Best of Mamablog: Eine Ladung Morphium, und zwar sofort!

Es sind Sommerferien, auch für unsere Autorinnen und ihre Familien. Deshalb publizieren wir zehn Lieblingsbeiträge unserer Bloggerinnen. Wir hoffen, das Wiederlesen macht auch Ihnen Spass! Der heutige Beitrag unserer Sommer-Best-of-Serie stammt von Nina Merli.

Schmerzverzerrt: Jennifer Aniston als gebärende Rachel in einer Folge von «Friends». (Youtube)

Schmerzverzerrt: Jennifer Aniston als gebärende Rachel in einer Folge von «Friends». (Youtube)

Nähert sich der Geburtstermin und sind somit die Schwangerschaftsanzeichen so eindeutig, dass wirklich niemand mehr befürchten muss, mit einem «Hey, bist du schwanger?» ins Fettnäpfchen zu treten, gibt es kein Entkommen mehr: Man wird von allen Seiten mit Fragen bombardiert. Eine, die mir in den letzten Wochen immer wieder gestellt wird, ist die Frage, ob ich per Kaiserschnitt entbinden oder natürlich gebären wolle. Und zwar mit einer Leichtigkeit, mit der man sich normalerweise erkundigt, ob man in den Sommerferien weg geht oder zuhause bleibt.

Bisher war ich der Auffassung, dass der Kaiserschnitt nur dann durchgeführt wird, wenn eine natürliche Geburt ein Risiko für Mutter und Kind darstellen könnte, das Kind sich etwa in Steisslage befindet, oder es während der Geburt zu Komplikationen kommt. Doch der Kaiserschnitt ist inzwischen zu einer selbstverständlichen Option geworden. Ein Trend der von aktuellen Zahlen des Bundesamtes für Statistik bestätigt wird: 32,8 Prozent der Kinder kommen per Kaiserschnitt zur Welt, «auffallend ist zudem, dass die Kaiserschnittrate in Privatkliniken mit 41,2 Prozent deutlich über derjenigen in öffentlich-rechtlichen Spitälern (31,6 Prozent) liegt» – dass es sich dabei nicht nur um Notfälle handeln kann, liegt auf der Hand.

Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass jede werdende Mutter das Recht hat, selber zu entscheiden, auf welche Weise sie ihr Kind zur Welt bringen möchte. Denn es geht, ausser den Vater des Kindes, niemanden etwas an. Will sie einen Kaiserschnitt, so steht ihr das zu. Trotzdem finde ich es schräg, wenn ich zum Beispiel von einer Freundin höre, dass sich ihre Cousine «aus terminlichen Gründen» für einen Kaiserschnitt entschieden hat. Weil ihre Mutter zum 70. Geburtstag ein Fest im grossen Stil (gemietetes Hotel in den Bergen, Klavierkonzert und Pipapo) geplant hatte, das dummerweise ziemlich genau auf den errechneten Geburtstermin ihres Kindes fiel, befand sich die werdende Mutter in einem grossen Dilemma, denn sie wollte das Fest auf keinen Fall verpassen. Die Lösung: Sie entschied sich für einen Kaiserschnitt zwei Wochen vor der Party. Eine Entscheidung, die ihrer Aussage nach zwei Vorteile hatte: Sie konnte eine Terminkollision erfolgreich verhindern und erst noch das Neugeborene der gesamten Verwandschaft präsentieren. Wie praktisch.

Anscheinend überlassen wir immer weniger dem Zufall. Schon gar nicht bei einer Geburt. Dies wurde mir klar, als mich eine Hebamme über die Brandbeite von Schmerzmitteln aufklärte, die einer Gebärenden zur Verfügung stehen. So erfuhr ich, dass nebst PDA, Lachgas und allen möglichen Medikamenten seit einiger Zeit auch Morhpium gegen die Schmerzen eingesetzt werde. Morphium? Aber hallo! Da müht man sich während Monaten ab, einen gesunden Lebensstil zu halten, fleissig Folsäure und Vitamine zu schlucken, auf eine ausgewogene Ernährung zu achten, ja keinen Alkohol zu trinken – und darf sich dann unter der Geburt, sozusagen während der «Kür der Schwangerschaft», eines der stärksten Schmerzmittel genehmigen? Beim besagten Medikament handelt es sich um Remifentanil, ein extrem kurzwirksames, hoch potentes Opioid, das in der Schweiz als «Ultiva» vertrieben wird. Wobei die Patientin sich über Knopfdruck eine Dosis selber verabreichen kann.

Nun, von all diesen schmerzlindernden Medikamenten möchte ich eigentlich gar keines. Oder zumindest nicht von Anfang an. Als Schwangere hat man während rund zehn Monaten die Möglichkeit, «ein Wunder der Natur» am eigenen Körper zu erfahren. Man wird Zeugin, wie sich der Körper gewaltigen Veränderungen anpasst: Plötzlich wird mehr Blut für den Kreislauf produziert, der Stoffwechsel verändert sich, Hormone lockern Gelenke, Bänder und Muskulatur. Die ganze Schwangerschaft verläuft im Idealfall nach einem perfekten, lückenlosen Masterplan. Warum sollte ich dann ausgerechnet am Schluss das Kommando an mich reissen? Das ist doch, als ob man einen Spitzenkoch ein himmlisches 5-Gang-Menu zubereiten lässt, nur um am Ende überall noch eine Ladung Aromat reinzuhauen.

Die hat ja keine Ahnung, wovon sie schreibt, werden jetzt sicher viele denken. Und sie haben sogar recht, denn als Erstgebärende habe ich in der Tat keinen blassen Schimmer, worauf ich mich da eingelassen habe. Gut möglich, dass ich, wenn es so weit ist, von den Wehen vollständig überrumpelt über meinen eigenen Schatten springen muss, jegliche Vorsätze einer möglichst natürlichen Geburt über Bord werfe und lautstark nach einer «verdammten Ladung Morphium, und zwar sofort!» brüllen werde. Nun gut, dann wird das nur eine weitere Bestätigung dafür sein, dass das Leben, zum Glück, eben nicht planbar ist. Oder um es mit den Worten von John Lennon zu sagen: «Life ist what happens to you, while you’re busy making other plans.»

Erstpublikation: 29. März 2012

65 Kommentare zu «Best of Mamablog: Eine Ladung Morphium, und zwar sofort!»

  • Verena sagt:

    Zitat aus einem Artikel von Medical Forum:
    „Allerdings kann die weitläufige Meinung, dass die elektive Sectio kostentreibend sei, nach den neuesten Untersuchungen nicht gestützt werden. Korrekterweise müssten auch die personellen Kosten des 24-Stunden-Notfallbetriebes mit ständiger Präsenz von Geburtshelfer, Anästhesist, Pädiater und OP-Team in den Vergleich miteinbezogen werden. Wenn man annimmt, dass sämtliche Geburten nur noch mit elektiver Sectio zur Welt kämen, so würde zumindest Kostenneutralität resultieren.“

    Link: http://www.medicalforum.ch/pdf/pdf_d/2004/2004-49/2004-49-114.PDF

  • Irene sagt:

    Die Medizin hat geschafft, dass die Sterblichkeit von Mutter und Kind während der Geburt stark reduziert wurde. Deshalb hat die Schulmedizin mit all den Möglichkeiten auch seine Vorteile.
    Kaiserschnitte aus terminlichen Gründen oder einfach auf Wunsch ohne psychischen oder physischen Grund finde ich daneben. Elternsein bedeutet auch später zu Gunsten des Kindes auf eigene Wünsche und Termine zu verzichten. Wenn das nicht mal bei einem ein- bis zweimaligen Erlebnis Geburt möglich ist, dann sollte man sich überlegen, ob man überhaupt ein Kind gebären will.

    • Muttis Liebling sagt:

      Wahrscheinlich wird es bald einmal die Möglichkeit geben, ausschliesslich den Kick der Empfängnis zu erleben, die befruchtete Eizelle dann mit ein paar Stammzellen der potentiellen Mama in eine Reifestation zu geben und am Ende das putzmuntere Baby je nach Preisklasse verpackt, abholen zu dürfen. Es dann nach kurzer Inspektion der entsprechend genetisch beimpften Amme zu übergeben und es während den Wachzeiten häufig zu besuchen, um den Mutter- Kind- Kontakt zu initiieren und aufrecht zu erhalten.

  • Medici sagt:

    @ Franz Oettli, danke für ein sinnvolles Statement im ganzen trümmligen Geschrei. Der heutige Hang, alles zu bilanzieren und mit einem Preisschildchen zu versehen, ist grauenhaft. Als könnte man das wirklich Wichtige im Leben mit ökonomischen Vergleichen messen. Oder als wären die Männer (oder die Frauen) schlechter, weil sie mehr Kosten verursachen als die Frauen (oder die Männer). In diesem Blog wird so viel gegiftet und gekeift, dass es für drei Comedy-Sendungen reichen würde. Ihre Einstellung finde ich da wesentlich entspannter.

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    Dieses Fass mit den Kosten, welche die Gesellschaft übernehmen muss, können wir hier schon aufmachen, ich fange gleich mal an: Männer sind teurer, weil z.B. die Gefängnisse, die pro Platz/Tag zwischen 300-900 Fr. kosten, gefüllt sind mit Männern. Weiter pflegen Männer viel gefährlichere Hobbys als Frauen, die Unfälle, die dabei entstehen, zahlt die Allgemeinheit. Zusammen hunderte Mio.

    Und die Milliarden und Abermilliarden, die den Volkswirtschaften europaweit fehlen, wurden von Männern verzockt! Aufkommen dafür tun dann alle, auch die kleine Putzfrau, die mit ihrem Löhnchen Steuern zahlt.

    • Sportpapi sagt:

      Ach Pippi, jetzt wird es aber wirklich dumm. Du weisst, da gibt es immer einige Kollegen hier, die alle Zahlen zu diesen Umverteilungsmechanismen sofort präsent haben. Wer wieviel Steuern bezahlt und welche Leistungen bezieht, etc. Lassen wir dieses kleinliche Aufrechnen lieber!

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ich bin auf nicht fürs Aufrechnen, jedoch für eine gewisse Wahrhaftigkeit, wenn es um Zahlen und Kosten geht. In diesem Zusammenhang darf ich dir in Erinnerung rufen, dass 2/3 der Arbeitsstunden, die nötig sind, um eine Gesellschaft so funktionieren zu lassen, wie sie es tut, von Frauen geleistet werden. Was übrigens von niemand geringerem als R. v. Weizäcker, Bundespräsident a.D. mal in einer Neujahrsrede erwähnt wurde. Wenn dann ganz kleinlich die Kosten einer Geburt aufgeführt werden, wenn es um das Selbstbestimmungsrecht der Frau geht, werde ich das nicht einfach stehen lassen.

      • Sportpapi sagt:

        @Pippi: Was du machst, sind vorhandene Zahlen relativieren (teilweise zu recht), und dafür eigene Märchen erzählen. Bring doch mal, wenn schon, etwas mit Hand und Fuss. 2/3 welcher Arbeitsstunden sind da gemeint? Ja klar, wenn Frau will, steht die Schweiz still…

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Und warum Sportler gehst du mit keinem Wort auf meine Begründung der höheren Kosten im Alter ein? Das sind Tatsachen, die man nicht wegdiskutieren kann, denk mal darüber nach!

        Ein Pflegeplatz in einem öffentlichen Altersheim, mittlere Pflegestufe, kostet monatlich um 6000 Franken. Geld, das die Volkswirtschaft spart, wenn Frauen ihre alten Männer pflegen. Und genau das tun sie, zu Tausenden!

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        http://www.fian.de/online/index.php?option=com_content&view=article&id=166&Itemid=84

        und bitte genau lesen, es heisst „weltweit“!

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Und noch etwas aus Oesterreich, das lässt sich wohl ungefähr mit unserer Situation vergleichen:

        http://www.jku.at/soz/content/e94923/e134724/e162776/e164939/InformationzurPressekonferenz11.4.2012.pdf

      • Reto sagt:

        die frauen sind ja so arm…. pipi. mein beileid.

        bin ich froh, dass meine frau einfach arbeitet, etwas leistet, und nicht jammert wie die pipi, die die welt als reinste verschwörung der männer gegen sich selber und alle frauen wahrnimmt.
        zum glück habe ich kein solches gejammer zuhause… danke und amen!

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ich bin auch froh für dich, Reto, dass du dich nicht mit den Tatsachen auseinander setzen musst, du wärst heillos überfordert, du winselst ja schon, wenn ich dir bloss ein paar kleine Zusammenhänge aufzeige.

        Und ich gönne dir dein braves, arbeitsames Frauchen, wer weiss, vielleicht liest sie ja mal den Mamiblog, oder kann sie „Amänd“ gar kein deutsch?

      • Reto sagt:

        sensationell pipi, wie du die welt mir erklären konntest (schade, dass es nur deine eigene welt ist).
        sensationell pipi, wie du mit deiner kleinen andeutung suggerieren möchtest, dass du mir (aus deiner sicht) „nur“ eine ausländerin (ohne deutschkenntnisse) zutraust. Damit zeigst du, dass du gemerkt hast, dass du als frau in der globalisierten welt zu einer mittellosen, taubstummen (z.b.) inderin (achtung: ich habe hier keine Absicht, Ausländer(in) irgendwie zu diffamieren) in konkurrenz stehst…
        sorry, meine frau arbeitet und hat keine zeit für mamiblog. wir beide haben zeit, gell…

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ja ja Retoli, wir wissen nun alle, dass du keine Ahnung hast und das so beibehalten möchtest.

      • Reto sagt:

        pipipi, du, mir ist neu, dass du für alle sprechen darfst: „wir wissen nun alle, dass du keine Ahnung hast und das so beibehalten möchtest.“ aber das passt ja in deine grössenwahnsinnige welt.

        du, pipipi, ich freu mich jetzt auf meine frau heute abend. falls ich irgendwann einmal, irgendwelche zweifel habe an ihr, dann denke ich an dich und huch, die zweifel sind weg. danke pipipi 🙂 du bist grossartig!

      • gabi sagt:

        Immerhin: Inzwischen steht sie zu Ihren multiplen, sich gegenseitig aplaudierenden Nicks.

        Wahrscheinlich meint sie mit „wir“ einfach Mondscheinchen, Orange und der ganze Rest.

        Also am Schluss wie immer: alleine Pippi.

      • Sportpapi sagt:

        @Pippi: Ich habe ja alle deine Punkte akzeptiert. Ja, natürlich machen Frauen mehr Freiwilligenarbeit. Ganz offensichtlich sind sie es, die Zeit haben, wenn die Kinder mal aus dem Haus sind, um sich im Dorf sozial zu engagieren. Dies geht, solange das Einkommen des Partners für die Familie reicht. Und diese Freiwilligenarbeit endet, wie ich ausgeführt habe, wenn dereinst Männer wie Frauen 100 für Geld arbeiten. Dass übrigens nach der Schweizer Statistik ausgerechnet alleinerziehende Mütter am fleissigsten „Freiwilligenarbeit“ leisten, zeigt auch Probleme der Erfassung bzw. Definition auf.

      • Sportpapi sagt:

        Zu den 2/3. Weltweit. Offensichtlich gibt es Länder, in denen die Männer nicht mitarbeiten. Es sind dies Länder mit bescheidener Wirtschaftskraft, weit weg von der Schweiz.

    • Reto sagt:

      wieder einmal ablenken, ein hobby von dir?

    • Katharina sagt:

      das schlimmste Gefängnis ist ein verschlossenes Herz.

    • Franz Oettli sagt:

      Das sehen Sie also schon etwas lieblos und sehr krass. Ich hätte doch nie Franken und Rappen zusammengerechnet, was mich die Familie gekostet hat (ich hätte viel besser Karriere gemacht ohne) oder was sie mir eingebracht hat. Sehr lieblos, das zu tun, das spricht nicht gerade für menschliche Qualitäten. Schlussendlich haben alle „profitiert“ (was für ein schlimmes Wort im zwischenmenschlichen Zusammenhang!). Wir sollten nicht alle Banker werden. Geben ist seeliger denn nehmen und irgendwann kommt das, was Sie säen auch wieder zu Ihnen zurück. Im Positiven wie auch im Negativen.

  • Reto sagt:

    „Die Zusammenhänge, wie diese Zahlen entstehen, die sind massgeblich!“
    Genau: Man addiere die Gesundheitskosten separat für Mann und Frau. So entstehen diese Zahlen. Alles klar, oder „Verstehst du das, oder ist es zu schwierig?“

  • Sunshine sagt:

    „..auf welche Weise sie ihr Kind zur Welt bringen möchte. Denn es geht, ausser den Vater des Kindes, niemanden etwas an. Will sie einen Kaiserschnitt, so steht ihr das zu….“
    Entsetzlich diese Aussage. Das Ungeborene wird selbstverständlich wieder mal ausser Acht gelassen-und ich beziehe mich nur auf Wunschsectio ohne Indikationen. Wie hoch ist die ANS Rate Sectio vs Spontangeburt? und wenn wir gerade bei den Kosten sind: das Kind verbringt,betroffen davon, unmittelbar nach der Geburt, getrennt von seinen Eltern,die Zeit auf der Neonatologie 🙁 klar: Mutter kann sich vom Eingriff erholen 😉

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Entsetzlich ist nur eines: Die Bevormundungsversuche, wie eine Frau ihr Kind zur Welt zu bringen hat! Das entscheidet jede selbst. Bei einem solchen Ereignis, das – rein statistisch – noch nicht mal zweimal im Leben einer Frau statt findet, die Kostenfaktoren ins Feld zu führen, ist beschämend! Da gäbe es ganz andere Felder in der Medizin, wo massiv gespart werden könnte und müsste.

      • gabi sagt:

        Ist es denn nicht auch schon als Bevormundungsversuch zu werten, wie eine Frau ihr Kind zur Welt zu bringen hat, wenn Sie allen Ernstes männliche Gynäkologen abschaffen wollen, obwohl – beim damaligen Thema – viele Frauen von sehr guten Erfahrungen mit ihrem Gyn berichteten?

      • Sportpapi sagt:

        Aber Gabi, das ist dann aber etwas gaaanz anderes!

      • Reto sagt:

        Genau, Pippi. Wiederum: Die anderen sollen sparen. Gerade hier nicht. Ja nicht die Frauen (resp. Eltern) irgendwo zur Kasse bitten.
        Natürlich kann die Frau gerne selbst entscheiden, wie das Kind zur Welt kommt (sei es im neugebauten 4 Sterne-Pool mit Unterwasser Kamera, mit Morphium, Kokain, mit 4 Hebammen, 3 Chirurgen, 2 Psychologen etc), sie soll einfach nur die Konsequenzen (=Kosten) tragen!!! OK?

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ja Reto, die andern, genauer: Die Männer! Die bei uns weitverbreiteten teuren Krankheiten, hervorgerufen durch einen höchst ungesunden Lebensstil, betreffen vor allem die Männer, z.B. Übergewicht, Leberzirrhose, Herz- Kreislaufkrankheiten. Alles sehr teure Krankheiten, die vermeidbar wären. Aufkommen tut dafür die Allgemeinheit, auch die gutgläubigen Frauen, die ihrerseits Chügeli einwerfen, wenn sie mal was haben, oder einen Wickel machen.

      • Sportpapi sagt:

        @Pippi: Du zitierst hier eher Mythen als Fakten. Dass die Gesundheitskosten von Frauen deutlich höhrer sind als von Männern, ist klar. Nicht nur, weil sie älter werden. Sondern weil sie ganz offensichtlich einfach mehr zum Arzt gehen. Die männliche Alternative zu den Kügelis wäre übrigens, einfach nichts zu nehmen. Ist billiger und bringt gleich viel…

      • Reto sagt:

        nimms locker, pipi.
        anstatt abzhulenken (wie immer), einfach mal auf den punkt eingehen. du kannst nachher immer noch über anderes wie krankheiten sprechen. also, zuerst einmal schön abnicken, dass die betroffenen selbst die gebärkosten übernehmen sollen (aber eigentlich bist du ja sicher dagegen?!?). nachher kannst du gerne andere interessante fragen stellen, warum die männer heute so früher an einem herzinfarkt sterben und weniger ahv bekommen (also auch weniger einzahlen sollten). Versuch doch einmal zumindest, auf den punkt einzugehen, bitte bitte! ich setz auf dich!

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Kinder sind nicht das Hobby der Frauen, sie basteln sie sich auch nicht selbst. Das wäre ja noch schöner, wenn sie allein für die Geburtskosten aufkommen müssten. Natürlich nicht! Der Rest fällt unter das Selbstbestimmungsrecht, wie ein Kind geboren wird, entscheidet die Mutter, innerhalb der medizinischen Möglichkeiten.

        Sportler: Dass Frauen mehr kosten, weil sie älter werden, ist der Pflege geschuldet, weil nämliche die Pflegekosten über die KK abgerechnet werden. Die Männer ihrerseits werden von den Frauen gepflegt bis zum Tod, die selber dann auf niemanden zurückgreifen können.

      • Sportpapi sagt:

        Frauen kosten praktisch in jedem Alter, nicht nur im gebärfähigen, deutlich mehr als die Männer. Es sei ihnen gegönnt…
        http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/14/05/blank/key/05.html

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ja, wenn die Kosten so verdreht dargestellt werden, schon. Die Zeiten, die Frauen aufwenden, um Alte zu pflegen und damit der Gesellschaft imense Kosten ersparen, sind eben nirgends festgehalten, so entstehen diese irreführenden Statistiken. Aussserdem sind es die letzten paar Wochen des Lebens, in denen die höchsten Kosten anfallen, ob bei Mann oder Frau. Und zwar egal, ob jemand mit 75 oder 85 stirbt.

        Dass Frauen mehr zum Arzt gehen als Männer, hängt ursächlich mit ihrer Fruchtbarkeit zusammen, die Pille z.B. wird nur abgegeben, wenn Frauen sich regelmässig untersuchen lassen.

      • Sportpapi sagt:

        Verdreht? Klar ausgewiesen würde ich sagen. Auch in Altersbereichen, z.B. 40-60, wo deine Argumente nicht gelten. Dass Frauen mit ihrer Frewilligenarbeit das Gesundheitssystem entlasten, das ist unbestritten. Ebenso, dass diese Frauen meist einen Mann haben, der ihnen dies mit seinem Einkommen ermöglicht. Ist übrigens für mich eine der grösseren Probleme, die auf uns zukommen, wenn künftig Männer und Frauen voll im Erwerbsleben stehen (müssen) – dass niemand mehr Zeit und Lust für Ehrenamt und Freiwilligenarbeit hat. In den Vereinen, der Jugendarbeit, ist das längst angekommen.

      • Auguste sagt:

        hmm…, pipps, submissive sportler, was beim badmington neuerdings vorkommt, kennt man von turnern ja schon etwas länger. dort sind es idioten an der olympiade, hier ist es leider allzu oft die olympiade der idioten. beides so überflüssig wie ein furunkel am nick.

      • Sportpapi sagt:

        Ach der Guschti sorgt wieder mal für Auflockerung. Mit den Turnern liegen sie allerdings wohl falsch, obwohl die streng genommen ja auch nicht an sportliche Ideale gebunden sind… Aber Sie haben recht: Wo ein Thema, das kaum eins ist, zum zweiten Mal zur Diskussion gestellt wird, muss man ja nicht unbedingt mit Substanz punkten.

    • Reto sagt:

      Pipi
      bitte mich genauer lesen: „Ja nicht die Frauen (resp. Eltern) irgendwo zur Kasse bitten.“

      die eltern (und falls die frau den mann schon rausgeschmiessen hat, dann sie selber) sollen das bezahlen. aber nicht die allgemeinheit! klar!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!???????????????????????????

      • Reto sagt:

        sportpapi

        achtung, auf zahlen dürfte die liebe pipi nicht eingehen. jetzt kommt bald ein ablenkungsmanöver….

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Zahlen, Reto, Zahlen. Was willst du damit? Die Zusammenhänge, wie diese Zahlen entstehen, die sind massgeblich! Verstehst du das, oder ist es zu schwierig?

      • Reto sagt:

        ah, ja, es gibt also noch andere kosten in der gesellschaft, pipi. aber hier waren die gesundheitskosten das thema. jetzt also die ablenkung zu: es gibt ja in der gesellschaft noch ganz andere kosten und die frauen arbeiten ja ganz viel (wie Altenpflege) und sind alle nett!
        wenn die zahlen nicht passen, dann ists natürlich ein statist. fehler resp. ein interpretationsfehler, gell. nüchterner geht es nicht, als die kosten in versch. lebensabschnitten zu vergleichen…. meisterin der verdrängung

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Sportler: Nein, die Frauen kosten nicht immer mehr, sie sind z.B. bis zum Alter von 16 J. günstiger. Dann werden sie teurer, aber nicht übermässig. Bis zum Altersklasse zwischen 76 – 90, da steigen die Kosten der Frauen sprunghaft und enorm an, die Ursache dafür hab ich dir oben bereits erklärt: Die Pflegekosten in Heimen werden von der KK bezahlt, Männer brauchen das viel weniger, weil sie von ihren Frauen, die oft jünger sind als sie, gepflegt werden. Dadurch lassen sich Mio. sparen! Die Pflege der Frauen muss dann durch die Allgemeinheit übernommen werden.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Reto, verschone mich mit deiner Einfalt, es ist eine Zumutung!

      • Reto sagt:

        ah, ja, wenn man fertig ist mit ablenken kommt die beleidigung bei pipi…

  • Erika sagt:

    Kein Wunder, dass die Krankenkassenprämien ständig steigen! Da sollte der Hebel vielleicht auch angesetzt werden.

    • E.H. Roth sagt:

      hm, wer wüsste nicht gerne was die wahren Gründe sind warum die KK Prämien stetig steigen. Bestimmt nicht wegen den Argumenten die wir hören und lesen. Ist etwa so wie bei dieser Geldeintreiber Firma Billag die etwas vom erschliessen der Bergregionen schwafeln. Jede Institution die ihre dubiose Hochpreispolitik öffentlich rechtfertigen muss, ist mit gutem Grund nicht glaubwürdig und der Zwielichtigkeit verdächtigt.

  • Reto sagt:

    Falsch, Frau Merli

    Es geht nicht nur Papa und Mamma etwas an, wie gebärt wird, sondern auch alle Steuerzahler(innen) und Krankenkasserzahler(innen). Ein Kaiserschnitt ist ja nicht gratis. Aber da sind wir wieder einmal beim Thema vom Fünfer und Weggli. Frau will 100% arbeiten und ein Kind, das Kind aber ohne Schmerzen, die anderen sollen zahlen, meine Krippe soll auch noch von der Allgemeinheit gezahlt werden etc. Ich wäre froh, wenn wieder einmal etwas mehr Selbstverantwortung da wäre. Auch von den Frauen

    • Hutmaier sagt:

      .. und es geht DAS KIND etwas an. Für das Kind selber ist der Geburtsvorgang auch natürlich und gibt einen natürlichen Abschluss der Schwangerschaft und einen guten Start ins Leben.
      So und nun reihe ich mich auch ein in die Reihe der „ratgebenden“. Ich habe ein Kind (fast 4 kg) ohne Schmerzmittel, dafür mit viel guten Gedanken und Meditation geboren. Es ist auszuhalten und als Geburtserlebnis unvergesslich. Ich würde es wieder so tun.
      Gut beobachtet: wer so schreit wie auf dem Bild, kann sich nicht entspannen. Meiner Meinung nach ist das Entspannen das A und O während der Geburt.

      • blaublau sagt:

        Glück gehabt, sag ich da nur. Seien Sie froh, dass es bei Ihnen so gut gelaufen ist, es hätte auch anders kommen können. Sie wollen sich doch nicht über alle die lustig machen, die sich unter der Geburt „entspannt“ haben, und dann trotzdem im OP gelandet sind?! Und nein, ich glaube nicht, dass mein Kind deswegen Schaden genommen hat. Nur ich war etwas enttäuscht: Die ganze Arbeit für nichts. Beim zweiten werde ich mir einen primären Kaiserschnitt zumindest überlegen, denn dieser ist weniger risikoreich als eine sekundäre Sectio!

    • Danielle sagt:

      Gut gebrüllt, Reto. Das Gejammer der Schwangeren, Gebärenden, Erziehenden (rsp. Nicht-Erziehenden) hängt einem zum Hals heraus. Früher hatte man Kinder, basta. Die wuchsen so nebenbei ganz ordentlich auf und wussten sich zu benehmen. Heute braucht’s für alles eine Anleitung plus öffentliche Diskussion, während Mama und Papa verzogene, wehleidige Wunschprinzen und -prinzessinnen mit exotischen Namen heranzüchten.

    • Danielle sagt:

      Gut gebrüllt, Reto. Das Gejammer der Schwangeren, Gebärenden, Erziehenden (rsp. Nicht-Erziehenden) hängt einem zum Hals heraus. Früher hatte man Kinder, basta. Die wuchsen so nebenbei ganz ordentlich auf und wussten sich zu benehmen. Heute braucht’s für alles eine Anleitung plus öffentliche Diskussion, während Mama und Papa verzogene, wehleidige Wunschprinzen und -prinzessinnen mit exotischen Namen heranzüchten. Egotrip pur.

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    bin ich jetzt wieder ständig in der Schlaufe oder was? Dann gehe ich nämlich gleich wieder…….

  • Frölein Mitens sagt:

    Habe letztens ‚Birth as we know it‘ mit meinem Mann zusammen geschaut und keine einzige Dame hat während der Geburt auch nur annähernd das Gesicht so verzogen, wie Madame Aniston auf dem Titelbild (mit ihren viel zu eingeölten Beinen). In dieser ‚Doku‘ sah man auch einen Kaiserschnitt und im vergleich zur Geburt empfand ich es einfach nur als grausam und brutal, wie die Ärzte einen ausweiden, zack Kind raus, zack Platzenta raus, Spross kurze der völlig benebelten Mutter in’s Gesicht halten und schon ist’s weg, baden, wiegen, messen…was für ein Trauma.

    • Lumnezia sagt:

      Ebenfalls sehr zu empfehlen: der erste Schrei (Geburten in verschiedenen Ländern der Welt) oder Geburt im Sommer (Hausgeburt).

    • Bianco E. sagt:

      Ein Kaiserschnitt ist brutal. Ich habe meine Tochter per Kaiserschnitt zur Welt bringen müssen, da ich eine Schwangerschaftsvergiftung hatte. Abgesehen von der Enttäuschung, dass eine natürliche Geburt nun nicht möglich war (mein Mann und ich hatten uns seit der Geburtsvorbereitung darauf gefreut) fand ich es schrecklich, wie meine Kleine von einer Minute zur anderen zur Welt kam. Keine Zeit, sich an die neue Umgebung zu gewöhnen…nichts. Die Schmerzen nach einer Kaiserschnitt sind auch sehr heftig, sodass ich meine Tochter die ersten 2 Tage kaum tragen konnte. Freiwillig? Niemals!!!

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