Alkoholfreie Zonen

Neue Wege: Jugendliche dürfen aus Präventionsgründen bald nirgendwo mehr öffentlich Alkohol trinken. Das wird sie jedoch kaum vom Konsum abhalten.

Jugendliche dürfen aus Präventionsgründen bald nirgendwo mehr öffentlich Alkohol trinken: Teenager mit einem Bier am Zürcher Freestyle-Event. (Keystone)

Im Advent können sie sich noch unter freiem Himmel mit Glühwein zuprosten, schon in der Neujahrsnacht aber darf nur noch Rimuss ins Sektglas: Am 1. Januar tritt in Dübendorf die neue Polizeiverordnung in Kraft, die besagt, dass Jugendliche unter 16 Jahren in der Öffentlichkeit keinen Alkohol mehr konsumieren dürfen, unter 18-Jährige keine Spirituosen. Wer gegen die neue Verordnung verstösst, wird mit 60 bis 80 Franken gebüsst. In besonders schwerwiegenden Fällen wird der Jugenddienst der Polizei eingeschaltet.

Verschiedene Gemeinden kennen schon heute solche Regelungen. In Uster überlegt man sich sogar, das Verbot für den ganzen Bezirk einzuführen, damit die Jugendlichen überall gleich behandelt werden und auch nicht schnell über die Gemeindegrenze spazieren können, um dort weiterzutrinken. Natürlich ist das Ganze nur zu ihrem Besten, eine reine Präventionsmassnahme, wie Marco Strebel, Leiter der Abteilung Sicherheit, gegenüber dem «Tages-Anzeiger» sagt: «Es geht uns um die Früherkennung von jungen Alkoholkonsumenten.»

Und doch werde ich den Eindruck nicht los, dass man die Alkohol trinkenden Jugendlichen möglichst unkompliziert von der Bildfläche verschwinden lassen will. Getreu dem Motto: Ich sehe kein Problem, also gibt es auch keines. Denn zu glauben, dass sie aufhören zu trinken, nur weil sie es nicht mehr öffentlich tun dürfen, ist naiv. In Zukunft wird die durstige Dübendorfer Jugend sich eben bei demjenigen zu Hause treffen, der gerade sturmfrei hat. Oder versteckt trotzdem draussen trinken, sozusagen als Mutprobe. Oder aber die Teenager füllen den Alkohol in unauffällige Colaflaschen um, wie sie es heute schon gerne tun, wenn sie ausgehen.

Womit wir beim nächsten neuralgischen Punkt wären: dem ÖV. Trifft man am Samstagabend jugendliche Ausgänger im Tram an, haben sie in der Regel bereits den ersten selbstgemixten Drink in der Hand.  Die Kantonalzürcher EVP will deshalb ein flächendeckendes Alkohol-Konsumationsverbot in Zügen, Trams und Bussen einführen, das täglich von 22 bis 6 Uhr gelten soll. ZVV und SBB sind wenig begeistert von der Idee und die Juso ärgerte sich sogar so darüber, dass sie für letzten Freitag gleich zu einem Protest-Botellon in der Zürcher S-Bahn aufrief. «Wir sehen diese Forderung als Teil einer Reihe repressiver Massnahmen gegenüber der Jugend», begründete Juso-Co-Präsidentin Ursula Naef gegenüber der «Limmattaler Zeitung» ihren Ärger.

Tatsächlich würde eine solche Regelung vor allem die Jungen treffen. Ihre Väter, die gerne ihr Feierabendbier im ÖV trinken, sind normalerweise ein paar Stunden früher unterwegs. Und doch kann man dem EVP-Vorstoss zugute halten, dass er alle Alkoholkonsumenten gleich behandelt. Schliesslich verbietet das Schweizer Gesetz nur den Kauf, nicht aber den Konsum von Alkohol für unter 16-Jährige – wie erklärt man also einem Teenager, dass trotzdem nur er im ÖV mit einem Trinkverbot belegt wird?

Trotzdem ist der Vorstoss beliebig. Denn was bitte ist an einem nächtlichen Bier schlimmer als an einem, das tagsüber getrunken wird? Mich persönlich irritiert ein Passagier mit Vormittagsbierchen mehr als einer, der nach dem Ausgang noch einen Schluck trinkt. Wenn schon ein Alkoholverbot im ÖV, dann also bitte eins nach dem Vorbild der Londoner Tube, nämlich eins, das zu jeder Tageszeit gilt.

Die eigentliche Frage aber ist, ob solche Verbote überhaupt etwas bringen. Ginge es darum, Züge und Busse sauberer zu halten, wahrscheinlich schon – wobei man dann das Essen und Trinken gleich ganz verbieten müsste. Als Präventionsmassnahme taugen sie hingegen nichts. Wer unbedingt Alkohol trinken will, findet problemlos einen Weg – siehe oben. Anstatt auch noch den ÖV mit einem Verbot zu belegen, das sich sowieso kaum durchsetzen lässt, wäre es deshalb wichtiger, den Verkauf endlich besser zu kontrollieren und vor allem nicht nur den Kauf, sondern eben auch den Konsum von Alkohol für unter 16-Jährige strikt zu verbieten.

Am meisten aber würde wohl eine Anhebung des Alkoholpreises fruchten. Heute bezahlt man für eine Dose Bier oft nicht mehr als für eine Flasche Eistee. Würde Alkohol plötzlich das Doppelte kosten, würde es sich mancher Teenager dreimal überlegen, ob er noch einen Schluck nehmen soll. Solange die Jugendlichen aber übers Portemonnaie fast zum Alkoholkonsum ermuntert werden, nützen auch noch so viele gut gemeinten Konsumationsverbote nichts.

146 Kommentare zu «Alkoholfreie Zonen»

  • Jugendliche und Alkohol.
    Alkohol ist – allen gesetzlichen Bestimmungen zum Trotz – eine problemlos zu erwerbende Droge: Viele Jugendliche machen ihre ersten Erfahrungen im Alter zwischen 10 und 14 Jahren. In der Pubertät will sich der Jugendliche einerseits vom Elternhaus lösen und sich andererseits Privilegien der Gruppe der Erwachsenen aneignen. Alkohol gehört in den Katalog der erstrebenswerten Privilegien und gilt deshalb als hip und cool.
    http://blog.tagesanzeiger.ch/mamablog/index.php/27623/alkoholfreie-zonen/

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  • Ein vertrauensvolles, offenes Verhältnis ist eine gute Voraussetzung, das Thema Rauschtrinken mit den Jugendlichen – in nüchternem Zustand – anzugehen. Die Fachleute raten auch hier: Eine gute Prävention ist, sich für das Leben des Teenagers zu interessieren und immer ein offenes Ohr für seine Probleme zu haben. Bestärken Sie ihr Kind auch darin, dass es sich getraut, in der Gruppe nein zum Alkohol zu sagen, wenn es keine Lust hat zu trinken.

  • Valeria sagt:

    Noch ein kleiner statistischer Nachtrag: Jeder Jahr ereignen sich auf Schweizer Strassen 7000 alkoholbedingte Verkehrsunfälle, wobei 3000 Personen zum Teil schwer verletzt werden und ca. 120 sterben. Alleine diese Unfälle verursachen immense Folgekosten. Zusammengerechnet mit den chronischen durch Alkohol bedingten Erkrankungen (Leberschäden bis hin zu Transplantation, Herzkreislaufstörungen, psychiatrische Störungen… etc.) summieren sich diese Kosten in Millionenhöhe.

  • Matthias sagt:

    Unter 16 Jährige dürfen noch gar keinen Alkohol erwerben, also wo ist das Problem? Und unter 18 Jährige keine Spirituosen, ist nur konsequent wenn das Gesetz auch durchgesetzt wird.

  • Daniel sagt:

    Was ist so schlimm am Vormittagsbierchen? Wenn ich aus der Nachschicht komme habe halt vielleicht auch mal Lust auf mein Feierabendbier.
    Das Problem kann am Ende wohl nur über den Preis gelöst werden, leiden müssen darunter dann eben auch die welche ihren Alkoholkonsum im Griff haben und ihn als Genussmittel nehmen.
    Wir waren früher sicherlich nicht immer brav, habe aber nicht in Erinnerung das ich mich jemals ins Koma soff oder irgendwo in der Stadt wildfremde Leute verprügelte weil mir deren Gesicht nicht passte.

  • theotherside sagt:

    vielleicht nützt so ein verbot nicht (so sehr) für die prävention. es würde aber bestimmt dazu beitragen, dass mir nicht jede woche eine horde von saufenden jugendlichen direkt vor meiner haustür das trottoir während ihren wöchentlichen bottellons vollkotzt, vollpisst und mit scherben bepflastert. ich bin durchaus eine tolerante person, aber so nach dem 20. mal ists auch bei mir vorbei. sollen die doch mamas keller vollkotzen, aber solche exzesse mitten auf quartierstrasen sollten verboten werden.

  • yellow sagt:

    uff. offenbar hatte ich also extremes glück als teenie- bevor ich 17 war, durfte ich samstag abends NIE nach zürich in den ausgang . bis 16 hatte ich um punkt 22 uhr zu hause zu sein und dann ab 17 durfte ich auf den letzten zug um 23.50. zu spät kommen bedeutete hausarrest am nächsten weekend, mindestens.
    nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn ich auch noch nach alk gerochen hätte….vermutlich würde ich jetzt (mit 35) mal aus dem hausarrest rauskommen ;).
    klare regeln und bei missachtung dieser klare folgen. hat sogar bei meiner rebellischen kleinen schwester funktioniert ;).

  • Philipp Rittermann sagt:

    ich kann die jungen verstehen. mit den sbb zu fahren ohne alkohol ist ein absolutes no go. grundsätzlich bin ich dafür, da dorten „drogenabteils“ einzurichten; da ist man unter sich, stört die militanten gesundheitsfanatiker nicht und hat den plausch.

  • Francesca sagt:

    Verbietet doch gleich die Jugend… mir fehlt es hier an Gelassenheit, und ich bin bald 60 Jahre alt, wohne mitten in der Stadt. Die Verbieterei bringt rein gar nichts, das sieht man ja beim Drogenverbot. Wir haben gar nicht den Polizeistaat – zum Glück – um hier dauernd Bussen auszusprechen. Verbote, die nicht durchgesetzt werden könne, bringen nichts.Es war noch nie anders. Die Jugend überbordet nun mal, wird irgendwann vernünftig, und die nächste Generation kommt. Wenn es zu bunt wird, sammeln sie die betrunkenen Jungen hier ein und rufen die Eltern an. Das wirkt.

  • Anna-Maria Jessighofmalz sagt:

    Lustiger Artikel. Zuerst kommt die bekannte Keule „Verbote nützen nichts“, dann zum Schluss der Tipp, den Preis anzuheben. Das wird es aber auch nicht besser machen, denn dann klauen die Jungen den Alkohol oder rauben andere Leute aus um an Geld zu kommen.

    • Jeanette Kuster sagt:

      Nun ja, dass die Jugendlichen gleich jemanden überfallen, um an Alkohol zu kommen, bezweifle ich. Es sei denn, sie seien bereits hochgradig alkoholabhängig. Ich glaube hingegen durchaus, dass man über den Preis etwas bewirken könnte.

  • alam sagt:

    Was ist denn die Hauptaufgabe der Eltern von 15-jährigen? Die Eltern müssen allmählich loslassen und die Jugendlichen immer selbständiger werden lassen. Mal ehrlich mit 15 ist die „Erziehung“ längst abgeschlossen. Wenn wir da die Kinder einsperren müssen, weil draussen alles erlaubt ist, läuft etwas falsch.

  • alam sagt:

    Dass der Alkoholkonsum eingeschränkt wird, ist sicher gut. Da ist eigentlich jedes Mittel recht. Mit dem Rauchen war es doch genauso. Zuerst war es cool, dann wurde die grosse Freiheit eingeschränkt, und nun rauchen viel weniger. Mit den heutigen Regeln hätte ich höchstwahrscheinlich nie zu rauchen angefangen und hätte nicht mühsamst wieder aufhören müssen.

  • Liliana Schenk sagt:

    Ich kann Ihnen nur- widersprechen! Verbote bringen nichts- absolut gar nichts! Hat sich jemand von euch „Erwachsenen“ eigentlich auch nur einen Moment lang Gedanken darum gemacht, WARUM die Jugend trinkt? Die Welt ist voller Verbote, Jugendliche leiden unter Leistungsdruck, haben Probleme zuhause- Diese Jugend trinkt! Nicht die, die wohlbehütet mit den Eltern zu Abend isst, gute Noten schreibt etc. Ich war mit 15 Alkoholikerin weil ich Probleme hatte. Hätte ich die Sorgen nicht ertränken können, hätte ich mich wohl umgebracht. Also nur zu- steigert doch die Selbstmordrate der Jungen. Bravo!

  • Lala sagt:

    Auf den jugendlichen Rumhacken wärend diverse 40++er Ihre Freizeit damit verbringen von Restaurant/Bar/Beiz zu Restaurant/Bar/Beiz zu torkeln und Ihre „fragwürdigen“ (durch den Alkohol verstärkten) Meinungen rumzuposaunen, als ob Ihnen die Welt gehört, nur um sich später über jugendliche zu beschweren die eben dies in Beizen „gesellschaftlich akzeptiert“ noch nicht dürfen oder sich dort schlicht nicht wohl fühlen aufgrund eben dieser Herren…

  • Laura TI sagt:

    Ich sehe denn Sinn nicht, unter 16-jährige allein ziehen zu lassen bis in alle Nacht. Die sind schlicht überfordert und können die Konsequenzen ihres Handelns viel zu wenig abschätzen. Eltern die so etwas erlauben, müssen in die Pflicht genommen werden.
    Ich würde also nicht die Kinder bestrafen sondern die Eltern, die ihre Aufsichtspflicht nicht wahrgenommen haben und das zwar so saftig, dass sie sich das nicht wirklich erlauben können, Bussen proportional zum Einkommen oder so.
    Gesetze haben wir genügend, nur umsetzen müssten wir sie.

  • Auguste sagt:

    hmm…, etwas scheint dennoch ein klein wenig schief zu laufen mit den jungen. ist nicht der eigentliche sinn der ganzen partyfeierei, dass man in jener nacht zwischen zwei und – grob geschätzt – fünfzehn minuten nicht total allein und völlig missverstanden auf der welt ist. aber wenn ich als jüngling nicht einmal mehr den arsch aus dem nachtbussitz hochkriege, was wird dann wohl aus dem eigentlichen höhepunkt des ganzen nächtlichen abenteuers?

    herr schenk mir mehr weisheit oder wenigstens noch mehr dröhnung (quelle: jugi toilettentüre und edding dick & schwarz).

  • marie sagt:

    oh ist heute informatik-chrüsimüsi-day? 🙂 (letzer post bezog sich auf ts aussage „those funny old days…“

    • tststs sagt:

      Fragt sich langsam, wer hier über den Durst getrunken hat
      😉
      😉
      😉

      • marie sagt:

        @tststs, 12.08
        wahrscheinlich der vom zibielemärit besoffene nach zwiebelkuchen riechende jugendliche in der informatik, der nächstens im büro den spannteppich in der etage vollgöögget 😆

      • marie sagt:

        mit anderen worten: der praktikant 😉

      • alien sagt:

        Tja, marie, der Blog läuft im stieren Züri und da gibt’s keinen Zibelemärit… (und man gööget auch nicht, man kotzt nur, das klingt so prosaisch) Ich bin ja selten in Bern, aber am Zibelemärit schon 2 Mal… und einmal an der Fasnacht…

  • Andreas Schmid sagt:

    Hört doch bitte auf mit dieser Verteuerungsmär, wie z.B. „Wenn eine Dose Bier doppelt soviel kosten würde, würden sich die Jugendlichen einen Kauf eher überlegen!“ JEDER weiss, dass sich Cigaretten innert relativ weniger Jahre um ein Vielfaches verteuert haben. Haben deshalb Bedürftige oder Jugendliche das Rauchen etwa eingestellt?! Wie man weiss: NEIN! Man verleitet solche Leute dadurch bestenfalls zu krimineller Beschaffung, wenn sie verteuerte Wunschobjekte dennoch konsumieren wollen und auch werden. Diese oede These mit einer Problembehebung durch Verteuerung ist damit ein schlechter Witz!

  • Valeria sagt:

    Ich hoffe, euch allen ist schon klar, dass die heutigen Jugendlichen braver, gesünder, verantwortungsbewusster und zukunftsorientierter als alle Generationen vor ihnen sind. Wir Erwachsenen sehen nur die Ausreisser und beklagen uns über die ganze Generation. Die Jugendlichen von heute sind nur ein Abbild unserer Zeit und unserer Erziehung. Und sie unterscheiden sich kaum von uns, als wir so alt waren wie sie. Auch wenn das für uns kaum vorstellbar ist, weil jegliche Diskussion mit einem „Ja aber. Früher war das etwas anderes“ im Keim erstick wird.

    • Sportpapi sagt:

      @Varlia 11.19. Was denn nun? Sind sie nun braver, gesünder, verantwortungsbewusster, oder unterscheiden sie sich kaum von uns in dem Alter? Richtig ist: sie sind ein Abbild unserer Zeit und unserer Erziehung. Gerade deswegen plädiere ich für Erziehung, nicht für Gesetze.

      • Valeria sagt:

        Sie sind braver, gesünder, verantwortungsbewusster WEGEN der Zeit und WEGEN unserer Erziehung. WEIL wir unseren Kindern ständig sagen, dass alles, was sie tun, Auswirkungen auf die Zukunft haben wird. WEIL wir Ihnen ständig sagen, dass das Internet nichts vergisst. WEIL wir wissen, dass Übergewicht und Rauchen schlecht und Sport gesund ist.

        Sie unterscheiden sich nur in den Punkten von uns, die durch die Umgebung vorgegeben werden. Zum Beispiel der Allgegenwart des Internet und der Unsicherheit und Schnelllebigkeit unserer Zeit. Dafür können Sie nun wirklich nichts.

  • tststs sagt:

    Karl Müller, was ist denn die Hauptaufgabe des Staates? (Nur aus Neugier, nicht als Vorwurf 😉 )

    • Karl Müller sagt:

      @tststs: Ich denke wir haben diesbezüglich eine gut formulierte Bundesverfassung:
      1.Der Staat schützt die Freiheit und die Rechte des Volkes und wahrt die Unabhängigkeit und Sicherheit des Landes.
      2.Der Staat fördert die Wohlfahrt, die nachhaltige Entwicklung, den inneren Zusammenhalt und die kulturelle Vielfalt des Landes.
      3.Der Staat sorgt für eine möglichst grosse Chancengleichheit unter den Bürgerinnen und Bürgern.
      4.Der Staat setzt sich ein für die dauerhafte Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen und für eine friedliche und gerechte internationale Ordnung

      • tststs sagt:

        1. Lieber Staat, beschütze meine Freiheit und Rechte vor jugendlicher Kotzinvasion
        2. Und wie fördert er dies? Wohl indem er die Bürger fördert… und es ist schon lange bekannt, dass man Hänschen mehr beibringen kann, als dem Hans…
        3. Soll er dies nur infrastrukturiell oder auch geistig?
        4. Und wie setzt sich der Staat ein? Indem er uns sagt, was dafür nötig ist und wir dafür zu tun haben (also sprich erzieht?)
        Fazit: Ist regieren nicht immer auch ein bisschen erziehen? (und immer unter der Prämisse, dass in der CH Staat=Volk)… 🙂

      • Karl Müller sagt:

        @Pixel: „Ist regieren nicht immer auch ein bisschen erziehen?“ Der Staat ist gerade in Familienfragen nicht die Autorität, die der kleinsten Zelle der Gesellschaft vorzuschreiben hat, wie diese wann ihre Kinder erzieht. Anders formuliert, er hat die Familien nicht zu regieren/erziehen, wie sie ihre Kinder betreuen und aufwachsen lassen. Dafür ist der Staat weder qualifiziert noch genug nah dran. Darum scheitern solche Versuche durchs Band. Anders sieht es bei Notfällen aus.

      • Pixel sagt:

        Karl, ich fühle mich überhaupt nicht angesprochen. So etwas habe ICH nicht gesagt.

      • Sportpapi sagt:

        Ausserdem hat KM auch nicht recht. Der Staat sind wir. Und solange Einzelpersonen und Familien sich gerne vom Staat, also der Gemeinschaft, helfen lassen, es zunehmend „solidarisch“ zu und hergehen muss, solange muss man sich auch Kritik an der Lebensweise bis hin zu „Erziehungsmassnahmen“ gefallen lassen. Wenn also die Allgemeinheit die Folgen übermässigen Alkoholkonsums trägt, wird sie wohl auch Massnahmen zur Vermeidung ergreifen wollen. Und dürfen.

  • tststs sagt:

    „Da sind Eltern fast machtlos,“ Das stimmt so natürlich auch nicht ganz. Wenn die Eltern „alles richtig“ machen, dann sind sie der Herr im Haus, und keine Werbung wird dieses Position gefährden (resp. ein „gut erzogener, aufgeklärter“ Jugendlicher wird zB Werbung eh mit Skepsis begegnen). D.h. die entscheidenen Fehler passieren viel früher; dementsprechend will ich Ihnen WS natürlich auch nicht widersprechen: es tut dringend Not, das Erziehung „professionalisiert“ wird und der Staat sich einmischen kann…

    • tststs sagt:

      Gehört zu WS 10:45

      • tina sagt:

        meine eltern haben „alles richtig“ gemacht. ich habe mit 13 gekifft und mit mit 15 ausgezogen, um mir am hauptbahnhof im rudel die nächte besoffen um die ohren zu schlagen. inzwischen bin ich mitte 40 und – man staune – es wurde auch noch was aus mir. es liegt nicht an den eltern. weiss der geier was mir „ins hirn gesch..“ hat, damals, aber es lag nicht an den eltern. ausser dass sie vielleicht ein bisschen langweilig waren. und: „alles richtig machen“ kann man sich abschminken als eltern.

  • Auguste sagt:

    hmm…, also wenn ich erst total zu sein muss, damit die post an der party so richtig abgeht, könnte es dann nicht sein, dass die parties vielleicht etwas lahm und hohl sind. nur so ein gedanke, bevor man sich das wochenende wieder mal erst schönsaufen muss, damit es richtig anfängt. monday mornin‘ blues – die vagen chancen des wochenendes sind unwiederbringlich vertan und neue fünf tage hoffnung auf hoffnungen, die sich wahrscheinlich nicht erfüllen werden, liegen vor einem. das leben ist einfach nicht fair, wenn man sechzehn ist. hard cheese.

    youtube: tracy byrd – ten rounds with jose cuerv

  • xyxyxy sagt:

    liebe REd. danke – dass ihr meine Antworten völlig grundlos sperrt, das ist für die Diskussion ungemein förderlich

  • tststs sagt:

    Es wird gesoffen, gekotzt, gepöbelt und wenn dann der Ausscheidungen und Dummheiten genüge getan ist, lässt man sich wieder zurücktransportieren (bald wohl noch ohne Nachtzuschlag).
    mMn hat ein 15jähriger Jugendlicher (egal ob nüchtern, besoffen, bekifft oder sonst was) nichts am HB ZH um 3 Uhr morgens verloren!

    • tststs sagt:

      Und ja, ich gebe meinen Vorschreibern recht, das hauptsächliche Problem liegt bei den Eltern! Aber wenn die Eltern versagen, finde ich es hier legitim, wenn der Staat einspringt!
      Ich finde auch, dass Jugendliche Grenzen überschreiten wollen. Aber dafür müssen zuerst Grenzen da sein! Sie sollen – so wie wir – unter grösster Gefahr, min. 5 Dörfer weiter, Alk kaufen gehen, sich verstecken müssen, Strafen fürchten, wenn die Eltern die Fahne riechen und nicht noch eine Persilschein für ihr dummes Verhalten bekommen!

      • Widerspenstige sagt:

        Es liegt zur Hauptsache bei der Erziehung, ja. Aber dann gibt es noch sehr viele Einflüsse vom Umfeld, wo der Jugendliche aufwächst, die M edien u ihre hochwirksame Marke tingmaschinerie mit Verlockungen an jeder Säule u Ecke. Kauf mich, nimm mich…Du bist es Dir Wert und so weiter und so fort!. Da sind Eltern fast machtlos, wenn sie nicht äusserst diszipliniert vorleben und so den Jugendlichen ein Vorbild sind.

        Wer kann das durchziehen, ohne selber irgendwann als Mutter oder Vater völlig überfordert auf der Strecke zu bleiben? Deshalb plädiere ich für mehr staatl. Hilfe in der Erziehung.

      • Sportpapi sagt:

        Wofür noch soll der Staat alles in die Bresche springen? Nein, auch heute noch sind in erster Linie die Eltern in der Verantwortung, ihren Kindern die Grenzen und Regeln beizubringen. Wenn sie Hilfe benötigen, gibt es dafür genügend Anlaufstellen.

      • tststs sagt:

        SP: Man kann da jetzt wieder Idealpolitik betreiben oder sich der Realität stellen: „auch heute noch sind in erster Linie die Eltern in der Verantwortung“ Es ist halt nun mal so, dass nicht alle Eltern dies so sehen. Und soll man diese Kids jetzt sich selber überlassen? Ich sage aus einem Grund „Nein“: Die Konsequenzen müssen dann auch wir (die Gesellschaft) ausbaden und nicht die Eltern allein…

      • tststs sagt:

        Gehört zu Sportpapa 10:52

      • Karl Müller sagt:

        @tststs: Das sind aber reine Symptombekämpfungen. Die Ursache gehört b€kämpft und das ist keine Verfügbarkeit mehr der Eltern, ohne hier wieder eine Geschl€terdebatte vom Zaun zu relssen.

      • xyxyxy sagt:

        SP findet JA – er hat kein Mitleid mit denen, welche allein gelassen werden. Er sagt ihnen: „ja eure Eltern sollten halt….
        wir als Gemeinschaft schauen euch dabei zu wie ihr schon mit 14 die Nächte durchsauft und schütteln den Kopf über eure Eltern. Es wäre ihre Verantwortung. – Stimmt doch. Na also.

      • xyxyxy sagt:

        und wer sagt uns, dass diese staatlichen Helfer dann auch kompetent sind?

        zudem – Ausnahmen ausgenommen – mangelt es den ABWESENDEN ELTERN am Willen und am Verständnis.
        Verständnis könnte man sich erwerben, wenn man will.
        Also muss doch der Staat eher dadurch helfen, dass er wieder sagt: He liebe Eltern, das ist kein toleriertes Verhalten. Ihr kommt mit dem Gesetz in Berührung, ihr und eure Kinder. Also wacht auf aus eurem Dornröschenschlaf und kümmert euch um eure Kinder.

      • tststs sagt:

        Xy, es ist doch irgendwie unsinnig zu glauben, dass man Eltern per Gesetz dazu kriegt, dass sie mehr auf ihre Kinder aufpassen (zumal hier gänzlich ausgeblendet wird, dass es wohl meistens eine Frage des KÖNNENS und nicht des WOLLENS ist…Karl Müller sprichts ja auch an)… Wenn schon wäre es ehrlich, wenn wir den Eltern sagen, wie wir die Kinder gerne erzogen hätten. Tun wir ja bereits; zB erlauben wir nicht mehr, dass man sie schlägt, dann kann man doch den Eltern auch sagen, dass sie ihre Kinder nach 22 uhr besoffen nicht mehr nach draussen lassen dürfen…

      • xyxyxy sagt:

        tsts – können und wollen hängen für mich zusammen: nicht jeder kann von natur aus, aber wer wirklich will… der kann es lernen.
        gesetze können die notwendigkeit aufzeigen: Busse kommt nach Hause, die Papa bezahlen kann (14jähriger hat eh nur Papas Geld) … so lernen manchmal auch Unwillige und Unfähige.

      • Karl Müller sagt:

        @Widerspenstige: „Deshalb plädiere ich für mehr staatl. Hilfe in der Erziehung.“ Ist das Ihre Rellgion? Der Staat soll sich auf die Hauptaufgaben konzentrieren und dazu gehört Ihr Vorschlag ganz bestimmt nicht.

      • Valeria sagt:

        Haha… „unter grösster Gefahr“ haben Sie sich früher Alkohol besorgt? Echt jetzt?

      • Valeria sagt:

        Sorry, die obige Antwort ging eigentlich an tststs (10:33)

      • tststs sagt:

        Ich habe halt noch die hier oft geforderte Erziehung genossen. Die grösste Angst hatte ich beim Alkohol und Ziggikauf also nicht vor dem Staat, sondern vor meinen Eltern. Also eigentlich vor dem ganzen Dorf, dass mich bei meinen Eltern hätte anschwärzen können… 😉

      • tststs sagt:

        Und die eigentlich an Valerie 😉

      • Auguste sagt:

        hmm…, tststs, „unter grösster gefahr mind. 5 Dörfer weiter…“ – dieser satz hätte von m13 stammen können. war ihr lebensraum auch das bündnerland?

        youtube: finally friday – george jones

        übrigens, mr. jones sagt von sich selbst, dass er sich an eine ganze dekade seines lebens nicht mehr erinnern kann. aus jener zeit stammt auch die verbürgte geschichte, wie er auf einem rasenmäher-traktörchen ins nächste dorf fuhr für einen drink. allerdings war er damals schon etwa dreissig jahre volljährig – da geht das.

      • tststs sagt:

        Es ist herrlich, der Blog versetzt mich gerade zurück in meine Teenager-Zeit… gehe gerade vor meinem innere Auge die zahlreichen Verstecke nochmals durch…
        Und übrigens, einfach um es klar zu stellen: meine Eltern haben es längst gerochen… 🙂

      • marie sagt:

        ja, aus dem klofenster rausrauchen morgens so ca. 2h – und mutter hatte einen leichten schlaf! 😯

      • Valeria sagt:

        Oder nachts kurz raus hinters Haus, um zu paffen. Und nicht zu bemerken, dass der Rauch genau ins offene Fenster des Elternschlafzimmers zieht… 😉

      • Valeria sagt:

        Ach, das ist doch heute genauso. Es war bei uns so und es wird so sein, wenn mein Tochter in die Pubertät kommt. Früher wurden im Suff Scheiben eingeschlagen oder Spritztouren mit dem Traktor vom Vater unternommen, heute kotzen sie halt auf die Rentenwiese. Das Problem ist nicht der Alkohol, sondern das Alter. 🙂 Im Nachhinein erinnere ich mich auch an einige Situationen, die böse hätten enden können. Aber nur weil immer alles gut ausgegangen ist, gibt mir das noch lange nicht das Recht, die gleichen Taten so repressiv zu verurteilen.

      • alien sagt:

        tststs lebte in den 30er Jahren in den USA, da war es gefääääährlich, Alk zu kaufen….

    • Auguste sagt:

      hmm…, erweiterungsantrag, tststs, sechzehn- und siebzehnjährige auch nicht. volljährigen kann man das beknacktsein dann nicht mehr verbieten, aber irgendwie steckt da auch eine höhere gerechtigkeit dahinter, wenn man als eltern mit solchen prachtsexemplaren geschlagen ist.

      für diese eltern ist es dann auch ganz tröstlich, dass die welt so schlecht ist, wie sie halt ist. wer da manchmal nicht kotzen wollte, oder…

      youtube: alan jackson – if you want to make me happy

    • tststs sagt:

      „aber irgendwie steckt da auch eine höhere gerechtigkeit dahinter, wenn man als eltern mit solchen prachtsexemplaren geschlagen ist.“ Aber da liegt ja gerade der Hund besoffen begraben…Wenn sie wenigstens in die Gärten ihrer Eltern kotzen würden… aber nein… sie kommen „in meinen Vorgarten“ (sprich zB Rentenwiese). Die Eltern sind schön davon befreit…
      Lustig übrigens, dass Sie bereits kommentieren können, während bei mir noch steht „Kommentar wartet auf Freischaltung“…

      • Auguste sagt:

        hmm…, tststs, mir wurde wahrscheinlich schon längst ein „jagdschein“ ausgestellt. das macht man gewöhnlich so bei „dorf-originalen“ und andern narren. die andere theorie lautet, dass die moderatoren des blogs mit streik drohten, wenn sie sich auch nur noch einen weiteren country-clip auf youtube ansehen müssten. dabei haben die noch glück, ich könnte ja auch sowas auf solche sachen hinweisen…

        youtube: vaginas im dirndl

        disclaimer: nüchtern betrachtet ist die jugend manchmal herrlich kreativ und darauf stiess ich zufällig, auf der suche nach dem „herzilein“-clip der wildecker herzbueben

      • alien sagt:

        Eh, des is ja heeealich! Wo hast Du denn das ausgegraben, Auguste?

  • tststs sagt:

    So, ich muss mal Dampf ablassen: Ich wohne zentral in der Stadt Zürich und geniesse altersmässig noch ab und zu den Ausgang. In den letzten 10 Jahren konnte ich aber eine Veränderung feststellen, die ich gar nicht mehr gutheissen kann (oder es zeigt mir einfach deutlich: tststs, Du wirst alt!): da wird die Dorfjugend in staatlich subventionierten Viehtransportern in die vermeintliche Grossstadt gefahren um mal richtig die Sau rauszulassen! Es wird gesoffen, gekotzt, gepöbelt und wenn dann der Ausscheidungen und Dummheiten genüge getan ist, lässt man sich wieder zurücktransportieren (bald wohl noch ohne Nachtzuschlag).
    mMn hat ein 15jähriger Jugendlicher (egal ob nüchtern, besoffen, bekifft oder sonst was) nichts am HB ZH um 3 Uhr morgens verloren! Und ja, ich gebe meinen Vorschreibern recht, das hauptsächliche Problem liegt bei den Eltern! Aber wenn die Eltern versagen, finde ich es hier legitim, wenn der Staat einspringt!
    Schauen Sie, ich finde auch, dass Jugendliche Grenzen überschreiten wollen. Aber dafür müssen zuerst Grenzen da sein! Sie sollen – so wie wir – unter grösster Gefahr, min. 5 Dörfer weiter, Alk kaufen gehen, sich verstecken müssen, Strafen fürchten, wenn die Eltern die Fahne riechen und nicht noch eine Persilschein für ihr dummes Verhalten bekommen!

    • alien sagt:

      Ich hatte mein erstes Bier mit 14 in einer Beiz, mein zweites mit 15 und auf mein erstes Glas Wein habe ich auch bis 15 gewartet. Ha, was war ich ein vorbildlicher und erfreulicher junger Mann!

      Langweilig.

  • Anh Toan sagt:

    Sollten nicht besser Jugendliche an sich verboten werden? Die sind doch eine Zumutung, nichts als Kiffer und Harassenläufer, noch ein paar Bibel- und Oekofundis, ein paar mit Piercing und Tattoo Verunstaltete, wozu sind denn die gut?

  • Daniel Zollinger sagt:

    Rauchfreie Zonen, Alkoholfreie Zonen. Was kommt wohl als nächstes? Irgendwann wird es soweit kommen, wo man nur noch in gewissen Zonen Furzen kann! Ups, nicht zu Laut sagen sonst wird die Initiative gerade durchgesetzt!

    • U. Knecht sagt:

      Herr Zollinger: Setzen Sie sich mal an einem Samstagabend in eine S-Bahn. S steht um diese Zeit für „Saustall“. Dann wird Ihnen schnell klar, dass es Personen gibt, die sich im öV zunehmend unwohl fühlen! Am Sonntagmorgen wird dann das Perron vollgekotzt sein.

    • tststs sagt:

      Zuhause darf jeder furzen wie er will. Und wenn die Eltern in den eigenen vier Wänden applaudieren, weil vor lauter Furzerei der Darm gleich mitrauskommt, auch ok… aber bitte nicht in der Öffentlichkeit… (also passieren darfs ja ab und zu, aber bitte nicht forcieren…)

  • mira sagt:

    Ich finde den Vorstoss gut. Auch wenn es einen Teil des Exzesse einfach nach innen verlagert, so wird doch deutlich gemacht, dass so ein Verhalten nicht in Ordnung ist. Das Verbot löst nicht alle Probleme, ist aber ein Schritt in die richtige Richtung. Gute Erziehung und vorallem gute Vorbilder (nein, Papa muss nicht jeden Tag ein Feierabend-Bier trinken!!) sind mind. ebenso wichtig. Alk-Konsum im ÖV finde ich übrigens unterste Schublade, auch wenn es Erwachsene tun.

    • xyxyxy sagt:

      Wieso sollte ein Feierabend Bier ein schlechtes Vorbild sein?
      Deshalb fangen jugendliche nicht an zu trinken. Sie fangen an zu trinken wegen ABWESENDEN ELTERN, Eltern die ihnen keine Geborgenheit vermitteln können, Eltern die sie nicht verstehen, Eltern die sich gegenseitig betrügen, Eltern die ihnen nicht geholfen haben ihr positives Potential zu finden.

      • A.Tschannen sagt:

        @xyxyxy Ich stimme Ihnen völlig zu!

      • mira sagt:

        @xyxyxy
        Ich empfinde täglichen Alkoholkonsum als problematisch, da es bei täglichem Konsum schon unter Sucht eingeordnet werden kann. Wenn die Wirkung nicht mehr spürbar ist, dann umso schlimmer…. !
        Ich trinke auch gerne ein Glas Wein, aber verschiebe das grösstenteils auf das Wochenende. Damit es etwas Besonderes bleibt.

      • xyxyxy sagt:

        einmal geisterte durch die Welt, dass täglicher Kaffeekonsum auch Sucht sei und gesundheitschädigend. Es gibt auch Leute denen schadet ihre Abstinenz, ihnen fehlt der Ausgleich, sie sind psychisch zu angespannt etc. – aber darüber kann man nur mutmassen. Ich denke mira, man sollte es dem mündigen Bürger überlassen, sich zu solch grenzwertigen Ideen eine pers. Meinung zu bilden .
        Wir sollten solche persönlichen Meinungen aussen vor lassen, wenn es um die Lösung definitiv destruktiven Verhaltens Heranwachsender geht. Denken sie nicht, dass meine genannten Ursachen viel eher das Problem sind?

      • mira sagt:

        @xyxyxy
        Natürlich sind die von ihnen genannten Ursachen ein grosses Problem. Das ändert aber nichts daran, dass der täglich genossene Alkohol nicht gut ist. Und, wer als Ausgleich nur Alkohol hat und bei dessen Fehlen psychisch angespannt ist, der ist eben süchtig und hat ein Problem… Ausgleich findet man viel nachhaltiger in der Natur, beim Sport, bei Gesprächen, beim Meditieren, etc.

      • mira sagt:

        @mira
        Solange das Feierabendbier in der Gesellschaft so gar nicht hinterfragt wird, werden wir Probleme haben, den Jugendlichen den Konsum zu verbieten…

      • xyxyxy sagt:

        glaube ich überhaupt nicht
        ein 14 jähriger, der gut betreut ist hat kein Bedürfnis rumzusaufen
        und ich finde ihre Darstellungsweise extrem kleinlich – auf dem Niveau der Kaffee vertreufler – viele mässigen Alkoholkonsumenten leben länger und fröhlicher als Abstinente. Sie treiben auch Sport, meditieren etc.
        Was gesund ist muss man ganzheitlich betrachten und das ist individuell. Jeder vernünftige Mediziner würde mir zustimmen.

      • mira sagt:

        @xyxyxy
        „Viele mässigen Alkoholkonsumenten leben länger und fröhlicher als Abstinente“ Genausogut könnte ich jetzt behaupten: „Viele Abstinente leben länger und fröhlicher als Teilzeit-Alkoholiker. Das wird ihnen jeder vernünftige Mediziner bestätigen“.

        Ich bin für kein totales Alkoholverbot, trinke ja gerne selber mal ein Gläschen. Nur, mich überrascht der Alkoholkonsum der Jungen weniger, da ich die Wurzeln UNTER ANDEREM beim Konsum der Erwachsenen sehe.

      • xyxyxy sagt:

        ich weiss es ja mira: nur ziehen sie die Grenze einfach gerade dort wo sie sind

        zudem schrieb ich, dass es nicht hilfreich ist, über höchst diskutable Meinungen von Missbrauch zu reden
        wenn es um etwas geht, dass eigentlich undiskutabel: ist Besäufnisse von unter 16 jährigen.

        wir könnten auch sagen, warum sollen wir 14 jährigen das Autofahren verbieten, wenn das erwachsene nach wie vor tun?
        Es geht hier in erster Linie um das Alter. Davon sollte man eben nicht ablenken.

      • mira sagt:

        @xyxyxy
        Ich lenke nicht ab, sondern bringe ein Argument, welches sie nicht wahrhaben wollen. Das ändert aber nichts an meinem Argument.
        Ich bin übrigens da, wo ich bin, weil ich lange darüber nachgedacht habe. Als Vorbilder (Eltern, Grosseltern) hatte ich als Kind sowohl Abstinente, also auch tägliche Trinker…

      • xyxyxy sagt:

        und ich halte ihr Argument nicht für stichhaltig.
        Sie sagen, sie trinken Alkohol am WE und halten genau das für die gesunde Dosis. Schön ich trinke plus minus an 4 Tagen die Woche Alk. – Ein anderer an 7 Tagen, ein anderer nur ein Weihnachten (und ist dann besoffen). Ein anderer überhaupt nicht.
        Das ist doch alles nicht relevant.
        Man muss das ganze Leben ansehen. Man kann das nicht an solchen Lapalien festmachen und erst noch meinen, der eigene Weg sei der einzig akzeptable.

  • Mitleser sagt:

    Wenn ich mich in der Generation meiner Eltern umhöre, dann wird mir bestätigt das auch sie in ihrer Jugend gesoffen haben. Vielleicht nicht so öffentlich wie dies heute geschieht, aber es wurde gemacht. Dieses Scheinheilige Getue welches so oft an den Tag gelegt wird von wegen die Jugend von Heute ist nur noch am saufen etc. kann ich nicht mehr hören.

    Ein Verbot wird das Problem nicht lösen. Eine Preiserhöhung auch nicht. Das sieht man in den Skandi-ländern.

  • Peter Rahm sagt:

    Zum Glück gibt es nun den Erwachsenen-Rimuss: Weniger süss, im Champagner-Look und sogar mit Weingeschmack, aber ganz ohne Alkohol! So macht Rimuss trinken auch für (junge) Erwachsene Spass: Unbedingt ausprobieren und öffentlich verkosten: RIMUSS SECCO.

  • Lenggenhager Kurt sagt:

    Wie Sie richtig schreiben, wäre eine Preiserhöhung bei alkoholischen Getränken die einzige wirksame Massnahme gegen den Alkoholkonsum. Viele, die heute verbieten wollen, dass Jugendliche in der Öffentlichkeit Alkohol trinken dürfen, wehren sich aber mit Händen und Füssen dagegen, und warum? Weil sie am Alkoholkonsum der Jugendlichen viel Geld verdienen. Jugendliche sollen also ruhig weiter Alkohol trinken, aber nicht in der Öffentlichkeit, wo sie auffallen. Dies ist heuchlerisch.

  • pixel sagt:

    Ist es denn effektiv so, dass man eine zunehmende Zahl vermerken kann von Alkoholikern, die deswegen solche wurden, weil sie als Jugendliche tranken? Worauf ich hinaus möchte: Ich wage zu behaupten, dass das doch einfach so eine „Jugendmacke“ ist, die zwar nicht so toll und für die meisten nicht angenehm ist, aber ich mir keine ernsthaften Sorgen machen würde. Was haben wir doch alle für Mist gebaut, als wir in dem Alter waren und keiner von meinen Freunden wurde deswegen Alkoholiker.

    • Sportpapi sagt:

      Als ich in dem Alter war, hätte ich mich weder getraut, mit einer Alkoholfahne nach hause zu kommen, noch mit dem Tenpack unter dem Arm durchs Dorf zu laufen. Nur: gefordert sind hier vor allem die Eltern.

      • xyxyxy sagt:

        Es mag ja so sein Pixel. Aber wenn es nicht relevant ist, wenn tatsächlich so wenige 15 jährige regelmässig öffentlich saufen, dann wäre ja auch ein Verbot nicht relevant, da es niemanden betrifft.
        Von welchem Alter sprechen sie jetzt 17- 18 oder 14-15?
        Diejenigen welche schon 14 regelmässig saufen, und sogar in der öffentlichkeit…. nein, ich denke nicht, dass das harmlos ist. Ihre Leistung wird extrem abfallen, wichtige Entwicklungen geschädigt. Ich weiss wovon ich rede. Ich weiss es wirklich.

      • Pixel sagt:

        Ich auch nicht, aber das lag an meiner Erziehung. Insofern bin ich bei Ihnen. Ich habe auch keine Lust, dass mein Sohn dereinst jedes Wochenende stockbesoffen nach Hause kommt. Ich hoffe aber und bin mir sicher, dass wir daran arbeiten werden, dass er zum gg Zeitpunkt entsprechende Hirnregion aktivieren können wird, um eben nicht so zu handeln. Sollte es aber einmal im halben Jahr passieren, mein G o tt, da geht die Welt auch nicht unter. Vielleicht schafft man es ja auch, darüber zu lachen.

      • Pixel sagt:

        Was ich vielmehr ansprechen wollte, ist ja diese Massnahme, von der hier die Rede ist. Das würde es für mich dann rechtfertigen, wenn a) dabei anderen Leuten ernsthaft zu Schaden kommt und/oder b) es ein Ausmass annimmt, wo man daraus ableiten kann, dass die allermeisten von diesen Jugendlichen später ernsthafte Alkoholprobleme bekommen. Ich denke ja, es bewegt sich in einem überschaubaren und auch gemässigtem Rahmen und ich bezweifle, dass diese Jugendliche ein später ernsthaftes Problem haben. Man macht doch einfach Sch..ss in der Jugend. Wie weit DIE ELTERN das tolerieren wollen, ist nicht

      • Pixel sagt:

        Sache der Gesellschaft. MIch irritiert ja eher die zunehmende Gewaltfraktion bei Jugendlichen….Denn a) hier kommen andere Leute zu Schaden (und zwar nicht zu knapp!!) und b) die kiegen ein ernsthaftes Problem, wenn der Start ins Erwachsenenleben so anfängt.

      • Widerspenstige sagt:

        …dann verstärken wir doch einfach die Kontrolle mit Polizei und machen noch ein Gesetz für Randalierer….dürfte wohl genau so effizient wirken wie dieses Verbot hier. 😯

        Wie wäre es mal mit Ursachenforschung, bevor solche Gesetze lanciert werden für Jugendliche, die dann praktisch nicht umgesetzt werden können?!

      • tststs sagt:

        „Wie wäre es mal mit Ursachenforschung“ Und wenn die Ursache eben genau darin liegt, das die bestehenden Gesetze, nicht nur die staatlichen, sondern auch die „elterlich-erziehenden“ Gesetze nicht mehr durchgesetzt werden? Meinen Sie wirklich die heutige Jugend hätte soviel mehr Grund sich zu berauschen (also sich aus der Realität auszuklinken) als die vorhergehenden?

      • Sportpapi sagt:

        @WS: Die Ursachenforschung kommt bei mir schnell zu einem Schluss: Eltern, macht endlich euren Job!

      • xyxyxy sagt:

        sehen sie Pixel – wenn er einmal Stockbesoffen nach HAuse kommt ist das nicht weiter schlimm. Ein Gesetz würde ihn kaum treffen. Und falls doch, wäre auch das nicht weiter schlimm.
        Das Gesetz würde eben nur die treffen, welche regelmässig besoffen rumlungern. All die Alleingelassenen mit den ABWESENDEN ELTERN. Natürlich müsste das Gesetz klar darauf zielen, die Eltern an ihre eigentliche Verantwortung zu erinnern.

    • xyxyxy sagt:

      mein Kommentar an Pixel – in der Schlaufe ??? Hallo?

      SP – natürlich sind hier v.a. die Eltern gefordert, sehe ich genau so.
      Aber viele Eltern sind offensichtlich nicht fähig, ihre Kinder würdig auf dem Weg zum Erwachsensein zu begleiten. Sie hatten wohl das Glück solche Eltern zu haben. Glauben sie mir, viele Kinder und Jugendliche haben das nicht. Deshalb muss sich die Gemeinschaft – also wir – auch Gedanken machen und sich fragen, was im öffentlichen Raum geduldet werden soll und was nicht.

      • Sportpapi sagt:

        Richtig, xyxyxy: Eben, mich irritiert, wie offen heute alles abläuft. Wir haben uns damals an irgendeinen ruhigen Ort zurückgezogen. Und geschaut, dass wir zu hause noch irgendwie ohne Lärm ins Bett gefunden haben. Allerdings plädiere ich mehr für soziale Kontrolle, als für Gesetze.

      • xyxyxy sagt:

        Vernunft wäre immer besser als Gesetz
        und wie wollen sie die verbesserte soziale Kontrolle umsetzen? wollen sie die Eltern zu Elternkursen mit Hausaufgaben verknurren?

        aber ich sehe nicht ganz das Problem: wir haben per Gesetz den Verkauf verboten, also hält es der Gesetzgeber für richtig, dass der Konsum für gewisse Altersgruppen nicht völlig frei ist. Also wäre ein Verbot des öffentlichen Konsums nur folgerichtig.

        Wenn jugendliche denen jegliche Kontrolle der Eltern fehlt, durch ein Gesetz sichtbar werden, haben die Eltern wenigstens eine Chance sich über ihr Versäumnis Gedanken zu machen.

      • tststs sagt:

        @Sp und XY: ich bin ganz bei Ihnen… was haben wir uns versteckt nur um eine Ziggi heimlich zu rauchen… „Allerdings plädiere ich mehr für soziale Kontrolle“, muss man hier nicht eingestehen, dass sie versagt hat?

  • xyxyxy sagt:

    ich verstehe sie nicht: finden sie das etwa gut, wenn 15 jährige und jünger bereits Alkohol trinken? Wer so früh bereits trinkt – dazu noch öffentlich trinkt! und darunter leidet (weil er es so oft tut) wenn er das nicht mehr kann, der hat wirklich ein Problem. Dessen Entwicklung wird sicher zum unguten beeinflusst. Ich weiss wovon ich rede.
    Sie hauen in Bresche „immer mehr Gesetze“ und schlagen gleichzeitig vor, den Alkohol zu verteuern. Anstatt Jugendschutz soll also gleich die ganze Gesellschaft abstinenter werden.
    Bin ich voll dagegen.

    • pixel sagt:

      Ich seh das wesentlich entspannter, wie Sie aus meinem Kom men tar unten lesen können. Aber vielleicht liegen mir auch nicht die richtigen Zahlen und Informationen zugrunde. Ist es denn ein ernstzunehmendes Problem geworden? Meine Frage ist ehrlich interessiert.

      • xyxyxy sagt:

        ich verstehe die Frage nicht: was ist ein ernstzunehmendes Problem geworden? die Anzahl Fast-noch-Kinder die öffentlich trinkt
        oder dass fast-noch-Kinder die das tun, dann wirklich Probleme bekommen.
        Frage eins kann ich nicht beantworten.
        Frage zwei: Eindeutiges JA – das ist sehr ernst zu nehmen, wenn Fast-noch-Kinder trinken. Absoluter BLÖDSINN dies mit einem Feierabendbier eines erwachsenen zu Vergleichen. Ich weiss sehr gut, dass ein Bier auf mich ganz anders wirkt, als auf ein Kind oder einen Halbwüchsigen. Ich weiss, das aus eigener Erfahrung und jeder Mediziner könnte es bestätigen.

      • Valeria sagt:

        Naja, ich stimme Ihnen nicht umbedingt zu, xyxyxy.

        Klar wirkt Alkohol auf Kinder anders. Aber zu schlussfolgern, dass jeder jugendliche, der einmal ein Bier zuviel probiert und betrunken wird, gleich zum jugendlichen Komasäufer wird, ist naiv. Und vom Komasäufer ist es ebenfalls noch ein weiter Schritt zum Trinker (und das sind schlussendlich die, welche die immensen medizinischen Kosten verursachen, Autounfälle in angetrunkenem Zustand bauen, als IV-Fälle enden…).

        PS: Wer täglich sein Feierabendbier braucht, hat ein Alkoholproblem. Medizinisch gesehen.

      • xyxyxy sagt:

        wer sagt denn das Valeria ? ICH ETWA????
        was hat denn das damit zu tun, 14 jährigen öffentliches Trinken nicht zu erlauben? Im Restaurant ist der Ausschank auch nicht erlaubt. Und noch nie fand jemand, dass das falsch sei. Wo also liegt das Problem?

        Wenn sie eine abstinente Gesellschaft wollen – oder eine Handhabung wie in Schweden (die kennen wir doch aus dem Urlaub, die Schweden) bitte sehr. Ich will das nicht.
        Wenn sie wollen, dass 14 jährige unbehelligt saufen können. Bitte sehr. Ich will das nicht.

      • Valeria sagt:

        Ich wollte nur darauf hinweisen, und das tue ich als Mediziner, dass Alkohol für jeden schädlich ist, für Erwachsene genauso wie für Kinder. Insofern kann die Wirkung eines Feierabendbiers sehr wohl mit der Wirkung von Alkohol auf fast-noch-Kinder verglichen werden. Der einzige Unterschied ist hierbei der Promillewerte, der durch das geringere Gewicht (und einer noch nicht ganz ausgereiften Funktion bestimmter Enzyme) von Jugendlichen etwas höher ausfällt.

        Alkohol ist Zellgift. Für jeden. Zigaretten liefen schliesslich auch jahrelang in der Kategorie „Genussmittel“…

      • xyxyxy sagt:

        na ja Valeria, die Mediziner, die ich kenne, haben nicht eine solche tal ib an ische Ansicht wie sie. Die unterscheiden ganz klar, von Grenzwerten, bei denen der toxischer Bereich anfängt. Zudem: gemässigte Alkohol Konsumenten leben durchschnittlich länger, als verdörrte Abstinenzler. Meist sind es auch noch angenehmere Zeitgenossen.
        Ist halt einfach so.

      • Marco Casutt sagt:

        „na ja Valeria, die Mediziner, die ich kenne, haben nicht eine solche tal ib an ische Ansicht wie sie.“

        Den Drogenkonsum nicht so zu verherrlichen wie Sie es tun, ist eine „tal ib an ische Ansicht“? Weil es sich um Alkohol und nicht um Opium handelt?

        „gemässigte Alkohol Konsumenten leben durchschnittlich länger, als verdörrte Abstinenzler.“

        Blöde Sprüche tönen gut. Sie sagen zwar überhaupt nichts aus, tönen aber tatsächlich wahnsinnig gut.

        „Meist sind es auch noch angenehmere Zeitgenossen.“

        Wie Sie es soeben gerade bewiesen haben.

      • Valeria sagt:

        Meine Güte. Ich bin weit entfernt vom talibanischen Abstinenzler, und propagiere gerne die positiven Effekte von einem Glas Wein, bzw. einer kühlen, erfrischenden Stange. Aber ich bin mir einfach bewusst, dass Alkohol per se Gift ist, das sich schon in relativ geringen Dosen mit Vergiftungserscheinungen (sprich „Rausch“) bemerkbar macht.

        Und ich habe einfach ein Problem, wenn Leute so intolerant daherkommen und Jugendlichen den Alkoholkonsum unter dem Deckmantel „Jugendschutz“ komplett verbieten wollen, aber ein Problem bekommen, wenn ihr eigenes Feierabendbier in Gefahr gerät.

      • xyxyxy sagt:

        Valeria – na also geht doch. Sie sehen auch ein dass „Gift nicht gleich Gift ist“ dass vielmehr der Kontext entscheidend ist.

        eine Sache die Herr C. nie begreifen wird,

        deshalb Herr C. belasse ich es dabei. Ihre fun dame ntalis tische schwarz-weiss Haltung bringen sie bei jedem Thema zum Vorschein. Ich finde das unsäglich langweilig. Und aus Erfahrung weiss ich das Disskussionen mit Fundis sinnlos sind.

      • Valeria sagt:

        Nein, xyxyxy, ich sehe überhaupt nichts ein.

        Gift ist gleich Gift, auf die Menge kommt es an und nicht auf den Kontext. Allerdings primär auf die Promillemenge im Körper und nicht auf die getrunkenen Volumenprozente. Auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: Alkohol ist Zellgift. Für jeden. Und zwar in jeder Menge. Deswegen kann ich ja trotzdem mein Bierchen geniessen (und seine positiven Effekte auf Körper – die in geringen Mengen die schädlichen Effekte aufzuwiegen vermögen – und Geist preisen) und muss weder mir noch anderen den Genuss verbieten oder „madig machen“.

      • Marco Casutt sagt:

        Hm, hab ich etwas falsch verstanden und es sind gar nicht Sie, der in fundamentalistischer Manier den Jugendlichen das Alkoholtrinken verbieten will? Mea culpa

      • xyxyxy sagt:

        Valeria wir meinen dasselbe.

        Herr C. – ich empfinde unser Gesestz Alkohol ab 16 Spirituosen ab 18 eigentlich ganz vernünftig.
        Eher unvernünftig empfinde ich, Erwachsenen ihr Feierabendbier verbieten zu wollen oder den dafür Preis zu verdreifachen, anstatt das bestehende Gesetz, das Kinder vor Alkohol schützen soll, konsequent anzuwenden.
        Meine Meinung ist also übereinstimmend mit dem allg. Konsens und sieht wohl eine Gefahr in Alk. ohne ihn gleich pauschal zu verteufeln.
        Bloss weil wir 14 jährigen das Autofahren verbieten, muss Autofahren ja nicht grundsätzlich falsch sein.

  • Urs sagt:

    …ich kenne die sauferei ja auch von früher, von den Teenagerzeiten bis leicht hinein in die Tweens… irgendwann hab ich das alles zu blöd gefunden und hab aufgehört damit. Einige meiern damaligen Freunde und Kollegen aber eben nicht und die suafen bis heute rum… Sitzen ind er Beiz und nehmen sich ein Bier nach dem anderen… der Rest wird mit Fussball vor dem Fernseher sitzenn verbracht… Ich denke, so auf diese weise siecht 20-30% der Bevölerung vor sich hin… gem. der SUVA sind 15% der Angestellten Alkoholiker… viel zu viel und genau so schlecht wie in anderen „Säufernationen“…

  • Bruno M.Troesch sagt:

    losung ist einfach ,allgemeines essen und drinken verbieten im ganzen ZVV .wie in London, Hong Kong,Singapoore und Dubai

  • Mike sagt:

    Die zwei vorgeschlagenen Lösungen sind auch keine. Regelt man den Verkauf strenger, schicken die Jugendlichen jemanden vor, der alt genug ist und ihnen den Alkohol besorgt, macht man das Bier teurer, wird es geklaut. Mal abgesehen davon, dass diese Massnahme im Leben nie durchsetzbar wäre, weil sie auch den Erwachsenen trifft.

    Statt nach Wegen zu suchen, wie man den Jugendlichen den Zugang zu Alkohol erschwert (die sie dann sowieso wieder irgendwie umgehen), sollte man besser mal fragen, warum sie unbedingt saufen wollen. Aber darüber will wohl lieber keiner reden.

  • Guido Singenberger sagt:

    Die Hauptverursacher sind nicht die Jugendlichen, welche im Alkohol und Drogenkonsum versinken. Die Versager sind deutlich die Eltern! Es ist offensichtlich, dass gewisse Eltern ein befreites Verantwortungsbewusstsein haben.

  • Franz Oettli sagt:

    Ja, dass soviele Jugendliche über den Durst trinken, ist schon bedenklich. Und auch die Hinterlassenschaften in Gärten, auf dem Bahnhof und auch sonst. Da scheint recht viel Geld locker zu sitzen. Den Preis könnte man deshalb durchaus anheben. Und ein Pfand auf den Flaschen, auch jenen für Red Bull usw., dann würden die Flaschen, Dosen usw. nicht so bedenkenlos in die Landschaft geworfen und manch einer könnte sich sein Sackgeld aufbessern.

    • marie sagt:

      aber liegt es auch nicht an uns erwachsene (und damit meine ich nicht nur die eltern) den jugendlichen zu sagen, dass sie die eimer dafür benutzen sollen?

      • Giselle sagt:

        Und dafür noch eine Faust im Gesicht riskieren??? Nein danke! Wenn die Eltern heutzutage denken, mit der Geburt ihrer Brut, sei ihre Verantwortung damit gleich wieder beendet, werde sicher nicht ich mir den Mund verbrennen. Ich lebe diesbezüglich (und hoffentlich auch in anderen Bereichen) einfach vorbildlich, das ist MEIN Beitrag und der ist damit schon grösser, als der vieler Eltern. Aber wer will heute schon „brave“ Vorbilder?! Bei der Intelligenz der heutigen Menschen (Erwachsene eingeschlossen!) klappt dieser Denk schlicht nicht mehr! Gewalt und Egoismus beherrschen die Welt!

    • pixel sagt:

      Ich weiss ja nicht, ob ein besoffener Jugendlicher um 5 in der Früh mit nem Liter Alk im Blut daran denkt, sich die Flaschen zu verwahren, damit er ein Pfand zurückbekommt….

  • Hans Kohler sagt:

    J. Kuster hat recht, das Alkoholproblem wird nicht verschwinden. Aber die Kritik ist zu einfach und einseitig. Wie will sie denn ein Alkoholproblem verschwinden lassen, wenn unsere Gesellschaft nicht mal zugeben kann, dass ein solches Problem existiert? Eine Preiserhöhung ist lachhaft (Stichwort Fusel); die Polizei nützt nichts; und Richter senken bei Verstössen lieber das Strafmass, statt das obere Drittel der Bestrafung voll auszunutzen. Ich habe nichts dagegen, wenn sich ein Jugendlicher ins Koma säuft. Aber das soll er nicht vor meinen Augen machen, oder mich dabei gefährden. Ironie aus.

  • André Bürgin sagt:

    Dübendorf setzt wenigstens ein Zeichen! Es ist sicher richtig, sich dagegen zu wehren, dass die Jungendlichen sich an allen Ecken besaufen und zuletzt noch die zerschlagenen Flaschen und ihre Kotze zurück lassen. Dann machen sie das halt wieder in sturmfreien Wohnungen, wo hernach mindestens aufgeräumt wird, oder halt die allzu grosszügigen Eltern die Schweinerei am Hals haben! Die dümmliche Protesthaltung der Juso, und auch dieser verfehlte Artikel helfen in keiner Weise die Jugend zu etwas mehr Linie zu bringen. Und schliesslich trifft man übers Geld eher den Familienvater, als die Kids!

    • Hans sagt:

      Politik soll nicht „Zeichen setzen“, sondern Probleme lösen.

      • tststs sagt:

        äh ja sicher Hans? Ich finde schon eher, dass die Politik Leitplanken (Zeichen?) setzen soll, anhand derer das Volk die Probleme selber lösen können… (wobei im Sonderfall SChweiz sich natürlich Politik und Volk gegenseitig entsprechen…)

  • jane sagt:

    „Wer unbedingt Alkohol trinken will, findet problemlos einen Weg“ (…) „wäre es deshalb wichtiger (…) auch den Konsum von Alkohol für unter 16-Jährige strikt zu verbieten.“ Widerspricht sich die Autorin hier nicht selber? Sind nun weitere Verbote sinnvoll und eine Lösung (für welches Problem eigentlich genau?) oder eher nicht, weil sowieso einen Weg findet, wer…
    Ich meine: sie sind keine Lösung, Vorbilder für massvollen Alkoholkonsum wären wünschenswerter. Aber auch Exzesse sollen dazugehören dürfen, sowohl für Jugendliche wie auch für Erwachsene, optimalerweise nicht jedes Wochenende…

  • Hans sagt:

    Das wird nichts bringen, ausser dass die Jugendlichen irgendwo versteckt trinken, womit der letzte Rest an sozialer Kontrolle entfällt.
    Erinnert mich daran, wie ein damals gerade 21 Jahre alt gewordener Bekannter aus Los Angeles mir voller Stolz das Versteck in den Hollywood Hills zeigte, in dem er bis kurz vorher jeweils mit seinen Kumpels saufen ging.
    Die Jugendlichen werden sich dann halt statt am Bahnhof oder im Dorfzentrum an irgend einem abgelegenen Ort treffen. Die Polizei muss diesen dann wohl nachjagen, während im Dorf die Einbrecher ungestört ihren Geschäften nachgehen können.

    • tststs sagt:

      Das ist eine Frage des Blinkwinkels: Wenn ich die Möglichkeiten für Jugendliche sich dem Suff hinzugeben maximal eingrenze (und das heisst mMn nach eben nicht Totalverbot, sondern eben: nicht unter den Augen der Eltern und des Gesetzes/Gesellschaft), dann ist dies auch soziale Kontrolle*

  • an die Autorin sagt:

    Den bereits Süchtigen/Trinkenden hilft dies wahrscheinlich wenig. Denken Sie aber bitte einmal an die Kinder, die zuhause keinen Alkoholiker als Vorbild haben. Wenn für diese Kinder der Anblick eines Alkis in der Öffentlichkeit etwas Abnormales wäre, wäre schon ein wenig geholfen. Ich will ncht, dass meine Kinder Alkohol und Tabakkonsum als normal empfinden. Nur wenn wenige missbräuchliche Drogenkonsumenten (v.a. Alk/Tabak) sichtbar sind, kann man diese (und dies auch nur in einem sehr begrenzten Rahmen) seinen Kindern als Problemfälle erklären.

    • phil sagt:

      ich will ja nicht ihre Beziehungsmethoden in Frage stellen. Ich frage mich aber dennoch ob es wirklich Sinn macht ihren Kinder die Realität zu verblenden. Den Alkohol und Tabakkonsum ist in unserer Gesellschaft so normal wie die Luft die Sie atmen.
      Am besten suchen Sie sich einen netten kleinen Bauernhof wo sie sich von der Gesellschaft abtrennen können. Oder sie werden Amish

    • pixel sagt:

      Das würde ein generelles Verbot in öffentlichen Verkehrsmitteln befürworten, wie die Au to rin auch schreibt. Derzeitig würde sich das Verbot jedoch nur an JUGENDLICHE richten.

  • Tschannen Werner sagt:

    ich habe immer gedacht Jugendliche unter 16 dürfen so oder so keinen Alkohol trinken…
    Scheint mir so als das wieder ein Gesetz mehr gemacht wird weil man nicht fähig ist Gesetze durchzusetzen. Die Schweiz wird immer wie lächerlicher….

    • Peter sagt:

      tja, wieder ein Verbot mehr, aber es war schon verboten, deshalb ein Verbot über ein Verbot…verwirrend. Und wie kann der Polizei das kontrolieren? Ich kenne Dübendorf und habe da noch nie eine Polizeistreife gesehen (ausser zum Kaffeetrinken am Bahnhof) aber eben, es steht mal auf ein Stück Papier und das Volk denkt : es wird etwas gemacht. Weit gefehlt

    • Lina More sagt:

      „Schliesslich verbietet das Schweizer Gesetz nur den Kauf, nicht aber den Konsum von Alkohol für unter 16-Jährige“
      Wenn sie das nötige Hintergrundswissen nicht mitbringen, sollten sie wenigstens den Artikel aufmerksam lesen.

    • alien sagt:

      Unter 16 Jahre alte Leute können keinen Alkohol KAUFEN, trinken können sie ihn schon. Wer seinem 14-jährigen Töchterchen ein Bier einschenkt, und ihm beim Austrinken zusieht, der tut sicher nichts Gutes, aber wo kein Richter, da kein Henker.

  • marie sagt:

    „möglichst unkompliziert von der Bildfläche verschwinden lassen will. Getreu dem Motto: Ich sehe kein Problem, also gibt es auch keines. Denn zu glauben, dass sie aufhören zu trinken, nur weil sie es nicht mehr öffentlich tun dürfen, ist naiv.“ …in der tat. zeugt meiner meinung nach von überforderung und repression bringt nichts. aber hauptsache alles ist clean, konform und „anstössiges“ wird aus unserem idyll verbannt. bloss wohin? (achtung ironie)

    • Muttis Liebling sagt:

      Die Verwechselung von Symbol mit dem, was das Symbol ausdrücken soll, ist eines der Kardinalprobleme unserer Zeit. Symptome werden versteckt anstatt die Ursache zu heilen, Wahlkampf wird f¨ür Politik, Geld für Wert gehalten und eine saubere Fassade soll über den verrotteten Inhalt hinweg täuschen.

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