Sichere Schulwege?

Ein Kind versucht, die Strasse zu überqueren. (Bild: Keystone)

Wir bringen unsere Kinder nicht mit dem Auto zur Schule. Das tut bei uns kaum jemand. Es wäre ja auch ziemlich hirnrissig so mitten in der Stadt. Also gefährden wir auf dem Schulweg keine andern Kinder mit unseren Elterntaxis, wie das im Moment wieder heiss diskutiert wird. Klar, das liegt in der Natur unseres Schulwegs und nicht oder nur wenig daran, dass wir vernünftiger und rücksichtsvoller wären, als die Eltern, die ihre Kids von Tür zu Tür chauffieren. Trotzdem sind Autos auch bei uns das Thema Nummer eins.

Seit Jahren sind sie ein Dauerbrenner: Die beiden Fussgängerstreifen, welche unsere Kids auf dem Weg zum Schulhaus überqueren müssen. Die Grünphase des einen dauert in etwa so lang, dass höchstens Usain Bolt es rechtzeitig ans andere Ufer schaffen könnte. Und damit es richtig Spass macht, kommt der Verkehr nicht nur aus einer Richtung, sondern gleich aus zwei und zwar mit tüchtig vielen Lastern. Die Velofahrer, die hier durchflitzen, sind zudem offenbar von einer lokalen Form der Rotgrünblindheit geschlagen, die auch auf die Wadenmuskulatur schlägt: Je röter die Ampel, desto schneller der Haxen.

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Warte, luege, lose, laufe. Und die Auto- und Velofahrer?

Der andere Fussgängerstreifen ist winzig. Dafür haben die Autos, die hier knapp ums Hauseck geschrammelt kommen, gleichzeitig grün wie die Kinder. Hinzu kommt, dass die Phasen der beiden Fussgängerstreifen so verschoben sind, dass man prinzipiell unmöglich beide in einem Durchgang schafft. Sie sehen also, es handelt sich um eine intelligente und schülergerechte Angelegenheit. Zumindest wenn das Ansinnen darwinistischer Natur ist. Dass dies längst out ist, haben die Zuständigen offenbar noch immer nicht erlickt.

So versuchen wir Eltern mit jedem Schulstart erneut darauf aufmerksam zu machen, wie fahrlässig eine solche Verkehrssituation vor einem Schulhaus ist, in dem vom Kindergärtner bis zum Sekundarschüler fast alle Kinder des Quartiers ein und ausgehen. Und Jahr für Jahr organisieren Engagierte einen Lotsendienst (aus Spargründen ist ein solcher von öffentlicher Seite längst gestrichen worden, obwohl der Verkehr messbar zunimmt). Und Jahr für Jahr und werden Lösungen wie eine Passarelle oder bessere Beschilderung routinemässig angedacht und wieder in der Schublade verstaut.

Natürlich kommen immer freundliche Polizisten in die Schule und zeigen den Kindern, wie man es richtig macht. Dafür bin ich sehr dankbar. Dummerweise können sie ihnen nicht beibringen, was sie tun sollen, wenn wieder mal jemand bei Dunkelgrün über den Fussgängerstreifen donnert oder ein lautloses, farbenblindes Velo ein Kind streift. Beides kommt immer mal wieder vor. Ausser einem kurzen Aufflackern von Interesse bei den zuständigen Stellen hat es bislang nichts bewirkt. Vermutlich müsste zuerst mal etwas Fatales passieren, bevor jemand reagiert und alle die Hände verwerfen. Und das möge der Himmel bitte verhindern, überall und auf jeder Strasse.

Kinder auf einem Fussgängerstreifen in Zürich. (Bild: Keystone)

In der ganzen Geschichte darf natürlich der Appell an die Eigenverantwortung nicht fehlen, der kommt ja immer. Nein, ich bin auch nicht dafür, Kinder in Watte zu packen. Ja, ich finde auch, dass man sie auf die gefährlichen Situationen im Leben vorbereiten muss, damit sie fähig sind, Probleme zu meistern. Sie aber dort in den Hammer laufen zu lassen, wo es dramatische Konsequenzen haben kann, die man verhindern könnte, ist schlicht grobfahrlässig und zynisch.

Letzthin hat meine schwerkranke Schwiegermutter ihren Arzt gefragt, was er ihr eigentlich raten würde, wenn sie seine Mutter wäre und nicht sein Patientin. Ich würde gern die Verantwortlichen fragen, was sie tun würden, wenn ihre eigenen Kinder tagtäglich über eine gefährliche Strasse zur Schule müssten.

372 Kommentare zu «Sichere Schulwege?»

  • Rolf Raess sagt:

    Der unselige und gefährliche Einfall vor Jahren durch die StaPo Zürich: nur für die Fussgänger (!) auf dem gelben Streifen: WARTE – LUEGE – LOSE hat ev. viele Menschenleben gekostet. Damit haben die Autofahrer bewusst und unbewusst gemerkt, dass die Fussgänger primär aufpassen sollen, nicht sie – insbesondere beim markierten Fussgänger-Übergang. Dabei hätten doch dort Fussgänger Vortritt! Auch die erhöhten „Inseln“ an gewissen Kreuzungen, die dann doch keine Kreisel – mit den entsprechenden Gesetzen – sind, waren eine Ausgeburt eines Polizeikorps, das scheinbar seit Jahren zuwenig zu tun hat…

  • robert_f sagt:

    ich denke, wenn man den müttern – vor allen – ihre schlüssel für den SUV wegnehmen würde, wären wir einem sicheren schulweg ein wesentliches stück näher; sie könnten, dann ihre kinder, wegen des gefährlichen schulwegs nicht in die schule fahren und dieser würde dadurch automatisch um einiges sicherer.

  • Hanna Schuhmacher sagt:

    Einfach dazustellen zu den Kindern am Zebrastreifen, und dann bei Grün extra langsam über die Strasse gehen, und direkt wieder drücken, so von morgens 7-9 Uhr, während der Rushhour. Das ist ja erlaubt und nicht illegal: so oft über einen Zebrastreifen zu gehen, wie man will, wenn’s doch so schön ist. Und wenn man immer wieder die Ampel drücken darf. Vielleicht noch ein Quietscheentchen mitnehmen, und das hinter sich herziehen, damit der stehende Verkehr was zum Lächeln hat. Unterwegs dann mal die Schnur verlieren, zurückgehen, weitergehen, erneut das Signal drücken usf.

    • Hanna Schuhmacher sagt:

      Ach ja, weil Durchfahren eine Ordnungswidrigkeit / Straftat ist, stellt man dann einfach noch eine Videokamera auf, mit Stativ, das wirkt offiziell, und gibt dann alles wahlweise der Polizei, zum Büssen, oder der Presse, zum veröffentlichen. Blitzgeräte sind auch wirksam und verursachen Angst. Aber Rotfilter vorne anbringen, das wirkt besser. Schild drucken lassen: „Radarkontrolle“. Das dann irgendwo auf privatem Grund anbringen, das darf man ja eigentlich auch, oder?

  • just me sagt:

    @ Frau Fischer….,

    hab noch keine Kommentare gelesen…, aber es ist wunderbar Sie wieder zu lesen…, womit auch bestättigt ist das Sie Ihre Reise von Kolumbien, zurück in Ihre Heimat, erfolgreich überstanden haben.

    Schreiben Sie doch in ca. zwei Monaten einen „Erinnerungs- Bericht“ (in retrospect) über Ihre Reise…, was sicher interessant wäre.

    Herzliche Grüsse aus der nicht mehr gleichen Zeitzone.

  • Andrea Mordasini, Bern sagt:

    Es braucht neben mehr Eigenverantwortung, gegenseitiger Rücksichtsnahme, Vor- und Nachsicht besser positionierte, spez. beleuchtete und markierte Streifen, Bodenwellen vor bzw. leicht erhöhte Streifen, Mittelinseln, Temporeduktionen vor Kindergärten/Schulen, längere Grünphasen für Fussgänger und die Abschaffung des Konfliktgrüns (gleichzeitiges Grün für Autofahrer und Fussgänger). Ich bin gegen die Aufhebung des Vortrittsrechts für Fussgänger. Denn so blieben die Fussgänger erst recht auf der Strecke und die Autofahrer im Glauben, ohne schauen und anhalten zu müssen über die Streifen zu fahren

  • Andrea Mordasini, Bern sagt:

    Wir haben das grosse Glück, dass unser Sohn auf seinem Kindergarten keinen Fussgängerstreifen überqueren muss. Doch es nützen die besten und teuersten Kampagnen nichts, solange die Autofahrer nicht kapieren, dass SIE vor dem Fussgängerstreifen GANZ ANHALTEN müssen. (Kleine) Kinder kennen die Gefahren im Strassenverkehr trotz Aufklärung noch nicht, sie sind vom Kognitiven her einfach noch nicht bereit. Gerade darum ist es an den Auto- und Velofahrern, besonders vorsichtig zu sein, erst recht vor Kindergärten und Schulen. Man kann von Kindern einfach nicht dasselbe verlangen wie von Erwachsenen!

  • robert_f sagt:

    ich denke, wenn man – vor allen – den müttern die schlüssel für ihre SUV’s wegnehmen würde und sie so die kinder nicht „sicher“ zur schulen fahren könnten, würde der schulweg um einiges sicherer.

  • Meta sagt:

    Eni, Beileid. Eine Ärztin aus der Generation, die als Kinder noch auf städtischen Strassen spielen konnte, hat ihre Doktorarbeit über Verkehrsunfälle gemacht und berichtet, so manches Lichtsignal innerorts sei ein Grabstein. Je nun. Verkehrsunfälle waren damals die häufigste Todesursache im Vorschulalter. Es ist richtig, dass das heute anders ist. Ebenfalls ist richtig, dass Kinder heute nicht mehr auf städtischen Strassen spielen. Sie sind verdrängt worden. Eindrücklich sind Kinderzeichnungen aus „Strassendörfern“, siehe z.B.: http://www.kindundumwelt.ch/de/_files/werkspurenBildschirm.pdf

    • Meta sagt:

      Auf diesen Zeichnungen zerschneidet die Strasse das Bild, das „andere Ufer“ gibt es für die Kleinen nicht. – Architekten wie Louis Kahn forderten schon in den 1950ern, dass Autos ausserhalb des Stadtkerns zu bleiben hätten. Park & Ride-Systeme gibt es. Wir sitzen in unseren historisch gewachsenen, engen Städten und bringen den Pfupf nicht auf, sie umzusetzen. Und das mit den Kantonsstrassen bleibt ein Übel. Wer sich engagieren will, kann das z.B. im Netzwerk Kind und Umwelt tun, siehe obigen Link. Oder bei Fussverkehr Schweiz, dem Verband der Fussgängerinnen und Fussgänger, http://www.fussverkehr.ch.

    • Eni sagt:

      Danke. Mein Kleiner hat überlebet mit erstaunlich kleinen Folgeschäden (gemäss MRI müsste er ein Pflegefall sein) aber leider immer noch gross genug, dass er nie einen Schulabschluss haben wird. Er besucht inegriert (was für ein Unwort) die Regelklasse, aber er wird keine Lehre machen können 🙁

      Was bleibt ist der Kampf mit der Autohaftpflichversicherung denen jedes Mittel recht ist einen zu zermürben (selbstverständlich vergebens) um einen Fallabschluss anzustreben für läppische 100 oder 150’000 sFr. Ja, wenn er gestorben wäre hätte er viel weniger gekostet 🙁

      • Katharina sagt:

        vielleicht sollten Sie sich mit max in Verbindung setzen, der hat Erfahrung mit dem Umgang mit Versicherungen und deren Juristen, Eni. Mich erstaunt dass Ihr Fall versicherungstechnisch immer noch pendent ist.

      • Eni sagt:

        @ Katharina

        Danke, das Dossier ist beim Anwalt und es wird pendent bleiben mindestens bis mein Sohn 18 ist. Dann muss der Schaden abgeschätzt werden (verminderte Erwerbsfähigkeit) und dann müssen die Säue blechen.

        Ich kann warten, brauche das Geld ja nicht für mich, sondern für die Absicherung der Zukunft meines Sohnes.

        Über einen Vorschuss wird, diskutiert, aber da ich eine Zeit lang ergänzende Sozialhilfe beanspruchen haben müssen, muss zuerst abgeklärt werden, ob dieser Betrag zu meinem Vermögen gezählt werden wird oder nicht (wegen Leistungsrückzahlung)

      • Eni sagt:

        Falls das Sozamt Möglichkeit hätte, diesen Vorschuss einzufordern werde ich diesem sicher nicht zustimmen. Nur wenn ich es für meinen Sohn anlegen kann und es Zugriffsicher ist. Bin einfach der Meinung, dass Kindsvermögen nicht für solche Rückzahlungen zuständig ist. Meine Kinder tragen an der Scheidung am wenigsten Schuld.

      • Katharina sagt:

        ok. das sollten wir nicht hier öffentlich weiter bereden. wie gesagt, max hat Erfahrung mit den versicherungsjuristen ich werde ihn privat anfragen ob die Koordinaten weitergegeben werden könnten. Ich kenne die Schweizer Rechtslandschaft dazu einfach zu wenig.

        Wenn es darum geht, das Kindsvermoegen als Estate separat zu sichern kann ich Ihnen offline tips geben.

      • Eni sagt:

        Danke Katharina

  • Bruno Froehlich sagt:

    “ Mein Gott Walter !“ unfassbar. Vor schaetzungsweise 30 Jahren machte ich Quartierzeitungen in Witikon und auch Hottingen/Hirslanden, Thomas Wagner Stadtpraesi und ich erinnere mich an Grossaktion „Schulwegsicherung“ in Zusammenarbeit von Schulamt und Stadtpolizei. Es schien der Wegbereiter fuer erfolgreiches Wirken aller zustaendigen Stellen zum Wohl der Kinder und der Eltern. Kann es nicht verstehen welche probleme heute noch bestehen. Wohne heute in Spanien und erlebe, beobachte hier das pure Gegenteil. Die bei Autofahrern unbeliebten Pumps zeigen grosse Wirkung ohne Diskussionen

  • Eni sagt:

    Mein Sohn wurde im Frühling 07 auf dem Fussgängerstreifen von einem Auto angefahren. Insgesamt waren es 4 oder 5 Personen (1 Erw) innerhalb von weniger als 2 Jahren. Bis heute wurde nichts unternommen, um diese Gefahrenstelle zu entschärfen oder tilgen. Eine Temporeduktion innerhalb von Ortschaften ist der Autolobby wohl nicht zuzumuten, verletzte (bei meinem Sohn lebensbedrohlich mit Folgen) oder schlussendlich tote Kinder/Personen werden aber in Kauf genommen.

    • Eni sagt:

      Ich beobachte auch immer wieder, dass es sich bei den meisten Vortrittsverweigerern an Fussgängerstreifen um Mütter mit Kindern im Auto handelt 🙁

      • xyxyxy sagt:

        das tut mir echt leid Eni
        mir fällt auf, dass die Vortrittsverweigerer meist solche sind, denen man von einer Stunde weit ansieht, das sie überfordert sind im Verkehr.

        Klar für mich ist jedenfalls, dass man als Fussgänger IMMER wartet, bis man eindeutig sieht, dass das Auto bremst.

        Wie gesagt, jeder kann mal jemanden übersehen. Kein Mensch ist Fehlerfrei.

      • Eni sagt:

        Klar sind die Mütter überfordert; sie müssen ja schliesslich gleichzeitig telefonieren oder SMS schreiben und wissen die eigene Brut gut geschützt im Panzer. Wozu also sich konzentrieren, wenn man ja multi-task sein kann?

        Was kümmern mich die Anderen……………………? 🙁

      • Eni sagt:

        Und ja: manchmal sind Kinder ungestüm und rennen hinter einer stehenden Kolonne hervor, obwohl sie wissen, dass sie das nicht dürfen: sie waren zu 5. und meinen Kleinen hats halt erwischt.

        Aussage des Unfallfahrers: die Sicht nach links war durch einen Lastwagen und Pickup verdeckt, so habe ich halt nur rechts geschaut ob jemand den Fussgängerstreifen queren will………. Tja; ist halt auch eine Sichtweise, wenn auch aus meiner Sicht eine sehr seltsame 🙁

      • xyxyxy sagt:

        telefonieren ist oft das übel
        – die jungen Mamis haben oft auch eine Wagengrösse die eindeutig nicht ihren Fahrkünsten angemessen ist, man sieht sie schwitzen wenn sie parken müssen und sonst drücken sie aufs Gas (nach dem klassischen Macho Prinzip: ich hab ne grosse Karre, also bin ich stark)
        – ansonsten beobachte ich vor allem Alte, welche mit dem Gesicht 50cm von der Windschutzscheibe entfernt, mit ihrem unberechenbaren Fahrstil für Gefahr sorgen: einen Meter vor dem Kreisel bremsen, bei Vortritt nicht fahren, bei Fussgängern nicht halten, da sie konzentriert auf die Strasse starren

      • xyxyxy sagt:

        man kann aber sicher nicht jeden Unfall verhindern
        und als Autofahrer bin ich einfach dankbar, dass bis jetzt durch mich noch niemand zu schaden gekommen ist
        denn ich weiss, es könnte auch mir passieren – entweder ohne die geringste Schuld zu tragen
        oder weil ich tatsächlich unaufmerksam war – das kommt immer wieder mal vor, sicher bei allen, aber zu 99,9% haben wir das Glück, dass in diesem Augenblick nicht gleichzeitig jemand anders auch einen Fehler macht

      • Eni sagt:

        Nein xyxyxy, ich kreide dem Unfallfahrer den Fehler nicht an, aber ich kreide ihm an, dass er NICHT einsieht dass er einen Fehler gemacht hat und zwar ungebremst mit Tempo 48 in meinen Sohn hineinzubrettern in einer unübersichtilichen Situation.

        Er ist/war der Meinung, dass man nicht anhalten kann(oder wenigstens Schrittempp), wenn man den Fussgängerstreifen nicht überblicken kann, da man sonst ja überhaupt nicht mehr vorwärts kommen würde……………..

      • xyxyxy sagt:

        manche Menschen müssen sich ständig rechtfertigen, sie sind unfähig auch mal einen Fehler zuzugeben. Das sieht man ja auch hier im Blog.
        Natürlich muss er abbremsen, wenn der Fussgänger unübersichtlich ist!

        Ein Freund erfasste mal ein Kind (-kein Fussgänger gar nichts, die sind zwischen zwei Autos hinter welchen sie sich versteckten blindlings in die Strasse gerannt, weil sie Steine geworfen hatten) Glücklicherweise kam das Kind wie durch ein Wunder mit einem blauen Auge davon. Mein Freund konnte rein gar nichts dafür. Wurde alles abgeklärt. Er fühlte sich trotzdem wie ein Verbrecher.

      • Eni sagt:

        Tja, die Unschuldigen fühlen sich schuldig und die Schuldigen unschuldig……..

        Verkehrte Welt 🙁

      • Eni sagt:

        @ xyxyxy

        Genau, Unfälle passieren weil 2 gleichzeitig einen Fehler machen und trotzdem hat halt der Stärkere auch vermehrt Verantwortung zu tragen.

  • xyxyxy sagt:

    Um 10:50 sagte Pixel, dass es doch hier im Verkehr sehr gesittet zu und her geht im Vergleich zum Ausland.
    Dem kann ich nur zustimmen.
    Bekannte aus Deutschland fiel das regelmässig auf, wenn sie uns besuchten. „Pa hier halten die ja, bevor man überhaupt die Strasse überqueren will. Unglaublich freundlich.“
    Logo gibt es immer Idioten und jeder von uns ist auch mal unachtsam. Aber ich kann mich dem Geschrei über die bösen Mitmenschen im Verkehr beim besten Willen nicht anschliessen. Manchmal frage ich mich schon, ob wir in verschiedenen Welten leben….

    • marie sagt:

      das problem ist an und für sich die verkehrsdichte, die allen zu schaffen macht. vom fussgänger bis hin zum flugzeugpassagier. ich glaube, dass eher diese wahrnehmung der dichte anlass zur sorge ist.
      vor kurzem sass ich auf meinem balkon und trank ein bier. ich wohne an einer nebenstrasse mit maximaler geschwindigkeit von 25kmh (kinderreiches und sehr familienfreundliches q) und autos kurvten rum, als ob es die hauptstrasse war. mich stört das nicht, mir viel einfach die dichte auf – es war mitten in der woche ca 17h (und nicht alle hielten sich an 25kmh).

      • Meta sagt:

        Dichte ennet der Grenzen aussperren ist keine Lösung, dann findet sie einfach dort statt. Den Planeten kümmert das nicht die Bohne. Die lokalen Probleme, die dadurch entstehen, sind lösbar. Oder wären es, so der politische Wille vorhanden wäre und die Kantonsstrassen nicht einfach Vorrang vor allem hätten… Es gibt Ansätze zum autofreien Wohnen. Interessierten sei die Veranstaltung vom Mi 19. September im Zürcher Cabaret Voltaire ans Herz gelegt: „Verkehr sparen – eine Notwendigkeit“.

    • Ms Bean sagt:

      Absolut! Wir fahren in der Schweiz viel umsichtiger wie im Ausland. In England kommen gleich die Sozialdienste und Klopfen an die Haustüre, wenn sich ein Kind alleine auf einer Strasse bewegt. Bzw… die bringen das Kind mit einer Verwarnung nach Hause, weil es die Schule alleine gar nicht erst verlassen darf! In London fühle ich mich als Fussgänger wie Freiwild, die drücken tatsächlich noch aufs Gaspedal, wenn man nicht genau auf der Zebramarkierung läuft…
      Dennoch denke ich, dass wir in der Schweiz Überquerungen für Kinder sicherer machen sollen, jeder kann mal abgelenkt sein.

      • xyxyxy sagt:

        Bean – sehe ich auch so: wir machen das gut, können uns aber sicher noch verbessern
        ich find es gut, dass bei uns die Kinder noch allein zur Schule gehen dürfen, dass nicht alles gemassregelt (werden muss) wird und dem Bürger auch noch etwas Selbstverantwortung zugetraut wird –

        @marie – ja natürlich, die Dichte, das stört uns alle. Aber was will man dagegen tun? Als ich kind war, waren wir irgedwo bei 5 Mio, heute sind es 8 Mio und das bei steigendem Wohlstand und einem immer grössere Mobilitätsbedürfnis.
        Who’s to blame?

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Heute sind wir 8. Tja, das war alles voraussehbar! Niemand hat uns gezwungen, die Personenfreizügigkeitsinitiative anzunehmen, niemand! Wer im Paradiesli sitzt und das Törchen weit aufmacht, muss sich nicht wundern, wenn alle rein wollen.

      • Muttis Liebling sagt:

        marie meinte die Verkehrs-, nicht die Bevölkerungsdichte.
        Das Viertel, in welchem meine Kinder gross wurden, hatte einen Durchmesser von 1000 m, darin wohnten 42.000 Menschen. Die Häuser, 11-Geschosser und Infrastrukturbauten bildeten den Innen-, Parkplätze den Aussenring.Die Binnenzone war grün, verkehrsfrei und bestand aus Spielplätzen, 3 Schulen und ein paar mehr Kinderkombinationen (getrennt für 0-<3 und 3-6).
        Allerdings wohnen auch die Ostberliner heute lieber individuell und dezentral, nur dann hat man das Problem der sicheren Wege und der Zersiedlung. Alles gleichzeitig ist eben nicht

      • marie sagt:

        ml ich meinte die verkehrsdichte – stören tut sie mich in dem sinne nicht, gibt mir aber einfach zu denken.

        und pippi: ständig die pfz dafür verantwortlich zu machen langweilt langsam und ist obsolet. das problem ist nicht die pfz, das problem ist der strassenverkehr mit privatfahrzeug und der damit verbundene status. betrifft ch-er genauso wie die zugezogenen migranten! oder dürfen in zukunft nur noch ch-er autofahren?

        wobei wir in der ch ja noch sehr gut da stehen, weil der öv sehr gut ausgebaut ist und entsprechend hervorragend funktioniert. ich liebe den öv hier, tipp toppe sache!

      • xyxyxy sagt:

        ml – die Rede ist von der Schweiz – nicht von Ostberlin

        marie – sagte ich doch: mehr Bevölkerungsdichte = mehr Verkehrsdichte -erst recht bei steigendem Wohlstand und Mobilität,
        das ist einfach eine logische Folge

        und du sagst es richtig: im öv benutzen sind wir eh spitzenmässig.

        also ist eigentlich niemand Schuld – ausser der überbevölkerung und dem wohlstand
        falls wir auf 10mio wachsen, wird auch die Verkehrsdichte noch weiter zunehmen. Wetten?
        Die Schweiz ist eine Insel, wie Japan. Irgendwann haben wir dann Metros mit Po-Schiebern.
        Kann man daran etwas ändern?

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Es können nicht alle Fliegen auf dem gleichen Kuhfladen hocken, sei er auch noch so saftig, ganz einfach.
        Die PFZ IST verantwortlich für das Gedränge überall, d.h. all jene, die sie angenommen haben. Auch wenn es dir nicht passt, dass ich das wieder erwähne, ist es halt trotzdem so. Wir können nicht einen Zustand beklagen, den wir selbst heraufbeschworen haben! Vielleicht sollte man (damit meine ich nicht dich) zwischendurch kurz nachdenken, anstatt einfach alles nachplappern, nur weil es Leute sagen, die einem sympathisch sind. Manchmal haben die Unsympathischen recht!

      • marie sagt:

        xy, meine haltung ist folgende: öv weiter ausbauen und die menschen sensibilisieren, dass sie auf öv umsteigen sollen. mehr kann man nicht machen. aber vllt geht ja mal das öl aus und dann haben wir gar keine andere wahl mehr.
        und wir bauen im moment nur in die breite, bald gibt es nur noch zürich und genf. die pfz ist nicht das problem – das problem liegt an der gier der profiteure dieser und an der unfähigkeit der politiker. wir müssen umdenken, die politiker tun es nicht.

      • marie sagt:

        …und die profiteure noch weniger.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Bei dem Gedränge geht es auch nicht nur um den Strassenverkehr, die ÖV’s sind genauso betroffen. Es kann nicht sein, dass man täglich stehen muss in der Bahn, wenn man nicht schon am Ausgangsort einsteigt. Ja ich weiss, das Billett berechtigt nur zum Mitfahren, nicht zum Sitzen, trotzdem ist es eine Zumutung bei diesen Preisen. Zu bestimmten Zeiten ist ein Gewusel, dass einem schlecht wird. Wenn dann noch die halbe Zeit die WC’s abgesperrt sind, weil sie nicht funktionieren und die restlichen versch…… sind, ist endgültig die Laune am Boden. Man darf nur zahlen und dulden. NEIN!

      • marie sagt:

        ja die pösen ausländer. karren ch-er zu tode und nehmen den ch-ern die sitzplätze im zug weg. sorry, ich bin in diesem groove aufgewachsen. kann ihn nicht mehr hören. verschon mich davor.
        die autobahn wird ausgebaut wie verrückt, tafers besteht mittlerweile nur noch aus einfamilienhäuser, von zugezogenen bernern, davor stehen immer 2 autos vor der garage usw… das problem ist hausgemacht, die pfz ist nur am rande beteiligt.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Viel gibt es beim ÖV nicht mehr auszubauen, jedenfalls bei den Hauptlinien der Bahn nicht. Schon jetzt sei es ein Problem, weil die Zugskompositionen zu lange seien für die Perrons, viel mehr Wagen könnten nicht angehängt werden. Auch die Dichte der Fahrpläne lasse keinen zusätzlichen Ausbau mehr zu. Hier sind wir eindeutig an Grenzen gestossen, so kann’s nicht weitergehen.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Marie, wenn du deiner Ideologie huldigen willst, bitte! Aber so löst du keine Probleme! Es geht nicht um böse oder nicht böse Ausländer, sondern darum, dass zu viele Leute auf einem Fleck hocken. Wo schon viele sind, sollten nicht noch mehr kommen, nicht weil die böse sind, sondern weil der Platz fehlt! Oder sollten jene, die schon lange hier sind, die Finken klopfen? Familien, die länger als 100 J. hier sind, können mal Platz machen? Ja, wäre auch eine Variante. Jedenfalls können nicht alle auf so bedrängtem Raum gut leben. Ratten beissen sich zu Tode, wenn es zuviele sind…….

      • xyxyxy sagt:

        sagte ich doch marie „Metros (öv) mit Po Schiebern, weil diese so überfüllt sind“

        schau, es IST einfach die Bevölkererungsdichte, denn früher haben viel weniger Leute den öv benutzt, trotzdem hat es heute viel mehr Autos.
        zudem stösst der öv bereits an seine grenzen, braucht ebenfalls energie, wenn er noch massiv ausgebaut wird noch mehr energie …. Atomstrom? – so leicht lässt sich das Dilemma nicht lösen.

      • marie sagt:

        tja, da sind ideen gefragt – wie wäre es, wenn die finanzwirtschaft sich einfach dezentralisiert und sich in die kantone verteilt? dasselbe mit der pharmaindustrie, mit den verwaltungen usw… wie wäre es, wenn ein/zwei tage die woche die mitarbeiter, bei denen es möglich ist, zu hause arbeiten? wie wäre es, wenn sich die wirtschaft den bedürfnissen der arbeitnehmer anpassen würde? ich denke da ist sicher potential.
        mich scheisst das auch an von bern nach zh und das im stehen, aber in tokyo ist das alltag. wir klagen schon auf sehr hohem niveau – man kann in der tat nicht alles haben.

      • Eni sagt:

        Und kaum wagt einer die Wahrheit auszusprechen wird er auf die Rassistenschiene gedrückt…

        Hach, es ist ja so bequem die Augen zu verschliessen vor der Realität…………………..

      • marie sagt:

        ja pippi die folge wird wohl eine schwarzenbachinitiative reloaded sein. ich freue mich darauf.

      • Pixel sagt:

        Marie, das wollte ich auch erwähnen, die Sache mit den flexiblen Arbeitsmodellen. Ich bin nämlich fest davon überzeugt, dass das den Verkehr zu Stosszeiten massiv reduzieren würde! Wenn ich mir ankucke wie anders das in den Ferien ausschaut, dann muss ich darauf schliessen. Einen Einwand zur Bahn habe ich allerdings und nehme gern das Beispiel ZH-BE auf. Die Strecke bin ich nämlich fast ein halbes Jahr täglich gefahren. Allerdings in der 2. Klasse. Davor ca 5 quasi leere 1. Klasse Wagons…

      • Muttis Liebling sagt:

        ÖV ausbauen ist auch nur eine suboptimale Lösung, man muss das Bedürfnis nach Mobilität einschränken. Ein schweizerischer Städteplaner hat mal gesagt, irgendwann hat jeder nur noch den Wunsch, in Filzpantoffeln bis zur nächsten Apotheke zu kommen. Es muss alles kleinkörnig sein und wer dennoch meint, am Wochenende mal eben andere Luft zu schnuppern, muss mit existenzbedrohenden Preisen abgestraft werden. Klar geht damit der lokale Tourismus den Bach runter, aber den braucht ausser den Veranstaltern niemand. Frei nach Ikea: Prasst Du immer noch oder lebst Du endlich.

      • marie sagt:

        danke pixel. ich arbeite in einem stockkonservativen milieu, die meisten (3/4) kommen mit dem auto zur arbeit, selbst wenn sie in der aggloeration wohnen. mein chef jeden tag mit dem auto von sion. ihm wurde 2 tage telearbeit von der gl abgelehnt, da er in leitender funktion ist. mein anderer kollege hat einen tag erhalten, der kommt jeden tag von genf… dabei wäre es absolut machbar für die beiden und für die anderen, wäre es machbar mit dem öv zu kommen. meine funktion zbsp ist von vorneherein von der telearbeit ausgeschlossen, obwohl es gehen würde… ich verstehe diese policy nicht.

      • marie sagt:

        ziemlich drastisch ausgedrückt ml, ich sehe es nicht ganz so radikal, aber ich denke wir sollten uns in der tat mit unseren eigenen bequemlichkeiten auseinander setzen und die wirtschaft sollte endlich flexibler werden.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Darf der moderne Mensch also nur noch im Hamsterrad funktionieren, weil alles, was darüber hinausgeht, nicht tragbar ist, weil wir so eng aufeinander hocken? Welch ein Stumpfsinn, in der ehemaligen DDR werden ganze Landstriche entvölkert und hier stehen wir einander auf die Füsse?

      • Muttis Liebling sagt:

        Naja marie, alles geht leider auch nicht dezentral und bei der Feuerwehr, der Polizei, im Altenheim und im Spital kann man auch nicht telearbeiten.9.6% der Schweizer arbeiten im Gesundheitswesen und unsere Pflegerinnen, Laborantinnen müssen zwar pünktlich kommen, dürfen nicht damit rechnen, pünktlich gehen zu können. Mit ÖV haben die bisweilen einen riesigen Offset.
        Alle auf einem Haufen rundherum wohnen dürfen sie aber auch nicht, dass gibt Inzuchtsiedlungen, die die Diensthierarchie in die Freizeit transportieren. Deshalb kann man nur beim Freizeitverhalten anfangen.

      • marie sagt:

        in den berggebieten herrscht ja bauboom. wie wäre es, wenn novartis ihre maarketingindustrie in diese bergregion auslagert, dort stehen ja viele zweitwohnungen frei… da wären auch mehrere fliegen mit einem chlapf erschlagen. und die bergregionen wären nicht mehr nur dem (unberechenbaren) tourismus ausgesetzt. oder das investmentbanking könnte ja in ein exklusives skigebiet ausgelagert werden, die wohnungen dort können sich ja die einheimischen ohnehin nicht mehr leisten… usw. neue ideen, flexibilität der wirtschaft ist gefragt…

      • marie sagt:

        @ml
        telearbeit nur für die, die können. bei allen geht das nicht. aber die wirtschaft könnte wirklich flexibler werden, telearbeit würde da einen beitrag leisten.

      • Katharina sagt:

        Ich äusserte einmal in einem fb forum, dass jedes grössere Einwanderungsland Kontingente hat und die Schweiz, die ja inzwischen auch ein Einwanderungsland geworden ist, das gleiche Recht besitzt, die Einwanderung so zu dosieren, dass sie Infrastruktur mässig absorbierbar ist. Die Kontingentierung war oder ist? eine Forderung der SVP. ich wurde sofort als rechtsradikale gebrandmarkt. Sorry, aber in dem Punkt hat die SVP einfach recht und die PFZ ist ein seltsamer Kuhhandel, der soweit geht, dass die Einberufung der Ventilklausel, so wie das PFZ es vorsieht, aussenpolitische Probleme bringt.

      • marie sagt:

        ja haben die in der tat. aber es sind hauptsächlich die svp-wähler, die von der pfz profitieren… billige landarbeiter für die bauern, billige arbeitskräfte auf dem bau und billige arbeitskräfte in der lastwagentransportbranche, billigere investmentbanker in der bankenbrache (die grosszügig der svp spendet).
        hm…

      • Muttis Liebling sagt:

        Pipi, so eng ist das in der Schweiz nicht, in Belgien leben 10.5 Millionen auf 25% weniger Fläche. Die Fläche wird nur extrem schlecht ausgenutzt. Allein auf der Pudong- Halbinsel in Shanghai leben mehr Menschen als in der Zentralschweiz und Zürich zusammen und die kann man in einer Stunde bequem ablaufen.
        Das Ausländerproblem habt ihr Euch selbst gemacht, aber das lässt sich lösen: Selber Kinder kriegen, selber ausbilden und im Gegenzug personalintensive, weitgehend leerlaufende Bereiche auslagern. CH braucht nicht 1,2 oder 3 Herzchirurgien, sondern keine. Das macht D auf einer Abacke mit.

      • marie sagt:

        normale angestellte in der investmentbranche verdienen übrigens schlecht, gut verdienen die „oben“…

      • Eni sagt:

        @ Muttis Liebling

        Jeder der Zustände wie in Shanghai als erstrebenswert hält darf sich gerne dort niederlassen. Ein Hoch auf Länder wo nicht nur Platz ein rares gut ist, sondern auch Menschlichkeit und Emathie.

      • Muttis Liebling sagt:

        Da gebe ich auch Dir mal recht, Katharina. Man muss kontingentieren, nicht nur bei der Zuwanderung. Die Schweiz ist ein schönes Land, hat aber den Weg weder zum Staat noch zur Nation, im Gegensatz zu den USA, bisher geschafft. Man muss soviel Vielfalt zulassen, als bereichert, aber wenn es zerreist, muss man stoppen. Dieses Land braucht Ruhe, um erst einmal mit sich selbst zu Rande zu kommen. Nur wird man davon nicht reicher und mit dem, was ich hier sehe, kann man im doppelten Sinne des Wortes keinen Staat machen.

      • marie sagt:

        „Man muss soviel Vielfalt zulassen, als bereichert, “ ich frage mal eine bekannte von mir, die ursprünglich aus äthiopien kommt und seit 17 jahren nur einen tolerierten aufenthaltstatus hat. was sie wohl dazu meint (sie kann übrigens von einer sekunde auf die andere ausgewiesen werden).
        wer bereichert denn ml?

      • Sportpapi sagt:

        Also wirklich eng ist es in der Schweiz wirklich nicht. Wir brauchen einfach alle ganz viel Fläche. Und die Enge auf den Strassen und in den ÖV ist weniger auf viele Menschen, als auf massiv steigende Mobilität (=vor allem Pendler) zurückzuführen. Mit jedem Ausbau des ÖV mehr. Gibt es mehr und schnellere Verbindungen Zürich-Bern, beginen die Leute zu pendeln. Jetzt wird die Ostschweiz besser erschlossen, also lohnt sich das billige Einfamilienhaus im Thurgau…

      • marie sagt:

        und wer entscheidet, wer bereichert?

      • Muttis Liebling sagt:

        @Eni, das ist ein rein quantitativer Vergleich, der nur zeigt, dass es in der Schweiz kein Dichteproblem gibt. Die Schweiz ist sicher auch das menschlichste Land der Welt. Nur das reicht nicht. Es ist die Menschlichkeit eines Dorfes, indem man den eigenen Dorftrottel liebevoll beschützt und Fremde verprügelt, es sei denn, die sind stärker. Dann zieht man den Schwanz ein.

      • Eni sagt:

        @ Muttis Liebling

        Ja, das mit dem Schwanzeinziehen ist zweifelsohne so…… Aber es hat ja so viele Profiteure vom Schwanzeinziehen

      • Muttis Liebling sagt:

        @marie, meine Aussage bezieht sich auf Gruppen, nicht auf Individuen. In einer öffentlich zugänglichen Publikation habe ich mal geschrieben: ‚Eine Gesellschaft ist so reich, als sie in der Lage ist, Ränder zu integrieren.‘
        Integration bereichert, wenn die gelingt und schadet, wenn sie aussichtslos angelegt ist. Der Wunsch zu integrieren reicht nicht, es muss auch die objektive Möglichkeit dazu bestehen. Für Individuen hingegen gibt es immer Lösungen, aber diese Lösungen nützen gesellschaftlich nichts. Für konkrete Menschen würde ich nie einen Finger krumm machen, nur für systemische Lösungen.

      • Katharina sagt:

        marie, wegen den billigeren Arbeitskräften: es stimmt nicht, dass erst durch die PFZ das so ist. es gab schon früher Einwanderer, die der Schweizer Strassen, Häuser usw bauten. zuerst die Italiener, dann Spanier und Portugiesen usw. oft solche, die die Saison durch dort waren und mit dem ansehnlichen Geld, das sie erarbeiteten, in ihren Heimatdörfern sich ein Haus aufgebaut haben usw. und damit die Infrastruktur im eigenen Land wesentlich verbesserten. das hat nichts mit pfz zu tun. im Gegenteil ist es so, dass Kontingentierung die Löhne verbessert.

      • marie sagt:

        es scheitert doch schon am ausdruck „integration“, weil jeder etwas anderes darunter versteht. den einen reicht es, wenn sich zugewanderte menschen an die gesetze halten, andere verlangen darüber hinaus u.a. den beitritt dieser in ein jodlerclub. ich bin der meinung, dass die migranten in diesem land mehrheitlich integriert sind, mit wenigen ausnahmen. andere denken genau das gegenteil.
        schon nur die debatte in sachen dichter strassenverkehr. andere pochen auf ihr recht einen suv in der stadt zu fahren, das als zweitauto. andere stecken diese in brand. wechselwirkung; cui bono?

      • Katharina sagt:

        marie, „und wer entscheidet, wer bereichert?“: hier ist das so gelöst, dass die ganze Welt in Regionen aufgeteilt ist und pro Jahr die Anzahl von Immigrationsvisas festgesetzt wird, anhand der Bevölkerung in den Ländern. Weiter ist es so, dass ein Immigrationsvisa gesponsert sein muss. entweder durch den Arbeitgeber oder die Familie/Verwandtschaft mit US Bürgerschaft. Sponsoring bedeutet, dass die unterzeichnenden Sponsoren dafür garantieren, dass für drei Jahre der Einwanderer nicht eine public charge wird, will heissen von Sozialhilfe abhängig. die Unterzeichner sind dafür auch haftbar.

      • Katharina sagt:

        ich halte nichts von sog „Integration“, die weiter geht, als die hiesigen Gesetze zu achten. Der Ansatz hier ist Assimilation, nicht Integration. und die amerikanische Einwanderungspolitik ist klar geprägt von Diversity. Assimilation bedeutet, dass die Kultur, die die Einwanderer mitbringen, hier innerhalb der Gesetze frei gelebt werden kann und die Assimilation über die Generationenfolge erfolgt. Ich sehe diesen Ansatz für mein Land als richtig, denn wir sind kulturell dadurch sehr vielfältig und und dem Sinn reich geworden.

      • marie sagt:

        @katharina
        das stimmt, aber die zustände verbesserten sich ab den 70er jahren massivst. seit der pfz haben sich diese zustände wieder etabliert, mit hilfe der lobbies und der politiker.
        ein landarbeiter bei einem bauer verdient brutto 3200.– nach LEGALEM abzug (inkl. kost und logis) bleiben ihm ca. 700.–. sorry. bei den bauarbeitern ist es weniger drastisch, aber immer noch schlecht. durch subunternehmen in die schweiz vermittelt und der bauer/bauherr wäscht sich die hände in unschuld, ganz legal. die gier ist das problem, nicht die migranten, die durch die pfz hier eine arbeit finden.

      • Muttis Liebling sagt:

        Wikipedia: Integration bezeichnet den Zusammenschluss zu Einheiten bzw. die Bildung übergeordneter Ganzheiten. Integration verändert das Integrierende UND das Integrative. (nicht mehr Wiki, von mir).
        Der Gegenpol ist Assimilation, bei der die Verschmelzung einer Minderheit mit der Mehrheit im Vordergrund steht.
        Ich bin unter anderem gegen Pluralismus, weil jeder Dödel meint, sich die Begriffe selbst zurecht biegen zu dürfen. Die Deutschen und die Schweizer verstehen unter Integration zweifellos Assimilation. Ich benutze Integration, wie oben definiert.

      • Katharina sagt:

        marie, dann bist du ja, was pfz betrifft, auf der gleichen Seite wie pippi, deren Meinung ich hier mit Hintergrundinfos unterstützte. nämlich dass eine Kontingentierung die materielle Situation der Immigranten verbessert und die pfz sowohl die koexistenz und damit das innenpolitische Dynamit verschärft als auch die gewachsene Bevölkerung benachteiligt, ausser sie gehören zur Oberschicht.

      • Muttis Liebling sagt:

        @Katharina: Das ist wieder einer der Unterschiede zwischen Nationalstaaten und CH. Auch die Russen und die Chinesen haben immer bedingungslose Assimilation gefordert und z.B. niemals, zumindest nicht offiziell Mehrsprachigkeit zugelassen. Kulturell ist das zweifelsfrei ein Vorzug und macht einen Staat über bestimmte Grenzen hinaus überhaupt erst möglich. Die Frage ist nur, ob dieses Modell zukunftsfähig ist. Das glaube ich nun wieder nicht.

      • marie sagt:

        @katharina
        was mich an den gegnern der pfz schon immer gestört hat, ist die tatsache, dass vor allem gegner der pfz durch ihr fehlverhalten massivst ausnützen (nicht alle, aber viele). that’s hypocrisy!
        mir reicht es, wenn migranten die gesetze und die demokratischen strukturen respektieren und akzeptiern. die sprache kommt mit der zeit, die zweite generation ist meist bilangue, die dritte kann die ursprüngliche muttersprache in der regel gar nicht mehr.
        so, ich muss ins bett, muss morgen um 5h aufstehen – gute nacht allerseits und es war eine interessante diskussion, zumindest für mich.

      • Sportpapi sagt:

        Es ist ja nicht so, dass viele die Personenfreizügigkeit in der Schweiz gewünscht hätten. Ist aber halt Teil eines grösseren Deals. So zu tun, als ob man da einfach aussteigen könnte, ohne andere Abkommen zu gefährden, ist naiv. Aber ja, einfachere Gemüter glauben das. Und gewisse Parteien behaupten das, obwohl sie es besser wissen.

      • Katharina sagt:

        ML: „Ich bin unter anderem gegen Pluralismus“ – da werden wir nie einig sein. einer der Gründe, weshalb ich gerne in meinem Land lebe ist gerade die Diversität. Sie frönen wohl eher einem Begriff wie Leitkultur, einem deutschen Unwort. Sie scheinen auch eine gewisse Konfusion über den Begriff der Nation zu haben. Die Schweiz ist sehr wohl eine Nation. Eine, die den Staatsbegriff als eine vom Citoyen ausgehende durch die Mechanismen der direkten demokratischen Entscheidungsfindung delegierte Macht definiert. Eben ein republikanischer Staat wie die grosse Schwester USA.

      • Katharina sagt:

        ML: niemand in den USA fordert so ein Unding wie bedingungslose Assimilation. wie gesagt, der Ansatz hier ist über die Generationenfolge. Sie Verstehen überhaupt nicht, wie Amerika funktioniert. so werden hier die diversen Lebensarten Seite bei Seite akzeptiert, so lange die hiesigen Gesetze respektiert werden.

      • Katharina sagt:

        Sportler: der EWR wurde in erster Linie nicht angenommen, weil die damalige Regierung das Volk hinterging, indem sie prophylaktisch ein Beitrittsgesuch an die EU hinterlegte, bevor die Abstimmung erfolgte. Damit war das Vertrauen in die Volksvertreter massiv gestört.

        Es gibt aus der schweizerischen Sicht eines Staates auch wesentliche Fragen dazu, was die EU ist. Sicher nicht ein demokratisches Gebilde.

        Der einzige Weg waren dann bilaterale Abkommen und da kann gesagt werden, dass viele nicht aus einer Position der objektiv vorhandenen Stärke verhandelt wurde, sondern inkompetent.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @marie:
        die Sprache kommt von selbst u die meisten sind integriert?
        Da bin ich nicht so optimistisch, ich erlebe zuviele Eltern die nach jahrelangem Aufenthalt immer noch kein gutes Deutsch sprechen, die Kinder müssen Übersetzer spielen, u es wird gar nicht gern gesehen wenn die Kinder sich zu stark der eigenen Kultur entfremden (vorallem wenn es dann um Beziehung u Partnerschaft geht). Vor einiger Zeit wagte ein Tamile unser schönes Bild bezügl derer erfolgreicher Integration anzukratzen, mich erschreckt die Tatsache dass sich da offenbar sogar ein eigenständiges Strafsystem entwickelt hat.

      • Gabi sagt:

        Das würde nun mich sehr interessieren, Brunhild.

        Wären Sie so freundlich und würden mir das genauer erläutern?

        – Ein Strafsystem? Was kann ich mir darunter vorstellen? Was ist geschehen? Wie haben Sie davon erfahren?

        Interessiert mich schon nur daher sehr, weil ich die Tamillen eigentlich wirklich nicht als die Problematischsten erlebt hatte.

      • Sportpapi sagt:

        @Katharina: Die Ablehnung des EWRs führte uns zu den bilateralen Abkommen, mit denen wir jetzt in vielen Verträgen mehr geben und weniger erhalten. Die Leute, die damals Widerstand geleistet haben, tun es auch heute immer wieder, bei allen Teilverträgen. Allerdings immer nur so lange, wie sie nicht befürchten müssen, dass sie plötzlich in der Mehrheit sind. Was wäre denn, wenn wir die PFZ abgelehnt hätten, bzw. sie heute kündigen würden? Schlecht verhandelt? Wer würde es besser machen?

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ja, schlecht verhandelt! Und zwar, weil Leute verhandelt haben, die eigentlich nichts anderes als schnellstmöglich in die EU wollen, die waren ganz einfach befangen.
        Heute werden diese Rufe nach der EU nicht mehr lauthals gemacht, weil damit bei der Bevölkerung überhaupt nicht zu punkten ist, aber aufgegeben haben sie ihre Ideologie deswegen noch lange nicht. Man möchte allzugern eine wichtige Rolle spielen in Brüssel, in der Politik wimmelt es von selbstverliebten, eitlen Pfauen.

      • Sportpapi sagt:

        Ach Pippi. Es sind die Leute, denen du hier offenbar nachläufst, die jederzeit und immer wieder die Interessen der einfachen Menschen hier im Land verraten und verkaufen, wenn es nur ihren eigenen Interessen dient. Für einen EU-Beitritt gibt udn gab es gute Gründe, die aber eher nicht monetär waren. Es auch viele Gründe dagegen, die vor allem auch mit unserem Wohlstand zu tun haben. Die Frage ist nur, wie lange die EU das noch akzeptiert. Da kann man dann gerne wieder von „schlecht verhandelt“ sprechen, wenn der andere den längeren Hebel hat. Wie beim Flughafen.

      • Meta sagt:

        Zum Glück sind die Zeiten vorbei, wo Gerichte Kleinkindern die Schuld gaben an ihrem Verkehrstod. (Im Ernst.) Aber tot bleibt tot. Die Eigenverantwortung versagt hier eklatant, und da muss ich mich mit Gelegenheitstotalitaristen wie Muttis Liebling einverstanden erklären: es gibt einfach Dinge, die gehören verboten. SUVs zum Beispiel. Sie treffen Kleinkinder am Kopf statt am Rumpf wie normale Autos, und alte Menschen treffen sie an der Hüfte statt am Bein. Die Folgen sind entsprechend hässlicher. Es gibt klare Zahlen dazu.

      • Meta sagt:

        Dichte ennet der Grenzen aussperren ist keine Lösung, dann findet sie einfach dort statt. Den Planeten kümmert das nicht die Bohne. Die lokalen Probleme, die dadurch entstehen, sind lösbar. Oder wären es, so der politische Wille vorhanden wäre und die Kantonsstrassen nicht einfach Vorrang vor allem hätten… Es gibt Ansätze zum autofreien Wohnen. Interessierten sei die Veranstaltung vom Mi 19. September im Zürcher Cabaret Voltaire ans Herz gelegt: “Verkehr sparen – eine Notwendigkeit”.

        (Vorhin am falschen Ort gelandet, pardon.)

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Tut mir leid Sportler, wenn du so unkritisch bist und einfach nachplapperst, was andere sagen. Der Auftrag jedes Politikers ist es, das Wohlergehen und den Wohlstand des eigenen Landes zu sichern, alles andere kommt später. Ein EU-Betritt müsste sich also ökonomisch segensreich für die CH auswirken, was er eindeutig nicht täte, heute weniger denn je. Oder er müsste aus politischen Gründen bejaht werden, weil es eine Verbesserung unseres Systems bewirken würde – tut es auch nicht, ganz im Gegenteil, die Länder Europas rufen nach mehr Demokratie. Selber denken ist angesagt!

      • Sportpapi sagt:

        Naja, Pippi, ich halte mich eigentlich eher für sehr kritisch. Aber es ist ja auch für deinen kritischen Geist bezeichend, dass du auf meine Punkte nicht eingehst. „Der Auftrag jedes Politikers ist es, das Wohlergehen und den Wohlstand des eigenen Landes zu sichern, alles andere kommt später.“ Ja klar, deshalb kämpfen „unsere“ Politiker nun für Bankgeheimnis und Steuerhinterzieher und verhindern, dass auch die Schweizer Steuersünder verfolgt werden. Das eine ist einfach Unrecht, für das andere bezahlen wir einfache Bürger schliesslich die Zeche. Wie doof muss man sein, das nicht zu sehen?

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ich weiss nicht, wie doof man da sein muss Sportler, ich hab nie behauptet, dass ich sowas unterstütze. Vom Steuerdeal und vom Bankgeheimnis war hier nie die Rede, ich denke nicht, dass wir diese Baustelle bewirtschaften sollten in diesem Forum. Ich könnte dir da Einiges dazu sagen, aber es hat hier wirklich keinen Sinn.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Gabi: die Antwort ist bei Ihrer andersplatzierten Nachfrage gelandet, ich habe keine links, aber es war eine Zeitlang ziemlich in den Medien. Dieser Mann hat auch einen Verein gegründet, um diejenigen die „ausbrechen wollen“ zu unterstützen. Für „uns“ war es irritierend, galten sie doch eben genau als Vorzeigebeispiel für erfolgreiche Integration, und dann von jemandem dieser Gemeinschaft gesagt zu bekommen wir hätten rosa Brillen an… .

      • Gabi sagt:

        Mmmh… Versteh ich zwar schon, Brunhild.

        Aber – wie auch dort beim anderen Ort angedeutet – müssen wir nicht zugleich anerkennend feststellen, dass diese interne Lösung dann offenbar dazu gedient hat, dass wir genau dieses Image vermittelt kriegten?

        – Dass wir uns also nicht von Tamillen bedroht fühlten; sie nicht mit Aggression und Gewalt gleichsetzten, weil sie uns ganz offensichtlich in unserem – im Vergleich mit vielen anderen Ländern halt immer noch harmonischeren – friedlichen Zusammenleben nicht in den Weg kamen? … Im Gegensatz zu anderen Gruppen.

      • Gabi sagt:

        Müssen wir nicht davon ausgehen, dass, wenn dies geschah, offenbar eine Ahndung von Verstössen war, welche die Tamillen hier in Verruf gebracht hätten?

        Da fällt mir einfach schon ein paar andere Imigrationsgruppen ein, die uns geografisch Einiges näher ist. Da mache ich überhaupt nichts aus, was auf eine Ahndung von Verhalten hindeutet, an dem die Schweizer Anstoss nehmen könnten. Im Gegenteil!

        Da wird dann eher die Ausländerkeule nur benutzt, um sofort jeden Hinweis auf Problematisches niederzuklopfen: „Es ist nur der Fremdenhass der Schweizer, der uns ständig unterstellt… “ etc.

      • Gabi sagt:

        Insofern bin ich mir nun nicht mehr sicher, ob Ihr Hinweis meine rosa Brille in Bezug auf die Tamillen nicht sogar noch tiefer pink eingefärbt hat…

        😀

      • Gabi sagt:

        (und ja: es müsste heissen: „Müssen wir nicht davon ausgehen, dass dies, wenn es geschah, offenbar eine Ahndung von Verstössen war, welche die Tamillen hier in Verruf gebracht hätten?

        Da fallen mir einfach schon ein paar andere Imigrationsgruppen ein, die uns geografisch Einiges näher wären.“)

  • max sagt:

    Wetten? 80% der klagenden Eltern brettern mit ihrem Velo genauso mit Volldampf bei Rot über die Kreuzungen?

    Wetten? 90% der schimpfenden Eltern werden bei der nächsten Abstimmung wieder Geld für irgendeinen populären, politisch aufgeladenen Guguus bewilligen werden und die fehlende Verkehrsinsel im Gegenverkehr vergessen haben?

    Unsere Politiker heutzutage werden werden bei den nächsten Wahlen dummerweise nicht daran gemessen, ob sie praktische Alltagsprobleme lösen, sondern ob sie für Luca Hänni sind oder gegen AKW.

    • Sportpapi sagt:

      Die Wette nehme ich an. Wetten wir, dass wir an eine xbeliebige Kreuzung sitzen können, und eine Stunde lang keinen einzigen Velofahrer mit „Volldampf“ bei Rot über die Strasse fahren sehen?

      • @sportpapi
        Kommt es auf das Wort Volldampf an? Dafür bräuchte man eine Loki und Schienen. Sollte ich schreiben „volle Fahrt“?

      • Sportpapi sagt:

        Akzeptiere auch das. Mit 30 ungebremst über die Kreuzung bei Rotlicht?

      • max sagt:

        @sportpapi

        Dann käme es noch auf die Tageszeit an. Ich kenne etliche Kreuzungen, wo morgens um drei Uhr keine Velos kommen und dafür die Taxi fahren wie die Säue. Allerdings weiss ich nicht, ob dort die Ampeln nachts nicht einfach gelb blinken.

        Und ehrlich, mich überrascht, dass Sie in der Schweiz Kreuzungen mit Ampeln kennen, wo die Velofahrer anhalten. Das ist wirklich etwas ganz neues für mich.

  • manuel sagt:

    da ist er wieder der versuch, das einzig unausweichliche im leben doch noch irgendwie zu umgehen. unfälle, wie es der name schon sagt, sind immer tragisch und doch wird es sie immer geben. naja als landei kann ich zugegebenermassen nicht wirklich mitreden was städte angeht, aber ich kann ihnen sagen von wem hier auf dem land die grösste gefahr ausgeht; die mütter mit ihren eigenen fahrzeugen, so sind mittlerweile eine unmenge von quartierstrassen auf 30 reduziert, aber mama fährt da immernoch mit gut 50 durch.

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    Die Schulen machen halt auch zuwenig Druck. Und warum? Weil viele Lehrer befangen sind. Als mein Sohn zur Schule ging, war auf dem Pausenplatz ein Teil aussortiert, damit die Lehrer dort ihre Autos parkieren konnten!
    Die Tramhaltestelle lag 2 Min. Fussweg vom Schulhaus entfernt, trotzdem kamen viele mit dem Charre. Als mein Sohn einmal ein Lehrerin darauf ansprach – sie nahmen gerade die Umweltverschmutzung durch – wurde sie richtig böse und rief mich deswegen an, sie fand das frech. Ich sagte dann, dass ich ihr Verhalten dumm finde, von da an war Krieg, sie liess alles am Kind, 8 J., aus.

    • Gabi sagt:

      Hihi… Und Sie wundern sich wieder mal.

      Dabei haben Sie Ihre Überlegungen gewiss so diplomatisch und ausgewogen zu vermitteln gewusst, wie hier im MB.

      War halt wieder so ne Tussie; was?!

      😀

    • Sportpapi sagt:

      Jaja, immer die bösen Lehrer. Kommen sogar mit dem Auto zur Arbeit!

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Es geht nicht um böse, es geht um richtig oder falsch. Wenn auf Pausenplätzen, die sowieso immer zu klein sind, noch ein Teil des Platzes eingezohnt wird, damit die Lehrer Parkplätze haben, ist das eindeutig falsch. Wenn dann dieselben Lehrer noch den Umweltschutz anmahnen, wird es völlig grotesk.

      • Gabi sagt:

        Dabei hätten die weiss Gott genügend Ferien, um dann ihre Abgase in die ozongeschwängerte Sommerlandschaft zu blasen!

        Kriegen halt einfach nicht genug.

      • Sportpapi sagt:

        Pippi, die arbeiten da. Und kommen, wie alle anderen, die arbeiten, teilweise mit dem Auto. Denn es ist heutzutage Lehrern kaum mehr zuzumuten, in der Arbeitsgemeinde zu wohnen. Und wie jeder andere Arbeitgeber stellt die Schule ihren Mitarbeitern eine gewisse Anzahl Parkplätze zur Verfügung. Was soll daran stossend sein? Darf ein Autofahrer nicht mehr über Umweltschutz reden (selbst wenn er muss), nicht mehr sich für Umweltschutz einsetzen?

      • Gabi sagt:

        Ich glaub, dass es auch hier wieder mal weniger um das vordergründig angeführt geht, sondern eigentlich nur um ihr Hauptthema: Pippi.
        Und was sie alles weiss.
        Und wie sehr die dumme, dumme Restwelt (Idioten, Tussies, Loser) sich ihrer Weisheit hartnäckig verweigert.
        Weil die alle einfach nicht klar kommen, mit der überlegenen Gewissheit jeweils ausschliesslich das Richtige zu tun und die Wahrheit für sich gepachtet zu haben.

        Kurzum… Es muss halt wieder persönlich werden. Kleiner Hinweis:

        „von da an war Krieg, sie liess alles am Kind, 8 J., aus.“

        Umgeben von Ignoranten! – Die Ärmste.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Sportler, an ganz vielen Orten kannst du heute nicht mehr mit einem Parkplatz rechnen. So wie du argumentierst, findest du es also richtig, dass Kinder sich einschränken müssen, einmal mehr, damit die Erwachsenen ihrer Bequemlichkeit frönen können? Schulhäuser sind nicht am Ende der Welt, es ist allen zuzumuten, zu Fuss, mit dem Velo oder per ÖV zu kommen. Ich weiss viele Leute, bei denen Arbeitspl. und W’ort weit auseinander liegen, die haben z.B. zwei Velos deponiert, am Abfahrts- und am Zielort der Bahn, so sind sie schnell unterwegs. Ich hatte das auch schon, geht gut. Oder ein Klappvelo.

      • Sportpapi sagt:

        Hm, Pippi: Nein, ich kenne nicht viele Arbeitsorte, die keinerlei Parkplätze haben. Und ich bin der erste, der sich für grosse Pausenplätze einsetzt (und das meine ich nicht, mit grossen Sprüchen in einem Blog, sondern real in den entsprechenden Arbeitsgruppen). Aber auch da gibt es Vorschriften. Zur Grösse des Pausenplatzes ebenso wie zur Parkplatzzahl. Zumindest bei der Sporthalle, die wir bauen wollten, war eine ziemlich grosse Parkplatzzahl vorgegeben.

      • Rabe sagt:

        Hallo Pippi, schon mal daran gedacht, dass es Wohn- und Arbeitsorte gibt, die einfach schlecht ÖV-erschlossen sind, und wo man mit dem Auto 2h Fahrzeit einspart? Auch LehrerInnen haben Familie und sind froh, wenn sie morgens nicht 1h früher weg müssen, bzw. Abends 1h früher daheim sein können. Dass die Lehrerin anrufen musste wegen des angeblich frechen Verhaltens Ihres Kindes, kann ich zwar nicht nachvollziehen (solange es im Ton nicht frech war, sondern nur eine kritische Frage), aber wenn die Lehrerin nicht über Kleinigkeiten steht, warum dann Sie auch nicht?

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Daran hab ich wohl gedacht Rabe, aber davon spreche ich nicht, weil das eher Ausnahmen sind. Wer abgelegen wohnt, kann den Gebrauch des Autos problemlos rechtfertigen, ebenso, wenn die Schule abgelegen ist. Dann ist aber das Platzproblem wohl keines, weil es dann rundherum genug Platz hat, um ein Auto abzustellen. Wenn eine Lehrkraft am gleichen Tag an verschiedenen Orten Einsatz hat, gibt es ebenfalls Möglichkeiten. Aber das sind alles Ausnahmen, wo individuelle Lösungen gefunden werden können.

      • mostindianer sagt:

        ich fahre mit dem auto zur schule, weil ich damit 25 minuten habe für einen weg. würde ich mit bahn und bus und zu fuss gehen, hätte ich für einen weg 75 minuten. im kanton zürich.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Und mit Bahn und Velo? Wenn du jeden Tag gesamthaft 10 km fährst, tust du sehr viel für deine Gesundheit und hast dein Tagessoll an Sport gut erfüllt. In städtischen Gebieten ist übrigens das Velo das schnellste Verkehrsmittel, und mit den neuen E-Bikes lassen sich auch Steigungen leicht bewältigen, man kommt nicht mehr nassgeschwitzt am Ziel an.

      • Auguste sagt:

        hmm…, hat man sie aus ihrem stammesgebiet ins reservat verbannt, mostindianer? so tragisch, wie auch dieses indianer-schicksal…

        youtube: johnny preston – running bear

    • Rabe sagt:

      @Pippi. Dann bin ich wohl insofern eine Ausnahme, als dass ich ziemlich viele Ausnahmen kenne…

  • Realist sagt:

    Menschen sind ungeeignet zum steuern von Fz die schneller sind als sie selbst gehen können. Menschen sehen (fast) nur sich selbst und ihre Interessen. Meschen haben eine subjektive Wahrnehmung die einem oft das was im Strassenverkehr wichtig wäre, nicht wahnemen lässt und hier sind wir noch nicht mal besoffen oder unter drogen… Jeder und Jede hat eine eigene Einstellung und Fahrpraxis die oft nicht zu knapp von den Spielregeln abweichen… Schneller als ihr denkt, werden die Fz nicht mehr von Menschenhand gelenkt, wetten das wird extrem viel Besserung bringen?

    • Brunhild Steiner sagt:

      damit die Leute das Hirn noch weniger einschalten müssen-
      vorallem fähig sein müssen
      autofahren zu dürfen,
      braucht es Hochrüstung in der eigenen Festung damit mensch nix mehr machen muss?

      Nein, die sollen besser zu Fuss gehen,
      oder sich anstrengen!

  • Valeria sagt:

    In vielen Fällen sind es leider die Schwachen, also die Kinder, Velofahrer und älteren Fussgänger, welche die Unfälle verursachen. Manchmal aus Unachtsamkeit, manchmal sind Sie in Gedanken, manchmal gestresst oder am SMS schreiben. Wer als Fussgänger an einem Zebrastreifen steht, hat das Recht auf Vortritt. Aber das heisst nicht, dass man dieses immer durchsetzen muss. Oder starb nicht gerade ein junges Pärchen durch einen Zusammenstoss mit der Bahn? Warum? Was haben die da verloren?

    • Valeria sagt:

      Anderer Gedanke: Wie viele Kleinkinder wurden in den letzten Wochen von Familienmitgliedern oder Bekannten überfahren? Mit dem eigenen Auto auf dem eigenen Parkplatz? Mit dem Traktor auf dem Bauernhof?

      Das soll nicht heissen, dass man Schulwege nicht teilweise sicherer gestalten könnte. Es sollte eher ein Appell sein, dass JEDER sich an seiner eigenen Nase nehmen soll. Indem man SELBER aufpasst, indem man seine Kinder so lange auf dem Schulweg begleitet, bis sie die Gefahren kennen und gegebenenfalls über den Fussgängerstreifen RENNEN, wenn dies nötig sein sollte.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Valeria
        „in vielen Fällen sind es.. aus Unachtsamkeit“
        woher haben Sie denn das?
        Aus meiner Wahrnehmung, und auch aus Unfallberichten entnehme ich was anderes.
        Da ist der gute Automobilist entweder nicht in der richtigen Geschwindigkeit, nicht konzentriert, überholt ein stehendes Auto vor dem Streifen (..) etc usw
        Und RENNEN sollte man schon gar nicht, wenn das Kind stolpert und hinfällt ist es noch schwieriger zu erkennen als wenn es aufrecht geht.

      • Sportpapi sagt:

        Bei mehr als einem Viertel der Unfälle war der Vortritt missachtet worden. Weitere 15 Prozent der Unfälle mit Personenschaden sind auf Unaufmerksamkeit und Ablenkung zurückzuführen. An dritter und vierter Stelle fol-gen der Zustand der Lenkenden sowie andere Fahrbewegungen. An fünfter Stelle liegt das Geschwindigkeitsverhalten.
        http://www.news.admin.ch/message/index.html?lang=de&msg-id=43971

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Valeria:
        Nur knapp 13 Prozent der Unfälle mit verunfallten Fussgängern auf Fussgängerstreifen waren auf das Fehlverhalten der Fussgänger zurückzuführen. In den meisten Fällen lag die mutmassliche Hauptursache beim Autofahrer.
        Das steht im link von Sportpapi,
        also nichts mit „in vielen Fällen sind es leider“,
        sondern in 87% der Fälle liegts am Mensch im Auto!!!

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi:
        danke für den link!

      • Eni sagt:

        Autos tötten Menschen/Kinder, aber Menschen töten keine Autos. So einfach ist das! Wenn jeder Autofahrer sich bewusst machen würde, dass er eine tonnenschwere Waffe unter dem A…. hat und nicht bloss ein Forbewegungsmittel, dann würde sich Verhaltensweise ändern. Aber eben: im Auto ist man der König und kann gut geschützt Risiken eingehen und wenn etwas passiert ist immer der Andere schuld.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Es werden sogar grössere Risiken eingegangen, laut Aussage von Versicherungen. Das, weil die Autos immer sicherer werden. Gleichzeitig wird das Verhalten gegenüber den Radfahrern rücksichtsloser, vor allem auch, wenn diese einen Helm tragen. Alles laut Aussage von Experten. Es ist also – bizzarrerweise – eher schlecht für die Sicherheit des Radfahrers, wenn er einen Helm trägt.

      • Eni sagt:

        Ob mit oder ohne Helm; ich kann da keinen Unterschied feststellen. Fahre in der Regel mit, aber ganz kurze Strecken (mit dem Hund bis zum Waldrand zB) ohne und Rücksichtslosigkeit seitens der Autofahrer begegnet mir in beiden Fällen. Überholen mit kaum 30cm Abstand, Vortrittsverweigerung ua bei Kreiseln und Verengungen kommen an mehr Tagen vor als nicht.

      • Eni sagt:

        Und die SUV-Mami-Taxis sind eh ein Übel. SMS schreiben und tel während der Autofahrt; der eigene Nachwuchst gut geschütz im Panzer wissend………………………………

      • Valeria sagt:

        Aufgrund der geltenden Vortrittsregelung am Fussgängerstreifen trägt der Autofahrer praktisch immer (bzw. mutmasslich, wie es auch im Text steht) die Schuld, wenn nicht klar das Gegenteil bewiesen werden kann. Diese 13% sind also nur die ganz klaren Fälle, wo die Fussgänger Mist gebaut haben.

      • Valeria sagt:

        Ein Beispiel:
        Ein Gruppe Jugendlicher steht auf dem Trottoir neben dem Fussgängerstreifen und unterhält sich. Als Autofahrer sieht man die Gruppe, bremst ab. Dann merkt man, dass sich diese jungen Leute immer noch unterhalten und gar nicht über den Streifen wollen. Man beschleunigt wieder und just in dem Moment, wo man den Streifen passiert, dreht sich einer aus der Gruppe um und läuft ins Auto. Selbst wenn man nur 20 km/h drauf hatte, könnte dieser Unfall tödlich sein. Und Schuld trägt der Autofahrer, schliesslich stand der Fussgänger korrekt am Streifen…

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Das muss jeder wissen, der ein Motorfahrzeug betreibt:

        Haftung des Motorfahrzeughalters :
        Der Halter eines Autos haftet grundsätzlich für Personen – und Sachschäden, die
        durch den Betrieb des Autos verursacht werden ; ein Verschulden ist nicht nötig.
        Die Haftung des Motorfahrzeughalters ist eine sehr strenge Kausalhaftung.

        Es geht also nicht um Schuld, sondern um Verantwortung, deshalb die sehr strenge Kausalhaftung.

      • Eni sagt:

        @ Valeria

        Man könnte als Autofahrer aber halt auch langsamer anfahren, dann kommt es erst gar nicht zu einem Crash. Auch wenn die Jugendlichen unerlaubt einfach auf die Strasse treten, als stärkerer Verkehrsteilnehmer mit einer Waffe unter dem A… muss man halt auch Verantwortung übernehmen.

      • Pixel sagt:

        Ich kann schon erfassen was Valeria meint. Aus meiner Sicht und die eines jeden Zugezogenen (Ausland-Schweiz) ist es so, dass die Vorschrift am Fussgangerstreifen zugunsten des Fußgänger zwar richtig ist, hier in der CH aber tw auch zu sehr extremen Fahrverhalten führt, die die meisten hier befürworten werden, als Autofahrer kann man allerdings in Situationen kommen die man anders beurteilt. Fußgänger hier sind wirklich auch sehr flapsig und unnvorsichtig geworden dadurch, dass sie sich ihres Vorranges bewusst sind und außerdem ja „eh jedes Auto anhalten muss“. Das ist ja grundsätzlich schon

      • xyxyxy sagt:

        @Pixel -wiederum kann ich das auch hier nicht unbedingt bestätigen. Mir ist bis auf ein zwei provozierende Halbwüchsigen (doof wie ich es einst war) noch niemand einfach in die Strasse gelatscht. die Fussgänger warten, ich bremse und die meisten winken dann noch dankend mit der Hand.
        Vielleicht ist das nicht in der ganzen Schweiz so, aber da wo ich wohne ist das die Regel. (Mach ich als Fussgänger übrigens auch so.)

      • Pixel sagt:

        in Ordnung aber nicht per se ein Freipass um einfach mal ohne stehen zu bleiben, zu kucken, über die Strasse zu watscheln. Als ob man sich auf einsamen Feldwegen befinde und nicht mitten in der City, wo selbst bei Tempo 30 die Karre einfach eine Masse hat die man zum Stehen bewegen muss. Was ich auch schon aus anderer Perspektive erlebt habe ist nämlich mindestens genauso haarsträubend. Außerdem muss auch berücksichtig werden, dass manchmal Verkehrsverhältnisse einfach so unglücklich sind(Lastwagen davor, dahinter, Gegenlicht etc) dass man auch wirklich auf die Achtsamkeit des Gegenübers

      • Pixel sagt:

        angewiesen ist. Wo ich hingegen anderer Meinung als Valeria bin ist die Ansicht, dass es in den geschilderten Fällen von mir nicht Kinder sind die unachtsam sind. Im Gegenteil. Praktisch ausnahmslos sehe ich die Kleinen schön brav am Straßenrand stehen und den Augenkontakt aufnehmen. Es sind Erwachsene die sich nachlässig verhalten.

      • Pixel sagt:

        Xy: das ist ja nett! 🙂 nee, in ZH können Sie das Winken eher vergessen…. Ich hab das in der Stadt innert mehreren Jahren viell zweimal erlebt. Wenn ich so an die Langstrasse (züri West) denke. Prost Servus!

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Valeria:
        haben Sie den link gelesen?
        Es wird schon ein bisschen detaillierter aufgelistet, so einfach, dass halt bloss 13% hieb und stichfest in ihrem Fehlverhalten auszmachen sind, und daneben noch ein weiterer grösserer Teil an Selbstverschuldungen
        ist es also nicht!
        Ich bin bei weitem nicht für verantwortungsloses Fussgängertum, aber hier so den Fussgängern den schwarzen Peter zuschieben ist irgendwie daneben find ich.

      • Sportpapi sagt:

        @BS: Unbestrittenerweise haben aber die Unfälle auf dem Fussgängerstreifen zugenommen (obwohl es davon immer weniger gibt), seit die Vortrittsregelung gekehrt wurde.

      • Eni sagt:

        @ Sportpapi

        Ja und vorher kam man zu Stosszeiten als Fussgänger einfach nicht auf die andere Strassenseite. Bin einmal 1/4 Std an einer Kreuzung gestanden und bin dann halt einfach auf die Strasse gelaufen, sonst stünde ich wohl heute noch dort.

        Es ist einfach so, dass man bei gewissen Bevölkerungsgruppen (Raucher, Autofahrer) nicht auf Anstand und Rücksicht hoffen kann, also muss man halt immer noch mehr Vorschriften und Gesetze verabschieden

      • Valeria sagt:

        @ Pixel:
        Danke, genau so habe ich es gemeint. Im Übrigen sind wir denke ich einer Meinung. Kinder sind nicht unachtsam, das stimmt, die warten immer ganz vorsichtig am Fussgängerstreifen und bedanken sich auch eigentlich immer mit winken. ABER Kinder können unberechenbar sein, v.a. in Quartierstrassen, das macht sich „schwach“. Oder abgelenkt, das betrifft dann ältere Kinder, die z.B. am Telefon etwas schreiben, während sie gehen.

        Ich bin momentan 50/50 motorisiert oder per ÖV, bzw. zu Fuss in Zürich unterwegs. Da habe ich teilweise haarsträubende Situationen erlebt, sowohl als…

      • Valeria sagt:

        …Fussgänger als auch als Autofahrer. Vor ca. 3 Wochen, Central, Feierabend. Der Verkehrsdienst und die Polizei leiten den Verkehr, ich warte und schaue zum Polizisten, der winkt, dass ich fahren könne. In diesem Moment schiebt sich eine junge Frau zwischen den korrekt Wartenden durch und läuft direkt vor mein Auto. Es ist nichts passiert, ich habe sie gerade noch gesehen und gebremst. Der Polizist ist sehr laut geworden, hat die Frau zurückgepfiffen und in den Senkel gestellt.

        Ich weiss und verstehe es einfach nicht: Ist den Leuten ihr Leben denn gar nichts wert?

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi:
        und was wollen Sie daraus schliessen?
        Dass dies ausschliesslich mit Fehlverhalten seitens der Fussgänger zusammenhänt?
        In Ihrem link steht was anderes…

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Valeria:
        nochmals die Frage, haben Sie den link gelesen?
        Ich finde es ziemlich daneben einfach zu behaupten die tiefe 13%Zahl hänge grösstenteils damit zusammen,
        dass das fussgängerische Fehlverhalten in den anderen Fällen nicht so schlüssig beweisbar wäre.

      • pixel sagt:

        BS, irgendwie haben Sie sich jetzt schon ein bischen auf diesen Link und die Zahl 13 eingeschossen…Schauen Sie, neutral betrachtet: Was glauben Sie, was genau als „Fehlverhalten“ eingestuft wird? Hier betreiben wir nun Haarspalterei. Es geht doch darum, wie sich BEIDE Parteien zu verhalten haben im Strassenverkehr. Es gibt bestimmt Ro.w.dies (Wortfilter) aber ich möchte mich auch dagegen wehren, dass der Autofahrer immer als der Schuldige und Böse hingestellt wird. Wie überall im Leben gibt es einen Bestfall einer Situation, einen Worstcase und meistens tausend Graustufen dazwischen, wie

      • Brunhild Steiner sagt:

        @pixel:
        ich habe keinerlei Problem mich einzuschiessen wenn behauptet wird
        „in Mehrzahl der Fälle sind es die Schwachen welche die Unfälle verusachen“
        knapp zusammengefasst.
        Der Bericht schlüsselt diese Zahlen detailliert auf.

      • pixel sagt:

        vorfallen kann. Und am allermeisten ist es eine Aneinanderreihung unglücklicher Faktoren. Oft hätte ein einzelner Faktor an sich die Tragweite für einen Unfall nicht gehabt. Ich glaube auch nicht, dass es uns weiterbringt, wenn wir uns hier auf Zahlen einschiessen. Sie helfen natürlich, einschätzen zu können, wo man sich im Vergleich bewegt. Viel wichtiger jedoch ist es, eine Sensibilisierung für die Verkehrssituationen von beiden Seiten stattfinden zu lassen. Beim Fussgänger ist sie im Laufe der Zeit leider teilweise verlorengegangen. Das ist das was Valeria sagen möchte und ich auch.

      • Laura TI sagt:

        Pixel, der Autofahrer ist in dem Fall der Geschützte, der Fussgänger der Ungeschützte. Ich glaube es erübrigt sich über Fehler zu debattieren, wenn am Schluss das Kind tot auf dem Fussgängerstreifen liegt, oder ist es in Ihren Augen dann noch relevant, ob es , wie in der Schule gelernt, denkt es habe Vortritt und genau in dem Moment darüber gegangen ist, als die Mutter nach hinten schaute zu ihrer plärenden Tochter im Kindersitz und nicht auf die Kinder vor der Schule geachtet hat? Leider konnten wir das mit dem Augenkontakt nur noch unseren anderen Kindern beibringen.

      • Gabi sagt:

        ???

        – Verstehe ich Sie richtig, Laura TI?

        – Mein Gott, wie schrecklich.

        Tut mir sehr leid.

        Es muss ein Horror sein, wenn so etwas aus dem Nichts heraus geschieht. Und es muss gewiss sehr hilfreich sein, wenn weitere Kinder daran mahnen, dass das Leben dennoch weitergehen kann.

        Schon einige Zeit her, nehme ich an.

        Darf ich fragen, ohne pietätlos zu sein: Wie hat der oder die AutofahrerIn daraufhin damit umgehen können? (falls Sie das überhaupt wissen)

      • Brunhild Steiner sagt:

        @pixel:
        tja, wer ist nun unvorsichtiger geworden, wirklich die Zweibeiner ohne Blech rundum?
        Wäre interessant wie es hierzulande aussehen würde
        wenn wir denselben Strafkatalog wie US hätten, siehe K’s Ausführungen
        bezüglich Meldungen an die Versicherung inkl Prämienerhöhung, hohe Bussgelder bei Handynutzung etc.
        Wetten wir würden dann ziemlich viel weniger Menschen mit bspw Tel am Ohr fahrend sehen?

      • Gabi sagt:

        Sorry, Brunhild – Wenn Sie hier lesen, komme ich nun nochmal drauf:

        Das von Ihnen erwähnte Strafsystem der Tamillien würde mich brennend interessieren.

        Sind Sie so nett und führen Sie das für mich etwas aus?

      • Laura TI sagt:

        Gabi 15 Jahre sind es her und alle Statistiken und Zahlen werden völlig irrelevant, wenn der Schmerz darüber doch nie ganz weg geht.
        Die Frau fühlt sich nicht schuldig, schliesslich war es ihre Tochter, die sie abgelenkt hatte und unser Grosser hätte halt warten sollen und nicht grad in dem Moment los laufen sollen und nach der Gerichtsverhandlung hat sie mir gesagt, dass es für mich ja nicht so schlimm sei, ich hätte ja noch zwei gesunde Kinder.

      • Gabi sagt:

        Puh….

        Da bleibt nur ein Kloss im Hals.

        Tut mir sehr leid.

      • Valeria sagt:

        Ich möchte angesichts der hier besprochenen Fälle von Mamablog-Schreibenden nicht pietätlos erscheinen. Aber es erscheint mir auch sehr einfach, jede vernünftige Diskussion mit dem Betroffenheits-Hammer zu ersticken.

        Solange wir unseren Kindern nicht beibringen, dass auch andere Verkehrsteilnehmer Fehler machen können, fühlen sie sich sicher, wo es nicht sicher ist. Anstatt auf den Autofahrern herumzuhacken, sollten wir mehr Energie darauf verwenden, unsere Kinder zu instruieren. Ich selber kann nur hoffen, nie in diese Situation zu kommen. Ob nun als Autofahrer oder als Mutter.

      • Sportpapi sagt:

        Dass härtere Strafen nur bedingt etwas nutzen, sehen wir aber doch auch in den USA. Ich persönlich schätze es, wenn die Polizei nach wie vor Verkehrsunterricht erteilt, um die Schulhäuser überraschende Geschwindigkeitskontrollen durchführt. Aber sie können nicht immer da sein. Und Bussen – was schmerzt denn diese Autofahrer wirklich? Gibt man nicht schon relativ schnell den Ausweis ab?

      • Eni sagt:

        Falsch Valeria: solange man NICHT mit dem Betroffenheitshammer kommt, ist für alle jedes tote Kind nur eine Statistik und nicht der Rede wert. Was macht man ja auch für ein Gedöns wo es doch immer weniger Verkehrstote gibt?

        Sorry, es ist einfach nur ein Hohn.

        @ Laura TI

        Ich bewunderer noch immer Deine Grösse gegenüber der Autofahrerin. Ich könnte das nicht. Wäre mein Kleiner gestorben, na dann………….

      • @valeria
        Kinder sind Kinder, das heisst folgendes:
        1) Sie vergessen sich manchmal. Dem kann man mit guter Erziehung entgegenwirken. Allerdings sind sie auf dem Schulweg in der Gruppe unterwegs und deswegen mehr abgelenkt. Der Schulweg muss darum besser gesichert werden als andere Strassen
        2) Die kognitiven Möglichkeiten von Kindern sind eingeschränkt. Bis 8 oder 9-jährig können sie zum Beispiel Distanzen und Geschwindigkeiten nicht so genau einschätzen wie Erwachsene.
        3) Der Blogeintrag von Andrea Fischer beschreibt einen Fussgängerstreifen über eine Strasse mit Gegenverkehr ohne Verkehrsinsel in der Mitte. Diese Art von Fussgängerstreifen wurde vom Bundesamt für Unfallverhütung als sanierungsbedürftig und als unfallgefährlich für jede Art von Fussgängern bezeichnet.

      • Sportpapi sagt:

        @Brechbühl. Wenn wir doch nur mal endlich wissen könnten, was denn „der Schulweg“ ist. In meinem Dorf wohnen die Kinder überall. Praktisch jede Strasse ist Schulweg.

      • @valeria
        Von wegen „Betroffenheitskeule“. Leider funktioniert die ganze Politik so. Und das tönt jetzt zynisch, aber es ist die gottverfluchte Realität.

        Ein Gemeinderat, der sich um die Alltagsgeschäfte kümmert, die Dinge erledigt, für die die Gemeinde gebraucht wird, der holt damit keine Kränze. Fussgängerstreifen sanieren? Wer kommt damit in der Zeitung?
        Was muss ein Uetendorfer Gemeindepräsident tun, wenn er in der BernerZtg. gross herauskommen will? Er muss für Luca Hänni sein. Was muss derselbe Politiker als Grossrat tun, will er in die Zeitung? Er muss gegen AKW sein.

        Was kann er sonst noch tun? Ah, es gab ein totes Kind. Jetzt kann er in der Zeitung kommen, Betroffenheit verkündigen, sich herzig bei den Eltern melden und mit schwerer Stimme und ernster Miene verkündigen, er werde das tun: Einen Fussgängerstreifen sanieren lassen und zwar subito.

        Das ist Betroffenheitspolitik, Betroffenheitsjournalismus, Volksverdummung.

      • @sportpapi
        In dem Fall, wo die Schulwege sich durch das ganze Dorf verteilen, sehe ich es tatsächlich in folgende Richtung: Kinder erziehen, Erwachsene informieren (Flugblätter in die Haushalte, Plakate an den Dorfeingang), Erwachsene kontrollieren (Polizei), Erwachsene büssen (Polizei), Erwachsene erziehen (rabiate Eltern mit Zivilcourage).

        Ich habe eher das Bild von meinem eigenen ehemaligen Schulweg vor mir, wo die Kinder einer 4km langen Kantonstrasse entlang verteilt waren und an genau zwei, exakt definierten Orten diese überqueren mussten.

      • Sportpapi sagt:

        Ob es wirklich das Ziel von Gemeinderäten ist, in der Zeitung zu kommen? Den meisten, die ich kenne, ist das eher nicht so wichtig bis peinlich.

      • @sportpapi

        Das hätte ich auch so gemeint, wie Sie das schreiben.

        Nun denn, es war der betreffende Gemeindpräsident, der für Luca Hänni war und als Grossrat gegen AKW ist, der es mir so erklärte.

        Er sagte mir, dass im bernischen Grossrat genau die Leute nicht wiedergewählt werden, die Kommissionsarbeit machen, die ganze arbeitsaufwändige Knochenschinderei, in der Freizeit und abends, dutzende Kilometer noch anreisen zu den Sitzungen.

        Wer hingegen wiedergewählt werde, seien diejenigen, die mit lauter unsinnigem Guguus auf sich aufmerksam machen und darum ständig immer von neuem in der Zeitung kommen.

        Das Problem sei durch alle bernischen Parteien hindurch so, nicht nur auf seine eigene oder die seiner Lieblingsgegner bezogen.

        Hingegen war nicht meine Absicht, besagtem Gemeindepräsident zu unterstellen, er saniere Fussgängerstreifen nur, wenn es Tote gebe. Das war mehr als allgemeiner Gedanke dazugeschrieben, weil es in einem halben Dutzend Berner Gemeinden letzten Herbst genauso ablief.

      • Gabi sagt:

        Valeria; ich kann das wirklich nicht als „Herumhacken“ deuten. Bei Pippi vielleicht im üblichen Weisheit-mit-dem-Löffel-Gefressenhaben-Ton, der belehrt, aber herumhacken geht anders.

        Selbstverständlich müssen wir den Kindern das Aufpassen auch beibringen. Aber das enthebt doch die Autofahrer nicht von ebendem. Ich pflichte zudem Eni bei: Ohne Betroffenheit ist ein toter Fussgänger – ob Kind oder Erwachsener – bloss eine Zahl und vor allem etwas, das einem selbst nie wiederfährt.

        Ich entsinne mich übrigens manch blöder Situation im Auto, die ich einst in jugendlichem Leichtsinn selber

      • Gabi sagt:

        herbei führte. Schlimm, aber wahr: Kinder wie Jugendliche lernen eben nicht nur durch Ermahnungen, sondern auch durch risikoreiches Verhalten, dass schiefgehen kann. Ich bin froh, blieb es bei mir bei Dellen in den Felgen und etwas ramponierten Verkehrsinseln und mal einem eingedrückten Licht. Ein dämlicher Opa war übrigens auch dabei… Aber im Vergleich mit ernsthaften Folgen für Leib und Leben kam ich alles in allem gut davon und weiter.

        Dennoch – oder eben erst recht – darf man sich durchaus Gedanken darüber machen, wo Verkehrsmassnahmen – und dazu gehört auch Verkehrserziegung für

      • Gabi sagt:

        Autofahrer – zu Verbesserungen führen könnten.

      • pixel sagt:

        Leute, ich glaube wir müssen nun hier etwas relativieren. Natürlich sind die hier geschilderten Fälle furchtbar! Und natürlich ist der Haupttenor, dass das Auto an sich eine Killermaschine ist und der Fahrer sich dessen bewusst sein sollte. Ich bin mir sicher, dass das niemand in Frage stellt. Und ich bin mir auch fast sicher, dass sowohl Valeria als auch ich missverstanden werden, wenn man versucht auch die andere Perspektive darzulegen. Es hat nichts damit zu tun, wie die Haltung und Einstellung gegenüber dem Thema ist, und schon gar nicht damit, Sachverhalte klein zu machen.

      • pixel sagt:

        Zumal wir beide eigentlich eher dann abgerutscht sind in das Thema, wie sich manche ERWACHSENE verhalten und festgestellt haben, dass die Sensibilität bei Kindern offensichtlich deutlich höher ist. Einige der geschilderten Fälle und die Haltung der Täter/Fahrer ist in der Tat erschreckend. Ich hoffe jedoch, und gehe davon aus, dass es nicht die Haltung der meisten ist. Mich pesönlich würde so etwas dermassen durchrütteln und betroffen machen, als ob es mein eigenes Kind gewesen wäre.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        pixel, du sagst es, eine Killermaschine. Es finden zunehmend mehr Leute, dass dieser Tatsache zu wenig Rechnung getragen wird, die fehlbaren Lenker dieser Killermaschinen werden zu wenig in die Pflicht genommen, die Strafen sind oft nutzlos, auch nach tödlichen Unfällen sind die Fehlbaren bald wieder auf der Strasse und lebenslange Fahrausweis-Entzüge gibt es so gut wie keine. Dabei sagen Hirnforscher wie z.B. Gerhard Roth, dass bei Rasern alle Strafen nichts nützen, die rasen wieder, wenn sie Gelegenheit haben. Also entweder eine wirksame Therapie oder lebenslänglicher Entzug.

      • pixel sagt:

        Pippi, ich persönlich ordne das Thema „Raser“ woanders ein. Wenn ich eine Tendenz auf eine Gruppe festmachen wollen würde zu diesem Beitrag, dann wäre es eher die der Senioren. Wenn ich so beobachte wie und wer in das Fahrzeug steigt, wie das Fahrverhalten da manchmal ist, dann dreht sich mir regelmässig der Magen um.

      • Laura TI sagt:

        pixel, ich würde da eher die gestressten Mütter im SUV nennen.
        Was mir ein sehr wichtiges Anliegen wäre, wenn man dem Fussgänger nicht mehr eintrichtert, dass er Vortritt hat.
        Mein Grosser hat mir kurz vor dem Unfall erklärt, dass ich keine Ahnung hätte von Verkehrsregeln, weil ich ihn immer dazu angehalten habe „luege, lose, loufe“ auch beim Zebrastreifen. Die Regelung, dass Fussgänger Vortritt haben, schien mir schon damals ziemlich tödlich für solche, die das konsequent anwenden.

      • Sportpapi sagt:

        Raser, Senioren, gestresste Mütter. Fehlen noch die Junglenker und die Ausländer. Alles natürlich zu recht. Allerdings muss man wohl auch akzeptieren, dass nicht jeder Unfall immer eindeutig einen „Schuldigen“ hat. Und dass wir wohl das Restrisiko niemals ganz beseitigen können, solange alle fahren möchten, und die Fussgänger trotzdem auch noch Platz haben möchten.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Valeria
        @pixel:
        was mich enorm stört ist einfach die Aussage, und damit wohl innere Haltung gegenüber den Opfern!,
        dass in Mehrheit der Fälle die Fussgänger schuld seien-
        das hat Valeria bis jetzt nicht zurückgenommen, trotz sogar detaillierter Aufstellung im link.
        Bloss weil ich da nicht locker lasse
        heisst doch noch lange nicht dass ich meinen Kindern nicht beibringe
        dass sich andere eben gerade nicht an die Regeln halten
        und sie immer, egal ob im Recht oder nicht, sehr gut aufpassen müssen.
        Was ich im Übrigen auch vorlebe.
        Aber diese Schuldzuweisung kann ich nicht stehenlassen.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @gabi:
        es ging dort auch darum, dass diese Volksgruppe in den Kriminalitätsstatistiken eher marginal erscheint.
        Und jener Mann, der an die Öffentlichkeit gegangen ist, hat darauf hingewiesen dass viele Delikte, welche innerhalb ihrer Gemeinschaft stattfinden, gar nicht erst zur Anzeige gebracht werden, sondern intern gelöst, auch mit Gewalt.

      • pixel sagt:

        BS: ich finde es nicht nur deplatziert sondern ehrlich gesagt auch verletztend, wenn Sie uns beiden eine innere Haltung gegenüber Opfern unterstellen, wo ich noch klar und deutlich geschildert habe, dass es nicht um ein Kleinmachen geht und sämtliche Fälle für die Betroffenen einfach nur furchtbar sind. Mit der Tatsache im Hintergrund, dass Valeria Aerztin ist, darf man es sogar als Beleidigung betrachten. Ich hoffe, dass diese Anschuldigungen eher nun im Affekt passiert sind und fände es schön, wenn Sie diese zurücknehmen könnten da sie sehr offensichtlich aus der Luft gegriffen sind.

      • pixel sagt:

        Laura: „Was mir ein sehr wichtiges Anliegen wäre, wenn man dem Fussgänger nicht mehr eintrichtert, dass er Vortritt hat.“
        Dieses Zitat ist doch genau das was ich meine! Ich bin nun sehr froh, dass Sie selbst es geschrieben haben. Ich hatte vorgängig mich dazu geäussert, indem ich meinte, man müsse auch die Sensibilisierung der Fussgänger ev noch etwas erhöhen.

      • pixel sagt:

        sp: „Allerdings muss man wohl auch akzeptieren, dass nicht jeder Unfall immer eindeutig einen “Schuldigen” hat.“

        Merci. Das meinte ich ebenfalls, auch wenn die Akzeptanz aufgrund des emotionalen Ausmasses und Tragweite eines solchen Unfalles nicht leicht fällt.

      • Eni sagt:

        Da muss ich Laura TI zustimmen: abgesehen von den Rasern sind die SUV-Mütter die ignorantesten Verkehrsteilnehmer.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @pixel:
        ich hab mich immer auf diesen Satz „In vielen Fällen sind es leider die Schwachen, …welche die Unfälle verursachen.“ bezogen, und dieses „in vielen Fällen“ hat ja auch mit der inneren Haltung zu tun, was das Überzeugtsein der Verursacher betrifft. So war und ist das gemeint.

      • @Laura TI
        Ich denke schon, dass man den Kindern lehren kann, dass Fussgänger Vortritt haben. Was Sie beschreiben mit Ihrem Grossen ist etwas anderes:

        Bis in die 80er Jahre hinein war den Fussgängern vorgeschrieben, dass sie am Strassenrand stehen bleiben und Handzeichen geben müssen, bis das Auto anhält und ihnen den Vortritt gewährt. Dann wurde die Verkehrsregelverordnung so geändert, dass Fussgänger lostschirggen dürfen, wie sie es grad finden und es Sache des Autofahrers ist, jederzeit und überall subito zu bremsen.

        Geändert hat die Verordnung der Bundesrat Moritz Leuenberger. Die Begründung war, dass man die Verkehrsregel anpasse an das was in den EU Ländern gelte. Hier werden demnach jährlich Kinder dem EU-Moloch geopfert. Wir sollen unbarmherzig in die EU geprügelt werden!

      • @Gabi
        @Brunhild Steiner

        Dass die Tamilen in der Schweiz einer eigenen Rechtsordnung folgten, hat einen politischen Hintergrund. Schon in den 80er Jahren war einem Berner Hauseigentümer aufgefallen, dass einmal monatlich bei seinen tamilischen Mietern ein tamilischer Fahrer eines weissen Mercedes, geschmückt mit Goldchetteli und Freiburger Nummero vorbeikam. Der kassierte 10% des Lohnes ein. Dieses Geld war für den Krieg in Sri Lanka bestimmt, für die Tamil Tigers. Der betreffende war der hiesige Verbindungsoffizier, der die Kriegssteuern eintrieb. Das war auch der Zweck, wozu die tamilischen Flüchtlinge hierherkamen: Geld für den Krieg beschaffen. Ohne unser Geld hätte jener Krieg 30 Jahre weniger lang gedauert und weil „unsere“ Tamilen mit unserem Geld den dortigen Krieg am Laufen hielten, waren sie natürlich arme Flüchtlinge und wird durften sie nicht zurückschicken.

        Die Tamil Tigers hatten hier das Gewaltmonopol und sorgten für Ruhe und Ordnung. Nur so konnte der Geldstrom sichergestellt werden.

        Nachdem es also jeder, der es wissen wollte schon seit den 80er Jahren wusste, kam dann die Berner Kantonspolizei ca. 2003 gross mit der Meldung heraus, man habe im Verlauf umfangreicher Ermittlungen herausgefunden, dass die Tamil Tigers in der Schweiz Schutzgelder erpressen…

        Die Tamil Tiger sind nicht mehr, der Krieg zuende. Die vorläufig aufgenommen könnten demnach unbehelligt in eine befriedetes Sri Lanka zurückkehren. Dafür ist allerdings unser Bundesrat zu feige. Umgekehrt fiel damit auch das Gewaltmonopol der Tamil Tigers. Als direkte Folge dieser numehr fehlenden parastaatlichen „Gerichtsbarkeit“ sahen wir in letzter Zeit ab und zu, wie sich junge Tamilen Banden von Migrationshintergründigen anschlossen, prügelnd, raubend und vergewaltigend durch die Städte zogen. Das war vor 10 Jahren noch undenkbar.

      • Gabi sagt:

        Dennoch stelle ich fest, dass die Tamillen mir nicht als problematisch auffallen und sich offenbar gut in unsere Gesellschaftsstrukturen ein zu fügen vermögen.
        Krieg macht natürlich eigene Gesetze; ich verstehe zu wenig des Hintergrundes, als dass ich mir ein Urteil darüber anmassen will, für was die hiesigen Tamillen spendeten, bzw. dazu genögtig wurden.
        Lösen ihre Probleme selbst? – Auch das schockiert mich weit weniger als das Verhalten der anderen grossen, grossen Bürgerkriegsgruppe der Schweiz, die sich eher dadurch auszeichnet ihre Verfehlungen eben NICHT geahndet sehen zu wollen.

      • Gabi sagt:

        Doch andererseits lebe ich ja nicht mehr daheim und lasse mich daher gerne belehren:

        „wie sich junge Tamilen Banden von Migrationshintergründigen anschlossen, prügelnd, raubend und vergewaltigend durch die Städte zogen.“

        Da muss ich ja wirklich einiges verpasst haben. Wo passiert solches?

      • Valeria sagt:

        Phu, da ist die Diskussion ja heftig weitergegangen… Danke pixel und auch Sportpapi, für die Unterstützung, Sie haben genau die richtigen Worte für das gefunden, was ich mit meinem Anfangspost aussagen wollte.

        @ Brunhild Steiner:
        Ich habe nie behauptet, dass in der Mehrheit der Fälle die Fussgänger schuld sind, ich habe lediglich darauf hingewiesen, dass bei den verbleibenden 87% die Autofahrer mutmasslich (!) die Hauptschuld tragen, das steht auch so im Text und bedeutet eben nicht, dass in 87% der Fälle nur die Autofahrer schuld sind. Man kann sich die ganzen dem Text zugrunde…

      • Valeria sagt:

        …liegenden Daten auf der am Ende verlinkten Webseite des ASTRA anschauen und wird sehen, dass die Sachlage nicht ganz so einfach ist.

        Eine Mitschuld beider Beteiligter „in vielen Fällen“ ist meine Erfahrung, ob das nun 20%, 50% oder 80% sind, weiss ich nicht. Aber solche Unfälle passieren in den meisten Fällen nur, weil beide Seiten mehr oder weniger unachtsam waren. Das hat per se nichts mit Schuld zu tun, v.a. nicht, wenn es sich um ein Kind handelt. Kinder sind manchmal unachtsam, das liegt in ihrer Natur, ihrer Wahrnehmung von der Welt. Wir Erwachsenen müssen für diese Unachtsamkeit…

      • Valeria sagt:

        …doppelt aufmerksam sein, nicht nur im Strassenverkehr. Aber manchmal reicht das eben nicht. Und dann stirbt ein Kind auf dem Zebrastreifen. Oder im Schwimmbad. Oder in der Pfadi.

        Aus einer pragmatischen Aussage auf die innere Haltung zu schliessen, finde ich etwas unfair. Tote Kinder sind für alle schlimm, Brunhild Steiner, und glauben Sie mir, ich weiss nicht ob ich es verkraften könnte, für den Tod eines Kindes verantwortlich zu sein. Ob ich nun schuld wäre oder nicht.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Valeria:
        es ist zugegebenermassen doppelt schwierig ein Thema, welches auch emotional besetzt ist, rein schriftlich zu diskutieren. Ich erlaube mir mich auch mal festzubeissen (und sehe mich da in Gesellschaft)
        Miit innerer Haltung meine ich auch „Einstellung“ „Überzeugtsein“ ua, und habe es vorallem auf den einen Satz „es sind in vielen Fällen leider“ bezogen. Was ich halt nach wie vor anzweifle. Dafür sehe ich zuviele Mobilisten mit Handy am Ohr, am überholen an den falschen Stellen etc. Wenn dann noch ein Fussgänger unvorsichtig ist, hat er schon mal mind doppelt so wenig Chancen.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Valeria:
        2/ es hat für mich nichts mit „Mitleid“ oder „von Herzen leid tun“ zu tun,
        ich kann jemanden für mitverantwortlich bis hauptverantwortlich halten/machen ohne dass Mitgefühl und Leidtun, schwerstes Bedauern davon ausgeschlossen sind.
        Das war für mich hier gar nicht das Thema. Und, falls Sie und pixel das in diese Richtung verstanden haben,
        so war das nicht gemeint; und es tut mir leid wenn Sie sich in diesem Punkt angegriffen fühlen;
        mir hat einfach dieser eine Satz gereicht…

  • Auguste sagt:

    hmm…, weil verkehrstechnische veränderungen meist viel langsamer anrollen als der verkehr selber, müssen schulwege mit kleineren kindern „einexerziert“ werden – militärische ausbildungsmethodik ist dabei sehr zweckmässig. üben sie mit den kindern wie folgt:

    – durchsprechen (wiederholtes hinweisen auf gefahren im strassenverkehr auf dem betreffenden schulweg)
    – durchgehen (wiederholtes begleiten in langsamen tempo)
    – durchlaufen (wiederholtes begleiten in zügigem marschtempo)
    – durchrennen (wiederholtes begleiten rennend/trotti/velo)

    (drill = 12 wiederholungen)

    • Brunhild Steiner sagt:


      aber Auguste, über den Fussgängerstreifen sollte kind eben gerade nicht rennen!
      Und der Erwachsene, in seiner Vorbildfunktion schon gar nicht…
      (Ah, und das Velo wird gestossen!)

      • Auguste sagt:

        hmm…, brunhild steiner, die „durchrennen“-phase ist vergleichbar mit der schwarzen piste, mit dem „köpfler“ vom dreimeterbrett und schwimmen im see, velofahren im stadtverkehr, dem klettern auf bäume usw. – wenn ein kind diese ausbildungsstufe erreicht hat, dann beherrscht es die aufgabe und man kann sich dem nächsten gefahrenthema widmen. mehr kann man nicht tun, um risiken für den nachwuchs zu vermindern. gegen automobilisten, die stehende autos überholen, ist kein kraut gewachsen auch nicht als erwachsene person. und manchen genügen rote pisten vollauf bis zum nussgipfel und kaffee.

    • zysi sagt:

      DAS ist die treffendste Anwendung von elterlicher Vernatwortung inkl. die Begründung. Wahrlich ein nachahmenswertes Prinzip.

  • Stephan sagt:

    Es ist der mangelnde Mut, über den zu jammern notwendig wäre! Würden sich viele oder alle Eltern zusammentun, gemeinsam demonstrieren, die Gemeinde stürmen, die Steuern nur reduziert bezahlen, dann würde sich etwas bewegen! Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht! Mit behördlichem Bünzlitum sind menschliche Probleme nicht zu lösen. Die Gemeinde muss für die Sicherheit zu sorgen, dafür erhält sie Steuern. Die drohende Gefahr für die Kinder ist brutal, kann diese nicht eingedämmt werden, ist brutaleres Vorgehen zur Sicherheit notwendig, mit der Konsequenz bis hin zu Gefängnis…

    • alam sagt:

      Genau hier liegt aber auch der Hund begraben. Die Gemeinde hat ja noch andere Kompetenzen. Wenn Hausbesitzer wegen Schulwegen auf die Barrikaden gehen, kann die Gemeinde ihnen in ihren anderen Zuständigkeitsbereichen das Leben schwer machen. Diese Angst haben viele. Leider auch selber erlebt…

      • Sportpapi sagt:

        Soso: In der Regel ist es eher so, dass Eltern sich organisieren, Petitionen und Anträge einreichen, die dann vom Gemeinderat beraten und allenfalls der Gemeindeversammlung vorgelegt werden (wo dann viele dieser Eltern zum ersten Mal in ihrem Leben erscheinen). Und leider ist es auch so, dass diese Eltern häufig dann jegliche Antworten, die zwar von Fachleuten stammen, aber nicht ihren Ideen entsprechen, nicht akzeptieren können. Meinen Sie, die Gemeinde, insbesondere die Schulpflege, macht nicht, was sie kann? Und prüft ernsthaft Hinweise der Eltern?

      • alam sagt:

        Bei uns jedenfalls nicht.

    • Dani Kobler sagt:

      Stephan, ich glaube dein Bild ist zu schwarz / weiss:
      Auf der einen Seite die Eltern und Kindern mit ihren Ängsten im Strassenverkehr, auf der anderen Seite die bösen Auto und Lastwagen und in der Mitte die Gemeinde die nichts fast nichts tut.
      In den Autos die im Ort rumkurfen sitzen aber nicht nur einfach Leute, das sind Mamis, Papis, Grosis, Göttis, Tanten und Onkels.
      Und nun wills du das diese Leute zur Gemeinde gehen und demonstrieren sodass die Gemeindeversammlung Massnahmen beschliesst …

    • Dani Kobler sagt:

      … das sie (also die aufgebrachten Leute) mit ihren Autos ihre Kinder (oder Grosskinder oder Patenkinder) nicht mehr gefährden?
      Oder glaubst du das nur DINKs mit dem Auto fahren, und die Eltern nur ab und zu das Mobility nehmen. Dann frag ich mich allerdings warum bei einer 5 Zi Wohnung (Parterre, die Dinks sind in der Attika) immer mind 2 Parkplätze inkl sind?
      Vielleicht mal an die eigene Nase fassen?
      Autoverkehr wird verursacht, er passiert nicht einfach. Und er wird nicht von der Gemeindebörde verursacht, sondern von uns allen.

    • Pat sagt:

      Bei uns stehen die Behörden (Kantonsrat, Gemeinderat) hinter den Massnahmen welche notwendig sind um den Schulweg in Obfelden/Ottenbach sicherer zu machen (Haupt-Schulweg unserer Kinder ist zum offiziellen Autobahnzubringer deklariert worden). Leider gibt’s immer ein paar Ultra-Grüne Talibans welche mit Einsprachen und Referendums jegliche Projekte blockieren. Deshalb brauchen wir euren support am 23.September. Bitte stimmt für die Umfahrung! Helft uns die Schulwege auch für unsere Kinder wieder sicherer zu machen. Wir brauchen jede Stimme im Kampf gegen diese Lobby!
      www .sicherer-schulweg .ch

  • Beyeler sagt:

    In meiner Wohngemeinde (16000 Einwohner!) wurde zur „Verschönerung “ (oder für was sonst?) bei den Fussgängerstreifen auf der Hauptverkehrsache auf beiden Seiten grosse Blumenkübel aufgestellt oder Gebüsche gepflanzt. So dass von den kleinsten Fussgänger, sprich Kindergärteler etc. oft nur gerade der Haarschopf zu sehen ist!! Diese „Verschönerungen“ verhindern eine uneingeschränkte Übersicht für den motorisierten Verkehrsteilnehmer und nicht jeder oder jede ist sich der Gefahr bewusst. Die Sicherheit der Fussgänger und ganz besonders der Kinder sollte doch vor dem Blumenschmuck stehen?!

    • Katharina sagt:

      Fussgängerstreifen ist signalisiert, also Bremsbereitschaft..so die Verkehrsregeln und eben ab dem Gas. denn es muss immer damit gerechnet werden, dass ein Kind am Fussgängerstreifen aus einem nicht einsehbaren Winkel hervor kommt. Kinder erkennen nun einmal Gefahren manchmal nicht und es ist die Verantwortung der Person hinter dem Steuer, auf die Situation vorausschauend zu reagieren.

      • Eni sagt:

        Da haben Sie Recht Kahtarina, aber man muss nicht noch mit Absicht die Übersicht erschweren. Mir gehen auch die bewaldeten Kreisel auf den Deckel, als Velofahrer habe ich null Chance wenn da so ein Tubel dahergerast kommt. Wenn ich tot bin, nützt es mir nichts, nicht schuld zu sein.

        Abgesehen davon müsste man in der CH die Streifen viel besser im Voraus ankünden/beleuchten. Teilweise sieht man sie wirklich sehr schlecht und kann dann nur schlecht abschätzen ob die Fussgänger auf eine Streifen zugehen oder nicht. Ich fahre zum Glück sehr selten Auto, aber wenn ich dann vorsichtig bin, dann tu

      • Eni sagt:

        tut hinter mir mit Sicherheit jemand seinen Unmut darüber sehr deutlich kund, dass er nicht einach weiter brausen kann.

      • Beyeler sagt:

        Genau, Katharina. Ich bin 3-fache Mutter und fahre immer sehr vorsichtig, gerade weil ich weiss wie Kinder (und nicht nur die) reagieren. Obwohl ich Blumen liebe, möchte ich gerade zur Sicherheit der jüngsten Verkehrsteilnehmer, keine solchen „Verschönerungen“ bei den Fussgängerstreifen. Warum dies überhaupt erlaubt ist? Leider sind viel zu viele unvorsichtige und rasende Autofahrer unterwegs – die sich weder um die Geschwindigkeitsbeschränkung noch um die Kinder kümmern. Also, freie Sicht auf die Fussgängerstreifen!

      • Katharina sagt:

        Kreisel sind hier unüblich. Sie machen ja nur bei pro Richtung einspurigen Verbindungen Sinn.

        Ich hatte das ‚Vergnügen‘ in der Schweiz mal rumzufahren und fand sie einerseits wegen der Vortrittsregelung (also die im Kreisel haben Vortritt) keine schlechte Sache. dennoch muss die Sicht auf die Intersektion (also alle in den Kreisel oder Kreuzung führenden Wege) sichergestellt sein.

        ich fuhr bei jenem Projekt mal die Bepflanzung auf einem Kreisel in Zofingen im Schnee einfach nieder, weil der Untergrund vereist war. trotz ABS glitt der Kahn einfach dahin, war ein grand cherokee.

      • Katharina sagt:

        Kreisel sind hier unüblich. Sie machen ja nur bei pro Richtung einspurigen Verbindungen Sinn.

        Ich hatte das ‘Vergnügen’ in der Schweiz mal herum zu fahren und fand sie einerseits wegen der Vortrittregelung (also die im Kreisel haben Vortritt) keine schlechte Sache. Dennoch muss die Sicht auf alle in den Kreisel oder Kreuzung führenden Wege sichergestellt sein.

      • Katharina sagt:

        mein Eindruck ist, dass bei Euch Verkehrsübertretungen durch Autofahrer lasch gehandhabt werden. siehe Punktesystem, das ich schon erwähnte. die Logik dahinter, dass eine Person, die die verkehrsregelung missachtete, den Tatbeweis unverantwortlichen Fahrens gebracht hat und deshalb höhere Versicherungsprämien zahlen muss.

        ich denke, das ist der Hauptgrund, dass hier die Autofahrer zahmer sind, obwohl die Strassen ja komfortabel sind.

        Die Benutzung des Handys während des Fahrens wird hier übrigens mit 200 USD gebüsst. in der Schulzone dann eben doppelt oder dreifach. also bis zu 900 USD.

      • Katharina sagt:

        Alkoholisiert fahren bedeutet, dass der Fahrausweis das erste mal für drei Monate entzogen wird. wenige Rekursmöglichkeiten. Strafpunkte sind 6, also eine Erhöhung der Prämie um 40%. Kurse in Suchtpraevention sind Vorschrift, um den Fahrausweis wieder zu erlangen.

        das zweite mal Entzug des Fahrscheines für ein Jahr. Strafpunkte 9 und die Prämie erhöht sich um 60%. die läuft während der Suspension des Fahrausweises weiter, ausser der Fahrer wird als designated driver von der Police entfernt.

        das dritte Mal dann zwei Jahre.

        beim vierten mal wird die Fahrerlaubniss permanent entzogen.

      • Katharina sagt:

        bei fahrlässiger Fahrensweise mit fatalen Folgen oder schweren Körperverletzungen droht zudem ein Verfahren wegen involuntariy homicide, oder dessen Versuch. Darauf stehen bis zu 4 Jahre im Knast und bei Verurteilung dann auch zivilrechtliche Klagen. wrongful death ergibt dann eine Haftung von nicht unter einer Million. bei Körperverletzungen sämtliche Spital und Therapiekosten plus Einkommensverlust. das bedeutet bei einem Kind schnell 10 und mehr Millionen.

  • Tatsache ist, dass das Kind erst einmal lernen muss- wie es sich im Strassenverkehr, sprich bei Fussgängerstreifen verhalten soll. Der Weg für Kleinkinder muss somit sicher sein – und trotzdem einen gewisse Herausforderung ermöglichen – damit es lernt nicht achtlos und unaufmerksam über die Strasse zu rennen. Zu Beginn rate ich, das die Kinder in Begleitung von Eltern oder Geschwister zur Schule gebracht werden – die als Vorbild wirken, wie sich im Verkehr zu verhalten. Natürlich gehört in solch einer Zone zur Sicherheit – eine 30 Zone eingeführt.

  • Sportpapi sagt:

    Was sind denn eigentlich „gefährliche Strassen“? Solche mit viel Verkehr, bei denen allen, auch den Kindern, bewusst ist, dass sie ganz vorsichtig die Strasse überqueren müssen? Wos häufig noch Lichtsignale etc. gibt? Oder die modernen „verkehrsberuhigten“ Strassen, bei denen der Verkehr im Zickzack hin und her durch parkierte Autos geführt werden, und jederzeit Kinder dazwischen hervorkommen können? Wo so wenig Verkehr ist, dass die Kinder sorglos werden?

    • Pixel sagt:

      Danke Sp für diese Fragetellung die mir auch gerade durch den Kopf ging. Vor so einer Diskussion müsste geklärt werden ob alle von denselben Bedingungen ausgehen. Ansonsten kann man ja theoretisch per se das ganze private Verkehrsnetz verteufeln.

    • alam sagt:

      Wie oft und wie viele Eltern müssten bei den Behörden vorsprechen, damit für dich eine Verkehrssituation genug gefährlich ist, um etwas dagegen zu unternehmen? In der Regel sind es nicht ganze Strassen, die problematisch sind, sondern nur einzelne Punkte.

      • Sportpapi sagt:

        Alam, ob Eltern bei den Behörden vorsprechen, hat nicht immer etwas mit der realen Gefährdung zu tun. Sondern mit wenigen aktiven Eltern, die ihre Nachbarschaft mobilisieren. Aber Sie dürfen gerne auf die von mir aufgeführten Fragen eingehen. Sie stammen aus der Praxis.

      • Valeria sagt:

        @ Sportpapi:
        Ich schliesse mich Ihrer Fragestellung gerne an. Wenn dieses „Problem“ so einfach gelöst werden könnte, wie es hier diskutiert wird, dann wäre doch schon längst etwas getan worden. Auch Politiker haben Kinder und möchten diese nicht verlieren oder im Krankenhaus besuchen müssen. Aber die zuständigen Personen sind in der Regel in Positionen, wo sie alle Aspekte (sowohl die für strenge Massnahmen, als auch die von Sportpapi genannten dagegen) kennen. Sie tun, was sie tun oder lassen es eben, nicht aus Sorglosigkeit. Sondern gerade WEIL sie vom Fach sind. Nicht immer, aber meistens.

      • Sportpapi sagt:

        @Valeria: Danke. Offenbar sind wir hier wieder in einem Feld, in dem alle Spezialisten sind und simple Lösungen sehen, und nur wahlweise dumme, faule oder böswillige Behörden, die nichts vom Fach verstehen, die dem im Wege stehen. Leider ist es aber so, dass meist jede Massnahme verschiedene Wirkungen zeigt, nicht nur die erwünschte.

  • alam sagt:

    Das Verrückte ist ja, dass es sich nicht einmal dann wirklich ändert, wenn ein Kind mit dem Leben bezahlen musste. „Ist ja sonst noch nie etwas passiert“. „Das Kind hat sich wohl falsch verhalten“. „Wir können leider daran nichts ändern, weil es eine Kantonsstrasse ist“. Leider selber erlebt…

    • Sportpapi sagt:

      Da wo ich aufgewachsen bin, hat Jahre später auch ein Kind bei einem Verkehrsunfall das Leben verloren. Geändert an der Strassensituation hat es nichts. Weil man sich einig war, dass man mit besten Massnahmen nicht jeden Unfall vermeiden kann.

      • alam sagt:

        Deshalb kann man sich getrost zurücklehnen und gar nichts tun, auch nicht an den gefährlichsten Stellen. Wie zynisch ist das? Für jeden Pipifax werden in anderen Bereichen unmittelbar und sofort Massnahmen ergriffen, nur die Kinder sind es nicht wert, dass man sie wenigstens da schützt, wo es mit wenig Aufwand möglich wäre.

      • Sportpapi sagt:

        Ach, alam, welches sind denn die gefährlichsten Stellen? Wenn Sie das erklären könnten, wären wir schon ganz viel weiter.

      • alam sagt:

        Die gefährlichsten Stellen?
        1. Also sicher die, wo bereits Kinder getötet oder verletzt wurden?
        2. Dann sicher auch die, welche x Eltern jedes Jahr wieder bei der Gemeinde anfragen, ob nicht endlich etwas geändert werden könnte?
        3. Dann vielleicht sogar noch die, die der Polizist, der die Kinder instruiert als zu gefährlich bezeichnet?
        Aha, das sind zu viele, deshalb muss man gar nicht erst anfangen, etwas zu ändern…

  • Rahel sagt:

    Wenn ich das so lese bin ich wieder einmal mehr dankbar, dass unsere Kids jeden Tag direkt ( ohne auch nur eine Strasse überqueren zu müssen ) vom Bus hingebracht resp. abgeholt werden.

    • alam sagt:

      Auch dann darfst du andere Eltern im Kampf um sicherere Schulwege unterstützen!

      • Rahel sagt:

        Danke für die Belehrung, aber ich lehne mich keinesfalls zurück, nur weil meine Kids nun mal das Vorrecht eines sicheren Schulweges geniessen dürfen! Aber ich darf mich doch wohl darüber freuen, dass meine Kids sicher zur Schule kommen und ich mir keine Sorgen machen muss, oder? Zudem sind wir wohl alle gleichermassen dafür verantwortlich, dass unsere Jugend sicher unterwegs sein darf!

  • René Baron sagt:

    Das einzige was hier hilft sind die Lotsendienste und das Vorbild der Erwachsenen. Soviel Verantwortung muss sein, mindestens bis dann mal vielleicht andere Massnahmen greifen.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Ja, das hilft zwar, aber damit werden die Verursacher des Problems, die Kraftfahrer jeglicher Couleur, von ihrer Verantwortung entlastet, sehr bequem! Ich finde, man sollte strikt nach dem Verursacherprinzip gehen, d.h. verkehrsberuhigte Zonen, strenge Kontrollen, hohe Bussen. Die Einschnitte in ihre Freiheit sollen die Kraftfahrer tragen, nicht die Menschen, welche durch sie gefährdet werden!
      Wer autofahren will, soll sein Hirn einschalten, das ist das Minimum, das man verlangen kann. Chronischen Rasern das Permis weg, auf Lebenszeit! Man kann leben ohne Auto, das ist möglich.

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    Das wird sich erst ändern, wenn ein Kind mit seinem Leben bezahlt hat. Es ist immer das Gleiche, wenn dann etwas passiert, ist natürlich niemand schuld, aber alle bestrebt, die Gefahr sofort zu bannen – eben doch ein schlechtes Gewissen. Freie Fahrt für den freien Bürger, immer und überall.

    Dass die Velofahrer nun in den gleichen Kübel geschmissen werden, finde ich daneben, wie viele tödlich Unfälle, verursacht durch Velofahrer, gab es schon wieder in den letzten Jahren? Eben, Verhältnismässigkeit wäre nicht schlecht. Velofahrer sind genauso exponiert wie Fussgänger.

    • alam sagt:

      Das stört mich auch, dass es nun die Velofahrer sein sollen, die die Schulkinder gefährden. Velofahrer töten keine Kinder.

      • Nick Schmid sagt:

        @alam: „Velofahrer töten keine Kinder.“ – Nein, aber so ein Crash zwischen einem Velofahrer (80kg plus Velo mit 20-30 km/h) und einem fünfjährigen Kind (20k, Augen auf Lenkerhöhe) ist auch nicht ganz ohne. Es gibt keinen Grund, diese Gefahr zu verharmlosen. Und von den beleibten Neosportlern auf ihren E-Bikes reden wir noch gar nicht, da kommt dann eine noch höhere Geschwindigkeit und Masse daher.

      • alam sagt:

        Auch E-Bikes töten keine Kinder, bei den meisten E-Bikes gibt es nur Unterstützung bis 25 km/h. Falls du überhaupt jemals als Fussgänger oder Velofahrer unterwegs bist, kannst du feststellen, dass es zwischen uns kaum Probleme gibt, obwohl wir uns dauernd auf engstem Raum in die Quere kommen, wenn es denn überhaupt einen Raum für uns gibt. Zu oft müssen wir – gerade an den gefährlichsten Stellen – den Raum auch noch mit dem motorisierten Verkehr teilen.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        alam, high 5! 🙂

        Nochmal, wie viele Tote gab es insgesamt in den letzten zehn Jahren wegen Velofahrern? Wie viele Velofahrer wurden Opfer des Verkehrs?

      • Eni sagt:

        Nein, Pippi; selbst dann wenn Schlimmes passiert ändert sich NICHTS! Die Autolobby nimmt Opfer in Kauf für ihre eigene Bequemlichkeit und ihren Egoismus 🙁

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Noch schlimmer! Ich hab aber auch schon oft erlebt, dass einfach mal jemand sterben muss, dann geht es plötzlich. Aber es hat sowieso viel zu viele Autos auf den Strassen, 5 Stutz pro Liter finde ich diesbezüglich eine gute Idee, aber auch dann sollte man das Benzin kontingentieren, es gibt so und soviel, Mehrverbrauch muss streng ausgewiesen werden, fertig. Ich war kürzlich in Ostermundigen mit dem Velo und wollte über das Wankdorf zurückfahren, so gegen 17 h, es war absolut unglaublich, wie viel Verkehr war und wie rücksichtslos viele fuhren. Und die meisten zu schnell! Und meistens 1 Person

      • Eni sagt:

        Genau und überall wo es eng ist, wir auf Velostreifen zu Gunsten von Parkplätzen am Strassenrand verzichtet.

        Nein, ich bin kein Autogegner, aber für jeden Meter den Karren aus der Garage nehmen und umweltfreunlich sein, sollen immer nur die Anderen weil nur die eigenen Nachteile zählen und die der Anderen nicht.

  • blackball sagt:

    Hach, ich mag Leute, die irgendwohin ziehen und sich dann über die Um- und Zustände beschweren.

    • Gabi sagt:

      Den Trottelhut kann man mir tatsächlich aufsetzen….

      🙁

      • xyxyxy sagt:

        ich wählte unsere Wohnng neben einem Bahngeleise (war ein bisschen günstiger) und habe nun ein Schild im Balkon mit der Aufschrift „Stopp dem Zuglärm“ –
        die Leute sollen weniger Zugfahren, oder einfach nicht ständig bei uns vorbei

      • Gabi sagt:

        Pffffh….

        😀

        Ich lass übrigens Rollstühle prinzipiell nicht durch unsere Parkett-Lobby fahren! Die Räder machen immer so mühsame Gummistreifen!

      • blackball sagt:

        So so, xyxyxy, Sie haben ein Schild im (!) Balkon und auf dem steht Stopp dem (!) Zuglärm … herrlich. Dummsprech in seiner reinsten Form. Wird umgehend in meinen Dummsprechduden aufgenommen.

        Ich leihe mir mal ein „hmmm“ von Auguste aus und begebe mich in die Denkerposition …

      • Muttis Liebling sagt:

        @blackball, ich würde mal das Ironiefilter nachjustieren. Im übrigen ist der substantivierte Imperativ ‚Stopp dem Zuglärm‘ grammatikalisch korrekt, fordert tatsächlich den Dativ.

      • marie sagt:

        blackball wo ist denn ihre ironie?
        (sie bloggen zuviel im mb 😉 )

      • xyxyxy sagt:

        Herr Schwarzball, einfach nur köstlich ….
        habe mich bestens amüsiert….. alles andere wurde ja bereits gesagt

      • blackball sagt:

        Muttis Liebling (+ Chromodingens), Ihre Aussage ist falsch, schlagen Sie es nach. Ungenügend, setzen!

        marie, es muss wohl daran liegen, dass ich zynisch auf einen Artikel geantwortet habe, dies aber von den beiden Vorgenannten wohl nicht als das identifiziert wurde und ich mit „feiner Ironie“ auf den Post vom Chromodingens geantwortet habe. Was übrigens die beiden Vorgenannten wiederum nicht erkannt haben. Sie sehen, in meinem Universum bin ich imer noch Gott 🙂

      • blackball sagt:

        Immer, das Wort heisst natürlich immer …

      • marie sagt:

        mein liebes kügelchen, als gott in ihrem universum dürfen sie „immer“ schreiben wie sie wollen. 🙂

  • Beat sagt:

    Erhöhte Aufmerksamkeit der Autofahrer und rücksichsvolles Verhalten besonders gegenüber Kindern kann viel Unheil ersparen – Bitte vorsichtig fahren! Danke.

  • Dani Kobler sagt:

    Und wieviele von euch fahren jeden Samstag mit dem Auto ins örtliche Migros? Oder in die Badi?

    • Fistik sagt:

      @Dani

      Was hat dies mit Tempolimiten , baulichen Massnahmen oder evtl. Schulbussen zu tun ? ( …zudem ist Samstags schulfrei…)

      • Sämi sagt:

        Das hat damit zu tun, dass immer nur das Verhalten der anderen stört. :-}

        Kinder sind eben nicht nur durch den primär motorisierten Verkehr anderer Leute gefährdet, sondern auch dann, wenn wir Auto fahren. Die einfache, aber grundsätzlich richtige Formel lautet: weniger Verkehr ==> weniger Gefährdung (übrigens nicht nur für Kinder).

      • xyxyxy sagt:

        ich fahr nur in den Coop – bin also unschuldig

      • Dani Kobler sagt:

        Ja Fistik, am besten bauen wir Inselchen, Ampeln, Hindernisse, Tempolimit, Über und Unterführungen, organisieren Schulbusse etc.
        Wieso nicht einfach mal versuchen den Verkehr zu reduzieren? Der Verkehr wird nicht von den anderen verursacht, sondern von uns allen.
        Wenn das 25kg schwere mit der 4 kg schweren Tasche 1km in die Schule laufen soll kann man auch erwarten das der 70 kg Erwaschsene mit 10 kg Einkaufstasche 1 km vom Laden nach hause läuft.
        Das ist aber nicht der Fall. Schauen sie sich mal an wieviele Velos vor dem Laden stehen und wieviele Autos es in der Garage hat.

      • Fistik sagt:

        @Dani

        Mit Verkehr reduzieren haben sie im Prinzip Recht ,… nur hilft dies, in dem von mir beschriebenen Moment wo der Lastwagen mit 50 km/h entlang Schulkinder brettert, wohl wenig. Da sind doch Handfeste Verkehrsmassnahmen nötig !

      • xyxyxy sagt:

        früher gab es bei halb so viel verkehr, doppelt so viele Tote
        so in etwa

        einfach dass wir die realität nicht ganz aus den augen verlieren
        mehr verkehr heisst nicht zwingend, mehr Unfälle

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Dani Kobler:
        tja, ich erledige Einkauf, und eigentlich alles mobile mit ÖV, darf also motzen…

      • Brunhild Steiner sagt:

        @xyxyxy:
        hier hinkt das „früher wars noch schlechter“ ein klein wenig,
        würde mich mal interessieren wie stark das auch davon abhänig ist-
        was ja immer wieder bemängelt wird!
        dass Kinder eben gerade aufgrund dieser Zunahme aus dem öffentlichen Raum gedrängt worden sind, zum Rückzug gezwungen worden.
        Plus, von den vielen Toten die heute „fehlen“ sind ein Teil eben Schwerstverletzte und lebenslang Behinderte, die dank fortgeschrittener Notfalltechnik heute den Unfall eben überleben.
        Also ganz eins zu eins sollte da nicht gerechnet werden.

      • xyxyxy sagt:

        Nein Brunhild stimmt eben nicht – es ging die Zahl der Toten UND der Schwerstverletzten zurück.
        War gerade kürzlich eine Studie im Tagi – obwohl der Verkehr zunahm, sanken die anderen Kurven (dramatisch) erfreulich.

        Das liegt wohl daran, dass wir heute viel mehr Sicherheitsvorkehrungen haben.
        Früher…. hatte ich zum Beispiel ein Fahrrad, wo ich die Bremsen nicht drücken konnte. Fuhren ohne Helm, ohne Kindersitz, ohne Gurt, ohne Licht, mit 1 Promille (Grenze war 0,8) – kein tempo dreissig, keine Verbauungen, keine Streifen in der 1. etc. etc.

      • Sportpapi sagt:

        @BS: Sie haben recht. Die Kinder sind aus dem Strassenraum weitgehend verdrängt worden. Diskutiert wird eigentlich nur, ob die tatsächlich gestiegene Gefahr auf den Strassen daran schuld ist, oder nur die massiv gestiegene Gefahrenwahrnehmung der Eltern. Ich tendiere auf Zweiteres.

      • Fistik sagt:

        @S.P.

        “ oder nur die massiv gestiegene Gefahrenwahrnehmung der Eltern. Ich tendiere auf Zweiteres.“

        Dies ist ja nur eine positive Entwicklung; man sieht den Wert des Lebens möglich auch durch eine andere Optik, als „früher“ und nimmt nicht mehr einfach so unnötige Unfälle in Kauf. In den 70 ern z. Bsp. hatten Baumaschinenführer noch eine Harasse Bier hinten im Laderaum gelagert, Tempo 30 – Schulzonen waren Seltenheit , Passtrassen waren ein Abenteuer, keine Nackenstützen, Kindersitze usw. kurzum alles Dinge welche wir nur noch Belächeln…aber es gibt sie immer noch..!

  • Nicole sagt:

    Unser Schulweg ist auch nicht sicher, so dass wir uns gezwungen sehen, unsere Kinder jeden Tag in den Kindergarten zu bringen und abzuholen. Aber sie schaffen es ja nicht mal eine Baustelle kindgerecht und sicher beim Kindergarten zu installieren. Letzens bei uns, tiefe Grube dünne Metallstangen ragen hoch und es gab nicht mal eine Absperrung (bis zu unserer Beschwerde bei der Stadt), auch nicht zum Kindergartengelände. Auf dem Heimweg turnten viele Kinder auf dem Bagger, der Fussweg war komplett versperrt, niemend hat den Kindern einen Alternativweg gezeigt, also sind sie auf die Strasse, uvm

  • Fistik sagt:

    Ich war kürzlich in Oberhofen am Thunersee und musste mit Schrecken feststellen, wie Kinder auf Trottoirs von nicht mehr dann 1m neben Lastwagen mit Innernorts 50km/h, zur Schule liefen. Bei den Lastwagen handelte es sich um 4 Achs – Kipper, wo noch eine gewisse Sogwirkung entstehen kann. Rechnet man noch einen kleinen Abstand vom Trottoir zum Lastwagen, befinden diese Kinder sich täglich gerade 80cm vom sicheren Tod.
    In Dörfern , wo die Strasse nicht verbreitet werden kann, sollte während den Schulwegzeiten, eine massive zeitliche Tempolimitierung sein ( mit entsprechenden Signalisation )

    • alam sagt:

      Ist bei uns genauso, in einer Kurve ist das Trottoir wegen einer Hausecke gar nur 40 cm breit. Stellungnahme der Gemeinde: Da können wir nichts machen, weil es eine Kantonsstrasse ist.

  • Marcel sagt:

    In Rümlang wurden drei Unterstufenschüler letzthin bei einem Verkehrsunfall verletzt. Die Kinder rannten bei einer Baustelle über die Strasse und wurden von einem Auto erfasst. Obwohl es an dieser Stelle eine Unterführung hat.

    Warum haben die drei Schüler die Unterführung nicht benutzt? Erstens weil es nie ein Erwachsener vormacht. alle laufen dort über die Strasse.
    Zweitens, weil die Unterführung zeitweise durch die Oberstufenschüler besetzt wird, die dort Ihre Rauchpausen machen und die kleinen beschimpfen. Dies ist allen (Lehrern, Schulbehörden, Eltern) bekannt, aber niemand unternimmt

    • Sportpapi sagt:

      In Zürich werden Unterführungen zugeschüttet. Weil sie ein Sicherheitsrisiko anderer Art darstellen. So ändern sich eben die Prioritäten.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Soll ich jetzt sagen ‚typisch Zürcher‘? Dieses Problem liesse sich ohne grossen Aufwand lösen: Gut ausgeleuchtet, mit Videokameras versehen!
        Im aktuellen Stern ist eine Reportage über Videokameras im öffentlichen Raum und wie hilfreich sie sind in Sachen Prävention und Aufklärung von Straftaten. Leider geht es nicht ohne, in einem anonymen Umfeld wähnen sich die Kriminellen sonst in Sicherheit. Diese Kröte müssen wir wohl schlucken, zum Wohl aller.

      • Sportpapi sagt:

        http://www.nzz.ch/aktuell/startseite/article8V5FI-1.254718
        Als Beispiel. Zugeschüttet auf Druck der Anwohner. Und Videokameras? Bei uns wollte man nach heftigen Problemen nur schon die Glaskontainer Videoüberwachen. Leider war das nicht zulässig, so dass nun alle Glassammelstellen in den Quartieren aufgelöst werden mussten. Auch hier: Prioritäten.

      • Katharina sagt:

        Warum ist Videoüberwachung im öffentlichen Raum unzulässig?

      • Pixel sagt:

        Kath: weil es womöglich mit google assoziiert wird?:-)

      • Muttis Liebling sagt:

        Nein Pixel, Google hat sich das patentieren lassen.

      • Katharina sagt:

        das ist quatsch. die Dinger sind closed caption, also keine assoziierung mit google. übrigens, die schweiz soll ja strenge datenschutz gesetze haben. warum ist es dann so, dass persönliche infos via Internet zu den hier beteiligten leichter aufzufinden sind als in meinem Land?

    • xyxyxy sagt:

      ja, das ist doch so – hier bräuchte Herr und Frau Schweizer etwas mehr Anstand und Ordnungssinn.
      Wenn die Grossen nciht den Fussgängerstreifen benutzen oder bei rot drüberlaufen …..

      Ansonsten liegt es wohl an den Eltern auf einzelne Situationen einzugehen. Bei uns im Chindsgi wurden über 22 Kinder von einer Person allein einmal wöchentlich über diverse Strassen geführt. Wir haben mit ihr und ihrer Vorgesetzten geredet … an ihre Verantwortung appelliert (wir waren die einzigen Eltern) und schliesslich hat sich die Vernunft durchgesetzt.

      • Sportpapi sagt:

        Was hat denn die Vernunft dazu gesagt?

      • xyxyxy sagt:

        dass eine zweite Betreuungsperson die 22 Rabauken auf dem Weg begleiten soll

      • Sportpapi sagt:

        Sie meinen die Rabauken, die wie gewohnt in Zweierreihe, Händchenhaltend, über die Strasse geführt werden? Ich sehe – wie offenbar die anderen Eltern – Ihr Problem wirklich nicht.

      • xyxyxy sagt:

        wunderbar Händchen haltend – so läuft das eben nicht, da gab es einige wildere Exemplare, welche sobald ausser Sichtkontakt der Lehrerin rumliefen, auf andere traten, provozierten etc.
        aber in ihrer schönen guten Welt sind natürlich alle immer ganz brav…

        zudem gibt es eine Verordnung -wenigstens bei uns – dass es nicht zulässig ist mit mehr als 20 Kindern….
        aber dort, wo die Eltern eh kein Deutsch können … wird am schnellsten gespart
        wissen sie, mir hätte es ja egal sein können, waren ja nicht meine kinder, die regelmässig ausser Kontrolle gerieten

      • Sportpapi sagt:

        Ja, wenn es dazu natürlich eine Verordnung gibt, ist ja alles klar.

      • xyxyxy sagt:

        na ja das hört sich nach Beamten Logik an – „wenn es ne Verordnung gibt, dann ist es ok…“
        Für mich war eher die Tatsache ausschlag gebend, dass die Lehrerin die Sache nicht im Griff hatte und gar nicht sah, wie die wilden Jungs hinter ihrem Rücken ausscherten und von ihren Eltern nicht soweit geschult worden waren, sich auf der Strasse und dem Busbahnhof richtig zu benehmen.

      • Muttis Liebling sagt:

        Man könnte die Kinder ja auch an einem Hundehalsband führen oder der Erzieherin einen trainierten Hütehund beigeben. Es dient ja der Sicherheit …

      • Sportpapi sagt:

        @xyxyxy: Als Schulleiter würde ich es meinen Lehrern oder Kindergärtnern zutrauen, mit ihrer Klasse alleine durch Dorf zu laufen. Ich muss aber eingreifen, wenn es verboten ist. So einfach.

  • Roberto sagt:

    Auf gefährliche Situationen im Leben vorbereitet sein?
    Mit 4 od. 5 Jahre in einer STADT diese Verantwortung den Kinder übertragen ist einfach fahrlässig!
    Ich denke bei einem tragischen Unfall müsste man die Verantwortung der Eltern miteinbeziehen. Es kann
    nicht sein, dass kleine Kinder von Anfang an alleine gefährliche Kreuzungen und Strassen überqueren
    müssen. Diese Verantwortung möchte ich als Vater nie tragen müssen. Nur damit die Eltern weniger
    Stress haben und beide „gemütlich“ arbeiten gehen können. Heute will man der fünfer und s’weggli…..

    • Sportpapi sagt:

      Sie meinen, fünfer und Weggli, wenn man die Kindergärtner, nach gehöriger Einlaufzeit, ihren Schulweg selber absolvieren lässt, wie es alle Fachleute empfehlen? Oder was meinen Sie genau?

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Roberto:
      schon mal dran gedacht dass bei einem Teil dieser „tragischen“ Unfälle der begleitende Erwachsene auch grad noch unter die Räder kommt?! Die Verantwortung trägt der im Blech geschützte und sich nicht an die Regeln haltende Autmobilist/in.

      Oder schon mal dran gedacht dass das Mami sich zuhause grad um den Nachwuchs kümmert und heilfroh ist wenigstens diesesmal das Stillen nicht unterbrechen zu müssen, weil es der Grössere eben sehr wohl kann, und einfach drauf hofft, dass es die anderen Verkehrsteilnehmer heut auch wieder können?

  • Brunhild Steiner sagt:

    Zum „in Watte gepackt“
    bezüglich Schulwegsicherheit scheinen mir nicht die Kinder gepackt zu sein,
    ES SIND DIE MOTORISIERTEN
    WELCHE IN WATTE GEPACKT WERDEN!!!!
    Über Massnahmen erübrigt sich jede Diskussion, Lösungen liegen schon längst auf den Tischen, siehe auch Katharinas Beispiele, aber die entscheidenden Stellen machen nicht vorwärts, bis dann wieder mal was Vermeidbares passiert, und dann kommt dann die Tafel, die Geschwindigkeitsbegrenzung etc.

    • Bitta sagt:

      richtig. Es müssen die SCHWÄCHSTEN Teilnehmer geschützt werden, und das sind nun mal die Kinder. Kinder, die den Verkehr beim besten Willen nicht einschätzen können beim Kindsgistart mit 4.5 Jahren.

    • Brunhild Steiner sagt:

      Beispiel 30er Zonen um Schulhäuser, haha,
      solange dort keine Kontrollen gemacht werden finden sich genug welche sich von der Signalisation unbeeindruckt geben, inklusive Familienväter-und mütter die wertvolle Minuten nicht verlieren wollen.
      Man sollte der menschlichen Eigenschaft, dass Erziehung übers Portemonnaie manchmal erstaunliche Resultate bringen kann, endlich mal Rechnung tragen!

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Blechpolizisten rund um die Schulhäuser, das Portemonnaie ist immer noch der empfindlichste Körperteil von Otto Normalbürger! Und als kleine Motivation sollte es dort grad noch das Doppelte kosten. Ich bin sicher, da hätten wir einszwei eine bessere Situation.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Pippi Langstrumpf:
        doppelt und dreifach unterstrichen plus fettgedruckt!

      • Katharina sagt:

        hab ich ja schon gesagt…….

      • Katharina sagt:

        in dem sinn happy plagiarism….

    • Sportpapi sagt:

      Die Lösungen liegen eigentlich nicht auf dem Tisch, sondern sie werden unter Fachleuten heftigst diskutiert. Und wenn dann ein Vorstoss kommt, zum Beispiel für ausgedehnte Tempo-30-Zonen, vielfach von der Bevölkerung wieder abgelehnt.

      • Brunhild Steiner sagt:

        sorry, aber strikte Kontrollen um Schulhauszonen inklusive Temporeduktion ist wirklich nicht dermassen umstritten.

      • Sportpapi sagt:

        Hoffe ich auch. Wer soll aber diese „strikten Kontrollen“ durchführen? Allerdings wäre es in der Gemeinde ein leichtes, so etwas umzusetzen. Kleine Unterschriftensammlung, Antrag an die Gemeindeversammlung, fertig. Weshalb passiert es nicht?

      • Katharina sagt:

        anscheinend habt ihr auch kein Strafpunkt System. das bewirkt etwa auch, dass die Fahrzeugversicherung rauf geht, und zwar massiv. Verursacherprinzip nennt sich das.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Katharina:
        da hätten die Wenigsten Freude dran, wenn eine Busse aufgrund Tempoübertretung automatisch mit entsprechender Info an die Versicherung gekoppelt wäre,
        welche ihrerseits eine Prämienerhöhung vornehmen würde (welche ja, wir wollen nicht stur sein, nach einer bestimmten Frist ohne weitere Meldungen, wieder reduziert würde)
        Also wenn das bei Euch so gehandhabt wird, alle Achtung! Vorbildlich.

    • Pixel sagt:

      Wo wohnt ihr alle? Meine Wahrnehmung ist eine andere.

  • Beat sagt:

    Die Abbildung zeigt ein Kind, das offenbar ausserhalb des Bereiches eines Fussgängerstreifens die Strasse überqueren will. Das ist sicher kein traditioneller Schulweg und solches Verhalten wir so auch nicht vermittelt. Schulwege sind nämlich in der Regel als solche gekennzeichnet und daher einigermassen sicher. In den USA und in in Südafrika (z.B.) ist oft zu beobachten, dass während der Schulanfangs-und Schlusszeiten durch ein blinkendes Rotlicht eine Geschwindigikeitsbeschränkung signalisiert wird. Das könnte man hierzulande doch auch einführen.

    • alam sagt:

      Du hast ja keine Ahnung. Weisst du, wie viele Kinder Schulwege ohne Fussgängerstreifen benützen MÜSSEN? Das machen die nicht freiwillig! Ich wüsste nicht, wo Schulwege als solche gekennzeichnet wären, höchstens vielleicht die letzten 100 m vor dem Schulhaus. Die Schulanfangs- und Schlusszeiten erstrecken sich hier bei uns insgesamt über etwa 4-6 Stunden.

    • Peter Meister sagt:

      Ich hoffe mal, dass du nicht all zu oft auf der Strasse in Tempo 30 Zonen unterwegs bist. Dort gibt es nämlich bis auf eingelne Ausnahmen generell keine Fussgängerstreifen und den Fussgängern ist generell der Vortritt zu gewähren.

      • Walo sagt:

        @Peter Meister. Dies gilt für Tempo20-Zonen (Begegnungs/Spielzonen). In der Tempo 30 Zone hat nach wie vor der Autofahrer Vortritt. Hoffentlich haben Sie das Ihren Kindern nicht falsch beigebracht.

      • Sportpapi sagt:

        Eben, Walo, so hatte ich das auch im Kopf. Deshalb bin ich auch nicht sicher, ob eine Tempo-30-Zone wirklich sicherer ist als eine schwer befahrene Hauptstrasse, von der jeder weiss, dass sie nur mit äusserster Vorsicht überquert werden kann.

      • @walo
        @sportpapi

        Es ist komplizierter und zwar so kompliziert, dass man es Kindern mit Sicherheit nicht beibringen kann. Die ganze Idee von 20er Zonen und 30er ist eine Kopfgeburt der rot-grünen. Das ist die Sorte Leute, die glauben, man müsse das gesamte Leben aller Einwohner dieses Landes von vorne bis hinten mit Verboten und Vorschriften vermauern.

        Also, Tempo 30 Zone: Die Strasse ist für den rollenden Verkehr reserviert. Die Fussgänger haben in der gesamten Zone den Vortritt in der Art, wie wenn es ein hunderte Meter langer Fussgängerstreifen wäre. Den Fussgängern ist vorgeschrieben, auf dem Trottoir zu gehen und die Strasse direkt, auf dem kürzesten Weg zu überqueren.

        Tempo 20 Zone: Hier dürfen sich die Fussgänger nach Belieben auf der Strasse aufhalten. Jedoch dürfen sie den rollenden Verkehr nicht unnötig behindern.

      • Sportpapi sagt:

        Für Kinder: In der Begegnungszone, die ja auch deutlich beschildert ist, darf man auf der Strasse Fussball spielen. Wenn ein Auto kommt, müssen die Tore weggeräumt werden. Die Tempo 30-Zone ist einfach eine Strasse, die gefährlich ist.

  • Sportpapi sagt:

    Ohne hier einen Fall beurteilen zu wollen, den ich nicht kenne. Was wir aus vielen Studien aber auch wissen, ist, dass die Beurteilung von Gefahren durch die Eltern nicht unbedingt mit den realen Gegebenheiten übereinstimmen müssen. Es gibt also ein subjektives Empfinden und ein objektives Erkennen. Und dieses subjektive Empfinden tendiert dazu, immer mehr Gefahren wahrzunehmen. So werden heute die gleichen Strassen, die früher noch problemlos überquert werden konnten, als unzumutbar erkannt. Manchmal, weil der Verkehr zugenommen hat, manchmal auch ohne.

    • Brunhild Steiner sagt:

      nähme mich ja wunder wo der Verkehr NICHT zugenommen hat…

    • Bitta sagt:

      meinem Sohn wird regelmässig der Vortritt verweigert, Autofahrer haben keinen blassen Schimmer, dass sie stoppen und nicht nur rollen müssen, ihm wird der Finger gezeigt, er wird angeschrien, Velofahrer klingeln noch nicht mal,wenn sie um die Ecke gerauscht kommen. Nein, das ist keine subjektive Wahrnehmung, sondern Alltag.

      • Brunhild Steiner sagt:

        Und den Skeptikern, die das nun wieder anzweiflen möchten,
        die Vortrittsverweigerer sind zunehmend hemmungsloser und haben keinerlei Probleme dieses Verhalten auch in Anwesenheit eines Polizisten (welche/welcher gerade Schulwegverhalten übt) zu demonstrieren. In einem Fall wurde die Automobilistin angehalten (sie war sich nicht zu schade auf ein paar cm an die Kinder ranzufahren), nachdem sie die Scheibe hochgekurbelt hat wurde sie von den Gesetzeshütern unsanft aus dem Wagen geholt- für die Kinder noch heute ein Gesprächsthema.
        Unfassbar was da teilweise abgeht.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ja, es geht immer rauher zu, ich wurde auch schon von einem Taxifahrer bedroht, als ich ihn anschrie, weil er mir – auf dem Velo – den Vortritt genommen und mich beinahe überfahren hatte. Ich musste ernsthaft damit rechnen, dass er gewalttätig wird, wohl nur weil ich selber so zornig war und zurückschrie, blieben Tätlichkeiten aus.

      • Sportpapi sagt:

        @Pippi: Wenn du nicht zornig geschrieen hättest, wäre ganz sicher keine Tätlichkeiten angedroht worden. Insofern beisst sich das in den Schwanz. Aber recht hast du, dich zu wehren.
        @BS: Ja, leider wird immer häufiger der Vortritt verweigert, bewusst. Andererseits kommen die Autos an gewissen Stellen sonst nie über den Streifen. Dies ist mit ein Grund, dass immer wieder über diese Vortrittsregelung diskutiert wird. Weil sie ganz offenbar mehr Unfälle und mehr Unsicherheit gebracht hat.

      • Pixel sagt:

        Ich seh ganz viele Autofahrer, die schon auf 100
        m Sicht das Kind am Straßenrand wahrnehmen und anhalten. Ich seh ehrlich gesagt nirgendwo soviel Anstand gegenüber dem Fussgänger wie in der Schweiz. Fahrt mal nach Barcelona, Mailand oder London und vergleicht unsere Verhältnisse mit denen dort.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ja Sportler, ich bin schuld 🙄

        Für solche Fälle hab ich den Pfefferspray immer griffbereit.

      • Sportpapi sagt:

        Und hoffentlich einen Waffenschein dafür…

      • Monsieur de Hummel sagt:

        @ Pixel

        So ist es. Natürlich gibt es auch beim Verkehr in der Schweiz unangenehme Situationen. Aber wenn man wieder mal im Ausland (eig. fast egal wo) in den Ferien ist, kommt man schon auf die Welt. Da wird häufig gar nicht angehalten oder schon von beiden Seiten wieder gefahren, wenn man noch auf dem Fussgängerstreifen ist. 😉

      • Gabi sagt:

        Ergänzend zu Pixel:

        Wien genügt sogar schon!

        Dabei aber schon balkanmässig dem Cseaucescu-Syndrom verfallen: Wo die eigne Propaganda doch ständig betont, man habe das grösste Fahrradwegenetz, das man sich überhaupt denken könne (also all die wirr aufgemalten, konzept- und sinnlos mit Fussgängerwegen verwurstelten Streifen zusammengerechnet), muss das ja dann wohl stimmen, mit der Radfreundlichkeit.

        Da ist dann ein Hinterfragen der Verkehrserziehung, der Strassenordnung oder gar der Führerscheinprüfung hinfällig… Die erlernte Unfähigkeit der Verkehrsteilnehmer hier macht Angst.

      • Gabi sagt:

        🙂

        Kein Tag, ohne dass mir Pippi ein Lächeln ins Gesicht zaubert:

        Angesichts der in langem Monaten immer neu bestätigten Unfähigkeit Pippis, sich mal zu überlegen, wie sie selber jeweils allen Anderen (Idioten, Tussies, Loser mit einem „o“) rein kommen muss, stell ich mir vor, was wohl der Taxifahrer* zum Vorfall zu erzählen hätte:

        „Ich musste ernsthaft damit rechnen, dass die gewalttätig wird. Wohl nur weil ich selber so zornig war und zurückschrie, blieben Tätlichkeiten ihrerseits aus.“

        😉

        * wissend, dass es auch echt idiotische und aggressive Taxifahrer gibt, natürlich.

      • Marcel sagt:

        Der Verkehr hat massiv zugenommen, aber die Unfallzahlen, besonders von Kindern, fallen laufend.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Nein Sportler, schon wieder falsch:

        Pfeffersprays gelten laut Waffengesetz nicht als Waffen. Man benötigt also keinen Waffenerwerbsschein.

        Hingegen unterstehen Pfeffersprays dem Giftgesetz. Dort sind sie meist in die Giftklasse 3 eingeteilt, was am gelben Streifen mit einer BAG-T-Nummer und Warnhinweisen erkennbar ist.

        Das Giftgesetz sieht vor, dass Pfeffersprays nur an Personen über 18 Jahre verkauft werden dürfen. Beim Verkauf muss das Geschäft (beispielsweise die Apotheke) ausserdem die Adresse der Käuferin notieren und sich die Abgabe quittieren lassen.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Zur Not kann man auch selber ein Pfefferspray herstellen: Tabasco in eine Sprühflasche einfüllen – im Gartenbedarf erhältlich – und fertig ist der Pfefferspray.

      • Gabi sagt:

        Und dann wrd´s sogar judizierbar, was?!

        🙂

        … Sie sind so glücklich, wenn Sie auch nur die geringste Chance sehen, sich mit irgend etwas aufzuspielen, hm?!

        🙂

      • marie sagt:

        pippi: das ist noch schärfer als tabasco! sehr empfehlenswert.

      • Sportpapi sagt:

        Schon wieder etwas gelernt… Der Einsatz des Sprays, der wäre dann aber nur in absoluten Notfällen zur Selbstverteidigung straffrei.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Sportler, das versteht sich von selbst, niemand darf einen andern mutwillig verletzen.

        marie, du kannst auch eine Wasserpistole nehmen, die lässt sich leichter händeln, allerdings musst du dann besser zielen.

      • Muttis Liebling sagt:

        Wem für seine Zarten nichts zu teuer ist, dem kann ich das stundenweise Anmieten von ausrangierten russischen Elitesoldaten ans Herz legen. Die bringen das Kind unbeschadet auch in der Rushhour über eine 6-spurige Autobahn. Der Verkehr und dessen Telnehmer leiden bisweilen, aber danach ändern die überlebenden Automobilisten ihr Fahrverhalten sehr nachhaltig.

      • marie sagt:

        @ml
        haben die nicht ein ausgeprägtes alkoholproblem?

        @pippi
        danke für den tipp! 🙂

      • Gabi sagt:

        Ich finde Waffen – auch „Defensive“ ! – in der Hand von Menschen, denen es ganz offensichtlich an Selbstbeherrschung mangelt, prinzipiell sehr problematisch.

        Neigen diese Menschen dann noch dazu, so oder so immer bloss alle Anderen für Alles verantwortlich zu machen, was ihnen oder ihren Nächsten widerfährt, ist´s einfach nur gefährlich.

      • Beno sagt:

        @Pippi

        …im Gartenbedarf erhältlich – und fertig ist der Pfefferspray.

        Ich sehe Pippi gleich vor mir ; mit der einen Hand das Fahrrad festhaltend, zwischen den Knieen hält sie den 5l Kanister des Versprühers und mit der anderen Hand pumpt sie sich „einen roten Kopf…bis endlich genug Druk aufgebaut ist für ihr Tabasco..
        …der Taxifahrer hingegen kommt gerade wieder zurück von einer Extra – Fahrt, welche er inzwischen gemacht hat und hilft ihr den Versprüher wieder ins Rucksäckli zu packen. Das Tabasco -Spritzchen bleibt nutzlos im Schlauch…
        Wut verändert Liebe….Wort zum Sonntag

      • Sportpapi sagt:

        @Gabi: Klartext: Gefährliche Waffen gehören nicht in die Hand ungeübter, nicht ausgebildetet Amateure.

      • Beno sagt:

        @Pippi

        …im Gartenbedarf erhältlich – und fertig ist der Pfefferspray.

        Ich sehe Pippi gleich vor mir ; mit der einen Hand das Fahrrad festhaltend, zwischen den Knieen hält sie den 5l Kanister des Versprühers und mit der anderen Hand pumpt sie sich “einen roten Kopf…bis endlich genug Druk aufgebaut ist für ihr Tabasco..
        …der Taxifahrer hingegen kommt gerade wieder zurück von einer Extra – Fahrt, welche er inzwischen gemacht hat und hilft ihr den Versprüher wieder ins Rucksäckli zu packen. Das Tabasco -Spritzchen bleibt nutzlos im Schlauch…
        Wut verändert in Liebe

      • Gabi sagt:

        Hihi… Guck mal nach rechts. Die Werbung von SF1!

        Da scheint jemand einen Identifizierungsaufruf gestartet zu haben!

        🙂

        Versteh jetzt nicht ganz, Sportpapi: Zählt für Dich Pferrerspray nun dazu oder ist das eher ein Kochutensil?

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Muttis Liebling:
        wirklich blöd dass die so teuer sind, denen würd ich noch so gerne ein paar neuralgische Punkte als Lösungsprojekt offerieren…

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Gern geschehen, marie! Frauen müssen sich wehren können. 🙂

      • Sportpapi sagt:

        @Gabi: Ja, natürlich.

      • marie sagt:

        @brunhild
        so teuer sind die nicht mehr – die gibt es im sonderangebot. für ca. 2500 bringen die auch unliebsame um (die ital. mafia bedient sich gerne dort). aber meine berechtigte fage bleibt: die haben ein alkproblem, massivst.

        @pippi
        was auch geht, sind kleine neckische zerstäuber, die aussehen wie edle parfumflacons. die gibt es in verschiedenen farben (meiner ist königsblau). einfach das eigene gesicht schützen. funktioniert auch sehr gut 😉 (vor allem als tarnung: da meinen dann gew herren, frau wolle für ihn gut riechen)

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        marie, die Idee ist nicht schlecht, aber die Distanz ist dann sehr klein, weil so ein Zerstäuber keine Wucht hat. Ich ziehe es vor, auf grösserer Distanz zu sein, für Ungeübte sind eigentlich nur Distanzwaffen zu empfehlen, wenn frau sich nicht selber in Gefahr bringen will.

      • marie sagt:

        vollkommen richtig. der zerstäuber ist absolute ultima ratio! körperliche distanz zu schaffen, ist in solchen fällen das beste und dann zielen. 🙂

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Hier noch ein passender Link, ganz aktuell:

        http://blog.tagesanzeiger.ch/blogmag/index.php/2292/nein-heisst-nein/

        In solchen Situationen ist jede Frau froh, wenn sie sich effizient wehren kann, dann erübrigen sich die blödsinnigen Unterstellungen von wegen ‚freiwillig oder nicht‘ ganz von selbst.

      • Sportpapi sagt:

        Oh ja, aus Distanz ist es am besten. Gar nicht in die Nähe kommen lassen. Nicht warten, bis sich die Situation allenfalls klärt. Ist ja alles Notwehr, wenn man sich nur irgendwie bedroht fühlt, oder?

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Wenn ein Angreifer die Chance zum Erstschlag erhält, ist es für ein körperlich schwächeres Opfer oft schon zu spät für wirksame Gegenwehr. Im Zweifelsfall würde ich lieber zu früh als zu spät reagieren, das ist halt das Risiko eines Angreifers, niemand zwingt ihn, anzugreifen. Das Risiko einer Falschbeurteilung würde ich lieber in Kauf nehmen, als verletzt zu werden.

      • Sportpapi sagt:

        Angreifer oder nicht? Oder doch eine Falschbeurteilung. Oder doch nicht? Dumm, dass man es vielleicht nicht mehr klären kann…

      • marie sagt:

        @sport
        fühlen sie sich bedroht? einfach nicht drohen/bedrohen, dann passiert ihnen nichts. 🙄

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Der Sportler hasst es wie Gift, wenn seine körperliche Überlegenheit gegenüber Frauen in Frage gestellt wird, das findet er unfair, weil er doch von Natur aus….. oder etwa nicht???
        Und dann noch durch so unfaire Mittel wie Distanzwaffen, auch wenn sie im Endeffekt ungefährlich sind, aber in der Situation sehr wirksam. Das sind alles Sachen, die sein Weltbild auf den Kopf stellen, das lautet: Männer sind den Frauen überlegen, weil die Natur das so gewollt hat, wer das nicht akzeptiert, hat schlechte Absichten. Frauen sollen der Gnade der Männer ausgeliefert sein und bleiben.

      • Katharina sagt:

        Waffenschein für Pfefferspray? Echt?

      • Muttis Liebling sagt:

        marie, ein unversehens auf den freien Markt geworfener russischer Elitesoldat hat nur Probleme ohne Alkohol. Mit kommen die gut zurecht.

      • Eni sagt:

        @ Sportpapi
        @ gabi

        Dass man freundlich bleibt, wenn man fast überfahren wird, ist schon etwas viel verlangt, finden Sie nicht auch?

        Ich selber mache meinem Ärger/Angst auch Luft wenn ich in solche Situationen komme und zwar akkustisch wie auch bildlich mit eindeutigen Handzeichen. Wenn das Herz stehen bleibt vor Schreck ist wirklich kein Raum für Höflichkeiten.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Eni 🙂

      • marie sagt:

        @ml
        ok, das ist ein argument. man darf in dem fall einfach nicht vergessen, denen noch eine pulle guten vodka in die hand zu drücken, wenn sie enthemmt und wie bezerker mit den kindern über die autobahn hechten und dabei todesmutig mit der kalaschnikov sämtliches ungezifer wegballern…

      • Brunhild Steiner sagt:

        @marie:
        „und dabei todesmutig mit der kalaschnikov sämtliches ungezifer wegballern…“
        🙂
        ach ja, manchmal wärs doch so irgendwie wirklich einfacher und effizient…
        (bloss dass bestimmt sonst ein zahlkräftiges Individuum auf die Idee kommt, wir seien das nächste Ungeziefer das weggeballtert werden sollte…)

      • Katharina sagt:

        und was mit mit Kalashnikov hantierenden geschieht, kann ja zb beim Emprie State Building neulich nachgelesen werden. die werden dann von der Polizei kurzerhand niedergemaeht und dabei 8(!) bystanders von der Polizei angeschossen, ‚to neutralize the threat‘ wie es dann hiess. echt doof so was ernsthaft hier vorzuschlagen, Ihr habt sie wohl nicht mehr alle.

      • Sportpapi sagt:

        @Pippi: Du schreibst wieder mal Unsinn. Nein, ich habe ganz einfach Angst, dass ich plötzlich mal einer unsicheren Frau begegne, die mir aus Distanz Pfeffersprrray ins Gesicht schiesst, nur weil meine breiten Schultern einen grossen Schatten werfen. Hat sich halt bedroht gefühlt… Nach meiner Kenntnis raten Experten zudem davon ab, Waffen zur Selbstverteidigung mitzuführen, weil sie auch gegen einen verwendet werden können.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ist mir egal, wie du das findest, Sportler, ich ziehe es vor, wehrhaft zu sein! Bewaffnete Neutralität, sozusagen. Ich führe keine Angriffskriege, aber wenn ich bedroht werde, will ich mich wehren können, es gibt nichts ohnmächtigeres als die Ohnmacht, darauf kann ich bestens verzichten. Frauen leben in einem dauernden Kriegszustand, wenn sie nach dem Eindunkeln noch allein rausgehen, sind sie selber schuld, wenn ihnen etwas passiert. Und falls ihnen etwas passiert, waren sie sicher einverstanden, sonst wären sie ja nicht rausgegangen – so verdreht wird heute argumentiert. NEIN DANKE!

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Gestern sagte übrigens der renommierte Kriminologe Pfeiffer bei Maischberger, dass nur 20 % aller Vergewaltigungen angezeigt würden und auch diese nur zu einem kleinen Teil zu Verurteilungen führen, weil die Beweislage so schlecht ist. Er beklagte das ausdrücklich, für die Frauen ist sowas ein Supergau. Deshalb darf es gar nie soweit kommen, Frauen müssen sich so wehren können, dass der Täter erstmal ausser Gefecht ist. Ausserdem ist es die beste Prävention, wenn potentielle Täter wissen, dass sie mit massiver Gegenwehr rechnen müssen, das weiss man aus der Kriminalitätsforschung.

    • Chris sagt:

      So ein Unsinn wird einem erzählt, wenn man verantwortliche Behörden in diesem Zusammenhang direkt kontaktiert. Es ist doch normal und richtig, dass Eltern um ihre Kinder sehr besorgt sind. Die beste Studie ist die, wenn man selbst beobachtet, wie sich die Autofahrer verhalten. Tatsache ist, dass das Gehirn beim Fahren in einem hermetisch abgeriegelten und vermeintlich sicheren, rollenden Raum eine andere Wahrnehmung hat, als im realen, zu Fuss betretenen Raum. Ich empfehle hier jedem Leser das Buch von Hermann Knoflacher (Virus Auto) zur Lektüre. Es öffnet einem die Augen.

  • Regula sagt:

    Tragischerweise gibt es viele solcher Beispiele. Aber Kinder und Maschinen, Kinder und Fahrzeuge sind meiner Meinung nach einfach kein Übungsfeld.

  • Alex sagt:

    Sie wollen doch nicht etwa wegen ungezogener Kinder die freie Fahrt freier Bürger einschränken????

  • Katharina sagt:

    Gegenfrage: Warum macht Ihr es nicht so wie hier? nämlich, dass die Umgebung des Schulhauses als Schulzone ausgewiesen ist, in der zu Schulanfang und -ende reduzierte Geschwindigkeiten gelten und während der angegeben Zeiten ein Blinklicht das signalisiert, mit dreifach erhöhten Bussen und Strafpunkten? Bei uns ist die Maximalgeschwindigkeit zu der Zeit auf 10 – 15 MpH (16-24 kmh) reduziert. In kleineren Orten ist es sogar so, dass das ganze Dorf, ausgenommen Durchgangsstrassen, so geregelt ist. Das zusammen mit den Blechpolizisten sollte doch helfen.

    • Katharina sagt:

      und eigentlich finde ich die Lösung hier, mit Schulbussen, die die Kids aus dem Quartier abholen und nachmittags zurückbringen, sehr patent. Wenn die anhalten, muss der ganze Verkehr stoppen, bis der Fahrer/Fahrerin das Stoppsignal an der Seite des Busses und die roten Blinker ausschaltet und losfährt. Und losgefahren wird erst, wenn die Kids die Strasse überquert haben und auf Driveway ihres Wohnhauses sind.

      • Cybot sagt:

        Wo ist „hier“?
        Und Schulbusse sorgen in erster Linie dafür, dass sich die Kinder noch weniger bewegen, als sie es ohnehin schon tun. Bei den Distanzen in der Schweiz sollte das an den meisten Orten echt nicht nötig sein.

      • Katharina sagt:

        hier wäre USA. wissen regelmässige Mitleser.

    • Muttis Liebling sagt:

      Solche rigorosen Lösungen gibt es in CH nicht. Da müssen die Kinder geschützt werden, ohne dass die Autos anhalten oder die Velofahrer absteigen müssen. Vor dem Schaden darf es niemanden weh tun.

    • Sportpapi sagt:

      Die zeitweise Temporeduktion wäre sicher eine gute Idee. Nur: zu welchen Zeiten denn? Selbst nach Einführung von Blockzeiten beginnt die Schule keineswegs in allen Altersstufen gleichzeitig, noch hört sie gleichzeitig auf. Schulbusse gibt es ja zunehmend auch. Allerdings ist die Schule für die meisten Kinder nach wie vor in einer erreichbaren Distanz von unter einem Kilometer.
      Der wichtigste Punkt allerdings geht immer wieder vergessen: Der Schulhof ist auch in der Freizeit, am Nachmittag zentraler Spiel- und Besammlungsort. Er muss also jederzeit sicher erreichbar sein.

      • Bitta sagt:

        auch eine Temporeduktion bringt nichts, wenn die Fahrer nicht anhalten. Ein Aufprall mit 20 kmh tut auch weh.

      • Sportpapi sagt:

        Eine Temporeduktion verkürzt den Bremsweg und erhöhrt die verfügbare Reaktionszeit für die Kinder. Man könnte sogar eine Begegnungszone markieren, in der die Kinder/Fussgänger Vorrang haben.

      • Katharina sagt:

        Bei uns gelten Blockzeiten, aber das Zeitfenster der reduzierten Geschwindigkeit ist morgens 2 und nachmittags 3 Stunden. Der Schulhof ist nach Ablauf des nachmittäglichen Zeitfensters geschlossen.

      • Sportpapi sagt:

        @Katharina: Was für eine Verschwendung. Dabei sind – zumindest bei uns – die Spielwiesen bei der Schule, ebenso die Spielplätze und Ping Pong-Tische.

      • Katharina sagt:

        Weshalb Verschwendung? dass der Schulhof nach der Unterrichtszeit + der Zeit für extracurricular activities geschlossen wird, hat damit zu tun, dass nach 17 – 18 Uhr einfach niemand mehr als Verantwortungsträger in der Schule ist. Bleibt er offen, ergeben sich einerseits die Probleme des Vandalismus und wegen fehlender Supervision auch mögliche Probleme der Haftung. diese Zeiten sind Erfahrungswerte. kein Problem in privilegierten Nachbarschaften. in unterprivilegierten Nachbarschaften dann eben vor allem wegen Vandalismus und dem Einzug von Gangs in der Off Zeit ein Problem.

      • Katharina sagt:

        das wurde noch und noecher in den ghettos versucht, diese doch grosse offene flaeche frei zu halten. und das Resultat war immer das gleiche. einerseits vandalismus, was fuer jene schuldistrikte ein grosses geldproblem wurde. die einrichtungen sind ja nicht gerade billig. und dann eben dass sofort die gangs das gebiet eroberten un der bekannte drogen dealer scheiss anfing. ausgerechnet in denjenigen gebieten wo die offenhaltung einiges bringen wuerde. was soll getan werden? schugger auf jedem schulhof nach der blockzeit?

        also komm bitte nicht mit verschwendung oder keine gangs bei euch…

      • Sportpapi sagt:

        @Katharina: Die Schulplätze sind jedenfalls offen. Eben, weil es wichtige Plätze sind. Und nein, sooo gross sind die Probleme da nicht, dass dies ernsthaft in Frage gestellt werden müsste. Auch ohne Polizisten als ständige Aufsicht. Irgendwie ist die Schweiz halt doch noch etwas anders…

      • Katharina sagt:

        Ich schilderte hier nur eine an sich gute Lösung zur Verkehrssicherheit und Schulkinder in meinem Land. ich weiss aus persönlichen Austauschen, dass Gangs auch bei Euch ein Problem sind. Vielleicht anders als hier. Velleicht haben wir etwas mehr Erfahrung mit Ghettoisierung, die bei Euch erst am Anfang ist. Ich denke der Unterschied ist der, das die Leute hier eher rebellieren als bei Euch und diejenigen, die ghettoisiert wurden, nichts mehr zu verlieren haben und das Vertrauen in Institution schon längst aufgegeben haben. Auch das ein Prozess, in dem Eure Regierungen ja tüchtig sind.

      • Sportpapi sagt:

        @Katharina: Du weisst, es gibt viele Punkte, in denen man immer wieder die Gefahr beschwört, es herrschten bald „amerikanische Zustände“. Zum Glück schafft man es immer wieder, viel früher das Steuer herumzureissen. Eure Probleme möchte ich nicht haben!

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