Mutternostalgie – aber nur ein Bisschen

Nicht immer schreit der Kleine: Mutter mit Sohn im Vergnügungspark. (Bild: babble.com)

Nicht immer schreit der Kleine: Mutter mit Sohn im Vergnügungspark. (Bild: babble.com)

Zehn Jahre ist es her. Seit ich das letzte Mal ein selbstgemachtes, neugeborenes Baby im Arm hatte oder besser auf der Brust. Ich weiss noch genau, wie es sich anfühlt. Haut auf Haut. Müde. Froh. Das Gefühl, komplett zu sein, ganz.

Und auch vieles andere habe ich nicht vergessen, obwohl ich es durchaus probiert habe. Zum Beispiel wie es sich anfühlt, ständig in einer Milchpfütze zu schlafen und wie das Nachthemd nass und klamm an einem klebt. Wie das Wimmern des Babies langsam in ein von Müdigkeit gelähmtes Traumhirn sickert und alles bis in die Zehenspitzen ruft, bitte, bitte, lasse es nicht wahr sein, ich will schlafen! Oder wie man die schiere Vorstellung grässlich findet, vom eigenen Mann verknutscht zu werden, weil den ganzen Tag Winzlinge auf einem herumgeturnt sind, einem vergorene Milch in den Ausschnitt gespuckt und sich mit liebenswerten Rotzfingerchen an der Unterlippe festgekrallt haben. Ich weiss noch, wie es ist, bereits vor dem ersten Kaffee am Morgen eine gemeingefährlich dampfende Windel zu wechseln und sich dabei womöglich noch anbrüllen zu lassen.

Auch noch fast körperlich gegenwärtig ist mir das Unbehagen, wenn man sich in der wattierten Winterjacke im Kindergarten niederkniet um Finklein zuzukletten, während man schwitzt wie ein Ross und innerlich Entschuldigungen formuliert fürs schon wieder zur spät zur Arbeit kommen. Ich hab noch im Kopf, wie es sich anfühlt, mit Zuckerbrot und Peitsche Hausaufgaben und Hausarbeit einzufordern, Fernsehverbote zu verkünden und Kindergeburtstage durchzustehen, bei denen die eine Hälfte der Kinder weint und die andere mit dem Schokokuchen Müsterchen auf die Wände malt.

Es ist mir noch mehr als präsent, wie es ist, wenn das Kind zum ersten Mal eine halbe Stunde zu spät nach Hause kommt und man am liebsten Haare raufend das ganze Quartier mobilisieren würde, während man sich gleichzeitig vorbetet, wie toll und gesund es doch ist, wenn die Kinder selbständig werden.

Dies und noch so unendlich viel mehr hat sich mir eingebrannt in den letzten zehn Jahren. Es ist für immer in meinem Kopf, auf meiner Haut und vor allem in meinem Herzen. Und nichts davon möchte ich missen, auch wenn ich es auf keinen Fall noch einmal machen möchte.

Und darum hier ein kleiner Appell an all die Eltern mit kleinen Kindern. Ein Versprechen. Es geht vorbei. Sie werden wieder saubere Kleider tragen, Sex haben, mal bis morgens um fünf Bier trinken und über anderes als Fleckenentferner und Ausschläge reden. Sie werden wieder Träume haben, die über einen eigenen Garten mit Kinderschaukel hinausgehen. Und Sie werden wieder ohne Kinder im Bett schlafen.

Sie werden sogar ein bisschen wehmütig sein darüber, dass sie das nun alles wieder können. Denn es bedeutet auch, dass vieles andere vorbei ist, obwohl es sich manchmal endlos angefühlt hat. Darum schenke ich Ihnen hier gleich noch eine nette kleine Binsenwahrheit, gratis: Geniessen Sie die Kinderfüsse in den Rippen, den Stoffhasen auf dem Gesicht, den ausgekippten Kakaoschoppen auf dem Sofa und alles. Es geht vorbei. Geniessen Sie auch das.

Vor allem aber: Lassen Sie sich auf keinen Fall verrückt machen von Leuten, die Ihnen sagen wollen, ob Sie Ihr Kind natürlich gebären, stillen, ins Bett nehmen und in die Krippe geben sollen oder nicht. Glauben Sie mir: Zehn Jahre später ist das alles so was von egal.

Viel Spass! Und ich bin mal gespannt auf die nächsten zehn Jahre.

69 Kommentare zu «Mutternostalgie – aber nur ein Bisschen»

  • Rita sagt:

    Wie wahr, Sie sprechen mir aus dem Herzen! Und es ist so schön zu erfahren, dass all diese wunderbaren Erfahrungen in den ersten paar Jahren doch zum ganz normalen Alltag gehören, auch wenn sie sich damals überhaupt nicht so angefühlt haben 😉 Beim Lesen dieses super geschriebenen Beitrags sind ganz viele und sehr reale Erinnerungen hoch gekommen, und ich realisiere gerade, dass man auch nach relativ kurzer Zeit schon darüber lachen kann (Kinder 5 und 3 Jahre alt). Wir haben doch nun das Gefühl, dass wir aus dem Gröbsten sind und sind gespannt, was da noch so auf uns wartet!

  • claudia sagt:

    …………. meine Tochter wurde heute 10 😉

  • Mel. sagt:

    Das ist eine der schönsten und ehrlichsten Geschichten, die ich über das Elternsein gelesen habe.
    Einen grössten Teil davon habe ich mit meinen Jungs (jetzt 7.5 und fast 5) schon erlebt und stehe gerade davor, zu akzeptieren, dass es Nachmittage gibt, an denen ich ALLEINE bin, weil beide (selbst) abgemacht haben!!!! Wow. Toll und traurig zu gleich.
    Auch von mir ein: LIKE!

  • Alessandra sagt:

    Oh Gott, wie ich den Ausdruck von Francesca liebe: Da liegen die Riesenkälber wieder bei dir im Bett !
    Musste laut loslachen, denn genau so ist es.
    Ich erinnere mich so gerne an die Kleinkindzeit meines Sohnes, alles war so schnell vorbei, und Riesenkalb ist 17 Jahre alt.
    Superbeitrag….danke !

  • HomeImprovementQueen sagt:

    Amen, Sister! Hätte es nicht besser sagen können!

  • Saporeil Mahani sagt:

    Sehr schöner Beitrag in welchem man in jedem Satz merkt, dass hier eine liebevolle, selbstbewusste und gänzlich von pädagogischen Modeströmen unverblendete Mutter schreibt. Tut gut hier so einen Beitrag zu lesen, wo hier doch oft meist der Genderkampf droht und die unnützen urban- gegen rural Feldzüge ausgetragen werden. Merci dafür!

  • daniela sagt:

    Danke! Mein Geschenk zum Valentinstag – Blumen gibts eh keine, zwischen Arbeit und Kinderabholen reichts nicht auch noch für einen Gang zum Blumenladen, Schokolade auch nicht (Diät nach der Schwangerschaft..), also freu ich mich an dem Beitrag!

  • karin sagt:

    Wunderbar formuliert, habe eine Gänsehaut weil es mir genau so geht! :)))

  • Bboeenhauser sagt:

    was fuer ein toller teext! aus der seele gesp.rochen

  • Olivia sagt:

    Danke!!! Famos!!!

  • Sally von Els sagt:

    Halleluja, Schwester! 😀

  • Hugo sagt:

    „Und nichts davon möchte ich missen, auch
    wenn ich es auf keinen Fall noch einmal machen möchte.“
    Komischer Text, denn alles was ICH misse, möchte
    ich immer wieder machen!

  • Ursina sagt:

    Ja so sind sie, die kleinen Racker. Und erinnern daran, wieviel Mühe unsere Mutter mit uns hatte. Die Zeit verfliegt zu schnell, schade, dass die Kinder so schnell gross werden.

  • aurea sagt:

    Ich lebe mit meiner 20-jährige, erwachsene Tochter, meinem 14-jährigen Teenager Sohn und meinem 10-monatigen Babyboy zuhause. Jedes Alter ist toll, aber ich fand die zweiten 10 Jahre um vieles anstrengender als die ersten 10 es waren.

  • Martin Steinegger sagt:

    Was für ein wundervoller Beitrag. Ich habe zwar keine Erfahrung mit milchverklebten Ausschnitten, als Vater von drei kleinen Töchtern wird mir aber trotzdem warm ums Herz. Sie haben sowas von recht! Danke!

  • Eva D'Andrea sagt:

    Danke 🙂

  • Katharina sagt:

    Gefällt mir sehr. Danke.

  • Beat Hofmeister sagt:

    Wunderbar, liebe Andrea, freue mich immer Deine Blogs (grauenhaftes Wort) zu lesen. Dass wir uns in dieser Hinsicht (und in praktisch allen anderen auch) verstehen, ist mind. schon diese 10 Jahre klar. Schön, das wir (total 4 Erwachsene und 5 Kinder, Yves wird es mir verzeihen) Freunde sind.

  • B.Rosmarin sagt:

    Dieser Bericht scheint vordergründig fröhlich,doch mit sehr viel hintergründigem Sarkasmus!So denken viele Frauen heutzutage und es erstaunt mich immer wieder,weshalb sich Ehepaare trotzdem dem ureigentlichen Sinn des Lebens hingeben u.Kinder zeugen.Stressanfällige Paare sollten sich ganz ihrer Karriere(oder Geld beschaffender Arbeit )als Lebensziel setzen,sich dem Stress der Leiter nach oben widmen zur Selbstverwirklichung mit viel Reisen etc.etc.was durchaus ein Lebensziel sein darf! Damit blieben jene Paare,welche Kinder nicht als Stress empfinden u sich nicht nur auf 10Jahre danach freuen

    • Nina sagt:

      1. sind es vor allem die Rahmen- und Lebensbedingungen, die Kinder zum Stress werden lassen, nicht die Kinder selbst. 2. Fischer beschreibt ja auch schön schon im ersten Absatz diese Gefühl der Komplettheit, das Kinder einem geben – und eben genau dafür nimmt man ja auch die zusätzlichen Belastungen in Kauf, was aber nicht heisst, dass man nicht trotzdem darunter leidet.

    • Auguste sagt:

      hmm…, ein bisschen ironie des schicksals mag zwar im blog mitschwingen, aber sarkasmus kann ich darin beim besten willen nicht erkennen, b. rosmarin. wir müssen uns fortpflanzen, wir sind von natur aus so programmiert und mässige stressresistenz ist von der natur aus als ausschlusskriterium für die fortpflanzung nicht vorgesehen. velosättel und zu enge männerunterhosen dafür schon eher. was für einen hintergründigen humor die natur doch hat.

      vorgestern noch hätte ich ihnen die svp als hort von gleichenggesinnten im lande ans herz gelegt, aber jetzt, wo die den martullo aus dem amt trieben..

  • Nina sagt:

    So ging’s mir bereits kürzlich, als meine „Grosse“ (3 Jahre) unbedingt alleine in die Ferien zu den Grosseltern fahren wollte. „Es geht schon jetzt los!“ hab ich gedacht und ein paar Tränen verdrückt, als sie weg war. Und versucht, stolz und dankbar zu sein für ihre Selbständigkeit & Unabhängigkeit. Und war froh, als sie am nächsten Tag anmeldete, sie komme jetzt wieder zurück… 🙂 Wie auch immer: oft wünsche ich, ich könnte das alles mehr geniessen im Bewusstsein, dass es einmalig ist – aber die körperliche und seelische Erschöpfung rauben einem leider zu oft die letzte Kraft dazu… 🙁

    • tststs sagt:

      „Wie auch immer: oft wünsche ich, ich könnte das alles mehr geniessen im Bewusstsein, dass es einmalig ist – aber die körperliche und seelische Erschöpfung rauben einem leider zu oft die letzte Kraft dazu… “
      Da liegt doch der Hund begraben! Wir zwingen uns, etwas zu „geniessen“, das soweit von „Genuss“ entfernt ist wie die „dampfende Windel“ von „Chanel No.5“!
      😉
      Geniessen darf/kann man es dann eben im verklärenden Rückblick, 10 Jahre später…

      • Laura TI sagt:

        tststs, geniessen kann man auch hier und jetzt. Als unser Grosser nicht mehr da war, wurde es uns bewusst, wie schnell es gehen kann und heute, in einer Situation, die eigentlich gar kein Kleinkind mehr zulässt, wurde mir dieses Wunder wieder zuteil, dass ich das Leben eines Kindes begleiten darf und auch wenn ich viel zu wenig schlafe, viel zu wenig Zeit für mich habe, viel zu oft geschäftlich weg muss, so geniesse ich es doch jedes Mal, wenn meine Kleine zu mir ins Bett schleicht, meine Hand fasst und etwas von Traum und nicht fein murmelt um gleich darauf selig quer im Bett zu schlafen.

      • Valeria sagt:

        „Geniessen“ hat auch etwas mit der Einstellung zu tun. Wie oft habe ich unterwegs auf dem Beifahrersitz mit Jacken und Tüchern einen provisorischen Wickeltisch gebastelt und in artistischer Körperhaltung nicht nur die zum Himmel stinkende Windel, sondern das komplett vollgeschissene Babykleidung gewechselt. Solche absurden Situationen finde ich immer relativ komisch… und das nicht erst verklärt im Rückblick.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Valeria: exakt 🙂

      • Brunhild Steiner sagt:

        @tststs:
        ich nahm/nehme mir hier die Freiheit für Beides!
        Auch in den sehr anstrengenden Phasen mich immer wieder für den Genuss entschieden, manchmal muss frau da auch den Willen dazu bemühen- und es geht,
        und den Genuss des Rückblickes ebenfalls,
        warum um alles in der Welt sollte sich das gegenseitig auschliessen?

  • Tomas sagt:

    Mit diesem Text könnte man den ganzen Mamablog ersetzen.

  • tststs sagt:

    Ich möchte hier wirklich nicht den Miesepeter (vorallem da ich selber den Blog ebenfalls erfrischend und gut finde) gehen; aber langsam wirds schon ein bisschen weichgespült… Denn man kann sich echt alles schönreden…

    • Carolina sagt:

      Warum tun Sie’s dann, ts – den Miesepeter spielen? Wer redet denn von ‚Schönreden‘? AF hat in wirklich sehr schönen, unkitschigen Worten das durchaus zwiespältige Gefühlskarussel beschrieben, das Eltern mit Kindern erleben und konterkariert damit glaubwürdig die sonstigen Diskussionen und Streits – denn es gibt auch diese Seite des Elternseins: wir alle vergessen wahrscheinlich vor lauter Alltag und Perfektionismus manchmal, wie ungaublich erfüllend, lehrreich und potentiell glücklichmachend das Kinderhaben (wenn man sie mal hat) sein kann…. Chapeau, Frau Fischer!

    • Brunhild Steiner sagt:

      @tststs:
      so knapp bemessen sind Ihre Beiträge ja jeweils nicht,
      warum’s dann nicht mal lassen wenns nur ein Zeigefinger sein wird?

  • K.A. Barett sagt:

    Sehr gut, alles richtig auf den Punkt gebracht! Vielen Dank für diese humorvolle und goldrichtige Meinungsäusserung. Man soll das Leben geniessen; zum eigenen Vorteil. Zum Geniessen gehören Kinder, die Arbeit, Gespräche, soziale Kontakte, usw. Die vereinigten Neurotiker dieser Welt wollen uns weis machen, dass unser Leben als Hüter unserer Kinder, als „Nutztiere“ der bösen Wirtschaft nicht wirklich lebenswert sei und der eimnzig richtige Ausweg aus diesem Jammertal geradewegs in die Frustration und das Burnout führe.

  • M. Bolliger sagt:

    Danke, das macht Mut!! Unser Kleiner ist 12 Monate alt und es ist tatsächlich wahnsinnig streng, Familienleben, Elternsein, Arbeit und Freizeit unter einen Hut zu bringen – und das alles mit viel zu wenig Schlaf, Dauerschnupfnase und dem Gefühl, nie zu etwas zu kommen. Und dennoch ist es die wundervollste, bereichernste Zeit in meinem Leben!! Aber ich freu mich auch sehr auf „in 10 Jahren“!

  • Brunhild Steiner sagt:

    „Sie werden sogar ein bisschen wehmütig sein darüber, dass sie das nun alles wieder können.
    Denn es bedeutet auch, dass vieles andere vorbei ist,
    obwohl es sich manchmal endlos angefühlt hat.“
    🙂 wunderschöner Text, danke

  • Ricco sagt:

    Ich finde solche Artikel immer etwas zwiespältig. Einerseits finde ich es wichtig, den hohen Erwartungsdruck von den Eltern wegzunehmen. Die Tatsache, dass viele Leute die Verunsicherung junger Eltern für Manipulationsversuche ausnutzen, ist ebenso auffällig wie erbärmlich. Andererseits stelle ich das kollektive Wehklagen über die ach so stressige Elternschaft in Frage. Unter Umständen schürt dies erst ein allzu selbstmitleidiges subjektives Empfinden der elterlichen Leidens auch bei Eltern, welche die Elternschaft sonst cooler nehmen würden.

    • Nina sagt:

      Und ich würde sagen, viele empfinden es als so stressig, weil sie sich dessen im Vorfeld nicht bewusst waren… Kenne mehr Mamis, die sich alles rosa ausgemalt hatten und dann auf dem harten Boden der Realität gelandet sind als umgekehrt. Ich für meinen Teil hatte drei jüngere Geschwister und Schiss, mich auf die Elternschaft einzulassen, weil ich genau wusste, was da auf mich zukommt. Hatte aber auch sein Gutes, denn ich habe mir sorgfältig vor der Zeugung überlegt, ob mein Mann auch wirklich ein guter Papi und Teampartner abgibt – und es hat sich gelohnt, de Papi isch de Bescht!

    • Francesca sagt:

      Naja, den mit dem Ausstempeln nach getaner Arbeit kann man definitiv vergessen…

  • Anne sagt:

    Aaaah tut das gut zu hören – Sie machen mir Hoffnung Frau F. !

  • Luditius sagt:

    Was für ein wunderbarer Blog – merci!

  • Markus sagt:

    Geniessen Sie jede Minute mit den Kindern.Wir haben vor einem Jahr unseren ältern Sohn verlohren. Seither leben wir von all den Erinnerungen an die wilden Jahre mit unsern Kids. Niemand kann erahnen, wie schnell man nur noch Erinnerungen hat. Ich vermisse keine Minute, die ich mit den Jungs im Familienverband verbringen durfte. Und ich möchte keine Minute anders verbringen, als mit meinem jüngern Sohn und meiner Frau, zusammen auf der Suche nach einer neuen Zukunft. Eltern sein ist der tollste, aufreibenste und nervigste aber auch befriedigenste Job der Welt. Ich würde ihn immer wieder wählen.

    • Frau F. sagt:

      Lieber Markus, danke für Ihren Eintrag. Er hat mich zutiefst berührt. Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie alles Gute und noch viele schöne Stunden und Tage auch in der Zukunft. Herzlich, Frau F.

  • Ted sagt:

    … die Mutter auf der Foto kann sich ja auf die spätere Zeit freuen;…schaut man sich die hohe Stirne des Kindes an…wird sich dies später sicher als hoch begabt entpuppen 😀

  • tststs sagt:

    Es ist halt ein Schwieriges mit der Nostalgie: man ist verführt, ihr zu glauben…

  • Rahel sagt:

    Ich würde manchmal auch gerne die Zeit zurückdrehen, weil für mich die Kinder viel zu schnell gross geworden sind! Einfach wieder mal was Kleines im Arm haben, mit all dem Schönen und weniger Angenehmen ( aber es gehört dazu und ist gut so! )! Und trotzdem hat jedes Alter ( sogar die Pubertät grins, seufz, hach……..) schöne Seiten die man als Eltern niemals missen möchte!

    • Francesca sagt:

      Ich vermisse die Babyzeit meiner Kinder überhaupt nicht, denn ein erwachsenes Kindes zu haben ist derart viel bereichernder. Sie brauchen einen noch immer, sind aber interessante Diskussionspartner, und geht mal gar nichts, stehen sie da und helfen. Es ist ein Geben und Nehmen, und wir haben viel Spass zusammen, ohne dass die ganze Verantwortung auf meinen Schultern liegt. Bei Babies ist man doch irgendwie immer in Alarmbereitschaft.

    • Auguste sagt:

      hmm…, dass sie mit diesen gedanken nicht allein dastehen, rahel, beweist dieser nr. 1 hit aus den usa von vor ein paar jahren…

      youtube: trace adkins – you’re gonna miss this

      wobei man anfügen möchte, dass sich auch millionen irren können, wenn sie doch glatt perd nicht von rind unterscheiden können. dagegen hülfe dann nur die die weisheit der kanadischen rocky mountains bewohner, die einst am verschneiten strassenrand auf einem grossen schild prangte: esst elch – 5000 wölfe können sich nicht irren!

  • Blitz Blank sagt:

    Eltern sein ist heutzutage, wo sich alles um Leistung, Konsum, persönliches Glück und Selbstverwirklichung dreht, ein Anachronismus.

  • Francesca sagt:

    So schön und so richtig! Ich habe schon die nächsten zehn Jahre hinter mir, und auch da: der erste Kampf um den Minirock, und um Mitternacht noch keiner da, hundertmal umgedreht, auf die Uhr geschaut, schliesslich Diskussionen, Kompromisse, Mami, das Kondom ist gerissen… und dann liegen die Riesenkälber doch wieder bei Dir im Bett, wenn sie Liebeskummer oder Halsweh haben. Wunderbar, und wunderbar, dass es irgendwann vorbei ist und ruhiger wird. Ganz ruhig wird es nie, wir sind und bleiben Eltern.

  • xyxyxy sagt:

    genau so ist es

  • Diego Braun sagt:

    Unser Sonnenschein ist 17 Monate alt, stressig und stressig…und ich möchte keine Minute seines Daseins in meinem Dasein vermissen. Allerdings kommt die Frau Mamma doch manchmal an den Rand des Nervenzusammenbruchs. Das geht mir, trotz meinem „Engagements“, völlig ab. Und sie weiss,“ä la limite“nehme ich ihr den Kleinen ab, bis sie etwas zur Ruhe kommt. Doch Mutter bleibt Mutter, der stärkste Bezug des Kindes. Und ich kann sie, beim besten Willen, einfach nicht ersetzen. Aber, das wirklich Schöne ist, unser Kind ist kein“Schreikind“. Wenn schon dann ein „Weinkind“.und es lässt sich beruhigen.

    • Francesca sagt:

      Sie können ihr Gelassenheit vermitteln. Einen Babysitter organisieren, mit Ihr mal wieder schick ausgehen, ihr bestätigen, dass sie für Sie noch immer attraktiv ist, trotz Milcheinschuss. Das Kind ab und zu abnehmen ist gut, aber vor allem braucht man als junge Mutter die Bestätigung als Frau, und die können nur Sie ihr wirklich geben. Schaffen Sie Freiräume für Sie beide. Vielleicht möchte sie immer ums Baby sein, dann fangen Sie mit kleinen Schritten an, nicht gleich mit einem Wochenende im Spa auf Zypern. Das wird schon – Väter, unterschätzt Eure Bedeutung nicht.

    • Anne sagt:

      Glauben Sie mir Herr Braun, Sie könnten wenn Sie müssten/wollten, sich den wichtigsten Platz mit Ihrer Frau teilen. Aufgrund einer schweren Erkrankung i(meinerseits) n den ersten Lebensmonaten meiner Tochter weiss ich, dass es ohne Weiteres möglich ist, dass diese Rolle auch der Vater ausfüllt. Aber man muss ja nicht warten bis „à la limite“….

      • mira sagt:

        Hier gehe ich mit Ihnen einig. Voraussetzung ist allerdings, dass der Vater den Grossteil der Betreuung übernimmt. Das ist für Vollzeit-arbeitende Väter schlichtweg nicht möglich.

      • Ricco sagt:

        @mira: Für vollzeit-arbeitende Mütter auch nicht… 🙂 Es gibt keinen zwingenden Grund warum der Mann vollzeit arbeiten soll und die Frau die Kinder betreuen. Ausser man wählt es so.

      • mira sagt:

        @Ricco
        So ist es 🙂

    • Diego Braun sagt:

      Ja, liebe Kommentatorinnen, ich bin, nein, ich lebe auf ihrer Linie. Schöppeln damit Mami weiterschlafen kann, Windeln wechseln, Einschlafhilfen, Spielen, Spazierengehen, alles das (u.mehr) kommt noch dazu. Allerdings gibt es Momente wo das Kind wählt und so wählt es halt dann die Mamma und nichts als die Mamma. Und, dass sie eine gute Mutter ist sage ich aus Überzeugung, nicht aus Gefälligkeit. Doch wollte ich nicht mich da so produzieren, da ja „selber rühmen stinkt“! Danke für die wertvollen Hinweise!!!

  • Pixel sagt:

    Herrlich erfrischender, aufbauender Beitrag! Einfach toll, danke!!

    • Muttis Liebling sagt:

      Ich muss mich dem unbedingt anschliessen. Mehr Gelassenheit tut allen in fast jeder Situation gut. Hinterher, da geht es mir wie Frau F. stellt man meist fest, dass es gar nicht soviel gibt, was man falsch machen kann.

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