Sexboykott – wenn Frauen dicht machen

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Im TV-Film «Sexstreik» verweigern sich die Frauen ihren Männern, um einen Müllskandal zu stoppen (Quelle: Kino.de)

Letzten Sonntag brachte die «SonntagsZeitung» ein Interview mit der französischen Autorin und Bloggerin Sophie Fontanel. Der Anlass: Fontanels Roman über ihre zehn Jahre andauernde, freiwillige Sexpause «Das Verlangen» ist nun auch auf Deutsch erschienen. Als der Bestseller vor rund einem Jahr (auf Französisch) erschien, waren die Reaktionen heftig. Fontanel schien in ein Wespennest gestochen zu haben. Nun ja, in unserer übersexualisierten Gesellschaft ausgerechnet ein Buch über ein Leben ohne Sex und vor allem dessen Vorzüge zu schreiben, ist schon ziemlich gewagt. Leider erwies sich das Interview als ein bisschen mager, am meisten erstaunte mich jedoch, dass keine einzige Frage den damaligen Partner von Fontanel betraf. Immerhin war dieser ja von der plötzlichen Sex-Askese seiner Frau auch betroffen. Wie hat er reagiert? Hat er sich subito von ihr getrennt? Oder sich eine Geliebte gesucht? Oder war ihm der Sex auch nicht mehr wichtig? Das hätte mich viel mehr interessiert, als zu erfahren, dass wenn man Sexualität «in eine andere Passion, in Kunst, Nächstenliebe, Träume und Hoffnung verwandelt, echte Erotik zirkuliert». Aber vielleicht war ich auch wegen eines Gesprächs vom Vorabend neugierig, wie sich Männer in dieser Situation verhalten, denn bei einem Nachtessen hatte eine Freundin verraten, dass ihre Schwester ihrem Mann konsequent «den Sex verweigert» und wir hatten noch lange darüber gesprochen.

«Scheisse. Wie lang denn schon?» − «Lang. Zwei, drei Jahre, vielleicht auch mehr.» − «Ja, und mit welcher Begründung?» − «Keine Ahnung. Kein Lust mehr, die Menopause, was weiss ich». Manchmal, ganz selten, dürfe er sie massieren, erzählte sie weiter. Und sogar ein bisschen fummeln und ganz, ganz selten dürfe er sogar «richtig ran». «Das ist ja schrecklich! Ja, und er??» − «Er ist frustriert. Sie hat ihm gesagt, er müsse sich halt arrangieren.» Was ich dann doch wieder ziemlich fortschrittlich fand, bis mir klar gemacht wurde, dass dies keinesfalls bedeutete, dass er sich wegen ihrer anhaltenden Unlust mit anderen Frauen amüsieren durfte, sondern vielmehr, dass sie ihm die Absolution zur Masturbation gab. Wow, wie grosszügig.

Dass Frauen ihren Männern den Sex verweigern ist wahrlich kein neues Phänomen. Im Gegenteil, schon vor rund 2400 Jahr thematisierte der griechische Dichter Aristophanes in «Lysistrata» dieses ausgesprochen weibliche Machtspiel. Wobei sich in seiner Komödie die Frauen nicht aus rein persönlichen Gründen dafür entscheiden, sondern aus einer politischen Motivation: Die Frauen Athens und Spartas haben die ewige Kriegslust ihrer Männer satt. Um dem jahrelangen Leiden ein Ende zu setzen, gehen sie − unter dem Kommando Lysistratas − in beiden Städten in Sex-Streik und siehe da, der Krieg wird schon bald beendet.

Seither wurde das fiese Druckmittel immer wieder eingesetzt. Hier ein paar Beispiele aus jüngster Zeit:

2012 – Um den Präsidenten Faure Gnassingbé zu stürzen, treten die Frauen Togos im Sommer in den Sex-Streik. In der Rolle der Lysistrata: Isabelle Ameganvi, die Vorsitzende der Frauen-Organisation «Let’s Save Togo».
2011 – Ähnliches will man auch in Belgien erreichen: Weil seit sieben Monaten das Land nicht im Stande ist, eine neue Regierung zu bilden, ruft die belgische Parlamentarierin Marleen Temmerman die Frauen zum Sex-Streik auf. Allerdings dauert es fast noch ein weiteres Jahr, bis die neue Regierung endlich vereidigt wird. Ob die Belgierinnen so lange gestreikt haben, ist nicht dokumentiert.
2011 – «No más sexo» skandieren die Frauen Barbacoas, einem armen Dorf im Süden Kolumbiens, und setzen ihre Männer vor die Schlafzimmertüre. Ziel der Sex-Streikenden: Die Sanierung der einzigen Zufahrtsstrasse. 110 Tage harren die Frauen (und Männer) aus, dann wird der Streik beendet und die Strasse endlich geteert.
2011 – Ebenfalls Erfolg haben Frauen eines philippinischen Dorfes. Dort genügt allein die Androhung eines Streiks, um eine jahrelange Fehde mehrerer Familien zu beenden. Die Idee hatte eine Frauengruppe, die gemeinsam eine Schneiderei gegründet hatte, ihre Waren aber wegen der andauernden Konflikte und Schiessereien nur unregelmässig ausliefern konnte.
2010 – Der ukrainische Ministerpräsident Mykola Asarow erklärt öffentlich, dass Politik keine Frauensache ist. Worauf Femen, die ukrainischen Politaktivistinnen (die vor allem wegen ihrer Oben-Ohne-Proteste berühmt sind) die Partnerinnen der Regierungsmitglieder zum Sexboykott auffordern.

Ja, und dann waren da noch die Liberianerinnen, die ebenfalls einen Krieg beenden wollten. Oder die Neapolitanerinnen, die  sich an den gefährlichen Silvester-Raketen störten, die Türkinnen, die gegen den akuten Wassermangel in ihrem Dorf streikten, undsoweiterundsofort. Sexboykott lässt sich vielseitig einsetzen. Nicht zu empfehlen ist diese Waffe allerdings für Männer. Denn die sexuelle Verweigerung kann einen Mann teuer zu stehen bekommen: So hatte ein französisches Gericht letztes Jahr einen Mann zu einer happigen Geldstrafe in der Höhe von 10’000 Euro verurteilt, weil er jahrelang seine ehelichen Pflichten nicht erfüllt hatte. Irgendwann war es der unbefriedigten Frau zu viel (oder zu wenig, wie mans nimmt…) geworden, sie reichte die Scheidung ein und verlangte vom Sexmuffel Schadensersatz.

439 Kommentare zu «Sexboykott – wenn Frauen dicht machen»

  • Peter Wyss sagt:

    Beim Sexboykott des Mannes, wird die Frau gereizt, fühlt sich in ihren körperlichen Grundrechten betrogen und holt sich wenn nötig die Befriedigung dieses Grundbedürfnisses woanders. Die Frage ist doch: warum tun dies die Männer nicht?

  • Bernd Kraut sagt:

    „Nicht zu empfehlen ist diese Waffe allerdings für Männer. Denn die sexuelle Verweigerung kann einen Mann teuer zu stehen bekommen: So hatte ein französisches Gericht letztes Jahr einen Mann zu einer happigen Geldstrafe in der Höhe von 10′000 Euro verurteilt, weil er jahrelang seine ehelichen Pflichten nicht erfüllt hatte.“

    Und ich dachte immer wir leben noch in einem real-existierendem Patriarchat? Oder haben Feministinnen etwa jahrzehnte lang gelogen?

  • asdf sagt:

    Also wenn man auf etwas verzichtet, ist es vor allem deswegen, weil man sowieso nichts davon hätte. Also aufgepasst, wem auch immer der Sex verweigert wird, die ist ein recht verkappter Qualitätsausweis an diese Person. Wahrscheinlich war sogar Mitleid im Spiel. lol

  • Guillaume sagt:

    —-> Es gibt ein sehr altes gewerbe das nie streiken wird falls es bei mir mal soweit kommt 😉

  • Schnegge sagt:

    Lieber Eduardo
    ICH 🙂 ich bin eine Frau, die sich sehr für Technik interessiert: es gibt nichts cooleres für mich, als an meinem Audi rumzuschrauben, Internetseiten nach neuen Teilen und Tuning-Tips zu durchforsten und ihn zu putzen und zu hegen und pflegen (er ist mein Baby…) und in Sachen Sport interessiert mich (in dieser Reihenfolge): Eishockey, Rennsport, Skifahren, Tennis… mein Lieblingsfilm-Genre ist Action…(bin aber leider glücklich vergeben :-))
    und ich würde meinem Partner nie im Leben den Sex verbieten, das ist a). dämlich und b). hab ich ja dann auch nichts mehr davon..

  • eduardo sagt:

    Ohne erotisch-sexuelle Anziehungskraft sind Frauen für heterosexuelle Männer so uninteressant wie andere Männer, ja im Grunde noch weniger, weil es kaum übereinstimmende Interessen gibt (welche Frau interessiert sich schon für Fussball, Autos, Technik, Politik usw.). Frauen sollten sich dessen bewusst sein und sich nicht wundern, wenn sie bei einem „Sexboykott“ ganz unsentimental und ein für alle Mal verlassen werden. Das kann dann finanziell sehr wehtun.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Schon mal mit Männern versucht? Ich finde, du bist ganz eindeutig ein verkappter Homo. Warum quälst du dich mit Frauen, such dir einen Mann!

    • Widerspenstige sagt:

      eduardo, das wäre dann ja gut und Frau wüsste genau, dass sie nur wegen dem Sex in einer Beziehung sich befindet. Denn auf solche Männer kann eine moderne Frau sehr gut verzichten, die nicht mal eine Durststrecke im sexuellen Spielbereich ertragen können. Du bist wohl noch im Irrglauben verhangen, dass eine gebildete Frau nicht ebenso sexuelle Ausstrahlung habe kann, nicht wahr? Diese Frauen treten nämlich ihren Partnern in Augenhöhe gegenüber u können sehr wohl bei eher männerlastigen Themen mitreden. Fragt sich nur, können das Männer wie Du ebenso in eher weiblichen Bereichen auch? Eben.

      • alien sagt:

        Also edoardo, ich, als 99.3%iger Hetero habe Frauen gerade als Gesprächspartnerinnen SEHR gern. Ich mag sie normalerweise deutlich lieber als Männer. Und das hat meistens mit erotischer Anziehung nichts zu tun.

    • Widerspenstige sagt:

      😆 Pippi, da wären wir ja mal einer Meinung…wow!!

    • sepp z. sagt:

      die beiden damen: was ich aus eduardos post lese, ist dass sex ein ‚killer‘-kriterium in einer beziehung sein kann. klappts mit dem sex nicht, klappts auch mit der beziehung nicht.
      ist durchaus eine aussage, die in meinem freundeskreis von frau wie mann, alle beide zu 95% gut gebildet und empanzipiert, bejaht wird. kann ich selbst auch unterstützen.

  • Markus Schneider sagt:

    Ist das alles, was Frauen zu bieten haben? Dass Frauen viel weniger oft wollen als Männer ist doch nichts neues. Sexboykott ist also aus Männersicht bloss ein erweiterter Sexboykott. Lächerlich ist bloss, dass sich grade die acho so emanzipierten Frauen auf diese Weise selber zur Spalte reduzieren. Dabei sind sie doch angeblich einst angetreten, um soviel mehr als das zu sein.

  • Sofia sagt:

    …In diesem Zusammenhang eine Partnerschaft mit einem sexuell aktiven einzugehen bzw. nicht zu beenden, find ich aber auch irgendwie bizarr. Ansonsten gibt es viele gute Gründe für einen Ausstieg.

  • Sofia sagt:

    …die eigene Sexualität als fremdbestimmt erleben. Es tut sich ein Graubereich auf und da kommt es auch sehr schnell zu negativen Erfahrungen, weil man nicht Nein sagen kann bzw. gelernt hat. Das lässt einem mit teils recht unangenehmen Gefühle zurück. Es müssen nicht unbedingt krasse Vorfälle sein, aber mit der Zeit kann das eben doch Auswirkungen haben, ein Vermeidungsverhalten bzw. Abstinenz ist eine mögliche Folge. Männer nehmen die Sache oft sehr persönlich, fühlen sich abgelehnt, so scheint’s mir. Leider ein grosses Missverständnis, aber ich kann ja nicht mit einem Schild herumlaufen…

  • Sofia sagt:

    Als Bi und Gray-A fühle ich mich von diesem Post angesprochen. Das Interview mit der SonntagsZeitung ist leider etwas nichtssagend, es gibt bessere mit dieser Autorin (z. B. hier: http://madame.lefigaro.fr/societe/labstinence-sans-culotte-080911-171989 http://www.histoiresordinaires.fr/Nous-avons-rencontre-Sophie-Fontanel-L-Envie_a362.html ), sowie ich das verstehe, hat sie diese bestehende Partnerschaft nicht einfach weitergeführt, sondern war dann lange alleine. Es ist nicht untypisch, dass Frauen (oder auch Männer) mit einer schwach ausgeprägter Fähigkeit zur Abgrenzung…

  • Ramon Vegan sagt:

    Erpressung? – Darauf muss Mann nicht eingehen. Ignorieren und sich anders orientieren. That’s it. Hasta la vista Baby, die Voraussetzungen für eine gute Beziehung sind so sicher NICHT gegeben! – „Yous should never push the red button!“

  • Maxipeg sagt:

    Die erwähnten Beispiele mögen kurzfristig erfolgreich gewesen sein, werden aber hoffentlich Ausnahmen bleiben, welche die Regel bestätigen: wer einem eine Grube gräbt, fällt selbst hinein.

  • Peter sagt:

    Die Bordelle leben gut, warum wohl? Wenn’s zu Hause nichts zu essen gibt isst man auswärts. So sorgen die einen Frauen für die Einkommen der anderen.

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    Nachdem hier kürzlich so heftig diskutiert wurde und viele Männer die freie sexuelle Verfügbarkeit von Frauen quasi als Menschenrecht verteidigten, möchte ich euch doch die Stimme der Spiegel-Journalistin Sibylle Berg nicht vorenthalten. Sie deckt sich mit meiner vollständig und es erfüllt mich mit Freude, dass immer mehr einflussreiche Journalistinnen so kompromisslos ihre Meinung vertreten:

    http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/kolumne-von-sibylle-berg-ueber-prostitution-a-861615.html

    • Fistik sagt:

      Die Unterschiede entdecken Pippi…ist nicht so dein Ding, he ?!

      Sex als Machtsmittel in der Ehe, muss in deinen Augen doch cool sein…den TrumpfBuur in deinen schweissigen Händchen ..

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Eben gerade nicht! Wenn du verstehen würdest, was ich schreibe, würdest du diese Frage nicht stellen, sie ist nicht nur ignorant, sie ist stupid.

      • Fistik sagt:

        …wer redet hier von freier sexueller Verfügbarkeit in der Ehe ?

      • Fistik sagt:

        …doch nur dein schwarz-weiss Hirn

      • gabi sagt:

        Alles Idioten!

        – Hey… wie wär´s wieder mal mit den gesammelten Rundumschlägen von Pippi:

        Mir scheint, Sie kommt grad wieder mal in Fahrt mit all den Ignoranten und Dummköpfen, die einfach nicht kapieren wollen, dass sie alles besser weiss!

        😀

    • Sportpapi sagt:

      Freie sexuelle Verfügbarkeit von Frauen… Wenn ich das nur schon höre. Ich dachte immer, dort gäbe es Frauen, die eine Dienstleistung anbieten, die gekauft werden kann.

    • Petter sagt:

      Schöne kompromisslose Meinung. Nur werden völlig kompromisslos auch die Folgen ausgeblendet. Informieren Sie sich mal über die Konsequenzen des Verbots. Möchte dann wissen, ob Sie die Sache immer noch so sehen…

      PS: Das Alkoholverbot in den USA hat erst zur Ausbildung der höchst erfolgreichen mafiösen Strukturen geführt. Aber Hauptsache verbieten.

    • Eduardo sagt:

      Ausgerechnet die ernüchternde Alptraumfrau Sibylle Berg, die in den Neunzigerjahren (damals wirkte ihre sexuelle Verhexungskraft noch) heimlich einen üppigen Geldmann geheiratet hat, der seither für freie finanzielle Verfügbarkeit sorgt. Mir ist übrigens aufgefallen, dass weibliche Kommentatorinnen im Gegensatz zu den männlichen gerne persönlich beleidigen. Kommt hier der wirkliche, das heisst kalte und lieblose Charakter vieler Frauen zum Vorschein? Ohne die Vernebelung des Verstandes durch den Geschlechtstrieb würden die Männer sicherlich klarer sehen, mit wem sie es bei Frauen zu tun haben.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        “ Kommt hier der wirkliche, das heisst kalte und lieblose Charakter vieler Frauen zum Vorschein? Ohne die Vernebelung des Verstandes durch den Geschlechtstrieb würden die Männer sicherlich klarer sehen, mit wem sie es bei Frauen zu tun haben.“

        Ach du Opfer 😈

  • babuschka miro sagt:

    bravo nico.gut gemacht….glückliche händchen verso lange näschen???

  • Nico Meier sagt:

    Ich kann die sich verweigernde Frau nicht verstehen denn hat sie keine Lust weil sie den Mann nicht mehr mag so wäre es ehrlicher ihn zu verlassen und die Rechnungen selber wieder zu bezahlen. Wenn sie ihn aber noch liebt und sich zu ihm hingezogen fühlt muss es doch auch für die frau selbst schwer sein zu verzichten.

    • pixel sagt:

      Wieso bekomme ich bei Ihnen immer wieder das Gefühl, dass Sie Liebe und Beziehung mit ökonomischer Disbalance für den männlichen Part gleichsetzen? Ich z.B bezahle meine Rechnungen selbst – oder anders: ich könnte sogar mit Kind meine Rechnungen nach wie vor selbst bezahlen. Aber Sie sind doch derjenige, der dann wiederum dafür ist, dass das Mami bitteschön zu Hause bleiben soll. Ich zitiere Katharina: fascinating logic.

  • Cinzia Toller sagt:

    Maenner haben Testosteron, was koennen sie dafuer ? Gut gibt es Transsexuelle und Prostituierte

    • Pierre sagt:

      Wieso so zurückhaltend? Ja eben weil sie aufgrund ihres Testosterons kooperativer sind sollte ihre Vormachtstellung wieder gesetztlich verankert werden.

  • babuschka miro sagt:

    ach franz….wie alt bisch eigentli???das ganze ist wohl etwas komplexer!

  • Armando sagt:

    Schweizer Frauen benutzen Sexentzug gerne als Druckmittel, schon vor der Menopause, nachher sowieso, und wundern sich dann, wenn der Mann fremd geht oder Bordelle besucht. So schaffen sie sich Scheidungsgründe. Schuld ist natürlich dann der Mann, weil er… siehe oben. Frauen aus andern Kulturen sind da sehr anders und wissen eine Beziehung zu pflegen, dazu gehört auch Sex. Aus diesen Gründen lasse ich Schweizer Frauen seit 30 Jahren links liegen, ich brauche keine Frau, die mich als Feind behandelt, weil ich Mann bin. Die Reue bei den Frauen kommt dann meist immer, aber dann ist es zu spät.

  • Franz Oettli sagt:

    Komische Einstellung zu einer Partnerschaft: kein Sex, weshalb und wozu? Das ist beileibe nicht das wichtigste, aber so etwas gehört doch einfach dazu. Wie soll man da eine Familie gründen? Wenn das einer Trotzhaltung entspringt oder eine Bestrafung sein soll, ist die Enthalsame noch nicht ganz erwachsen.

  • Erika B. sagt:

    Ich möchte hiermit der Blogautorin gratulieren.
    Sie hat es nämlich geschafft, dass sich für einmal hauptsächlich Männer zu einem (schwierigen?) Thema austauschen.
    Supersuperinteressant zu lesen.
    Merci!

    • Stadelman Reto sagt:

      Auf diesem Blog sind seit meistens mehr Männer als Frauen am Kommentieren.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Auf den meisten öffentlichen Blogs kommentieren mehr Männer als Frauen, aus verschiedenen Gründen. Einer der wichtigsten ist wohl: Die haben Zeit, die können sich die Arbeit einteilen, Frauen sind oftmals mehrfach belastet, Beruf, Kinder, Haushalt, da bleibt keine Zeit mehr für solche Sachen wie Blog schreiben. Als meine Kinder noch schulpflichtig waren, hätte ich mir auch nicht vorstellen können, hier mitzuschreiben.

      Ausserdem finden Männer ihre Meinung wichtig und sind überzeugt, dass die Welt die braucht, auch eine Mamawelt – gerade die!

      • Sportpapi sagt:

        Die Frauen und Mütter findet man dann bei Facebook und Co, oder? Hör doch auf, solchen Mist zu erzählen. Richtig ist, dass Frauen einfach viel seltener sich mit Politik befassen (und darum geht es hier meistens), deshalb wenig Ahnung haben und sich auch nicht äussern. Leider ist das so.

      • marie sagt:

        😯 (mir fehlen die worte)
        sport, sie sind der ultimative und fleischgewordene beweis, dass der tunnelblick in der tat existiert (ich habe diesen immer verneint, aber sie haben es geschafft, dass ich jetzt glaube, dass es ihn gibt).

      • pixel sagt:

        SP: „Richtig ist, dass Frauen einfach viel seltener sich mit Politik befassen (und darum geht es hier meistens), deshalb wenig Ahnung haben und sich auch nicht äussern. Leider ist das so.“

        Gerade das, was Sie in Klammer gesetzt haben würd ich verneinen. Ich finde überhaupt nicht, dass der MB stark politisch geprägt ist in seiner Themenwahl. Aber bitte, vielleicht haben Männlein und Weiblein unterschiedliche Definition von Politik. Ganz bestimmt sogar.

      • pixel sagt:

        Pippi, der Faktor Zeit ist nicht unbeachtlich, aber es ist auch so, dass mobile Geräte Vieles einfacher gemacht haben. Um ehrlich zu sein, schreibe ich am seltensten vom Laptop zu Hause aus. Und dann kommts stark auch auf den Job an. Aber bei mir wird sich das wahrscheinlich auch bald ändern 😉

      • Sportpapi sagt:

        @Marie??? Was wollen Sie mir sagen?

      • Sportpapi sagt:

        @Pixel: Aus meiner Sicht geht es bei jedem zweiten Thema hier um ein (gesellschafts-)politisches. Vielleicht sehen Sie das ja anders. Oder es läuft einfach dann die Diskussion in diese Richtung.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Da magst du auch recht haben Pixel. Der Job, den ich hatte, als meine Kinder schulpflichtig waren, liess mir in der Tat keine Zeit, private Sachen zu machen, mein Chef war dermassen fordernd, die Arbeit so anforderungsreich, ich wusste am Abend regelmässig nicht, wo mir der Kopf steht. Wegen politisch: Die Themen hier sind gesellschaftspolitisch relevant, betreffen Frauen unmittelbar.

        @marie: gratuliere zur Erkenntnis 😉

  • marcel sagt:

    Dann wir die Frau halt ausgesourct und der Mann geht zu einer Professionellen

    • sepp z. sagt:

      damit wird auch klar, weshalb feministinnen gegen prostitution sind.
      diese untergräbt die möglichkeit zur politischen und gesellschaftlichen instrumentalisierung des sex.

  • Stadelman Reto sagt:

    „wie sich Männer in dieser Situation verhalten“
    Eine gute Frage. Nun, es kommt darauf an WARUM man auf Sexentzug gesetzt wird. Ist es um etwas zu erpressen? Das ist absolut inakzeptabel. Wir leben in einer modernen Gesellschaft, wenn einer etwas vom Partner will, kann er sein Maul aufmachen. Bei mir würde das schnell zur Trennung führen weil ich der Meinung bin, dass meine Partnerin nicht versuchen sollte mich wie einen Hund abzurichten. Ist es aber aus anderen Gründen, Unlust etc. wäre ich persönlich durchaus bereit das einige Monate, vielleicht sogar Jahre mit zu machen.

  • Reto Burgener sagt:

    …. ist das dann vielleicht die Steigerungsform von sich nach oben schlafen?

  • Markus Nauerer sagt:

    Frauen verstehen eines nicht. Verweigerung führt immer zu zwei möglichen Situationen: 1. Der Mann wird frustriert oder noch frustrierter. Diejenigen Frauen die denken sie könnten ihren Mann so erziehen schaden sich selber. Selbst wenn der Mann nachgeben sollte, vergessen wird er diese Art von Erpressung nicht. Die 2 Variante ist er geht ins Bordell oder sucht sich eine Freundin. Wenn die Verweigerung zu lange anhält ist zweiter Variante sehr wahrscheindlich. Glaubt ihr nicht? Euer Mann nicht? Aus irgend einem Grunde hat die Schweiz eine der höchsten Anzahl Prostituierten pro Kopf.

  • Ted sagt:

    Frauen werden gewählt… und wählen nicht. Das höchste der Gefühle ist wahrscheinlich das „nein“, weil es das ist, was der eigenen freien Entscheidung am nächsten kommt.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Das ist erwiesenermassen falsch. Wählen tun die Frauen, immer. Nicht nur bei den Menschen, auch bei andern hochentwickelten Säugetieren.

      • Miriam Suter sagt:

        Wie haben Sie gewählt? wurden sie aktiv? Haben sie den Mann gesehen und sind zu ihm hingegangen?
        oder hat sie der Mann gewählt und sie haben ja gesagt?

        Oder vielleicht haben Sie Ihn auf sich aufmerksam gemacht, dann wirds wohl weniger wegen Ihrer Persönlichkeit sein weshalb er mit Ihnen zusammen ist.

  • Katharina sagt:

    Die Boykotts aus politischen Motiven sind doch politischer Humor, aber anscheinend wirksam.

    Partner müssen es bereden und allenfalls sich trennen.

    • Fistik sagt:

      Katharina,

      … das nächste Mal, wenn sie El Rabi wieder einmal „beiiischen“, lieber erst die Nippelklemmen bei ihnen lösen; das kommt sonst ZU hart rüber (…A*rschloch der Stadt zu schimpfen….hohoho )

      • Katharina sagt:

        ich sagte clown der stadt…. aber ein gaudi war’s eh.

      • Fistik sagt:

        „as i said, you disgust me, and I think you’re an asshole and a joke in your town. as per other communication experts over there…“

        ..stiiimmt UND ein Clown in der Stadt ( ja schon freundlicher 😉 )

  • sepp z. sagt:

    jeder ist seines glücks eigener schmid.
    wer keinen sex will, hat keinen.
    und wer will, hat ihn.

    • Issey Schnyder sagt:

      sehr vereinfacht. Aber vielleicht ist das so einfach. Bei mir und meiner Traumfrau war das nicht so einfach, da es noch die Liebe gab. Wir verstanden das dann als Beziehnungs-Aufgabe und wurde angegangen.

      • sepp z. sagt:

        spätestens wenn sex als zahlmittel in der beziehung eingesetzt wird, hat sich die liebe wohl aus dem staub gemacht.
        aber jedeR kriegt wohl den traum, den er/sie sich erträumt.

  • Scho klar sagt:

    Wäre ich als Mann in dieser Situation würde ich mir den Sex halt ausserhalb der Partnerschaft holen oder die Beziehung beenden. Wer (als Frau) Spielchen spielt muss dann halt auch mit den Konsequenzen leben…

  • Ehemann sagt:

    Neben dem „Dichtmachen“ gibt es eine zweite Taktik die noch verachtender ist: Hinhalten und dabei mit jeder Faser des Körpers ausdrücken, dass man eigentlich keine Lust hat, Sex sowieso überbewertet ist, es viel wichtigeres im Leben gibt und man seine Ehepflicht jetzt wieder für eine Weile erfüllt hat.

  • Hans Saurenmann sagt:

    Die Maut muss bezahlt werden in irgend einer Form im Vagina Bereich. Trocken gelegte Suempfe sind wie bei den Katzen, jeder der zum richtigen Zeitpunkt vorbeikommt kann mal. Gut so ich komme nicht vorbei!!

    • Issey Schnyder sagt:

      Wo kommen denn Sie her? Im Vagina Bereich? Klingt das nun förmlicher? Oder wird die Maut schon bei den Knien bezahlt? Sie müssen ja traurige Erfahrungen gemacht haben.

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    Wenn mir ein Mann körperlich zuwider ist, schmeiss‘ ich ihn raus, ganz einfach. Keine faulen Kompromisse! Wenn er mir nicht zuwider ist, gibt es keinen Grund, auf Sex zu verzichten. Ausser, es ist ein politisches Statement. Das finde ich zwar nicht wirklich glücklich, aber offenbar bei vielen Männern die Sprache, die sie verstehen. Ich würde es wohl nicht tun, weil, wenn er mir zuwider ist, erstreckt sich das auch auf das Körperliche und dann fliegt er sowieso. Wenn ich ihn aber mag, würde ich mich ja selber strafen, soweit geht die politische Leidensfähigkeit dann doch nicht.

    • Sportpapi sagt:

      „Würde ich mich ja selber strafen, soweit geht die politische Leidensfähigkeit dann doch nicht.“ Das ist aber nicht wirklich Einsatz…

    • Ali Ferkous sagt:

      Bei 3.5 Milliarden Frauen, die Zahl ist wachsend, findet sich immer eine, die sich gerne auf ein Schäferstündchen einlässt. Höchstens dumm, wenn man mit der Frau, die nicht will, auch amtlich bestätigt verbunden ist 😉

    • Reto B. sagt:

      Ich seh uns irgendwie eher als ein Miteinander, wenns zu einem gegeneinander wird, hätte ich Mühe.

    • Ted sagt:

      Die geht weiter als du denkst (und als die meisten Typen denken), Pippi. 🙂

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Was, die politische Leidensfähigkeit? Wenn du von allgemeiner Leidensfähigkeit der Frauen sprichst, gebe ich dir recht. Das ist leider eine Tatsache.

    • gabi sagt:

      Und es sind ja auch gar viele Stinker.
      Eklig.
      Grüsel.

      Und es ist ja so gemein, dass das mit der Unbefektheit jeweils nur absoluten Ausnahmen – Auserwählten – zugestanden wird.

      So fies.

      Wo Pippi doch ansonsten so viel Gutes tut für die Menschheit! – Ungerechte Welt!

  • Chris Müller sagt:

    Wo nichts ist kann auch nichts bestreikt werden…overfucked but undersexed!

  • Peter E. M. Schudel sagt:

    Und an die Frauen: Wenn der Trottel das am Anfang der Beziehung unmöglich hinbringt, dann solltet ihr diesen Pflock nicht auch noch heiraten, denn besser wirds nimmer!!!

  • Issey Schnyder sagt:

    Und noch zum Titel: „wenn Frauen dicht machen“ müsste heissen „wenn Frauen trocken legen“, denn dicht sind sie nur eher selten. 😉

  • Peter E. M. Schudel sagt:

    Da kommt aber noch eine viel wichtigere Komponente dazu: Der Orgasmus! Über 90% der Frauen haben beim Sex noch nie einen Orgasmus gehabt. Weitere 8% nur durch Stimulation an sich selbst! Da kann man doch locker auf Sex im eigenen Bett verzichten…! Männer, lernt endlich, wie das geht, das mit dem Orgasmus der Frau!

    • Sportpapi sagt:

      Wäre ja schön, wenn die Frauen das wenigstens selber könnten/wüssten…

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Sieht es wirklich immer noch so schitter aus? 90 %? Krass, kann ich mir gar nicht vorstellen, da hätte ich schon lange aufgehört, ist ja nicht zum Aushalten…….

      • xyxyxy sagt:

        ach dummes Zeug Pippi, der Schudel ist total verwirrt und hat es so mit den 90% und den 10%.
        Der Bhaupti sagt einfach dass nur 10% glücklich sind und die anderen nicht und der Grund dafür sei die RKK, die vor exakt genau 1100 Jahren irgendetwas verbrochen hat.
        Deshalb nun – oh höret: 90% der Frauen hatten noch nie einen Orgasmus. Schwachsinn im Quadrat.

    • Issey Schnyder sagt:

      Genau Männer! Lernt mal ordentlich eure Zunge zu gebrauchen! Mit ihr klapps bei manchen am wöhlsten! 🙂

      • Issey Schnyder sagt:

        müsst halt etwas mit einegschnittenen Pfirsichen üben, üben, üben. Braucht halt Muckis!

      • Issey Schnyder sagt:

        und was wollen Sie nun damit sagen? Fragen über Fragen.

      • Sportpapi sagt:

        Immerhin wär es ein Weg, den Sexboykott zu umgehen. Denn wir wissen ja seit einiger Zeit: das ist kein Sex!

      • Issey Schnyder sagt:

        Genau ja! Das ist ja kein Sex! Habe ich schon fast vergessen. 🙂
        Wie sieht es eigentlich mit Prostatamassagen aus? Das wird ja auch vielerorts verweigert obwohl man hinlänglich weiss, dass die Prostata der G-Punkt das Mannes ist! 🙂

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Liebe Martha, Du bist ja nun schon länger im Himmel, ich hoffe, Du bist dort glücklich. Könntest Du vielleicht irgendwie bewirken, dass Männer sich nicht so saudumm anstellen, blöde Fragen stellen und von ‚Jobs‘ sprechen, wenn es darum geht, ihnen eine Gunst zu erweisen. Männer, die Sex weder mit Arbeit noch mit Bislen verwechseln und einfach ein bisschen weniger fleischlich gierig und dafür liebevoller und zärtlicher sind – dann kommen auch die Frauen auf Touren. Ach ja, und dass sie nicht meinen, durch Porno gucken wird Mann ein guter Liebhaber. Vielen Dank, Du fehlst hier! Liebe Grüsse…..

      • Fistik sagt:

        …und wenn schon die Himmelstüre offen ist,… kann man eigentlich dort auch Porno gucken ???

      • Fistik sagt:

        …die Frage war an Marha natürlich …mit Pippi über Porno zu reden ist ungefähr so, wie mit einer Stahlbürste Eis essen… 😆

      • Sportpapi sagt:

        @Pippi: „Männer, die Sex weder mit Arbeit noch mit Bislen verwechseln und einfach ein bisschen weniger fleischlich gierig und dafür liebevoller und zärtlicher sind – dann kommen auch die Frauen auf Touren.“ Ist das jetzt die Vorgabe, wie es zu laufen hat?

    • Christoph Bögli sagt:

      Was für ein Quatsch. Woher haben Sie diese Zahlen? Persönliche Befragung Ihrer Ex-Partnerinnen? Der Stand der Forschung in der Frage ist jedenfalls, dass bei gemeinschaftlichem Sex 10-20% der Frauen nie einen Orgasmus erleben. Nicht regelmässig bzw. nicht jedes Mal dürfte wohl einiges höher liegen, aber selbst dort sind 90% alles andere als realistisch. Oder mal anders gesagt: Es gibt mehr als genug Frauen, die Sex durchaus geniessen können und auch nicht darauf verzichten wollen. Eigentlich scheint mir das sogar die Normalität zu sein..

    • Nico Meier sagt:

      Nur 2% der Frauen bekommen beim sex einen Orgasmus?
      Mehr als die Hälfte der Frauen die ich geliebt habe geören zu den 2% scheine wol bei der Auswahl ein glücklichs Händchen zu haben 😉

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Nico Superhirsch. Wetten, ich kenne auch deine beiden andern Wunschphantasien?

        – gratis dürfen bei einer Prostituierten, weil du so ein Superhirsch bist, dass auch eine Professionelle weiche Knie bekommt und auf das Geld pfeift

        – mal ganz aktiv zwei ganz normalen Frauen – nicht Prostituierten – zuschauen, die miteinander zugange sind.

        Nein, ich habe keine übersinnlichen Fähigkeiten. Du bist schlicht Mainstream.

      • gabi sagt:

        Was diese Pippi aber auch immer alles weiss!

        Wirklich tragisch, dass man dieser Frau nicht die Leitung über die Schweiz – ach was sag ich… über Europa… über die Welt anvertraut.

        Wir könnten uns so viele Diskussionen sparen.

        Die Frau weiss einfach alles. Ohne lange Rückfragen, ohne wischi-waschi-wie-meinst-Du-jetzt-das?

        Einfach aus dem Bauch heraus.

        Und hat immer Recht.

        Für mich.
        Für Euch.
        Für Alle.

        Zu schade, dass der Papst nicht heiraten darf.

        Das wäre doch echt das Traumpaar „Unfehlbar“

  • Issey Schnyder sagt:

    Meine ich das nur, oder ist heute hier im MB das Verhältnis „Mann/Frau“ besonders stark bei „Männern“. Könnte das einen Grund geben? Ich kann mir gut vorstellen, dass diese Verweigerungsspielchen ganz gewöhnlichen zum weiblichen Kampf in einer Beziehung gehört. Vielleicht nicht grad Wochen und Jahre, aber.. doch, doch ich denke das ist typisch weiblich. Denn immerhin ist die Frau die begehrte und der Mann der begehrende. Frau hat was, was Mann will. Ganz einfach. Was aber um umkehrschluss nicht stimmt. Das gilt nur als Tendenz.

    • marie sagt:

      mir gefällt ihre frage ausserordentlich und ich würde mich auf zahlreiche, interessante antworten freuen.
      (muss dann morgen reinschauen, muss gehen. schön, wenn sie mal wieder da sind issey!)

      • Issey Schnyder sagt:

        Auch schön Sie wieder mal zu lesen! 😉

      • marie sagt:

        🙂 (oh mein leztes flirten im mb heute)

      • Issey Schnyder sagt:

        🙂 vielleicht auch besser so. Interessant werden Verweigerungen von Sex ja erst in Rollenspielen und da ist meiner Erfahrung so, dass Frau die wesentlich besseren Karten hat. Umgekehrt im Roleplay hat der Mann die besseren Karten im Spiel: im zwangsweisen Sex: 😉

    • Pixel sagt:

      Also eines kann Ihnen sofort bestätigen: ich persönlich treibe keinerlei Spielchen (die der berechnenden Art) und schon gar nicht in der Beziehung. Sowas finde ich kindisch und außerdem zeigt es, dass man sich nicht gegenseitigen Respekt zollt. Also nein.

      • Issey Schnyder sagt:

        Mag sein, dass das kindisch ist, doch stelle ich diese Behauptung trotzdem so in den Raum. Denn immerhin sind viele Zankereien in Beziehungen kindisch gefärbt, was darauf deuten könnte, dass Repressalien auch aus dem kindischen kommen könnte. Im obigen Text stellt sich doch wirklich die Frage, was die gute Frau sich gedacht hat dabei, dem Mann das onanieren grosszügig zu erlauben. Kindisch, oder?

      • Pixel sagt:

        Issey: nicht Ihre Frage ist kindisch – im gegenteil, sogar sehr interessant – sondern ich finde so ein Verhalten etwas kindisch. Das hat für mich sowas von diesem „ätsch-bätsch“ Charakter, den ich irgendwie nicht so läss finde.

      • Reto B. sagt:

        Dem Partner etwas vorenthalten als Druckmittel ist in meinen Augen unterste Schublade. Das entspricht grundlegend nicht meinem Verständnis von Beziehung und Liebe. Und dabei ist es mir sogar egal, obs der Autoschlüssel, das Bankkonto oder Sex ist. Ein Schritt in diese Richtung und es ist ein abendlanges Gespräch fällig. Etwas anderes ist, wenn Sex nicht mehr geht aus körperlichen oder psychischen Gründen. Dann muss Hilfe her, oder eine einvernehmliche Lösung gefunden werden. Habe von einem Fall gelesen, da schickt die Frau ihren Mann zu Prostituierten mit Anweisungen, was „erlaubt ist“.

      • Issey Schnyder sagt:

        Das habe ich schon so verstanden. Ja das hat diesen Charakter. Trotzdem behaupte ich, dass das eine Waffe der Frau ist und auch reichlich eingesetzt wird. Ob sie dann tatsächlich Zielführend ist, oder ob der Lateralschaden überwiegt wäre zu klären. Etwas was ich zwischen Ihren Zeilen lese, will ich verneinen. Im allgemeinen denke ich nicht, dass Paarbeziehungen nüchtern geführt werden können, alles besprochen werden kann und es ohne jegliche Machtspielereien geht. Ich denke, dass in jeglichen sozialen Gefügen es immer auch um Hirarchien geht und die werden mit „Spielchen“ ausgefochten.

      • Pixel sagt:

        Issey Die Sache mit Hierarchie und Machtspielchen: Vielleicht ist das so. Ich selbst habe es nie getan, vielmehr habe ich schnell gemerkt, wenn in einer Beziehung jemand deutlich überlegen oder unterlegen war. War ich diejenige, die überlegen war (manchmal wird man ja auch in diese Position gedrängt), dann habe ich mich sehr schnell sehr unwohl gefühlt und es rasch beendet. Umgekehrt hat es mich manchmal länger gebraucht das festzustellen, aber auch da war es nie so, dass es ausgespielt oder gegen mich verwendet wurde.

      • Issey Schnyder sagt:

        Einen Fall kenne ich aus meinem Umfeld. Sie will mehr Kuschelsex, er mehr, sagen wir mal, ausgefallenen und fantasiereichen Sex. Sich zu treffen ist äusserst schwierig für die beiden. Somit hat sich da eine gegenseitige Verweigerung eingeschlichen. Auch für den Paarterabeiten und seinem Sexualtherapeuten schwierig zu lösen. Die Liebe ist da, auch lebendig und trotzdem verweigert sie, weil sie weiss, dass er eigentlich was anderes will. Er verweigerts sich, weil er weiss, dass er ein Bedürfnis hat, das ihr abgeht und umgekehrt. Die Frage lautet dann: Wer kanns länger ohne. Schlimm aber real.

      • Pixel sagt:

        In der derzeitigen Beziehung die nun schon einige Jahre dauert beruht Wesentliches auf gegenseitigem Respekt. Vielleicht bekommt eine Beziehung über die Jahre eine Form der Eigendynamik und Werte verschieben sich und somit auch hierarchische Positionen?

      • Issey Schnyder sagt:

        Ich persönlich mag eine Hirarchie in der Beziehung, doch da das etwas sehr spezielles ist bei mir/uns will ich auf keinen Fall deswegen auf andere schliessen. Die männliche Seite eines solchen dreckigen und ruinösen Spiels ist Missachtung der Frau. Meiner Einschätzung nach auch sehr oft verbreitet. Wenn ichs mir nun überlege, so fidne ich das nicht mehr kindisch, sondern sehr erwachsen im Sinn von; sowas tun sich nur erwachsene an. Ich will nicht wissen, wie viele Männer das im vollen Bewusstsein tun um ihre Partnerin zu schwächen.

      • Issey Schnyder sagt:

        Ja, denke ich.

      • Issey Schnyder sagt:

        Beid er Geschichte von Lysistrata kam ja noch dazu, dass die Frauen mit ihren sexuellen Reizen sich nicht zurück hielten, von dem her, bzw. der Beobachtung des Verfassers nach, ist die Libido des Mannes sein wunder Punkt. Kann ich, bezüglich meiner Erfahrung mit meiner Neigung, durchaus bestätigen. Möglicherweise sind sich das die Frauen bewusster wie wir „starken“ Männer. Das Beispiel mit der „erlaubten* Masturbation. Lezthin, bei einem Paar um die 60, habe ich erfahren, dass er onaniert und sie das als Verbrechen an ihr wahrnimmt. Er wird somit von ihr moralisch mit seiner Libido bestraft.

      • Issey Schnyder sagt:

        Ergänzung: Zitat von mir: „Die männliche Seite eines solchen dreckigen und ruinösen Spiels ist Missachtung der Frau“ Wahrscheinlich nicht Missachtung der Frau sondern ignorieren der Frau.

  • Sandra Faber sagt:

    Ich verstehe auch nicht dass eine Frau welche zur Zeit in einer Beziehung ist auf Sex-Verweigerung macht, und danach auch noch Stolz ein Buch darüber schreibt. Ich empfinde das als sehr unfair dem Partner gegenüber.

    Allerdings ist es auch eine Tatsache das weltweit gesehen ca. 20% der Frauen und ca. 2-5% der Männer freiwillig asexuell leben, oder längere asexuelle Phasen durchleben, und dabei nicht etwa unglücklich sind.

    • Enrico M. sagt:

      Habe mal in einer Studie gelesen, dass der Geschlechtstrieb bei Männern sehr oft mit der Intelligenz einhergeht. Sprich ein nicht Intelligenter sucht Bestätigung seiner Selbst indem er viele verschiedene Sexualpartner hat!
      Finde ich einen interessanten Ansatz … daraus könnte man dann schliessen, dass die von Ihnen angesprochenen 2-5% asexuell lebende Männer intelligent sein müssten.
      Ob diese These auch beim weiblichen Geschlecht zur Anwendung kommt, enzieht sich meiner Kenntnis.

    • Grashopper sagt:

      Es sind jene die unfreiwillig asexuel leben, die ein Problem haben. Hier zeigt sich wohl ob von Partnerschaft noch gesprochen werden kann oder ob die finanzielle Sicherheit und Rücksichtslosigkeit der Frau oder des Mannes gegenüber dem Partner den generellen Rahmen dieser Union bilden.

  • Peter E. M. Schudel sagt:

    Was soll an der „Treue“ denn eigentlich gut sein? Der Besitzanspruch? Nicht teilen zu müssen? Egoismus? Eitelkeit? Liebe hat mit Sex so gut wie gar nichts zu tun. Treue ist eine reine Erfindung der Kirche (katholisch, was denn sonst). Aber, eine Kirche, bei der selbst die Priester seit 1’100 Jahren das Zölibat und damit die Treue mit Füssen treten, ist für mich kein Gradmesser von Moralvorstellungen. Zur Erinnerung: Die katholische Kirche zahlt die Alimente bis zu 4 Kindern (über Pädophilie und Homosexualität will ich mich hier nicht einlassen). Steht im katholischen Kirchenrecht.

    • xyxyxy sagt:

      Beruhigen sie sich. Wen interessiert denn die Kirche.
      Treue ist ein menschliches Bedürfnis. Das hat weniger mit Sex zu tun, sondern mit einem existenziellen Bedürfnis von Angenommen sein, Sicherheit und dergleichen.
      Wenn sie eine Liebesbeziehung aufrecht erhalten können, in welcher Sex so gehandhabt wird wie Kinobesuch. Ist doch super. Aber die grosse Mehrheit der Menschen können das nicht. Auch wenn sie Atheisten oder Protestanten sind.

    • Pixel sagt:

      Sex hat in meinem Verständnis einer Partnerschaft sehr wohl was mit Liebe zu tun. Und im Verständnis meines Partners ebenso. Egal, wie sich Dinge entwickeln, ich würde es auf jeden Fall zu schätzen wissen, wenn in der partnerschaftlichen Sexualität ein allfällig vorhandenes Defizit ausgesprochen würde. Wie man dann reagiert und ob man in der Lage ist, selbst daran was zu ändern ist eine andere Geschichte. Würde ich aber erfahren, dass quasi „aus dem Nichts heraus“ fremdgegangen wird, wäre das schon ein Vertrauensbruch. Und zwar aus genau dem erstgenannten Grund.

      • Sportpapi sagt:

        Gut. Dumm wäre es einfach, wenn der Partner als Bedürfnis anmeldet, gerne etwas (personelle) Abwechslung im Bett zu haben… 🙂
        Ernsthaft: Solange beide sich bemühen, und die Bedürfnisse nicht zu weit auseinander liegen, sollte da ja auch kein Problem bestehen. Wenn beide Partner Sex nur in Zusammenhang mit Liebe sehen – denn dann ist es wirklich ein Vertrauensbruch.

      • Pixel sagt:

        Sp: schon klar, dass ist dann eine große Herausforderung. Aber mal ehrlich, der Wunsch nach einer personelle Änderung kommt ja auch nicht einfach so. Vielleicht habe ich da auch einen idealistischen Ansatz, wer weiss. Und vielleicht rede ich in 10 oder 15 Jahren anders darüber.

      • Sportpapi sagt:

        @Pixel: Abwechslung, nicht Änderung. Das ist keineswegs das Gleiche.

    • Carolina sagt:

      Ich finde es noch ‚witzig‘, wie die meisten hier davon ausgehen, dass sie genau wissen, wie der Partner, den sie heiraten/mit dem sie eine Beziehung eingehen tickt – und dass sich das auch in Zukunft nicht ändert. Die meisten Menschen, ich inklusive, können das ja nicht mal für sich selber wissen. Das Rucksäckli, das jeder mit sich herumträgt, nimmt man ja in jede neue Beziehung wieder mit – da kann man auch grad so gut irgendwann mal mit dem Ausleeren anfangen (Ausnahmen der krassen Art vorbehalten). Das ist ja genau das, was eine Beziehung eingehen bedeutet – zu offen, dass die Liebe stark

      • Carolina sagt:

        /2 genug ist, das, was die Zukunft bringt, auszuhalten. Bei den ersten Schwierigkeiten weiter zu marschieren, ist eben nicht erwachsen, denn irgendwann hat ja mal der Wunsch bestanden, mit genau dieser Person das alles zu bewältigen.
        Herr Schudel, die meisten Menschen haben einen Wunsch nach Verbindlichkeit, nach Treue – manchmal hat das etwas mit Besitzansprüchen oder mit Abhängigkeit zu tun. Meistens aber eher mit dem Wunsch, einem Partner vertrauen zu können und zwar völlig. Wenn Sie dieses Bedürfnis nicht haben, warum leben Sie es

      • Carolina sagt:

        /3 dann nicht einfach anders aus? Auch die Kirche hindert sie heutzutage nicht daran. Obwohl die Kirche, der ich selber nicht nahe stehe, vielleicht sehr wohl eine Idee davon hat(te), dass Unverbindichkeit sehr einsam machen kann.

        PS Das muss natürlich ‚hoffen‘ und nicht ‚offen heissen‘ da oben 😉

      • Pixel sagt:

        Genau das, Carolina wollte ich ansprechen. Bedürfnisse ändern sich, ist ja auch in Ordnung. Was dann eine gute Partnerschaft ausmacht in meinen Augen ist darüber sprechen zu können.

      • Sportpapi sagt:

        Hier ist das Problem einfach, dass darüber sprechen manchmal nicht reicht. Und es sich vielleicht auch nicht lohnt, über etwas zu sprechen, einen Wunsch zu äussern – wenn man als langjähriger Partner die Antwort doch schon weiss.

      • Carolina sagt:

        Naja, Sportpapi, wir werden kaum jede Eventualität in jeder Beziehung abdecken können. Tatsache ist, dass es hilft, früh in der Beziehung über die eigenen Wünsche, Sex und Hoffnungen sprechen zu können oder sie wenigstens dem anderen zu zeigen. Dann ist es auch bei einer Aenderung in der Beziehung (und die kommt IMMER) leichter, darüber zu reden. Sonst bildet sich irgendwann eine Mauer, die man dann kaum noch überwinden kann.

      • Pixel sagt:

        Sp: das stimmt wiederum – oder anders: es erschwert, es anzusprechen. Immerhin hätte man dann informiert und dem Gegenüber potentiell die Möglichkeit eingeräumt, darüber nachzudenken und darauf zu reagieren (in irgendeiner Weise). Ich selbst mag es halt nicht, wenn ich bei einem Thema, wo ich sehr wohl eingebunden bin, einfach vor vollendete Tatsachen gestellt werde oder schlimmer noch, irgendwann erfahren muss, dass hinterrücks Sachen passiert sind.

      • Sportpapi sagt:

        Ihr habt völlig recht. Aber ihr widersprecht mir ja auch nicht. Nicht grundsätzlich.

      • Muttis Liebling sagt:

        Carolina, für wie möglich halten Sie Prognosen in Beziehungen? Die meisten Menschen sind ja nicht mal zur Selbstprognose fähig und eigentlich ist das gut so. Sonst würde man vieles gar nicht beginnen.
        Mir geht in dieser ganzen Diskussion verloren, dass man sich und die Beziehung selbst dann entwickelt, wenn man es weder merkt noch will. Und die ganze Überbetonung der Sexualität geht mir langsam nur noch auf den Geist. Beziehung, die besondere Form der Liebe kann sich manchmal auch quer, nicht gegen, Sexualität entwickeln.

      • Carolina sagt:

        ML, siehe meinen Post 15:46. Und ja, ich stimme Ihnen dieses Mal absolut zu, auch wenn nicht das nicht so schön ‚preussisch stramm‘ ausgedrückt habe 😉

      • Muttis Liebling sagt:

        Darauf bezog sich meine Frage, ich hätte es gern konkreter.

    • Treue: Was darunter zu verstehen ist und ob es in der Beziehung gilt und wie stark, muss zwingend vor der Heirat vereinbart werden.

  • Trolol sagt:

    frauen die dicht machen sind nicht ganz dicht

  • Peter E. M. Schudel sagt:

    Das liegt an der Verlogenheit der Monogamie. Alles dummes Kirchengeschwätz. Wir haben eine Trennungs/Scheidungsrate von nahezu 60%, dann sind da noch die Männer/Frauen, welche in einer unglücklichen Partnerschaft/Ehe ausharren (das dürften locker nochmals 20% sein) und schliesslich noch etwa 10%, die sich vom Partner dermassen unterbuttern lassen, dass sie nicht aufzumucken wagen. Dann bleiben also, nach Adam Riese oder Eva Zwerg, gerade noch 10% „Glückliche“ übrig. Die Monogamie gehört definitiv auf den Scheiterhaufen der Kirchengeschichte, denn sie hat in 1’100 Jahren nur Leid erzeugt!

    • Philipp Rittermann sagt:

      wir müssen da schon unterscheiden. monogamie vor dem ehegelübde ist kein thema – im gegenteil – die partner sollen sich vor der ehe ausgelebt haben. ich bin aber schon der-, in ihren augen wohl konservativen, -meinung, dass man sich in einer (glücklichen) ehe gegenseitig treu ist. will man das nicht, braucht man auch nicht zu heiraten. ich gebe ihnen aber insofern recht, dass für eine zufriedene partnerschaft nicht unbedingt eine eheschliessung von nöten ist. die ganze thematik hat also eigentlich mit der kirche nicht viel zu tun; sondern mit „liebe“ und verstand.

      • Carolina sagt:

        Herr Rittermann, ich bin froh, dass Sie nicht gesagt haben, Liebe ODER Verstand. Beides ist nämlich sehr wohl vereinbar. Dazu würde allerdings gehören, dass man erwachsen genug ist, um auch in einer Beziehung nicht von Maximalforderungen auszugehen. Ich bezweifle sehr, dass eine Form der Beziehung allein seligmachend ist, denn der Inhalt dieser Beziehung wird immer noch von denselben Menschlein geprägt. Man könnte ja auch alles umdrehen und feststellen, es scheint doch immer noch bei den allermeisten Menschen der Wunsch nach einer (monogamen) Beziehung zu bestehen. Scheint, auch ohne das Zutun

      • Carolina sagt:

        /2 der Kirche suchen Menschen seit jeher einen Gefährten – nicht mehrere Gefährten.

      • alien sagt:

        Maximalforderungen? Was hat es denn mit Maximalforderungen zu tun, wenn ich IMMER ALLES SOFORT will?

    • Carolina sagt:

      Was hindert Sie daran, polygam zu leben? Oder stellen Sie sich eine staatliche Verordnung vor oder warten Sie eben doch auf den Segen der Kirche? Man kann verlogen in der Monogamie, aber auch in der Polygamie leben. Aber wenn Sie jemanden finden, der das Konzept P auch so toll findet wie Sie und ihrer ganz persönlichen Statistik zustimmt, was hindert Sie?

    • Carolina sagt:

      Was hier ziemlich konsequent ausgeblendet wird ist, dass eine Partnerschaft noch andere Zwecke hat als regelmässigen Sex. Kinder z.B und meiner Erfahrung nach gibt es etliche Paare, die alles mögliche, auch gar keinen oder schlechten Sex in Kauf nehmen, um den Kindern einen sicheren Rahmen zu bewahren. Viele Menschen haben ein Sicherheitsbedürfnis, dass in einer festen Beziehung besser gestillt wird als in ständig wechselnden. Und dann gibt es noch ganz rationale, die wissen, dass sich Beziehungen im Laufe der Zeit verändern – wenn es einem nicht passt, muss er das laut sagen!

      • Sportpapi sagt:

        Eben. Ganz meine Meinung. Wobei ich mich eher nur zu den rationalen, nicht ganz rationalen zählen würde 🙂

      • Philipp Rittermann sagt:

        sie haben nichts geschrieben, was ich nicht unterschreiben kann. vielleicht eine kleine ergänzung: ich stelle vielfach mit bedauern fest, dass beziehungen häufig aufgrund mangelnden willens zum zusammenhalt und aufgrund „luxus-problemen“ scheitern. auch hier ist es für eine dauerhafte beziehung wichtig a) „das heu“ von beginn weg „auf der gleichen bühne“ zu haben und b) probleme und (zwangsläufige) veränderungen währden der lebensabschnitte aktiv und gemeinschaftlich anzugehen und nicht gleich „die flinte ins korn zu schmeissen“.

      • Philipp Rittermann sagt:

        …und ja – meine damen und herren – natürlich ist das mit „arbeit“ verbunden.

      • xyxyxy sagt:

        sehr gut Carolina – meine volle Unterstützung.
        neben dem Sicherheitsbedürfnis – würde ich noch anfügen, dass Menschen das Bedürfnis nach einer bleibenden Liebe haben. Also einer Person die JA sagt zu mir und mir treu ist (das ist jetzt nicht sexuell gemeint).

        @schudel – ich gehöre zu den Glücklichen. Ich finde es ungemein bereichernd mit dem gleichen menschen, durch das leben zu gehen. Monogamie gibt es übrigens länger als die Kirche und auch dort, wo es keine Kirche gibt.
        Ich sehe auch überhaupt nicht, dass solche mit mehreren oder wechselnden Partner glücklicher sind. Also: cool down.

  • Peter sagt:

    Frau, die Sex verweigert – auch für einen angeblich guten Zweck – behandelt Sex wie eine Ware. Sie muss sich dann nicht wundern, dass Mann sich die Ware anderswo holt. Zudem: Muss ja ein tolles Gefühl sein, mit Verweigerung seine Macht auszuspielen. Wirklich ein edles Vorgehen!

  • Peter E. M. Schudel sagt:

    Das Thema taugt nur für monogame Spiesser!

    • Philipp Rittermann sagt:

      interessante these herr schudel. aus meiner persönlichen erfahrung kann ich ihnen aber sagen, dass gerade die „spiesser“ zur polygamie tendieren.

  • dres sagt:

    Diese Mär wird immer und immer wieder erzählt. Real erlebt habe ich das allerdings wirklich noch nie – und die Männer in meinem Bekanntenkreis auch nicht. Diese Ausnahme bestätigt ganz einfach die Regel.

  • Jo Mooth sagt:

    Was für eine unemanzipierte Perspektive: Männer gieren nach Sex, Frauen sagen nö. Im Alltag ist es oft umgekehrt. Es gibt viele sexgeile Frauen, die von Männern, welche keine Lust auf Sex haben, abgewiesen werden. Gesprochen wird darüber allerdings nicht. Offenbar ein Tabu.

  • Frank Baum sagt:

    Das Interessante an diesem Artikel sind die Massenproteste. „Sexstreik“ in einer Einzelbeziehung ist das eine – das kann alle möglichen Gründe haben. Es gibt aber ganz offensichtlich Situationen, in denen dieser Sexstreik für politische Ziele eingesetzt wird. Da hat das ganze dann nichts mit irgendwelchen Beziehungsproblemen zu tun sondern einfach mit dem Verfolgen eines politischen Zieles. Die einzigen erfolgreichen Beispiele dieser politischen Streiks richten sich gegen Gewalt. Dort funktioniert das Mittel und das ist eigentlich ganz gut so.

  • jacqueline sagt:

    Die Frauen die glauben sie können einen Mann ohne Sex für sich behalten sind leider falsch informiert. Sex mit dem Partner ist einer der wichtigsten Voraussetzungen das er bleibt.
    Die Männer die glauben eine Frau nicht gut behandeln zu müssen, sind leider auch falsch informiert.

    • Philipp Rittermann sagt:

      einverstanden. je besser der mann die frau behandelt, desto grösser ist auch das entgegenkommen der frau in strittigen situationen.

    • Sportpapi sagt:

      Beziehungspflege nennt man das wohl. Wobei ich mir schon vorstellen kann, eine gute Beziehung auch ohne Sex am Leben zu erhalten. Wenn ich den Sex „legal“ an anderen Orten bekommen kann. Wäre doch auch blöd, eine gute Beziehung, vielleicht sogar ein intaktes Familienleben aufzugeben, nur weil der Teilaspekt „Sex“ nicht mehr recht funktioniert.

      • Philipp Rittermann sagt:

        sportpapi – da gebe ich ihnen auf der ganzen linie recht. ist aber wahrscheinlich auch eine geschichte des reife-prozesses.

      • mila sagt:

        Nur dumm, sehen es in der Praxis die meisten Menschen (Männer wie Frauen) mit dem Beziehungsleben nicht ganz so rational wie Sie.. 😉

      • Carolina sagt:

        Im Kino läuft gerade ‚Hope springs‘, über ein Paar, das einen Paartherapeuten aufsucht. Ist, mal die übliche Rührseligkeit abgezogen, wirklich sehr interessant und meiner Erfahrung nach auch recht lebensnah. Und Tommy Lee Jones (und Merryl Streep sowieso) ist phantastisch in dieser Rolle. Erstaunlicherweise keine einfache Kost.

      • Sportpapi sagt:

        @mila: Ich habe auch nicht gesagt, dass meine Prinzipien immer den Praxistest bestehen würden. Aber ist doch wahr.

      • Pixel sagt:

        Sp, ich bin Ihrer Meinung. Aber ich kann mir eben sehr gut vorstellen, dass bei einigen Paaren der Sex dereinst eben nicht ein Teilaspekt war….

      • Sportpapi sagt:

        @Pixel: Was einmal war, ist vorbei. Wichtig ist, was man hat, was entstanden ist.

      • Pixel sagt:

        Oft sind aus sowas eben kleine Kindlein entstanden, derentwegen die Beziehung überhaupt noch Bestand hat.

      • Sportpapi sagt:

        Eben: „Wichtig ist, was man hat, was entstanden ist.“ Gerade in dieser Situation wäre es doch hilfreich und ehrlich, wenn man sich nicht ganz trennen will, wenn man sich wenigstens die nötigen (sexuellen) Freiräume eingestehen würde.

      • Carolina sagt:

        Ja, das wäre schön, wenn das so funktionieren könnte. Aber leider fühlen sich viele, ob Männlein oder Weiblein, kaum in der Lage, das zu verbalisieren; es wird,so die Befürchtung, fast immer wie moralische Erpressung aufgefasst. Wenn man vorher nicht sagen konnte, was einem wirklich wichtig ist, wie soll man das dann in extremis fertigbringen? Aber für unmöglich halte ich es nicht, Sportpapi, da haben Sie wohl recht. Ich könnte mir vorstellen, dass Sex bei manchen (älteren?) Paaren einfach einschläft, ohne dass einer darunter leidet – aber eben, die Voraussetzung ist, dass beide ok damit sind.

      • Sportpapi sagt:

        @Carolina: Ich glaube aber auch nicht, dass man alles immer zerreden muss. Dann schläft der Sex beim glücklichen Paar halt ein. Und beide gönnen sich auch gewisse Freiheiten, unausgesprochen.

      • Carolina sagt:

        Wenn bei glücklichen Paaren der Sex einschläft, gibt es ja auch nichts zu bereden. Aber Ehen, in denen nie gelernt wurde, seine eigenen Bedürfnisse zu reden, oder wenn Du willst, zu zeigen, haben dann eben, wenn es knistert im Gebälk, auch nicht die grossen Kommunikationskompetenzen. Ich halte es für ein riesengrosses Märchen, dass der Partner schon irgendwann merkt, was einem guttut. Vergiss‘ es. Die Anzahl der Paare, die aus allen Wolken fallen, wenn sie sich gegenseitig mal ihre Fantasien und Wünsche ehrlich mitteilen, sind Legende!

      • Sportpapi sagt:

        @Carolina: Ich meinte damit: was ich nicht weiss, macht mich nicht heiss… Ehrlich, wenn meine Frau dann in den nächsten 40 Jahren mal Sex mit jemand anderem hat, aus was für Gründen auch immer. Dann möchte ich das nur wissen, wenn es für sie eine grössere Bedeutung hat. Und selbst wenn ich es spüre, werde ich vielleicht nicht nachfragen.

      • Carolina sagt:

        SP, auch das kann man nicht voraussagen. Es kommt immer auf den dann herrschenden Zustand der Beziehung an, auf den Stand der eigenen Zufriedenheit, auf, auch wenn das unromantisch ist, die ökonomischen Sachzwänge und, vor allem, was für die Kinder gut ist oder nicht. Aber es ist eine Option, das stimmt. Ich persönlich halte sie für nicht die schlechteste. Die Frage ist auch, ob es für den anderen Partner auch so wäre – gibt ja genug Beispiele, wo ein Partner etwas einfordert, das er/sie selber nicht erfüllen könnte oder wollte.

  • Widerspenstige sagt:

    Es gibt versch. Gründe zwischen einem Paar, für welche Spielart der Erotik es sich entscheidet. Das kann absolut mal eine Sexpause sein, wo man sich aus dem Weg geht, separate Zimmer bezieht und mal nur sich selber sein will. Kommt ganz auf die Konstellation der Beziehungsintensität darauf an.

    Hier im Artikel handelt es sich um eher politisch motivierte Sexstreiks, welche ja chronologisch erwähnt werden u entsprechende Wirkung zeigen. Wenn schon immer wieder betont wird, dass Prostitution zum ältesten Gewerbe der Welt zähle, was so nicht stimmt!, muss sich nicht über Sexstreiks wundern!

    • Sportpapi sagt:

      „Wenn schon immer wieder betont wird, dass Prostitution zum ältesten Gewerbe der Welt zähle, was so nicht stimmt!, muss sich nicht über Sexstreiks wundern!“ Ist das nun nicht gerade umgekehrt?

      • marie sagt:

        ws spricht von politisch motivierten sexstreiks. ein mann der mit einer prostituierten oder geliebten diese „durststrecke“ überwindet – ist in meinen augen und ganz bestimmt auch in den augen der sextreikerinnen ein, sorry word, knilch.
        denn es spricht nix dagegen, eine fehde mit allen mitteln (also in diesem fall koll sexstreik) zu beenden, die der gemeinschaft schadet. traurig ein solcher mann.

      • Sportpapi sagt:

        „denn es spricht nix dagegen, eine fehde mit allen mitteln (also in diesem fall koll sexstreik) zu beenden, die der gemeinschaft schadet. traurig ein solcher mann.“ Hä?

      • marie sagt:

        eben sie trennen nicht.

      • Sportpapi sagt:

        Deutsch, Marie, dann werden Sie auch verstanden. Und nein, der Zweck heiligt nicht jedes Mittel. Schon gar nicht, wenn die Mittel untauglich sind.

      • marie sagt:

        2011 – Ebenfalls Erfolg haben Frauen eines philippinischen Dorfes. Dort genügt allein die Androhung eines Streiks, um eine jahrelange Fehde mehrerer Familien zu beenden. Die Idee hatte eine Frauengruppe, die gemeinsam eine Schneiderei gegründet hatte, ihre Waren aber wegen der andauernden Konflikte und Schiessereien nur unregelmässig ausliefern konnte.

        ES nützt offenbar! 🙂

      • Widerspenstige sagt:

        Sportpapi, ich wollte damit in Erinnerung rufen, dass Prostitution – im üblichen Sinn! – nichts anderes darstellt als eine Dienstleistung am Kunden. Um es mal ökonomisch zu sehen. Werden nun Sexstreiks aus politischen Gründen durchgeführt, wird diese Dienstleistung verweigert, bis die Konditionen bzw. Verträge, die damit einher gehen, erfüllt wurden von den Kunden. Ist das nachvollziehbar, wenn ich es so runterbreche?

      • Katharina sagt:

        …. fascinating logic, ws und marie….

      • Sportpapi sagt:

        @WS: Was spricht dann dagegen, die Dienstleistung einfach am anderen Ort zu beschaffen? Eben: Sexstreik führt zu mehr Prostitution…

      • Katharina sagt:

        naja.. genaugenommen heisst der streik ja auch, dass sex als quid pro quo Transaktion gesehen wird. technisch gesehen Prostitution….womit belegt ist, dass einige Ehen wohl ein Verhältnis der Prostitution sind.

        Streik ist jauch ein taktisches Mittel des collective bargaining. tia. es gibt ja auch frauengewerkschaften (in denen die working girls sich organisieren).

        lustig, nicht?

        😉

    • Philipp Rittermann sagt:

      tut er auch nicht und geht ins puff. vielleicht bin ich ja eine ausnahme; aber ich hätte genügend möglichkeiten einen „sexstreik“ zu umgehen? und generell finde ich das, falls das mit dem sexstreik wirklich greift, ein ziemliches armutszeugnis für den mann.

      • marie sagt:

        nein, anders sehen: es ist ein armutszeugnis, dass sie vor lauter fehde nicht gesehen haben, dass genau das der gemeinschaft schadet.
        über das andere schmunzeln 😉 …selbsironie ist immer noch eine der besten reaktionen.

      • Philipp Rittermann sagt:

        da gebe ich ihnen recht, marie -> siehe bitte auch mein statement 12:51 weiter oben. man muss sich doch gegenseitig das leben schwerer machen als es eh‘ schon ist?

      • Sportpapi sagt:

        @marie: Mit „genau das“ meinen Sie hoffentlich den Sexstreik, oder?

      • marie sagt:

        hr rittermann hat mich verstanden, mir genügt das.

      • Widerspenstige sagt:

        Es wäre dann ein Armutszeugnis für die Kommunikationsfähigkeit innerhalb dieser Beziehung. Wenn er ins Puff geht, statt der Ursache des Sexstreiks auf den Grund zu gehen (bezieht sich vorallem auf private Verweigerung, nicht politisch motivierte)

      • Sportpapi sagt:

        @WS: Wer einen Streik ausruft, statt zu kommunizieren, muss sich nicht wundern, wenn der Gegenüber dann auch nicht nachfragen möchte.

      • Widerspenstige sagt:

        Fehlanzeige Sportpapi! Zuerst wird eine Frau in den allermeisten Fällen ziemlich lautstark und mit Vehemenz sagen, was Sache ist. Wenn dann der Mann auf stur schaltet, wird sie ihm den Sexstreik androhen oder es einfach durchziehen. Er weiss dann normalerweise schon, dass die Stunde geschlagen hat und er jetzt über seine Bücher muss, wenn ihm die Beziehung am Herzen liegt. Es dürfte wenig Frauen geben, welche von heute auf morgen einfach eine Verweigerung durchziehen. Also etwas mehr Alltagstauglichkeit will ich von Dir jetzt schon lesen zum Thema, nicht?!

      • Sportpapi sagt:

        Och, WS, Du kann sicher sein, dass der Mann seine Alternativen bei diesen eskalierenden Schritten auch längst zur Sprache gebracht und in die Waagschaale geworfen hat. Ich weiss ja nicht, wie du das erlebst. Aber das, was ich, was viele Männer am wenigsten gerne haben, ist, dass sie unter Druck zu irgend einem Verhalten gezwungen werden sollen. Da schaltet man dann schnell mal auf stur und macht Sachen, die man eigentlich gar nicht möchte. Soo ist der Alltag! (bzw. nicht, weil es glücklicherweise, zumindest bei mir, nicht häufig vorkommt).

      • Widerspenstige sagt:

        SP: ‚..Aber das, was ich, was viele Männer am wenigsten gerne haben, ist, dass sie unter Druck zu irgend einem Verhalten gezwungen werden sollen. Da schaltet man dann schnell mal auf stur u macht Sachen, die man eigentlich gar nicht möchte…‘ Genau das haben Frauen auch nicht gerne u reagieren meist äusserst empfindlich darauf. Das liegt wohl in der Natur des Menschen, nicht wahr? Aber zuviele Frauen machen dem Frieden zuliebe lange Zeit Dinge mit, die sie eigentlich gar nicht mögen, statt frühzeitig sich zu erklären u sich zu weigern in kleinen Schritten.

        Hinhören, Abtasten, Reagieren.

  • Martin sagt:

    Zehn Jahre andauernde, freiwillige Sexpause ? – Kann ich nur sagen, selbst schuld…

  • pascal sutter sagt:

    Mehr Sex würde die beschriebenen Probleme wahrscheinlich eher lösen.

    Eine ältere Dame hat mir mal gesagt, sie könne sehen, wer genug Sex hatte und wer nicht. Nämlich am entspannteren Gesichtsausdruck : )

  • Nico Meier sagt:

    Kürzlich habe ich meine Partnerin gefragt, ob sie solche Sexboykotte für sinvoll halte.
    Sie hat gemeint sie wäre doch nicht so blöd einen Boykott zu machen der ihr selber schade. eine gute Antwort finde ich.

  • *sigh* sagt:

    Angenommen Mann lässt sich die Verweigerung offiziell beim Notar von Frau bestätigen, ist dann damit dieser Aspekt der Schuldfrage bei der Scheidung wegen Fremdgehen des Mannes getilgt oder wäre es immer noch des Mannes Fehler inkl. zugehöriger Konsequenzen (zB Sorgerechts/Kinderentzug weil er damit „die Familie gefährdete“)?
    Ich würde das jedenfalls nicht mitmachen, spätestens nach 2 Monaten wäre Streit auf allen Ebenen im Haus und nach 3 Monaten wäre die Frau draussen!

    • marie sagt:

      sind sie aber rational. ich stelle mir die verhandlung vor, wo der richter stundenlang über die sexverweigerung referiert… da vergeht doch dem richter die lust auf sex 🙂

    • alien sagt:

      Hmmmm. Da gibt es aber noch so ein lästiges emotionales Anhängsel namens „Liebe“. Wenn der Sex abhanden kommt aber die Liebe nicht… was dann? Egal, zipp, zapp?

    • alien sagt:

      Äh und sigh, den Richter interessiert die „Schuldfrage“ bei einer Scheidung nicht.

    • *sigh* sagt:

      Offiziell gibt es die Schuldfrage nicht mehr, wenn aber Frau wegen dem Fremdgehen dann „auseinanderleben“ als Scheidungsgrund angibt obwohl dies von ihr „verschuldet“ war (hier wäre die Sachlage klar – sogar notariell beglaubigt) dann erwarte ich (als Mensch, nicht als Mann) von Justizia, dass das Gros der Nachteile die für beide entstehen zulasten der Frau geht zumal sie es war die die Familie „zerstörte“.
      Zur Liebe: Wenn die Frau ihren Mann zu quälen beginnt ist die Liebe sowieso schon tot.

  • plop sagt:

    Was mich am Text lachen machte, war, dass dieses Verweigerungssystem ja scheinbar auch wirklich funktioniert. Warum ich deswegen lachen musste? Es spricht nicht unbedingt für den Mann, oder?

    • Sportpapi sagt:

      Warum nicht? Im Gegenteil. Würde der Mann als Konsequenz Sex auch als Ware betrachten und ihn auswärt „einkaufen“, würde es ja nicht funktionieren. Tut er aber offensichlich nicht. Wider jeglicher Vernunft bleibt er treu.

      • alien sagt:

        Gibt es beim Sexstreik eigentlich auch Streikbrecherinnen?

      • marie sagt:

        die gibt’s. aber denen würde ich vorschlagen, sich dann nicht in der schneideri zu bewerben, die den sexstreik erfolgreich durchgeführt hat.

      • alien sagt:

        Dochdoch. „Ich wollte ihm nur zeigen, was ihm entgeht!“ Also die Frau hätte den Job.

      • plop sagt:

        @ paps: Es zeigt, dass der Mann/Mensch bestechlich ist. Und simpel. (Ich schreibe „Mensch“ weil ich die Frauen da nicht ausnehmen will)

      • Sportpapi sagt:

        Bestechlich? Wie kommen Sie darauf?

      • marie sagt:

        einfache strategie, grosse wirkung.
        kein sex für den mann (strategie) führte zur beendigung der fehde (zbsp.) und ermöglichte ein erfolgreiches geschäft, das der gemeinschaft zugute kommt (grosse wirkung).

      • marie sagt:

        mit anderen worten: kein sex solange ihr die fehde weiterführt (erpressung). wenn ihr damit aufhört, dann kriegt ihr wieder sex (bestechung).

      • Sportpapi sagt:

        @Marie: Eben, und wider jeder Vernunft bleibt er treu. Was meinen Sie, wie lange?

      • marie sagt:

        versuchen sie mal den politisch motivierten sexstreik und den beziehungssexstreik zu trennen.

      • Sportpapi sagt:

        ok, Marie. In der Beziehung gehe ich davon aus, dass ich zumindest eine Mitschuld trage. Damit kann ich wohl leben und mich allenfalls bessern. Im politischen Fall habt ich gerade gar kein Verständnis. Da lägen dann die Alternativen auf der Hand.

      • marie sagt:

        2011 – «No más sexo» skandieren die Frauen Barbacoas, einem armen Dorf im Süden Kolumbiens, und setzen ihre Männer vor die Schlafzimmertüre. Ziel der Sex-Streikenden: Die Sanierung der einzigen Zufahrtsstrasse. 110 Tage harren die Frauen (und Männer) aus, dann wird der Streik beendet und die Strasse endlich geteert.

        es bewährt sich ja! und die männer die diese durststrecke mit prositution oder einer gelieben überbrücken – mit verlaub, das sind knilche!
        haben sie jetzt angst dass frauen mit dieser strategie die weltherrschaft übernehmen? 😉

      • marie sagt:

        einfach strategie – grosse wirkung!
        alle (auch die herren) sind darüber sicherlich glücklich, das die strasse endlich geteert wurde. 🙂

      • Sportpapi sagt:

        @Marie: Und dann sind die Männer gegangen und haben die Strasse geteert? Oder was? Und wie kommen Sie auf Knilche?

      • Sportpapi sagt:

        @Marie: Wissen Sie: eigentlich bin ich ja überzeugt: Wenn wir nun zwei Monate Sex-Streik ausrufen würden. Ich bin sicher, es wäre endlich Weihnachten!

      • marie sagt:

        yep – mir werfen sie unkenntnisse in deutsch vor. aber sie können keine texte interpretieren. lustig das. 😆

      • marie sagt:

        maria wärst du hart geblieben, wäre weihnachten uns erspart geblieben.
        mir ist weihnachten nicht wichtig. also braucht es auch keinen streik. 😉

      • Sportpapi sagt:

        @Marie: Stimmt. Ich versuche meist, nicht zu sehr zu interpretieren. Sondern zu verstehen.

      • marie sagt:

        🙄 ja, sie oberlehrer. ich habs mal zur abwechslung mit ihnen probiert zu diskutieren, aber es macht einfach keinen spass.

      • Sportpapi sagt:

        @Marie: Stimmt, das mit dem Spass. Bei Ihnen komme ich mir immer wieder vor wie beim Schachspiel, wenn der Gegner ständig Würfel oder Spielkarten zückt und damit gewinnen möchte. Aber gut, dann sind wir uns ja einig.

      • alien sagt:

        Also marie, in Kolumbien überbrücken die Männer die Durststrecke mit Asphalt 🙂

    • pascal sutter sagt:

      Nun, ein Mann kann eigentlich auch ohne die Frau zufrieden sein.

      Siehe: (1) http://goo.gl/N5yDs und dann (2) http://goo.gl/7VkIB

    • Miriam Suter sagt:

      hihi. das andere Geschlecht zu manipulieren und dann sich darüber lustig machen.
      hat etwa das gleiche niveau wie die sogenannten pick-up artists, einfach umgekehrt. sie verachten das andere geschlecht und nutzen die schwächen zum eigenen Profit. Beide Geschlechter können das machen. Es geht nur darum zu wissen, was das andere Geschlecht will. Beim Mann ist es ein wenig einfacher, aber auch Frauen sind manipulierbar.

      Siehe Kachelmann. Spricht der Fall Kachelmann jetzt für oder gegen die Frau? Ich denke nicht, dass wir als Gesellschaft noch weit kommen wenn wir uns weiter fertig machen.

  • Arielle sagt:

    Ein Mann, der mich belügt, betrügt, beleidigt, unterdrückt oder sonstwie unangemessen behandelt, hat mein Vertrauen verspielt. Ein Mann, dem ich nicht 100%ig vertrauen kann, hat in meinem Körper nichts mehr verloren und dort nichts mehr zu suchen!

    • Sportpapi sagt:

      Und das passt wie zum Thema?

      • marie sagt:

        sie spricht ua mögliche folgen bei sexueller unlust an. es gibt ja herren hier, die würden sich ja scheiden lassen oder nach asien reisen, wenn die frau über längere zeit kein bedürfnis nach sex hat (ja das gibt es sport).

      • Sportpapi sagt:

        @Marie: Das haben Sie nun erfunden. Arielle erklärt vielmehr, weshalb sie allenfalls keine Lust mehr hat. Nur geht es dann ja nicht um Boykott, sondern als Konsequenz um Trennung. Eine ganz andere Schiene.
        Zu Ihren Punkten: Entweder trennen sich die Männer, oder sie finden eine einvernehmliche Lösung. Ist ja logisch.

    • Nico Meier sagt:

      Arielle warum lassen sie sich mit Männern ein die sie belügen, betrügen, beleidigen und unterdrücken?
      Suchen sie sich einfach einen anständigen Mann und falles sie nicht auf diese latinolovertypen rein bei denen ist nichts anderes zu erwarten.

      • marie sagt:

        hr m – ar***l***** gibt es überall (auch hier in der ch). das hat nix mit latinos, inuit, klingonen zu tun.

      • Nico Meier sagt:

        Und die Frage bleibt warum Frau sich mit solchen Männern einlässt.

      • marie sagt:

        und die frage bleibt: wieso gibt es solche al?
        bringt nix diese diskussion – that’s life.

      • Sportpapi sagt:

        @Marie: Sie verweigern einmal mehr die Diskussion. Da wäre es doch besser, einfach nicht zu antworten. Statt wieder zu verwedeln.

      • Nico Meier sagt:

        Wenn Frau mal Verantwortung für etwas übernehmen müsste für etwas lohnt sich eine Diskussion natürlich nicht.

      • marie sagt:

        mit arielle würde ich durchaus diskutieren – aber nicht mit den hh sport und meier. ganz einfach.

      • marie sagt:

        der grund hat er soeben im post oben beantwortet. (schon wieder MUSS die frau verantwortung übernehmen usw… öde und zermürbend mit solchen männern zu diskutieren)

      • Sportpapi sagt:

        Wieder mal beleidigte Leberwurst, Marie? Ist das nicht langsam etwas mühsam, so jeden Tag? Viel schlimmer als Sexstreik finde ich ja den Diskussionsstreik. In der Beziehung. Hier leben wir gut damit.

      • Sportpapi sagt:

        Und ja, Marie. Auch eine Frau muss mal Verantwortung übernehmen. Zumindest für ihr eigenes Leben.

      • marie sagt:

        ich bin überhaupt nicht beleidigt. da unterstellen sie mir was. ich zitiere gabi: lesen was da steht.

      • marie sagt:

        „Ein Mann, dem ich nicht 100%ig vertrauen kann, hat in meinem Körper nichts mehr verloren und dort nichts mehr zu suchen!“ zitat arielle!
        tut sie ja, indem sie konsequent ist (oder sind sie wissend geboren?).

      • Nico Meier sagt:

        In ihrem Körtper nichts mehr verloren so weit so gut aber der konsequente Weg wäre die Beziehung zu beenden aber nein für die Kosten der Frau aufkommen darf er natürlich auch weiter auch wenn er nicht ihr 100% Vetrauen geniesst.

      • Tomas sagt:

        m: Klingonensex, wow, danke :-)))

      • marie sagt:

        wenn sie wüssten tomas, wie überirdisch 😉

      • Arielle sagt:

        @Nico Meier
        Sie implizieren hier einfach mal etwas. Nein, ich verzichte gerne auf finanzielle Zuwendungen männlicherseits. Das bringt nur neue Abhängigkeiten. Freiheit und Selbstverantwortung sind die Losungsworte!

    • peterundpaul sagt:

      ganz einfach – da stellt sich mir die frage; weshalb ist man dann noch mit diesem mann liiert?
      sicher nicht der lieben kinder wegen – oder

  • Independent sagt:

    Was mich am Beispiel von der Autorin erwähnten Person (die Schwester einer Freundin…) interessieren würde, ist die Frage ob sich denn die besagte Schwester gross wundern resp. vor den Kopf gestossen fühlt wenn der Mann sie verlässt? Oder würde dieser Schritt aus heiterem Himmel kommen? Denn das Argument „da müsse er sich halt damit arrangieren“ finde ich genauso einen Grund um diese Beziehung zu beenden, wie die Abstinenz selber.

    • Nina Merli sagt:

      das hat mich auch wunder genommen! leider war die „Verweigererin“ nicht anwesend – ich hätte sie gefragt. Was mich aber auch interessiert: Wieso lässt der Mann sich das gefallen bzw. wieso bleibt er in dieser Beziehung? Wegen der Kinder kann es nicht sein, denn sie haben keine…

      • Tomas sagt:

        Wow, da bin ich jetzt aber sprachlos, denn das war meine bisherige Arbeitstheorie: wegen der Kinder nimmt man einiges auf sich, was sonst kein Thema wäre.

        Ich habe zwar mal mit meiner Freundin einen ähnlichen Fall diskutiert. Da ging es um eine Frau die auch komplett lustlos war. Sie liebte aber ihren Mann und suchte ihm selber Frauen als Geliebte aus, weil ihr daran gelegen war dass er eben nicht wegen dem Sexdefizit die ansonsten tolle Liebesbeziehung gefährdet. Wir fanden es bewundernswert und gleichzeitig waren uns nicht sicher, wie sowas funktionieren kann. Sicher aber ein Versuch wert.

      • Das ist nun aber mal interessant! Mit einem unausgeglichenem Bedürfniss nach Körperlichkeit hatte ich auch schon zu tun. “da müsse er sich halt damit arrangieren” war auch das Thema, jedoch nicht ausserhalb der Beziehung versteht sich. Die Liebe war jedoch stärker wie das Verlangen, was zu sehr grossem Frust meinerseits führte, bis hin zu einer Lustlosigkeit dem onanieren gegenüber. Ein Teufels- oder Engelskreis von Macht- und Bestimmungsspielen setzten ein und endete in einer BDSM-Beziehung. Aber sich gleich eine Gespielin suchen lassen klingt ziemlich speziell. 😉

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Dem ist vielleicht auch wohl so, viele Männer werden phlegmatisch. Ausserdem, in Zeiten des www, mit dem unerschöpflichen Angebot an Pornos, frönt mancher lieber der Handarbeit. Dort sind die Frauen immer willig, die Männer immer potent, niemand stellt dumme Fragen, Mann muss sich nicht auseinander setzen, gäbig. Das Problem der Männer, die nur noch vor dem Compi kommen, scheint sich auszubreiten, vor nicht allzu langer Zeit war dazu ein interessanter Bericht im Tagimagi, für mich ein richtiger Ablöscher.

      • Sportpapi sagt:

        @Pippi: Du bist doch sonst auch so für Unabhängigkeit. Selbst für Kinder soll frau keinen Mann mehr brauchen. Weshalb also zwingend zum Sex?

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Wieso zwingend? Ausserdem ist für mich Sex keine isolierte Angelegenheit, wenn du irgendwie erahnst, was ich meinen könnte.

      • Sportpapi sagt:

        @Pippi: Du hast mich schon verstanden.

  • Vinxi sagt:

    Meine Herren, sexlose Frauen sind überhaupt kein Problem! Gewerblicher Sex bietet ständig Frische, ist günstig und hat selten einen unangenehmen Nachgeschmack. Sowieso, nicht oft bekommt Mann nennenswerten Sex von der Partnerin, sie hat andere Qualitäten. Wie bekannt, es gibt Frauen die wir geniessen, und es gibt Frauen die wir heiraten…

    • alien sagt:

      Ist das bei Dir so?

      • Martin sagt:

        bin nicht sicher ob diese „Frische“ wie von Vinxi beschrieben, tatsächlich auch so gegeben ist..
        Eine Gewerbliche die – womöglich für wenig Geld – jeden Mann drüber steigen lässt, verursacht bei mir zumindest schon keinen guten Nachgeschmack, eher schon fast einen gewissen Ekel.

      • Sportpapi sagt:

        Für mehr Geld wäre besser?

    • Christoph sagt:

      Es gibt ja auch Menschen, die sich hauptsächlich bei McDonalds ernähren. Man hat da zwar genug Kalorien, aber immer noch Hunger. Da schmeisse ich lieber eine Cervelat in die Turnhalle, ist genauso lustig und erspart ein paar Krankheiten.

      • Miriam Suter sagt:

        „Da schmeisse ich lieber eine Cervelat in die Turnhalle“
        Ihre Frau hatte wohl schon paar Kinder sie Schelm.

  • Philipp Rittermann sagt:

    wahrscheinlich liegts an mir – ich verstehe die botschaft nicht.

    • marie sagt:

      muss niemand verstehen 😉

    • plop sagt:

      Geht mir ähnlich – den Text fand ich allerdings interessant zum Lesen.
      Vielleicht hat er keine Botschaft? Ist nur zur Information da? Wär völlig in Ordnung.

      • marie sagt:

        finde ich eben auch plop.

      • Nina Merli sagt:

        Doch, doch, dieser Text hat sehr wohl eine Botschaft: Frauen verweigert euch – und reisst die Weltmacht an euch!! 😉 Nein, er hat tatsächlich keine Botschaft.. aber ich fand es interessant, wie oft, allein in den letzten zwei Jahren, Frauen den Sexstreik eingesetzt haben – und vor allem zu welch unterschiedlichen Zwecken.

    • alien sagt:

      Naja, man kann schon Botschaften extrahieren. Zuerst scheint kein Problem zu gering zu sein, mittels Sexstreiks bekämpft zu werden. Zahnpastatube schon wieder in der Mitte gedrückt statt vom Ende her? Sexstreik. Schon wieder nur gelbe statt roter Rosen nach Haus gebracht am Abend? Sexstreik. Schon wieder ein Paar Unterhosen zwei Tage hintereinander getragen? Sexstreik.

      Dann aber sieht man, dass man mit diesem Mittel anscheinend auch grössere Probleme schnell und einfach beseitigen kann (bzw. die zuständigen Männer zum Anpacken bewegen kann).

      • Philipp Rittermann sagt:

        ah. so einfach soll das gehen? ja falls dem so ist sind wir männer schon nicht die hellsten?

      • alien sagt:

        Nein, sind wir nicht. Was hier aber nicht die Frage ist. Die Frage ist, ob ein Angriff auf den Zerebralteil, der sich in der Hose befindet, mitunter nützlich ist. Antwort: Ja.

      • Philipp Rittermann sagt:

        na ja. das mit den „bestrafungen“ finde ich so eine sache. in einer ausgeglichenen und harmonischen partnerschaft hat man machtspiele dieser art eigentlich nicht nötig; man diskutiert die vermeintlichen verfehlungen einfach aus. ich stelle vielfach, vornehmlich bei jüngeren paaren, diese gegenseitigen druckmittel und vermittlung von machtansprüchen, fest. ich finde es einfacher im umgang mit dem partner, wenn man sich so gegenseitig nicht beweisen muss. aber das ist meine ganz persönliche meinung.

      • Roman Rebitz sagt:

        Sie liegen falsch wenn sie denken das die von ihnen aufgeführten Probleme für jedermann/frau klein sind. Hat man keine andere Probleme sind das die grössten 🙂 Ohne Witz, schon selbst erlebt ! Extreme Prinzipienmenschen können das schnell zu einem Weltuntergang aufblasen.

      • Philipp Rittermann sagt:

        da haben sie schon recht, herr rebitz. habe mal ein paar erlebt das sich gegenseitig regelmässig grün-und-blau geschlagen hat und danach hat man dann umgehend „versöhnungssex“ gefeiert. diese art beziehungen basieren aber zu 95% auf abhängigkeits-verhältnissen und das kann’s ja wohl nicht sein – ausser man sucht den stress freiwillig. (ich weiss aber, dass es solche beziehungen zuhauf gibt).

      • Carolina sagt:

        Vielleicht fällt einem der Erhalt einer Beziehung leichter, wenn man sich irgendwann mal ehrlich eingesteht, dass Liebe und romantische Gefühle zwar gut und schön sind, dass aber meistens in irgendeiner Form auch eine Zweckgemeinschaft besteht, die beiden ’nützt‘. Z.B. Kinder grosszuziehen, einen Vertrauten zu haben, sich sicherer zu fühlen, regelmässig Sex zu haben – es ist überall ein wenig anders. In manchen Dingen sind wir dann voneinander abhängig, das kann man sich, finde ich, eingestehen – und ich kann damit ganz gut leben, muss mir dessen aber bewusst sein. Ihr Paar, Herr Rittermann,

      • Carolina sagt:

        /2 ist wohl schon von der extremeren Sorte, aber solange sie niemandem damit weh tun (Kindern z.B.?) ist das auch eine Form der Beziehung.

  • Hotel Papa sagt:

    What else is new? God gave man the urge and woman the answer. Was in diesem Lebensbereich ein klares Machtgefälle zwischen den Geschlechtern bewirkt. Welches zu allen Zeiten (im Grossen wie im Privaten) instrumentalisiert wurde und wird.

  • Auguste sagt:

    hmm…, temporär und regional mag eine solche massnahme ja eine gewissen wirkung erzielen, aber fast immer gilt: wenn eine frau nicht mit ihrem mann schläft, tut es eine andere und vice versa.

    youtube: george strait – i met a friend of yours today

  • Tomas sagt:

    Hmm. Jedem das seine. Wenn es jemandem Wert ist, freiwillig auf etwas vom Schönsten was uns das Leben bietet zu verzichten… Für mich steht fest, dass eine Beziehung, in der mir meine Partnerin offen den Sex verweigern würde, würde keinen Monat überleben.
    Ich schätze aber, dass nur wenige die offen ausgesprochene Verweigerung wählen, es sind vielmehr die „Migräne“ Geschichten im Spiel, man will den Partner doch nicht offen verletzen. Die Reaktionen darauf sind ähnlich schonend: man nimmt sich eine Geliebte und verschont der Beziehung zuliebe die versauerte Partnerin mit den Details.

  • patrik mathys sagt:

    „So hatte ein französisches Gericht letztes Jahr einen Mann zu einer happigen Geldstrafe in der Höhe von 10′000 Euro verurteilt, weil er jahrelang seine ehelichen Pflichten nicht erfüllt hatte.“ Bitte um genauere Informationen. Gilt dies nur für Männer ? Kann der unbefriedigte französische Mann auch seine Frau auf Schadenersatz verklagen, oder ist dies dann sexistisch und entgegen der Gleichberechtigung ?

    • Karl von Bruk sagt:

      Das ist der femokratische „New World Order“: „Alle Rechte ja, aber ja keine Pflichten mehr“.

    • Mensch sagt:

      Das ist eben so:
      Leidet eine Frau ist es eine Straftat
      Leidet ein Mann ist es Courage

      • Miriam Suter sagt:

        nein nein. Ihr seht das nicht richtig. Man prozessiert eigentlich immer dort wo Geld steckt. Hat weniger mit Recht zu tun.

        Wenn also die Frauen mal endlich mehr Geld hätten als die Männer, dan gäbe es auch für die Männer mehr bei den Frauen zu holen. Das wird aber noch dauern.

  • Jeanclaude sagt:

    Die Frauenquoten-Hysterie scheint sich auch auf das Sexualverhalten auszuwirken.

  • marie sagt:

    offenbar hat hat fr fontanels roman heftige reaktionen ausgelöst. könnte es nicht daran liegen, dass von uns, so befreiten „welt“, (hohe) promiskuität als der beweis von befreiter sexualität gilt? und die verweigerung von sex damit als der verrat an unserer befreiten welt betrachtet wird?
    könnte es nicht einfach sein, dass wir die sexualität mittlerweile nur als mittel zum zweck benutzen? und wäre es nicht auch zeit sich die frage zu stellen, ob die sexualität einfach aus dieser „verhaltensnorm“ zu hoch gewichtet wird?

    • marie sagt:

      und weshalb alles mit ratio versuchen zu erklären, in einem bereich der vor irrationalität nur so strotzt?

    • Sportpapi sagt:

      Unsinn. Hätten wir die beschriebene „befreite“ Welt, gäbe es das Problem ja gar nicht mehr. Man würde einfach die nächste nehmen.

      • marie sagt:

        ich erachte sie ja nicht als befreit. aber viele tun es, indem sie sich hochpromisk verhalten. aber die (extrem)alternative, 0-promiskuität, stösst auf „ablehnung“.

      • xyxyxy sagt:

        marie – wir sehen doch gerade, dass diese Geschichte schon uralt ist. Also eben nichts mit unserem spezifischen Heute zu tun hat. Sie wird schon bei den Griechen erzählt. Und so gehört diese Geschichte zu unserer Kultur, die dauernd neu erzählt wird. Immer wieder.
        Ich würde da nicht allzu viel hineininterpretieren.

      • marie sagt:

        eben ich erachte ua sexualität und erotik als etwas irrationales, dass mit ratio nicht erklärbar ist.
        es bleibt „rätselhaft“, die fragen unbeantwortet, widersprüchlich.

      • xyxyxy sagt:

        nun gut Marie – aber das war ja gar nicht das Thema. Es ging ja um den kollektiven Sexboykott, mit sehr rationalen Gründen.
        dann darum, warum eigentlich nur Frauen einen solchen kollektiven Boykott lancieren und was sich daraus schliessen lässt
        dann noch allgemeines Gebrabbel „wenn meine Frau…“ was ja eigentlich wiederum nichts mit diesen spez. kollektiven Boykotts auf sich hat

        Aber ok. Sex im allg. irrational – würde ich nicht sagen. Vielmehr komplex. Komplex, wie halt der Mensch an sich komplex ist.

      • marie sagt:

        der kollektive sexboykott ist ja eben: mittel zum zweck, der ein ziel verfolgt (die fehde hört auf, ich kann meine arbeitsplätze sichern und meine familie ernähren) für mich durchaus legitim.

        „Vielmehr komplex. Komplex, wie halt der Mensch an sich komplex „st.“ bingo! …und lässt sich mit ratio nicht erklären, und wird dadurch irrational (für mich nicht negativ behaftet, im gegenteil, macht es eben spannend, vielfältig und „abenteuerlich).

      • Sportpapi sagt:

        @Marie: Vielleicht sollten wir uns nun doch mal einigen, ob wir Sex als Ware, als Handelsgut, betrachten möchten oder nicht.

    • Tomas sagt:

      m: Wenn ich mit einer Frau die ich liebe Sex habe, ist mir die ganze Welt, egal ob befreit oder unfrei, sowas am Arsch vorbei. Sex ist ein vegetatives und seelisches Grundbedürfnis, wie das atmen oder schwitzen, es braucht keine Rechtfertigung. Wer versucht es mit egal was zu verknüpfen, daran Bedingungen zu binden, ist bei mir definitiv am falschen Ort.

      Ich fand es amüsant, dass die Dame, die sich verweigert hatte, offenbar das Gefühl hatte, sie kann ihrem Mann „erlauben“ zu masturbieren. Süss. Wer sich offen verweigert, hat in meinen Augen jegliches Mitspracherecht verloren.

      • marie sagt:

        tomas: ich bin ja voll ihrer meinung – da ich sex und erotik als etwas irrationales erachte und individuell.
        meine kritik ist ja genau das: uns wird vorgeschrieben wie wir zu sein haben/was wir tun müssen und vergessen dabei, dass es menschen gibt, die ohne sexualität auskommen (solche frauen sind nicht ihr typ, das haben wir verstanden. solche männer wären auch nciht mein typ.).
        ich frage mich nur, weshalb wir uns auf einen selbstbestimmten entscheid (wie fr fontanels) „indirekt“ ablehnend (auch ich, mea culpa) reagieren. und daruf gibt es me keine antwort. trotzdem: interessantes thema.

      • Tomas sagt:

        m: Ich vermute, dass auf das Buch selbst hätte ich gar kein Bedürfnis zu reagieren. Wenn irgendjemand das Gefühl hat, sein oder ihr Leben sei lebenswerter ohne Sex, soll er oder sie meinetwegen so leben. Es soll Menschen geben, die keine Bücher lesen, kein Wein trinken oder kein Fleisch essen, so what.
        Die Reaktionen beziehen sich eher auf die Reaktion (den Blog) selbst. Und ausserdem, viel mehr als ich bereits gesagt habe kann ich dazu wohl sowieso nicht sagen 🙂

      • Sportpapi sagt:

        Erstaunlich ist doch, dass es so ein Buch gibt. Beziehungsweise dass es offenbar gekauft wird.

      • marie sagt:

        am text finde ich aber ganz klar den kollektiven boykott äusserst interessant! die kollektive verweigerung von sex als mittel zum zweck, und dann noch erfolgreich.

      • xyxyxy sagt:

        Ach SP – das ist doch nicht erstaunlich. Die Geschichte ist alt. Ist im griechischen Kanon vorhanden. Und solche Geschichten werden andauernd wieder neu erzählt. Und sobald es um Sex geht, werden immer Menschen da sein, welche das kaufen. Sex sells, wie auch immer.
        Ob das Buch aber deswegen ein Thema ist, bezweifle ich. Die Blogschreiber brauchen täglich ein Thema.

      • Sportpapi sagt:

        @xyxyxy: Ich finde es sehr erstaunlich. Was ist besonders daran, wenn jemand über längere Zeit keinen Sex hat? Weshalb soll mich das interessieren?

      • marie sagt:

        warum bloggen sie dann heute, wenn das thema sie nicht interessiert? 😆

      • marie sagt:

        …ich liebe widersprüche (meine ich ernst).

      • xyxyxy sagt:

        Ja SP sie und ich – wir finden vieles erstaunlich. Mich interessiert es auch nicht, wenn ein Promi furzt, aber es erstaunt mich eben nicht mehr, dass man viele Leute finden wird, die das so sehr interessiert, dass man daraus eine ganze Industrie machen kann.
        Sobald es um Sex geht, sind viele nicht erwachsen geworden. Ob jemand kein oder viel hat, ganz egal: sobald es um Sex geht, sperren sie die Ohren auf, kaufen die Bücher etc.

      • xyxyxy sagt:

        dabei: wie haben wir es in der Schule gelernt: „was gibt es da zu lachen? das ist doch ganz natürlich“

      • markant sagt:

        @ Marie Sex und Erotik ist aus wissenschaftlicher Sicht so irrational wie Essen und Atmen. Wir können nur überleben wen wirs tun, darum regelt unser vegetatives Nervensystem solche Sachen.

      • Sportpapi sagt:

        Ich wundere mich eher, für wie viele Leute (Frauen?) offenbar langjähriger Sexverzicht eine Option ist, über die sie mehr erfahren möchten. Ich würde ja eher ein Buch unter dem Titel „Tägliches Begehren“ oder so kaufen.

      • Tomas sagt:

        m: nun, die angeblichen Erfolge von den genannten Boykottversuchen sind mir doch etwas zu schwammig mit Daten unterlegt. Niemand weiss, wie gut ein solches Boykott wirklich befolgt wird, wieviele von denjenigen, die ihn erklärtermassen befolgen möglicherweise auch ohne solchen Aufruf keinen Sex hätten, und wieviele nach der Beendigung plötzlich wieder Sex haben.
        Es sind für mich süffige Geschichten ohne einen überprüfbaren Aussagegehalt. Möglicherweise liegt deren Nutzen eher darin, dass sie irgendein Problem plakativ zum Thema machen, was schliesslich auch zu einer Lösung beiträgt.

      • marie sagt:

        ähm ich sehe durchaus die humorvolle komponente in solchen geschichten, die uns eigentlich darauf aufmerksam machen könnten, dass sexualität eben auch „ziele“ verfolgt. mit erfolg. und die männer werden durchaus selbstironie haben.
        (@m: sie haben ja auch ncihts dagegen, wenn eine frau sich von einem mann aushalten lässt. nun, diese männer haben offenbar auch nichts dagegen, wenn sich frauen verweigern, um von ihnen etwas zu erzwingen, was der gemeinschaft etwas bringt – es gibt auch noch andere wechselwirkungen. über diese wechselwirkungEN wird nämlich viel zu wenig diskutiert).

      • Tomas sagt:

        m: „Steck Elektroden ins Gehirn einer Ratte und gib ihr einen Orgasmus-Knopf, dann drückt sie solange bis sie verhungert.“
        (Leslie zu Leonard in Big Bang Theory) 🙂

    • peterundpaul sagt:

      leider stelle ich in Gesprächen mit jüngeren immer wieder fest, dass Sex schon fast als eine sportliche Aktivität angesehen wird. Ehepaare brüsten sich damit, min. 10 Mal die Woche miteinander zuschlafen-ledige Männer und Frauen betonen wie rege ihr Sexleben sei. Der Trend, wie bei allem, immer mehr; immer ausgefallener; immer vielseitiger!Ich finde das schade, auch für mich als Mann ist Sex noch immer ein Asudruck von Gefühlen der Zuneigung/LIebe, des genüsslichen und schönsten was es gibt. das hat nichts mit dem Dogma der kath. Kirch zu tun. Auch dieser „Tätigkeit“ sollte man Respekt zollen

  • Richard Oaten sagt:

    Es gibt nur ein Mittel gegen solches Benehmen: Neue Fickfreundinnen aufbauen und die andere sofort fallenlassen. Kein Mann der Welt (und von Welt) hat es nötig sich so einen Scheiss gefallen lassen zu müssen ! Zudem als Mann der schon über 2000 Frauen hatte kann ich nur sagen: die meisten Frauen hier in der Schweiz sind eh impotent (frigide) von Geburt an und haben schlichtweh wenig oder kein Interesse an Sex. In anderen Ländern ist es umgekehrt, dort können viele Frauen nicht genug kriegen. So führt die Evolution dann den Mann in andere Gefilde, wo er Mischlinge produziert und somit den Fort

    • Greatsheep sagt:

      Ja diese vergeistigten, verkopften Diskussion hier beweisen es, dass es besser ist entweder auf Handbetrieb und Pornos umzustellen oder ausserhalb West-Europa/Nordamerika zu suchen. 😉

    • Martin Brennwald sagt:

      Ja, geh mit deinen 2000 Frauen spielen. Armselig und kein Selbstbewusstsein ?

    • Auguste sagt:

      hmm…, bei grossen zahlen hilft nachrechnen manchmal, um sie besser einordnen zu können. also, wenn der „aufbau einer fickfreundin“ im schnitt 1 woche dauern würde, dann hiesse das, dass sie die letzten vierzig jahre praktisch keine zeit für etwas anderes hatten. wenn es nur schon 1.5. wochen gedauert hätte – was immer noch ziemlich zügig gewesen wäre – dann würden wir über einen zeitraum von sechzig jahren reden.

      und es gab schon kerle, die sich etwas charmanter über ihre geliebten äussersten…

      youtube: willie nelson & julio iglesias – to all the girls i loved before

      • marie sagt:

        je mehr geld, umso weniger zeit, dh bei gaaaaanz viel kohle: 5 minuten. wir wissen nicht wie gross das vermögen ist. wir sollten vom durchschnitt ausgehen 😉 medianlohn?

      • xyxyxy sagt:

        gut nachgerechnet Guschtl
        erinnert mich ein wenig an den Typen, der seinerzeit in der guten alten Nachkriegszeit, sich mit Frauen rumtollte und heute noch, mit über 80 Jahren, als echter Kerl jeden mit seinem aggressiven Auftreten in die Schranken weist.
        Ich jedenfalls liebe und bewundere solche Helden zutiefst.

      • alien sagt:

        Mit etwas Erfahrung kann man die beiden Fristen, Aufbau und Durchführung, locker drücken auf weit unter eine Woche. Ausserdem hatte der Mann sicher immer mehrere Eisen im Feuer.

        Wie auch immer, ein Idiot war er sicher.

      • Auguste sagt:

        hmm…, wissen sie, xyxyxy, fast immer, wenn jemand ausserhalb der wissenschaft sex in konkrete zahlen fasst, leidet die realität – männer werden zu hengsten, frauen zu engeln, orgasmen zu mehrfach-tsunamis, das liebesleben bunter als das sgt. pepper album-cover der beatles, und richards – im englischen auch „dick“ gerufen – sind keine „crooks“.

        youtube: coupling – stockings aren’t real

      • peterundpaul sagt:

        ich glaube mit Kopfrechnen überforderst Du liebe auguste diesen tollen Typen. Seine Stärke liegt nicht im Kopf, die ist, vielleicht seiner Meinung nach, etwas weiter südlich an seinem Körper angesiedelt!

    • tigercat sagt:

      Ein bisschen drastisch ausgedrückt – hat aber was.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Über 2000, hmm. Tja, Sex scheint für dich so etwas wie pissen zu sein. Ein richtiger Blindgänger. Wer’s nicht erhascht, erhascht es nicht……….

    • peterundpaul sagt:

      und von was, sie Frauentraum, träumen sie nachts? Sie sind wirklich, wenn das was sie geschrieben haben ihr Ernst ist, das absolute Geschenk an die Frauenwelt generell und ein spitzen Vorbild für alle Männer!
      Mein Gott, dass es sowas überhaupt gibt!!!!!!!!!!!!!!!!

  • Mann sagt:

    Es liegt am Mann, ob er sich als Opfer seiner Frau sieht, die ihm Sex verweigert. Solange er in der Opferrolle bleibt und mitmacht, wird sich auch nichts ändern. Also Mann, mache Dich auf und suche Deine männlichen Wurzeln und Deine männliche Kraft. Ein Hinweis: dies findest Du nicht bei einer anderen Frau, sondern im Kreis von Männern, die sich ebenfalls mit ihrer eigenen männlichen Identität auseinander setzen.

    • Sportpapi sagt:

      Hä? Was hat eine Frau, die sich verweigert, mit meiner männlichen Identität zu tun?

      • Mann sagt:

        Erotik und Lust auf Sex entsteht, wenn „Mann“ und „Frau“ sich begegnen. Ein Mann, der seine männliche Identität nicht gefunden hat, hat z.B. keine Durchsetzungskraft, ihm mangelt es an der positiven Kraft des Archetyps „Krieger“. Ein solcher Mann ist nicht attraktiv. Sorry, so ist das Leben. Vielleicht mangelt es ihm an der positiven Kraft des Archetyps „Liebhaber“, was sich als Sucht in verschiedener Form (Alkohol, Drogen, Internet, Arbeit, etc.) zeigen kann, dann ist er auch nicht attraktiv. Er findet vielleicht schon eine andere Frau, aber auch diese Beziehung wird am gleichen Ort enden.

      • marie sagt:

        …sie haben den sport als suchtfaktor vergessen, mann! 😉

      • Sportpapi sagt:

        @Mann: Dass es an der Frau liegen könnte, ist einfach schon mal ausgeschlossen?

    • peterundpaul sagt:

      Mann sagt:
      25. Oktober 2012 um 11:08
      kann ich nur bestätigen – ist mir auch ein Mal so ergangen – nun habe ich dazu gelernt und an mir gearbeitet – jetzt klappts (hoffentlich für immer!).

      • Mann sagt:

        @Sportpapi
        Ist es Ihnen je gelungen, eine Frau zu ändern? Mir nicht. Wenn der Mann, dem die Frau den Sex verweigert, bei ihr bleibt, dann ist das seine Sache. Solange er das „kein Sex Spiel“ mitmacht, gibt es für sie sowieso keinen Grund, etwas zu ändern. Wenn er das Spiel nicht mehr mitmacht, dann muss sie sich ändern, weil nicht mehr mitmachen heisst, ich gehe oder ich hole mir Sex auswärts. Die Frage ist nur, wo lernt der Mann, das Spiel nicht mehr mitzumachen. Meine Antwort habe ich oben geschrieben. Solange er denkt, es liege an seiner Frau, kann er nur warten und hoffen und warten…

      • Sportpapi sagt:

        Aha. Und dafür brauchen Sie eine Selbsthilfegruppe? Ausserdem sind Sie widersprüchlich. Wenn es Ihnen noch nie gelungen ist, eine Frau zu ändern. Wie können Sie dann so agieren, dass sie sich ändern muss? Insofern bleibt ja wirklich nur eins – eine andere Frau suchen.

      • Mann sagt:

        Wenn Sie gerne wandern, ich meine von Frau zu Frau wandern, dann tun Sie, was Sie nicht lassen können. Vielleicht haben Sie irgendwann genug vom ewigen Wandern. Dann können Sie entweder andere anjammern oder die Verantwortung zu sich nehmen und genauer hinschauen, was mit Ihnen los ist. Mit “ die Frau muss sich ändern“ meinte ich, sie muss es tun, wenn sie den Mann nicht verlieren will. Wenn sie es nicht tut und er ihr Spiel nicht mehr mitmacht, dann geht er eben. Ich kann meine Frau nicht ändern und wenn ich nicht mein Verhalten ändere, dann bleibt es eben wie es ist, z.B. ohne Sex.

      • Carolina sagt:

        Mann, ich sehe das genauso. Gilt übrigens auch umgekehrt. Als ob man/frau nicht sein ganzes Gepäck und das, was auch dazu geführt hat, dass eine Beziehung scheitert (einen Eigenanteil gibt es IMMER), einfach mitnimmt. Ist natürlich viel schwieriger, allerdings auf Dauer auch konstruktiver, als einfach immer gleich weiterzumachen.

      • Widerspenstige sagt:

        Ein Mann, ein Wort, ich bin beeindruckt über diese reife Reflexion. Danke l’homme!
        Es kommt ja bestimmt nicht wie aus heiterem Himmel, wenn eine Frau sich verweigert. Wo Beide doch mal animalische Liebesspiele miteinander getrieben haben. Das sollte der Mann dann schon näher unter die Lupe nehmen, woran es denn liegen könnte, dass sie sich langsam aber sicher von ihm zurück zieht. Und sie sollte versuchen, ihm ihre Stimmung klarer zu kommunizieren und wieso sie einfach dies oder jenes nicht mit ihm machen möchte. Die Igelstellung funktioniert nur im Tierreich…(gilt natürlich auch f. Frauen)

      • Sportpapi sagt:

        „Es kommt ja bestimmt nicht wie aus heiterem Himmel, wenn eine Frau sich verweigert.“ Sicher? Nein, es braucht nicht immer zwei, wenn es Probleme gibt. Nichts gegen gründliche Selbstreflexion. Aber das Resultat kann durchaus sein, dass man keine Schuld bei sich findet. Ausser: die falsche Frau gewählt zu haben.

      • Carolina sagt:

        Wer redet von Schuld, SP? Verantwortung trifft es besser. Und nein, ich gebe WS recht, ich glaube kaum, dass sich so eine Verweigerung von heute auf morgen einstellt. Und eine wirkliche Beziehung, die über eine gewisse Flüchtigkeit hinausgeht, verlangt geradezu danach, dass über so ein Signal nicht einfach hinweggegangen wird, sondern dass man, sofern einem das Ganze etwas wert ist, mal auf die Suche geht, was dazu führt. Gilt immer für beide Seiten!

      • pixel sagt:

        Also so ganz kann ich Ihnen Carolina und WS nun aber auch nicht folgen. Gehen wir davon aus, dass in den allermeisten Beziehungen Sex ein nicht unwichtiger und erfüllender Punkt war. Folglich kann man daraus ableiten, dass Sex ein Gradmesser ist dafür, ob in der Beziehung was im Argen ist oder nicht (und sowohl an mir selbst als auch in meinem Umfeld hat sich diese Beobachtung bestätigt). Und meistens geht es von der Frau aus die damit eine Unzufriedenheit ausdrückt. Wäre es da – wenn wir von Reife und Selbstfreflektion sprechen – nicht mehr als nur angemessen, dass sie das auch verbalisiert?

      • pixel sagt:

        Und nicht einfach auf „ich schmolle und Du überleg Dir warum“ macht? Das finde ich persönlich auch eher unreif. Dass das erst recht eine Gegenreaktion provoziert, ist doch klar. Und meistens ist es eben auch die der schweigenden Art. Geheime Affären, zBsp. Das ist doch erst recht der Anfang vom Ende.

      • Mann sagt:

        /2 bekommt die Frau ihrerseits eine Chance, dass sie ihr Problem und die Ursache ihres Problems erkennt und dadurch mehr Lebensfreude gewinnt.

        @Widerspenstige
        Offensichtlich kann die Frau, die einfach den Sex verweigert, nicht klar kommunizieren. Wenn sie die Ursache ihrer Verweigerungshaltung nicht sucht, dann „bestraft“ sie nicht ihren Mann sondern letztlich sich selbst. Diese Frau kann mir nicht vormachen, sie sei glücklich in der Beziehung mit ihrem Mann, wenn er unter dem Sexentzug leidet. Und eine Freundin, die nur zustimmend nickt und sie nicht herausfordert, dem nachzugehen, ist keine

      • Mann sagt:

        /3 Diese Frau kann mir nicht vormachen, sie sei glücklich in der Beziehung mit ihrem Mann, wenn er unter dem Sexentzug leidet. Und eine Freundin, die nur zustimmend nickt und sie nicht herausfordert, dem nachzugehen, ist keine Freundin.

      • Carolina sagt:

        Pixel, Ihren Einwand verstehe ich nicht: ich habe nicht von Sexentzug oder -streik gesprochen, sondern davon, was passiert, wenn in einer Beziehung Sex zum Problem wird. Das geschieht nicht von heute auf morgen (ausser natürlich bei Krankheit etc), sondern ist natürlich Gradmesser der Beziehung, weil in dieser Beziehung die Balance nicht mehr stimmt. Und selbstverständlich gilt es für beide Partner, nicht einfach abzuhauen, sondern sich auf die Suche nach den Ursachen zu machen (wenn ein wirkliches Interesse an der Beziehung besteht).

      • Carolina sagt:

        /2 Ich halte einen Sexstreik in einer Beziehung für einen völligen Zusammenbruch der Kommunikation. Die von Frau Merli aufgeführten Fälle sind sicher anders gelagert, weil politische Ziele durchgesetzt werden wollen – meistens in einer Gesellschaft, in der Sex als Selbstverständlichkeit und nicht als überhöhtes Gut gilt.

      • Carolina sagt:

        /2 Für meine Begriffe ist ein Sexstreik in einer Beziehung ein völliger Zusammenbruch der Kommunikation. Die von Frau M…. aufgeführten Fälle sind sicher anders gelagert, weil politische Ziele durchgesetzt werden wollen – meistens in einer Gesellschaft, in der Sex als Selbstverständlichkeit und nicht als überhöhtes Gut gilt.

      • Sportpapi sagt:

        @Carolina: „Für meine Begriffe ist ein Sexstreik in einer Beziehung ein völliger Zusammenbruch der Kommunikation.“ Und/oder einfach unreifes, kindisches Verhalten. Da gehe ich sicher nicht in eine Selbsthilfegruppe, und überdenke meine Identität. Sondern spreche Klartext zu Hause.

    • Mann sagt:

      @Sportpapi
      Wenn die Frau den Sex verweigert und sich bei ihren Freundinnen darüber brüstet, dann hat sie ein Problem, das in ihr selbst liegt und nichts mit ihrem Mann zu tun hat. Wenn der Mann das „kein Sex Spiel“ über lange Zeit mitspielt, dann hat er auch ein Problem, das er in sich trägt und nichts mit seiner Frau zu tun hat. Wenn er sich aufmacht, die Ursache seines Problems zu finden, dann ist die Frau für ihn eine wahre Lehrmeisterin geworden (ohne es zu wollen), die ihn zu mehr Lebendigkeit geführt hat. Wenn er als phallischer Mann zurückkommt und hinsteht und präsent ist, dann

      • Mann sagt:

        /2 bekommt die Frau ihrerseits eine Chance, dass sie ihr Problem und die Ursache ihres Problems erkennt und dadurch mehr Lebensfreude gewinnt.

        @Widerspenstige
        Offensichtlich kann die Frau, die einfach den Sex verweigert, nicht klar kommunizieren. Wenn sie die Ursache ihrer Verweigerungshaltung nicht sucht, dann „bestraft“ sie nicht ihren Mann sondern letztlich sich selbst.

  • Kurt Bachstett sagt:

    Wunderbar, ich hoffe die Frauen werden dieses Machtmittel gegen die Überbevölkerung einsetzen, dann werden in einigen Dekaden aus 6 Milliarden Menschen sagenhafte 3 Milliarden.
    Und wenn sie nicht gestorben sind, dann streiken sie noch heute…

  • Daniel Küttel sagt:

    Ach am besten hält man es wie es eben normal ist: Funkt es nicht mehr zwischeneinander und es herrscht nur noch Flaute über viele Monate(egal wer der Grund ist): Tschüss, und neuen Partner/in kennen lernen.

    Einfach, unkompliziert, wirkungsvoll und äusserst stressfrei. Der Mensch lebt ja auch nur 1mal, und irgendwann klappt es dann auch nicht mehr mit allem. Also bloss nicht zu lange Zeit verschwenden mit sinnlosen Machtspielchen. (Hierbei meine ich nicht Sexstopp nach Geburt oder krankheit etc *g* Da ist natürlich der Stopp legitim)

  • peterundpaul sagt:

    Das niemand, weder Frau noch Mann zum Sex gezwungen wird wenn sie/er keine Lust dazu hat, ist doch eigentlich unter „normalen“ Mnschen selbst verständlich und zu erwarten. Das Frau aber Enthaltsamkeit als Druckmittel ausnutzt ist einfach nur primitiv. womöglich sucht sie dann ihren Ausgleich auswärts!

  • Sportpapi sagt:

    Für mich ist die Geschichte ja relativ simpel. Geschieht die Sexverweigerung zu lange – im Sinne einer Verweigerung! – muss der Sex halt an anderen Orten beschafft werden. Bei Streikbrecherinnen, sozusagen. In der Beziehung ist das ein Grund, die Beziehung zu beenden – so macht es wohl sowieso wenig Sinn. Kommt es nicht mehr zum Sex, weil die Partnerin keine Lust mehr hat, erwartet ich sowieso, dass sie ihrem Partner Alternativen ermöglicht (gilt auch anders herum). Denn wie ich glaube, dass man gut Sex ohne Beziehung haben kann, so möchte ich eine gute Beziehung auch nicht wegen Sex verlieren

  • Thoomas Herrmann sagt:

    Sexverweigerung als Druckmittel? Aber da bestraft sich frau ja selbst (jaja sofern sie ein Bedürfnis nach Sex hat, wovon ich bei den meisten Frauen ausgehe)

  • Sportpapi sagt:

    Nimmt mich ja wunder, mit welcher Begründung der Mann in Frankreich verurteilt wurde. Wenn das stimmt, würde das ja ziemlich weitreichende Konsequenzen nach sich ziehen.

  • Mann sagt:

    Wenn meine Frau/Freundin so einen Blödsinn machen würde, wäre unsere Beziehung Geschichte.

  • G. Meier sagt:

    So naiv können nur Frauen sein. Die ’Waffe Sex’ bewirkt höchstens Spannungen in einer Beziehung. Dann gibt es für den (normalen) Mann zwei Möglichkeiten. Er überzeugt seine Frau, dass dies dumm sei, weil sie es ja auch wolle, oder er wendet sich von ihr ab und einer andern zu. Wo ist da der Erfolg? Und wenn sie nicht gestorben sind…

  • May sagt:

    Nicht zu empfehlen ist diese Waffe allerdings für Männer. Denn die sexuelle Verweigerung kann einen Mann teuer zu stehen bekommen: So hatte ein französisches Gericht letztes Jahr einen Mann zu einer happigen Geldstrafe in der Höhe von 10′000 Euro.

    Soviel zur Diskusion der Gleichberechtigung!!!!!!!!!!!!!!!

  • Sigi sagt:

    Sagen Sie nichts gegen Masturbation – es ist
    Sex mit jemandem, den man wirklich liebt.

    Woody Allen

  • xyxyxy sagt:

    womit wieder einmal bewiesen wäre, dass Männlein und Weiblein eben doch nicht ganz gleich ticken in Sachen Sex

    • Blitz Blank sagt:

      …und die Männleins ticken nicht alle gleich und die Weibleins ticken nicht alle gleich.

      Willkommen in der Vielfalt!

      😉

      • xyxyxy sagt:

        klar BB – aber bloss weil es Ausnahmen gibt, muss man deswegen die Masse nicht leugnen
        das scheint ihr Problem zu sein

        sämtliche Beispiele zeigen eine Massenverweigerung von Frauen, nie aber eine Massenverweigerung von Männern
        das zeigt die Allgemeine Stossrichtung, die einfach so ist – da kann man noch solange reden und relativieren

        das letzte Beispiel zeigt: es geht auf umgekehrt. Aber eben, das sind Einzelfälle. Niemals die Masse.

      • Blitz Blank sagt:

        Wer weiss. Vielleicht kommt es ja im Jahre 2137 zur ersten Massen-Sexverweigerung von Männern.

        Möglich wärs, oder nicht?

        😉

      • xyxyxy sagt:

        Ja wer weiss BB. Aber bis es in 2137 soweit kommt und bis diese erste Verweigerung dann eine ähnlich lange Geschichte mit Wiederholungen aufweist wie die weibliche. Haben wir halt einen signifikanten Unterschied, den keine Geiss wegschleckt.

      • Blitz Blank sagt:

        @xyxyxy

        „…signifikanten Unterschied, den keine Geiss wegschleckt.“

        Ich bin kein Gender-Ideologe, der behauptet Männer und Frauen sind biologisch gleich und Menschen und somit auch Geschlechter reine soziale Konstrukte. Das ist offensichtlicher Schwachsinn. Wenn man aber mit der Biologie argumentiert, muss man sie zuerst mal etwas verstehen.
        Darum hier wieder einmal den Link für den Kurs Verhaltensbiologie (25 Videos) der Stanford University für alle Interessierten:
        https://www.youtube.com/course?list=EC848F2368C90DDC3D

  • Clemens sagt:

    Der Schluss des Artikels sagt es: Solange Frauen ihren Männern etwas vorenthalten (Sex oder auch anderes), geht das in Ordnung, frau ist ja schliesslich unabhängig, stark, emanzipiert usw. Ihr notgeiler, schwanzgesteuerter Mann soll sich halt mal etwas zusammenreissen.

    Wenn Männern ihren Frauen etwas vorenthalten (Sex oder auch anderes), sind sie schlicht Arschlöcher und müssen verklagt oder verlassen werden. Ach ja, betrügen ist dann auch ok.

    So viel zur Gleichberechtigung.

    • Franka sagt:

      Ja, da liegt noch ein langer Weg vor uns. Allerdings: Je eher die Frauen aufhören, heutigen Männern die Vergangenheit vorzuwerfen, sowie die Männer davon absehen können, den heutigen Frauen alle Schuld für die Misere zu geben, desto schneller kommen wir auf den Weg des Miteinanders. Ich freue mich drauf. Vor allem habe ich Freude, wenn ich Frauen und Männer treffe (in meinem Alter, also mitte 20), die mit dem „Kampf der Geschlechter“ gar nichts anfangen können und zusammenarbeiten wollen. Gleichberechtigt eben.

      • Valeria sagt:

        @ Franka:
        Der Moment der Ernüchterung (dass sich bezüglich Gleichberechtigung halt doch noch nicht so viel getan hat) kommt in ein paar Jahren. Also, wenn aus den jungen Gleichberechtigten junge Eltern werden.

      • Sportpapi sagt:

        Unausweichlich, Valeria?

    • Tschenclock sagt:

      Wenn Männer ihren Frauen den Sex vorenthalten, verklagen die Frauen ihren Mann in der Schweiz nicht. Das Beispiel kam aus Frankreich. Im Normalfall schweigt die Frau. Sie stellt die Familie über ihr eigenes Bedürfnis, sie nimmt an, ihr Mann habe ein medizinisches Problem, er habe eine andere, er sei überarbeitet, er fände sie nicht mehr attraktiv. Sie baut sich eine Phantasiewelt auf, bis sie nicht mehr weiss, was Realität und was Fiktion ist. Und trotz Vielfachangeboten von anderen Männern bleibt sie treu, denn sie will ihre Familie und ihre Ehe schützen – trotz ständiger Zurückweisung.

      • Tschenclock sagt:

        Frauen schweigen, denn sie schämen sich zu sehr, von ihren eigenen Partnern nicht „gewollt“ zu werden. Männer können wenigstens darüber reden. Dem Partner Sex vorzuenthalten – und das über längere Zeit – geht auf beide Seiten gar nicht.

      • Sportpapi sagt:

        Bleibt sie treu? DAS möchte ich dann doch eher bezweifeln. Macht ja auch keinen Sinn.

      • Tschenclock sagt:

        Und warum macht das keinen Sinn? Frauen haben mitunter einen langen Atem. Die Hoffnung stirbt zuletzt …

      • Sportpapi sagt:

        Weil sie in dieser Situation nicht viel zu verlieren hat. Ausser natürlich, der Sex ist ihr sowieso nicht so wichtig. Oder sie will sich irgendwie als moralisch überlegen positionieren.

      • Tschenclock sagt:

        Sex war der Frau definitiv wichtig, allerdings mit dem „moralisch überlegen“, das ist ein Einwand, der ein paar Ueberlegungen wert ist.

      • Tschenclock sagt:

        Im übrigen findet der Ehemann in der Zwischenzeit den Sex mit seiner 10 Jahre verschmähten Ehefrau phantastisch. Kunststück, hat ja lang genug gedauert.

      • Sportpapi sagt:

        @Tschenclock: Das ist toll. Erscheint mir aber eher nicht der wahrscheinlichste Ausgang der Geschichte. Schön, wenn es sich so zugetragen hat.

  • pixel sagt:

    Der Klassiker der falsch verstandenen Emanzipation.

    Mich würden ja die GRÜNDE der Verweigerung interessieren, wenn es denn nicht um sogenannte politische Massenmotivation geht (deren Mittel ich ebenfalls fragwürdig finde).

    • Franka sagt:

      keine Lust? Reicht doch als Grund.

      • Pixel sagt:

        Sorry, aber keine Lust setze ich nicht gleich mit Verweigerung.

      • Franka sagt:

        Wie soll das gehen? Wenn man keine Lust hat, verweigert man. Oder soll man sich dann zwingen? Oder was verstehe ich falsch?

      • xyxyxy sagt:

        Sie können davon ausgehen, dass jede Person die langfristig verweigert KEINE LUST hat (es sei denn sie geht fremd)
        niemand der selbst Lust hat, wird langfristig verweigern

        und hier geht es ja nicht darum, dass jemand einfach mal sagt „heute nicht Liebling“
        Warum hat jemand (nie) Lust?
        der Partner törnt ab (= Beziehung stimmt nicht),
        ein körperliches Problem,
        ein psychisches Problem,
        ein Problem mit der Sexualität an sich

      • Tschenclock sagt:

        @ Franka: … und wie war das mit dem „zusammenarbeiten“. Man kann in einer Partnerschaft auch aufeinander eingehen … Es muss ja nicht immer gleich und sofort sein.

      • Pixel sagt:

        Nein, also wenn man keine Lust hat, dann kann man theoretisch miteinander darüber reden, vielleicht auch daran arbeiten, Verständnis fordern. So wie ich den Art.ikel jedoch verstehe, geht es hier nicht um fehlende Lust sondern um beabsichtigte, böswillige Verweigerung.

      • xyxyxy sagt:

        Ja Pixel, natürlich geht es darum. Aber wer zu diesem Mittel greift, hat keine Lust. Wer zu diesem Mittel greift, zeigt doch, dass Sex in der Beziehung schon längst eine Dienstleistung geworden ist.
        So wie, wenn ich zu meiner Frau sagen würde: Wenn das und das nicht aufhört, trage ich den Müll nicht mehr raus. Ich könnte gut aufs Müll raustragen verzichten, für mich ist es nur noch eine Pflicht. Ich habe keine Lust auf Müll raustragen. Deshalb drohe ich damit.
        Die Frage stellt sich also: warum keine Lust (auf Sex) vorhanden ist. Sonst würde man nicht dauerhaft verweigern.

      • marie sagt:

        @pixel
        nun, wenn zwei familien eine fehde haben und töten und damit einer schneiderei keine chance geben, dann ist die sexverweigerung me nicht böswillig, sondern, wie geschildert sogar, ein erfolgsmodell.
        …also die beispiele oben finde ich doch erfolgreiche aktionen. so sehe ich das zumindest. in einer ehe kommt es einfach auf die paarkonstellation drauf an. für eineige paare völlig ungeeignet, für andere „gut“. 😉

      • pixel sagt:

        marie: mein Eingangspost:
        „Mich würden ja die GRÜNDE der Verweigerung interessieren, wenn es denn nicht um sogenannte politische Massenmotivation geht (deren Mittel ich ebenfalls fragwürdig finde).“

        😉

      • pixel sagt:

        xy: Stimmt, das macht Sinn.
        Dann bedeutet das ja eigentlich, dass die Beziehung ja ohnehin schont tot ist und tot war, vor der Verweigerung. Oder?

      • marie sagt:

        uh… ich glaube es könnte ein wenig komplexer sein. denn es kann durchaus zum „(macht)spiel“ in einer beziehung dienen, das uu als bereicherung in einer beziehung dienen kann. 😉
        wie erwähnt, es kommt auf die paarkonstellation drauf an.

      • marie sagt:

        inkl. „böswilligkeit“.

      • xyxyxy sagt:

        marie – dein Beispiel passt nun aber nicht zu unserer Ausgangslage. Es geht um eine dauerhafte Verweigerung. Nicht um kleine Spielereien.
        Ich werde nicht sagen: „wenn das so weiter geht, werde ich nicht mehr mit den Kindern spielen“, wenn mir das selbst extrem viel bedeutet. Ich werde etwas verweigern, auf das ich gut verzichten kann, erst recht wenn ich lange durchhalten muss.

      • Sportpapi sagt:

        @Marie: Sie holen wieder einmal sehr weit aus. Ja, es gibt nichts, was es nicht gibt.

      • marie sagt:

        na ja – ich kenne 2 paare, wo sich die partner sexuell boykottierten (einmal ein mann einmal eine frau), um sich zu positionieren in der berzieheung. aber in der tat das eine paar landete beim therapeuten, weil es ausartete. das andere paar, macht ab und an weiter so.
        ich vermute ist ist in der tat komplexer.

      • marie sagt:

        @sport
        …das will ich ja damit sagen.

      • xyxyxy sagt:

        ja eben marie – von „belebend“ keine Spur, das bleibt meist das grossspurige Bla, bla das Menschen benutzen um sich selbst und anderen etwas vorzumachen. Wenn man dann genauer hinschaut, merkt manl: tief liegende Probleme, am Ende Therapeut oder Beziehungsaus – oder eine jahrelange Knorzkiste.
        Eine dauernde Verweigerung zeigt immer ein Problem an. Welches, das kann man nciht so einfach sagen.

    • Tschenclock sagt:

      Kommt einfach mal vom Klischee weg, dass nur Frauen den Sex verweigern, Männer tun es genau so. Es wird nur nicht thematisiert.

      • pixel sagt:

        Richtig.
        Ich erinnere an die Aussage von Clemens weiter unten und zitiere: “ Wenn Männern ihren Frauen etwas vorenthalten (Sex oder auch anderes), sind sie schlicht Arschlöcher und müssen verklagt oder verlassen werden.“

      • xyxyxy sagt:

        Tschen – Männer tun das auch (steht ja im Artikel) aber nicht genau so. Schliesslich gib es nicht ein Beispiel einer kollektiven männlichen Massenverweigerung. Wenn schon differenziert denken, dann aber ganz genau und ganz differenziert.

        Pixel – Beziehung tot. Ja, wenn es für „keine Lust“ nur einen Grund gäbe.
        Aber es gibt eben mehrere Gründe. Es kann von Fall zu Fall verschieden sein.
        Die Beziehung ist insofern nicht intakt, dass man darüber nicht redet. Allerdings muss man dazu bedenken, dass viele Menschen ohne Hilfe von aussen gar nicht in der Lage sind.

      • Tschenclock sagt:

        xyxyxy: Aufhänger ist das Buch der Autorin Fontanel, da geht es nicht um Massenverweigerung, sondern um selbstentschiedene Verweigerung im Einzelfall. Und Männer haben andere Methoden, ihren Willen durchzusetzen – und auch das ist ein eigenes Thema.

      • Sportpapi sagt:

        Was für Methoden haben denn Männer, bei Ihren Partnerinnen ihren Willen durchzusetzen?

      • Nico Meier sagt:

        Ich halte nicht viel von Machtkämpfen solcher art in einer Beziehung.
        Wenn mit Sex über eine längere Dauer verweigert würde ohne Grund (Krankheit, Unfall) würde es nich tlange dauern und ich hätte eine Affaire.
        Eine Frau die zu solchen Massnahmen greift ist direkt verantwortlich für den Seitensprung ihres Mannes den sie provoziert.

      • xyxyxy sagt:

        Tschen – sie haben recht. Ich hatte nur noch die Tausend Beispiele am Ende im Kopf. Nicht aber diese sagenhafte Bloggerin welche sage und schreibe 10 Jahre, sich nur von Licht ernährte. Entschuldigung, keinen Sex hatte.
        Die empfand ich so unwichtig, dass ich sie gleich wieder vergass. Sorry also, ich war etwas neben der Spur, dachte dauernd es gehe nur um den kollektiven Sexboykott.
        Dabei diese Bloggerin und die Freundin unserer Bloggerin, diese wunderbaren Frauen, die keinen Sex wollen. Jä nu – solange es nicht meine Frauen sind… ist mir das reichlich wurscht.

      • Hotel Papa sagt:

        @ Nico: Billiger Ausweg: Ein Erwachsener Mensch spricht das Problem an, legt die Karten auf den Tisch. Und wenn sich keine Lösung ergibt, geht er.

      • Nico Meier sagt:

        Entweder geht er oder er sucht sich eben eine andere Frau wo liegt das Problem?

      • Pixel sagt:

        Nico, auch ich muss nachfragen: also wenn Ihnen eine Verweigerung ja so aufstößt, dass Sie sagen, es würde keine zwei Monate dauern und Sie hätten eine Affäre, wieso verlassen Sie sie dann nicht ganz?

      • Carolina sagt:

        Pixel, Sie sind sehr höflich. Wenn ich einen Mann ernst nehmen will, dann erwarte ich von ihm erwachsenes Verhalten – davonrennen, keinerlei Frage nach dem Wieso?/Warum? und dem Eigenanteil zu stellen und sich einfach davonzumachen bzw eine Affäre zu haben, würde mir ja nur eins beweisen: er hat kein wirkliches Interesse an einer Beziehung/Partnerschaft, sondern nur an seinen ‚creature comforts‘. Es wäre exakt das Gleiche, wenn eine Frau einen Mann verliesse, weil er seinen Job verloren hat und das HH-Einkommen sinkt – nur da würde NM laut schreien!

      • Pixel sagt:

        Absolut Carolina, ist so. An dieser Stelle wollte ich aber nicht so sehr sein Verhalten kritisieren oder die Geschichte hinterfragen. Ich wollte die Sache grundsätzlich bei ihm lassen. Interessieren tut mich dann aber eben dieser Schritt von Affäre zu Verlassen der Partnerin. Wieso geht man dann eine Affäre ein? Liebe kann es ja an der Stelle aufgrund der heftigen und radikalen Reaktion eher nicht sein, vermute ich.

      • Nico Meier sagt:

        Wieviele Männer werden verlassen kaum haben sie ihren Job verloren.
        Erwachsenes Verhalten Sexverweigerung als Waffe einzusetzen in einer Beziehung ist in meinen Augen kein Erwachsenes Verhalten daher kann im Gegenzug auch kein Erwachsenes Verhalten vom Partner erwartet werden.

      • Carolina sagt:

        Ach so, Beziehung ist für Sie dasselbe wie eine Mängelauflistung. Du hast…., also mach ich das auch so…..
        Klingt ziemlich kindisch, oder? Wenn keinerlei Bereitschaft beim Partner zu finden ist, sich Gedanken über seinen eigenen Part in der Misere zu machen und zwar selbstkritisch (nicht im Sinne von: ich verschaffe der Hälte der Frauen, die ich hatte, Orgasmen, also was wollen die eigentlich noch mehr – irgendwo habe ich diesen Post von Ihnen gesehen), dann zieht man eben weiter und macht dieselben Fehler immer und immer wieder. Ihr Problem.

      • pixel sagt:

        Wenn ich Sie, nico richtig verstehe, würden Sie also eine Affäre haben, um sich bei ihr und ihrem Verhalten zu „revanchieren“. Da ginge es also nicht darum, sie zu verlassen, sondern Spielchen zu spielen.
        Wahrscheinlich kommt es ja eh zu einer Trennung spätestens dann. Ja, das wäre somit sehr diplomatisch gelöst: sie verweigert Sex, Sie suchen sich eine Affäre (haben eh vor, mit ihr nicht mehr länger zusammenzusein), aufgrund der Affäre verlässt sie Sie. Ziel erreicht.

  • Reto Burgener sagt:

    Ist wie mit allem, ob es gut oder schlecht ist kommt drauf an, wie und wofür es eingesetzt wird.

  • Tschenclock sagt:

    Schon mal überlegt, wie das ist, wenn ein Mann das mit der Frau über 10 Jahre macht? Lysistrate in Ehren, aber aus rein egoistischen Motiven finde ich das nicht nur grenzwertig sondern nur verletzend. Soll man/frau sich doch besser vom Partner trennen.

  • Sportpapi sagt:

    Sex als Waffe? Sex als Machtmittel? Also doch?

    • Tschenclock sagt:

      Ihre Frage müsste lauten: Sexentzug als Waffe, als Machtmittel? Sex als Waffe ist doch allgemein bekannt. Aber das ist hier ja nicht das Thema.

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