Best of Papablog: Wie wird Mann eigentlich schwanger?

Es sind Sommerferien, auch für unsere Papablog-Autoren und ihre Familien. Deshalb publizieren wir einige Lieblingsbeiträge unserer Blogger. Wir hoffen, das Wiederlesen macht auch Ihnen Spass! Der heutige Beitrag unserer Sommer-Best-of-Serie stammt von Rinaldo Dieziger.

Mamablog_Bett

Schwanger werden ist nicht so einfach, wie man meint: Bettszene mit Ian Somerhalder und Nina Dobrev in der Fernsehserie «Vampire Diaries». (Foto: Warner)

Komm Baby, gibs mir! Essenz der Adoleszenz. Schön wars. Doch irgendwann, bei den meisten Männern so Mitte dreissig, erhält das Wort Baby im Zusammenhang mit Frauen eine völlig neue Dimension. Aus dem Kosenamen erwächst ein Wunsch: Ich bin bereit für ein Kind.

Das Game-Over-Klischee, dass Frauen Männer mittels Heirat und Kind domestizieren und an sich binden, hat sich, zumindest in meinem Umfeld, nicht bewahrheitet. Die Mehrheit der Männer meldete den Kinderwunsch vor ihren Partnerinnen an. Und übernahm davor (oder danach) auch bei der Einschiffung in den Hafen der Ehe die Initiative. Mit einem klassischen Heiratsantrag. Wotsch mini Frau wärdä? Ja! Es scheint, das Zepter bei der Familiengründung liege noch immer ganz in Männerhand. Mann nimmt Frau. Hello Homo neanderthalensis: Uh, huh, ah, ha.

Ist der Wunsch nach Replikation beim Weibchen aber erst einmal geweckt, übernimmt sie beim Zeugungsprogramm die Federführung. Warum? Weil im Gegensatz zum weiblichen Geschlecht nur Gynäkologen und gewiefte Single-Männer von Eisprüngen gleich viel Ahnung haben wie von Seitensprüngen.

Kaum ist die Jagdlust fürs Erste gestillt, stellt sich deshalb die bange Frage: Wie stellt Mann es an, dass die Auserwählte schwanger wird? Ähm, ja. Ich hatte, ehrlich gesagt, keinen blassen Schimmer. Meine Kombinationsgabe reichte, um rot gefärbte Tampons mit launischem Widerspruch in Zusammenhang zu bringen. Von fruchtbaren Tagen jedoch hatte ich damals vor drei Jahren furchtbar wenig Ahnung.

Ich dachte, wir werfen halt einfach die restlichen Pariser in die Seine, schicken die 72 Millionen Anti-Baby-Pillen zurück zu Vasella und machen wieder so oft Sex wie vor der Hochzeit. Dann wirds schon klappen. Wie von alleine. Frei nach dem Motto: Seit heute Mittwoch wird scharf geschossen.

Weit gefehlt. Sobald die schönste Sache der Welt dem vorhergesehenen Zweck dient, wirds kompliziert. Einfach rein und raus, denkste. Diese Abenteuergeschichte hat nicht nur einen Akt. Aber zum Glück hat sich die werdende Mutter im Gegensatz zum Vater in spe bereits umfassend bei der eigenen Mutti, den schwangeren Kolleginnen, der Gynäkologin und im Mamablog informiert. Deshalb hat sie schon drei Monate vor der Zeugung begonnen, Pillen mit Folsäure zu schlucken um einer Spina bifida vorzubeugen.

Und dann, endlich, ist Manneskraft gefragt. Bis dato waren alles nur Probeschüsse. Jetzt zählts. Die Frage ist nur, wann. Mathematisch-naturwissenschaftlich begabte Paare berechnen den Eisprung jeden Morgen mittels Basaltemperatur, ökologisch-alternativ-biologisch veranlagte Paare ziehen sich Mönchspfeffer und hochdosiertes Zink rein, Esoteriker gehen zur astrologischen Schwangerschaftsberatung, Gläubige in die Kirche und ein paar rufen Mike Shiva an oder Chuck Norris.

Mein Tipp: Nicht verrückt machen lassen und diese kostenlose App aufs iPhone laden, die funktioniert wie eine sprichwörtliche Verkehrsampel: Maybe Baby. Man gibt ein, wann die letzte Periode der Partnerin ihren Anfang nahm und wie viele Tage ihr Zyklus in der Regel dauert. Danach jeweils morgens die App aufrufen und checken, ob die Ampel auf rot steht oder auf grün.

Die Ampel zeigt vier Tage vor und drei Tage nach dem errechneten Eisprung auf grün. Das heisst: acht Tage Sex hintereinander. Komm, Baby! In den vier Tagen vor dem Eisprung steht die Chance auf die Zeugung eines Mädchens statistisch höher, in den drei Tagen danach auf einen Jungen. Viel Glück!

rinaldoRinaldo Dieziger (37) ist Gründer von Supertext, der ersten Textagentur im Internet. Seine Erfahrung als Unternehmer gibt er im Blog Fragen Sie den Chef vom Ganzen weiter. Er hat eine Tochter (2) und lebt mit seiner Familie in Zürich.

219 Kommentare zu «Best of Papablog: Wie wird Mann eigentlich schwanger?»

  • Chris Fogg sagt:

    Ja wir hatten auch jeweils viel Sex, wenn meine Frau ein Kind wollte. Seitdem will sie keinen mehr, wenn ich sie nicht schon fast dazu nötige. Anscheinend ist meine Rolle gespielt. Jetzt darf ich nur noch das Geld nach Hause bringen.

  • erika sagt:

    so ein quatsch! mann wird nicht schwanger!! auch „wir“ sind nicht schwanger!!! schwanger ist einzig die frau und das bleibt so, basta!

    • Peter Spelt sagt:

      Basta, dem ist Nichts hinzuzufügen!
      Und einen Mann brauchen die Kampffeministinnen erst recht nicht dazu, dafür gibt es ja die Spermabank. So wird auch das Thema Stehpinkler elegant umschifft, ausser es wird dann ein Bube, der Arme.

  • dafe sagt:

    Hm. Der beste Tip wird im Artikel nonverbal gegeben…

  • Peter Gubler sagt:

    Toller und lustiger Artikel. Auf die Nazi Anspielung hätte ich verzichten können. (Für die Banausen: „Seit 5 Uhr 45 wird jetzt zurückgeschossen!“)

  • Hermann sagt:

    Meine Eltern waren sehr fromm und gingen jedes Jahr eine Woche in Januar oder Februar in einen Bibelkurs. Offensichtlich hilft beten um schwanger zu werden (am besten auf allen vieren), denn 4 Kinder kamen so ende September bis anfang November zur Welt.

    • Beat Tobler sagt:

      Heute würden wohl auch Ski- oder Snowboardferien reichen, vor allem, wenn das Wetter zu schlecht ist zum Fahren 😉

  • Cybot sagt:

    Die Tatsache, dass die Menschen sich schon seit Jahrtausenden fortpflanzen und dass es schon 14-Jährige hinkriegen, schwanger zu werden, sagt mir, dass es eigentlich nicht so schwer sein kann.
    Diese ganzen Überlegungen zum richtigen Zeitpunkt etc. (meine Frau glaubt ja sogar, dass man über den Zeitpunkt das Geschlecht bestimmen könne), braucht man doch eigentlich erst, wenn es längere Zeit nicht klappt.

    • Hotel Papa sagt:

      Bei 14..25 jährigen ist das so. Bei der heute üblichen erstgebärenden Grossmutter mit 35 weniger.

      • Zähmer sagt:

        Manche Frauen sind offenbar so abgrundtief naiv, dass sie glauben, noch mit 40, 45 problemlos schwanger werden zu können (vorher ist ja die „Karriere“ wichtiger). Dies, weil sie irgendwo mal gelesen haben, dass die Wechseljahre so um die 50 (plus/minus einige Jahre) einsetzen. Dann kommt die grosse Verwunderung, wenn das trotz sehr teurem medizinischen Nachhelfen nichts mehr wird.

      • Miker sagt:

        Wollen Sie meine Frau beleidigen? Meine Frau ist 36, das erste Kind ist jetzt 1,5 und das zweite unterwegs. Wir haben uns nie irgendwelche zeitlichen Überlegungen gemacht. Wir haben Liebe gemacht und Sie ist schwanger geworden udn das alles innerhalb eines Monates nachdem wir das auch wollten. Aber vielleicht liegt das auch daran, dass meine Frau sich noch nie mit irgendwelchen Hormonen (Pille) unnötigerweise vollgepumpt hat, die dann auch noch unschöne Nebenwirkungen haben können bzw. haben.
        Meine Frau ist keine Grossmutter! In was für einer Zeit leben Sie eigentlich?

      • Hotel Papa sagt:

        Du kannst Dich über den Begriff aufregen (ich habe ihn von einer Hebamme), der simple biologische Fakt ist: Ein Frau, die mit 35 ihr erstes Kind bekommt, könnte Grossmutter sein. (Und wäre es in einer naturnahen Gesellschaft.)

    • Reto B. sagt:

      Ich kenn da ein paar Paare, die ihnen widersprechen würden.

      Nachdem ich mir genauer angeschaut habe, wie das mit Zeugung und Schwangerschaft so läuft, bin ich vom Gedanken, schwanger werden sei einfach, weggekommen. Vielmehr habe ich noch mehr Achtung vor dem Wunder Leben.

  • Alfred Frei sagt:

    Hatte ich auch so gehört, dass es nicht so einfach ist, aber die Realität war dann anders. Zwei Wochen nach Absetzen der Pille hat mich meine Frau abends um 11 aus dem Haus gejagt um Schokoladenkuchen holen zu gehen. Ohne sich auch nur einen Gedanken über Eisprung oder so gemacht zu haben.

  • Philipp M. Rittermann sagt:

    der mann ist nie bereit für kinder. der mann erklärt sich dazu bereit, wann die frau mit zunehmender häufigkeit das thema anspricht und kurz vor dem abbruch der beziehung steht. ich finde ja, die frau sollte hermaphrodit sein.

  • Blume sagt:

    😀 Also wir hatten für jedes Kind 30 Tage Sex hintereinander und das hat jedes Mal innert einem Monat geklappt. Ist ja nicht so als wär es schwierig Sex zu haben.

    • junge sagt:

      Liebe Blume
      Darf ich dich fragen ob du Töchter, Söhne oder beides hast? Mich interessiert der Zusammenhang von 30 Tage Sex und dem Geschlecht der Kinder. Keine Angst, ich werde daraus keine entgültigen Schlüsse ziehen 🙂

    • Reto B. sagt:

      Genau… ich hab genug Ahnung um auszurechnen, wann die Tage wären, aber ich hab gefunden wir machen jetzt mal einfach hopplahü jeden Tag, dann sind wir auf der sicheren Seite 🙂

      Ganz einfach, ich schlafe halt gern mit meiner Frau.

  • miss_t sagt:

    8 Tage lang hintereinander Sex! Dafür hat man aber auch nur Zeit und Energie wenn man noch kinderlos ist…wie entstehen denn dann eigentlich all die Nachzügler?

  • Beat sagt:

    Ich kann ja nur hoffen dass dieser Blogeintrag kein bisschen auf jene gemünzt war die keine oder längere Zeit keine Kinder bekommen können. Wenn doch, dann müsste man dem Autoren ein paar von den allersaftigsten hinter die Ohren schmeissen. Denn dann wäre er an Zynismus kaum zu überbieten. Ich denke viel eher er war als Parodie über die Ver-theoretisierung des Themas gedacht und als solche ist er einfach nur dumm und daneben geraten

  • irene feldmann sagt:

    einige“schaffens“ kinder zu zeugen, andere nicht….wieso?? sei es ihre genetic, ihr lebenstil, schicksal?? adoption ist immer eine gute lösung…. diese kinder aufzuziehen ist viel mehr der schwierige prozess, erst mal welche haben denken sich die paare, der rest „läuft“ automatisch……kinder können die schule unseres lebens sein, dass finde ich mehr den punkt!! ob sie nun von uns „erzeugt“ wurden, oder von uns aufgenommen, spielt das eine rolle??? schlussendlich ist die „familie“ der kern der „positiven ausseinandersetzung“, welche so die gesellschaft formt……..

  • 5KinderPapi sagt:

    Also ich staune – über diesen doch einigermassen komischen (dämlichen? blöden?) Beitrag und die doch einigermassen (dämlichen? blöden?) Kommentare. Kinder gibt es, wenn man Sex hat – möglichst viel, möglichst lustig und vor allem möglichst lustvoll. Da erübrigen sich alle Apps, Berechnungen, Slip-Einlagen-Studien, Tee-Trinkereien, Pöstler-Bemühungen, Zyklus-Brerechnungen und Was-da-noch-so-im-Internet-und-in-einschlägigen-Ratgebern-Angebote sind. „Wir“ wurden 5mal schwanger mit 5 gesunden Kindern ohne irgendwas zu studieren – wir wollten einfach 5 Kinder. Ist das denn so schwierig? „Staun…“

    • alien sagt:

      Das hast Du toll gemacht, ganz ganz toll. Leider ist es für andere nicht so leicht. Die mühen sich während Jahren ab und die Frau wird kein bisschen schwanger. Kein Anlass, sie auszulachen, oder?

    • mägi sagt:

      „witz komm raus, du bist umstellt“….ich war zweimal schwanger und habe trotzdem kein kind….aber ich weiss, es ist ja SOOOO einfach…

  • Albert Schwarzenbacher sagt:

    Gibt es wirklich noch Männer, die so wenig Bescheid wissen? Denen der Zyklus nicht blind vertraut ist? Ich staune.

  • Maria sagt:

    Ich denke nach der Anleitung zum Kindermachen kommt dann wohl noch Teil 2 der Saga: Wie man dann die Gesellschaft am besten mit Subventionen fuer die lieben Kleinen abzockt.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Ich hoffe Maria, du bist dann konsequent und gibst dir mit 65 die Kugel und zockst nicht die Gesellschaft ab durch Rentenempfang.

      • alien sagt:

        Wieso? Die kommen durch die Pensionskasse, sind also individuell finanziert ODER wie die AHV ist es eine Versicherung. Öffentlich ist da gar nix… Zumindest sollte das so sein, theoretisch…

      • Hans Duss sagt:

        Pippi, wir Kinderlosen zahlen auch AHV, nicht? Und wir zahlen bereitwillig mehr Steuern, damit ihr Schulen für eure Kinder habt etc. Was soll der doofe Spruch?

      • Hotel Papa sagt:

        AHV ist ganz direkt Umlageverfahren, da ist es klar, dass die Arbeitenden für die Pensionierten zahlen. Und schau mal, was die Anlagen Deiner Pensionskasse noch wert sind, wenn mangels Nachfrage durch die junge Generation die Wirtschaft serbelt.

        Wir müssen uns da gar nichts vormachen. Wenn keine Jungen nachkommen, gehts den Alten dreckig.

      • Eremit sagt:

        Leider muss ich da Hotel Papa zustimmen. Wobei die AHV heute nur zu 2/3 eine direkte Umlage ist. Zu 1/3 wird die AHV durch Steuergelder finanziert (von der Wirtschaft, Mittelstand und Reiche). Letztere werden wohl wie in jüngerer Zeit mit dem Modewort „Verursacherprinzip“ ihre Steuerlast senken und „idealer Weise“ leider die AHV abschaffen.

        Eine Gesellschaft ohne Kinder ist eine Gesellschaft ohne Zukunft.

      • U. Knecht sagt:

        Keine Sorge, HP, es gibt genug Zuwanderer mit hoher Kinderrate.

  • Timotheus Pfeiffer sagt:

    Die Chance, einen Jungen oder ein Mädchen zu zeugen hat aber auch gar nichts mit dem Datum des Eisprunges zu tun. Das Geschlecht des Kindes ist abhängig von dem Spermium, welches in die Einzelle eindringt. Sorry.

    • Hotel Papa sagt:

      Und genau das ist der Zusammenhang. XX ist etwas robuster, stirbt nicht so schnell ab. Kann dann im Eileiter auf Lauer liegen und den Eisprung abwarten. XY misst sich lieber im Kurzstreckensprint. (Weiss nicht, ob sie wirklich im Schnitt schneller sind, oder obs im frischen Ejakulat einfach mehr davon hat.)

    • Dude sagt:

      Habe mal gehört, die Socken anbehalten soll die Chance für einen Jungen erhöhen: hat jemand diesbezüglich Erfahrungen? 🙂

  • Yvonne sagt:

    Hallo zusammen, habe sehr vieles lustiges gelesen, ich als Frau kann nur einen guten Ratschlag geben.
    Viele denken, oh wie schön ein Baby, was ist, wenn die Eltern auf einmal getrennte Wege gehen, was ist mit dem Kind.
    Viele Erwachsene denken nur an sich, lernt euch zuerst mal kollegschaftlich mal über eine gewisse Zeit kennen, bevor ihr zusammen in die Kiste hüpft.
    Glaubt mir, man lernt einen Menschen besser kennen, wenn man über eine gewisse Zeit platonischen Kontakt miteinander hat, man kann sich mehr Zeit lassen, als wenn man sofort Sex hatte.
    Das Universum weiss es besser als wir alle.

  • alien sagt:

    „Ich bin bereit für ein Kind“. Ich kenne mehrere Leute, bei denen war irgendwann einmal klar „ich bin bereit für ein Göttikind“. Und die sind jetzt ganz happy mit einem solchen, das sie alle paar Wochen mal sehen, hätscheln dürfen und wo beide Freude haben, wo aber kein anstrengendes Family life dabei ist. Versteht mich Recht: das ist schon in Ordnung so. Ich bin ja auch zum Götti degradiert worden (wobei meine finanziellen Verpflichtungen halt die eines Vaters geblieben sind).

    • meraxes sagt:

      alien, das tut mir Leid für dich 🙁

      • alien sagt:

        Danke, aber mein Schicksal ist ja kein Seltenes. XY-Träger haben ein grosses Risiko, das so zu erleben. Glaubst Du nicht? Naja, dann lies hier mal einige Wochen mit.

      • meraxes sagt:

        Leider kann ich dir hier nicht widersprechen (lese schon seit Jahren mit), und das finde ich traurig. bin der Meinung, hier müssen wir Frauen unsere Verantwortung wahrnehmen. Für die Kinder sind beide zuständig, sowohl finanziell als auch emotionnell, aber ich finde das total daneben, dass manche Frauen ihre privilegierte Situation regelrecht ausnutzen. Das ist aber auch nicht systematisch der Fall, in der Tat ist ein beruflicher Wiedereinstieg nach Hausfrauenjahren kein Zuckerschlecken. Aber die ganze Verantwortung auf den Mann abzuschieben… naja 🙁

      • alien sagt:

        Nein, systematisch ist es nicht, aber die Regeln sind systematisch unfair. Und noch unfairer ist die Gesellschaft, die es normal findet, dass die Kinder bei der Mutter bleiben.

      • RB sagt:

        Drum prüfe wer sich ewig bindet! Die Frau/den Mann genau kennen lernen BEVOR gemeinsam ein Kind in die Welt gesetzt wird!

  • Markus Schneider sagt:

    Und wie gross ist die Chance, dass dieser absolute Idiotenbeitrag seinen Verfasser selbst vernichtet?

  • Reto B. sagt:

    Interessehalber noch eine Frage hinsichtlich Pille und Schwangerschaften. Hat die Regelmässigkeit der Einnahme der Pille, respektive unter Umständen auch das „Schieben der Tage“, indem frau die Pille einfach durchgehend nimmt, Einfluss auf die Möglichkeit oder die Wartezeit, bis man schwanger werden kann?

    • meraxes sagt:

      interessante Frage, und darauf ein paar völlig unwissenschaftliche Überlegungen 😉
      bei Einnahme der Pille bin ich der Meinung, sollte sich jede Frau klar bewusst sein, dass diese Hormonbombe den natürlichen Metabolismus ziemlich auf den Kopf stellt. Die Nebenwirkungen werden oft ignoriert oder sind – bei den „Konsumentinnen“ – unbekannt. Wieviele Frauen berichten eines totalen Libidokollapses und trotzdem halten es die meisten (Frauen und Männer) es für die „normalste“ Verhütung?

      • Sportpapi sagt:

        Andererseits berichten auch viele Frauen „ohne Pille“, dass sie immer Angst hätten, sich gar nicht richtig gehen lassen können…

      • meraxes sagt:

        SP, das mag sein, kann es aber weder aus eigener Erfahrung noch aus meinem Umfeld bestätigen. Warum sollte ein „Rägemänteli“ mehr Angst bereiten als die Pille?

      • Sportpapi sagt:

        Wegen der unterschiedlichen Quoten? Wegen der gut vorstellbaren „Unfälle“? Ist einfach so.

      • tina sagt:

        sportpapi, es gibt ja noch viele andere möglichkeiten, mein favorit ist kupferspirale da hormonfrei, aber fremdkörper sind nicht jederfraus sache. auch die pille hat eine versagerquote. ich habe lange mit thermosymptomaler methode verhütet (also temperatur messen und ein paar andere faktoren einbeziehen), was so sicher sei wie pille nehmen

      • RB sagt:

        Die Pille durchgehend einzunehmen hat keinen Einfluss auf die notwendige Zeit bis zur Wiederherstellung des natürlichen Hormonhaushalts nach Absetzen der Pille. Wieso auch?

    • meraxes sagt:

      /2 Aus persönlicher Erfahrung glaube ich nicht, dass das Tageschieben einen grossen Einfluss hat, eher die Dauer, während der die Pille genommen wird. Als ich sie nach zehn Jahren absetzte, habe ich meinen Körper völlig neu entdeckt, für mich eine grossartige Erfahrung… und die Lehre: nie wieder Hormone. Aber das ist meine Erfahrung und meine Meinung, und wie gesagt, absolut unwissenschaftlich.

  • Mann sagt:

    Wer in der heutigen überbevölkerten Zeit noch Kinder in die Welt setzt, ist entweder ein riesiger Egoist oder eine Dumpfbacke. Rettet die Welt, macht keine Kinder! (So wird das Bevölkerungswachstum zumindest etwas gebremst, Egoisten und Dumpfbacken stellen ja noch immer die Mehrheit). Also: Stelle deinen Mann und verhüte!

    • marieFRAU sagt:

      and go vegan. wenn schon konsequent, dann richtig!

    • houdini sagt:

      auf dass sich nur noch „egoisten und dumpfbacken“ fortpflanzen? brillianter plan zur „weltrettung“…

    • Aileme sagt:

      Wirklich Verantwortung uebernimmt doch nur der, der sich zur Rettung der Erde sofort selbst liquidiert.

    • Roger sagt:

      Dürfen wir Schweizer den keine Kinder mehr haben, wegen der Bevölkerungsexplosion in Asien und Afrika? Tolle Einstellung, geniessen wir noch unser „schweizerdeutsch“, denn das wird es in absehbarerzeit sonst nicht mehr geben. Und Kindergeld zahlen wir mit den Steuern nur noch für all diejenigen, welche wenig oder keine Steuern zahlen.

    • Bäppu sagt:

      Spätestens wenn es dann niemand mehr gibt, der die AHV und andere Sozialwerke finanziert, braucht es wieder die Viel-Kinder-Familie damit das überleben der alten nach der Pension getragen werden kann. Erst dann gibt es wieder ein Bevölkerungswachstum, denn solange die Geburtenziffer in der CH unter 2 liegt schaffen wir uns selber ab.
      (was gegenwärtig der Fall ist: http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/01/06/blank/key/02/05.html )

      • Hotel Papa sagt:

        Den Rank müssen wir aber sowieso finden. Die Homo Sapiens Infektion der Erde geht durch ihre kritische Phase. Wir können den Patienten umbringen und mit ihm untergehen, oder wir können die Symbiose lernen. Was wir im Moment machen geht eher in Richtung ersteres.

      • Eremit sagt:

        Bäppu, sofern „wir“ die moderne Völkerwanderung überleben wird sich eines Tages (40 – 300 Jahre) die Natur von selbst korrigieren und für höhere Geburtenquote sorgen.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Mann, hab mich schon gewundert, warum es heute so lange geht, bis dieser Spruch vom „wenn Kind, dann Egoist“ kommt. Nimm einen Strick, es ist egoistisch, zu essen, solange andere verhungern!

      • Eremit sagt:

        Liebe Pippi, auch wenn dir die Menschenfeindlichkeit anderer zurecht gegen den Strich geht, wie wäre es einem eleganteren Spiegeln?

      • Beno sagt:

        Doch hat Pippi hier Recht; die elegantere Version wäre anstelle des Strickes, eine alte muffige Strumpfhose….

  • Amos sagt:

    In Vitro … hält dann auch nicht, was es verspricht. Chancen maximal bei 8-12%, alles andere sind Marketinglügen. Also macht vorwärts, wenn ihr Kinder wollt. Nach 35 kann das sonst auch mal 3-4 Jahre warten bedeuten.

  • Maya sagt:

    Für alle, bei denen die biologische Uhr noch nicht allzu laut tickt: Das Wichtigste beim Plan, ein Kind zu kriegen, ist die Einsicht, dass es sich nicht planen lässt („ich will, dass das Kind im Frühling auf die Welt kommt, deshalb setze ich die Pille im Sommer ab“). Das zweitwichtigste: Die Einsicht, dass es manchmal gute ein, zwei oder mehr Jahre dauern kann und das nicht abnormal ist. Sich und der Natur ein bisschen Zeit lassen. Sex nach Lust und Laune ist viel schöner als nach „Pflichtprogramm“ und Kalender. Wie gesagt – wenn die biol. Uhr schon laut tickt ist die Situation anders.

  • Matthias sagt:

    Selten so gelacht :-). Zu wahr um wahr zu sein.

  • Bitta sagt:

    kein Mann „nimmt“ eine Frau, nur weil sie zu einem Antrag ja sagt. Item. Es gibt je länger, desto weniger Paare, die auf natürlichem Weg ein Kind bekommen können – Spermienqualität nimmt laufend ab, bald kommt jedes Kind aus dem Reagenzglas. Sorry, lieber Männer, aber ihr werded nicht einfach so mehr ein Kindlein zeugen können..

  • Andreas sagt:

    Das ist ja fast wie heute: wurden 2x pünktlich schwanger, dann nach 9 Monaten gabs ohne Schmerzen durch gepflegte und geplante Sectio jeweils die Babies (unser Sohn wurde jetzt gerade noch ein paar Wochen vor SLA geboren). Heute ist der Teil mit den Schmerzen nicht mehr nötig, zwar verurteilt die Gesellschaft das noch immer, ich weiss allerdings nicht warum man noch wie im Mittelalter gebären sollte. Eine Stunde vor dem Eingriff gabs noch ein schönes Käfeli. So macht man das.

    • Sportpapi sagt:

      WIR wurden pünklich schwanger…

      • Maya sagt:

        Ich für meinen Teil habe lieber natürliche Schmerzen als einen künstlichen Eingriff. KS ist zwar ein Routineeingriff, soll aber nicht unterschätzt werden (http://womens.memorialhermann.org/classes-and-events/c-section-surgery/ – nichts für schwache Nerven). Gottlob gibt es heutzutage im Ggs zum Mittelalter Möglichkeiten, unerträgliche Schmerzen zu lindern und Leben zu retten. Doch die natürliche Geburt als minderwertig darzustellen kommt mir irgendwie hochmütig vor. Unterschätzen wir nicht die Natur?

      • Rahel sagt:

        Oh ja, Maya! Ich hatte die zweite Geburt ( ein Kaiserschnitt ) furchtbar erlebt und sie ist mir auch heute noch in schrecklicher Erinnerung!

      • Rahel sagt:

        Wollte eigentlich „ist mir bis heute in schrecklicher Erinnerung geblieben“ schreiben………excüsi

      • alien sagt:

        Rahels Grammatik wird mir noch in vielen Jahren in schrecklicher Erinnerung geblieben sein haben getütet.

      • Rahel sagt:

        @alien

        Isch weiss, isch weiss, isch atte bei die grammaire toujours eine Plätzeli direkt nebe die fenêtre……..Pardon 🙂

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Wie vernünftig Männer sein können, erstaunlich!

      • Ein Gast sagt:

        Pippi,
        weisst Du, dass immer wenn Du negativ über Männer redest, Du auch über Deine Söhne in der Zukunft redest? Wenn eine Frau so ein schlechtes Bild von Männern hat, was denkst Du werden Deine Söhne dabei fühlen? DEINE Kinder werden natürlich anders als die anderen Männer, ist ja klar. Wo ziehst DU die Grenze? Für wen genau sollen Aussagen wie „Männer sind Schweine“ gelten? Für all die, die Du nicht kennst? Ist das nicht etwas blind?
        z.B. die Geschichte mit dem Flugzeug – was wirst Du Deinen Söhnen sagen? „Es könnte sein dass Du … deshalb: better safe than sorry“?
        Geht nicht auf, gell ..

      • alien sagt:

        Das haben wir Euch Frauen voraus.

      • Hotel Papa sagt:

        Gast, vergiss es. Die gute Dame hat einen extrem wirksamen Filter gegen Selbstkritik. Da hilft nur in Leere laufen lassen.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Schön HP nicht, wenn du alle paar Monate mal jemanden findest, der auch findet, dass ich eine ganz Böse bin. Ich sag nur: Scheidungsopfer! Du hast mein Mitgefühl. Auch wenn du es nicht verdienst.

    • so ist es sagt:

      die geburt hat unter anderem eine natürlich Schutz-funktion für die Frau, wenn der mann die frau „kämpfen/leiden“ sieht, schont er sie danach eher als wenn sowohl schwangerschaft als auch geburt „alles easy“ war….erzwingen muss man jedoch eine natürliche geburt auch nicht, wenns natürlich klappt ist es super, wenn nicht, sollen doch alle hauptsache gesund sein/bleiben. egal wie, ein kind ist ein Segen, eine leihgabe Gottes, die wir mit unserem besten wissen und können und ein leben voller liebe aufzuziehen haben…

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Die Fundis finden auch immer wieder den Weg in den Blog: „Schutzfunktion für die Frau, wenn er sie leiden sieht blabla“ – schliifts? Eine Frau muss sich also die anständige Behandlung durch den Mann verdienen, weil sie vorher leiden musste? Manchmal ist das hier ärger als jeder Komödiantenstadel, nur dass es hier durchaus ernst gemeint ist. MEINE NERVEN! Ich brauch ein Valium!

    • Rabe sagt:

      Ohne Schmerzen? Unsere zwei kamen beide mit Sectio auf die Welt (beide medizinisch begründet), meine Frau war danach beide Male drei Wochen lang ziemlich groggy und hatte dauernd Schmerzen beim Aufstehen, Abliegen, Rumtragen etc. Die Schmerzen sind sicher nicht mit dem Geburtsschmerz zu vergleichen, aber eine Spontangeburt dauert dafür keine drei Wochen. Zudem gibt es bei einer OP immer das Risiko einer Infektion, selten zwar, aber wen’s trifft, trifft’s sehr hart.

      • so ist es sagt:

        meine spontangeburt hat genau 3stunden und 15 Minuten gedauert – als erstgebärende und ohne Komplikationen….aber mit schmerzen, die ich als die schönsten meines Lebens in Erinnerung habe!

  • anton sagt:

    geniesst die acht tage sex hintereinander. es werden die letzten sein für einige jahre!

  • Reto B. sagt:

    Ist ja schön für alle, die hier schreiben, wie einfach es war. Hopphopp und schwanger. Ich weiss von einigen Kolleginnen und Kollegen, die gerne schwanger würden, aber es klappt nicht. Die sagen dann so Sachen wie, wir wollen jetzt erst noch ein wenig arbeiten, und dann erst Kinder haben. Also bitte bedenkt diese, bevor ihr hier rein schreibt, wie einfach es doch ist. Das ist es beileibe nicht bei allen. Und es ist ein Affront gegenüber Paaren, die nach langem Versuchen ihr Kind „auf der Schlussgeraden“ verloren haben.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Reto B.
      wissen Sie, wenn das Thema, und das hatten wir ja auch schon, PND, plötzlicher Kindstod,
      Unglücksfall oder ähnliches wäre, dann hätte ich ebenfalls sehr Mühe mit salopp formulierten Beiträgen.
      Aber es geht hier eigentlich um einen witzig formulierten Text über ein Thema das
      IMMER auch mit Nichtschaffen/Tod einhergehen kann.

      Muss deswegen nun jeder in seiner „Erfolgsgeschichte“ auch darauf hinweisen?
      Und warum wird diesen Menschen fast schon automatisch mangelnde Empathie
      bis sogar fehlende Herzlichkeit unterstellt?

      • Brunhild Steiner sagt:

        2/
        ungewollte Kinderlosigkeit ist ausnahmslos hart und die Meisten brauchen viel Kraft um sich ihr Leben neu orientieren zu können, ein anderes Ziel zu finden.
        Und bestimmt bleibt da immer eine Wunde, eine sehr empfindliche Stelle.
        Vielleicht ist es wirklich sehr schwer nicht auf die andere Seite zu kippen und einfach mal grundsätzlich allen „Glücklichen“, die so unbeschwert von ihren Erfahrungen berichten, deswegen mangelndes Wissen und Einfühlungsvermögen vorzuwerfen.

      • Reto B. sagt:

        Brunhild, es geht mir nicht darum, dass sich diejenigen nicht freuen dürften. Aber gewisse Tipps (von wegen einfach nicht stressen, geht doch ganz einfach) kommen mir manchmal vor, als würde ein Sportler einem Einbeinigen erklären, wie er am besten Marathon rennt, ohne auch nur ein bisschen auf dessen Situation zu achten. Und ich denke, dass wir generell dankbar sein dürfen für vieles, was wir als völlig selbstverständlich nehmen.

    • Ashrio sagt:

      Der einzige Tipp den ich jemals gekriegt habe war: Du musst mehr Eier essen. Kurzum, egal wie Manns dreht oder wendet, entweder es klappt oder eben nicht. Darüber nachzudenken lohnt sich wohl nicht.

      • Reto B. sagt:

        Das zugleich lustigste und traurigste war, als ich zwei etwas ältere Kollegen reden darüber reden hörte wie „man ihn reinhalten müsse“, damits ein Bub werde. Dies nachdem der eine eben Papi eines Sohns wurde und der andere schon zwei Töchter hatte. Und ja, zu dem Zeitpunkt waren wir schon ziiiemlich gut beisammen.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Nach jahrzehntelanger Pilleneinnahme funktioniert das halt nicht mehr so gut. Erstaunt mich überhaupt nicht. Ich war immer sehr kritisch gegenüber der Pille, zum Glück hab ich sie gar nicht vertragen.

      • Eni sagt:

        Kann ich jetzt nicht behaupten. Nach 9 Jahren Pille schlucken, einfach absetzen, mit den Fingern schnippen und schwupps….. auf den Tag pünktlich geliefert 🙂

  • chris sagt:

    in der guten alten zeit hörten wir auf zu verhüten und wurden schwanger und hatten 9-12 monate später ein baby. das war’s. geboren wurde es unter schmerzen durch die scheide. die freude war dann aber riesig, die schlaflosigkeit auch. das leben wurde ganz anders und das war gut so.

    • Theo sagt:

      *gefällt mir“

    • Reto B. sagt:

      Und manche hatten keine Kinder und viele Frauen starben im Kindsbett, manchmal mitsamt dem Kind. Ach, die guten alten zeiten, als Aderlass noch an der Tagesordnung war und die Lebenserwartung so niedrig, dass man sich noch keine Sorgen um die AHV machen musste. Als der Deutsche und der Franzose sich noch Giftgas über die Grenze schleuderten.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Schmerzen? Kein Problem, solange es die Andere „a Gring git“…….

    • NinaZ sagt:

      ach, dann leb ich also noch „in der guten alten zeit“. glück gehabt und holz aalänge.

      • Frölein Mittens sagt:

        Nur so für’s Protokoll. Lieber gebär ich nochmals 10h ohne PDA als nur in die nähe eines Kaiserschnitts zu kommen (hä?). Ahja, mit 10h meine ich die Zeit vom ersten Zucken der Gebärmutter bis ich das Bündel in den Händen hielt (Davon 3,5 im Spital) Erstgebärend, knackige 23. Für mich eine Frage der a. Einstellung und b. Atmosphäre.

      • Eni sagt:

        Und ich hätte lieber noch 10 Kaiserschnitte (sprich Sonntagsspaziergänge) anstatt noch einmal „spontane Metzgete“ wo man Angst um das Leben vom Kindchen haben muss.

  • Zornröschen sagt:

    Sehr guter Text, wenn auch nicht für alle wahr… App hin oder her, gibt es immer noch (zu) viele ungewollt Schwangere und immer mehr, die beim besten Willen nicht schwanger werden können und darüber aber mit kaum jemandem reden, weil es immer noch ein Tabuthema ist…

    • marie sagt:

      …toller nick! 😉

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Zornröschen:
      erleben Sie dass es ein Tabuthema ist aus Berichten von Ihnen Nahestehenden?
      Ich kann mir das ehrlich gesagt nicht so ganz vorstellen, das Thema fristet in meiner Wahrnehmung keinenfalls ein Schattendasein, aber wenn Sie da andere Erfahrungen machen müssen tut mir das sehr leid.

  • Martin sagt:

    Ich habe fuenf Kinder – alle mit der gleichen Frau, meiner Gattin. Wir haben mit ueber Dreissig angefangen Kinder zu haben.
    Alle Fuenf sind gesund und munter.

  • Markus sagt:

    34 und keine Ahnung von fruchtbaren Tagen? Spricht aber auch nicht gerade für Sie Herr Dieziger!

  • Beno sagt:

    Meine Kinder habe ich folgendermassen gezeugt:

    …erst eine innerliche und äusserliche Reinigung…mit einem Bad voll Lichtern und Blumen, worauf eine Japanische Teezeremonie folgte…>>> %>>> ich wurde ausgiebig gelutscht…und dannach stieg ich auf den Kasten unten beim Bett und sprang auf meinen Partner…wie im Lauterbrunnental die Basejumper dies tun …und hoppala 😀

  • Christoph Schnyder sagt:

    Wozu man heute alles irgendein App braucht.

    • tina sagt:

      ganz wichtig als folge apps: die i-nanny und der i-botschaften-converter (um das ewige neinsagen zu umschiffen)

      • Carolina sagt:

        Was noch fehlt ist eine Stimmungs-App, die so gegen Abend dem Partner die Stimmungslage übermittelt, evtl in Ampelform: fruchtbar/nicht fruchtbar, Kopfschmerzen, vielleicht/mal sehen/weiss ich jetzt noch nicht, kannst es ja mal probieren, oh ja gern. Vielleicht könnte man einen kleinen Stromstoss einbauen, um zu sichern, dass der Partner sie auch wirklich liest…..

      • tina sagt:

        ich bin sicher das gibt es schon carolina. es gibt alles schon 😀

  • Gerhard Engler sagt:

    Meine drei Kinder sind ohne solche Überlegungen gezeugt worden (ich war 30 beim ersten, 36 beim letzten, meine Frau 2 Jahre jünger). So ist halt die Natur. Übrigens gibt es in der Schweiz jedes Jahr 10’000 Abtreibungen, das sind etwas mehr als ein Zehntel aller Geburten. Offenbar ist es also auch heute noch so, dass es zu mehr Zeugungen kommt als „man“ wünscht.

  • mineli sagt:

    Mehr Stress beim „bewussten“ Kinderwunsch, bewirkt das Gegenteil und Mann und Frau sind leider nicht ganz frei bei der Sache. Ich kenne ein Aerzteehepaar, das nach fünf Jahren vergeblicher „Liebesmüh“ zwei Kinder adoptierte und nachher vor lauter Betreuung um die beiden beim Sex an nichts als die Freude daran gedacht hat; schliesslich waren sie ja jetzt Eltern. Und siehe da, im Abstand von nur ca zwei Jahren bekamen sie zu den adoptierten noch zwei eigene Kinder !!

  • tina sagt:

    achtung: an den roten tagen ist sex verboten! und an den grünen muss frau dann nach erfolgter spermieninjektion den kopfstand machen, dafür gibt es auch ein app. männer müssen an den grünen tagen eiweisspräparate zu sich nehmen, damit sie die 8 tage gesteigerten ansprüchen ähm standhalten

  • elena sagt:

    Das ist jetzt aber nicht Ihr Ernst. Schon im Biologieunterricht der 80-er Jahre hatten wir die hormonellen Einflüsse für die Zeugung der Menschheit auswendig zu lernen. Ich wurde drei Mal auf Anhieb schwanger, immer vor 30. Mein Liebster ist etwas jünger, beste Ausgangslage. Bin froh, dass wir mit Mitte 40 alles erwachsene Töchter haben und uns nur noch um das Einzahlen der Semestergebühren etc. zu kümmern haben:-). Wenn ich mir die langsam ergrauenden Bekannten mit kleinen Kindern anschaue im gleichen Alter, beschleicht mich ein mulmiges Gefühl: Schlechtes Timing?

    • ivana sagt:

      Haben sie eine Ahnung elena, wie es sich wohl für diese eltern anfühlt, die vielleicht auch shcon gerne vor 30 ihren partner gefunden hätten oder gerne früher schwanger geworden wären. sie haben keine ahnung, was ideses leid bedeutet und ihr kommentar macht alles noch viel schlimmer.

    • alam sagt:

      Mit 23, 31 und 34 je eine Fehlgeburt und mit 40 ein gesundes Kind – jede Regel kennt zig Ausnahmen, die sie widerlegen.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @ivana
      @Heidi Merz
      @alam
      wir haben alle- oder zumindest Einige- auf irgendeinem Gebiet grosse Enttäuschungen und Verletzungen erlebt.
      Die einen Wunden heilen, bei anderen rückt der Schmerz einfach ein wenig zur Seite, begleitet uns aber bis ans Ende.
      Doch deshalb anderen, die es anders erleben dürfen und den Beitrag nicht mal besserwisserisch formulieren, unterstellen ihnen sei das alles viel zu wenig bewusst-
      damit hab ich Mühe.
      So kann man sich nur noch schlecht übers Leben unterhalten, weil es IMMER auch Unglücke und Tod gibt!

      • Brunhild Steiner sagt:

        2/ und mensch sich, jedesmal wenn er/sie frei von der Leber weg erzählt wie sie/er es erlebt hat, ohne alle anderen möglichen Szenarien mitzuberücksichtigen, sich dem Vorwurf der Kaltherzigkeit aussetzt, gerade wenn es um das Thema Kinderhaben geht…

      • alam sagt:

        @Brunhild Steiner: Ich unterstelle niemand mangelndes Einfühlungsvermögen, sondern erzähle Tatsachen. Eine weitere Tatsache: Meine Grossmutter Jahrgang 1895 hatte mit 39/40/41 Jahren Ihre Kinder. Alle gesund. Warum nicht vorher, weiss ich nicht, aber ich nehme an, in unserer Familie sind die Frauen prädestiniert, ihre Kinder spät zu kriegen. Sie dürfen Ihren Fokus gerne erweitern, wenn Sie möchten.

    • stella sagt:

      danke ivana! @elena Schön, dasss es bei Ihnen so toll geklappt hat. Aber Sie haben wirklich keine Ahnung, was ist, wenn es eben nicht nach Bilderbuch klappt. Lesen Sie mal in den Forums all der vielen Frauen, die nichts lieber möchten als schwanger zu werden. Und die sich bewusst sind, welches Wunder es ist, wenn es klappt. Solche Frauen sind oft die offeneren und herzlicheren Mütter als all jene, bei denen es einfach so geklappt hat und die sich darauf auch noch was einbilden.Frauen wie Sie verletzen Frauen, bei denen es nicht klappt und versehen sie mit einem Stempel. Das tut weh!

      • Brunhild Steiner sagt:

        @stella:
        auch an Sie die obenstehenden Worte, ist es nicht genauso verletzend anderen Uneinfühlsamkeit und Einbildung,
        dann noch „weniger offen und herzlich“??? zu unterstellen, bloss weil sie einen Kommentar frisch von der Leber weg verfassen, ohne alle anderen Szenarien ebenfalls anzusprechen?
        Das hier ist eben gerade kein Spezialabteilforum wo ich derartige Anwürfe besser verstehen könnte,
        so blockiert alles.

  • Marco sagt:

    Nachdem wir uns für Nachwuchs entschieden haben, liessen wir ganz einfach von einem Tag auf den anderen die Verhütung aus und 3 Monate später war meine Frau schwanger. So einfach ist das. Ohne kramfhaftem Tage zählen und sonstigem Stress. Macht es ganz einfach. Wenn die Natur will lässt sie es auch zu. Aber versucht es nicht mit unnötiger Gewalt.

    • Aromat sagt:

      „Wenn die Natur will lässt sie es auch zu.“ Ein ganz wertvoller Tip von jemandem, bei dem es problemlos innert kürzester Zeit klappte. Sie sagen wohl auch einem Legastheniker, dass er es nur locker angegen müsse, dann kommt das Lesen von allein?

    • Brunhild Steiner sagt:

      „Wenn die Natur es will“?
      Also da gratuliere ich wirklich zu Ihrem Entschluss nicht immer und überall dem Willen der Natur einfach so unterwürfig zu begegnen, ich fürchte Sie weilten da nämlich schon länger nicht mehr unter den Lebenden… .
      Ein bisschen Weitsicht schadet auch auf diesem Gebiet nicht.

  • Daniel sagt:

    Oh je, sind wir also schon soweit wo wir über den Schwachsinn diskutieren müssen???

  • Christian sagt:

    Einfach nur ein genialer Text!

  • Manuela sagt:

    Eigentlich ein ernstes Thema. Wenn ich mir so manche(n) Kollegen/in anschaue, der/die auf die 40 zugeht. Da hat ein Kind zeugen manchmal nur noch wenig mit ‚Liebe machen‘ zu tun. Und dazu kommt eine lange Leidensgeschichte und vielleicht eine paniküberschattete Schwangerschaft.
    Wohl dem, der’s einfach so hinbekommt. Man weiß das erst zu schätzen, wenn man mal mit Menschen spricht, bei denen es nicht funktioniert.

  • Philipp Rittermann sagt:

    ich finde den artikel total daneben. man müsste den heutigen, zeitgeist-geschädigten paaren wohl eher beibringen, wie man effizient verhütet; sogar für die hundehaltung muss man einen kurs besuchen – nur kinder kriegen darf jede(r)…ungut.

  • Tom Markwalder sagt:

    … und nicht vergessen: 3 Jahre vor der Zeugung/Schwangerschaft aufhören zu rauchen! und zwar beide! Ist wissenschaftlich belegt!

    • Genderbender sagt:

      Wieso? Wird der Goof sonst zum Raucher?

      • von Allmen sagt:

        Nein, eher verminderte Fruchtbarkeit (Frau und Mann).

      • Thomas sagt:

        Nein. Aber „der Goof“ (Ihre Haltung zu Kindern?) kommt mit Entzugserscheinungen zur Welt. Und möglicherweise schwer behindert. Kein Witz.

      • Valeria sagt:

        @ Thomas:
        Kinder von rauchenden Müttern werden schlechter mit Sauerstoff versorgt, man spricht von einer chronischen Plazentainsuffizienz, die Blutversorgung in die Plazenta ist schlechter (vergleichbar mit den kalten Händen von Rauchern). Die Kinder sind im Schnitt kleiner und leichter als diejenigen von nicht-rauchenden Müttern. Rauchen ist NIE gesund, schon gar nicht für ein Ungeborenes und auch das mit den Entzugserscheinungen stimmt. Aber ich habe noch nie von schwer behinderten (!) Kindern allein durch Rauchen in der Schwangerschaft gehört.

  • Brunhild Steiner sagt:

    Nun, unser Nicht-Ausgestorbensein beweist dass es auch ohne beworbenes Produkt möglich ist,
    der werbungsfreie Teil gefällt mir gut-
    kleine Ergänzung, Pillenschluckerinnen sollten sich ausreichend Zeit für die Absetzung nehmen, nicht immer gehts dann zackig im gleichen Rhythmus weiter wie vor ihr, wenn der Babywunsch sehr stark ist empfiehlt sich, damit nicht auf die letzte Minute zu spekulieren.

    • Sportpapi sagt:

      Das beworbene Produkt eignet sich ja eher, Kinder zu vermeiden… Ansonsten gibt es ja keinen Grund, irgendwelche Phasen zu berücksichtigen für etwas, das so viel Spass machen kann…

      • Ohje sagt:

        Oh nein, dieses Produkt eignet sich gar nicht zur Verhütung. Den Eisprung aufgrund der letzten Periode berechnen zu wollen ist viiiel zu unsicher. Nur so als Warnung.

      • Sportpapi sagt:

        Danke! 🙂

      • sicher? sagt:

        Meine Frau wollte keine Chemie, ich habe bei ihr gemessen, sie wachte nicht jeden Tag zur gleichen Zeit auf, die Messresultate können auch ohne die weiblichen Stimmungswechsel schwanken, der Eisprung an sich kann auch durch Aufregung oder dergleichen vor der Zeit kommen. Sperma, das sich dann von gestern im Körper der Frau befindet ist evtl noch aktiv. Es wäre eine regelmässige Aufwachzeit und eine regelmässige Schlafdauer sowie eine konstante Stimmung der Frau wünschenswert… Seht ihr die Schwierigkeiten? Ich habe heute 5 Kinder. Gott hat es im Griff, ich nicht.

      • Sportpapi sagt:

        @Sicher? Ist doch gut. 5 Kinder, die Ihnen willkommen waren (hoffentlich). Ohne die Methode wären es vielleicht noch viel mehr geworden… 🙂

      • alien sagt:

        Die Stimmungsschwankungen der Frauen waren schon immer Gift für eine anständige Familienplanung.

    • Valeria sagt:

      @ sicher?:
      Sperma kann in der weiblichen Gebärmutter und den Eileitern bis zu einer Woche überleben… 🙂

  • Tyrannosaurus sagt:

    Die >7 Milliarden auf dieser Welt sprechen allerdings eine andere Sprache.

  • Ines Zimmerman sagt:

    Maybe Baby? Herrlicher Text, vielen Dank!

  • Hotel Papa sagt:

    Da waren wir wohl einfach unbedarft. Irgendwann entschieden, Gummi weggelassen, nichts anders gemacht als vorher (und wir waren keine unersättlichen Rammler), und neun Monate später war das Kind da. Beim zweiten hats etwas länger gedauert, da wahren es zehn.

    Wir waren da allerdings Mitte Zwanzig. Mag einen kleinen Einfluss gehabt haben…

    • Muttis Liebling sagt:

      Mitte 20 hat einen grossen Einfluss, die Infertilitätsrate und das Risiko für Anomalien/ Fehlbildungen steigen ab dem optimalen Gebäralter 19- 22 LJ exponentiell. Die Erstgeburt > 30 gehört ins Strafgesetzbuch.

      • Nina Merli sagt:

        Ich finde eher, dass ein so dummer Kommentar ins Strafgesetzbuch gehört.

      • Philipp Rittermann sagt:

        im gegenteil – erstgeburten mit > 30 versprechen eine grössere reife und eine mutmasslich bessere familienstruktur. ihr kommentar, muttis liebling, ist absolut daneben. das „optimale gebäralter“ mit dem organischen höhepunkt der physis gleichzusetzen ist mit verlaub mehr als schwachsinnig.

      • Dario sagt:

        Hey Muttis Liebling. Ich gratuliere! Das ist das Dümmste, dass ich je gehört habe. Nur weiter so. Du wirst es noch weit bringen.

      • Sportpapi sagt:

        MLs Aussage wird wohl stimmen, die Folgerung ist sicher nicht akzeptabel…

      • markus müller sagt:

        und ich finde eher dass eine bloggerin nicht ihre kommentatoren als dumm bezeichnen soll. noch dazu auf einem blog, der die hälfte aller beiträge zensiert, kaum ist man etwas kritisch.

      • sicher? sagt:

        Als ich pubertierte, dachte ich auch so, wegen meines Vaters. Dann hatte ich selbst Kinder nach 30. Heute bin ich 57. Heute bin ich nachsichtiger, auch mit ihm. Mittlerweile habe ich 5 Kinder. Sie sind gesund und können ganze Sätze formulieren.

      • tststs sagt:

        Wie die alt Fasnacht hinnedri, aber:
        >30 heisst doch „grösser als 30″….oder? (denn ich gehe davon aus, ab und zu ist in den Kommentaren wohl eher „kleiner als“ gemeint…)

    • Muttis Liebling sagt:

      Ich kann den so nett mit mir Diskutierenden nur empfehlen, mal einen Blick in ein Standardlehrbuch der Humangenetik zu werfen, danach in eines der Neonatologie und vielleicht auch ein paar Zeile Demographie zu lesen. Z.B. darüber, welche Konsequenzen es für eine Bevölkerung hat, wenn die Generationsdauer auf >30 Jahr verzögert wird.

      • Philipp Rittermann sagt:

        bis rund mitte der 70er jahre war das gebäralter > 30 usanz. bezüglich demografie sind zig andere faktoren ausschlaggebend wie z.b. das wanderungsverhalten und die anzahl der eheschliessungen. ihr „vertilitäts-höhepunkt“ in kombination mit der steigenden geburtenrate, würde, bei einer per dato stetig wachsenden bevölkerungszahl, in einem sozialen und ökonomischen desaster enden. entschuldigung aber sie haben nun wirklich keine ahnung – sind sie student??!

      • Muttis Liebling sagt:

        Herr Rittermann, ich kann keinen Zusammenhang zwischen meinen Beiträgen und ihrem wirren Kommentar entdecken. Die hier regelmässig diskutieren, kennen meinen Beruf und wissen, das Demographie und Genetik Teil dessen ist.
        Ich sprach von Erstgeburt und Generationsdauer. Das 3. Kind kann man auch mit > 30 bekommen, nur das erste nicht. Jedenfalls nicht, wenn man der Bevölkerung in der man lebt und seinem Neugeborenen nicht völlig sinn- und nutzlosen Risiken aussetzen will.

      • P. Roleth sagt:

        und Ihnenempfehle ich, die Nase aus den Lehrbüchern zu nehmen. Die Generationsdauer (Generationenabstand), sank erst im 20. Jh unter 30. davor war sie lange darüber. Vermutlich spiele Sie auf die Überalterung d. Gesellschaft an. Da spielen aber noch ganz andere Faktoren rein. Und dass das Risiko einer Fehlbildung im Alter ansteigt, ist unbestritten. Der grosse Sprung setzt aber erst bei ca. 35 Jahren ein. Aber das wissen Sie ja vermutlich, da Sie erwähnen dass das Risiko exponentiell ansteigt. NB: mit „Erstgeburt > 30 ins StGB“ können Sie nicht ernstlich freundliche Kommentare erwarten…

      • marie sagt:

        …keine angst. ml ist hart im nehmen.

      • Muttis Liebling sagt:

        Herr Poleth, die erste in Deutschland errechnete Sterbetafel ergab für 1848 eine mittlere Lebensdauer von 33 Jahren. Wie soll da die Generationsdauer > 30 Jahren sein. Das Alter der Erstgeburt lag in der gesamten Menschheitsgeschichte da, wo es hingehört, nämlich zwischen 19 – 22 Jahren. Es gibt Kirchenbücher und die sind ausgewertet.

      • Sportpapi sagt:

        Dake, ML. Ich lasse mich ja gerne belehren. Aber ich habe auch noch nie gehört, dass es früher üblich war, das erste Kind erst nach 30 zu bekommen. Da wäre ich dann doch auf Hinweise der beiden Experten Rittermann und Roleth gespannt, woher sie das haben.

      • Percy sagt:

        Da gibt es gleich mehrere Missverständnisse:
        1. Standardlehrbücher werden alle paar Jahre neu geschrieben. Die Missbldungsrate für die erste Geburt über 30 steigt natürlich aber wie hoch ist sie denn. Da sprechen wir doch über Raten von weit unter 1%.
        2. Die durchschnittliche Generationsdauer hängt auch vom wirtschaftlichen Umfeld ab, sie steigt in wirtschaftlich schwierigen Zeiten.
        3. Eine durchschnittliche Lebenwerwartung von 33 Jahren um 1850 lag vorallem an der extrem hohen Kindersterblichkeit und nicht daran, dass alle mit 33 sterben. Auch damals wurde viele über 60 Jahre alt

      • Valeria sagt:

        @ Percy:
        1. Beispiel Trisomie: Das Risiko mit 20 Jahren liegt bei 1:1100, mit 30 Jahren bei 1:650 und mit 40 Jahren bei 1:80. Mit vielen anderen genetisch bedingten Anomalien verhält es sich ähnlich.
        3. Rechnet man alle Kinder, die z.B. vor dem Erreichen des 1. Lebensjahres verstorben sind, weg, wurden die Menschen im Mittelalter durchschnittlich 40 Jahre alt. Es gab solche, die wurden 60, das waren aber die wenigsten.

      • Philipp Rittermann sagt:

        die thematik scheint in der tat nicht ganz von der hand zu weisen sein. habe mich auch mal schlaugemacht. ich denke, dass nur die altersfrage nicht zentral im vordergrund steht, bezüglich down-syndrom.
        http://www.lebensgeschichten.org/dsyndrom/trisomie02.php
        da mich das interessiert werde ich dazu einen spezialisten, sprich facharzt konsultieren.
        generell bleibe ich aber der meinung, dass nichts schlechtes, vor allem gesellschaftspolitisch, beim kinderkriegen ü30 dran ist. kein grund für panikmache, at all!

    • Philipp Rittermann sagt:

      dann erklären sie mir mal bitte, weshalb man das erste kind nicht > 30 bekommen soll. ich sehe weder eine medizinische noch sonst irgend eine relevanz. und erklären sie es doch bitte so, dass ich als vollidiot das auch verstehe. besten dank im voraus.

      • xyxyxy sagt:

        Ich kann dazu nur sagen ML for Dictator

        dann würde endlich das gewaltige Brutopien möglich werden, in welchem die dummen Menschen endlich nach MLs kluger Pfeife tanzen könnten

        so bleibt sein grosses Genie leider nur eine belustigende Randerscheinung in einem bedeutungslosen Blog … schade … um so viel visionäres Talent

      • Muttis Liebling sagt:

        xy, hier übe ich doch nur, für meine Mitarbeiter bin ich der Diktator. Die freut es aber, bleiben sie so doch vor der grassierenden Dummheit bewahrt, welche wir beide immer häufiger teilhaftig werden dürfen.

      • Philipp Rittermann sagt:

        sportpapi: dies dürfte interessant sein, zumal es neuzeitlich ist:
        http://www.swissworld.org/de/bevoelkerung/familienleben/
        http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/01/04/blank/dos/mikrozensus/06.html

        ich gebe aber gerne zu, dass ich mich bezüglich früherer usanz gem. statistik wohl verhauen habe.

      • Philipp Rittermann sagt:

        ml: ich glaube kaum, dass jemand mit diesem nick als diktator wahrgenommen wird….hätten sie wohl gerne. aber nun bin ich überzeugt, dass sie student sind.

      • Valeria sagt:

        @ Rittermann:
        Weil zum Beispiel das Risiko einer Frau, ein Kind mit Trisomie 21 zu gebären, mit 30 bereits doppelt (!) so hoch ist wie mit 20. Das ist einer der vielen Gründe. Auch wenn mir MLs Ton nicht gefällt, stimme ich ihm hier grösstenteils zu. Nach medizinischer Definition ist eine Erstschwangerschaft mit 35 Jahren beispielsweise klar eine Risikoschwangerschaft. Das ist der medizinische Standpunkt.

      • marie sagt:

        „aus einer reihe von nullen macht man leicht eine kette.“ oder
        „je kleiner der bürger, desto grösser das imperium.“
        zitate von stanislaw jerzy lec 😉

      • xyxyxy sagt:

        ML – das freut mich, dass sie ihrer Berufung doch gerecht werden können und andere Menschen mit ihrem Talent beglücken.
        Anbetracht ihres letzten Satzes würde ich ihnen sogar empfehlen ihre Weisheiten in ein Buch zu fassen. Sie könnten es „Mein Brutopien“ nennen. Lassen sie sich nicht entmutigen, dass sie die CH nicht für einen politischen Umsturz begeistern können. Das schaffte nicht einmal Lenin. Dennoch können sie davon ausgehen, dass sie noch mehr Anhänger für ihre Ideen gewinnen könnten, so könnten so sie ihr kleines Reich erweitern. Viel Glück!

      • Sportpapi sagt:

        Also offenbar gibt es sehr wohl eine medizinische Relevanz, wie ich es auch im Kopf hatte. Insofern ist eine späte Schwangerschaft vergleichbar mit anderem Risikoverhalten wie Rauchen etc. Die Frage ist, ob wir das als gegeben, oder als beeinflussbar anschauen. Genau darum wird doch hier und heute gestritten. („Kann auch nichts dafür, dass ich früher keinen Partner hatte“ vs. gesamtgesellschaftlich stark ansteigendem Geburtsalter, was nicht einfach Pech ist).

      • Sportpapi sagt:

        Ich finde aber, ML wirf schon eine interessante Frage auf. Wenn das Risiko von Missbildungen/Behinderungen etc mit steigendem Alter steigt – und zwar das Risiko des Kindes, nicht der Eltern – gibt es dann eine Schwelle, ab der wir dieses Risiko für eigentlich nicht mehr zulässig anschauen? In einer Zeit, da mit künstlichen Mitteln mittlerweile Frauen an der Schwelle zur Pensionierung noch Mütter werden (können).

      • houdini sagt:

        Weil zum Beispiel das Risiko einer Frau, ein Kind mit Trisomie 21 zu gebären, mit 30 bereits doppelt (!) so hoch ist wie mit 20.

        darum: füllen sie 2 lottoscheine aus, dann ist ihre chance auf den sechser bereits doppelt (!) so gross wie mit einem!

      • Sportpapi sagt:

        @Houdini: Die genauen Risikozahlen hat Valeria oben angegeben. Wenn die Chancen beim Lotto auch so stehen würden, würde ich sicher mehr als nur zwei Scheine kaufen…

      • Muttis Liebling sagt:

        Die Tendenz, Kinder zu spät und zu selten zu bekommen begann so ziemlich genau mit Beginn des Neolib, so ab 1976. Da ist den Leuten eingeredet worden, sie müssten erst beruflich erfolgreich sein, bevor sie Familie gründen. Die Wirtschaft wollte von da an junge, leistungsfähige und vor allem skrupellose Individuen, die durch nichts vom Karrieredenken abgelenkt sein sollten.
        Der Konflikt Karriere oder Familie ist ein ausgedachter, man braucht Erfüllung in der Familie und im Beruf. Karriere machen die wenigsten und die braucht ein geistig gesunder Mensch auch nicht.

      • Muttis Liebling sagt:

        2/ Dass dies den biosozialen Grundsätzen von Menschlichkeit entgegenläuft, ist bis heute den wenigsten aufgefallen. Zur Biologie gab es schon Argumente, die für sich reichen. Aber auch unser Sozialsystem ist auf eine Generationsdauer von 20 Jahren getaktet. 2 Generationen erwerben, eine, bei höherer Lebenserwatung zwei werden alimentiert. Bei 30 ist es genau umgekehrt, Nur eine erwirbt, alle anderen müssen alimentiert werden. Das ist nicht durchhaltbar, wie wir ja alle täglich erfahren und längst wissen. Nur die Zusammenhänge sind nicht hinreichend klar.

      • Muttis Liebling sagt:

        3/ Es gibt noch viele andere Argumente, die ich alle schon mal hier geschrieben habe. Ich wünsche mir kulturelle Stabilität, nicht wirtschaftliche, die interessiert mich nur am Rande. Das setzt eine kumulative Fertilität von 2.1 und eine Generationsdauer von 20 Jahren voraus, denn Kultur ist an die Menschen gebunden, die sie tragen. In dem Punkt kann ich sogar sehr konservative Schweizer verstehen, Zuwanderer erhalten zwar die Wirtschaftskraft, nicht aber zwingend die Kultur. Das geht auch, kostet aber zusätzliche Mühen.Besser wäre es, angemessen die eigene Bevölkerung zu reproduzieren.

      • xyxyxy sagt:

        sehen Sie ML – die ersten Anhänger melden sich bereits. Ihre Chancen stehen gut. Wenn sie schon mit ü30 Schwangerschaften kriminalisieren durchgekommen sind und Leute wie SP das für diskussionswürdige Ideen halten, dann können sie sich doch fast alles erlauben. Ich ermutige Sie weiterzumachen. (Immer eingedenk des letzten Satzes den sie mir geschrieben haben.) Viel Erfolg! Auch andere haben mal klein Angefangen. Wenn sie nur überzeugt genug auftreten, und keine Hemmungen haben, kann ihnen noch grosses Gelingen.

      • Sportpapi sagt:

        @xyxyxy: Ich werde mich nicht für etwas entschuldigen, das ich nicht geschrieben habe. Lesen Sie noch einmal, und beginnen Sie nachzudenken, auch wenn es offensichtlich etwas Überwindung kostet.

      • xyxyxy sagt:

        SP – ich weiss sehr wohl was sie geschrieben haben und was nicht
        und ich weiss sehr wohl was ich geschrieben habe und was nicht

        ich finde halt, wenn man sich von extremistischen Ideen nicht mit aller Entschiedenheit (!) klar distanziert, dann muss man sich nicht wundern, wenn man sich zum Dunstkreis solcher Ideen dazugezählt wiederfindet.
        (PS neben allem Ernst, ist ihnen hoffentlich aufgefallen, dass alles von Ironie trieft, was ich schrieb)

      • Sportpapi sagt:

        @xyxyxy: Ich finde einfach die Ironie nicht angemessen in diesem Fall. Und meine Fragestellungen durchaus diskussionswürdig. Wie übrigens auch MLs- Überlegungen, die aufgetaucht sind. Wie gesagt – die Schlüsse, die daraus zu ziehen sind, da unterscheiden wir uns sicher.

  • Francesca sagt:

    Hm. Meine erste Beziehung ging genau an dieser Planerei kaputt. Es klappte nämlich vor lauter Rechnerei nicht. Bei der folgenden Beziehung ging ich dann davon aus, dass ich nicht so rasch schwanger werde, und man besser mal schon früh auf Pille und Co. verzichten sollte. Worauf ich auf Anhieb schwanger wurde. Und genau so war’s auch bei den nachfolgenden Kindern. Spass am Sex macht die schönsten Kinder! Und mit grünen Apps und dergleichen bleibt der Spass schnell mal auf der Strecke.

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