Prostitution sollte verboten werden

Eine Carte Blanche von Bettina Weber.

Prostituierte am Sihlquai in Zürich, April 2010. (Foto: Keystone)

Bei der Prostitution handelt es sich um den Kauf eines Körpers und damit um Leibeigenschaft auf Zeit. Man hat sich irgendwann darauf geeinigt, dass Leibeigenschaft mit der Menschenwürde unvereinbar sei. Bezüglich Frauen gilt das nicht. Weil hey, Prostitution gabs schon immer, Männer haben halt Bedürfnisse und überhaupt, was tut ihr so verklemmt, ist doch einfach ein Deal, Sex gegen Geld.

Tatsächlich? Die Vorstellung, die eigene Gattin, Schwester, Mutter hätte ein Dutzend Mal am Tag Sex mit wildfremden, keuchenden Männern, wäre für all jene, die sich gerne so wahnsinnig aufgeschlossen geben, unerträglich. Und doch finden dieselben Kreise, dass es den anderen, den Frauen ohne Namen und Geschichte, zumutbar ist, wenn die ausschliesslich «dazu» da sind. Wobei «dazu» – und man muss gar nicht erst ein politisch korrektes Wort bemühen – heisst: zum Ficken. Sie sind eine Ware, und auf dem Markt, auf dem sie sich präsentieren, ist die Welt noch in Ordnung, das Machtgefüge noch intakt: Die Frau bietet sich an und ist willig, der Mann zahlt und befiehlt.

Der Umgang mit der Prostitution widerspiegelt die Stellung der Geschlechter in einer Gesellschaft fadengerade. Deshalb werden Frauen als «Nutte» beschimpft, Männer aber nicht als «Freier». Deshalb finanziert die Stadt Zürich die Rahmenbedingungen für die Freunde des anonymen Sex. Deshalb wird in Kauf genommen, dass es ganze Quartiere gibt, die für die weibliche Hälfte der Steuerzahler nachts zum Sperrgebiet werden.

Solange das so ist, kann man sich das Gerede von Gleichberechtigung sparen. Es kann sie nicht geben in einem Staat, der die Prostitution erlaubt, ja gar offiziell sanktioniert. Weil sie herzige Theorie bleibt, wenn Männer in der Realität ganz selbstverständlich Frauen kaufen können.

Was meinen Sie?

weber150x150Bettina Weber ist Gesellschaftsredaktorin des «Tages-Anzeigers». Dieser Text erschien erstmals am 17. September im «Tages-Anzeiger».

1.393 Kommentare zu «Prostitution sollte verboten werden»

  • Markus Wegmann sagt:

    Also es ist schlimm wenn die Gleichberechtigung nicht gelebt wird. Darum weigern sich auch Frauen Militärdienst zu leisten, weil sie ja Kinder bekommen können, das aber nur, wenn sie gefickt werden. Frau macht sich selbst, über Kinderkriegen, zur Hure. Ausserdem ist die umgekehrte Art, Sex zur Konditionierung in einer Beziehung, gang und gäbe.
    Immer wird der Mann in den Medien angeprangert (wie gesagt aber leider nicht in der Gesellschaft). Wenn man als Schwein betitelt wird, dann verhält man sich auch so.

  • kate sagt:

    Die Prostitution ist ein Zeichen für eine falsch funktionierende Menschheit. Wäre die Welt, der Körperlichen Liebe offener und wäre der Sex nicht von Kindesbeinen an ein Tabu, was extra besonderes,was ganz seltenes in den Augen der Menschen , sondern effektiv etwas natürliches, wäre es auch nicht so ein komerzielles Thema. Man macht aus sex ein Druckmittel, eine Unterwerfung und verliert sogar die eigene Würde mit Sex. Eigenverschuldet oder nicht, Sex kann das Schlimmste sein obwohl es was Schönes sein sollte. Aber zum Thema. Prost. sind Schuld an der Beschmutzung von Frauen. Lieber gratissex

  • Amy Moore sagt:

    Entschuldigen Sie bitte? Von seriösen Zeitungen sollte man sich andere Artikel gewohnt sein. Dem Tages Anzeiger hätte ich nicht für den klassischen Boulevard Stil gehalten. Ich erwarte Respekt und keine wertend geschriebene Texte. Das klassische Klischee der Prostituierten ist hier der einzige Blickwinkel. Dank meiner Masterarbeit über Prostitution hatte ich eine Menge Interviews mit diesen Frauen.
    Nicht alle entsprechenen dem klassischen Bild; drogenabhängig, jeden Freier nehmend, brutal vom zuhälter geschlagen, ungepflegt, billig. Das ist unakzeptabel.

  • Antonia aus DE Hannover sagt:

    da zu muss ich sagen hier in DE läuft anders als in CH.Dazu kann ich ein lange Lied singen.

  • Antonia aus DE Hannover sagt:

    hallo an alle ,
    Ich lebe mein doppelleben in deutschland— dank finamzamt.bin selbständige kosmetikerin und weil mch hier der steuer langsam auffrisst musste ich mich und zusatz job bemühen und wenn ich hier lese über lebens moral dann bin ich recht entteuscht was alle denken( negativ) über diesen job aber innerlich werden das sofoert tun
    .

  • Frank Maezenas sagt:

    Frau Weber, sie betrachten Prostitution als menschenverachtende Arbeit! Aber genau diese Sichtweise trägt dazu bei, dass Prostituierte (und übrigens auch Stricher!) bis heute vergeblich um gesellschaftliche Akzeptanz kämpfen.
    Dabei hat Prostitution hat nichts mit Leibeigenschaft zu tun, sondern ist eine ganz normale und legitime personenbezogene Dienstleistung; eine Übereinkunft zwischen mündigen Menschen. Sie kämpfen für die Gleichberechtigung und tragen ironischerweise selbst zur Diskriminierung von Menschen bei, die ihren Lebensunterhalt als Sexarbeiter verdienen.

  • Marcos sagt:

    Ich selbst war mal für eine Zeit Dominikannerin liiert und wie ich später vernahm, hatte sie sich danach einige wenige Male prostituiert und sie leidet immer noch daran. Bei ihr war es wirklich tragisch, denn so wie ich sie einschätzte war sie intelligent, freundlich und hätte nicht diesen Weg gehen müssen.

    • Marcos sagt:

      Hingegen muss ich sagen, dass ich über sie von vielen Kolleginnen aus der Karibik gehört habe, für die Prostitution kein Problem darstellt. Mir schien es sogar, dass es der Karabik fast schon ein Teil der Kultur ist. Die Männer sind dort so unzuverlässig, dass man wenigstens noch ein wenig Geld einnimmt, wenn man sich mit einem Mann einlässt. Mit all den Zwischenstufen, die es in der Prostitution gibt.

      Wenn ich ehrlich bin, bin ich mittlerweile von der Kultur bzw. dem Verhalten der Leute recht angewiedert (Männer: totale Katastrophen, Frauen: mittlere Katastrophen). Sicher gibts auch schönes

    • Marcos sagt:

      Schlussendlich bin ich gegen ein Verbot, denn ich würde die Selbstbestimmung höher gewichten, aber ich denke dass viele Frauen, die sich des schnellen Geldes wegen auf Prostitution darauf einlassen, einen hohen Preis zahlen. Nicht alle können das so einfach wegstecken (die Frage ist natürlich auch ein bisschen wie sehr das Umfeld die Tätigkeit ächtet bzw. toleriert).

      Zudem möchte ich anmerken, dass es viele Graustufen gibt (z.B. Geschenke, Labelsex etc.)

      PS: alles mit Zwang, Menschenhandel, unter Druck setzen, Nötigung etc. gehört natürlich verboten

      • Martin sagt:

        Letzhin stand in der CH-Presse dass sich Genfer Prostituirte gewerkschaftlich organisieren um bessere Arbeitsbedingungen zu erzielen. Auch aus anderen Ländern (z..B. DE) habe ich Aehnliches schon gehört.
        Ob das allerdings dann auch tatsächlich den gewünschten Erfolg verspricht und wieviele so einer Organisation überhaupt anschliessen und angesprochen fühlen kann ich nicht beurteilen.
        Ein Versuch ist’s aber sicher mal wert.

      • gabi sagt:

        Zu den versch. Lösungsansätzen meine ich abschliessend (und auch im Hinblick auf Genf oder das Flatrate-Rammeln):

        Ein Überangebot bekämpft man – gerade, wenn´s auch noch mit einem evolutionsbedingten Trieb verbunden ist – schlecht mit einem simplen Verbot der Nachfrage. Insbesondere, wenn es nicht wirklich umsetzbar ist.

  • plop sagt:

    Da haben einige ziemliche Arbeit geleistet (und andere liegengelassen?) Was bleibt einem nach 3 Tage bloggen?

    • Pixel sagt:

      Plop, das ist doch bei jedem anders gelagert. Die, die sich hier so rege austauschen werden vermutlich einen gemeinsamen Nenner haben: man diskutiert, teilt sich mit, bekommt neue Aspekte aufgezeigt, revidiert oder festigt je nachdem seine Meinung, etc. Es hat wenig mit diesem Blogverhalten zu tun: ich kuck mal schnell rein, lass meinen Senf liegen und lustig wars. Das Interesse am Austausch geht tiefer. Und da lässt man viell auch mal die eine oder andere Mittagspause liegen.

      • plop sagt:

        Dennoch, was bleibt? Sicher, diese art der intensiven Auseinadersetzung, die ist sehr berechtigt, auch begrüsse ich sehr, dass dieses Medium auch gut zur Meinungsbildung dient. Aber wenn man bedenkt, was man mit dieser Energie, die hier im Blog über diese Tage freigesetzt wurde, hätte tun können? Ich finde die Frage schon berechtigt, wieviel solche diskussionen dem „echten“ Leben schlussendlich hinterlassen. Das ist aber eigentlich ja auch bei „analogen“ disskussionen fraglich… Egal. Mir selbst bleibt häufig eine wirre Leere im Kopf.

      • Widerspenstige sagt:

        Gebe da Pixel völlig recht und ich habe es weiter oben erwähnt, wieso ich es wichtig finde. Das ist nur etwas für gaaanz Eingefleischte, plop, denen es Wurscht ist, wegen der dafür liegen gebliebenen Arbeit. Denn über so komplexe Themen mit so interessanten gebildeten Menschen wie hier im MB manchmal gleichzeitig sich austauschen, mitzuwirken, ist einfach ein Leckerbissen.

        Achtung: es kann ansteckend sein 😉

      • plop sagt:

        Es geht mir nicht um die liegengebliebene Arbeit. Was entsteht konkret aus solch einer grossen Diskussion?
        Und ich hoffe jeweils, dass diese paar intelligenten Personen da in „echt“ auch so engagiert sind.

        Meinerseits mag ich mich nicht (noch mehr) anstecken, verträgt sich schlecht mit den Kindern.

      • gabi sagt:

        Mmmmh… Weiss nicht so recht.

        Ich meine über weite Strecken ist es bei diesem Thema schon nur aufs Hochhalten der Ideologie oder Moral rausgelaufen, die nur sehr dürftig mit echtem Interesse an Argumenten (Geschweige denn am Schicksal der Betroffenen) kaschiert werden konnte.

        Da muss ich auch sagen, bin ich nicht sicher, ob es dann nicht bloss Zeitverschwendung ist, mit zu tun.

      • Pixel sagt:

        Schauen Sie plop, das ist wie wenn man sich fragt, wie manche Menschen gerne Sport im TV kucken können. Ich treibe lieber welchen. Sport kucken langweilt mich total (ausser ev manche Spiele zu EM/WM). Andere hängen an der playstation und wieder andere gehen cafe trinken und tratschen. Es ist einfach: man mag es oder kann nichts damit anfangen. Und doch, meistens bringt mich der Austausch weiter, aber man muss sich die Zeit dafür nehmen.

      • plop sagt:

        Pixel, Sie müssen von mir aus gesehen nun nicht auf Ihrem Standpunkt rumreiten…
        Grüsse aus dem Westen nach Zee.

    • mila sagt:

      Ich ergänze: bei mir war es das genuine Interesse am Thema. Kommt in letzter Zeit nicht so oft vor.

  • Widerspenstige sagt:

    Was sich in Schweden so tut nach der Einführung des Verbots 1999 in S und worüber debattiert wird jetzt in Irland und Frankreich:
    ‚..Die Abgeordnete Lindberg schüttelt sich, wenn sie solche Zeilen liest. „Der Feminismus ist in Schweden Staatsreligion“, sagt sie. Er sei völlig aus dem Ruder gelaufen und habe in den vergangenen zehn Jahren eine konstruktive Debatte verhindert. „Wenn man einmal differenziert auf die Problematik schauen würde, dann würde jeder sehen, dass das Gesetz den Prostituierten kaum hilft, sie in die Illegalität zwingt und die Gefahr für die Frauen somit nur erhöht.“..‘

    • Sportpapi sagt:

      Danke. Auch das habe ich glaub gestern schon verlinkt. Aber man verliert hier ja auch schnell die Übersicht.

      • Widerspenstige sagt:

        Der Einfachheit halber plaziere ich nochmals hier das Wesentliche über die Diskussion heute nachmittag hier an anderer Stelle zwischen Dir, mila, pixel, Carolina, Gabi und auch Theo und mir. Der Überblick geht total verloren bei über 1’300 Kommentaren! Aber das Thema bewegt die Gemüter und das ist gut so! Es soll aufwühlen, beschäftigen, zum Diskutieren und vorallem Umdenken in gewissen Köpfen (ich meine da ultra-extreme Kreise beider Geschlechter!) anregen wie dies in besagten Ländern Schweden, Norwegen, Kanada, Irland, Frankreich und bald Schweiz geschehen ist und jetzt hier geschieht 😀

      • Widerspenstige sagt:

        Ja, es stammt aus Deinem Link, den ich hier nochmals reinstelle (hoffe, Du hast nichts dagegen, gäll): http://www.welt.de/politik/ausland/article8781528/Schwedische-Frauen-wehren-sich-gegen-das-Sexverbot.html

        Mein post wartet im off ….tja

    • Widerspenstige sagt:

      /2 ‚…Ähnlich sieht das Susanne Dodillet, die sich an der Universität in Göteborg seit Jahren mit dem Thema beschäftigt. Ihre Kritik zielt vor allem auf den Bericht der schwedischen Regierung. Dodillet spricht von einem „wissenschaftlichen Skandal“, da Teilaspekte völlig ausgeblendet und die Betroffenen selbst nicht zu Wort kommen würden. „Die ganze Debatte ist geprägt von einem großen Unwissen über die Materie“, sagt sie. Für Lindberg ist die Studie nichts weiter als „Auftragsarbeit“, bei der das Ergebnis schon festgestanden habe, ehe man überhaupt begonnen habe…‘ (aus menschenhandelheute)

  • Freundin einer toten Ex-Prostituirten sagt:

    Nei, mier händ ke lesbischi Beziehig gha o ihre Suizid isch scho es es paar Johr här. S’isch jetzt aues wider höch cho, us däm Thema u will ich jitzt wider en Fründin ha, wo ich mier Sorge mache.

    Wirde jiitzt derzüe nüt meh säge.

    @ Katharina

    Nei, sii hät e kei Sozialhöuf chönne beaträge, wiu mer of dr Behörde dr Meinig gsii isch, dass sie wieder soll zur Müeter u ihrem Stiefvater zrügg. Me hät sie eifach elei glaa. S‘ isch mängs Johr här.

    • Fistik sagt:

      „Müeter“…aus dem Wallis also ? …dort ging die Sozialhilfe ja sowieso nur in die Bauunternehmungen

    • Gabi sagt:

      Eben! (das mit der lesbischen Beziehung)

      Ich stell mir das echt schwer vor, sich den Problemen der Welt zu stellen, wenn jede Begebenheit bloss in die offenbar tief verinnerlichte Schablone gepresst wird, Katharina.

      … Und nein: Bitte nicht ausflippen – scheint mir ernsthaft knifflig. Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgend jemand ausser Ihnen das irgendwie in den Aussagen von Prostifreundin gelesen haben könnte.

      • Katharina sagt:

        natürlich war es eine Interpretation. sie beruht auf Kenntnis von Einzelschicksalen. übrigens habe ich nirgends explizit von lesbischer Beziehung geredet. sondern von einer Form der Liebe und Frauenbeziehung und dem Bedürfnis nach Nähe. das bedeutet nicht direkt Erotik. Aber in der tat las ich heraus, dass sie jene Frau liebte. denn ohne das würde das Thema nicht ihre Emotionalität auslösen. lieben heisst nicht automatisch lesbisch lieben.

      • Gabi sagt:

        Nun, dann finde ich den Hinweis auf „LIebesbeziehung“ müssig.

        Meinen Sie, ich liebe meine guten Freunde nicht?

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Deine guten Freunde? Mr. Walker & Co? Klar liebst du die, das beweist du jeden Tag auf’s Neue mit deinem wirren Geschreibsel. Alk und Medis sollte man nicht mischen, wie man an deinem Beispiel eindrücklich feststellen kann.

      • Gabi sagt:

        Oh… Pippi:

        Also was Neues finalmente?

        Darf ich annehmen – ich geb zu, da hab ich etwas grübeln müssen: Aber eben; derart plumpe Versuche sind halt einfach nicht so mein Ding – bei Mr. Walker sollte es sich um eine bekannte Whiskeymarke handeln?

        Na geht doch!

        😉

        Endlich mal wieder was Neues an mir.

        Jetzt also auch Alki!

        (sorry… Ich hab den Überblick verloren: Bei Nummer wieviel ihrer Erkenntnisse darüber, was ich aber ganz, ganz sicher sein müsse, sind wir inzwischen eigentlich?)

        Diese Pippi! Weiss ja soo viel!

        PS: Und sorry nochmal wegen dem Ignoriergebot; gäll?!

        😀
        🙂

      • Katharina sagt:

        „Meinen Sie, ich liebe meine guten Freunde nicht?“ daran habe ich manchmal echt zweifel.

      • Gabi sagt:

        ???

        Jetzt fallen Sie wieder in alte Muster Katharina:

        Ich wüsste nicht mal annähernd, woraus Sie im Entferntesten darauf schliessen könnten.

        War übrigens oft genug auch der Grund, weshalb man mich (bzw. uns) für schwul hielt.

  • Martin sagt:

    wollte ich immer schon mal, eine (blonde) schwedische Studentin….
    🙂

  • Fistik sagt:

    Man könnte persönliche Schwäche beliebig auch in andere Berufe projezieren z. Bsp.: Harry hat in seiner Jugend keine Lust auf Schule > macht ein paar Diebstähle,> seine Eltern werden fest böse > die schicken ihn in ein Internat mit Sonderschule > Harry merkt, dass die Mädchen erschrecken bei der Tatsache, dass er ein Dumboschüler ist und nimmt erst Kanabis und später schiebt er xtc-Pillen. Die Geschichte plätschert dann ein bisschen zwischen Sucht und gestrandeten Liebesbeziehungen, man könnte Homosex. noch einbauen > schliesslich wird er Gussputzer und stirbt sehr früh an Lungenemphysem.

    • Fistik sagt:

      Sollen wir jetzt WAS genau verbieten ?…Gussputzer ? XTC …? Sonderschulen…?

      • Martin sagt:

        oder Prostitution ?
        um auf das Thema wieder zurückzukommen…

        Ich frag mich wie das in Schweden abläuft, wo P verboten ist.

      • Fistik sagt:

        ehh Martin…mein post nimmt übrigens Bezug auf die Prostitution…aber anyway, in Schweden geht’s einfach via Handy u. Internet weiter…und wird fröhlich von Studentinnen praktiziert 😉

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    Ich hatte übrigens auch eine Freundin, welche an der Prostitution zugrunde ging: Sie war eine intelligente, hübsche und lebensfrohe junge Frau, selbstbewusst und unerschrocken. Nach ihrer Ausbildung arbeitete sie im Tessin, hatte eine sehr gute Stelle, da sie viersprachig war und lernte Männer aus der ‚besseren Gesellschaft‘, auch aus Norditalien kennen. Sie heiratete und landete irgendwann als Escort, ich kenne die näheren Umstände nicht, wir hatten uns mittlerweile aus den Augen verloren. Dann erfuhr ich, dass sie tot ist. Man fand sie vor einem hohen Parkhaus. Sie wurde nur 36 J. alt.

    • Sportpapi sagt:

      Ach so. Ich hatten übrigens einen Freund, der niemals als P gearbeitet hat. Irgendwann hat er sich umgebracht. Leider weiss ich auch nichts Näheres darüber.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Ich kann bis heute kaum glauben, dass sie Suizid begangen hat und dann auf diese Weise, wer weiss schon, was genau geschah……. Sie war einfach nicht der Typ, der sich selbst umbringt, entweder wurde nachgeholfen oder dann war sie grenzenlos verzweifelt, für beides mache ich ihr Umfeld verantwortlich. Dieses Milieu kennt nichts, die gehen über Leichen, laut Schätzungen weden mit der P. in der CH jährlich 3,2 Mia. umgesetzt, die Frauen selbst bekommen nur einen kleinen Teil davon.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ja Sportler, immer einen dummen Spruch auf Lager. Hauptsache, Typen wie du können ihren ach so ungebändigten Trieben frönen, der Rest ist scheissegal.

      • Sportpapi sagt:

        @Pippi: Wenn etwas, dann war dies, einmal mehr, ein dummer Spruch deinerseits. Meine Bemerkung musst du dir gefallen lassen, wenn du ein Beispiel bringst, von dem du selber sagst, dass du eigentlich gar nichts darüber weisst.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Falsch, ich weiss einiges, nur die näheren Umstände nicht, ausserdem hab ich meine Informationen direkt von ihrer Familie. Ich wusste nicht, dass sie ein Escort ist, sonst hätte ich Kontakt zu ihr aufgenommen, ich wusste nicht, dass es ihr schlecht geht. Sie hatte sich irgendwann von allen distanziert, unsere Lebenswege trennten sich. Aber sie war über Jahre eine sehr enge Freundin, mit der ich fast meine gesamte Freizeit verbrachte, ich kannte sie sehr gut. Ihr Tod hat mich sehr mitgenommen, ich verbrachte viele Stunden in Trauer in der Erinnerung an sie, an ihre Fröhlichkeit.

      • Gabi sagt:

        Ach Pippi: Gestern trieb sich hier übrigens so eine Witzfigur rum (hat mich echt zum Lachen gebracht).

        Stellen Sie sich bloss vor, die hat unter ihrem Namen derart lustige Sätze raus gelassen wie: „Bleib doch bitte sachlich!“

        Sachlich!… Unter dem Namen Pippi!

        Raaahahahaha….

        „Typen wie du können ihren ach so ungebändigten Trieben frönen“

        Diese Pippi aber auch. Weiss ja soo viel!

        🙂
        😀

      • Sportpapi sagt:

        @Pippi: Ganz simpel: Weshalb hat die kluge Frau mit gutem Job als Escort gearbeitet? Was hat das ausgelöst? Und weshalb hat sie sich umgebracht? Wenn du dazu nichts weisst, solltest du das Beispiel auch nicht bringen.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Sportler, das würde ich auch alles gerne wissen, aber es konnte mir niemand eine Antwort darauf geben. Tatsache ist, dass sie mit ihrem Leben bezahlt hat und das finde ich extrem bitter. Hast Du eigentich das Interview mit ‚Domenica‘, das ich am Samstag postete, gelesen? Wenn nicht, solltest du has tun, es ist sehr aufschlussreich, die Frau kannte das Milieu wie kaum eine zweite, leider ist sie schon lange gestorben.

    • Martin sagt:

      Tja, irgendwie auch ein gewisses Berufsrisiko. Wenn man meint und versucht durch einen Escortdienst in die „bessere Gesellschaft“ gelangen zu müssen und dort an Partys teilnimmt und zudem noch zu viel Alkohol und Drogen konsumiert, ist das bestimmt nicht für die Gesundheit förderlich.
      (Unter Vorbehalt, ohne die genauen Umstände Deiner Freundin zu kennen….)

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Es ist kein Berufsrisiko, weil P., auch Escort, kein Beruf ist. Es ist ein Zustand des ‚Ausgebeutet werdens‘, am Ende steht ein verpfuschtes Leben, das oft im Suizid endet.

      • Gabi sagt:

        Ich find´s ja auch immer komisch, wenn über die Legalisierung weicher Drogen (also jetzt nicht Alk! Ich meine Canabis!) gesprochen wird… Wo die doch einfach verbotene Substanzen sind!

        🙂

        Diese Pippi… Und diese Argumente mal wieder… Da weiss man gar nicht mehr, was sagen (also die Anderen jetzt! – natürlich nicht Sie, Pippi!)

        Ev. sollte man die Prostituierten, die das nicht so sehen wie Sie in eine Art Landverschickung zwingen?
        Was meinen Sie?
        Vielleicht als Selbstversorger (z.Bsp.).

        … Mir fiele da spontan eine Küstengegend südlich des Himalaya ein…

        😀
        😀
        😀

        Diese Pippi!

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Hast du die Tastatur heute schon geputzt, Schwachkopf? Nimm die Medis, sonst läufst du noch in einen FFE, so wie du wieder drauf bist.

      • Gabi sagt:

        Aber, aber…. (Zeigefingerschwenk)

        Sachlich bleiben, Pippilein…

        Sachlich bleiben!

        🙂
        😀
        😀
        😉

      • Marcos sagt:

        Weisst du warum deine Freundin als Escort gearbeitet hat? Eigentlich müsste in der Schweiz ja niemand als Escort arbeitet, wir haben Sozialhilfe. Es ist immer ein Stück weit auch die eigene Wahl und Selbstbestimmung was man macht.

        Ich kann mir aber vorstellen, dass viele Frauen das schnelle Geld sehen, danach aber daran zu Grunde gehen (oder auch an der Verachtung der Gesellschaft und der Geheimnisskrämerei und dass es auffliegt)
        Für mich stellt sich hier die Frage, wie weit darf der Staat in die Selbstbestimmung eingreifen: Verbot wie bei harten Drogen oder Laissez-faire wie bei Alkohol

  • Ruedi sagt:

    Auf dem Rücken liegend schnell (15Min.) und leicht viel Geld verdienen!
    Eine fleißige Dirne kann nach 10 Jahren in Rente gehen. Für das was eine Edel-Dirne in einem Tag verdient geht der einfache Arbeiter einen ganzen Monat Malochen. Oder Sie macht den Tagesumsatz eines kleinen Handwerker-Betriebes. Nicht Umsonst ergreifen sehr viele Damen freiwillig diesen lukrativen Beruf.

    Könnte es sein das einige Emanzen einfach nur Eifersüchtig sind auf die Damen des Horizontalen Gewerbes, da sie es gleich ganz abschaffen wollen. Oder möchten sie mehr Sexuelle Macht auf die Männer haben, indem sie den Mann dann leichter mit Sex-Entzug erpressen können? Es ist eine Tatsache das Frauen das starke Sexuelle verlangen der Männer zu ihren Gunsten ausnutzen, um zu bekommen was sie wollen. Wenn das nicht so wäre, würden die Frauen noch lauter jammern. Der Testosteron-Mann bringt der Frau vor allem Vorteile.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Scheisse dass du keine Frau bist Rüedu, nicht wahr? Dann wärst du schon lange Millionärin, könntest dir erst noch täglich locker den Service machen lassen und kriegtest Geld dafür, ach wie haben’s die Weiber doch gut! *Ironie off*
      Du hast keine Ahnung von gar nichts, aber das dafür ausgiebig, ein richtiger Superhirsch.

  • Fistik sagt:

    Immer wenn ich zu meiner Oma nach Köniz fuhr , sah ich manchmal eine Prostituierte in einem Corvette Stingray rumfahren; sie sah immer top aus; liess sich die Haare machen und kaufte beim teuren Detailhändler ihr Essen ein. Wenn ich jeweil mit halb-offenen Mund stehen blieb, sagte meine Oma „muesch nid so luegä…das isch ä chli äs gruusigs Wyb ..!“ Dies war auch die allg. Meinung dort…wobei ich schon damals den Eindruck hatte, diese „Hure“ ist wohl so die coolste und befreiteste Frau hier in der Gemeinde. Heute denke ich differentierter darüber,… aber die Eifersucht der Frauen bleibt

    • Gabi sagt:

      Diese Schlampe! Dieses Flittchen! Diese Hure!

      (jaja… So würden Frauen natürlich nieeeamals über diese armen Opfer sprechen)

  • Freundin einer toten Ex-Prostituirten sagt:

    Eine Freundin von mir hat sich während Ihrer Ausbildung auch Prostituirt. Als sie die Ausbildung beendet hatte, ist sie weit weg gezogen, aber leider nicht weit genug. Sie hat sich ein neues Leben aufgebaut und war glücklich bis ein Exkunde sie verraten und alles zerstört hat. Nun, sie hat ihrem Leben das keines mehr war ein Ende gesetzt. Keine Ahnung warum ich das schreibe; wer interessiert sich schon für das Leben einer Hure? Was ist das Leben einer Hure wert? NICHTS!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    • Gabi sagt:

      Beim Lesen überkommt mich sehr wohl eine Ahnung.

      Aber eher ne Ahnung, dass hier – wieder mal – jemand unter anderem Nick schreibt, die sonst unter anderem Namen mit tut.

      Was für ein Klischee:

      „Was ist das Leben einer Hure wert? NICHTS!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!“

      Blödsinn.

      Kommt ja wohl auf die Hure an; auf den individuellen Menschen HINTER dem Klischee; Auf die Frage nach Familie, Freunde, Verwandte und Bekannte.

      Ohne all das und ohne ein Einbringen in die Gesellschaft, kann das Leben eines Pöstlers, einer Näherin oder eines CEO ebensowenig „NICHTS!!!!!!!!!“ wert sein.

      • Freundin einer toten Ex-Prostituirten sagt:

        Sie war 31

      • Gabi sagt:

        Ah.

        Ja.

        Das sagt natürlich alles.

        Jetzt ist alles klar.

        – Schlechte Welt!

      • Freundin einer toten Ex-Prostituirten sagt:

        DAS sagt natürlich alles.

        Sich darüber noch lustig zu machen, hätte ich nicht von Ihnen gedacht…………………..

      • alien sagt:

        Gabi, ich lese etwas ganz anderes aus diesem Statement: Schmerz. Jemand, der so etwas erlebt hat, ist wohl noch für einige Zeit nicht zu einer differenzierten Betrachtung fähig.

        Dass Du aber Dich über jemanden lächerlich machen musst, der einen Verlust zu verkraften hat, ist sogar für einen wie Dich absolut unter jeder Sau. Wenn Du es nicht glaubst, was sie schrieb, so BEHALTE ES FÜR DICH!!!

        Mann, ist das ein Idiot. Sagenhaft untauglich als Mensch. Dass es solche Pflöcke noch gibt. Unglaublich.

      • Gabi sagt:

        Das irgendwie nichts Konkreteres mehr von Ihnen kommt, habe ich dagegen sehr wohl erwartet.

        Nachdem Sie sich offenbar irgendwie, alleine auf Basis des Hinweises „bis ein Exkunde sie verraten und alles zerstört hat“ (womit sich der Exkunde also selber – an wen? – verraten musste???) allgemeinen Mitleids Gewiss schienen, doichte mich das sehr, sehr naheliegend.

      • Gabi sagt:

        alien: Wenn Sie jeweils dasselbe aus Statements lesen würden wie ich, dann hätten Sie ja auch nicht so einen krummen Gang.

      • Freundin einer toten Ex-Prostituirten sagt:

        Kann nicht mehr darüber schreiben, weil man mich an meiner Schreibweise sehr wohl erkennen könnte.

        Ja, der Schmerz ist tief. Ich versuchte sie zu halten, aber ich habe es nicht geschafft.

      • Gabi sagt:

        … Aber wir diskutieren über Stigmatisierung, die offenbar von der – bösen männlichen – Gesellschaft ausgeht, die am schlechten Ruf schuld sei.

        Und Sie DESHALB in der Anonymität des Internet bereits dafür einen anderen Nick wählen? Weil man Sie sonst erkennen würde?

        Was soll ich sagen?

        – Und sorry, zur Story selber: In dieser Kürze finde ich das sehr, sehr seltsam:

        An wen verraten? Für wen daraufhin ne Katastrophe? Von wem wie verraten ohne selber auf zu fliegen?

      • alien sagt:

        Ist das irgendwie wichtig? Du kannst Dir hier problemlos unschöne Szenarien ausmalen. Irgendeins davon könnte stimmen, aber es kommt jetzt nicht drauf an, welches.

      • alien sagt:

        Abgesehen davon könnte man schon jetzt auf die Idee kommen wer diese „Freundin einer toten Ex-Prostituirten“ sein könnte. Werft mal die intelligente Mustererkennung an. Aber lasst uns bitte NICHT teilhaben an Euren Resultaten.

      • Gabi sagt:

        Jesses Gott, alien.

        Gibt es eigentlich irgend etwas Offensichtliches, das Sie nicht einfach nur rausposaunen können?

        Sie verwechseln das glaub jeweils wirklich mit dem, was Sie sich an Intellekt zu schreiben.

        Es wär schön, wenn Sie nach ein paar Monaten hier drin mal etwas Substanzielles, was Neues, was Bedenkenswertes, das noch nicht in Neon allen in die Augen blendet, einbringen könnten.

      • alien sagt:

        Tu ich. Achtung: Gabi ist ein 1A-Arschloch.

        Sorry, nicht mal so einen Satz kriege ich original hin, dieser Ansicht sind ausser Gabi so ungefähr alle hier. Ich bin ein Nachahmer, ein eeelendiglicher.

      • Gabi sagt:

        Na? Alienklein?

        Wieder mal den Schublädler rausbrüllen müssen?

        Aber nein… Sind ja eigentlich ganz anders.

        Wie kommt man nur drauf? Warum bloss?

        Wo doch eigentlich „ungefähr alle hier…“

        Ich weiss wirklich nicht, ob ich an Ihrer Stelle diese drei Worte auch nur laut anzudenken wagen würde, wenn man sich in einem Blog schon bis zum Verkehrswert einer Briefmarke herunter gedient hat.

      • mila sagt:

        So, und jetzt reicht es wirklich, weil ab hier sind die Positionen unvereinbar.

      • alien sagt:

        Verkehrswert einer Briefmarke? Puahaha, lustiges Bild, wahrhaftig.

        Nee, gewisse Leute öh mögen mich und gewisse andere Leute hassen mich nicht. Hier. Schetaun schetaun.

      • alien sagt:

        Eine Flatrate ist ja genau ein Mindestpreis. Allerdings auch gleich ein Höchstpreis. Ob das schlecht ist oder nicht, das entscheidet die Höhe des Preises, denke ich. Wenn es heisst „all you can fuck“ kostet CHF 1000, dann ist eine Flatrate nicht so schlecht, oder?

        Wie so oft im Leben lautet die Antwort „it depends“.

      • pixel sagt:

        alien: „Wenn es heisst “all you can fuck” kostet CHF 1000, dann ist eine Flatrate nicht so schlecht, oder?“
        Jetzt haben Sie einen Gedanken angetriggert, den man lieber nicht fertig denken möchte. Dennoch, denke ich ihn fertig bedeutet es mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit: Noch mehr P.

        – jetzt mal schnell weg –

      • Freundin einer toten Ex-Prostituirten sagt:

        Stigma und blosstellen: genou wäge so Lüüt wie em Ruedi und em Theo hätt sii ’s nöd gschafft u so Lüüt wie ehr sid no Stouz drüüf. O eehr siit sicher so heilig u heit im ganze Lääbe nor met einere Frou Sex ghaa, gäu? Iihre Maa isch ou so eine gsii wien Eehr. Need Prostituirti sött mer stigmatisiere sondern söttigs Pack wie Öi.

      • alien sagt:

        „nicht so schlecht“ heisst „nicht ausnützerisch“. Bei einem typischen Mann heisst „all you can fuck“ eine Stunde, dann ist erstmal Schluss. Und ein Stundenlohn von 1000 Franken halte ich für nicht so grundübel.

      • Pixel sagt:

        Jaja, Alien ich habe Sie schon verstanden. Was ich sagen wollte: bei diesem Stundensatz könnte noch der einen oder anderen Dame mehr einfallen, dass es ein lukratives Geschäft ist. Da ist in ungefähr dieselbe Psychologie dahinter wie in „ein unmoralisches Angebot“. Irgendwann ist eine moralische Schmerzgrenze zugunsten des materiellen Gegenwertes gebrochen.

    • Ruedi sagt:

      Was kümmert die Emanzen die vielen Männer die sich Täglich bei Gefährlichen Arbeiten Verletzen und um’s Leben kommen.
      Viele Männer setzen Täglich ihr Leben und Körperliche Unversehrtheit auf’s spiel, 40 Jahre lang bis zur Rente für denn Broterwerb, von Frau und Kinder, müssen viele schmerzen ertragen und erreichen das Rentenalter oft nicht oder sind im Alter Körperliche Wracks.
      Frauen erwarten wie selbstverständlich von den Männern das sie sich für sie Beruflich Prostituieren, damit sie ein sorgenfreies und leichtes Leben führen können. Haben Frauen Mitleid mit denn Männern?
      Frauen möchten Quoten haben aber nur da wo sie Profitieren können, die Gefährliche und schweißtreibende Drecksarbeit überlassen die Emanzen gerne den Männern. Emanzen sind jammernde Rosinenpicker!

      Was ist das Leben eines Arbeiter’s für eine Emanze wert? – nicht’s?

      • alien sagt:

        Ach Ruedi, obwohl der Inhalt Deines Textes sicher bedenkenswert ist, bist Du gesellschaftspolitisch in den 1960er-Jahren stehen geblieben. Heute arbeiten auch Frauen in körperlich aufreibenden Tätigkeiten, ausserdem haben wir die SUVA, welche sehr erfolgreich die grössere Sicherheit der hiesigen Arbeitsplätze gefördert hat. Es gibt heute viel weniger Arbeitskrüppel als früher.

      • Freundin einer toten Ex-Prostituirten sagt:

        – sie kannten ihre Namen nicht
        – Treffen fanden immer in Hotels statt
        – Freundin nach Abschluss der Ausbildung nach ZH gezogen
        – Freundin geheiratet und Kinder bekommen
        – Freier gesch in ZH
        – Freier läuft Freundin mit Ehemann über den Weg
        – Freier steckt Ehemann
        – Ehemann verlässt Freundin
        – Ehemann steckt Freunden
        – Freundin bricht zusammen
        – Freundin geht auf der Eisenbahnspur spazieren
        – sie ruft mich an
        – ich sage, sie soll weg von da
        – sie geht nicht weg

        Sind das genug Einzelheiten für Sie Herr Gabriel?

      • Ruedi sagt:

        Oje Alien, mach mal die Augen auf. Im Bauhauptgewerbe oder Schwerindustrie findest du keine Frauen bevor die da arbeiten würden, Prostituieren die sie sich lieber freiwillig. Gehe mal bsw. einen Monat als Akkord -Maurer, -Schaler, -Eisenleger oder -Gerüstbauer arbeiten dann weißt Du was ich meine! Jeden Tag sein Leben riskieren und Tonnenweise Material bewegen für Broterwerb und die Gesellschaft. Die Monopol-Versicherung SUVA kannst Du vergessen die schauen in erster Linie nur dafür dass ihre Kasse stimmt, und suchen nach Ausreden wenn sie Leistungen bezahlen müssen. Bei Arbeitssicherheit drückt die SUVA bei Risikoberufen beide Augen zu, weil es ohne Risiko gar nicht geht. Laut SUVA darf ein Arbeiter nicht mehr als 30kg heben, sag das mal einem Gerüstbauer der lacht dich aus! Der steht bei Regen, Schnee, Wind, Kälte, Hitze auf einer 60cm breiten Lauffläche in schwankender Höhe ohne Sicherung! Der ganze Renovationsstaub der auf den Laufbelägen liegt atmet er bei der Demontage ein, folgen Staublunge und vieles andere mehr durch die harte Arbeit – wie wär’s da mit einer Frauenquote? – Denkste Pustekuchen! Da gibt es sicher einige die sich auch lieber auf einer Matratze bedienen lassen würden für Geld.

      • alien sagt:

        Das war genau eines meiner Szenarien. Ich musste es nicht wissen.

      • Pixel sagt:

        An die Freundin: das ist alles wirklich schlimm was da und in welcher Abfolge passiert ist. Und Sie dürfen im Moment werten und verachten. Vielleicht verstehen Sie aber irgendwann einmal auch – und das will ich mir in erster Linie für Sie selbst wünschen – dass bei solchen traurigen Vorfällen ganz oft der Typ Mensch, die Lebenssituation und die dadurch entstehende Eigendynamik massgebend (um nicht zu sagen ausschließlich) dafür verantwortlich zu machen ist.

      • Sportpapi sagt:

        Bei dieser schlimmen Geschichte geht es aber eher weniger um die Prostitution an sich. Sondern um einen Deppen von Ex-Kunden, einen verachtenswerten Ehemann, Freunde, die keine sind. Und eine Frau, die nicht die Kraft hat, das durchzustehen.

      • alien sagt:

        Richtig, Sportpapi.

      • Pixel sagt:

        Perfekt Sp! Danke! Dass was ich in Watte gepackt habe, haben Sie sehr treffend auf den Punkt gebracht.

      • Ruedi sagt:

        Ach Alien, meine Antwort hat sich an der netten Freischaltung die Buchstaben eingeklemmt, vielleicht waren es zu viele, oder wurden von mir falsch zusammen gesetzt.

      • Katharina sagt:

        „Und eine Frau, die nicht die Kraft hat, das durchzustehen.“ – ist genau die Tragik. Stigmatisierung kann soweit gehen, dass das Opfer wegen des emotionalen Sturmes nur diesen Weg sieht. Und wegen der Stigmatisierung und der damit verbundenen Ausgrenzung fehlen die Ansprechpartner, um einen Ausweg aus der Verzweiflung zu finden. Es ist also nicht so, dass sie einfach nicht die innere Kraft besass, sondern die innere Kraft keinen Widerhall mehr fand.

      • Ruedi sagt:

        1/2) Oje Alien, mach mal die Augen auf. Im Bauhauptgewerbe oder Schwerindustrie findest du keine Frauen bevor die da arbeiten würden, Prostituieren die sie sich lieber freiwillig. Gehe mal bsw. einen Monat als Akkord -Maurer, -Schaler, -Eisenleger oder -Gerüstbauer arbeiten dann weißt Du was ich meine! Jeden Tag sein Leben riskieren und Tonnenweise Material bewegen für Broterwerb und die Gesellschaft. Die Monopol-Versicherung SUVA kannst Du vergessen die schauen in erster Linie nur dafür dass ihre Kasse stimmt, und suchen nach Ausreden wenn sie Leistungen bezahlen müssen.

      • Ruedi sagt:

        2/2) Bei Arbeitssicherheit drückt die SUVA bei Risikoberufen beide Augen zu, weil es ohne Risiko gar nicht geht. Laut SUVA darf ein Arbeiter nicht mehr als 30kg heben, sag das mal einem Gerüstbauer der lacht dich aus! Der steht bei Regen, Schnee, Wind, Kälte, Hitze auf einer 60cm breiten Lauffläche in schwankender Höhe ohne Sicherung! Der ganze Renovationsstaub der auf den Laufbelägen liegt atmet er bei der Demontage ein, folgen Staublunge und vieles andere mehr durch die harte Arbeit – wie wär’s da mit einer Frauenquote? – Denkste Pustekuchen!

      • alien sagt:

        Bauhauptgewerbe? Was ist denn das? Sorry… Aber wenn Du einfach Maurer meinst, ich kenne eine ziemlich sexy Maurerin.

      • Gabi sagt:

        Tragisch.

        Aber wie Vorbloger schon erwähnt haben: Geht´s hier in erster Linie um Prostitution?

        Ich persönlich glaube, trotz allem Eni, nicht daran, dass in der heutigen Zeit jemand keinen Partner mehr finden sollte, wenn man sich mal das Studium so mitfinanziert hat.

        War das die richtige Wahl?
        Hätte man dem Ehemann ev. vorher schon mal ein paar Andeutungen machen sollen?
        Beweist es, dass eine Stigmatisierung (welche der Vater und Ehemann offenbar fürchtete… Oder ev. kam er bloss nicht mit dem Verheimlichen klar?) bloss von Männern ausgeht?
        Vielleicht stand´s auch aus andren Gründen

      • Gabi sagt:

        nicht zum Besten um die Beziehung?

        Und zu dem Vollidioten von Freier:

        Der steht nun für alle Freier, oder was?

        Vollidioten, die in ihrer Unbedachtheit Schlimmes anrichten können, gibt´s wie Sand am Meer (ich fürchte, da müssen Sie
        nicht mal aus dem MB raus).

        Ja. Ich weiss das alles nicht genau – wie denn, aus den hingeworfenen Schlagworten?!)

        Aber als kurzes Schlaglicht zum Thema Legalisieren oder nicht, scheint mir die Geschichte, so schlimm sie für Angehörige und Familie auch sein mag, schlicht und einfach ungeeignet.

      • Freundin einer toten Ex-Prostituirten sagt:

        Häb eifach emau di Schnorre Ruedi. Mini Fründin hät i de obere Priisklass agschafft u ihre Schiissmaa hät ou än handwärkliche Bruef. O wänn er ihre hät geseit, wien är sie tüet verachte, so verachtet die Dräcksou nöd ds Gäud wo sie hät verdient dremit und wonnt i de 300 m2 Hütte wo sie hät verdient mit däm, wo sie zwüsche dr Bei hät gha.

      • Gabi sagt:

        Womit wir auf Pippi zurückgreifend einfach rundweg bestreiten könnten, dass so eine Geschichte überhaupt möglich ist… Verdienen ja alle nix und sind alles nur Opfer; freiwillig macht das ja sowieso niemand.

        Nicht böse werden: Ich bin geneigt, das zu glauben.

        Ich kann dennoch nicht nach vollziehen, wieso – wenn man auch noch ein Kind hat (und das würde auch bei einer Ex-Prosituierten, Emmanzen sei dank, nicht leichtfertig dem Mann zugeschlagen – Suizid eine Lösung nach schlechter Partnerwahl sein muss.

      • Freundin einer toten Ex-Prostituirten sagt:

        Härr Gabriel s isch nöd freiwüig gsii, wäänt sie vo dr Äutere wäret de Leer isch uff d ‚Schtross gschtäut worde u kei angere Wäg het gwüsst. Nu will sie en uu schööni Frou isch gsii, isch sii nöd ihr Gosse glandet bi de Billigwar. Ihr aui heit kee Ahnig vo was d ehr rede tüet.

      • Katharina sagt:

        Freundin, I know exactly what you mean.

      • Gabi sagt:

        Wie könnten wir auch?
        Kenn ja die Geschichte nur in diesen wenigen Satzfetzen von Ihnen! (find das CH-Deutsch übr. sehr mühsam zu lesen)

        Genau so, wie Sie, aufgrund dieser Geschichte nicht die Natur der gesamten Prostitution durchschauen.

        Sie scheinen aber aufgrund dieser Erfahrung zu einer Meinung gekommen zu sein.

        Ich aufgrund von eigenen Erfahrungen zu einer anderen.

      • Gabi sagt:

        Na… Was für ein Betthupferl.

        Gute Nacht.

      • Fistik sagt:

        Freundin einer toten Ex-Prostituirten…warum hat deine Freundin keine Soz.hilfe angefragt ?

      • Fistik sagt:

        …aber das ist nicht etwa aus …Der Besenbinder von Rychiswyl, …von Jeremias Gotthelf ?

      • Katharina sagt:

        Ich bitte, dass hier die Würde von Freundin nicht angetastet wird. Was sie schreibt, soll uns immerhin daran erinnern wie weit das ganze gehen kann. Ich kann ihr gut nachempfinden.

      • Fistik sagt:

        Katharina

        Ok…aber die „Freundin einer toten Ex.Pr. ) verschweigt meiner Meinung nach auch ein Haufen Information, wo Betreffende auch andere Wege hätte wählen können. Sie war ein Sozialfall und dies würde ich jetzt mal nicht generell mit der Prostiution als konsequenz sehen.

      • Katharina sagt:

        siehst Du denn nicht dass eine Liebesbeziehung bestand? Es ist manchmal nicht so einfach. Und coming out kann sehr schwer sein. wie gesagt, ich kann es sehr gut nachempfinden. dieses ganze entwürdigende mobbing und lächerlich machen, das so einschüchternd sein kann, dass sie keinen anderen weg mehr sieht, die innere Kraft die keinen Widerhall fand.

        warum denkst du rief sie in ihren letzten Momenten diejenige an sie die liebte? Und jene wusste wahrscheinlich erst dann, dass sie sie liebte.

      • Pixel sagt:

        Kath: wenn das alles so ist, dann sind da aber noch einige Themen mehr da drin verborgen und mit massgebend grössererem Fokus, als dasjenige der Prostitution….

      • Fistik sagt:

        …der Fall ist sicher tragisch; nur, aus dem Unterbauch begreifen und gleichzeitig die Fakten nicht sehen wollen, wie es soweit kam..ist Gluggeren-Mentalität

      • Ruedi sagt:

        Wenn die Geschichte wahr wäre was ich wie Gabi bezweifle, (Silbermond) dann tut mir der Mann leid. Denn die Frau hat ihn von Anfang an angelogen. Auf Lügen lässt sich aber keine seriöse Beziehung aufbauen, das ist der Fehler der Frau und nicht vom Mann. Das die Freundin als Dirne gearbeitet hat, war Ihre Entscheidung, sowie der Suizid auch Ihre Entscheidung war. Einige Blog-Schreiberinnen verhalten sich wie Frauen in einer Beziehung. Wenn sie mit Argumenten nicht mehr weiterkommen, versuchen sie die Mitleidsnummer und werden Emotional, versuchen auf die Tränendrüsen zu drücken. Wenn das auch nicht weiterhilft in der Beziehung, ist die nächste Reaktion Trotzen und Schmollen.

      • Katharina sagt:

        Es besagt nur wohin das Elend in der Prostitution führen kann. besagt auch das viele Prostituierte nur in einer Frauenbeziehung so etwas wie Nähe erfahren können, ohne dass sie wirklich so sind. und ja, es hat genau mit Prostitution als Ursache für diese Entgleisung zu tun. So sehr ich gegen ein absolutes Verbot bin, so sehr sehe ich aber auch die elend traurigen Aspekte der erzwungenen Prostitution. sei diese strukturell erzwungen oder aus Armut und direkter Zuhälterei. Es hat insbesondere mit Doppelmoral zu tun. in dem eine, die einen neuen Weg suchte, auf dem Bahngleis endet.

      • Katharina sagt:

        Stigma und Ächtung.

      • Gabi sagt:

        Jetzt geht´s aber ab mit dem Interpretieren:

        Nein, ich habe nicht Silbermond gemeint (sonst käm in der Story bestimmt auch ein böser Zuhälter oder Schlepper vor, ganz abgesehen davon, dass Pippi komplette Falschidentitäten vorgibt, was etwas kompett Anderes ist, als klar zu sagen, nicht am Schreibstil erkannt werden zu wollen) und will sie auch prinzipiell nicht als unmöglich abtun, NACHDEM ich etwas mehr als die schlagzeilenmässige Verkürzung von ihr gelesen habe.

        Die Interpretation, die sie aus dem tragischen Ereignis gelesen haben will, ist für mich schräg (jep; zB. Sozialhilfefrage)

      • Gabi sagt:

        Und die nächste Interpretation, die ich sehr bezweifle, ist diejenige Katharinas:

        Wo gibt es hier den geringsten Hinweis, dass es eine LIebensbeziehung zw. den beiden Frauen gab?

        Da scheint mir etwas sehr persönliche Färbung und Vorstellung rein zu spielen: Eine – platonische – Freundschaft kann auch unter Gleichgeschlechtlichen sehr tief gehen und muss nicht nur als „Wahre Liebe gibt es nur unter…“ und quasi gegen das andere (böse!) Geschlecht gerichtet sein.

        Wissend, dass auch ich interpretiere (logo: bei den Mini-Infos) riecht mir das dennoch nach Interpretitis.

      • pixel sagt:

        Ich selbst wäre nun jetzt auch nie drauf gekommen, dass es sich letztlich um die Liebe von zwei Frauen untereinander handelt….Aber egal. Angenommen, Katharinas Annahme wäre richtig. Es werden hier eh Themen angesprochen, die NICHTS mit P zu tun haben. Richtig ist, dass P zuvorderst ein GESELLSCHAFTLICHES Thema ist („Stigma und Ächtung“). Genau das ist aber letzlich für mich der Beweis und Grund, dass ein Verbot Gegenteiliges bewirken würde, anstelle davon, es – wie damals mit der Homosexualität – in die Gesellschaft aufzunehmen und alte Denkstrukturen aufzubrechen um Akzeptanz zu schaffen.

      • pixel sagt:

        Zudem zeigt dieser Fall deutlich auf, dass es sich eben ganz oft und entgegen den Darlegungen einiger Damen hier nicht um Menschenhandel und unfreiwillige Tätigkeit handelt. Diese Frau hat sich bewusst und zeitbegrenzt dafür entschieden. Leider ohne sich der Konsequenzen bewusst zu sein oder die Stärke zu haben, in solchen Fällen dagegenzuhalten. Alles weitere ist eigentlich eine unglückliche Abfolge von Gegebenheiten und deren Verstrickungen die alle aber komplett irrelevant und somit bestandslos sind.

      • Sportpapi sagt:

        Katharina hat da schon eine sehr eigenartige Sichtweise. Wäre es so, hätte die Geschichte wohl anders geendet. Mich erinnert das ganze an „Geschichten aus dem Wienerwald“. Möchte hier nicht urteilen. Aber es gibt einige Punkte, in denen es ganz anders hätte laufen können. Müssen.

      • mila sagt:

        „Leider ohne sich der Konsequenzen bewusst zu sein oder die Stärke zu haben, in solchen Fällen dagegenzuhalten.“ – Ach Pixel, als ob man das im Vorfeld jeweils so genau weiss… Ihr technokratischer Blick vernebelt mehr, als er klarstellt. Konkret: Prostitution und insbesondere die Konsequenzen sind keine ‚Kopfsache‘, deswegen ist es müssig, sie rational ananlysieren zu wollen.

        Ihre Fragen habe ich meines Wissens über den Threadverlauf hinweg beantwortet, ausser derjenigen nach dem persönlichen Kontakt, diesen gab es nicht. Dafür unzählige Reportagen pro/contra Prostitution – über die Jahre.

      • Sportpapi sagt:

        @mila: Keine Kopfsache? Sie meinen Stigma und Ächtung seien naturgegeben. Weil die Menschen halt das so empfinden und gar nicht anders können, als sich so zu äussern, so zu reagieren?

      • mila sagt:

        Aber Sie bilden sich Ihre Meinungen zu derartigen Sachverhalten sicher jeweils vor Ort, und zwar in allen heranzuziehenden Segmenten…

        Wie auch immer: ich denke die Fronten sind klar (und hinsichtlich der Verbotsfrage unversöhnlich), damit kann ich es von meiner Seite aus belassen – zumal ich heute genug anderes um die Ohren habe. Vielleicht nur noch eins: ich gehe an die Thematik mittlerweile nicht mehr mit dem Verstand ran, sondern mit dem (uj, wie rückständig!) Herzen.

      • mila sagt:

        @Sportpapi: ?

        Ich habe mich sehr deutlich gegen die Stigmatisierung/Ächtung von Prostituierten gestellt, gerade weil ich Prostitution nicht mehr ausschliesslich durch eine akademisch überformte Brille sehe…

        Wer davon ausgeht, dass diese Frauen/Männer im Vorfeld mehrheitlich wissen, worauf sie sich da genau einlassen, blendet die gesamte emotionale Komponente aus – die man in ihrer ganzen Dimension wohl erst in der ‚Praxis‘ (d.h. am eigenen Leib) erfährt. Und überhaupt: dieses Dogma des ach-so-selbstbestimmten Individuums – I don’t buy it.

      • Sportpapi sagt:

        „Dieses Dogma des ach-so-selbstbestimmten Individuums – I don’t buy it.“ Was ist denn die Alternative? Wem geben Sie die Schuld für alle wichtigen Entscheidungen in Ihrem Leben? Haben Sie denn immer alle Konsequenzen durchdacht, oder gehen Sie davon aus, dass man vor Fehlentscheiden immer bewahrt werden sollte, notfalls mit der Macht des Gesetzes? Welche weisen Menschen sollen denn aus dem Bauch heraus – oder mit dem Herzen – für alle anderen entscheiden dürfen? Nein, Freiheit heist auch, Fehler begehen zu dürfen. Und wir sollten helfen, die Folgen etwas abzufedern („Stigma udn Ächtung“…).

      • mila sagt:

        Bei Phänomenen mit massiv zerstörerischem Potential wie Drogenhandel und Prostitution bin ich deshalb für gesellschaftliche Regulierung. Wie die Regulierung aussehen soll, ist – hier wiederhole ich mich gerne – eine Frage des demokratischen Mehrheitsentscheids. Und ja, ich halte unsere Nachbarn im Norden in dieser Frage für weitaus fortschrittlicher als uns, die wir uns, liberal wie wir sind, mit Verrichtungsboxen Sand in die Augen streuen.

      • Sportpapi sagt:

        Mit Verrichtungsboxen Sand in die Augen streuen? Was war das Motiv, Verrichtungsboxen zu bauen? Sicher nicht Förderung der Prostitution, oder? Und: das ist der von Ihnen gewünschte demokratische Entscheid.

      • mila sagt:

        Sportpapi, natürlich hat ein jeder Recht auf seine ‚freie‘ Entscheidung – weshalb also nicht die Drogen (und zwar nicht nur Cannabis) legalisieren? Mir ist es lieber, die Hemmschwellen/Einstiegsmöglichkeiten für solche Verhaltensweisen sind derart hoch gesetzt, dass sie für den einen oder die andere eine Schutzfunktion ausüben. Aber auch dann wird man niemanden von seinem ‚Glück‘ abhalten können, nur muss ich mir nicht vorwerfen, dass ich mit meiner demokratischen Stimme ein zutiefst menschenverachtendes Geschäft unterstütze. Alles klar nun? 😉

      • Gabi sagt:

        Na, zumindest in Bezug darauf, dass uns Sand in die Augen gestreut wird, sind wir uns einig.

        Bloss nicht, welches Vorgehen in diesem Bild für den Sand steht.

        Und gegen Regulierung ist hier wohl niemand.

        Allerdings weiss ich nicht, ob das Wort „Regulierung“ für ein simples Verbot überhaupt angebracht ist.

        Ich wünsche es all den Selbstbestimmten jedenfalls, dass sie es in Würde bleiben können und nicht in der Illgegalität unter die Fuchtel von Kriminellen kommen müssen, um sich das heuchlersiche Schulterklopfen der Moralisten ansehen zu müssnen, die ihren Zuhältern zu arbeiten.

      • mila sagt:

        Die Verrichtungsboxen sind die scheinheilige Verlagerung des Problems aus dem bürgerlichen Blickfeld, nicht mehr und nicht weniger. Den Mut, zumindest (!) den Strassenstrich zu verbieten, hat man nicht, aber man will – bitte schön – nicht mit den negativen Begleiterscheinungen behelligt werden. Also sperrt man die Betroffenen wie Vieh in einen Container. Unheimlich progressiv, das.

      • Sportpapi sagt:

        @mila: Bei den Drogen haben wir einen vernünftigen, pragmatischen Weg gefunden. Der repressive Weg war ja genauso wenig zielführend wie das Laissez-faire. Bei der Prostitution scheint mir das ähnlich. Wobei ich da bezüglich gesundheitlicher Gefährdung schon noch ein paar Unterschiede sehe. Und, nebenbei, niemandem käme es in den Sinn, den Konsumenten zu verhaften, den Dealer aber straffrei ausgehen zu lassen. Da müssten wir auch noch über unser Opferbild einmal nachdenken. Aber bitte, wenn es ihr Gewissen erleichtert, „richtig“ abzustimmen, auch wenn es zu mehr Schaden führt. Bitte.

      • mila sagt:

        Gabi, genau das wollte man für die Prostituierten in Deutschland auch, indem man einen legalen (‚humanen‘) Rahmen für Prostitution schuf – und was ist geschehen?

        Ich bleibe dabei: wie auch immer man dieses ‚Geschäft‘ abzufedern versucht, es wird immer zu viele geben, die dabei seelisch/körperlich auf der Strecke bleiben. Deswegen von meiner Seite ein klares Nein nach schw.edischer Vorgabe, die das Freiertum kriminalisiert, und nicht die Prostitution. Und so sehr Sie auch ob dieser Absurdität staunen mögen, Sportpapi: die Regelung hat sich in der Praxis nachhaltig bewährt.

      • Sportpapi sagt:

        @mila: Und ob ein Verbot Mut erfordert, weiss ich nicht. Das geht ja eigentlich ruckzuck. Vielleicht ist man da einfach etwas realistischer und hängt nicht Wunschträumen nach. Und eben – es geht um den „Schutz“ der Bevölkerung, nicht um die Förderung der Prositution. Wenn schon, um ihre Kanalisierung. Mit einem Ja haben Sie keineswegs für Prostitution gestimmt, sondern nur dafür, dieses Problem nicht zu verleugnen.

      • Gabi sagt:

        …sofern man gewillt ist, nur der einen Seite Glauben zu schenken und alle anderen Aussagen geflissentlich ignoriert.

        – Auch eine Lösung.

        Hoffentlich nicht meine.

      • mila sagt:

        Mit bewährt meine ich nicht zuletzt : heute stehen 80% der Schw.eden hinter ‚ihrem‘ Gesetz.

      • Sportpapi sagt:

        „Die Regelung hat sich in der Praxis nachhaltig bewährt.“ Wie kommen Sie darauf? Und: Unrecht bleibt es trotzdem. Und eröffnet Tür und Tor für neue Missbräuche.

      • mila sagt:

        Sportpapi und Gabi: sie dürfen Ihre Meinungen gerne behalten, aber ich sehe (und fühle mich dadurch bestätigt), dass andernorts (bestens) funktioniert, was Sie beide hier als eine Unmöglichkeit darstellen. Aber dafür ist wohl ein vorgängiger, tiefgreifender Bewusstseinswandel nötig, von dem wir hier offenbar noch meilenweit entfernt sind…

        He nu. Jedoch muss man deswegen noch lange nicht mit der Mehrheit der Schäfchen mitblöken. 😉

      • Sportpapi sagt:

        80%? Wie erfasst man wohl so etwas? 50% zumindest waren es hoffentlich schon bei Einführung des Gesetzes, wie es sich für eine Demokratie gehört. In meinen Links hiess es, dass die Zustimmung am Abnehmen ist. Aber wie auch immer – offensichtlich klappt es in Schweden, was in vielen anderen Ländern nicht funktioniert hat.

      • mila sagt:

        Sie haben doch den Artikel gelesen, und die statistischen Befunde zur Entwicklung der Prostitution in Schw.eden nach der Einführung des Gesetzes? Wenn das mal keine hoffnungsstimmende Erfolgsgeschichte ist: Menschenhändler machen zunehmend einen Bogen um Schweden, das Milieu hat sich keineswegs in noch dunklere Ecken zurückgezogen, die Internet-Prostitution hat (wider Erwarten) nicht zugenommen etc. pp.

        Dagegen fällt die Bilanz der gutgemeinten deutschen Regulierung geradezu vernichtend aus. Aber gell, man müsste die links schon lesen, um informiert zu sein.

      • Sportpapi sagt:

        Und nein, ich glaube nicht, dass es unmöglich ist. Wie früher schon gesagt: Es bestimmt dann einfach die Mehrheit über den Lebensstil einer Minderheit. Früher hat das der Papst gemacht, heute sind es einfach demokratische Entscheide. In Bereichen, wo ich selber finde, hat der Staat nichts zu melden.

      • mila sagt:

        Jetzt fängt die Freischaltungsproblematik wieder an… Bin damit wieder weg. Und den Statistiken dürfen Sie gerne selbst nachjagen, Sportpapi! Ich lege Ihnen dazu vergleichsweise dringend die deutschen links ans Herz: nur, damit Sie sich ein abgerundetes Bild machen können. Verbot schlägt in diesem Fall Liberalisierung, und zwar um Längen.

      • Gabi sagt:

        Wahrscheinlich checken die dummen Huren einfach nicht, was gut für sie ist.

        http://wien.gruene.at/2012/05/30/hurentag

        – Wahrscheinlich gibt es einfach einen direkten Zusammenhang à la: Moralisch sauber = inteligenter.

        Die checken es halt einfach nicht. Lesen die falschen Links, sind viel zu nahe dran um die hochstehenden Theorien derjenigen zu verstehen, die das einfach besser wissen, als sie (diese Dummerchen: man geht auch nicht aufn Strich!)

      • Gabi sagt:

        Die Mehrheit, mit der man mitblökt, sucht man sich selbst.

        Ich find´s nicht okay, wenn Sie einerseits so tun, als ob Sie selbstredend auch andere Meinungen gelten lassen, diese aber im nächsten Augenblick verunglimpfen müssen.

        Ja, was denn nun?

        Es gibt ein paar gute Gründe, die auch das Gegenteil dessen nahe legen könnten, was man selber für richtig hält oder halten will.

        Das gilt dann für Sie nicht minder als für mich.

        Okay?!

      • mila sagt:

        Gabi, wie ich andernorts schon sagte: ich kenne alle (wirklich: alle) Argumente für eine Liberalisierung der Prostitution, ich habe sie selbst zigtausendfach vorgebetet. Heute denke ich anders darüber, und wenn ich hier etwas erreichen möchte, dann vielleicht das, dass man es sich in dieser (aus meiner Sicht: Schein-)Liberalität nicht zu bequem einrichtet. Deswegen (und weil mir das Thema wirklich am Herzen liegt) mein provokanterer Tonfall als sonst.

      • Gabi sagt:

        Dann würd mich zumindest noch die eine Frage interessieren:

        Was mögen die Beweggründe der organisierten Sexdienstleisterinnen – also selbstbestimmter Frauen, die sich ganz offensichtlich über die Problem ihre Berufsstandes bewussst sind und sich aus ebendiesem Grund zusammen tun – sein, für das Gegenteil Ihrer Vorstellungen ein zu stehen?

      • mila sagt:

        Auch auf die Gefahr hin, mich abermals zu wiederholen (und damit möchte ich nun wirklich einen Schlusspunkt setzen, wenigstens für mich): wenn ich annehmen würde, dass in diesem Geschäft absolute, von strukturellen Zwängen losgelöste Selbstbestimmung die Regel sein könnte, und nicht die Ausnahme – das Thema würde mir weit weniger Magengrummeln verursachen. Allerdings würde auch dies nichts daran ändern, dass ich sexuelle Dienstleistungen gegen Bezahlung nicht mit meiner Vorstellung von Ethik und Menschenwürde vereinbaren kann.

      • Gabi sagt:

        … Was im Endeffekt aber drauf raus läuft, dass sie den Selbstbestimmten (mich wundert schon, wie sich diese absoluten Aussahmen, wie Sie annehmen, dann so stimmengewaltig und von politischen Parteien wie den Grünen akzeptiert, organisieren können!) IHRE Vorstellung von Ethik und Menschenwüde aufzwingen.

        Für mich sehr bedenklich.

      • Sportpapi sagt:

        Um eine kluge, aber nicht immer konsequente Frau zu zitieren: „Keine Toleranz gegenüber den Intoleranten!“

      • pixel sagt:

        mila, Sie sind mir – neben SP – als diejenige in Erinnerung geblieben, die quasi bei jedem Thema (besonders wenn es um berufliche Belange ging) die EIGENVERANTWORTUNG so ganz gross geschrieben hat. Noch grösser, als ich es hier tun kann. Sie haben es für sich wahrscheinlich auch noch fett hervorgehoben und mit drei Ausrufezeichen versehen. Und jetzt stehen Sie da und erklären mir, dass Sie nicht mehr nach Verstand sondern (mit Ihrem eigenen Zusatz „wie rückständig“) mit dem Herzen urteilen?? Wobei ich mich gerade frage, wofür denn eigentlich in diesem Zusammenhang das Herz schlägt.

      • pixel sagt:

        Etwa für diejenigen Frauen, die EIGENVERANTWORTLICH (aber natürlich berücksichtigend, dass nicht immer alles via Ratio passiert..?) sich für diesen Weg entscheiden? Also ehrlich. Jetzt sind Sie aber extrem unglaubwürdig geworden in meinen Augen.

      • pixel sagt:

        in einem mila sind wir uns jedoch schon mal einig (und in Gesellschaft mit vielen anderen): Ein ganz grosses – wenn nicht das grösste – Problem stellt die gesellschaftliche Akzeptanz dar. Wo wir uns nicht einig werden ist die Tatsache, dass ich es nicht für einen sinnvollen Weg halte, eine Gruppe noch weiter aus der Gesellschaft zu entfernen (Verbot). Das nämlich, da bin ich mir ziemlich sicher, wird dieser Gruppe erst recht den stigmatisierenden Stempel aufdrücken.

      • Theo sagt:

        1) Mundart schreiben geht gar nicht. Und erst recht nicht, wenn es Inerschweizerisch ist…

        2) Wenn sich wer als Prostituierte ein neues Leben aufbauen will, sollte sie evtl. etwas weiter reisen als von LU nach ZH…

        3) Glaubt irgendwer diese abstruse Geschichte?

        4) @alien: Ich weiss auch wer’s ist…

        5) Das Tüpfli auf dem i ist Katharina: „Was sie schreibt, soll uns immerhin daran erinnern wie weit das ganze gehen kann. Ich kann ihr gut nachempfinden“ – ja, hast ja selber solche Stunts hingelegt, gell. „Würde“, pah!

        6) ceterum censeo: Ein Verbot ist neoviktorianische Scheinmoral.

      • Widerspenstige sagt:

        Pixel, da sehe ich die grössten Probleme – in der Akzeptanz innerhalb unserer gesellschaftlichen Denkmuster. Wie es im Bericht über Schweden und Norwegen steht, ziehen ultrakonservative Kreise mit ultrafeministischen Kreisen am selben Strick was die Ächtung von SexworkerInnen anbelangt. Die gesamte Branche wird in die Schmudelecke verdrängt und von hoch oben auf dem eigenen Ross runter auf die ‚Kakerlaken‘ verbal losgeprügelt. Es liegt an der Akzeptanz, wie weit lässt man die SELBSTBESTIMMUNG

      • Widerspenstige sagt:

        … Es liegt an der Akzeptanz, wie weit lässt man die SELBSTBESTIMMUNG DER FRAU eigentlich zu? Nur bis zur eigenen Befindlichkeit geht ja wohl gar nicht. Ich kenne Frauen aus dem Milieu persönlich und deren Familie mit Mann und Kinder. Sie ist fast immer Ausländerin, er ist Schweizer und hat akzeptiert, von wo er sie kennen gelernt hat. Diese Frauen leben ihr Familienleben tatsächlich losgelöst von solchen Zwängen und haben sich arrangiert. Sie gärtnern, gehen an Elternabende und schnitzen Räbenliechtli für den Umzug etc. Sie gehen sogar mit ihrer Familie in den Tempel und bringen Gaben!

      • Widerspenstige sagt:

        Es gibt soviele Geschichten in diesem Milieu, dass es für mich hier vorkommt, als gäbe es nur den Strassenstrich und seine Auswüchse! Es gibt immer und überall zwei Seiten einer Medaille – auch im Rotlicht-Milieu. Dass natürlich die schlimmsten Auswüchse in den Medien breit geschlagen werden, ist wohl auch allen klar. Ich habe die Story einer Domenica auch verfolgt und was diese Edelprostituierte ausgesagt hat, als sie nicht mehr dabei war. Auch das soll natürlich nicht unter dem Deckel gehalten werden. Das sind unbequeme Wahrheiten, wie es auch zu und her gehen kann! Es gibt Facetten!!

      • pixel sagt:

        Ja sicher, WS. Das ist das grösste Problem. Zuerst aber verliefen die Diskussionen in die Richtung, dass ganz viele Damen hier der Meinung waren, es handle sich um Menschenhandel, und unfreiwillige (also Zwangs-) Prostitution. Obschon das Thema unglaublich vielschichtig ist und weder im Geschlecht, noch in Herkunft oder Art auf über den Kamm geschärt werden kann. Mittlerweile kristallisiert sich aber heraus, aufgrund einiger geschilderter Beispiele, dass es eben ganz oft tatsächlich eine freiwillige Entscheidung ist. Und da sind wir beim Thema Eigenverantwortung anbelangt.

      • Theo sagt:

        Ja, natürlich, WS, alles ganz normal, ein Beruf wie jeder andere, nicht wahr. Der Ehemann muss es nur akzeptieren, dass seine Frau mit anderen für Geld schläft…

        sagen sie mal, wo leben sie eigentlich? Was für Bekannte haben sie?
        Ist ja wohl ein Witz, oder?

        So jemand würde ich am Eltenabend öffentlich blossstellen. Ich bin da für die gezielte Stigmatisierung. Rotlichtdamen mit Familie, ja geht’s eigentlich noch?

        Wie degeneriert ist denn das?!?!

      • Sportpapi sagt:

        @WS: Sehr einverstanden. Allerdings ULTRA-Feministische Kreise, meinst du? Auf das Ultra kannst du wohl eher verzichten, oder?

      • Sportpapi sagt:

        Soso, Theo. Blosstellen? Sind Sie sicher, dass das nicht direkt auf Sie zurückfällt?

      • mila sagt:

        @Pixel: Ich betrachte die Prostitution nicht als rein mechanische Gelegenheit, und Prostituierte nicht als Maschinen. Selbst wenn eine Frau sich freiwillig/ohne äussere Not/Zwänge dazu entscheidet, dem Freier ihren Körper zur Benutzung zur Verfügung zu stellen, heisst das noch lange nicht, dass sie die langfristigen seelischen Folgen zu diesem Zeitpunkt realistisch abschätzen kann. Wenn es ihr also später aufgrund dieser Erfahrung dreckig geht (was gemäss Berichten von Prostituierten und Sozialarbeiterinnen oft genug der Fall ist), ist sie gemäss ihrer Sichtweise selber schuld.

      • mila sagt:

        Ich halte eine solche Perspektive für zynisch bis herzlos, zumal der einzige ‚Mehrwert‘ ihrer Tätigkeit im sexuellen Abreagieren eines anderen besteht. Die besten, sichersten, saubersten Rahmenbedingungen können allfällige psychische Folgen nicht verhindern, und deshalb gilt für mich das einfache Prinzip: was Du nicht willst, das man Dir tu.

        Wäre ich ein Freier, würden wenigstens mir solche Überlegungen den Spass an der Sache gründlichen vermiesen. deswegen denken auch Freier über solche Zusammenhänge nicht weiter nach – sonst gäbe es zumindest so etwas wie den miesen Strassenstrich nicht.

      • Gabi sagt:

        Hihi… Theo und Pippi: Das Traumpaar!

      • mila sagt:

        Das war jetzt auf die Schnelle und entsprechend mit vielen Tippfehlern. Aber um zum wesentlichen Punkt zu kommen: ich setze in meinen Überlegungen keineswegs bei der Eigenverantwortung der Prostitutierten an, sondern in erster Linie bei derjenigen der Freier – das meine ich, wenn ich von gelebter Ethik spreche. Gäbe es keine Nachfrage nach Sex als (billigem) Konsummittel, gäbe es auch kein Angebot.

      • mila sagt:

        …und es sollte natürlich mechanische Angelegenheit heissen.

      • Widerspenstige sagt:

        Pixel, ich habe ein paar wenige Statements zum Thema geschrieben und den Strassenstrich und seine Auswüchse zum Verbot freigegeben. Aber unsere Gesetze sind nur so gut, wie sie auch umgesetzt werden können. Das ein weiteres Problem, das vernachlässigt wird.

        Theo, denken Sie was Ihnen beliebt. Ich bin ua im Eventbereich tätig und hier treffen sich die ‚Nachtvögel‘ aus allen Branchen, gellen Sie. Im Übrigen genauer lesen, was ich geschrieben habe. Das frühere Leben ist den Ehemännern bekannt u ihre Ehefrauen arbeiten NICHT mehr im Milieu. Diese Männer sind in der IT-Branche, Unternehmensberatu

      • Theo sagt:

        @Sportpapi: Nein, ich denke die andere Eltern wären für diese Information sehr dankbar. Dass Prostitution legal ist, hat noch lange nicht zur Folge, dass wir Prostituierte als einen ehrenhaften, bürgerlichen Lebenssstil gutheissen müssen. Wieso auch?
        Also wirklich!

        @mila: sie haben eine seltsame Vorstellung davon, was zwischen einem Freier und einer Prostituierten passieren mag, „den Körper zur verfügung stellen“ – und den Nachweis, dass es in unserer Gesellschaft viel persönliches Elend als direkte Folge der Tätigkeit als Prostituierte gibt, bleiben sie ebenfalls schuldig.

      • mila sagt:

        PS@Pixel, nur das Sie mich richtig verstehen:

        Eigenverantwortung ist für mich kein rationales, sondern ein ganzheitliches Konzept. Auch keine abstrakte Theorie, sondern gelebte Praxis, d.h. ein stetiges Prüfen, inwiefern sich mein Tun auf das (Wohl-)Befinden anderer auswirkt. Insofern unterscheide ich zwischen liberalem und libertinärem Denken, denn die Freiheit(en), die ich mir nehme, soll(en) sich idealiter nicht einschränkend oder gar schädigend auf die Freiheit(en) anderer ausnehmen.

        Ein sehr persönlicher Massstab, den andere nicht teilen müssen. Aber ich für meinen Teil spreche schlicht nur unter solchen Prämissen von eigenverantwortlichem Handeln.

      • mila sagt:

        @Theo, wenn Sie die links, die ich poste, nicht lesen, ist das Ihr Problem. Ich sehe jedenfalls nicht, wo ich (statistisch unterfütterte) Nachweise schuldig geblieben bin. Damit wieder tschüss unterdessen.

      • Widerspenstige sagt:

        Sportpapi, danke Dir, aber mit Ultrafeministin identifiere ich mich keineswegs. Ich bin eine emanzipierte selbstbestimmte Frau – höchstens gemässigte Feministin, gell 😉

        Theo, kommen Sie, wer sagt denn, dass Sie den Beruf einer Prostituierten als ehrenhaft und gutbürgerlich akzeptieren müssen? Das obliegt ganz Ihnen und ist Ihre ganz persönliche Ansicht über diesen BERUF zu urteilen. Ja, diese Frauen verdienen Geld damit und bezahlen ihre Miete, KK-Prämie, Lebensmittel, Auto….und sogar Steuern auch für Sie, Theo.

        Gerade hat sich eine Gewerkschaft für P in Genf formiert!

        Also wirklich!

      • Widerspenstige sagt:

        Das ist ein Prachtsbeispiel von Doppelmoral was gerade Theo hier von sich gibt..wow:

        ‚..So jemand würde ich am Eltenabend öffentlich blossstellen. Ich bin da für die gezielte Stigmatisierung. Rotlichtdamen mit Familie, ja geht’s eigentlich noch? Wie degeneriert ist denn das?!?!

        @mila: sie haben eine seltsame Vorstellung davon, was zwischen einem Freier und einer Prostituierten passieren mag, “den Körper zur verfügung stellen” – und den Nachweis, dass es in unserer Gesellschaft viel persönliches Elend als direkte Folge der Tätigkeit als Prostituierte gibt, bleiben sie ebenfalls schuldig..‘

      • Sportpapi sagt:

        @WS: Du kannst aber auch nicht den Fem-Mainstream einfach als „Ultra“ bezeichnen, nur weil du einmal anderer Meinung bist. Es ist eine feministische Grundhaltung. Die du nicht teilst.

      • Widerspenstige sagt:

        Auf der einen Seite stigmatisieren und blossstellen wollen eine Frau/Mutter und auf der anderen Seite Mitbloggenden ankreiden, dass sie sich zuwenig in ihrem post kümmern ‚…den Nachweis, dass es in unserer Gesellschaft viel persönliches Elend als direkte Folge der Tätigkeit als Prostituierte gibt, bleiben sie ebenfalls schuldig..’

        Wissen Sie überhaupt von was Sie hier palavern, Theo?! Genau weil diese Frauen aus einem persönlichen Elend entronnen sind in ihrem Heimatland und hier ein neues Leben aufbauen wollen sollen sie nicht zusätzlich noch stigmatisiert werden! Gehts eigentlich noch!!

      • Widerspenstige sagt:

        Sportpapi @WS: Du kannst aber auch nicht den Fem-Mainstream einfach als “Ultra” bezeichnen, nur weil du einmal anderer Meinung bist. Es ist eine feministische Grundhaltung. Die du nicht teilst.

        Lies genauer, was ich dazu geschrieben habe. Es steht so im Bericht über Schweden und Norwegen und es fallen genau diese Begriffe. Sie stammen nicht mal von mir und Du weisst, wie vorsichtig ich mit Pauschalisierungen bin.

        @WS: Du kannst aber auch nicht den Fem-Mainstream einfach als “Ultra” bezeichnen, nur weil du einmal anderer Meinung bist. Es ist eine feministische Grundhaltung. Die du nicht teil

      • Gabi sagt:

        Also da bin ich nur noch platt, mila:

        „ich setze in meinen Überlegungen keineswegs bei der Eigenverantwortung der Prostitutierten an, sondern in erster Linie bei derjenigen der Freier – das meine ich, wenn ich von gelebter Ethik spreche. Gäbe es keine Nachfrage nach Sex als (billigem) Konsummittel, gäbe es auch kein Angebot.“

        Wäre, gäbe, könnte, täte…

        Wenn´s nicht so realitätsfern, bzw. eher schon realitätsverleugnend wäre, so wäre der Kapitalismus längst zusammengebrochen und der Kommunismus würde uns alle beglücken können.

        Ich war jetzt ehrlich überrascht, mila: So abgehoben?!

      • mila sagt:

        So abgehoben ist das nicht, Gabi. In besagtem nordischen Land sehen 80% es ebenso wie ich. Und weder hat die Kriminalisierung des Freiertums zu einem Rückzug des Milieus in noch finsterere (Internet-)Ecken geführt, noch ist der Menschenhandel explodiert (selbige machen zunehmend einen Bogen um das Gebiet). Während im deutschen Gegenbeispiel die Legalisierung der Prostitution zu einer Billigflatrate für sexuelle Dienstleistungen (aufgrund des entstandenen Überangebots aus dem Osten) geführt hat. Von gesundheitsschädlichen Praktiken (Druck nach Verzicht aufs Kondom) ganz zu schweigen.

      • Sportpapi sagt:

        Abgehoben trifft es wohl nicht ganz. Es ist einfach ein Herumeiern um den heissen Brei. Nur um nicht sagen zu müssen, dass es halt doch einfach mit der eigenen Moral zu tun hat. Wäre ja nicht so schlimm.
        Dass jedes Gesetz in Widerspruch zu Eigenverantwortung steht, ist ja klar – für wen auch immer. Man macht das, wenn man der Eigenverantwortung nicht traut. Eigenverantwortung ist wiederum nicht das gleiche wie Verantwortung für andere übernehmen. Und da wiederum darf es die Freiheit des nächsten nicht beschränken, auch wenn es noch so gut gemeint ist.

      • Sportpapi sagt:

        @mila. Der Druck ensteht also wegen des Überangebotes, nicht in erster Linie wegen der Nachfrage. Da hilft es wenig, die Nachfrage zu stoppen, bzw sie zu kriminalisieren. Ich finde es persönlich auch nicht so als Erfolg, wenn die Strassenprostitution nach Verbot um 40 Prozent zurückgeht. Wo sind die 40 Prozent hin? Arbeiten die jetzt im Ausland oder im Verborgenen? Weshalb gibt es noch die 60 Prozent, die ja gar keine Kunden haben dürfen? Wäre es nicht wenn schon konsequent, beide Seiten unter Strafe zu stellen? Und wenn nur schon als Beihilfe zu einer Straftat?

      • Sportpapi sagt:

        Zuletzt: Wie kann es sein, dass ein so einseitiger Artikel wie der im Magi ihre Meinung kehrt? Wie kann es sein, dass Sie blindlings glauben, was Sie da lesen? Sie sind doch sonst ein kritischer Geist, wo ist das geblieben?

      • mila sagt:

        Sportpapi, ich habe hier sehr klar definiert, wie ich Eigenverantwortung sehe. Sie dagegen setzen Ihre Sicht offenbar absolut. Zudem bin ich es wirklich so langsam überdrüssig, tausendfach dieselbe Fakten-Leier runterzubeten.

        Ergo: wer an mechanischen/technokratischen Sichtweisen heikler gesellschaftlicher Themen hängen bleiben will, soll das tun. In einer Zeit, wo die Menschen zunehmend merken, dass wir letztlich alle miteinander verbandelt sind, werden sich – und davon bin ich überzeugt – langfristig ganzheitliche Perspektiven durchsetzen. Man kann/soll/muss sie jedoch nicht erzwingen.

      • mila sagt:

        Einseitig statistisch untermauert ist der Artikel – tut mir Leid, dass die Befunde nicht Ihrem Gusto entsprechen wollen. Bedenken Sie jedoch: wäre die suedische Vorgehensweise nicht ein Erfolgsmodell, es würden nicht andere Länder anklopfen, um es nach Möglichkeit zu kopieren.

        Zu Germania: lesen Sie doch einfach die Artikel, ja? Bevor Sie noch behaupten, die Prostituierten würden die Freier zum Kondomverzicht nötigen…

      • Sportpapi sagt:

        „Die Freiheit(en), die ich mir nehme, soll(en) sich idealiter nicht einschränkend oder gar schädigend auf die Freiheit(en) anderer ausnehmen.“ Und dann plädieren Sie für einen Verbot (=Einschränkung der Freiheit) der Prostitution auf dieser Basis?

      • Carolina sagt:

        Sorry, mila, aber für mich sind Deine Aussagen mehr als widersprüchlich: Du wirst SP technokratisches Argumentieren vor, während Du immer wieder auf Deine Statistiken verweist, die wir einfach hinzunehmen haben, obwohl es berechtigte Zweifel gibt? Und Du betonst mehrmals, dass es Dir um Eigenverantwortlichkeit in dem Sinne geht, dass Du selbst entscheiden musst, mit welchem Verhalten Du leben kannst, reagierst aber immer gereizter, wenn Teilnehmer hier genau dasselbe für sich in Anspruch nehmen?

      • Sportpapi sagt:

        Dass der Artikel einseitig ist, nicht in Bezug auf Statistik, aber auf die Wahl der Gesprächspartner, habe ich hier längst gezeigt und mit Links belegt. Da würden Sie aber auch selber darauf kommen, wenn Sie möchten.
        Die Links zu D würde ich gerne lesen und kommentieren. Aber es stinkt mir, sie hier in diesem Wirwarr zu suchen. Wo? Was halten Sie denn von amerikanischen (Miss-) Erfolgsmodellen mit dem Verbot?

      • mila sagt:

        Und ehrlich: wie soll Eigenverantwortung ohne Verantwortung für andere funktionieren? Das richtige Wort dafür wäre dann ja Egoismus…

        Zum x-ten: wenn dereinst die Schweizer Bevölkerung beschliesst, dass es sinnvoll sein könnte, über ein sverige-analoges Verbot abzustimmen, werde ich ein sehr überzeugtes Ja einwerfen. Weil ich davon überzeugt bin, dass die Prostitution mehr individuelle wie gesellschaftliche Probleme schafft als löst. So einfach ist die Rechnung unterm Strich – für mich.

      • mila sagt:

        Carolina, Gereiztheit kommt bei mir eigentlich nur deswegen auf, weil Informationen, die auf dem Tisch liegen, nicht gelesen werden – aber man es dennoch besser wissen will. Hingegen sehe ich bei anderen Beteiligten durchaus so etwas wie persönliche Gereiztheit aufkommen – gut so! Jeder sollte sich ab und ab mal einen Tritt in den bequem gewordenen Hintern geben.

        Auf die Statistiken verweise ich übrigens nur deshalb, weil das anscheinend das einzige Argument ist, das hier zählt. Für mich ist jedoch unabhängig davon die ethische Grundfrage ausschlaggebend.

      • Carolina sagt:

        Das finde ich auch völlig legitim und selbstverständlich kannst Du dereinst wählen, wie Du willst (wer weiss, vielleicht habe ich bis dahin meine Meinung auch geändert). Ich sehe allerdings wenig Eingehen auf durchaus gültige Argumente anderer, nur ein Beharren auf eine ethische Haltung, die die Deine ist, deshalb aber noch lange nicht höherwertig oder allgemeingültiger als die anderer ist. Und Gereiztheit führt, haben wir auch schon tausendmal gehabt, nicht etwa zu mehr Einsicht, sondern zu Polarisierungen – mit Diskussion hat das alles nichts mehr zu tun.

      • mila sagt:

        Eins möchte ich noch gesagt haben: es erstaunt mich ungemein, dass Sie, Carolina, als die Königin der Hintertritt-Philosophie, so vieles unter dem Begriff Eigenverantwortung verhandeln, was ich nicht anders als egoistische Bequemlichkeit bezeichnen kann. Ich weiss, dass die meisten Menschen nach bestem Wissen (und Gewissen) handeln, auf Basis der Fertigkeiten und Kenntnisse, über die sie zu einem bestimmten Zeitpunkt verfügen. Aber das ist doch noch lange kein Grund, nicht immer wieder über den eigenen Horizont hinaus zu blicken.

      • Pixel sagt:

        Bin ganz bei Sp und Carolina. Insofern gibt es nicht mehr viel beizufügen. Ausser viell @mila, dass Sie in damaligen Zusammenhängen von Eigenverantwortung im wahrsten Sinne des Wortes (nämlich für sich selbst und nicht für andere) sprachen. Dieses Konzept was Sie leben ist auch meines, beeinflusst aber auch die Komponente, dass ich einem erwachs Menschen die eigene Verantwortung für sich selbst überlassen muss. Gemäß Ihrer Logik muss man also auch den Umkehrschluss ziehen können indem man sagt: wären alle so eigenverantwortlich gäbe es keine Freier mehr. Es ist das simple Marktreglement von //

      • Gabi sagt:

        Im Gegensatz zur schwedischen Regierung muss Ann Jordan, Director, Program on Human Trafficking and Forced Labor, nicht auf Wahlstimmen spekulieren. Dafür beschäftigt Sie sich aber mit nichts Anderem.

        Aber es passt Ihnen nicht in die Tüte, mila. Und das scheint – je länger je mehr – darauf hin zu weisen, dass Sie Anderen Ihre Moral aufzwingen wollen und – für mich noch schlimmer – alle (!) Prostituierten zu Unmündigen erklären, für die Sie besser wissen, was gut ist.

        Am Verstörendsten aber ist für mich: Ich hab diese ernst zu nehmenden Gegenstimmen (oder zählt z.B. dieses Institut nun

      • Carolina sagt:

        ‚Sie, Carolina, als die Königin der Hintertritt-Philosophie‘. Wow, mila, wie darf ich das verstehen?

      • Pixel sagt:

        // Angebot und Nachfrage. Aber in diesem Kontext ist das alles ohnehin grosser Quatsch weil komplett an der Realität vorbei. Mir persönlich wird hier, um Sp zu zitieren, tatsächlich zuviel herumgeeiert und philosophiert wo es eigentlich unschwer zu erkennen ist, dass die P nicht plötzlich weggezaubert werden kann bloß weil es womöglich ein Verbot gerne so vorgeben möchte. Das was die meisten Befürworter von den meisten Gegnern hier trennt hat nichts mit Ethik zu tun sondern damit, dass die Gegner sich lediglich von realitätsfremden Modellen verabschiedet haben.

      • Gabi sagt:

        einfach nicht?) nicht lange suchen müssen. Ich hab´s – tatsächlich! – noch nicht mal ordentlich durchgelesen, mila. Ich hab mich überhaupt erst wegen Ihnen um wissenschaftlichen Flankenschutz bemüht. Dass der mit Links zu finden sein würde, war mir allerdings klar und das verstört mich so:

        Es ist doch gopferdelli logisch, dass alleine durch den Wunsch die Realität möge gefälligst eine Andere sein, nichts gewonnen ist!

        Der Rest ist Wunschdenken und MUSS zur nackten Leugnung, zum Abstreiten des daraus ergebenden Problems führen. Wo das endet (grad für die Betroffenen) ist SONNENKLAR!

      • mila sagt:

        Schauen Sie, Gabi, Sie können jetzt gerne der Frage nachrennen, welche Statistik Recht hat – diejenigen die im Magazin-Artikel erwähnt werden, oder die von Ihnen zitierten. Für mich spielt es, wie gesagt, grundsätzlich keine Rolle, weil ich von anderen Prämissen ausgehe – und meine Meinung(en) und Handlungen nicht davon abhängig mache, was eine Mehrheit denkt, oder wie eine Mehrheit handelt. Sie dürfen mich gerne idealistisch nennen, für mich ist das kein Schimpfwort. Ich kann einfach nicht gutdemokratisch für einen Erwerbszweig einstehen, der soviel Leid als Nebenerscheinung produziert.

      • Carolina sagt:

        Es geht mir da wie Ihnen, mila: ich habe in den letzten Tagen sooft versucht zu erklären, woher ich komme, dass ich keine Lust mehr darauf habe. Und es geht mir exakt wie Gabi: es drängt sich mir einfach der Eindruck auf, dass Sie es für in Ordnung halten, Ihre ethische Haltung sozusagen zwangsweise den armen Opfern (die für immer zu Opfer erklärt worden sind, von welcher Instanz auch immer) zuzuweisen. Mal ganz abgesehen davon, dass das völlig weltfremd ist, verstehe ich einfach nicht, woher irgendjemand das Recht dazu haben sollte….

      • Gabi sagt:

        …Und mila: Die plötzliche Beschimpfung von Caro ist daneben.

        Lassen Sie Ihre serbischen Wurzeln mal weiter im Erdreich schlummern und diskutieren Sie doch bitte wieder so, wie Sie es jetzt ein paar Wochen / Monate durchgehalten haben.

        Es gibt wirklich nichts zu gewinnen, durch persönliche Beschimpfungen und ums Verrecken Recht haben müssen.

        Grüsse von weiter östlich

        Gabi

      • mila sagt:

        Pixel, ein Verbot ist erst dann sinnvoll, wenn es demokratisch mehrheitsfähig ist. Weil dies bedeuten würde, dass sich eine Einstellungsänderung in einem grossen Bevölkerungsteil vollzogen hat. Zuvor brauchen wir nicht darüber zu sprechen, da gebe ich Ihnen Recht.

        Und was meine ethischen Vorstellungen angeht: die sind selbstverständlich nicht in Marmor gemeisselt, sondern verändern sich stetig. Zur Eigenverantwortung ist im Laufe der vergangenen Monate das Element der Verantwortung für andere getreten, weil ich nicht (mehr) sehe, wie das eine ohne das andere funktionieren soll. Insofern würde ich meine Ethik als sich entwickelnde, praktische Lebenskunst verstanden haben wollen.

      • Carolina sagt:

        Ich verstehe zwar nicht ganz, was das mit serbischen Wurzeln zu tun hat, aber ja, ich würde es auch schätzen, mila, wenn Sie, die vor noch nicht all zu langer Zeit darum gebeten hat, einen Neuanfang zu machen, sich daran hielten. Vor allem, da ich, glaube ich (oder?), nicht persönlich geworden bin.

      • Pixel sagt:

        und mila, es ist ja auch grundsätzlich ok und wir können das so stehen lassen, dass Sie Ihre Meinung fest gebildet haben und dabei auch bleiben. Ich glaube, niemand hier möchte was anderes. Die einzig interessante Frage wäre für mich diejenige der Umsetzbarkeit. Solange ich keinen wirklich umsetzungsstarken Lösungsansatz sehe, werde ich meine Meinung nicht ändern können. Und dieser Lösungsansatz ist leider von noch keinem der Befürworter gefallen.

      • Pixel sagt:

        Mila nur kurz: unsere Beiträge haben sich überschnitten. Sie haben mir die Antwort soeben gegeben während ich am texten war. Also danke!

      • Gabi sagt:

        Genau. Das Gefühl hatte ich eben auch nicht, Caro.

        Dass mila nun so tut als ob, hat für mich – u.A. auch mit serbischen Wurzeln – diesen unangenehmen Gout von serbischen Wurzeln.

        Bitte alle anständig und gesittet diskuttieren…. Aber nur wenn Ihr mir alle Recht gebt!

      • mila sagt:

        Gabi: Das war keineswegs eine Beschimpfung, sondern ein Kompliment – ich bin mir sicher, Carolina weiss das.

        Carolina: Ich verbiete, soweit ich das überschaue, derzeit niemandem, sich in sein (Un)Glück zu stürzen. Ich mache mir lediglich Gedanken über ein schwieriges Thema, und lege dar, weshalb Prostitution für mich unter dem Aspekt von Menschenwürde ein absolutes No Go ist. Ich nenne das unbescheiden à la Gabi Bewusstseinsbildung. Und wenn es im Zweifelsfall nur meine eigene ist, die ich damit bilde. 😉

      • Gabi sagt:

        „Schauen Sie, Gabi, Sie können jetzt gerne der Frage nachrennen, welche Statistik Recht hat – diejenigen die im Magazin-Artikel erwähnt werden, oder die von Ihnen zitierten. Für mich spielt es, wie gesagt, grundsätzlich keine Rolle“

        vs.

        „Carolina, Gereiztheit kommt bei mir eigentlich nur deswegen auf, weil Informationen, die auf dem Tisch liegen, nicht gelesen werden – aber man es dennoch besser wissen will.“

        Stammt lustigerweise von derselben Person.

        Akzeptiere ich so nicht, mila.

        Entweder – oder!

        Aber nicht bloss dann, wenn´s für Sie selber passt; ja?!

        Bitte!

      • Carolina sagt:

        Nein, Carolina weiss das keinesfalls. Siehe meinen vorigen Post.

      • Gabi sagt:

        Also wenn Caro das als Kompliment verstanden hat, fresse ich nen Besen.

        Versuche aber wieder ein Bisschen von meinem Ärger runter zu dimmen.

        So… Muss jetzt eh los. Ciao allerseits.

      • mila sagt:

        Carolina, also wirklich: Du warst immer diejenige, die offen dazu gestanden ist, dass man Menschen ab und an einen Tritt in den Hintern verpassen sollte. Und ich finde, damit hast Du recht! No pun intended also.

        Gabi: ich bin sicherlich provokativ in dieser Diskussion aufgetreten, und ja, das Blödsinn von gestern hätte ich mir durchaus sparen können. Aber persönlich beleidigt habe ich hier meines Wissens niemanden. Sollte sich jemand persönlich angegriffen fühlen, entschuldige ich mich jedoch gerne.

      • Carolina sagt:

        HinterNtritt also? Ok. Bin dann auch mal weg.

      • Sportpapi sagt:

        Es geht ja eigentlich nicht darum, welche Statistik recht hat. Mir geht es auch nicht in erster Linie darum zu schauen, ob ein Gesetz umgesetzt werden kann oder nicht, wenn ich es für richtig halte. Hier halte ich ein Gesetz nicht für richtig, sondern für eine Bevormundung. Weil es automatisch mündige Frauen als entscheidungsunfähig abstempelt, weil es Kunden kriminalisiert, obwohl sie einen Handel zwischen Erwachsenen eingehen, wie viele andere auch. Und, wie schon einmal gesagt, weil eine moralisierende Mehrheit über eine Minderheit (hoffentlich) und ihre Praktiken bestimmt.

      • mila sagt:

        Gabi, ich hab echt die Zeit nicht, Statistiken im Detail zu wälzen (bin hier wieder mal schon länger verweilt, als ich wollte). Da gibt es also zwei Studien, die das Gegenteil voneinander behaupten – können wir von hier aus tatsächlich beurteilen, welche denn nun wirklich, wirklich Recht hat? Irgendetwas muss gut sein am Ganzen, wenn ein zunehmender Prozentsatz der Bevölkerung dahinter steht. Zum anderen bleibt immer noch die Tatsache, dass es den deutschen Prostituierten seit der Legalisierung ihres Gewerbes tendenziell schlechter geht als zuvor.

        Kurzum: Mir klebt zuviel ‚Blut‘ am Ganzen. Das reicht mir im Zweifelsfall auch schon als Begründung meiner Ablehnung (die, wie gesagt, keine Verurteilung der Betroffenen ist).

      • Sportpapi sagt:

        Und danke für die verschiedenen Links. Gabis, der das gleiche aussagt, was ich gestern schon verlinkt habe. Kritisches Hinterfragen ist angesagt. Milas, die ich mittlerweile gefunden, gelesen und geschaut habe. Denn da werden schon Probleme aufgezeigt. Nicht der Legalisierung. Sondern vor allem der Zuwanderung, des Überangebotes, der Billiganbieter. Hier braucht es „flankierende Massnahmen“ nicht nur in der P. Und zuletzt der Schwierigkeit, wenn nur ein Land legalisiert – dann wird es zum „Puff Europas“. Würde es alle tun, sähe das wieder anders aus.

      • mila sagt:

        Sportpapi (und damit schliesst sich der Kreis nun endgültig): moralische und ethische Bedenken sind zwei paar Schuhe. Ich bitte Sie, diese Unterscheidung zu respektieren. Ich bin nämlich nicht empört darüber, dass Sex gegen Bezahlung angeboten und konsumiert wird, sondern beelendet von den Rahmenumständen, die zu solchen ‚Verabredungen‘ zwischen Erwachsenen führen. Und nicht zu vergessen: den Begleiterscheinungen.

      • mila sagt:

        Sportpapi, mir fehlt einfach Ihr Optimismus, dass Prostitution, befreit von der Armutskomponente, dereinst ein ‚Job wie jeder andere‘ sein könnte. Aber hauptsächlich gilt es in meinen Augen, besagten Armutsfaktor, d.h. strukturelle Zwänge, auszuschalten. Niemand sollte sich prostituieren müssen, um menschenwürdig zu leben.

      • mila sagt:

        Hierher:

        So, und jetzt reicht es wirklich, weil ab hier sind die Positionen unvereinbar. Weil die Prämissen der Betrachtung konträr gelagert sind.

      • Sportpapi sagt:

        „Aber hauptsächlich gilt es in meinen Augen, besagten Armutsfaktor, d.h. strukturelle Zwänge, auszuschalten.“ Das ist ein schöner Gedanke. Wie schalten wir aber die Armut in Osteuropa ab? Indem wir bei uns die Prostitution verbieten?
        Ich würde mich ja grundsätzlich eher gegen diese „Flatrats“, für fixe Mindestpreise einsetzen. Aber das erhöhrt die Attraktivität des Gewerbes natürlich nur noch mehr.

    • Marcos sagt:

      Eine sehr tragische Geschichte, bei der Mann sieht wie sich Leute selber an und in den Abgrund bringen, mit ihren eigenen, selbstbestimmten Entscheiden. Gemäss deinen Posts hatte sie damit viel Geld gemacht (Haus für Ehemann) aber ihm nie die Wahrheit gesagt. Sie wollte das schnelle und viele Geld, hatte aber zu viele Fehler gemacht und sah am Schluss keinen Ausweg mehr. Irgendwie errinnert mich die Geschichte an das Verhalten von Drogensüchtigen, die man vor sich selbst schützen muss. Eine tragische Geschichte.

      • Freundin einer toten Ex-Prostituirten sagt:

        Wer frei von Sünde ist, der werfe den 1. Stein…………………………

        Iihri Fähler si nöd schlimmer gsii, als die vo Angere, u trotzdem hätt sie so en hööche Priis zaut derfür. Me hätt sii wien en Häx verbrönnt un niemmert hät sich kümmeret, dass sii gschtorbe isch im Füür wo ds Pack hät azünt.

      • Fistik sagt:

        „dass sii gschtorbe isch im Füür wo ds Pack hät azünt“….langsam, laaangsam, im Moment werfen sie gerade mit Steinen

      • Katharina sagt:

        Angesichts der ganzen Stigmatisierung ist es doch klar, dass sie nicht damit hausieren geht was sie in ihrer Ausbildung tat. vor allem, wenn sie dann ja ausgestiegen war und ein neues leben sich aufbaute. und das ganze ja hinter ihr war. dass ihr ex so drastisch reagierte und nicht einmal nachfragte was denn die Umstände ihre damaligen Situation war, sagt ja nur das er sie nicht liebte und stattdessen sie aus einer überheblichen Moralität heraus zurückwies. nur aufgrund einer Vergangenheit die er nicht im geringsten nachvollziehen WOLLTE.

        Tut mir Leid, aber die Hexenverbennung ist treffend.

      • Fistik sagt:

        ….tut mir leid Katharina..das ist banale Stimmungsmache, es sind noch andere Wege zu begehen als der, zwischen den Gleisen

      • Theo sagt:

        Hexen hatten immer schon den Nachteil, dass sie im Zweifelsfall auch mal verbrannt wurden. Das hat eine hygienische Wirkung auf die Gemeinschaft der Verbrenner.

        Eine Gesellschaft, welche die Hexen integriert und ihren plötzlich als ehrenhaft umgewerteten Beruf mit einem Mindestlohnsatz versieht, die hat etwas ganz wichtiges verloren: Ihre Hexen.

    • korushe sagt:

      naja ich kenne einige prostituierte, auch welche die ausgestiegen sind. umgebracht hat sich keine davon. und jedes menschenleben ist das gleich wert, das nur als grundlage. aber auch finanzleute bringen sich um, banker, manager etc.

      erst einmal wie kann ein exkunde ihr leben zerstoehren? wenn ihr partne etwas von der vergangenheit gewusst hat ist das auch kein problem. wenn ein mann eine frau liebt ist es ihm egal ob sie den job gemacht hat, (oder macht). so lange es ihre entscheidung ist. und job geht keinen was an. allerdings steht mobbing unter strafe. sollte auch vollzogen werden

    • Karl sagt:

      Sie haben Recht. Eine interessante Überlegung. Der Staat knickt ein vor den Verbrechern (Dealern, Menschenhändlern, Zuhältern) und kriminalisiert dafür die BürgerInnen.

  • Karl sagt:

    Wir müssen soziale Bedingungen schaffen, in denen keine Frau zur Prostitution gezwungen werden kann. Und das mit Nachdruck! Prostitution zu verbieten ist aber der völlig falsche Weg: 1) Prostitution wird es immer geben 2) Sie wird durch Prohibition in die Illegalität gedrängt 3)Das führt zu viel gefährlicheren Bedingungen für die Frauen 4)Eine ohnehin bedenkliche Entwicklung zu immer mehr Kontrolle, Überwachung und Verbot wird verstärkt.

  • Lina sagt:

    Danke für den Artikel Frau Weber!! Es ist schrecklich wie akzeptiert Prostitution in unserer Gesellschaft ist!!

  • Horus Lupercal sagt:

    Prostitution wird es so lange geben so lange es den männlichen Sextrieb gibt, eine Frau weiß gar nicht wie der sich anfühlt. Machen wir uns nichts vor, Frauen lieben Männer nicht weil sie Männer sind sondern weil sie finanzielle Sicherheit bieten können. Wer größeren Zugang zu finanziellen Mitteln hat, hat meist gleichzeitig Zugang zu mehr und besseren Frauen.
    Wers nicht glaubt schaue sich das an

    http://www.youtube.com/watch?v=PoKA-a5vEEc&feature=player_embedded

    Prostitution stellt die Welt auf den Kopf. Man braucht keine Yacht oder Lambo für die hübsche Blonde reichen 100 euro.

  • reinier sagt:

    nutte sagen kann mann das auf verschiedenen weisen interpretieren1: das ist ein respectlose word oder nur eine Name fur leistung von der Frau im seksspiel….Nutte braucht nicht unbedingt schmutzich oder negativ zu sein….das richtige Problem ist: Seks wo Mann Geld fur bekommt ist schlecht im Westen, Seks ist nicht negativ, nur die kultur schätzt das negativ, wenn ein frau fickt mit einem mann, nachste tag nichtst mehr will, dann ist dass oke, aber wenn sie geld dafur bekommt, ist sie plotzlich eine prostitutierte und misbraucht…??oder bin ich misbraucht wenn sie geht und mir verlasst?

  • reinier sagt:

    frau pippi langstrumpf hat recht wenn sie sicher wiess und facten hat wo man gnaz genau jeder preson die das observieren kann und die frage stellen kann, sind sie gezwungen worden? mann kan nicht fur andere Leute sprechen , dass ist wahnsinn! Warum kann eine frau nicht zehn mal pro tag mit eienem mann ficken ohen zwang, was ist falsch dran? mit zuhlater dabei oder gwalt ist dass eine ander sache….aber ohen zwang freiwillig….warum finden sie andere arbeit die korperlich sehr schwer ist dann nromal und warum willen sie nicht das das verboten ware…

  • reinier sagt:

    was fur mich wichtig ist, ist da jeder handlung mit ein korper manlich oder weiblich respectiert wird. Wenn ich in die Armee arbeite in Afghanistan dann gibt es keine frauen die dagegen protestieren, auch bettina Weber nicht,, wenn in Verscheidene Berufen die arbeitgeber putzfrauen oder manner sehr schlecht bezahlen kein protese dagene???, wenn ich zumbeil speil 40 stunden putze pro woche, und dafur 250 euro krieg undin zwei tagen mit prostitutuion mehr verdien und die arbeit viel mehr spass macht dann putzen was korperlich sehr schwere arbeit ist warum soll das dann verboten werden?

  • Thomas Meierhans sagt:

    War grad letzte Woche bei einer Prostituierten. War nice und der Nutte hat es auch gefallen. Ausserdem war sie danach 120 Franken reicher. Alle haben profitiert und es wurde Mehrwert geschaffen.

    • Eni sagt:

      Da wären wir wieder bei der Wertschätzung gegenüber der Dienstleistenden Person. Die Bezeichnung „Nutte“ sagt doch schon viel über die Überheblichkeit des Kunden, als ob er als Käufer dieser Dienstleistung etwas Besseres wäre als die Dienstzuleistende selber.

      • alien sagt:

        Ich stimme zu. Wer sagt „Der Nutte hat es gefallen“ ist unglaubwürdig. Um richtig zu sein, hätte er lauten müssen „Der Frau hat es gefallen“. Wahrscheinlich hat es ihr ja gar nicht gefallen, also muss man sie als Nutte bezeichnen, um sich besser zu machen. Erbärmlich.

    • Ruedi sagt:

      Komisch – Die Prostituierten die mit ihrem Job reich geworden sind und gut davon leben, melden sich in diesem Blog natürlich nicht zu Wort und verteidigen ihren Job. Hier kann man nur einseitig verklemmte Emanzen lesen, die kein Verständnis für Testosteron gesteuerte Männer haben. Aber da Sie kein Schnäbeli haben, können sie das älteste Gewerbe der Welt nicht verstehen. Wenn es für denn Mann so leicht wäre seinen Sexuellen trieb zu kontrollieren wie für die Frau, dann gäbe es keine Prostitution und tausende Frauen wären dann Arbeitslos. Das Schnäbeli wird hart ohne den Mann vorher zu fragen.

      • Fistik sagt:

        …meines fragt mich zwar.. 🙄

      • Ruedi sagt:

        @Fistik noch nie wie ein Militärvelo geschlafen? – Die ganze Nacht auf dem Ständer!

      • Fistik sagt:

        Ruedi…wenn du mich so direkt fragst; das letzte Militärvelo, das in meiner Nähe war, ging auf der Wache kaputt (die können nicht gut gegen Sprünge …r.i.p. )

      • Eni sagt:

        Wenn Sie alle meine Post gelesen hätten, dann wüssten Sie, dass mir die Ungleichheit in Angebot und Nachfrage bei unentgeltlichen sehr bewusst sind. Was mir austösst ist die Bezeichnung Nutte. Im Übrigen ist es lächerlich zu behaupten dass es der Hure gefallen hat; woher will er das wissen? Man muss doch nur überlegen wie viele und wie kurze Nummern eine Hure in dieser Preisklasse abzieht pro Tag. Da zu behaupten, dass sie daran Spass hätte ist einfach lächerlich, aber wenn sie nicht stöhnen würde, hätte sie wohl bald keine Kunden mehr, weil Mann sich als Löwe fühlen will und nicht als Hase.

    • pixel sagt:

      warum interessiert es Sie, ob es ihr gefallen hat? Wenn ich einen Tisch anfertige lasse beim Schreiner ist mir doch wurscht, ob ihm der Tisch gefällt oder nicht. Wahrscheinlich ist, dass tatsächlich ein Mehrwert geschaffen wurde, aber ob Sie dabei gut waren oder nicht ist wenig relevant. Auch für uns.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Weil sich Freier die Illusion erhalten wollen, dass die P. die Arbeit aus Freude machen, weil sie Sex mit Freiern geniessen. Das ist wichtig für das ohnehin erbärmliche Selbstvertrauen solcher Subjekte. Es reicht nicht, die Frau zu bezahlen, sie soll Gefallen finden an dem, was Mann mit ihr macht, erst das gibt den Kick. Erst eine Frau, die Freude an ihrer eigenen Erniedrigung findet, ist an dem Punkt, an dem solche Männer sie haben wollen, es geht um Unterwerfung.

      • alien sagt:

        pixel, mir ist beim Schreiner nicht wurscht, ob es ihm gefallen hat, meinen Tisch zu bauen. Wenn nämlich ja, dann bin ich zufriedener mit dem Tisch, das ist einfach so (das ist ein Mechanismus, der bei vielen Leuten so funktioniert, er ist nicht selten). Wenn ich mit einer Frau zusammen bin, dann ist es sehr wichtig für mich, ob es ihr auch gefällt. Das ist so, egal, ob es eine Freundin ist, mir der ich zu Abend esse, eine Nacht verbringe oder ins Kino gehe oder ob ich mit einer Prostituierten Sex habe. Dass ich vor einiger Zeit eine vielstündige Liebesnacht mit einer Freundin verbrach

      • alien sagt:

        t habe, wo es ihr zweifellos sehr gefiel (auch wenn sie heute vielleicht das Gegenteil behaupten würde, weiss ja nicht), erfüllt mich mit Freude.

      • Carolina sagt:

        Wieso Kick? Nochmals: nicht alle Männer gehen zu P, um zu unterwerfen und zu erniedrigen. Wahrscheinlich ist die Frage nach dem ‚wie war ich‘ bzw ‚war es für Dich auch gut‘ manchmal eben auch einfach ein Zeichen dafür, dass ein Mann Akzeptanz für sein männliches Verhalten sucht – oft genug mit einem schlechten Gewissen. Muss man wirklich der Masse der Freier unethisches/unmoralisches/widerliches Verhalten unterstellen? Das schmeckt ein wenig nach Selbstüberhöhung und bedeutet eben auch ein Infragestellen der Selbstbestimmtheit der Prostituierten. Wollen die das überhaupt oder treten wir

      • Carolina sagt:

        /2 zur Zwangsrettung einer ganzen Gruppe von Frauen an, die vielleicht gar nicht gerettet werden wollen?

      • pixel sagt:

        Bin ganz bei Carolina.

        alien: Worauf ich hier hinaus wollte ist die Tatsache, dass man im obigen Fall von einer Dienstleistung reden darf. Sicher ist es schöner zu wissen, dass der Tischler persönlich auch Freude hat am Tisch. Aber nehmen wir ein anderes Beispiel. Wenn ich zum Starbucks gehe und meinen Venti Cappuccino bestelle, dann ist Barista wahrscheinlich grade wirklich wurscht, ob er nun eine Venti Cappuccino oder Latte Macchiato macht. Egal wie, die Dienstleistung sollte immer gleich professionell sein, oder?

      • alien sagt:

        Klar, nur ist der Barman an meinem Cappuccino ja relativ schwach beteiligt, er hat vielleicht eine Minute Arbeit damit. Einen Tisch zu machen kostet den Schreiner dagegen ein paar Stunden, eine Nummer bei einer Profidame vielleicht eine Stunde, das sind schon ganz andere Dauern. Wenn die dienstleistende Person ein zeitlich wesentliches Engagement zeigt, dann will ich nicht, dass sie sich vergewaltigen muss für die Dienstleistung, whatever sie auch sein mag. Wenn ich weiss, dass es ihr gefällt, mir zu dienen, gefällt mir die Dienstleistung eindeutig besser.

      • Sportpapi sagt:

        Das ist Unsinn. Kein Mann glaubt ernsthaft, dass eine P die Arbeit immer aus Freude macht. Aber Sex hat ja auch viel mit Fantasien zu tun. Natürlich wird entsprechend erwartet, dass die Frau ihre Begeisterung zumindest vorspielt. Hätte der Mann eine andere Erwartung, wäre dies zu recht auch wieder nicht akzeptabel, oder?

      • alien sagt:

        Ach, wie viele Männer gehen zu Huren und erwarten, dass die Frau lustlos unter ihnen liegt und alle zwei Minuten zur Uhr schielt und nach zehn Minuten mahnt: „Jetzt musst Du aber schon bald fertig sein.“ – und sind dann bitter enttäuscht, weil es der Frau irgendwie Spass zu machen scheint…

      • Gabi sagt:

        „dass ein Mann Akzeptanz für sein männliches Verhalten sucht “

        Was mir bei der Psychologisierung eines Grundes oder dem Sinnieren darüber, was ihm wohl seine Partnerin nicht geben kann, zu kurz kommt, ist der schlichte Wunsch (den nicht wenige Männer wie auch Frauen verspüren) mit jemand ANDEREM Sex zu haben.

        „Fremdgehen“ ist da nicht für alle die Variante der Wahl. Grad angesichts der Scherereien, die folgen können (und des zweifellos grösseren Aufwands auch noch die ganze Balz und deren benötigte Zeit zu kaschieren). Unter Umständen scheint es mir dann sogar ehrlicher, zu einer P. zu gehn

      • Carolina sagt:

        Gabi, ich weiss nicht, ob das Psychologisierung ist, wenn ich einfach nur feststelle, dass diese Opfer-/Tätereinteilung einfach blödsinnig ist und im richtigen Leben nur dazu führt, ein sehr, sehr einfach Bild zu kolportieren. Ich singe eigentich immer dasselbe Lied: Polarisierungen nützen niemandem etwas, im Gegenteil, die Grautöne, die vielen Varianten, die vielen unterschiedlichen Motive sind für eine Beurteilung wichtig. Klar ist Deine Variante auch eine, damit habe ich kein Problem.
        Kleine Anmerkung am Rande: könnte mir vorstellen, dass es einige gibt, die das Gehen zu einer P und

      • Carolina sagt:

        /2 Fremdgehen für dasselbe halten bzw keinen Unterschied machen. Was sagt das aus?

      • Sportpapi sagt:

        Dass es für viele störend ist, wenn der Sex in der Paarbeziehung nicht genügt (vor allem, wenn man selber damit zufrieden ist)? Dass man sich betrogen vorkommt (obwohl man handkerum sicher die Wahrheit auch nicht hätte wissen wollen…), unabhängig, ob der/die dritte nun professionell ist oder nicht?

      • mila sagt:

        Ich sehe eine einfache Lösung für dieses Dilemma: offene Kommunikation. Sich einen Partner suchen, der sich mit einem promisken Lebensstil (gut) arrangieren kann. Anstatt Unbeteiligte in vollem Bewusstsein zu verletzen – denn die Sonne bringt es früher oder später an den Tag. Und die daraus resultierenden Verletzungen dürften weitaus grösser als vorgängige Ehrlichkeit

      • mila sagt:

        grösser sein.

        Ehrlich: vor soviel selbstbezogener Feigheit graut mir, bzw. würde ich in einem solchen Klima von Lügen nicht leben wollen.

      • Carolina sagt:

        Mila, das ist so ein Satz: ‚Anstatt Unbeteiligte in vollem Bewusstsein zu verletzen – denn die Sonne bringt es früher oder später an den Tag‘. Ich könnte auch sagen – und habe das auch schon x mal getan – dass Sex für manche nicht diesen überhöhten Stellenwert hat, dass es viele, viele Gründe geben kann, warum eine Beziehung funktioniert, obwohl ein Partner fremdgeht. Ich denke, die meisten Menschen gehen von maximalen Wünschen aus – vielleicht wäre unsere Scheidungsrate niedriger, wenn etwas mehr Realismus und, ja, Zynismus in das menschelnde Element Schulfach würde.

      • Gabi sagt:

        Schliesse mich Caro an – und wollte im Übrigen nie Absprechen, dass Du, Caro, genau diese Vielgestalt der Möglichkeiten bennenst.

      • mila sagt:

        Ja, wenn das alles kein Problem ist, und Sex keinen überhöhten Stellenwert in einer Beziehung einnehmen sollte – weshalb dann nicht offen mit dem Partner darüber reden? Tut mir Leid, aber Ihre Ausführungen hören sich in meinen Ohren allesamt wie (faule) Ausreden an.

      • mila sagt:

        Anders formuliert: Realistische Beziehungsvorstellungen knüpfen sich in meinen Augen an Offenheit. Alles andere sehe ich als (Selbst-)Betrug an.

        Wer damit (gut) leben kann, soll das von mir aus tun. Aber er/sie soll mir seine/ihre Feigheit bitte nicht unter dem hehren Anspruch der Eigenverantwortung verkaufen. Zumindest in diesem Punkt wäre Ehrlichkeit angebracht.

      • gabi sagt:

        Was ich nicht weiss, macht mich nicht heiss.

        Höre ich so durchaus von Freunden, die ich selber durchaus nicht als notorische Fremdgeher erlebe, auf die Frage, ob sie´s von ihrer Partnerin wissen wollten.

        Nö – Wenn´s wirklich nur um Sex ginge.

        Und das Problem ist doch genau: Machen Sie´s zum Thema, wird automatisch so viel mit reinspielen, dass es dem, was es ist, eben nicht mehr gerecht wird: Simples nebm Zaun fressen.

        Es wird zu etwas aufgebauscht, zu einer Bedeutung, die man dem EBEN NICHT beimessen möchte.

        Wer kann den überhaupt wirklich mit Ehrlichkeit umgehen?

      • mila sagt:

        Wenn Sie so direkt fragen, Gabi: Ich ziehe (unbequeme) Wahrheiten dem (Selbst-)Betrug vor. Das war nicht immer so, aber ich bin froh, dass ich heute mein Leben unter veränderten Prämissen lebe.

        Und wie gesagt: es soll ein/e jede/r frei nach Gusto sich und andere belügen. Aber ich verwehre mich dagegen, dass ein solches Verhalten auch noch als verantwortungsbewusst bzw. rücksichtsvoll dargestellt wird – wo es doch ganz klar in erster Linie dem Eigennutz dient.

      • Sportpapi sagt:

        Eigennutz? Vielleicht. Unbedingte Ehrlichkeit ist jedenfalls in den meisten Fällen nicht das, was eine Beziehung überdauern lässt.

      • mila sagt:

        Rückfrage: was sind denn Beziehungen, die auf (gegenseitigen) Lügen basieren, eigentlich wert? Wenn man dem Partner Teile (Bedürfnisse) seiner Selbst vorenthalten muss (oder dies annimmt, ohne je darüber geredet zu haben), dann ist man womöglich an die falsche Person geraten.

      • Sportpapi sagt:

        @mila: Sie scheinen da wahnsinnig hohe Erwartungen zu haben. Aber gut, werden Sie damit glücklich. Solange Sie sich nicht selbst belügen.

      • mila sagt:

        Um eins klarzustellen: ich habe dieselben Erwartungen an mich, die ich an andere habe – nicht mehr und nicht weniger. Und diese Erwartungen verändern sich durchaus mit der Zeit, und der Erfahrung.

        …was sich nicht verändert: ich bin seit mehr als zehn Jahren in einer Beziehung, die nicht immer nur Höhen kannte. Einen gewissen Pragmatismus dürfen Sie mir also ruhig zugestehen.

      • Carolina sagt:

        Du hast selbstverständlich das Recht auf Deine Erwartungen. Ich nehme mir das Recht, diese Erwartungen als überhöht, idealistisch und, das ist der springende Punkt, für den Partner als einengend zu beurteilen. Ich schliesse mich Sportpapi an, der unbedingte Ehrlichkeit in bestimmten Fällen als für einen Partner fast nicht erträglich hält. Eine Beziehung muss soviel aushalten im Laufe der Zeit, da können diese unglaublich hohen Erwartungen (mit dem Argument: ansonsten wechsle ich Dich aus) der Todesstoss sein. Und natürlich funktioniert Kommunikation dann eben oft nicht mehr, nämlich dann wenn

      • Carolina sagt:

        /2 einer der Partner anfängt, das Gefühl zu haben, er genüge nicht mehr, er entspräche nicht mehr den Erwartungen. Höchste idealistische Erwartungen an andere Menschen sind mMn ursächlich mit dafür verantwortlich, dass es eine so hohe Scheidungsrate gibt.

      • Gabi sagt:

        Ich hatte einst denselben Ansatz wie Sie, mila.

        Meine Parterinnen – mein Gott; was waren wir auch jung – kamen aber nicht damit klar. Leider im vollkommenen Gegensatz zu der vorgegebenen Offenheit, alles ganz ehrlich und locker zu besprechen. Es ging also sowas von schief, weil ich daran glaubte, dass Dinge in der Praxis dann auch so zu gelten haben, wie sie in der Theore besprochen sind.

        In Sachen Seitensprung möchte ich zudem darüber hinaus noch ein sexistisches Geständnis ablegen: In meinem Umfeld waren es immer die Frauen, die äusserten, unter welchen Bedingungen Fremdgehen okay sei,

      • Gabi sagt:

        und unter welchen Umständen dies keinesfalls drin liege.

        In der Praxis waren es – ich mag Pech in meinem Freuneskreis haben – stets die Frauen, welche auch für die klarsten Situationen jeweils alles gaaanz anders sehen wollten und stets eigennützige Interpretationen geltend machen wolltten.

        Am Schluss war trotz aller Theorie der fremdgehende Mann immer vulgär schanzgesteuert und bei ihr immer alles ganz anders, vollkommen anders gelegen und ganz am Schluss… Sowieso nur die Schuld des Parnters.

        (für mich blieb dennoch der Ruch von „futzgesteuert)

        😉

      • Katharina sagt:

        tia…… ich halte Monogamie für eine Lebenslüge, und der Anspruch auf Monogamie ist auch kein Beweis der Liebe. Ganz im Gegenteil, denn wenn ich sie liebe, dann gönne ich ihr auch die intime Erfahrung einer anderen. Je mehr das Auge auf eine andere unterdrückt wird, umso stärker wird die Sehnsucht.

        Aber: ich erwarte Offenheit und Loyalität. Offenheit in dem Sinn, dass ich darauf vertraue, dass sie es mir sagt, wenn die Loyalität unserer Beziehung (als Lebenspartnerschaft) in Gefahr geraten kann.

      • Katharina sagt:

        So hatten wir das untereinander besprochen. Auch, weil ich eine promiskuitive Ader habe und weit mehr in anderen Gärten tanzte als sie.

        Als sie das gleiche tat und ich davon wusste, als sie es tat, weil ich ihr etwas nicht geben konnte, ging ich emotional fast drauf. ich sass zuhause und wusste genau was sie in dem Moment miteinander machten.

        Da realisierte ich, welch Ungemach ich ihr mit meinen Eskapaden zufügte. Ich mochte mich selber deswegen ganz und gar nicht mehr.

      • Katharina sagt:

        Unsere Beziehung ging deswegen fast in die Brüche, nach über zwei Jahrzehnten zusammen…alles was wir zusammen aufgebaut hatten.

        also. Polyamorie ist oberflächlich gesehen schnell etwas attraktives aber es kann zu einer Hölle werden.

      • Gabi sagt:

        Na, das wir uns mal noch finden, Katharina…

        🙂

        Ja: So ungefähr hatte ich mir das bis ich ca. 23 war auch vorgestellt.

        In der Praxis war das dann so nicht um zu setzen… Bzw.: Ja, ich habe früher aufgegeben.

      • Carolina sagt:

        Sie haben Recht, Katharina. Und Gabi, Du auch. Was ich aber für den Beziehungskiller No 1 halte, sind nicht die beschlossenen, verhandelten, vereinbarten Freiräume oder Vorstellungen, sondern die, über die nicht gesprochen wurde, die heimlichen Erwartungen, die idealistischen, die im Alltag nur sehr selten bestehen können, weil sie hierarchiestiftend sind. Ehrlichkeit nur von einer Seite kann auch Fehlkommunikation sein – und was tun und sagen wir nicht alles, um dem Partner zu gefallen und uns seiner Liebe zu versichern. Aber irgendwann wird all das an der Realität gemessen und hält ihr u.U.

      • Katharina sagt:

        „Was ich aber für den Beziehungskiller No 1 halte, sind nicht die beschlossenen, verhandelten, vereinbarten Freiräume oder Vorstellungen, sondern die, über die nicht gesprochen wurde, die heimlichen Erwartungen“ weisst Du, Carolina, ich betrachte das als eine Vorbedingung zu einer Partnerschaft. nämlich, die Fähigkeit, mit dem Partner/der Partnerin über sämtliche Aspekte der eigenen Sexualität reden zu können. sachlich, ohne tabu und ohne Forderungen zu stellen. Intimität ist nun einmal wesentliches Element unserer Partnerschaften. und das schaffen des Vertrauensraumes, darüber reden zu können

      • Carolina sagt:

        /2 nicht stand.
        Bei uns bin ich die Realistin, er der Romantiker. Und die Enttäuschung, die ich in meinem Mann auslösen kann, weil ich seinen Höhenflügen zynisch gegenüberstehe, tut weh. Umgekehrt wehre ich mich gegen die hohe Anspruchshaltung, die er an mich hat, weil ich unter Druck nicht gut funktioniere.
        Und wir haben, lacht nicht, eine gute Beziehung, die durch viele Tiefen und Höhen gegangen ist. Aber die Voraussetzung dafür ist, dass wir gelernt haben, uns unsere Geheimnisse zu lassen.

      • Carolina sagt:

        Katharina, ich habe grössten Respekt vor jedem Paar, dass es schafft, vorbehaltlos und komplett ehrlich über die Wünsche, Vorstellungen und intimsten Aspekte zu sprechen. Ich kann das nicht und will es auch nicht. Ich habe mir immer einen Bereich behalten, in dem meine Fantasien und Träume und abwegigeren Vorstellungen wohnen. Dasselbe gestehe ich meinem Partner zu. Ich brauche diese Spannung, diese Freizone, in denen sich Dinge abspielen (wenn auch nur in der Fantasie), über die ich ganz allein die Kontrolle habe, die ich nur vor mir selber rechtfertigen muss.

      • Katharina sagt:

        was Du nun ansprichst, Carolina ist, was ich vor langer Zeit einmal Zone der Einsamkeit nannte. nämlich, dass jedes von uns im Innern einen Bereich hat, den der Partner/die Partnerin nicht ungefragt betreten darf, oder darauf pochen darf, diese zu öffnen. wer das tut, beschleunigt den Bruch der Beziehung. das Vertrauen, das ja Grundlage der Beziehung ist, heisst auch, Respekt vor jener Zone zu haben und darauf zu vertrauen, dass das gegenüber von sich aus etwas aus jener Schatulle der Geheimnisse offenbart, wenn es für die Loyalität wichtig wird.

      • Gabi sagt:

        Gut ausgedrückt, K.!

      • Carolina sagt:

        Ja, sehr schön. Gute Nacht allerseits – wird wohl eine lange mit krankem Kind….

      • Katharina sagt:

        Vielleicht ist der Unterschied, dass ich meine Phantasien lebte. Ich bereue nicht, dass ich das tat, ich bereue dass ich lange ein Recht einforderte, aus siehe oben doch recht akademischen Überlegungen heraus, und ignorierte, was das für meine Partnerin emotional bedeutet und wie oft sie sich wohl auf die Lippen biss und schwieg.

        Dazu kommt, dass sie für mich mehr oder weniger der Anker meines gesamten Lebens ist und alle meine Gewitter abfedern musste. Irgendwann suchte sie einen Weg daraus und das löste unsere Katharsis aus. Heute haben wir deswegen ein weitaus innigeres Verhältnis.

      • Katharina sagt:

        Ja. Auch gute Nacht (bzw. für mich Siesta Zeit). dies war ein gutes Gespräch.

      • mila sagt:

        Also, ich kann mich Katharinas treffenden Voten nur anschliessen – das meinte ich mich mit Offenheit, nicht eine vollständige Entblössung der Seele.

        Schönen Tag.

      • Sportpapi sagt:

        „Das Vertrauen, das ja Grundlage der Beziehung ist, heisst auch, Respekt vor jener Zone zu haben und darauf zu vertrauen, dass das gegenüber von sich aus etwas aus jener Schatulle der Geheimnisse offenbart, wenn es für die Loyalität wichtig wird.“ Da werden wir kaum widersprechen. Der Punkt ist die Entscheidung, was als wichtig erachtet wird. Der andere Punkt ist: Wünsche und Bedürfnisse bekannt geben, ohne zu fordern. Wie soll das gehen?

      • pixel sagt:

        Ja richtig Sp. Ich finde auch, Katharina hat das wirklich schön formuliert und sehr treffend noch dazu. Damit das funktioniert, braucht es von beiden Seiten a) Erkenntnis über den Moment, b) unerschütterlichen Glauben an die Beziehung und den Partner und c) den passenden Moment in seinem eigenen Leben dafür und d) Geduld. Und wenn nur eine der vier genannten Komponenten wacklig ist oder nicht gegeben ist, ist die Beziehung futsch. Was mir daran nicht so ganz gefällt ist die Tatsache, dass der eine Partner komplett alles auf den anderen abwälzt mit dem Vorsatz „Vertrauen“.

  • Skeptiker sagt:

    Anstatt nach Verboten zu brüllen sollten wir uns für saubere, faire und sichere Arbeitsbedingungen von Prostituierten einsetzen.

    • mila sagt:

      Wie kann man sich nur Illusionen darüber machen, dass Prostitution je eine saubere, faire und sichere Verdienstmöglichkeit sein wird, die man jeder Frau bedenkenlos ans Herz legen könnte… Alles bull, sorry.

      • mila sagt:

        …und jedem Mann. Mir geht es hier nicht um frauenspezifische Fragen, sondern humanitäre.

      • alien sagt:

        Hm. Wird je das Max-Havelaar-Siegel für nachhaltiges Sexgewerbe vergeben werden? Wohl kaum. „Prostitution“ wird sicher niemals in toto sauber, fair und sicher sein. Teilgebiete davon aber schon, denke ich.

      • Sportpapi sagt:

        @mila: Sauber, fair und sicher. Was spricht dagegen? Aber natürlich gibt es andere Gründe, weshalb Sie diesen Job nicht empfehlen würden, oder?

      • mila sagt:

        Sagen Sie, Sportpapi, haben Sie die links zu den Auswirkungen des deutschen Prostitutionsgesetzes gelesen? Dieses wollte besagte saubere, faire und sichere Bedingungen für Sexarbeit schaffen… Nur ist der Weg in die Hölle nicht selten mit guten Absichten gepflastert.

        ‚Sexarbeit‘ ist keine Arbeit wie jede andere, und wird es niemals sein. Gerade für Frauen, die aus ökonomischen Gründen/strukturellen Zwängen auf sie angewiesen sind (die ‚Aus-Spass-an-der-Freude‘-Fraktion ist klein, darauf werden wir uns sicher einigen können).

      • Sportpapi sagt:

        Nein, die Links habe ich überlesen. Aber ich glaube fest daran, dass es machbar wäre, wenn man denn wollte. Aber hier beginnt halt die Scheinheiligkeit.
        Zum anderen: Wir sollten uns nun schon mal darauf einigen, ob die Frauen nun keine Alternative haben, oder ob es einfach die vermeintlich beste Option ist. Im ersten Fall hilft es dann nicht wirklich weiter, die einzige Möglichkeit auch noch zu verbieten. Im zweiten sollten wir aufhören, von Zwängen zu sprechen, sondern von freien Entscheidungen unter – natürlich – ökonomischem Druck. Andere entscheiden aber anders.

      • mila sagt:

        Es ist für mich erstaunlich, wie weit man(n) geht, um sich das Gewissen reinzuwaschen. Bloss sich nicht mit dem ganzen Ausmass der Elendsprostitution auseinandersetzen, und den langfristigen Folgen, die diese kurzfristig ‚vermeintlich beste Option‘ im Leben der betroffenen Frauen hinterlässt.

        Ich kann nicht umhin, abschliessend festzuhalten: pervers, welche weitläufigen Folgen die Ökonomisierung des Denkens in allen Bereichen unseres Alltags hinterlassen hat.

      • Sportpapi sagt:

        @mila: Ist das nun die Antwort auf meine Frage? Btw, haben nicht Sie an anderer Stelle vom „Minusgeschäft“ geschrieben? Wenn wir die ökonomischen Aspekte weglassen, bleiben dann Moral und Ethik, worauf Sie mit Ihrem „schlechten Gewissen“ ja auch anspielen. Das ist dann wenigstens wieder ehrlich.

      • mila sagt:

        Moral interessiert mich nicht, Sportpapi, ich verurteile auch keine der sich prostituierenden Frauen – aus welchen Gründen auch immer sie sich zur Prostitution entschieden haben. Aus ethischer Sicht ist jedoch Prostitution für mich (mittlerweile) ein absolutes No-Go; d.h. ich kann es nicht mit meinem (persönlichen) Gewissen verantworten, dieses Geschäft in irgendeiner Weise zu unterstützen (beispielsweise mit einer Zustimmung zu Verrichtungsboxen). Und dazu stehe ich.

      • Sportpapi sagt:

        Das respektiere ich. Ich möchte P auch in keiner Art und Weise unterstützen, weshalb auch. Aber auch nicht verbieten.

      • mila sagt:

        Der Kommentar an andere Stelle hängt, deshalb kurz hier: hätte ich heute die (Abstimmungs-)Wahl zwischen dem schwedischen Verbots- und dem deutschen Liberalisierungs-Modell, ich würde aufgrund der Faktenlage für das schwedische stimmen.

        Mir ist jedoch klar, dass in einer demokratischen Gesellschaft der Mehrheitsbeschluss zu gelten hätte.

      • alien sagt:

        mila, unter „ökonomischem Druck“ bin ich Bankangestellter geworden. Ich bin hochspezialisiert, finde also keinen Job ausserhalb des Bankgewerbes. Um Geld zu verdienen, muss ich jeden Tag beim Arbeitsplatz einfahren. Es ist der Horror. Ich hasse jede Minute davon. Ich bin zwar daran, mich neu zu orientieren, aber das ist keine Sache, die von jetzt auf nachher erledigt wäre. Vorläufig vergewaltige ich mich also weiterhin selbst, indem ich einen Scheissjob mache.

        Ersetze „Bankangestellter“ durch „Turnlehrer“, „Ärztin“ oder „Psychologin“. Oder „Prostituierte“. Der Satz bleibt immer tauglich.

      • Carolina sagt:

        Mila, interessanterweise sagt mein Mann, mit dem ich immer noch am Diskutieren bin, dasselbe wie Du. Ich glaube aber, dass Ihr (sorry, werfe Dich mal in denselben Topf wie ihn) eine sehr eingeschränkte Sicht auf Sexualität habt: Sex gibt es in sovielen Varianten – er ist in der Regel in einer Beziehung völlig anders und hat einen anderen Wert als aussserhalb. Sex war für mich auch schon Mittel zum Zweck, reine Lusterfüllung oder, selten, eine Pflicht. Er war und ist für mich selten dieses überhöhte, romantische Ding, das nur in einer Beziehung bedeutungsvoll wird. Ich meine, wir würden auch

      • alien sagt:

        Und gültig.

        Hierzu hätte ich gerne eine Antwort von den Emmas (zu denen ich Dich, mila, nicht zähle, darum darfst auch gerne Du antworten).

        Und BITTE behaupte nie wieder, ich schreibe hier oder drüben nur inhaltslosen Müll. Nicht, dass mich das störte, aber ich finde es halt doof, hier so elend falsches Zeugs zu lesen.

      • alien sagt:

        Carolina und ich kämmen zusammen mila. Lustig, oder?

      • Carolina sagt:

        /2 der Kommunikation zwischen Partnern helfen, wenn wir alles, was ausserhalb der von uns erhofften sexuellen Erfüllung stattfindet – und das ist eine Menge – einen ehrlichen Stellenwert einräumen würden. Dann wäre es auch einfacher, Wünsche zu äussern, Menschen nicht aufgrund ihrer Fantasien und Wünsche runterzumachen und auch zu akzeptieren, dass es Frauen gibt, die diesen Job anders sehen als wir in unser sozialromantischen Gemütlichkeit.

      • Carolina sagt:

        Danke, alien, aber ich möchte mit ihnen niemanden und nichts kämmen;-)

      • mila sagt:

        Caronina, mein Meinungsbildungsprozess verlief über mehrere Jahre, und mit (sozial-)romantischen Vorstellungen hat er sehr wenig zu tun. Wäre ich überzeugt, dass Prostitution für eine Mehrheit der Frauen eine (langfristig) völlig unproblematische Art beruflicher Selbstverwirklichung darstellt, würde ich mich nicht weiter darum kümmern, was in fremden Betten geschieht.

        Insofern: gäbe man mir ein demokratisches Abstimmungsrecht zu diesem Sachverhalt, ich würde nach gründlich erfolgter Prüfung der Faktenlage für ein Verbot votieren.

      • alien sagt:

        Da bin ich aber froh, ich auch nicht. Lustig ist die Vorstellung dennoch.

      • pixel sagt:

        Und wieso, mila, sind Sie so vom Gegenteil überzeugt? Mit wievielen der Frauen haben Sie denn über Jahre hinweg persönliche Gespräche führen können um zu diesem Urteil zu gelangen? Und wieso sollte es nicht möglich sein, dem Geschäft auch kurzfristig nachzugehen? Und wieso wird das immer auf ein Geschlecht reduziert? Und woher nehmen wir uns das Recht über das Leben oder den Verdienst anderer zu urteilen und – schlimmer noch – zu wissen was gut und was schlecht für JEDE Einzelperson sein soll?

      • Sportpapi sagt:

        Ich würde ja auch ganz viel gerne verboten sehen. Allerdings bin ich grundsätzlich eher liberal eingestellt und gegen Verbote bei mündigen Menschen. Problematisch finde ich, dass solche Verbote eigentlich immer dann gute Chancen haben, wenn es zu „unheiligen Allianzen“ kommt und wenn die Mehrheit mit dem erhobenen Zeigfinger über Minderheiten richten kann. Katharina sieht das aus Erfahrung wohl noch etwas klarer.

      • Carolina sagt:

        Sportpapi, da stimme ich Dir zu. Die Mehrheit richtet über eine Minderheit: Und seien wir alle mal ehrlich: in irgendeiner Form gehört jeder einzelne von uns irgendeiner Minderheit an…. Wollen wir wirklich zwangsgeschützt werden? Es läuft eigentlich immer wieder darauf hinaus, dass meine persönliche Sexualmoral nicht die Grundlage für eine allgemeingültige sein kann und darf.

      • mila sagt:

        Jeder darf sich die Freiheit nehmen, über diesen Sachverhalt zu denken, was er will. Am Ende zählt allein das, was ein jeder mit seinem (sozialen) Gewissen vereinbaren kann. Und in diesem Fall – ich gebe es offen zu – bin ich für restriktive Schutzmassnahmen. So, wie ich auch dafür bin, dass harte Drogen nicht im Supermarkt vertickt werden.

      • mila sagt:

        PS@Pixel: wieso der prophylaktische Verweis auf eine kurzzeitige Tätigkeit, wenn Prostitution in Ihren Augen eine grundsätzlich bedenkenlose Einnahmequelle darstellt (sofern sie sauber/sicher/fair abgehandelt wird)? Es gibt eine bildungsbürgerlich-bohemistisch geprägte Affinität zu gesellschaftlichen Randphänoneme – solange man selbst nicht davon betroffen ist. Vielleicht denken Sie ja gelegentlich mal darüber nach.

      • Pixel sagt:

        Liebe Mila, meine Fragen waren keinesfalls mit einem schnippischen Unterton versehen, wie Sie viell angenommen haben und schnippisch retourniert haben. Vielmehr hätten mich die Antworten darauf nunmal wirklich interessiert. Nun gut, stattdessen fassen Sie es in einem allg Statement zusammen, welches mir eigentlich auch so klar ist. Und übrigens, die Sache mit der Kurzfristigkeit mila, war bezogen auf Ihr eigenes Statement:“Wäre ich überzeugt, dass Prostitution für eine Mehrheit der Frauen eine (langfristig) völlig unproblematische Art….“ nachdem Sie das eingeklammert haben, wollte ich es

      • Pixel sagt:

        aufgegriffen haben um zu wissen, was es damit auf sich hat. Denken SIE mal darüber nach 😉

  • Pit Sommerhalder sagt:

    Liebe Frau Weber: Mit ihrer Aussage „Kauf eines Körpers“ (bzw. sogar Leibeigenschaft) liegen sie komplett falsch und daneben. Sie scheinen sich nicht gut auszukennen bzw. höchstens theoretisch. In unseren Breitengraden hat auch eine Frau die der Prostitution nachgeht, sehr wohl Rechte und ist in keinster Weise einfach ein Stück Fleisch mit dem der Kunde machen kann was er will. Es wird im Vorfeld abgesprochen was das „Programm“ ist und was nicht und dies kann eine Frau selber bestimmen. Prostitution ist eine Dienstleistung, die Frau verkauft sich auch nicht wie fälschlicherweise behauptet wird

    • alien sagt:

      Manchmal habe ich schon den Eindruck, dass viele Frauen gegen die Prostitution vor allem das „heftige Armwedeln“-Argument einsetzen. Sie wollen sich nicht mit dem Thema an sich befassen. Sie haben ihre vorgefassten Meinungen, die von ihren Beobachtungen gestützt werden. Und was nicht passt, wird passend gemacht. Ein Murks, aber er ist im Dienste des grossen Ziels.

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    Inzwischen konnte ich mir das Magazin mit dem ganzen Artikel beschaffen, ich kann allen nur empfehlen, diesen Artikel zu lesen. Viele Legenden, die hier verbreitet werden, werden dort entlarvt als eben Legenden, es sind keine Tatsachen! Vor allem die Befürchtungen, dass sich die Situation für die P. verschlechtert, wird ganz entschieden und sehr überzeugend als unzutreffend geschildert. Es hat keinen Sinn, hier weiter Phantasien zu spinnen, was wäre wenn, wenn man den Bericht von Schweden nicht kennt. Ich ziehe ein sehr positives Fazit: Für P. gibt es gar keine Rechtfertigung!

    • alien sagt:

      Für Dich und diverse BeobachterInnen nicht, ja. Aber für viele Leute schon. Nicht irgendwie 4 weltweit sondern viele Millionen oder Milliarden.Willst Du die einfach alle ins Unrecht stellen, Pippi?

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ja! Aber nicht ich stelle sie ins Unrecht, sie tun es selbst!!
        Niemand zwingt sie, Menschen sexuell auszubeuten! Niemand stirbt, wenn er zwischendurch auf Sex verzichten muss, es gibt keine Rechtfertigung für sexuelle Ausbeutung. Männer, die sich für die P. stark machen, finde ich nur erbärmlich. Ausserdem extrem gestrig! Du würdest besser den Artikel lesen, anstatt hier warme Luft zu verbreiten, ich kann nicht alles wiederkäuen, was Birgit Schmid geschrieben hat. Für mich war es nicht neu, es entspricht meiner langjährigen Überzeugung. Das einzig Neue war das Resumee und das finde ich toll!

      • Sportpapi sagt:

        Ich habe gelesen, was Birgit Schmid geschrieben hat. Und es stimmt, es entspricht vor allem (d)einer Überzeugung, einer Geisteshaltung, weniger einer ausgewogenen journalistischen Arbeit. Hier ist nun problematisch, wie du mit den Begriffen umgehst. Was ist Ausbeutung? Was ist sexuelle Ausbeutung? Sicher ist nicht jede sexuelle Handlung gegen Geld mit Ausbeutung gleichzusetzen, denn Ausbeutung bezieht sich eigentlich nur auf den angemessenen Preis. Welcher ist denn angemessen?

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Keiner! Es gibt einen angemessenen Preis für die Würde eines Menschen, weil die Würde kein käufliches Gut ist.

        Dass du die Arbeit von Birgit Schmid als journalistisch nicht ausgewogen beurteilst, ist völlig voreingenommen. Sie tat nichts anderes, als den Ist-Zustand in Schweden zu beschreiben und traf sich dazu mit der zuständigen Ministerin. Was dir nicht ausgewogen erscheint, ist die Haltung Schwedens zur P., weil sie diese absolut ablehnen, mit allen Konsequenzen. Eine Haltung, die in immer mehr Ländern eine Option ist, es tut sich momentan sehr viel, ENDLICH!

      • Sportpapi sagt:

        @Pippi: Dann ist sexuelle Ausbeutung definitiv der falsche Begrff, meiner Meinung nach. Nicht ausgewogen erscheint mir, dass Birgit Schmid die Sache in Schweden so darstellt, als ob da keinerlei Probleme mehr vorhanden wären, als ob alle nur begeistert sind. Sie hat ja auch mit den entsprechenden Stellen gesprochen. Warum hat sie die Betroffenen, Freier wie Prostituierte, nicht gefragt, wie es nun ist? Weshalb kommen Kritiker nicht zu Wort? Weshalb wird nicht gefragt, weshalb es so gut klappt, im Gegensatz zu anderen Ländern, die ein analoges Verbot kennen?

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Betroffene, und dann nennst du Freier? Sollten wir Diebe auch fragen, wie sie damit zurecht kommen, dass Diebstahl verboten ist, oder Mörder, dass Mord verboten ist? Die Tätersicht interessiert schlicht nicht, die haben sich an die Gesetze zu halten, fertig. Du fährst immer noch auf der Schiene, dass der Trieb eines Mannes etwas ist, dem auf jeden Fall entsprochen werden muss. Das ist er aber nicht, es gibt kein Recht, eine Frau oder sonst ein Wesen zu benutzen zwecks Triebabfuhr! Am aufgestengelten Bauchweh ist noch keiner gestorben!

      • Sportpapi sagt:

        Es sind in erster Linie die Freier, die von einem Gesetz, das sich nur gegen die Freier richtet, betroffen sind. Deinen ganzen restlichen Blabla kannst du dir sparen. Du willst nicht argumentieren, nicht diskutieren, sondern wie immer nur deine immer gleichen Botschaften verkünden. Du weisst alles, und bist immer auf der Seite des Guten, des Richtigen. Du plädierst für Verzicht, vor allem dann, wenn es dich selber nicht betrifft. Du setzt dich ein für die Rechte der Frauen – aber nur, wenn diese ihre Freiheit dann in deinem Sinne nutzen. Unsäglich!

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Bleib doch bitte sachlich! Für mich ist der Meinungsbildungsprozess in dieser Frage längstens abgeschlossen, es gib so ein paar Sachen, wo ich tatsächlich nicht mehr diskutieren will. Ich sage meine Meinung, begründe sie, unterstreiche sie mit entsprechenden Links zum Thema und damit kann dann jeder machen, was er will. Es ist für mich eine Frage der Ethik und war er immer, P. zu verbieten. Sobald ich mich näher damit auseinandersetzte, war es klar, schon vor vielen Jahren. Ich war schockiert über die Zustände und bin es noch!

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Es geht auch nicht nur um die Rechte der Frauen, es geht um die Rechte der Menschen, es gibt auch Männer, die auf den Strich gehen. Ausserdem finde ich es auch für einen Mann entwürdigend, wenn er für Sex bezahlt. Sex ist ein intimer Austausch zwischen zwei Menschen, mit oder ohne Liebe, Respekt und Zuneigung in diesen Moment muss da sein. Es ist keine Einbahnstrasse. Und komm mir jetzt nicht mit den paar Ausnahmen von Behinderten, oder von Leuten, die wie Quasimodo aussehen und deshalb keine finden. Das gibt es zwar, aber derentwillen wird nich ein solches Business hochgefahren.

      • alien sagt:

        Da sind wir uns einig, Sportpapi. Pippi ist die Radikalste hier. Sie diskutiert nicht gerne, mit Leuten unterschiedlicher Meinung eh nicht. Was wird sie dereinst für eine Juristin? Naja, das frage sicher nicht nur ich mich.

      • Sportpapi sagt:

        @Pippi: Ich bin absolut sachlich geblieben. Du willst deine Wertmassstäbe zu allgemein gültig erklären. Was du entwürdigend findest, soll verboten sein. Und doch, natürlich komme ich mit den Leuten, die ohne Sex gegen Bezahlung keinen Sex haben. Und bei denen man sich ja eigentlich einig ist, dass diese Berührerinnen hier ein gutes Werk tun. Wer Sex in ausreichender Menge und Qualität gratis bekommt, für die braucht es keine Prostituierte.

      • Gabi sagt:

        Ich bin immer wieder hingerissen, wie Sätze, die für sich genommen vollkommen sachlich klingen, aus dem Munde von Pippi richtige Brüller sind:

        „Bleib doch bitte sachlich! “

        Ehrenwort und nicht übertrieben: Ich kreisch da immer kurz auf vor lauter Lachen (gut sitz ich nicht in einem Grossraumbüro!)

        🙂

      • Hitz sagt:

        Ich bin absolut auf Pippis Argumentations- und Denkschiene in dieser Frage.
        Freier sind Nutzniesser eines überwiegend ausbeuterischen und kriminellen Milieus und als solche ist ihre Meinung vollkommen irrelevant. Mich interessiert die Meinung von Hehlern zum Verbot von Einbruch ebenfalls nicht, ebensowenig die Meinung von Kinderpornokonsumenten zum Verbot von Kindsmissbrauch.
        Dieses Einfordern von Toleranz für alles und jeden und dieses „das gab es doch schon immer“ ist nichts weiter als Kapitulation vor der Barbarei.

      • Sportpapi sagt:

        „Der Feminismus ist in Schweden Staatsreligion“, sagt sie. Er sei völlig aus dem Ruder gelaufen und habe in den vergangenen zehn Jahren eine konstruktive Debatte verhindert.“
        http://www.welt.de/politik/ausland/article8781528/Schwedische-Frauen-wehren-sich-gegen-das-Sexverbot.html

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Den Schweden gefällts offensichtlich mit ihrer ‚Staatsreligion‘, die Zustimmung zum Prostitutionsgesetz hat in den letzten Jahren sogar noch zugenommen. Dass es immer Leute gibt, die etwas Anderes wollen – Oppositionspolitiker/Innen wollen stets etwas anderes, das ist Programm – ist nichts Neues. Die Ministerin in Schmids Reportage kann sich auf eine umfangreiche Studien berufen, die ganz eindeutig die grossen Vorteile des Gesetzes bestätigt hat. Vor allem hat ein Umdenken in den Köpfen statt gefunden, die Schwed/Innen sind mehrheitliche der Meinung, dass Sexualiät nicht käuflich sein soll.

      • Gabi sagt:

        Es ist halt einfach ein beruhigendes Gefühl, wenn man es nicht mehr sieht.

        Für Anwohner find ich das im Übrigen auch vollkommen verständlich.

        Aus den Augen, aus dem Sinn.

        Und das es Menschen wie Pippi extrem entgegen kommen muss („wenn ich die Augen ganz fest zukneife, dann…“), damit all die vielen Theorien und die hübschen Emma-Artikel auch wirklich aufgehen, ist ja nur allzu menschlich.

      • Sportpapi sagt:

        @Pippi: Deine Aussagen entsprechen nicht dem, was das steht. Hast du es überhaupt gelesen?

  • Hernandez sagt:

    PS: Ich war pers. schon immer gegen legalisierung der Prostitution. Dafür durfte ich mich bis vor Kurzem, von denen die jetzt ein Verbot fordern, als religiöser Fundi und realitätsfremden Moralapostel bezeichnen lassen. Dabei sehe mich eher als leicht wertekonservativer Agnostiker. Niemandem kann man es recht machen.

  • Hernandez sagt:

    Ein ganz böser Gedanke, um die Genderdiskussion anzuheizen (ich liebe es): Da der Vorschlag aus der feministischen Ecke kommt (neben den Christenfundis dies unerstützen, schon lustig das die zusammenspannen) könnte man meinen, dass durch die sexuelle unabhängigkeit der Männer (durch Prostiution) die Macht der Frauen über die Männer schwindet und daher korrigiert werden muss. Nachdem die Feministinnen vor 20 Jahren für die Legalisierung gekämpft haben.
    So jetzt richtet mich hin……. 🙂

    • Carolina sagt:

      Ich habe nicht vor, Sie hinzurichten. Ich weise nur mal darauf hin, dass dieses Thema ziemlich sicher weit jenseits jeglicher -ismen zu behandeln ist. Ich habe sehr wohl Verständnis für die, die ein Verbot der P fordern – es ist eine heikle Sache, die unser aller Wertekanon auf unterschiedliche Art und Weise berührt. Die Schlussfolgerungen allerdings muss jeder vor sich selbst vertreten können. Ich weise darauf hin, dass hinter der bürgerlichen Fassade, die die meisten von uns haben, immer schon Dinge abgelaufen sind, die eigentlich konsequenterweise auch ‚abgeschafft‘ werden müssten-

      • Carolina sagt:

        /2 Lustlosigkeit, Besuch von Bordellen etc ist (immer mit dem schon tausendmal wiederholten Disclaimer versehen, versteht sich) in meiner Erfahrung fast gang und gäbe. Aber eben aus unterschiedlichsten Motiven und beiden Seiten, Freier und P einfach so Täter- und Opferrollen zuzuweisen, scheint mir arg blauäugig. In der Illegalität, so wie im privaten Raum einer Beziehung, ist es sehr schwierig, Hilfe zu finden, wenn es dann wirklich notwendig ist.

    • mila sagt:

      Ja, Carolina. Aber, eben. Ich habe nun doch einige Jahre über diese Problematik nachgedacht, und bin angesichts der gegenwärtigen Befunde zum komplementären Vergleichspaar Schweden/Deutschland zu einer entschiedenen Contra-Haltung gerückt.

      Übrigens, wenn Du Paare berätst: hast Du dann Verständnis für Männer, die ihre Bedürfnisse ihrer Partnerin gegenüber nicht äussern können, anderen Frauen gegenüber aber schon? Ich nenne ein solches Verhalten scheinheilig – und feige. Ohne deswegen die Schuld für ein verkorkstes Sexualleben allein auf die Männer zu schieben.

      • Carolina sagt:

        Dein letzter Satz ist der wichtigste: es gibt ganz, ganz selten mal Fälle, in denen einer wirklich allein schuld an einer verkorksten Beziehung ist. Oft ist die Beziehung, wenn sie zu mir kommen, schon zu einer Machterhaltungsgemeinschaft verkommen – zu Kommunikation aufzurufen, ist nutzlos. Aber in der Mehrheit sind mir Männer begegnet, die ein grosses Schamgefühl haben, zu P gegangen zu sein oder zu gehen, solange sie in einer Beziehung sind. Das Entscheidende ist: sobald man den Partnern Rollen zuweist (schuldig/nicht-schuldig, Täter/Opfer) oder übrigens sie selber das getan haben und die

      • Carolina sagt:

        /2 Beziehung entsprechend verfahren ist, kann man es gerade sein lassen. Das erledigen sie von allein. Das einzige, was hilft, ist die Grenzen weit aufzumachen, dem anderen langsam wieder Gutwilligkeit zu unterstellen und nicht das Gegenteil. Deswegen bin ich im Laufe der Zeit, auch erst im Laufe meiner Tätigkeit, zu der Auffassung gekommen, dass ein Mann, mein Mann, wenn er zu einer P gehen würde, mir damit etwas sagen will. ich wäre sicher nicht begeistert, aber ich würde es heute nicht unbedingt als Verrat, sondern als Symptom sehen. Also in kurz: Scheinheiligkeit, Scham und auch eine

      • Carolina sagt:

        /2 gewisse Angst gibt es in den meisten Beziehungen. Jeder sollte da erst mal bei sich selber anfangen.

      • mila sagt:

        Für mich läuft es nur eine einzige Frage hinaus: wieso mutet man(n) (frau) jemand anderem etwas zu, dass man der eignen Partnerin/dem eigenen Partner nicht zumuten möchte?

        Das ist für mich praktische (gelebte) Ethik. Insofern interessiere ich mich nicht für Scham und Scheinheiligkeit. Sondern für (rate mal): Eigenverantwortung.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Als ich anfing, mich mit der Problematik auseinander zu setzen – das war Ende der 70er J. – war ich auch der Meinung, dass P. meistens freiwillig ist. Wenn man Filme wie ‚Irma la Douce‘ oder ‚Pretty Woman‘ gesehen hat und sonst kaum Kenntnisse hat über dieses Milieu, erscheint alles halb so schlimm, da wird das Thema über die Schiene ‚Frivolität‘ abgehandelt und hat einen gewissen Reiz. Die Wirklichkeit sieht leider ganz anders aus, ich kenne persönlich Frauen, die auf den Strich gingen und las sehr viel zu dieser Problematik. Auf Selbstbestimmung stiess ich nirgends.

      • Katharina sagt:

        Caolina: Wie sieht es aus Deiner Erfahrung mit dem Suchteffekt aus? Regelmässige Freier zeigen oft ein einer sucht ähnliches Verhalten (‚der Kick, der bei der Strassenszene wohl eine Rolle spielt) und dass sich die Nachfrage nach devianten Praktiken mit der zeit steigert?

      • Carolina sagt:

        Eigenverantwortung kann eben auch heissen, dass ein Mann einer Frau, die die Lust am Sex, z.B. nach der Geburt von Kindern, verloren hat, darüber aber auch nicht reden will, diese Diskussion meint ersparen zu müssen und zu einer P geht. Einzelbeispiel, aber die ganze Thematik besteht aus Einzelbeispielen. Und ich habe weiss Gott keine Pretty-Woman-Sicht auf die Thematik. Aber ein Ausweg aus der Scheinheiligkeit (verboten heisst weg) wäre Ehrlichkeit und das Akzeptieren, dass es nicht einfach nur Opfer und Täter gibt. Und ansonsten schliesse ich mich Katharina an: die bereits vorhandenen

      • Carolina sagt:

        /2 Gesetze müssen viel stärker und konsequenter angewandt werden, niemand, vor allem auch die freiwillig arbeitenden P, können auch nur das geringste Interesse daran haben, mit dem kriminellen Milieu in Verbindung gebracht zu werden.
        Sorry, muss leider weg – später vielleicht nochmal.

      • mila sagt:

        @Katharina, das ist in der Tat ein weiteres, grosses (!) Fass, das man bei diesem Thema auftun müsste. Zum Pornokonsum gibt es, soweit ich weiss, Befunde, die einen statistisch relevanten (d.h. nachweisbaren) Suchteffekt bestätigen.

        @Carolina, Eigenverantwortung sieht für mich anders aus. Auch wenn ich darin übereinstimme, dass 1) (je)der Einzelfall zählt/individuell betrachtet werden muss, und 2) auch vermeintliche Täter nicht selten selbst Opfer sind. Nur gibt dieser Umstand ihnen keine Berechtigung, andere (Opfer) für die eigene (Lust-)Befriedigung zu benutzen.

      • Katharina sagt:

        mila, ja… und es gibt Zusammenhänge zwischen Pornografie und der Nachfrage nach Prostituierten und da dann nach devianten Praktiken. Es geht um Machtausübung, Popkulltur (inklusive Fashionismus) und dem Paradigma der Vergewaltigungskultur.

      • Gabi sagt:

        Ehrlich: Keine Ahnung, was „deviante Praktiken“ sind.

      • Carolina sagt:

        Katharina, ich bin keine Expertin und meine Klienten, wenn sie mich denn überhaupt über ihr Verhalten informieren, scheinen mir eher in den Bereich ‚einfach mal akzeptiert sein, so wie ich bin‘ zu gehören. Es scheint mir, und ich sage das mit aller Vorsicht, dass die meisten (kein Anspruch auf Allgemeingültigkeit) kein besonders ‚deviantes Verhalten‘ an den Tag legen, sondern eher wenigstens ab und zu Sex als ’normales Verhalten‘ und ohne darum zu bitten geniessen wollen, ohne grosse emotionale Bindungen. Denn das, was der Kommunikation über Sex in der Ehe im Wege steht, ist eben oft auch

      • Carolina sagt:

        /2 eine gewisse Schonhaltung dem Partner gegenüber, die eben aus der emotionalen Verbindung heraus erklärbar ist. Eine Schonhaltung bzw Skrupel muss man jemandem, der bezahlt wird, nicht entgegenbringen. Und was deviantes Verhalten angeht: für manche ist das ein Blowjob, für andere Sex mit Tieren. Wer beurteilt, was das ist?

      • Sportpapi sagt:

        @Carolina: Schonhaltung und Angst um die Beziehung. Nicht immer ist schonungslose Offenheit angemessen und vor allem zielführend.

      • mila sagt:

        Man kann sich auch jeden Blödsinn einreden, nur um nicht für die eigenen Bedürfnisse offen einstehen zu müssen…

      • Carolina sagt:

        Einfach schwarz und weiss, Blödsinn oder Wahrheit? Du machst es Dir ein bisschen einfach, wenn Du einfach unterstellst, dass jeder, der Deine Weltsicht oder Sicht auf die Dinge nicht teilst, Blödsinn redest. Es wäre schön, wenn Du wenigstens den meisten hier unterstellen könntest, dass, egal was für eine Meinung sie vertreten, sie diese genau so gewissenhaft geprüft haben wie Du Deine. Und Sportpapi und viele andere haben mehrmals gesagt, dass sie Respekt vor Deinen Ansichten haben.

      • mila sagt:

        Tut mir Leid, Carolina, aber wenn ich eins nicht ausstehen kann, dann den Umstand, dass Menschen, um sich ihr eigenes Gewissen zu erleichtern, das Motiv vorschieben, andere mit ihren Lügen ’schützen‘ zu wollen. Das ist rücksichtslose Selbstbezogenheit in Reinform.

      • Sportpapi sagt:

        @mila: das war auch nicht meine Kernaussage.

      • Katharina sagt:

        „Keine Ahnung, was “deviante Praktiken” sind.“ – ich will da nicht ins Detail gehen. Grundsätzlich alle Praktiken, die nicht darauf ausgerichtet sind, das Geschenk der Lust zu vermitteln – gleichgültig nach welchem Script der Akt ausgeführt wird.

        Also alles, das -unfreiwillig- auf Gewalt, Subordination, Objektivierung und Entmenschlichung ausgerichtet ist.

  • Hernandez sagt:

    Was mich stört an dieser Diskussion ist, dass wiedereinmal alle Prostituierten(Frauen) als Opfer und alle Männer als Täter hingestellt werden. Ich kenne mich im Rotlichtmilieu nicht aus, aber wage zu bezweifeln dass (in der Schweiz) ein Grossteil der Fauen als Opfer von Menschenhändlern unter Gewalt zur Ausübung dieser Tätigkeiten gezwungen werden. Dies muss natürlich mit allen mitteln bekämpft werden. Aber den Entscheid, welche wiederigen Umstände man auf sich nimmt, um schneller mehr Geld zu Verdienen muss jeder Mensch im Leben selbst fällen. Auch bei anderen Tätigkeiten.

  • Hernandez sagt:

    Ein bisschen ein Modethema, seit dem unfundierten und statistisch nicht belegten Bericht einer Feministin aus Schweden über positive Effekte des Verbotes+nur die Freier zu bestrafen. Lustig, dass man vor 15 Jahren genau aus dieser Ecke als Konservativer und Menschenhänlerunterstützer verschrien wurde, wenn man gegen eine Legalisierung war. Da hiess es Selbstbestimmung und Schutz durch Legalität. Eigentlich müsste man ja dann das klassische Anbandeln im Ausgang auch verbieten. Da dürfen Manner auch oft mehrere hundert Franken in Drinks, Mahlzeiten und Taxis investieren, damit es zum Sex kommt.

    • Eni sagt:

      Das nennt man umwerben und nicht prostituiren.

      • Hernandez sagt:

        Ahh, danke für den Hinweis. Aber es ist doch beides Materielles gegen Sex und die Frau bestimmt? Wo ist der Unterschied? Ich weiss nur, dass wenn man nicht ins Puff geht und das ,,Umwerben“ aufgrund Geldmangels (Studium) nur immateriell gemacht werden kann, es relativ schwer ist an Sex zu kommen (dusche regelmässig, bin sportlich und sehe nicht aus wie der Glöckner von Notredame) 🙂

      • Eni sagt:

        Nun, der unentgeltliche Sexmarkt ist als Frau auch mit Vorsicht zu geniessen. Hat ein Mann viele Frauen, ist er ein Hero, hat die Frau viele Männer ist sie eine Schlampe und schmälert ihre Chance auf eine feste Beziehung/Ehe. Also haben sie im Zweifelsfall halt lieber für lange Zeit keinen Sex (auch wenn sie Sex mögen) um ihre Chancen nicht zu verbauen. Im Übrigen sind doch oft die Stiere die ihr Sperma am grosszügigsten verteilen diejenigen die sich dann am verächtlichsten über ihre Bettgespielinnen äussern und dann lieber eine wenig benutzte Frau als feste Partnerin/Ehefrau wählen.

      • Eni sagt:

        Und überhaupt: welche Frau kann denn an einem Abend für mehrer Hundert Franken essen oder trinken bis sie abschleppbereit ist? Da müssen ja Unmengen reinpassen, oder vielleicht sollen sie einfach weniger teure Clubs aufsuchen.

      • gabi sagt:

        „die Stiere die ihr Sperma am grosszügigsten verteilen diejenigen die sich dann am verächtlichsten über ihre Bettgespielinnen äussern “ …. Auf welche die Gespielinnen also offenbar am Allermeisten stehen.

      • pixel sagt:

        Manchmal glaube ich, ich leb in einer anderen Generation. Oder aber – und das halte ich für wahrscheinlicher – man bedient sich immer wieder gerne alteingesessener Klischees, die de facto längst keinen Bestand mehr haben. Also ehrlich gesagt, als ich Single war, war mir das ziemlich egal, ob mich gewisse Männer für eine „Schlampe“ (übrigens Eni, auch kein besser ehrbares Wort als „Nutte “ – aus Deinem Munde) halten, noch hatte ich den Eindruck, dass ich mir dadurch die Chancen verbaue für eine ernsthafte Beziehung. Sagt mal, echt jetzt. Wir schreiben 2012, nicht 1952.

      • Sportpapi sagt:

        @Pixel: Recht haben Sie. Hier werden ganz viele Klischees bemüht. Das schlimmste, was P treffen kann, ist die soziale Ächtung, die Verbannung an den Rand der Gesellschaft. Und genau die Damen, die hier so tun, als möchten sie sich vor allem für die betroffenen Damen einsetzen, schauen am meisten auf diese herab.

      • alien sagt:

        Ja, Sportpapi. Und schlimmer noch: Diese Damen, die Emmas, vereinen diese beiden Haltungen. „Man muss die Prostituierten verachten, um ihnen zu helfen.“ Es ist eine zutiefst verabscheuende Position. Die Position, dass nur man selbst weiss, was für die andere Person richtig ist. Das ist sehr verachtend.

      • Gabi sagt:

        …Und kann mich einmal mehr nur Pixel anschliessen:

        Hab durchaus genug Frauen gekannt, die dem „Stierimage“ sehr gut entsprochen hätten.

        Hatten weder Probleme Gespiele noch ernsthafte Anwärter zu finden.

        Jetzt mal abgesehen von Eni:

        – ich werde dieses Gefühl auch hier im virtuellen Raum nie los, dass jene, die besonders insbrünstig vom Wert von Verzicht, aber auch von der Beschränkung durch die Gesellschaft sprechen, selber gar keine grossen Gelegenheiten haben, über die Strenge zu schlagen.

        Der Mangel an Gelegenheit sollte bitte nicht mit Tugend verwechselt werden!

  • Nörgler sagt:

    Frau Weber hat vergessen zu erwähnen, dass es auch Männer gibt, die sich gegen Geld sexuell prostituiren, Stricher oder Callboys genannt, wie jeder weiss. Ihr Argumentation, mit der Gleichberechtigung der Frau sticht also nicht ganz. Heisst aber nicht dass ich Chauvinismus und Sexismus ins Reich der Sagen verbanne.

  • Kein Kunde sagt:

    Der Skandal der prostitution ist nicht der gekaufte Sex, sondern die Unstände des Gewerbes:Frauen unter Versprechen von
    Arbeit in die Schweiz locken/Einsperren und Pass wegnehmen/mit Zusammenschlagen gefügig halten. Und je jünger desto aufregender der Sex (Am liebsten im Alter der eigenen Tochter).
    ketzerisher Gedanke: Wie ist das mit Sex in der Ehe. Hat Frau da immer Lust auf Sex, wenn Mann will oder ist da nicht manchmal Prostitution mit einem exklusiven Freier im Spiel?
    Prostitution: Kein Problem der Sexualmoral, sondern ein gesellschaftpolitishes:

    • Eni sagt:

      Ich denke, dass in einer funktonierenden Partnerschaft/Ehe auch mal dem Partner ein Gefallen (nicht nur sexuell) getan wird obwohl man selber vielleicht nicht gerade Lust hat. Einfach so als Liebesbeweis. Ist das Prostitution? Eher nicht, sondern eine Voraussetzung dass eine Partnerschaft funktionieren und bestehen kann. Der Appetit kommt oft beim Essen; wenn das mehr beherzigt werden würde, gäbe es wohl weniger Scheidungen und/oder Seitensprünge.

      • kein kunde sagt:

        die frage war provokativ und hat sich schon deshalb gelohnt, weil ich jetzt darauf eine antwort bekommen habe, die mir gut gefällt.

    • kein kunde sagt:

      eni, kennen Sie den Film „belle de jour“ von Bunuel mit Catherine Deneuve? Der könnte vielleicht ihr Fall sein. Aber bestimmt renn ich offene Türen ein.

      • Eni sagt:

        Leider keine Ahnung um was da geht; vielleicht die Beschreibung wie man einen „schönen Tag“ verbringen kann?

      • kein kunde sagt:

        In gewisser weise trifft das zu. Der film ist auf youtube mit dem stichwort „belle de jour“ im sucher als full movie mit englischen untertiteln verfügbar.

      • kein kunde sagt:

        eni
        „belle de jour“: Interessanter Film über eine nicht funktionierende Ehe. Meisterwerk. Aber nicht ganz leichte Kost. Hab ihn nochmals angeschaut. Passt zum Blogthema. Meine Emfpehlung war aber vielleicht etwas voreilig, bei jemandem, den ich nicht persönlich kenne. Entschuldigung.

  • Das älteste Gewerbe der Welt zu verbieten ist idiotisch und dies noch als Sklaverei zu verkaufen ist dumm. Auch diesen Job könnte man menschlicher gestalten. Jemand der warum auch immer Geld bezahlen muss um ein wenig Zuneigung oder Sex zu bekommen, ist doch der Ausgebeutete. Die Schwäche der Männer schamlos auszunutzen kann doch nicht richtig sein. Wenn es ordentlich ablaufen soll muss darauf geachtet werden, dass Geben und Nehmen so gut es geht in der Waage bleibt. Über den Ort der Kontaktaufnahme und eventuell der Ausführung des Geschäftes darf diskutiert werden.

    • Eni sagt:

      Auch wenn man jetzt alles umzudrehen versucht bleibt es doch die Frau die ihren Körper verkauft und der Mann derjenige der das konsumiert. Es ist aber natürlich schwierig die Bedürfnisse des Mannes auszublenden, da bei unentgeltlichem Sex der Mann immer im Nachteil ist, da die Frauen das Angebot bestimmen. Dass eine Ausmerzung der Prostituion bedeuten würde, dass gewisse Männer gar nie Sex haben können (aus welchen Gründen auch immer) bin ich mir bewusst, aber ob diese Bedürfnisse rechtfertigen, dass andere sich dafür erniedrigen einfach nur ein warmes Loch zu sein, ist die grosse Frage.

      • Theo sagt:

        „erniedrigen“ – dürfen sie einfach ihren Wertmassstab auf alle anderen anwenden?
        Ausserdem ist es diskriminierend gegenüber Prostituierten, wenn ihre Tätigkeit immer als Erniedrigung abgestempelt wird. Ich rede zwar nicht aus Erfahrung, aber ich glaube, dass sie in den meisten Fällen nicht einfach daliegen, sondern sehr wohl die Kontrolle haben und den Freier ihre Macht spühren lassen. Der Freier als (bezahlender) Bittsteller – er ist in der schwächeren Position! Und nicht wenige dürten genau das an Huren schätzen, dass sie nicht einfach daliegen und bedient werden wollen, wie die Partnerin..

      • Theo sagt:

        Ich denke viele Freier bezahlen ganz einfach dafür, dass IHRE Sexualität im Zentrum steht während 30 Minuten und er darin so akzeptiert wird, wie er ist und nichts beweisen oder leisten muss (ausser Barzahlung). Ganz grundsätzlich wird wohl schlicht die Illusion verkauft, dass es echter, aufgeilender, schneller Sex sei. Ich glaube, die wenigsten Männer treiben es so weit, alle möglichen und unmöglichen Praktiken zu vollziehen, sich also die Illusion, sie seien Hengst im Bett, kaufen. Ich glaube, sehr oft geht es um etwas Zärtlichkeit, etwas „du bist okay“-Feeling und dann noch einen Orgasmus.

      • Theo sagt:

        Sprich, das Problem liegt noch in der völligen Entkoppelung der Sexualität vom Akt des Kinderzeugens und der Konsumation des Ehegelöbnisses. Dass Sex zum selbständigen Teil des Lebens wurde, der nicht mehr mit Intimität von (Ehe)partnern und Kindermachen zu tun hat. Man hat heutzutage ein „Sexleben“, das ist ein Imperativ udn man lässt sich anleiten, wie so was auszusehen hat. Das Zuvorderststellen des Lustprinzips jedes Individuums, woraus dann abgeleitet wird: Du bist, wenn du begehrst. Und du hast anrecht auf das, was du begehrst. Plötzlich merkt man jetzt, das ist nicht das Gelbe vom Ei.

      • Carolina sagt:

        Theo, ich gebe Ihnen zum Teil Recht, vor allem finde ich Sie in Ihrer nachdenklichen Variante lesenswert. Ich glaube auch nicht, dass die meisten Männer ohne irgendeinen moralischen Hinterbau einfach ständig ihrer Triebafuhr frönen, ohne Gedanken daran, was sie anderen antun. Von den Männern, die ihre Frauen schonen wollen (jawohl, auch das gibt es) bis zu denen, die ab und zu etwas ‚Du bist ok‘-Gefühl käuflich (!) erwerben (verweise auf Ihren Post 13:01) gibt es eine grosse Bandbreite an Motiven. Haben wir wirklich das Recht, Frauen, die sich diesen Bedürfnissen widmen, alle über einen Kamm

      • Carolina sagt:

        /2 zu scheren und in die Opferecke zu stellen? Ich denke nicht. Wir haben die verdammte Pflicht, dafür zu sorgen, dass die Gesetze, die längst existieren, die Zuhälterei, Zwangsprostitution, Menschenhandel unterbinden könnten, durchzusetzen – Katharina hat darauf hingewiesen, dass es vor allem der Durchführung und harten Bestrafung bedarf. Vielleicht geben wir endlich mal zu, dass nichts im Leben so einfach ist, dass man es einfach per Dekret abschaffen kann – das ist kindisches Verhalten ‚aus den Augen, aus dem Sinn‘ und gibt den P, die sehr wohl aus eigenem Willen handeln, ein klares Signal:

      • Carolina sagt:

        /3 Die halten mich alle für ein ausgebeutetes Opfer, das keine erwachsenen Entscheidungen treffen darf….
        Das ist wirkliche Diskriminierung – und man erzähle mir hier nicht, dass man ‚im Sinne aller Prostituierten spricht‘, wenn man P kriminalisieren will. Den grössten Gefallen, denen wir diesen Frauen tun können, ist, ihnen mehr Sicherheit und auch Abgesichertheit zu geben – und das geht nur mit entschlossener Bekämpfung der Auswüchse.

    • alien sagt:

      Bodenmann René ist ein Write-Only-Kommentierer. Darauf muss man gar nicht eingehen. Er interessiert sich fürs Kommentieren, nicht fürs Lesen von Kommentaren.

  • Pasquale sagt:

    Die Frage ist doch: Was ist die Alternative? Was ist die Alternative für all jene Frauen, die sich in einer Notsituation dazu entscheiden, ihren Körper zu verkaufen? Dies ist etwas, was so gut wie kein Mensch wirklich freiwillig tut – doch es ist etwas, wo letztendlich nur die betroffene Person selber zu Schaden kommt. Und somit kann es in manchen Situationen halt einfach die Entscheidung sein, welche die geringsten strafrechtlichen und auch Gewissens-mässigen Folgen hat… Denn die Alternativen wären: Raub, Überfall, Diebstahl – im schlimmsten Fall Mord. Not verschwindet nicht durch Verbote.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Blödsinn. Zumindest in Westeuropa muss niemand eine Bank überfallen oder alten Frauen die Handtasche rauben, wenn er nichts mehr zu essen hat. Als erste Anlaufstelle gibt es in der CH die Caritas, dann die Sozialfürsorge. Da wird die Wohungsmiete übernommen, die KK, Zahnarzt und um die 900 Fr. für eine alleinstehende Person pro Monat ausbezahlt. Azubis, die allein leben und Studis haben weniger Geld und kommen über die Runde.

      Warum stellt sich diese Frage nur bei Frauen, was ist mit den Männern, denen steht diese ‚Verdienstmöglichkeit‘ auch nicht offen. Verhungern die? Nein, natürlich nicht!

      • Eni sagt:

        Die Männer wählen da wohl eher die Alternative von Raub, Überfall, Diebstahl -im schlimmsten Fall Mord……..

        Da sind ja die Prostituirten richtige Heilige…… Kopfschüttel und Augenverdreh

      • Sportpapi sagt:

        @Pippi: Das heisst also, es ist nicht die wirtschaftliche Not, die die Frauen in die Prostitution zwingt. Fällt das also mal weg.

      • Katharina sagt:

        „Das heisst also, es ist nicht die wirtschaftliche Not, die die Frauen in die Prostitution zwingt“ welch eine blatante Verdrehung der Faktenlage. nur aus rhetorischen Gründen. beschämend so etwas.

      • Sportpapi sagt:

        @Katharina. Das ist a) nicht mein Argument, sondern Pippi zusammengefasst und b) eine Frage davon, was man unter Zwang versteht.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        In der Schweiz muss keine Frau ihren Körper verkaufen, um zu überleben. Allerdings haben die allermeisten Frauen, die hier anschaffen, keine Wahl, weil sie aus armen Ländern stammen, mit falschen Versprechen hierher gelockt wurden oder von Anfang an gezwungen wurden. Sie haben keine Wahl und keinen Schutz.

        Die Prostituierte Domenica, deren Interview ich gestern verlinkte – Domenica ist inzwischen gestorben – sagte, dass die allermeisten Frauen, wenn sie älter werden, auf Sozialhilfe angewiesen sind, sie kommen nie aus dem Schlamassel. Den grossen Reibach machen andere.

      • Sportpapi sagt:

        Also doch keine Wahl?

      • gabi sagt:

        Frauen, die der Vorstellung verfallen sind, für sie sei nur eine Vorstellung als Topmodell vorstellbar und sich bereits nach ihrem zweiten Fotoshooting (für mich immer schon eine Form der Prostitution) nur noch auf diese Einkommensquelle verlassen, werden ebenfalls kaum Rentenansprüche haben. – Es sei denn, sie schaffen es wirklich in die Weltliga oder sie schnappen sich einen Wohlsituierten.

        So viel Ungerechtigkeit auf dieser Welt…

      • Sportpapi sagt:

        Eben, Gabi. Und was ist mit den Frauen, die in den armen Ländern bleiben?

      • mila sagt:

        Der Freier als ‚Entwicklungshelfer‘. Wie grossherzig.

      • Sportpapi sagt:

        @mila: wie kommen Sie darauf?

      • mila sagt:

        Ach wissen Sie, Sportpapi, mich widert es einfach an, wenn Freier sich noch auf die Schulter klopfen, weil sie den notleidenden Frauen aus dem Osten oder woher auch immer mit ihrem ‚blood money‘ Essen auf den Tisch gebracht haben…

        Mit gutem Gewissen kann man(n) in der Schweiz meines Erachtens nur höherklassige Bordelle und Escort-Service nutzen. Aber für die meisten liegt das finanziell nicht drin – nicht wahr?

      • Sportpapi sagt:

        @mila: Das haben Sie recht. Ich habe allerdings hier keinen einzigen Freier gelesen, der sich auf die Schultern geklopft hätte. Noch andere Leute, die dies so gesehen hätten. Dafür lesen wir, wie arm dran die Frauen im Alter seien. Als ob dies eine Folge der P wäre. DA sind doch die Wahrnehmungen etwas verschoben, oder?

      • mila sagt:

        Sagen Sie, Sportpapi, lesen Sie eigentlich dieselben Kommentare wie ich…? 😉

        Egal. Ich habe zu diesem Thema eigentlich alles gesagt, was ich zu sagen hatte. Mein Meinungsbildungsprozess hat sich, wie schon angemerkt, über mehrere Jahre vollzogen. Das Fazit: hätte ich heute die (Abstimmungs-)Wahl zwischen dem schwedischen Verbots- und dem deutschen Liberalisierungsmodell, ich würde das schwedische wählen. Ganz einfach weil ich nicht glaube, dass Sexarbeit eine Arbeit wie jede andere ist (sein kann).

        Mir ist jedoch klar, dass in einer demokratischen Gesellschaft der Mehrheitsbeschluss gilt.

      • alien sagt:

        mila, ich sage ja hier immer wieder, dass eine Arbeit keine Arbeit sein kann wie jede andere (ja, der Satz wurde genau geprüft und ist genau so gemeint). Und hierzu steht mir eine Antwort aus. Ich verdiene eine, mila, ich weiss das.

      • Sportpapi sagt:

        Ja, mila, ich lese die selber Kommentare. Und es gab dutzendweise Erklärungen der Art, dass dies für die Frauen ein Ausweg aus finanzieller Not darstellt. Aber keiner hat sich dafür noch gefeiert.

    • Fistik sagt:

      Pasquale
      Ich möchte jetzt mal behaupten, dass die Allerwenigsten dies aus einer wirklichen Not heraus tun;..in dem BUSINESS wird gut verdient und für viele ist die Verleitung leider gross für schnelles Geld !.. weiter ist es auch naiv um anzunehmen, ALLE Prostitutierten werden unterdrückt. Japanische Studenten/innen z. Bsp. verdienen sich so ihren neusten Multimedia-Ramsch und ihre Ferien.
      Mir ist jedenfalls nicht deutlich, ob ich jetzt für oder gegen bin !

    • Katharina sagt:

      „Was ist die Alternative für all jene Frauen, die sich in einer Notsituation dazu entscheiden, ihren Körper zu verkaufen“ – gegen diese Notsituationen hilft eine Bekämpfung der Armut und ein gutes Auffangnetz.

      • Fistik sagt:

        „gegen diese Notsituationen hilft eine Bekämpfung der Armut und ein gutes Auffangnetz“

        …das macht man dann einfach so…plapperdiplap 😉

      • alien sagt:

        Hm, Katharina, es gibt eine nicht zu vernachlässigende Menge von Frauen, die es als Notfallsituation sehen, nicht mehr problemlos shoppen zu gehen. Denen hilft kein Auffangnetz, weil ihre Existenz ja nicht bedroht ist. Wenn sie sich prostituieren, dann nur darum, weil sie halt eben weitershoppen wollen.

        Das wird also nur verhindern, dass Frauen je vor der Wahl stehen, zu hungern oder sich zu prostituieren. Was ehrlich gesagt schon einmal sehr gut ist.

  • diva sagt:

    allen, die sich hier zu dem thema auslassen und meinen, es fände nur auf der strasse oder im puff statt, sei die lektüre von ester vilar empfohlen «heiraten ist unmoralisch» und dann darf wieder mit dem «mei-mei-finger» gewedelt werden. prostiturion verbieten ist ein witz, aber anständige bedinungen schaffen, wäre angesagt. denn der unterschied zwischen einer die «es» klar definiert für kohle macht, zu einer, dies es einfach nur besser tarnen kann (auch beziehung oder ehe genannt) ist nicht so gross…

  • Ein Freier sagt:

    Als jemanden der die Dienste von P. in Anspruch genommen hat, bin ich dafür dass jede Form von Missbrauch und Zwang bekämpft werden. Ich bin aber gegen ein Verbot der Prostitution. Für mich ist es wichtig, dass ich die Möglichkeit habe, meine Sexualität in einer legalen und sicheren Umgebung auszuleben.
    Prostitution mit Zwang und Missbrauch gleichzusetzen, verzehrt die Realität. Eine grosse Mehrheit der Frauen macht diesen Job freiwillig. Viele Studios bieten eine sichere und saubere Arbeitsumgebung und einen guten Verdienst. Nochmals, Auswüchse sind zu bekämpfen. strickter als heute.

    • alien sagt:

      Ich denke, dass die Ansichten des Freiers durchaus repräsentativ sind für die Mehrzahl der Freier in der Schweiz, so, wie ich das durch meine bescheidenen Studien gesehen habe. Die Frauen werden respektiert, dass sie einen Job machen, der ihnen tagtäglich wortwörtlich nahe geht, das wird erkannt. Sicher nicht von allen, aber doch von vielen. Prostituierte zu sein in der Schweiz ist in vielen Fällen lange nicht so katastrophal wie es uns die Emmas weismachen wollen.

      • Eni sagt:

        Soso, meine Beobachtungen bezüglich kapputer Prostituirten sind also NICHT repräsentativ, aber die eines Freiers von lauter fröhlichen wandelnden warmen Löcher sehr wohl? Tja, da kann man sich nur wundern.

      • alien sagt:

        Ja, Eni, da gibt es schon Unterschiede, da Deine Ansichten auf oberflächlichen Beobachtungen beruhen und des Freiers nicht (zumindest nicht ausschliesslich).

      • Hitz sagt:

        Der Freier redet sich sein Zeug einfach ein, damit er sich nicht damit auseinandersetzen muss, dass er, anstatt sich wie ein anständiger Mann einfach einen von der Palme zu schütteln, ein krass ausbeuterisches und menschenverachtendes Geschäft unterstützt.
        Ich bin nicht für ein Verbot von Prostitution bzw. illegalisierung der Prostituierten, sondern ganz explizit für ein Verbot des Freiertums in Verbindung mit empfindlichen Strafen. Ebenso wäre eine Strafverschärfung im Bezug auf Zuhälterei wünschenswert.

      • Sportpapi sagt:

        Ja, Hitz, das ist natürlich super. Die Frauen stehen an der Strasse und bieten sich an. Und wer zugreift, wird verhaftet. Würde die Polizei das tun (Straftat provozuieren), wäre das eher unzulässig, oder? Wie ist es mit Anstiftung zu einer Straftat? Wie auch immer – so ist es absurd.

      • mila sagt:

        @Hitz: Das ist, in aller Kürze beschrieben, das schwedische Modell.

        @Sportpapi: In Schweden funktioniert dieses ‚absurde‘ Arrangement offenbar ausgezeichnet.

    • Hitz sagt:

      Absurd ist vor allem die Vorstellung, dass dann noch besonders viele Frauen an der Strasse rumstehen würden. Ebenfalls absurd ist die Konstruktion, dass die Polizei da irgendwas provoziert, ausser sie nehmen an, dass es besonders viele Polizisten gibt, die anschaffen gehen.
      Aber wie auch immer: Ich bin jedenfalls dagegen, dass die Frauen bestraft werden, empfinde aber einen tiefen und aufrichtigen Ekel vor den Freiern. Und nein, ich habe nicht das Gefühl, dass ich für diese Verständnis haben muss. Ich bin auch ein Mann und sehe keine Veranlassung zur Solidarität mit Freiern.

  • mila sagt:

    Die Kommentarfunktion verunmöglicht im Augenblick jedes sinnvolle Gespräch.

    Zur Statistik: Du solltest nach dem wissenschaftlichen Bericht zum Prostitutionsgesetz von 2007 suchen (mich überzeugen obige Artikel in ihrem übereinstimmenden Grundtenor hinreichend).

    • Katharina sagt:

      und dazu habe ich eine lange Replik in mehreren Teilen geschrieben, die nun beim wieder zusammenhängen der Postings verloren gingen. Die Frage ist und bleibt, warum die bestehenden Gesetze nicht durchgesetzt werden. Dies weil weitgehende finanzielle Verstrickungen und Interessen dahinter sind. die Leute werden bezahlt, weg zusehen, sie werden finanziell direkt beteiligt, besitzen Immobilien mit überhöhten Mieten usw. da stellt sich die Frage, welche Interessen hinter den Aufrufen einiger Feministinnen sind und wie sehr selektiv sie Fürsprecherinnen aus dem Milieu auswählen.

    • Katharina sagt:

      Die anderen Sprecherinnen werden als Verräterinnen an ‚der Sache‘ abgestempelt.

    • Katharina sagt:

      ich nehme an es geht so wie hier, eben mit pay offs und direkter finanzieller Beteiligung. auf solicitation stehen hier drastische Strafen (weit strenger als das was Schweden macht, inklusive Eintrag ins öffentliche sex ofender registry, kannst Du von Dir zuhause über Eingabe der Postleitzahl selber nachprüfen. sie werden inklusive geolokation angezeigt).

    • Katharina sagt:

      bringt nichts. warum? weil es so nicht verschwindet, weil durch Illegalität es noch schlimmer ist. ich sage nur: Anlieferung per Container aus Asien…. täglich. und Entsorgung, um es euphemistisch zu sagen. warum? es wird weg geschaut und massiv verdient. Deshalb fand ich den ganzen Aufruf gelinde gesagt irritierend, denn es stellt sich die Frage, warum, was sind die finanziellen incentives einiger Feministinnen, vehement auf ein absolutes Verbot zu plädieren, wenn ich ihnen zugestehe, diese Zusammenhänge zu kennen?

    • Katharina sagt:

      Warum pochen sie nicht darauf, die bestehenden Gesetze durchzusetzen? und stattdessen eben auf dieses absolute Verbot pochen? es kann nur entweder finanziell sein oder aus moralistisch-theologischen Gründen. nämlich die Durchsetzung einer bestimmten hetero normativen monogamen Sexualität… letztlich mittels Gewalt. Und das lehne ich entschieden ab. Die Missbrauchs-Korrelation als Ursache stimmt nicht. das weiss ich wegen mir selber. im Gegenteil, Missbrauch ist statistisch eine Kontra-Korrelation.

    • Katharina sagt:

      Prostituierte unterscheiden sich von Homosexuellen und anderen sexuellen Minderheiten. Sexarbeit ist eine Beschäftigung, während sexuelle Abweichung eine erotische Präferenz ist. Dennoch, indem ein Modell einer regierenden „Sex Hierarchie“ gebaut wird und kommerzieller Sex in diesem platziert wird, wird Geld als eine Variable von Sex statt Sex als eine Variable von Arbeit behandelt. Prostitution ist mit anderen marginalisierten Sexualitäten wie Homosexuelle, Transsexuelle und andere, verbunden.

    • Katharina sagt:

      Es sollte zumindest anerkannt werden, dass Prostitution eine sexuelle Identität sein kann, und nicht nur eine wirtschaftliche Tätigkeit.

    • mila sagt:

      Katharina, ich mag überhaupt nicht bestreiten, dass es einen (eher geringen) Prozentsatz an Prostitutierten gibt, die ihren Beruf tatsächlich als Berufung begreifen. Und die ganze Doppelmoral aller Beteiligten – der Feministinnen, der Post-Feministinnen, der Freier, der Profiteur/innen, der Gegner/innen wie Befürworter/innen – das alles sehe ich auch. Nur ist ‚kommerzieller Sex‘ für einen Grossteil der direkt Betroffenen offenbar ein (persönliches) Minusgeschäft – und deswegen sage ich (als Einzelperson) nein zur Prostitution. Opferschutz vor Profitbegünstigung.

      • Katharina sagt:

        Opferschutz. absolut. und da habe ich die law and order Haltung, also gegen den Menschenhandel rigoros vorzugehen. sei das nun Zuhälterei, sei das Wuchermieten (also dass ein Immobilienbesitzer dann auch unter StGB 195 fällt, und die überzogenen Mieterträge vom Staat eingezogen werden, bis zur Enteignung der Immobilie in krassen Fällen) usw.

      • Katharina sagt:

        Auch dass die Einwanderungsgesetze angeschaut werden und das Locken aus Ländern mit Armutssituationen und der anschliessenden Enteignung der Identität nachgegangen wird. Berücksichtigung bei Handelsabkommen (e.g. EU Beitritt), dass als Klausel eines Handelsabkommens die Kooperation mit den hiesigen Strafverfolgungsbehörden garantiert wird oder ansonsten eine Suspendierung des Abkommens folgt usw.

      • Katharina sagt:

        Ich denke, wir alle sind uns einig. dass die Mehrheit diesem Metier, so wie es sich heutzutage präsentiert, unfreiwillig nachgehen. Und dass der Opferschutz und das entwürdigende in dieser Mehrheit der Situationen vordringend geworden ist.

      • Katharina sagt:

        gegen Notsituationen hilft eine Bekämpfung der Armut und ein gutes Auffangnetz.

        Wenn nun das Auffangnetz in Anspruch genommen wird und stellt sich in der Betreuung eben Ausnützen der Not, Zwang usw. heraus, dann muss der Staat auch die Möglichkeit haben, über die Haftung den Aufwand für die Betreuung bei den schuldigen wieder eintreiben zu können. Du siehst, ein simples Verbot mit der damit verbundenen Abwanderung in die Illegalität bringt weniger als das hier von mir angedachte.

  • mila sagt:

    Ich belasse es wegen der Aufschaltungsschwierigkeiten beim link. Der Text spricht, wie ich finde, für sich.

    http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/1649844/

    Begriffe wie „sexuelle Dienstleistung“, „ältestes Gewerbe der Welt“, „ein Job wie jeder andere“ – all das kann und will Amelie nicht mehr hören.

    „Diese Banalisierung macht mir krank. Das ist total banalisiert, total falsch. Ein Job wie ein anderer? Ich glaube nicht. Das ist nicht nur physisch, das ist seelisch.“ (Dies die Aussage einer gemäss Eigenangabe freiwilligen, selbstbestimmten Prostituierten).

    • mila sagt:

      Es geht im Übrigen um die Auswirkungen des Prostitutionsgesetzes, das selbige in Deutschland legalisierte. Sinniger Titel des Deutschlandfunk-Beitrags: “ Nicht die Huren profitieren“.

      Dazu auch ein Bericht der ARD: http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2011/prostitution129.html. Dessen Headline: „Liberales Prostitutionsgesetz: Wie Deutschland zum Puff Europas wurde.“

      Je mehr ich zum Thema lese, desto mehr überzeugt mich der schwedische Weg. Liberalisierung scheint jedenfalls nicht der prophezeite ‚Heilsweg‘ zu sein – im Gegenteil.

    • mila sagt:

      Das sollte auch genug statistisch unterfüttertes Material für Dich sein, Katharina.

      • Katharina sagt:

        Statistik? wo denn? nicht in deinen links. wie gesagt, die bestehenden Gesetze werden nicht durchgesetzt (Zuhälterei usw) und es wird auf eine bestimmte, billige Szene fokussiert/umgeschwenkt.

      • mila sagt:

        Katharina, es wird direkt auf eine wissenschaftliche Untersuchung zu den Auswirkungen des Prostitutionsgesetzs aus dem Jahr 2007 genommen, davon ausgehend hat die deutsche Bundesregierung einen Bericht verfasst, der festhält, das so gut wie keines der hehren Ziele des Gesetzes erreicht wurde. Beide Dokumente sind im Netz leicht zugänglich.

        Die ‚billige‘ Szene (Strassenstrich, Billigbordells), wie Du sie nennst, macht nun mal einen Grossteil der Prostitution aus. Davor die Augen zu verschliessen und allein auf den höherklassigen Escort zu fokussieren, halte ich wiederum für heuchlerisch.

      • mila sagt:

        In diesem Niedrigsegment wird die abstrakte Theoretikerin Judith Butler jedenfalls keine freiwilligen, selbstbestimmten Sexworkerinnen finden.

        (Genau diese wollte im Übrigen das deutsche Prostitutionsgesetz fördern bzw. unterstützen – und hat mitunter das Gegenteil bewirkt. So fehlt teilweise die rechtliche Handhabe gegen Zuhälter und Bordellbesitzer, s. ARD-Bericht. Der Markt wird von Billigangeboten überschwemmt, die Frauen sehen sich als direkte Folge davon der Forderung nach immer extremeren – und gesundheitsschädlicheren Praktiken – ausgesetzt.)

      • mila sagt:

        …aber Hauptsache, wir können ein Loblied auf die Legalisierung/Liberalisierung singen. Und uns dabei auch noch wahnsinnig weltmännisch fühlen.

      • mila sagt:

        Ein letztes noch zum Luxusgewerbe: vor einigen Jahren hat das Magazin ein Special zum gehobenen Escortservice herausgegeben. Was die Damen zu berichten wussten, war durchaus zwiespältig – gerade, was die Kundenvorstellungen und -wünsche anbelangt.

        Aber immerhin: diese Frauen hätten mehrheitlich die Möglichkeit, (gutes) Geld mit einer anderen Tätigkeit zu verdienen, womit strukturelle Zwänge wegfallen. (Anders sieht es womöglich mit psychischen Nöten aus; wenigstens in meinen Augen kann niemand, der sich und seinen Körper wertschätzt, dessen Öffnungen gegen Bezahlung zur Verfügung stellen.)

      • Theo sagt:

        „…immer extremere und gesundheitsschädlichere Praktiken…“

        Das trifft auf jeden Spitzen- und Extremsportler zu. Und das sagt nichts über die Freiwilligkeit aus. Oder wollen sie Balletttänzerinnen verbieten, ihre Körper zu misshandeln, um ein paar Jahre Karriere machen zu können?

        Liberal daran kann nur sein, dass wo eine Nachfrage entsteht, auch das Angebot da ist. Es handelt sich ja nicht um Drogen, Waffen, etc. sondern es gibt überhaupt keine Verletzung. Ausser der körperlichen Unversehrtheit. Ein Ganzkörpertatoo ist auch ein freiwilliger Akt. Da muss niemand jemanden vor etwas schützen.

      • Theo sagt:

        ich meinte: Die Frage ist, welches Rechtsgut bedroht ist oder verletzt wird? Nur dann könnte man im Sinne eines umfassenden Schutzes ein Verbot erwägen. Sonst bleibt aber Prostitution ein „victimless crime“.

      • Theo sagt:

        „…kann niemand, der sich und seinen Körper wertschätzt, dessen Öffnungen gegen Bezahlung zur Verfügung stellen…“

        Hier fehlt eine Begründung. Wie ist hier Wertschätzung, oder vielmehr: Wert, definiert? Und lässt sich diese Definition als allgemeiner Wertmassstab geltend machen?

      • mila sagt:

        Ich sagte bewusst: in meinen Augen. Also braucht es keinen allgemeinen Wertmassstab; wer Sex als Dienstleistung/Ware betrachten will, wird immer eine Rechtfertigung dafür finden.

        Btw: Hochleistungssport und Prostitution miteinander zu vergleichen finde ich (persönlich) in hohem Masse zynisch.

      • Katharina sagt:

        „es wird direkt auf eine wissenschaftliche Untersuchung zu den Auswirkungen des Prostitutionsgesetzes aus dem Jahr 2007 genommen, davon ausgehend hat die deutsche Bundesregierung einen Bericht verfasst, der festhält, das so gut wie keines der hehren Ziele des Gesetzes erreicht wurde. Beide Dokumente sind im Netz leicht zugänglich. “ warum dann verweist Du nur darauf, ICH solle danach googeln, statt dem Hinweis selber nachzugehen und hier zusammenzufassen, so wie ich das tue?

        Wie die rechtliche Lage in DE ist/war, wusste ich nicht und anscheinend fehlt die Handhabe gegen Zuhälterei.

      • Katharina sagt:

        Ein Aspekt, der hier noch nicht besprochen wurde, ist derjenige der Sucht. dies betrifft sowohl die Freier (siehe der Anstieg der Nachfrage nach gewissen Praktiken) aber auch seitens der Frauen. damit ist nicht nur Substanzmissbrauch gemeint, als eine häufige Ursache für den Einstieg, sondern derjenige der vermeintlichen Machtausübung.

      • Theo sagt:

        Prostitution als Hochleistungssport: In einer gewissen Weise trifft es das wohl sehr genau. Die Ausbeutung des eigenen Körpers, das überwinden von inneren Grenzen. DEr Mensch ist fähig seinen eigenen Körper zu überwinden (und erst recht seinen Willen).

        Was braucht es noch? Aha, Moral? Nicht im Enst oder? In einer Zeit in der allgemeinverbindliche Moral- und Wetvorstellungen gerade in Auflösung begriffen sind, was von euch „Progressiven“ ja begrüsst wird, dass nur das Individuum allein sich seinen Wertmassstab setzt. Und hier soll es also falsch sein?

        So verlogen! Doppelmoral!!

  • mila sagt:

    Die Kommentare verspringen wieder einmal… Mal sehen, wo diese Fortsetzung des vorherigen landet:

    Constabels Kritik wurzelt in mehr als zwei Jahrzehnten Sozialarbeit mit Prostituierten. Das Gesetz bringe den Frauen nichts, weil es ein bürgerliches Gesetz sei; das Milieu aber funktioniere nach anderen, nach eigenen Regeln. Die Paragrafen, klagt Sabine Constabel, gingen am Alltag der Prostituierten komplett vorbei.

    „Die Frauen verkaufen ihren Körper, also nicht nur ihre Sexualität. Der Freier fasst sie an, dringt in sie ein. Prostitution tut weh, und entsprechend sind die Verletzungen. Und diese Verletzungen, die sie immer wieder wegstecken müssen, führen dazu, dass sie bestimmte Überlebensstrategien entwickeln müssen. Also ganz viele Frauen sind tablettenabhängig. Das verunmöglicht, dass die Frauen so ein bürgerliches Wertesystem aufbauen können, wo sie zum Beispiel sagen, dieses Geld lege ich jetzt zurück, dass ich mir da was aufbauen kann, zum Beispiel in ne Krankenversicherung einzahlen. Dieser Gedanke ist völlig unmöglich; das machen die Frauen nicht. Die leben von diesem Tag zum nächsten.“

  • Christoph sagt:

    Es gibt auch männliche Stricher, die Gleichbehandlung ist also in etwa gegeben. Ich würde sogar sagen, den männl. Nutten gehts schlechter als den Frauen, weil da ist die gesellschaftliche Akzeptanz wesentlich geringer. An der Gleichstellungsfrage kann man es nicht aufhängen.
    In dem Gewerbe liegt vieles im Argen, die Auswüchse und kriminellen Aktivitäten müssen Priorität haben. Der Strichplatz wird vieles bloss verschieben, da soll der Tagi ruhig dranbleiben. Bis das geregelte und faire Dienstleistungen werden, wird noch einige Zeit verstreichen.

  • Markus Müller sagt:

    Nur um für ca. 5 Min.Körperflüssigkeiten auszutauschen, dieses wird als männliches Generalbedürfnis dargestellt, wird ein
    Aufwand betrieben, der logisch nicht zu erklären ist. Aber da gibt es ja den animalischen Trieb, bei dem einem mehr, beim anderen weniger,fragt man sich nur warum die Allgemeinheit sowie darunter leiden,dafür zahlen muss.
    Einen Menschen kann man nicht kaufen, man kann ihn höchstens für seine Zwecke benutzen und dafür entlohnen.
    Um ohne gegenseitige Liebe seinen Muskel in einer anderen Person zu reiben und danach besagte Flüssigkeit auszutauschen
    muss man diesem Trieb

  • Urs Amann sagt:

    Sehr geehrte Frau Weber, obwohl ich Ihren Standpunkt durchaus nachvollziehen kann, und ich prinzipiell gegen alles bin, was dem Geschäft mit dem käuflichen Sex vorgelagert ist (Menschenhandel, Emführungen etc.), habe ich zu diesen (ewigen) Thema schon lange keinen so realitätsfremden Beitrag mehr gelesen. Sex gegen Geld wird es immer geben… Es erstaunt mich wie Sie es schaffen so undifferenziert an dieses Thema heran zu gehen. Bear with me, aber Sie bedienen sich einigen auch nicht gerade emanzipiert anmutenden Taschentricks in Ihren Zeilen. Ist das Sommerloch denn noch nicht vorbei?

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    Nichts zu vögeln? Na und, davon geht die Welt nicht unter!
    „Ich habe ein Bedürfnis, es muss befriedigt werden, jetzt!“ ist eine kindische Einstellung. Freien Zugriff auf Frauen, jederzeit, ist kein Menschenrecht. Dass eine Stadt sowas fördert, mit Verrichtungsboxen, bezahlt aus Steuergeldern auch von Frauen, ist sowieso ein Skandal.

    • Sportpapi sagt:

      Du meinst ein demokratischer Entscheid, an dem die Mehrheit, die Frauen, auch beteiligt war?

      • Theo sagt:

        Die Mehrheit hat auch für gezielte Tötung von Föten und für die gratis Abgabe von schweren Rauschgiften an Süchtige gestimmt. Deswegen ist es trotzdem ein Skandal.

        Hier bin ich mit Pippi einverstanden. Man raubt dem Milieu so die quasi kulturelle Autonomie und will es Teil der normalbürgerlichen Gesetzeswelt machen, Das geht aus moralischen Gründen nicht. Jede Rechts- und Wertegesellschaft muss sich gegen gewisse Dinge auch bewusst abgrenzen. Gezielte Nichtintegration. Mit Sexboxen macht sich die Allgemeinheit zum Handlanger von Prostitution und (behauptetem) Menschenhandel.

      • gabi sagt:

        Freu mich immer, wenn über Bloger wie Sie offenkundig wird, wie fanatisch konservativ und kleinkariert Pippi in Wirklichkeit ist.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Nimm deine Medis und putz die Tastatur, da hast du genug zu tun!

  • Eni sagt:

    Je hilfloser ein Lebewesen ist, desto grösser sein Anspruch auf menschlichen Schutz vor menschlicher Grausamkeit.

    M. Gandhi

    sollte vielleicht auf für Menschen gelten

    • Hanspeter Niederer sagt:

      Bei Menschen in Westeuropa ist es grösstenteils realisiert, bei so geschimpften „Nutztieren“ mit der Einwilligung oder Tolerierung der grossen Mehrheit der Menschen grösstenteils nicht. Ein ausserordentlich trauriges Kapitel der menschlichen Ignoranz und Kaltschnäuzigkeit dem Leiden der Mitgeschöpfe gegenüber. Diese Verbrechen werden organisiert, um den Fleischessern ein bisschen Gaumenfreude zu verschaffen und damit Geld zu verdienen.

      • Eni sagt:

        Das Problem ist nicht die Tatsache, dass Fleisch gegessen wird, sondern die Menge die teilweise tagtäglich von Einzelnen verschlungen wird. Da gibt es Leute die essen täglich 300 oder 500 g, selbstverständlich nicht aus tierfreundlicher Haltung, da sie in ihrem Egoismus nicht auf Genuss verzichten wollen und zwar so billig wie möglich.

        Traurig aber wahr.

  • Hanspeter Niederer sagt:

    Die Prostitution muss nicht verboten werden, aber es muss mit härtesten Strafen gegen Ausbeuter und Profiteure (z.B. Wuchermietzinse wie an der Zähringerstrasse durch einen feinen FDP-Politiker erhoben) dafür gesorgt werden, dass alle Frauen, die diese Tätigkeit ausüben, es aus absolut freien Stücken machen. Wenn Frauen dies aus extremer wirtschaftlicher Not tun müssen, ist in der Tat eine weltweite Kampagne gegen (erzwungene) Prostitution aus wirtschaftlicher Not nötig, da unter diesen Umständen in den allermeisten Fällen eine extreme Erfahrung der Erniedrigung damit einhergehen muss.

    • Eni sagt:

      Danke für dieses Statement aus männlicher Sicht.

      • alien sagt:

        Ja, obschon es an sich wenig mehr ist als eine Klarstellung, denn es sieht sicher eine Mehrheit der Männer hier so.

        Ich möchte hinzufügen, dass Menschen aus wirtschaftlichen Gründen weltweit zu sehr verschiedenen Dingen gezwungen werden. Prostitution, Zwangsprostitution ist nur eines davon. Die Bedingungen, unter denen vielerorts Bodenschätze abgebaut werden, schreien zum Himmel und wer Zwangsprostitution einfach unbesehen als „schlimmer“ beurteilt, der schlampt ganz enorm.

      • Gabi sagt:

        Und die Brillenträger? Können wir auch noch ein offizielles Statement der Brillenträger haben?

        Oder der Linkshänder?

        Oder aller Bürger, deren Postleitzahl ungerade ist?

        „…dieses Statement aus männlicher Sicht.“ – ich seh nicht mal, was daran besonders männliche gewesen sein soll.

      • Eni sagt:

        So Gabi, jetzt ist Ihnen langweilig geworden an Pippi rumzunörgeln und müssen nun stattdessen mir jedes Wort im Munde verdrehen was?

      • Gabi sagt:

        Aber nein.

        Pippi stieht in dieser Hinsicht wirklich niemand so schnell die Schau.

        Und in Ihrem Falle nehme ich wirklich an, Ihnen fällt´s auch auf.

        Ungelogen, Eni: Bei dem Thema gehen Sie ab und vergreifen sich teilweise in den Bildern; bzw. halten Ihre schlimmsten Schreckvorstellungen für Alltagsrealität.

        … was bei dem Statement „aus männlicher Sicht“ sein soll, und wieso Sie glauben, dass Herr Niederer da auch für mich sprechen könne, ist mir Schleierhaft.

        Und das mich diese Art Pauschalisierungen nicht erst sei heute und unabhängig vom Sendenden nerven, das wissen Sie auch, Eni.

      • Eni sagt:

        Mit männlcher Sichtweise habe ich eigentlich nur meine Freude darüber ausgedrückt, dass ein Mann überhaupt kritisch zur Prostitution Stellung nimmt anstatt diese schönzureden wie es halt üblich ist.

        Ich verstehe schon das Problem, dass ein Mann nicht unbedingt genügend Zugang hat zu unentgeltlicher Sexualität und daher mit Prostitution libäugelt weil er seine Bedürfnisse befriedigt haben möchte, aber meine Einsicht dieses Umstandes macht dieses Gewerbe nicht Menschenfreundlicher.

      • alien sagt:

        Sie war nicht sehr präzis, Eni, stimmt. Aber ich hatte sie so verstanden, wie sie es präzisiert hat. Also Gabi: Mach Dich doch nicht lächerlich. Ein bisschen Intelligenz einzusetzen beim Lesen schadet nicht.

  • Die Polizei und die Richter müssen die „Freier“ verfolgen und verklagen! Die Prostitution würde rasch und sehr weitreichend reduziert.

  • Andi sagt:

    Würden Sie sich auch so aufregen bei Männern die solche Dienste verkaufen?

    • marie sagt:

      was denken sie, wieviele junge männer sich auf dem strich verkaufen MÜSSEN… und wie grauenhaft das eigentlich ist. viele, wenn nicht die meisten freier, sind verheiratet und haben zu hause kinder. (es sind nun mal hauptsächlich männer die den strich aufsuchen.)

      • Peter Steiner sagt:

        Stop. Was erzählen Sie da? Reden Sie von SchweizerInnen oder angeschleppten Ukrainerinnen? Im Falle von lokal Ansässigen: In diesem Land wird niemand „gezwungen“, sich durch sittenwidrige Arbeit seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Im schlimmsten Fall gibt’s Arbeitslosengeld oder Sozialhilfe. Im Falle von angeschleppten Ausländerinnen gilt das StGB.

  • claude sagt:

    Meiner Meinung nach ist es unglaublich peinlich dass der Tagi im Magazin-Artikel und jetzt noch einmal hier eine Lanze für das Verbot der Prostitution bricht. Leider hat er sich damit vollkommen selbst disqualifiziert. Mein Abo ist gekündigt.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Dann hast du jetzt mehr Geld, dass du am Sihlquai verjubeln kannst.

      • Theo sagt:

        Oder nicht, wenn die PC-und-Gender-Taliban auch noch dieses sündhafte Widerstandsnest aus dem so ekelhaft liberalen bürgerlichen Zeitalter ausgerottet haben.

      • michel sagt:

        …Pipi du bist schon eine ziemlich unhoefliche wenn nicht freche Person. Reagierst du nur durchs Internet getarnt so extrem oder auch auf der Stresse, wenn ich dir begegnen wuerde?

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Höflichkeit wem Höflichkeit gebührt:

        „Höflichkeit bedeutet hofgemäßes, gesittetes Benehmen und ist, wie man unschwer erkennen kann, von Hof im Sinne von Fürstenhof abgeleitet. “

        Wer Menschen sexuell ausbeutet, verdient keine Höflichkeit, weil sein Verhalten das Gegenteil von hofgemässem, gesittetem Benehmen ist. Wobei es mir nicht um die Sitte, sondern um etwas viel Wichtigeres geht: Um die Ethik.

      • claude sagt:

        Was sind Sie für eine primitive Person? Mich direkt zu Duzen und mir im gleichen Satz zu unterstellen, ich wäre ein Freier. Ich freu mich ja schon auf all die notgeilen Männer die nach einem Verbot die Gegend unsicher machen.

      • gabi sagt:

        Sind Sie sicher, dass es nicht auch gleich ein Vergewaltiger ist, Pippi?

        Was sagen die Karten?

        – Sie wissen sooooo viel. (Grad auch zum Thema Höflichkeit! Da könnten Sie bald schon von WK als Koryphäe eingesetzt werden!)

        – URIELLA! Ich weiss doch, dass Sie das in Wirklichkeit sind: Wollen Sie mich heiraten? Ich WILL EIN KIND VON IHNEN!

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Was bist du für ein Unwissender Troll! ‚Notgeile‘ machen die Umgebung unsicher???? Klar, der Trieb des Mannes ist heilig, dem muss nachgegeben werden, sonst wird der Mann zum Tier……. Wenn es nicht so traurig wäre, wenn Männer von sich selbst ein solches Bild zeichnen, würde ich lachen.

      • claude sagt:

        Dem bleibt nichts mehr hinzuzufügen. Ich hoffe Sie werden irgendwann in der Lage sein, sich für Ihre Beiträge zu schämen. Bis dahin, alles Gute!

    • pixel sagt:

      Claude, ich bin ja auch nicht für ein Verbot. Könnten Sie mir nicht trotzdem erklären, wieso das direkt peinlich sein soll für den Tagi, so eine Diskussion anzuleiten? Wieso peinlich? Und wieso geht das bei Ihnen soweit, dass Sie direkt Ihr Abo kündigen wollen (neee, ich arbeite nicht im Kundendienst bei denen, keine Sorge 🙂 )

  • Pierre sagt:

    Konsequent gesehen handelt es sich bei Arbeit um den Kauf eines Menschen und damit um Leibeigenschaft auf Zeit. Man hat sich irgendwann darauf geeinigt, dass Leibeigenschaft mit der Menschenwürde unvereinbar sei. Bezüglich Arbeitenden gilt das nicht. Weil hey, Arbeitende gabs schon immer, die Wirtschaft hat halt Bedürfnisse und überhaupt, was tut ihr so verklemmt, ist doch einfach ein Deal, Freiheit gegen Geld.

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    Und hier machen 32 Organisationen mit, die Anti-Prostitutions-Bewegung ist in ganz Europa sehr populär und gewinnt ständig an Power, die Frauen und die bewussten Männer haben genug von sexueller Ausbeutung:

    http://www.womenlobby.org/?lang=en

    • Theo sagt:

      Hm, die „bewussten Männer“, so so. Und die anderen, sind die unbewusst oder gar bewusstlos? Ich schlage vor: unterbewusste Männer, die einfach Männer sind mit ihrer ganzen Identität und dabei auf tausende Jahre archetypische Männlichkeit zurückgreifen können. Dann hätten wir die ganze Verunsicherung wegen ein paar hysterischen Frauen nicht, die ihre hetärische Intelligenz und all die herrliche weibliche Macht zwischen Verführerung und Erlösung einem fantasie- und kulturlosen Gleichheitsgebot zu opfern bereit sind. Nun, vielleicht braucht es ein paar verlorene gleichgemachte, unglückliche…

      • Theo sagt:

        …kinder- und sexlose Generationen von Frauen (und Männern). Im Chaos besteht nämlich die Freiheit, dass sich die Natur wieder ordnen kann und dann werden die Pole wieder eine sehr grosse Anziehungskraft haben. Wir kommen auch aus dieser Verirrung der Moderne wieder raus und damit weiter. Der Backlash wird gewaltig, das kann ich versprechen. Hoffe dass wir es noch miterleben dürfen…!

      • Gabi sagt:

        Also wie wir die „paar … kinder- und sexlose Generationen“ hin kriegen sollen ohne Sex und Kinder, weiss ich jetzt zwar nicht genau…

        😀

      • Theo sagt:

        Das ist der springende Punkt: Noch gibt es widerständische Gruppen, die sich dem Gender-Dogma verschliessen und munter weiter das traditionelle Modell leben. Vielleicht verstecken sie sich heute in evangelikalen Reservaten, in entlegenen Schlupflöchern abseits vom Lärm des erbarmungslosen gesellschaftlichen Diskurses. Oder es sind Einwanderer aus Südeuropa, die künftig mit den Evangelikalen die Kinder (und damit die Eliten künftiger Gesellschaften) stellen – und damit den neuen Kern der Kultur darstellen werden. Wir werden sehen…!

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    Der junge belgische Filmemacher Patrick Jean hat sich sehr engagiert gegen Prostitution:

    http://www.emma.de/hefte/ausgaben-2012/fruehling-2012/prositution-und-menschenwuerde/

    • Pierre sagt:

      Eine vorallem provokative Argumentation wäre, dass Prostitution als wirtschaftlicher und praktisch ausschliesslicher Frauenclub klar diskriminierend ist und deshalb Massnahmen zu ergreifen sind, um diesen Missständ aufzuheben. Was sich etwas absurd anhört, hat aber eine wahre Komponente.. respektive:
      Wieso sind nur Frauen auf diese Art käuflich und könnte dies ein grundlegendes, nicht-symptomatisches Problem darstellen?

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    Es gibt sie, die Männer, die sich gegen die Prostitution wenden, auch öffentlich. Sie haben meine ganze Hochachtung! Echte Männer!

    http://menapat.org/

    • Ursli sagt:

      Klar, echte Männer die Jesus lieben. Die haben Sex nur für die Fortpflanzung, masturbieren nicht und denken auch NIE an Sex. Und sonst fahren sie mit Ihren Söhnen nach Colorado, wo es Institute gibt, die mittels Elektroschocks an den Genitalien solche schlimme Gedanken austreiben. Hilft auch gegen Homosexualität und andere Perversitäten.

    • Theo sagt:

      „we – as men – are hurting other people…“

      Ja, „we as men“ zerstören auch die Umwelt und beuten die dritte Welt aus. Wir sollten etwas mehr wie die Frauen werden, die solches nicht tun. Seltsames „mea culpa, ich bin ein Mann, vergib mir meine Sünde“…

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Der Kommissar im fraglichen Magazin Artikel äusserte sich ähnlich: „Es ist unmännlich, zu P. zu gehen, wenn einer in meinem Freundeskreis sich positiv dazu äussern würden, würde er ausgelacht.“

      • alien sagt:

        Das behauptet er einfach mal, wahrscheinlich ist es nur das, was er denkt und nicht weiss. Ausserdem weiss ich, dass das nicht repräsentativ ist. Pippi, Du glaubst, Du befindest Dich kurz vor dem Endsieg, aber in der Tat befindest Du Dich auf dem Rückzugsgefecht.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Bla bla. Du weisst sicher besser Bescheid, als ein Profi, der sich tagtäglich beruflich mit P. auseinander setzt. Auf dem Rückzugsgefecht befinden sich Losertypen wie du und du weisst das auch. Australien, Deutschland und Holland sind ebenfalls im Wandel. Wie gesagt, wenn du den Artikel lesen würdest, wärst du im Bilde.

      • alien sagt:

        Beleidigen? Hm. Du weisst aber schon, dass es mehr über Dich aussagt als über mich, wenn Du mich hier beleidigen musst, oder? Bitte nimm Deine Rechtskenntnisse hervor und frage Dich, ob ich Dich nicht wegen übler Nachrede belangen könnte. Und wenn Du dann mit Bangen einsehen musst, dass Dir das blühen könnte, dann, erst dann, beruhige Dich. Ich bin nicht an einem Rechtsstreit interessiert.

        Ganz generell: Für ein Rückzugsgefecht muss man zuerst einmal an einer exponierten Stellung sein, Pippi. Und das bin ich ja nicht. Meine Position ist hier sehr moderat und kaum gross umstritten.

  • Herbert Nuk sagt:

    Richtig, Abschaffen!
    Und überhaupt, warum schauen die Frauen immer zuerst auf das Konto ihres Auserwählten. Sachen gibts!

  • Thomas Müller sagt:

    Menschenhändler sind Leute, die anderen (gegen deren Willen) etwas vorschreiben wollen. Somit ähnelt Frau Webers anliegen demjenigen der Menschenhändler, oder nicht?

  • joachim kuhn sagt:

    so ein schwachsinniger artikel. sex ist eine dienstleistung. ich kaufe mir nicht den körper einer frau, sonst könnte ich ja auch ihre niere entnehmen.

  • joachim kuhn sagt:

    so ein schwachsinniger artikel. sex ist eine dienstleistung. ich kaufe mir nicht den körper einer frau, sonst könnte ich ja auch ihre niere entnehmen.

  • Auguste sagt:

    hmm…, dass prostitution immer ein völlig unzulänglicher aspekt menschlicher kultur sein wird, belegt die simple tatsache, dass man zwar mit leib, aber nie mit seele dabei sein kann. weil die prostitution diesen makel nie loswerden wird, verstehe ich die forderung nach abschaffung sehr gut. da dies aber wegen der menschlichen leib- und triebhaftigkeit völlig illusorisch ist, könnte den missständen nur mit gesellschaftlichem und kulturellem umdenken und griffigen massnahmen entgegengewirkt werden. das ist leider noch ähnlich illusorisch.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Warum so mutlos? Die Sklaverei konnte auch abgeschafft werden, was damals ähnlich undenkbar war.

      • Thomas Müller sagt:

        Staatsgläubig und Freiheitsscheu?
        Egal ob Prostituierte, Freier oder Zaungast wer möchte sich schon von Vorschriften entmündigen lassen? Es gibt etwas das ähnlich schlimm wie Menschenhandel ist: Leute die glauben, anderen Menschen etwas vorschreiben zu können!

      • Auguste sagt:

        hmm…, der sklaverei (leibeigenschaft) brachen zuerst die aufklärung und als deren folge die amerikanische verfassung sowie später die mechanisierung der arbeit endgültig das genick. ersetzt wurde sie in weiten teilen der welt durch die ausbeutung. das ankämpfen lohnt sich, aber grossen würfen stehen grosse, politische und auch wirtschaftliche widerstände im weg.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ich weiss, Auguste. Trotzdem müssen wir es anpacken, die Zeichen stehen gut, das Bewusstsein ist bei Vielen da, schau mal meine Links an. Wenn ich dort lese, bin ich zuversichtlich. Das Wichtigste war der Entscheid des franz. Parlaments, eine EINSTIMMIGE Annahme in dieser Frage hätte ich mir nie träumen lassen. Auch wenn die Umsetzung noch viel Kraft erfordert, ist doch das Bekenntnis zu den Menschenrechten auch für Frauen ganz eindrücklich. Es bedeutet: „Der Mensch ist kein handelbares Gut“, ein Meilenstein. Der Rest von Europa wird folgen, der Norden machte den wichtigen Anfang.

      • Mike sagt:

        Die Sklaverei konnte nicht abgeschafft werden, wir beuten die Leute jetzt einfach lieber direkt in der dritten Welt aus, statt sie erst hierher zu importieren. Mal abgesehen davon, dass es absolut auch noch Sklaven im engeren Sinne gibt, nur nicht in den reichen Industrienationen. Die lassen das andere für sich machen und spucken dann vom hohen Ross grosse Töne von Menschenrechten und Freiheit. Oder ums kurz zu machen, nein, bloss weil man etwas verbietet, verschwindet es nicht einfach.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Welche stupende Erkenntnis! 🙄

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        In Kanada ist die P. übrigens auch verboten. Die sind so fortschrittlich in solchen Fragen, auch wenn es um Gewalt gegen Frauen geht, machen die richtig vorwärts. Echte Männer eben! Keine Loser, die sich nur gross fühlen, wenn sie Schwächere unterdrücken und ausbeuten können.

      • Mike sagt:

        Ich würde mal frech behaupten, Prostitution gibt’s deswegen in Kanada trotzdem, sie passiert einfach zu 100% in der Illegalität, was in erster Linie den Zuhältern zugute kommt. Wie gesagt: Bloss weil man sagt, etwas ist verboten, verschwindet es nicht einfach. Gefragt sind pragmatische Lösungen, kein ideologisches Stammtischfeministinnen-Geplärre von „echten Männern“. Das nützt den ausgebeuteten Ungarinnen am Sihlquai rein gar nichts.

      • gabi sagt:

        Jetzt machen Sie mal einen Punkt, mike. Ja?! – Bitte!

        Wenn Pippi fest die Augen schliesst, dann ist die Welt nicht mehr da!

        So ist das.

        Sie hat halt einfach die besseren Argumente (auch wenn sie uns die seit Jahren vor enthält)

      • alien sagt:

        Das ist nicht einmal frech, es ist völlig klar. Prostitution verschwindet nirgends per Dekret. Während des Alkoholverbots war der Alkohol in den USA ein Riesenproblem. Mit Gesetzen kann man Regeln aufstellen, aber ein missliebiges Verhalten völlig beseitigen geht praktisch nicht. Nun könnte man ja sagen, dass es schon sehr gut wäre, die Prostitution auf meinetwegen 20% ihres heutigen Umfangs zurückzudrängen mittels eines Verbots. Ich finde das nicht, und zwar darum, weil es den dannzumal 20% der Prostituierten deutlich mieser ginge als heute, weil sie in einem verbotenen Gewerbe tätig wären.

      • Katharina sagt:

        jetzt weise mir einmal nach, warum freiwillige prositution ein menschenrecht verletzen soll.

      • alien sagt:

        Consultants für die grossen Consultingfirmen (Anderson Consulting, Boston und so weiter) sind die modernen Nutten. Sie arbeiten stundenweise für Geld, sind rasch ein- und absetzbar, sind mobil, arbeiten zum Teil auf der Strasse (mit Laptops), haben zum Teil am gleichen Tag mehrere Kunden, geben Begeisterung vor.

        Moderne Sklaven. Ja?

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Es gibt immer mehr Menschen, die genau dieser Meinung sind. Unter anderem deshalb, weil die ‚freiwillige Prostitution‘ ein Wunschgebilde ist, das einer harten Überprüfung nicht standhält. Wenn du mal etwas zum Thema lesen würdest, anstatt hier Bull zu verzapfen über die angeblich ‚wirklichen Motive‘ der Feministinnen, wäre dir das schon lange klar. Auch für dich nochmal einen Link, da kannst du dich schlau machen:

        http://www.emma.de/hefte/ausgaben-1988/oktober-1988/domenica-1988-10/

      • Katharina sagt:

        nachweis, Pippi, nicht emma. aber bitte, wenn die fakten ignoriert werden, dann ist das nicht mein problem, sondern deines. freiwillige Prostitution’ ist KEIN Wunschgebilde.

        aber was du und andere hier abziehen ist moralistischer humbug. dies weil ihr euch nur auf die auswuechse fokussiert und eine bestimmte szene.

        was keiner harten ueberpruefung standhaelt sind die claimes der moralinsauren radikalfeministinnen. schon die statistiken unterstuetzen deren hypotheesn nicht. uebrigens auch die von schweden nicht. weil dort einfach die taonomie verschoben wurde.

      • Katharina sagt:

        und dann weiter auf den wesentluchen aspekt, naemlich dass die bestehenden gesetze nicht durchgesetzt werden, nicht einmal eingeht. und genau das ist eben entlarvend.

      • alien sagt:

        „Taxonomie“, Katharina, schönes Wort, aber kein Allgemeingut.

        Die von Dir erwähnte Annie Sprinkle ist übrigens ein gutes Beispiel. Die Frau dürfte gar nicht existieren, ginge es nach den Emmas.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Wenn du auch ansatzweise eine Ahnung hättest, worum es bei Prostitution geht, Kate, würdest du hier nicht so den Mund vollnehmen. Du weisst nichts über das Thema, hast nichts gelesen darüber und hast das auch nicht im Sinn. Gut! Aber sich ein bisschen aufspielen, nicht wahr? Nach deiner Logik wäre also das ganze franz. Parlament radikalfeministisch unterwandert. LÄCHERLICH!

        Mit ist das hier zu blöd, ich hab gesagt, worum es mir geht, ihr könnt euch gerne weiter Märli-Gschichtli erzählen.

      • Katharina sagt:

        „Du weisst nichts über das Thema, hast nichts gelesen darüber und hast das auch nicht im Sinn“ Im Gegensatz zu Dir habe ich sämtliche meiner hier zitierten Quellen durchgelesen. Und ich habe betreffend Prostitution weit mehr eine Ahnung als Du denkst und Dir lieb ist.

        Aber eben. wenn Dir die Argumente ausgehen, attackierst Du die Glaubwürdigkeit und machst auf persönliche Anwürfe.

        Ich könnte nun anfangen Aspekte Deiner Biographie darauf zu untersuchen, inwieweit Prostitution eine anwendbare Sichtweise ist. Aber im Gegensatz zu Dir habe ich etwas, das Dir abgeht: Klasse und Integrität.

      • Katharina sagt:

        und ja, mir ist das auch zu blöd. vor allem mich mit jemanden auszutauschen, die in der Anwendung akademischer recherche- nett gesagt – mangelhaft ist und anscheinend intellektuell mir nicht mal ansatzweise das Wasser reichen kann.

      • alien sagt:

        Das mit dem intellektuell das Wasser reichen, Katharina, das stimmt sicher. Allerdings ist es nicht sonderlich hilfreich hier. Es geht darum, dass Leute miteinander reden, die sehr unterschiedliche Voraussetzungen mitbringen. Die einen sind depressiv und intelligent, bringen aber nichts zustande, die anderen sind erfolgreiche Macher, aber dumm. Und alle Varianten dazwischen gibt es auch. Wir beide gehören in dieses Kontinuum, Pippi auch, und ihr Dummheit vorzuwerfen dient höchstens etwas dem Spannungsablassen aber bewirkt, dass die Leute Dich als überheblich wahrnehmen. Dich zu kennen,

      • alien sagt:

        Katharina, das ist anhand Deiner Texte hier sehr schwierig. Du bist eine wahrhaft schillernde Person mit sehr vielen Facetten, vielen Ecken und Kanten (auch wenn sie zum Teil ganz nett abgerundet sind 🙂 ). Du bist hier wahrscheinlich die anstrengendste Person, im negativen und im positiven Sinn, und wer Deine Sachen liest, erkennt, dass man von Dir immer nur die obersten 2% der Persönlichkeit sieht, allerdings immer andere 2%, nicht konkurrenzierende, aber sich ergänzende. Leb damit: Du bist die Traumfrau.

      • marcus sagt:

        schön, dass es pippi gibt, die die einzig richtige wahrheit weiss. immer noch und wahrscheinlich forever. ein leuchtturm in stürmischer see, sozusagen. und langweilig.

      • Katharina sagt:

        „Pippi auch, und ihr Dummheit vorzuwerfen dient höchstens etwas dem Spannungsablassen“ wir haben uns ja gegenseitig als dumm hingestellt und es ist müssig, wer hat angefangen zu fragen. sie kann in einer ruhigen Minute darüber hinwegsehen, so wie ich das bei ihr auch tue.

  • Karin Gut sagt:

    Ein Verbot ist unsinnig weil nicht durchsetzbar. Die konsequente Verlegung der Prostitution ins Innere von Gebäuden wäre schon ein grosser und guter Fortschritt. Wenn es kein Anschaffen auf der Strasse mehr gibt, kommt auch kein Mann mehr auf die Idee diese oder jene Frau auf der Strasse könnte eine willige Prostituierte sein, egal wie die Frau gekleidet ist. Über Zeitungsinserate und Internet ist es bei der einfachen Kommunikation per Handy heute völlig überflüssig, dass für die Freier-Anwerbung eine Sichtbarkeit in der Öffentlichkeit notwendig ist.

    • Auguste sagt:

      hmm…, wie lautete starlings antwort auf dr. lecters frage: „was begehren wir?“. „das, was wir sehen?!?“. mit dieser erkenntnis fand sie „buffalo bill“.

      die macht des optischen…

      youtube: phil collins – take a look at me now

      • Karin Gut sagt:

        Sicher, im letzten Jahrhundert war der optische Faktor im Bereich von Passanten eine wichtige Ankurbelung für das Prostitutions-Gewerbe. Aber heute mit Internet, Browsern, Tablets, Smartphones etc. könnte man es doch durchaus so sehen, dass man die optischen Reize in die virtuelle Welt verlegen könnte und so zu einer Entflechtung des allgemeinen öffentlichen Raumes und den speziellen Jagdgründen der Freier kommen.

    • Hans Krucker sagt:

      Ging nicht auch der gute König von Schweden, wo die Prostitution ja verboten ist, auf Freiers Füssen? Also wenn’s der König nicht mal lassen kann……

  • Eni sagt:

    Auch wenn ich mich wiederhole: wer von Euch Männern würde denn eine Frau als Partnerin/Ehefrau/Mutter seiner Kinder machen, die in diesem Gewerbe tätig war oder ist?

    Gerade bei Ihnen Sportpapi stellt sich ja diese Frage, da Ihre meines Wissens aussereuropäische Frau eher exotisch aussehende Frau mit Prostitution mehr verdienen könnte als in ihrem Beruf (als Lehrerin?). Da läge ja wohl noch ein Auto drin, statt nur ein Veloanhänger. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Sie nicht wollen würden, dass sie ihr Metier wechselt. Es ist ja so toll, nur nicht im eigenem Haus. Und das ist heuchlerisch.

    • Fistik sagt:

      Eni..sie meinen anstatt der Veloanhänger, eine Verrichtungsbox anhängen ?

      • Fistik sagt:

        …eventuel mit Trennwand…und auf der anderen Seite eine Frittenbude einrichten ? …psychologisch auch wichtig, weil es S.P. etwas Ableitung bringt ? 😉

    • mila sagt:

      Vielleicht ist Sportpapi wirklich so freidenkend, wie er sich hier gibt, und würde seine Frau gewähren lassen. Das kann ich nicht abschliessend beurteilen.

      Was ich jedoch beurteilen kann: die allgemeine Doppelmoral, die bei diesem Thema herrscht – jemand muss den Job leider, leider erledigen, aber bitte nicht meine Partnerin/Tochter/Mutter/Schwester (sondern die gesellschaftlichen Randgruppen, die doch letztlich in der Prostitution besser aufgehoben sind als auf dem Sozialamt) – ist nicht nur heuchlerisch. Sie ist grundverlogen.

    • Gabi sagt:

      Jetzt verlieren Sie aber immer mehr den Boden, Eni:

      Was hat das mti „exotisch aussehende Frau“ zu tun, bitte?

      Und Partnerin/Ehefrau/Mutter, die sich mal prostituiert haben, gibt´s wie Sand am Meer (bzw. halt grad so viel, wie es P. gibt). Meinen Sie ernsthaft, die werden alle um die Ecke gebracht oder siechen weg?

      Ob sie das allerdings ihren Nachbarinnen und Schwägerinnen auf die Nase binden wollen, das überlegen Sie doch bitte mal. Ob dem Partner wohl auch – falls er´s nicht weiss.

      Aber Ihnen würd ich´s jedenfalls bestimmt nie erzählen, wenn ich eine gewesen wäre!

      Wer genau heuchelt?!

      • Eni sagt:

        @ Gabi

        Ich wäre wohl die Einzige der Sie solches erzählen könnten ohne Angst haben zu müssen, dass Sie dafür Verachtung ernten oder ich das weitererzählen würde. Und heucheln tun wohl diejenigen, bei denen der Spass erst im eigenen Haus aufhört. Wie mila so schön sagt: gut gibt es solchen „Abschaum“, der das tut und dem braven Bürger (Stammkunden) erst noch Sozalgelder spart, aber die eigenen Familienmitlieder sind natürlich ausgeschlossen bei diesem Beruf! Und erzählen Sie mir nichts von Respekt: KEINER von Euch würde eine geoutete Hure in der Nachbarschaft Respekt zollen, KEINER!

      • Eni sagt:

        Und ja: eine Frau darf ihrem Partner gegenüber natürlich NICHT erwähnen, dass sie als Prostituirte arbeitet/gearbeitet hat. Ja, wenn man nicht einmal in einer Beziehung ehrlich sein darf 🙁

      • Eni sagt:

        @ Fistik

        Und mein Beitra war nicht dazu da um Frau Spormami zu verunglimpfen. Sie musste aufgrund ihrer Herkunft nur als Beispiel herhalten und hat nichts mit meiner Haltung ihr gegenüber zu tun

      • Fistik sagt:

        Eni
        „um Frau Spormami zu verunglimpfen“…waren nur Anregungen…mehr um die Verrichtungsboxen lächerlich zu machen

        Sorry… „Spormami“ !

    • mila sagt:

      Insofern kann ich abschliessend nur noch eins anfügen: die Mär von der nicht-notbedingten Freiwilligkeit (finanziell/psychisch) mag sich in die Augen schmieren, wer will. Deswegen wird sie in meinen Augen noch lange nicht wahrer.

      Am zynischsten (und blauäugigsten) finde ich im Übrigen Aussagen, wonach Frauen, die soweit sinken und sich für Geld benutzen lassen (es gab solche Kommentare hier), selbst schuld sind. Ja, klar. Als ob das jemand anderem das Recht geben würde, das Elend/die Notsituation eines anderen für die eigene Triebabfuhr auszunutzen.

      • mila sagt:

        Da die Freischaltung wieder einmal auf sich warten lässt, verabschiede ich mich fürs Erste.

      • Brunhild Steiner sagt:

        …genug zum nachdenken haben Sie jedenfalls platziert, mir gefallen Ihre Statements sehr…

      • Brunhild Steiner sagt:

        gehört zu mila 12:42

      • Katharina sagt:

        “ Brunhild Steiner sagt:
        22. September 2012 um 20:45

        …genug zum nachdenken haben Sie jedenfalls platziert, mir gefallen Ihre Statements sehr…“

        ..welche faktisch nicht unterstützt sind, Brunhild.

      • mila sagt:

        Katharina, es gibt kaum (umfangreiches/verlässliches) quantitatives Material zur Prostitution in der Schweiz und in Deutschland. Für Schweden siehe besagten Artikel.

        Ich halte mich deshalb an qualitative Einschätzungen, von Menschen, die Sexarbeiterinnen betreuen. Und deren Tenor ist in der Regel derselbe:

      • Katharina sagt:

        @mila 22. September 2012 um 22:18:

        und ich halte mich an das umfangreiche Studienmaterial im nordamerikanischen Raum, wo übrigens Prostitution nie erlaubt war und aber floriert, mila. auf das moralistische, abwertende Gehabe bin ich allergisch, weil eben eine Verbindung zu meiner Orientierung besteht. da wurde der gleiche quatsch auch rausgelassen. niemand geht der frage nach, warum die bestehenden Gesetze gegen den Missbrauch und den Menschenhandel nicht angewendet wird. das ist Kernpunkt und Kernfrage der gesamten Materie.

      • mila sagt:

        Such u.a. nach dem wissenschaftlichen Bericht zum Prostitutionsgesetz von 2007. Und wieso bestehende Gesetze nicht angewendet werden? In Deutschland fehlt offenbar mit der neuen Gesetzeslage die Handhabe gegen allfälligen Missbrauch!

        Eins solltest Du verstehen: um Moral geht es mir hier nicht, sondern um ethische Überlegungen. Die Du keineswegs teilen musst, aber ich bleibe dabei, dass ich keinem Menschen zumuten würde, seine/ihre Körperöffnungen gegen Bezahlung zur Verfügung zu stellen. Meiner Meinung nach ist niemand dazu fähig, der sich und seinen Körper wertschätzt.

      • Katharina sagt:

        mila, ich habe hier meine Meinung gesagt, nämlich dass ich weder den französischen noch den schwedischen weg gutheisse. dazu habe ich zur unterstuetzung meiner einstellung quellen angegeben. weiter gibt es meinerseits dazu nichts zu sagen. insbesondere, wenn auf die kernfrage und auf die hinterfragung der politischen motive der radikalen in der feministinnenbewegung nicht einmal eingegangen wird. deren motivationen sind eben mehr als fragwürdig. im gegensatz zu dir und anderen gebe ich meine quellen direkt an, zitiere sie usw. auf meine sachlichen einwaende wurde hier nicht eingegangen.

      • Katharina sagt:

        da ist eine Aufforderung, etwas zu googlen, kein Argument. ich habe recherchiert, habe meine quellen analysiert und daraus meine Beiträge gemacht, inklusive Quellen.

        was vermischt wird, sind die Auswüchse, Zwangsprositution und Menschenhandel, welche anhand der bestehenden Gesezte NICHT verfolgt werden, weil dahinter weit verstrickte finanzielle Interessen stecken, die auf politischer Seite kaschiert werden mit Ansichten, was koshere Sexualität zu sein habe.

        Ich wehre mich gegen diese Vermischung und ich wehre mich dagegen, dass irgendwer Ethik vorschiebt, was kosherer Umgang mit Sexualität

      • Katharina sagt:

        sei, wenn umgekehrt statt auf die sachlichen Probleme (e.g. lack of law enforcement) nicht eingegangen wird und stattdessen eine moralistische Kulisse aufgefahren wird, die sich in nichts von der gespielten Empörung der Geiferer vor den amerikanischen Botschaften unterscheidet.

        was Deutschland betrifft weiss ich nicht inwiefern Zuhälterei dort überhaupt strafbar ist und wenn ja, ob das Gesetz durchgesetzt wird. es wird so wie hier sein, nämlich, dass die Leute bezahlt werden wegzuschauen.

      • Katharina sagt:

        ich nehme an es geht so wie hier, eben mit pay offs und direkter finanzieller Beteiligung. auf solicitation stehen hier drastische Strafen (weit strenger als das was Schweden macht, inklusive Eintrag ins öffentliche sex ofender registry, kannst du von dir zuhause über Eingabe der Postleitzahl selber nachprüfen. sie werden inklusive geolokation angezeigt).

        bringt nichts. warum? weil es so nicht verschwindet, weil durch Illegalität es noch schlimmer ist. ich sage nur: Anlieferung per Container aus Asien…. täglich. und Entsorgung, um es euphemistisch zu sagen.

      • Katharina sagt:

        warum? es wird weggeschaut und massiv verdient. Deshalb fand ich den ganzen Aufruf gelinde gesagt irritierend, denn es stellt sich die Frage, warum, was sind die finanziellen incentives einiger Feministinnen, vehement auf ein absolutes Verbot zu plädieren, wenn ich ihnen zugestehe, diese Zusammenhänge zu kennen? Warum pochen sie nicht darauf, die bestehenden Gesetze durchzusetzen? und stattdessen eben auf dieses absolute Verbot pochen? es kann nur entweder finanziell sein oder aus moralistisch-theologischen Gründen.

      • Katharina sagt:

        nämlich die Durchsetzung einer bestimmten hetero normativen Sexualität… letztlich mittels Gewalt. Und das lehne ich entschieden ab. wie gesagt, die Missbrauchs-Korrelation als Ursache stimmt nicht. das weiss ich wegen mir selber. im Gegenteil, missbrauch ist statistisch eine kontra-korrelation.

        In dem sinn finde ich deine aussage: „Meiner Meinung nach ist niemand dazu fähig, der sich und seinen Körper wertschätzt.“ naiv und abschaetzig, denn du unterstellst den Frauen, die das tun, sich selber nicht wert zu schätzen.

      • Katharina sagt:

        anyways, mila, ich habe hier meine motive und argumente fuer meine etwas unorthodoxe ansicht klargelegt. das thema ist komplexer als hier dargestellt und eroertert.

    • pixel sagt:

      Viele Männer mögen aber auch keine intelligente Frau, die mit beiden Beiden fest im Leben und Berufsleben steht, heiraten.
      Auch da, WAS genau, möchtest Du uns damit mitteilen? Ist irgendwie aber auch beeindruckend, wieviel Euphorie da drin steckt gepaart mit einem unfassbaren Potential sich in etwas reinzusteigern.

      • Eni sagt:

        Nein, ich steigere mich in nicht hinein, aber Sie geben sich unheimlich Mühe nicht verstehen zu wollen was ich ankreide an diesen braven Bürgern.

        Bin es müde, ständig das Gleiche wiederholen zu müssen und nur auf tumbes Unverständnis zu stossen.

        Gute Nacht.

      • alien sagt:

        Wenn ich denn jemals heiraten täte, dann mit absoluter Sicherheit eine intelligente Frau. Keine unterbelichtete Schwachstromgans.

        Mit Bildung hat das nichts zu tun, obwohl ich eigentlich schon lieber eine hätte mit Matur.

      • pixel sagt:

        „unterbelichtete Schwachstromgans“. Ich bin ein visueller Mensch – aber hier steh ich komplett an.

        Moment.

        Also gut, ich hab da was visualisiert vor meinem inneren Auge. Schaut lustig aus. (die Schwachstromkomponente hab ich ausgelassen, davon versteh ich zuwenig, aber es funktioniert auch so ganz gut).

      • pixel sagt:

        dieses Bild würd ich auch nicht heiraten wollen, geb ich zu.

      • Gabi sagt:

        Hihi… Na, damit ist wenigstens klar, warum Sie allein sind und somit auch niemals heiraten werden, alien.

        Mit diesen eng definierten Voraussetzungen verbauen SIE sich doch alle Chancen!

        „Wenn ich denn jemals heiraten täte, dann mit absoluter Sicherheit eine intelligente Frau. “

        Klingt irgendwie fast nach: „Einem Club, der mich als Mitglied aufnähme, möchte ich nicht beitreten!“

        😀

      • alien sagt:

        Huaha, Gabi, Du würdest Dich ja wundern… Gehst Du davon aus, dass ich nicht heirate, weil ich keine finde? Falsch geraten, sehr falsch. Ich will mich keiner zumuten, das ist es 🙂

        pixel, eine „unterbelichtete Schwachstromgans“ ist einfach ein nettes Bild, fertig. Meinen tat ich einfach eine Frau mit dem Tiefgang einer Regenpfütze nach zehn Tagen Sonne.

    • Sportpapi sagt:

      Sportmami ist was? Exotisch aussehend? Nein, sie ist so schweizerisch, wie man nur sein, kann, optisch und auch sonst. Macht aber auch keinen Unterschied. Und ein Auto könnten wir uns auch leisten, wenn wir wollten.

      • Eni sagt:

        @ Sportpapi

        Bei Ihnen entschuldige ich mich, dass ich Ihre Frau als Beispiel genommen habe, was sicher sehr unglücklich gewählt ist. Ich kenne Ihre Frau nicht und habe einfach angenommen dass bei ihr auf Grund ihrer Herkunft ein exotisches Aussehen möglich ist. Obiger Beitrag war bestimmt nicht dazu gedacht, Ihre Ehefrau zu kritisieren oder deren Lebenswandel zu hinterfragen.

        Nochmals herzlicher Entschuldigung, dass mein Post falsch aufgefasst worden ist.

  • Mike sagt:

    Mich schaudert immer wieder, wie erzkonservative Ideen plötzlich salonfähig wird, wenn man sie als „feministisch“ verkauft. Prostitution ist keine Form von Leibeigenschaft, der Körper der Prostituierten gehört nicht dem Freier, sondern sie erbringt innerhalb klar festgelegter Grenzen eine Dienstleistung. Das kann man abstossend finden, aber es mit Leibeigenschaft gleichzusetzen, wo der/die SklavIn jemandes Eigentum ist und nach belieben geschlagen und getötet werden kann, ist völlig daneben. Und die real existierenden Probleme mit der Prostitution würden allesamt durch ein Verbot nur schlimmer

    • Gabi sagt:

      Klingt aber irgenwie schon besser.

      Das müssen Sie zugeben, Mike!

      „Leibeigenschaft“! „Sklaverei“!

      Gibt einfach mehr her.

      Und dass es der Frau nicht um Schattierungen oder Grauwerte geht, ist ja wohl offensichtlich.

      • Mike sagt:

        Klar, das hat solches Stammtischgepoltere so an sich, dass es „gut“ klingt. Nur gibt’s hier zwei Probleme: Erstens ist es keine „Vereinfachung“ oder ein Fehlen von Grauwerten, wenn man Prostitution mit Leibeigenschaft gleichsetzt, sondern schlichtweg falsch, und zweitens leitet die Autorin genau aus dieser falschen Behauptung ihren Verbotsaufruf ab. Ein bisschen Poltern, um auf ein Thema aufmerksam zu machen, ist völlig ok, aber wenn’s dann um konkrete Verbote geht, sollte man sich vielleicht, äh, an die Fakten halten?

  • Pippo Langeunterhose sagt:

    Solange Frauen, Kinder und Väter ungestraft entfremden und mittels Hirnwäsche manipulieren dürfen ( Phsychische Folter von Minderjährigen und Schutzbefohlenen ) bringt das danze Gerede von Gleichberechtigung auch nichts. Lustig ist ja, mit welcher inbrunst die gleichen Frauen bei diesem Thema aufschreien und bei Ihren „Nutten“ (=(Leib)eigene Kinder) massivste MIsshandlungen tolerieren und gutheissen. Natürlich bleibt der Grund der Gleiche: Die bösen Männer sind schuld !!!
    Es geht euch allen nicht um die Monopolisierung des Geschlechtsverkehrs oder ? Ihr macht das nur aus Altruismus.

  • leo sagt:

    einen leibeigenen sklave bezahlt man nicht. so wie sie leibeigen definieren kann man auch einen handwerker leibeigen nennen. solange die dienstleistung prostitution einvernehmlich und auf freiwilliger basis geschieht ist das in ordnung. alle die frauen die sich darüber aufregen dass alte männer junge frauen ficken sollten berücksichtigen dass es viele frauen gibt die sich quasi freiwillig prostituiern wenn es in ihrem interesse ist. viele junge frauen wissen dass sie jeden mann kriegen können und wählen vorallem alte und reiche männer. die jungen männer revanchieren sich wenn sie alt sind

  • Jonas sagt:

    Ich gehe arbeiten weil ich das Geld brauche. Bin ich jetzt Zwangsarbeiter?
    Nach der Logik der angeblichen Frauenrechtlerinnen und Prostitutionsgegnern schon – wer Geld braucht ist zwangsgebunden.

    Wer Prostitution verbieten will oder den freiwillig arbeitenden Damen ihre Geschäftsgrundlage berauben will beraubt sie nur ihrer Rechte. Und das ist ja das Gegenteil von Frauenrechten. Diese sollten auch das Recht auf Selbstbestimmung haben.

    Leider sehen sogenannte Feministinnen Prostituierte als sexuelle Konkurrenten und können dann ihre eigenen Ehemänner nicht mehr kontrollieren.

  • Alain de la France sagt:

    Die Prostitution ist in Frankreich offiziell verboten,
    bis auf wenige vom Staat ueberwachte Sonderzonen (Bois du boulogne in Paris).
    Ist es dort besser ?

    • marie sagt:

      ich glaube es eben nicht, da schon nur die tatsache, dass es ausnahmen gibt, wie der bois du boulogne in paris, mir doch zu sehr (zusätzlich) als verlogen vorkommt, was m.e. schon mehr als ein fauler kompromiss ist und einer inkonsequenten handhabe gleichkommt. also ein aufruhr für die füxe…

      • Stadelman Reto sagt:

        @Widerspenstige
        Daran habe ich noch gar nicht gedacht. Ja das wäre eine Möglichkeit, die Prostitution aus der Schmudelecke zu holen könnte viele Probleme lösen. Zwar bin ich mit der Geisha-Kultur Japans nicht vertraut, das die Geishas aber einen hohen Status hatten weis auch ich. Nur ob dies jemals Realität wird? Ich halte es leider für fragwürdig…

    • Widerspenstige sagt:

      Das finde ich gut so, denn ich möchte nicht in einem Staat leben müssen, wo es von heute auf morgen verboten wird! Ich möchte nachts zu jeder Zeit noch alleine nach Hause gehen können zu Fuss, ohne einem Notgeilen über den Weg zu laufen! Das kann nur funktionieren in einem Staat wie Schweden, wo eine gesellschaftliche Ächtung einher ging mit einer gelebten und vom Staat lancierten Gleichberechtigung auf ALLEN EBENEN des täglichen Lebens. Das hört vor der Schlafzimmertüre nicht auf, sondern der Respekt bleibt auch zwischen den Laken gegenseitig bestehen – so scheint es zu funktionieren in S…

      • Gabi sagt:

        Respekt muss eben auch Prostituierten gegenüber möglich sein und – notfalls auch von der Exekutiven – eingefordert werden können.

        Notgeilen laufen Sie auch in Ländern, in welchen Prostitution – offiziell, natürlich nur: Das macht die miesen Nutten sowieso gefügiger! – verboten ist.

      • Widerspenstige sagt:

        Das wäre eben meine Vorstellung von einer mündigen Gesellschaft, wenn sie sich dazu durchringen könnte, KLASSIFIZIERTE Bordelle – vor noch nicht allzu langer Zeit hiessen sie noch träf Freudenhäuser! – als Teil des kulturellen Lebens wahrzunehmen und nicht länger in die Schmudelecke zu stellen. Dann wäre auch mehr Respekt gegenüber diesen Prostituierten von der Gesellschaft möglich. Ich verweise nochmals auf das alte Japan mit ihrer hochstehenden Geisha-Kultur und wie diese respektiert werden von Männern wie Frauen! Das ist ein so Himmel weiter unterschied zu hier, dass es schmerzt…

      • Gabi sagt:

        Aber eben nicht das Problem der Prostitution per se. Richtig.

      • Eni sagt:

        Waren denn die Liebesdienerinnen in den Bordellen früher respektiert von der Gesellschaft? Waren denn nicht schon immer diejenigen Huren, die man quasi dazu gezwungen hat, durch Missbrauch usw? Früher und auch noch teilweise heute ist ja auch eine vergewaltigte Frau eine Hure, da es Menschen gibt, welche die Möglichkeit einer Vergewaltigung ausschliessen.

      • Gabi sagt:

        WS spricht von der Geisha-Kultur.

        Nicht einfach von alten Bordellen.

        Eni… Was ist nur mit Ihnen los bei diesem Thema?

        Irgendwas trifft Sie hier offenbar ganz persönlich. Anders kann ich mir Ihren Tunnelblick wirklich nicht erklären.

        Die Japaner sehn das n Bisschen entspannter. Da ist auch ein gemeinsamer Puffbesuch bei Betriebsausflug kein Beinbruch.

        Ob das allerdings noch viel mit der Geisha-Kultur zu tun hat, waage ich zu bezweifeln. Innerhalb der klaren Gliederung der japanischen Gesellschaft jedenfalls kein Problem.

        Auch Seitensprünge – by the way – werden (von der Gesellschaft

      • Gabi sagt:

        – von den Gehörnten natürlich ebenfalls weniger) ziemlich entspannt gesehen: Als Ausleben eines Triebes; als Teil des Animalischen, aber auch als Austausch von Energien… Einfach nicht so verbrämt moralinsauer wie das Alles hier.

        Apropos: Wie steht´s eigentlich mit japanischer Massage für die MB-Bloger?

        Es geht wirklich um – gekonnte – Massage. Alles tipp-topp. Und zum Schluss kann´s eben noch das berühmte „Happy-End“ geben. Gehört als Ende also dazu – ausser man lehnt entschieden ab.

        Ist das nun „ne Nutte“?! Schon beim massieren oder erst wenn Sie mir einen runterholt? Wo & Wieso?

      • Katharina sagt:

        Gabi, lass Eni zu diesem Thema etwas in Ruhe, ok? was Eni wegen der Stigmatisierung sagt, ist schon richtig. und wegen Doppelmoral. und dingen wie „teilweise heute noch ist ja auch eine vergewaltigte Frau eine Hure“.

      • Gabi sagt:

        K. ; ich bestreite doch die Stigmatisierung gar nicht.

        Allerdings spreche ich Frauen dabei eine ebenso gewichtige Rolle zu wie Männern und im Falle von Eni ist für mich auch dieses vollkommen verzerrte Bild, wie Prostitution aus zu sehen hat, ebenfalls eine Form der Stigmatisierung und klingt auch nicht sehr viel geistreicher als „What´s a gril like you doing in a place like this?“

        Den Jungfrauenwahn gewisser Männer – bzw. ganzer Kulturen – kann ich sowieso nicht nachvollziehen und dass von mir schon mal was gekommen wäre à la: Vergewaltigte sind Nutten! werden Sie mir bei aller Feindschaf

      • Gabi sagt:

        t heute wohl nicht andichten wollen (ausser natürlich, Sie fänden eine Verbindung zum von Ihnen unterstellten Andysämidihismus oder dass ich ja sowieso ein Fascho sei.) 😉

        Sagen wir so: Ich kann Eni heute nicht folgen und weiss nicht, welcher Dämon sie heute reiten mag.

      • Katharina sagt:

        gabi, nein, ich unterstelle dir nicht, dass du finden würdest vergewaltigte seien huren. ich bat dich nur, Enit etwas weniger zu behelligen. sie schreibt manchmal emotional, vor allem wenn sie merkt dass sie gegen waende zu reden scheint. geht uns allen manchmal so, auch mir. sachlich kann ich ihr folgen. sehr gut sogar, was stigmatisierung betrifft. sie beschreibt ihre eigenen beobachtungen, so wie sie das in zuerich gesehen hat. und sie stellt gute fragen.

      • pixel sagt:

        Katharina, darf ich anmerken, dass 1. die Tatsache, weil Eni anscheinend was gesehen hat noch lange keine Gültigkeit darüber haben muss, wie es tatsächlich ist (Interpretationen, Befindlichkeiten in der Wahrnehmung) und 2. ich selbst, wie gesagt, dort täglich in der Gegend war und einige von den Mädels auch bereits gegrüsst habe und anderes gesehen habe. Und, wie Gabi richtig gemerkt hat, sie selbst offenbar stigmatisiert, was sich aber auf „positive“ Weise i.S. eines Mitgefühls äussert (die _armen_ Frauen). Es ist ausserdem nicht so schwer, die richtigen Gegenfragen auf ethische //

      • pixel sagt:

        // Grundsatzfragen zu stellen. Sie mag womöglich im Ansatz ein paar richtige Gedanken dazu geäussert haben (und zwar indem sie gleichzeitig vielen hier menschlich unwürdiges Verhalten unterstellt hat), aber sie hat auch einige richtige Fragen NICHT gestellt. MIr persönlich z.B fehlt die ganzheitliche Differenzierung des Wortes P (Milieu, Freiwilligkeit, Alter, GESCHLECHT).

      • Katharina sagt:

        oixel, ich stelle ja die politische Motivation dieses Aufrufs grundsätzlich in Frage (siehe die in englischer Sprache geposteteten Links und Zitate). Und dabei betrachte ich dies aus einem Land, wo dieses Gewerbe immer verboten war, auf Freierei recht drastische Strafen stehen, inklusive öffentlich einsehbarer Registratur. der Effekt, der Menschenhandel nimmt noch schlimmere Züge an. Trotzdem floriert das ‚Geschäft‘.

  • Elvezio Schweizer sagt:

    Warum heucheln Sie Empörung, über Frauen, die keinen sicheren Arbeitsplatz haben wie Sie, Frau Bettina Weber? Schliesslich haben Sie Ihre Arbeitskraft ebenfalls auf Zeit an Ihren Arbeitgeber verkauft wie jene und befinden sich daher ebenfalls in Leibeigenschaft. In einer warmen Redaktionsstube lässt sich offenbar gut lästern über Zustände, die ohnehin nicht zu ändern sind.

  • Hans sagt:

    Ich vermute mal, dass viele Frauen, die von der Prostitution leben, eine viel höhere Lebensqualität haben als wenn sie einen andern Job ausüben müssten.
    Nicht die Prostituierten sind gegen die Prostitution, sondern das Umfeld, die Gesellschaft und das nicht um die betroffenen Frauen zu schützen. Die sind ihnen egal. Vielmehr geht es ihnen darum eine heile Welt zu schaffen. Sie wollen die Prostitution beseitigen, weil sie ihnen anrüchtig ist, weil sie ihre Existenz nicht ertragen.
    Wirklich helfen würde man, wenn man Sexarbeit als normalen Beruf anerkennen würde und die Frauen vor Zwang schützt.

  • Cindy Cohen sagt:

    @Bettina Weber – Machen Sie doch bitte mal persönlich eine Umfrage bei den Prostituierten, ob die als direkt Betroffene ein Verbot ihres Berufsstandes überhaupt wollen. Nutzen Sie diese Gelegenheit doch bitte auch gleich, um Ihre weiteren Thesen zu prüfen, d.h. ob sich die Prostituierten als „Leibeigene“ empfinden usw.
    Im Weiteren wäre es auch lohnenswert, mal die breite Grauzone zu untersuchen, d.h. jene Frauen zu befragen, welche sich nicht als Prostituierte verstehen, sich aber gelegentlich gegen Geld oder andere Geschenke hingeben, bzw. sich nur mit vermögenden Männern einlassen usw …

  • Katharina sagt:

    „In summary, the active logical component that degrades women here is not to be found in the word prostitution. The logical component that degrades is to be found in individual actions that go against strongly held cultural values. In other words, prostitution does not degrade people, people degrade themselves by falling into objectifiably discernible patterns of behavior. The word prostitution implies the more passive component, while the “going against values” is the more active component.

    • Katharina sagt:

      /2: In general, prostitution is a result of an action or description of an action that alters a person’s social standing with regard to cultural values.“

      http://www.feministissues.com/

      • alien sagt:

        Ich sehe Prostitution eigentlich nur als Ausdruck der Welt, in der wir leben. Der Mensch ist konsumierbar. Arbeitgeber konsumieren Arbeitnehmer. Letztere lassen sich konsumieren. Manche davon gerne, andere hassen es. Der Anteil der Arbeitnehmer, die psychisch unter ihrer Arbeit leiden ist enorm gross. Und ich bin sicher, dass es viele Arbeitnehmer gibt in respektierten Berufen, denen es wegen der Arbeit schlechter geht als vielen Prostituierten.

        Die Prostitution in unseren Breitengraden ist zu einem guten Teil reglementiert. Sie spielt sich in Salons ab, in Puffs. Der Sex dort ist codiert.

      • alien sagt:

        der Umgang mit den Dienstleisterinnen ist grossteils geprägt von Respekt. Nicht von Liebe, aber das ist er ja in einem normalen Arbeitsplatz normalerweise auch nicht.

        Das widerlegt das Argument, dass Prostitution praktisch immer Zwang beinhaltet. Wenn es so wäre, dann beinhaltete nach der gleichen Logik Arbeit meistens Zwang.

    • Katharina sagt:

      Judith Butler: “The question is not whether sexual politics thus belong to the cultural or the economic, but
      how the very politics of cultural exchange confound the distinction between the two spheres.”

      http://www.ohlj.ca/archive/articles/42_1_sutherland.pdf

      • Katharina sagt:

        „In radical feminism, the sex-worker is object, not subject. As commodified object rather than alienated subject, she cannot speak for herself. Thus, radical feminists speak in her place, representing the prostitute and thereby, occupying the field. According to Anne McClintock, Barry “refuses to appear publicly with sex workers or let them speak for
        themselves, on the grounds that they are too poor, too victimized, and too prone to false consciousness to be able to represent themselves objectively.”

      • Katharina sagt:

        There is room for sex worker voices in radical feminist discourse only in so far as they are the voices of former sex workers who are telling the right story, the brutal “truth” of the experience of prostitution. For
        example, radical feminists are happy to share the podium with members of Women Hurt in Systems of Prostitution in Revolt (WHISPER), an organization of ex-prostitutes that characterizes all prostitution as sexual abuse and dedicates itself to helping other women escape “the life.”

      • Katharina sagt:

        Despite assigning sex workers hopeless victim status, radical feminists accuse those who insist on designating their activity as “work” with liberatory potential of a peculiar excess of agency. As McClintock points out, Barry “condemns as irresponsible women who enter the trade out of choice: ‘We do an injustice to our sex if we do not ask women to be socially responsible for the choices they make.’ ”

        Such women are dismissed as pawns or apologists for the sex industry.

      • Katharina sagt:

        This plays into old dichotomies of deserving victims versus bad women. Often, once radical feminists take their theory on the road, this divide casts Third World women as the deserving victims while North American and Western European sex workers’ rights activists are consigned to the role of bad women who are selling out their sisters for their own selfish pleasure and a few bucks. This binary classification does a disservice to both sides. The “bad women” have to bear the stigma of the label as well as the legal consequences of their transgressions.

      • Katharina sagt:

        Those exalted as “deserving victims” in this scenario are simultaneously denigrated as incapable of agency, and they too have to endure legal surveillance, no less
        onerous for being imposed in the name of their protection. In the end, both “bad women” and “deserving victims” are silenced.

      • alien sagt:

        Das ist wohl wahr, Katharina, aber es ist viel zu kompliziert für hier. Für viele Frauen sind Prostituiertenaktivistinnen ein Widerspruch in sich, und das wird so bleiben. Im Namen der Prostituierten dürfen nur solche Frauen sprechen, die selbst keine Prostituierten sind, gemäss den Radikalfeministinnen.“

      • Katharina sagt:

        Prostitutes and other sex workers differ from homosexuals and other sexual minorities. Sex work is an occupation, while sexual deviation is an erotic preference. Nevertheless, in constructing a model of the reigning “sex hierarchy” and placing commercial sex within it, money is treated as a variable of sex rather than sex as a variable of labor. Prostitution is linked to other marginalized sexualities such as those of gay men and lesbians, transvestites, transsexuals, and others.

        It should be acknowledged that prostitution is a sexual identity rather than prostitution is economic activity.

      • Katharina sagt:

        “The standard line on prostitution is that prostitutes don’t have pleasure, which can’t always be true, which isn’t true of other forms of work.” Annie Sprinkle responds, “I got off sexually. I
        was never one of these people who said ‘I’m never going to have orgasms when I work.’ I had orgasms when I worked, not with all the guys.”

      • alien sagt:

        Annie Sprinkle wird wohl umgehend als armes Opfer bezeichnet.

      • Patrick sagt:

        „Thus, radical feminists speak in her place“. Das sagt für mich alles. Unterdrückung pur. Niemand hat das Recht für Andere zu sprechen, ausser er kann eine schriftliche Vollmacht vorweisen.

        Wehe dem, der sich anmasst für mich zu sprechen.

    • Katharina sagt:

      „While physical abuse is a factor in prostitution causation, there are no statistically significant results. This means that individuals who have been physically abused by at least one parent are not as likely to become a prostitute“

      http://digitalcommons.usu.edu/cgi/viewcontent.cgi?article=1427&context=etd

  • Stadelman Reto sagt:

    Für mich ist eigentlich klar das Prostitution verboten werden sollte. Denn im Schatten der Prostitution blühen Menschen- und Drogenhandel. Das man daraus aber ein primär feministisches Kampfthema macht kann ich nicht nachvollziehen. Entgegen den Behauptungen von Bettina Weber gibt es nämlich sehr wohl Frauen die das freiwillig machen. Und es sind bei weiten nicht nur die Männer die profitieren. In der Schweiz teilen sich die Geschlechter oft den Gewinn aus diesem schmutzigen Geschäft. Aber Fanatiker haben eben Hochkonjunktur, sei es in der Religion, der Politik oder eben dem Neo-Feminismus…

  • Anh Toan sagt:

    Die meisten Zuhälter auf der Welt sind Frauen.

  • Eni sagt:

    Mein Kleiner ist soeben in meinem Bett eingeschnarchelt. Ach wie lacht mein Mutterherz bei diesem schönen Anblick.

  • Oh je sagt:

    Pipi. Gönnen Sie sich Ferien und fahren nach Marseille. Eine schöne Stadt. Nur Nachts an den Ausfallstrassen, können Sie dann Zahllose Prostituierte sehen. Vom Aussehen her viele aus Osteuropa. Sie können auch das Käseblatt „La Provence“ kaufen. Anzeigen wie „JF 26, b. Tel…..). Ich kenn Frankreich recht gut. Leider ist es auch in diesem Fall so, dass Paris ein schönes Gesetz für die Gallerie machen will, das mit der Realität nichts zu tun hat. Wäre es nicht humaner, legale Prostituion in gepflegten Häusern mit einer Puffmutter als Chefin zu haben?

  • Oh je sagt:

    Habe vor 25 Jahren in der Nähe der Langstrasse gewohnt. Die einen Prostitutieren waren sehr leutselig und nicht Kinder von Traurigkeit wie uns ein ENI weissmachen will.
    Die Strassenprostitution ist sicher übel, aber die wird ja beherrscht von der Ostblockmafias. Dagegen vorzugehen wäre nötig. In den Oststaaten ist Prostitution in der Regel verboten, aber eben die Mafia regelt das. Gemäss einem Bekannten von mir ist das in Schweden nicht anders. Die wenigen Freierverurteilungen (Tagi Magi) liegen daran, dass das Geschäft läuft. Mann bezahlt die Dame und den Polizisten. So läuft das.

  • Gabi sagt:

    Und damit: Guet Nacht!

  • Staatsbürger sagt:

    Habt ihr euch auch schon überlegt, dass die Grenzen zur Prostitution fliessend sind?
    Ist Labelsex auch Prostitution? (Anm. Labelsex = Frauen/Männer, die für Geschenke in Form von teurer Markenware Sex anbieten)
    Touchieren grosse Altersunterschiede verbunden mit grossen Einkommes- & Vermögensunterschieden auch den Tatbestand der Prostitution?
    Sind hübsche Frauen aus armen Gebieten, die äusserlich unterdurchschnittliche schweizer Männer heiraten auch Prostituierte?
    Ist nur Cash auf die Hand echte Prostitution die Leid verursacht?
    Jeder Prüfe sich selbst 🙂

  • Jan sagt:

    Prostitution ist keine Leibeigenschaft sondern eine Dienstleistung genau wie Fusspflege, Massage oder Chiropraktik. In der Regel wird auch der Mann von der Prostituierten schlecht behandelt, nicht umgekehrt. Vielleicht sollte die Autorin mal mit Prostituierten sprechen.

  • Eni sagt:

    Frage an die Befürworter von Prostitution: würdet ihr das auch so sehen, wenn eure (14 jährigen Töchter) anschaffen gehen würden. Freiwillig, für Markenklamotten oder Fahrstunden?

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Das ist genau eine der Schlüsselfragen Eni, denen immer ausgewichen wird, du kannst Tochter wahlweise ersetzen mit Mutter, Schwester, Frau. Dann ist Schluss mit ‚Beruf wie jeder andere‘.

      • alien sagt:

        Prostitution ist nicht ein Beruf wie jeder andere. Es ist ein spezieller Beruf. Aber ein Beruf nonetheless. Eine Prostituierte wird nicht während ihrer Dienstleistung leibeigen. Genauso wenig wie ein Erntehelfer während seiner Arbeit ein Leibeigener wird oder ein Klempner oder ein Kellner. Leibeigenschaft hat diverse Merkmale, die für Prostituierte nicht zutreffen. Die Merkmale, dass ein Beruf unanständig, schmutzig oder gar widerlich ist, sind keine der Leibeigenschaft. Sonst wären Mister, Insektenzüchter oder Banker ja alles potenzielle Leibeigene.

    • Sportpapi sagt:

      14jährig? Was ist jetzt das für eine doofe Frage?

      • Eni sagt:

        Ok, dann mit 18 oder 20?

      • Sportpapi sagt:

        Ehrlich gesagt, wenn die 20jährige nun Coiffeuse oder Kosmetikerin oder Supermodel werden möchte, würde mich das nicht weniger enttäuschen. Aber das ist nun ganz persönlich. Wichtig ist, dass die Tochter mir erklären kann, was sie macht, warum sies macht, und dass sie dahinterstehen kann.

      • mila sagt:

        „Wichtig ist, dass die Tochter mir erklären kann, was sie macht, warum sies macht, und dass sie dahinterstehen kann.“ – Wenn meine Tochter mir dereinst eröffnen würde, dass sie ihr Geld als Prostituierte verdienen möchte, hielte ich das für eine Bankrotterklärung – meiner Erziehung, wohlgemerkt.

        Und was, bitte schön, soll gschämig daran sein, das Leben anderer Menschen durch einen tollen Haarschnitt oder ein vorteilhaftes Make-up zu verschönern? Sie legen gegenwärtig eine sonderbare Mischung von Elitarismus und der von mir monierten (Schein-)Progressivität an den Tag, Sportpapi.

      • mila sagt:

        Ich behaupte mal ganz einfach, Sie würden anders argumentieren, wenn Sie eine Tochter hätten. Aber da Sie keine haben, können Sie sich Ihre ach so liberal-fortschrittlichen Gedankenspielereien erlauben.

        Kurzum: ich nehme es Ihnen nicht ab, dass Sie es stoisch ertragen (und mittragen) würden, wenn Ihnen nahestehende weibliche Personen mit Sexarbeit (was für ein grauenhafter Euphemismus) Ihr Geld verdienen würden.

      • alien sagt:

        Naja, Sportpapi, wenn meine superherzige 9-jährige mir mit 18 eröffnete, eine Karriere als Callgirl einschlagen zu wollen, dann fände ich das doch sehr viel widerlicher, als wenn sie Fotomodell oder Coiffeuse werden wollte. Das sehe ich so wie mila.

        Allerdings, mila, ich sagte es schon einmal: Ich habe eine Bekannte, die mir neulich sagte, dass sie gelegentlich für Geld jemandem einen herunterholt, und dass sie keine Probleme hat damit.

      • Sportpapi sagt:

        „Sie legen gegenwärtig eine sonderbare Mischung von Elitarismus und der von mir monierten (Schein-)Progressivität an den Tag, Sportpapi.“ Da haben Sie recht, mila. Auch mit der Bankrotterklärung.

    • pixel sagt:

      Verstehe ich Dich richtig, Eni – Du wärst also für ein Verbot und somit Abschaffung der Prostitution?

      • Eni sagt:

        Wenn mit einem Verbot die Prostitution einfach weg wäre ja, aber ich bin nicht so naiv zu glauben, dass die Prostitution dann nicht mehr vorhanden wäre. Leider würde dann wohl eher der Menschenhandel noch skrupelloser. Die Mädchen wären dann eingesperrt und wenn man keine Verwendung mehr für sie hätte, dann…………. Nun, das gibt es ja alles jetzt schon und würde dann zur Ausschliesslichkeit.

      • pixel sagt:

        Grundsätzlich sehe ich auch kein Verbot vor, aus dem genannten Grund, dass es damit nicht einfach weggewischt werden kann und einiges mehr an Missstand produzieren würde. Allerdings setze ich Prostitution nicht grundsätzlich mit Menschenhandel gleich, noch glaube ich, dass „die Mädchen“ (was ist mit den Jungs?) dann eingesperrt würden. Wenn wir uns aber einig sind, dass ein Verbot nichts bringt, dann verstehe ich so mancher Deiner Kommentare hier nicht.

      • pixel sagt:

        Grundsätzlich sehe ich auch kein Verbot vor, aus dem genannten Grund, dass es damit nicht einfach weggewischt werden kann und einiges mehr an Missstand produzieren würde. Allerdings setze ich Prostitution nicht grundsätzlich mit Menschenhandel gleich, noch glaube ich, dass “die Mädchen” (was ist mit den Jungs?) dann eingesperrt würden. Wenn wir uns aber einig sind, dass ein Verbot nichts bringt, dann verstehe ich so mancher Deiner Komm.en.tare hier nicht.

      • Eni sagt:

        @ Sportpapi

        Sie wären also entäuscht wenn Ihre Tochter Coiffeuse werden möchte oder Kosmetikerin. Dann sind also alle Coiffeure und Kosmetikerinnen und Verkäuferinnen 2. Klasse Menschen? Und Putzfrauen?

      • Eni sagt:

        @ Gabi

        Tja, ich selber kenne tatsächlich nur den Sihlquai und die Langstrasse weil ich dort halt gelegentlich vorbeilaufe/vorbeifahre. Soll ich vielleicht mal einen Club besuchen um Ihrer Meinung nach würdig bin mitzureden? In welchen Clubs verkehren Sie denn, um sich ein Urteil erlauben zu dürfen?

      • Sportpapi sagt:

        @Eni: 2.-Klass-Menschen? Darum geht es? Sie meinen, wie die Prostituierten? Also für mich gibt es keine Zweitklassmenschen.

      • Eni sagt:

        @ Sportpapi

        Also, wenn Sie gleich enttäuscht wären wenn Ihre Tochter Kosmetikerin werden würde wie wenn sie Prostituirte werden würde, dann sehe ich da schon eine Überheblichkeit gegenüber einfachen Berufen. Und ob Ihre Tochte sich als Haareschneiderin verdingt, oder als warmes Loch ist doch schon ein Unterschied. Das wollte ich damit sagen. Und meine Frage ist immer noch unbeantwortet, welcher Mann denn eine Frau als Ehefrau oder Partnerin wählen würde, wenn Mann weiss, dass sie Prostituirte war/ist. Für Männer ist doch so eine Frau nur Dreck und sie haben keine Chance da rauszukommen.

      • Katharina sagt:

        als selbstständige Prostituierte verdient sie weitaus mehr als der Sportler. 25 – 30 tausend im Monat liegen da easy drin.

      • alien sagt:

        Easy sicher nicht, Katharina, easy sicher nicht. Ich denke für einen solchen Verdienst muss man in der richtigen Liga dick im Geschäft sein. Eine normale Prostituierte kommt wohl eher auf zwischen 5 und 10k im Monat, denke ich.

    • mikkesch sagt:

      Eni! Ihnen sollte man das Schreiben verbieten. So funktioniert Logik nun mal nicht. Wer die Existenz postuliert hat auch die Aufgabe diese zu beweisen. Ohne Beweise bleibt nun mal die Nichtexistenz. Niemand in der Schweiz schickt seine 14J Tochter auf den Strich. Leben Sie aber unter ärmlichsten Verhältnissen, entsprechen Ihre Kinder einer Lebensversicherung.

      • Eni sagt:

        Waren Sie schon mal am Sihlquai mikkesch? Da sind sehr wohl Mädchen unter 16. Und ja, Sie wollen mir das Schreiben verbieten, weil Sie lieber in Ihrer Märchenwelt mit all ihren glücklichen Prostituirten leben wollen um sich bei Bedarf ohne schlechtes Gewissen an ihnen schadlos zu halten.

        Frage: wer würde denn eine Frau heiraten oder auch nur zu Partnering machen wollen, wenn diese noch nicht einmal mehr zählen kann, wie viele Schw…. sie zwischen den Beinen oder im Mund hatte? Sie ganz bestimmt Mikkesch, oder?

      • Gabi sagt:

        Jetzt geben Sie sich einen Ruck und lesen Sie mal selber, was Sie da schreiben, Eni.

        Für mich steht da nämlich tatsächlich: Sihlquai = Gesamte Prostitution in der Schweiz.

        Und genau das scheint Sie heute hier um zu treiben.

        Fällt dieses = weg, dann wird es einfach schwierig ernsthaft auf Ihre überzogenen Vergleiche ein zu gehen.

      • Frank Baum sagt:

        Eni, wenn Sie am Sihlquai Mädchen unter 16 Jahren gesehen haben, die sich prostituieren, wieso haben Sie dann nicht die Polizei gerufen? Immerhin stehen Sie ja dann im Recht. Wir haben Gesetze und die werden ja offensichtlich verletzt, wenn sich da Minderjährige prostituieren. Nachdem Sie ja die ganze Szene beim Hinkucken durchschauen, hätten Sie auch gleich handeln können.

      • Eni sagt:

        @ Gabi

        Kommentar verrutscht, bitte weiter ober lesen. Danke.

      • Eni sagt:

        @ Frank Baum

        Die Polizei war ja am patroullieren!

      • Katharina sagt:

        „Die Polizei war ja am patroullieren!“ GENAU! und es gab sogar einmal einen Bericht hier, wo einer der Journis hier mit der Patrouille mitfuhr. Eingebuchtet wurde niemand, obwohl der Bericht ziemlich deutlich beschrieb was da abgeht.

      • Eni sagt:

        Wen hätten sie denn einbuchten wollen? Die kleinen Mädchen? Die Freier lassen sich ja wohl kaum blicken wenn die Polizei anwesend ist.

      • Katharina sagt:

        Der Bericht , auf diesem Newsportal hier notabene, beschrieb genau, wer anwesend war. Unter anderem eben die Zuhälter. und diese könnten nach StGB 195 verhaftet werden und genau das geschieht eben nie, obwohl den Beamten der Polizei die meisten bekannt sind. das ist das Problem. nicht dieses moralinsaure Getue. die Polizei tut NICHTS. Und da eben die Verstrickungen zu Interessen, siehe z.B. Wuchermieten für die Lokalitäten die auch StGB 195 erfüllen. usw.

        deckt sich mit den Verhalten des Law Enforcement in den meisten anderen Städten.

        Nocheinmal: WARUM wird StGB 195 nicht durchgesetzt?

      • Frank Baum sagt:

        @Eni: Na und? Haben Sie die Polizisten dann auch angesprochen? Haben Sie sie gefragt, wieso sie da an diesen minderjährigen Prostituierten vorbei laufen? Die Minderjährigen selbst werden nicht verhaftet. Dafür haben wir aber Sozialamt, das sich der Minderjährigen annimmt. Wenn Sie die ZUhälter auch gleich gesehen haben, dann hätten Sie diese ja auch gleich der Polizei präsentieren können. Dagegen muss die Polizei vorgehen.

      • Katharina sagt:

        „Dagegen muss die Polizei vorgehen.“ und dagegen geht die Polizei und er Rest des ganzen heuchlerischen Apparates eben NICHT vor. und dazu liest Frau nur: BETRETENES SCHWEIGEN.

      • Frank Baum sagt:

        @Katharina: Das ist doch eine primitive Verschwörungstheorie. Wir haben einen Polizeichef der Grünen. Wenn man aufzeigt, dass seine Leute ein solches Vergehen nicht ahnden, wo sie es ahnden sollten, was glauben Sie, was dann bei dem los ist? Das Problem beim Strafbestand der Zuhälterei, ist, dieses nachzuweisen. Dazu reicht ein Wort der Prostituierten selbst. Genau die wollen aber nie aussagen. Die Verschwörungstheoretiker glauben gleich, die Prostituierten werden mundtod gemacht. Wahrscheinlich wollen sie einfach ihr Geschäft nicht zerstören.

      • Gabi sagt:

        Das scheint mir jetzt schon etwas blauügig, FB:

        „Wahrscheinlich wollen sie einfach ihr Geschäft nicht zerstören.“

        Vielleicht wollen sie aber auch einfach nicht ihre Angehörigen in den Heimatländern zerstören.

        Denn so scheint das im Falle von Zwangsprostituion zu funktionieren!

        Dass DORT nichts unternommen wird, um den Zufluss einzudämmen und die Hinterfrauen der Justiz zu zu führen, DAS Thema, das mich sehr ärgert und das für mich auch den Bogen zur Wirtschaftskrise schlägt: Länder einerseits mitmachen lassen in der EU, aber 0 Druck aufbauen, um die entsprechenden Regeln dort umzusetzen!

      • Widerspenstige sagt:

        Da gehe ich völlig einig mit Ihnen, Gabi, dass zuwenig Druck mit den Handelspartnern ausgeübt wird. Das kann nur die Politik erwirken und es reicht eben nicht, nur einen Handelsvertrag mit einem solchen Land zu unterzeichen, lächelnd in die Kameras zu gucken während dem besiegelnden Händeschütteln wie es gerade unser BR S-A so gerne macht. Da hat sich eine Alt-BR MCR sehr intensiv auch um solche Fragen der Humanität im entsprechenden Land orientieren lassen u unbequeme Statements abgegeben. Sie wurde deshalb öfters gerügt von denjenigen Politikern, welche nur den Deal wollten OHNE AUFLAGEN!

      • Widerspenstige sagt:

        Und Frank Baum: ‚..Das Problem beim Strafbestand der Zuhälterei, ist, dieses nachzuweisen. Dazu reicht ein Wort der Prostituierten selbst. Genau die wollen aber nie aussagen. Die Verschwörungstheoretiker glauben gleich, die Prostituierten werden mundtod gemacht. Wahrscheinlich wollen sie einfach ihr Geschäft nicht zerstören…‘

        Glauben Sie im Ernst, die wollen sich zusammen schlagen lassen wenn sie sich negativ äussern? Wer beschützt dann eine solche Sexworkerin NACH der Aussage bei der Polizei? Das funktioniert nicht wie im Krimi mit dem Polizeischutz rund um die Uhr bei Zeugenaussagen..!!

      • Gabi sagt:

        Absolutes Top-Schreckbeispiel: EU-Aufnahme Bulgariens!

        Da hat die EU selber einen Experten eingesetzt, der die Verwicklungen zw. Staat und Mafia zuvor unter die Lupe nehmen sollen. War glaub sogar ein Deutscher.

        Das tat er dann brav und kam eindeutig zum Schluss, dass es diese Verbandelungen in bedenklichem Ausmass gäbe (auf Deutsch: Der Staat IST in weiten Belangen die Mafia). Er riet deshalb dringen vor einem Beitritt ab, bevor dies nicht klar entwirrt sei. – Also klare Aussage nach aufgetragener Untersuchung!

        Mit dem Resultat, dass dies einfach beiseite gewischt wurde. Rumänien ähnlich

      • Frank Baum sagt:

        @Widerspenstige: Wir sind nicht im Wilden Westen. Auf Menschenhandel und Zuhälterei stehen ziemlich lange Haftstrafen. Unsere Justiz reibt sich die Hände, wenn sie da einen dingfest machen können! Wenn sich eine Prostituierte wehren will, dann kann sie das mit Leichtigkeit tun, selbst wenn der Zuhälter mit Gewalt droht. Die Prostituierten, die mit einem Zuhälter arbeiten, tun dies, weil sie ohne nicht klar kommen. Deshalb machen sie keine Anzeigen.

    • Ein Freier sagt:

      @Eni, ich möchte sie einfach mal bitten einen Versuch zu wagen und das ganze etwas differenzierter zu betrachten. P ist ein grosser Markt mit vielen Facetten. Da gibt es Escorts, Studios, Saunaclubs, Cabarets, Strassenstrich, etc. In der Presse ist meistens der Strassenstrich wegen der Auswüchse und dem Missbrauch der da vorkommt. Ich verurteile diese Auswüchse auch und bin absolut dafür dass man strikt dagegen vorgeht. Der Strassenstrich ist aber nur ein kleiner Teil des ganzen Marktes. In Studios, Escorts oder Saunaclubs herrschen andere Arbeitsbedingungen. Hier arbeiten die Frauen…

    • Ein Freier sagt:

      … völlig freiwillig und können gutes bis sehr gutes Geld verdienen. Deshalb machen es die meisten.
      Zu Ihrer Frage: Eine 14-jährige die sich p. ist absolut illegal ich würde alles tun um meine Tochter davon abzubringen (Ich habe zwei Töchter). Wenn sie älter ist, ist es ihre Entscheidung, wobei ich ihr raten würden ein andern Beruf zu wählen, weil P. ein harter Job ist und ein schlechtes Ansehen hat. Man verbaut sich damit die Zukunft.
      Mir tun Menschen mit leeren Blicken die auf der Strasse rumhängen auch leid, ob es nun P., Drögeler, Penner oder Bettler etc. sind.

      • Eni sagt:

        Genau, sie verbauen sich die Zukunft, denn selbst ein Freier würde niemals auf die Idee kommen eine Hure als Partnerin und als Mutter für ihre Kinder zu wählen, da nehmen sie dann lieber eine unverdorbene Jungfrau. Es ist doch auch diese heuchlerische Doppelmoral, welche einer Hure die Zukunft verbaut.

      • Gabi sagt:

        So ungefähr die deutlichste Aussage, mit der Sie hier rausposaunen, Eni, dass Sie sich seit zwei Tagen bei diesem Thema – warum eigentlich? – einfach nur extrem aufregen, aber wirkllch bloss eigenen Klischeevorstellungen aufsitzen.

        Die Vorstellung, dass kein Freier jemals auf die Idee käme, eine Hure als Partnerin und als Mutter für ihre Kinder zu wählen ist schon mal sowas von an der Realität vorbei: Die Verbindung gibt´s massenhaft und gewiss so lange schon, wie es Prostiution gibt.

        Sie geben zwar an, dass Sie Prostituierten gegenüber vollkommen locker und vorurteilsfrei wären.

      • Gabi sagt:

        Gleichzeitig strotzt jede Ihrer Aussage voll übelster Klischees.

        Da sowohl Freier wie Huren auch nur Menschen sind, finden sich auch immer wieder zwei, die sich ineinander verlieben. Eine zutiefst menschliche Regung. Dass die wahrscheinlich nicht aller Welt auf die Nase binden, woher sie sich kennen, ist zwar klar, aber Ihre Vorstellung, das sei ganz unmöglich, ist doch sehr, sehr befremdlich.

        Und dann darf´s gar auch nur eine Jungfrau sein? Also ich weiss wirklich nicht, aus was für einer Umgebung sich ihre geradezu folkloristisch anmutenden Bilder speisen.

      • Katharina sagt:

        „Es ist doch auch diese heuchlerische Doppelmoral, welche einer Hure die Zukunft verbaut.“ – das stimmt.

  • Pasquale sagt:

    Die Frage ist doch: Was ist die Alternative? Was ist die Alternative für all jene Frauen, die sich in einer Notsituation dazu entscheiden, ihren Körper zu verkaufen? Dies ist etwas, was so gut wie kein Mensch wirklich freiwillig tut – doch es ist etwas, wo letztendlich nur die betroffene Person selber zu Schaden kommt. Und somit kann es in manchen Situationen halt einfach die Entscheidung sein, welche die geringsten strafrechtlichen und auch Gewissens-mässigen Folgen hat… Denn die Alternativen wären: Raub, Überfall, Diebstahl – im schlimmsten Fall Mord. Not verschwindet nicht durch Verbote.

  • Frank Baum sagt:

    Man erkennt die dogmatischen Spinner immer daran, dass sie überall und für alles ein Verbot aufstellen wollen. Bei Prostitution handelt es sich um ein Geschäft. Wer das mit Leibeigenschaft verwechselt weiss nicht, wovon die Rede ist. Letztlich wollen die fanatischen Feministinnen nur anderen Menschen ihre Lebensweise diktieren. Für sie ist ficken für geld unvorstellbar. Na schön. Dann sollen sie es lassen. andere sehen darin eine Chance, schnell Geld zu verdienen und ficken halt für Geld. Das geht den Feministinnen dann aber zu weit, dass sich Frauen frei entscheiden dürfen.

    • Eni sagt:

      Nur leider entscheiden sich die wenigsten freiwillig dafür. DAS ist das Thema.

      • Frank Baum sagt:

        Eni, Sie haben leider absolut keine Ahnung, wovon sie schreiben. Die Prostituierten entscheiden sich völlig freiwillig. Vielleicht ist es Ihnen zu doof, selber einmal mit einer Prostituierten zu reden. Sie können auch ganz einfach die Erotik-Clubs im Internet heraus-googeln und nachlesen, wie die Clubs um Prostitierte werben. Das ist ein Job, schluss, punkt. Da wird niemand gezwungen.

      • Gabi sagt:

        „Das geht den Feministinnen dann aber zu weit, dass sich Frauen frei entscheiden dürfen.“

        knapp und klar.

        Sooo weit wollen wir die Selbstbestimmung dann doch nicht treiben!

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Dann ist also das gesamte französische Parlament eine Ansammlung von dogmatischen Spinnern?

      • Gabi sagt:

        Wenn sie´s bei Gelegenheit wieder freigeben, Pippi, so werden SIE dies zweifellos behaupten.

      • Frank Baum sagt:

        Die Franzosen haben leider eine linksextreme Regierung. Deshalb kommen jetzt alle Vermögenden in die Schweiz.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Das war zur Zeit von Sarkozy, im November 2011. Dazu sprach im vom Parlament, nicht von der Regierung. Dass du das nicht auseinanderhalten kannst, macht eigentlich jede weitere Diskussion überflüssig. Wer schon bei einfachen Tatsachen völlig überfordert ist, sollte sich von komplexen Fragen fernhalten.

      • Gabi sagt:

        Kann man eigentlich so ziemlich allen empfehlen, die mit komplexeren Fragen zu tun haben.

        Ganz besonders übrigens – Pippi – jene, die nicht einmal in ihren eigenen Aussagen so viel Struktur rein zu bringen vermögen, dass sie schon übers blosse Zitieren des selbst geäusserten Strunzes die Nerven verlieren.

        😀

      • Frank Baum sagt:

        @Langstrumpf: Die Franzosen haben beides. Eine linksextreme Regierung und einen linksextremen Präsidenten. Sie haben die Situation aber mit ihren Verboten nicht besser gemacht. Genausowenig wie die Schweden. Es gibt in Frankreich immer noch Bereiche, wo Prostitution statt findet, jetzt einfach ohne jeglichen staatlichen Schutz. Genauso wie in Schweden. Die Schweden zeichnen sich jetzt auch als entsprechende Touristen in die Balkan-Staaten aus. Das ganze ist lediglich eine Feministinnen-Welle vergleichbar mit der Prohibition in den USA in den 30er Jahren.

      • Frank Baum sagt:

        Vielleicht schauen Sie sich einmal die Situation in Deutschland an. Dort ist die Prostitution nicht nur legal wie zum Glück bei uns, sondern man hat auch Verordnungen durchgesetzt, die die prostitution als selbständiges Gewerbe regeln mit dem dazugehörigen Gesundheitsschutz usw. Damit fahren alle Betroffenen am besten. Sie werden jedenfalls keine prostituierte in Deutschland finden, die das schlecht finden. Legalität ist das beste Mittel gegen die Zuhälterei.

  • Eni sagt:

    Muss gleich kotzen: da hocken diese alten Böcke auf die jungen Mädis vom Sihlquai (viele davon wohl erst 14) und brabbeln von freiwillig und dass diese Freude daran haben diesen stinkendem Abschaum die Schw… zu blasen. Abartig!!!!!!!!!!!!!!!!!!!¨¨

    • Gabi sagt:

      Wer genau hat das gesagt, Eni?

      Ihre Phantasie geht mit Ihnen durch.

    • alien sagt:

      Natürlich ist das abartig, Eni, logisch, das findet hier so ungefähr jedeR. Aber es ist halt nicht repräsentativ für die Prostitution in der Schweiz, gar nicht. Wir empören uns auch über die Arbeitsbedingungen, die in Nischen in der Landwirtschaft vorherrschen. Aber die sind ja auch nicht repräsentativ. Im Allgemeinen ist die Arbeit in der Landwirtschaft recht ok, würde ich sagen.

  • Eni sagt:

    Schön, dass man Prostituirte als so wichtig empfindet um Vergewaltigungen zu verhindern. Warum werden denn diese Frauen so verachtet, wenn sie doch so viel Gutes tun für die Gesellschaft? Eigentlich müsse man jeder Prostituirten einen Orden verleihen…

    Ironie of

    • Gabi sagt:

      Wohingehend das ja wiederum kluge Worte sind.

      Aber wie offen mit Prostitution umgehen, wenn es vor allem die Frauen selber sind, die es niemals akzeptieren können (oder einfach die Hand ins Feuer legen, dass dem eben so ist!), dass Männer mal kurz eine „billige Nutte“ dem Home-sweet-Home vorziehen könnten?

      Wie sollten Männer da wohl dazu stehen? Zu welchem Preis?

      Meinen Sie etwa, von Frauen würde diese Offenheit begrüsst?

      – Kaum, wenn Sie hier die Voten lesen.

      • Eni sagt:

        Wissen Sie: das Schlimmste ist doch, dass die besagten Damen von ihrer Kundschaft selber aufs Übelste verachtet und beschimpft wird. Oder wenn die Partnerin davon Kentniss hat; dann ist SIE einfach eine Nutte und der arme Mann ein Opfer von der Teufelin.

        Ich finde, dass wenn jemand schon solche Dienste in Anspruch nimmt, dürfte er dieser Person im Mindestens noch Respekt entgegen bringen.

      • Frank Baum sagt:

        @Eni: Woher wissen Sie denn so genau, wie die Freier die Prostituierten behandeln? Wieso sollte ein Freier eine Prostituierte ohne Respekt behandeln? Was hat er davon?

      • Eni sagt:

        Ach kommen Sie Herr Baum. Ich war auch schon im Ausgang an der Langstrasse. Da bekommt man automatisch mit, wie mit diesen Frauen umgesprungen wird. Einfach beim Vorbeilaufen.

      • Frank Baum sagt:

        Oh je, Eni. Einfach so im Vorbeilaufen haben Sie jetzt also die ganze Sache durchschaut. Vielleicht halten Sie sich da für etwas zu schlau. Vielleicht hätten Sie einfach einmal mit diesen Frauen reden sollen.

      • Eni sagt:

        Ich muss nur ihre leeren Gesichter sehen, dann brauche ich nicht mit denen zu sprechen. Und ja, manchmal brechen sie ja auch in Tränen aus, wenn der Lude sie zum nächsten Wohltäter schickt.

      • Frank Baum sagt:

        Na gut. Sie schauen den Leuten ins Gesicht und denken, alles zu wissen. Ist zwar völlig naiv aber damit erübrigt sich ja auch die Diskussion. Sie haben keine Ahnung, was die Frauen wollen, wieso sie da sind und was sie machen. Das scheint Ihnen aber auch egal zu sein, weil sie sich ja nicht einmal die Mühe machen, es zu erfahren. Sie glauben einfach im Vornherein, zu wissen, was in diesen Frauen los ist. So etwas nennt man Ignoranz.

      • Eni sagt:

        Nein, wenn ich ignorant wäre, dann müsste ich ja wohl kaum weinen bei deren Anblick.

        Und ich weiss was ich sehe und Sie wollen ja die Wahrheit nicht erkennen, selbst wenn man Ihnen diese ins Gesicht schlagen würde. Sie sehen lachende Gesichter und wollen die toten Augen nicht sehen, denn das Lächeln reicht nie bis zu den Augen.

      • Frank Baum sagt:

        Eni, Sie sind ein Ignorant. Was uns zwei unterscheidet, ist, dass ich weiss, was ich nicht weiss. Ich bin nicht so ignorant, um zu glauben, dass ich beim reinen Anblick schon weiss, was los ist. Ich glaube auch nicht, alle zu verstehen, Aber mit einigen habe ich gesprochen und das Resultat war: die sind alles andere als schwache Opfer von Zwangsprostitution. Nein. Die tun das, weil sie das Geld brauchen. Sie suchen sich die Freier auch aus und lassen sich nicht auf primitive Idioten ein. Wie bei allen anderen Menschen auch: man kann sie nicht über einen Kamm scheren.

      • Eni sagt:

        Da haben wirs: sie BRAUCHEN! Nichts von freiwillig. Sie BRAUCHEN! Sie MÜSSEN!

      • Frank Baum sagt:

        Ach herrje, Eni. Natürlich BRAUCHEN sie Geld – genauso wie alle andern auch. Wie sie dieses verdienen ist aber völlig FREIWILLIG. Zum Glück ist es auch legal, dann kommen die Frauen in den Genuss, vom Rechtsstaat geschützt zu werden. Erst wenn man es verbietet, wie die fanatischen feministinnen fordern, bekommen diese Frauen wirklich Probleme.

      • Eni sagt:

        Ja klar, Freiwillig! Viele Frauen in diesen Clubs kommen ja aus der Uk, Tschechien Russland und diese hatten dort tolle Jobs in Banken oder Ölhandel usw und viel Kohle verdient und eines Tages kommen diese einfach auf die Idee, dass sie ihr Geld lieber mit ficken verdienen wollen……..

        Schon mal daran gedacht, dass viele dieser Frauen illegal in der Schweiz sind und sicht prostituiren um ihre Kinder oder Geschwister zu ernähren. Wissen Sie; im Osten gibt es keine Sozialhilfe. Entweder Geld beschaffen oder hungern. Wo bitte ist denn das freiwillig. Und niemand verdient mit???????????????????

      • Frank Baum sagt:

        Ja, Eni, das ist freiwillig. Gehungert hat niemand. Die allermeisten sind legal da. Darauf achten die Clubs. Haben sie schon einmal daran gedacht, dass es lediglich ein verschwindender Teil dieser Frauen ist, der hier in die Schweiz zum ficken kommt? Also, es gibt solche, die sich dafür entscheiden, zu Hause zu bleiben und sich mit dem begnügen, was man dort verdienen kann und andere, die für ein paar Jahre in die Schweiz zum ficken kommen und dann wieder zurück gehen, ein Haus kaufen oder sonst etwas. Der Punkt ist: die Frauen entscheiden, welchen Weg sie gehen wollen.

      • Eni sagt:

        @ Frank Baum

        Ich finde es völllig naiv zu glauben, dass diese Frauen viel Wahl haben womit sie ihr Geld verdienen. Im Grunde genommen ist es in solchen Fällen ausnützen von Notsituationen und wäre ja denn demzufolge eh schon strafbar.

        Es mag sicher Frauen geben die diese Arbeit gern verrichten und ihr Hobby sozusagen zum Beruf machen, wie es auch Frauen gibt die ohne Engelt sich auf Gangbang einlassen, aber das ist wohl eine sehr kleine Minderheit.

      • Gabi sagt:

        „…ist es in solchen Fällen ausnützen von Notsituationen…“

        Wenn die Frauen innerhalb der EU mit Inseraten von diesen Clubs (die ja nichts anderes zu sein behaupten!) gesucht werden?

        Ich will hier keinesfalls bestreiten, dass es auch in der Schweiz bedenkliche Schattenbereiche und Grauzonen gibt, aber Ihre Vorstellung, was hierzulande „normal“ sei, sprengt dann doch den Rahmen der Realität.

      • Frank Baum sagt:

        @Eni: Tja, sie sollten halt einfach einmal mit den leuten reden, anstatt vorher zu glauben, dass sie alles wissen. Die Frauen haben Alternativen. Diese sind zwar finanziell nicht so attraktiv, aber es sind Alternativen. „Ausnützen einer Notsituation“ ist lächerlich. Sollen wir alle Strafbar machen, die irgendjemandem einen Job anbieten? Letztlich ist jeder, der eine Stelle antritt irgendwie auf das damit generierte Einkommen angewiesen. Das ist aber keine Notsituation. Wie gesagt: Prostituierte wählen diesen Job und könnten auch andere Jobs wählen, ausser man verbietet es ihnen.

    • Patrick sagt:

      Diese Frauen werden derart verachtet, weil andere Frauen ihnen die Fähigkeit absprechen, frei für sich selbst zu entscheiden. Wer nicht mündig ist, wird halt etwas abschätzig behandelt.

  • Karin Gut sagt:

    Ein Verbot ist unsinnig weil nicht durchsetzbar. Die konsequente Verlegung der Prostitution ins Innere von Gebäuden wäre schon ein grosser und guter Fortschritt. Wenn es kein Anschaffen auf der Strasse mehr gibt, kommt auch kein Mann mehr auf die Idee diese oder jene Frau auf der Strasse könnte eine willige Nutte sein, egal wie die Frau gekleidet ist. Über Zeitungsinserate und Internet ist es bei der einfachen Kommunikation per Handy heute völlig überflüssig, dass für die Freier-Anwerbung eine Sichtbarkeit in der Öffentlichkeit notwendig ist.

    • Eni sagt:

      Die Bezeichnung Nutte die Sie verwenden sagt ja schon alles. Sie sind ja nur Dreck, die man benutzen darf und Ihre einzige Sorge ist, dass man SIE nicht als Prostituirte ansieht. So arm

      • Gabi sagt:

        Das ist jetzt aber etwas gar weit her geholt, Eni!

      • Eni sagt:

        Nein, die Bezeichnung Nutte ist so was von verachtend und das von einer Frau. Sorry, da ersticke ich fast vor Wut und Betroffenheit.

      • Gabi sagt:

        Eni, dass ist absurd: Die Formulierung von Karin sagt doch klar aus, dass sie dies gewissen Männern unterstellt (übrigens gewiss zurecht!), die in diesen Kategorieren denken!

      • Eni sagt:

        Mich stört die Bezeichnung NUTTE! Ist das so schwer verständlich? Das sind Menschen und haben genauso ein Recht darauf mit Respekt behandelt/bezeichnet zu werden.

      • pixel sagt:

        Oh Mann, Eni, also ich versteh das nun auch nicht ganz…Wenn ich wiedergeben möchte, wie jemand, resp eine Gruppe von Menschen tickt (als Beispiel wird in Stand-Up Comedies oft dieser „Türkenslang“ verwendet), dann bedient man sich – um es hervorzuheben – mit eben denjenigen Begriffen, mit denen diese Gruppe von Menschen sich bedient. Hat grundsätzlich aber nichts mit der eigenen Einstellung oder dem eigenen Wortschatz zu tun.

      • Gabi sagt:

        Sehr gutes Bsp. gebracht, um das zu erklären, pixel!

        (jou, Mann!)

        😉

      • pixel sagt:

        ej mann, sicher scho! hani guet gseit, odrrrr?! 🙂

      • Gabi sagt:

        Äi wasischdas fürä schwanzkranks Thema do,äi?!

      • Karin Gut sagt:

        Ist ja gut, Eni, ich wollte nicht absichtlich beleidigend sein. Ich habe den Beitrag neu in angefügt (22./13:49) ohne das Wort, das Sie so in Wallungen brachte. Es würde mich doch noch Wunder nehmen, was Sie und andere betreffend Verlagerung der Prostitution weg vom öffentlichen Raum denken.

      • alien sagt:

        Karin Gut, das funktioniert nicht. Frauen werden von gewissen Männern als Nutten betrachtet, ganz egal, ob sie es sind oder sein könnten oder nicht. Und dieses Phänomen werden Sie niemals beseitigen durch Einschliessen der Prostitution. Dass öffentliche Prostitutionsausübung nicht geht ist ja klar, und dass Strassenprostitution etwas Schändliches ist, ist beinahe Allgemeingut.

  • Urs sagt:

    Es tut mir ja leid aber ich kann den Artikel nicht ganz ernst nehmen. Eine Frau oder ein Mann hat freiwillig Sex mit einer Frau oder einem Mann, gegen Bezahlung. Soweit kann ich hier nichts unrechtes finden.

    Wird eine Frau oder ein Mann zu etwas gezwungen was er/sie nicht will ist das verwerflich und sollte verfolgt werden, nicht nur wenn es um Sex geht.

    Das verbieten von Prostitution oder Freiertum wird genau so sinnvoll sein wie die Prohibition oder das Drogenverbot, dass einzig dazu dient das Organisierte Verbrechen noch reicher zu machen. Das mit der Leibeigenschaft ist nur lächerlich.

  • Ein Freier sagt:

    Was ich hier lese ist teilweise völlig realitätsfremd und ich wundere mich, ob die SchreiberInnen die Realität kennen oder nur Klischees bedienen. Ich behaupte aufgrund meiner Erfahrung mit Prostituierten:
    – Die grosse Mehrheit der Prostituierten in der CH macht diese Arbeit freiwillig
    – Die grosse Mehrheit der Prostituierten in der CH wäre gegen ein Verbot
    – Eine kleine Minderheit der Frauen in der CH hat heute noch einen Zuhälter

    Es gibt ganz klar Auswüchse, z.B. im Bereich Strassenstrich. Diese sollte man bekämpfen. Vielleicht wäre das ein Thema das mal eine gründliche Recherche verdient.

    • Auch ein Freier sagt:

      Volle Zustimmung. Deine Erfahrung deckt sich vollkommen mit meiner. Das Problem an der Diskussion hier ist, dass die Frauen (Extrembeispiel Pippi Langstrumpf) die hier ein Verbot fordern und für die jeder Freier ein Ausbeuter ist, schlicht keine Ahnung von der Materie haben. Wie sollen sie auch, sie waren ja noch nie in einem Puff und haben ja auch noch nie mit einer Sex-Workerin gesprochen.

      Wenn ich in ein Bordell gehe,behandle ich die Damen mit dem grössten Respekt, im Gegensatz zu den radikalen Feministinnen, die hier ein Verbot fordern und so die Arbeit der Sexworkerinnen diskreditieren.

    • Eni sagt:

      Schön, wenn Sie selber ausschliesslich nur die Dienste von Prostituirten in Anspruch nehmen, die das freiwillig machen……….
      Ironie of……….

      Wessen Gewissen wollen Sie mit dieser Aussage beruhigen?

      • Ein Freier sagt:

        Ich wünschte mir, dass man dieses Thema sachlich diskutieren und recherchieren könnte. Der Blog-Artikel und einige Beiträge hier geben kein realistisches Bild der Prostitution wider sondern schlagen mit Klischees um sich.

      • Auch ein Freier sagt:

        Die Ironie ist fehl am Platz! Man(n) hat doch die Möglichkeit, nur in solche Etablissements zu gehen, bei denen man weiss bzw. spürt, dass die Frauen dort absolut freiwillig tätig sind. Auch wenn das nicht in Ihr Weltbild passt, aber solche Bordelle gibt es in der Schweiz mehr als genug.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Ein Freier:
        die Wahrscheinlichkeit dass Ihnen die betroffene/n Frau/en nicht die Wahrheit erzählt
        ist ziemlich hoch.
        Um selber festzustellen was das wirkliche Bild ist müssten Sie Kontakt mit Menschen haben
        welche in Unterstützungsarbeit für die Prostituierten tätig sind.

    • Gabi sagt:

      Gibt´s gar nicht. Gar nicht wahr.

      Sie sind gar nicht da.

      Sie gibt es gar nicht.

      Wir haben das alles nie lesen müssen!

      … Und schon ist die korrekte Sicht der Dinge wieder hergestelt.

      Na?

      War doch gar nicht so schwer!

    • Ein Freier sagt:

      @Eni schreibt: Klischee???? Kleine Mädchen am Sihlquai sind also Klischee?

      Wie ich geschrieben habe, gibt es Auswüchse, die man bekämpfen muss. Dazu gehört aus meiner Sicht der Strassenstrich. Der Strassenstrich ist zwar sehr präsent in den Medien, ist aber lediglich ein ganz kleiner Teil des ganzen Rotlicht-Marktes in der Schweiz. Das ist genau was ich meine mit Klischees. Man schlägt alles über den gleichen Leisten und ist nicht bereit genauer hinzuschauen.

      • Gabi sagt:

        Also für Menschen wie Pippi wär´s halt schmerzhaft, genauer hinzusehen.

        Da wäre ein Bisschen Verständnis schon angebracht.

        Hat grad vorgestern beschieden, dass sie Dinge eigentlch gar nciht so genau wissen will, wenn´s nicht ihrer Vorstellung entspricht.

      • Eni sagt:

        @ Ein Freier

        Was glauben Sie denn wie viele % das wirklich freiwillig machen? 10? Wohl nur diese im Hochpreissegment. Und da sind Sie sich sicher, dass Sie immer nur deren Dienste in Anspruch nehmen? Sorry, die meisten dieser Frauen knechten für einen Luden und nicht für sich selber.

      • Ein Freier sagt:

        @Eni Nach meiner Erfahrung ist es eine deutliche Mehrheit, also deutlich mehr als 50%, die das freiwillig machen. Mit freiwillig meine ich, dass sie sich freiwillig entscheiden im Rotlicht-Bereich zu arbeiten anstatt einen Job im Verkauf, im Service, im Pflegebereich, im Reinigungsbereich etc. anzustreben. Viele machen es auch neben Schule oder einem Job.

        Meine Erfahrung bezieht sich nicht auf das Hochpreissegment sondern auf gepflegte Studio im mittleren Preissegment, welche wohl den grössten Marktanteil ausmachen. Den Strassenstrich kenne ich nicht persönlich.

      • Gabi sagt:

        Eni: Ihre Vorstellung des Millieus ist eine Art.. hm.. wie formuliere ich das am Besten:

        Eine Art nostaglisch-verkitschter negativer und angenehm grusliger Romantik.

      • pixel sagt:

        Eni, darf ich fragen: Kennst Du die Szene oder hast Du irgendwie (sei es via Bekannte oder so) Zugang dazu? Ich persönlich gebe zu, dass ich ziemlich wenig weiss. Und ich hab ne ganze Weile, damals als ich selbständig war, ein Atelier mitten in Zürchers Kreis4 gehabt und doch so einiges mitgekriegt. Aber ich kann nicht behaupten, dass ich es kenne. Deswegen finde ich es nicht verkehrt, zuzuhören und mir Gedanken zu machen, wenn jemand erzählt. Ich kann das ja dann grundsätzlich immer noch verwerfen und mir die eigene Meinung bilden. Ich meine nur, Du reagierst ganz schön heftig…

      • Eni sagt:

        @ Pixel

        Ich bin ab und zu mal an der Langstrasse im Ausgang und wenn ich da in die Gesichter dieser Frauen sehe, dann kommen mir die Tränen. So viel Leere, so viel Verlorenheit………. da könnte ich schreien. Wenn ich könnte würde ich denen jeweils eine Ameise in die Hand drücken, damit sie wenigstens 1Tag Ruhe haben vor all ihren sonstigen „Wohltätern“

      • Gabi sagt:

        Da würden sich die Wohltäter aber ganz besonders darüber freuen, Eni!

        (übers Ameisli)

        By the way: Dies hat nun NICHT direkt mit P. zu tun.

        Hab vor langer Zeit mit einem ziemlich nuttigen (ja, Eni!) Mädchen geplaudert, die ich – oh Schande! – trotz ihres geringen IQs auch noch scharf fand (ja, tatsächlich: kommt vor!).

        Die hat mir erzählt (voller Stolz, dass sie tut was sie will und selbständig entscheidet!) , wie sie all jene Ersparnisse, welche ihre Eltern für ihre Ausbildung zurück gelegt haben, abgehoben hat und ihrem Freund (ludig) damit ein nigelnagelneues Sportauto gekauft hat.

      • Gabi sagt:

        Fand ich auch beelendend.

        Aber what to do?

        Übrigens war sie ein wenig eingeschnappt: Der hatte sie mittlerweile auch schon verlassen.

        Gemein von ihm? – Sicher.

        Aber nicht brutal weich von ihr???

      • pixel sagt:

        ok, ich verstehe. Nun ja, an der Langstrasse gibts auch sonst viele traurige Gestalten….Ehrlich gesagt, deckt sich ansonsten aber mein Eindruck nicht so sehr mit Deinem. Diejenigen, die ich immer wieder angetroffen habe (nun ja, wenn man halt in der Gegend arbeitet, dann sieht man immer wieder dieselben Gesichter) schienen mir irgendwie ziemlich munter zu sein. Einige sicher, waren echt kaputt, aber das waren eher die von der Strasse, bei denen bin ich mir sicher, waren in erster Linie Drogen im Spiel.

      • pixel sagt:

        Gabi, Gabi – fährst Du jetzt auch ein Sportauto? (kleiner Scherz am Rande)

      • Eni sagt:

        @ Gabi

        Es brauch wohl nicht viel, damit Sie an Märchen glauben. Das Mädchen liebt einen Mann und er weiss nichts anderes, als das Mädchen mit anderen Männer für Geld ficken zu lassen um ihm die Kohle abzuliefern. Haben Sie auch schon mal etwas von emotionaler Abhängigkeit gehört?

        Übrigens: haben Sie eine Tochter? Würden Sie es schön finden, wenn diese für Geld mit Männern fickt?

      • pixel sagt:

        Eni, lass mal gut sein mit dem Vater-Tochter Spruch. Natürlich nicht, keiner findet das gut. Aber worauf zielt diese Frage denn nun wirklich ab?

      • Gabi sagt:

        Haben Sie einen Sohn? Fänden Sie es toll, wenn sich der unbedingt als Söldner verdingen will?

        Auf was wollen Sie mit der aufgesetzten Bei-der-Frage-muss-er-aber-sagen-das-Masche erreichen?

      • pixel sagt:

        Gabi, das wir mal zeitgleich dasselbe denken, hätte ich jetzt also auch nie gedacht 😉

      • Gabi sagt:

        „emotionaler Abhängigkeit“ – nie gehört!

        😀

        Jetzt hören Sie aber auf, Eni. Das ist sonst nicht Ihr Niveau.

        Emotionale Abhängigkeit hat brutal viele Schatierungen. Sind Ihre Kinder im Moment wohl übrigens von Ihnen auch (noch). Sagt allein als Schlagwort gleich viel, wie wenn WS mit „das Patriarchat“ rumfuchtelt.

        Wir akzeptieren dennoch nicht jede Handlung eines „emotional Abhängigen“ automatisch mit einem „Jööh!“ Und an den Geschlechtsgrenzen schon gar nicht (oh… Fragen Sie mal Pippi, wie sie über „Loser“ her zieht).

        Fragen Sie mal Michelle Martin!

      • Eni sagt:

        @ Gabi

        Ja, ich habe 2 Söhne und ich würde jedem ihrer Freier den Schw…. abhacken, sollten sie je auf die Idee kommen, sich für Geld ficken zu lassen.

        Aber bei Ihnen ist es etwas anderes: sie finden nichts Schlimmes an Prostitution, aber möchten nicht, dass Ihre Töchter das tun. Warum, wenn ja nichts dabei ist? Einfach doppelmoralisch. Ist ja wie mit den Schwulen: niemand hat etwas gegen Homosexualität, solange der eigene Sohn nicht…..

      • Gabi sagt:

        Ich bin – entgegen dem Rat meiner Eltern und trotz ihrer Sorge – Motorad gefahren.

        Tue ich zwar schon lange nicht mehr, aber nun will das mein Kleiner auch. Unbedingt.

        Ich versteh absolut, wie sehr es ihn dazu drängt und dass es ein toller Kick sein kann… Dennoch werde ich alles tun, um ihm das blöd erscheinen zu lassen: Ich weiss um die Gefahren.

      • Eni sagt:

        @ Gabi

        Sie wollen also Prostitution mit Motorradfahren vergleichen? Das ist nicht schwanzkrank sondern hirnkrank. Motorradfahren macht in den meisten Fällen wohl Spass, was ich von der Prostitution in den wenigsten Fällen glaube. Hinzu kommt ja dann noch die gesellschaftliche Ächtung und die schiere Unmöglichkeit auszusteigen, was bei den Motorradfahrern ja wohl auch weniger ein Thema ist.

      • gabi sagt:

        Also Eni. Ich vermute, diese schrägen Assoziationen haben bei Ihnen System.

        Schon, dass man „Nutte“ nicht hin schreiben darf, wenn man bewusst ein gewisses Vokabular aufnimmt, um auf etwas hin zu weisen, ging in genau die Richtung.

        Die Frage, warum es weder meine Eltern, noch ich bei meinem Kind, schätzen, ist vor allem anderen die Angst vor den Gefahren!

        Also tun Sie bitte nicht so blöd, als ob ich auch nur angedeutet hätte, Prostituion macht allen so viel Spass wie Motoradfahren (macht übrigens auch nicht alles Spass!)

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Gabi:
        ich glaube nicht dass Eltern aus denselben Gründen ihren Kindern
        von Motorradfahren, resp Prostitution abraten würden,
        im ersten Fall sind Unfallgefahr im Vordergrund,
        im zweiten geht es um ganz andere Dimensionen.
        Selbst wenn meine Tochter diese Dienste in „gesichertem Umfeld“, also gut geführtes Studion oder so, anbieten würde, wäre ich um ihre innere Entwicklung sehr besorgt. Und würde mich fragen wo wir was in der Identitätsentwicklung verpasst haben, dass sie sich unmittelbar mit ihrem nackten Körper verkauft.

      • alien sagt:

        Ja, Brunhild, das sehe ich auch so.

        Dennoch bleibt die Frage, ob es wirklich in der Mehrzahl der Fälle schlimm sein muss. Eine nicht zu intelligente Frau, lebenslustig, selbstbewusst, stabil, vielleicht leidet die wirklich viel viel weniger unter dem Prostituieren als eine sensible, dünnhäutige, introvertierte Frau. Vielleicht gibt es ja eine Art Frau, für die Prostitution wirklich nur ein Job ist wie Servieren oder Haareschneiden? D.h. ich glaube das nicht, ich bin sogar sicher, dass es so ist.

      • pixel sagt:

        genau, alien. „Vielleicht gibt es ja eine Art Frau, für die Prostitution wirklich nur ein Job ist wie Servieren oder Haareschneiden? D.h. ich glaube das nicht, ich bin sogar sicher, dass es so ist.“

        Auch wenn das hier faktisch keine der Damen hören möchte, ich bin mir da auch ziemlich sicher, dass es so ist.

      • Eni sagt:

        @ Pixel

        Und ich bin mir sicher, dass die meisten Prostituirten NICHT diese Art von Frauen sind, sondern die wenigsten.

      • alien sagt:

        Da halte ich doch meine Hände offen und ausgebreitet vor mich hin, lehne mich zurück, starre ins Nichts und sage mit hochgezogenen Augenbrauen „ooooo.“ Wer jetzt nicht so bewandert ist in italienischen Gesten, kapiert das halt nicht, macht nix.

      • alien sagt:

        Ich glaube auch nicht, dass die meisten so sind. Aber auch nicht die wenigsten. In der Schweiz ist ihr Anteil wohl nicht verschwindend klein.

      • pixel sagt:

        Eni, zu dem wie Du Dir sicher bist, hab ich oben soeben geschrieben. Genau das meine ich. Du weisst es nicht, aber Du bist Dir sicher und hast Dir eine unumstössliche Meinungen gebildet. Und zwar auf der Grundlage, dass Du vielleicht ein Dutzend mal pro Jahr durch die Langstrasse spazierst und in ganz traurige Augen kuckst. Für mich wäre das eine zu labile Basis, um mir so eine unumstössliche Meinung zu bilden.

      • alien sagt:

        Ich sehe die traurigen Augen auch. Aber vielleicht sind sie ja gar nicht wirklich traurig, vielleicht projizieren wir das nur hinein? Ich hatte monatelang eine Mitfahrerin in der S-Bahn, die immer so traurig dreinguckte. Als ich sie einmal drauf ansprach, sagte sie fröhlich, sie sei gar nicht traurig, das sei nur mein Eindruck. Was ich an der Langstrasse auch sehe sind leere Augen und hungrige, unstete und tote. Und oft ist das nur meine Projektion.

        Um zu wissen, wie es ist, muss man mit den Leuten reden.

      • Katharina sagt:

        „diese Art von Frauen sind,“ und hier haben wir den moralisten kanon wieder.

      • alien sagt:

        Katharina, hier geht es mir darum, festzuhalten, dass gewisse Charaktereigenschaften bei Frauen die Prostitution erträglich machen könnte, und das war eben „diese Art von Frauen“.

      • Gabi sagt:

        Was damit gemeint war, weiss ich übrigens nicht:

        „Eni sagt:
        21. September 2012 um 21:45

        @ Gabi

        Es brauch wohl nicht viel, damit Sie an Märchen glauben. Das Mädchen liebt einen Mann und er weiss nichts anderes, als das Mädchen mit anderen Männer für Geld ficken zu lassen um ihm die Kohle abzuliefern. Haben Sie auch schon mal etwas von emotionaler Abhängigkeit gehört?“

        Was wäre das Märchen, an das ich – womit eigentlich? – glaube?

        Ich verstehe den Zusammenhang zw. dem Hinweis auf Märchen und dem folgenden Beispiel (das übrigens keineswegs dem Meinen entspricht: Nuttig. Nicht Nutte!) nicht.

      • Gabi sagt:

        Sorry; nochmal ich:

        Was ist bei diesem Thema bloss mit Ihnen geschehen, Eni?

        Auch diese Aussage hat zugleich etwas verstörend Krasses und dabei zutiefst Unlogisches:

        „Ja, ich habe 2 Söhne und ich würde jedem ihrer Freier den Schw…. abhacken, sollten sie je auf die Idee kommen, sich für Geld ficken zu lassen.“

        Wenn Ihre zwei Söne auf die Idee kämen, sich für Geld ficken zu lassen (SIE! Also DIE SÖHNE!) würden sie dem entsprechenden FREIER den Schw. abhacken?

        Wenn sich Ihre Söhne dafür entscheiden, muss ein Anderer dafür verstümmelt werden?

        Was geht bei diesem Thema nur mit Ihnen ab?!

  • Reda El Arbi sagt:

    hm, bei jeder form der bezahlten arbeit gehts um leibeigenschaft auf zeit. und ein verbot der prostitution würde die sexworkerinnen einfach in die illegalität treiben, der markt bliebe weiter bestehen. ich weiss ja nicht, wieviele sexworkerinnen sie kennen, aber die, mit denen ich gesprochen habe, hätten angst, das dann das bisschen schutz, das sie in der legalität haben, auch noch weg wär.

    es lässt sich leicht vom schreibtisch aus feministisch moralisieren, aber leider hat das nichts mit der realität der betroffenen zu tun und erscheint mir grundsätzlich etwas weltfremd….

    • Gabi sagt:

      Weltfremd = Synonym für „feministisch moralisierend“

      • Auguste sagt:

        hmm…, gabi, wann halten sie endlich ihre blöde fresse, sie soziopath? kleiner gedankenanstoss gefällig…

        „Was ist eine Inversion? Eine berühmte zeitliche Inversion findet sich in Goethes „Faust“, wo Mephisto sagt: „Ihr Mann ist tot und lässt Sie grüßen.“ Das klingt harmlos, fast witzig, aber es ist gemein gemeint: erst der Schock, dann der Hohn, erst das absolut Unüberschreitbare, der Tod, dann die banalste Alltagsroutine „lässt Sie schön grüßen“. Die Absicht ist: den Schmerz verdoppeln. Man kann es auch anders nennen: Es ist die sprachliche Produktion von Sadismus.“

        aus der heutigen faz.

      • Gabi sagt:

        Gäähn….

        Jaja.

        Legen Sie´s dorthin.

        Ich les dann später mal, wenn ich dazu komme.

      • Auguste sagt:

        hmm…, ich habe sie diesmal nicht beschrieben, gabi. das tat ich schon längst, und sinnigerweise liegen faz-herausgeber, frank schirrmacher und ich in unserem urteil über gewisse typen ziemlich nahe beieinander. sie waren, sind und bleiben: (un)lesbarer abschaum.

        machen sie einen smiley, wenn sie ausgegähnt haben, schwachkopf.

      • Gabi sagt:

        Ganz sicher noch, ja.

        Versprochen.

        Komm jetzt wirklich grad nicht dazu…

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Er muss erst seine Tastatur säubern, der Schwachkopf.

      • gabi sagt:

        Guscht und Schirrmacher!

        Langstrumpf und Schwarzer!

        Mein Gott…. Das klingt so…. so… so gross, irgendwie.

        So eloquent; so intelektuell!

        Es klingt nach Argumenten, die dem Gegenüber kaum Luft zum Atmen lassen.

        Einfach – jetzt mal ganz bescheiden formuliert – nach Geistesgrösse. Nach wahrer Geistesgrösse!

        Und gegen zwei derartige Kapazitätenteams kann ich bestehen….?

        Gopferdelli, was bin ich doch für ä Siäch!

        😀
        🙂
        😀
        😀

    • Arthur Saville sagt:

      Danke@ Reda El Arbi
      Der erste vernünftige Kommentar zum Thema. Sorry, aber was der gewisse Kommentare von Teilnehmerinnen sind einfach nur ideologisch, weltfremd und gehässig frustriert.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Reda El Arbi:
      die Sexworkerinnen mit denen Sie Gespräche führen konnten,
      liessen die Sie auch teilhaben an ihrer Geschichte, an ihrer Vergangenheit,
      wie sie als Mädchen von männlichen Bezugspersonen wahrgenommen und in ihrer Entwicklung unterstützt worden sind,
      wie ihnen von diesen Bezugspersonen Selbstwahrnehmung und das Gefühl für Würde vermittelt worden ist?

      Und wie genau die ersten Schritte verlaufen sind welche in die schlussendliche Sexarbeit geführt haben?

      Und ob sie sich eine derartige Berufstätigkeit für ihre eigenen Töchter wünschen würden?

      • Brunhild Steiner sagt:

        anzfügen wäre noch, ob sich diese Prostituierten auch wünschen würden,
        dass ihre Söhne dereinst zu Prostituierten gingen, und falls eher nicht, warum.

      • Redder sagt:

        @Brunhild: Ja, haben sie. Das war der Grund für die Gespräche. Die Realtität ist aber, dass es in der ganzen Kulturgeschichte der Menschheit Prostitution gab, egal ob verboten oder nicht. Und dass es den Prostituierten, die gesetzlichen Schutz beanspruchen konnten besser geht, als denen, die in der Illegalität leben.

        Ein Verbot der Prostitution würde in etwa soviel bringen, wie ein Verbot der Drogensucht.

      • Gabi sagt:

        Brunhild und Reda:

        Schade, hätte mich auch interessiert, was Sie dabei erfahren hatten, Reda.

        Beim einen Beispiel, das mir bekannt ist (und einst sehr nah war), hab ich die Eltern gekannt.

        Liebevolle, Interessierte und Behütende, die ihre Tochter (Sportlerin auf sehr hohem nationalen Niveau) geliebt haben und mir in keiner Weise Anlass gaben, irgendeine „Auffälligkeit“ fest zu stellen. Ich meine, dem Papa gab´s auch zu Kauen, als ihm irgendwann in der überschaubaren Stadt Gerüchte über die Gefälligkeiten seiner Tochter zu getragen wurden. – Verständlich.

      • Gabi sagt:

        Aber die Vorstellung, das ALLE durchs Band zuvor gebrochen worden und kapput sein müssten, prinzipiell aus zerrütteten Elternhäuser stammen, ist für mich Emanzenfolklore.

        …Und erinnert mich immer wieder daran, als ich vor Jahren in eine amerikanische Talkshow zappte, in welcher die Moderatorin offenkundig überfordert war, dass ihr Gast versicherte, sich aus freien Stücken dafür entschieden zu haben Pornodarstellerin zu werden. Die kam stotternd immer wieder nur auf den Standardsatz zurück „But if you were abused as I child I d rather see…. bilblablo“

        …Also ob damit dann alles erklärt

      • Gabi sagt:

        werden könne (was für sich genommen nichts anderes als Stigmatisierung bedeutet). Als ob Prostitution einen Übergriff bedinge, um sie irgendwie ein ordnen zu können.

        Im Übrigen meine ich, dass unsere Gesellschaft tatsächlich um Einiges lockerer damit umgeht, als noch vor Jahrzehnten. Ich finde Enis Vorstellungen extrem übertrieben (und hatte tatsächlich ein entspanntes Verhältnis zu einer Nachbarin, die Profi war – nix von „nicht grüssen“ und derlei Kinderkram an Gesellschaftsreferenzen)

        Und gesellschaftlich längst:

        Wen kümmert heute denn noch die Vergangenheit einer Sibel Kekilli?

      • Gabi sagt:

        (ausser jenen natürlich, die uns Tag und Nacht einbläuen wollen, dass diese Frau gefälligst als Opfer gesehen werden MUSS!)

      • alien sagt:

        Also mich kümmert sie schon, wenn ich Kekilli am Bildschirm sehe in einer Rolle, dann jagt mir ihre Vergangenheit schon einen kleinen Schauer den Rücken hinunter.

      • Gabi sagt:

        Aufmerksamkeitsgeil.

        Armer Pfropf.

        😀

      • alien sagt:

        Wer, ich? Wie kommst Du denn darauf?

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Reda El Arbi und oder Redder:
        sie liessen Sie teilnehmen, aber an was?
        Und haben Sie den Gesprächen entnommen, dass Sie mehr oder weniger Ihren (falls Sie welche haben) eigenen Töchtern diesselbe Erziehung, samt Vermittlung von Anerkennung/Wertgeschätztsein etc, zukommen lassen, und es Sie nicht weiter hinterfragen liesse wenn diese eine Salonlaufbahn einschlagen würden?
        Nur weil ein Verbot in der Umsetzung illusorisch ist
        soll man sich nicht mit dem ganzen Zerbruch auseinandersetzen?

    • Patrick sagt:

      Brunhild Steiner: Von männlichen Bezugspersonen… implizieren sie da, dass all diese Frauen irgendwann durch irgendwelche Männer „geschädigt“ wurden? Handstreichartig erklären sie sämtliche Frauen in diesem Beruf zu traumatisierten Opfern. Das ist grosszügig. …und überheblich.

  • Marcos sagt:

    Stichwort Labelsex, der ja auch bereits an Schulen vorkommen soll.

    Ich denke bei Prostitution gibt es unglaublich viele Graustufen.

  • Katharina sagt:

    Das ganze illegal zu machen bewirkt nur dies: Noch mehr menschenhandel.

    Der ganze Themenkreis kann nicht über die Moralistenschiene diskutiert werden, das wird nie etwas bringen, ausser lächerliche Voten.

    Und sehr wichtig: Das Axiom Prositution = per se menschenunwürdig stimmt in der Absolutheit, wie das hier von einigen geschrieben wird, nicht.

    • Marcel Imboden sagt:

      Wie gesagt, nicht unbedingt. In Schweden ist der Menschenhandel zuruck gegangen. Dort funktioniert das Verbot bestens. Siehe Magi Artikel.

    • Sportpapi sagt:

      @Katharina: Dieses Mal sind wir völlig einig.

      • Gabi sagt:

        Tatsächlich!

        (aber wenn man es wie Pippi per se eklig mit aller Körperlichkeit hat, auch wieder verständlich… Irgendwo)

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Wenn man überall Spuren seiner Körperausscheidungen hinterlassen muss, sogar auf der Tastatur und das dann auch noch im Blog erzählt, IST man halt ein armer Siech. Hunde markieren auch überall.

        Andern Leuten, die darin einen pathologischen Drang sehen, Körperfeindlichkeit zu unterstellen, kann man zwar machen, liegt aber voll daneben.

      • gabi sagt:

        Ich lach mich schepps.

        Und wahrscheinlich steht in Ihrem Pass auch WIRKLICH Pippi Langstrumpf, gäll?!

        😀

      • alien sagt:

        Gabi, Du kennst Pippi ja nicht, überhaupt nicht, also tu bitte nicht so, als ob Du das tätest. Sonst glauben es noch welche.

  • Kennard sagt:

    Selten so etwas Einfältiges gelesen. Die Autorin meint den Esel, aber schlägt den Sack. Die Schreiberin meint, mit der Bevormundung von Gleschtsgenossinnen etwas für die Gleichberechtigung zu tun. Sie kann sich nicht vorstellen, dass frau den job freiwillig macht. Und schliesslich: Das älteste Gewerbe lässt sich nicht verbieten; man kann es lediglich kriminalisieren und damit in den Untergrund führen. Dort erst wird dann das Geschäft menschenunwürdig und gefährlich.

  • Katharina sagt:

    Zuhälterei ist verboten:

    Art. 195 StGB:

    3. Ausnützung sexueller Handlungen.

    Förderung der Prostitution

    Wer eine unmündige Person der Prostitution zuführt,

    wer eine Person unter Ausnützung ihrer Abhängigkeit oder eines Vermögensvorteils wegen der Prostitution zuführt,

    wer die Handlungsfreiheit einer Person, die Prostitution betreibt, dadurch beeinträchtigt, dass er sie bei dieser Tätigkeit überwacht oder Ort, Zeit, Ausmass oder andere Umstände der Prostitution bestimmt,

    wer eine Person in der Prostitution festhält,

    wird mit Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren oder Geldstrafe bestraft.

    • Sportpapi sagt:

      Erstaunlich. Aber der Freier soll bei der „Sitte“ oder anderen Anlaufstellen anfragen, ob eine Prostituierte einen Zuhälter hat oder nicht, habe ich heute gelernt.

    • Katharina sagt:

      Nun die Frage: wenn 90% Unfreiwillig ist, bzw. sagen wir einfach die Mehrheit, Wo bleibt die konsequente Durchsetzung dieses Verbotes? Letztlich ist das die erste Frage, und diejenige, die die Auswüchse mit jetzt bestehenden rechten löst.

      warum also der Aufruf von Frau W? Und nicht ein Aufruf, dass das Law Enforcement eben lasch ist, bzw. vielleicht gegen Bezahlung weg schaut?

      • Erika B. sagt:

        Erstaunlich, stimmt!
        Man müsste also die Definition von Zuhälterei den neuen Gegebenheiten anpassen und einklagen.
        Das waren doch früher diese Brutalos, wie wir sie noch aus alten Filmen kennen. Die sind wohl gemeint mit den Gesetz, und die gibt es in dieser Art nicht mehr.

      • Sportpapi sagt:

        Was gibt es denn heute, was strafbar ist oder sein soll?

      • Katharina sagt:

        …. bedeutet ja auch, dass ein Freier, der eine solche Frau, die es unfreiwillig tut, nach StGB 195 Abs 3 bestraft werden kann, Beihilfe zu Zuhälterei.

        Die Frage ist und bleibt, warum dieses bestehende Gesetz in Wirklichkeit nicht einmal ansatzweise angewandt, durchgesetzt wird. Und was Zürich betrifft, der Staat sogar Beihilfe begeht, indem er „wer die Handlungsfreiheit einer Person, die Prostitution betreibt, dadurch beeinträchtigt, dass er sie bei dieser Tätigkeit überwacht oder Ort, Zeit, Ausmass oder andere Umstände der Prostitution bestimmt“.

      • Katharina sagt:

        und nein, Erika, das Gesetz weist ja nicht auf eine bestimmte Art hin, wie der Zwang ausgeführt wird. bei den Brutalos kommen ja dann noch andere StGB Paragraphen als Tatbestand dazu.

        Aber ich weise noch einmal darauf hin: Auf die Frage, warum denn die bestehenden Gesetze NICHT durchgesetzt werden, folgt betretenes Schweigen. Was erstens die Moralisten als Heuchler entlarvt und zweitens die Korruption innerhalb der Polizei, Justizbehörden, Immobilienbesitzer und die Verbandelung mit Politikern hinweist.

      • Frank Baum sagt:

        @Katharina: Sie haben Recht. Es gibt hier Gesetze, die die Frauen schützen. Diese müssen eingehalten werden. Wenn dies nicht geschehen sollte, dann wäre das ein Skandal. Wenn dieser Journalistin das Wohl der prostituierten am herzen läge, würde sie solche Misstände aufdecken. Ist aber zu anstrengend. Dann lieber gleich den Zusatnd der Sklaverei ausrufen und alles verteufeln.

      • Peter Steiner sagt:

        „Die Frage ist und bleibt, warum dieses bestehende Gesetz in Wirklichkeit nicht einmal ansatzweise angewandt, durchgesetzt wird.“ – Vielleicht eben, WEIL es nicht soviel gibt, dass unter diesen Tatbestand fällt und demnach durchzusetzen wäre, von Ausnahmen mal abgesehen. Könnte es eben nicht doch auch sein, dass grosser Teil dieses Geschäfts auf gegenseitiger Vereinbarung beruht? Gut zu wissen jedenfalls, dass eine Prostituierte auch heute durchaus Rechtsmittel hat, gegen Missbräuche vorzugehen.

      • Katharina sagt:

        „Könnte es eben nicht doch auch sein, dass grosser Teil dieses Geschäfts auf gegenseitiger Vereinbarung beruht?“ nein. denn das die Mehrheit unfreiwillig in dem Milieu arbeitet, ist deutlich nachgewiesen.

  • Erika B. sagt:

    Ich glaube, es geht hier gar nicht darum, Prostitution abzuschaffen.
    Das ist vermutlich ein Missverständnis.
    Wenn ich den Artikel im Mag vom letzten Samstag richtig verstehe, so gibt es in Schweden die Prostitution seit dem Verbot immer noch. Aber unter völlig anderen Bedingungen.
    Ich finde ein Verbot gut. Es würde Voraussetzungen schaffen gegen Menschenhandel und Entwürdingung. Darum geht es doch!

    • Marcel Imboden sagt:

      Nein, es IST verboten in Schweden, nur das die Prostituierten nicht verfolgt werden sondern nur die Freier und so die Nachrafe gesunken ist und dies eben zur Folge hatte das der Menschenhandel zuruckgegangen ist. Also alles macht sehr viel Sinn dort oben und der Magi Artikel war uebrigens auch sehr gut. Wieso nicht bei den Schweden abgucken? Und ueberhaupt; alle die die Franzosen kritisieren, die Franzosen habens eben auch von Schweden uebernommen!!! Europa veraendert sich positiv und das ist auch gut so. Keine Angst, in 10-20 Jahren werden es auch die Schweizer verstehen/uebernehmen.

    • Gabi sagt:

      Lass ich mir gerne – meine ich im Ernst – von Ihnen erklären.

      • pixel sagt:

        ich mir auch. dann sind wir schon zu zweit.

      • pixel sagt:

        Gabi, ich fürchte wir warten vergeblich.

      • Gabi sagt:

        Schade, dass ich nicht katholisch bin. Sonst wüsst ich bestimmt das Datum des St.Nimmerleins-Tages.

      • Carolina sagt:

        Guten Morgen, Ihr zwei. Habe gerade versucht aufzuholen, was hier so abgelaufen ist. Pixel, noch einmal, Sie gefallen mir immer besser – Ihre Fragen und Statements in diesem Thread sind auch meine, daher kann ich mir einen entspannten Sonntag gönnen.
        Und was den St-Nimmerleinstag angeht, Gabi: wie war das eigentlich mit dem 21. Dezember 2012 – geht da nicht die Welt sowieso unter? Habe irgendwie schon lange nichts mehr davon gehört….Die Untergangspropheten haben sich wohl schon in ‚Sicherheit‘ gebracht. (Just call me Uriella!).

  • Patrick sagt:

    Bei Gleichberechtigung sollte es um BERECHTIGUNG und nicht um Verbote gehen. Aus meiner Sicht ist der Artikel sehr ideologisch und realitätsfern. Prostitution ist mitnichten mit Leibeigenschaft gleichzusetzen. Eine Prostituierte wird nicht auf Zeit gekauft, sondern die Dienstleistung Sex. Ansonsten wäre auch eine (bei mir) Coiffeuse eine Leibeigene auf Zeit. Die Vorstellung, dass eine Frau sich tatsächlich aus freien Stücken für diese Erwerbstätigkeit entscheiden könnte, wird im Weltbild der Verneiner kaum vorkommen. Und damit setzen sie sich über den freien Willen genau dieser Frauen.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Es geht um die Menschenwürde, die gilt auch für Frauen. Die Franzosen haben das begriffen, sie haben im Parlament vor einiger Zeit EINSTIMMIG beschlossen, die Freierei unter Strafe zu stellen.

      http://www.elle.fr/Societe/News/Prostitution-Roselyne-Bachelot-veut-punir-les-clients-1543435

      • Sportpapi sagt:

        Wunderbar – wie gewohnt, muss nun das Pendel einfach auf die andere Seite ausschlagen. Statt dass die Frauen schutzlos ausgeliefert sind, sind es nun die Freier, die erpresst werden können.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Erpresst? Wovon sprichst du? Wenn man Raub verbietet, werden dann die armen Räuber erpresst? Echt, dein Rechtsverständnis ist dermassen jenseits, manchmal frage ich mich, ob das Satire ist………

      • Widerspenstige sagt:

        Du meine Güte Sportpapi…erpresst?! Wohl etwas zu tief ins Glas geguckt heute nachmittag? 🙄

      • Patrick sagt:

        Also Pippi, sie setzen ein abstraktes Konstrukt namens Menschenwürde über den freien Willen einer Frau? Verletzt dies nicht die Würde dieser Frau? Und definieren sie mir doch einmal Menschenwürde. Vielleicht merken sie dann, dass es auch da unterschiedliche Auslegungen geben kann, weshalb der freie Wille die Menschenwürde als Argument immer schlägt. Ihr Franzosenargument ist ja auch schön… Ich lasse nun mein Saudi-Argument und sage bloss, was mir meine Mutter immer gesagt hat: U we die d’Brügg abgumpe, gumpsch de hinge nache?

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Die Würde des Menschen ist unantastbar, auch die Würde der Frauen, das sind nämlich auch Menschen, falls es dir entgangen sein sollte.
        Es gibt strukturelle Gewalt, vielleicht hast du schon mal davon gehört. Nix freier Wille, die Gründe für Prostitution sind vielfältig, die Ursachen liegen im Patriarchat selbst. Die Franzosen haben das begriffen, quer durch alle Parteien, deshalb gab es einen einstimmigen Beschluss, der absolut ungewöhnlich ist, ich weiss nicht, wann zuletzt das franz. Parlament etwas einstimmig beschlossen hat. Wenn du meinst, es besser zu wissen, bitte! Argumentiere mal!

      • Patrick sagt:

        Das liebe Pippi habe ich auch bemerkt. Nur hilfst Du mir nicht, ohne eine sehr genaue Definition von Würde. Du gehst also quasi davon aus, dass alle Opfer dieser strukturellen Gewalt bist und verneinst die Möglichkeit der Prostitution aus freien Stücken. Damit setzt Du in meinen Augen die Würde dieser Frauen herunter indem Du ihnen indirekt sagst, dass sie am besten bevormundet und neu erzogen würden. Und entscheidest Du, wann jemand etwas aus freiem Willen heraus machst? Setzt Du damit nicht all diese herab, bei denen Du sagst, nein, kein freier Wille, die das aber anders sehen?

      • Patrick sagt:

        Und neben der Definition von Würde, Pippi, wie sieht es denn bei einem Mann aus, der sich prostituiert. Ist der dann auch durch strukturelle Gewalt unmündig geworden oder könnte der sich aus freiem Willen zur Prostitution bewegen? Und verletzt es dann auch seine Menschenwürde? Du Pippi, gehst von unmündigen Menschen aus. Dann hättest Du vl. Recht. Aber so will ich die Welt nicht sehen. Für mich ist jeder alt genug und mündig, bis er das Gegenteil beweist. Inkl. Prostituierte. Und dann gehts mich wirklich nichts an, was zwei mündige Menschen miteinander tun, so lange ihr Wille respektiert wird.

      • Sportpapi sagt:

        Ach Pippi, hier wird ja nun sehr ausführlich argumentiert. Nur prallt das an dir ab, ohne dass du einmal darüber nachdenken würdest. Du hingegen bringst Schlagworte, und meinst, damit sei die Diskussion beendet. Also, welche Tätigkeiten sind denn mit Menschenwürde zu vereinbaren, und welche nicht? Warum nicht?

      • Gabi sagt:

        Kann mich nicht erinnern, von Pippi je in irgend einer Form ausführlichere Argumente – insbesonder bei ihrem Lieblingsthema – vernommen zu haben.

        Wer hilft mir auf die Sprünge?

        Nein Pippi: Sie nicht. Ich meine Argumente. Nicht vulgäres Gekeife!

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Wie geht’s der Tastatur, Troll?
        Versuch’s doch mal mit den Pillen gegen Besessenheit. Muss doch quälend sein, wenn man jeden Post einer bestimmten Person kommentieren muss, zwanghaft. Stell‘ dir vor, ich würde nachts um 3 etwas schreiben, du könntest dann nicht gleich darüber markieren….. dein Tag wäre gelaufen. Arme Siech 🙁

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ausführlich argumentiert? Wo den Sportler, wie denn? Ich sehe nichts. Ich lese nur leere Behauptungen in der Art, dass Coiffeuse und Nutte das gleiche ist, was die Einschätzung der Tätigkeit betrifft. Sehr überzeugend, doch 🙄

      • Gabi sagt:

        Tatsächlich, Pippi.

        Ich arme Siech ich.

        Schreckliche Vorstellung!

        🙂

      • Sportpapi sagt:

        @Pippi: Also, welche Tätigkeiten sind denn mit Menschenwürde zu vereinbaren, und welche nicht? Warum nicht?

      • Katharina sagt:

        „Ausführlich argumentiert? Wo den Sportler, wie denn? Ich sehe nichts. Ich lese nur leere Behauptungen “ sorry, aber bei diesem Thema trifft das auch auf dich zu. über die wahren Motive, warum einige Feministinnen sich auf dieses Thema so verbeissen, gehe ich (noch) nicht einmal ein. wie gesagt, die bestehenden Gesetze sollen mal durchgesetzt werden. dem ist auch im Franzenland nicht so.

      • Gabi sagt:

        Es genügt doch völlig, dass Pippi die besseren Argumente auf ihrer Seite weiss.

        Die muss sie doch deshalb nicht auch noch allen ausbreiten! Hallo!

      • Peter Steiner sagt:

        @Widerspenstige: Er hat Sex mit einer Prostituierten, trotz Verbot. Sie nimmt zwar das Geld, droht ihm aber, ihn anzuzeigen, wenn er nicht noch mehr rausrückt. Das nennt man dann Erpressung.

      • Eni sagt:

        @ Peter Steiner

        Wäre doch mal eine Abwechslung: normal kriegt sie nämlich die Fresse poliert, wenn sie sich weigert ohne Gummi zu blasen und ficken. Ist das denn weniger schlimm?

      • Patrick sagt:

        Pippi, das Problem ist, dass Menschenwürde ein beliebig definierbares Konzept ist und Du mit Deiner These, dass Prostituierte immer Opfer der „strukturellen Gewalt“ sind, all diese Frauen quasi zu Unmündigen erklärst und sie mit genau dieser Aktion herabsetzt, i.e. ihre Würde verletzt. Du sprichst ja ab, dass das aus freiem Willen heraus geschehen kann. Was sind sie dann ausser Unmündig und einer „Neuerziehung“ zu unterziehen? Ich finde es immer sehr gefährlich, wenn jemand kommt und sagt, was andere freiwillig tun und was nicht. Das grenzt an totalitär.

      • gabi sagt:

        Sagen Sie mal, Eni… Wohnen Sie irgendwo an der Grenze zw. Albanien und Serbien, oder was?!

      • Eni sagt:

        @ Gabi

        Nein, wie kommen Sie darauf? Ich wohne an einem Ort, wo meine Vorfahren väterlicherseits schon vor 1291 ansässig waren und zwar in der Schweiz. Ich bin sozusagen Ureinwohner.

        Wenn Sie Ihre Frage auf meine Ausdrucksweise beziehen: wenn man Nutte als hier zulässigen Begriff ansieht, dann wohl auch ficken und fresse.

      • Gabi sagt:

        Nein… Es geht darum, was Sie – offenbar in vollem Ernst – für „normal“ halten.

        Wie stellen Sie sich das vor?

        Wer tut das?

        – Wo Sie doch annehmen, alle Prostituierten hätten einen Zuhälter (und Ihr Shilquai sei das Abbild des Gewerbes an sich), dann haben Sie wiederum sehr harmlose Vorstellungen, was dieser mit Kunden täte, der sich so verhielte.

        Oder meinen Sie den Zuhälter? Der täte das und dann bringt sie ihm – von Schlägen erstellt – ein Heidengeld ein?

        Seltsame Idee.

        Die Gewalt – die in Verhältnissen wie im Shilquai unzweifelhaft eine Rolle spielt – funktioniert anders.

      • Eni sagt:

        Und diese Gewalt, die man nicht körperlich ansieht, ist die denn weniger schlimm? Wie gesagt, kenne ich Sihlquai und Langstrasse einfach so vom Flanieren, wie es in Clubs aussieht weiss ich nicht. Aber wie auch immer, finde ich es unheimlich krank, dass man akzeptiert, dass diese Frauen keine anderen Möglichkeiten haben und sich an ihnen gütlich tut. Wie Auguste schon sagte; sie machen diese Arbeit mir ihrem Leib, aber nicht mit der Seele….

      • Eni sagt:

        Wie kann man eine solche Dienstleisung mit gutem Gewissen in Ansruch nehmen im Wissen, dass sich die andere Person derart erniedrigen muss? Wie kann man Gleichgültig sein, gegenüber anderen Menschen, nur weil man seine Bedürfnisse befriedigen möchte? Mir ist bewusst, dass diese Bedürfnisse halt da sind, aber hat Mann das Recht, diese auf Kosten anderer zu befriedigen?

        Ich gehe nach wie vor davon aus, dass der Weg nicht freiwillig gewählt wurde und dass auch viele dieser Frauen Missbrauch nicht fremd war, bevor sie diesen Weg eingeschlagen haben/einschlagen glauben zu müssen.

      • mila sagt:

        Weiterhin ganz bei Ihnen, Eni.

      • Gabi sagt:

        Ja. Kann ich mir beim Shilquai auch vorstellen…

        Aber EBEN: Kann schlecht die Regel sein.

        Aus den Gründen, die Sie grad anschliessend selber bringen: Können eben auch nicht alle!

        Andere offenbar schon. Ändert aber nix daran, dass Sie ständig so tun, als ob ALLE PROSTITUIERTEN ÜBERALL STÄNDIG verprügelt und malträtiert werden (um dann offenbar jederzeit und überall Freier zu finden, die besonders auf ausgeschlagene Zähe stehen – was gibt es Erregenderes?!).

        Das Gewissen ist eine sehr individuell Sache. Und da auch am Shilquai nicht einfach nur vollverdroschene, aufgeschwollene und blutend

      • Gabi sagt:

        nde rumstehen, wird nicht jeder darüber nachdenken (wollen).

        Genau so, wie ich eigentlich auch nicht so gerne daran erinnert werde, wie das Colthan für mein Galaxy eigentlich gewonnen wird, mit dem ich derart gewissenlos rum telefoniere.

        Können Sie etwa guten Gewissens am Telefon lachen?!

      • alien sagt:

        Gute Frage, Eni, willst Du sie beantwortet haben? Ich kann es versuchen. „Wie kann man eine solche Dienstleisung mit gutem Gewissen in Ansruch nehmen im Wissen, dass sich die andere Person derart erniedrigen muss?“ Das wäre in der Tat schwer, und es geht wohl nur einfach mit dem Ausblenden von Erkenntnissen. Das ist ein ähnlicher Mechanismus, wie ich ausblenden muss, dass das coole 10-Franken-C&A-T-Shirt von Kindern genäht wurde oder dass der heisse Fussballmatch am TV mit einem Ball gespielt wird, der von ZwangsarbeiterInnen genäht wurde.

      • alien sagt:

        Dieser Mechanismus ist bei den Bewussteren von uns täglich eingeübt. „Uns geht es gut, weil es den anderen schlecht geht.“ Der Umgang des Freiers mit der Prostituierten ist nur eine Ausprägung des Mechanismus. Wirklich, ich glaube nicht, dass das etwas anderes ist. Das macht diesen Umgang nicht gut, aber es zeigt auf, dass wir Menschen, im Leben dauernd Kompromisse eingehen.

        Nun gehe ich aber einen Schritt weiter Eni. Einer recht grossen Schicht der Prostituierten in der Schweiz geht es ganz gut. Viele machen die P. als Zweitjob. Sie sind im Erstjob Verkäuferin, Kindergärtnerin,

      • Eni sagt:

        @ alien

        Man könnte ab und zu etwas mit dem Fair-Trade Label kaufen und wenn jeder das ab und zu macht……… dann ist irgend eines Tages ganz vielen geholfen………..

        Und vielleicht gibt es ja auch Fair -Trade Fussbälle

      • alien sagt:

        Sekretärin, Anwältin (ja, es gibt durchaus gut ausgebildete Frauen mit gutem Lohn). Ihr Leben als Prostituierte ist NICHT geprägt von dauerndem Zwang. Klar, es gibt Zeiten am Tag, wo sie ihren Job verdammen, aber wer von uns tut das nicht manchmal?

        Hier spreche ich natürlich nicht von den Strassenprostituierten oder von den zur Prostitution Gezwungenen. Dies ist natürlich keineswegs freiwillig und wird mit den obigen Worten nicht charakterisiert.

      • alien sagt:

        Naja, Eni, hier habe ich den Spruch „Wenn jeder nur etwas Kleines tut, dann ist schon etwas erreicht. Etwas Kleines.“. Nein, wenn man etwas tun will, dann braucht es schon richtige Schritte. Wenn jeder von uns sein Handyladegerät aussteckt, wenn es grad nicht lädt, dann bringt das so gut wie überhaupt nichts.

        Und wegen den Fussbällen: Weiss ich, ob die Challenge League ihre Fussbälle bei Max Havelaar postet? Nein, weiss ich nicht. Die Challenge League wird ihre Fussbälle dort kaufen, wo es die FIFA tut oder die UEFA, und da wird kaum auf Nachhaltigkeit geschaut.

      • Eni sagt:

        Ja alien, dann warten Sie mal schön darauf dass irgend jemand (natürlich nicht SIE selber) etwas Grosses tut und die Welt in einem Momment zum Anderen völlig ändert, denn so müssen SIE ja selber nichts ändern und das ist ja soooo bequem. Warum selber etwas tun um einen Anfang zu machen, die Anderen sollen, immer nur die Anderen.

      • Eni sagt:

        Ja klar, eine Anwältin arbeitet sicher noch nebenberuflich in einem Studio…… und riskiert auf diese Weise ihre Karriere.

        Was für Pillen schlucken Sie? Möchte diese auch, damit ich meine Welt passend träumen kann…………………..

      • alien sagt:

        Naja, Eni, ich WEISS, dass es Anwältinnen gibt, die als Prostituierte arbeiten. Das Risiko ist gering, wenn sie es richtig macht (sich nie erpressbar machen lässt).

        Und wegen dem Tun: Ich tue recht viel zur Optimierung meines Lebens. Wer sich etwa entscheidet, nur noch einmal im Monat Rindfleisch zu essen, tut viel mehr für die Umwelt als jener, der sein Handyladegerät aussteckt bei Nichtgebrauch. Etwas tun ist sehr gut. Allerdings ist es wichtig, die Massstäbe im Auge zu behalten. Kurzstrecken können mit dem Velo gemacht werden. Ob man aber für die 400m zum Coop das Auto nimmt, ist irre

      • alien sagt:

        vant angesichts dessen, dass man damit täglich 40 km zur Arbeit fährt und zurück.

      • alien sagt:

        da hat der Backslash ausser dem Umbruch auch eine Silbe „le“ geschluckt.

      • Eni sagt:

        Ja, dann tue ich ja VIEEEEEL! Ich esse seit 24 Jahren überhaupt kein Fleisch mehr, kaufe nur tierische Produkte aus tierfreunlicher Haltung, habe KEIN Auto und stecke immer alles aus bei Nichtgebrauch ausser TV und Wecker.

        Ach, ich fühle mich richtig heilig…………….

        Und apropos Auto: waren nicht gerade Sie derjenige, der Kurzstrecken als umwelttechnisch unbedenklich deklarierte? Thema: 15 Dinge die nerven

        Und nein: wenn sie noch so viel erzählen über juristische Putas, es ist ziemlich unglaubwürdig, dass eine Anwältin Geld für Sex nimmt.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Wir haben hier viele Experten, die sich so richtig auskennen im Milieu, wie bemerkenswert!!

        Wenn der Anwalt für Sex bezahlt, wird doch wohl seine Kollegin auch etwas mit dem Business zu tun haben, einfach auf der andern Seite. Anwälte tun doch für Geld alles *Ironie off*.

      • alien sagt:

        Pippi, ist etwas einzuwenden gegen einen sozial diversifizierten Bekanntenkreis? Nicht, oder? Nein, ehrlich gesagt kenne ich keine Prostituierte von ihrer Berufsausübung her. Nicht einmal meine Anwältin (die ich nicht habe, das ist ein Mann).

        Glaubt’s mir einfach mit der Anwältin. Pippi, mich würde verwundern, wenn Du nicht in Deinem Umfeld auch solche Nebenerwerblerinnen hättest.

        Eni, das beschriebene Verhalten ist in der Tat recht vorbildlich. Dass Du nur schon aus wirtschaftlichen Gründen ein ökologischeres Leben führst, schmälert das nicht.

      • pixel sagt:

        Krass, wohin diese Diskussion nun abgedriftet ist… Und eigentlich weiss keiner mehr – allen voran Eni – warum argumentiert wird und zu was denn eigentlich genau. Eni, ich habs gestern schon versucht mitzuteilen und das ist heut nicht anders: Ich versteh eigentlich nicht, wobei es Dir genau geht und wogegen Du hier eigentlich die ganze Zeit (und nicht zu knapp) wetterst. Zuerst dachte ich, ok – vielleicht ist Eni ja für ein Verbot, das hätte ja dann irgendwie in der radikalen und absoluten Form Deiner Meinungen ja auch noch Sinn gemacht. Aber das hast Du ja auch dementiert.

      • pixel sagt:

        Also, bitte hilf meinem Verständnis auf die Sprünge, weil ich würds echt gerne nachvollziehen:
        a) sind alle Männer Schwe.ine?, b) sind die Männer hier im Blog alle Schwei.ne?, c) ist die Welt sowieso nur Kacke? oder d) hast Du irgendwie einen konstruktiven Vorschlag zum Thema, wenn schon GEGEN Verbot (was ich ja teile), der sich mir noch nicht offenbart hat?

      • Eni sagt:

        @ Pixel

        Ich bin gegen ein Verbot, weil es nicht durchsetzbar ist. Was mich nervt hier ist die Doppelmoral: jeder sieht der Prostitution locker gegenüber, verkauft diese als normale Arbeit und ist blind für die Folgen. Dass viele Frauen diese Tätigkeit nicht freiwillig ausführen, wird ignoriert und lächerlich gemacht und Keiner würde je eine solche Frau als Partnerin wählen, da hört dann die Toleranz plötzlich auf und diese Heuchelei geht mir auf den Geist.

      • pixel sagt:

        Kann sein, Eni, dass Du aber auch ganz schön viel Heuchlerisches hineininterpretierst, wo einfach nichts Heuchlerisches dabei ist. Ausserdem machst Du sowas von zu, dass Du Dich nicht nur nicht mehr öffnen kannst, sondern es auch nicht willst gegenüber Darlegungen anderer. Könnte ja z.B. sein, dass Du auch ein etwas verzerrtes Bild davon hast, wieviele von den Frauen dies freiwillig tun, wieviel Respekt sie tatsächlich bekommen, wieviel sie ev. geschlagen werden (oder vielleicht auch gar nicht?). Könnte es sein, dass die Eine oder Andere vielleicht auch wirklich froh ist um das Geld,

      • pixel sagt:

        denn in ihrer Heimat würde ihr ein viel „Schlimmeres“ Leben blühen. Ich persönlich finde es immer sehr schwierig FUER JEMAND ANDEREN (den ich noch nicht mal kenne) entscheiden zu wollen, was richtig und was falsch ist. Mich persönlich ärgert übrigens, wenn pauschale Urteile gefällt werden, OHNE dass man wirklich behaupten kann, sich auszukennen mit dem Thema. Du GLAUBST, es muss so sein. Und diesen Glauben hast Du so fest verinnerlicht, dass es überhaupt nicht möglich ist, mit Gegenargumenten zu Dir hervorzustossen. Das finde ich bedenklich.

      • alien sagt:

        pixel, hast Du schon einen Freund?

        🙂

        Dich finde ich enorm vernünftig.

      • pixel sagt:

        alien, ähm, war das nun ironisch oder echt gemeint? ach eigentlich egal, ich fass es mal als Kompliment auf. 🙂

        Ich denke, mein Freund findet mich meist, aber nicht immer so vernünftig. Theorie und Praxis, zwei Paar Schuhe – Du verstehst schon 😉

      • alien sagt:

        Die Frage nach dem Freund war augenzwinkernd. Das Kompliment war ernst.

      • alien sagt:

        In der Theorie existiert kein Unterschied zwischen Theorie und Praxis.

        In der Praxis schon.

        — Jan L. A. van de Snepscheut

      • alien sagt:

        Ich liebe rekursive Zitate.

        Besonders die, die sich auf sich selbst beziehen.

        — alien

      • pixel sagt:

        Gefällt mir alien!

        Und danke also auch fürs Kompliment!

    • Patrick sagt:

      „Wie kann man eine solche Dienstleisung mit gutem Gewissen in Ansruch nehmen im Wissen, dass sich die andere Person derart erniedrigen muss?“ fragt Eni.
      Naja, die Frage stelle ich mir auch immer, wenn ich bei der DH bin. Da habe ich immer ein schlechtes Gewissen, weil ich ihre Arbeit als demütigend empfinde.
      Womit ich sagen will, es gibt keine absolute Definition davon, was Menschen als erniedrigend empfinden (so wie es keine allgemeingültige Definition von Würde gibt).

  • Daniel sagt:

    Wenn Frauen sexuell so verfügbar wären wie Männer, gäbe es bestimmt keine Prostitution mehr…

    • Widerspenstige sagt:

      Kannst Du das etwas präziser ausdrücken, Daniel: Sexuell verfügbar….??

      • Beno sagt:

        …er meint wohl nicht widerspenstig sein ?!

      • Gabi sagt:

        Also ich hab´s verstanden.

        Da man immer erwartet, dass Männer sich vollkommen gewissen – nicht allen, aber den Lautesten! – weiblichen Wünschen unterwerfen, so frag ich mich, wieso man nicht einfach dies einfordern könnte?

        Billig, gäll?!

      • alien sagt:

        Na das war ja wieder einmal ein widerlicher Post. „Verfügbar“. Du meinst so, à la Hochregallager, Gang 8, Stock 19, RFID-Tag 9783756332.

        „So chumm Johnny, hol mer emal e Nutte usem Lager.“ „Di glich wi immer?“ „Ja, wänn’s gaht di chlii mit de blonde Zöpf. Staubere aber zersch s Mottepulver ab.“ „Suscht no Wünsch?“

    • pixel sagt:

      Daniel, Sie meinen, wenn Frauen dieselbe Bedürfnisintensität nach Sex hätten. Also nicht vereinzelt, sondern im Allgemeinen. Ja, das könnte hinkommen mit Ihrer Behauptung. Dann gäbe es wahrscheinlich von allen sexuellen Problemen weniger.

      • Sabrina sagt:

        Und die Art der Bedürfnisse scheint manchmal auch unterschiedlich zu sein. Weil die Freundin, Frau gewisse Praktiken nicht mag, gehen Männer zu den käuflichen Frauen. Es ist daher nicht nur eine Frage der Quantität.

      • mila sagt:

        Ich sags mal so: wenn ein Mann in fester Partnerschaft seine sexuelle Befriedigung heimlich (!) ins professionelle Milieu verlagern muss, ist das eine Bankrotterklärung für die Beziehung. Offenbar gelingt es zweien nicht, ihre Bedürfnisse offen zu kommunizieren und aufeinander abzustimmen. In einem solchen Klima (Selbst-)Lügen zu leben, stelle ich mir ziemlich trostlos vor.

      • Sportpapi sagt:

        @mila: Natürlich ist es so: „Offenbar gelingt es zweien nicht, ihre Bedürfnisse offen zu kommunizieren und aufeinander abzustimmen.“ Ich würde sogar sagen, das ist doch in den meisten Fällen so. Weil man aus verschiedenen Gründen wirklich nicht ganz offen kommunizieren möchte. Und weil das aufeinander abstimmen einfach Grenzen hat. Sind sie sicher, dass dies in Ihrer Beziehung anders ist? Wäre es eine Bankrotterklärung, wenn der Freund/Mann noch seine Geheimnisse hat?

    • Sabrina sagt:

      Ich glaube nicht, dass Frauen weniger Sex wollen als Männer. Aber das Problem scheint mir eher dann die Verteilung zu sein. Die meisten Männer wollen Sex mit jungen, attraktiven, sexy Frauen. Deshalb geht ihre Aussage nicht auf.

  • Marcel Breu sagt:

    Es ist schon interessant, hier werden zahlreiche nicht themenrelevante und auch nicht wirklich sachliche Kommentare freigeschaltet. (Männern ihr liebstes Teil abschnippseln??… aber hallo) Gleichzeitig werden kritische Kommentare bezüglich der Redaktion gar nicht erst freigeschaltet. Dabei kann ein solcher Text ja nur von einer linken Feministin kommen die realitätsfremd ist. Das ist weder beleidigend noch unsachlich, sondern meine Meinung. Eine Verlängerung meines langjährigen TA-Abos werde ich kritisch prüfen… Ich brauch übrigens die Damen nicht, ich bin schwul.

  • xyxyxy sagt:

    Sportpapi: was Ausbetung ist
    – wenn Frauen von Zuhälter, Familie etc. dazu gezwungen werden
    – wenn Frauen einen grossteil des erwirtschafteten Geldes an Zuhälter bzw. Vermieter abgeben müssen
    – wenn Frauen zu Dienstleistungen gezwungen werden, die sie gar nicht tun möchten
    – wenn man eine extreme Notsituation oder Unmündigkeit ausnutzt

    kurz alles, ausser eine Frau sagt sich aus freien Stücken, dass ihr diese Arbeit eigentlich gefallen könnte, gerade auch weil sie so gutes Geld verdienen kann und wenn sie dabei auch frei bleibt von einem Abhängigkeitsverhältnis (Selbstbestimmt bleibt).

    • xyxyxy sagt:

      liste nicht vollständig – aber es ist ganz einfach, zu erkennen wann es sich um Ausbeutung handelt, wenn man nur WILL

      • xyxyxy sagt:

        hmmm … das war eigentlich mein mehrfach erwähnter Grundgedanke, der die ganze diskussion losgetreten hat
        ich schrieb z.B.
        natürlich bräuchte es das sp – so könnte man mal klare Grenzen schaffen. dann zuhälterei unter strafe stellen, aber zünftig und jeden freier, der trotzem lieber ausbeutet.

        Solange der Freier keine Verantwortung trägt, wird sich schwerlich etwas ändern. Das ist so wie auf dem Bau, wo der Auftraggeber Unterakkordanten die Aufträge gibt, welche diese ausbeuterisch mit Schwarzarbeitern erledigen. Solange der Auftraggeber nicht auch dafür haftet ist ihm das egal.

    • Sportpapi sagt:

      @xyxyxy: Ich bin bei jedem Punkt einig. Und wie sieht man das nun der Frau an?

      • marie sagt:

        hier! wenn sie nicht selbständig überlegen wollen, dann können sie in einfacher schriftsprache nachlesen, was mann tun kann.
        http://www.verantwortlicherfreier.ch/de/index.html

      • Sportpapi sagt:

        Ach, so einfach ist das?
        http://www.verantwortlicherfreier.ch/de/erkennen.html
        Hilft mir im konkreten Fall aber nicht wirklich weiter.

      • xyxyxy sagt:

        entweder sind sie so naiv oder ich weiss nicht SP – wenn jeder Feier ein ernsthaftes Interesse hätte, dass Ausbeutung unterbunden wird, sich zum Theme kritisch informieren würde, – auch mal (zum 3. Mal) bei der örtlcihen Anlaufstelle sich erkundigen würde, dann hätte man schon 70-80% ausgefiltert.
        wenn man WILL – würde man einiges merken – aber viele heucheln und verschliessen lieber die Augen und andere stehen sogar auf Ausbeutung (diejenigen welche in Thai Minderjährige missbrauchen auf jeden Fall). Dieser Tatsache müssen wir halt ins Auge sehen.

      • Sportpapi sagt:

        @xyxyxy: Vielleicht bin ich naiv. Ändert nichts daran, dass selber der verantwortungsbewusste Freier nicht zu den benötigten Informationen kommt. Wie denn auch, noch einmal (da sind Sie naiv!). Aber natürlich soll er reagieren, wenn ihm etwas seltsam vorkommt.

      • xyxyxy sagt:

        ich finde sie verharmlosen viel zu sehr. Im Strassenverkehr trägt der Automobilist auch eine erhöhte Verantwortung, für welche er zur Rechenschaft gezogen wird, wenn es zu Personenschaden kommt. Selbst wenn er 40 gefahren ist, bei Tempo 50, selbst wenn er 0,4 proMille hatte, wo doch 0,5 erlaubt ist. Von ihm wird stets Verantwortung gefordert, selbst unter die Gesetzliche Limite zu gehen und passiert etwas, muss er fast immer büssen.
        Nur wenn es um Sklavenhandel, Nötigung, Ausbeutung geht soll er sich zurücklehnen dürfen und sagen: sorry, dafür muss wer anders schauen. Doppelmoral.

      • Widerspenstige sagt:

        Ich denke schon, dass hier der Hebel anzusetzen wäre mit einer Zertifizierung wie zB bei Hotels mit Klassifizierung von 1 – 5 Sterne oder ähnliches Qualitätssystem – je nach Angebot, Sauberkeit, Bildung, mit GAV oder selbständig ohne GAV etc. Darüber darf doch mal im Detail nachgedacht und diskutiert werden. Sonst drehen wir uns ewig im Kreis und kommen nur zu zwei Resultaten: verbieten oder belassen wie es ist.

        Also eine sinnlosere Diskussion kann ich mir nicht vorstellen gerade wenn es um die Würde eines Menschen geht. Überall in der Wirtschaft gibt es Normen, Standards, Labels..!!

      • Katharina sagt:

        „Klassifizierung von 1 – 5 Sterne oder ähnliches Qualitätssystem“ – das gibt es auch beim Fleisch. 🙄

      • xyxyxy sagt:

        WS – ich glaube sie haben uns nciht richtig zugehört. dass es klare normen geben sollte, darin sind wir uns einig.
        Wir diskutieren hier über die grundsatz Frage ob Freier zur Verantwortung gezogen sollen werden oder nicht.

        Ich sage JA. Denn sie sind mitverantwortlich, nur wegen Ihnen gibt es den Menschenhandel überhaupt. Würden sie mit zur Verantwortung gezogen, würden sie sich auch dafür einsetzen, dass sie durch Normen geschützt würden. Solange nur die P geschützt werden müssen, ist es ihnen offensichtlich kein grosses Anliegen, dass sich etwas ändert.

      • Sportpapi sagt:

        @xyxyxy: Ich glaube, jetzt liegen Sie falsch. Wir diskutieren doch nicht darüber, ob Freier zur Verantwortung gezogen werden können. Sondern – zumindest aus meiner Sicht – was denn Freier überhaupt überprüfen können.

      • xyxyxy sagt:

        gehört hierher:
        hmmm … das war eigentlich mein mehrfach erwähnter Grundgedanke, der die ganze diskussion losgetreten hat
        ich schrieb z.B.
        natürlich bräuchte es das sp – so könnte man mal klare Grenzen schaffen. dann zuhälterei unter strafe stellen, aber zünftig und jeden freier, der trotzem lieber ausbeutet.
        Solange der Freier keine Verantwortung trägt, wird sich schwerlich etwas ändern. Das ist so wie auf dem Bau, wo der Auftraggeber Unterakkordanten die Aufträge gibt, welche diese ausbeuterisch mit Schwarzarbeitern erledigen. Solange der Auftraggeber nicht auch dafür haftet ist ihm d egal

      • Sportpapi sagt:

        So eine umfassende Geschäftsbeziehung ist aber schon etwas anderes. Da kann man schon erwarten, dass man Referenzen einholt, und auch das eine oder andere überprüft, was ja auch sichtbar ist. Stellen Sie sich vor, Sie gehen in einen Laden einkaufen, und müssten immer vorher noch überprüfen, ob gute Löhne bezahlt werden, Lehrlinge beschäftigt werden, usw. Und noch besser. Sie fragen danach, werden aber von der Angstellten belogen, müssten es aber trotzdem besser wissen.

      • Gabi sagt:

        Super Idee, WS: Und nach dem anonymen Restaurant-Tester gibts dann den offiziellen anonymen…

        Traumjob, was?!

        Hallo. Erstens gibt es das läääängst (mal im Internet Erfahrungsaustauschbörsen angucken) und zweitens stellt sich die Frage: Was ist dann mit den schlecht gerateten?

        Übriigens – sorry, wenn ich Pippis kleines Weltbildchen schon wieder ins Wanken bringe – Zwangsprostituierte werden so ziemlich am Übelsten bewertet und keineswegs weiter empfohlen.

        Oh.. Hallo: Aber nicht aus moralischen Gründen!

      • Widerspenstige sagt:

        Danke Sportpapi, da liegt xyxy etwas neben dem gerade hier andiskutierten. Ich habe nur eine Idee eingebracht, damit mal endlich ein Standard in dieses verdrackte Prostitutionschaos gebracht werden kann. Wahrscheinlich bin ich da zu sehr ökonomisch geimpft und fände es wünschenswert.

        Gabi, und was wäre Ihr Vorschlag? Darauf wäre ich gespannt, in echt jetzt.

      • Widerspenstige sagt:

        Ähm…Erfahrungsaustauschbörsen über bestimmte Rotlicht-Etablissement im Internet, Gabi??!! Wieso sollte ich sowas gebrauchen? Sie schon?

      • Gabi sagt:

        Absolute Freigabe aller Überwachungsmöglichkeiten, wenn es um den Verdacht der Zuhälterei geht.

        Zack.

        Da möchte ich gerne wissen – wirklich: vielleicht täusche ich mich ja? – wie das Geschäft dann ohne Handykontrolle der gefügig gemachten Bienchen noch laufen soll!

      • Gabi sagt:

        Davon ausgehend, dass der Lude, der im Nebenzimmer rumlümmelt natürlich so oder so erwischt ist!

      • Gabi sagt:

        Gebrauchen sollten Sie sowas, wenn Sie ernsthaft der Meinung sind, eine Art Bewertung wäre im Zeitalter des Internet nicht läängst möglich.

        – Wobei ich sagen muss (doch das torpediert auch ihre Vorstellung der Tests und Tester), dass persönliche Sympathie und vor alllem Stimmigkeit (niemand mag´s gleich und niemand macht´s gleich – unabhängig von Prostitution) gar kein vollkommen objektives Bewerten ermöglichen können.

        Also geht´s dort vornehmlich um Warnungen vor Abzoke, Diebstahl und…. Zwangsprostitution!

      • Widerspenstige sagt:

        Zuhälterei ist strafbar, aber Gesetze sind nur so gut, wie sie auch umsetzbar sind. Da liegt wohl des Pudels Kern begraben.
        Freier sollen mehr in die Verantwortung gezogen werden u deshalb finde ich eine Klassifizierung sinnvoll von geprüften Bordellen. Das würde nicht anders ablaufen als bei zB Hotels, Arbeitsbedingungen etc. wie ich oben erwähnt habe. Das geht heute über Internet, ja…Gästebewertungen (auch das manipulierbar). Vorlieben? Also das wäre viel zu weit in die Zukunft gedacht. Aber vielleicht sollte man das alte Japan mit ihrem ausgereiften Geisha- Etablissement-System ansehen..

      • Sportpapi sagt:

        @WS: Eine offizielle Zulassung und regelmässige Kontrollen durch den Staat auf der einen, gewerkschaftliche Organisation auf der anderen Seite wäre doch schon mal was.

      • Katharina sagt:

        hab ich ja schon längst gesagt, WS, nice that you read my posts and pick up the idea…..

      • Gabi sagt:

        Träumereien, die aber nur mit einem gewissen Grundrespekt den Frauen gegenüber funktionieren.

        Die Fälle, die Sie immer als alltäglich hin stellen wollen (was ich arg bezweifle), stehen jedoch eben nicht für Prositution sondern entspringen dem genau gleichen Quell, der Jugendlich in Banlieus auch ihresgleichen – zur Strafe! – vergewaltigen lässt, wenn sie zu ihrer Homosexualität stehen.

        Dass dies schrecklich ist, bestreitet doch gar niemand! Bloss ist das eben nicht mit Prostitution per se gleichzusetzen.

      • Katharina sagt:

        Korrektur an WS: ich sagte die bestehenden Gesetze betreffend Zuhälterei (= Zwangsprostitution) sollen bitte schön mal angewandt werden und nicht noch mit stattlich finanzierten Verrichtungsboxen umgangen werden.

      • Widerspenstige sagt:

        Sportpapi, das wäre nach meiner Vorstellung und wie ich sehe, auch nach Deiner…wow!

        Katharina, das ist doch ok und es geht ja um die Sache. Ich wusste nicht mehr, wer es geschrieben hat wegen den Gesetzen, somit dankeschön.

        Gehe wohl auch besser schlafen – guet nacht mitenand!

    • mila sagt:

      xyxyxy: Hier wären wir wieder bei den verhandelten 90-Prozent, die sich nicht-selbst-bestimmen…

      • xyxyxy sagt:

        ich habe keine ahnung wie hoch die prozent zahl ist mila – einige Betreuerinnen würden ihnen widersprechen, dass die Zahl so hoch ist
        für mich ist einfach klar, dass wir griffige Gesetze gegen Ausbeutung brauchen, welche auch die Freier in die Pflicht nehmen, weniger philosophische Debatten und Spekulationen.
        Minderjährigen P. und Strassenstrich gehören verboten, ebenso wie Wucherzinsen und Zuhälterei.

  • plop sagt:

    Welch ein Thema! Und auch da gibts sicherlich viele Ansichtsseiten aber ganz von Herzen gehe ich sehr einig mit der Autorin.

  • dominik reinhard sagt:

    Frau Weber. Es gibt nicht nur weibliche Huren, somit ist Ihr Ansatz „Gerede von Gleichberechtigung“ ein komplett falscher.
    Prostitution zu verbieten wäre so kontrakproduktiov wie Alkohol zu verbieten. Da würden die Frauen und Männer noch mehr in den Untergrund gedrängt.Man soll lieber die Bedingungen verbessern. Ob das nun einer emanzipierten Frau passt oder nicht. Der Beruf kann man nicht ausrotten.

    • Patrick sagt:

      Bei Gleichberechtigung sollte es um BERECHTIGUNG und nicht um Verbote gehen. Die Argumente, die Frau Weber vorbringt sind schwach. Prostitution mit Leibeigenschaft zu vergleichen ist ein netter Spin, der aber bei näherer Betrachtung schlicht nicht funktioniert. Eine Prostituierte bietet Sex, also eine Dienstleistung an. Man kann Prostituierte auch nicht auf Zeit kaufen. Leider aber ist die Ideologie mit Frau Weber derart durchgebrannt, dass sie auch auf Gegenargumente qualifizierter Prostituierter lediglich mit (herablassendem) Mitleid reagieren und sich denken würde: „verdrängtes Trauma“.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Frauen als Suchtmittel wie Alkohol………

      • dominik reinhard sagt:

        @ Pipi: Das sage ich mitnichten – sondern das ein Verbot die Situation für Frauen und Männer im Sexgewerbe verschlimmern würde.

      • Sportpapi sagt:

        Sex, nicht Frauen…

      • Patrick sagt:

        Sex, nicht Frauen, Pippi.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Stimmt, es geht ja auch nicht um die Flasche, sondern um den Inhalt. Flasche sind sie selber genug.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Wenn man etwas ums Verrode beibehalten will, behauptet man schnell, ein Verbot desselben würde die Sache für die Beteiligten massiv verschlimmern. Aktuell ist gerade das Beispiel der Beschneidung von kleinen Jungs, das darf man auch nicht verbieten, sonst müssen die noch mehr leiden, weil es dann mit dem Teppichmesser in der Türkei erledigt wird, anstatt bei uns im Spital, vom Doktor.

        Mit solchen Scheinargumenten kann man alles bodigen.

      • Sportpapi sagt:

        Das stimmt. Und Abtreibungen durfte man auch nicht mehr verbieten, denn dann würde es einfach wie eh und je illegal gemacht. Und wie ist es mit den künstlichen Befruchtungen, die in der Schweiz nur begrenzt erlaubt sind, weshalb man einfach ins Ausland ausweicht? Ja – so ist es halt.

  • Sportpapi sagt:

    Heute fehlt noch: Was würden die Männer sagen, wenn ihre Tochter…

    • xyxyxy sagt:

      das sagte ich mal einem Freund, der in den Ausbeuter Puffs im Balkan Orgien feierte

      das hat ihn überzeugt, damit aufzuhören
      so blöd ist das gar nicht, wissen sie sportpapi – würden wir uns an die einfache Regel halten: was du nicht willst, dass dir jemand tut….
      dann sähe die Welt viel besser aus

      • Sportpapi sagt:

        Ich habe nicht gesagt, die Frage sei blöd. Ich habe mich eher gefragt, ob und unter welchen Umständen ich denn selber in so einem Job arbeiten würde. Und was mich am meisten abschrecken würde.

      • xyxyxy sagt:

        gut, dann ist es ok – hörte sich so zynisch und ironisch an
        ich hab sie missverstanden

  • Hans Mayer sagt:

    Entscheidend für die Frau ist wohl auch, ob Mann seine Triebe in der Verrichtungsbox (für mich nie und nimmer nachvollziehbar), entwürdigend für beide Parteien) oder in gepfleger Atmosphäre und entsprechender Einrichtung befriedigt. Und dass Mann der Frau Respekt entgegenbringen muss für ihre Dienstleistung. Und dass Mann nicht nur nach Triebbefriedigung sucht, sondern oft nach Liebe (s. Bäumle) soll auch noch am Rande vermerkt sein. Und es ist ein gewaltiger Unterschied, ob eine Frau dies aufgrund externer Zwänge (Frauenhandel) oder freiwillig im Escort-Service ihr Studiengeld verdienen will.

  • Panthenol Sandoz sagt:

    Entschuldigung Frau Weber, aber es gibt durchaus auch Männer, die sich prostituieren.
    Das Problem ist, dass eine Frau, unabhängig von Aussehen und GESELLSCHAFTLICHEM STATUS immer zu unbezahltem und legalem Sex kommt, so sie denn dazu gewillst ist.
    Ein wenig attraktiver Mann (Gehalts- oder Aussehenstechnisch) hingegen hat da wenig Chancen.
    Und nein, bei unverbindlichem und einmaligem Sex zählen „die Inneren Werte“ nicht.

    • Blitz Blank sagt:

      Guter Link!
      Dort wird auch noch auf eine weitere Seite mit einem wichtigen Thema verwiesen: Geschlechtskrankheiten
      http://www.don-juan.ch/

      Dort steht u.a. auch:
      „Jeder 5. Mann nimmt wenigstens einmal im Jahr die Dienste eines «Working girls» in Anspruch.“

      • marie sagt:

        yep – ich google übrigens nach offiziellen zahlen, aber das bundesamt für statistik spuckt nix raus… vermute aber, dass die offiziellen zahlen sicherlich nicht korrekt sein werden… denn die dunkelziffer von zwangsprostitution und kinderprostitution können m.e. nicht mal annähernd geschätzt werden.

  • Kathy sagt:

    …Professionellen ausleben kann, als dass er unglücklich wird. Und trotzdem ekelt es mich sehr, wenn ich von einem Mann weiss, dass er schon mal eine Prostituierte aufgesucht hat. Ich würde gerne mal einen Tag ein Mann sein, ev würde ich dann anders empfinden? Obwohl ich stark vermute, dass ich auch dann mein liebstes Körperteil nicht an einen Ort stecken würde, an dem vorher schon 1000 andere waren…

  • Kathy sagt:

    Das Thema finde ich sehr schwierig. Verbieten bringt sicher nichts, es würde einfach einen grösseren „Schwarzmarkt“ geben und die Frauen (und Männer) wären noch schlechter geschützt als heute schon.

    Zum gesellschaftlichen Ansehen: in meinen Augen ist eine Prostituierte nicht minderwärtig oder verachtenswert, in mancher Hinsicht ist ihre Arbeit sogar ehrlicher als es manch andere sind. Die Freier hingegen… so sehr ich mich auch bemühe, ich kann keinen Respekt für diese Männer aufbringen. Obwohl es falsch ist. Mir ist es lieber, wenn jemand mit speziellen Vorlieben diese bei einer …

  • Veratius sagt:

    Die Rede von der „Leibeigenschaft auf Zeit“ scheint mir nicht sooo abwegig zu sein, wenn sie mir wegen der negativen Besetzung des Wortes Leibeigenschaft auch gehörig plakativ erscheint – so spricht jemand, der äusserst tendenziösen Thesenjournalismus betreibt, sprich Aufmerksamkeit um jeden Preis sucht und womöglich auch noch eine politische Agenda damit verfolgt.

    Wenn ich mir die Definition im Duden anschaue, dann steht da: „Persönliche und wirtschaftliche Abhängigkeit von einem Grundherrn“ – Diese Definition trifft wohl besser auf jeden abhängig Beschäftigten zu als auf eine freischaffend

  • Ein Freier sagt:

    Der Artikel von Frau Weber ist extrem einseitig und realitätsfremd. Bitte gehen Sie doch mal raus und sprechen mit Prostituierten über deren Erfahrung und Motivation. Aber nicht nur auf dem Strassenstrich sondern auch in Studios und bei Escort-Agenturen. Sie werden ein breites Spektrum erleben. Ich war Freier und hatte nie das Verständnis, dass ich mit meinem Geld die Frau „kaufe“. Ich bezahle damit ihre Zeit die sie mit mir verbringt, so wie ich andere Leute für deren Zeit zahle. Ich behandle die Frauen sehr respektvoll. Gleichzeitig bin ich dankbar, dass sie diese Dienstleistung erbringen.

    • Ein Freier sagt:

      Noch etwas will ich anfügen: Wie in vielen Bereichen des Lebens gibt es auch hier Auswüchse. Diese müssen bekämpft werden.

      • Brunhild Steiner sagt:

        interessant zu wissen wäre ob diese Frauen, wenn sie die Möglichkeit hätte relativ einfach dazuzukommen,
        auf einen anderen Beruf umsteigen würden,
        oder die Salonarbeit tatsächliche ihr ultimativer Traumberuf ist den sie nicht eintauschen wollen würden-
        resp was für biographische Wege in den Salon geführt haben.

      • Sportpapi sagt:

        Interessant wäre zu wissen, ob diese Frauen, wenn sie nicht die Möglichkeit wahrgenommen hätten, als P zu arbeiten, einen anderen guten Beruf ausgeübt hätten.

  • Blitz Blank sagt:

    Dass die Machtfrage bei diesem Thema auch eine Rolle spielt zeigt der Satz

    „Deshalb werden Frauen als «Nutte» beschimpft, Männer aber nicht als «Freier».“

    Nach Marktlogik müsste das für Männer offenbar rare Gut „Sex“ (mit einer Frau) einen hohen Preis/Wert und die Sexanbieterinnen ein hohes Ansehen geniessen.

    Das ist offensichtlich nicht so.
    Irgendwo/wann fand da mal eine Umkehr der wahren Verhältnisse statt.

    Ist ja irgendwie so, wie wenn der Junkie seinen Dealer beschimpft bzw. kontrolliert.

    • Gabi sagt:

      Und Frauen würden andere Frauen natürlich niemals „Nutte“ oder auch schon „Flittchen“ schimpfen…

      Sind alles bloss die bösen Männer, welche diesen Rollenklischees Auftrieb geben.

    • Sportpapi sagt:

      @BB: Diese Marktlogik stimmt. Es ist das grosse Angebot, das auf den Preis drückt.
      Und das mit dem hohen Ansehen ist ja direkt wieder eine religiöse Frage, oder? Bei mir haben die Damen jedenfalls noch nicht wegen ihrer Tätigkeit ein tiefes Ansehen. Da könnten wir uns alle mal ein bisschen hinterfragen.

  • maia sagt:

    und was ist eigentlich mit den männlichen Sexarbeitern?

    • Gabi sagt:

      Schweine! Nutzen alle nur die Frauen aus, die nach etwas Wärme und Zärtlichkeit dürsten!

      (Fragen Sie Pippi – was ähnlich Wirres hat sie bestimmt auf Lager)

    • marie sagt:

      prostitution ist prostitution. es gibt übrigens auch viele hermaphroditen als sexarbeiterInnen.

    • marie sagt:

      gabi hören sie auf andere bei anderen anzuschwärzen und bleiben sie beim thema. danke!

      • Gabi sagt:

        ???

        Wir sind voll im Thema, marie.

        Es ist genau dieses Thema, bei dem Pippi noch schneller als bei irgend einem Anderen, die wildesten Behauptungen hier rein stellt.

        Finden Sie nicht, dass es einen nicht unerheblichen Unterschied gibt, ob man auf die inzwischen wohlbekannten Mechaniken von Pippi hin weist und wo sie sich in diesem Augenblick ganz offensichtlich nur mit Mühe beherrscht oder ob Pippi Menschen als Vergewaltiger bezeichnet, wenn ihr deren Aussagen nicht passen?

        Raten Sie mal, wo ich den Hinweis auf „anschwärzen“ passender fände.

      • marie sagt:

        ab sofort lese ich ihre posts nicht mehr.

      • Gabi sagt:

        Rauchen aufhören soll schwierig sein?

        – Ich habe schon tausendmal damit aufhören können!

        😀

        Sie wissen genau was ich meine, marie. Ob Sie´s nochmal im Einzelnen lesen müssen oder nicht.

        Nur n`Bisschen plaudern zu wollen, mit Menschen, die Verleumdung für ein legitimes Mittel in einer Diskussion halten, fällt doch bloss auf Sie selbst zurück.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        marie, dein Appell ist gut gemeint, er wird nichts nützen. Der Troll lebt sich hier seit Monaten aus, heftet sich an meine Fersen, das ist Besessenheit in ihrer ausgeprägten Form, echt pathologisch!

      • Gabi sagt:

        Die Anderen… Immer diese Anderen.

      • alien sagt:

        Dass Gabi krank ist, ist wohl allen hier drin klar. Er ist eine Aufmerksamkeitshure. Einfach ignorieren.

      • gabi sagt:

        Eine Disziplin, in welcher Sie sich hier ja einen echten Namen geschaffen haben!

        … Also wenn sich einer damit auskennt…

        Merci, gäll!
        🙂

      • alien sagt:

        Ich weiss, ich bin Profi im gabi-Ignorieren. Nehmt Euch bitte alle KEIN Beispiel an mir.

    • marie sagt:

      entschuldigung, intersexualität wäre wohl angebrachter.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      maja, auch männliche Nutten werden in den allermeisten Fällen von Männern benutzt. Frauen liegt es nicht, Sex zu kaufen. Das gibt es zwar, aber nur sehr vereinzelt und nur im hochpreisigen Escortbereich. Die Nachfrage besteht also auch bei den Jungs auf Seiten den Männer.

      • Sportpapi sagt:

        Das stimmt. Frauen bekommen es meist gratis, wenn sie Lust haben. Angebot und Nachfrage.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Männer auch, wenn sie es richtig anstellen. Vielleicht solltest du es mal mit der Gebrauchsanweisung versuchen.

      • Sportpapi sagt:

        Kein Bedarf, Pippi. Aber du weisst, dass es nicht stimmt!

      • Sportpapi sagt:

        Deine Aussage, meine ich. Dummes Geschwätz!

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Sehr charmant, danke! Ich kann dir nur sagen, ich kenne Männer, die würde ich persönlich noch nicht mal mit der Beisszange anrühren, aber die haben eine Frau und nicht mal eine leide. Frauen zahlen auch einen hohen Preis für ein bisschen Wärme und Zweisamkeit, das weisst du genau. Und Frauen ab einem gewissen Alter haben so gut wie keine Chancen mehr, noch irgendwann einen Mann zu finden, der ihnen Freundschaft und Zärtlichkeit entgegenbringt. Auch im Altersheim will der 80 Jährige lieber eine Jüngere.

      • Sportpapi sagt:

        Gut, das scheint mir realistischer.

  • Happy Hooker sagt:

    Mit Verboten erreicht man im Bereich der Triebe praktisch nichts. Die Prostitution in der Schweiz ist aber leider tatsächlich sehr zum Nachteil der Frauen aufgesetzt, welche für immer weniger Geld immer mehr Risikopraktiken mit immer anspruchsvolleren Kunden machen müssen, wenn sie im Markt überleben wollen. Das Gesetz sollte klare Mindestlöhne und sichere Arbeitsbedingungen im Stil der SUVA definieren, die Damen korrekt besteuern und unterstützen und den Zuhältern das Geschäft verderben, indem der Besuch von „nicht-reglementierten“ Prostituierten illegal wird.

    • Unhappy Banker sagt:

      Meine Arbeit, ehrlich gesagt, kotzt mich an. Ich muss ständig die idiotischen Fürze meines Vorgesetzten befriedigen, ich muss Kunden über den Tisch ziehen, ich muss lügen. Nein, das Bankgewerbe ist sehr pervers geworden

  • MarcelB sagt:

    Ist der Tagi jetzt eine linksextreme politische Partei? – Sieht fast so aus! Oder es arbeiten nur noch Ultrafeministinnen dort. An den Aufrufen zum Verbot der Prostitution an (auch letztes Weekend im Magazin) könnte man es meinen. Prostitution gibt es seit es Menschen gibt. Auswüchse kann und soll man bekämpfen. Man könnte auch die Strassenprostitution für Damen aus gewissen Ländern einschränken. Aber die Prostitution generell zu verbieten entspringt dem Wunsch einiger Feministinnen und ist pure Heuchelei und echter Geschlechterkampf. Und das nachdem die meisten Männer so nett sind.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Es sind nicht nur einige Feministinnen, auch wenn dir das lieber wäre. In Frankreich z.B. hat dies das frühere Parlament einstimmig beschlossen. Schon hart, wenn man sieht, dass andere Männer durchaus fähig sind, Zusammenhänge zu sehen, nicht? Menschenrechte gelten auch für Frauen, sexuelle Ausbeutung verstösst gegen die Menschenrechte, die Franzosen haben das gemerkt.

      • Sportpapi sagt:

        Oha, sind wir wieder bei den Menschenrechten. Wobei ich mit dir einig bin: Sexuelle Ausbeutung geht gar nicht. Freiwillige Prostitution schon.

      • Marcel Breu sagt:

        Sorry aber mit so Personen diskutiere ich nicht, schliesslich müllen Sie das Board geradezu mit Ihrer Meinung zu. Falls das ganze in Frankreich durchkommt und falls es dann auch ein paar Jahre so bleibt, was ich bezweifle, wird man sehr schnell die Negativseiten davon erkennen. Frankreich ist nicht Schweden. Ich habe mich übrigens mal prostituiert. Wie sieht es bei Ihnen aus? – Wohl kaum, nur eine Feministin ohne Ahnung. Da sind mir sämtliche Männer tausend Mal lieber.

    • Widerspenstige sagt:

      MarcelB: Kleine Korrektur Deiner Aussage: Prostitution im landläufigen Sinn vorallem im Westen gibt es, seit es das Patriarchat gibt. Und was hat die Einschränkung der Prostitution – zB Strassenstrich gehört verboten – mit links oder rechts politisch zu tun?? Kannst Du mir das erklären, ich checke das irgendwie im Moment nicht so ganz…

      • Sportpapi sagt:

        Aha. Seit wann gibt es denn ein Patriarchat? Und was hat das mit Prostitution zu tun?

      • Gabi sagt:

        Wieder das WS-Blabla (Wildkatzes Koryphäen lassen grüssen. What´s next? Schlacht der Amazonen?)… Aber wehe man fragt, was „Feminismus“ sei!

      • Widerspenstige sagt:

        Wieder das Gabi-Blabla und nicht auf gestellte Fragen eingehen. Hatten wir das nicht schon mal und wollen Sie tatsächlich wieder auf meinen Aussagen herum reiten, Gabi?!
        Es ist einer differenzierten Diskussion eines so emotionsgeladenen Themas einfach abträglich, gäll…

        MarcelB rührt mit der grossen Kehle an und verallgemeinert was das Zeug hält mit so einer Aussage ‚Prostitution gibt es seit es Menschen gibt‘ (ach ja, er war damals dabei?) und Ihr beide, Sie und auch Sportpapi kratzt das nicht? Aber meine Korrektur kratzt? Bitte bemühen Sie sich, dass ich Sie ernst nehmen kann, ja?

      • Gabi sagt:

        „differenzierte Diskussion“ WS?

        Wieso dann so ein vollkommen nichtssagendes Blabla-Wort aus dem grossen Frauenbefreiungsfundus?

        Das Patriarchat!

        Nein; es ist eben kein Zufall, dass es ebenso undifferenziert daher trötet, wie wenn ein 68er Milchbart vom „Kapital“ rumschwafelte. Es heisst einfach nichts, ausser in den Köpfen jener, die sich dazu zwar wahnsinnig viel vorstellen, es dann aber leider, leider nicht schlüssig und widerspruchsfrei auf einen Nenner bringen können.

        Das Patriarchat.

        Das ist Wilkatze-Geschnatter oder Pippi-Niveau!

      • Gabi sagt:

        Das sind die Momente, wo ich halt wieder annehmen muss, dass Sie nach wie vor glauben, Bionic Hobbit wollte damals in Wirklichkeit doch noch jene Wahrheit enthüllen, die das vereinte Patriarchat mit derart geballter und skurppelloser Macht unterdrückt… Das sie es sich halt dennoch nicht zu tun getraut hat.

        Verständlich…. Bei dieser sinisten Potenz!

        Buhuhuhuuuuuu…. Das Patriarchat!!!!

      • Sportpapi sagt:

        @WS: Der Hinweis auf das Patriarchat ist einfach gerade in diesem Zusammenhang völlig gesucht. Nimmt mich ja wunder, woher du solche Kenntnisse hast.

      • Widerspenstige sagt:

        Der Hinweis auf das Patriarchat ist nicht gesuchter als die Pauschalisierung von MarcelB, auf die Ihr Beide nicht eintreten magt. Er darf – ich soll mich rechtfertigen. Was soll das werden, wenn es fertig ist?

        Meine Frage ist immer noch unbeantwortet geblieben, die ich an MarcelB gestellt habe um 17.36h. Auf das wollt Ihr einfach nicht eingehen. Nur das Wort ‚Patriarchat‘ lodert wieder ROT wie das Wort ‚Feminismus‘. Please cool down, thx.

      • Gabi sagt:

        Ich versteh noch nicht mal annähernd die Frage, WS.

        Im Ernst jetzt: Es ist einfach bloss wirr.

        Und nun gar noch mehr Verknüpfungen in sinnlose Fragereien zu formulieren, lässt Sie mir heute mal auch nicht wieder reflektierter erscheinen.

        Als nächstes kommt dann wohl noch die – in ihrer Sinnleere und Unassendheit kaum zu toppende – Frage: Was ist Männlichkeit für Sie!? oder gleich: Was ist Maskulinismus?!

      • Gabi sagt:

        Also gäll: Die Verbindung zum Patriarchat – Ihre Verbindung – als Einstieg ist wirr!

        Der Rest ist eine Frage, die wieder mal nichts mit mir zu tun hat… Aber Ihnen wieder mal als Pauschalaussage unter den Fingern zu brennen scheint: „Auf das wollt Ihr einfach nicht eingehen.“

        Partout nicht. Nein.
        War ja nicht meine, Himmel!

        Heute in Pakistan: „Die pakistanischen Polizisten sind schon wie die Amerikaner! Wie Ungläubige! Warum lassen sie uns nicht einfach die US-Botschaft nieder brennen, wo man doch unseren Profeten beleidigt hat!?“

        Warum wollten Sie darauf nicht eingehen, WS? Warum wohl?

      • Widerspenstige sagt:

        Gabi,
        lassen Sie es dabei bewenden, wenn Ihnen meine Frage an MarcelB so wirr erscheint, ok?

        Übrigens habe nicht ich so eine Frage je gestellt wegen Männlichkeit oder Maskulinismus, das war, wenn ich mich recht erinnere, marie. Ihr Elephantenhirn fängt an, Lücken zu hinterlassen…Gabi.

      • Widerspenstige sagt:

        Ach ja, wenn Sie Pakistan erwähnen: Sie haben meine Aussagen bereits im Blog ‚Ich mag Gülsüm‘ auseinander genommen wie gewohnt. Dabei habe ich Sie gestern gefragt, wieso soviel Zynismus und was das soll. Sie haben mit keinem Wort sich erklärt. War das jetzt der Hinweis wegen Pakistan? Danke für eine Erklärung, die nachvollziehbar ist.

      • Gabi sagt:

        WS:

        Sie haben mein Beispiel perfekt verstanden und es hat super funktioniert: Es GIBT keinen Zusammenhang.

      • Gabi sagt:

        Übrigens… Ich vertraue da ganz meinem Elefantenhirn:

        Sie haben diese Frage zumindest aufgenommen und einige Male wiederholend gestellt – wenn nicht gar selber aufgeworfen!

      • MarcelB sagt:

        Sie sollten vielleicht einfach genau lesen.
        Prostitution – im landläufigen Sinne oder in irgendeinem Sinn – gibt es seit jeher! Es gab schon immer Männlein (vorallem) die anderen Weiblein oder Männlein etwas anboten, damit sie sich verlustieren konnten. Das meinte ich damit. Und daran hat sich nichts geändert. Und es ist auch nicht per se was schlechtes. – Ich habe nie geschrieben dass eine Einschränkung des Strassenstrichs etwas mit einer politischen Couleur zu tun hätte sondern dass dies eine Möglichkeit wäre, wenn auch eine Zweifelhafte.

  • Martin sagt:

    Eben: Es ist ein Deal, Sex gegen Geld. Fragt sich also, wer hier besser Abschneidet: Der Mann oder die Frau? Was würde wohl eine Edelprostituierte oder Domina zum Thema „Leibeigenschaft“ sagen? Und warum sollte ausgerechnet ein Verbot der Prostitution den ohnehin illegalen Menschenhandelt unterbinden? Der Artikel ist ideologisch und dogmatisch aufgebaut und begründet. Aber OK: Verbieten wir die Prostitution und bestrafen Dealerinnen und Konsumenten in Zunkunft. Am Besten für beide 50 Stockhiebe.

  • Sportpapi sagt:

    Zuletzt: Es ist offensichtlich, dass Männer eher ein grösseres Bedürfnis nach Sex, und vielleicht auch nach anderem Sex haben. Insofern ist es durchaus ein Machtfaktor, ob dieses Bedürfnis befriedigt werden darf, oder ob Männer ob diese Bedürfnisbefriedigung verboten wird, so dass diese Männer automatisch zu Bittstellern werden. Denn dies ist auch erniedrigend.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Kindische Einstellung: Ich hab ein Bedürfnis, es muss erfüllt werden, jetzt.

      Dass du ein Kindskopf bist, ist mir allerdings schon lange klar.

      • Nicole sagt:

        aber Pipi wer wird den gleich persönlich?
        Glaubst Du nicht, dass es Frauen gibt, die das freiwillig machen?

      • Gabi sagt:

        Zum ersten Mal hier, Nicole?

        – Nein. Gibt´s nicht.

        Bei dem Thema wackelt Pippi immer an, um zu verkünden, was gar nicht sein kann.

        Mittlerweile find ich das übrigens sehr passend im MB: Ich kenn das ja von den Kleinesten.

        Augen fest zu und wenn ich nichts sehe, dann werd ich bestimmt auch nicht gesehen.

        😉

      • Nicole sagt:

        Hi Gabi, nein bin nicht zum ersten Mal dabei, aber trotzdem glaube ich, dass Diskussionen auf einer sachlichen Ebene laufen sollen und sicher nie, nie persönlich werden dürfen, dass machen nur Menschen, die keine Argumente haben…!

      • Gabi sagt:

        Sie sagen es.

        Und Pippi praktiziert dies in ihrer argumentativen Hilflosigkeit und in der Inkohärenz ihres neurotischen Weltbildes seit ich hier drin bin.

        Spätestens, wenn Sie – wie ich – hier schon als „Vergewaltiger“ bezeichnet wurden, weils der Ärmsten so unangenehm ist, auf Unstimmigkeiten in ihrem Konzept der Realität hin gewiesen zu werden, hab ich keinerlei Hemmungen mehr, ihr diese Unsachlichkeit bei jeder Gelegenheit unter die Nase zu reiben.

        Was haben Sie auch erwartet? – Von einem Pornoproduzenten, Frauenhasser und Vergewaltiger?

        😉

      • Kathy sagt:

        Natürlich gibt es Frauen die sich freiwillig prostituieren. Nur arbeiten die üblicherweise in einer Preisklasse, die sich die meisten Männer nicht leisten können.

        @SP – Pippi hat doch völlig recht, ich musste schon im Kindergarten lernen, dass gewisse Bedürfnisse gar nicht oder nicht sofort befriedigt werden. Hat auch was mit Erziehung zu tun…

      • marie sagt:

        nein kathy. es gibt auch frauen im unteren preibereich.

      • marie sagt:

        und die gilt es zu schützen, indem man feste preise festlegt und die freier haben sich gefälligst daran zu halten.

      • Nicole sagt:

        Marie Du hast eine gute Einstellung.

      • Sportpapi sagt:

        @Kathy: Sie plädieren also für Verzicht? Weil es kindisch ist, seine Bedürfnisse befriedigen zu wollen? Sind Sie da immer so konsequent? Leben in Askese?

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Nicole, nein, ich glaube nicht an die Freiwilligkeit des sich Prostituieren. Das mag nach aussen so aussehen, wenn man die Frauen nach ihren Motiven befragt, wird schnell klar, dass es kaum Freiwilligkeit gibt in diesem Bereich. Als Ausnahme mag das mal vorkommen, aber solche Frauen haben dann auch Ressourcen, um wieder rauszukommen. Als Beispiel hier der Link zu einem Buch einer jungen Frau, das vor einigen Monaten Wellen schlug, sie steht für viele Frauen, weil ihre Geschichte so alltäglich und so typisch ist:

        http://www.emma.de/ressorts/artikel/prostitution/lilly-lindner/

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Warum nicht Verzicht? Ich hab viele unerfüllte Wünsche, einige kann ich mir irgendwie erfüllen, indem ich bestimmte Bedingungen akzeptiere, andere werden immer unerfüllt bleiben. Das ist so im Leben, es gehört zum Erwachsensein mit dazu, das zu akzeptieren.

      • Sportpapi sagt:

        @Pippi: Worauf hast du denn verzichtet in deinem Leben, obwohl du es gerne haben würdest, und es auch gut/einfach erhältlich wäre?

      • marie sagt:

        sport 🙄

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Käuflicher Sex ist bestimmt nicht einfach und gut erhältlich, es ist ein Drecksgeschäft, die Frauen zahlen den Preis, der sehr hoch ist: Sie verlieren ihre Würde dabei.

      • Sportpapi sagt:

        @Pippi: Weichst du aus?

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Nein, ich weiche nicht aus, ich hab bloss keine Lust, hier meine unerfüllten Wünsche zu deklarieren. Es geht auch nicht um mich, warum den gleich persönlich werden? Ich bin ja auch nicht am Wehklagen wegen meiner Wünsche, also mach dir keinen Kopf, das wird schon.

      • Sportpapi sagt:

        Gut, nehme ich zur Kenntnis. Aus meiner Sicht: Ich hoffe, nicht, dass ich einmal längere Zeit ohne Sex leben muss. Das scheint mir ein Grundbedürfnis zu sein.

      • Gabi sagt:

        Pippi: „Dass du ein Kindskopf bist, ist mir allerdings schon lange klar.“

        vs.

        Pippi: „Warum denn gleich persönlich werden?“

        Ist halt auch schwierig, gäll?

        All diese widersprüchlichen Aussagen. Und dann auch noch nachlesbar aus dem eignen Gedankenwirrwarr.

        Im Zweifelsfall einfach wie immer, Pippi:

        Die Anderen! Immer diese vermaledeiten Anderen!

        🙂

    • Leandra Huber sagt:

      äh hallo? Es ist ja wohl x-mal erniedrigender, zum würdenlosen Objekt von notgeilen Männerns zu werden als nicht ständig jedes Bedürfnis befriedigt zu bekommen! Was wenn ich das Bedürfnis nach einem neuen Auto hab, aber kein Geld? Da ist es wohl dann gerechtfertigt, eins zu klauen, gell. Oder wenn ich sonntags Lust auf Schokoladentorte habe, aber die Kondotorei hat zu? Liberalere Ladenöffnungszeiten müssen her, gell! Oder ich gern eine Villa mit Pool hätte, die ich mir nie im Leben werde leisten können? Aber klar wenn ein Mann Bedürfnisse hat ist das für Sie etwas ganz anderes…

      • Sportpapi sagt:

        @Leandra Huber: Wenn Sie ein neues Auto möchten, kaufen Sie eins. Wenn Sie kein Geld haben, verdienen Sie es sich. Die geschlossenen Bäckereien am Sonntag gehören sowieso der Vergangenheit an – natürlich darf man sich für liberealere Ladenöffnungszeiten einsetzen. Und wenn Sie eine Villa mit Pool haben wollen, aber nie genügend Geld, dann müssen Sie verzichten. Wie jeder Mann, der sich den Preis einer P nicht leisten kann.

      • Beno sagt:

        …wirklich erniedrigend ist es für den Trottel, der sich für 5 Min. wursteln , 100 Fr. aus der Tasche ziehen lässt…ich glaube viele Prostituierte haben da kein Gefühl , sie seien die Kondidorei, welche geschlossen sein sollte…

      • pixel sagt:

        Leandra, sprechen Sie von Prostitution oder von Vergewaltigung?

    • Katharina sagt:

      „Es ist offensichtlich, dass Männer eher ein grösseres Bedürfnis nach Sex… haben.“ das ist einfach quatsch, sorry.

      • Sportpapi sagt:

        Ach so. Und ich dachte, wenigstens darauf könnten wir uns einigen.

      • alien sagt:

        Nein. Typischerweise sehen Frauen die Sache mit dem Sex etwas anders als die Männer, etwas komplizierter. Das hat sicher evolutionspsychologische Gründe. Das macht dann für oberflächliche Betrachter den Anschein, dass das Bedürfnis bei Frauen geringer ist als bei Männern. Dabei ist es nur einfach, eben, komplizierter.

  • Sportpapi sagt:

    Zum Bedürfnis. Immer wieder heisst es hier, Männer hätten kein Recht auf „Triebabfuhr“, sollten es sich doch selber machen, usw. Sie haben aber zumindest das Recht, sich darum zu bemühen. Dass es jungen, hübschen, gesunden, reichen Männern einfacher fällt, regelmässig, als ONS oder in Beziehung, Sex zu haben, ist klar. Ob sie, wenn es zu wenig ist, einfach verzichten müssten, kann man diskutieren. Aber es gibt genügend Menschen, die haben gar keinen Sex, weil sie zu wenig attraktiv oder gar behindert sind. Dafür gibt es „Berührer“ etc. Eben weil es ein sehr wichtiges Bedürfnis ist.

  • Sportpapi sagt:

    Wie einige geschrieben haben, müsste es darum gehen, die Frauen im Gewerbe zu schützen. Dies passiert am besten, in dem man ihren Beruf endlich anerkennt, ihnen hilft, ihre Rechte durchzusetzen und indem man rigoros Gesetzesverstösse verfolgt. Sicher nicht, in dem man die Prostituierten noch mehr in die Illegalität drängt.
    http://www.tagesanzeiger.ch/panorama/vermischtes/Prostituierte-gruenden-erste-Gewerkschaft/story/17245282

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Damit Vati mit ruhigem Gewissen abspritzen kann, wenn er bezahlt fremdvögelt……… 🙁

      • Sportpapi sagt:

        Antwortest du auf meinen Beitrag? Scheint mir nicht, oder? Das Gewissen ist etwas, was der „Vati“ mit sich selber vereinbaren muss.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Vati beschwichtigt sein Gewissen: „Es ist doch ein Beruf wie jeder andere, jetzt haben die sogar eine Gewerkschaft, die sind sicher sozialversichert, hoffe ich, und überhaupt, was ist schon dabei, ich tu‘ der ja nicht weh, die bekommt sogar Geld, vielleicht hat sie einen brutalen Freund, der ist bestimmt nicht so freundlich mit ihr wie ich, mit mir kann die das ein bisschen schön haben, Sex ist doch etwas Natürliches, oder etwa nicht? Warum sind die Leute bloss so verklemmt, schliesslich gebe ich der etwas zu verdienen, ich bin ein Kunde, der Kunde ist König, ob sie wohl auch anal…. teuer ?“

      • Sportpapi sagt:

        Ach Pippi, du bist doch sonst auch so für Labels. Wieso gehst du davon aus, dass Freier überhaupt ein schlechtes Gewissen haben? Wenn ja, dann doch aus zwei Gründen. Weil sie vielleicht eine Frau betrügen – ist aber ein anderes Thema. Und weil sie tatsächlich nie genau wissen, ob die Frau das freiwillig oder mehr oder weniger gezwungen macht. Da sollte man Klarheit verschaffen, in dem man endlich den Beruf als solchen anerkennt, mit entsprechenden Rahmenbedingungen.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ich weiss, die ganz Verkommenen haben bei nichts ein schlechtes Gewissen, weil ‚jede eine Nutte, es ist nur eine Preisfrage‘. Ich finde dieses Herbeireden wollen von wegen ‚Beruf wie jeder andere‘ verlogen und zum Kotzen.

      • xyxyxy sagt:

        Sportpapi – schauen sie meine Antwort an Fischer an. Der Freier könnte sich wenigstens bei Anlaufstellen (welche Hintergund wissen haben) oder bei der Polizei (Sitte) erkundigen, welche Etablissements ihrer Meinung nach sauber sind.

        Offenbar wollen aber die meisten Freier das gar nicht wissen. Sie wollen sich belügen lassen und natürlich (ganz verstädlich) möglichst günstig, möglichst viel Vergnügen. Es ist einfach gegen Totalgegner zu argumentieren. Aber verschleiern wir nicht die Tatsache dass heute nur allzu viele Freier bereit sind, an realer Ausbeutung zu partizipieren.

      • Gabi sagt:

        Ich hab einfach keinen Beitrag in Erinnerung, in der nicht alles, was auch nur im Entferntesten mit Körperlichkeit zw. Mann und Frau zu tun hat, für Pippi einfach nur ein Quell von Graus und Ekel ist.

        Auf dieser verstörten Basis lässt es sich natürlich auch nicht über die verschiedenen Schatierungen einer Sache nachdenken: Dafür hat sie ja ihr anderes Standardmantra:

        Gibt´s einfach nicht!

        Und bezweifelt das jemand: Huscheli! im besten weiblichen Fall, Vergewaltiger! im männlichen Fall.

        Das sind aber ganz klasse Voraussetzungen, to make the world a better place!

      • xyxyxy sagt:

        ja GAbi – aber wenn es so ist, warum dann mit auf Pippis Argument antworten?
        warum dort verweilen?
        ist es nicht so: weil es einfach ist gegen einen Totalgegner zu argumentieren?

      • Gabi sagt:

        Spass an der Freud.

        Im Falle von Pippi ist es ja auch nicht so, dass ich – oder irgend jemand – davon ausgehen darf, dass „Argumente“ überhaupt irgend wie zählen… Wo Sie doch selber die Besten hat – wie sie ständig betont.

        Nehmen Sie´s als bedenklichen Charakterzug von mir: Hatte schon in der Schule Spass daran Lehrer bloss zu stellen, die es nicht schafften stringent zu begründen. Insbesondere, wenn sie in ihrer Hilflosigkeit persönlich wurden.

      • Sportpapi sagt:

        @xyxyxy: Man kann nicht von einem Freier verlangen, dass er sich von der Prostituierten ein „Leumundszeugnis“ zeigen lässt. Aber natürlich sollte z.B. schon der Preis je nach dem stutzig machen. Nein, Prosituierte sollten irgend eine Form von Zulassung haben. Es ist Sache z.B. der Polizei, die Arbeitsbedingungen etc. zu kontrollieren. Das bedingt aber natürlich, dass der Beruf auch als solcher anerkannt ist.

      • xyxyxy sagt:

        natürlich bräuchte es das sp – so könnte man mal klare Grenzen schaffen. dann zuhälterei unter strafe stellen, aber zünftig und jeden freier, der trotzem lieber ausbeutet.

        aber sie müssen einfach zugeben, dass die Freier grossteils eine verwerfliche Einstellung an den Tag legen. sie wollen es nicht wissen, ihre bereitwilligkeit an Ausbeutung zu partizipieren ist ziemlich hoch. Auch gibt es viel zu viele Männer welche nach Thailand fliegen, um Buben und Mädchen auszubeuten. Das sind nicht einfach Erfindungen irgendwelcher Emanzen, sondern Realität.

      • Sportpapi sagt:

        @xyxyxy: Vor kurzem haben wir hier über Fair Traide etc gesprochen. Da ging es doch ums Gleiche. Ich glaube, Sie haben da etwas zu hohe Erwartungen an die „Kunden“. Zumal sie ja auch nicht einfach kurz eine Internet-Recherche starten können. Klar aber, dass sie die Augen etwas mehr öffnen könnten. Und ich gehe davon aus – ich bin kein Insider – dass da wirklich auch der Preis bereits ein guter Indikator ist. Aber für mich ist klar: diese Kontrolle ist eine Staatsaufgabe. Und funktioniert nur, wenn P auch wirklich anerkannt ist.

      • Patrick sagt:

        Wenn sich Pipi durchsetzt gibt es endlich wieder das Berufsbild Zuhälter.

      • xyxyxy sagt:

        natürlich ist die politik hier in der Verantwortung
        aber der kunde hat es hier doch um einiges einfacher als wenn er einen pulli kauft
        wahrscheinlich würde es reichen, einmal eine örtliche Anlaufstelle zu kontaktieren, um wenigstens dem gröbsten Missbrauch zu umgehen.
        Mir haben diese Rechtfertigungen einen extrem heuchlerischen Mief. Letztlich wird von Politik und Gesellschaft mitten in der Schweiz übelster Missbrauch toleriert, weggeschaut, Gesetze gemacht, welche nicht viel nutzen. Ich finde es daneben, wenn man solche Zustände ständig schönredet.

      • Sportpapi sagt:

        @xyxyxy: Heuchlerisch ist, dass man die Prostitution so in die Ecke drängt, dass sie kaum kontrolliert werden kann. Heuchlerisch ist, wenn eine örtliche Anlaufstelle Bescheid weiss, und trotzdem nichts passiert.
        Sie erwarten also, dass ein Freier sich bei der Anlaufstelle nach einer bestimmten Frau erkundigen? Oder wie genau soll das ablaufen?

      • xyxyxy sagt:

        ja das haben sie jetzt schon hundert mal gesagt Sportpapi – aber da sind sie bei mir an der falschen Adresse. Ich habe kein problem mit prostituierten und die wir hier die Freier kritisieren, kritisieren nicht die prostituierten, sondern dass Gesellschaft und Politik Ausbeutung zulassen. Darauf gehen sie überhaupt nicht ein. Warum nicht? Warum rechtfertigen sie andauernd diejenigen, ohne welche der ganze Ausbeutungsmarkt gar nicht möglich wäre?
        Denn ausgebeutet wurden P auch schon als es Gesellschaftlich voll anerkannt war. Die Ausbeutng war schon vor der Ächtung da.

      • Sportpapi sagt:

        @xyxyxy: Was verstehen Sie in diesem Zusammenhang unter Ausbeutung? Und weshalb appelieren Sie an die Verantwortung der Kunden (ohne genauer anzugeben, wie und ob und in welchen Grenen er dies überhaupt wahrnehmen kann), gehen aber nicht auf meine Forderung ein, dass hier die öffentliche Hand ein Aufsichtspflicht hätte?
        Ich entschuldige nicht die Freier. Ich verstehe einige wirklich nicht, für die öffensichtlich nur der Preis relevant ist. Ich verstehe es auch deshalb nicht, weil ich davon ausgehe, dass dies auch direkt mit der „Qualität“ der Dienstleistung einen Zusammenhang hat.

      • mila sagt:

        Wow, Sportpapi. Eine (rein) ökonomische Überlegung. Und wo bleibt hierbei die Menschenwürde?

        Ich frage bewusst provokativ.

      • Sportpapi sagt:

        @mila: Ich habe den Artikel im Magi noch nicht gelesen, auf den Sie Bezug nehmen. Mich erschreckte allerdings bereits das nicht unterzeichnete Vorwort auf der ersten Seite – der Rest liegt noch auf dem Stapel. Also: Wie definieren Sie Menschenwürde. Weshalb wird diese verletzt, wenn man Sex als Dienstleistung anbietet, aber nicht, wenn man als Maurer oder Masseur arbeitet?

      • mila sagt:

        Ist das Ihr Ernst, Sportpapi? Sie vergleichen eine Massagehandlung mit einer sexuellen? Dann müssen wir wirklich nicht mehr weiterdiskutieren, denn ich habe augenscheinlich dezidiert andere Vorstellungen von Würde (und Intimität) als Sie.

      • xyxyxy sagt:

        ? Hä – ich habe ihnen doch jedesmal recht gegeben, dass die Politik hier in der Pflicht sei – von ignorieren ihrer Forderung kann keine Spur sein.
        Alles andere ist bereits gesagt und leicht zu verstehen.
        Also lassen wirs.

      • Sportpapi sagt:

        @xyxyxy: Ich haben Ihnen auch jedes Mal recht gegeben…

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Richtig YX, es geht um die Ausbeutung. Das ist der springende Punkt. Die Gesellschaft nimmt es in Kauf, dass Menschen ausgebeutet werden, damit andere sich damit ein höchst persönliches, sehr intimes Bedürfnis erfüllen können. Dieses Bedürfnis wird im Fall der Männer als etwas quasi Heiliges dargestellt, weshalb die Gesellschaft bemüht ist, es zu befriedigen. Wenn dieses ‚heilige Bedürfnis‘ nicht befriedigt wird, passiert etwas ganz Schlimmes, Männer werden zu Raubtieren. Sie haben doch keine Wahl, sind Sklaven ihres Triebes. Welch‘ veraltetes Männerbild!

      • Sportpapi sagt:

        @Pippi: Richtig ist doch eher, dass Sex als etwas quasi Heiliges dargestellt wird, das nur in speziellen Situationen zwischen sich liebenden Menschen stattzufinden hat. So hat die Kirche doch jeweils argumentiert.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        ich weiss nicht, wie die Kirche argumentiert, es ist mir auch egal, ich war noch nie religiös. Sexualität ist nichts Heiliges, ich weiss nicht, wie du darauf kommst, allerdings ist sie etwas sehr Intimes zwischen Menschen und hat dadurch einen ganz besonderen Stellenwert. Wenn für dich Sex dasselbe ist wie bislen, beides sorgt für Entspannung, kann ich auch nichts dafür, du wirst es nie erhaschen.

      • Sportpapi sagt:

        Guter Vergleich, Pippi. Hat etwas!
        🙂

    • Peter Steiner sagt:

      Absolut richtig, Sportpapi. Das gäbe auch eine andere Ausgangslage vor dem Gesetz. Illegalität bringt nichts, auch nicht in Schweden (aber das hat die Autorin W. in ihren Schilderungen gefliessentlich verschwiegen).

  • Sportpapi sagt:

    „Bei der Prostitution handelt es sich um den Kauf eines Körpers und damit um Leibeigenschaft auf Zeit.“. Wenn eine Diskussion so anfängt, muss man gar nicht mehr diskutieren. Da stimmen doch schon die Prämissen nicht. Der Kunde kauft eine Dienstleistung und nicht die ganze Frau. Dann ist zu diskutieren, ob eigentlich für die Frauen der Sex (also ihre Arbeit), oder die soziale Ächtung am belastendsten sind. Gerade bei zweiten könnten wir uns ja bemühen, etwas mehr Verständnis zu zeigen.

    • marie sagt:

      bei zwangsprostitution und kinderprostitution trifft der artikel aber 1:1 zu.

      • Sportpapi sagt:

        Natürlich. Weil das Wort Zwang das ja schon beiinhaltet. Kinderprostitution ist noch einmal ganz etwas anderes, und ist nicht nur verboten, sondern etwas vom Schlimmsten, was man machen bzw. nutzen kann.

    • pixel sagt:

      stimmt, Sp. Ich stosse mich auch an diesen absoluten, extremen und auch einseitigen Aeusserungen. Gefällt mir so gar nicht. Eigentlich weiss ich gar nicht so recht, was die Kernaussage schlussendlich sein soll, denn ihre Forderung (Verbot) ist doch ohnehin fernab der Realität. Schöner und konstruktiver wäre gewesen, sich differenzierter mit dem Thema auseinanderzusetzen und wenn schon so eine realitätsferne Forderung zu stellen auch gleich ein oder zwei Lösungsansätze mitzuliefern.

      • Sportpapi sagt:

        Aus den Augen aus dem Sinn ist keine Lösung?

      • pixel sagt:

        Wie meinen Sie das Sp? Sich fernzuhalten von diesen „Gegenden“? Und für wen eine Lösung? Sorry, ich kann echt nicht ganz folgen.

      • Sportpapi sagt:

        Ich meine, mit einem Verbot ist die Sache nicht gelöst. Es geht dann einfach im Verborgenen umso Schlimmer weiter.

      • mila sagt:

        Das Schwedische Beispiel sagt: nein, es geht nicht im Verborgenen schlimmer weiter. Sondern, die Gesellschaft als Ganze erlebt eine Bewusst-Werdung.

      • Sportpapi sagt:

        @mila: Ich frage dann auch mal provokant: Und wenn die Zürcher demokratisch Verrichtungsboxen bewilligen, und damit auch die Prostitution zur Kenntnis nehmen und akzeptieren – das ist dann aber auch eine Bewussstwerdung, oder?

      • mila sagt:

        Nein, es ist keine Bewusstwerdung. Sondern die Verlagerung eines gesellschaftlichen Problems in eine Verrichtungsbox. Eine Bankrotterklärung, wenn Sie mich fragen.

      • Katharina sagt:

        wer verleugnet, dass das eigentliche Problem die Tatsache ist, dass die bestehenden Gesetze nicht einmal durchgesetzt werden und stattdessen Kosmetik gemacht wird, um das ganze in ein Aussenquartier zu verlagern, sollte nicht von „keine Bewusstwerdung“ reden, Mila.

        It is corruption and monetary interests, plain and simple. und das ganze illegal machen dient genau denen in die Hände. noch mehr Korruption, noch mehr Menschenhandel usw. solche zusammenhänge solltest du eigentlich erkennen, Mila.

        Feminismus braucht die prostituierten in der ‚Nuttenecke‘ um den Anschein einer moralischen Instanz

      • Katharina sagt:

        aufrechtzuerhalten. eine Instanz zu sein, welche Art der weiblichen Sexualität durch den kathechetischen Kanon gesegnet sei und welche nicht. Die ‚Hure‘ dient dabei als konstruierte Antithese, zu der die Kanonikerinnen sich dann auf dem Podest positionieren können, es geht in dieser Diskussion von den Motiven her überhaupt nicht um die Rechte der Prostituierten. Im Gegenteil, durch die Abschiebung in den illegalen Raum funktioniert das antithetosche meme nur noch besser.

        schon die claims betreffend psychische Ursachen (Missbrauch und ähnliches) stimmen nicht einmal. kann nicht belegt werden.

      • mila sagt:

        Katharina, ich beziehe mich auf den Magazin-Artikel, den ich schon erwähnt habe. Darin wird dargelegt, dass sich die Prostitution in Schweden seit dem Verbot nicht in noch dunklere Ecken verlagert und dem Menschenhandel Tür und Tor hat, im Gegenteil: sie ist schlicht im Niedergang begriffen. Da Männer wie Frauen es nicht mehr für normal oder legitim halten, für Sex zu bezahlen. Dies, weil der Kauf sexueller Dienstleistungen die Würde der Frau verletze.

        Wenn das kein tiefgreifender Bewusstseinswandel ist, dann weiss ich auch nicht.

      • mila sagt:

        Ausserdem wird darauf hingewiesen, dass es nicht selten Frauen aus Missbrauchs-/Gewaltfamilien sind, oft auch mit Drogenhintergrund, die im (Strassenstrich-)Milieu landen. Hinzu tritt struktureller Zwang (Geldnot, fehlende Ausweichsmöglichkeiten), nicht unbedingt bei (Escort-)Schweizerinnen, aber beim grossen Rest. Freiwilligkeit und Selbstbestimmung sieht für mich anders aus.

        Anders formuliert: gegen selbst-bestimmte (und selbst-bewusste) Prostitution wäre nichts einzuwenden, nur nimmt diese das geringste Segment des Geschäfts ein. Das grosse Geld wird mit/an Opfern verdient.

      • mila sagt:

        Deswegen mag ich auch nicht mehr diese Ausnahme-Geschichten von der geldgeilen Studentin oder Hausfrau hören: für die Mehrheit der Prostituierten treffen sie schlicht nicht zu. Und wie schon andernorts angemerkt wurde, hätten die wenigsten Freier die Mittel, sich den Edelescort zu leisten (wozu auch, wenn man es schon für 30 Franken am Sihlquai auf die Schnelle besorgt kriegt…).

        Aber es sind natürlich schöne Gute-Nacht-Erzählungen für Freier, um ihr Gewissen zu beruhigen.

      • mila sagt:

        Zuletzt ein persönliches Fazit: solange ich mir für keine Frau in meinem Umfeld mit gutem Gewissen eine ‚Sexarbeiterinnenkarriere‘ wünschen kann, solange möchte ich sie auch mir fremden Frauen nicht zugemutet wissen. Die nonchalante (Schein-)Progressivität, mit der man in diesem Forum der Thematik begegnet, befremdet mich zunehmend.

      • Sportpapi sagt:

        @mila: Ich habe nun das Magazin auch nachgelesen. Ich habe keine Ahnung, was an diesem einseitigen Text nun zu einer Meinungsänderung führen könnte. Schweden hat entschieden, auf seinem Staatsgebiet die private Freiheit weiter einzuschränken, und mehrheitlich findet man das offenbar gut, wohl aus moralischen Gründen. In der Schweiz sieht man das bisher offenbar (noch) anders. Was besser ist, darüber gibt das Magi keine Auskunft. Ansonsten bin ich mit Katharina relativ einig, was die Motive der Feministinnen anbelangt.

      • Sportpapi sagt:

        Und zu Ihrem persönlichen Fazit: Man muss ja nicht im Umfeld suchen, sondern könnte bei sich selbst anfangen. Und wenn ich als junger Student die Chance gehabt hätte, mit Sex mein Studium zu verdienen, statt täglich um 5 Uhr arbeiten zu gehen oder an der Migros-Kasse zu sitzen, ich weiss nicht, wie ich entschieden hätte. Das einzige, was dagegen gesprochen hätte, wäre genau diese gesellschaftliche Ächtung, die Leute wie Sie hier ebenfalls unterstützen.

      • mila sagt:

        Sie verstehen da etwas falsch, Sportpapi: ich ächte nicht die Prostituierten, diese haben mein volles Mitgefühl. Sondern die Prostitution als solche. Und ich würde es nicht als moralische Ächtung bezeichnen, sondern als ethische.

      • mila sagt:

        …und was Sie hier als (individuellen) Freiheitsgedanken hinstellen wollen, kann ich (in meinen Augen) nur als eine pervertierte Vorstellung davon bezeichnen.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ich schliesse ich milas Voten voll an. Leider hatte ich bisher keine Gelegenheit, den Artikel im Magazin zu lesen, werde das aber nachholen, sobald ich ein Exemplar finde. Ich stelle fest, dass im Artikel offenbar genau die Punkte gegen die Prostitution aufgeführt werden, welche in der feministischen Presse schon seit Jahrzehnten immer wieder thematisiert werden, zusätzlich wurde eine Auswertung in Schweden erwähnt, die ich noch nicht kenne. Das Bestmögliche ist dort eingetreten: Es gab eine Bewusstseinsänderung, weil nun die Meinung dominiert, dass der Mensch kein handelbares Gut ist. TOLL!

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Und hier ein ausführlicher Artikel betreffen Prostitution und Menschenwürde:

        http://www.emma.de/ressorts/artikel/prostitution/verstoss-gegen-menschenwuerde/

      • Katharina sagt:

        „Ausserdem wird darauf hingewiesen, dass es nicht selten Frauen aus Missbrauchs-/Gewaltfamilien sind, oft auch mit Drogenhintergrund, die im (Strassenstrich-)Milieu landen. Hinzu tritt struktureller Zwang (Geldnot, fehlende Ausweichsmöglichkeiten),“

        Du weisst, dass das nicht stimmt? Und ist Dir klar, dass die ganze Sicht sich auf das Strassenmileu beschränkt?

  • ursula sagt:

    Frau Weber, Sie sprechen mir aus dem Herzen. Ihre Argumente sind schlagend. Prostitution sollte verboten werden. Danke für diesen Beitrag. Möge er etwas in unserer Gesellschaft verändern.

  • moniW sagt:

    Rein ethisch stimme ich Ihnen ja zu, Frau Weber. Nur leider ist das völlig an der Realität vorbei. Käuflicher Sex ist nun mal ein Bedürfnis der Männer, das war schon immer so. Nicht umsonst ist es das älteste Gewerbe der Welt. Und es hat auch einen gewissen Sinn für uns Frauen, oder was glauben Sie, wieviel mehr Vergewaltigungen es gäbe, gäbe es keine Prostituierten? Mit einem Verbot lösen Sie das Problem überhaupt nicht. Im Gegenteil, der Berufsstand sollte legalisiert werden, sodass die Damen Rechte haben und sich wehren können, nicht gezwungen und ausgebeutet werden können…

  • Altenburger Daniel sagt:

    Ich glaube ja nicht, was ich hier lese. Sowas von ahnungslos ist mir schon lange nicht mehr untergekommen:
    1. Prostitution kann keine moderne Sklaverei sein, denn sie existiert schon seit Menschengedenken, sie wäre also wenn schon eine uralte Sklaverei.
    2. Schlecht geht es den Prostituierten dann, wenn sie illegal sind, dann kann jeder sie erpressen. Cool, Gratissex dank Möglichkeit, die Damen bei der Polizei zu verpfeifen.
    3. Unter Bezugnahme auf Punkt 2, Prostitution wird es immer geben, wenn man sie verbietet, finde sie einfach illegal statt, siehe USA.

  • Jonas Vonlanthen sagt:

    Ich gehe jeden Tag zur Arbeit. In den 9 folgenden Stunden bin ich eigentlich auch Leibeigener auf Zeit. Auf dem Bau verkaufe ich meinen Körper, ich schwitze, ich rackere mich für jemand anders ab und erhalte am Schluss Geld. Im Büro setze ich zwar weniger meinen Körper, sondern meinen Kopf ein.

    Man kann Prostitution aus dem moralischen Gesichtspunkt anschauen und verurteilen. Aber eigentlich ist es „nur“ eine andere Art von Arbeit, eine Dienstleistung.

    Das Problem ist nicht die Prostitution als solche, sondern die Begleiterscheinungen: Drogen, Gewalt, Zuhälterei. Hier muss man ansetzen.

    • sandro koppens sagt:

      ich bin anwalt und verkaufe mich auch. und das stundenweise bzw. sogar minutenweise…

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Und wenn jetzt einer deiner Klienten nicht nur deine Geisteskraft, sondern auch bestimmte Teile deines Körpers benutzen wollte, fändest du das ganz normal und würdest einen Preis aushandeln?

        Sag jetzt nicht, dass das nicht dein Beruf sei, das braucht es auch nicht zu sein, weil es sich dabei um eine blosse Tätigkeit handelt, oft nur um ein ‚Gewähren lassen‘.

      • Sportpapi sagt:

        @Pippi: Du meinst, wie ein Maurer, wie ein Masseur?

      • pixel sagt:

        ja, sandro, und ich bin mir sicher zu einem komplett überrissenen Preis. So, wie man das halt kennt von Anwälten, die den timetracker minütlich eingestellt haben.

    • pixel sagt:

      Jonas, genauso sehe ich das auch! Die Begleiterscheinungen sind das Uebel und zwar ganz egal ob es hier Männer oder Frauen trifft, die sich prostituieren. Umso mehr ärgert mich die Parallele zur Gleichberechtigung, die die nette Frau W so salopp eben mal zieht.

      • Carolina sagt:

        Mir geht das genauso, pixel. Es läuft letztlich auf die Frage hinaus, ob wir Menschen ‚zu ihrem Glück zwingen‘, weil die Gesellschaft sie und ihre eigenen Entscheidungen (und ich rede NUR von den P, die freiwillig und ohne Zwang diesen Beruf ausüben) nicht akzeptieren kann oder will. Die Tatsache, dass es uns nicht einleuchtet, wie jemand diesen Job ausübt wie einen Job, nicht gerade freudig (wie viele von uns auch), aber eben doch freiwillig, heisst für meine Begriffe nur, dass wir mal ehrlich uns selber gegenüber sind und mal nachschauen, was genau uns denn so abstösst.

      • pixel sagt:

        Ja sicher, Carolina, das was Sie hier ansprechen ist mitunter ein Thema der gesellschaftlichen Akzeptanz. Wobei ich persönlich eigentlich überhaupt keine schlechten Ansichten diesbezüglich habe. Für mich ist eine P ganz neutral gelagert, fast wie jede/r andere aus einem beliebigen Berufsfeld auch. Ich hege keine negativen Gefühle, ausser vielleicht, etwas Bedauern und Mitgefühl, da ich dieses Milieu als grundsätzlich unschön betrachte für mich selbst. Aber so gehts mir bei einem Metzger auch (sorry, das ist nicht schlecht gemeint, aber ich bin da etwas heikel – mein spleen…)

      • pixel sagt:

        Die negativen Gefühle wie Wut und Aerger kommen auf, wenn die eben genannten Begleiterscheinungen ins Spiel kommen. Nach wie vor aber glaube ich, dass es wirklich viele viele Frauen gibt, die sich auch ganz bewusst dazu entscheiden, diesem Verdienst nachzugehen. Das ist vollkommen ok für mich.

  • sandro koppens sagt:

    “Alle Frauen sind Furen. Entschulding Mutter, Du bist auch eine Frau.” Petar Petrovic, Schriftsteller

    • pixel sagt:

      Wären Sie dann nicht ein Furensohn? (Sorry, Sie haben es nicht anders gewollt)

    • Gabi sagt:

      Es bloss weil es Petar Petrovic so sieht und es niedergeschrieben hat, muss ich das aber nicht genau so sehen, oder?

      Ansonsten hätten ja auch solche Webclowns wie Pippi durchs einfach Niederschreiben ihrer Weltvorstellung gleich recht.

  • Peter Steiner sagt:

    Gehört eine Dame vom (höherklassigen) Excort-Service auch zur hier diskutierten Prostitution?

      • markant sagt:

        Und die Frau die einen Milliardär heiratet? Es ist erwiesen, dass Frauen auf reiche Männer abfahren und das solche Männer viel weniger Probleme haben eine junge, gutaussehende Frau zu finden.

      • marie sagt:

        wenn es explizit nur wegen des geldes ist, dann ist es für mich auch prostitution.

      • markant sagt:

        Alleine die Tatsache, dass reiche Männer häufig junge, gutaussehende Frauen haben ist explizit genug.

      • Carolina sagt:

        Für mich nicht. Es ist das, was eine Ehe im ursprünglichen Sinne mal war, ein Vertrag. Finden wir vielleicht verwerflich, aber Frau bekommt Absicherung, Geld, höchstwahrscheinlich auch Zuneigung, Mann eine junge Frau, die ihn wahrscheinlich päschelelt (oder, seltener, umgekehrt). Ist das wirklich per se verwerflich? Oder vielleicht so normal wie ein Mann, der es gern jung, hübsch und schlank hat? Manche von diesen Beziehungen (wenn man/frau damit leben kann) sind vielleicht haltbarer als die nur auf romantischen Vorstellungen aufgebauten….

      • marie sagt:

        ich davon aus, dass gut ausgebildete junge frauen, die sich ein eigenständig finanzielles leben durchaus selbständig finanzieren könnten, aber diese form der partnerschaft bevorzugen.
        ich bin aber trotzdem der meinung, dass das was du vertrag nennst, eine form von prostitution war (ist), weil die frauen kaum andere alternativen hatten (haben).

      • Sportpapi sagt:

        @Carolina: Es ist zwar nicht verwerflich, aber doch halt ein vertraglich geregelter Deal. Dem kann man sehr wohl Prostitution sagen. Denn die Argumente sind doch gerade übertragbar.

      • Carolina sagt:

        Das, was ich Vertrag nenne, könnte man auch ‚Mittel zum Zweck‘ nennen, z.B. eine Aufenthaltserlaubnis, Flucht aus einem besch…. Milieu etc. Nehmen wir ein Beispiel, das ich kenne: eine Ukrainerin, sehr gut ausgebildet (hier nur nach Zusatzprüfungen anerkannt) sucht sich hier einen Mann, wenn es geht wohlhabend, gut situiert. Er erhält dafür in der Regel eine Frau, die ihn verwöhnt, meistens jung und hübsch ist und noch eine Ehefrau ‚alten Stils‘ ist. Ist das per se verwerflich? In meinem Beispiel sind die Paare ziemlich zufrieden. Beide haben Vorteile, mögen sich, verwirklichen sich.

      • Carolina sagt:

        Ok, Marie und Sportpapi, ich nenne es Prostitution, wenn man es von seiten des Mannes ‚Freiertum‘ nennt.

      • marie sagt:

        und da ich per se nix gegen sexarbeit habe, ist mir das auch einerlei. was spricht dagegen mit dem ehemann sex zu haben, wenn dabei die heissbegehrte teure tasche drinliegt? nichts, und wenn der ehemann noch guter sex bietet… dann kann sich frau in keinster weise beklagen. guter sex und eine wunderschöne tasche. für mich nicht verwerflich, eben eine art vertrag 😉

      • marie sagt:

        im volksmund nennt man einen mann, der eine frau sucht, einen freier, auf freiersfüssen… echt kein problem.
        freier. 🙂

      • Carolina sagt:

        Ich glaube ja, dass es diese Ehen auf Vertrag viel mehr gibt, als wir alle meinen. In meinem Umfeld in England z.B. sehe ich die überall, nicht nur arrangierte (ja, gibt es immer noch, z.B. bei sonst höchstgebildeten Indern) und hier wie gesagt auch. Das Problem ist, wenn einer der Partner ‚vertragsbrüchig‘ wird, eg nicht mehr jung und hübsch ist oder sein Geld verliert etc. Das Aushandeln von neuen Bedingungen und Kompromissen zeigt, finde ich, durchaus erwachsenes Verhalten. Also nenne ich es nicht Prostitution.

      • markant sagt:

        Jetzt habt ihr euch verraten. Euch geht es nicht um Moral im Sinne von: „Frau verkauft ihren Körper und wird durch das zur Sklavien“, sondern Frau soll ihren Körper mit möglichst wenig Aufwand möglichst teuer Verkaufen

      • Sportpapi sagt:

        Ist ja eigentlich egal, wie man es nennt. Fakt ist, dass man für Sex und vieles mehr eine Gegenleistung erwartet, und dies sogar vertraglich absichert. Ist doch auch nichts Verwerfliches dabei. Prostitution ist einfach vielleicht noch ein bisschen ehrlicher.

    • Widerspenstige sagt:

      @Peter Steiner
      In meinen Augen nicht, da diese in fast allen Fällen sehr bewusst für gewisse Zeit einem solchen Escort-Service sich einschreibt. Diese Frauen sind gebildet, machen es freiwillig und selbstbestimmt, deshalb nicht in den grossen Schmudeltopf Prostitution schmeissen. Es geht im Leitartikel mE vorallem um Zwangsprostitution, Frauenhandel auf dem Strassenstrich.

      • sandro koppens sagt:

        @ marie: wie viele junge frauen kenne ich, die eigentlich gut ausgebildet wären, es jedoch bevorzugen einen reichen mann zu finden… das gleiche gilt für frauen, die einen normalen job haben, aber auch die wollen keinen maurer als freund und erst recht nicht als ehemann. also dass keine alternativen zur verfügung stehen ist in den meisten fällen nicht wahr. vieleicht keine alternativen für ein luxusleben, aber das ist halt dann der preis den frau für so etwas zahlt…

      • Carolina sagt:

        Sie wären glaubwürdiger, SK, wenn Sie das Ganze mal umdrehen: wieviele Männer kennen Sie, die hohe Ansprüche an eine Gefährtin stellen (in punkto Aussehen z.B.), die eigentlich sehr wohl die Möglichkeit hätten, eine ’normale‘ Frau zu wählen, aber lieber klagen, dass keine sie will – vielleicht ist es ja umgekehrt: vielleicht fischen (manche) Männer gern in zu anspruchsvollen Gewässern und sehen nicht das, was sich unter ihrer Nase befindet, klagen dann aber. Es gibt dieses Verhalten in beiden Geschlechtern und, solange man sich nicht nachher beschwert, halte ich das für völlig normal.

      • marie sagt:

        @sandro
        wie gesagt, ich habe nichts dagegen und es gibt auch genug männer, die sich nur noch gutausgebildete frauen anlachen wollen, nebst dem aussehen eines models. viel glück sage ich nur dazu. diese art von diskussion bringt übrings nichts, sandro.

  • moniW sagt:

    Rein ethisch gesehen stimme ich Ihnen zu, Frau Weber, nur leider ist das total an der Realität vorbei. Das Gewerbe ist auch für uns Frauen gut. Oder was glauben Sie, wieviel mehr Vergewaltigungen es gäbe, gäbe es keine Prostituierten? Es ist nun mal so, dass Männer das Bedürfnis nach käuflichem Sex haben, das war schon immer so. Nicht umsonst ist es das älteste Gewerbe der Welt. Mit einem Verbot löst man das Problem nicht, im Gegenteil, der Berufsstand sollte legalisiert werden, so dass die Damen auch Rechte haben und sich wehren können… dann gäbe es auch keine unfreiwilligen Dirnen mehr…

  • Sigi sagt:

    Alle Frauen sind Prostituierte, ausser unserer Mutter
    und der Frau, die wir im Augenblick lieben.

    Pitigrilli

    • marie sagt:

      die schwestern, haben sie vergessen sigi.

      • sandro koppens sagt:

        „Alle Frauen sind Furen. Entschulding Mutter, Du bist auch eine Frau.“ Petar Petrovic, Schriftsteller

      • Carolina sagt:

        Sie sagen es jetzt zum zweiten Mal und ich kapiere die Relevanz immer noch nicht – wenn Sie wollen, verkaufe ich Ihnen ein H.

      • gabi sagt:

        Wie entwüdigend für das „H“!

        😉

      • alien sagt:

        Aber Gabi, der Spruch heisst „Alle Frauen sind Furien.“ Das F ist schon gut, aber es fehlte ein i.

        Hm, also, wenn ich es recht überlege, damit wird der Spruch nur weniger beleidigend, aber deswegen keinen Deut richtiger. Ich kenne ein paar äusserst nichtfuriose Frauen.

      • Gabi sagt:

        Ein entfernter Freund der Familie (nicht meiner!) hatte das von seiner Mami erklärt gekriegt.

        Für ihn die Bestätigung und der Beweis: „… Und die musste es ja wissen! – War ja selber eine!“

        Was soll man da noch sagen?

  • Marco Affolter sagt:

    Aus Sicht vieler Frauen ist Prostitution kurz zusammengefasst Sex gegen Bezahlung, richtig? Gut, dann würde ich gerne wissen, wie man die Grauzonen verbietet? Mit Grauzonen meine ich die wohl mindestens 10-20 Prozent aller Frauen, welche für Status, Geld und Sicherheit eine Ehe eingehen und Liebe bestenfalls diffus vorhanden ist? Ist dies Prostitution oder eben nicht, weil die Sache längerfristig ist und diese Frauen das Geld regelmässig unter dem Deckmantel «Haushaltsgeld» via Bankomat vom Konto des Gatten abhehen müssen? Genau, so siehts aus. Dieses feministische Blabla nervt megamässig!

    • Pixel sagt:

      Richtig, Herr Affolter, ich stimme Ihnen zu, auch ich habe extrem Mühe mit diesen Frauen und auch für mich ist es gewissermassen eine Form von Prostitution. Dennoch, können Sie mir zustimmen, dass wir hier auch mal den Scheinwerfer auf den Mann (an der Seite einer solchen Frau) richten sollten?

  • Peter Steiner sagt:

    Ich fordere 50 % Männerquote bei Prostituierten.

    • marie sagt:

      es hat sehr viele junge männer und knaben in der prostitution.
      🙄

    • Pixel sagt:

      Haha, wIr lachen uns alle schlapp. Sehr erhellend…

      • markant sagt:

        Bin genau gleicher Meinung, wieso eigentlich nicht? Ich meine nicht dass die Frauen die Dienstleistung beanspruchen müssen, sie sollen einfach für Sexworker bezahlen. Das ist wie bei jeder Geschlechterquote sonst auch, nicht das die Quotentussi in der Chefetage gebraucht wird, aber den Lohn bekommt sie trotzdem.

      • Pixel sagt:

        Markant: das war eine Anspielung auf die Frauenquote, wie Sie ja auch bemerkt haben. Diese beiden Themen auf eine Augenhöhe zu setzen ist – dezent formuliert – bescheuert.

      • Carolina sagt:

        Irgendwie kommt mir dieser markant bekannt vor…..

      • markant sagt:

        Entweder es gibt bei allen Berufen Geschlechterquoten oder nirgends. Rosinenpicken ist out. Klar findest du bescheuert was dir nicht dient.

      • Pixel sagt:

        Ich bin „Sie“ nicht „du“. Und dienen tut mir nichts und niemand. Offensichtlich im Gegensatz zu Ihnen.

  • Tobias Meyer sagt:

    Liebe Frau Weber, sie haben vollkommen recht. Es ist erschreckend, wenn man die Stellung der Prostitution in der Gesellschaft zu Ende denkt. Was ein Verbot betrifft, müsste die Sanktion über die Freier und nicht über die Frauen gehen. Heute ist es ja umgekehrt: Man findets nicht schlimm, wenn ein Mann eine Prostituierte besucht, allerdings drängt man die Prostituierte an den Rand der Gesellschaft. Wer die Prostititution befürwortet, der soll sich mal überlegen, was er davon halten würde, wenn seine Schwester/ Mutter/ Cousine, etc. sich prostituieren würde…!

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Ein Mann, der denkt, judihui 🙂

    • Sportpapi sagt:

      Ah, jetzt kommt es ja. Offenbar einfach nicht freigeschaltet. Glauben Sie, Herr Meyer, dass ein Mann, der Prostituierte besucht, ein hohes Ansehen geniesst? Deshalb geben es alle gerne zu, deshalb findet die Prostitution so in der Öffentlichkeit statt, oder?

  • Widerspenstige sagt:

    Der Strassenstrich kann nicht genügend kontrolliert werden und die Sexarbeiterinnen sind zuwenig geschützt.

    Also müsste der Strassenstrich verboten werden.

    Ich bin nach wie vor eher dafür, dass es zertifizierte Bordelle gibt, wo Sexarbeiterinnen einem GAV unterliegen und regelmässig ärztliche Betreuung erhalten. Nur so sehe ich einigermassen eine akzeptable Handhabung gegenüber dem ausufernden Frauenhandel in diesem Gewerbe. Das Argument, dass es Prostitution schon immer gegeben habe u deshalb immer bestehen wird, hat somit im 21. Jh. ausgedient. Frauen stehen andere Möglichkeiten offen!

    • Widerspenstige sagt:

      Ich korrigiere: …Das Argument, dass es Prostitution JEGLICHER ART schon immer gegeben habe…

    • blackball sagt:

      Widerspenstige, jedes Verbot bringt den Strassenstrich noch weiter in die Dunkelzone.

      Die Idee der lizenzierten (auch zertifizierten) Bordelle ist nicht neu und, wenn Sie sich mit der Materie beschäftigen, scheitert immer wieder aus den absurdesten Gründen. Theoretisch ist diese jedoch eine der Lösungen, die tatsächlich eine Verbesserung des aktuellen Zustandes bringen würden.

      marie hat einen Teil des Problems schon richtig genannt: die Zuhälter …

    • Widerspenstige sagt:

      Ja richtig, blackball, und dazu gehörte dann selbstverständlich auch die Bestrafung vorallem der Zuhälterei, der Freier und der ganze Rattenschwanz, der damit zusammen hängt. Der Strassenstrich ist das Grundübel und darf nicht länger legalisiert bleiben. Es schadet ganz massiv dem Image der weltoffenen Schweiz und ist deshalb abzuschaffen. Gerade diese ‚Verrichtungsboxen‘ in Zürich sind ein Skandal und ich frage mich, wer hat diese bewilligt?

      • Kathy sagt:

        Das Volk, meine Liebe, das Volk.

      • blackball sagt:

        Nein, Widerspenstige. Eine Bestrafung der Freier ist genauso der falsche Ansatz wie die Bestrafung der Prostituierten. Eine härtere Gangart gebenüber Akquisitoren, Schleppern, Händlern und Zuhältern ist ein Muss und eine der Grundbedingungen zur Elimination des Strassenstrichs. Solange diese durch offizielle Interessenvertreter geschützt und/oder protegiert werden, ist dies eine Illusion. Wenn ich mich richtig erinnere, war man vor ca. 10-12 Jahren einer Lösung sehr nahe, diese wurde jedoch durch diese Interessenvertreter zu Fall gebracht.

      • marie sagt:

        zuhälterei gesetzlich verbieten und aufs strikste ahnden. und wenn sich ein freier dabei ertappen lässt eine sexarbeiterin, die einen zuhälter hat, zu kaufen, ahnden.

      • xyxyxy sagt:

        aber blackball – die Zuhälter und Menschenhändler leben von den Konsumenten
        würde man auch den Konsum ihrer „Ware“ unter strenge Strafe stellen, würden sich die Feier automatisch nach „sauberer“ Prostitution umsehen – der Markt der Menschenhändler würde zusammenbrechen, ihre Macht wäre gebrochen (denn ihre Macht beruht auf Geld).
        Darum nicht die P unter STrafe stellen, sondern das miese Geschäft mit Menschen, die Ausbeutung von Schwächeren und alle, die daran partizipieren. (ähnlich wie der Konsum von Kinderpornos)

      • blackball sagt:

        marie, das dürfte allerding schwierig zu beweisen sein. Wie würden Ihre Lösung zur „Kennzeichnung“ (Sie sehen, da fängt die Schwierigkeit schon an) einer zuhälterfreien Prostituierten denn aussehen? Wäre ich jetzt sehr böse, es kitzelt mich ja schon in den Fingern, würde ich Ihnen einen Vorschlag unterbreiten … danach würde ich wohl lebenslänglich in diesem Blog gesperrt …

      • blackball sagt:

        xyxyxy, meine Rede. Habe ich etwas anderes geschrieben oder verstehe ich Ihren Post jetzt gerade nicht?

      • marie sagt:

        im kassensturz zum bsp fordert man immer wie mehr nach einer institution, die die qualität besser und konsequenter kontrolliert. weshalb nicht in der sexarbeit? wäre für mich absolut machbar.
        das übelste vom übelsten in der prostitution IST die zuhälterei. sexarbeiterinnen sollten in die eigene tasche wirtschaft und nicht für so selbsternannte was weiss ich noch zusätzlich arbeiten müssen.
        ich hätte schon klare vorstellungen wie das organisiert werden könnte. ich würde zusätzlich an die sexuelle verantwortung der freier appellieren.

      • marie sagt:

        und bravo xy. du bist einer der wenigen, der es wagt, hier auch die freier kritisch zu betrachten. chapeau!

      • blackball sagt:

        marie, nicht alles, was der Kassensturz bring, ist richtig und eine konkrete Antwort sind Sie mir auch schuldig geblieben. Es geht auch nicht darum, die Freier per Ablasshandel aus der Verantwortung zu nehmen. Noch einmal: Wir sind uns über die härtere Gangart gegenüber den Netzwerken einig. Fragen Sie sich doch einmal, warum die Prostitution noch immer im grauen Bereich liegt. Und auch noch einmal: Vor 10 – 12 Jahre waren wir einer akzeptablen Lösung sehr nahe. Googeln Sie mal, warum diese nicht zustande gekommen ist.

      • marie sagt:

        schwarzes bäuelI: ich frage mich schon seit über 20 jahren, weshalb man(n) sich so schwer tut, zuhälterei KLAR zu definieren. das betrifft eine branche, die weit, sehr weit geht und da könnten sich doch einige mächtige strafbar machen…
        deshalb: sexarbeiterinnen und ihren beruf müssen rechtlich so abgesichert/vorgeschrieben sein, und von einer öffentlichen institution geschützt werden, dass sie NUR als selbständige arbeiten können. alles andere ist zuhälterei. sorry, so einfach ist das.

      • blackball sagt:

        marie, Sie wiederholen sich in Leere. Ich bestreite Ihre Aussage nicht, ich weise Sie darauf hin, dass die Möglichkeit zur einer, sagen wir halbwegs, klaren Regelung nicht genutzt wurde. Es ist zwar schön und achtenswert, dass Sie hier Ihre Meinung konsequent vertreten, Sie wiederholen jedoch nur bereits Festgestelltes (lesen Sie dazu auch die Postings von xyxyxy, Widerspenstige, blackball, etc.).

        Noch einmal ganz gezielt: Wie lautet Ihr Vorschlag zur Kennzeichnung einer zuhälterfreie Prostituierten und wie wollen Sie diesen Kontrollieren?

      • marie sagt:

        wenn sie selbständig sind, gibt es einen eintrag ins handelsregister mit allem drum und dran. und sie haben sich als firmeninhaber oder selbständiger an regeln zu halten, inkl. einer revisionsstelle, die sie beurteilt (jedoch in ihrem fall je nach form halt keine).
        bei sexarbeit könnte man das gleiche machen, mit der prämisse, meldung bei der sitte und monatl. überprüfung zbsp. die sich dann hauptsächlich nur noch um zwangsprostitution kümmert. dh sämtliche zuhälter ahndet. heute „verfolgt“ die sitte ja immer noch illegale aufenthaltsstati. bireweich – sie würden lieber zuhälter einbuchten!

      • marie sagt:

        vorschläge, die übrigens seit x-jahren rumkursieren. aber niemand macht was. das erstaunt mich aber nicht.
        zudem könnten sich sexarbeitrInnen sich selbst organisieren und ihre dienstleistungen anhand eines iso-zertifizierten puff anbieten…
        wahrscheinlich bin ich immer noch undeutlich… anerkennung als beruf, kontrolle des milieus zum SCHUTZ der sexarbeiterIn und institutionen die dafür sorgen, dass diese pflichten durchgesetzt und die pflichten einghalten werden.

      • marie sagt:

        institutionen die es ja schon gibt. aber nieman(n)d macht was – guess why!
        das macht mich sauer.

      • marie sagt:

        und dass es klappt muss halt der freier auch sexuelle verantwortung übernehmen – eigentlich wären es ja die freier, die solche vorschläge machen müssten, um als verantwortungsvolle freier wahrgenommen zu werden. aber eben…
        es dreht sich bei der frage der prostitution nun mal mehrheitlich um den mann, denn der ist in erster linie konsument. aber offenbar scheint das den meisten freiern egal zu sein. das stösst auf!

      • marie sagt:

        ich hoffe sie können wenigstens ein klein wenig meinen groll nachempfinden.

      • marie sagt:

        und ganz wichtg: einheitliche preise und immer mit gummi!

      • Widerspenstige sagt:

        Danke Kathy, aber ich wollte es etwas präziser wissen.

        Hier meine Recherche http://www.zol.ch/ueberregional/kanton-zuerich/Zuercher-sagen-Ja-zu-Sexboxen/story/19391124
        Im Industriequartier von Zürich-Altstetten werden Sexboxen errichtet. Das Stadtzürcher Stimmvolk hat am Sonntag den 2,4-Millionen-Kredit für den Strichplatz mit 46’545 Ja- zu 41’883 Nein-Stimmen angenommen. Die Stimmbeteiligung lag bei 41,8 Prozent.
        Das heisst also, dass es ziemlich knapp angenommen wurde! Wer hat JA gestimmt? Wer weiss da mehr über Geschlecht, Alter, Bildung etc. so einer Abstimmungsanalyse? Danke.

  • blackball sagt:

    Undifferenziertes, dummes und unqualifiziertes Geschwafel einer ahnungslosen Theoretikerin. Jede Soziologiestudentin im ersten Semester hat mehr Ahnung von der Materie als die Verfasserin dieses unsinnigen Beitrags. Dass sich jemand „Gesellschaftsreporterin“ schimpft, dagegen ist ja nichts einzuwenden, es muss ja für alle eine Daseinsberechtigung geben. Solchen Mist dann auch noch mit einer Carte blanche zu würdigen, das ist grosses Damentennis (sic!). Gottseidank gibt es keine Callboys …

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