Das liebe Geld

Ein Papablog von Rinaldo Dieziger*.

Mamablog_money

Wie wird das Geld in einer Familie aufgeteilt? Im Bild: Das Ehepaar White (Anna Gunn und Bryan Cranston) vor ihrem Geld. (Szene aus «Breaking Bad», Foto: High Bridge Productions)

Er legte ihr einen Hunderter auf den Nachttisch. Obwohl er durchgeschlafen hatte. Wieder einmal. Sie schnellte um 2 Uhr nachts auf, machte das Sandmännchen für die Kleine und lullte sich danach mit der Einkaufsliste für morgen in den Schlaf. Blätzli, Spinat und Rösti. Und fast vergessen den Entkalker. Vielleicht reicht das Sackgeld ja noch für einen Abstecher zu Starbucks. Oder Vögele Shoes.

Wie zum Geier haarsträubend ist es im Jahr 2013, wenn Männer ihren Frauen Sackgeld geben, weil sie Teilzeit oder gar nicht arbeiten? (Gilt auch umgekehrt.) Wie wird das Geld in der Familie aufgeteilt? In einem Zeitalter, in dem jedes Babylächeln mit der ganzen Welt geteilt wird? Vielleicht helfen die aktuellen Ansätze aus Wirtschaft und Politik weiter.

Das Bonus-Malus-Prinzip

Neben einem fixen Gehalt für die Hausarbeit, erhält sie beim Erreichen der vereinbarten Ziele einen Bonus. Ziele könnten saubere Fenster zum Frühlingsbeginn oder ein besonders wirtschaftliches Beschaffungswesen sein. Stichwort Windeln. Hier dürfen sich die Geister scheiden, wie hoch ein fairer Lohn für die Hausarbeit anzusetzen ist. Nach Anzahl Räumen, Kindern und Stunden? So viel wie eine Putzfrau und Kinderbetreuerin kosten würden? Oder hängt das davon ab, wie viel er verdient?

Die Zypern-Methode

Er lädt alles auf ein gemeinsames Konto. Sie besitzt zwar eine eigene Kreditkarte, kann aber nur einen bestimmten Betrag pro Tag beziehen. Die zypriotische Handhabung der Bankkonten kennt jeder Jugendliche, der noch am Tropf der Eltern hängt. Darf man den Partner wie ein pubertierendes Kind behandeln?

Die 1:20-Initiative

Egal, wie gut er verdient, er darf in einem ganzen Jahr nicht mehr verdienen, als sie in einem Monat. Wenn er pro Jahr eine Million nach Hause bringt, kriegt sie 50’000. Klingt nach wenig. Bei verheirateten Paaren mit dem ordentlichen Güterstand Errungenschaftsbeteiligung gilt 1:1. Sie kriegt also eine Null mehr: 500’000. Hätte Anne-Laurence Vasella zehn Millionen verdient? Und ist es fair, dass sie jetzt darauf verzichten muss?

Das Offshore-Konstrukt

Er hat ein eigenes Lohnkonto. Sie hat ein eigenes Lohnkonto. Er hat ein eigenes Sparkonto. Sie hat ein eigenes Sparkonto. Sie haben zusammen ein Lohnkonto. Sie haben zusammen ein Sparkonto. Und sie haben ein Sparkonto für jedes Kind. Die Konten sind verteilt auf verschiedene Banken. Don’t Trust Me. Jeder versteckt sein Geld vor dem anderen.

Die saubere Lösung

Gesehen bei einem Ehepaar. Er arbeitet als Jurist. Setup: Verheiratet mit Errungenschaftsbeteiligung. Beide haben eigene Konten. Siehe Offshore-Prinzip. Jeder Ehepartner zahlt dem anderen Ende Monat die Hälfte seines Lohns. Wenn er 7000 verdient, zahlt er 3500 an sie. Wenn sie Teilzeit arbeitet und 3000 verdient, zahlt sie ihm 1500. Beide haben Ende Monat 5000 auf ihren Konti. Beide zahlen davon einen abgemachten Betrag, zum Beispiel 3000, auf das Gemeinschaftskonto ein. Auf dem Gemeinschaftskonto stehen damit pro Monat 6000 zur Verfügung für Miete, Essen, Auto, Steuern, Möbel, Kinder, Ferien und gemeinsame Anschaffungen. Jedem Ehepartner bleiben 2000 zur eigenen Verfügung. Bei einer Trennung muss niemand dem anderen etwas bezahlen. Denn genau nach diesem Schlüssel wird beim Ende einer Ehe abgerechnet. Klingt unromantisch. Ist aber Recht so in der Schweiz.

rinaldoRinaldo Dieziger (37) ist Gründer von Supertext, der ersten Textagentur im Internet. Seine Erfahrung als Unternehmer gibt er im Blog Fragen Sie den Chef vom Ganzen weiter. Er hat eine Tochter (2) und lebt mit seiner Familie in Zürich.

113 Kommentare zu «Das liebe Geld»

  • Ich verdiene 6500.00 und meine Frau .3500.00 netto Meine Frau zahlt ihre Krankenkasse von 550.00 selbst und kommt noch zusätzlich für die Kleider von unserer kleinen Tochter auf.Meine Meine Frage ist, darf meine Frau monatlich für Tennisstunden/Miete rund 1700.00 Fr.ausgeben. Durch dieses teure Hobby können wir uns fast nichts anderes wie z.B. neue Möbel und sonstiges leisten.

  • Marianne Siebert sagt:

    wir teilen es uns auf: ich wähle aus. er zahlt.
    und tags-/nachtsüber fülle ich die Foren mit der Leier, dass Frauen zu wenig verdienen – und freue mich über die Reaktionen frustrierter Männer denen ich patriarchales und unsensibles Verhalten vorwerfe.

  • Es gibt immer Diskussionen ums Geld, wenn unterschiedliche Auffassungen da sind, wie haushälterisch, sparsam bis geizig oder grosszügig bis verschwenderisch. Wer hat wie teure materielle Bedürfnisse. Auf den ersten Blick ist die „saubere Lösung“ gut, aber dann bleibt immer noch die Frage, wer wieviel hausarbeit macht und wie die berechnet/entschädigt wird. Probleme gibts, wenn das Geld nicht ausreicht, warum auch immer.

  • Martin sagt:

    In vielen Familen war und ist die Frau die „Finanzministerin“. Bei meinen Eltern hat also der (auswärts Arbeitende) Vater das Sackgeld erhalten und die (zuhause Arbeitende) Mutter die Finanzen verwaltet. Alles andere ist vorwiegend ein Klischee von Feministinnen und ihren männlichen Anhängern.

  • Gastarbeiter sagt:

    Unsere Lösung: Nicht verheiratet, 3 Kinder, Mann 100% Job, Frau 60% Job. Gemeinsames Konto (mit Kreditkarten & EC) + jeder private Konten. Mann zahlt 80% der Haushaltskosten inkl Kinderbetreung (und stopft Loecher wenn es welche gibt), Frau 20%. Den Rest kann jeder behalten. Am Ende vom Jahr Ausgleich der PKs. Funktioniert gut, aber liegt wohl daran dass wir beide ein ähnliches Verhältnis zu Geld haben (beide aus eher bescheidenen Verhältnissen) und bisher (touch wood) immer genug reingekommen ist.

  • M.A. sagt:

    Er verdient’s, ich geb’s aus…. Ich mach (fast) alle Einkäufe, Einzahlungen etc. Mein Mann weiss kaum, was auf dem Konto ist. Allerdings haben beide etwa die gleiche Einstellung zu Geld, Anschaffungen und Luxus. Das vereinfacht Vieles. Probleme gibt’s vor allem in den Fällen, wo einer nicht mit Geld umgehen kann. Dann braucht’s viel mehr Kontrolle und Abmachnungen und getrennte Konten. Bei ähnlichen Ansichten und Ansprüchen ist das alles kaum ein Problem.

    Wir haben beide je Lohnkonten, Sparkonten etc. Aber jeder hat überall Zugriff.

  • barbara sagt:

    mich stört an der ganzen diskussion (bereits in der einleitung!), dass da von „frauen, die nicht arbeiten“ die rede ist. ja hallo – was machen die denn den ganzen tag? bloss einkaufen, kochen, kinder betreuen, zur schule bringen, familienadministration erledigen, haushaltmüll entsorgen und altpapier bündeln, hund/katze füttern, elternabende besuchen, kinder trösten, arzt-/zahnarzttermine vereinbaren, küche aufräumen, staubsaugen, bücher abstauben, fenster putzen – bloss arbeiten tun sie nicht! der unterschied ist doch nicht arbeiten/nicht arbeiten, sondern geld verdienen/kein geld verdienen!

    • staun sagt:

      das stört mich genauso! damit wird suggeriert, dass ‚die frauen‘ auf der faulen haut liegen, so ein ‚bisschen-haushalt-mässig‘. passt aber gut ins bild des sog. ‚ernährers‘.auch da funktioniert die wort-verschleierung gut. mir ist keine studie bekannt, die besagt, dass mehrheitlich männer mit ernähren/bekochen ihrer familie beschäftigt wären. ‚auf lohnerwerb gehen‘, ausser haus arbeiten, zusatzverdienst generieren wären klare ansagen. ebenso hauptverdiener_in.andere taugliche begriffe werden gerne entgegengenommen!

      • Claudia sagt:

        Dann hätte aber jeder der arbeitet einen 2ten Lohn verdient………den Haushalt führt man ja auch noch zusätzlich…….

  • Auguste sagt:

    hmm…, so lange die beziehung funktioniert, funktioniert auch praktisch jedes einkommensverteilsystem. sobald diese prämisse hinfällig wird, wünschte man sich wahrscheinlich, man hätte eine saubere lösung gehabt.

    nebenbei, alle banken und sogar ganze länder glaubten bis vor kurzem, dass ihre lösungen in geldfragen einwandfrei wären.

    youtube: porter wagoner – the cold hard facts of life

  • Doppelpapa sagt:

    Ich arbeite 100 % meine Frau 20 % mit zwei Kindern 4 Monate und 2 Jahre. Jeder hat sein Konto. Ich zahle die grossen Kosten (Miete, Essen, Auto, etc) meine Frau die kleinen Kosten (Natel, etc) Ich habe Taschengeld (ca. 800 SFR im Monat) und meine Frau eine eigene Karte für mein (unser) Konto. Klappt prima. Was übrig ist kommt aufs Sparkonto.
    Wenn wir etwas grösseres anschaffen wollen, für die Wohnung zum Beispiel, sprechen wir darüber. Fertig!
    Das funktioniert gut für uns. Jeder sollte seinen Weg finden.

  • Sportpapi sagt:

    Irgendwie scheint mir, die Leute, die sich hier zu Wort melden, haben alle grosszügig Überschüsse zu verteilen, die dann wahlweise gespart oder als „Sackgeld“ nach eigenen Bedürfnissen ausgegeben werden können. Ich weiss nicht, ob das nun sehr repräsentativ ist…
    Ich erlebe es ja eigentlich eher so, dass das Einkommen knapp bis einigermassen gut für die Familie reicht. Und die Ehepartner müssen sich klar sein, welche Sprünge möglich sind, und was die Möglichkeiten sprengt. Notfalls braucht es halt mal eine Absprache bei grösseren Ausgaben. Aber „Sackgeld“ zur freien Verfügung?

    • mira sagt:

      Einige Antworten hier passen gut zur These, dass je mehr jemand hat, desto weniger teilt er mit anderen. Weder mit der eigenen Familie, noch mit der Gesellschaft (Offshore-Geschäfte lassen grüssen).
      Die meisten Antworten hier waren aber doch eher vernünftig und Familien-orientiert. Viele Wege führen nach Rom und solange es für alle Beteiligten stimmt ist doch i.O. Wenn zB ein Partner unsinnig Geld verprasst, dann ist die Einführung von 2 Konten tatsächlich eine sehr gute Sache.

    • Tomasino sagt:

      Für mich ist es Teil der „Menschenwürde“, einen gewissen Anteil am Kuchen auf einem eigenen Konto zu haben. Dieses Geld kann man dann ausgeben, ohne irgendjemandem Rechenschaft ablegen zu müssen. Meine Frau und ich schätzen diesen (betragsmässig untergeordneten) Freiraum sehr.

    • mia sagt:

      @Sportpapi: Sie dürfen nicht alles für bare Münze nehmen, was da aufgetischt wird. Einige, die hier so tun, als hätten sie Ende Monat Tausende von Franken für Sackgeld übrig und um aufs Sparkonto zu legen, haben vermutlich nicht selten schon Mitte Monat nichts mehr ausser ihrem big Maul und dem ebenso grossen Drang zur Angeberei.

      • Sportpapi sagt:

        Naja, solange es noch Geld zu verteilen gibt, statt wie offenbar immer häufiger Schulden, ist ja alles noch gut…

  • Bitta sagt:

    wir handhaben das genauso: nach den Abzügen für seine Kinder aus einer früheren Beziehung bleibt meinem Mann etwa gleich viel wie mir, die ich TZ arbeite – wir zahlen gleich viel aufs gemeinsame Konto ein, zahlen je 50% an Miete, Einkäufe, Sparkonti der Kinder etc und der Rest ist unser Sackgeld. Bzw zahlt er (von sich aus) mehr an die Versicherungen, da ich den Haushalt zu mehr als nur den 70% mache, die ich arbeite. So wird keiner benachteiligt.

  • elena sagt:

    Wir haben Gütertrennung: Rechnungen, die aus gemeinsam getroffenen Lebensentscheidungen herrühren, werden hälftig beglichen, für den Rest kommen wir selber auf. Wir arbeiteten auch stets je 50% und waren je 50% zu Hause mit 3 kleinen Töchtern damaIs. Ich bezahle so keine Fotoausrüstung, er nichts für mein Ferienhaus. Wir sind unterschiedlich, was Geldausgeben anbelangt, auch ist unser Verdienst nicht vergleichbar – stets gemeinsames Geld wäre frustrierend für unsere individuelle Entwicklung, und als Individuum haben wir uns lieben gelernt. Das soll so bleiben. Keine Gleichmacherei übers Geld.

  • Superpapi sagt:

    Wir haben es so geregelt:
    Meine Frau arbeitet 50%, ich 90%. Ich bezahle Steuern, Haushaltskosten, Zinsen, Reparaturen am Haus, Krankenkasse, Versicherungen, Verkehr,… und habe ca. CHF 700 Sackgeld im Monat. Sie ist mit ihem Einkommen für den „Spass“ zuständig. Sie kommt somit für Ferien, neues Mobiliar, Kleider der Kinder, Dekorationen im Haus, Ihr Sackgeld und Geschenke auf. Von ihrem monatlichen Einkommen legt sie ca. CHF 800 auf ihr Sparkonto. Ich bezahle monatlich CHF 2000 auf ein gemeinsames Haushaltskonto ein. Von diesem bezahlen wir Lebensmittel, Putzmittel, Benzin, etc. ..

  • Martin Bauer sagt:

    Ich kann das nicht nachvollziehen. Da möchten zwei das Leben miteinander verbringen, sagen ja und heiraten – und dann getrennte Konti. Das ist doch Misstrauen pur. Wer nicht in der Lage ist, sein Geld zu verheiraten, sollte das selber besser auch nicht tun.
    Wir haben ein gemeinsames Lohnkonto und gemeinsames Sparkonto.

  • Joerg Hanspeter sagt:

    Jeder ist seine eigene Firma! Das heisst für mich, jeder investiert in seine Ausbildung, Weiterbildung, hat seinen Lohn, sein Vermögen. Man geht Zusammenarbeitsverträge ein (Ehe o.ä), von denen man hofft, dass sie ewig halten. In der Praxis tun sie das eher nicht. Die Lösung „Alles ist gemeinsam und jeder kann nehmen was er will“ wäre für mich unvorstellbar, das Erwachen ist meist brutal. PS: Niemand wird jemals Vollmacht über alle meine Konten haben!

  • Eveline sagt:

    Wir machen es so: Mein Mann zahlt von seinem Lohn alle Rechnungen und was übrigbleibt geht aufs Sparkonto. Mein Lohn kommt auf ein anderes Konto und davon bezahlen wir dann alle sonstigen monatlichen Ausgaben (Essen, Kleider, Kindersachen, Ausgang etc.)

  • Pat sagt:

    1/2 Wir bezahlen alle unsere gemeinsamen Ausgaben anteilsmässig. Er arbeitet momentan 100%, ich 60%. Unsere persönlichen Rechnungen und Ausgaben bezahlen wir von dem, was übrig bleibt. So gibt es keine Diskussionen, wenn er für einen Ausgang sein Geld ausgeben will, kann er das machen und mit meinen Freizeitausgaben verhält es sich genauso. Und die Hausarbeit teilen wir uns ebenfalls auf, ebenfalls im Verhältnis. Dies funktioniert für uns am Besten und das System kann jederzeit angepasst werden, falls wir unser Arbeitspensum ändern…

    • Pat sagt:

      2/2 Ich habe gerne den Überblick über unsere gemeinsamen Ausgaben und wir diskutieren über diese auch regelmässig und entscheiden zusammen. Was er aber mit seinem Geld macht, ist mir egal. Da wir aber nicht über unbegrenzte finanzielle Mittel verfügen (2 Kinder in der Krippe, Haus etc.), finde ich es wichtig, dass jeder sein eigenes Geld verprasst. Wir haben sehr unterschiedliche Vorstellungen von Finanzen und das ist auch ok so, mit unserer Lösung fühle ich mich nie im Nachteil.

  • Patrick sagt:

    Wir machen es so: Alles was reinkommt (Lohn Frau/Mann) geht auf das gemeinsame Konto. Beide bekommen monatlich gleichviel Sackgeld auf ein eigenes Konto gemäss Abmachung. Vom Sackgeld zahlt man alles private (Kleider, Ausgang, Hobbykram) und alles Gemeinsame wird vom gemeinsamen Konto bezahlt (Steuern, Miete, gemeinsame Ferien etc.). Funktioniert toll und diskriminierungsfrei. Und keiner muss sich rechtfertigen, wenn er von seinem Geld irgendwas Extravagentes kauft.

    Dieses System geht davon aus, dass beide Partner im Rahmen ihrer Möglichkeiten gleichviel zum gemeinsamen Auskommen leisten.

    • Patrick sagt:

      …gleichviel leisten, sei es durch „bezahlte“ Arbeit oder durch Organisation des Haushalts, Kochen, Putzen etc.

      • Fischbacher, Chrigel sagt:

        das hatten wir auch so gemacht patrick
        und es war solange gut bis meine frau die scheidung einreichte. nach vermutlich 1jähriger planung.
        danach sah ich wirklich alt aus.
        stichwort: ehevertrag.

    • Pits sagt:

      … Anstelle eines separaten Sackgeld-Kontos reicht auch eine normale Liste aus, mit welcher das Sackgeld verwaltet wird. So wird alles vom Lohnkonto bezahlt und es wird keine zweite EC-Karte benötigt… Einfacher geht’s nimmer 🙂

      • Ursi sagt:

        Fischbacher Chrigel
        Es st leider so, dass Verträge nicht nötig sind, so lange es gut läuft, aber auch nichts nützen, wenn es schlecht läuft. So durfte ich während der Ehe vom Konto nehmen, was ich brauchte. Selbstredend nahm ich nur das Nötigste. Für den Aufbau des Familienbetriebs musste ich neben der alleinigen Kinderbetreuung gratis arbeiten. Mein Ehepartner plante vermutllich die Scheidung schon mindestens ein Jahr vorher und schaffte die ganze Errungenschaft buchhalterisch weg:Vorschlag = null, Einkommen minimal, obwohl die Firma glänzend lief. Gerichte hier akzeptieren so was problemlos

  • Ironmom sagt:

    Seeeehr schön! Habe mich prächtig amüsiert. Und direkt verlinkt, da das Thema wunderbar in meinen Blog passt:
    http://ironmom2010.blogspot.de/2013/04/mutter-und-das-liebe-geld.html
    Dankeschön.

  • Markus sagt:

    Ach Kinder, warum so kompliziert. 1 Lohnkonto mit 2 Maestro-Karten und 1 Sparkonto. Vom Lohnkonto werde alle laufenden Ausgaben bezahlt und was zum Monatsende noch übrig ist kommt aufs gemeinsame Sparkonto für die Steuern, Ferien, etc., ebenfalls aufs Sparkonto kommt der Lohn der 25%-Stelle meiner Frau. Funktioniert bei uns seit 15 Jahren so und hoffentlich nocht die nächsten 30 Jahre.

    • Mirjam sagt:

      Exakt. Ist bei uns ganz ähnlich und funktioniert bestens.

    • Pits sagt:

      Genau, funktioniert bei uns auch bestens so, alle Einkünfte auf ein Konto. Als Ergänzung dazu haben wir Sackgeld eingeführt: Jeder Ehepartner erhält pro Monat einen fixen Betrag zugesprochen, persönliche Ausgaben wie Feierabendbier oder Kleider werden davon abgezogen. Verwaltet wird das Sackgeld ganz simpel mittels einer Liste, auf der die eigenen Bezüge und das monatliche Guthaben abgerechnet werden. Bezahlt wird naütrlich alles mit der gemeinsamen EC-Karte des Lohnkontos, das Sackgeld-Konto ist nur virtuell… Funktioniert einwandfrei!

  • Richard Hennig sagt:

    Also ich habe vor Jahren, genau dass Gegenteil gekannt. Als der Lohn noch Bar bezahlt wurde, ja das gab’s noch in den 80er Jahren, da musste ein Kollege seinen Wochenlohn, der Lohn wurde jeden Freitagabend ausbezahlt, seiner Frau abgeben und diese gab ihm dann das Geld was er haben durfte für’s Ausgehen. Zuerst lachten ihn Alle aus, aber als dieselben Kollegen feststellten, dass seine Frau das Geld viel besser verwaltete als sie es taten, fanden sie die Lösung ziemlich praktisch.

  • Ramerk sagt:

    Rinaldo, Rinaldo…

    er darf in einem Jahr nicht mehr verdienen als sie in einem Monat? höchstens 10’000 pro Jahr, und von ihren 120’000 lebt die Familie?????

    Irgendwie scheint mir das komisch…

  • Dario sagt:

    Da finde ich die „sozialistische Methode“ eigentlich doch die beste. Und gerade wenn man sich wirklich liebt, sollte die auch selbstverständlich sein. Das System ist ganz simpel: Jeder verdient und hilft finanziell nach seinen/ihren Fähigkeiten. Man macht einen grossen Topf, schmeisst alles Einkommen rein, rührt einmal gut um und bezahlt davon alle Ausgaben und leistet sich, was man halt kann. Ich fände es recht kindisch, mich darüber aufzuregen, dass ich dabei z.B. mehr zahle als meine Freundin. Wichtig ist doch, dass sie sich Mühe gibt. Ausserdem kann sie sich ihren Lohn ja nicht aussuchen.

    • mili sagt:

      Das ist ja süss!!
      wer glaubt wirklich daran, dass Frauen und Männer ihren Fähigkeiten entsprechend bezahlt werden? das ist eine extrem frauenfeindliche Aussage.

      • gabi sagt:

        Fasznierend:

        Wieso genau solll eine Aussagen FRAUENfeindlich sein, wenn jemand glaubte, dass Frauen UND Männer ihren Fähigkeiten entsprechend bezahlt würden?

        Auf was wollen Sie genau raus? Und glauben Sie… Dass Männer alle im Gefühl schwelgen, genau ihren Fähigkeiten entsprechend ausbezahlt zu werden?

        Auf wieviel Arbeitnehmer – ob m oder w – trifft so eine Aussage wohl überhaupt zu?

        Man kann sich auch wirklich alles ganz, ganz einfach erklären. „Frauenfeindlichkeit“ zu wirklich jeder Gelegenheit an zu führen ist für mich der Königsweg der Infantilität.

      • Sportpapi sagt:

        Ich habe mili um die Ecken herum verstanden: Wenn alle nach ihren Fähigkeiten bezahlt werden, Frauen aber 20 Prozent weniger bekommen, müssen ihre Fähigkeiten wohl tiefer liegen. Und eine solche Aussage ist dann wohl frauenfeindlich…
        Wir können uns ja darauf einigen, dass Lohn und Fähigkeiten wohl nicht so direkt zusammenhängen. Und Fähigkeiten bei Dario sowieso eher „wirtschaftliche Potenz“, also Lohn, bedeuten. Was man versteht, wenn man nicht zu sehr mit eigenen Vorurteilen beschäftigt ist…

      • gabi sagt:

        Wenn´s so gemeint war: richtig.

        Ich bin bei dem Thema seit der – erschütternd einfach auf den Punkt gebrachten – Aussage von… ichweissleidernichtmehrwem noch „nachschockiert“:

        Stimmt halt wirklich:

        Wenn Frauen für die genau gleiche Leistung, und ohne dass der Arbeitgeber das Gefühl hat, dass ihm irgend etwas entgeht oder er Abstriche machen müsste, ganze 20% weniger bezahlen muss, so ist er kaufmännisch gesehen extreeeem doof, dass er nicht einfach alle Stellen mit Frauen besetzt.

      • Sportpapi sagt:

        Insofern ist eigentlich die Aussage, Frauen erhalten für gleiche Leistung von den Chefs weniger Lohn, extrem männerfeindlich 🙂

      • gabi sagt:

        Raaaah-hahaha!

        🙂

        Der ist witzig.

        Unerwarteter Turn… Aber in seiner Logik kein Bisschen hinter dem reflexartigen „Frauenfeindlich!“-Geblöke!

        Sehr gut.

        😉

    • Dario sagt:

      Milis Entrüstung ist völlig unnötig, da dies nichts mit dem zu tun hat, was ich meinte.
      Mit „jeder nach seinen Fähigkeiten“ meine ich: Ich mache meiner Freundin keine Vorwürfe, weil sie neben ihrem Studium z.B. weniger jobbt, als ich. Oder meine Freundin macht mir keine Vorwürfe, wenn ich einen Job habe (sagen wir z.B. mal Künstler), der weniger Geld generiert, als der ihrige (sagen wir z.B. mal Bankerin). Jeder und jede soll einfach so viel machen, wie es ihm/ihr physisch und psychisch möglich ist. Wichtig ist, dass beide das machen, was sie glücklich macht und sich dabei Mühe geben.

      • Dario sagt:

        Und nein, ich sage das nicht, weil ich derjenige bin, der weniger hat in der Beziehung und daher profitiert. Ich studiere z.Z. und habe nur wenig Geld. Allerdings habe ich von meiner Grossmutter vor 5 Jahren einen kleinen Batzen geerbt. Meine langjährige Freundin kommt nicht von Europa und hat praktisch kein Geld, da sie auch noch studiert. Allerdings gab es ein Projekt, dass ihr wahnsinnig viel bedeutete. Deshalb benutzte ich mein Erbe, um es ihr zu ermöglichen. Damit zeigte ich ihr, dass mir unsere Beziehung und sie als Mensch mir viel wichtiger sind, als irgendwelche materiellen Güter.

  • Marcel Hutter sagt:

    Es ist ganz einfach: Ich verdiene das Geld, die macht den Haushalt plus Kinder. 1 Konto, 2 Karten. Rechnungen werden gemeinsam bezahlt, den Rest vom Minus machen wir individuell 🙂

  • Heinrich Wurst sagt:

    Also ich finde die vorgeschlagenen Lösungen hochgradig misogyn formuliert. Abgesehen von der letzten Lösung laufen alle präsentierten Modelle auf Machtspielchen von Seiten der besserverdienenden Person heraus. Wie schon von anderen Foristen bemerkt, ist die einfachste Lösung nicht vorgestellt: Ein gemeinsames Lohnkonto, zu dem beide Partner gleichermassen Zugang haben. Falls nicht eine/r von beiden übermässig Geld ausgibt, scheinen mir hier keine Probleme aufzutauchen. Wichtig ist dabei gegenseitiges Vertrauen. Sollte das nicht vorhanden sein, kann man immer noch das letzte Modell bevorzugen.

    • R. Bieri sagt:

      Es ist nicht misogy, sondern allenfalls „ungerecht“ dem schlechter Verdienenden gegenüber. Das muss nicht gezwungenermassen die Frau sein.

    • Petra Pirelli sagt:

      @Heinrich Wurst. Ich danke Ihnen für Ihren geschriebenen Beitrag. Ich bin der gleichen Meinung und habe die gleiche Ansicht wie Sie. Vertrauen ist alles und dem anderen die Freiheit zu schenken. Demensprechend war es höchst amüsant die hier geschriebenen Beiträgen von Modellen zu lesen. Wenn diese auch wirklich so existieren.

  • GUS sagt:

    Ich habe nach unserer Hochzeit meiner Frau die Kontenhoheit überlassen und wir hatten plötzlich zu zweit mehr Geld zur Verfügung als ich alleine, obwohl ich Alleinverdiener war.
    Das Modell „die Frau ist der Finanzminister“ hat sich während der Familienphase mit 3 Kindern und jetzt, da meine Frau Teilzeit arbeitet, seit 20 Jahren bewährt. Wir wären nie auf die Idee gekommen, die Konten zu teilen und gegenseitig aufzurechnen und fahren gut damit.
    Das Modell ist auch in unserem Verwandten- und Bekanntenkreis weit verbreitet und scheint in der Regel zu funkionieren.

    • gabi sagt:

      Ja: Scheint wirklich nicht nur bei meinen Eltern so gegeigt zu haben.

      Was muss das für jene aufgebrachten Menschen für eine Tragödie sein, die so tun, als wäre Frau stets nur die Sklavin des Mannes.

  • mira sagt:

    Die einfachste Lösung wurde vergessen: Es gibt ein Familienlohnkonto und ein (oder mehrere) Familiensparkonto(s). Dort wird einbezahlt, was in der Familie verdient wird. Beide Partner haben Vollmachten über alle Konten, unabhängig davon wer zu wieviel Prozent arbeitet. Grössere Anschaffungen werden vorher abgesprochen, beide Partner haushalten mit Augenmass. Dieses Modell benötigt die Einstellung, dass die Familie eine Einheit ist und im Familienrahmen alle Arbeiten „gleich viel Wert sind“. Wir fahren sehr gut damit.

    • Sportpapi sagt:

      Ich glaube, so einfache Lösungen fallen Leuten eben nicht ein, die sich bei der Haushaltsgründung immer auch schon wieder mit der späteren Haushaltsauflösung beschäftigen…

      • mira sagt:

        Ich denke, es ist auch eine Frage des Individualismus. Inwieweit definiert man sich als Teil der Familie oder eben als Einzelperson.
        Erstaunlich finde ich, dass sich Leute für Ausgaben „schuldig“ fühlen müssen oder sich „rechtfertigen“ müssen. Hier scheint mir ein wenig mehr Toleranz gegenüber der Andersartigkeit des Partners angebracht. Es ist einfach nur normal, dass man nicht immer die gleichen Präferenzen für Ausgaben hat, aber sich dafür gleich schuldig fühlen zu müssen, finde ich doch ein starkes Stück.

    • R. Bieri sagt:

      Ich habe im Gegensatz zu meinem Partner viele Jahre unter grossen Entbehrungen in meine Bildung investiert und arbeite aktuell viel mehr, übernehme aber den gleichen Anteil am Haushalt. Ich bin auch gerne bereit, proportional zu meinem Lohn mehr an die gemeinsamen Ausgaben zu bezahlen. Aber es ist auch klar, dass ich für mich mehr Geld zur Verfügung habe als er. Etwas anderes wäre es, wenn wir uns während der Ausbildung gekannt hätten und er mir den Rücken frei gehalten hätte oder er jetzt mehr Aufgaben im Haushalt übernehmen würde.

  • Manuela sagt:

    Wenn beide Partner einen Betrag von mindestens 50% beitragen, löst sich das Problem von selbst. Sowieso sollten beide Eltern in relativ gleichem Masse Erziehungsarbeit, Hausarbeit und Erwerbsarbeit leisten, dann sind sie in allen Bereichen immer auf Augenhöhe. So kompliziert ist dieser Ansatz doch nicht…

  • Otto sagt:

    …als Mann eine sehr, sehr reiche Frau heiraten
    und die Probleme sind gelöst!

    • Philipp M. Rittermann sagt:

      nein lieber herr liebschitz, die beginnen dann erst. ausser vielleicht die dame ist 93, stumm, blind und taub und hat hohes fieber! 🙂

      • Otto sagt:

        …über dieses Thema sollte man einmal
        mit Prinz Philip von England reden.
        Diese Ehe hält auf jeden Fall schon ziemlich lange…!

      • Phillipp M. Rittermann sagt:

        die hält nur so lange, weil sich der gute p. immer schön dezent im hintergrund hält und nicht aufmuckt.

    • Walkes sagt:

      ..und neue entstehen. Oder sind Sie gerne der ‚Pudel‘?

      • Otto sagt:

        …bei den meisten Ehen ist es doch so,
        dass ER das meiste Geld verdient und immer
        schön dezent im Hintergrund bleibt und nicht aufmuckt, oder?

      • mili sagt:

        Das ist interessant mit dem Pudel! wie viele Frauen fristen ein solches Dasein? für die Männer ist das normal. Wenn aber die Rollen getauscht werden, sieht das anscheinend ganz anders aus.

      • Philipp M. Rittermann sagt:

        so sollte es sein. der fall p. ist ein seltener der reziprozität.

      • Philipp M. Rittermann sagt:

        ouuu – ich muss genauer lesen – otto – SIE hat sich selbstverständlich dezent im hintergrund zu halten. so, notwendige klarstellung erfolgt.

  • Jasi sagt:

    Und was ist, wenn einer der Partner nicht mit Geld umgehen kann, so dass er/sie sich verschuldet? Wenn das der Partner ist, der zu Hause ist, den Haushalt inkl. Einkaufen erledigt, aber keine Kinder zu betreuen hat? Ich kenne so einen Fall, wo der geldverdienende Part plötzlich aus heiterem Himmel mit Pfändung konfrontiert wurde. Die Rechnungen, Mahnungen und Betreibungen, die die Haushalt führende und Geld verwaltende Person hätte zahlen müssen, landeten im Papierkorb… Gibt es für so einen Fall auch ein Patentrezept?

    • Tomasino sagt:

      Blindes Vertrauen in die Verwaltungstätigkeit des Partners ist immer mit einem grossen Risiko behaftet. Wenn man so etwas aussschliessen bzw. das Risiko vermindern will, muss man sich regelmässig informieren. Stichwort Revision. Das ist aber nicht so einfach, denn diejenige Person, die das Geld nicht verwaltet, hat häufig keine Lust, sich mit der Alltagsbuchhaltung auseinanderzusetzen.

  • Tomasino sagt:

    Oder die Sozialisten-Methode: Ein einziges Konto, und jeder nimmt davon, was er will, bis man Mitte Monat im Minus ist.

  • Stef sagt:

    Oder ganz einfach so leben wie es die Errurngenschaftsbeteiligung vorsieht. Jeder behält bei zwei Einkommen bis zur Auflösung des Güterstandes das, was er verdient und die gemeinschaftlichen Kosten (Wohnen, Kinderkrippe, Steuern, etc.) werden nach der jeweiligen individuellen Leistungsfähigkeit aufgeteilt. So kriegt keiner eine versteckte Essensvergünstigung, sondern profitiert sowohl von der Kostenteilung wie auch vom Verdienst des Partners. Bei Tod oder Scheidung gibt dies zwar eine Ausgleichszahlung aus Güterrecht, aber so kann jeder gut leben.

    • mila sagt:

      Für den Fall, dass zwei Einkommen vorhanden sind, ist das sicherlich die eleganteste/einfachste Lösung (wir praktizieren sie auch). Im Artikel geht es aber (auch) darum, wie man die Verhältnisse regelt, wenn nur ein Einkommen vorhanden ist bzw. das zweite proportional besehen (sehr) klein ausfällt (eine Situation, mit der ich persönlich mich nicht auseinandersetzen wollen würde, aber dies eine persönliche Präferenz).

    • Sportpapi sagt:

      @Stef: Und die Arbeiten im Haushalt/Kinderbetreuung werden zwingend vollständig geteilt? Oder wie wird das dann in die Berechnung aufgenommen? Hier enstehen ja die Diskussionen!

    • mila sagt:

      Es müssen auch hier keine Diskussionen entstehen: bei uns gilt das Prinzip gleiches Arbeitspensum, gleiche Haushaltspflichten. Umkehrschluss: In Zeiten, wo mein Arbeitspensum kleiner war (und mein Beitrag an die Ausgabenkasse entsprechend geringer), habe ich diskussionslos einen grösseren Anteil an Haushaltspflichten übernommen.

      (…wobei ich letztere, sobald die finanzielle Situation es erlaubt, weitestgehend auslagern möchte. Diese Investition in mehr Frei-Zeit für beide ist es mir allemal wert – und meinem Mann auch.)

      • Sportpapi sagt:

        Richtig. Nur dass dieses Auslagern auch an Grenzen stösst. Andererseits: Soll ich meiner Frau nun den Lohn einer Haushälterin bezahlen? Oder die Krippengebühren für drei Kinder und den Lohn der Haushälterin? Oder soll ich ich erklären, dass bei ihrer Ausbildung Haushaltsarbeit nicht ökonomisch sinnvoll ist? Usw.

      • mila sagt:

        Wie gesagt: Für mich stellen sich viele dieser Fragen de facto nicht… Ich halte es bei meiner Ausbildung tatsächlich nicht für sinnvoll, ausschliesslich Erziehungs- und Haushaltsarbeiten zu übernehmen (und sei es auch nur für einen begrenzten Zeitraum). Aber nicht aus ökonomischen Gründen, sondern aufgrund – und da wären wir wieder beim Thema – aufgrund persönlicher Präferenzen. Die bei Ihrer Frau legitimerweise anders aussehen können.

      • Sportpapi sagt:

        @mila: Bei beiner Ausbildung und Fähigkeiten würde ich es eigentlich ganz sinnvoll finden, ausschliesslich Erziehungs- und Ausbildungsarbeiten zu übernehmen… 🙂

      • mila sagt:

        Haha, aber den Haushalt lassen Sie (bewusst) aus. Und möchten selbstverständlich gerne für Ihre Erziehungs- bzw. Ausbildungstätigkeit amtlich bezahlt werden.

        …also nix von wegen Taschengeld-Diskussion. 😉

    • R. Bieri sagt:

      Finde ich auch eine gute Lösung. Jeder zahlt bei uns den gleichen Anteil (z. B. 1/3) seines Einkommens auf ein gemeinsames Konto, von dem die gemeinsamen Ausgaben bestritten werden. Das, was nicht auf dem gemeinsamen Konto landet, kann nach Gutdünken verwendet werden. So trägt jeder gemäss seinen Möglichkeiten zur Gemeinschaft bei, wer weniger verdient eben weniger und wer mehr verdient mehr. Ich verdiene ein Vielfaches vom Lohn meines Partners und übernehme daher auch den grösseren Teil der Kosten. Finde ich fair.

  • Schmidt sagt:

    Bei uns funktioniert das seit 35 Jahren so. Alles Geld kommt auf 2 Kontos. Beide Partner haben auf beiden Konten die Vollmacht und eine Kreditkarte und jeder nimmt sich was er braucht. Grössere Anschaffungen werden natürlich diskutiert.

    • Patrick sagt:

      Genau: Wir haben verschiedene Konten (Privatkonto, Sparkonto, Kindersparkonto etc.). Auf alle haben wir und/oder gemacht. D.h. jeder kann darüber verfügen. Alles andere ist für uns schräg. Wir sind eine Familie. Der eine verdient mehr, der andere macht mehr zu Hause, etc. Das alles immer in Geld aufwiegen ist doch ziemlich technokratisch. Wir geben aus, was wir brauchen. Investitionen diskutieren wir gemeinsam. Zusammen reden ist immer noch das Beste.

  • Chris Fogg sagt:

    Komplizierter geht es wohl nicht? Sehe keine vernünftige Lösung im Artikel. Schlussendlich muss jedes Maapr für sich den geeigneten Weg finden. Also wir hatten noch keine Probleme. Alles getrennte Konten, kein Gemeinschaftskonto, ich zahle alle die Rechnungen.

  • Tom Müller sagt:

    Also sofern beide Vollzeit arbeiten und auch beide ungefähr gleich viel verdienen. Beeinhaltet das Offshore-Konstrukt mit gemeinsamen Steuerkonto das kleinste Konfliktpotential. Wir verfahren jedenfalls seit Jahren nach diesem Prinzip und Geld ist bei uns zum Glück nie ein (Konflikt-)Thema. Ich bin der Ansicht, dass auch in Geldfragen, der Ehepartner nicht alles zu wissen braucht. Die Offshore-Lösung setzt natürlich voraus, dass beide mit Geld gewissenhaft umgehen können, ansonsten würde auch ich zur „sauberen Lösung“ tendieren…

  • Sportpapi sagt:

    Und eine einfache, vernünftige Lösung kommt dem Au toren nicht in den Sinn? Es ist eine Grundsatzfrage, ob man in einer Beziehung wirklich ständig gegenseitig verrechnen muss, wer was leistet und in Folge dessen was auch beziehen darf. Mir wäre das zu du mm.

    • mia sagt:

      Genau! Es wäre im Prinzip vieles so einfach, wenn man es denn einfach machen wollte. Aber weil fast niemand mehr seinen gesunden Menschenverstand einsetzt, nimmt man lieber bei allem den Umweg und kommt sich dabei noch besonders schlau vor.

    • Brunhild Steiner sagt:

      weia, vielleicht könnten wir ja mal mit einem Artikel beehrt werden, der uns über alle kritischen Wörter aufklärt, inklusive dem wie und warum bezüglich Entscheidung dazu?

    • Der Buchhalter sagt:

      Hier die einfache, vernünftige Lösung (für „Errungenschaftsbeteiligte“) – die Single-Point-Of-Entry-Methode:
      Das gesamte Einkommen fliesst in das gemeinsame Haushaltskonto. Davon werden die Ausgaben bestritten (Miete, Essen, Kinder, Kleider, Krankenkasse, Auto, Steuern etc.). Sollte sich abzeichnen, dass doch ein merklicher Überschuss pro Monat verbleibt, kann über eine Sackgeldauszahlung auf die eigene Konti der Eltern verhandelt werden…
      Keine Diskussionen über „zu zahlende Anteile“, volle Transparenz für beide, völlig simpel.

  • Philipp M. Rittermann sagt:

    die „saubere lösung“ finde ich begrüssenswert und erspart ärger, im härtefall. ich habe aber noch folgende feststellung gemacht: aus 2 100%-jobs resultiert eine steuerliche progression, die sich gewaschen hat. es gilt hier also kosten zu sparen. das geht am besten, wenn sich a) einer der partner selbständig macht, oder b) teilzeit arbeitet. beides kommt auch der beziehung entgegen.

  • Brunhild Steiner sagt:

    :-)die sa ubere Lösung gefällt mir sehr!
    Sehr clever und voller Wertschätzung finde ich.
    Zukünftiges Modell für Manager-Putzfraulohnabrechnung?

    Es gäb noch die erwachsene Lösung für 1Vol lzeit/1Nicht-Lohnarbeit-Stelle,
    es existiert nur ein gemeinsames Lo hn/Spark onto der Verdiener betrachtet seine Brötchen eben nicht als “seinen”,
    sondern grundsätzlich als gemeinsamen Erwerb der zur Bestreitung aller Kosten, der zwingenden und freiwilligen benötigt ist.
    Würde mich interessieren ob das “Sac kgeldmodell” in jüngeren Tra ditionsmodellen überhaupt noch praktiziert wird?
    Bei uns jedenfalls nicht!

    • Brunhild Steiner sagt:

      … ehm, und von allen Entwürfen hats dann der mit den meisten Zwischenwortabständen sein müssen?

      • susann sagt:

        Hmpf, die Saubere Lösung als infantil zu bezeichnen, finde ich nicht ok. Mein Mann und ich haben getrennte Konti und ein gemeinsames Konto für die gemeinsamen Ausgaben. Hat nichts mit Misstrauen oder Geiz dem Anderen gegenüber zu tun (wir verdienen in Etwa gleich viel), sondern damit, dass ich und er hin&wieder schuldfrei Geld ausgeben möchten für Dinge, die der Andere nicht nachvollziehen kann. Ich möchte mit ihm nicht diskutieren müssen, ob die nächste Amazon-Bestellung denn wirklich nötig ist und ich muss dafür nicht über den Preis der neuen Kaffeemaschine informiert werden.

  • Brunhild Steiner sagt:

    test

    • Brunhild Steiner sagt:

      also wenns dann mal alle Versuche geschafft haben sollten, darf reduziert werden…-
      die letzte Lösung find ich super, der Rest kommt vielleicht noch.

  • Andreas sagt:

    Die „saubere Lösung“ haben wir jetzt seit gut 10 Jahren angewendet. Einfach ohne uns gegenseitig Geld zu überweisen, aber beide hatten den gleichen Betrag zur eigenen Verfügung. Funktioniert super und Diskussionen erübrigen sich.

    • Beni sagt:

      Genau. So machen wir’s auch seit wir verheiratet sind (schon eine rechte Weile). Ein Topf, wo alles reinkommt und die Familie ihre Verbindlichkeiten und Vorsorge daraus finanziert. Und je ein gleich grosses Töpfchen für uns, womit man seine eigene Freizeitausgaben bestreitet. Keine Diskussionen, ob etwas sinnvoll ist oder nicht, wenn es aus dem eigenen Töpfchen bezahlt ist. Und es hilft auch bei der Budgeteinhaltung: ist mein Töpfchen leer, dann ist nur dieses leer und nicht der gemeinsame Topf.

  • Daniel sagt:

    ähm… hallo? Und wie wäre es ganz einfach mit einem Konto und man bespricht, was ausgegeben wird? Wozu braucht eine Familie getrennte Gelder, eigenes Geld? Wir sind eine Familie, ich verdiene und meine Frau schaut für 4 Kids … Ich käme nie auf die Idee, so was wie Taschengeld, Entlöhung oder dergleichen zu planen… es ist da, was da ist und das wird von beiden gebraucht, bei grösseren oder unerwarteten Ausgaben in Rücksprache… Ich habe ja auch kein Taschengeld, ich verfüge ja auch nicht nach belieben über „mein“ Geld, weil es nicht meines ist , sondern unseres …

    • Sportpapi sagt:

      Eben, Daniel, meine Worte.

      • Frölein Mittens sagt:

        Läuft bei uns auch so. Bin vollzeit Mammi, wir haben ein Budget und ich erhalte sogar das grösste Stück vom Kuchen, da ich damit alles bezahle…

      • Sportpapi sagt:

        @Frölein Mittens: Die Idee wäre eben, dass der Kuchen nicht aufgeteilt, sondern gemeinsam gegessen würde. Und das Budget dafür sorgt, dass es trotzdem reicht, oder sogar noch etwas übrig bleibt.

    • Giuliano sagt:

      Genau, diese Lösung finde ich auch richtig!
      P.S. Natürlich könnte eine solche Lösung bei einer Trennung mehr Komplikationen bringen.

    • Cybot sagt:

      Mit eigenem Geld kann meine Frau von ihrem Geld so viele Klamotten kaufen wie sie will und ich was mir gerade gefällt, ohne alles rechtfertigen zu müssen. Für uns ist das die sauberere und einfachere Lösung. Ganz so konsequent wie die saubere Lösung im Artikel machen wir es zwar nicht, aber ich überlege grad, ob wir das nicht einführen sollten.
      Aber wenn eure Lösung für euch funktioniert, ist das sicher auch gut.

    • Reto B. sagt:

      Ich werde es wohl auch so machen. Ich kenne aber Leute, die müssen ihrem Partner das Geld sperren und die Kreditkarte wegnehmen, weil sie mit Geld nicht umgehen können.

      • staun sagt:

        es gibt auch leute, die mit geld während der ehe sparsam umgingen, das eigene erbe in haus und familie steckten – und denen trotzdem heimlich sämtliche vollmachten entzogen, kreditkarte sofort und per ende laufendes jahr die ec-karte gesperrt wurde. und genau diese person, die sperrte, kapiert in der mediation nicht, dass es gemeinsam ‚errungenes‘ geld ist, auf den die geschockte person anrecht hat. da bleibt nur der weg der scheidung, um wenigstens durch den verkauf des gemeinsamen eigenheims das erbteil wieder zurück zu bekommen. und aufzupassen, dass nicht auch noch die hälfte

      • staun sagt:

        der pensionskasse durch zeitliche verzögerung flöten geht.

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.