese nachricht ein tag bevor ihr nacktbild versteigert wurde? das ist ja fast pervers..
    ich habe grosse achtung vor menschen, die ihren weg in aller konsequenz und überzeugung gehen. ich habe allerdings grosse mühe, wenn daraus ein öffentlicher event gemacht wird.
    wer kann den frauen versichern, dass mit dem entfernen der körperteile und organe, die betroffenen gene „ausgeschaltet“ wurden? ich stelle dies sehr in frage!

  • Nika sagt:

    Ihr Beitrag hat mich sehr irritiert und trieft von Unterstellungen. Man müsste die Betroffenen dazu zu Wort kommen lassen. Wenn die Zeitbombe in Ihnen ticken würde, dann wären Sie vielleicht nicht mal auf die Idee gekommen, das zu schreiben.

    • Peter Steiner sagt:

      Das sehe ich auch so: viel zu boulevardesk. Was A.J. macht, ist ihr Bier und es scheint gute, gesundheitliche Gründe für ihr Tun gegeben zu haben. Und was B.P. denkt oder denken könnte ist mir ebenso egal. Weshalb dieser Pressehype? Aber ich muss es ja nicht lesen. Besser wäre vielleicht darüber aufzuklären, für welche Indikation genau dieser Eingriff wirklich Sinn macht, für all jene, die sich nun verunsichert fühlen bzw. warum lässt man sich überhaupt so schnell verunsichern ob einer Hollywood-Grösse?

      • Brunhild Steiner sagt:

        … immerhin sind nun hier ein paar Sachinformationen zu lesen,
        unaufgeregt auf den Punkt gebracht.

        Mir hat heute vorallem die grosse Solidarität gefallen,
        eigentlich hat sich niemand von diesem ganzen Medienhype und der nun „aufbereiteten Provokation“ mitreissen lassen, sondern sich entschieden davon distanziert, finde ich wirklich beeindruckend! 🙂

  • Christine sagt:

    Ich finde bei einer solch grossen Chance an Krebs zu erkranken, ist es nachvollziehbar, was Angelina gemacht hat. Ausserdem ist die Vorstellung, dass sie sich die Brüste hat entfernen lassen, nicht ganz richtig. Bei einer solchen OP an einer gesunden Brust wird sozusagen alles herausgenommen und wieder mit Silikon oder was auch immer gefüllt. Der ganz Hautsack mit Brustwarze bleibt erhalten. Deshalb sieht der Busen rein äusserlich genau gleich aus. Trotzdem ist es eine komplizierte OP, und ich ziehe den Hut vor Angelina.

  • Martin Frey sagt:

    Persönlich kenne ich gleich mehrere Frauen die, das vergleichbare Hochrisikoprofil wie Jolie vorausgesetzt, sich einen solchen Eingriff überlegen könnten. M. E. braucht es dazu einen unglaublichen Mut, wovor ich bei Fr. Jolie den Hut ziehe. Denn wie man nicht zuletzt an den Einträgen im Blog hier sehen kann ist die Diskussion überfällig. Was bin ich bereit zu tun, als faktisch noch gesunde Person, um einer potentiell todbringenden schrecklichen Krankheit vorzubeugen? Dieser Entscheid ist hochprivat, das Recht dazu wird aber von den ansonsten so „modernen“, nicht betroffenen Frauen bestritten.

  • Martin Frey sagt:

    Fr. Fischer hat da wirklich etwas oberflächlich recherchiert, resp. vielleicht etwas zuviel aus anderen Blättern abgeschrieben. Denn Fr. Jolie gehört offenbar tatsächlich zu den wenigen Prozent der Frauen, die leider, wie man heute weiss, fast mit Garantie an einem Brust- und/oder Eierstockkrebs erkranken wird. Konsequenterweise muss sie daher eigentlich auch die Ovarien entfernen lassen. Die Frage der Vorgehensweise bei diesen Frauen wird in Medizinalkreisen seit einiger Zeit heiss diskutiert, nur hat bis dato diese Diskussion nie öffentlich stattgefunden. Das allein ist schon ein Verdienst.

  • Katharina B. sagt:

    Ihre Brüste, ihr Körper, ihre Entscheidung.
    Was gibt es da überhaupt zu diskutieren?

    • Andrea Mordasini, Bern sagt:

      Genau! Es sind bzw waren ihre Brüste. Und was sie damit und sonst mir ihrem Körper macht oder nicht macht, ist allein ihre Entscheidung – egal was alle anderen darüber denken, schreiben oder gar sagen mögen. Ich hoffe einfach, dass ich nie in diese Situation kommen werde, mich mit einer möglichen Brustoperation/-Amputation auseinandersetzen zu müssen. Dies und die Diagnose (Brust)-Krebs wünsche ich wirklich niemandem, muss schlimm sein :(!

    • Markus sagt:

      ihre brüste, ihr körper, ihre entscheidung, ok. aber: meine zeitung, meine tagesschau, meine facebookchronik. sie hat ihres nicht für sich behalten, sondern bewusst öffentlich und damit zu meinem gemacht. das gibts zu diskutieren.

      • Tatjana sagt:

        Da muss ich Markus recht geben. Ich finde es ist absolut Ihre Entscheidung, was Sie mit ihrem Körper macht. Aber warum muss man dies mit der ganzen Welt teilen? Wenn man eine Entscheidung getroffen hat und man davon überzeugt ist, macht man dies für sich im Stillen. Ausser man ist nicht überzeugt und braucht Bestätigung oder Anerkennung.

  • starcevic sagt:

    Warum hacken eigentlich nun so viele auf dem Eintrag von Frau Fischer? Ihre Aufgabe besteht doch auch zu konfrontieren, aufzurütteln,
    auch provokativ zu sein. Ich unterstelle Ihr auf keinen Fall, dass Sie nicht die notwendige Sensibilität für dieses sehr schmerzhafte Thema hat. Was Frau Jolie gemacht hat, ist Ihre Entscheidung.Zudem sollten wir einfach auch langsam aufhören, Menschen auf einen Sockel zu stellen, sie ist wie jede andere Frau besorgt um Ihr Leben und Ihre Kinder. Das Sie privilegierter aus finanzieller Hinsicht ist, ist der einzige Unterschied. Sexsymbol ist das so wichtig?

  • Gerda Schuurman sagt:

    Ich denke, dass NICHT jede 10e Frau wirklich an Brustkrebs erkrankt. Wohl wird diese Diagnose bei jede 10e Frau gestellt. Auch oft als „krebsverdächtig“ oder mir hohem Risiko zu einer Entwicklung zu Krebs. Aus Sicherheitsgründe wird dann behandelt. In den Statistiken wird Auch „krebsverdächtigt und behandelt“ als Krebserkrankung aufgelistet. Und ob die Brüstezerquetschung die Mammographie genannt wird nicht auch einen negativen Einfluss hat?

    • Widerspenstige sagt:

      Oha Gerda, da sprechen Sie etwas an, was ich bisher in den posts hier noch nicht gelesen habe (habe zu wenig Zeit dazu gerade): was sind die URSACHEN von Krebserkrankungen (ausser Vererbung wie im Fall AJ) bei Brust und Gebärmutter vorallem in sog. zivilisierten Gesellschaften und fast unbekannt bei Urvölkern? Da dürfen Verhütungsmittel näher unter die Lupe genommen werden und wie die Pharmabranche diese Kausalität meisterhaft vertuscht. Und richtig Gerda: ob krebsverdächtig oder durch Quetschung der Brüste während Untersuchungen bis ‚an Brustkrebs verstorben‘ ist ein WEITER Weg.

      • Sportpapi sagt:

        @WS: Vielleicht hat es mit der Lebenserwartung etwas zu tun? Dreissigjährige sterben nur selten an Krebs. Und dann muss man es auch noch als solchen erkennen.

    • Valeria sagt:

      Da sind Sie auf dem Holzweg.

      In der Regel wird eine Veränderung untersucht, bevor sie behandelt wird, im Verdachtsfall per Gewebeprobe. Dies, weil man unterschiedlich vorgeht, je nachdem ob es sich um eine Zyste, einen gutartigen oder halt einen bösartigen Krebs handelt. Auch die LKs werden untersucht, teilweise während der laufenden Operation und dann das Vorgehen angepasst. Das ist alles relativ komplex und wird ständig verbessert. Aber alleine die Tatsache, dass fast 15% aller Todesfälle bei Frauen zwischen 40 und 60 Jahren auf Mammakarzinome zurückgehen, sollte Ihnen zu denken geben.

      • Gerda Schuurman sagt:

        Valerie, bei mir wurde ein vorbeugendes entfernen der Eierstöcke und Gebärmutter stark empfohlen weil es am Gebärmuttermund „verdächtige“ Zellen hatte. Dank mein entschiedenis „NEIN“ bin ich gerettet.. Sind jetzt bereits mehr als 5 Jahre her.

    • Widerspenstige sagt:

      ….mein post hängt wieder mal seit 15:19….

      Ich habe darin erwähnt, dass Gerda hier doch etwas anspricht, was aufhorchen lassen sollte u was mich speziell nervt bei ähnlich gelagerten Themen: was sind vorwiegend die URSACHEN von so gehäuften Krebserkrankungen (ausser Vererbung wie bei AJ) bei Brust u Gebärmutter vorallem in sog. zivilisierten Gesellschaften u fast unbekannt bei Urvölkern? Da dürfen doch Verhütungsmittel u deren Kausalität näher unter die Lupe genommen werden (bin ich deshalb im Nirwana gelandet?!)

      • Martin Frey sagt:

        @Widerspenstige: Sie haben sich definitiv im Nirwana verirrt. Und definitiv erkrankt 1/10 Frauen in ihrem Leben an Brustkrebs. Dies hat, nebst vielen anderen Faktoren wie Genetik oder exogene Einflüsse, auch und vor allem mit der Lebenserwartung zu tun. Wenn diese bei Urvölkern bei 45-50 Jahren liegt, heisst das nur: Diese Leute sterben einfach weniger an Krebs, weil sie vorher an anderen Dingen sterben. Die Frage an Sie, bevor wieder die Buschtrommel zur Glorifizierung der Urvölker bedient wird: ist das erstrebenswert?

      • Gerda Schuurman sagt:

        Widerspenstige: scheinbar ist es nicht populair um nach unliebsame, mögliche Ursachen zu fragen. Martin Frey, woher wissen Sie denn, dass die 1:10 Diagnose der Krebsfälle richtig gestellt wurde? Zudem behaupte ich, dass das Durchscnittsalter der Urbevölkerung ebenso gestiegen ist als bei uns. Übrigens ist meine Mutter an die Nebenwirkungen ihrer Medikamente (teils vorbeugende Medikamente) gestorben.Wohl schätze ich die Medizin, jedoch vertraue ich sie nicht blind.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Gerda Schuurmann:
        ehm, Entschuldigung, aber:
        „Zudem behaupte ich, dass das Durchscnittsalter der Urbevölkerung ebenso gestiegen ist als bei uns.“
        von welcher Urbevölkerung sprechen sie da?
        So richtig echte, von jeglicher Zivilisation und somit auch medizinischer Versorgung abgeschnittene, Urbevölkerung gibts wirklich nur noch sehr sehr wenige.

      • Martin Frey sagt:

        Versuchen Sie es mal mit Wikipedia Fr. Schurmann, reicht für die Antwort solcher banaler Fragen, siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Brustkrebs. Und bleiben Sie bei den Fakten, eine definitive Diagnose wird in der Onkologie IMMER nur auf Grundlage eines histologischen Präparates gefällt. Zudem gibt es nicht DIE Urbevölkerung, ist auch so eine simplifizierende Sicht der Dinge. Bei den Yanomani, um nur ein Beispiel zu nennen, liegt die Lebenserwartung nach wie vor unter 45 Jahren.

  • Anh Toan sagt:

    @Frölein Mittens: Und ich war so dumm zu denken, es ginge bei dieser PR Aktion primär um das Ego von AJ. Sie liegen wohl richtig, wenn Sie Business dahinter vermuten.

  • bitta sagt:

    bei einer Frau, die sich geritzt hat, das Blut ihres Ex getrunken und mit ihrem Bruder eine inzestuöse Beziehung geführt hat, kann ich einfach nicht glauben, dass sie es getan hat, weil ganz objektiv ihre Gesundheit auf dem Spiel stand. Aufmerksamkeitssucht, Selbstzerstörung, als medizinische Notwendigkeit getarnt. Da ist nichts Lobenswertes dran. Diese Frau ist mir schon immer nicht schön, sondern kalt und berechnend vorgekommen, und das wird immer wieder bestätigt.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @bitta:
      Menschen denen es gut geht, und damit meine ich ein rundum, tief verankertes Gutgehen,
      die ritzen sich nicht.
      Wenn schon wär da Mitleid angebracht.
      Ob sie nun „kalt und berechnend“ ist oder nicht, lässt sich anhand Medienberichten wirklich nicht festnageln.
      Und selbst wenn sie es wäre, hat sie damit ihr Recht auf Gesundheitsvorsorge verspielt?

    • pixel sagt:

      Sie kennen sie also persönlich? So ein Stuss!

    • irene feldmann sagt:

      liebe bitta! mein EINFACHER VERSTAND sagt mir nur folgendes, du urteilst über eine frau, welche du nicht persönlich kennst, doch viel über sie gelesen hast. das sie in ihrer JUNGENDZEIT extrem grenzenlos war(angelina joli, nicht du), heisst nicht, dass sie SO stehengeblieben ist, und sich nicht weiter entwickelt hat. (bitte lese weiter über ihr leben nach) dann kannst du nur bestätigen, dass sie heute : bewusst-verantwortungsvoll und reif als person sich verhält. ein intelligenter mensch trifft IRGENDWANN in seinem/ihrem leben einfach 1 entscheidung, die ist:

      • irene feldmann sagt:

        wer und wie will ich sein(wenn ich erwachsen bin), ungefähr in diesem stil , bitta. sie (angelina joli) scheint alles zu haben , in deinen augen, nur das du dich da täuscht. wir menschen SIND ALLE GLEICH, mit kleinen unterschieden, wie z.b. mehr verantwortung, oder einfach für 1 tag zu überleben…..ich hoffe das , deine harte meinung nun ein bisschen runder geworden ist.

  • Frölein Mittens sagt:

    Unterm Strich geht’s um eine PR Aktion da in naher Zukunft das Supreme Court in Amerika über das Patent/die ‚patentierbarkeit‘ des BRCA1 Gens entscheiden wird. Da ‚Myriad Genetics‘ momentan das Patent hat und auch das Patent auf den BRCA1 Test (und für einen solchen Test 3000-4000$ aufgrund des Patentes verlangen kann) ist sie nicht minder daran interessiert, dass Gene weiterhin patentierbar bleiben, sonst geht innerhalb von wenigen Stunden ein Milliardenbussines den Bach runter. Myriad Genetics schloss am Tag der Bekanntmachung AJ’s mit 3%+ an der Börse und einem 52 Wochen hoch ab.

    • Roshan sagt:

      Eigentlich sollte sich die Schweiz fragen, warum es notwendig ist, dass ein Schweizer Risikokapitalgeber auf eine US Firma setzt, und nicht auf eine Schweizerische, obwohl die Schweiz auf diesem Gebiet der Forschung weltweit Spitzenposition hat. Die Antwort; Weil die Gesetze so sind, dass Innovation von Produkten und Methoden dieses bereiches in der Schweiz faktisch abgewürgt sind und die Schweizer Firmen gezwungen sind, diesen Bereich nach Übersee zu re-lokalisieren. Ein bedauernswerter Entscheid der Schweizer Gesetzgebung.

    • Widerspenstige sagt:

      Ich sehe die Vermarktung ebenso als skrupellosen Schachzug der Pharmabranche und ob AJ dies wusste oder gar umsatzmässig daran beteiligt wird, klammere ich da mal aus. Es geht ziemlich sicher um ein Milliardenbusiness der Patentinhaber und wer da reinfällt von uns Frauen, darf sich nicht wundern, wenn gewisse ÄrztInnen vermehrt auf Tests und deren langjährige Behandlung tendieren dürften…Diese ist kostspieliger als eine Brustamputation – ein Widerspruch in sich? Wer die Diagnose erhält des BRCA1 Gens, sollte AJs Beispiel folgen u eine Brustamputation vornehmen lassen. Jedoch nur dann!

    • Widerspenstige sagt:

      ….mein post hängt seit 15:33 wieder im Nirwana….

      Ich tendiere auch auf PR vonseiten Pharmabranche bzw. Patentinhaber und dies auf eine skrupellose Art und Weise die seinesgleichen sucht. Ob hier AJ involviert wurde, gar umsatzmässig beteiligt ist klammere ich jedoch mal vorsichtshalber aus. Dass es sich jedoch um hollywoodmässige PR handelt ist wohl ziemlich klar ersichtlich.

      Was Du ansprichst Kat ist ein ziemlich delikates heisses Eisen im Gentech-Dschungel, welcher für Laien fast nicht erkennbar, geschweige denn nachvollziehbar ist. Du beförwortest demnach eine Lockerung in CH?

  • Karin baur sagt:

    Ich denke mir dazu, dass mir die Auseinandersetzung mit der 87%igen Wahrscheinlichkeit einer Krebserkrankung fehlt. Da würde ich persönlich Angst kriegen

  • Patricia Mendes sagt:

    Eine Frau hat das Risiko an Krebs zu erkranken, verringert. Punkt. Man kann es auch nüchtern und sachlich betrachten. Das Wort Martyrium wird seit jeher in den Medien meistens falsch, unüberlegt und vor allem grundlos verwendet.

  • Leo Klaus sagt:

    Wozu die ganze Aufregung? Es ist ja ihr Koerper. Wenn Sie damit was tut, ist ihre Angelegenheit. Es ist weder mutig noch eine Schande.

    Lassen wir sie in Ruhe!

    • Widerspenstige sagt:

      Es geht wohl weniger um AJ, sondern um die Message, welche damit verbunden ist an betroffene Frauen und deren Umfeld. Was AJ mit ihrem Körper macht, sollte uns nicht tangieren – das ist absolut richtig. Nur, sie verkörpert eine bestimmte Kategorie von Berühmtheit und sendet somit Signale in die Welt aus. Es gibt immer noch zuwenig starke Persönlichkeiten, welche immun sind gegen jegliche Art von Manipulation von aussen wie zB eigenes Umfeld, Medienberichte etc. Und es hat schon viel mit Mut zu tun oder haben Sie Brüste?!

      Es darf ganzheitlicher gedacht werden in diesem MB, alles klar Leo?

      • bitta sagt:

        ich kenne viele Frauen, die jetzt komplett verunsichert sind. Auch eine Frau, welche dieselbe genetische Veranlagung hat wie Frau Jolie, die engmaschig kontrolliert wird, und jetzt nicht weiss, was sie tun soll. Ihr Arzt verflucht AJ für das, was sie getan und weitherum verbreitet hat, denn engmaschige Kontrollen sind für die meisten genug, da braucht es keine Panikmache.

      • Roshan sagt:

        Wie hier und anderswo von Fachleuten dargestellt, ist die ‚engmaschige Kontrolle‘ in ihrer Wirksamkeit angezweifelt und bei der Indikation, so wie Frau J sie hat, angesichts des sehr hohen Risikos von Erkrankung und Metastasen die schlechtere und auch teurere Option. Die einzigen, die das als Panikmache portieren, sind Medien.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @bitta:
        dann sollte dieser Arzt mal die Beiträge von Valeria lesen…
        anstatt seine kostbare Zeit mit r u m f l u c h e n vertrödeln.

      • Nina sagt:

        Bitta, ich kenne keine einzige, die verunsichert ist. Und Ärzte fluchen immer, wenn Patienten auf Panik machen. Drum ist die Lieblingsstrategie in der Regel auch: nur so viele Infos, wie der Arzt für nötig hält. Kopf in den Sand ist aber nicht, wie ich mein Leben bewältigen will.

  • Mirjam sagt:

    Ich habe Brustkrebs. Ich bin also direkt von diesem Fluch betroffen. Auch ich habe das veränderte Gen – bei mir war es leider schon zu spät um präventiv die Brüste zu amputieren. Ich bin 40 Jahre alt, Mutter von zwei Kleinkindern. Meine Lebenserwartung hat sich durch den Krebs, welcher bereits ins ganze Skelett metastasiert hat stark gesunken. Wenn ich davon gewusst hätte dass ich dieses mutierte Gen habe hätte ich mir sofort beide Brüste aushöhlen lassen – sowie Angelina Jolie. Ich muss nun damit leben, dass mein Mann bald allein erziehender Witwer sein wird. Ich verstehe Angelina Jolie.

    • irene feldmann sagt:

      dear mirjam, ich bewundere deine offenheit und stärke und wünsche dir weiterhin viel kraft und liebe für dich und deine familie… irene

    • pixel sagt:

      der einzig sinnvolle Beitrag. Mehr Worte braucht es nicht. Danke Mirjam!

  • Rahel sagt:

    Ich glaube, ich hätte es an Angelina Jolie’s Stelle auch so gemacht! Wenn schon eine 95%ige Wahrscheinlichkeit vorausgesagt wird, warum muss man es dann erst soweit kommen lassen anstatt im Vorfeld das Risioko zu reduzieren?

  • Widerspenstige sagt:

    Mutig, stark, heroisch….ja, das trifft auf diesen Weltstar eines Formats AJ sicherlich zu. Für diese GENkrankheit sicherlich präventiv in die richtige Richtung gedacht und durchgezogen. Mit der entsprechenden aufklärenden medizin. Versorgung und Nachbehandlung. Nur, es darf auf keinen Fall implizieren, dass so eine Brustamputation für eine Frau jetzt einfacher hingenommen würde. Es gibt verschiedene Arten von Brustkrebs – dieser gehört in die Kategorie hochgefährlich. Andere hingegen rechtfertigen eine Brustamputation kaum oder gar nicht. Also aufgepasst, um welche Krebsart es sich handelt.

    • Brunhild Steiner sagt:

      … vorallem aufpassen wenn man darüber schreibt…
      (also ich meine jetzt nicht Sie, Widerspenstige!)

  • gugus sagt:

    ich würde an ihrer stelle genau dasselbe tun. zumal ja vermutlich nur das innengewebe durch ein silikonkissen ersetzt wurde und man kaum mehr sieht als bei einer brustvergrösserung. in meiner familie sind mir keine fälle von brust- oder eierstockkrebs bekannt. trotzdem werde ich mich beim nächsten routinecheck bei der frauenärztin erkundigen, ob ein test auf das brcs-gen sinn macht.

  • Francesca sagt:

    Naja, ich lasse es… so kann man nicht diskutieren. Byebye.

  • Francesca sagt:

    Dieser Text ist peinlich. Jemandem, der ein derart grosses Risiko hat, jämmerlich zu sterben, zu unterstellen, er habe mit der Brustamputation nur den Mann anketten oder sonst was bewirken wollen, ist absolut stossend. Hier geht es nur ums nackte Überleben. Bravo Angelina, und danke, fürs Bekannmachen. Das sind keine Allmachtsfantasien, kein Jugendwahn, nichts dergleichen. Wer je Krebs hatte oder zuschauen musste, wie jemand den Kampf verlor, weiss, worum es geht. Alle andern sollten besser schweigen.

  • Anne sagt:

    So etwa alle fünf Jahre lasse ich mir ein Muttermal entfernen, welches von den Dermatologen als potentiell gefährlich angeschaut wird…
    Die ganze Aufregung wird wohl verursacht, dass die Brüste viel emotionsbeladener sind.

    Und dass eine Frau, welche sicherlich oft gewollt aber wahrscheinlich auch manchmal ungewollt total im Rampenlicht steht, lieber proaktiv informiert, ist ja wohl mehr als verständlich – man sieht ja, wie sie jetzt trotz klarer Information, verrissen wird.
    Im Weiteren kann ich den Vorschreiberinnen Valeria, Brunhild Steiner etc. nur anschliessen!

  • Kiki sagt:

    Ich selber kenne leider mehrere Trägerinnen dieser Mutation. 3 von 4 sind erkrankt, einige leider mehr als nur einmal mit einem relativ harmlosen Brustkrebs. Frau Fischer, stellen Sie sich vor, wie es ist, mit einer solchen Zeitbombe im Körper zu leben? Stellen Sie sich vor, wie es für eine Mutter ist, deren drei Töchter die Mutation tragen und alle schon mal auf der Onkologie waren? Mit ein bisschen Empathie hätten Sie diesen Beitrag wohl andres verfasst.

  • Rolf Schumacher sagt:

    Wie fest darf man Sissi sein? Einerseits sterben täglich Menschen an Unterernährung und banalen Infektionen (wenige $ könnten Kinderleben retten), andererseits geben wir „in der zivilisiertren“ Welt Millionen-$ aus, um ein Menschenleben zu verlängern! Die Big Business Medizin kennte keine Grenzen mehr. Wann werden Menschen geklont, von denen man alle Organe ernten wird, um alternde „Stars“ zu retten?

    • Brunhild Steiner sagt:

      ???
      Dann verzichten Sie wohl auch, angesichts des Massensterben andernorts,
      heroisch aufs eigentlich nötige Nachimpfen Ihrer Kinderimpfungen und überhaupt
      auf Arztbesuche?
      Und haben eine entsprechende Verfügung auf sich,
      dass im Falle eines Falles auf so kostenintensive Massnahmen verzichtet würde?

      Ich denk mal es liessen sich durchaus andere finanzstarke Verzichtsquellen finden-
      um das entsprechende Geld spenden zu können, als auf dem Gebiet von Gesundheitsvorsorge.

      • xyxyxy sagt:

        man möchte hoffen Herr Schumachen dass die Gö tte r ihnen keine Krankheit ins Haus schicken, wo sie auf High-Tech Medizin angewiesen sind … sonst würde sie ihre stolzen Worte dereinst hart überdenken müssen

      • Rolf Schumacher sagt:

        Ich lebe solange ich zu leben habe. Ich werde ganz sicher nie wollen, dass meinetwegen Millionen in den Sand gesetzt werden. Einhalten von ethisch-moralishcen Grundprinzipien kann man erst dann wirklich ehrlich beweisen, wenn es um die eigene Existenz geht. Solange ein „Mensch“ Angst vor dem Tod hat, ist der noch nicht Mensch geworden. Der Mensch nimmt sich viel zu wichtig und vergisst (verdrängt) darob das was wirklich zählt.

    • Nina sagt:

      Tolle Einstellung, Rolf. „Komm schon, Angie, sei keine Sissi – die Leute in Malawi verrecken auch!“. Es geht hier weder um eine teure, unnötige, von der Öff. bezahlte Schönheits-OP, noch um das Ausschlachten von Menschen, um Organe zu rauben – was übrigens beides in unseren westlichen Breitengraden als unethisch gewertet wird. Die Frage, was medizinisch Sinn macht, ist berechtigt – aber ebenso die Frage, wer darüber entscheiden soll: natürlich der Betroffene und niemand sonst!

  • Auguste sagt:

    hmm…, anstatt sich auf die autorin einzuschiessen, die sich diesem doch recht aufsehenerregenden entschluss von angelina jolie von einem weiteren blickwinkel nähert und dabei eine debatte ermöglicht, die man so nicht allerorten führen kann, wäre es nicht sinnvoller und spannender die vielzahl der aspekte und gefühle, die in dieser aktion jolies stecken, im thread etwas auszuloten.

    ballert nicht auf die botin – zielt auf den kern der sache.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Auguste:
      nein, tut mir leid, aber hier gehe ich nicht mit Ihnen einig,
      der Entschluss von Frau J ist eigentlich gar nicht dermassen aufsehenerregend, offenbar ist dieses Vorgehen in anderen europäischen Ländern Standart wie eine Schreiberin hier erläutert hat.
      Zum aufsehenerregend und hach und wie dramatisch führen genau solche Artikel.
      Zudem ballert eigentlich niemand auf die Botin,
      sondern auf ihre Schreibe, und dies detailliert, objektiv und nicht besonders beleidigend.

    • xyxyxy sagt:

      die Unterstellungen sind der Kern der Sache – zudem haben alle bei der Kritik auch ganz klar zur „Sache“ Stellung genommen und eben diese Themen thematisiert: Krebs – Leben in Angst – Vorsorge – und auch warum an die Öffentlichkeit gegangen werden (musste)

      also Guschtl einfach nochmals durchlesen
      jeder empathifähige Mensch musste hier dezidiert protestieren – das war ein moralischer Imperativ

    • Brunhild Steiner sagt:

      interessant, warum sperrt es nun genau bei antworten auf diesen Teilnehmer?

      • Roshan sagt:

        BS: es ist das Wort mit Anfangsbuchstaben A (Urheber eines Textes). Seltsamerweise ist das auf dem Index dieser Baustelle.

      • Roshan sagt:

        und ja, offensichtlich ist das Wort für Text mit Anfangsbuchstaben A auch auf dem Index. Also nicht unser country music Liebhaber.

    • Brunhild Steiner sagt:

      kurz gefasst
      die sachliche Kritik ist sehr wohl gerechtfertigt,
      und zeigt eigentlich aufs Schönste die Qualität der Teilnehmenden!

      • xyxyxy sagt:

        Danke Brunhild – sagte das gleiche, wenn auch etwas ausführlicher …. war wohl schon zu viel des Guten.

  • Jan Holler sagt:

    Welch ein oberflächlicher und schnell dahin geschriebener Artikel! Vier Fragen stellt Frau Fischer, keine einzige ist interessant. Wen interessiert, was Pitt dazu meint, Jolie hat es aus für sie zwingenden Gründen entschieden. Will Jolie Macht über ihren Körper oder einfach dem wahrscheinlichen Krebs keine Macht einräumen? Die Frage nach dem Fatalismus-Faktor ist gar nicht gestellt, nur angedeutet und im Zusammenhang auch völlig uninteressant. Und schlussendlich: Ob es öffentlich gemacht werden muss? Das ist offensive Kommunikation. Es wäre so oder so heraus gekommen.
    Frau Fischer: Nachsitzen!

  • marie sagt:

    2. versuch
    eine bekannte von mir hatte vor ca über 15 jahren von einer agentur den auftrag erhalten, frauen mit brustkrebs abzubilden. sie nahm es wörtlich und fotografierte weibliche torsi mit radikal amputierten oder teilamputierten brüsten. sie bildete ab, was die krankheit nach der operaton hinterliess. sie wurde von der werbeagentur abgeleht, mit der begründung, dass sie diese bilder der öffentlichkeit nicht zumuten wollten.
    deshalb braucht es wohl fr j., um zu thematisieren, was man bei dieser krankheit vermieden werden kann, wenn man ihre genetische disposition hat.

  • Roshan sagt:

    Ich bin etwas erstaunt, dass Sie das Mantra anderer Medienmacher aufnehmen. So ist, wie hier und an anderen Orten dargelegt, die medizinische Indikation nun mal sehr klar. Von da her ist der Entscheid von Frau J nachvollziehbar und sicher lange überlegt und durchdacht. Von Panikmache zu reden ist deshalb unangebracht, zumal die Prozedur nicht ohne genetische Beratung vorabgeklärt wird. Auch in den USA. Solche Tests werden auf Verdachtssequenzen tariert.

    • Roshan sagt:

      Da Frau J eine Berühmtheit ist, ist es auch logisch, dass sie pro-aktiv an die Öffentlichkeit trat, statt dem ganzen Spiel der Paparazzi ausgeliefert zu sein. Immerhin ermöglichte sie eine Diskussion, auch wenn diese mehr als nicht unsachlich verläuft.

      Ich finde es auch unredlich, einen Bezug auf kosmetische Operationen im Allgemeinen, also ohne medizinische Indikationen, zu machen, denn es handelt sich hier um einen gebotenen medizinischen Eingriff.

    • Roshan sagt:

      Aber selbst wenn auf Schönheitsoperationen, bzw. wie in der von Ihnen erwähnten Arbeit auf Körpermodifikationen Bezug genommen wird, so sind solche Modifikationen nicht verwerflich, sondern Teil der persönlichen morphologischen Freiheit. In dem Sinn wird Frau J. Situation instrumentalisiert, um gegen solche Modifikationen Wind zu machen.

      • Rolf Schumacher sagt:

        Roshan: Ein 80 jähriger Mensch hat Krebs. Die medizinische Indikation erlaubt folgendes Prozedere: Tumorektomie, Bestrahlung und Chemotherapie. Der 80 jährige lebt ein Jahr (geschwächt), macht ein Rezidiv, wird erneut bestrahlt und chemotherapiert. Die Therapie schlägt nicht wirklich an, der Pat. kommt für 1 jahr in ein Heim bis zum Tod. Kosten: deutlich über 500`000sfr. Jene die die Indikation gaben, haben wesentlich an diesem Geschäft verdient, der Patient hat nur wenig Lebensqualität gehabt.

      • Nina sagt:

        Und jetzt, Rolf? Wollen Sie gesetzlich eine Deadline bestimmen, ab welchem Alter nicht mehr behandelt werden darf? Nur, weil es so teuer ist? Ich kenne einen alten Mann, der hat sich fürs Nicht-behandeln entschieden und ist letzte Woche verstorben. Ich kenne einen jungen Mann mit ganz kleinen Kindern, der wird ALLES tun, was möglich ist, um sein Leben zu verlängern, weil jede Stunde mehr im Leben seiner Kinder es wert ist. WER hat das Recht, Rolf, diesen Menschen Vorschriften zu machen, ob/wie sie die zur Verfügung stehenden Möglichkeiten nutzen dürfen??

  • xyxyxy sagt:

    Ich bin’s auch Marie….

    • irene feldmann sagt:

      proportionen, besser gesperrt, als krebs-krank!!!!!!!!!!!!(das musste jetzt einfach sein, das thema ist KREBS UND VORSORGE, nicht ANDREA FISCHER!!!!!!!!!!!!!

    • Brunhild Steiner sagt:

      @irene feldmann:
      das Thema sind die Worte und Sätze welche Frau F gewählt hat,
      zudem haben Sie ja keine Ahnung ob marie und xyxyxy nicht selber von Krebs betroffen sind, oder?
      Und ein bisschen weniger Ausrufezeichen würde der zum Ausdruck gebrachten Vehemenz keineswegs schaden…

    • Brunhild Steiner sagt:

      @xyxyxy
      @marie:
      haben Sie irgendwelche harmlose Worten mit der Buchstabenfolge s a u erwischt?
      Das Schwein katapultiert immer noch gnadenlos….

    • xyxyxy sagt:

      Brunhild besten Dank für die Fürsprache. Diese !!!-Bolzerin …. na ja, was soll man dazu sagen…

      zu ihrer Frage:
      Nein, nichts dergleichen. Hat definitiv nichts mit dem Inhalt zu tun, da haben sich andere deutlicher ausgedrückt. marie und ich waren wohl einfach zur falschen Zeit am falschen Ort. Spielt eh keine grosse Rolle (in meinem Fall) weil der Konsens heute überdeutlich ist.

  • Liv sagt:

    Meine beste Freundin ist letztes Jahr an Krebs gestorben. Sie hatte Brustkrebs, der in Lunge, Hirn und Leber metastasierte. 18 Monate nach der ersten Diagnose starb sie trotz Behandlung. Sie war jung und hätte sehr gerne noch gelebt. Wahrscheinlich möchte Angelina Jolie das auch, sowohl für ihre Kinder als auch für sich selbst. Wenn es um das eigene Leben geht – und der hohe Risikofaktor spricht dafür, dass es das tut – sind weder Brad Pitts Meinung noch Andrea Fischers gedankliche Turnübungen zur Amputation irrelevant.

  • marie sagt:

    eine bekannte von mir hatte vor ca über 15 jahren von einer agentur den auftrag erhalten, frauen mit brustkrebs abzubilden. sie nahm es wörtlich und fotografierte weibliche torsi mit radikal amputierten oder teilamputierten brüsten. sie bildete ab, was die krankheit nach der operaton hinterliess. sie wurde von der werbeagentur abgeleht, mit der begründung, dass sie diese bilder der öffentlichkeit nicht zumuten wollten.
    deshalb braucht es wohl fr jolie, um zu thematisieren, was man bei dieser krankheit vermieden werden kann, wenn man ihre genetische disposition hat.

  • michael klein sagt:

    Ich finde es eine unsägliche Aussage der Autorin Zitat : Aber in unseren Köpfen ploppen dennoch auch ungnädige Fragen auf Zitat ende. In welchen Köpfen bitte ? Und welche ungnädigen Fragen bitteschön ? Da hat eine Frau die im Rampenlicht steht, sich gegen den Krebs gewehert, in dem sie ihre fraulichsten Attribute geopfert hat. Das hat sie sicherlich nicht mal eben im Vorbeigehen gemacht, sondern es sich gut überlegt. Und es machen zu lassen ist ihr bestimmt nicht leicht gefallen. Wir Männer können das nicht nachvollziehen, bei uns gibt es solche Dinge mit gleichem Wert zum abschnippeln nicht.

  • mia sagt:

    „….aufopfert für ihre Kinder“ Dass ich nicht lache! Als ob nicht auch das Gedöns um die Adoptionen vor allem der Publicity zweier Egomanen gedient hätte. Ausserdem werden mit Sicherheit genügend dienstbare Geister zur Verfügung stehen, die der aufopferungsvollen Mutter zur Hand gehen. Es gäbe im Übrigen wesentlich interessantere Themen (und Menschen), denen man in solchen Blogs einen Platz einräumen könnte.

  • Sportpapi sagt:

    Mir tut die Frau leid, die vor solchen wichtigen Fragen steht, in denen es um Leben und Tod geht. Und die einzige Frage, die sich mir stellt, ist nicht, ob die Amputation in dieser speziellen Situation gerechtfertigt war (geht uns nichts an, und ich hätte sicher gleich gehandelt). Sondern ob dies nun bei (zu) vielen Frauen zu Verunsicherung führt, so dass sie sich (Gen-) Untersuchungen unterziehen oder gar ebenfalls die Brüste amputieren lassen, obwohl es bei ihnen keine Anzeigen von erhöhtem Risiko gibt.

    • Nina sagt:

      Ja aber das ist ja ein grundsätzliches Problem der mediatisierten, technologisierten Informations-Gesellschaft heute, das würde ich nicht AJ anlasten. Damit muss man lernen umzugehen, sonst geht man eh an seiner eigenen Paranoia zugrunde. Bewusst Dinge verschweigen ist da meines Erachtens nicht die Lösung und funktioniert heute auch nicht mehr. Gen-Tests ohne Prädisposition müssen eh selber bezahlt werden und liefern dann wenigstens Klarheit. Und Amputationen ohne vorherigen Befund gibt es garantiert keine. Folglich denke ich, dass die Panikmache völlig überbewertet wird.

  • Thomas Jordi sagt:

    Die Frau hat das aus Sorge um ihre eigene Gesundheit getan. Weshalb sollte es nun eine moralische epflichtung von Mr. Pitt geben, sie nie zu verlassen? Lächerlich. Zudem, auch sie könnte ja Mr. Pitt verlassen, oder darf sie das jetzt nicht Mehr?
    Weshalb das so öffentlich geschah, ist einfach erklärt: das wäre eh irgendwann, irgwndwo rausgekommen und dann hätte man die Möglichkeit verloren, das wie und wo etc. in den Medien zu bestimmen.

    • Brunhild Steiner sagt:

      „Zudem, auch sie könnte ja Mr. Pitt verlassen, oder darf sie das jetzt nicht Mehr?“
      Selbstverständlich wird sie nie auch nur einen Bruchteil-Sekundenaugenblick an sowas denken,
      wie könnte sie es jemals wagen sich seinem Vorwurf
      „aber ich hab dir doch damals so tapfer an deiner Seite gestanden“
      kombiniert mit treuherzigem Blick, zu stellen?
      Nie im Leben würde sie sowas tun!
      Falls noch Zweifel herrschen, das war sarkastisch gemeint,
      sehr schön wie dieses „Beziehung-bleibt-Möglichkeits-Argument“ ad absurdum geführt worden ist.

      • xyxyxy sagt:

        um dem noch einen oben drauf zu setzen: dann hätte sie warten müssen bis Krebs diagnostiziert worden wäre …. weil wie könnte man eine Frau verlassen die Krebs hat und in die Chemo muss….

        die Intelligenz und Niedertriebigkeit des Arguments ist wirklich kaum zu unterbieten …. man möchte nur hoffen, dass, die im Artikel ebenfalls angesprochenen, Gö t ter, solchen, die sich solches ausdenken, nicht eine schwere Krankheit ins Haus senden, damit sie über diesen Unsinn, den sie verzapfen ins nachdenken kommen.

  • Valeria sagt:

    Schade Frau Fischer, ich hätte etwas mehr Verantwortungsbewusstsein von Ihnen erwartet.

    Frau Jolie hat an sich eine Operation vornehmen lassen, die aufgrund einer (im genetischen Kontext) häufigen Mutation von zwei Genen (BRCA1/2) ihr persönliches Risiko in absehbarer Frist an einer tödlichen Krankheit zu versterben von fast 90% auf unter 5% reduziert und deren Nutzen bei Weitem über dem einer jährlichen Mammographie liegt. Ob letztere als Screening-Methode überhaupt Sinn macht, wird von Fachleuten übrigens seit Jahren heftig diskutiert.

    • Valeria sagt:

      Und sie hat sich entschieden, das öffentlich zu machen. Nein, sie hat sich hierbei nicht von Kameras begleiten lassen wie andere das getan hätten oder gleich eine Reality-Show draus gemacht. Frau Jolie hat einfach entschieden, ihre Erfahrung in einem sehr schönen und berührenden Text anderen Frauen zukommen zu lassen. Anderen Frauen, die auch vor einer solchen Entscheidung stehen und vielleicht glauben, ihr Mann sei dann „moralisch an sie gebunden“…

      Herrgott, ich habe mich so über diese undifferenzierten und uninformierten geärgert. Man kann doch nicht über dieses Thema diskutieren, und…

      • Valeria sagt:

        …die Tatsache der vorliegenden Genmutation verschweigen. Nur ein Teil aller Mammakarzinome werden durch BRCA1/2 verursacht, aber WENN diese vorliegt, ist das Risiko um ein Vielfaches (!) höher. Es gibt keinen Krebs, dessen wahrscheinliches Erscheinen so sicher vorausgesagt und gleichzeitig so einfach präventiv eingedämmt werden kann. Wir treiben schliesslich auch Sport und Rauchen nicht, um nicht schon mit 50 an einem Herzinfarkt zu sterben. Oder ist das dann auch schon ein, aus Ihrer Sicht unerlaubter, Eingriff in das eigene Schicksal? Oder ist das „etwas komplett anderes“?

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Valeria:
        danke für den medizinischen Background!
        Das sollte eigentlich der ganzen Aufregung von Beginn weg den Boden entzogen haben…

      • Roshan sagt:

        I second. Auch Deine Anmerkungen fassen das Meiste gut zusammen.

    • Valeria sagt:

      Ich hätte mich zum Beispiel gefreut, wenn wenigstens EINER diese vielen, vielen, vielen Artikel sich nicht über die moralischen Beweggründe von Frau Jolie aufgeregt, sondern ganz unaufgeregt über das Vorhandensein von Genpatenten informiert hätte. Aber es ist natürlich einfacher, eine Frau ihre Geldes wegen zu verurteilen („Ja, DIE kann sich das leisten!!!“) als zu hinterfragen, warum ein solcher Test in den USA fast 3’000 Dollar, hierzulande aber nur knapp die Hälfte kostet. Aber das würde ja echte Recherche bedeuten…

      • Roshan sagt:

        nicht das Gen ist patentiert, sondern das Testverfahren. Zudem sind die Gesundheitskosten in den USA generell wesentlich höher als in der Schweiz. Da es leider kein Äquivalent zu Tarmed gibt, ergeben sich leider auch solche Preise, die den Markt ausnutzen.

      • Valeria sagt:

        Soweit ich informiert bin, sind (nach einigem Hickhack und Hin-und-Her) seit 2008 die Gensequenzen von BRCA1 und BRCA2 direkt patentiert und eben NICHT ein etwaiges Testverfahren. Was konkret impliziert, dass theoretisch auf jeden (!) Test, welcher nach diesen Genen, bzw. deren Mutation sucht, Lizenzgebühren anfallen können. Das ist ja gerade die Crux an der Sache!

      • Roshan sagt:

        ich bin da noch etwas am recherchieren, wie genau die Patentschrift ausschaut. Es gab dazu dann noch ein Gerichtsurteil. Jedenfalls ist der Blick artikle von gestern, der diesen Aspekt einbrachte. mit Vorsicht zu geniessen. Um auf das Gen zu testen, muss ja eine entsprechende Proteinsequenz im Testverfahren eingeführt werden, die als Anzeiger fungiert. es ist wohl dieses Protein, das patentiert ist quasi als Komplement auf die Proteinsequenz im mutierten Gen.

        aber fragwürdig ist ein solches Patent sowieso.

      • Roshan sagt:

        zum Patent, bzw dem Patentstreit vor SCOTUS hier:

        http://www.genomicslawreport.com/index.php/2013/05/01/some-thoughts-on-myriad-after-the-supreme-court-argument/#more-12729

        Es ist so, dass das Patent selber angefochten wurde und in vor-geordneten Gerichten auch als nicht gültig befunden wurde.

        die Frage die SCOTUS beantworten muss, ist, ob cDNA (also mittels Enzymen synthetisiert, um die Diagnostik überhaupt durchführen zu können) patentierbar sei oder nicht. humane DNA selber ist NICHT patentierbar und der Streit ist nun, ob cDNA, welches den gleichen Informationsgehalt hat, Natur sei.

      • Valeria sagt:

        Danke, Roshan, für die Informationen. Sehr interessant.

    • xyxyxy sagt:

      gibt es auch einen Applaus smilie?
      ja? … dann würde er von mir an dieser Stelle platziert werden

  • Carolina sagt:

    /2 Art Comic zu konstruieren, der, äxgüsi, etwas schlüpfrig ist, ist für meine Begriffe unangebracht. Egal, was Jolie ist und ob man sie und ihre Art für authentisch hält, sie hat nun mal die Macht, Dinge anzustossen und zu bewegen – jede kann für sich selber entscheiden, ob diese Option, von der viele europäische Frauen gar nichts wussten, für sie eine mögliche ist oder nicht. Das reicht mir völlig, um das Thema mit einem gewissen Ernst zu behandeln, ohne Beziehungsbleibfantasien und angebliche moralische Anbindungen (Ausdrücke geliehen von BS).

    • Anh Toan sagt:

      Sowohl Frau Fischer als auch Sie schreiben am eigentlichen Thema vorbei:, das nicht ist, warum sich AJ ihre Brüste amputieren liess, sondern warum sie es jedem erzählt, ob der es wissen will oder nicht.

      Was wäre anders für ihre Kinder, wenn sie es niemandem erzählen würde? Ob medizinisch eine Amputation indiziert war, können wir nicht beurteilen, der Gang zur Presse ist bestimmt nicht medizinisch indiziert.

      • Anh Toan sagt:

        In meiner Wahrnehmung wäre eine vernünftige medizinische Indikation: Regelmässige Frühuntersuchungen und Amputation, wenn dies durch erste Sypmtome indiziert ist.

        AJ opferte ihre Brüste nicht für ihre Kinder, sondern für ihren Drang, in der Öffentlichkeit zu stehen.

        Dafür hat sie auch soviele Kinder, die sich nun noch schuldig fühlen dürfen, weil ihre mutter ihre Brüste für sdie opferte. Atmet sie eigentlich auch nur für ihre Kinder?

        Das ist mein (irrelevanter) Schluss , keine Tatsache, und beruht wohl darauf, dass mir Helden grundsätzlich unsympathisch sind.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Anh Toan:
        nun, wo je hat Frau J einen Heldinnenstatus proklamiert?
        Bloss weil dies in den Medien auftaucht ist sie nun „grundsätzlich unsymphatisch“?
        Und „AJ opferte ihre Brüste nicht für ihre Kinder, sondern für ihren Drang, in der Öffentlichkeit zu stehen.“
        Ja, bestimmt war das das ausschlaggebende Motiv, nicht dass sie einfach eine höhere Chance aufs „am Leben gelassen“ erreichen wollte, es kann nur die Suche Ruhm gewesen sein…
        Und was spricht gegen ihre Kommunikationsstrategie? Ist Ihnen bewusst dass „drüben“ Heerscharen von Journis nur drauf lauern irgendwas Ungewöhnliches zu finden?

      • Brunhild Steiner sagt:

        2/
        So oder so wäre über kurz oder lang irgendwas breitgewalzt worden,
        ein Leck aus dem Krankenhaus, eine Indiskretion etc.
        Also ist es doch um Welten schlauer von Beginn weg für Klarheit zu sorgen.
        Dass nun alle auf den Zug aufspringen und sich Erzeugnisse noch besser verkaufen wenn diese Geschichte auf dem Titel ist hat mehr mit uns zu tun als mit ihr…

      • Anh Toan sagt:

        @Brunhild Steiner: Wäre AJ nicht vor die Presse getreten, wäre sie jetzt nicht DAS Thema!

        Schauspieler haben häufig einen Hang zu Narzissmus.

        Sie proklamiert Heldinnenstatus, weil sie sagt, sie opfere ihre Brüste für ihre Kinder! (Sie sagt nicht, was eine medizinische Indikation wäre, ich fühlte mich bedroht von meinen Brüsten, sie tue es nicht, damit sie für länger lebe und Freude an ihren Kindern hat, sie tut es für die Kinder.

        Aber lesen Sie den Kommenter von @Frölein Mittens, denn das das ganze eine PR Aktion ist, ist offensichtlich, nur der Grund für die Aktion ist es nicht.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Anh Toan:
        bringen Sie da nicht ein bisschen was durcheinander?
        Sie berufen sich auf Medienberichte, wir wissen doch alle nicht was genau wie umfangreich sie gesagt hat und was nicht. Sie verwies auf das miterlebte Sterben ihrer eigenen Mutter und dass sie dieselbe Genmutation hat-
        das IST eine medizinische Indikation.
        Und die Presse hätte ohnehin dafür gesorgt dass es ein Thema wird, siehe oben.
        Zur PR-Aktion, wenn Frl M diese Info aus dem Blick hat, dann sollte sie ihr offenbar nicht zu sehr trauen, siehe auch was Roshan dazu äusserte.

      • Anh Toan sagt:

        Frau Steiner, verstehen sie denn nicht, es taucht in den Medien auf, weil AJ das will, und es taucht so auf, wie sie es will:

        Sie lädt die Presse ein um ein vorher sorgfältig vorbereitetes Bild von sich in der Öffentlichkeit zu verbreiten. und ich glaube nicht, dass sie es tut, um zu vermeiden, dass die Geschichte in den Medien anders dargestellt wird.

        Würde sie die Geschichte nicht erzählen, gäbe es keine Geschichte. (Plastische Schönheitschirurgie an Brüsten weiblicher Stars interesssiert niemanden mehr).

        Das ist PR, und die ist nicht medizinisch indiziert.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Anh Toan:
        Betreffende gehört zum Personenkreis der so oder so,
        ob aktiv oder nicht, von den Medien, resp einer Unterart davon, sehr genau beobachtet wird.
        Wo mit allen Mitteln versucht wird immer wieder neue Geschichten, noch neuere Skandale etc „aufzudecken“
        und unters Volk zu bringen. Irgendwann hätte jemand aus der Klinik oder ihrem Bekanntenkreis eine Bemerkung fallen gelassen und das Ganze wär hochgegangen. Da hätte ihr alles Stillschweigen nichts genutzt!
        Sie verkennen da ein bisschen die Rohheit der betreffenden Branche.

        Ich finde es sehr weise dass sie diesem zuvorgekommen ist!

      • Brunhild Steiner sagt:

        Guter Herr, die Meute hätte das irgendwann von alleine rausgefunden und in die Blätter gebracht, ist Ihnen klar wieviele Beschäftigte dort drüben alleine für die Beobachtung der sogenannten Sterne arbeiten? Um jedes kleinste Geschichtchen grossartig unter die Leute bringen zu können?
        Sie ist dem ganz einfach zuvorgekommen, so einfach ist das.
        Sie verkennen die Rohheit der Branche wenn Sie das Gefühl haben, es wäre sonst nie in die Blätter gekommen.

  • Carolina sagt:

    Liebe Frau Fischer, ich schätze Sie und Ihre Blogbeiträge, aber ich habe ein Problem mit diesem. Nicht, weil ich meine, diese Fragen dürften nicht gestellt werden, ganz im Gegenteil. Sondern, weil ein Thema, das letztlich 1 von 10 Frauen direkt und zahllose andere indirekt angeht oder angehen wird, auf eine sehr oberflächliche Art und Weise, schon fast sensationslüstern, abgehandelt wird. Man darf fragen, ob wir Kontroll- und Allmachtsfantasien haben, ob Schwarzer Recht hat mit ihrer angeblichen Panikmache, auch wie eine solche Entscheidung eine Beziehung beeinflussen kann, aber daraus eine

    • Carolina sagt:

      /2 Art Jolie/Pitt-Comic zu konstruieren, der, Entschuldigung, etwas schlüpfrig wird, ist für meine Begriffe völlig unangebracht. Egal, was Jolie ist, sie hat nun mal die Macht, Dinge anzustossen und zu bewegen – man MUSS sich nicht die Brüste amputieren lassen, aber gerade europäische Frauen haben auf diese Art und Weise eine weitere Option, von der die meisten bis anhin gar nichts wussten. Das reicht mir völlig, um das Thema mit einem gewissen Ernst zu behandeln, ohne Beziehungsbleibfantasien (Brunhild) und angebliche moralische Anbindungen (wieder Brunhild).

  • denken statt posten sagt:

    Die meisten Passagen in diesem Artikel hätte man noch einmal überdenken sollen vor der Publikation. Warum soll Brad Pitt der fehlende „Naturbusen“ stören? Jolie ist 38 und hat schon seit Jahren gemachte Brüste (und Nase). Ich bin mir sicher, dass die neuen besser oder zumindest gleich aussehen wie die alten.
    Sie zu verlassen deswegen ist kein Problem, sie ist schliesslich nicht krank, in einem Jahr ist alles vergessen.
    Muss sie es öffentlich machen? Nein, aber so hat sie PR und kann allen Spekulationen zu ihren Brüsten den Wind aus den Segeln nehmen.

  • Susanna sagt:

    und dann auch, weil ich meinen Sohn heranwachsen sehen will. Ganz egoistisch also. Und wenn eine Ehe den Bach hinab geht, dann tut sie das mit oder ohne natürliche Brüste. Ausserdem finde ich, den „armen Ehemann“ bei der ganzen Frage in Erwägung zu ziehen etwas seltsam. Jolie ist diejenige, die hier einen Eingriff vornehmen hat lassen, welcher eine echte psychische Herausforderung darstellt. Dass sie ihn öffentlich macht, ist für mich positiv zu werten, da viele Frauen überhaupt nicht wissen, was die Optionen sind, wenn sie diese Genmutation in sich tragen. Jetzt wissen sie es.

    • Hans vom Hübel sagt:

      Ich denke, der Volksmedizinische Mehrwert liegt nicht darin begründet, dass die Frauen nun über allfällige Optionen Bescheid wissen. So viel Verantwortungsbewusstsein und Professionalität traue ich den Ärzten durchaus zu, Betroffene im Diagnosefall umfassend über ihre Möglichkeiten und die damit verbundenen Risiken zu informieren.

      Entscheidender erscheint mir die Botschaft, welche Angelina Jolie, deren Image und Erfolg zu einem wesentlichen Teil auf ihrer Schönheit und Sexyness fusst, mit dem Gang an die Öffentlichkeit verkündet: Gesundheit vor Schönheit. In einer Gesellschaft, die sich – geprägt durch das Showbiz – stark an äusseren Werten orientiert, ist dies ein wohltuendes Signal in die entgegengesetzte Richtung.

  • Susanna sagt:

    Familienplanung abgeschlossen ist, können auch die Eierstöcke und -leiter entfernt werden, weil man in medizinischen Studien eine Korrelation zwischen Brustkrebs und Unterleibskrebs festgestellt hat. So absurd und abartig wird diese Krebsvermeidungsstrategie nicht sein, wenn ein ganzes Land sie für mehrheitsfähig hält. Hier geht es mitnichten um einen Körperkontrollwahn, sondern um Leben oder Nichtleben. In Ihrem Fall scheinen Sie einfach nur unheimlich schlecht informiert zu sein. Ganz persönlich würde ich die Eingriffe auch vornehmen lassen, erstmal, weil ich nicht sterben wollen würde

  • Susanna sagt:

    Ein wirklich unterirdischer Blogeintrag. Über die Art und Weise der Kommunikation bezüglich dieses Eingriffs kann man streiten. Jedoch wurde ganz klar betont, dass bei Jolie eine Genmutation vorliegt, die ein Krebserkrankungsrisiko extrem wahrscheinlich macht. Was sie hier als Kontrollwahn über den eigenen Körper bezeichnen ist in Holland gang und gäbe. Dort können Frauen auf Wunsch und auf Kosten der Krankenkassen Brustamputationen mit anschliessender Rekonstruktion vornehmen lassen, wenn sie ein stark erhöhtes Krebserkrankungsrisiko aufgrund einer Genmutation haben. Wenn das Thema

  • Brunhild Steiner sagt:

    Irgendwie seltsam und ich weiss gar nicht wo anfangen….,
    sie hat sich ja nicht plattmachen, sondern das Brustgewebe entfernen lassen und durch etwas anderes ersetzt-
    der Wunsch nach Körperveränderung im Vordergrund hätte zu einem anderen Resultat führen müssen.

    Und warum ist das nun „aufgeopfert für die Kinder“?
    Denken Sie wirklich ohne Kinder hätte sie weniger am Leben gehangen und den Eingriff nicht gemacht???

    Warum sollte er sie nun nicht mehr verlassen können?
    Gibt wohl ausreichend Beispiele wo noch viel „schwerwiegendere“ Gründe zum Bleiben überhaupt niemanden zum Bleiben animieren.

    • Brunhild Steiner sagt:

      2/
      zumal dann ja jede „aufoptimierte“ Frau eine „Beziehungsbleib-Garantie“ in den Händen halten müsste, hat sie das?
      Daraus eine moralische Anbindung zu basteln finde ich sehr abenteuerlich,
      wenn schon eine moralische Anbindung besteht, liegt diese in den Kindern!

      Wenn ich mich impfen lassen (meine jetzt nicht HPV!), habe ich dann auch „Allmachtsphantasien“ über eine vermeintliche Macht über meinen Körper? Will ich dann auch „in mein Schicksal eingreifen“, resp ist es unschicklich dass ich da eben sehr wohl ins Schicksal eingreife?

      • Brunhild Steiner sagt:

        3/
        und „öffentlich“ hat sie es wohl gemacht, weil sie in einem Land mit ganz anderen Voraussetzungen lebt,
        und es dort eben durchaus für viele Betroffene einen Sinn machen kann,
        dass sie nun um diese Möglichkeiten wissen und jetzt ein Beispiel haben.

      • Brunhild Steiner sagt:

        4/
        den grundsätzlichen Fragen nach Leid, Sterben, Ende, Tod wird wohl auch diese Familie nicht ausweichen, auch ihnen wird bewusst sein dass wir nicht alle Schicksalsfaktoren eliminieren können, dass jeder/jede von ihnen durch einen komplett unvorhergesehenen Unfall urplötzlich aus dem Leben gerissen werden könnte-
        bloss weil sich Frau J zu dieser Vorgehensweise entschieden hat, heisst doch nicht dass sie sich dem grundsätzlichen „dem Leben ausgeliefert sein“ nicht bewusst wäre.

      • Brunhild Steiner sagt:

        5/
        zusammengefasst ärgert mich am Meisten das „aufgeopfert für die Kinder“,
        sie hat wohl die Kinder als Mitbegründung erwähnt-
        aber Himmel nochmal
        hat sie irgendwo verlauten lassen dass sie OHNE Kinder den Eingriff nicht hätte machen lassen?!
        Darf ich als Frau nur um mein Leben kämpfen, Hightechmedizin in Anspruch nehmen, wenn ich Kinder habe?!
        Und ist es wirklich nötig diese „Aufopferungsschiene“ zu füttern?

      • Carolina sagt:

        Danke, Brunhild, für eine Zusammenfassung, die mir so oder ähnlich auch im Kopf herumschwirrte. Ich möchte daran erinnern, dass Anfang 70ger Jahre, als die ersten Frauen mit Brustkrebs an die Oeffentlichkeit gingen (ich glaube, es war Betty Ford) auch ein Aufschrei durch die Lande ging – bis klar wurde, dass diese Frauen das Thema endlich aus der Schamecke gezerrt hatten.
        Ich glaube, dass es letztlich nicht so sehr darauf ankommt, wie eine Frau zu einer solch dramatischen Entscheidung gelang, sondern dass gerade wir Frauen sie zu würdigen und respektieren haben. Niemand

      • Carolina sagt:

        /2 kann voraussagen, wie er in dieser Lage handeln würde, jede Frau hat das Recht auf Nicht-Informiertheit, aber eben auch auf Information. Die medizinischen Mittel stehen zur Verfügung und, wie bei anderen Krankheiten auch, entscheidet der Patient letztlich allein. Die Oeffentlichkeitsarbeit von Jolie mag man goutieren oder nicht: sie hat mMn nicht Panik ausgelöst, wie Alice Schwarzer sagt, sondern trägt dazu bei (wenn auch etwas hollywoodmässig), dass ein medizinisches Angebot bekannt wird, das Leben retten kann.

      • xyxyxy sagt:

        …. und es kann eben betroffenen Frauen sehr viel Mut machen, wenn eine Frau von Welt (was immer man nun von ihr halten mag) offen dazu steht.

        Ich halte es für mutig, dass AJ, eine Frau die ihre Karriere auf sexyness gründet, dazu steht. Denn nichts könnte die Illusion von sexyness mehr zerstören als „amputierte Brüste“.
        Das ist ihr bestimmt nicht leicht gefallen.

        das nur zu Ergänzung, ich schliess mich voll und ganz den Vorrednerinnen an

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Carolina:
        bitte, sehr gern geschehen!
        Das Wort „Opfer“ stört mich immer mehr,
        insbesondere auch weil es Schwangere gibt die sich in ähnlichen Situationen ganz bewusst gegen einen Abbruch entscheiden, sich einem „rechtzeitigen“ Therapiebeginn verweigern weil sie das Leben ihres ungeborenen Kindes höher gewichten als ihr eigenes, und im ungünstigeren Fall nach der Geburt die Therapie nicht mehr zur Heilung führt.

        Angesichts jener echter Opfer ist das Wort „Aufopferung“ hier nur noch Hohn ohne Sinn und echten Inhalt.

      • Carolina sagt:

        So ist es. Ich meine auch, dass man Frauen durchaus zutrauen kann, nicht von Panik zu reden, wenn sie diese für viele neue Option wahrnehmen, sondern einfach von einer informierten Entscheidung. Niemand ist dazu verpflichtet. Und nochmal, wie unten schon gesagt: nach dem letzten Stand sind eine von 10 bzw sogar 9 Frauen eines Tages von dieser Krankheit betroffen, indirekt natürlich viel mehr: jede Form der Oeffentlichkeitsarbeit ist für meine Begriffe willkommen.

      • Nina sagt:

        Brunhild, ich sage aus Erfahrung, dass es durchaus einen Unterschied macht, ob Du Kinder (v.a. kleine) hast oder nicht. Nicht in Bezug auf die Lebenslust. Sondern in Bezug auf die Leidensbereitschaft – Du bist ev. bereit, radikalere Massnahmen und mehr Leid auf Dich zu nehmen. Weil Du es eben nicht nur für Dich tust, sondern auch für kleine Kreaturen, für die Du die Welt bedeutest.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Nina:
        nicht einverstanden, Hinweise wie mit diesem Thema in anderen europäischen Ländern umgegangen wird
        zeigen ja sehr deutlich dass es dort für alle betroffenen Frauen die Therapie der Wahl ist,
        egal ob mit oder ohne Kinder.
        Dass die Emotionen und Gedanken dabei sich in ganz anderen Dimensionen bewegen können,
        damit wäre ich einverstanden.

      • Nina sagt:

        Na ja, Brunhild, ich kann nur aus eigener Erfahrung sprechen. Wir waren mit Krebs konfrontiert, bevor wir Kinder hatten. Und da war die Strategie, wieweit wir gehen wollten, noch eine andere. Nicht nur die Lebenszeit, sondern auch die Qualität waren relevant. Jetzt sind wir wieder mit dem Thema konfrontiert und haben Kleinkinder – und wir wollen bis ans Ende für sie gehen und jede Möglichkeit ausnutzen, egal, wie leidvoll sie sein wird. Denn für unsere Kinder hat die Zeit massiv mehr Gewicht, weshalb wir bereit sind, mehr Leid auszuhalten.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Nina:
        ich bin nicht Betroffene und habe mich hier vorallem auf die Mastektomie bezogen, welche ich,
        im Gegensatz zu anderen Therapien wie z.Bsp endlos-Transplantationen, nicht so eingreifend finde.
        Im Sinne von, bei dieser Therapie stellt sich die Frage, was genau nun vorallem überlebt werden sollte,
        die Krankheit oder eher die Therapie? nicht so sehr,
        abgesehen von den üblichen Risiken welche jede Op mit sich bringt.
        Und so gesehen spielt es hier wirklich keine Rolle ob Frau J Kinder hat oder nicht, in gewissen Ländern ist das einfach normalstes Vorgehen.

  • irene feldmann sagt:

    eine mutige frau mit viel verantwortungsgefühl, auch für die öffentlichkeit!!!!

  • brunner franz sagt:

    wieviele frauen haben dasselbe schicksal schon erlitten? 100’000de, das interessierte wohl nur deren familie, freunde–aber promis inszenieren natuerlich alles um in den schlagzeilen zu bleiben (siehe kinder in malawi abholen) eine der schoensten frauen der welt—besonders ihre botoxlippen !! die werden wohl bei heerscharen von maennern phantasien ausloesen, mehr nicht–hatte sie eigentlich silikonbrueste?

  • Maria sagt:

    Einer meiner fruehesten Kindheitserinnerungen ist, meine Mutter zur Radiotherapie zu begleiten. Sie hatte Brustkrebs. Drei Jahre spaeter habe ich ihr beim Sterben zugeschaut. Wahrscheinlich eine Metastase. Sie hat 8 Monate dazu gebraucht. Ich finde diesen Blogeintrag zum Kotzen. Theoretisch kann man ueber vieles schreiben. Aber mit einem fast 90%-igen Krebsrisiko zu leben und dieses Risiko auf 5% zu reduzieren, ist wohl eher vernuenfrig. Dies als Angst vor dem Unkontrolierbaren abzutun, grenzt an Arroganz. Ich moechte mal sehen, wie sich die Blogschreiberin ins Schicksal Krebs ergibt.

    • mila sagt:

      Ich denke ebenfalls, dass es sich etwas absurd ausnimmt, von Allmachtsphantasien etc. zu fabulieren in einem Fall, wo sich eine Frau mit einem statistischen Verhältnis von 9:1 gefährdet sieht, an derselben Krankheit (jung) zu sterben wie ihre Mutter.

      Insofern: Chapeau für Angelina und Ihren Mut, diesen Schritt öffentlich zu vollziehen – ungeachtet der kleingeistigen Reaktionen, von denen sie annehmen musste, dass sie ihr entgegenschlagen würden. (Kleingeistiger als über Brads angebliche ‚moralische‘ Ankettung zu ‚philosophieren‘ geht es in meinen Augen übrigens fast nicht.)

    • Monique sagt:

      Genauso emfinde ich diesen Artikel! Somit müsste man den Kampf gegen den ausgbrochenen Krebs – Operation, Chemo, Bestrahlung – auch als dergleichen anprangern… Unglaublich fiese Anschauung! Als nicht Betroffene sollte man sich in Zurückhaltung üben.

    • jules2000 sagt:

      Ich bin biologin, Mein Mutter wie Grossmutter sind beide Am Krebs gestorben.
      1. Am Brutkrebst stirbt man nicht, da die Brüste keinen Vitale Funktionen besitzen, sonden man stirbt an den Metastasen die von Brustkrebs produziert werden.
      2. Das Gen über dem man redet, ist auch für Ovar-Krebstverantwortlich, dies bedeudet voll dass sie sich demnächst auch den Uterus und Eierstöck entfernen lassen wird.
      3. Bei der vorsorge imputation der Bruste wird die Op von einen Chirug gemancht und nicht von einen Onkolog, oft werden die Lymphsystem nicht herausgenommen , oder untersucht. was Fatale Konzequenz

      • jules2000 sagt:

        haben kann. Da es sein könnte das der Krebst schon in eine sehr kleine Form sich entwicklet hat, und dur den Op klein Rückstände im Lymphsystem gelangen wo er sich dann verbreiten kann im ganzen Köper.
        Zu dem auch wenn in dem Famillie Brustkrebst öfter vor kommt beudeute dies nicht umbedingt dass er Genetisch ist.
        Also vor so einen Schritt bitte ich jede Frau, sich gut beraten zu lassen und auf jeden Fall das OP dürch einen Gynäkolog oder Onkolog durchfuhren zu lassen.
        Ich persönnlich habe mich dagegen entschieden, der Krebstrat ist in meiner Famillie so hoch da sollte sogar meinen Hirn weg!

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