Wenn keine Kinderlein kommen

Eine Carte Blanche einer kinderlosen Frau*.

Nicht immer erfüllt sich der Kinderwunsch. (Symbolbild)

Der lange Gang zur Kinderwunschabteilung im Universitätsspital hat mich immer an einen Gebärmutterhalskanal erinnert. So passte das Gefühl von schmerzhaftem Abschluss und Neuanfang, das mich überkam, als ich ihn zum letzten Mal beschritt – Richtung Ausgang.

Meine Prognosen hätten besser nicht sein können: Ich bin jung, alle Voruntersuchungen lieferten zufriedenstellende Resultate, und die seltene Hormonstörung, unter der ich leide, ist mit einer erprobten Therapie behandelbar. Mittels einer am Bauch aufgeklebten Pumpe wurde mir im 90-Minuten-Takt eine Dosis des Hormons verabreicht, das die Funktion der Eierstöcke anregt und somit den weiblichen Zyklus gewährleistet – sie übernahm damit die Aufgabe meines Zwischenhirns, das diesen Dienst seit einigen Jahren verweigert.

Jeden dritten Tag musste die Pumpe im Spital aufgefüllt und eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt werden, bei der die Grösse des heranwachsenden Follikels ermittelt und schliesslich das Kommando zum termingerechten Tête-à-Tête erteilt wurde. Anstrengend, aber die Mühe längst wert, sollte unser Kinderwunsch damit in Erfüllung gehen. Zwei Jahre lang hatten wir mit einer Behandlung zugewartet, in der Hoffnung, das Problem würde sich von alleine lösen, die Natur sich selbst zu ihrem Recht verhelfen. Zwei Jahre lang waren Freunde, Geschwister, Bekannte um uns herum schwanger geworden, zwei Jahre lang hatten wir alle Pläne für die Zukunft mit Vorbehalt geschmiedet, Anschaffungen, Ferien, Wohnungssuche auf ein Baby ausgerichtet, das nicht kam. Nun waren wir mit der Geduld am Ende und freuten uns auf den so sicher geglaubten Erfolg der modernen Fortpflanzungsmedizin.

Mit unserer Familie und nahestehenden Freunden hatten wir schon relativ früh unser Leid geteilt und sprachen auch über die Behandlung. Obschon aufgrund unseres jungen Alters keinerlei Druck auf uns ausgeübt wurde, war uns der offene Umgang mit dem Thema ein Bedürfnis, denn die Kinderfrage stand nach sechs Jahren Ehe spürbar im Raum. Natürlich machten wir uns damit verletztlich. Einzelne waren überfordert von unserer Offenheit und fanden nicht die passenden Worte, um darauf zu reagieren – dies mussten wir lernen, auszuhalten. Doch die meisten dankten es uns, dass wir sie nicht unwissentlich durch Sprüche und unüberlegte Fragen ins Fettnäpfchen treten liessen, und waren uns eine grosse Stütze. Wir konnten auf ihr Verständnis und ihre Rücksichtnahme zählen, wenn es uns nicht gut ging, uns ausheulen, aber auch ablenken lassen. Viele Beziehungen gewannen an Tiefe.

Umso mehr freuten wir uns auf die Aussicht, unserem Umfeld endlich eine gute Nachricht zu überbringen, vom Erfolg der Behandlung berichten zu können. Dieser Erfolg trat aber nicht ein. Nach einem Dreivierteljahr Hoffnung und Enttäuschung, langen Wartezeiten und immer grösseren Fragezeichen wurde uns mitgeteilt, dass die Therapie gescheitert war – an einem zusätzlichen, unbekannten Faktor, über den wir uns nicht den Kopf zerbrechen sollten (Nichts einfacher als das!). Nur noch die künstliche Befruchtung, auf eigene Kosten und mit deutlich geringeren Erfolgsaussichten, wäre eine Option.

Wir verzichteten auf diese Option. Neben allen Fragezeichen, die schon immer für uns damit verbunden waren, reichte die Kraft nicht mehr aus. Wir wollten, konnten nicht noch weitere Jahre am eigenen Leben vorbeileben, uns fremdbestimmen lassen von den Möglichkeiten einer Medizin, die viel Hoffnung, aber auch viel Enttäuschung garantierte. Wir entschieden uns für den Versuch, loszulassen. Wahnsinnig traurig, aber auch ein bisschen befreit sind wir den langen Gang nach Draussen entlanggeschritten, haben tief Luft geholt und ein neues Kapitel aufgeschlagen: unser Leben, Plan B.

* Name der Redaktion bekannt.

106 Kommentare zu «Wenn keine Kinderlein kommen»

  • Andrea Mordasini, Bern sagt:

    Es tut mir leid für alle, deren Kinderwunsch sich nicht erfüllt hat und sind unendlich dankbar, durften wir Eltern werden. Was für ungewollt Kinderlose zermürbend sein muss, sind die steten Fragen à la: „Wollt Ihr denn eigentlich keine Kinder?“, „Warum habt/wollt Ihr keine Kinder?“, „Wann ists bei Euch endlich soweit?“. Ich finde diese Fragerei enorm frech und daneben und halte mich bei Kinderlosen (ob gewollt oder nicht weiss man ja vielfach nicht) schlichtweg zurück. Der Autorin danke ich für ihre offenen Worte und wünsche ihr und ihrem Partner mit „Plan B“ alles Gute, viel Glück und Freude.

  • Francesca sagt:

    Meine erste Beziehung ist am langjährigen eisprungmässig korrekten Bespringen gescheitert – ich gratuliere Euch, dass Ihr die Beziehung über den Kinderwunsch stellt. Manche Dinge im Leben müssen wir akzeptieren, wollen wir daran nicht zugrunde gehen. Unfälle, Krankheiten, den Alterungsprozess. Und eben: dass keine Kinder kommen.

    Ich wurde dann doch noch spät mehrfach Mutter, und es wäre gelogen, das Glück zu leugnen. Aber nun sind sie erwachsen, und wir sind wieder alleine. Denn so ist es: die Zeit mit Kinden ist nur geliehen.

  • John Kipkoech sagt:

    Ach, nur ganz ruhig. Der Blitz schlägt erst dann ein, wenn der Stress, das Gedränge, das Pressieren und der Druck weg ist. Ich weiss genau von was in diesem Blog gesprochen wird – ich war mit meiner Frau 3 Jahre lang jeden Monat im Kinderwunsch-Zentrum. Alles half nichts. Dann drehte meine damalige Gattin durch und ich musste sie „wegschicken“. Ein halbes Jahr später lernte ich meine neue Frau kennen – inzwischen war ich aber bereits 54 Jahre alt – kaum 1 Monat verheiratet war diese schwanger und ich bin nun doch noch endlich Papa geworden – in vorangegangen Beziehungen nie was passiert

    • Brunhild Steiner sagt:

      hm, also ich nehm mal an den Druck, den Stress und das Gedränge hatte vorallem Ihre Ex, oder war sie vorallem auf Ihren Wunsch im Kinderwunsch-Zentrum? Und unter dem Druck ist sie dann zerbrochen und Sie sahen keine andere Möglichkeit damit klarzukommen, als sie „wegzuschicken“.
      Dann haben Sie neu geheiratet, ich nehm mal an KEINE 54jährige (oder?)
      diese war nach 1 Mt schwanger- und weil diese neue (junge?) sofort schwanger geworden ist
      und sie mit einer anderen Frau 3 Jahre erfolglose Behandlung hinter sich haben,
      solls nur am Druck gelegen haben?
      Und alles paletti für alle Betroffenen?

      • Brunhild Steiner sagt:

        2/
        bringen Sie da nicht möglicherweise ein paar Sachen in Zusammenhang,
        die eigentlich gar nicht zusammengehören,
        und wirklich nichts miteinander zu tun haben?

    • bitta sagt:

      klar, Herr Kipkoech, darum werden vergewaltigte Frauen oder Frauen in Kriesgsgebieten nie schwanger, weil der Stress das verhindert – sorry für die Ironie. Genau solche Aussagen wie die von Ihnen sind das absolut Dümmste, was man zu dem Thema von sich geben kann. Weder Stress noch Druck noch sonst was hat einen Einfluss auf die Zeugungsfähigkeit eines Paares, das wird Ihnen jeder Frauenarzt bestätigen. Dass Sie Ihre Frau „weggeschickt“ oder besser gesagt fallen gelassen haben, zeugt davon, was für ein herzloser Mensch sie sind. Unglaublich.

  • Martin sagt:

    Was kann man da noch sagen ?
    Ausser Spesen, Nichts gewesen…

    Wie ich von einer Arbeitskollegin erfahren habe, sind solche Hormonkuren eben auch noch ziemlich teuer und meines Wissens nicht durch die KK bezahlt.

    Irgendwie doppelt Pech, wenns nicht geklappt hat.

  • Jane Koer sagt:

    Ich danke der Schreiberin für diesen mutigen Artikel. Ich schätze mich zumindest in dieser Hinsicht glücklich, dass ich seit jungen Jahren (15) weiss, dass ich keine Kinder kriegen kann (keine Gebärmutter). Am Ende stehen wir ungewollten Kinderlosen alle vor der gleichen Tatsache, aber der Leidensweg kann unterschiedlich frustrierend sein. Ich wünsche dir und deinem Partner alles Gute. Auch Plan B ist lebenswert.

    • Jasi sagt:

      Sie (und ich) haben zwei Möglichkeiten: Entweder, Sie bedauern sich und Ihren Zustand, wünschen sich nichts sehnlicher, als ein Kind oder Sie suchen nach Alternativen, die Sie genauso glücklich machen, wie es Kinder im besten Fall getan hätten. Ich habe mich für die zweite Variante entschieden und Sie auch, wie ich aus Ihren Worten heraus höre. Im Endeffekt sind wir wohl glücklicher damit.

  • Pink sagt:

    vielen Dank für den sehr offenen, sensiblen und wichtigen Artikel. Ich sehe es bei mir selber und bei vielen bekannten Paarren: Schwanger zu werden ist für viele nicht einfach, trotz relativ jungen Alters (ich bin Anfang 30). Die selbstgerechten Kommentare einiger Leser zeugen von absoluter Ignoranz – die physische und psychichsche Belastung in der KiWu Phase ist enorm und ich kann gut verstehen, dass man irgendwann einfach genug hat. Und Mira, ich gehe vollkommen einig mit Dir: Man kann seine Verwirklichung auch anderswo finden als mit Kindern, man muss vielleicht nur etwas intensiver suchen.

    • mira sagt:

      Ob man intensiver suchen muss, weiss ich nicht. In Normfall gibt man ja für Kinder auch sehr viel auf und das bleibt einem kinderlos erhalten. Ich hatte viele Ideen für Lebenspläne, die ich mit den Kindern aufgegeben habe. Und die auch nach der Kinderphase altersbedingt nicht mehr so umsetzbar sind. Das Leben ist vielfältig und Kinder sind nur ein Teil davon. Mir gefällt die buddhistische Weisheit: Glücklich ist man, wenn man das begehrt, was man hat/haben kann.

      • bitta sagt:

        und nochmals: kein Mensch, der Kinder hat, kann beurteilen, ob und wie ein Leben ohne Kinder lebenswert ist. Denn ihnen wurde ihr grösster Wunsch erfüllt, dass man da anderen Plänen nachträumt, kann vorkommen. Für Kinderlose sind andere Pläne eben nur Notlösungen und keine Erfüllung.

  • marianne sagt:

    Dieser Bericht ist sensibel geschrieben und ohne jegliche Bitterkeit. Aus Erfahrung muss ich sagen: Das Umfeld ist beinahe schwieriger zu ertragen als alles Medizinische, was man über sich ergehen lassen muss. Egal ob man offen kommuniziert oder nicht, die ewigen Erklärungen und das Beantworten von oftmals übergriffigen Fragen ist in dieser Situation belastend. Dann zur Adoption: Wer je mit den administrativen Hürden eines Verfahrens in Kontakt war, wird den Satz „es bleibt ja die Möglichkeit einer Adoption“ überdenken. Sehr schwierig. Bei uns ist sie am Altersunterschied gescheitert.

    • Carolina sagt:

      Ja!!!! Zur Adoption nur noch folgendes: niemand muss sich dafür rechtfertigen, dass er nicht adoptieren will, dass er keine Kinder will oder haben kann. Ich habe Freunde, die ich seit vielen Jahren kenne, die ich aber nie fragen würde, warum sie keine Kinder/nur eines haben – entweder sie sagen es mir von sich aus oder eben nicht. Alles andere würde ich als, wie Sie sagen, übergriffig empfinden. Deshalb hoffe ich sehr, dass das bisherige intakte und anscheinend wohlmeinende Umfeld der A ihr erhalten bleibt.

    • Francesca sagt:

      Ach, das Umfeld kann immer schwierig sein: mit und ohne Kinder… wichtig ist, wie man selber zu sich stehen kann.

  • mira sagt:

    Was ich mich immer wieder frage, ist, inwiefern die genetische Kompatibilität der beiden Partner ausschlaggebend für eine Schwangerschaft ist. Mein Mann und seine Ex wollten lange Kinder haben, aber es hat nicht geklappt. Mit den neuen Partnern dann traten rel. schnell Schwangerschaften ein. War das jetzt nur psychisch oder waren sie einfach nicht kompatibel?
    Aber natürlich ist es krass, einen Partner zu verlassen, nur weil kein Nachwuchs kommt…

    • Barbara sagt:

      Das heisst, Reproduktiv Immunologie und ist in Amerika sehr bekannt. Googeln Sie Dr. Kwak beim University of Chicago und eine Telefonische Konsult bei Ihr abmachen. Es gibt viele bekannte Faktoren bei Fehlgeburt und IVF probleme welche nicht in die Schweiz gesprochen sind. Ich habe mit ihr von die Schweiz aus zusammen gearbeitet, aber die grösste Hurdel, ist ein Arzt zu finden wer einverstanden ist zusammen mit Ihr zu arbeiten.

    • Valeria sagt:

      Es gibt m.E. zwei Gründe für diese Beobachtung. Zum einen kann psychosozialer Stress die Fruchtbarkeit von Männern und Frauen in der Tatmassiv einschränken. Zum anderen gibt es das Phänomen der Subfertilität. Jemand kann zwar prinzipiell Kinder zeugen, aber halt nicht uneingeschränkt. Wenn nun Ihr Mann und seine Ex beide subfertil sind, dann klappt das bei denen mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht. Sind aber Sie und der neue Partner dieser besagten Ex nun sehr fruchtbar, dann könnte es trotzdem klappen, bei beiden Paaren.

      • miss_t sagt:

        Die Feststellung, dass nicht alle Kombinationen fruchtbar sind, kann ich nur unterschreiben. Angesichts der Tatsache, dass Kinder zu bekommen – wenn man es sich sehnlichst wünscht – gar nicht so einfach ist, bin ich unglaublich dankbar, dass mein Partner und ich gegen fast alle Odds die Konsequenz unsere Unfalls angenommen haben!

  • mira sagt:

    Absolut nachvollziehbar, dass irgendwann mal Schluss ist. Kinder zu haben ist schön, aber bei Langem nicht das Einzige, was einem im Leben glücklich machen kann. Die medizinischen Möglichkeiten sollten als Option dienen und nicht als Muss.

  • Jasi sagt:

    Ich finde, nicht jeder muss unbedingt ein Kind haben. Bei mir ging es auch nicht und so haben wir einfach entschieden, ein Leben ohne Kinder zu führen. Anstatt zurück zu schauen, dem Nachzuweinen, was hätte sein können, geniessen wir jetzt die Freiheiten, die wir haben und wenn abfällige Kommentare von Eltern gegenüber uns Kinderlosen kommen, versuchen wir weg zu hören. Meinem Mann gelingt das sehr gut, mir tut es manchmal etwas weh. Aber dann denke ich an die nächsten Ferien und der Frust ist weg.

  • dorothea.cuce sagt:

    Als wir 9 Jahre nach der Hochzeit kinderlos blieben, haben wir uns damit abgefunden und plötzlich hatten wir ein Frühchen,der Arzt warnte uns dringend davor noch mehr Kinder zu bekommen,mit 40 war ich wieder schwanger, der Arzt schrie mich an, ob ich verrückt sei, das gäbe wieder eine Schwangerschaftsvergiftung. Ich wechselte den Arzt und bekam auf normalem Wege einen gesunden Sohn, mit 42 ein Mädchen, mit 44 noch einen Sohn, sie sind nun alle erwachsen. Mehr Selbstvertrauen und weniger Arztgläubigkeit und damit weniger Stress. Das Leben hat eigene Regeln, man muss sich ihnen anpassen.

  • Jo Mooth sagt:

    Ich kann nur sagen, dass ein Leben ohne Kinder durchaus zahlreiche und gewichtige Vorteile hat. Beide Partner können berufliche Pläne verwirklichen, in der Freizeit auch ausgefallenen Hobbys frönen und, wenn das gemeinsame Interesse doch auf ein Lebewesen zielen soll, einem oder mehreren Haustieren ein schönes Zuhause bieten.

    • mia sagt:

      Sehr gut geschrieben. Genau das ist auch meine Meinung. Ich/Wir sind gewollt und gerne kinderlos. Ich könnte mir kein anderes Leben vorstellen und unser gemeinsames Lebewesen heisst Bricciola und ist ein süsses Yorkiemädchen. Ich weiss wie viel uns erspart geblieben ist, wenn ich unser Leben mit demjenigen von Bekannten vergleiche. Klar hatte ich nie ein Kind das mir sagte: Mami i han di soo gern, aber auch keines das mir sagte: Mami, du bisch voll peinlich.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @mia:
        ehm entschuldigung, aber das „Mami du bisch voll peinlich“ unter „viel ist uns erspart geblieben“ abzubuchen,
        das ist ja wohl peanuts im Blick auf die wirklichen Herausforderungen wenn die Kinder Wege ausprobieren oder gehen die Sie persönlich ungut oder gefährlich finden, sie ausgegrenzt werden oder falls Ihr Kind schwer krank würde und Sie sich plötzlich mit ganz existentiellen Fragen herumschlagen müssten.
        Und gewollte Kinderlosigkeit ist nochmal ein ganz anderes Kapitel als ungewollte, da braucht es ziemlich viel Kraft um zu obenstehenden Einsichten zu gelangen.

    • bitta sagt:

      ich finde es unglaublich anmassend, wenn gewollt Kinderlose einem ungewollt Kinderlosen die Vorzüge der Kinderlosigkeit aufzählen – denn für sie mögen es Vorzüge sein, für die ungewollt Kinderlosen maximal Strohhalme, an die sie sich klammern können, weil es mit ihrem Herzenswunsch nicht geklappt hat. Also, ihr gewollt Kinderlosen, die jetzt überall hin jetten und Haustiere um euch scharen könnt, seid doch einfach ruhig, wenn jemand seinen Traum von Kindern begraben muss. Sie würden jederzeit all diese „Vorzüge“ aufgeben, wenn es dafür ein Kind gäbe.

      • marie sagt:

        wenn es so einfach wäre in ungewollt und gewollt kinderlose einzuteilen. das thema ungewollt/gewollt kinderlos ist weitaus komplexer und lässt kann mit haustieren definitiv nicht kompensiert werden.

      • lisali sagt:

        gefällt mir, bitta!

  • Andrea sagt:

    Wir haben aehnliches erlebt , aber vor genau acht Jahren zwei Kinder aus der Ukraine adoptiert.Wir lieben unsere Kinder ueber alles und koennten eine Adoption nur empfehlen. Die Waisenhaeuser dort sind voll von Kindern die keine Eltern haben und sich danach sehnen eine Familie zu bekommen. Leider sind auch bei einer Auslandsadoption die Huerden gross, was verstaendlicherweise viele Paare von einer Adoption abhaelt.

    • Caroline sagt:

      Danke für diesen Kommentar -wo hatten Sie den Kontakt ? Ich überlege das auch bereits ! Danke !

  • Valeria sagt:

    Ein schöner Artikel, der von einer reflektierten Entscheidung und dem Weg dahin berichtet. Ich wünsche diesem Paar Mut und Kraft, Plan B ohne allzu viel Wehmut gehen zu können.

  • Noelia sagt:

    Irgendwann haben wir azeptiert, dass man ein Wunder nicht erzwingen kann. Ich bin zwar froh hatten wir die Chance einer ICSI, aber wenn ich an diese Zeit zurückdenke schaudert es mich und ich bin einfach froh, dass ich da nie mehr durch muss…..mir hat mein Körper diese Entscheidung abgenommen, dafür bin ich heute dankbar!

    Ich wünsche Ihnen alles erdenklich Gute auf dem eingeschlagenen Weg und dass Sie ihre ganz persönlichen Glücksquellen finden.

  • Noelia sagt:

    Liebe Autorin, Sie sind eine ganz starke Frau. Nach zehnjährigem Kinderwunsch und einer Fehlgeburt nach einer künstlichen Befruchtung hatten auch wir keine Kraft mehr. Wir haben Plan B ins Auge gefasst und ich kann heute sagen, dass es uns gut geht – einfach anders gut. Man richtet sich sein Leben neu ein, der Fokus hat sich geändert, mir sind jetzt andere Dinge wichtig. Das Glück liegt in vielen Dingen. Seit ich gelernt habe das was nicht ist als so gegeben zu akzeptieren, wurde ich innerlich ruhiger. Aber bis dahin war es ein langer Weg mit vielen Tränen.

  • Tina Müller sagt:

    Danke für diesen guten Artikel und weiterhin viel Mut und Kraft – wie auch immer das Weitere läuft!
    Wie schon andere geschrieben haben, kann aus Plan B – Plan A werden. War bei uns auch so – wir hatten nach Jahren des probierens aufgegeben , wollten ein fulminantes Hochzeitsfest feiern und *Ups* ich wurde schwanger.

    Unser Kind ist heut 4 Jahre alt und ein richtiger Sonnenschein. 😉 manchmal hilft einfach loslassen!

  • Andrea sagt:

    Ich möchte trotz allem eine Lanze brechen für die künstliche Befruchtung. Ja, sie ist teuer und für einige Zeit hat man viele Untersuchungen, was physisch und psychisch belastend ist. Aber diese Zeit geht vorbei. Hat es geklappt, ist die Art, wie das Kind entstand, unwichtig. Hat es nicht geklappt, so muss man sich später wenigstens nicht vorwerfen, man habe nicht alles versucht. Ausserdem gibt es auch die Möglichkeit, im Ausland über eine Eizellspende schwanger zu werden. Und IVF-Behandlungen im Ausland haben höhere Erfolgsschancen als in der Schweiz, die restriktivere Regelungen hat.

    • maia sagt:

      es kann aber auch sein, dass man sich irgendeinmal vorwerfen muss, dass man sein Leben nicht lebte, weil man es ganz diesem einen Wunsch untergeordnet hat / „sich fremdbestimmen liess“ – so wie es die Autorin auch schreibt.
      Ob es so egal ist, wie das Kind entstand ist ebenfalls fraglich. Was, wenn es an einer Erbkrankheit leidet? Was, wenn es wissen möchte, von wem es „biologisch“ abstammt?

      • Andrea sagt:

        Es gibt keine Garantie für ein gesundes Kind, auch nicht, wenn es auf natürlichem Weg gezeugt wurde. Und wenn das Kind wissen möchte, von wem es biologisch abstammt, so kann es ab dem 18. Lebensjahr seine biologische Mutter kontaktieren. Bis zu diesem Zeitpunkt hält die Klinik, welche die Eizellspende ermöglicht hat, auf jeden Fall auch Informationen über die biologische Mutter bei sich archiviert. Wäre Eizellspende in der Schweiz erlaubt (in sinnvoller Reglementierung), könnte manchem Paar mit Kinderwunsch geholfen werden.

      • maia sagt:

        @Andrea: Du hast völlig recht, dass es keine Garantie gibt für ein gesundes Kind. Aber manchmal wäres es wichtig zu wissen, ob eine Krankheit in der Familie schon einmal vorgekommen ist. Ob die Eltern das Kind wirklich informieren, dass es biologisch von jemand anderem abstammt bezweifle ich sehr. Schon bei Adoptionen ist es oft so, dass die Adoptiveltern die Kinder nicht darüber informieren. Ausserdem gibt es viele die über’s I’net ihre leiblichen Eltern suchen, weil sie die Informationen eben nicht so leicht bekommen.

      • maia sagt:

        Auch ein Leben ohne Kinder kann sehr erfüllend und befriedigend sein. Leider macht es einem aber die Medizin und vor allem Menschen wie sie, die finden, man müsste alles was nur möglich ist ausprobieren schwer, sich mit einem unerfüllten Kinderwunsch zu arrangieren. Weil sie einem Einreden, man sollte doch noch dies und noch das probieren – und eben: plötzlich merkt man, dass durch diese Fokussieren auf das Kind völlig am Leben vorbeigeschlittert ist.

    • Sonrisa sagt:

      Und trotzdem gibt es sehr viele Paare, die auch mit allen möglichen Behandlungen im In- und Ausland nicht schwanger werden.
      Da ist dann die Frage, wie oft man immer wieder Probieren soll. Es hört sich alles so einfach an, aber es ist für die Betroffenen eine riesgrosse Belastung. Irgendwann muss man loslassen und sich vom Kinderwunsch verabschieden. Wann und wie ist für jeden individuell.

      • Andrea sagt:

        Maia, ob eine Erbkrankheit in der Familie der Eizellspenderin schon einmal vorgekommen ist wird selbstverständlich im Voraus abgeklärt. Es werden keine Eizellen zur Spende gegeben, wenn bekannt ist, dass die Spenderin Risikofaktoren in ihren Genen hat. Und die Frau, welche die gespendete Eizelle entgegen nimmt, muss sich schriftlich dazu verpflichten, ihr Kind zu gegebenem Zeitpunkt über seinen biologischen Ursprung zu informieren. Das war früher, dass man dachte, man sollte den Kindern verheimlichen, dass sie adoptiert sind oder aus Spenden entstanden. Heutzutage wird das anders gehandhabt.

      • maia sagt:

        @Andrea: Was sie beschreiben ist die Theorie – Die Praxis sieht leider sehr oft anders aus……

  • carpediem sagt:

    Es tut mir im Herzen weh, das zu lesen. Ich habe ähnliches erlebt bzw. erlebe es gerade wieder. Und alle die es nicht verstehen können, waren entweder nie in einer solchen Situation oder funktionieren einfach anders…wenn man nicht mehr kann, dann ist Aufhören die weisere Entscheidung. Jeder erträgt unterschiedlich viel. .Und Adoptieren ist bei weitem keine vergleichbare Alternative. Ich wünsche der Verfasserin alles erdenklich Gute und einen Lichtblick am Horizont. Möge sie ihr Leben schätzen trotz allem und verinnerlichen, dass sie nicht weniger wert ist ohne Kinder!

    • Elissa sagt:

      Adoptieren ist beim weitem „keine vergleichbare Alternative“? Wenn ich ein Adoptivkind wäre, würde mich dieser Satz nun sehr schmerzen… Weil er mir verdeutlichen würde, dass meine Adoptiveltern mir, ihrem nicht genetischen Kind, niemals die gleiche ehrliche und bedingungslose Liebe entgegen bringen können wie ihrem einem eigenen Kind…

  • Rahel sagt:

    Ich kann sehr gut verstehen, dass die Kraft, es mit künstlicher Befruchtung zu probieren, nicht mehr reichte! Sie haben, solange es für Sie gestimmt hat, alles unrternommen um Ihren Traum zu erfüllen! Ich wünsche Ihnen alles Liebe und Gute auf Ihrem Plan-B-Lebensweg!

    • Carolina sagt:

      Da schliesse ich mich an. Ich habe Respekt vor Ihnen und Ihrer Entscheidung, zumal es anscheinend tatsächlich immer mehr Tendenzen in Richtung Machbarkeitswahn gibt. Ich wünsche Ihnen alles Gute und vor allem, dass Ihr Umfeld Sie trägt und Sie nicht Besserwissern und Möchte-gern-Experten ausgesetzt sind.

  • gabi sagt:

    Mich beschleicht schon lange das Gefühl, das höre ich immer öfter.

    Gab´s das früher nicht in diesem Ausmass oder wurde es totgeschwiegen?
    Gild das in gleichem Masse auch für Entwicklungsländer?
    Was sind mögliche Ursachen?

    • Jürg. sagt:

      Es macht wirklich den Eindruck als wäre dies früher kein Thema gewesen.
      Aber warum nicht heutzutage mal ein Beitrag zu:
      Wir haben zuviele Kinder, sind überfordert, und wirken nach Aussen trotzdem souverän?

    • gugus sagt:

      das durchschnittsalter der erstgebärenden ist inzwischen bei über 30. DAS ist der wesentliche unterschied zu früher. natürlich gibt es auch 20jährige, die keine kinder bekommen können. aber die wahrscheinlichkeit, dass man mit mitte 30 oder später fertilitätsprobleme hat, ist um ein vielfaches grösser.

      • Valeria sagt:

        gugus, Sie sagen es… und, ganz ohne Wertung, ich fragte mich während des Lesens, wie „jung“ dieses Paar denn genau ist.

      • Freddy sagt:

        @gugus

        das Durchschnittsalter ist wieder am sinken; in den 70er und 80 er waren Frauen oft älter als 30…
        Die Möglichkeit besteht aber, dass die BCB`s im Wasser (… und somit in der ganzen Nahrungskette ) schon ihren Einfluss haben….

      • Valeria sagt:

        ähm, Freddy…das Bundesamt für Statistik hat da andere Zahlen. Jedenfalls was die Mütter in der Schweiz betrifft:

        http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/01/06/blank/key/02/06.html

      • Freddy sagt:

        @Valeria

        Stimmt, in der CH ist dies nicht der Fall, ich hatte Zahlen aus GB…
        doch las ich zwischendurch in ihrer angegebenen Quelle auch, dass der leichte Anstieg des Alters noch keine Fertilitätsprobleme mit sich bringt; dies würden erst AB Mitte 30 entstehen.

        Mir scheint was “ Regula sagt: 14. März 2013 um 14:51″ schon realistischer…! Ein allgemeine Zunahme der Unruchtbarheit der Tiere u. des Menschen ist schon nachgewiesen

    • Regula sagt:

      http://de.wikipedia.org/wiki/Endokrine_Disruptoren

      Dann lesen Sie mal hier. Die WHO hat im Januar eine neuste Studie herausgegeben, dass die Endokrine Disruptoren für infertilität ect. verantwortlich sind. Man findet solche in alltäglichen Sachen, wie plastik Flaschen, Sonnencreme und allgemeiner Kosmetika (Parabene).

      Ich habe nur eine Zeitung gefunden, welche über diese Studie geschrieben hat:
      http://sociedad.elpais.com/sociedad/2013/02/19/actualidad/1361307681_575897.html (für alle die die Spanisch können)
      Die WHO spricht von eine globalen Bedrohung.

      • Muttis Liebling sagt:

        Die WHO muss von einer globalen Bedrohung sprechen, da sie nur für solche Geld bekommt. Die Art, wie heute Wissenschaft finanziert wird, lässt ergebnisoffenes Arbeiten nicht zu.
        Es ist epidemiologisches Standardwissen, dass Paarungen um die 20 zu 8% infertil bleiben, um die 30 sind es 16%. Über die Ursachen muss man gar nicht nachdenken, die Zeit der Monokausalität in der Medizin ist lange vorbei. Es sind ausschliesslich Alterungsprozesse, die laufen kontinuierlich, nicht in diskreten Sprüngen. Aber an solcher Interpretation hat niemand Interesse, weil daraus keine ‚innovativen‘ Medikamente

      • Muttis Liebling sagt:

        2/ keine Präventionsstrategien, also alles, was man kurzzeitig als Erfolg verbuchen kann, entwickelt werden können.
        Bei stofflichen Ursachen oder Fehlverhalten kann man das schon, deshalb will niemand andere Ursachen finden.

      • Freddy sagt:

        @ML

        es war ja nicht die Frage zwischen 20-30 Jahre, sondern zwischen 29.8 -31Jahre (… wo eine Erhöhung des Durchschnittsalter statt fand ; einen grossen Unterschied der Fruchtbarheit ist da wohl zu verwahrlosen)

        „epidemiologisches Standardwissen“ ist, dass folgende Dinge unterschätzen Einfluss auf die Fertilität haben :
        Dioxine und Furane Dioxine, sind aromatische Kohlenwasserstoffe ..- Trichlorphenol Pentachlorphenol . (BCB) und polychlorierte Terphenyle (PCT) …usw.

  • Laura TI sagt:

    Ich denke, es gibt nicht viele, die Plan B beschreiten können und sich verabschieden können von Wünschen und Träumen. Das Schöne daran, auch Plan B kann voller Erfüllung, Freude und ganz vielen glücklichen Momenten sein. Das jedenfalls wünsche ich Ihnen von Herzen.

    • mia sagt:

      Wie wahr! Wir sind seit vielen Jahren verheiratet. Kinder waren für uns weder vor noch während unserer Ehe ein Thema, denn es war von Anfang an klar, dass wir nur zu zweit sein wollten. Wir waren und sind sehr glücklich und würden unser Leben gegen nichts auf dieser Welt eintauschen. Wenn jemand aber einen so ausgeprägten Kinderwunsch verspürt, der sich nicht erfüllt, kann ich mir schon vorstellen, dass das Leben sehr mühsam werden kann. Ich wünsche dieser Frau jedenfalls , dass sie ihr Leben auch mit „Plan B“ akzeptieren und für alle Zeiten glücklich und zufrieden sein kann.

    • Melcam sagt:

      Ich habe mit meinem damaligen Mann den Plan B beschritten nach zwei Fehlgeburten und es war der richtige. Den Plan-B-Weg bin ich aber alleine gegangen, mein Mann hat sich verabschiedet. Heute kommen bei mir Zweifel auf, ob er wirklich ehrlich war, als er mit dem Plan B Weg einverstanden war. Für mich war es der richtige Entscheid, ich lebe heute ein Leben, das mir gefällt.

  • Andre sagt:

    hmm, das versteh ich jetzt nicht ganz. Wenn der Kinderwunsch so stark ist, dann sollte man doch alle Möglichkeiten ausprobieren, auch die künstliche. Gut möglich, dass es mehrere Probleme sind die dazu führen, dass es nicht klappt. Die künstliche Methode kann möglicherweise solche weiteren Probleme eliminieren.

    • gugus sagt:

      wenn sie das nicht verstehen, dann sollten sie sich den artikel – vor allem das ende – nochmals durchlesen: das paar hatte keine kraft mehr, um das risiko einzugehen, wieder enttäuscht zu werden. und vielleicht auch kein geld, um so eine behandlung zu bezahlen.

      • Andre sagt:

        Wir hatten ähnliche Probleme, haben aber weitergemacht und künstlich hat’s dann geklappt. Jedes Paar ist anders, ich bin mir aber in unserem Fall sicher, hätten wir nicht jede Option versucht, würden wir uns dies heute wohl vorwerfen. Hoffen wir mal, dass sich das hier beschriebene Paar wirklich auf Plan B konzentrieren kann und in ein paar Jahren nicht doch die „haben wir wirklich alles versucht“ Diskussion aufkommt.

      • Carolina sagt:

        Warum sollte man? Warum haben wir nicht alle einfach zu ak.eptie.en, dass, wie die Au…in dargelegt hat, die Kraft nicht mehr ausreicht, dass sie und ihr Mann eine in.f.r.mier.te Entscheidung getroffen haben, die wir gefälligst alle zu res.ekti.ren haben – vor allem, wenn sie, wie hier, mit grosser B.dach.heit und Wehmut beschrieben wird?

      • Carolina sagt:

        Sie sagen es doch selber: jedes Paar ist anders und ich wage zu behaupten, dass Sie sich in Ihrem Fall sicher auch nicht unbedingt gefreut hätten, wenn man Ihnen nahegelegt hätte, es doch sein zu lassen und den Kinderwunsch aufzugeben.

    • Carolina sagt:

      Warum ’sollte‘ man? Warum ’sollte‘ man, insbesondere Sie, nicht einfach akzeptieren, dass, wie die Autorin dargelegt hat, die Kraft nicht mehr ausreicht, dass sie und ihr Mann eine informierte Entscheidung getroffen haben, die wir gefälligst alle zu respektieren haben – vor allem, wenn sie, wie hier, mit grosser Bedachtheit und Wehmut beschrieben wird.

  • think about sagt:

    Es gibt hier nicht den „richtigen“ Weg – zumindest nicht zu diesem Zeitpunkt. In 10 Jahren ist rückblickend wohl vieles klarer. Aber heute finde ich es gut, dass sie die Entscheidung beide gemeinsam treffen und diesen auch konsequent gehen.
    Heikel finde ich die Situation nur, wenn einer von Ihnen die „innerliche“ Bereitschaft ab einem gewissen Alter definitiv aufgibt für Kinder – und der Andere nicht. Dies kann zu Diskussionen führen. Aber Danke für den Bericht und alles Gute.

  • Beno sagt:

    Wenn die Kinderlein nicht da sind…kommen auch keine Kommentare ! …. y = x-1

  • Jezebel sagt:

    Warum die Flinte ins Korn werfen? Sich von Rückschlägen entmutigen lassen? Nein, wenn man was erreichen will, dann muss man dran bleiben. Ohne nix, gibt es auch nix. Vor allem in einer so wichtigen Frage. Man sollte alles geben, damit man es später nicht bereuen muss. Resignation ist das schlimmste überhaupt.

    • gugus sagt:

      was für eine bescheuerte antwort – als ob kinderhaben pflicht wäre. ich bin auch nicht kunststurnerin geworden, weil ich es einfach nicht gekonnt hätte (okay, ich hätte es auch nicht gewollt…). es gibt etliche dinge, die man gerne hätte und nicht erreicht. oder nur zu einem preis, der zu hoch ist. wieso erdreisten sie sich zu beurteilen, dass das „resignation“ und „schlimm“ ist. ich gehe davon aus, dass hier 2 erwachsene menschen alle faktoren abgewogen haben und ihre entscheidungen so gefällt hat, dass die chance auf grösstmögliches famliäres glück (in diesem fall halt ohne kinder) besteht.

    • Blitz Blank sagt:

      @Jezebel

      Letztendlich werden auch Sie die Flinte ins Korn werfen müssen…

      • Jezebel sagt:

        Nein, das werde ich nicht. Und genau weil ich es nie getan habe, habe ich im Leben auch alles erreicht, was ich wollte. Würde gut tun, mal darüber nachzudenken.

      • Blitz Blank sagt:

        „Nein, das werde ich nicht.“

        Sterben werden Sie. Ob wie wollen oder nicht.

      • Melcam sagt:

        @Jezebel: so habe ich auch mal gedacht, aber glauben Sie mir – Hochmut kommt immer vor dem Fall – und der ist dann meistens sehr tief. Ein bisschen mehr Bescheidenheit würde Ihnen besser stehen. Sehen Sie sich vor, solche Überheblichkeit wird meistens bitter bestraft.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Jezebel:
      ohne nix gibts nix?
      Machbarkeitswahn allüberall?
      Und Scheitern, Nicht-ans-Zielgelangen, Versagen- einfach auch aufgrund körperlicher Gegebenheiten,
      immer ein „nicht dran geblieben sein“?
      Sehen Sie das auch in Bezug auf Ihre Lebensrealität so klar und scharf?
      Und wo ist die Linie zu ziehen, die Definition wann „alles“ gegeben worden ist?

      • Carolina sagt:

        Brunhild, da meine eigenen Worte nicht f..ige…alt.t werden, schliesse ich mich Ihnen wieder einmal an. Ich wiederhole nur nochmals, dass es tatsächlich ein Recht darauf gibt, so zu handeln, wie es die A beschrieben hat – mit Tra.rigk.it und Wehm.t den Gedanken aufzugeben, mit allen Mitteln ein Kind zu bekommen. Es beelendet mich, dass es hier Menschen gibt, die zu meinen scheinen, Ad.ption sei eine moralische Pflicht.

    • Carolina sagt:

      Deswegen hat die Autorin wohl betont, dass sie einen wohlmeinenden Familien- und Freundeskreis hat – und keinen, in dem Besserwisser und Bedenkenträger mit Ratschlägen kommen à la ‚adoptiert doch einfach‘ oder ‚Flinte nicht ins Korn werfen‘. Es gibt tatsächlich ein Recht darauf, so zu handeln, wie es die Autorin beschrieben hat – mit Traurigkeit und Wehmut den Gedanken aufzugeben, mit allen Mitteln ein Kind zu bekommen. Wie würden Sie reagieren, J und oben noch Franz, wenn Ihnen jemand bzw Adoption sozusagen als moralische Pflicht aufdrängen würde?

      • Jezebel sagt:

        @Melcam
        Keine Ahnung von was Sie hier reden. Von Hochmut kann keine Rede sein. Es geht eher darum, dass man nicht frühzeitig aufgeben soll. Haben Sie meine Zeilen überhaupt richtig gelesen? War ja nicht so kompliziert oder…?

      • Laura TI sagt:

        Was bedeutet „frühzeitig“? Das muss doch jedes Paar selber für sich festlegen, wann genug ist.
        Seinen Lebensentwurf zu überdenken und zu ändern braucht oft mehr Substanz als an etwas festzuhalten.
        Der richtige Weg ist der, den gefällten Entscheid zu tragen, mit aller Konsequenz.

    • Carolina sagt:

      Red, kann es tatsächlich sein, dass bei diesem Thema heute Adoption auf der Liste steht?

      • Carolina sagt:

        Dann begreife ich nicht, wieso meine Posts nicht f..i..gesch…ltet werden…

      • Jezebel sagt:

        @gugus: Warum gleich so aggressiv? Was ist falsch daran, nicht aufzugeben und vorwärts zu machen? All immer diese Miesmacher und Pessimisten. Die Hoffnung stirbt zuletzt und wenn dann dar nichts mehr geht, muss man sich wenigstens nicht vorwerfen, nicht alles versucht zu haben. Falsche Eitelkeit ist hier fehl am Platz.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Jezebel:
        es liegt an Ihrer Wortwahl, und nun kommts ja noch dicker mit „vorwärtsmachen“ und „Pessimisten“,
        da bleibt wenig Platz um Ihren Respekt der betroffenen Frau gegenüber, welche hier ihre Erfahrung mitteilen möchte, ihre Gedankengänge und Schlussfolgerungen aus dem Erlebten, zu erkennen.
        Gerade bei einem so verletzlichen Thema müssen Sie dann halt mit vehementeren Worten rechnen,
        als Antwort auf die unterschwellige Aggressivität die gewisse Menschen halt aus Ihren eigenen Zeilen lesen.

      • Carolina sagt:

        Schwierig für Sie einzusehen, J, dass Ihr Weg nicht der einzig gangbare ist? Dass er genauso zu respektieren ist wie derjenige der A? Wenn Sie das wirklich verstünden, dass kein Weg wertvoller ist als der andere, können Sie ja mit etwas verständnisvolleren Worten reagieren – bzw einfach Ihre Erfahrungen schildern, ohne zu implizieren, dass diese alle anderen auch so machen müssen, andernfalls ’sie es irgendwann bereuen‘. Das ist Privatsache und muss doch nicht von vornherein vorausgesetzt werden.

    • Jezebel sagt:

      @Blitz Blank
      Sterben werden Sie auch. Aber wie man lebt, darauf kommt es an.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Jezebel:
        exakt, wie man lebt
        wie man Schlussfolgerungen von Dritten begegnet
        und auch wie man kommuniziert….

      • Jezebel sagt:

        Ich glaube, wir reden aneinander vorbei. Es geht mir hier nur darum klarzustellen, dass wenn der KiWu gross ist, man keine Mühen scheuen sollte, dieses Ziel auch zu erreichen. Es braucht mehrere Versuche (z.B. ICSI), um wirklich reelle Chancen zu haben. Auch bei „normalen Paaren“ braucht es ca. 1 Jahr im Schnitt, um schwanger zu werden. Leider sind die Hormonbehandlungen teuer und psychisch belastend. Aber das Ziel ist doch was zählt. Aber eben wir gesagt, es muss jeder selber wissen. Und da finde ich kämpfen eben besser, solange es noch Hoffnung gibt, als klein beizugeben und zu leiden.

      • Annie B sagt:

        @Jezebel. Ich rede hier als Frau, die sich nach ca. 1.5 Jahren erfolgloser Therapien ganz bewusst für den Plan B entschieden hat und das funktioniert seit 20 Jahren prima. Kennen sie die Fabel vom Fuchs, der unter allen Umständen an die Trauben hoch oben am Geäst kommen wollte, als die Früchte endlich runterfielen und er sich gierig darüber machte, merkte er, dass sie sauer waren? Die Metapher stammt nicht von mir. Es gibt ein älteres Buch, das ich damals las, mit dem schönen Titel „Sweet Grapes: How to Stop Being Infertile and Start Living Again“.

    • gugus sagt:

      @jezebel: mich regt auf, dass sie IHRE wahl als die offenbar einzig richtige ansehen. nix spricht gegen das „nicht aufgeben“ oder das „weitermachen“; wenn es für das paar stimmt. aber für die verfasserin funktioniert das eben nicht und sie hat sich für einen anderen weg entschieden. weshalb man das nicht einfach respektieren kann (es tangiert uns ja eh nicht), ist mir ein rätsel.

      • Giorgia sagt:

        Wir haben gut zwei Jahre „natürlich“ probiert und ein Jahr mit Hormonen, – erst dann gabs dank Bauchspiegelung Klarheit: Endometriose. Dann ein paar Monate künstliche Wechseljahre und schliesslich eine ICSI. Ich bin zutiefst dankbar, dass diese beim ersten Anlauf geklappt hat. Wie ich mich kenne, hätte ich es wohl weiter versucht, aber die Belastung – psychisch, physisch und auch für die Partnerschaft – ist wirklich nicht zu unterschätzen. Im Rückblick war es oft hart an der Grenze. Und die muss jedes Paar ganz alleine für sich finden!!!

  • Sandra Kuster sagt:

    Es gibt genug Kinder ohne zuhause, welche froh wären um solche Liebe zu erfahren. Warum also nicht einem Kind diesen Wunsch erfüllen und es adoptieren. ich weiss, auch dieser weg kann beschwerlich, mühsam und lang sein, aber wenn man sich unbedingt kinder wünscht, wäre das wohl eine alternative?

    trotzdem danke ich Ihnen für den Text und wünsche viel Kraft

    • Ylene sagt:

      Wie ich schon weiter oben gesagt habe, die momentanen Bestimmungen in der Schweiz zur Adoption sind so teilweise absurd, dass viele Leute gar nicht erst adoptieren können (z. B. wenn der Altersunterschied beim Paar 10 Jahre oder mehr beträgt).

      • Sandra Kuster sagt:

        ist nicht nur in der Schweiz so… es werden leider (zu) viele STeine in den Weg gelegt… 🙁 dabei wäre jedes kind froh, welches ein Zuhause hätte…

    • Aromat sagt:

      Realistischerweise kann heutzutage nur Kinder aus einem fernen Land adoptieren, und auch das nur bei einem behinderten Kind oder einem in fortschritttenem Alter, bei dem man nicht weiss, was es schon durchgemacht hat.
      Adoptieren ist nur einfach, wenn man Madonna, Angelina Jolie oder Gerhard Schröder heisst.

  • Mel. sagt:

    Irgendwie fehlen mir die Worte, um mein Mitgefühl, meine Anerkennung, mein Mutmachen für Sie auszudrücken.
    Aber ich wünsche Ihnen von ganzen Herzen, dass Sie eine glückliche, liebevolle, verständnisvolle Partnerschaft haben und eine tolle Zukunft – eben zu zweit. Dass Sie es auch irgendwann geniessen können – ohne Kinderwunsch und -druck. Den ersten Schritt haben Sie sicherlich gemacht – hier zu schreiben und jetzt loszulassen! Ihnen beiden alles alles Gute!

  • Brunhild Steiner sagt:

    Herzlichsten Dank und aufrichtige Gratulation-
    auch wenn in diesem Zusammenhang nicht das passendeste Wort, doch:
    „Wir wollten, konnten nicht noch weitere Jahre am eigenen Leben vorbeileben, uns fremdbestimmen lassen von den Möglichkeiten einer Medizin, die viel Hoffnung, aber auch viel Enttäuschung garantierte. Wir entschieden uns für den Versuch, loszulassen.“ zeugt von einer Lebensreife die möglicherweise Türen zu anderem Erfülltsein öffnet-
    auch wenn der ursprüngliche Verlust immer präsent sein wird.
    Dass über die Zeit der Schmerz darüber aus dem Zentrum rückt
    wünsche ich Ihnen von Herzen!

  • working mum sagt:

    Die schlechte Nachricht ist, dass in unserem Bekanntenkreis etliche Paare von der Kinderlosigkeit betroffen sind resp. waren. Die gute Nachricht ist, dass nun nach einigen Jahren es alle geschafft haben, sich ihren Wunsch zu erfüllen dank moderner Fortpflanzungsmedizin. Aber es war nicht immer einfach. Ich selbst hatte eine komplizierte Schwangerschaft und musste 3 Mte das Bett hüten wegen starken Blutungen und stetiger Abortgefahr. Ich weiss, wie es ist, wenn the going gets tough. Ich möchte allen Betroffenen Mut machen und sagen, dass man niemals aufgeben darf. Man muss an sein Ziel glauben.

    • Reto B. sagt:

      Es wird wohl aber immer auch die geben, die jahrelang dran glauben und alles mitmachen. Irgendwann denke ich muss auch mal Schluss sein. Es ist schön, wenn es dann doch klappt, aber es wird immer ein paar wenige geben, die in dieser Hinsicht halt nicht belohnt werden. Ich kann verstehen, dass man irgendwann den Kinderwunsch beiseite legt. So schwer es auch ist. Ich weiss nicht, wie ich es machen würde, Respekt und Anerkennnung für die, die dies mitmachen mussten und die schwierige Prüfung gemeistert haben.

  • Ein sehr schöner Bericht. Alles Gute!

  • Peter Steiner sagt:

    Mit diesen EInsichten stehen die Chancen gut, dass Ihr Plan B zum Plan A werden kann. Alles Gute und danke für die Einblicke in Ihre Gedankenwelt.

  • mägi sagt:

    ….vielen Dank für die Ehrlichkeit und die Kraft dies mit uns Lesern zu teilen. Einiges daraus sprach mir aus dem Herzen – die Hoffnung, dann die Enttäuschung und die Ohnmacht – auch wenn ich „nur“ zwei Fehlgeburten nacheinander hatte und mir die Genetikuntersuchung noch demnächst bevorsteht.

  • Sportpapi sagt:

    Herzlichen Dank für die intime Berichterstattung.

  • Franz sagt:

    Paare, welche aus irgendwelchen Gründen keine
    EIGENEN Kinder haben können, könnten ja ein
    Kind adoptieren, oder etwa nicht?

    • Ylene sagt:

      Naja, so einfach ist das mit diesen merkwürdigen Bestimmungen nicht. Mein Mann und ich könnten allein wegen unserem Altersunterschied kein Kind adoptieren. Ich bin momentan noch zu jung und wenn ich dann alt genug dafür bin, ist er zu alt. Zum Glück haben wir selber 2 Kinder.

      • mamma sagt:

        Schön wär’s! Vor allem für die elternlosen Kinder. Aber die geltenden Adoptionsregeln tragen den heutigen Gegebenheiten nicht Rechnung. Zwar darf man bis 45 locker eine IVF versuchen, aber Kinder mit 40 zu adoptieren ist nicht möglich..

      • Cybot sagt:

        Bis 40? Das ist echt weltfremd. Die meisten beginnen heute doch erst nach 30 überhaupt den Versuch, Kinder zu bekommen.

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