Aus den Augen, aus dem Sinn?

Eine Carte Blanche von Doro Winkler.

Taenzerinnen in einem Nachtclub in Zuerich sitzen am 3. August 2005 an der Bar.  (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Heute können sich Frauen in Cabarets noch gegen den Zwang zum Alkoholkonsum wehren: Tänzerinnen in einem Nachtclub in Zürich, 2005. (Foto: Keystone/Gaetan Bally)

Der Bund beabsichtigt, das Cabaret-Tänzerinnen-Statut abzuschaffen. In den Vernehmlassungsunterlagen fehlt jedoch eine fundierte Grundlage für diesen Entscheid. Eine Abschaffung führt zu einer Verschlimmerung der Situation. Mit der Studie über die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Cabaret-Tänzerinnen machte die FIZ (Fachstelle Frauenhandel und Frauenmigration) bereits 2006 auf die bestehenden Probleme und den Handlungsbedarf aufmerksam.

Doch die Abschaffung des Statuts, wie der Bundesrat sie nun vorschlägt, löst keine Probleme, sondern verschärft sie. Denn die Abschaffung dieser legalen Aufenthalts- und Arbeitsmöglichkeit wird zur Folge haben, dass Frauen nicht mehr legal, sondern illegal hier leben und arbeiten. Damit werden sie rechtsloser, verletzlicher, ausbeutbarer. Das sogenannte Cabaret-Tänzerinnen-Statut wurde in der Revision des Ausländergesetzes 2006 noch mit dem Argument des Schutzes vor Ausbeutung aufrechterhalten. Nun plötzlich erklärt der Bund, der Schutz sei nicht mehr gegeben – Gründe für diese Behauptung bleibt er schuldig.

Wir möchten festhalten: Ein legaler Aufenthalt und Arbeitsvertrag bedeutet Schutz, Illegalität hingegen führt zu einer erhöhten Vulnerabilität und Ausbeutbarkeit. Wer kriminalisiert wird, kann sich nicht gegen fehlende Lohnzahlungen, Ausbeutung, Gewalt oder Zwang zum Alkoholkonsum wehren. Zudem wird der Zugang zu Information, Beratung, Unterstützung und zur Gesundheitsprävention sehr erschwert, wenn Frauen versteckt arbeiten müssen. Von den sozialen und gesundheitlichen Folgekosten ganz zu schweigen. Damit der Schutzgedanke Wirkung entfalten kann, müssen Bund und Kantone die Arbeitsbedingungen in den Cabarets stärker kontrollieren, und für diese Kontrollen der Cabarets wie auch der Agenturen ausreichend Ressourcen zur Verfügung stellen. Ebenso muss die rechtliche Stellung der Tänzerinnen gestärkt werden, statt sie durch die Kriminalisierung zu schwächen.

Im erläuternden Bericht ist von einem steigenden Risiko hinsichtlich Menschenhandel die Rede. Die Zahlen unserer Beratungsstellen zeigen jedoch ein anderes Bild: Der grösste Teil der Cabaret-Tänzerinnen suchten 2011 Unterstützung wegen arbeitsrechtlicher Probleme. Nur 10 von total 193 Opfern von Frauenhandel wurden im Cabaretbereich ausgebeutet. Cabaret-Tänzerinnen haben befristete Arbeitsverträge während maximal acht Monaten pro Jahr. Jeden Monat wechseln sie den Arbeitgeber, das Cabaret und damit oft auch den Kanton. Für rund 2300 Franken Netto-Lohn arbeiten sie an 23 Tagen pro Monat von 16 Uhr bis 2 oder 4 Uhr morgens.

In die FIZ kommen sie meist wegen nicht bezahlter Löhne und dem Zwang zum Alkoholkonsum. Den Tänzerinnen wird vorgeworfen, sich zu wenig Mühe zu geben und es wird gedroht, dass sie weniger Lohn erhalten würden, wenn sie nicht aktiv mit Kunden trinken oder ins Séparée gingen. Von solchen Cabarets erhalten unsere Klientinnen ihre Löhne oft erst Monate später, wenn überhaupt. Im Normalfall bezahlen die Cabaret-Betreiber den Lohn nach Erhalt einer schriftlichen Forderung der FIZ. Entfällt der Tänzerinnen-Statut, wird es noch viel schwieriger bis unmöglich werden, die Frauen rechtlich zu unterstützen.

Es ist daher stossend, dass der Bund eine repressive ausländerrechtliche Massnahme wie die Abschaffung einer legalen Arbeitsmöglichkeit für Drittstaatenangehörige als Massnahme gegen den Menschenhandel bezeichnet. Das Gegenteil ist der Fall: Mit der Kriminalisierung von Cabaret-Tänzerinnen wird Menschenhandel gefördert. Potenzielle Opfer werden zu Tätern gemacht. Die FIZ fordert die Aufrechterhaltung des Cabaret-Statutes. Um den Schutzgedanken des Ausländergesetzes und der Verordnung über die Zulassung der Ausländerinnen ernsthaft umzusetzen, müssten nicht nur für Cabaret-Tänzerinnen, sondern auch für Personen aus Drittstaaten, die heute illegal in der Altenpflege, Kinderbetreuung, Hausarbeit, Landwirtschaft etc. arbeiten und besonders schutzlos sind, legale Arbeitsmöglichkeiten geschaffen werden.

Doro Winkler ist Ethnologin und arbeitet seit 14 Jahren in der FIZ Fachstelle Frauenhandel und Frauenmigration, wo sie verantwortlich ist für den Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising. Die FIZ ist eine unabhängige NGO, die sich für Würde und Rechte von Migrantinnen einsetzt.

317 Kommentare zu «Aus den Augen, aus dem Sinn?»

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    Hier noch der Artikel, den Frau B. als Antwort auf ihren ‚Verrichtungsboxen‘-Artikel schrieb:

    Willige Dame für Love-Box gesucht

    Eine Kolumne von Sibylle Berg

    Na, wie steht’s? Haben Sie Lust, zwanzig Freier in einer Nacht zu bedienen? Nein? Vielleicht gibt es ja Frauen, die freiwillig mit Fremden für Geld verkehren. Aber es dürften sehr wenige sein. Wir müssen eine Lösung finden, damit nur diejenigen als Prostituierte arbeiten, die das wirklich wollen.
    Info

    Kinder, Kinder. Das kann doch nicht euer Ernst sein. Die Vehemenz der unfreundlichen Reaktionen auf meine vorige Kolumne klingt, als hätte ich die Abschaffung der Religionen, des Fleischverkehrs oder eine Gesetzesvorlage zur gleichen Bezahlung von Männern und Frauen gefordert (Notiz an mich: machen). Dabei ging es um etwas recht Vernünftiges. Um die Anregung, darüber nachzudenken, was Prostitution mit unserem Bild vom Menschen macht. Ich habe nicht über männliche Prostitution geschrieben (Notiz an mich: machen), sondern über das älteste Gewerbe der Welt, wie Idioten es immer nennen, und darüber, wie es den respektvollen Blick auf Frauen verschleiert.

    Es scheint, als ob die meisten Menschen es vollkommen selbstverständlich finden, dass eine Bevölkerungsgruppe, und zwar eindeutig die mit mehr Macht, über die Körper einer anderen verfügt. Selbstverständlich scheint es auch, dass man sich, nach kurzer Erregung über meine offenkundige Blödheit, sofort wieder einem neuen Thema zuwendet. Einem Bahnhof oder dem Internet. Eine Sexarbeiterorganisation fühlte sich beleidigt, schön für ihre Mitglieder, dass sie einen Zugang zum Computer haben und einen deutschen Text lesen können. Viele Frauen, die als Prostituierte arbeiten, können das nicht. In Zürich zum Beispiel kommen sie vornehmlich aus Ungarn, oder es sind Rumäninnen, die unter miesen Bedingungen auf dem Straßenstrich arbeiten. Prima, wenn einige erfolgreiche Unternehmerinnen sich eigene Bordelle aufgebaut haben, an denen sie gut verdienen, in denen wunderbare Arbeitsbedingungen herrschen.

    Unsere schöne, gleichberechtigte Welt

    Aber das ändert nichts daran, dass wir eine Lösung finden müssen, damit sich irgendwann nur die Menschen körperlich vermieten, die es wirklich wollen. Und ich nehme an, das sind höchstens zehn Prozent derer, die es momentan tun. Der Politiker Volker Beck, den ich an dieser Stelle sehr gerne als nächsten Bundeskanzler vorschlagen möchte, fand die Idee, Freier zu bestrafen, um bei ihnen ein Bewusstsein für ihr Handeln zu schaffen, nicht gut. Gerne würde ich eine andere hören.

    Ich bin keine Politikerin, ich habe 3000 Zeichen Raum, um darüber nachzudenken, was ich auf der Welt verändern würde, wenn es in meiner Macht stünde. Einige Frauen, die meinen letzten Text lasen, fragten mich, ob nicht automatisch die Zahl der Vergewaltigungen zunähme, wenn es kaum mehr Prostituierte gäbe. Ist das eine ernsthafte Frage? Dass einige Frauen den Körper hinhalten, damit andere nicht missbraucht werden? Vielleicht gibt es wirklich ein paar tausend Frauen, oder, ja, vielleicht auch Männer, denen es Freude macht, mit Fremden für Geld zu verkehren. Die meisten gewöhnen sich vielleicht daran, aber noch viel mehr gewöhnen sich nie daran, weil sie es nie wollten.

    Weil sie nach Europa gelockt wurden, verschleppt wurden, weil sie arm sind, Drogen brauchen (Notiz an mich: Drogen frei verkäuflich machen), weil sie keine anderen Möglichkeiten sehen, um zu überleben.

    Wollen Sie diesen Job machen?

    In einem Verschlag (toller Begriff, den ich von den Sexworkern gelernt habe: Love-Box) zwanzig Kunden in einer Nacht, in einem Zimmer, waschen, Zähne putzen, den Nächsten suchen? Wenn Sie mit einem freudigen Ja antworten, dann ist alles in Ordnung. Ich gebe dann gerne zu, dass wir kein Problem haben, über das nachzudenken sich lohnt. In der schönen, gleichberechtigten Welt, von der wir gerne reden.

    • Fistik sagt:

      NEIN ..möchte ich nicht!
      … aber ich kann auch nicht von aus gehen, dass andere dies nicht tun wollen
      ich möchte z. Bsp. auch kein Eisenbetonarbeiter sein (… unter erheblicher Unfallgefahr, bei Hitze und Kälte Schwerstgewichte schleppen, eintönige wiederholende Bewegungen ausführen und mit 50 ein Arbeitskrüppel werden

    • Katharina sagt:

      quälende Quelle……please.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Oben noch der Folgeartikel von Sibylle Berg.

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    Hier noch ein interessanter Link: Robert Jensen zeigt die männliche Sicht auf die Sexualität am Beispiel der Pornografie und stellt dazu wichtige Fragen:

    http://zmag.de/artikel/Man-ist-was-man-isst-die-allgegenwaertige-Porno-Industrie-und-was-sie-ueber-dich-und-deine-Sehnsuechte-aussagt

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Und gleich noch was zum Thema Mann und Sexualität resp. Mann, Sexualität und Gewalt und das daraus resultierende Frauenbild:

      http://www.emma.de/index.php?id=dossier_por_no_5_2007

      • Auguste sagt:

        hmm…, glaubt man arte, dann waren für den heute weitum grassierenden porno-chic die modeschöpfer joe galliano, alexander mcqueen nicht ganz unbedeutend – vor allem galliano. interessant zu sehen, was aus diesen stilbildenden kreativen wurde: galliano wurde wegen übler antisemitischer beschimpfungen in der öffentlichkeit angeklagt und flog bei dior raus. mcqueen hängte sich auf.

        am ende frisst auch die porno-revolution unbarmherzig ihre eigenen kinder – sogar die, die eigentlich ganz oben stehen auf der nahrungskette. wie muss es erst denen ganz unten ergehen?

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Auguste, Galliano und Mc Queen haben sich wohl einfach früher als ihre Kollegen an den Pornos orientiert. Warum gerade sie, darüber könnten wir nun lange werweissen. Ich habe dazu schon ein paar Überlegungen gemacht, aber die behalte ich lieber für mich, sonst ist hier wieder der Teufel los. Dass auch die Porno-Revolution ihre eigenen Kinder frisst, ist das einzig Tröstliche am Ganzen.

        Lady Gaga, welche ebenfalls diesen ‚Chic‘ pflegt, soll seit Jahren an schweren Essstörungen leiden, nach eigenem Bekunden. Huhn oder Ei, was war zuerst……

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        An guten Tagen denke ich, dass sich viel geändert hat, dass wir weitergekommen sind. An schlechten Tagen, oder solchen, an denen ich zuviel Müll lesen musste, halte ich es eher mit Prof. Knussmann:

        http://www.amazon.de/Der-Mann-ein-Fehlgriff-Natur/dp/3442115310 🙁

      • Tomas sagt:

        Pippi: keine Angst, laut einer Studie wird der männliche Y Chromosom immer kleiner, und in ca. 170 000 Jahren sollte es keine Männer mehr geben. Spätestens dann wird es ein reines Paradies hier geben 🙂
        Wobei, wenn ich so daran denke, wie die Atmosphäre in reinen Frauenbetrieben ist… naja 🙂

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Aus einem Interview, dass der US-Wissenschaftler Robert Jensen 2008 gab:

      „Pornografie belebt in uns das Negative: Männer masturbieren zu Images von sich selbst, die wenig human sind. Für mich führt eine feministische Kritik der Pornografie nicht nur dazu, die einschlägige Industrie und ihre Images abzuweisen, sondern auch in den Kampf einzutreten, um diese toxische Maskulinität zu überwinden, die den Kern der Pornografie ausmacht. Am Ende steht ein Versprechen, das auch mir ermöglicht hat, 20 Jahre lang zu diesem Thema zu forschen: Durch diesen Kampf können wir als Männer das schlimmste unseres patriarchalen Trainings überwinden, können so unsere Humanität finden.

      • rolf sagt:

        Lass dich behandelt Pippi. Den du bist DER Grund, wieso Männer immer frauenfeindlicher werden! Also tu der Frauenwelt einen Gefallen!

      • marie sagt:

        aber rolf, es kann aber auch nicht sein, dass alles beim alten bleibt und man am liebsten wieder frauen bei den haaren aus der höhle schleift und sie einfach begattet (ok, ein wenig überspitzt.., aber…). meinen sie nicht?

      • Auguste sagt:

        hmm…, rofl rolf.

      • mila sagt:

        Hmm, ja, ich bin ja definitiv (auch) dafür, dass die natürlichste Sache der Welt natürlich bleibt… und nicht von artifiziellen Vorstellungen überformt wird.

    • Tomas sagt:

      Pippi: den Artikel finde ich sehr interessant. Nun, unser Problem ist der, dass ich mich weigere etwas, was offensichtlich zu der uns Männern eingeborener Eigenschaft gehört, per se abzulehen.

      Der Autor fragt dort mehrmals, „warum mögen wir Männer das?“. Vielleicht ist die Atwort in Nucleus praeopticus medialis zu finden:
      http://www.annabelle.ch/gesundheit/gesundheit/alles-im-kopf-gesprach-mit-dem-hirnforscher-gerhard-roth-21011

      Die Frage die bleibt ist eher die, wie wir mit sowas umgehen können, dürfen, müssen.
      Für mich gilt, solange BEIDE Spass haben, ist alles erwünscht und erlaubt.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Tomas, lies doch zuerst den Link, auch wenn er lang ist – ich drucke solche Texte jeweils aus, ist einfacher zum lesen – dann merkst du, dass es nicht um beiderseitigen Spass geht. Der Autor greift diesbezüglich ganz konkret Fragen auf, zitiert Frauen, die ihn jeweils nach seinen Vorträgen ansprechen.

        @Rolf, Inbegriff des immerwährenden „Bsetztzeichens“, piep piep piep ………

      • Tomas sagt:

        ich habe es ganz gelesen.
        Liess du den meinen, OK? 🙂

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Kenn ich schon, aber ich werde ihn nochmals lesen. Wie ich mich erinnere, macht Roth, den ich sehr schätze, keine konkreten Überlegungen speziell zum Mann und seiner Sexualität, er lässt es im Vagen.

      • mila sagt:

        Aber Tomas, wenn beide Spass haben sollen, fallen in der Regel (geschätzte) zwei Drittel von den Praktiken weg, die im Porno an der Tagesordnung sind – ‚facials‘ und ‚gagging‘ beispielsweise. Und wenn fast nur ‚Professionelle‘ bereit sind, derartige Männerwünsche zu erfüllen, sollten sich vielleicht doch die Männer überlegen, ob an selbigen etwas grundsätzlich Abzulehnendes ist.

        Den ersten Artikel fand ich überaus lesenswert, Pippi.

      • Sportpapi sagt:

        Und da gibt es noch viel mehr Praktiken, die viele Frauen ablehnen. Anal zum Beispiel. Müssen sich Männer da auch grundsätzlich fragen, ob dies vielleicht etwas „grundsätzlich Abzulehnendes“ ist? Auch wenn dies unter Männern dann wieder die übliche Praxis ist (wie ich gehört habe 🙂 ). Wohin führt denn die Diskussion, wenn schon wieder Praktiken als „grundsätzlich Abzulehnendes“ im Raum stehen?

      • mila sagt:

        Sportpapi, weisst Du, was ‚gagging‘ ist, und würdest Du ins Gesicht deiner Frau abspritzen wollen? Ich denke, der Erniedrigungsfaktor dieser Praktiken ist augenscheinlich, während sich bei anderen wohl zu Recht die Geister scheiden. 😉

      • mila sagt:

        …und ja, ich denke dass Frauen, die solches über sich ergehen lassen, einen an der Waffel haben. Ausser natürlich, sie werden dafür bezahlt – wie das bei ‚Professionellen‘ der Fall ist.

      • Sportpapi sagt:

        Einverstanden, mila. Ich möchte nur gar nicht erst anfangen, Praktiken als „grundsätzlich ok oder Abzulehnend“ zu bewerten. Und, naja, vielleicht gibt es dafür ja auch innerhalb der Partnerschaft einen Tauschhandel. Ich weiss allerdings auch nicht, weshalb deine Beispiele für Männer besonders attraktiv sein können – für mich jedenfalls nicht. Aber bereits bei Oralsex allgemein, den viele Männer lieben, scheiden sich ja die Geister.

      • Blitz Blank sagt:

        Laut einer Studie soll sexuelle Erregung die Ekelschwelle senken.
        http://www.taz.de/!101510/
        Sex ist wohl eher keine keimfreie und politisch korrekte Angelegenheit.
        Das heisst aber auch nicht, dass Sex mit Verachtung/Missachtung/Gewalt einhergeht.

      • mila sagt:

        Sportpapi, ich habe geschrieben: augenscheinlich erniedrigende Praktiken. Augenscheinlich meine ich in diesem Fall bildwörtlich. Insofern wüsste ich nicht, was an ’normalen‘ Oralpraktiken erniedrigend sein soll – ausser natürlich, man ginge von einer viktorianischen Sexualvorstellung aus. 😉

      • mila sagt:

        Genau meine Stichworte, BB: Verachtung, Missachtung, (echte) Gewalt. Kurzum: Herabwürdigung zum blossen (entmenschlichten) Objekt, das nach Belieben benutzt werden kann.

      • Sportpapi sagt:

        Bildwörtlich? Naja, auf Augenhöhe geht es aberr schon nicht 🙂
        Eben, mila. Sie haben eine Vorstellung, ich eine andere, und dann gibt es noch ganz viele andere Menschen mit gaanz anderen. Ich sehe keinen Sinn darin, irgendetwas als „grundsätzlich Abzulehnendes“ zu bezeichnen. Denn sonst kommt plötzlich der nächste, und macht mir Vorgaben, die vielleicht noch einmal strenger sind.

      • mila sagt:

        Wahrscheinlich würde es genügen, wenn man sich im Zweifelsfall fragen würde: würde ich wollen, dass man derartiges mit mir macht? Das setzt natürlich voraus, dass man (grund-)ehrlich mit sich selber ist.

        …aber eigentlich haben wir das Thema schon zigfach ergebnislos durchgekaut.

      • mila sagt:

        Sportpapi, es geht hier nicht darum, bestimmte Praktiken zu verbieten – wie auch? Mir ging es lediglich darum, dass man(n) sich bewusst wird, was es im Kern bedeutet, wenn man auf solche Bilder abfährt. Und dass es einen Grund hat, wenn frau dabei in der Regel nicht mitmachen will.

      • Blitz Blank sagt:

        Hirnpysiologisch scheint es so zu sein, dass bei der männlichen Erregung (im Unterschied zur weiblichen) auch die Amygdala http://de.wikipedia.org/wiki/Amygdala involviert ist. Die Amygdala spielt eine Rolle bei der Angst/Aggression.
        Diese wird aber wiederum vom Frontallappen (Zuständig für angemessenes Verhalten, Impulskontrolle, Empathie) gehemmt. Menschen mit beschädigtem Frontallappen, haben oft ein unangemessenes Sexualverhalten (inkl. Gewalttätigkeit).

        -Meine Erinnerung aus dem Kurs „Behavioral Biology“; Prof. Robert Sapolsky, Stanford University; Youtube.

      • Tomas sagt:

        mila:in meinem Leben habe ich bisher jedesmal, wenn ich dachte dass irgendeine Vorliebe nie einen freiwillgen Gegenpart finden kann, eine andere Realität erlebt.
        Wir neigen alle dazu, unsere eigene Perspektve für die allgemeingültige zu halten. Dem ist defnitiv nicht so.
        Die Facials zum Beispiel – ich habe mal ein Kunstprojekt geplant, und ging davon aus, dass wir auf maskenbildnerische Massnahmen ausweichen müssen, weil sowas doch keine toll finden kann. Nun, es lief umgekehrt, die Models die sich meldeten wollten unbedingt dass alles „echt“ sei, was wiederum ich als Komplikation empfand.

      • Pixel sagt:

        Diskutiert man hier nun der Diskussion wegen? Oder wollen wir einfach mal innehalten und kurz darüber nachdenken, über die Spezies „Mensch“. Wieviele erniedrigende und schreckliche Taten wurden in den letzten Jahrhunderten namentlich meist in Kriegen vollbracht? Man erinnere sich an den 2.WK (Ju.den), an Ex-jug.os.lawien oder an die nimmer-enden-wollenden Kriege im mehr oder minder nahen Osten. Es scheint wohl einfach Menschen zu geben, die ergötzen sich am Leid anderer. Und das hat mit Männlein und Weiblein wenig zu tun.

      • marie sagt:

        tolle erfindung der tauschhandel in einer beziehung. legitimisiert offenbar auch noch das verlangen im gesicht einer frau abzuspritzen und gagging…
        😆 na ja…

      • Fistik sagt:

        Ich möchte sie darauf hinweisen mila, dass bei Prostituierten den Oralsex nie ohne Kondom passiert und somit das ins Gesicht Abspritzen eine Fabel ist.
        Dies sieht man in Filmen, wo die Frauen ein paar Tausend pro Set verdienen. Woher dies kommt, hat glaube ich nicht mit erniedrigen Wollens der Frau zu tun, mehr die absolute Geilheit des durchgezogenen Fellatio.

      • Pixel sagt:

        Ansonsten bin ich hier bei Thomas. Manchmal ist man überrascht, dass es tatsächlich Realität sein kann, was sich unserem vermeintlich gesundem Menschenverstand partout nicht erschließen möchte. Und dann ist es wohl so, dass die eine oder andere „einen an der Waffel“ hat (Zitat mila) ebenso wie es das Gegenüber hat.

      • marie sagt:

        stimmt nicht fistik! in der zwangsprostitution ist ohne gummi sehr weit verbreitet.

      • Tomas sagt:

        mila: oder anders gesagt: solange ich für das, was mich erregt freiwillige Partnerin finde, die dabei ebenso Spass hat, fühle ich mich sicher nicht abnormal. Wenn jemand versucht mir trotzdem mit seinen moralischen, ethischen oder wie auch immer ideologisch begründeten Ansichten das Gegenteil vorzuwerfen, sehe ich das Problem nicht auf meiner Seite.

        Sobald jeglicher Zwang im Spiel ist, oder Partner die nicht mündig sind, sieht es natürlich anders aus.

      • Fistik sagt:

        …ist Quatsch, marie …da sind selbst die Zuhälter gegen ( der Grund ist wohl deutlich..)

      • Tomas sagt:

        mila: „…und ja, ich denke dass Frauen, die solches über sich ergehen lassen, einen an der Waffel haben“

        Ist das nicht eine ein wenig elitäre Haltung? Und wie ist das mit Männern, die erniedrigt werden möchten? Hey, sie würden sich wundern, wenn sie die Vorlieben von Menschen, die sie schätzen, restlos kennen würden 🙂

      • mila sagt:

        Danke, Pixel. Ich halte an meinem Zitat (respektive der Waffel) fest – allerdings eher von einem ethisch-psychologischen als von einem moralisch-ideologischen Gesichtspunkt aus.

        Tomas, ach, ich werde jetzt das ohnehin überfrachtete Thema nicht noch dahingehend ausweiten, dass diese Models ziemlich sicher anders reagiert hätten, wenn es sich nicht um ein Kunstprojekt gehandelt hätte. Sie wissen ja als Fotograf/Künstler selbst, wie es ist, wenn Menschen sich im Namen der Kunst unheimlich progressiv/avantgardistisch vorkommen wollen… 😉

      • mila sagt:

        Aber Tomas: für meinen Elitarismus bin ich hinreichend bekannt. Oder sollte das eine rhetorische Frage sein? 8)

      • Fistik sagt:

        …ah ja, von einem ethisch-psychologischen Gesichtspunkt aus…

      • marie sagt:

        dream on f! vor ca 1 1/5 jahren wurde auf sf ein dok über zwangsprostitution ausgestrahlt. hier mal ein einblick darüber, was die tagesschau ausgestrahlt hat:http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2010/07/01/Schweiz/Ungekannte-Brutalitaet-auf-Zuercher-Strassenstrich

        densken sie, dass diese zuhälter an gummi interessiert sind? denen ist es egal wenn ihre „ware“ beschädigt wird, die besorgen sich neue „ware“.

      • mila sagt:

        Und noch eins, Tomas: Grundsätzlich ist es mir so lang wie breit, was mündige Partner in ihren Betten veranstalten. Wo ich hingegen meine liebe Mühe bekomme ist, wenn bestimmte (Hardcore-)Praktiken als „völlig normaler“ Mainstream verkauft werden sollen – wie eben im (allgegenwärtigen) Porno-Lalaland. Oder meinen Sie nicht, dass die heranwachsende Generation von Jungen und Mädchen nicht in irgendeiner Weise von diesen Bildern im Kopf beeinflusst werden – noch bevor ihnen die intellektuelle Reife zur Verfügung steht, um selbige eigenständig einzuordnen?

      • Fistik sagt:

        Abteilung starke YB-Geschichten nacherzählt vom Hotzeplotz, marie …ich streite nicht ab, dass auf dem Strassenstrich kriminelle Dinge geschehen, dies wird aber immer wie mehr angepackt
        Schicken sie mal jemanden an die „Front“ mit dem Wusch ins Gesicht abzuspritzen zu lassen; wird ihnen zum Glück NICHT gelingen !

      • Fistik sagt:

        mila

        Schweizer Mainstream-Sex fällt wohl schon gar nicht unter Sex…mehr Buchhalten vielleicht ?

      • Tomas sagt:

        mila: ok, und was schagen sie vor?
        Habe zwei Kids, im Moment ist das wohl kein Thema, aber irgendwann werden sie das entdecken, ob ich will oder nicht. Und dann? 🙂
        Ich habe neulich beim trainieren eine Sendung auf MTV gesehen, die hiess „Savage U“, und ich dachte mir dabei, hey, der Mann macht es nicht schlecht. Vielleicht kennen sie es, da geht es um einen Typen der auf den High Schools den Teens Rede und Antwort steht… und irgendwie lag er voll auf meiner Linie. Und das in den „prüden“ USA 🙂

      • marie sagt:

        traurig, dass es dafür gurus braucht.
        man kann einzig und allein hoffen, dass man die kids selbstbewusst erzieht und dabei nicht vergisst, dass das leben soetwas wie lust und genuss bietet. im normalfall werden die kids dann schon ihre eigene sexualität finden (hoffentlich ohne gurus).

      • pixel sagt:

        mila, ich habe mich unklar ausgedrückt an dieser Stelle: „…dass die eine oder andere “einen an der Waffel” hat (Zitat mila) ebenso wie es das Gegenüber hat.“
        Mit Gegenüber meinte ich nicht Sie, sondern in diesem Fall die Typen, die sich daran ergötzen.

        Sorry für das Mistverständnis.

      • Auguste sagt:

        hmm…, würde ich mich in solchen threads prominent zu wort melden, wenn mein nick „fistik“ oder „talon“ wäre?

        youtube: carrie underwood – last name

      • Fistik sagt:

        Machen sie sich aber keine falschen Hoffnungen, Auguste…Kinderschänder und Lüstlingen wie ihnen wird NIE ein Arbeitsvertrag vorgelegt…das ist nämlich unterste Sprosse , in der für sie allzu langen Gesellschaftsleiter

      • Tomas sagt:

        m: Gurus? Sie meinen den Savage? Hmm, also den würde ich eher als eine Antithese zum Begriff bezeichnen, aber wie auch immer: lieber sowas als dass ihnen eine Schwarzer / whoever das natürlichste der Welt mit irgendeinem ideologischen Stuss irreparabel zumüllt.
        Ich fand an der Sendung die Offenheit überraschend – sowohl was Fragen, wie auch was die Antworten betraf.

      • marie sagt:

        ok in sachen savage ist guru nicht wirklich angebracht.

      • mila sagt:

        …das sollte natürlich hier hin:

        Hmm, ja, ich bin ja definitiv (auch) dafür, dass die natürlichste Sache der Welt natürlich bleibt… und nicht von artifiziellen Vorstellungen überformt wird.

  • Die Sache mit der Bildung ist so eine Sache.Sogar sprachlich besteht
    eine Vebindung zwischen Gehirn und Genital: Beide Nomina begeinnen
    mit GE-….

  • dani sagt:

    Zuerst behauptet Tante Simonetta, sie wolle gegen die Zuhälter und Menschenhändler vorgehen (nach bewährtem Sozimuster mit „Sensibilisierung“, Beratung und Koordination…die Typen machen sich jetzt sicher vor Angst in die Hosen!). Dann wird das Cabaret-Tänzerinnen-Statut abgeschafft und damit die ganze Szene noch tiefer in die nicht kontrollierbare Illegalität gedrückt. So sind die Frauen dann eben illegal hier und noch viel verletzlicher als bisher. Wir sollten uns schämen…nichts, aber auch gar nichts bringen unsere PolitikerInnen auf die Reihe.

  • Chris sagt:

    DieTänzerinnen mit L Bew. verdienen Fr.2300.– netto. Damit ist die Krankenkasse und ie Unfallversicherung bezahlt, ebenso das Zimmer, welches allein benützt werden kann. welcher berufstätigen Frau bleiben Fr.2300,– vom Zahltag.
    Wir unterstützen in der Schweiz lieber kriminelle Asylbewerber und Sozialbetrüger. Diese Tänzerinen lassen bei Ihrer endgültigen Rückkehr in Ihr Heimatland, ihre einbezahlte AHV in der Schweiz. Dazu sagt Sommaruga nichts. Dies Mädchen, vor allem Latinas und Thai, unterstützen zu Hause Ihre Familien. Wir haben lieber Nutten aus Rumänien etc.welche keine Steuern bez.

  • cristiano safado sagt:

    Bei der Abschaffung des Cabaret-Tänzerinnen-Statuts geht es einzig darum, die Prostitution weiter einzuengen. Denn Prostitution widerspricht der linken Auffassung der Stellung der Frau. Bereits die ehemalige SP-Polizeivorsteherin der Stadt Zürich, Esther Maurer, hatte gegen südamerikanische Prostituierte eine grosse Hatz aufgezogen. Die Politiker in Bern tun zur Zeit alles, um sich die Stimmen der Linken zu sichern, denn diese halten das Zünglein an der Waage. Dies notabene auch zum Nachteil derer (der unteren Bevölkerungsschichten), die sie stets vorgeben zu vertreten.

  • mila sagt:

    Katharina: und angesichts dieser ‚Verwicklungen‘ glauben einige immer noch, man könne die Prostitution vom Milieu säubern… Blauäugig, das.

  • mila sagt:

    …Wohlstandsverwahrlosung nennt sich das. Ein Schlag ins Gesicht der Frauen, die tatsächlich ihr Geld mit ihrem Körper verdienen müssen. Überaus beschämend (ich wollte es einfach mal gesagt haben).

  • mila sagt:

    Offenbar garantiert auch Bildung keine Klasse (mehr). Traurig.

    • pixel sagt:

      Das war auch noch nie so, mila. Der einzige Unterschied ist, dass man früher keine emotionale Intelligenz kannte.

    • Tomas sagt:

      Ihr Beitrag bezieht sich auf was, mila?

    • mila sagt:

      Frauen/Männer, die sich aus finanziellen oder seelischen Nöten prostituieren, ausgenommen: wer sexuelle Dienstleistungen oder ‚Gefälligkeiten‘ anbietet, um sich damit einen bestimmten Lebensstandard zu finanzieren, hat in meinen Augen keine Klasse. Daran ändert auch ein Studium und ein gepflegtes Erscheinungsbild nichts.

      • Sportpapi sagt:

        Ist das korrekt geschrieben, mila? Wer sich aus finanziellen oder seelischen Nöten prostituiert, hat keine Klasse – wer es für den Lebensstandard macht, aber schon? Sie meinen das doch anders herum, oder?

      • mila sagt:

        Ich denke doch, dass ich mich korrekt ausgedrückt habe („aus finanziellen oder seelischen Nöten, ausgenommen“). Gemeint ist die Luxusprostitution, inklusive Labelsex und Sugardaddysyndrom.

      • Sportpapi sagt:

        Ok. Und dann sind wir ja sogar einig.

  • Früher gab es in Nachtclubs tatsächlich noch echte Tänzerinnen.mit Grundausbildung.
    Heute sind diese “ Künstlerinnen“ dazu da, ihren Körper verlockend zu präsentieren,
    um einen dummen Champagnerspender scharf zu machen. Was dann weiter ge-
    schieht, ist unterschiedlich. Immerhin sollten die Frauen gesetzlich geschützt sein
    gegenüber schurkischen Betreibern und vor allem vom Alkoholzwang befreit wer-
    den. Dass die Männer labile Schwachköpfe sind, sage ich als Mann. Wir können
    es nicht bestreiten.

  • 3 Girl Papi sagt:

    Mmmh, das ist doch der Mamablog oder? Wie kommt denn dieses Thema hier rein?

  • Widerspenstige sagt:

    Genau! Ich danke der A utorin herzlich für ihren Mut, ihren Willen u vorallem Fachkenntnis, in einer der frauenverachtesten Branchen den Durchblick gewahrt zu haben:
    Es ist daher stossend, dass der Bund eine repressive ausländerrechtliche Massnahme wie die Abschaffung einer legalen Arbeitsmöglichkeit für Drittstaatenangehörige als Massnahme gegen den Menschenhandel bezeichnet. Das Gegenteil ist der Fall: Mit der Kriminalisierung von Cabaret-Tänzerinnen wird Menschenhandel gefördert. Potenzielle Opfer werden zu Tätern gemacht. Die FIZ fordert die Aufrechterhaltung des Cabaret-Statutes

    • Andreas Schmid sagt:

      Absolut korrekt! Die Vermittlungsagenturen von Artisten und Tänzerinnen sind an klar umrissene staatliche Standards gebunden, ihre Tätigkeit an eine Lizenz. Sie sind es, welche die 8-Monatsstatut-Arbeitnehmer aus dem Ausland vermitteln und vor Ausbeutung der Cabaretbetreiber indirekt schützen müssen (zahlbare Zimmer, korrekter Lohn, div. „Nebensächlichkeiten“ uss.usw.). All dies wird wegfallen, wenn auch das 8-Monatsstatut aufgegeben werden soll und macht dem Wildwuchs, sicher auch der Ausbeutung Platz! Fazit: Alles so belassen wie es derzeit relativ gut funktioniert!

  • Franz Oettli sagt:

    Ich kenne mich in diesem Thema nicht so gut aus. Aber wie Frau Winkler das darstellt, macht das wirklich Sinn. Ein Blick auf die Internetseite der FIZ macht auch den Anschein, dass sie von der Sache etwas versteht. Mit Verbieten kommen wir hier wahrscheinlich nicht weiter. Man könnte die bestehenden Gesetze vielleicht besser anwenden, Zwang und Ausbeutung wirklich ahnden.

  • bruno muster sagt:

    es wäre mal an der zeit dass die clubs oder chefs die umsätze offen legen müssen, und das wird von einer stelle überwacht und kontrolliert, ob diese frauen das geld auch sofort bekommen, das selbe gilt für vermieter von zimmern egal ob Hotel oder beiz, da werden unsummen für ein raum verdient und keine steuern bezahlt, alles wird illegal unter dem tisch bezahlt ohne rechnung, bar auf die hand, die behörden checken es ueberhaupt nicht, ist gleich wo in der schweiz, oder beteiligen sie sich auch an den einnahmen – lachhaft alles

    • Hegi sagt:

      Bravo, genau so ist es. Etwas ging aber noch vergessen! Den Frauen bleibt oft gar nichts anderes übrig, als sich zu prostituieren. Der Zwang der Cabarettbesitzer ist schon richtige Zuhälterei! Und wenn einer nicht körperlicher Zwang anwendet, dann kommt meist noch die Agentur und droht, das sie die Frauen nicht mehr vermitteln werden, wenn sie nicht mit den Männern aufs Zimmer gehe!

  • Lora sagt:

    und was hat das mit Mamablog zu tun bitteschön?

  • mariana sagt:

    Dies muss ich nun einfach sagen: die blonde Frau rechts hat wahnsinnig tolle Haare!

  • Rolf sagt:

    Es geht ja gar nicht um eine Kriminalisierung. Wie kann man denn nur solche Gedanken im Kopf haben. Aber das ist ja bei den Linken schon eine Standard-Phobie. Alles was nicht Subventionen sind, ist schlecht. Aber um das geht es hier nicht. Es geht einzig allein darum, um den Status „Tänzerin“ nicht mehr zu akzeptieren. So das alle ausländischen „Tänzerinnen“ ausgewiesen werden können. Seien wir mal ehrlich: Wieviele Russinnen, Ukrainerinnen und was auch immer für Frauen, arbeiten legal als „Tänzerinnen“ was in Tat und Wahrheit Nutten sind?

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Sie sind Prostituierte, das N-Wort kannst du dir sparen, gerade von Männern erwarte ich jeden Anstand gegenüber Prostituierten! Ihr seid es, welche diese Frauen benutzen, behandelt sie wenigstens anständig!

      • stiller beobachter sagt:

        Bravo Pippi L

      • Andreas Schmid sagt:

        Ob Prostituierte, Huren oder Nutten – was soll diese infantile Wortklauberei aus der Mottenkiste linksradikaler political correctness? Alle wissen, dass Tänzerinnen „wandernde und allmonatlich den Arbeitsort wechselnde Prostituierte“ sind. Das Tanzen ist reine Nebensache, es geht ums Konsumieren und ums Anschaffen, der kleine Fixlohn ist lediglich ein Feigenblatt fur die Blauäugigen. Nichts desto Trotz sollte die 8-Monats-Bewilligungsregel unbedingt beibehalten werden, denn so sind klare Vorgaben damit verbunden, welche ohne sie dem Wildwuchs geopfert werden, was negative Zustände bewirken mag

      • Sepp Keller sagt:

        Ich finde Ihre „Ihr [Männer] seid es…“ Pauschalisierung nicht weniger primitv als das (zu recht) kritisierte N-Wort. Zum eingentlichen Thema selbst haben Sie bezeichnenderweise auf rationaler Ebene offenbar ja gar nichts zu sagen. Stammtisch pur.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Es geht um ein Minimum an Anstand diesen Frauen gegenüber, da ist das N-Wort völlig daneben. Ich bezeichne solche Männer wie dich auch nicht als – nur ein Beispiel ‚Arschloch‘ – obschon ich überzeugt bin, dass ich damit richtig liegen würde.

      • Eduard Bodmer sagt:

        Pippi war früher möglicherweise selber als (Zwangs-)Prostituierte unterwegs. Darum ihr generell verkrampftes Verhältnis zu Männern (siehe Titulierung für A. Schmid wegen eines harmlosen Posts) und ganz speziell zum vorliegenden Thema. Was für eine F….! Ich bin sicher, dass auch ich richtig liege.

      • Fistik sagt:

        ….nur wusste man nie richtig, was bei Pippi hinten und was vorne ist 😀

      • alien sagt:

        Well let’s not hope she is in heaven!

      • alien sagt:

        I mean I hope she is in southern Europe!

      • Katharina sagt:

        „Well let’s not hope she is in heaven!“ – well. apparently you lost contact with her. otherwise you’d know where she is at. no?

      • alien sagt:

        Nein, keine Ahnung. Jetzt mach mir keine Angst, Katharina, und schick mir eine Mail… bitte…

      • Auguste sagt:

        hmm…, der nick des einen bedeutet „kleine nüsse“, und der andere schrieb hier früher mal, dass ihn die natur an zentraler stelle etwas gar bescheiden bestückte. zu allem weiteren unglück haben die beiden pfeifen an einem samstagabend um 2000h nichts besseres zu tun, als sich die volle blösse zu geben – was allerdings nicht wirklich verwundert. wie erbärmlich.

      • Karl Odermatt sagt:

        Ach schau, der Buben-Güngelisuuger Auguste hat sich zurückgemeldet. Achtung, da klebt noch was am Mundwinkel, du grüsel.

      • Fistik sagt:

        Der Herr Grüsel-Auguste meldet sich dann Sonntagmittag um 16.00 ! ..dann, wenn alle gemütlich mit ihren Familien etwas unternehmen !
        ..aber der Bubenlutscher meldet sich kurzfristig aus seinem Lebenskoma … und schleimt den Mamablog voll wie eine alte Schnecke ! 😯

      • alien sagt:

        Und wo ist Martha jetzt, Katharina?

      • Rima sagt:

        BRAVO Pippi!

  • Markus Schneider sagt:

    Verbieten will ich auch. Und dann angestellt werden dafür, dass ich das Verbotene kontrolliere. Und die überwachen, die das Verbot aus allzugrosser Nähre anschauen kommen. Und überhaupt am besten den ganzen Tag nur dummes Zeug daherschwätzen wie gewisse Leute hier.

    • Ted sagt:

      Wieder ein Thema, bei dem man wunderbar provozieren kann… aber ich bin 100% einverstanden mit Doro Winkler. Die Moralapostel sollen mal klingeln kommen, oder nein, moment, lieber nicht…

  • Thomas Müller sagt:

    Das Prostitutionsverbot in Schweden soll also funktionieren? Wers glaubt wird selig – oder google mal „stockholm escort“. Seit dem Prostitutionsverbot ist der Escort ein boomendes und im übrigen völlig legales Business. Aber wie es schon der Titel über dem Artikel steht: Aus den Augen, aus dem Sinn.

  • Auguste sagt:

    hmm…, unabhängig von der diskussion, wie man am gescheitesten mit dem ganzen rotlichtmillieu verfahren sollte, bedeutet der rechtliche rahmen des L-status definitiv einen schutz für die frauen. mir ist persönlich ein fall bekannt, wo einem cabaret-inhaber in einem hinterzimmer zu nächtlicher stunde einmal gehörig die leviten gelesen wurden, als er eine tänzerin übel schikanierte. dazu genügten ein paar kenntnisse im arbeitsrecht, eine vertragskopie, ein plausibler bluff inkl. geschicktem name-dropping.

    youtube: tracy byrd – a cowboy and a dancer.

    • Eduard Bodmer sagt:

      Ja, Ja, Augschtli. Du musst es ja wissen. Du nimmst ja regelmässig die Dienste von Jungs in Anspruch auf dem Bahnhofs-WC….. Müssen die auch zuerst in der WC-Kabine im Tanga für dich tanzen? Etwas eng dort nicht? Wenn er dann an dir herumfummelt, denkst du da mit geschlossenen Augen an Brad Pitt?……?

  • Patrick sagt:

    Das ist ein Thema für den Mamablog weil?

  • Luciano Müller sagt:

    Die Tatsache, dass Prostituierte und Stripperinnen, überhaupt ene Aufenthaltsbewilligung erhalten können und nicht gezwungen sind, in der totalen Illegalität zu arbeiten, ist sicherlich positiv und trägt etwas zu ihrem Schutz bei. Die Tatsache, dass der Schweizer Staat den Frauen aus Nicht-EU-Ländern, die nicht Managerinnen oder Ehefrauen eines Managers sind, keine andere legale Möglichkeit gibt, um in die Schweiz zu kommen, als sich für das Rotlichtmilieu rekrutieren zu lassen, ist ein Skandal.

    • marie sagt:

      bingo! danke hr m.

    • alien sagt:

      ja, das sehe ich auch so. Pippi, wenn Du einmal über diese Seite der Meinungsvielfalt etwas sagen könntest, am besten fundiert und wohlwollend (Luciano war es ja auch), wären wir Dir dankbar.

      • Philipp Rittermann sagt:

        passt scho – herr el arbi. ich habe für mich selbst gelernt, dass eine annäherung hin und wieder mehr bewirkt als meine provokationen. gut, auch die brauchts hin und wieder. 😉

      • alien sagt:

        Solange ich die nicht bringen muss, ist das schon gut so, ja

  • Kurt sagt:

    Schon der Titel ist irreführend. Stripperinnen werden nicht generell kriminalisiert. Es geht um ausländische Stripperinnen. Man verlangt von ihnen ganz einfach, dass sie sich – wie jede andere ausländische Arbeitskraft – im gesetzlichen Rahmen hier aufhalten und betätigen. So einfach ist das.

  • Kirija Kafaria sagt:

    Einverstanden. Strippen (und die damit oft verknüpfte) Prostitution darf nicht kriminalisiert werden. Diese Frauen brauchen einen legalen Aufenthaltsstatus, sonst fallen sie in eine noch ärgere Ausbeutung. Dieser legale Aufenthalt sollte jedoch über eine allgemeine Arbeitsbewilligung gewährleistet werden, die ihnen auch andere Arbeitstypen ermöglicht. Mit dem Tänzerinnen-Status werden sie gezwungen, im Rotlichtmilieu zu bleiben. Sie haben nicht die Möglichkeit, anderen Erwerbstätigkeiten nachzugehen. Und längerfristig ist das eine grosse Hypothek für ihr Leben.

  • Philipp Rittermann sagt:

    daumen hoch für einen lap dance!

    http://www.youtube.com/watch?v=hUyBzyDmIaI

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Noch selten so ein schlecht operiertes Gesicht gesehen – in der CH bekäme die wohl IV dafür – da tut mir der Kurt ja richtig leid.

      • Philipp Rittermann sagt:

        🙂 stimmt! gut – er spielt ja den bösen psychopathen im film und hat somit nichts besseres verdient. schauen sie sich den film mal an – ich denke vor allem das finale dürfte ihnen zusagen.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ich mag keine Filme sehen, wo mir die Schauspieler dermassen gegen den Strich gehen und auch die Handlung nicht vielversprechend ist, warum soll ich table dance gucken?

      • Philipp Rittermann sagt:

        „death proof“ lohnt sich schon zu schauen weil der kurt exzellent spielt. und die autoszenen, falls man das mag, sind klasse.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Gut, den Kurt mag ich. Aber dieser Film gefällt mir besser, kam gleich anschliessend, also merci! 🙂

        http://www.youtube.com/watch?v=iyuTmdCyIrQ&NR=1&feature=endscreen

      • Philipp Rittermann sagt:

        habe „black swan“ auch gesehen und fand ihn gut; sowohl schauspielerisch als auch den einblick in die welt der ballerinen und deren konkurrenzkampf. er zeigt, gut, natürlich sehr übersteigert, wohin der sich auferlegte erfolgsdruck führen kann.

      • pixel sagt:

        Death proof ist ein einfach genialer Film. Den schaut man sich in erster Linie deswegen an, weil die abgefahrene Art von Terentino immer einen sehenswertes Stück abgibt.
        Ich war ehrlich gesagt von Black Swan enttäuscht. Viel Trubel, hohe Erwartungshaltungen. Ich hab ihn mir extremer in jeder HInsicht vorgestellt.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Es geht mir nur um die Tanzszenen, der Rest ist mir egal. Ballett, für mich die schönste, eindruckvollste Art der Bewegung, des Ausdrucks, seit ich als kleines Mädchen selber klassischen Unterricht hatte.

  • Hansueli sagt:

    Interessanter Artikel. Der Bezug zum MAMAblog ist mir allerdings schleierhaft.

  • blackball sagt:

    Und was hat das Ganze mit dem Mamablog (Untertitel: Kinder, Knatsch und Prosecco) zu tun? Geht es hier nur noch darum, irgendwelche verquerte, extremfeministische Dummsprechparolen zu verbreiten?

    • Sportpapi sagt:

      Bei allem Respekt. Ich finde das Thema ja auch nicht passend aufgehoben. Deswegen ist es aber doch keinesweg „extremfeministische Dummsprechparolen“. Zumindest heute nicht.

      • Philipp Rittermann sagt:

        stimmt. der artikel ist neutral formuliert und zeigt ein gesellschaftliches problem auf. mit der thematik kann aber auch ich ehrllich gesagt wenig anfangen.

    • marie sagt:

      @black
      „extremfeministische Dummsprechparolen “ welche meinen sie?

  • Markus sagt:

    Wann machen die in Bern eigentlich wieder einmal etwas RICHTIG? Es ist unglaublich, das ist unere Regierung! Sie versagen auf der ganzen Linie.

    • marie sagt:

      indem profitorientierte lobbies eingeschränkt werden würden (wie das gehen könnte wiss ich nicht, wäre für ideen dankbar) und ngos vermehrt zugang kriegen würden. das wäre schon mal ein anfang.

      • Markus sagt:

        Gute Idee! Der Lobbyismus gehört ganz und gar verboten! Wir sollten eine Volksabstimmung erzwingen!

      • marie sagt:

        nein, ich finde nicht, dass der lobbyismus abgeschaft werden sollte. ich bin nämlich der meinung, dass ngos durchaus ihre daseinsberechtigung haben. da der minoritätschutz in der verfassung verankert ist, und ngos minoritäten vertreten.
        (aber das ist meine meinung! würde aber durchaus eine initiative diesbezüglich befürworten, wir sollten uns aber im vorfeld gedanken darüber machen, wie mit den wirtschaftslobbies umgegangen werden sollte, da die sonst einfach noch mehr im hintergrund tätig werden würden – und das will ich dann nicht!, da keine kontrolle, und die wäre in dem fall notwendig.)

      • alien sagt:

        Du bist überaus differenziert, marie.

  • marie sagt:

    fr s hat juristen, die sie beraten und diese juristen stehen mit den kantonen in verbindung. der kanton wiederum arbeitet in dieser angelegehneit eng mit der polizei (sitte) zusammen. die polizei (sitte) indessen ist in enger verbindung mit den besitzern… es ist genau diese gleiche polizei (sitte), die gegen zuhälter z.basp. lasch, wenn überhaupt, vorgeht (obwohl es einen gesetzesartikel hat, das zuhälterei verbietet. sie schaffen lieber sexarbeiterinnen aus, deren status illeg. ist.).
    „verflechtung“? erkennen wir das telefonspiel, das man im kindergarten gespielt hat?

    • Tomas sagt:

      In der Weltwoche gab es vor Paar Wochen ein Artikel über Verflechtungen der SP Politiker mit dem Rotlichtmilieu in Basel, es tönte wie eine Reportage aus Neapel. Naja, Geld stinkt nicht, da vergisst man die hehren Ideale.

      • marie sagt:

        eine ehemalige domina, gute bekannte von mir, bediente hauptsächlich fdp politiker. so waht.
        es ist nicht die frage der partei tomas (immer dieses bashen und kein wunder schreibt diw ww darüber), sondern die verflechtung von politik und lobby, das ist parteiübergreifend. wäre froh, wenn es ein wenig differenzierter angegangen werden würde (das können sie, zumindest habe ich sie auch schon differenziert erlebt), als politbashing zu btreiben. ich würde dies bei dieser debatte begrüssen, wenn die pol couleur endliche mal keine rolle spielen würde. da es eine konstr debatte verunmöglicht. danke!

      • Martin sagt:

        Liebe Marie – ich nehme an, ihre Domina hat jedesmal nach der Parteizugehörigkeit gefragt. Und dann habe alle FDP zu Antwort gegeben (ausser die FDP Politiker natürlich).

      • marie sagt:

        ähm, das waren bekannte fdp politiker. und die domina war ch-weit bekannt und ist immer noch politisch sehr interessiert (ja das gibt’s, intelligente und engagierte sexarbeiterinnen!).

      • Tomas sagt:

        m: ah, marie, da sind wir einer Meinung – ich wollte nicht andeuten, die SP wäre da anders als der Rest. Die WW tut im Allgemeinen aber solche Geschichten auch nicht nach Parteibuch sortieren, dort kriegen alle ihr Fett weg (wenn sie mir nicht glauben, lesen sie mal Paar Wochen mit 🙂
        Kennen wir die gleiche Domina, vielleicht? 😉

      • marie sagt:

        grosso modo sind wir in sachen sexarbeit kongruent. aber nicht einer meinung. ich kann ausgezeichnet damit leben – ich hoffe sie auch! 😉 werde mir aber trotzdem ab und an erlauben sie auf pferdefüsse in ihrer haltung darauf aufmerksam zu machen. ich hoffe sie tun das in meinem fall auch, da mir eine konstruktive lösung in diesem bereich ein anliegen ist.

        (und ähm, ich werde die ww sicherlich nicht ein paar wochen lesen, ich bezeichne sie nämlich als demagogosches käseblatt. aber das wäre ja noch egal. ich fürchte einfach GEWISSE leser dieses käseblattes. aber zurück zum thema.)

      • Tomas sagt:

        m: Pferdefüsse sind meistens das interessanteste, wäre Schade, würden sie mich etwas übersehen lassen. Aber mit der WW irren sie sich (vielleicht, weil sie sie eben nicht lesen?) Gerade in der letzten Nummer finde ich wieder ein Artikel ganz interessant, über die Lohnungleichheit zwischen Männern und Frauen.
        Ich finde, es ist nicht nötig, dass jeder die WW liest, aber wenn sich jemand ernsthafte Gedanken über das, was uns umgibt macht, sollte sie zur Pflichtlektüre werden. Die Frau Onken (die ich beim letzten Giacobbo furchtbar peinlich fand) bekennt sich dort übrigens auch dazu 😉

      • Sportpapi sagt:

        Endlich mal etwas, wo wir uns einig sind, Tomas. Onkens Aufttritt war peinlich und dümmlich.

      • marie sagt:

        ich hab’s nicht mit fr onken – und ich hab’s auch nicht mit vorbildern. aber trotzdem danke, dass sie sich bemühen, mich für die ww zu begeistern.
        und ich brauche sicherlich keine ww, die mich auf lohnungleichheit aufmerksam macht. ich erlebe das, seit über 26 jahren tagtäglich bei meiner arbeit. aber offenbar brauchen sie eine ww dafür, denn eine marie ist ja nicht relevant in der angelegenheit lohnungleichheit.
        …ich habe einfach mühe mit ihrem frauenbild. aber ist schon ok, auch damit kann ich leben 😉

      • Tomas sagt:

        m: das Artikel versucht, die Problematik genau anzuschauen, und die Gründe die dazu führen unvoreingenommen zu analysieren. Sollten sie lesen 🙂
        Und ihre persönliche Erlebnisse würden mich in dem Kontext sowieso interessieren, aber eben, das ist jetzt und hier etwas fehl am Platz.

      • marie sagt:

        stellen sie sich vor tomas: so wie viele habe ich nicht einfach gelebt, um stoffwechsel zu betreieben und ich habe unter der schädeldecke ein hirn und das hat schon immer (entgegen allen unkenrufen) HERVORRAGEND funktioniert. und tut es noch. soviel intelligenz dürfen sie mir durchaus attestieren, dass ich eben genau diese polemik durchaus erkenne, die es verunmöglicht, etwas dagegen zu machen. dafür brauche ich keine ww! 🙄 (frauenbild tomas, frauenbild)

      • marie sagt:

        der satz sollte wohl eher so heissen:
        ich habe nicht einfach stoffwechsel betrieben, um zu funktionieren… ist biologisch wohl eher zutreffend (fensterplatz in diesem fach…)

      • alien sagt:

        Die WW lelse ich an und ab. Und ich finde manche Artikel recht erfrischend, wenn es um Politik geht, dann ärgere ich mich grün und blau (meistens grün natürlich). Die WW ein paar Wochen lang zu lesen käme geächteter Folter gleich. Die CIA würde die einführen in Guantánamo Bay, wenn die Gefangenen Deutsch könnten.

      • Sportpapi sagt:

        Wieder: Lassen Sie mich in Ruhe mit Argumenten, dafür ist in meinem Kopf neben einem grossen Gehirn nicht auch noch Platz! Polemik…

      • marie sagt:

        @port
        lesesn was da steht. er hat keine argumente gebracht, er hat nur werbung für die ww gemacht und heute ist die abschaffung des statutes thema und NICHT themenfremd: sexarbeit grundsätzlich.
        …oder muss ich deutlicher werden?

      • Sportpapi sagt:

        Ja, bitte!

      • marie sagt:

        versuchen sie mal NICHT von sich auf andere zu schliessen!

      • alien sagt:

        Also ich bin für die Abschaffung der Prostitution, der Peperoni, der Neonazis, der Weltwoche, der Notwendigkeit von Sonnencreme, der SVP und der Stubenfliegen.

  • Sportpapi sagt:

    Erstaunlich, wie das ensprechende Bundesamt die Änderung begründet: „Etwa die Hälfte der Kantone wendet das Statut nämlich nicht mehr an, unter anderem aus Gründen der mangelnden Kontrollierbarkeit der bestehenden Bestimmungen, etwa des Verbots der Prostitution oder der Mindestanforderungen beim Lohn.“ Wieso ist das nicht kontrollierbar? Und: wie viele Gesetze müsste man dann wohl noch aufheben? Zumindest einklagbar ist es doch, und darum geht es. Dafür soll nun ein runder Tisch geschaffen werden, nachdem man zuvor die Meinungen der entsprechenden Fachstellen in den Wind schiesst? Super!

    • Karin Gut sagt:

      Die Nicht-Kontrollierbarkeit ist ganz einfach dadurch gegeben, dass weder die Frauen noch die Sex-Industrie grosses Interesse haben gegenüber dem Staat mit offenen Karten zu spielen.
      Haben Sie sich eventuell schon mal gefragt wie es sein kann, dass in der Schweiz 80’000 bis 150’000 „Sans-Papiers“ illegal leben? Da ist genau auch die mangelnde Kontrollierbarkeit schuld, weil man (primär aus Datenschutz) vom Staat her gar nicht direkt feststellen kann, wer in der Schweiz lebt. Die Hälfte der Kantone war es einfach leid sich noch mehr Problem zu holen und erteilte keine Bewilligungen mehr.

      • marie sagt:

        kann aber nicht angehen, dass der staat für SEINE fehlbarkeit die bestraft, die dadurch in die grauzone einzug hielten, das ist losgehen auf schwächere! ich habe mal gelernt, dass man nicht auf schwächere losgeht!
        im falle einer amnestie, könnte man sich durchaus darüber unterhalten fr gut, aber vorher sicher nicht.

      • Sportpapi sagt:

        Ich weiss nicht, Frau Gut. Den paar Cabarets hin und wieder einen Besuch abstatten scheint mir nicht so schwierig. Sonst muss man halt bei den Fachstellen nachfragen, die den Kontakt pflegen. Weshalb wir so viele Sans-Papiers haben, die hier versichert sind, zur Schule gehen etc, das ist eine gute Frage. Offensichtlich stören sie einfach noch zu wenig.

      • Karin Gut sagt:

        @Marie: Frauen, welche nicht über das Ausziehen hinaus gehen, haben genau 1 Engagement von einigen Monaten. Faktisch müssen sich diese Frauen prostituieren, wenn sie über längere Zeit in der Schweiz erwerbstätig sein wollen.

        Für Frauen aus nicht-europäischen Staaten erzeugt das Cabaret-Statut also quasi eine Zwangsprostitution: Wer mehr als 1 Engagement in der Schweiz will, muss mehr machen als nur den Körper zur Schau stellen.

        In dem Sinne gibt es auch niemanden zu Amnestieren: Frauen, welche tatsächlich nur Strippen, sind nicht über einen längeren Zeitraum hier.

      • marie sagt:

        fr gut – diese frauen sich durch das cabaret-tänzerinnen-statut insofern geschützt, dass sie sich wehren können wenn derr barbetreiber oder die agentur ihre pflichten nicht einhalten. sonst kommen diese frauen durch schlepper und sind DANN freiwild und der zwangsprostitution ausgeliefert. mit dem vertrag können sie ihre rechte einfeordern.
        für nicht qualifizierte menschen aus nicht eu/efta staaten wird ein aufenthaltsantrag grundsätzlich immer abgelehnt. die alternative ist nur heirat, illeg. einreise oder eben mit dem statut. mir ist es lieber sie reisen mit statut ein, als durch schlepper!

      • Karin Gut sagt:

        Marie, bitte verstehen Sie, wenn die Frauen aus nicht-europäischen Staaten nach Aufhebung des Status illegal einreisen, dann ist das ggf illegal. So wie alles andere illegal ist, was gegen die Regeln in unserem Rechtsstaat ist. Wir könnten auch Asylmissbrauch legalisieren, dann gäbe es keine illegal Untergetauchten und keine abgeschobenen Asylbewerber mehr. Aber macht es Sinn die Gesetze so zu ändern, dass Illegales nicht mehr illegal ist? Wohl kaum..

      • marie sagt:

        ich würde es halt als menschlich erachten 😉
        aber fr gut, auch wenn wir nicht gleicher meinung sind, ich habe gerne mit ihnen gespostet. also meine gegenargumente bitte nicht missverstehen.
        schönes wochende, muss leider gehen.

      • Karin Gut sagt:

        @Marie 😉 🙂

  • Vinxi sagt:

    Oh je… Die Dunkelseite des gerwerblichen Sex liegt ganz sicher nicht bei den Cabarets. Wenn man Ausbeutung, Zwang, und Menschenhandel sucht, dann sollte man beim Billigsex anfangen. z.B. Sihlquai, oder bald in den staatlich finanzierten Sexboxen. Je billiger umso struber! Fakt.

    • alien sagt:

      Das sind die Mechanismen der gewerblichen Politwirtschaft. Wer dem Wähler glaubhaft machen kann, dass er etwas unternimmt, dann ist dieser oft schon dankbar, obwohl das, was getan wurde, eigentlich nicht sonderlich sinnvoll ist (und mitunter sogar kontraproduktiv). Wir wissen, dass es viel wesentlichere Orte gibt, wo die Prostitution wirklich ein Problem ist und auch wirklich bekämpft werden muss (und kann). Die Politik geht oft auf den Schein los und nicht aufs Problem.

      Vinxi, Du als Insider hier (was ich so annehme) könntest sicher viel erzählen. Mach doch einen eigenen Blog auf.

  • Hansli sagt:

    Das ist nur bei unserer Kuscheljustiz ein Problem. Bei einer funktionsfähigen Justiz würde sich niemand getrauen Ausländer(innen) auszubeuten. Denn da wären die Ausbeuter im Gefängnis.
    Diese Sonderregel gehört für mich abgeschafft. Die wurde nur von Männern geschaffen die ihren Verstand in der Hose haben.

    • Martin sagt:

      Ja genau am besten die Cabarets abschaffen damit die Gäste gleich in die Sauna Clubs gehen. Damit ist sicher allen geholfen.

      • Sportpapi sagt:

        Och, die werden von den gleichen Kreisen dann als nächstes abgeschafft…

      • alien sagt:

        Genau, und dann sind die Hobbyhuren dran und am Schluss die Freier. Und der Strassenstrich wird derweil immer elender und elender.

        („Hobbyhure“ ist übrigens keine Erfindung meinerseits, das ist eine fast schon offizielle Bezeichnung von sich nebenbei Prostituierenden)

  • Tschenclock sagt:

    Ich seh schon förmlich, wie sich die Cabaret-Besitzer die Hände reiben. Aber die sind im Gegensatz zu den Tänzerinnen auch gut organisiert und haben ihre Verbindungen.

  • Tschenclock sagt:

    Mich würde interessieren, was man dagegen unternehmen kann, dass das Statut abgeschafft wird. Ich war bisher stolz auf die Schweizer Ausnahmeregelung und es ist ein müde Erklärung von Frau Gut, dass man sich nun den EU/EFTA-Regelungen anpasst. Diese Frauen haben keine Lobby und kein Geld und werden einfach mal kurz unter den Teppich gekehrt. Darum: was kann man tun, damit das Statut bestehen bleibt?

    • Daniela Müller sagt:

      Sie können an das Bundesamt für Migration eine Stellungnahme FÜR den ERHALT des L-Statuts schreiben, es eilt jedoch, die Vernehmlassung (einsehbar aus http://www.ejpd.admin.ch) dauert nur noch bis 2.11.12. Die betroffenen Frauen danken es Ihnen!! Der Schutz der Tänzerin ist nämlich nur mit den aktuell geltenden Gesetzen gewährleistet.Und wer das Gegenteil behauptet, argumentiert falsch und kennt die wirkliche Sachlage nicht.

  • peterundpaul sagt:

    mit ihrem Kommentar haben sie zu meist Recht, was ich aber nicht akzeptieren oder gutheissen kann ist ihre Bemerkung:gemeine Deutsche oder Schweizer zu feige, der geht nur auf die Schwachen los! ein bisschen mehr einfüphlungsvermögen und Gerechtigkeitssinn dürfen sie „dem gemeinen Deutsche und Schweizer“ schon zugestehen!.Nicht alles was in der Politik beschlossen und geplant wird, wird vom „gemeinen Volk“gutgeheissen. Hat nicht erst letzthin die zuständige Bundesrätin angekündigt die Zuhälter und Schlepper ernsthaft anzugehen? Das isz in meinen augen der richtige Weg und dringendanzugehen

  • tommaso sagt:

    Völlig einverstanden, aber der Beitrag gehört in den Polit-Blog

    • plop sagt:

      Ich glaub, der MB hat die höheren Klickquoten… Mann kann hier, mit einem guten Thema vor dem Wochenende über tausend Kommentare generieren…
      Beitrag fand ich auch gut. Ich frag mich allerdings manchmal ob das Cabaret wirklich noch zeitgemäss ist oder nicht eh mal aussterben wird…

      • Sportpapi sagt:

        Die höheren Klockquoten enststehen aber vor allem dadurch, dass viele Kommentare sofort oder wenigstens zeitnah aufgeschaltet werden. Im Politblog (und anderen) habe ich manchmal das Gefühl, der zuständige Re daktor erledigt das 1-2 Mal am Tag…

  • Tomas sagt:

    Ich kann ihren Argumenten folgen, habe nicht schlecht gestaunt als ich von den Plänen der Sommaruga gehört habe. Was kann die wahre Begründung denn sein?

  • Muttis Liebling sagt:

    Ich kann mich diesem Artikel nur unbedingt anschliessen. Es ist die miesest denkbare Art, Dinge, welche einem wegen mangelnder Sozialisierung nicht passen (z.B. Prostitution und Drogen) ausgerechnet am untersten Ende, an den wehrlosesten Akteuren anpacken zu wollen. Wem strippen nicht passt, der soll sich an die Lokalbesitzer halten und wem Alkohol nicht passt, darf sich mit der Lobby der Fuselindustrie anlegen.
    Aber für so etwas ist der gemeine Deutsche oder Schweizer zu feige, der geht nur auf die Schwachen los. Und das möglichst noch unter Polizeischutz.

    • Karin Gut sagt:

      Die Situation ist im Artikel völlig verzerrt dargestellt. Auch für Cabaret-Tänzerinnen gelten fortan die gleichen Bedingungen wie für alle Erwerbstätigen (EU-/EFTA-Staaten mit einfachem Zugang zum Schweizer Arbeitsmarkt, jene aus Drittstaaten aber nur in Kontingenten und gefragter Qualifikation). Die Cabaret-Sonderregelung war bisher eine Ausnahmeregelung, um den Nachschub für sich entkleidende Frauen aus aller Welt nicht einzuschränken.

      Statt den Artikel besser hier beim Bundesamt lesen:
      http://www.bfm.admin.ch/bfm/de/home/dokumentation/medienmitteilungen/2012/ref_2012-06-150.html

      • Fredi Freiheit sagt:

        Bei Ihrem Link stört mich: „Beim Cabaret-Tänzerinnen-Statut für Personen aus Drittstaaten gibt es eine solche Kontingentierung nicht.“
        Dies ist jedoch bloss die halbe Wahrheit. Mag stimmen was den „Zugang zum Arbeitsmarkt“ bedeutet, bei anderen „Freiheiten“ werden jedoch Personen aus Drittstaaten im wahrsten Sinne des Wortes diskriminiert. Besitzt eine Frau aus dem Drittstaat ein solches Visum darf sie zB die Schweiz, ausser in Ihre Heimat, in dieser Zeit nicht verlassen.
        Kommentare dürfen da auch keine hingeschrieben werden, soviel zum Thema „Freiheit in der Schweiz“, Nordkorea lässt grüssen.

      • Tomas sagt:

        Genau. Die Frauen aus der EU / EFTA werden geschützt, die anderen nicht. Finden sie sowas gut?

      • Daniela Müller sagt:

        Statt nur den Vernehmlassungstext des Bundes zu lesen bitte mal alle Emotionen weglassen und auch die Stellungnahme der Eidg.Kommission für Migrationsfragen (ekm.admin.ch) und sachliche Stellungnahmen wie z.B. v. Kt. SO oder BS (findet man alles im Netz) lesen. Ein Erhalt des Cabaret Tänzerinnen Statuts ist für die betroffenen Frauen extrem wichtig.Sie sind so weit besser geschützt als bspw. Frauen aus dem EU Raum, denn dort ist es, wo der Menschenhandel anzutreffen ist.

      • marie sagt:

        kleiner kritischer einschub: da spielt das kunsumverhalten der kunden auch eine rolle.
        die herren bevorzugen frauen, aus den neuen eu-mitgliedstaaten und frauen aus drittländern haben das nachsehen, dh sie sind nicht mehr sonderlich begehrt auf diesem markt. also spielt auch der geschmack der herren eine rolle. (angebot und nachfrage).
        mit anderen worten, da die nachfrage von frauen aus drittländern sinkt, geht man davon aus, dass dieses statut immer wie weniger eine rolle spielt, da die frauen aus eu/efta legal einreisen könn(t)en. juristen halt…

      • Sportpapi sagt:

        @Karin Gut: Die offizielle Begründung ist haarsträubend. Ansonsten ist nicht unbedingt wichtig, was die Motivation für die Ausnahmeregelung ist oder wahr. Wichtig, und darauf zielt der Artikel ab, ist, was sonst mit den betroffenen Frauen passiert. Es geht auch um ihren Schutz.

      • Karin Gut sagt:

        @Thomas: die Sache ist einfach und leicht nachvollziehbar:
        Es ist eindeutig geregelt, wer unter welchen Bedingungen in die Schweiz einreisen und arbeiten darf – und selbstverstädlich den vollen Schutz des Rechtsstaates geniesst.
        Auf der anderen Seite gibt es Personen, welche nur illegal einreisen können und diesen Schutz nicht geniessen.
        Ist das so klar genug erklärt?

      • marie sagt:

        das ist so fr gut. aber es scheint eine frage der priorität zu sein: hier bewegen wir uns in einer grauzone, die historisch gewachsen ist und eine dimension angenommen hat, bei der der schutz der sexarbeiterinnen im vordergrund stehen sollte, da es keine kleine branche mehr ist. und da sind die behörden gefragt, IHREN missstand aufzuräumen, und die sexarbeiterinnen zu schützen, wie auch immer. aber mit dem fallen lassen des statutes, ist das def nicht getan, im gegenteil, da wird die unordnung noch grösser und die grauzone wird in die illegalität verschoben. no go!

      • Tomas sagt:

        KG: also, wer zum Beispiel als Touristin einreist und illegal dem Sexgewerbe nachgeht, hat es verdient, zum Freiwild erklärt zu werden? Habe ich es jetzt verstanden?

      • Karin Gut sagt:

        @Marie: Ja sicher, es ist sicher auch nicht im meinem Sinne, dass die betroffenen Frauen zwischen den Fronten zerrieben werden. Auf der einen Seite steht die „Sex-Industrie“, wo oft rücksichtslos und mit Zwang gegenüber den Frauen gehandelt wird und oft Profit mit gesetzeswidrigem Verhalten gemacht wird.
        Auf der anderen Seite steht aber eben auch ein Rechtsstaat, der nicht einfach rücksichtsloses und rechtswidriges Handeln dulden kann, weil von Seiten der „Sex-Industrie“ die Frauen zwischen den Fronten als Quasi-Geiseln genommen werden können.

      • marie sagt:

        fr gut! es ist ja genau dieser rechtsstaat, der diese grauzone hat historisch wachsen lassen und ihn somit etabliert hat.
        meine meinung: dieses statut im moment so belassen wie es ist, allenfalls überabeiten, um noch mehr schutz zu gewährleisten und nebenbei die entsprechenden gesetzte im bereich sexarbeit verbessern, um dem sexarbeiterinnen die möglichkeit zu geben, sich zu schützen, feste preise einzufordern und endlich ihre verpflichtungen wahr nehmen zu können (die wenigsten bezahlen ahv zbsp. obwohl sie „müssten“; auch hier geht der staat kulant um. warum? cui bono?).

      • marie sagt:

        mit der abschaffung des statutes bestrafen wir die falschen!

      • Frank Baum sagt:

        @Gut: Die Stellungnahme des Bundes zu diesem Thema bestätigt den Artikel. Die Erklärungen zur Aufhebung des Statuts sind lächerlich. Der einzig griffige Punkt ist das Fehlen einer Kontingentierung. Wenn einem das jetzt auffällt könnte man auch einfach eine entsprechende Kontingentierung einführen, anstatt die Regelung ganz zu kassieren und die Frauen im Regen stehen zu lassen. Die „flankierende Massnahme“ ist letztlich der reine Hohn: man will den „Runden Tisch“ stärken. Man stösst die Frauen also in die Illegalität und redet dann mehr darüber. Na, vielen Dank auch!

      • Karin Gut sagt:

        @Baum: Wie kommen Sie auf die Idee dass die alte Cabaret-Sonderregelung durch eine neue Cabaret-Sonderregelung ersetzt werden sollte? Es gibt ja bereits eine Kontingentregelung für Kurz- und Aufenthalter aus Drittstaaten. Es ist doch nichts nahe liegender als die Sich-Nackt-Auszieh-Tätigkeit nicht mehr als speziell zu regende Tätigkeit zu behandeln.

        @Marie: Es geht nicht darum jemanden zu bestrafen. Es geht darum die Cabaretbetreiber und gewisse Drittstaaten-Frauen nicht mehr zu bevorzugen.

      • Karin Gut sagt:

        @Marie: Wenn Sie nur auf die Frauen schauen, welche hier in der Schweiz sind, schauen Sie auch nicht genug umfassend. Für die Frauen z.B. in der Dominikanischen Republik ist es höchst entwürdigend und diskriminierend, wenn die Schweiz Frauen alleine für die Sex-Industrie willkommen heisst und bei Frauen, welche Ihren Köper nicht in der Schweiz verkaufen wollen, heisst es „Nein, kein Visum“

      • marie sagt:

        fr gut: es gibt zwei möglichkeiten:
        1. das statut bleibt und die stripperinnen aus drittweltstaaten haben dadurch das minimum an „sicherheit“.
        2. das statut wird abgeschafft, diese frauen ausgewiesen ohne hoffnung auf einen erneuten aufenthalt in der ch, da sie meist keine ausbildung haben.
        ich bin für erstens, da sind sie halbwegs geschützt sind und können, wie idr, ihre familien zu hause ernähren. zweitens würde bedeuten, dass sie sich zu hause prostituieren; und das ist für mich problemverlagerung, nichts anderes!

      • marie sagt:

        tatsache ist aber fr gut: sie kommen, mt oder ohne statut. ich bevorzuge deshalb mit statut. das ist fakt. und der anderen „selektion“, sprich kontingent, misstraue ich.
        aber ich denke in dieser hinsicht ist immer noch viel zu tun.

      • Frank Baum sagt:

        @Gut: Wie komme ich darauf, dass die alte Regelung durch eine neue Regelung ersetzt werden sollte? Weil die Kritik an der alten regelung völlig fadenscheinig ist. Es gibt ein einziges Argument: die Regelung steht im Widerspruch mit der Kontingentierung, die wir einhalten sollten. Wenn uns das tatsächlich ein anliegen ist, dann sollten wir die Regelung dahingehend anpassen. aber ersatzlos streichen und die Frauen der Illegalität zu überlassen ist schäbig.

      • Widerspenstige sagt:

        Karin Gut, dürfen wir erfahren, welche Funktion oder Kompetenz Sie inne haben, um sich gegen das Fachwissen einer Ethnologin des FIZ zu stemmen? Auf Ihrer Website kann ich nichts Fundiertes erkennen ausser der Hilfestellung für Kirchenaustrittsformalitäten. Das wäre noch interessant zu Wissen. Danke.

      • Karin Gut sagt:

        @Widerspenstige: sofort-kirchenaustritt.ch ist nicht meine Webseite, ich habe nur den Dienst dort in Anspruch genommen für den Kirchenaustritt und war sehr zufrieden, zumal das im Kanton St.Gallen eine komplizierte Ämtergeschichte ist.

      • Widerspenstige sagt:

        Danke für Ihre Antwort, Karin Gut, obwohl dies nicht ersichtlich war, dass es nicht Ihre persönliche Website ist. Das hätten Sie klarer kommunizieren sollen, damit das nicht missverstanden werden kann, nicht wahr? Meine Frage nach Ihrer Funktion in dieser Sache haben Sie elegant umgangen…naja. Ich sehe jetzt in Ihren Antworten auf die posts von marie, wohin Sie tendieren. Sie wollen die illegale Einreise aus Drittweltländern via Gesetz – egal wen es trifft – unterbinden? Ist das korrekt?

    • marie sagt:

      ja, denn genau dort, bei den schwachen, hat der staat offenbar eine rechtliche handhabe. aber bei den betreibern nicht.
      bin gan ihrern meinung, ml.

  • Maurus Ebneter sagt:

    Guter Beitrag. Zu erwähnen wäre noch, dass beim Nettolohn von 2300 Franken nicht nur Sozialversicherungsbeiträge und Quellensteuern, sondern auch die Zimmermiete, die Krankenversicherung und Agenturgebühren bereits abgezogen sind. Der genannte Nettlohn entspricht einem AHV-Bruttolohn von 4700 Franken. Bei einem solchen Einkommen ist keine Tänzerin auf Prostitution angewiesen. Cabarets sind keine Bordell-Betriebe, sondern Anbieter von erotischer Unterhaltung. Im Gegensatz dazu müssen die Frauen in Saunaclubs und Kontaktbars zwingend Sex anbieten – und Hintermännern viel Geld abliefern.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Die Frage für mich ist, mit welcher Motivation Männer in solche ‚Cabarets‘ gehen, weil sie Tanz lieben?
      Wir wissen alle, dass diese Etablissements zum erweiterten Rotlichtbereich gehören, in diesem Sinn kann ich die Bemühungen des Bundes nur unterstützen. Das Argument, dass die Frauen schutzloser seien, wenn die Tätigkeit illegal ist, wird immer wieder gebracht, die Erfahrungen in Schweden z.B. zeigen, dass das Gegenteil richtig ist. Das Bewusstsein, dass Menschen nicht sexuell ausgebeutet werden dürfen, lässt sich nur stärken, wenn es diese unwürdigen Einrichtungen nicht mehr gibt.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Die Prostitution in all ihren Facetten gehört verboten, die Freier bestraft, nicht mehr und nicht weniger. Die ganze Pflästerlipolitik, um das Los der ‚armen Frauen‘ zu verbessern, stützt letztendlich nur die Ausbeutung und ändert am Grundproblem nichts. Der Artikel von Sibylle Berg bringt das schön auf den Punkt:

        Schau nur, was für hübsche Verschläge. Und sogar Luft kommt rein! Zufrieden klopfen sich Politiker auf die Schultern. Haben sie doch endlich auch in der Schweiz ein humanes, aufgeräumtes und sicheres Mittel gegen die Problematik des Straßenstrichs gefunden. Die Verrichtungsboxen.

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        Diese grauengewordene Mischung aus Straflager und Gnadenhofverschlag lädt an den Rändern der Städte zum bequemen Benutzen von Frauenkörpern ein. Abspritzen, abwischen und unbeobachtetes Wegrollen im heimischen Pkw. Alle sind zufrieden. Ein Sozialarbeiter wartet im mobilen Wägelchen und verteilt Kondome, näht eingerissene Vaginas wieder zu, entlässt geputzte Frauen ins Freie.

        Seid ihr eigentlich alle verrückt geworden? Wie soll es wirkliche Gleichberechtigung geben, wenn um die Ecke Frauen auf einen Besamer warten, für ein paar Scheine? Wie sollen wir jemals Respekt von einer Hälfte der Menschheit für die andere erreichen, wenn die eine Hälfte die andere zum Besteigen kaufen kann? Wie soll ein Mann unterscheiden können, welche Frau er kaufen kann und welche nicht? Wie sollen Männer lernen, dass es nicht in Ordnung ist, Frauen für den Gegenwert einer guten Socke zu benutzen, wenn sie es doch immer noch können?

        Demonstrieren Sie! Regen Sie sich auf!

        Seid ihr alle noch zu retten? Die einzig richtige Konsequenz gegen die Prostitution ist, sie zu verbieten und die Freier zu bestrafen. Das läuft in Schweden ganz hervorragend. Freier zu kriminalisieren ist eine prächtige Idee. Menschen sind begrenzt lernfähig, und oftmals genügt ein properes Gesetz, um sie zum Umdenken zu bewegen.

        Nach einigem Genörgel, dem ewig gleichen Ableiern ewig gleicher Nullsätze vom ältesten Gewerbe der Welt, unbedacht der Tatsache, dass es vielleicht tausend Jahre normal war, Frauen zum Gebrauch zu kaufen, aber es auch erst seit 50 Jahren so etwas wie eine gesetzlich verankerte Gleichberechtigung in einigen Teilen der Welt gibt, ändert sich manches eben nur durch Verbote.

      • marie sagt:

        pippi, du schadest derr sache indem du missionierst. sorry, muss mal gesagt werden und überlege gut was und wie du darauf reagieren willst. aber tu was du nicht lassen kannst.

      • Sportpapi sagt:

        Aha, die Bemühungen des Bundes richten sich gegen die „Cabarets“? Sollen die denn auch verboten werden? Was noch?

      • Tomas sagt:

        p: soll ich? soll ich nicht? 🙂

        Nach einer über 1300 Beiträge langen Diskussion über Prostitutionsverbot bring es eh nichts, die Meinungen sind wohl gemacht.

        Aber vielleicht haben sie die in einer anderen Diskussion platzierten Links zu meiner nicht publizierten cb und dem ergänzenden interview übersehen 🙂

        http://blog.derbund.ch/mamablog/index.php/26451/das-recht-darauf-eine-tussi-zu-sein/comment-page-1/#comment-217640

      • marie sagt:

        agent provocateur?

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ich schade der Sache, weil ich die faulen Kompromisse ablehne? Tja, manchmal ist es Zeit, die grossen Fragen anzugehen, anstatt sich mit den Details zu befassen. Die grosse Frage ist hier:

        Ist es ok dass ein Mensch einen andern Menschen kauft zwecks sexueller Ausbeutung?

        Meine Antwort kennt ihr, ich halte es mit Alice Schwarzer und Sibylle Berg und Bettina Weber und mit den nordischen Ländern und Kanada und dem französischen Parlament und allen andern, welche in dieser Frage ein kompromissloses NEIN vertreten.

        Nicht weil sie prüde sind, sondern weil sie wissen: Auch Frauen sind Menschen!

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        marie, schadet Sibylle Berg auch der Sache? Wenn ja, warum tut die sowas, als gewiefte Journalistin?

      • marie sagt:

        im gegensatz zu dir missioniert sie nicht! das ist ein unterschied. ausschlaggebender unterschied.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Sie missioniert nicht, sie schreibt ihre Meinung. Ich auch. Ich tue es gratis, Frau Berg wird dafür bezahlt. Das ist der einzige Unterschied. Mit dem despektierlichen Wort ‚missionieren‘ verfolgst du einen ganz bestimmten Zweck, damit versuchst du, meine Posts zu diskreditieren. Aber weisst du marie, du bist nicht die Erste und wirst nicht die Letzte sein, es geht mir am A…. vorbei! Schalt dein Hirn ein und denke nach, vielleicht nützt es ja was……

        die Hoffnung stirbt zuletzt.

      • alien sagt:

        Interessante Interviews, Tomas, finde ich. Sie erschöpfen das Thema natürlich keineswegs, das darf man nicht erwarten. Ich hatte die Links nicht gesehen.

      • marcus sagt:

        gute links, danke tomas. sachliche diskussion bis pippi kommt. same old seit 3 jahren. gähn.

      • Sportpapi sagt:

        Oh, gerade wart ihr euch doch noch so einig. Was ist eigentlich die Definition einer „gewieften Journalistin“? Ist sie das?

      • marie sagt:

        ja toll alien! aber tomas beschreibt hier verhältnisse, die der edelprostitution nahe kommen.
        mit 4 freiern am tag 5 tage woche eine familie zu ernähren… die meisten prostituierten bedienen weit mehr und können es sich meist nicht leisten freier abzulehen. das ist die mehrheit.
        und tomas hat dabei vergessen das grundübel zu thematisieren: zuhälterei und verantwortungslose gfreier. die erscheinen nicht. mich stört das bei seinen artikeln.
        @pippi
        sorry, muss auch das los werden: ein bisschen vermessen ihr vergleich zu fr berg.

      • marie sagt:

        sorry, dein vergleich. sollte es heissen.

      • marie sagt:

        @sport
        s. berg ist zuden noch eine herausragende schriftstellerin. obwohl ich nicht ihrer meinung bin, achte und respektiere ich diese frau sehr. (tunnelblick?)

      • Sportpapi sagt:

        Eben, Marie, sie ist vor allem eine Schriftstellerin. Von der ich allerdings, leider?, nichts gelesen habe. Sie ist aber kaum als „normale“ Journalistin zu bezeichnen, nur weil sie Beiträge und Kolumnen schreibt. Denn Journalisten bemühen sich normalerweise um Ausgewogenheit und Neutralität. Sonst wären ja Mörgeli, Bodenmann und Konsorten alle auch Journalisten, oder?

      • Marion sagt:

        Schliesse mich sehr gerne P. Langstrumpfs Statement an. Schluss mit ‚halbbatziger‘ Pflästerlipolitik, machen wir uns stattdessen endlich auf den Weg zu einer fortschrittlicheren Zivilisation.

      • marcus sagt:

        und jetzt nochmals dasselbe als silbermond: …

      • marie sagt:

        tunnelblick sport, tunnelblick. 🙄

      • Tomas sagt:

        Ach, die Frau Berg…
        Ist das die, die ohne den Artikel gelesen zu haben eine mittlerweile als grundlos abgelehnte Strafanzeige gegen Weltwoche wegen der Geschichte über die Kinderkriminalität bei den Roma eingereicht hat? Wo sie meinte, die WW liesst sie nicht, weil sie ohnehin weisst, was drin steht, und sah da Paralellen zu dem „Stürmer“?
        Ich muss jetzt wohl nicht weiter schreiben, wie kompetent oder intelligent ich solche Haltung finde, oder? 🙂
        Aber sie sieht auf jeden Fall gut aus, die Augen…

      • Patrick sagt:

        Liebe Pippi, mir war bis zu Deinem Post nicht bewusst, dass (“ wenn die eine Hälfte die andere zum Besteigen kaufen kann?“) ich mit genügend Kohle alle Frauen kaufen kann. Damit hast Du mein Frauenbild jetzt aber arg gebeutelt!

      • marie sagt:

        eben genau das kommt oft als folge von missionieren raus: polemik. und s. berg ist heute nicht thema.
        heute ist die abschaffung des statutes, dass stripperinnen aus drittweltländern halbwegs soetwas wie sicherheit gewährleistet.
        danke der kenntnisnahme.

      • Fredi Freiheit sagt:

        *huch* in welchem Jahrhundert leben wir..grad mal nachschauen geh..hmm…Sonntagmorgen wird die Zeit umgestellt!..kleiner Input..Jahr 2012..Prostitution existiert seit es die Bibel gibt. Meiner Meinung nach helfen Verbote, sobald das Etwas exisiert, nicht zum Ziel. Seit 1999, also der Abschaffung der Prostitution in Schweden wurden gut 660 Personen verurteilt, einem Schnitt von von gut 51 Personen pro Jahr. Das heisst der bezahlte Sex gibt es nachwievor. Aber um diese Diskussion geht es bei der Abänderung des Tänzerinnen Statut gar nicht.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Schön, wenn ihr euch über meine Beiträge ärgert, marcus&Co, deshalb schreibe ich sie!
        Wenn ihr meint, hier ungestraft euren Müll verbreiten zu können, täuscht ihr euch! Dass die Tage der Prostitution, in welcher Form auch immer, gezählt sind in der westlichen Welt, ist allen denkenden Menschen klar. Dass es mir und vielen Mitstreiterinnen und Mitstreitern zu langsam geht, gebe ich zu, deshalb werde ich immer weiter dagegen anschreiben!

      • Tomas sagt:

        pippi: „… die Tage der Prostitution sind gezählt“

        Ach göttchen. Verwenden sie lieber Energie auf etwas sinnvolles, Pippi. Hier ist es verlorene Liebesmühe, lesen sie doch meinen Artikel, oder zumindest die empfohlene Literatur… Verbote bringen rein gar nichts.

        marie: sie meinen, das was eine Prostituierte, die vier Freier pro Tag in ihrer Wohnung bedient, ohne etwas an Zuhälter zahlen zu müssen und meistens auch ohne es versteuern zu müssen, nicht zum Leben reicht? Das sind grob Geschätzt 8000 bis 10000 Franken im Monat, da würde ich gerne wissen, wieviel Sie so zum Leben brauchen 🙂

      • Sportpapi sagt:

        Ach Marie, sie nerven. Tunnelblick? Mehr haben Sie nicht zu bieten?

      • Sportpapi sagt:

        @Marion: Wir sind und ja völlig einig. Weg mit Pflästerli-Politik im Erotik- und Sexgewerbe! Sorgen wir dafür, dass die Frauen endlich unter „normalen“ Bedingungen arbeiten können!

      • marie sagt:

        tomas, die preise in zh sind bei den weibl. prositutierten eingebrochen, da auf dem strich mittlerweile für 15.- (!!!!!!!!!!) ohne gummi geblasen wird. für blümchensex galt lange: 100.– für ca 1 stunde. heute, wenn sie glück haben 50.–. einmal einen runterholen 7 min kriegt man mittlerweile auch schon für 10.–. das, weil die zwangsprostitution die preise zum einbrechen gebracht hat. da prostituierte idr eine wohnung für ihre tätigkeit haben, aber anderswo leben… bei zürcher mietpreisen… und pilsen ist nicht zürich.
        rechne!

      • marie sagt:

        eben an ihren texten vermisse ich die kritik an:
        zuhälterei, verantwortungslose freier, dumpingpreise, immobilienhaie, die die situation ausnützen. damit kämpft die mehrheit der prostituierten! die beschriebenen frauen in ihrem artikel, kommen der edelprostitution nahe, die durchaus für dieses gewerbe schon ideale arbeitsbedingungen haben (sie können sogar freier ablehen!!! – ab einem bestimmten alter können das sexarbeiterinnen nicht mehr, zbsp, usw… ein kritischer blick, hätte ich schon erwartet.).

      • marie sagt:

        die letzten posts gingen an tomas.

      • U. Knecht sagt:

        Schade, dass dieses Thema nicht mehr seriöse Kommentare generiert. Es hätte es verdient, dass man sich damit ernsthaft auseinandersetzt. Verbot? Nein, mit der Keule kommen wir nirgens weiter im Leben.

      • mila sagt:

        Tomas, an Ihren Texten vermisse ich Klarsprech in die männliche Richtung: wenn Drinks/Gefälligkeiten/Geschenke etc. die weiblichen Herzen (oder wenigstens doch die Körper) öffnen, dann sind die spendierenden Männer nicht als Werbende, sondern als Freier zu bezeichnen. Trauriges Beziehungsbild.

        Aber gut, ich weiss weshalb ich schon seit früher Jugend keine Einladungen auf Drinks angenommen habe – allein schon, um keine diesbezüglichen Missverständnisse aukommen zu lassen.

      • mila sagt:

        …und marie: gerade weil es im Strassenstrich-/Billigbordell-Prostitutionsalltag so elend dreckig zu und her geht (man lese nur die in den letzten beiden Wochen erschienen Artikel zu den derzeitigen Zuständen in Basel und Zürich), und weil eine vollständige Liberalisierung offensichtlich nicht zu einer Verbesserung der Zustände führt (man lese die entsprechenden Berichte zu Dt. land), bin ich ausgesprochen skeptisch, dass es je zu menschenwürdigen Arbeitsbedingungen in diesem ‚Business‘ kommen wird.

      • marie sagt:

        ich habe nie von menschenwürdigen verhältnissen gesprochen mila, das wird me ohnehin nie der fall sein! ich sehe den ist-zustand und der wäre durch konsequente anwendung der bestehenden gesetze mit den bestehenden institutionen eindeutig zu verbessern. würde die zwangsprositution, da menschenhandel, endlich angegangen werden, wäre auch die misere weniger gross. und fixe preise könnten endlich einfegführt werden, die der sexarbeiterin zbsp. den ausstieg erleichtern könnte…
        weil einfach verbieten bedeutet illegalität und dann erst recht freiwild. mit verbot ist da nichts zu machen. sorry.

      • mila sagt:

        Der Durchschnittskunde will offenbar in erster Linie Billig(st)sex, nicht High-Class-Escort (den er sich entweder nicht leisten will, oder nicht leisten kann).

        Und Tomas: das mit der gesellschaftsschützenden Ventilfunktion der Prostitution halte ich für eine Mär, die nicht wahrer wird, wenn sie weiter kolportiert wird. Wer die von Ihnen angesprochenen krankhaft sadistischen Bedürfnisse hat, wird sich auf Dauer nicht mit Rollenspielen zufrieden geben. (Wohlgemerkt, ich spreche hier nicht von ’normalem‘ BDSM-Praktiken, bei denen die Beteiligten sich letztlich auf Augenhöhe begegnen.)

      • mila sagt:

        Aber marie: die gesetzliche Handhabe wäre ja schon längst da. Man müsste sie also konsequenter anwenden, anstatt Forderungen zu stellen (Mindestlöhne etc.), die sich nie durchsetzen werden.

        PS: Schauen Sie, wie gesagt, nach Dt.land, wo viel guter Willen, menschenwürdige Bedingungen zu schaffen, die Verhältnisse lediglich verschlimmbessert hat.

      • marie sagt:

        mila, was die gesetze betrifft: das ist mir schon lange klar. und die wurden noch nie angewendet (habe das mehrmals gepostet). solange die sitte praktisch die barbetrieber und faktisch zt die zuhälter schützt, um das milieu zu kontrollieren, wird das nie was!!! völlig falscher ansatz.
        fixe preise sind ein muss in dieser branche mila! und grundvoraussetzung, die situation der sexarbeiterinnen zu verbessern. geht nicht, dass einmal blasen verhandelbar ist. sonst geht freier zur konkurrenz, und das sind zwangsläufig idr zwangsprostituierte – sie sehen die verflechtung, hoffentlich.

      • mila sagt:

        marie, Fixpreise mögen ein theoretisches Muss in Ihren Augen sein – ich halte es jedoch für illusorisch zu glauben, dass man sie wird praktisch durchsetzen können. So wie ich viele andere gut gemeinte Optimierungsmassnahmen (eines durch und durch kriminell durchwirkten Geschäfts) ebenfalls für illusorisch halte.

      • marie sagt:

        die fixpreise funktionierten lange ziemlich gut und die huren organisierten sich diesbezüglich untereinander sehr wohl und v.a. effizient. also nichts mit illusorisch! zum ersten mal kamen die fixpreise ins wanken, als die drogenstriche in einem ausmass erschienen, dass die freier plötzlich billiges blasen ohne gummi entdeckten. aber schon damals wurden die drogenstriche nur lasch belämpft. cui bono?
        nach wie vor – fixpreise sind sehr wichtig und durchsetzbar! hier appelliere ich an die verantwortung der freier, DAS aber könnte illusorisch sein.

      • marie sagt:

        in der edelprostitution sind die preise übrigens reguliert – dort gibt es keine dumpingpreise! dies zu ihrer info.

      • mila sagt:

        marie, ich glaube nicht, dass wir in irgendeiner Weise über die Edelprostitution reden müssen. Zum Rest: ja, eben, cui bono. Und deshalb sehe ich für eine Verbesserung der Zustände im Niedrigsegment nur sehr wenig Anlass zur Hoffnung.

      • marie sagt:

        wir haben die mittel, wir haben die institutionen und wir haben sogar ein gesetz, die die prostitution für betroffene frauen ein leben ermöglichen könnten und damit allenfalls einen geplanten ausstieg weniger ruppig gestalten könnten. deshalb: gesetz anwenden, durchgreifen und die zwangsprostitution/menschenhandel abschaffen. mit einem verbot der prostitution ist es nicht getan, denn dann geraten diese frauen in die illegalität – und DAS will ich nicht.
        wieso nicht über edelprostitution sprechen? ist das denn keine prostitution? die machen es ja vor, wie es gehen könnte mit reg preisen.

      • mila sagt:

        marie, ich glaube, wir müssen an dieser Stelle nicht weiterdiskutieren. Sie gehen von einem Soll-Zustand aus, den ich aufgrund des Ist-Zustands für unerreichbar halte – damit meine ich u.a. das Bedürfnis der Freier nach Billig(st)sex, sowie die kriminellen Machenschaften im Milieu.

      • marie sagt:

        ich sehe das genau umgegekeht: ich gehe vom ist-zustand aus, der an und für sich mit sehr kleinem aufwand in einen lebbaren soll-zustand umgewandelt werden könnte. aber wenn man mittlerweile sogar gegen die (prostitutions)verbotsbefürworter (wäre in der tat am leichtesten zu umsetzen) auch noch angehen muss, wird’s halt schwierig. aber jedem das seine und jeden seine (gegen)argumente. mich stört das nicht, uralte geschichte übrigens.

      • Widerspenstige sagt:

        Ich verstehe überhaupt nicht, dass man die 14-jährige Erfahrung und das dadurch erworbene Fachwissen einer Ethnologin des FIZ nicht eher glaubt als seinem eigenen weniger bewanderten Wissen. Hier spricht eine Fachfrau Klartext, dass genau durch ein Verbot der Menschenhandel bzw. hier explizit wohl fast ausschliesslich FRAUENHANDEL gefördert wird. Trotzdem möchte man auf dem Status Quo bestehen und einfach schnell mal einen Papiertiger mehr sprich Verbot durch Gesetz absegnen. Diesselben Stimmen, welche die Frauenrechte hoch oben auf die Fahne geschrieben haben! Unglaubliche Diskrepanz! 👿

      • Carolina sagt:

        WS, K a rin G ut ist auch ‚Fachfrau‘ und vertritt eine andere Meinung als Do ro W i n kl e r – das ist an sich noch überhaupt kein Argument. Das Wesen einer guten Diskussion ist ja, dass man sich erst mal guten Willen unterstellt und sich nicht von Fachwissen blenden lässt, das auch von eigenen politischen Meinungen und Ansichten geprägt ist.

      • Carolina sagt:

        WS, es geht mir nicht um einen Kompetenzstreit zwischen den Frauen. Ich nehme beiden ab, dass sie Ahnung von der Sache haben. Aber Ihr Post beklagt in ziemlich deutlichen Worten, dass die, die nicht der Meinung der Verfasserin sind, sich wohl kaum die Frauenrechte auf die Fahne geschrieben haben können. Da tun sie wohl Marie sehr Unrecht. Sie können anderer Meinung sein, aber dann begründen Sie die halt – sich darüber zu beklagen, dass jemand ‚der Fachfrau‘ wagt zu widersprechen ist ein wenig, äh, wenig.

      • Widerspenstige sagt:

        Mein Votum bezieht sich speziell auf Pippis Aussage und deshalb steht mein post ja hier unter ihrer fragwürdigen Aussage oben, nicht wahr Carolina? Im Gegenteil: ich unterstütze marie mit meiner Aussage. Lesen, was da steht, Carolina und weniger wieder mal nicht genehme Bloggende zurecht weisen, ja? Dankeschön.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Pippis Aussage, Widerspenstige? Ich gab den Text von S. B. wieder, aber du darfst es ruhig als meine Aussage betiteln. Zuviel der Ehre 🙂

      • Widerspenstige sagt:

        Du stehst ja dahinter, indem du es raffiniert und fast nicht erkennbar in Deine Aussagen einwebst, gell Pippi. Ich habe gesagt, dass ich es nicht verstehen kann, diese Drittweltländerfrauen im Regen buchstäblich stehen zu lassen indem man sie diskreditiert mit dem Verbot, das notabene anderen Frauen aus EU/EFTA-Staaten bewilligt wird. Da muss ich mich schon fragen, ob es doch eher ras.istische Gründe dafür gibt, da diese Drittweltländerfrauen eh dort bleiben sollen wo sie geboren wurden. DAS stösst mir sehr sauer auf u kann ich mit ehrlich gemeinter Frauenrechtssprechung nicht vereinbaren!

      • Widerspenstige sagt:

        Du stehst ja dahinter, indem du es raffiniert und fast nicht erkennbar in Deine Aussagen einwebst, gell Pippi. Aber auch eine S.B. kann aus populistischen Gründen solche Aussagen verbreiten, denn sie lebt davon. Ist sie doch nebst bekannte Schriftstellerin, Kolumnenschreiberin – die auch von mir geschätzt werden notabene! – auch vielbeachtete Dramaturgin. Ich habe übrigens nur gesagt, dass ich es NICHT VERSTEHEN KANN, diese Drittweltländerfrauen im Regen buchstäblich stehen zu lassen indem man sie diskreditiert mit dem Verbot, das ja zB EU-Frauen mit Cabaret-Status bewilligt wird…ätzend!

      • Widerspenstige sagt:

        Test rassistisch

      • Sportpapi sagt:

        @Caro: Ich glaube, du tust der Widerspenstigen hier Unrecht. Es ging ja in ihrem Votum weder um K. Gut (woher weisst du, wie „kompetent“ sie ist?), noch vor allem um Marie. Sondern um Pippi, die hier einmal mehr ihre Ideologien und Wahrheiten verbreitet, die eben zumindest teilweise den Erkenntnissen von Fachleuten widersprechen (und damit zumindest nicht die einzige Wahrheit darstellen).

      • Carolina sagt:

        WS, dann entschuldige ich mich. Da habe ich anscheinend etwas in den falschen Hals gekriegt. Sorry.

      • Tomas sagt:

        m: nun, ich möchte hier nicht darüber diskutieren, wie jetzt die Prese in Zürich so sind – ich weiss es einfach nicht. Aber von den Frauen abgesehen, die dazu gezwungen sind, würde es keine machen, wenn sie bei einem normalen job für unqualifizierte Arbeitskräfte mehr verdienen würde. So wie in dem von mir übersetztem Interview, wo in einer tschechischen Kleinstadt in der Provinz eine eher bereits ältere Frau, die auch Männer im Blaumann zum Kundenkreis zählt, mühelos auf das drei- bis fünffache eines tschechischen Durchschnittlohns kommt, ist es in der Schweiz nicht viel anders.

      • Tomas sagt:

        m: der von mir geschilderte Fall ist der normalste: eine Frau die sich alleine oder mit zwei anderen ein Studio öffnet. Das gibt es auch hier, und dort kann man mit Verdiensten in der von mir genannten Höhe rechnen, also verglichen mit Regale einräumen sicher dem dreifachen – und das ist auch der einzige Grund, warum die Frauen es machen. Egal, wieviele Männer da notgeil durch die Nächte streifen, wenn es kein Angebot gäbe, würde nichts laufen. Luxus oder Edelprostituierte, wie sie es nennen, sind übrigens in einer Kategorie, wo der Preis am Ende eine Null mehr hat.

      • Tomas sagt:

        m: ich persönlich wurde aber am häufigsten mit Gelegenheitsprostituierten konfrontiert, also mit Studentinnen, die einfach ab und zu einem unvermittelt ein Angebot machen, oder fragen, ob man nicht ein „kleines Geschenk“ für sie hätte. Ich finde es jedes mal irgendwie bizzarr und reagiere wohl ein wenig sprachlos 🙂 Aber auch hier: es sind die Frauen, die das Angebot machen, man kann es nutzen oder nicht. Gegen „besamungswillige, Frauen erniedrigende Männer“ zu poltern, wie es Pippi macht, ist einfach nur naiv und lächerlich.

      • Tomas sagt:

        m: und zuletzt: wie jedes Gewerbe, bestimmt auch bei Prostitution Anfrage die Preise. Prostituierten, vor allem von Strassenstrich, leiden unter der Tatsache, dass Frauen aus Ländern wo ein Zehntel des „Honorars“ bereits viel Geld bedeutet hier bei uns frei anschaffen dürfen, und dass einige wohl von jemandem dazu gezwungen wurden. Das macht das Preisgefüge kaputt. Letzten Endes müsste es aber bewirken, dass es sich für die Schweizerinnen nicht mehr lohnen sollte, und dass sie doch noch einen anderen Berufszweig wählen. Solange sie aber nur jammern, lohnt sich das womöglich doch noch.

      • Tomas sagt:

        m: und zuletzt die Frage der „Immobilienhaie“. Wäre die Prostitution rechtlich auf gleiches Niveau gestellt, wie zum Beispiel eine Coiffeuse, gäbe es auch keine Wuchermieten für die Immobilien, wo man ein Studio einrichten darf. Neulich in Bern, wo die Stadt die Prostituierten aus eigener Immobilie in der Lorraine rauswirft, um dort Luxuswohnungen zu bauen – zum Teil wegen falsch verstandenem Idealismus à la Pippi. Es sind nicht die „Haie“ schuld an den Mieten, sondern die linken Politiker, die die Reglemente gestalten und Prostitution als „zonenwidrig“ bezeichnen.

      • Tomas sagt:

        m: die Lösung für mich kann nur darin liegen, dass man sich bewusst wird, dass dieses Gewerbe mit keinem Verbot auszumerzen ist, und deshalb eine Gleichstellung mit allen anderen Berufen verdient. Und dass alle gesetzeswidrige Auswüchse zu ahnden sind (Menschenhandel, Zuhälter, Alkoholkonsumzwang, Prostitutionszwang etc.) Ich würde mir wünschen, dass dort die Schraube bei der Bestrafung drastisch angesetzt wird, im Wissen dass dadurch auch das Risiko von Falschanschuldigungen steigt.

      • Katharina sagt:

        tomas: “Wäre die Prostitution rechtlich auf gleiches Niveau gestellt, wie zum Beispiel eine Coiffeuse, gäbe es auch keine Wuchermieten für die Immobilien…“
        Wissen Sie, ‚Tomas‘, genau da liegt der Hund begraben, und die politischen Verstrickungen. Genau wegen der Verstrickungen werden die bestehenden Gesetze weder konsequent durchgesetzt (Zuhälterei), noch die Immobilienbesitzer als Accessoires , oder Beihilfe zur erzwungenen Prostitution konkret angegangen. Ich besitze Immobilien auf dem Platz Zürich und bin mir dem massiven Druck und den Ränkespielen sehr bewusst.

      • Katharina sagt:

        tomas,2: Ich besitze eine Immobile am Limmatplatz, einem Gebiet das dem Druck ausgesetzt ist. Als normal vermietete Liegenschaft liegt im Durchschnitt 2 – 4 tausend Miete pro Monat pro Wohnung drin. Wenn vermietet an das Sex Gewerbe, das zehnfache. mit dem zehnfachen Ertrag steigt auch der Verkaufspreis entsprechend. Ich konnte mich nur dagegen wehren, indem ich private Sicherheitsleute anheuerte, die ich dafür bezahle, dass sie etwas gegen jenen Druck unternehmen. Da die Liegenschaft clear and free ist, also keine Hypotheken, entgehe ich einigen Aspekten des genannten Druckes.

      • Katharina sagt:

        tomas,3: Leider nicht, was die Besteuerung betrifft. Die Stadt ist also Teil des Business und damit indirekt Zuhälterin. Und da fragen sich Leute, weshalb ich die Stadt verachte.
        🙄

      • Fistik sagt:

        Katharina

        „Politische Verstrickungen“…ist ja wohl das Kind mit dem Namen Tod geschlagen; es ist dürfte nicht so schwierig sein, Gesetzte zu erstellen, welche wie Thomas sagt, bei Menschenhandel, Zuhälter, Alkoholkonsumzwang, Prostitutionszwang etc., entsprechend greifen

      • Katharina sagt:

        „Gesetzte zu erstellen,“ nein. denn die entsprechenden Gesetze bestehen im StGB. Und die Autoritäten der öffentlichen Hand haben einen Auftrag, diese durchzusetzen. Tun sie das nicht, dann verfällt deren Legitimation als gewählte Vertreter des Populus. simple as that,

      • Fistik sagt:

        Kath.

        Immobilien , wo das Sexgewerbe drinn haust, nehmen in der Regel NIE an Wert zu …simpel !

        …man könnte sich ja einmal fragen, wo die gewählten Vertreter waren in der Zeit, wo ihr Alter die Immobilie gekauft hat…ist sicher alles ganz weiss und sauber geschehen ( …mit Ariel ? )

      • Fistik sagt:

        Katharina

        antworten kann ich erst Montags nach der Zens.

      • marie sagt:

        tomas! die problematik ist weitaus komplexer, als dass sie beschreiben haben. und pilsen ist nicht zürich, nicht genf, nicht basel. und hier im mb sind 600z einfach nicht genug, um ihnen die komplexen aspeskte aufzuzeigen. (mir bewusst: ihre auffassung von ästhetik erlaubt ihnen den einblick in die situation von prag nicht, die sich sicherlich ähnlich darstellt 😉 )
        fr s zäumt das pferd von hinten auf, sie will ein statut abschaffen will, aber eigentlich hätte sie mit der zuhälterei aufräumen sollen, geht aber offenbar schwer, da… siehe mein post vom 26.10.2012 um 11:45 und ff.

      • marie sagt:

        mit anderen worten, es fehlt der polit wille (die couleur ist in diesem fall sch****egal). offenbar profitieren zuviele in dieser grauzone und bei der anwendung des zuhälterverbotes auch einige zuviel verlieren würden.
        was sie als normal erachten im milieu: hm… was ist schon normal in diesem milieu. aber auch hier grosso modo funktioniert es in der tat so, aber eben, wenn diese frauen mit ihren preisen runter müssen, dann wird’s halt knapp mir der ausbeute! und mich erstaunt, dass sie erstaunt, dass junge studis kleine geschenke von ihnen einfordern. tun das nicht alle frauen nach ihnen? 😉

      • Tomas sagt:

        @Katharina: interessant. Ich würde gerne mehr darüber wissen – habe das Gefühl, dass dies tatsächlich eins der Schlüsselpunkte im Ganzen Problem ist. So lange die Frauen nicht für ihr Gewerbe die gleichen Bedinungen haben, wie jedes andere Gewerbe, sind sie erpressbar. Zehnfache Miete, das bringt schon einige Kräfte ins Spiel.

      • Tomas sagt:

        mila: sie haben mehrere Punkte angesprochen, die eine richtige Diskussion verdienen würden. Ich sehe mich als Mann, wenn ich eine Frau einlade, nicht als „Freier“. Vielleicht deshalb, weil das Prinzip, das ich als Mann IMMER auf irgendeine Art und Weise für Sex zahlen muss so omnipräsent und seit Urzeiten Teil von unserem Dasein ist. Das vor allem Frauen einen so ausgeprägten Unterschied zwischen dem Status der Ehe, einer umworbenen Freundin und einer Prostituierten machen ist für mich nicht ganz nachvollziehbar, es handelt sich im Grunde immer um dasselbe, nur der soziale Anstrich variert.

      • Tomas sagt:

        mila: ich habe bereits auf einem anderen Ort geschrieben, dass ich überhaupt kein Problem damit habe, wenn Frauen für sich selbst zahlen oder mich einladen, sehe aber in der Art wie es die meisten handhaben auch kein Weltuntergang. Meistens, wenn das Werben Erfolg hatte, verteilen sich die Kosten später etwas gleichmässiger.

      • Tomas sagt:

        mila: Was die Ventilfunkton betrifft: die meisten Menschen, die irgendwelche von der Gesellschaft nicht akzeptierte Form der Sexualität ausleben, wissen um die Diskrepanz. Nur die wenigsten sind auf Konfrontation mit dem Gesetz aus, die meisten wollen ihr Libido befriedigen und in Ruhe gelassen werden. Wenn es sich eine Möglichkeit bietet, legal ihr wie auch immer schräges oder verwerfliches Verlangen zu befriedigen, nutzen sie die lieber, als sich strafbar zu machen.
        Erst wenn keine legale Möglichkeit besteht, kann es ausser Kontrolle geraten.

      • Tomas sagt:

        marie: ja, eine Diskussion wäre interessant. Ich erhebe nie einen Anspruch auf Vollkommenheit und bin immer auf andere, mir unbekannte Aspekte neugierig.

        In Prag sind die Verhältnisse aber etwa ähnlich wie in Pilsen, soviel ich weiss, Strassenstrich gabs dort früher, heute ist er mir dort nirgendwo aufgefallen. Typisch sind eher die kleinen Studios.

      • Tomas sagt:

        mila: eines würde mich noch interessieren: für mich als Mann ist die Möglichkeit eine Frau einzuladen ziemlich zentral: ich „kaufe“ mir dadurch eine gemeinsame Zeit mit ihr, während der sie – falls dies das Thema sei – mir allenfalls auch ihr Interesse signalisieren kann. Wie handhab(t)en sie es mit den Bekanntschaften? Wenn sie es im Voraus ausschliessen, eingeladen zu werden, gehen sie auf die Männer die sie interessieren selber los? 🙂

      • marie sagt:

        tomas ich will mich zwischen ihnen und mila nicht einmischen. aber es ist genau die auffassung der männer, etwas zu erkaufen, wenn auch zeit, die die angelegenheit dann in eine ökonomische umwandelt. und dabei sollte es doch einfach nur eine begegnung auf augenhöhe sein, wo nicht nur geist eine rolle spielt. sondern in erster linie herz.
        „wem ich meine zeit schenke, dem schenke ich ein stück meines lebens.“ minna cauer.
        es liegt oft am frauenbild der männer, die einem als frau verunmöglichen, eine einladung anzunehmen, schon bei einem kaffe, schluckt frau leer.
        sorry fürs einmischen.

      • Tomas sagt:

        m: natürlich haben sie Recht, nur, was sind die Alternativen? Angenommen, ich sehe sie auf der Strasse und finde sie umwerfend. Ich will unbedingt herausfinden, ob sie das Zeug dazu haben, meine Seelenverwandte zu sein. Dazu braucht es zuerst einmal ein bisschen gemeinsam verbrachte Zeit. Da es nicht sie, sondern ich bin, wer Interesse daran hat, ist es wohl an mir für eine Gelegenheit zu sorgen. Dem Vorschlag „wollen sie mich zu einem Drink einladen“ – den ich von Frauen mir gegenüber kenne – räume ich meinerseits hier eher wenig Chancen ein.

      • marie sagt:

        das sind unsere verknorzten breitengraden (und nein, hat mit feminismus nix zu tun, war schon vorher nicht viel anders). 😉 ich klinke mich aus dieser diskussion aus, da ich denke, dass mila ihnen darauf antworten wird.
        schöne zeit, trotz sibirien (hoffe nicht im herz!).

      • mila sagt:

        „es liegt oft am frauenbild der männer, die einem als frau verunmöglichen, eine einladung anzunehmen, schon bei einem kaffe, schluckt frau leer.“ – Punktgenau formuliert, marie.

        Tomas, man(n) kann mich gerne fragen, ob ich Zeit für einen Kaffee, Drink etc. hätte – aber ich zahle ihn selbst, aus besagtem Grund. Zum Essen etc. habe ich mich stets nur in Beziehungen einladen lassen, und zwar auf Basis des Reziprozitätsprinzips (ich habe selbst ebenfalls eingeladen). Und ja: ich bin eine dieser Frauen, die Wert darauf legt, nicht als käuflich angesehen zu werden, auch als Partnerin und Ehefrau.

      • marie sagt:

        bin ganz bei ihnen mila! 🙂

      • mila sagt:

        Im Übrigen hatte ich nie Mühe damit, eigenhändig für Gesprächsgelegenheiten zu sorgen – wer als Frau brav darauf wartet, vom Mann angesprochen zu werden, ist selber schuld. 😉

        Zu der von Ihnen erwähnten Ventilfunktion hätte ich gerne einige Studienverweise, denn ich bin mir nach wie vor sicher, dass es sich um ein Hirngespinst handelt. Männer werden nicht zu Vergewaltigern, nur weil sie keine Möglichkeiten haben, bestimmte Phantasien auszuleben. Hingegen kann das Ausleben solcher Phantasien eine Stufe dazu bilden, die Phantasie ‚Realität‘ werden zu lassen – ich spreche vom Steigerungsfaktor.

      • mila sagt:

        Ich denke, hier ist es wirklich wichtig, zwischen psychisch gesunden Menschen mit etwas abseitige(re)n Phantasien und psychisch kranken Menschen mit pathologischen sadistischen/pädophilen Neigungen zu unterscheiden. (Natürlich bin ich mir bewusst, dass die Grenze bisweilen verschwimmen.)

        Den pathologischen Fällen wird eine Phantasieinszenierung langfristig nicht genügen.

      • mila sagt:

        Zweiter Versuch:

        Ich denke, hier ist es wirklich wichtig, zwischen psychisch gesunden Menschen mit etwas abseitige(re)n Phantasien und psychisch kranken Menschen mit pathologischen Neigungen zu unterscheiden. (Natürlich bin ich mir bewusst, dass die Grenze bisweilen verschwimmen.)

        Den pathologischen Fällen wird eine Phantasieinszenierung langfristig nicht genügen.

      • Tomas sagt:

        mila: das tönt für mich vernünftig – mit anderen Worten, es kommt auf die Art der Einladung an. Ich signalisiere nur das Interesse an dem Kennenlernen, mit offenem Ausgang, die Frau kann immer und jederzeit nein sagen, selber zahlen oder mich einladen. Es geht mir – und den meisten Männern wohl auch – nicht um käufliche Ansprüche, sondern um eine Gelegenheit zum kennenlernen. Wenn sie gleich beim ersten Mal selber zahlen will, weiss ich aber inzwischen dass sie kein Interesse an mir hat – mit 100% Sicherheit.
        Den Fall mit bereits bekannten lassen wir mal, da ist die Reziprozität normal.

      • Tomas sagt:

        mila: ich kenne keine Studien, dafür aber konkrete Menschen, die mich in meiner Meinung eher festigen. Ich bin sicher dass ab einem gewissen Grad keine legale Möglichkeit etwas bewirken kann, aber abgesehen von diesem Ende der gausschen Kurve gibt es eine relativ grosse Masse bei der dies essenziell sein kann.

    • mimmo zürcher sagt:

      Bleibt nur noch hinzuzufügen, dass die Prostituierten aus dem EU-Raum sehr leicht zu einer „Arbeitsbewilligung“ kommen und für die mehrfache tägliche Bedienung ihrer Kunden KEINE RAPPEN STEUERN zahlen. Vielmehr verursachen sie Anwohner, Geschäften, Hotel- und Gastrobetrieben sehr unangenehme, leidlichen Nebeneffekte. Die öffentlich Hand tut viel, finanziert in Millionenhöhe z.B. in Zürich mit Sexboxen und Freierbarrieren im Niederdorf ein noch bessere Infrastruktur. Weshalb Tänzerinnen steuerpflichtig sind, jedoch die „selbständig Erwerbenden“ Prostituierten nicht, bleibt schleierhaft.

      • mimmo zürcher sagt:

        Im Gegensatz zu den EU-Prostituierten die ungehindert und ohne behördliche Restriktion massenhaft in die Schweiz strömen und lieber auf Strasse oder in einschlägigen Clubs arbeiten, unterliegen Tänzerinnen einer festgelegten Kontingentslimite. Bleibt die Frage offen, weshalb Frauen aus EU-Raum lieber in die Prostitution abdriften. An den geregelten Arbeitsbedingungen in Cabarets kann es nicht liegen. Also muss man zum Schluss kommen, dass auf der Strasse oder in Clubs viel mehr Geld verdient werden kann und Hintermänner/frauen sehr gut mitverdienen dabei, und das STEUERFREI!

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Die Frau schreibt seit Jahren u.a. im Spiegel über gesellschaftspolitische Themen, sie IST eine seriöse Journalistin. Genauso wie B. W e ber. Alice Schwarzer sowieso, die muss gar nichts mehr beweisen in dieser Hinsicht. Auch du, liess doch mal das Dossier in der EMMA zum Thema Prostitution, da kannst du sehr viel lernen. Mehr, als wenn du ins ‚Cabaret‘ gehst und Stripperinnen angaffst.

      • marcus sagt:

        schwarzer hat sich im kachelnann-fall als seriöse journalistin ziemlich disqualifiziert.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Natürlich steh‘ ich dahinter, sonst hätte ich es nicht gepostet, es ist trotzdem nicht meine Aussage. Im Übrigen ist es gut erkennbar als S.B.’s Aussage, weil ich das hingeschrieben habe. Du misst halt mit zweierlei Ellen, wenn eine bekannte Journalistin solche Aussagen macht, wagst du nicht, dagegen etwas zu sagen. Wenn ich es mache, nennst du es ‚fragwürdig‘. Ich finde auch viel fragwürdig hier, z.B. Windfahnen, die grosse Töne spucken und noch nicht mal das Grundsätzliche begriffen haben, Aussagen missverstehen und andern Sachen unterschieben, ob aus Dummheit oder Bösartigkeit, einerlei….

      • Widerspenstige sagt:

        Das hast du missverstanden und ich stehe jeweils zu meinen Grundgedanken. Im Gegensatz zu Deinen Aussagen, die ich halt jetzt bei diesem Thema als Windfahnenargumente ansehe. Wie kannst Du ellenlange emma-Zitate hier reinplazieren und die Frauenrechte hochstilisieren, und im gleichen Atemzug, wenn es sich um Drittweltländerfrauen handelt diese derartig im Stich lassen? Das verstehe ich ganz und gar nicht und deckt sich einfach nicht mit durchdachter Frauenrechtssprechung. Wer hier grosse Töne spuckt am Laufmeter bist wohl eher Du.

        Schade. Es dient der Sache leider nicht im Geringsten.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Die Gesellschaft lässt diese Frauen im Stich, wenn sie ihre Ausbeutung grundsätzlich duldet und nichts als Pflästerlipolitik betreibt, um das Gewissen zu beruhigen. Es geht um etwas Grundsätzliches: Ist es ethisch vertretbar, dass Menschen sexuell ausgebeutet werden oder ist es das nicht? Du magst es als nicht so schlimm betrachten, wenn die Frauen anständig verdienen, sich waschen können und genügend Präservative zur Verfügung haben, eine solche Sichtweise ist in höchstem Masse diskriminierend und zeigt einfach, dass du keine Ahnung hast. Prostitution ist Demütigung und Gewalt, immer.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Du hast eine völlig naive Vorstellung von Prostitution, es geht dabei nicht um ein ‚bisschen Sex‘, auch wenn du dir das einbildest und deine verkitscht-romantische Vorstellung darüber hier schon oft gepostet hast. Hast du nicht auch mal den Film ‚Pretty Woman‘ als ganz toll erwähnt? Der gemeine Freier ist nicht Richard Gere. Wenn du schon die EMMA erwähnst: Lies mal das Dossier ‚Prostitution‘ darin, dann lernst du mal was. Ist besser als Pretty Woman gucken……

      • Widerspenstige sagt:

        Habe ich das irgendwo irgendwann in Frage gestellt, dass es nicht frauenverachtend sei AUSSER dort, wo die Frau selbstbestimmt es im gehobenen Standard ausführen WILL oder als Sextherapeutin tätig ist (sieh dir mal die Website einer M ag gie Ta pert an, ja?) Du et al negieren diesen Facettenreichtum in dieser Branche ganz einfach und wollen es rigoros verboten sehen. Wieso kommst Du auf diese frauenverachtende Idee u diskriminierst diese Drittweltländerfrauen mit Deinen nicht stichhaltigen Argumente? Niemand bestreitet, dass sexuelle AUSBEUTUNG ethisch nicht vertretbar ist. NIEMAND hier, ok?!

      • Widerspenstige sagt:

        Du legst Dich an mit der Falschen, Pippi, und der Film ‚Pretty Woman‘ ist ein Film, gell. Dann solltest Du ebenso Deine verklärte Sicht auf Deine Lieblinge die Du hier regelmässig postest etwas zurück schrauben und darin sehen was es ist: reines kalkuliertes Marketing, gell. Ich kenne Frauen persönlich, welche in ihrer Vergangenheit in einem Drittweltland als Cabaret-Tänzerinnen tätig waren und jetzt ein ruhiges Familienleben führen. Ebenso habe ich mit FIZ zu tun gehabt und anerkenne die Aussagen einer Fachfrau wie der Ethnologin hier mehr als Deine fadenscheinigen Argumente. Cool down, ja!!

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        „Selbstbestimmt, im gehobenen Standard“ – klar, und die Erde ist eine Scheibe.

        Es gibt keine selbstbestimmte Prosititution, das ist immer eine Lüge, eine Selbstlüge. Aber eben, du hast keine Ahnung! Schau weiter Pretty Woman, die Männer sind dir dankbar.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Maggie Tappert spricht über die weibliche Sexualität, nun würde mich doch interessieren, Widerspenstige, wie du weibliche Sexualität und Prostitution in Zusammenhang bringen kannst? Ich glaube, du hast der Frau nicht richtig zugehört. Prostitution hat mit weiblicher Sexualität überhaupt gar nichts zu tun, oder glaubst du ernsthaft, dass sich die Frauen prostituieren, weil sie das geil finden? Echt, mir fehlen die Worte………

      • Sportpapi sagt:

        Und wieder, „bekannte Journalistin“. Mit solchen Bezeichnungen erweckst du den Eindruck, es handle sich um eine ausgewogen, eben „journalistische“, an Fakten orientierte Beschreibung, die auf seriöser Recherche beruht. Noch einmal: Bodenmann und Mörgeli werden auch nicht plötzlich „Journalisten“, nur weil sie in der WW Kolumnen schreiben.
        Hier noch etwas dazu: http://www.zeit.de/2012/19/Martenstein

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Meine Antwort ist leider zu weit oben gelandet

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Und noch was zu der ZEIT: Die hat auch schon bessere Zeiten gesehen, ein ‚grosses Leider‘! Zu Zeiten der Gräfin war die ZEIT um Klassen besser, muss leider gesagt sein. Und Martenstein, tja, manchmal hat erwischt er einen guten Tag beim Schreiben……….

      • Sportpapi sagt:

        Eben: Wie Bodenmann und Mörgeli.

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