Best of Mamablog: Weshalb fahren Familien auf Homöopathie ab?

Es sind Sommerferien, auch für unsere Autorinnen und ihre Familien. Deshalb publizieren wir zehn Lieblingsbeiträge unserer Bloggerinnen. Wir hoffen, das Wiederlesen macht auch Ihnen Spass! Der heutige Beitrag unserer Sommer-Best-of-Serie stammt von Gabriela Braun.

Mamablog

Homöopathie kann eine weitere Möglichkeit sein, dem eigenen Kind zu helfen: Mutter mit Neugeborenem und homöopathische «Chügeli». (Bilder: Keystone).

Kaum ist das erste Kind auf der Welt, beginnen sich viele Eltern für Homöopathie zu interessieren. Es ist häufig ihre erste Begegnung mit den «Chügeli». Das bestätigen Homöopathen und die Regale von Buchläden: Dutzende Ratgeber und Nachschlagewerke versuchen dem Laien diese Alternativmedizin näherzubringen. Viele Buchtitel richten sich dabei explizit an Familien.

Die meisten dieser Bücher behandeln die Selbstmedikation: Eltern erfahren, wie sie selber bei ihren Kindern mit homöopathischen Mitteln körperliche und psychische Beschwerden lindern können. Mit einer homöopathischen Apotheke von dreissig verschiedenen Globuli und der Hilfe eines Taschenbuchs soll man die meisten kleineren Notfälle und Verletzungen, Beschwerden und Krankheiten behandeln können.

Doch so einfach ist das nicht: Klagt das Kind über Schmerzen, können gemäss den Ratgebern 13 verschiedene Mittel passend sein – je nachdem ob die Schmerzen brennend, stechend oder wellenförmig sind. Und ob das Kind dabei Durst empfindet oder unruhig ist und vor Schmerz schreit. Die Eltern müssen also die Art des Schmerzes bestimmen sowie den allgemeinen Zustand des Kindes erfassen können.

Das ist anspruchsvoll. Und alles für eine Behandlung, deren Wirkung umstritten ist.

Weshalb also ist die homöopathische Behandlung für Eltern derart attraktiv? Vor allem wohl, weil sich viele Eltern gegenüber der Schulmedizin eine Alternative wünschen. Sie sind irritiert, wenn ihnen der Arzt bei einem normalen grippalen Infekt eine Handvoll chemischer Medikamente in die Hand drückt, damit sie diese dem Kleinkind verabreichen. Die Eltern setzen mit der Homöopathie auf eine natürliche Methode, die im Gegensatz zu Medikamenten keine Nebenwirkungen hat.

Hinzu kommt, dass man damit nichts falsch machen kann – vorausgesetzt natürlich, man versucht sich nicht an schweren oder chronischen Krankheiten. Dies erlaubt es den Eltern auszuprobieren: Hilft ein Mittel nicht relativ bald, war es wohl einfach das falsche. Es gilt ein neues zu wählen, ganz nach dem Prinzip «nützt’s nicht, so schadet es auch nicht». Wird der Schmerz, der Husten, oder der grippale Infekt danach nicht rasch besser, kann man ja noch immer zum Arzt, so die Überlegung.

Auf diese Weise handle auch ich manchmal. Ich sehe die Methode rein pragmatisch: Homöopathie kann eine weitere Möglichkeit sein, dem eigenen Kind (oder auch sich selbst) zu helfen. Weshalb also nicht einfach ausprobieren? Doch ich muss zugeben: Ich pröble nicht lange, denn allzu viel traue ich mir auf diesem Gebiet nicht zu. Wird der Zustand des Kindes mit den Kügelchen nicht schnell besser, wähle ich wenn nötig relativ rasch die Nummer der Homöopathin oder des Arztes.

Zwei Mal erlebten wir bislang mit den von der Homöopathin verschriebenen Kügelchen Erfolge: Eine langwierige Bronchitis des Sohnes verschwand nach der Behandlung innert Tagen. Die zahlreichen vom Arzt verschriebenen Medikamente hatten dies nicht geschafft. Ein anderes Mal waren es hartnäckige Warzen an den Füssen, die nach den Globuli innerhalb von 24 Stunden verschwunden waren. Ein Vereisen beim Arzt wurde hinfällig.

Ob diese Erfolge nun das Ergebnis der homöopathischen Mittel oder einer eingebildeten Wirkung waren ist unwichtig. Hauptsache es hat geholfen.

gabi15x150Gabriela Braun ist Redaktorin bei der Zeitschrift «Gesundheitstipp», freie Journalistin und Mutter eines neunjährigen Sohnes. Sie lebt mit ihrer Patchwork-Familie in Erlenbach ZH.

Erstpublikation: 10. Mai 2012

75 Kommentare zu «Best of Mamablog: Weshalb fahren Familien auf Homöopathie ab?»

  • Christoph Schweizer sagt:

    Viele Leute und mit die allermeisten Kommentatoren hier haben ein Weltbild, das im Menschen eine Art Maschine sehen und Problemlösungen allgemein über Gewalt definieren.

  • Benjamin Meier sagt:

    Aus den Annahmen das a) die Homöopathie wirkt (aufgrund des Potenzierens, der persönlichen Zuwendung oder was auch immer), und b) diese Wirkung in systematischen Studien nicht belegt werden kann, folgt das auch Nebenwirkungen nicht belegt werden können. Treffender wäre die Aussage, dass die Homöopathie keine bekannten Nebenwirkungen hat oder, böser, dass die Homöopathie unbekannte, potentiell höchst gefährliche Nebenwirkungen hat…

  • Kurt Bachstett sagt:

    Eigentlich müsste ein Schluck Bodenseewasser verdünnt mit 1:10^15 destilliertem Wasser all die Wirkstoffe enthalten die auch in Homöopathischen Produkten zu finden sind.
    Weshalb dieses Wasser dann so teuer verkauft wird, kann man nur mit der Scharlatanerie der Hersteller und der Dummheit der Konsumenten dieser Produkte erklären.

    • Rudolph Stucki sagt:

      So wie bei der Religion wo jeder mein sein unsichtbarer Freund sei der Bessere, so galubt man halt, das geheimnissvolle Kraefte in verduenntem Wasser hausen. Beweisen muss man ja nichts und glaubren darf man alles

    • Rudolph Stucki sagt:

      Schlangenoel Verkaeufer, Gesundbeter und Kuegelitheraphie bringen es fertig, leichtglaeubigen Menschen das Geld zur Tasche rauzuziehen, was mich jedoch verwundert, dass nun die Krankenkassen bei diesem Unsinn mitmachen wollen wo doch schon genuegend geklagt wird, wie hoch die Versicherungspraemine sind….

      • Nun ja, die Dummheit. Wie sagt man so schön: mit der Dummheit der Menschen, kann man das meiste Geld verdienen.
        Und wer verdient das meiste Geld? Die Homöopathie oder die Pharmaindustrie?
        Wichtig ist, selbst Hirn einschalten. Es gibt Medikamente, die haben Menschen verstümmelt. Es gibt Esoterik, die nicht hilft. Aber es gibt alternative Methoden wie Akupunktur, die früher verteufelt wurde und heute von Ärzten praktiziert wird. Und es gibt Gesundheitssysteme in anderen ändern, die Deutschland und der Schweiz weit überlegen sind.
        Weil dort Schulmedizin und Alternativmedizin zusammenarbeiten.

  • Widerspenstige sagt:

    …und hier zum Geburtstag von mir an die Schweiz…jaja, ich weiss, Barcelona ist nicht Bern, aber wir könnten ja mal überlegen, wie so eine Hymne auf Schweizer Verhältnisse übersetzt tönen und wer diese Inszenieren könnte, ok? Also händ en schöne 1. August 2012!!

    http://www.youtube.com/watch?v=IHRd0R-uKHc&feature=related Barcelona – Freddie Mercury & Montserra Caballé

  • Nando Widmer sagt:

    Ohne Mütter gäbe es die Homöopathie nicht ;o)

  • Monika Blum sagt:

    Zu dem Thema gibt es einen lustigen Sketch auf youtube von „that Mitchell and Webb Look“ (BBC): „Homeopathic A&E“ (homöopathische Notaufnahme) :

    http://www.youtube.com/watch?v=HMGIbOGu8q0

  • Beat W. sagt:

    Es erstaunt mich immer wieder, wieviele negative Kommentare auf vereinzelte, auf persönliche Erfolge/Genesung mittels Homöopathie hinweisende Artikel, publiziert werden. NB, dies auch von Schulmedizinern. Hat jemand, eine Erklärung?,
    Negative Kommentare seitens „der Homöopathen“ die Schulmedizin betreffend sind eher selten (Ausnahme: vielleicht „Impfen“). Ich bin auf jeden Fall froh, dass es Schulmedizin und „Kügelchen“ gibt. Bei mir und unseren Tieren helfen in vielen Fällen (nicht immer) die Globuli. Wenn jetzt unsere Hunde auch noch an die Wirkung der Homöopathie glauben würden……..!

    • Valeria sagt:

      Naja, es gibt auch Leute, die glauben, wenn sie Nadeln in kleine Püppchen stechen, dann würde das irgendwas bewirken. Und es gibt bestimmt Fälle, wo auch etwas passiert ist. Aber deshalb glauben wie hier trotzdem nicht an Vodoo, selbst wenn mal einer von einem „erfolgreichen“ Fall berichten würde.

      Ein grosser Teil der schulmedizinischen Ausbildung richtet sein Augenmerk auf Substanzen und ihre Wirkung im Körper. Gerade deshalb sollte Ihnen doch auffallen, warum Kritik VOR ALLEM von Schulmediziner kommt. Bei einem Motorschaden hören Sie ja auch auf den Mechaniker.

  • Fanny Fröhlich sagt:

    Ich bin der gleichen Meinung wie Rudolf Bauz. Es ist eher ein Mittel zur Beruhigung der Eltern. Umgefallen- Kügeli, Bienenstich – Kügeli. Bin auch in die Falle getappt und habe mich, wie alle andern auch, damit versorgt, bis meine Tochter (3 Jahre alt), bei Ohrenschmerzen nur noch die Kügeli wollte. Obschon sie nichts brachten. Bin zum Arzt und gut wars. Da hab ich aufgehört! Man gewöhnt auch die Kinder daran, bei jedem Boboli Kügeli (später Medi) zu nehmen.

    • alien sagt:

      „Chügeli“ hat auch bei meiner Tochter zu den ersten Worten gehört, die sie konnte (neben „Mami“, „Papi“ und „Quantenverschränkung“).

  • Morstadt sagt:

    Bei Potenzen grösser D10 versucht die Homöopathie, das Wissen der Ärzte im antiken Griechenland, dass die Natur der sich selbst heilende Arzt ist (wozu sie aber Zeit braucht), mit dem naturalistischen Denken der Aufklärung in Einklang zu bringen; daher die Behauptung zu „heilen“, also (physikalisch/physiologische) „Wirkungen“ zu erzielen. Dazu muss die Homöop. sich physikalischer Begriffe bedienen, mit der Folge, dass man die „Wirkung“ evidenzbasiert überprüfbar machen will. Das ist aber falsch ist, denn bisher gibt es keine derartigen Nachweise.

  • Widerspenstige sagt:

    Wir haben schon sehr früh mit einer interfamiliären ‘Doppelblindstudie’ am eigenen Leib erprobt, wie es ist, fast ohne Chemiekeulen gegen Alltagskrankheiten anzutreten: unsere drei Kinder wurden bei Grippe/Fieber mit Essigsocken, Globuli und Dr. Vogel-Produkten wie Echinacea behandelt. Sie erhielten alle nur die Kombi-Impfungen während der Schulzeit als Prävention. Ging es in die Tropen während den Ferien, dann wurde Malariaprophylaxe mit Echinacea ca. 6 Wochen vor Ferienbeginn betrieben. Die Immunität wurde von Kindsbeinen an gestärkt. Ach ja, Honig statt Confis ist Gold wert. 🙂

    • Widerspenstige sagt:

      Ich stamme aus einer Familie, wo den Heilkräutern nach Maria Treben und Hildegard von Bingen grosse Bedeutung beigemessen wurde. Zudem war mein Vater passionierter Imker und ich weiss deshalb ganz genau, wie wichtig eine gesunde ausgewogene Ernährung, gepaart mit genügend Bewegung in Wiese und Flur für den gesamten Organismus ist. Wer sich also nicht mit Fertigprodukten krank machen will (wer ist da der Produzent?), darf sich ruhig mit der Alternativmedizin behandeln. Der Körper besitzt genügend Abwehr bei Alltagskrankheiten.

      Der Mensch ist, was er isst.

      • Widerspenstige sagt:

        Und hier ein Beispiel aus meiner Praxis als verantwortungsvolle Mama mit etwas Kenntnis der Phythotherapie dh Heilkräuterkunde bei Fieber meines Kleinkindes:
        Zuerst gab ich Aconitum D12 im ansteigenden Stadium bei Schüttelfrost, dann Belladonna D6 wenn es stark zu schwitzen anfing und die Temperatur bei ca. 39,5°C sich einpendelte – alles in Begleitung mit Essigsocken. Ja, ziemlich aufwändig, aber nur so kann die Immunität und Selbstheilungsprozess gewährleistet werden. Wenn es mehr als einige Stunden bei 39,8°C blieb über Nacht, gab ich Aspegic für Kleinkinder vom Arzt!

      • Hitz sagt:

        Maria Treben mit ihrer Kräuterheilkunde im gleichen Atemzug zu nennen wie Homöopathie, ist nicht sehr sinnvoll, da erstere auf nachweisbaren Wirkstoffen beruht, während zweite einfach…zweifelhaft ist.

      • Valeria sagt:

        @ Widerspenstige:
        Ich hoffe sehr, die Malariaprophylaxe für Sie und Ihre Kinder bestand nicht NUR aus Echinacea. Ich bin sehr interessiert an Pflanzenmedizin und Ethnobotanik, aber man darf hier nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Es gibt Pflanzen mit nachgewiesenen wunderbaren Wirkungen, Echinacea gegen Erkältung, Johanniskraut gegen Stimmungstiefs, Muskatnuss gegen Verdauungsbeschwerden und Honig (vom Bauernhof nebenan).

        Aber auf die Malariaprophylaxe gänzlich zu verzichten ist nicht umbedingt nachahmungswürdig.

      • alien sagt:

        „Unbedingt“ mit „m“ zu schreiben ist hingegen umbedingt umfallträchtig und umter aller Sau…

      • Valeria sagt:

        Brav, alien. Für das gits es Güezi…

      • alien sagt:

        Ou damkeschön!

    • Mike Shiva sagt:

      Ich denke, wir haben dieselben Sympathiewellen. Wir stammen von der gleichen Galaxie, auch wie alien. Wir sollten uns einmal zusammensetzen. Möchten Sie bei mir im Callcenter arbeiten?

      • alien sagt:

        Wenn ich bei Mike Shiva arbeitete, brächen seine Umsätze zusammen aufs Strübschte und würden sich nie wieder erholen.

  • Luise sagt:

    Selber Globuli verabreichen funktioniert erst nach jahrelanger Erfahrung. Homöopathie imuss von einem erfahrenen Homöopathen verabreicht werden, der nicht nur die Symptome, sondern auch die erkrankte Person kennt. Es hat keinen Sinn, Hokuspokus mit den Globuli zu machen und um Glauben geht es schon gar nicht. Meinen Kindern hat Homöopathie oft, aber nicht immer geholfen. Am erstaunlichsten war die Wirkung bei Milchschorf. Die Milchunverträglichkeit hat sich mit Globuli und einer Diät systematisch ausgewachsen. Vor allem ist es falsch, Homöopathie und Schulmedizin gegeneinander auszuspielen.

    • Daniel T. sagt:

      Klar, für den Voodoo-Priester ist es ja auch besser, seinen Patienten zu kennen, damit der Zauber wirken kann. Und dass Ihrem Kind vielleicht auch einfach nur Ihre fürsorgliche Hingabe und Emphatie geholfen haben könnte, halten Sie für ausgeschlossen?

  • Philip sagt:

    Meine Ur-Oma gab uns Kindern bei kleinen Blessuren oder Erkältungen jeweils einen Teelöffell voll Honig oder einen Zuckerwürfel mit einem Tropfen „Klosterfrau Melissengeist“ drauf. Hat mindestens so gut „geholfen“ wie die Kügeli heute….

  • Daniel T. sagt:

    Man könnte die Homöopathie auch als Placebo 2.0 bezeichnen. Einem heute lebenden Europäer, der lesen und schreiben kann, kann man ja kein Placebo mehr verschreiben. Spätestens beim Lesen der Packungsbeilage käme er sich veralbert vor. Also verschreibt man als Arzt was homöopathisches, wenn man der Meinung ist, hier hilft allein der Glaube. Schon verrückt, für Gifte in Wasser und Nahrung gibt es Grenzwerte, unterhalb derer der Konsum ungefährlich sein soll. Aber bis zur Nicht-mehr-Nachweisbarkeit verwässerte Mittelchen sollen genauso gut wirken wie der eigentliche Wirkstoff…

    • alien sagt:

      Wieso steht in den Beiträgen, welche die Homöopathie ablehnen immer wieder „es kann nicht wirken, weil kein Wirkstoff mehr drin ist“ und dergleichen? Die Homöopathie wirkt nicht mittels „Wirkstoffen“ sondern mit anderen Prinzipien. Bei mir hat sie schon einmal toll gewirkt, mir muss also niemand damit kommen, dass sie nur auf Einbildung basiere. Und ich bin ein realistischer Ingenieur.

      • Valeria sagt:

        alien: „Die Homöopathie wirkt nicht mittels “Wirkstoffen” sondern mit anderen Prinzipien.“

        …wait… what?

        Und als realistischer Ingenieur sind sie bestimmt absolut fähig, mir und allen anderen Unwissenden diese „anderen Prinzipien“ der Wirkungsweise von homöopathischen Mitteln zu erklären.

        by the way: Placebo ist viel mehr als Einbildung. Es gibt Leute, die haben sich damit schon in einen Kreislaufkollaps manövriert, da man sich selbst die Wirkung von Blutdrucksenkern einbilden kann. Aber trotz allem ist es „nur“ Placebo.

      • Diana sagt:

        Valeria, seit wann muss ein Patient die Wirkung einer Medizin erklären können? Ich verstehe auch nicht, wie Antibiotika und Kortison funktionieren, aber wenn meine Hausärztin sagt es würde helfen und es hilft dann auch, dann geht mir die Wirkweise so ziemlich am Hintern vorbei – dasselbe gilt für Homöopathie – wenn ich unter einer Krankheit leide und mich jemand von diesem Leiden befreit, dann ist mir egal wie er das gemacht hat, da kann er von mir aus nackt um einen Teebaum tanzen und die Nationalhymne singen 😉

      • Valeria sagt:

        @ Diana:
        Ich stimme Ihnen vollkommen zu.

        Alien aber hat postuliert, dass Homöopathie nicht mit Wirkstoffen, sondern mit „anderen Prinzipien“ wirkt. Und wer sowas behauptet, soll auch erklären, WARUM er es behauptet. Ganz einfach.

      • alien sagt:

        Warum? Naja, weil ich das glaube, ganz einfach. Was die Wirkungsprinzipien der Homöopathie sind, da frag den Homöopathen Deines Vertrauens, nicht mich. Ich sagte nur, dass es halt Wirkungen gibt unterschiedlicher Art, chemische, psychologische, und dann gibt es sicher noch quantenmechanische Wirkungen. Und elektromagnetische. Und und und.

  • Joe sagt:

    Problematisch bei der Hömopathie ist, dass eine schwerwiegende Krankheit verpasst oder die Behandlung verzögert wird, wenn die Schulmedizin bestens helfen kann. Niemand möchte ja auf die grossen Fortschritte der Schulmedizin verzichten, die während den letzten Jahrzehnten zu verzeichnen waren. Ein Blick in die Medizingeschichte vor 100 Jahren lohnt sich!

    • Luise sagt:

      Hab nichts gegen Schulmedizin. Aber auch die moderne Medizin ist bei vielen Leiden wirkungslos. Es braucht beides!

    • will williamson sagt:

      Der Vollständigkeit halber ist zu erwähnen, dass viele Leute erst Hilfe bei Naturärzten, Homöopathen, Fernheilern, etc. suchen, nachdem ihnen sieben Ärzte nicht helfen konnten. Ich weiss von einer Frau, die 30 Jahre lang offene Beine hatte. Da wurde ihr zufällig ein Naturarzt im schönen Appenzellerländli empfohlen. Nach vier Wochen waren die Beine zu.

      • Hanspeter Niederer sagt:

        Die Frau hat an den Naturarzt geglaubt, darum gingen die offenen Beine zu……. sagen jetzt die ach so gescheiten Gläubigen der Schulmedizin, die so stolz sind, dass sie sich nicht von irgendwelchen Chrütli- und Chügeli-Scharlatanen verarschen lassen. Nur die Schulmedizin schafft es, siehinters Licht zu führen. Dieses Schicksal teilen sie mit andern Gläubigen.

  • Hans Maulwurf sagt:

    ..weil Familien in der Regel nicht intelligent genug sind um zu erkennen wann sie über den Tisch gezogen werden!

    • Frölein Mitens sagt:

      Und die moderne Medizin besteht aus Elfenstaub und Einhornhaaren oder was? Wie hat es Hippocrates so schön formuliert ‚let thy food be thy medicine and thy medicine be thy food. Jeder Arzt schwört den Eid und doch haben die wenigsten Ahnung von seiner Lehre, die sicher viele Leute ablehnen würden.

      • Hans Maulwurf sagt:

        wenn Sie mit Elfenstaub wissenschaftlich nachgewiesene Wirkungen meinen und mit Einhornhaare eine enorme Verlängerung der Lebenserwartung während den letzten 150 Jahren, dann gebe ich Ihnen absolut recht.
        Das Argument von Hippocrates ist ein gutes das ich nur unterstützen kann. Jedoch Zahlt man im Gegensatz zum Zucker in Homöopathischen Globulin, bei gesundem Essen keinen Aufpreis nur weil angeblich ein zwei Moleküle darin ad absurdum potenziert wurden.

      • will williamson sagt:

        Interessant! Das ist genau auch meine Devise. Hab gar nicht gewusst, dass der „Hippi“ das auch gesagt hat. Eigentlich ist es logisch. Wenn ich irgend welches Zeugs schlucken muss, um etwas zu kurieren, sollte das ja auch vorbeugend funktionieren, indem ich mich ausgewogen ernähre. Da kann man sich dann sogar die homöopathische Kügelchen ersparen. Mehr als von der Homöopathie halte ich von der Phytotherapie. Anstelle von hochpotenzierten Verschüttelungen kann man ja auch Urtinkturen verwenden. Da sind dann sicher noch ein paar Moleküle der Wirkstoffe drin.

  • Frölein Mitens sagt:

    Mein Mann hatte Heuschnupfen, die Globulis wirkten bei ihm super, er hat keine Beschwerden mehr. Warum auch immer das Zeug funktioniert, ich find’s besser als sich einen Frühling lang Kortison die Nase hochzujagen. Auch hatte ich in der Schwangerschaft oft viel zu früh Wehen, ich nahm Bryophylum und die Wehen hörten auf. Ob das jetzt Placebo oder wasauchimmer, Wirkung auf einer höheren Ebene oder blub ist, es hat geholfen.

    • Rudolf Bauz sagt:

      Also in meiner Kindheit bestand die Medizin für kleine Blessuren und Erkältungen aus den Worten: „Sei nicht so ein Mimösli!“. Hat immer sehr schnell gewirkt und würde der heutige Jugend auch nicht schaden. Aber man rennt lieber gleich zum Quacksalber und lässt sich das teuerste Wasser der Welt verschreiben. Was die Homöopathie heilt, heilt auch von alleine.

      • Rudolf Bauz sagt:

        Ah tschuldigung Frau Mitens, der Kommentar war nicht als Antwort auf den Ihrigen gedacht sondern allgemein.

    • Frölein Mitens sagt:

      Naja, wenn man 3 Monaten zu früh Wehen hat, würde ich das nicht mit einem ‚Sei nicht so ein Mimöseli‘ abtun….

      • Valeria sagt:

        Nein, Frau Mitens. Aber dann würde ich auch zum Arzt und nicht zum Homöopathen. Das wäre mir dann echt zu heikel…

  • Valeria sagt:

    Homöopathie wirkt nicht mehr oder weniger als Placebo. Mehr gibt es von meiner Seite zu diesem Thema eigentlich nicht zu sagen. Aber…

    „Die Eltern setzen mit der Homöopathie auf eine natürliche Methode, die im Gegensatz zu Medikamenten keine Nebenwirkungen hat.”

    Frau Braun, schon mal was von Nocebo-Effekt gehört?

    • Pixel sagt:

      Es ist schon erstaunlich wie viele Leute immer und immer wieder mit grosser Beharrlichkeit diesen Placebo Effekt propagieren müssen. Ich behaupte mal, dass jegweilige Diskussion daraus im Nocebo Effekt endet.

      • Valeria sagt:

        Genauso erstaunlich ist es (jedenfalls für mich), dass immer und immer wieder mit grosser Beharrlichkeit auf die vermeintliche Wirkung von Homöopathie hingewiesen wird. Nur um dann anzufügen, dass man selber ja auch nicht genau wisse, wie es funktioniert. Aber es funktioniere halt.

        Nun ja. Nichtwissen war noch nie eine besonders gute Methode, die Menschheit im Allgemeinen und das Wohlbefinden des Einzelnen nach vorne zu bringen. Siehe Hexerei. Siehe Vodoo. Siehe Religion.

      • Pixel sagt:

        Anscheinend gibt es Menschen, die nur an das glauben was sie sehen und wissenschaftlich belegt ist und andere die durchaus auch nicht wissenschaftlich belegten Dingen ihren Platz einräumen können. Vermutlich liegt da der große Unterschied. Ständig immer und immer wieder auf denselben Argumenten herumzuhacken sehe ich als wenig konstruktiv an. Das einzig und allein war meine Kritik an Ihrem Kommentar.

      • Valeria sagt:

        Natürlich sind solche Artikel und die Reaktionen, die darauf folgen, selten konstruktiv. Weil sie (zumindest von einer Seite aus) stets auf Gefühlen, Meinungen und Glauben beruhen. Das ist ja das Problem. Man glaubt. Oder eben nicht.

        Aber zu behaupten etwas sei wahr, nur weil man selber daran glaubt, das ist nicht in Ordnung. Und das tun Homöopathie-Befürworter. Und da nützt eben nur beharrliches Korrigieren.

        PS: Ich persönlich kann durchaus Dingen Platz in meinem Weltbild einräumen, die (noch) nicht wissenschaftlich belegt sind. Aber nicht solchen, die wissenschaftlich WIDERLEGT sind.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Wenn ein Kind krank ist und durch ‚milde Mittel‘ wieder gesund wird (vielleicht würde es das auch ohne, aber man will als Mutter etwas tun), ist man einfach froh. Warum genau diese Mittel dann genützt haben, ist sekundär. Ich verstehe auch nicht ganz, warum sich die Schulmediziner dermassen auf die Homöopathie einschiessen, ihnen wird doch nichts weggenommen?

      • gabi sagt:

        Find ich übrigens auch.

        Aber.. Aus denselben Gründen: Wieso dann auf eine bestmmte Gruppe der Ärzteschaft einschiessen?

  • Nathalie sagt:

    das oberste gebot der pharmakologie ist folgendes: wenn ein medikament keinerlei nebenwirkungen hat, dann hat es ebenso keinerlei wirkung!

    und zu sagen, dass chemische medikament vom arzt verschrieben werden ist stupide. die glucose in den chügeli ist genauso chemisch wie ein antibiotikum. chemisch als schimpfwort zu verwenden für medikamente, welche synthetisch oder gentechnisch hergestellt werden, ist unsinnig!

  • Adriano Granello sagt:

    „Die Eltern setzen mit der Homöopathie auf eine natürliche Methode, die im Gegensatz zu Medikamenten keine Nebenwirkungen hat.“
    .
    Kein Wunder, denn etwas, das keine Wirkung hat, führt selbstverständlich auch nicht zu Nebenwirkungen. Nur: gratis sind die Placebo-Kügeli und die Homöopathen bekanntlich nicht…

  • Guido Singenberger sagt:

    Die wirkung der Homöopathie beruht wissenschaftlich nachgewiesen auf der Tatsache, dass sich die Patienten durch den Glauben an die Wirkung oft selbst heilen.

    • will williamson sagt:

      Der Glaube an die Wirkung hilft auch bei der sog. „Fernheilung“. Mir ist vor Jahren ein Fall bekannt geworden, wo ein Fernheiler, der nach eigener Aussage nicht „gesendet“ hat, körbeweise Dankschreiben erhalten hat. Dass der Glaube Berge versetzen kann, steht ja schon in der Bibel. Im Zusammenhang mit der Homöopathie interessant ist aber, dass eben z.B. Babies oder Tiere, die sicher nicht daran glauben, mit Homöopathie ebenfalls geheilt werden.
      Ob man daran glaubt oder nicht: Heute ist mit Sicherheit der 1. August!

      • Rudolf Mühlemann sagt:

        Keine Wirkung ohne Nebenwirkung. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit beruht bei Homöopathie die einzige Wirkung auf dem Faktor „Glauben“. Das ist nicht per se falsch. Wenn jemand an die Wirkung glaubt, wunderbar. Es ist einfach falsch, wenn die Krankenkassen diese Kosten auch noch übernehmen müssten. In der Regel lautet das Gegenargument der Homöopathie–Gläubigen: Wenn es doch wirkt, dann ist es nicht nur weniger schädlich, sondern auch kostengünstiger. Dabei wird aber der Effekt „doppelt gemoppelt“ vergessen. Der heutige, konsumaffine Mensch will alles zum halben Preis.

      • Mike Shiva sagt:

        Fernheilung per Engelskarte gefällig? Ein Anruf genügt und es kostet nicht viel.

    • Hanspeter Niederer sagt:

      Und bei Tabletten der Schulmediziner ist ein solcher Placebo-Effekt natürlich völlig ausgeschlossen.

  • Thomas Ernst sagt:

    Die Wirkung der Homöopathie ist längst nicht mehr „umstritten“. Sie gilt als widerlegt. Das verzwickte ist, dass durch die anekdotische Evidenz wie sie auch hier im Artikel wieder formuliert wird („Eine langwierige Bronchitis des Sohnes verschwand nach der Behandlung innert Tagen“ .. natürlich, eine Bronchitis ist irgendwann vorbei) immer wieder Eltern darauf reinfallen und unnötig Geld verpulvern.

    Achso: Und der Arzt verschreibt bei Erkältungen nur deshalb etwas, weil die Patienten unterbewusst dies von ihm erwarten. Dass sie dann irritiert nach Hause gehen ist eigentlich Ironie pur.

    • Georg sagt:

      Genau so ist es.

      Zur Frage warum gerade junge Eltern es ausprobieren? Weil man sich dagegen kaum wehren kann. Zum Einen ist die Umstellung auf Kinder ein grosser Bruch im Leben der einen psychologisch anfälliger macht für Scharlatane. Zum Anderen verbringt man mehr Zeit beim Arzt mit den üblichen Zipperlein der Kleinen und den Vorsorgeuntersuchungen. Und dann wird einem der homöopathische Kram schon fast aufgedrängt. Dazu kommt, dass „auf Basis von Kräutern“ und homöopathisch oft als Synonyme verwendet werden. Dabei hat das Eine mit dem Anderen nichts zu tun.

    • Hanspeter Niederer sagt:

      Wenn Sie vom Schulmediziner Tabletten gegen Ihre Bronchitis bekommen und sie dann innert Tagen geheilt ist, ist das natürlich auf die Tabletten der Schulmedizin zurückzuführen. Im übrigen: womit ohne relevante Wirkung gigantische Geldsummen verpulvert werden, das ist mit der Schulmedizin.

  • Mal ein Bericht, der die Homöopathie nicht verreisst! Herzlichen Dank. Selber als klassischer Homöopathe tätig und selber Vater von zwei kleinen Kindern, weiss auch ich die Vorzüge dieser genialen Heilweise zu schätzen. Meine Kinder (9 & &) hatten bis heute noch nie Antibiotika, haben keine Allergien und auch sonst keine Auffälligkeiten. Danke Samuel Hahnemann.

    • Schnurri sagt:

      …Glück gehabt. Oder noch besser: Dankgott….

    • Marku Scheur sagt:

      Auch meine Kinder (jetzt erwachsen) hatten nie Antibiotika, Medikamente, haben auch keine Allergien – und habe nie Homöopathie benutzt….. Vielleicht gibt es einfach gesündere Menschen, Dank sei, wem auch immer 😉

  • Die sogenannte „wissenschaftliche“ Schulmedizin ist auch nicht immer über alle Zweifel erhaben. Ich hatte früher oft Kopfschmerzen am Wochenende und der Arzt verschrieb mir Kopfwehtabletten. Die Ursache für dieses Wochenende-Kopfweh musste ich aber selber herausfinden: Koffeinentzug. Seit ich den Kaffeekonsum während der Woche stark reduziert habe, ist das Kopfweh weg. Seither habe ich nur noch sehr selten Kopfweh. In diesen Fällen nehme ich keine Kopfwehtablette mehr, sondern trinke einfach ein bis zwei Gläser Wasser. Es scheint mir, dass nicht die Tablette, sondern das Wasser nützt.

    • Marco Casutt sagt:

      @ Ernst Dittmar: Wenn dem so ist, kann dies sicher auch entsprechend wissenschaftlich nachgewiesen werden und bei der Homöpathie kann man dies eben nicht. Dass Ärzte zu schnell Medikamente verschreiben ohne eine allfällige Ursache zu eruieren versuchen (was in den meisten Fällen für einen aussenstehenden Arzt auch ziemlich schwierig sein dürfte), hat ja nichts mit der Medizin an sich zu tun. Es gibt keine Schulmedizin, nur wissenschaftliche Medizin und Hokus-Pokus.

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