Fuck Littering

Mamablog

Güsel-Grüsel am Zürichsee nerven: Müll am Ufer.

Alle, die nichts mit Sonntagspredigten anfangen können, bitte jetzt den Kopf einziehen. Denn dies wird eine. Im Brustton der Empörung und ohne Dafür und Dawider. Und bei Adam und Eva Anlauf holen tue ich dafür auch gleich. Oder nur wenig später.

Als ich sechzehn war, habe ich ein Austauschjahr gemacht im tiefsten Süden der USA. Wie dort so üblich, wurde ich als Kuriosität von Kirchenkränzchen zu Frauenkränzchen zu Kirchenfrauenkränzchen weitergereicht. Überall wurde ich in eine anständige Bluse gesteckt und musste von der Schweiz erzählen. Und immer kann die Frage, wie wir das denn so machen, dass wir das sauberste Land der Welt seien. Ob dem je so war, weiss ich nicht mal. Auf jeden Fall habe ich damals im Brustton der Überzeugung und mit dem Unterton der Überlegenheit, es sei mir verziehen, verkündet, dass bei uns eben schon die Kleinsten wüssten, dass man nichts auf die Strasse wirft. Ja, wir lernten schon von unseren Müttern, dass jedes weggeworfene Bonbonpapierchen ernste Umweltverschmutzung sei.

How nice, oh and ah, sagten die Damen dann und ich fand sie nett und etwas langweilig. Ich war schliesslich einfach eine hundsgewöhnliche 16-jährige europäische Rotzgöre, trotz Bluse, – und doch gleichzeitig furchtbar stolz auf diese saubere, heile Schweiz, aus der ich da offenbar kam.

Unlängst war ich wieder mal am Zürichsee zum Morgenspaziergang. Entlein schauen und Wiesen und Bäume und alles andere, was nicht nach Bildschirm aussieht. Ich war schlicht fassungslos ob dem Abfall, der da lag. Ich kannte ihn zwar bereits und geschrieben wurde darüber auch schon tonnenweise, doch so tief davon erschüttert, wie diesmal, war ich zuvor noch nie. Ich weiss nicht, woran das lag. Sicher zum Teil daran, dass ich älter werde und damit auch etwas moralinsäuerlich dann und wann. Aber es lag auch ganz objektiv an den mittlerweile unsäglichen Mengen von Müll, der alles bedeckt, sogar das Wasser. Und an seiner Hässlichkeit.

Meine Hilflosigkeit fand ich dabei fast genau so hässlich, wie den Abfall. Was kann man schon tun? Ich stellte mir vor, wie ich an Sommerabenden zwischen Bässen, Joints, Trommeln und Energydrinks hindurch pilgere, mit erhobenem Mahnfinger und mich auslachen lasse als geifernde Moralapostelin aus anderer Zeit. Würde nichts nützen. Oder selber den Müll sammeln? «Ey lug mal di Alti, voll s’Opfer»? Wäre ja nicht sooo schlimm (naja), aber kaum mehr als ein Tropfen auf den heissen Stein. Oder, wenn ich ganz ehrlich bin, hatte ich auch noch viel extremistischere Fantasien von Polizisten, die da patroullieren, einen Schäferhund an ihrer Flanke, und jeden Abfallsünder bei Kragen packen. Aber das hat so einen abscheulichen Beigeschmack, dass damit auch keinem gedient wäre – mit Kanonen auf Spatzen geschossen und das Kind mit dem Bade ausgeschüttet und, Sie wissen schon, all so was.

Was also, um Himmels willen kann ich tun? Ich weiss es nicht. Mich nicht aufregen, wäre vermutlich ein gesunder Rat. Aber wenn ich aufhöre, mich aufzuregen, kann mir auch gleich alles Wurst sein. Und auch wenn aufregen unsexy ist; ich will mich aufregen. Der Publizist und Schriftsteller Iso Camartin hat mal auf die Frage von uns Journalistenschülern geantwortet, was es bringe, sich zu engagieren in der Welt, da es eh nichts bringe: Man kann vielleicht die Welt nicht verändern, aber sich selbst.

Mein Erfolg auf diesem Feld ist sehr minim und ein besserer Mensch zu werden, braucht mehr, als seinen Abfall brav in den Mülleimer zu werfen. Aber aufgeben will ich trotzdem nicht. Auch wenn es nichts nützt. Darum pauke ich meinen Kindern das ein, was ich damals dem amerikanischen Ladies erzählt habe, egal wie anachronistisch das sein mag. Amen.

305 Kommentare zu «Fuck Littering»

  • GionSaram sagt:

    Eine vorgezogene Entsorgungsgebühr auf ALLEN Getränke und Fastfookverpackungen wäre die Lösung. Das funktioniert in Deutschland seit Jahren problemlos, aber die Schweizer sind offensichtlich zu verwöhnt dafür.

  • Franz Oettli sagt:

    Ja dieser Abfall, der überall liegen gelassen wird, ärgert auch mich. Woher kommt diese Nachlässigkeit? Manchmal denke ich, dass die Menschen heute viel weniger Respekt haben. Man gibt sich lässig, aber wirft seinen Eisteebeutel einfach in die Natur. Man räumt seine Siebensachen doch selber zusammen, ist das nicht mehr normal? Besser wird es wohl nicht, denn diese Menschen haben bald auch Kinder und werden es denen noch viel weniger beizubringen wissen.

  • fiona sagt:

    Sie haben ja Recht mit dem Inhalt aber was ist mit dem Schlagzeile? F*** Littering bedeutet gar nichts auf Englisch, F***ing Littering ist grammatikerwise richtiger, aber immer noch vulgär.

  • gabi sagt:

    Nazi-Kryptonit-Fischer-Diskau-Stolperdraht…

    Der geht nun wohl wieder nicht:

    Hallo Zensi: Wären Sie wohl so nett ev. noch meine angegammelten älteren Kommentare rein zu setzen?
    Merci.

  • Nora Richardson sagt:

    Heute Morgen:
    Ein Mann, schätzungsweise 60 Jahre alt, sitzt an einem Bahnhof auf dem Bänkli und raucht. Mangels anderer freier Plätze setze ich mich zu ihm. Ich werde eingequalmt. Stört mich aber nicht, denn er war zuerst da. In diesem Moment fiel mir der Artikel hier wieder ein und ich begann darüber nachzudenken, ob dieser Mann seine Zigarette richtig entsorgen wird, oder ob er sie nur auf den Boden schmeisst wie viele andere auch. Soll ich etwas sagen, wenn er sie einfach auf den Boden schmeisst? Ist es angebracht einen Herrn, der gut doppelt so alt ist wie ich, zu belehren?

    • Nora Richardson sagt:

      Die Zigarette wurde immer kürzer, ich immer gespannter. Irgendwie habe ich gehofft, dass er seinen Müll richtig entsorgt. Andererseits wollte ich heute endlich zum ersten mal was sagen. Jetzt! Endlich fertig geraucht. Kleiner Moment voller hoffnung. Vergebens. Die Zigarette landet auf dem Boden. Nachdenken. Entscheidung. „Tschuldigung, aber wieso werfen Sie die Zigarette auf den Boden, wenn 3m neben Ihnen ein Mülleimer steht?“ habe ich gesagt. Er schaute mich an. Nahm den Stummel vom Boden auf und entsorge ihn Wortlos. „Danke!“ rief ich ihm noch hinterher.

      • Nora Richardson sagt:

        Fazit: Ich hätte nie gedacht, dass es so gut funktioniert. Vielleicht lag es aber am Alter des Mannes. Er war sich seines Fehlers bewusst und hob deshalb wortlos seinen Müll auf. Bin gespannt ob es bei jüngeren Mitmenschen eben so gut funktioniert. Ich werde es ausprobieren, sobald ich Gelegenheit dazu habe.

        „Etwas sagen“, den Mund aufmachen, bringt scheinbar mehr als man denkt. Ich hoffe andere werden nachziehen und ihre Mitmenschen ebenfalls auf ihr Fehlverhalten hinweisen.

      • alien sagt:

        Bewusst? Etwas gelernt? Ich zweifle, leider. Der Typ hat sich gedacht: „Mit der Schlampe will ich nicht rumstreiten.“ So simpel. Nein, in solchen Köpfen geht nichts Klares vor. Die funktionieren von Moment zu Moment.

      • gabi sagt:

        Ich finde das super, gut und richtig, dass Sie das getan haben.

        Richitg unangenehm wird´s aber nicht bei alten Herren, sondern bei ihren jüngeren Varianten ohne „Herr“.

        Die „Was-Luesgsch-mi-so-aa“-Variante hat – Teil desselben Sitten-Phänomens – im Zweifelsfall auch keine Skruppel, sich von Ihnen „provoziert“ zu fühlen und ich kann da niemandem verdenken, dass er/sie es lieber bleiben lässt.

        Wie will man die erreichen?

      • gabi sagt:

        Meine Freischaltung wartet aber auch auf Ihren Kommentar…

        😀

      • gabi sagt:

        Oh… Und das geht nun plötzlich???

        (Sorry, NR, war ein Test)

        Während x Meldungen in der Schlaufe hängen?

      • Nora Richardson sagt:

        @alien: Gelernt hat er vielleicht nichts. Er wird es wahrscheinlich wieder machen. Aber geweigert hat er sich auch nicht. So habe ich einen kleinen Sieg im Kapmf gegen die Vermüllung gefeiert. Man mag es als „Tropfen auf den heissten Stein“ sehen. Es müsste aber einfach viel mehr „Tropfen“ geben. Dieser kleine Sieg heute motiviert mich dazu auch in Zukunft etwas zu sagen.

        @gabi: Ja, das denke ich auch. Hoffe trotzdem, dass der ein oder andere in Zukunft den Mund aufmacht. Habe gute Erfahrungen (in anderem Zusammenhang) gemacht, wenn man Jugendliche mit „Sie“ anspricht. Bin gespannt!

    • Muttis Liebling sagt:

      Wenn jeder auf Bahnhöfen im 5-Minutentakt gerauchten Zigarette ein Entsorgungsverantwortlicher gegenüber stehen wollte, bräuchte man deutlich mehr Bahnfahrer in CH als Einwohner. Ich verstehe weniger, warum man an Bahnhöfen überhaupt raucht. In Beizen, wo die Raucher hingehören, das aber nicht darf. Dieser angebliche Passivraucherschutz verstärkt das Problem. Die Raucher rauchen mehr im öffentlichen, statt im privaten Raum. Rauchen tun sie sowieso. Nicht die Kippe ist das Problem, sondern, dass jemand auf die Idee kommt, inmitten von Menschen sich eine solche anzustecken.

  • Voltaire sagt:

    Aber warum „Littering“ – ein bloedes englisches Wort; – „chez nous – c’est la merde“;
    ein Drama à la Shakespeare draus machen ?
    Diesen Typen gehoert ein paar hinter die „Loeffel“ – wie schon immer.
    (Sehrwahrscheinlich – Wohlstands-verwahrlost ; da haetten wenigstens die „Alten“ genug Geld fier die Bussen).

  • Eni sagt:

    Schlimm finde ich auch die mit Nastüechli dekorierten Menschenkackehaufen. Warum kann man die nicht auch eintüten und entsorgen? Manchmal komme ich mir als Hundehalterin blöd vor, dass ich alles wegräume während die Menschen überall rumsch….

  • Mephisto sagt:

    ich denke es ist ein erziehungsproblem. man müsste den müll liegen lassen von den behörden. anfangen würde ich in den dancings und vor deren eingängen. halt überall dort wo der typische littering-mensch verkehrt. sorry, es sind halt vorwiegend junge leute die müll auf den boden schmeissen. aber es ist halt auch ein problem dass man nichts sagt. jeder guckt zu am morgen am HB wenn die raucher ihre stummel aufs gleis und den boden werfen obwohl es dort alle 30-50 m ein abfalleimer mit aschenbecher hat. mehr zivilcourage wäre gefordert. und wieso keine chf 500.– busse für littering?

  • michael sagt:

    Wie ist das in Singapur mit dem Littering?
    Littering sollte gebüsst werden und zwar nicht zu knapp.
    Ordentlich Pfand (CHF 1) auf Aludosen & Pet- & Glas-Flaschen.
    Es geht anscheinend nur über’s Geld.

  • Erika B. sagt:

    Ich glaube, Frau Fischer, Ihr Ärger hat mir Ihrem Alter nichts zu tun. Da ärgern sich alle Generationen drüber. In unserer Familie jedenfalls schon.
    Ich wohne an einem Ort mit vielen Ausflüglern und kann von meiner Wohnung aus einen Abfallkübel sehen. Ich beobachte regelmässig, wie dort Hausabfall entsorgt wird, ganz „unauffällig“ kommen die (eher älteren) Leute mit ihren Säckli anspaziert und würgen sie durch die verengte Öffnung hinein.
    Wenn dann die Youngsters abends ihren Kleinabfall entsorgen wollen, sind die Kübel vollgestopft.

  • marcel meier sagt:

    Danke für diese Worte Frau Fischer.
    Nie war es einfacher so viel Zustimmung zu bekommen.
    Amen.

  • Monsieur de Hummel sagt:

    Ihr Kommentar wartet auf Freischaltung. Was habe ich getan?

  • Monsieur de Hummel sagt:

    Amüsanter Text, der aber im Kern doch ein relvantes Thema anspricht. Entscheidend sind wohl wie so häufig die Vorbilder. In einem Land, in dem sich der Staat nicht um die Müllverarbeitung kümmert bzw. kümmer kann, werden die Leute diesbezüglich auch nicht besonders sensibilisiert.
    Kommt der Staat seinen „Pflichten“ nach, liegt es wohl v.a. an der Erziehung, ob die Leute ihren Teil dazu beitragen, die Umwelt sauber zu halten. Ich wurde diesbezüglich ziemlich streng erzogen. So kam es oft vor, dass ich am Tag nach einem Waldfest nochmals an den Ort zurückkehrte, um gründlichst aufzuräumen.

  • Klasse 2b sagt:

    Es ist für euch nicht so toll, wenn wir Sachen herumstehen lassen, ok. Das gehört einfach zur Jugendkultur dazu, ihr müsst das relaxter sehen. Ihr wart früher bestimmt auch keine Heiligen. Euch Erwachsenen können wir eh nicht alles recht machen und ihr lasst eure Autos und so auch einfach stehen, wo es euch passt!

    • Rolf Eberle sagt:

      Hirnfrei? Finde mal heraus, woher «Kultur» etymologisch stammt, bevor du solchen Müll verzapfst. Wahnsinn!!! Du sollst es nicht den Erwachsenen recht machen, du sollst nur deinen Müll wegräumen, den materiellen und den geistigen!

    • Jonas sagt:

      Liebe Klasse 2b. Abfall liegen lassen ist Jugendkultur? Ach… Nein, Heilige waren wir nicht. Aber wir wurden zur Rechenschaft gezogen, wenn wir Scheisse gebaut haben. Das fehlt mir heute etwas. Es könnte die Jungen ja in ihrer Entwicklung behindern, wenn man sie zu sehr einschränkt… Bulls***! Bussen haben beim Littering vermutlich wenig Wirkung – der Entzug von Freizeit jedoch schon. Wer Abfall liegen lässt, soll am Mittwoch Nachmittag und am Samstag mit Leuchtweste, Handschuhen und Abfallsack in der Stadt Abfall einsammeln gehen müssen.

  • Mark Meier sagt:

    „Fuck“ koennte ausgelassen werden! Ich glaube, Frau Fischer hat dieses Wort NICHT im Kirchenfrauenkraenzchen gelernt!

  • plop sagt:

    Was mich letzten Sommer mal sehr irritiert hatte, war der Zustand eines Waldes nach so einer Wald-Party (wo ich ja selber gern hingeh..) – Ghüder auf dem ganzen Weg hin zum „Tanzboden“ und der Waldboden dort Biergetränkt… Mir hat der Wald grad chli leid getan… Aber ja, wenn man selber an der Party war, ist man ja dann meist nicht morgens um neun mit Kind im Wald unterwegs. Ich werd mir das nächstes mal wieder zu herzen nehmen, Aschenbecher hats nämlich meist, und Bier sollte man ja sowieso trinken und nicht ausschütten…

  • Gero Pfluger sagt:

    Sehr guter Artikel.
    An einem Bahnhof beobachtete ich einmal einen Raucher, der seine Kippe auf den Boden warf, austrat, aufhob und versorgte.
    Es war ein Asiate. Bekanntlich steht in Singapor eine Strafe von 500 Dollar auf Littering. Ja und nun die Antwort es geht nur über Geld. Der Herr war der Beweis dass es funktioniert. Eine weitere Möglichkeit wäre die Verursacher zu einem Reinigungstag zu belangen.
    Alles Utopie. Die nächste Street Parade kommt bestimmt…

  • plop sagt:

    Es sind halt auch immer mehr Menschen unterwegs – so auch in den Zügen, ich treff die Strecke Biel-Zürich immer wieder ziemlich vernachlässigt an, ungepflegte Sitze, gruusige ghüder etc.. Aber vielleicht macht mich auch das Kind heikel? In den Raucherwägen war sicher auch schon immer eine sauerei…

  • Mitleser sagt:

    Jeder der was auf den Boden wirft und dabei erwischt wird, sollte so wie in Singapur eine Leuchtweste erhalten und Hanschuhe und dann ab mit gleichgesinnten unter Aufsicht die Strassen putzen.

    Das Gebiet um den Zürichsee währe mit Sicherheit schnell sauber.

  • Auguste sagt:

    hmm…, als mir das littering auf der strasse vor dem haus eines tages zuviel wurde, wandte ich mich an den chef umwelt und güsel unserer schönen stadt und bat ihn, einen abfallkübel an den laternenmasten zu hängen. gebeten – getan, was mich beinahe wieder zum kirchgänger machte. seither kann ich wenigens das gelitter, welches ich weiterhin selbst auflese, mit wenigen schritten artgerecht entsorgen und mir dabei einreden, dass das ein schlauer lösungsansatz war mit dem abfallkübel.

    • Hans Christoffel sagt:

      Man hörte und staune. Das alles, ohne dass der Amtsschimmel gewiehert hat? DiesesAmt hat einen Blumenstrauss verdient. Wo war das?

  • Bruno sagt:

    Wenn Sie das nächste Mal in die Ferien fliegen: vergleichen Sie mal im Flugzeug den Zustand der Kabine in der First- und Business-Class vor und nach dem Flug.

    Unglaublich was all diese Migranten und diese Jungen mit kriegerischem Irokesen-Schnitt dort für ein Chaos hinterlassen.

    Die Fluggesellschaften sollten Migranten, eingebürgerte Leute aus südlichen Ländern und Junge mit kriegerischem Irokesen-Schnitt nicht mehr in der First-Class fliegen lassen. Nur noch in der Schweiz geborene Schweizer. Dann wäre sofort alles wieder sauber.

    • Peter K. sagt:

      Sie brauchen nicht in den Ferienflieger zu steigen: Ein ganz normaler Pendlerzug morgens um acht Uhr reicht für dieses Erlebnis schon…

    • Carolina sagt:

      Genau, Bruno! Ich finde auch, dass eine Gesinnungsprüfung vor dem Flug angebracht wäre – und Sie haben Recht, Peter K, dasselbe auch auf Bahnhöfen…… Gaht’s no?

      • Bruno sagt:

        hmmm … wenn man Ironie erklären muss, ist wohl etwas falsch.

        die Inspiration habe ich wörtlich oder auch nur „gefühlt“ den Leser-Kommentaren entnommen

      • Carolina sagt:

        Sorry, Bruno – hatte es ja gehofft, aber dann ist wieder mein Temperament mit mir durchgegangen! Also: Zustimmung!

    • Auguste sagt:

      hmm…, bruno, mit der freundlich gereichten gala aus der business class unter dem arm aus dem flieger zur passkontrolle zu schlendern, wird auf der nach oben offenen „terminal faux-pas“-skala nur noch vom LV-beauty case in der hand eines ausgewachsenen mannes neben einer fast schon erwachsenen blondine auf dem weg zum abflug-gate des mallorca-bombers übertroffen.

  • Ruth sagt:

    Was da rumliegt auf und an Strassen finde ich nur noch eklig! Welchen Respekt manche Menschen vor ihrem und meinem Lebensraum haben, zeigen sie ja oft sehr bildhaft indem sie noch genüsslich auf den Boden „koddern“. Dann frage ich mich auch: Brauchen wir so viel Verpackung? Und die Hälfte der Verpackung kann ich nicht mal rezyklieren. Während es fast überall Nespresso Kapsel Tonnen gibt, bleibe ich auf meinen PE HD Flaschen und anderem Plastikzeugs sitzen. Hier sind die Deutschen ein gutes Beispiel, bei denen kann man restlos alles rezyklieren. Sicher auch überflüssige Litterer aller Art!

  • Florian Jauslin sagt:

    Danke für diese Worte Frau Fischer. Ich bin jetzt noch nicht so alt, aber stören tu ich mich schon ab dem ganzen Abfall. Ich wohne in Basel und in Zürich besteht allem anschein nach auch ein Littering-Problem. Was mich aber in Basel wirklich stört ist, dass die Stadt wirklich an den Punkten an denen die Jugendlichen „rumhängen“ Container aufgestellt haben, damit man den Abfall dort entsorgen kann. Am Rhein stehen effektiv praktisch alle 10 m Container und auf dem Barfüsserplatz hat es 2 Container. Aber anscheinend ist es zu viel verlangt sich dorthin zu bequemen um den Abfall auch zu entsorgen

  • Wenn die Jugend™ ja so viel Probleme hat den öffentlichen Raum nutzen zu dürfen sollten sich all die Empörten Gymnasiaten und Jugendpolitiker auch darum sorgen, dass der öffentliche Raum nicht als grösster Aschenbecher der Welt verwendet wird. Kein Wunder dass dem „Bünzli“ dann die Zornesröte ins Gesicht steigt. Ich könnte nämlich jeden Sonntag ko**en wenn ich die Becher, Dosen und angefressenen Döner aus dem Grünstreifen vor dem Haus picke. Also von mir gibts kein Backup mehr für die Clubkultur.

    • Mir war ja damals auch vieles Scheissegal, aber ich wäre nie auf die Idee gekommen, meinen ganzen Abfall liegen zu lassen. Hier fressen am Mittag die Pickelarmeen ihren Migros-Schlunz und Energyplörren und können wegen ihren Baggypants und Heels die 2 m zum Abfallkübel nicht mehr laufen. Wenn man dann etwas sagt wird man noch blöd angemacht oder schlicht ignoriert. Scheiss-Wegwerfgesellschaft!

  • Bruno sagt:

    ich verstehe nicht:
    – eine volle (schwere) Getränkebüchse oder -flasche zu transportieren ist kein Problem
    – wenn die Büchse oder Flasche dann leer (und leicht) ist, dann muss man sich dieser unbedingt sofort an Ort und Stelle entledigen können
    – jedes Auto verfügt über einen Aschenbecher und erst noch in unmittelbarer Reichweite – warum sehe ich immer wieder wie Zigarettenasche oder der glühende Zigarettenstummel aus dem Autofenster auf die Strasse oder aufs Trottoir geworfen werden

    Wie machen das diese Leute bloss zuhause? Stehen in der Stube mehrere Abfalleimer (und: wer leert diese)?

  • Bapi sagt:

    Also dieses Wochenende war ich voll das Opfer. Auf unserer Wanderung im Gebirge ist Sohnemann (6) über eine leere Packung Caprisonne gestolpert, die irgend ein trümliger Skifahrer, vermutlich unabsichtlich, verloren hat. Nachdem er stolz seinen silbern glänzenden (und leider erst in 10’000 Jahren verrottenden) Fund präsentiert hat, haben wir ihn (den Fund) eingepackt, und Zuhause entsorgt. Ich war ehrlich gesagt gerne das Opfer. Sohn und Tochter haben was gelernt und ich hatte meine Pfadfinder-gute-Tat für den Tag vollbracht. Oder war das jetzt bünzlig?

    • Carolina sagt:

      Sie können wählen, Bapi, zwischen ‚bünzlig‘, ‚gutmenschlich‘ bzw ‚gschpürschmi-Fraktion’….. Ist doch völlig egal, nur so funktionierts.

  • Reto Suter sagt:

    Es helfen leider nur noch harte Strafen wie in Singapur. Schade, dass es so weit kommen musste. Aber von vielen Eltern (http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region/Vater-nimmt-Soehne-zum-Sprayen-mit/story/10126857) kann man heutzutage kein gute Erziehung mehr erwarten. Und was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nur noch die harte Hand von Vater Staat.

  • Hans Trütsch sagt:

    Wenn hier 5000.- Bussen fürs Littering gefordert werden, fordere ich das gleiche für Eltern die ihre Kleinkinder in den Parks in die Büsche pissen lassen.Soviel Selbstverantwortung um mit dem Kind die 500m zum nächsten öffentlichen WC zu gehen sollte schon drin liegen.Selbstverständlich braucht es auch Polizisten mit Hunden auf jedem Spielplatz der Stadt,die die Eltern dann „am Kragen packen“.Wie wäre es,wenn sich Frau Fischer an der alljährlichen Züriseeputzete beteiligen würde.Sich nur über andere zu beschweren kanns ja nicht sein.
    @eni:“Sippen“, eh?Dann sind Eltern mit kindern auch „Pack“?

    • gn sagt:

      was ist den krankheitserregender, kinderpisse oder hundekot? ich bin noch froh, trägt mein sohn ne windel. es ekelt mich jetzt schon ihm die öffentlichen toiletten zuzumuten. wenn wir menschen alle so verschieden und eigennützig denken, wird wohl erst ein meteorit endlich ruhe für den planeten bringen…

    • Eni sagt:

      Nun, viele dieser Sippen haben ihre Kinder dabei und leben ihrem Nachwuchs schon sehr früh vor, dass man sich die Güselsäcke sparen kann und den Abfall liegen lassen kann. Das wäre dann eben Pack.

      Ich selber habe auch Kinder, rege mich aber selber darüber auf, wenn Eltern in der Badi ihre Kinder an den Baum oder ins Gebüsch pinkeln lassen. Denke, dass man da schon differenzieren muss, da vor allem erwachsene Männer in der Öffentlichkeit rumpissen zB an Hausmauern oder in Bahnhofunterführungen. Wenn es 1 Meter ab Boden ist und grausam nach Bier stinkt war es nämlich kein Hund!

    • Meta sagt:

      500 Meter können unglaublich lang sein, wenn ein Kind seit wenigen Wochen keine Windeln mehr trägt. Meines hat manchmal noch nach Monaten ohne jede Vorwarnung geklagt: Mamma, mues Bisi! Wenn das Brünneli dann nicht in den Busch ging, gings halt in die Hosen. Denn, kaum zu glauben: manchmal ist das öffentliche WC weiter weg als 500m, besetzt oder vandalisiert und damit unbrauchbar. Ich versteh Ihr Problem nicht ganz. Urin stinkt zwar, ist aber meist steril, und nach dem nächsten Regen stinkts auch nicht mehr. Wollen Sie auch Hunden verbieten, Gassi zu gehen?

  • Richard Hennig sagt:

    Jeder kann helfen, wenn ich spazieren gehen nehme ich meistens einen Abfallsack mit und leider ist der oft sehr voll am Ende des Spazierganges. Ich ägere mich immer noch über Diejenigen die alles wegwerfen, aber wenigstens tue ich auch was für die Umwelt und rede nicht nur darüber.

    • guido sagt:

      Bravo! mir ist letztmal so ein herr begegnet, mit sack und müllstock, ich hätte ihn am liebsten umarmt, war aber zu verblüfft über diesen privaten gutmenschen! ich hoffe es braucht nicht viel mut, damit ich auch so werde. mich ekelts halt leider vor all den klebrigen krankeiten, die da schlummern mögen an fremden sachen. die charakteren derer, die soviel wegwerfen, lassen bestimmt auch körperliche hygiene laisser faire. an alle hundebesitzer und raucher, lernt endlich zu akzeptieren, dass auch eurer kot resp stummel nervt gewaltig.

  • Blitz Blank sagt:

    Natürlich sind auch bei diesem Thema (wie auch dem letzten und dem vorletzten und…) einmal mehr „Männlichkeitsvorstellungen“ ein Problem:

    Von Jungs mit mit kriegerischem Irokesen-Schnitt (z. Zt. angesagt) kann man nicht gross fürsorgliches Verhalten verlangen.

  • Schorsch sagt:

    Als 60jähriger bin ich doch über eine Aussage mehr als sehr erstaunt: sich aufregen ist uncool – ja mei – so kann es nicht mehr weit
    zur totalen Finsternis sein!

  • Benjamin sagt:

    Tsts vesteht rein gar nix. Wenn Junge und Alte fürs Littering nicht absolut hart bestraft werden, nehmen sie im Alltag auf Andere auch sonst keine Rücksichts. Es fängt eben im Kleinen an.

  • Miki sagt:

    Es wird immer schlimmer. Das stimmt. Zum Glück gibt es jedoch auch positive Beispiele. Da ich in der Umgebung von Biel wohne, gehen wir öfters auf’s Hundemätteli (eine öffentliche Wiese am Bielersee) auf dem sich an schönen Tagen hunderte Jugendliche sonnen und vergnügen. Und ich bin jedes Mal wieder positiv überrascht, wie die Jungen Ihren Abfall absolut selbstverständlich in die Mülleimer werfen. Ich glaube das ist deswegen so, weil ihnen das Hundemätteli dermassen am Herzen liegt. Nun, die Regierung möchten das Hundemätteli bald privatisieren und mit Bonzenwohnungen überbauen. Wehrt euch!

  • Eni sagt:

    Warum werden nicht endlich saftige Littering-Bussen eingeführt? So 5000.- Franken pro Papierli oder Zigarettenstummel würde diesem Elend schnell ein Ende bereiten. Singapore zeigt seit Jahrzehnten dass es vorbildlich funktioniert aber unsere Politiker setzen einfach auf Kuschelmethoden und das Resultat ist gleich null. Kein Wunder dass sie überall den Schwanz einziehen, wenn sie noch nicht einmal fähig sind, dieser kleine Problem zu lösen.

    • Sportpapi sagt:

      Ich möchte aber definitiv nicht in Singapore leben…

      • Eni sagt:

        Nein, aber lieber im Dreck der Anderen ersticken, was?

      • tststs sagt:

        Genau, wir stehen ja alle kurz vor dem Erstickungstod hier in der CH…

      • Sportpapi sagt:

        Eni, übertreiben Sie nicht. Ich ersticke nicht im Dreck, er stört mich nur. Aber auch das nur hin und wieder. Ich möchte aber auch keine Polizisten an jeder Strassenecke. Nicht wegen der Polizisten. Ich finde einfach, dieses Geld könnten wir sinnvoller ausgeben.

      • tststs sagt:

        Kleines Bonmot dazu: meinen Lieblings-Schlittel-Hügel meiner Kindheit gäbe es nicht, wenn in der Schweiz das Umdenken betreffend Mülldeponien bereits vor den 60ern stattgefunden hätte. Der Hügel ist nämlich nichts anderes als aufgehäufter Müll mit Erde überdeckt… da wären die heutigen Jugendlichen wenigestens noch ehrlich… und verstecken den Müll nicht unter der Natur, sondern lassen ihn offen herumliegen 🙂

      • Eni sagt:

        Haben Sie schon einmal in einen See geschaut, oder sich an öfffenlichen Grillstellen umgesehen? Bei uns ist es so, dass die Sippen zum Grillen dann noch jeweils ihren Wochenabfall mitnehmen und den gleich verbrenn um den Güselsack zu sparen. Abfall stört eben nicht nur, es ist ein Problem für die Umwelt. Wie Pascal schon erwähnt hat sterben auch Tiere deswegen. Nicht nur Nutztiere sondern auch Wildtiere.

        Ihre Ansichten sind einfach ignorant, weil Sie das als Lapalie betrachten. Ausserdem würde man dafür wohl kaum Polizisten mit dieser Aufgabe betrauen sondern Laien.

      • tststs sagt:

        Natürlich ist dieses Verhalten nicht sinnvoll, Eni, aber bedenken Sie, bis vor wenigen Jahrzehnten haben wir das hier auch nicht anders gemacht; deshalb sollte man auch anderen „Kulturen“ die Möglichkeit geben, in diesem Bereich aufzuholen…
        Was sagen Sie denn zB zu unseren südlichen Nachbarn, die, soweit ich weiss, landesweit keine einzige KVA haben?

      • alien sagt:

        In unserer Gemeinde wurde beim Aushub des Kellers für ein Geschäftshaus eine riesige Mülldeponie aus den 60ern entdeckt. Das gab natürlich unerwartete Entsorgungskosten. Für wen? Tja.

      • Eni sagt:

        Vielleicht muss man denen Sauhund sagen? Dass dort auch Müll ins Meer gekippt wird, zeigt doch die Ignoranz der Regierung.

        Und wie schon erwähnt wurde, hat das Littering mit der Zuwanderung aller Art zugenommen. Und zwar deswegen, weil diese Leuter ihren Kindern nicht beibringen wohin der Abfall gehört, weil es bei ihnen zu Hause üblich ist, den Dreck dort liegen zu lassen wo man steht und geht. Man könnte meinen, dass der Mensch nicht mehr Verstand hat, als das Vieh.

      • tststs sagt:

        Auch glaube, solche „Überraschungen“ werden in den nächsten paar Jahren noch öfters entdeckt werden… 🙂

      • Sportpapi sagt:

        Eher nicht. Dafür gibt es schon lange einen ziemlich ausgebauten Verdachts-Kataster.

  • Da sist tatsächlich ärgerlich. Wenn ich aber lese, dass Tiere wegen weggeworfenen Büchsen und Flaschen verenden ( http://goo.gl/GMJrI ) würde ich denen gerne den Abfall rektal einführen.

    • Eni sagt:

      Ja, wirklich schlimm. Solche Beispiele zeigen doch, dass Littering kein Kavaliersdelikt ist, sondern Sachbeschädigung und Tierquälerei in schimmster Form und zwar vorsätzlich.

    • Marco Casutt sagt:

      Dass die Tiere spätestens dann „verenden“, wenn Herr Schnyder ihnen einen Bolzen durch den Kopf jagen lässt, ist aber hingegen sicher nicht im Geringsten „ärgerlich“.

      • Eni sagt:

        @ Marco Casutt

        Nun, wenn Sie den Unterschied zwischen einem gut gesetzten Bolzenschuss oder einem jämmerlichem Verrecken über mehrere Tage nicht erkennen können, kann ich Ihnen auch nicht helfen. Dass Sie hier einen Bauern verunglimpfen den Sie überhaupt nicht kennen ist ziemlich dreist. Ich kenne viele Bauern persönlich und alle schauen gut zu ihren Tieren.

        Übrigens: ich lebe seit fast 24 Jahren fleischlos

      • Marco Casutt sagt:

        Wer sagt, dass ich den Unterschied nicht sehe? Ersteres passiert unzählige Male täglich und ist im Gegensatz zum Tod durch den Abfall in jedem Fall gewollt. Verunglimpfen tu ich gar nichts, nenne nur Fakten, der Punkt war auch das „gut zu den Tieren schauen“ (obwohl ich lebenslanges Ausbeuten eigentlich in keinem Fall „gut“ finde), sondern das Umbringen. Ob Sie „fleischlos“ leben oder nicht, ist nicht allzu relevant, die Folgen für die Rinder und Hühner für die „Milch und Eiproduktion“ sind dieselben.

  • Hanna sagt:

    Als ich diesen Artikel vor gelesen habe, dachte ich, hier werden falsche Zeichen gesetzt. Der Boden muss ohnehin geputzt werden….
    http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/kanton/In-neuen-SBahnZuegen-fehlen-Abfalleimer/story/12903430

    Aber das ist nur ein Aspekt. Erziehung, sowohl Zuhause als auch in der Schule (Abfallunterricht) sind wichtig, neben der Grundhaltung, dass man der Umwelt Sorge trägt. Allerdings: Viel schlimmer finde ich die Thematik der unsichtbaren Abfälle, u.a. radioaktiver Müll.

    • Marco Casutt sagt:

      Ich würde behaupten, der erste Aspekt ist gar keiner. Diejenigen Leute, denen es egal ist haben bis anhin den Abfall auch einfach liegen gelassen, die werden es natürlich auch weiterhin tun. Die anderen, die den Abfall gerade noch knapp zum Zugausgang oder Perron tragen können, können den Abfall dort entsorgen. Nun haben aber alle Zugreisenden den Vorteil, dass sie an den Fensterplätzen auch bequem sitzen können und eine gewisse Beinfreiheit haben.

  • Wir waren kürzlich an der Reuss beim Mühleplatz in Luzern. 2 Teenager Girls haben da Sackweise take-away Zeugs gefuttert, haben dabei das lauschige Plätzchen an der Sonne genossen, welches sie sauber angetroffen haben. Als die beiden fertig gefuttert haben, haben sie den ganzen Müll inkl. Pet Flaschen einfach liegen lassen. Dabei hat die Stadt mehrere gut sichtbare Abfallkübel platziert! Die Reaktion meiner beiden Kinder 6 & 7 hat mich dann wieder besänftigt: „gell Mama das sind doofe Mädchen die einfach alles liegen lassen“…. es besteht also noch Hoffnung auf eine achtsamere Generation…

    • alien sagt:

      Was? Nein, ich muss Dich enttäuschen. Kinder sagen oft genau das, was die Eltern gern hören.

      • marcel meier sagt:

        heieiei die guten kinderchen,
        ist ja süss.
        wie wärs gewesen wenn mami oder papi die die zwei teenagergirls freundlich darauf aufmerksam gemacht hätte?
        soviel moral an einem einzigen dienstag…
        und wer hat bloss all die schlechten teenager erzogen?

      • War in dem Moment wo die beiden davongelaufen sind anderweitig beschäftigt sonst hät ich sie ganz bestimmt drauf aufmerksam gemacht. Und meine Kinder sind nicht nur süss, nein sie lassen auch mal Müll zurück, aber dann vordere ich sie auf diesen gefälligst aufzuheben und in den Abfall zu schmeissen. Somit hoffe ich, dass die beiden als Teenies nicht nur ans Rebellieren denken, sondern auch daran, dass sie mal irgendwo gehört haben dass Müll nicht auf die Strasse, Sitzbank etc. gehört…

  • tasteofwaste sagt:

    Vielleicht sollte man den Müll einfach überall mal ein paar Wochen rumliegen lassen und den Zweck dieser Aktion breit kommunizieren, so dass alle immer wissen, wieso denn der Müll liegengelassen wird. Wenn der umherliegende Müll selbstverständlich entsorgt wird, so wird er selbstverständlich auch einfach liegengelassen.

    Die Leute können dann selber sehen, wo sie noch ein sauberes Plätzchen finden um ihren Abend zu verbringen.

  • Mirjam Krakenberger sagt:

    Wenn man Müll macht kann man ihn nach Hause nehmen, wie in früheren Zeiten, falls schon alle Abfallstellen überfüllt sind.
    Ich denke die Stadt Zürich gibt viel Geld aus für die Reinigung.
    Wohne in der Nähe der Oberen Badi Letten und dort hat es einige Abfallkübel bereit,
    doch wenn die Menschen mit Bierdosen und was weiss ich alles aufmarschieren ist es ihr Bier dies anständig zu entsorgen.
    Die Natur dankt es. Wie wär`s mit bewussterem Umgang ?
    Weniger Plastik etc. ist alles machbar. Jeder soll bei sich beginnen, danke….

  • tststs sagt:

    Natürlich ärgere ich mich auch, aber ab gewissen Kommentaren (1000.-!!! Busse. die pösenpösen Eltern sind schuld etc) kann ich nur den Kopf schütteln…tststs
    Mal ehrlich, wenn dieser Abfall das grösste Problem mit unseren Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist, dann sollten wir eigentlich alle Gott auf Knien danken…
    Und wenn man noch bedenkt, welche Abfallsünden die älteren Generationen ihnen hinterlassen, ist es nur noch Pillepalle…

    • tststs sagt:

      Und weshalb wir alle mitschuld sind? Es ist genau diese Einstellung: „Was kann man schon tun? …wie ich …pilgere, mit erhobenem Mahnfinger … Würde nichts nützen.“ Genau das stimmt nicht. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass bei einem gepfefferten Spruch der Müll ziemlich schnell zusammengeräumt wird… Wie die meisten solchen Aktionen der Jugendlichen dienen sie lediglich der Provokation und wir fallen gnadenlos darauf rein…

      • xyxyxy sagt:

        da haben sie natürlich recht – wir sind alle mitverantwortlich, weil wir eben genau wie Frau F. einfach nichts sagen, weil wir zu feige sind, evt. mal als Blödmann dazustehen.
        Etwas sagen hilft meistens mehr als man meint.
        Allerdings glaube ich, dass „gepfefferte“ Schelte, weniger nutzt als eine freundliche. Ich kann mich bestens an solche Erwachsene erinnern, die den Mut hatten sich uns bösen Jungs bewusst freundlich in den Weg zu stellen. Da wurden wir schnell kleinlaut. Umgekehrt aber, wurden wir eher noch mehr angestachelt.

      • marie sagt:

        xy es gilt einfach herauszufinden, wie du am effizientesten wahrgenommen wirst. ts scheint mit gepfefferten sprüchen das ziel zu erreichen. ich wirke beim strengen, bestimmten aber höflich bleibenden auftreten am effizientesten. usw

      • tststs sagt:

        Nur um es klar zu stellen: „gepfeffert“ heisst keineswegs herablassend/lehrerhaft/respektlos, sondern auf eine lustige/augenzwinkernde Art. Denn eines ist ganz klar: ich BITTE sie nicht, ihren Müll zu entsorgen, sondern ich mache sie auf meine tststs-Art darauf aufmerksam, dass Müllliegenlassen so gar nicht drin liegt…

      • xyxyxy sagt:

        @Caronlina – jetzt weiss ich nicht was „sich an der Nase fassen“ bedeutet
        ich meine mit dieser Liebe, dass einem die Leute als Menschen nicht egal sind, dass man sie nicht hasst oder verachtet, sondern sich irgendwie mit ihnen verbunden fühlt, eine gewisse Menschlichkeit eben, muss jetzt nicht gerade Liebe sein.

        Es gibt Zeiten, da hatte ich das. Wenn man es hat, ist man frei von Angst und Aggression. Muss aber zugeben, dass mir das in letzter Zeit etwas abgegangen ist.

    • marie sagt:

      diese erfahrung habe ich auch gemacht und klappt ganz gut.

      • Eni sagt:

        Wie gut solche Gschpürschmimehtoden wirken, sieht man ja daran, dass nirgendwo mehr Abfall rumliegt.

        Ironie of

      • tststs sagt:

        Als ob „Faktämethode“ (sprich Polizei/Gewalt) je etwas genützt hätte…

      • xyxyxy sagt:

        Eni – nein, so ist es eben nicht. Es wird gar nichts gesagt. Nichts.
        Wissen sie mutig freundlich in den Weg stellen, braucht mehr Stärke, als ein aggressives in den Weg stellen.
        Ich neige zur Aggression, aber das ist meist kontraproduktiv und Aggression hat ihre Wurzel meist in der Angst.
        Darum ist der Freundliche, aber Bestimmte auch viel souveräner, als der Tobende (den man am liebsten noch weiter provoziert).

      • Eni sagt:

        Sorry, ich habe das selber schon gemacht und andere auch die ich kenne, aber meistens musste man da ums Leben fürchten, ausser bei denen die gut bemuskelt sind. So 190 cm und 90 Kilo.

      • marie sagt:

        ich bin nicht mal 1.60m und hatte bisher noch nie probleme.

      • xyxyxy sagt:

        Wie gesagt Eni – dazu braucht es echte innere Stärke.
        Glaubens sie mir, das spüren Menschen.

        Natürlich funktioniert nichts zu 100%. Man muss erkennen, wo die Grenzen liegen. Gewissen Gruppen geht man besser aus dem Weg.

      • Eni sagt:

        Eben ja, und diese gewisse Gruppen lassen den Grossteil des Abfalls liegen.

      • tststs sagt:

        „Ums Leben fürchten“… ja in gottesnamen, wo gehen Sie denn auf Güsel-Patrouille?! Aber wie xy schon sagte, man muss den Sprüchen, die uU zurückkommen schon gewachsen sein, sonst geht der Schuss nach hinten los…

      • tststs sagt:

        Bitte, Sie zwei, nennen Sies beim Namen, ansonsten weiss man/ich nicht, welche Gruppen sie meinen…

      • xyxyxy sagt:

        tsts — Namen … hmmm die Hells Angels würde ich beispielsweise eher nicht zurechtweisen, aber ich denke ich nicht an Namen… ich denke, man muss intuitiv spüren, ob man der Situation gewachsen ist oder nicht. Es gibt sicher auch Persönlichkeiten, welche sich einer gefährlichen Gang stellen könnten, aber das ist nicht jedermans Sache.
        Wichtig ist, dass man eine gewisse Liebe zu den Übeltätern hat. Aber da hapert es eben oft.

      • Carolina sagt:

        ‚Liebe zu den Uebeltätern‘ übersetze ich jetzt mal mit ’sich an der eigenen Nase fassen‘ – verstehe ich das richtig, xy?
        Klar muss man den gesunden Menschenverstand einsetzen und nicht gerade nachts um 3 die bösen Buben anmachen – aber es ist ein Steckenpferd von mir, die Leute abzumahnen und, trotz allen Kopfschüttelns meiner Familie, die seit Jahren erwartet, dass ich mal zusammengeschlagen werde, ist mir noch nie etwas passiert. Und bei ein paar ist vielleicht sogar etwas hängengeblieben;-)

      • gabi sagt:

        „deine Gewalt ist nur ein stummer Schrei nach Lie-ie-be, Deine Springerstiefel sehen sich nach Zärtlichkeit…“

        Also derartige Tipps überlasse ich wirklich lieber den Ärzten.

        Nein: Liebe kommt da bei mir tatsächlich nicht auf.

      • Eni sagt:

        @ tststs

        Ich gehe überhaupt nirgendwo auf Güselpatroulle, mache einfach ab und zu Leute darauf aufmerksam, dass sie ihren Güsel entsorgen sollen und das kommt nicht immer gut an.

      • xyxyxy sagt:

        Carolina – ANtwort ist weiter oben

      • Carolina sagt:

        xy, das (christliche) Konzept zur Nächstenliebe ist bei mir, gebe ich zu, recht verkümmert. Daher habe ich für mich Ihren Satz umgesetzt in: sich bewusst darüber sein, dass man selber kein bisschen besser ist – vielleicht in diesem Fall kein Grüsel, aber anderswo nervtötend. War nur eine Gedankenbrücke – gebe Ihnen sonst recht. Auch ihr Nachsatz, dass es immer schlechter geht: hat wohl etwas mit dem Alter und schwindenden Geduldsreserven zu tun, jedenfalls bei mir. Die Zeit läuft ab – und das gefühlt immer schneller;-)

      • xyxyxy sagt:

        Carolina – voll einverstanden. Ich denke ihr Weg „bin ja selbst auch nciht besser“ ist gerade so christlich wie die Nächstenliebe oder vielleicht der Grund für eine unsentimentale Nächstenliebe. „Ich bin ja auch nur ein Mensch“, deshalb verurteile ich den fehlbaren Nächsten nicht und deshalb gehe ich ohne Aggression auf ihn zu.

        Ja, es wird wohl das Alter sein. Und manchmal auch der verhasste Spiegel. Wenigstens bei geläuterten-ex-bösen-Buben, wie mir. Es ärgert manchmal nichts mehr, als mit der eigenen Dummheit konfrontiert zu werden.

      • Carolina sagt:

        Oh, danke für die Relativierung, xy. Und ja, der Blick in den Spiegel: lassen wir das. Und ich wusste ja immer, dass ‚böse Mädchen etc. etc.’…. Schönen Tag Ihnen, Sie Geläuterter!

      • E.H.Roth sagt:

        xy, sie neigen zur aggression? sie sind mir total sympathisch geworden. das hat mit angst nichts zu tun, sie sind einfach emotional haben mut sind stark ansonsten könnten sie sich so ein verhalten nicht leisten. Iich liebe es wenn jemand die fetzen fliegen lassen kann.

      • xyxyxy sagt:

        Roth – Aggression kann sicher auf Temperament und Emotion aufbauen.
        Aggression – richtig kanalisiert – kann auch etwas sehr gutes sein. Da bin ich mit ihnen einig.

        Aber Angst ist auch ein sehr entscheidender Faktor. (Auch wenn das die ´harten´ Jungs nicht gerne hören.) Ein aggressives Verhalten als Schutzmechanismus um eine Situation, welche einen überfordert, zu kaschieren.
        Nicht umsonst sind oft die kleinen Hunde, die aggressivsten Kläffer.

    • Jack Stoffel sagt:

      Dann schütteln Sie den Kopf; meinetwegen 24 Stunden am Tag. Und Ihr „Pillepalle“-Spruch macht gaaaanz viel Eindruck…
      Ich gehöre zu jenen, die irgendwann von Gewaltphantasien heimgesucht werden, weil sie dieser Respektlosigkeit gegenüber der Umwelt immer wieder begegnen und ihr letztlich machtlos gegenüberstehen. Mein Vater nannte das „weglaufen wie der Hund vom Scheissen“. Ich wurde noch dazu erzogen, nichts irgendwo liegen zu lassen, sondern den ganzen Abfall mitzunehmen und zu Hause zu entsorgen. Das ist 50 Jahre her und wirkt noch immer, und ich bin dankbar dafür.

  • Peter W. sagt:

    „Oder, wenn ich ganz ehrlich bin, hatte ich auch noch viel extremistischere Fantasien von Polizisten, die da patroullieren, einen Schäferhund an ihrer Flanke, und jeden Abfallsünder bei Kragen packen. Aber das hat so einen abscheulichen Beigeschmack, dass damit auch keinem gedient wäre“ – Solange die Autorin so denkt, wird sich nichts ändern. Das ist das Problem der Gutmenschen: sie sehen das Problem, und sogar die Lösung, aber aus ideologischen Gründen machen sie nicht das richtige. Mit Polizisten und Schäferhunden wäre eben genau allen gedient, denn dann gäbe es keinen Abfall.

    • Dan sagt:

      Ich als absoluter Gutmensch bin dafür, dass jeder der einen Fehler begeht auf der Stelle erschossen wird! Egal ob man Papierchen, Zigaretten, Bierdosen (da sollte man den Käufer schon beim Kauf erschiessen) wegwirft, falsch parkt, auf den Boden spuckt usw.

      • gabi sagt:

        War vor Jahren mit Freunden in einem wunderschönen Park des Nachts. Wir haben – an der entsprechenden Stelle – gegrillt.

        Es wäre herrlich gewesen. Laue Sommernacht, Sterne. Alte, schöne Bäume, die wie die Sillouethen riesiger Schwerenschnitte um uns herum in den Himmel ragten.

        Neben uns noch ein paar Jungs, ca. 200 m weiter. Von den Stimmen her wohl in ihren 20ern.

        Anfänglich dachten wir: Klar sollen´s auch geniessen.

        Nach ein paar Stunden fing dann das Klirren an. Sie zerschlugen Ihre (Pfand?-)Bierflaschen. Nicht nur vollkomen unnötig, sondern im weichen, dichten Grass des Parks

      • gabi sagt:

        auch schwierig. Da es allerdings schon dunkel war, hörten wir es bloss.

        Und begannen uns alle zu ärgern (offenbar mehr, als wir uns alle direkt eingestanden, wie wir am nächsten Tag erst gegenseitig raus fanden… Wir wollten wohl alle nicht als „Slechte Stimmungsverbreiter “ gelten.

        Die Jungs zerschlugen Ihre Flaschen im Park in welchem am nächsten Tag wieder Kinder (hatte noch keine) barfuss durchs Gras hüpfen würden.

        Noch denk ich mir manchmal: Wir hätten uns Einen schnappen sollen, Turnschuhe weg, und ihn einfach nur zwischen uns hin und her schubsen sollen im dunklen Gras.

      • alien sagt:

        Ja, wieso nicht, das hätte wahrscheinlich geholfen. Einen der Typen so lange durch die Mangel ziehen, bis die Kollegen ihr Glas wieder zusammengesammelt haben.

      • gabi sagt:

        ich weiss, ich weiss, alien: Wär´s ein Banker gewesen, wäre die Behandlung in Ihren Augen natürlich immer noch einer Begnadigung gleich gekommen…

        😀

      • alien sagt:

        Banker feiern nicht am See. Die feiern auf ihrer Terrasse in Zollikon mit Sicht auf Zürisee und Alpen unter ihresgleichen. Und ausgetrunkene Bierflaschen werfen sie in den Müll, weil Recycling ist was für den Pöbel.

      • Carolina sagt:

        Ich halte es mit Dan – wir könnten ja dann auch das Militär aufmarschieren lassen bei der Loveparade, sicher ist sicher.
        Aber echt, Peter W: lassen wir doch die Kirche im Dorf. Polizeistaatliche Methoden gegen Littering? Lächerlich. Wirksame Massnahmen wie Zivilcourage, nicht-aufs-Maul-hocken oder, wie von Fred Feuerbein vorgeschlagen, ein Trash-Mob. Und nicht vergessen: hier tun wir alle so heilig. Irgendwo müssen die ja alle sein, die ihre Kippen und Fast-Food-Zeugs einfach so entsorgen.

      • alien sagt:

        Ich finde das auch. Ich bin kein Abfallsünder, ein Brätliplatz ist nach meiner Benutzung meist sauberer als vorher, und das bringe ich auch meinen Kindern bei. Die Schweiz in einen Polizeistaat verwandeln will ich aber jaaa nicht. Ich will nicht, dass die Polizei an jedem Waldrand und jedem Meter Seeufer andauernd patrouilliert. Die sollen sich um die richtigen Bösewichte kümmern, die Dealer, Zuhälter und Bänker.

      • Carolina sagt:

        Alien, nicht zu vergessen die Audi-Fahrer!

      • Mephisto sagt:

        die jungen die extra scherben machen gehören für mich mit mehreren tagen unbedingten knast bestraft. ich habe auf spielplätzen schon bierflaschenscherben gefunden. mein sohn hätte sich fast verletzt. das sind einfach nur kranke menschen die so was machen.

  • Food for thought sagt:

    aber mal ehrlich: wo kann man denn noch seinen täglichen Müll auf öffentlichem Grund, entlang von Strassen, Festwiesen etc. entsorgen? Die Müllcontainer entlang von Strassen sind selten geworden. Die Haifischkübel lassen nur noch kleinen Müll zu.

    Auf der einen Seite wird mehr Müll produziert (take-away) und auf der anderen Seite sind alle Müllcontainer nur noch abgeschlossen, privat oder entfernt. Wer möchte, dass Littering aufhört, muss auch Lösungen bieten. Eine super Lösung ist z.B. die Tüfi in Adliswil. Dort kann alles praktisch umsonst entsorgt werden.

    • pallas sagt:

      Eine der einfachsten Lösungen ist den Müll mitzunehmen! Es ist doch durchaus zumutbar, den Müll ein paar Meter zu tragen und ordentlich zu entsorgen. Und wenn Dir der Fast-Food Abfall nicht passt: geht in ein Resti, dort fällt (für Dich) kein Abfall an! Aber fehlende Abfallkübel ist die billigste Entschuldigung. Genau so gut könntest Du argumentieren, dass Du in den nächsten Garten kacken darfst, weil kein öffentlichen WC herumsteht!

      • Tom Tailor sagt:

        Da ich jeden Morgen (kurz vor 6) an der Rentenwiese vorbeiradle, rege ich mich auch regelmässig – nämlich immer, wenn es am Vorabend warm und trocken war – über den herumliegenden Müll auf. Dabei hat es ca. alle 200 Meter Müllcontainer (extra in den Sommermonaten aufgestellt), aber der Müll liegt trotzdem auf der Wiese verteilt herum. Unmöglich! Meiner Meinung nach sollten die fleissigen Mülleinsammler, die den Dreck jeden Morgen wegräumen, einmal eine Woche lang den Dienst einstellen, damit die (ich sag jetzt mal) Jugendlichen sehen, was sie da allabendlich hinterlassen.

      • Mia sagt:

        Genau so ist es. Das Beste, was ich hier bisher an Antworten gelesen habe.

    • Nora Richardson sagt:

      Genau! Selbst in den grossen Städten (Bern, Basel, Zürich, Luzern, …) gibt es gefühlt immer weniger Mülleimer. Ausserhalb dieser Städte gibt es selten überhaupt „öffentliche“ Mülleimer.

      • smart sagt:

        Aber hallo, warum soll privater Abfall in öffentlichen Mülleimer entsorgt werden können? Abfall kostet und zwar massiv, wer Abfall produziert, soll bitte dafür bezahlen auch im öffentlichen Raum. Das ist nichts anderes als Anstand! Und wer beim Take away seinen Food einkauft, soll entweder die Verpackung grade beim Anbieter lassen oder sie sich iin die Hosentasche oder ins Täschli stecken und daheim brav dafür die Sackgebühr zahlen. Würden die öffentlichen Kübel noch stehen, wären sie im Nu voll mit Haushaltkehricht. So weit ist der Egoismus bei uns schon gezüchtet worden.

      • Sportpapi sagt:

        Sicher. Also bei mir auf dem „Land“ gibt es die, weit verbreitet. Und der grösste Müllberg befindet sich immer in direktem Umfeld des ungefüllten Mülleimers…

      • Michael sagt:

        Zumindest in Basel hat es geühlt alle 10 Meter einen Mülleimer, am Rheinbord hat es sogar ganze Container. Aber offensichtlich ist es zuviel verlangt, nach 500m mit dem Hamburger in der Hand noch 100m weiter mit der leeren Schachtel bis zum nächsten Eimer zu gehen.
        Es gibt keine Ausreden für achtloses wegwerfen von Müll. So einfach ist das Leben manchmal. Und wenn es einmal tatsächlich keinen Abfalleimer hat so nimmt man seinen eigen produzierten Dreck mit nach Hause und entsorgt ihn dort.

      • Nora Richardson sagt:

        Sportpapi: Bei mir auf dem Land sind die einzigen Abfalleimer die ich benützen kann: Bahnhof, Kiosk, Coop. in einer 5000 Seelen Gemeinde.
        Michael: Mich stört das wenig, ich packe all meinen Müll immer ein. Aber heutzutage ist für mache Menschen jeder Meter, den die gehen müssen, einer zu viel. Da helfen auch Mülleimer im 10m Abstand nichts. Ich kenne nicht jede Stadt in der Schweiz. Aber in Zürich hat es in manchen Stadtteilen zu wenig Mülleimer. Und die wenigen sind dann so vollgestopft, dass mein Müll den ich extra dahin getragen habe, kein Platz mehr hat! Das kanns ja auch nicht sein oder?

      • tststs sagt:

        Also so weit ich weiss, hat es in ZH min einen Mülleimer bei jeder Tramstation, also alle 200-500m. Und das ist nicht genug?

      • Nora Richardson sagt:

        Ich spaziere halt nicht von Tramhaltestelle zu Tramhaltestelle… Ich sagt auch nicht in ganz Zürich, sonder nur in einigen Stadtteilen. Habe aber kein Problem damit, da ich mich nicht mehr all zu oft in Zürich aufhalte. Und habe auch immer eine Tasche dabei, in der ich den eventuell anfallenden Müll entsorgen aufbewahren kann.

        Smart: Im öffentlichen Raum für den Müll bezahlen???? Wollen Sie mülleimer mit Kässeli? Wenn ich ein 20gi einwerfe öffnet sich der Deckel und ich darf mein bissen Abfall entsorgen? Das wäre wohl kontraproduktiv…

      • Nora Richardson sagt:

        Nochmals durchlesen hätte geholfen… „Und habe auch immer eine Tasche dabei, in der ich den eventuell anfallenden Müll entsorgen aufbewahren kann“ sollte heissen: Und habe auch immer eine Tasche dabei, in der ich den eventuell anfallenden Müll aufbewahren kann.

      • alien sagt:

        Naja, ehrlich gesagt, produziere ich unterwegs wenig Müll. PET nehme ich mit, bis irgendwo ein blauer Container steht, Schal gewordene Kaugummis packe ich in meine Hosentaschen, die vor dem Waschen geleert werden, nur Zeitungen lasse ich halt im Zug liegen, so, wie das alle tun (und es hat ja jetzt diese Papiersammelkörbe im Zug, die ich sogar manchmal benutze).

        Leider ist die Luftverschmutzung so unsichtbar. Sonst würde uns auffallen, dass wir ziemlich brutale Dreckspatzen sind.

      • Peter K. sagt:

        @Nora Richardson: Es ist nicht primär das Problem fehlender Mülleimer, sondern v.a. der falschen Einstellung. Als Wanderer bin ich es gewohnt, den eigenen Müll (und mittlerweile auch jener von anderen) soweit zu tragen, bis ich ihn ordentlich entsorgen kann. positiver Nebeneffekt: Man kauft bewusster ein und versucht, Abfall zu vermeiden, wenn’s geht. Der Aufschrei nach (noch) mehr Abfalleimern führt auf ein Nebengleis (s. den treffenden Kommentar von von pallas oben).

    • Daniel sagt:

      Irgendwie hat man ja den Müll hergebracht, dann kann man ihn auch auf die gleiche Weise wieder mitnehmen (bis zum nächsten passenden Mülleimer).

    • Wuseldidusel sagt:

      Den täglichen Müll kann man auch in seinen Hosentaschen sowie in der Handtasche versorgen – bis man dann zu Hause ist und das Zeugs in SEINEN Mülleimer (oder halt einen öffentlichen…) werfen kann! So geht das!

      Wir können doch nicht immer unsere Verantwortung anderen übergeben? Nach meiner Meinung gehört der Müll, den wir machen, in unsere Verantwortung, d.h. auch, dass er theoretisch in MEINEN Mülleimer gehört.
      Nicht auf den Boden, nicht auf die Strasse, nicht in den See und auch nicht irgendwo anders hin!

    • sabrina stettler sagt:

      Ebenso ehrlich: wenn Sie sich am städtischen Zürichseeufer, bspw zwischen Bellevue und Tiefenbrunnen, umsehen, dann steht nicht nur alle 5 Meter ein Haifisch, sondern auf Höhe der Chinawiese ganze Container, die die Müllentsorgung zur unumständlichsten Sache der Welt machen. Trotzdem sieht die Wiese nach einer Sommernacht aus wie eine Müllhalde. Die Aufrechterhaltung des Sauberkeitsklischees ist allein der Arbeitsmoral der frühmorgendlichen Reinigungstruppe zu verdanken, keiner anderen. Was andererseits zur Folge hat, dass sich niemand am Abend drauf in den eigenen Dreck setzen muss. Schade?

    • sugus sagt:

      @ Food for thought: Das ist eine saublöde Ausrede. Wie wäre es mit „den Müll wieder mitnehmen und Zuhause entsoregn“? Wäre doch mal was sinvoll Neues, nicht wahr? Man(n), sind gewisse Leute heutzutage einfach nur faul geworden.

    • tststs sagt:

      Eine Methode ist übrigens, den Müll dort zu lassen, wo er herkommt. Viele Verpackungen sind absolut unnötig! Deshalb gleich darauf verzichten (nicht jedes Öbschtli braucht ein Plastiksack drumherum) oder im jeweiligen Geschäft lassen (meine Plastikgabel beim Takeaway muss nicht auch noch eingeschweisst sein)… Ausserdem kann man den Güsel auch mal ein paar Meter mittragen…

    • Martin sagt:

      Dann nimmt man den Müll eben mit und entsorgt in zuhause. So einfach geht das. Fuck littering.

    • E.H.Roth sagt:

      hm, nein das ist falsch. das problem liegt allein und nur bei dir und allen anderen die genau so eine haltung an den tag legen. entweder du trägst deinen abfall mit dir rum bis nach hause oder verzichtest auf diesen take-away brunz. man braucht keine statistik um zu wissen welche generation von vollpfosten und schlecht erzogenen rotzgören und löffel dieses fucking littering rund um unseren see verursacht. alles ist erziehungssache aber wenn die eltern schon keine richtige erziehung genossen haben was kann man von deren ableger erwarten?

    • Heinz sagt:

      Warum hat es keine Abfalleimer oder öffemtliche Toiletten mehr? Vor 20 Jahren hatte es noch genügend aber seit 15 Jahren wird der öffentliche Raum zum 24 Std.-Kinderzimmer für Jugendliche welche ihre Langweile auf irgendeine Art ausleben bzw. konsumieren. In den späten 90er Jahren wurden massenweise öffentliche Toiletten zetrümmert und demoliert. Das Gleiche mit den Abfalleimer und Robi-Dog-Behälter welche in die Luft gesprengt wurde. Die gesellschaftliche Liberalisierung hat auch Nachteile, wenn schon die Eltern keine Vorbilder sind wie sollen es dann die Jungen sein.

  • Bruno Waldvogel-Frei sagt:

    Liebe Frau Fischer, Sie waren definitiv nie in einer meiner Sonntagspredigten. Denn sonst würden Sie Ihre Schreibe nicht als Sonntagspredigt bezeichnen. Vielleicht würde es sich mal lohnen, die alten Klischees aufzubrischen oder über Bord zu werfen? Also bei uns läuft es nicht so, wie Sie schreiben. Unsere Bude ist voll, wir lachen viel, haben Freude am Leben und sind trotzdem sehr engagiert – allerdings ohne den inbrünstigen Ton der Empörung. Und das Frauenkränzchen könnten Sie sich bei uns gleich abschminken. Herzliche Grüsse aus Basel

  • baenziger sagt:

    1. Es befinden sich zu kleine, zu wenige Container überall!.da wird, meiner Meinung nach am falschen Ort gespart.
    2. Es hat halt doch etwas mit der Erziehung zu tun…denn ich lernte, dass der Müll in die dafür vorgesehenen Behälter geschmissen wird, oder ganz einfach wieder mitgenommen wird und zu HAuse entsorgt wird.
    Ist wohl auch eine Frage der Bequemlichkeit, was ich auch nachvolziehen kann…ist ja voll uncool wenn Mann mit leerer Red Bull Dose,leeren Zigipäcklis in der Hosentasche neben seiner Angebeteten spaziert, welche ihr Gucci Täschli voll mit leerem Sandwichpapier usw.gestopft hat.

    • Nora Richardson sagt:

      1. Stimme ich Ihnen zu. Mehr Behälter müssen her! Aber es wird nie genug Behälter geben. Für manche Leute ist jeder Meter, den sie Laufen müssen, einer zu viel So werden diese Leute auch weiterhin alles einfach in der Natur verteilen.

      2. Das Problem ist, dass die Jugendlichen in ihre Gucci-Täschli schon ihr ganzes Schulzeug packen (wie passt das da rein?!?!) und es deshalb gar kein Platz mehr hat für Abfall. 😉

  • Georg sagt:

    Was ich extrem nervig finde sind die ganzen Lamas die ihre Kaugummis auf den Boden spucken.Auf dem Betonboden bleiben dann jahrelang diese hässlichen Flecken zurück.Auch die Raucher die an Haltestellen tagtäglich ein Zigarettenstümmelmeer verursachen. Das wegschnippen von Zigaretten ist ja heut zu Tage völlig etabliert, auch unter der älteren Bevölkerung.In vielen asiatischen Städten (die mittlerweile sauberer sind als schweizer Städte)zahlt man zum Teil 700-1000CHF (z.B. Hong Kong) wenn man an der falschen Stelle raucht. Gibts wegen dem Massenproteste dort? Nein. Es braucht mehr Civilcourage

    • tststs sagt:

      Nein, es braucht in aller erster Linie mal Aschenbecher an öffentlichen Plätzen (zB an den Tramstationen in ZH hat es immer mehr Müllhaie mit Aschenbecher)… aber das steht dann auch wieder irgendwie im Widerspruch zur eidgenössischen Anti-Raucher-Taktik…

  • Bitta sagt:

    ich wurde dazu erzogen, Abfall wegzuwerfen, und werde auch meine Kinder so erziehen. Ob es nun cool ist oder nicht. Dass es die heutigen Teens und Twens nicht tun, heisst nur, dass bereits ihre Eltern bei der Erziehung versagt haben. Ganz einfach..

    • Sportpapi sagt:

      Haha. Abfall wegwerfen wie und wos gerade passt, darum geht es doch gerade. SIe meinen wohl, in den Kübel werfen?

    • Tomas sagt:

      Es gibt in Europa und auch ausserhalb Kulturen, die es mit dem Abfall aufsammeln nicht so ganz haben – es reicht wenn man sich mal in den Ferien im Süden ein bisschen umschaut. Und ja, gegenüber früher hat die Schweiz von der Zuwanderung durch diese Kulturen etwas mehr profitiert.
      Ich glaube nicht, dass wenn jemand selber erzogen war, keinen Abfall liegen zu lassen, dies seinen Kindern nicht mit auf den weg gibt.

      • Eni sagt:

        @ Tomas

        Danke, dass Sie den Mut haben, den Kontex von Zuwanderung und Zunahme des Litterings zu erwähnen.

      • tststs sagt:

        Also auch für Sie Tomas: bis vor nicht allzulanger Zeit haben wir das hier genau gleich gemacht (also Abfallentsorgung = in die Natur werfen)… wir haben einfach noch Erde darüber geschippt…

      • marie sagt:

        nicht nur tomas, laura ti hat auch schon.

      • tststs sagt:

        Und ganz ehrlich, irgendwann wird die Natur den ganzen Plastikscheiss im Meer irgendwie abgebaut haben… unsere Atommüllendlager sind dann noch fröhlich am strahlen…
        😉

      • marie sagt:

        das ist der wahre müll. 🙂

      • gabi sagt:

        Stimmt. Gut, dass Sie´s ansprechen.

        Ist tatsächlich so. Und ich bringe – nicht nur diese Veränderung, sondern auch die Veränderung des Verhaltens an den Schulen – sehr direkt mit den Flüchtlingsströmen – den Moment, wo der Umgang recht schnell recht radikal anders wurde, sehr direkt mit den Flüchtlingsströmen aus Südost mit Peak Mitte 90er in Verbindung.

      • tststs sagt:

        Welches Verhalten an den Schulen meinen Sie, Gabi? Ich verstehe Sie so irgendwie gerade gar nicht…

      • alien sagt:

        Als ich in diese Gegend zog, 1975, standen in den Wäldern alte, verschrottete Oldtimer. Also, sie wären Oldtimer geworden, aber so vergammelten sie einfach. Irgendwann in den Achzigern räumten unsere Gemeinden die Wälder auf.

      • gabi sagt:

        tststs: Ich hatte damals das Gefüh, dass es auf einen Schlag gewalttätiger wurde. Und die Art der Drohungen auch ganz anders als zuvor. Nicht mehr „Ich mach Dir im Fall…“ sondern es fing plötzlich an um „Cousins“ u.Ä. zu gehen. Clanmässiger… Ja.

  • uglaus sagt:

    Littering ist eine Schweinerei und eine absolute Respektlosigkeit gegenüber der Natur und den Tieren. Littering kann Tiere töten auf langsame und äusserst brutale Art: Verheddern in Abfall, was die Bewegungen einschränkt oder auch eine Gliedmassen abschnüren kann. Abfall fressen, der sich dann im Magen tödlich auswirkt, zB durch Kunststoff, der tödliche Spitzen bekommt, sobald der Weichmacher von den Magensäften aufgelöst ist.
    Man verweilt an einem schönen Plätzchen in der Natur und lässt es als Müllhalde zurück! Wir sind zu Gast in der Natur, bitte die Gastgeberin respektvoll behandeln!

  • dres sagt:

    Internationaler Tag der Umwelt vor ein paar Wochen, geschehen in einem postrevolutionären nordafrikanischen Land: Eine riesige freiwillige Putzequipe, vorwiegend aus lokalen Sportvereinen zusammengestellt, hat den ganzen Tag den Strand geputzt. Alle hatten ihren Spass, die Strandgäste haben mitgeholfen, und am Ende war ein grosses Stück Natur wieder schön. Ob die Partivögel vom Zürihorn bei so etwas auch mitmachen würden?

    • alt sagt:

      Der „Gesellschaft“ die Schuld in die Schuhe zu schieben scheint mir etwas gar einfach. Die Gesellschaft wird durch uns alle geformt, also hat jeder einzelne auch Verantwortung. Fragt sich bloss, wie kann man/frau gute Ideen mehrheitsfähig machen und damit die gesellschaftliche Entwicklung „beeinflussen“?
      Im Zeitalter von Twitter und Facebook wärs spannend, ob sich die Jugend irgendwann organisiert und „Dreck machen“ uncool wird…vielleicht organisiert sich schon bald so eine Bewegung über die Socialmedia’s?

      • tststs sagt:

        Gibts schon längstens… man sollte sich endlich vom Klischeedenken, dass unsere Jugend faul, unpolitisch und unispiriert sei, verabschieden… oder es wenigestens ansehen als das, was es wirklich ist: der eindeutige HInweis darauf, dass man selber langsam alt wird (resp. die eigene Jugendlichkeit langsam verloren geht…)…

  • Tomas sagt:

    Über Gründe kann man nachdenken, ich würde sie in der anderen Bevölkerungszusammensetzung suchen als es sie vor dreissig Jahren gab, aber letzten Endes ist die Frage eher, was man machen kann. Und da wäre vielleicht das, was mir meine Freundin erzählte ein Weg:
    In Basel läuft es scheinbar so, dass bei den feiernden Jugendlichen immer wieder eine ganz freundliche Polizeipatrouille vorbeischaut, und die Personalien aufnimmt. Dann geht sie wieder. Und die Leutchen wissen, dass wenn es am Morgen unter jede Sau aussieht, gibt es vielleicht Nachspiel. Und sie finden es normal 😉

    • Sportpapi sagt:

      Das habe ich schon mehrfach erlebt. Aber die Jungen finden es keineswegs normal. Sondern spiessig und – wieder einmal – diskriminierend… (auch wenn sie genau wissen, dass dies aus gutem Grund, wegen ihrem eigenen Verhalten die letzten paar Wochen passiert!)

      • gabi sagt:

        Gut so.

        Apropos diskriminierend: Dass es bei mir nun stets heisst „Ihr Kommentar waret auf Freischaltung“… Hat das wenigstens was mit der Omnipotenz einer gewissen Dame zu tun, die das seit Monaten androht?

  • xyxyxy sagt:

    das hat mir Erziehung zu tun – und wenn das nicht mehr hinhaut, weil für Erziehung keine Zeit mehr ist, weil Eltern diese Uraltschweizer Werte gar nicht teilen, oder sonst was, muss halt der Staat erziehen: Bussen verteilen. Dann bessert es schon.
    Ich würde auch nie für einen Parkplatz zahlen, wenn ich nicht befürchten müsste, dass ich eine Busse bekomme.

    • Sportpapi sagt:

      Würden Sie nicht? Das hätte ich nun anders vermutet.

      • xyxyxy sagt:

        es ist leider tatsächlich so sportpapi – bei Parkplätzen regt sich in mir immer noch das anarchisch asoziale gepaart von schottischem Geiz
        sonst bin ich so aufgeklärt, dass ich weiss, dass jede Leistung ihren gerechten Preis hat, dass die anderen Menschen auch das gute Recht auf ihren Lohn haben etc. – aber Parkplätze….hmmm vielleicht kommt auch hier noch der Tag, wo ich aus Überzeugung die Münzen einwerfe

    • gabi sagt:

      ich geb xyxyxy da Recht. Sowohl in Analyse als auch in Lösungsvorschlag.

      (hihi… Apropos: Dann gäbs bestimmt auch weniger zertretene Kaugummis, aus denen man weissdrGuggerwas raus lesen könnte)

      😉

  • Nora Richardson sagt:

    Was Sie tun können: Es gibt „Seeputz“-Truppen. Es gibt Leute die den Müll vom Boden aufheben. Bergputzete bei den Jungfraubahnen. Wie wäre es wenn Sie dort beginnen? Das ist ein Beitrag an die Natur, den jeder sieht!

    Was ich selbst noch gerne hätte, wären mehr Mülleimer die der Mülltrennung dienen in der Öffentlichkeit. PET und Dosen entsorgt man ja sowieso gratis. Es wäre sinnvoll Mülleimer dafür aufzustellen. PET-Kübel sehe ich immer häufiger, etwas für Dosen hingegen fehlt noch immer. Sinnvoll wäre ein Kübel wie die, welche ich an deutschen Bahnhöfen oft sehe. 3in1 Abfalleimer.

      • Brunhild Steiner sagt:

        An dem deutschen Bahnhof den ich ab und zu anfahre, wurden diese Behälter wieder in „konventionelle“ umgewandelt- ob es mit dem richtigen Einwerfen nicht so geklappt hat?

      • Annika sagt:

        Nein, Brunhild, aber oft wird das eh alles zusammengeschmissen und bestenfalls erst später aussortiert. Meiner Meinung nach sowieso die beste Methode, das alles erst ganz am Schluss zu machen anstatt viele schöne farbige Container überall aufzustellen.

      • Nora Richardson sagt:

        Naja kommt wohl auch darauf an wie man trennt. Hier z.B fände ich „Dosen/PET/Glas/Restmüll“ geeignet. „Verpackungen“, „Papier“ … noch zu trennen würde man hier (in Deutschland scheinbar auch) nicht durchsetzen können weil die Leute sonst schon zu faul sind.

        Ich „schleppe“ teilweise leere PET-Flaschen den ganzen Tag mit mir rum, nur weil ich sie nirgends entsorgen kann. Finde ich sehr schade. Selbstverständlich lösen solche Behälter das Littering-Problem nicht, aber sie würden wenigstens etwas zur Mülltrennung beitragen. Hat schliesslich auch was mit Umweltbewusstsein zu tun.

      • Nora Richardson sagt:

        Ja gut, wie dass dort mit der Abholung funktioniert weiss ich nicht. Habe ich noch nie gesehen. Weiss nicht mal ob die in diesen Behältern auch wirklich 4 Tüten angebracht haben oder einfach 4 Löcher gemacht haben und dann trotzdem alles in eine Tüte fällt. Wäre schade, aber könnte durchaus sein.

      • gabi sagt:

        Ich hab die Mülltrennmöglichkeiten wirklich direkt vor dem Haus. Praktisch alles, ausser Problemmüll.

        Angeblich gäb´s sogar „Müllspäher“, die gucken, dass sich die Leute auch konzentrieren beim Aussortieren. Was ich inzw. begrüsse… Aber / Denn helfen tut das trotzdem nix (bzw.: wie viele das in dieser Millionenstadt wohl sind, ist auch ne Frage). Ich halte es bald schon für kreativ, was die Menschen hier in die falschen Tonnen kippen.

      • Nora Richardson sagt:

        Gabi: Österreich oder? Da bin ich aber auch schon fast verzweifelt 😉 Papier, Kunststoffe/Dosen, Restmüll. Da war beim Joghurt der Deckel aus Alu: Kommt der jetzt in den Kunststoffe/Dosen Eimer (so angeschrieben gewesen) oder in den Restmüll? Der Becher Karton(->Papier?). Bei den kleinsten Dingen stand ich vor den drei Mülleimern und habe gerätselt wo rein ich das nun werfen soll.
        Na gut, es würde wahrscheinlich schon helfen, wenn sich jeder nur halb so viel damit beschäftigen würde, wie ich es jeweils tue 😉

      • gabi sagt:

        Wundert mich aber keinen Moment, dass Sie sich auskennen.

        Sie sind doch auch ich!

        😉

      • Nora Richardson sagt:

        Ach ja, gabi, vergesse ich immer wieder 🙁
        Aber Hilfe für mein Joghurtdeckeliproblem wäre mir jetzt lieber gewesen 😉

      • gabi sagt:

        Bei den NÖM- oder Ja,Natürlich-Joghurts zweifellos: Zum Alu.

        Für mich schwieriger: Die Danone-Deckel. Die haben so eine seltsame Konsistenz, dass ich mich stets aufs Neue frage, was das nun sei.

        Ist aber sowieso unüberlegt: Die Danonedinger haben allenthalben Geschmacksverstärker und Chemo-Make-Up drin, so dass sie von mir eigentlich sowieso boykottiert werden.

        … Naja: Würden. Geschmacksrichtung Feigen haben die halt schon nett gehübscht!

  • Blitz Blank sagt:

    1. Bei vielen Menschen brennen in anonymen Settings ohne soziale Kontrolle die Sicherungen durch. Dabei vor allem jenen, die durch einen beherrschenden (autoritären) Erziehungsstil keine eigene inneren Werte aufbauen konnten, sondern deren Verhalten nur eine Anpassung an den äusseren Druck ist. Fällt dieser Druck dann weg, brechen die Dämme.
    2. Niemand müllt das zu, was er als wertvoll und als das Seinige betrachtet. Ich betrachte die Schweiz, die Umgebung als meine Heimat, mein Zuhause. Mir käme es nicht in den Sinn das zuzumüllen.
    3. Teenager sind in einem biologischen Ausnahmezustand.

    • Sportpapi sagt:

      1. Ich habe sehr autoritär gelernt, dass man nichts auf den Boden wirft. Heute habe ich das verinnerlicht. Ich sehe dazu keine Alternative, und ich werde das meinen Kindern zwar erklären, aber sicher auch nichts durchgehen lassen.
      2. Das sehen Sie so. Andere sehen, dass da schon etwas liegt, es also nicht darauf ankommt. Und dass der Ort wieder sauber ist am nächsten Tag. Und die Strassenarbeiter müssen doch auch Arbeit haben…
      3. Stimmt. Umso mehr muss man auf die Durchsetzung von Grundwerten achten. Und an die Restvernunft appellieren.

      • Sportpapi sagt:

        Warten auf Freischaltung bei so einem Thema…

      • Blitz Blank sagt:

        @Sportpapi

        Zu 1:

        Sie armer. „Learning by Ohrfeigen“ würde ich nicht wirklich „lernen“ (Verinnerlichung von Werten) nennen, sondern es ist eine reine Anpassungsleistung an eine aversive Umwelt (Umwelt der Ohrfeigen). Sobald keine Ohrfeigen mehr drohen, ändert das Verhalten entsprechend.
        Dass Sie Sportpapi, trotzdem ein „guter Mensch“ geworden sind hat wohl mit ihren guten Anlagen (Genen etc.) zu tun aber sicher nichts mit den „Ohrfeigen“.

        😉

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Blitz Blank:
        und warum schliessen Sie aus „sehr autoritär“ gleich auf „Ohrfeigen“-
        könnte auch anders definiert sein…

      • Sportpapi sagt:

        @BB: Wie kommen Sie auf Ohrfeigen? Diese habe ich etwa 2-3 Mal in meinem Leben bekommen, aus meiner Erinnerung absolut verdient. Autoritär ist ganz etwas anderes.

      • tststs sagt:

        uhh gefährliches Terrain… Körperstrafen bei Kindern sind niemals verdient… (ausser Sie haben tatsächlich sooooo schlimme Dinge angstellt, kann ich mir aber nicht vorstellen… )

      • Blitz Blank sagt:

        @Sportpapi

        Dann sind wir uns ja einig!

        Ich habe übrigens eine Ohrfeige bekommen und habe sie auch verdient.

      • Urs Vollenweider sagt:

        Blitz Blank, bzgl. Ohrfeigen: Und selbst wenn, er hat’s gelernt, und das ist die Hauptsache. Heute täte manchem eine solche Lektion gut, damit er (oder sie) minimalen Anstand und Respekt lernen täte! Aber eben: Wenn die Eltern schon keine Autorität mehr haben, wie soll denn der Lehrer, die Umwelt, wir übrigen diese noch einfordern?

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Blitz Blank:
      „2. Niemand müllt das zu, was er als wertvoll und als das Seinige betrachtet.“
      Stimme zu, und doch greift es mir irgendwie zu kurz, wie ist „wertvoll“ und „das Seinige“ definiert?
      Betrachten Menschen, (sorry, aber bringt auch nicht viel auf diesem Auge blind zu sein), in deren Herkunftsländern dieses Verhalten eben tatsächlich nicht unüblich ist, weniger „Verbindung“ zu ihrem Land? Wohl kaum, sie definieren es einfach anders, haben ein anderes Verständnis, abgesehen von der marginalen Infrastruktur bezüglich Abfall umweltgerecht zu entsorgen.

      • Brunhild Steiner sagt:

        2/
        das Bewusstsein, dass eben jeder Einzelne von uns „der Staat“ ist, nicht das anonyme Abfallwesen für die Entsorgung verantwortlich ist, sondern ich, dieses Bewusstsein muss geschaffen sein.
        Zu 3., also ich würd mal behaupten das Litteringproblem trifft nicht nur Teenager!

      • Blitz Blank sagt:

        @Brunhild Steiner:

        Beispiel Schrebergärten:
        Sind die in der Regel nicht immer superschön rausgeputzt, unabhängig von der Nationalität?
        Mein Punkt 2 stellt die Frage, wie viele CH-Bewohner die Schweiz als Ihre Heimat als ihr Zuhause betrachten oder wie viele in einem mentalen Transitzustand hier leben.
        Aber auch die Frage: Was braucht es, damit Gefühle von Heimat/Zuhause entstehen?

      • Laura TI sagt:

        „Was einem wertvoll ist“ die versch… Windeln und menschliche Fäk… die bei uns am Fluss liegen gelassen werden sprechen Bände, wie wertvoll dem Tourist die Ferienumgebung ist.
        Wir haben alle 500 Meter Robidogs aufgestellt, damit könnte man nicht nur Hundesche…. entsorgen, aber genau darum geht es. Es ist egal, danach kehrt man ja wieder zurück ins geordnete Leben und den Müll können wir behalten.
        Dasselbe bei Wochenendeferiengästen, denen ist es auch zu teuer, 1.50 zu zahlen für einen Abfallsack, dann lieber im Wald verstreuen, geht schnell und wir sprechen eh kein Deutsch hier

      • sepp z. sagt:

        Brunhild, in unserer Wirtschaft läufts doch genau gleich: Profit und Ego optimieren auf Kosten des Staats (von uns allen), Dumpinglöhne, Abzocken etc. Wenn der Staat nur noch als lästig, teuer und überflüssig angeschaut wird (und als der Ort, wo Verluste abgewälzt werden können), dann ist auch da genau dasselbe. Es ist schwierig bis unglaubwürdig, an Eigenverantwortung zu appelieren, wenn ‚oben‘ immer das Gegenteil vorgemacht wird.

      • gabi sagt:

        Laura TI: Ihr Bsp. der Wochenendgäste find ich ja ziemlich schockierend.

        Im Ernst jetzt als oft gesehenes Phänomen?

      • Laura TI sagt:

        Ja gabi, leider, der Audi fährt vor, Vati (Abfall-entsorgen ist Männersache) steigt mit dem Aldi-Sack aus und deponiert den im Wäldchen. Wenn man die Leute darauf anspricht, erhält man ein Schulterzucken, ein „ach halt doch die Fress…..“ und weg ist der Audi. Im Sommer an Sonntagabenden die Regel und nicht die Ausnahme. Das schlimmste sind die chemischen Toiletten, die im Wald entsorgt werden von den „wilden Camper“
        Die Polizei ist informiert, aber man muss den Tourismus ja ankurbeln bei uns und so darf die nichts dazu sagen.

      • alien sagt:

        Tun das auch Fiatfahrer, Laura? Irgendwie habe ich das Gefühl, dass sie sozialer gestimmt sind, weil bescheidener. Ein Audista denkt eher „die Welt gehört mir“. Denke ich mal.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Laura TI:
        finde das nun ein wenig schwach,
        wenn das tatsächlich so die Regel ist, und die Polizei tatsächlich den Anschein macht ihr seien die Hände- mit Verweis auf Tourismuseinnahmen- gebunden, dann würde ich da halt mal eine Einsammelaktion organisieren, und das Zeug den Tourismuspromotern vor die Türe kippen-
        mal sehen wie lange sie solche Touristen noch dulden wollen…

      • Brunhild Steiner sagt:

        @sepp z.:
        „Es ist schwierig bis unglaubwürdig, an Eigenverantwortung zu appelieren,
        wenn ‘oben’ immer das Gegenteil vorgemacht wird.“
        Richtig, aber auch keine Lösung sich deswegen entmutigen lassen, alles einfach hinnehmen, und in die Totalresignation zu fallen. Je mehr unten eigenverantwortlich gehandelt wird, desto stärker wird das Fundament!
        (Und irgendwann können wir dann die illustren Dachterassen entsorgen…;-) )

      • gabi sagt:

        Das find ich echt schockierend und hätte ich mir so nicht gedacht.

        (nein, alien… Ihren „Beitrag“ meine ich nicht. Denn Sie sind ja – trotz allem – eigentlich nicht so ein Schubladisierer, gäll?!)

      • Laura TI sagt:

        naja, versch… Windeln und andere Fäka…. das fressen unsere Hunde in der Freilaufzone und werden krank davon, chemisches WC geht nicht, das ist irgenwo zwischen flüssig und schlabbrig und stinkt.
        Wir säubern den Wald jeden Herbst, wenn die letzten Touristen gegangen sind von Platsikabfällen und Papier, damit wir wenigsten im Winter eine saubere Umgebung haben und die Tourismusverantwortlichen, die sitzen in Bellinzona, ich weiss nicht, wer sein Auto zur Verfügung stellen würde um mit diesem Dreck noch durch die Landschaft zu gondeln.
        @alien, nur Mercedes, Audi oder VW-SUV Fahrer gesichtet

      • Laura TI sagt:

        mein Kommentar an Brunhild hängt, nur so viel:
        Windeln und andere Fäka…. das fressen unsere Hunde in der Freilaufzone und werden krank davon, chemisches WC geht nicht, das ist irgenwo zwischen flüssig und schlabbrig und stinkt.
        Wir säubern den Wald jeden Herbst, wenn die letzten Touristen gegangen sind von Platsikabfällen und Papier, damit wir wenigsten im Winter eine saubere Umgebung haben

      • Laura TI sagt:

        leider kann ich keinen Kommentar dazu abgeben

      • Sportpapi sagt:

        Dass Abfall aus den Autos geworfen wird, weiss jeder, der schon einmal auf den Autobahnen aus dem Fenster geschaut hat – ich war da schon bei Reinigungen dabei (die sehr regelmässig stattfinden!). Schlimm. Klar, dass gleiches in noch grösserem Umfang passiert, wenn halt hinter dem Auto noch ein Wohnwagen hängt…

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Laura TI:
        dann halt doch fötelen und ins Netz stellen?
        Name der Destination und irgendein griffiger Slogan
        „ach, wie würden wir doch unsere Touristen und ihre Hinterlassenschaften vermissen!“?
        Da hätte ich keinerlei Skrupel, zwingt diese Leute ja niemand ihren Müll dort zu entsorgen!

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Blitz Blank:
        zum Beispiel Schrebergärten, das gehört für die meisten halt noch in ihren erweiterten Wohnungsbereich, für den öffentlichen Bereich aber, da empfinden Einige den Staat als zuständig und melden ihren eigenen Einsatz ab. Dass es mit „autoritärer Kultur“ zu tun hat, bezweifle ich, eher mit falsch verstandener Staatsgläubigkeit und Zentralismus im Sinne von „die da oben haben schon dafür gesorgt/zu sorgen, dass das jemand in Ordnung bringt.“

    • Blitz Blank sagt:

      Der viel beklagte Wertezerfall spielt sicher auch eine Rolle:

      Die Menschen bekommen ja immer mehr den Eindruck, dass eigentlich nur die ökonomischen Werte (Börsenkurse etc.) von Bedeutung sind.

      • Blitz Blank sagt:

        Die transmateriellen Werten der Religionen sind grossteils durch rein materielle Werte (Materialismus, Konsumismus und Ökonomismus) ersetzt worden.
        Sakuläre transmaterielle Werte wären zwar da (z.B. die Menschenrechte) doch werden sie nicht wirklich umgesetzt (u.a. nicht in der Wirtschaft).

      • tststs sagt:

        „Wertezerfall“, wegen „es bitz Güsel“?! Huiuiui, da haben aber andere Generationen vorher ganz andere Werte „zerfallen“ lassen…
        Und zum zweiten: da würde ich schon sagen, haben es die Religionen schon immer gut verstanden, materielle Werte hinter non- oder transmateriellen Werten geschickt zu verstecken…

      • Carolina sagt:

        BB: Wertezerfall, eine uralte Klage. Gerade kürzlich war in einem Blatt eine Reportage von vor 30 Jahren abgedruckt, die die damaligen Zustände am Greifensee beklagte – schockierend! Auch da war von Wertezerfall vor allem der Jugend die Rede…… Viel zu beliebig, für meinen Geschmack. Wir haben uns alle an die eigene Nase zu fassen: ich bin da der Oberbünzli – mahne jeden ab, der seinen Güsel einfach abwirft, im Zug und auf dem Trottoir; zur Not steige ich an der Ampel aus dem Auto aus und motze. Absolut null Toleranz von jedem, und es wird sich einiges ändern.

      • Blitz Blank sagt:

        @tststs

        Die Situation von „früheren Generationen“ war auch noch ziemlich anders als die unsere. Anders hinsichtlich:
        -Energie
        -Produktivität
        -Reichtum/Armut
        -Rechte bzw. den Mangel an Rechten
        -Weltbild
        -Gesundheit/Krankheit/Tod

        Wenn frühere Generationen „primitiv“ waren, dann auch weil die Lebensbedingungen primitiv waren.

      • tststs sagt:

        Dann müssten Sie aber diese „Entschuldigung“ auch für die heutige Generation gelten lassen (also wenn sich Jugendliche mülltechnisch primitiv aufführen, dann deshalb, weil sie in primitiven Umständen leben). Was dann übrigens in der Konsequenz heissen würde, dass der Wertezerfall bereits – eine Generation früher – stattgefunden hat und es sich an den heutigen Jugendlichen nur noch explizit zeigt…
        „Umstände“ sind halt mMn nach immer Erklärungen, aber niemals Entschuldigungen (ich kann zb das Verhalten im 3Reich der Dt. durch die Umstände erklären, aber nicht entschuldigen)…

      • alien sagt:

        Shit, Carolina, ab Ihnen würde ich mich zu Tode fremdschämen. Anderen Leuten sagen, was sie zu tun haben, damit habe ich meistens Mühe. Da muss schon ein Polizeiauto auf einem Behindertenparkplatz stehen, damit ich zu reklamieren beginne…

      • Carolina sagt:

        Naja, alien, da teilen wir ja ein Gefühl…… Im Ernst: ist mir piepegal! Aus irgendeinem Grund regen mich die ‚kleinen‘ asozialen Handlungen viel mehr auf als die grossen, gegen die ich kaum etwas tun kann. Ich habe selber Hunde, aber ich könnte wahnsinnig werden, wenn Leute ihre Hunde überall hinsch*****en lassen oder die K****e nicht entsorgen. Oder die ach-so-lieben Omis, die im Naturschutzgebiet die Orchideen abreissen – ach, es war ja nur eine. Den ganzen ‚kleinen‘ Sünden, die sich zu grossen Problem addieren, muss man mit Hinschauen und Maul-aufmachen entgegnen.

    • Hanspeter Niederer sagt:

      Inteligenter Kommentar. Kann mich anschliessen. zu 2. speziell die zunehmend inexistente Wahrnehmung der Natur als etwas Grossartiges und Unersetzliches hilft ungemein, mit ihr unachtsam umzugehen. Wer von Eltern die Achtung vor der Natur nicht mitbekommt, ist vermutlich später nur noch mit „Ohrfeigen“ einigermassen in der Spur zu halten. Ein schlimmer Zustand einer Gesellschaft, die keine Ahnung davon hat, welches die wahren Lebensgrundlagen sind.

      • xyxyxy sagt:

        Blitz Blank – sie sind ein Träumer und haben wohl nie irgendwo anders als in der Schweiz gelebt.
        Ich war 8 Jahre im Balkan zu Hause. Wissen sie was: die Leute sind dort Patrioten und und lieben ihr Land, aber den Müll hauen sie überall hin. Obwohl die Entsorgung absolut gratis ist.
        Sie lieben den Ausflugplatz in der Natur – jedes Wochenende fahren sie dahin, schwärmen von der Natur und lassen ALLEN Müll einfach liegen.
        Erziehung. Mentalität. Bewusstsein. – Das kommt nicht von ungefähr. Dazu braucht es eine ganze Gesellschaft.

      • Blitz Blank sagt:

        @xyxyxy

        Erst mal danke für die „Träumer-Schublade“.

        Sag ich ja:
        Je autoritärer die Kultur/Gesellschaft, desto weniger eigenverantwortlich sind die Leute.
        Die im Balkan lieben vor allem Ihre Familie/Ihren Clan.
        Und eben:
        Sind bei uns Schrebergärten von Balkanesen auch Müllhalden?

      • tststs sagt:

        Mhmm, da würde ich entgegenhalten, Hr. Niederer, dass Respekt vor und Ahnung von der Natur nie grösser war als jetzt, hätten wir im MA schon benzinbetriebene Autos gehabt, hätten wirs rausgelassen als gäbe es kein Morgen!
        Wie gesagt, es ist nicht so, dass wir seit 100 Jahren in der Schweiz Mülltrennung- und verbrennung betreiben! Die Pflicht dazu besteht erst seit dem Jahr 2000!

      • xyxyxy sagt:

        Blitz Blank – das ist einfach ihre Theorie, weil sies nicht gerne Autoritär haben. ABer die stimmt nicht. Es geht darum, welche WErte vermittelt werden. Wo ich wohnte im Balkan war es nicht sonderlich autoritär. Der Bankdirektor sass im gleichen Cafe wie der Mittellose (Kaffee war eh überall gleich teuer). Man konnte sogar den Lokalpromi im gleichen Burekladen sehen. Mit den Polizisten konnte man stets verhandeln. Aber korrupt war es.

        Singapur ist sehr Autoritär und das ist die sauberste Stadt in ganz Asien.
        Deshalb lass ich das „Träumer“ teilweise gelten. Entschuldige mich aber für den Rest

      • xyxyxy sagt:

        blitz blank – tut mir leid, meine Antwort wird ihnen vorenthalten – ohne jeden Grund
        obwohl ich mich in ihr teilweise entschuldigt habe. (Aber nur teilweise!)

  • Annika sagt:

    Was Frau Fischer schreibt, ärgert auch mich. Gerade mit Kleinkinder ist dieser Abfall mühsam: scharfe Dosen, klebrige Tüten, usw. Natürlich versuche ich den Kleinen beizubringen, das ja nicht anzufassen. Aber es hat ja soviel davon, auch an Waldrändern und manchmal sogar am Morgen auf dem Spielplatz.

    • tststs sagt:

      Uiuiui und Rosen haben Dornen und einige Bäume harzen… jaja, das Leben ist schon kein Ponyhof…
      😉

      • Brunhild Steiner sagt:

        @tststs: finde Ihren Kommentar ziemlich deplatziert!
        Ihnen ist schon bewusst dass Harz und Rosendornen eine andere Kategorie sind als Glasscherben, scharfe Blechdosenkanten, Zigikippen bis zu Müll aus der Abteilung „Körperhygiene“?
        Wenn es „Füdlibürger“ bedeutet das nicht auf einem Spielplatz sehen zu wollen, dann hat wohl eher der/diejenige ein Problem der/die diese Anderen als Füdlibürger bezeichnet.

      • tststs sagt:

        Nein, Frau Steiner, eigentlich nicht. Tut es dem Kind mehr weh, wenn es sich an einer Scherbe oder an einer Muschel schneidet, wenn es ins Wasser steigt? Sind die Hände mühsamer zum waschen nach einer klebrigen Dose oder nach einem harzigen Baum? Ist die Ziggikippe im Mund gesundheitsschädlicher als das Fuchsgaggi?! Man kann es nicht sagen…
        Der einzige Unterschied liegt darin, dass man beim einen jemandem die Schuld geben kann und beim anderen nicht…

      • tststs sagt:

        Und den Fübü habe ich übrigens beim Überwachungsbeispiel gebracht…
        Ich finde Müll auf dem Spielpi auch nicht toll, resp. ich finde ihn nirgends toll, aber man kann es mMn auch übertreiben…

      • Brunhild Steiner sagt:

        @tststs:
        ein kleiner Finger, eingeklemmt im Öffnungsspalt einer Metalldose, gibt eine komplett andere Verletzung als die Dornen, allerdings. „Hygienischer“ Restmüll birgt andere Risiken als normaler Erddreck,
        eine verschluckte Zigikippe kann ein Kleinkind töten. (wussten Sie das tatsächlich nicht?)

      • tststs sagt:

        Ja natürlich ist eine Dose etwas anderes als eine Dorne, deshalb mein Vergleich Scherbe-Muschel.
        Und es ist genaugenommen nicht der Zigistummel (Filter), sondern der Tabak (eine gegessene Zigi für Babies und Kinder, ca. 5 für Erwachsene sind letal, wobei mir gerade letzhin jemand gesagt hat, dass dies schon längst überholt sei und so nicht stimmt)…
        Was meinen Sie übrigens mit „hyg.Restmüll“? Tampons und Windeln, oder auch Taschentücher? Und ich weiss ja nicht, wenns ein „normales Menschengaggi“ ist, glaube ich zumindest, ist der Fuchshaufen schon gefährlicher (Fuchsbandwurm)…

      • tststs sagt:

        Und einfach damit wir uns verstehen Frau Steiner: ich wollte mit meinem provokativen Kommentar eigentlich nur darauf hinaus, ob Annika ihren Kids dann auch das Spielen in der freien Natur (wegen den Gefahren) verbietet…

      • Sportpapi sagt:

        Provokativ? Mir scheint das einfach nur doof. Haben Sie schon einmal davon gehört, dass Kinder nicht im Umfeld eines Rosengartens etc. spielen dürfen? Aber sicher lässt man sie nicht auf einen Spielplatz, der voller Glasscherben ist. Warum wohl?

      • Brunhild Steiner sagt:

        @tststs:
        zur Abwechslung kann ich auch mal so:
        „Und es ist genaugenommen nicht der Zigistummel (Filter), sondern der Tabak …“
        nein, genaugenommen sind es Tabak plus alle giftigen Zusatzstoffe… .

      • Brunhild Steiner sagt:

        für zehn Uhr fünf sieben:
        zur Abwechslung kann ich auch mal so:
        “Und es ist genaugenommen nicht der Zigistummel (Filter), sondern der Tabak …”
        nein, genaugenommen sind es Tabak plus alle giftigen Zusatzstoffe… .

      • Annika sagt:

        tststs, Sie brauchen nicht zu provozieren. Sondern hätten einfach nachfragen können, ob denn für mich Abfall ein grösseres Problem für mich ( bzw. die Kinder) sei als die übrigen, gefährlichen Dinge der Umgebung. Und ich würde Ihnen antworten: Teils ja (tiefere Schnittwunden, grössere Infektionsgefahr), aber eigentlich immer unnötig. Ergänzend hätte ich mitgeteilt, dass meine Kinder natürlich draussen rumtollen dürfen (und sich auch mal den Kopf anschlagen sollen). Darauf hätten Sie gerne wieder etwas erwidern dürfen. Ich denke, so müsste Kommunikation unter Erwachsenen funktionieren.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Annika:
        „aber eigentlich immer unnötig. “
        genau, einfach gänzlich unnötig und bloss der Faulheit Anderer zu verdanken, für Nichts und wieder Nichts…

  • Erich sagt:

    Ist leider schon so, dass wir unseren Planeten mehr und mehr zumüllen. Zunehmend auch mit Stoffen, die nicht mehr abbaubar sind, z.B. Plastik. Wer sich dafür interessiert, sei folgende Doku empfohlen: http://de.wikipedia.org/wiki/Plastic_Planet.

    • alien sagt:

      Plastik ist abbaubar. Es braucht einfach ein Vielfaches der Zeit einer Bananenschale etwa.

      • Erich sagt:

        Leider nein, alien, nicht alle Polymere bzw. deren Moleküle. Schauen Sie sich den Film o.ä. an.

      • tststs sagt:

        Naja, Sie müssten sich vllt zuerst über den Begriff „abbaubar“ einigen: ist zB „gefressen“ auch „abgebaut“, resp. „zersetzt“ gilt auch als „abgebaut“?

      • alien sagt:

        Genau. Nach ein paar tausend Jahren hängen die Atome der Kohlenwasserstoffmoleküle ja sicher in irgend welchen anderen Verbindungen rum. Wenn es sie überhaupt noch gibt.

      • Erich sagt:

        Das Problem ist, dass gewisse Schadstoffe in die Nahrungskette gelangen, z.B. hormonell wirkende Stoffe. Ich empfehle Ihnen, das unter plastic-planet.de o.ä. zu lesen, falls sie tatsächlich interessiert sind und sich schlau machen wollen.

  • Hitz sagt:

    Wenn eine Gesellschaft den Gedanken, ihre Grundanforderungen durchzusetzen, ganz furchtbar findet und dabei sofort die Vision von bösen Stiefelknechten mit Schäferhunden alpträumt und sich dabei schröcklich gruselt, hat sie nichts anderes verdient als dass eben diese Grundanforderungen ständig verletzt und ignoriert werden. Wie heisst es doch so schön: Das Leben ist kein Ponyhof.

  • DK sagt:

    Was ist von einer Wegwerfgesellschaft anderes zu erwarten?

    • Annika sagt:

      Diese Gesellschaft müsste es eben zumindest dorthin wegwerfen, wo es hingehört und nicht in den anderen vor die Füsse oder in die Umwelt!

  • Einzelkind sagt:

    Ich war jüngst in Kalifornien. Dort kostet Littering 1000 Dollar, was auch überall entlang der Highways auf grossen Tafeln angeschlagen ist. Inwieweit das auch durchgesetzt wird entzieht sich meiner Kenntnis, aber immerhin sieht es das Gesetz so vor. Die Schweiz könnte also sogar etwas lernen.
    Nebst dem achtlose Wegwerfen von Müll ärgern mich besonders die regelmässigen Abfallberge bei öffentlichen Papierkörben. Irgendwann werde ich mich mal nachts verstecken und auf die Übeltäter warten und… naja, das bleibt eine Überraschung!

    • Brunhild Steiner sagt:

      … schlage vor Sie organisieren sich bei dieser Überraschungsaktion noch ein paar Bodyguards,
      damit Sie selber vor allfälligen Zusatz-Überraschungen wirkungsvoll geschützt sind…,
      ansonsten, gar keine so schlechte Idee, so eine Art Anti-Abfall-BürgerInnnen-Wehr 🙂

      • Hanspeter Niederer sagt:

        Das Projekt wird begleitet von einem Internet-Pranger mit hochaufgelösten Fötelis der Abfall-Hooligans. Die Idee gefält mir, tönt irgendwie wirkungsvoll.

      • tststs sagt:

        Damit der Fübü-Schweizer am Morgen als erstes im Internet checken kann, ob sein Nachbar wohl alles konform entsorgt hat?!?
        Oh tempora, oh mores…

      • Sportpapi sagt:

        In meiner Gemeinde hat man sich belehren lassen, dass auch Vandalismus und riesige Abfallberge rund um die Glassammelstellen kein Grund sein können, dort Kameras aufzustellen. Mit dem Erfolg, dass nun alle regionalen Glassammelstellen in der Gemeinde geschlossen wurden, und nur noch die Hauptsammelstelle mit fixen Öffnungszeiten besteht.

    • sepp z. sagt:

      1000 Fr Busse für Littering, mehr als im Bereich Steuerhinterziehung, Insiderhandel, Schwarzarbeit etc je gebüsst wird. Uns fehlen nicht die Vorbilder, aber es sind wohl die falschen, die wir haben (auch wenn sich diese Erkenntnis noch nicht überall durchgesetzt hat).

      • Fred Feuerbein sagt:

        Das habe ich bereits mit ein paar Freunden gemacht. Wir nannten es trash-mob, und es funktionierte herrlich. Bei der Chinawiese schauten wir zu, wie ein paar Jugendliche lustvoll Müll zerstreuten. Vor den Augen der Jugendlichen lasen wir diesen Müll auf und warteten, bis der erste ging. Gemeinsam trugen wir ihm den Müll nach. Er wurde schneller. Wir auch. Er rannte. Wir auch. Wir folgten ihm bis vor die Haustüre, wo wir sämtlichen Müll fein säuberlich drapierten.
        Vielleicht sollten wir eine Seite „trashmob.com“ aufschalten, wo solche „Abenteuer“ dokumentiert werden können…

      • Carolina sagt:

        Ich wäre dabei! Samstag nacht auf der Landi-Wiese, yeah! Wir hatten mal einen Garten direkt neben einer Bushaltestelle, den ganz viele als Dosen- bzw Getränkeflaschenentsorgungsplatz benutzten. Irgendwann habe ich einem aufgelauert (ganz normaler Typ in mittleren Jahren übrigens) und als er mich angepflaumt hat, bin ich solange hinter ihm hergelaufen, bis er in seinen eigenen Vorgarten eingebogen ist – seine blöde Dose habe ich ihm genau dahin platziert. Und dass da mein Oberlehrer- bzw. Bünzligen rauskommt, ist mir so hoch wie breit.

      • gabi sagt:

        C´est supercool!

        Caro, das finde ich klasse!

        Genau so!

        Bin vor Jahren einem Auto in Kleinbasel nachgeradelt – wie sich rausstellte, drei Frauen; Mutter und zwei Töchter – nachdem die ihren ganzen McDo-Müll ausm Fenster auf die Strasse geleert hatten. Den hatte ich aufgelesen und als sie endlich anhielten, sagte ich: „Sie haben da glaub was verloren!“ und hab ihnen das Zeug wieder ins Auto geleert.

      • gabi sagt:

        Toll! Absolut richtig!

        Von mir aus gehört das Zeug bei denen ins Schlafzimmer!

      • alien sagt:

        Fred, das ist cool, wirklich cool. Das isch dem i t chnöde glöötet.

    • Katharina sagt:

      „Inwieweit das auch durchgesetzt wird entzieht sich meiner Kenntnis“ – in erster Linie Helikopter, die auch die Schnellfahrer entdecken und dann einer Patrouille die Koordinaten funken.

      die Strände haben Beach Patrols, die Parks Rangers. bei den Parks ist es so, dass bei Eintritt die Autonummer notiert wird. Das schränkt den Kreis etwas ein. Ist dann im Abfall noch eine Quittung dann ist klar wer.

      Rechtlich ist es so, dass die Bussen bis zu 3000 Dollar sein können und zudem Teil der Strafe das Aufsammeln von Abfall ist. mindestens 8 Stunden lang beim ersten erwischt werden.

  • diva sagt:

    @eremit: so ein quatsch! jetzt sollen die tiere schuld sein… wenn wir menschen uns einfach nicht überall so schamlos ausbreiten würden, gäbe es nicht so viel müll und wenn es KEINE sackgebühr gäbe – auch nicht. dann würden viel mehr menschen, ihren müll mit nachhause nehmen und dort in den sack stecken, als versuchen ihn irgendwo zu hinterlassen, wo es nichts kostet. wir zahlen ja die entsorgung doppelt und dreifach. der rest ist erziehung, die ist nämlich in den letzten 20 jahren nicht mehr populär gewesen und jetzt leben mir den folgen und müssen umdenken.

  • gh sagt:

    Was jeder tun könnte: (statt sich nur zu ärgern)
    Müll aufheben und korrekt entsorgen.
    … und schon ist’s wieder sauber.

  • Georg sagt:

    Es gilt in Gruppen das eigene Gesicht zu wahren. Wo käme ich hin, wenn ich mit den anderen zusammen den Abfall nicht entsorge….
    Abfallsünder gehören ohne Handschuhe in die Abfallgrube um den Abfall zu trennen. Ja der Mensch ist mit seinem Hirn und Willen arm geworden. Es braucht den minimsten Aufwand sich an einer mitbeteiligten sauberen Welt zu freuen. Ohne Hieb und Peitsche sollte das möglich sein, sein Gesicht zu wahren und auf seinen Beitrag stolz zu sein.

  • gabi sagt:

    So… Jungs und Mädels:

    Gute Nacht und traumlosen Schlaf.

    • Peter K. sagt:

      Meine Bitte auch an Sie, wie auch schon an Auguste: Wo Sie nichts zu sagen haben, sollten Sie schweigen. Dem Diskursfluss zuliebe. Danke.

      • Auguste sagt:

        hmm…, wollt‘ ich’s allen recht machen, peter k., hätte ich wohl die diktatoren-laufbahn eingeschlagen. so aber halte ich mich an die alte chinesische weisheit: was kümmelt es die flühlingslolle, wenn sie im wintel gegessen wild.

      • Beno sagt:

        Heute einmal mit ihnen einig… Guschti …Flühlingslolle besitzt diese Fleiheit…

      • alien sagt:

        Jungs, Peter K. hat ein echtes Problem, aus seinen Zeilen spricht viel Schmerz. Ganz viel Schmerz.

  • Eremit sagt:

    Um es mal provokativ auszudrücken: Was nützt es den Abfall in dem Müll zu werfen, wenn dann in der Nacht, wie ich in früheren Semestern auf dem Heimweg mitansehen konnte, Füchse und andere Tiere dem Duft der Müllsäcke und öffentlichen Abfalleimer nicht widerstehen können und Dinge heraus reissen und dann im Umkreis von einem Meter der ganze Abfall verstreut ist? Der Wind tut dann das seine so dass dieser dann „schön artige“ über die Landschaft verstreut wird.
    Des weiteren reicht manchmal blos ein kräftiger Windstoss und schon wird der Abfall aus dem Eimer hinaus befördert.

    • Eremit sagt:

      Unsere öffentlichen Abfalleimer sind oftmals eine „Fehlkonstruktion“.

      Und wenn man den Titel betrachtet, dann war wohl der Auslandaufenhalt vergebens.

      • gabi sagt:

        Schwieriger Spagat zw. Müllsachgebühr und öffentlich geschaffenen, Gratis-Entsorgungsmöglchkeiten.

        Wieder mal ein Sportkollege von mir ausm Osten hat mich ausgelacht, wieso wir eigentlich nicht alle unseren Müll einfach in öffentliche Abfallkörbe rein mosten, wo es ansonsten doch koste!?

        (er hielt sich für clever)

      • Eremit sagt:

        Schauen sie mal gabi, wenn sie einen Computer kaufen können sie den Benutzen und dann am Ende an die Verkaufsstelle gratis zurück geben. Warum? Die Gebühr für die Entsorgung zahlen sie bereits beim Kauf. Hingegen wenn sie ein Joghurtbecher kaufen, dann müssen sie aber im Nachhinein eine Gebührt zahlen um in am Ende seiner Nutzungsdauer zu entsorgen? Insofern hat der Sportkollege recht: Das Müllentsorgungssystem bei uns läuft teilweise falsch. Und ist meines Erachtens Familien bzw. Kinderfeindlich.

      • gabi sagt:

        Mhm… okay. Kann ich nachvollziehen.

        Ist hatl prinzipiell doof, dass alles, was ne Sauerei hinterlässt nicht teurer ist, als die Alternative.

        Mich beelenden die riesigen Plastikwirbel im Stillen Ozean… die dort halt wirklich nur ohne aufsehen das Meer hin machen, gespeist von unzähligen Erdölprodukten.

        Schon irre.

      • Sportpapi sagt:

        Nur wird mit der vorgezogenen Gebühr zwar die Entsorgung bezahlt. Aber kein Anreiz zur Mülltrennung/Wiederverwertung gegeben, wie es eigentlich gedacht wäre.

    • gabi sagt:

      Was nützt es über Mord zu klagen, wo doch alle Opfer eh irgenwann sterben?

      Ich habe jetzt wirklich nicht folgen können. In Zeiten, wo Müll nicht mehr nur auf Halden gelagert, sondern ev. sogar noch zu Energie wird, erst recht nicht.

      • alien sagt:

        Energie, mein Exaktheitsfanatiker, entsteht nicht. Sie wird, wenn schon, umgewandelt von einer in eine andere Form. Beim Verbrennen von Plastik wird nur Energie frei, es entsteht keine.

    • Peter K. sagt:

      Eremit, das kommt etwas fatalistisch daher. Nicht *jeder* Müll wird wieder von Tieren geklaut oder vom Winde aus der Tonne verweht. Ich behaupte sogar: Nur ein kleiner Teil. Das ganze einfach in die Umwelt zu werfen, ist keine Lösung.

      Wie wär’s mit einem Pfand bspw. auf Pet-Flaschen? Oder mit verordnetem Fötzelen nach einer Fete?

      • Sportpapi sagt:

        Weshalb haben wir denn keinen Pfand mehr auf den PET-Flaschen? Weil sich die Hersteller und vor allem Detailhändler erfolgreich gewehrt haben. Letztlich haben aber vor allem die „Trittbrettfahrer“ dafür gesorgt, dass die anderen auch ausgestiegen sind.

  • Sportpapi sagt:

    Eben. In erster Linie geht es um Erziehung. In zweiter vielleicht auch mal um ein härteres Durchgreifen.

    • gabi sagt:

      Ich schätze einige Beiträge von Frau Fischer (hoffe sie ist jetzt nicht eingeschüchtert durch „Applaus von der falschen Seite“) immer mehr und kann mich sehr gut damit identifizieren.

      • alien sagt:

        Ich beisse auf die Zähne *knirschknirsch*.

        Sukkurs.

      • gabi sagt:

        Mein Gott, haben Sie sich mal nicht so, alien:

        Ansonsten bereitet Ihnen das submissive, devote, Umschleichen auch von allerübelsten Personen – selbst wenn Sie noch persönlich von ihnen beschimpft wurden – nicht die geringste Mühe.

        Und für ein simples Kompliment an Frau F. wollen Sie Ihre Zahngesundheit gefährden??? Bloss, weil ich´s auch finde?

        Sie sind in Ihrer jämmerlichen Waschlappenhaftigkeit wirklich fast nicht zu fassen.

      • alien sagt:

        Oh, so viel Verachtung so früh am frühen Morgen tut gut. Du checkst einfach nicht, dass ich eigentlich unbeleidigbar bin. Und eigentlich auch unprovozierbar. Zwischendurch mach ich ein Witzchen und bin nicht so extrem Ernst zu nehmen. Zwischendurch ist es mir sehr Ernst.

        Und Achtung: Wenn ich über etwas einen Witz mache, heisst das nicht, dass ich es schlecht finde.

    • Alain de la France sagt:

      Einverstanden,
      auch als „junge Hippie-Typen“ haben wir die Plaetze immer so verlassen (z.B. Grillen im Wald)
      wie wir sie angetreten haben (Vorbild Eltern).
      Und, das haben wir auch unseren Kindern so weitergegeben…

      • Carolina sagt:

        Es ist definitiv kein Problem von heute. Der Wertezerfall wurde schon vor 30 Jahren beklagt, als der Greifensee z.B. eine stinkige Kloake war und umgeben von Müllhaufen. Ich würde mal behaupten, dass das Bewusstsein für (bzw gegen) ‚Littering‘ sogar gestiegen ist. Aber es liegt an jedem einzelnen, ob wir wollen oder nicht: Mund aufmachen, von mir aus auch Bünzli sein und die Leute ansprechen, Zivilcourage zeigen. Ich werde da zur Furie und scheue mich auch nicht, den Leuten hinterherzufahren und sie anzumotzen.

    • mila sagt:

      Vielleicht auch mal um ein härteres Durchgreifen…? Ich bin absolut pro Litteringgesetze – und, daran angeknüpft, empfindliche Bussen. Selbst wenns in erster Linie um die Signalwirkung ginge.

      Mehr gibt es zu dem Thema eigentlich auch nicht zu sagen, insofern: einen schönen Tag. 😉

      • Brunhild Steiner sagt:

        …absolut einverstanden, aufs Verständnis&Einsicht der „Litterer“ wurde nun weiss Gott genug lange gesetzt,
        ohne wirklich durchschlagenden Erfolg,
        ob am See oder im Wald, liegengelassener Abfall (inkusive Glasscherben etc) sollte man diesen Leuten gleich postwendend in ihr eigenes Wohnzimmer befördern können!

      • Sportpapi sagt:

        Ich kenne Gemeinden mit diesen harten Litteringgesetzen. Nur: wer soll die durchsetzen? So gesehen ist es dann reine Willkür, wenn es tatsächlich mal passiert. Was mich besonders ärgert sind Raucher, die ihre Päcklein, ihre Stummel etc ohne nachzudenken einfach auf dem Boden (oder den Geleisen) entsorgen. Oder die Jugendlichen, die an ihren Versammlungsorten eine Verwüstung hinterlassen und sich dann wundern, wenn die Polizei sie ständig aufsucht. Da wären doch sicher auch ein paar dabei, die man über eine vernünftige Ansprache erreichen könnte… (weil sonst der Platz weg ist!)

      • Sportpapi sagt:

        Warten auf Freischaltung bei so einem Thema…!

      • alien sagt:

        Wieso, das war doch ein absoluter Müllpost, Papi. Kein Wunder, dass er eine Warteschleife einlegen musste.

        🙂

    • Katharina sagt:

      naja, eine busse von 50 – 250 scheint mir doch etwas schwächlich zu sein betreffend Durchgreifen.

      http://www.swissinfo.ch/eng/swiss_news/Anti-litter_initiatives_begin_to_clean_up_.html?cid=30378328

      Und es ist wirklich ein Umweltproblem mit weitreichenderen Folgen als vielen bewusst ist. nicht nur spielende Kinder etc.

      da gleich vom Gespenst eines Polizeistaates zu rufen finde ich falsch, wenn es strenger geahndet würde.

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