Dinge, die die Babywelt nicht braucht

Eine Carte Blanche von Andrea Bornhauser*.

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Kein Must-have: Das sexy Abpump-Bustier aus Jeansstoff. (Foto: Shaparee)

Eine Freundin hat zur Geburt ihres Kindes einen Brei-Löffel geschenkt gekriegt, der mich ratlos hinterliess. Es handelt sich um eine Art Babybrei-Dispenser, aus dem das Mus in einen angeschraubten Löffel gedrückt und so dem Baby verabreicht wird. Er soll laut Beipackzettel «das Leben moderner Eltern einfacher machen». Was bitteschön ist schwierig daran, einem Baby den Brei aus einem herkömmlichen Gläschen zu füttern? Eine Sauerei gibts so oder so. Als wäre die Idee nicht schon sonderbar genug, haben die Erfinder dem unförmigen Ding den Namen «Squirt» gegeben, ein englischer Begriff, der unter anderem für das weibliche Ejakulat verwendet wird. Wie passend!

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Anscheinend unentbehrlich: Breilöffel mit Dispenser fürs Baby.

Seit ich ein Kind habe, treffe ich immer wieder auf fragwürdige Baby- und Kinderprodukte, welche die Welt nicht braucht: ein Nasensauger, ein Teller, bei dem man unten heisses Wasser zum Wärmen einfüllt, eine Sitzhilfe für die Badewanne oder ein Windeleimer etc. Wer sich schon mal in einem «Baby-Haus» umgeschaut hat, weiss, wovon ich rede. Unnötige Dinge, meistens aus Plastik, die frischgebackenen Erstlings-Eltern (besonders empfänglich für sinnlosen Schrott) und schwangeren Frauen (leichte Beute) leise zuraunen, dass man ohne sie den harten Familien-Alltag niemals meistern wird. Oder aber die fieseste Falle: der Sicherheitsaspekt, vom Fachpersonal gerne verwendet bei teuren Kinderwägen, Autositzen oder Hochstühlen, mit dem Totschläger-Argument: «Tja, wenn Ihnen die Sicherheit Ihres Kindes das Geld NICHT wert ist, nehmen Sie halt das günstigere Modell…» Ja, klar!

Der Druck fängt bereits in der Schwangerschaft an, wenn die Babybusiness-Mafia Frauen in anderen Umständen weismachen will, dass jetzt Zeit ist für geblümte Rüschentops mit Einsätzen und Abnähern oder ein Abendkleid, das «Hallo, Umstandsmode!» schreit. Ganz zu schweigen von Bade-Einteilern oder Spitzen-Dessous, welche die Oma nach der Geburt sicher gerne nachträgt. Sollen wir Frauen im Ernst für neun Monate unseren ganzen Kleiderschrank mit umständlichen Kleidern austauschen? Das erfordert nicht nur starke Sehnerven, bei all dem scheusslichen Zeugs, das in der Schwangerschaftsabteilung hängt, sondern kostet auch massig Geld. Klar, ab dem fünften Monat sind Jeans mit angenähtem Elastikbund eine wirklich gute Sache. Aber ansonsten bin ich persönlich mit Leggins, Oversize-T-Shirts und den Hemden meines Mannes immer gut gefahren.

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In Ruhe stillen: Babyhut mit Riesenkrempe.

Weiter gehts mit den Anschaffungen für die Stillzeit. Ein paar Kostproben gefällig? Die Hersteller sind sehr erfinderisch, wenn es darum geht, Eltern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Da wäre neben dem sexy Abpump-Bustier und dem total überflüssigen Stillsessel (was ist gegen das gute alte Sofa einzuwenden?) zum Beispiel der Stillhut mit der Riesenkrempe, der dem Säugling als Sichtschutz übers Köpfchen gestülpt wird. Aber wer möchte schon einen riesigen Baby-Schlapphut vor dem Busen? Mamas Lieblingsfoulard tuts doch auch. In der selben Liga spielen Maxi-Lätzchen in allen Farben und Mustern. Das sieht dann so aus, als hätte sich Mutti ein dekoriertes Zelt umgeschnallt. Ausgeprägte Still-Demenz ist die einzige Erklärung, warum sich Mütter solche Undinger anschaffen.

Zum Schluss möchte ich noch eine Frage loswerden: Wer hat eigentlich DIE WICKELTASCHE erfunden? Oder anders gefragt: Wozu braucht es sie? Ich weiss, diese Taschen hängen an praktisch jedem Kinderwagen, der vorbeigondelt. Die Windeln, Feuchttücher und der Ersatznuggi wollen schliesslich ordentlich verstaut sein. Aber weshalb kommen da nicht der ganz normale Rucksack oder die schöne Tasche zum Einsatz, die schon vor der Geburt des Kindes da waren? Die sonderbarste Wickeltasche habe ich übrigens an der Playtime-Kindermesse in Paris entdeckt: Von aussen macht sie auf It-Bag aus schickem Leder mit Absteppnähten à la Chanel; im Innern jedoch befinden sich ein Fläschchenwärmer, ein Abteil für die Windeln und eine herausnehmbare Wickelmatte. Ich halte nicht viel von Mogelpackungen. Dann schon lieber eine echte Chanel-Tasche für Mama und meinetwegen die hässliche Wickeltasche fürs Baby.

Andrea Bornhauser*Andrea Bornhauser arbeitete als Moderedaktorin für «annabelle» und «Facts». Heute betreibt die freischaffende Journalistin das Onlineportal Familianistas.ch. Sie lebt mit ihrer Familie in Zürich.

133 Kommentare zu «Dinge, die die Babywelt nicht braucht»

  • SSW-Baby sagt:

    Sehr interesannter Beitrag, jedoch wahrscheinlich nur eine eigene Meinung. Wer anderer Meinung ist und andere Erfahrungen hat kann dies gerne kundtun. Stillen ist eine absolut tolle Sache und sollte überall praktiziert werden. Auch eine Wickeltasche ist für mich eine absolut tolle Erfindung, wohl gleich man natürlich auch eine ganz normal Handtasche verwenden könnte. Ist wohl bei jedem anders.
    Danke für den Beitrag
    Julia

  • Matze sagt:

    Ich dachte zuerst das wäre ein Fake denn sowas kann man ja wohl nicht ernsthaft als Produkt anbieten… lach

  • Lorelai sagt:

    Also so häufig wie ich anfangs abpumpen musste, wäre ich mehr als froh gewesen um dieses Bustier und freie Hände!

  • Texas sagt:

    Es ist schade, dass die Autorin einen solch verfehlten Ton ergreift und zudem offensichtlich selbst keine Erfahrung hat.
    Still-Tücher mit „Ausgeprägter Still-Demenz“ zu kommentieren ist recht verfehlt. Ich lebe in Texas, wo stillen in der Öffentlichkeit erst langsam akzeptiert ist, so fühle ich mich mit so einem Tuch im Restaurant oder Flugzeug viel wohler. Bei Temperaturen von 43°C ist mein Kind unter einem normalen Foulard krebsrot. Dieses Stilltuch ist ein Absolutes Muss für alle, die die Schweiz mal verlassen möchten. Und das kann ich nur anraten, es öffnet den Blick und zügelt die Zunge.

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  • Kleinkind sagt:

    Es gibt wirklich Sachen..

  • Rebecca Heiniger sagt:

    Die Anschaffung des Badewannensitzes für Babys bereue ich auch beim vierten nicht. Alle haben es genossen dass sie noch etwas länger planschen konnten da ich sie sonst wegen meinem Rücken nur relativ kurz in der Wanne gelassen hätte, wenn ich sie selber hätte halten müssen.

  • Marco Webber sagt:

    „Mit den Hemden meines Mannes“ finde ich witzig! Das kommt wohl sehr auf den verfügbaren Mann an, nicht wahr? Ich bin jedenfalls glücklich und zufrieden, dass in meine Hemden ganz sicher keine schwangere Frau reinpasst. Was hätte ich sonst wohl für eine „Form“? 😛
    Wir hatten überigens eine Wickeltasche, aus der man eine Wickeldecke machen konnte. Sie hat bei allen drei Kindern gute Dienste geleistet. Rucksäcke sind übrigens genau so modische „NoGos“ wie Rollkoffer^^

  • Widerspenstige sagt:

    Etwas Polemik schadet ja nicht für solch ein Thema für einen MB, aber die Diskussion über Sinn- und Unsinn von Baby-Wohlfühl-Wahnsinnsdingen stockt ja ziemlich. Entweder hat es zuwenig Eltern, die Zeit hätten, darüber zu berichten oder es befinden sich alle in der Sonnenstube in den Frühlingsferien.:D
    ALSO zu den Must-Have aus meiner Mamizeit: Windeleimer, Nasensauger, Teller mit Heisswasserspeicher, Esslöfel schräg, Latzjäckchen mit Auffangrinne(!) und ja, Wickeltasche…Was es sonst noch so gibt inzwischen entbehrt meiner Kenntnis, aber Nerven und Gelassenheit bei jeder Aktion einkaufen! 😉

    • Bionic Hobbit sagt:

      Ja, wo gibt’s denn die Nerven und Gelassenheit zu kaufen? An der mangelt’s mir regelmässig.

    • Widerspenstige sagt:

      Naja, das war eine Metapher zu den hilfreichen Geistern, die mal spontan vorbei kommen und die Kinderchen hüten oder sie über ein Wochenende zu sich nehmen. Aber hallo, wie schön Sie wieder mal hier zu lesen Bionic Hobbit! Wie geht es den Zwillingen?

      btw. Sie sind schon arg vermisst worden ua von meiner Wenigkeit gerade vor wenigen Tagen im thread wegen den Kaiserschnittraten u wegen unserer heissen Diskussion im 2011(?!) im MB mit gabi bezügl. den männlichen Gyn und deren derben Ausdrücken vor, während und nach hektischen OPs…Sie erinnern sich vielleicht noch vage an jenes Hickhack. 😉

      • gabi sagt:

        Würg… Ich muss mich echt gleich übergeben.

        Wäh!

        Ekelhaft.

        Vielleicht erinnert sich Bionic Hobbit sogar nicht nur vage.

        Sondern genau.

        So wie´s nachzulesen ist.

        So wie Sie sich sogar schon dafür entschuldigt hatten „übers Ziel hinaus geschossen zu haben“.
        So wie Sie schon damals schon so taten, als bereuten Sie, um nun tatsächlich wieder zu behaupten – und krankerweise eben auch zu GLAUBEN! – Bionic Hobbit wäre durch die Drohungen des Patriarchats zum Schweigen gebracht worden! Wie immer halt…

        Suchen Sie sich doch einfach professionelle Hilfe, WS!

        Ja: Sie haben eine Meise.

      • Widerspenstige sagt:

        Wenn es Ihnen nicht zuviel Anstrengung im kognitiven Denken bereitet, gabriel, könnten Sie vielleicht den Inhalt durchgehen? Ist es nicht tragisch genug, was offensichtlich verbal vor, während und nach OPs spezifisch in der Frauenmedizin – nicht wahrscheinlich, sondern offensichtlich u ungestraft! – so abläuft gemäss Aussagen der Fachfrau Bionic Hobbit?!

        Aber gut, wenn Sie da so grosszügig hinweg sehen möchten u auf Nebengeleisen rumreiten möchten…

        Es wirft halt ein gar schiefes Licht auf IHRE Marotte, die Sie hier im MB fast täglich zelebrieren. DAS ist krankhaft, gabriel.

      • gabi sagt:

        Krank ist, wenn man erst etwas zurück zu nehmen versucht, davon faselt, übers Ziel hinaus geschossen zu sein, um dann plötzlich – an Ostern zumindest passt es – wieder so zu tun, als hätte eben doch all das grosszügig Vermutete und praanoid herbei Fantasierte (bis hin zum Mundtotmachen von B.Hobbit!!!), seine Richtigkeit.

        Den schwarzen Humor von Ärzten (insbesondere Chirurgen) hat niemand bestritten. Was Sie draus gemacht haben, war eine ganz, ganz, ganz andere Geschichte, für die sich B. Hobbit NICHT von Ihnen vereinnahmen liess.

        Ihnen egal. Es zähl nur der an der Waffel.

      • gabi sagt:

        Hier geht es schon lange nicht mehr einfach um kleine harmlose Realitätsverschiebungen:

        „Widerspenstige sagt:
        26. März 2013 um 15:30

        Ach gabi ‘und zu Bionic Hobbit, die vor versammeltem Blog (schon damals nur Wegsehen allenthalben!) von den “Maskulinisten” mundtot gemacht wurde, gerade als sie mit den erschütternden Hintergründen der grossen Strippenzieher raus rücken wollte… “

        (es geht gleich weiter!)

      • gabi sagt:

        „Erinnern Sie mich ja nicht an jene Szene, die SIE höchstpersönlich als Spielverderber abgewürgt haben! Bionic Hobbit wollte nach längerem Hin und Her eigentlich mehr über Gehörtes und Gesehenes im OP-Saal der Gyn-Abteilung in Spitälern erzählen, wurde jedoch abrupt ua von IHNEN dabei gestoppt! “

        So glauben Sie das wirklich gelesen zu haben!

        Und alles, was weder ins vorgestanzte Weltbild passt, noch vom Nachlesbaren her zum wiederauferstandenen Hinrgespinnst passt… Ist, schwuppdiwupp, wieder weg.

        Sie haben es doch – und das stimmt ja sozusagen auch – wirklich SO erlebt.

        Krank!

      • Bionic Hobbit sagt:

        Ääääh, ja, ich kann mich vage erinnern, habe allerdings keine Zeit mehr für solche Diskussionen. Ich arbeite wieder vollzeit und habe gerade einen ruhigen Nachtdienst, deshalb hab ich mal vorbeigeschaut. Bin überrascht, dass sich hier immer noch die Gleichen rumtummeln und gegenseitig angiften.
        Ich fand die Themen im Mamablog in letzter Zeit sehr lahm. Und, wie gesagt, habe einfach zuwenig Zeit. Bis bald.

      • gabi sagt:

        Ja; ich kann´s nicht ändern.

        Aber auch egal, was Sie sagen, Bionic:

        In spätestens einem Dutzend Wochen, verbreitet WS weiter frisch-fröhlich und durchgeknall wie immer, Sie seien vom Patriarchat (in meiner Person) nicht einfach nur daran gehindert worden, die Wahrheit (also das, was WS jetzt endlich von Ihnen hören will) zu sagen.

        Bionic… Ich soll Sie aktiv bedroht (!) und derart eingeschüchtert haben, dass Sie armes, ängstliches Geschöpf voll nacktem Entsetzen vor den Konsequenzen eines möglichen Auspauderns pfichtschuldig die Klappe gehalten haben.

        Das feiert noch manches Comeback!

  • Heinrich sagt:

    Und dann wäre da noch die Sache mit dem Wärmetellerchen, in das man unten heisses Wasseer einfüllen kann. Das hatten wir schon vor fast einem Jahrhundert: oben Porzellan, unten Metall. Das Prinzip scheint sich bewährt zu haben. Nur die Materialien ändern.

  • Stefanie sagt:

    So ein Abpump-Bustier hätte ich sofort gekauft !!! Und ja, wir haben einen Windeleimer, eine Wickeltasche und sogar einen Cool Twister, der das Wasser abkühlt und alles war / ist sehr nützlich, zumindest für uns.

  • Elisabeth sagt:

    Wer die Wickeltasche erfunden hat, weiss ich nicht. Aber ich habe eine im Spital gekriegt und die ist wirklich praktisch (vor allem die Grösse). Wird heute noch gebraucht (nicht mehr für Windeln) – z.B. Laptop, Bücher, Schreibmaterial – und am Schluss hat die Tasche sogar im Doppelstockwagen der SBB in der Ablage Platz. Da bringt man ja sonst keinen Rucksack rein! Übrigens: Das Unnötigste (auch wenn praktisch) waren Designgläschen für die abgepumpte Milch. Joghurt-Gläschen gehen gerade so gut.

    • Andrea Mordasini, Bern sagt:

      Meine Wickeltasche kriegte ich auch im Spital geschenkt und war sehr froh drum. Den Windeleimer wurde uns völlig überraschend vom Babyfachhaus geschenkt. Auch der war praktisch. Der Nasensauger half uns mehr als einmal bei Verkältungen und den Kinderwagen wie die Tragetücher und sonstige Tragehilfen hätte ich nicht missen wollen. Klar gibt es eine Menge, die es nicht zwingend braucht, die einem den Alltag mit Kleinkindern doch sehr erleichtern können. Schade, dass die Autorin dies gleich so ins Lächerliche ziehen muss. Die meisten Eltern werden schon wissen, was für sie nötig ist und was nicht

  • Sportpapi sagt:

    Sind jetzt hier schon wieder völlig normale Beiträge gel öscht worden? Nur weil unter anderem auf andere Texte aus dem Schaffenskreis der Schreibenden verwiesen wurde? Langsam wird es pei nlich!

  • balderstmama sagt:

    ich habe mich gekugelt vor lachen über diesen tollen bericht. Ende Sommer kommt mein erstes Kind und ich habe schon jetzt so einige Dinge auf meiner No-Go Liste. Nur schon von den Eindrücken welche ich bei Kollegen und Bekannten gesammelt haben.Ganz oben, die gefütterte Wickeltasche! Ganz deiner Meinung, sowas geht gar nicht! Versteh noch immer nicht wie man diese Tasche überhaupt erfinden konnte. Ich bin gespannt was mir in den nächsten Monaten wohl alles als unverzichtbar verkauft werden will!

    • xyxyxy sagt:

      die die kein Kind hat kugelt sich vor lachen
      – alle die Kinder haben, sagen zum einen oder anderen Artikel „den konnten wir gut gebrauchen“

      ich bin übrigens gegen Kartoffelschäler, weil es ja auch mit dem Messer geht
      und gegen WC Papier, weil man ja auch alte Zeitungen nehmen kann

      • gabi sagt:

        Oder gleich wie in der guten alten Zeit der Royal Navy: Fussliges Tauende, dass man vor und nach dem Gebrauch einfach ins Wasser hängen lässt…

        🙂

    • Valeria sagt:

      Ich erinnere mich wirklich gerne an die Szene: Wir waren mit unserem Stillbaby bei Bekannten, die uns von den Vorteilen des Windeltwisters vorgeschwärmt haben. Wir haben uns später im Auto gekugelt vor Lachen, ja sie taten uns fast leid, diese armen Konsumopfer…

      Und dann hat unsere Tochter mit fester Nahrung angefangen. Sie können dreimal raten, was heute neben unserem Wickeltisch steht. Und wir haben es nicht bereut. Und nein, grundsätzlich ist NICHTS unverzichtbar. Aber vieles macht das Eltern-Leben unglaublich viel einfacher.

      • Bionic Hobbit sagt:

        Ja, ich denke sogar der Teller, den man mit warmem Wasser wärmt, ist für den einen oder anderen Langsamesser praktisch. Übrigens eine alte Erfindung, die es in den 60ern schon gab. Wenn die sich bis heute durchgesetzt hat, na bitte.

        Ich hatte 2 Babyhaarbürsten, eine selbst gekauft, eine geschenkt, ich weiss nicht, für was. Nie gebraucht.
        Das Ohr-Fieberthermometer habe ich auch weggeschmissen, als es immer wieder verschiedene Temperaturen angab. Baby einfach anfassen ist genauer mit ein bisschen Erfahrung und auf die genaue Temp kommt’s eh nicht an.

      • denise sagt:

        langsamesser? na, das wär doch mal ein grund, das essen nicht warm zu halten, dann klappt das auch mit dem tempo. 😉 und sonst isst er eben kalt. 😉 meiner jedenfalls. 😉

      • Bionic Hobbit sagt:

        Naja, ich denke, es gibt schon kleine Menschen, die ständig langsam und wenig essen, und unter der 5ten Percentile dahinwachsen, so dass die Mama es mal mit einem Wärmeteller versucht, bevor sie „iss halt kalt oder gar nicht“ sagt. Meine 3 hatten auch nie ein Problem mit Essen, und wir hatten keine solchen Teller, kann mich aber aus der Kindheit irgendwie daran erinnern, und wenn’s die heute noch gibt, muss ja was dran sein.

    • Aloha sagt:

      Meine Tochter ist inzwischen bald 7. Sie hat ihre Babyzeit ohne all den Schnickschnack bestens überstanden, wir Eltern übrigens auch. Bei mir hatte alles in der Handtasche platz, soviel braucht es unterwegs auch gar nicht… Eine Frechheit ist es fast, wie man in Babyläden behandelt wird, wenn man „am Kind spart“. Ein Kind haben, bedeutet ja nicht, dass man das Geld zum Fenster rauswerfen muss! Mit dem Geld kauft man dann lieber etwas Vernünftiges oder legts auf das Sparkonto…

  • Mo sagt:

    Also auf meine Wickeltasche will ich weißgott nicht verzichten! Erstens ist sie schön groß, dass alles reinpasst, zweitens kann man darin den ganzen Kram den man mitschleppen muss drinn lassen und muss nicht sein Täschchen ständig neu sortieren und gucken ob man auch alles eingesteckt hat, drittens hat sie einen extra langen Gurt mit zwei Druckknöpfen, so dass man sie super am Kinderwagengriff anhängen kann.
    Und natürlich kann man als Schwangere in xxl-Ttshirts rumlaufen, ich persönlich finde es aber schöner bauchbetonte modische Sachen anzuziehen, die extra für den Babybauch designt wurden!!

    • Bionic Hobbit sagt:

      Ich frage mich nur immer, wieso die Wickeltaschen so verdammt teuer sind, die meisten sind ja nicht aus teurem Leder oder so….

  • simon sorglos sagt:

    Beim Nasensauger muss ich also heftig widersprechen. Mit unserer kleinen manuellen Vakuumpumpe haben wir unserem Bub diesen Winter literweise Rotz abgesaugt.

  • Rolf sagt:

    Hm, also der Nasensauger (in Kombination mit Naaprep) hat uns schon gute Dienste erwiesen, als die Kleine so viel Schleim produziert hat, dass sie davon dauernd würgen musste, bis sie erbrochen hat. Und die Wickeltasche hat halt an der Seite diese zwei Ringe, an denen man sie ideal am Kinderwagen befestigen kann. Meine Freitag-Tasche (aus Zeiten, wo ich sowas noch benutzen konnte) hat die halt nicht. Und Rucksäche hasse ich. OK, diese Plastikfolien-Einsätze am Windeleimer zu ersetzen nervt jedes mal unsäglich, aber im Sinne der Geruchseindämmung sind diese dinger schon ok.

  • ich sagt:

    Wer schonmal stundenlang an der Milchpumpe gehangen hat und total verkrampft war vom festhalten der Aufsätze hätte sich so einen Bustier vielleicht gewünscht.^^
    Aber ansonsten kann ich dem Artikel nur zustimmen 🙂

  • xyxyxy sagt:

    da der Artikel in allg. übereinstimmung nichts hergibt – hätte ich da mal einen Einwand sprachlicher Natur
    hört doch endlich mal auf mit dem unsinnigen mann, frau, mensch – anstelle von man – so wird doch die ganze Sprache verhunzt und verkompliziert – und man vergisst:
    man ist ein UNBESTIMMTES Fürwort
    Morphologie: man
    Grammatikangaben: Wortart: Adverb
    Wortart: Pronomen
    Synonyme: alle, bestimmte, dieser, du, ein, eine, einer, einige, ich, ihr, jeder, jedermann, jemand, jener, mal, manche, nur
    ist Synonym von: du, ein, ich, ihr, jemand, sonstwer, wir

    • xyxyxy sagt:

      und für alle die nun meinen das „man“ sei irgendwie frauenfeindlich, die sollten sich überlegen, dass es im deutschen
      DIE Männer heisst
      und das pronomen von den Männern heisst „SIE“ – und so soll es auch immer bleiben

      • gabi sagt:

        xyxyxy!

        … Noch so ne Pandorabüchse, bei der Du mich schelten würdest, wenn ich mich ein weiteres Mal hier rein hängen täte.

        (ernsthaft noch nicht mitgekriegt, was hier zu ebendiesen Thema – mit den üblichen Verdächtigen – schon an Infantilsttheorien hier ausgetauscht wurde?)

        😉

      • Brunhild Steiner sagt:

        … okay, bekenne mich teilweise zu den Schuldigen,
        also, damit ich die Besserung gleich tatkräftige umsetze:

        MAN wünscht sich Archiv, Stichwortregister und letzte Kommentare zurück…

      • xyxyxy sagt:

        ach gabi – so ist es doch nicht…
        ich schelte dich äusserst selten

        im Übrigen gilt:
        die Nuancen machen den rechten Ton, manchmal reicht schon die Korrektur um einen Viertel, damit es nicht mehr in den Ohren quitscht – recht und falsch gibt es in dem Sinne nicht, die Frage ist immer, was man erreichen will

      • gabi sagt:

        Ich wüsste nicht einmal, was man überhaupt erreichen sollen wollte, wenn´s recht und falsch doch so oder so nicht gibt.

        🙂

      • xyxyxy sagt:

        richtig brunhild – man könnte hier auch synonym „wir“ verwenden

        aber im Allgemeinen denke ich, dass es eben kontraproduktiv ist, wenn man eine Sprache (im vermeintlichen Kampf um die gleichwertigkeit der Geschlechter) der unbestimmten Fürwörter beraubt, denn dadurch wird ja andauernd auf Geschlechtsunterschiede gepocht – anstatt, was in vielen Fällen das sinnvollste ist, einfach allgemein gesprochen .
        Es ist also sprachlich unschön UND durch und durch Kontraproduktiv.

      • xyxyxy sagt:

        gabi
        verständigung? annäherung? kommunikation?

      • gabi sagt:

        Dafür bin ich jederzeit, xyxyxy.

        Nie jedoch, mit Leuten, die mir vorschreiben wollen, wie Dinge gefälligst gelesen zu werden haben… Selbst wenn nachlesbar das Gegenteil da steht. Oder, quasi getoppt, sogar die Tatsache, dass etwas NICHT geäussert wird, zum Beweis umzukehren vermögen.

        Wenn Du solche Missverständnisse (für die einige Fantasie aufgewendet werden muss) nicht klären kannst – geschweige denn, zuvor auch nur ne Verständnisfrage zur Klärung erhältst -, kann´s weder Verständigung, noch Annäherung, noch Kommunikation gegen.

        Aber gefallenlassen muss ich mir´s dennoch nicht.

      • xyxyxy sagt:

        ich habe unpräzises geantwortet gabi
        es ist wie bei der Musik: es gibt Bands deren Ziel ist es schreiende Dissonanz zu erzeugen – man kann dann nicht sagen „sie spielen falsch“ weil ja ihr Ziel genau diese schrägen Töne sind, perfekt orchestrierter Lärm und Misstöne (ich habe solche Sachen in meiner Sammlung – einiges ist genial).
        Wenn jemand hingegen ein anderes Ziel hat, dann wären diese Misstöne falsch.
        Darum sagte ich: kommt immer darauf an, was für ein Ziel man hat – wenn man etwas sagt. Falsch ist ein Ton nur, wenn er dem Ziel nicht dient. (Ich habe ja vom Ton geredet).

      • Carolina sagt:

        Cooler Link von PS! Vor vier Jahren hat marcel schon die Meinung gehabt, dass man da mal gründlich entrümpeln müsste… Lohnt sich nachzulesen.

      • Sportpapi sagt:

        @Carolina: Er hat auch gewohnt klug und mit Zahlen untermauert argumentiert. Wäre schön, wieder vermehrt auf solcher Basis ins Gespräch zu kommen…

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Peter Steiner:
        😉 also besonders glücklich war ich damals ja nicht über diesen Titel…,
        aber Zeiten waren das noch, so ohne 600Zeichen-Beschränkung und so…, wie sind Sie überhaupt da rangekommen, hat sich der Titel im organisch-internen Archiv dermassen eingebrannt? Um die Kurve zum aktuellen Thema zu fahren, vielleicht sollten wir mal ein paar brutale Brünhilden in die Babyartikel-entwurfs-und-promotions-Abteilungen einschleusen?

      • Carolina sagt:

        SP, wenn ich das richtig gelesen habe, hat er zwar Statistiken, Zahlen und Empirie aufgezeigt, aber eben auch das ‚menschelnde‘ Element einbezogen – das gefällt mir. Vor allem weil ich meine, dass genau das der Weg aus dem Entweder/Oder bzw dem Trugschluss ist, dass man die Welt in schwarz und weiss, schuldig und unschuldig und positiv und negativ einteilen kann.

      • Sportpapi sagt:

        @Carolina: Richtig. Und doch hat er seine Aussagen im Wesentlichen gut belegt. Und nicht, wie hier immer häufiger, einfach Klischees bemüht.

      • mila sagt:

        ‚Aufräumende‘ Lektüre fürs Wochenende, u.a. mit folgendem Input:

        Koppetsch: In der Regel verläuft es so: Wenn Kinder in die Beziehung kommen, macht die Frau Teilzeitarbeit, zieht dem Mann hinterher und gibt ihre eigenen Berufsentscheidungen auf. Ich finde das erstaunlich. Wir leben in einer modernen Gesellschaft mit maximaler Aufklärung über diese Dinge. Jede Frau weiß, was auf sie zukommt, wenn sie eine Familie gründet, und trotzdem läuft es in 90 Prozent der Fälle nach dem traditionellen Muster ab.

        in: http://www.zeit.de/lebensart/partnerschaft/2013-04/paarbeziehungen-soziologie/seite-1

      • mila sagt:

        Bezug genommen wird im Artikel u.a. auf folgende Studie:

        http://www.pairfam.de/

        Viel Spass beim Statistikenwälzen… 😉

      • Peter Steiner sagt:

        @Brunhild Steiner: Durch Zufall und weil das Feld „Blog durchsuchen“ leider das letzte und einzige ist, wo man sich hier noch orientieren kann. Im Archiv hat’s noch mehr spannende Artikel, die es wert sind, durchdacht zu werden. Ihr Nickname scheint durchaus seine Berechtigung zu haben…

      • mila sagt:

        …aber um meine eigene Sichtweise zur Thematik sozusagen vorab beizusteuern (Zeit für Wochenend-Diskussionen werde ich nicht haben): (finanzielle) Eigenständigkeit halte ich für eine feine, grundwertige Sache – prophylaktisch auch für den Fall, dass mein Mann irgendwann in einer MLC-Attacke mit einer Mittzwanzigerin auf der seit längerem anvisierten Speed Triple in den Sonnenuntergang rauscht. (Nicht, dass ich Grund zu solchen Spekulationen hätte… Anker-Goldstück, das er für mich ist.)

        Dies ist aber sicherlich eine Frage der Perspektive, bzw. der (Grund-)Wertbemessung.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Peter Steiner:
        ja, ist wirklich schade um die Perlen die da zu finden wären,
        das Blogdurchsuchen per Seite um Seite noch ältere Einträge durchgehen ist nur was für Kämpfer mit Ausdauer, schön wenn man („man“ xyxyxy!!!) immer wieder mal auf solche trifft…

      • Sportpapi sagt:

        @mila: Ich habe nun einige Zeit mit dem verlinkten Text, den darunter weiter verlinkten Texten und den dazugehörigen Kommentaren verbracht. Interessant. Dann mit dieser Studie, wobei ich da nicht weiss, was Sie uns damit sagen möchten. Auf welchen Bericht nehmen Sie Bezug? (ich habe keinen zum eigentlichen Thema gefunden). Zwei Statements meinerseits dazu: „Wir leben in einer modernen Gesellschaft mit maximaler Aufklärung über diese Dinge. Jede Frau weiß, was auf sie zukommt, wenn sie eine Familie gründet, und trotzdem läuft es in 90 Prozent der Fälle nach dem traditionellen Muster ab.“

      • Sportpapi sagt:

        Meine Folgerung daraus: Offensichtlich hat das traditionelle Muster eben nach wie vor hohe Attraktivität. Wenn volle Aufklärung und ganz viel „Umerziehung“ nicht fruchten, muss man vielleicht doch mal die Tatsache zur Kenntnis nehmen, dass nicht alles schlecht ist, was als „traditonell“ oder veraltet angeschaut wird. Bzw. man muss dann auch allenfalls über flankierende Massnahmen nachdenken, statt zu bekämpfen, was offenbar nach wie vor die meist gewählte Option ist.

      • Sportpapi sagt:

        Zum anderen: Freundschaft oder Liebe? Oder beides? Naja, wenn es in der Beziehung im Wesentlichen um Freundschaft geht, dann frage ich mich, wie die (sexuelle) Exklusivität da hineinpasst. Oder anders gesagt: Freundschaftliche Beziehungen kann ich – mehr oder weniger eng – mit mehreren Menschen gleichzeitig pflegen.

      • mila sagt:

        Eines vorweg, weiteres folgt am Abend: Freundschaft und Eros schliessen sich nicht zwangsläufig aus, im Gegenteil. So ist mein Mann Gefährte, Geliebter und Freund seit nunmehr 15 Jahren. Und da wir zudem keine Kinder haben und somit keine zwingende Zwecksgemeinschaft bilden, hat sogar noch die gute, alte romantische Liebe in diesem Lebensbund ihren angestammten Platz.

      • Sportpapi sagt:

        @mila: „Freundschaft und Eros schliessen sich nicht zwangsläufig aus.“ Habe ich ja auch nicht gesagt, im Gegenteil.

      • mila sagt:

        Was Sie ‚Umerziehung nennen, nenne ich Befreiung von gesellschaftlichen Zwangsrollen – mit der angenehmen Folge, dass heute jede(r) tatsächlich nach eigener Façon glücklich werden kann. Wer sich zur Familienmanagerin (weshalb eigentlich diese Begriffsprägung?) berufen fühlt, soll damit glücklich werden, dagegen spricht überhaupt nichts. Der Rest, für den es nebst Familie noch andere Berufungen gibt, liest Sheryl Sandbergs Neuveröffentlichung ‚Lean In‘.

        (Müssig zu diskutieren, dass ein gut funktionierendes Betreuungsnetz überall zu mehr weiblicher Erwerbstätigkeit führt – nachweislich.)

      • Sportpapi sagt:

        @mila: Müssig zu diskutieren, dass ein hohes Einkommen des Mannes fast automatisch zu einer tiefen Erwerbstätigkeit der Ehefrau führt. Unabhängig von ihrer Ausbildung… Ernsthaft jetzt. Natürlich, wenn man den Familien einen Teil der Arbeit abnimmt, haben sie Energie für anderes. Aber ob sie glücklicher sind dabei, das weiss ich nun wirklich nicht.

      • mila sagt:

        Ich kenne in der Tat einen Fall, wo eine bestens ausgebildete Frau ihrem Manager-Mann durch ganz Europa nachtingelt, mit zwei kleinen Kindern – mit dem Resultat, dass sie aufgrund fehlender Berufspraxis – trotz hervorragendem Abschluss und Nannies – keine Anstellung auf annäherndem Ausbildungsniveau findet. So hatte sie es sich nicht ganz vorgestellt, und glücklich scheint sie mir auch immer weniger mit dieser Situation.

        Dass so eine Frau nicht irgendeinen Job annehmen wird, solange der Mann sehr gut verdient, ist selbstredend. (Man möchte beinahe hinzufügen: leider.)

      • mila sagt:

        …und ähnlich dürfte es jeder Frau gehen, die einem eher langweiligen Routinejob nachgeht: ohne finanziellen Druck wird sie es sein, bzw. bei einem geringen Teilzeitpensum be-lassen. Ein Wohlstandsphänomen, wenn man so möchte. Was man als solches auch durchaus gut finden kann.

        (Nur frage ich mich, was passiert, wenn die Kinder grösser bzw. aus dem Haus sind, und der Job nicht interessanter wird. Glücklich diejenigen, die sich in sinnvoller Wohltätigkeitsarbeit engagieren oder einem ansprechenden Hobby nachgehen. Beim Rest winkt vermutlich eine MLC.)

      • mila sagt:

        PS:

        Müssig zu diskutieren, dass man an anspruchsvolle Tätigkeiten nur mit durchgehender Berufspraxis kommt, da mag es in der Regel höchstens kurze Unterbrüche bzw. maximal ein (ebenfalls kurzfristiges) 60%, ansonsten eher ein 80% Pensum leiden – wenn überhaupt… (Den Lehrerberuf, der in vielerlei Hinsicht eine Ausnahme darstellt, einmal ausgenommen.)

      • Sportpapi sagt:

        @mila: Hier ein interessanter Text, der meine Sichtweise gut zusammenfasst: http://ef-magazin.de/2012/08/16/3646-catherine-hakims-praeferenztheorie-was-frauen-wollen

      • mila sagt:

        Einleuchtender Ansatz. Wobei es meiner Meinung nach zu unterscheiden gilt zwischen ‚Karriere‘ und Liebe zu einem Beruf, den man auch nach der Familiengründung nicht einfach so aufgeben möchte. Und, wenn wir uns überlegen, wieviele Männer tatsächlich ‚Karriere‘ machen, dann sind das letztlich auch nicht mehr als was: 20, 30% (und oft noch die falschen)?

        Für mich ist eins klar: je mehr Frauen sich in verantwortungsvollen Positionen einbringen, desto eher werden Strukturen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie gefördert. Ansonsten halte ich es wie Sandberg:

      • mila sagt:

        ich habe zwar keinen ‚häuslichen Ehemann‘, aber dass wir beide bei gleichem Arbeitspensum gleich im Haushalt anpacken, ist für ihn kein Thema. Es ist eine Selbstverständlichkeit. Es gibt in diesem Sinn auch keinen ‚Zuständigeren‘ für Haushaltsfragen bei uns.

        Eine Grundvoraussetzung, damit eine Frau, wenn sie es denn möchte, auch wirklich ‚Karriere‘ machen kann. Oder sie bleibt, wie im Artikel beschrieben, alleinstehend und kinderlos.

      • Sportpapi sagt:

        @mila: „ich habe zwar keinen ‘häuslichen Ehemann’, aber dass wir beide bei gleichem Arbeitspensum gleich im Haushalt anpacken, ist für ihn kein Thema. Es ist eine Selbstverständlichkeit. Es gibt in diesem Sinn auch keinen ‘Zuständigeren’ für Haushaltsfragen bei uns.“ Das war bei uns auch so und erscheint mir heute auch normal. Bis Kinder dazukommen. Denn dann kann man den Haushalt schlicht nicht mehr einfach nebenher am Abend regeln. Und der Finanzbedarf wird auch nicht geringer. Unter den neuen Verhältnissen müssen dann Vater/Mutter wirklich ihre Präferenzen offenlegen.

      • Sportpapi sagt:

        Wollen beide 100% arbeiten und im Job vorankommen, wird es unglaublich anstrengend, auch wenn noch so sehr Kinderbetreuung ausgelagert werden kann. Das muss man erst noch wollen. Alternative wäre, auf Kinder zu verzichten. Warum auch nicht, wenn man doch dem Job höhere Priorität beimisst?

      • mila sagt:

        Nö. Ich sehe keinen Grund darin, wegen Karriere auf Kinder zu verzichten. Nicht bei allen unterschiedlich kombinierbaren Möglichkeiten (80% beide, Nannies, Krippenbetreuung, Grosseltern), die es gibt.

        …wobei für mich ‚Karriere‘ im eigentlichen Sinn wichtiger ist, als beispielsweise für meinen Mann, der nach Möglichkeit auch gerne auf 60% (mit zusätzlicher Selbständigkeit) runterfahren würde. Man muss nur etwas kreativ sein, und starre Rollen und Vorstellungen starre Rollen und Vorstellungen sein lassen. 😉

        PS: 60% Teilzeitwillige scheint mir ein gutes Argument für flächendeckende Krippen.

      • mila sagt:

        Hier hängt es wieder Mal…

        Die persönlichen Präferenzen folgen später, vorab nur: 60% Teilzeitwillige und 20% Vollzeitwillige scheint mir ein gutes Argument für ein gutes, flächendeckendes Krippenangebot.

      • mila sagt:

        Es hängt, und ich mag mich nicht wiederholen (noch habe ich Zeit dafür).

      • Sportpapi sagt:

        „60% Teilzeitwillige und 20% Vollzeitwillige scheint mir ein gutes Argument für ein gutes, flächendeckendes Krippenangebot.“ Ja, einverstanden. Aber nicht unbedingt für zu hohe Subventionierung. Im Gegenteil!

      • mila sagt:

        Wissen Sie, Sportpapi: ohne deterministisch (marxistisch) argumentieren zu wollen, ist es eine historische Binsenweisheit, dass Weltsichten und Gesellschaftsstrukturen von der technisch-wirtschaftlichen Basis entscheidend mitgeprägt werden. Die Ackerbau- und die Industriegesellschaft legten die Produktionsmittel vorwiegend in männliche Hände und begünstigten damit androzentrisch betonte Weltsichten. Es kommt nicht von ungefähr, dass feministisches Gedankengut gerade zu Beginn des Informationszeitalters erstarkte.

        Wenn Sie so wollen, setze ich auf die Zeit. /

      • mila sagt:

        Frauen sind für die (kommunikativen bzw. kooperativen) Herausforderungen eines globalen Informationszeitalters bestens ‚gewappnet‘. Als Kollektiv werden wir in den nächsten Jahrzehnten den Wandel von Ressourcennutzern (aka -verschwendern) zu Potentialentfaltern machen müssen (s. Gerald Hüther, Was wir sind und was wir sein könnten) – was wiederum die Arbeitswelt für Frauen (noch) attraktiver (sinnhaftiger) machen wird.

        Anders formuliert: langfristig werden es die Verhältnisse selbst regeln. Frau muss nur etwas Geduld haben, respektive mit tatkräftigem Beispiel vorangehen. 😉

      • Sportpapi sagt:

        @mila: Da würde ich nun nicht einmal widersprechen. Auch wenn ich glaube, dass wir in gewissen Bereichen längst übers Ziel hinausgeschossen sind, bzw. doch nicht ganz alles so eingetroffen ist, wie erwartet. Stichworte dazu sind die Bedeutung von Emotionaler Intelligenz, Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit etc, was unter anderem zu einer Neuausrichtung der Schulen geführt hat (z.B. Sprachlastigkeit) und zum stiegenden Bedarf nach naturwissenschaftlich gebildeten Menschen. Hier wird das Pendel sicher noch einmal in die andere Richtung zurückschwenken.

      • Sportpapi sagt:

        Zuletzt: Wenn man bestens gewappnet ist, eigentlich ideale Voraussetzungen im Wettbewerb hätte, muss man dennoch die Chancen auch noch packen (wollen). Womit wir wieder bei den Präferenzen sind.

      • mila sagt:

        Wie gesagt: ich setze darauf, dass sich die (Arbeits-)Strukuren in Zukunft den Menschen anpassen werden, nicht (mehr) die Menschen den Strukturen. Womit sich die Arbeitswelt für Frauen (und Männer) um einiges attraktiver gestalten dürfte.

        Im Übrigen bin ich nach wie vor der Ansicht, dass individuelle Fähigkeiten und Neigungen im Einzelfall ausschlaggebend sind, nicht geschlechtliche (biologische) Durchschnittswerte. Insofern gehe ich davon aus, dass wir vermehrt Frauen in naturwissenschaftlichen Gebieten vorfinden werden, und Männer in Kindergärten. Oder so ähnlich.

      • Sportpapi sagt:

        @mila: „Insofern gehe ich davon aus, dass wir vermehrt Frauen in naturwissenschaftlichen Gebieten vorfinden werden, und Männer in Kindergärten. Oder so ähnlich.“ Und warum passiert das dann allen Fördermassnahmen zum Trotz nicht längst? Wobei ich das „vermehrt“ sogar noch glaube, allerdings leider auf tiefem Niveau.

      • mila sagt:

        …dies sozusagen die durchweg positive Konsequenz von erodierenden (Geschlechts-)Rollen.

      • mila sagt:

        @SP: Ich vermute, dass Fähigkeiten ein gegebener Faktor sind, Neigungen jedoch (mehr oder weniger stark) soziokulturell mitgeprägt sind. Deswegen kann man nicht erwarten, dass sich in einem Verlauf von was: 2 bis 3 Generationen?, ganze Welt- und Geschlechterbilder grundlegend umstülpen.

        Forschungen zeigen beispielsweise, dass die Art, wie naturwissenschaftliches Wissen an Mädchen vermittelt wird, ausschlaggebend dafür ist, wie gut sie dieses aufnehmen. Respektive geht es insbesondere darum, ihre (Grund-)Kompetenz zu stärken. Aber das gilt prinzipiell für jeden Wissensstoff.

      • mila sagt:

        Das Prinzip nennt sich auch ’self fulfilling prophecy‘: es hat einen (statistisch nachweislichen) Effekt, wenn eine Lehrperson einem Schüler/einer Schülerin den Eindruck vermittelt, kompetent bzw. leistungsstark zu sein. Den gegenteiligen Effekt hat es, wenn Mädchen sich von klein auf anhören müssen, dass sie aufgrund ihres Geschlechts in Mathe wenig(er) begabt sein sollen. Dies lähmt Interesse, und – was wichtiger ist – erstickt potentielle Begeisterungsfähigkeit im Keim.

      • mila sagt:

        Schon wieder das Warteschaufe-Spielchen… Nun gut, ich bin dann mal fürs Erste wieder weg.

  • Anne sagt:

    Schwierig so allgemeingültige Listen zu erstellen – nach dem 3. weiss ich nun, dass sich die Bedürfnisse mit jedem Kind ändern können – die dies Kindes aber auch meine.
    Hilfreicher wären wohl Positiv Listen – um welche Dinge könnte man plötzlich uuuh froh sein. Meine persönliche Hitliste:
    – Nuggibändel (mehrere für KiWa, Jacken, Auto um sie stationär zu behalten)
    – NaCl-Tröpfli, sobald man keine Muttermilch mehr hat
    – Sonnensegel (wobei sich mir nicht erschliesst, weshalb es die KiWa-Hersteller nicht schaffen, endlich ein auf den Kinderwagen angepasstes Sonnenschutzsystem mit auszuliefern)etc

  • Kerstin sagt:

    Das Bustier ist ein Must-Have, ich habe es sogar extra im Ausland bestellt. Was habe ich mich sonst beim Milch abpumpen gelangweilt, weil ich keine Hand frei hatte. Mit dem Bustier konnte ich nicht nur problemlos Texte schreiben, sondern auch Bücher in die Hand nehmen, Gemüse schnippeln und wenn ich gewollt hätte, hätte ich sogar stricken können (ich kann’s aber nicht :P). Und ja, stellen Sie sich das nun gerne vor. 😉
    Dafür tat’s allerdings die Zweitjacke meines Mannes über den Winter. 🙂

    • Bionic Hobbit sagt:

      Ich kenne viele, die so ein Ding zum Abpumpen brauchten, allerdings haben die alle einen alten BH mit der Schere dazu umfunktioniert….

  • alien sagt:

    „squirt“ heisst einfach „spritzen“. Wer aber ein Tool, das das Kleckern mit Nahrung bei Babys vermindern soll, unter dem Namen „spritzen“ verkauft, der ist irgendwie schon falsch gewickelt.

    Die weibliche Ejakulation, Andrea, ist nicht meine erste Assoziation bei „squirt“ 😀

    • Andreas sagt:

      Je geringer die Englisch-Kenntnisse und je häufiger der Porno-Konsum, desto grösser die Assoziation mit der weiblichen Ejakulation….
      🙂

      • gabi sagt:

        Hey!

        … Ev. sollte man das auch gleich zu einer gewinnbringenden Tool-Idee ummünzen!?

        Erotik-Schutzbrillen (ev. hübsch verziert; etwa mit anzüglichen Schutzbügeln oder so) gegen squirtende Bettgenossinnen!

        Also, wenn das keine Marktlücke ist…

        😀

  • Alexander sagt:

    Ich persönlich empfinde das Angebot auch manchmal völlig überzogen, wer braucht schon wirklich diese „unverzichtbaren“ Dinge, wie z.B. eine „Luftfeuchtigkeits- und Temperaturalarmanlage“ im Kinderzimmer (Verkäufer: Achtung plötzlicher Kindstod! Impliziert: Wollen Sie das Ihr Kind stirbt?). Wir bewegen uns immer weiter weg von der eigenen Intuition und hoffen vermeintliche Sicherheit und Kindeswohl jederzeit kaufen zu können. Dabei geht wohl genau das verloren was die Kinder am meisten brauchen: Wärme, Nähe und Aufmerksamkeit. Und ja, gerade Ersteltern sind sehr gute Opfer 🙂

  • Röfe sagt:

    Uhh, da fühlen sich aber einige persönlich angegriffen… Schon mal mit Humor versucht?

  • Katharina B, sagt:

    Die aufgezählten Gegenstände sind sicher keine Must-haves, es hat aber doch ein paar gäbige Nice-to-haves darunter. So hat uns Eltern eines Kindes mit einer angeborenen Verengung der Atemwege beispielsweise der von Ihnen belächelte Nasensauger manche Nacht auf dem Notfall erspart und Ihnen somit eine Erhöhung der Krankenkassenprämien.
    Ich denke Eltern sind mündige, erwachsene Menschen, und durchaus imstande zu entscheiden, was für ihre Familie praktisch ist.

  • Thomas Jordi sagt:

    Lustig, sich über die Babybusiness-Mafia lustig machen, aber sich selber als Opfer der „echt-Chanel-Tasche-Mafia“ outen.
    Peinlich.
    Wieso eine Windeltasche praktischer als ein Rucksack ist: Im Rucksack sind Sachen übereinander verstaut, in der Wickeltasche nebeneinander und somit schneller greifbar.
    Wieso tragen eigentlich Frauen echte Chanel-Taschen, und nicht echte Chanel-Rucksäcke?

  • manuel sagt:

    mit ein grund wieso ich mir immer weniger vorstellen kann doch noch eine familie zu gründen. wenn ich so im freundeskreis sehe was da für schrott gekauft wird, wie schon erwähnt, meist aus plastik, mit den mittlerweis bekannten risiken (weichmacher, farbstoffe etc.) statt den kleinen wenger, dafür wertigere dinge zu kaufen, die nicht um die halbe welt reisen mussten, bis sie im laden waren. wie soll das den in zukunft aussehen, wenn sie es schon als kinder so mit auf den weg kriegen. dafür ist der sonntagsspaziergang mittlerweile max. 15min bis zum nächsten verwanten oder bekannten im dorf.

  • Angi sagt:

    Hi, im Prinzip kann ich da zustimmen. Es gibt so viel Käse, den kein Mensch braucht bzw. ohne den die Menschen auch gut klar kommen würden. Und ich ärgere mich sehr darüber, wie die Ressourcen unserer Welt dafür verschwendet werden. Aber, was die Sicherhei (und Qualität)t betrifft, muß ich einen Einwand loswerden. Es ist schon oft wichtig, ein paar Euro mehr hinzulegen für die bessere Qualität, gerade bei Autositzen z. B. Lieber den ganzen Restmist nicht kaufen, da sparen, und die paar Dinge, von denen man meint, dass man sie braucht, in guter Qualität und möglichst FairTrade und Öko kaufen!

  • Auguste sagt:

    hmm…, es dauerte zwar eine minute, aber dann hatte ich es. als ich das bild zum blog sah, wusste ich: das hast du schon mal irgendwo gesehen. das ding sieht aus wie die maske des froschs aus dem gleichnamigen edgar wallace-film. ich möchte ja den praktischen nutzen dieser apparatur nicht von vornherein ausschliessen, aber seien sie vorsichtig, wenn sie sich darin dem vater ihrer säuglinge von hinten unerwartet nähern – ganz besonders, wenn sie keine todesfall-police für ihn abgeschlossen haben.

    youtube: trace adkins – took her to the moon

  • Gürkchen sagt:

    Es ist doch so, dass jeder ausprobieren muss was für einen selber und das jeweilige Baby praktisch ist! Dabei spielen auch die Wohnumstände und persönliche Vorlieben eine Rolle! Ich bin auch ein Fan der Wickeltasche, da ist alles fürs Kind drin und alle Beteiligten wissen wo Ersatzwindel und Kleidung zu finden sind. Wir hatten auch diverse Nuggis – sagten alle die wären wichtig! Wollte unsere Kleine aber partout nicht. Fehlkauf! Und? Da muss halt jeder experimentieren, allgemeingültige Tipps gibt es kaum! Da helfen die Kommentare beim Amazon zum Produkt teilweise…

  • dandy_warhol sagt:

    Ich finde primär Armani-Anzüge für Kinder (gibt es!), Gucci-Schuhe für Kinder (gibt es auch!) oder Stiefelchen mit Absätzen (gibt es auch!) für Mädchen ziemlich bescheuert. In meinem Umkreis gibt es ein Paar, welches seine Kinder mit solchen Dingen ausrüstet. Quintessenz: Die Kinder dürfen ja nicht im Dreck spielen (der Armani-Pulli! Die Gucci-Schuhe! Das darf doch nicht dreckig werden!), dürfen nicht sabbern, kleckern, schmatzen usw.
    Sinnlose Produkte gibt es en masse für Babys, Luxusgüter sind im Vormarsch – und genau so sinnlos.

  • lisi sagt:

    Leggins und die Klamotten des Gatten als Stylingtipp von einer ehemaligen Moderedaktorin…

    Wird die Tasche von Chanel als Accessoire getragen um von den Leggins abzulenken;-)

  • malena sagt:

    „Was ist gegen das gute alte XY einzuwenden?“
    Was ist denn das für eine subversive, konsumfeindliche Frage? Lässt sich sicher nicht nur im Zusammenhang mit Babyprodukten anwenden…

  • Manuela sagt:

    Na für vieles kann man tatsächlich normale Sachen aus dem Haushalt nehmen. Ich hatte z.B. einen Rucksack, der sich weit öffnen lies als Wickeltasche. War geschickter, weil ich die Kleine fast nur getragen hab.
    Aber auf Umstandsmode mag ich nicht verzichten. Und es gibt wirklich schöne Sachen, man muss nur wissen, wo man suchen muss. Bei C&A bestimmt nicht… Aber in den Sachen meines Mannes rumlaufen? Nee nee, das sieht ja total unförmig aus. Auch Schwangere haben ne Taille!
    Aber wer viel Geld hat gibt viel Geld für Zeugs aus. So what?

  • Amos sagt:

    Das Bustier ist super: man hat die Arme frei beim Abpumpen. Sonst muss frau ja dauernd die Fläschli festhalten. Es muss aber sicher nicht aus Denim sein.

  • Brunhild Steiner sagt:

    Tja… im RUCKSACK sind eben, je nach Familienkonstellation,
    die Geschwistersachen und möglicherweise ein Teil der Einkäufe verstaut, plus evtl ein Teil der persönlichen Habe,
    da die „schöne“ Tasche, wenn mensch eh schon viel zuwenig Hände hat, nicht auch noch mitgeschleppt werden will.
    Aber vielleicht wäre ein Wickel-kopf-korb die Lösung?
    Mit Ösen ergänzt um saisonales Dekomaterial dran aufzuhängen? Allerdings wär der Platzbedarf dann nochmal grösser, eine abrupte Drehung und dem ÖV-Nachbar klatscht der angehängte Blumenzweig ins Gesicht, nicht so ganz das Wahre u Reklamationen auf sicher…

    • Brunhild Steiner sagt:

      2/
      zumal ich noch keinen Rucksack oder „schöne“ Tasche gesehen habe welche es an Inneneinteilung und Stehstabilität, Einräumtechnik mit der ordinären Wickeltasche aufnehmen könnten-
      das Einzig Schwierige fand ich, ein einigermassen neutrales Modell zu finden ohne Entchen, Bärchen, Blümlein, Herzchen oder sonstigem „Achtung, das gehört zu einem Baby!!!!-Signalisations-Muster“.
      Von den Waschbecken und Windeleimern kriegt man die Aufdrucke wenigstens weg…

    • Carolina sagt:

      Hihi, Brunhild: ‚Wickel-kopf-korb‘ mit Oesen für saisonales Dekomaterial – genial!

  • Kristina sagt:

    Viele Dinge sind echt nützlich, z.B. der erwähnte ‚Nasensauger‘, da Babys nicht ’schneuzen‘ können. Ich war schon oft sehr dankbar für dieses Ding! Und in Leggings und Oversize-T-Shirt arbeiten gehen??? So gehe ich noch nicht mal einkaufen! Ich habe mir sehr gerne schöne Umstandskleider gekauft und habe sie auch gerne weiterverschenkt. Finde den Artikel etwas zu übertrieben.

    • Veronika sagt:

      Ein „Nasensauger“ kann extrem nützlich sein, wenn man schon mal ein richtig verschnupftes Baby gehabt hat…..kann dem nur zustimmen!
      Habe selten so einen übertriebenen Artikel gelesen, aber zum Glück haben ja alle eine eigene Meinung….die vielen Kommentare bestätigen dies!!

  • Philipp Rittermann sagt:

    der bustier schaut aber lustig aus. junge mütter kaufen sowas weil sie denken sie schauen damit aus wie äh-lara croft.

  • tina sagt:

    manche frauen finden leggins und oversizeshirts auch nicht gerade das gelbe vom ei. sonntagmorgens vielleicht, aber doch nicht zum arbeiten. und männerhemden, naja. trugen manche frauen in einer kurzen teeniephase gern. ich möchte nicht wochenlang im pijama herumlaufen nur weil ich gerade schwanger bin

    • Eloid sagt:

      Leggins und Hemden können defintiv auch Stilvoll und sexy getragen werden – man muss nur wissen wie…

  • mère médiocre sagt:

    Was ich diesem Artikel entnehme: die Verfasserin passte dank ihrer vorgängigen Spitzenfigur als Schwangere in ein Herrenhemd. Sie trägt Foulards. Sie kann sich eine Chanel Tasche leisten. Und die Windeln ihres Kindes scheinen nicht zu stinken. Wow. Danke.

    Ich hingegen habe meine gedehnte Bauchhaut gerne mit einem Einteiler vor der Sonne geschützt, Spitzendessous für Schwangere getragen, um mich auch in der Zeit nicht nur unsexy zu fühlen, und da ein halbes Jahr täglich ca. 5-6 Mal beidseitig für brustverweigernden Zwillinge abgepumpt wäre ich um das Bustier und freie Hände gottenfroh gewesen.

    • Babs sagt:

      Genau! Vielleicht ist in der Welt, in der sich die Dame umtut, das alte Hemd vom Freund auch ein Lifstyle-Statement (im sustainability-Sinne, jaja). Über die Lieblings-Foulards habe ich auch herzhaft gelacht – nachdem google mich aufgeklärt hat, was das überhaupt ist.

    • Sandy sagt:

      Meine Worte! Was hätte mir der Bustier die ersten Monate mit den Zwillingen erleichtert! Und: versuchen Sie mal, Zwillinge gleichzeitig zu baden ohne solche praktischen Sitzli…

      • Eloid sagt:

        Oh mein Gott…..Ich bin zwar keine Mutter, aber diese Kommentare hier Zeugen für mich einfach nur nach Frust und Neid.
        Logisch werden gewisse Sachen benötigt, welche das Leben einer „gestressten“ Mutter erleichtern.
        Ich finde den Artikel absolut treffend – den diese Stillosen Peinlichkeiten halten mich im Moment noch vom mutterwerden ab.
        Frei nach Bligg „Mannhatten oder nid“
        Freitagtasche anstelle von diesen Peinlichen Wickeltaschen und Leggins/grosse Shirts anstelle der Umstandsmode. Da hat man auch schon reichlich Geld gespart für die Chanel-Tasche 🙂

  • mostindianer sagt:

    wer selbständig und mit gesundem menschenverstand über derlei dinge nachdenkt, wird das richtige/passende/sinnvolle zubehör für die neue lebenslage finden, da bin ich mir sicher. wer sich aber von solchen, bisweilen dämlichen angeboten zu einem kauf verleiten lässt, sollte gefälligst wieder mal sein hirn anwerfen. wieso wird immer behauptet, dass bei schwangeren frauen oder jungen müttern gleich der verstand aussetzt?

    • Brunhild Steiner sagt:

      … und nicht nur bezüglich richtig/passend/sinnvoll bezüglich Baby/Kleinkind,
      die Zubehöranpreisung erstreckt sich ja über alle Gebiete, vom Haustier zur Indoor-Technik übers Zweirad bis zum Vierrad etc und manchmal greift mensch halt zu und merkt erst im Nachhinein dass der Artikel in die Kategorie „Fehlkauf“ gehört…

  • urban sagt:

    Also die Sitzhilfe für die Badewanne war eine der besten Investitionen für unsere Kinder. Sie baden gerne uns sitzen dabei stabil.
    Die Wickeltasche ist wirklich nutzlos und liegt auch bei uns nun so rum. Ein Rucksack erfüllt den Zweck besser, da man die Hände frei hat, wenn man ihn trägt.
    Und so wie es momentan aussieht ist auch ein Töpfchen nutzlos.
    Ich gebe der Autorin fast in allen Punkten Recht.

  • Babs sagt:

    ein unnötiger Beitrag, in dem (wieder einmal!) eine Mutter anderen Müttern erklärt, was sie falsch machen! Eigentlich ist es fast zu banal, um seriös zu antworten, aber trotzdem: Zieh bitte an, was du willst – ich tu’s auch! Kauf deinem Kind (nicht), was du willst – ich tu’s auch. Der unnötigste Kauf in unserem Haushalt war z.B. das Töpfchen, unsere sind von der Windel direkt auf’s WC umgestiegen. Soll ich jetzt allen werdenden und Neo-Eltern raten, keines zu kaufen? Auch keine Stützräder und Strumpfhosen, bitte – meine Kinder sind auch ohne diese Dinge nicht erfroren und können Rad fahren!

    • Sportpapi sagt:

      Keine Stützräder wäre wenigstens ein sinnvoller Rat, der sich begründen lässt. Nicht nur mit persönlichen Vorlieben…

    • Jürg. sagt:

      zumal die Ratschläge von einer ex Moderedaktorin sprich der Womenbusiness-Mafia kommen…

    • Peter sagt:

      Aber Babs, ein wenig Sinn für Humor…

    • Ramerk sagt:

      „ein unnötiger Beitrag“

      Dem kann ich nur zustimmen…

      Aber es ist wohl der Job von Moderedakteurinnen, anderen Frauen zu sagen, was sie zu tun und zu lassen haben… Damit sie dann so richtig „originell“ und „individuell“ und „ästhethisch“ sind…

      Mich stören besonders die vielen abfälligen äusserungen über Kleider. Aber wahrscheinlich gehört auch das zum täglichen brot einer Mode-Redakteurin, die ihre Zeitung ja nur Verkauft, wenn die anderen Frauen ihr abnehmen, dass sie einen überlegenen Geschmack hat… und den muss man offensichtlich raushängen lassen…

  • Claudia Egger sagt:

    Seh ich genauso, Sportpapi, die Wickeltasche bringt’s – alles drin und sauber organisiert, bis zur wasserdichten und damit gut sauberzumachen zu haltenden Wickelunterlage. Ich lege doch mein Kind nicht auf jeden Schmuddelwickeltisch in jeder Autobahnbeiz. Rucksäcke mögen zum Wandern okay sein, aber ich schiebe den Kinderwagen auch nicht in den Bergschuhen durch die Parks. Also bitte! Aber gegen die echte Chanel-Tasche ist nichts einzuwenden.

    • Cybot sagt:

      Die Frau, die dreckige Windeln in ihre Chanel-Tasche packt, möcht ich ja erst mal sehen. Die Frauen, denen eine versaute Designertasche egal ist, haben eh eine Nanny.

  • Sportpapi sagt:

    Ich für meinen Teil bin ja sehr dankbar um viele Produkte, die den Eltern das Leben erleichtern. Dazu gehört unter anderem die Wickeltasche, die perfekt an den Kinderwagen passt, von Mutter und Vater gleichermassen verwendet werden kann, und in der neben dem Wickelmaterial auch Ersatzkleidung, Notproviant und vieles mehr Platz hat. Weshalb soll ich das in einen Rucksack packen? Und echt, auf einen Windelkübel sollten wir auch verzichten?
    Einige der aufgeführten Produkte habe ich allerdings auch noch nie gesehen. Ich nehme nicht an, dass die wirklich gekauft werden.

    • Sportpapi sagt:

      Wegen dem Geld: Ich weiss natürlich, dass viele Eltern bei den Anschaffungen für die Babies übertreiben, dass sie vieles auch gar nicht, oder auf Ricardo kaufen könnten. Ich weiss, es ist unsinnig. Wir für unseren Teil haben manche Anschaffung aber gerne und bewusst gemacht. Weil es uns Freude machte. Die Zeit, da im grossen Freundeskreis alle möglichen Untensilien und vor allem Kinderkleider Dutzendfach weitergegeben werden kommt ja dann schnell genug. Aber man kann nicht immer nur vernünftig sein.

    • Anita Beeler sagt:

      Ich muss hier Sportpapi zustimmen Nicht jeder hat einen Putzballkon auf dem die Windel gelagert werden können bis so ein Gebührensack voll ist. Da kommt ein geruchsbindender Windelkübel der nicht die ganze Wohnung verstinkt, doch ganz gelegen. Der Rest ist aber wirklich eher Sinnfrei.

      • Valeria sagt:

        Jap, da stimme ich zu. Ich habe mich lange genug gegen diesen Windeleimer gesträubt, aber irgendwann reichten 3 Plastikbeutel und ein (vermeintlich) dichter Plastikeimer einfach nicht mehr. Die Exkremente eines Stillbabys sind geruchstechnisch nicht mit jenen eines Fleisch-essenden Kleinkindes zu vergleichen. Und wir haben keinen Balkon.

        Auch wenn ich mir bewusst bin, dass diese Nachfüllkassetten überteuert sind, ist mir ein geruchsfreies Zuhause die 15.- CHF pro Monat wert.

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