Wird jedes Einzelkind ein Tubel?

mb

Genoss als Kind ungeteilte Aufmerksamkeit: Natalie Portman. (Bild: AFP)

Noch immer ist die Einkind-Familie ein Riesen-Thema in unserem Kulturkreis (von China brauche ich gar nicht erst zu sprechen). Grad vor Kurzem hat das Magazin «Nido» die geschwisterlosen Kinder wieder Mal auf den Titel gehievt. Nicht negativ, sondern mehr in dem Sinne, dass auch Einzelkinder sich zu normalen Jugendlichen und Erwachsenen entwickeln und keineswegs ein Manko in Charakter und sozialer Erziehung zeigen.

Dass dies so erklärt werden muss, finde ich ganz seltsam. Schon als Kinderlose fand ich das alles ein Riesen-Theater, und jetzt, wo ich selbst einen Sohn habe, noch viel kurioser. Muss denn aus jedem Einzelkind ein Asozialer werden? Das liesse vermuten, dass alle Tubel als Einzelkinder aufgewachsen sind. Nee, oder?

Fakt ist: Kaum ist ein Kind da, wird schon die Spekulation über das zweite gestartet. Schliesslich ist es für fast alle Lebewesen besser, zu zweit aufzuwachsen. Sogar bei den Tieren empfehlen alle die Zweier- oder gar Herdenhaltung, denn soziale Kontakte sind das Ein und Alles. Auch wenn dies etwa bei der Spinne zwangsweise in Mord endet … Bei den Möglichkeiten, die sich uns Zweibeinern bieten, finde ich das Thema Einzel-, Paar- oder Rudelhaltung allerdings sekundär . Und damit bin ich bei Weitem nicht die Einzige, wie ich (glücklicherweise) feststelle, aber Drängeleien muss ich mir bereits jetzt anhören, wo doch das Kind gerade mal zehn Monate auf der Welt ist.

Es scheint vielen nicht in den Kopf zu gehen, dass mein Partner und ich nicht aktiv daran denken, unserem Sohn ein Geschwisterchen zu «schenken». Hallo? Meine Schwangerschaft ist gerade mal ein Jahr her, die Geburt noch nicht, und schon soll ich meinem Körper wieder die ganze Plackerei zumuten? Vielleicht ist das ja ein egoistischer Ansatz, aber für mich ein durchaus realer. Ausserdem beginnt unser Junior gerade zu stehen und nimmt meine volle Aufmerksamkeit in Anspruch. Nicht daran zu denken, ihm mit dickem Bauch hinterherzuwackeln und bei jedem Bücken die Augen zu verdrehen. Ich muss schon sagen, ich zolle jeder Mutter, die das zweite Kind direkt nach dem ersten bekommen hat und bekommt, meine volle Bewunderung. Das ist noch eine Aufgabe, die braucht Kraft und starke Muskeln und Nerven.

Zum Glück denkt eine Freundin von mir genau gleich. Und das, obwohl wir beide praktisch problemlose Schwangerschaften und sehr schnelle und reibungslose Geburten hatten. Es ist eine Wohltat, mit ihr über unsere Familien zu plaudern und darüber zu spekulieren, wie unsere Zukunft wohl aussehen mag. Und falls denn doch irgendwann einmal der Gedanke an ein zweites Kind kommt, dann überleg ich dann weiter. Bis dann ist meine Antwort aber auf jeden noch so kleinen Hinweis, dass der Sohn bestimmt gern ein Geschwisterchen hätte: «Gohts no!»

Susanne TavernaSusanne Taverna ist Dienstchefin beim «Bündner Tagblatt» und Mutter eines bald einjährigen Sohnes. Sie lebt mit ihrer Familie in Chur.

263 Kommentare zu «Wird jedes Einzelkind ein Tubel?»

  • P. Visscher sagt:

    Nach einer gemeinsamen Kindheit mit meinem älteren Geschwister zusammen und anschliessendem Auszug aus dem Elternhaus eben dieses Geschwisters, bleibt es mir nur noch zu bemeren beides hat Vor- und Nachteile. Aber auch bei zweien hat man nicht immer Frieden und als Einzelkind ist man nicht immer einsam. Alles ein Erfahrungswert des täglichen ER-Lebens.

  • niki sagt:

    Danke endlich mal eine patente Meinung! Ich bin selbst Mutter (habe selber 3 Geschwister)von einer 1 Jährigen Tochter und mir geht es auch so, ich hatte eine mehr oder weniger problemlose Schwangerschaft und eine schwierige Geburt, was mich aber nicht davon abhielt an ein weiteres Kind zu denken, jedoch habe ich nach einer starken Gewichtszunahme wo dazu auch mein Kreislauf betroffen war, jetzt wieder langsam mein altes Gewicht zurück, das NEUE alte Körpergefühl zurück zu bekommen ist eine richtige Wohltat. Sofort ein zweites? Nein bitte noch nicht! Sonst kann ich bei der Olympiade antreten!

  • Heinz HAGER sagt:

    Als Einzelkind das jetzt 59 wird,verstehe ich die Autorin zu 100%.Mein ganzes bisheriges Leben wurde auch ich immer bedauert von Mitmenschen aus Grossfamilien.In persönlichen Gesprächen gaben viele dann aber zu,auch gerne Zeit für sich zu verbringen.Ich musste nie teilen,gebe aber gerne was ich kann.Und hatte eine gute Jugend.

  • Käpt'n Blaubär sagt:

    Nach der Geburt unseres ersten Sohns wurden „wir“ bereits nach 9 Monaten überraschend nochmals schwanger. Als unser Sohn dann 1.5 alt war, kamen ein Schwesterchen und ein Brüderchen dazu.
    Ja, meine Frau hat Grosses vollbracht. Dazu studierte sie noch in Teilzeit und gab abends noch Deutsch für fremdsprachige Erwachsene. All dies ging aber nur auf, weil ich mein Arbeitspensum ebenfalls reduziert hatte. Primär damit meine Frau weiterstudieren konnte, aber auch damit ich meine Kinder nicht nur als Weekend-Daddy (wohlgemerkt nach dem samstäglichen Wocheneinkauf) erlebe. Für Kids braucht es 2 🙂

  • Valeria sagt:

    Vielleicht wurde die Frage schon einmal gestellt, aber: Warum muss Natalie Portman eigentlich als Einzelkind-Beispiel unter dem (etwas bösen) Titel „Wird jedes Einzelkind ein Tubel?“ herhalten? Frau Portman hat sich trotz frühem Ruhm nicht nur in der Schauspielerei durchgesetzt sondern auch ein Studium erfolgreich abgeschlossen, spricht mehrere Sprachen und ich kann mich an keinen Skandal mit ihr erinnern. Ein Tubel scheint Sie jedenfalls nicht zu sein.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Das hab ich mich auch gefragt, Natalie Portmann ist doch eher ein Volltreffer.

      • pixel sagt:

        Genau deswegen. Würde man die Bildsprache dem Titel anpassen, dann würde man die Frage „Wird jedes Einzelkind ein Tubel?“ bejahen. Mit Natalie Portmann arbeitet man dagegen und die Frage an sich bleibt als Frage und neutral stehen.

      • Anh Toan sagt:

        @Pixel: Das Bild, das einen zumindest leicht von Vernunft Angehauchten zum Bejahen der Frage „Wird jedes Einzelkind zum Tubel?“ bringt, kann ich mir nicht ausdenken.

        Frau Portmann ist Einzelkind. Frau Portmann ist sexy. Sex sells. „Tubel“ sells.

  • So. Da wird nicht mit guten Ratschlägen gegeizt. Zum Glück kann man noch selber entscheiden, wieviele Kinder man machen und haben will. Mir wird sauer im Magen von soviel platten Thesen und Aussagen.

    • Es gibt so viele entscheidende Faktoren während dem Aufwachsen dass man wohl kaum irgendwie aus irgendetwas empirisch erhobenen schliessen kann ob das Kind nun „misslingt“ oder „erfolgreich“ aus dem Elternhaus kommt. Und dass man hier Einzelnkindern soziale Schwäche und psychische Krankheiten andichtet – Schwachsinn.

  • Anh Toan sagt:

    Wer war Einzelkind, und war/ist froh darüber?

    Wie kann ein Einzelkind beurteilen, ob ihm das, was es nicht hat (Geschwister) wichtig ist, wenn es nicht weiss, was Geschwister sind? Einzelkindern fehlt, aus ihrer persönlichen subjektiven Sicht etwas, sie fühlen sich unvollständig, vielleicht gar schuldig: Weil das Einzelkind eine Zumutung für die Eltern ist, wollen die nicht mehr Kinder)

    Ich will niemanden zwingen mehrere Kinder zu haben, bin jedoch der Überzeugung, dass Geschwister für die Entwicklung eines Kindes zu einem sozialen Wesen sehr nützlich, wenn auch nicht zwingend notwendig sind

    • Julia_2 sagt:

      Mensch mit Geschwister = sozial, Mensch ohne Geschwister = asozial. So einfach ist das? Wohl kaum. Ob ein Erwachsener sozial ist (was immer das auch heissen mag) oder nicht, hängt mit Sicherheit nicht nur von einem Faktor ab. Da spielen eine Vielzahl von Faktoren eine Rolle.
      Ausserdem finde ich das ich-habs-als-kind-nicht-anders-gelernt-Argument manchmal geradezu lächerlich. Meine Definition von „erwachsen“ bedeutet eben gerade, dass man sein Verhalten reflektieren und gegebenen Falls auch anpassen kann. Die Verantwortung auf seine Kindheit abschieben, ist da etwas gar billig.

      • Anh Toan sagt:

        Julia_2: Können Sie nur schreiben und nicht lesen?

        Ja, es gibt eine Vielzahl von Faktoren welche dazu beitragen, aus Kindern soziale Wesen zu machen, Geschwister sind einer.

        Nein, so einfach ist es nicht, dass Geschwister = sozial keine Geschwister = asozial, sonst wären Geschwister zwingend notwendig und nicht nur, aber immerhin nützlich, und nicht luxoriös (überflüssig, Verzierung) bei der Erziehung zu sozialen Wesen.

        Dies habe ich geschrieben, Sie haben etwas anderes gelesen.

      • Julia_2 sagt:

        @Anh Toan: Sie haben Recht, ich konnte heute Morgen wirklich nicht lesen. Entschuldigen Sie meinen Kommentar, der macht natürlich keinen Sinn, wenn man richtig liest.

    • pixel sagt:

      Wie wollen Sie Ihre Eingangsfrage eigentlich beantworten? Wenn man es nicht anders kennt, dann ist das einfach so. Fertig. Wie soll man rückwirkend behaupten können, es wäre besser oder schlechter gewesen. Und wieso wird die Frage nicht umgekehrt auch gestellt? Meine Mutter ist mit 4 weiteren Geschwistern aufgewachsen und im Alter haben sich alle miteinander verkracht. Sie ist komplett enttäuscht und desillusioniert was den Begriff Familie angeht und ist überzeugt davon, dass Geschwister nur Krach und Stress bedeutet. Es gibt immer zwei Seiten der Medaille. Wär interessant, wenn Sie auch diese

    • pixel sagt:

      beleuchten könnten. Was mich aber vielmehr interessiert: Was genau wollen Sie damit eigentlich ausdrücken? Denke ich nun Ihren Gedankenkette zu Ende bedeutet das, dass alle Eltern DEM KIND zuliebe noch ein Geschwisterchen in die Welt setzen.

      • E.H.Roth. sagt:

        mit der Geschwisterlichen-Nächstenliebe ist es spätestens dann vorbei, wenn es ums Erben geht.

      • Pixel sagt:

        Jo, das wird sie Ihnen so bestätigen können!

      • Anh Toan sagt:

        @Pixel Zu meiner Eingangsfrage.

        Ich habe noch nie von einem Einzelkind gehört, dass gesagt hat: „Ich wollte nie Geschwister haben“, es war toll ohne Bruder und/oder Schwester aufzuwachsen. Hier habe ich allenfalls von Einzelkindern gelesen, die gesagt haben, Sie hätten keine Probleme gehabt.

        Dass gestritten wird in Familien ist normal, gerade beim streiten lernt man soziale Kompetenz, man lernt, viel häufiger als nicht, Frieden zu schliessen.

        Ich würde nie fragen, willst Du ein Kind, sondern, willst Du Kinder. Käme ich zu einem Einzelkind, würde ich ihm und mir sagen: U can’t always get w

      • Anh Toan sagt:

        E.H. Roth: Es ist zwar ein altes Bonmot, dass es mit der Geschwisterliebe vorbei sei. Andrerseits werden die allermeisten Erbschaften geteilt ohne Gerichtsprozesse, wenn auch nicht immer ohne Streitigkeiten doch so, dass man auch nachher zumindest noch miteinander redet.

        Gegenüber einer durchschnittlichen Scheidung ist eine Erbteilung Kindergeburtstag.

  • A Richard sagt:

    Nach 60 Jahren ist man froh ein verwöhntes Einzelkind (ohne eingetrichterte Sozialkompetenz) zu sein. Nie ist und fühlt man sich alleine auch nicht mit (Horoskop Doppelzwilling). Gelernt ist gelernt – immer hat man etwas zu tun – lesen – Briefe schreiben – über die Pension zu arbeiten – Unordnung aufräumen – mit Nachbarn streiten – in der Kirche beten. Und am Ende des Einzelkindlebens gibts für alle einen – hoffentlich lukrativen Thriller.

    • E.H.Roth. sagt:

      nun Herr A.R. Sie hätten Ihr Sternzeichen „Zwilling“ gar nicht erwähnen müssen. Ich bin mir sicher Sie haben sich ihr Dasein auch redlich verdient mit Arbeit, Leistung und Unverständnis gegenüber all den Mitmenschen … die in Ihren Augen dem lieben Herrgott den Tag stehlen um es einmal in Worten aus vergangenen Tagen zu formulieren.

  • Widerspenstige sagt:

    Einzelkinder hin oder her: in nächster Zukunft wird sich diese Frage wohl so nicht mehr stellen, denn die Überalterung wird dieser Fragestellung die Luft nehmen. Wer jetzt nicht in die Zukunft investieren will und sich aber ständig mokkiert über zuviele Ausländer in CH und deren Kindersegen, derjenige sollte schön still bleiben. Der Generationenvertrag wird torpediert durch Einzelkindfamilien, ob es uns passt oder nicht. Für wen oder was soll die Spitzenmedizin gut sein, welche speziell lebensverlängernde Massnahmen ständig erforscht? Wer nimmt sich der Pflege der Eltern noch an?

    • Muttis Liebling sagt:

      Nur das ist es. Wenn es Mitteleuropa mitteleuropäisch besiedelt in 200 Jahren überhaupt noch gibt, was ich aber für unwahrscheinlich halte, werden die Städte ein Gemenge aus Spitälern, Altenheimen und Friedhöfen sein.
      Die Zahl der Pensionäre wird sich dank 0- und 1- Kinderern in den nächsten 50 Jahren verdoppeln. Das hält kein Sozialsystem aus, ist aber rein demografisch nicht mehr zu stoppen, auch wenn plötzlich alle umdenken würden.
      Aber zum Glück werden ganz andere Kräfte dem Gedusel vom selbsterfüllten und -bezogenem Leben ungewollt ein abruptes Ende setzen.

      • E.H.Roth. sagt:

        das haben mal wieder richtig erkannt ML nur interessiert hier niemand die Zukunft es wird nur so getan als ob. Unsere mitteleuropäische Nachkriegsgeneration ist eine looser Generation und hat es eigentlich nicht anders Verdient als das unser ganzes System den Bach runter geht. Ich freue mich schon drauf nur schon um die blöden Gesichter zu sehen und all die einfältigen Ausreden. 1930 hatte George Grosz das Buch Die Gezeichneten verfasst in dem er das Leben Mitteleuropas ab 1913 schön skizzierte. Die Ausgabe könnte auch von 2012 sein. Kennen Sie Kubin M.L?

      • Theo sagt:

        Interessante Gedanken.

        @Liebling: Was meinen sie genau mit „ganz anderen Kräften“?

        @Roth: Inwiefern erkennen sie unsere Zeit wieder, wenn sie (den unvergleichlichen!) Grosz betrachten? Ich meine, eine ähnliche Analogie hat ein Kritiker kürzlich zu „Downton Abbey“ gezogen, einer britischen TV-Serie, die in einem Adligenschloss auf dem Lande spielt, während des 1. Weltkriegs und danach. Ich sehe nicht, dass jene Epoche viel mit unserer Zeit zu tun hat. Wir stecken ja gerade in der (Post-)Moderne fest, weil wir k e i n e n grossen Krieg, keine Revolutionen hatten und es uns besser geht als je.

      • Theo sagt:

        Womit ich nicht unbedingt sagen möchte, wir bräuchten Krieg, aber irgendein Unbehagen gegen die durchorganisierte, vollkaskoversicherte Gesellschaft in ihrem geschichtslosen Beliebigkeits-Gagaismus stellen wir doch fest. Oder eben nicht, und das ist das Beunruhigende. Ich meine wenn Jeff Koons als Kunst gilt, heisst das, die Kunst und die Künstler – wie z.B. Grosz – sind ausgestorben. Und ein Land ohne Künstler (und dadurch auch ohne Traditionen, Werte und gemeinsame Erinnerung) ist ein Land ohne Kultur.

        Wo es dank Aufklärung keine Tabus mehr gibt, können auch keine mehr gebrochen werden.

  • Matthias sagt:

    Hallo?! Das ist eine rein finanzielle Frage. Ein Kind=teuer. Zwei Kinder=weniger teuer. So einfach ist die Gleichung in der Schweiz. Leider. Ich habe auch „nur“ eine Tochter. Trotzdem wird sie nicht blöd werden, hoffentlich. Ich mache alles, um dies zu verhindern. Ganz bestimmt sagen kann ich es trotzdem nicht, genauso wenig, wie die, mit zwei Kindern,-) Zum Glück!!! (Artikel, na ja. Das Thema wär spannend, aber wohl eher philosophisch…)

  • A Richard sagt:

    Als „Einzelkind“ hätte man gerne ein Geschwisterchen. Wird man dann älter hat man sich an die Umstände gewöhnt. Mit 14 -16 möchte man nicht immer von besorgten Eltern kontrolliert wissen – telefonieren wo man ist. Damals gabs (glücklicherweise) noch keine Handys – Standortfeststellung. Nach 18 Jahren telefoniert man selbstverständlich seinen Eltern und sagt bis ins hohe Alter wo man sich befindet und was man gerade tut. Sind die Eltern dann nicht mehr vermisst man sie – auch das telefonieren.

  • Katharina sagt:

    Auch Ferengi haben soziale Kompetenz. Heute scheinen sich hier viele Ferengi zu tummeln. ob es an der lausigen Übertragung der Schlusszeremonie aus London liegt?

  • Auguste sagt:

    hmm…, das schlimmste, was einem einzelkind hierzulande passieren kann, ist, dass es wahrscheinlich etwas behüteter aufwächst, was aber bereits das im begriff beinhaltete raritätsmerkmal „einzel“ andeutet. was sich aus dieser latenten überbehütung im einzelkindfall entwickelt, kann man aber erst rückblickend einigermassen beurteilen. allerdings sind im normalfall die gesamten umwelteinflüsse, die auf ein kind einwirken, prägender für seine gesamte entwicklung als nur gerade der faktor „einzelkind“. et kütt wie et kütt würde man in köln dazu sagen.

  • Hans Musterman sagt:

    Einzelkind = grosser Egoist. Viele Kinder = Viele grosse Egoisten. Mehr oder weniger. Egoisten sind wir nun mal alle. Und niemand teilt wenn er nicht muss. Die meisten der „Sozial“ Eingestellten sind ja doch nur da sozial wo sie profitieren können. Von daher je weniger Kinder desto besser.. Keine überforderten Mütter, kein Kariereknick. Keine Lehrer mit Burnout und die sozialen Einrichtungen wie Schule etc. sind auch entlastet. Ganz zu schweigen von der Umwelt. Ist schliesslich eine Konsumgesellschaft und keine Wohlfühloase.. Heist ja auch Kapitalismus. In diesem Sinne, Geiz ist immer geiler.

  • Urs Leibacher sagt:

    Die Frage ist falsch gestellt. Das Ergebnis hängt nicht von Einzel- oder Mehrkind-Familie ab, sondern was die Eltern sind. Tubel erziehen ihre Kinder zu Tubeln. Oder vielleicht erziehen sie die Kinder auch gar nicht. Was wieder Tubel ergibt.

  • Anh Toan sagt:

    Wer kann eine ganze Mutter alleine für sich, im worst case noch zwei Grossmütter und einen Vater die sie unterstützen dazu, von der Geburt bis zum Tod dieser Mutter ertragen? Mit soviel Liebe und Erwartungen kann ein Kind gar nicht umgehen. Einzelkind ist keine „artgerechte Haltung“.

    Da fragt ich mich doch glatt, ob man da nicht besser als Waise in Heim, umgeben von vielen anderen Kindern, aufwächst. In der Familie immer nur unter Erwachsenen, im Urlaub nur unter Erwachsenen, an Weihnachten nur Erwachsene, eigentlich immer nur Erwachsene, bis Kindergarten und Schule.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Noch eine abstrusere Theorie auf Lager Antoin? Du beleidigst damit nicht nur die Einzelkinder, sondern auch ihre Eltern. Ein Kind braucht Liebe, Geborgenheit, Zuwendung, Punkt. Kein Schema X, wie alles abzulaufen hat!

      • pixel sagt:

        Pippi, in der Tat, es ist gewissermassen eine Beleidigung. Auf der anderen Seite ist es bereits wieder so abstrus, dass es mich persönlich schon fast wieder belustigt. Besonders dieser hier gefällt mir ganz gut:
        „Da fragt ich mich doch glatt, ob man da nicht besser als Waise in Heim, umgeben von vielen anderen Kindern, aufwächst.“

      • Anh Toan sagt:

        @Pippi: Ich denke, man kann auch ein zuviel an Liebe, Geborgenheit und Fürsorge erhalten.

        Ein Kind braucht andere Kinder, wer glaubt, Erwachsene können Kindern alles geben (und nicht zuviel davon), hat vergessen, wie er als Kind dachte: Erwachsene sind doof, langweilig, verstehen gar nichts, man muss sie ertragen, weil sie da sind.

        Als Kind wäre mir ein Leben nur unter Erwachsenen ein Graus, das ist keine abstrakte Theorie.

    • alien sagt:

      Hm. Bist Du also dafür, dass Kinder, wenn sie nicht innert max n Jahren (n = 4 oder so) ein Geschwisterchen bekommen den Eltern weggenommen und ins Heim gegeben werden?

      • Anh Toan sagt:

        Nein alien: Es ging mir lediglich darum, den Punkt des zuviel an Liebe, Geborgenheit und Fürsorge etwas provokant und darum aus der Optik eines vielleicht zehnjährigen Jungen, ins Gespräch zu bringen.

        Einem Kind geht doch, spätestens ab dem dritten Lebensjahr, die Eltern meistens auf den Sack. Allenfalls wenn die Eltern mal länger weg sind, werden diese vermisst. Kinder freuen sich, wenn sie ohne Aufsicht Erwachsener sind, nur dann können sie wirklich spielen, das ist schwieriger für Einzelkinder.

        Im Leben gibts keine Perfektion, lieber Einzelkind als 10 Kinder und kein Geld für Schule.

    • Anh Toan sagt:

      zu Heim: Häufig wurde in der Schweiz mit Internat gedroht. Ich habe viele Freunde, die in Internaten geschult wurden, und die Zeit noch heute sehr schätzen. (Waise ist nicht Vergleichbar mit Einzelkind, das ist falsch)

      Ich kann mir vorstellen, dass der Gedanke durchaus durch den Kopf eines zehnjährigen Einzelkindes geht, dass es vielleicht im Internat lustiger wäre als zu Hause nur unter Erwachsenen.

      Ich bin mit Geschwistern aufgewachsen, und wünsche mir im Idealfall das gleiche für meine Kinder. Es ist gut, Geschwister zu haben, mehr will ich nicht sagen. Darum: „frage ich mich doch glatt“

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    Meine beiden ältesten Geschwister waren mehr als 10 J. älter als ich. Das fand ich immer toll, grossartig, ich bedauerte alle, die das nicht hatten. Meine grosse Schwester lernte mich skifahren, mein Bruder schwimmen, sie schenkte mir Bücher und Schallplatten, er mir einen Skianzug und den ersten BH, als meine Mutter fand, ich brauche sowas noch lange nicht. Ich durfte mit ihnen in die Ferien, wo ich sie ganz für mich hatte – eine unvergessliche Zeit! Meine Schwester starb jung, sie fehlt mir immer noch…..

  • falscher ansatz ! die problematik sind nicht die einzelkinder an sich, sondern die vereinnahmenden einzelmütter, welche mit ihrer aufdringlichen nähe und überliebe die gesunde entwicklung zum einzelmenschen aktiv verstehen zu verhindern…( geschrieben als alleinerziehender vater… )

    • Richtiger Ansatz! Es gibt da nämlich wirklich ein paar Mütter, nein Eltern, die einem Einzelkind viel Freiheit, Autonomität und eigene soziale Kontakte ermöglichen. Und es gibt viele nicht Einzelkinder die schampare Tubels sind.

    • Richtig ! sagt:

      Es liegt nicht am Einzelking an sich, sondern an der Art, wie die Eltern ihre Kinder aufwachsen lassen (habe bewusst nicht „Erziehen“ geschrieben).
      Einzelkinder mit vielen Kontakten haben die besseren Chancen sich „Sozial“ gut zu entwickeln, als mehrere Kinder, die von ihren Eltern verhätschelt und von der Umwelt abgeschnitten werden.

  • Peter sagt:

    ich finde, Kinder können nur mit mindestens 10 Geschwistern sozial aufwachsen !

  • Hermann Burger sagt:

    Oft beaobachte ich lieblosen, gleichgültigen bis erniedrigenden Umgang von Eltern mit ihren Kindern. Da frage ich mich dann jeweils, warum sie nicht selten trotzdem mehr als ein Kind haben. Dann höre ich als Argument oft, weil sie sich miteinander beschäftigen und nicht soviel elterliche Aufmerksamkeit benötigen würden. Vielleicht sollten Eltern, die nicht bereit sind, für ihre Kinder auch mal bei den eigenen Interessen zurückzustecken, einfach keine haben. Kinder sind leider zum Lifestyle-Accessoire verkommen, das gedankenlos angeschafft wird wie ein hippes Schosshündchen … Traurig.

  • plop sagt:

    Ich kann Frau T ein stückweit verstehen, dass sie sich da Gedanken drüber machen und einen Artikel dazu schreiben musste, denn die Frage nach weiteren Kindern fand ich auch immer ein bitz nervig – aber zum diskutieren gibt dieses Thema genau nix her! Jedem seins…
    Ich wollte immer 4 Kinder, weil die dann (so stell ichs mir vor) eine autonome „Masse“ wären und von uns Eltern „unabhängig“. Ich werde aber sicher nicht 4 Kinder haben… Ich hab mir schon ein zweites ziemlich gut überlegen müssen, aus ganz „egoistischen“ Gründen…

    • xyxyxy sagt:

      so ist es plop – aber man muss sich doch nicht nerven, wenn andere nach einem Zweiten fragen. Das ist eine ganz normale Frage.
      Schauen sie wir haben 2 Kinder – ganz nah beieinander und ich finds super. Für mich ist es das Beste, ich könnt es mir anders nicht vorstellen. Also sag ich das vielleicht auch mal in einem Gespräch.
      Und dass es Leute gibt, die immer meinen dass ihr Lebensstil der einzig Richtige ist…. die wird es immer geben. Selber Schuld, wenn wir mit solchen enger befreundet sind. Dann ist nicht das Thema ein Problem, sondern unser Bekanntenkreis.

    • Pixel sagt:

      Plop, das kann ich sehr gut teilen! In meiner Vorstellung fände ich es auch total klasse, 3 oder 4 Kids zu haben. Es ist bestimmt eine große Bereicherung in gewisser Hinsicht und für Leute die das so uneingeschränkt leben können. Aber wie Sie sagen, man überlegt sich das aus verschiedenen Gründen. Und so manch Einer mag das als egoistisch abstempeln. Ich für meinen Teil habe erkannt wie ich funktioniere und was ich selbst benötige um glücklich zu sein und somit auch meine mir Liebsten glücklich machen zu können. Aber man soll ja niemals nie sagen…

      • Anonym sagt:

        typisch schweizerisch – jeder will jeder/jedem sagen, was er zu tun hat. Lasst doch bitte alle für sich selbst entscheiden, was für sie stimmt oder eben nicht. Habe selbst ein einziges Kind, das jedoch das sozialste Wesen ist, das ich kenne…

      • Anh Toan sagt:

        @Anonym: Wie komme ich auf den Gedanken, Ihr Kind ist auch das schönste Wesen, das Sie kennen?

      • E.H.Roth. sagt:

        Anonym, ihre Aussage ist peinlich. Sie sagen also ihr Kind steht über allen anderen Kinder so so. Mit anderen Worten sie haben das Kind Christi geboren, der Sohn Gottes weilt wieder unter uns. Das wüssten wir jetzt.

      • Anh Toan sagt:

        @E.H. Roth: Sie sind ein bisschen hart. Ich behaupte, jede Mutter glaubt, ihr Kind sei das klügste und schönste und sozialste auf der Welt. Bei Müttern von Kleinkindern hat auch ein Mann, der tief überzeugt ist, das Frauen durchaus vernünftige, häufig vernünftigere Wesen sind, Zweifel an seinen Überzeugungen. Wobei ich auch schon gehört habe, dass weisse Männer in halbdunklen Babys von weissen Frauen gleich ihre eigenen Gesichtszüge erkannten. Zumindest viele Väter sind wohl ähnlich, ihr Kind ist Nummer Eins!

        Geschwister sind auch dazu gut, dies auf mehrere Kinder zu verteilen.

      • E.H.Roth. sagt:

        @Anh, ich habe nichts dagegen wenn man so für sich selber denkt erzählt man aber anderen Leuten Geschichten als hätte man den nächsten Propheten geboren ist es schon etwas eigenartig. Es stimmt solche Eltern und vorwiegend Frauen die ihren Ableger in den Himmel loben hat es schon immer gegeben.

      • Katharina sagt:

        den „Ableger in den Himmel“ haben Sie ins Spiel gebracht, EHR. Dass Altruismus anscheinend zur Staatsreligion erhoben wurde, ist ja nur ein Meme, auf das anonym anspielt.

      • E.H.Roth. sagt:

        Stimmt habe ich. Es gehört zu unserer Natur ein Kind gerade wenn es klein ist zu, behüten und es mit Zuneigung zu umsorgen. Und ja, stolz darf man auch sein. Ich habe es jedoch immer als eigenartig Empfunden wenn ich andere Eltern hörte wie sie von ihrem Kind oder Kinder in den höchsten Tönen sprachen als wären alle andern unterbelichtet. Solche Eltern vergessen dass die Welt mit Kindern zum Dorf wird. Da bleibt nichts verborgen.

      • Anh Toan sagt:

        Sagt der Amselvater zur Amselmutter beim Füttern des dreimal so grossen Kuckuckbabys: „Wir haben das schönste, kräftigste, schlauste und schönste Amselkind, dass die Welt je gesehen hat.“

  • Koradi Barbara sagt:

    Unsere Tochter sagt heute noch, dass sie es genossen habe, stets andere Gspänli mit nach Hause zu bringen. Sie habe bei vielen gesehen, wie sich die Geschwister ewig zofften und Brüder den lieben Schwestern Dinge kaputt machten. Klar stritt sie sich auch mit den Freundinnen. Sie wird nun 28, ist eine junge, offene Frau, hat viele Freundinnen und ist überall ein gern gesehener Gast. Kein Anzeichen von Anpassungsproblemen, Einzelgänger oder sonstigen Fehlverhalten. Lasst doch einfach den gesunden Menschenverstand walten. Lieber nur 1 Kind und dies super versorgen, als viele + überfordert zu sein

    • Susi Meier sagt:

      Ich bin auch Einzelkind. Zum einen nervt mich die Reaktion der Leute, wenn sie das herausfinden (aber du bist doch so normal!) zum anderen nerven mich irgendwelche Bemerkungen über verwöhnte Einzelkinder ausegerechnet von Leuten , die selbst 1-3 Geschwister haben und offensichtlich denken, sie seien der Mittelpunkt der Welt und alles drehe sich nur um sie.

      • Susi Meier sagt:

        Ich denke, es liegt nicht an der Anzahl der Geschister, sondern einzig an der Erziehung. Meine Eltern haben mit beigebracht, dass sich nicht alles nur um mich dreht und ich nicht alles haben kann. Ich habe mich auch nie einsam gefühlt, ich hatte genügend Gspänli in der Spielgruppe, auf dem Spielplatz und im Quartier.. Und wenn ich doch mal alleine war, habe ich gelernt, mich mit mir selbst zu beschäftigen. Eine Eigenschaft, die auch als Erwachsener noch von unschätzbarem Wert ist.

    • Maria sagt:

      Danke, das sehe ich genauso und habe ich genauso erfahren. Ich bin Einzelkind, hatte ständig Kinder um mich rum, weil meine Eltern das förderten und hatte nie Mühe zu teilen, im gegensatz zu vielen Geschwisterkindern. Unsere Tochter ist ebenfalls ein glückliches, kontaktfreudiges, bald 19 jähriges Einzelkind, das nie Geschwister vermisst hat. Es kann so oder so gut sein, es gibt einsame Geschwisterkinder (kenne ein „Sandwichkind“, das seine beiden Geschwister gern abgeben würde, weil die Eltern die anderen beiden ganz klar vorziehen) und soziale Einzelkinder sowie umgekehrt.

  • Sportpapi sagt:

    Interessant ist da, wie plötzlich Kindertagesstätten und Krippen als valabler Ersatz für Geschwister angeschaut werden. Was würden wir nur tun, gäbe es diese Institutionen nicht?

    • plop sagt:

      Paps, ich denke, für Kinder, wo die Eltern vielleicht nicht so Kontakt zu anderen Familien pflegen, ist die KITA von sehr grossem Wert… Ich hab mal irgendwo gelesen, dass Kinder ab ca 2 Jahren täglich mindestens 2h mit anderen Kindern sein sollten, für ein „Kindsgerechtes“ Kinderleben und gute Entwicklung… Ich find, das hat schon was…

      • Sportpapi sagt:

        Ja, das hat schon was. Deshalb sind Geschwister hilfreich, ebenso wie ganz viele Freiräume und Freizeit, um andere Kinder ungezwungen und frei auf dem Spielplatz oder in der Siedlung zu treffen. Kann von mir aus auch in der Krippe sein, muss aber nicht.

    • drmama sagt:

      Kinderkrippen werden hier nicht „plötzlich“ als Ersatz für Geschwister propagiert, sondern in Bezug auf die monierte bessere Sozialkompetenz von Kindern mit Geschwistern gegenüber Einzelkindern. Tatsache ist, dass im Forum die Einstellungen einmal mehr konservativ-familienideologisch-verklärend (im Sinne davon, dass mehrere Kinder allgemein „besser“ sein sollen) scheinen statt pragmatisch oder lebensnah (für die einen ist dies besser, für die anderen das, Kinder, die zu Tubeln werden, gibts in aus allen Familienkonstellationen) oder meinetwegen wissenschaftlich argumentierend.

      • Doris Kretz sagt:

        Danke, drmama, endlich mal eine rationale Sichtweise, ohne all diese subjektiven emotionalen Feedbacks! Ich bin überigens auch ein Einzelkind und habe in keiner Weise das Gefühl, etwas verpasst zu haben oder Schwierigkeiten im sozialen Umfeld erlebt zu haben. Liebe Eltern: Es liegt an Euch, wie Ihr Eure Kinder erzieht und welche Möglichkeiten der sozialen Kontakte Ihr Euren Kindern gebt. Ein Geschwisterchen kann Euch diese Verantwortung nicht abnehmen…

      • E.H.Roth sagt:

        Aha, Tatsachen gibt es also. Die Streetparade oder Pillen-Parade zeigte sehr deutlich wie die Tatsachen stehen.

    • Pixel sagt:

      Sp: es ist beileibe kein Ersatz und soll auch nicht so verstanden werden. Es geht lediglich darum, dass bei Einzelkindern als Manko der fehlende soziale Kontakt vorgeschoben wird um das Modell an sich kritisieren zu können. Geschwister zu haben hat (noch) viele andere Werte die ich persönlich als Plus betrachte.

    • Tina sagt:

      Ich habe mal eine BBC Reportage gesehen, bei der Kinder bis ins Erwachsenen Alter begleitet wurden (so alle paar Jahre ein Besuch mit Fragenkatalog und Interview). Mitgemacht haben Kinder, die immer, teilweise oder garnie Privatunterricht hatten. Sie haben festgestellt, dass Kinder mit Privatunterricht, die sehr selten mit anderen Kindern zu tun hatten, wenig(er) ausgeprägte Sozialkompetenzen hatten, als Kinder, die oft mit anderen Kindern zu tun hatten. Eine KiTa kan daher sehr wohl die Sozialkompetenzen eines Kindes entwicklen, besser, als es immer zu Hause zu behalten, auch mit Geschwistern

      • E.H.Roth. sagt:

        das ist ja wohl klar, je isolierter ein Mensch ist je weniger Sozialkompetenzen ist zu erwarten. Wir sehen das schon wenn es um die Diskussionen über Home Office geht.

    • sama sagt:

      Ich denke genau hier liegt der Kern der alten Vorurteile gegenüber Einzelkinder: In Zeiten, in denen Kinder immer Zuhause waren, war es um die Sozialkompetenz einen einzelnen Kindes schlecht bestellt. Seitdem die meisten Kinder in die Krippe gehen hat sich der Nutzen von Geschwistern für die Sozialkommpetenz relativiert – sie sind schlichtweg überflüssig. In den heute seltenen Fällen, in denen ein Einzelkind bis zum Kindergarten ausschliesslich zuhause betreut wird ist mangelnde Sozialkompetenz durchaus noch feststellbar – und nicht immer kann dies aufgeholt werden.

  • Cybot sagt:

    Interessanter als nur Vorurteile aufzuwärmen wäre ein Artikel, der die wissenschaftlichen Erkenntnisse zu diesem Thema zusammenfasst. Es gibt doch bestimmt Untersuchungen zu dem Thema, also was soll ich mit einem Artikel, der nur aus „vielleicht“ und „möglicherweise“ besteht? Auch die Kommentare sind nur Einzelbeispiele und helfen kein bisschen weiter. Das hier ist nur Klatsch, liefert lieber mal Daten.

      • Susi Meier sagt:

        Ich habe mal gelesen, dass das Klische über Einzelkinder daher kommt, dass früher, als es noch üblich war bis zu 10 Kinder zu haben, bei Familien mit nur einem Kind meist etwas Schlimmes passiert ist, wie zum Beispiel der Tod eines Elternteils und dass dann diese Kinder darum traumiatisiert und etwas „komisch“ waren und nicht, weil sie Einzelkinder waren.

    • Fabian sagt:

      Tja, das Leben ist halt mehr, als bloss „gesicherte Statistik“ oder irgendwelches Zahlenmaterial. Das Leben besteht nun mal aus Milliarden von Einzelbeispielen, die alle mehr oder weniger vom statistischen Durchschnitt abweicht. Es nützt dem einzelnen Individuum wenig, wenn statistisch gesehen 20% der Einzelkinder „Tubel“ sind und 80% nicht, das Individuum aber dann doch zu den 20% gehört….Umgekehrt gilt natürlich dasselbe. By the way: Bin ein Einzelkind, durchaus lebens- und überlebensfähig, mit akademischer Ausbildung und ohne straffällig geworden zu sein (bis anhin).. 🙂

  • Stef sagt:

    Ich denke, dass Einzelkinder, welche ab dem Lebensalter von 6 Monaten ein Krippe besuchen durften genügend soziale Kontakte aufweisen, um nicht zu einem egozentrischen Menschen heranzuwachsen. Ein Einzelkind mit 100% Eltern- oder Grosselternbetreuung oder Nanny würde ich auch nicht als besten Weg für die Sozialisierung erachten.

    • E.H.Roth sagt:

      hm, dann kann das Einzelkind später unter Sozialkompetenz schreiben: war von 6Mt. bis und mit dem 4 Lebensjahr in der Krippe und dies befähigt mich heute als Erwachsene eine Führungsaufgabe zu übernehmen da ich das menschliche Verhalten quasi von der Pike auf studiert habe.

      • Sportpapi sagt:

        Sie meinen, wie früher mit dem Militärdienst?

      • Pa sagt:

        Gute Idee Sport-Pa

        Anstelle des Militärdienstes einen Sozialdienst; dort wo es Probleme gibt, leisten diese Ihren Dienst an der Gesellschaft.

        Mir kommen da spontan in den Sinn:
        – Pendlerlenkungs-Polizist auf den S-Bahnen
        – Spielplatz-Aufklärer in urbanen Gefilden
        – Kinderwagen-Motfahrer für alleinreisende Eltern
        – Arbeitsplatz-Aushilfe während Schwangerschaftsurlaub der Eltern
        – und weitere vom MB aufgegriffenen Themen
        – Spielgefährte bei Reduiteltern

        u.s.w.

  • Tina sagt:

    Mein Mann ist der beste Beweis, dass Einzelkinder nicht automatisch asozial werden. Er (jetzt 32) ist seit er 14 Jahre alt ist Trainer, war in dieser Fuktion seit eh und je Ansprechperson Nr. 1 bei den Jugendlichen, welche oft mit Problemen zuerst zu ihm gehen, bevor sie, wenn überhaupt, zu ihren Eltern gehen. Ich habe selten einen so diplomatischen Mann kennengelernt, der auch bei grösstem Ärger die Ruhe bewahrt. Und auch in seinem kleinen Sportgeschäft ist der der Kummerkasten des Dorfes. Wirklich: asoziale Kinder haben nichts mit Einzelkinder zu tun sondern mit schlechter Erziehung.

  • marak sagt:

    Im Uni Magazin wurde das vor einiger Zeit mal ausführlich beschrieben. Wie es dazu kam einem Einzelkind mangelnde Sozialkompetenz zuzuschreiben. Ausgelöst wurde das vor gut 100 Jahren. Bis vor 50 Jahren wurden Methoden angewandt die die Forschung heute verwirft. Kurz: Keine seriöse Studie kann Mängel wirklich belegen. Dort wo es Hinweise gibt, fehlen Nachfolgestudien welche die Kinder später noch einmal untersuchen. Macht mal einen Test. Besucht zwei Stunden eure Kinder im Chindsgi und versucht danach zu bestimmen, wer Einzelkind ist und wer nicht. Scheitern garantiert. Nächstes Thema bitte.

  • drmama sagt:

    Ich habe von meiner älteren Schwester jahrelang auf den Grind bekommen, ohne dass die Eltern wirksam eingriffen. Weiss nicht, was ich da lernte, vielleicht hilft mir jemand aus der „Geschwister=hohe Sozialkompetenz“-Fraktion? Mein Sohn (4) dagegen war bisher Einzelkind, geht 3 Tage in die Krippe und ist zu kleineren Kindern durch die fehlende Konkurrenz zuhause oft VIEL fürsorglicher, „gnädiger“ und hilfsbereiter als deren grosse Geschwister! Gegen Grosse kann er sich durch die Krippenerfahrung mittlerweilen auch gut wehren und in den Ferien wars ihm bisher auch noch nie langweilig …

  • Patrizia sagt:

    Ich bin ein Einzelkind (60 Jahre), meineTochter (30) ebenfalls. Wir lieben soziela Kontakte, sind kommunikativ, keine Egoisten und schon gar nicht dumm. Wo ist denn da das Problem ? Wir sind selbständige, aufgeschlossene Frauen und haben keine Probleme

    • Hans Musterman sagt:

      soziale Kontakte, kommunikativ? Tönt nach kompensation 🙂
      Frei nach sigmund oder einem anderen Fachidioten mit doktortitel (und vermutlich Einzelkind)

    • Muttis Liebling sagt:

      Ich bin das erste von 7 Kindern und habe an meinen Geschwistern schnell gelernt, dass es viel subtilere Unterdrückungsmechanismen gibt, als sich durchzuprügeln, was ich natürlich auch kann.
      Einen IQ von 140 misst man an mir nur, wenn ich am Vorabend gesoffen habe, sonst bin ich da jenseits.
      Und was lehrt das alles. Exakt NICHTS.

  • Auguste sagt:

    hmm…, was denkt wohl so ein spinnenmännchen, wenn die nummer vor dem aufgefressenwerden auch nichts war, über das man nach hause schreiben würde?

    youtube: always look on the bright side of life

  • kim kim sagt:

    Solche Fragen sind so überflüssig. Egal was man macht es ist so wie so falsch: keine Kinder – Egoist, ein Kind – schlecht für’s Kind und Egoist, 2 Kinder – Übermami und schlecht für die Ehe, 3 oder mehr – total bescheuert und alternativ… Ohren zu und durch, wenn man Kinder hat oder eben auch nicht; bei diesem Thema wissen es so wie so immer alle anderen besser. Eine gute Frage für diesen Blog wäre: Wer gibt anderen das Recht sich ständig mit „guten“ Tipps und Urteilen einzumischen?

    • ModernGypsy sagt:

      Genau so ist’s!!! Hauptsache, man kann motzen und der Welt zeigen, dass man alles besser weiss und kann… Vielleicht kommt dies daher, das einem niemand aus seinem näheren Umfeld wirklich zuhört, und man sein ‚Wissen‘ und seine ‚Erfahrungen‘ halt irgendwie und irgendwo loswerden ‚muss‘ ? 😉

      Ich bin ein Einzelkind mit Eltern, die aus geschwisterreichen Familien kommen. Ich wurde null verwöhnt, weder mit übertriebener Aufmerksamkeit noch mit Geld oder Geschenken. Und bin sehr grosszügig mit meiner Aufmerksamkeit, Zeit und mit Geschenken. Wenn andere Leute um mich herum happy, bin ich es auch.

    • Sportpapi sagt:

      Naja, zu diesem Blog: Man soll halt keine Fragen stellen, wenn man die Antworten nicht hören will… 2 Kinder scheint mir in der Schweiz zudem eher Standard, als bereits Übermami…

  • Ina sagt:

    Das kommt davon, wenn man von der Kleinfamilie ausgeht, Mama, Papa, Kind. Für Einzelkinder mit Kita-Kollegen und viel Zusammensein mit Gspänli in der Nachbarschaft sind doch Geschwister nicht zwingend – wir Grossen wählen doch auch gerne unser soziales Umfeld selber und verzichten sogar oft freiwillig auf Familientreffen. Sagt ein Einzelkind mit (äusserst kontaktfreudigem und hilfsbereitem) KITA-Einzelkind.

  • Mike Keller sagt:

    Lässt eine Leistungsgesellschaft und ein Lebensraum mit stetig zunehmender Bevölkerungsdichte, Fairness und Sozialverhalten überhaupt zu? Das Verlangen nach sozialem Verhalten nimmt zwar schon fast paranoide Züge an, doch wenn es im wahrsten Sinne eng wird (Strasse, ÖV’s, Warteschlangen, usw) ist die Nächstenliebe schnell vergessen. Erst recht am Arbeitsplatz, Schule, Uni, usw., da wird das hochgepriesene Sozialverhalten mit Füssen getreten. Ich denke unser heutiges Verständnis von Sozialverhalten reicht gerade noch zum Small Talk im Freundeskreis und mehr nicht, egal ob Einzelkind oder nicht.

  • Max sagt:

    Wir, ein Ehepaar, in dem beide Elternteile einen IQ weit über 140 ausweisen (und beide Geschwister haben), haben nach der Geburt des ersten Kindes schnell erkannt, dass ein zweites Kind für die ganze Familie ein enormes Plus sein würde. Und die Erfahrungen haben uns Recht gegeben: die Sozialkompetenz des Älteren hat sich über quasi über Nacht massiv erhöht (rührend zu sehen, wie er Verantwortung für die kleine Schwester übernommen hat), die soziale Entwicklung des zweiten – im Vergleich zum ersten – geht enorm viel schneller voran. Und unser Leben als Eltern hat sich ebenfalls „normalisiert“.

  • tststs sagt:

    Sehr geehrte Frau Taverna. Ja, jede Frau hat das Selbstbestimmungsrecht, ob und wieviele Kinder sie gebären will. Aber die Frage, ob und wie „Mehrlingskinder“ gegenüber Einzelnkinder besser gestellt sind, sollte mMn aus der Sicht der Kinder diskutiert werden und nicht aus derjenigen (der Eitelkeit) der Mutter…

    • Sportpapi sagt:

      Ja, das ist gut. Was man aus den Erkenntnissen zieht, ist dann aber wieder die Entscheidung der Eltern.

    • Katharina sagt:

      Und weshalb kommen Sie durch den Text auf Eitelkeit der Mutter?

      • Pa sagt:

        Vllt weil eine Zwillingsgeburt das ganze Argumentarium als eitel erscheinen liesse?

        Aber damit Ihnen geholfen wird:
        Meine Schwangerschaft ist gerade mal ein Jahr her, die Geburt noch nicht, und schon soll ich meinem Körper wieder die ganze Plackerei zumuten?
        und ein paar Sätze später:
        Und das, obwohl wir beide praktisch problemlose Schwangerschaften und sehr schnelle und reibungslose Geburten hatten

        Ich frage mich manchmal, ob die modernen und aufgeschlossenen in vitro Eltern diese natürlichen Erfahrungen/Gedankengänge auch erleben?

      • Katharina sagt:

        Pa, ich denke Sie missverstehen mich komplett. so habe ich auf Seite eins hier die ganzen Angriffe und Unterstellungen von lifestyle etc gegen Frau T kritisiert.

        „Ich frage mich manchmal, ob die modernen und aufgeschlossenen in vitro Eltern diese natürlichen Erfahrungen/Gedankengänge auch erleben?“ können wir unter ‚auf Schwanzlängenvergleiche der ‚besseren Gebärmethoden‘ können wir verzichten‘ ablegen.

        und im weiteren auf die ganzen Übungen des Judgmental-ism, die hier in Kommentaren ab-gefeiert werden.

  • sunflyer sagt:

    Kinder lieben Geschwister. Aber wie wirkt sich ein zweites Kind auf die Eltern aus? Beim ersten Kind ist der ganze Fokus auf dem Kind, es dreht sich schon fast alles nur um das Kind. Kommt dann irgendwann ein zweites, relativiert sich vieles. Sieht man manches nicht mehr so eng und kann schon beginnen, loszulassen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es uns als Eltern sehr gut getan hat als ein zweites kam. Aber machen sie sich keine Sorgen: bis das erste ungefähr 1 1/2 war wollte ich also auch noch nichts von einem zweiten wissen!!!!!

    • pixel sagt:

      Sunflyer, gut möglich, dass das, was Sie hier schreiben, auf den Grossteil der Mütter zutrifft, wonach also auch die Schlussfolgerung kommen mag: Einzelkind = Tubel (bezugnehmend auf Fokus auf einem Kind).
      Mein Sohn ist knapp 1 1/2. Glauben Sie mir, mein Fokus richtet sich derzeit auf meinen beruflichen Fortbestand und meine Weiterbildung. Mein Fokus war spätestens nach dem 4. Monat nicht mehr einzig und allein auf unseren Sohn gerichtet. Ferner besucht er zu 100% die Krippe und ist sozialer als so manch anderes Kerlchen in seinem Alter.

      • Sportpapi sagt:

        @Pixel: Wieso scheint es mir eigentlich, dass sie hier immer wieder Ihre eigenen Entscheidungen, Ihren Lebensstil (spreche mal nicht von Lifestyle…) zu rechtfertigen versuchen? Sind Sie selber unsicher, ob Sie auf dem richtigen Weg sind?

      • Pixel sagt:

        Sie haben es richtig formuliert, Sp, es scheint Ihnen so. Warum, weiss ich nicht. Vielleicht wähle ich die falschen Worte, drücke mich unklar aus, zeige mich hin und wieder genervt oder aber vielleicht stosse ich Ihnen in der einen oder anderen Art auf? Persönlich könnte ich ja theoretisch den Umkehrschluss ziehen und ebenso behaupten, dass mir so manchmal erscheint, dass Sie Ihren Lebensentwurf als den Besten betrachten. Wahrscheinlich ist, dass man es für sich selbst so tut, oder?

      • Pixel sagt:

        Der letzte Satz bezog sich nicht auf die Unsicherheit über den eigenen Lebensstil sondern den Glauben dass es ein guter ist. Da war ich nun wirklich unklar.

      • Sportpapi sagt:

        @Pixel: Sie dürfen jeden Schluss ziehen, den Sie wollen. Ich habe Ihnen erklärt, wie ich Sie hier erlebe, und habe rückgefragt. Sie dürfen darauf antworten, müssen aber nicht. Angriffig ist es aber eigentlich nicht gemeint.

      • pixel sagt:

        ok. Ich habe Ihnen geantwortet, dass ich es nicht beantworten kann, wieso es Ihnen so erscheint. Was ich aber ausmachen kann ist, dass ich grundsätzlich nicht unsicher bin, was meinen Lebensweg angeht. Unsicher hingegen ist, ob wir bei einem Kind bleiben wollen oder nicht – das ist im Moment tatsächlich so eine unbeantwortete Frage. Nachdem ich lange geglaubt habe, man „sollte“ zwei Kinder haben, stelle ich zunehmend fest, dass ich das revidieren möchte.

      • Sportpapi sagt:

        Ich glaube auch, man sollte zwei Kinder haben – mindestens. Aber es gibt halt Gründe die vielleicht dagegen sprechen (obwohl die meist auch schon gegen das erste Kind gesprochen hätten). Das muss ja jede/r selber entscheiden.

      • pixel sagt:

        Sp: Für uns oder mich war das gar nicht so, dass es bereits Gründe gegen das erste Kind gegeben hätte, die nun auch gegen ein Zweites sprechen würden. Sehen Sie, beim Thema Kind ist es so, dass man ja im Vorfeld möglicherweise eine Ahnung und/oder auch Vorstellung davon hat, wie es sich anfühlt und was es bedeutet. Aber man WEISS es nicht. Wissen tut man es erst, wenn man eines hat. An dem Grundsatz, eine Familie gegründet zu haben rüttelt es ja nicht. Das ist alles in bester Ordnung. Aber eventuell daran, diese Familie erweitern zu wollen.

  • xyxyxy sagt:

    Unglaublich, die Zeterer hier.
    Leute wollen kein Kind, 1 Kind, 2 Kinder, 3 oder 8 Kinder und immer gibt es solche die darüber Motzen und die, die es anders machen als man selbst in eine bösartige Schublade stecken.
    Zum Glück gehen mir solche Kleingeister am A. vorbei.

    Frau T. wer sagt denn Einzelkinder werden ein Tubel? Bloss weil eine Bekannte mal nachfragt und meint, es wäre doch besser, wenn es nicht alleine aufwächst, muss man doch nicht gleich so überreagieren. Und das Geschwätz der Dauermeckerer muss man eh nicht ernst nehmen. Denen kann man es nie recht machen.

    • Karin sagt:

      Vielen Dank! Als Mutter eines Kindes….die aus verschiedenen Gründen KEIN zweites haben kann…habe ich mir jetzt schon überlegt was ich wohl zu tun habe??? Soll ich mich steinigen??? Das Kind???? Wie man sieht sind ganz viele Menschen…die Geschwister hatten extrem unsensibel…oder soll ich sagen leicht Tubelig???? Nicht jedes Einzelkind ist gewollt…und auch wenn es gewollt ist…Toleranz wie man sieht lernt man auch mit Geschwister nicht!

      • pixel sagt:

        Karin, ob Sie nicht wollen oder nicht können – rechtfertigen muss sich hier niemand. Ich schliesse mich xy an: Das sind wirklich Kleingeister und ewige Motzer.

      • Brigitte sagt:

        Liebe Karin — ich kann Sie beruhigen, als juengstes von 5 Geschwistern, habe ich das ueberhaupt nicht als Vorteil empfunden, Geschwister zu haben. Im Gegenteil, stetiges zu kurz kommen, ob bei Aufmerksamkeit der Eltern oder nur schon bei leckerem Essen oder noch viel schlimmer Ausbildungsmoeglichkeiten — da hatte ich mir wirklich manchmal gewuenscht alleine zu sein. Ja, wir hatten untereinander ein sehr gutes Verhaeltnis, aber das hoch gepriesene Sozialverhalten habe ich ebenso gut im Umgang mit den Nachbarskindern erarbeitet. Einmal mehr gesunder Menschenverstand, gute Balance und Freude.

    • Sportpapi sagt:

      Ist einfach halt widersprüchlich, ein Thema zur Diskussion zu stellen, das eigentlich nicht wirklich eins ist (aber man muss ja jeden Tag etwas bringen), und sich dann wundern, dass sich Leute dazu äussern….

      • Pixel sagt:

        Wenn es kein Thema für eine Diskussion ist, dann gäbe es die vermutlich auch nicht. Die Tatsache jedoch, dass sich de facto sehr viele dazu äußern und noch dazu in einer klischeebelasteten Art, weist darauf hin, dass es offensichtlich doch einiges zu diskutieren gibt. Nämlich ob jene Eltern die sich für ein Einzelkind entscheiden deswegen in die Ecke gestellt werden dürfen.

      • Sportpapi sagt:

        In meiner Wahrnehmung ist es eher so, dass die meisten hier schreiben: Ich bin Einzelkind oder habe eins, und ich (oder mein Kind) bin trotzdem ganz toll 🙂

      • pixel sagt:

        Sp: ja, auch das ist richtig. Die Frage ist bloss, was zuerst da war: Das Huhn oder das Ei? 😉

  • André sagt:

    Ich bin als Einzelkind aufgewachsen. Ich bin heute zwar kein „Tubel“, aber ich musste im Umgang mit anderen einige Dinge einstecken lernen, weil ich mit der Mentalität „die Welt hat sich nach mir zu richten“ auf andere zuging. Ich bin fest überzeugt, dass sich IN MEINEM Fall ein Bruder/eine Schwester positiv auf meine Sozialkompetenz in Primarschule und Kindergarten ausgewirkt hätte. Die Menschen darf man aber nicht in Theoriegebilde zwängen. Es gibt mindestens noch ein halbes Dutzend andere Faktoren, welche aus einem Kind einen „unangenehmeren“ oder einen „angenehmeren“ Zeitgenossen machen…

    • Anh Toan sagt:

      Aus Deinem Post lese ich, dass es durchaus möglich ist, Defizite aufzudecken, denn gerade die Eingeständnis von Schwächen zeigt, dass Du letztendlich viel soziale Intelligenz erworben hast.

      Frau T formuliert im Titel eine zwingende Kausalität, weil Sie auf Widerspruch hofft. Sie weiss, dass es egoistisch ist, nur 1 Kind zu wollen. Sie sollte sagen, es ist mein Recht egoistisch zu sein, ich werde versuchen, den Nachteil für mein Kind auszugleichen (Spielgruppen und -partner finden), es hat andere Vorteile (Skiferien und I-Phone) aus meinem Egoismus. Sie versucht, die Nachteile zu leugnen.

  • Steve sagt:

    Ich bin Einzelkind, habe einen Doktortitel und forsche zur Zeit an der Harvard University in Boston. Kann folglich kaum ein Tubel sein.

    • iris täschler sagt:

      warum nicht?

    • tststs sagt:

      Es gibt auch sowas wie Fachidioten 😉
      Aber ich glaube, die Autorin spricht eher vom „Emotions-Tubel“…

    • Max sagt:

      @ Steve: Intellektuell offenbar nicht – aber wie sieht es sozial aus? Können Sie Ihre Sozialverträglichkeit ebenfalls belegen? Oder gibt es zumindest Dritte (andere als die Eltern), die glaubhaft belegen können, dass mit Ihnen alles OK ist?

    • Anh Toan sagt:

      Von einem „Tubel“ wird im Zusammenhang mit Einzelkind behauptet, er sei dumm im Sinne mangelnder sozialer Intelligenz.

      Wenn Sie dies als Harvard post graduate Forscher nicht verstehen, erwecken Sie Zweifel an Ihrer sozialen Intelligenz, Herr Doktor. Dass sie nach all den Posts dies nicht verstehen, oder Sie die anderen Posts nicht gelesen haben, nährt diese Zweifel.

      Das bedeutet für mich nicht, wie @Max es formuliert, dass etwas mit Ihnen nicht OK ist, ich hab eine Tendenz, bei Ihnen soziale Intelligenz zumindest nicht als Ihre stärkste Seite zu betrachten.

      • alien sagt:

        Wow, und das alles aus zwei Zeilen? Momoll, toll analysiert, DJ. (Abgesehen davon finde ich es auch einigermassen doof, hier darauf hinzuweisen, dass man einen Doktor hat und an der Harvard weiterforscht. Es hat ja einige Doktoren hier und Mastertitel auch.).

      • Anh Toan sagt:

        @alien: Jemand der meint, er könne kein „Tubel“ sein, weil er einen Doktortitel hat, ist ein Tubel, um es deutsch und deutlich zu sagen: „Tubel“ mit Doktortiteln zeichnen sich doch gerade mit diesem Glauben zum „Tubel“

        Goethe Faust: erste sechs Zeilen:

        Habe nun, ach! Philosophie,
        Juristerei und Medizin,
        Und leider auch Theologie
        Durchaus studiert, mit heißem Bemühn.
        Da steh ich nun, ich armer Tor!
        Und bin so klug als wie zuvor;

        (Faust wusste, dass er ein „Tubel“ ist. Trotz Doktortitel)

      • xyxyxy sagt:

        kommen sie Alien – auch wenn er sonst nicht recht hat, hier kann man aus zwei Zeilen schon eine Menge schliessen.
        obwohl Doktor, nicht einmal soviel Intelligenz zu begreifen, dass Sozialkompetenz in Frage gestellt ist und nicht akademisches Wissen. Das ist schon …. etwas dumm.

        Und was Max betrifft: er hat es nur satirisch auf den Punkt gebracht.
        PS – ich glaube dass Sozialkompetenz weniger davon abhängt wieviel Geschwister ein Mensch hat, sondern eher was für Eltern er hat / aber schlechte Argumente, bleiben trotzdem schlecht

      • Katharina sagt:

        …oder das die Umwelt ständig meint Ferengismus sei soziale Kompetenz, xy.

  • lucius mayer sagt:

    Wie wäre es der Urmutter Gaia zuliebe mit der Null-Kind-Familie? Sind wir Menschen als 7+-Mrd.-Pandemie noch nicht zahlreich genug?

    • pixel sagt:

      und diese Frage stellen Sie in der Schweiz? Einem kleinen Erst-Welt-Land, welches massgebend (aber wirklich) zu Ihrer genannten Pandemie beiträgt?

      • lucius mayer sagt:

        Sehr geehrte(r) Pixel, ja sicherlich. Gucken Sie sich bitte den weltweiten «ökologischen Fußabdruck» der BewohnerInnen der Eidgenossenschaft an, die sie zudem nur zu rund 30 % aus eigener Landwirtschaft ernährt. Wann werden die Frauen endlich ihre stärkste politische Waffe zugunsten der Urmutter Gaia entdecken: der Allgemeine Gebärstreik.

      • pixel sagt:

        Ich kann Sie nicht ernst nehmen. Ob Sie das nun positiv oder negativ für sich deuten möchten. sei Ihnen überlassen.

    • Auguste sagt:

      hmm…, gebärstreik für gaia, teddybären für lukaschenko, schleckzüüg für alli, streetparade ohne scherben und schnittwunden – noch was, das auf der weltagenda noch ein bisschen nach oben gerückt werden müsste während meiner kaffeepause? wenn ich es jetzt aber noch einmal kurz bedenke: etwas mehr masse in meinem mandelgipfel und weniger brösmeli würden diesen montagmorgen auch noch weiter aufhellen.

      youtube: keith whitley & earl thomas conley – brotherly love

  • Wie wir aus der aktuellen Forschung wissen sind 75% der Intelligenz genetisch vererbt. Die übrigen 25% werden in von der persönlichen Umgebung geprägt, insbesondere von den Eltern. Darum muss die Frage des Titels umgekehrt werden:

    Haben nur Tubel ein einzelnes Kind?

    • Peter Widmer sagt:

      Tja, im Prizip sind alle hier gegebene Kommentare reversibel, ja irrelevant. Und wie soll man die erwähnten ‚75%‘ gewichten? Wie soll einer, der mit den 75% zu kurz kam die Intelligenz von anderen beurteilen?
      Es gibt ‚Einzelkinder‘, die sozial umganglich und engagiert sind, aber es gibt grössere Familen in denen ebensolche engagierte Kinder auftreten, daneben jedoch abolute Aussreisser (wie zum Beispiel Stöffel und Gerhard).

    • pixel sagt:

      Sorry, JB, Ihrem Umkehrschluss kann ich nicht folgen. Sie dürfen mir das gerne ausführlich erklären – vielleicht bin ich ja ein Einzelkind?

    • Pa sagt:

      Berechtigte Frage Jürg Brechbühl.

      Schade haben Sie die Antwort bereits vorweg genommen. Ich hätte eher Wieviele Pfeile wollen Sie im Köcher haben? favorisiert? Schliesslich sind ja nicht alles Tellenkinder und treffen beim ersten Schuss 😉

    • Katharina sagt:

      Quelle?

      • alien sagt:

        Quellen sind Luxus, den nur Tüpflischiisser fordern (und wissenschaftlich Gebildete wie wir…)

      • Marie-Anne sagt:

        Waren nicht Sie das, der heute jemandem vorgeworfen hat, seinen Doktortitel zu erwähnen?

      • alien sagt:

        Ja, das hat mir nicht so gepasst, in der Tat. Es gibt hier Leute, die manchmal sehr gescheites Zeugs schreiben (und ich bin es nicht), die einen Doktor haben und anscheinend niemand weiss es. Und zwar nicht einen Doktor im „gescheiten Zeug schreiben“, sondern in Mathematik.

  • Anh Toan sagt:

    Frau T, sind Si mit Geschwistern aufgewachsen?

    Wenn ja, wären Sie als Kind lieber Einzelkind gewesen? Wären Sie rückblickend lieber als Einzelkind aufgewachsen?
    Wenn nein, hätten Sie als Kind lieber Geschwister gehabt? Wären Sie rückblickend lieber ein Einzelkind gewesen?

    Keine Geschwister zu haben, ist ein Defizit, es kann kompensiert werden, und nicht jedes Einzelkind wird zum Tubel, und was Hänschen nicht gelernt hat, kann Hans noch lernen, es fällt Hans nur schwerer, dennoch bleibt es ein Defizit. Sie dürfen egoistisch sein, aber dazu stehen dürften Sie auch. Ego te NON absolvo.

    • Sportpapi sagt:

      Das ist nun sehr passend. Finde ich auch so.

    • Katharina sagt:

      „Ego te NON absolvo.“ ein sehr bescheidenes Votum. Muss am Einzelkindstatus liegen.

      • Anh Toan sagt:

        Ich verstehe die zwingende Kausalität im Titel (Jedes Einzelkind wird zum Tubel), da als Frage formuliert, als eine Aufforderung zum Widerspruch, den selbstverständlich ist das absurd. Mit dem Widerspruch solidarisiert man sich mit der Autorin. Der eigentlichen Frage, ob es nicht grundsätzlich besser für Kinder ist, mit Geschwistern aufzuwachsen, und warum sie das für ihr Kind nicht will, weicht sie aus (Bis der Bauch dick ist, kann der Junior alleine laufen, da braucht sie sich nicht mehr zu bücken). Sie sucht Bestätigung oder Vergebung.

        Die gebe ich ihr nicht. Latein ist so schön kurz.

    • alien sagt:

      Bitte, die Syntax des Lateinischen ist schon anders, DJ. Wenn es auf F, I und E anders ist, ist es ziemlich sicher, dass es auf Lat. anders ist (alien kann kein Lat.)

  • Gerhard sagt:

    Die Tatsache, dass viele Menschen ein „Einzelkind“ als Problem betrachten, ist rein evolutionsbiologisch bedingt. Wir sind evolutionsbiologisch darauf programmiert, möglichst viele Nachkommen in die Welt zu setzen, und deshalb sind wir auch darauf programmiert, Einzelkinder als „problematisch“ zu empfinden.

    • Anh Toan sagt:

      Meine Mitbewohner und ich haben Einzelkind als Schimpfwort entdeckt, als die neue Freundin eines Mitbewohners, bevor die Köche am Tisch waren, angefangen hat, den angebackenen Käse am Gratin auf ihren Teller zu schöpfen. Sie hat als über 20 jährige Studentin wie ein Kind von jemandem auf die Finger bekommen. War ihr ziemlich peinlich, das steigerte ihre Lernfähigkeit.

      „Evolutionsbiologisch bedingt“, Ich lach mich tot!

      • sama sagt:

        Das hat nichts mit Einzelkind, sondern mit mangelnder Kinderstube zu tun – und mit sonst nichts und passiert genauso gut in kinderreichen Haushalten, wenn sich der „Ranghöchste“ die besten Stücke sichert.

      • Anh Toan sagt:

        @Bei mir gab es keine Rangordnung unter Geschwistern, der Fähigste übernimmt die Führung, die anderen folgen, oder nicht, wenn sie nicht wollen. Etwa so hat es funktioniert oder nicht. Die Aufgabe des Ältesten ist, an die Instruktionen der Eltern zu errinnern, diese durchsetzen kann er nicht, er ist Bruder oder Schwester, also gleichwertig, er ist auch Kind, nicht Erwachsener. Kleinere Geschwister lernen ganz schnell, wie sie die grösseren Geschwister bei den Eltern für nie begangenes Unrecht anschwärzen. Kleinere Geschwister haben ihre Waffen, die sind fies, weil nicht so kräftig.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Es gibt immer Kinder, die besser teilen können und solche, die es nicht gut können. Wir machten es so, dass der Eine den Kuchen teilen durfte und der andere dafür das erste Stück nehmen durfte, immer abwechslungsweise. Hat bestens funktioniert.

      • Muttis Liebling sagt:

        Heute, Pipi, macht man das besser so, dass einer den Kuchen backt und der andere den isst.

      • alien sagt:

        Meritokratie ist, wenn man den Kuchen selbst isst, den man gebacken hat.

        Klassische „ist, wenn“-Definition. Meinen Geschichtslehrer wird’s nicht freuen.

  • Anh Toan sagt:

    Ein Einzelkind in der zweiten Generation (Vater + Mutter auch Einzelkinder) hat eine Mutter, einen Vater und 4 Grosseltern exklusiv. Es ist permanent von Erwachsenen umgegeben, die es vergöttern. Die Gefahr besteht, dass das Kind aufwächst im Gefühl, Gott zu sein. Kinder lernen viel mehr von anderen Kindern als von Erwachsenen.

    Ich finde Frauen bedenklich, die genau 1 Kind wollen: Sie erwecken die Befürchtung, das Kind für sich zu wollen, nicht um des Kindes willen. Sie verkennen, dass es ihrem Kind gut tut, wenn es nicht immer die gewünschte Aufmerksam und Zuwendung erhält, es teilen muss.

    • ein Einzelkind sagt:

      Meine Güte, ich wusste bis heute nicht, dass ich Gott bin! Ironie bei Seite. Aus eigener Erfahrung kann ich Sie beruhigen: Einzelkinder sind nicht herrischer oder streben mehr danach, über andere zu bestimmen als es Geschwisterkinder tun.Nur: ich wollte als Kind schneller erwachsen werden und war stets darum bemüht, brav zu sein und einen guten Eindruck bei den Erwachsenen inner- und ausserhalb der Familie zu machen. Teilen können war/ist übrigens meines Erachtens kein Problem: für mich war immer genug da, ich konnte ohne Probleme etwas davon abgeben. Wo genau liegt also das Problem, Anh Toan?

      • Anh Toan sagt:

        Ihr Problem als Einzelkind liegt darin, dass Sie nie wissen werden, was ein Bruder oder eine Schwester ist. Diese Erfahrung fehlt Ihnen. Ich weiss, was Sie nicht hatten, Sie wissen nicht, was ich hatte!

      • Anh Toan sagt:

        @Einzelkind: Teilen ist einfach wenn genug da ist, teilen muss man lernen, wenn nicht genug da ist.

      • pixel sagt:

        Anh Toan: Ich kenn so Einige, die nicht teilen können, obschon genug da wäre. Ihrer Logik nach müsste gefühlt die Mehrheit der gesamten Weltbevölkerung aus Einzelkindern bestehen….

    • Mathias sagt:

      Sie vergessen: An ein Kind werden auch Anforderungen gestellt. Wenn da nur eines ist, dann hat dieses die ganze Last elterlicher Wünsche, Hoffnungen und Erwartungen zu schultern. Ein Kind mit Geschwistern kann sich dem familiären Radarschirm öfters entziehen, ist also freier in seiner Entwicklung als ein Einzelkind. Hingegen kenne ich z.B junge Frauen, die grade wegen ihrer Geschwistersituation ein übertriebenes Geltungsbedürfnis entwickelt haben – sie sind egoistisch und narzisstisch veranlagt, und das macht sie beziehungsunfähig. Einzelkind = verwöhnt ist ein längst widerlegtes Vorurteil!

      • pixel sagt:

        Danke Mathias, das haben Sie schön gesagt!

      • Anh Toan sagt:

        @Mathias: Überforderung des Einzelkindes ist gerade in China ein grosses Problem: Ein Einzelkind und dessen Einzelkindfrau müssen für ihr Kind und vier Eltern aufkommen, wenn diese alt sind. Darum stehen Einzelkinder bereits im Vorschulalter unter riesigem Leistungsdruck.

        Muss das Gute von den Eltern mit Geschwistern geteilt werden, kann auch das Schlechte geteilt werden. Geteilte Freude ist mehr Freude, geteiltes Leid ist weniger Leid, diese Erfahrung wird einem Einzelkind negiert.

        Aber noch wichtiger ist die Beziehung zwischen den Geschwistern. Einem Einzelkind fehlt diese Erfahrung.

      • Anh Toan sagt:

        Die Einzelkinder der zweiten Generation haben, wenn es nur Einzelkinder gibt, nicht nur keine Geschwister, Sie haben keine Onkel und Tanten, und damit keine Cousins und Cousinen. Ich hätte mich einsam gefühlt nur mit Eltern und Grosseltern.

      • pixel sagt:

        Anh Toan: „Die Einzelkinder der zweiten Generation haben, wenn es nur Einzelkinder gibt, nicht nur keine Geschwister, Sie haben keine Onkel und Tanten, und damit keine Cousins und Cousinen.“
        Das ist eine logische und richtige Schlussolgerung dann, wenn man davon ausgeht, dass es überhaupt nur noch Einzelkinder gibt auf dieser Welt. Und diese ultimative Voraussetzung wage ich zu bezweifeln.

      • Sportpapi sagt:

        Er hat auf china Bezug genommen.

      • Katharina sagt:

        jaja, aber in China ist doch der ganze Staat Familie, per Dekret der Partei. oder so…..

      • Anh Toan sagt:

        Nee Katharina, im Westen ist der Staat die Familie, er garantiert soziale Sicherheit, was in China (und in Europa bis vor rund 50 Jahren) weitgehend Aufgabe der Familie ist. In Europa verstehen wir nicht mal mehr den Begriff Familie, Vater Mutter und Kind ist allenfalls die kleinste vorstellbare Form von Familie. In China kann es aber durchaus sein, dass Vater und Mutter und Kind in einem Appartement in Shanghai gefragt werden, wo denn die Familie lebe. Normalerweise leben die Kinder bei der Familie auf dem Land, während Vater und Mutter in der Stadt arbeiten.

      • mireille sagt:

        „nur eines (da) ist, hat dieses die ganze Last elterlicher Wünsche, Hoffnungen und Erwartungen zu schultern…ein Kind mit Geschwistern kann sich dem familiären Radarschirm öfters entziehen, ist also freier in seiner Entwicklung als ein Einzelkind.“ Es soll ja Menschen geben, die bewusst genug sind, um nicht alles auf ihr (Einzel)kind abzuladen; bewusst genug, um dem Kind die Freiheit in der Entwicklung zu geben, die es braucht. Nicht alle Eltern von Einzelkindern klammern oder missbrauchen das Kind als Projektionsfläche ungelebter Wünsche – sowas kann auch mit einem Geschwisterkind passieren.

      • Katharina sagt:

        „im Westen ist der Staat die Familie, er garantiert soziale Sicherheit“ hmmm. in Geographie wohl eine null. ‚Der Westen‘ umfasst ein paar Quadratmeilen mehr, nördlich und südlich des Äquators.

        Ach ja: ich denke Absurdistan gehört nicht zum Westen. jedenfalls scheint es nicht opportun zu sein, seine Buchhaltung in Absurdistan machen zu lassen……

      • Anh Toan sagt:

        @Katharina: Von Kalifornien betrachtet ist Westen etwas anders als als von Japan aus betrachtet. Der Westen in streng geographischer Bezeichnung ist überall, ausser an dem einen einzigen Punkt, von dem aus von Westen gesprochen wird.
        *Naher Osten“ ist vielleicht auf „chinesisch“ übersetzt Japan, aber wir schreiben hier ja nicht in einer chinesischen Sprache.

        Ich will Sie nicht weiter verwirren, ich denke die meisten Leser haben verstanden, was ich mit „Westen“ gemeint habe.

        Warum bezeichnen Sie mein Gastland als Absurdistan, wenn ihr Gastland diesem Napalm und Agent Orange brachte?

      • Anh Toan sagt:

        @Katharina: Korrektur: Es ist nicht ein Punkt, es ist der ganze Längengrad auf dem dieser Punkt liegt.

      • Muttis Liebling sagt:

        Vergl. Jean Ziegler: Der Hass auf den Westen. Da werden im ersten Kapitel alle Varianten der Bedeutung des Begriffes durchgespielt. Mit Geographie hat das nichts zu tun.

      • Katharina sagt:

        das hat nichts mit ihrem Gastland zu tun.

  • Die Frage nach dem zweiten Kind? In einem italienischen Spielfilm der 90er jahre (Moretti? Benigni?) wird ein ehepaar gezeigt, das den Sohn (14 oder so) im Ehebett zwischen den Ehegatten schlafen lässt und mit ihm epische Diskussionen führt, wann und ob überhaupt noch ein zweites kind platz haben soll. Die Frage der Kinder war früher existenziell (altersvorsorge, weiterbestand von Familie, Dorf, Nation). In Europa vererben wir ja vorallem noch Schuldscheine, und die werden vielleicht doch am besten von hochgezüchteten Einzelkindern getragen. Jeder ein Vasella! (der war aber KEIN Einzelkind).

  • Widerspenstige sagt:

    Liebet und vermehret euch, ihr lieben Schweizerlein, sonst tun es um so lieber die Ausländer, gäll 🙄

  • Jasmine Kauer sagt:

    Die Situation in der Schweit ist so: 1 Kind gleich finanziell gerade tragbar, 2 Kinder gleich working poor, ab 3 Kinder Armut und Dauergast beim Soz….. Ergo: In der Schweiz hat ein Einzelkind bessere Entwicklungschancen (im Durchschnitt).

    • Sportpapi sagt:

      Also bis jetzt mussten wir noch nie aufs Sozialamt. Und ist auch nicht geplant… Könnte es sein, dass unsere (?) Ansprüche in der Schweiz etwas verschoben, sprich: völlig übertrieben sind?

    • aurea sagt:

      mit 3. kind auf dem sozialamt? geht’s noch? ich bin alleinverdienerin in unserer familie (08/15 job auf dem büro, 90%) und wir kommen auch ohne soz gut zurecht! übrigens haben meine kinder jeweils einen grossen altersunterschied, sind jetzt 19, 13 und 1/2 jährig. trotzdem sind keine egoisten aus ihnen geworden. ich selber bin auch als einzelkind aufgewachsen, aber das ich egoistisch wäre hat bis jetzt noch nie jemand behaupten können, das gegenteil ist eher der fall.

  • Lara sagt:

    Ich denke nicht, dass ein Einzelkind heute in Zeiten von Krippe/Ganztagesschulen etc. stark anders aufwächst als die anderen. Deshalb habe ich die Diskussion um die möglichen Nachteile einer Kleinfamilie immer als überflüssig empfunden.
    Ein Argument für weitere Geschwister hat mir jedoch eingeleuchtet: je älter man wird desto wichtiger sind die Geschwister. Besonders wenn die Eltern ins Pflegealter kommen, ist es für „Kinder“ sehr schön den Familiengedanken weiter teilen zu können.

  • Anna sagt:

    Interessant wiedermal. Es geht darum ob man Eins oder 2 Kinder haben soll.. mehr als 2 Kinder übersteigen die Vorstellungskraft des Durchschnittsschweizers und steht gar nicht zur Diskussion im Artikel. Das nenne ich ‚Beschränktheit‘.

    • Im Schlossmuseum zu Spiez hängt der Stammbaum eines Landvogtes oder Ritters. Der Kerl kam zuverlässig einmal im Jahr auf die Burg und versetzte seine Gattin in andere Umstände. Ich weiss die Zahl nicht mehr, aber es müssen gegen 24 Kinder gewesen sein, die so in der Fruchtbarkeitsphase dieser Frau des 16. Jahrhunderts das Licht der Welt erlbickten. Aber heute sind die Frauen ….

      • pixel sagt:

        Giorgio, hatten Sie keinen Platz mehr um weiter zu schreiben? hängt der allfällig zweite Beitrag (und somit die Fortsetzung) noch in der Schlaufe?

  • E.H.Roth. sagt:

    hm, bin der Meinung, dass nicht zwingend nur wer als Einzelkind aufwächst ein Tubel wird auch wenn wir es ab und an so empfinden. Schlussendlich sind die Eltern schuld, sollte das Einzelkind zum Assi mutieren. Dem Kind permanente Aufmerksamkeit schenken, es zum Zentrum des eigenen Lebens stellen bezahlt sich selten aus. Weniger für die Eltern da diese glauben alles getan zu haben. Für das Kind ist es kein Gefallen. Wir mussten das rundum erleben und auch selber bei der jüngsten da wir viel zu lasch und grosszügig agierten. Diese dumme Ueberführsorge brachte uns lange viel Leid und Sorge.

    • Alain de la France sagt:

      Ich kann nur soviel sagen, ob Einzelkind oder mehrere Kinder – es gibt alle moegl. Konstellationen.
      (Grundsaetzlich mag ein Einzelkind, theoretisch, ein Handicap haben; aber in einer Familie mit 10 Kindern hat sicher eines auch ein Handicap).
      Das heisst, ich finde die Diskussion, wieviel Kinder, in einer freien, offenen Gesellschaft (Popper)- falsch.
      Schlussendlich def. sich die „freie Gesellschaft“ ueber Selbstverantwortung (krit.-rational);
      also nach der prakt. Vernunft…

    • Alain de la France sagt:

      Und bitte, ich mag es nicht – qass immer jemand die (Haupt)schuld tragen muss.
      Es gibt einfach Situationen, da sind alle ueberfordert, (obwohl sie das Beste wollen)
      gefangen in der Situation…
      (Es gibt auch Naturkatastrophen ; oder wie wir es zu sagen pflegten „Schwererziehbare)…

  • Nobody sagt:

    Ich finde das ganze Thema ein wenig künstlich, kann mir nämlich kaum vorstellen, dass man aus der Anzahl Kinder in einer Familie irgendwelche sinnvollen Schlüsse ziehen kann. Es gibt ja auch noch Kinder ausserhalb der eigenen Familie, die meisten wachsen gemeinsam auf mit den Kindern der Nachbarn, der Verwandten… etc. Zu denken, dass eine Familie ein total isolierter Lebensraum ist, wäre doch ein Gedanke, der auf reinem Egoismus, oder vielleicht auch falschem Territorialverhalten begründet ist. Oder nicht?

    • E.H.Roth. sagt:

      das hatten wir auch gedacht bis wir uns eingestehen mussten, dass es unser Fehler war. Wenn man einen Kind alle Hürden aus dem Leben nimmt es behütet und in Watte packt, muss man sich als Eltern später nicht wundern, wenn alles aus dem Ruder läuft.

    • Alain de la France sagt:

      Einverstanden,
      die Anzahl Kinder sagt, meiner Meinung nach, nicht viel aus..
      Weil, frueher, hatte man eine andere Philosophie, als heute, (Kinder waren auch eine Art Sozialversicherung), fuer die Alten.
      Heute, mit besserer staatl. Org. und Aufklaerung sind die Menschen, zum Glueck freier, individuell zu entscheiden,
      was fuer sie, in ihrere spez. Situation, gut ist…
      (Ich wehre mich nur, noch immer, gegen Bevormundung, egal elcher Art)…

  • Roger Biefer sagt:

    Wir haben nur ein Kind (7.5 Jahre) und funktionieren sehr gut innerhalb und ausserhalb der Familie. Ich sehe keine grossen Unterschiede oder Nachteile bis jetzt zu einer Zwei- oder Mehrkinderfamilie. Was wir geniessen ist natürlich die grössere Flexibilität beim etwas Unternehmen. Es ist sicher einfacher mit einem Kind bereit zu sein, herumzureisen, Schulferien, Grossmuttertag etc. Leider ist aber das allerschlimmste immer noch die Vorurteile gegenüber Einzelkinder. Da werden unfundierte Aussagen weitergereicht und Meinungen über abgedroschene Klischees gemacht.

    • pixel sagt:

      perfekt, Roger. Eine Bekannte hat was Schönes gesagt, als wir letzthin mal dieses Thema diskutiert haben. Sie meinte: Egal ob Paar ohne Kinder, Paar mit einem Kind oder Paar mit mehreren Kindern – wichtig ist, dass ebendiese Einheit zufrieden und glücklich ist.

      • Sportpapi sagt:

        Naja. Wir waren gerade ein paar „Einheiten“ miteinander unterwegs. Zwei davon nur mit einem Kind. In beiden Fällen bedauerten zumindest die Mütter sehr, dass sie die Zeit für zumindes ein zweites verpasst hatten (weil sie erst mit 40 das erste bekommen hatten). Sind sie nun restlos glücklich oder einfach zufrieden mit dem, was sie haben? Bequemer übrigens wäre es, bezüglich Flexibilität bei Unternehmungen und im Alltag, gar kein Kind zu haben…

      • Pixel sagt:

        Sp: die Aussage mit der zufriedenen Einheit bezog sich auf einen bewussten Entscheid. Logischerweise. Was Sie mit Ihrem letzten Satz mitteilen möchten ist mir ausserdem unklar. Oder war es lediglich eine Feststellung?

      • Sportpapi sagt:

        Eine Feststellung. Wenn man mit einem Kind flexibler ist als mit zweien, mit zweien als mit dreien, dann fährt man noch besser ohne Kinder. Einfach nur logisch. Meine Aussage dazu: Ich habe keine Kinder, um flexibel zu bleiben.

      • Pixel sagt:

        Ok. Da Sie auf meinen Post geantwortet haben hab ich den Punkt mit der Flexibilität nicht verstanden. Ferner meine ich, bezieht sich Roger hinsichtlich dessen auf die Grundlage „Familie“. Zum Verständnis: ich bezeichne ein Paar ohne Kinder nicht als Familie.

  • Alain de la France sagt:

    Herr Gretener,
    ich stimme nicht immer mit Ihnen ueberein – aber ein dieser Sache sofort.
    Wurde mit 20 Vater (Hippie-happy-end 20/18 – dann zwei eigene Kinder) und…
    man lernt nur durch das Leben – und lernt auch – dass vieles sehr individuell geregelt werden muss,
    damit es gut laeuft; deshalb „no guru – no teacher“; oder sogar Sokrates hatte gesagt:
    „Ich weiss – dass ich nichts weiss“. Prioritaet-1 hat fuer mich immer: Humanitaet (auch durch Erfahren/Aufklaerung)

    • Katharina sagt:

      und das soll Berechtigung sein, dass frau t sich nun hinlegen soll, zwecks Schwängerung mit einem zweiten Kind, weil ein paar Leute dies als ‚Charakter bildend und bessere soziale Erziehung“ betrachten und ihr derzeitiges Verhalten als „bequemlichkeits-/ego-/wohlfühldenken“ sehen? Ihr habt sie doch nicht mehr alle.

      • Alain de la France sagt:

        Nein, Katharina,
        der Wunsch – fuer das zweite – war eher von der Frau…
        Haben Sie zu viel Soziologie – und zu wenig Philosophie und Logik (ich meine vor allem auch praktisch) studiert ?
        Und, wir waren ca. 25 Jahre, also ein Vierteljahrhundert, zusammen, alle 4, und hatten eine gute Zeit…

      • E.H.Roth. sagt:

        kath, stützt sich hauptsächlich auf die Theorie der Wissenschaft ab. Leider ist das Leben keine Wissenschaft. Sie ist nicht berechenbar und weder Soziologie noch Philosophie sind hilfreiche Ratgeber geht es um Erziehung. Ist der Bock geschossen ist er geschossen. Da hilft kaum etwas nur die Hoffnung der Einsicht.

      • Katharina sagt:

        ich bezog mich auf den Artikel Text…

      • Katharina sagt:

        oder genauer dann auf Greteners Grünschnabel Hinweis dazu, dem Sie, Alain ja zustimmen. Frau t elaboriert ja ueber die Rhetorik des Umfeldes, das sie zu einem zweiten Kind ‚überzeugen‘ will und dass Leute wie oben der sepp dann Frau T’s Bedenken als ‚lifestyle und egoismus‘ abtun.

      • Alain de la France sagt:

        Pardon Katharina,
        Ich kann ihren letzten Text nicht uebersetzen:
        Das „Tool“ „Hegel-Schopenhauer“ ; um die Dialektik richtig zu verstehen, streikt, leider…

      • Katharina sagt:

        das liegt wohl an Ihrem ursprünglichen Einwurf, der in seiner Logik french ist und somit nicht dialektisch sein kann. Logically, subsequent contributions cannot follow eclectic logic either.

        Quelle coquetterie!

  • Adam Gretener sagt:

    Kaum hat frau das erste Kind und bringt es über das erste Jahr, ist frau Experte für alles, was auch nur im entferntesten mit Kind/Familie/Gender/Psychologie/Erziehung/Männer/Beziehung zu tun hat. Nach meinem ersten Lehrjahr war ich noch ganz schön grün hinter meinen Ohren.

    Grösse ist, wenn man sich seiner Unzulänglichkeiten bewusst ist.

    • pixel sagt:

      Seltsame Sätze, vielmehr Behauptungen, die Sie da aufstellen…
      Da drängt sich mir fast auf, Ihren letzten Satz zu rezitieren.

      • Ursula sagt:

        Adam Gretener, ich kann Ihnen nur zustimmen. Während des ersten Jahres mit dem ersten Kind hat man noch sehr wenig Ahnung von Kindern. Die Autorin des heutigen Beitrages empört sich über eine Frage, die nun mal zum Small Talk gehört, wenn Leute Eltern werden. Irgendetwas fragt man halt. Darüber braucht man sich nicht so zu ereifern.

  • marie sagt:

    frau t! sie entscheiden ob und wann.
    (man gilt aber heute ebenso asozial wenn man mehr als 3 kinder hat… also was soll’s, man kann es niemandem recht machen.)

    • Kurt Bachstett sagt:

      Frau soll entscheiden?
      Ich denke das ist eine Entscheidung zwischen Mann und Frau, genau diese Einstellung der Frauen alles ohne Absprache mit dem Partner entscheiden zu wollen führt doch ins Abseits.
      Schliesslich ist der Partner nicht nur ein Erzeuger sondern der Vater des Kindes.
      Diese Respektlosigkeit die sogar noch von Feministinnen propagiert wurde hat wohl auch dazu geführt dass heute so wenige Frauen bereit sind ihre Karriere für die Familie zu opfern.
      Die Kinder schiebt man ab in Kindertagesstätten, und der Staat soll es noch bezahlen.

      • Katharina sagt:

        „dass heute so wenige Frauen bereit sind ihre Karriere für die Familie zu opfern/b>.“ oder eben, wie Kurt angewandt auf das konkrete Szenario meint, frau t soll sich gefälligst breit machen für das zweite Kind, um der ‚properen‘ Sozialisierung der Brut genüge zu leisten. oder so…..

        wenn frau solches liest, wird sie noch zur orthodoxen Republikanerin, und befürwortet die absolute und konsequente Entstaatlichung.

      • pixel sagt:

        ach so, Kurt. Ja, genau, es ist eine GEMEINSAME Entscheidung. Da aber mein Partner, der sich gut und gerne ein zweites Kind vorstellen kann, nicht bereit sein wird in seiner Karriere einen Schritt zurückzutreten, bleibt es vermutlich bei einem. Denn, da das eine GEMEINSAME Entscheidung ist, bin auch ich nicht bereit, bei zwei Kindern komplett zu reduzieren um ihm den Weg freizuhalten.

  • Frölein Mitens sagt:

    Ich war als Kind ein grausamer Egoist, vieleicht eben weil ich alles teilen musste mit meiner kleinen Schwester. Ich wollte nie was abgeben, da konnte mich meine Mutter noch so bitten und meine Schwester losheulen, das war mir egal. Also, von dem her denke ich nicht, dass ein Kind unbedingt allein aufwachsen muss, um ein Egoist zu werden.

  • Anna Man. sagt:

    Es ist kein Geheimnis, dass man mit Geschwistern besonders unterhaltsam und bestimmt auch „geerdeter“ aufwächst als ohne.

    Dass man dann aber jedem Einzelkind den „Tubel“ anhängt, finde ich sehr dreist, auch wenn „die Gesellschaft“ immer mehr den Latz reinhängt, wenn es um solche Themen geht.

    Fakt ist, dass gewisse Familien besser mit einem Kind als mit zwei (oder mehr) bedient sind, und diese sollen es bitte so halten und nicht anders.

    Meine Töchter haben in den Spielgruppen beide Seiten kennengelernt, und in jungen Kleinkinder-Jahren kann man nicht von „Tubeln“ sprechen, im Gegenteil!

    • Pelikan sagt:

      @ Anna Man
      „Es ist kein Geheimnis, dass man mit Geschwistern besonders unterhaltsam und bestimmt auch “geerdeter” aufwächst als ohne.“
      Solche Sätze hauen selbsternannte Experten einfach mal zwischendurch in die Welt hinaus. Unterhaltsam also, und geerdet, aha. Und das Umfeld spielt keine Rolle. Die Eltern, die Wohnsituation, die kulturellen Einflüsse, die Finanzkraft usw. Dieser Satz hat absolut gar keinen Inhalt, ist weder empirisch beleg- noch argumentativ begründbar. Aber als Basis für das selbst gestrickte Weltbild taugt er natürlich vorzüglich.

      • Anna Man. sagt:

        Genauso wie du, Flattermann, auch ein selbernannter Experte im Widerlegen bist, scheinbar 🙂

        Wo ist das Problem? Als Geschwisterkind kenne ich keine andere Perspektive, meine Kinder auch nicht. Was soll ich dann anderes erzählen, als das, was ich und meine Kinder erleben? Vielleicht fröhlich Erfundenes, so wie geschätzte 50% der Beiträge hier? Nein, hab ich nicht nötig, danke.

        Und nun entspann dich Pelikan, und strick dir weiterhin an *deinem* achso perfekten Weltbild! *lach*

  • h.h.baumann sagt:

    Dann wäre die Petrson, die diese Frage stellt, wahrscheinlich ein Einzelkind.

  • sepp z. sagt:

    es erschliesst sich mir die argumentation nicht.
    (ein chauvi würd sagen, eine klassische frauenargumentation)
    es mag sein, dass einzelkinder asozialer sind. oder auch nicht.
    aber daran ändert das bequemlichkeits-/ego-/wohlfühldenken der eltern nichts.
    es bleibt bloss das trotzige: ‚mein life-style lässt ein zweites kind nicht zu.‘
    wo ist da nun die erkenntnis in bezug aufs kind?

    • Kurt Bachstett sagt:

      Hier zeigt sich wieder der Egoismus solcher Eltern die ihr Lifestyle nicht mit einem zweiten Kind in Vereinbarung bringen können.
      Wenn das Kind zum Selbstzweck wird, weshalb Kinder aufstellen?

      • pixel sagt:

        Was Kurt meinen Sie genau mit „Lifestyle“?

      • Muttis Liebling sagt:

        Auf Grund gleichnamiger TV- und Druckmagazine hat sich der Begriff ‚lifestyle‘ als Synonym oder besser Prädiktiv für ein auf Oberflächlichkeit orientiertes Leben heraus gebildet. Der Begriff selbst ist ebenso oberflächlich, wie das Phänomen, welches der ausdrücken möchte.

    • pixel sagt:

      Auch bei Ihnen, Sepp: Was meinen Sie mit ‘mein life-style lässt ein zweites kind nicht zu.’

  • Johann Bachofner sagt:

    Einmal mehr geht es in diesem Mamablog nicht um die Sache an sich, sondern die moderne Frau Mama verteidigt ihren Lifestyle auf Biegen und Brechen. Die Bedenken aus traditioneller Sicht werden ins Absurde uebertrieben (wer hat behauptet, aus jedem Einzelkind werde ein „Tubel“?) laecherlich gemacht und beiseitegewischt. Man sucht sich Freundinnen, die „zum Glueck“ genau gleich denken, und spricht sich gegenseitig die Bestaetigungen zu, die man gerne hoeren will. Ich finde diese Nabelschau zum Einschlafen oede.

    • pixel sagt:

      schon wieder „Lifestyle“???Zum bereits dritten Mal stelle ich in diesem Blog die Frage, was genau mit „Lifestyle“ als Argument gemeint ist. Anscheinend jedoch ist „Lifestyle“ ein Modewort, welches irgendwie was gefühlt Schlechtes umschreibt. Was genau, man weiss es nicht, aber es rechtfertigt auf jeden Fall, gegen Eltern zu wettern, die nicht die eigene Denke teilen. Was genau impliziert „Lifestyle“ in diesem Kontext?

  • Katharina sagt:

    Was „Manko in Charakter und sozialer Erziehung “ ist, ist variabel und was Ihr Kulturkreis als „Asozial“ bezeichnet ist noch einmal ein anderes Kapitel. Dessen Invariabilität dazu ist eher Hinweis auf eine krankhaft enge Einstellung dazu.

    zudem: Leute die ‚Tubel‘ als Argument benutzen als diskutable Argumentierer zu betrachten ist dann eher Ihr eigenes Problem, oder nicht? oder demonstriert eine Unfähigkeit, solchen Leuten ein entspannendes f-ck off als Abschluss der ‚Diskussion‘ zu sagen.

  • Christian sagt:

    These_ Einzelkinder werden Tubel
    Ihr Gegenargument_ Kein Bock auf eine zweite Schwangerschaft

  • Sissi sagt:

    Thomas von Kürthy, Leiter der ersten großen deutschen Einzelkindstudie, stellte im Jahr 1989 fest, dass Kinder ohne Geschwister zu sozialeren, optimistischeren und leistungsbewussteren Menschen werden als Geschwisterkinder…..Ganzer Text hier:
    http://www.zeit.de/zeit-wissen/2011/06/Psychologie-Einzelkinder/seite-1

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Merci für diesen guten Link, bestätigt meine Empfindungen, die ich mit meinem ersten Kind, der lange ein Einzelkind war, hatte. Auch der Zweite musste nicht teilen, was Körperkontakt betrifft, weil halt der Grössere schon weiter war. Dazu der Vorteil des grossen Bruders, der ihn umsorgte und hätschelte.

  • Kurt Bachstett sagt:

    Also wenn ich das Sozialverhalten der Chinesen in einigen Städten sehe werden aus den Kindern Egoisten.
    Ueberall wird gedrängelt, wenn eine Person überfahren wird lässt man sie liegen. Ausländer werden betrogen. Die Ein Kind Politik hat total versagt.

    • Walter Bossert sagt:

      Herr Bachstett, komisch ich hatte genau die gleiche Erfahrung gemach wo ein Töfflifahrer überfahren und liegen gelassen wurde! Nur dieses Land ist für grosse Familien bekannt!! Also kommt der Egoismus von ganz anderer Seite.Die richtigen Eltern , das ist entscheidend.

      • Brunhild Steiner sagt:

        Übersehen Sie nicht dass es im Fall von schiefgegangener Hilfeleistung,
        auch wenn der Hilfeleistende nicht zu schwerer Verletzung oder Tod mitbeigetragen hat,
        ihm ein Gerichtsverfahren drohen könnte.
        (Von den Angehörigen)
        So überlegt sich mancher ob er seine eigene Zukunft aufs Spiel setzen will…,
        zumindest in den 90er Jahren musste damit gerechnet werden.

    • Walter Bossert sagt:

      Uebrigens Herr Bachstett, ich habe mir auch Gedanken gemacht warum ein verletzter Mensch einfach liegen gelassen wird,Auch ich hätte diesen verletzten nicht lebend erreicht, durch 6 Spuren schnellfahrender Autos und so gab es nur eines ,der Polizei anrufen und hoffen dass sie überhaupt kommt. In allzu vielen Menschen, nimmt eben der Wert des einzelnen sehr schnell ab.Das habe gelernt aus dieser brutalen Tragödie.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Nur nichts überstürzen!

      Ich finde es sehr schön, wenn man die ersten Jahre voll da sein kann für das erste Kind. Viele Probleme, die sich ergeben, weil Kinder sehr nah aufeinander sind, entstehen gar nicht erst, wenn der Altersunterschied grösser ist. Dass sich der Körper besser erholen kann, wenn ein paar Jahre dazwischen liegen, ist sowieso klar. Für Kinder ist es wohl meistens schöner, wenn sie Geschwister haben, ich bin deshalb kein Fan der Einkind-Familie.

      • m. bruengger sagt:

        Herr Bossert – Die Einkindpolitik in China war eine Notmassnahme um das massive Ueberbevoelkerungs-Problem einigermassen in den Griff zu kriegen. Auch wenn es etwas hart war fuer Einzelne gab es mehr positive Aspekte als negative, wenn man die Langzeitentwicklung betrachtet. Wir beschaeftigen viele Einzelkinder in unserer Firma in China, und ich kann keinen grossen Unterschied im sozialen Verhalten gegenueber anderen ausmachen.
        Was Sie in China beobachtet haben ist nicht das Resultat von der Einkind-Politik sondern von vielen anderen Faktoren die die Chinesen ueber Generationen gepraegt haben

      • Anh Toan sagt:

        @Pippi Langstrumpf: „Viele Probleme entstehen gar nicht, wenn der Altersunterschied grösser ist.“

        Es ist zweifellos angenehm für die Eltern, wenn die Probleme nicht entstehen, für die Entwiklung des Kindes sind aber diese Probleme wenn auch nicht zwingen notwendig, zumindest nützlich.

        Einzig mit Geschwistern kann ein Kind erwartungsfreie, bedingungslose Liebe erfahren. Liebe zwischen Erwachsenen, und Liebe zwischen Kindern und Erwachsenen, ist immer mit Erwartungen (z.B. kein Fremdgehen, gute Schulnoten) verbunden. Geschwisterliebe ist: „Du nervst nur, aber ich liebe Dich dennoch!“

      • Anh Toan sagt:

        Ergänzung: Als Kind/Jugendlicher würde ich wohl einen drogensüchtigen Vater, der sich nicht um mich kümmert, verachten oder gar hassen. Ich habe Ansprüche, wie mein Vater sein soll. Den drogenabhängigen Bruder kann ich lieben, ich habe keine Ansprüche an sein Verhalten, mir ist egal, wie er ist.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Anh Toan:
        „Den drogenabhängigen Bruder kann ich lieben, ich habe keine Ansprüche an sein Verhalten, mir ist egal, wie er ist.“
        Sprechen Sie da aus Erfahrung?
        Und, schön wenn Sie das wirklich so erleben konnten!
        Andere Geschwister erleben da sehr viel Schwieriges, Lügen, Hintergegangenwerden, Benutztwerden usw, irgendwann wird es für die, obwohl es kein Elternteil ist, sehr schwer sich zu sagen „mir ist egal wie er ist“, weil das „wie er ist“ sehr unangenehme Begleiterscheinungen hat, denen mensch sich nicht mehr aussetzen möchte.

      • Anh Toan sagt:

        @BS: Lesen: „Kann ich lieben“, hätte ich einen drogenabhängigen Bruder, hätte ich geschrieben „liebe ich“ oder „habe ich geliebt“.

        Anh Toan ist ein fiktiver Charakter, Anh Toan bin nicht ich, ich mache Anh Toan, wie fast jeder fiktive Charakter hat auch Anh Toan autobiographische Elementet. Mit 2 Clicks kann herausgefunden werden, wer Anh Toan kreiert hat, das bedeutet aber nicht, dass Anh Tohn und sein Schöpfer identisch sind.

        Klar streiten, betrügen, verprügeln, beklauen und belügen sich Geschwister, und dennoch hat man sie (fast immer) lieb, was nicht heisst, keine Grenzen zu setzten.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Das ist bloss Theorie, Anh toan, dass diese Probleme, die entstehen, wenn Kinder nah aufeinander sind, nützlich sind. Nein, es braucht sie nicht! Natürlich lernt man, mit Problemen umzugehen, das ist aber bei jeder Problemstellung im Leben so, niemand würde deswegen behaupten, dass ein möglichst problematisches Leben erstrebenswert ist, weil man dabei so viel lernt. Wenn ich sehe, wie stressig es ist mit mehreren Kindern unter 3 J., auch für die Kinder – man ist ‚immer im Seich‘ – weiss ich, dass es besser ist, zu warten. Meine Kinder hatten und haben es ausgesprochen gut miteinander.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Die erwartungsfreie, bedingungslose Liebe zwischen Geschwistern entsteht auch, vielleicht sogar noch stärker, wenn der Altersunterschied grösser ist. Bei meinen Kindern sind es 5,5 J. Der gegenseitige Respekt war immer da, auch vom Grossen gegenüber dem Kleinen, das kann vorgelebt werden, es ist also nicht zwingend so, dass der Kleine immer der Kleine bleibt. Später verwischen sich die Altersunterschiede sowieso. Wenn sie sich in der Pubertät im Freundeskreis nicht ins Gehege kommen, ist es auch nur gut. Wirklich, ich sehe keine Nachteile für die Kinder.

      • Sportpapi sagt:

        Naja, 5-6 Jahre Unterschied bedeuten, dass die Kinder eigentlich nicht miteinander spielen können. Und das Interesse aneinander relativ klein ist – ausser man ist als grosser Bruder/Schwester Kleinkindbetreuer an Elternstatt.
        Aus Sicht der Eltern mag das zwar weniger belastend sein. Dafür ist man (meist frau) dafür meist über eine sehr lange Zeit beruflich weg vom Fenster. Das erscheint mir nun keineswegs wünschenswert. Und wenn noch ein drittes Kind kommen sollte?

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Warum beruflich weg vom Fenster? Mit Teilzeitarbeit geht das gut. Auch das Kinder nicht miteinander spielen, stimmt nicht, meine Kinder haben immer miteinander gespielt, beide profitierten. Nur als der Ältere so mit 16 plötzlich keine Sonntagsausflüge mehr mitmachen wollte, war es hart für den Jüngeren, der verstand es nicht, auch ich war irritiert und musste mich erst gewöhnen, es war echt schmerzhaft, Ablösungsprozess halt.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Anh Toan:
        was Sie nicht sagen, Sie sind bloss „fiktiv“,
        ja so eine Enttäuschung…,
        und jetzt mal im Ernst, wirklich auf meine Frage eingegangen sind Sie ja wohl nicht wirklich,
        Sie bringen das Beispiel eines drogenabhängigen Geschwisters ins Spiel, oder?
        Und wägen das Liebesvermögen quasi ab, mit Schlussfolgerung, das Geschwister hätte da die viel besseren Karten als der Elternteil-
        ich glaube nicht dass dem so ist!

        Provokant formuliert: lieber kein Geschwister als ein drogenabhängiges Geschwister
        um Ihr Hohelied ein bisschen runterzubrechen…

      • Anh Toan sagt:

        @BS: Genau: Ich bringe das Bsp eines drogenabhängigen Bruders, und Sie wollen dieses Beispiel einer konkreten Person zuordnen. Darauf gehe ich nicht ein. Würden Sie es tun? Würden Sie es tun, wenn es Ihr Bruder wäre? Wenn Sie die zwei Fragen mit Ja beantworten, entnehme ich dem, das Sie tatsächlich ein gestörtes Verhältnis zu Ihren Geschwistern haben, und nie lernen durften, was Familie ist.

        Würde mein Bruder über meine Drogenabhängigkeit hier schreiben, würde ich ihn fragen, was ihm eigentlich einfalle. Ob er noch einen Funken Verstand im Kopf hätte. Lieben würde ich ihn dennoch.

      • Brunhild Steiner sagt:

        Sehr seltsam,
        warum wurden hier Kommentare entfernt?
        Mindestens je einer von AT, resp BS, möglicherweise auch noch eine neue Antwort von AT?

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Anh Toan:
        da ich nicht weiss ob Sie meine, nun entfernte, Antwort gesehen haben, nochmals-
        Sie stellen, kurzgefasst, die Theorie in Raum:
        es ist schwierig einen drogensüchtigen Elternteil zu lieben
        aber einfach, fast schon gegeben, dass man ein drogensüchtiges Geschwister liebt-
        und reihen diese Theorie ein in Ihren Appell warum mensch Geschwister haben sollte.
        Mir haben Sie bisher zuwenig Überlegungen dargelegt, warum das so sein sollte,
        warum ein drogensüchtiges Geschwister die Geschwisterliebe nicht zum auslöschen bringen kann.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Anh Toan
        2/
        und warum sollte Ihr Bruder davon nicht schreiben dürfen?
        Solange er nicht gleich noch den Anfahrtsweg zu Ihnen samt Abfahrtstabellen des ÖV mitliefert?

        Hier gehts doch nicht nur um theoretisches Hin-und Her-Gerede, sondern Meinungen/Überzeugungen
        welche eben aufgrund von Erfahrungen entstanden sind.
        Ich finde diese jedenfalls um einiges gewichtiger und wertvoller als theoretische Schaumschlägereien.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Brunhilde, wenn du schreibst „lieber keinen Bruder als einen drogensüchtigen“, dann ist das völlig daneben. Ich hab es so ähnlich in Erinnerung und fand, das zeigt mal sehr deutlich deine wirkliche, selbstgerechte Haltung. Aber bei den andern immer mit der grossen Moralkeule aufkreuzen, das beisst sich halt!

      • alien sagt:

        Fall from grace.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Pippi Langstrumpf:
        gut, das könnte es natürlich erklären,
        bloss, es war ja als deutliche Provokation gemeint gewesen auf das Szenario,
        drogensüchtige Eltern wären, was die Liebe des Kindes betrifft, dann ganz klar weg vom Fenster,
        die Geschwister hingegen nicht,
        und ua deshalb seien Geschwister so wichtig. Plus, ich hab das klar als „provokativ“ deklariert, meine ich jedenfalls in Erinnerung zu haben.

        Mir nun „das zeigt mal sehr deutlich deine wirkliche, selbstgerechte Haltung.“ und „immer Moralkeule“ zu quittieren,
        finde ich komplett aus dem Zusammenhang und nicht zutreffend.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Pippi Langstrumpf:

        2/resp auch eine provokative Reaktion auf die Theorie,
        es sei einem egal wie das Geschwister ist und wie es sich verhält,
        („habe keinen Anspruch an sein Verhalten“)
        dem ist mit Sicherheit nicht so, schon gar nicht wenn das Geschwister Grenzen überschreitet.

        Bezüglich Ihrer Meinung über mich mach ich mir eigentlich keine Sorgen,
        diese haben Sie sich doch schon seit längerem gemacht,
        ziemlich unabhängig davon, was ich da oben nun aus welchem Grund geschrieben hab.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Nein Brunhilde, ich mache mir nie eine abschliessende Meinung über Menschen, die ich nicht persönlich kenne. Es sind immer nur Puzzlesteine, die sich nach und nach offenbaren, oft aber wieder in eine andere Richtung zeigen. Im Übrigen ist mir das Provozierende der Äusserung entgangen.

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