Hilfe, mein Baby schreit ständig!

Eine Carte Blanche von Simone Munsch und Jana Bryjova.

Mamablog

Während den ersten drei Monaten haben Babys manchmal ein ausgeprägtes Schreiverhalten: Ein unzufriedener Säugling. (Foto: Flickr/meddygarnet)

Die Verzweiflung von Samuels Eltern ist gross. Vor allem seine Mutter spürt langsam, dass sie am Ende ihrer Kräfte angelangen ist. Statt sich über ihre Mutterschaft zu freuen und die erste Zeit zu dritt zu geniessen, ist ihr Schlafmangel so gross, dass sie wegen Nichtigkeiten ausrastet und sich ständig bedrückt fühlt.

Warum? Der dreieinhalb Monate alte Samuel schreit schon seit seiner 6. Lebenswoche tagelang fast ununterbrochen. Fast fünf Stunden schreit und weint er pro Tag. Alle Versuche der Eltern, ihn zu beruhigen, scheitern. Die Mutter trägt ihr Kind ständig herum oder singt ihm vor und trotzdem lässt sich das laute Quengeln und Schreien nur selten und nur für ein paar Minuten unterbrechen.

Neulich hat die Mutter Samuel kräftig in die Höhe gehoben und mit ihn mehrmals geschüttelt. Danach ist Samuel plötzlich ganz still geworden. Die Mutter war schockiert, wozu sie im Stande war und hat am nächsten Morgen umgehend mit Samuel die pädiatrische Beratungsstelle aufgesucht.

Ähnlich wie Samuel, zeigen die meisten Säuglinge während den ersten drei Lebensmonaten ein häufiges und ausgeprägtes Schreiverhalten. Bei den meisten Neugeborenen geht das Schreien danach wieder zurück. In seinen ersten Lebensmonaten ist das Schreien für das Baby das einzige Mittel zur Regulation seiner Bedürfnisse und zur Kontaktaufnahme mit der Umwelt, vor allem mit seinen Eltern.

Diese Signale des Neugeborenen dienen dazu, Nahrung, Nähe, Sicherheit und Sauberkeit zu garantieren. Wenn das Schreien des Babys jedoch exzessiv ist und an drei Tagen pro Woche über drei und mehr Stunden pro Tag anhält und das für mindestens drei Wochen, ist es zunächst wichtig, eine medizinische Ursache des Schreiens (wie z. B. verschiedene Infektionen des Innenohres, der Harnwege, sowie des Magen- und Darm Traktes oder Mangelernährung) vom Kinderarzt ausschliessen zu lassen.

Glücklicherweise, finden sich bei solchen Schreibabys in den meisten Fällen keine medizinischen Komplikationen. Jedoch ist das exzessive und andauernde Schreien des Kindes ein Anzeichen dafür, dass es elterliche Unterstützung bei der Regulation von Schlaf und Wachzustand sowie der Erregung und Beruhigung benötigt.

Exzessives Schreien ist häufig mit frühkindlichen Schlafstörungen gekoppelt und kann die Eltern und den Kontakt von Eltern und Kind massiv belasten. Es ist wichtig, dass ohne jegliche Schuldzuweisung rasch und effizient für Entlastung und Unterstützung gesorgt wird. Dazu kann die Hilfe einer Fachperson (Kinder- und Jugendpsychologen, Kinderärzte) erforderlich sein.

Was kann helfen?

1. Das Kind verstehen lernen: Eltern sollten die «Schreisignale» des Kindes besonders aufmerksam beobachten und versuchen, zu unterscheiden, wann es sich bei dem Kind um Müdigkeit, wann um Hunger und wann um Langeweile oder Überforderung handelt.

2. Den Tag regelmässig gestalten: Regelmässige Phasen der Ruhe und Entspannung sowie der Aktivität und Erregung helfen dem Kind, seinen Schlaf-Wachrhythmus zu erlernen und unterstützen es dabei, sich im Alltag besser zu orientieren.

3. Weniger ist manchmal mehr: Ständiges Herumtragen, kräftiges Wiegen des Babys, aber auch dauerndes Reden oder Singen und andere andauernde Reize wie Lärm, Hitze, Licht etc. können das Neugeborene irritieren.

4. Time-out: Viele Eltern vergessen sich ob der Sorge über das Kind selbst und kommen nur selten zur Ruhe. Hier kann beispielsweise eine einfache Time-out-Technik angewandt werden: Bei exzessivem Schreien des Babys kann es hilfreich sein, wenn die Eltern den Raum für einige Minuten verlassen.

5. Hilfe holen: Manchmal sind die äusseren Umstände wie finanzielle, gesundheitliche oder psychosoziale Faktoren für zusätzliche Belastung verantwortlich. In solchen Situationen kann es angezeigt sein, den Säugling für einige Zeit stationär in einer Klinik zu behandeln.

Eltern können aufgrund ihrer massiven Überlastung und Verzweiflung manchmal eigene Impulse nicht mehr kontrollieren. So kommt es immer wieder vor, dass Eltern ihr Baby aus lauter Verzweiflung schütteln. Dies ist besonders gefährlich, da es bei dem Säugling zu Blutungen im Gehirn führen kann, was zu einer verzögerten Entwicklung oder sogar bis zum Tod des Säuglings führen kann. Darum ist es wichtig, möglichst rechtzeitig Hilfe zu holen, wenn Sie sich überfordert fühlen. Z. B. beim Elternnotruf: 0848 354555.

munsch150x150Prof. Dr. Simone Munsch ist Ordinaria am Lehrstuhl für Klinische Psychologie und Psychotherapie an der Universität Fribourg und forscht im Bereich der Essstörungen, Schlafstörungen Emotions- und Impulsregulation. Zudem ist sie Kognitive Verhaltenstherapeutin und bildet selbst Psychologinnen und Ärtze aus. Sie ist verheiratet und hat 3 Kinder.

mbCB150x150Jana Bryjova ist Assistentin am Lehrstuhl für Klinische Psychologie und Psychotherapie am Department für Psychologie der Universität Fribourg, das unter Anderem auch Hilfe für überforderte Eltern anbietet.

127 Kommentare zu «Hilfe, mein Baby schreit ständig!»

  • Ich hoffe, dass es in der Zwischenzeit etwas Ruhe eingekehrt ist. Falls nicht habe ich selber gute Erfahrungen gemacht mit der Feldenkrais-Methode. Güsse Marie-Antoinette Käser praxis@ma-kaeser.chhttp://www.ma-kaeser.ch

  • Nadine Keitzl sagt:

    Ich habe tolle Erfahrungen mit der Mütter- und Väterberatung gemacht. Die hören zu, helfen sotieren und können Eltern helfen einen Weg im Nebel zu finden.

  • Chantal Racine sagt:

    Oft kann das Schreien von Wirbelfehlstellungen durch die Geburt her kommen. Tipp: Dr. Maggi in Zürich ist ein bekannter, seriöser Spezialist in „manueller Medizin“ und hat meinem Kind mit einer einzigen Behandlung enorm geholfen !

    • Eni sagt:

      Ja, Dr. Maggi ist wirklich ein Könner. Er hat meinem Sohn nach dem Unfall den Halswirbel wieder eingerenkt. Ruck, zuck und fertig. Dauerte nicht einmal 1 Minute

  • Hermann sagt:

    Unser Juengster schrie ab und zu, und ich stellte fest, dass ich schnell im Panik geriet, waehrend meine Frau ruhig blieb. Das machte mich stutzig und ich dachte darueber nach. Offensichtlich hatten meine Angsreaktionen einen Hintergrund. Ich wuchs in einem Kinderheim auf, wo Kinder oft geschlagen wurden. Offensichtlich hatte ich sehr fruehe Erinnerungen, dass Schreien mit MIsshandlung verbunden war, und reagierte daher mit Panik. Meine Frau hatte viel Verstaendnis dafuer. Ich kann mir vorstellen, dass ich nicht der Einzige bin, der durch solche eigenen Traumas auf Babyschreien so reagiert.

  • KS2 sagt:

    Wenn gar nichts mehr geht gibt es eine Schreiambulanz in diversen Spitälern, z.B. am Triemlispital, da klären sie alles ab, behalten die ganze Familie ein paar Tage da, so dass sich alle etwas erholen können. Hab ich gelesen..leider hab ich das auch erst später erfahren. Ich hatte keine Zeit um zu googlen während der Schreizeit. Allen viel Kraft die ein Schreibaby haben.

  • KS1 sagt:

    Wir hatten auch ein Schreibaby, manchmal bis 12 Stunden am Tag 4 Monate lang. Wir waren am Ende, haben alles probiert, Homöopathie, Osteopathie, Craniosacraltherapie etc…nichts hat genützt. Mas nach 3 Monaten machbar ist zu einem Manualtherapeuten zu gehen, die schauen nach ob etwas mit der Wirbelsäule ist, auch KISS Symdrom genannt. Nach der Manipulation am Hals ging es unserer Tochter rapide besser. In Zürich gibt es einen, Dr. Maggi, der das macht…

  • Rumpelstilz sagt:

    Sehr oft liegt da auch eine Magenverstimmung zugrunde oder das Kleine hat ständig Blähungen, denn bei Neugeborenen arbeiten Magen oder Darm oft noch nicht optimal. Ein schreiendes Baby mit Kräuteröle sanft massieren ist wohltuend und wirkt oft Wunder. Die Umgebung sollte aber warm und zugfrei sein. Babymassagen sollten einen festen Platz im Zeitplan einnehmen.

    • so ist es sagt:

      dieser gut gemeinte und vielleicht sogar wahre Ratschlag ist einer von etwa 1000 den man als schrei-baby-mami nach spätestens der 4.woche nicht mehr hören kann weil er impliziert dass man nicht alles alles alls schon versucht hat…

      der beste war dann von der Mütterberatung: wissen sie, heutzutage spricht man nicht mehr von bauchweh, sondern von fehlendem körperkontakt und nähe (nachdem ich ihr erzählt hab, dass ich mein baby fast non-stop auf mir trage!!)….
      no comment.

      die rettung: eine Freundin, die für’s wochenende kam und den kleinen rumgetragen hat sodass ich 2 tage schlafen konnte…

      • Karin sagt:

        Ja, all die „Tipps“, die man erhält, suggerieren, dass man etwas nicht richtig macht – und das in einer Situation, in der man sowieso schon völlig fertig ist mit den Nerven. Das Einzig wirklich hilfreiche ist in der Tat die Freundin / der Götti / die Grossmutter / der Partner, der/die einem das schreiende Bündel abnimmt, und zwar lieber für zwei Tage als eine Stunde. Und dann Schlafen, Schlafen, Schlafen!!!!

  • Stephanie sagt:

    Sehen Sie, genau das ist Gold wert: Tipps von Experten, Eltern etc. und eine grosse Auswahl an möglichen Ursachen, denen Mami/Papi nachgehen können… und ja: Hilfe holen! Ich schreib‘ mir das hinter die Ohren, dickenst…

  • Eni sagt:

    Mein Grosser war auch ein Schreikind. Schon unmittelbar nach der Geburt hat er über 2 Stunden geschrien, obwohl er Körperkontakt hatte. Auch auf den typischen Erschöpfungschlaf nach der Geburt wartete ich vergebens, er nickte nur jeweils für kurze Zeit ein und weinte viel. In der 2. Nacht ging es dann richtig los, mit hyperventilieren und schreien ohne Ende. Obwohl ich mehrmals nach einer Schwester geklingelt habe dauerte es 2 1/2 Stunden bis endlich jemand kam und ich habe meinen Sohn die ganze Zeit herumgetragen trotz schmerzender Dammnaht (welche nach 1 Woche total gerissen ist).

    • Eni sagt:

      Als ich aus dem Spital entlassen wurde, war ich schon völlig erschöpft. Und der Alptraum ging weiter. Zwischen 5.15 und 22.00 nur 2 mal 20 min geschlafen während des Tragens. Dazwischen ständiges Herumtragen, ausser ca 1 oder 1 1/2 Std wo er einigermassen zufrieden war und ich den Haushalt machen konnte. Von meinem Partner hatte ich keine Hilfe, nur Vorwürfe. Entweder verschwand dieser nach dem Essen wieder oder schickte mich in ein anderes Zimmer weil er in Ruhe TV schauen wollte und er den schreienden „Scheissgoof“ (wortwörtlich) nicht ertragen könne.

      • Eni sagt:

        Manchmal war ich so erschöpft, dass ich dann das zum herzerweichen schreiende Kind im Arm hatte und selber mitweinen musste und habe damit auch nur Unverständnis und Vorwürfe bekommen.

        Ich fühlte mich einfach nur hilflos und unfähig.

      • mira sagt:

        @Eni
        Schrecklich. Haben sie herausgefunden, warum das Baby so geschrieben hat?
        Zum Verhalten ihres Mannes: warum haben sie so einen zum Vater gemacht? So einer gehört in den Stollen, nicht in eine Familie.

      • alien sagt:

        Ich glaube, dahin wurde er auch wieder spediert, nach erfolgreicher „Entsorgung“ (ich zitiere hier Eni 2010).

    • Katharina sagt:

      danke fuer diesen ehrlichen Bericht. der es einfach so darstellt wie es für dich war.

      • Evelyne sagt:

        Liebe Eni, meine Kleine hat auch die ersten 2 Stunden nach der Geburt nonstop geweint, und es ging genau so weiter wie bei dir. Mit dem Unterschied, dass ich mit dem Kind allein war. Aber mit so einem Partner wäre ich wohl komplett durchgedreht. Ich habe auch öfters zusammen mit dem Kind aus purer Verzweiflung geschluchzt, und ich war froh, dass es niemand mitbekam. (Jetzt ist sie 2 Jahre alt und es geht immer besser. Und sie scheint auch kein Trauma o.ä. zu haben).

      • Eni sagt:

        Ja, ohne „Partner“ wäre es vielleicht einfacher gewesen, aber das konnte man ja nicht im Voraus wissen.

        @ alien

        Ja, ich habe ihn entsorgt, aber er hat dermassen gute Arbeit geleistet, dass ich auch nach 9 Jahren noch immer ein verdammtes Wrack bin.

  • Clemens sagt:

    Wir hatten auch einen Schreier und das Schreien hat sich bedeutend länger hingezogen als die genannten drei Monate, wenn auch nicht regelmässig stundenlang.

    Kommentare wie „man findet relativ einfach heraus, was einem Kind fehlt“ und „man muss halt als Eltern auch ein bisschen zurückstecken können“ lassen mir die Galle hochkommen.

    Ich wünsche NIEMANDEM, dass er oder sie eine Schreikind-Erfahrung machen muss. Es ist wie eine Folter, die man nicht abstellen kann, und es bringt Eltern dermassen an den Rand, wie sich das „Verschonte“ nicht im Entferntesten vorstellen können.

    • Marlene sagt:

      @Clemens: Meine Worte!!! …darum bitte keine gutgemeinten Ratschläge; lieber eine Stunde Babysitten!

    • Schreibabymama sagt:

      Ja, du sprichst mir aus der Seele. Ich kann diese Ratschläge/ versteckten Beschuldigungen auch nicht mehr hören. Wer nicht so ein Kind hatte, kann das einfach nicht verstehen- unser erstes war ein zufriedenes, ruhiges Kind, und das Kleine wird genauso getragen, nie im Kinderwagen gefahren, nicht abgelegt, schläft im Körperkontakt mit der Mutter wie das Große – und schreit und schreit. ZumcGlück gibt es wenigstens in unserer Familie und Shwiegerfamilie auch jeweils ein ehemaliges Schreikind, da ist man dann wenigstens innerhalb dervFamilie mit solche nKommentaren verschont…

  • Lemu sagt:

    Wurden die schreienden Babies geimpft? Möglich dass sie Höllenqualen durchleiden und das im Falle von Mehrfachimpfungen typische schrille Schreien haben. Gar kein Wunder, denn es entstehen Löcher im Hirn.

    • Sportpapi sagt:

      Oder Sie schreien, weil sie nicht geimpft wurden. Vor Angst…

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Oder weil sie beschnitten wurden, ein echtes Trauma für kleine Buben, die haben wochenlang Schmerzen. Gerade hab ich den Bericht eines erwachsenen Mannes gelesen, der sich mit 18 beschneiden liess, er schrieb, er könne nie verstehen, dass solche starken Schmerzen einem Neugeborenen zugemutet werden könne

      • Sportpapi sagt:

        Oh ja, die Kinder schreien noch wochenlang, und haben ihre ganzes Leben lang ein Trauma. Und niemals guten Sex.

      • Gabi sagt:

        Wieder mal zu faul zum Lesen und zum Denken, Pippi?

        Dass es bei einem Kleinkind eben noch keine vergleichbaren Schmerzen wie bei einem 18jährigen verursacht, ist ja gerader ein Grund, weshalb es so früh gemacht wird

      • Gabi sagt:

        …Aber ich wollte Sie ja nicht ablenken. Im Gegenteil – ich hoffte ja, Se würden den nochmal bringen mit „Kontrolle der Sexualität“ oder was Sie da an ähnlich klingendem Stuss geäussert hatten.

        Wie geht das genau über Beschneidung?

      • Katharina sagt:

        „Dass es bei einem Kleinkind eben noch keine vergleichbaren Schmerzen wie bei einem 18jährigen verursacht, ist ja gerader ein Grund, weshalb es so früh gemacht wird“ that is just plain bull.

      • Katharina sagt:

        und Sportler, als Gojim solltest du dich aus diesem thema rauslassen..

      • Sportpapi sagt:

        Sicher, Katharina? Was du alles weisst. Ausserdem: wäre das die Regel, gäbe es kaum eine grössere Diskussion, oder? (und schon gar nicht würde sie von Pippi angefangen)

      • Gabi sagt:

        Hihi… Ich entsinne mich amüsiert, wie oft hier anfänglich von jener Seite noch derart stumpfe Versuche gestartet wurden, um jede Diskussion abzuwürgen, deren wichtigstes „Argument“ war, dass Männer sich aus einem Mamablog rauszuhalten hätten, weil sie sowieso keine Ahnung hätten.

        Wie schön zu sehen, dass sich was bewegt hat.

        Die Hemmungen über Themen zu sprechen, die man rein vom Geschlecht her schlechter nachvollziehen kann als das Betreffende, sind ganz offensichtlich überwunden…

        😀

      • Gabi sagt:

        Und Argumente von Katharinas Seite, die geradezu eines Stürmers würdig sind.

        Ich würd sie ja gerne sehen, wenn es uns einfiele (und nichts ist mir ferner!) bei einem Thema wie, sagen wir, Schweinemast und Tierquälerei, zu finden: Da hast Du Dich als Jiedin gefälligst raus zu halten!

        Sensationell.

        Freedom of speach!
        Competition of ideas!

        Da sind dann wohl wieder mal ein paar Medis fällig.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Bei dir nützen wohl auch Medis nichts mehr, nicht alles ist heilbar, vor allem, wenn mal eine gewisse Stufe des Wahns erreicht wurde. Deine Destruktivität ist unglaublich.

      • Katharina sagt:

        „Sicher, Katharina? Was du alles weisst.“ – beruht nur auf Deinen eigenen Statements über juedische Verwandtschaft/Wurzeln Deiner selbst.

        und dass du sämtliche Argumente gegen diesen barbarisches Ritual und dass die medizinischen ‚benefits‘ ein hoax sind und umgekehrt die Risiken den Eingriff aus medizinischer Sicht nicht rechtfertigen, – und das zusätzlich zum Menschenrecht der körperlichen Integrität und Selbstbestimmung, das nun mal der Religionsfreiheit übergeordnet ist – , einfach ins Reich der Phantasie verfrachtest, wissen wir ja.

      • Sportpapi sagt:

        @Katharina: Wenn du deine Stellungnahme mit „barbarisches Ritual“ beginnst, muss man eigentlich nicht mehr weiterdiskutieren. Zur Selbstbestimmung eines Säuglings habe ich einiges geschrieben. Müsste man das so eng sehen, wie du das hier anführst, dürften wir gar keine Kinder mehr erziehen. Nein, Eltern haben die Pflicht, in einem gewissen Rahmen nach bestem Wissen und Gewissen für ihre Kinder zu entscheiden. Und dies noch zum Abschluss, aus deinem Land: http://www.spiegel.de/gesundheit/schwangerschaft/usa-kinderaerzte-sprechen-sich-fuer-beschneidung-aus-a-852502.html

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Was hat Erziehung mit Körperverletzung zu tun? Um so eine handelt es sich zweifellos. Würde eine neu entstehende Sekte sowas pflegen, würde es auf der Stelle verboten und das zu recht!
        Nur weil es sich um ein altes Ritual handelt, ist es nicht gut. Dieben hat man früher auch die Hand abgehackt, das kam vor allem daher, weil fahrende Völker keine Gefängnisse kannten, deshalb gab es Körperstrafen. Heute sind wir weiter – wir, aber nicht die islamischen Länder. Was Beschneidungen betrifft die Juden leider auch nicht. Die modernen hygienischen Verhältnisse verlangen keine solchen Radikallösungen.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Was hat Erziehung mit Körperverletzung zu tun? Um so eine handelt es sich zweifellos. Würde eine neu entstehende Sekte sowas pflegen, würde es auf der Stelle verboten und das zu recht!
        Nur weil es sich um ein altes Ritual handelt, ist es nicht gut. Dieben hat man früher auch die Hand abgehackt, das kam vor allem daher, weil fahrende Völker keine Gefängnisse kannten, deshalb gab es Körperstrafen. Heute sind wir weiter – wir, aber nicht die is lamischen Länder. Was Beschneidungen betrifft die J. leider auch nicht. Die modernen hygienischen Verhältnisse verlangen keine solchen Radikallösungen.

      • Katharina sagt:

        natürlich finde ich es barbarisch. Dass die amerikanische Kinderärztevereinigung erstens eine 180 Grad Drehung machte, weil die juedische Lobby nach dem Kölner Urteil hier Druck machte, zweitens eine von vielen Interessenvertretern ist und in dem Business direkt finanziell profitiert und dass drittens andere Ärztevereinigungen und die Amerikanischen medizinischen Fakultäten alle sagen, dass die prophylaktischen claims der Befürworter fraglich sind und die Risiken überhaupt nicht aufwiegen, scheint dir entgangen zu sein. oder dem Spiegel.

      • Katharina sagt:

        Ganz abgesehen davon, dass du auf die Begründung des Gerichts, nämlich dass es um die Abwägung von Rechtsgütern ging, nicht einmal eingehst. Merkst Du nicht, wie borniert Du da auftrittst, Sportler?

    • Renate sagt:

      Bitte, woher haben Sie solche „Weisheiten“??? Warum sollen durchs Impfen „Löcher“ im Gehirn entstehen, wie stellen Sie sich denn das vor?
      Davon abgesehen, schreien viele typische „Schreibabies“ lange, bevor sie geimpft werden. Bitte machen Sie Eltern nicht noch zusätzlich Angst. Impfen macht mal einen roten Fleck oder ein paar Striche Fieber, aber sicher keine Löcher im Hirn.
      Schrilles Schreien deutet eher auf akuten Schmerz (Kolik), in schlimmen Fällen auf einen Fieberkrampf, da muß das Kind aber vorher schon krank sein und hoch fiebern.

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    Ich hab den Artikel nochmal gelesen und stiess auf diesen Satz:

    „Ähnlich wie Samuel, zeigen die meisten Säuglinge während den ersten drei Lebensmonaten ein häufiges und ausgeprägtes Schreiverhalten.“

    Nach meiner Erfahrung muss das nicht sein, wenn wir das als ‚üblich‘ akzeptieren, können wir auch nicht wirksam etwas dagegen tun. Schreien ist nicht normal, es ist ein Ausdruck dafür, dass dem Kind etwas fehlt, es schreit nicht aus Freude. Es ist nicht sooo schwierig, herauszufinden, was es sein könnte, wenn körperliche Schmerzen mal ausgeschlossen wurden.

  • Barbara sagt:

    Ich würde es mit Osteopathie versuchen, da werden erstaunliche Ergebnisse erzielt, insbesondere bei Babys!

  • Valeria sagt:

    Warum ein Baby schreit, ist und bleibt wohl noch lange ein Rätsel.

    Ich möchte einfach alle Nachbarn und Verwandten ermuntern, sprechen Sie mit den Eltern, helfen sie, wenn Sie sehen, dass die Eltern nicht mehr können. Und an alle Eltern eines Schreibabys: Wenn es nicht mehr geht, aus dem Zimmer gehen, Nachbarn oder Ehepartner informieren. Wenn man alleine ist, einfach raus, das Kind wird keinen Schaden davontragen, mal eine halbe Stunde allein zu schreien. Im absoluten Notfall den Kinderarzt, Notfall oder Polizei anrufen. Ich weiss, das hört sich „overdosed“ an. NIE schütteln. NIE, NIE, NIE!

    • plop sagt:

      Das klingt, als hätten Sie da Erfahrung?

    • mira sagt:

      Kompliziert wird die Sache dadurch, dass betroffene Eltern sich teils sehr schnell angegriffen fühlen und Ratschläge sofort abtun, bzw noch schlechtmachen. Einer stillenden Mutter das Frischgeborene „abzunehmen“ ist auch eher schwierig. Ich hatte mal so eine Nachbarin und mir hat das Baby unendlich leid getan.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Du sagst es!

      • Carolina sagt:

        Na logisch fühlen sie sich angegriffen: sie sind unter Dauerstress, durchaus vergleichbar mit Folter, wissen nicht aus noch ein, da fühlt man sich schnell betupft, wenn alle möglichen Ratschläge auf einen niederprasseln, wenn vielleicht einfach nur eine Stunde Babysitten gefragt wäre. Gehen Sie davon aus, dass die Eltern keine Ratschläge (mehr) brauchen, weil sie längst alles mögliche ausprobiert haben, bieten Sie tatkräftige Hilfe an. Und wenn man selber Erfahrung mit einem Schreibaby hat, kann man doch verstehen, wie irrational man auf Belehrungen von aussen reagiert.

      • mira sagt:

        @Carolina
        Ich hatte nur einen einzigen Ratschlag, genau einmal vorgebracht: Das Kind nicht hinlegen, sondern rumtragen. Die Antwort war: ich will doch kein Trage-Baby. Und dann wurde hinter meinem Rücken über mich gelästert. Daraufhin habe ich mich zurückgezogen.

    • Valeria sagt:

      @ plop:
      Erfahrung ja, aber beruflich. Leider. Privat gottseidank nicht.

      Zur Gefährlichkeit des Schütteltraumas: Eine Studie aus Kanada untersuchte Kleinkinder mit Schütteltraumata, welche in Kliniken eingeliefert wurden. Jedes fünfte starb, über die Hälfte trug bleibende Schäden davon. Wenn man bedenkt, wegen was für Banalitäten die Polizei teilweise rausfahren muss, dann rechtfertigt das m.E. definitiv einen Einsatz.

    • Daniela sagt:

      wunderbar – dann lassen wir das baby einfach mal 30 minuten weinen, damit sich in ihm verfestigt: ich kann schreien so viel ich will, es kommt niemand und nimmt mich hoch – ich bin nicht richitg – nicht willkommen. in den späteren jahren fragen sich solche kinder: warum habe ich kein urvertrauen?

      baby sollten im ersten jahr so viel wie möglich getragen werden – egal von wem! und von wegen „weniger ist mehr“: ich beweg mich ja nicht die ganze zeit, so hat das kind immer auch wieder ruhige – unbewegte momente, auch beim tragen.

      Buchtipp: Jean Liedloff – Auf der Suche nach dem verlorenen Glück

      • Schreibabymama sagt:

        Diese Kinder schreien auch, wenn man sie trägt, kuschelt, wiegt, im Arm hält…weiter! Unser traueiger rekord liegt bei 8 durchgebrüllten Stunden, in denen wir das Baby ständig getragen, gekuschelt, und mit anderen sanften Techniken zu beruhigen versucht haben (inklusive Tragetuch) . Und ja, da ist es besser, wenn man am Ende seiner Kräfte ist, das Kind an einem sicheren Ort abzulegen und selbst fünf Minuten oder so lange man braucht, um sich selbst wieder in den Griff zu bekommen, und wenns eine halbe Stunde ist, dann ist es eben so lange, woandershin zu gehen. Bevor was passiert.

      • Schreibabymama sagt:

        Und unser Kind wird nur im Tragetuch getragen, schläft mit Körperkontakt der Mutter und wird nie alleine schreien gelassen – nur dann, wenn nach stundenlangem Gebrüll die Mutter nicht mehr kann. Keiner findet eine Ursache, alle sind ratlos, auch der Osteopath.

  • Peter Waldner sagt:

    Einer meiner Söhne schrie auch jede Nacht, hörte aber auf, sobald man ihn hochnahm. War er wieder eingeschlafen, konnte man ihn hinlegen, bis er wieder erwachte – und schrie. Es ging (aus meiner Sicht) viel zu lange, bis der Kinderarzt bemerkte, dass das Kind an Reflux litt („Magenbrennen“): Sobald man ihn hinlegte, floss Säure in die schmerzempfindliche Speiseröhre. Die Lösung war einfach: Bettchen am Kopfende höher stellen und das Kind in einer Art „Gstältli“ festmachen, so dass es nicht runterrutschen konnte. Von da an hatten wir Ruhe und Schlaf; und das Kind auch!

    • motho sagt:

      Aus langjähriger Hebammen-Erfahrung kann ich bestätigen, dass dies sehr oft der Grund fürs nächtliche Schreien ist und nicht, weil das Kind „verwöhnt“ ist. Am Tag ist das Kind ja meistens auf dem Arm oder in einer Wippe, MaxiCosi usw. Am Abend liegt es dann flach, auf dem Rücken im Bett und wird nach ca. 15 Min wach und schreit bis man es hoch nimmt. Mit Hochlagern (sollte etwa die Schräglage wie auf Arm oder Brust haben) bessert sich die Situation fast augenblicklich… Tipp: Bundesordner unter die Matratze 😉

  • plop sagt:

    Ein Kinderarzt hat mal jemandem enmpfohlen, ab und zu einen Hörschutz zu tragen, wenn das Kind viel weint. Ich trug letztens so einen auf einem Spielplatz (zum Test). War herrlich, plötzlich alles ganz entspannt…

  • Nathalie sagt:

    Na klar, es liegt immer an den Eltern, wenn’s den Kindern schlecht geht… So ein Schmarrn. Ist doch einfach Tatsache, dass die schönen Phasen sich mit den schwierigen abwechseln bei den Kids, je nachdem, was für eine Entwicklungsphase sie gerade durchlaufen. Meine Babies waren unglaublich friedlich die ersten Monate, Schreiphasen kenne ich nicht (zum Glück, denn ich selbst war physisch sehr am Anschlag, einen Infekt nach dem anderen und rheumatische Beschwerden), aber dann mit 6 Monaten fing’s plötzlich an – aus lauter Frust, weil sie mehr wollten, als sie konnten.

    • Nathalie sagt:

      Und so bald sie krabbeln konnten, war’s wieder vorbei und die Babies zufrieden. Bis zum nächsten Challenge, und so ging’s immer weiter bis heute. Mal auf, mal ab.

  • Petra Kaiser sagt:

    ja, ich kann mich noch gut erinnern. mein sohn hat drei monate geschrien. ich habe alles gemacht, getragen, stundenlang spazieren, manchmal ganze nächte lang, bei mir geschlafen…und und und. ich weiss schon gar nicht mehr. wenn ich heute zurück denke, was ich noch weiss: irgendwann war ich 18 kilo leichter. unendlich müde. und dann, an einem schönen tag hat er aufgehört zu schreiben und alles war vorbei. tagelang nachher konnte ich in meinem ohren sein schreiben immer noch hören. irgendwann hörte es auf. ich hatte nie einen groll auf ihn, angst ja. und ja, ich hätte hilfe gebraucht.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Wenn ich solche Berichte lese, weiss ich, was ein Alptraum ist. Tut mir leid, dass du so auf den Hund kamst, es muss schrecklich sein, wenn man in solchen Situationen keine Hilfe hat, ich kann es mir lebhaft vorstellen.

  • Andreas sagt:

    Es gibt 1000 Ursachen, dass ein Baby exzessiv schreit. Dahinter können, wie im Beitrag erwähnt, medizinische oder psycho-soziale Probleme stecken. Manche Babies haben durch die (vaginale) Geburt einen Schiefhals, der durch einen Chiropraktiker einfach therapiert werden kann. Danach ist das Baby ohne Schmerzen und das exzessive Schreien findet meist ein Ende.
    Übrigens, es ist besser ein Baby das schreit und sich einfach durch nichts beruhigen lässt, mal eine halbe Stunde alleine zu lassen, als dass man die Nerven verliert und es zu Tode schüttelt.

  • Meine zweite Tochter hat 9 Monate non-stop geschrien! Aber: sie hatte eine fuerchterliche Geburt. Sie lag diagonal… heute wuerde man einen Kaiserschnitt machen. Sie war total ‚drischaagget‘ als sie endlich nach drei Tagen da war! So naehme es mich an und fuer sich wunder of Schreibabies eine schwere Geburt hinter sich haben?

    Katharina

  • pure sagt:

    Meine Schwester hat eineihalb Jahre geschrien. Es wurde dann irgendwann festgestellt, dass sie Reflux hat, der Magen sich also nicht richtig schliesst und somit die Milch samt Magensäure immer wieder hochkommt, was zu Verätzungen in der Speiseröhre führt. Daher muss man das Baby mit leicht erhöhten Oberkörper schlafen lassen. Viel Glück allen Eltern mit Schreikindern.

  • Katrin sagt:

    ich war am ende: ab der dritten Woche realisiert ich: ein schreihbaby! im radio hörte ich vom babyflüsterer; kurzentschlossen ging ich mit baby ins studio! er hat mir gezeigt, wie ich sie einwickeln kann. nur der kopf war frei. meine tochter hat sich etwas beruhigt, ein weiterer schritt war, sie eingewickelt auf den bauch zu legen und siehe da, sie war zufrieden und das schreien hatte nach 4 wochen endlich ein ende. Die schwiegermutter hat das nicht „übers Herz“ gebracht, bei ihr hat sie bis 11 monate weitergechriehen. noch heute mit 6 schläft sie auf dem bauch, die arme eng am körper..

  • mira sagt:

    Unser zweites Baby wurde auch knapp ein Schreibaby. Ab der 2. Woche trug ich ihn deshalb 8 Stunden am Tag im Tragetuch (nur zum Stillen nahm ich ihn raus). Geschlafen hat er bei mir im Bett. Im Nachhinein muss ich sagen: er war das zufriedenste Baby, das man sich vorstellen kann! Und heute mit 7 Monaten will er nur noch ab und zu Körperkontakt, er krabbelt viel lieber in der Wohnung herum.
    Zu Jean Liedloff: auch wenn die westlichen Verhältnisse, welche sie beschreibt, bei uns kaum anzutreffen sind, so lohnt es sich trotzdem, das Buch zu lesen: es produziert glücklichere Babies!

  • Frölein Mitens sagt:

    Unsere 4 Wochen alte Tochter schläft am Tag meistens und wacht lediglich alle 2-3h auf, um gestillt zu werden. Ab 19.00 Uhr allerdings wird sie sehr quengelig und will nur noch getragen werden, was wir auch tun, sonst würde sie auch non-stop schreien. Kolik hat sie bestimmt nicht (Haben wir auch schon viel Erfahrung machen dürfen..) gewickelt und gestillt ist sie und trotzdem weint sie. Wenn wir dann in’s Bett gehen, still ich sie nochmals und hoffe dabei, dass sie einschläft was in 9 von 10 Fällen nicht klappt. Nun habe ich angefangen, sie auf mir einschlafen zu lassen…

    • Frölein Mitens sagt:

      ..und hoffe, dass das gut geht.

      • plop sagt:

        Auch von mir herzliche Gratulation! Ich lass mein Kind (2mte) auch immer noch ab und zu auf meinem Bauch einschlafen – irgendwann sind sie dann nämlich auch zu gross für das, geniessen sie’s!

    • mira sagt:

      Herzlichen Glückwunsch zur Geburt!
      Unser Kleiner hatte auch abends seine „Schrei-Minuten“. Ich habe ihn dann jeweils auf meinen Bauch gelegt und ihn schreien lassen. Nach 10 Minuten war sein Frust draussen und er war wieder zufrieden. Herumtragen hat die abendlichen Schreiminuten einfach nach hinten verschoben. Nach 3 Monaten war der Spuk vorbei.
      Tagsüber hat er (dank Tragetuch) nie geschrieben.

    • Carolina sagt:

      FM, herzlichen Glückwunsch! Musste lachen, weil eines meiner Babies monatelang auf meinem Bauch geschlafen hat – die Alternative wäre gewesen, überhaupt keinen Schlaf mehr zu haben. Heute kann ich drüber lachen, aber ich habe irgendwann das Gefühl gehabt, Tag und Nacht usurpiert zu sein. Und das war, nachdem unser erstes Baby ein absoluter Traum war und ich dachte, wir machten alles richtig – ich schäme mich heute noch dafür, wievielen meiner Kolleginnen ich meinte, gute Ratschläge geben zu müssen, weil sie Schreibabies hatten und schier verzweifelt sind. Und dann kam mein eigenes Schreibaby.

      • Gabi sagt:

        Ich trau mich übrigens schon deshalb nicht, dabei den Besserwisser raushängen zu lassen (obwohl ich doch auch in einigen Situationen nah dran bin), weil ich nicht ausschliessen möchte, ein weiteres Kind zu haben und geradezu panisch dem Aberglauben verfallen bin, genau deshalb müsste das dann ein Schreikind werden!

      • Carolina sagt:

        Genau, das kann man nie ausschliessen. Bei uns war wirklich jedes Kind anders und bei jedem musste man wieder anders handeln. Eine meiner Schwestern hatte zwei Schreibabies, ein Bruder drei Söhne, die keinen Mucks machten…. Patentrezepte kann man vergessen, man muss den Mut haben, nach Hilfe zu schreien (!)…..
        Hoffe, Du teilst uns hier mit, falls/wenn es soweit ist, Gabi – das wird ein ‚Fest‘, hihi.

      • Sportpapi sagt:

        Hm, Gabi, komm endlich denen Verpflichtungen nach 🙂
        http://blog.tagesanzeiger.ch/mamablog/index.php/25605/weshalb-jetzt-plotzlich-ich/
        Bei uns wars ja anders herum. Nicht gerade ein Schreibaby, aber doch eines, das kaum seinen Schlaf fand viel herumgetragen werden musste. Wir dachten, das sei ganz normal, anstrengend halt Tag und Nacht. Das zweite und dritte war dann ganz anders. Anders herum wäre schlimmer gewesen. Wobei. die zwei holen heute dafür alles nach 🙂

      • Carolina sagt:

        Besonders die Zeile: Every sperm ist sacred, every sperm is great, if a sperm is wasted God gets quite irate……
        God? Eric Idle hat mal irgendwo gesagt, dass dieser Song vor allem etwas mit der Besessenheit der Kirchen mit Masturbation (the ultimate waste, so to speak) zu tun hat…… Da tätest Du mir aber sehr leid, wenn Du Dich dem verpflichtet fühlst;-))) Oder gibt es schon Symptome: schwacher Rücken, faulende Hand?

      • Gabi sagt:

        Klebrige Tastatur!

        😉

    • think about sagt:

      war bei unserer ersten auch so. ich lag auf dem sofa und die kleine auf meinem bauch stets am schlafen … oder lag es wohl eher am cashmere pulli 🙂 ? Dann stand ich langsam auf, ging zur microwele un machte kurz ein „chriesisäckli“ warm. Hopps… die kleine rüber auf das schön warme säckli und weiter gings mit pfuusen. Abwohl sie die Bruststimme und das Summen von Papa dort nicht hatte – ging trotzdem gut.

    • Rebecca Heiniger sagt:

      Mein viertes auch 4 Wochen allte Kind fäng schon etwas früher, d.h. um ca. 17.00 Uhr mit dem quengelig sein an. Ich wickle und still sie und halte sie dann eng in den Armen. Wenn sie dann einigermassen schläft wickle ich sie fest in eine kleine Wolldecke ein (pucken) und lege sie dann in ihr Bettchen. Auch wenn sie dann nochmals erwachen sollte, bleibt sie dann i.d.R. ruhig so liegen und ich kann in aller Ruhe das Abendessen für die anderen zubereiten. Wenn sie tagsüber sonst mal unruhig ist, trage ich sie auch mal im Tragtuch rum, was sie auch sehr geniesst.

  • Sozusagen gibt es keine „Schrei-Kinder“.ein Baby darf „NIE‘ in die hoehe erhoet werden, von dem kann das Baby „Gehirnerschueterung bekommen , und kann sterben davon.wen ein Baby zuviel schreit,dan kann es haben, 1,zuwenig essen ( man kann im Baby auch zwischen den fuetterungen „Wasser’g.wen es nicht besser wird nimmt man das Baby zum „Pediatrician“ zur untersuchung.das Baby kann auch von geburt, probleme haben mit dem gedaerm,ODER , wen das Baby nicht gestillt wird , und es bekommt einen „Schoppen, dann muss man manchmal die milch oder andere nahrung wechseln, manchmal mehr wie eins oder zwei

  • Werner Fuchs sagt:

    Ich glaube als männliches Geschlecht eine recht grosse Erfahrung zu haben. Wer behauptet, dass Kinder in den ersten Monaten keine Bauchschmerzen haben können, irrt sich. Unser Enkelkind war ein Schreihals. Da wollte ich sie mal für eine Woche bei mir haben. Mit der Ernährungsberaterin habe ich dann die Probleme diskutiert. Sie empfahl mir, dem Kind etwas Randensaft zu geben. Das habe ich dann in doppelter Menge gemacht. Nachts um 04.00 Uhr erwachte das Kind und als ich ihr die Windeln wechselte staunte ich ob der Menge. Das doppelte was eine Erwachsene Person hat. Um 08.00 Uhr das Selbe!

  • Irene sagt:

    Ich habe von verschiedenen Betroffenen dasselbe gehört: Es kann sein, dass durch die Geburt das Skelett des Babys „zusammengedrückt“ ist, was in der ersten Lebenszeit zu Schmerzen führen kann. Die Betroffenen sind dann mit ihren Babys zu einem guten, d.h. richtig ausgebildeten Osteopathen gegangen. Es sei absolut erstaunlich, wie dieser Arzt (also kein „Wunderheiler“) mit behutsamen Handgriffen das Baby behandelt habe und es sofort aufgehört habe zu schreien. Wenn man bei Google „Osteopathie für Baby“ eingibt, erfährt man Genaueres. Ich denke, eine solche Abklärung würde sich lohnen!

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Davon hab ich auch schon oft gehört und würde es auf jedenfall ausprobieren. Alles was dem Kind hilft, ist gut, ob Wunder oder nicht.

    • think about sagt:

      In England ist der Osteopath schon in den Kinderspitälern vor Ort und behandelt sets die Kinder, welche eine schwierige Geburt erfahren hatten. Kinder müssen nicht sofort behandelt werden, jedoch werden die Eltern darüber in Kenntnis gesetzt das die Lage der Kindes oder der Kinder sowie der Geburtsablauf zu Verschiebungen der Gelenke führen kann und somit auch Nerven und Muskeln beinträchtigt. Eine Abklärung bei Osteopathen ist sehr zu empfehlen bei Schrei-Babyies. AUCH hilfreich bei Haltungsschwierigkeiten und Problemen bei wiederholten Problemen mit Nasen, Nebenhölen (Ohrenentzündungen etc)

  • Barbara sagt:

    Meiner Tochter hat geholfen die Muttermilch im Schoppen zu füttern,habs sie nur nachts gestillt und so das schreien massiv reduziert,sie hat beim stillen zu wenig Milch erhalten. dazu ganz viel nähe aber es waren trotzdem horror 3 Monate.Viel Kraft in dieser Zeit und einfach mal wenn das Kind zuviel Schreit abstand gewinnen, Omas können sich auch mal 1 Stunde um s Baby kümmern.

  • Baldmami sagt:

    @ diva: ich glaube, du hast Recht. Ich meine, ich könnte es mir gut vorstellen, dass es genauso ist. Ich habe vor einigen Wochen hier im Mamablog unter den Kommentaren einen Buchtipp ‚entdeckt‘: „Auf der Suche nach dem verlorenen Glück“ von Jean Liedloff – ich habe es mir besorgt und (obwohl ich wirklich nicht zu viele Ratgeberbücher lesen möchte..) muss sagen, was da drin steht über die Lebensweise dieser Indianerstämme in Venezuela – das deckt sich auch mit meinen Empfindungen. Klar, man muss nicht alles 1:1 umsetzten wollen, aber zumindest die einfachen Grundsätze im Hinterkopf behalten.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Es freut mich sehr, dass dieser Buchtipp hilfreich war. Ich hatte damals vor nichts so Respekt wie vor einem Schreibaby und war auch sehr froh, als Freunde mir dieses Buch empfohlen haben. Ich fühlte mich dadurch sicher und entspannt – was das Wichtigste ist – und war dann dankbar, dass ich so zufriede Kinder hatte. Das heisst, mein erster Sohn hatte Dreimonatskrämpfe, aber ich konnte ihn auch immer wieder beruhigen, wenn ich mich mit ihm hinlegte, alles von mir abfallen liess und mich auf ihn konzentrierte, sein Bäuchlein streichelte. Das Kind bestimmt den Rhythmus, sehr wichtig.

  • Stephan sagt:

    Zwei unserer Kinder waren Schreikinder. Wir haben alles versucht, Bücher verschlungen, Ratschläge eingeholt und genützt hat es kaum etwas. Als es beim Zweiten besser ging, glaubten wir zu wissen wie es geht. Nur war das Dritte auch ein Schreibaby. Bei uns liegt in unseren Genen und das Schreien lässt sich kaum beeinflussen.
    Ich war ein paar Mal kurz davor auszurasten, wenn das Baby schrie und ich es nicht beruhigen konnte. Irgendwie habe ich es dann noch geschafft, das Baby wegzulegen und meine Wut und meinen Frust an etwas anderem auszulassen. Ich wünsche allen mit Schreibabys viel Kraft.

  • M. Bolliger sagt:

    Unser Baby hat die ersten 2 Wochen kaum, danach aber immer mehr geschrieen. Vor allem gegen Abend oft um die drei Stunden.
    Er hat sehr viel Körperkontakt bekommen, was geholfen hat. Die ersten 4 Monate war er tagsüber fast nur im Tragetuch oder auf unserm Arm oder unserer Brust. Nachts im Beistellbett. Ziemlich genau nach 3 Monaten wurde es besser. Er entdeckte die Welt, bestaunte sein Mobile, lernte greifen und mochte dann auch mal alleine spielen. Und die abendlichen Schreianfälle waren vorüber.
    Wichtig sind auch kleine Auszeiten für sich selbst und Unterstützung aus dem Umfeld/von aussen.

  • Elisa sagt:

    Unser 2. Kind war ein Schreibaby. Unser Kinderarzt hat uns zum chiropraktiker geschickt, es hatte Verspannungen im Nacken und im becken. Nach 2 Sitzungen war unser Baby wie ausgewechselt und schrie nicht mehr so oft. Darum mein Rat: Chiropraktiker oder osteopath aufsuchen wenn ein kleines Baby oft weint, das kann helfen.

  • Ella Müller sagt:

    Ich habe vom Tipp gelesen, mit dem Kind zu flüstern. In dem es intensiver zuhört, hört es auf zu schreien, mannchmal.

  • diva sagt:

    als erfahrene mutter gibt es nur eines. machen wie die afrikanerinnen: das kind im tuch herumtragen, bei sich im bett schlafen lassen und das kind bestimmen lassen, wann es abstand möchte (was es auch automatisch tut) ich glaube wir können uns die verlassenheitsangst eines babys nicht vorstellen, die es bekommt, wenn wir es dauernd wohin legen oder sperren (kinderzimmer). 9 monate war es total geboren und plötzlich wird es dauernd beiseite gelegt und nur grad zu füttern in den arm genommen. da muss man ja schreien. das ist überlebenstrieb und hat überhaupt nichts mit blähungen zu tun.

    • diva sagt:

      … und noch was: einfach mutter sein und einfach mal zurückstecken. mit eigenleben oder selbstverwrilichung läuft da einfach mal eine zeit lang nichts. es ist die mangelnde körperliche und seelische nähe, die die babys so schreien lässt. mir tut das immer weh, weil man es hören kann. schreien ist nämlich nicht gleich schreien. ok, das ist halt nicht so cool wie ein SUV-buggy, aber für die seele des kindes um einiges besser.

      • Gabi sagt:

        Ich find das sehr schwer, hier in Mike-Shiva-Manier fernstdiagnostisch zu bestimmen, an was das nämlich stets zu liegen hat.

        „mangelnde körperliche und seelische nähe“ und Blähungen sowieso nicht. Punkt.

        Ein Urteil.

        Ich hab das Glück dass es bei uns extrem ruhig war. Doch habe ich auch einen Freund, dessen Kind ihm und seiner Partnerin schier den Verstand geraubt hat, mit unglaublich intensivem und unerm. Schreien.

        Ich weiss sehr wohl, wie leicht es dann fällt zu bestimmen, an was es wohl liegt und dass man es selber sicher viiiiel besser mache.

        Sicher bin ich mir da aber nicht mehr!

      • Corina Kuster Berger sagt:

        „es ist die mangelnde körperliche und seelische Nähe“! Wenn ich sowas höre könnte ich genauso schreien, wie meine erste Tochter vor 8 Jahren 6 Monate lang geschrien hat!!!!! Boah, da fehlen mir die Worte. Wir haben alles versucht damals, sie hat trotzdem ausser in den kurzen Stillpausen geschrien, stundenlang, tagelang, monatelang. Zu unserem Glück hatten wir Familie, Gotti und Götti und Freunde die uns beistanden. Die auchmal auf unser schreiendes Bündel aufgepasst haben.
        Seien Sie doch einfach froh, dass Sie nie diese Erfahrung machen mussten. Ich wünsche es echt niemanden!

    • barbarina sagt:

      Mein Kind hat auch so viel geschrien und ich war sehr verzweifelt. Im Tragtuch wollte er am Anfang nicht sein und ohne Tragtuch herumtragen ist gut und recht. Aber 100% zurückstecken kann man nicht. Man muss sich auch mal etwas zu essen machen oder mal Wäsche waschen oder ganz einfach auch mal aufs Klo.
      Bei uns hat einerseits die Osteopathin geholfen, auch mit dem Tragtuch. Und ein ganz wichtiger Tipp: Das Kind 1 -2 Nachmittage pro Woche „abgeben“. Das hat nichts damit zu tun, dass man eine schlechte Mama ist, sondern einfach mit auftanken und danach wieder voll für das Kind da sein können!

    • Ylene sagt:

      Meine beiden Kinder waren sehr ruhige und zufriedene Neugeborene, ich bin also eine Supermutter. (Oder hatte ich wohl einfach Glück, zwei pflegeleichte Kinder zu haben? Hmmm…) Diva, meinen Sie ernsthaft, die Eltern hätten das nicht schon versucht? Ihr Tipp ist ja der allererste Standardtipp, der dann jeweils kommt. Ich kenne übrigens niemand, der sein Baby so wie von Ihnen vermutet behandelt (was nicht heisst, dass es das nicht gibt).

    • Schreibaby-Papa sagt:

      Diva, Sie haben offenbar nicht den blassesten Schimmer, um was es hier wirklich geht und was es bedeutet, ein Schreibaby grosszuziehen. Hier geht’s nicht um „wegsperren“, „Selbstverwirklichung“ oder dergleichen (was für eine Wortwahl!), sondern darum, dass ein Baby auch dann noch aus leibeskräften schreit, wenn es „afrikanisch“ behütet wird (interessant, dass die afrikanischen Mütter immer nur für diesen Vergleich gut genug sind). Wenn Sie nicht selbst ein Baby, das während 6-12 Monaten unablässig geschrien hat grossgezogen haben, ersparen Sie uns besser Ihre Belehrungen.

    • gugus sagt:

      sie haben aber die mutter-weisheit mit ganz grossen löffeln gegessen…
      zum glück sind die anderen alle doof und kaltherzig und verstehen einfach nicht, was die babies wollen. *augernoll*

      • O.T. sagt:

        Diva, ich möchte mich meinen Vorrednern anschliessen. So einfach ist es nicht. Man kann den Eltern von Schreibabys nicht einfach vorwerfen, dass sie ihr Kind irgendwo abstellen, weil die eigenen Bedürfnisse wichtiger sind. Ausserdem müssen Sie auch bedenken, dass jede Mutter und jeder Vater auch im Elterndasein ankommen muss, das geht nicht automatisch in der ersten Sekunde. Kind und Eltern müssen sich zunächst kennenlernen und lernen, miteinander zu kommunizieren. Und wenn das nicht rasch klappt (und das hat nichts mit dem Können der Eltern zu tun), dann gerät man leicht in diese Schreimühle.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Es geht nicht darum, zu urteilen, aber hinzusehen, wenn etwas falsch läuft. Bei einem Kind, das ständig schreit, läuft etwas falsch. Wenn andere Völker mit einer andern Haltung das Phänomen der Schreibabys nicht oder kaum kennen, lohnt es sich, herauszufinden, warum das so ist. Auch wenn Babys nicht ständig abgelegt werden, ist es für viele schon zu viel, überhaupt abgelegt zu werden im eigenen Bettchen, weil sie sensibel sind, Körperkontakt brauchen, oder wenigstens Augenkontakt mit der Mama. Wenn wir das erkennen, sind wir schon sehr viel weiter. Es ist eine kurze Phase, 3 M., es lohnt sich!

      • mira sagt:

        @Pippi Langstrumpf
        Als Studentin bin ich viel in Asien herumgereist. Obwohl ich damals nichts mit Kindern am Hut hatte, ist mir aufgefallen, dass man nie ein Baby schreien hört. Obwohl man immer wieder Babies sieht.
        Ich habe mittlerweilen mitgekriegt, dass für viele Mütter ist die Umstellung von „Jung-Frau“ zu „Mutter“ schwierig ist. Die eigenen Bedürfnisse zurückzustecken, ist sich frau nicht mehr gewohnt. Wenn dann auf einmal ein Baby da ist, welches man permanent bei sich haben sollte, sind viele schlicht überfordert.

    • Valeria sagt:

      @ Diva:
      Ich stimme Ihnen absolut zu, was sie sagen. Allerdings würden Ihre Tips und Kommentare jeweils etwas besser ankommen, wenn sie nicht so dermassen selbstgerecht daherkommen würden.

      Unsere Tochter war und ist auch ein ausgesprochen pflegeleichtes Kind. Trotzdem würde ich mir nicht anmassen, das unserer „Erziehung“ zuzuschreiben. In ein paar Jahren vielleicht, aber sicher noch nicht jetzt. Wir haben einfach Glück gehabt.

    • Sama sagt:

      achja, die vielzitierten Afrikanerinnen, die es als einzige richtig machen (und von deren alltäglichen Lebensumständen Sie auch soviel wissen)…. – und all die anderen Frauen weltweit, die ihre Kinder seit Jahrtausenden in Krippen lege und in irgendeine Ecke stellen, machen es also falsch? Diva, sie hatten einfach Glück mit ihren Kindern, das ist alles ,ein klassisches Schreibaby pfeift auf ein Tragtuch.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Sicher hat man Glück, wenn man kein Schreibaby hat. Aber es gibt keinen Grund zum Fatalismus, man kann das sehr wohl beeinflussen. Dass die Babys der Indianervölker, davon ist im Buch von Jean Liedloff die Rede, nicht schreien, ist für das Überleben des Volkes sehr wichtig, deshalb können die das besonders gut. Es fällt uns kein Zacken aus der Krone, das abzugucken.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ich teile deine Einschätzung, mira. Wir machen uns wohl zu oft auch ein falsches Bild, bei uns sind Babys in der Werbung im Bettchen, im Wägeli, schlafen zufrieden – falls sie die ‚richtigen‘ Windeln tragen – und wir denken dann, wenn die Bedürfnisse wie Hunger und trockene Windeln gestillt sind, ist Baby zufrieden. Dabei beachten wir zuwenig, dass Kontakt zu den absoluten Grundbedürfnissen eines Säuglings gehört, nicht sporadisch, sondern ständig. Dies gibt den Kindern Sicherheit, so können sie sich gut entwickeln. Auch wenn wir es im Westen seit hunderten Jahren anders machen, war es falsch.

    • Leandra Huber sagt:

      Wer sagt denn, dass es das Herumtragen ist, was die afrikanischen oder asiatischen oder indianischen oder was-auch-immer Babies so ruhig macht? Man könnte ebensogut sagen dass dies dem engen Kontakt jener Völker zur Natur zuzuschreiben ist, oder dem Umstand dass es im Haus keine elektronischen Geräte oder im Dorf keine Antenne gibt, oder das Mamas Essen nicht voll von Hormonen ist oder was auch immer! Sie machen es sich zu einfach wenn Sie glauben ein herumgetragenes Kind sei zwangsläufig glücklich und zufrieden!

      • O.T. sagt:

        … oder dass ein ganzes Dorf ein Kind aufzieht, so dass nicht nur Mama auf das Kind schauen muss. Papa hat ja, dank magelhaften Vaterschaftsurlaub, nur wenige Tage frei. Und für diejenigen, die denken, dass das Tragen im Tragetuch DIE Lösung sei: Es gibt Mütter, die können schlichtweg das Kind nicht tragen. Ich hatte eine so schwierige Schwangerschaft und Geburt, dass mein Rücken jetzt, nach 12 Wochen immer noch nicht gut ist. Das Tragen zu Beginn war unmöglich.

      • mira sagt:

        Natürlich gibt es noch andere Gründe. Aber die treffen für einen eher kleinen Prozentsatz der (Schrei-)Babies zu. Ständiges Herumtragen macht die meisten Babies zufrieden.

  • Ursula sagt:

    Die Erschütterung darüber, als frischgebackene Eltern alles andere als glücklich zu sein, kann furchtbar sein. Statt Freude und inniger Verbundenheit mit dem Kind ist da nur noch Überforderung und Stress. Ein Kind, das ständig schreit, Tag und Nacht, führt an bzw. über Grenzen. Wir haben diese schrecklichen ersten Monate überlebt, weil wir Hilfe erhielten von unserem Familien- und Freundeskreis; weil wir unsere Tochter zB. einmal in der Woche einen Tag und eine Nacht lang meinen Eltern übergeben durften. Das war der Rettungsanker, an den wir uns in der schlimmsten Phase klammerten.

    • Carolina sagt:

      Ich finde es bemerkenswert, dass Sie so ehrlich sind. Meiner Erfahrung nach hilft es schon sehr, wenn man auf Verständnis trifft und nicht auf eine Art Mauer des ‚Stell Dich nicht so an‘ oder ‚Was für eine Mutter bist Du eigentlich‘. Ihr Tipp, sich unbedingt Hilfe zu suchen, wo auch immer, ist meines Erachtens der einzig richtige. Jedes Baby ist anders und manches Mal wird die Ursache für das viele Schreien nie gefunden, aber es hilft schon ein wenig, wenn man das Kind einfach mal abgibt oder sich helfen lässt. Man hüte sich als Eltern vor Patentrezepten bzw Allesbesserwissern!

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