Vorwärts für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf – auf vielen Wegen

Eine Carte Blanche von Stephan Oetiker*.

So kann man Familie und Beruf auch vereinbaren: Teilnehmer des traditionellen Alpaufzugs auf die Rigi haben Kind und Bett dabei. (Keystone/Sigi Tischler)

Zwei Wochen ist es her, seit der Familienartikel am Ständemehr gescheitert ist. Mit einigen Tagen zeitlichem Abstand fragen wir uns, was dieses Nein bedeutet. Was heisst dies nun für die Familienpolitik und insbesondere für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf? Der Artikel wäre eine Absichtserklärung gewesen, um die Stärkung der Familien in der Verfassung zu verankern und insbesondere für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein Zeichen zu setzen. Diese Chance ist verpasst worden.

Aber: Das Volk hat mit einer Mehrheit der Stimmen «Ja» gesagt zu dieser Vorlage. Das ist ein deutliches Signal, dass die Schweizerinnen und Schweizer mehr Unterstützung für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wollen. Dieses Signal müssen wir aufnehmen. In unserer Arbeit für rund 300’000 Kinder und 100’000 Eltern pro Jahr sehen wir, dass dieses Bedürfnis der Realität entspricht. Ob jung, alt, konservativ, modern, rechts oder links, ländlich oder städtisch: Die Bedeutung der Familie für unsere Gesellschaft und unsere Wirtschaft ist unumstritten.

Die Abstimmung ist daher nicht nur als eine verpasste Chance zu werten, sondern auch als Chance, die Stärkung der Familien ins Zentrum unseres Denkens zu rücken. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist für einige Wochen im Licht der Öffentlichkeit debattiert worden. Auch wenn die Vorlage zum Familienartikel neben der Abzocker-Initiative etwas im Abseits stand (Abstimmungsmonitor), so haben die vielen Fernsehsendungen, Zeitungsartikel, Radio-Interviews, Blogbeiträge, Tweets und Posts eine Sensibilisierung für die Bedürfnisse der Eltern von heute entfacht.

Diese Debatte darf hier nun nicht enden. Sie muss weitergehen und konkrete Massnahmen nach sich ziehen. Politisch sind dabei besonders jene Kantone gefragt, in denen sich die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger deutlich für den Familienartikel ausgesprochen haben. Und zwar in ihrem eigenen Interesse: Denn Gemeinden mit einem entsprechenden Angebot verschaffen sich einen klaren Standortvorteil. Im Kanton Zürich zeigt ein Betreuungs-Index jungen Eltern, wie familienfreundlich eine Gemeinde ist. Ein wichtiges Argument, wenn Familien sich für einen Wohnort entscheiden. Ebenso gilt es, private Initiativen zu fördern, die für Eltern passgenaue und effektive Unterstützung bieten, wenn es darum geht, Arbeit und Kinder unter einen Hut zu bringen. Der Mittagstisch im Quartier, der Frauenverein, der am Mittwochnachmittag eine Kinderbetreuung anbietet, das Gemeinschaftszentrum, wo Väter abwechselnd ein Mittagessen anbieten und anschliessend ein Fussballmatch gespielt wird.

Vor allem eines ist aber nötig, um Familie und Beruf wirklich unter einen Hut bringen zu können: Initiativen seitens der Wirtschaft. Flexible Arbeitszeitmodelle, die Möglichkeit für Home Office, firmeninterne Betreuungsangebote oder die Finanzierung von Teilnahmen beim Eltern Club Schweiz von Pro Juventute, so dass Mitarbeitende Zugang zu Beratung oder Services wie der Notfall-Nanny-Vermittlung haben, erleichtern eine Vereinbarkeit und bieten Unternehmen die Möglichkeit, sich als attraktive Arbeitgeber zu positionieren. Denn: Familienförderung ist nicht Schönwetterpolitik. Es ist Wirtschaftsförderung und Standortförderung und damit eine gesellschaftliche und wirtschaftliche Notwendigkeit.

oetiker150x150*Stephan Oetiker ist seit Februar 2009 Direktor von Pro Juventute. Er hat das Projekt «Eltern Club Schweiz» gemeinsam mit dem Stiftungsrat, der Stiftung Elternsein und den Mitarbeitenden von Pro Juventute initiiert und entwickelt. Stephan Oetiker ist Ökonom, verheiratet und Vater von drei Kindern (13, 9, 4).

293 Kommentare zu «Vorwärts für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf – auf vielen Wegen»

  • Sportpapi sagt:

    Die Berichte im Tagi zur Situation bezüglich Fremdbetreuung in Zürich bestätigen meine Argumentationsweise und Befürchtungen ganz. Offenbar wurde jetzt so stark forciert, dass aufgrund der hohen Fremdbetreuungsquote und des sehr tiefen Kostendeckungsgrads eine flächendeckende Gratisbetreuung der Kinder bereits eine vernünftige Option ist. Was, gegenüber heute (und den bereits heute gedeckten Kosten) 10-15 Prozent mehr Steuern bedeutet und die Eigenbetreuung der Kinder volends schlechter stellt. Dass mit dem so deutlich steigenden Familieneinkommen (+30%?) auch die Wohnkosten steigen, ist klar.

  • mila sagt:

    Erstaunlich Tiefgründiges zum Thema findet sich in einem vergleichsweise schmalen Bändchen mit dem wenig Tiefgründiges verheissenden Titel „Blender. Warum immer die Falschen Karriere machen“ von Roman M. Koidl – in dessen Unternehmen Frauen notabene 80% der Belegschaft ausmachen… Jedoch entlarvt Koidl nicht nur die Methoden der „Hochstapler, Pöstchenjäger, Inhaltssimulanten und Schlips w i c h s e r“, er gibt im Kapitel „M i m ö s c h e n“ auch pointiert(e) Antwort(en) auf die Frage, wieso selbst bestens ausgebildete nicht selten die Herausforderungen einer Karriere scheuen. Lesen (bildet).

    • mila sagt:

      …bestens ausgebildete Frauen, muss es natürlich heissen. Und dass eine gute Portion Bequemlichkeit und ja, auch Feigheit, Teile der Antwort(en) bilden, deutet die Kapitelüberschrift an.

      Dazu von mir nur eins: solange Frauen nicht bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und damit dafür zu sorgen, dass sich die Strukturen der Arbeitswelt verändern, sollen sie sich bitte nicht über besagte Blender in den oberen Etagen beklagen – überlassen sie ihnen doch freiwillig das Spielfeld, indem sie sich in den harmonischen Kokon von Familie und (meist anspruchsloser) Teilzeitarbeit zurückziehen.

      • Sportpapi sagt:

        Danke mila. Da werden ja offenbar Argumente aufgegriffen, die von mir stammen könnten…

      • Sportpapi sagt:

        Übrigens sehe ich auch den Link zur Politik. Wo die Stimmbeteiligung von Frauen immer noch kleiner ist als die von Männern, da sie zwar sehr wohl politische Gedanken und Forderungen heben, aber etwas gegen Politik haben… Als Folge dann auch wenig Frauen in politischen Ämtern, obwohl gerade die zum Teil ideal zum Wiedereinstieg wären.

    • mila sagt:

      Hier folgt unter Umständen noch ein Kommentar. Oder auch nicht.

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    Hier noch ein Artikel zum darüber Nachdenken, was denn die adäquate Reaktion auf einen Verdacht ist. Wir hatten darüber schon mehrmals heftige Diskussionen, die Stellungnahme von Staatsanwalt Brunner deckt sich völlig mit meinen damaligen Statements, für die ich heftig angegriffen wurde, namentlich vom Sportler.

    http://www.tagesanzeiger.ch/panorama/vermischtes/Er-taeuschte-sie-alle/story/15365671

    • Sportpapi sagt:

      Ja, ich hatte den Artikel auch gelesen. Und ich bleibe dabei. Man kann nicht einfach über mehrere Wochen oder Monate irgendwelche Abklärungen gegen Verdächtige vornehmen, ohne dass diese auch mal informiert werden. Immerhin leben wir in einem Rechtsstaat. Und man kann schon gar nicht die Polizeit draussen vor lassen und alle Abklärungen einer Opferhilfsstelle überlassen. Mit welcher rechtlichen Legitimation denn? Dass Existenzzerstörungen wegen Falschanschuldigungen halt einfach in Kauf genommen werden sollen, wie hier angetönt, ist auch im Sinne einer Interessenabwägung ungeheuerlich!

  • Fred Steinmann sagt:

    Darf ich (in aller Bescheidenheit) den Tanz um das goldene Familien-Kalb mit einem Zwischenruf stören: sie alle, die das Hohelied für noch mehr Familienurlaub, Zuschläge, Steuerabzüge und billige Krippenplätze singen, sie sind sich doch hoffentlich auch noch (wenigstens am Rande) bewusst, dass die Anderen (sprich: alle ohne Kinder) das Ganze zu finanzieren haben. Und bitte jetzt nicht die Wichtigkeit von Kindern als Totschlag-Argument: Kinder haben ginge auch mit weniger Anspruchdenken, ohne die Haltung, trotz Kindern auf gar nichts verzichten zu wollen!

  • Nico Meier sagt:

    Wie wir hier im Mamablog sehen wünschen sich viele gerade relativ gutverdienende Paare subventionierte Krippen.
    Ist es denn die Aufgabe der Gesellschaft Gutverdienern via Subventionen Luxus zu ermöglichen?
    Ich denke nicht!

    • tina sagt:

      andererseits hat die gesellschaft bei gut ausgebildeten frauen ja auch einen grossen brocken bildung mitfinanziert. wenn eine mutter diese bildung also nutzt, obwohl sie mutter ist, dann kann sie ihren kindern später mehr selber finanzieren, vielleicht auch ihren enkeln. sie zahlt auch mehr steuern, als eine, die zuhause bei den kindern bleibt. das bisschen krippensubvention würde sich doch für die gesellschaft lohnen.
      ich persönlich bin für ein bedingungsloses grundeinkommen, da könnte dann ja jeder machen wie er am liebsten möchte.

      • Laura TI sagt:

        Da frag ich mich schon, ob es für gut gebildete Frauen ein Hindernis wäre, wenn keine Krippe subventioniert würde. Die Frauen, die ich kenne und die vorwärts kommen wollen, die lassen sich davon keinenfalls beeindrucken und gehen unbeirrt ihren eigenen Weg, der halt manchmal steinig ist, aber dennoch machbar.

      • alien sagt:

        Ja, Laura, das ist Dein Eindruck, und ausserdem kennst Du sicher nicht irgendwie eine statistische Mehrheit. Ich bin überzeugt, dass vie Potenzial brach liegt. Also wirklich und wahrhaftig überzeugt, nicht nur so ein bisschen.

        Laura, ich denke auch, dass Du Deinen Satz umgekehrt formulieren müsstest: Die Frauen, die Du kennst und die vorw. kommen wollen, und die ihren eigenen Weg gehen, die kommen vorwärts.

        Abgesehen davon bist Du im Tessin, und da läuft gerade in diesem Bereich ja sehr Vieles anders als in nördlicheren Gefilden, wo die Mehrzahl der Schreiber hier wohnt.

      • tina sagt:

        subventioniert heisst ja nicht voll bezahlt. aber es wird ja schon oft gesagt, es lohne sich nicht finanziell, wenn frauen auch noch arbeiten. ist das so schlimm, wenn es sich ein bisschen mehr lohnt für die einzelne frau in den paar wenigen jahren wo die kinder klein sind, die gemeinschaft ein bisschen mehr kostet in der zeit, und dafür von dieser frau jahrzehnte viel mehr steuern gezahlt werden? früher fand ich auch, sollen die besserverdiener doch selber schauen, aber inzwischen sehe ich das anders

      • alien sagt:

        Also: Unsere Welt ist in der Scheisse, vor allem wegen Männern. Ob das Frauen eher im Griff haben als Männer, weiss ich nicht. Aber ein Versuch ist es Wert, finde ich.

        Was ich aber nicht brauche, sind dumme Frauen. Die sollen in der zweiten Reihe bleiben. Dort, wo die dummen Männer hin sollen. Gescheite Frauen gehören aber in die erste, zu den gescheiten Männern.

      • Laura TI sagt:

        alien, ändert das etwas an der Einstellung? Wenn man etwas erreichen will, muss man dann damit warten, bis der Staat oder wer auch immer, die nötige Infrastruktur zur Verfügung stellt? Wenn wir Frauen darauf warten, werden wir nie vorwärts kommen, deshalb plädiere ich ja dafür, dass wir unser Schicksal selber in die Hand nehmen, innovativ und kreativ unser Leben organisieren, ohne Hilfe vom Staat, die uns bloss eine neue Abhängigkeit stürzt.

      • Nico Meier sagt:

        Ich habe nicht grundsätzlich etwas gegen Krippen oder deren subventionierung aber warum sollen Steuergelder dafür ausgegeben werden Gutverdienern die Krippe zu finanzieren?
        Wenn Frau arbeiten will so soll sie dies tun auch wenn sie dadurch das Hausalteinkommen nicht extrem steigern kann.

      • Pixel sagt:

        Nico: es wäre zweckdienlich wenn Sie ihr Verständnis erweitern könnten auf alle Kinstellationen, die ein Kind überschreiten. Eine Frau mit zwei Kindern das Haushaltseinkommen erhalten möchte, geht sie nicht mehr arbeiten. Oder anders rum: will sie es nicht strapazieren, bleibt sie besser zu Hause als dass sie arbeiten geht. Und das betrifft das Gros des Volkes, wohlgemerkt. Und das ist die Gesinnung der Schweiz.

      • Sportpapi sagt:

        @Pixel: Das stimmt, wenn das Einkommen 5000-6000 Franken monatlich nicht übersteigt. Und die Frau ausser Geld keine Motivation zur ausserhäuslichen Arbeit hat. Und man die mittel-/langfristige Perspektive ausser Acht lässt. Wie viele Familien haben schon zeitgleich 2-3 Kinder in der Krippe (und noch nicht im Kindergarten/Schule).
        Eine Frage an Sie, die ja offenbar ökonomisch argumentiert: Wenn sich Krippen für die Öffentlichkeit auszahlen, weil über Steuern etc über die Zeit mehr zurückfliesst als ausgegeben wird. Weshalb lohnt es sich dann für die Familie nicht? Das verstehe ich nicht.

      • Pixel sagt:

        Sp: Sie konnten mir ja leider mit ihrem ökonomischen Verständnis auch nicht nahebringen, weswegen Doppelverdiener die Krippenkosten – vielmehr nein, um Gabi zu zitieren: familienrelevante Kosten – in die Höhe treiben. Ihre Frage verstehe ich nicht. Das eine ist eine private Perspektive auf die Haushaltskasse (und Nico hat von der Haushaltskasse gesprochen und nicht von irgendeinem Nutzen auf längerfristige Jobaussichten). Diese Haushaltskasse muss mindestens Existenzsicherung garantieren, korrekt?

      • Pixel sagt:

        Und sp: wir reden von denen, die netto 5000-6000 rauskriegen. Ganz genau von denen reden wir, nämlich von 40-60 Prozent der arbeitstätigen Frauen. Irrsinnig, wie ständig und immer wieder der Fokus abgelenkt wird, mutmaßlich, auf Fälle, die einfach nicht dem Gros des Volkes entsprechen! Nein, erklären Sie mir doch einmal, wieso es euch allen so unfassbar wehtun würde, die Frauen die wollen, zu fördern und es ihnen auch in diesem Gehaltssektor zu ermöglichen, weiterhin und vor allem lückenlos berufstätig zu bleiben.

      • Sportpapi sagt:

        @Pixel: Bei Ihnen habe ich immer wieder ganz viele Fragezeichen. Wollen oder können Sie nicht verstehen, was ich und andere hier sagen? Oder sind wir wirklich so unklar? Also, zur alten Geschichte mit Gabi. Wenn die Haushalte im Schnitt mehr Geld zur Verfügung haben, treibt das die Mieten für Wohnungen etc in die Höhe. Ganz simpel. Zum aktuellen: Natürlich muss die Haushaltskasse auch im Moment die Existenzsicherung ermöglichen. Das liegt offenbar bei etwa 4600 Franken bei einer vierköpfigen Familie. Das können Sie unmöglich meinen.

      • Sportpapi sagt:

        Zum anderen: Hier wird immer wieder argumentiert, dass es sich auch für den Staat lohnt, die Familien bzw. die Kinderbetreuung vorübergehend zu unterstützen, weil mittel-/langfristig dieses Geld über Steuern der Frauen mehr als wieder zurückfliesst. Das heisst, dass auch die Familie mittel-/langfristig gut fährt, denn sonst gibt es ja nicht mehr Steuern. Zuletzt: Wir möchten nicht (grossflächig) Familien mit Einkommen der Frau von 5000-6000 Franken und mindestens noch einmal so viel ihrer Männer unterstützen. Weil es diese auch allein schaffen und das nicht nötig haben.

      • Pixel sagt:

        „sonst gibt es ja nicht mehr Steuern. Zuletzt: Wir möchten nicht (grossflächig) Familien mit Einkommen der Frau von 5000-6000 Franken und mindestens noch einmal so viel ihrer Männer unterstützen. Weil es diese auch allein schaffen und das nicht nötig haben.“

        Hä??? Jetzt reden wir die ganze Zeit davon, dass GENAU da der finanzielle Knackpunkt ist, weil man weder subventioniert wird, noch effektiv ein Mehr in der Kasse hat Ende des Monats. Eher fast schon im Gegenteil. Und Sie haben Fragezeichen bei MIR?

      • Sportpapi sagt:

        Ja, Pixel. Aber ich gebe es jetzt auf, das ist mir zu dumm. Noch einmal: Entweder Sie wollen nicht, oder Sie können nicht. Oder ich drücke mich wirklich unklar aus.

      • Pixel sagt:

        Ich glaube wirklich ich kann nicht. Ich kann vermutlich nicht fassen, dass man tatsächlich so vehement alles, was Mittelstand ist als „gut verdienend“ einordnet.

      • Widerspenstige sagt:

        Pixel, ich bewundere jetzt Ihren Durchhaltewillen, den ich hier auch mal hatte. Inzwischen bin ich froh, dass noch nicht alle die Flinte ins Korn geworfen haben hier und trotzdem noch Mitdiskutieren wollen. Aber bei einigen Bloggenden ist die investierte Zeit wirklich verlorene Liebesmüh. Ich bin da ganz auf Linie von Ihren Argumenten u fasse es auch nicht. Wie oben @tina bereits erwähnt hat, bezahlten ja diese berufstätigen Mütter mit am grossen Kuchen via Steuern und Sozialabzüge. Ob diese nun ein Stück weit subventionierte Kitas benützen auf ihrem Weg oder nicht, ist doch irrelevant.

      • Widerspenstige sagt:

        Dass genau der Mittelstand in nicht unerheblichem Ausmass ausgedrückt wird wie eine Zitrone u wegen seinem erhöhten Einkommen knapp an Prämienverbilligungen und Steuerabzügen etc. vorbeischrammt, ist inzwischen ein offenes blutendes Geheimnis.

        Und nicht ganz so ist es: Die Mieten schnellen weniger in die Höhe wegen mehr Doppelverdienenden, sondern wegen einer verfehlten Baupolitik in den Städten u somit Leerwohnungsbestand im Luxussegement. Diese treiben dann die anderen Mieten bzw. Immobilienpreise in die Höhe. So einfach wie Du es Dir zurecht legst geht die Chose nicht, Sportpaps.

      • Pixel sagt:

        Danke ws – den Durchhaltewillen habe ich auch eher nur am woende oder wenn es zeitlich grad auf dem Arbeitsweg hin- und retour passt. Ansonsten ist es mir das auch nicht mehr wert mir mit anderen den Kopf zu kloppen.

      • Nico Meier sagt:

        Wenn wir davon ausgehen, dass Frau sich einen Mann sucht der auf der gleichen ebene qualifiziert ist und gleichviel oder mehr Einkommen hat als sie selber so können wir bei einem Fraueneinkommen von netto 6’000 auf ein Männereinkommen von netto mindestns 6’000 schliessen der Faimile steht also netto 12’000 Franken pro Monat zur Verfügung.
        Ich muss ganz ehrlich sagen in meinem Umfeld gibt es viele Familien, die davon träumen zusammen über netto 12’000 franken im monat zu verfügen.
        Diese Doppelverdiener nun auch noch zu subventionieren stösst mir extrem sauer auf!

      • Sportpapi sagt:

        @WS: „Aber bei einigen Bloggenden ist die investierte Zeit wirklich verlorene Liebesmüh.“ Du meinst also, wenn man nicht sofort auf deine wolkigen Wege einschwenkt, sei man irgendwie der Diskussion nicht wert? Also mir geht es ja eher darum, Argumente zur Diskussion zu stellen und zu sehen, ob es gute Gründe gibt, die dagegen sprechen. Ich werde doch wohl Leute wie dich, die fest an ihre Überzeugungen glauben, nicht plötzlich von meinen Ideen überzeugen können. Also wieso sollte es denn umgekehrt funktionieren? Ausser natürlich, du würdest wirklich mal etwas Starkes einbringen…

      • pixel sagt:

        Sp: verlorene liebesmüh kann es auch dann sein, wenn man das Gefühl hat, ständig aneinander vorbeiziehenden. Aktuell hab ich das so mit Ihnen obschon ich glaube, wenn wir uns persönlich sprechen würden wäre das anders. Mit manchen Menschen funktionieren andere Kanäle eben besser. Aber wir haben nur diesen zur Verfügung und da lässt man – je nach zeitlicher Priorosierung – vielleicht auch eher mal davon ab.

      • Widerspenstige sagt:

        Sp Von ’sofort‘ kann keine Rede sein bei Dir: ’nicht sofort auf deine wolkigen Wege einschwenkt, sei man irgendwie der Diskussion nicht wert?‘ Es geben sich einige Bloggende schon eine lange Zeit Mühe mit Deinen Argumenten klar zu kommen, auch wenn Deine ebenso ‚wolkig‘ daher kommen. Und ja klar, wir haben unsere Erfahrungen, welche wir einbringen. Du argumentierst aus einer männlichen Perspektive, welche ziemlich unbeirrt von weiblichen Argumenten auf demselben Standpunkt beharrt (gelinde gesagt). So ist es verlorene Zeit, ausser natürlich, Du würdest wirklich mal etwas Starkes einbringen…

      • Sportpapi sagt:

        @WS: Ich wusst ja gar nicht, dass es da männliche und weibliche Argumente gibt… Und eigentlich halte ich meine Argumentationsweise nicht für wolkig, sondern jeweils sehr konkret.

  • Albers sagt:

    …wer Kinder produziert, soll sich gefälligst im voraus Gedanken machen ob es Finanziell tragbar ist oder nicht…und wenn jede zweite Ehe oder Beziehung getrennt wird und dann die halbe Welt voller Alleinerziehender ist…tja denn…aber weshalb sollte das die Allgemeinheit finanzieren….?

  • neu sagt:

    Ich finde es mehr als bedenklich wenn ich so etwas alles lese. Jeder Mensch ist frei zu entscheiden was ehr will und was nicht. Wenn ich mich für ein Haus entscheide muss ich auch schauen das ich das ganze bezahlen kann. Wenn ich unbedingt ein Kind haben will, aus welchem Grund auch immer, dann muss ich schauen wie ich das mache. Und die allein erziehenden Mütter sollten sich dann auch fragen warum sie es sind. Klinkt Pauschal aber trifft sehr oft zu. Frauen wollen alles aber bitte nicht die negative Seite.

  • s.frei sagt:

    man kann alles , sinn- und zweckloses inklusive, diskutieren. der stand der verkommenheit jedoch ist, wenn der staat vorprescht und uns vorgibt, zu helfen. das demokratieverständnis der bevölkerung und parteien sollte dies über initiative regeln. nicht vergessen, die mehrheit der menschheit, nimmt primär alles was offeriert wird. bezahlt wird ende jahr per steuern. unglaublich wie die naivität fortgeschriftten – der einzige profiteur in jeder wirtschaftskrise = kirche und staat!
    zeit das system zu wechseln = deutschland hat die (sinnlose linke) piratenpartei – sind wir weiser ?

  • maia sagt:

    Vielleicht müssten wir uns auch einmal überlegen ob weniger nicht mehr wäre….. Neben der Ökonomie (Geld) Wirtschaftsförderung, Standortförderung – gibt es doch noch andere Werte die viel viel wichtiger sind! Ich möchte eigentlich als Mensch und nicht als Wirtschaftsfaktor wahrgenommen werden.

  • alam sagt:

    Jedes Kind braucht Essen, Kleidung, Wohnraum, Betreuung und Bildung, bis es selbständig ist. Ohne staatliche Eingriffe könnte sich auch heute nur eine kleine Minderheit Kinder leisten. Gerade die Bildung ist schon lange selbstverständlich staatlich. Warum soll ums Verroden die Betreuung ausschliesslich Privatsache sein?

    • Pixel sagt:

      Aber Alam, bitte. Weil eine Mutter gefälligst zum Kind gehört in den ersten paar Jahren! Ist doch sonnenklar! War schon immer so, soll immer so bleiben. Und Schule…? Nun ja, Bildung muss halt sein. Sonst verblödet ja die Gesellschaft. War imfall auch schon immer so!

      • alam sagt:

        Die Mütter haben schon immer gearbeitet, aber sie hatten keine Wahl und hatten einfach die Kinder dabei, haben sie mehr schlecht als recht betreut und auch mal vernachlässigt. Dass Mütter ein paar Jahre ausschliesslich für die Kinder da sein können, ist erst seit ein paar Jahrzehnten so. Wer sich das nicht leisten kann, soll also keine Kinder haben, oder sie wieder vernachlässigen, falls sie schon da sind?

      • pixel sagt:

        alam, das war Ironie.

      • pixel sagt:

        manche werden es blanken Hohn bezeichnen. Ich selbst arbeite seit der Kleine 5 Monate alt ist, 100%.

      • alien sagt:

        alam, Ironiealarm.

    • Nico Meier sagt:

      Der Staat finanziert die Bildung dies ist gut so.
      Aber was soll dr Staat alles sonst noch zahlen?
      Soll jedes Kind vom Staat jeden Monat 2’000 einfach so erhalten nur weil es daist?
      Oder soll Frau das Kindgleich nach der Geburt bei der Gemeinde abgeben und dort wird es dann grossgezogen auf Kosten des Staates?

      • alam sagt:

        @Nico Meier: „Soll jedes Kind vom Staat jeden Monat 2′000 einfach so erhalten nur weil es daist?“ So abwegig ist das nicht. Der Betrag ist allerdings zu hoch gegriffen, aber ich sehe wirklich nicht ein, warum die AHV nicht einfach für alle die noch nicht oder nicht mehr arbeiten können sein soll. Die ganzen Kässeli, Töpfli, Abzügli, Zulägli, etc. einfach abschaffen und die Kinder-AHV einführen wäre viel einfacher und fairer.

      • Nico Meier sagt:

        Entweder Vater oder Mutter erhalten am Arbeitsplatz eine Kinderzulage in Höhe von ca 250 Franken pro Monat nur weil sie ein Kind haben dies ist bereits eine Art Suvbention. Genau wie der Mutterschaftsurlaub, der aus der EO finanziert wird die durch die MV in finanzielle Schieflage geraten ist.

      • alam sagt:

        Warum so kompliziert? Ich würde gerne auf das mickrige Kinderzulägli (bei uns 200 Franken monatlich) verzichten, ebenso auf die Beiträgli aus den anderen Töpfli, und das ganze ersetzen durch einen einzigen ehrlichen Betrag aus der AHV. Dafür würde ich alle Abzüge und Schlupflöcher bei den Steuern abschaffen und eine einfache Postkarten-Steuererklärung einführen.

      • Nico Meier sagt:

        Der Steuerabug ist einer der günstigsten Formen für die ausschüttung einer Subvention, da es praktisch keinen Umverteilungsapparat dafür benötigt.

      • Sportpapi sagt:

        Richtig ist, dass ein Abzug bei den geschuldeten Steuern noch etwas einfacher wäre als eine Kinderzulage, bei der ja immer geklärt werden muss, ob bei Mutter oder Vater. Viel macht es aber wohl nicht aus. Richtig ist aber auch, dass von der Kinderzulage (200+ Franken) zur vollständig bezahlten Kinderbetreuung (2000+ Franken) noch ein weiter Weg ist. Da muss man sich genau überlegen, was man will, und was gefördert werden soll. Giesskanne oder Steuerung? Oder keines von beidem?

      • Nico Meier sagt:

        Und vorallem müssen wir uns überlegen wer denn dieses Geld erhalten soll.
        Es kann und darf in meinen Augen nicht sein, dass Doppelverdiener im oberen Lohnsegment noch mhr von Subventionen bei krippen oder gar von einer höheren Kinderzulage profitieren, denn wer gut verdient, der soll nicht noch subventioniert werden:
        Geringverdiener aber sollen Hilfe erhalten.
        Bei allen Umverteilungsmanövern dürfen wir nie aus den Augen verlieren, dass pro Franken der Umverteilt werden soll jemandem 4 Franken weggenommen werden müssen wem also?

  • Simon P. sagt:

    Achtung Mogelpackung!!! Der Familienartikel hätte nicht eine Stärkung der Familie zur Folge gehabt, sondern eine Schwächung! Mit der Annahme des Artikels wäre es leichter (bzw. schon fast gefordert) geworden, dass man Kinder in die Krippe abschiebt und beide Elternteile arbeiten gehen. Konsequenz: 1) die Kinder hätten mehr Zeit ausserhalb der Familie verbracht, 2) die Kinder hätten weniger elterliche Erziehung/Prägung erhalten und 3) die Kinder hätten weniger starke Bindungen zu ihren Eltern aufgebaut. Fazit: der Familienartikel hätte die „Familie“ nicht gestärkt sondern massiv geschwächt!

  • Jo Mooth sagt:

    „Die Bedeutung der Familie für unsere Gesellschaft und unsere Wirtschaft ist unumstritten.“ Ein Gemeinplatz, der absolut nicht zutrifft. Für mich ist die Keimzelle des Staates das Individuum, und nicht die Familie. Das müssen sich die CVPler und ihre Sympatisanten endlich mal hinter die Ohren schreiben.

    • Reto B. sagt:

      Sie liegen falsch – freundliche Grüsse, ein CVPler

      • Jo Mooth sagt:

        Wie du meinst. Gibts noch ein Argument dazu?

      • Reto B. sagt:

        Egal, wie sie das anschauen, ihnen fehlt der Faktor Zeit, und diesen müssen sie noch Richtung Unendlichkeit gehen lassen. Individuen existieren nicht per se, sie entstehen. Geburt und Erziehung. Ein neugeborenes Individuum ohne Hilfe ist zum Tode verurteilt. Ihr System würde aussterben. Momentan sind vielleicht gewisse Individuen das stärkste Glied, aber über die Unendlichkeit gesehen machen starke Familien die Population stark.

      • alien sagt:

        Ego ego ego über alles, sowas wie Gesellschaft gibt es nicht! Wir sind alle allein und der Starke ist am mächtigsten allein (dass es ihn recht schwach aussehen lässt, wenn er den schwachen Nachbarn ignoriert, ist vernachlässigbar).

      • Jo Mooth sagt:

        Mehr als 7 Mia Menschen leben auf der Erde. Da mach ich mir heute keine Sorgen über das Aussterben der Menschheit, sondern über das gegenteil. Genau darum müssen bzw. sollen Familien auch nicht gefördert werden. Das Kinderhaben ist finaziell viel zu attraktiv.

    • alam sagt:

      @Jo Mooth: Ihre Keimzelle wird in spätestens einer Generation ausgestorben sein.

    • Andi sagt:

      Der Staat ist für die Bürger da und nicht primär für die Familien, richtig.

      • Muttis Liebling sagt:

        Der Staat hat keinen direkten Bezug zum Bürger. Das erzählen nur Politiker, die gewählt werden wollen, lassen dies aber nie in politisches Handeln eingehen.
        Der Staat ist das machtausübende Instrument der Gesellschaft und auch die abstrahiert vom Bürger. Die Gesellschaft ist die Gesamtheit aller Sozialsysteme und der Bürger ist Teil dieser Sozialsysteme, aber nur über diese vermittelt Teil der Gesellschaft. Nicht als Individuum, sondern eben als Teil eines Sozialsystems.

      • Peter Steiner sagt:

        Nicht unbedingt und vor allem nicht in der Schweiz. Schon mal an einer Gemeindeversammlung gewesen, schon mal Verantwortung in der lokalen Gemeinde übernommen?

      • Nico Meier sagt:

        Herr Steiner gerade die Städter erleben keine Gemeindeversammlungen mehr die haben ein Parlament und fühlen sich häufig wie Stimmvieh das nicht zu sagen hat dasist auf dem Land schon besser.

  • Kinderloser sagt:

    „Denn Gemeinden mit einem entsprechenden Angebot verschaffen sich einen klaren Standortvorteil“. Was für einen Standortvorteil? Den Vorteil, dass das Gemeindebudget für Krippenplätze derer ausgeben muss, die darauf angewiesen sind und entsprechend kaum Steuern zahlen? Durch den Wohnungsmangel werden die bestehenden Wohnungen, zumindest im Kt ZH, sowieso voll, die Bauland-Reserven sowieso überbaut. Für die Gemeinde folgt daher ein finanzieller Gewinn, wenn sie sich – dank fehlendem Kinderbetreuungsangebot – ein paar „schlechte“ Steuerzahler bzw. Subventionsbezüger erspart.

  • Widerspenstige sagt:

    Sehr schön zu lesen dieser Artikel und dass sich der Initiant ua des Eltern Club Schweiz grad selber einbringt hier. Der Souverän hat abgestimmt und eine Mehrheit hat den Familienartikel in der Verfassung verankert sehen wollen. Das ist eine Aufforderung an alle Gesellschaftsmitglieder, hier die nötigen Infrastrukturen u finanziellen Anreize zu schaffen, denn wie es richtig im letzten Absatz des Artikels heisst: ‚Familienförderung ist nicht Schönwetterpolitik. Es ist Wirtschaftsförderung und Standortförderung und damit eine gesellschaftliche und wirtschaftliche Notwendigkeit.‘

    Ja, genau so!!

    • Sportpapi sagt:

      „‘Familienförderung ist nicht Schönwetterpolitik. Es ist Wirtschaftsförderung und Standortförderung und damit eine gesellschaftliche und wirtschaftliche Notwendigkeit.“ Das ist wenigstens ehrlich. Und wohl mit ein Grund, dass viele dagegen waren. Weil sie private Entscheide, die Familie betreffend, nicht (volks-) wirtschaftlichen Zwängen unterwerfen wollten.

      • Rolf Zach sagt:

        Der abgelehnte Familien-Artikel war ein Schritt Richtung Mittelstand und die wirtschaftliche und rationale Ausnützung der Berufsbildung von Mann und Frau. Der Verfassungs-Artikel sollte die Grundlage bilden, das arbeitende Mütter in der Arbeitswelt durch eine kürzere Abwesenheit ihre berufliche Stellung nicht verlieren. Was ist besser? Wir platzieren unsere gut ausgebildeten Frauen in unserem Arbeitsmarkt oder greifen zurück auf die Einwanderung von Leuten aus dem übrigen Europa, die mit ihren älteren Kindern bei uns ankommen. Singapur hat im Sinne des Familienartikels gehandelt.

      • Nina sagt:

        Die Familie ist doch bereits in höchstem Masse wirtschaftlichen Zwängen unterworfen?? Die romantische Idee, dass Kinder „Privatsache“ seien, entspricht überhaupt nicht der Realität. Familien sind heute weniger denn je selbsttragend, in keiner Hinsicht, aber umso mehr alleingelassen. Irgendwo müssen wir ansetzen – natürlich gibt es verschiedene Anstzpunkte, aber die sind eben mehr oder weniger realistisch bzw. realisierbar.

      • Reto B. sagt:

        Der Entscheid wird in meinen Augen momentan abgenommen. Er „zwingt“ viele Frauen, zuhause zu bleiben oder eher zuhause zu bleiben, weil Arbeit sich nicht lohnt. Es geht in meinen Augen nicht um das Abnehmen des privaten Entscheids Hausfrau oder berufstätige Mutter, sondern um das Ermöglichen eines solchen Entscheides für viele, wo es Sinn machen würde und die ihn heute nicht oder nur unter grossem Zusatzaufwand haben, zumal Eltern sein ja auch schon einen gewissen Aufwand per se bedeutet.

      • Sportpapi sagt:

        @Reto: Wenn Sie mit „zwingen“ meinen, dass es sich wirtschaftlich kurzfristig nicht lohnt, haben Sie wohl recht, zumindest teilweise. Muss es auch nicht. Nicht zwingend und nicht sofort. Die meisten Mütter, die ich kenne, freuen sich daran, Zeit mit den Kindern zu verbringen, weil sie das gerne tun, und halten gleichzeitig einen Fuss im Job, weil sie das auch gerne tun und vernünftig sind, mit Blick in die Zukunft. Das muss aber nicht momentan finanziell rentabel sein. Und da ist übrigens auch noch ein grosser Bereich Freiwilligenarbeit, der ebenfalls nicht rentiert, aber befriedigend sein kan

    • Widerspenstige sagt:

      Das Gegenteil ist der Fall oder wo siehst Du eine Einmischung in private Entscheide? Ich kann Dir nicht folgen mit dieser Sichtweise. Wer FREIWILLIG auf diverse ausserhäusliche Angebote – welche finanzierbar sind für untere bis mittlere Einkommen! – zurückgreifen kann jederzeit, schützt die Privatsphäre einer Familie. Alles andere ist eine Pseudodiskussion u am echten Problem vorbei diskutiert. Die höheren Einkommen sind ja nicht tangiert, sondern diejenigen, welche solche subventionierten Betreuungsplätze bzw. Angebot auch Zuhause brauchen. Egal aus welchen persönl. Gründen.

      • Widerspenstige sagt:

        …meine Antwort hängt seit 15:14 im Nirwana….

        Also nur kurz: Das Gegenteil ist der Fall u ich sehe es so wie Nina und Reto B. Ein Eingriff in die Privatsphäre findet nur dort statt, wo wenig bis gar keine Möglichkeiten für Alternativen ausser Haus vorhanden sind. Dort muss für Lösungen der Staat sowieso einspringen bzw. sind wohl in den meisten Fällen Alleinerziehende am Anschlag u brauchen Hilfe. So zu tun als gäbe es wenige solcher Fälle bei einer knapp 50% Scheidungsrate ist am Problem vorbei diskutiert. Finanzstarke Familien trifft das wohl kaum, aber auch diese wollen Betreuung.

      • Nico Meier sagt:

        IN meinen augen müssen wir aber auch aufpassen mit dem überboarden des Sozialtaats in meinen Augen gibt es auch sehr viele Alleinerziehende weil der Staat so sozial ist wenn wir weniger soziale Sicherheit hätten würden sich viele Paare eher zusammenraufen.

      • alam sagt:

        Ich finde deine Aussage sehr zynisch und glaube, dass du keine Ahnung hast, wie Alleinerziehende heute leben. Die haben sich ganz sicher nicht getrennt, weil es so schön ist, vom Sozialstaat zu leben. Alleinerziehend sein bedeutet in der Regel arm sein. Was willst du ihnen denn noch wegnehmen? Sollen sie auf der Strasse leben müssen? Und was, wenn der Mann nicht bereit ist, sich „zusammenzuraufen“? Allein kann das nämlich auch keine Frau.

      • Nico Meier sagt:

        Ich habe niemals gesagtman soll Alleinerziehenden etwas wegnehmen!
        Aber ich sage durch den Sozialstaat werden in meinne Augen viel zu vorschnell Beziehungen beendet.

      • alien sagt:

        Ja, naja, wir müssen natürlich aufpassen, dass wir die allein Erziehenden nicht einfach über Board werfen (im Ernst: wer unversehens seine eigenen schrägen Anglizismen erfinden, den nehme ich jetzt aber garantiert nicht ernst).

      • alien sagt:

        Das war eine Antwort auf:

        Nico Meier sagt:
        16. März 2013 um 13:25

      • Nico Meier sagt:

        Erfundene anglizismen?
        Ich sage nur, dass die soziale Absicherung heute auch zu mehr Scheidungen und direckt auch zu mehr Alleinerziehenden führt.

      • alien sagt:

        erfunden? Nein. „Schräg“ sagte ich. Man kann nichts über „Board“ werfen.

      • Sportpapi sagt:

        Nico hat doch recht (13.25). Das scheint ja unbestritten. Während die eine Seite sagt, dass nun zum Glück Frauen nicht mehr aus wirtschaftlichen Gründen bei ihren Männern bleiben müssen, erschrickt die andere Seite wegen der hohen Scheidungs-/Trennungsraten und ist empört, dass die Gesellschaft die Rechnung für dieses individuelle Scheitern zu tragen hat. Sind ja zwei Seiten des gleichen Vorgangs.

      • tina sagt:

        wären mütter und väter gleich stark erwerbstätig, würde scheidung nicht = alleinerziehende mütter, die der gesellschaft auf der tasche liegen bedeuten. womit wir wieder bei der vereinbarkeit von beruf und familie sind. damit mütter erwerbstätig bleiben können, müssen väter mehr familienalltag mittragen (siehe der erschütternde beitrag der mathematikerin, die nach 10 jahren nicht mehr konnte).

      • Sportpapi sagt:

        @tina: „wären mütter und väter gleich stark erwerbstätig, würde scheidung nicht = alleinerziehende mütter, die der gesellschaft auf der tasche liegen bedeuten.“ Möglich. Vielleicht gäbe es dann auch mehr alleinerziehende Väter, da nicht mehr automatisch die Mütter das Sorgerecht erhalten würden… Der Punkt ist aber, dass die zwei Eltern überhaupt erst einmal gemeinsam eine Verantwortung haben, nicht der Gesellschaft auf der Tasche zu liegen, egal wie. Wenn ich da höre, dass Väter z.B. nach Scheidung nicht mehr zweimal in der Woche hüten, sondern die Kinder jetzt in die Krippe gehen…

      • tina sagt:

        wären mütter und väter gleich stark erwerbstätig, würde scheidung nicht = alleinerziehende mütter, die der gesellschaft auf der tasche liegen bedeuten.” Möglich. Vielleicht gäbe es dann auch mehr alleinerziehende Väter, da nicht mehr automatisch die Mütter das Sorgerecht erhalten würden… —> das schliesst sich doch gar nicht aus, im gegenteil. das würde sogar zu mehr gemeinsamem erziehen führen, sozusagen automatisch.

      • tina sagt:

        dass es heute noch nicht so läuft, selbst wenn väter bereits teilzeit arbeiten und familienalltag hälftig tragen muss sich ändern und wird es auch noch, da bin ich überzeugt. aber nur, wenn beide elternteile je einen fuss in erwerbst und familienarbeit haben. vor einer trennung. erfolgreich funktionierend, also ausgeglichen.
        wenn ein paar aber entscheidet, dass die mutter nicht oder sehr sehr wenig erwerbstätig ist, und der vater voll erwerbstätig, dann bringt es enormes konfliktpotential, alles komplett umzukrempeln bei einer trennung.

      • tina sagt:

        es ist schwieriger, der gesellschaft nicht auf der tasche zu liegen nach einer trennung, wenn ein elternteil aus der erwerbsarbeit aussteigt

      • Sportpapi sagt:

        Und ja. Ich halte es auch auch Sicht der Familie (Absicherung bei Jobverlust z.B.) nicht für sinnvoll, wenn ein Elternteil ganz aus der Erwerbstätigkeit aussteigt. Da sollten die beiden Eltern aber auch vernünftig sein, ohne dass sie dafür vom Staat ein Zürckerchen erhalten.

      • Sportpapi sagt:

        Die meisten Eltern in der Schweiz haben „einen Fuss“ in Erwerbs- und Familienarbeit. Deshalb ist die Schweiz ja Teilzeit-Weltmeister… Und nein, nach der Trennung muss keineswegs alles umgekrempelt werden (auch wenn es auch dazu entsprechende Forderungen gibt). Es reicht, wenn die zwei Ex-Partner sich einig werden, wie die 20-30 Prozent zusätzlichen Kosten durch den zweiten Haushalt erwirtschaftet werden können. Sicher sollte aber die bisherige Gesamterwerbstätigkeit nicht noch reduziert werden, weil z.B. der Partner als Kinderbetreuung nicht mehr erwünscht ist.

      • tina sagt:

        bei wievielen paare deckte denn wohl der haupterwerbstätige 1-2 tage kinderbetreuung an wochentagen ab? soll doch die mutter an wochenenden arbeiten? 😉

      • Sportpapi sagt:

        Die Fälle gibt es, nicht extrem selten, tina. Ja, Wochenende wäre auch denkbar. Viel häufiger ist es aber wohl, dass zum Beispiel die Frau im Verkauf am Abend arbeitet, während der Tag tagsüber weg ist. Gerade bei Paaren, die auf das Geld wirklich angewiesen sind.

      • tina sagt:

        genau sportpapi: putzen und verkauf. für frauen mit guter ausbildung. das mag eine lösung sein als zustupf, aber wenn eine bessere ausbildung da ist, und das ist oft der fall, dann würde sich mit weniger zeiteinsatz massiv mehr geld verdienen lassen, sprich zum familienunterhalt beitragen, mit weniger notwendigkeit betreuung delegieren zu müssen

      • Sportpapi sagt:

        Auch da drehen wir uns im Kreis, tina. Frauen mit guter Ausbildung haben in der Regel auch einen Partner mit guter Ausbildung. Und sie bleiben in der Regel auch mit zumindest „einem Fuss“ im Job. Bei denen wird wohl äusserst selten dann die öffentliche Hand unterstützen müssen, auch nicht nach Trennung. Selbst wenn sie vorübergehend gar nicht mehr gearbeitet haben sollten.

      • tina sagt:

        ja, darauf müsste ich jetzt nahtlos mit meinem beitrag von 10:43 antworten 🙂

      • tina sagt:

        ist ein bisschen mühsam hier heute, ich kann nicht auf beiträge antworten, es hängt meine texte immer ganz unten hin. ein hinweis zu dem einen fuss, je in der alltagsfamilienarbeit und erwerbsarbeit. da man nur 2 davon hat, heisst das ungefähr je 50%.

    • Jo Mooth sagt:

      Ach was. Familien kosten die Wirtschaft mehr als sie bringen. Dinks sind die Powerplayer in der Wirtschaft.

      • Reto B. sagt:

        So ist es. Wenn wir sie noch dazu bringen könnten, weniger zu essen und mehr zu leisten, dann sind Dinks die Zukunft! Bleibt noch das Problem mit dem ewigen Leben zu lösen.

      • Nico Meier sagt:

        Warum werden die Paare mit Kndern gegen die Paare ohne Knder ausgespielt?
        Erwiesenermassen benötigen wir beide Lebensormen, da die DINKS sehr viele Steuern bezahlen, mit denen dan unter anderem Schule usw für die Familien finaniert werden können welche den Bestand erhalten.

      • alien sagt:

        Jo, ich liebe Deine satirische Ader! Köstlich!

  • Nina sagt:

    Also wenn wir denn schon wieder über den Familienartikel reden: ich finanziere alleine mit einem Teilzeitjob 2 Krippenplätze plus Steuern auf mein Einkommen – ohne Subventionen. Das geht aber nur, weil ich überdurchschnittlich qualifiziert bin und entsprechend verdiene. Würde ich ein durchschnittliches, übliches Einkommen erzielen, dann würde Arbeiten nicht drin liegen. Es sei denn, ich möchte mir den Job mit dem Einkommen meines Mannes finanzieren. Völliger Blödsinn.

    • Sportpapi sagt:

      Was ist Blödsinn? Mir erscheint das stimmig. Dass eine schlecht bis mittelmässig bezahlte Arbeit ausser Haus finanziell nicht besser wegkommt als die durchaus anspruchsvolle Betreuung von zwei Kindern zu Hause. Ja ist sie denn mehr wert?

      • Nina sagt:

        Ja so kann man’s natürlich sehen. Aber was, wenn man auf das Einkommen angewiesen wäre? Oder arbeiten geht, damit man nicht in eine Depression verfällt? Das Talent zur Hausfrau ist auch nicht allen gegeben.

      • Sportpapi sagt:

        Wenn man auf das Einkommen wirklich angewiesen ist, sieht es ander aus. Dann braucht es Hilfe. Und es sollte ausgehandelt werden, welche Hilfe – direkte Sozialhilfe oder subventionierte Kinderbetreuung – im Moment oder für die Zukunft sinnvoller ist. Wenn man aber lieber auswärt arbeitet als zu Hause. Weshalb soll man dann im Ausnahmefall nicht auch einmal draufzahlen? Vorübergehend?

      • Nina sagt:

        Ja, das mit der Sozialhilfe – auch diese Eltern werden zum Arbeiten gezwungen, und zwar zu 100%, damit sie dem Staat nicht auf der Tasche liegen.

      • Sportpapi sagt:

        Das heisst, Nina, man nimmt der Mutter die Kinder weg und lässt sie fremdbetreuen, damit sie 100% arbeiten kann? Und wenn das so wäre. Läge dann nicht genau da das Problem, wie ich es aufgeführt habe?

      • Nina sagt:

        Und auch das Draufzahlen, um Arbeiten zu können, muss man sich leisten können. Fakt: nur die privilegierte Minderheit oben kann wirklich wählen, die ebenfalls Minderheit, die mit dem traditionellen Rollenbild zufrieden ist, kommt klar – aber die doppelarbeitende Mehrheit, denen wird das Leben noch zusätzlich schwer gemacht, da die Infrastruktur nicht oder nur zu horrenden Kosten zur Verfügung steht.

      • Nina sagt:

        Ja, genau das tut man. Auch wenn die Mutter nicht will. Es ist nicht von Bedeutung, was ein Sozialhilfebezüger will, sondern was er soll. Ich kenne eine solche. Und meine Schwester ist Sozialarbeiterin – Familie & Beruf ist genau für die besonders schwierig zu vereinen.

      • Sportpapi sagt:

        @Nina: Sie weichen aus. Ich habe mich doch sehr klar ausgedrückt. Unterstützung da, wo es nötig ist. In möglichst sinnvoller Weise, was sicher nicht immer die Krippe ist (bei der alleinerziehenden Mutter mit Säugling zu Hause, zum Beispiel, bei der Putzfrau mit drei Kleinkindern, usw.). Aber ich finde es schon erstaunlich, wenn das nicht zur Verfügung stellen einer Hilfe, weil offenbar als nicht existenziell notwendig gesehen, als „das Leben schwer machen“ bezeichnet wird. Als ob die Gesellschaft Ihnen ein Bein stellt, weil sie Ihnen die Belastung eines Kindes nicht abnimmt. Wo führt das hin?

      • Widerspenstige sagt:

        Ich sehe das genau so, Nina! Eine Frau soll ihren Beruf weiter ausführen können oder dürfen, auch wenn sie Mutter geworden ist. Das soll einfach nicht länger ein Hinderniss darstellen, genau wie es für Väter keines bisher war. Die Wirtschaft ist nun gefordert, hier vermehrt gute Teilzeitstellen (je nach Branche) für Väter wie Mütter für die ersten drei Jahre nach einer Geburt anzubieten, gepaart mit entsprechenden Krippenplätzen innerhalb des Betriebes. Das ist nichts anderes als gelebte Wirtschaftsförderung. Denn zufriedene MitarbeiterInnen sind das grösste Kapital nebst anderen Talenten.

      • Nina sagt:

        Nein, nicht die Belastung des Kindes abnehmen, sondern den Berufswunsch akzeptieren und die Fortführung unterstützen. S. Statement Widerspenstige. Wir reden ja nur über die Frau, bei Männern ist das selbstverständlich. Und was von Sozialhilfebezügern eingefordert wird, sollte den anderen wenigstens offen stehen. Ich weiche überhaupt nicht aus – für die Mehrheit (und ich gehöre nicht dazu) der Familien mit Kindern ist der Status quo schwierig. Darum ging’s im Artikel. Früher war das übrigens normal, dass die Mutter nicht nur exklusiv Kinder betreut, sondern auch andere Aufgaben wahr nimmt.

      • Nina sagt:

        Und wie gesagt, die fehlenden Mütter werden neuerdings einfach durch rekrutierte Ausländer ersetzt, weshalb der Wiedereinstieg sich später, egal für was für einen Job, noch schwieriger gestaltet. Wenn Sie das nicht glauben, haben Sie keine Ahnung von Privatwirtschaft. Ich arbeite aber eng mit HR und Geschäftsleitungen, weiss also genau, was abgeht. Die Arbeitnehmer und -geber müssten eigentlich die Lösung gemeinsam finden, die Arbeitgeber sind so aber nicht darauf angewiesen, weshalb der Staat einspringt.

      • Sportpapi sagt:

        Wissen Sie, Nina, als Mann würde ich ja eigentlich gerne bei meinen Kindern zu Hause bleiben. Aber man legt mir Steine in den Weg, ermöglicht es mir nicht, was doch einem engagierten Vater nicht verwehrt werden darf… Merken Sie, wo es hingeht? Sie haben ausserdem recht: Eine Mutter soll trotz Kindern weiterarbeiten dürfen, keine Frage. Es soll genügend Krippen geben, unbestritten. An vielen Orten gibt es das auch. Aber es kann auch nicht sein, dass die Gesellschaft Ihnen ein Zweiteinkommen ermöglicht, weil sie ohne grösseren finanziellen Zustupf doch keine Lust hätten, auswärts zu arbeiten.

      • Nina sagt:

        Genau SP, wir haben Probleme für Familien an allen Fronten, weil in der Schweiz jahrzehntelang keine Familienpolitik betrieben wurde. Und jetzt steigt der wirtschaftliche Druck und der Staat muss einspringen. Aber besser das als weiterhin einfach den Kopf in den Sand stecken und nichts tun.

      • Nico Meier sagt:

        SP da bin ich ganz bei dir es darf nicht sein, dass mittels Subventionen Gutverdiner ein zweites einkommen ermöglcht wird das eigentlich unnötig ist.

      • Sportpapi sagt:

        @Nina: Keine Familienpolitik? Da müsste man sich ja zuerst einmal darauf einigen, was das denn nun sein soll. Steigende Probleme? Welcher Art denn? Steigender wirtschaftlicher Druck? Sind Sie sicher? Erklären Sie das doch mal mit Zahlen. Mir scheint eher: a) steigende Erwartungshaltung/Anforderung, zum Beispiel bezüglich Wohnfläche, aber auch bezüglich Kinderbetreuung (Frühförderung, Rundumbetreuung), b) Opportunitätskosten: Vergleich der Familien mit Kinderlosen und c) stetig steigende Anspruchshaltung an den Staat, in allen Belangen. Leider weniger bei den Pflichten…

      • Sportpapi sagt:

        Kurz: Ich glaube, es geht den Schweizern so gut wie wohl noch nie. Viele haben unglaubliche Freiheiten, ihr Leben so zu gestalten, wie sie möchten. Dennoch soll es immer noch ein bisschen mehr sein, denn andere haben das ja auch…

      • pixel sagt:

        was mich nervt ist diese Vergleichsebene von Mutter-zu-Hause-Job zu Berufstätigkeit. Manches kann man doch einfach nicht vergleichen? Wen hab ich mehr lieb: meine Eltern, meinen Mann oder mein Kind? So ein Quatsch! Ich hab sie alle lieb nur eben anders. Und so ist es mit dieser Ebene auch. Es geht überhaupt nicht darum was mehr wert ist, denn objektiv ist das eh nicht zu beurteilen. Subjektiv schauts bei jedem anders aus, nämlich gewichtet danach, wofür man sich BEWUSST entschieden hat. Bitte hören Sie sp endlich mit diesen merkwürdigen Vergleichen auf.

      • pixel sagt:

        um es zu präzisieren: Mutter sein und vollumfänglich der Kindersorge nachzukommen ist dann mehr wert gegenüber einer Berufstätigkeit, wenn die Frau das so für sich empfindet (und vermutlich deswegen auch entschieden hat zu Hause zu bleiben). Umgekehrt wird eine Frau, die gerne weiterhin im Job sein möchte, diese Arbeit als wertvoller für sich einstufen, als wenn sie gezwungen ist, zu Hause zu bleiben. Dass sich dann ausgerechnet jene einmischen und eine Vergleichsebene anstellen, die sich weder für das eine, noch für das andere entscheiden mussten, ist tatsächlich Ironie.

      • Sportpapi sagt:

        @Pixel: Was soll das denn jetzt wieder? Wenn Sie bei mir (im Gegensatz zu Ihren eigenen Aussagen) einen wertenden Vergleich finden, und mir den zeigen können, wäre ich Ihnen sehr dankbar. Das Gegenteil ist der Fall. Ich wehre mich hier seit Wochen dagegen, dass hier ständig solche Wertungen passieren. Und ich wehre mich dagegen, dass sich der Staat mit seinen Subventionen einmischt. Also bitte, langsam ärgert mich das nun wirklich!

      • Pixel sagt:

        Sp, dass Sie sich dagegen wehren, dass der Staat sich „einmischt“, habe ich verstanden. Aber wenn Sie jemandem diese Frage stellen – und auch mich haben Sie das andernorts bereits gefragt -, dann müssen Sie davon ausgehen, dass keine relevante Antwort kommt. Es ist eine momentane subjektive Wertung für sich selber, aber was soll man denn für andere antworten? Relevant wird die Frage dann, wenn Sie sie einer Frau stellen, die genau an der Schwelle ist, wo die Haushaltskasse es nicht erlaubt und sie aber gerne würde. Da wäre es ja nett, wenn der Staat sich einmischt, oder?

      • Pixel sagt:

        Aber egal sp, unterm Strich verstehe ich anderes, nämlich:
        1. Sie haben grosse Angst davor, dass Sie für eine Haushaltskasse mitfinanzieren müssten, die es sich in Ihrer subjektiven Wahrnehmung „leisten“ könnte, sich selbst zu finanzieren
        2. Ihre Wahrnehmung darüber, wer und wieviele es sich leisten können weicht ziemlich von meiner Wahrnehmung ab.
        3. Sie ebenfalls für sich selber werten, ab wann es sich für eine Frau „lohnt“ arbeiten zu gehen, während ich diese Wertung lieber der Frau selbst überlassen möchte.
        Deswegen können wir uns hier ewig kloppen. Meine Wahrheit gegen Ihre Wahrheit.

      • Sportpapi sagt:

        Nein, Pixel. Nicht Ihre Wahrheit gegen meine. Es würde damit beginnen, wenn Sie meine Beiträge mal genau lesen würden. Und ihre eigenen so handfest wäre, dass man sich mal abklopfen könnte, was denn hinter den Begrifflichkeiten gemeint ist. Und nein, ich habe nicht nach unteschiedlicher Wertigkeit gefragt. Sondern, weshalb einige offenbar unterschiedlich werten.
        Zu ihren Punkten: 1) Es geht nicht um Angst, sondern Fairness und Prinzip., 2) Ja. Wie wir beide wohl auch unter Mittelstand etwas ganz anderes sehen. Ich weiss aus Erfahrung, mit wie wenig eine Familie auskommen kann.

      • Sportpapi sagt:

        3) Nein. In meiner Familie, in meiner Partnerschaft findet eine solche Diskussion glücklicherweise nicht statt. Selbst wenn meine Frau ein (Zweit-) Studium aufnehmen wollte oder ähnlich, würden wir alles daran setzen, dass dies irgendwie möglich wird, selbst wenn das Familieneinkommen massiv schrumpfen würde bzw. sich alle massiv einschränken würden. Ansonsten versuche ich höchstens, Argumente von anderen hier aufzunehmen und eine Antwort auf gleicher Ebene zu geben. Im wesentlichen glaube ich aber, dass gut ausgebildete Paare es sich meist selber leisten können, ihr Leben zu wählen.

    • Laura TI sagt:

      pixel, wenn man Krippen subventioniert für alle, dann bedeutet das aber, dass der Staat die Rolle als Mutter herabsetzt, weil die nicht unterstützungswürdig ist. Wollte man denn Gerechtigkeit, müsste man alle subventionieren, auch die, die eine Kita nicht beanspruchen. Doppelverdiener kriegen noch mehr, Einfachverdiener kriegen nichts, kann es irgendwie auch nicht sein, oder? Vor allem, wenn wir Frauen weiterhin die Wahl haben wollen, ob wir weiter auswärts arbeiten oder ob wir in die Rolle der Hausmanagerin schlüpfen wollen.

      • Nico Meier sagt:

        Danke Laura Sie sagen es richtig die Frau die sich entscheidet ihr Pensum zu reduzieren und nicht mehr voll zu arbeiten um ihr eigenes Kind selver betreuen zu können die erhält nichts. Und da liegt doch das problem, denn durch das Reduzieren des Pensums der Frau steht der Faimile weniger Einkommen zur Verfügung dies gepaart mit der Tatsache, dass die „selberbetreuer Familie“ nichts erhält macht die Sache so ungerecht.

      • Pixel sagt:

        Erstens mal, Laura ist der Term „Doppelverdiener“ nichts aussagend. Also so wirklich gar nichts aussagend. Zweitens müssen wir den Fokus mal ein bischen schärfen für die Frage danach, wieviele es denn tatsächlich betrifft. Das ist das einzig ausschlaggebende Mass um zu beurteilen, ob der Staat wo ansetzen muss. Und ich habe es andernorts immer wieder geschrieben und ich schreibe es gerne nochmals: der Schweizer Mittelstand wird NICHT subventioniert. Und das ist eine grosse Masse des Volkes.

      • Pixel sagt:

        Außerdem Laura, möchte ich die Gelegenheit nutzen um Sie zu fragen, warum Sie sich eigentlich ständig, egal wovon ich tatsächliche rede, auf die depperten Krippenkosten einschiessen? Und auch die Gelegenheit, ihnen mal klarzumachen, dass wenn Sie da unten im Tessin etwas auf die Reihe gekriegt haben (worauf Sie zu recht stolz sein können), nicht sakrosankt ist für den Rest der ganzen Schweiz. Es hilft manchmal die Vogelperspektive einzunehmen und nicht immer nur das eigene Nest zu bewundern.

      • Pixel sagt:

        Sorry, auch das musste einfach mal gesagt werden.

      • Muttis Liebling sagt:

        Liebe Laura, das sind Gedanken aus dem vorletzten Jahrhundert.
        Es wird nichts subventioniert, wenn es kostenfreie Kinderbetreuung von der Geburt bis zur Beendigung der Schulbildung gibt. Die Gesellschaft hat Interese an einer normalisierten Erziehung und kann die Kosten gegen Steuerzahlungen der Mutter und später der Kinder gegenkalkulieren.
        Wer seine Kinder dennoch nach dem Modell 1870 aufziehen will, darf das gern, bekommt aber, genau wie der, der nicht in die Oper oder ins Theater geht, keine Belohnung, dafür, dass das Angebot ausgeschlagen wird.
        Wer nicht will, der hat schon.

      • Sportpapi sagt:

        Siehst du, ML, diese Haltung finde ich nun klar und konsequent. Obwohl ich einige gegenteilige Meinung vertrete kann man damit wenigstens etwas anfangen. Und klar ist auch, dass deine Meinung in der Schweiz nicht mehrheitsfähig ist…

      • tina sagt:

        laura. gerade wenn man kinder hat, weiss man doch, dass gerecht nicht gleich heisst, sondern individuell. es ist schwierig, es allen recht zu machen, da die leute verschieden sind und verschiedene ansichten und bedürfnisse haben, die sich auch (manchmal sehr plötzlich und unvermutet) ändern. mehrmals innert 10 jahren. ich bin auch für ein bedingungsloses grundeinkommen, aber halte ich einen hausfrauen lohn für lächerlich

      • Sportpapi sagt:

        „ich bin auch für ein bedingungsloses grundeinkommen, aber halte ich einen hausfrauen lohn für lächerlich.“ Da bin ich jetzt mal gespannt auf die Erläuterung. Zur Klärung zudem: Hausfrauenlohn vom Staat oder vom Ehemann?

      • tina sagt:

        lohn vom ehemann: das ist kein lohn vom ehemann sondern einfach das familieneinkommen. wer sich leisten kann, mit einem salär zu leben, das möchte und sich leisten kann: schön.

      • tina sagt:

        bedingungsloses grundeinkommen: dazu wäre ein heftiger systemwechsel erforderlich. erklären möchte ich das bge hier nicht, nur soviel: wir haben bereits ein grundeinkommen, neu wäre nur, dass es bedingungslos ist.

      • Laura TI sagt:

        Pixel, die Idee mit der KIta und Mittagstisch, die habe ich nicht hier im Tessin verwirklicht, weil ich es hier nicht mehr brauchte, sondern im Kanton Zürich, vor über 10 Jahren. Hier hab ich bloss eine Hausinterne Kita ins Leben gerufen um meinen Mitarbeitern eine gute Kinderbetreuung während der langen Sommerferien zu ermöglichen. Was ich immer wieder kritisiere ist die Haltung, wenn die Gesellschaft nicht schaut, dann kann man halt nichts machen. Die Opferrolle sollten wir Frauen wirklich langsam ablegen und uns selber helfen, dann kommen wir einen Schritt weiter.

      • Laura TI sagt:

        ML, mit Verlaub, aber ich bin gerne von anno 1870, ich halte nichts von Rudelhaltung der Kinder, ich halte noch weniger von Einheitsbrei in der Erziehung. Ich stehe für Individualität und lebe das auch, wohl ein wenig abseits der gängigsten Meinungen, aber dafür mit Erfolg auch was die Erziehung angeht

  • Erich Meier sagt:

    Wie es jetzt weiter gehen soll ? Was für eine Frage ! Natürlich genauso wie vorher. Weil es der Souverän so gewollt hat. Es ist eben typisch für die Linken, dass sie die demokratischen Spielregeln einfach nicht akzeptieren wollen. Das Nein ist wohl aus einem instinktiven Misstrauen der Steuerzahler heraus zu erklären: SP & Co. Wollen uns ständig mit neuen Sozialleistungen „beglücken“, obwohl bereits die Finanzierung der bestehenden ein ungelöstes Problem ist. Darum wollten die Stimmbürger keine neuen Kosten in unbekannter Grössenordnung. Siehe Schuldenkrise.

    • Reto B. sagt:

      Ist eben so eine Frage mit dem Nein… insbesondere, wenn man in einem Ja-Sager Kanton wohnt. Wieviele haben wohl Nein gestimmt, weil sie nicht wollen, dass der Bund etwas erlässt, was die Kantone dann zahlen (gibt einige solcher Regeln). Das ist das einzige Argument, das für mich gezählt hätte. Wer zahlt, befiehlt, oder?

  • Sophie sagt:

    Mit meinem Job helfe ich Familien, Beruf und Privatleben unter einen Hut zu bekommen. So können sie flexibel arbeiten und sichergehen, dass ihre Kleinen gut aufgehoben sind. Bin froh, auf diese Weise einen Beitrag leisten zu können für Kinderbetreuung http://www.betreut.ch/kinderbetreuung

  • Joerg Hanspeter sagt:

    Die Wirtschaft wird sicher nichts ausgeben für Kinderbetreuung, wenn sie nichts davon hat. Die Wollsockenfraktion schiesst sich hier selber ins Knie. Durch die Personenfreizügigkeit (vehement befürwortet von der Wollsockenfraktion) ist die Wirtschaft nicht auf die Arbeitskraft der Mütter angewiesen, also wird sie auch nichts für die Kinderbetreuung (ebenfalls vehement befürwortet von der Wollsockenfraktion) unternehmen.

    • Pascal, S. sagt:

      Hampi, hör auf mit dem Wollsockenwort. Das tut weh.

    • Nina sagt:

      Da geb ich Dir recht. Der Mangel an Krippenplätzen liegt meines Erachtens daran, dass die Arbeitgeber nicht darauf angewiesen sind, das zu fördern. Kannst ja einfach günstige Arbeitskräfte aus dem Ausland importieren heute. Europa ist gross genug – und insbesondere die europäische Arbeitslosigkeit. D.h. ohne Staat schaffen wir’s diesbezüglich wohl nicht – leider.

  • tina sagt:

    frage an eltern: würdet ihr euer krankes kind von irgendeinem unbekannten bei euch zuhause betreuen lassen? ich niemals

    • Joerg Hanspeter sagt:

      @Tina: Seien Sie etwas sparsamer mit dem Wort NIEMALS! Selbstverständlich möchte ich mein Kind auch nicht von einer fremden Person betreuen lassen, aber NIEMALS ist ein grosses Wort und immer abhängig davon, was man dafür in Kauf nehmen muss.

    • tina sagt:

      ja das ist wahr, ich dachte es sogar, kaum habe ich meinen text abgeschickt. in notlagen müsste man das angebot annehmen und wäre noch froh darum. ich meinte dieses im blog erwähnte angebot der nanny, die die kranken kinder zuhause hüten kann, damit die eltern arbeiten gehen können. ich stelle mir eifach vor, wenn mein arbeitgeber so eine nanny zahlen würde, dann wäre es schwierig, nein zu sagen, und davor graut mir. aber zum glück habe ich einen super chef und meine kinder sind inzwischen gross genug

    • Sportpapi sagt:

      Ja, natürlich. Im Notfall würde ich es sogar in einen fremden Spital unter lauter fremde Menschen geben…

      • tina sagt:

        ja, in einem notfall wie wenn man selber ins spital muss, notoperation, was weiss ich, blinddarm, keine verwandten oder bekannten die zuhause einspringen können. aber die rede ist im blog von einem betreungsdienst für kranke kinder, damit die eltern arbeiten gehen können. also kind grippe, 38 fieber, husten, und damit du arbeiten gehen kannst, kommt irgendeine fremde person um deinem kind tee zu machen.

      • tina sagt:

        eher würde ich kündigen als sowas zu machen

    • Sportpapi sagt:

      Frage an Tina: Wie lange braucht es denn, bis jemand unbekannter dein Kind hüten darf? Bei der „Kinderhueti beim Einkaufen? In der Krippe? Tagesmutter?

      • tina sagt:

        es geht darum ein krankes kind zu hüten sportpapi. damit ich arbeiten kann. das mache ich wenn immer möglich selber, und sonst fände ich es fürs kind zumutbar wenn es jemand familäres macht, was auch jemand sein kann der nicht zur familie gehört aber fast schon dazu zählt, weil so vertraut. egal ob nachbar, freunde oder tagesmutter

      • Reto B. sagt:

        Für den Fall, Gott behüte, dass aber keiner da ist? Ich würde auch schauen, dass ich einen Plan B und C habe, mit Grosseltern, Verwandten und Nachbarn. Aber ich kann mir vorstellen, dass es für meinen Arbeitgeber ein gutes Argument ist, wenn er wieder einen Griechen einstellt, weil für den Job kein Schweizer gefunden werden kann. Ich als griechischer Papa würde so eine „Versicherung“ gut finden.

  • Pascal, S. sagt:

    Da wir von den Guerilla-Neokapitalisten so richtig gev**** werden ist wahrscheinlich die Vereinbarkeit von Familie & Beruf eines der zukunftsentscheidenden Thenmen. Nachdem Sozialleistungen konsequent abgebaut und Pensionskassengelder verspekuliert werden ist es an der zeit, dass die arbeitende Bevölkerung ihre Patrons an ihre Pflichten erinnert und ihre Rechte vielleicht etwas deutlicher einfordert. Jedenfalls dort wo das Gleichgewicht nicht mehr stimmt.

  • Hotel Papa sagt:

    Was der Artikel ignoriert: Krippenplätze sind bei weitem nicht das einzige Argument für Familienfreundlichkeit. Und den meisten Kindern dürfte der Alltag auf dem Land besser bekommen. Da sind so viel Betreuungsangebote schlicht nicht nötig.

    Dafür müssen die Arbeitnehmer dann pendeln. Auch nicht wirklich angenehm.

    PS: Habe trotzdem dafür gestimmt. Einfach für die, die mich jetzt gleich wieder in die ewiggestrige Ecke stellen wollen.

  • pat sagt:

    Immer der gleiche Unsinn. Kinderkrippen und andere Betreuungsangebote sind sicherlich sinnvoll aber das Problem dieser Vorlage ist, dass derf Bund vorschriften machen könnte ohne die Kosten zu tragen oder das Bedürfnis wirklich abzuholen. Viele Betreuungsangebote werden ja schlecht genutzt, da sich diese am falschen Ort befinden: anstelle in der Nähe des Arbeitsplatzes irgendwo im Dorfzentrum der Wohngemeinde. Wenn Unternehmen begreiffen, dass ein Kinderbetreeungsplatz in der Nähe des Arbeitsplatzes attraktiver als ein Firmenwagen ist, dann wird das Problem auch ohne Initiative gelöst.

  • Wüthrich sagt:

    Was mich am Familienartikel vor allem gestört hat ist, dass das wieder eine Vergünstigung für jene ist, die arbeiten wollen oder müssen. Alle andern haben nämlich nichts davon. Auch die Mutterschaftsversicherung greift nur für Frauen, die berufstätig sind oder es kürzlich waren. Es ist eine Ungleichstellung gegenüber jenen Familien, die ihre Kinder selber betreuen und auf vieles verzichten. Eine Betreuerin in der Krippe erhält einen monatlichen Lohn für ihre Arbeit, wenn eine Mutter das selber macht ist sie einfach nur dumm?!!

    • Pixel sagt:

      „Was mich am Familienartikel vor allem gestört hat ist, dass das wieder eine Vergünstigung für jene ist, die arbeiten wollen oder müssen.“
      –>Definiere „wieder“….

  • Nina sagt:

    Also diesen Index finde ich etwas seltsam. Natürlich ist das Angebot in Zürich am Grössten, ist ja logisch. Aber in unserer – gemäss Index – familienunfreundlichen Gemeinde gibt es sofort verfügbare, freie Krippenplätze, insbesondere auch subventionierte. Während man in Zürich die ungeborenen Kinder manchmal sogar schon vor der Schwangerschaft auf mehrere Wartelisten setzen lassen muss. Mal ganz abgesehen davon, dass die meisten Stadtkrippen mit ihren Kiddies nicht im freien Grünen spielen können. Und die Mieten sind auch horrend, i.e. wenig Platz für viel Geld. Familienfreundlich?

  • Frank Baum sagt:

    Niemand hält die Gemeinden davon ab, Kinderbetreuung anzubieten. In den Städten gibt es ja Rotgrüne Mehrheiten. Die können ja den Leuten das Blaue vom Himmel versprechen. Sie müssen es einfach selber finanzieren.

    • Hansli sagt:

      Wird bereits jetzt gemacht und gleichzeitig kommen Familienflüchtlinge aus dem Neinsager-Kantonen.

      Auf dem Land wird noch mehr das Blaue vom Himmel gesprochen und die Rechnung den anderen geschickt. Da redet dann niemand von Staatseingriff.

      Ich könnte mehrere tausend Franken pro Jahr sparen, müsste ich nicht so viel abdrücken für die Landbevölkerung.

      • Sportpapi sagt:

        „Ich könnte mehrere tausend Franken pro Jahr sparen, müsste ich nicht so viel abdrücken für die Landbevölkerung.“ Das hätte ich ja gerne mal etwas ausgeführt. Wie geht das denn? Offenbar sind Sie ein richtiger Grossverdiener…

      • Hansli sagt:

        @Sportpapi 280.- Finanzausgleich Bund, ? für den kantonalen, dazu noch die Beiträge in die Ausgleiche aus den allgemeinen Steuermittel.

        Dazu 4 Milliarden Landwirtschaftssubventionen und mindestens nochmals so viel für überteuerte Lebensmittel. Das kann sich jeder selber ausrechnen. Die Kosten für die überteuerten Lebensmittel bezahlt jeder, unabhängig vom verdienst.

      • Sportpapi sagt:

        Hm. Die Parallele zum Finanzausgleich sehe ich nicht. Die Kantone, die zum Familienartikel nein gesagt haben, sind hier zu einem rechten Teil auch gebende. http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Finanzausgleich-Welche-Kantone-2012-am-meisten-zahlen/story/27247002
        Und Landwirtschaftssubventionen. Meinen Sie denn, die links-grünen Städter wären da dagegen? Wie sieht es eigentlich mit Umverteilungen, Ausgleichszahlungen für „Zentrumslasten“ aus, auf der anderen Seite? Kurz: Ihre Argumentation ist an den Haaren herbeigezogen!

      • Hansli sagt:

        @Sportpapi Ich bin nicht links-grün. 🙂 Bin irgendwo in der Mitte. Ich bezahle nicht gerne Subventionen für Leute die von sich selber sagen, der Staat solle sich aus allem heraushalten. Dann frage ich mich wirklich, warum dieselben Leute das Staatsgeld noch so gerne annehmen. Die Mehrheit der Nettozahlerkantone hat bei der Familienförderung ja gestimmt.

        Den Zentrumslastausgleich bräuchte es nicht. Erst wird genommen und dann wieder zurückverteilt. Das ist doch Blödsinn.

      • Sportpapi sagt:

        „Die Mehrheit der Nettozahlerkantone hat bei der Familienförderung ja gestimmt.“ Stimmt. Beim kurzen Nachrechnen komme ich auf 5:4…

  • Leo Klaus sagt:

    In der Tat, es waere jetzt dringend dass all die Kantone wo das Volk deutlich fuer das Artikel gestimmt hat auch von sich aus aktiv werden. Wir wissen ja wie traege unsere politische Institutionen sind. Vor allem ist es sehr wichtig fuer die Grossstadtkantone wie Zurich und Basel sowie fuer die ganze Westschweiz. Wenn die Appenzeller und die Obwaldner den Welschen immer wieder eine Strich durch die Rechnung machen, steigt nur der Missmut jenseits des Roestigrabens.

    Irgendwann mal kapieren dann die Innerschweizer auch dass die hochgejubelte Familie bei ihnen so selten vorkommt wie der Wolf.

  • Hans Müller sagt:

    So ist es! Es werden noch mehr Familien aus den erzkonservativen Kantonen im Gebiet des Ständemehrs abwandern. Was dann diese Kantone noch mehr darin bestärken wird, über die Abwanderung zu jammern und die hohle Hand zu machen. Diesbezüglich waren diese Kantone schon immer stark. Hallo Urschweiz, Frauen an den Herd ist definitv vorbei. Willkommen im 21. Jahrhundert!

    • Hansli sagt:

      Wird bereits jetzt gemacht und gleichzeitig kommen Familienflüchtlinge aus dem Neinsager-Kantonen.

      Auf dem Land wird noch mehr das Blaue vom Himmel gesprochen und die Rechnung den anderen geschickt. Da redet dann niemand von Staatseingriff.

      Das führt ganz einfach langfristig zur Spaltung. Ich hoffe irgendwann lässt sich das die Mehrheit nicht mehr bieten und zieht den Subventionsstecker. Ich bin gespannt wie lange die Superkonservativen ihre viel gepriesene Eigenverantwortung durchstehen können.

  • Greatsheep sagt:

    Ich war klar dagegen. Vergangenen Sonntag las ich sozusagen die Bestätigung. Was der Regulierungs-Wahn der Beamten am Beispiel der Krippen verbrochen worden ist wäre über kurz oder lang auch bei den Familien eingeführt worden. Der Beweis ist ja der vergebliche Versuch der Frau Schlumpf eine Betreuungs-Bewilligung selbst für Grosseltern einzuführen. NEIN DANKE! Noch mehr Schnüffler und Spitzel in mein Haus reinzulassen, damit kontrolliert wird ob z.B. das Kind konforme Spielsachen hat. Lacht nur, aber mit Garantie, die Beamtenschaft sucht weiter nach Möglichkeiten sich Arbeit zu verschaffen.

  • alam sagt:

    Ich finde jetzt die Folgerung seltsam, ausgerechnet von Pro Juventute: Ausserfamiliäre Betreuung soll gratis und freiwillig geleistet werden? Das machen wir schon und laufen überall am Anschlag. Wer soll denn all die Freiwilligenarbeit machen? Und welche Väter hätten Zeit für einen Mittagstisch mit Fussball? Oder dann wieder einmal „die Wirtschaft“. Ausgerechnet, als ob die Wirtschaft jemals mehr gemacht hätte, als sie unbedingt müsste! Das sind Illusionen. Appelle die im Nirwana verhallen.

    • Sportpapi sagt:

      Die Förderung von Freiwilligenarbeit oder nachbarschaftlicher Hilfe etc. finde ich eigentlich gut. Allerdings kann es ja dann auch nicht sein, dass ausgerechnet die Väter und Mütter, die ihre Kinder teilweise selber betreuuen und damit auf staatliche (Krippen-) Subventionen verzichten, für andere noch den Karren aus dem Dreck ziehen sollen. Dennoch: Den Aufruf finde ich richtig.

    • Theo sagt:

      Mittagstisch und Fussballspiel mit Vätern – ich kenne in meinem Bekanntenkreis keinen einzigen Mann, der das berauschend fände. So eine Idee kann auch nur ein Bürosesseltheoretiker entwerfen. Papier ist geduldig…

      Und, mit Verlaub: „Die Wirtschaft“ soll erfolgreich sein, wettbewerbsfähig bleiben, im internationalen Umfeld bestehen und einen Haufen Geld verdienen damit sie guten Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen gute Löhne bezahlen und in das Wachstum investieren kann. Das ist ihre Aufgabe und nicht irgendwelcher kostspieliger Firlefanz.

      • Sportpapi sagt:

        Ich fände das berauschend.

      • Laura TI sagt:

        Die Wirtschaft bezahlt jährlich Unsummen an Mitarbeiter mit Kurzabsenzen. Noch haben wir an der Spitze der Unternehmen zu viele Ignoranten, die den Alltag der ArbeitnehmerInnen nicht kennen.
        Wie schon ein paar Mal hier erwähnt, hat sich die interne Kita bei uns mehr als aufgerechnet, weil wir seither viel weniger krankheitsbedingte Ausfälle der Mitarbeiter haben. Das Angebot musste sogar ausgebaut werden um der Nachfrage gerecht zu werden und trotzdem ist es unter dem Strich noch rentabel geblieben. Die Produktivität der Mitarbeiter steigt mit dem Wohlbefinden, das geht leider oft vergessen.

  • Peter Steiner sagt:

    Alle reden von Bedürfnissen, Rechten. Spricht auch mal jemand von Prioritäten oder Pflichten?

    • Theo sagt:

      Nein, Herr Steiner, das entspricht nicht dem Zeitgeist. Junge Frauen sind sich gewohnt zu bekommen und dass ihnen ein roter Teppich ausgerollt wird. Wieso sollte dies dann bei der Familienpolitik anders sein? ICH entscheide, mein Bauch gehört mir, aber bezahlen soll es die Allgemeinheit. Den Spass privatisieren, die unangenehmen Pflichten, die Verantwortung und vor allem die Kosten aber vergesellschaften – das ist en vogue. Haben sie das noch nicht gewusst bisher?

      • Zoe sagt:

        Ich – eine junge Frau (25-jährig), mit Baby – habe gegen den Artikel gestimmt und zwar deshalb, weil ich finde wer Kinder in die Welt setzt muss sich vorher einige Gedanken machen! Kann ich mir ein Kind leisten, will ich arbeiten, kann ich mir ein Krippenplatz leisten, kann ich Grosseltern mobilisieren? Jeder ist für sich verantwortlich. Ich würde nie erwarten, dass jemand meine Lebensgestalltung finanziert.

      • Pixel sagt:

        Dafür haben Sie geheiratet…?

      • Carolina sagt:

        Wo hat Zoe denn was von verheiratet gesagt? Sie hat es gewagt, einen Standpunkt hier einzubringen, der nicht gern gehört wird, nicht wahr?

      • Sportpapi sagt:

        @Pixel: Ich finde ja, junge Familien sollten eigentlich zum ersten Kind vom Staat ein Haus geschenkt bekommen. Denn für die Entwicklung der Kinder wäre das sicher toll. Und die Eltern wären auch viel glücklicher, was sich auf das Wohlbefinden der Kinder noch einmal postitiv auswirkt. Ja, man sollte wirklich die grosszügigen Wohnflächen denen geben, die es benötigen. Familienförderung!

      • Pixel sagt:

        Nö, hat mich einfach interessiert. Was hat das wiederum mit Klischees zu tun? Eher mit Psychologie wenn schon. Sicherheit ist ein Thema.

      • Pixel sagt:

        Abgesehen davon liebe Carolina macht Ihre Schlussfolgerung wenig Sinn. Das würde folgerichtig bedeuten, dass ich Theo recht gebe. Also bitte…Sie kennen mich doch besser.

      • Reto B. sagt:

        SP, genau so Aussagen nerven mich gewaltig. Ein Haus geht voll und ganz zu Lasten der Allgemeinheit und bringt nur Benefit für die Kinder und die Eltern. So sehen sie das mit den Krippen auch? Dass sie der Mama und dem Papa ein bisschen Ferien und Freizeit ermöglichen, wo andere zuhause selber schaffen? Die gehen dann aber arbeiten, zahlen Steuern und heben das Bruttosozialprodukt. Das ist der Grund, weshalb ich einen vernünftigen Beitrag der Allgemeinheit dazu befürworte.

      • Sportpapi sagt:

        Sehen Sie, Reto, und ich habe mit dem überspitzen Beitrag darauf hinweisen wollen, dass es ein ständiges Ausloten ist, was sinnvoll ist, und was zu weit geht. Schön, einige Familien profitieren von Fremdbetreuungen. Andere hätten bei gleichem Aufwand vielleicht mehr nutzen davon, sie könnten die Kleinkinder hin und wieder über Nacht weggeben. Und die dritten haben ihre Depressionen, weil sie mit den Kindern in einem Loch wohnen müssen. Also, wo anfangen, wo aufhören?

      • Reto B. sagt:

        Tja, das ist wohl genau die Gretchenfrage. Wer, was und wieviel… und dazu gibt es wohl eine Lösung für jeden Einzelnen und jede Einzelne. Nicht unmerklich abhängig von der Situation und des Standpunkts. Nun gut, die Patnentlösung war der Familienartikel in dem Fall dann halt nicht, ich halte Ausschau nach dem nächsten.

    • Zoe sagt:

      @Pixel: Wie meinen Sie das „…dafür haben Sie geheiratet…“? Stellen Sie sich vor dass ich mir einen 10-20 Jahre älteren Mann ausgesucht habe, welcher mich finanziert und froh ist noch Kinder zu bekommen? So ist es nicht! Mein Mann ist 1 Jahr älter nicht aus einer vermögenden Familie und mit „normalem“ Beruf bzw. Einkommen.

      • Carolina sagt:

        Zoe, das geht jetzt aber gar nicht, dass Sie einfach wieder aus der Schublade rausspringen, aus der man Sie aufgrund der hier gerne getroffenen Vorannahmen reingepackt hat….. 😉

      • Rahel sagt:

        @Zoe

        Ihre Einstellung gefällt mir!!!!

      • Zoe sagt:

        Diese Klischees sind schon sehr komisch.

      • Hansli sagt:

        Wenn Sie mit einem normalen Einkommen mit so ca. 5000 bsi 5500.- durchkommen, dann haben Sie eine aussergewöhnlich billige Wohnung.

      • Hansli sagt:

        Wenn Sie mit einem normalen Einkommen mit so ca. 5000 bsi 5500.- durchkommen, dann haben Sie eine aussergewöhnlich billige Wohnung erwischt.

      • Laura TI sagt:

        Ach Zoe, da wird einem ganz warm ums Herz, dass auch junge Frauen (oder vielleicht grad jungen Frauen? ) Eigenverantwortung kennen und leben.

      • alam sagt:

        @Zoe: Jeder Frau – auch Ihnen – kann der Mann abhanden kommen, die Eltern krank werden, etc. Ich wünsche es Ihnen nicht, aber glauben Sie mir, niemand ist gefeit davor. Eigenverantwortung ist gut, kann aber leicht mit Überheblichkeit und Selbstgerechtigkeit verwechselt werden.

      • Pixel sagt:

        Nein zoe, das sind, wie ich weiter oben geschrieben habe keine Klischees, das war reine Neugier und ich wollte auch nicht wissen, wie alt Ihr Mann ist und was er verdient. Diese Information haben Sie mir unnötigerweise freiwillig zur Verfügung gestellt. Mich irritierte das „ich“ anstelle des „wir“s. Nennen Sie mich pingelig, aber wer mit „ich“ argumentiert und behauptet eine bewusste Entscheidung getroffen zu haben, mit 25 – kaum oder grade so aus der Ausbildung heraus – der sollte schon auch die Konsequenzen tragen können wenn es mal schief geht. Es ist dekadent sich großmäulisch zu geben

      • Pixel sagt:

        Danke Alam – selbst mein gefühlt 180ster Versuch hängt. Geht in diese Richtung….

      • Pixel sagt:

        „ich habe entschieden“….25, kaum oder gerade so aus der Ausbildung heraus. Sich in Sicherheit wähnend für die nächsten 60 Jahre. DESWEGEN habe ich gefragt ob verheiratet oder nicht. Es ist leicht – und dekadent – aus dieser Situation heraus von Wahlfreiheit zu reden. Warum das wiederum – ausgerechnet von jenen die mit grossgeschriebenen Lettern von Selbstverantwortung reden – applaudiert wird, bleibt mir indes unklar.

      • Laura TI sagt:

        pixel, nicht der Staat hat zu schauen. dass unsere Kinder versorgt sind, das müssen wir selber machen. Ich bin alleinerziehend mit gefühltem 150% Arbeitspensum als CEO eines KMU, habe 5 Kinder zwischen fast 3 und 20 Jahren, keines ging je in eine Krippe, weil nicht vorhanden. Ja und jetzt? Jammern dass es ungerecht sei? Oder eigeninitiativ etwas auf die Beine stellen? Ein Tagesmütternverein? Ein Hütedienst? Ein Mittagstisch? Es gibt so viele mit ähnlichen Problemen, weshalb nicht daraus eine Interessensgemeinschaft gründen? Braucht aber mehr Substanz als sich ins gemachte Nest zu setzen.

      • Pixel sagt:

        Laura, das ist ja ok. Aber was hat das mit der Konversation an dieser stelle hier zu tun? Mein Thema war und ist die Selbstverantwortung von der man großmäulig spricht und herausposaunt, wie wirklich gut man sich die Sache uberlegt hat während man, wenn es mal nicht nach Plan läuft, sehr wahrscheinlich zum Sozialfall wird.

      • Theo sagt:

        @Laura TI: Das klingt aber sehr anstrengend. In den Augen von jungen Frauen heute (ausser vielleicht ihnen und Zoé) geht drum die Rechnung nicht auf: Was ich verdiene gehört mir, mir, mir! Ich mag es nicht mit der Familie teilen, resp. für die Kinderbetreuung ausgeben, wie das die Männer während Jahrhunderten selbstverständlich getan haben. Es ist doch viel praktischer, dass der Bund/der Kanton/die Gemeinde uns das bezahlt. Der Staat will ja, dass ich Kinder kriege. Und er hat mich gut ausgebildet, damit ich Geld für mich, mich, mich habe. Nicht für die Familie, was soll das denn?

      • Zoe sagt:

        Laura TI – Ich finde Sie genial! Niemand ist vom Schicksal geschützt (habe ich auch nie behauptet), aber so lange man selbst entscheiden und vorausdenken kann sollte man nicht immer auf finanzielle / organisatorische Unterstützung vom Staat hoffen. Um diesen Punkt geht es meiner Meinung nach vor allem.

    • The Damned sagt:

      Pflichten..?! Wie uncool, Herr Steiner, pfui! Verzichten? Nochmals pfui!

  • gabi sagt:

    Ich hab dafür gestimmt.

    Auch wenn ich zugeben muss, dass er in seiner Schwammigkeit seltsam war.

    Er ist wohl auch von vielen anderen Wählern als Möglichkeit gesehen worden, ein Zeichen, ein Signal zu setzen und den Gesetzgeber schlicht daran zu erinnern, wie sehr das Thema der Bevölkerung unter den Nägeln brennt.

    – Ähnlich wie die Minarettinitiative, by the way!

    😉

    • Sportpapi sagt:

      Ok, kann man so sehen. Hat aber offensichtlich nicht geklappt. Die Vorwärtsstrategie vieler Kantone isst auf jeden Fall nicht unumstritten. Denn auch z.B. das knappe Plus im Kanton Zürich (ohne Stadt wohl ein deutliches Nein) ist nun auch nicht gerade ein klarer Auftrag. Vielleicht sollte man nun doch klarer erklären, was für wen zu welchen Kosten und mit welchem erwarteten Nutzen, und das wieder zur Diskussion stellen – in den Kantonen.

      • Hansli sagt:

        ZH hat 11. Juni 2010 zum Krippengesetz mit 62.4% Ja gesagt.

        Nun bei einem ähnlichen Vorhaben auf Bundesebene 10% weniger Ja.

        In ZH ändert die Abstimmung nichts. Das fährt nur dazu, dass Familien aus den Nein-Kantonen eben nach ZH zügeln. Ich kenne zumindest einige Familien, die entsprechend gehandelt haben.

      • Sportpapi sagt:

        @Hansli: Diese Entwicklung lässt im Wesentlichen zwei Schlüsse zu: a) Die Zürcher sind vernünftig und möchten nicht dem Rest der Schweiz sagen, was sie zu tun haben oder b) bereits die ersten Erfahrungen mit der Umsetzung haben offenbar bei einigen ehemaligen Befürwortern einen Gesinnungswandel ausgelöst.
        Und he, ich kenne sogar Familien, die nach Schweden gezogen sind. Aber auch Schweden, die mit Kleinkindern in die Schweiz, in meine Gemeinde gekommen sind…

      • Hansli sagt:

        – Oder die Abzockerinititive hat sehr viele konservative hervorgelockt
        – oder viele ehemalige Ja-Sager haben gar nicht abgestimmt, weil dies bereits in ZH normal ist.

        Die Schweden kamen ganz sicher nicht wegen den Krippen hierher 🙂

      • Sportpapi sagt:

        Nein, Hansli, die Schweden kamen wegen den spannenden, gut bezahlten Jobs un dden tiefen Steuern hier her. Und die zwei mir bekannten Mütter geniessen es, mit den Säuglingen und Kleinkindern zu Hause blieben zu dürfen, wie sie das in ihrer Heimat gar nicht gekannt haben. Zu ihren zwei anderen Punkten a) kann sein. Da es aber keine „rechte“ Initiative war, ist das eher unwahrscheinlich. Richtiger ist wohl, dass wegen der Familieninitiative sonstige Nichtwähler als Befürworter mobilisiert werden konnten und b) eher nicht. Ausser meine Vermutung bei a) stimmt…

      • Hansli sagt:

        @Sportpapi Die Frauen die ich aus diesen nordischen Ländern kenne, bedauern hier die Rückständigkeit der Familienförderung. Die arbeiten alle, etwas anderes können sich die gar nicht vorstellen.

      • Pixel sagt:

        Danke Hansli, insbesondere für den letzten Abschnitt. So erlebe ich es auch.

  • Stefan sagt:

    Dass der Familienartikel abgelehnt worden ist ist kein Unglück. Es ist nur ein klares Bekenntnis dafür, dass Kinderkrippen, Kinderbetreuung etc… bedürfnisgerecht organisiert werden sollen. Die Kantone, Gemeinde, in welchen dies ein Bedürfnis ist, sollen es so organisieren, dort wo es weniger nötig ist, halt nicht oder nur eingeschränkt.
    Und sowieso: Was dieser Artikel sein sollte war völlig unklar, das konnte niemand sagen… Ist er wirklich nur eine „Absichtserklärung“? Oder mehr? Oder nur ein Satz, der nichts bewirkt? Niemand weiss das, deshalb wurde er richtigerweise auch abgelehnt.

    • Peter sagt:

      Nicht vergessen, es gab ein Volksmehr! Das kann man nicht einfach so ignorieren…

      • Sportpapi sagt:

        Nicht vergessen, eine Mehrheit der Kantone hat abgelehnt. Ist doch korrekt: Nun kann die Mehrheit der Bevölkerung, die in einer Minderheit der Kantone lebt, in ihren Kantonen umsetzen, was sie möchte. Und in den anderen Kantonen kann man vielleicht erst noch konkretisieren, was man denn nun unterstützen möchte, zu welchem Preis, und ebenfalls einen neuen Anlauf nehmen.

    • alam sagt:

      @Stefan: „dass Kinderkrippen, Kinderbetreuung etc… bedürfnisgerecht organisiert werden sollen. Die Kantone, Gemeinde, in welchen dies ein Bedürfnis ist, sollen es so organisieren, dort wo es weniger nötig ist, halt nicht oder nur eingeschränkt.“ Genau das war im Artikel drin! Hier der Text: „Die Kantone sorgen insbesondere für ein bedarfsgerechtes Ange- bot an familien- und schulergänzenden Tagesstrukturen.“ Offensichtlich haben Sie ja gemeint und nein gestimmt. Ich befürchte, dass viele wie Sie den Initiativtext nicht gelesen haben und sich von der Hetze in den Medien manipulieren liessen.

      • Sportpapi sagt:

        Oh doch, viele haben eben genau gelesen. Und wissen beispielsweise aus der Umsetzung im Kanton Zürich, was „bedarfsgerecht“ heisst (wo dann plötzlich das „bezahlbar“ in den Vordergrund rückt). Denn ganz sicher wäre nicht demokratisch abgestimmt worden, ob in einer Gemeinde/Stadt/Kanton nun ein Bedarf ausreichend vorhanden ist, und in welchem Umfang sich Massnahmen aufdrängen und vor allem, in welchem Umfang sich die öffentliche Hand finanziell beteiligen soll und muss. Zur Bedarfsdeckung würde ja eigentlich der freie Markt reichen…

      • Stefan sagt:

        @alam: Die Kantone können doch bereits heute für bedarfsgerechte Angebote sorgen. Oder nicht?
        Wofür braucht es dann diesen Text? Ich habe nein gestimmt, weil völlig unklar ist, was dann alles in diesen Text hineininterpretiert wird:
        – Plötzlich werden grosse Summen Subventionen hineininterpretiert
        – Plötzlich heisst das: Garantierter Krippenplatz für alle Kinder
        Politiker und auch Gerichte sind manchmal sehr kreativ in der Auslegung von Gesetzestexten. Deshalb doch besser den Text gleich draussen lassen. Oder nicht?

      • Carolina sagt:

        Alam, wenn es Gegner der FI sind, ist es Hetze, wenn es die Befürworter sind (waren), gute Argumente? Erinnern Sie sich noch daran, dass ich mich erst ganz zum Schluss in der Diskussion neulich geoutet habe als Ja-Wähler? Vorher habe ich den Advocatus Diaboli gespielt und mir wurden, auch von Ihnen, anti-Familiengefühle, Arroganz, Dummheit, Nichtverstehen etc vorgeworfen – als ich mich dann outete, war ich plötzlich wieder genehm. Wer manipuliert jetzt hier wen und warum?

      • Carolina sagt:

        Stefan, mit diesem PUnkt habe ich argumentiert, bis die Kühe nach Hause kommen. Keine Resonanz. Heute steht im TA ein Artikel über zwei KK-Erzieherinnen (noch nicht verlinkt), die über die behördlichen und politischen Vorgaben in ZH stolpern, was sich mit meinen Erfahrungen deckt. Wenn Sie diesen Artikel lesen, kommen Sie nicht umhin anzunehmen, dass die Politik in ZH keinerlei Interesse an privaten Krippen hat, keinerlei Interesse daran, dass Eltern selber auswählen, was sie für ihre Kinder für richtig halten. Genau das waren meine Bedenken. Die Politik nimmt sukzessive den Eltern

      • Carolina sagt:

        /2 Handlungsfreiheit, in dem sie ein Produkt hat, das für alle zu gelten hat. Um das durchzusetzen, ist es altbewährte Tradition, die Vorgaben für alle, die etwas anderes im Sinn haben, so hoch zu setzen, dass denen Hören und Sehen vergeht. Es braucht nämlich in Wahrheit überhaupt keinen Verfassungsartikel, um bessere und vermehrte Betreuungsmöglichkeiten für Kinder zu erhalten: es braucht Konkurrenz, es braucht Flexibilität und ein wirklich offenes Ohr für die Belange der Eltern – nicht nur Lippenbekenntnisse der Politik.

      • Sportpapi sagt:

        @Carolina: Sprechen wir vom gleichen Artikel? Ich habe gelesen, dass die zwei ihre Hausaufgaben gemacht haben, aber leider keinen passenden Raum finden, wegen Einsprachen von Nachbarn und weil niemand ihnen etwas für eine Krippe vermieten möchte. Es ist das Problem, dass Krippen natürlich in die Wohngegend gehören, aber dort nicht erwünscht sind…
        Mit den Normen hast du ja teilweise recht. Aber ich verweise auch hier wieder auf die unsägliche Kampagne im Blick. Praktisch alles, worüber sie sich da lustig machen, finde ich eigentlich angemessen. Du nicht?

      • Hansli sagt:

        @Carolina Das solche absurde Vorschriften erlassen werden ist eben Politik. Da die bürgerlichen Fundamentaloposition dagegen machen, ist die Bevölkerung halt gezwungen rot-grün zu wählen um Krippen zu erhalten. Und schwups haben wir unzählige Vorschriften. Würden die bürgerlichen da der Bevölkerung entgegenkommen, könnte das auch anders organisiert werden.

      • Sportpapi sagt:

        Mein Beitrag hängt noch… Aber ich würde ja gerne mal konkret hören, welche Vorschriften denn überflüssig sind. Ich meine, bei Kücheneinrichtungen und getrennten WC kann man sicher Abstriche machen. Die zur Betreuung finde ich jedenfalls sehr nachvollziehbar. Also, werdet doch mal konkret. (auch hier verweise ich wieder auf die unsägliche Blick-Kampa gne, die sehr unpassende Beispiele gefunden hat).

      • Carolina sagt:

        Hast Du den Artikel heute gelesen? Da hast Du Deine Antwort: die Erfahrungen dieser Frauen deckt sich exakt mit meinen eigenen – kommt noch hinzu, dass beim Wort ‚Privat‘-Krippe bei den Damen und Herren gleich mal eine ideologische Schublade aufgeht, die zu umgehen fast nicht möglich war. Ich weiss einfach nicht, warum man Gastroküchen mit Industrieabdampf, separate Buben- und Mädchen-WCs, getrennte Garderoben, Geruchs- und Antikontaminationsschleusen zwischen Küche und Bad, bauliche Vorschriften, die völlig weltfremd sind etc braucht, für mich grenzt das an Schikane. Und erklär mir doch

      • Carolina sagt:

        /2 nochmal, SP, warum die Krippe, in der meine Kinder eine Weile lang betreut worden sind, die mit 4 Betreuern für die 15 oder 16 Kinder, davon ein Lehrling und eine mithelfende Mutter im Rotasystem und das hat super funktioniert, in irgendeiner Weise schlecht für die Kinder war? War zwar ein Altbau, Küche und Bad hätten sicher irgendwann mal eine Sanierung gebraucht (die jetzigen Vorgaben hätten wir damals nicht glauben können), es gab nichts vom oben genannten und trotzdem war es ein guter Ort für die Kinder. Meines Wissens hat nie ein Kind an einer ‚Kontamination‘ gelitten, oder wollte ein

      • Carolina sagt:

        /2 separates WC. Zum Händewaschen wurden sie angeleitet, Hygienevorschriften wurden ihnen beigebracht. Eine private Krippe, keine von den Betreuerinnen hat sich beklagt, wenn Not am Mann war, haben wir Eltern ausgeholfen…. Warum genau soll das nicht mehr funktionieren?

      • Sportpapi sagt:

        Eben, Caro, ich habe den Artikel gelesen. Die zwei Frauen haben sich nicht gegen die Auflagen geäussert (dieser Drall kommt von der redaktionellen Bearbeitung…), sondern im Gegenteil alles längst erfüllt. Allerdings gab es Ei nsprach en von Nachbarn und Vermieter, die keine Lust hatten, ihnen den nötigen Raum zu geben. Das hat nichts mit Auf lagen zu tun. Eine Krip pe gehört in die Wohngegend, dort möchte man sie aber dann nicht haben…

      • Hansli sagt:

        @Sportpapi Ohne Neubau sind die baulichen Vorschriften gar nicht zu erfüllen. Einmal abgesehen davon, dass sie unnötig sind. Warum nicht ganz einfach nur die Anzahl Quadratmeter pro Kind als Vorschrift?

      • Sportpapi sagt:

        @Caro: Zum alten Beispiel: Wenn sich diese Krippenleiterin in der Öffentlichkeit über die Raumvorgaben aufgeregt hätte, würden wir uns vielleicht einig. Hat sie aber nicht. Sondern über Auflagen zu Betreuungs- und Anstellungsverhältnissen, die sich nicht erfüllen WILL, die aber für alle gelten. Dort werden wir uns definitiv nicht einig. Dass immer zwei Betreuer/innen anwesend sein müssen, dass es eine maximale Anzahl gibt. Mir erscheint das logisch. Und erfüllbar.

      • Sportpapi sagt:

        @Hansli: Ich sag doch, über solches müssen wir nicht diskutieren. In meinem Dorf kann nun eine Krippe nicht in den ehemaligen Kindergarten ziehen, ohne dass massive Umbauten nötig sind. DAS ist ziemlich haarsträubend.

      • Carolina sagt:

        Sicher, SP, das kommt auch noch dazu und wäre für mich ein abendfüllendes Thema – nämlich dass man anscheinend lieber eine Autobahn vorm Haus hat als einen Kindergarten oder eine Schule. Kenne ich.
        Also ist ja die Tatsache, dass die beiden alle (auch haarsträubenden) Auflagen erfüllt haben und dann über erstens die lieben Mitmenschen und zweitens über die Tatsache gestolpert sind, dass die Bauauflagen ein solches Projekt unbezahlbar machen, nur Wasser auf meine Mühlen. Und Du kannst das ja finden, dass die Vorgaben in punkto Betreuung/Kind ‚logisch‘ sind, ich finde jedoch, dass die Vorgaben

      • Carolina sagt:

        /2 für private Krippen flexibler sein müssten – den Eltern steht ja jeweils frei, ob sie dieses Angebot annehmen oder nicht. Wenn ich meine Kinder zu den Pfadis schicke, erwarte ich auch nicht, dass für jedes Kind ein Aufpasser abgestellt wird – es ist mir bewusst, dass ich ein gewisses Risiko eingehe, durch Abwägung und genaues Hinsehen aber selber entscheiden kann, ob ich das vor mir vertreten kann. Warum sollen diese Zahlen in Stein gemeisselt sein?

      • Carolina sagt:

        PS: Von Tamara weiss ich übrigens mittlerweile, dass sie sich sehr wohl über die Raumverhältnisse aufgeregt hat und versucht hat, Abhilfe zu schaffen. Kaum hat sie das signalisiert, sind aber weitere ’neue‘ Vorgaben nur so gesprudelt – bzgl Küche, WC etc. Siehe oben. Und das kapiere ich einfach nicht. Nur Vielfalt bei Betreuungsangeboten kann auch gewährleisten, dass den Bedürfnissen aller Eltern und Kinder gedient ist.

      • Sportpapi sagt:

        @Carolina: Das mit den Pfadis wird sicher auch noch kommen. 🙂 Wenn ich nur an diese Seilbahngschichten zurückdenke.
        Aber da habe ich auch Erfahrung und weiss, dass die Kinder zumindest im Schulalter sind. Die Waldspielgruppe daneben, auch damit habe ich Erfahrung, hat immer zwei Betreuuerinnen und ein Betreuungsverhältnis von ca 1:6, obwohl keine Säuglinge und Kleinstkinder dabei sind. Und die zwei haben alle Hände voll zu tun…

      • Sportpapi sagt:

        Aber ich habe ja auch schon signalisiert, dass man auch da Normen streichen könnte (aber wenn schon für alle!). Es reicht ja, wenn am Morgen an der Türe steht, dass die zwei Betreuuerinnen im Laufe des Tages mit etwas Pech auch 20 und mehr Kinder zur Betreuung übernehmen. Man kann ja dann immer noch selber entscheiden, ob man das möchte.
        Nebenbei: Bei den Blick-Kommentaren meldet sich auch jemand, der aufgrund der haarsträubenden Zustände bei „Tammy“ selber offenbar eine Meldung gemacht hat. Und, nebenbei: nach deinen Vorgaben (Sprache!) dürfte die Frau gar nicht in der Schweiz sein…

      • Hansli sagt:

        Bettrefend Pfadi: Ein Kollege wurde als Leiter von den Eltern angeklagt, weil ihr Sohn sich bei einem Sturz die Zähne ausgeschlagen hat. Der Richter musste den Eltern recht gegeben.

      • Carolina sagt:

        Sicher, SP, mit einem Aushang an der Tür und Information an die Eltern kann ich leben. Warum Du allerdings dieses ‚Normen für alle‘ ad nauseam wiederholen musst, erschliesst sich mir nicht. Wes Brot ich ess etc……. Selbstbestimmtheit der Eltern heisst für mich eben auch, dass sie sich privat und bei voller Information und ggfs Haftungsausschluss gegen staatliche Normen entscheiden können – das hat ja nichts mit einem für alle geltenden Minimalstandard zu tun. Und Hanslis unglaublich absurdes Beispiel beweist das ja im Grunde nur: wir sind fast schon soweit, dass wir für alles und jedes

      • Carolina sagt:

        /2 jemand finden, den wir haftbar machen können. Völlig normale alltägliche Gefahren werden aufgebläht zu Lebensgefährlichkeit, Rundumbetreuung und Vollkaskomentalität sind gefordert und dann wundern wir uns, wenn alles so teuer ist/wird. Meine frühere Nachbarin und ich hatten lange ein wunderbar funktionierendes System, dass wir gegenseitig unsere Kinder nach Absprache hüten. Irgendwann kam eine Dritte dazu, die nach einem Sturz ihres Sohnes vom Gireizli drohte, uns zu verzeigen und uns die Arztrechnung schickte. Hallo? Und genau diese Mentalität erzeugt (oder: hat schon erzeugt) diese

      • Carolina sagt:

        /3 vom Staat geforderten Höchstsicherheitsstandards. Und SP, ich kann das deshalb gut beurteilen, weil ich ältere Kinder habe, die noch ein relativ flexibles System durchlaufen haben (das ist gerade mal 10-12 Jahre her) und ein jüngeres, der jetzt erst anfängt. Das sind Welten! Und ich persönlich goutiere einen gewissen zivilen Ungehorsam gegen völlig ausserirdische Vorgaben – denn die haben nicht unser Interesse im Sinn, sondern sind politischer Sch…..

      • Carolina sagt:

        PS an SP: Deinen kleinen Seitenhieb zum Wochenende ‚Und, nebenbei: nach deinen Vorgaben (Sprache!) dürfte die Frau gar nicht in der Schweiz sein…‘ lasse ich jetzt mal unkommentiert, bis auf einen Satz: Du bist scheint’s doch ziemlich nachtragend, oder?

      • Sportpapi sagt:

        @Carolina: Offenbar fehlt noch ein Teil. Beim anderen bin ich aber völlig mit dir einverstanden. Ja, die Mentalität ist so. Und auch ich führe einen täglichen Kampf gegen diese Überbetreuungs- und jemand muss immer schuld sein -mentalität. Das weisst du ja eigentlich. Meine Kinder dürfen einiges, worüber andere nur den Kopf schütteln. Aber beim Thema hier scheint mir deine persönliche Betroffenheit mit dir durchzugehen, wenn du eine Sonderbehandlung forderst. Zum Seitenhieb. Wofür soll ich nachtragend sein? Ich halte es nur für inkonsequent. Mich stört dieses „die kenne ich, die darf das“.

      • Carolina sagt:

        Der Teil, der fehlt, stimmt Dir im wesentlichen zu, hinterfragt aber Deinen ständigen Hinweis auf ‚Normen müssen für alle gelten‘. Wir haben uns ja als Staat längst Normen hinsichtlich Familienwichtigkeit, Recht auf Bildung und Erziehung etc gesetzt. Die praktische Ausarbeitung einzelner Normen muss keinesfalls staatlich vorgegeben sein – es kann, wenn sie ein Mindestmass an kontrollpolitischen Auflagen erfüllen, getrost den Eltern überlassen werden. welche Betreuung sie informiert wählen. Konkurrenz belebt – ist aber eine Gefahr für eine immer ihre Finger in allem habende Politik.

      • Carolina sagt:

        Wo fordere ich übrigens eine Sonderbehandlung für mich, SP?

      • Sportpapi sagt:

        Du bestätigst ja, was ich sage. Wir sollten ein Auge auf die Leute haben, die Normen erstellen. Es ist allerdings zu befürchten, dass, kämen diese zur Abstimmung, diese meist auch Mehrheiten finden würden. Es ist ja einfach, sich zu empören. Im Zweifelsfalls geht man dann doch lieber auf Nummer sicher. Die Sonderbehandlung möchtest du für diese Kri ppe, die du kennst. Für mich geht das nicht. Entweder machen Normen Sinn, dann gelten sie, ohne Ausnahmen. Oder nicht, dann weg damit. Nebenbei glaube ich nicht, dass Eltern wirklich eine Kri ppe kontrollieren (können).

      • Carolina sagt:

        Ich setze mich dafür ein, dass es unterschiedliche Formen von Krippe bzw Betreuungsmöglichkeiten gibt, ja. Und, da ich in diesem Fall den Ort zufällig aus persönlicher Erfahrung kenne, halte ich diesen für ein gelungenes Beispiel dafür, dass staatliche Vorgaben immer extremer und unverständlicher werden. Wenn Eltern eine informierte Entscheidung treffen und wissen, was bei T (oder ähnlichen Orten) abgeht, verstehe ich nicht, warum auf T.ufel komm raus alles über einen Kamm geschoren werden muss. Ein Ort wie T’s kann durchaus in die Normen passen, allerdings erfüllt er wahrscheinlich die immer

      • Carolina sagt:

        /2 schneller und heftiger werdenden Vorschriften nicht. Vielleicht verstehen wir unter Normen etwas Unterschiedliches: für mich ist z.B. eine Norm, dass Kinder in Sicherheit betreut werden. Die Auslegung dieser Norm kann unterschiedlich und flexibel sein – was man ja auch an den Kantonen sieht bzw umliegenden Ländern, wo die Kinder auch nicht umfallen wie die Fliegen und andere Modelle funktionieren.
        Insofern verlange ich keinesfalls Sonderbehandlung für mich (was Du durchaus auch weisst, nicht wahr?), sondern eine viel flexiblere und Eltern wirklich helfende Betreuungsformen.

      • Sportpapi sagt:

        @Carolina: Also, flexible Betreuung, wär soll da etwas dagegen haben? Ich habe schon einmal gesagt, auch zwei Freundinnen von mir sehen da ihr Geschäftsmodell. Als Trouble-Shooterinnen-Institution. Aber die dürfen dann auch nicht plötzlich 15, 20 oder mehr Kinder aufnehmen, weil gerade so viele anklopfen. Wie ich mich – leider – bei meinen Anlässen auch z.B. an feuerpolizeiliche Auflagen halten muss, obwohl doppelt so viele Kinder teilnehmen möchten. Ich kann dann auch nicht sagen, es ist noch nie etwas passiert, bzw. die Eltern bringen ihre Kinder freiwillig…

      • Widerspenstige sagt:

        Das unterstütze ich ebenso, dass es unterschiedliche Betreuungsmöglichkeiten geben soll/darf/muss und keine staatlich verordneten Normen zur Regel verkommen. Das wäre dann zuviel staatlicher Eingriff u kontraproduktiv sogar. Wo keine gravierenden Mängel von Seiten der Eltern gehäuft vorkommen u beanstandet werden (begründet, nicht nur hinter vorgehaltener Hand getuschelt!), keine staatlichen Eingriffe oder nur nach Ermessen wie zB eine kleine Umfrage auflegen in jeder Betreuungsstätte gut sichtbar für Eltern, wo sie je nach dem ein Kreuz hinkritzeln können oder den Fragebogen Zuhause ausfüllen

  • Sportpapi sagt:

    Den Teaser auf der Tagi-Hauptseite, „Familien gehen dahin, wo sie willkommen sind“, halte ich schliesslich für ganz unpassend. Für eine Gemeinde ist es ja nicht ein Standortvorteil, wenn viele Familien bzw. viele Kinder kommen. Denn das ist in erster Linie einmal teuer. Allenfalls wenn viele Doppelverdiener-Eltern sich ansiedeln sieht es anders aus…

    • urs sagt:

      da haben Sie extrem recht. Wir werden relativ bald in der SChweiz bemerken, dass Steuerwettbewerb nciht heisst, Leistungen möglichst effizient und Bedürfnisorientiert anzubieten, sondern einen Kampf gegen Alte und Kinder auszutragen. Wir werden bemerken, dass Gesundheitspolitik nicht heisst, Pflästerlipolitik mit einzelnen Spitalschliessungen zu machen, sondern heisst, ALTE aus dem Kanton zu vertreiben (oder möglichst viele alleinstehende Männer zwischen 20-45 anzulocken).

  • Sportpapi sagt:

    Zuletzt bin ich zwar mit vielem in diesem Vorschlag einverstanden. Ausgeblendet werden aber – einmal mehr – die Kosten dafür. Insbesondere auch die individuellen Kosten, denn gerade das interessiert mich am meisten. Wenn es wieder einmal heisst, es fehlen „bezahlbare“ Betreuungsplätze, was heisst denn das? Wenn ich dann andernorts lese, dass in Zürich Einkommen bis 180 000 Franken subventionsberechtigt sind, dann empfinde ich das als falschen Weg. Und als Eingriff in die Wahlfreiheit der Familien.

    • pixel sagt:

      „Wenn ich dann andernorts lese, dass in Zürich Einkommen bis 180 000 Franken subventionsberechtigt sind, dann empfinde ich das als falschen Weg. Und als Eingriff in die Wahlfreiheit der Familien.“
      Können Sie mir hierzu die Quelle angeben?

      • pixel sagt:

        Ich wäre nämlich alleine mit meinem Gehalt nicht subventionsberechtigt. Und das ist deutlich weniger als die Hälfte des obengenannten.

    • Sportpapi sagt:

      Kann ich, Pixel. Ich präzisiere zudem: Gemeint ist Stadt Zürich, Familien-Bruttoeinkommen. http://www.blick.ch/news/politik/ist-der-zuercher-sp-stadtrat-waser-ein-kinderfeind-id2234496.html

      • Pixel sagt:

        Danke, sp. Das ist der Nachweis über eine Aussage, die wenig Hintergrundinformation bietet. „bis zu“, ja ok, aber mit welchen Voraussetzungen? Drei Kinder, zweimal geschieden, alimentsplichtig und ex-Frau unterstützend? Mir ist da zuwenig Substanz für eine reelle Beurteilungsgrundlage.

      • Pixel sagt:

        Ich frage mich ja auch, wie die Familie mit den drei Kleinkindern, alle in der Krippe das macht. Zumal der Vater noch zwei weitere Kinder aus der Vorehe (Ehe!) hat. Sehen Sie, DAS ärgert mich persönlich viel mehr, denn es liegt auf der Hand, dass diese subventioniert werden. Alleine die Krippenplätze der drei kosten rund CHF 6000. Und so mega Top Verdiener sind beide nicht. Ok und dann Miete (für was – eine 5zi whng, also 3500 locker), eine ex-Frau und zwei weitere Kinder (2000) machen zusammen weitere überschlagene 6000 aus. Hmmm. Aber gut, dass die Gesellschaft wächst.

      • tina sagt:

        sportpapi: der blick ist nicht die beste informationsquelle. hier der beitragsrechner der stadt zürcher krippen/horte:
        https://www.stadt-zuerich.ch/ssd/de/index/volksschule/betreuung_horte/kosten/beitragsrechner_120000.secure.html
        da kann man sich ein bild machen, das schon nicht dem vom blick dargestellten entspricht.

      • tina sagt:

        berechnungsbeispiel: 2 eltern, 2 kinder, vermögen 80000: die schwelle zu einer 100% verrechnung der hortkosten liegt bei 154’000 familieneinkommen. angenommen die kinder wären dann tatsächlich 5 tage wöchentlich untergebracht, wüde das rund 5000 monatlich kosten. wenn man das vom einkommen abzieht, bleiben noch knappe 8000 pro monat. bei 2mal 100% arbeit.

      • tina sagt:

        oder anders: der maximal tarif beträgt 117.– pro ganzer betreuungstag pro kind. ich denke schon dass das kostendeckend ist.

      • Sportpapi sagt:

        @tina: Wo finden Sie bei den Informationen aus dem Blick – immerhin ein Interview mit dem verantwortlichen Stadtrat – einen Widerspruch zu Ihren Links? Wo, finden Sie, stimmen meine Aussagen und Folgerungen nicht?

      • tina sagt:

        sportpapi: ich wollte darauf hinweisen, dass er blick allgemein nicht die beste informationsquelle ist. interviews werden kaum je wörtlich wiedergegeben und fragestellungen sind dann eben auch à la blick. die widersprüche zu meinem link: in der höhe des einkommens und die gesamtaussage. subventioniert heisst vielleicht dass städtische horts in städtischen räumen, wie schulhäusern, untergebracht sind, und somit nicht direkt verrechnet werden. oder auch dass in den städtischen horts nicht alles selber gekocht werden muss, sondern von städtischen betrieben essen bezogen wird

      • tina sagt:

        was denkst du denn zu den zahlen, die ich lieferte? reichen 117.– pro voller betreuungstag zur 100% kostendeckung?

      • tina sagt:

        entschuldige bitte dass ich duze, ich kann einfach nicht „sie sportpapi“ schreiben. bezieht sich natürlich auch auf andere pseudonyme. wenn sich jemand frau brunner nennen würde zum beispiel, dann fällt mir siezen leicht.

      • Sportpapi sagt:

        @Tina: Die 100% sind jedenfalls ein Betrag, wie ich ihn an verschiedenen Orten in etwa für Vollzahler gelesen habe. Offenbar kann das reichen für die Vollkosten. Wenn aber die öffentliche Hand noch günstige Räume beisteuern kann, ist das sicher auch nicht falsch. Meine Aussage ging aber vor allem darum, dass gut verdienende Paare ebenfalls subventioniert werden, was ich nicht für sinnvoll halte.

      • tina sagt:

        „dass gut verdienende Paare ebenfalls subventioniert werden, was ich nicht für sinnvoll halte“. genau das sollte mein link doch relativieren. mit meinem link kann man selber durchspielen wieviel einkommen zu welchen hortkosten führt, und ich habe eine beispielrechnung eingestellt damit man nichtmal das muss. aber wenn man einfach glaubt was der blick aus einem interview macht, dann ist man offenbar falsch informiert

      • tina sagt:

        ich korrigiere mich: „falsch informiert“ bitte ersetzen durch schlecht informiert. das blick interview erweckt einen total falschen eindruck

      • Sportpapi sagt:

        Wie bitte, Tina? Dort steht Subventionierung bis 180 000 Franken Brutto-Familieneinkommen, du schreibst von bis 154 000 steuerbarem Familieneinkommen. Das passt also. Beides ist sehr viel Geld, weshalb ich wohl recht habe wenn ich schreibe, dass auch gut verdienende Paare Subventionen erhalten. Jetzt kannst du von mir aus sagen, dass es trotzdem teuer ist. Das war aber nicht mein Punkt.

      • tina sagt:

        bei bem einkommen zahlt man gemäss rechner 100%, also diese 117.– pro betreuungstag, was ja ungefähr kostendeckend ist, wie du mit mir einig bist

      • Sportpapi sagt:

        Ja, Tina. Und bis dahin wird subventioniert. Worauf willst du hinaus?

      • tina sagt:

        ok, etwas tieferes einkommen: 140000 (2 eltern, 2 kinder) werden 13% subventioniert. bei 5 betreuungstagen kosten = rund 2200, für 2 kindern 4400. also um 2-300 pro kind monatlich subventioniert. „Meine Aussage ging aber vor allem darum, dass gut verdienende Paare ebenfalls subventioniert werden, was ich nicht für sinnvoll halte.“ dieses doppelverdienerpaar hätte also 2 x 70’000 steuerbares einkommen. damit gehört man nicht wirklcih zu den gut verdienenden

      • Sportpapi sagt:

        Gut, dann sind wir auf dem Punkt. Ich sehe das anders.

      • tina sagt:

        die subvention ist praktisch null, das netto familieneinkommen 11’000 pro monat, bei 200% arbeit. das IST kein guter lohn! das ist ein lastwagenchauffeur und ein sekretärinnenlohn. ein guter lohn für eine einzelperson, aber bei dieser familie würde ein einkommen kaum über die armutsgrenze reichen

      • Sportpapi sagt:

        @Tina: Ich bin Sohn eines Lastwagen, später Buschauffeurs. Wir hatten jedenfalls nie den Eindruck, an der Armutsgrenze zu leben. Um bei deinem Beispiel zu bleiben. Armutsgrenze liegt offenbar in der Schweiz bei einer 4-köpfigen Familie bei 4600 Franken/Monat. 7000 für Alleinverdiener wäre also schon ganz ok. Gehen von den zweiten 7000 noch 5000 für die Krippe weg, sind es schon 9000. Da braucht es keine Subventionen mehr! Ausser eben, man möchte das speziell fördern, der (Volks-) Wirtschaft zu liebe.

      • tina sagt:

        ja, das glaube ich, dass ihr trotzdem gut gelebt habt. aber trotzdem gehört so ein lohn nicht zu den guten löhnen, was ja dein killerkriterium ist. die subvention bei dem „guten lohn“ auf niveau lastwagenchauffeur und sekretärin beträgt wie erwähnt gerade mal 2-300 pro monat. es ist nicht so, dass so ein paar nichts zahlen müsste für den hortplatz. aber es bleibt mehr übrig ende monat, als bei einem einkommen. 7000 sind es nichtmal brutto jedenfalls.

  • Sportpapi sagt:

    Meiner Meinung nach ist zudem das beste Ergebnis herausgekommen, das möglich war. Jetzt können nämlich die Kantone gemäss dem Willen ihrer Stimmberechtigten vorwärtsmachen oder bremsen.

    • Theo sagt:

      Genau!

      „Gesellschaftliche Notwendigkeit“ ist schnell einmal mehr Gesetze, mehr Zwang, mehr Zentralismus, mehr Steuergelder, mehr Beamte und mehr Regulierungswut. Der Markt regelt das ganze Betreuungswesen von allein, wo eine Nachfrage, da entsteht ein Angebot. Es braucht den Staat gar nicht als Planer und flächendeckend Kitaplätze-Erbauer. Die bewährten Finanzierungsmodelle genügen vollauf. Das ist das Signal aus der Ablehnung des Artikels durch die Mehrheit der Kantone.

      Man hatte wohl auch einfach das Gejammere der Linken satt. Weniger Aktionismus, mehr Eigeninitiative, Leute!

    • Auguste sagt:

      hmm…, der gedanke hat etwas beruhigend föderalistisches, sportpapi. mir wäre aber ein wenig mehr „förderalismus“ als föderalismus in familienfragen lieber gewesen. gewiss mögen die herausforderungen an familien regional etwas unterschiedlich sein, aber wohl kaum so sehr, dass man darauf mit dem slogan von der migros-tragtasche antworten müsste.

      bei grossen gesellschaftlichen themen – familie, bildung, gesundheit, infrastruktur – wäre das ganze land eine überschaubare grösse im vergleich zu den meisten nachbarn. das einzig tröstliche bleibt: wir werden auch das hinkriegen – bloss später.

      • Sportpapi sagt:

        @Auguste: Sie meinen also, die städtischen Familien, z.B. in der Stadt Zürich, hätten gleiche Bedürfnisse wie die in den Agglomerationsgemeinden, wie die in den Landgemeinden? Weshalb stimmen sie denn – aus ihrer Alltagserfahrung – ao unterschiedlich?

  • Sportpapi sagt:

    Einmal mehr ärgert es mich, wenn „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ mit „Stärkung der Familien“ gleichgesetzt wird. Den Gegnern des Artikels ist ja vielfach zu Gute zu halten, dass sie ja eben gerade auch die Stärkung der Familie im Auge hatten. Insofern wäre ja ein Vorschlag, der nur Förderung der Familie als Zielsetzung gehabt hätte, deutlich weniger umstritten gewesen und hätte meiner Meinung nach auch Sinn gemacht.

    • Peter sagt:

      Ich kann die Leier nicht mehr hören! Die Gegner sind nicht müde geworden uns vorzuschreiben, was eine gute Familie überhaupt ist. Nur weil eine Mutter arbeiten will oder muss, ist das dann noch lange keine schlechte Familie! Es gibt Bilderbuchfamilen, in denen der Vater Frau und Kinder hinter der Gardine verprügelt! Die Rechten haben hier nicht die Deutungshoheit!

      • gabi sagt:

        Aber die Linken ja wohl auch nicht.

        Ich fand´s eher peinlich, wie oft von der einen wie von der anderen Seite „gewusst“ wurde, was die gute Familie ausmache.

      • Sportpapi sagt:

        @Peter: Welche Leier? Haben Sie überhaupt gelesen, was ich geschrieben habe?

      • diva sagt:

        man ist nicht gleich «rechts», wenn man gegen den familienartikel ist. es kann auch einfach nur lebenserfahrung sein. seit frauen sich so exzessiv von ihren familienaufgaben drücken, weil sie managerin spielen wollen und weil ihnen das leben der männer besser gefällt (obwohl das nicht schöner ist), gibt es mehr und mehr SEELISCH verwahrloste kinder und junge erwachsene. es fehlt ihnen nicht an materiellem, aber an herzenswärme und die sucht jeder mensch intuitiv bei der mutter! und die heutigen mütter verweigern sich. für was? weiss ich auch nicht.

      • Freddy sagt:

        > Lebenserfahrung< …dehnbar wie Gummi 🙂

      • Walter Bossert sagt:

        Das ist das immer gleiche und eben so dumme Argument wie es die linken immer wieder bringen! Der Herr Peter ist will damit sagen das wir übrigen Männer alles Schläger seien welche von Familie sowiso keine Ahnung hätten! Mir gehen solche Kollektiv- Unterstellungen ganz gehörig auf den Nerv, zumal ich 2 Kinder ohne Madam bei 100% Arbeitspensum gross gezogen habe! Und das ist keine rechte Deutung, sondern Realität

    • Reto B. sagt:

      SP Ich finde eben durchaus, dass dies so ist. Wenn es normal ist, dass ein Elternteil halt auch noch Verpflichtungen gegenüber Kind und dem anderen Elternteil hat, dies von der Firma auch akzeptiert wird und vernünftig damit umgegangen wird, ein Entgegenkommen da ist, dann ist das eine Stärkung der Familie. Momentan habe ich das Gefühl, dass den meisten Firmen egal ist, ob der Mitarbeiter Vater ist, darauf wird null Rücksicht genommen.

      • Sportpapi sagt:

        Mein Gefühl und meine Erfahrung sind anders. Andererseits sehe ich den Zusammenhang nicht. Natürlich sind entgegenkommende Firmenchefs wichtig für die Familien. Wenn das mit „Vereinbarkeit“ gemeint ist, sehe ich kein Problem…

      • Reto B. sagt:

        Nun unter Vereinbarkeit von Familie und Beruf verstehe ich als Ausräumen von Problemen, die entstehen, wenn man Elternteil ist und trotzdem arbeitet. Und momentan sehe ich als einzig anerkannte Lösung dafür: Ein Partner arbeitet normal und wertet seine Elternpflichten weniger wichtig als seine berufliche Verpflichtung, ein Partner hat primär die elterliche Verantwortung und muss schauen, was daneben noch möglich ist an beruflichem Engagement. Bei dieser Lösung ist niemand ausser den Eltern in der Pflicht. Das heisst für alle Business as usual, die Eltern müssen selber schauen, wie es geht.

      • Sportpapi sagt:

        @Reto: Ich sehe das keineswegs so einseitig. Aber noch einmal: Weshalb soll „Vereinbarkeit fördern“ mit „Familie stärken“ synonym verwendet werden? Ich stärke also auch die Familie, wenn ich mehr Lohn gebe, Putzroboter entwickle, Spielplätze baue, für Strassensicherheit sorge, usw.

      • Reto B. sagt:

        Ich sehe sie nicht gleichgesetzt. Aber Vereinbarkeit fördern ist ein Teil von Familien stärken.

    • Peter sagt:

      Meistens ist es schon so, dass man etwas falsch verstehen will! Ich sage nur, dass die Gegner des Artikels der Meinung sind, dass in einer guten Familie die Frau 100% Hausfrau und Mutter ist. Kinder sollen zuhause betreut werden. Dabei hängt das Kindesglück nicht in erster Linie vom Familienmodell ab. Auch wenn es den Horizont vieler Bürgerlicher übersteigt: es kommt darauf an, ob man sein Kind mit Liebe erzieht und auf nichts anderes. Der rechtskonservative Bürger schreibt jedoch nur allzugerne anderen vor, wie man zu leben hat. Ich sag nur Homoehe, Adoptionsrecht, und und und….

      • gabi sagt:

        Ja, tatsächlich: Falsch verstehen WILL.

        Sie z.B.:

        „Ich sage nur, dass die Gegner des Artikels der Meinung sind, dass in einer guten Familie die Frau 100% Hausfrau und Mutter ist.“

        Erklären Sie kurzerhand zu einer Tatsache.

        Um dann in der Folge, gegen die von Ihnen behauptete Tatsache, die unbestreitbar richtigen Argumente ins Feld zu führen.

        Bloss… Leider, leider: Sind diese unpassend, da sie ja nur funktionieren, wenn Ihre einführende Aussage wahr wäre; also für alle Gegner des Artikel zu träfe. Einzig darauf fusst Ihre ganze Argumentation.

        Sie WOLLEN einfach so verstanden haben.

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