Best of Mamablog: Im Namen des Vaters

Es sind Sommerferien, auch für unsere Autorinnen und ihre Familien. Deshalb publizieren wir zehn Lieblingsbeiträge unserer Bloggerinnen. Wir hoffen, das Wiederlesen macht auch Ihnen Spass! Der heutige Beitrag unserer Sommer-Best-of-Serie ist ein Papablog von Rinaldo Dieziger.

Katholische Taufe.

Katholische Taufe.

Ich bin ein Junge von 37 Jahren und habe gesündigt. Das letzte Mal in der Kirche war ich Ende August bei der Taufe unserer kleinen Tochter. Und in den letzten 20 Jahren davor bei ein paar Beerdigungen, Hochzeiten und einem Gospel-Konzert. Wobei, das zählt nicht, das war in einer reformierten Kirche. Mein erstes Mal übrigens. Hat mich irgendwie an einen Zivilschutzbunker erinnert. So ganz ohne Glanz und Gloria.

Zum Thema. Kaum war unsere Tochter geboren, kam die Frage: Lässt ihr es taufen oder nicht? Heikle Frage. Glaubensfrage. Und, nüchtern betrachtet, auch eine Kostenfrage. Selbst wenn sich die Beatles oder ABBA wiedervereinigen würden, sie könnten niemals einen so hohen Eintritt verlangen, wie ich für die paar Besuche bei Jesus Christ Superstar hingeblättert habe. Ausgetreten bin ich trotzdem nicht. Obwohl ich in einem Klosterinternat zur Schule ging und mit dem Ars Latina unter dem Kopfkissen schlafen musste. Obwohl ich auf Geheiss der Eltern als Ministrant gedient habe (und wusste, dass unser Pfarrer aus dem Kelch gar kein Blut getrunken hat sondern 2/3 Fechy und 1/3 Wasser statt umgekehrt). Obwohl mir der Dorfcoiffeur Jahr für Jahr einen dicken Schmutzlibart angeleimt hat, der biss wie die Höllensau. Obwohl mir der liebe Gott unseren Hund nicht zurückgebracht hat. Obwohl oder vielleicht gerade deswegen. Weil all das zu meiner Kindheit und damit unauslöschlich zu mir gehört. Und niemand verabschiedet sich gern von seiner Kindheit. Vor allem wir Männer nicht.

Andererseits erleben wir die eigene Kindheit durch unsere Kinder nochmals neu. Warum also das Gleiche nochmals durchmachen? Warum nicht Buddhismus? Mir gefällt Buddha. Der sitzt friedlich da und strahlt goldig – ommmmmmmmm. Nicht wie unser Jesus, der ans Kreuz genagelt mit dem Tode ringt. Ein unschönes Bild. Wie das nur auf unsere Kinder wirkt? Die mögen doch Kung-Fu-Panda auch lieber als den sterbenden Schwan. Wobei Wiederauferstehung auch ziemlich cool ist. Das hat nicht mal Batman drauf. Halleluja.

Oder einfach nichts machen? Soll das ungetaufte Kind später, wenn es gross ist, selbst entscheiden, ob es Weihnachten oder Ramadan feiert? Ob es sich beschneiden lässt oder eine Burka tragen will? Ob es den Leib Christi oder koscher isst? Ob es nach dem Tod als Eidechse wiedergeboren wird oder in den Himmel kommt? Egal, wie es sich entscheiden wird, religiös wird das Kind schon davor sein. Es wird glauben, woran wir glauben, sich an den Werten unserer Gesellschaft orientieren. Es wird die Religion unserer Gesellschaft annehmen: Es wird schön und intelligent sein wollen. Es wird Geld und Macht besitzen und sich selbst verwirklichen wollen. Und es wird damit vielleicht genauso egoistisch und unglücklich werden wie so viele von uns. Weil es nie in einer Gemeinschaft dabei war, die Halt und Haltung gibt, die liebt und vergibt.

Vielleicht werde ich doch noch Pfarrer. Amen.

rinaldo150x150Rinaldo Dieziger (37) ist Gründer und Geschäftsführer von Supertext, der ersten Textagentur im Internet. Er hat eine Tochter und lebt mit seiner Familie in der Stadt Zürich.

Erstpublikation: 5. Oktober 2011

309 Kommentare zu «Best of Mamablog: Im Namen des Vaters»

  • Angela sagt:

    Ich denke, auf so wirre Kommentare wie von „Gabi“ koennen alle gerne verzichten……Kann den Beitrag von RD gut nachvollziehen und finde ihn witzig geschrieben….schmunzel……Der Mann hat sich dabei schon was ueberlegt….

    • alien sagt:

      Ach gabi, ich glaube, den gibt es gar nicht wirklich, der ist einfach ein sehr gut gemachter Trollbot. Redaktion, ist jetzt gut, Ihr könnt ihn abschalten.

  • Katharina sagt:

    I look around. read. many people think of the transcendental..write about it.

    I look in my bedroom. I have a little rest now. for they sleep in their afternoon nap.

    my cats are there, too. intertwined in pillows and sun rays like my bebes. eyes closed. a movement here and there as they dream. a giggle, a hand waving. a meow. eyes behind closed lids singing satisfaction and being loved.

    the sunrays pass. heads turn and slumber on.

    divine. not transcendental, but simple presence of the grace of life and the cosmos.

    ty universe for this moment

    • Katharina sagt:

      my life changed far beyond calendar. K’tiva vachatima tova – may you be written and sealed for good – is something i wish for my children now. as far as i am concerned, i hope they will hold a stone as a memory of me close to their hearts when I will not be of human form anymore. the stone after all is stardust like me and thus a relative of all of us.

      • gabi sagt:

        Sie nutzen hier einfach den MB als Wand für wirre Graffiti.

        Überlegen Sie sich für Ihre Legende mal, was zeitlich etwas glaubhafter wäre, als quasi noch mit Plazentaverklebten Schenkeln gleich wieder – UNBEDINGT! – im MB rum zu klappern.

        MIt Aussagen, die genau gleich abgehoben klingen, wie als Sie hier Ihr Ableben inszeniert haben.

        In einem Medium, dass Sie ja praktisch nur aufsuchen, um festzustellen, welche Masse an Unwisseden, Ignoranten, Idioten, Faschisten, kleinkarierten Schrebergartenschweizern, etc., etc., etc. sich hier tummeln.

        … Und nun mögen – ausgerechnet DIE – doch

      • gabi sagt:

        bitte, bitte, in Ihrer neueste Legende als Staffage mitwirken.

        Sie sind krank und – die Stimmungsschwankungen haben keineswegs nach gelassen – wohl nach wie vor auf Medis.

        Naja. Besser so.

        Es wäre höchst bedenklich, wenn Sie Elternverantwortung übernehmen dürften.

      • Theo sagt:

        „Gabi: Geht’s eigentlich noch? Selbst wenn es nur erfunden oder halluziniert ist: Was zum Teufel reitet sie, hier frühmorgens so eine Hasstirade abzulassen? Nehmen sie lieber eine kalte Dusche und erleichtern sie sich dort.

        Wenn es so wäre, wie sie meinen, Gabi, dann wäre es wenn schon angebracht, schamvoll zu schweigen.

        Einen schönen Nationalfeiertag allerseits!

      • Blitz Blank sagt:

        schöne zeilen…

      • gabi sagt:

        Sorry, Theo:

        Wir haben hier eine Vorgeschichte.

        Tut mir leid. Hab da keinerlei Hemmungen.

        Hätten Sie die denn erwartet? Von einem Faschisten und Vergewaltiger?

        😉

      • Theo sagt:

        Ich kenne keine Vorgeschichten. Ich lese nur, was da steht!

        Ekelhaft.

      • Hitz sagt:

        Ekelhaft wäre nicht das Wort, das ich wählen würde, aber Theo hat in der Sache schon Recht. Wenn Katharina nämlich wirklich halluziniert und wenn Sie wirklich eine bipolare Störung hat, dann ist das ein Grund für allerlei Dinge, aber sicher nicht dafür, ihr Leiden hier die ganze Zeit höhnisch breitzutreten.

      • gabi sagt:

        … Sehen Sie: Ich tu es trotzdem.

        Denn…

        Vielleicht habe ich ja auch eine bipolare Störung?!

        – Und schwuppdiwupp: Schon muss es dann auch okay sein, wenn ich´s tue.

        So wie es offenbar vollkommen okay ist, wenn Kath hier wütet; kann ja nix dafür, die Ärmste.

        Nein; pardon. Ich gehöre nicht zu jenen, die mit psychischen Störungen gleich alles entschuldigen.

        Wer Wind säht, muss sich nicht wundern, wenn´s irgendwann aufhört, mit schmeichelnden Brisen.

      • Hitz sagt:

        Es geht ja nicht darum, irgendwas zu entschuldigen. Ich habe übrigens auch zu wenig Kenntnisse darüber, was hier im MB für Fehden stattfinden, da mir die Personen hinter den Nicks relativ egal sind und ich hier eh nur periodisch auf- und wieder abtauche. Es geht eher darum, dass man Erkrankungen, Störungen und Beeinträchtigungen von anderen Leuten nicht ständig breittritt und diese Leute nur noch an diesen Defiziten misst.
        Ausserdem: Was bringt es Ihnen, die Sturmernte sein zu wollen? Sie sagen ja nicht nur etwas über Kath aus, wenn Sie über sie sprechen, sondern auch über sich selber bzw.

      • Hitz sagt:

        darüber, wie wichtig Sie diese Plattform und die darauf schreibenden Subjekte nehmen. Lohnt sich das für Sie?

      • gabi sagt:

        Hm… Offenbar, denn sonst würd ich´s wohl kaum tun.

        Da haben Sie sicher recht.

        Und dass es etwas über mich aussagt: Selbstverständlich.

        Ändert nichts daran: Habe einfach irgendwann für mich beschlossen, dass ich mir das so nicht länger gefallen lasse. Entweder es kommt was Begründetes (auf das man dann auch eingehen könnte), oder die Blogenden, die aus dem Blauen heraus hier Faschisten, Neona is, Vergewaltiger, Frauenmörder, u.Ä. austeilen, werden mit den Konsequenzen des von Ihnen Geäusserten (und nur auf Basis DESSEN) leben müssen.

      • alien sagt:

        gabi ist einfach ein Arschloch. Sehr simpel. Katharina hat etwas geschafft, was er nicht für möglich gehalten hätte und um das er sie beneidet. Katharina braucht jetzt Unterstützung und keine Hinderung. Dass gabi sie behindern wird, habe ich ja vorausgesehen.

        Katharina, ich verstehe, dass Du die Welt teilhaben lassen willst an Deinem Glück. Leider erträgt gabi das ja gar nicht. Du hättest es lieber gelassen.

      • alien sagt:

        Dass gabi keine Ahnung hat, was eine Depression ist, geschweige denn, was bipolar bedeutet, ist ja klar. Wer etwas wissen will, soll einmal mit der Wikipedia starten, das ist ein guter Anfang.

      • Fistik sagt:

        @alien

        Ich verstehe folgendes gerade nicht wirklich;

        „Sehr simpel. Katharina hat etwas geschafft, was er nicht für möglich gehalten hätte und um das er sie beneidet.“

        …und danach erwähnen sie, sie hätte Depressionen und leide an bipolaren Störungen 😕

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        @ alien: Beim ersten Satz gebe ich dir recht. Der Rest ist leider Müll! Wenn du der Person namens K. auf den Leim gehen willst, bitte! Du bist ein gutgläubiger Trottel.
        Die allermeisten regelmässigen Leser hier haben schon längstens geschnallt, dass diese ganzen Geschichtchen ins Reich der Phantasie gehören, angefangen mit dem vorgetäuschten Suizid. Es gibt viele Gründe, so etwas zu tun, ich werde hier nicht spekulieren, aber ich glaube gar nichts davon.

      • alien sagt:

        Dann glaubst Du es halt nicht. So what? Ich glaube so einiges. So what? Wieso sollte sie die Kinder erfinden, angefangen mit ihren Namen und Geschlechtern? Angesichts dessen, dass ihr ja eh einige nicht glauben werden, diese Erfindung also gar nichts bringt? Der Suizid war wohl nicht vorgetäuscht, er war wohl tatsächlich ein Suizidversuch. Aber auch ein vorgetäuschter Suizid hat einen Sinn, ein Ziel. Und nicht nur einfach, die Leute zu verarschen, da ist viel mehr. Wenn ich so tu, als ob ich mich umbringe, dann tu ich das aus einem Grund, und wahrscheinlich aus einem guten Grund.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        K. ist ein fake, ganz und gar. Sobald ein Kontakt zu ihr in irgendeiner Weise konkret werden könnte, wird sie zum Phantom, mehrmals passiert, von verschiedenen Seiten bestätigt. Du kannst glauben, was du willst. Ich auch.

      • alien sagt:

        Stimmt, jeder von uns ist frei, zu tun, was er will. Ich finde, dass die Erzählungen Katharinas in sich logisch sind. Das widerspricht der „Erfindungsthese“.

      • Mike Shiva sagt:

        Ich kann auch die Zukunft lesen. Soll ich?

      • Hitz sagt:

        @Gabi: Das alles sei Ihnen unbenommen. Ich verstehe es nicht abschliessend, weil ich eine andere Sichtweise habe, aber wie sagt man so schön: Jänu.

      • Blitz Blank sagt:

        Echte Menschen gibts nur im echten Leben.
        Die Frage ob und wie echt die Blogteilnehmenden sind ist reine Zeitverschwendung, weil völlig irrelevant.
        Was zählt sind die Beiträge und ihre Qualität.

      • Sportpapi sagt:

        @BB: Damit sind Sie aber ziemlich auf Gabis Linie, der keine Entschuldigungen für Entgleisungen zulassen möchte.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Das stimmt natürlich BB., solange es sich nur um Blogidentitäten handelt. Wenn aber ein „persönlicher“ Kontakt zustande kommen soll und man dann merkt, das nichts, aber auch gar nichts stimmen kann, ist man irritiert. Und dann nimmt man die hier gemachten Äusserungen als Teil einer Märchenstunde wahr, nicht mehr und nicht weniger. Ausser man ist ein gutgläubige Trottel und verrennt sich in ein Phantasiegebilde, weil halt die gelieferten Bildchen so schön zum Anschauen sind. Wer Bildchen als Beweis wertet……..

      • Fistik sagt:

        @B.B.

        „Echte Menschen gibts nur im echten Leben“

        Was die Identität der Person u.seine „gesellschaftliche Situation“ betrifft, bin ich mit ihnen einig;…nur warum sollte jemand Erlebnisse , Erfahrungen und Bedürfnisse faken, macht doch keinen Sinn ! Ab und zu ein bisschen „joking“.. no problem

        Schlussendlich gehen die Themen hier doch über`s echte Leben !

      • gabi sagt:

        Sinn macht´s natürlich nicht, Fistik.

        Aber Bisschen „Joking“ ist´s spätestens nicht mehr, wenn Anwesenden sogar krasseste Strafbestände angedichtet werden.

        Allerings – auch klar: Nicht alle gehen gleich damit um. alien ist da sicherlich vorbildlich: Der ist sogar von Kath als Pädophiler verunglimpft worden und dackelt dennoch brav wieder an.

        Nö. So bin ich halt nicht.

        ((Hihi… Pippi: Sie und ich auf Linie? Sogar über gefakte Identitäten? – der MB ist ja wirklich eines der krassesten Foren, seit es das Netz gibt.))

      • alien sagt:

        Katharina ist sehr empfindlich auf der Pädoschiene, das wissen wir alle. Wenn Sie mir etwas andichtet, das nicht stimmt, so hat das einen Grund, der (in diesem Fall zumindest) ausserhalb von mir liegt. Sie weiss, dass sie hier falsch agiert hat, und ich weiss, dass sie es weiss, und sie bedauert es. Es hatte ausserdem keine weiteren Konsequenzen. Ich habe die menschliche Grösse, hier weiter zu denken, ich beharre nicht auf einer falschen Behauptung, die sie einmal gemacht hat. Dass gabi hier ganz anders ist, wissen wir auch alle.

      • alien sagt:

        Einmal gefehlt, immer gefehlt. Verzeihung gibt’s nicht. Auge um Auge Zahn um Zahn. Siehst Du, gabi, ich sehe meine Haltung als Stärke, als grosse Stärke. Und Deine sehe ich als schwach. Tutto qua.

      • Blitz Blank sagt:

        @Sportpapi

        Vielleicht ist gabi ja Blitz Blank…
        😉
        Verstehe nicht, wie sie darauf kommen.
        Ich finde Entgleisungen zwar mühsam – eigentlich wäre es Aufgabe der Blog-Administratoren Entgleisungen zu ahnden – sie sind für mich aber nicht sehr relevant, als dass ich mich auf diese konzentrieren möchte. Ich kann natürlich wenn ich will und es mir es wert ist. Dann ist das meine gewählte Selbstbeschäftigung.

        @Pippi

        Dann nehmen sie doch einfach die Kommentare des Avatars „Katharina“ ohne eine Beziehung zum Avatar „Katharina“ zu suchen.
        Beziehungen gibt es nur im echten Leben.

      • Fistik sagt:

        @B.B.

        …so edel kann dieser „Avatar Katharina” wohl nicht sein; ich höre nur Dinge wie: Rassist, Faschist, Pädo, Suizid… 😆

      • Blitz Blank sagt:

        @Fistik

        Die obigen Zeilen vom Avatar „Katharina“ haben mir gefallen… das ist alles.

      • Blitz Blank sagt:

        Schlussendlich muss jeder/jede selber wissen wie viele Emotionen/Energie er in eine Sache wie einen Blog investieren will.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        BB, ich habe sie nicht gesucht, sie wurde mir mehrmals angetragen.

      • alien sagt:

        Wieso soll Katharina „edel“ sein? Die ist einfach ein _Mensch_, das ist alles. Das reicht aber auch.

      • Blitz Blank sagt:

        @Pippi

        Tut mir natürlich leid für Sie, dass sie da ent-täuscht wurden.

      • gabi sagt:

        Komisch, alien….

        Weiss gar nicht, wieso ich inzwischen mit mila klar komme.

        Aber leider kann ich Sie ja auch nicht um ne Erklärung bitten: Wär schon wieder ein verschwendeter Gedanke, gäll?!

        – Meine Erklärung wäre übrigens: Doch. Müsste aber die Grösse haben, sich mal von der gröbsten Phraseologie zugunsten einesAustauschs verarbschieden. Und natürlich irgendwo einsehen, dass man sich zuvor ins blosse Ungefähre, oder gleich in handfeste Unterstellungen verrannt hat.

        Ohne ein solches Innehalten gibt´s von mir nix. Ihre, etwas staubige, Form von „menschlicher Grösse“ sicher nicht; nein.

      • gabi sagt:

        🙂

        Am Schluss waren Sie, Pippi, die Person in Katharinas Geschichtlein, als sie behauptete, andere Blogteilnehmerinnen hätten sogar schon Geld für ein Schäferstündchen mit ihr geboten – so unwiderstehlich sei sie halt einfach (also fast wie Sie!)… Mit Ihnen Beiden in der Hauptrolle wäre dieser kleine Sexmarkteinschub wirklich der Gipfel des MB-Grotesken!

        … Also heute kommt´s hier ja wirklich dick!

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Halb so wild BB., ich war nie restlos überzeugt, weil ich weiss, dass das Netz zu solchen Spielchen einlädt. Manchmal möchte man etwas verifizieren und wenn man dann nur Ausflüchte hört, ist der Fall klar.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Irrtum G., mit K.’s Sexgeschichten hab ich gar nichts zu tun, du solltest besser lesen und aufhören, alles zu verdrehen.

  • Franz Oettli sagt:

    Komische Fragw! Sind Sie Christ, dann lassen Sie Ihr Kind taufen. Sind Sie es nicht, dann lassen Sie es bleiben. Nur für die Kameras brauchen Sie so eine Zeremonie sicher nicht herunterzuleiern, Sie sollten im Glauben schon etwas gefestigt sein!

    • fufi sagt:

      Ganz meine Meinung!

      Gilt übrigens ebenso für Konfirmation/Firmung, Hochzeit
      und ja, auch für den letzten Gruss!

      Bloss, und das zum Thema Taufe und so:
      Können und vor allem WOLLEN Eltern denn ihre
      Kinder „ideologiefrei“ erziehen?

      Aber dazu vielleicht ein andermal an einem anderen Ort!

      Wobei es mich – ACHTUNG: Rundumschlag! –
      eigentlich schon wundert, dass so viele, wo Taufe und so: generell „Christentum“ derart vehement ablehnen,
      offenbar keine, oder nur sehr geschlechts-selektive Skrupel haben bei religiös motivierten —-
      ach ihr wisst schon, nicht bloss Schwimmunterricht.

  • Rahel sagt:

    Aber, aber, Herr Diezinger! Reformierte Kirchen mit Zivilschutzbunkern vergleichen, nei aber au……….

  • Hans widmer sagt:

    Der Autor liegt gerade total falsch. Wir jedenfalls werden unser Kind taufen lassen, um daraus einen guten Atheisten zu machen.
    Auch wir beiden wurden als Kinder durch diesen Religionsmarathon gejagt. Und es hat uns gelernt alle diese Märchen, die zu gut sind um wahr zu sein, kritisch zu hinterfragen. Und das ist schließlich die beste Lebensschule.

    • Widerspenstige sagt:

      Das hat was und ist mir genau dann wie Schuppen von den Augen gefallen, als ich anfing, mich näher mit Buddhismus wegen meinem Mann zu beschäftigen. Krasser könnten die Gegensätze nicht sein zum dogmatischen aber nicht weniger faszinierenden Katholizismus. Ich habe einfach das Schöne und für unsere Familie Bereichernde von beiden Religionen genommen und im Alltag angewendet. Es hat unseren Kindern nicht gross geschadet, in den Religionsunterricht zu gehen (später haben sie dann Philosophie belegt statt Religion im Gymi) und fundiertes Wissen darüber sich anzueignen. Daraus entstand Reflexion!

  • Richi sagt:

    Sommerloch?!?
    Sorry, aber diese Frage muss jeder für sich beantworten. Ist man gläubiger Christ erübrigt sich die Frage, hier stellt sich mehr die Frage bezüglich Zeitpunkt (etwa röm.-kath- vs. Baptisten)! Ist man nicht gläubig im christlichen Sinne stellt sich da Frage mehr, ob man diesen Firlefanz aus traditionellen Gründen (à la: ist halt so herzig im Taufgwändli) oder sozialen (etwa wegen der streng-religiösen und reichen Erbtante) durchmachen will/muss…
    Voilà – eine Antworte ohne Religion- oder Atheisten-Bashing und ohne philosophischen Grundsatzdiskurs – geht auch mit Pragmatismus!

  • fufi sagt:

    Und an all die Multikultis und so:

    Ein bisschen Wasser hat glaub nich nie geschadet?
    Und hat – insbesondere – noch nie ein Präputium versengt.
    Und schon gar nicht – ZENSZUR!

    🙁

    • alien sagt:

      Wasser ist in hohen Dosen giftig!! Wer mehr als 15 Liter Wasser innert zehn Minuten trinkt, der stirbt!

  • fufi sagt:

    Ohjemine!
    Welche Munition für die Religionsverächterinnen!
    Da bitte ich doch:
    Schickt eure gesammelten WasWeissIchWas
    doch morgen abend in den Himmel!

    Auf dass sich die ganze Schweiz darob freuen möge!

  • Katharina sagt:

    Die Religioten werden immer dreister und militanter.

    Religionsfreiheit bedeutet auch Freiheit von Religion und dessen Einfluss im öffentlichen Raum.

    Zudem gehören Staatskirchen in einem säkularen Land abgeschafft bzw. privatisiert.

    • Theo sagt:

      Was hat das mit der Taufe zu tun? Die Eltern haben kein Recht, dem Kind einen bestimmenden Teil seiner religiös-kulturellen Identität wegzunehmen, resp. ihn ihm vorzuenthalten! Nur weil sie selber (als fehlerhafte, angstvolle, verwirrte Erwachsene) ein Problem damit entwickelt haben.

      Und nein: Religionsfreiheit ist in diesem Fall die Freiheit des Kindes eben Religion zu haben

      Die gezielte nichtreligiöse Erziehung ist ein schwerer Missbrauch, genauso, wie wenn sie ein Kind gezielt etwa zum Satanisten erziehen würden. Oder ein Mädchen durch Zwang zum Buben zu erziehen versuchten. Ein Missbrauc

      • homo sapiens sagt:

        Sie haben eine interessante vorstellung von freiheit herr theo. Freiheit ist wenn man wählen kann und das ist beim kind eben nicht der fall. Dafür sprechen sie den eltern die freiheit zu, ihre kinder in einer institution anzumelden, die frauenfeindlich, rassistisch und undemokratisch im abergläubischen mittelalter stecken geblieben ist. Für buben mag es ja noch angehen, getauft zu werden – als männer gehören sie zu den gewinnern patriarchalischer modelle, aber für mädchen finde ich das verwerflich. Das frauenbild der bibel ist – sehr nett ausgedrückt – ein anachronismus.

      • Muttis Liebling sagt:

        Sie haben auch eine interessante Vorstellung von Freiheit, Herr/Frau Mensch. In dem Sinne können Kinder, geistig Behinderte nie frei sein. Die können nichts wählen.

      • homo sapiens sagt:

        @muttis liebling: Das ist richtig, deshalb sollte man den kindern nichts aufzwingen (lässt sich ohnehin nur beschränkt bewerkstelligen), aber ab einer gewissen reife kann man kinder durchaus schon sehr früh fragen, was sie wünschen und was nicht – und glauben sie mir „ich will getauft werden“ steht ganz zuletzt auf der wunschliste. Die taufe ist etwas, das die eltern für sich machen. Es gibt aber grundsätzlich für eltern nur eines: Authentisch sein und die werte, für die man einsteht vorleben. Kinder machen nämlich alles nach.

      • Blitz Blank sagt:

        @Theo

        „religiös-kulturellen Identität wegzunehmen“

        Ein Kind hat noch keine religiös-kulturelle Identität also kann man ihm auch keine wegnehmen. Identität ENTWICKELT sich durch „Selbsterkenntnis und Selbstgestaltung“ im Laufe des Lebens, die hat man nicht!

        http://de.wikipedia.org/wiki/Identit%C3%A4t

      • Muttis Liebling sagt:

        h.s. Da sind wir konform. Ich habe auch schon den Besuch der kirchlichen Trauungszeromonie im Verwandtenkreis boykottiert, weil ich zu der Überzeugung kam, dass die das nur wegen der Zeremonie machen.
        Wenn man es richtig aufklärerisch nimmt. sollte jeder Erwachsene in einem Zeitkanal vielleicht zwischen 18 und 25 entscheiden, welchem Staat und Religion er angehören möchte. Später sollte er das einmal revidieren dürfen, vielleicht 3 mal, nur nicht jeden Tag.Dann spielen Taufe und primäre Staatsangehörigkeit keine Rolle. Nur das kriegen Sie nie durch, obwohl es der Gedanke der Aufklärung wäre.

      • Katharina sagt:

        Theo: meine Tradition wäre jüdisch und somit Taufe in Ihrem Sinn hinfällig. Sie haben ganz bestimmt kein Recht, mir vorzuschreiben, was meine kulturelle Identität ist und inwiefern ich diese meinen Kindern weitergebe. Alters gerecht und sodass sie später ihren eigenen Weg wählen können und das ganze in Respektierung der Menschenrechte – ein Konsens, der sich über nun etwa 4 Jahrhunderte rational herausgebildet hat und für welche etliche Menschen ihr Leben liessen.

        grmpfff.

      • gabi sagt:

        Pfffffh…

      • Franz Oettli sagt:

        Abwr mit Ihren Werten „zwingen“ ja Ihren Kindern so oder so etwas auf. Darum kommen Sie eh nicht herum. Und von der Taufe ist meines Wissens noch kein Kind gestorben. Aber es ist freiwillig, wenn Sie nicht Christin sind oder nicht an den christlichen Gott glauben, brauchen Sie gar nicht eine Kirche zu besuchen.

      • Theo sagt:

        @Katahrina

        „ein Konsens, der sich über nun etwa 4 Jahrhunderte rational herausgebildet hat und für welche etliche Menschen ihr Leben liessen.“

        Für den Dschihad haben auch etliche Meschen ihr Leben gelassen.
        Und wie wiegen sie 400 Jahre gegen 2000 Jahre (Christentum) und 5000 Jahre (Judentum) auf?
        Besser, weil sie zufällig selber drin leben?

      • Katharina sagt:

        ich wiege das auf gegen Aeonen der Kosmologie. ganz einfach. Es ist nicht mein Problem, wenn Sie dem Kultus des am Stecken sonnengetrockneten Menschenfleisches frönen, der im übrigen auf einer historisch nicht existenten Person beruht. Ihr Kult ist Ihre Privatsache. Also hören Sie auf, den als Staatssache zu deklarieren, und kauen Sie doch etwas am angeblich gesunden Beef Jerky.

      • Theo sagt:

        Religion ist auch ein Konsens, und zwar schon etwa älter und gereifter, als der hier diffus und vage verklärte „Humanismus“ (eine Worthülse für alles mögliche!) oder irgendwelche esoterischen Versatzstücke des New-Age.

        Wie gesagt, ihre Argumentation entlarven sie ja selber mit ihrer alles andere als ausgewogenen Haltung zur Religion („Religioten“), womit sie auch in ihrer Gesellschaft eine Minderheitenposition einnehmen. Wie könnten sie in dieser Hinsicht ihrem Kind ein Vorbild sein? Sie wollen es also indoktrinieren mit ihrem Hass. Ja, das kommt immer gut heraus…

        Eben: Missbrauch.

    • Muttis Liebling sagt:

      Katharina, da läufst Du gleich über viele Dörfer. Ich z.B. bin erst nach Geburt meiner Schwester reformiert getauft worden, weil sich da meine Oma gegen meinen atheistischen Vater durchgesetzt und der Opa unter ihrer Regie mit Mittelentzug gedroht hat. Pragmatische Lösung.
      Ich bin mit 18 aus der Kirche ausgetreten, neige aber seit ca. 10 Jahren aus weltanschaulichen Gründen zum konservativen Katholizismus, ohne deshalb der RKK beizutreten.
      Staatskirche ist obsolet, aber die Philosophie des Katholizismus, Armut, Demut, Bescheidenheit, u.a. täte gerade der heutigen Politik gut.

      • xyxyxy sagt:

        ach ML – so wunderbar ihre hehren Ideen sind -aber als der Katholizismus seine Philosophen noch an die Höfe der Könige sandte, war es doch in der Politik keinen Deut besser gestellt als heute.
        Armut und Demut war von je her etwas fürs Kloster -denen wurde so etwas erlaubt
        noch heute ist es doch so, dass dort wo der Katholizimus unangefochten ist, der Prunk der Mächtigen am grössten ist

        wo ich mit ihnen übereinstimme: es gibt nichts rein schlechtes oder rein gutes –

      • Muttis Liebling sagt:

        Ich sprach deshalb auch von der Philosophie des Katholizismus, nicht vom Katholizismus.

      • xyxyxy sagt:

        das hab ich schon bemerkt ML – nur weil sie die Politiker(Mächtigen) erwähnten
        die Frage ist doch immer wieder, inwieweit sich eine Philosophie praktisch verwirklichen lässt
        und da ist es doch interessant, wie die schöne Philosophie praktisch effektiv gewirkt hat, damals als sie mächtig war

        so viel realismus müssen wir uns in unseren Denkkonstruktion zwischendurch gönnen

      • Muttis Liebling sagt:

        Das die Kategorien ‚gut‘ und ’schlecht‘ nicht jenseits des Küchentisch taugen, war mir nach der Pubertät auch klar. Politisch benutzt wurden die aber erst so ab 1978. Das hat mich schon sehr verwundert.
        Und nun kenne ich keine Philosophen, die vom Katholizismus (ich nehme an, die RKK ist gemeint) an Höfe entsandt wurden. Da liefen wie heute nur Lobbyisten der RKK rum, keine Philosophen. Ausser Thomas von Aquin und Ignatiuz von Loyola fallen mir auch keine Philosophen der RKK ein und die waren selten an Höfen, eher woanders.

      • Katharina sagt:

        ML: in meinen Augen ist die RKK eine verbrecherische Organisation. weiter nichts.

    • Franz Oettli sagt:

      Was ist denn in Sie gefahren? Für viele bedeutet der Glauben sehr viel. Und es ist ja freiwillig, niemand zwingt Sie in eine Kirche!

      • Katharina sagt:

        es gibt Leute die mit peer pressure Leute zwingen zu einer Religion sich zu bekennen, wie ja einige Voten hier dokumentieren, die sogar soweit gehen von MISSBRAUCH zu reden, wenn dem nicht Folge geleistet wird.

        Die sog. alten Schriften müssten eigentlich wegen ihren Darstellungen der Gewalt und sexuellen Schändung rechtlich Pornografie gleichgestellt sein.

        Weiter ist es meine dezidierte Meinung, dass die Trennung zwischen Staat und Religionsgemeinschaften absolut sein MUSS, was immer noch nicht vollzogen ist. Etwas mehr in den USA, aber immer noch gibt es auch hier Steuerprivilegien.

      • Theo sagt:

        Die Religion war VOR ihnen da, mit ihren vielen Selbst- und Gotteszweifeln. Das Kind ist nicht einfach ihr privates Selbstverwirklichungs-Objekt, es wird als Mensch in eine kulturelle und auch religiöse Struktur hineingeboren. Zu dieser einen gesunden Kontakt aufzunehmen verhindern sie, indem sie ihm den Zugang zum Religiösen zum Vorneherein verbieten und es aus der christlichen (oder halt jüdischen) Gemeinschaft herausreissen/nicht teilhaben lassen per Geburt.

        Auf das Motiv kommt es an: es ist ihr persönlicher Religions-Hass. Und nicht das Wohl des Kindes.

        Deshalb: verwerflich! Missbrauch!

      • Katharina sagt:

        ach Theo…. das geht hierzulande eben so wie mit den Zeugen Jehovas: da steht ein kleines Schiild am Fenster, welches besagt; “ I do not call 911″.

      • Theo sagt:

        Ich nix verstan.

        Wie weiter oben richtigerweise festgestellt: Sie geben dem Kind eine sprachliche Identität mit, eine geschlechtliche (sie erziehen es entsprechend), sie geben ihm einen Namen, eine Nationalität – sie reissen es aber mit GEWALT aus seinem religiös-kulturellen Kontext, der auch vorgeburtlich vorhanden ist.

        Interessant: Oft werden dann Kinder aus solchen Radikalinski-Elternhäuser besonders feurige Christen oder Konservative 🙂

        Und eben: das Motiv ist Selbstsucht und Hass, nicht das Wohl des Kindes. Das trägt eben Züge von Missbrauch. Und ist deshalb verwerflich.

      • homo sapiens sagt:

        @theo 23.35: Der mensch war VOR der religion da. Da gibts 10000e jahre ohne biblischen gott. Wo war der denn? Wenn man die bibel liest ist es offensichtlich. Nicht gott hat den menschen geschaffen, die menschen haben sich ihren gott geschaffen. Deshalb ist der biblische gott auch so wirr, inkompetent und ohnmächtig. Und leider stehen sich viele religionen bei einer weiterentwicklung mit ihren dogmen selbst im weg. Es wäre interessant zu sehen, wie sich die bibel entwickelt hätte, wenn man sie bis zur gegenwart weiterschreiben würde. So ist es eben ein geschichtenbuch aus archaischer Zeit.

      • Theo sagt:

        @homo sapiens: auch durch Wiederholung der immer gleichen – und Hinzufügung neuer – Behauptungen werden ihre Argumente nicht gehaltvoller. Und wissenschaftlich haltbar schon gar nicht. Das „sapiens“ in ihrem Nick könnte man also genausogut streichen.

        Sie sollte man in einen Grundkurs „Religionen dieser Welt“ schicken. Aber in ihrem Religionshass würden sie sich vermutlich gegen selbst die rudimentärsten Erkenntnisse sträuben und weiter ihr ressentimentgenährtes und eklektisches Weltbild zusammenfantasieren.

        Wäre nicht Toleranz so ein neuzeitlich-aufklärerisches Gebot? Hm, merke nichts

  • Markus sagt:

    Also bei der Knabenbeschneidung sollten die Kinder selber entscheiden können wenn sie gross genug sind ob sie dies tun wollen oder nicht . Eine Beschneidung ist ein Eingriff in die Sexualität eines Individums der nicht rückgängig gemacht werden kann und zu komplikationen kommen kann z.B Psychisch. Ich wurde als Kind beschnitten und leide seit meiner Pubertät an psychischen Schwierigkeiten

    • Franz Oettli sagt:

      Da gebe ich Ihnen recht: Ein medizinischer Eingriff ist nicht in Ordnung. Anders bei der Taufe, die ja mehr eine Einsegnung ist, ein Wunsch der Eltern, das Kind in Gottes Hand zu wissen.

  • gabi sagt:

    Wär´s nicht so mühsam, würd ich mich dafür einsetzen dem Zarathustrismus wieder zu Geltung zu verhelfen.

    Dessen ziemlich westlich anmutende Vorstellungen (gutes Denken – gutes Sprechen – gutes Handeln) ja leider weg gefegt wurden. Von der „wahren“ Religion.

    (also die mit der Todesstrafe für vom Glauben Abgefallene)

    Ich fänd´s als gesellschaftliches Experiment unglaublich spannend zu gucken, was geschehen würde, wenn ganze Länder mal auf sow was neues Altes einschwenken würden…

    • homo sapiens sagt:

      Ich fänds spannend mal zu schauen, was geschehen würde, wenn ganze länder vom (aber)glauben abfallen würden. Das grundrecht auf unversehrtheit, freiheitsrechte und gleichheitsrechte stammen nicht aus der bibel. Es sind errungenschaften der aufklärung. Das erste mal tauchten sie auf staatlicher ebene in der französischen republik nach der revolution auf. Eine humanistische ethik ist vernünftiger als eine biblische moral. Das hängt damit zusammen, das wissen und denken hilfreicher ist als beten und glauben.

      • Muttis Liebling sagt:

        Dann haben wir aber gerade eine Renaissance des Glaubens. Die Märkte reagieren nicht auf rationale Argumente, sondern auf Erwartung.Die Einkommensschere setzt das Gleichheitsprinzip ausser Kraft. Freiheitsgewinne oder -verluste korrelieren wie im Mittelalter mit der ökonomischen Leistungsfähigkeit. Man versehrt sich heute selbst, statt es anderen zu überlassen.
        Es wurde lediglich das Prinzip Gott durch das Prinzip Markt ersetzt.

      • xyxyxy sagt:

        homo sapiens – denken sie mal nach, bevor sie stereotype Schwarz Weiss Welten Schlagworte nachplappern.

        Die Aufklärung ist auch nicht vom Himmel gefallen. Sie ist auch eine Produkt der Evolution. Der Evolution der Gedanken. Es ist kein Zufall das ihre humanistischen Ideale im Abendland gewachsen sind, im Abendland, das unter anderem auch stark von den Ideen des Neuen Testaments geprägt wurde.

      • homo sapiens sagt:

        @xyxyxy: Die aufklärung zeichnet sich dadurch aus, dass sich der mensch des verstandes bedient und nicht der religion, des aberglaubens oder offenbarungen. Zudem besteht die bibel und das christentum nicht nur aus dem neuen testament. Wer die bibel bei eingeschaltetem verstand liest, dem sträuben sich alle nackenhaare. Wo waren denn die neutestamentlichen menschlichen gebote verwirklicht, bevor es in europa aufgeklärte staaten mit trennung von kirche und staat gab? Wir haben die aufklärung nicht wegen der religion sondern trotz der religion und die aufklärung ist noch nicht überall angekommen

      • Muttis Liebling sagt:

        xy.. man kann das auch stärker sagen: Die Aufklärung setzte den Protestantismus vorraus, der Kapitalismus auch. Die heutige schweizerische Gesellschaft ist ein Produkt Zwinglis Arbeitsbegriff mit der calvinistischen Idee des liberalen Pragmatismus.

      • Muttis Liebling sagt:

        Dann lieber h.s., bringen Sie doch mal ein Beispiel, wo dieser Verstand ausser der Naturwisenschaft gerade ist. In der Poltik ganz bestimmt nicht und in der Wirtschaft auch nicht. Wo denn?

      • xyxyxy sagt:

        homo sapiens -bin ich etwa einer der die Aufklärung verteufelt?
        aber sie sagen es ja selbst „neutestamentlichen menschlichen gebote“ ja eben, dort wurden sie schon genannt
        aber sie erwähnen es erst jetzt, sonst wird einfach alles als ganzes verteufelt … das stört mich
        auch die Idee von Trennung von Kirche und Staat werden sie im Neuen Testament schon finden….
        Aufgeklärt denken, heisst die Zusammenhänge sehen und nicht blinden eines zu glorifizieren und das andere zu verteufeln
        das wäre für mich ein Aufrechtgehender
        ML – ja so in etwa

    • homo sapiens sagt:

      @xyxyx: Ich möchte nichts verteufeln. Ich möchte nur den zusammenhang zwischen unseren grundrechten und den christlichen werten klarstellen. Die modernen grundwerte benötigen keinen religiösen unterbau, sie lassen sich durch ein aufgeklärtes humanistisches weltblid erschliessen. Das erstaunliche an der geschichte ist, unsere gesellschaft wurde umso humaner, je stärker der (aber)glaube dem wissen platz gemacht hat – nicht immer freiwillig, denn der kampf um die aufklärung war oft ein kampf gegen kirche und aberglauben.

      • xyxyxy sagt:

        ich bin der Letzte der ihnen hier wider spricht
        Homo Sapiens – der Letzte, wirklich
        aber dem blutigen Kampf zum Trotz – wir sollten souverän genug sein, dass wir deshalb nicht verteufeln, sondern die Zusammenhänge erkennen. Nur so kommen wir wirklich voran. Eine simplifizierende schwarz-weiss Darstellung der (Geistes)Geschichte wird nur Rückschläge fordern.

      • Theo sagt:

        „Die modernen grundwerte benötigen keinen religiösen unterbau“, „aufgeklärtes humanistisches weltblid“, „aberglaube dem wissen platz gemacht hat“

        Sind sie in irgend so einer psychedelischen Sekte oder was?
        Verstehen sie die leeren Worthülsen, die sie da aneinanderreihen?
        Oder sind sie ein dümmlicher Marxist, der sich in die falsche Diskussion verirrt hat?

      • homo sapiens sagt:

        @theo: Stellen sie sich vor, es gibt leute, die sind in keiner sekte, keinem verein und laufen auch sonst nicht als herdentier gedankenlos irgendwo mit (frei nach nietzsche). Es ist nun mal so, dass es leute gibt, die mehr spass am denken als am glauben haben. Wissenschaften entwickeln sich, modelle können grundlegend umgekrempelt werden. Das ist bei der glaubensdogmatik leider nicht der fall. Sie beziehen sich früher auf das alter der schriftreligionen. Toll, 2000 oder 5000 jahre intellektueller stillstand sind schon eine kulturelle leistung.

      • homo sapiens sagt:

        @theo: A propos dümmlicher marxist: Wollen sie mir damit einen hinweis geben, aus welcher politischen ecke die reaktionären gläubigen stammen? Sie können mit der taufe das kind ja gleich bei der **-partei anmelden, dann stimmt auch die politische gesinnung. Es wäre ja einen missbrauch am kind, es seiner vorbestimmten politischen zugehörigkeit zu entziehen. Und die gemeinschaft der partei ist eine wertvolle erfahrung. Aber um ihre frage zu beantworten: Ob ich dümmlich bin oder nicht, können sie selbst entscheiden, aber ich bin kein marxist. Frage an sie: Gehören sie einer freikirche an?

  • Samuel sagt:

    Ich werde meine Kinder nach den Riten der Pastararianer erziehen und die Lehre und die Reden des Proheten verkünden.

  • Sarah Cheuzh sagt:

    Wie im Artikel so schön beschrieben wurde: das Kind wächst so oder so mit religiösen oder nichtreligiösen Eltern auf und wird zumindest eine längere Zeit dasselbe glauben. Vielleicht hat dann das Kind ohne Taufe andere Kindheitserinnerungen, aber es wird auch welche haben. Aber an eine Taufe als Kleinkind kann man sich selbst ja eh nicht erinnern, es ist ein Event für die Eltern und die Verwandten…
    Nicht getaufte Kinder würden sich vielleicht als Erwachsene taufen lassen und werden so um eine Erinnerung reicher.
    Selbst Jesus wurde erst als Erwachsener getauft, so weit ich weiss…

  • Ich sagt:

    Einmal getauft – immer getauft!
    Ich mache es meine Eltern zum Vorwurf, dass sie mich getauft haben. Es gibt keine Möglichkeit die Taufe rückgängig zu machen & auf diese erzwungene Zugehörikeit zur christlichen Gemeinschaft hätte ich gerne verzichtet. Nach meiner Erfahrung setzen sich Menschen die keiner Religion angehören viel bewusster mit den Fragen auseinander auf die wir keine Antwort haben.

  • Fistik sagt:

    Warum sich bei irgend einer Religion verkriechen, um eine Taufzeremonie zu haben ? Mach es wie die „Heiden“ ..fantasiere eine eigenes Fest !

    • Stoffel Brigitte sagt:

      Es sind sowieso nur Heiden, die eine Taufzeremonie haben. Wenn Du in der Bibel nachschlägst, wirst Du feststellen, dass alle Nichtjuden als Heiden bezeichnet werden. Und damit sind ausser den messianischen Christen allesamt Heiden. Du meinst mit Heiden wahrscheinlich nicht Christen, aber der Begriff ist so leider nicht zutreffend.

      • gabi sagt:

        „Fantasiere ein Fest“ kommt dem Sinn deshalb in keiner Weise näher, weil ja grad der Witz dran ist, dass man die anderen Anwesenden und MItfeiernden, der näheren und ferneren Verwandtschaft nicht von Adam und Eva her erklären muss, wie man sich das vorstellt, sondern dass man sich auf eine identitätsstiftende Tradition berufen kann.

        Nichts Anderes sind die religiösen Rituale einer Gemeinschaft.

        Ist doch wohl logo; oder?!

      • Fistik sagt:

        @Gabi

        „identitätsstiftende Tradition berufen kann“, ist für mich nicht logo,oder ?!

        Dies würde zutreffen, wenn ich mit der betreffenden Religion auch verbunden bin ; was R. Dieziger aber wollte , ist sich ein Taufritual aussuchen, genau wie ich mir ein Restaurant aussuche; halt weil es dazu gehört.
        Hat was Heuchlerisches, oder ?!

  • Gabi sagt:

    Tatsächlich bedenklich, bzw. sogar richtig kriminell würde es ja nur, wenn das Kind bereits als Kind zur Annahme einer Reli gezwungen würde, welche später keinen Austritt mehr erlauben würde. Oder gar die Todesstrafe für vom Glauben Abgefallene fordern würde.

    DAS wäre wohl tatsächlich etwas, über das sich moralisch gerne echauffierende Mitbürger dann wirklich schampar aufregen müssten.

    Also… Wenn´s das tatsächlich gäbe, natürlich nur.

    😉

  • Auguste sagt:

    hmm…, wasser zu wein ist nicht nur eine glaubensfrage, sondern hat auch schon eine menge winzer und gastronomen beschäftigt. wein zu wasser beschäftige ihn und offenbar auch einige seiner anwesenden kollegen…

    youtube: t graham brown – wine into water

  • Blitz Blank sagt:

    Aus dem Artikel höre ich auch den Wunsch nach etwas Transzendenz, nach etwas, was über einen selbst hinausgeht.
    Ich persönlich brauche dazu keine Göttergeschichten. Mir reichen die Erkenntnisse der Naturwissenschaften. Das Wunder des Lebens und dass ich Teil davon bin erfüllt mich mit grosser Dankbarkeit. Dass die Atome, die meinen Körper ausmachen Milliarden Jahre alt und praktisch unsterblich sind, lässt mich die Vergänglichkeit meines Ichs akzeptieren. Angesichts des Wunders unserer Existenz müssten wir eigentlich non-stop feiern. Unglaublich wie wir unsere Zeit mit anderem verschwenden.

  • plop sagt:

    Ich versuchte nun, anhand der Kommentare da, mir klar zu werden, ob ich meine Kinder nun taufen will oder nicht – leider bin ich noch nicht viel schlauer… Mit der Kirche bin ich verbunden, aber ungläubig. Ich mag die langweilige, reformierte Kirche, welche den Menschen, die sie nutzen, Halt etc geben, die Alters-Kafirunden und Singnachmittage in den Kirchgemeindehäusern find ich auch unterstützenswert – kurz, noch nie hat mich ein Franken Kirchensteuer gereut. Deswegen aber mein Kind taufen, auch wenn ich selber den Gottesdiensten nie beiwohne? Hmm…

    • Auguste sagt:

      hmm…, nachträglich meine besten wünsche an mutter und kind. taufen ist keine kopfsache, plop, folgen sie einfach ihrem herzen…

      youtube: toby keith – heart to heart

    • xyxyxy sagt:

      plop – meine Antwort ganz zu Anfang hats doch getroffen.
      Der Kirche verbunden UND glaubt, dass es ein Segen ist.
      das UND fehlt bei ihnen
      auch ihre Verbundenheit ist doch auch eher mässig. Aus ihren Worten entnehme ich, sie sind eine Sympathisantin, sehen den sozialen Aspekt, mehr nicht. Bei der Taufe geht es aber um etwas anderes.

  • Urs Gubser sagt:

    allein die frage zu stellen ist eine sünde! ihr werdet alle im fegefeuer landen. gott wird euch bestrafen ihr ungläubigen. ein kind nicht zu taufen ist eine sünde. der blitz soll euch treffen beim scheissen.

    • dres sagt:

      Dann montiere ich halt einen Helm mit Blitzableiter und lese die Zeitung ruhig weiter… 😉

    • roger sagt:

      Was für eine irrige Aussage.

      Es ist nicht biblisch, das Kind zu taufen. Alle Taufen in der Bibel wurden mit erwachsenen Menschen durchgeführt, die selbst entscheiden konnten, ob sie diese Religion angehören wollen.

      • xyxyxy sagt:

        Es ist auch nicht biblisch Aspirin zu nehmen oder die Kinder zu impfen, denn nichts davon steht in der Bibel.

  • xyxyxy sagt:

    WS 2: was ich sagen will: ist es nicht so, dass die Taufe, das Wasser, die Kerzen, das Ritual etc. in sich nichts sind
    sondern dass ihr Glaube sie besonders macht – insofern werden ihre Kinder durch ihren Glauben in irgendeine Sphäre aufgenommen und nicht durch das Ritual

    Zweitens: bei der kath. Taufe werden exorzismen Ausgesprochen, das Kind wird durch den Opfertod Christi dem Herrschaftsbereich Satans entrissen, Dämonen ausgetrieben und es wird ein Glied des Leibes Jesu
    Glauben sie das? Bzw. Glauben sie, dass mein Kind, da ihm diese Exorzismen fehlen, des Teufels ist?

    • Sportpapi sagt:

      Klar ist doch: Ein gläubiger Mensch, der eben an diese Dinge glaubt, kann gar nicht zulassen, dass sein Kind nicht getauft wird, bzw. irgendwann dann vielleicht selber entscheidet.

      • xyxyxy sagt:

        ist jetzt das ihre Antwort an mich? sportpapi
        sie taufen ihre Kinder und glauben nicht daran, oder etwa doch?

        denn falls sie daran glauben, wäre die Taufe alles andere als harmlos.
        und wenn sie daran glauben könnte ich es nicht verstehen, dass sie sich an Freikirchlern stossen, die keinen Sex vor der Ehe haben wollen. Denn das ist ja auch katholische Doktrin und zu dieser Doktrin bekennen sie sich eigentlich mit der Taufe.

      • Sportpapi sagt:

        @xyxyxy: Obwohl ich keineswegs von mir gesprochen habe: ich bin reformiert. Und dennoch schätze ich die Kirche und ihre Leistungen, so dass ich immer noch Mitglied bin. Und ich habe meine Kinder taufen lassen, damit sie auch Teil dieser Gemeinschaft sind. Genausowenig wie ich mit einem – nie überlegten – Austritt eine Botschaft aussenden möchte, genauso wenig mache ich es mit dem Verzicht auf die Taufe unserer Kinder.

      • xyxyxy sagt:

        danke für die Antwort sportpapi – aber sie sehen, für sie bedeutet es etwas ganz anderes als evt. für WS
        wenn man schon darüber redet, ist es doch wichtig nicht an der Oberfläche stehen zu bleiben

        bezüglich glauben und denken haben sie meine Antwort noch nicht beantwortet

      • Sportpapi sagt:

        Was war da offen? Für mcioh ist klar. Ich muss nur da glauben, wo ich keine Gewissheit habe. Also da, wo es mit der Erfahrung und/oder logischem Denken aufhört.

      • xyxyxy sagt:

        sportpapi -haben sie denn meine antwort nicht gelesen?
        sie definieren vermuten – unsere Glaubenssätze sind eigentlich die Dinge wo wir uns darauf stützen und die sollten wir wirklich untersuchen und durch denken!
        Zudem ist die christliche Religion (der sie sich zugehörig fühlen) extrem stark darauf gegründet, dass man über Worte nachdenkt, auch dazu habe ich Beispiele genannt

      • Sportpapi sagt:

        @xyxyxy: Doch, habe ich geselesen. Aber ich sehe das anders, einfacher. Hat wohl eher mit der Definition von Glaube zu tun.

      • xyxyxy sagt:

        Natürlich ist es eine Wortspielerei.
        Aber ich sag es dennoch und jeder sollte das doch verstehen:
        „denken sie mal ernsthaft darüber nach woran sie wirklich glauben“

        irgendwie – sie als lehrer sollten doch so beweglich sein zu verstehen, dass ich das nicht das glauben a la vermuten, nicht genau wissen meine

        und dann war da ja noch das Thema eine ganz bestimmte Religion, welche eben dieses Wort Gewissheit oft mit Glauben gleichsetzt und ein Ritual das ganz genau definiert was es angeblich bewirkt
        … aber nichts für Ungut, danke für ihre Antwort

    • dres sagt:

      Ja, xy, solche Sachen werden leider immer noch und sogar vermehrt geglaubt (siehe mein Kommentar von 13.07). Ich hätte das vor 20 Jahren nie gedacht. Aber das Glauben hilft vielen Menschen in schwierigen Zeiten. Vielleicht hat es auch mit simpler Denkfaulheit zu tun?

    • Widerspenstige sagt:

      Natürlich ist es eine Glaubenssache und je intensiver dieser Zuhause gelebt wurde – also in meinem Elternhaus – umso mehr erfahren solche Rituale an Bedeutung. Nur, ich wurde mit dem Buddhismus konfrontiert und sah darin ebenso starke symbolträchtige Rituale, welche mir und meiner Familie mehr Gelassenheit und Toleranz gegenüber verschiedene Religionen und Zeremonieren einbrachte. Ich sehe das nicht mehr so eng, sondern das Wohltuende, das Meditative, das Zufriedenheit auslösende Moment tritt in den Vordergrund. Für mich haben auch Ungetaufte eine spirituelle Seele notabene durch ihr Wirken!

      • xyxyxy sagt:

        Danke für die Antwort WS – also gehen sie mit mir einig, dass das Ritual Kraft durch den Glauben des jeweiligen Individuums hat. Sie selbst bestimmen mit ihrem individuell persönlichen Glauben, was das Ritual darstellen und bewirken soll.
        Da sie ja nicht einmal voll und ganz an den eigentlichen Sinn des Rituals glauben.
        Die Tiefgründigkeit liegt demnach, in dem was sie (ihr Glaube) daraus macht.

      • Widerspenstige sagt:

        Ja, so könnte es interpretiert werden: das Tauf-Ritual ist Kraft durch den individuellen Glauben zu sehen. Je intensiver ich daran glaube, dass es meinem Kind hilft, ein besseres Leben führen zu dürfen als ungetauft, desto mehr setze ich mich dafür verbal ein. Das kann sehr schön auch wieder hier beobachtet werden, welche Worte benützt werden im Forum, um pro und contra abzuwägen. Ich habe gelernt, zu relativieren, was Glaubensdinge anbelangt und verfolge aber sehr intensiv spirituelle Erlebnisse am eigenen Leib. Das Metaphysische ist nach wie vor äusserst faszinierend für mich.

  • Mirjam sagt:

    Wir haben unsere Kinder absichtlich nicht taufen lassen. Sie sollen später selber entscheiden dürfen, welcher Religion sie angehören wollen. Wir klären sie auf über die verschiedenen Religionen – Vor- und Nachteile der Religionen werden auch erwähnt. Falls sie konfessionslos bleiben wollen ist das für uns auch ok. Es ist ihre ganz persönliche Entscheidung.

    • Ich hoffe doch sehr, liebe Miriam, dass sie ihre kinder auch nicht mit einem Namen belästigt haben, keine Muttersprache ihnen aufgedrängt und keinen Pass und Familiennamen ihnen aufgezwungen haben. Alle diese Nebensächlichkeiten könnten doch die Kinder mit 16 oder 18 Jahren ganz frei entscheiden. Dann können sie sich auch über Impfungen und den Aufzuchtsvertrag mit den Wunscheltern aus freien stücken äussern. Alles andere ist eine Missachtung der Kinderrechte.

      • alien sagt:

        Manchmal hilft es tatsächlich, eine Idee auf die Spitze zu treiben, um ihre Absurdität zu belegen.

      • homo sapiens sagt:

        Was ist denn das für ein blöder vergleich. Ein kind ist intellektuell nicht in der lage eine religion auf seine qualitäten abzuklopfen – und viele erwachsen später auch nicht. Weil sie von kindsbeinen an mit dem biblischen mist geimpft wurden, verpassen sie es, sich wirklich inhaltlich mit religion auseinanderzusetzen. Übrig bleibt ein verschwurbeltes gemisch aus tradition und aberglaube. Die unauflösbaren widersprüche und die beliebige anwendbarkeit der bibel werden ausgeblendet. HALLO! Wir hatten vor 300 jahren in europa eine aufklärung. Religion ist nichts für kinder.

      • Theo sagt:

        Vor 300 Jahren schon – wow, und seither kein bisschen weiser geworden, homo sapiens?
        Den läppischen 300 Jahren kann man 2000 Jahre Christentum und 5000 Jahre Judentum entgegenstellen. Und stellen sie sich vor: die sind alive and still kickin‘.
        Daggen sieht ja der kleine homo sapiens (in obligater kleinschrift, der alte hippie!) fast ein wenig aus, wie ein Neanderthaler.

        Uga, uga!

      • homo sapiens sagt:

        @theo: Ich wundere mich immer wieder, wie menschen auf die idee kommen, dass sehr alten schriften eine sehr intelligente weisheit vermitteln sollen. Die bibelverfasser bewegten sich (abgesehen vom schreiben) bildungsmässig auf dem niveau von kindergartenschüler. Klar glaubt man da an einen (widersprüchlichen, rachsüchtigen, kleinherzigen, machtlosen, manchmal auch gutherzigen) gott, an engel den teufel und absurdes. Die wirklich bewegenden erkenntnisse stammen aus der neuzeit. Die philosophie im umfeld der naturwissenschaften ermöglichen ein tieferes verständnis für den kosmos.

      • Theo sagt:

        300 Jahre nach der heiligen Aufklärung, und der Mann kann noch nicht mal Klein- und Grossschreibung auseinanderhalten. Der Humanist Pestalozzi dreht sich im Grabe um.

        Homo Sapiens stellt Gegensätze her, die so keiner genauen Betrachtung Stand halten. Es sind leere Schlagworte. Lesen sie doch mal wenigstens die entsprechenden Wikipedia-Einträge zu den Begriffen, mit denen sie hier impertinenterweise (und glücklos) jonglieren. Wenigstens das!

        In einem postmodernen Kontext sind ihre Aussagen einfach auch erbärmlich dumm, sorry, wenn ich so offen spreche.

  • Widerspenstige sagt:

    Die Taufe ist einfach ein sehr schönes Ritual, wer es zu zelebrieren weiss. Auch wenn mein Mann Buddhist ist, haben wir unsere drei Kinder getauft. Er hatte nie etwas dagegen einzuwenden u in meiner Herkunftsfamilie gibt es ein zartbesticktes weisses Taufkleidchen aus Voilestoff, welches traditionsgemäss jedes Neugeborene an jenem Tauftag tragen darf. Jedes Kind hat ein Anrecht darauf, die Traditionen seiner Umgebung kennen zu lernen. Daraus wird doch kein Schaden entstehen sondern eher: nützt es nichts, so schadet es bestimmt nichts. Die tiefgründige Zeremonie am Taufstein ist schön. 🙂

    • Mala sagt:

      Ja, mit der Taufe zwingen Sie ihre Kinder jetzt in den katholischen bzw. reformierten Unterricht in der Schule in die Konfirmation oder die Firmung. Mitgefangen, mitgehangen.

    • Sportpapi sagt:

      Ist zwar sehr oberflächlich. Aber so ist es!

      • Widerspenstige sagt:

        Hallo Sportpapi, auch wieder mitten im Geschehen nach den Ferien mit Kind und Kegel 😉
        Was genau ist oberflächlich an meiner Beschreibung?

      • Sportpapi sagt:

        An der Beschreibung nichts. Aber an der Bedeutung, die du der Taufe zumisst – wobei ich absolut einverstanden bin. Die Frage unten, was daran tiefgründig sein soll (eben ein Widerspruch zum Rest deiner Aussage) ist berechtigt.

      • Widerspenstige sagt:

        Ist es ein Widerspruch, wenn der Zeremonie der festliche Charakter in Form eines Taufkleidchens, welches jedes Neugeborene der Familie tragen darf, dazu beiträgt? Kommt hinzu, dass auf dem Voilstoff jedes Kind mit seinem Vornamen eingestickt Erwähnung findet. Finde ich einfach eine schöne Tradition u niemand hat da gross etwas dagegen einzuwenden.
        Oder habe ich etwas falsch verstanden?

      • Sportpapi sagt:

        Nein, ist eine schöne Tradition, die hoffentlich noch lange so übedauert.

    • xyxyxy sagt:

      ist doch schön, wenn es ihnen gefällt …. und ich habe auch nichts dagegen einzuwenden.

      Eines aber würde mich interessieren. Was ist an der Zeremonie tiefgründig? Können sie mir das erklären?

      Und wenn etwas tiefgründig ist, könnte/sollte es dann nicht doch sehr wohl etwas nützen/schaden können?

      • Gabi sagt:

        Würd mich jetzt auch interessieren, WS. Find ich eine kluge Frage von xyxyxy,

      • Widerspenstige sagt:

        Tiefgründig ist, dass mit diesem Tauf-Ritual das Neugeborene die heiligen Sakramente der Taufe empfängt u somit in die spirituelle Sphäre aufgenommen wird. Das kann mit einem Initionsritus verglichen werden in anderen Kulturen u Religionen. Wie gesagt bin ich in einem streng-kath. Erziehung aufgewachsen u die sympolische Bedeutung des Weihwassers von unschätzbarem Wert. Auch das Entzünden der geweihten Taufkerze mit den lateinischen Schriftzeichen übten eine undefinierbare Faszination auf mich aus. Es handelt sich mE um ein harmloses aber deswegen nicht weniger tiefgründiges Ritual.

      • xyxyxy sagt:

        Ich wurde nicht getauft. Kann mich nicht erinnern, dass ich deswegen, weniger spirituell war, als meine katholischen Freunde (eher umgekehrt). Warum glauben sie, dass ungetaufte Kinder nicht in eine spirituelle Sphäre aufgenommen werden?

        Wenn es so wäre, würde die Taufe ja immens viel nützen. Bezwiehungsweise schaden falls diese spirituelle Sphäre etwas negatives wäre.
        Könnte es nicht sein, dass ihnen (weil sie damit gute ERinnerungen verbinden) die Zeremonie einfach gefällt und sie deshalb bei ihnen heilig, besonders und wirksam ist?

      • Theo sagt:

        Genau. Es ist der erste von mehreren Initiationsriten ins Leben. Esgeht weniger um die „spirituelle Sphäre“ sondern um die christliche Gemeinschaft. Als Teil der menschlichen religiösen udn kuturellen Identität. Wer dem Kind das vorenthält beraubt es einer (unter Umständen) sehr grundsätzlichen – und schönen – Voraussetzungen, sein Seelenheil zu erlangen.

        Indem man jedoch seinen Unglauben auf sein Kind überträgt, macht man nichts anderes, als die Missionare, die die „Wilden“ mit dem Schwert zum Christentum bekehrt haben. Es ist eine Form von Missbrauch.

      • Urs Müller sagt:

        Genau, tiefgründig… Wird man unumkehrbar katholisch, wenn es die katholische Religion war. Auf immer und ewig ist die Seele dem Papst und der katholischen Religion zugehörig.

    • hmmm, dass ich einmal mit der Widerspenstigen auch nur von Ferne einig gehen könnte, das hätte ich mir nicht träumen lassen. Aber eine Frage finde ich doch noch ist zu stellen. Kern der „tiefgründigen Zerimonie“ ist die Frage an Eltern und Paten, ob sie gewillt sind das Kind mit dem Glauben vertraut zu machen, was die Eltern und Paten mit einem lauten und öffentlichen JA zu quittieren haben. Wie aber ist dieses JA zu gewichten aus dem Munde einer Mutter die sich sagt: „nützt es nichts, so schadet es bestimmt nichts.“ Den Respekt die Tamedia vor dem Sakrament der Taufe hegt zeigt ihre Werbung.

      • marcus sagt:

        schön, wieder mal von ihnen zu lesen.

      • Widerspenstige sagt:

        Oh…was für eine Ehre von Ihnen, Giorgio Girardet, im Gleichklang sozusagen für einmal zu schweben… aber wie sagt es sich so träf: es geschehen noch Zeichen und Wunder. Auch dass Sie hier wieder mal mitschreiben…long time ago und bin mit marcus einig. So ein Forum lebt halt einfach von den Gegenpolen u weniger von den Gleichklängen…

        Zur Frage: ich habe unsere Kinder über den Katholizismus aufgeklärt in Begleitung mit den Fragen, welche bei den sonntäglichen Kirchenbesuchen u aus dem späteren Religionsunterricht auftauchten. Auch gabs ein eigenes Gute-Nacht-Gebet mit ihnen abends. 😉

  • Mala sagt:

    Ich bin Atheistin, finde es aber wichtig, dass Kinder möglichst viel über Religionen lernen. Ich selbst habe als Kind den reformierten Unterricht erhalten, habe Bibel, Koran und die Gita gelesen und mich auch mit dem Buddhismus und dem Judentum vertieft befasst. Meiner Meinung nach führt die gründliche Auseinandersetzung mit den Religionen zur Einsicht, dass Religionen am Ende doch nur Gebrauchsanweisungen fürs Leben sind, von Menschen für Menschen geschrieben. Es ist wichtig, dass Kinder ethische Werte vermittelt bekommen und ihr Empathie trainieren: Fairness, Grosszügigkeit, Milde und Gnade.

    • Mala sagt:

      Wer also deshalb kirchenkritisch eingestellt ist, sollte moralische und ethische Fragen, auch als Atheist oder Agnostiker nicht in der leeren Luft stehen lassen, sondern aktiv mit den Kindern Fragen der Moral, der Ethik und ernste Themen wie Tod, Ungerechtigkeit der Welt usw. thematisieren. Einem Kind kann Gott ein tröstender Freund sein, ähnlich einem imaginären Freund. Welcher Gott das ist hängt vom Kulturkreis ab, in dem das Kind aufwächst, da dies die Gesellschaft formt, in der das Kind höchstwahrscheinlich leben wird. Jedes Kind hat auch eine gläubige Phase und das sollte man locker sehen

      • Mala sagt:

        Eine Taufe ist eine kirchliche Formalität, die nicht wirklich was mit dem Glauben zu tun hat. Wenn das Kind irgendwann tatsächlich gläubig wird, kann es sich ja noch nachtaufen lassen und die Firmung nachholen, damit es alle erforderlichen Sakramentspunkte gesammelt hat. Solange das Kind nicht in einem Oberbayerischen Dorf aufwächst, wo die Leute bei ungetauften Menschen die Strassenseite wechseln oder in Saudi Arabien, wo einem als Atheist gleich die Steinigung droht, würde ich mein Kind erst mal nicht taufen lassen.

  • Bitta sagt:

    ein Kind wird also unglücklich, weil es nie in einer Gemeinschaft war, die liebt und vergibt. Von wem ist denn hier die Rede, dem Christentum, welches im Namen der Religion gemordet und gebrandschatzt hat, deren Priester eine Vorliebe für kleine Jungs haben und deren Oberhaupt in seinem Vatikan Reichtümer hordet, welche sämtliche hungernden Menschen der Welt ernähren könnten? Nein danke.

    • Hitz sagt:

      Also, das war eigentlich nicht das Christentum, das all diese unartigen Dinge getan hat. Das waren so Leute, die behaupteten, Christen zu sein, die aber vermutlich irgendwas im Neuen Testament ein wenig falsch verstanden haben.
      Und dass sämtliche Priester eine Vorliebe für kleine Jungs haben oder das Kirchenoberhaupt eigentlich den ganzen lieben Tag lang nichts anderes täte als Reichtümer zu horten, ist im besten Fall ein klein wenig unpräzise. Aber ich weiss schon, dass RKK-Klischees zu den beliebtesten und gemeinschaftsstiftendsten gehören.

      • Theo sagt:

        Unter Reformierten. Denn die haben sonst wenig gemeinschaftsstiftendes, exakt Hitz.

      • alien sagt:

        Ach was, Theo, so ein leerer Müll.

      • Marco Casutt sagt:

        „Also, das war eigentlich nicht das Christentum, das all diese unartigen Dinge getan hat.“

        Die Bibel fordert an unzähligen Stellen zu diesen „unartigen Dingen“ (unglaublich, welchen Euphemismus Theisten angesichts der Gräueltaten ihrer Glaubensgenossen aufbringen mögen) auf.

      • xyxyxy sagt:

        Marco Casutt – nennen sie eine STelle aus dem Neuen Testament, wo Menschen aufgerufen werden aufgrund ihres Glaubens zu morden oder die Menschenrechte zu verletzen.

        Machen sie ihre Hausaufgaben. Die Welt braucht nicht Schlagwort Schaumschläger sondern wirklich aufgeklärte.

      • Marco Casutt sagt:

        xyxyxy – Bspw. Matthäus-Evangelium 10:34-35 oder Lukas-Evangelium 22:36. Das wichtigste finde ich jedoch Mätthaus 5:17-19, in welchem Jesus selbst die Gebote aus dem AT bestätigt. Das AT hat also nach wie vor Gültigkeit, die Heuchelei beginnt also schon da, wo Sie ausschliesslich Zitate aus dem NT fordern.

        Der Rest Ihres Beitrags spricht für sich. Den Mangel an Argumenten muss man ja irgendwie kompensieren.

      • xyxyxy sagt:

        Casutt: die beiden ersten Zitate sind ein Witz – nur jemand der einen Text nicht in seinem Zusammenhang lesen kann, findet hier gewaltaufrufe: Jesus sagt, das er Entzweiung bringt, dass wer ihm nachfolgt Verfolgung erdulden wird, so wie er selbst.

        Der 3. Zitat hingegen ist ein echtes Argument. Das Christentum baut auf dem AT auf und behauptet es wäre richtig, es hebelt zwar das Gesetz durch die Gnade danach aus und reformiert es. Aber das real existierende Christentum baute immer wieder auf die Gewalt des AT. Das ist sein grosser Makel. Dennoch bleibt das NT ruft nirgends dazu auf.

      • Marco Casutt sagt:

        „die beiden ersten Zitate sind ein Witz“

        Schön, dass Sie Vernunft anzunehmen beginnen.

        „Jesus sagt, das er Entzweiung bringt, dass wer ihm nachfolgt Verfolgung erdulden wird, so wie er selbst.“

        Nein, das sagt er nicht. Genau das ist das Problem von „moderaten“ Christen. Sie interpretieren die Bibel, wie sie gerade wollen und verhelfen so dieser Ideologie wieder zu grösserer Popularität.

        „das real existierende Christentum baute immer wieder auf die Gewalt des AT.“

        Ach, wir reden hier nicht über das real existierende Christentum?

      • Marco Casutt sagt:

        „Dennoch bleibt das NT ruft nirgends dazu auf.“

        Doch eben bspw. in Mt 5:17-19. Wer den Text „in seinem Zusammenhang“ liest und Christ ist, berfüwortet konsequenterweise bspw. die Tötung von Homosexuellen (Lev 20:13) oder „Hexen“ (Ex 22:17). Dass Sie dies „anders“ interpretieren, als es geschrieben steht, ist sicher löblich, aber glauben Sie ernsthaft, dies tun alle? Ich für meinen Teil wage es zu bezweifeln, dass es bspw. der Kommentator Theo genauso sieht.

      • xyxyxy sagt:

        wissen sie Herr Casutt im Gegensatz zu ihnen, bin ich nicht ein ideologischer Scheuklappen Mensch
        ich glaub eben nicht das eine Sache 100% gut oder schlecht ist
        deshalb beginne ich nicht Vernunft anzunehmen, sondern ich kann einfach meinem Gegner jederzeit ein Argument zugestehen, wenn es eine Berechtigung hat.
        Lesen sie den Text in Ruhe im Zusammenhang, kein Gewaltaufruf, sondern Ankündigung von Verfolgung/Martyrium. Das sollte nicht zu schwer sein. (Ansonsten würde er eh isoliert dastehen, zu sämtlichen expliziten Aufrufen „die andere Wange hinzuhalten“, wie es der Religionsgründer tat.)

      • xyxyxy sagt:

        Casutt 2 – wie gesagt, mit dem Argument auf das AT gebe ich ihnen recht.
        Und ich gebe ihnen auch recht, dass es dann eine SAche der Interpretation ist, inwiefern jetzt die Gnade diese Aufrufe zur Todesstrafe aufheben oder nicht. Das ist ein grosses Problem dass das NT mit sich bringt. Da bin ich ganz bei ihnen.
        Aber es bleibt falsch zu behaupten, das NT rufe zu dieser Gewalt auf. Man könnte höchstens sagen: indirekt könnte man es auch vom NT ableiten.
        Direkt ruft das NT eher zum Gegenteil auf. „andere Wange hinhalten“ „wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein“ „Richtet nicht“ etc.

      • Marco Casutt sagt:

        „Und ich gebe ihnen auch recht, dass es dann eine SAche der Interpretation ist, inwiefern jetzt die Gnade diese Aufrufe zur Todesstrafe aufheben oder nicht.“

        Das habe ich nicht gesagt, im Gegenteil: Eigentlich ist es eindeutig, es interpretieren lediglich viele Leute anders, als es eigentlich geschrieben steht. Diesen Leuten muss man an und für sich dieselben Vorwürfe machen, wie denjenigen, die diese Gebote dann effektiv befolgen, macht doch diese „gemässigte“ Masse diese Schriften einem Grossteil der Leute zugänglich und „schmackhaft“.

      • Marco Casutt sagt:

        „Aber es bleibt falsch zu behaupten, das NT rufe zu dieser Gewalt auf. Man könnte höchstens sagen: indirekt könnte man es auch vom NT ableiten.“

        Die am ehesten korrekte Formulierung wäre: Im NT wird die Gültigkeit bzw. Notwendigkeit der Gewaltaufrufe durch Jesus bestätigt. Das hat nichts mit Ableitung zu tun, sondern ist eine Faktennennung (die, wie erwähnt, vielen Leuten einfach nicht passt).

  • Stoffel Brigitte sagt:

    ich bin ursprünglich röm-kath. aufgewachsen, habe mit 24 zu den Evangelikalen gewechselt und habe meine Töchter nicht taufen lassen. Beide Töchter wurden als Kleinkinder in einem Gottesdienst eingesegnet mit der ganzen Familie zusammen. Beide Töchter haben sich später, mit 16 resp. 15 Jahren für die Taufe und die spätere Konfirmation entschieden. Eine Taufe ist laut NT ein Schritt, der eigentlich als öffentliches Zeugnis des eigenen Glaubens gilt. Daher, nach meinem Verständnis, zuerst glauben, dann taufen lassen. Habe meinen Töchtern den christl. Glauben nahegebracht, aber sie nicht gezwungen

  • Elias sagt:

    Die Taufe und alle folgenden Sakramente sind ein Must. Unsere westliche Gesellschaft, Philosophie und Lebensstil baut auf christliche Werte auf, sodass das Wissen auf den Religionsunterrichte viel Wert haben. Hinterfragen kann man dann alles, aber dafür muss man wissen… ein Kind, der gottlos erzogen wird, wird auch nicht bei religiösen Themen mitreden können, und wer weiss. was uns die Zukunft bringt.

    • Marco Casutt sagt:

      „und wer weiss. was uns die Zukunft bringt.“

      Atheismus. Dann werden *alle* Kinder „gottlos“ erzogen und anstelle des Religionsunterrichts dürfen Kinder dann lernen, was wahr ist (bspw. Geschichtsunterricht über „Religionen“ und all deren Gräueltaten).

      • xyxyxy sagt:

        sie sind hoffnungslos naiv Herr Casutt
        sie haben das Weltbild einfach umgedreht – während Theo glaubt alles böse komme aus der Kirchenlosigkeit
        Glauben sie alles böse komme aus der Kirche

        Nehmen sie die menschliche Psyche ernst, Machtgier, Manipulation, Unterdrückung von Schwächeren – das hat wenig zu tun, mit religiös sein oder nicht. Ebenso gibt es „die Wahrheit“ der Geschichte nicht. Es gibt verschiedene Perspektiven, vieles ist Ansichtssache. Am schlimmsten ist es eben dort, wo es nur eine Wahrheit gibt. Bei Leuten wie ihnen oder Theo, das ist einerlei.

      • Marco Casutt sagt:

        „[…] Glauben sie alles böse komme aus der Kirche“

        Interessant, das wusste ich noch gar nicht. Danke für die Aufklärung, was ich „glaube“.

        „Ebenso gibt es “die Wahrheit” der Geschichte nicht.“

        Selbstverständlich gibt es die Wahrheit. Die wird Apologeten wie Ihnen bloss nicht gerne gehört.

        „Es gibt verschiedene Perspektiven, vieles ist Ansichtssache.“

        Ach, und wenn es meine Ansicht ist, dass in der Mitte der Erde ein unsichtbares rosa Einhorn unser aller Schicksal steuert, wird das dann auch an den Schulen gelehrt? Ist ja Ansichtssache…

      • xyxyxy sagt:

        DIE Wahrheit, ausserhalb der Mathematik, gibt es nur bei religiös Verblendeten.

        Im übrigen haben Sie von der Geschichte gesprochen und nicht über die geologische Beschaffenheit der Erde.
        Und was die Geschichte betrifft, halte ich es für gefährlich naiv, wenn einer von einer Zeit träumt, in der in der Schule DIE Wahrheit gelehrt wird.
        Hören sie doch zu Casutt, denken sie nach. Sie bringen Schlagworte, mehr nicht.

        PS Apologeten werden mit der Relativität der Wahrheit argumentieren. ABer sie können halt nicht mehr als in zwei Kategorien denken.

      • Marco Casutt sagt:

        „DIE Wahrheit, ausserhalb der Mathematik, gibt es nur bei religiös Verblendeten.“

        Das dürfte sich Erdoğan jeweils auch denken, wenn er den Völkermord an den Armeniern leugnet.

        „Im übrigen haben Sie von der Geschichte gesprochen und nicht über die geologische Beschaffenheit der Erde.“

        Ich musste eine Analogie zum Theismus finden. Aber wenn Sie unbedingt ein Beispiel aus der Geschichte wollen: „Es gab niemals Sklaverei in den USA“ ist eine offensichtliche Lüge. Es entspricht also offensichtlich nicht der Wahrheit und darf genausowenig an Schulen gelehrt werden wie Intelligent Design.

      • Marco Casutt sagt:

        „Und was die Geschichte betrifft, halte ich es für gefährlich naiv, wenn einer von einer Zeit träumt, in der in der Schule DIE Wahrheit gelehrt wird.“

        Weiter oben leugnen Sie, dass Hitler Christ war. Klar, würde Ihr Weltbild ansonsten ja zusammenfallen. Ich hingegen bevorzuge selbstverständlich Schulen, die in naturwissenschaftlichen Fächern oder in der Geschichte sich an Fakten und nicht an Lügen von Nazis oder Theisten orientieren.

        „Hören sie doch zu Casutt, denken sie nach. Sie bringen Schlagworte, mehr nicht.“

        Ich äussere Argumente. Bisher sind Sie kaum darauf eingegangen

      • xyxyxy sagt:

        Herr Casutt – sie kommen mit Holocaust Leugnern, Sklavereileugnern und Erdogan
        und wollen mich in deren Schublade stecken nur weil ich ihnen wiedersprochen habe?
        ich bin der Erste, der diesen A…. widerspricht und das tun auch ganz viele Menschen, die keine Atheisten sind.

        Sie sind echt ein Mensch, für den es nur zwei Schubladen geben kann. Sorry.
        Wenn ich so ein Trottel wäre, warum hab ich dann mit Theo gestritten? Denken sie doch mal nach.

        über Hitler lesen sie mal: „Hitler, Buddha, Krischna – V. Trimondi“ das ist ein ziemlich ausführlich recherierter Schinken

      • Marco Casutt sagt:

        „Herr Casutt – sie kommen mit Holocaust Leugnern, Sklavereileugnern und Erdogan
        und wollen mich in deren Schublade stecken nur weil ich ihnen wiedersprochen habe?“

        Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Ich äussere Argumente. Bisher sind Sie kaum darauf eingegangen.

        „Wenn ich so ein Trottel wäre […]“

        Ich habe nie behauptet, Sie seien ein Trottel. Bitte bleiben Sie bei den Fakten.

        „warum hab ich dann mit Theo gestritten? Denken sie doch mal nach.“

        Als Streit hab‘ ich’s noch nicht wahrgenommen, aber das tun „moderate“ und radikale Christen oft.

      • Marco Casutt sagt:

        „Moderates Christentum“ sehe ich deshalb als eine Gefahr, weil sie die Bibeltexte eben gerade so auslegen, wie es Ihnen gerade passt und den „radikalen“ unterstellen, die Texte nicht richtig zu interpretieren. Wie kann man bspw. „Eine Hexe sollst du nicht am Leben lassen.“ (Exodus 22:17) „anders interpretieren“?

    • Katharina sagt:

      „Unsere westliche Gesellschaft, Philosophie und Lebensstil baut auf christlichen Werten auf,“ das stimmt nun auf mehreren Ebenen nicht. Unser Rechtssystem basiert grundsätzlich auf dem des antiken Römischen Imperiums. Demokratie ist in Grundzügen griechisch und die moderne Form ein Ergebnis der Aufklärung und Säkularisierung. Unser Lebensstil in Essenz auf Technologie und Macht – siehe der historische Nachfolger des römischen Imperiums, dessen Macht auf Technologie, stabilen Strukturen und der rule of law basierte. Siehe USA.

      Was Rom betrifft: siehe RKK, der ursächliche Grund des Niedergangs

      • gabi sagt:

        „der ursächliche Grund des Niedergangs“

        Na gut; ich seh schon: Zumindest sind Sie auch sonst recht kreativ drauf heute.

      • Katharina sagt:

        das römische Imperium war trotz seiner kruden Aspekte (etwa was Strafen betrifft) ein Rechtsstaat im modernen Sinn und hat Europa über in etwa 1000 Jahre relative Stabilität gebracht. Die Ausdehnung war nicht einfach Resultat militärischer Übermacht. Der Zerfall begann, als eine bestimmte Religion zur Staatsreligion wurde. Was folgte war eben der Zerfall und danach für Europa in etwa 1000 Jahre Kriege, Instabilität und Terror unter der Ägide der RKK, die ja alle Monarchen und Aristokraten absegnete. Ich finde, diese Sichtweise über die ca 3000 Jahre europäischer Geschichte sehr relevant.

      • Fistik sagt:

        @Katharina

        „Der Zerfall begann, als eine bestimmte Religion zur Staatsreligion wurde“

        …eine bestimmte Staatsreligion konnte Fuss fassen weil der Zerfall begann; das römische Reich erfuhr eine politische Implosion, für welche es selbst verantwortlich war

      • gabi sagt:

        Klimawandeln, Völkerwanderung, Überdehnung, Defizitmoloch Rom als Stadt, die alle Einkommen auffrisst, komplett ausgelassen (überhaupt schon mal davon gehört?) und dann noch die Tatsache ausgeblendet, dass der Niedergang ja nicht erst mit der Übernahme des Christentums einsetzte.

        Eine – kath-typische – sehr amerikanische Antwort. Die sich die Welt wieder mal bloss monokausal funkionierend vorstellen kann.

        Wissen Sie, an was mich Ihre Gewissheit erinnert? – An die US-Schwulenhasser und Abtreibungsgegner, die den Niedergang Roms einzig in Dekadenz und Ausschweifung orten wollen.

        Unseriös.

      • gabi sagt:

        Na gut… In Ihrem Zustand bringt mal gerne mal ein paar Sachen durcheinander.

        Aber mit was für spannenden Themen Sie sich im Kreissaal noch befassen können; hm?!

        – Mein Gott, muss so ne Zwillingsgeburt ne langwelige Sache sein.

        Macht Frau mal so nebenbei!

        🙂

      • gabi sagt:

        Sorry; ich korrigiere:

        Unseriös ist es zwar eh.

        Aber „pseudo-gelehrt“ trifft es hier wohl besser.

        Auf die Schnelle einfach keinen Artikel gefunden, den man copy-pasten kann?

        😀

      • gabi sagt:

        Manchmal frage ich mich, ob ihre Religionsaversion, die sich dann also offenbar gerne gleich die halbe Weltgeschichte mit deren sinistren Wirken erklärt, ev. mit Ihrer eingestandenen Männerphobie zu tun hat. Immerhin sind die meisten Relis ja immer noch – unbestritten – ziemlich männlich dominiert.

        Aus dieser Überlegung frage ich:

        Wie halten Sie es eigentlich mit meiner Favoritiin: Uriella?

        Wäre das nicht ev. – grad angesichts ihres Horizontes – eine interessante, weiblich geprägte, religiöse Alternative?

        URIELLA! Falls Sie mitlesen:

        Heiraten Sie mich! Ich will ein Kind von Ihnen

      • Katharina sagt:

        fistik: die Trennung zwischen Ost- und Westrom war im wesentlichen ein Disput über Religion und ob eine Religion Staatsreligion werden soll oder nicht. die angelsächsische Sicht dazu ist, dass die Erhebung der RKK zur Staatsreligion durch Konstantin ein wesentlicher Faktor war.

        Meine hier dargelegte Sicht beruht im wesentlichen auf dem Buch „Europe: A History By Norman Davies“

      • gabi sagt:

        😀

        Und darum ging das christianisierte osttrömische Reich dann ja auch sehr viel schneller…unter… äh… als das weströmische, wo noch bis in den 60er Jahren des vorherigen Jhdts zeitgenössische Dok-Filme gedreht werden konnte, wie Quo Vadis, Spartacus oder Poppea – La Putana die Roma.

        Also bald halt ich Sie für Wildkatze!!!

        Norman Davies, also.

        Aha… Also doch copy/paste.

        Wie immer. Bescheiden einfach, wie immer.

        ((gibt´s da bei Ihnen drüben eigentlich extra Kategorieren in Büchereien? So à la „Historiker / bescheiden“ oder fragen Sie einfach nach „monokausal / einfach“?))

        🙂

      • gabi sagt:

        Immerhin:

        Ist ja doch schon ein klitzekleiner Fortschritt, Kathy.

        Die Berührungsängste mit Antisemitismus scheint Sie mit Norman Davies nicht mehr derart zu peinigen, dass sie ihn in jedem Punkt und Komma wittern.

        … Ausgerechnet Norman Davies!

        🙂

      • Katharina sagt:

        klar… Norman Davies war Antisemit. sicher nicht. Ein schnelles googeln reicht da wohl nicht. Haben Sie das Buch denn gelesen?

        Dass Davies Antisemit war ist genauso eine Lüge wie dass die Amerikaner den WW2 in Europa gewannen. Dazu müssen Sie etwas weiter östlich nachschauen gehen, bei dem Land, das 28 Millionen seiner Bürger sterben liess um jenen Konflikt zu lösen, so er denn wirklich gelöst ist?

        Das darf nie vergessen werden, genauso wenig. wie, dass ein zivilisiertes Land zu Dingen wie einem Holocaust fähig ist. Das betrifft auch mein Land. Die Eroberung dieses Kontinents beruht Genozid

      • gabi sagt:

        „um jenen Konflikt zu lösen“ – Das ist eine ziemliche Fehlformulierung.
        Um den Konflikt zu gewinnen!
        Das ist nicht ganz dasselbe.

        Zudem hat jenes Land den Konflikt schliesslich begonnen. Als Partner von AH, durch das Zusatzabkommen vertraglich abgesichert. Schienen bloss nicht zu kapieren, dass die Anderen noch mehr durch den Wind waren als sie selbst.

        Dass die Amis irgendwie den Sieg (den Russland niemals ohne die Rüstungslieferungen hätte durchstehen können) vergeigt haben, stimmt allerdings: Wie sonst wären die vielen Roosevelt-Plätze im Ostblock zu erklären, die der kommunistische

      • gabi sagt:

        Erzfeind ausgerechnet einem Amerikanischen Präsidenten widmete. Eben nur, weil der Trottel noch bis zu letzt „Uncle Joe“, wie er Stalin nannte, für nen netten, vernünftigen Kerl hielt.

        Die absurdeste Folge des 2.WKs ist und bleibt aber der jd. Staatk, den es ohne den ollen Dolfie und die entsprechenden Gewissensbisse der Sieger wie der Besiegten so nie gegeben hätte.

        Markabere Ironie, dass man diesen Staat ausgerechnet dem grössten Schlächter desselben Volkes zu verdanken hat und dann auch noch seine Blut-und-Boden Staatsvorstellungen, bis hin zum Ahnennachweis, übernimmt!

      • gabi sagt:

        Im Übrigen will ICH N.Davies nicht automatisch Antisemitismus unterstellen.

        Ich muss nur ziemlich über Sie lachen, die Sie googeln schon als „zu oberflächlich“ bezeichnen, um auch nur was in diese Richtung aufzuschnappen… Aber selber schon mehrfach Mitblogende aus dem Blauen heraus als Antisemiten bezeichnet haben. Mich sogar schon, als Sie offenbar nicht fähig waren, zu lesen, dass gar das genaue Gegenteil von dem da stand, was Ihnen wieder mal als Grund ausreichte.

        DESHALB ist es schräg, wenn ausgerechnet SIE DEN bringen, der im Übrigen wirklich ein paar sehr wilde Sachen vermischt.

      • Katharina sagt:

        Naja Gabi.. Sie vergessen zu erwähnen dass Grossindustrielle meines Landes den AH mit wesentlichen finanziellen Mitteln förderten.. Der Ford Klan zum Beispiel. Und wenn Sie die Ikonographie meines Landes etwas betrachten, dann sehen sie auch, dass da sehr viel übernommen wurde. Wenn ich von Faschismus rede, dann schliesse ich mein Land überhaupt nicht aus. Hier wird ’strange fruits hanging off the trees‘ einfach nicht mehr so offensichtlich gemacht… stattdessen werden sie nach Übersee in Kriege geschickt.

      • Katharina sagt:

        und ich betrachte sie schon als Faschisten. an dem Eindruck von Ihnen hat sich nichts geändert.

      • gabi sagt:

        Ja, das wär schon was, hm?!

        Dann wär das auch nicht so verdammt schwer, anderen Menschen den Mund zu verbieten.

        Dann müsste man sich nicht ständig mit Sichtweisen herum schlagen, auf die man keine rechte Antwort hat.

        Dann wär´s gar keine Frage, dass Typen, die einem nicht passen, einfach „entfernt“ werden.

        Ausgerechnet Sie, Kath: SIE sind doch die, die offensichtlich nur so kann!

        Übrigens: Jede, absolut jede, der grossen Unterdrückungsideologien (inkl. Faschismus) hat immer vorgegeben, bloss für höhere Ziele ein zu stehen, während jedes Hinterfragen bereits Panik auslöste.

  • Erika B. sagt:

    Ich bin mit dem Autor einig. Religion gehört zu unserer Kultur und damit auch zur Erziehung. Ob das nun heisst, das Kind zu taufen? Muss nicht sein, finde ich, kann aber.
    Meine beiden Töchter wurden nicht getauft, die eine hat es später nachgeholt und wurde konfirmiert, die andere nicht.

    • dres sagt:

      Religion gehört zu unseren Gesellschaften, weil sich diese in religiösen Fragen – weltweit – in einer Rückwärtsbewegung befindet. Zur Erziehung gehört sie bei mir höchstens insofern, als dass ich den Kids irgendwann erklären muss, warum man in der Neuzeit immer noch über beschnittene Schnäbis und andere beschnittene Menschenrechte, nicht bewilligte Minarette, Taufen, Fegefeuer etc. diskutieren muss. Dass aber jeder halbwegs gebildete Mensch eine ungefähre Ahnung von Religionsgeschichte hat, finde auch ich sinnvoll. Dafür muss aber keinem Baby ein Kübel Wasser über den Kopf geleert werden…;-)

      • Erika B. sagt:

        Das finde ich etwas stark ausgedrückt, stimmt aber in den grossen Linien. Ich finde im alltäglichen Sinn, dass Religion zu unserer Kultur gehört, auch wenn sie nicht mehr benannt wird. Nächstenliebe ist so ein Wert, die 10 Gebote sind es, mindestens teilweise, wir leben damit und realisieren es gar nicht, es sei denn, es kommt einer von einem anderen Glauben und behauptet, nur er glaube. Es ist wichtig, dass Kinder das erfahren, z.B. im Reli-Unterricht oder in Religionsgeschichte, aber auch in Gesprächen über Gott.
        Nein, einen Kübel Wasser auf dem Kopf brauchen sie nicht dafür.
        Einverstanden.

      • Auguste sagt:

        hmm…, vermutlich fand johannes damals, dass in den glauben eintauchen eine höhere symbolkraft hat, als sich im sand, den es in der gegend ja reichlich gab, zu aalen, und sich in den neuen glauben rein zu „panieren“. hygienischer wars auf jeden fall und in der sommerhitze des nahen ostens war ein sommerjob im wasser eine ziemlich smarte idee. und weil der Herr auch keine Einwände mittels brennender büsche, oder was weiss ich was, machte, blieb man eben bei der tunkerei.

        youtube: randy travis – baptism

  • Simon Schnauz sagt:

    Die Entscheidung ‚Kind Taufen‘ hat nichts mit den Kind zu tun sondern spiegelt die eigene Beziehung zur Kirche, die vor so einem Schritt geklärt werden sollte:
    – Bin ich von der Kirche indoktriniert, werde ich selbstverständlich auch mein Kind indoktrinieren. Der Kick Off dazu ist die Taufe. Ein schönes Exempel eines von der Kirche indoktrinierten Menschen liefert Blitz Blank (9:49).
    – Bin ich frei von religiösen Zwängen werde ich ergo mein Kind nicht damit belasten.
    – Bin ich in der Kirche, ohne diese in irgendeiner Form zu leben, so kommt dieser Widerspruch in der Tauf-Frage zum Vorschein.

  • Heinz Oswald sagt:

    Wenn schon von Taufe die Rede ist: sie stammt aus dem Neuen Testament der Bibel, aber dort gibt es keine einzige Stelle, die von einer Kindertaufe reden würde, also entspricht eine solche einer Irrlehre – daran ändert auch eine Tradition nichts! „Wer da GLAUBT und getauft wird, der wird selig werden…“ Hitler war wohl auch getauft…dann heisst es dann: „Die Christen!“ – das ist das Fatale daran! Freilich, zur Steuerzahler-Absicherung ist die Kindertaufe eine gute Aufgleisung. Wer nicht glaubt, also nicht dazu gehört, müsste ja dann später ehrlicherweise, unangenehmerweise austreten.

    • xyxyxy sagt:

      hmm…. danke für die Belehrung, allerdings kennen sie sich nicht wirklich aus, sie meinen nur, es ganz genau zu wissen:
      Taufen gab es auch im Judentum – also schon vor dem Neuen Testament…
      ist das Problem mit Leuten wie ihnen … sie meinen sie wüssten alles, haben sich aber nie die Mühe gemacht, die Sache wirklich umfassend und kritisch zu untersuchen
      darum können sie auch nicht zuhören: Herr D. interessiert das nicht, ob Kindertaufe im NT vorkommt oder nicht, er sieht es als gesellschaftliches Ritual – und stellt es diesbezüglich zur Frage

    • Marco Casutt sagt:

      Hitler hat sich in „Mein Kampf“ an unzähligen Orten auf Gott berufen, selbstverständlich war er Christ.

      • xyxyxy sagt:

        ?
        Hitler wollte das Christentum abschaffen – er fand die ganze Idee von Mitgefühl und Nächstenliebe verächtlich
        auch ein Gottessohn der schwächlich am Kreuz stirbt fand er verächtlich

        Hitler führte eine Neue Religion ein – Rassenlehre, Führer Kult, Blut und Ehre Kult – etc.
        Machen sie ihre Hausaufgaben bevor sie mit Schlagworten in die Welt ziehen

      • Marco Casutt sagt:

        Ach so, dann sind folgende Zitate gar nicht aus seinem Buch? http://veganismus.ch/foren/read.php?f=16&i=502&t=502&v=f

      • xyxyxy sagt:

        Herr Casutt – jetzt habe ich ihren Link gesehen – Wow weltbewegend, Hitler hatte ständig „Gott“ im Mund. Ja natürlich, war der Mann irgendwie gläubig, hielt sich für von der Vorsehung auserwählt. Natürlich war alles in seinen Reden religiös.
        Aber – und deshalb riet ich Theo und Sportpapi ihren Glauben zu durch denken – der Mann führte eine neue Religion ein, das zeigt schon ein oberflächliches Studium.
        http://www.amazon.de/Hitler-Buddha-Krishna-unheilige-Allianz/dp/3800038870
        Das Buch ist sicher nicht über über jeden Zweifel erhaben, aber sicher hilfreich etwas differenzierter zu sehen.

  • Baba sagt:

    Ja, wieso sollen meine Kinder das Gleiche „durchmachen“? Ich habe den KUW Unterricht besucht, weil es obligatorisch war, da ich ja getauft wurde. Ich bin vor 20 Jahren aus der Kirche ausgetreten und bereue nichts. Meine beiden Jungs sind nicht getauft worden. Ich lebe ihnen Respekt und Toleranz für Mitmenschen/Natur vor. Sie sollen selbständig werden, eigene Meinungen haben, Fehler machen dürfen und daraus lernen. Wenn ich daran denke wie viele „scheinheilige“ Kirchengänger es hier gibt…nein, danke! Wenn sie das möchten, können sie sich später taufen lassen. Es wird ihr Entscheid sein.

  • xyxyxy sagt:

    Jetzt haben Sie es endlich geschafft, Herr D. – Der Beweis, unser Verdacht bestätigt, dass wir es mit einem äusserst oberflächlichen Mainstrem Menschen zu tun haben. Ein Mensch ohne Rückgrat, der Traditionen folgt, die ihm Null und Nichts bedeuten.

    Soll man ein Kind taufen lassen? Selbstverständlich NEIN, wenn man glaubt, dass Religion ein schlechter Witz ist.
    Selbstverständlich NEIN, wenn man glaubt, dass Religion eine ernste persönliche Glaubenssache ist.
    Selbstverständlich JA, wenn man der Kirche verbunden ist und glaubt, dass das Kind durch die Taufe gesegnet wird.

    in meinem Fall: NEIN

    • dres sagt:

      Nein und nochmals nein! 😉

    • Theo sagt:

      Sie schaden ihrem Kind, weil es so nicht zur christlichen Gemeinsachft gehört. Ihre Entscheidung ist eventuell nicht die ihres Kindes, könnte es selber entscheiden. Umgekehrt wird ein Schuh draus. Daher stehen sie ihm eventuell vor seinem Seelenheil.

      Im Falle, dass die Endzeit morgen über uns hereinbricht, sind sie verloren, aber können ihr Kind retten. Haben sie eine Krankenversicherung? Das funktioniert ähnlich. Weil sie nicht sicher sein können, dass sie immer so gesund sein werden, wie sie sich heute fühlen.

      • xyxyxy sagt:

        Sie glauben an den Gott der billigen Absicherungen. Wow Theo – etwas mehr theologischer Tiefgang könnte ihnen nicht schaden.
        Ein Gott rettet Kinder aufgrund von ein paar Wassertropfen, die anderen nicht. Was hat der denn für eine Moral?
        Und was für eine Moral will er uns Menschen damit vermitteln? Sehr sinnvoll, momoll.

        Das Seelenheil ist inwendig, Theo. Es kann mit keiner Versicherung erstanden werden.
        Wer das nicht versteht, hat keine Ahnung von der Seele (und wohl auch nicht vom Christentum). Gott bewahre!

      • Bitta sagt:

        einen Gott, der mein Kind nicht rettet, weil ICH es nicht taufen liess, will ich nicht.

      • gabi sagt:

        Ein Gott, der allmächtig zu sein vorgibt, aber offenbar nichts dagegen unternehmen kann, wenn Irre in seinem Namen Schändlichstes treiben, ist ein völlig danebenes Grossmaul.

      • Blitz Blank sagt:

        @Bitta

        „einen Gott, der mein Kind nicht rettet, weil ICH es nicht taufen liess, will ich nicht.“

        Geht mir auch so. Da schmore ich lieber in der Hölle als mich irgend einem dahergelaufenen Gott mit solchen Regeln zu unterwerfen. Als guter Demokrat akzeptiere ich eh nur eine Regierung, die ich selber gewählt habe…

        PS:
        Meine Gottes-Stelle ist immer noch unbesetzt. Es können sich also alle Götter bei mir um die Stelle bewerben. Bitte schriftlich, mit Foto, Zeugnissen und Referenzen.

        😉

      • Gabi sagt:

        Scheint mir hier der richtige Rahmen, um auf diese von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkte Tragödie hin zu weisen:

        Karell Gott hat die Kraft und Brillanz seiner Stimme verloren!!!

      • Theo sagt:

        @Bitta: „einen Gott, der mein Kind nicht rettet, weil ICH es nicht taufen liess, will ich nicht.“

        Es geht auch nicht um SIE. sondern um ihr Kind. Was SIE wollen und nicht wollen, ist allein ihre Sache. Sie allein entscheiden für sich ob sie dazugehören wollen oder nicht. das Kind kann das nicht. Aber ihm sollten sie das Seelenheil nicht vorenthalten. Sie reissen es aus der christlichen Gemeinschaft. Sie verfügen über sein Leben in unzulässiger Weise.

        Und @Akte xy: Nennen wir es lieber spirituelle Absicherung. Das ist alles andere als billig.

      • Theo sagt:

        @Blank: Oh, Gott muss sich bei ihnen bewerben – wie vermessen. Sie sind also selber einem Gotte ebenbürtig. Sie sind selber ein Gott.

        Man kann es auch psychologisch erklären: Grössenwahn.

      • xyxyxy sagt:

        Theo sie hören nicht zu: „Spirituelle Absicherung“ wo liegt jetzt da der Unterschied?
        warum sollte ein Kind mit ein paar Wassertropfen spirituell abgesichert sein und das andere nicht?
        Wo liegt hier die Moral? Was für eine Moral wird hier vermittelt?
        Und inwiefern lässt sich das ganz praktisch in der Realität beobachten?
        Ist z.B. Kolumbien, wo jeder getauft ist (also prozentual weit mehr als in CH) ein humaneres Land als die Schweiz?

        Mir scheint, sie können nur mit Schlagworten um sich werfen, aber keine wohl Begründeten Anworten liefern, sie haben nicht einmal ihren eig. Glauben durchdacht.

      • Sportpapi sagt:

        @xyxyxy: Wie kann man einen Glauben durchdenken? Vielleicht liegt ja gerade hier das Missverständnis!

      • Theo sagt:

        @xyxy: Weil es qua sakramentale Handlung in die christliche Gemeinschaft aufgenommen ist. Corpus Christi.
        Hier geht es nicht um Moral. Es geht darum, dass das ungetaufte Kind zu keiner Gemeinschaft gehört, weil das seine Eltern so für es entscheiden. Sie entreissen das Kind der angestammten (Kultur-)Gemeinschaft, aus selbstsüchtigen Motiven, weil sie zum Beispiel selber von dieser Gemeinschaft abgefallen sind, mit Gott hadern oder was auch immer. Sie verwehren dem Kind die Mitgliedschaft, obwohl sie allein es sind, die damit ein Problem haben und nicht das Kind.

        Ist das moralisch?

      • xyxyxy sagt:

        Theo – ihr argument wechselt von Seelheil (hereinbrechende Endzeit), zum spirituellen und nun doch also zum Gesellschaftlichen.
        Das habe ich ja Anfangs auch als legitim erklärt: Wer von der Kirche überzeugt ist etc. – der soll Kind taufen.

        Ansonsten leben sie im Mittelalter. Unsere Gesellschaft ist nicht mehr eine kirchliche. Kein Mensch ist von der Gesellschaft irgendwie abgespalten weil er keiner Kirche angehört (Gott sei Dank!)

      • xyxyxy sagt:

        Sportpapi – den Glauben nicht durchdenken? Das scheint mir der sicherste Weg zur Hölle!
        Natürlich muss man seinen Glauben durchdenken, denn auf seine Glaubenssätze (seien sie religiös oder nicht) baut man sein Leben, seine Entscheidungen (bewusst oder unbewusst). Man sollte sich also schon im klaren sein, was man glaubt.
        Und was das Christentum betrifft (dem sie offensichtlich angehören): Das ist eine Religion, die v.a. das Denken anspricht. Über Jesu Gleichnisse müssen sie nachdenken, um sie zu verstehen. Lesen sie den Römerbrief (Grundlegendes Schrifstück), das ist schwere Denkarbeit.

      • Theo sagt:

        Doch, er stellt sich ausserhalb der christlichen Gemeinschaft, er steht abseits. Wie im Fussball bringt das auch hier Nachteile mit sich. Nachteile, die dem Kind aufgezwungen werden durch selbstsüchtige Eltern, die nur an sich denken und nicht ans Kind. Es ist das Recht des Kindes, als Teil seiner angestammten religiösen und kuturellen Identität heranzuwachsen.

        Kein Mensch hat das recht, für das Kind eine so schwerwiegende Entscheidung zu fällen. Und das Glauben oder Nichtglauben für es zu übernehmen. Respaktive seinen Unglauben oder seinen Hader auf das Kind auzuoktroyieren.

      • Blitz Blank sagt:

        @Theo

        „Grössenwahn“

        Grössenwahn ist es zu meinen, man könne die Frage nach GOTT überhaupt beantworten und dann gleich noch ein nettes menschliches System namens Religion um dieses Gottesbild machen. Die menschliche Vorstellungskraft versagt schon bei Diesseitigem: Alter und Grösse des Universums, Anzahl Atome bzw. Zellen in unserem Körper, Grösse eines Atoms, 1 Lichtjahr etc. GOTT ist absolut jenseits jeder menschlichen Vorstellung und Erkennbarkeit!! Sie wissen scheinbar was GOTT ist und was er von Ihnen will. Also wer hat hier den Grössenwahn?

      • Marco Casutt sagt:

        Aus Gründen der spirituellen Absicherung empfiehlt es sich, das Kind gleichzeitig zu beschneiden, sowie sämtliche hinduistische, jainistische, shintoistische, Voodoo-Rituale, etc pp durchzuführen. Oder wollen Sie aus egoistischen Gründen über dem Seelenheil der Kinder stehen, sollte sich herausstellen, dass Sie selbst an den falschen Gott geglaubt haben?

    • Andreas Kaufmann sagt:

      Genau xy, so soll es sein. Menschen, die nicht an Jesus Christus, als ihren persönlichen Retter glauben, sind in der Kirche willkommen, um sich zu informieren, doch die Gemeinde sollte weder ihre Kinder taufen, noch Trauungen und Beerdigungen durchführen! Übrigens, in allen Freikirchen muss man sich zum Glauben bekennen und einen entsprechenden Lebenswandel führen, um offiziell in die Gemeinde aufgenommen zu werden. Zudem lehnen die meisten Freikirchen die Kindertaufe ab, weil die Kinder selber entscheiden sollen. Darin sind die Freikirchen den staatlichen Landeskirchen um Welten voraus!

      • xyxyxy sagt:

        das ist ihr Verständnis Herr Kaufmann
        ich würde Seelenheil allerdings nicht mit der Mitgliedschaft einer Freikirche oder einem Bekenntis eines „persönlichen Glaubens an JC“ gleichsetzen.
        Ich habe schon zu viele Menschen getroffen, die genau beides haben, aber unversöhnliche, selbstgerechte und intolerante Zeitgenossen sind.

  • Hans Maulwurf sagt:

    So funktioniert Religion nun einmal, wenn nicht bereits im frühen Kindesalter eifrig missioniert und indoktriniert wird ist dies bei Erwachsenen nur schwer nachzuholen. Oder anders ausgedrückt wie viele wechseln tatsächlich die Religion wenn sie alt genug dazu sind? Der häufigste Wechsel den ich beobachten kann ist der Austritt, wobei der mit einem Verständnis für das Thema Religion einhergeht, das längst nicht alle Menschen erreichten. Der Wechsel von einer Menschenerfundenen Fabelwelt in eine andere scheint mir daher unwahrscheinlich. (Ausnahmen bestätigen die Regel)

  • Frölein Mitens sagt:

    Und…irgendwie erinnert mich der Aufbau des Blogs irgendwie an einen Aufsatz aus der Schulzeit. Der Aufbau und die anschliessende Konklusion. Also wenn man mit sowas Geld verdienen kann….

    • xyxyxy sagt:

      da haben sie allerdings recht – an mehr als Schulbuben Niveau kann ich mich bei seinen Aufsätzen auch nicht erinnern…

      • xyxyxy sagt:

        wobei …. hmmm, die letzten Sätze sind gar nicht so schlecht
        ich revidiere mein Urteil um ein paar Punkte

  • Frölein Mitens sagt:

    Jesus wurde als erwachsener Mann getauft, ich denke das beendet schon die ganze Tauf-Debatte,

    • xyxyxy sagt:

      noch einer der meint, dass seine Sicht der Dinge, die Einzig Richtige sei…

      • Frölein Mitens sagt:

        Also erstens bin ich ein Frölein. Und zweitens tauft man ja im Christentum, weil dasmals Johannes der Täufer Jesus getauft hat, oder? Und der war damals halt schon erwachsen…

      • alien sagt:

        Bitte, xyxy, diese Aggression ist jetzt schon total daneben. Das Frölein hat seine Sicht mitgeteilt, und das darf sie doch, oder? Nichts von „die Einzig Richtige“.

      • xyxyxy sagt:

        alien ? Aggressiv?
        das Frölein hat mit der Wortwahl sehr wohl zum Ausdruck gebracht, dass mit der simplen Feststellung dass Jesus als Erwachsener getauft wurde, „Die ganze Tauf Debatte“ erledigt sei. Dass seine Meinung, deshalb die Einzig richtige sei, aufgrund des simplen Arguments.
        So argumentiert könnte man auch sagen, dass Christen ihre Buben beschneiden müssen, da Jesus ja am 8. Tag beschnitten wurde.
        Wollte nur, dass das Frölein mal nachdenkt, dass sein Argument keineswegs so toll ist, dass es die Debatte um Taufe beendet.

      • Katharina sagt:

        „Dass seine Meinung, deshalb die Einzig richtige sei, aufgrund des simplen Arguments“ genau das hat sie eben nicht getan, sondern nur darauf hingewiesen, dass die alten Schriften und der canon eclesiae da nicht übereinstimmen, somit ein Argument pro/contra Taufe sogar innerhalb des christlichen Kontextes hinfällig ist.

      • xyxyxy sagt:

        Es – Katharania – Das Frölein ist sächlich.
        Dann lasst es doch mal selbst reden das Frölein, das ihr so vehement verteidigt.

        aber wenn jemand sagt, wegen dieser Sache erübrigt sich die Debatte,meint er schon dass sein Argument die Sache ein füralle mal klärt.
        Dass innerhalb der Christenheit die Frage nach der Kindertaufe nicht einheitlich beantwortet und geklärt wird, wissen wir alle Kathi,
        es ist nur langweilig wenn die Gegner so tun, als wäre ihre Meinung die Einzig möglich richtige
        Ich füge nochmals an dass ich meine Kinder niemals würde taufen lassen – ok?

  • Blitz Blank sagt:

    Wissen hilft auch hier mehr als Glauben:
    Die Kindertaufe wird nirgends in der Bibel erwähnt. Erste Hinweise finden sich erst im 200 Jahrhundert…

    http://de.wikipedia.org/wiki/Kindertaufe

    • Theo sagt:

      Erst? Dann sind das ja nur 1800 Jahre. Und wie alt ist ihr „Wissen“?

      • Blitz Blank sagt:

        Genau 1800 Jahre.
        Die Kindertaufe ist also eine Erfindung der Kirche (wie z.B. auch der Ablassbrief) und nicht eine Göttliches Gebot.
        Wer also dieser kirchlichen Erfindung keine Folge leistet, riskiert nicht sein Seelenheil.

      • Theo sagt:

        Die „Kirche“ gab es vor 1800 Jahren noch gar nicht.
        Und die Kindertaufe (deren Sinn 1. sakramentaler Charakter und 2. Aufnahme in die christliche Gemeinschaft ist) ist erst seit dem 5./6. Jh. überliefert, dafür flächendeckend. Schlecht recherchiert, Herr Blank.

        Wer also nicht getauft ist (egal ob als Erwachsener oder als Kind – bloss kann das letztere eben nicht wählen, wenn seine Eltern es ihm vorenthalten) gehört nicht zur chritslichen Gemeinschaft. Was sich im Falle, dass die Ebdzeit über uns hereinbräche, äusserst negativ auf die betreffende Seele auswriken könnte…

      • Blitz Blank sagt:

        Betreffend Recherche:

        Ich investiere generell nur Energie in relevante Gebiete und nicht in reine Fantasy-Produkte wie Religionen.

        PS:
        Die Kinder haben eh einen Blankocheck für den Himmel: „…denn ihnen gehört das Himmelreich“

        Also keine Panik liebe Eltern.

        😉

      • Theo sagt:

        Was diskutieren sie denn hier mit, wenn es sie nicht relevant dünkt?

        Und schlecht recherchiert bleibt es, auch wenn mit wenig Energie. Schlecht recherchiert.

      • chasmas sagt:

        Erschreckend, dass die Kirche erwartet, dass man an einen strafenden Gott glaubt.
        @ Theo: negativ auf die Seele auswirken? Also bitte sehr…

      • Marco Casutt sagt:

        „Wer also nicht getauft ist (egal ob als Erwachsener oder als Kind – bloss kann das letztere eben nicht wählen, wenn seine Eltern es ihm vorenthalten) gehört nicht zur chritslichen Gemeinschaft. Was sich im Falle, dass die Ebdzeit über uns hereinbräche, äusserst negativ auf die betreffende Seele auswriken könnte…“

        Also liebt Gott all die Kinder, die nicht von Christen stammen, nicht. Wusst‘ ich’s doch!

  • Eigentlich egal, weil persönliche Entscheidung und nicht diskutabel.
    Aber so dramatisch beschrieben, da kommt mir nur ein Wort in den Sinn um diesen Blogeintrag zu beschreiben: Hippykacke.

  • Manuela sagt:

    Eine Taufe kann nach Kirchenrecht nicht rückgängig gemacht werden. Das mag uns heute egal sein, weil es ja nur ein Ritual ist und ein Name auf ein DIN-A4 Blatt eingetragen wird. Aber theoretisch ist es eben doch das gleiche wie z.B. die viel diskutierte Beschneidung. Einmal getauft, immer getauft. Wäre ich religiös, würde ich mir vera*** vorkommen wenn Kinder getauft, aber nicht religiös erzogen werden. Das ist ganz schön respektlos.
    Abgesehen davon, würde ich meine Kinder nie taufen lassen oder religiös erziehen. Ich sehe keinerlei Sinn in Religion.

    • xyxyxy sagt:

      Konsequent und Richtig – genau so wie ein Gläubiger seine Kinder konsequent gemäss seinen Überzeugungen erzieht.
      Unsere Überzeugungen können wir aber nicht auf alle Menschen übertragen. Das ist vermessen und totalitär.

      • In dem kommt eben zum Ausdruck, dass Paulus von pistis schrieb, pistis ist nicht nur „Glaube“, sondern im griechsichen auch das,was der Redner als „Überzeugung“ an seine Zuhörer weitergeben will. Und ohne gemeinschaftliche Überzeugungen (oder eben einen Glauben) ist eine Gesellschaft nicht nachhaltig zu gestalten. Wer das Gegenteil behauptet, hat meist ein Interesse aus dem Zerfall der gemeinschaftlichen Überzeugungen Gewinn zu ziehen. Es gibt da verschiedene „Dienstleister“ die gutes Geld damit verdienen. Man achte sich, woher die Lobbyisten des Religionshasses kommen.

      • Marco Casutt sagt:

        „Unsere Überzeugungen können wir aber nicht auf alle Menschen übertragen.“

        Nein, aber Ideologien, die an unzähligen Orten in ihren „heiligen Schriften“ zu nach heutigem Rechten als Straftaten geltenden Aktionen aufrufen, müssen nicht toleriert werden.

  • Renggli sagt:

    Die Art & Weise wie dieser Artikel daher kommt ärgert mich!

    • Renggli, sind sie reformiert? Ich könnte ihren ärger verstehen, etwas gar salop kommt er daher. Und doch ich hätte ihn selber gern so locker geschrieben weil er sehr klar auf den Punkt kommt. „Weil es nie in einer Gemeinschaft dabei war, die Halt und Haltung gibt, die liebt und vergibt.“ Halt, Haltung, Liebe, Vergebung. Schon fast wie die paulinische zusammenfassung: Pistis (Glaube oder Überzeugung), Liebe, Hoffnung. Oder habe ich Ihren Ärger missverstanden?

  • Heidi Meier sagt:

    Eine Babytaufe macht aus einem Menschen noch lange keinen Christen. Es geht um eigene Entscheidungen. Wichtig ist den Kindern Entscheidungsgrundlagen zu bieten, dass wenn sie dann in das Alter kommen wo sie Entscheidungen treffen können sie dann auch die Möglichkeit haben sich zu Entscheiden. Die Verantwortung bleibt bei den Eltern, solange die Kinder klein sind.

    • alien sagt:

      Das sehe ich genau so. Die Taufe ist die Willensäusserung der Eltern über ihr Kind zu einem Zeitpunkt, wo eine solche noch sehr nötig ist, da das Kind noch praktisch keine solchen Äusserungen machen kann. Wenn es grösser wird, kann es durchaus seinen Willen ausdrücken, wenn es mit 10 findet, dass es nicht mehr in die Religion will, so soll es das dürfen.

      • alien sagt:

        Ich bin getauft, wenn ich aber in 3 Jahren finde, dass mir die Taufe egal ist, dann finde ich das halt. So fucking what?

    • Marco Casutt sagt:

      „Wichtig ist den Kindern Entscheidungsgrundlagen zu bieten“

      Interessant. Würden Sie Ihrem Kind auch die Entscheidungsgrundlagen bieten, bspw. Satanist zu werden?

  • CoBo sagt:

    Warum taufen ODER später selber entscheiden? Warum nicht beides?

    Das Baby kann über seine Taufe nicht befinden; folglich ist die Taufe vor allem eins: Ausdruck dafür, in welchem Sinne die Eltern das Kind erziehen wollen. Sonst nichts – aber immerhin das! Kann meinetwegen auch eine entsprechende Zeremonie einer anderen Religion sein.

    Später entscheidet dann das herangewachsene Kind, wie und ob es seine Religiosität pflegen will.

    „Nichts tun“ ist keine NEUTRALE Alternative! Oder verweigert man dem Kind die Nahrung bis es selber ernährungswissenschaftlich seine Vorlieben begründen kann?

    • Sportpapi sagt:

      Sehr vernünftig. Eben – nichts tun ist auch eine klare Botschaft.

      • Milos Cekovic sagt:

        „Nichts tun“ ist eben doch eine neutrale Alternative. Der Vergleich mit der Ernährung hinkt komplett. Die Religion ist nicht ein Grundbedürfnis der Tierart Homo Sapiens. Dagegen sind Luft und Ernährung die Grundbedürfnisse von Homo Sapiens. Ohne sie kann er nicht leben. Ohne Religion (in irgendeiner Art) kann er leben. Das ist der springende Punkt: Die Religion ist nicht lebensnotwendig, ergo „nicht tun“ ist die neutrale Alternative.

        @CoBO
        „Kann meinetwegen auch eine entsprechende Zeremonie einer anderen Religion sein.“
        Wieso darf es nicht ohne Religion sein? Würden Sie das akzeptieren?

      • CoBo sagt:

        @Milos Cekovic: Aber klar doch – auch „ohne Religion“ ist eine Alternative – wenn das Ihrer Überzeugung entspricht! Was ja, gemäss Ihrem Kommentar, offenbar der Fall ist. Wie gesagt: Es ist Ihre Entscheidung, auch Ihre Einseitigkeit natürlich. Auch Sie selber sind ja für das Kind keine „neutrale Umgebung“!

        Und was die Grundbedürfnisse anbelangt: Sie können nie „nichts denken“, also haben Sie auch immer eine Einstellung, Überzeugung, Meinung usw. Auch ein „Grundempfinden“ gegenüber der Welt – was letztlich „Religion“ genannt werden kann. Auch das gehört also zur „Umgebung“ für Ihre Kinder!

      • Milos Cekovic sagt:

        Sie sagen „Aber klar doch–auch ohne Religion ist eine Alternative“.Dies aber erst nachdem ich nachgefragt habe:) Das Problem ist,dass die meisten gläubigen selten die Atheisten als alternative betrachten.Ein Beispiel ist Lehrplan des Kantons BL: „Es erfährt Offenheit anderen Religionen und Kulturen gegenüber und erkennt…“ D.h.die Offenheit gegenüber atheistischem Denken wird nicht unterrichtet.Oder: „Er trägt dazu bei, dass die Kinder ein Stück weit den Zugang zu ihrer eigenen Religion finden…“. D.h.Zugang zum atheistischem Denken als Alternative wird nicht unterrichtet.

      • Marco Casutt sagt:

        @ Milos Cekovic: Richtig, Atheismus wird sogar aktiv bekämpft, Äusserungen zahlreicher Kirchenvertreter (deren Institution noch lange nicht vom Staat „getrennt“ wurde) beweisen dies ziemlich deutlich. Nicht zuletzt stellt man dies auch an der Zensur von theismuskritischen Kommentaren bei tagi.ch fest (hier in den Blogs m.E. einiges weniger schlimm, dafür eher willkürlich).

    • Theo sagt:

      Das Kind kann ja ach bei der Entscheidung ob es überhaupt gezeugt wird nicht mitwirken. Auch Spinat isst es nicht aus eigenem Willen und das Zimmer aufräumen ist ein fürchtericher Zwang.

    • roger sagt:

      Sehr unlogisch.

      Die Taufe symbolisiert einen Lebensweg. Die Aufgabe der Eltern ist es, das Kind für diesen Lebensweg vorzubereiten, aber nicht für das Kind zu entscheiden.

      Oder meldest Du dein Kind auch schon für die Klavierstunden an? Nur damit Du damit zeigen willst, dass Du Dein Kind zu einem Musiker erziehen willst?

  • dres sagt:

    Einfach nichts machen? Ja, genau in diesem Fall ist das ausnahmsweise die beste Lösung! 😉

  • Werner Keusch sagt:

    Und an gleicher Stelle setzt man mit aller Vehemenz sich für die Verstümmelung der Penise von Babys ein. Unglaublich, diese Doppelmoral.

    • Sportpapi sagt:

      Wer? Wo?

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Das war auch mein erster Gedanke!

      Peinlich, wie in diesem Blatt vermieden wird, dieses Thema, das im ganzen deutschsprachigen Raum heiss diskutiert wird, anzugehen. Wenn es um Multikulti oder Menschenrechte geht, sind die Linken immer im Dilemma, entscheiden sich dann aber so zuverlässig wie feige für Multikulti. Das erleben wir bei der Kopftuchdebatte, beim Schwimmunterricht für Mädchen etc.

      http://www.freitag.de/autoren/der-freitag/die-eingeschuechterte-aufklaerung

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Dem im oben verlinkten Artikel erwähnten Volker Beck galten im Übrigen die Rechte des Kindes noch nie viel:

        http://demokratischrechts.wordpress.com/2008/06/23/kindersex-ist-menschenrecht-volker-beck-grune/

      • Sportpapi sagt:

        Wurde der deutsche Rechtsstreit in „diesem Blatt“ nicht auch mit ganz vielen Artikeln ausgiebig diskutiert? Nur die Frage, weshalb das Thema gerade jetzt hochkocht, weshalb das Gericht gerade jetzt so entscheidet, diese Frage wurde natürlich ausgespart.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        ‚Ganz viele Artikel‘ waren es nicht und die vertretene Meinung war eigentlich immer dieselbe. Genau wie dann die Leserbriefe sehr eindeutig die Gegenposition bezogen, worauf die Kommentarfunktion abgeschaltet wurde. Ich begrüsse den ‚deutschen Rechtsstreit‘, er ist mittlerweile viel mehr, es geht um einen Grundsatzentscheid, der den ganzen deutschsprachigen Raum bewegt. Die Politiker und die Medien haben Schiss um den Religionsfrieden und machen läppische Ohrläppchenvergleiche, ein muslimischer Religiöser sprach von ‚Fingernägelschneiden‘ als Vergleich, etc. Es ist eine Posse!

      • Sportpapi sagt:

        Es waren zahlreiche Artikel. In denen hoffentlich überhaupt keine Meinung bezogen wurde. Dies hat dann Stamm in seinem Blog nachgeholt, siehe unten auf dieser Seite. Gibt es auch eine Gegenposition hier?
        Zum Thema: In einer Gesellschaft, die tausendfache Abtreibung toleriert, die zulässt, dass Eltern ihre Kinder fehlernähren, ihnen wichtige Medikamente vorenthalten, sie nicht impfen, da ist diese Diskussion nichts anderes als scheinheilig. Entweder wir leben und pflegen die Freiheit, auch die Entscheidungsfreiheit der Eltern in gewissem Rahmen. Oder wir lassen es. Aber nicht selektiv!

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Die körperliche Unversehrtheit von Kindern geht IMMER vor Elternrecht! Scheinheilig ist, eine Ohrfeige unter Strafe zu stellen aber das Herumschneiden am gesunden kindlichen Genital mit fadenscheinigen religiösen Rechtfertigungen straffrei zu lassen.

        Die Abtreibungsdebatte damit zu verlinken, ist verlogen! Es geht um die geborenen Kinder, sonst können wir anfangen, die Onanie zu bestrafen, da werden Spermien vernichtet.

      • Sportpapi sagt:

        Ja, Pippi, ich lasse dir gerne deine Meinung. Ich habe eine andere. Ich halte eine Abtreibung für weit folgenschwerer für das Kind. Ebenso diesen ganzen Esoterik-Mist, den Eltern heute gerne mit ihren Kindern ausprobieren.

      • alien sagt:

        Sportpapi, das ist ein ganz gefährlicher Relativismus, den Du da vertrittst! Man muss eine, eine einzige Meinung vertreten, stark vertreten! Beschneidung GEHT NICHT! (Oder sie geht, mir persönlich ist es leider wirklich einerlei). Wer beschneidet, begeht ein Verbrechen! Wer beschnitten wird, wird verstümmelt!

        Dumm nur, dass ich niemanden, der beschnitten wäre, kenne, der das irgendwie wert fände, länger als 3.2 Sekunden darüber nachzudenken. Das ist sowas von absolut egal.

        Offensichtlich rede ich von der männlichen Beschneidung. Die weibliche ist etwas gaaaanz Anderes.

      • E.H. Roth sagt:

        @Pippi,hast Du etwa was anderes von diesen Linken erwartet als Feigheit? Der Linke ist aus seiner Gesinnung faul und ein Schmarotzer. Immer sollen die anderen für seine Absurditäten bezahlen. Haben sie sich einmal irgendwo eingenistet verbreiten sie sich wie Kakerlaken indem sie sich die Jobs gegenseitig zuspielen (siehe Beamtn) obwohl jegliche Qualifikation fehlt. Die Linken müssen endlich Verantwortung übernehmen und für ihre Forderungen selber bezahlen und zwar für alles.

      • alien sagt:

        Und Pippi: Kennst Du beschnittene Männer? Und weisst Du, wie sie zur Beschneidung stehen? Du bist eine Frau. Wieso hast Du überhaupt eine Meinung hierzu?

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Das ist der Artikel, er lässt sich nicht mehr richtig verlinken:

        25.07.2012
        71 Kommentare

        Debatte um Beschneidung
        „Es ist ein genitales Trauma“

        Angstattacken und gestörte Orgasmen können aus einer Beschneidung resultieren, sagt Psychotherapeut Matthias Franz. Er fordert eine breite, sensible und politische Diskussion.

      • dres sagt:

        @Roth: Jetzt sehen Sie aber richtig rot… Oder eher schwarz-weiss… oder gar nichts… 😉

      • Hitz sagt:

        @Pippi: Beunruhigend. Ich teile schon wieder Ihre Meinung ohne grösseres Wenn und Aber.

      • alien sagt:

        Gestörte Orgasmen? Wieso sind die Juden und Muslims noch nicht alle ausgestorben?

      • Gabi sagt:

        Aus purer Selbstquälerei:

        Damit der Antisemitismus und die Islamophobie uns sowohl real als auch zur rethorischen Keulenverwertung weiterhin erhalten bleiben kann… Trotz aller Schmerzen.

      • Sportpapi sagt:

        Wo ist dieser Artikel erschienen? 20Minuten?

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Nein Sportler, nicht im 20 Min., in der taz.de. Und noch wenn es in 20 Min. erschienen wäre, gäbe es keinen Grund, die Nase zu rümpfen, Matthias Franz geniesst eine grosse Reputation, er darf sicher etwas dazu sagen aus der Sicht der Psychotherapie.

        Was erwachsene Männer mit ihrem Schniedel machen, ist mir einerlei, aber Hände weg von den Kindern!

      • gabi sagt:

        Oha… Da scheint sich jemand der Identität von Pippi bemächtigt zu haben.

        Das wär ja nun was ganz Neues:

        „Was erwachsene Männer mit ihrem Schniedel machen, ist mir einerle“

      • Katharina sagt:

        den Link habe ich schon lange hier angegeben, pippi. als das Beschneidungsthema hier hyperventiliert wurde. der Effekt war: nada. obwohl der Artikel eine sehr gute Zusammenfassung der Problematik ist und weitergehende Hinweise auf juedische Sichtweisen enthält, in denen nachgewiesen ist, dass die Praxis sogar aus theologischer Sicht falsch ist. Plus all die Verweise auf die medizinischen Probleme und dass die angeblichen medizinischen Vorteile falsch sind.

        credit where credit is due, lady.

        die Befürworter der Beschneidung wollen ja nur eines: absolute Kontrolle über die Sexualität.

      • Katharina sagt:

        und der Aasgeier ist auch schon da….

      • gabi sagt:

        Ja.

        Am Besten: Gar nicht erst Ignorieren.

        Pippi und – noch besser – Alien kennen sich aus und geben gewiss gerne Tipps:

        Also bei was ich schon sehr staune, ist das:

        „die Befürworter der Beschneidung wollen ja nur eines: absolute Kontrolle über die Sexualität.“

        Boah… Fast wie Pippis „Verfügungsgewalt über die Frau“ und ähnlich wirres Gefasel.

        Doch nun in aller kreativen Ankerkennung: Wie kommt man nur auf so was?!

      • gabi sagt:

        Schade.

        In den ungünstigsten Momenten klappt es dann jeweils plötzlich doch mit dem Ignoriergebot: Schade.

        Auch unter Aufbietung aller Fantasie, und mich mit aller Kraft in „feministische“ Beschneidungsgegnerinnen hinein versetzen wollend… Wieso das Entfernen eines Grossteils der Vorhaut (im Baby- oder Kindesalter!), die Kontrolle über die Sexualität ermöglicht bleibt schleierhaft.

        Schade hat Wildkätzli aufgegeben. Die hätte das bestimmt lustig erklärt.

        Fantomas? Evil Knevel? URIELLA!?

        😀

      • alien sagt:

        Also ich oute mich mal: Ich bin sehr für die Beschneidung. gabi sollte man von seinen Möglichkeiten beschneiden, sofort, gründlich, dauerhaft.

      • gabi sagt:

        Geht einfach nicht, hm?!

        „Zwanghaft“ nennt sich das. Sie Ärmster!

        Aber Anderen Vorhaltungen machen. Selber nicht mal annähernd die eignen Anforderungen erfüllen können. Sagen Sie doch, alien: Wieso passt das so fantastisch zu Ihnen?
        😀

      • Katharina sagt:

        wer hier in erster Linie zwanghaft auftritt, sind Sie, ‚Gabi‘. Sie demonstrieren hier das für Schweizer Journalisten anscheinend typische Verhalten des aufgeblasenen Egos, das bei ein bisschen Kritik und entlarven der Art und Weise, wie sie ihr Metier praktizieren, sofort hyperventiliert und dann wie eine Aufblaspuppe kollabiert.

        peinlich für eine Person, die so vehement auf aktionsanalytischen Brainwash süchtig ist.

      • gabi sagt:

        Ha!

        E_N_D_L_I_C_H !

        Wie lange musste ich warten, bis ich endlich wieder eine neue Identität zugewiesen erhalte.

        Endlcih wieder ein neuer Job; eine neue Aufgabe; eine neue Herausforderung.

        Nun also „Schweizer Journalist“.

        Also etwas geschmeichelt fühle ich mich schon. Was für eine Karriere!

        Vom Pornoproduzenten, über den assozialen Arbeitslosen bis hin zum Vergewaltiger hab ich es nun zur schreibenden Zunft gebracht. Wow.

        „Haben Musteranalysen ergeben“ oder wie?!

        😉

        Aber Apropos: Was mich am Meisten interessieren täte:

        Was war denn eigentlich dieses „Bisschen Kritik“ genau?

      • Katharina sagt:

        ‚Gabi“, wenn Sie „Sie demonstrieren hier das für Schweizer Journalisten anscheinend typische Verhalten“ als Promotion lesen, dann handelt es sich wohl nur um eine Projektion Ihrerseits auf das, was hier geschrieben steht….

        So dumm sind die nicht…. aber Sie dulden sie hier.

      • gabi sagt:

        Also was denn nun?

        Bin ich nun Journalist oder nicht? Oder wollen Sie mich jetzt gar als Socke von Journalisten hin stellen, die Sie – wie genau? wo genau? – kritisiert hätten und die sich über mich (?) rächen, oder was?!

        Also kommen Sie…

        Was denn nun?

        Sie wissen doch besser als wir alle hier:

        Bisschen schwanger geht nicht!

        😀

      • alien sagt:

        Naja, ich korrigiere mich, ich denke nicht, dass man gabi um seine Möglichkeiten beschneiden sollte, man sollte den Mamablog um gabi beschneiden.

        Also, ich als XY-Bestückter habe doch etwas eigene Erfahrung in Bezug auf die Beschneidung. Und ich halte jene für absolutes Nichtthema. Dein Link, Pippi, ist nichts weiter als das alarmistische, panische Geheul eines verachtenswerten Schwächlings. Ich finde, dass es im Leben von jungen Buben und Männern VIIIIIEL schlimmere Traumata gibt!

      • Sportpapi sagt:

        Aha, Alien kann also doch mal Klartext reden. Genau so ist es.

    • Marco Casutt sagt:

      War ja nicht derselbe Autor. Aus Sicht der Religionsfreiheit ist’s eindeutig: Niemandem darf ein Glauben aufgezwungen werden.

      • Theo sagt:

        @Pippi Langstrumpf:

        Die Berit Mila ist eine rein männliche Angelegenheit. Sie wird von Männern ausgeführt, an Männern, unter Männern. Frauen haben da gar nichts mitzureden. Kümmern sie sich doch bitte um Frauenthemen, ja? Danke.

        Shabbat Shalom.

      • Katharina sagt:

        Nein Theo, denn der Sohn ist Kind und Frucht meines Schosses und in erster Linie Gefäss SEINES Seins.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Theo, wenn sie an Männern unter Männern ausgeführt wird, freiwillig, ist mir das tatsächlich egal. Es geht hier aber nicht um Männer, sondern um Kinder! Und da werde ich mich immer einmischen, weil es wichtig ist, dass dieser ganze patriarchale Nonsens eines Schöpfergottes, der von Kindern solche Opfer fordert, ein Ende hat. Und weil es um den Schmerz von wehrlosen Kindern geht! Da mag dir egal sein, mir ist es nicht egal!

      • Theo sagt:

        @Langstrumpf: Dann müssen sie jedem Vater verbieten, sein Kind zur schmwerzhaften Zahnbehandlung zu bringen. Oder der Trenmnungsschmerz ist auch riesig, wenn 3-Jährige Kinder sich am Montagmorgen in der Kita von Papi trennen muss. Und erst der Schmerz, wenn der patriarchale papa seinen Sohn zwint Spinat zu essen oder sein Zimmer aufzuräumen…ganz zu schweigen vom herzuerschütternden Schmerz, den der Sohn empfindet, wenn er ohne Fernsehen ins Bett muss.

        Ihre Rhetorik entlartvt sie als Religionsgegnerin – sie haben was gegen den jüdischen Ritus. Das ist ihr (drum auch antisemitisches) Motiv.

      • Theo sagt:

        …und nicht das Kindswohl, wie sie es vorschieben.

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