«Ist Ihr Kind behindert?»

Ein Papablog von Matto Kämpf.

mbMiGerryThomasen

Zu viel Hilfe tut einem Kind anscheinend nicht gut: Ein Vater trägt seinen Sohn. (Foto: Flickr/Gerry Thomasen)

Neulich im Coop. Die Kasse ist passiert, die 3x NEIN zu Supercard, Märkli und Kassa-Bon sind gesprochen und die Einkäufe in der Tasche verstaut. Draussen peitscht der Regen um‘s Gebäude, der Held dieser Geschichte (ich) ist müde und will rasch nach Hause. Deshalb zieht er dem Kind das Regen-Mänteli über, nimmt es an der Hand und will zum Ausgang gehen. Da spricht ihn ein Mann an:

«Ist Ihr Kind behindert?»
«Nein, wieso?», frage ich etwas verdattert zurück.
«In diesem Alter kann ein Kind seine Jacke selber anziehen.»
«Kann es ja auch.»
«Wieso haben Sie dann dem Kind die Jacke angezogen?»
«Weil ich möglichst schnell nach Hause will.»
«Falsch.»
«Wie bitte?»
«Das ist falsch. Sie bevormunden Ihr Kind und machen es dadurch unselbstständig. Sie stören dadurch massiv die Ich-Werdung ihres Kindes und verhindern, dass es sich als handelndes Individuum erleben kann.»
«Aha.»
«Sie verunmöglichen den Übergang vom Objekt zum Subjekt, vom behandelten Objekt zum handelnden Subjekt. Durch Ihr Verhalten kann das Kind kein gesundes Selbstkonzept entwickeln, was zu einem kranken Abhängigkeitsverhältnis führen wird. Das Kind wird unselbstständig, passiv, schlecht in der Schule und am Ende ohne Job und einsam in der Welt stehen».
«Tausendwetter. Was soll ich da sagen?»
«Sagen Sie nichts. Denken Sie darüber nach.»

Das ist ja allerhand, dachte ich beim Verlassen des Coops. Schon wollte ich angesichts des Regens das Kind auf die Arme nehmen und tragen, als ich in Gedanken schon tadelnde Stimme des Mannes hörte: Das Kind kann selber gehen, also soll es selber gehen. Vielleicht hat der Mann recht. Ich muss die verheerenden psychologischen Folgen meines Tuns bedenken und daher das Kind agieren lassen. Sonst raube ich ihm das Ego, oder die Seele, oder beides.

Das Kind hüpfte jubilierend durch den Regen, liess keine Pfütze aus, umarmte jeden Hydranten, erklomm sechs Mäuerchen – nach etwa zwei Stunden hatten wir die 500 Meter geschafft. Pflotschnass und in den erzieherischen Grundfesten erschüttert räumte ich sinnierend den Kühlschrank ein. Warum haut mich diese Psycho-Keule immer derart um? Ich zucke zusammen und werde selber zum Kind. Bevor mein Kind auf der Welt war, sass ich mit meinen Kumpeln in der Beiz und wir waren uns einig: Psychologie ist die Irrlehre des 20. Jahrhunderts. Sie lenkt vom Wesentlichen ab, von den Umständen, in denen ein Mensch lebt. Dadurch ist sie systemerhaltend. Die Psychologie delegiert die Probleme an die Einzelnen, sie ist Opium für das Individuum. Man muss die Welt politisch verstehen, nicht psychologisch, brüllten wir in die Gaststube hinaus und bestellten noch eine Runde. Aber kaum ist das Kind auf der Welt, stürzt die Psychologie von allen Seiten auf mich herab und platziert ihren Senf. Und die Psychologie weiss, was richtig und was falsch ist. Sie kennt die Folgen meines Handelns und ist auch hellseherisch begabt und vermag zu prophezeien, wie mein Kind in zwanzig Jahren sein wird.

Wenn ich zurück ans Coop-Beispiel denke und mich dazu in meiner Verwandtschaft umsehe, komme ich allerdings zu einem anderen Schluss: Dort, wo die Eltern die Kinder quasi auf den Arm genommen haben und selbst die grössten Dummköpfe mittels Unmengen von Nachhilfestunden durchs Gymnasium geschleppt wurden, da sind aus diesen Deppen schlechte Ärzte, überforderte Vorgesetzte und erbärmliche Rechtsanwälte geworden, die sehr viel Geld verdienen und ihren Holzkopf hoch erhoben in der Welt herum tragen. Hingegen die Kinder, die früh auf sich selbst gestellt waren und selbstständig die Aufgaben erledigen mussten, weil ihre Eltern sich weder selber um das nächste Referat kümmern konnten, noch finanziell in der Lage waren, sich die Hilfe zu kaufen, diese stehen heute schlechter da im Leben, haben miesere Jobs und Geldsorgen.

Fünf Minuten später ist der Kühlschrank eingeräumt, die Psychologie zurück im Tiefkühlfach und etwas eine beschlossene Sache: Ich gehe mit dem Kind an die nächste 1.-Mai-Kundgebung. Egal, ob ich es tragen, stossen, ziehen oder schleifen muss.

Foto-Matto KämpfMatto Kämpf lebt als Autor, Filmer und Theatermacher in Bern. Er schreibt die Kolumne «Rabenvater» im Berner «Bund» («Ich sehe mich nicht mehr als Lonesome Cowboy on the never ending road to nowhere (oder so ähnlich). Nein, jetzt bin ich der Mann, der die Windeln schneller wechselt als sein Schatten.») Die Kolumnen sind als Buch im Verlag «Der gesunde Menschenversand» erschienen.

143 Kommentare zu ««Ist Ihr Kind behindert?»»

  • RB sagt:

    Der Autor kennt offensichtlich den Unterschied zwischen „Psychologie“ und „augenscheinlich nachvollziehbaren aber jeder wissenschaftlichen Grundlage entbehrenden subjektiven Ansichten“ nicht.

  • Micha Weber sagt:

    Ich glaube, wenn man an eine 1.-Mai-Kundgebung geht, beraubt man das Kind erst recht seines Objekt-zu-Subjekt-Werdeganges. Denn gerade in diesem linken Milieu ist es ja normal, dass man nicht selber bestimmt, selber Verantwortung übernimmt etc. sondern alles den Staat bestimmen/besorgen/bezahlen lässt und im Falle der Übernahme eines Amtes o.ä. nur ein CO-Präsidium eingeht.

    • alien sagt:

      Ich kenne haufenweise linke Socken, die jede Menge an Steuern bezahlen. Ich kenne haufenweise rechtes Gesocks, das sich ums Bezahlen von Steuern erfolgreich drücken.

  • LERNEN + LEHREN kommt von germ. „Laisti= die Fährte“. Man lernt indem man Fährten des Lebens verfolgt und eigene Erfahrungen sammelt. Und wenn einen das so fassziniert, dass andere einem von sich aus folgen wollen, ist man LEHRER. So zeigt das die neue Ich-kann-Schule auf. Jeder darf Kräfte lenken wollen. Das geht aber nicht mit DRUCK sondern mit SOG-Wirkung. Druck macht matt und platt; Sog löst, richtet auf, macht wachsen und man kann die Kräfte damit punktgenau lenken. Sog sorgt für Wachstum und das macht dem Leben gewachsen. So einfach kann es gehen. Guten Erfolg!
    Franz Josef Neffe

  • mira sagt:

    Ich bin noch nie dumm angemacht worden. Woran das wohl liegt?

    Über generelle Kommentare übrigens freue ich mich, sie sind meistens der Einstieg in ein kleines Schwätzchen!

    • alien sagt:

      Tja, das kann daran liegen, dass Du so gar nichts Nuttiges hast an Dir… so peinlich es für die männliche Welt ist, aber je offenherziger und sexier eine Frau herumläuft, desto eher wird sie blöd angemacht…

  • Katharina sagt:

    Die eine einzig richtige und wahre Betrachtungsweise gibt es nicht.

    Ueber die letzten drei Abschnitte lohnt es sich nicht, viel Worte zu verlieren, da haben sie einen etwas bemühenden Bogen überspannt. Im übrigen bin ich bei der Besenfraktion, denn ich glaube nicht dass sich die Episode im Coop so abgespielt hat.

  • Katharina sagt:

    Wir haben ein Paar Besenstile Modell Gran Sport im Angebot.

    Damit können die Schwestern in Windeseile durch den blauen Septemberhimmel fliegen
    und die goldenen Herbstblätter aufwirbeln.

    • Céline sagt:

      Wenn der Wind nachlässt, kommt Regen. Aber morgen ist das Unwetter vorbei und es kommt wieder die Sonne, auch bei Ihnen. Nur der Temperatur wird kühl bleiben.

      • alien sagt:

        Mann, das war ja kalt gestern, und der Regen war wirklich unangenehm. Der Herbst sollte abgeschafft werden.

      • Katharina sagt:

        27°C Sonnig
        Wahrscheinlichkeit für Regen: 20%
        Wind: SSW, 11 km/h
        Luftfeuchtigkeit: 62%
        UV Index: 7

        34.0522° N, 118.2428° W

      • pixel sagt:

        Interessante Koordinaten 🙂

      • alien sagt:

        IST JA GUT, KATARINA!!!

        Grummelgrummel.

      • Katharina sagt:

        -128°C schwebender Staub
        Wahrscheinlichkeit für Regen: 0%
        Wind: 132 km/h
        Luftfeuchtigkeit: 0%

        64.3° S, 271.2° E

      • Pixel sagt:

        Katharina, meist ist es so, dass mit zunehmender Distanz die Sicht sich klärt und man näher an der Sonne ist. Das kann auf dem Titlis genauso der Fall sein wie auf der anderen Seite des Erdballs.

      • Katharina sagt:

        „wie auf der anderen Seite des Erdballs“ – hmmm. der zweite Wetterbericht ist nicht von der Erde. sondern dem Mars.

      • Katharina sagt:

        …sollte eigentlich anhand der meines Wissens nirgends auf der Erde vorkommenden Oberflächentemperatur von -128°C klar sein.

      • Gabi sagt:

        Ein sehr gutes Bsp., das veranschaulicht, wie vorsichtig man hier mit simplem copy-pasten umgehen sollte und dass im Zweifelsfall ein persönlich erzähltes Bsp. tausend Mal sinnvoller ist als das Reinstellen von bereits Vorformuliertem.

        😉

      • Katharina sagt:

        denn müssen sie aber erklären.

      • pixel sagt:

        Katharina, nun ja, weder Titlis noch „andere Seite des Erdballs“ (von CHer Standort gesprochen) kam von ungefähr. Ich bin lediglich Ihren geografischen Koordinaten gefolgt. Aufgrund dessen übrigens habe ich mich sogar einen Schritt weiter vorgewagt in eine sinngemässe Interpretation.

      • Katharina sagt:

        Pixel, auf der Erde lösen sich die zweiten Koordinaten nach Manila auf, die ersten auf Los Angeles. Im Winterhalbjahr, wenn die Leute ‚back east‘ im Schneesturm Verkehrschaos stecken, senden wir Angelinos und Angelinas ihnen den hiesigen Wetterbericht zu. ist ein kleines Spiel mit etwas Schadenfreude. Beide Seiten kennen das Spiel. die Reaktionen sind zwischen grummel grummel und Hinweisen auf unseren permanenten Verkehrsstau und den Erdbeben, oder dass wir nur ein Parkplatz der Grösse Belgiens seien.

        Ich fand Ihre Bemerkung zu zunehmender Distanz witzig, weil eben das zweite Mars betrifft.

  • M. Bolliger sagt:

    Ich find das jetzt keine Sache, einem Kind, wenn’s mal eilt, in die Jacke zu helfen. Was ich aber wirklich erschreckend finde ist, wieviele Eltern ihre Kinder noch im Buggy herumkarren, obschon diese manchmal bereits in den Kindsig gehen…. Das find ich echt ein bisschen krank. Sorry.

    • Nina sagt:

      Ich musste den BUggy mit 1.5 Jahren begraben, weil Tochter nicht mehr da rein wollte. Musste ich mich eben dran gewöhnen, dass alles langsamer und umständlicher von sich ging. Dafür jetzt, nochmal 1.5 Jahre später, kann ich mit ihr überall hin zu Fuss, sie hält mit meinem Tempo mit und läuft ohne Problem 2 STunden am Stück. Wirklich cool! Es ist immer eine Herausforderung, die Balance zwischen elterlichen und kindlichen Bedürfnissen zu finden, aber ein bisschen anpassen tut uns Erwachsenen hin und wieder ganz gut und führt zu neuen Erkenntnissen…

    • xyxyxy sagt:

      ich hab noch nie ein Kindsgi Kind im Buggy gesehen – überhaupt noch GAR NIE
      aber, wie gesagt es gibt 2 jährige die sind so gross wie ein Kindsgi Kind

  • René Reinhard sagt:

    Herrlich, einfach wunderbar. Ich hatte Tränen in den Augen – vor Lachen.
    Auch in einem COOP: Ein Mann gleich hinter mir, legte sein Eingekauftes auf das Band. Zwischen uns ein Kind. Das „nervte“. Der Junge besah sich das Daherkommende und griff zu. „Lass das“. Er lies es. Etwa zwei Sekunden lang. Und bewegte sich dabei auch nach vorne. „Grapsch“. „Du sollst…“ Gleich wird es hier „rabiat“ zugehen, dachte ich und sagte zum Mann: „Denken sie doch zurück.“ Er sah mich völlig perplex an, bis bei ihm „der Groschen fiel“ und er losprustete.
    PS. Ich galt in meiner Jugend als „schwererziehbar“.

    • gabi sagt:

      Coop Laufband, schön und gut.

      Aber es gibt ja wirklich auch die beschränkten Eltern, die von ihrer Umwelt Verständnis erwarten, wenn sie mit dem schreienden Goof ins Kino gehen… Und sich tatsächlich über die „Kinderfeindlichkeit“ der Schweiz ärgern wollen, wenn sie drauf aufmerksam gemacht werden, dass dies den Kinogenuss verunmöglicht.

      Oder in Museen: Super übel! Einem Kind, dass dann nicht klar gemacht werden kann, wieso Absperrungen da sind oder was auf dem „Bitte nicht berühren!“ – Schild steht, hat einfach asoziale Erzeuger.

      • René Reinhard sagt:

        An Gabi,
        einverstanden, es gibt „Nervensägen“ von Kindern. Und zwar in allen Situationen. Aber ich redete nicht davon, sondern davon, dass man sich als „Erwachsener“, was immer das sein mag, sich kaum mehr an seine eigene Jugend erinnert, oder nicht mehr erinnern will. Vielleicht, weil man „Angst“ hat, seine eigene „Autorität“ zu verlieren?
        Mich fasziniert immer wieder, wie Kinder, Kleinkinder, auf Kunstwerke allgemein oder in den Museen reagieren. Bevor man sie, die Kinder, vor ihnen, den Kunstwerken, zu Strammstehen zwingt.

      • Gabi sagt:

        Kinder brauchen vor allem eins: Konsequenz.

        Daher weiss ich nicht, ob in Situationen, die Sie – als einst „schwer Erziehbarer“ 😉 – ev. nur mit „Angst Autorität zu verlieren“ verwechseln, vielleicht bloss eine gewisse Konsequenz dahinter steckt?

        Je kleiner Kinder sind, desto klarere Signale benötigen sie. Um die Natur einer Ausnahme zu erfassen, benötigt es vorderhand ein Begreifen der Regel.

        Viele Eltern scheinen diese Unterscheidung selber noch nicht einmal hin zu kriegen (und leiden dann ganz offensichtlich auch darunter, wenn´s denn plötzlich doch mal nicht okay ist, wenn Ihnen das

      • Gabi sagt:

        Kind auf der Nase rum tanzt).

        Mit „Stramstehen“ hat es nichts, aber auch gar nichts zu tun, wenn man erlernt, dass etwas nicht berührt werden darf, weil Dinge kauputt gehen können (und ich hätte bei einer langen Nacht der Museen fast weinen können, als ich sah, wie ein Jahrhunderte altes Musikinstrument GENAU SO, durchs Anfummeln lassen entgegen allen klaren Verboten, zerstört wurde).

        Dito: „Er will ja nur spielen!“ bei Hundebesitzern, die nicht kapieren, dass es nicht nur darum gehen kann, dass sich Hundi wohlfühlt.

        Ein Kind muss auch begreifen lernen, dass nicht einfach nur seine

      • Gabi sagt:

        Bedürfnisse der Nabel der Welt sind, sondern dass die Bedürfnisse Anderer nicht minder zu werten sind. An Orten, die für ein gewisses Mass an Besinnlichkeit oder ungeteilter Aufmerksamkeit geschaffen und eingerichtet sind, erst recht.

        Da haben sich nicht diejenigen, welche diese Regeln des Zusammenlebens schon verinnerlicht haben, an jene anzupassen, die das offenbar nicht begreifen: Im meinen Beispielen also Eltern, die demselben Reifegrad ihrer Kleinkinder (denen ich das nicht anlaste: sind ja noch Kinder!) offenbar noch nicht entwachsen sind.

        Denn können das die KIds (und ihre Eltern)

      • Gabi sagt:

        noch nicht, so haben sie schlicht und einfach dort nichts zu suchen… Denn im Gegensatz zu Einkäufen und Strassenalltag zwingt sie niemand in Museen, klassische Konzerte oder anspruchsvolle Filme.

        So einfach ist das.

        PS: Hat daher also kaum was mit Quengeln im Kaufhaus zu tun!

  • Dani Kobler sagt:

    So wie ich das sehe hat Herr Kämpf genau das getan was der Mann ihm gesagt hatte:
    «Sagen Sie nichts. Denken Sie darüber nach.»
    Wenn ich zurück ans Coop-Beispiel denke …

  • Nina sagt:

    Ansonsten (3. Kommentar – hab heute zuwenig Platz zum Schreiben ;-), nachdem ich obiges mal klargestellt habe, mein Bezug zum Rest des Artikels: so ein Besserwisser nervt doch nur. Dogmatisch-ideologische Erziehungsgrundsätze sind grundsätzlich die übelsten, egal aus welcher Ecke. Andererseits kriege ich viele Komplimente, weil meine Tochter so selbständig sei für ihr Alter – vielleicht liegt’s daran, dass ich selber nicht immer alles im Griff habe? Mir wär das eben zuviel geworden, meine Einkäufe einzupacken, das Kind anzuziehen und alles durch den Regen nach Hause zu bringen, d.h. ich hätte

    • Nina sagt:

      während dem Einpacken dem Kind gesagt, es soll seine Jacke anziehen und hätte es dann garantiert nicht nach Hause getragen, weil ich ja die Einkäufe schon hatte, sondern ihm sogar noch eine leichte Tasche abgegeben (ja, mein Kind ist erst 3!). Hat nichts mit irgendwelchen Grundsätzen zu tun, sondern ich bin nunmal nicht Supermom, die alles alleine hinkriegt, und da kann auch Klein-Tochter mich schon maximal unterstützen – was sie sogar noch gern tut und anscheinend dabei Selbständigkeit entwickelt…

      • Erika B. sagt:

        Nina, ich stimme Ihnen in (fast) allem zu.
        Vor allem habe ich mich gefragt, was denn nun dieser zweitletzte Abschnitt soll? Und was er mit dem übrigen Inhalt zu tun hat? Was hat zweistündiges Hüpfen durch Regenpfützen mit der späteren Karriere zu tun?
        Eher nix!
        Vermutlich ist das hier einfach die „Mittwoch-Satire“, die uns aufs Glatteis führen soll.

      • xyxyxy sagt:

        ich würde sagen, das liegt einfach an ihrer Tochter

        Ich habe zwei Buben: der eine will alles lernen – der andere will „nichts“ lernen (wenigstens sagt er das)
        der eine will sich täglich von allen Kindern persönlich verabschieden im Kindergarten – der andere ist lieber für sich
        der eine interessiert sich für Menschen – der andere für Maschinen
        trotzdem sind es Brüder und beide haben die gleichen Eltern
        wir sollten viel weniger Stolz oder voller Selbstzweifel sein, was unsere Kinder betrifft. Sie kommen als Persönlichkeiten zur Welt.
        Stolz bin ich auf beide – aber nicht wegen mir.

  • Nina sagt:

    ..mit Dummköpfen geworfen zu werden, nur weil sie beruflich das gleiche tun wie diese. Und ja, es gab massenweise Kollegen während dem Studium, von denen man dachte, wow, die machen mal gross Karriere. Und siehe da, es hat nicht geklappt – weil eben Dummköpfe auch nicht grundsätzlich von alleine weiterkommen im Leben. Die Frage ist immer, inwieweit man bei einem System mitspielt und mithalten kann und inwieweit man einen anderen Weg einschlägt. Und hat nichts mit Dummkopf oder nicht zu tun. Also bitte nicht so herablassend!!!

    • Martin sagt:

      Sehr schön gesagt, Nina. Habe selber einen ähnlichen Werdegang wie Sie in schildern, habe einfach mittlerweile aufgehört mit betupft zu fühlen, wenn solche Leute mit Stereotypen um sich werfen. Ist, leider, eine Frage der Abhärtung, denn je nach Ausbildung und Berufsstand ist man nahezu täglich eine Projektionsfläche für Fantasien und Vorurteile, seien sie positiv oder negativ. Man lernt damit zu leben.

      • Nina sagt:

        Ich kann mich nicht daran gewöhnen – bei den einen sind’s die Ausländer, die Andersfarbigen, die Andersgeschlechtigen. Und bei vielen Ach-so-toleranten sind’s nun einfach die Reichen, die Studierten, die Banker, die Vielverdiener, die Manager. Alle zusammen und grundsätzlich. Dass dabei auch viele sind, die sich ihren Erfolg hart erarbeitet haben und versuchen, ihre Jobs möglichst verantwortungsvoll auszuüben, wird einfach unter den Tisch gewischt. Hauptsache, man kann über andere abkanzeln und sich selbst dann besser fühlen.

      • Nina sagt:

        Vielleicht liegt’s daran, dass meine Familie sowohl unter dem Nationalsozialismus sowie Ostblock-Kommunismus direkt gelitten hat, und jetzt die ganze westliche Welt am Neo-Liberalismus leidet, dass ich diese Schwar-Weiss-Weltsicht nicht nur äusserst abstossend finde, sondern für enorm gefährlich halte. Und wenn etwas fehlt in der aktuellen gesellschaftspolitischen Debatte, dann sind das die gemässigten Stimmen, nicht die polarisierenden – davon haben wir mehr als genug zurzeit!

  • Nina sagt:

    Fand den Artikel sehr interessant. Bis ich den letzten Absatz las – der hat mich erschüttert, da ich ihn unglaublich arrogant finde. Ja, es gibt viele Dummköpfe, die durchs Studium geschleift wurden von den Eltern und jetzt Kohle scheffeln und trotzdem nicht selber denken können. Aber es gibt auch Leute wie mich, die sich das alles selber hart erarbeitet haben, da sie aus ärmlichen Verhältnissen stammen, wo die Eltern keine Ahnung von Schule hatten. Und die jetzt auch als Ärzte, Vorgesetzte und Rechtsanwälte arbeiten, viel Geld verdienen und sich umso betupfter fühlen, deswegen in einen Topf..

    • xyxyxy sagt:

      das hört sich so an, als seien Kinder mit reichen bzw. hilfsbereiten Eltern grundsätzlich dumm
      und Kinder mit armen bzw. nicht hilfsbereiten Eltern grundsätzlich gescheit

      da sind mir fast noch Herr Kömpfs pauschalisierende (und deshalb nicht ganz ernstgemeinte) Dummköpfe lieber

      • Nina sagt:

        Das hab ich nicht gesagt, sondern lese das so aus Herr K.s obigen Zeilen… Und genau damit bin ich ja nicht einverstanden.

      • Nina sagt:

        Aber wenn sie wollen, kann ich noch anfügen: ich kenne auch viele von Herrn K. als Dummköpfe bezeichnete, die von den Eltern durch die Ausbildung getragen wurden und die jetzt gute Ärzte sind, fähige Vorgesetzte und verantwortungsvolle Rechtsanwälte. Und Leute, die sich früh selber alleine durchschlagen mussten und trotzdem nicht miese Jobs haben oder Geldsorgen. Oder sogar zu Dummköpfen herangewachsen sind. Der Dummkopf mag wohl etwas mit der Erziehung zu tun haben, aber ganz sicher nicht mit dem beruflichen Betätigungsfeld. Ok?

      • Nina sagt:

        Im Übrigen finde ich die Weltsicht, das auf Kinder, die früh selbständig werden, lediglich miese Jobs und Geldsorgen warten, reichlich pessimistisch und möchte dem vehement widersprechen – ich kenne viele sogenannte Erfolgsgeschichten! Wie gesagt, es geht nicht um Dummkopf oder nicht, sondern darum, wie weit man mit dem System mithalten möchte und kann oder nicht.

      • xyxyxy sagt:

        dann ist ja alles gut

        ich ging davon aus, dass K. ironisch sprach
        denn wenn nicht, gehört er zu jenen Dummköpfen, die alle Dummköpfe schimpfen, die es zu mehr gebracht haben, als man selbst.
        Das sind tatsächlich die erbärmlichsten aller Geschöpfe.

  • Rita Stein sagt:

    Wenn mir einer so käme, wäre er bald einen Kopf kürzer. So eine Frechheit auch. Aber eben: es gibt überall Idioten und als Mutter muss man sich auch die ganze Zeit solchen Müll anhören. Zum Glück ist mein Ego gross genug (und mein Anstand klein genug), dass ich diesen Leuten dann verbal die Hosen runterziehe. Vor allem ältere Damen sind einfach zum Gehhilfe-Wegkicken!

    • Urs sagt:

      Ist das die moderne Blutgrätsche??? Was meinst Du, Auguste?

      • Auguste sagt:

        hmm…, urs, wenn rita stein das auch noch mit „offener sohle“ machen würde, das wäre schon rot-würdig. und zur strafe müsste sie an die nächste 1. mai demo und dort neben helmut hubacher und cédéric wermuth laufen. für eine svp-delegiertenversammlung plus backstage meet & greet mit zottel genügt die schwere der tat allerdings noch nicht.

        handkerum könnte man von senioren mit natürlichem weisheitsvorsprung auch erwarten, dass sie nicht permanent am „trikot“ der jungen zupfen.

        youtube: kenny chesney – don’t blink

  • Martin sagt:

    Schade für den Autor wenn er sich so schnell durch jeden dahergelaufenen Hobbypsychologen schachmatt setzen lässt und dadurch die einzig richtige Antwort vergisst: „Danke für das Gespräch, schöner Tag“. Und wenn seine einzige Konklusion aus seiner persönlichen Schieflage der Entschluss ist, seinen Knopf an den 1. Mai mitzunehmen (weshalb? sehe keinen Zusammenhang) dann ist das für mich eher ein Zeichen mangelnder Reife. Resp. mangelnder Empathie fürs Kind, denn Kinder haben am 1. Mai ungefähr soviel verloren wie inmitten der Ultras der Zürcher Südkurve. Nämlich gar nichts.

    • Nina sagt:

      Es geht ihm um den Widerstand gegen das bestehende System, da er denkt, dass nur Dummköpfe im System reüssieren und die selbständigen Kinder in miesen Jobs und Geldsorgen versumpfen, sobald sie erwachsen sind. Drum muss demonstriert werden (hier der Zusammenhang zum 1. Mai), damit wir unsere Gesellschaft so ändern, dass Selbständige reüssieren und Dummköpfe mit Geldsorgen enden (wir können denen ja dann mit Renten und so weiterhelfen). Das ist sicher nicht zu 100% falsch, denn bestehende Systeme sind immer verbesserungswürdig, aber auf diese Weise eine ziemlich arrogante Argumentation.

  • Gabi sagt:

    Ich hab mich tatsächlich auch schon bei der Verwandschaft darüber lustig gemacht, dass sie wohl lieber ein querschnittgelähmtes Kind hätten, weil sie´s keine zwei Schrittchen tun liessen, ohne es an den Händen derart nach oben zu ziehen, dass es den Boden kaum berührte. Von Treppen (laufen lernen) ganz zu schweigen. – Könnte ja hinfallen! Was werden die Eltern leiden, wenn es in ferner Zeit dennoch selbstständig laufen kann

    Halt ich für falsch. Aber das mit der Jacke, wenn man nicht alle Zeit der Welt hat, finde ich nur normal und es würde mir nicht einfallen, dazu gute Tipps zu verbreiten.

    • Auguste sagt:

      hmm…, weil sie absolut nicht der typ sind, der andere permanent „belehrt“ und belästigt?

      • Gabi sagt:

        Besprechen Sie´s mit Ihrem Teammate, Guschti…

        Und legen Sie Ihre Erkenntnis dort aufn Stapel.

        Ehrlich: Wenn ich dazu komme, les ich ganz bestimmt, welche wichtige Erkenntnis Sie mit uns teilen wollen.

        🙂

  • Karolina Kohout sagt:

    Ich fresse einen Besen, wenn sich der dargestellte Dialog wirklich so zugetragen haben sollte…

  • daniel zurbriggen sagt:

    Wenn eltern keine zeit haben das kind sich motorisch und allgemein entwickeln zu lassen, sollten sie sich doch überlegen ob sie sich im vorfeld zuwenig mit dem zu erwartendem auseinandergesetzt haben. ungeduld und zeitdruck sind grundsätzlich nicht zielführend., damit lässt sich gar nichts erreichen. und wenn`s mal pressiert kommt es doch sehr auf den ton an.

    • xyxyxy sagt:

      sie sind dermassen intelligent – dass sie wahrscheinlich gerade zu den Leuten gehören, welche im Supermarkt Drittpersonen ihre extremweise Weltsicht wissen lassen

      Herr Kömpf hat schon recht. Wenn es nach Leuten wie ihnen ginge, wären wir alle gestört und lebensuntauglich. Zufällig sind wir das nicht.

    • Hitz sagt:

      Ungeduld und Zeitdruck dürfen mit einem Kind natürlich gar nie vorkommen, das wäre viel zu viel Realitätsverabreichung. Schliesslich wird das Kleine später ja mal Prinz oder Prinzessin in einem Turm aus Schokolade und profane Dinge wie Termine, Ungeduld oder ähnliches werden kaum je an die Gestade seiner funkelnden Welt anbranden. Wieso sollte es also mit derlei Unannehmlichkeiten durch seine Cro-Magnon-Eltern konfrontiert werden?

  • Frölein Mitens sagt:

    Persönlich habe ich sowieso ein Problem mit dieser Verhätschelung. Liebe bedeutet nicht, jemandem das Leben so angenehm wie möglich zu machen, das beste für diese Person zu wollen, und das ist auch mal streng sein und zu akzeptieren, dass das Kind gewisse Dinge selber machen muss. Mein jüngere Schwester wollte bis ca. 4 jährig im Buggy chauffiert werden, trug etwa gleichlang Windeln und ist heute Arbeitslos, 22 und hat soeben ihr zweites Kind geboren.

    • Evelyne sagt:

      Ja, mit zwei Kindern, wovon das erste eben geboren wurde, ist Mutter in der Regel auch „Erwerbslos“…aber nicht arbeitslos! Und bitte nicht von einem EInzelfall auf die Allgemeinheit schliessen. Ansonsten stimme ich Ihnen natürlich zu, was die Verhätschelung angeht.

    • Hitz sagt:

      Ha! Das ist ein ganz typischer Werdegang von Ihrer Schwester! Ich hätts gleich sagen können, dass aus der nichts wird!
      Ich meine, echt jetzt, so eine bis-vier-Buggy-Hängerin und Windelkackerin kann ja nur hoffnungslos sein. Da hätte alle restliche Erziehung und Wertevermittlung echt nichts mehr gebracht. Zum Glück ist aus Ihnen was geworden!

      • xyxyxy sagt:

        wer weiss Hitz – vielleicht hatte sie auch nur die falsche Schwester, vielleicht blieb sie darum im Buggy und nun auf dem RAF

      • Hitz sagt:

        xyxyxy: Der Gedanke hat auch was und macht ehrlich gesagt sogar noch ein wenig mehr Spass. Unten schreibt die Schwester ja auch, dass die Kleine keinen Biss hatte. Vermutlich, weil sie von der Älteren zu früh schon verbissen wurde. Eine grausame Welt.

    • xyxyxy sagt:

      ihm die Jacke anziehen, weil es eilt und bis 4 im Buggy fahren

      ich staune immer wieder, was für ozeanumspannende Brücken gewisse Leser bauen können

      oder: wer um alles in der Welt würde schon für richtig heissen, dass 4 jährige mit Windeln im Buggy fahren? NIEMAND
      nicht einmal der Oberverhätscheler – also können sie sich diese Extrembeispiele gleich sparen – das wäre etwa das gleiche, wie wenn sie votieren würden dass sie Bungee-Jumping für Vierjährige übertrieben finden

      • Sportpapi sagt:

        Sooo gross fnde ich die Brücke nun auch wieder nicht. Denn unsere Kinder fahren auch länger Kinderwagen, als es vielleicht nötig ist, weil es eben eilt, bzw. weil man auch wieder einmal ankommen möchte.

      • Carolina sagt:

        Na, SP, dann bereite Dich mal auf total missratene, lebensunfähige und arbeitslose Erwachsene vor, denn nur das kann aus Deinen ‚verhätschelten‘ Kindern werden – so lange Buggy fahren, gahts no? Das meint xy!

      • xyxyxy sagt:

        und deshalb werden sie mal arbeitslos, weil sie ein halbes Jahr länger fahren?
        vielleicht werden sie dadurch ja auch mobiler und können schneller Autofahren weil sie sich schon von früh auf an Geschwindigkeit gewöhnt haben und natürlich gelernt haben Hilfsmittel intelligent einzusetzen….

        also echt jetzt SP

      • Sportpapi sagt:

        Kommt wieder runter. Das Argument mit dem Helfen bei der Jacke ist lächerlich, solange es ja nicht eine Grundhaltung ist. Genauso lächerlich ist es mit dem Buggy. Ich bezog mich darauf, dass Jacke und Buggy vergleichbar sind – in diesem Falle aber tatsächlich an den Haaren herbeigezogen. Ansonsten weiss ich eigentlich gar nichts, was es heute hier zu diskutieren geben könnte – bin aber eigentlich auch froh darüber…

    • Carolina sagt:

      Vor allem die Verbindung ‚arbeitslos‘ zu ’sass zu lange (untätig) im Buggy herum‘ finde ich, äh, faszinierend.

      • pixel sagt:

        🙂 Gut zu wissen, dass es _die Schwester_ ist. (Die vermutlich von denselben Eltern erzogen wurde, wie die Schreiberin selbst…)

      • xyxyxy sagt:

        Es erinnert irgendwie an den Eskimo, der dank dem Radio Freude an der Musik bekam und so ins Unglück kam.

    • plop sagt:

      frölein, etwas vom besten, was einem Kinder mitbringen, ist, dass das Leben voll Unvorgesehenem ist, so dass man seine Vorsätze/Ideale immer wieder über den Haufen werfen darf oder muss und dass es einfach kein richtig oder falsch gibt.

      • Frölein Mitens sagt:

        Also, Kinder die mit 4 Pampers tragen und mit dem Nuggi in der Gegend rumrennen, konnte man diesen Sommer bei uns am Seeufer immer wieder bestaunen.
        Ich musste natürlich ziemlich schnell mal allein laufen, da meine Schwester und mich gerade einmal 17 Monate trennen. Und wenn die nicht laufen wollte, dann sass sie auf den Boden und nichts ging mehr. Also blieb der Buggy ein treuer Begleiter. Und wegen dem Arbeitslos, die hatte einfach keinen Biss. Dann gings in der Schule weiter mit Nachhilfe und Kleinklasse, Oberstufe unbenotet, kein Abschluss, nie eine Lehre begonnen, Kinderwunsch, Sozialamt

      • xyxyxy sagt:

        woher wissen sie denn, ob die 4 sind ?- unser Nachbarsbub ist 2 und grösser und stämmiger als unser Bub mit 4
        das sieht dann komisch aus „wenn der Grosse mit dem Nuggi“ – aber eben, er ist erst 2

        wenn ihre Schwester so ist: lag es dann an der Verhätschelung oder evt. an ihren Genen?
        Meinen sie, sie hätten ihre Schwester besser hingekriegt als ihre Eltern. Und wenn ja, warum wurden sie denn so gut, da ihre Eltern …. – Fragen über Fragen. Oder schlicht die Frage: was wollen sie uns eigentlich sagen?

      • Hitz sagt:

        Gehe ich Recht in der Annahme, Frölein, dass Sie Ihre Schwester ganz einfach nicht ausstehen können und uns deshalb Ihre ganze Familiengeschichte aufdrängen?

      • Pixel sagt:

        Nein, xy und hitz. Ich tippe darauf, dass froilein diejenige ist, die bei anderen klugscheisst.

  • Evelyne sagt:

    Wow, dieser Artikel hat mich jetzt wirklich wieder mal beruhigt. Selbst stockbesoffen in der Öffentlichkeit lallend, oder mit dem Velo auf dem Trottoir fahrend oder im Bikini mit dutzenden von fragwürdigen Tattoos aneckend…nie wurde ich mehr angefickt und missioniert und belehrt wie als Mami mit Kind in der Öffentlichkeit. Einmal klingelte ein Mann und stürmte das Treppenhaus, da er wissen wollte, was ich mit meinem Kind anstelle, denn es schreie sehr leidvoll. Ich war völlig verdattert wie auch Herr Kämpf und machte mir elende Vorwürfe. Mit dem 2. Kind wird dann das wohl auch anders…

    • xyxyxy sagt:

      na ja, wenn man als Mami, das verantwortung für Kleinkind und Baby hat, volltätowiert (und halbnackt – sonst könnte man das ja nciht sehen) und stockbesoffen Velo fährt (wussten sie, dass sie dann auch den Führerschein abgeben müssen?) – dann kann man das ja ein bisschen verstehen, wenn die Nachbarn sich fragen ob mit den Kidies alles i.O. ist.

      Nichts gegen Tätowieren und Saufen – aber ein bisschen muss man schon schauen, welchen Eindruck man hinterlässt, gerade wenn man Kinder hat.

      • Gabi sagt:

        ? Da haben Sie sich jetzt glaub nen Lesefehler geleistet, xyxyxy.

        Übrigens stand bei uns auch schon die Bockwartin des Hauses von zwei Stöcken unter uns auf der Matte und fragte, was wir mit dem Kind anstellte, da es so schreie.

        Die Mama fanf das gar nicht lustig und hat sich aufgeregt. Ich eigentlich nicht:

        Ich sage mir, dass dieses Verhalten ja auch die Voraussetzung ist, um sich ein zu mischen, falls tatsächlich ein Kind tatsächlich misshandelt würde und komme daher – auch wenn mir die Blockwartseele der Alten selber nicht sympathisch ist – gut damit klar.

      • xyxyxy sagt:

        hmm – vielleicht haben sie recht Gabi
        die E. sprach von einer anderen Zeit und nicht dass sie das heute tut…
        kann sein

        wie gesagt, ich habe das noch nie erlebt, dass mich irgendjemand anfickt wegen des Kindes und ich würde es auch niemandem raten. Tatsächlich scheint mir aber auch, dass diese Missionierer und Besserwisser lieber auf Frauen losgehen.

      • Nina sagt:

        xyxyx – hab ich auch noch nie erlebt. Und ich bin eine Frau. Weiss nicht, ob es wirklich am Geschlecht liegt, aber woran sonst kann ich nicht beurteilen. Vielleicht wirken wir mehr furchteinflössend… 😉

    • Auguste sagt:

      hmm…, evelyne, mit stockbesoffenen diskutieren nur andere besoffene – danach ist die welt gerettet, nur hat man anderntags vergessen, wie man es machen wollte. mit velofahrern auf dem trottoir zu sprechen geht nur, wenn man neben ihnen herfährt, sonst nennt man solche gespräche „kriegserklärungen“. bikini & tattoos sind wie suppe & maggi-würze – geschmackssache. und wenn das kind wie am spiess schreit, und die nachbarschaft an der türe klingelt, dann wissen sie: man traut mir nichts oder alles zu. die welt ist ein schreikrampf, der auf seinen auftritt wartet.

      youtube: tear for fears – shou

  • plop sagt:

    Die letzten zwei Absätze des Textes find ich von der Aussage her ein bisschen schade. Behauptungen, die nicht wirklich „verhäbe“. Dass Leute sich immer wieder einmischen (mir hat letztens eine Frau vorgeworfen, ich tröste mein Kind nicht recht und hat ihm über den Kopf gestreichelt (weil ich das nicht gemacht habe)) ist halt so, viele halten bei Kindersachen diese Distanz, welche wir ja sonst ausgiebig zelebrieren, nicht ein.

  • xyxyxy sagt:

    Der Tadler ist letztlich ein Gläubiger der reinen Lehre. Einer der meint, alles was er je zu diesem Thema gehört habe, müsse 100% umgesetzt werden, denn werde alles gut. Und sonst, wenn man es nicht zu 100% anwendet, werde alles schlecht.

    Diesen Fehler trift man auch hier des öfteren an. Man ist nicht in der Lage „Wahrheiten“ zu relativieren und – sorry für das Wort: – mit gesundem Menschenverstand in einer vernünftigen Dosierung in realen Leben anzuwenden.

    • marie sagt:

      wahrheit(en) gibt es nicht… aber ich glaube es wird noch eine weile dauern, bis es irgendwie durchdringt 😉 ä hiubä!

    • Maria Sah sagt:

      Manchmal hilft auch der angeblich gesunde Menschenverstand nicht weiter, dann nämlich wenn der/die Erziehende nur seine Erwartungen in das Kind hineinprojiziert und es letztlich nicht ernst nimmt.
      Darum kann ich zum im Artikel geschilderten Fall nur sagen: sollte sich das Kind dagegen wehren, getragen zu werden, dann soll es selber laufen. Wenn das Kind die Jacke selber anziehen will, soll es das auch tun.

      • xyxyxy sagt:

        aber Maria wer das tut, dem fehlt eben der gesunde Menschenverstand
        ihre Reflektion des Artikels hingegen ist gerade ein PARADEBEISPIEL von HINEINPROJEZIEREND. Aus „der Held dieser Geschichte (ich) ist müde und will rasch nach Hause. Deshalb zieht er dem Kind das Regen-Mänteli über, nimmt es an der Hand und will zum Ausgang gehen“
        machen Sie „Darum kann ich zum im Artikel geschilderten Fall nur sagen: sollte sich das Kind dagegen wehren, getragen zu werden, dann soll es selber laufen. Wenn das Kind die Jacke selber anziehen will, soll es das auch tun.“

        wem passt nun der Schuh?

    • xyxyxy sagt:

      marie – schauen sie der Kömpf macht den Fehler gleich zweimal:
      er glaubt als Student: Es IST politisch, NICHT psychologisch – eine schwarz/weiss Sicht, der zwingend immer „DIE Wahrheit“ voraussetzt
      dann als Vater, wird er von Zweifeln geplagt: vielleicht ist es umgekehrt: Es IST psychologisch NICHT politisch.
      Er legt die Zweifel beseite, verwirft die Häresie und frönt wieder seiner Alten Wahrheit.
      Anstatt zu begreifen: alle Teile haben eine gewisse Relevanz – mehr nicht. Es gibt keinen Konkurrenzkampf, nur ein weises Abwägen, der Gewichtung.

      • marie sagt:

        xy bin ganz bei dir. das leben ist ein prozess, der ohne immerwährendes abwägen doch gar nicht funktioniert. daran scheitern eben -ismen, nämlich an der eigenen „radikalität“, am eigenen „system“ usw…

    • Maria Sah sagt:

      Genau deswegen schrieb ich ja „angeblich“.
      Unglücklicherweise gibt es Elternteile, die es noch nicht einmal merken, dass sie die Menschen nicht wirklich kennen und nicht wirklich deren Reaktionen lesen können, dass alles was sie tun das Projizieren ihrer Schemen auf ihre Kinder und auch auf andere Menschen ist.
      Ein Kind mit einem auch nur leicht abweichenden Denk- oder/und Gefühlsschema mit solchen Eltern ist ein armes Kind.
      Ich habe gelernt, meine Ansichten nicht für allgemeingültig zu erklären.

      • xyxyxy sagt:

        ach so: sie wollten einfach – losgekoppelt von allem, was im Artikel oder sonst wo gesagt wird – sagen, dass es solche Eltern gibt, die ihr Kind nicht richtig verstehen und dass dann sämtliche guten Richtlinien nichts nutzen – weil diesen Leuten das Feingefühl fehlt und dass dieses entscheidend ist

      • Maria Sah sagt:

        übrignes xyxyxy, die Reaktion des Kindes in diesem Fall kann ich dem Artikel nicht entnehmen.

      • xyxyxy sagt:

        deshalb projeziere ich keine Reaktion hinein
        ist eh idiotisch – ganz egal wie es reagiert, sich als Aussenstehender sofort ein Bild zu machen und sich dann seine Theorien hinein zu projezieren
        ich masse mir nicht an aus einer 5 min. Beobachtung etwas über die Beziehung zwischen Vater und Kind zu mutmassen, und was nun richtiger gewesen wäre
        jeder soll nach seiner Fasson selig werden – ob es mit dem Kind und der Beziehung zu den Eltern gut rauskommen wird, wird sich erst in vielen Jahren zeigen und diejenigen die alles für andere besser wissen… na ja würden besser auf sich selbst schauen

  • Richard Schacher sagt:

    Psychologie ist keine Irrlehre, sondern ein System, welches den Menschen krankredet um sich selbst Arbeit zu beschaffen. In dieser Hinsicht hat der Autor absolut recht. Es gibt allerdings eine wahre Irrlehre des 20. Jahrhunderts: Politikwissenschaft. Und eine wahre Geisteskrankheit: linkes Gedankengut. Wer linkes Gedankengut mit sich trägt ist tatsächlich krank und gehört therapiert. Und wer an eine 1. Mai Demo geht und dabei noch Kinder mitschleppt, der gehört in eine geschlossene Anstalt und dessen Kinder sollte man zum Schutz des Kindeswohles ihm entziehen.

    • Francis Gabriel sagt:

      Genau, wegsperren mit diesem linken Gesindel, und wir züchten eine Rasse einheitlicher Lemminge mit dem Ziel einer kapitalistischen Einheitsgemeinschaft, auf jetzt! Aber oha, oder haben wir das nicht schon?

      • tina sagt:

        sind solche beiträge von richard schacher eigentlich nicht verboten?

      • Hitz sagt:

        Muss alles, was dumm ist oder einem dumm dünkt, gleich verboten sein?

      • pixel sagt:

        @Hitz: nein, das hat nichts mit „dumm“ zu tun, sondern mit der propagistischen und stellenweise diskriminierenden Haltung, die Herr Schacher innewohnt.

      • Hitz sagt:

        Und seine Haltung bzw. die Äusserung deselben müsste verboten sein (wie tina anregt)?
        Ich glaube kaum, dass jemand durch derartige Äusserungen „indoktriniert“ wird und wenn schon…auch Deppen haben das Recht auf eine eigene Meinung, genau so wie tina das Recht darauf hätte, geistreich und eloquent zu antworten oder dagegen zu argumentieren.

    • Roter Falke sagt:

      Was hat man ihnen nur angetan, dass sie diesen wohl beinahe pathologischen Hass gegen Linke entwickelt haben? Kratzer im Offroader? Angst ums Eigenheim? Oder sind sie es, Herr Mörgeli?
      Man kann unterschiedliche politische Ansichten haben, aber derartige Tiraden von sich zu geben ist schon ein starkes Stück.
      Versuchen sie den schönen Herbsttag zu geniessen, gehen sie ein bisschen an die frische Luft.

    • hobbyläuferin sagt:

      Was für ein verbohrter Kommentar.
      Als ich zu lesen begann, dachte ich mir noch: Ah spannende Meinung. Aber Menschen, die andere politische Meinungen nicht akzeptieren können, ist einiges kränker als jede politische Meinung.

      Kinder würde ich an die 1. Mai Demo vermutlich aber auch nicht mitnehmen.

    • Widerspenstige sagt:

      Herr Schacher, bitte erklären Sie mir doch etwas präziser, was Sie damit meinen:
      ‚…Und eine wahre Geisteskrankheit: linkes Gedankengut. Wer linkes Gedankengut mit sich trägt ist tatsächlich krank und gehört therapiert…‘

      Bin gespannt wie eine Feder auf Ihre Antwort. Dankeschön.

      • gabi sagt:

        Versprechen Sie sich was von dem, WS?

        – Übrigens, apropos Bewusstseinsbildung im MB, muss ich zugeben, dass das BGE (dass ich ja ursprünglich als Gedanke immer schon toll fand, aber dessen Umetzbarkeit ich bezweifle) immer noch in mir am Grummeln ist und ich mich vorerst einmal nicht zu weiteren Schritten (fast hätte ich geschrieben: Schnitte) in Richtung Beschneidung meines Sohnes durchringen kann.

      • Carolina sagt:

        Ist das wirklich auf Bewusstseinsbildung hier im MB zurückzuführen? Fände ich wirklich gut.

        Ausserdem wollte ich schon länger gesagt haben, dass in der letzten Woche für mich die Re Aktion so ziemlich alles richtig gemacht hat – ich fand den Themenmix ungemein spannend, es sind für mich ganz neue Aspekte zur Sprache gekommen und es gab nur sehr wenig Ausfälligkeiten. ‚Leider‘ hat der MB auf diese Weise auf mich wirklich Suchtpotential.

      • gabi sagt:

        Im Falle vom Schnippseln insofern, als das ich in der Folge natürlich auch etwas länger beim Zappen verharrt bin, wenn davon die Rede war; bzw. Artikel, die mir begegnet sind. Wenn ich ausschliessen kann, dass bei meinem Filius irgendwas verhakt oder verklebt, bzw. dass er ne „krumme Latte“ kriegt, werd ich erst mal nichts unternehmen… Wissend, dass es wahrscheinlich einfacher wäre, wo er noch klein ist (insbesondere Teilbeschneidung).

        BGE nicht ganz so… Aber da liegt der Fall natürlich sowieso anders, weil ich eigentlich ja immer schon gerne daran glauben wollte, aber nicht glauben kann

      • gabi sagt:

        Zu den Ausfälligkeiten:
        Ich hab vor einigen Wochen bei fufis aufschnappen können, wie dort gejammert wurde, nun müssten sich einzelne „verdiente“ Teilnehmer des MB dort sogar schon zurückhalten!

        Das deutet daraufhin, dass die übelsten und haltlosesten Beschimpfer(innen) einen deutlichen Schuss vor dem Bug gekriegt haben müssen. Find ich gut.

      • Widerspenstige sagt:

        Ja klar verspreche ich mir etwas Erhellung, Gabi, und gerade so krasse Aussagen möchte ich gerne hinterfragen. Ich habe ja auch bei Ihnen nicht locker gelassen u wie man sieht, hat es sich gelohnt….

        Wegen dem gGE: darüber möchte ich gerne noch mehr diskutieren, wenn es sich ergibt. Wenigstens die Initiative unterschreiben wäre ein Anfang, um einen Wertwandel mal in den Köpfen anzukurbeln. Denn wer sich einfach schon da verschliesst u nicht mal seine Unterschrift plazieren möchte, lebt in einer Blase u wünscht sich nur Stagnation oder gar Rückschritt. Schön, wenn es immer noch Grummelt 8)

      • Sportpapi sagt:

        Da bräuchte es aber zuvor viel Wertewandlung, um ein paar Unterschriften zusammenzubringen. Und nein, ich zumindest lebe nicht in einer Blase, wünsche mir nicht Stagnation oder Rückschritt. Bezüglich was überhaupt?

      • Carolina sagt:

        Danke vielmal, Widerspenstige, und liebe Grüsse aus der rückschrittlichen und stagnierenden Blase! Ich für meinen Teil würde (vorerst) keine Initiative dieser Art unterschreiben;-)

      • Widerspenstige sagt:

        Und was das Schnippeln bei Ihrem Sohnemann anbelangt: es wäre wohl gar kein so ein riesiges Thema geworden u so manche Elter hätten es einfach vornehmen lassen, wenn nicht besagte Weltreligionen es einfach durchführen lassen. Rein aus hygienischen Gründen sähe ich genügend Anlass, es vornehmen zu lassen. Da sollte diese hitzige Diskussion nicht zum Massstab genommen, sondern Erfahrungswerte von Beschnittenen gesammelt werden. Es könnte ja durchaus sein, dass die Evolution bereits vorsieht, dieses Häutchen langsam aber sicher weniger produzieren zu lassen im Mutterleib. Wie die Weissheitszähne.

      • Widerspenstige sagt:

        Test

      • Sportpapi sagt:

        Vorher würde ich eine Initiative „Recht auf Arbeit“ unterschreiben!

      • Auguste sagt:

        hmm…, das war wohl eher im sinne von „it’s the company you keep“ gemeint, gabi. mass und ziel erschliesst sich nicht jedem und im internet schon gar nicht. wäre die relation von quantität und qualität bei ihren posts etwas günstiger, ersparte das einem am ende eines threads den häufigen anflug von scham darüber, auch dabei gewesen zu sein.

        aber wie bekräftigte obama gestern vor der uno: das recht auf freie meinungsäusserung ist unantastbar (wie idiotisch sie auch immer sein mag). dem schliesse ich mich an, auch wenn ich dem einen oder andern idioten keine träne nachweinen würde.

      • Gabi sagt:

        Ich bin sicher, da plichtet ihnen Frank Schirmacher auch bei.

        Oder Einstein. Oder Jünger. Oder Popper… Öh – nein: Popper glaub sicher nicht. Oder gleich Sokrates.

        Aber anyway.

        .. Das sind die Grossen, die auf Ihrer Stufe stünden.

        Zu schade, sind die schon alle tot (ausser Frank – aber der sieht das ja genau so wie Sie!). Und Sie fühlen sich ja offenbar auch schon nicht mehr so wohl hier.

        Sie sind einfach zu… äh.. intellektuell für diese Niederungen hier.

        😀

      • Beno sagt:

        Frank Schirrmachers Düsseldorfer Dankrede
        „Den Schmerz verdoppeln“

        Hier touchieren sich die Beiden ein Stücklein… den Schmerz verdoppeln war auch der erste Gedanke von Guschtelis Mutter, damals an jenem regnerischen Scheiss-Novembertag…damals, als sie ihn zu Gesicht bekam; diese Leere , dieser Kaspar Hauser aus der Nachkriegszeit ! Ist ihr Kind behindert…schallte es durch die kalt-nassen Strassen… immer wieder…

      • Gabi sagt:

        WS: Übrigens geht´s auch umgekehrt. Ich finde ich die Überlegungen zur Frage nach einer Obergrenze des individuellen Einkommens – das im Amerika der 30er und 40er noch diskutiert wurde – zumindest ebenso interessant… Wenn auch mindestens so schwer durchsetzbar in einer globalisierten Welt.

      • Widerspenstige sagt:

        …und er blieb stumm, der Herr Schacher. Also einfach schnell was reinkotzen und dann kleinlaut sich im Dunkeln verstecken…wow! Was für jämmerliche Demokraten wir doch im Lande haben…

        gabi, umgekehrte Richtung noch schwieriger als die Durchsetzung eines gesicherten GE. Es gibt (glaube ich wenigstens davon gehört zu haben) eine Initiative in Vorbereitung wo der Höchstlohn eines Unternehmens das 12fache des Mindestlohns innerhalb des Unternehmens nicht überschreiten solle.

        Ich finde so eine Diskussion äusserst wichtig, denn wo soziale Gerechtigkeit vorherrscht, da weniger Volchsunmut

      • Widerspenstige sagt:

        …komme nicht durch mit meinem post seit 12:36h als Antwort an gabi….janu…habe besseres zu tun als hier zu posten

        Schönen Sonntag allerseits 😀

    • Lena Meier sagt:

      @Richard Schacher
      Die Internet-Trolle haben ganz offensichtlich den Sprung von Youtube auf die TA-Seiten geschafft. Herzlich willkommen!

  • Carolina sagt:

    Herr Kämpf, mit Verlaub, meinem Verständnis nach hat dieser Vorfall mit Psychologie ziemlich wenig zu tun – diese Deppen oder Deppinnen finden Sie überall und als Mami sowieso. Unglaublich, wieviele Missionare es gibt, die sich bemüssigt fühlen, anderen in jeder Lebenslage, aber vor allem, wenn es um Kinder und Schwangerschaft geht, dreinzureden. Das war ein Idiot, aus, Ende, basta. Die Kunst ist, sich von so jemandem nicht den Tag versauen zu lassen…. Ich wünsche allen einen ….. schönen Tag.

    • xyxyxy sagt:

      Ehrlich? Ich konnte kaum glauben, dass dieser Tadler nicht eine Erfindung ist von Kämpf. Wenn mir einer so kommen würde, dem würd ich aber so was den Kopf waschen….. vielleicht ist mir deshalb noch niemand so gekommen. Vielleicht muss man eine gewisse Opfer Ausstrahlung haben, dass man von Missionaren angefallen wird.

      • Nala sagt:

        Danke xy, das dachte ich mir auch. Diese Besserwisser, die genau wissen, wie man sein Kind erziehen muss (und womöglich noch gar keine Kinder haben) wären mir auch nicht ungeschoren davon gekommen. Sowas geht ja wohl gar nicht. Da werd ich grantig, wenn ein wildfremder meint, mich so angehen zu müssen. Hab das aber wohl wie xy ausgestrahlt, dass man mich besser nicht so anspricht…

      • Evelyne sagt:

        Haha, der ist gut…“eine Opferaustrahlung haben, damit man von so einem Missionar befallen wird“!

      • gp* sagt:

        Afrikanisches SW: Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen. Selbst Mutter mit teils ganz klaren Vorstellungen, wie ich meine Tochter erziehe, bin ich jedoch immer offen und oder auch dankbar, wenn man mir gute Tipps und Ratschläge gibt oder sich auch in der Öffentlichkeit mal das Gegenüber (in meiner Anwesenheit) direkt an meine Tochter wendet, vorausgesetzt in respektvollem Ton. Da fällt mir kein Zacken aus der Krone. Die Haltung vieler Eltern heutzutage ist nicht nachvollziehbar, sind gleichzeitig aber auch dauernd überfordert, weil sie glauben, sie wüssten alles besser.

    • pixel sagt:

      ja, das dachte ich mir auch, Carolina.
      Auf der anderen Seite fand ich es dann schön, dass sich der Au.tor dann doch auf weiterführende Gedanken eingelassen hat. Meine erste Reaktion wäre intuitiv so ähnlich wie die von xy unten gewesen. Aber wieso mal nicht innehalten und sich kurz befragen, ob da ein Funke Wahrheit dran ist. Man kann es ja noch immer verwerfen und bei seiner Haltung bleiben. Es geht mehr um die prinziepielle Haltung, inwiefern man gewillt ist Kritik anzunehmen.

      • xyxyxy sagt:

        das stimmt natürlich: auch ein Klugscheisser kann mal recht haben
        ich hab schon oft von Klugscheissern etwas gelernt – da ich ihre Wahrheiten abwäge und dann in mein System einbaue
        weil die Klugscheisser das aber nicht tun können, sondern irgendwelche Sätze zu ihrem Universumerkärenden ALLES Prinzip machen, lass ich sie durch meine Aura spüren, dass sie bei mir ihre missionarische Begabung besser bleiben lassen

      • Carolina sagt:

        Naja, pixel, um ehrlich zu sein, habe ich den Beitrag, der seltsame Bogen von irgendeinem Nörgler zum Bekanntenkreis schlägt, wo Hätscheln zu mehr oder weniger nichtsnutzigen Kindern geführt hat, als typischen Mittwochsbeitrag abgetan. Gebe zu, dass ich damit vielleicht etwas voreilig war, aber mir fehlte echt die Geduld, um da noch meine Kritikfähigkeit in Frage zu stellen und nach Diskussionsansätzen zu suchen – genauso wie mir bei dem Coop-Nörgler auch der Geduldsfaden gerissen wäre und zwar subito.

      • Sportpapi sagt:

        Was ist denn ein typischer Mittwochsbeitrag? Irgend etwas Lustiges, Irrelevantes? Kommt gleich nach dem Montagsbeitrag. Am schlimmsten ist aber jeweils der Freitagsbeitrag… 🙂

      • Carolina sagt:

        Es wurde doch mal angekündigt, dass am Mittwoch jeweils ein ‚leichter‘ Beitrag kommt? Und nachdem ich ungefähr in der Mitte war, habe ich gedacht, das ist so einer und habe den Rest nur noch überflogen. Im übrigen meine ich, dass sich die Güte der Beiträge nicht unbedingt am Inhalt orientiert, sondern an den Beiträgen – zumindestens für die R..daktion. Und oft genug entzünden sich ja wirklich interessante Diskussionen.

      • Sportpapi sagt:

        Ich dachte immer, mindestens einmal in der Woche muss ein Thema so aufbereitet werden, dass mindestens 1000 Reaktionen folgen. Und DAS ist dann Qualität.

      • pixel sagt:

        🙂 Sicher, Sie haben ja schon recht.
        Man kann viel lernen von Klugscheissern. Meist eher nicht das, was sie einem beibringen möchten. Dafür aber viel Geduld, Einsicht, Aufmerksamkeit. Kommt alles unserer eigenen Entwicklung zu Gute und der unser Kinder. Der Kreis schliesst sich wieder.

      • pixel sagt:

        mein obiger Beitrag war als Antwort auf xy gerichtet

      • Clemens sagt:

        Was an diesem Mittwochsbeitrag doch so schön ist, ist die Möglichkeit, dass wir uns alle – Männlein und Weiblein – hier gemeinsam gegen (erfundene oder echte) Klugscheisser und Moralapostel vereinen können. Entspannend, mal zwischendurch keine der üblichen Gender-Fragen zu diskutieren – mein Blutdruck dankt’s.

      • Chefin sagt:

        Sportpapi: ich finde den Artikel echt witzig!

  • Francis Gabriel sagt:

    Willkommen dann, an der nächsten 1.Mai Demo; auch wir werden da sein.

  • marie sagt:

    „aber wenn man zur 1.Mai Demo geht, signalisiert man sein grundsätzliches Unverständnis für Politik.“ kleine korrektur meinerseits:
    „aber wenn man zur 1.Mai Demo geht, signalisiert man sein grundsätzliches Unverständnis gegenüber der Politik.“ wäre schon eher für die teilnehmer zutreffend 😉

    • Muttis Liebling sagt:

      Ihre Formulierung, marie, ist selbstverständlich besser, weil zweideutig, Bei dem, was ich meine, sollte man das ‚für‘ durch ein ‚von‘ ersetzen, dann ist es präziser.

      • alien sagt:

        ML, Du verstehst sie nicht. marie meint, dass man damit zeigt, dass die Politiker nicht verstanden werden können. Und das, was man versteht, ist es nicht wert, verstanden zu werden.

  • Muttis Liebling sagt:

    Die Welt muss man politisch verstehen, aber wenn man zur 1.Mai Demo geht, signalisiert man sein grundsätzliches Unverständnis für Politik. Dem kindlichen Individuum, generell nur dem Individuum darf man auch psychologisch gegenüber treten. Für Gruppenbetrachtungen hingegen taugt Psychologie nicht. Zwischen Politik und Psychologie gibt es noch eine dritte Ebene menschlichen Handelns, das ist das Soziale. Die Schweizer verwechseln die gern mit Politik.
    Eine ziemlich banale Abhandlung, die der Autor uns da vorsetzt.

    • Carolina sagt:

      ML, Ihre heutige Bombe (legen, Zünder ziehen und davonrennen) regt nun doch meinen Widerstand an: Ihr statement ist, äxgüsi, auch banal, weil wieder mal in diesem merkwürdigen preussischen Soziologenkauderwelsch geschrieben, gewürzt noch mit einem kleinen Nebenzünder, der Ihre Sicht auf die Schweizer, nachdem sich der Rauch verzogen hat, freigibt. Banal!

    • Vaters Held sagt:

      Scheint ein ziemlicher Besserwisser zu sein – Muttis Liebling.. Zum Glück haben wir Leute, die den Durchblick haben, und seis bis zur 17ten Ebene.. Ich für meinen Teil fand den Artikel – schon nur sprachlich – sehr amüsant. Hend en guete Tag.

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