Darfs ein bisschen mehr Gift sein?

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Babys und Kleinkinder haben oft direkten Hautkontakt mit ihrem Spielzeug oder nehmen es in den Mund. Trotzdem wurden die Schadstoffgrenzwerte für die Spielsachen angehoben. (Foto: Flickr/Honza Soukup)

Sie sehen richtig süss aus, zum Reinbeissen. Und genau das tun die Kleinen auch: Sie stopfen sich die bunten Spielsachen erst einmal in den Mund, bevor sie sie auch mit Händen und Augen untersuchen. Leider nehmen sie dabei oft eine ungesunde Menge an Farbstoffen, Weichmachern und Schwermetallen auf. Und das wird sich in nächster Zeit nicht ändern, ganz im Gegenteil: Kommenden Juli tritt nämlich die neue EU-Spielzeugrichtilinie in Kraft, die die Grenzwerte für bestimmte Schwermetalle wie Blei, Arsen und Quecksilber deutlich anhebt.

Für Deutschland zum Beispiel bedeutet das, dass Spielzeug künftig 50 Prozent mehr Quecksilber, fast doppelt soviel Blei und nahezu viermal so viel Arsen beinhalten darf wie heute. Beim Schwermetall Antimon, laut internationalem Zentrum der Krebsforschung «möglicherweise krebserzeugend», ist neu sogar eine 22-mal höhere Dosis erlaubt. Unglaubliche Mengen, wenn man bedenkt, dass etwa Arsen nachweislich krebserregend wirkt und Blei die Hirnentwicklung stören kann. Die WHO hatte deshalb die Industrie dazu aufgefordert, solche Schadstoffe ganz aus Kinderspielzeug zu eliminieren. Und trotzdem gibt die EU den Spielzeugherstellern nun den Freipass dazu, weiterhin wacker Blei, Quecksilber und Co in ihre Produkte zu mischen.

Immerhin gibt es ein Land, das sich dagegen wehrt: Die deutsche Bundesregierung hat gegen die neue Spielzeugrichtlinie Klage eingereicht. Ein Urteil wird jedoch frühestens in einem Jahr erwartet – bis dahin dürfte bereits ganze Europa mit gesundheitsschädlichem Spielzeug eingedeckt worden sein. Selbstverständlich auch die Schweiz. Wir haben die neuen EU-Richtlinien inklusive höherer Grenzwerte in vorauseilendem Gehorsam nämlich bereits letzten Oktober übernommen, wie das Bundesamt für Gesundheit auf Anfrage bestätigt.

Dabei sah die Situation ja schon bisher nicht rosig aus. Spielsachen sind neben Textilien diejenigen Produkte, die im EU-Schnellmeldesystem «Rapex» für gefährliche Produkte am häufigsten auftauchen. Und auch die Stiftung Ökotest findet in jedem ihrer Spielzeug-Tests Unmengen an bedenklichen Stoffen. Und dies nicht etwa nur in Billigramsch aus China. Auch die Giraffe Sophie zum Beispiel, ein in Frankreich hergestellter Babyspielzeug-Topseller, wurde von Ökotest als «nicht verkehrsfähig» eingestuft und nach langem juristischem Hin und Her schliesslich vom Fabrikanten zurückgezogen und durch eine gesundheitsfreundlichere Variante ersetzt.

Und nun soll die leidliche Lage also noch einmal deutlich verschlechtert werden. Da läuft etwas ganz gewaltig schief. Die Industrie wird gehätschelt und unsere Kinder werden dafür erheblichen Gesundheitsrisiken ausgesetzt, ja sozusagen als Versuchskaninchen mit immer grösseren Mengen an Schadstoffen konfrontiert. Und in ein paar Jahren schauen wir dann, was dieser Feldversuch angerichtet hat? Nein danke.

Was also können wir Eltern und Konsumenten tun? Keine giftigen Spielsachen kaufen, klar. Was jedoch nicht immer umsetzbar ist, denn wie soll man ohne hauseigenes Versuchslabor erkennen, ob etwas schadstoffbelastet ist? Doch es gibt einige Tipps, die einem weiterhelfen. Da wäre erst einmal der Geruch: Was ungesund stinkt, ist es ganz offensichtlich auch. Auch von Spielsachen, die leicht abfärben, sollte man die Hände lassen – die Farbe enthält oft gesundheitsbelastende Bestandteile. Als nicht empfehlenswert gelten zudem Plastikteile aus PVC, da diese oft schädliche Weichmacher enthalten. Plastik wird mit Nummern deklariert, eine aufgedruckte 3 bedeutet, dass es sich um PVC handelt. Orientierung bietet schliesslich auch das Label «GS»: Es besagt, dass der Hersteller sein Produkt von einer unabhängigen Prüfstelle hat untersuchen lassen.

Ganz wird man den gesundheitsgefährdenden Spielsachen auch mit all diesen Ratschlägen nicht ausweichen können. Darum wäre der einzige Weg vermutlich, dass sich alle Eltern, Grosseltern, Gottis und Göttis zusammentun und die Politiker mit ihrer geballten Kraft zum Umdenken und zur Erstellung neuer, deutlich strengerer Richtlinien bewegen. Denn die Industrie selber wird diesen Schritt nie freiwillig tun.

95 Kommentare zu «Darfs ein bisschen mehr Gift sein?»

  • Paul Meier sagt:

    Ich gebe Richi auch recht! Am Ende zählt für die Industrie die Wirtschaftlichkeit und der Profit und für die meisten Familien als Endverbraucher der Preis, den man für Spielzeug zahlt. Billig ist angesagt! Leider ist es nicht jeder Familie möglich, „Holz aus dem eigenen Wald zu verwenden um sich selber unbelastetes Spielzeug herzustellen“. So lange der Preis der wichtigste Auswahlpunkt für oder gegen ein Produkt ist, gibt es für die Industrie keinen Notwendigkeit umzudenken und der Gesundheit der Kinder mehr Bedeutung zuzuschreiben.

  • Theiler B. sagt:

    Es ist zwar ein bisschen spät, aber ich möchte doch gerne auch etwas dazu sagen:
    Und was ist mit dem guten alten Boykott? Dadurch wurden schon ganze Staaten in die Knie gezwungen. Meines Erachtens hat immer noch der Konsument das endgültige Sagen. Warum kaufen wir unseren Kindern nicht etwas weniger, dafür hochwertigere und notabene auch ein wenig teurere Spielsachen. Es gibt genügend kleine Hersteller, die dieses Bedürfnis abdecken. Ausserdem ist dies eine gute Lektion, um Standhaftigkeit gegenüber unsinniger, durch Werbung produzierte Wünsche unserer Kinder zu trainieren. Der Industrie, mit

    • Theiler B. sagt:

      Ihrer umwelt- und menschenunfreundlichen Massenproduktion erteilen wir damit eine ganz klare Absage. NEIN – wir wollen das nicht! Unseren Kindern bringen wir bei, auf neue, echte Werte zu schauen, reine Erziehungssache. Denen schadet es nichts, etwas mehr in den Bäumen herumzuklettern und sich weniger mit plastic fantastic zuzumüllen.

      • Richi sagt:

        Genau, Theiler B., Sie treffen den Nagel auf den Kopf: Es ist jedem frei gestellt, zu kaufen oder eben nicht zu kaufen. Doch glauben Sie mir, über 90 Prozent wollen vor allem eines: billiges Spielzeug. Denen ist es völlig egal, was da drin ist und unter welchen Arbeitsbedingungen die Ware hergestellt wurde. Hauptsache billig. Das ist die traurige Tatsache. Dass eine Milliarde Menschen an der Grenze zum Hungertod leben interessiert in den Industriestaaten fast niemanden.

  • Ch Zulauf sagt:

    Frau Kuster, ich bin Ihrer Meinung. Ich würde sofort eine Initiative unterschreiben, die sich für Spielsachen ohne giftigen Substanzen darin einsetzt.

  • Richi sagt:

    Ich bin erstaunt, wie viele Kommentatoren sich hier undifferenziert äussern. Glaubt ihr wirklich lieber an eine Verschwörung als an den gesunden Verstand? Ich glaubt also, die Industrie will Kinder vergiften und alle Toxikologen, die im Auftrag des EU-Verbraucherschutzes Grenzwerte festlegen, sind korrupt? Lego ist übrigens auch aus Plastik, ebenfalls Made in China.

    Wer von euch Kinder ohne Lego grosszieht, werfe den ersten Stein!

    • gabi sagt:

      Ich glaube, da verstehen Sie Einiges falsch, Richi.

      Über die Höhe von Grenzwerten lässt sich mal prinzipiell streiten. Und zwar auch von Experten, die da ja schon kaum mal einig werden. (siehe auch: Fukushima)

      Wo allerdings Einigkeit herrscht, ist, dass auch die schönsten und strengsten Richtwerte nix nützen, wenn weder genug Manpower vorhanden ist, die Flut an Waren zu kontrollieren, noch irgendwelche Sanktonsmassnahmen vorgesehen sind, die den Tätern weh tun.

      Marken wie Lego bieten zumindest die Sicherheit, dass es in Legos eigenem Interesse ist, dass die selber die Sachen kontrollieen

    • gabi sagt:

      die in deren Name hergestellt werden.

      Schon mal Lego-Plagiate gesehen? – gibt´s hier im Osten massenhaft. Riechen Sie doch einfach mal dran! – Was nützt da wohl Ihr Verbraucherschutz?

      Nichts.

      An eine Verschwörung muss niemand glauben, um diese Missstände zu sehen. Die braucht´s nicht. Oder meinen Sie etwa im Ernst, die Sünder würden das nur tun, weil sie sich zuvor abgesprochen hätten? – Lächerliche Vorstellung.

      In China musste für die Gewässerverschmutzung eine neue Skalaklasse geschaffen werden, die es so zuvor nicht gab.
      Wohl kaum weil sich jemand „verschworen“ hat.

      • gabi sagt:

        Lassen Sie mich also umgekehr fragen, Richi:

        Halten Sie das für eine Verschwörung?

        http://www.test.de/Spielzeug-Alarm-im-Kinderzimmer-4150171-0/

      • Richi sagt:

        Darauf antworte ich gern, Gabi. Nein, das ist keine Verschwörung, sondern unnötige Panikmache. Im zweieinhalb Jahre alten Test schreibt Öko-Test ja, Plastik sei besser als Holz. Da steht auch wörtlich, warum: Alle Holzspielsachen enthalten Giftstoffe. Das stimmt, denn in Holz ist von Natur aus Formaldehyd enthalten. Also, Holz chemisch behandeln? Sowas ist natürlich Quatsch, da es ungefährlich ist in dieser geringen Konzentration. Gabi, starten Sie doch eine Initiative, die vorschreibt, dass nur schadstofffreies Spielzeug verkauft werden darf. Dann wäre selbst Holzspielzeug verboten, bravo!

      • gabi sagt:

        Besagt denn das nun etwas über das Problem der Weichmacher?

        – Das ja wirklich nicht erst von denen entdeckt wurde….

      • Richi sagt:

        Gabi, wollen Sie im Ernst über Weichmacher mit mir diskutieren? Kennen Sie sich darin auch so gut aus? Fragen Sie mal im Spital nach, wie viel Phthalate in den Infusions-Schläuchen enthalten sind, durch welche Medikamente direkt in die Venen fliessen? Ja, auch in Kindervenen fliessen sie durch diese Schläuche!

      • gabi sagt:

        Und deshalb sollten wir nun auch bei Kinderspielsachen, auf denen die lieben Kleinen den ganzen Tag drauf rumkauen beide Augen zudrücken?

      • Richi sagt:

        Nein, natürlich nicht. Nach der Schweizer Spielzeugverordnung darf ja kein Phthalat enthalten sein. Fragen Sie mal beim BAG nach, wenn Sie es nicht glauben.

  • sabine sagt:

    ja, genau so ist es. Pflegeprodukte übrigens auch noch.

  • Bitta sagt:

    jeder, der sich hier über Plastikspielzeuge aufregt, füttert seinem Kind hoffentlich nur Biokost und checkt auch die Kleidung auf Schadstoffe, gell?

    • tina sagt:

      biokost ist noch das einfachere. aber, wie erwähnt, all die schadstoffe in verpackungen und anderen materialien, gerade bei neuen kleidern. winterjacken, die man nichtmal wäscht bevor man sie anzieht. theks. neue autos :S. getränkeflaschen (weichmacher). kosmetika (sonnencreme! was hättens denn lieber? krebserregend oder nanopartikel?). feinstaub in der luft (nicht nur vom verkehr sondern auch von laserdruckern). wozu muss ich jeden bioblumenkohl in einer plastikfolie kaufen (weichmacher). wozu äpfel in karton und plastik oder gar plastikschale mit plastikfolie. 1,5mm plastik um shampoo

    • Hotel Papa sagt:

      Ja, warum nicht?

      • Frölein Mittens sagt:

        Spielzeug bei uns ist ökologisch und selbst bemalt (Auro naturfarben). Nuggis aus Kautschuk, Flaschen aus Glas. Kleider kaufen wir bei serendipity-organics.com/. Fisher Price, Mattel, made in China etc. kommt mir nicht in die Stube.

  • Frieda F. sagt:

    Mir ist klar, dass es darum weder im Artikel selbst noch in den Kommentaren dazu eigentlich geht. Dennoch: Es mag viele Grenzen und Grenzüberschreitungen geben bei Spielzeug, Impfstoffen und unermesslich vielen anderen Dingen. Einige davon werden per se gesundheitsschädigend sein, andere nur in gewissen Dosen, wieder andere (vielleicht) auch gar nicht. Dass es vor diesem Hintgrund keine Garantie für schadstofffreies (Über-)Leben gibt, wird man – wie ich meine ebenfalls zum Wohle unserer Kinder – mit der angemessenen Gelassenheit aushalten müssen.

  • Maria Baumann sagt:

    Frau Kuster: Sie unterschlagen hier, wie hoch die effektiven konsumierten Konzentrationen überhaupt werden können. Erklären Sie doch mal, wieso die Grenzwerte angehoben wurden. Doch sicher nicht um die Kinder zu vergiften, sondern, weil die ersten Grenzwerte einfach zu niedrig angesetzt waren. Meistens sind das ja so niedrige Konzentrationen, dass die lieben Kleinen wochenlang ununterbrochen an dem Zeugs rumschnullen könnten – und sie hätten nur 1/10 des Grenzwertes erreicht. Diesen Grenzwert muss man dann nochmals um einen Faktor 100 überschreiten, dass man zu einer Gesundheitsgefahr kommt

    • Richi sagt:

      Genau so ist es. Die Autorin offenbart hier ihr Weltbild, à la: Die per se böse Industrie mischt völlig unnötige Giftstoffe ins Spielzeug, um unsere Kinder zu vergiften. Die Grenzwerte waren in der CH noch nie strenger als in der EU. Warum bringt sie D ins Spiel? Der deutsche Öko-Test ist fragwürdig. Natürlich finden die Giftstoffe im Spielzeug, die Messgeräte finden immer kleinere Mengen. Die Frage muss lauten: Ab welcher Menge ist es schädlich? Laut Ökotest ist auch Holzspielzeug gefährlich. Es hat Formaldehyd drin. Was nicht steht: Holz enthält von Natur aus Formaldehyd, so wie unser Blut!

  • Gropi sagt:

    Und wenn schon so viele Personen gegen diese Erhöhung der Grenzwerte für Schadstoffe in Spielzeugen sind – warum kann denn nicht auch die Schweiz wie die deutsche Bundesregierung gegen die neue Spielzeugrichtlinie Klage einreichen? Wie können wir es anstellen, unsere verantwortlichen Politiker dazu zu bringen? Gibt es beispielsweise eine Möglichkeit, via facebook Stimmen für eine kleine Anfrage zu sammeln (ich bin leider nicht schlau genug dazu…)?

  • Petra sagt:

    Was soll die Aufregung? In allen Impfstoffen sind Aluminium und Quecksilber enthalten, die wir mit gutem Gewissen unseren Kleinen als staatlich empfohlene Gesundheitsvorbeugung verabreichen lassen – und es kümmert auch niemanden…

    • Valeria sagt:

      Na? Zufrieden, Frau K.?

    • Jeanette Kuster sagt:

      Liebe Petra, „es kümmert niemanden“? Dann haben Sie die ganze Impfdebatte verpasst, denn es kümmert tatsächlich sehr viele Eltern. (Oder war das ironisch gemeint?)

    • Jeanette Kuster sagt:

      Und Valeria, ich stehe nach wie vor hinter meinem Artikel, danke der Nachfrage. 🙂
      Das Impfthema wäre auch aufgetaucht, wenn ich „nur“ die einzelnen Zahlen genannt hätte, da bin ich mir ganz sicher.

      • Valeria sagt:

        @ Petra:
        Auf der Startseite des Kopp-Verlags blicke ich direkt in das Gesicht von Erich von Däniken. Ist nicht wirklich eine gute Referenz für eine wissenschaftlich fundierte Quelle…. ne?

        @ JK:
        Ja, Sie haben wahrscheinlich Recht. Ich hoffe trotzdem, meine (nicht böse, aber durchaus ernst gemeinte) Kritik verhallt nicht ganz spurlos. Sie haben als Journalistin eine Verantwortung. Nehmen Sie sie wahr.

  • Thurgauer sagt:

    Früher war alles viel schöner. Wir haben uns Spielhütchen mit Phosphor drin in den Mund gesteckt und haben im Kleiderkasten bestaunt, wie schön sie leuchten. Wir haben mit Quecksilber gespielt, das wir auf dem Estrich fanden. Wir haben Kanonenkracher in leere Olivenölkanister gesteckt und waren entzückt, wie diese in der Luft herumgeflogen sind. Wir haben…. Meine Kollegen und ich leben alle noch. Nur in der Verwandschaft haperts: Krebs, Autounfall, Bergunfall, Herzinfarkt… Liiebe Mamas und Papas von heute passt auf, dass ihr nicht plötzlich vor lauter Sorge frühzeitig im Himmel landet,

    • Jeanette Kuster sagt:

      Ich behaupte nicht, dass früher alles besser war. Aber wenn es zwischenzeitlich mal einigermassen gut war, soll man diesen Zustand nicht wieder verschlechtern.

  • Philipp Rittermann sagt:

    auch die spielzeugbranche muss sich einem umbruch vergegenwärtigen; über kurz oder lang. die tendenz geht richtung nicht-erdölhaltige materialien, die entweder biologisch abbaubar sind, und/oder vollständig recicliert werden können. ich frage mich aber generell, ob man, wie in den guten alten zeiten, auch hier wieder vermehrt chemisch unbedhandelte holzspielzeuge herstellen sollte. aber auch hier gilt – angebot und nachfrage; gerade bezüglich der billigspielzeugschwemme aus asien.

  • tststs sagt:

    Anstatt sich auf die Zusammensetzung des Spielzeuges zu stürzen, sollte man sich mMn mal zuerst fragen: ist das ganze Spielzeug nötig?
    Falls man nicht sicher ist, dann beobachte man sein Kind/Baby: hat es mir Freude an der raschelnden Geschenkverpackung als am Geschenk, hätten Sie ihrem Kind genauso gut eine Rolle Alufolie (natürlich hübsch verpackt) schenken können)…

    • tststs sagt:

      Uuuups, ich meine natürlich eine Rolle recyceltes Haushaltspapier… wegen dem gifitigen Aluminium und so… 😉 😉 😉

      • Brunhild Steiner sagt:

        @tststs:
        je nach dem was da genau recycelt worden ist ist Recyclepapier auch nicht grad das gesündeste um zwischen kleinen Fingern zu haben und möglicherweise im Mund dazu…

  • tina sagt:

    ich wunderte mich jeweils (als meine kinder babies waren, und ich mit der thematik weichmacher und schadstoffe in kinderspielzeug erstmals konfrontiert war), dass es keinen mehr zu interessieren scheint, dass auch nach dem babyalter permanent weichmacher und schadstoffe fast unausweichlich überall präsent sind, und es da aber kaum jemanden zu interessieren scheint. auch wenn ich mich noch so bemühe, das optimierungspotential ist kaum kleiner zu kriegen

    • tina sagt:

      warum gibt es diese irrwitzigen mengen an plastik um ein bisschen shampoo einzupacken?

      • tina sagt:

        „es baucht kein buntes plastikspielzeug“? da sind meine kinder aber entschieden anderer ansicht….auch wenn sie auch freude haben an 30meter endlospapier, 1meter breit, chläberli- und schnurrollen, und sägen, nägel, schleifmaterial, leim, klemmen, farbstifte, plakatfarben und pinsel, kreiden und weiss der geier was für sinnvolles sachen auch vorhanden sind

  • Hans Müller sagt:

    Tja so sind wir halt. Dem Wirtschaftswachstum opfern wir alles, sogar die Gesundheit unserer Kinder. Und eine Mehrheit von uns wählt ja auch fleissig bürgerliche Politiker, welche bekanntlich alles tun um ihre Geldgeber aus der Wirtschaft zufrieden zu stellen.

  • Valeria sagt:

    Ja, diese Belastung in den Kunststoffen gibt es. Und ja, ich bin da ebenfalls absolut dagegen. Aber mich nervt der sensationslüsterne Ton des Artikels ziemlich. Es kommt mir vor, als würde jemand sich über mSv-Grenzwerte in der Umgebung von Kernkraftwerken aufregen. Und dann zweimal jährlich einen Interkontinentalflug absolvieren, ins Erzgebirge oder gewisse Regionen in den Alpen ziehen und beim geringsten Verdacht auf eine Computertomographie bestehen. *facepalm*

    • Hans Müller sagt:

      Und das soll ein Argument sein, in Spielzeugen weiterhin Schadstoffe einzubauen? Sorry Valeria, aber mit dieser abstrusen „Argumentation“ lässt sich noch die grösste Schweinerei rechtfertigen!

      • Valeria sagt:

        Sie haben meinen Einwurf falsch verstanden. Ich finde es toll, dass Frau K. dieses Thema anspricht, aber das Fehlen von absoluten Zahlen/Grenzwerten und diese polemisch-emotionale Art des Geschriebenen lässt mich leider an der effektiven Gefahr zweifeln. Ich fände es schön, wenn ich die Gefahr wissenschaftlich-rational nachvollziehen könnte. So bleibt bei mir nur dieses Gefühl à la „Ich habe zwar keine Ahnung, aber ich bin gegen Atomkraft, weil’s grad so hip ist.“ Sorry.

      • Valeria sagt:

        Und ehrlich, ich wüsste wirklich gerne, wie hoch dieses Grenzwerte jetzt genau sind und in welchen Spielzeugen eine Belastung nachgewiesen werden konnte. Schliesslich habe ich auch eine sehr „hungrige“ Tochter zu Hause…

      • Jeanette Kuster sagt:

        Liebe Valeria, blättern Sie auf p27 der EU-Richtlinie (erster Link), da sind die neuen Grenzwerte aufgelistet. Und gefährliche, schadstoffbelastete Spielzeuge finden Sie z.Bsp. regelmässig auf http://www.oekotest.de/ oder in den Rapex-Reports (http://ec.europa.eu/consumers/dyna/rapex/rapex_archives_en.cfm). Ab welchem Wert etwas als giftig gilt, ist oft umstritten. Oder die Formulierungen sind sehr schwammig, im Stil von «kann krebserregend wirken». Wenn jedoch die WHO ein absolutes Verbot dieser Stoffe fordert, scheint mir dies doch Hinweis genug, dass es sich um Schadstoffe handelt, …

      • Jeanette Kuster sagt:

        …die nicht über jeden Zweifel erhaben sind (um es mal ganz vorsichtig auszudrücken). Und ich persönlich will meine Kinder möglichst gar keinen Schwermetallen und anderen Schadstoffen aussetzen, auch wenn diese den Grenzwert noch nicht überschreiten.

      • Valeria sagt:

        Vielen Dank für die Hinweise, Frau Kuster.

        Auch wenn ich Ihre Angst nachvollziehen kann, empfinde ich solche Artikel als nicht förderlich. Auch wenn ein Blog anderen Regeln unterliegt als ein wissenschaftlicher Artikel in Fachzeitschriften und es toll ist, dass das Thema überhaupt angesprochen wird, hätte ich es vorgezogen, darüber von einem Experten z.B. im Rahmen einer Carte Blanche zu lesen. Doppelte Werte sind halt nicht doppelt gefährlich und die komplexe Kinetik von Stoffen wie z.B. Aluminium (der natürlich im Körper vorkommt, aber auch sehr giftig sein KANN) lässt keine Polemik zu.

      • Valeria sagt:

        Viele Impfstoffe benötigen Aluminium-Zusätze. In Mengen, die weit unter dem liegen, was ein „Standard-Baby“ wöchentlich über die Milch zu sich nimmt. Undifferenzierte Angstmacherei kann hier zu Todesopfern führen, wenn z.B. Kinder nicht geimpft werden, weil die Eltern Angst vor „giftigem Aluminium“ haben.

        Ich möchte noch einmal betonen, dass ich es toll finde, dass das Thema angesprochen wird. Wir benötigen wirklich keine Giftstoffe, aber wie der gute, alte Paracelsus schon gesagt hat: „Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis machts, dass ein Ding kein Gift sei.“

      • Valeria sagt:

        … der erste Teil der Antwort hängt noch…

      • Valeria sagt:

        … der erste Teil der Antwort hängt noch…

      • Jeanette Kuster sagt:

        Ein wichtiger Punkt ist aber, dass es solche Stoffe in Spielzeug schlicht nicht braucht. «Gesundes» Spielzeug begeistert die Kleinen genauso, dh sie werden diesen Schadstoffen völlig grundlos ausgesetzt. Bei der Impfung hingegen kann man argumentieren, dass man die Belastung auf sich nimmt, weil man damit etwas für die Gesundheit des Kindes tun will. Das ist ein Unterschied.

      • Hotel Papa sagt:

        Schlicht nicht braucht: Die schreienden Farben und das billige Plastik führen eben dahin. Da ist, in Gottes Namen, der Konsument in der Verantwortung. Wenn wir nicht immer nur das billigste und auffälligste kaufen, wird es auch bald nicht mehr angeboten.

      • Valeria sagt:

        Und wie genau wollen Sie verängstigten Eltern diesen Unterschied erklären?

        Aluminiumhydroxid wird Impfungen zugesetzt, gerade um die Belastung für den Körper geringer zu halten. Es wirkt als Verstärker von Totimpfstoffen. Würde man darauf verzichten, müsste man viel höhere Impfstoffdosen verwenden, um eine vergleichbare Immunantwort zu erzielen, mit den entsprechenden Nebenwirkungen. Eine Belastung mit zugefügtem Aluminiumhydroxid ist quasi nicht das notwendige Übel der Impfung, sondern vermindert gerade die Nebenwirkungen, die das notwendige Übel einer Impfung sind. Das ist der Unterschied.

      • Valeria sagt:

        Und noch einmal, damit ich nicht missverstanden werde: Auch ich bin für eine Nulltoleranz, wenn es um giftige und krebserregende Stoffe geht. Und das nicht nur in Kinderspielzeug, sondern am in allen Materialen, mit denen wir tagtäglich in Kontakt kommen. Egal ob als Baby, Kleinkind oder Greis.

        Ich störe mich lediglich an der Art und Weise, wie dieser Blog geschrieben ist. Das ist nicht Ihr Niveau. 🙂

  • Aromat sagt:

    Ich sehe im Text nirgends etwas, das eine konkrete Gefährdung durch diese Grenzwerte aufzeigt. Gefährlich tönende Bestandteile („Arsen“) und nichtssagende Verhältnisaussagen („viermal so viel“) sind alles, was ich sehe.
    Ziemlich inhaltsleerer Text, der aber sicher die Besorgnisfraktion auf den Plan ruft.

  • Claudia Walser sagt:

    Erst gerade letzte Woche habe ich den Film „Plastic Planet“ von Werner Boote gesehen. Unglaublich, dass sogar eine Erhöhung (!) der Höchstwerte von Giftstoffen möglich ist, obwohl man von den Risiken weiss. Wir schaufeln uns das eigene Grab…

  • Rolf Rothacher sagt:

    Die Kritik am Bundesrat und unserem Parlament betreffend EU-Kadavergehorsam geht grundsätzlich in Ordnung. Doch Spielzeug wird heute übers Internet aus der ganzen Welt zusammengekauft, vor allem auch in Deutschland (z.B. über Amazon.de). Der Zoll kann giftiges Spielzeug nicht abfangen. Deshalb werden die CH-Kleinkinder auf jeden Fall mit den höheren Giftstoffmengen zu tun bekommen. Doch so lange jederman/frau im Hobby-Markt Giftstoffe in beliebiger Menge kaufen und in seiner Wohnung verteilen kann (u.a. auch Putzmittel), reden wir beim Spielzeug von einer Mini-Spitze des Eisbergs.

  • Walter Bossert sagt:

    Nachdenklich stimmt es mich auch jedesmal, wenn ich zusehen muss wie schon den Kleinsten dieser Ramsch richtiggehend aufgedrängt wird, obwohl sie sich ganz offensichtlich mit ganz einfachen Dingen unterhalten können. Es tönt vielleicht etwas hart, aber eigentlich beginnen Werbung und Profitdenken schon im Mutterbauch.

    • Valeria sagt:

      Werbung und Profitdenken beginnt in erster Linie im Gehirn einer frischgebackenen Mutter. Und zwar bei jenen Müttern, die sich einen neuen Kinderwagen kaufen (ist schliesslich das erste Kind…), auch wenn in den Börsen noch funktionstüchtige, ältere Modell stehen. Profit beginnt da, wo Eltern aufgeschwatzt wird, dass der Besuch eines Babymassage-Kurses unabdingbar ist. Und da, wo Eltern glauben, mit irgendwelchen Pülverchen und Nahrungszusätzen könnte man den IQ des Kindes erhöhen.

      • Sportpapi sagt:

        Hm. Auch der einst neue Kinderwagen ist heute beim dritten Kind langsam am Ende der Lebensdauer… Würde jedenfalls wieder einen neuen kaufen, das ist es mir wert. Aber ja, Alternativen müssen durchaus geprüft werden. Und die Preise für Baby-/Kleinkinderbedarf sind zumindest im Fachhandel nicht immer angemessen (höflich ausgedrückt). Mit der Grundaussage bin ich sehr einverstanden.

      • Valeria sagt:

        Ihr Einwurf ist durchaus berechtigt, aber Sie würden selbst dann noch günstiger kommen, wenn Sie für jedes der drei Kinder einen „neuen“ Occasionswagen kaufen würden. 🙂 Aber klar, wer eine Grossfamilie plant, für den zahlt sich ein neuer Wagen sicher aus.

  • Peter Hirt sagt:

    Das sind die Vorboten des Freihandelsabkommens mit China. Heute Spielsachen, morgen Esswaren. Unseren Politikern ist eine stetig wachsende Wirtschaft wichtiger als die eigenen Bürger. Ich lebe in Asien, was hier mit gesundheitsgefährdender Ware aus China abgeht das glaubt in Europa (noch) keiner.

  • Peter M. sagt:

    „50 Prozent mehr Quecksilber, fast doppelt soviel Blei und nahezu viermal so viel Arsen“ ein Satz der gerade zu nach Boulevardjournalismus schreit. Sind harte Zahlen heutzutage zuviel verlangt? Und nein das 37 Seitige PDF will ich jetzt auch nicht direkt durchlesen wollen.

    Natürlich ist das Thema richtig und wichtig, gerade deshalb sollte man also auf so nichtssagende Sätze wie oben genannt verzichten :/.

    • Sportpapi sagt:

      Danke. Habe ich auch gedacht. 0.5fach, doppelt, dreifach ist manchmal nicht wirklich relevant.

      • Jeanette Kuster sagt:

        Das Zeichen, das eine solche Verdoppelung, Verdreifachung etc aussendet, ist aber durchaus relevant.
        Die Grenzwerte werden immer wieder überschritten, also hebt man sie einfach an – das kann doch nicht die Lösung sein. Zumindest nicht für uns Konsumenten.
        @Peter M.: Die Grenzwerte für Schwermetalle finden Sie auf p27.

      • Klicki sagt:

        Sie suggerieren, dass die EU und in der Folge auch die Schweiz ihre Grenzwerte angehoben habe – was überhaupt nicht wahr ist. Die neue Richtlinie ist in vielen Punkten viel schärfer als die alte, nur Deutschland hatte bis jetzt strengere Grenzwerte bezüglich Chemikalien.

        Dass vermehrt Schadstoffe in Spielzeug gefunden werden, hat weniger mit Plastikramsch aus China als damit zu tun, dass immer kleinere Konzentrationen gemessen werden können. Ich will lieber nicht wissen, wie die Tests der schönen alten Spielsachen aus meiner Kindheit, mit denen jetzt unsere Kinder spielen, ausfallen würden.

      • Muttis Liebling sagt:

        Schaut Euch mal die Grenzwertdefinition für Feinstaubbelastung an. Da wird das Prinzip deutlich. Es zählen Überschreitung, Häufigkeit der Überschreitung und Definition, was Feinstaub eigentlich ist.
        Mit einer gelungenen Interpretation der 3 Kriterien kann man alles verharmlosen oder überhöhen, was man gerade möchte.
        Wenn ein Allergiker durch eine Strassenschlucht läuft, merkt er sehr schnell, ob er Atemnot bekommt, oder nicht.
        Der statische Feinstaubgrenzwert in CH ist doppelt so hoch, wie in der EU. Das kann man verurteilen, aber es trägt den topographischen Bedingungen Rechnung.

  • plop sagt:

    Pascal Sutter hat hier mal geschrieben, dass man sich eine ganz dicke Firewall gegen all den Mist aufbauen muss.
    Tja..
    Aber auch da, nicht übertreiben… Was wir essen, worin wir wohnen, was wir am Körper tragen ist auch nicht alles ganz „pusper“, leider. Besser einfach, das Hirn nie ganz auszuschalten.

  • Synn sagt:

    Wieso wird mein Kommentar von 20.29 h nicht freigeschalten? Zu kritisch?

    • Hotel Papa sagt:

      Die Wege der Zen$ur hier sind unergründlich.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Synn:
      das Wort mit G hat sie katapultiert, verändern Sie einen Buchstaben davon oder machen Abstände dann gehts durch.
      Auch der Wortteil s a u ist immer noch kritisch, auch wenns völlig harmlos in einem längeren Wort drin ist.

  • Laura TI sagt:

    In unserer Kita haben wir das so gelöst, dass wir Spielsachen selber machen (lassen), Holzspielzeug wird aus einheimischem Holz geschnitzt, Lederbälle vom Dorfschuster hergestellt, das das Leder auch selber gerbt, Stofftiere werden meistens aus alten Leintüchern von den Kirchenchorfrauen genäht und bestickt.Für die ganz Kleinen kaufen wir Veilchenwurzeln, damit sie etwas zum rumkauen haben. Oft erhalten wir gratis Muster, begeisterte Eltern kaufen dann an unserem Stand am Weihnachtsmarkt diese Sachen. Auch damit haben wir Erfolg und schon einige haben seither einen kleinen Zustupf im Budget.

    • Hotel Papa sagt:

      Auch eine Wollsocke? 😉

      Veilchenwurzeln hatten unsere auch. Hat sie aber IIRC unterschiedlich begeistert.

      • Laura TI sagt:

        Nein, eher aus der Not eine Tugend gemacht. Das Projekt Kita war anfangs nur für die langen Sommerferien gedacht und die Herren Verwaltungsräte alles andere als begeistert davon, deshalb wurde ein Budget gesprochen, das keinen Kauf von Spielsachen zuliess, wollte man den vernünftige Betreuer für die Kinder bezahlen können. Nach dem absoluten Erfolg, blieben wir bei den Spielzeuglieferanten, weil die ganze Region davon profitierte (wenn auch im Kleinen, aber immerhin)

      • gabi sagt:

        Wow. Super gemacht, Laura!

        Ich kann mich im Übrigen nur dem Votum von Hotel Paps anschliessen:

        Es ist mir wirklich vollkommen schleierhaft, wie gedankenlos – und glauben Sie mir; in Wien ist das wohl noch etwas extremer – Eltern ihren eigenen Nachwuchts mit idiotischem Plastikdreck zu müllen.

        Insbesondere, wo ja auch abgesehen vom gesundheitlichen Aspekt NULL Benefit zu erwarten ist. Das Plastikzeug hat in mind. 50% der Fälle natürlich noch einen Funktion, die einen unsäglichen Lärm und Lichteffekte produziert. Falls das Produkt mehr als die ersten zwei Wochen voll funktionierend übersteht

      • gabi sagt:

        – was selten ist – muss zudem ne neue Batterie besorgt werden oder Kabelgewirr mit Ladegerät geht los. In der Regel kann jedoch schon nach 10 Tagen mit dem mühsamen Trennen für die Entsorgung begonnen werden.

        Es ist vollkommen plemmplemm.

        Zum gesundheitlichen Aspekt hat mich vorletztes Jahr der Skandal um Weichmacher schon mal schockiert, als da – bei renomierten Herstellern! – die Chinesen wieder mal was für unsere lieben Kleinen lieferten:

        Gem. Arte-Dok-Experte, sei es von den Grenzwerten her gesünder gewesen, das Kind hätte an Autoreifen geschleckt.

        Einmal mehr: Globalisierung ohne

      • gabi sagt:

        ein Bestehen und rigoroses Umsetzen von Importrichtlinien – inkl. Strafen, die so schmerzen, dass ich eben auch das exportierende Land beginnt drum zu kümmmern! – , ist selbstzerstörerisch.

        Bzw. dient, surprise, surprise, nur denjenigen, mit der dicksten Lobbybrieftasche: Den exportierenden Grossunternehmen, denen Produktrichtlinien für den Import von Konsumgütern so was von am Ar$ch vorbei gehen.

        Die Politik wird nur aktiv werden, wenn wir sie dazu zwingen!

    • Sportpapi sagt:

      Toll. Die selber hergestellten Lederbälle werden aber das Budget kaum entlasten, oder?

  • Synn sagt:

    Mein Gott wie haben wir früher bloss überlebt? Ein bisschen mehr Gelassenheit bitte und beim Einkauf ein wenig selber denken und gut ist. (ja ich habe selber Kinder)

    • Freddy sagt:

      Der Unterschied zu früher ist…wir wollen nicht einfach nur „überleben“.. 😯

      • Freddy sagt:

        und Ja , ….ich bin „Freddy, die Gitarre und das Meer“ …aber damals war das Meer noch nicht dermassen mit Plastikteilchen verunreinigt, dass wir bald die Fisch-Arten, welche zuletzt in der Meertier-Nahrungskette sind, nicht mehr essen dürfen !

  • Hotel Papa sagt:

    Auf die Gefahr hin, mich hier als „Wollsockenfraktionist“ zu outen:

    Mich beelendet, was ich mitbekomme, wenn ich wieder einmal durch die Spielwarenabteilung eines Kaufhauses gehe: Plastik, so weit das Auge reicht. Es gibt nichts mehr anderes. Dazu in schreienden Farben und verdummenden cuetesy formen.

    Dass Eltern heute so wenig Geschmack haben, und den Ramsch nicht verweigern, erstaunt mich. ./.

    • Hotel Papa sagt:

      2/
      Es ist mir klar, dass in den Anstrichfarben von Holzspielzeug ausch Schwermetalle sein können. Und das Holz selber beileibe keine Garantie für Unbedenklichkeit ist. (Gegen die Stäube vieler Harthölzer muss sich der Schreiner bei der Arbeit schützen, weil sie giftig sind.) Aber was hier in wenigen Jahrzehnten für ein kompletter Wandel des Marktes Stattgefunden hat, stellt den Konsumenten kein gutes Zeugnis aus.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Hotel Papa:
        in der Spielwarenabteilung bin ich nicht mehr sooo oft unterwegs, zum beelenden lassen komm ich aber auch noch so an genug Artikeln vorbei, all die Geschirrspülmittel in unterschiedlichsten Geschmackrichtungen, also ob ich das Zeug inhalieren sollte? Duschmittel die von Fruchtgarten bis zur exotischen Insel fast alles versprechen, von den Waschmitteln fang ich nun gar nicht erst an.
        Ich wünsch den Kleinen nicht nur giftfreies Spielzeug, sondern auch möglichst unbelastetes Wasser.

      • Bitta sagt:

        wo ist das Problem bei Plastikspielzeug, ausser, dass es umweltschädlich ist (was wohl bei vielen Holzspielzeugen auch der Fall sein dürfte, ausser, Sie kaufen es aus wiederaufgeforsteter Produktion)? Kinder mögen bunt und laut. Man kann immer noch später eine Holzeisenbahn kaufen, wenn die Fantasie genug ausgereift ist, dass sie selber Szenerien erfinden.

      • adlerauge sagt:

        Hotel Papa, das tönt jetzt wahrscheinlich noch wollsockenfraktionistischer: Es gibt überall in der Schweiz Brockis und Spielwarenbörsen mit zum Teil sehr schönen alten Spielsachen, viele aus Holz und Metall. Ich weiss, gebraucht ist nicht jedermanns Sache, aber wieso muss alles immer neu gekauft werden? Vor allem im Anbetracht der Tatsache, dass viele Spielsachen sowieso nicht wahnsinnig lange aktuell sind und auch nicht mehr 5 kleine Geschwister anstehen, welche diese „erben“ können…

      • Peter K. sagt:

        adlerauge +1

    • Meret sagt:

      Hotel Papa: Ein Tipp… In Zürich gibts am Weinplatz „Pastorini Spielwaren“. Ich war dort kürzlich, und war angenehm überrascht. Fast gar nichts aus Plastik ist dort erhältlich, dafür viel Holz und für die etwas älteren dann auch mit Metall. Der Laden ist wirklich schön, die Atmosphäre super. Es erinnerte mich an die Spielwarenabteilungen aus meiner Kindheit. Ich werde nur noch dort einkaufen. All dieser Plastikmüll kann mir gestohlen bleiben.

      • Thomas sagt:

        @ Meret

        Pastorini ist seit Jahrzehnten für sein Holzspielzeug bekannt. Er hat auch eine Filiale in Dübendorf.

      • Hotel Papa sagt:

        Kenne ich. Ist allerdings nicht eben am Weg. Hier in der Region (Basel) gibt es durchaus auch solche Angebote. Aber es sind Nischengeschäfte, in die sich der Mainstream fast nicht hineintraut. Man könnte ja als Wollsocke abgestempelt werden…
        Was im Feld-Wald-und-Wiesen Fachgeschäft zu bekommen ist, ist grösstenteils auch Ramsch.

        Und heute bin ich nicht im Markt. Vielleicht in ein paar Jahren in der privilegierten Rolle des Grossvaters, der den Geschmack der Eltern sabotieren darf…

        Sieht allerdings im Moment nicht danach aus, als ob das bald der Fall sein wird.

      • Peter Steiner sagt:

        Hotel Papa, Sie haben zuviel Angst, was andere über Sie denken.

      • Hotel Papa sagt:

        Nö, ich bin da ziemlich Stressfrei. Ich kenne aber viele, die um keinen Preis mit so einem Label in Verbindung gebracht werden möchten.

        Plus die ganzen netten Leute, die solche Etiketten erst mal verteilen.

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