Gratuliere, Sie bekommen Zwillinge!

Eine Carte Blanche von Maja Metzer-Pfenninger*

Wer Zwillinge hat, ist immer am Ball: Weinen im Duett (im Bild oben sind nicht die Kinder der Autorin zu sehen). (Foto: Flickr/Ruth L)

Mein Mann und ich beschlossen im Januar 2009 eine Familie zu gründen. Einen Monat später war ich schwanger! Mein Mann war etwas baff, dass es so schnell geklappt hatte — ich war glücklich. Drei Wochen später hatte ich den ersten Ultraschalluntersuch bei meiner Frauenärztin. Alles schien in Ordnung. Die Gynäkologin strich mit dem Ultraschallgerät auf meinem Bauch herum, als sie plötzlich rief: «Hoppla! Da ist ja noch eines!! Gratuliere, Sie bekommen Zwillinge!»

Ich war sprachlos. Mit dieser Diagnose hatte ich nicht gerechnet. Dass etwas nicht stimmen könnte, darüber hatte ich mir den Kopf zerbrochen… Aber Zwillinge? Ich verliess die Praxis mit sehr gemischten Gefühlen: Einerseits froh, dass alles in Ordnung war, andererseits überlegte ich mir, wie mein Mann und meine Familie reagieren würden. Meine beste Freundin gratulierte mir, und ihr Vater rief im Hintergrund: «Ist doch super, dann geht alles in einem Mal». Einen Satz, den ich immer wieder zu hören bekam.

Zu Hause angekommen, hatte ich fast ein wenig Angst, es meinem Mann zu erzählen. Ich hielt im das Ultraschallbild hin und meinte, «alles in Ordnung, SIE leben. Wir bekommen Zwillinge.» Er sagte zunächst gar nichts mehr, dann kam die Reaktion: «WAAS?» Nun, ich machte auch nicht Freudensprünge. Stattdessen überlegte ich, dass wir ja einen Doppelkinderwagen brauchen würden und der ja völlig unpraktisch ist, um ins Tram oder den Zug zu kommen. Und dann erst die vielen Windeln! Und Stillen — geht das überhaupt mit zwei? Hinzu kam, dass meine Schwangerschaft nun offiziell als Risikoschwangerschaft galt, allein das Wort verunsicherte mich sehr. Im Internet recherchierte ich  zum Thema — leider —, denn ich stiess nur auf die reinsten Horrorstories.

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Doppelte Freude: Die weinenden Zwillinge ganz zufrieden. (Foto: Flickr/Ruth L)

Ich ging regelmässig zur Kontrolle ins Spital und die beiden entwickelten sich genau nach «Plan». Bei einer Kontrolle in der 24 Schwangerschaftswoche sahen die Ärzte aber, dass der Gebährmutterhals sehr verkürzt war. Ich musste im Spital bleiben und bekam absolute Bettruhe verschrieben, dazu eine Infusion mit hochdosiertem Wehenhemmermittel. Das war ein grosser Schock für mich, da ich nichts Verdächtiges gespürt hatte. Nach einer Woche wurde ich ins Zürcher Unispital verlegt. Weil sie da eine Neonatologie hatten, die Kinder unter der 30. Schwangerschaftswoche betreuen konnte. Auch hier benahm man sich so, als ob die Geburt gleich losgehen könnte.

Mir wurde ein Faden um den Gebärmutterhals genäht. Nach drei Wochen stabilisierte sich die Lage und ich durfte sogar nach Hause gehen. Bis zur 33. Schwangerschaftswoche ging alles gut. Ich war so glücklich, dass ich es so weit geschafft hatte! Dann eines Tages, meinte die Hebamme, ich sähe so aufgedunsen aus. Ich fühlte mich auch so, als ob ich gleich platzen würde. Im Spital verlegte man mich in den Gebärsaal, da die Herztöne beim Mädchen unregelmässig waren: Die Ärzte beschlossen einen Notfallkaiserschnitt zu machen. Ich musste meinen Mann anrufen. Alles war sehr hektisch! Abends um 20 Uhr kam meine Tochter, vier Minuten später mein Sohn zur Welt.

Sie wurden sofort auf die Intensivstation der Neonatologie verlegt. Meinen Sohn hielten sie mir für zwei Sekunden vors Gesicht, die Tochter sah ich gar nicht. Erst später wurde ich im Bett in die Neonatologie geschoben, wo ich zusammen mit meinem Mann meine Kinder anschauen konnte. Wir waren total überwältigt. Unsere Tochter wog nur 1,2 Kilo, unser Sohn 1,8 Kilo, es ging ihnen den Umständen entsprechend gut. Doch sie mussten noch fünf Wochen auf der Neonatologie bleiben. Dann, endlich, durften wir sie nach Hause nehmen. Und das Chaos begann: Wir hatten plötzlich überhaupt keinen Rhythmus mehr. Nach ein paar Wochen war mein Schlafrhytmus so gestört, dass ich gar nicht mehr schlafen konnte. Mir wurde alles zu viel. Ich stillte ab und fortan wechselten mein Mann und ich uns in den Nächten mit «schöppeln» ab. In den ersten Wochen war ich viel allein mit den Kindern und ich kam einige Male an meine Grenzen.

Das erste Jahr waren wir pausenlos am Ball. Wir waren rund um die Uhr eingespannt und hatten praktisch keine freie Minute mehr. Natürlich wurde auch uns, wie allen Jungeltern, oft gesagt, wie wir dies oder jenes machen sollten. Aber mit der Zeit lernten wir, uns auf unseres Gefühl einzulassen und auch mal «nein» zu sagen. Denn all jene, die uns «gut gemeinte Tipps» gaben, hatten keine Zwillinge und von dem her keine Ahnung. Nach eineinhalb Jahren fing ich wieder an zu arbeiten: die reinste Erholung! Inzwischen sind unsere Kinder dreieinhalb Jahre alt und alles ist viel, viel einfacher. Die Schwangerschaft und der Anfang waren sehr streng, weil sie Frühgeburten waren, brauchten sie ihre Zeit, um sich zu entwickeln. Aber jetzt ist es dafür um so schöner, weil sie immer einen Spielpartner haben. Und auf einmal macht auch der Satz «Ist doch super, dann geht alles in einem Mal» Sinn. Wir haben viel gelernt in dieser Zeit: Jeden Tag zu nehmen, wie er kommt und vor allem, dass man auch mit wenigen Stunden Schlaf den nächsten Tag meistern kann.

Maja Metzer-Pfenninger* ist verheiratet und Mutter von zwei Kindern, Liv und Quinn. Die Familie wohnt in Winterthur.

42 Kommentare zu «Gratuliere, Sie bekommen Zwillinge!»

  • Svenja sagt:

    Bei uns war es ähnlich… Wir hatten bereits 2 Kinder und wollten auch ein drittes…
    Aber wie immer gewarnt : Sowas kann man nicht planen, schwups haben sich Zwillinge angekündigt…
    Klar, zuerst ist das alles ein Schock, aber wir haben jetzt das gröbste hinter uns und ich muss sagen : Zwillinge sind doppelt süß 🙂

    lg Svenja

  • father of 4 sagt:

    Da kann ich richtig mitfühlen.
    Wir wollten ein drittes Kind und dann kamen Zwillinge.
    Die erste Zeit war echt kein Zuckerschlecken. Pro Nacht maximal 3h Schlaf.
    Das macht wohl niemand einfach so mit Links.

    Es ist unglaublich wie man in so einer Situation einen freien Abend geniessen kann.
    Es ist mehr wert als die teuersten Geschenke wenn man einen Hütedienst geschenkt wird.

  • Genderbender sagt:

    Quinn Metzger – Pfenninger. Und wieder einmal schlägt der Kevinismus gnadenlos zu.

  • miss_t sagt:

    ich sag ja immer: der arbeitsaufwand mit jedem kind wächst exponentiell, nicht linear. Bin ganz froh momentan“nur“ eines zu haben – und versteh´die Erwartungen (jetzt macht ihr dann aber sicher bald das zweite, damit die Kleine jemand zum spielen hat) grad überhaupt nicht. Es ist das schönste, mein Kind zu geniessen, aber es ist eben auch das Schönste, noch etwas „Luft“ für sich selber zu haben!

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    Mir fällt auf, dass hier vor allem Männer Zwillinge als problemlos darstellen. Nun würde mich natürlich interessieren, wie viele dieser Männer Hausmann sind und so in erster Linie zuständig für die Kleinen. Zwei, einer, keiner….. ?

  • andi sagt:

    Ich habe 8-jährige Vierlinge und eine 11-jährige Tochter.
    Ich weiß genau was du bei „Rund um die Uhr“ meinst. Mit unseren Kindern brauchten wir 2 Jahren um zu erreichen, dass sie gleichzeitig essen und schlafen konnten. Doch würde ich es nicht verändern! Ich liebe meine große Familie!Drei Jahre nach der Geburt der Vierlinge, konnte ich auch anfangen meine Kinder zu genießen. Natürlich war es schwierig für meine Älteste, die sich selber lernen musste mit vier Babys und mit einer sehr beschäftigten Mutter zurechtzukommen. Die wichtigste für mich ist: 5 Kinder von mir gesund und glücklich sind.

  • lisi sagt:

    Als unsere noch Säuglinge waren, fand ich vor allem ein Verhalten sehr befremdend und an manchen Tagen nervte mich dies sehr. Man spaziert mit seinem Zwillingswagen durch die Strassen und ungefragt wird in den Wagen geschaut und man erhielt Kommentare wie „Ach nein Zwillinge, wie anstrengend, das wär für mich der Horror“. Hat man sich gerade die Nächte um die Ohren gehauen, ist so eine Aussage nicht gerade aufbauend, und wenns rund läuft auch nicht. Schliesslich haben Einlingseltern auch keine Freude wenn Kinderlose in den Wagen gucken und sagen „Ui nein ein Baby, das wär mein Alptraum.

  • Elisabeth sagt:

    Meine Zwillinge sind nun 33 Jahre alt.Und wenn ich zurück schaue, nein, die letzten 2 Monate der Schwangerschaft möchte ich nicht mehr, denn ich war im Spital und musste liegen. Und nein, die Zeit nach dem Kaiserschnitt möchte ich auch nicht mehr, denn ich sah meine Kinder 3 ( drei) Tage nicht, denn sie waren auf der Neo. Und nein, die ersten 3 Monate zu Hause waren weder easy noch cool, den eins schlief vorwiegend am Tag und das Andere vorwiegend in der Nacht. Aber dann, ja dann wurde es besser und nach 3 Jahren super. Es ist schön Zwillinge zu haben, aber sicher NICHT einfach.

  • Sonja Burgherr sagt:

    Unsere Zwillinge, auch Mädchen und Junge, sind bald 5 Jahre alt. 80% dieser Geschichte decken sich mit unseren Erfahrungen, unglaublich! Schön, dass es mit 5 noch etwas einfacher wird 😉

  • Jürg. sagt:

    Mir tun die Mütter leid, deren zerissener Bauch,die Krankenkasse trotz Mehrlingen, keinen Deut kümmert.

  • chris sagt:

    Wir hatten schon zwei Kinder und da meldeten sich Zwillinge an. Die sind inzwischen 10 Jahre alt und ich würde keinen (keiner der 4!) wieder hergeben. Zwillinge sind was tolles. Natürlich gibt es schwierigere und anstrengende Zeiten aber die gibt es bei „Einlingen“ genauso.
    Geniesst einfach eure Kinder, ob alleine zu zweit oder wie auch immer. Sie werden so schnell gross!

  • Alex sagt:

    Von Anfang an viel zu negativ!! Wir haben auch Zwillinge und es gibt kein grösseres Glück. Natürlich muss man sich etwas anstrengen, aber es ist alles halb so schlimm.

    • gugus sagt:

      wie schön, dass sie das mir so grosser sicherheit für andere eltern und andere zwililnge so behaupten können. es sind ja alle gleich. und wenn sie das so mirnixdirnix geschafft haben und „alles halb so schlimm“ fanden, dann sicher wohl alle anderen weicheier, bei denen es nicht so geht. IRONIE OFF

  • STR12 sagt:

    Wir haben 1 1/2-jährige Drillinge. Die beschriebenen Probleme stellen deshalb für uns einen Klacks dar. Wenn mal ein Kind bei den Grosseltern ist und wir nur zwei Kinder haben, können wir richtig entspannen und geniessen. Sind gar zwei Kinder bei den Grosseltern und wir haben nur ein Kind, wird es uns langweilig. Drillinge sind ein riesiger Aufwand, doch was einem Kinder zurückgeben, entschädigt dies um das Vielfache. Wichtig ist doch, dass die Kinder gesund sind ! …das ist bei Kindern, insbesondere Zwillingen und vor allem Drillingen keine Selbstverständlichkeit. Wir sind glücklich darüber.

    • Andrea sagt:

      Das beweist, dass man mit den Anforderungen wächst! Hat man nur ein Kind, kann man sich viel mehr um es kümmern und sich das Leben anstrengend machen. Mit Mehrlingen organisiert man sich von Anfang an anders.

    • Jürg. sagt:

      @andrea
      Nicht nur mit Wachsen sondern auch mit der zur Verfügung stehenden Zeit 🙂

  • Asti sagt:

    Das Leben mit Zwillingen stellt uns Eltern aber auch die Kinder immer wieder vor neue Herausforderungen. Unsere sind jetzt bald dreizehn Jahre alt und erhalten heute den Bescheid ob sie die Aufnahmeprüfung für das Langzeitgymnasium bestanden haben oder nicht. Was ist wenn nur einer die Prüfung besteht? Kann sich der der es geschafft hat richtig freuen? Wie verhält man sich als Eltern?

    • Zoe sagt:

      Sehr interessanter Beitrag. Keine Ahnung wie sich eine solche Situation anfühlen wird.

      • Asti sagt:

        Und so wie befürchtet ist es heraus gekommen. Einer drin der andere nicht. Himmel hoch jauchzend und zu Tode betrübt. Den einen muss man trösten und motivieren, den anderen loben und sich mit ihm freuen. Alles in der möglichst richtigen Dosis. Natürlich hat man diese Probleme auch mit „normalen“ Geschwister aber ich glaube für Zwillinge ist es umso schwieriger mit so einer Situation umzugehen.

      • Ultrafemme sagt:

        die Situation ist eigentlich prädestiniert für eine Langzeitstudie über soziale Konditionierung, da die zwei schulisch getrennte Wege gehen werden.

    • think about sagt:

      Es gibt immer Situation welche Eltern von Zwillingen speziell beansprucht. Auch in ihrem Fall. Ich habe keine vergleichbare Situation bisher erlebt – aber danke für den Gedankenanstoss. Mich erwartet dies noch.
      Der Anspruch an mich als Vater ist den Kinder aufzuzeigen, dass es verschiedene Wege der Entwicklung gibt und „Rückschläge“ auch Chancen öffnen. Ich denke bei Zwillingen resp. mehrern Kindern ist trotzem jeder individuell zu unterstützen – vorallem bei unterschiedlichen Bildungswegen. Dies ist ja auch beim Sport, Freundschaften usw. nötig.

      • lisi sagt:

        Dies ist in der Tat eine sehr schwieriger Moment, ähnliche Situationen gibt es bei Einlingen auch, jedoch fast nie zeitgleich. Alle Geschwister messen sich untereinander, Zwillinge erleben dies intensiver, dafür ist das Band zwischen ihnen meist auch stärker. Die Enttäuschung und Trauer vielleicht intensiver, dafür wird auch schneller verziehen, nachgegeben und sich für den Zwilling gefreut. Dies hört auch nicht auf, es begleitet sie ein Leben lang. Einer ist verliebt, der andere nicht, heiratet, kriegt ein Kind usw. Ich kenne erwachsene Zwillinge, wo auch dies Herausforderungen waren.

  • Andrea sagt:

    Schwierig fand ich, wenn die Leute sagten, „oh, ihr habt Zwillinge, wie praktisch, die spielen dann immer miteinander, da habt ihr es leichter als wir, denn wir müssen für jedes unserer zwei Kinder (die nicht Zwillinge sind) eine eigene Beschäftigung organisieren“. Ja, irgendwann kommt das Alter, wo sie miteinander spielen, aber bis dahin STREITEN sie vor allem auch sehr viel miteinander, und das, sobald sie überhaupt spielen können, und das ist anstrengend – abgesehen von allem anderen, was Zwillinge anstrengend macht. Aber wir sind trotzdem überglücklich, Zwillinge zu haben!

  • Jack sagt:

    Was wird da wieder herumgemotzt. Wir haben auch Zwillinge und es ist das schoenste auf der Welt.

    • Panam sagt:

      Naja, man darf ja auch einmal erwähnen dass man es zwischendurch streng hat, das mindert die Freude an den Kleinen ja nicht und jeder Berufstätige erzählt ja auch manchmal ganz wichtig wie gestresst er ist. Auch wir Mütter und Vätter müssen ja nicht immer unsere Arbeit so unterbewerten, wir leisten wirklich viel!!! Und ja, manchmal ist es streng, stressig und gar nicht lustig, das hat mit motzen nichts zu tun sondern ist einfach das wirkliche Leben. Jeder der mir erzählt das bei ihnen immer eitler Sonnenschein herrscht ist einfach nicht offen und ehrlich, sorry.

  • Familie Roggenmoser sagt:

    Sie schaukeln das souverän. Wir wünschen Ihnen alles Gute. Schielen Sie schon… ? 😉

  • lisi sagt:

    Schade, einmal mehr stehen im Vordergrund die negativen Aspekte. Wir haben einzelne Kinder und wir haben Zwillinge. Wichtig ist, wann immer man mit Kindern an seine eigenen Grenzen stösst, sich Hilfe zu holen. Gerade Winterthur hat einen sehr tollen Zwillingstreff. Dort kann man sich austauschen, Tipps, Ideen und Hilfe holen. Zwillinge sind nicht immer stressiger. Wenn ein einzelnes Kind sehr schlecht schläft und Kolliken hat kann dies seine Eltern viel mehr an die Grenzen bringen, als Zwillinge welche gute Esser und Schläfer sind. Kinder sind toll und doch, es ist auch streng.

    • Zoe sagt:

      Schöne Aussage! Danke!

      • juna sagt:

        Was ist das für eine Aussage? zwillinge sind sowieso gute Esser und Schläfer‘?? Jedes Kind ist doch wieder anders..Den Zwillingstreff in Winterthur kann ich leider nicht weiterempfehlen.

  • Claude sagt:

    Wir haben Zwillinge im Alter von 3 Jahren und einen dritten Buben, 1 Jahr alt. Alles war super und überhaupt nicht kompliziert wie es alle beschreiben. Wir waren auf Reisen (mit Wohnwagen auf Sizilien, mit Flugzeug nach Schottland), lebten die ersten 6 Monate in einer 40 qm Wohnung, haben immer geschlafen und hatten immer Zeit für uns. Meine Frau hat sie, immer gleichzeitig, bis zum 2. Lebensjahr gestillt. Die Probleme sind nur im Kopf und in der Erwartung oder Vorstellung, Zwillinge zu haben. Ich sage immer dass Zwillinge nur 1,5 mal die Arbeit von einem seien. Think positive and stay cool.

    • Alex sagt:

      Ja toll. Und was willst Du jetzt damit sagen? Etwa dass diejenigen die Zwillinge haben und es als Stress empfinden alles falsch machen? Haben selber Zwillinge und es war ne anstrengende Zeit zu Beginn. Inzwischen mit 2 1/2 und es geht es viel besser aber das hat sicher nix damit zu tun das wir jetzt einfach mal ein wenig positiv denken und auf cool machen. Oh Boy!

      • Susanne sagt:

        Danke, Alex, meine Worte…. Geht uns genau so!

      • mira sagt:

        Da sieht man mal, wie verschieden Familiensituationen sein können. Der Fakt, dass jemand Zwillinge hat, sagt eigentlich noch nicht viel aus, da a) man überhaupt nicht weiss, wie „anstrengend“ die Kinder sind und b) wie „belastbar“ die Eltern sind und c) wie die Gesamtsituation der Famlie ist.

    • Bernie Bachmann sagt:

      Lieber Claude, ich getraue mich nicht in Worte zu fassen, was beim lesen deiner Worte durch den Kopf geht!

      • lisi sagt:

        @Claude, genau solche Aussagen sind unnötig, da jede Familie eine andere Belastungsgrenze hat. Oder fehlt Ihnen einfach die Anerkennung dafür, dass bei Ihnen alles rund läuft? Hier ist der falsche Ort dafür.

    • Verena sagt:

      Geniess es, wenn sie so pflegeleicht sind! Meine Zwillinge sind ganz normale Kids… mal schlafen sie besser mal schlechter. Wenn sie zahnen oder einen Wachstumsschub haben eher schlechter. Reisen finden sie nicht so toll- Stillen konnte ich sie 8 resp. 9 Monate aber ich habe sie nie gleichzeitig gestillt da ich mir dabei vorkam wie eine Milchkuh. Als sie die ersten Zähne hatten, fingen sie an zu beissen beim stillen. Kompliziert? Nööö, aber anstrengend immer wieder! Also sei doch einfach heilfroh wenn Deine so easy sind und sei Dir gewiss, Deine sind die Ausnahme, nicht die Regel!.

    • Panam sagt:

      Claude, Du bist schlichtweg ein Genie und wir normalsterblichen Versager sollten uns eine dicke Scheibe von Dir abschneiden. Wie können wir nur so uncool sein und alles so streng und p ernst nehmen. He Leute, take it easy, das bisschen Schlafmangel schaffen wir doch locker und die Kleinen sind ja soooooo süss. Und 40 m2 reichen aus, geschweige denn ein Wohnwagen. Warum nicht gleich ne Weltreise mit dem Segelschiff planen, gibt Leute die schaffen auch das. Und wir jammern da rum nur weil wir ein bisschen gestresst sind mit Zwillingen oder noch mehr Kindern. Nehmt Euch ein Beispiel an Claude,,,

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Positiv denken ist sicher ein guter Ansatz, aber er hilft nicht immer. Kinder sind sehr verschieden, die einen völlig problemlos und die andern unruhig, schlecht schlafend, schlecht trinkend, mit 3-Monatskrämpfen etc. Mehr als ein Kind auf einmal ist immer eine Überforderung, da hilft kein Schönreden und bei Kindern, die zu früh geboren wurden, ist es nochmal komplizierter. Vor allem, wenn es die ersten Kinder sind. Wer schon ein oder mehrere Kinder hat, kennt wenigstens die Abläufe. Mein grösster Respekt für all die Mütter von Mehrlingen, sie leisten tagtäglich Schwerarbeit!

  • twinmum sagt:

    Wir haben auch Zwillinge und noch ein aelterer Bruder. Konnte bis zur 38sten Woche zu Hause bleiben, aber weiss vom aelteren Bruder wie es auf der Neo/Intensiv im KISPI ist. Diese Gefuehlskaos kann man nicht vergleichen.
    Zwillinge sind streng, aber ich denke wir hatten Glueck und wir waren und sind immernoch ein gutes Team. Es ist TEAM arbeit! Es wird besser (unsere sind auch 3,5 Jahre alt) und es macht auch sehr viel Spass. Einfach nicht unterkriegen lassen von aussenund von den Kids! Viel Spass und geniesst die Momente!

  • Patrick sagt:

    Ich habe keine Zwillinge (drei gestaffelte Kleine) und habe mir das ehrlich immer als Horror vorgestellt…
    Eine Bekannte hatte bereits zwei und wurde ungeplant wieder Schwanger mit Drillingen…
    Natürlich sind sie schlussendlich immer willkommen, aber ich bin froh, war’s bei uns gestaffelt!

  • Claudia sagt:

    Ich kann dem nur zustimmen. Obwohl meine zwei Jungs normal in der 38. Woche geboren wurden. Bei uns waren die ersten paar Jahre sehr stressig, da die Grosseltern maximal einen Tag hüten konnten. Mehr hätte sie überfordert. Das Positive ist wirklich, dass immer ein Spielkamerad zuhause ist und man jetzt, wo beide acht Jahre alt sind, sehr viel unternehmen kann und alles in einem Aufwasch hinter sich hat. Alles in allem sehr viel Arbeit die ersten Jahre und nur diejenigen die ebenfalls Zwillinge haben verstehen einen.

  • Oliver Bichsel sagt:

    Liebe Maja,
    Eure Geschichte kommt uns so wie unsere eigene vor. Wir haben Zwillinge im Alter von 17 Monaten und das erste Jahr war extrem. Unsere sind in Woche 33 zur Welt gekommen und dann 10 Tage Neo im USZ.
    Wir hatten ein einigermassen verständnisvolles Umfeld, allerdings auch sehr wirre Dinge. Viele sagten, wir helfen dann, aber am Schluss war niemand wirklich da. Wer will schon zwei auf einmal zwei Kinder hüten. Ein paar Mal war das Feedback „ich weiss wie das ist, ich habe auch zwei Kinder“. Jemand der das nicht selber erlebt hat, hat KEINE Ahnung was es bedeutet.

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