Wir basteln uns eine Verschwörungstheorie

mb

Freiheit auf zwei Rädern: Holländer demonstieren in den Siebzigern für Velowege.

Nachdem ich hier letzte Woche unerwarteterweise zur Lifestyle-Journalistin erklärt wurde, habe ich beschlossen, mir heute gleich selbst ein Etikett auf die Stirn zu pappen. Vorauseilender Gehorsam sozusagen. Ich habe mich für Verschwörungstheoretikerin entschieden, ganz freiwillig. Es lebe die Polemik!

Wer sich eine nette Verschwörungstheorie basteln will, braucht ein gerütteltes Mass an Hilflosigkeit gegenüber einem Sachverhalt, und ein anständiges Feindbild. Ich nehme das Auto, das liefert mir gleich beides. Dann braucht es ein geeignetes Opfer, und da wir hier im Mamablog sind, sind das natürlich die Kinder. Nun eliminieren wir noch säuberlich alle Zwischentöne und Grauschattierungen, schon geht es los mit dem munteren Theoretisieren:

Fussgänger finden Velofahrer böse. Autofahrer finden Velofahrer böse. Alle anderen sich gegenseitig auch. Aber am bösesten sind die Velofahrer. Wie ist das möglich? Sie sind nicht die gefährlichste der drei Parteien, nicht die lauteste, nicht die umweltschädigendste, nicht die raumgreifendste. Das macht doch stutzig. Oder eben verwörungstheoretisch.

Dahinter stecken nämlich die Autos, beziehungsweise ihre Lobbies. (Man merke: Lobbies eignen sich hervorragend für Verschwörungstheorien, da schwer fassbar.) Munter nach dem guten alten «Teile und Herrsche»-Prinzip drängen sie die Velofahrer in den Fokus allen Ärgers über den Verkehr. Und das ist durchaus auch physisch gemeint. Weil die Velos an neuralgischen Orten aus Überlebenswillen auf das Trottoir ausweichen, regen sich verständlicherweise die Fussgänger auf. Natürlich liegt das auch am oft rüppelhaften Benehmen der Velofahrer, die nicht realisieren, dass sie damit Wasser auf die Mühlen der Autofahrer giessen und das Bild vom bösen, bösen Velofahrer noch zementieren. Das ist gar nicht schlau – und vermeidbar. Aber darauf kommen wir noch zu sprechen.

Denn: Gäbe es weniger Autos, wären die Strassen nicht so unsicher. Also würden die Velofahrer auch nicht mehr auf den Trottoirs fahren, wo man eh nicht vernünftig vorwärtskommt. Bloss scheint niemand diesen Zusammenhang wahrnehmen zu wollen. Dabei wäre mit mehr Druck durchaus etwas zu erreichen, auch für unsere Kinder. Schliesslich ist es künftig deren Stadt, und sind es deren Körper, die dank dem Velo fit bleiben.

Dass das klappen kann, zeigt ein eindrücklicher kleiner Film aus Holland. Er erklärt, warum Holland über ein so aussergewöhnlich gutes Velonetznetz verfügt. Im knappen Abriss: Mit dem Wirtschaftswunder wurden die Holländer enorm wohlhabend. Also taten sie, was Wohlhabende in der ganzen Welt tun. Sich ein Auto kaufen. Nachdem 1971 über 400 Kinder auf Hollands Strassen gestorben waren, kam es zu Massenprotesten gegen Autos für Velos. Mit grossem Erfolg. Plötzlich war es möglich, eine gute Infrastruktur für Fahrräder zu bauen – der Veloverkehr nahm um einen Drittel zu und die Zahl der verkehrstoten Kinder sank innert vier Jahrzehnte von 400 auf 14 pro Jahr.

Und doch schaffen es Autophile wie Mauro Tuena immer noch, sich öffentlich zu echauffieren, wenn mal 200 Meter einer Autospur für Velos geopfert werden. Nun, dass wir velomässig eine Entwicklungsstadt sind, haben wir ja unlängst wieder mal bescheinigt gekriegt. Immerhin ist die Stadt Zürich offenbar grundsätzlich Willens, etwas zu tun. Nur eben sehr verhalten und zögerlich. Vor wem sie sich fürchtet, ist offensichtlich: Grad hat eine Umfrage auf Blick.ch ergeben: Mehr als 61 Prozent der Leser finden die Idee, getrennte Velowege einzuführen, «einen Seich».

Sich von den Velofahrern und Fussgängern zu fürchten, ist ja auch nicht nötig, denn die sind schön gepalten und können drum nichts wirklich Grosses bewirken, wie die Holländer. Dabei gibt es schlicht keinen Grund, in der Stadt mit einem Privatauto herumzufahren. Taxis, Autos für Menschen mit Behinderung und gewerbliche Fahrzeuge stehen ja ohnehin nicht zur Debatte. Das denken übrigens auch viele Jugendliche und machen erst gar nicht mehr den Führerschein.

Aber solang die Strassen noch voller Autos sind und die Trottoirs voller Velos, wird nichts passieren ausser da und dort eine Keilerei zwischen einem Fussgänger und einem Velofahrer. Darum mein Aufruf: No-Motorarier aller Länder vereinigt euch! Für die Zukunft unserer Kinder als Generation und als Individuen. Das Mittel zum Zweck: Charmeoffensive. Langsam fahren, freundlich sein, absteigen, zulächeln. Ist altmodisch, aber der logische erste Schritt. Verschwörungspraxis für Anfänger, sozusagen. Probieren.

164 Kommentare zu «Wir basteln uns eine Verschwörungstheorie»

  • gattopardo sagt:

    Es heisst ‚ein gerüttelt Mass‘.

  • Peter Brunner sagt:

    Machen Sie die Umfrage doch mal im KV:
    Die Mädchen: Wunsch Nr. 1: Eigenes Auto, um vom Ausgang in Zürich nach Hause in die Agglo zu fahren.
    Die Jungs: Wunsch Nr. 1: Eigenes Auto, möglichst vor der Rekrutenschule, um rascher daheim zu sein.
    Die Zugewanderten aus Deutschland wandern alle per Auto,
    Die Secondos definieren sich über die bayrische Marke.
    Nur etwa 25 % verzichten auf den Führerschein. (da sind zwar etwa 1/4 mehr als vor 10 Jahren)

  • Olaf Leuenberger sagt:

    Die Jungen machen den Führerschein nicht mehr – vielleicht weil es die Linken und Grünen geschafft haben, unter den urbanen Städtern das Auto zu verteufeln respektive das Velo populistisch zu zelebrieren! Sicher aber auch, weil es immer teurer wird! Mindestanzahl Fahrstunden, obligatorische Verkehrskurse, Führerschein auf Probe – eine Folge der linken Anti-Auto-Politik! Und eine unsoziale obendrein: Heute können sich nur noch Reiche ein Auto/einen Führerschein leisten! Sehr fair diese Politik, sehr fair!!

  • max muster sagt:

    Ironie ist ja toll. Das dumme ist aber, dass viele diesen Velo Schwachsinn tatsächlich glauben. Ich bin schon 2 mal in ner FUSSGÄNGERZONE von Velos angefahren worden. Ich kann nicht verstehen was Velofahrer in Fussgängerzonen zu suchen haben; ( dass es ne Abkürzung ist ist kein akzeptabler Grund) oder auf Fussgängerstreifen ( einspuren ist schwer). Ach ja dann gibt’s noch die, die glauben unbedingt zu 3. nebeneinander fahren zu müssen. Verkehrsregeln sollten gefälligst für alle gelten !!!

  • geog guntern sagt:

    Die fussgänger sind genau sofrech wie die Velofahrer, nur sind die Velofahrer einfach schneller. Als Autofahrer gilt, fahre nie ein Velofahrer oder Fussgänger an, sons kann dein Leben ruiniert sein. Die Autofahrer sind die besten im Vrkehr. Nur schade wird das Auto für viele Kurzstrecken benötigt, ja wie Kinder in die Schue bringen usw. Bei Arbeitsvelofarten unter 10Minuten, würde ich nur bei schlechtem Wetter oder bei eisiger Kälte das Auto nehmen.

  • Sigbert sagt:

    Für ÖV anstatt Velowege!
    Ziel ist ja eindeutig die Verringerung des motorisierten Individualverkehrs. In diesem Zusammenahng verstehe ich nicht,
    wieso das Velo eine passende Alternative sein sollte.. Zürich ist um einiges hügeliger als Amsterdam, Gefährliche Tramgleise etc.
    Der Weg zum ebengennanten Ziel führt über den Ausbau und der Verbilligung der ÖV

    • adlerauge sagt:

      Die Kreise 1 bis 5 weisen eine grösstenteils und Kreis 9 eine teilweise flache Topografie auf. Wenn man in einem dieser Kreise wohnt gibt es im Alltag fast keine Gründe, mehr als ein paar wenige Höhenmeter zu bewältigen. Ausserdem hat Amsterdam auch Trams. Man soll das eine (öV fördern und ausbauen) tun und das andere (Verkehrssituation für Velos verbessern) nicht lassen. Einzig der MIV soll nun nach Jahrzehnten der Privilegierung etwas eingeschränkt werden.

  • Patrick sagt:

    Zitat: „Dabei gibt es schlicht keinen Grund, in der Stadt mit einem Privatauto herumzufahren“. Wieso glauben Sie und ihre Mitvelostreiter eigentlich immer, zu wissen, was für andere gut oder erlaubt ist? Wieso massen Sie sich an, mir sagen zu wollen, ob es einen Grund gibt, dass ich mit meinem Wagen durch oder in die Stadt fahre und was geht Sie das überhaupt an? Ich könnte ja auch sagen: es gibt keinen Grund, dass Sie mit Ihrem Velo fahren, es gibt ja auch Trottoirs, Taxis und Busse. Denn gäbe es keine Velos mehr, wäre das Problem auch gelöst. Sehen Sie nun die Irrlogik?

    • Sportpapi sagt:

      Irrlogik? Man möchte ja das Autofahren nicht verbieten. Es geht nur um die Anzahl Verkehrswege, die für die unterschiedlichen Verkehrsmittel von der Gesellschaft bereitgestellt werden.

      • alien sagt:

        Es geht nur um obiges Zitat, das auch für meine konsequent linken Ohren nicht einleuchtend klingt. Ob es einen Grund gibt,, mit dem Auto unterwegs zu sein, darf jeder für sich entscheiden. In der Tat ist ein Auto für die Fahrt von Römer- zum Farbhof und von Altstetten zum Neumarkt nicht nötig. Wer aber von der Landiwiese nach Saland oder statt nach Oerlikon gleich nach Altstätten will, für den sieht das vielleicht etwas anders aus. Vielleicht, vielleicht auch nicht.

  • anton aargau sagt:

    Als Alt-Amsterdammer folgendes: Bei Rotlicht halten/hielten links und rechts von Autos Velofahrer, welche sich l.sowie r. an den Autos mit den Händen abstützten.Wird/wurde es Grün warteten die Autofahrer schön bis die Velofahrer sich wieder an der Rechterseite des Autos befinden/befanden und fahren/fuhren (nicht rasten!) erst dann weg. Toleranz, meine Lieben! Zudem gibt ein entblösster oder behandschuhter Hand keine Kratzer auf dem Autodach.Und beim nächstem Ampel das Gleiche! 600 Buchstaben sind für mich eindeutig zu wenig.Aber TOLERANZ und gesundes Menschenverstand passt hier noch genau. 🙂

  • Franz Oettli sagt:

    Ach die Verkehrspolitik. Ein enges Land, eine enge Stadt, auch enge Blicke, die grössere Würfe verunmöglichen. Was sicher ist: Das Bedürfnis nach Mobilität nimmt zu, die Bevölkerung auch, und die Bequemlichkeit sowieso, aber eben der Dichtestress auch. Schade, dass damals die Burgdorf Initiative für verworfen wurde. Das hätte wenigstens 12 autofreie Sonntage gebracht, an denen wir in Ruhe hätten nachdenken können. Velos wären das Transportmittel der Zukunft: Wenig Input, viel Output, wenig Platzverbrauch.

  • Krösemaya sagt:

    „Zämmehäng wie Vorhäng“…..habe nicht zu Ende gelesen. Und wer dem dummen Leser mittels Klammerbemerkungen noch auf die Sprünge helfen muss, hat ‚eh verloren. Achtung, Achtung: Ironie!

  • cat sagt:

    ps: Verschwörungstheorien find ich trotzdem immer lustig und amüsant:-)

  • cat sagt:

    ich finde es bedenklich, dass für jede Gruppe Verkehrsteilnehmer eigene Wege geschaffen müssen, um die Strassen sicher zu halten. Wie wäre es denn mal mit gegenseitiger Rücksichtnahme und etwas Umsicht? Autofahrer einfach ne Velogasse lassen und immer umschauen beim Abbiegen, Velofahrer bedenken, dass sie aus LKWs sehr schlecht sichtbar sind, und ebenso anzeigen WO sie langfahren zu gedenken, Fussgänger auch mal n Auge zudrücken? Wieso verhält sich jeder so, als sei er allein auf der Welt und hätte alleiniges Wegerecht?

  • Genderbender sagt:

    Was ist ein ‚Rüppel‘?

  • Peter Wenger sagt:

    Die Veloinfrastruktur in den Niederlanden ist der Schweiz weit voraus. Die Velodichte in den großen Städten ist schlicht überwältigend. Es passieren kaum Unfälle, weil alle aufpassen. Wenn man bedenkt, welche massiven Verkehrsprobleme in den holländischen Ballungsgebieten herrschen, kann man froh sein, dass der Nahverkehr zu einem grossen Teil so abgewickelt wird. Die Infrastruktur ist optimiert für das Velo. Alles zeugt von langfristiger Strategie. Ich kann Euch allen empfehlen, es einmal selbst zu versuchen, velofahren in einer niederländischen Stadt ist eine ganz aparte Erfahrung.

  • Auguste sagt:

    hmm…, à propos verschwörungstheorie: velofahrer/innen sollen ganz schlecht im bett sein. das könnte daran liegen, dass sie sich nicht als verkehrsteilnehmer, sondern als der verkehr schlechthin betrachten – ist aus vorurteilsfreien automobilisten- und hündelerkreisen immer wieder mal zu vernehmen.

  • Auguste sagt:

    hmm…, in einer zeit, wo zürich meint: der veloweg ist das ziel, wo philosophisch angehauchte fortbewegte sinnieren: ich pedale, also habe ich vortritt, und wo jogger und hündeler nur eine einzige lebensauffassung teilen, nämlich: ich war zuerst da – genau in dieser zeit stemmt sich – wie könnte es auch anders sein – ein landbewohner dem zeitgenössisch-urbanen irrsinn des vorwärtskommens laut und deutlich entgegen…

    youtube: tim mcgraw – truck, yeah!

    …das wort bicycle-trail (veloweg) existiert im amerikanischen, aber kaum ausserhalb von fort collins oder boulder, colorado.

  • pascal sutter sagt:

    Wieso es in der Stadt weniger Autos geben muss? Nun ja, abgesehen vom Lärm. den Schadstoffen und den Kosten welches das Autofahren verursachen sollten in Städten „Plauschfährtli“ an und Pfirsich dermassen teuer sein dass auch dem letzten Tuena klar werden soll dass er innerstädtisch doch bitte auf Velo und ÖV zurückgreifen soll.
    Übrigens kenne ich genügend Monteure und Autoangewiesene Gewerbler welche sich über den Individualverkehr aufregen weil sie wirklich aufs Auto angewiesen sind und dann sinnlos im Stau stehen weil Goldküsten-SUV-Mami rasch in der Pedicure war.

    • tststs sagt:

      „Übrigens kenne ich genügend Monteure und Autoangewiesene Gewerbler welche sich über den Individualverkehr aufregen weil sie wirklich aufs Auto angewiesen sind“ ganz abgesehen vom „Budgetposten“ Parkbussen, den viele Handwerker mittlerweilen einrechnen müssen…

      • Pixel sagt:

        Ts: dann stellen Sie sich doch mal in den Vorstand aller Handwerker und schlagen denen vor, dass sie neuerdings besser mit dem Velo unterwegs sind, huckepacks die gesamten Arbeitsgeräte. Spätestens wenn die Bohrmaschine droht herauszupurzeln auf das zartbesaitete Haupt des Sprösslings (der natürlich im Veloanhänger mitgeführt wird) wird der Aufschrei groß sein. Daneben dürfen Sie dann zwar die Parkbussen ausschließen, dafür die neu dazu gekommenen Gehälter einkalkulieren. Ich bin mir sicher, die ROI wird gigantisch sein!

      • pascal sutter sagt:

        Ruhig, Brauner. Ich bin absolut dafür dass Handwerker mit dem Bus freie Fahrt und Parkplatz haben.

      • tststs sagt:

        Sorry Pixel, aber auf was für einem Trip sind Sie heute?! Ihnen ist schon klar, dass ich hier absolutes Verbarmen mit den Handwerkern habe und es eine Schande finde, dass sie heute (bei Arbeit in der City) bis zu 5stellige Beträge für Bussen im Budget veranschlagen müssen! Ich will keineswegs, dass Handwerker aufs Velo umsteigen und kleine Kinder töten… (für das haben wir immer noch die SUVs von der Goldküste 😉 )

      • tststs sagt:

        und das Wort/Abkürzung ROI versehe ich nicht…

      • Pixel sagt:

        Ts: Sorry, ROI steht für Return on Investment.

      • Pixel sagt:

        Ts: dann habe ich anscheinend den Zusammenhang nicht verstanden von Parkbussen zu Pascals Aussage….

    • Nico Meier sagt:

      Lieber Autohasser P.Sutter die Autofahrer bezahlen via Strassenverkehrssteuer, Vignette sowie Mineralölsteuer und Mineralölsteuerzuschlag für die Kosten die sie verursachen im Gegensatz zu den Velofahrern die keine dieser Steuern zu bezahlen haben!

      • pascal sutter sagt:

        Ich hasse keine Autos oder Autofahrer. Ich frage mich bloss, weshalb gewisse Menschen meinen, sie müssen alles mit dem Auto erledigen und die Alternativen nicht berücksichtigen. Diese Faulheit kostet uns nämlich ein Vermögen da nicht alle Langzeitschäden abgedeckt sind.

      • Nico Meier sagt:

        Es gibt diverse Gründe das Auto zu verwenden.
        Ich werde nächste Woche eine neue Matratze für mein Bett kaufen, da dürfte es schwerig werden diese mit dem ÖV zu mir nach Hause zu bringen.
        Desweiterenb ist ein Weekendeinkauf nunmal einfacher zu transportieren in einem Kofferraum anstatt in einerm Zug/Bus/Tram.
        Ich finde es störend, dass der priviligierte Städter immer wieder auf der Bevölerung in den Agglos rumhackt nur weil sie nich in der Stadt wohnen sollen oder können.
        Liebe Städter wenn wir auch alle in der Stadt wohnen würden wären euere Mieten noch höher als sie es schon heute sind!

      • Sportpapi sagt:

        Privilegierte Städter vs.benachteiligte Bevölkerung in den Agglos? Gibt es nicht so etwas wie freie Wahl? Aber natürlich dürfen sich Städter über die tägliche Verkehrslawine genauso ärgern wie die „Agglos“ über den Verkehr, der durch ihre Dörfer zieht.

      • pascal sutter sagt:

        Matraze – ja sicher. Aber den Wochenendeinkauf hat damals™ meine Mutter mit dem Velo erledigt. Im Coop im Dorf. In der Agglo. Wo ich auch aufgewachsen bin. Also heisst das – bevor man der Faulheitnachgibt kann man besser planen odr mal das Velo nehmen. Ist gesund, übrigens.

        Städter – zur Info – wohnen in der Stadt weil sie auch meist dort arbeiten. Heute jedenfalls noch.

      • Nico Meier sagt:

        SP wenn ich die Mieten in Zürich oder Basel anschaue so führen die hohen Mieten zu einer Verdrängung der Familien und weniger privilegierten aus den Städten.
        Je mehr Menschen in die Schweiz einwandern umso teurer werden unsere Mieten in den Städten, da jeder der hier lebt auch irgendwo wohnen muss.
        Verdichtetes Bauen in der Stadt sowie der näheren Agglo könnte helfen.
        Ich kaufe übrigens gerne zu Fuss ein jedohc geniesse ich es den Getränkeeinkauf mit dem Auto zu erledigen

      • Sportpapi sagt:

        @NM: Erstaunlich, dass diese Verdrängung nur in der Stadt passiert. Könnte es nicht sein, dass es einfach wieder trendig ist, in der Stadt zu wohnen, während es vor nicht allzulanger Zeit anders herum war? Denn, auch bei uns in der Agglo steigen die Preise unglaublich schnell an. Kein Wunder – mit ÖV

      • Sportpapi sagt:

        mit ÖV sind wir teilweise schneller im Stadtzentrum als die Städter.

      • Peter Pfrunger sagt:

        Die Matratze wird auch günstig geliefert. Gehen sie an einem frei von ihnen gewählten Tag in die City und zählen sie die in Privatautos transportierten Matratzen, Schränke,Kühlschränke Tische etc.(Tipp: wählen sie einen Zügeltermin, damit es nicht zu langweilig wird).
        Der Dorfladen gibt es eben nicht mehr, weil alle mit dem grossen Wagen in die Shopping Mall fahren müssen.

      • Nico Meier sagt:

        Die Martratze war nur ein Beispiel, da meine eben wirklich ersetzt werden muss.
        Ich bin von Aarau in 25min in Zürich am HB viele die in Zürich wohnen sind nicht inner 25min am HB vondaher habe sie schon recht SP.

  • Tomas sagt:

    An meinem Arbeitsort fahren Velofahrer auf dem Trottoir, das beim rausfahren auf die Strasse überquert werden muss. Ca. fünfmal pro Jahr knallt einer von ihnen mit einem Affenzahn in jemandes Auto rein, egal wie langsam wir da herausschleichen. Bisher hat sich noch nie jemand ernsthaft verlezt, aber es scheint eher am Glück zu liegen. Angesichts solcher Dummheit kann nur bezweifelt werden, dass sie auf einem eigenen Veloweg – der auch ab und zu gequert werden müsste – eine rücksichtsvollere bzw. intelligentere Fahrweise an den Tag legen würden.

    • P. Roleth sagt:

      das muss ja ein ganz zentraler Arbeitsort sein, dass dort ALLE Velofahrer der Stadt Zürich durchmüssen und die Beobachtung somit repräsentativ für Velofahrer im Allgemeinen ist

      • Pixel sagt:

        Steht da was von Zürich?

      • P. Roleth sagt:

        Hallo Pixel. Sie haben sich auf mich eingeschossen, das freut mich sehr. Sie können in meinem Beitrag Zürich gerne durch irgendeinen beliebigen Ort ersetzen. Der Inhalt bleibt der gleiche. Vielleicht finden Sie es ja heraus, toitoitoi.

      • Tomas sagt:

        P.R.: Steht da etwas von „alle“?
        Steht da etwas von „Zürich“?
        Steht da etwas von „müssen“?
        Steht da etwa von „repräsentativ“?

        Wow. Und das waren nur vier Sätze, auf die sie reagiert haben.

      • Pixel sagt:

        Es steht auch nichts von Stadt, oder? Toi toi toi, Sie können das besser argumentieren, da bin ich mir ebenso sicher wie Sie es bei mir sind. Wir messen mit gleichen Längen, verehrte(r) Roleth, insofern geb ich Ihnen die mehrfach platzierten Komplimente gerne zurück: ich finde Sie auch niedlich.

      • Sportpapi sagt:

        irgendein beliebiger Ort heisst auch nicht Stadt. Aber ist ja auch nicht wichtig. Was Tomas sagt, stimmt sicher. Ich nerve mich auch, wenn plötzlich ein Auto aus einer Ausfahrt über den Veloweg an den Strassenrand fährt. Brandgefährlich! Leider nutzen da auch die Vortrittstafeln und Haifischzähne, die eindeutig auf den Vortritt auf dem Veloweg hinweisen, nichts…

      • Nico Meier sagt:

        Desweiteren wäre es für die Velofahrer auch ratsam nur mit Licht zu fahren ich stosse immer wieder auf Velofahrer ohne Licht und am besten in schwarzer Kleidung. Dieselbe Problematik stellt sich auch bei Fussgängern die komplett schwarz gekleidet sind und gerade im Winter häufig schwer zu sehen sind am Morgen und Abend.

      • P. Roleth sagt:

        haha @sportpapi. sehr schön und gut erkannt 😉

      • Tomas sagt:

        SP: sie haben es falsch verstanden. Es ist nicht eine Frage der Vorfahrt: die geben wir den Velofahrern schon aus Mitleid immer – es ist nicht lustig zu sehen, wie da einer mit dem Kopf gegen das Auto knallt. Aber egal wie langsam und vorsichtig man mit dem Auto rausfährt, sie merken es nicht und fahren da trotzdem rein. Und naja, als Fussgäger is man da nicht besser dran, die sehen sie auch nicht. Bin gespannt, wann etwas wirklich dummes passiert.

      • Tomash sagt:

        die Beiträge kommen dann halt mal, morgen oder irgendwann 🙂

      • Sportpapi sagt:

        @Tomas: Ich habe das schon verstanden. Ich weiss auf dem Velo schon, dass ich immer äusserst vorsichtig sein muss, denn ich kann niemals darauf bauen, dass mein Vortritt gewährt wird – und wenn nicht, bin ich einfach „arm dran“.

  • Herbert Peters sagt:

    Zu dumm bloss, dass ich gerade heute in einer anderen Zeitung einen Artikel sah, der besagt, dass Holland ein Velo-Problem hat. In der Hauptstadt alleine gibt es 490’000 Velos die mehr oder weniger taeglich unterwegs sind. Und eben diese Velos finden keinen Platz mehr und behindern sich gegenseitig.

    Man stelle sich dies mal vor, ein Autofreies Central, und nichts geht mehr, weil sich Velos stauen. Das einzig positive ist wohl die kleinere Umweltbelastung. Schwacher Trost jedoch wenn man auf dem Velo im Stau steht und es regnet.

    • P. Roleth sagt:

      wieso ist das „zu dumm“? das zeigt doch, dass das Konzept klappt, da es die Leute nutzen. Gegen „zuviel“ kann man nichts machen, ist wie bei der Bevölkerung. ach ja: in Holland gibt es pro Einwohner 1.5 Fahrräder. Vielleicht könnte man analog der damaligen Reproduktionspolitik von China in Holland eine „ein-Velo-Politik“ einführen.

      Ihre Vorstellung vom Autofreien Central mag ich sehr. Kein Verkehrslärm ausser dem aufgeregten Geschnatter der Velofahrer, die im „Velostau“ stehen (so einen will ich auch mal sehen, das muss spektakulär sein), herrlich…

    • tststs sagt:

      Und jetzt stellen Sie sich mal vor, diese Velofahrer in Holland wären mit dem Auto unterwegs…

  • Nico Meier sagt:

    Ja klar diese ganzen bösen Autos haben in der Stadt nichts verloren. Und überhaupt warum diese böse Mobilität sollen die Pendler doch zu Hause bleiben und nicht jeden Tag in die Stadt kommen.
    *ironie off*
    Jeder der nicht in der Stadt wohnen kann oder will wird zwingend zum Pendler leider verstehen das viele gutverdienende Stadtmenschen nicht.
    Und jenachdem wo sie wohnen oder arbeiten sind sie zwingend auf das auto angewiesen leider.
    Ich würde auch lieber mit dem ÖV zur Arbeit fahren ein GA 2. Klasse würde mich etwa einen drittel der Autokosten kosten.

    • P. Roleth sagt:

      also jemand der nicht in der Stadt wohnen WILL, wird nicht „zwingend“ zum Pendler, sondern MACHT SICH zum Pendler… und die, die aus Einkommensgründen auf dem Land wohnen, würde mich die Kostenrechnung interessieren: Kostet ein GA 2. Klasse ein Drittel Ihrer Autokosten, komme ich auf (abgerundet) 9000 Franken pro Jahr oder 750.- im Monat. Da nimmt mich ja wunder, was so eine Klause auf dem Land kostet, dass es sich immer noch lohnt, sich die Fahrt täglich anzutun. NB: die Gutverdienenden ziehen aufs Land weils steuergünstig ist und man sich dort ein Eigenheim bauen kann…

      • Pixel sagt:

        „NB: die Gutverdienenden ziehen aufs Land weils steuergünstig ist und man sich dort ein Eigenheim bauen kann…“

        Deswegen leben Sie auch in der Stadt, nicht wahr?

      • Pixel sagt:

        Übrigens, warum ziehen Sie in die Stadt wenn Sie offenbar das ruhige Leben abseits bevorzugen?

      • Pixel sagt:

        Ach so, stimmt, ich vergaß: weil Sie sich ja ebendieses ruhige Leben abseits nicht leisten können. So zumindest ableitend aus Ihrer hausgebacken Theorie. Die dürfen Sie dann auch gerne der Agglomeration Zürichs öffentlich vortragen. Wenn die sich dabei krummlachen, haben Sie aber Glück gehabt….

      • Viktor Troska sagt:

        Das ist nur die halbe Wahrheit P. Roleth. In der Stadt ist der Wohnraum knapp und teuer. Nicht jeder kann es sich leisten in der Stadt zu wohnen. Vor allem die Mittelschicht, welche nicht von sozialem Wohnungsbau und güntigen Sozialwohnungen profitieren kann wird zunehmend aus der Stadt gedrängt. Aber sie sind mit ihrer Sicht der Dinge ganz auf der Linie des Bundesrates, der sogar die Abzüge der Pendlerkosten in der Steuererklärung streichen will. Wohnt gefälligst da wo ihr arbeitet lautet das Credo. Am flexibelsten wäre ein Wohnwagen, ein energieeffizienter natürlich!

      • Sportpapi sagt:

        Ihrer Argumentation und Interpretation kann ich heute kaum folgen, Pixel. Sie antworten nicht auf Roleth, oder?

      • tststs sagt:

        @ Herr Troska „In der Stadt ist der Wohnraum knapp und teuer.“ Das ist aber auch nur die halbe Wahrheit 🙂 Es gibt günstigen Wohnraum in der Stadt (staatlich und privat), nur gibt es ihn nicht für jederman! Ich kann auch nicht darüber motzen, dass es in der Schweiz nicht genug Seen gibt, damit jeder, der es will, mit Seeanstoss wohnen kann! Und im Moment scheint es halt besonder „chic“ zu sein, in der Stadt zu leben…ist ja nur logisch gibt es da Engpässe…

      • Nico Meier sagt:

        Ich bin auf dem Land aufgewachsen und fühle mich auf dem Land oder in der agglo wöhler als in der Stadt.
        Durch den Tag bin ich in der Stadt arbeite und konsumiere dort und am Abend kann ich in die Ruhe der Agglo/Land eintauchen und dort entspannen.
        Ich nehme auch niemandem die Wohnung in der Stadt weg.

      • P. Roleth sagt:

        @ Pixel. ich „ziehe“ nicht in die Stadt. ich lebe – mit einem 2jährigen Unterbruch (auf dem Land!) – seit jeher in der Stadt. Ihre Kommentare auf halbpersönlicher Ebene sind niedlich. Das darin mitpolternde kleingeistige Gehabe hingegen ist öde. Ich bin sicher Sie können es besser. Das „ruhige Leben abseits“ hab ich probiert und festgestellt, dass das nichts für mich ist. Mir käme es aber nie in den Sinn, „denen auf dem Land“ vorzuschreiben, was sie tun sollen und wie sie mich zu empfangen haben. Umgekehrt halten es aber einige für nötig, den „Städtern“ zu sagen, wie die Stadt zu sein hat….

      • P. Roleth sagt:

        …und für den letzten Umstand habe ich noch keine befriedigende Erklärung. Vielleicht können Sie mir das erklären? und noch was: ich habe nicht behauptet, dass man sich das ruhige Leben abseits nicht leisten kann. Ich sagte lediglich, dass Gutverdienende gerne aufs Land ziehen, wegen der Ruhe und weil man sich ein Eigenheim noch leisten kann. Dass die Wohnungen in der Stadt teuer sind, ist mir klar. Aber ob die Rechnung mit Autopendeln am Schluss aufgeht?

      • Nico Meier sagt:

        In meinem Fall mit sparsamem Dieselfahrzeug geht die Rechnung auf.
        Unter anderem auch deswegen, weil ich meinen Arbeitsweg von den Steuern abziehen und damit einige 1000 Franken Steuern sparen kann.

      • Sportpapi sagt:

        @Nico: Sie sparen damit „einige Tausend Franken“ Steuern? Ernsthaft?

      • Nico Meier sagt:

        Da ich mit dem Auto im Vergleich zum ÖV mehr als eine Stunde einspare pro Tag kann ich einen Steuerabzug basierend auf den gefahrenen Km für den Arbeitsweg abziehen da spart man schnell einige 1’000 Franken pro Jahr ein.

      • Sportpapi sagt:

        @Nico: Sie müssen gut verdienen. Ich meine, man kann schnell ein paar Tausend Franken abziehen. Aber ein paar Tausend Franken einsparen? Aber gut, ich muss das auch nicht genauer wissen.

      • Nico Meier sagt:

        Ich bin zufrieden mit meinem Lohn aber ich nutze wie jeder die Steuerabzüge die ich machen kann um Steuern zu sparen.

      • Nico Meier sagt:

        Je nach Progression können sie ca 25% dessen was sie abziehen können an Steuern einsparen.
        Wer also 14’000 von den Steuern abziehen kann bezahlt folglich ca 3’500 Franken weniger Steuern.

      • Sportpapi sagt:

        @Nico: Ich habe mal mit so einem Steuerrechner meinen Jahreslohn eingegeben. Und dann grosszügig 20 000 Franken dazu genommen. Differenz etwa 1500 Franken. Aber gut, vielleicht liege ich wirklich falsch und ich könnte meine Steuern um ein paar Tausend Franken praktisch auch Null senken, wenn ich nur etwas weiter wegziehen würde.

      • pixel sagt:

        Sp und Roleth: Um hier der Vollständigkeit halber auch zu reagieren, wennauch spät: Offenbar habt ihr beide nicht verstanden, dass die Behauptung auf die ich mich ja bezog, die Gutverdienenden wohnen auf dem Lande absolut witzig ist (gerne würde ich mich, Roleth, an der Stelle sogar lieber mit ihrem so gern verwendeten „niedlich“ bedienen), vor dem Hintergrund, dass IN DER STADT die Mietpreise explodieren, nicht „auf dem Land“. Und dass die gesamte Agglomeration Zürichs, mal die unmittelbaren Seeufervororte ausgenommen, eher von dem Volk bewohnt wird, welches sich ein Leben in der Stadt nicht

      • pixel sagt:

        leisten kann. Schaue ich also in Richtung Bülach, Dietikon, Spreitenbach, würde ich sogar behaupten, dass dort ein noch grösserer Teil deren sitzt, die, sollten sie nicht ob Ihrer Behauptung, Roleth, lachen können, gerne auch mal körperlich aggressiv reagieren. Und Sie erzählen mir was von den „Gutverdienenden auf dem Land“….. Na klar!

      • Sportpapi sagt:

        @Pixel: Aus Sicht der Stadt Zürich gibt es (zumindest) vier Richtungen). Zum Beispiel dem See entlang, wo es nicht umsonst „Goldküste“ heisst. Oder in Richtung Winterthur, wo die Land- und Kaufpreise im Moment regelrecht explodieren. Ich sage ja – die Frage ist, was gerade im Trend ist.

      • pixel sagt:

        Sp: Ich wiederhole: “ ….Und dass die gesamte Agglomeration Zürichs, mal die unmittelbaren Seeufervororte ausgenommen, eher von dem Volk bewohnt wird, welches sich ein Leben in der Stadt nicht leisten kann.“
        Ich schliesse also die Goldküste schon mal aus. Und Winti ist eigentlich nicht mehr unbedingt das, was ich als „Agglo“ bezeichne…

    • tststs sagt:

      ähm also das verstehe ich jetzt nicht „Jeder der nicht in der Stadt wohnen kann oder will wird zwingend zum Pendler“ gibt es ausserhalb der Städte keine Jobs?!? 😉

      • Pixel sagt:

        Och neee, ts, ja die Jobs liegen heute nur so auf der Strasse herum.

      • tststs sagt:

        ähm ja Pixel, was wollen Sie mir damit sagen? Oder wollen Sie wirklich auch behaupten, dass jeder Mensch, der NICHT in der Stadt wohnt, ZWINGEND zum Pendler wird? wohl kaum, oder?!
        Ganz amüsant wäre da meine Lage: ich wohne in der Stadt, arbeite aber ausserhalb, pendle also azyklisch…

      • Pixel sagt:

        Andersrum ts: was wollten Sie damit sagen? Dass man sich den Job dort suchen soll, wo man wohnt? Wenn Sie letztlich anders denken, als Sie schreiben oder komm.entieren, dann wird das zwangsläufig zum Missverständnis.

      • tststs sagt:

        Ich sage: ein Ländler wird nicht ZWINGEND (bitte den Fokus auf dieses Wort legen) zum Pendler, weil es auch Jobs auf dem Land und in der Agglo gibt…

      • Sportpapi sagt:

        Also nicht, man soll, aber man kann.

    • Nico Meier sagt:

      Jeder der seine Autokosten serieus ausrechnet inklusive Amortisation wird schnell feststellen, dass er bei einem Arbeitsweg von über 30’000Km im Jahr schnell mehr als 9’000 Franken dafür aufwenden muss.
      Meine Wohnung würde an meinem Arbeitsort statt 1’700 Franken pro Monat über 3’000 Franken pro Monat kosten wenn ich sie überhaupt finden würde.
      Ich finde auf dem Land keinen Job der mir dieselben Konditionen bieten kann.

      • Sportpapi sagt:

        Was rechnen Sie, Nico? Bzw. in welche Richtung argumentieren Sie? Eigentlich sprechen wir doch eher über den dringend nötigen Ausbau des Velonetzes, als darum, die Pendler auszusperren.
        Obwohl wir natürlich auch über die Grenzen der Mobilität uns Gedanken machen müssten. Wenn Leute wie Sie 120 km am Tag und mehr zurücklegen, finde ich das eigentlich nicht sehr positiv.

      • Nico Meier sagt:

        Ich argumentiere für die Wahl des Verkehrsmittels und gegen die jagd auf Autofahrer.
        Mein Arbeitsweg ist pro Tag 114Km dies entspricht einem täglichen Arbeitsweg von ca 1.5h
        Die Alternative wäre 4h im ÖV oder eine massive Einschränkung meines Wohlstands aufgrund der höheren Miete, KK, Autosteuern usw.
        Ich lege lieber etwas zur Seite und kaufe mir ein Haus natürlich nicht in der Stadt sondern im Grünen.

      • tststs sagt:

        Also ich weiss ja nicht genau, wo Sie wohnen Herr Meier, aber irgendwo zwischen Arbeits- und Wohnort (bei Ihnen doch über 50km) gibt es sicher eine Möglichkeit, die näher (weniger Autokosten) und denoch bezahlbar wäre…

      • Nico Meier sagt:

        Mein Haus das ich zu bauen beabsichtige wird etwas näher bei der Arbeit sein da werden es dan ca 40Km sein.
        Ich wohne im AG und arbeite in BS.
        Die Mietpreise in BL/BS sind nunmal höher als im AG.
        Von den Steuern, KK-Prämien usw. sprechen wir hier mal besser nicht.

      • Sportpapi sagt:

        @Nico: Wenn man dereinst, wie immer häufiger gefordert, Steuern nicht nur Wohn-, sondern auch am Arbeitsort bezahlt, werden vielleicht zumindest die steuerlichen Unterschiede etwas schwinden…

      • Nico Meier sagt:

        Wenn ich dort wo ich arbeite Steuern zahlen soll so müsste ich dort auch Abstimmen und Wählen können.
        „No taxation without representation“
        Und ob die Linken Städte wollen, dass die arbeitende Bevölkerung die in der Agglo wohnt auch Wählen und Stimmen kann wage ich zu bezweifeln.

      • Sportpapi sagt:

        @Nico: Schon richtig. Gilt aber heute für alle nicht Stimmberechtigten (z.B. Ausländer) nicht.

      • Nico Meier sagt:

        Natürlich ist das Stimmrecht an den CH-Pass gebunden.
        Wer das Stimmrecht möchte kann sich einbürgern lassen.

      • Sportpapi sagt:

        Aha, Nico. Und wer in der Stadt mitbestimmen möchte, kann ja einfach umziehen…

      • P. Roleth sagt:

        @Nico Meier: „no taxation without representation“ kommt aus der Amerikanischen Unabhängigkeitsbewegung und es ging um das Verhältnis zwischen den Kolonien und dem Britischem Königsreich. Diese Parole in diesem Zusammenhang zu verwenden ist sehr an den Haaren herbeigezogen…

    • P. Roleth sagt:

      Danke Nico Meier. Das erhellt die Angelegenheit…

      • Nico Meier sagt:

        Natürlch ist die Parole aus den USA und trotzdem finde ich sie gut.
        Weil sollte ich jemals in einer Stadt in der ich arbeite Steuern bezahlen müssen so will ich dort auch mitreden.
        Jeder Pendler schafft durch sein Pendeln Arbeisplätze im Zentrum im Bereich Verkauf,Verpflegung, Verkehr um nur einige genannt zu haben.

      • Sportpapi sagt:

        Sie sind also ein richtiger Wohltäter, Nico? Schaffen Arbeitsplätze, wenn Sie mit ihrem Auto in die Stadt brausen? Andererseits: Diese Arbeitsplätze werden dann wohl auch wieder mehrheitlich von Pendlern ausgefüllt, oder?

      • Nico Meier sagt:

        Ich würde mir wünschen alle Pendler blieben mal eine Woche zu Hause da könnten die Städter mal sehen wieviele wichtige aufgaben durch Pendler erfüllt werden.
        Da fährt das Tram nicht weil der Chauffeur aus Spreitenbach kommt.
        Da stirbt der Patient im Notfall weil der Chirurg in Zumikon wohnt oder es gibt kein Mittagessen weil der Koch in Kloten wohnt.

      • Sportpapi sagt:

        Wenn der Pendler will, steht die Schweiz still… 🙂
        Schon mal etwas von Zentrumslasten gehört? Wenn ich Ihnen so zuhöre glaube ich fast, die Städte müssten dem Umland zahlen…

      • gabi sagt:

        Eine sehr grosse Anzahl Pendler stammen in Basel ja auch aus D und F.

        Wie würde Taxation/Representation bei denen wohl aussehen?

      • Sportpapi sagt:

        @Gabi: Müsesen sich halt einbürgern lassen, wenn es nach NM geht.

  • Viktor Troska sagt:

    Das ist keine Verschwörungstheorie sondern ein schöngeistiger Traum, der auch immer ein Traum bleiben wird… 😉

  • Wozu sagt:

    Ich finde nicht „getrennte Velowege einen Seich“, ich finde,es ist ein Seich dass die velowege in Zürich nicht richtig getrennt sind und somit die Radfahrer in falscher Sicherheit wiegen, was wiederum für eben diese Radfahrer sehr gefährlich ist!

    Ich bin für ein GUTES radwegnetz in Zürich, nicht eines, wo der Radfahrer auf der Abbiegespur vom von links kommenden Auto einfach niedergemäht wird! schauen Sie sich einmal die Radwege Bahnhofquai/Uraniastrasse in Zürich an: hirnverbrannt, brandgefährlich!

    • Mitleser sagt:

      Oder so wie auf der Bellvuebrücke. Theoretisch hat es ein Veloweg, nur laufen dort die ganzen Fussgänger und an ein schnelles durchkommen ist nicht zu denken.

      Ein Grund im übrigen dafür, dass sich der Velofahrer oft Rücksichtslos verhält ist, dass er nicht als vollwertiger Verkehrsteilnehmer wahrgenommen wird. Mir wurde schon unzählige male die Vorfahrt genommen. Man ist ja schliesslich schwächer. Auch sehr beliebt, auf höhe einer Insel überhohlen. Kurz vor der Ampel welche Rot ist noch kurz überhohlen etc. Sorry aber da wird man einfach irgendwann aggressiv.

  • Hutmaier sagt:

    Was für ein unrealistischer Artikel. Ich bin erstaunt. Zürich ist auch eine Wirtschaftsstadt. Wenn plötzlich die Einnahmen ausbleiben, weil keiner mehr in der Stadt einkauft, dann klönen die gleichen Leute, weil sie sich um die Zukunft der Kinder sorgen.
    Aber, nur zu! Gebt die Strassen den Velofahrern und lebt mit den Konsequenzen.

    • Nico Meier sagt:

      Es ist ja auch viel einfacher und schöner in einem grossen Zentrum im Grünen einzukaufe, da hat man alles in einem grossen Gebäude und bekommt erst noch gratis Parkplätze was in der Stadt leider fehlt.

      • Sportpapi sagt:

        @NM: Zentrum im Grünen? Das war mal so, in den 70ern. Heute dürfen die ja nichts umbauen, um nicht das Recht auf Gratisparkplätze einzubüssen.

      • Nico Meier sagt:

        Mein einkaufszentrum steht glücklicherweise schon.
        Leider ist der VCS etwas gar agressiv auf Verhinderung ausgerichtet.

      • Sportpapi sagt:

        Aberr es steht auch nicht mehr im Grünen, oder? Beim VCS sind wir einer Meinung. Wobei der Kanton das gleiche Spiel treibt. Parkplätze „bewirtschaften“ und die Zahl begrenzen, damit die Alternative ÖV mehr genutzt wird. Weil dieser aber im Stau steckenbleibt, muss die Gemeinde dann wieder für viel Geld Parkplatzleitsystem etc anbieten, weil man den selber verursachten Stau dann doch wieder nicht haben möchte. Und neue Fachmärkte dürfen nicht mehr als 150m von einer gut frequentierten ÖV-Station liegen. Nur um in den Bussen dann wieder aufzufordern, eine Station früher auszusteigen…

      • Nico Meier sagt:

        Natürlich steht es nicht mehr gleich im Grünen wie auch schon rundherum haben sich Siedlungen gebildet wie das im ganzen Mittelland stattfindet.
        Aber die Parkplätze sind nach wie vor gratis.

    • hobbyläuferin sagt:

      Es geht ja eben nicht um das „Die Strasse gehört diesem oder jenem“. Es ist ein miteinander, wie überall im Leben?
      Tschäggsch?

    • P. Roleth sagt:

      was für ein unrealistischer Kommentar. Nur weil ein paar Autospuren wegfallen und mehr Velowege gebaut werden, kommt gleich keiner mehr in die Stadt? aber schön wärs tatsächlich…

      • Pixel sagt:

        Der Ko.mmen.tar ist nicht unrealistisch, er projiziert lediglich ein Szenario, welches scheinbar das Wunschszenario der Gegner wäre. Das untermauern Sie selbst ja noch dazu.

      • Sportpapi sagt:

        Welche Gegner? Gegner von was?

      • P. Roleth sagt:

        „Gegner“… süss…

      • Peter Pfrunger sagt:

        Ja genau Herr/ Frau Pixel, die Auto sollen draussen bleiben aber die Menschen sind herzlich willkommen.

      • Pixel sagt:

        Sp: Gegner des motorisierten Privatverkehrs.

      • Pixel sagt:

        Ja, richtig erkannt Herr Pfunger! Und genau diese Menschen möchten aber auch auf nichts verzichten wollen. Vielleicht erhellen Sie mich mit einer Idee, wie das mit einer autofreien Stadt funktionieren soll?

      • Sportpapi sagt:

        @Pixel: Es gibt doch hier keine Gegner des motorisierten Autoverkehrs. Niemand träumt von einer Autofreien Stadt. Nur gibt es Leute, die sagen, es ist langsam genug. Genug Mobilität im Allgemeinen und Autoverkehr im Speziellen. Die sich fragen, wie viele Fahren ersetzt werden könnten, bzw. gar nicht stattfinden müssten. Damit sind wohl nicht die gemeint, die zwingend notwendig sind. Irgendwie möchte man in der Stadt ja auch noch leben.

      • Pixel sagt:

        Sp: das hört sich vernünftig an, allerdings relativieren nur Wenige hier so wie Sie es tun. Sehen Sie, es ist doch (bis auf einige Ausnahmen wie Sie) so, dass die meisten Autofahrer eben gelegentlich auch Fußgänger sind, Velofahrer und auch hin und wieder ÖV benutzen. Letzteres hängt meist stark von den Lebensumständen ab. ÖV UND Auto zu benutzen in regelmäßiger Anwendung ist halt nicht für alle Budgets verkraftbar. Dennoch wird ebendieser Autofahrer aufgrund der genannten Tatsachen eher nicht so auf den anderen Verkehrsteilnehmern herumpoltern wie es umgekehrt der Fall ist..

      • Peter Pfrunger sagt:

        Pixel selbstverständlich nicht Autofrei aber frei vom MIV. Sanität, Feuerwehr, Polizei, Müllabfuhr, + Lieferanten, Handwerker etc. zu ihren Zeiten oder zB. für Bauprojekte haben wie in den Städten, die schon eine richtig Autofreie Innerstadt haben sind selbstverständlich zugelassen. Es gibt nicht nur schwarz weiss, alles oder nichts. Kennen sie zB. Zermatt? Auf was muss da der solvente Kunde verzichten da es autofrei ist?
        Gehen sie mal ohne Auto in die Stadt. Sie werden sehen wie sie plötzlich ganz viel Zeit haben um einzukaufen, zu konsumieren + geniessen + verdienen, denn Zeit ist Geld 😉

      • pixel sagt:

        Pfrunger: Sehen Sie, das ist doch jetzt das, was ich eben typisch Schweiz nenne. Eine Stadt, ist eben nunmal eine Stadt. Aus all diesen genannten Gründen und genau das macht das pulsierende Leben aus. Keinem NYorker, Tokyer, Londoner würde einfallen, für eine „autofreie“ (im weitgehendendsten Sinne eben Berufsverkehr) Stadt plädieren zu wollen. Der Zürcher und Schweizer will aber in der City leben, beschwert sich dann jedoch, wenn auf der Langstrasse einmal im Jahr gefeiert wird, oder Autos an stark befahrenen und Zubringerstrassen unter seinem Fenster durchfahren.

      • Peter Pfrunger sagt:

        Herr/ Frau Pixel, jetzt haben sie auf schwer von Begriff gestellt.
        Selbstverständlich meint keiner, der für eine Autofreie Innerstadt plädiert, dass die Feuerewehr, der Servicemonteur wenn ein Lift stecken bleibt etc. nicht hineinfahren darf. Nein er denkt an die Büroangestellten, die Verkäufer, die Besucher usw.

        Wenn sie jemanden etwas anderes unterstellen zeigen sie bloss ihren Argumentationsnotstand.

      • Pixel sagt:

        Peter Pfrunger: herrlich, genau das habe ich mir nun bei Ihrer Antwort gedacht – es scheint, dass wir aneinander vorbeireden. Ich meinte auch nicht die Feuerwehr etc, sondern genau eben auch die Menschen. Genau die Menschen, die eine Stadt ausmachen. Kein Dorf. Und das sind nebst den Anwohnern zu großen Teilen in einer grossen Stadt diejenigen, die da arbeiten. Fakt ist doch, dass genau die vielfachen Arbeitsplätze eine Grossstadt ausmachen. Denn: wo keine Arbeit, da keine Grossstadt. Macht Sinn, no?

    • Wo nochmals sind die Ladenmieten in Zürich am höchsten? Richtig, an der Bahnhofstrasse und in den Altstadtgassen beiderseits der Limmat – also dort, wo die Menschen einigermassen ungehindert flanieren können.

      Die 1970er Jahre sind vorbei – schon länger.

    • Toni Dubs sagt:

      Also, ich nutze zum Einkaufen in der Stadt ZH seit ueber 20 Jahren kein Auto, stressfrei und durchaus komfortabel. Und ich frage mich, fuer welche Art innerstaedtischen Einkauf man denn ueberhaupt eines braeuchte …

  • nico.cazzetig sagt:

    gaaaaanz ruhig!!!!!!! nach demografie und der bevorstehendeb verarmung des wirtschaftsplatzes schweiz, sowie auflÖsung des frankens. wird es ganz still auf den strassen. also abwarten und tee trinken und zusehen wie die natur schafft

  • mira sagt:

    Hier wo wir wohnen, wurde an vielen Stellen das Trottoir vergrössert und dann „halbiert“: eine Seite gehört den Velofahrern, die andere Seite den Fussgängern. Ich fahre so täglich zur Arbeit und staune immer wieder, wie gut das funktioniert. Noch nie wurde ich von einem Fussgänger angepöbelt.

    • xyxyxy sagt:

      ich habe mich auch gefragt – ob jetzt diese heraufbeschworene Feindschaft an mir vorbei geht, weil mit so ein Parteien denken fremd ist, oder ob jetzt das einfach hochgepuscht wird

      ich empfinde es so – ein Velofahrer, der Autofahrer als die Bösen sieht – wird wohl des öftern mit Autofahrern gleichen Schlags wie er konfrontiert
      für mich sind weder die, noch die, noch die die Bösen – im Verkehr ärgert man sich einfach öfters, weil man zu spät dran ist, im Stress ist etc.
      in Holland fahren sicher auch mehr Velo, weil es schön flach ist

      • mira sagt:

        In Holland hat es dafür richtig starken Wind. Und wenn man noch an der Küste lebt, dann kann es sein, dass man bei der Hinfahrt zur Arbeit Gegenwind hat, dann dreht sich der Wind und auf der Rückfahrt hat man gleich nochmals Gegenwind. Die vielen Fahrräder gibt es hauptsächlich in den Städten. Wer auf dem Land wohnt fährt auch Autos… und Staus gibt es auch in Holland…. und zwar heftige!

      • xyxyxy sagt:

        will heissen, es ist nicht alles Gold was glänzt

  • diva sagt:

    wenn ich mir heute filme oder fotos aus der zeit vor ca. 1970 anschaue, gab es da viel mehr fussgänger und velofahrer, als heute und es ging OHNE all die verordnung oder gar separate velowege. warum? man achtete mehr darauf, was der andere tut. man hühnerte nicht einfach über die strasse, weil man im recht ist (fussgänger) und man stieg nicht aufs velo, wenn man nicht wirklich velofahren konnte und nicht zuletzt war das velo einfach ein fortbewegungsmittel und kein kultobjekt… und das ist es was mich am velo und den velofahrern am meisten nervt: der kult den sie um sich machen…

    • tststs sagt:

      Die Statistiken über Verletzte und Tote im öffentlichen Verkehr sprechen aber eine andere Sprache… für einmal gilt nicht: früher® war alles besser 😉

    • P. Roleth sagt:

      nervt Sie denn der Kult, der um die Autos gemacht wird, auch? das ist ja auch einfach ein Fortbewegungsmittel…

      • tststs sagt:

        Haha P. Roleth, ich bin ganz bei Ihnen… vorallem da ich mich frage, wie dieser „Velokult“ denn eigentlich aussieht?!?

      • Pixel sagt:

        Sie sind sogar so was von bei dem, dass Sie für heute jede Argumentation aus dem Ärmel schütteln, die Ihnen dazu einfällt. Leider hat keine einzige von denen auch nur ansatzweise Bestand.

      • Carolina sagt:

        Ts, als Velofahrerin (z.T. mit Kind), Autofahrerin UND Fussgängerin finde ich, dass der Velokult z.B. so aussieht, dass man, wenn man NICHT aus der Perspektive der Velofahrer argumentiert, automatisch ins Unrecht, in so eine Umwelt-Sau-Ecke gerückt wird. Sogar wenn ich in solchen Situationen erwähne, dass ich alle Strecken, die mit dem Velo machbar sind, auch mit dem Velo bewältige, kommen oft genug noch Belehrungen dahingehend, dass ich ja dann mal langsam aufs Auto verzichten sollte. Und dieses moralische Ueberlegenheitsgefühl vieler Velofahrer geht mir auf den Geist.

      • P. Roleth sagt:

        @ Pixel. nochmals formulieren bitte, aber sorgfältiger. vorher durchatmen…
        @ Carolina: ich weiss was Sie meinen. Das Überlegenheitsgefühl geht mir auch sehr auf den -pardon- Sack. Werde als Auto- und Velo- und ÖV-Fahrer (uiiii!) aber ebenso von einigen Auto-Fetischisten in die Ecke von Öko-Sozi-Alternativ gesteckt, wenn ich erwähne, dass ich öfter mit dem ÖV als mit dem Auto zur Arbeit gehe. Genau so nervig.

      • Sportpapi sagt:

        Haha. Und mich wirft man in die „Sportler-Ecke“, nur weil ich nicht Autofahre! 🙂

    • Roland K. Moser sagt:

      Früher war die Verkehrsdichte bedeutend geringer.
      1. War die Schweiz noch nicht derart überbevölkert und
      2. war die Anzahl Fahrzeuge pro Person bedeutend geringer.

  • Roland K. Moser sagt:

    In der Stadt kann ich mehr Velowege befürworten. Ausserorts ganz bestimmt nicht. Ich fahre sehr viel Rennvelo und MTB. Die Velowege (nicht Velostreifen) sind eine Todesfalle, weil sich dort jeder aufführt, als würde er seinen Genitalbereich zwecks sexueller Spiele mit dem Velo befahren. Die totale Katastrophe!
    Alle Velowege ausserorts müssen wieder in Kuhweiden renaturiert werden.

    • xyxyxy sagt:

      wieviele tödliche Unfälle gab es denn in diesen „Todesfallen“?

      hab nie von tödlich verunfallten Velofahrerern oder Skatern auf Velowegen gehört

  • Fritz sagt:

    Sehr intolerant dieser Artikel, leider. Es gibt unendliche Gründe in der Stadt Auto zu fahren, nicht zuletzt, weil ich einfach mal Lust daraf habe. Die Strassen heute gehören allen und nicht den Autos. Hier ist Respekt und Toleranz gefragt und nicht Verbote, Ideologie und Seperation. Etwas mehr Kultur hätte man von Ihnen Frau Fischer schon erwartet. Und nur weil es Ihnen gelingt das Wort „Kinder“ einzudichten ist das noch lange kein Thema für einen „Mama“ Blog. Die radikalen und die normalen Radfahrer sind eine Minderheit in Zürich doch profitieren sie leider von einer mächtigen Lobby.

    • P. Roleth sagt:

      ich verstehe den letzten Satz nicht… also die radikalen UND die normalen sind eine Minderheit? gibt es noch andere Radfahrer, die demzufolge zur Mehrheit gehören? und wie mächtig ist denn die Lobby wenn sich in Sachen Velowege seit Jahren nur Flickwerk entwickelt? was hat denn die Lobby schon alles dank ihrer Macht erreicht?
      ach ja: schlagen sie in einem Begriffslexikon (oder googeln Sie, falls Sie kein solches Lexikon zur Hand haben) den Begriff „Ironie“ nach…

  • Walter Bossert sagt:

    Dieser zwar spassig und unterhaltsame Bericht widerspiegelt die Denkensweise von Eltern, welche ihren Kindern beibringen,dass Quartierstrassen zum spielen da seien. Ich kann damit gut umgehen als Autofahrer. Viel weniger die Kinder selbst, während ich weis, dass grundsätzlich von alle Feldern ein Kind plötzlich mit dem Velo über die Strasse flitzen kann,wissen die lieben Kinderlein offenbar nicht, das man das GLEICHE auf Fussgängerstreifen über die Hauptstrasse besser nicht machen sollte! Weil mir meine Kinder lieb waren, habe ich ihnen solche Mätzchen auch auf Seitenstrassen nicht erlaubt !

    • Beat Boschung sagt:

      Herr Bossert
      Ich war auch mal Kind und ich weiss noch was wir alles gemacht haben, was wir nicht hätten tun sollen.
      Kinder sind so, ich war so und auch sie waren so.
      Früher waren sich die Kinder und die Eltern der Gefahren auf den Strassen definitiv weniger bewusst.
      1972 gab es im Kt. Bern 250 Verkehrstote 2010 noch deren 37.
      Das liegt sicherlich an verschiedensten Faktoren, aber es widerlegt doch ihre Aussage ziemlich stark, dass heute die Eltern und die Kinder weniger vorsichtig waren als früher.

      • Walter Bossert sagt:

        Beat Boschung, es ist ein kleiner aber bedeutender Unterschied von dem was alle Kinder machen und dem was von den Eltern tatkräftig gefördert wird! Ich hätte auch noch weitere Erfahrungen auf Lager aber wenn Sie nicht verstehen wollen werden Sie auch nicht verstehen können.Ich hoffe nur nie zuschauen zu müssen wie ein derart fehlinformiertes Kind trotz tiefer Statistik von einem Lastwagen auf der Strasse zerrieben wird.

  • Sportpapi sagt:

    Vielleicht hätten die No-Motorarier auch demonstrieren sollen, als es sie noch häufiger gab…
    In Zürich wäre die Situation wohl besser, ginge es nicht immer wieder gegen die Autofahrer, sondern einfach FÜR die Fussgänger oder Velofahrer. Aber mittlerweile sind die Fronten ja geklärt.

    • Sabrina sagt:

      Entweder man fördert die Mobilität oder man reduziert sie bzw. schränkt sie ein. In der Stadt Zürich wurde die Mobilität in den letzten Jahren reduziert, egal ob man mit Velo, zu Fuss, mit ÖV oder Auto unterwegs ist. Als Velofahrerin, welche täglich unterwegs bin stelle ich fest, die neuen Velorouten/wege, Tempo 20/30-Zonen, VBZ-Kaphaltestellen behindern mich und ich komme nicht mehr so schnell vorwärts in der Stadt Zürich wie früher.

      • Sportpapi sagt:

        Eben, Sabrina. Einzig der Fussgänger scheint mir noch etwas ausgenommen. Man baut Massnahmen zur „Verkehrsberuhigung“, um die Fussgängerwege sicherer zu machen. Zum Ärger der Autofahrer und zum Nachteil der Velofahrer, die nun nicht nur langsamer, sondern auch unsicherer unterwegs sind.

      • Viktor Troska sagt:

        Da stimme ich dir nicht zu Sabrina. Der ÖV wurde in den letzten Jahren massiv ausgebaut, was die Mobilität erhöht. Massnahmen zur Verkehrsberuhigung und Begegnungszonen Tempo 20 werden in der Regel in Wohnquartieren umgesetzt und kommen z.b. den dort spielenden Kindern zu Gute. Aber im Grunde genommen bestätigst du genau das Klische des arroganten Velofahreres. ICH komme weniger schnell vorwärts also ist es schlecht 😉

      • tststs sagt:

        Sorry Sabrina, dann stellen Sie sich mal den heutigen Verkehr (alle zusammen) auf den Strassen, sprich Infrastrukturen, von vor 50 Jahren vor… finden Sie dann immer noch, dass die Mobilität reduziert, resp. ihr entgegen gearbeitet wurde?

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