Über die Wichtigkeit der Väter

Der Mamablog widmet der Pubertät eine Themen-Woche. Heute schreibt die Sozialwissenschafterin Diana Baumgarten über die Beziehung zwischen Vätern und ihren Kindern im Teenageralter.

Vor allem die Töchter suchen den Vater als Gesprächspartner: Vater und Tochter geniessen den Frühling am Zürichsee, April 2009. (Keystone/Walter Bieri)

Eine Carte Blanche von Diana Baumgarten*.

Die Beziehungserforschung zwischen Vätern und ihren Kindern ist – speziell im deutschsprachigen Raum – weder aus der väterlichen noch der kindlichen Perspektive besonders alt. Wenn man sich dann noch überlegt, dass es bis Mitte der 1970er-Jahre gedauert hat, bis man die Möglichkeit einräumte, es könnte auch zwischen Vätern und ihren Kindern eine emotionale Qualität geben, die untersuchenswert ist, dann versteht man vielleicht besser, wieso erst jetzt Ergebnisse und Aussagen produziert werden, die man in dieser Art von Müttern und ihren Kindern schon lange kennt.

Zwei solcher Ergebnisse, die ich durch Interviews mit Deutschschweizer Vätern und ihren Kindern im Alter von 16 bis 21 Jahren gewonnen habe, möchte ich hier kurz vorstellen.

Beziehung herstellen?

Die von mir befragten Väter lassen sich in zwei Gruppen unterscheiden: Für den einen Teil ist die Beziehung zu ihrem Kind etwas, was sie angepasst an das Alter des Kindes aktiv erarbeiten müssen. Hierfür braucht es verschiedene Rahmenbedingungen, die es den Vätern erlaubt, dies auch zu tun, zum Beispiel in Form hoher Präsenz im Alltag des Kindes. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, gemeinsame Interessen zu pflegen. Wichtig  ist, dass sich der Vater auf sein Kind als eigenständiges Gegenüber einlässt, es also mit seinen Eigenheiten und Vorlieben akzeptiert und unterstützt. Das ist nicht immer einfach, kann dies doch bedeuten, sich mit Hiphop statt mit den eigenen Hobbies beschäftigen zu «müssen» oder ins Schultheater zu gehen, anstatt auf die Töffrundfahrt. Es braucht von den Vätern also ein engagiertes, flexibles und anpassungsfähiges Verhalten, um die gewünschte Qualität der Beziehung herzustellen.

Beim anderen Teil der befragten Väter besteht keine Notwendigkeit, die Beziehung irgendwie aktiv herstellen zu müssen. Diese ist in ihren Augen «immer schon vorhanden», quasi aus dem Verhältnis Vater-Kind heraus. Insofern müssen diese Väter auch nicht speziell aktiv werden oder sich dem Alter und den Interessen ihres Kindes anpassen, weil es für sie normal und selbstverständlich ist, dass es die Beziehung gibt. Wie sich Väter in der Beziehung zu ihrem Kind verhalten, hängt also ganz wesentlich davon ab, welche Vorstellung sie davon haben, wie eine solche überhaupt entsteht.

Reden, reden, reden

Jenseits der unterschiedlichen Vorstellungen der Väter, wie eine Beziehung zum Kind entsteht, gibt es einen Punkt, den alle Väter wie Kinder besonders wichtig fanden: Die Kommunikation. Ihr wird von beiden Seiten ein hoher Stellenwert zugeschrieben. Selbstverständlich gibt es hierbei auch Schwankungen, wechseln sich «tolle Gespräche» mit «schweigsamen Miteinander» ab. Trotzdem bemessen gerade die Jugendlichen ihre Beziehung zum Vater anhand der Möglichkeit für ein lockeres, kommunikativ-aufgeschlossenes Zusammensein.

Vor allem die Töchter suchen den Vater als, neben der Mutter gleichwertigen, Gesprächspartner und unterhalten sich mit ihm über Schule, aktuelles Tagesgeschehen, die Familie, Sport, Musik oder Persönliches. Und selbst wenn sich die Themen zwischen Söhnen und Vätern auf Sport, Schule oder Politik und weniger auf Persönliches konzentrieren, so schätzen sie den Meinungsaustausch mit dem Vater als «Fachexperten». Hierin zeigt sich deutlich, dass Kommunikation für die Vater-Kind-Beziehung keineswegs marginal ist und lediglich nur innerhalb der Mutter-Kind-Beziehung eine Rolle spielt, wie oft angenommen. Insofern möchte ich alle Väter dazu ermutigen, auf ihre (Teenie-)Kinder zuzugehen und sie hin und wieder zu fragen «Wie geht’s Dir?» oder auch einfach zuzuhören, wenn diese von ihrem Leben und Alltag erzählen.

diana baumgarten*Dr. Diana Baumgarten ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum Gender Studies der Universität Basel und forscht zu Familienthemen wie z. B. der Rollenteilung in Familien, dem Familienalltag nach einer Scheidung oder den Kinderwünschen von Männern. Im Frühjahr diesen Jahres ist ihre Buch «Väter von Teenagern. Sichtweisen von Vätern und ihren jugendlichen Kindern auf ihre Beziehung.» im Budrich Unipress Verlag erschienen.

122 Kommentare zu «Über die Wichtigkeit der Väter»

  • christian sagt:

    Ich habs einfach genossen mit meinen zwei Buben heute 28 und 25 herum zu blödeln zu kämpfen Mutproben zu machen Geschichten zu erzählen zu schmüsele Gegner zu sein, freund zu sein strafen zu müssen kurz ich durfte Vater sein.

  • lora kamm sagt:

    @tina: wobei das der Frau mit Kind/ern auch nicht viel hilft. Im männl. Alltag spielt das Szenario „Vater+Kind+Haushalt+Wäsche+Ufzgi+Dr.-Besuch keine bevorzugte Rolle. Es ist dem männl.
    Selbstverständnis eigentlich zuwider. Es hat an diesem Arbeitsplatz keinen Wettbewerb, keine
    Profilierungs- und Aufstiegschancen, keinen Applaus. Und kein Einkommen! Der Skandal ist, dass
    Mann zu dieser Gesellschaftsarbeit wählen kann ob überhaupt, wieviel und zu welchen Bedingungen
    er daran telnehmen will. Diese Freiwilligkeit demonstriert struktuellen Sexismus

    • mila sagt:

      …und die Frau kann heute (und hierzulande) wählen, ob sie einen Mann mit einem solchen ‚Selbstverständnis‘ zum Vater ihrer Kinder machen möchte. Es zwingt sie schliesslich niemand dazu, sich stillschweigend alle alltäglichen Haushaltspflichten aufbrummen zu lassen, von einem sich (angeblich) selbstverwirklichenden Göttergatten. Nur sind es oftmals die Frauen selbst, die dieses ‚kleinere‘ Übel noch so gerne in Kauf nehmen, wenn sie dafür im Umkehrzug ihr (ungeliebtes) Arbeitspensum runterfahren können…

      Sie sehen: ihre Analyse hat einen kleinen Schönheitsmakel (respektive blinden Flecken).

    • tina sagt:

      ja, ich sehe schon auch, dass wir noch im umbruch sind.

  • tina sagt:

    was ich an dem artikel einigermassen schätze, ist der versuch auszusagen, dass väter wichtig sind. mir kommt das dermassen selbstverständlich vor, dass dies zu betonen abwertend wirkt. aber da ich auch sehe, dass männer in gewissen bereichen abgewertet werden, muss man dies wohl thematisieren, um gegenzusteuern. wenn es so wäre, dass väter ihre väterlichkeit hauptsächlich in spektakulären freizeitunternehmungen sehen, würde dies das sogenannte traditionelle familienmodell zementieren. aber ich glaube dass sich väter heute nicht mehr so sehen, sondern ihre wichtigkeit im alltag.

  • Theo sagt:

    Na ja, wer als Forschungsschwerpunkt „Konstruktionen von Männlichkeit“ anführt, verrät vorschnell seine zersetzende Haltung.

    Vater und Sohn (von Töchtern habe ich keine Ahnung) ist eine Beziehung, die ohne Kommunikation auskommt, die muss einfach sein, die ist eingraviert in unserer kulturellen DNA, das ist Autorität und Rebellion und Liebe und Hass, da ist Scham und Ehre – das ganze Programm. Das lernt man nicht im Gender-Kurs. Da sind Prädispositionen und Konflikte, die man nicht normieren, zerdiskutieren und überhaupt: von Frauen begriffen, geschweige denn beherrscht werden können.

    • Blitz Blank sagt:

      „die ohne Kommunikation auskommt, die muss einfach sein, die ist eingraviert in unserer kulturellen DNA“

      Wenigstens die kulturelle DNA und nicht die biologische.

      Vielleicht sind ja die Stimmbänder und die Hirnregionen, die für Sprache, Kommunikation und Empathie zuständig sind für Männer gleich überflüssig und ohne Funktion wie die männlichen Brustwarzen…

      Am besten gleich alles rausschneiden…

    • tina sagt:

      man kann gar nicht nicht kommunizieren. wertschätzen und mindestens teilweise verstehen wie männer kommunizieren können frauen schon, aber nicht simulieren.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Theo:
      und woher lernt Ihr Sohn dann wie er z.Bsp mit einer zukünftigen Partnerin, oder seinen Freunden „Beziehung pflegt“? Oder ist das auch eingraviert in die kulturelle DNA?

  • Simon Schmid sagt:

    und in 20 Jahren findet die BZ auch heraus, dass auch eine Tochter und ein Vater eine emotionale Bindung haben und in weiteren 20 Jahren ist man so weit, dass man merkt, dass die Vater-Kind-Beziehung ebenso massgebend für die Entwicklung zum Mann und zur Frau ist wie die Mutter-Kind-Beziehung.

  • tina sagt:

    ich hätte sehr zu schätzen gewusst, wenn in dem beitrag auch gleich erwähnt wird, dass es 8 gespräche mit vätern waren. danke sportpapi für den link zur studie, und dass du das erwähnt hast.
    ich fühle mich veräppelt wenn der eindruck erweckt werden will, das sei so etwas wie eine wissenschaftliche untersuchung, forschung. ich bin tatsächlich darauf hereingefallen

    • Sportpapi sagt:

      He, dass ist eine Diss!

      • Freddy sagt:

        Ja, genau so unseriös habe ich diese Sache vermutet. Das ist ja super!!! 8 Gespräche. Womöglich wird das dann noch als represäntative Umfrage für alle Männer herbeigezogen. Es liegt die Vermutung nahe, dass genau solche Männer für die Studie ausgewählt wurden, damit das erwünschte Ergebnis erzielt wurde. Vielleicht nahmen ja auch noch mehr Männer teil, deren Antworten wurden dann nicht genutzt. Total unseriös. Bei uns wäre das als Diss nie durchgekommen.

      • tina sagt:

        ich fasse es nicht. sie sollte einfach „irgendwelche 8 deutschschweizerischen Väter von 8 Teenagern. Sichtweisen von 8 Vätern und ihren 8 jugendlichen Kindern auf ihre total 8 Beziehungen“ heissen. und nicht unter research der uni basel sondern sagen wir im 20minuten veröffenlticht werden

      • Sportpapi sagt:

        „und nicht unter research der uni basel sondern sagen wir im 20minuten veröffenlticht werden…“ Oder im Mamablog…

      • tina sagt:

        unter dem titel „8 (!) gespräche“ von mir aus, ja. dann könnten wir alle ein bisschen grinsen und selber an einem nachmittag 8 gespräche führen. ich muss jetzt ein bisschen putzen, soll die nerven von frauen beruhigen, las ich in einem wissenschaftlichen artikel haha

    • Widerspenstige sagt:

      Und jetzt? Ist der Inhalt weniger Wert deswegen und darf munter darüber hergefallen werden? Wir können doch froh sein, dass hier in einem Mamiblog immerhin immer mal wissenschaftliche Erkenntnisse zur Diskussion herhalten dürfen. Fact ist und bleibt, dass dem kommunikativen Wert zwischen Vätern und Kindern mehr Gewicht gezollt werden sollte als bis anhin vermutet. Es werden die ersten Ergebnisse hier veröffentlich u es dürfte nicht so viele Väter geben, welche bereitwillig sich für eine Studie zur Verfügung stellen! Dieser Aspekt wird bei Eurem Herfallen über 8 Interviews völlig ausgeblendet.

      • Sportpapi sagt:

        Diese „ersten Ergebnisse“ sind das Fazit eines Buches, das aus einer Dissertation stammt, die vor mehr als einem Jahr angenommen wurde. Und – ich möchte die Wissenschaftlichkeit der Forschung nicht in Frage stellen. Welche Aussagen daraus zulässig sind aber sehr wohl.

      • Roshan sagt:

        wissenschaftlich? also bitte, WS. Da kommen dann wirklich Fragezeichen über die Uni auf. vor allem auch wenn dann umgekehrt eine Politikerin, die kandidieren will, wegen einer post graduate Arbeit diffamiert wird. Und zwar unter anderem auch auf diesem Portal. Mit solchem verliert das ganze hier noch den letzten Resten Glaubwürdigkeit.

      • Sportpapi sagt:

        @Roshan: Kritisieren kann man nur, was man kennt. Da ich die Arbeit nicht gesehen habe, erlaube ich mir kein Urteil. Im Extremfall kann auch eine Einzelfallstudie höchsten wissenschaftlichen Kriterien genügen. Aber es wäre sicher angebracht gewesen, die Limitationen zu benennen…

      • Roshan sagt:

        SP: Aus der Beschreibung zur Diss: „Die Auswertung des empirischen Materials hat gezeigt, dass sich bei den interviewten 8 Vätern und 8 dazugehörenden jugendlichen Kindern ein breites Spektrum an subjektiven „Vorstellungen einer Vater-Kind-Beziehung“ rekonstruieren lässt.“

        Also bitte, acht Interviews machen ganz einfach kein empirisches Material. Da kann doch nicht von breitem Spektrum usw geredet werden. Das ist rein statistisch schon Humbug. Und da ich davon einiges verstehe, erlaube ich mir ein Urteil, da es mein Fachgebiet tangiert.

      • Freddy sagt:

        Roshan bringt das auf den Punkt. Solche Studien sind total unseriös und ich kann mit geeigeter Auswahl der 8 Personen jedes beliebige Resultat selbst herbeireden. Zudem wurden Gespräche geführt, was sowieso schwierig ist, da dann die fragende Person automatisch das Resultat verfälscht mit seiner Denkhaltung. Daher sind ja neutrale Fragebogen und eine „genügend“ grosse Menge an Befragten entscheidend für die Qualität und Glaubwürdigkeit einer solchen Studie. So etwas ist einfach nicht OK, bei 8 Personen ist das Resultat reiner Zufall.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Widerspenstige:
        „Wir können doch froh sein, dass hier in einem Mamiblog immerhin immer mal wissenschaftliche Erkenntnisse…“
        das klingt für mich beinah so, als ob „wir Mamis“ grundsätzlich schon gar nichts in diese Richtung erwarten dürften- und wenn dann gross Themenwoche angekündigt wird, vor Achtung erstarren?
        Nein danke, unter Schwerpunktjournalismus stell ich mir eigentlich was andres vor, und was

        @Roshan hier anspricht, das Zerreissen von Frau F i a l a auf diesen Kanälen,
        aber wehe hier wird nun genauer hingeschaut,

        das ist doch nur noch zum Kopfschütteln.

      • Brunhild Steiner sagt:

        2/ nicht alle Mamis lassen sich mit ein paar dahingeworfenen Bonbons oder Pralinen zufriedenstellen…,
        oder meinetwegen gesunden Gemüsesticks aus dem Bioanbau…

      • Widerspenstige sagt:

        Ich gebe ja zu, dass ich das etwas überzeichnet formuliert habe. Nur so hatte ich das Gefühl, wird wieder auf den Boden der Tatsachen bzw. Inhalt des Themas zurück gefunden. Es hat den Anschein, dass alleine der Umstand ausschlaggebend war, dass eine Frau sich erfrecht hat, innerhalb Gender Studies(!) ein bisher unerforschtes Thema wie die Vater-Kind-Beziehungskommunikation näher unter die Lupe zu nehmen, zu doch heftigen negativen Reaktionen führte.

        Die Wörter GENDER u STUDIEN u FEMINISMUS sind kontaminierte Begriffe inzwischen. Und SP startete zu Kritisieren wie üblich u andere folgten…

      • Widerspenstige sagt:

        Und Roshan, das ist doch genau das, was unter anderem auch ich bemängle u hier exemplarisch passierte: Studien, Disserationen etc speziell von Frauen werden sehr genau unter die Lupe genommen oder fällt das wieder nur mir auf? Seit den Plagiatsvorwürfen gegen Herr von G in D u seinen raschen Rücktritt deswegen, häufen sich die doch dreisten Plagiatsvorwürfe in einer Art, welche eine ungesunde Heftigkeit angenommen hat. Wer sich nämlich in einem Amt bewährt hat u sich wenig bis keine gröbere Fehltritte sonst erlaubte, sollte mit mehr Augenmass im Amt belassen werden. Was soll diese Hetzjagd?!

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Widerspenstige:
        ich finde nicht dass das nur bei Frauen passiert, grundsätzlich werden hier drin Studien egal aus welcher Quelle nicht einfach als das geweihte Wasser geschluckt, gibts Leute hier welche sich die Zeit und Mühe machen die publizierten Texte gründlicher anzusehen und auch fachlich- weil sie eben das Wissen und Voraussetzung dazu haben- zu beäugen.
        Als Laie bin ich darüber nicht unglücklich, sondern mehr erstaunt wie wenig manchmal übrigbleibt wenn man die andere Hälfte auch noch kennt…

      • Sportpapi sagt:

        @WS: Ja, böser SP. Der schaut doch tatsächlich nach, was hinter so einer „Studie“ steht.

      • Widerspenstige sagt:

        Vor lauter Bäumen sieht man dann halt den Wald nicht mehr…. Sich im Detail zu verlieren und auf vermeintlichen Schwachstellen einer Studie herum zu reiten ist doch wirklich keine grosse Kunst. Dabei wird in den meisten Fällen vom wissenschaftl. Erkenntnisswert abgelenkt. Es darf hinterfragt, reflektiert werden. Das habe ich glaube ich noch nie in Abrede gestellt u von Erstarren davor schon gar nicht! Es geht auch hier um die Verhältnismässigkeit dem Thema gegenüber u was für den Alltag für sich selber daraus gewonnen werden kann. Entweder möchte man postiiv durchs Leben gehen oder negativ.

      • Roshan sagt:

        WS, 9. 5. 2013, 12:41 und folgende, 1

        Nicht nur, dass Dein Beitrag in sich nicht logisch ist, wenn Du auf Benachteiligung von Frauen abdriften willst und dabei die Plagiatsvorwürfe gegenüber einem deutschen männlichen Politiker als Beispiel nimmst (oder ähnliche gegen einen Schweizer Politiker). Er ist auch in sich nicht logisch, weil ich gerade darauf hinwies, dass Details zu Plagiaten aufgebauscht werden, und dies nur, wenn es zur Demontage eines politischen Gegners dient. Siehe eben die kandidierende Zürcher Politikerin oder der Professor an der UZH.

      • Roshan sagt:

        WS, 9. 5. 2013, 12:41 und folgende, 2

        Was bedeutet, es geht nicht um Gender, sondern um politische Ausrichtung und Demontage mit den immer gleichen diffamierenden Methoden durch die immer gleichen Leute.

      • Roshan sagt:

        WS, 9. 5. 2013, 12:41 und folgende, 3

        Was den Text hier betrifft, ist die simple Tatsache, dass die Arbeit sich auf nur 8 Interviews aufbaut und diese Arbeit sich dann als „Auswertung empirischen Materials“ und als „breites Spektrum an subjektiven Vorstellungen“ darstellt, nicht ein Detail, sondern wesentlich, weil das nicht ein Ablenken ist, sondern ein simpler Hinweis darauf, dass bei einer dermassen kleinen Datenbasis nicht von Empirie gesprochen werden kann.

      • Roshan sagt:

        WS, 9. 5. 2013, 12:41 und folgende, 4

        Das ist nur ein Versuch, der Arbeit mehr Relevanz zu geben als sie hat. Anhand der Datenbasis ist sie nun einmal nicht als empirische Studie relevant.

      • Sportpapi sagt:

        @WS: Es macht sehr wohl einen Unterschied, ob es sich um eine representative Studie handelt, oder um eine Befragung von 8 Vätern, aus denen dann drei Typen herausgefiltert werden. Noch einmal: ich zweifle die Wissenschaftlichkeit nicht an, und dass ein Doktortitel in gewissen Fachrichtungen billig vergeben wird, wissen wir ja nicht erst seit Neuestem. Es wäre aber redlich gewesen, auf die Limitationen auch hinzuweisen, statt diese elegant zu verwedeln. Und die paar „Erkenntnisse“ sind nun auch nicht gerade so umwerfend, dass sie nun gerade ein neues Bild der Väter entwerfen würden.

  • Freddy sagt:

    Ich als Mann finde den Artikel extrem komisch. Da schreibt eine Frau in einer Form, als wäre das alles ganz seltsam. Als wären Gespräche zwischen Kind und Vater nicht durch Tiefe, Emotionen und Anteilnahme geprägt? Als würden Männer nur über Sport und Politik reden? Ich glaube die Autorin müsste mal mit ein paar ganz heftigen eigenen Vorurteilen aufräumen. Ich persönlich nehme das Verhältnis von Kindern zu Vätern genauso gut war wie zu Müttern. Der einzige Unterschied ist, dass Mütter oft viel mehr Zeit zu Hause verbringen, Väter immer noch häufiger arbeiten.

  • Zitat: „Die zentrale Fragestellung lautet: Wie beschreiben Väter und ihre Kinder aus ihrer jeweiligen Perspektive ihre Beziehung zueinander? Dabei geht es weder um die Messung der Beziehungsqualität, noch um die Beurteilung des väterlichen Engagements für die Familie oder die Sozialisation des Kindes. Vielmehr wird aus soziologischer Perspektive und mittels qualitativer Methoden die Diversität subjektiver Vorstellungen, Selbstbilder und normativer Orientierungen in Bezug auf die Vater-Kind-Beziehung sichtbar gemacht.“
    Ich sehe nichts, was nicht Jeder sieht: Eine Wolke warmer Universitätsluft!

  • Jürg. sagt:

    Ich liebe Kinder. Ich singe Kinderlieder, spiele und verbringe viel Zeit mit meinen Kindern. Muss ich zum Arzt oder bin ich ein Ausserirdischer? Mir scheint ich lebe auf einem anderen Planeten.

    • Jo Mooth sagt:

      Ja, du gehörst sicher (noch) nicht zur Mehrheit. Na und? Wieso willst du deswegen zum Arzt gehen? Ich gehöre auch zu vielen Minderheiten, wobei sich einige davon mit der Zeit zu Mehrheiten entwickelt haben. Relax!

    • Brunhild Steiner sagt:

      …nein, nur im falschen Blog 😉

    • Frank Baum sagt:

      …dann sind Sie ein Ausserirdischer. Sie brauchen nicht mehr zum Arzt gehen.

    • irene feldmann sagt:

      jürg, der unterschied von dir zu ANDERN ist, du lässt das kind in dir drin leben, eine weise und intelligente eigenschaft!! für einige leute ist das kind in ihnen schon lange verloren gegangen, was schade ist, doch einfach schicksal!!!!

  • Frank Baum sagt:

    Ich finde an dem Artikel die Unterteilung in die beiden Gruppen interessant. Ob man also die Beziehung aktiv erarbeitet oder als gegeben hinnimmt. Mir ist die „aktive Erarbeitung“ der Beziehung eher fremd. Ich sehe die als gegeben an. Mir scheint weder die Präsenz eine grosse Rolle zu spielen und erst rehct nicht irgendwelche gemeinsamen Interessen. Die ergeben sich oder sie ergeben sich nicht. Ansatzpunkte gibt es immer. Ich würde mich aber nie auf ein Hobbie oder eine Musikrichtung einlassen, nur weil sich meine Tochter dafür interessiert.

  • Joerg Hanspeter sagt:

    Da gibt es natürlich ein Grundproblem, ich hasse Hausarbeit, also bin ich nicht unbedingt geeignet als Hausmann. Hätte ich eine 50%-Stelle, könnte ich mich mehr den Kindern widmen, meine Frau würde aber natürlich erwarten, dass ich auch einen entsprechenden Anteil an Hausarbeit übernehme.

    • Wildkatze aka Wilde Katze sagt:

      Auch viele von uns Frauen hassen Hausarbeit. Trotzdem muss sie erledigt werden. Aber so, wie Joerg Hanspeter, habe ich die Männer kennen gelernt: Lieber 100% arbeiten und noch Überstunden dran hängen (auch wenn mann dabei nur Däumchen dreht) aber nur keine Hausarbeit verrichten. Dazu wurden schliesslich Frauen geboren und zu solchen gemacht.

      • Sportpapi sagt:

        Die „vielen“ Frauen, die Hausarbeit hassen, könnten diese ja einschränken oder zumindest zu einem rechten Teil auslagern – ist meistens eher billiger, wenn die Zeit dafür für Erwerbsarbeit eingesetzt wird. Das passiert aber doch eher selten.

    • tina sagt:

      bei frauen ist das eingebaut, alle frauen lieben putzen. es liegt in ihrer natur, sie würden verkümmern ohne. ehrlich wahr!

      • Cybot sagt:

        Das Punkt ist doch gar nicht, dass Frauen die Hausarbeit lieber machen würden, sondern dass sie einfach viel mehr davon für nötig halten als Männer. Die meisten Männer hätten kein Problem damit, alle paar Monate mal zu putzen, aber spätestens nach einer Woche, also lange bevor wir überhaupt Dreck wahrnehmen, findet die Frau mit Sicherheit, es müsse dringend geputzt werden.
        Ja, das ist übertrieben und Ausnahmen bestätigen die Regel, aber ich habe trotzdem noch selten von Männern gehört, die sich öfter an Dreck stören als ihre Frauen.

      • Wildkatze sagt:

        Genau das ist das Problem, Cybot. Männer stören sich nicht an Dreck und erwarten, dass Frauen mit Ihnen gemeinsam im Dreck leben. Kriegt das dann jemand mit, wird blitzschnell auf die Frau geschossen, die dann als Haushaltsschlampe und noch mit deftigeren Ausdrücken betitelt wird. Männern wird generell Unordnung und Unsauberkeit verziehen, schliesslich können die „Ärmsten“ das doch einfach nicht, und zugemutet werden kann den armen Männern Putzarbeit sowieso nicht…!

      • Sportpapi sagt:

        „Haushaltsschlampe“? Noch nie gehört!

      • tina sagt:

        igitt cybot! alle paar monate putzen? ich dachte, die phase haben männer und frauen (!) mit maximal 20 hinter sich. so nach den ersten paar monaten bis jahren wg erfahrung, wenn man es satt hat, dass undefinierbare flüssigkeiten vom oberen fach im kühlschrank auf die unteren tropfen….
        oh doch, ich kenne mit ein paar jämmerlichen ausnahmen nur männer, die jede woche putzen

    • Dario sagt:

      @ Jörg Hanspeter: Jetzt mal von Mann zu Mann: Das ist ein echt lächerliches Argument. Wer hasst Hausarbeit nicht?? Dachtest du, Frauen würden in Ekstase fallen, wenn sie hören, dass sie nochmals eine Runde putzen oder bügeln dürfen? Als junger Mann teile ich mir die Hausarbeit mit meiner Partnerin fair auf. Auch das gehört zum Mannsein! Ich bin z.B. sehr stolz darauf, dass mein Vater ein ausgezeichneter Koch ist oder seine Wäsche selber waschen kann. Wenn ich manchmal von Freunden höre, dass deren Väter unter „kochen“ ein Spiegelei braten verstehen, versinke ich vor Fremdschämen fast im Boden!

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Dario:
        g o t t seidank scheint Herr Joerg Hanspeter über eine Hausversorgerin zu verfügen-
        sonst müsste er ja vor lauter Haushaltarbeithass ins Hotel umziehen,
        so knapp in die verschiedenen Restaurants zwecks Nahrungsbeschaffung wär wohl auch für ihn noch machbar…

    • Claudia sagt:

      Ich hasse Hausarbeit auch. Muss diese jedoch neben dem 100% Job und der Weiterbildung auch erledigen. Geld für eine Putzfrau habe ich auch nicht. Grundproblem? Nein, eher Luxusproblem…..

  • „Hierin zeigt sich deutlich, dass Kommunikation für die Vater-Kind-Beziehung keineswegs marginal ist und lediglich nur innerhalb der Mutter-Kind-Beziehung eine Rolle spielt, wie oft angenommen…“

    Wow, was für ein bemerkenswert einfach gestrickter Artikel von einer Frau Dokter… Richtet sich ihr weder theoretisch noch praktisch untermauerter Artikel an uns Väter, finde ich ihn eine Unterforderung an unseren Intellekt, sollte er sich an Kinder richten, ist er zu banal geschrieben. Sind dies typische Ergebnisse der „Genderforschung“, halte ich diese für unnötig! Was soll so ein Artikel…?

  • Andreas sagt:

    Gut, wenn auch die Forschung zu Erkenntnissen gelangt, die jeder unvoreingenommene Beobachter von Vater-Tochter / Vater-Sohn Beziehungen schon längst hat. Natürlich ist diese Beziehung gleichwertig zur Mutter-Beziehung. Und ebenso natürlich ist sie anders. Und ebenso natürlich verändert sie sich über die Jahre.
    Diese Erkenntnis findet sich wohl in den meisten Familien und ist wirklich nicht soooo speziell. Aber immerhin ist es nett, dass sich auch der Mamablog dazu bekennt.

  • Peter Colberg sagt:

    Vieles was im Kreislauf der natürlichen Abläufe geschieht basiert meistens auf eine Art Gleichgewicht in diversen Formen. Daher auch die Tatsache das die Eltern von Nachkömmlingen bei Warmblütern wie Tiere und Menschen weiblich und männlich sind. Vieles ist über die Rolle der Väter geschrieben worden, aber der Fakt ist dass Kinder beim fehlen von entweder der Mutter oder des Vaters (z. B Scheidung oder Todesfall) sich anders entwickeln als Kinder, wo beide Eltern bis zur Volljährigkeit präsent sind, d.h. im Sinne des Selbstvertrauens oder anderen Kriterien der Persönlichkeit der betroffenen.

    • Widerspenstige sagt:

      Ach ja? Und woher haben zB Präsidenten wie Obama oder auch Bill Clinton ihr ausgeprägtes Selbstvertrauen her? Beide wurden ausserhalb eines behüteten Elternhauses erzogen und sind deshalb fehlentwickelt? Bitte erklären Sie mir doch en détail, wie diese beiden Menschen das bewerkstelligt haben und ein Millionenpublikum hinter sich scharren konnten zwecks Führung einer ganzen Nation!. Danke.

  • Jo Mooth sagt:

    der zu kümmern? Oder dann eben, wenn man – wie ich – andere Interessen hat, keine Kinder zu zeugen?

    • irene feldmann sagt:

      ist doch auch völlig okay……..jedem was er braucht, und kinder sind nicht für alle!!!!

      • Jo Mooth sagt:

        Sicher. Aber wer Kinder hat, soll sich um sie kümmern. Gilt für Väter ebenso wie für Mütter.

  • Jo Mooth sagt:

    Ich bin zwar nicht Vater, aber wenn ich es wäre, wäre es für mich selbstverständlich, dass ich eine intensive Beziehung zu meinen Kindern unterhalten würde. Ich würde das Berufspensum reduzieren und Fremdbetreuung für meine Kinder möglichst wenig in Anspruch nehmen. Die meisten Männer, die Väter sind, sehen das offenbar nicht so. Sie arbeiten frischfröhlich weiter und fühlen sich weit weniger verpflichtet, ihre Kinder zu betreuen, als die Mütter. Ja klar, es gibt ein paar Ausnahmen. Bleibt die Frage: Kann und wenn ja wie kann man Väter, Mütter, Eltern dazu verpflichten, sich SELBST um ihre Kin

    • Cybot sagt:

      Das ist leider das übliche hypothetische Wunschdenken. Teilzeit arbeiten würden viele gern – wenn es der Chef erlauben würde. Und eine andere Stelle zu finden, wo Teilzeit möglich ist, ist als Mann alles andere als einfach, wenn man nicht als Callagent oder Burgerbrater arbeiten will.
      Aber eigentlich geht es eh nicht darum, dass der Vater möglichst oft da ist, sondern dass er überhaupt da ist. Mehr als abends und am Wochenende waren die Väter früher auch nicht da und das war nie ein Problem. Fremd- oder Eigenbetreuung in der restlichen Zeit ist ein völlig anderes Thema und ihmo irrelevant.

      • Anne sagt:

        Das ist jetzt aber Männer-Gejammer… ich weiss, dass es für Männer schwieriger ist, Teilzeitstellen zu finden, v.a. in gewissen Berufen. Aber dann sollen sich die Männer doch endlich mal organisieren und vernetzten – ist ja sonst auch nicht so ein Problem… – und für ihre Interessen einstehen, politische Vorstösse machen, sich im Geschäft zusammenschliessen etc.
        Und nein, es ist kein Problem wenn Männer nur abends und am Wochenende da sind – aber machen wir uns nichts vor: es entsteht eine andere Beziehung, wenn der Vater ein oder mehrere Tage in der Woche allein ist mit Kids und Haushalt.

      • Jo Mooth sagt:

        @Anne: Volle Zustimmung.

      • Wildkatze sagt:

        @Cybot:
        „Mehr als abends und am Wochenende waren die Väter früher auch nicht da und das war nie ein Problem.“

        Natürlich nicht! Die Frauen haben diesen unbezahlten Job ja übernehmen müssen, weil sich die Männer bzw. Väter lieber einer bezahlten Beschäftigung gewidmet haben. Damit muss endlich Schluss sein! Unbezahlte Arbeit ist gefälligst auf Beide zu verteilen.

      • tina sagt:

        cybot: frauen sind gerne kassiererinnen, putzen anderer leute dinge weg oder machen administration. telefonieren sowieso. die chefs erlauben das frauen. und schliesslich waren frauen ja schon immer für die kinder da und mussten nur ein paar prozentchen arbeiten, für ihre schuhe

      • Sportpapi sagt:

        @WK: In alter Frische? Sie sind doch mit mit einig, dass die Frauen heute häufig wählen können zwischen Erwerbs- und Familienarbeit. Und viele entschieden sich, wenn sie denn können, für das, was Sie „unbezahlte Arbeit“ (wovon leben diese Frauen eigentlich?) nennen, von den Frauen aber „die ersten Jahre mit den Kindern nicht verpassen“ genannt wird.
        Womit natürlich nicht gesagt ist, dass dies Männer nicht auch oben auf der Prioritätenliste haben könnten. Haben Sie aber offensichtlich nicht.

      • Cybot sagt:

        Es geht nicht darum, dass die Frau den schlechtbezahlten Job übernehmen soll. Im Gegenteil, das Problem haben Paare, bei denen beide gut ausgebildet sind und beide gut bezahlte Jobs machen können und wollen. Hochqualifizierte Jobs in Teilzeit sind schlicht und einfach rar, da könnt ihr noch so lange dagegen argumentieren, die Realität sieht anders aus. Und deshalb ist Fremdbetreuung für viele halt einfach die einzige sinnvolle Lösung, solange sich die Welt nicht plötzlich in die andere Richtung dreht. Und nein, auf Kinder zu verzichten ist für mich keine Option.

      • Wildkatze sagt:

        @Sportpapi
        Noch nicht ganz in alter Frische. Wd. Aufenthalt in Zürich Hüfte gebrochen, Freund gestorben, Katze von Auto angefahren. Die Schweiz tut uns nicht gut. Zur Zeit humple ich noch an Krücken und kann noch nicht zurück nach GR. Aber endlich gibts ja hier auch ein bisschen Sonne.

      • Wildkatze sagt:

        Und, Sportpapi, so ist es. Haushalt und Kinder sind bei Männern meist nicht an der Spitze der Prioritätenliste. Bei vielen Frauen auch nicht! Männer aber haben da sehr viel mehr Freiheiten und Ermessensspielraum, während den Frauen aber nichts anderes übrig bleibt, als in den sauren Apfel zu beissen.

      • Sportpapi sagt:

        „Männer aber haben da sehr viel mehr Freiheiten und Ermessensspielraum, während den Frauen aber nichts anderes übrig bleibt, als in den sauren Apfel zu beissen.“ Wie bitte? Wenn beide bei den Kindern keine Prioritäten setzen, dann gibt es keine. Und es sind nach wie vor die Frauen, die eine gewisse Wahlfreiheit haben, definitiv nicht die Männer. Erscheint mir nicht so schlimm, ist aber so.

  • Toni sagt:

    Für mich (wieder) so eine typische weibliche Sicht auf uns Väter und die (unsere?) Kinder: Ich bin Vater zweier inzwischen Erwachsenen Söhne. Ich hatte nach der Geburt des Älteren meinen Job zeitweise auf 50 Prozent reduziert und meine (Ex-)Frau hat 100 Prozent gearbeitet. Meine Erfahrung als Vater bildet der Blogbeitrag nicht ab. Meine Erfahrung ist die: Man(n) geht anders mit Kindern um, körperlicher, kräftiger, wilder, pragmatischer, erlebnisorientierter. Frau versteht das nicht, macht aber Vorgaben, wie man(n) mit dem Kind umzugehen hat: Als Mutter weiss sie das und hat immer Recht, immer.

    • Greatsheep sagt:

      Yep, überall dreinquatschen, alles bestimmen und kontrollieren wollen, alles besserwissen und das gilt latürnich nur einseitig weil man(n) nichts erwarten darf da jede Frau mindestens 5mal-belastet ist, in finsterer Knechtschaft dahinvegetiert und per se die pöse (Männer)Gesellschaft an allem schuld ist; auch wenn das Meerschweinchen Haare verliert ;-).

      • irene feldmann sagt:

        also bitte meine herren!!!!!!!!! was soll den dieses gewinsel über: die frauen sind so und so und machen und und……es geht doch hier um eine BALANZIERTE ERZIEHUNG von kinder welchen MÄNNER UND FRAUEN daran teilnehmen, übrigends gebe ich toni recht, der vater gibt was er für wichtig findet und die mutter eben was sie dazu beitragen kann. keiner sollte den andern in seinem verhalten kastrieren, sondern wertschätzen!!

      • irene feldmann sagt:

        frau diana baumgarten, dann möchte ich mich entschuldigen für was ich schrieb und nächstes mal ein ritalin vor dem schreiben einnehmen, sodass meine konzentration auf dem vollsten sein wird.

    • Diana Baumgarten sagt:

      Schade, dass Ihre Art des Umgangs mit den Kindern zu wenig wertgeschätzt wurde.
      Wenn Sie den Beitrag richtig lesen, werden Sie feststellen, dass ich die Sichtweisen der von mir befragen Väter wiedergebe und nicht meine persönliche. Insofern ist es eine „typisch männliche“ Sicht.

      • Freddy sagt:

        Frau Baumgartner, das ist keine Begründung. Eine Statistik ist immer so, wie man die Fragen stellt. Zudem ist auch die befragte Teilgruppe wichtig sowie die Menge der Teilnehmer. Ich denke, wenn die Fragen anders gestellt worden wären und wenn eine andere Zielgruppe befragt worden wäre, hätten Sie auch durchaus andere Ergebnisse. Fragen Sie doch mal die Kinder direkt. Ich kenne kein Kind in meiner Umgebung, das seinen Papi nicht liebt und das nicht super gern Zeit mit ihm verbringt. Das was sie das schreiben setzt Männer herab und marginalisiert ihre Bedeutung.

    • ka sagt:

      natürlich etwas übertrieben Toni, aber leider muss ich ihnen recht geben, ich kenne etliche Frauen, die sich enorm schwer tun, ihren Männern die Verantwortung zu übergeben. Das hat halt auch viel mit Macht zu tun! Obwohl mein Mann sehr viel zu den Kindern schaut, ertappe ich mich auch immer wieder, wie ich meine es müsste sein wie es mir passt. Aber auch hier gilt, Kommunikation ist alles!

      • elena sagt:

        Und ich kenne etliche Männer, die sich enorm schwer tun, ihren Frauen die Verantwortung in Sachen Geld verdienen zu übergeben. Das hat auch viel mit Macht zu tun! Wie auch immer: Man kann nicht überall gleichzeitig sein und überall gleich viel Macht besitzen. Somit wäre es eine gegenseitige Sache, da und dort Macht ab zu bauen und dafür vielleicht auf einer anderen Seite Macht zu kriegen. Optimalerweise gleichmässig verteilt.

  • Lorena sagt:

    Eine wirklich provakative Feststellung unter Feministinnen, das ruettelt ja an den Grundfesten !

  • maia sagt:

    Das ist jetzt aber einmal eine Erkenntniss: Für eine Beziehung ist Kommunikation wichtig! Wär hätte denn das gedacht, dass es für Beziehung Kommunikation braucht!
    Das kann jetzt doch nicht wirklich im Ernst das Ergebnis von Forschung sein.

    • maia sagt:

      Oha, auch lesbar schreiben wäre für Kommunikation wichtig 😉 . Es müsste also heissen: „Wer hätte denn das gedacht…“.

    • Roshan sagt:

      das denke ich auch.

    • Diana Baumgarten sagt:

      Super, wenn Sie das für sich bereits erkannt haben und umsetzen! Ich habe versucht zu zeigen, dass es in der Forschung bisher keineswegs selbstverständlich war, die Kommunikation zwischen Vätern und Kindern genauer zu untersuchen. Dies wurde-einfach gesagt-nicht für wichtig befunden. Eine Forschungslücke, die bedauerlich ist. Und, fragen Sie auch mal Elternbildner_innen. Dort ist das Erlernen einer Kommunikation zwischen Eltern und Kind zumeist wesentlicher Bestandteil der Kurse. Weil es eben weniger selbstverständlich ist, als man gemeinhin annimmt.

      • maia sagt:

        Und was haben wir davon, wenn die Forschung das jetzt untersucht? und dann zu Ergebnissen kommt, die jedermann/frau eigentlich schon weiss? Ihnen haben ja offensichtlich auch schon 8 Perosnen genügt, um das festzustellen, was eh schon vor allem vermutlich jedermann schon weiss (jedefrau offenbar noch nicht, sonst hätten sie das ja nicht extra erforschen müssen).

    • Frank Baum sagt:

      Genaues Lesen ist bei der Kommunikation ebenso wichtig wie richtiges Schreiben: Die neue Erkenntnis war nicht, dass die Kommunikation für die Beziehung wichtig ist sondern dass die Vater-Kind-Beziehung eben eine höhere Bedeutung hat als bisher angenommen. Daraus ergibt sich dann die Bedeutung der Kommunikation zwischen Vätern und Kindern (und dabei vor allem für die Töchter).

      • Roshan sagt:

        ich finde den Text vom Erkenntnisgehalt her dünn und sehr oberflächlich. Zudem stimmt die Aussage, dass die Rolle der Vater-Kind Beziehung wenig Bedeutung habe, meiner Meinung nach nicht, denn immerhin gibt es ganze Regale voll psychologischer Standardwerke, die sich mit genau dieser Beziehung befassen, seit Jahrzehnten.

      • Roshan sagt:

        statt „wenig Bedeutung habe“ sollte es heissen „früher wenig Bedeutung beigemessen wurde“.

    • Anne sagt:

      Ein bisschen mehr gibt der Artikel schon her, wenn man lesen kann. Vorallem diesen Satz finde ich interessant:
      „Wie sich Väter in der Beziehung zu ihrem Kind verhalten, hängt also ganz wesentlich davon ab, welche Vorstellung sie davon haben, wie eine solche überhaupt entsteht.“

      • Roshan sagt:

        Aber auch das ist etwas flach. Dass die Ausgestaltung jeder Beziehung von den eigenen Vorstellungen abhängt, ist Gemeinplatz.

      • Brunhild Steiner sagt:

        … und betrifft nicht nur den Vater,
        sondern, wer hätte denn das gedacht?! Auch die Mutter….
        deren Beziehung, ob nun zum Baby, Kleinkind, Schulkind und Teenager fällt auch nicht automatisch mit auf den Geburtstisch bloss weil sie die Mutter ist…
        Was Teenagern sowieso am Meisten bringen würde, wär ne stabile, gute und glückliche Beziehung ihrer Eltern-
        und auch diese garantiert sich nicht von alleine bloss weil man zusammengezogen bis geheiratet hat.

      • Sportpapi sagt:

        @BS: Deshalb wäre es natürlich gut, wenn man so eine Studie macht, wenn man die Aussagen von Vätern mit denen von Müttern vergleichen könnte. Ist hier offenbar nicht passiert.

      • Frank Baum sagt:

        @Roshan: Die Ausgestaltung einer Beziehung hängt von den eigenen Vorstellungen ab. Die Tatsache, dass es bei Vätern da zwei Gruppen gibt, ist aber kein Gemeinplatz mehr. Wie würde sich das verhalten, wenn man die Mütter befragen würde? Die würden sich wohl alle zur zweiten Gruppe zählen.

        Ich wäre mir nicht so sicher, dass die Thematik der Vater-Kind Beziehung seit eh und je in allen Standard-Werken der Psychologie abgehandelt wurde. Immerhin waren es ja die Feministinnen, die diese Beziehung überhaupt erst gefordert hatten. Davor gab es sie kaum und entsprechend wenig Erfahrungswerte.

      • Roshan sagt:

        FB: da sich das Ganze auf Interviews mit 8 Personen aufbaut, hat es sich eigentlich erledigt. Tut mir leid, ich verstehe unter Forschung mehr als das.

        Ich habe nicht gesagt alle Standardwerke, sicher aber Klassiker wie Jung, Freud und andere. Zudem gibt es im angelsächsischen Raum durchaus Auswertungen, die Einfluss bzw. Absenz der Beziehung und deren Auswirkungen dokumentieren. Bei einer statistisch angehauchten Arbeit mit einem Mengengerüst von 8 erübrigt sich eine Auseinandersetzung.

      • Frank Baum sagt:

        Roshan: Einer wissenschaftlichen Kritik hält die Arbeit kaum Stand. Dafür sind 8 Gespräche zu wenig. Die Arbeiten in den Klassikern wie Freud oder Jung diskutieren aber nicht die Beziehung von Vater zu Kind, wie sie hier gemeint war. Die Klassiker sind an der Stelle vielleicht auch etwas überholt. Ich kenne viele Studien, die die Beziehungen von Eltern zu Kindern diskutieren. Die sind oft mit Vorsicht zu geniessen,weil sie die Vererbbarkeit oft nicht berücksichtigen. Studien, die sich dabei auf die Beziehung Vater-Kind konzentrieren kenne ich nicht. Wird es aber geben.

    • Sportpapi sagt:

      Mir scheinen die Erkenntnisse auch etwas banal. Obwohl sich durchaus interessante Anschlussfragen stellen würden. Aber wenn ich das richtig sehe, basiert die Studie auf 8 (!!!) Interviews mit Vätern (zufällig ausgewählt?), aus denen dann drei Typen herausgefiltert werden… Ich würde dem erst mal Vorstudie sagen…
      http://www.unibas.ch/index.cfm?uuid=7F0B4624C00A1C4D778622DFC8194D6F&type=search&show_long=1

      • tina sagt:

        ich würde sogar behaupten, wir alle haben schon deutlich mehr als 8 gespräche mit vätern und deren nachwuchs geführt

  • Karl Müller sagt:

    VIelen Dank für den Beitrag Frau Dr. Baumgarten. Aber seien Sie vorsichtig: Zuviel Verständnis in Väterfragen kann Sie den Job kosten. Das mussten einige andere bereits erleben wie Frau Monika Ebeling in Goslar. Darum ist es um so mutiger, dass Sie hier die Wichtigkeit von Vätern in der Beziehung zu ihren Kindern beleuchten. Danke nochmals dafür!

  • irene feldmann sagt:

    es braucht eben alles, vater und mutter…….die söhne entwickeln sich auch UM EINIGES besser wenn der kontakt mit dem vater ausgezeichnet ist!!

    • Yves sagt:

      Das kann ich nur unterstreichen. Gerade in der heutigen Zeit ist es wichtig, dass ein Sohn lernt wie man elbögelet und lernt ein gesundes Selbstbewusstsein zu entwickeln und das geht viel leichter und direkt mit einem Vater, der zeigt wie. Die Väter von heute haben noch ohne Handy im Sandkasten gespielt und gerade dieses non digitale know-how müssen wir weitergeben, das digitale kommt automatisch.

      • Freddy sagt:

        ein gesundes Selbstbewusstsein hat viele Quellen, lieber Yves…und sollte sich vorallem nicht nur aufs „elböglen“ beschränken…

      • mia sagt:

        Ich denke, es wird heute mehr „geeleböglet“ als gut sein kann. Es gäbe noch ganz andere Werte, die Väter ihren Kindern vermitteln könnten:Achtung, Ehrlichkeit, Zivilcourage, Gerechtigkeit, Unvoreingenommenheit, Toleranz und noch vieles mehr, das zur Sozailkompetenz gehört und dazu beiträgt, aus Kindern gesunde Erwachsene zu machen, aber elebögle???

      • marcel meier sagt:

        Lieber Yves
        Nur Männer und Frauen mit mangelndem Selbstbewusstsein müssen Ihre Ellbogen einsetzen um eben dieses Defizit zu kompensieren.

      • Frank Baum sagt:

        Das „Ellbögeln“ lernt ein Bub von den anderen Buben und nicht vom Vater. „Ellbögeln“ wird auch immer wichtig sein und seine Berechtigung haben. Mit Selbstvertrauen hat das „Ellbögeln“ hingegen nichts zu tun. Wir leben nicht auf einem Pony Hof. In unserem Leben wird es immer Interessenskonflikte geben. Die gilt es zu lösen – nach möglichkeit so, dass man sich danach immer noch in die Augen schauen kann.

      • Sportpapi sagt:

        Ellbögeln lernen ist Unsinn. Aber vielleicht lassen Väter eher mal zu, dass die Kinder auch körperlich miteinander umgehen bzw. ihre Auseinandersetzungen austragen. Aber nicht einmal das ist sicher.

      • Frank Baum sagt:

        Ellbögeln lernen soll unsinn sein? Wieso? Weil man es nicht lernt oder weil man es nicht braucht? Ellbögeln hat auch nichts mit körperlichen Auseinandersetzungen zu tun.

      • Yves sagt:

        Eure Antworten zeigen einmal mehr, dass 600 Zeichen nicht ausreichen um einen 360 Grad Kommentar zu schreiben, jeder von euch sieht eine andere Fazette. Ich spreche nicht von der Kindheit, ich spreche davon wenn die Kinder erwachsen werden. Alle eure Punkte sehe ich genau so +-. Jedoch lernt ein Sohn nicht von einer Mutter oder einem Freund, wie man sich als Mann in der heutigen Welt bewegt. Oder weshalb handelt der Titel über Väter? Weil wir beibringen was die Mutter kann oder der Freund weiss? Nein weil wir Väter etwas wissen, was ihr wohl nicht wisst. Das verraten eure Kommentare.

      • Sportpapi sagt:

        @FB: Stimmt, Unsinn ist schlecht formuliert. Mir ging es darum, dass ich glaube, es geht weniger um Ellbögeln lernen, als vielmehr darum, dieses Verhalten nicht grundsätzlich zu unterbinden.
        @Yves: Was bringen denn die Väter konkret ihren Kindern bei, was Mütter nicht können? Hier geht es ja um Selbstvertrauen, und daraus abgeleitet für seine Rechte einstehen, sich („sportlich“) durchzusetzen. Ich sehe da nicht grundsätzliche Differenzen zwischen den Geschlechtern, bzw. eine grosse Überschneidung.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Yves:
        „Nein weil wir Väter etwas wissen, was ihr wohl nicht wisst.“
        Wissen ist beliebig vermittelbar, echte Annahme hingegen und bedingungslose Liebe nicht-
        und diese von Grund und Beginn weg geschenkte Annahme und Liebe, in einer Beziehungskonstellation welche üblicherweise nur mit dem Tod des Elternteils endet, besonders wenn alle imselben Haushalt leben und im Idealfall mit nur wenig Fassadenbau; kann nur ein Vater, eine Mutter geben und unterscheidet sie von Freunden, Umfeld etc.

      • Frank Baum sagt:

        @Yves: Wie man sich als Mann in dieser Welt bewegt lernen Buben vor allem von anderen Buben und nicht von ihren Vätern. Bei aller Begeisterung für die Bedeutung der Vater-Kind-Beziehung: es gibt viele, die diese Beziehung nicht kennen und trotzdem gelernt haben, sich als Mann in dieser Welt zu bewegen und zwar nicht schlechter als solche, die andauernd einen Vater um sich herum hatten. Der Einfluss der Eltern auf die Kinder wird überschätzt, weil man sich gerne viel mehr Einfluss zusprechen möchte, als man tatsächlich besitzt.

      • irene feldmann sagt:

        jetzt wirds aber HÖCHSTE ZEIT, dass ihr alle hier mal EIN GLAS ROTWEIN trinkt und das wort ELLEBÖGLE in die RICHTIGE SCHUBLADE TUT……….auf 1 prinzip HERUMZUREITEN, anstatt das GANZE bild zu sehen, dem sage ich ELLEBOGA vor den augen……..(hirn haben ja alle, nehme ich an) grins…………..

      • Freddy sagt:

        oh ja irene, …ist Rotwein wohl das andere Prinzip ?! 🙂

      • tina sagt:

        fank baum: eltern eichen die kinder auf eine art norm. nicht dass kinder, auch erwachsene kinder, unbedingt gut finden was ihre eltern für wertmassstäbe haben oder hatten, aber sie sehen es oft und lange als normal an, als die mitte der allgemein gültigen werteskala. kinder orientieren sich mindestens unbewusst an den werten ihrer väter. so sehe ich das

    • irene feldmann sagt:

      lieber freddy von 12.32, 1 glas rotwein kann wunder wirken……und wunder braucht die menschheit(smile)!!!

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