Meine geliebte, verhasste Schwiegermutter

Ein Gastblog von Claudia Marinka*

Perfider Machtkampf: Jane Fonda und Jennifer Lopez in der Komödie «Das Schwiegermutter-Monster». (Warner Bros. GmbH)

Perfider Machtkampf: Jane Fonda und Jennifer Lopez in der Komödie «Das Schwiegermutter-Monster». (Warner Bros. GmbH)

Die meisten Frauen haben ein gutes Verhältnis zu ihrer Schwiegermutter. Meine Güte, man sieht sich vielleicht alle paar Wochen mal. Man isst bei Schwiegermutter zu Abend, sie gibt Stylingtipps für den Ehemann (er läuft weg) und die Schwiegertochter hilft brav beim Tischabräumen. Man nickt beim Verabschieden, wenn sie nach einer Jacke ruft, die man im Auto doch holen soll, weil es doch so kalt sei und winkt aus dem Auto nochmals herzlich zu. Und gut ists.

Diese vermeintliche Idylle kann nur ein Kind trüben. Denn mit der Geburt des ersten Enkels mutiert die Mutter des Geliebten zur unbeliebten – und deshalb ungehörten – Ratgeberin. Da dies in den meisten Fällen beim Gegenüber, also der Schwiegertochter, auf taube Ohren stösst, wird in dieser Einweg-Kommunikation die Schwiegermutter entweder wütend oder noch penetranter in ihrem Tun. Dagegen kann man nur schwer ankämpfen. «Nimm doch noch eine Jacke für den Kleinen mit, es könnte sein, dass das Wetter umschlägt» (Draussen herrscht blauer Himmel, das Thermometer zeigt 24 Grad an). «Hast Du auch genügend zu Trinken dabei, es ist heiss!» (Nein, ich suche immer spontan nach einem Brunnen, wenn mein Kind Durst hat). «Pass bloss auf, dass sie nicht in ein Gehege fallen». Im Zoo lass ich meine Kinder meist gerne am Käfigrand laufen, um zu schauen, ob sie es dieses Mal schaffen, nicht vom Löwen gefressen zu werden. Doch diese Dinge sagt man nicht. Man starrt weiter in die geöffnete Handtasche, zählt in Gedanken auf zehn, steht auf, lächelt die Schwiegermutter an und sagt «Mach Dir mal keine Sorgen!». Wenn Frau dann die Türe beim Weggehen hinter sich zuschlägt, fühlt sie die Freiheit. Für einmal auch trotz Beisein der Kinder.

Für eine Neo-Mutter sind die (natürlich meist gut gemeinten!) Tipps eine Zerreissprobe. Denn schliesslich hat man mit dem Neuankömmling schon alle Hände voll zu tun. Die Faustregel lautet deshalb ganz einfach: Hilfe, ja gern. Besserwissen, nein danke. Es wäre nun tröstlich, wenn man die Inputs überhören könnte. Dem ist leider nicht so. Frau kann jetzt eigentlich nur eine Strategie anwenden: in die Offensive gehen. Die Dinge über sich ergehen lassen, sich treiben lassen. Denn Widerstand ist zwecklos. Kämpft man den ganzen Tag dagegen an, raubt das am Ende mehr Energie als es einem was nützt. Denn die Einsicht der Schwiegermutter ist etwa so gross wie ein Loch im Emmentaler Käse. Und das nervt. Da hilft nicht einmal ignorieren.

Denn Plan B der lieben Schwiegermama kommt bestimmt zum Zug: hinter dem Rücken Dinge verrichten, ändern oder neu orchestrieren. Da kann es dann schon mal sein, dass der Schnuller in Honig getüncht wird, das Kinderzimmer beinahe mit dem Fernsehraum ausgetauscht wurde (Nein, die Energieschwingungen im Kinderzimmer sind voll in Ordnung) oder die Schlafenszeiten des Kindes (unantastbar, das weiss jede Mutter) spontan verschoben werden. Auch sehr beliebt: Im Nachhinein so tun, als ob es mit der Schwiegertochter abgesprochen gewesen sei. Ähm, wem glaubt der Sohnemann jetzt wohl?

Doch es geht noch perfider. Wenn die liebe Schwiegermutter alle Register ziehen will, dann greift sie zu Plan C: Den Anschein geben, man habe den Wink verstanden und sich vordergründig anpassen. Da glaubt man schon wieder an das Gute im Menschen und findet es vielleicht gar nicht mehr so schlimm, dass sie bei mehrtägigen Aufenthalten (das Los der Secondas) die Slips nach Farben ordnet, die Babyhosen nach deren Dicke in den Schrank legt und die Hemden des Mannes so perfekt bügelt wie es nur die Mutter kann. Doch plötzlich wird man wieder an ihr wahres Ich erinnert – etwa, wenn sie beiläufig erwähnt, dass sie den Kindern mittags endlich mal wieder etwas Gesundes gekocht habe.
Dann, ja dann ist es wieder mal an der Zeit, die liebgewonnene Freiheit zu bejubeln. Nur die Tür sollte Frau beim Verlassen der Wohnung bitte nicht so arg knallen lassen…

marinka*Claudia Marinka ist Journalistin mit Schwerpunkt Gesellschaftsfragen. Die zweifache Mutter hat zuletzt beim «Der Sonntag» gearbeitet und verfolgt jetzt eigene Projekte. Sie lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Zürich.

75 Kommentare zu «Meine geliebte, verhasste Schwiegermutter»

  • Lia sagt:

    Warum spricht hier eigentlich niemand über die Schwiegerväter und Schwiegersöhne? Haben die nix zu sagen, oder nehmen sie’s lockerer als die Damen?

  • Gabriele Roeck sagt:

    gegen die Schwiegermutter meines Mannes !!hatte auch auch nie was.Aber ansonsten ein wirklch guter Beitrag!Was ich daraus
    gelernt habe, werde nie so wie deine Schwiegermutter

  • Janine sagt:

    Schwiegermütter sind IMMER nur so „mächtig“, wie es ihre Söhne zulassen.

  • Franziska Brätsch sagt:

    „Ich hatte nie etwas gegen die Schwiegermutter meines Mannes“

  • S.e. sagt:

    Ich habe keine „SchwierigeMutter“ sondern eine schwierige eigene Mutter!!!!! Das ist noch viel schlimmer!!! Und wahrscheinlich fast anstrengender. Kann man (Tochter) auch nichts machen!

  • besserwiss sagt:

    Hoch auf die Schwiegermutter

    Ich wüsste nicht, wie ich die 13 Wochen Schulferien ohne Schwiegermutter überleben würde! Sie kommt und passt auf den Nachwuchs auf – und dann ist sie der Boss. Sie kann füttern und spielen was sie will, durchgehen lassen was ihr passt und kochen was sie mag. Sie ist der Boss. Nur die Basics sind verbindlich: Kein Autofahren mit Kids, kein Schlagen (was zu ihrer Zeit gemäss ihrem Sohn noch ab und an vorkam).
    Ist immer mal wieder anstrengend – aber total bereichernd. Auch für die Kinder. Und ich kann beruhigt mein Pensum arbeiten.

    • irene feldmann sagt:

      danke für den positiven input zum thema schwieger-muettiii, sie sind auch nur menschen………carpe diem!!!

  • irene feldmann sagt:

    schwiegermutter: wenn sie ihren sohn mit vollem einverständniss ÜBERGEBEN hat, dann sollte auch das ENKEL-PROBLEM kein problem sein…….eine positive einstellung brauchts immer von 2 seiten!!!

  • peterundpaul (heute die weibliche Ausgabe) sagt:

    da gibt es eine wunderbare und effiziente Lösung: Schwiegermuuter ganz radikal aus dem Familienleben ausgrenzen, den Ehemann so dressieren das der keinen Kontakt zu seiner Mutter mehr hat und der Familienfrieden ist gewahrt und bleibt erhalten. Schwiegertochter hat ja ihr eigenes Mami

    • esther jöst sagt:

      Irgend jemand sagte mir einmal: Es gibt böse Schwiegermütter, aber es gibt auch böse Schwiegertöchter. Eine eifersüchtige Schwiegertochter ist das Schlimmste was einer Schwiegermutter passieren kann.Wie sie’s macht, ist immer verkehrt. Aber was solls, sie werden auch einmal Schwiegermütter. Evt. kann man dies dann so richtig schadenfroh geniessen… Den Sohn kann man vergessen, der ist sowieso ein Weichei, leider von der Mutter so erzogen……Habe so ein Familiendrame täglich aus der Ferne, doch gut einsehbar, vor Augen. Nein danke, so nicht!:-)

  • houdini sagt:

    „Frau kann jetzt eigentlich nur eine Strategie anwenden: in die Offensive gehen. Die Dinge über sich ergehen lassen, sich treiben lassen. Denn Widerstand ist zwecklos.“

    ähem… logik?

    • irene feldmann sagt:

      widerstand ist NIEMALS zwecklos, oft einfach nicht intelligent…………….

      • houdini sagt:

        ich meinte damit, dass „in die offensive gehen“ und „die dinge über sich ergehen lassen“ sich diametral gegenüberstehen. und somit nicht beide teil „EINER strategie“ sein können.

  • mili sagt:

    Das Thema interessiert mich nicht besonders. Ich möchte nur danken dafür, dass die letzten Kommentare wieder ersichtlich sind.

  • Auguste sagt:

    hmm…, eine schwierigmutter, die nicht zwölf monate im jahr bedenken hat, dass ihr kleines enkelkind erfrieren könnte, sollte man eigentlich abklären lassen. die ist nicht ganz normal.

    weil sie gleichzeitig auch grossmütter sind, hier eine bottom-up sicht, die ihre reputation wieder in ein etwas freundlicheres licht rückt…

    youtube: kellie pickler – my angel

  • Maria sagt:

    Ich war zwei Mal Schwiegertochter e und bin jetzt Schwiegermutter und Grossmutter. Ich muss es sagen: es ist wirklich ein Horror und ein Trauma dieses letztes Erfahrung. Denken sie daran, junge Mütter…sie werden Schwiegermütter sein! Der Zeit gehts vorbei schneller als sie denken.

    • Heike Hellmann sagt:

      Hallo Maria,
      ich bin heute auf diesen Blog gestoßen. Ich glaube man sollte im allgemeinen gelassener werden als Schwiegermutter … denn sie ( die Schwiegertochter ) wird auch einmal Schwiegermutter werden. Ich freue mich schon darauf 🙂 Einen entspannten und toleranten Abend wünsche ich allen Schwiegertöchtern 🙂

  • Martha sagt:

    Meine Schwiegermutter ist letztes Jahr gestorben. Ich vermisse sie sehr.

    • Irina sagt:

      Gratuliere, Sie hatten wohl ein liebenswerte Schwiegermutter, das ist eher die Ausnahme.
      Zum Ableben meiner Selbigen bleibt zu sagen: die Welt ist besser ohne sie.

  • Lala sagt:

    Meiner Erfahrung nach sind eher die „jungen“ Mütter (und noch extremer Väter) schlicht übervorsichtig und lösen damit bei den älteren Semestern (verständlicherweise) Kopfschütteln aus.
    Aber naja, die „älteren“ Semster die ich kenne hocken auf Ihr Maul und lästern dann los wenn keiner mehr da ist :D:

    Und was daran so falsch sein soll wenn die Grossmutter die Enkel verwöhnt (Honig am Schnuller u.s.w.) erschliesst sich mir nicht so ganz.

    • Valeria sagt:

      Honig am Schnuller ist aus zweierlei Hinsicht absolut unnötig: Zum einen kann Honig Sporen von Clostridium botulinum enthalten. Es handelt sich um Bakterien, die sich im noch unreifen Darm des Kindes vermehren und ein Nervengift freisetzen können, das Botulinumtoxin. Zum anderen sollte Kleinkinder wegen Kariesgefahr nicht ständig Zucker im Mund haben, also keine Süssgetränke im Schoppen und eben keinen Honig am Schnuller.

      Da gibt es wirklich bessere Möglichkeiten, das Kind zu verwöhnen… 🙂

    • Bitta sagt:

      wie Valeria sagt – Honig kann ein Kind umbringen, etwas krass gesagt. Bloss weil man das früher auch gemacht hat und es überlebt hat, heisst das nicht, dass man es wider besseren Wissens heute auch machen muss.

    • Kathy sagt:

      Lala hat das ja nur als Beispiel gebracht. Ich zbsp bekam von meiner Grossmutter am Abend vor dem Schlafengehen (und nach dem Zähneputzen, au wei:)) ein kleines Täfelchen schwarze Schokolade. Habe bis heute noch nie ein Loch in den Zähnen gehabt, hat also nicht geschadet. Solche kleinen Dinge machen doch das Grossmutter-Sein auch aus, jetzt dürfen sie die Kinder verwöhnen, wo man bei den eigenen halt strenger war.

  • Andy Arbeit sagt:

    Unbedingt lesen – Meine nicht uns, sondern unsere Eltern/Schwiegereltern: Kinderbetreuung: Tipps für Grosseltern https://www.elternclubschweiz.ch/artikel/kinderbetreuung-tipps-fuer-grosseltern
    Ohni Grosi und ohne Opa läuft fast nichts. Über die Hälfte der Eltern in der Schweiz lassen ihre Kinder regelmässig von Grosseltern betreuen. Damit es im Alltag klappt, hat der Eltern Club Schweiz die wichtigsten Tipps zusammengestellt.

  • mägi sagt:

    …hhmmm…also bei mir ist es die Schwägerin, die das Prädikat „Besserwisserin“ innehat. Echt nervtötend zwischendurch, aber Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Meine Schwiegermutter hat`s im Griff – würd aber nie klugscheissern.

  • Leo Klaus sagt:

    Naja, Mutter oder Schwiegermutter. Es ist gleich schlimm mit beiden, vor allem nachdem man Kinder hat.

  • Manuela sagt:

    Die Schwiegermutter hätte sich für’s Söhnchen leider was viiiiel besseres gewünscht… Aber kein Problem, die lebt 500 km weit weg. Ein paar Mal im Jahr wird der Sohn mit Nachwuchs für ein paar Tage dort hin geschickt. So lässt sich’s gut leben. Komisch nur, dass alle soooo gern wieder nach Hause kommen…

  • maia sagt:

    Was ist eine Neo-Mutter?

  • Sandra Althans sagt:

    Ich finde nicht Schiegermütter schlimm, sondern die Mütter, die alles genaustens nach Plan haben müssen (8.00 schlafen, ein Stück Schokolade pro Woche, etc.). Lasst doch die Grosseltern so machen, wie sie möchten! Das schadet den Kindern nicht, ausser sie sind fünf Tage pro Woche dort und kennen nichts mehr anderes. Meine drei Kinder dürfen bei den Grosseltern auch ganz andere Dinge zuhause, aber das macht doch das Leben auch abwechslungsreich und wertvoll. Zudem werden die meisten Mütter auch mal Schwiegermütter, und die pedantischen sind dann eben diese Monster, diejenigen die schon jetzt n

  • Kurt sagt:

    „Doch diese Dinge sagt man nicht.“
    Wieso eigentlich nicht? Mit einem humorvollen Unterton gesagt, gibt man der Schwiegermutter doch sanft zu verstehen, dass die ewigen Ratschläge absurd sind, weil man das gleiche Interesse verfolgt: nämlich die Sicherheit des Kindes.

  • Sportpapi sagt:

    Meine Schwiegermutter, ebenso wie meine Mutter, würde sich schön bedanken, würde ich mich in der Öffentlichkeit so über sie äussern. Das kann man auch direkt anbringen, wenn es nötig ist. Dass bei den Grosseltern ein gewisser Erfahrungsschatz liegt, und sie doch immerhin ihre Kinder offensichtlich auch nicht so schlecht hinbekommten haben, kommt ja noch dazu. Das schliesst nicht aus, dass man ihnen klar und deutlich mitteilt, dass wesentliche Punkte der von den Eltern bestimmten Kindererziehung auch von den Grosseltern befolgt werden müssen. Aber Freiheiten braucht es natürlich auch…

    • Francesca sagt:

      Sportpapi, jetzt mach aber mal den Abgang!! Wenn man mit meiner Mum etwas NICHT kann, dann Probleme bilateral lösen. Das ist ja genau der Punkt. Könnte man dies, würde sie ihre Grosskinder mehr als zweimal jährlich sehen. Und dies nicht meinetwegen, denn die sind längst erwachsen. Sie kommen mit an die Familienfeiern unter meinem guten Zureden, aber ansonsten haben auch sie die Nase voll von den ewigen Belehrungen und Besserwissereien. Also, Sportpapi, wenn’s bei Dir besser ist: einfach froh sein. Und still.

      • Roshan sagt:

        „Meine Schwiegermutter, ebenso wie meine Mutter, würde sich schön bedanken, würde ich mich in der Öffentlichkeit so über sie äussern“ – da muss ich nun doch sagen, dass SP einen Punkt hat, Francesca.
        Nämlich die Frage, ob an einem anonymen Ort wie hier es wirklich sinnvoll ist, mit vollem Namen und weiteren Angaben zur Person zu schreiben und über ein Problem mit der Verwandtschaft zu lästern (so mein Eindruck der Tonart des Textes oben). Betrifft auch die Beiträge der Jugend, die mit vollen Namen und identifizierbaren Fotos publiziert wurden. Ich finde das nicht gut.

      • Sportpapi sagt:

        @Francesca: Pech gehabt, tut mir leid für dich (und deine Kinder, und irgenwie am meisten den Vater deiner Kinder). Aber hier mit vollem Namen hinstehen und über die Schwiegermutter lästern, das geht schlicht und einfach gar nicht. So viel Anstand muss sein.

      • Sportpapi sagt:

        Oh, Roshan, das sind wir ja sogar mal völlig einig.

      • mila sagt:

        Ähem, Sportpapi: Francesca sprach von ihrer eigenen Mutter…

        Ansonsten bin ich auch ob der in aller (namentlichen) Öffentlichkeit gewaschenen schmutzigen Wäsche leicht befremdet und frage mich, seit wann eigentlich Lästern zu so was wie einem humoristischen Stilmittel verklärt wurde.

    • Widerspenstige sagt:

      Sehe das ebenso wie Sportpapi, Roshan und jetzt grad mila.
      Ich bin über diesen Artikel auch ziemlich befremdet, um nicht zu sagen ziemlich respektlose Art sich hier in einem Mamablog auszulassen über Schwiegermama oder eigene Mama. Da muss man sich nicht wundern, wenn Kommentare dann ehrverletzend ausufern (Blogregeln?).

      Da hatte Michèle B. und auch Nicole A. jeweils noch eine andere Art gepflegt, sich über ein brisantes Thema aus dem nahen Umfeld zu äussern. Ein Grundrespekt sollte auch hier gewahrt bleiben u nicht gerade alles breitgewalzt werden dürfen.

      No, I’m not amused, sorry. 🙄

  • Manfred Meier sagt:

    „… die Hemden des Mannes so perfekt bügelt wie es nur die Mutter kann.“ — In welchem Universum leben wir denn heute? Selbstverständlich bügle ich meine Hemden selber (und die Blusen meiner Frau dazu).

  • Philipp Rittermann sagt:

    nun. das schwiegermutter-thema ist in der tat mit einigen clichées behaftet. mit meiner bin ich äusserst zufrieden. gerade als mann sollte man aber darauf achten, die zukünftige schwiegermutter schon vor einer ehe, gut abzuchecken; passt sie nicht, ist es angebracht, auch die angetraute etwas genauer zu hinterleuchten.

  • Valeria sagt:

    Kann das sein, dass dieser Artikel direkt nach einem solchen Frust-reichen Ereignis geschrieben wurde?

    Im Übrigen: Die Schlafenszeiten unserer Tochter sind alles andere als unantastbar. Eine Stunde plus/minus macht der Kleinen nichts aus, je nachdem sogar mehr. Ich hocke bestimmt nicht Stunden neben dem Bettchen, nur weil jetzt so und soviel Uhr ist. Das merkt man ja als Mutter. Also, wann das Kind müde ist. Und unsere Tochter ist, im Gegensatz zu anderen Kindern (!), halt keine minutengenaue „Schlaf-Maschine“.

    Bis jetzt hatten wir mit diesem System jedenfalls noch keine Probleme.

    • Rena Haug sagt:

      Bei uns waren die Schlafenszeiten auch überhaupt nicht in Stein gemeisselt. Erst als unsere Tochter älter wurde und der Kindergarten anstand haben wir sie auf (mehr oder weniger) 8 Uhr getrimmt. War kein Problem, sie machte das problemlos mit, früher wie heute…
      Apropos, meine Schwiegereltern sind absolut toll, ich bin mehr als froh um sie und auch oft um gute Tipps meiner Schwiegermama. Ich besuche sie so oft es geht (leider nicht eben gleich um die Ecke). Nun, vielleicht liegt’s ja auch daran, dass meine eigene Mutter leider sehr früh verstorben ist. Nun ist sie halt ein toller Ersatz!!!

  • Auch ich war mal Neo-Mutter (was für ein hässliches Wort) und werde vielleicht bald mal Schwiegermutter sein, habe aber überhaupt nicht im Sinn, mich in ein Schwiegermonster zu verwandeln und bin überzeugt, dass ich sehr gute Chancen habe, dieses Ziel zu erreichen. Wie viele Frauen bin ich nämlich in der Lage zu reflektieren, zu prüfen und das Gute zu tun und das Schlechte zu lassen.
    Eigentlich ein ziemlich beleidigender Artikel meiner Meinung nach.

  • Francesca sagt:

    OHHH, JA! Bloss war meine Schwiegermutter ein Engel – wir hatten gar keinen Kontakt, da sie sich mit dem Sohnmann zerstritten hatte – das Monster war meine eigene Mutter. Irgendwann stellte ich sie vor die Türe und zwei Jahre lang war Funkstille. Danach hat sie einigermassen begriffen. Heute geht es. Wenn es zu bunt wird, ziehe ich mich einfach zurück. Man kann halt nicht den Vorteil einer allzeit hütebereiten (Schwieger-) Mutter nutzen, und sich dann ärgern. Wir hatten dann halt Babysitter, was natürlich kostet und die Möglichkeiten reduziert. Aber wir waren frei. Alles hat seinen Preis.

  • Jürg. sagt:

    Häufig ist auch die Mutter die eher schwierige. Hauptsache man wohnt nicht im gleichen Haus.

    • Jürg. sagt:

      Jede zusätzliche Person im Haushalt macht zwangsläufig toleranter
      ..Nanny, Mutter, Schwiegermutter sind eine grosse Chance für den Partner mehr Wertschätzung zu erfahren 😉

  • Lisa sagt:

    Warum Schwiegermutter? Meine Mutter genügt mir völlig!

    • Roli sagt:

      Warum Schwiegermutter?

      Ganz einfach, weil auch die Mutter des Mannes ein Recht auf die Enkel hat… wenn sie den kein Ekel ist 😉

  • Frölein Mittens sagt:

    Sag Ihr immer wieder, Sie hatte die Chance bei Ihren eigenen Kindern, und die sind ziemlich verkorkst haha….

  • Luise sagt:

    Penetrant, wie das beschrieben ist. Ich hatte offenbar Glück, liess meine Schwiegereltern aber auch machen, wie sie es für gut fanden, wenn die Kinder bei ihnen waren. Kinder kommen gut zurecht, dass es bei den Grosseltern so und zuhause anders ist. Sie tragen keinen Schaden davon, wenn sie mal zu andern Zeiten schlafen, anders essen oder TV kucken. Daheim gelten dann wieder andere Regeln. Jetzt bin ich selber Schwiegermutter, noch voll berufstätig und kann mir nicht vorstellen, dass ich ab dem ersten Enkel zum Monster mutiere.

    • Ylene sagt:

      Geht mir genau gleich, ausser dass ich keine Schwiegermutter bin. Meine Schwiegereltern sind 2 Goldstücke. Ich lasse sie aber in ihrem Haus auch machen, was sie für gut befinden. Schliesslich ist mein Mann ja ganz toll herausgekommen…

    • shilgia sagt:

      Ja, eigentlich bin ich da derselben Meinung… aber was machen, wenn (wie in meinem Fall) die Schwiegermutter die Kinder die ganze Zeit mit Suessigkeiten vollstopft und die Kinder bei ihr nur vor dem TV sitzen? Was, wenn die Schwiegermutter absolut zu nichts nein sagen kann? (Die Kinder haben das natuerlich ganz schnell verstanden und muessen nur ein wenig anfangen zu „stuermen“ und bekommen dann alles….). Kommt dazu, dass wir nur ein paar Strassen entfernt wohnen- also sehen wir uns mindestens 4-6 Mal pro Woche…. Ich woltte wirklich, es waere anders….

      • Francesca sagt:

        Wegziehen, Kontakt runterschrauben. Aber sind Sie dazu bereit? Es ist schliesslich auch ganz bequem so…

      • shilgia sagt:

        Nein- wegziehen kommt sicher nicht in Frage- meine Schwiegermutter ist ansonsten eine ganz nette Person. Das mit dem TV und den Suessigkeiten ist einfach sehr muehsam und ich lasse die Kinder deshalb auch sehr wenig alleine bei ihr- dabei waere es toll, sie koennten mehr bei ihr sein. Und nein- sie war nie „Hausfrau“- hat einen ganz anderen Hintergrund (Wir wohnen in einem Kibbutz in Israel- wenn das jemandem etwas sagt…)- daher auch kaum Erfahrung, wie man Kinder erzieht…

      • Jürg. sagt:

        @shilgia
        Die Kindern können sehr gut mit unterschiedlichen Regeln umgehen, und wenn die Schwiegermutter nie nein sagen kann werden ihr die Kinder sehr schnell über den Kopf wachsen, dann löst sich das Problem von selber.

      • Stella sagt:

        Als die Kinder klein waren, hatte ich keine Chance gegen meine Ex-Schwiegermutter. Es fing schon damit an, dass sie die Kinder ohne mein Einverständnis umzog und in meinem Haus putzen wollte, da es angeblich nicht so sauber wie bei ihr zu Hause war. Mein Ex-Mann war seiner Mutter total unterwürfig und unterstützte mich nie. Weil seiner Meinung nach Frauen einfach nicht miteinander auskommen, sah er keinen Grund, mich aktiv zu unterstützen und Abmachungen einzuhalten. Glücklicherweise bin ich meiner Ex-Schwiegermutter seit unserer Scheidung vor 10 Jahren nicht mehr begegnet.

    • Francesca sagt:

      Die Menschen sind unterschiedlich und ich werde mich auch bemühen, keine solche Terroristin zu werden. Ich denke, dass diejenigen (Schwieger)-Mütter, die ihre Aufgabe immer nur in der Familie sahen und nicht berufstätig sind, die schlimmsten sind, denn die sind unterbeschäftigt und stürzen sich nachgerade aufs Grosskind und wissen alles besser, ist schliesslich ihr „Beruf“. Grosseltern, die noch andere Interessen haben, mischen sich viel weniger ein, sind dafür nicht so verfügbar. Ist ja auch nicht ihr Job.

  • Ike Conix sagt:

    Also ich habe überhaupt keine Probleme mit meiner Schwiegermutter, im Gegenteil. Vielleicht ändert sich das noch. Sie ist erst 89.

  • Ursula Jungo sagt:

    Nicht vergessen, Du wirst auch einmal Schwiegermutter mit allen Vor- und Nachteilen!

  • OT sagt:

    Oh ja – zehn Monate ist es her, seit meine Tochter auf die Welt gekommen ist. Seit der Schwangerschaftsverkuendung spinnt meine Schwiemu. Ich habe endlose Diskussionen gefuehrt: Warum schlaeft das Kind in einem Schlafsack? Warum benutzen wir keine Stoffwindeln? Warum gerade dieser Brei? Was, das Kind muss schonwieder schlafen? Und das Beste: Warum habt ihr keinen fixen Entbindungstermin, so dass wir wissen, wann wir kommen sollen (Schwiemu stammt aus Merry Old England)

    • Jasmin21 sagt:

      Oje, du arme!

    • Lila sagt:

      Ach das kenne ich.. Kind eins kam viel zu früh zur Welt. Was für eine Frechheit; da hatten sie extra die Ferien so geplant, dass sie hätten hier sein können. Danach stand das Recht auf den Enkel im Raum, wie oft, wie lange und bitte immer sofort und gleich. Unmöglich für eine aktive Frau. Aber eben regelmässig hüten war nicht möglich, fünf Monate Auslandaufenthalt im Jahr waren und sind geplant. Kaum zurück, dann aber sofort her mit dem Enkel. Bei Enkel Nr. 2 kam dann die Bitte um eine verfrühte Geburtseinleitung, damit es in die Pläne passt. Und das mit unserer Vorgeschichte! Gemein war das!

      • mia sagt:

        Oh Ihr armen Schnäuze! Da hättet Ihr es mit mir als Schwiegermutter wahrlich leichter gehabt. Euer Geburtstermin und die Konsistenz des Babybreis sowie alles andere hätte mich nämlich weniger interessiert, als wenn in China ein Sack Reis umfällt. Und bevor ich Eure Kinder gehütet hätte, hättet Ihr mich schon erst auf den Knien darum bitten müssen.

    • anocha sagt:

      Kenn ich gut. Kaum war ich das 1. Mal schwanger, kamen die guten Ratschläge. Und etwa 2 Monate vor Termin fragte sie mich jedes Mal, wenn sie anrief, ob ich das Köfferchen auch schon gepackt hätte. Irgendwann wurde es mir zuviel und ich hab ihr erklärt, dass mein Kind auch ohne Köfferchen zur Welt kommen würde.
      Habe in der Zwischenzeit 3 Kinder, aber Schwiegermutter weiss selbstverständlich immer noch alles besser. *seufz*

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