Hohe Leistung braucht Motivation

Eine Carte Blanche von Bernhard Pulver.

Musische Bildung trägt wesentlich zur Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler bei: Kinder tanzen in einer Turnhalle. Zürich, 21. April 2010. (Foto: Keystone/Alessandro Della Bella)

Ich bin für Leistung. Denn ohne Einsatz und Engagement, ohne qualitativ gute Arbeit erreichen wir keinen nachhaltigen Erfolg – weder als Individuum noch als Gesellschaft oder als Land. Deshalb habe ich hohe Erwartungen an mich selbst, an meine Leistungsbereitschaft und an die Qualität meiner eigenen Arbeit. Deshalb erwarte ich viel von meinen Mitarbeitenden – Einsatz, hohe Qualität. Ich erwarte dasselbe von den Bildungsinstitutionen, von Lehrkräften, Dozierenden und Schulleitungen. Es geht um die Bildung unserer Kinder – das braucht Engagement und guten Unterricht. Und ich erwarte auch Leistung von den Politikerinnen und Politikern – was für mich heisst: differenzierte Analyse der Probleme, kompetente Lösungsvorschläge und die Bereitschaft, mit Andersdenkenden zusammen Lösungen zu suchen.

Hohe Leistung kommt nicht von selbst. Sie setzt ein Umfeld voraus, in dem wir Höchstleistungen erbringen können und auch wollen. In Firmen nennt man das eine motivierende Unternehmenskultur. Das Gleiche gilt für Schulen. In Bezug auf die Schule wurde in letzter Zeit wiederholt vertreten, Leistung in der Schule erfordere mehr Drill, Disziplin, Strafen. Das ist ein Irrweg.

Wir können die Menschen nicht dazu zwingen, etwas zu lernen: Lernprozesse geschehen nicht ohne Motivation und Interesse. Es nützt nichts, jemandem ein Buch an den Kopf zu drücken. «Ohne Motivation, das heisst ohne innere Zuwendung des Menschen zu einem Lerngegenstand, erfolgt kein Lernprozess; es kommt höchstens zur Dressur.» Dieser Satz stammt aus den Grundsätzen zur Entwicklung des bernischen Bildungswesens aus dem Jahre 1982. Er gilt heute noch.

Deshalb braucht es Schulen, wo die Menschen sich wohlfühlen. Kein Sportler wird auf die Dauer Titel gewinnen, wenn er nicht fit ist, wenn ihm unwohl ist. Das heisst keineswegs, dass Sportler nicht Training, Ausdauer und viel Selbstdisziplin benötigen. Wohlbefinden hat nichts mit Faulheit zu tun.

Das Gleiche gilt für unsere Schulen, in denen die Schülerinnen und Schüler Leistungen erbringen sollen. Bildung ist nicht das Abfüllen von Wissen in ein Gefäss namens Schüler, sondern ein sozialer Prozess zwischen Menschen und das Entwickeln wichtiger Kompetenzen.

Unsere Wirtschaft will von der Schule zu Recht Abgängerinnen, die moderne Fachkompetenzen und zugleich eine hohe Sozialkompetenz haben: «Kommunikationsfähigkeit, Innovationsbereitschaft, Engagement, Selbstbewusstsein» antwortete mir einmal ein Unternehmer auf die Frage, was Neuntklässler mitbringen sollen. Deshalb bin ich für Schulen, in denen eine gute Schulkultur herrscht. Wie in modernen Unternehmungen, wo eine motivierende Firmenkultur zu einer hohen Identifikation der Arbeitnehmenden und damit zu Höchstleistungen führt. Schulen, in denen ein ganzheitliches Umfeld geschaffen wird, in dem die menschliche Beziehung ihren Platz hat, wo Menschen motiviert sind.

Natürlich braucht es in der Schule Disziplin. Schliesslich sind hier viele Menschen miteinander auf engem Raum – das ruft nach Regeln. Schliesslich wird in der Schule etwas erklärt – das setzt Ruhe in der Klasse voraus. Natürlich braucht es Einsatz und nicht «Herumblätterlen» – denn Lernen erfordert Engagement, Konzentration, Energie.

Wohlbefinden hat nichts mit Faulheit zu tun. Insbesondere der Moment höchster Leistung – sei es bei einer Prüfung, bei der Fertigstellung einer Semesterarbeit, beim Auftritt beim Schulmusical, beim Versuch, am Sporttag den ersten Rang zu erreichen – ist anstrengend und nicht immer angenehm. Das gehört dazu.

Das Umfeld muss stimmen, wenn gute Bildung eine Chance haben soll. Und unser Land braucht nicht nur gute Bildung, sondern hervorragende Bildung. Ohne die bestausgebildeten Menschen, ohne motivierte Leute kommt die Schweiz nirgendwo hin. Deshalb warne ich vor den politischen Versprechungen, die meinen, mit Drill und Disziplin, mit Ausgrenzung und in erster Linie Strafen hätte unsere Schule mehr Erfolg. Das Gegenteil dürfte der Fall sein. Die demokratische Schweiz mit ihrer hohen Innovation und ihren Spitzenprodukten wird nicht mit Drill und Dressur Erfolg haben. Wir müssen in die Zukunft schauen, nicht in die Vergangenheit. Deshalb ist der Weg zurück zur Pädagogik des 19. Jahrhunderts kein Weg für die Schweizer Schule.

Moderner Unterricht, motivierte, gut ausgebildete und anständig bezahlte Lehrkräfte, eine ganzheitliche Schule, in der Mathematik und Sprachen, Technik und musische Fähigkeiten unterrichtet werden. Schulen, in denen Schulprojekte wie Theater, Konzerte, Musicals die Leistungsbereitschaft der Schüler fördern. Schulen, die genügend Freiräume haben und individuell zugeschnitten auf ihre Schülerinnen und Schüler neue Wege gehen. Dafür braucht es Wertschätzung, Freiräume und weniger von oben verordnete Reformen. Diesen Weg möchte ich zusammen mit der Berner Schule gehen.

pulver150x150Bernhard Pulver ist Regierungsrat und Erziehungsdirektor des Kantons Bern.

270 Kommentare zu «Hohe Leistung braucht Motivation»

  • Eva Umlauf sagt:

    Bravo Bernhard!

    Seit drei Jahren wohne ich mit meiner Familie in Australien – davor lebten wir in Bern.

    Meine 15-jährige Tochter besucht hier die Steinerschule, in der sie sich WOHL fühlt. Sie wird als Individuum wahrgenommen und gefördert. Sie ist glücklich. Sie geht gerne zur Schule. Sie wird nicht auf Noten und Leistung degradiert. Sie lernt in einem humanistischen Umfeld ohne Leistungsdruck. Unglaublich welche Wirkung der Wegfall von Druck und Leistung auf sie hatte. Sie ist wieder natürlich neugierig und wissensdurstig. Das Elixir von gesundem Lernen und Leben.

    Weiter so Bernhard!

  • Sportpapi sagt:

    Auch wenn Pulver in der Sonntagszeitung gerade von seiner Abneigung gegenüber dem Sport in der Schule berichtet hat, ist er mir doch sehr sympathisch. Hier allerdings hat er uns – wohl nicht aus bösem Willen – für dumm verkauft, indem er sehr an der Oberfläche geblieben ist. Ich sehe da eine Parallele zur modernen Schule, die sich leider auch immer mehr an den Schwächsten orientiert. Im Glauben, damit etwas Gutes zu tun. Aber auch die müssen gefördert und gefordert werden!

  • delpiero sagt:

    wenn zurückschauen einfach ist, muss es doch zudenken geben , wie gut ????? unsere Gesellschaft sich entwickelt hat. Es gilt ja für alle nur noch .. Tempo Teufel… ob beim Sport, beim Musizieren, beim Arbeiten, beim Lernen. .. und es gibt anscheinend viel zu viel intelligente Menschen ??? Es wird ( nicht freiwillig ) wohl bald ein anderes Gesellschaftsmodell geben. Ob Schule so wichtig wird , oder ob es wieder wichtig wird wie wir unsere ( Lebens) Zeit verbringen.? Das kann anscheinend kein Zukunftsforscher genau sagen…. also spekulieren.

  • Nobody sagt:

    In den 60ern wurden die Nachteile des rein autoritären Bildungsstils offengelegt und analysiert. Es folgte der Antiautoritäre Bildungsstil à là Steiner. Dann kam irgendwann das Stichwort „autoritativ“ und die Modelle wurden dreidimensional, ungefähr in der gleichen Zeit wie die Fernsehbilder bunt wurden. Heute könnte kein Lehrer sich erlauben, rein autoritär zu sein. Das gilt übrigens nicht nur in der Schule, sondern auch in der Armee. Wo liegt der Grund für dieses Plädoyer?

  • Evelyne sagt:

    Wenn wir daran interssiert sind, aus unseren Kindern motivierte und zufriedene Erwachsene zu machen, dann sollten wir auf die individuellen Bedürfnisse dieser Kinder eingehen: Bei unserer Wohlfühl-Basisstufe, wo ich unterrichte, kann jedes Kind selber mitbestimmen, was es wann tun möchte.
    Gleichzeitig haben wir 3-4 Kinder, deren innerste Wesenszüge verlangen, dass wir sie „drillen“ – sie fühlen sich wohler, wenn sie ihren fixen Platz, ihre fixen Aufgaben und den fixen Lehrerkontrollblick im Rücken haben. Sorry, aber es ist die Wahrheit – Disziplin ist nun mal Gemütssache jedes einzelnen.

    • Hansli sagt:

      Die Schule kann ich nicht beurteilen, aber Uniabgänger. Da sehe ich nur eins. Die Mehrheit will ihre fixen Platz und Aufgaben. Die Mitbestimmung beschränkt sich auf die Organisation der Aufgaben. Ein Gedanke darüber hinaus wäre zu viel verlangt.

    • Sportpapi sagt:

      Nur 3-4? Selbst die Lehrer sind doch froh, wenn ihnen ein Lehrmittel und ein Lehrplan weitgehend vorschribt, was sie wann zu unterrichten haben. Weshalb sollen denn die Kinder ständig entscheiden müssen. Und noch schlimmer – ständig gut entscheiden müssen? („Müssen wir schon wieder tun, was wir wollen?“)

  • Felix Schweizer sagt:

    Als Politiker mit Mission und Bundesratsambitionen wurde Herr Pulver wohl eingeladen hier zu zu schreiben – der Inhalt ist dann nicht soo wichtig und man kennt ja den üblichen „progressiven“ Schmarrn, denn er wurde und wird dort zur Zwangsspeisung verordnet wo die Schüler nicht rechnen und schreiben können und sich masslos überschätzen: in Bern.
    Den mir bekannten Berner Schülern wurde im Kindergarten das Schreiben verboten, da, als sie richtig Lust zum Lernen hatten. Später durften sie schreiben wie sie wollten. Das führte dazu, dass sie noch als Erwachsene mit der Rechtschreibung kämpfen.

  • Anton Keller sagt:

    Störefriede im Unterricht senken die Motivation der Mitschüler, folglich deren lernerfolg. Die Integrative Schule ist somit kontraproduktiv.

    • floppi sagt:

      aha. vor der integrativen schulform gabs also noch keine störenfriede im unterrricht, oder sie wurden vom lehrer freundeidgenössisch verhauen. früher war alles besser..
      übrigens ist integrativer unterricht nicht gleich inklusion von verhaltensauffälligen. da sollten sie sich mal besser informieren

    • alien sagt:

      Klar, weil Behinderte elende störenden Bastarde sind.

      (Irony off)

      • Evelyne sagt:

        Anton Keller meint wohl eher die Integrative Schule mit „IF Verhaltensauffälligkeit“ als „IF geistige Behinderung“.

      • Valeria sagt:

        Nun ja, Evelyn. Manchmal ist die Grenze dazwischen halt nicht so einfach zu setzen. Wo beginnt normal? Wo endet „verhaltensauffällig“? Ich möchte hier nicht entscheiden müssen…

      • Sportpapi sagt:

        Das wird ja nach wie vor entschieden, und entsprechend ein Förderkontingent aufgestellt. Am Massstab liegt es eher nicht. Nur an den Folgerungen daraus.

  • Hansli sagt:

    Die einzige Motivation zum Lernen ist der Zwang der Eltern. Spielen ist für Kinder interessanter als das Alphabet zu lernen. Erst in der Oberstufe habe ich Jugendliche (vor allem Frauen) gesehen die aus eigener Motivation lernen.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Das stimmt nicht, wenn man die Neugier richtig weckt, machen die meisten mit. Sicher nicht überall gleich, den einen liegt Math besser, den andern Sprachen, oder Turnen, oder Werken, wie auch immer.

    • Hansli sagt:

      Die Neugierde reicht zum Mitmachen, aber sicher nicht zum übern. Nur können die wenigsten von reinem mitmachen z.Bsp. eine Sprache . Irgendwann müssen da auch der Wortschatz geübt werden. Ich kenne nun wirklich niemand der gerne auswendig lernt.

      • Valeria sagt:

        Ich schon, Hansli.

        Im Übrigen lernt jedes Kind mind. eine Sprache durch reines Mitmachen, oder haben Sie als Kleinkind Vokabeln gebüffelt? 🙂

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Valeria:
        fragt sich halt was unter „gelernt“ gemeint ist, und wie dieses „Mitmachen“ aussieht.
        In unsrem Schulkreis gibts Schul-Bibliotheken welche sich ein fremdsprachiges Sortiment zulegen,
        damit die fremdsprachigen Schüler ihre Muttersprachkompetenz ein bisschen vertiefen könnten-
        da das Deutschlernen, geschweige denn dieZusatzsprachen, noch schwieriger wird wenn nicht mal die Muttersprache schriftlich/grammatikalisch gut beherrscht ist.

      • Valeria sagt:

        @ Brunhild Steiner:
        Ich meinte jetzt das Erlernen der Muttersprache im entsprechenden Umfeld. Also Deutsch hier in der Schweiz zum Beispiel.

        Kinder, welche bilingue aufwachsen, brauchen zu Beginn zwar etwas länger mit der sprachlichen Entwicklung, beherrschen dann aber beide Sprachen ebenso perfekt, wie Kinder, welche nur mit einer Sprache aufwachsen. Zudem wird eine weitere Sprache einfacher erlernt. Was Sie ansprechen, scheint mir eher ein Problem des sozialen Umfelds denn der grundsätzlichen Sprachentwicklung zu sein.

      • Hansli sagt:

        @Valeri Dann sind Sie eine Ausnahme, nicht jeder lernt Sprachen leicht. ALs ich in die Schule ging, sprach ich kein einziges Wort Deutsch. Das war dann von klein auf knallharter Drill. Zudem bin ich liegt meine Stärke in der Mathematik / Naturwissenschaften und bin ein absolutes Sprachenantitalent. Jede hat seien Stärken und Schwächen. Die Stärken müssen klar gefördert erden und die Schwächen auf ein Niveau gebracht werden, dass für die berufliche Zukunft reicht. Aber beides lässt sich nicht ohne Auswendiglernen erreichen.

      • Valeria sagt:

        @ Hansli:
        Ich rede jetzt nicht umbedingt von mir, stures Auswendiglernen ist und bleibt mir ein Graus. Aber nichtsdestotrotz kenne ich Menschen (nicht sehr viele, aber es sind ein paar), die gerne und erfolgreich büffeln…

        Grundsätzlich stimme ich zu, aber eine Muttersprache lernt jedes Kind ohne Aufwand sofern es in einem Gebiet aufwachsen darf, wo diese Sprache gesprochen wird. Also, im Normalfall. Selbst Kinder, die umziehen müssen, adaptieren sind erstaunlich schnell und je nach Alter hört man ihren „background“ nicht mehr raus. Meistens geht das ganz gut, auch ohne Drill.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Valeria:
        klar hat es mit dem sozialen Umfeld zu tun, und zwar egal ob im muttersprachigen Heimatland oder nicht.
        Auch bilingue wird nur dann sattelfest sein wenn derjenige Part von dem das „bilingue“ kommt, dies gründlich „praktiziert“, also bspw selber die verschiedenen Gemüse/Blumen/etc Begriffe in seiner Muttersprache benutzt und dem Kind beibringt. Spracherwerbtheorie funktioniert auf dem Papier immer hervorragend, da die Fähigkeit ja durchaus existent- bloss nützt sie nicht so viel wenn das Umfeld dies nicht fördert.

      • Valeria sagt:

        Ja gut, BS, ich gehe natürlich davon aus, dass jemand in der Familie die Sprache regelmässig spricht, die das Kind lernen soll. Also auch die Begriffe benutzt und korrekte Sätze von sich gibt. Aus sich selber heraus kann selbst das intelligenteste Kind keine Sprache lernen… :-/

  • Claude Chabrol sagt:

    Die heutigen „Linksbuenzli“ uebertreffen ihre buergerlichen Namensvettern aus den 1950-/60-er Jahren noch.
    „Hauptsache, unser Kind ist gesund und fuehlt sich wohl“.
    Schoen und gut – und ueberhaupt nichts dagegen.
    Aber, zur Aufgabe der Schule gehoert es auch, die Kinder auf das Leben vorzubereiten;
    auf ein Leben und eine Welt – die eben nicht ideal ist.
    Und, wo lernen man Frustrationstoleranz?

  • Claude Chabrol sagt:

    „Lasst uns singen – und alle singen mit ; lasst uns tanzen – und alle tanzen mit“.
    Ist das nicht auch eine Art „Diktatur des common sense“;
    also Harmonie muss sein – was immer das uns auch kostet ?
    Und, wo bleibt da die individuelle Entwicklung, besonders auch bei Leistungswilligen…

  • Jack Kerouac sagt:

    Wie man in einer Zeit der Wirtschaftskrisen, die Leute mit diesem altmodischem Zeugs (rot-gruen-alternativ)
    unterhalten und informiren will, ich kenne es bereits aus den 60-er/70-er Jahren des vorigen Jahrhunderts;
    wundert mich sehr.
    Es braucht Leistung, auch Leistungswillen (wohlfuehlen tut man sich normalerweise nach getaner Leistung – siehe auch menschl. Belohnungssystem).
    Wie man diese spez. Leistung erreicht – ist jedoch sehr individuell (da liegen diese Soziologen und Politologen alle – ziemlich falsch).

  • Phil sagt:

    Genau. Dann werden diese verhätschelten Kinder 16 und wundern sich zusammen mit ihren verhätschelten Eltern, warum niemand sie einstellen will!
    Und am Schluss sind die SVP oder sonstwelche Unbeteiligten Schuld darab, dass ein Mensch, der nie gelernt hat zu kämpfen und zu arbeiten, keinen Job findet…

    • xyxyxy sagt:

      Sie haben Recht, es ist äusserst dumm zu meinen man könne alles Übel der Welt auf eine Partei (welche nicht einmal das sagen hat) oder eine Person reduzieren.
      Genauso dumm ist es natürlcih, in einer Partei oder Person das Heil sehen zu wollen.
      Insofern sind sich SVP Fans und SVP Hasser in etwa ebenbürtig.
      Das Übel und das Heil der Welt sind die Menschen im Allgemeinen. Und für die persönliche Situation ist man in erster Linie selbst verantwortlich.

  • Und hört doch einmal auf mit dem Unsinn, kleine Klassen zu fordern! Es gibt Lehrpersonen, welche gerne und gut grosse Klassen unterrichten und viele Schüler und Eltern, welche grosse Klassen wählen würden! Aus

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Schulwahlschoo:
      wenn Kinder, welche vor der grossen Reform in Kleinklassen unterrichtet worden sind,
      in die Regelklasse gesetzt werden,
      mit der Idee dass trotz ziemlich anderem Setting keinerlei Beeinträchtigung stattfinden würde,
      weder auf Seite der üblichen Regelschüler,
      noch der „integrierten“
      plus denjenigen Kinder welche bezüglich Grundkompetenzen im Rückstand sind-
      also diesen Lehrer, welcher das alles gerne in einer grossen Klasse hätte,
      bei marginalster Unterstützung,
      den würd ich dann doch gern mal sehen… .

  • xyxyxy sagt:

    Ja Herr Pulver wir sind alle angetan. Sie haben soeben das Ei des Kolumbus gefunden. An der Schule sollen sich Kinder wohlfühlen UND höchstleistungen erzielen. Sie sollen Mathegenies UND Ballettänzer werden. Sie sollen diszipliniert sein, aber NICHT mit primitiven Methoden des 19. Jahrhunderts. Wow! Welch tiefe Weisheiet, welch neue bahnbrechende Gedanken. Welch mutiges Statement.
    Als Politiker sollten sie uns sagen, wir wir die tollen Ziele wenigstens bruchstückhaft verwirklichen können. Ansonsten können sie als Redner auftreten in einem US-Wahlkampf, aber am besten vor eigenen Fans.

    • Muttis Liebling sagt:

      Das nannte ich weiter oben Hochleistungspinkeln, ohne dass die Hosenbeine nass werden. Das alte schweizerische Dilemma, wie stosse ich in Neuland vor, ohne meinen Kanton zu verlassen? Dagegen ist die Quadratur des Kreises ein Kinderspiel.

      • xyxyxy sagt:

        ich verstehe was sie meinen – natürlcih sind die Schweizer etwas behäbig, oder sie machen einen solchen Eindruck. Allerdings belegen Sie punkto Innovation stets einen Spitzenplatz. Das würde ihrer These dann widersprechen.
        Ich denke es ist halt typisches Politikergefasel. „Ich gehöre zu den Guten! Hört her, wie sich ich rundum für das Gute bin! Also wählt mich!“
        Das ist normal für Politiker. Doch diesmal war es so platt, wie ein von Klischees strotzender, langweiliger Schweizerfilm. So platt dass es praktisch alle gemerkt haben.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Kein anderes Land hat, im Verhältnis zur Einwohnerzahl, so viele Nobelpreisträger wie die Schweiz, schwergewichtig im naturwissenschaftlichen Bereich.

      • Muttis Liebling sagt:

        Ich meinte das schon genau so, wie Sie erklären, xy. Nicht die schweizerische Behäbigkeit, sondern den Politikerwunsch, es regnen zu lassen, ohne das jemand nass wird.

      • Katharina sagt:

        Die Schweiz ist eigentlich recht gut darin, jenseits ihrer Hügel und Berge zu gehen. Zudem waren sie schlau genug, sich nicht nur auf den europäischen Raum zu beschränken, sondern Beziehungen auch ausserhalb zu suchen. Daraus entstanden exzellente Beziehungen zu Nordamerika und Asien, die Schweiz war auch eines der ersten westlichen Länder, die gerade in Asien Anschluss suchte. das macht sich heutzutage bezahlt, weil der Aussenhandel nicht nur auf das umliegende Europa beschränkt ist.

        Und die Unis sind global sehr gut vernetzt. Dass bringt Innovation nach aussen und innen.

      • Katharina sagt:

        In dem Sinn, was Innovation betrifft, ist die Schweiz sicher nicht im kantoenligeisten Bauchnabel Betrachten erstarrt. das ist ein Klischee. So bewegt sich die Schweiz in den für die Zukunft wichtigen Gebieten der Roboter und der Live Sciences an der Spitze. Problem ist eher, dass die Forschungsergebnisse oft nicht im Inland umgesetzt werden, durch die Interferenz der politischen Landschaft und damit gleich nach der Forschung wichtige und qualitativ hochstehende Arbeitsplätze ins Ausland gehen statt in Firmen im Inland, die durch die Verordnungs-itis massivst behindert werden.

      • Katharina sagt:

        (Robotik, nicht Roboter. Umfasst auch die Gebiete der künstlichen Intelligenz). Lest mal selber nach, wie viel Schweizer Innovation in der Mars Sonde Curiosity steckt. das ist der beste Leistungsbeweis. So ziemlich das Gegenteil von nicht über den Hügel schauen, ML.

        Was die Schweizer Banken in dem Umfeld falsch machen, ist die risikoscheue Vergabe von Geschäftskrediten. ein Witz, wenn betrachtet wird, dass sie anderswo sich auf sehr riskante Deals eingelassen haben. das Geld wäre also da.

      • pixel sagt:

        nun ja, Katharina – ist zwar offtopic, aber um den letzten Absatz aufzugreifen: Es ist mutig die Schweiz dazu aufzurufen zu wenig risikoscheuen Kreditvergaben hinsichtlich der Tatsache, dass Sie selbst in einem Land leben, wo sich ebendiese Art von Kreditvergabe als äusserst problematisch erwiesen hat – mit weltweiten Konsequenzen.

      • xyxyxy sagt:

        haben sie schön gesagt ML – aber dieser Politikerwunsch ist wohl international sehr verbreitet
        dagegen stehen diejenigen welche sich mit kantigen Aussagen hervortun, welchen man dann aber wieder vorwerfen kann, sie würden Kantigkeit um der Kantikeit von sich geben.
        Das Problem jeglicher Politiker wird immer sein, dass sie sagen was sie sagen, einfach um Wähleranteile zu sichern.
        Selbst wenn einer klüger ist und somit weniger platt wie der heutige Redner, kann man nicht wissen, ob er deswegen besser ist. Das ist mMn ein Dilemma, auf das ich keine Antwort finde.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @pixel:
        so wie ich das (auch aufgrund früheren Voten) herauslese, sind damit Kreditvergaben an lokale KMU’s uä gemeint,
        denen ein Kredit geholfen hätte nicht das Geschäft aufgeben zu müssen.
        Natürlich hätte man dort auch eine Quote von „verlorenem“ Geld, aber mit grosser Wahrscheinlichkeit ein Bruchteil dessen was da andernorts in Sand gesetzt worden ist,
        plus eine Investition in Dauerhaftigkeit und real existierendem Handkwerk.
        Im Gegensatz zu den virtuellen Monstergebilden die letztlich niemanden was nützen.

      • xyxyxy sagt:

        ebenfalls schön gesagt Katharina – gut wenn die Schweiz die Fühler über Europa hinaus ausstreckt. Ich denke, das ist die einzige Möglichkeit nicht vollkommen von diesem unausgegorenen Konstrukt vollkommen hörig zu sein.
        Ich glaube nicht dass ein Hörigkeitszwang besteht, wie es uns zahlreiche Zeitgenossen ständig weismachen wollen.

      • Katharina sagt:

        pixel: halt halt halt! was hier mit den collateralized high risk mortages passierte, (an denen die UBS übrigens durch die Schaffung einiger Investitionsinstrumente massgeblich beteiligt war, so von wegen global und schwarzer Peter) hat nichts mit venture capital zu tun. bei venture capital, also Investitionen in emerging Technologies, liegt das Risiko ausschliesslich beim Geldgeber, mit sehr hohen ROIs (30% und mehr), aber auch hohen Risiken. Die UBS und andere schafften einen Markt mit nicht mehr durchschaubaren Instrumenten, in denen hohe und tiefe Risiken so vermischt wurden, dass die

      • Katharina sagt:

        pixel,2: dass die dahinterliegenden Obligationen nicht mehr eruirbar waren, soweit, dass die UBS und andere ihre eigenen Anlagen kauften, um die Preise zu halten.

        Wer kaufte denn die colateralized securites? In erster Linie Pensionskassen, Mutual Funds und 401-k’s, weil die Erträge eben sehr hoch waren, aber durch default swaps eine zeit lang versichert. Als die Versicherungen die default swaps nicht mehr versichern konnten, fiel das Ganze in sich zusammen. Angeblich institutionalisierte Anleger mit professionellen Analysten. Also. Da sitzen alle im gleichen Boot und haben sich, solange

      • Katharina sagt:

        pixel,3:solange das System funktionierte, global an der Armut einiger Amerikaner bereichert.

      • Katharina sagt:

        pixel,4: Die Geschäftskreditvergabe der Grossbanken in der Schweiz ist extrem innnovationshemmend, weil da nur die klassischen Asset Regeln angewendet werden, die für Jungunternehmer fast nicht einhaltbar sind. Gleichzeitig haben sie einen hohen Kapitalbedarf, für den es in der Schweiz keinen funktionierenden venture investment exchange gibt, in dem die Bank als co-signer und Vermittler auftritt. Das ist der grosse Unterschied zwischen den beiden Ländern, pixel, und der Grund, dass hier trotz abflachender Innovation mehr junge Unternehmen starten.

      • Katharina sagt:

        pixel,5: Mit dem in der Schweiz vorhandenen Potential müsste eigentlich bedeutend mehr abgehen als ersichtlich ist. Stattdessen gehen viele sehr wertvolle Innovationen eben in andere Länder, ein brain drain, statt die inländische Firmenlandschaft zu befruchten. Und dazu kommt, dass die öffentliche Hand ja viel Geld ausgibt, um jene Leute auszubilden, gerade in der Hoffnung, die inländische Landschaft der Innovationsimplementierer (z.B KMUs) zu fördern.

      • Katharina sagt:

        eigentlich ja verrückt. denn einerseits besteht ein trotz allem noch gutes Ausbildungssystem, das auch immer noch die breite Masse erreicht, finanziert mit nicht wenig öffentlichem Geld, und danach werden die Früchte, die die inländische Wirtschaft dann wirklich technologisch vom Rest abheben, so behindert, dass der Output des ganzen Schulwesens schlussendlich als Innovation (inklusive den Leuten) abwandern muss, weil im Inland die Strukturen die eigene Erfindungskraft ausbremsen, abwürgen und ausschaffen. Etwas extrem ausgedrückt, ich weiss.

      • Beno sagt:

        Wie die Kathy sich selber doch Ernst nimmt mit den UBS-Bankweisheiten…zu 5% hat sie ja schon Recht, aber eine „Hohe Leistung“ ist dies nicht wirklich !

      • Pixel sagt:

        Danke Katharina für die Erklärung, es war in der Tat ein Missverständnis. Somit gebe ich recht.

      • Katharina sagt:

        was Sie mit 5% meinen, Beno ist so unklar wie oft bei Ihren Sachen.

        der Yield war in der Region 10%, also weit höher als Treasury Yields oder diejenigen traditioneller Bonds.

        und der Anteil der UBS am ganzen Markt war weit mehr als 5%: „UBS has been one of the leading underwriters of mortgage-backed securities and collateralized debt obligations. The firm has also sponsored hundreds of mutual funds, both public and private and domestic and international, many of which appear to have been invested in undisclosed sub-prime backed securities.“

        Quelle: Financial Crisis Inquiry Commission

      • Beno sagt:

        @Katharina

        Meine Aussage ( 5%) bezog sich auf dich; du belichtest oft Dinge raus, gibst denen eine Bedeutung und auf einmal scheint dies das Hautbussines von UBS zu sein. Ich ich werde wohl kaum hier eine Ellen-lange Disk. ueber UBS vom Zaune reissen.
        Das eine, bezueglich „der Geschäftskreditvergabe der Grossbanken in der Schweiz ist extrem innnovationshemmend“ ..dies hintert aber niemanden ..Jungunternehmer werden oft durch Kantonalbanken od. Regionalbanken unterstuetzt; weil dies Sinn macht und die Banken eine bessere Sicht auf die Machbarkeit der Projekte haben ( eigene Erfahrung )

      • Katharina sagt:

        Beno, ich habe nirgends gesagt, dass das ganze Hauptgeschäftsbereich der UBS sei. Aber: UBS ist die grösste Asset Management Firma der Welt.

        Was die Kreditvergabe betrifft: Auch Grossbanken haben in der Schweiz sehr lokale Kundennähe (eigene Erfahrung). die frage bei den Kantonal- und Regionalbanken ist, auf wie viel Kapital sie auf dem Kapitalmarkt Zugriff haben. und was ich insbesondere ansprechen wollte, dass es keinen Brokerage Markt für venture capital gibt, in dem die Bank als co-signer auftritt.

        somit bleibt nur entweder der private Zugang zu Kapitalgebern oder die Bank als Geber.

      • Katharina sagt:

        bei der direkten privaten Kapitalgabe fehlen die Versicherungen und bei den Regional- und Kantonalbanken fehlt der zeitgerechte Zugriff auf grössere Tranchen (> 50 Millionen, betrifft Regionalbanken eg Raiffaisen, die im KMU Bereich sehr aktiv ist) und bei den staatlichen Banken (Kantonalbanken) die strengeren Richtlinien, wo das Eingehen auf Risiken aufgrund des öffentlichen Mandats sehr eingeschränkt ist .

      • Pixel sagt:

        Bs und beno: ich rede nicht von technologischen Entwicklungen, ich rede von Aufgreifen von Einflüssen die, wenn schnell genug reagiert wird, Potential zum Erfolg hätten. Ich rede auch von Umdenkmechanismen betreffend Unternehmensstrukturen, Strukturen und Modelle an Arbeitsplätzen. Ich rede von loslassen alter und verkrusteter Ideologien und dem Zuwenden und Ausprobieren neuer Modelle und Mechanismen. Es ist schwer hierzu belegende Links zu finden, jeder der in internationalen Unternehmen und Schweizer Unternehmen gearbeitet hat kann nachvollziehen was ich meine.

      • Beno sagt:

        pixel
        Hast du schlechte Ehrfahrung damit ?.. ein Teil Wahrheit liegt da in, um den Schweizern „verkrustet“ zu veruebeln. Im Tourismus z. Bsp. laufen sie oft hintendrein ; zu hohe Preise, z.T. auch langweilige Dinge… alte Ideologien haben ihnen auch zum Wohlstand hat geholfen. ( Maschienenbau , Chemiesektor, Mikrotech. usw..Im allg. wird gerne mit Schweizern gearbeitet (Architektur, Ingenieuren )
        Vergleichen wir die Situation in Deutschland, ( keine Rede von Asien/USA..) mit simplen Machtspyramiden-Strukturen, keine Mitsprache,Arbeiter werden ausgenuetzt…oder man spurt oder du haust ab

      • Pixel sagt:

        Beno, wenn man den Anspruch an ein Unternehmen mit fortschrittlichen und internationalen Standards hat (internationale Standards bezeichnet natürlich keine Drittweltländer…) dann kann ich die Frage mit ja beantworten.

      • Peter Pfrunger sagt:

        … und Pippi Langstrumpf (die arme Frau Lindgren), wie viele davon wurden in Schweizer Lerninstituten ausgebildet und wie viele davon sozusagen eingekauft?

    • Hansli sagt:

      @Katharina Neue Ideen lassen sich halt nicht in einem konservativen Land verwirklichen. Dazu fehlt neben dem Geld die Offenheit der Kunden etwas Neues zu probieren. Zudem wird aktuell die Offenheit massiv bekämpft.

      • Beno sagt:

        @hHansli

        „Dazu fehlt neben dem Geld die Offenheit der Kunden etwas Neues zu probieren.“

        Was meinen sie damit ? ….die Offenheit der Kunden ist doch grenzenlos, Hauptsache „es schiebt was“…

      • Hansli sagt:

        @Beno In vielen Ländern wird das neueste gekauft. Der Schweizer wartet bis die Kinderkrankheiten ausgemerzt sind und kauft erst die dritte oder vierte Generation. Nur ist dann die Produktion und Entwicklung nicht mehr hier.

      • Beno sagt:

        @Hansli

        Wieso hat das Kaufverhalten mit Produktion und Entwicklung zu tun ?

        …zudem ist die CH ist ein gutes und innovatieves Land mit Neuentwicklungen

      • Pixel sagt:

        Ich muss Hansli an der Stelle recht geben; die Schweiz bewegt sich sehr gerne im Muster „war schon immer so, soll so bleiben“. Nein beno, risikofreudig und somit innovativ sind keine Attribute, die man dem Schweizer zuordnen darf. @hansli:Einzig die Sache mit dem Geld versteh ich nicht. Wieso fehlt das Geld?

      • Beno sagt:

        jawohl pixel, ich kann dir da nicht Recht 😉 geben…mit nicht risikofreudig hast du es auf bestimmten Gebieten am guten Kabel ; mit nicht innovativ sicher nicht

      • Katharina sagt:

        Hansli, ist Ihnen bewusst, dass die Schweiz oft Testmarkt für neue Produkte ist? z.B Unterhaltungselektronik. Dies weil die Kundschaft eine hohe Kaufkraft hat und oft hohe Qualitätsansprüche stellt? Somit könnte das Land nicht Testmarkt sein, wenn die Kundschaft nur aus late adopters bestehen würde. das ist das eine.

        Das andere, dass die KMUs ja auch exportorientiert sind. der einheimische Markt ist oft zu klein um selbst-tragend zu sein.

      • pixel sagt:

        Beno: Innovation geht für mich mit Risikofreude einher. Somit steht es Fazit für mich da: keine Risikofreude = keine Innovation.
        Katharina: Unterhaltungselektronik mag das eine sein, wobei Kaufkraft für mich nicht Risikofreude impliziert. Item. Schaut man in die Bereiche die Trenddomänen sind wie Mode, Werbe- und Medienwelt oder auch Musik, wird man mit der Behauptung die Schweizer seien mutig und innovativ ziemlich schief liegen.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Pixel:
        soviel mir bekannt ist sind es aber grad auch Schweizer KMU’s die bezüglich Solartechnik oder auch den E-Bikes Pionierarbeit geleistet haben. Und das sind bloss die neueren Errungenschaften.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Pixel:
        2/ da fallen mir gleich noch Beispiele aus dem Recycling ein, allesamt Bereiche die ich ehrlich gesagt ziemlich viel Wichtiger und Relevanter halte als Werbung oder Medien…

      • Hansli sagt:

        @Katharina Der Testmarkt für Elektronik ist soviel ich weiss erst einmal Korea oder Japan. Wir erhalten dann die später die Euroversion, wobei die Schweiz wegen der Kaufkraft der erste Testmarkt ist. Aber die Schweiz ist kein Testmarkt für die neuesten Gadgets.
        @Pixel Ein Schweizer investiert sein Geld nicht in Risikoanlagen.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Hansli:
        „Ein Schweizer investiert sein Geld nicht in Risikoanlagen.“
        ja, schön wärs, dann hätten viele Kleinanleger oder Pensionskassenversicherten ihr Geld noch…

      • Hansli sagt:

        Ein Freund will neue Sachen ausprobieren. Aber kann nichts verwirklichen, da für eine Bewilligung Referenzobjekte benötigt werden. Das beisst sich natürlich. Ohne Bewilligung kein Referenzobjekt! Erst wenn z.Bsp. in Deutschland mehrere Objekte vorhanden sind, kann das hier umgesetzt werden. Die Devise ist: Ja nichts probieren, könnte nicht funktionieren.
        @Steiner weitere sind Computer, Internet, Gentechnik… Wir waren oft an der Spitze.

      • Hansli sagt:

        @Steiner Risikoanlagen sind alles oder nichts spiele.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Hansli:
        nur blöd wenn Sie zwar nicht gespielt haben
        aber trotzdem mit Nichts zurückgelassen werden…
        und das nicht mal für eine einigermassen vernünftige Sache.

      • Katharina sagt:

        Hansli: „Ein Freund will neue Sachen ausprobieren. Aber kann nichts verwirklichen, da für eine Bewilligung Referenzobjekte benötigt werden“ – Warum soll dazu eine Bewilligung nötig sein?

      • Gabi sagt:

        Ich erinnere mich mit Genugtuung daran, dass gerade Blocher die grösste Klappe hatte, dass die Pensionskassen doch bitte auch mehr von den endlos steigenden Börsen profitieren können sollten.

        Wenn ich mich recht entsinne sogar vor der DotComBlase.

        Für einen Populisten halt schwer vorstellbar, dass das Blöcken einer grossen Mehrheit nicht unbedingt immer Gutes verheisst…

        😉

      • alien sagt:

        Bewilligung ist das falsche Wort. Es geht um Geldgeber, und die haben in der Schweiz oft präventiv die Hosen voll.

      • Beno sagt:

        Pixel
        „Innovation geht für mich mit Risikofreude einher. Somit steht es Fazit für mich da: keine Risikofreude = keine Innovation.“

        Und wie kommt es, dass die Schweiz punkto Innovation number one ist…dann muss doch wohl an deiner Milchrechnung was falsch sein 😕

      • pixel sagt:

        BS: Pionierarbeit im Auftrag Anderer….
        Wir reden ja auch nicht darüber, was wichtiger ist, sondern ob Mut was Neues auszuprobieren zu einer wesentlichen Schweizer Charakteristika gezählt werden kann oder nicht. Und für mich ist es leider nicht so. Der Schweizer wird sich nicht zu neuen Ufern vorwagen (und schon gar nicht, wenn er investieren muss), wenn es nicht schon erprobt und erwiesen wurde, dass er unfallfrei dahinkommt.

      • Muttis Liebling sagt:

        Ich habe das hier gestern schon gelesen, nur ist dabei sogar der DNS des Hotels ausgefallen. Kann mir jemand mal ein Beispiel für schweizerische Innovation bevorzugt der letzten 3-4 Jahrzehnte nennen?

      • Beno sagt:

        „Die TOP 100 sind ein schönes Beispiel für das hohe Innovationspotential im Lande und zeigen, dass die Schweiz laufend auch im internationalen Massstab hervorragende und wettbewerbsfähige Startups hervorbringt“

        = aus venturelab

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Pixel:
        ich verstehe nicht was Sie mit „Pionierarbeit im Auftrag anderer“ meinen.
        Meine Beispiele von Solartechnik, E-Bykes und Recyclingtechnik entstanden, jeweils anhand der Artikel welche ich über die Entstehungsgeschichten gelesen habe, aufgrund einer inneren Motivation herrschende Zustände zu verbessern- und nicht aufgrund von Aufträgen die von aussen an die Betreffenden herangetragen worden sind.

      • Pixel sagt:

        Meine Antwort ist weiter oben.

      • Hansli sagt:

        @Katharina Bauwerke sind Bewilligungspflichtig.

        @Beno Ich muss mich in meiner Arbeit mit Behörden herumschlagen. Wer da etwas Neues machen will, der beisst oft auf Granit. Ein Beamter kriegt Probleme falls etwas nicht wie vorgesehen abläuft. Also wird der jahrzehntealte Standard weitergeführt. Neuerungen brauchen unglaublich lange bis zur Umsetzung. Innovativ ist in der Schweiz einzig die Exportindustrie. Beziehungsweise die Erfindungen werden im Ausland umgesetzt.

      • Beno sagt:

        @Hansli
        Doch muss man 2 Dinge trennen; die Behoerden und die Schweizer Unternehmen…meistens arbeiten da auch Menschen von diversen Planeten.

        ‚Beziehungsweise die Erfindungen werden im Ausland umgesetzt‘ ..dies hat aber mehr mit der Billigproduktion zu tun, als mit Steifheit

      • Muttis Liebling sagt:

        @Beno, ich meinte richtig grosse Innovationen, so etwas wie Psychoanalyse oder Quantenmechanik. Wirtschaft interessiert mich weniger.

  • Katharina sagt:

    Klimpern Sie dann beim Herunterreden dieser Wahlrede auch mit den Wimpern wie gestern Mitt Romney, damit es dann auch GANZ sicher ehrlich gemeint herüberkommt?

    Ich hoffe, Ihr habt auch so einen Truth-O-Meter für den Faktencheck. Also wie es in Ihrem Kanton wirklich ausschaut mit den Schulen und was Sie selber in Richtung der Postulate, die Sie hier erwähnten, bewegt haben.

    • @Katharina

      Kann Deine Post nicht zuordnen. Wer ist gemeint mit Postulate und Kanton und Wahlkampfrede?

      • Katharina sagt:

        Postulate: was Pulver hier schrieb, was ja ganz schön tönt.
        Kanton: Bern, nicht?
        Wahlkampfrede: so kommt der Text im Duktus herüber.

        jemand hat weiter oben auf Mitt Romney verwiesen, der ja jedes mal mit den Wimpern klimpert, wenn er lügt, sprich eben durch seine ganze acceptance speech durch gestern beim Nationalkonvent der Republikaner.

        Das Truth-O-Meter bezieht sich darauf, wie dann die Gegenseite solche Reden auseinander nimmt und auf Fakten checkt. dabei ist unten rechts am TV ein kleines Massgerät eingeblendet, das, wenn etwas in der Rede den Fakten entspricht, einen Punkt vergibt.

      • alien sagt:

        Romney strahlt konstant aus: „Ich bin ja so viel besser als Ihr armen Schlucker.“ Sorry, aber ich traue ihm keine 4cm über den Weg.

      • Katharina sagt:

        Alien, traust Du Obama? Ich nicht. dem Mitt traue ich einfach weniger. Und was er vertritt, bzw auch was er an Rechten absprechen will, macht ihn für mich unwaehlbar, dies, obwohl die Republikaner der Mitte einige Argumente haben, die einfach stimmen. Fiskalisches und die Ineffizienz des federal government. (e.g. dass 30% der Medicare/Medicaid Claims betrügerisch sind, dass die Stimuli irgendwo versandeten).
        Ron Paul hat in dieser Hinsicht wohl schon recht.

        Und die gopa sopa (also seine speech, siehe dein video link) tue ich mir nicht an, ich hab den quatsch auch live nicht mitverfolgt.

  • Wilfried sagt:

    Ist dieses Bild nicht eher aus den USA? Ich sehe darauf praktisch nur Mädchen aus anderen Kontinenten. Hat die Bildredaktion gepfuscht?

    • pixel sagt:

      Unter Bildern die man sich ankucken kann gibt es Bildlegenden die man lesen kann.

    • pixel sagt:

      plus, falls es Ihnen entgangen ist: In Zürich gibt es sehr viele Menschen aus anderen Kontinenten. Was ja grundsätzlich in Ordnung ist. Oder?

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Kommt drauf an

        http://www.youtube.com/watch?v=w14Y755dSvo

        ist halt immer eine Frage des Mengenverhältnisses.

      • Katharina sagt:

        der Balkan ist auf einem anderen Kontinent? gmrpffff.

      • Sportpapi sagt:

        Aus anderen Kontinenten? Eher nicht. http://www.stadt-zuerich.ch/content/prd/de/index/statistik/bevoelkerung/bevoelkerungsstand/nationalitaet.html
        Und schauen Sie mal die Entwicklung in den letzen 10 Jahren (unten schieben)

      • Sportpapi sagt:

        Ach ja, man kann sogar noch auf 0-19j selektionieren.

      • pixel sagt:

        Sp: ich für meinen Teil habe Bezug genommen auf W’s Post und das Wort „Kontinent“ aufgegriffen. Korrekt wäre natürlich in unserem Fall „Ausland“. Der Link ist sehr interessant, wenn auch für mich wenig erstaunlich, dass auf die STADT Zürich bezogen, D überwiegt. Bewegen wir uns aus der Stadt nur 10 km westlich, wird die Statistik drastisch anders aussehen.

      • Katharina sagt:

        ich fand den Video köstlich. verstehe nicht wie junge Leute dermassen auf ghetto abfahren und den ganzen slang und deren Lebensweise als chic empfinden. vielleicht sollten wir mal ein paar unserer ghetto kids dorthin entsenden, quasi als diplomatische Delegation. wäre doch sagenhaft coolio snoopy doggy style oder so… die ganzen low riders, die ghetto blaster, (damit ist nicht nur die musik box gemeint). eine Dosis des real thing würde da einige wohl scare straight wie es dann so heisst.

        oder statt Schlieren ein paar Monate in Detroit im qu’vomit Quartier. sagenhaft kewl,

      • Sportpapi sagt:

        @Pixel: In der Stadt Zürich finde ich die Abwanderung, aus der Statistik ersichtlich, wenn man schiebt, fast noch interessanter als die Zuwanderung. Die Bevölkerungsdurchmischung der Stadt ändert sich in kürzester Zeit massiv!

      • Marco Casutt sagt:

        „ist halt immer eine Frage des Mengenverhältnisses.“

        Das wusste schon Schwarzenbach.

    • @Wilfried
      Nein, es ist Alltag in den Städten. Dort dienen die Schulen auch nicht dazu, den Kindern lesen, schreiben, rechnen beizubringen.

      Der Zweck der städtischen Schulen ist die Integration der Ausländerschwemme, die dieses Land kaum noch zu absorbieren vermag.

      Wer demnach will, dass seine Kinder etwas lernen in der Schule, der gehört entweder zur linken, salonsozialistischen Städtischen Elite und schickt die Kinder in Privatschulen oder er zieht aufs Land und wird fortan als SVP-wählender Bauerntölpel beschumpfen — kann noch so einen akademischen Beruf haben.

    • xyxyxy sagt:

      ein guter Artikel – entspricht genau meiner Erfahrung und meinen Beobachtungen

      natürlich heisst das nicht, dass Kinder sich NICHT wohlfühlen sollen. Kinder fühlen sich ja eben genau wohl, wenn sie sich selbst im Griff haben. Ein Mangel an Selbstkontrolle führt stets zu Unzufriedenheit. Das kann man sehr deutlich beobachten.

      Allerdings glaube ich, dass es für eine Schule schwierig ist auf Selbstkontrolle zu bauen, wenn dieser Wert nicht allgemein von der Gesellschaft/den Eltern getragen wird.

  • john d sagt:

    was herr pulver wünscht hatten wir ja jetzt 20 jahre. ich weiss es noch genau, spielend lernen und so ein sch*. wo es hingeführt hat sehen wir an der leistungsdifferenz zwischen mädchen und knaben. auch aus eigener erfahrung weiss ich, dass gerade für knaben eben disziplin, büffeln und verbindliche strukturen enorm wichtig ist. lustigerweise geht die story 20835727 von Psychologen Roy Baumeister, heute im bund, genau in diese richtung. die fehlenden strukturen im wohlfühlunterricht, wie ich ihn in den 90ern geniessen durfte, kommt vor allem ruhigen kindern die gerne dem lehrer zuhören zugute.

  • sepp z. sagt:

    Ein guter Beitrag von Bernhard Pulver.
    Störend ist, dass die Redaktion mit klischeehafter Bildwahl und Bildunterschrift das ganze wieder banalisiert und vereinfacht: „Musische Bildung trägt wesentlich zur Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler bei“, steht da unter dem Bild mit Schülerinnen.
    Aber das ist eben nicht Pulvers Aussage, die da heisst: „eine ganzheitliche Schule, in der Mathematik UND Sprachen, Technik UND musische Fähigkeiten unterrichtet werden“.
    Ein klassischer Fall, wie Menschen aneinandervorbei hören, interpretieren und sprechen können.

    • Theo sagt:

      Eine „ganzheitliche Schule“ hat noch nie einen Nobelpreisträger hervorgebracht.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Die Chinesen auch noch nie. Und? Alle unfähig, alle verwöhnt?

      • Ali Ferkous sagt:

        Nein, Pippi: Das Nobel-Komitee kann Chinesisch nicht lesen, deshalb haben sie auch noch nie einen Chinesen zum Nobelpreisträger gemacht, hingegen Kriegstreiber wie Arafat, Begin und Obama zu Friedens-Nobelpreisträgern. 😀

      • Sparter sagt:

        @Ali Ferkous
        Die Chinesen haben Nobelpreisträger, auch wenn es im Verhältnis zur Einwohnerzahl nicht gerade viele sind….
        Nicht alles glaube, was die Leute in einem Blog so posten.

  • Frank Baum sagt:

    Mit dem Artikel kann man sich leicht anfreunden. Die Ziele sind gut und richtig. Sie sind aber ohnehin unumstritten. Die Frage ist ja nicht, wohin man will sondern wie man dort hinkommt. Da ist der Artikel sehr schwammig und deutet einige Widersprüche an, die der Autor nicht aufklärt. Einerseits wird Leistung und Disziplin gefordert, dann wird die Disziplin aber wieder verworfen. Strafen werden auch verworfen (das ist unumstritten). Nur, wie erreichen wir denn die Disziplin? Wie eignen wir uns Fähigkeiten an, die nun einmal Übung erfordern? Dazu sagt der Autor nichts und bleibt zu seicht.

    • pixel sagt:

      genau. Seicht und widersprüchlich sind die Stichworte. Und, in meiner Wahrnehmung sogar tendentiell manipulativ.

      • Fistik sagt:

        pixel; es ist ja auch eine widerspruechliche Situation. Wir wollen Hoechstleistungen erzielen, aber die Kinder doch nicht zu strak im Kindsein beschraenken. In den asiatischen Laender ist Letzteres keine Frage; da herrscht Drill. Bloss wollen wir dies ?!…natuerlich nicht …darum auch dieses Dilemma. Wir wollen ja nicht zukuenftige „Depris“ zuechten, welche wie in Japan sich gleich von der Bruecke stuerzen , wenn sie entlassen werden. Sogenannte moderne Sklaven ihres selbstgewaehlten Berufes

      • pixel sagt:

        Wer will Hochleistungen erzielen?

      • Fistik sagt:

        pixel , dies steht im heutigen Thema ,… Schlafkoepfchen 😉

        „Hohe Leistung braucht Motivation“

      • Pixel sagt:

        Schon klar, dennoch stelle ich die Frage und zwar sehr bewusst.

      • Fistik sagt:

        ohh.. 🙄

      • Pixel sagt:

        Fistik, ich mag es wie Sie Ihre Augen verdrehen!

      • Fistik sagt:

        pixel

        …das kann ich auch mit meinen Ohren !!!

      • Pixel sagt:

        Zeig mal!

      • Fistik sagt:

        ..wuerde ich ja gerne, …aber habe gerade ein Muetzchen auf.. 😀

      • Frank Baum sagt:

        Der Widerspruch in diesem Artikel liegt nicht so sehr beim „Drill“ sondern bei der Disziplin. Den Drill lehnt der Autor ab. Da kann man sich fragen, wann „Üben“ aufhört und“Drill“ anfängt. Wenn wir das Üben auch mitverteufeln, dann wird es uns nicht gelingen anspruchsvolle Fähigkeiten zu vermitteln.

        Die Disziplin wird hingegen an einer Stelle eingedfordert („Wir wollen Leistung…“) und an einer anderen Stelle wieder abgelehnt. Das passt nicht. Da haben wir aber den Knackpunkt. Einerseits ist Disziplin die Grundlage für die meisten gemeinsamen Lernziele. Ausserdem ist es selbst ein Lernziel.

      • pixel sagt:

        Fistik: nun ja, es ist ja auch schon frischer geworden, da macht sich ein Mützchen schon ganz gut 🙂

        Frank Baum: Absolut, die Widersprüche sind an mehreren Stellen aufzufinden. Kurz gesagt: Worthülsen. Es hört sich vieles total nett an, kratzt man an der Oberfläche haperts konkret mit der Umsetzung.

      • Theo sagt:

        @Pixel: „Wer will Hochleistungen erzielen?“

        Niemand, Die Schweizer von heute möchten europäisches Mittelmass nicht überschreiten und von einem bedingungslosen Grundeinkommen leben, den Müll trennen und in der 2000-Watt-Stube einen korrekten SF-Fernsehfilm sehen. Hochleistungen sind asozial und ungesund. Die Leistungsgesellschaft macht krank.

    • Ali Ferkous sagt:

      Ist doch logisch, dass der Autor nichts zum Wie sagt: er ist ja Politiker, seine Aufgabe ist es, die Stimmbürger/innen mit viel Schaum weichzuspülen, damit er die nächsten Wahlen wieder gewinnt.

  • Pos Ma sagt:

    … und wer hat’s erfunden – RUDOLF STEINER …

  • Jakob Harzenmoser sagt:

    Drill, Zwang und Strafen sind ausgezeichnete Mittel um die wichtigen Lehrinhalte wie Marrrrschieren, Schiessen und Gewehr putzen zu vermitteln. Das beweisen unsere feldgrauen pädagogischen Institute bestens. Wenn es um minder wichtiges Larifarizeugs geht, wie etwa Physik, Mathematik, Chemie, dann kann man die Zügel schleifen lassen. Dort kann man sich mit simplen Trickli wie interessanter Unterricht, Aufzeigen der Relevanz für das Alltagsleben, Experimente etc. begnügen.

  • Alex Birnstiel sagt:

    Ich sehe noch etwa ein einziges Schweizer Kind auf dem Bild. Was für eine grossartige Entwicklung.

    • Stephan Baumann sagt:

      Was für ein doofer Kommentar, welches ist das schweizer Kind? Was wollen Sie eigentlich sagen?

    • müller christoph sagt:

      Auch wenn sie es für unmöglich halten, nicht alle schweizer Kinder sehen aus wie s`Heidi auf der Alp. Wachen sie auf!

    • pixel sagt:

      Sie meinen „weiss“, oder?

    • alien sagt:

      Achtung, Rassistenalarm.

    • Mimarie sagt:

      Die zwei hinten links mindestens.

      • Gabi sagt:

        Achtung, Schubladisiereralarm.

      • Pixel sagt:

        Interessant wie man eine Nationalität auf einen Blick ausmachen kann! Erschreckend dass wir im 21. Jhdt noch immer in diesem Muster denken: andersfarbig ungleich Schweizer Nationalität.

      • Hans Richter sagt:

        Jaja, weiter so mit Multikulti und wir haben bald Zustände wie in den USA d.h. Schulen auf dritte Welt-Niveau.

      • Pixel sagt:

        Ja, Computer und Applikationen machen auch nur Quatsch und was sie wollen. Oder ist es vielleicht doch so, dass der User eigentlich sagt was der Computer ausführen soll? Schulen haben genau das Niveau welches man haben möchte.

      • Pixel sagt:

        In einem Punkt gebe ich Ihnen recht Herr Richter: wenn diese Denke wie die Ihre weiter Bestand haben soll wird sich am Bildungsniveau nichts verändern. Nichts impliziert auch Positives.

      • Remo sagt:

        Ich schaue auch immer auf die Hautfarbe, Papierschweizer interessiert mich nicht! Das das Ende der Schweiz!
        Habe gar keine Lust mehr alt zu werden bei diesem Multikulti scheiss!

      • Muttis Liebling sagt:

        Was ist den Schweizer Nationalität?

      • Pixel sagt:

        ML: bei so einer Frage erweitert sich einem ja wirklich der Horizont…

      • Pixel sagt:

        Remo: Sie schauen auch auf die Hautfarbe. Na ja, ratsam. Macht ja auch einen Ausländer aus, oder?

      • Muttis Liebling sagt:

        Nur beantwortet die sich damit nicht, Pixel. Ich gebe mal Hilfestellung: Meine Nationalität ist Deutsch, weil ich als erstes Deutsch sprechen gelernt, Grimms Märchen gehört und danach die gelesen habe.
        Auf meinem jetzigen Pass steht Bundesrepublik Deutschland, auf dem davor stand DDR. Die BRD geht mir am A… vorbei, deswegen lebe ich da nicht mehr. Deutscher bin ich gern und nur. Der Staat, der derzeit meine Nation beherrbergt, ist nicht mein Staat. Die Schweiz auch nicht.
        Also, was ist ein Schweizer?

      • Pixel sagt:

        ML: ja natürlich diesen philosophischen Ansatz habe ich ja teilweise auch aufgegriffen gehabt. Um konkret zu werden:
        Offiziell ist man ein Schweizer wenn man auf dem Papier ein Schweizer ist. Das sagt die Theorie. Ich selbst bin bspw Seconda. De facto auf dem Papier Schweizerin da hier geboren und später via Eltern eingebürgert. Ob ich mich als schweizerin FÜHLE (was ich zu grossen Teilen tue) ist nicht relevant. Wenn Leute also ein Bild anschauen wissen sie nicht, ob das ein eingebürgertes Kind ist oder nicht. Dann aber auch noch via Hautfarbe dieses Urteil zu treffen ist daneben.

      • Pixel sagt:

        Ich bin weiß und sehe für viele vermutlich aus wie eine Schweizerin (ergänzend könnte man sagen: auszusehen hat). Auf dem Papier bin ich es auch. Dasselbe könnte also auch für meine Freundin gelten die italienisch-brasilianische Herkunft hat. Und es tut es auch. Aber die sieht halt nicht aus wie eine Schweizerin. Ich möchte damit also auf die extremen Oberflächlichkeiten hinweisen von aussen Beurteilungen abzugeben. Man mag seine Meinung haben was die Einwohnerpolitik angeht. Es so zu äußern und zu manifestieren ist einfach nur billig.

      • marie sagt:

        die nationalität ist reiner zufall. wir hätten auch in burkina faso, laos oder auf dem mond geboren werden können.

      • pixel sagt:

        korrekt, marie. Wir können uns alle sehr glücklich schätzen auf diesem Flecken Erde geboren worden zu sein. Oft genug denke ich mir, wir wälzen hier Probleme von denen andere nur träumen können.

      • marie sagt:

        richtig pixel!

      • Muttis Liebling sagt:

        Mein Deutschsein ist kulturell geprägt. Einserseits ist es Zufall, andererseits einmalig. Deshalb öden mich Formulierungen wie ‚… mit Migrationshintergrund‘ oder ‚Deutscher mit bosnischen Wurzeln‘ an. Wenn man in Bosnien mit bosnischen Eltern geboren ist, ist und bleibt man Bosnier. Einen Pass kann man zur Not kaufen oder bekommt man als Spitzenfussballer nachgeworfen.
        Siehe den Parallelblog. Die Sprachmeldodie, welche man als Embryo aufnimmt bestimmt die Nationalität.

      • marie sagt:

        oh ml. ich glaube nicht an grenzen, nationen. meine herkunft ist und bleibt mein familiärer hintergrund und dabei spielt die „nationalität“ für mich keine rolle. hätte eben auch in burkina faso sein können…
        ist in dem fall ihr verständnis von deutschsein die preussische kultur? …ich versuche mir darunter nämlich etwas vorzustellen… und sehe vor meinem dritten auge immer wieder „nur“ den ollen fritz. 😉 was sagen denn die bayuvaren dazu oder die schwaben?

      • xyxyxy sagt:

        ml – sie vereinfachen etwas zu sehr
        es prägt die Familie, die Sprache, wie auch das Land in dem man geboren wird
        ein Bosnier in der Schweiz geboren und aufgewachsen, ist kulturell evt. mehr Schweizer als Bosnier
        aber das kann man nicht pauschal sagen, denn es kommt auch noch auf Eltern, Familienbande und Wohnquartier an.

        Prinzipiell ist Nationalität sicher eher kulturell, als genetisch.

      • Muttis Liebling sagt:

        Wichtig ist ja erst einmal, das Nationalität keine politische, sondern eine kulturelle Qualität ist. Da sind wir uns inzwischen einig. Deswegen ist Nationalismus eben keine politische Dimensionierung, sondern Kleinbürgerkacke.
        Der alte Fritz, marie, hat keinen Beitrag zur deutschen Nation geleistet, das lag ihm fern. Friedrich der II. hat einen preussischen, keinen deutschen Staat gestaltet und Staat ist ganz etwas anderes als Nation. Die Schweiz ist nur ein Staat, keine Nation. Zur Nation fehlen die eigene Sprache und die eigene Kultur.

      • Marco Casutt sagt:

        „Habe gar keine Lust mehr alt zu werden bei diesem Multikulti scheiss!“

        Müssen Sie ja nicht.

    • Lucas Kunz sagt:

      Bittschön, wie lautet die Legende unter dem Bild???

      Steht da irgend etwas von Kindern einer Schulklasse während des Schulunterrichts? NEIN
      Also, das könnte ebenso eine ausserschulische Sache gewesen sein.

      Buntes Gemisch in der Schule: „Multi-Kulti“ muss nicht was schlechtes sein, im Gegenteil! Öffnet den Horizont.
      (ok, bei manchen so rechten strammen SVPler hat’s den nicht mal…)

    • Marco Casutt sagt:

      „Ich sehe noch etwa ein einziges Schweizer Kind auf dem Bild. Was für eine grossartige Entwicklung.“

      Ihrer Sehleistung?

  • Martin Ueli sagt:

    Lieber Herr Pulver

    Schön und gut..doch bezahlen Sie das auch? Die eindeutige Antwort im Kanton Bern ist:Nein, Ihrem Handeln nach soll gute Schule herbeigespart werden.

    Noch nicht gemerkt, dass Sie sich dauernd widersprechen?

    • Liselotte Reber sagt:

      Martin Ueli hat Recht. Auch in Basel wird unendlich Geld in den Überbau gesteckt. Es werden Beauftragte für jeden Sinn und Unsinn angestellt, während die Lehrer überlastet sind und ausbrennen.

    • Widersprecher sagt:

      Da steht nichts von Mehrkosten und nichts von Sparen. Alles MUH (Martin-Ueli’s-Hirngespinste).

      • MUH sagt:

        Herr Pulver ist ja auch nicht Journalist sondern Erziehungsdirektor…und da wird gutes Klima in den Schulen herbeigespart und zu Tode reformiert.
        Das richtige Leben findet nunmal weder in Artikeln noch Kommentarspalten statt.

  • Sportpapi sagt:

    Zum Sport: Hier ist das Hauptthema eigentlich, dass erfolgreiche Sportler aus der Komfort-Zone, der Zone des Wohlbefindens, herausgeholt werden sollten, um die entscheidenden Fortschritte zu machen. Und natürlich spricht im Leistungssport niemand von Integration, sondern von möglichst homogenen, kleinen Trainingsgruppen. In denen sich die besten in jedem Training miteinander messen und sich gegenseitig antreiben. Und natürlich hat man im (Leistungs-) Sport auch nicht in erster Linie die Idee, Kinder zur Leistung motivieren zu müssen.

  • Sportpapi sagt:

    Wie könnte man mit Bernhard Pulver nicht einverstanden sein. Grundsätzlich. Allerdings blendet er in seinem Text ja auch alles aus, was umstritten ist. Integration/Selektion, Evaluation bzw. externe Leistungsmessungen, Fächerkanon, Investition (Kosten) im Verhältnis zum Ertrag (Schülerleistungen). Wohlfühlen der Lehrer vs. (?) Wohlfühlen der Kinder? Und das oben angesprochene Thema: Welchen Auftrag hat die Schule eigentlich? Und was sollte von den Kindern und ihren Eltern erwartet werden können?

    • Gabi sagt:

      Was tun mit Eltern, denen es Wurscht ist, wie, bzw. ob, ihre Kinder lernen?

    • Muttis Liebling sagt:

      Welchen Auftrag hat die Schule? Das ist die beste Frage.
      Nur Bilden oder auch erziehen? Spezifisch oder unspezifisch bilden.
      Es gibt ja welche, die meinen dass man betriebswirtschaftliches Rechnen lehren soll, weil das noch 3-4 Tage wichtig sein könnte.
      Ich meine, Schule muss das Lernen an sich und die Grundfertigkeiten (lesen, schreiben, rechnen) lehren. Erziehen müssen die Eltern oder der Heimerzieher. Zum Lernen lernen gehört Disziplin und Ordnung. Deshalb ist Sport wichtig.

      • Sportpapi sagt:

        Ich halte die moderne Idee für falsch, man könne einfach Kompetenzen erwerben, ohne sich Wissen anzueignen. Das überfordert manche Kinder. Lieber lernen am Beispiel, auch wenn das auswändig gelernte Wissen vielleicht bald wieder aktualisiert werden muss.

  • Wortspiele. Bernhard Pulver lenkt ab. Gute Schulen wären dann, wenn die Neuntklässler ordentlich lesen, schreiben, rechnen könnten, dazu so gut es geht wenigstens eine Fremdsprache. Ob wir hervorragende Schulen benötigen oder nicht, darüber brauchen wir gar nicht nachzudenken. Wir erreichen nicht einmal das Minimum.

    Der Grund, warum die städtischen Schulen vor allem in Bern, seinen Vororten, aber auch in Biel dieses Niveau nicht garantieren, liegt a) an den ständigen Schulreformen b) an den sozial- und einwanderungspolitischen Experimenten der linken Elite. Diese schickt notabene ihre eigenen Kinder in Privatschulen.

    Zu Erinnerung: Im Kanton Bern bleibt jede fünfte Stelle in technischen Berufen (z.B. Automechaniker, Elektroinstallateur, Zimmermann) unbesetzt, weil es nicht genügend geeignete Lehrlinge gibt. Dreiviertel der städtischen Schüler können nicht genug lesen, schreiben, rechnen, um die Gewerbeschule zu bestehen.

    Zudem fehlen die Disziplin und Verantwortungsbewusstsein. Dieselben Lehrlinge kommen nicht pünktlich zur Arbeit und vermurksen teures Werkzeug und sind nicht fähig, selbständig einfache Arbeiten auszuführen.

    Zur Frage des Drills: Da wird extra ein verpöntes aus dem Militär stammendes Wort verwendet. Leistungswillige, motivierte Kinder wissen sehr wohl, dass man bestimmte Abläufe drillen muss, bis sie sitzen und sonst können sie nie die Meisterschaft erringen. Man kann das an vielen Orten beobachten, wenn einer stundenlang unverzagt dribbelt mit dem Fussball oder wenn er verbissen um den nächsten Level kämpft beim Gamen.

    @Bernhard Pulver: Theorien schwingen dürfen Sie, sobald Sie die Schulen in Ordnung gebracht haben. Also Allez-Marsch!

  • Clarita Kunz sagt:

    Ja, es braucht unbedingt mehr Leistung, aber nicht äusseren Druck. Die höchsten Leistungen erbringt ein Kind durch Eigenmotivation, nicht mit solcher unglaublichen Bevormundung, der tagtäglich die Kinder bremst! Eigenmotivation entsteht dort, wo Elltern und Kinder mit der Schule zufrieden sind. Solange die Kinder in eine Schule zwangseingewiesen sind, entsteht keine bessere Lern-Motivation. Die pädagogischen Konzepte sind sehr verschieden; die Bedürfnisse der Kinder und Eltern auch.
    Mittelalterliche Zustände haben wir in der Schweiz!

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Wie recht du hast, Clarita! Wir brauchen Wahlfreiheit, Bildungsgutscheine. Wir können es uns nicht leisten, dass Kinder auf der Strecke bleiben, nur weil sie nicht in ein bestimmtes Konzept passen. Leider sind die Ideen von Pulver noch lange nicht umgesetzt.

      • Gabi sagt:

        Was ist dann aber eigentlich mit Kindern, die nicht in jenes Konzept passen, dass als Grundvoraussetzung davon ausgeht, dass sie eigentlich von ganz alleine lernen wollen?

        Kinder, die ev. aus einem familiären Hintergrund kommen, der das A nicht gefördert hat und vielleicht B sowieso nichts anfangen kann mit der Vorstellung irgend einer Leistung, zu der man nicht gezwungen wird?

        Bildungsferne Schichten funktionieren eben nicht unbedingt „bildungsnah“.

        Es gibt durchaus auch Kinder, die Ihren Vorstellungen nicht ins Konzept passen, Pippi.

    • Sportpapi sagt:

      Diese hier geforderte Wahlfreiheit wirft ja noch ganz andere Probleme auf. Wieder einmal: Dann muss die Gemeinde aber auch die Wahl haben, keine Schule mehr anzubieten, bzw. nur eine bestimmte Anzahl Schüler aufzunehmen. Aber das nur am Rande.
      Ansonsten bin ich auch für Wahlfreiheit, Methodenfreiheit. Aber nur, wenn dies verbunden ist mit einer verbindlichen, einheitlichen Leistungsmessung zum Abschluss. Ziel einer Schule muss vor allem sein, dass die Kinder am Schluss so viel wie möglich wissen und können. Output und Outcome. Aber das ist halt nicht so beliebt.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ich hab nichts gegen die einheitliche Leistungsmessung am Schluss. Einfach bitte anonymisiert, so wie es auch an Unis üblich ist.

      • Sportpapi sagt:

        Wie meinst du anonymisiert? Natürlich geht es dabei nicht um die einzelnen Kinder, sondern um ein Monitoring. Um den Vergleich verschiedener Konzepte, Schulhäuser, Kantone, usw.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ach so, ich dachte, du plädierst für eine Art Abschlussarbeiten am Ende der obligatorischen Schulzeit, um festzustellen, ob die Kinder fit sind. Das fände ich eben gut, weil ich schon der Meinung bin, dass es nicht sein kann, dass ein Kind nach 9 Jahren Schule nicht lesen und schreiben kann, z.B., oder nicht einen gewissen Level in der Math. erreicht hat. Den Vergleich verschiedener Methoden, Kantone etc. kann man trotzdem machen.

      • Sportpapi sagt:

        Ja, für solches plädiere ich. Aber nicht erst nach 9 Jahren, sondern alle 2-3 Jahre, in jeder Schulstufe.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ich spreche von den normal begabten Kindern, nicht von denen mit reduzierten Leistungsanforderungen, das ist wieder ein anderes Thema. Wenn aber mehr als 10 % der Jugendlichen nach Ende der Schulzeit zu den funktionalen Analphabeten gezählt werden müssen, läuft etwas ganz falsch. Die allermeisten dieser Jugendlichen sind normal bildungsfähig.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ja Sportler, Vergleichsarbeiten, einheitlich für die ganze Schweiz, nach der Grundstufe, nach der Mittelstufe, am Ende. Und die Privatschulen, die ihre Schüler erfolgreich durchschleusen (und auch die andern Anforderungen erfüllen) bekommen anschliessend genauso öffentliche Mittel wie die öffentlichen Schulen, weil sie nämlich eine wichtige Funktion haben.

      • Wahlfreiheit wirft überhaupt keine Probleme auf, sie löst diese! 1. Die meisten Eltern wollen ihre Kinder ins nächstgelegene Schulhaus bringen, also werden auch in zukunft die Gemeinden ein Interesse daran haben, Schulen anzubieten. Wenn dann einmal eine schliesst oder mangles Nachfrage schliessen muss ist eine Neubesinnung angesagt, das ist gut so! Und 2.: Mit guter pädagogischer Begründung muss es immer möglich sein, bestimmte Kinder abzu-, bezw. woanders hinzuweisen!

      • Sportpapi sagt:

        @Schulwahlschoo: Wir haben in unserer Gemeinde gerade ein neues Schulhaus eingeweiht, die neue Turnhalle folgt nächstes Jahr. Hätten wir die Wahl gehabt, hätten wir wohl kaum wegen ein paar Dutzend neuer Schüler, die zwingend aufgenommen werden müssen, rund 15 Millionen ausgegeben. Leider voll… Wie in den Privatschulen.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Nein, die Gemeinden haben einen öffentlichen Auftrag. Bei den Spitälern gibt es auch öffentliche und private, das läuft Hand in Hand.

      • Sportpapi sagt:

        @Pippi: Das geht aber gar nicht. Wenn wir schon privatisieren, dann richtig. Dann sollen alle gleich lange Spiesse haben, nicht die Privaten dort aktiv werden, wo es gerade einfach und rentabel ist. Dann soll jede Gemeinde auch frei sein zu entscheiden, ob es ein Standortvorteil ist, eine eigene Schule zu haben, oder zumindest eine private anzulocken. Und zu entscheiden, wie viele Plätze man anbieten will. Oder soll eine private Schule immer präzise kalkulieren dürfen, und überzählige Schüler einfach ablehnen. Und die öffentlichen Schulen lösen dann das Problem? So nicht!

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    Eine sehr passende CB zum Geburtstag der grossen Maria Montessori:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Montessorip%C3%A4dagogik

    Bernhard Pulver ist ein echter Glücksfall als Berner Politiker, wir brauchen mehr solche Leute!

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      „Das Leitmotiv der Methode ist die Pflege der natürlichen Freude des Kindes am Lernen. Nach Montessori stellt diese Freude am Lernen einen Kernbestandteil des Wesens eines jeden Kindes dar. Mit Respekt und Achtung unterstützt und angeleitet, führt sie zu einer Entwicklung einer in sich ruhenden und ausgeglichenen Persönlichkeit.

      Kinder, die in ihrem eigenen Rhythmus und den eigenen Interessen folgend lernen, erleben Selbstvertrauen und Selbstständigkeit und verinnerlichen das Gelernte so am besten.“

      Die Methode von Maria Montessori ist über hundert Jahre alt und wirkt doch frischer und moderner als so manches unausgegorene Erziehungskonzept. Zentral finde ich den Respekt gegenüber dem Kind.

    • mira sagt:

      Juhui, unsere Tochter kommt in 2 Wochen in den Montessori-Kindergarten. Ich freue mich schon!

    • alien sagt:

      Italien ist zu Recht stolz auf sie. Sie war in den Neunzigern ja auf der 1000-Lire-Note.

  • Oswald Müntener sagt:

    Hohe Leistung braucht Motivation, das stimmt. Die wichtigste Komponente hat Herr Pulver aber vergessen zu erwähnen: Die ELTERN! Kinder entwickeln die Möglichkeiten zu einer gesunden intrinsischen Motivation lange bevor sie die Schule besuchen. Ich fände es also wichtig, gerade im Zusammenhang mit Qualität in der Schule, endlich auch von Qualität in der Erziehung zu sprechen. Eine aktive und kindergerechte Erziehung ist die beste Voraussetzung und Motivation für eine gute Schulkarriere. Herr Pulver, über Qualität zu sprechen und nicht alle Faktoren erwähnen ist unprofessionell!

  • Yasha Bostic sagt:

    Lieber Herr Pulver, ich wünsche mir dass Sie noch lange lange unser Regierungsrat bleiben.

    • @Yasha Bostic, ich nehme an, das war ironisch gemeint, oder?

      • dres sagt:

        Das glaube ich nicht, dass das ironisch war. Herr Pulver ist tatsächlich einer der fähigeren Politiker in unserem Land.

      • @dres,

        das einzig vernünftige, was Bernhard Pulver den bernischen Schulen zuliebe tun könnte, wäre die Finger von diesen Schulen zu lassen. Er soll einfach die Lehrer ihre Arbeit machen lassen. Sie sind dafür ausgebildet und werden dafür bezahlt.

        Ich glaube nicht, dass Bernhard Pulver zu so einer einfachen Selbstbescheidung fähig ist. In dem Sinn, nein, er ist kein fähiger Politiker.

  • Anton Keller sagt:

    Kein Spitzensportler wird ein gutes Resultat erbringen wenn er mit 20 motivierten unbegabten Hobbysportler zusammen trainieren muss (integrative Schule). Weiter wird ein Spitzensportler non-Stop ausselektiert. So belieben nur die motivierten und begabten übrig. In der Schule können und wollen wir jedoch die unmotivierten und unbegabten ausschliessen. Weiter ist die Frage der Motivation auch eine Frage der Ehrlichkeit. In der heutigen Schule werden nicht die guten Schüler gelobt, sondern die schlechten. Da hat unser Kind sich überlegt, doch einmal eine schlechte Note zu machen.

  • Fritz Eisenbeiss sagt:

    Disziplin ist nicht mehr gefragt sondern nur noch Wohlfühlen……………haben wir über soviel Stellen in der Sozialarbeit und im Fürsorgewesen um diese Generation dann mal zu beschäftigen. Freischaffende Künstler, Esotherik-Lehrer, Strassenmusiker während dann die Ausweichmöglichkeiten in der Privatwirtschaft.

  • Karin Gut sagt:

    Ganz oben an der Hierarchie sieht man die Sache gelegentlich etwas zu sehr durch die rosa Brille, etwas zu weit Weg von den Problemen an der Basis, ob das nun hohe Militärs sind, EU-Politiker in Brüssel, Manager in Firmen, Spitzenbeamte der Bundesverwaltung etc, die meisten Lesenden hatten dieses Gefühl wohl selber schon, dass „die da oben“ die Welt ein bisschen anders sehen – und so geht es wohl auch manchen Lehrern beim Lesen des Beitrags von Herrn Pulver, welcher als Erziehungsdirektor zu sehr ausblendet, welch grosse Erziehungsdefizite manche Schüler ins Schulhaus bringen.

  • pixel sagt:

    „Und unser Land braucht nicht nur gute Bildung, sondern hervorragende Bildung.“ Dieser Satz impliziert eine Erwartungshaltung und zwar gebunden an eine Messgrösse. Wie anders soll man „gut“ gegenüber „hervorragend“ festlegen wenn nicht an der einzig relevanten Messgrösse: der Noten der Schüler? Und dies wiederum bedeutet Druck. Druck durch Erwartungshaltung. Druck erzeugt in der Regel jedoch selten ein Wohlbefinden….

    • pixel sagt:

      Für mich ein repetitiver (Wiederholungen von Aussagen zwecks Verstärkung) und in sich widersprüchlicher Artikel.

      • marie sagt:

        erinnert mich an die rede von mitt romney letzte nacht 😉 gibt menschen, die reagieren positiv darauf.

      • Muttis Liebling sagt:

        Genau das war meine erste Assoziation. Eine Aneinanderfolge von Phrasen ohne inneren Zusammenhang, nur auf Breitenwirkung getrimmt. Für jeden etwas.
        Hochleistungspinkeln, ohne das die Hosenbeine nass werden.

      • pixel sagt:

        nun ja, die Ansätze an sich sind ja nicht grundverkehrt, obschon ich persönlich Erwartungshaltungen als tendentiell negativ einordne. Die Art und Weise, wie Ziele festgelegt und verfolgt werden darf man – ähnlich wie in der Politik – durchaus kritisch hinterfragen.

      • pixel sagt:

        ML, der mit dem Hochleistungspinkeln – sehr schön! – den merk ich mir! 🙂

      • @pixel, es ist die alte, linke Masche: Schlagworte dreschen, statt die Arbeit zu erledigen.

      • pixel sagt:

        JB: ich hätte es nicht so rigoros und als linke Masche formuliert, obschon ich in anderen Posts von Ihnen stellenweise Ihre Meinung durchaus teilen kann, nebst der Tatsache, dass sie auch wirklich informativ sind.

      • alien sagt:

        Äh Jürg, hältst Du mich für total abwegig, wenn ich die feste Überzeugung äussere, dass das eigentlich die Spezialität der RECHTEN ist? Ein rechter SVPler hat keine Ahnung von nichts, davon aber jede Menge.

      • Gabi sagt:

        Und ist zudem sicher Banker und Schubladisierer!

        (um im engen Weltbildchen zu bleibenS)

      • Katharina sagt:

        tia.. links und rechts – eine an und für sich falsche Einteilung der politischen Spektra:

        http://www.youtube.com/watch?feature=endscreen&v=DioQooFIcgE&NR=1

    • Sportpapi sagt:

      Einzig relevante Messgrösse sind die Noten? Eher nicht, oder. Die sind nämlich meistens nur auf die Klassennorm bezogen und in diesem Zusammenhang irrelevant. Auch sonst bin ich nicht gleicher Meinung. Natürlich soll die Gesellschaft, die Schule eine Erwartungshaltung an die Schüler haben.

      • Pixel sagt:

        Sp, dann lass ich mir gerne aufzeigen wie sonst man die Bewertung des Bildungsniveaus festlegt, insbesondere wie man den Sprung von gut zu hervorragend feststellen möchte, wenn nicht über die Noten der Schüler. Können Sie mir hier konkret eine Alternative aufzeigen?

      • Pixel sagt:

        Und zum Zweiten würde mich interessieren wieso die Gesellschaft und die Schule
        Ihrer meinung nach eine Erwartungshaltung an die Schüler haben soll. Ich würde, wenn wir schon von Erwartungen reden,viel eher eine an die Lehrpersonen sehen.

      • Sportpapi sagt:

        @Pixel: Wenn die Lehrer die Vorgabe haben, einen Klassenschnitt von 4.3-4.8 zu erzielen, lassen sich Leistungsverbesserungen eben nicht in der Note abbilden. Dies würde einen beständigen, objektiven Massstab erfordern. Alternative sind einheitliche Tests über alle Klassen (einer Schule, eines Kantones, der Schweiz), die möglichst gleichzeitig ablaufen. Beispiel PISA. Beispiel gewisse Matur-Aufnahme- und -abschlussprüfungen. In der Tendenz: Bildungsstandards. Jegliche „obkektive“ Outputmessungen.

      • Sportpapi sagt:

        Und zum zweiten: Weil die Gesellschaft immer mehr in diese Schule investiert. In der Hoffnung auch, dass daraus eine Rendite entsteht. (Aus-)Bildung als unser grösstes Kapital. In der Qualitätssicherung spricht man von Input-Prozess-Output. Die ersten beiden Punkte werden sehr gerne untersucht, beim letzten lässt man gerne die Finger davon. Schade. Denn es reicht nicht, guten Unterricht zu bieten, wenn die Schüler den nicht annehmen, die guten Voraussetzungen nicht nutzen. Insofern sind sie durchaus auch gefordert.

      • Pixel sagt:

        Ja sicher, ich habe nie von der Methode gesprochen, sondern von der
        Messung an sich. Somit lässt sich also feststellen, dass wir uns ja
        einig sind darüber, DASS es eine Messung braucht um anhand der NOTEN DER SCHÜLER das Bildungsniveau festzumachen.

      • Pixel sagt:

        Sp und zum zweiten: danke, das kann ich nun auf jeden Fall besser verstehen, auch wenn ich nach wie vor eine etwas andere Meinung diesbezüglich habe.

      • Sportpapi sagt:

        @Pixel: Sie frönen hier der Rechthaberei. Meistens endet eine Leistungsmessung nicht mit einer Benotung, sondern einer Bewertung. Und es gilt häufig die dumme Regel, dass solche Leistungstests nicht zur individuellen Benotung genutzt werden dürfen (weshalb weiss ich auch nicht). Aber Sie können dieser Bewertung, Bepunktung natürlich auch Note sagen.

      • Pixel sagt:

        Ich fröne der Rechthaberei? Wieso das denn? Ehrlich gesagt habe ich den Verdacht, dass wir aneinander vorbeireden. Ich bewege mich viel theoretischer als Sie, wenn man dem so sagen kann. Meine Vermutung ist, dass Sie als Lehrkraft anders im Thema sind als ich, die es von außen betrachte. Mir gehts nicht um den Ausdruck „Note“. Alles was ich in meinem Eigangspost festgemacht habe ist die Feststellung des Widerspruches „Erwartung vs Wohlfühlen“.

      • Sportpapi sagt:

        @Pixel: Ich glaube nicht, dass Sie theoretischer arbeiten als ich. Denn Monitoring im Schulumfeld ist eigentlich eine meiner Hauptaufgaben. Es geht eher um etwas Definitiorisches. „Noten“, wie wir sie kennen, taugen als Messgrösse innerhalb einer Klasse. Aber eben kaum für grössere Vergleiche. Vergleiche ich zum Beispiel das Niveau der Schüler im Aargau mit dem der Zürcher in der Mathematik im gleichen Alter, werde ich wohl kaum ihre Noten vergleichen. Denn die sind eben woh identisch. Sondern Punkte, Fehler, etc in einem identischen Test.

      • pixel sagt:

        Sp, wir reden aneinander vorbei. Das kann durchaus Bestand haben und wird es vermutlich auch, was Sie sagen. Alles, worauf ich hinaus wollte und möchte bezieht sich auf den widersprüchlichen Inhalt des Artikels. Diesen habe ich untermauert mit einem weitergeführten Beispiel wie o.e. Aber egal, lassen wir es.

  • Mirjam sagt:

    Meine Kinder sind in einer Wohlfühlschule – ich habe sie vor zwei Jahren in die Rudolf Steiner Schule Ittigen eingeschult. Die Klasse unseres Sohnes wächst. Innerhalb eines Jahres ist die Klasse von 14 auf 19 Kinder angewachsen – die NeuschülerInnen sind aus der Staatsschule in die RS-Schule gewechselt. Weshalb wohl? Was geht schief in der Staatsschule dass eine Privatschule innerhalb eines Jahres dutzende von neuen Schülern kriegt (in allen Klassen ist Zuwachs zu verzeichnen, Quereinsteiger). Meine beiden Kinder lieben die Schule.

    • Muttis Liebling sagt:

      Wenn sie etwas dabei lernen, dürfen Kinder die Schule gern auch hassen. Schiller hat die Karlsschule mehr als nur gehasst, aber da mit 17 Jahren ‚Die Räuber‘ geschrieben.

      • alien sagt:

        Tja, hätte er das nicht gemacht, wenn er seine Schule geliebt hätte? Ich denke, die Räuber waren in ihm drin und mussten raus, egal wie das Draussen aussieht.

      • Muttis Liebling sagt:

        Mit Sicherheit nicht, wer Dreck nicht erlebt hat, kann nicht über Dreck schreiben. Ein 17- jähriger denkt sich diese Figuren nicht aus, die muss er vorher erlebt haben. Kreativität gedeiht bevorzugt im Dreck, von Harmonie kommt nichts.

  • marie sagt:

    ist ja alles gut und schön hr p. aber beim durchlesen ihres textes kam mir mein „alter“ deutschlehrer in den sinn (übrigens mein lieblingsleherer und für mich nach wie vor massstab eines ausgezeichneten lehrers). er meinte immer: wir sollten für uns lernen und nicht für die anderen. bei ihrem text beschleicht mich der verdacht, für die wirtschaft, für das land usw… zu lernen. nur nicht für sich.

    • Ashrio sagt:

      Natürlich lernt man nur für sich. Jedoch stellt der Staat die Schulen zur Verfügung, um daraus Arbeitkräfte und Innovationskraft zu gewinnen. Ausserdem vermeidet er durch einen allgemeinen Bildungsstandard das abgleiten grosser Bevölkerungsschichten in die Armut. Die Schule war mit ein Grund, wesshalb die Schweiz beide Umwälzungen von a) Landwirtschaft zur Industrie und b) von Industrie zur Dienstleistungsgesellschaft geschafft hat. In anderen Ländern hat dies zu riesigen grossen Arbeitslosenzahlen geführt.

      • marie sagt:

        sagen sie das mal einem pubertierenden. spätestens da stossen sie auf granit. und die grundvoraussetzung, um motivation umzusetzen passiert in den ersten lebensjahren zu hause. wenn diese basis nicht gegeben ist, dann könnte es harzig werden.

      • pixel sagt:

        Allgemeinen Bildungsstandard – vielmehr den Sprung von „gut“ zu „hervorragend“ – misst man an der Leistung der Schüler. Wenn als Schüler meine Leistung zu statistischen Zwecken zwecks Leistungssteigerung benötigt wird, kann man abstrakt gesprochen tatsächlich daraus ableiten, dass der Schüler für den Staat lernt. Abstrakt gesprochen!
        Indirekt stimmt also maries Bemerkung, dass man für sich und nicht für jemand anders lernen soll.

      • Muttis Liebling sagt:

        marie, Motivation kann in jedem Lebensalter entstehen,es geht je früher, desto leichter. Nur ist die Schule oder die Uni nicht da, zu motivieren. Der von mir hochgeschätzte Philosophiekleindarsteller Precht hat mal gesagt, sein Interesse an Ph ist an einem griechischen Strand geboren (wie Aphrodite). Meines tatsächlich an der Offiziersschule.
        Es geht immer alles, aber auch bei der Bildung muss immer einer auch den Topf aufhalten, in den ein anderer eingiesst. Wenn das der gleiche ist, ist das schön, aber eher selten. Ich bin für die alte Regel, wer nicht will, der hat schon.

    • dres sagt:

      Hallo Marie! Wie war Ihre Party? Sind die YB-Würste trotz der miserablen Vorstellung im Wankdorf auf Anklang gestossen? 😉

      • marie sagt:

        die würste wurden gestrichen – drei mal können sie raten weshalb! und die party findet heute statt. aber nicht die yb-party! die werden ausgepeitscht!

      • alien sagt:

        Hm, die haben den Namen „Wankdorf“ wieder einmal zu wörtlich genommen…

    • dres sagt:

      Richtig! Ausgepeitscht, geteert und gefedert! Und die kommen definitiv in keine Wohlfühlschule sondern in ein Arbeitslager… 😉 Frohe Party! Bin auch schon bald im Apéro… Nur noch vier Stunden…

  • Maurus Meier sagt:

    Bin mit RR Pulver sehr einverstanden, habe aber bei Politikern so meine generellen Bedenken, dass sie lieber gut rede, statt dann wirklich umsetzen. Leider ist es eine Tatsache geworden, dass die Politik (insbesondere auch die kant. Parlamente) der Volksschule viel zuviel dreinreden und eine unsägliche Reformitis auf dem Buckel der Kinder und der Lehrerschaft betreiben. das ist das grundsätzliche Uebel, an dem auch Pulver seine Mitschuld hat. Es darf nicht sein, dass im flotten Jahresrhythmus Schulgesetze und Verordnungen angepasst werden und Experimente gemacht werden.

  • Brunhild Steiner sagt:

    Schöne Worte, allerdings interessierte mich die Praxis u wie sich der Herr in dortiger einsetzt…,
    wie sehen denn konkret die Klassengrössen in Bern aus?
    Wie unkompliziert/unbürokratisch werden Mehr-Räume zur Verfügung gestellt wenn es zu eng wird?
    Umgang mit sehr schwachen Kindern (existieren Kleinklassen, falls nicht, werden den Regelklassen ausreichend Begleitpäd. zur Seite gestellt (nicht bloss auf wenige Lektionen verteilt)?

    Die tollste Leistungsbereitschaft scheitert auf Dauer an widrigen Umständen.
    Zudem „Leistungsbereitschaft/Motivation“ auch zuhause gefördert/abgewürgt wird.

    • Karin Gut sagt:

      Alleine schon der Satz „…MEHR Drill, Disziplin, Strafen. Das ist ein Irrweg“ hat es in sich.

      Gibt es in der Schule keinerlei Probleme? d.h. Drill, Disziplin, Strafen so beibehalten wie bisher?

      Oder impliziert das sogar „…WENIGER Drill, Disziplin, Strafen“ als Lösungsansatz? Was ist dann der Idealfal?l „…KEIN Drill, Disziplin, Strafen“?

      Es gibt nicht einfach schwarz-weiss, Bildung ist ein ungeheuer komplexes Zusammenspiel. Man kann nicht einfach generell einem Wunsch nach mehr Disziplin negativ gegenüber stehen, man muss das sehr differenziert betrachten.

      • @Karin Gut

        Bernhard Pulver hat überhaupt keine Ahnung, wie es in bernischen Volksschulen aussieht. Schon vor 40 Jahren waren max 20% der Lehrer an Drill, Disziplin und Strafen orientiert. 60% machten es mit Drill, ohne das übrige.

        Heute gibt es von all dem überhaupt nichts mehr. Vermutlich hat Herr Pulver grad noch knapp die Erinnerung an den meistgehassten Lehrer aus seiner eigenen Schulzeit im Kopf und tut jetzt so, als müsse man das noch ändern, nachdem der besagte Übeltäter schon längst die Radieschen von unten anschaut.

      • alien sagt:

        Jürg, in die Ecke und schämen.

  • Na endlich! Warum denkt ihr heist es „spielend“ leicht gelernt? Wir Gestallten unser Arbeitsplatz ja auch solange um bis es Passt, Farblich, Geruch, und schaue mal was da so alles auf diverse Büropulten rumsteht,welche richten Ihren Büro ja nach Feng Shui aus….. und von unser kinder erwarten wir Hochsleistung in einer Sterile Umgebung…..

    • alien sagt:

      Ein Schulzimmer ist doch nicht steril. Wann waren Sie zum letzten Mal an einem Elternabend? Oder waren Sie je? Nein, bei uns ist jeder zweite Quadratcentimenter an der Wand mit Zeugs vollgeklebt, zumindest gegen Ende des Schuljahrs.

  • rolf kuhnert sagt:

    „Schulen, in denen Schulprojekte wie Theater, Konzerte, Musicals die Leistungsbereitschaft der Schüler fördern. Schulen, die genügend Freiräume haben und individuell zugeschnitten auf ihre Schülerinnen und Schüler neue Wege gehen.“ Herr Pulver erklären Sie ihren Lehrern einmal, dass sie dazu berufen sind, die Schüler zu motivieren und nicht umgekehrt (die anregungen für musische Interaktionen kommen häufig von den Schülern). Die Lehrer jammern nur noch über wenig Lohn, Überlastung, zu wenig Freizeit. Sie haben keine Motivation zu motivieren.

    • Maurus Meier sagt:

      Haben Sie einmal darüber nachgedacht warum? Ständige Gängelung mit noch mehr Vorschriften, überfordere Eltern, die alles in die Schulen tragen, Beschneidung der für gute Schule bitter nötigen Kompetenzen, (viel) zu lange Ausbildung, Gängelung durch die Politik u.a. haben die Motivation einiger Lehrer – nicht aller – gesenkt. (bin kein Lehrer, aber Vater von Schülern!).

      • @Maurus Meier,
        Dazu gehören noch
        1) die ständig neuen Schulreformen, die den Lehrern verunmöglichen, sich zu orientieren und Routine zu erlangen.
        2) die sogenannten „Qualitätskontrollen“, die im Ausfüllen immer neuer riesiger Berge von Formularen bestehen.
        3) Sitzungen ohne für jeden Guguus, insbesondere Koordination der Minimalpensen von Teilzeitangestellten.
        4) Minderwertig ausgebildete Abgänger von „pädagogischen Hochschulen“, die vor lauter Überforderung im Dauerstress sind.

      • Maurus Meier sagt:

        Völlig einverstanden. Wenn man in den Pisa-Ländern mal mit sehr erfolgreichen Ländern vergleicht, wie Finnland, stellt man fest: viel weniger Bürokratie, längere Phasen zwischen Reformen, grössere Wertschätzung des Lehrerberufes und vor allem viel mehr Kompetenzen der Lehrer im laufenden Schulbetrieb (Lehrziele anstatt lange Lehrpläne), und letztlich auch bessere Ausbildung (man kann nur Lehrer werden, wenn man zu den 10% Besten in der Ausbildung gehört!!!!) etc.

  • Stefan sagt:

    Schöner Blog, wirklich. Aber in einer Sache hat Herr Pulver unrecht. Ich bin der Meinung, dass diejenigen, die mehr Drill, Leistungsbereitschaft etc.. fordern, eigentlich nur wollen, dass das ganze wieder ins Gleichgewicht kommt, also dass Mathematik und Sprachen, Technik und musische Fähigkeiten, Disziplin und Freiräume gleichwertig sind. Man kann z.B. in die Kanti gehen und hat im 4. Jahr nur noch Mathematik als „technisches“ Fach (Chemie, Physik, Bio lässt sich abwählen nach 3 Jahren). Auch in der Volksschule: Immer mehr Sprachen, immer weniger Naturwissenschaft.

    • Cybot sagt:

      Wenn das so ist, wär das aber eine seltsame Erklärung. Auch naturwissenschaftliche Fächer kann man spielerisch lehren, wir hatten einen Chemielehrer der war das beste Beispiel dafür.
      Unsere Mathe- und Physiklehrer waren eher auf dem Drill-Pfad, das müsse so sein als Vorbereitung für die ETH. Entsprechend streng waren die Prüfungen und die Noten meist ungenügend – oft bei fast der ganzen Klasse. Nach der Matur traute sich grad mal einer an ein Mathestudium, dafür 4 an Chemie. Und ich dachte ich wär zu schlecht für die ETH und bereue es heute noch.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Genau Cybot, dein Beispiel zeigt schön auf, wie Kinder und Jugendliche mit den falschen Methoden entmutigt werden, eine in der CH leider weitverbreitete Unsitte vieler Lehrer. Anstatt die Kinder zu stärken und damit zu motivieren, noch besser zu werden, gibt man ihnen das Gefühl, völlig mangelhaft zu sein. Das spornt nicht an, das macht nur den Verleider. Die Stärken betonen und für die Schwächen Unterstützung anbieten, dann wachsen den Kindern Flügel. Das zeigt sich eindrücklich bei Kindern, die hohe Leistung in Sport oder Musik bringen, die sind oft auch sonst gute Schüler. Erfolgserlebnis!

      • @cybot

        Keine Angst, auch die ETH nivelliert nach unten, um die Maturanden von heute irgendwie akkomodieren zu können. Immerhin, bis zur Matura kann auch der letzte einigermassen lesen undschreiben und sonst weiss er wenigstens wie Ctrl-C und Ctrl-V funktionieren.

      • Sportpapi sagt:

        Hohe Leistungen im Sport oder in der Musik sind tatsächlich häufig mit guten Schulleistungen korreliert. Aber nicht wegen des Erfolgserlebnisses. Sondern weil die Kinder gelernt haben, für den Erfolg zielstrebig und hart zu arbeiten, sie sich gut konzentrieren können, leistungsbereit sind. Meist ein Erfolg der Erziehung, aufwachsen in einem Umfeld von fördern und fordern.

      • Stefan sagt:

        Aber Cybot, die Methodik hat doch nichts damit zu tun, welche Fächer überhaupt gelehrt werden.
        Beispiel Kanti Schaffhausen, Profil M, 4. Klasse: Obligatorisch 4 Stunden Mathe, 4 Stunden Kunst, 12 Stunden Sprache, 3 Stunden Sport, dazu Schwerpunktfach 5 Stunden Sprache oder Kunst, 6 Stunden Ergänzung / Wahlfach, wo auch z.B. Philosophie, Pädagogik (aber auch Naturwissenschaftliches) gewählt werden kann.
        Entschuldigung, aber das ist nicht ausgewogen. Gerade als Maturand sollte man in allen Bereichen eine gewisse Grundbildung haben. Und das ist nicht der Fall. Ob mit oder ohne guter Methodik

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Zielstrebig und hart arbeiten sie, weil es ihnen Freude macht – „Das Leitmotiv der Methode ist die Pflege der natürlichen Freude des Kindes am Lernen. Nach Montessori stellt diese Freude am Lernen einen Kernbestandteil des Wesens eines jeden Kindes dar“ – durch den erzielten Erfolg werden sie weiter motiviert etc. Genau das hab ich oben ausgeführt. Kreative Leistungen sind in einem Umfeld voll Druck und Zwang nicht möglich.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Dass diese natürliche Freude am Lernen möglichst früh geweckt und gefördert werden soll, ist ein wichtiger Punkt. Deshalb finde ich auch die Einführung der Grundstufe – Kindergarten und erste paar Jahre zusammen, Kinder lernen nach dem eigenen Rhythmus – so entscheidend. Und Krippen mit gut ausgebildetem Personal, nicht um die Kinder zu drillen, sondern um ihnen Futter zu geben, mehr braucht es eigentlich nicht. So geförderte Kinder erleben Lernen positiv, die beste Prävention gegen Leistungsverweigerung in späteren Jahren!

      • Sportpapi sagt:

        @Pippi: Du hast teilweise recht. Kinder haben – meist, leider längst nicht immer – eine Eigenmotivation zum Lernen. Darauf soll aufgebaut werden. Sie haben aber ganz sicher nicht in allen Fächern die gleiche Motivation, das gleiche Interesse. Deshalb braucht es auf der anderen Seite auch klare Vorgaben. Ich kenne zum Beispiel einige Kinder, die haben überhaupt keine Lust, zu sprechen, geschweige denn noch fremde Sprachen zu lernen. Die würden am liebsten den ganzen Tag rechnen. Oder Modellflieger bauen…

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        ja, ich weiss was du meinst. Wichtig ist jedoch, dass sie nicht ein Gefühl des Nichtgenügens bekommen, das demotiviert nämlich extrem, gerade sensible Kinder brauchen da eine aufbauende Hilfe, nicht einfach eine harte Forderung. Sie müssen sich als immer kompetenter erleben dürfen, dann kommt die Freude, im besten Fall, oder wenigstens das Aushalten und sich bemühen. Wenn ich z.B. sehe, wie liebevoll die Schulberichte in Steiner-Schulen verfasst werden, wie bejahend zum Kind und aufbauend, freue ich mich einfach und bedaure, dass das nicht alle Kinder so erleben dürfen.

      • Frank Baum sagt:

        @cybot: man kann wohl auch Mathematik und Physik mit Herumkaspern vermitteln. Man kommt einfach nicht sehr weit. Mit Sicherheit nicht an die ETH. Es gibt Dinge, die erreicht man nur, wenn man in der Lage ist, sich zu überwinden.

      • In meinem Fall war es so:

        Mathematik war mir nicht wirklich wichtig, aber gedanklich eine Herausforderung mit einem spannenden, anspornenden, strengen Lehrer. Ich hatte gute Noten, aber war nie Spitze. War jeder Aufgabe gewachsen, aber nicht auf Spitzenleistung aus. Physik war mir wichtig, hat mich als Ideenwelt angeregt. Der Physikunterricht wurde sogar im naturwissenschaftlichen Maturatypus nur mit marginal wenigen Stunden unterrichtet, zudem von einem ekligen Lehrer, der die schwachen Schüler blosstellte und die übrige Klasse ständig schikanierte, der nichts interessantes zu erzählen wusste. Ich sorgte für ein ungenügende Maturanote, schon nur um den Lehrer zu blamieren.

      • Und dann kam die Uni mit einem lebendigen, unglücklich unwissenden, aber freudig engagierten Dozenten in Mathematik. Ich hatte keine Ahnung was sein Unterricht mit Biologie zu tun haben könnte, aber ich spielte gutmütig mit und hatte eine 5. Physik interessierte mich nach wie vor und wir hatten an der Uni unglaublich obereinfältigen Physikunterricht, der von überforderten Professoren und abgebrühten Assistenten abgespult wurde. Ich schwänzte, schrieb an der Prüfung kalkuliert genau genug Antworten in Physik (Note 2), damit ich im Vordiplom noch einen genügenden Notendurchschnitt hatte.

      • Und was bleibt all die Jahre hinterher? Ich kann mich in vernünftig kurzer Zeit in neue statistische Verfahren einarbeiten. Dies gelingt mir sogar trotz der Folgen einer traumatischen Hirnverletzung. Warum?

        Weil ich von meinen Mathematiklehrern in der Sekundarschule und im Gymer gelernt hatte, präzise, zäh und diszipliniert an eine Aufgabenstellung heranzugehen, nicht locker zu lassen bis sie gelöst ist, selber instinktiv beurteilen zu können, ob ich mit der Lösung zufrieden bin und ob sie darum gelten soll.

        Ich kann in diesen Dingen mit meinen 22-jährigen Studienkollegen mithalten, genau weil ich seinerzeit im Schulunterricht gefordert wurde, trotzdem mir das Fach nur halb wichtig war. Während Jahrzehnten wurden Standards gesetzt, Disziplin eingehalten in den oberen Schulstufen, gedrillt bei den Bigelirechnungen in der Grundschule.

        Ich glaube nicht dass ein einziger von den heutigen Schülern, die nach dem Prinzip der 80er-Jahre-Selbsterfahrungspädagogik, diesen Wiedereinstieg schaffen könnte.

      • Fistik sagt:

        @Juerg

        Ich begreiffe ihre Aussage , dass sie mit dem Fleiss, den man von der Lehrmethode der 80er behalten hat, weit kommen….ja selbst easy mit juengeren Kollegen mithalten koennen. Ich frage mich nur: ist es nicht nur die Optik derselben Zeit ? Komme ich nur mit Drill an den Erfolg ? Mit dem Beispiel des Sportlers mag dies stimmen, bloss sind wir keine Sportler. Die Antwort ist nein ,denn ich sehe oft viel inovierendere Entwicklungen als damals entstehen, …scheinbar aus dem Nichts…sogar bei Oeko-Projekten …!
        Das Computerzeitalter hat dem Menschen vieles einfacher gemacht..

  • Ashiro Moto sagt:

    Eine der wichtigsten Grundvoraussetzungen der Motivation und folglich der Leistungsbereitschaft ist die Anerkennung desser. Womit eine Gesellschaft das Bewusstsein entwickeln muss, dass Wissen kostbar ist und geachtet werden muss, damit sich ihre individuen auch voll und ganz dafür einsetzen.

    • @Ashiro Moto
      Huiuiuiuiuiii, damit reden Sie aber ganz schön den Grünen ins Zeug:

      Jeder, der in der Schule vorwärts kommt stört die Chancengleichheit. Jeder, der im Leben zu Geld kommt, ist ein Ausbeuter. Jeder, der sich ein Leben in Wohlstand einrichtet ist ein böser Kapitalist. Jeder, der mit neuen Ideen Erfolg hat, ist nur zu geizig, die Früchte seiner Arbeit gratis mit der Welt zu teilen.

      Es bleiben also als einzige unverdächtige erfolgreiche übrig: Sportler und Musiker.

      • alam sagt:

        „Jeder, der sich ein Leben in Wohlstand einrichtet ist ein böser Kapitalist“ … kommt darauf an, auf wessen Kosten er das tut.

      • @alam, genau ihre Worte meine ich, wenn ich auf diese ständige nörgelnde, marxistisch klassenämpferische Missgunst hinweise, wie sie von den Linken geschürt wird.

        Es kommt eben grad nicht drauf an, wie jemand zu seinem Wohlstand gekommen ist. Solange er keine geltenden Gesetze bricht, ist es sein Geld, sein Hab und Gut, sein eigenes und basta.

        Was Sie wollen, ist die Vergesellschaftung des Kapitals. Vor nicht allzulanger Zeit ist der real existierende Sozialismus mit wehenden Fahnen untergegangen. Dennoch gibt es in der Schweiz immer noch zehntausende, die davon träumen.

    • Welschfreundlich sagt:

      Welch ein Glück für den Kanton Bern, einen solchen Regierungsrat im Erziehungsdepartement zu haben. Gute Bildung ist GOLD wert. Anerkennung ist das A und O im Leben. Es von KLEIN auf zu erhalten, stärkt für das Leben und man gibt es als Erwachsene/r weiter.

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