Auszeit oder Überlebenswochen?

Eine Carte Blanche von Mirjam Oertli.

Mamablog

Ferien ohne Ende: Traum oder Alptraum? Im Bild: Mutter mit Kindern in den Niederlanden. (Foto: Flickr/FaceMePLS)

«Auszeit» – der Begriff hört sich ja sehr nach besinnlichen Flipflop-Spaziergängen am Meer an, nach vierhändigen Lomi-Lomi-Massagen im Räucherstäbchen-Duft und viel Zeit, um sich darüber klar zu werden, ob eine Ausbildung zur Farbtherapeutin das Richtige wäre.

Dass eine Auszeit mit kleinen Kindern eine andere Veranstaltung ist, ist klar. Trotzdem scheinen Langzeitferien auch mehr und mehr bei Eltern beliebt zu werden, jedenfalls wenn man sich – gänzlich unrepräsentativ versteht sich – im Bekanntenkreis umhört. Der Wunsch ist berechtigt, denn spätestens ab dem Alter von vier Jahren ist Schluss mit unverplant, und das bleibt ja erst mal so bis 65. Es sei denn, eben, man erkämpft sich hin und wieder eine Empfangspause.

Gedacht, getan. Drei Monate Holland, so unser Plan. Natürlich Nasenwasser im Vergleich zu Trekking in Indien oder einer Besteigung des Kilimanjaros, aber trotzdem – wie sich herausstellen sollte – nicht ganz ohne Tücken. Geprägt von Reportagen aus Lifestyle-Magazinen, in denen Familien ihre siebenmonatige Weltreise schildern, wie diese die Familienbande gestärkt hat, wie die Kinder mit ein paar Hölzchen und Steinen stundenlang zufrieden gespielt und den Duft der fremden Kulturen in sich aufgesogen haben, zogen wir erwartungsfroh los in die niederländische Hauptstadt, bezogen eine Ferienwohnung – und sahen uns unvermittelt vor unserem ersten grossen elterlichen Auszeiten-Fauxpas stehen: Wir hatten die Knetpresse unserer Zweijährigen nicht eingepackt (also dieses überlebenswichtige Utensil, bei dem hinten die Masse rein geht und vorne Knetspaghetti rauskommen).

Was folgte, war eine rund einstündige Angelegenheit um Leben und Tod: Trotzalter, Übermüdung und wohl die ungewohnte Situation in der ganzen hochexplosiven Kombination. Nun gut, das ist Alltag mit kleinen Kindern, klar. Aber so als Begrüssungszeremonie am neuen Ort mutete es trotzdem nicht eben verheissungsvoll an. Zum ersten – und nicht zum letzten –  Mal tauschten wir vielsagende elterliche Blicke und wunderten uns: Verdient dieses Unterfangen hier tatsächlich die Bezeichnung «Auszeit» oder sollten wir es doch lieber «Überlebenswochen» nennen?

Erst, nachdem wir unserer Tochter wiederholt versprochen hatten, dass wir SOFORT und genau die GLEICHE Knetpresse, und, ja, auch in LILA, kaufen, kehrte wieder Ruhe ein. Ein Segen nur, sind wir in Amsterdam und nicht im Kilimanjaro-Basecamp, dachten wir. Allerdings führen trotz Globalisierung nicht alle Spielwarenläden dieser Welt die gleichen Play-Doh-Produkte im Sortiment… Zum Glück war das Thema für unsere Tochter wieder vom Tisch, als wir zu dieser Feststellung gelangten.

Dies also der mässig gelungene Start in unser (Mini)-Abenteuer. Da fragt man sich, ob wohl die Lifestyle-Reportage-Eltern solche Episoden geflissentlich verschweigen oder ob deren Kinder zu Hause keine Knetpressen haben.

Natürlich folgten mehrmals täglich weitere Herausforderungen. «Ja, wir basteln dir aus diesem holländischen Brötchen ein richtig urschweizerisches Weggli, neben dem jedes echte erbleichen würde.» «Nein, den Eiffelturm können wir nicht anschauen, er steht nun mal nicht in Amsterdam.» Und, auf einen akuten Anfall von kindlicher Verlustangst, die sich anhand eines Restaurant-Tellers manifestierte: «Ja, wir werden den Teller mitnehmen. Wir werden ihn ausleihen, kaufen oder notfalls auch stehlen, aber bitte, BITTE, hör auf zu brüllen.»

«Was hält uns eigentlich hier?», wunderten wir uns in solchen Momenten. Nun, man kennt solche Situationen als Eltern von Kleinkindern ja auch von herkömmlichen Ferien. Doch auch wenn viele hinter vorgehaltener Hand zugeben, dass sie manchmal ganz froh darüber sind, wenn nach zwei Wochen das Büro wieder ruft: Wer hat nicht schon wehmütig die Urlaubstage rückwärts gezählt, und sich gewünscht, die Ferien könnten noch etwas länger dauern? Jetzt wo sich die Kinder grade an alles Neue gewöhnt haben…

Also doch kein holländisches Überlebenscamp! Denn es ist ja ganz einfach toll, am Morgen aufzustehen, und Unmengen unverplante, gemeinsame Zeit vor sich zu haben. Denn es gab auch die Momente, in denen man mit aus vollem Herzen juchzenden Kindern auf dem Fahrrad im abendlichen Sonnenlicht den Grachten entlang fuhr. Denn gemeinsames Schokolade-Pfannkuchen-Essen war so herrlich und so schön ungesund (und schaffte es immer wieder spielend, die Kinder über allfällige Weggli-Mankos hinweg zu trösten). Denn…, ja denn ein solcher Unterbruch im durchstrukturierten Familienalltag zu Hause tut ganz einfach auch mal gut.

Lässt man die anstrengenden Momente also weg, hat wohl jede Familien-Auszeit das Zeug für die Hochglanzgeschichte. Lässt man sie stehen, spiegelt sich die ungeschminkte Realität mit Kindern wieder: Immer wieder grenzwertig anstrengend, aber auch immer wieder unerwartet goldig. Ganz egal, warum, wie und wo.

MamablogMirjam Oertli arbeitet als freie Journalistin, ist Mutter von zwei Kindern und fuhr am Ende ihrer Auszeit dann doch nicht ungern, aber mit vielen schönen Erlebnissen wieder nach Hause.

147 Kommentare zu «Auszeit oder Überlebenswochen?»

  • sepp z. sagt:

    sehe nicht ganz den sinn einer auszeit mit kindern in amsterdam (ich nehme an, von zürich oder umgebung aus).
    dasselbe hätte wohl in zürich besser funktioniert, basteln spielen gumpen mit der ganzen familie, in den flüssen und seen und auf den hügeln in der umgebung.

  • Fredy sagt:

    Hallo Frau Oertli
    Habe den Text mit viel Schmunzeln gelesen. Dafür vielen Dank.
    Gruss

  • Ultrafemme sagt:

    Es erstaunt mich oft, was dann doch einfach durchgeschaltet wird.

  • gabriel sagt:

    Nö…. Da geht auch sonst gar nix mehr.

    g.

  • gabi sagt:

    Milch mit Ovi ist klasse.

  • gabi sagt:

    Godzilla ist ein Supersaurier.

  • Pixel sagt:

    Ich meine herausgefunden zu haben, dass sämtliche Wörter die mit den ersten drei Buchstaben S.a.u. beginnen, durchfallen.
    – s.a.u.ber
    – sa.u.er
    – s.au.na
    – sa.u.ce

  • Franz Oettli sagt:

    War die Auszeit nun schön oder nicht? Ich finde, Sie sollten sich nicht zuviel von den Kindern diktieren lassen. Beginnen Sie früh, streng und konsequent, sonst haben Sie verloren und die Kinder wachsen Ihnen über den Kopf. Nur wegen fehlender Knetmasse sich ins Bockshorn jagen lassen, das geht doch nicht. Da werden Sie eher früher als später zum Clown. Und in Holland gibt’s nun mal keine Weggli. Es wird doch gegessen, was auf den Tisch kommt!

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Ich wundere mich auch oft, wie wenig es braucht, um Eltern ins Bockshorn zu jagen. Es ist wirklich nicht nötig, alle Launen der Kleinen hinzunehmen und sofort zu spuren, oft gelingt es gut, wenn man ruhig erklärt, warum etwas nicht möglich ist. Aber natürlich gelingt es nur, wenn man überzeugend ist. Alternativen anbieten funktioniert auch gut. Wenn das Kind traurig ist, weil etwas zu Hause vergessen wurde, kann man es trösten, ohne gleich Ersatz beschaffen zu müssen, dafür gibt es am neuen Ort andere Sachen.

    • Maja Brunner sagt:

      Manchmal ist’s eben ein bequemer Kompromiss, eine Gratwanderung zwischen mehreren Übeln. Die Autorin hat ihre Kompromissfähigkeit vielleicht zu sehr betont, ohne das zu erwähnen, was sie erhalten hat: zum Beispiel Ruhe. Auch das brauchen manchmal Eltern!

  • Widerspenstige sagt:

    Eine Auszeit kann sich jede Familie leisten, wenn die Umverteilung der öffentlichen Gelder in mehr familienunterstützende Massnahmen passiert ist. Aber in einer Demokratie, wo sogar eine Initiative mit 6 Wochen Ferien an der Urne eine Absage von ua besagten Familienmitgliedern erhält, ist wohl Hopfen und Malz verloren…ächz!

    Hier als Trösterli mein TV-Tipp für heute abend, wo es garantiert lustig wird im ORF1 jetzt 20.15h Bienvenue chez les Cht’is…viel Spass und nüt für uguet 😉

    • Franz Oettli sagt:

      Ja wenn es die anderen zahlen, würde ich mir auch alle Wünsche erfüllen. Seien Sie froh, haben Sie Arbeit!

    • gabriel sagt:

      Wo kommt denn jenes Geld eigentlich her?

    • gabi sagt:

      Wo kommt denn jenes von Ihnen erwähnte Geld zur Umverteilung eigentlich her?

      PS: Wahrscheinlich schien den meisten Simmbürgern sechs Wochen einfach noch zu kurz. 24 Wochen wären doch viel vernünftiger gewesen. – Und hätten dann gewiss auch mehr Arbeitsplätze geschaffen!

      😉

      • gabi sagt:

        Wo kommt es hin? Wo geht es her?

      • Widerspenstige sagt:

        Ultrafemme, gefällt mir sehr dieser ‚The Illusionist‘-Soundtrack….da komme ich ins Schwärmen mit dieser Musik und diesen hervorragenden Comicfiguren..ach ach!

        gabi, das erinnert mich an die lustigen verdrehten Fragen des Pumuckl. Sind Sie doch eher jener??
        Wo kommt es hin? Wo geht es her? Ja verflixt, es geht sowieso hin und schert sich keinen Deut um das ‚kommt her‘? (der Sonnenwirbel hat meine Technik lahmgelegt oder wieso funktioniert fast gar nix mehr so wie es sollte?) 🙁

      • Widerspenstige sagt:

        Also doch noch durchgeschaltet…

        Geld hat es anscheinend immer noch genug und wie man gerade wieder in den News hört, wird den marroden spanischen Banken mit Milliarden unter die Arme gegriffen! Wieso sollte da nicht für die Steuerzahlenden selber auch etwas rausspringen?! Wir in der CH sind einfach viel zu bescheiden und denken nicht in grösseren Dimensionen. Anders kann ich es mir nicht erklären, wieso nicht mehr für Familienpolitik auf die Barikaden gestiegen wird. Die rauben uns Steuerzahlende in Bern aus und wir sehen resigniert zu?! Alles Lemminge oder was? 🙁

      • Ultrafemme sagt:

        WS: Ja, den Film habe ich einmal per Zufall entdeckt. Er lief auf dem Satelliten TV. Das schöne und seltene hier: In Originalsprache (französisch mit Untertiteln) und dann auf englisch. Der Film ist sehr sehenswert. Die Hauptrolle wurde nach Jacques Tati gezeichnet und benimmt sich sehr ähnlich. Die Zeichnungen der Landschaften (teilweise Schottisches Hochland) sind klassische hohe Kunst. Die Handlung ist sehr poetisch.

  • Ultrafemme sagt:

    Ich denke, Auszeit ist auch hier gegeben.

  • Beno sagt:

    Eine Auszeit in Amsterdam …mit kleinen Kinder und so einem Velo – Kübelwagern ? Sorry , aber ein kleines bisschen Naivität trappelt da mit.
    Amsterdam ist eine Ausgangs – und Touristenstadt…aber speziell für mit Kinder finde dies eher ein Selbstkasteiung…

    • Beno sagt:

      Meine Schwester lebt übrigens mit kleinen Kinder in Amsterdam….und sie sucht …jawohl eine Auszeit

    • Aloha sagt:

      Auch in Amsterdam leben Kinder… Viele Städte können Kinderfreundlich bereist werden. Amsterdam ist sicher nicht die schlechteste Wahl…

      • Beno sagt:

        2ter Versuch

        Ich selber liebe Amsterdam, meine Schwester lebt dort und ich kenne darum ein bisschen die Situation…aber sie sagen es; es gibt schlechtere… 😕

      • Muttis Liebling sagt:

        Amsterdam ist sicher eine Erwachsenenstadt, aber wo geht man mit Kindern in Auszeit tatsächlich hin? Das weiss ich auch nicht. So spontan fallen mir bei Stichwort Fahrradkarren die autofreien Ost- oder Nordseeinseln ein, z.B. Hiddensee oder Juist.

      • Beno sagt:

        @ML
        Die „waddeneilanden“ würde ich eher als Ferien od. Tagesausflug besuchen, jedoch möchte ich nicht mit diesem schwerfälligen Eiskarren gegen den immer anwesenden Wind strampeln (= alles andere als Auszeit…) 😉

      • Beno sagt:

        3 x die Schlaufe…muss wohl ganz besonders beschützt werden…

    • Franz Oettli sagt:

      Das habe ich auch gedacht. Kinder brauchen Bewegung, frische Luft, am besten in der Natur, wo sie immer wieder neues entdecken und sich selber beschäftigen können. Aber doch nicht in eine Stadt.

  • Auguste sagt:

    hmm…, wem noch nie ein „hot wheels“ um die ohren geflogen ist, weil es nicht haargenau jenes modell war, das sich kind in den kopf gesetzt hatte, mit ins bett zu nehmen, der werfe die erste knetpresse. später im leben würde das selbe kind den gedanken ein heisses model hochkant aus dem bett zu schmeissen als grösstmöglichen unfug bezeichnen.

    kleine kinder kleine, heisse modelle, grosse kinder…

    • Robert Furrer sagt:

      ich vermute du redest von deinen männlichen Bahnhofsklo-Models oder?

    • Franz Oettli sagt:

      Genau: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. Darum muss mit der Erziehung früh und konsequent begonnen werden. Einmal ein Autöli geschmissen, weil es nicht passt, und es setzt was! De Hans im Schnägfeloch kommt mir da in den Sinn.

  • Katharina sagt:

    Es ist wichtig, Kindern früh Anpassungsfähigkeit zu lehren. Eine Reise eignet sich dazu vorzüglich. Fraglich ist, dies gerade in der Trotzphase mit einem so langen Auslandsaufenthalt zu tun.

  • Auszeit, Teilzeit, Eiszeit sagt:

    Ja nichts verpassen !

  • think about sagt:

    die diskussion sollte etwas relativiert werden. eine auszeit mit einem kinder ok, aber mit 2 oder 3 kindern ist dies nicht einfacht so zu realisieren. unterschiedliche schul-levels, erholungszeit der eltern sehr gering da support fehlt, etc… ich kann mir nicht vorstellen, dass eine auszeit für kleinkinder (unter 4) reizvoll ist. frage mich, ob es eher ein „durchboxen“ eines traumes der eltern ist? ich bin auch dafür, dass kinder ferien gernhaben, aber wie im blog von gestern erwähnt – bedürfnisse von kinders sind meist sehr unterschiedlich.

    • Ultrafemme sagt:

      Das habe ich mich auch gefragt.

      • Peters sagt:

        Geht auch mit 3 Kindern, wenn die denn nahe genug zusammen sind (weniger als 2 Jahre in unserem Falle).
        9 Wochen, der Älteste war 6. Waren die besten Ferien, auch wenn zwischendrin anstrengend. Z.Bsp. wenn das nächste Spital 60 km Schotterpiste weg ist und sich Sohnemann versucht des Zehs zu entledigen…
        Hat aber der ganzen Familie super Spass gemacht. Super schöne Momente für alle und die Kids sprechen heute noch daovn. Wenn ich ehrlich bin, war das Ganze weniger anstrengend als der Stress mit 3 Kleinkindern zu Hause.

  • Nathalie sagt:

    Hm. Wie lässt sich denn so eine Auszeit mit Euren Jobs vereinbaren? Na ja. Aufgrund meiner „normalen“ Ferienerfahrungen kann ich die Problematik nicht bestätigen. Geschrei nach Wegglli, Knetpresse und Restaurantteller? Gibt’s bei uns nicht. Auch nicht nah anderen Dingen.

    • Nathalie sagt:

      Wirklich. Meine Kinder trotzen nur, wenn sie Dinge selber machen wollen, die sie (noch) nicht können/dürfen. Nie wegen Gegenständen. Ferien (über längere Auszeiten kann ich nicht mitreden) geniessen wir sehr, die Herausforderungen liegen eher auf der organisatorischen Seite, nicht bei den Kids. Mit denen ist es eher einfacher, weil wir selbst entspannter sind und mehr Zeit für sie haben.

    • Muttis Liebling sagt:

      Auszeit kann schon oK sein, wenn man einen Job hat, der bisweilen Distanz braucht. Über Kinder vermittelt ist es völlig unsinnig.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Gab’s bei uns auch nie, einzige Ausnahme: Zum Einschlafen brauchte es eine Zeitlang immer einen bestimmten Nuggi, wir suchten jeweils fiebrig, bis wir diesen Uhu-Nuggi fanden, aber das gab sich relativ rasch.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        test

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Es landet wieder alles in der Schla ….. ufe ??? 🙁

      • Tinea pedis sagt:

        Du könntest dir ja neben den MB endlich mal ein anderes Hobby zulegen. Zum Beispiel dir deine ausgetrocknete eztoF wieder mal bürsten lassen. Z.B vom Guschtli. Wenn du ihn bezahlst, würde er evtl. ausnahmsweise von seinen Bahnhofsklo-Jungs ablassen und es dir besorgen. Und wir, wir hätten euch beide endlich los…..

      • pixel sagt:

        Kümmer du dich lieber um Deinen Fusspilz.

      • alien sagt:

        He, was soll denn das? Dich sollte man aus dem Internet aussperren.

      • just me sagt:

        …, bingooooo, / right on the money / voll auf den punkt gebracht…., sollch kommentare sind wirklkich eine schande…!!!

      • just me sagt:

        …, war an alien gerichtet…!

      • blackball sagt:

        ADHS oder wollen Sie mit aller Macht dem IQ meiner Topfpflanze Konkurrenz bereiten? In solchen Momenten wünschte ich mit ein Inet, in dem man nur noch mit Klarnamen posten kann.

      • motztüte sagt:

        @ REDAKTION: WIE KÖNNEN SIE SO EINEN KOMMENTAR VON TINEA PEDIS 14.7. 12:50 DURCHLASSEN? ICH ERGREIFE FÜR NIEMANDEN PARTEI, ABER DIESER POST IST OBSZÖN UND UNTER DER GÜRTELLINIE!

  • maia sagt:

    „Nun, man kennt solche Situationen als Eltern von Kleinkindern ja auch von herkömmlichen Ferien.“ Trötzelt ihr Kind wirklich nur in den Ferien?

  • blackball sagt:

    Ja, tatsächlich beschleicht mich dieser Eindruck, da es nicht die einzige Passage ist, die etwas … naiv … geraten ist.

    Ich gehe jetzt mal in den Keller und versuche, über diesen „gelungenen rhetorischen Witz“ zu lachen …

  • blackball sagt:

    …arbeitet als freie Journalistin …

    „Da fragt man sich, ob wohl die Lifestyle-Reportage-Eltern solche Episoden geflissentlich verschweigen oder ob deren Kinder zu Hause keine Knetpressen haben.“

    Ich fasse es nicht. Entweder bin ich hyperkritisch, dass ich mich bereits wieder frage wie eine Journalistin (sic!) dem Lifestyleblödsinn einfach so Glauben schenken kann oder ich muss sofort aufhören, mir über solche Fragen noch Gedanken zu machen. Ein bisserl Schadenfreude ist auf jeden Fall dabei …

    • Valeria sagt:

      blackball. Haben Sie wirklich das Gefühl, Frau Oertli ist sich nicht bewusst, dass es in anderen Familien nicht genau gleich abläuft? Dieser Satz war so etwas wie ein rhetorischer Witz, gut geschrieben noch dazu. Ich habe jedenfalls laut gelacht… 🙂 Knetpressen… haha

      • xyxyxy sagt:

        blackball hat völlig recht – mir ist sogar entgangen dass sie eine Journi ist – so einen Käse habe ich selten gelesen. dacht mir, ist eine Unbedarfte, die meint weil sie ne Auszeit gemacht hat, habe sie jetzt relevante Lebenserfahrung die eines Artikels würdig ist und dann weiss sie über nichts interessanteres zu schreiben als über eine Knetpresse. Von welcher es in Holland nicht eine identische gab….
        also sind wir jetzt völlig verbl…. ?

    • blackball sagt:

      Valeria, sorry, habe den Faden am falschen Ort fortgeführt. Hier ist mein Post richtig. Also noch einmal:

      Ja, tatsächlich beschleicht mich dieser Eindruck, da es nicht die einzige Passage ist, die etwas … naiv … geraten ist.

      Ich gehe jetzt mal in den Keller und versuche, über diesen “gelungenen rhetorischen Witz” zu lachen …

      • Valeria sagt:

        blackball, Sie haben nicht den Artikel per se, den ich inhaltlich ebenfalls für relativ mau halte, sondern diese spezielle Passage herausgestrichen. Und die habe ich so verstanden, wie es die Autorin wahrscheinlich angedacht hatte. Die als Frage verpackte Erkenntnis, dass eben selbst die schönste Auszeit nicht immer eitel Sonnenschein ist. Bei niemandem.

        Ob das Stehlen eines Restauranttellers nun die beste Erziehungsmethode ist, sei dahingestellt…

  • weiss und chan als sagt:

    Super Sache son ne Auszeit, gerade jetzt wo wir für unseren CHF so viel kriegen.

  • Urs Vollenweider sagt:

    Warum lassen sich Eltern immer so von ihren Kindern erpressen?

    • diva sagt:

      eltern wollen die erziehungsarbeit nicht leisten und/oder können sie nicht leisten, weil sie selber nämlich keine vorstellungen davon haben wie etwas sein soll. viele menschen merken gar nicht wie fremdbestimmt sie sind und wie wenig eigenes urteils- und entscheidungsvermögen sie haben. meine tochter hätte NIE so einen terror aufgeführt und ich habe sie nicht gedrillt. aber ich wusste, was ich will in meinem leben und weil ich selber noch eine gute erziehung genossen habe, gab ich diese an sie weiter, mit dem resultat, dass wir in den ferien enrom viel spass hatten.

    • Clemens sagt:

      Vielleicht, weil sie sonst sofort von den lieben Mitmenschen in die Ecke der egoistischen-ultra-konservativ-chauvinistisch-ewiggestrigen-Kindsmisshandler gestellt werden? (gilt selbstverständlich nur für jene Eltern, die sich etwas aus der Meinung ihrer Mitmenschen machen)

      Oder möglicherweise auch nur, weil nach einer achtstündigen Autofahrt die Aussicht auf ein bisschen Ruhe so verdammt verlockend erscheint und man sich die 12 Euro 95 für die blöde Knetpresse gerade noch leisten kann?

      • maia sagt:

        also ich hoffe nicht, dass es irgend jemanden gibt, der einem kind eine achtstündige Autofahrt zumutet. Das wäre dann ja wirklich Kindmisshandlung.

      • Pixel sagt:

        Maia, wieso? Vielleicht ist es altersabhängig. Jedenfalls die Großeltern unseres knapp über Einjährigen wohnen gute 600km von uns entfernt und so, dass ein Flug wenig Sinn macht. Gemäß Ihrer Theorie würde er diese ja nie zu Gesicht bekommen! Wenn man nicht das Ziel hat so schnell wie möglich die Reise zu bestreiten, genügend Pausen einlegt, dann ist das überhaupt keine Sache.

      • marie sagt:

        doch, doch. all die die mit dem auto nach spanien, italien, frankreich, österreich, deutschland, türkei in den balkan usw fahren.
        ist doch kein problem und sicherlich keine kindsmisshandlung – die sieht nämlich anders aus.

      • E.H.Roth sagt:

        marie, doch für Schweizer ist eine 8 Std. Reise mit Kinder schon eine Kindesmisshandlung. Ich überlege mir gerade ob meine Eltern einklagen soll weil ich als Kind bis fast 14 immer 5 Wochen nach Griechenland ans Meer in die Ferien mit musste. Ende der 60er Jahre sind wir sage-und-schreibe mit dem Zug von Zürich nach Thessaloniki gereist später dann mit der Olypic AirLine von ZH nach Athen dann übernachten um am nächsten Tag mit einer Propellermaschine die mit Gartenstühlen ausgestattet war nach Thessaloniki weiter gereist. Von dort mit dem Bus und Taxi… ist das zumutbar für ein Kind?

      • E.H.Roth sagt:

        marie ich weiss noch einige meiner Italo Freunde sind damals mit Sack und Pack mit dem Fiat von ZH nach Palermo gefahren. In den 60er sogar mit dem Fiat 500 zu viert in Grossmutter auf dem Dach und Kühlschrank. Bei solchen Reisen war es immer ein Drama und wenn wir Kinder blöd taten gab es eins an den Latz und das Problem war gelöst bis zur nächsten Ohrfeige oder Tritt in den Arsch.

      • marie sagt:

        ehrlich? mit klimaanlage heute im auto?
        ich sehe das nicht so eng. ich glaube die eltern leiden mehr 😉 ..was ich durchaus verstehen kann.

      • marie sagt:

        …ich gehöre zu dieser generation. ausser, dass man uns kinder durch zugfenster mitsamt gepäck, schachteln und schwiegermutter reinhievte, da alle gleichzeitig einsteigen wollten und die plätze, zwar reserviert, aber trotzdem besetzt waren und man dies dadurch manchmal vermeiden konnten. das waren züge aus den 60ern notabene!
        ich fand’s als kind immer seeeeeehr spannend und abenteuerlich, trotz der hitze ohne klimaanlagen im waggon… besser als zelteln 😉 hatte wohl damit zu tun, dass wir ansonsten nie reisten oder irgendwohin gingen, wer weiss.

      • E.H.Roth sagt:

        Heute mit Klima, TV, Video im Auto für jedes Kind ist eine Reise von ein paar Stunden ein Spaziergang. Das Problem liegt mehr bei den Eltern da diese glauben den Kindern dauernd Aufmerksamkeit geben zu müssen. Reisen ist heute im vergleich zu früher gar nichts mehr.

      • E.H.Roth sagt:

        ich kenne das marie und nach ca 2 Stunden funktionierte das WC nicht mehr oder es war überschwemmt … und die Gerüche in den 6er Abteils, auf den Gängen sassen 1000 Leute auf ihren Koffern und Säcken mit Essen zusammen gepfärcht… aber wenn wir das Meer sahen war alles vergessen…

      • maia sagt:

        Ich finde ein Kind in einen Sitz zu setzen und es anzubinden und das mehrere Stunden lang schlicht und einfach unzumutbar (lasse ich übringens auch mit mir als Erwachsene nicht machen). Im Zug kann man immerhin noch miteinander reden, Spielen, schlafen, essen trinken, herumspazieren und und und….. Dann höre ich immer wieder von Eltern, die sich darüber beklagen dass die Kinder im Kindergarten oder in der Schule wenn sie mal eine halbe oder gar eine ganz Stunde stillsitzen sollen, damit überfordert seien.

      • marie sagt:

        genau!!! aber sie irren, das wc war schon in olten oder bern verstopft, da die züge meist aus stuttgart kamen 🙂 …und meine mutter heulte nur aus diesem grund, da sie ein wenig zwanghaft mit der eneigyh (rückwärts, da index) war.
        bis vor dem gotthard war die stimmung verhalten, gedrückt, leises murmeln. in airolo wurde es laut, sehr laut, da man das tessin schon als „heimat“ betrachtete und man sich wegen dem lärm nicht mehr schämen musste 😉 und die party fing dann an, mit dem mitgebrachten essen. …vermisse diese stimmung, am flughafen ist das nie so.

      • marie sagt:

        oh je zensur… sorry hr roth.
        aber ich zitiere p von gestern:
        „Also ich steh jetzt auf (und bin überzeugt ganz viele Anhänger zu haben!) und rufe einen Satz den ich nicht mehr lesen kann:

        Ihr Kommentar wartet auf Freischaltung.“
        😆

      • maia sagt:

        @Pixel: Eben – sie fahren nicht 8 Stunden lang im Auto, sondern machen immer mal wieder Pause. Und natürlich ist das vom Alter der Kinder abhängig. Spätestens wenn die Kinder beginnen zu stehen und laufen, wird es schwierig. Allerdings finde ich das Reisen im Zug sowieso schlicht und einfach bequemer. Selber im Sitz angebunden zu sein und sich kaum bewegen zu können ist doch einfach unbequem. – und evt. könnten ja auch mal die Grosseltern reisen. Ich denke dem Einjährigen ist es ziemlich egal, ob er seine Grosseltern sieht oder nicht. Den Grosseltern liegt wahrscheinlich mehr dran.

      • E.H.Roth sagt:

        🙂 die Zensur sitzt mir auch öfters im Nacken. Na ja… und das Internet will auch nicht richtig arbeiten also höre ich jetzt auf und verabschiede mich. Alle die in den Urlaub fahren empfehle ich nur: nehmt’s leicht … uns in der CH geht es verglichen zu unseren Nachbarn noch immer gut.

      • Pixel sagt:

        Nun ja maia, zum Glück gilt das noch nicht als Kindsmisshandlung weder in der ch noch sonstwo, andernfalls hätte man in Den Haag alle Hände voll zu tun und kaum Kapazitäten für Fälle die ich als wichtiger einstufen würde. Ein Einjähriger hat in der Tat wenig von seinen Großeltern und korrekt wir machens auch weil wir sie damit erfreuen wollen. Irgendwann ist er dann aber – davon möchte ich ausgehen – älter und wir werden auch dann noch die 600 km fahren. Mit Zug wäre im Übrigen auch diese Reise wesentlich länger und anstrengender.

    • xyxyxy sagt:

      erpressen….!
      wenn Eltern ihrem Kind etwas geben, weil es geweint hat, heisst das noch lange nicht, dass sie sich erpressen liessen. Es wäre möglich, aber es muss nicht sein.

      Ich staune immer wieder, dass so viele Menschen nicht in der Lage sind, in mehr als in zwei Kategorien zu denken.

      • Eni sagt:

        @ maia

        So ein Quark. Meine beiden Kinder waren beide jährig, als sie das 1. Mal mit nach Holland in die Ferien mitgefahren sind, mit dem Auto wohlgemerkt. Klar, es war heiss zu fünft und eng, aber für beide war es unproblematisch. Wenn sie zu quäken begonnen haben, wurde halt einfach mal eine längere Pause gemacht.

  • Ich spare jetzt schon für die Auszeit. Ans andere Ende der Welt – und vielleicht bleiben wir sogar.

    • mira sagt:

      Aus was für Gründen wandert man aus? Ich wäre damals gerne in der Schweiz geblieben, ging aber Job-mässig nicht.

      • marie sagt:

        klima, EINDEUTIG! 😯

      • mira sagt:

        @marie
        Weil es in der Schweiz zu kalt ist? Ich habe eine Zeitlang in einem Nordafrikanischen Land gelebt. Da geht einem die Wärme mit der Zeit auch auf den Sack…

      • marie sagt:

        neeeeeeee, mir definitiv nicht, niemals, nie und nimmer, wirklich, wirklich, wirklich nienieniemals…
        aber buenos aires (ok, auch dort ist das klima nicht wirklich 1a) dort tanzt man tango. also auswandern wegen klima und arg tango. 🙂 (ansonsten, auch wenn es ein wenig „eng“ ist hier, auch in der gesinnung, ist die lebensqualität trotzdem im moment sehr gut.)

      • Katharina sagt:

        Es gibt viele Gründe, aus zuwandern. fragen Sie einmal ein paar Auslandsschweizer. Aber fragen Sie auch einige der Rückwanderer.

      • alien sagt:

        „auf den Sack.“ mira, das ist ein Spruch, den dürfen nur Männer brauchen 🙂

      • mira sagt:

        @alien
        Haha, so hab ich das noch nie angeschaut. Im Mamablog kann man ja noch was lernen 🙂

      • marie sagt:

        @mira
        ich sage immer auf die eierstöcke (so als pendent) 😉

      • Muttis Liebling sagt:

        Wir Europäer wandern nur noch selten aus. Wir ziehen mal für ein paar Jahre woanders hin. Gründe gibt es viele. Meist der Job, aber auch die Kultur oder das Klima. Erst wenn man entscheidet, wo man alt werden will, ist man ausgewandert oder nicht.

      • marie sagt:

        ml, sie nehmen mir sämtliche hoffnungen auf ein besseres klima… ich muss noch mind. 25 jahre malochen bis zur rente.
        ihre nüchternheit hat mich soeben erschlagen. und habe darob beschlossen, nicht einmal mehr lotto zu spielen – und nein, kommen sie mir nicht mit wahrscheinlichkeit. meine war bis soeben: wer nicht spielt, gewinnt nicht.
        😯
        (achtung humor, oder so…)

      • Muttis Liebling sagt:

        Wer nicht spielt, gewinnt wirklich nicht und wir spielen ja alle, nun nicht gerade Lotto. Die Langweiler spielen, dass sie nicht spielen. Das ist langweilig, aber dabei kann man auch gewinnen. Nur nicht für sich.

      • Muttis Liebling sagt:

        Korrektur: ‚Nur nicht an sich‘ muss es heissen. Für sich gewinnt man schon.

      • Muttis Liebling sagt:

        Der lange Aufenthalt in der Schweiz hinterlässt Spuren. Ich fange auch schon an, Präpositionen falsch zu benutzen.

      • marie sagt:

        🙂 ich hatte zwei äusserst grosszügige deutschlehrer in meinem leben. komischer weise mochten beide meine aufsätze sehr und gaben mir die arbeiten jew. unabhängig voneinander mit dem gleichen kommentar zurück: marie, nur die erste seite ist korrigiert. sonst hätten sie mir eine 1 (schlechteste note hier) geben müssen. beim deutschlehrer während der matur kam noch hinzu, dass ich ihn immer mit einem whisky cake bestach… sie sehen, präpositionen verlieren so ihre bedeutung. und reinhard jirgl lädt ja förmlich ein, unkonventionell zu schreiben (georg-büchner-preis gewinner)

      • Beno sagt:

        …walk the line…marie 😉

      • Muttis Liebling sagt:

        Unkonventionell ist etwas anderes als grammatikalisch falsch. Präpositionen drücken Beziehungen aus, das ist das Wichtigste im Denken und in der Sprache. ‚an mir‘ ist eigentlich für mich (Individuum) und ‚für mich‘ ist an mich als Objekt.

      • marie sagt:

        ml, sie sind preussisch nüchtern, ich bin chaotisch neapolitanisch.
        für mich sind präpositionen nicht wichtig, hauptsache man hat leidenschaften, mit richtigen oder falschen präpositionen, spielt keine rolle. 🙂
        wie kommt man ohne geld zu einem sabbatical?

      • Muttis Liebling sagt:

        Ohne Geld kommt man zu keinem Sabbatical. Den Begriff habe ich ausser der Schweiz noch nie gehört.

      • Ultrafemme sagt:

        Das Schweizerische Deutsch ist eben anders als der Dialekt von Mecklenburg-Vorpommern. Wenn dann Präpositionen so bemängelt werden, erstaunt nicht, wenn die Beliebtheit der Nordrheiner südlich des Rheins die Aare runter geht.

      • Ultrafemme sagt:

        Es ist ein Wort aus dem Unland westlich des Atlantiks und bezieht sich auf eine nicht erwähnbare Religion. Das Wort muss demnach im deutschen Sprachraum wegen Kulturverunreinigung sofort verboten werden.

      • Muttis Liebling sagt:

        Wobei ich die Idee des Sabbat schätze, nur ist Auszeit kein Begriff dafür. Man muss schon mal runterkommen, vorausgesetzt, man ist schon mal hoch gekommen, was die meisten ja nicht sind. Den Begriff Aussteiger‘ benutze ich gern als Schutzschild.

      • Ultrafemme sagt:

        Bei Schutzschild denke ich an Tachyonen oder an ein Kostüm aus Leder und Titanstahl. Letzteres ist dann Teil eines Spiels der fünfzig Grautöne.

      • Muttis Liebling sagt:

        Dialekt und Sprache sind zwei verschiedene Dinge. Wenn die Schweizer sich ohne Lizenzgebühren unsere Sprache ausleihen, um Gesetzestexte oder AGB’s zu formulieren, dann sollten sie die auch konform benutzen, semantisch, orthographisch und grammatikalisch.
        Wenn sie eine eigene Sprache haben wollen, was legitim ist, sollen sie die haben. Aber dann nicht unsere. Deutsch ist eine über 1200 Jahre gewachsene hochkultivierte Sprache. Was die Schweizer daraus machen, weder der Semantik, der Grammatik, noch der Intonation fähig, ist grausam.

      • marie sagt:

        wir führen einfach das latein wieder ein, dann haben nämlich praktisch alle die gleiche, faire chance fehler in einer sprache zu machen. ohne gleich eine identitätskrise zu schieben.

      • Muttis Liebling sagt:

        Wenn ich das Deutschgestammel schweizerischer Offizieller höre, bekomme ich das Kotzen. Seit doch mal konsequent, macht Euer Eigenes. Sprachlich, kulturell, wirtschaftlich. Lebt nicht von den Resten älterer Kulturen, die ihr gekonnt ausschlachtet.

      • Ultrafemme sagt:

        ML……. das schweizerische Deutsch ist älter als das sog Hochdeutsch….

      • Muttis Liebling sagt:

        marie, wir haben einen status quo an Sprache. Das lässt sich nicht mehr rückgängig machen. Hegel kann man nur im Original lesen, sein Deutsch gibt es kein zweites Mal und das lässt sich auch nicht übersetzen.

      • Ultrafemme sagt:

        tia.. auf spanisch liebt es sich eh besser.

      • Muttis Liebling sagt:

        Richtig, UF, das sog, Hochdeutsch ist entstanden, weil Luther aus Sachsen- Anhalt das Neue Testament in seine Sprache übersetzt hat. Ware Luther im Allgäu oder im Appenzell geboren. wäre jetzt allemanisch das Hochdeutsche. War aber nicht.

      • Beno sagt:

        @ML

        ..aus von Mecklenburg-Vorpommern kommen sie ?…tönt doch zum kotzen…genau wie die Schwaben, die Franken usw.

      • marie sagt:

        ist jetzt aber nicht euer ernst. klingt so, als wären die klingonen zu besuch.
        doch ml. wenn wir weiter so machen und uns gegenseitig die hässlichkeit der jew. sprachen um die ohren hauen, bin ich definitiv dafür, dass wieder latein eingeführt wird. als strafe soz. denn das verbenbüffeln ist nicht ohne.

        ein ex von mir war schwabe – er hat die gegenseitigen vorwürfen (d/ch) nie verstanden. aber das lag wohl am alemannischen. war nicht hegel schwabe und unterrichtete in berlin? na, der musste sich wohl auch einiges bieten lassen. 😉 ich finde übrigens den bündner dialekt sexy.

      • Ultrafemme sagt:

        lateinische Nipplettes, marie.

      • Muttis Liebling sagt:

        In MV spricht man ein Subset von Plattdeutsch. Das kann ich verstehen und halbwegs sprechen, selber spreche ich akzent- und dialektfrei hochdeutsch. Ich kann Berliner Dialekt und den meines Heimatdorfes, benutze das aber nicht.

      • Ultrafemme sagt:

        da geht das Verben büffeln schon viel leichter.

      • Beno sagt:

        bah…marie…Schwabe…? …schaffe schaffe Häusle baue…laaaaangweilg 😉

      • marie sagt:

        also meine erste muttersprache war neapolitanisch, was ich immer noch spreche – in italien sterben die dialekte leider gottes aus, deshalb bin ich froh, diesen noch zu können. meine zweite muttersprache ist berndeutsch, danach kam hochdeutsch und erst dann italienisch. gleichzeitig französich und englisch. das alles innerhalb 12 jahren.
        und ja, spanisch ist sehr schön und kommt als nächstes.
        die schweiz braucht eine hochsprache ml. 4 landessprachen und eine unmenge dialekte in der deutschschweiz alleine, das tessin, die romandie sind auch nicht einheitlich.
        und schwäbisch ist sexy!

      • Muttis Liebling sagt:

        marie, wir haben mal bei Grammatik angefangen, daraus wurde dann mir unverständlich Dialekt. Sprache soll jede und muss jede Kultur ihre haben. Nur haben die Schweizer mangels eigener Sprache keine eigene Kultur. Für alle deutschen Kaiser des 1.Reiches ging das von der dänischen Grenze bis nach Rom. Die Schweiz und Habsburg (damals formaler Herr der Schweiz) immer einbegriffen.
        Hegel kam tatsächlich aus Schwaben, hat aber wie viele der Zeit, vor ihm auch Kant und die meisten russischen Zaren nach Katharina, Preussen angehimmelt und ist dann da gelandet. Preussen war was.

      • marie sagt:

        nipplettes geht durch aber meine posts sind im vesuv gelandet. 😀
        dabei habe ich eine hohelied auf die dialekte geschrieben.

      • Ultrafemme sagt:

        Erwarten ist eine Erfahrung, die bescheiden macht, Marie.

        http://www.youtube.com/watch?v=5XixPjhGpik&feature=related

      • alien sagt:

        Hee, Leute, marie ist jünger als ich…!

        Von wegen Intonation: Diejenige in Deutschland (die ja gar nicht standardisiert ist) ist nicht die „Richtige“. Wenn man das Schauspielerdeutsch als „Norm“ annimmt, dann sprechen nicht viele Millionen Deutsche im Alltag „richtig“. Dass man aber Präpositionen achten muss, finde ich sehr richtig. Nach „wegen“ kommt der Genitiv, der Dativ ist einfach falsch. Fast schon sträflich arrogant ist die Aussage, wir Schweizer benutzten „Eure“ Sprache. Mit gleichem Recht könnte man behaupten, Ihr benutztet unsere. Beides natürlich falsch. Wir benutzen die gleiche, das ist alles. Wir benutzen sie nicht genau gleich, es existieren Varianten davon, die aber sehr wohl geregelt sind. Dass man hierzulande „Trottoir“, „Billett“ und „Rahm“ sagt, ist ja nicht falsch sondern einfach anders als in Deutschland (und viele Wörter sind in Österreich ja noch einmal anders). Dass nicht „die Schweizer“ das Deutsche verhunzen sondern einfach viele Schweizer, wäre eine nette Feststellung.

        Dass Platt wie Klingonisch klingt… sehr lustig! Ich hörte zum ersten Mal sächsisch kurz vor der Wende im Urlaub in Exjugoslawien und fand es spontan grausam. Ich wurde zum Wendegegner und zum Mauerliebhaber. Aber, ach!, die Zeitläufte wollten es anders.

        Einen anständigen Samstagabendlacher gibt’s hier.

  • Mamma sagt:

    Mir stehen Ferien im Süden bevor – und damit auch die nicht zugeben wollende Befürchtung, leider nichts ins Büro flüchten zu dürfen, wenn es mir mit meinen Bengeln zu bunt werden sollte.

  • Cybot sagt:

    Ich sollte echt aufhören, diese Artikel zu lesen, da will man ja gar keine Kinder mehr.

    • mira sagt:

      Naja, unsere Grosse ist 3 Jahre und bis jetzt hatten wir noch nie solche Quengeleien… Bis jetzt waren unsere Urlaube immer sehr entspannt.

      • xyxyxy sagt:

        Urlaub ist ja auch nicht Ausszeit – jaaaaa das ist heute das THema. Auszeit.

      • mira sagt:

        @xyxyxy
        Ja, wahrscheinlich gibt es die Knetpressen-Dramen nur in der Auszeit *lach. Ob wohl Erziehungs-Fertigkeiten und Auszeit-Brauchen negativ korreliert sind?

      • xyxyxy sagt:

        lach, lach, lach – solche Dramen gibt es sogar ausserhalb der Ferien! stellen sie sich vor!

        es ist einfach unglaublich, was solche Auszeiten für gesellschaftsrelevante Abenteuer bieten können
        „Kind weint wegen Knetpresse“ – WOW!

      • alien sagt:

        Kinder sind verschieden. Unsere Kinder haben sowas auch nie durchgegeben.

    • Ylene sagt:

      Nicht abschrecken lassen, das ist einfach jammern auf höchstem Niveau (wie gestern auch schon), so nach dem Motto: Hey, meine beiden 25-Zoll-Bildschirme im Büro versperren mir die Aussicht auf die Berge.

  • Elisabeth sagt:

    Mit Kindern in die Ferien oder in die „Auszeit“ zu fahren ist in etwa dasselbe, wie wenn man mit Laptop, Handy und einem Stapel Pendenzen aus dem Büro in die Ferien fährt. Man hat gleich viel Arbeit wie zu Hause, die Lokalität ist unpassend und es fehlen einem die nötigen Utensilien. Na gut, es gibt immmer ein paar schöne Stunden, aber die Verhalten sich zum Stress in einem Verhältnis von 1:10!

    • Valeria sagt:

      Also, das heisst: Mit Kindern sollte man ja nicht in die Ferien fahren, ist ja eh nur Stress. Und weil zu Hause alles so schön eingespielt ist, am besten auch keine Ausflüge starten. Man weiss ja nie, was für Wickeltische (wenn überhaupt) einen so erwarten. Und das Bett für den Mittagsschlaf fehlt unterwegs auch. Und überhaupt.

    • Pixel sagt:

      Für uns bedeutet das auch Zeit miteinander (als Paar) zu verbringen. Wir sehen uns qualitativ nicht sehr viel unter der Woche, am Wochenende stehen einige Admin Sachen an und Haushalt (einkaufen, Wäsche etc) und manchmal sogar auch Arbeit (also Job). Ich freu mich jetzt einfach auch mal auf uns zu dritt. Zusammen frühstücken, zusammen den Tag verbringen, zusammen Abendessen und ins Bett gehen. So einfach.

  • tinaB sagt:

    Danke für den schönen Text!

  • mira sagt:

    3 Monate Holland, 6 Wochen Hawai…. ich muss immer lachen, wenn sich Schweizer Familien darüber beklagen, dass sie zuwenig Geld hätten…

    • xyxyxy sagt:

      wir können uns das nicht leisten – wir sind die NEO Armen in der reichen Schweiz über die niemand spricht

      könntet ihr nicht mit uns Mitleid haben und etwas Geld zusammenlegen‘

      was ich so lustig finde: die CB Schrbrin macht es zu einem gesellschaftlich relevanten Blogthema „ein Sabbatical für die Familie“
      das ist jetzt der Standard, darüber diskutiert herr und frau schweizer

      • unterschichtler sagt:

        Bist nicht alleine!! Bei uns reichts nicht mal für Sommerferien!!

      • E.H.Roth sagt:

        xy, Sie verpassen nichts in Hawai. Da können Sie gleich zum Ballerman in den Urlaub reisen. Wollen sie Preis/Leistung schauen sie sich zb Dänemark oder Südschweden an dort gibt es alles für Erwachsene wie für Kinder und diese Länder sind im Sommer nie überlaufen vom Pöbel-Touristen, den man, sind wir doch Ehrlich gar nicht sehen wollen so als Beispiel jetzt.

    • Wieso nicht abhauen wenn mal Kohle ‚reintropft?

      • mira sagt:

        Ja, warum nicht. Ich hab nichts dagegen, staune nur, dass im Artikel „ein Auszeit nehmen“ als normal dargestellt wird. Ich denke, dass die meisten Familien sich das nicht leisten können…

      • xyxyxy sagt:

        Anmerkung (für alle die keine Antenne für Ironie haben):
        ich habe rein gar nichts gegen Auszeiten und fühle mich auch nicht als Armer

    • Aloha sagt:

      Ich weiss auch, dass sich das nicht jede Familie (oder auch Einzelpersonen) leisten können. Es beklagen sich auch nicht alle über zu wenig Geld. Es gibt auch solche, die es sich leisten können und auch dies dürfen sich mal im Blog melden. Übrigens, ob 2 Wochen Ferien auf dem Zeltplatz im Nachbardorf, oder eine 2-monatige Fernreise, für Kinder ist der Unterschied nicht so gross. Sie geniessen (meist) entspannte Eltern und das Zusammensein. Wenn die Eltern dann auch noch Spass haben an der Destination, dann ist wohl der ganzen Familie gedient.

  • Aloha sagt:

    Auch wir leisteten uns 6 Wochen Ferien am Stück: Hawaii war unser Ziel. Das Schlimmste daran war die Rückkehr in den Alltag. Die Frage meiner Tochter: Warum geht ihr wieder arbeiten. Sie wollte weiterhin die ganze Zeit mit beiden Eltern verbringen 😉 OK, es gab kleine „Aussetzer“ unserer Tochter… aber im Grossen und Ganzen eine wunderschöne Zeit – Gerne möchten wir das in ein paar Jahren wiederholen, wenn es denn die Schule erlaubt 😉

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