Achtung, Bünzlialarm!

Mamablog

Im Büro bünzlig: Pantoffeln. (Foto: Flickr/ilustir)

Kürzlich fiel mir eine Mutter auf: Sie stand wartend mit dem Kinderwagen vor einem Geschäft — und rauchte. «Ui, die raucht ja!». Kaum hatte ich diesen Gedanken formuliert, schoss mir ein donnerndes «OH MANN, BIST DU BÜNZLIG GEWORDEN!!» durch den Kopf. Und je länger ich darüber nachdachte, wieso mir die rauchende Mutter überhaupt aufgefallen war, kamen mir weitere Situationen in den Sinn, die mich «irgendwie gestört» hatten. Da war zum Beispiel der Velofahrer ohne Licht, der mir (im Auto) kürzlich am Abend in einem Höllentempo entgegengerast kam («du hast jetzt gerade dein Leben riskiert, du Depp!») oder das wild knutschende Pärchen im Tram («Habt ihr kein Zuhause?»). Früher wäre mir das nicht mal aufgefallen. Mein Gott, bin ich wirklich so spiessig geworden oder ist man je älter man wird, automatisch intoleranter?

Wieder zu Hause angekommen, startete ich am gleichen Tag in meinem Umfeld eine Umfrage: Wann merkt man, dass man bünzlig geworden ist? Hier die Ergebnisse dieser nicht repräsentativen Feldforschung:

  • Wenn man die eigenen Hausschuhe überall mitnimmt (zu Einladungen bei Freunden, ins GZ oder ins Büro).
  • Wenn man wegen einer TV-Serie an einem bestimmten Abend nicht abmacht.
  • Wenn man sich über falsch parkierte Autos aufregt.
  • Wenn man auf dem iPhone das Bild seiner Liebsten als Bildschirmschoner hat.
  • Wenn man anfängt, bürgerlich zu wählen.
  • Wenn man sich ein Tattoo stechen lässt und älter als 15 Jahre alt ist.
  • Wenn man sich eine Waschraumordnung herbeiwünscht.
  • Wenn man als Velofahrer immer bei Rot anhält.
  • Wenn man sich im Zug aufregt, dass jemand die Füsse auf den Sitz legt.
  • Wenn man sich kalorienarm ernährt.
  • Wenn einem auffällt, dass der Nachbar den Müllsack einen Tag zu früh auf die Strasse gestellt hat.
  • Wenn man sich betrinkt  und es einem am nächsten Tag peinlich ist.
  • Wenn man jede Woche sein Auto wäscht.
  • Wenn man sich beim Nachbarn über dessen zu lauten Fernseher beschwert.
  • Wenn man versucht, nie die Fassung zu verlieren.
  • Wenn man allzu streng darüber nachdenkt, was einen zum Bünzli machen könnte.

Kennen Sie weitere Anzeichen von zunehmendem Bünzlitum?

360 Kommentare zu «Achtung, Bünzlialarm!»

  • Gerda Schuurman sagt:

    Einen Vollbünzli is Jemand der Angst hat bünzlig zu werden und alles dran setzt dies nicht zu sein.. Übrigens ein ehrlicher Bünzli finde ich charmant.

  • velobünzli sagt:

    Warum kommt in der Liste der Bünzlisymptome zweimal ein Velo vor, und warum treffen bei mir nur genau diese beiden zu?

  • Bünz to the Li sagt:

    Also ich stör mich wenn ich eine rauchende Schwangere sehe, Fahre so Rad, dass ich abends unverletzt ins Bett gleiten kann und fühle mich wirklich wieder wie in Oberstufe, wenn erwachsene Leute wie Teenies im ÖV „umemached“.

    Und ich würde mich mit meinen knapp 20 Lenzen nicht als Bünzli bezeichnen. Oh… Doch. Ich „schnoigä“ ja manchmal durch den Mamablog, weils ab und an noch amüsant ist. (Und bisschen knowledge für Freunde und Freundinnen mit Elternstatus und für mich später, kann ja kaum schaden, hehe.)

  • Rahel sagt:

    Also auf mich treffen einige Punkte dieser LIste zu……und ich fühle mich schaurig wohl dabei 🙂

    Aber ist es nicht so, dass „Bünzlitum“ zu einem grossen Teil im Auge des Betrachters liegt? Und dann noch dieser Begriff „Bünzli…“, es gibt Leute, die haben diesen Nachnamen, Himmelherrgottnocheinmal 🙂 Wie müssen die sich fühlen?

  • „Wenn man/(frau) sich betrinkt und es einem am nächsten Tag peinlich ist….““ Alle anderen Punkte, einverstanden, aber DIESEN Punkt als „bünzlig“ zu sehen und ihn als Kriterium in die Welt zu posaunen, macht den ganzen Artikel zum WITZ, wie ich höflichst anmerken möchte… Wer darüber noch lachen kann ist weder ein Bünzli, noch ein Nichtbünzli, sondern ein Dummkopf! Wir haben Probleme grotesken Ausmasses mit einer allseits propagierten (via Werbung, Kollegen) SUCHT, die es meiner bünzligen Meinung nach, ernsthaft zu bekämpfen heisst! Wir SAUFEN zuviel, Bünzlis! Und Nichtbünzlis!

  • Susanne sagt:

    Keine Angst, wenn dann die Kinder mal aus dem Haus sind und man aufs AHV Alter zugeht, kann man es sich locker leisten, wieder unbünzlig zu sein, – juhui, die neue Freiheit winkt, ich muss nicht IMMER Vorbild sein und kann Unbünzliges tun und Bünzliges lassen wie ich will! 🙂

  • pedrodesconocido sagt:

    @genau, 03.01., 14:36: Und alle Nichtraucher eklären sich bereit die Steuererhöhungen zu tragen welche durch den Ausfall der Tabaksteuer und die Zunahme der Gesundheitskosten (merke: die teuersten 3 Jahre der Gesundheitsversorgung sind die letzten Lebensjahre der Hochbetagten; ein Raucher wird selten hochbetagt…..).

    • Eduardo sagt:

      Klar, und alle Raucher und Raucherinnen sind bereit, für die verheerenden genetischen Schäden aufzukommen, die sie bei ihren angeblich doch über alles geliebten Kindern verursachen. Vor allem rauchende schwangere Frauen „versorgen“ die Embryos bzw. Föten in ihrem Leib über neun Monate lang täglich mit Dutzenden von mutagenen Giften (und das besonders wirksam, weil sich die kindlichen Zellen permanent millionenfach teilen und dabei den ganzen Dreck aus dem kondensierten Tabakrauch einbauen). Zum perfiden Abschluss gibt es dann noch Muttermilch mit Tabakgeschmack – bäääh …

      • Monica sagt:

        @Eduardo….brauchst auch nicht an der Mutterbrust zu nuckeln wenn dir der Tabackgeschmack nicht schmeckt ;.) Spass beiseite…..ich denke schwangere Frauen sind ein verschwindend kleiner Teil der Raucher (die machen den Braten auch nicht feiss) ausserdem hat meine Mutter auch nicht geraucht und ich bin kerngesund – also mach hier keine Panik!

  • Jaka sagt:

    Wenn man beginnt den Mama-Blog zu lesen.

  • Amüsierter sagt:

    Wenn man seinen Lebensunterhalt selbst bestreitet, Steuern bezahlt, eine Zeitung abonniert und nicht jedem vorüberziehenden Hype nachrennt.

  • Francesca sagt:

    Das Spiessigste überhaupt ist doch die Panik davor, spiessig zu sein.

  • Dani sagt:

    – Wenn man sich einredet eine Patchworkfamilie sei eigentlich besser als eine klassische Familie mit einem Mami und einem Papi.

  • Carl Over sagt:

    Die bessere Frage ist: Was ist daran schlecht, ein Bünzli zu sein?

    Wer über dreissig ist und Partner / Familie hat und von dieser Liste nicht mind. 5-10 Punkte auf sich beziehen kann, belügt sich selbst.

    • Heinz sagt:

      Wie kommst Du darauf. Das kann ich nun wirklich nicht so stehen lassen. Etwa ein halber Punkt (bürgerlich wählen) kann ich auf mich beziehen.

  • jan beran sagt:

    So ein Stuss!

  • David Huber sagt:

    – Wenn man Handy, Schlüsselbund oder Sackmesser am Gürtel trägt.
    – Wenn man über „Tanz Dich frei“ oder über die Reithalle lästert.
    – Wenn man den Mamablog liest.

  • Was ist denn daran so schlimm, ein Bünzli zu sein? Ich bin ein Bünzli und ich bleibe lieber ein authentischer Bünzli als immer krampfhaft bemüht zu sein, „cool“ zu wirken.

  • Castor sagt:

    „Wenn man als Velofahrer immer bei Rot anhält.“ Äh, wann denn sonst, bei Grün? oder meinten Sie „Wenn man als Velofahrer bei Rot immer anhält“?

  • Christian d'Autriche sagt:

    Ist es nicht interessant, dass immer die anderen „Bünzlig“sind?

  • Richard der Spiesser sagt:

    Das ist ein Trollartikel mit lauter Trollkommentaren, wers noch nicht geschnallt hat. So funktionieren Medien heute: Von Trollen für Trolle

  • Meinrad sagt:

    Hahahahahahaha
    Bünzlig ist… diesen Beitrag zu kommentieren.

  • Steve sagt:

    Wenn man zu pflichtbewusst und überpünktlich ist.

  • Mamas Liebling sagt:

    Bünzli-Alarm wegen roten Pantoffeln im Büro und der 16 Argumente. Sicher nicht. Der wahre Grund zum diplomierten Bünzli liegt an einer anderen Koordinate versteckt.
    Man muss etwas in die Vergangenheit zurück. Dort ist der Mensch, der sich für gute und schöne Sachen interessiert. Das Gute überlässt der Bünzli dem Liebhaber schöner Dinge und Künste. Er selbst schaut nur auf die Unterseite, wo der Punzen (Bunzen) eingeschlagen ist. Das Zeichen für den Wert des Edelmetalls. Der wahre Bünzli interessiert sich nur für den Geldwert. Das Schöne, Gute ist ihm egal, jedoch nicht die Registrierkasse.

  • P. Widmer sagt:

    Bürgerlich wählen, soll also „bünzlig“ sein? Machen wir uns nichts vor, der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Die sogenannten „Nicht-Bünzlis‘ sind doch die Töchter und Söhne der „man-schmeisst-kein-Papierli-auf-die-Strasse-Generation“. Nur sind sie noch viel schlimmer geworden als ihre Alten. Linke gute Menschen von SP, Grüne, CVP und EVP verursachten in den letzten dreissig Jahren einen regelrechten Tsunami an politischer Korrektheit. Möglichst alles regulieren, verbieten und ächten. Zumindest alles was nicht in ihrem eigenen ideolgisch spiessigen Weltbild entspricht.

  • Bennö sagt:

    „Wenn man als Velofahrer immer bei Rot anhält.“, lächerlich. Ein Beitrag für die Tonne.

  • pens. Hausmann sagt:

    bünzlig ist, nicht über der Sache zu stehen und solche Artikel verfassen. Leben und leben lassen ist nicht bünzlig. 🙂 Übrigens ich wähle nicht links, grün. No way. smile.

  • Rabe sagt:

    Die leider vergessen gegangene Nr 1 auf der Liste wäre: Auf keinen Fall spiessig/bünzlig sein wollen.

  • wilfried stanton sagt:

    An über 90% der Sohlenfläche finden sich Fäkalbakterien. Wissen sie, was ich mache, wenn ich Leute sehe, welche die beschuhten Füsse auf den Sitzen parkieren? Ich bitte sie jeweils, kurz aufzustehen. Das machen sie auch, und ich wische mir meine Füsse in der Folge auf dem Platz ab, auf dem sie gerade gesessen sind. Wenn ich dann fertig bin und sich die Leute nicht freiwillig wieder hinsetzen, drücke ich ihnen mit Gewalt das Gesicht auf den Sitz, an dem ich mir eben gerade die Schuhsolen abgerieben habe. Einer war danach mal so baff, dass er sich sogar bedankt hat.

    • Ueli Keller sagt:

      Hoffentlich kriegen Sie mal eins an die Fresse geknallt !

      • P. Widmer sagt:

        Super, das mach von jetzt an auch und zu Ueli Keller sei bemerkt: Da fühlt sich einer ja richtig angesprochen, super … Ha Ha Ha

      • wilfried stanton sagt:

        Keller, was sind Sie doch für ein Bünzli.

        Aber keine Sorge, das hat schon mal einer versucht. Am Schluss lag er dann zwischen seinen eigenen Zähnen. Und es war a Gaudi ihm zuzusehen, wie er versuchte seine eigenen Zähne mit gebrochenen Händen aufzusammeln.

    • Ike Conix sagt:

      Bünzlig ist nicht, Gewaltphantasien zu haben, sondern mit ihnen zu prahlen.

      • mia sagt:

        Wilfried, du Angeber (da sträubt sich sogar meine Hand, das „du“ gross zu schreiben)! Ich wette, Du hättest sogar Schiss, wenn jemand mit einem Dackel an dir vorbeiliefe.

    • Julia_2 sagt:

      @ Stanton: Da wir schon bei der Erörterung von Begriffen sind: für solche Leute wie Sie gibt es auch einen: Sadist.

      • Julia_2 sagt:

        @ Redaktion: Löschen Sie doch bitte den letzten Kommentar von wilfries stanton. Verherrlichung von Gewalt hat im Mamablog nichts zu suchen.

      • Mäse sagt:

        Also bei mir geht der Stanton in die Ironiekiste. Wahrscheinlich bin ich weniger bünzlig .-)

      • wilfried stanton sagt:

        Also Julia, ich bitte Sie. Wänn ich Sadist wäre, würde ich dies allen Passagieren und Passagierinnen generell antun (inkl. Begleitpersonal), ohne dass irgendjemand irgendetwas getan hätten. Hinter meinem Vorgehen steht aber eine knallharte Logik. Schuld und Sühne, Schuh und Bank, Zahn und Hand. Wollen Sie mal von dieser guten Lehre kosten?

        Mäse: 😉

      • Julia_2 sagt:

        Wenn es heisst bünzlig zu sein, solche Kommentare unter jeder Sau zu finden, bin ich gerne bünzlig. Ein Kollege von mir wurde im Ausgang zusammengeschlagen, als er ausgeraubt wurde. Die Narben im Gesicht sind noch deutlich zu erkennen. Ein Bekannter wollte einer bedrängten Frau zur Hilfe eilen und verbrachte danach mehrere Wochen im Spital. Sie haben Ihn so übel zugerichtet, dass er die Folgen wahrscheinlich noch sein Leben lang spüren wird.
        Solche Menschen, wie Stanton gibt es und ich für meinen Teil bin mir nicht sicher ob der Kommentar Ironie war.

    • Mark Z. sagt:

      bei mir geht der Stanton auch in die Ironiekiste. Falls sein Kommentar ernst gemeint ist, ist er selber die groesste Fäkalbakterie. Sonst sehe ich die meisten Kommentare hier als sehr „buenzlihaft“ an…… :-), betrachtet aus der Sicht eines Auslandschweizers, dem die Auswanderung nur gut tat und viel zur persoenlichen Oeffnung beigetragen hat und geholfen hat, einfach ueber gewissen Sachen zu stehen.

    • P. Widmer sagt:

      Heute Morgen habe ich es zum ersten mal gemacht und tatsächlich, die bedankten sich alle herzlich für mein beispielhaftes Benehmen … Ha ha Ha … eine wirklich lustige Vorstellung.

    • Dr J sagt:

      Herr Moechtegern Rambo, Sie tun mir wirklich nur leid……..

  • Thomas1 sagt:

    @ Nina Merli: Sie haben sich die Frage gleich selbst beantwortet. Sie regten sich innerlich über den Velofahrer oder das knutschende Pärchen auf. Sie haben bewertet und verurteilt. Und die Umfrage unter ihren Bekannten zeigt: auch sie outen sich als Schubladisierer. Kurz gesagt: Bünzlig und spiessig sind IMMER diejenigen, die andere bewerten und schubladisieren – und NIE die Schubladisierten. Aber schön, haben Sie den Bünzlialarm bei sich wahrgenommen, dann ist ja noch Rettung in Sicht 🙂

    Verurteilten bzw. Bewer

  • Angeleyes sagt:

    „Wenn man als Velofahrer immer bei Rot anhält“
    ist das eine Anleitung „wie werde ich ein richtiger Velofahrer“? *Schmarrn*

    „Wenn man jede Woche sein Auto wäscht“
    was ist verkehrt dran? Winter+Salz ist Gift fürs Metal. Bezahlen Sie mir einen neuen Wagen?

    „Wenn man sich im Zug aufregt, dass jemand die Füsse auf den Sitz legt“
    Statt sich aufzuregen, die eigenen Füsse auf die Klamotten dessen legen, der seine Füsse auf den Sitz gelegt hat. Ist das jetzt besser?

  • wilfried stanton sagt:

    Das heisst ‚intolerant‘.

  • Dr J sagt:

    -Wenn man eine List ueber Buenzlitum zusammen stell.

    Ich rege mich nur ueber die falsch parkierten Autos auf, die meinem Weg blockieren. Das hat weniger mit Buenzlitum als mit der Ignoranz und selbstherrlichen Denkungsweise des ander Autofahrers zutun.

  • silvia büsch sagt:

    ein paar dinge auf der liste treffen auf mich zu, aber gedanken darüber, ob ich bünzlig bin deswegen, mach ich mir nie. und richtig bünzlig find ich nun gar nicht alles obenstehende… ich meine, ohne licht im dunkeln velo zu fahren zum beispiel, das ist doch einfach leichtsinnig oder etwa nicht? bürgerlich wählen werd ich mit sicherheit nie im leben – bei allem andern bin ich mir nicht so sicher, ob das noch eintreten könnte «auf mein alter hin»…

    • P. Widmer sagt:

      Ja, „sicherlich nie Bünzlig“ wählen deutet mehr Engstirnigkeit.

      • silvia büsch sagt:

        liebe/r p.widmer: mit «nie bürgerlich (nicht «bünzlig») wählen» meine ich, dass ich nie eine bürgerliche wahlliste einwerfen werde und dass ich kaum je einer bürgerlichen initiative zustimmen kann – einzelne bürgerliche personen wähle ich hingegen jedes mal und auch die mitglieder des stadtrates meist insgesamt (inkl. cvp + fdp). sie sehen, eine ganz verbohrte linke bin ich gar nicht… «aus prinzip» total unflexibel zu sein wäre in der tat wohl ziemlich engstirnig (= etwas, das u.a. unter den begriff «bünzlig» fällt?) ich glaube, wir alle haben die eine oder andere bünzlige seite in uns.

  • Mäse sagt:

    Wenn man krampfhaft versucht anders zu sein als man eigentlich ist?

  • Carla sagt:

    Frau Merli, es ist nicht spiessig, einen negativen Gedanken zu haben, wenn man eine rauchende Mutter sieht. Die Mutter ist ihrem Kind ein lausiges Vorbild.

    • genau sagt:

      Statistisch gesehen verkürzt die Mutter durch ihr Verhalten das Leben des Kindes um mehrere Jahre. Ohrfeigen und Schläge sind geradezu Balsam dagegen.

      • Sportpapi sagt:

        Die Mutter raucht im Freien, das Kind liegt nebenan im Kinderwagen, wahrscheinlich nicht gerade im Rauchabzug. Aber immer gerne übertreiben, oder?

      • Katharina sagt:

        Nikotin in der Muttermilch, SP?

      • Sportpapi sagt:

        Bist du sicher, dass sie stillt, Katharina? Soll heute ja nicht mehr zwingend üblich sein. Und Kinder sind häufig länger als nur ein halbes Jahr im Kinderwagen, nebenbei.

      • Katharina sagt:

        Nein sicher nicht, und wir spekulieren darüber was ob usw. oder dass stillen länger als 6 Monate unüblich sei (..zwingend???).

        Richtig ist der Einwand betreffend Vorbildfunktion. und das statistische. Sich darüber Gedanken zu machen ist nicht buenzlig.

      • genau sagt:

        Nikotin im Mutterleib oder Muttermilch, passiv rauchen auch über die Kleider etc. sind das eine. Angesprochen habe ich aber den Nachahmeffekt. Wenn Eltern rauchen, rauchen die Kinder 2.5x häufiger. Und wer raucht, stirbt 10 Jahre früher.
        (Scheinkorrelation möglich, aber kaum für das gesamte Ausmass verantwortlich)

  • tststs sagt:

    Mal ein paar Fragen zum Bünzlitum:
    Was ist eigentlich meine korrekte Bezeichnung: Bünzeline, Bünzliane, Bünzerante?
    Kann man verbünzlen? Wenn ja, ist es das geistige Pendant zum körperlichen Altern?
    Gibt es DAS Bünzlitum? Und alle anderen sind nur Nachahmer?
    Bünzlig, bünzliger, am bünzligsten?
    🙂

  • PlainCitizen sagt:

    Bünzlig finde ich vor allem die Bünzliliste.

  • Dieter Schmid sagt:

    Es gibt nur ein einziges Kriterium als Beweis für die eigene Spiessigkeit: Ein Bünzli ist, wer andere Menschen spiessig findet.

  • Henri Lapin sagt:

    Bünzli ist, wer als gebürtiger Schweizer stolz ist, Schweizer zu sein.

    • Brunhild Steiner sagt:

      … gilt das auch für gebürtige Franzosen die stolz drauf sind Franzosen zu sein,
      oder Italiener die aufs Italienersein stolz sind, gbürtige Spanier, Basken, Katalanen,
      oder gebürtige Norweger oder oder?…

    • Norwin Voegeli sagt:

      Warum soll ich nicht stolz sein Schweizer zu sein?? Ich lebe seit über 7 Jahren in USA und erfahre den extremen Patriotismus der Amerikaner täglich. Auch Staatsbürger anderer Länder sind sehr stolz auf ihre Herkunft und ihr Land. Warum also soll ich nicht stolz sein Schweizer zu sein? Muss ich mich dafür etwa schämen?
      Ich finde, dass etwas mehr Patriotismus den Schweizern nicht schadet und das hat fuer mich nichts mit Buenzlitum zu tun.

    • U. Knecht sagt:

      Und worauf sind Sie denn besonders stolz (stolz!) als Schweizer, auf welches Attribut, welche Errungenschaft? Können Sie etwas dafür, haben Sie etwas besonderes geleistet, um diese Nationalität zu tragen? Fühlen Sie sich etwas besonders verpflichtet?

      Fragen über Fragen.

      • Norwin Voegeli sagt:

        Herr Knecht, es ist ein Privileg in einem der reichsten Länder dieser Erde geboren zu sein und dessen Staatsbürgerschaft zu haben. Ich bin mir bewusst, dass Patriotismus in der Schweiz verpönt und eben als buenzlihaft gilt. Ich habe früher auch so gedacht. Durch intensives Reisen und Leben in anderen Ländern wurde mir jedoch bewusst, dass diese Haltung völlig falsch ist. Es geht hier nicht um mich persönlich sondern um unsere Nation auf die wir alle stolz sein können. Nirgendwo auf der Welt gibt es eine direkte Demokratie wie wir das in der Schweiz kennen.

        Würde geren weiter Gründe nennen…

  • ueli senn sagt:

    „Die Zukunft wird einmal erzählen: Im Beginne des 20 Jahrhunderts entstand das sonderbare Ideal: Wie kann man die Welt zum vollkommensten Abbild des Spiessbürgertums machen?“ (Rudolf Steiner, 1917)

  • Immanuel Felder sagt:

    Bünzlis würden ihren Schrumpfkosmos als einzig erlaubte Lebensform etablieren, wenn sie könnten. Sie sind Farbenblind, haben Farbparanoia und – beruhigenderweise – Skrupel. Egoman sind sie immerhin nicht.

  • Roberto Binswanger sagt:

    Vielleicht ist man als Bünzli im Jahr 2013 sogar „mega-in“….

  • Peter Schenk sagt:

    Würde Nina Merli Annabelle heissen, dann träfe auf sie genau das Lied von Reinhard Mey zu. Wenn Anstand, Rücksichtsnahme etc. einen Bünzli aus machen, dann bin ich gerne einer. Denn der kategorische Imperativ ist Bünzlihaftigkeit, einfach mit anderen Worten formuliert und garantiert ein halbwegs angenehems Zusammenleben auf dieser Welt. Ihre Art des lustig Seins ödet mich an, ebenso wie die Ansicht, Lärm, Klamauk und Coolness um jeden Preis seien eine erstrebenswerte Lebensweise: Es ist nur billiger Ersatz auf Kosten von anderen für eigene innere Leere. Es grüsst sie ein just 55-Jähriger!

  • Römer sagt:

    Also, DIESE (nichtrepräsentative) Feldforschungs-Liste kann man ja nur mit Humor nehmen. Ihre Überflüssigkeit wird nur noch von ihrer Lächerlichkeit übertroffen. Mal ganz abgesehen davon, dass da nicht wirklich bünzlige Sachen drauf stehen. Wer nicht kapiert, dass im Zusammenleben mit anderen Menschen im öffentlichen Raum gewisse Regeln nötig sind, sollte seine Einstellung überprüfen. Toleranz heisst nicht, die SCHLECHTE Kinderstube seiner Mitmenschen kommentarlos zu akzeptieren. Habe fertig

    • marie sagt:

      HOFFENTLICH nehmen sie diese liste mit humor und als kleine provokation, um humorvoll in die tasten zu hauen. 🙂 (der spiesser ist in jedem von uns.)

  • Hanspeter Mathys sagt:

    Ein Bünzli ist einer, der Prosecco statt Champagner trinkt.

    • marie sagt:

      beides schmeckt mit aperol und beides gibt kopfweh. also egal.

      • gabi sagt:

        Kommt ein Kätzlein in eine Bar und sagt zum Barkeeper:

        „Bitte… Ich möchte einen dreifachen Kirsch.“

        Der Barkeepter erstaunt:

        „Aber kleines Kätzchen… Du nimmst doch sonst immer nur eine Schale Milch? Was ist denn nur los mit Dir?!

        Das Kätzchen etwas leiser:

        „Ich will doch jetzt endlich auch mal einen Kater haben“

        Süsse Kätzchenwitze: Bünzlig oder hochreaktionär?

    • Katharina sagt:

      nein, das ist eine preisfrage. und viele merken den unterschied nicht mal. und marie, von moet et chandon oder veuve cliquot krieg ich keinen kater. das ist durchaus zweideutig lesbar.

      • marie sagt:

        die menge macht es aus, die menge. …und mit aperol gibt es durchaus kopfweh. da ich weisse weine nicht mag, spritze ich sie, dann trinke ich sie auch. 😉 (und mittlerweile gibt es durchaus prosecco, der ausgezeichnet ist)
        dir und deiner familie frohes neues jahr katharina!

      • Katharina sagt:

        Champagner nicht vermischt mit anderem eben nicht. prosecco, deutsche sekte und ähnliches werden mit zusätzlicher hefe angereichert, um den sprutz zu erreichen, der sonst mit langer kellerung kommt, deshalb der preisunterschied. aperol ist doch so ein liqeur, nicht? die vertrage ich gar nicht.

        dir auch ein erbauendes 2013. wir feierten den neuen zyklus mit Rosh Hashana, noch in der alten heimat.

      • alien sagt:

        Aperol? Das ist das orange Zeugs, das in den letzten 10 Jahren so in Mode gekommen ist.

  • Danielle sagt:

    Zu Nr. 1: Noch viel bünzliger sind die Leute, bei denen man die Schuhe ausziehen muss…Die Differenz zwischen Toleranz/Intoleranz und Spiessertum ist eine enge Gratwanderung. Die heutige ‚Toleranz‘ ist oft nicht mehr als Gleichgültigkeit und feiges Wegschauen. Eine träfe Definition von Spiessertum könnte sein: Ein Spiesser findet immer etwas, um sich aufzuregen. Es gibt Anstandsregeln, und die dienen dem reibungslosen Zusammenleben in der Gesellschaft. Wer sich aber über Trivialitäten aufregt, die ihn nicht tangieren, ist ein Bünz. Megabünzlig und beliebt bei Schweizern 55+ ist das Belehren.

    • Hilda sagt:

      und genau das haben sie jetzt doch gemacht – also sind sie 55+?

    • Tabea sagt:

      das mit dem Schuheausziehen ist so eine Sache. Wenn jemand einen empfindlichen, geölten Parkett hat verstehe ich, dass man die Schuhe ausziehen muss. Bafuss ists am Besten.

      • Pedro sagt:

        Also bitte, die Schuhe werden ausgezogen! Ich will doch nicht den Dreck der Strasse auf meinem Teppich haben…

  • Urs Weiersmüller sagt:

    Ein Bünzli kann Fragen beantworten wie z.B. wo in der Altglassammlung eine blaue Flasche hingehört.
    Ein Bünzli eignet sich besonders für eine Arbeitsstelle bei einer Bank, einer Versicherung oder in der Verwaltung (Gemeindeverwaltung und insbesondere bei der Steuerbehörde).

    • gabi sagt:

      Bei einer BAAAANK?

      Kaum.

      Bünzlis sind sparsam, gehen keine Risiken ein und entscheiden mit Bedacht.

      • Urs Weiersmüller sagt:

        Auch ein Bünzli braucht eine Bank. Aber er liest die allgemeinen Geschäftsbedingungen geflissentlich durch und schreibt der Bank mit eingeschriebenem Brief, er sei mit Paragraf 23, Abschnitt 7 nicht einverstanden. Auf der andern Seite sitzt dann der Bünzli der Bank, der sagt, man müsse ihm das Konto kündigen, wenn er die Geschäftsbedingungen nicht integral akzeptiert.

      • alien sagt:

        gabi ist zwar schon ein Trottel, aber gelegentlich ein geistreicher Trottel.

    • marie sagt:

      @u. w.
      😆

    • alien sagt:

      Das mit der blauen Flasche habe ich mich schon oft gefragt. So oft, dass ich das Dilemma vermeide. Ich kaufe kein Gesöff mehr in blauen Flaschen.

      Das habt Ihr Blaueflaschenhersteller jetzt davon.

  • Kevin Rüdisühli sagt:

    ich bin ein bünzli aus überzeugung und merke wie gewisse marotten von mir von trendigen trendberuflern übernommen werden nur um „anders“ zu sein.

  • Regia Keller sagt:

    ..und ich hab‘ immer gedacht, ich sei undiszipliniert mit Hang zum Chaos! Danke Frau Merli, ich bin bloss nicht spiessig 🙂 !

  • Sambal sagt:

    Und so sind doch einfach alle Bübnzlis, die sich überlegen, wie sie wie, wann, warum zu sein haben, um nicht bünzlig zu sein. Ich bin cooooool! Ich bin sooooo wichtig! Alle schauen nur auf mich! Dabei ist es do vollkommen egal. Mensch!

  • Darth Vader sagt:

    Bünzlis sind Leute die sich über Star Wars Lego Adventskalender aufregen…harr…harr…harr…Möge der Orangensaft mit Dir sein Frau Amsel!

  • Ted sagt:

    Ich glaube, das Übel fängt dann an, wenn man dieses Wort zum ersten Mal hört! Hehehe

  • Hans Meier sagt:

    Man ist ein Buenzli, wenn man nur noch Checklisten im Mamablog publiziert. Oder wenn man diese Listen liest und kommentiert.

  • Johnny Boy sagt:

    Bünzlis sind der Teufel.

  • däbünz sagt:

    Ein Bünzli ist wer sich fragt ob irgend etwas/irgendwer bünzlig sei.

    • alien sagt:

      Klingt humoristisch, däbünz. Ist aber dead-on. Mir ist Bünzlisein absolut egal. Ich bin ich und wer mich bünzlig findet, soll das tun.

  • Eni sagt:

    Mir gehen ehen diese rücksichtslosen Menschen auf die Nerven die tun und lassen was sie wollen und alle die das nicht hinnehmen wollen als intolerante Bünzli beschimpfen. Und sowieso: wer ohne Licht fährt ist ein Idiot ( auch für Autofahrer) und sollte nur noch zu Fuss am Verkehr teilnehmen dürfen.

    • marie sagt:

      das sind dann die, die bei rot über die strasse gehen, weil sie diesen kick brauchen 😉

      • Eni sagt:

        Wer Kicks braucht, dem geht es zu gut im Leben.

      • Stadelman Reto sagt:

        Voll und ganz ihrer Meinung Eni. Das hat nichts mit Bünzlisein zu tun, sondern mit Anstand und Respekt vor den Anderen. Beides fehlt in der heutigen Gesellschaft. Wehren Sie sich ruhig, es braucht mehr Leute wie Sie die die Asozialen, die einen Platz für ihre Füsse besetzen und dann auch noch die Frechheit besitzen herum zu maulen wenn man den Platz für sich beansprucht, in die Schranken weisen. Der Radfahrer IST ein Vollidiot! Denn wer wandert in den Knast wenn man den Deppen überfährt? Genau, der Autofahrer…
        Und wenn wir deswegen Bünzlis sind, meinetwegen. Ich bin gerne ein Bünzli.

      • gabi sagt:

        Ein Velofahrer, der volkommen unnötig Risiken eingeht, ist einfach ein Depp. Wenn er dabei auch noch andere gefährdet, ist er sogar ein ausgemachtes ArschIoch.

        Ich mach das allerdings nicht an den Regeln fest: Denn eben – wenn kein Schwein auf der Strasse zu sehen ist, so ist es wirklich egal.

        Oft genug missachte auch ich Verkehrsvorschriften. Allerdings sicher nie aus einem Gefühl heraus, damit „Bünzlitum“ zu bekämpfen.

        Dennoch muss ich zugeben, dass ich schon oft in diese Richtung denken, wenn mir wildfremde Menschen den Vogel zeigen, wenn man etwa weit vor ihnen über den Fussgänger-

      • gabi sagt:

        streiffen läuft. Da gibt es schon einige Zeitgenossen, deren Ereiffern ich nicht mal ansatzmässig verstehen kann:

        Wenn ein Fussgänger sich aufregen mag, wo doch nicht einmal ansatzweise seinen Schritt drosseln muss und es nur mit unglaublichem Reflex und einem äusserst beherzten Sprung überhaupt vor mein Rad schaffen könnte, so hat er einfach Spass am Aufregen.

        Sollte das auch schon das Haupt-Merkmal eines Bünzlis sein, so darf ich in diesem Blog kaum mit Steinen werfen.

        😀

    • Beat Boschung sagt:

      Eni & Stadelmann
      Endlich mal zwei richtige Bünzlis. Danke!

      • Eni sagt:

        Ach gAbi, wenn Sie wüssten wie oft ich als Velofahrerin von Autofahrern in Gefahr gebracht werde, dann würden Sie nicht so verallgemeinern. Seit ich als Unmotorisierte auch während der Arbeit immer mit dem Velo unterwegs bin muss ich wirklich feststellen, dass durch Autofahrer verursachte für mich gefährliche Situationen praktisch Alltag sind.

      • gabi sagt:

        Aber Eni…

        Ich spreche doch eben auch aus der Optik als Velofahrer!

        Und was Sie hier drüben tagtäglich im Strassenverkehr erleben (und wie gesagt, weniger mit Rowdytum, als mit Unfähigkeit zu tun hat), geht echt auf keine Kuhhaut.

        Fällt übrigens auch meinen nichtlokalen Bekannten und Freunden hier auf.

      • gabi sagt:

        Ah… Ums zu verdeutlichen. Grad eben:

        Normale Strasse. Trotz parkierter Autos an beiden Strassenseiten, kämen sogar drei PKWs vorsichtig aneinander vorbei.
        Der Müllwagen hält auf der einen Seite, um Glascontainer zu leeren.
        Er ist dazu ganz okay nah an die Seite, an parkierende Autos, ran gefahren.
        Ein PKW nähert sich von der anderen Seite her dem Müllauto… Und scheint vollkommen überfordert mit der Aufgabe, an diesem Vorbei zu fahren.
        Das fällt dem Fahrer aber nicht etwa VOR dem Müllauto ein, sonder als er sich im Schritttempo bis auf die genau gleiche Höhe bewegt hat!
        Da bleibt er

      • gabi sagt:

        dann stehen und harrt der Dinge, die da kommen.
        Andere Autofahrer, sowohl hinter ihm als auch hinter dem Müllwagen.
        Da´s so jedoch allen Autofahrern dieser Stadt vertraut ist, hupt auch niemand (ah – Hupverbot!) oder regt sich in irgend einer anderen Weise auf. Ist ja alles ganz normal und wie man´s kennt.

        Können Sie sich vorstellen, wie sehr diese Art von völlig durchschnittlichem Autofahrer dann erst noch von Menschen auf zwei Rädern überfordert sind???

        😉

  • The Damned sagt:

    Hat sich der Begriff Buenzli nicht langsam erledigt? Ich meine, wenn ich da an all die ach so revolutionaeren Lebensentwuerfe denke, wie sie z. B. von Jack Kerouac angedacht worden sind- und was aus ihnen dann in der Lebenswirklichkeit geworden ist… Pustekuchen, wirklich! Das einzige, was ich als wirklich buenzlig erachte, dieser Begriff ist mir echt unangenehm, ist zuwenig Toleranz und Offenheit dem Abweichenden, Anderen gegenueber.

    • xyxyxy sagt:

      Absolut!
      Ich definiere es so: Ein wertendes kategorisieren von Menschen nach äusseren (meist absolut belanglosen) Merkmalen.

      Nur allzu oft machen das ja gerade die, die revolutionär anders leben. Ihr Hang zum anders sein, geht leider oft einher mit dem abwertenden Verurteilen des Durchschnittsbürgers.

  • alam sagt:

    Wer nachts ohne Licht mit dem Velo umherrast ist schlicht dumm. Licht am Velo einschalten hat nun echt nichts mit bünzlig zu tun.

  • perdita sagt:

    ach, diese ständigen Profilneurosen. Leben, statt ständig darauf zu achten, wie man auf andere wirkt und ob das was man tut, eventuell spiessig, cool oder sonstwie aussehen könnte!

  • Patrick sagt:

    wie hiess es so schön in der Werbung: Wenn ich gross bin, will ich auch Spiesser werden!
    !

  • Ted sagt:

    Wenn man bei Rot bewusst über die Ampel geht, um sich den täglichen Kick zu holen. 🙂

  • Schwarzes Schaf sagt:

    Zur Liste hinzuzufügen:
    – wenn man stolz darauf ist, ein iPhone zu besitzen: Hat heute wirklich jeder Schweizer (Ausländer deutlich weniger oft), und es gibt wohl nichts bünzligeres, als mit dem Strom zu schwimmen! Wirklich: Das Typische am Schweizer ist seine Konformität. Er kauft im Migros ein, hat ein Swisscom-Abo, stimmt genau so, wie es seine bevorzugte Partei vorgibt… Der Schweizer als Herdentier, der Bünzli als Prototyp davon. Mit einem iPhone in der Hosentasche, wie etwa 80% aller Smartphone-Besitzer mit rotem Pass…

    • tststs sagt:

      Oh, noch so einer, der glaubt, er käme ernsthaft an die Quelle, wenn er nur lange und intensivgenug gegen den Strom schwimmt 😉

      • alam sagt:

        Nein, aber man kann auch ans Ufer schwimmen, und dann dem Strom entlang zur Quelle hochgehen. Manche haben dafür sogar ein iPhone dabei 😉

      • tststs sagt:

        oh ich dachte, alle Menschen seien zum Strom verdammt…. und wenn es wirklich Uferwege gibt, dann sind diejenigen die wahren „gegen-den-Strom-Schwimmer“ die sich vom Strom entfernen und sich querfeldein durch die Büsche schlagen… ohne Google-Maps… 😉

      • gabi sagt:

        Pah!

        So was von spiessig, das moderne Zeug:

        Feuer!
        Das Rad!
        Metall!

        Idiotisch.

        Alle denken, Sie brauchen es, nur weil es alle Anderen auch brauchen!

        Das ist doch Steinzeitdenken!

    • alien sagt:

      Tja, schwarzes schaf, ich denke, dass Du Recht hast, dass aber Dein heiliger Zorn sehr bünzlig wirkt.

      Das iPhone habe ich ja neulich einmal „Unterklassentelefon“ genannt. Jeder Totsch hat so eins (nicht jeder, der eins hat, ist ein Totsch, nicht wahr).

      Mein Telefon: Das hier.

  • Marina sagt:

    Bünzlis schubladisieren gerne und rücken dafür ungern von den eigenen Vorurteilen ab. Sie brauchen diese „Sicherheit“.
    Aber Bünzlis sind nicht nur langweilig und ich bin überzeugt, in jedem von uns steckt ein kleinerer oder grösserer Bünzli, resp. in jedem Bünzli auch ein kleinerer oder grösserer Revoluzzer. Jeder Mensch überrascht, wenn man sich nur die Mühe nimmt, ihn näher kennenzulernen.
    Mir fehlt aber beim Ganzen immer noch die genaue Definition von „Bünzli“…

  • Carlos sagt:

    das hat doch alles nichts mit Bünzli sein zu tun.
    Man wird erwachsen und wächst in die Verantwortung gegenüber der Gesellschaft hinein.
    Man hält sich an die Verkehrsregeln (eigene Gesundheit), ist als Eltern vielleicht auch vorsichtiger, weil man gegenüber seinen Kindern eine Vorbildsfunktion einnehmen will, obwohl die Jungen dann so oder so für eine gewisse Zeit alles anders machen.
    Schuhe ausziehen hat mit Respekt zu tun, nichts mit Bünzlitum.
    Eine Gesellschaft kann nur funktionieren, wenn man sich gegenseitig respektiert. Der Artikel ist absolut obsolet und schwach.

    • tststs sagt:

      „Man hält sich an die Verkehrsregeln“ dann stellen Sie sich mal folgendes vor: Land, eine lange gerade Landstrasse, freie Sicht über hundert Meter. Die Fussgängerampel ist auf rot. Sie schauen aufmerksam rechts und links, inkl. hören, es kommt feststellbar kein Auto. Sie laufen los. Haben Sie jetzt ernsthaft Ihre Gesundheit gefährdet?
      Das Bünzlitum hier wäre doch, dass man eher auf irgendein Gesetz hört, anstatt sich des eigenen Verstandes zu bedienen…

      • gabi sagt:

        Ist in Wien so. War völlig verdattert, als ich das endlich kapierte: Die können auch mitten in der Nacht, ohne ein Motorengeräusch weit und breit, ohne ein huschendes Licht, stehenbleiben, wie die hypnotisierten Pinguine:
        Ja – fand ich tatsächlich spiessig.

      • Reto B. sagt:

        Ist mir auch schon aufgefallen, Gabi. Die finden uns sogar ziemlich daneben, dass wir bei rot über die Strasse gehen, wenn kein Auto zu sehen ist. Die nennen das den schweizerischen Hang zu bürgerlichem Ungehorsam. Ich denke es hängt mit unserem anderen Verständnis von Staat und Regeln zusammen. „…and thirdly: It’s more like guidelines anyway!“

    • xyxyxy sagt:

      absolut richtig Carlos – das Problem ist nur, dass die Leute hier absolut Bünzlige Vorstellungen vom Bünzlitum haben, deshalb merken sie es nicht.
      Sie meinen, sie wären als Jugendliche keine Bünzlis gewesen, bloss weil der Jugendliche seine Unreife dahingehend auslebt, dass er meint „anders sein“ wäre das Gegenteil von bünzlig, würde ihm irgendwie Authentizität geben, ein naiver Selbstbetrug und der in Wahrheit der Anfang gelebten Bünzlitums. Ein wertendes kategorisieren von Menschen nach äusseren (meist absolut belanglosen) Merkmalen.

  • Auguste sagt:

    hmm…, die liebste als bildschirmschoner auf dem iphone kann natürlich auch ganz andere gründe haben:

    – sie will es so
    – man kann sie so auch einfach mal wegschnippen
    – sie hat einem zu weihnachten erotische photos von sich „geschenkt“
    – man verbindet die beiden, die man am meisten liebt im leben
    – sie durchsucht das handy mit einem besseren gefühl, wenn sie zuerst ihr bild sieht
    – es ist eine art „to do“ liste
    – sie hat sein bild auch drauf und beide tragen den selben pulli
    – oder es ist einfach liebe – da bleibt der verstand oft auf der strecke

    youtube: carly rae jepsen – call me maybe

    • alien sagt:

      Bei mir ist eine Tochter drauf, abwechslungsweise die eine oder die andere. Nein, wollen tun sie es nicht, aber stören auch nicht.

    • Reto B. sagt:

      Also erotische Photos der Partnerin als Bildschirmhintergrund finde ich ziemlich PIMP, ich würde die schon gar nicht auf dem Handy haben, da gewisse Leute da ab und an draufschauen könnten. Und ich musste an meinen Bürokollegen denken, dessen Frau ihn verlassen hat, als sie mal ins Büro kam, und gesehen hat, dass er das Bild von ihr, welches sie ihm zu Weihnachten geschenkt hat, nicht aufgestellt hat, er hatte es in der Schublade, weil er das irgendwie blöd fand (okay, es war wohl der sprichwörtliche Tropfen, aber dennoch).

      • marie sagt:

        photo in der schublade? 😆 diese szene ist filmreif (tut mir sehr leid wegen ihrem kollegen, musste aber laut rauslachen)!!!!!!

  • Petra sagt:

    bünzlig ist cool 😛

  • Erik Bogdanoff sagt:

    Ich bin stolz ein Bünzli zu sein!

  • Reto B. sagt:

    Ich gebe mir Mühe, bünzliger zu sein. Ich ernähre mich besser, die Mahlzeiten werden zu den korrekten Zeiten eingenommen, es wird richtig gekocht, saisonal, und am Tisch gegessen, (meist) zeitig zu Bett gegangen und rechtzeitig aufgestanden. Waschtag, einmal die Woche putzen, Hausarbeit Müll und Entsorgung regelmässig erledigen, kein Geschirr liegenlassen. Ich mache jeden saisonalen Mist mit. Ich liebe es, ich bin glücklich und vital. Ich pfeife auf eure Hippiekacke. Einzig etwas zu tolerant bin ich wohl (da freu ich mich immer, das sich mir auch meine Ausnahmen erlauben darf) 🙂

    • Reto B. sagt:

      Gopf, jetzt hat sich da ein Leerschlag (für die deutschen Kollegen: Leerzeichen) verschoben, das regt mich jetzt aber auf. Sieht ja auch blöd aus. (Ihr seht ich geb mir Mühe…) Ach übrigens, ich wähle nicht nur bürgerlich, ich bin sogar in der Partei aktiv.

      • marie sagt:

        ja und der punkt nach der klammer fehlt auch noch… also ehrlich, wenn das jeder machen würde. 😉

      • Auguste sagt:

        hmm…, freisinnig schwimmen und absaufen oder mehr mit ausgeschaltetem hirn strammstehen und schweizer-psalm jodeln vor einem ziegenbock und ca. einem dutzend vizepräsidenten mit eingebauter abnick-automatik?

      • marie sagt:

        http://www.persoenlich.com/img/news/content/img239064.jpg
        …sorry, manchmal brennt mein schwarzer humor ein wenig mit mir durch…

      • Reto B. sagt:

        Oh, ähm, nicht in dieser „bürgerlichen“ Partei, in einer etwas linkeren „bürgerlichen“ Partei. Und das mit dem vermaledeiten Punkt nach der Klammer, das passiert mir immer. Das und meine zu exzessiv verwendeten 3 Pünktchen…

      • marie sagt:

        ja also reto b so geht das nicht. einerseits vergessene und dann zu exzessiv gebrauchte pünktchen. we das jedä miech! und links geht nun mal gar nicht, rechts auch nicht und bürgelich, auso nei auso. aber ich hoffe sie haben ihre gartenzwerge im vorgarten poliert. bei diesem wetter ein muss einmal wöchentlich. oder haben sie sich über diese festtage gehen lassen? öppä nid. 🙂
        gfröits nöis!

  • Otto Bünzli sagt:

    Wieso ist man(N) bünzlig, wenn man als Velofahrer bei rot immer anhält? – Ihr Blog ist ja eine Aufforderung an Verkehrsteilnehmer, sich nicht an die Verkehrsregeln zu halten und das ist alles andere als bünzlig: das ist spiessig! Spiessig nämlich, weil ich nächstes mal als Autofahrer Gas gebe, wenn ein Fahrradfahrer, der rot hätte, meine Fahrbahn kreuzt; dann weiss er, dass spiessig etwas mit aufgespiesst werden zu tun hat!

  • Manuel Braun sagt:

    Das allerbünzligste, was es überhaupt gibt, ist krampfhaft zu versuchen nicht bünzlig zu sein.

    • DK sagt:

      Wie wahr. Es gab da mal die Werbung von de Sede, wo so ein wahnsinnig toller Papi meinte: „Das einzige, was mein Sohn (der im Bild neben ihm stand) noch nie zu mir gesagt hat, ist „Bünzli“.

  • Hanspeter Lachermann sagt:

    «Wenn man anfängt, bürgerlich zu wählen»
    Was soll daran, bitte sehr, spiessig sein? Zur Erinnerung: Bürgerliche vertreten den Kapitalismus sowie eine offene, liberale Lebensform und Denkhaltung. Damit meine ich selbstverständlich nicht ALLE Bürgerliche, sondern liberal-bürgerliche Kreise. Freiheit, Demokratie, internationaler Handel, internationale Beziehungen, Fremdsprachenkenntnisse, international tätige, erfolgreiche Unternehmen – das alles gehört zum liberalen Grundgedanken. Diesen Menschen gehört die Welt! Kann mir jemand erklären, was daran spiessig oder «bünzlig» sein soll?

    • tststs sagt:

      Ich finde, und dies ist wirklich nur meine persönliche Sicht der Dinge, dass wirklich liberale Politiker mittlerweilen schwer zu finden sind! Man ist selbstverständlich liberal in der eigenen Sache, aber niemals ausserhalb des eigenen Tellerrrandes.
      Ein kurzes Beispiel: vor rund 10 Jahren war ich bei der Gründung einer Sektion der Jungfreisinnigen dabei. Man war gerne liberal, wenn es um die Wirtschaft und die Steuern ging, sobald es aber um die Gesellschaft geht…uiuiui…O-ton eines damaligen HSGlers: „Ich mache gerne mit, aber nur, wenn wir bei einer allfälligen Hanflegalisierung sicher dagegen sind….“

      • Hanspeter Lachermann sagt:

        Da haben Sie natürlich Recht! Für viele Liberale beschränkt sich das liberale Verständnis (leider) auf die Bereiche Wirtschaft und Steuern. Es gibt leider auch viele Liberale, welche, analog zu den Linken, dauernd neue Gesetze und Bevormundungen der Bürger/innen fordern. Dem urliberalen Gedenkengut widersprechen neue Gesetze grundsätzlich; die Wirtschaft, aber auch der MENSCH, sollen sich möglichst frei von jeglichen Bandagen entwickeln können.
        Ich bin davon überzeugt, dass der Mensch erst dann wirklich frei sein kann, wenn ihm niemand vorschreibt, WIE er zu leben hat (auch NICHT DER STAAT!).

      • tststs sagt:

        Sehen Sie Hr. Lachermann, da fängts für mich schon an: auf der einen Seite der liberale Mensch, auf der anderen der pösepöse Staat! Aber so dual ist unsere Welt einfach nicht, vorallem nicht in der Schweiz: Die Menschen sind der Staat und der Staat sind die Menschen. Wenn Ihnen also in der Schweiz der Staat dreinredet, ist das nicht irgend ein abstraktes Monstrum, sondern es ist die Gesellschaft, in der Sie leben, die Menschen um sie herum (ok auch die hinter den Alpen). Und wie es einige Pseudoneoliberalisten geschafft haben, die Werte so zu verdrehen, dass es plötzlich antiliberal (antihuman) sein soll, sich einer Gesellschaft unterzuordnen, verstehe ich persönlich nicht…

      • tststs sagt:

        Wirklich liberal zu sein, heisst gerne Steuer zu zahlen, gerne solidarisch zu sein, gerne für die Gemeinschaft zu arbeiten…

      • tststs sagt:

        Latein: Liber=frei, liberalis=freigibig 😉

      • marie sagt:

        @ts
        🙂

    • tststs sagt:

      Oder um es anderes zu sagen Hr. Lachermann: Bürgerlich ist mittlerweilen so weit von liberal entfernt, dass einige bürgerliche Politiker bereits die Worte „links“ und „liberal“ verwechseln….

      • Hanspeter Lachermann sagt:

        Der Staat ist weder böse noch „pösepöse“, das würde ich so nicht behaupten. Damit sich der Mensch in der Gesellschaft frei entfalten kann, muss der Staat aber schlank sein, nicht aufgebläht. Es geht darum, einen Nachtwächterstaat zu haben, der nur dann eingreift, wenn es unbedingt notwendig ist, d.h. nur dann, wenn sich das System nicht selber regulieren kann. Ein „Monstrum“ ist Bundesbern bestimmt nicht, bisweilen jedoch sicher „abstrakt“! Sehen Sie nur, wie unser erfolgreiches Miliz-System bröckelt, wie es immer mehr Berufspolitiker gibt. Damit – genau damit – wird ein Staat abstrakt!

      • tststs sagt:

        Verspätet noch eine Antwort: Der zunehmenden Abstraktheit in Bundesbern mit dem Argument der Berufspolitiker stimme ich zu. Hoffe aber, und bin zuversichtlich, dass dies bald an seine Grenzen stösst. Und dass der momentane Zeitgeist auf Kleinbürgertum und Verbotsmentalität eingestellt ist, propagiere ich oft genug… 🙂
        Eine Frage habe ich aber: wie kommen Sie darauf, dass die Gesellschaft dazu da ist, dass sich der Mensch als Individuum frei entfalten kann? mMn noch so ein neoliberaler Fehlschluss…

      • Hanspeter Lachermann sagt:

        Ich bin der Überzeugung, dass die Gesellschaft – und somit auch der einzelne Bürger – am erfolgreichsten ist, wenn die Freiheit maximal gross ist. Aus diesem Grund ist die Kernaufgabe der Gesellschaft, diesen freiheitlichen Rahmen zu gewährleisten. Das ist eigentlich auch der einzige Zweck und die einzige Aufgabe des Staates. Selbst „Law and Order“, also Polizei- und Gerichtsbehörden, haben keinen anderen Zweck, als die Freiheit der Bürger zu sichern. Nehmen Sie einen soz. Staat, wie Venezuela. Um dort erfolgreich zu sein, müssen Sie v.a. nach dem streben, wonach auch der Staat strebt.

      • tststs sagt:

        Ich denke, die nächsten Jahre (Jahrzehnte) werden uns zeigen, wie erfolgreich dieses Prinzip ist. Ich persönliche denke, dass dieses Prinzip, das die individuelle Freiheit über diejenige der Allgemeinheit stellt, fraglich. Das heisst nicht, dass der Staat, sprich Ihre Mitbürger, Ihnen zu sagen haben, wie Ihr Leben im Detail auszusehen hat. Aber irgendwie scheint mir mit diesem individuellen Freiheitsstreben immer a) eine Ablehnung des Staates (im Sinne eines sich selber nicht als Teil eben dieses Staates/Gesellschaftsform zu betrachten) einherzugehen und b) eine gewünschte Aufkündigung, oder zumindest ein kritisches Hinterfragen des Solidaritätsprinzipes. Und ganz ehrlich, eine Gesellschaft, dessen Individuen sich a) nicht mehr mit der Gesellschaft identifizieren wollen/können und die Solidarität untereinander vermehrt in Frage stellt, kann doch nicht wirklich funktionieren…

      • tststs sagt:

        Oder um wieder einmal good ol‘ Janis zu bemühen: „Freedom is just another word for nothing left to lose“…
        🙂

    • tigercat sagt:

      Wunderbare Theorien, Herr Lachermann, aber eben leider nur Theorien. Es ist ja durchaus möglich, dass es auch bei den bürgerlichen Politikern intelligente Personen hat. Aber wenn ich dann schaue, welch jämmerliche Politik auf unsäglich tiefen Niveau rechts betrieben wird (jedenfalls in der Stadt/im Kanton Zürich), dann graut es mir einfach nur noch von den Bürgerlichen. Es ist ja nicht so, dass die „Linken“ immer bessere Politik betreiben würden, aber deren Argumentationsweise ist dann doch um einiges höherstehend. Die ganze rechte Verkehrspolitik ist sowas von vorgestern…

  • Katharina sagt:

    es ist das werten anderer ohne diese zu kennen.

    • tststs sagt:

      Ich würde sagen, das ist eine durchunddurch menschliche Eigenschaft! Und nur die wahren Bünzlis haben das Gefühl, sie seien davor gefeit 🙂

      • Katharina sagt:

        mir kommt einfach das Gefühl auf, dass dieser Text nur auf einer Zürcher Plattform stehen kann. 😉

      • tststs sagt:

        ohhhh, achtung, jetzt wirds ganz gemein: Sie meinen Möchtegernzürcher Plattform? Für/von diejenigen, die am Wochenende mit der S-Bahn angekarrt werden um dem wochentäglichen Bünzlitum zu entgehen?
        Für mich ist der typische Zürich tiefenentspannt, dem weder Bünzli noch Szene wirklich was anhaben können, der über beide müde lächelt, wohlwissend dass er eigentlich nur über sich selber lacht 😉

      • Katharina sagt:

        jaja und die reden dann von den ‚Agglos‘.

      • tststs sagt:

        äh was Agglo, das wird alles einverleibt… Sie müssen nur schauen, irgendwann ist Richti ein zürcher Vorort, mit mit der Postleitzahl B8001, mit „B“ wie Bünzli
        😉
        🙂
        🙂

      • Katharina sagt:

        dass die Stadt das gerne hätte ist schon klar. Richti wohl eher nicht. Aber bis mein neuer Wohnort Zürich einverleibt wird, wird wohl ein Jahrhundert vergehen.

      • alien sagt:

        Hm. Neuer Wohnort Zürich? Jetzt aber.

      • Katharina sagt:

        Nein sicher nicht Zürich. Die Stadt ging mir immer gegen den Strich. In einer steuergünstigen Gemeinde am Bürgenstock im Kanton Nidwalden. Klein und fein und, anhand der Autonummern zu beurteilen, sehr kosmopolitisch. Und die Aussicht, fabelhaft. Der Vierwaldstädtersee ist halt schon eine der malerischsten Flecken des Planeten.

        Für mich auch symbolisch ein Abschluss in einem Triumph, da ich am See direkt gegenüber dem Elternhaus bin, es sehen kann und es berührt mich nicht mehr.

      • alien sagt:

        Das klingt gut, Katharina, das mein ich wirklich.

        Und tststs: Richterswil kann nicht zu Zürich gehören, da es ein Horn hat wie jenes. Und welches ist nun das richtige und welches das falsche? Nein, Richti wird immer Provinznest sein. (Ausserdem hat es beim Richterswilerhorn einen Dschungel, zugänglich vom Pedalo aus. Super für die Kinder)

        Wenn sich die Stadt ausdehnt, dann wird sie nach Wädenswil Pause machen und dann bei Pfäffikon wieder anfangen. Enklave Richterswil.

      • Mark sagt:

        hier noch ein paar Photos, damit du Kat auch findest, wenn du dich im Nidwaldnerkaff auf die Suche machst. Vielleicht hat sie jemand gesehen, oder ihren Zwilling? Probiers einfach http://www.celebwallpaper.org/cat-kocsis-orsi-2045.htm ach nein, geht nicht, die auf dem Photo ist erst 29. Schwierig.

      • Wilde Katze sagt:

        Ach, Katharina, sind Deine Zwillinge auch mitgekommen? Wie haben die beiden Neugeborenen diesen Umzug denn überstanden? Oder hast Du sie etwa zusammen mit Deiner mexikanischen Lebensgefährtin in der vergitterten und streng bewachten Villa in den L.A. Hills zurück gelassen?

      • Katharina sagt:

        neugeboren ist gut. du kannst ja beim langen Strumpf nachschauen, der führt anscheinend genau Buch, ‚WK‘ .

        Dein englisch scheint doch etwas holprig zu sein, denn gated community hat nichts mit vergitterten Fenstern zu tun. solltest du als ehemalige Mitarbeiterin des EDA ja wissen…

  • Marco sagt:

    Bürgerlich zu wählen ist weder eine notwendige noch eine hinreichende Bedingung für „Bünzlismus“ – sondern lediglich ein Zeichen dafür, dass man ein Alter erreicht hat, in welchem der Verstand den Bauch abgelöst hat 😉

    • tststs sagt:

      Aber seine eigenen Meinung als hirnmässig besser dazustellen ist schon ein Schritt Richtung Bünzlitum, oder
      😉

  • mia sagt:

    Etwas gaaaanz bünzliges wurde bei der Aufzählung vergessen: Dass man öfters gebeten wird die Schuhe auszuziehen, wenn man jemanden besucht. Da kriege ich die Krise und mache auf dem Absatz wieder Kehrt, wobei man mich nie wieder sehen wird. Schliesslich habe ich keine Lust, wie ein devoter Bettelmönch auf dem Fusschweiss anderer herumzuwaten. Und: Meine Hig Heels sind wuuunderschön!

    . Schliesslich besuche ich keine Moschee und will nicht auf dem Fussschweiss anderer herumtappen. Ausserdem will ich meine wunderschönen High-Heels anbehalten und nicht wie ein devoter Bettelmönch

    • Otto Frey sagt:

      Mia, regst Du dich nicht vergebens auf? In vielen Kulturen allen voran Japan, auch China ist es üblich die Schuhe auszuziehen. Die waschen die fuesse auch jeden Tag. Es ist sicherlich rücksichtslos, wenn Deine wunderschönen Highheels auf dem Boden des Gastgebers Kratzer hinterlassen. Hoffe doch nicht, dass Du eine Frau bist, die sich nur urch die Higheels profiliert? Wünsche ein tolles neues Jahr.

    • tststs sagt:

      Sorry mia, das sehe ich ganz anders. Wie kommt jemand auf die Idee, er sei ein guter Gast wenn er a) offensichtlich mit ungewaschen (zumindest die Füsse) zu Besuch erscheint und b) dann auch noch mit den High Heels den schönen, teueren Parkett zerstört?!
      Wenn Sie Komplimente für Ihre schönen Schuhe wollen, gehen Sie in eine Bar (am besten in eine mit schwulen Jungs);
      wenn Sie einen gemütlichen Abend unter Freunden wollen…tja dann
      😉

      • Andreas Meier sagt:

        Also Gäste zum Schuhe ausziehen auffordern geht gar nicht. In andern Kulturen mag das so sein, in unserer nicht. Die Etikette ist da ziemlich deutlich.

      • marie sagt:

        wenn sie geld haben den antiken parkett abschleifen und neu versiegeln zu lassen, bloss weil stilettos darin deutliche spuren hinterlassen, ok. dann bin ich mit ihnen einig.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Kleine Frauen haben halt Mühe, ihre High Heels auszuziehen.
        Ich fing mit dem ‚Schuhe ausziehen‘ an, als ich Kinder hatte, die am Boden herum krabbelten, aus hygienischen Gründen. Dann behielten wir das bei, weil es für alle angehmer ist – ausser für Tussileins, aber solche habe ich keine zu Besuch. Es ist einfach nur grusig, den Staub und Dreck der Strassen in die Wohnung zu schleppen, auf den Böden zu verteilen, ganz besonders auf Teppichen. Auf Fäkalbakterien von Hundekacke kann ich gerne verzichten.

    • Tomas sagt:

      mia, you are my hero 🙂

      • marie sagt:

        haben sie einen antiken parkett? ich würde ihnen sehr gerne meine neuen stilettos zeigen 🙂

      • A.M. sagt:

        Schuhe ausziehen hat nichts mit bünzlig zu tun, sondern mit Anstand. Man bringt nicht den ganzen Dreck von draussen in eine Wohnung. Ausser es ist eh eine Saubude oder eine Villa mit täglicher Putzfrau. In der Villa können Sie dann auch die High Heels anbehalten. Aber jeder der nicht soviel Geld hat, hat nicht so gern den ganzen Parkett ruiniert.

      • Tomas sagt:

        marie, antike Parkettböden sind meistens mit Holzarten ausgeführt worden, die sich für ein Parkettboden eignen, typischerweise mit Eiche. Denen macht ein Damenschuh – auch mit Stilettos – nichts aus. Problem sind da eher Männerschuhe mit Ledersohle, in der manchmal winzige scharfkantige Steinchen stecken bleiben, die kleine Kratzer hinterlassen. Ich würde es als angemessen halten meinen Besuchern die Möglichkeit zu geben sich die Schuhe zu reinigen.
        Sie zum Schuhwechsel zu auffordern finde ich, sofern sie nicht in einem Schloss mit intarsierten Böden leben, einfach nur peinlich.

      • Tomas sagt:

        Sollten sie zu den Opfern der Mode der Weichholzparkettböden gehören – am krassesten ist zum Beispiel Ahorn – und mich höflich im Voraus auf das Problem aufmerksam machen würden, würde ich Verständnis zeigen und ein zweites, sorgfältig gereinigtes Paar Strassenschuhe mitnehmen.

      • Tomas sagt:

        @m: aber um auf ihre Frage zurückzukommen: nein, ich habe leider im Augenblick keinen antiken Parkett. Sie dürfen mir ihre Stilettos trotzdem gerne vorführen, jederzeit.

      • tststs sagt:

        Securo, man lebt ja auch in der freistehenden Villa, wo kein Nachbar von unten zuhören darf 🙂

        Natürlich kann man da völlig geteilter Meinung sein, aber ich finden, wenn man zu seinen Gästen so distanziert ist, dass Schuhe ausziehen ein No-Go ist, dann ist es eigentlich angemessen, dass man solche Leute in ein Restaurant einlädt…

      • marie sagt:

        hm… vllt erquickt sich ja tomas an den folgen von stiletto-attacken auf seinem antiken parkett 😉 who knows, who knows…

      • Tomas sagt:

        tja, marie, meine Kommentare sind so brandgefährlich, dass sie vermutlich standardmässig dem versammelten Verwaltungsrat zuerst zur Absegnung vorgelegt werden müssen bevor und falls überhaupt sie freigeschaltet werden, sie müssen sich gedulden – auch wenn eine Diskussion so eher nur theoretisch möglich ist.

      • marie sagt:

        ich theoretisiere gerne mit ihnen tomas 😉 ich habe mich über den filter über diese feiertage beklagt und meine meinung dazu geäussert. nützt wohl wenig, aber in der tat, wenn bloggende u.a. wie brunhild, mila, carolina, sie und ml in die warteschlaufe kommen, ist das sowas von hanebüchen und vor allem schade. gucke ergo später rein.
        haben sie antiken parkett? kommt in bern ja noch öfters vor (nicht so oft wie ich es gerne hätte, aber immerhin).

      • marie sagt:

        lieber tomas, ich gehöre leider zu den geschädigten. als das wohnhaus verkauft wurde, war meine wohnung eine der musterwohnungen. nach drei monaten besichtigung war der parkett im wohn- und im schlafzimmer mit tiefen sehr gut sichtbaren kratzern und kleinen einbuchtungen (von stilettos, aber nicht meinen – ich gehe zu hause barfuss oder in wollsocken im winter) gekennzeichnet. ich hatte alle mühe dem neuen besitzer weiszumachen, dass diese beschädigungen nicht von mir waren. mal sehen, ob er es immer noch glaubt, wenn ich mal ausziehen sollte (will ich nicht, da das haus wunderschön ist).

      • marie sagt:

        und mein parkett IST eiche! und alte parkette kann man zwar abschleifen, aber irgendwann mal ist schluss damit. siehe parkett in der villa bernau – uralt und kann nicht mehr abgeschliffen werden.

      • marie sagt:

        und ich bin mit a.m. einverstanden.

      • Tomas sagt:

        @m: sie müssen nach den Antworten rückblickend suchen – sie werden nicht in der Reihenfolge publiziert, in der sie freigeschaltet wurden, sondern in der sie verfasst worden sind.

      • marie sagt:

        aber t sie werden zumindest noch gleichen tags veröffentlicht – ist schon mal was.
        ja rückblickend ist vieles jetzt klar und vor allem sie haben keinen alten parkett. schade, da macht stiletto vorführen keinen spass.

      • Tomas sagt:

        m: ich möchte nicht allzu in die Materialkunde abdriften, aber nicht jedes Highheel ist Stiletto mit Pfennigabsatz, und nicht jedes Stiletto ist mit einer Metallspitze versehen. Es gibt durchaus erwähnenswerte Alternativen zwischen den Filzfinken und den Killerheels, die keine Spuren hinterlassen (auf dem Parkett, natürlich. Sonst schon)

        Stiletto vorführen macht im übrigen immer Spass.

      • marie sagt:

        mein peep toe hat metallabsatz und der macht in diesem falle nur spass ihn auf (ihrem inexistenten) altem parkett vorzuführen 🙂 habe aber durchaus auch parkettfreundliche alternativen, die sich vom ollen filzpantoffel (die ich hasse wie die pest!!!) ganz klar unterscheiden. und selbstverständlich, kann ich mich auch in gefährlichen schuhen parkettfreundlich bewegen, da ich selbst parkett habe. und auch so, dass der mieter unterhalb nicht eine lärmklage einreicht. sind sie sicher, dass stilettovorführen IMMER spass macht?
        (ich habe heute meinen ziggli-tag, also nicht allzu persönlich nehmen.)

      • marie sagt:

        @t
        t t o g (rückwärts) sind wir bünzlig. 😉

      • Tomas sagt:

        m: wenn ich derjenige bin, der definiert was Vorführung heisst, dann garantiert.

      • marie sagt:

        könnte mit mir probleme geben, da ich autoritätsprobleme habe. mit anderen worten: bin dominant. 🙂
        dies als trost nur für sie (einfach mit höheren stöggis auf parkett vorstellen):
        http://www.youtube.com/watch?v=kEKVLjXO2Fk

      • Lichtblau sagt:

        @Tomas: Ihre Postings lassen Sie mir als Inbegriff des Antibünzlis erscheinen. Ich lese sie ausgesprochen gern – sie sind unkonventionell, erlauben interessante Einblicke und haben Charme. Kompliment!

      • Tomas sagt:

        @m: Eine Domina? Sie tun Männer hauen und so? Interessant, in der Tat. Ich glaube, da würde aber ihr Autoritätsproblem mit meinem Autoritätsproblem mächtig ein Problem haben.
         
        Ich habe einmal eine Frau dieser Gattung portraitiert, sie hiess sogar gleich, eine sehr interessante Persönlichkeit. War extrem anstrengend, trotzdem das Bild zu machen was ich machen wollte.

        LB: das tönt wie Kompliment, danke.

      • marie sagt:

        wenn’s gewünscht wird… mit befehlen hab ich es nicht so. also könnte die vorführung meiner stilettos nach ihrer anweisung ihnen eben keinen spass machen. frauen können anstregend sein, nicht wahr? besonders „maries“. 🙂

      • mia sagt:

        Liebe Pippi (Ihr Name ist soo süüss und erinnert immer an etwas gelbes). Meine Mutter pflegte zu sagen, dass die grössten Ferkel immer diejenigen seien, die am heikelsten tun und sich vor allem grausen.

    • Rocco sagt:

      Mia bei mir kannst du deine Schuhe auch im Bett anbehalten

    • mamma sagt:

      @ Mia: High Five! Meine Füsse sind sauber. Aber in Socken oder Feinstrumpfhosen in der Wohnung unserer Gastgeber schlurfen ist stillos. Das Gleiche Recht geniessen meine Gäste. Natürlich bleiben schnee- und dreckverpackte Winterstiefel vor der Haustüre. Aber alles andere darf von den Erwachsenen an den Füssen behalten werden – oder hat die Bodenmatte vor der Türe keinen Sinn mehr? Noch schlimmer als in Socken rumlaufen: Gastgeber, die Filz- oder IKEA-Schlürfer bereitstellen..

      • mia sagt:

        Na, endlich mal ein paar von denen, die noch Vernunft und etwas Stil ihr Eigen nennen! Mensch, was habe ich da bei gewissen Volidioten nur wieder losgetreten. Wenn Ihr, typische Moms, Bünzlidad’s und andere Mitglieder der langeilig-dümmlichen Fraktion bloss nicht einmal von Euren Heiligenscheinen erdrückt werdet und auf der eigenen Schleimspur auf Euren Echtholz-Eichenparktts ausrutscht.

      • marie sagt:

        na ja bei ihrer wortwahl lässt stil im gegenzug durchaus zu wünschen übrig und scheint mit ihren high heels nicht gerade kompatibel zu sein 😉

      • Katharina sagt:

        …. und ihre wortwahl ist sehr gutes indiz. nichts neues.

    • Auguste sagt:

      hmm…, high heels und parkett geht so:

      als gast in high heels bietet man dem gastgeber an, die ballerinas aus dem auto zu holen, wenn man realisiert, dass da ein schöner, neuer parkettboden liegt, und man seine neusten lieblingsschuhe ausgiebig hat bewundern lassen im verlauf des vorgestelltwerdens. besser kann man sich kaum einführen an einem fremden ort. alternativ bietet man dem single hausherrn an, die heels auf der couch abzustreifen oder meinetwegen im schlafzimmer. noch einmal – besser kann man sich kaum einführen in einem herrenhaus. alles andere ist in der tat etwas kleinkariert.

      • tststs sagt:

        Meine Güte, was holt man sich da für Leute (jup auch Männer könnten theoretisch in High Heels auftauchen) in die gute Stube….?!?

    • Du hast dich mit deinem Kommentar selber disqualifiziert, Mia! Bei mir stehst du nun lebenslang auf der schwarzen Liste!

      • Auguste sagt:

        hmm…, bei einem panther auf der schwarzen liste zu stehen – ist das jetzt ein inverser ausdruck von anerkennung oder kann man das buchstäblich verstehen?

      • Tomas sagt:

        Mit den Worten von Wil Wheaton aus der Serie „Big Bang Theory“: „keine Angst, das nimmt nicht viel Zeit in Anspruch“ 😉

      • mia sagt:

        Das werde ich nieeee überleben!

    • Florian Borer sagt:

      @mia: wenn Du zu mir auf Besuch kommst kannst Du gerne die High heels anbehalte. Wohlgemerkt: NUR die High heels. Restliche Kleidungsstücke müssen abgelegt werden! 🙂

      • mia sagt:

        Das glaube ich Dir gerne. Das sind nämlich genau die Sprüche, die von Glatzköpfen mit dickem Bauch. geklopft werden.

    • Hilda sagt:

      Und ich als Besitzerin meiner Wohnung möchte nicht den Dreck und den Choder von der Strasse in meiner Wohnung – das ist gruusig,

      • mia sagt:

        Aber die Reihe Schuhe in der Diele ist für Dich, Hilda, wie für viele andere, bestimmt ok, nicht wahr? Oder solltest Du etwa eine der wenigen Ausnahmen sein, welche die Besucher vor ihren hässlichen und übelriechenden Tretern verschont? Wenn ja: Gut gemacht!!!

    • tigercat sagt:

      Imho nichts anderes als Ausdruck der Geringschätzung der Gastgeber, wenn man mit auf der Strasse getragenen Schuhe in deren Wohnung herumtrappeln will

      • ulysses sagt:

        Wer Angst vor Kratzern in seinem Holzboden hat, sollte auf Hölzböden verzichten! Oder gruusiges Laminat bevorzugen.

  • Der rote Teufel sagt:

    Danke für eure Kommentare, ihr 33 Bünzlis. Merkt ihr gar nicht, wie sie zum Thema passen? Kleiner Tip: mehr Toleranz, weniger meckern!

  • Brunhild Steiner sagt:

    Das ultimative non-plus-ultra bleibt aber,
    eine Plattform bieten inklusive Angebot der willkürlichen Schlaufenhaltungen,
    sinnloser zeitversetzter doch-noch-Aufschaltung
    und ähnlichem Steine-in-den-Weg legen…

    • Brunhild Steiner sagt:

      wow, das ging jetzt aber doch vergleichsweise schnell, dauert diese Verbesserung an sollte ich es ja bis knapp Sommerferien schaffen wieder zeitgleich geschaltet zu werden…

    • Katharina sagt:

      dann ist die Handhabe der Schlaufen wohl ein ultimatives Zeugnis des Buenzlitums.

    • Carolina sagt:

      BS: Ich glaube, es hat sich etwas verbessert – wenn mein Eindruck richtig ist, Dank an die Verantwortlichen! Für mich war besonders die Tatsache, dass Sie ständig in der Schlaufe hingen, ein klares Zeichen dafür, dass etwas nicht stimmte. Scheint jetzt besser zu sein.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Carolina:
        ich habs sogar in den Einweg-Müll-Express geschafft, höher rauf geht nicht mehr…,
        bezüglich Besserung bin ich abwartend gestimmt, der Härtetest kommt erst noch bei einem wirklich kontrovers diskutierbaren Thema.

      • Brunhild Steiner sagt:

        2/und das war um 11.28 von der Startbahn weg…

      • Theo sagt:

        Dank an den allmächtigen, wohltätigen Fürsten! Wir Untertanen dürfen uns glücklich schätzen, unter so einer weisen absolutistischen Führung Untertanen zu sein. Danke!

      • Katharina sagt:

        BS, Du bist die einzige, wo ich mir NIE einen regelverstoss ausdenken konnte. In dem Sinn schon suspekt und Dein Misstrauen ist berechtigt. Es ist aber möglich dass es einen technischen Grund gibt (IP Adresse eines anderen der nun vom Provider deinem Anschluss zugewiesen ist. andere Möglichkeit allerdings deine Einstellung und in dem Fall wäre es bedenklich und ich gegen eine solche Aussperrung.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Katharina:
        danke, besonders für das Redefreiheit zugestehen,
        auch wenn wir bei gewissen Themen nicht weiter entfernt sein könnten als überhaupt möglich.
        Die Schwierigkeiten haben bei der fortlaufenden Baby-entstehungs-Reportage ihren Anlauf genommen,
        bis zum Müllfilter für Tage.
        Bei anderen die längere Unterbrüche hatten vermute ich mal ähnliches, konkret BB und XY,
        immerhin sind die heute wieder mal hier.
        Gutes Neues Jahr und möglichst wenig Schlaufen…

      • Katharina sagt:

        Bei der baby enstehungsfrage sind wir ja nicht mal so weit in den Meinungen entfernt. wie du weisst haben wir uns ja bewusst gegen eine anonyme spende entschieden.

        Ich finde (oder fand?) die serie uebrigens recht oberflaechlich.

  • tststs sagt:

    Man ist mMn bünzlig, wenn man:
    – Sätze beginnt mit „Die heutige Jugend…“
    – man auf die Barrikaden gehen muss, weil einem evtl. das Plastiksäckli an der Supermarktkasse weggenommen wird
    – resp. Obst und Gemüse je Sorte getrennt in Plastiktüten zu stecken
    – sich über Strassenmusiker aufregen
    – sich über einen McDo neben dem Schauspielhaus aufregen
    – wenn man meint, Tattoos und Piercings seien eine neumodische Erscheinung des letzten Jahrhunderts
    – wenn man den anderen ihr Leben erklären muss…

    🙂

    • tststs sagt:

      – wer den Begriff „Gutmensch“ als Beleidigung benutzt
      – wer glaubt, mit einem Joint und einem Ritt auf der Achterbahn dem Bünzlitum zu entfliehen…
      – wer (pinke!!!) Hausschuhe aus der Ikea den guten, alten, völlig unbünzligen Birkenstock vorzieht
      – …

      • marie sagt:

        und kitzekleine ergänzung… wenn man radio hört und man plötzlich der meinung ist, dass alles gleich klingt. dieser meinung waren meine eltern bei meiner musik auch 😉 guets nöis!

      • tststs sagt:

        Wenn man die Jugend (ihre Sprache, ihre Mode, ihre Träume und eben ihre Musik) nicht mehr versteht, ist man definitiv alt geworden 🙂 evtl auch bünzlig *gg*

      • Carolina sagt:

        ts & Marie: so weit muss ich gar nicht gehen – ich bekenne mich zum gelebten Spiessertum. Manche von den aufgeführten Sachen stimmen, andere nicht. Auch wenn ich sehr angestrengt um mich herum schaue, sehe ich nur sehr wenige Menschen, die nicht eine spiessige Seite hätten oder auch zwei. Aber die, die zeitlebens versuchen, sich als Rebell oder nicht-spiessig zu geben, die gehen mir persönlich ganz besonders auf den Geist. Die wirklichen Nicht-Spiesser haben eine unnachahmliche Haltung, die keinerlei Diskussion braucht, denn das muss sie gar nicht interessieren.

      • marie sagt:

        @carolina
        hey bella… der spiesser ist in uns allen! 😉 für mich nicht weiter tragisch, sonder nur real existierend, und witzig. ich trage im winter sehr gerne meine selbstgestrickten wollsocken, die geben warm, sind praktisch und pflegeleicht. und auch wenn ich riskiere mich zu wiederholen, SELBSTgestrickt. 😉

      • marie sagt:

        …und ja, bei mir ist schuhe auszuiehen v.a. pflicht, wenn es draussen nass ist und wenn wir ins wohnzimmer gehen, da parkett (haus baujahr 1908). in der küche ist es mir egal, da novilon.

  • Maria sagt:

    Ein Bünzli ist ein Mensch, der den eigenen Lebensentwurf für den einzig richtigen hält und andere nur nach dem beurteilt was sie haben oder nicht haben. Es gibt auch bünzlige Weltenbummler ohne Eigenheim…
    Ich würde bünzlig als ‚geistig verknöchert‘ übersetzen. Auch Humorlosigkeit zeichnet den klassischen Bünzli aus.

    • Peter Meier sagt:

      Dann sind also in Tat und Wahrheit, diejenigen die akribisch versuchen ja kein Bünzli zu sein, die grössten Bünzlis?!

      • tststs sagt:

        Absolut! Wo findet man momentan die grösste Ansammlung von Bünzlis? In den Gymis und Sekschulhäusern dieses Landes!
        🙂
        Nicht nur, dass die Mode direkt aus der Linie „Oma Bünzli“ zu kommen scheint; auch gewisse Einstellung sind seeehr rückwärts gewandt (insofern man dies als Merkmal des Bünzlitums ansieht)…

    • xyxyxy sagt:

      Maria – Danke
      Sie haben es begriffen – alle anderen…. seufz, werden es wohl nie begreifen.

  • Valeria sagt:

    …wenn man sich nicht nur über andere Lebensweisen wundert, sondern auch erwartet, dass der eigene Lebensstil für alle anderen auch der beste wäre.

  • hannes sagt:

    Frau Merli, Sie haben mit Ihrem Artikel ja richtig in ein Wespennest gestochen 🙂 Die Betroffenheit bei den Kommentarschreibern ist richtig spürbar. Das Bünzlitum muss verteidigt werden. Spiesser sein, muss heute richtig In und cool sein.

  • Hans sagt:

    Herrlich finde ich, dass es mittlerweile als bünzlig gilt, sich ein Tattoo stechen zu lassen – gut habe ich mich von dieser Volksseuche ferngehalten. 😉

  • Natalie Kuster sagt:

    Na und? Die Dinge, die Sie aufgezählt haben werte ich sehr positiv. Das Wort Bünzli klingt nicht schön, obwohl solche Leute meiner Meinung nach mehr Bewunderung verdient hätten, als hirnlose und/oder faule Draufgänger-Typen. Oder Leute, die kiffen. Wer heute nicht kifft oder sich am Gestank stört ist heute automtatisch ein Bünzli. Dasselbe gilt bei saufen und rauchen. Einen klaren Kopf bewahren zu wollen scheint nichts positives mehr zu sein. Das finde ich unheimlich und bedenklich…

    • tststs sagt:

      Also ich finde Menschen, die so gar kein Bedürfnis nach Rausch verspüren (gibt es immerhin solange wie es Menschen gibt) noch viel unheimlicher und bedenklicher… Man könnte ja behaupten: nur wer sein Hirn wirklich wirklich anstrengt, hat halt auch von Zeit zu Zeit das Bedürfnis nach echter Tiefenentspannung… 😉

      • mumu82 sagt:

        Ist doch traurig, wenn man für Tiefenentspannung Rausch- und Suchtmittel braucht… Mich echter Tiefenentspannung hat das doch überhaupt nichts zu tun! Try Yoga 😉

      • xyxyxy sagt:

        wer sagt denn das Yoga nicht auch ein Rausch und Suchtmittel ist – einige sind auch schon daran verblödet
        (nichts gegen Yoga – aber alles was eine Wirkung hat … hat zwei Seiten)

      • Marco Casutt sagt:

        Sehe ich gleich. Alle die nicht an einer Spritze hängen, sind mir grundsätzlich suspekt. Schräge Typen halt, die schlagen sicher ihre Kinder.

  • Mora sagt:

    …wenn man Pippi heisst und nur noch eine Platte übrigbleibt.

    • tststs sagt:

      Wenn man keinen Kommentar machen kann, ohne andere zu diffamieren….
      tststs

    • Katharina sagt:

      wenn man sich als mora ausgibt aber moron meint?

      • gabi sagt:

        Wenn man Katharina sagt, aber unwillkürlich Pompadour denkt?

        Wenn Pippi „ich“ sagt und Emma spricht?

        Wenn…

        – Hihi… Wird ja reilchlich albern heut.

        Wem Pippi es allerdings zu verdanken hat, wie der Blogdepp behandelt zu werden, das wissen Sie alle auch (ausser ihr selber glaub sowieso jeder und jede): Sie wird damit klar kommen müssen.

      • Katharina sagt:

        wissen Sie, Gabi. ich wollte einmal einfach weg von meinem Vornamen als Nick hier, da es ja mehrere mit dem gleichen Vornamen gibt. und de Pompadour war damals im Kontext als neuer nick passend.

      • Mora sagt:

        Oder auch als Lea?

      • Katharina sagt:

        bleiben Sie bei Ihrer eigenen Liste alternativer Nicks, moron.

  • H. Guisan sagt:

    „wenn man sich betrinkt und es einem am nächsten Tag noch peinlich ist.“

    Peinlich ist doch, dass man noch nicht gescheiter geworden ist. Betrinken tun sich nur Pubertierende und finden da noch toll.

  • Thomas Fischer sagt:

    …wenn man Reda El Arbi heisst und für den Stadblog schreibt..

  • xyxyxy sagt:

    Völlig falsch Frau M. oder eben das Denken eines Bünzli.
    Ein Velofahrer ohne Licht ist gefährlich. Nur ein Vollidiot stört sich nicht daran. Er könnte ihn zu Tode fahren. Bloss weil man klüger wird, heisst das nicht dass man nun bünzliger ist. Bloss weil man dumm ist, ist man nicht tolerant.
    Intoleranz ist etwas ganz anderes. Sie fängt eben gerade damit an, dass man Menschen wegen solch lächerlichen Dingen, die sie aufzählen, als Bünzli abstempelt.

    • Richtig xyxyxy und was ist mit dem Wählen? Wählt man Links ist man in, wählt man Rechts soll man Bünzli sein? Aber, aber, was für ein linker Bünzli hat denn diesen Unsinn in die Tasten gebrunzt.

      • xyxyxy sagt:

        Hebeisen mit politischen Ideen hat es schon rein gar nichts zu tun. Vielmehr – wie sich hier im Blog leider zeigt, mit dem ständigen Kategorisieren von Menschen, die vielleicht ein Hobby, einen Lebensentwurft oder eine Macke haben, mit dem man selbst nichts anfangen kann. Diese alle sind wahre Bünzli. Egal ob sie Weltenbummler oder Buchhalter sind, Outsider oder Insider, Alternativ oder Konform, das ist völlig egal.
        Äusserlichkeiten und persönlicher Geschmack ist irrelevant, es geht um diese kleinliche Geisteshaltung.
        Aber das werden die Bünzli nicht mal im Ansatz begreifen.

      • Carolina sagt:

        Naja, xy, es wäre wohl ehrlicher sich einzugestehen, dass wir alle dazu neigen, spiessig zu sein. Und so gern ich von mir behaupten würde, ich sei Freidenkerin und würde wirklich jeden Lebensentwurf akzeptieren, so sehr muss ich auch zugeben, dass ich sehr wohl werte und zwar ständig. Und vielleicht ist das auch notwendig (in Massen), um seinen eigenen Lebensentwurf immer wieder abzugleichen und nicht in Lethargie zu verfallen. Ich finde, es hilft schon enorm, wenn man sich nicht versucht, von den meisten anderen Menschen abzuheben, sondern eigene Bünzlishwäche einzuräumen.

      • Katharina sagt:

        Das Bewerten der Sinneseindrücke ist Essenz des kognitiven Prozesses. In dem Sinn sind wir wohl alle Bünzlis.

      • xyxyxy sagt:

        Carolina sie missverstehen mich vollkommen: natürlich bewerte ich Lebensentwürfe – aber ich sage nicht (und finde es auch nicht!!!!) dass Menschen mit jenem oder dem anderen Lebensentwurf oder Modegeschmack Bünzlis (abwertende Bezeichnung) seien. Ist denn das so schwer zu verstehen?
        Es gibt offene und tolerante Menschen und solche mit genügend Abstand zu sich selbst – egal welchen Lebensentwurfs oder Modegeschmack sie haben. Ich teile Menschen nicht danach ein, ob sie Serien schauen oder nicht. Ob sie auf einer Bank arbeiten oder nicht. Ist das wirklich so unfassbar?

      • Sportpapi sagt:

        Sie werten, aber Sie werten doch nicht? Was denn nun?

      • gabi sagt:

        Bin bei Christopher Hitchens (kennst Du den ev., Caro?) übrigens auf eine äussert interessanten Gesetzmässigkeit gestossen, der ihm offenbar zu denken gegeben hat.

        (ich find, er passt irgend wie zu bünzlig, weil wir hier im Blog ja logischerweise jetzt oft schon aufs Gegenteil, bzw. jene, die sich dafür halten, zu sprechen kamen)

        Alle grossen Revolutionäre hätten keine Kinder gehabt!

      • xyxyxy sagt:

        sie verstehen es auch nicht SP – da lebt z.B. jmd auf einem Boot, oder als Hippie, oder als Karrierist – und natürlich werte ich das: finde ich das gut? finde ich das sinnvoll? – nein das wär nichts für mich etc. – aber den Menschen als Mensch werte ich nicht nach seinem Lebensentwurf – sondern eher nach diesen Massstäben: hält er seine Lebensweise für die einzig richtige? Kann er auch gut mit anderen, oder sieht er auf sie von oben herab -und: geht sein Lebensentwurf für ihn auf? blüht er darin auf, ist er glücklich?
        das sind für mich entscheidende Fragen

      • gabi sagt:

        Ich find das hier zum Schluss nun übrigens recht gut beschrieben, xyxyxy (und bild mir ein, Sie zu verstehen)

        Ich meine, ihr Post von 11.10 kommt etwas verwirrend rüber und ist ev. der Quell des Missverstehens:

        „Vielmehr – wie sich hier im Blog leider zeigt, mit dem ständigen Kategorisieren von Menschen, die vielleicht ein Hobby, einen Lebensentwurft oder eine Macke haben, mit dem man selbst nichts anfangen kann. Diese alle sind wahre Bünzli. „

      • Lichtblau sagt:

        Ich finde es immer wieder erstaunlich, in wie wenigen Jahren der typische Linke vom sexy Rebellen zum selbstgerechten Spiesser wurde. Damals wollte er aus dem Staat Gurkensalat machen, heute ist er gnadenlos pc: Militanter Nicht- statt Gauloiseraucher, erbitterter Gegner ausländischer Gewächse in Gärten (aber sehr tolerant gegenüber Einwanderern aus der Dritten Welt), oft Vegetarier mit Sendungsbewusstsein und Sandalenträger (die diversen Modelle lagert er vor seiner Wohnungstür). Ist er Ihr Nachbar, sollten Sie gut darauf achten, nur „korrekte“ Zeitungen im Altpapier zu entsorgen …

      • Carolina sagt:

        xy, ich blicke leider immer noch nicht so ganz durch, sorry. Liegt sicher an mir. Ich dachte, Sie hätten darauf hingewiesen, dass Bünzlitum mit ständigem Abwerten bzw Kategorisieren anderer Lebensmodelle einhergeht und wollte nur sagen, dass, daraus folgend, ein natürlicher Bünzli in uns allen steckt. Aber vielleicht bin so sehr einer, dass ich es wirklich nicht verstehe.

      • Carolina sagt:

        Lichtblau, das erstaunt mich auch immer wieder. Ich weiss noch genau, dass ich, als ich jung war, es für unglaublich hielt, wie spiessig ältere Leute mit der Zeit wurden (älter = über 45!). Heute sehe ich meine Generation an und mir sträuben sich bei Klassentreffen die Nackenhaare (auch über mich selber, über meine zunehmende Aengstlichkeit und Sicherheitsbedürfnis). Und wenn ich die wohlgenährten Alt-68er sehe, die heute genauso sind wie Sie es beschreiben, vor allem auf Pfründesichern aus zu sein scheinen, kriege ich Depressionen.

      • Carolina sagt:

        Gabi, Christopher Hitchens war lange Zeit mein Provokations-Gott, an ihm habe ich mich gerieben, Argumente gestählt und fand ihn, trotz vieler für mich unverdaulicher Brocken, lebensnah, unversöhnlich und vor allem zum Wandel bereit. Dann kam der Streit um Lewinsky, Irak (der erste Krieg) und noch so einiges und er wurde immer mehr zu einer Prima Donna. Aber ‚Hitch 22‘ liebe ich und lese es immer wieder. Ich mag Menschen, die mich herausfordern und das kann er auch jetzt noch. Er muss sich selbst nicht für einen Revolutionär gehalten haben, denn er hatte ja Kinder, oder?

      • Carolina sagt:

        Gabi, CH war lange Zeit mein Provokations-Idol, an ihm habe ich mich gerieben, Argumente gestählt und fand ihn, trotz vieler für mich unverdaulicher Brocken, lebensnah, unversöhnlich und vor allem zum Wandel bereit. Dann kam der Streit um Monica L, Irak (der erste Krieg) und noch so einiges und er wurde immer mehr zu einer Prima Donna. Aber ‘Hitch 22′ liebe ich und lese es immer wieder. Ich mag Menschen, die mich herausfordern und das kann er auch jetzt noch. Er muss sich selbst nicht für einen Revolutionär gehalten haben, denn er hatte ja Kinder, oder?

    • H. Guisab sagt:

      Wer mit zwanzig nicht links wählt, hat kein Herz. Wer mit vierzig immer noch links hat, kein Hirn.

      • Tomas sagt:

        exakt.

      • tststs sagt:

        Tja und jetzt legen Sie bitte noch fest, was besser ist: hirnlose oder herzlose Menschen?

      • marie sagt:

        hirnlose, eindeutig 😉 alles andere ist spiessig.

      • xyxyxy sagt:

        Carolina – ich versuch es nochmals.
        Sehen sie ich kenne sehr viel verschiedene Leute: Sozialhilfe Empfänger und Firmenbesitzer, welche man als Reich bezeichnen könnte. Familienmenschen, ewige Singles. Linke und Grüne zählen zu meinen guten Bekannten, wie auch SVP Wähler.
        Leute ohne Fernseher und Serienjunkies.
        Vieles ist nicht nach meinem Geschmack, was all diese Leute denken oder tun – aber ich nehme sie in erster Linie als Menschen wahr und mich interessiert nur, was sie als Menschen sind. Ganz ehrlich, so ist es.

      • Carolina sagt:

        Ich glaube es Ihnen, xy. Bitte nehmen Sie mir diesen meinen Restzweifel nicht übel, dass nicht viele Menschen zu diesem ‚leben und leben lassen‘ fähig sind. Wir leben ja nun alle nicht im luftleeren Raum bzw haben Kinder, denen wir irgendwie klarmachen müssen, dass die meisten Menschen (ich rechne mich dazu) ständig bewusst oder unbewusst werten, abgleichen, vergleichen, kontrollieren. Ich halte das für sehr menschlich und normal (Ausschläge nach rechts und links sind natürich eine andere Sache), aber gebe zu, dass mehr Gelassenheit in punkto Andersartigkeit auf meiner Lernliste zuoberst steht

      • xyxyxy sagt:

        Carolina 2 – das zweite habe ich schon öfters gesagt. Ich war selbst ein junger Punk, der alle Welt für Faschos hielt und musste irgendwann mal einsehen, dass ich selten in einer bünzlihafteren und intoleranteren Gesellschaft war, als eben genau in dieser Zeit. Als junge Wilde hatten wir alle verurteilt, ohne sie zu kennen. Nur nach äusserlichkeiten verurteilt – gerade das ist doch das Wesen eines Oberbünzli.

      • Sportpapi sagt:

        @xyxyxy: Wir sind ja – wieder einmal – praktisch gleicher Meinung. Ich finde auch, jeder soll leben, wie es ihm/ihr gefällt (wenn er/sie dann zu jammern beginnt wegen der Konsequenzen, bin ich aber eher nicht so tolerant). Allerdings weiss ich, dass ich sehr wohl werte, was ich gut finde und was nicht, auch bei anderen. Und wenn es sein muss, sage ich es sogar mal – wie ich ja auch froh bin, wenn mir andere Leute den Spiegel vorhalten. In Grenzen natürlich 🙂
        Mit „spiessig“ oder „bünzlig“ kann ich aber gerade gar nichts anfangen, da dies für mich nichtssagend ist.

      • xyxyxy sagt:

        Ja – SP wie fast immer….
        Natürlich sind das lehre Worthülesen, weil sie einen Negativstempel aufdrücken für an und für sich nichtssagende willkürlich gewählte Dinge. Deshalb passen diese Worthülsen eben gerade auf diejenigen am Besten, welche sich ihrer bedienen. Menschen, die ihre Sicherheit, in so oberflächlichen Einteilungen suchen, wie Essverhalten, Mode oder Musikgeschmack oder politischer Meinung und nicht in der Lage sind auf das wahre Wesen einer Person zu achten.

  • Sportpapi sagt:

    Dieses Bünzli oder Spiesser ist irgend etwas Schlechtes, oder?

    • H. Guisan sagt:

      Ja, aber nur in den Augen der eigentlichen Kleinbürger, die sich meinen, noch von anderen abheben zu müssen.

      • gabi sagt:

        Der letzte Individualist ist wohl wirklich nur noch der, der zu sagen wagt: Ich bin genau gleich wie alle Anderen.

    • tststs sagt:

      Jein, es hat wie jede Charaktereigenschaften seine Vor- und Nachteile…

  • Independent sagt:

    Ich fand immer, auf dem Fensterbrett lehnend und sich über die Welt draussen aufregend…, das ist für mich der Innbegriff für Bünzlitum

    • pixel sagt:

      Hoffen Sie darauf, dass sich mindestens einer davon in allernächster Nachbarschaft befindet, dann sind Sie sicher vor unliebsamen Besuchern (Einbrecher und Konsorte) gefeit.

  • Alain sagt:

    Es gab doch diese Werbung, wo ein Mâdchenen seinen „Hippie-Vater“ auf ein schönes Haus mit schönem Auto davor aufmerksam machte.
    „Ach – Spiesser“; meinte der Vater.
    „Wenn ich einmal gross bin – will ich auch Spiesser werden“; sagte treuherzig das Mädchen.
    In diesm Sinne: „Hippie-happy-end“ 😉

  • vaterteresa sagt:

    Liebe Frau Merli,
    Sie stechen ja wirklich alle noch verbleibenden Bünzlis mit Ihrem 16 Bünzlipargraphen ab. Gratuliere.
    Ein Bünzlioldie, der immer wieder gern Bünzli ist. (z.B. Füsse auf der Bank in der Bahn mit stinkenden Socken)

  • Blitz Blank sagt:

    Zum Ausprobieren:
    Wer auf einen Menschen zeigt, zeigt mit drei Finger auf sich selber.

    -Sinnbild, das mir in Australien erzählt wurde.

    • gabi sagt:

      Also eigentlich völlig verkehrt!

      🙂

    • H. Guisan sagt:

      Downunder eben.

      • Beno sagt:

        …und der Adolf hat gleich mit 5 Finger auf andere gezeigt…he Guisan ?!

      • Auguste sagt:

        hmm…, beno-scheinhistoriker, jener blickte und grüsste jeweils eher gen horizont – dort wo die sonne über grünen auen lacht und das rot-weisse banner sanft im winde weht. was dem einen sein berchtesgaden war, ist den andern ihr herrliberg – die aussichten scheinen auch recht ähnlich zu sein.

      • Katharina sagt:

        hmm auguste, blocher mit dem dolphi gleichzusetzen ist nun doch etwas uebertrieben.

      • Auguste sagt:

        hmm…, das würde ich doch nie tun, katharina. der eine hats erfunden und der andere kupfert einfach schamlos ab. wozu die allerdings so vehement nach der macht im staate gieren, wenn sie dann doch nur wollen, dass dessen einfluss und abgabenzwang möglichst gering sein soll, bleibt etwas rätselhaft. richtig lustig wird politik ja erst, wenn man mächtig genug ist, gesetze oder gar verfassungen in seinem sinne zu korrigieren. dr. schlüer träumte nicht umsonst von 50%. und warum sonst sollten sich die andern „douches“ vom rechten zürichseeufer so engagieren. duty, country, honour? – gewiss.

      • Beno sagt:

        Berchtensgaden mit Herrliberg gleichzusetzen Guschteli :)…das würde dir so passen, das würde wohl den Schmerz mit deiner braunen Familie im Norden etwas lindern ?!

  • Peter Meier sagt:

    Ohne Licht Velo fahren, oder bei Rot nicht anhallten, haben eher mit immer noch vorhandenem jugendlichen Leichtsinn und Tennie-Allüren zu tun

  • Muttis Liebling sagt:

    Eine ziemlich willkürliche Auflistung. Der wirkliche Spiesser zeichnet sich durch ein überzogenes Sicherheitsbedürfnis aus, ihm geht sein Wohl über das der Allgemeinheit. Seine Ziele sind Glück und Wohlstand, er möchte Karriere machen.
    Der Bünzli beginnt nicht beim Waschen, sondern dem Besitz eines Autos (oder anderer Motorfahrzeuge).
    Der Bünzli hat Distanz- Nähe- Probleme, ist wenig bis gar nicht bindungsfähig. In männlicher Gestalt geht er noch mit > 30 Jahren mit Freunden Bier trinken.

    • Michael Dejardin sagt:

      …und bünzlig ist, wenn man meint, man sei der einzige, der wisse, wie ein Bünzli zu definieren ist.

    • Sportpapi sagt:

      So hat wohl jeder seine eigene Definition. Ich dachte immer, Bünzlis seien Leute, die sich z.B. in den Vereinen für die Allgemeinheit engagieren…

    • Hans sagt:

      @Liebling: Was hat der Besitz eines Motorfahrzeug mit Bünzlitum zu tun?
      Ich kenne reine Velo- und ÖV-Benutzer (teilweise sogar ohne Mobility) die bünzliger als bünzlig sind, aber auch begeisterte Auto- oder Motorradfahrer, die ich beim besten Willen nicht als Bünzlis bezeichnen könnte.

    • Carolina sagt:

      ML, ein gutes neues Jahr! Gebe Ihr Urteil gleich zurück: Ihre Auflistung ist auch ziemlich willkürlich. Ein Mann, der mit seinen Freunden ein Bier trinken geht? Ein Auto besitzen und waschen? Könnte mich noch sehr knapp damit anfreunden, wenn Sie statt ‚Spiesser‘ ‚bürgerlich‘ schreiben würden, um die negative Konnotation herauszunehmen. Für mich sind die wahren Spiessbürger die, die allen anderen unterstellen, einer zu sein, während sie selber es nicht seien. Ich stehe zu meinem Spiessertum.

      • Muttis Liebling sagt:

        Gleichfalls ein gutes neues Jahr, Carolina. Meine richtige Definition habe ich weiter unten gegeben. Klar war das hier auch nur eine willkürliche Auflistung. Der typische Bünzli begegnet mir hier am Arbeitsplatz fast täglich, wenn ich mit der Forderung konfrontiert werde, dass in meinem Bereich alles besser werden muss und sich gleichzeitig im Wesen und in den Abläufen nichts ändern darf.

      • tststs sagt:

        Ach, den Bünzli seh ich jeden Morgen im Spiegel, wenn er mich fragt „wie konnte das denn passieren?!“
        🙂
        🙂
        🙂

      • Carolina sagt:

        Nochmal, ML: Für mich sind die die wahren Spiesser, die immer den anderen Spiessertum unterstellen. Und da hat ts Recht: wir alle müssen eigentlich nur mal in den Spiegel schauen, dann sehen wir ihn, den typischen Spiesser.

      • Katharina sagt:

        Caro, gestern lief eine Folge von Hercule Poirot auf ITV. Darin kam genau der Aspekt Spiegelbild vor. Besagt, dass wir uns selber nie so sehen können wie andere uns sehen, da das Spiegelbild selber eben spiegelverkehrt ist.

        Sehr gute Serie btw, auch wenn mir die in den späten 80ern und 90ern produzierten Folgen dichter erscheinen.

      • gabi sagt:

        Da fällt mir in diesem Zusammenhang grad ein:

        In den Staaten wurde ich angesichts normaler Badehosen sofort und unwiderruflich zum Schwulen erklärt… Was ich erst mit einiger Verzögerung kapierte.

        Damals schien genau so unumstösslich zu gelten, dass kurzhaarige Frauen aus Prinzip Lesben zu sein haben (worauf sich die prüden Hetero-Amifrauen ja wohl so oder so die Haare wachsen lassen mussten !)

        Das könnten wohl wirklich Sie uns ev. sagen: Ist das immer noch so?!

        – Sowas finde ich persönlich nämlich ungeheuer spiessig.

      • gabi sagt:

        In diesem Zusammenhang fällt mir grad ein:

        In den Staaten wurde ich aufgrund völlig normaler Badehosen sofort und unwiderruflich zum Schvvulen erklärt… Was ich erst mit einiger Verzögerung kapierte.

        Damals schien genau so unumstösslich zu gelten, dass kurzhaarige Frauen aus Prinzip Lespen zu sein haben (worauf sich die prühden Normalo-Amifrauen ja wohl so oder so die Haare wachsen lassen MUSSTEN !)

        Das könnten wohl wirklich Sie uns ev. sagen: Ist das tatsächlich immer noch so?!

        – Sowas finde ich persönlich nämlich ungeheuer spiessig.

      • Katharina sagt:

        haha, Lespe (korrekt geschrieben) ist auf dem Index. wenn das nicht buenzlig ist….

      • Katharina sagt:

        Wenn Sie mit normalen Badehosen die Speedos meinen, da wird in der tat entsprechend gewitzelt. aber einige amis hängen schnell den anti-schwulen raus, um ja nicht in den verdacht des schwulseins zu kommen. siehe einige vehement anti-g. teebeutel, hinter deren rede die eigene nicht latente neigung steckt.

        zur weiblichen haarlaenge: die prueden sind oft eben southern belles die dann auf den suedstaaten stereotypen machen mit dem wallenden blonden haar, auch aus der flasche.

      • Katharina sagt:

        … und die antwort zu Ihrer frage an mich haengt. anscheinend besteht ein redeverbot betreffend gleicher konfiguration der partner….. wow, wie aufgeschlossen.

      • Katharina sagt:

        beziehungsweise hing. dennoch. loosen up.

      • Katharina sagt:

        homophobie ist auf dem index. warum? es ist tatsache dass es das gibt und der ausdruck ist im woerterbuch der psychologie..

  • Philippe sagt:

    Was für ein bünzliger Artikel… Schublädlidänke…

  • Beno sagt:

    Komm raus Guschteli…es ist Zeit,… endlich DEIN Thema 😆

    • gabi sagt:

      😀

      So im Sinne von: Bünzlig ist, wenn man einer angeschrumpelten Emanze „angeschrumpelte Emanze“ sagt?!

    • Pesche sagt:

      Hat schon was: Countyfans, Waffennarren, Thujahecken-Krieger.

    • Auguste sagt:

      hmm…, es ist immer dasselbe mit dem guten neuen jahr: kaum hat’s begonnen, schon muss man abstriche machen. weil ihr grad so schön versammelt seid, mich beschäftigt da seit neujahr eine frage: wie gut sind eigentlich gute vorsätze, wenn sie von richtigen blödmännern gefasst werden?

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