Eine Reise durch die Welt berufstätiger Mütter

Eine Carte Blanche von Peggy Wandel*.

Mamablog

Was verbindet berufstätige Mütter weltweit? Im Bild oben: Eine Mutter mit Kind in New York. (Foto: Flickr/Ed Yourdon)

Ab und zu spüre ich eine wohltuende Woge der Solidarität vonseiten anderer «working moms». Im Gespräch mit einer Zufallsbekanntschaft, mit Co-Mamis im Kindergarten oder mit einer Kundin beschleicht mich dieses seltsame Glücksgefühl. Als ob wir Teil eines Geheimbundes wären. Objektiv gesehen ist das Quatsch, die Weltbevölkerung besteht zu rund 50 Prozent aus Frauen. Was eint uns also im «Mütter-Club»? Darüber sprach ich mit berufstätigen Mamas auf der ganzen Welt.

«In Finnland arbeiten Büroangestellte in der Regel von 8 bis 16 Uhr», erklärte mir Petra aus Finnland. Als selbständige Kommunikationsberaterin hält es die 37-jährige genauso, so bleibt ihr anschliessend Zeit für ihre beiden Söhne (2 und 5 Jahre alt). Ein Betreuungsplatz für die Kinder wird von der finnischen Regierung garantiert und subventioniert, geöffnet sind die meisten Einrichtungen von 7 bis 17 Uhr. Für Alleinerziehende und Schichtarbeiter gibt es flexible Angebote, die teilweise rund um die Uhr geöffnet haben. «Wir haben ein wirklich gutes soziales System für Familien mit Kindern», meint Petra. Davon überzeugen mich spätestens die staatlichen Mutterschaftspakete. Schwangere erhalten solch ein «Rund-um-Paket» rechtzeitig vor der Geburt. Es enthält Babykleidung, Matratze und Bettbezug, Schlafsack, Schneeanzug, Windeln, Stilleinlagen, Kondome, Bilderbuch, Spielzeug und vieles mehr. Und die stabile Verpackung lässt sich notfalls als Babybett nutzen.

Das «Schoggi-Land» Schweiz schmeckt für berufstätige Mütter eher zartbitter als sahnig, meinte meine Freundin Reka. Die Ungarin und ihr Mann zogen vor einigen Jahren aus Süddeutschland in die Schweiz. Dort kam im Sommer 2011 ihr Sohn zur Welt. In Ungarn oder Deutschland hätte sie nach der Geburt drei Jahre pausieren können, der Arbeitsplatz bleibt solange garantiert. In der Schweiz erhalten Mütter nur eine Schonfrist von vier Monaten. Anschliessend kehren sie zurück in den Job oder nehmen eine Kündigung in Kauf. «Bevor mein Baby zur Welt kam, erschreckten mich diese Aussichten. Ich fragte mich, wie es normale Schweizerinnen schaffen, ihren Lebensunterhalt zu verdienen und für ihr Kind eine gute, bezahlbare Betreuung zu finden.» Inzwischen arbeitet sie selbst wieder ein bis zwei Tage die Woche und geniesst die restliche Zeit mit ihrem Kind. So geht es auch vielen ihrer Schweizer Freundinnen – sie kehrten nach vier Monaten in Teilzeit zurück und kosten es ganz bewusst aus, an diesen Tage über etwas anderes zu sprechen als über Brei und erste Zähne. Inzwischen kann Reka dem Schweizer Arbeitsleben auch positive Seiten abgewinnen. Im Gegensatz zu Deutschland oder Ungarn wird eine Frau zum Beispiel eher eingestellt, selbst wenn sie Mutter ist und womöglich alleinerziehend – schliesslich kann man sie auch wieder entlassen.

Galit aus Tel Aviv ist gross, attraktiv und temperamentvoll. Die zweifache Mutter betreibt ein Fachgeschäft für Haarkosmetik. «Zum Glück gehen meine Kinder inzwischen von 8 bis 15 Uhr zur Schule und ich bin die Geldsorgen wegen der Kinderbetreuung los», sagt sie. Für viele Eltern seien die Kosten der privaten Kleinkindbetreuung «wie eine zweite Hypothek». Pro Kind koste sie beinahe so viel wie die Miete. Das Leben in Israel ist allgemein sehr teuer, weshalb es im vergangenen Sommer erneut Demonstrationen gab gegen Wohnungsnot, hohe Steuern und Lebenshaltungskosten. Damals schimpfte auch Galit auf die Regierung und erklärte mir: «Wir sind ein kompliziertes Land mit grossen Sicherheitsproblemen und der Grossteil der Staatsgelder wird ausgegeben für die Armee.» Seit Tel Aviv vor wenigen Wochen unter Raketenbeschuss geriet, lebt die junge Mutter in ständiger Angst. Obwohl Terror und Gewalt nichts neues sind in ihrem Leben. Als im Golfkrieg 1991 Bomben auf ihre Heimatstadt fielen, ging sie selbst noch zur Schule: «Ich verliess das Haus nicht ohne Gasmaske, morgens packte ich sie zusammen mit Büchern und Stiften in meine Schultasche. Wenn die Sirene heulte, rannten wir für drei Minuten in den nächstgelegenen Schutzraum. Damals habe ich mir kaum Gedanken darüber gemacht.» Als Mutter erlebt sie die Bombenangriffe heute ganz anders: «Ich bin ständig angespannt, denn wir wissen nie, wann die nächste Explosion kommt. Wenn der Alarm ertönt und die Sirene mir in den Magen schlägt, überfällt mich eine irrsinnige Angst um meine Kinder, um meine Familie.»

Helsinki oder Zürich, Mumbai oder Melbourne: Ich sammelte Geschichten von Müttern auf der ganzen Welt, und keine glich der anderen. Dennoch gibt es einen gemeinsamen Nenner: Wir stehen alle vor der Herausforderung, Familie und Beruf bestmöglich unter einen Hut zu bekommen. Wie gut uns das gelingt, hängt von vielen Faktoren ab. Von unserer familiären Situation, uns selbst und vor allem den nationalen Rahmenbedingungen. In jeder Hinsicht liefert der Blick über den Tellerrand spannende Impulse.

Foto: Stefanie Heider.

*Peggy Wandel wohnt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Deutschland. Die Betriebswirtin arbeitet als selbstständige Texterin und ist bekennende Globetrotterin. Für ihr Buch «Zwischen Karriere und Krabbelgruppe» interviewte sie Freundinnen und Fremde und stiess dabei auf grosses Interesse am internationalen Austausch von Erfahrungen berufstätiger Mütter.

247 Kommentare zu «Eine Reise durch die Welt berufstätiger Mütter»

  • Hermione sagt:

    Liebe Mütter, hört mal auf euch selber zu bemitleiden. Ach je euer Leben ist ja so anstrengend. Wer Kinder hat (Egal ob Vater oder Mutter) hat gefälligst zuhause zu bleiben und sich um sie zu kümmern. Wenn aufgrund der Stressreduktion 1-2 Tage der Mutter gut tun und ihr Verhalten dem Kind gegenüber verbessern, ist das in Ordnung. Wenn’s kein Wunschkind war und die Mutter allein erziehend ist, okay dann geht’s nicht anders. Aber alle anderen Karrieregeilen Mütter sind einfach nur asozial und egoistisch. Denkt eigentlich irgendjemand mal an die Kinder?! Karriere ODER Kind- beides geht nicht

  • Marco sagt:

    Fremdbetreuung ist ist in der Schweiz katastrophal! Und noch was zu den Kosten: die Kosten der Fremdbetreuung sind enorm. Viel wichtiger aber ist, dass das Preis-/Leistungsverhältnis überhaupt nicht stimmt. Wir schreiben das Jahr 2012 und das Gros der Krippen diktiert die Betreuungsregeln noch immer den Kunden und nicht umgekehrt. Gott sei Dank bin ich selbständig und wir kommen so als Familie aktuell ohne Fremdbetreuung aus. Mich würde echt jeder Rappen reuen!

  • dres sagt:

    „In Ungarn oder Deutschland hätte sie nach der Geburt drei Jahre pausieren können…“
    Hahaha, dann schauen Sie mal wie es den Leuten in Ungarn wirklich geht – vor allem alleine erziehenden Müttern… Diese Arbeitsplatzgarantie für drei Jahre ist ein völliger Witz, der die Staatskosten explodieren und die Löhne viel zu tief bleiben lässt.

  • marie sagt:

    @hansli
    ich glaube nicht, dass neid dahinter steckt, wenn dann höchstens am rande. ich vermute eher, dass hier ein allzumenschliches verhalten, aus welchen gründen auch immer, messgebend ist. man macht noch gerne andere „schlecht“, um sich und die eigene situation aufzuwerten, um besser dazustehen. und das finde ich schade.

  • Eni sagt:

    Mir stösst es etwas sauer auf, dass hier die ganze Zeit von den gutverdienenden Karriere-Mamis gesprochen wird. Die machen doch wohl nur einen kleinen Teil der brufstätigen Mütter aus. Was ist mit den Verkäuferinnen, Putzfrauen oder Alterspflegerinnen? Die arbeiten auch körperlich schwer und müssen nebenbei auch noch einen Haushalt ordentlich führen und die Kinder betreuen.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @ E n i:
      richtig, und haben, wenn sie zu einem tiefen 100%Lohn des Vaters mitverdienen gehen,
      auch meist nicht die finanziellen Möglichkeiten sich Haushaltsarbeitsleistungen einkaufen zu können.
      Von den Alleinerzieherinnen ganz zu schweigen.
      Aber wir wissen ja Beide dass hier das Wort „Karriere“ mal dringend klar definiert werden müsste, plus der Blick sich durchaus aufs nicht-akademische oder nicht-andersweitig hochgebildete Berufsfeld weiten dürfte und diesen Menschen hier manchmal die Stimme tatsächlich versagt bleibt.

      • Sportpapi sagt:

        Richtig. Vielleicht würde dann ja mal eine Putzfrau sagen, dass ihr mehr geholfen wäre, wenn sie statt der fast gratis Krippe eine Direktzahlung erhielte, so dass sie eben nicht neben Familie und Haushalt auswärts putzen müsste, sondern wie andere Frauen mindestens teilweise bei den Kindern bleiben könnte.

      • marie sagt:

        …mit anderen worten: ein „lohn“ für alle arbeitenden mütter? oder nur unter einem bestimmten einkommen? falls ja, wo liegt die grenze?

  • Carolina sagt:

    ‚die Angriffe finden nicht gegenseitig statt sondern eher von der Seite der nichtarbeitenden Müttern zu solchen die sich für ein Leben mit Kind und Arbeit entschieden haben‘ – Ihr Post 11:07, P. Diese ‚einseitige Wahrnehmung‘ (sorry, mir fällt gerade kein besser Ausdruck ein) ist genau das, was ich beklage.

    • Hansli sagt:

      Meine Mutter hat immer gearbeitet und da war Rabenmutter noch ein netter Ausdruck. Die Zeiten haben sich immer noch nicht geändert! Solange die Hausfrauen alle anderen Frauen immer noch an den Herd zwingen wollen, solange werden wir diese Diskussion noch haben.
      Ich vemute dahinter steckt Neid, denn sonst wäre der Kampf der Hausfrauen gegen die arbeitenden Mütter nicht so stark.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Carolina
      @Hansli
      liegt es wirklich und ausschliesslich nur an den Vollzeithausfrauen?
      Solange Frauen andere Frauen nach der Geburt fragen, „und wann gehst Du denn wieder arbeiten“- mit aufforderndem Unterton dass dies doch bitte möglichst bald zu geschehen habe- und wenn diese auf ihre traditionelle Wahl verweist
      nicht wirklich, immer und ausschliesslich und nur neutrale bis positive Reaktionen erhält,
      solange würd ich mal sagen haben wir auf beiden Seiten Baustellen, mag sein dass sie auf der einen Seite grösser ist, aber ich finde nicht dass es nur „an der einen Seite“ liegt.

      • Carolina sagt:

        Aber, Brunhild: mein Post von gestern, auf den Sie (und H) sich beziehen, ist aus Versehen nach unten gerutscht und völlig aus dem Zusammenhang gerissen. In meinem Austausch mit P vertrete ich ja gerade die Meinung, dass wir Frauen lernen müssen, unsere jeweiligen Lebensstile zu respektieren. Ich kann mir dieses (oft genug weiblichen) Heruntermachen anderer Entscheidungen nur damit erklären, dass man sich selber eben auch unsicher ist. Wenn ich zu meiner Entscheidung stehe, muss ich doch nicht andere schlecht machen. Jedenfalls: ich habe das oben lang und breit erklärt! Bitte nochmal lesen!

      • Brunhild Steiner sagt:

        @C a r o l i n a:
        ich hab diese gelesen und drum hat mich auch11:40h verwundert,
        wo Sie die „einseitige Wahrnehmung“ in Bezug auf „eher von der Seite der nichtarbeitenden Müttern…“ setzen.
        Wenn Sie die einseitige Wahrnehmung auf beiden Seiten verorten ist ja alles bestens 🙂

  • Nina sagt:

    Hach, es geht immer ums Sollen, Wollen, Dürfen. Die meisten, die ich kenne, die orientieren sich in der Realität am Können, und da spielen so viele persönliche Faktoren hinein, dass es für mich nur ein Fazit gibt: jede Familie muss die Lösung finden, die in ihrem Fall am Besten funktioniert, und alle anderen geht das einen feuchten … an.

    • Carolina sagt:

      So ist es, Nina. Man bekommt schon ein wenig den Eindruck, dass nur die wenigsten Frauen (Sportpapi: Frauen!) eine für sich zufriedenstellende Lösung zwischen den Polen Nur-Mami (F.r.l. M) und unbedingt-Schaffen-müssen/sollen (M.a.s.c.h.a) gefunden haben und vor allem, dass wenig Toleranz mit den Entscheidungen anderer vorhanden ist. Irre ich mich oder wirft jede der anderen ‚Fraktion‘ Nicht-Toleranz ihrer eigenen vor? Da stehen wir Frauen uns doch immer noch selber im Wege. Und die Kritik bzw das fast schon gewollte Nichtverstehen anderer Entscheidungen steht einfach niemandem zu.

      • Carolina sagt:

        Wenn eine Frau nach der Geburt eines Kindes entscheidet (entscheiden kann), zu Hause zu bleiben, ist das doch kein Angriff auf meine Lebensweise – ich verstehe, dass sich mit einer Geburt Pläne völlig verändern können und die Dinge plötzlich anders aussehen. Und wenn eine Frau lieber schnell wieder arbeiten will und damit glücklicher ist – warum soll das irgend etwas mit mir und meinem Leben zu tun haben? Aber was aufstösst, ist eine gewisse Füüfer- und- z’Weggli-Mentalität: meine Entscheidungen habe ich zu vertreten und durchzusetzen, dafür ist höchstens noch der Partner mitverantwortlich.

      • Pixel sagt:

        Absolut bei Ihnen und Nina. Eines möchte ich – zumindest was mich angeht – unbedingt korrigieren: die Angriffe finden nicht gegenseitig statt sondern eher von der Seite der nichtarbeitenden Müttern zu solchen die sich für ein Leben mit Kind und Arbeit entschieden haben. Mit zunehmender Prozentzahl des Beschäftigungsgrades steigt auch die Intensität und Vehemenz der Vorwürfe. Und wenn es denn auch noch eine Wollen und nicht Müssen-Entscheidung ist (der Klassiker unter den Vorwürfen: Kind und Karriere!) dann sind die Ko m m en ta r e an Dreistigkeit auch nicht mehr zu toppen. Mir persönlich ist

      • Pixel sagt:

        es relativ piep ob und zu wieviel jemand arbeiten geht. Und von anderen arbeitenden Müttern nehme ich dasselbe wahr. Aber umgekehrt sieht es ganz anders aus.

      • Pixel sagt:

        Wenn der MB gemessen an den Ko mm en t ar en hier drin uns einen Spiegel unserer Gesellschaft vorlegt, dann ist es tatsächlich sehr ernüchternd und bestätigend dafür, dass ebensolche Artikel richtig sind. Leider haben genau diejenigen, die sich am Meisten darüber echauffieren genau diesen Umkehrschluss nicht erfasst.

      • Carolina sagt:

        Nein, Pixel, da sind Sie eben nicht ‚bei mir‘. Ich bin überzeugt davon, dass Ihre Wahrnehmung einseitig ist – genau so einseitig wie die von Nur-Hausfrauen, die berufstätigen Frauen gegenüber massive Vorurteile (oder darf ich das sagen: einen Minderwertigkeitskomplex) haben. Wenn Sie Ihre Meinung, dass Nur-HF generell negativ ggüber Arbeitenden eingestellt sind, wie ein Schild (unbewusst natürlich) vor sich her tragen, sehen Sie dann die Frauen überhaupt, die ganz zufrieden damit sind (und es sich offensichtlich leisten können und wollen), bei ihren Kindern zu bleiben. Mir ging es vor Jahren

      • Widerspenstige sagt:

        Das tut richtig gut, diese Sätze lesen zu dürfen von Euch liberalen Frauen bzw. berufstätigen Müttern. Es war ein Spiessrutenlaufen zu meiner Zeit, als ich alles auf den Kopf stellte, einen Hausmann über zwei Jahre für die Kinder präsentierte, das Laufgitter ein paar Monate im eigenen Geschäft plazierte u mich wirklich einen Feuchten um die negativen Stimmen um mich kümmerte. Den Satz werde ich auch nie wieder vergessen eines Kreditvergabebankers, welcher meinen Mann ernsthaft fragte: ‚Und was arbeiten Sie?!‘ Ich antwortete an seiner Stelle: ‚WIR arbeiten zusammen!‘ Er war völlig verdattert 😡

      • Carolina sagt:

        /2 ganz ähnlich wie Ihnen: ich habe bei meiner letzten Schwangerschaft nicht im Traum daran gedacht, dass ich meine Karriere nicht fortsetzen würde und haben fast mit Verachtung (das unterstelle ich Ihnen nicht) auf die Hausfrauen in meiner Umgebung herabgesehen. Als mein Baby kam, änderte sich plötzlich alles, wir beschlossen gemeinsam, dass ich für eine unspezifische Zeit zu Hause bleiben würde. In dieser Zeit sind mir einige Augen aufgegangen, u.a. die, dass wir Frauen unsere berechtigten Ansichten viel besser vertreten könnten, wenn wir unsere Vorurteile über die Lebensweise der anderen

      • Pixel sagt:

        Sorry c, da unterstellen Sie mir aber was. Ich sage nicht, dass das meine Haltung ist – im Gegenteil – ich kann Ihnen versichern, dass ich jedesmal wieder äußerst überrascht bin, wenn es um so ein Thema geht und ich dazu die Ko mm en t are lese. Gerne dürfen Sie auch meinen o. e Link lesen. Wenn man der Umfrage glauben will, dann untermauert sie sehr repräsentativ auch für diesen blog, wie die allgemeine Volksdenke gelagert ist.

      • Carolina sagt:

        /3 endlich ad acta legen. Und als ich unbefangener auf die Nur-Hausfrauen zugegangen bin, hat sich nämlich herauskristallisiert, dass es natürlich auch da völlig unterschiedliche Entwürfe gibt. Da müssen wir uns alle schon selber an der Nase fassen. Und noch etwas: meinem Mann, der unseren Jüngsten hauptsächlich betreut, weil er zu Hause arbeitet, sagt, dass ihm von Frauen auf dem Spielplatz entweder Ablehnung und Misstrauen oder das Gegenteil, schon fast so ein B.än.z-F.r.ie.d.li-Versteher-Gehabe entgegenschlägt, aber keine selbstverständliche Akzeptanz – von Frauen!

      • Carolina sagt:

        Sorry, hier gehört das hin: ‘die Angriffe finden nicht gegenseitig statt sondern eher von der Seite der nichtarbeitenden Müttern zu solchen die sich für ein Leben mit Kind und Arbeit entschieden haben’ – Ihr Post 11:07, P. Diese ‘einseitige Wahrnehmung’ (sorry, mir fällt gerade kein besser Ausdruck ein) ist genau das, was ich beklage.

      • Pixel sagt:

        Ws: mir ist eh ein Rätsel wie man das hier in diesem Land vor nur schon 10-15 Jahren stemmen konnte. (ohne dass ich weiss, in welchem Zeitraum das bei Ihnen der Fall war). Eigentlich ist es so, dass es mir langsam echt zu blöd wird, hier noch zu argumentieren, tatsächlich jedoch nervt es mich dann dermaßen, dass ich nicht umhin komme meinen Senf doch noch zu platzieren. Wie ich auch an anderer Stelle schrieb: die Farce am Ganzen ist ebendiese: Frauen die Vollzeit arbeiten kommen gar nicht dazu, es sei denn, sie nehmen sich explizit die Zeit. Was wiederum die Wenigsten machen werden, weil man

      • Pixel sagt:

        irgendwo auch woanders steht und andere Anliegen hat, um die man sich kümmern möchte. Item. Von mir selbst weiss ich, dass ich sehr wohl hinterfrage und niemanden vorschnell aburteile. Dass ich großes Verständnis habe für andersgelagerte Bedürfnisse und diese meist gut tolerieren und so stehen lassen kann. Wenn ich trotzdem eine einseitige Wahrnehmung habe, dann ist de facto Zeit sich zu verabschieden.

      • Carolina sagt:

        Es ist auch heute noch in der CH nicht einfach, Vollzeit arbeiten, Kinder und Familie unter einen Hut zu bringen – im Gegensatz zu dem Land, aus dem ich stamme. Da ist das eine Selbstverständlichkeit (wird aber auch mehr und mehr diskutiert). Ich bin ausgesprochen priviligiert, da mein Mann ….s.o…. Aber für eine kleine Weile habe ich es sehr genossen, einfach ’nur‘ Mutter zu sein und als es mir (relativ schnell) langweilig wurde, habe ich angefangen, Freiwilligenarbeit zu leisten – was übrigens extrem viele Nur-Hausfrauen machen. Also lassen wir doch das Urteilen und ziehen wir,

      • Pixel sagt:

        Sicher C, die Hausfrauen tolerieren Männer auf dem Spielplatz relativ wenig gut. Das wurde mir auch von einem Vater so berichtet. Was sagt uns das?

      • Carolina sagt:

        P., Sie sind aber nicht beleidigt, oder? Sie sind ja auch nicht zurückhaltend mit Ihren Voten – was ich an Ihnen schätze. Und eben auch Ihre Fähigkeit, einzulenken und kritikfähig zu sein. Ich werfe Ihnen überhaupt nichts vor (auch wenn es so scheint), aber ich folge dem, was Sie gesagt haben und versuche zu erklären, dass unsere Wahrnehmungen (wie gesagt, da nehme ich mich keineswegs aus) uns im Wege stehen und nicht zielführend sind. Toleranz, vor allem unter uns Frauen und ihren unterschiedlichen Lebenswürfen gegenüber, halte ich für eine Frauenaufgabe.

      • Pixel sagt:

        Nee, c, ich bin keinesfalls beleidigt! Meist geht es nicht so schnell, ein bischen einstecken kann ich ja schon – aus dem von Ihnen genannten Grund. 🙂 Dass ich mich jedoch bei solchen Themen immer wieder aufs Neue nerven kann, schliesse ich nicht aus. Ebensowenig den daraus manchmal resultierenden Sarkasmus.

      • Carolina sagt:

        Was sagt uns das? Hmm, vielleicht dass wir Frauen dazu neigen, überkritisch und übervorsichtig zu sein? Und eben nicht gelassen und cool, wenn es darum geht, Menschen zu begegnen, die anders organisiert sind als wir selber? Meine Eltern haben immer gearbeitet, wir haben sie relativ selten gesehen und wir alle haben nicht darunter gelitten, daher ist das für mich Normalität. Aber ich denke immer öfter, dass wir vielleicht Frauen, die trotz toller Ausbildung sich dafür entscheiden, eine Weile daheim zu bleiben, im Stich lassen – ihnen sozusagen a priori ein schlechtes Gewissen einreden.

      • Carolina sagt:

        Kann ich sogar verstehen. Ich habe solche Themen auch, bei denen mir, viel schlimmer als bei Ihnen, meine Drähte durchbrennen…… No worries.

        Ich schicke jetzt noch einen Post hinterher, der aus unerfindlichen Gründen hängt:

      • Carolina sagt:

        Von 11:46: Es ist auch heute noch hier nicht einfach, Vollzeit arbeiten, Kinder und Familie unter einen Hut zu bringen – im Gegensatz zu dem Land, aus dem ich stamme. Da ist das eine Selbstverständlichkeit (wird aber auch mehr und mehr diskutiert). Ich bin ausgesprochen priviligiert, da mein Mann .siehe oben. Aber für eine kleine Weile habe ich es sehr genossen, einfach ‘nur’ Mutter zu sein und als es mir (relativ schnell) langweilig wurde, habe ich angefangen, Frei.will.igenar.beit zu leisten – damals hat sich mir eine neue Welt aufgetan.

      • Widerspenstige sagt:

        Es war vor über 25 Jahren, pixel, und wirklich hart ohne Kitas, ohne Tagesschule, ohne Mittagstisch, wenig Akzeptanz vom Umfeld. Aber jemand musste es ja mal wagen, nicht wahr?
        Ich kann mir die Zeit einteilen, hier zu bloggen, weil die Kinder volljährig sind inzwischen und ich halt immer schon gleichzeitig an versch. Hebeln schalten musste. Dass es aber immer noch so harzt mit dem Verständnis gegenseitig, bestärkt mich, hier weiter meine Erfahrungen einzubringen. Denn ohne Mut und Wille zum eigenen Lebensentwurf geht es halt nicht weiter. Habe gerade gelesen, dass Nannys sehr begehrt sind. 😉

      • Pixel sagt:

        Danke C. Sehen Sie, Sie haben als eine der Wenigen hier eine prädestinierte Ausgangslage um beide Sichtweisen zu verstehen. Ursprünglich aus dem Wunsch oder Denken, weiterhin Ihrer Karriere nachzugehen und dann feststellend, dass andere Bedürfnisse in den Vordergrund gerückt sind. So bringen Sie ein Verständnis für alle Seiten mit. Ich sag Ihnen ehrlich, ich bin nicht so weit weg. Als ich schwanger wurde, dachte ich ebenso wie Sie. Dennoch, auch mit der Situation des damaligen Arbeitgebers, habe ich es mir immer offen gelassen. Ich wusste es einfach nicht und wollte es auf mich zukommen lassen

      • Pixel sagt:

        Relativ schnell jedoch wurde mir klar: Pixel ohne Arbeitsleben ist kein Pixel. Also lag auf der Hand, dass Niemandem gedient ist, wenn ich unglücklich und mit dem ständigen Gefühl dass mir was fehlt, mich einzig und allein der Mutterrolle widme. Das ist für MICH so. Das mag für jemand anderen eben anders sein. Ist ja ok. Aber eben weil ich nicht fixiert war, kann und will ich nicht negativ urteilen über jene Mütter, bei denen das genauso gekommen ist. Ich bin tatsächlich wertfrei in dieser Hinsicht.

      • Carolina sagt:

        Naja, ich bin auch nicht so ein Engelchen, ich hadere schon, bin neidisch und manchmal ungerecht. Was ich definitiv noch lernen muss, daran arbeite ich schon lange: wir leben in einem Dorf mit starker freikirchlicher Bevölkerung – und da lässt mich meine vielgepriesene Toleranz und Offenheit doch oft im Stich, das gebe ich zu. Vor allem, wenn von der Seite Forderungen nach Beschneidung der Freiheiten der anderen gestellt werden, immer und immer wieder, in so einer Art Zermürbungstaktik. Da könnte ich fuchsteufelswild werden und das trifft schon auch die Gemässigten 🙂

      • Pixel sagt:

        WS: Respekt! Sie dürfen sehr stolz sein zusammen mit Ihrem Mann diese Hindernisse gestemmt zu haben.

      • Carolina sagt:

        Ihr 12:16: Ich habe grosses Verständnis dafür. Aber ich komme jetzt in ein gewisses Alter und sehe bei meiner Familie und Freundinnen daheim folgendes: immer mehr, auch die mit richtiger Karriere, verabschieden sich aus diesem Leben (man muss allerdings auch sagen, dass sie z.T. 2, 3 oder 4 Kinder in die Welt gesetzt haben, weil das einfach möglich ist, ohne dass man bankrott geht), in dem sie Vollzeit arbeiten, Familie und Kindern gerecht werden sollen. Sie nehmen sich das Recht, wenn es finanziell irgendwie geht, alles downzuscalen, Nur-Hausfrau zu sein, in irgendeiner Charity tätig

      • Carolina sagt:

        /2 zu sein, vielleicht einen kleinen Laden aufzumachen oder einfach nur für ihre Kinder da zu sein – etwas, dass sie überhaupt nicht kennen. Oft sind die Männer an ihrer Seite ganz froh, selten höre ich mal von einem, der seiner Frau das übelnimmt. Was das beweist? Ich glaube, vielleicht so eine Art Rückbesinnung darauf, dass nicht immer alles geht, dass vielleicht mal eine Zeit kommt, wo man seinen eigenen Lebensentwurf auch wieder radikal ändert (oder ändern muss) und das, finde ich, muss unbedingt möglich sein, für Männlein und Weiblein, wenn sie sich nur verständigen.

      • Pixel sagt:

        Absolut! Versteifen sollte man sich keinesfalls. Stattdessen sich und die eigene Lebenssituation von Zeit zu Zeit befragen und ggf Veränderungen anstreben. Wir haben ein Kind und sehr gut möglich ist, dass es dabei bleibt. Ganz einfach weil ich mich nun kennenlernen durfte und weiss, wieviel ich wovon brauche um gesund und fit zu bleiben 🙂 der Gedanke einer größeren Familie ist sehr schön, aber ich hab für mich großen Respekt davor, eben aus den Gründen und Erfahrungen die Sie oben erwähnten.

      • Sportpapi sagt:

        @Carolina: Was sollte der Seitenhieb? Ich freue mich doch, wenn ihr hier so vernünftig diskutiert!

      • pixel sagt:

        Sp: wo war denn der Seitenhieb von C? Oder was sprechen Sie an?

      • Sportpapi sagt:

        Erster Satz. Wobei: vielleicht war es das gar nicht, sondern nur ein freundlicher Hinweis 🙂

      • pixel sagt:

        ach ja, da oben, jetzt seh ich es. Eindeutig freundlicher Hinweis 🙂

      • Carolina sagt:

        Was soll an diesem Hinweis unfreundlich sein, SP? Touchy, touchy……

      • Sportpapi sagt:

        Seitenhieb habe ich gesagt, Carolina. Aber ich freue mich, wenn ich in deinen Gedankengängen immer einen Platz finde.
        Hier ist übrigens die Frage, weshalb die Problematik, wie du wohl zu recht feststellst, praktisch nur Frauen betrifft. Liegt es daran, dass Männer heute eher weniger Wahlmöglichkeiten haben? (denn natürlich, würden die nun haufenweise auf dem Recht bestehen, die wichtigsten Jahre im Leben ihrer Kinder live erleben zu dürfen, gäbe es die Diskussionen sicher auch – allerdings nicht nur unter den Männern!)

      • Carolina sagt:

        SP, mit Verlaub: dieses Werweisseln, wie es wohl wäre, wenn – das erspare ich mir. Entscheidend ist für mich, dass es in der Mehrheit der Fälle längst so ist, dass in einer Beziehung beide miteinander (!) entscheiden, wie sie ihre Wünsche, Bedürfnisse und die der Kinder unter einen Hut bringen. Diese Wahlmöglichkeit und (relative) Freiheit ist ziemlich neu und darf für meine Begriffe nicht dadurch aufs Spiel gesetzt werden, dass wir das, was andere für sich entscheiden, wieder schlechtreden, zerreden und nicht tolerieren.

      • Sportpapi sagt:

        @Carolina: Wir sind ja völlig einig. Und die Betonung der Frauenseite/-perspektive kam ja auch nicht von mir.

  • Luisa Haltner sagt:

    An die vielen, die hier über Mütter und „arbeiten“ daherschwafeln:
    Davon hat wohl KEIN EINZIGER je einen Haushalt gemanaged, sonst wüsste er, dass dies ARBEIT ist. Harte Arbeit, 24 Std. pro Tag!
    Das Andere ist arbeiten für und MIT LOHN (und meist auch noch anständiger Behandlung). Aber Hausfrauen-Arbeit ist keine Arbeit, bis die Frau mal ausfällt, und dann kommt das grosse Gejammer…

    • Eni sagt:

      Wenn Sie als Hausfrau (von Ihrem Mann?) nicht anständig behandelt werden müssen Sie wohl etwas ändern.

      • patrik mathys sagt:

        Aus eigener Erfahrung, ein Haushalt ist arbeit. Gleich wie bei einer bezahlten gibt es oft keine Anerkennung und anständige Behandlung. Den Druck der meisten Arbeitnehmer, jederzeit könnte jemand anderes deine Arbeit übernehmen und nach zwei Wochen würde sich die Hälfte der Belegschaft nicht mehr an deinen Namen erinnern, entfällt jedoch. Was ich jeweils unheimlich genossen habe ist die Freiheit und Entscheidungskompetenz. Auch mit der völlig subjektiven Isolation und dem Sisyphusanteil ( Im Job z.T. 100 % ) hatte ich keine Probleme. Eher mit der Fülle an Möglichkeiten und der wenigen Zeit.

  • Luisa Haltner sagt:

    Die vielen, die hier über Mütter und „arbeiten“ daherschwafeln:
    Davon hat wohl KEIN EINZIGER je einen Haushalt gemanaged, sonst wüsste er, dass dies ARBEIT ist. Harte Arbeit, 24 Std. pro Tag!
    Das Andere ist arbeiten für und MIT LOHN (und meist auch noch anständiger Behandlung). Aber Hausfrauen-Arbeit ist keine Arbeit, bis die Frau mal ausfällt, und dann kommt das grosse Gejammer…

  • Pixel sagt:

    Der Zufall will’s: http://www.20min.ch/community/stories/story/31521666
    Klare Ansage, deutlicher Spiegel.

    • Sportpapi sagt:

      Sie meinen, dass nur gerade 4 Prozent der Frauen immer Vollzeit arbeiten möchte?

      • Pixel sagt:

        Sie haben ja wirklich die Kernaussage und die Essenz erfasst. Wie unnötig, sp….

      • patrik mathys sagt:

        zwei drittel der Frauen möchten gleiche Karrierechancen wie Männer und dass sich die Männer gleichermassen um die Kinder kümmern aber nicht, dass die Männer die gleichen Rechte und Pflichten bezüglich der Kinder haben ?

      • Pixel sagt:

        Wieso diese Schlussfolgerung? Bitte um entsprechende Verweise und Belege, danke.

      • Sportpapi sagt:

        Was war denn die Kernaussage Pixel? Ich habe nur sehr widersprüchliche Aussagen gesehen.

      • Pixel sagt:

        Sp, ach so… Ja dann fasse ich das gerne für Sie zusammen: „58 Prozent der männlichen Befragten geben an, dass Frauen gleiche Karriere-Chancen haben sollten wie Männer, unter den weiblichen Befragten waren es sogar 74 Prozent.“
        58%?? Ja das ist ja knapp mal über „jeder Zweite“. Immerhin. Allein der erste Abschnitt ist zum Grauen. Und wo liegt da in der Folge der Widerspruch? Dass ein Grossteil der kinderlosen Frauen überzeugt ist, dass Kind und Karriere nicht miteinander vereinbar sind? Na, bei den Prognosen und so einer Haltung des anderen Geschlechtes kann man ja auch nichts Anderes

      • Pixel sagt:

        erwarten. Besonders wenn wir davon ausgehen, dass die Chefetagen noch immer mit einer Überzahl an männlichen Kandidaten besetzt sind. Weiter gehts:“Auf der anderen Seite steht mehr als ein Fünftel der Frauen, die angeben, dass Frauen nur dann Karriere machen sollen, wenn sie keine Kinder bekommen, da diese sonst nur darunter leiden würden. Unter den männlichen Befragten gaben mehr als ein Viertel diese Antwort.“ das heißt konkret, jede 5te Frau und jeder 4te Mann. Oder anders: in einer Ründe von 10 Leuten denken 2-3 Personen, dass man als Frau nur Kinder haben soll, wenn man auch komplett

      • Pixel sagt:

        von jeglichen beruflichen Ambitionen absieht. Kurz: die Frau bleibt zu Hause beim Kind und schmeißt den Haushalt während der Mann das Geld nach Hause bringt. Die Bestätigung kurz darauf hier:“ Bei 54 Prozent der Männer – und damit einer deutlichen Mehrheit – arbeitet die Partnerin nicht, da sie sich um die Kinder kümmert. Nur der Mann bringt das Geld nach Hause. “ und hier:“Bei einem knappen Drittel der weiblichen Befragten sieht es genauso aus: Auch da geht nur der Mann arbeiten, die Frau bleibt zu Hause. “ so, jetzt habe ich also fast den ganzen Ar t i ke l kopiert (…). Und nun schauen wir

      • Pixel sagt:

        uns doch die Stimmen im MB an. Identisches Bild. Der A r t ik e l belegt eigentlich und endlich nur sehr deutlich, was Sie eigentlich ständig belegt haben möchten, sp. Das, was ich immer wieder an verschiedenen Stellen und Themen verusucht habe deutlich zu machen, und Sie es gerne immer wieder auf „meine Wahrnehmung“ und „mein Umfeld“ geschoben haben. Bestimmt werden Sie auch hier wieder abwenden und Interpretationen walten lassen.

      • Pixel sagt:

        Ohne Ihnen im Vorfeld etwas unterstellen zu wollen. Aber bitte, schauen Sie doch genauer hin und nicht weg. Fakt ist hiermit, die Schweizer sehen nach wie vor lieber die Frau am Herd als auf der Karrierestufe. Auch wenn ich persönlich beide Ausdrücke nicht sehr mag, verdeutlichen sie bestens und bildlich, was gemeint ist. Und genauso erlebe ich es auch, mitunter auch hier im MB

      • Sportpapi sagt:

        @Pixel: Zu ausführlichen Erklärung gerne auch eine ausführliche Antwort: Ja, erschreckend, dass 42 bzw. 26 Prozent offenbar nicht der Meinung sind, dass Frauen gleiche Karrieren-Chancen haben sollen. Für mich nicht unwichtig ist aber dann doch, dass offenbar vier Mal mehr Männer (16%) als Frauen (4%) immer Vollzeit arbeiten möchten. Aus Ihnen rekrutieren sich schliesslich die Karrieristen. Zum nächsten Punkt. Eigentlich erstaunlich wenige sind der Meinung, dass man Karriere und Kinder nicht vereinbaren kann. Bzw. dass Frauen dass nicht können dürfen, weil es zu Lasten der Kinder geht.

      • Sportpapi sagt:

        Erstaunlicherweise wurde gar nicht gefragt, ob dies nicht auch bei Männern, die Karriere machen, der Fall ist. Ich zum Beispiel hätte mich in beiden Fällen entsprechend geäussert. Allerdings kommt hier auch noch die Erfahrung dazu. Die Erfahrung, dass Männer, die Karriere machen (für mich gleichbedeutend mit sehr viel arbeiten), es in der Regel schaffen, eine Frau zu finden, die ihnen den Rücken freihält – oder auf Kinder verzichten. Frauen hingegen haben meistens dann auch einen Partner, der selber Karriere macht und nicht zurückstecken möchte.

      • Sportpapi sagt:

        Nebenbei: was heisst eigentlich „Karriere“? Für mich ist alles über 50 Stunden/Woche auf lange Sicht eigentlich nicht zumutbar, 70-100 Stunden, die zum Teil auch geleistet werden, definitiv nicht mehr mit Familie vereinbar, Quality Time hin oder her. Aber gell, das hat mir Frauen an den Herd nichts zu tun. Das empfinde ich als widersprüchlich, bzw, geht nicht auf: „Bei 54 Prozent der Männer – und damit einer deutlichen Mehrheit – arbeitet die Partnerin nicht, da sie sich um die Kinder kümmert. Nur der Mann bringt das Geld nach Hause. Bei einem knappen Drittel der weiblichen Befragten sieht es

      • Sportpapi sagt:

        es genauso aus.“ Also, Fazit. Mag sein, dass es immer noch einige Leute gibt, die ein sehr traditionelles Bild pflegen. Ich gehöre auch dazu. Allerdings glaube ich auch, dass es bei einigen eine recht grosse Toleranz gibt, solange es den Kindern gut geht. Mir ist das doch egal, wenn halt mal eine Frau Karriere macht, solange dafür ihr Mann umso mehr zu Hause ist. Aber wenn es dann beide tun, nur um der Gleichberechtigung zu genügen, dann hoffe ich doch, dass sie sich darauf einigen, auf Kinder zu verzichten.

      • Sportpapi sagt:

        Einige Gedanken zum Schluss: Ich finde, wir sollten doch noch einmal ernsthaft darüber nachdenken, was wir unter „Karriere“ verstehen. Wenn ich hier lese, dass man sich offenbar 2-3 Jahre Auszeit nicht leisten kann, sondern dann immer weg vom Fenster ist, dann betrifft das wohl nur ganz wenige Jobs, die auch nur ganz wenige wirklich erreichen können und wollen. Und spezielle Branchen. Ich glaube sehr wohl, dass man es auch nach einem (teilweisen) Unterbruch noch schaffen kann. Dann wäre es natürlich auch sinnvoll, früh Kinder zu haben, um ab 30 die Zeit wieder frei zu haben für den Job…

      • pixel sagt:

        Sp, danke für die Erläuterungen – ich kann jetzt auf jeden Fall besser nachvollziehen, was Sie hie und da meinten und wo Sie stehen. Das hilft enorm. Auch finde ich ich gut, dass Sie den Punkt der Karrieredefinition angestossen haben. Wahrscheinlich ist, dass man gg 50 Wochenstunden arbeitet, wenn man dem Beruf, oft auch Berufung, entsprechend Gewicht verleihen möchte. Trotzdem erfahre ich es so, dass das Kind/die Kinder nicht zwangsläufig darunter leiden müssen. Auch gehen zwischen uns die Meinungen auseinander, was den erwähnten „Einschnitt“ angeht. Da kommt es schon sehr stark auch auf das

      • pixel sagt:

        Berufsfeld an. Sicher, jung Kinder zu haben ist eher ein Vorteil, wie ich für mich rückwirkend auch feststelle. Leider aber kann man gewisse Dinge im Leben nicht steuern zum einen, zum zweiten weiss ich auch für mich selbst, wäre ich nicht dafür bereit gewesen. Tatsächlich ist es aber auch so, dass man sich dann befragen muss, wann denn der „gute“ Zeitpunkt wäre für eine Frau? Nach dem Studium? Im Studium? Nach den ersten 3 Arbeitsjahren? Alles nicht optimal. Sie sehen, für mich sind das sehr theoretische Ansätze. Es gibt in diesen Thema so viele Abhängigkeiten (Alter, Beruf, Partner, Umfeld,

      • pixel sagt:

        Flexibilität im Beruf des Partners und bei sich selbst, Gesundheit der Kinder, Veranlagung des Kindes, Infrastrukturen, etc. etc) Wie soll man aufgrund all dieser relativ flexiblen Parameter jemals über die Lebenssituation eines Anderen urteilen können? Wie soll man hier im MB über theoretische Ansätze diskutieren, wenn alles flexible Parameter sind? Das muss jede Familie für sich selbst entdecken. Man kann nur davon ausgehen, dass alle mit dem Herzen dabei sind und aus der Situation die richtige Entscheidung für das Lebensmodell treffen.

      • Sportpapi sagt:

        Danke, Pixel. Ja, vieles kann man nicht steuern. Und ja, vieles hängt davon ab, wie die Kinder mitmachen, wie sie sind und sich entwickeln. Aber, noch einmal: Bis 50 Stunden arbeiten pro Woche halte ich für völlig normal (zumindest zeitweise), wenn man den Job gerne macht. Karriere macht man damit aber eher noch nicht. Meine Freunde, die sich ernsthaft zwischen Karriere und Kind entscheiden müssen, sprechen von 70-100 Stunden, flexibel, beide Eltern. Zwei Wohnsitze, pendeln mif Flieger, etc.

  • Papi sagt:

    Mich nervt dieser ewiggestrige Fokus auf arbeitstätige Mütter – ich bin Vater und habe genau dieselben Schwierigkeiten, Familie und Beruf zu vereinbaren. Im Büro wird dauerpräsenz verlangt und die Kinder will man ja auch gerne sehen. Mein Pensum konnte ich – hallelujah – mit ach und krach auf 90% reduzieren, mehr lag nicht drin. Man muss ja präsent sein. Vielleicht sollte man (und Frauen wie die Verfasserin) seinen Horizont erweitern und auch die Männer ins Boot holen? Wer weiss, vielleicht erreichen wir dann mehr?

    • mimmo zürcher sagt:

      Habe langsam diese Geschichte auch satt! Bin seit 15 Jahren alleinerziehender Vater. Ich wurde es, weil zuständiges Gericht sich bei der Zuteilung der Kinder für mich entschied. Gerichte sollten sich viel mehr dafür durchringen, die Kinder den Väter zu überlassen. In meinem erweiterten Umfeld sind über zehn AE-Väter. Jeder geht seiner Arbeit nach, sorgt sich um seine Kinder und auch für die haushälterischen Belangen. Der einzige Unterschied liegt darin, dass die zu Allimentenzahlungen verpflichteten Mütter ihren Verpflichtungen nicht nachkommen und die AE-Väter nicht ständig murren deswegen.

      • pixel sagt:

        Da haben Sie sicherlich grossen Respekt dafür verdient! Will man den Zahlen jedoch glauben, sind von allen Alleinerziehenden nur 2% davon Väter. Vielleicht haben Sie ja gerade eine Anhäufung in Ihrem Umfeld…? Item. Der Ar ti k el spricht aber grundsätzlich nicht von AE, sondern fokussiert auf berufstätige Mütter. Und dies wiederum vermutlich deswegen, weil auch hier entsprechende Zahlen belegen, dass es nur wenige Vollzeit-arbeitende Mamis gibt. Deswegen soll man sich ja aber nicht direkt angegriffen fühlen. In einer Woche reden wir im MB dann bestimmt von den Vätern.

  • Pixel sagt:

    Die Farce: alle jenen, deren Be i tr ä ge hier tatsächlich gefragt wären, haben leider keine Zeit dafür. Sie arbeiten. Unterhalten tun sich alle Anderen, die ja offenbar wirklich viel Ahnung davon haben.

  • Nina sagt:

    Also bei mir besteht das Optimum aus ca. 50/50, wo sich die physische Erschöpfung resultierend aus Kinderbetreuung u. Haushaltsarbeit mit dem psychischen Druck vom Job etwa die Waagschale halten, i.e. dann bin ich am leistungsfähigsten und glücklichsten. Eine grosse Portion mehr vom einen oder andern zeigt destruktive Auswirkungen. Simple as that. Und drei Jahre Mutterschaftsurlaub finde ich überflüssig, aber 6 bis 9 Monte bis zur vollständigen körperlichen Erholung nach der Geburt und bis das Baby eine gewisse erste Selbständigkeit erworben hat, müssten in der reichen Schweiz schon drinliegen

  • Als Schwedin und seit 20 Jahren in der Schweiz wohnhaft (und Mutter von zwei Kindern) kann ich nur feststellen, dass bei der Vereinbarung von Familie & Job hier in der Schweiz noch viele Steine im Weg liegen. Es hat sich zwar einiges verbessert in den letzten Jahrzehnten (Tagesschulen, Blockzeiten, Kitas etc.) es ist aber immer noch ein mühsames unterfangen, die Kinderbetreuung zu organisieren. Zudem bei zwei kleine Kinder eine Arbeit über 50 % sich nicht lohnt, da die Kitakosten häufig die Lohneinnahmen übersteigen.

    • tina sagt:

      lohnen tut es sich längerfristig gesehen, da man nicht aus dem beruf aussteigt, und darum nicht nach langer pause auf einen schlechter bezahlten job umsteigen muss, der einen auch weniger befriedigt. kitakosten fallen ja hauptsächlich in den ersten 4-5 jahren an, danach sind 20 stunden wöchentlich durch kindergarten und schule abgedeckt.

  • Hermann sagt:

    sollte heissen, was verbindet berufstaetige Eltern weltweit. Meine Frau hat unregelmaessige und lange Arbeitszeiten (Aerztin) und dann bin ich dran. Wecken, fuettern, in den Kindergarten rennen, abholen, Znacht machen etc etc. Dabei arbeite ich 100%. Dann noch 30 Minuten zuhoeren, beruflicher Erfolgsbericht der Partnerin. Elternstress ist nicht geschlechtsgebunden.

    • Valeria sagt:

      Schon einmal an Scheidung gedacht?

      • Hermann sagt:

        Nein, mein Leben ist in Ordnung. Ich meine mit meinen Worten nur, dass viele Probleme, die von Muettern zu hoeren sind, auch von Vaetern erlebt werden. Von denen, die ihre Kinder in den Kindergarten bringen, sind gut 50% Vaeter.

      • pixel sagt:

        Sorry, hierhin:
        Valeria:??? Wieso kommen Sie nun auf so eine seltsame Frage…? Was hat den der B ei trag von H mit Unzufriedenheit in der Ehe zu tun?

      • Valeria sagt:

        Ich weiss auch nicht. Aber das hört sich für mich sehr einseitig und unzufrieden an… „Erfolgsbericht der Partnerin“… „dabei arbeite ich 100%“… aber vielleicht habe ich da zuviel interpretiert. :-/

    • alam sagt:

      Warum arbeitest du 100%? Deine Frau verdient doch sicher genug als Ärztin! Ihr seid absolut privilegiert und merkt es nicht einmal.

    • pixel sagt:

      Valeria:??? Wieso kommen Sie nun auf so eine seltsame Frage…? Was hat den der B ei trag von H mit Unzufriedenheit in der Ehe zu tun?

    • pixel sagt:

      Richtig Hermann, das betrifft beide Elternteile. Ob weltweit…nun ja, wie der A rt ti kel rekapituliert, gibt es offenbar Länder, wo die Betreuung flächiger und flexibler gestaltet ist.

  • working mum sagt:

    @xyxyxy
    Nein, so würde ich das nicht sagen. Wenn man Kinder hat, dann sollte man die Prioritäten im Sinne der Kids setzen, denn sie sind das Rückgrat unser Gesellschaft, ob wir das nun wollen oder nicht. Hedonismums und Egoismus sind fehl am Platz, darum macht es keinen Sinn hier von Selbstverwirklichung zu sprechen.

    • Philipp Rittermann sagt:

      bravo!!

    • xyxyxy sagt:

      seufz – aus ihren Worten spricht doch moralischer Dünkel.
      Sie sind, wie ich, familienorientiert, geniessen ihre Kinder mehr als andere Dinge. Und, jetzt sind sie deswegen weniger Egoist?
      Sie tun doch nichts lieber als das. Es ist ihre Erfüllung.

      Menschen sind verschieden, Familien sind verschieden. Ihr Weg muss nicht der richtige für jemand anders sein. Bei einer Familie ist viel Zeit vorhanden, aber wenig Qualität und Vorbild. Bei einer anderen wenig Zeit, dafür Qualität, Vorbild und Top-Förderung. (Kein erfundenes Beispiel!)

      • Sportpapi sagt:

        Und doch hat sie recht wenn sie sagt, die Priorität sollte, muss bei den Kindern liegen.

      • working mum sagt:

        @xyxyxy ???

      • xyxyxy sagt:

        natürlich – wer Kinder hat, ist für sie verantwortlich
        ich bin ja ein Familienmensch – für mich ist das selbstverständlich

        aber ich denke ich habe mich klar ausgedrückt –
        zudem habe ich ja eingangs erwähnt – dass die meisten Menschen am Ende bereuen, nicht mehr Zeit mit der Familie verbracht zu haben.

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    Und wo bleiben die Jungs, die vielbeschworenen ’neuen Väter‘, was ist deren Aufgabe, abgesehen vom Besamen? Ich lese hier, wie Frauen sich nach allen Seiten verrenken, um alles unter einen Hut zu bekommen, also NICHS NEUES! Aber falls es zur Scheidung kommen sollte, weil irgendwann auch die Letzte gemerkt hat, dass der Typ völlig überflüssig ist im Alltag, geht dann das grosse Geschrei los von wegen Sorgerecht teilen etc. Falls es Widerstände gibt, bringen sich einige dann lieber um, als mal die Konsequenzen ihres Handelns zu tragen. Hier haben wir also die Ursache des männlichen Elends!

    • Pascal Sutter sagt:

      Wir sind noch an der Lobbyarbeit dran. Gerne wären ja mehr Väter zuhause, aber die Patrons trauen uns ja Beruf, Karriere und Vaterschaft immer noch nicht zu. Und wir tun uns halt auch noch schwer damit, definiert sich ein Mann ja über seine Leistung und die ist in der Berufswelt halt direkter messbar. Vielleicht auch zuwenig proaktiv – aber die Erfahrungen werden ja gemacht. Vielleicht werden sich dann unsere Söhne leichter damit tun.

    • Hitz sagt:

      @Pipi: Ich habe weiter oben schon auf diese Abwesenheit der Väter hingewiesen, ziehe aber andere Schlüsse daraus. Obiger Artikel wurde ja von einer Frau geschrieben und dann erst noch von einer dieser modernen, total emanzipierten MB-Müttern. Und trotzdem schreibt sie ihren Artikel rein aus Muttersicht und dass sie so schaurige Mamiprobleme hat, scheint eine völlige Selbstverständlichkeit zu sein. Ich sehe darin eigentlich eher die Ursache des weiblichen Elends, dass man nämlich immer total Emma ist, wenns grad passt, aber selber die alten Rollen gar nie abgelegt hat.

    • Manuela sagt:

      Uiiiiii

      • xyxyxy sagt:

        ui, ui, ui – das haben Sie jetzt wieder schön gesagt.
        Nochmals mein herzliches Beileid, dass bei den Männern nur immer bis zur Ausschussware gekommen sind.

    • tina sagt:

      hast du dich nicht kürzlichst verabschiedet?

    • Philipp Rittermann sagt:

      …sie klingen wie meine verflossene! 🙂 und ja – ich weiss, dass das nicht für mich spricht. 🙂

    • Pinky sagt:

      Waouh..na was kennen sie denn für Männer…da kann man sie ja nur bemitleiden!

    • patrik mathys sagt:

      Das könnte möglicherweise an der völlig verfehlten Überschrift liegen, die nicht eindeutig signalisiert, dass es im darunterstehenden Text einzig um berufstätiger Mütter geht. Da steht doch tatsächlich eine Reise in die Welt berufstätiger Eltern !

    • Sportpapi sagt:

      Wenn schon ist doch erstaunlich, dass eine Frau einzig über die Situation berufstätiger Mütter schreibt, und die Männer an ihrer Seite einfach ausblendet. Jetzt wäre mal wirklich dein „ewiggestrig“ angesagt!

      • patrik mathys sagt:

        Dann könnte man sich aber nicht im Männerhass suhlen und hätte kein Feindbild, das an allem negativen Schuld ist.

  • Brunhild Steiner sagt:

    Nicht ganz klar ist mir, ob diese C B nun einfach eine ultrakurz Zusammenfassung aus dem Buch ist, oder die A u t o r i n diese wirklich selbst geschrieben hat. Denn falls ja, find ich es ungemein schade dass die Beispiele aus ihrem grossen Fundus sich auf einen relativ kleinen Radius beschränken- weltweit stelle ich mir ein bisschen anders vor und hätte sehr gerne, ohne gleich das Buch organisieren zu müssen, darüber gelesen! Auch wenns mal den üblichen Zeichenvorgaberahmen gesprengt hätte…. 🙂

  • Brunhild Steiner sagt:

    Nicht ganz klar ist mir, ob diese CB nun einfach eine ultrakurz Zusammenfassung aus dem Buch ist, oder die Autorin diese wirklich selbst geschrieben hat. Denn falls ja, find ich es ungemein schade dass die Beispiele aus ihrem grossen Fundus sich auf einen relativ kleinen Radius beschränken- weltweit stelle ich mir ein bisschen anders vor und hätte sehr gerne, ohne gleich das Buch organisieren zu müssen, darüber gelesen! Auch wenns mal den üblichen Zeichenvorgaberahmen gesprengt hätte…. 🙂

  • Reto B. sagt:

    Wie sieht denn hier die Mehrheit die Situation des Partners? Also in dem Text oben scheint es mir, dass eine alleinstehende Mutter mit einer in Beziehung lebender Mutter gleichgestellt wird. Oder wird einfach implizit angenommen, das Kind ist vollumfänglich Muttersache?

    • tina sagt:

      wieviele väter kennen sie denn, die zuhause bei den kranken kindern bleiben, zum zahni gehen, an elterngespräche, beim aufgaben machen helfen, die wäsche machen, kochen und putzen, nachts den nachwuchs trösten. die 20% pensum reduktion reicht dafür eben nicht, und in den firmen wird immer noch automatisch angenommen, dass das alles aufgabe der mutter ist. noch. das kommt schon noch

      • Pinky sagt:

        Ja, weil die meisten Frauen einfach immer alles automatisch machen und den Mann nicht mal einfach machen lassen, sondern dann gleich kritisieren. Also Frauen…springt mal nicht gleich wenn das Baby schreit, sondern lasst den Mann mal machen.

      • Sportpapi sagt:

        @tina: Bei allen mir bekannten Paaren macht jeder seinen Teil. Und keine/r kann 100% und mehr arbeiten, wenn der/die andere nicht den Rücken freihält.

      • patrik mathys sagt:

        Einige. Obschon bereits 20 % Reduktion ausreichen, damit Karrieremöglichkeiten ziemlich aussichtslos sind. Dazu kommt noch, dass Väter und Kinder keine Sicherheit haben, dass sie die Beziehung, die sie zusammen pflegen im Trennungsfall beibehalten dürfen. Ich kenne Väter die weniger arbeiten als die Mutter, aber trotzdem beim Vormundschaftsamt antraben mussten, um eine Vereinbarung zu unterschreiben, wieviel sie der Mutter und den Kindern im Trennungsfall abliefern. Würde unter diesen Umständen eine Mutter reduzieren ? Das wird sich auch mit dem gemeinsamen Sorgerecht nicht ändern.

      • tina sagt:

        sportpapi: arbeitgeber gehen immer noch davon aus, dass mütter bei den kranken kindern zuhause bleiben. wegen diesem oder ähnlichen gründen bleibt es eben meist immer noch an den müttern hängen, mit beruf und familie zu jonglieren, und deswegen kommt es kaum drauf an, ob alleinerziehend oder nicht, bei dieser thematik. das war an reto b gerichtet, weil er fragte, wo die partner bleiben. ja, auch 100% arbeitende elternteile übernehmen haus- und familienpflichten (oder wie man das nennen möchte), das habe ich nicht in frage gestellt

      • tina sagt:

        patrick mathys: bei den meisten menschen geht es nicht um karriere, die haben einfach ihre arbeit.
        dass bei einer trennung die kinder der mutter zugesprochen werden, obwohl sie mehr arbeitet, das müsste wirklich geändert werden. aber ja, da nützt das verordnete gemeinsame sorgerecht genau nichts

      • Sportpapi sagt:

        @tina: Ich erlebe in meinem Büro haufenweise Telefons von Müttern und Vätern, die aushandeln, wer nun das kranke Kind in der Krippe abholen kann. Ist eine Frage des Jobs. Bei uns bin immer ich dann in der Verantwortung, wenn meine Frau unterrichtet, und umgekehrt. Denn da kann man nicht so gut fehlen wie im Büro, wo man die Arbeit im besten Fall nach Hause nehmen kann (ich kann…). Dasselbe beim Aufstehen in der Nacht. Fragt sich, wer am morgen Ausschlafen kann, bzw. was aM Morgen folgt. Und bei uns bin ich es häufig, da ich deutlich weniger Schlaf benötige.

  • working mum sagt:

    Motherhood und 100% Job ist tough und wenn finanziell nicht unbedingt nötig, dann sollte man die Finger davon lassen, zumindest wenn eines der Eltern bereits 100% arbeitet. Man kann eben nicht überall mit dabei sein und alles haben. Teilzeitstelle und Mami oder Papisein hingegen ist die ideale Lösung. Wie es dann aber um die Karriere und Weiterbildung bestellt ist…. ja, das hätte man sich vor den Kindern überlegen sollen. Kinder brauchen ihre Eltern 200% und wenn man diese Verantwortung auch ernst nimmt, dann ist so was wie „Selbstverwirklichung“ etc. aus meiner Sicht nicht möglich.

    • Philipp Rittermann sagt:

      da hat doch noch jemand eine vernünftige einstellung. 🙂

    • xyxyxy sagt:

      Menschen sind verschiedenen – jeder soll es so handhaben wie es für ihn stimmt.

      Meine persönliche Meinung ist folgende. Die Jahre wo die Kinder klein sind und sie sich entwickeln sind sehr schnell vorüber. Auf das ganze Leben gesehen, sind sie so wenig. Ich möchte diese nicht verpassen, weil ich nonstop arbeite. Diese Zeit kann ich nie mehr zurückholen.
      Meine Meinung.
      Aber offenbar ticken die Menschen doch allgemein so, einer der Big Five des Bedauerns am Sterbebett ist: hätte ich nur mehr Zeit mit der Familie verbracht. Niemand sagt: hätte ich nur mehr gearbeitet – mehr Karriere gemacht.

      • Peter K. sagt:

        Sehe ich auch so. Und: Soviel „Karriere“ machen ja wohl die wenigstens, für dass es sich tatsächlich lohnen würde. Alles kleine Alfred Eschers?

      • xyxyxy sagt:

        @working mum
        also wenn sie sich um ihre Kinder kümmern und das ein Opfer ist für sie, weiss ich nicht, ob das den Kindern gut tun wird
        wenn ich Zeit mit den Kindern verbringe ist das für mich auch Selbstverwirklichung
        ich glaube wir sollten aufhören mit dem moralisieren
        andererseits soll dann einfach niemand jammern – wem der Beruf wichtiger ist, als die Familie soll sich nicht beklagen, wenn s dann später nciht so der Hit ist mit den Beziehungen
        wem die Familie wichtiger ist als Karriere soll sich nicht beklagen, wenn er weniger Geld hat
        wir setzen Prioritäten, wir übernehmen Verantwortung

      • Von Allmen sagt:

        xyxyxy: Non-stop arbeiten? Kommt halt schon auf den Beruf an. Ich arbeite selber 100% und verbringe trotzdem den Nachmittag/Abend (ab 14h00) mit den Kinderchen.

        Verpassen mag ich vielleicht schon einiges. Den ersten Schritt meines grossen Bubens habe ich z.B. nicht mitbekommen. Dafür den zweiten. So what? Habe mich trotzdem mit ihm gefreut.

        Your children are not your children.

      • xyxyxy sagt:

        von allem – jeder soll es so handhaben, wie es für ihn stimmt – das habe ich doch gesagt.

        mir ist das völlig egal – ob jemand 100% oder 50% oder 0% erwerbstätig ist. Hauptsache er jammert nicht über die Konsequenzen, die das jeweilige mit sich bringt, und verurteilt nicht diejenigen, die es anders machen

      • Von Allmen sagt:

        xyxyxy: Ja, in der Tat. Mit einer solchen Einstellung wäre schon viel geholfen.

      • alam sagt:

        Ein paar Jährchen aussetzen und dann? Wieder einsteigen ist schier unmöglich. Deshalb ist ganz aussteigen keine gute Idee, wenn frau irgendwann wieder arbeiten möchte/sollte/muss.

      • Wilde Katze sagt:

        alam, genau da liegt der Hund begraben.

    • working mum sagt:

      @xyxyxy
      Von Opfer war bei meinem Statement gar nicht die Rede. Au contraire! Mein Mann und ich, wir haben uns Kinder gewünscht und geniessen jede Minute. Uns war von vornherein klar, dass sich unser Leben ändern wird und haben das auch bewusst gewollt. Es ist einfach nicht ok, wenn der Beruf auf Kosten der Kids geht, wenn es auch anders möglich wäre.

    • pixel sagt:

      Ihr Nick ist extrem irreführend.

  • blackball sagt:

    marie, Sie verwechseln sozial und solidarisch … übriges: Gutes Spiel der Bienchen gestern, schade hat es trotzdem nicht gereicht.

  • Columbo sagt:

    Also als alleinstehender Nicht – Papi bin ich froh, die staatliche Rundum – Vollversorgung nach finnischem Modell nicht mitbezahlen zu müssen. Immerhin, die Kondome sind ein netter „jetzt reicht’s“ Zaunpfahl – Wink.

    • Pascal Sutter sagt:

      solidarität ist in der Schweiz kleingeschrieben

      • Philipp Rittermann sagt:

        stimmt.

      • Testserver sagt:

        Ein alleinstehender Nicht-Papi liest und kommentiert den Mamablog…ich hätte noch Ideen für seine anscheinend freie Kapazität…

      • blackball sagt:

        Nein, nicht kleingeschrieben. Nur sehe ich je länger je mehr den Sinn nicht mehr ein, warum ich alle Leistungen, die ich nicht in Anspruch nehme, für diejenigen mitbezahlen muss, die sie in Anspruch nehmen, sich die Kosten aber nicht leisten können. KITA? Einfach nicht mein Problem da ich keine Kinder habe und will. Und es ist mir ehrlich gesagt auch egal, ob sich die Madames, alleinerziehend versteht sich, die KITAs leisten können oder nicht. Meist bezahlt diese ja eh der Ex mittels Unterhalt …

      • marie sagt:

        @black
        vllt müssen sie auch mal leistungen beziehen, die andere finanzieren aber ebenfalls nicht brauchen. 😉 das gleicht sich grosso modo aus.
        (habe auch keine kinder, aber diese kinder werden mal meine ahv finanzieren z.bsp.)

      • Columbo sagt:

        Huh? Hab ich mal wieder eine Rechtschreib – Reform verpasst?

      • blackball sagt:

        Hier bin ich richtig … nochmal:

        marie, Sie verwechseln sozial und solidarisch … übriges: Gutes Spiel der Bienchen gestern, schade hat es trotzdem nicht gereicht.

      • marie sagt:

        ich gehöre zur fraktion der beiden 😉 …weli beieli?

      • Reto B. sagt:

        Ich würde mal meinen, sie haben einiges an Geld uns zeit von ihren Eltern mitbekommen. Und ihre Aussage ist, herzlichen Dank, selber blöd, ich werd niemanden unterstützen. Unsere Gesellschaft (und jetzt nicht nur auf die Schweiz bezogen, weltweit), existiert nur, wenn auch die nächsten Generationen kommen. Tut mir leid, ich sehe das als Aufgabe der Gesellschaft. Dass man den Leuten nicht Kinder verbieten oder verordnen soll, ist mir auch klar. Weshalb aber die einen diese Aufgabe mit Geld und Arbeit zahlen sollen, währen sie ihre DINK-Ferien geniessen, leuchtet mir auch nicht ein.

      • Mascha sagt:

        Kinderbetreuung ist eine Leistung, die ich als nicht-Mami auch gerne mitfinanziere, nur schon weil ein Land in seine Zukunft investieren muss…no kids = no AHV in 30 Jahren, ganz einfach.

      • marie sagt:

        @black
        meine grauen hirnzellen (sind beim haushalten halt, da funktionieren die synapsen wie mein staubsauger)! ach so, ja. leider und jetzt zum abstieg…

      • blackball sagt:

        Reto B., ich gehe mal davon aus, dass Ihr Kommentar auf mich bezogen ist? Wenn ja, möchte ich Sie daran erinnern, dass derjenige im Vorteil ist, der lesen kann. Dass jeder (setzen Sie hier ein Wort Ihrer Wahl ein) Kinder zeugen darf ist tragisch genug. Dass die Erzeuger dann nicht in der Lage sind, ihre Kinder zu erziehen oder zu finanzieren oder gar beides zusammen (sic!), lässt mich manchmal wirklich am Verstand gewisser Leute zweifeln. Nochmal, verwechseln Sie nicht sozial und solidarisch …

      • Reto B. sagt:

        Blackball, ja ich habs an sie gerichtet geschrieben. In meinen Augen leben wir noch zu sehr in einer Welt, in dem man einmal davon ausging, dass ein Gehalt die Familie versorgen muss. Nun ist es aber so, dass man eigentlich 2 Gehälter rechnen muss, und wenn Kinder da sind, dann wird von diesen 200% ein Teil (Zeit und Geld) für die Kinder aufgewendet. Dies kommt in meinen Augen direkt der ganzen Gesellschaft zugute und darf dieser auch berechnet werden. 100% reicht im Normalfall ja nicht wirklich für eine Familie. 200% reichen im Normalfall für ein Leben in einigem Luxus.

      • Reto B. sagt:

        Sie sehen sich in der Lage, dass sie den Kinderwunsch von Eltern finanzieren müssen. In meinen Augen ist gemäss kantschem imperativ die Gesellschaft verpflichtet, Nachwuchs zu versorgen, da sie sonst ausstirbt. Sie sprechen also ab, dass sie für den Fortbestand der Menschheit verantwortlich sind, nehme ich also an. Dass ihr Daseinszweck also nur Hedone ist, maximierung ihres persönlichen Glücks. Solidarisch, sollten sie die Gesellschaft mittragen, was für mich das Grundprinzip aller Sozialen Taten ist. was wollen sie mir also sagen, es ist bei mir nämlich nicht angekommen.

      • Sportpapi sagt:

        @Reto B. Also für mich ist die Welt ein Luxus, in der noch ein Gehalt für eine Familie ausreicht. Und in der das auch immer das Ziel aller Lohnverhandlungen ist/war. Ist es denn erstrebenswert, dass ein Einkommen nicht mehr ausreicht? Hier müsste der Ansatz sein. Und nicht die Sozialabgaben/Steuern so anheben, dass es gar nicht mehr anders geht, als doppelt zu verdienen. Übrigens empfinde ich das auch als Subvention an die Wirtschaft, die sicher diskutiert werden müsste.
        Zum anderen: Nein, eigentlich brauchen wir nicht mehr Kinder auf der Welt. In der Schweiz? Vielleicht.

      • Reto B. sagt:

        @ Sportpapi: Tja, das ist eben auch ein Punkt. Ich denke eher, dass die Lohnschere unten begrenzt sein soll durch den Betrag, mit dem man sich selbst versorgen kann mit vernünftigen Auslagen, der Median sollte so sein, dass eine Person gut mit ein bisschen Luxus hier und da leben kann. Wieso muss was nach Besteuerung übrigbleibt für eine Familie reichen. Wieso müssen wir so tun, als müssten alle eine Familie unterstützen, denn das ist ja nicht so. DINKs kommen in meinen Augen zu gut weg, während Familien zu wenig haben.

      • Pixel sagt:

        Blackball: nein, SIE verwechseln sozial mit solidarisch.

    • Alessandra sagt:

      Als alleinerziehende 100 % berufstätige Frau und Mutter eines Teenagers bin ich auf froh, diese Rundumvollversorgung nicht mitbezahlen zu müssen und erkläre mich solidarisch mit Columbo

      • Pascal Sutter sagt:

        sehr visionär. wo wäre dann das geld besser investiert als in familienstrukturen? bei den anderen sozialwerken wo dann die entstehenden probleme sonstwie auffangen müssen?

    • Annika sagt:

      ja.. dann doch lieber neue Militärflugzeuge finanzieren.. das hat Zukunft!

      • Sportpapi sagt:

        Das musste ja noch kommen!

      • pixel sagt:

        Sicher sp, überlegen Sie sich doch mal selbst, in welche selben Kerben auch Sie immer schlagen, wenn es um dieses Thema geht. Gerne verweise ich auf meine Verlinkung auf der letzten Seite, wo Ihnen auch nichts Besseres einfiel, als wieder mal dieselben Nebensächlichkeiten zu bemühen anstatt tatsächlich auf den Inhalt des A rt i kel s zu fokussieren und daraus abzuleiten. Wer ständig dieselben einseitigen Sichtweisen bemüht (und ich spreche nicht nur Sie an), der kriegt auch immer wieder aus derselben Ecke die Gegenargumente zugeballert.

      • Sportpapi sagt:

        @Pixel: Wenn Sie zu Ihrem Link wenigstens einen Hinweis gegeben hätten, was denn nun die Kernaussagen sein könnten. So war das nur unverständlich. Die Flugzeuge haben auf jeden Fall mit dem Thema so wenig zu tun wie das neue ETH-Budget oder sonst irgend etwas.

      • adlerauge sagt:

        @Sportpapi: Wenn die persönliche Bereitschaft, mitzubezahlen als Argument gegen staatliche Leistungen verwendet wird, dann haben Rüstungs-, Bildungs-, Infrastrukturausbau-, Landwirtschaftssubventions- und viele anderen Budgets sehr wohl mit dem Thema zu tun.

      • Sportpapi sagt:

        Ach so, Adlerauge. Weil man ja für Flugzeuge nicht mitbezahlen möchte, da man sie nie fliegen darf? Hat das Militär, wie die Polizei, die Feuerwehr etc nicht eine andere Bedeutung, die eigentlich zum Nutzen aller ist?

  • Tulipan B sagt:

    Berufstätig und in Gummistiefeln: Die Frau im Bild ist wahrscheinlich Gärtnerin?

    • Von Allmen sagt:

      Geflügelzüchterin?

      • alam sagt:

        Die guten Schuhe hat sie natürlich in der Tasche dabei. Ich musste auch schmunzeln wegen der Gummistiefel. Kommt bei mir auch vor…

    • Alessandra sagt:

      Nein sie ist keine Gärtnerin. Wenn es in New York regnet, gehen viele in Gummistiefeln zur Arbeit und haben die „Stöggis“ im Gepäck dabei. Übrigens bei schönem Wetter, je nach Länge des Arbeitstages, haben die Frauen zum eleganten Deux-pièces Turnschuhe an…und auch da die „Stöggis“ im Handgepäck.

      Egal…Hauptsache man hat auch was dazu geschrieben, gell Tulipan

    • Mara sagt:

      Ich handhabe das auch so 🙂 Mit guten Stiefel oder bequemen Schuhen zur Arbeit (und bei einem Wetter wie heute möchte man sich ja kein Bein brechen oder Nasse/Gefrorene Füsse kriegen) und die hübschen Stögelis in der Tasche. 🙂

  • Hitz sagt:

    Was ich nun nicht ganz verstanden habe, ist, wieso denn eigentlich nur die berufstätigen Mütter ein Problem haben? Ich dachte, es sei heute eben selbstverständlich, dass sich die modernen, gendergerechten Paare alles zu 50% teilen und somit der männliche Elter irgendwie auch ein berufstätiger Mutterer ist. Alles andere wäre doch Verrat an der Sache sämtlicher -ismen!

    • Franka sagt:

      Genau so einen Kommentar habe ich gesucht. 🙂 Frage mich auch, warum nur Frauen Probleme haben sollen.
      Je eher Männer auch „Probleme“ geltend machen, die zu teure oder fehlende Kinderkrippen darstellen, desto eher Gleichberechtigung. Klar haftet Frauen da momentan noch eher ein Stigma an, was zu vernachlässigen, wenn sie beides wollen und man solls nicht vergessen, aber das ständige Konzentrieren auf nur ein Geschlecht führt m.E. nicht zum Ziel.

    • Auguste sagt:

      hmm…, hitz, über die frauen-quote auf diesem gebiet bleibt der aufschrei hübsch im flüstertonbereich.

      youtube: george michael – careless whisper

    • tina sagt:

      ja, soweit die theorie. unsere kinder machen das dann mal so

    • Sportpapi sagt:

      Eben, Hitz. Nicht, dass alles zwingend zu 50 Prozent geteilt werden muss. Aber Vater wie Mutter müssen sich halt überlegen und aushandeln, wie es nach dem Mutterschaftsurlaub weitergehen soll. Zwei Jahre weg vom Beruf ist natürlich ein Problem. Das allerdings nicht kleiner wird, wenn da einfach 3 Jahre ein Job freigehalten wird, den man dann nicht mehr bewältigen kann.

  • adlerauge sagt:

    „Für viele Eltern seien die Kosten der privaten Kleinkindbetreuung «wie eine zweite Hypothek»“

    kann ich nur bestätigen. in zureich sind die subventionierten plätze kontingentiert (anders kann man das nicht nennen), was ich für absurd halte. den zustupf könnten wir brauchen, allerdings beträgt die wartefrist für einen subventionierten platz in unserer krippe 2-3 jahre. es ist so schon nicht einfach, termingerecht einen krippenplatz zu kriegen, also ist man bei der wahl eh schon eingeschränkt. da überzeugen andere modelle viel mehr (stichworte betreuungsgutschein und freie wahl der betreuung).

  • Manuela sagt:

    Also Tel Aviv wäre mir auch gerade kein netter Platz, um mit meiner Familie dort zu leben. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie es den Leuten in Kriegsgebieten auf der ganzen Welt geht. Gut, dass wir in Mitteleuropa da gerade nicht vom aktiven Kriegsgeschehen betroffen sind!
    Man fragt sich schon, wie andere Länder das hinbekommen mit der Kinderbetreuung und Familienfreundlichkeit. Möglich ist es offensichtlich. Egal wo, ich würde meine Kinder überall in die Kita bringen und dann arbeiten gehen. Andere Länder bieten vielleicht ‚entspanntere oder flexiblere‘ Möglichkeiten.

    • plop sagt:

      Ich habe gerade das Buch „Checkpoint Huwara“ von Karin Wenger gelesen – falls Sie diesen Konflikt dort interessiert, sehr empfehlenswert! http://www.karinwenger.ch/web/Buch.html

    • Philipp Rittermann sagt:

      achtung. tel aviv ist eine absolut coole und weltoffene stadt. die menschen dort sind aufgeschlossen und sehr nett. die haben dort gelernt, mit der permanenten bedrohung zu leben. ich habe während meiner auslandtätigkeit selten eine stadt gesehen, in welcher die menschen so unbelastet feiern wie in tel aviv. man muss diese erfahrung aber selbst machen. ich bin mit einem grossen rucksack an vorurteilen dort hin gereist, und mit positiven gefühlen wieder heimgekommen.

      • mira sagt:

        Ja, Tel Aviv ist cool, aber die Kontrolle am Flughafen ist mörderisch, wenn man die „falschen“ Stempel im Pass hat…

  • Philipp Rittermann sagt:

    berufstätige mütter sind generell überfordert. entweder man ist mutter und dann klappts auch mit den kindern, oder man arbeitet. beides geht nicht – obs gefällt oder nicht.

    • Muttis Liebling sagt:

      Das ist inzwischen sogar durch umfangreiche Feldstudien widerlegt. Die sowohl in der Fremd- als auch in der Selbstwahrnehmung zufriedensten Frauen sind die mit 3-fach Bindung:Stabile Partnerschaft, Kind und Beruf. Wenn eines davon fehlt, sinkt die Zufriedenheit.

      • Philipp Rittermann sagt:

        ich behaupte, das gegenteil ist der fall. befähigt man eine frau eine aufgabe, dafür diese richtig, wahrzunehmen, blüht sie auf und ist zufrieden.

      • Frölein Mittens sagt:

        Haha. Konnt mir den Lacher nicht verkneiffen. Also meine Schwägerin mit Mann und zwei kleinen Kindern ist 30% beschäftigt, muss für die Betreuung keinen Rappen zahlen, hat Haus und Garten und kriegts von links nach rechts nicht gebacken bzw wirkt eher überfordert als glücklich. Ich bn übirgens Hausmami und frag mich täglich wie eine Frau Haushalt, Kinderbetreuung, Job und Ehe unter einen Hut bringen bzw. allem gerecht wird. Ironisch auch die Tatsache, was für ein Schoggijob Hausfrau angeblch ist, man aber Leute fürs Putzen und Kinderhüten teuer bezahlt.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Muttis Liebling:
        „Die sowohl in der Fremd- als auch in der Selbstwahrnehmung zufriedensten Frauen …“
        der nachfolgende Teil ist nicht ganz korrekt, denn in den Studien ist auch klar vermerkt dass die Zufriedensten diejenigen sind, welche sich für ihr Modell entschieden haben, und nicht drinstecken weil sie irgendwelchen (Sach-) Zwängen folgen. Demzufolge kann eine ganz Traditionelle viel zufriedener als die 100%Lohnarbeitende Mutter sein, und auch umgekehrt, je nach freier Wahlmöglichkeit und was frau daraus macht, sich arrangiert.

      • Valeria sagt:

        @ Frölein Mittens:
        „Ich bn übirgens Hausmami und frag mich täglich wie eine Frau Haushalt, Kinderbetreuung, Job und Ehe unter einen Hut bringen bzw. allem gerecht wird.“

        Nur weil Sie das nicht können, heisst das ja nicht, dass es nicht andere gibt, die sowas wollen und auch schaffen…

    • Pascal Sutter sagt:

      woher die erkenntnis?

      • Philipp Rittermann sagt:

        eigene erfahrung.

      • Pascal Sutter sagt:

        berufstätige Väter sind auch oft überlastet. zusammen klappts aber recht gut.

      • Frölein Mittens sagt:

        @ valeria Neter Versuch mit de Provokation, da müssen Sie allerdings etwas früher aufstehen. Eine Frau kann faktisch Haushalt, Kinderbetruung, Job und Ehe nicht gerecht werden, da man nicht, wie ich hier auch schon gelesen habe, auf 3 Bustellen 100% geben kann.

      • Valeria sagt:

        @ Frölein Mittens:
        Ehe ist für mich kein Punkt, den man „abarbeiten“ muss, Haushalt wird gemacht, wenn nötig, das ist für mich bestenfalls ein 10%-Job. Kinderbetreuung wird aufgeteilt, da sehe ich nicht ein, warum ich das alleine stemmen muss, nur weil ich Frau bin. Aber ich bin halt auch gewohnt, etwas mehr zu tun, das war schon immer so. Da schafft man das. Und das ist keine Provokation.

        Ich kenne aber viele 100%-Mamis, die ihren Kindern keinesfalls gerecht werden, weil Sie viel zu beschäftigt damit sind, sich selber darzustellen und zu rechtfertigen. Das ist Provokation.

      • Valeria sagt:

        PS: „Faktisch“ hat der Tag 24h, da würden 300% gerade reinpassen. 😉

      • Pixel sagt:

        Froilein: Valeria hat es angedeutet und ich führe es aus: ich sehe absolut keinen Grund, alles selber stemmen zu müssen, wenn ich mich als Frau (und in einer Nebenrolle als Mutter – übrigens wie beim Mann und Vater auch) entscheide weiterhin zu arbeiten. Man nennt das Neudeutsch Gleichberechtigung. Es mag sein sein, dass die Eine oder Andere den Verstand, ihr Ego, sämtliche Wünsche und Bedürfnisse im Kreissaal abgegeben hat. Meistens höre ich das Gegenteil. Und auf mich trifft es gewiss nicht zu.

      • Valeria sagt:

        Danke, pixel!

    • Pinky sagt:

      Ja klar…darum brauchst’s ja auch ein Mann der mithilft.

      • Testserver sagt:

        Also der Herr Rittermann kennt sich aus in der „Haltung“ der Frau und wie sie zufrieden ist und aufblüht und ihr Fell glänzt…

      • Marco Casutt sagt:

        Ich glaube kaum, dass Herr Rittermann gross dazu kommt, die Hausfrau zu streicheln oder ihren Wassernapf aufzufüllen, bei der Zeit, die er für all die Kommentare aufwenden muss.

    • Mascha sagt:

      Herr Rittermann, wo leben Sie? Können Sie sich vorstellen, dass eine Frau a) Freude an ihrem Beruf hat und b) dass Hausfrausein für eine Mutter nach einiger Zeit eventuell keine Erfüllung mehr bringt? Frauen wie ich (NB: für meine Ausbildung als ETH Ingenieurin hat der Staat übrigens zehntausende von CHF bezahlt) werden in ihrer Familiengründung in der CH grundsätzlich diskriminiert – und Ihre Aussage: „befähigt man eine frau eine aufgabe (…) blüht sie auf und ist zufrieden“ ist dermassen daneben…aber genau wengen Leuten wie Ihnen tut sich diesbezüglich NIX in diesem Land…

      • Philipp Rittermann sagt:

        die katastrophe hat schon mit der einführung des frauenstimmrechts begonnen.

        youtube – frank zappa – „bobby brown“

      • pia sagt:

        Danke Mascha! mir wird es übel, wenn ich höre, dass eine Frau nur mit einer Aufgabe zufrieden ist und dadurch aufblüht. wo sind wir, im Mittelalter? die Wirtschaftsleistung der Frauen wird immer noch unterschätzt.

      • tina sagt:

        so siehts aus mascha. muttersein mag schon befriedigend sein, aber immerhin machten die meisten frauen eine gute ausbildung bevor sie mutter wurden, und nach 20-30 jahren, je nachdem wieiviele kinder man hat, ist muttersein nur noch ein status aber keine aufgabe mehr, und man kann seinen beruf wieder voll ausüben

      • Sportpapi sagt:

        Sie werden diskriminiert, Mascha? Inwiefern?

      • Mascha sagt:

        @ Philipp Rittermann: hahahaaaaa 🙂 genau, eigentlich ist eh die Frage, wozu Frauen überhaupt alphabetisiert werden :-)?!
        @ Sportpappi: Ja, das wird man……bis zum Kind haben Frauen heute m.E. Vorteile, gerade in Grosskonzernen für angehende Kadermitarbeiterinnen, spätestens beim ersten Kind ists aus damit…und ein Grossteil ist zurückzuführen auf die mangelnde Kinderbetreuung und gesellschaftliche Akzeptanz (100% berufstätige Mutter=Rabenmuttter, Mutter mit Karriere = uuhh ganz gefährlich…! Da gilt man sehr schnell als „Kampfpanzer“…

      • Sportpapi sagt:

        @Mascha: Weil andere Menschen Ihren Weg nicht feiern, werden Sie diskriminiert?

    • tina sagt:

      philipp: in der echten wahren realität – sofern es eine solche gibt – arbeiten nunmal 75% aller mütter in der schweiz. „gibt man … eine aufgabe“ :D. wer gibt? die männer den frauen? hust…

      • Philipp Rittermann sagt:

        ichweissichweiss. ich bin halt etwas „wert-konservativ“ und finde schon, dass es in der verantwortung des mannes liegt, die frau adäquat zu beschäftigen, de facto.

      • Mascha sagt:

        Du sagst es Tina…nur kann den Wiedereinstieg nach einer 2 Jährigen Pause schon vergessen, zumindest in einer adäquaten Position (und ich denke, vielen Frauen geht es so…man kehrt möglichst früh zurück, um allein schon den Status Quo behalten zu können – und wird dann dafür noch bestraft, durch unglaubliche Kosten der Kinderbetreuung, steuerliche Mehrbelastung als Verheiratete und dann Nasenrümpfende Kommentare a la die soll lieber zu ihrem Kindern schauen als Karriere machen…)

      • tina sagt:

        genau mascha. darum ist es besser, nicht mit dem arbeiten aufzuhören

      • Frölein Mittens sagt:

        An muss sich halt entscheiden. Man kann dem Staat nicht ‚zenhtausede Franken‘ kosten, bis Ende 20 studieren, Fuss fassen, Kinder kriegen und dann noch darauf bestehen, dass der Staat auch noch die Kinderabschieberei finanziert, sorry, wIr leben ja nicht im Kommunismus…Der Teil erinnert mich irgendwie an die Erzählungen meiner ostdeutschen Nachbarin. Und was bitte heisst Status Quo? Musste auch nicht aufs Geld schauen, bevor die Kleine da war. Auto haben wir keines, Ferien gibts nicht mehr 4 Sterne, zum Shoppen hab ich eh keine Zeit…Man muss halt Einsparungen machen.

      • tina sagt:

        jetzt bin ich fast vom stuhl gefallen vor lachen PR. ich glaube, es ist besser, wir meiden einander in zukunft beim meinungsaustausch. jedem das seine, aber dass es heute noch menschen gibt, die so denken, das hätte ich nicht für möglich gehalten. meiner geistigen gesundheit zuliebe hake ich das unter fake ab

      • Mascha sagt:

        @ Frölein Mittens: Heute kann sich kein Staat mehr erlauben, auf die Hältfe des intellektuellen Potentials zu verzichten (oder man nimmt Einwanderung in Kauf, was ja auch nicht unbedingt geschieht hier), das ist volkswirtschaftlich einfach nur dämlich (globalisierung lässt grüssen!) aber ja, frei nach Fontane…das ist ein zu weites Feld…
        @ Phil Rittermann: yeah! Was für eine Beschäftigung würden Sie mir zudenken? Pantöffeli wärmen für Phil, wenn er nach Hause kommt :-)?
        @ Tina: Danke Danke Danke 🙂

      • Pixel sagt:

        @rittermann: wert-konservativ ist gut…! Ich beglückwünsche Sie dazu, immerhin den Schritt von der Schreibmaschine zum Pc gefunden zu haben.

      • Pixel sagt:

        Sicher Frau Mittens, deswegen war auch jedes Ihrer Worte glaubwürdig, als Sie uns vor einigen Monaten weismachen wollten, dass Sie „Arme“ nichts dafür konnten in diese missliche berufliche Situation zu geraten und sich quasi notgedrungen sahen, dem eine weiterführende Anstellung nach den 14 Wochen vorzugaukeln. Froilein, danke, dass Sie ein so gutes Beispiel für sämtliche Klischees sind und diese so wunderbar untermauern. Super, wirklich….

    • Liv sagt:

      Ich habe einen guten Beruf und ich bin Mutter. Mir geht es sehr gut damit. Und Sie haben keine Ahnung.

      • tina sagt:

        da hast du aber einen guten mann, der dir so gute aufgaben gegeben hat. glück gehabt liv 😀 (mir laufen immer noch tränen runter vor lachen)

      • Philipp Rittermann sagt:

        aufhören tina, bitte – ich biege mich auch schon durch *hhhuuuaaahahahahaaaaa* 🙂 🙂

    • Pixel sagt:

      Danke Rittermann, dass Sie – der mich ja nun wirklich gut kennt – so genau und auf jeden Fall besser wissen, was mir guttut und was nicht. Und vor allem was geht und was nicht. So nehm ich Sie auch richtig ernst.

  • xyxyxy sagt:

    Oh Hölle – sie brauchen ja den MB nicht zu lesen.

  • tina sagt:

    ok dann eben anders: die frauen gehen 1 – 2 (?!?! potz….) tage arbeiten. das nenne ich disneyland

    • tina sagt:

      da kann man auch batikkurse mache, hübsche saisonales wohnungsdekorationen basteln und ins ausdrucksmalen gehen. arbeiten ist keine nette freizeitbeschäftigung für einseitig belastete wohlstandselitefrauen, im richtigen leben

      • plop sagt:

        tina, ich kenne wen, alleinerziehende, die arbeitet ca 2 Nächte als Krankenschwester – und das reicht ihr an Einkommen… Fürs Feriengeld hat sie nun noch Tageskinder, klar, das wäre auch als Arbeit zu rechnen aber soviel gibt das auch nicht. Also, wo ist Ihr Problem? Ich kann Ihren Vorwurf gut verstehen, könnte man mich doch selbst fast so nennen… (obwohl das Wort Elite man unbedingt rausstreichen müsste…) trotzdem enstspricht das einem Klischee, meiner Meinung nach…

      • plop sagt:

        … weil einige nur wenig arbeiten weil es vielleicht so einfach einfacher ist, die ganze Familiensache… Oder weil man gerne Zeit mit den Kindern hat und so halt mit weniger Stutz lebt, was ja durchaus machbar ist.. Mit weniger Stutz mein ich nicht 7, sondern 5000… Und ich weiss auch, dass nicht alle Leute soviel verdienen…

      • Marco Casutt sagt:

        Nein, ich denke, tina spricht eher die Tatsache an, dass die hier besprochenen Probleme nur einen sehr kleinen, verwöhnten Teil der Bevölkerung betreffen und diese nichts mit den Problemen der meisten zu tun haben. Viele Eltern schicken Ihre Kinder nicht in Krippen oä, weil sie sich „selbst verwirklichen“ wollen, sondern weil sie schlicht und einfach finanziell auf den Verdienst der Arbeit angewiesen sind.

      • tina sagt:

        plop: 1. gehört jemand, der sich mit 1-2 tagen arbeit die ganze familie finanzieren kann eben trotzdem zur elite, nicht? und 2.: wer schaut auf die kinder nachts? geht nicht ganz auf in der realität. jedenfalls nicht in der realität der meisten menschen, nichtmal hierzulande, im disneyland, wo wir es wirklcih bequem haben und eigentlich jeder von uns zur elite gehört.

      • tina sagt:

        genau marco, das meinte ich

      • plop sagt:

        @tina: der Vater schaut zum Kind, Nachts und bringts am Morgen in die kIta, damit die Mutter schlafen kann und er geht arbeiten. Nix elite.. Sicher, als Krankenschwester verdient man nicht so schlecht, aber ob das ein elite-job ist?! hmmm.

      • plop sagt:

        aber ich mag jetzt nicht auf diesem elite-oder-nicht ding rumreiten, ich verstehe Ihre Einwände ja – gebe da nur ein Beispiel, dass wenig-prozent-arbeiten nicht nur das „Privileg“ reicher ist.

    • Mascha sagt:

      Genau – und was ist mit all denen, die für Ihr Auskommen arbeiten müssen, wo zwei Tage bitezli in ein Büro sein schlicht nicht ausreichen um den Lebensunterhalt zu finanzieren? Ich finde es echt unglaublich wie zurückgeblieben die CH diesbezüglich ist, dabei geht hier was ganz grundsätzlich was nicht auf: Wirtschaftswachstum & Wohlstand wollen alle (aha, dafür brauchts Arbeitskräfte!) , Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist unglaublcih schwer (gerade in Kaderpositionen) sprich eigene Resourcen (frauen und zukünftige Generationen) werden nicht angezapft, und Zuwanderung will keiner…helloo??

  • Stefan sagt:

    Der Arbeitsplatz bleibt drei Jahre lang garantiert??? Wie soll man sich da als Arbeitgeber, z.B. in einem KMU organisieren? Irgendwer muss ja die Arbeit machen. Jemanden einstellen, den man dann ja vielleicht auch nicht entlassen kann, wenn die Mutter zurückkehrt ? Die Stelle nicht besetzen in dieser Zeit? Unmöglich. Bleibt der hässliche Weg über Zeitarbeit, Praktikanten, 1-Euro Jobs etc… . Als Arbeitgeber stellt man halt keine Frauen ein, wegen der „Gefahr“, dass sie Mutter werden.
    Die Situation in CH mit dem flexiblen Arbeitsmarkt ist für alle gut: Arbeitnehmer, Mütter und Arbeitgeber

    • xyxyxy sagt:

      mit einem anständigen 5 Jahresplan kriegt man das schon hin

      • adlerauge sagt:

        wie so oft wäre der mittelweg wohl der goldige weg. nicht zuviel, aber auch nicht zuwenig. ein gutschweizerischer kompromiss wären beispielsweise 10 bis 12 monate elternschaftsurlaub, frei verteilbar zwischen vater und mutter.

    • Pascal Sutter sagt:

      Klingt nach „zurück an den Herd“ anno Achtzehnananas. Mann sollte schon etwas mit der Zeit gehen…

      • Stefan sagt:

        @ Sutter: Ja klar, „zurück an den Herd“ quasseln ist das einfachste. Der andere hat dem Stempel aufgedrückt und gilt als ewiggesstriger, den man nicht weiter ernst nehmen kan . Wenn es so einfach wäre…
        @adlerauge: Schön wären noch zwei Wochen für die Männer, aber sonst sind unsere 14 Wochen. Ist ein Kind so ein grosser Einschnitt im Leben, dass man gleich ein Jahr lang nicht arbeiten kann? Wer nach drei Monaten mit dem Kind nicht zurecht kommt, schafft dies auch in einem Jahr nicht.

      • Testserver sagt:

        @Stafan: Nach drei Monaten wieder arbeiten gehen, bedeutet zB auf dem BüroWC die Milch abpumpen, wenn man die allseitig angeratenen 6 monate stillen möchte usw usw … Sie haben offensichtlich keine Kinder.

      • Manuela sagt:

        Stefan, Sie haben keine Kinder, oder? Sonst wüssten Sie, dass sich Kinder, ihre Bedürfnisse und die Zeitinvestition in Kinder laufend ändern.
        Und glauben Sie, dass es für den Arbeitgeber ’netter‘ ist, wenn Eltern in den ersten 2 Jahren ständig aufgrund von Krankheiten kurzfristig ausfallen? Denn Kinder werden oft krank, wenn sie in die Kita gehen. Und noch besser, die Eltern werden dann auch ständig krank. Und das gilt nicht nur für die Mütter! Die Väter sind ebenso betroffen. Darum finde ich die Anmerkung von Adlerauge so passend.

      • Manuela sagt:

        @Testserver
        In der Schweiz muss der Arbeitgeber einer stillenden Mutter einen geeigneten Raum zum Abpumpen zur Verfügung stellen und die dafür aufgewendete Zeit gilt als Arbeitszeit.

      • Testserver sagt:

        @Manuela. In der Realität bestehen dann die Alternativen aus Archiv, oder der Pausenraum muss reserviert und abgeschlossen werden, oder die nächste Apotheke, nicht lustig…

      • Stefan sagt:

        @Manuela: Ich habe wirklich keine Kinder. Aber auch mein 6-jähriges Göttimeitli liegt manchmal eine Woche lang im Bett. Das Problem der kranken Kinder ist sowieso da!
        Ihrer Meinung nach: Soll der Urlaub jetzt 6 Monate oder 2 Jahre dauern (diese Zahlen beschreiben sie im Text)? Und was ist mit 3-5-jährigen Kindern? Eben, mein Göttimeitli liegt manchmal auch eine Woche lang im Bett, auch sie kann man nicht alleine lassen..

      • Manuela sagt:

        Stefan, ich meinte den Vorschlag 1 Jahr auf Mütter und Väter verteilen zu können. Das wäre eine sinnvolle Sache.
        Und sie liegen ja auch mal eine Woche lang im Bett bei Krankheit, oder? Ein Infekt pro Jahr ist gut zu verkraften. Interessant wird es bei 10 Infekten in einem halben Jahr. Die Eltern dürfen dann 2-3 Tage mit Attest fehlen. Sonst muss Urlaub genommen werden. Es gibt aber so sinnige Erfindungen wie einen Hütedienst im Krankheitsfall. Da kommen nette Damen nach Hause zur Betreuung. Ist vom RK und man bezahlt gehaltsabhängige Tarife. Menschen werden eben krank. Auch Väter.

    • Peter K. sagt:

      Anstatt Stefan mit Pseudo-Etiketten zu versehen wäre es vielleicht seriöser, sich mit seinen Argumenten auseinanderzusetzen. Für einen Kleinetrieb kann tatsächlich eine weibliche Arbeitskraft mit dem Risiko der Absenz ein Problem darstellen.

      • Pascal Sutter sagt:

        Stefan, ich will Dich hier nicht stempfeln. Aber was Du und Peter K. hier andeuten ist ein Problem dessen Lösung mehr Planungsaufwand erfordert. Ist ein Arbeitgeber nicht bereit, dies zu tun dann darf er einfach keine Frauen mehr anstellen. Und ich rede hier vom Schweizer Mutterschaftsurlaub. Kinder haben bedeutet nun mal Arbeitsausfälle bei Mann und Frau und nur wenn man sich dem bewusst ist und eine Lösung sucht kann man zusammen arbeiten.

      • Stefan sagt:

        Eben, das meine ich. Wenn man 3 Jahre lang einen Platz „freihalten“ muss, stellt manals Arbeitgeber einfach keine Frauen mehr an. Oder stellt Praktikantinnen ein. Oder temporäre. Die von ihnen genannte Flexibiltät hat nun mal einfach Grenzen: Ärztin verlässt OP weil Kind krank ist? Buschaufferin kommt nicht? Lehrerin gibt Kindern einfach frei?
        Nicht alle Arbeiten im Büro mit Gleitzeit

      • Valeria sagt:

        Lehrer, Ärzte und Buschauffeure werden selber nie krank? Steht dann auch der ganze Verkehr still? Die Notaufnahme wird geschlossen?

    • In meinem Job stelle ich fest: „budgetieren“ ist für Frauen schwierig geworden.
      Kinder haben, Karriere machen, fit sein, inn sein, weiterbilden, gut aussehen etc. Das alles braucht nicht nur Geld, sondern vor allem Lebensenergie – die bei weitem nicht alle haben, die das alles wollen. Etwas (oder mehreres) kommt zu kurz. Es leidet dann die Qualität. Plötzlich ist man nahe am Burnout, oder irgendwie am Anschlag. So geht es nicht!
      Eine Klientin brachte es kürzlich auf den Punkt. „Ich wollte Kinder – und merkte erst spät, dass ich eigentlich eine Familie wollte…“

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.