Freie Schulwahl – befreite Schule

Eine Carte Blanche von Dr. Remo Largo und Dieter Rüttimann.

Jedes Kind hat das Recht auf seinen eigenen Weg.

Jedes Kind hat das Recht auf seinen eigenen Weg.

Am 17. Juni wird über die freie Schulwahl abgestimmt. Sie ist aus folgenden drei Gründen eine Notwendigkeit:

Kindgerechte Reformen in Gang setzen

Die Reformbemühungen von der Erziehungsdirektorenkonferenz, den Bildungsdirektionen und Pädagogischen Hochschulen haben in den letzten 10 Jahren wenig Positives und viel Negatives gebracht (Harmos, Frühenglisch/-französisch, Sexualkunde). Solche Reformen von oben sind undemokratisch und unschweizerisch. Folgerichtig verweigerte die Bevölkerung oftmals die Zustimmung.

Reformen müssen auch von unten möglich sein, von den Schulen und Lehrern, die die Verantwortung für die Schüler tragen. Dazu braucht es mehr Autonomie in den Schulen, damit es zu kindgerechten Reformen kommen kann. Immer wieder ist es Schulen in privater Trägerschaft gelungen, neue Ansätze oder Methoden zu entwickeln. Neustes Beispiel ist das Projekt «Chagall» des Gymnasiums Unterstrass, das jugendlichen Migranten und Migrantinnen mit guten Potenzialen hilft, sich gezielt auf eine Aufnahmeprüfung vorzubereiten und die Probezeit zu überstehen. Jährlich schaffen es rund zehn von ihnen, die Aufnahmeprüfung in ein Gymnasium zu bestehen!

Chancengerechtigkeit herstellen

Die Schweiz gehört mit Deutschland zu den Ländern, die mithilfe der Schule die soziale Herkunft reproduzieren. In anderen Ländern ist die Herkunft viel weniger bedeutsam. Wer bei uns aus einem gut gestellten Elternhaus kommt, hat grosse Chancen, schulisch erfolgreich zu sein. Die Schüler aus sozialen Randgruppen und insbesondere aus Migrationsfamilien werden in ihrer schulischen Karriere erheblich benachteiligt. Im neunten Schuljahr weisen 17 Prozent aller Schüler mangelnde Kompetenzen im Lesen, Rechnen und anderen Bereichen auf. Ein Schandfleck für die Schweiz.

Knaben werden gegenüber Mädchen ab dem Kindergartenalter schulisch benachteiligt. Zwei Drittel der Kinder, denen sonderpädagogische Massnahmen verordnet werden, sind Knaben. An den Gymnasien sind die Knaben mit 40 Prozent gegenüber den Mädchen massiv untervertreten.

In unserem Bildungssystem muss Chancengerechtigkeit hergestellt werden. Diese lässt sich nicht nur mit organisatorischen oder strukturellen Massnahmen verordnen. Dafür sind pädagogische Reformen notwendig.

Recht auf Selbstbestimmung in der Bildung durchsetzen

60 Prozent der Schüler erhalten im Verlaufe der Primarschule irgendwelche sonderpädagogische Massnahmen. Dafür gibt der Kanton Zürich pro Jahr 0,5 Milliarden Franken aus. Diese Schüler brauchen weniger Massnahmen als vielmehr eine kindgerechte Pädagogik.

Immer mehr Familien leiden unter einem enormen schulischen Druck. Die Unterstützung der Kinder bei den Hausaufgaben und Prüfungen, aber auch bei der Vorbereitung von Vorträgen und schriftlichen Arbeiten erleben die Eltern als eine unerträgliche Belastung; manche sind schlicht überfordert und ihre Kinder sind sich selbst überlassen. Wenn ein Kind massiv in der Schule leidet, ist es nach wie vor sehr schwierig, die Klasse, geschweige denn das Schulhaus zu wechseln. Manchmal passt der Kontext einfach nicht. Dass Eltern in solchen Fällen nichts zu sagen haben, ist unerträglich.

Immer mehr Lehrer leiden unter einem administrativen und organisatorischen Druck. Sie möchten anders Schule geben, als ihnen vorgegeben wird.

Es gibt eine starke Minorität von

  • Kindern, die anders lernen wollen
  • Eltern, die sich für ihre Kinder eine andere Schule wünschen
  • Lehrer, die anders unterrichten wollen

All diese Kinder, Eltern und Lehrer sollen mit der freien Schulwahl endlich zu ihrem Recht kommen, so wie es in der kantonalen Verfassung, im ZGB und in der Menschenrechtskonvention festgelegt ist. Dazu gehört, dass ihre Schulen die gleiche finanzielle Unterstützung erhalten, wie die öffentliche Schule. Die Schulen werden verpflichtet, mit dieser finanziellen Unterstützung auszukommen und keine zusätzlichen Mittel einzusetzen.

An der öffentlichen Schule wird sich für Kinder, Eltern und Lehrer, die mit der Schule zufrieden sind, nichts ändern.

Dieter Rüttimann Dieter Rüttimann ist Schulleiter der Gesamtschule Unterstrass in Zürich. Der Primarlehrer und schulische Heilpädagoge ist zudem Dozent für Allgemeine Didaktik und Kommunikation am Institut Unterstrass an der Pädagogischen Hochschule Zürich.

Remo Largo Dr. Remo Largo ist Kinderarzt und Autor der Bücher «Babyjahre», «Kinderjahre» und «Jugendjahre» sowie zahlreicher wissenschaftlicher Arbeiten.

438 Kommentare zu «Freie Schulwahl – befreite Schule»

  • mostindianer sagt:

    es ist noch nie auf die schule und den lehrplan draufangekommen. damit ein kind gern in die schule geht (somit auch motivation, lernwille und im zuge dessen auch die lernerfolge stimmen), braucht es immer noch einen guten lehrer oder eine gute lehrerin. und mit der freien schulwahl wird es nicht plötzlich mehr von den „besseren“ lehrern haben. denn die gibt’s sowohl an der volksschule wie auch an privaten schulen. die freie schulwahl suggeriert eine – durchaus dem zeitgeist entsprechende, aber in diesem gebiet nicht anwendbare – anpassung an die mobilität der heutigen gesellschaft.

    • mostindianer sagt:

      mobilität in allen ehren, aber kinder, ja erstklässler, die schon pendeln müssen, nur weil die eltern finden, da im nachbarort (oder noch weiter entfernt) gibt’s eine „bessere“ schule… mir graut vor dieser vorstellung. leute: die strassen und züge sind ja jetzt schon hoffnungslos überfüllt… chancengleichheit? auf einen stehplatz in der s5 auf sicher.

  • Brunhild Steiner sagt:

    Und weil ich grad in Stimmung bin:
    WO IST DAS ARCHIV HIN
    UND WO DAS STICHWORTVERZEICHNIS
    Und was soll der Vorteil vom Ist-Zustand für die User sein,
    und warum soll das hier nicht funktionieren wenns anderswo auf demselben Urheber mit Archiv und Stichwort funktioniert?

  • Elternrätin sagt:

    Wahlfreiheit? Und was machen die Eltern, wenn ihre Wunschschule keinen Platz mehr hat? Lassen sie ihr Kind auf eine mehrjährige Warteliste nehmen?

  • Anita sagt:

    ich bin überzeugt, dass zu wenig bildungsgeld vorhanden sein wird…die schulen werden nicht mehr, sondern noch weniger ressorucen haben und manch eine dorfschule wird wohl wegen schülermangel schliessen müssen. schon jetzt ringen viele ländliche schulen um ihre existenz und es braucht nur ein paar schüler weniger und sie gehen zu. nicht weil sie schlecht sind, sondern weil es immer eltern gibt, die mit der schule nicht zufrieden sind. leid tun mir die kinder, die auf grund der erwartungen ihrer eltern, immer wieder „verschoben“ werden…die schweiz ist nicht reif, für ein solches system!

    • CoBo sagt:

      Nehmen wir mal an, ab kommenden Sommer würden ALLE Kinder, die zur Zeit auf Privatschulen gehen, in die staatlichen Schulen überwechseln. Einfach mal so als Demonstration! Die müsste sich dann mal ein paar Beine ausreissen, Gebäude beschaffen, viele neue Lehrer/innen usw. usf.

      Und das würde eine ganze Stange Geld kosten, das auch niemand verweigern könnte!

      Dass dieses eingesparte Schulgeld heute einfach so für anderes „verputzt“ wird ist ja doch wohl nicht wirklich korrekt – oder?

  • Valeria sagt:

    @ Sportpapi:
    Es geht ja nicht nur um Bewegung gemessen in zurückgelegten Metern oder Anzahl Sprüngen pro Stunde. Im Artikel geht es ja vielmehr um das freie Spielen im Freien, ob das nun Rennen, Klettern oder Balancieren ist. Und das kann man zeitlich messen und vergleichen. Mittels Fragebogen kann man die Länge des Schulweges und die Art, wie dieser zurückgelegt wird, gut und relativ zuverlässig erfassen. Dann muss man nichtmal auf subjektive Einschätzungen zurückgreifen. Bezüglich Schlagworte… naja, das ist ein Zeitungsartikel. Der soll ja auch gelesen werden…

    • Katharina sagt:

      nennt sich unified motion studies, Valeria.

      und ‚Schlagworte‘ ist SPs neues Lieblingswort der Diskreditierung.

      • Sportpapi sagt:

        Diskreditierung? Suche mal, wieviele Titel aus dem MB du in diesem Text wiederfindest. Beginnen wir mal mit den Helikoptereltern…

    • Sportpapi sagt:

      @Vareria: Bewegungsumfang und Intensität lässt sich bei Kindern deshalb schlecht messen, weil sie sich selten längere Zeit am Stück bewegen, sondern in sehr kurzen Einheiten. Zudem gibt es grundsätzlich Probleme mit Befragungen diesbezüglich, bei Kindern massiv verstärkt dadurch, dass in der Regel die Eltern gefragt werden. Deshalb versucht man schon lange, mit objektiven Messgeräten genauere Erkenntnisse zu gewinnen. Mit Schrittzählern, heute vor allem mit dreidimensionallen Beschleunigungsmessern. Doch aktuell funktioniert das nur ungenügend.

    • Sportpapi sagt:

      Aha, in der Schlauf. Also in Kürze: Bewegungsumfang und Intensität wird in der Regel befragt, was grosse Probleme aufwirft. Bei Kindern fragt man zudem meist die Eltern. Deshalb werden heute dreidimensionale Beschleunigungsmesser verwendet, die aber nicht so funktionieren, wie gewünscht.

      • Sportpapi sagt:

        Weshalb: Weil Kinder sich in der Regel nur in kurzen Einheiten bewegen, und nicht wie Erwachsene in längeren Episoden. Bewegungsempfehlungen sagen übrigens etwas über den Umfang (60min am Tag für Kinder) sowie die Intensität (bei mittlerer Intensität, also leicht ausser Atem kommen) aus, so dass eben freies Spielen nicht reicht.
        Zu den Problemen der Erfassung: Angaben der Eltern überschätzen den Umfang, gemessen mit Beschleunigungsmessern, teilweise um ein Mehrfaches. Aber auch die int. gebräuchlichen Grenzwerte der Beschleunigungsmesser unterscheiden sich stark.

      • Sportpapi sagt:

        Und zum Schluss: Wenn ich das richtig sehe, wurde in Deuschland auf die KIGGS-Studie Bezug genommen. Natürlich wurde der Schulweg mit Fragebogen erfasst. Nur hat der Schulweg für den Bewegungsumfang eigentlich kaum eine Bedeutung, weil eben meist sowohl Umfang, als auch Intensität fehlt. Da geht es mehr um Soziales. Oder deutlicher: Es ist wichtig, dass Schüler den Schulweg alleine bewältigen können, wegen der Erlebnisse auf diesem Weg. Aus Sicht der Bewegung ist wichtig, dass sie den Weg auch in der Freizeit noch einmal gehen können. Denn die Schule ist auch der Spiel- und Sportort.

      • Valeria sagt:

        @ Sportpapi:
        Kinder entwickeln sich beim Spielen, nicht (nur) beim Leistungssport. Im zitierten Artikel geht es um diesen Punkt, nicht um Sportunterricht, Bewegungseinheiten oder Gesundheitsprävention. Es geht drum, dass Kinder Freiheit brauchen, um ihre eigenen Grenzen, und nicht diejenigen von den Eltern, zu entdecken. Es geht um das Überwinden von Angst ohne Hilfe der Eltern. Und es geht drum, dass dies in der Natur, draussen beim freien Spiel am besten funktioniert. Und eben NICHT um gemessene Stunden im Sportclub mit gezählten Runden und Beschleunigungsmessern.

      • Sportpapi sagt:

        @Valeria: Gut, vielleicht habe ich zu weit gesucht, allerdings auch von Ihrem Eingangstext verleitet. Ich möchte auch gar nicht streiten, wir sind uns ja einig. In der Schweiz gibt es dazu interessante Projekte: Mut tut gut, Active Sundays, Aktive Kindheit und vieles mehr.

      • Sportpapi sagt:

        Schon wieder warten auf Freischaltung? Ich glaub, mir reicht es jetzt.

      • Valeria sagt:

        @ Sportpapi: Genau, grundsätzlich haben Sie vollkommen recht. Und ja, ich denke, wir sind uns einig. Kinder brauchen viel Bewegung, sowohl zum Entdecken als auch zum Austoben und Trainieren Ihrer motorischen Fähigkeiten. Manchmal habe ich das Gefühl, gewisse Eltern sind vom natürlichen Bewegungsdrang ihrer Kinder richtiggehend überfordert/genervt…

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Nicht nur die Eltern, auch in den Schulen wird dem Bewegungsdrang der Kinder viel zu wenig Rechnung getragen. Stundenlanges Stillsitzen ist für lebhafte Kinder eine Qual, anstatt daran etwas zu ändern, wird versucht, die Kinder zu ändern. Ohne Erfolg natürlich, darum wird dann mit härteren Mitteln versucht, die Kleinen zur Räson zu bringen. Ein wichtiger Grund, weshalb so viele Kinder ‚Spezialunterricht geniessen‘! Ein krankes System!

  • Valeria sagt:

    Ist zwar off-topic, aber ein sehr interessanter Artikel auf Spiegel online: „Ein Recht auf Schrammen“
    http://www.spiegel.de/gesundheit/psychologie/erziehung-warum-eltern-ihre-kinder-toben-lassen-sollten-a-836706.html

    • Valeria sagt:

      Interessanter Abschnitt:
      „So zeigen Erhebungen in der nicht gerade verkehrsarmen Schweiz, dass Sechs- bis Elfjährige dort körperlich sehr aktiv sind, je nach Studie zwischen 60 und 160 Minuten pro Tag. Die Jüngeren verbringen viel Zeit draußen mit freiem Spiel. 80 Prozent der Kinder fahren mit dem „Velo“ oder gehen zu Fuß zur Schule. In Deutschland dagegen bewegen sich laut dem großen Kinder- und Jugendgesundheitssurvey von 2007 lediglich rund 15 Prozent der Kinder mindestens eine Stunde pro Tag; nur knapp 45 Prozent der Sechs- bis Zehnjährigen halten sich täglich im Freien auf.“

      • alien sagt:

        Jeee, wir sind besser als die Schwaben…

      • Sportpapi sagt:

        Dumm nur, dass sich körperliche Aktivität von Kindern praktisch nicht erheben lässt. Die Aktivität wird teilweise um ein Mehrfaches überschätzt. Gerade mit Fragebogen.

      • Sportpapi sagt:

        Ansonsten natürlich ein sehr interessanter Artikel, der allerdings auch viele Schlagworte aufnimmt.

  • tom frei sagt:

    da irren sie sich aber gewaltig, lieber herr largo! davon zu sprechen,dass es bei uns keine chancengleichheit gäbe (und dann noch im vergleich mit anderen ländern) ist einfach populismus. Eine Begründung fehlt im artikel völlig. JEDER in der CH hat die chance zu lernen und etwas zu erreichen. unsere gesellschaft verweichlicht zunehmends (das sage ich als junger mensch und nehme mich gar nicht aus). Erst die freie schulwahl würde zu absoluter ChancenUNgleichheit führen,was ja fast logisch ist.Dann bestimmt das geld über die Chancen.Es wird „ghetto-schulen“ geben. Passt nicht zu IHnen hr.largo

    • CoBo sagt:

      Genau so ist es doch heute: Nur mit Geld können Sie die Schule frei wählen!

      Ich sehe da keine Logik in Ihrem Argument.

    • Bionic Hobbit sagt:

      Ich sehe v.a. nicht, weshalb gerade in der CH so ein 2-Klassensystem herrschen soll. Haben die Autoren schon mal nach England oder den USA geschaut?? Wir sind nach Aufenthalten in diesen beiden Ländern zurück in die CH gekommen, nicht zuletzt wegen der Schule, die wir hier gut finden.

      • CoBo sagt:

        Die Privatschulen, um deren Einbezug es hier ginge, sind nicht mit den gewinnorientierten privaten Eliteschulen in GB und USA vergleichbar! Die würden sich an diesem Schulwahlsystem nicht beteiligen wollen – weil sie mehr Geld direkt von den Eltern kassieren möchten…

  • Blitz Blank sagt:

    Wieso nicht die Initiative mal annehmen und schauen was sich für eine Dynamik daraus entwickelt?
    Wenn der Schuss dann nach hinten los geht, kann die unzufriedenen Mehrheit ja wieder eine Initiative zur Abschaffung der freien Schulwahl machen.

    God bless die direkte Demokratie! 😉

  • Valeria sagt:

    @ Karl von Bruk:

    „(zB Gewalttaeter, Debile, Deutschanalfabeten)“

    Alphabet schreibt man immer noch mit ph…

    • alien sagt:

      Und mit Umlauten hat er’s auch nicht so, mit Fremdwörtern wie „Homeschooling“ auch nicht, was „normale Gänge“ sind, bleibt im Nebel, was „gebust w“ heisst, ist absolut schleierhaft, dito was ein „Aerar“ sein könnte. Was eine Abscheiderin sein soll, weiss ich auch nicht. Egal, Hauptsache Herr Bruk weiss, was er meint.

  • Martin Kunzi sagt:

    Hier Informationen zur Zürcher Initiative „Ja! Freie Schulwahl für alle ab der 4. Klasse!“:
    http://www.chanceschulwahlja.ch

  • HX5v sagt:

    Achtung Achtung! Das Initiativkomitee ist von Social Agenten der Bilderberg-Gruppe unterwandert. Bei einer Geheimsitzung in Mordor wurde nämlich ein unausgeschöpftes Renditepotential in der Bildung festgestellt. So können die zuvor im Finanz- und Immobilienwesen tätigen Bonus-Alien neu beschäftigt werden. Zuerst muss aber der staatliche Einfluss gebrochen werden. Die heilige Zahl dazu ist 162 (Summe der Pentagramm-Winkel bei optimalen Frequenzverhältnissen). Wer es lesen kann, versteht es!

  • Martin Kunzi sagt:

    Zweiklassen-Schule haben wir heute: In keinem Land Europas ist die Abhängigkeit zwischen dem Einkommen der Eltern und der Chance ihrer Kinder auf einen guten Schulabschluss so gross wie in der Schweiz. Das widerspiegelt die heutige Zweiklassen-Schule, in der nur Privilegierte die Schule wählen bzw. „kaufen“ können, indem sie zügeln. Im Ausland sind durch die freie Schulwahl die Leistungen aller Schüler – schwacher und starker – gestiegen. Die freie Schulwahl stärkt also die Volksschule im Quartier. 90-95 % besuchen auch mit freier Schulwahl die Volksschule im Quartier!

  • Martin Kunzi sagt:

    Ghetto dank Schulzuweisung:
    Die freie Schulwahl stärkt die Volksschule im Quartier, wie ein Beispiel aus dem Zürcher Kreis 9 veranschaulicht. In unserem rasch wachsenden Quartier bedeutet die heutige Schulzuweisung, dass bildungsferne Familien hier bleiben und die anderen Familien wegziehen, sobald sie Kinder bekommenhaben: Ghetto dank Schulzuweisung.
    Mit der freien Schulwahl würden alle hier bleiben können und nach wenigen Jahren wäre genügend Masse da, um in jedem Volksschulhaus gut durchmischte Klassen zu haben. Die Schulwahl stärkt die Volksschule im Quartier!

  • Martin Kunzi sagt:

    Die Initiative will die Wahlmöglichkeit ***innerhalb*** der Volksschule und zwischen der Volksschule und freien Schulen. Das scheint oft vergessen zu gehen.
    Wahl innerhalb der staatlichen Schulen: Alle Eltern sollen zwischen den einzelnen staatlichen Schulen wählen können.
    Wahl von anerkannten Schulen: Alle Eltern sollen eine für alle Kinder offene Schule in freier Trägerschaft wählen können.
    Der Kanton entscheidet, welche Schulen als «Freie Schulen» anerkannt und mit den Durchschnittskosten staatlicher
    Schulen finanziert werden. Diese dürfen kein Schulgeld verlangen.

  • Hans Saurenmann sagt:

    Migrationskinder werden erheblich benachteiligt, das ist wohl ein Witz, Schweizer Schueler werden benachteiligt. Apropoz Schultasche die wie auf dem Bild habe ich bei meinen Gross-Kinder, Urgrosskinder noch nicht gesehen, ist das ein Aufnahme aus dem Diplomatenviertel? Die heutigen Lehrer sind meistens Problem Haufen und haben null Ahnung, ueber ihre Ausbildung und Einstellung kann man gut geteilter Meinung sein. Aufwand und Ertrag fuer den Steuerzahler (nicht fuer die sozial Hilfe Empfaenger) stimmt schon lange nicht mehr Patchwork Familien haben ihren Preis gut so!!

  • Mike Linden sagt:

    Ja, kann man diskutieren. Es geht ja eigentlich um die Finanzierung von Privatschulen mit öffentlichen Geldern. Das ist ja nur vielleicht gut für die Kinder. Auch in Ländern mit „freier“ Schulwahl bleiben die genannten Probleme bestehen…

  • Nathalie sagt:

    Hm. Ich denke auch, dass man nicht alle Kinder gleich unterrichten kann. Weiss aber trotzdem nicht, was ich von der Initiative halte, beide Varianten (Zwang oder freie Wahl) haben eben ihre Nachteile… Ausserdem, nur so als Anmerkung nach den ganzen Lobgesängen auf die RSS: hab auch eine Freundin, welche die besucht hat – und sie würde ihre Kinder NICHT dahin schicken! Allerdings stimmt es schon, der Zwang, in eine bestimmte Klasse an einer bestimmten Schule zu gehen, kann einem das Leben ziemlich schwer machen – und vielleicht gäbe es eine einfachere Variante. Job darf man ja auch auswählen.

    • CoBo sagt:

      Ich war selber auf einer RSS, und schicke nicht zuletzt darum jetzt auch meine Kinder dorthin. Muss aber nicht für alle stimmen!

      Ich kenne einerseits ein Kind (heute erwachsen) das mit 8 J. selber auf die RSS wollte – und es geschaftt hat seine Eltern davon zu überzeugen.

      Ich kenne aber auch ein Kind (10 J.), zur Zeit noch in der Klasse eines meiner Kinder, das absolut von der RSS auf eine staatliche Schule wollte – und das jetzt auch seine Eltern erfolgreich überzeugt hat. Auch das ist für mich vollkommen in Ordnung!

      Es gibt nicht nur „richtig“ und „falsch“, oder „gut“ und „schlecht“!

  • Mueller sagt:

    Und übrigens, ich halte mein Kind weder für hochbegabt noch für besonders speziell. Ich habe einfach eigene Vorstellungen davon, auf welche Art und Weise Wissen vermittelt und in welchem Umfeld Lernen passieren soll.

  • Mueller sagt:

    Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie viele Emotionen und Vorurteile bei diesem Thema zum Vorschein kommen.
    Ich würde es auf jeden Fall begrüssen, wenn ich mir die Schule für mein Kind nach dem Konzept, das mir am geeignetsten scheint für mein Kind, aussuchen könnte. Leider kann ich das nicht, da ich mir die Schulbeiträge der Privaten Schulen nicht leisten kann. Ergo würde bei einer Annahme der Initiative meine Chancengleichheit gefördert werden. Wie man das anders empfinden kann, entbehrt für mich jeglicher Logik.

    • jasko sagt:

      Es ist nicht wirklich ein Schrit in Richtung Chancengleichheit. Da die Privatschulen mit dem selben Betrag wie die öffentlichen Schulen auskommen müssten, könnten sie sich ihre Spezialitäten – zum Beispiel extrem kleine Klassen – nicht mehr leisten. Das macht aus dem Bildungssystem einen Einheitsbrei.
      Das etwas im Bereich der Schule passieren muss, ist für mich klar. Die freie Schulwahl allerdings schwächt das Schulsystem (und damit meine ich das öffentliche und private!) mehr, als es ihm Helfen würde.

      • jasko sagt:

        Holpa, helfen schreibt man klein…

      • Sportpapi sagt:

        Eben. Die kleineren Klassen könnten sich die Privatschulen unter diesem Regime auch nicht leisten, weshalb ein grosser Vorteil weg wäre. (mit ein Grund, weshalb sich auch nicht viele Privatschulen beteiligen würden).

  • Widerspenstige sagt:

    Vielleicht sollte man den Begriff ‚bildungsfern‘ näher definieren. Wieso gibt es in der reichen Schweiz ‚bildungsferne‘ Kinder? Migranten haben ein Anrecht auf Bildung, genau wie alle anderen BürgerInnen des Landes. Es kann ja nicht sein, dass hier ständig um den heissen Brei geredet wird: Arbeitgeber holen billige Arbeitskräfte ins Land. Diese Arbeitgeber sind dafür verantwortlich, dass ihre Arbeitnehmer und deren Familien sich hier integrieren können. Damit meine ich Förderung der Sprache, Bildung auf CH-Niveau wo noch nicht vorhanden. Das sollte nicht nur Aufgabe der Staatsschule sein!

    • Katharina sagt:

      und auch da….. Migranten, bildungsfern….

      warum soll der Arbeitgeber für Integration verantwortlich sein? warum dieses pochen auf Integration? Integration in was hinein? geht es euch nicht in den Kopf, dass diese Leute das ganz einfach gar nicht … wollen?

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Katharina:
        mit „pchen auf Integration“ ist hier vorallem auch der hiesige Spracherwerb gemeint, auf die Deutschschweiz bezogen also deutsche Sprache.
        Und dann was Widerspenstige schon erwähnt hat, hiesige Gepflogenheiten etc wenigstens zu Kenntnis nehmen, sich dafür interessieren wie es hier funktioniert.
        Wandere ich ein Land aus, dann ist es von Vorteil wenn ich mich dem dortigen Lebensstil ein bisschen anpasse, ich kann nicht erwarten dass sich die neue Umgebung nach meinem gewohnten Ablauf richtet. Ausser ich ziehe in eine Gegend wo jeder machen kann was er will.

    • Katharina sagt:

      und zu „Bildung auf CH-Niveau“ – überlege Dir einmal, warum gerade deutsche Arbeitskräfte so beliebt sind. sehr oft weit besser ausgebildet und die machen den ganzen Integrations- shishi gar nicht mit. Sondern liefern ganz einfach gründliche Arbeit ab, ohne diesen ganzen ideologischen Überbau. get real!

      • Sportpapi sagt:

        Besser ausgebildet? Get Real! Richtig ist, dass es in diesem grossen Land natürlich sehr viele sehr gute ausgebildete Leute gibt, die gerne in die Schweiz kommen, wo sie dann doch etwas besser verdienen können.

      • Katharina sagt:

        meine Aussage beruht auf einer im IT Bereich tätigen head hunting Firma in der Schweiz, bei der ich Aktionärin bin. Es ist nicht nur die solidere Ausbildung, sondern die weit grössere Professionalitaet jener Leute, die nicht um alles und jedes in jedem Projekt diesen ganzen ideologischen kack bauen, so wie er hier zu lesen ist und eben in Projekten auch durchschimmert. da geht es um richtiges Geld, das die Kunden nicht mehr gewillt sind auszugeben. es geht nicht um Saläre, sondern darum, dass Projekte dermassen verzögert werden, dass der Konventionalstrafenfall eintritt.

      • Sportpapi sagt:

        Konkret: Welchen ideologischen Kack könnten Schweizer IT-Fachkräfte wohl absondern, der Deutschen abgeht? Und weshalb gibt es eigentlich so viele IT-Buden in der Schweiz?

      • Widerspenstige sagt:

        Katharina, das ist zu hohes Niveau…davon spreche ich nicht. Ich spreche von simplen Kenntnis der Lebensgewohnheiten unseres Landes, davon sind Hilfskräfte meistens weit entfernt. Du sprichst von der IT-Branche, Konventionalstrafen etc. Diese Arbeitnehmer brauchen keine Integrationsvermittlung. Das missverstehst Du ganz einfach. Ich lebe zwischen zwei völlig verschiedenen Kulturen – schweizerisch und asiatische – und bin wohl die Letzte hier im Forum, welche unbedingt den Menschen die Seele ‚weg-integrieren‘ möchte. Es geht um elementare Kenntnisse wie Nachtruhe, Lärmpegel etc.

      • alien sagt:

        Oh Gott Katharina. Mit Headhuntern im IT-Bereich hatte ich in der letzten Zeit ja ausführlich zu tun. Diese Leute sind oberflächlich und haben keine Ahnung von IT. Sie tun nur so. Sie können die Ausbildungen nicht einschätzen, die Erfahrung nicht, die Personen nicht, die Anforderungen nicht. Sie tun nur so. Wie oft musste ich dumme Fragen beantworten, die mir zeigten, dass die Leute KEINE Ahnung hatten, wie meine Ausbildung ist. Headhunting ist ein wirklich seichtes Geschäft. Dazu kommt, dass die HRler vieler grosser Firmen von IT etwa so viel verstehen wie von Herzchirurgie und Teilchenphysik. Und die Leute, die HRler, müssen dann Leute endselektionieren, die von Headhuntern vorselektioniert wurden, und beides geschieht vornehmlich nach unbrauchbaren Kriterien. Warum gibt es so viele PHBs in der Informatik und Wallys? Wieso gibt es so wenig gute, menschlich und technisch fähige Spezialisten?

        Dass die Leute, die danach eingestellt werden, tatsächlich oft so sind, wie es Katharina beschreibt, ist leider sehr wahr, und zwar zum Leidwesen der Linienvorgesetzten. Die baden das ja aus. Allerdings hatte ich schon mehrere Deutsche Kollegen und Chefs, die Nulpen waren und Schweizer, die gut waren. Das Umgekehrte gab es auch.

      • Katharina sagt:

        Alien, lassen wir‘s….. die Firma ist spezialisiert auf Consulting und sucht spezifisch für Projekte. und die Leute die dort die CV anschauen, haben eine ganz grosse Ahnung von IT, weil selber als Senior in Projekten. meine Investition war dort sogenanntes seed money. drei Leute. inzwischen 40 Millionen Umsatz pro Jahr und 50 Mitarbeiter… und ich sehe immer noch die cvs jedes Kandidaten. Mir ist auch bewusst, dass klassische Vermittler einen anderen Weg gehen, nicht die Vermarktung direkt in Projekte.

      • Katharina sagt:

        Lassen wir‘s….. die Firma ist spezialisiert auf Beratung und sucht spezifisch für Projekte. und die Leute die dort die Lebensläufe anschauen, haben eine ganz grosse Ahnung von IT, weil selber als Leiter in Projekten. meine Investition war dort sogenanntes Start Geld. drei Leute. inzwischen 40 Millionen Umsatz pro Jahr und 50 Mitarbeiter… und ich sehe immer noch die Unterlagen jedes Kandidaten. Mir ist auch bewusst, dass klassische Vermittler einen anderen Weg gehen, nicht die Vermarktung direkt in Projekte.

      • Katharina sagt:

        die Firma ist spezialisiert auf Beratung und sucht spezifisch für Projekte. Die Leute, die dort Lebensläufe anschauen, haben eine ganz grosse Ahnung von IT, weil selber als Leiter in Projekten.

      • alien sagt:

        Ich präzisiere: Viele Headhunter sind so, nicht alle. Es gibt Sie, die Sorgfältigen, die, die sich Mühe geben, die Leute zu verstehen und nicht einfach Anforderungen und Eigenschaften, aufgelistet, aufeinander zu legen. Denn wer so vorgeht, wird zwangsläufig seicht. Ein Mensch ist mehr als seine quantisierbaren Eigenschaften, viel mehr. Wer nur jene sieht, der hat zwar manchmal Erfolg, aber oft Misserfolg. Eigentlich, denn diesen erkennt man oft erst bei genauerem Schauen, nach einiger Zeit. Die faulen Eier sieht man nicht so einfach! Schau nur wieder Dilberts PHB an. Solche Leute, nur leicht

      • alien sagt:

        moderater, gibt es, und zwar zuhauf. Es gibt Blender, Soziopathen, Intriganten. Und Sie wirken bei oberflächlicher Betrachtung erfolgreich.

        Ja, es gibt sie auch, die Guten. Aber die Idioten ziehen immer wieder ihren guten Namen in den Dreck.

      • HX5v sagt:

        Jede zockt eben dort ab, wo es geht: Die einen als Banker, die anderen in der IT. Aber immer schön mit dem Finger auf andere zeigen.

    • Widerspenstige sagt:

      Katharina, ich spreche bewusst von ‚billigen Arbeitskräften‘ dh im Klartext Hilfspersonal ohne Schulabschluss oder nur ein paar Jahre Schule wenn es hoch kommt. Diese Arbeitskräfte gibt es sicherlich auch in L.A. Und ja, ich finde es die Kompetenz der Arbeitgeber und nicht nur der Volksschule, die Kinder aus diesen Familien auf ihre Kosten zu fördern. Es geht nicht an, dass unser gut ausgebautes Schulsystem ständig durch die Hintertüre behindert wird im Schulbetrieb durch von Arbeitgeber verursachte Integrationsmisstände. Diese sind auch zuständig u sollen zB Deutschkurse finanzieren helfen.

      • Sportpapi sagt:

        Deutschkurse für wen? Die Väter, die in der Schweiz arbeiten, lernen ja meistens früher oder später einigermassen deutsch. Nur die Mütter nicht, die häufig um die Kinder sind. Und es geht ja meistens nicht nur um deutsch, sondern das ganze anregende (Lern-) Umfeld.

    • Katharina sagt:

      die Firma ist spezialisiert auf Beratung und sucht spezifisch für Projekte. und die Leute die dort die Lebensläufe anschauen, haben eine ganz grosse Ahnung von IT, weil selber als Leiter in Projekten. meine Investition war dort sogenanntes Start Geld. drei Leute. inzwischen 40 Millionen Umsatz pro Jahr und 50 Mitarbeiter… und ich sehe immer noch die Unterlagen jedes Kandidaten. Mir ist auch bewusst, dass klassische Vermittler einen anderen Weg gehen, nicht die Vermarktung direkt in Projekte.

    • Katharina sagt:

      es scheint so zu sein, dass die schlaufenschaltung nun pro thread funktioniert und manuell eingeschaltet wird.

    • Katharina sagt:

      WS, ich weiss nicht, ob Arbeitgeber direkt für flankierende Massnahmen finanziell in die Pflicht genommen werden können oder sollen. ich sehe hier zum Beispiel, dass viele der Immigranten im small busniess Bereich sehr aktiv sind. also kleine Unternehmen gründen, meist Familienbetriebe und sich eine eigene unabhängige Existenz aufbauen. was ich sehr gut und für mein Land sehr bereichernd empfinde. das könnte also ein Bumerang sein, was du sagst.

      • Katharina sagt:

        ich finde es wichtiger, dass die Gesetze für Minimallöhne konsequent durchgesetzt werden und die Bedingungen für Kleinunternehmer verbessert werden. ich bin und das muss ich ganz klar sagen, auch für eine Kontingentierung der Einwanderung, dafür aber für eine einfachere Bewilligung. also wer eine Stelle mit Vertrags Aussicht hat, soll kommen. und sonst nicht. Umgekehrt sollen Leute die illegale einstellen, mit drakonischen Strafen abgeschreckt werden (also 50‘000 oder höher als Geldbusse, plus Differenzen zum minimal Lohn und den nicht eingezahlten Beiträgen an die AHV).

      • Katharina sagt:

        was auch hilfreich ist, sind sogenannte gesponsorte visa. bei denen verpflichtet sich der Arbeitgeber für drei Jahre, dem Immigranten Arbeit bieten zu können und garantiert gegenüber der Immigrationsbehoerde, dass der Anwärter keine public charge (Wohlfahrt abhängig) wird, während die Sponsoring Zeit läuft. Heisst aber auch, dass der Immigrant die Zeit durchstehen muss, und wenn er die Stelle verliert in sein Heimatland zurück muss. ein Kompromiss, ich weiss.

      • Sportpapi sagt:

        Welche Gesetzte für Minimallöhne meinst du? GAV? In Deutschland nennt man deine Kleinunternehmer wohl Ich-AGs, die vor allem dazu dienen, diese Minimallöhne zu umgehen… Die Einwanderung ist heute vor allem für Leute möglich, die eine Stelle in Aussicht haben – also auch hier nichts Neues.

      • Muttis Liebling sagt:

        Katharina, Du bist eine intelligente Frau. Versuche mal, ohne Schlagwörter hinzukommen. Semantische Logik, präzise Worte, das kannst Du doch. ‚Arbeitgeber‘ gibt es nicht, das Wort ist ausgedacht.

      • Katharina sagt:

        „Welche Gesetzte für Minimallöhne meinst du?“ – minimum wage? gibt es sicher bei euch auch.

        und nein.. sicher hat, was hier laeuft ueberhauot nichts mit der ich ag zu tun. lies dich mal schlau ueber small business administration und so… statt immer und ewig dein ignorantes mantra, es sei doch alles besser geloest, zu wiederholen.obwohl ihr das rad staendiog neu erfindet und offenbar manchmal verschlimmbessert.

        mit der PFZ koennen die leute dort ja quasi einfach hereinspazieren, oder nicht? also verzapf nicht dinge wie „also auch hier nichts Neues“.

      • Katharina sagt:

        ML: „Versuche mal, ohne Schlagwörter hinzukommen. Semantische Logik, präzise Worte“ – was meinst du konkret in diesem thread damit?

      • Sportpapi sagt:

        Mach dich mal schlau. Das gilt hier wohl eher für dich, Katharina. Beginn doch mal bei Mindestlöhnen, dann weiter zur Personenfreizügigkeit, die an Arbeit gekoppelt ist.

      • Sportpapi sagt:

        @Katharina: Weisst du jetzt mehr?

      • Katharina sagt:

        Worüber? Hleikoptereltern? da fand ich in diesem Artikel nichts dazu…. Und die Waschanleitung ist auf serbo-kroatisch geschrieben..nix verstan.

      • Widerspenstige sagt:

        🙂
        Katharina, ich auch nix verstan, aber die Kroaten haben gegen die Iren 3:1 gewonnen bei der EM! Die geben den Iren eins aufs Dach auf dem heiligen Fussballfeld. also bitte mehr Respekt gegenüber der Kroatischen Minderheitssprache.

        Ich übe mich sowieso in Bälde im Chinesisch lernen, damit ich Vertragsklauseln in Zukunft lesen kann…denn die Chinesen breiten sich wie die Heuschrecken gen Westen aus und werden unser Schulsystem kippen. Das wird ein Desaster werden, oje oje….

        It’s midnight and here I found http://www.youtube.com/watch?v=MjUqfRrWwcM moody blues – nights in white satin

      • Katharina sagt:

        ich wollte nicht die Kroaten oder Serben verunglimpfen. Aber ein bisschen zünden wegen den Spannungen mit Leuten bei Euch aus den Ländern.

        Bei uns ist LA Pride Weekend. Eine Freude! und sonnig warm (23 C).

  • Emanuel sagt:

    Darüber wie man Schulen, Schüler und Lehrpersonen von der Funktion der (sozialen) Auslese erlösen könnte, mag leider niemand nachdenken. Schade.

  • Emanuel sagt:

    Sogenannt bildungsferne Schichten werden damit ohne weiteres ausgeschlossen, denn wählen können wird, wer das nötige Wissen und die nötigen Kapazitäten dazu besitzt. also werden sich die richtigen sozialen Schichten in den richtigen Schulen finden, wo sie dann Kunden sind. Abgesehen von einzelnen pädagogischen und sozialen Inseln steht zu befürchten, dass Schulen mit ihren Schülern dann ähnlich umgehen wie die Krankenkassen mit Risikopatienten. Dann muss der Staat wieder Regeln einführen etc. etc. Man sollte grobe Fehler lieber nicht zweimal machen.

  • Emanuel sagt:

    Ein Aspekt wird bei der Diskussion von allen Parteien vernachlässigt: Die Staatsschule soll nicht nur bilden, sondern auch auslesen. Stichwort: Sek A B C , Langzeitgymi etc. Diese Auslese nach Leistung ist zwar ein Mythos, aber die Gesellschaft verlangt dies. Schon nur später als nach 6 Schuljahren zu selektionieren ist quasi ein Tabu. Diesen Selektionsprozess zu umgehen, ist ev. ein ungesagtes Motiv der freien Schulwahl. Damit nimmt die Mittelschicht mit ihren nicht unberechtigten Statusängsten die Selektion in ihre eigene Hand. Denn nun wird man die Schule nach sozialem Muster wählen können.

    • Widerspenstige sagt:

      @Emanuel:’…Die Staatsschule soll nicht nur bilden, sondern auch auslesen…‘
      Sie befürworten also Selektion, weil ‚die Gesellschaft dies verlange‘?
      Sind Sie sich da so sicher, dass ‚die Gesellschaft‘ dies genau so sieht wie Sie?
      Wer verkörpert Ihrer Meinung nach ‚die Gesellschaft‘?

    • Sportpapi sagt:

      Die Gesellschaft verlangt doch keine Auslese. Aber aus Sicht der Stoffvermittlung hat sich das offenbar bewährt. Weil einigermassen homogene Klassen intensiver gefördert werden können.

    • Emanuel sagt:

      Ich befürworte die zu frühe Selektion an der Volksschule keineswegs. Sie findet nur statt. Wegsehen bringt deswegen ebenso wenig wie in Scheinoasen flüchten.

  • Katharina sagt:

    Ich bin mir etwas unschlüssig. Eigentlich begrüsse ich die freie Schulwahl, schon weil verschiedene pädagogische Ansätze für das eine Kind passen, das andere nicht, und der öffentliche Ansatz das alles ganz einfach nicht unter einen Hut (auch finanziell) bringen kann. Dabei halte ich das Argument der ‚Fragmentierung‘ der Gesellschaft nicht für stichhaltig. Ganz einfach, weil die uniforme Gesellschaft nicht existiert.

    • Katharina sagt:

      Andererseits ist wirklich nicht zu unterschätzen, dass öffentliche Schulen zur zweiten Klasse werden können. Weiter finde ich, dass Bildung nicht for profit vermittelt werden darf. In dem Sinn müsste eine solche Initiative auch beinhalten, dass private Institutionen daraus keinen Profit erwirtschaften dürfen, sondern nur kostendeckend und mit fairen Salären Gebühren erheben dürfen. die Initiative müsste demnach auch eine Aussage über die Rechtsform privater Schulen machen müssen.

    • Katharina sagt:

      Was ich im Artikel vermisse ist, wie die Initiative inhaltlich ausschaut, wie die Gutschriften an private Schulen geregelt sind, wie Qualitätsstandards gewährleistet werden usw. Er ist inhaltlich etwas zu sehr wischi waschi, eine Aufzählung von Postulaten, ohne diese etwas zu begründen. e.g. warum etwa die Sexualerziehung in der heutigen Form nicht adäquat sei, warum eine Benachteiligung der Knaben bestehe, warum es so sei, dass die Eltern ihre Kinder in den Hausaufgaben unterstützen müssten, obwohl dies ja Aufgabe der schule sein soll, welche Erwartungen werden da an die Eltern gestellt?

    • Katharina sagt:

      Was ich im Artikel vermisse ist, wie die Initiative inhaltlich ausschaut, wie die Gutschriften an private Schulen geregelt sind, wie Qualitätsstandards gewährleistet werden usw. Er ist inhaltlich etwas zu sehr eine Aufzählung von Postulaten, ohne diese etwas zu begründen. Beispielsweise warum etwa die Sexualerziehung in der heutigen Form nicht adäquat sei, warum eine Benachteiligung der Knaben bestehe, warum es so sei, dass die Eltern ihre Kinder in den Hausaufgaben unterstützen müssten, obwohl dies ja Aufgabe der Schule sein soll, welche Erwartungen werden da an die Eltern gestellt?

    • Katharina sagt:

      Was ich im Artikel vermisse ist inhaltliches zur Initiative. Wie sind Gutschriften an private Schulen geregelt? Wie wird Qualität gewährleistet? Er ist etwas zu sehr eine Aufzählung von Postulaten, ohne diese etwas zu begründen. Beispielsweise warum etwa die S3xualerziehung in der heutigen Form nicht adäquat sei, warum eine Benachteiligung der Jungen bestehe, warum es so sei, dass die Eltern ihre Kinder in den Hausaufgaben unterstützen müssten, obwohl dies ja Aufgabe der Schule sein soll? welche Erwartungen werden da an die Eltern gestellt?

    • Katharina sagt:

      vielleicht eine Frage: welche Klassengrösse ist für Kinder optimal?

      Zudem, was ich aus meiner Optik sagen muss: es gibt klare Bestrebungen, Qualitätserziehung zu rationieren, denn das einfachste Mittel zur manipulierbaren Masse ist, diese ungebildet zu lassen.

      und ohne Bildung ist Demokratie nicht wirklich machbar, nicht?

      Also…. Vorsicht.

      • CoBo sagt:

        Zu den beiden Themen:

        1. Profit: Die staatlichen Beiträge wären gleich hoch wie für staatliche Schulen, und die Schulen dürften kein zusätzliches Geld verlangen von den Eltern! Damit fallen die profitorientierten Schulen schon mal automatisch weg: die werden das Geld nicht nehmen.

        2. Qualitätskontrolle: Vielleicht gäbe es ja auch noch neue Schulen, aber einige existieren ja auch schon! Und da stellen die Fragen sich ja schon heute: Es gibt Rahmenbestimmungen, die Schulen müssen eine Zulassung haben, und es wird durchaus auch kontrolliert.

        Ansonsten ist Offenheit für Neues ja auch gewollt!

    • Katharina sagt:

      …und der teil, der sich mit dem Artikel in seiner Substanz auseinandersetzt hängt in der Schlaufe.

  • Katharina sagt:

    „Die Schüler aus sozialen Randgruppen und insbesondere aus Migrationsfamilien werden in ihrer schulischen Karriere erheblich benachteiligt.“ Die Mehrheit der Immigranten kommt aus Deutschland, oder nicht? ich bitte nun um eine Erklärung, warum diese aus einem anerkannt guten und soliden Bildungssystem, das dem schweizerischen nicht unähnlich ist, nun in der Schweiz benachteiligt sein sollen. Da wird doch wieder einmal das Klischee des depperten (‚bildungsfern‘) aus einem anderen Kulturkreis gezimmert oder nicht?

    • Brunhild Steiner sagt:

      … damit sind wohl eher die Migrationsfamilien aus dem Osten gemeint,
      und von denen wiederum die bildungsfernen bis bildungsfeindlichen,
      denn dann hat es ein Kind, welches zuhause nicht mal in seiner Muttersprache gefördert wird,
      wirklich nicht ganz einfach…
      um unsere Migranten aus dem Norden müssen wir uns glaub diese Sorgen nicht machen.

      • Katharina sagt:

        ist mir schon klar, wer gemeint ist….. aber auch so…. sind alle Ungarn die zu euch kommen bildungsfern? die Polen, die aus dem Balkan? oder die arabischen, die ihre Kinder in teuren Privatschulen am Genfersee unterrichten lassen, oder die Angelsachsen, die dazu meist jene Schule in der Zürcher Agglomeration wählen?

        es gibt auch bildungsferne Schweizer die ihre Kinder vermurksen. und steinreiche Schweizer, die das auch machen. darum geht es mir.

        es wird mit diesem pauschalausdruck eben dieses Bild erzeugt, die, die einwandern seien nicht integrationswillig oder integrierbar.

      • Sportpapi sagt:

        @Katharina: Sind alle Ungarn, Olen etc bildungsfern? Nein. Aber der Kehrschluss gilt dann schon. Unter den Bildungsfernen, die wir während Jahrzehnten zunehmend hatte, sind sehr viele Migranten aus den entsprechenden Ländern.

      • Katharina sagt:

        Kehrschluss…. klar, so wie früher die Italiener, die Spanier und die Portugiesen.. nicht zu vergessen die ‚tschinggen und fecker‘ nicht wahr? Ihr merkt es nicht einmal.

        aus Zürcher Perspektive sind ja die Urner auch bildungsfern. ‚Innerschiiizer‘ ausgesprochen in diesem nur Zürchern eigenen Ton.

        ich sagte ja schon die deutschen seien die Mehrheit der Einwanderer….

      • Sportpapi sagt:

        @Katharina: Aber die Probleme, mit denen viele Schulen in der Schweiz in den letzten Jahren zu kämpfen hatten, die wurden nicht durch Deutsche verursacht. Wenn in einer Schule, wie der, an der ich angestellt war, 70% der Schüler zuhause nicht deutsch sprechen, viele tatsächlich aus „bildungsfernem“ Elternhaus stammten, dann gibt das tatsächlich Probleme, die du nicht einfach wegdiskutieren kannst.

      • Katharina sagt:

        eben… die Probleme, die auf fehlerhaften Reformen beruhen, werden nun den Immigranten in die Schuhe geschoben….etwa, warum 70% der Schulklasse fremdsprachig ist, was ja sicher eine Entscheidung der Schulbehörde ist, weil sie ja so etwas wie demographische Balance noch nie gehört hat…. bzw. die Allokation von Schulgeldern abhängig vom Schulbezirk ist. tax bracket und so….

      • Sportpapi sagt:

        @Katharina: In der Schweiz gehen die Leute da in die Schule, wo sie wohnen. Und natürlich erhalten diese „belasteten“ Schulen dann mehr Ressourcen. Mit den Reformen hat all das aber gar nichts zu tun, nur mit Zuwanderung.

      • alien sagt:

        In der Tat, Sportpapi, ist es die Aufgabe der Schule, die Kinder zu unterrichten und zu fördern, die da sind. Wenn das vornehmlich Kinder sind, die zuhaus keine rechte Förderung erhalten, die, die zuhaus meist nicht deutsch reden, he, dann muss man feststellen, dass vornehmlich Kinder aus dieser Art Familien zur Schule kommen und damit arbeiten! Die Schule darf sich nicht an einem überkommenen Idealschüler orientieren. Das ist nicht nur unfair und rassistisch, das ist einfach falsch. Weil so weder der Migrantensohn noch der Indigene anständig gefördert werden. Katharina liegt richtig.

      • Sportpapi sagt:

        @Alien: Aber die Schule fördert doch schon heute sogenannt „benachteiligte“ Kinder weit mehr als andere. Nur kann sie halt auch keine Wunder vollbringen, wenn von zu Hause gar nichts kommt. Und aus dem Elternhaus entfernen geht ja wohl auch nicht, da gibt du mir doch recht, oder? Also, konkret, was muss denn die Schule noch tun? Ist es nicht eher so, dass zuletzt die leistungsfähigen Schüler vernachlässigt wurden, da diese in letzter Zeit nie Ziel der Reformen waren (sondern im besten Fall nicht darunter leiden müssen). Also, bring doch mal konkrete Vorschläge.

      • alien sagt:

        Alle fördern. Gute, Schnelle, Langsame, Schwache, Solche, die kein Deutsch können, solche, die nicht rechnen können und die andern auch. Unspezifischer Rat. Ja, schon, aber die herkömmlichen Rezepte sind nicht mehr so tauglich.

      • Katharina sagt:

        Sportler, es war schon vor der grossen Immigrationswelle so, dass die auf der teuren Seite des Kantons die besseren schulen hatten, wegen dem höheren Steuerertrag. wenn schon öffentliche schulen, dann bitte so, dass der stutz nicht abhängig vom Steuerertrag der Gemeinde ist, sondern davon, wie viele Leute dort wohnen und wie der ethnische Mix ist.

        Beverly Hills hatte nie ein Problem, seine Schulen zu finanzieren, und das obwohl die creme ja nicht mal in die öffentlichen geht.

        the Watts mit weit mehr Einwohnern hat die lausigste Schulinfrastruktur. beide sind im selben Bezirk.

      • Katharina sagt:

        und komme mir nun bitte nicht damit, in der Ch liefe das ganze GANZ anders ab. tut es nämlich gar nicht. die Geldallokation ist zb das selbe Problem. setz dich einmal mit affirmative action auseinander. ihr seit nun einmal ein Einwandererland geworden so wie Amerika und ihr müsst euch mit dem gleichen Problemen auseinander setzen wie wir. also studiere doch unsere Erfahrung, die etwas länger ist mit diesen Problemen. ok?

      • Sportpapi sagt:

        @Katharina: Ich der Schweiz läuft das ein bisschen anders, tatsächlich. Es ist der Kanton, der die Anzahl Lehrer und damit das Betreuungsverhältnis definiert. Es kann also eine reiche Gemeinde weder mehr Lehrer anstellen, noch diese besser bezahlen. Im Gegenteil. Nach einem ausgeklügelten Schlüssel gelten für belastete Gemeinden eben andere Regeln, haben sie mehr Lehrerprozente zur Verfügung. In meiner Gemeinde wollte man mal die Schulleiter besser bezahlen, durfte aber nicht, weil man damit gegen kant. Vorschriften verstossen hätte, die eben einen Ausgleich schaffen sollten.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Katharina:
        der Einfluss des Elternhauses sollte schon nicht unterschätzt werden,
        ich weiss von einigen Eltern die nach jahrelangem Aufenthalt hier immer noch keine einzige unsrer Landessprachen so beherrschen dass eine tiefere Kommunikation möglich wäre.
        Für Elterngespräche brauchts dann einen Dolmetscher, und ab einem gewissen Alter spielen die Kinder den Dometscher.
        Hier wünschte ich mir manchmal schon zwangsverordnete Sprachkurse,
        wanderte ich in eines dieser Länder aus würde mir niemand einen Dolmetscher stellen, sondern alle
        – zu Recht!- erwarten dass ich ihre Sprache lerne!

  • Kim Müller sagt:

    Freie Schulwahl – heisst auch freie Schülerwahl? Schwierige Kinder können outgesourced werden?
    Das sollte die Schulen doch freuen?

  • Eugen Rippstein sagt:

    Was wenn die öffentliche Schule doch einmal nicht von der hier so gelobten Qualität ist:
    1.Kind Primar i.O. 1.,2.Sek Sek-Lehrer mit Alkoholproblem –>> 3.Sek Privatschule
    2.Kind 4.-6. Prima in jedem Zeugnis eine andere Unterschrift, 8 Lehrpersonen ->> Sek als Privatschule um der Tochter das heiss gewünschte Kindergärtnerinnenseminar micht zu vermrmasseln.
    3.Kind Primar i.O. 1. Sek katastrophal der Seklehrer beendete den Schuldienst 1/2 Jahre später wegen psychischer Probleme
    –>> ab 2.Sek Privatschule
    Ich war vorher ein heisser Verfechter der Volksschule!! Aber heute bin ich nachdenklich

  • Löi sagt:

    Das Fach Französisch muss für das Niveau C resp. Real. muss weg oder als Wahlfach gelten. Gilt ab dem 7. Schuljahr!

  • Mirjam sagt:

    Kann ich mir als Lehrperson auch die Schüler aussuchen und darf ich die „nicht existenten“ Problemschüler an eine Privatschule überweisen?
    Nein!

  • Dieter Rellstab sagt:

    Statt freie Schulwahl ein zu führen sollte man Strukturen wie die unqualifizierte Schulpflege abschaffen und durch eine qualifizierte Betreuung ablösen. Dann braucht es neue pädagogische Konzepte (es bestehen viele gute) die flächendeckend einzuführen sind. Genau so wie es in anderen Berufen Neuerungen gibt die „neugelernt“ werden müssen, sollten die Lehrpersonen auch auf den Stand gebracht werden. Ich denke nicht, dass die freie Schulwahl der richtige Motor ist. Ich glaube mehr, dass der Schlüssel bei der Lehrperson liegt, die eine starke Unterstützung (politisch) und (fachliche) Dialog bra

  • Christoph Ziegler sagt:

    Die Initiative tönt ja vielleicht gut, aber aufgepasst, es ist eine Mogelpackung. Die Privatschulen bekämen gleich viel Geld wie die Staatsschulen, aber sie müssen sich nur an den sehr unverbindlich abgefassten Lehrplan halten. Wo bleibt die staatliche Kontrolle? Da gibt es z.B. keine vom Volk gewählte Schulpflege, der Bürger hat nichts mehr zu sagen. Ausserdem hat die Staatsschule eine Angebotspflicht, die Privatschule nicht. Diese Initiative ist bei genauerem Hinsehen eine Rosinenpickerei der Privatschulen und schadet der Volksschule. Das wollen wir nicht!

    • CoBo sagt:

      „Wir“??

      Die Wahl, die Sie ansprechen, findet dann zwar nicht in Form von Wahlen statt, aber durch die Schulwahl! Und zwar für die jeweils direkt Betroffenen. Wieso soll man auch noch, durch formelle Wahlen, anderen vorschreiben was für sie gut zu sein hat?

      Ansonsten ist es natürlich korrekt dass der Staat nur einen Rahmen vorschreibt, nicht alle Details, denn sonst gäbe es ja von Anfang keinen Freiraum mehr für verschiedene pädagogische Konzepte.

      Nicht vergessen: Lehrer/innen sind ausgebildete Fachleute, nicht nur Multiplikations-Automaten für vorgegebene Schablonen!

  • Erika B. sagt:

    Ich verstehe einfach nicht, warum die Volksschul-Befürworter immer gleich ins Schlottern kommen über diese Initiative, die zurzeit durch die Kantone wandert.
    Klar, freie Schulwahl, das hat etwas Provokatives. Aber im Kern geht es m.E. darum, andere, freie Schulen für ihre Leistungen anzuerkennen und Finanzierungsmöglichkeiten zu schaffen. Wie das dann im Detail aussieht, steht mit einer Initiative ja gar nicht fest. Warum also nicht etwas Luft in die Diskussion um Schulen und Lerninhalte bringen? Das tut doch gut?!!

    • Brunhild Steiner sagt:

      Ich sehe niemanden „schlottern“, aber viele die keine oberflächlichen Lösungen wollen,
      und nicht bereit sind dafür Geld zu investieren.
      So wie es im Übrigen bei allen Abstimmungsvorlagen die in der Regel immer per „ja“ oder „nein“ zu beantworten sind, der Fall ist, ohne dass die eine oder andere Seite am rumschlottern und unter Luftverschaff-Bedarf steht.

  • Silke Kollewijn sagt:

    Sehr geehrte Frau Klee!
    Warum muss man Privatschulen mit dem Ideologiestempel aburteilen? Es steht bei diesen nur das Kind und dessen Bildungsbedürfnisse im Vordergrund.Jedes Kind hat Recht auf die Bildungsmethode, die für es am Besten ist. Ohne Beanchteilung. Der Staat hat die Pflicht, jedem Kind dieselben finanziellen Mittel für seine Bildung zur Verfügung zu stellen.
    Eltern, deren Kinder eine Privatschule besuchen, werden die dafür ausgegebenen Kosten nicht einmal von der Steuer abgezogen, die Privatschulen nicht einmal bezuschusst: Diskriminierung der eigenen Bürger!

    • Brunhild Steiner sagt:

      Das mit der fehlenden Kostenanerkennung finde ich ebenfalls ärgerlich und nicht ganz okay, besonders wenn Kinder mit irgendwelchen Behinderungen auch auf Anraten der Schule/Schulpsychologen in die Privatschulen „ausgelagert werden müssen“, weil die staatliche eben allem Gerede zum Trotz nicht immer die nötigen Ressourcen zu einer wirklich guten Begleitung hat.
      Aber dazu hätte eine Initiative für Schulkostenabzug unter einem bestimmten Einkommen/Vermögen doch auch gereicht,
      so was würd ich mit „ja“ abschicken.

      • CoBo sagt:

        Und warum nicht generell? Auch an staatlichen Schulen müssen Reiche doch nicht extra Schulgeld bezahlen? Sie bezahlen ja (wenn sie sich nicht drücken! 😉 ) doch eh schon höhere Steuern!

        Die Initiative ausserdem schon eine „Gewinn-Bremse“: WENN eine Schule Gelder vom Staat bekommt, dann muss sie mit diesen Geldern auch auskommen und darf keine zusätzlichen Beiträge von den Eltern fordern!

        Die gewinnorientierten „Reichen-Schulen“ fallen damit von Anfang an weg, denn sie werden niemals mit den bezahlten Beträgen zufrieden sein.

  • Kurt Schmid sagt:

    Dazu braucht es mehr Autonomie in den Schulen, damit es zu kindergerechten Reformen kommen kann – Chancengerechtigkeit herstellen. Hier handelt es sich um reine Worthülsen.
    Was kann und wird die Folge sein, wenn Eltern mit einer Erziehungsgutschrift auf die Suche für die passende Schule für ihr Kind gehen? Es werden Schulen entstehen bei denen es nur um den Kommerz geht, es werden noch mehr Religionsschulen aus dem Boden schiessen. Schulen werden durch gutes Marketing und nicht durch Qualität hochgejubelt und „Erfolgreich“ sein. Brauchen wir das wirklich?

  • Blitz Blank sagt:

    Hier noch ein schönes Beispiel zum Thema männliche Rollenvorbilder:

    http://www.tagesanzeiger.ch/kultur/diverses/Wovor-FilmBoesewichte-sich-fuerchten/story/27888405

  • Carina sagt:

    DIe freie Schulwahl führt uns nur noch weiter in eine Zweiklassengesellschaft. Individuelle Förderung und pädagogische gute Betreuung soll und MUSS in der öffentlichen Schule weiterhin Platz haben !! Lehrpersonen sollte darin unterstützt werden sei und genügend Zeitressourcehn dafür einsetzen können ohne das es für sie zur Belastung wird. Lehrpersonen, Kinder und Eltern profitieren von der Heterogenität an einer Schulen. MIttels freie Schulwahl gefährend wir dieses gewinnbringende Potenzial.

    • Remo sagt:

      ehm, ich würde meinen, das heutige Schulsystem führt in eine Zweiklassengesellschaft. Wer sich eine private Schule leisten kann, machts, ausser sie stehen dem Grundgedanken einer klassen-übergreifenden Volksschule aus ideologischen Gründen nahe.

  • Lukas Sutter sagt:

    Warum genau sollen Harmos, Frühfranzösisch und Sexualkunde negativ sein? Eine Begründung ist hier offenbar überflüssig, weil es eh nur sinnlose ideologische Behauptungen von Ewiggestrigen sind. Und was heisst hier undemokratisch? Weil es gegen den Willen der Volchspartei geschehen ist?? Die Kantonsregierungen sind demokratisch gewählt und die Kantonsparlamente, die auch zugestimmt haben ebenfalls!
    Und es ist die Aufgabe des Staates, die bestmögliche öffentliche Schule zu gewährleisten und sicher nicht, den Sprösslingen der Reichen auch noch ihre Privatschule zu bezahlen.

    • Fred Hürlimann sagt:

      Meine Worte

      Wir haben die bestmögliche öffentliche Schule und versuchen sie kontinuierlich weiter zu verbessern. Indem wir mit der Zeit gehen (Frühenglisch/französisch, zb.), gesellschaftliche Funktionen übernehmen (Sexualkunde) und Schulsystem harmonisieren, dass wenn eine Familie zb. den Kanton wechselt ein möglichst reibungsloser Übergang möglich ist.

      Was soll daran negativ sein?? Nur weil irgendwelche Fundis gerne frühere Zeiten zurück hätten, soll nicht ein funktionierendes System ausgehöhlt werden. Sollen sie dafür bezahlen wenn sie eine Extrawurst wollen, fair enough! aber nicht wir

  • Vor einer Tatsache sollte eine Gesellschaft nicht die Augen verschliessen: es gibt einen Teil Kinder und damit auch ihrer Familie, die heute massiv unter der Schule leiden! Aus welchen Gründen auch immer! Es braucht keine Schuldzuweisungen, keine Pauschalverurteilungen. Tatsache ist auch, dass für ein Teil (nicht alle) dieser Kinder der Besuch einer Privatschule eine grosse Entspannung der Situation bringen kann. Dies sollte schon im Eigeninteresse einer Gesellschaft Grund genug sein, alternative Angebote zu unterstützen – den letzlich lassen sich längerfristig so Kosten sparen.

    • Brunhild Steiner sagt:

      was sich aber auch ohne freie Schulwahl effizient für diese Einzelfälle lösen liesse

      • Wenn dies der Realität entsprächen würde, dann bräuchte es gänzlich freie Schulwahl tatsächlich nicht. In Tat und Wahrheit aber sind die Eltern in den meisten Fällen auf sich gestellt und suchen Lösungen. Und haben grosses Glück, wenn sie sich das Schulgeld leisten können. Freie Schulwahl würde die Chancengleichheit und Gerechtigkeit herstellen, nicht untergraben! Und lange nicht alle würden Schule wechseln wollen – oder ist sich die öffentliche Schule so unsicher über die Qualität ihres Unterrichts, dass sie dies befürchtet?

      • Sportpapi sagt:

        Welche Art von Problemen mit der Schule könnten denn bei freier Schulwahl gelöst werden? Weshalb geht das nicht auch innerhalb der Volksschule? Und: Wie sollen dank der freien Schulwahl plötzlich alle Therapien hinfällig werden, wie hier immer wieder geschrieben wird?

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi:
        wie schon erwähnt, oft bringt eine kleinere Klasse schon viel Ruhe,
        und da haben nun mal private Anbieter die Nase vorn!

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Judith Meuwly Correll:
        wie ebenfalls schon erwähnt
        dann wäre es sinnvoller eine Initiative zu Steuerabzug bei Privatschulbesuch
        (unter einem gewissen Vermögen/Einkommen) zu lancieren.
        Diese würde vermutlich auf mehr Zustimmung stossen. Auf meine auf jeden Fall.

      • Sportpapi sagt:

        @BS: Wie kann man denn bei gleichem Budget und gleichen Vorgaben kleinere Klassen machen? Auf Kosten der Lehrer?

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi:
        meine Antwort bezog sich auf diese Ihrer Fragen:
        „Welche Art von Problemen mit der Schule könnten denn bei freier Schulwahl gelöst werden?“-
        bei freier Schulwahl entscheiden nicht meine Finanzen
        ob ich ein Kind, welches mit den heutigen Klassenverhältnissen,
        in Kombination mit seinen Problemen, total überfordert ist,
        dann eben in eine Privatschule mit kleinerer Klassengrösse schicken kann.
        Und somit wäre dieses Problem gelöst.
        Fürs andere plädiere ich für Budgeterhöhung.

      • Sportpapi sagt:

        Ja aber bei freier Schulwahl, wie es jetzt zur Abstimmung kommt, sind doch die Budgets pro Schüler fix. Die Privatschulen dürfen ja nicht mehr verlangen.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi:
        ich bin mir nicht ganz sicher ob wir aneinandervorbeireden?
        Privatschulen haben schon heute kleinere Klassen, und ich nehme nicht an dass sich nach Annahme der Initiative daran etwas ändern würde.
        Die Budgeterhöhung wünsche ich mir dringend für die Volksschule!

      • Sportpapi sagt:

        Es werden ja nicht alle Privatschulen bereit sein, für den vorgesehenen Betrag Schüler anzunehmen. Sie dürfen ja kein Zusatzgeld verlangen. Wenn also die Privatschulen gleich viel Geld pro Schüler haben wie die öffentlichen, kann ich mir nicht erklären, wie sie kleinere Klassen finanzieren können, ausser durch tiefere Löhne.

      • Katharina sagt:

        „ich bin mir nicht ganz sicher ob wir aneinandervorbeireden?“ – das ist bei ihm ständig das Problem….

      • Sportpapi sagt:

        @Katharina. OK. Und dann wird unter Erwachsenen mal geschaut, ob die Prämissen stimmen. Kannst du das auch?

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi:
        es geht jetzt einfach mal um die kleinere Klassengrösse welche sehr viel entspannen kann-
        könnten Sie dazu mal Stellung nehmen ohne auf andere Schauplätze (Finanzierung) auszuweichen?

        Die kleinere Klassengrösse ist nun mal für einige Kinder sehr matchentscheidend!!!
        Also, einverstanden oder nicht?

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Das Geld ist in unserer Volksschule nicht das Problem! In den Steiner-Schulen steht pro Kind entschieden weniger Geld zur Verfügung, trotzdem sind diese Schulen erfolgreich und meistern die Herausforderungen mit den unterschiedlichsten Schülern entschieden besser. Es ist eine Frage der Qualität des Unterrichts, der Motivation der Lehrer/Innen, zeigen übrigens auch Studien im Ausland immer wieder. Im Spiegel gibt es welche, mag sie jetzt aber nicht suchen.

      • Beno sagt:

        @Pippi

        Sie meistern dies hier in der CH, weil ihre Lehrer konstant fast auf ihrem Zahnfleisch laufen und bereit sind zu einem lächerlichen Lohn zu arbeiten du weisst schon… „Camp Hill Ideologie“und so…der Turnleher gibt noch Englisch und so …und Ch*ristusimpuls und so… und Basar und so …und jeden kennen und so…und Burnout und so

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ich finde auch, dass dort oft Selbstausbeutung betrieben wird. Deshalb ist die freie Schulwahl wichtig und nötig, damit die Schulen gleichgestellt sind und niemand auf dem Zahnfleisch gehen muss. Auch Privatschulen sollen öffentliche Subventionen erhalten, wenn sie bestimmte Anforderungen erfüllen.
        Ich hab das Beispiel gebracht, weil ich damit zeigen wollte, dass es keine Frage des Geldes ist, ob jemand guten Unterricht erteilt oder nicht. In den Reformschulen wird das getan trotz der prekären finanziellen Verhältnisse.

      • Sportpapi sagt:

        @BS: Ja, einverstanden, Kleinklassen sind natürlich ein Vorteil, in vielerlei Hinsicht. Für mich ist es deshalb auch unverständlich, dass man sie aufgelöst hat. Wie viel allerdings kleine Klassen tatsächlich bringen, weiss ich nicht. Aber ich wiederhole noch einmal – und verstehe definitiv nicht, weshalb Sie das einfach nicht verstehen wollen – wenn die Privatschulen und die öffentlichen Schule gleich viel Geld pro Schüler haben, gleiche Auflagen, wie aktuell ja gefordert. Dann können kleinere Klassen nur finanziert werden, wenn Lehrer billiger arbeiten. Und das ist eher keine gute Idee!

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ich darf hier wieder mal daran erinnern, dass die Löhne der Lehrer in der CH weltweit die Höchsten sind, mit Ausnahme von Japan. Kein Gejammer bitte!

      • Sportpapi sagt:

        @Pippi: Und ich darf daran erinnern, dass die Schulen händeringend nach Lehrern suchen, obwohl immer mehr ausgebildet werden. Dabei ist der Lohn sowie die Aufstiegesmöglichkeiten definitiv ein Faktor. Neben anderen.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Das glaub ich eben nicht, dass der Lohn das Problem ist. Ich denke viel eher, dass es für jede engagierte Person, die gerne unterrichten möchte, weil sie Kindern echte Zuneigung entgegenbringt, abschreckend ist, in dieses System hinein zu gehen. Die öffentliche Schule ist eine Dauerbaustelle, seit mehr als einem Jahrzehnt, die älteren Semester haben oft längstens resigniert und tun Dienst nach Vorschrift und die Jungen seilen sich gleich wieder ab, weil der Mief in den Schulen sie abschreckt. Die Zyniker sind oft die Einzigen, die bleiben, zum Schaden der Kinder.

      • Sportpapi sagt:

        Eben, neben anderem. Vielleicht hast du recht. Was ich meist höre sind aber auch Probleme mit schwierigen Kindern, disziplinarische Sorgen weit weg vom „unterrichten“, Probleme mit fordernden Eltern, fehlender Respekt und Wertschätzung für die grosse Arbeit, die in der Schule geleistet wird, was sich teilweise auch im persönlichen Umgang zeigt..

  • Helga Klee sagt:

    Statt Chancengleichheit (wie postuliert) schafft die Initiative mehr Ungleichheit und sie gibt ideologisch ausgerichteten Schulen auftrieb. Statt Bildungsvielfalt bewirkt sie die Schwächung der öffentlichen Schulen.
    Ich will auf gar keinen Fall, dass die öffentlichen Schulen Gefahr laufen, ein Auffangbecken für bildungsfernere Schichten zu werden. Ich will gute öffentliche Schulen, die fördern und Leistung fordern, öffentliche Schulen mit einer hohen Bildungsqualität für alle. Hand aufs Herz, wer macht denn die gute Schule? sie wird von motivierten Lehrpersonen gemacht. Unterstützen wir sie.

    • marie sagt:

      ich bin zwar mit meiner gesinnung links, aber hier meine ich ganz eindeutig: daumen hoch frau klee!
      wäre sogar bereit dafür mehr steuern zu bezahlen, da die öffentliche schule eine gute sache ist.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Motivierte Lehrpersonen 🙄 Witz des Tages……..

      • Brunhild Steiner sagt:

        ehm, also unter einer motivierten Ägäisbesucherin stelle ich mir nun auch was anderes vor?
        Geniessen Sie Ihre Ferien, das Schlagabtauschen kommt dann noch früh genug wieder!

      • marie sagt:

        die lehrer die ich kenne pippi sind alle sehr motiviert. aber es klingt bei denen unisono: problemschüler gibt es nicht oder kaum. das hauptproblem sind die eltern. und darunter leiden am ende die schüler selbst.
        schöner urlaub!

      • tststs sagt:

        naja, bei solch einer Einstellung eines Elternteils würde mir die Motivation auf vergehen…

      • Sportpapi sagt:

        Pippi hat eben in der langen Schulkarriere ihrer hochbegabten Kinder nur schlechte Erfahrungen mit Lehrpersonen gemacht, zumindest in der Volksschule. Sie muss wirklich unglaublich Pech gehabt haben…

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ja, offenbar hatte ich das. Wenn ich mich aber austauschte mit andern Eltern solcher Kinder, merkten wir jeweils schnell, dass das Ganze System hat. Aber ich will hier nicht näher darauf eingehen, für mich ist das eine gemähte Wiese und den Spott, Sportler, kannst du dir auch sparen. Ich weiss, dass solchermassen begabte Kinder vielerorts Neid wecken, nicht nur bei andern Eltern, sondern auch bei Lehrern! Es ist halt eine besondere Herausforderung für durchschnittlich Begabte, überdurchschnittlich Begabte zu unterrichten!

      • Sportpapi sagt:

        Nein, Pippi, es ist eine Ehre. Ich könnte mir nichts schöneres vorstellen, als Hochbegabte auf einem Teil ihres Weges zu begleiten – mache ich zum Beispiel auch im Sport. Nur weiss ich auch, dass ganz viele „Hochbegabte“ das eigentlich gar nicht sind, weil ihnen das wichtigste dazu fehlt. Motivation und Leistungsbereitschaft. Für mich ist es ganz seltsam, wenn es Hochbegabte nicht schaffen, sich in einer normalen Klasse zu positionieren und zu behaupten.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Du hast dich offensichtlich zu wenig mit dem Thema beschäftigt, sonst würdest du sowas nicht behaupten, Ende der Durchsage!

        Nur eins noch: Wenn verschiedene, voneninander unabhängige und auf darauf spezialisierte Leute bei Kindern einen IQ weit über 130 feststellen, sind das Tatsachen, keine Wunschträume der Eltern. Der Lebensweg meiner Kinder jetzt, wo sie erwachsen sind, bestätigt übrigens diese frühe Diagnose.

      • Katharina sagt:

        SP, also bitte. auch wenn Pippi und ich manchmal im Clinch sind, finde ich, du machst hier einen ganz billigen. Aus meinem Austausch mit ihr weiss ich wie willkürlich und auf Mittelmass drückend die Schulbehörden machen. Wenn du nun sagst „dass ganz viele “Hochbegabte” das eigentlich gar nicht sind, weil ihnen das wichtigste dazu fehlt: Motivation und Leistungsbereitschaft“ dann greifst du Pippi und besonders ihre Söhne direkt persönlich an, ohne zu wissen wie es war. du unterstellst, dass ihre Söhne wimps seien.

      • Katharina sagt:

        ich attestiere hier, dass dem ganz und gar nicht so ist. ganz im Gegenteil ist es so, dass sie es trotz den Behörden schafften, und dazu sehr ansehnlich. Also lass diese billigen Unterstellungen. klar?

        Zu den Mechanismen hat Pippi das besser ausgeführt. Und es deckt sich mit der Erfahrung anderer Eltern. das nun mit einem billigen Affront zu negieren ist….well..stupid. Kann es sein, dass dir die Ehre, hochbegabte zu betreuen, nie gegeben werden kann?

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi:
        „Für mich ist es ganz seltsam, wenn es Hochbegabte nicht schaffen, sich in einer normalen Klasse zu positionieren und zu behaupten.“
        Kann ich, wenn Sie das auf sportlich hochbegabt beziehen, nachvollziehen-
        aber nicht bei den anderen, so einfach und flockig ist dieses Szenarion eben nicht, jedenfalls wenn es sich um abgeklärte Hochbegabung handelt und nicht bloss um die Überzeugung der Eltern ihr Kind sei das (wobei es auch dann schwierig wird, aber eher von den Eltern her und nicht vom Kind!).

      • Valeria sagt:

        Aus meiner eigenen Erfahrung:
        Die Primarschule war für mich der Horror, mir war langweilig. LANGWEILIG. Es ist extrem frustrierend, wenn du für eine Aufgabe eine Stunde Zeit bekommst und nach nicht einmal 10min fertig bist. Als Schüler zwischen 6 und 10 begreifst du noch nicht, warum die anderen so lahm sind, warum du jetzt 50min zeichnen sollst, weil der Lehrer nicht begreift, dass er dir einfach noch mehr (und vielleicht schwerere) Rechnungen geben könnte. Ich war komisch und nicht integriert. Dann bekamen wir einen ganz tollen Lehrer, der es geschafft hat, jeden auf seinem Niveau abzuholen.

      • Valeria sagt:

        Und von da an ging es VIEL besser. Mit Übertritt ins Gymi war ich dann endlich glücklich, integriert und hatte eine tolle restliche Schulzeit. Ich weiss nicht, ob es damals an der Klasse, dem Lehrer oder mir lag. Aber ein guter Lehrer ist ein Segen für eine Klasse und für jeden einzelnen Schüler.

        @ Sportpapi: Hochbegabung hat per se nichts mit Leistungsbereitschaft/Motivation zu tun (im Sport schon…). Da ich immer gut und gänzlich ohne zu lernen (aber auch ohne spezielle Förderung) durchgekommen bin, musste ich dann plötzlich während meines Studiums lernen zu büffeln. Das war hart.

      • Brunhild Steiner sagt:

        Schliesse mich Valeria an!

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Danke Kate, für deinen Support! Das finde ich nun sehr souverän, dass du das kannst!

        Was Valeria sagt, kann ich auch nur bestätigen. Es ist ausserdem immer wieder auffallend, dass viele Minderleister, die sogar in Kleinklassen abgeschoben werden sollten, sich als hochbegabt herausstellen, wenn sie professionell abgeklärt werden. Keine Gesellschaft kann es sich leisten, solche Kinder einfach links liegen zu lassen, ihr Potential ist ein Geschenk an die Gesellschaft und Neid ist fehl am Platz, weil das niemandes Verdienst ist!

      • Beno sagt:

        @pippi

        „Für mich ist es ganz seltsam, wenn es Hochbegabte nicht schaffen, sich in einer normalen Klasse zu positionieren und zu behaupten.“….hat SP doch einen Punkt ?! …emoz. Entwicklung ist für ein „Hochflieger“ mindestens genauso wichtig !

        „Keine Gesellschaft kann es sich leisten, solche Kinder einfach links liegen zu lassen…“..dies passiert doch hier im allgemeinen auch nicht.. durch die Wahl von höheren Schulen….
        Die grossen Unterschiede in der CH, was die Qualität des Unterrichts anbelangt, sollten meiner Meinung nach nicht sein !

      • Valeria sagt:

        @ Beno:

        „…emoz. Entwicklung ist für ein “Hochflieger” mindestens genauso wichtig !“

        Ja, definitiv. Nur ist es für ein hochbegabtes Kind schwierig zu verstehen, warum die anderen Kinder in gewissen Dingen so langsam sind. Einige entwickeln dann eine gewisse Arroganz. Auch kommt es halt oft als „Besserwisserei“ rüber, wenn man tatsächlich immer alles besser weiss. Ein Lehrer ist einmal auf die glorreiche Idee gekommen, jede Woche ein Wissensspiel zu veranstalten, je zwei Schüler gegeneinander, einer fällt jeweils raus. Weil ich jedes Mal gewonnen habe, war das für alle total unlustig.

      • Valeria sagt:

        Ich habe dann bewusst falsche Antworten gegeben, um nicht mehr zu gewinnen. Dieses Verhalten (andere Leute im Gespräch z.B. nicht zu korrigieren, auch wenn ich weiss, dass sie etwas verwechseln…) habe ich mir angeeignet, weil es halt nicht besonders gut ankommt. Soziales Verhalten ist für Hochbegabte manchmal schwieriger, weil es nicht nach logischen Regeln funktioniert.

      • Beno sagt:

        Sie sind halt ein Ausnahmefall , Valeria..!.aber schlussendlich sind sie doch Ärztin ( simmt das ? ) geworden und scheinen mir keine „Behinderungen“ aus ihrem Beschriebenen davon getragen zu haben…

        Zudem hätte dieser Lehrer vielleicht auch Geschicklichkeitsspiele…und Adventure-Trips machen können…vielleicht hätten sie von den „Schwachbegabten“ sogar Hilfe annehmen müssen ?! 😉

      • Valeria sagt:

        @ Beno:
        Ja, Schäden habe ich, wie viele andere auch, keine davongetragen. Und auch sozial bin ich, wie viele andere ebenfalls, einigermassen normal entwickelt. Vielleicht gerade deshalb, weil ich den normalen Schulweg ohne Überspringen, frühe Einschulung und Sonderbehandlung durchgemacht habe. Wer weiss?

        Im Sport war ich immer Mittelmass: Geschicklichkeit (Rek, Ringe, Balancieren…) top, in Ausdauer dafür eine Vollnulpe. Dummerweise gab’s bei uns nur für Letzeres Noten… hab’s mit Humor genommen. Und als Arzt ist man zwar die ganze Zeit auf den Beinen, aber Rennen muss man selten. 😉

      • Valeria sagt:

        …ach ja, Singen kann ich auch nicht. Ich tu’s zwar unheimlich gerne, aber es hört sich gaaaaanz schrecklich an. Habe immer die Mädchen aus meiner Klasse bewundert, die im Chor Solo singen durften.

      • Beno sagt:

        @Valeria

        …damit haben andere auch Probleme…

        YouTube : „Pilipinas (Philippines‘) Got Talent – Big Mouth (3/07/2010) „

      • Sportpapi sagt:

        @Katharina: Wir kennen die Situation beide nur aus Pippis Erzählungen. Ich ziehe daraus andere Schlüsse als du. Mit tun vor allem die Lehrer ihrer Kinder leid. Und ja, ich greife allenfalls Pippi und ihre Kinder an, ohne genauer Bescheid zu wissen. Du ihre Lehrer, ebenfalls ohne genauer Bescheid zu wissen. Lassen wir es doch.

      • Sportpapi sagt:

        @BS: Wenn die Abklärung auf Hochbegabung nur einen IQ-Test umfasst, dann läuft da wohl einiges falsch. Inwiefern ist denn mit schulischer Hochbegabung alles anders als im Sport?
        @Valeria: Eben. Gute Intelligenz und Lernleistungen verführen dazu, die Schule langweilig zu finden und sich nie anstrengen zu müssen. Weiss ich aus eigener Erfahrung. Aber irgendwann muss man dann doch einhängen, Gas geben. Und das ist eben auch nicht allen gleich gegeben (eben auch Teil der Begabung). Und natürlich sollen gute Schüler auch entsprechend gefördert und gefordert werden.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Blödes Gewäsch SP, es geht nicht um leidtun oder nicht leidtun, es geht darum, dass jedes Kind Anspruch darauf hat, in seinen Talenten gefördert zu werden, zum Wohl der ganzen Gesellschaft! Und ebenso wichtig: Es geht um eine glückliche Kindheit!
        Meine Jungs sind heute glücklich und erfolgreich, haben einen grossen Freundeskreis, alles in Butter. Dass sie eine Scheissschulzeit hatten, wäre nicht nötig gewesen. Wenn jeweils Ferien waren, hatten wir ein entspanntes Familieneben, sonst war ständig Stress angesagt. Im Gymer besserte sich das alles, aber das war zu spät, da war die Kindheit vorbei.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi:
        „Wenn die Abklärung auf Hochbegabung nur einen IQ-Test umfasst, dann läuft da wohl einiges falsch. Inwiefern ist denn mit schulischer Hochbegabung alles anders als im Sport?“
        Ich habe von abgeklärter Hochbegabung geschrieben,
        damit meinte ich professionell abgeklärt und nicht „nur einen IQ-Test“.
        Der Unteschied zur sportlichen Hochbegabung sehe ich darin, (Sie mögen mich korrigieren),
        dass diese Kinder im Schulstoffunterricht keine Probleme haben
        welche mit Begleiterscheinungen einer Hochbegabung auf kognitiven Feldern zusammenhängen.

      • Sportpapi sagt:

        Naja. Ich kenne ganz viele talentierte Sportler, die sich vom Schulsport dispensieren lassen, weil sie sich dort langweilen. Es ist dies aber nicht unbedingt ein Zeichen einer guten Einstellung. Noch bringt es die Sportler wirklich weiter. Zudem gibt es ganz viele „Talente“, die es zu nichts bringen, da ihnen Fleiss und Einstellung fehlen. Deshalb ist man im Sport längst weggekommen von statischen Talentbegriffen. Und man ist im Extremfall sogar der Meinung, jeder kann ein Talent sein, wenn er nur genügend übt. Eben: Talent ist mehr als nur Motorik oder IQ.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi:
        interessant, davon hatte ich noch nicht gehört, ab welcher Schulstufe lassen sich diese beinah-Spitzensportler (nicht abwertend gemeint!) vom regulären Turnunterricht dispensieren? Kann mir den Vorteil davon nicht ganz erklären, sitzen sie dann diese Stunde einfach irgendwo, denn zu viel mehr Sinnvollerem, also kurz zum Trainingsplatz für Training in ihrer Disziplin, wird die Zeit ja wohl nicht reichen?
        Was halten Sie denn von „Talent Eye“ und speziellen Sportschulen?

      • pixel sagt:

        sportpapi: ich habe ein Stück weit die Diskussion hier verfolgt und kann zu Teilen Ihrer Argumentation folgen. Ich für verstehe das Missverständnis so: das wovon Sie reden, ist nicht reines Talent oder eine Begabung einer Disziplin, sondern das, was es dazu braucht, um damit zum ERFOLG zu führen. Sprich: Talent alleine bringt nicht zum Erfolg, wenn dafür massgebende Faktoren wie Sozialverhalten, Fleiss, Integrität, etc. fehlen. Da gebe ich Ihnen durchaus recht. Das hat aber m.M. nach wenig damit zu tun, ob der Schüler sich in der einen Disziplin unterfordert fühlt.

      • alien sagt:

        So ist es aber beim Kognitiven nicht. Ein Durchschnittsrechner wird nie zum vielversprechenden Mathematikdoktoranden, einer mit einer eher mässigen Begabung, zu schreiben nie zum Aufsatzgenie. Wer Physik ganz einfach nicht MAG, der wird in einem Fortgeschrittenenkurs Physik es nie zu Grösse bringen, egal wie sehr er sich jetzt abstrampelt.

      • alien sagt:

        Das ging an den Sportler.

      • Sportpapi sagt:

        @Pixel: Das ist richtig. Entsprechend meint man mit Talent oder Begabung eben nicht nur eine besondere Fähigkeit, sondern auch das, was es benötigt, diese zu entwickeln. Was nutzen mir schnelle Beine, wenn ich trainingsfaul bin? Was ein hoher IQ, wenn ich weder Fleiss noch Interesse aufbringe, zu lernen?

      • Sportpapi sagt:

        @BS: Wir haben in der Schweiz rudnd 100 Sportschulen sowie viele Sportler, die an den normalen Schulen besondere Absprachen haben, um während der Schulzeit zusätzlich trainieren zu können. Da tönt es doch logisch, auf 2-3 Stunden Schulsport zu verzichten, um dafür in der Sportart qualifiziert zu trainieren. Manchmal macht das auch Sinn. Häufiger führt das aber auch nur zu Einseitigkeit. Nebenbei bin ich auch nicht sicher, ob es wirklich so viele Sportschulen braucht. So viele Talente haben wir schlicht nicht.

      • Pixel sagt:

        Ich schliesse mich Alien an. Talent und Fleiß sind zwei Paar Schuhe. Selbst wenn ich fleißig meine Stimmbänder übe werde ich nie an eine Stimmgewalt wie Aguilera oder Houston rankommen. Und das hat nun gar nichts damit zu tun, dass
        ich nicht möchte. Es gibt aber bestimmt so Grenzfälle, wo man sagt, da kommt man mit Fleiß an ein Genie ran. Oder solche, die es schaffen auch ohne massgebendes Talent in einem Feld erfolgreich zu sein (Madonna).

      • Sportpapi sagt:

        Noch zum Talent Eye: Das Projekt ist an sich sehr spannend, auch wenn es mittlerweile von Swiss Olympic nur noch begleitet, aber nicht mehr unterstützt wird. Allerdings sind unter diesem Dach ganz unterschiedliche Projekte am Laufen, die sich kaum vergleichen lassen. Was in Basel gestartet wurde, hat sich im Bündnerland ganz anders entwickelt, wurde im Tessin wieder gestoppt und im Raum Zürich noch einmal anders aufgegleist. Bern hat noch einmal ein anderes Konzept. Letztlich geht es um zwei Fragen: Talente vielseitig oder spezifisch fördern? Und: Sind es wirklich die richtigen, die Geeigneten

      • Sportpapi sagt:

        @Pixel: Sie haben wirklich den Eindruck, Madonna habe kein Talent? Ich meine ernsthaft?
        Zum anderen: Ob sie fleissig, leistungsbereit sind, ist eben auch in Ihnen, zu einem grossen Teil gegeben. Deshalb eben auch Teil des Talentes, das man Ihnen in die Wiege gelegt (oder eben vergessen) hat. Auch bei Hochbegabten reicht es nicht aus, das Potential zum Genie zu haben. Um es zu werden, muss noch gearbeitet werden.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Es sind so viele Faktoren, die den durchschnittlich Begabten vom Hochbgabten unterscheiden. Um dann erfolgreich zu sein, gehört sicher Fleiss und Disziplin dazu, aber das reicht eben nicht. Indurain z.B. hatte eine Ruhepuls von unter 40, so etwas kann man einfach nicht trainieren.

      • Pixel sagt:

        Sp: ich finde diesen artikel lückenhaft. Wenn meine physionomie es nicht hergibt dann funzt auch üben nicht. Ein Kraftsportler wird niemals dieselbe ausdauerleistung erzielen wie ein
        dafür prädestinierter Ausdauersportler.

      • Pixel sagt:

        Madonnas Talent zeichnet sich im netzwerken und präsentieren aus aber nicht in ihrer Stimmgewalt!

      • Sportpapi sagt:

        Ihr habt ja recht, so einseitig darf man es nicht sehen. Trotzdem – ja, das ist wohl Madonnas Talent, sowie eine Gabe für Trends und Zeitgeist. Und Indurain hätte nur mit tiefem Ruhepuls kaum diese Erfolge gefeiert. Da war noch einiges mehr dabei. Beim Tennis zum Beispiel spricht man nach wie vor davon, dass der wichtigste Talentfaktor Einkommen/Vermögen der Eltern ist. Weil nur so frühzeitig gezielter Einzelunterricht möglich ist. Im Fussball sieht das anders aus. Wie auch immer: Ich gehe jetzt schlafen – Wettkampfvorbereitung, muss man in meinem Alter etwas ernster nehmen…

      • Katharina sagt:

        „Auch bei Hochbegabten reicht es nicht aus, das Potential zum Genie zu haben. Um es zu werden, muss noch gearbeitet werden.“

        und genau deshalb haben eben forscher im Bereich der kognitiven Entwicklung von Kindern Methoden entwickelt, um Talent zu entdecken und entsprechende Schulwege (Curricula) zu empfehlen. wo dann in der Tat gearbeitet wird, und zwar in derjenigen Balance von fordern und frei laufen lassen, die für das Kind gut ist.

      • Katharina sagt:

        und du kommst hier hin und findest, dass sei wertlos, weil du letztlich auf eine bestimmte, kleinkarierte Sicht von Sozialisation pochst: „wenn es Hochbegabte nicht schaffen, sich in einer normalen Klasse zu positionieren und zu behaupten.“ – normal, oder was auch immer du darunter verstehst. immer diese Forderung darauf, mit dem, was du normal findest, klar kommen zu müssen. Gerade mit deiner Haltung, in der Rolle eines Bürokraten, zerstörst du ja das zarte Pflänzchen jener Talente. Absurd.

      • Sportpapi sagt:

        @Katharina: Auf diese verlässlichen Methoden nicht nur der Talenterkennung, sondern auch -entwicklung wäre ich dann sehr gespannt. Und vor allem, wie diese ohne Regeln, ohne Mitbeteiligung des Talents ablaufen. Hat dieses auch noch etwas zu sagen dazu? Ausserdem spreche ich aus Erfahrung, allerdings nur mit Sporttalenten. Ich sehe aber momentan noch nicht, wo der grosse Unterschied liegen soll. Hast du auch Erfahrung?

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Eben, aus Erfahrung, das tue ich auch. Wenn ich nochmal ein Kind einschulen müsste, nur noch in eine Reformschule – jedenfalls, so lange die öffentlichen Schulen so funktionieren wie jetzt. Hochbegabte Kinder sind oft auch besonders sensible Kinder, die kommen einfach unter den Karren in der normalen Schule. Irgendwann, so mit 12, reicht es ihnen dann. Die Zeit zwischen 12 und 17 meines zweiten Sohnes möchte ich nicht nochmal erleben, kein Stein blieb auf dem andern. Es war viel mehr als ein ’normales‘ Rebellieren. Ich sah es kommen und konnte wenig dagegen tun. Nun ist es gut, aber der Preis

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        …war hoch, für die ganze Familie. Damals in der ersten Klasse lief es wunderbar, er hatte eine tolle Lehrerin, auch später traf er immer mal wieder auch solche Lehrkräfte, aber sie waren Ausnahmen, leider. Sie hatten auch einen schweren Stand gegen die lieben Kollegen. Die eine war so frustriert – sie erlebte das nicht zum ersten Mal – dass sie nach der Kl. meines Sohnes den Beruf an den Nagel hängte und sich einer andern Tätigkeit zuwandte. Ausgerechnet die engagierten Leute springen ab, es ist ein Elend. Bestenfalls wechseln sie in eine Reformschule und bleiben den Kindern so erhalten.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Und nochwas SP: Hier sprach niemand von ‚keine Regeln‘, ich weiss nicht, warum du immer alles verdrehst!

        Übrigens ist z.B. ‚Summerhill‘ wohl die Schule mit den meisten Regeln, alle niedergeschrieben, kannst du im Netz nachlesen. Reformschule heisst nicht Anarchie!

        Leider sind die Reformschulen in Verruf gekommen, haben wir auch mal wieder den Männern zu verdanken, hochangesehenen Pädagogen, welche die Schulen als ihre privaten Lustgärten betrachteten.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Diese Antwort an SP hängt seit Freitag in der Leitung, keine Ahnung weshalb, ich probiere nochmal:

        „Du hast dich offensichtlich zu wenig mit dem Thema beschäftigt, sonst würdest du sowas nicht behaupten, Ende der Durchsage!

        Nur eins noch: Wenn verschiedene, voneninander unabhängige und auf darauf spezialisierte Leute bei Kindern einen IQ weit über 130 feststellen, sind das Tatsachen, keine Wunschträume der Eltern. Der Lebensweg meiner Kinder jetzt, wo sie erwachsen sind, bestätigt übrigens diese frühe Diagnose.“

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi:
        „Und vor allem, wie diese ohne Regeln, ohne Mitbeteiligung des Talents ablaufen. Hat dieses auch noch etwas zu sagen dazu? “
        Also nochmal auf Feld 1, niemand hat die Mitbeteiligung für unnötig erklärt!
        Aber, im Gegensatz zu einem Sporttalent kann ein (professionell!) abgeklärt Hochbegabter in einer unruhigen Volksschulklasse total an den Rand kommen, und in einer kleineren Privatschulklasse, wo die Lehrpersonen auch viel mehr Zeit haben mit ihm an der Mitbeteiligung zu arbeiten, sein Gesamtpotential besser ausschöpfen.
        Ist das wirklich so schwer zu verstehen?
        Siehe Valeria.

      • Beno sagt:

        Ich habe nichts gegen extra Schulen für Hochbegabte.. nur: @pippi „Hochbegabte Kinder sind oft auch besonders sensible Kinder, die kommen einfach unter den Karren in der normalen Schule.“ …dies finde ich gerade keinen Grund , um so ein Kind noch extra zu Isolieren !
        @Katharina
        Mit deinem Hintergrund als Transhumanist, sind deine Einwände immer äusserst fragwürdig…die Therapieplätze für betreffende Kinder kannst du gleich in ihr „kognitiven Entwicklungsprogramm“ bei koppeln.

        @Valeria
        Was wäre eigentlich aus Valeria MEHR geworden , wenn sie auf einer anderen Schule gewesen wäre ???

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Beno:
        ich finde es eigentlich schon eher seltsam und unnötig dass sich Kinder wie Valeria dann extra „dumm stellen müssen“ um nicht abgelehnt und als Streber verschrieen zu werden, Streber in diesem Zusammenhang sehr negativ besetzt.
        So wie ich es grundsätzlich eher seltsam finde dass so „unten-durch-Erfahrungen“ manchal beinah als nötiges „ist halt Lebens-Rüstzeug“ verkauft werden,
        meist von denjenigen die in der Schulzeit eben gerade nicht dermassen unten durch mussten!

      • Beno sagt:

        @B.S.

        Ist alles ein bisschen ein dehnbarer Begriff ; von den wirklich Hochbegabten ( vielleicht war Valeria dies…und gehören in Spezialschulen) bis zu den blossen „langweiligen“ Strebern, bei denen Narzissmus auch kein Fremdwort ist…. Letzeren hilft wohl ein bisschen soziale Korrektur in der Klasse mehr als Absondern…

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        ‚Was wäre aus Valeria mehr geworden….‘ ist die falsche Frage. Es geht nicht nur darum, was aus Kindern wird, es geht auch darum, dass Kinder eine glückliche Kindheit haben. Die Kindheit ist nicht eine Zeit, die durchlitten werden muss, damit dann einmal ‚was aus einem wird‘, solche Einstellungen machen mich rasend! Wenn Kinder jahrelang unglücklich sind und mehr leiden als etwas anderes, dann ist das eine Katastrophe für die ganze Familie. Es war Scheisse! Wenn ich daran denke, kommt mir die Galle hoch, ich könnte heute noch diversen Leuten den Hals umdrehen!

      • Katharina sagt:

        SP: „Hast du auch Erfahrung?“ In der Tat habe ich auch schon eine Waschküchenordnung durchgelesen und angewandt.

      • Beno sagt:

        @Pippi
        Spezialschulen sind nicht unbedingt immer der Schlüssel zum Glück !

        Ich kenne dein Fall zuwenig und will dich über das Folgende auch nicht beschuldigen, aber dennoch kannst dich ja selber fragen , ob du mit deiner „cholerischen Art“ nicht dein Steinchen an der von dir beschriebenen Hölle beigetragen hast ?! …spastische und überbesorgte Eltern sind zum Kotzen…totale Egoisten…

      • marcus sagt:

        selbstkritik ist eltern von möchtegern-hochbegabten fremd, beno.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Beno:
        „von den wirklich Hochbegabten ( vielleicht war Valeria dies…und gehören in Spezialschulen) bis zu den blossen “langweiligen” Strebern, bei denen Narzissmus auch kein Fremdwort ist“
        Schwarz-Weiss? Ich bin nicht der Meinung dass Hochbegabte zwingend in Spezialschulen müssten, stelle aber fest, dass in Volksschulen ab und zu die Kapazität fehlt mit dieser Herausforderung angemessen, und für alle Beteiligten erfolgreich, umzugehen.
        „langweilige Streber, bei denen Narzissmus auch kein Fremdwort ist“?!
        Selbst wenn es so wäre, auch diese Kinder haben Anrecht auf Unterstützung.

      • Brunhild Steiner sagt:

        2/
        „soziale Korrektur“?
        Möchte den Klassenverbund, der das ohne Hilfe/Anregung/Begleitung,
        nur aus sich selbst heraus, auf eine gute (und nicht niedermachende)Art und Weise hinbekommt doch mal gerne sehen.
        Wenn Sie nicht das Glück haben in eine von Beginn weg sehr sozialkompetente Klasse hineingekommen zu sein, dann mal viel Vergnügen beim „sozial korrigiert werden“- und besonders beim schlucken der aufgestellten Regel was in dieser Klasse als „langweilig“ oder „narzisstisch“ erklärt worden ist. (Und von wem…)

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Es braucht keine Spezialschulen für Hochbegabte, warum auch?
        Wie sich Eltern von Möchtegern-Hochbegabten fühlen, weiss ich nicht. Meine Kinder wurden von mehreren spezialisierten Stellen, unabhängig voneinander abgeklärt. Es waren mit einer Ausnahme alles öffentliche Stellen, keine Gefälligkeitsgutachten. Die Reaktion von marcus und Co. ist typisch, ich habe sie oft erlebt, der Grund ist der Neid. Dann seid halt neidisch, es ändert an den Tatsachen nichts.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Cholerisch war ich übrigens nie, ich hatte mich immer im Griff, auch wenn es in mir brodelte. Heute würde ich das nicht mehr so machen, ich wäre viel energischer. Damals zwang ich mich dazu, Ruhe zu bewahren, um nicht zur Eskalation beizutragen. Es waren meine Kinder, die jeden Tag wieder hinmussten, deshalb brachte ich diese Selbstdisziplin auf, sie hätten es ausbaden müssen. Die Lehrer und Schulkommissionen waren es, welche sich daneben benahmen, ich hab mir in dieser Hinsicht gar nichts vorzuwerfen. Tja, vielleicht hätte ich mal ausflippen sollen……..

      • Beno sagt:

        @Pippi
        „Die Lehrer und Schulkommissionen waren es, welche sich daneben benahmen, ich hab mir in dieser Hinsicht gar nichts vorzuwerfen….erübrigt sich je Form von Kommentar !

        @B.S.
        „Selbst wenn es so wäre, auch diese Kinder haben Anrecht auf Unterstützung“….vielleicht Standart ein Spiegelchen und ein Haarbürstchen austeilen ?

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Beno:
        ich weiss nicht wieviele Klasseneskalationen und Mobbingszenarien
        Sie in in der Schulkarriere Ihrer Kinder, falls Sie welche haben, miterlebt,
        oder aus Parallelklassen mitbekommen haben,
        die Tatsache dass schon „Durchschnitt-Kinder“ problemlos gemobbt werden können,
        ohne dass da noch irgendwas strebermässig-narzisstisches in der Luft hängt;
        und offenbar kein soziales Klassenkollektiv diese Szenarien verhindert hat,
        lässt mich an Ihrem Lösungsweg doch sehr zweifeln.

        Wenn schon Spiegelausteilen, dann bitte für alle,
        inklusive einer Benutzeranwendung u Resultatüberprüfung.

      • Beno sagt:

        @B.S.
        …nun ist Mobbing das Hauptproblem…aber oke…;ich weiss nicht, wo sie zur Schule gingen und Mobbing ist natürlich nie auszuschliessen, aber im grossen und ganzen kenne ich Schulen , die gerade wegen dem MultiKulti Geschehen, sofort Schritte unternehmen ( bis zum Schulausschluss..), wenn wiederholt gemoppt wird.
        Übrigens werden Kinder nicht selten gemoppt, wenn sich ihre Eltern besonders exklusiv aufstellen…
        Ich habe zwei Kinder , beide sind im Gymi…(stimmt)…und halte manchmal meinen Colt auf die Stirne eines Lehrers, der zufällig nicht sagt, was ich gerne höre (stimmt nicht)

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Beno:
        das wird wohl langsam endlos?
        Gestartet wurde bei der Frage für welche Kinder kleinere Klassen von Vorteil sind,
        so sind ua die Hochbegabten ins Spiel gekommen,
        über die Hochbegabten welche uU total unterfordert/sehr anecken,
        zu allgemein Kindern die anecken oder sich aus verschiedensten Gründen äusserst unwohl fühlen-
        u bei Wechsel in kleinere Klasse das Problem entschärft wird, markante Besserungen stattfinden.
        „Mobbing“ ist einfach eine Belastungsszenario unter anderen, aber das da:
        „wenn sich ihre Eltern besonders exklusiv aufstellen…“ einer der vielen Mythen darüber.

      • Sportpapi sagt:

        @BS: „Aber, im Gegensatz zu einem Sporttalent kann ein (professionell!) abgeklärt Hochbegabter in einer unruhigen Volksschulklasse total an den Rand kommen, und in einer kleineren Privatschulklasse, wo die Lehrpersonen auch viel mehr Zeit haben mit ihm an der Mitbeteiligung zu arbeiten, sein Gesamtpotential besser ausschöpfen.“ Nach wie vor haben Sie mir nicht gezeigt, worin den grundsätzlich die Unterschiede zwischen einem Sport- und einem, z.B., Mathetalent besteht. Die Ideen von Begabung und Begabungsförderung sind praktisch gleich. Und natürlich wird in beiden Fällen in der Regel eine

      • Sportpapi sagt:

        Entwicklung ablaufen, wenn das Betreuungsverhältnis besser ist, wie in einer Kleinklasse. Natürlich würde fast jedes Kind von einer Kleinklasse profitieren, davon, dass es viel intensiver individuell gefördert werden kann. Von einem intelligenten Kind würde ich persönlich aber eher erwarten, dass es mit einem schlechten Betreuungsverhältnis etc. umgehen kann. Wie auch immer. Wie läuft eigentlich eine solche „professionelle Abklärung“? Ich kann auch hier nur für den Sport sprechen, wo es ja einfach erscheint, und trotzdem kaum gelingt!
        Wie ist denn übrigens Ihre Haltung zum Talent Eye?

      • Sportpapi sagt:

        @Katharina: „In der Tat habe ich auch schon eine Waschküchenordnung durchgelesen und angewandt.“ Das bezweifle ich, ehrlich gesagt. Wir haben vor einiger Zeit ja schon mal über Kompetenzen diskutiert. Offenbar bist du bei jedem Thema absolut bewandert. Während ich nicht einmal in den Themen etwas zu sagen habe, in denen ich definitiv Profi bin…
        Jetzt mal ernsthaft: Bisher hast du zum Thema nicht nicht wirklich viel mehr als heisse Luft und ganz viel fehlendes Wissen über die Verhältnisse in der Schweiz gezeigt. Lies dich schlau!

      • Katharina sagt:

        SP: dass du den Sinn meiner Antwort nicht erkennst, erstaunt mich nicht. Und jemand der Sportler Nachwuchs betreut ist meiner Meinung nach nicht geeignet, dies auf andere arten von Hochbegabung anzuwenden. wie ja von anderen schon gesagt wurde, wenn du denn schon von Kompetenz redest. du bist so kleinkariert, dass du den Witz nicht mal gesehen hast.

        Aber immer mit rhetorischen Fragen auf ein Nebengleis ablenken. nicht war.
        vor allem weil du meine Meinung als Unkenntnis schweizerischer Verhältnisse ausgibst. wie gesagt, sooo unterschiedlich sind die Probleme nicht.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi:
        ich finde schon dass ich auf den Unterschied hingewiesen habe!
        Hochbegabung kann eben auch ganz viele Schwierigkeiten beinhalten
        welche nichts mit „intelligent sein oder nicht“ zu tun haben,
        Sie begehen einen Denkfehler wenn Sie Hochbegabung und „Fähigkeit mit Umständen klarzukommen“ gleichsetzen,
        zu den Abklärungen, verschiedenste Tests, Gespräche etc,
        doch warum müsste ich Ihnen hier „beweisen“ dass dies wirklich nicht so einfach abgehandelt werden kann?
        Warum nehmen Sie nicht einfach mal die verschiedensten Aussagen von verschiedenen Leuten hier zu Kenntnis?

      • Brunhild Steiner sagt:

        2/
        schade, ich finde Sie hatten nun genügend Beispiele die aufzeigten dass Hochbegabung eben nicht einfach mit einer Sportdisziplin verglichen werden kann, und das Thema ist hier ja auch nicht zum ersten mal durchgekaut worden.
        Ich finde Sie spielen die Problematik herunter wenn Sie sagen „allen Kinder täten kleinere Klassen gut“,
        es geht hier nämlich nicht ums „guttun“, sondern darum ob das betroffene Kind in der Klasse „überlebt“, leistungsmässig nicht total abstürzt etc.
        Zu Talent Eye kann ich als Aussenstehende nur sagen, gut wenn auch die sportlich Begabteren unterstützt werden.

      • Beno sagt:

        B.S
        „An SP gerichtet :Warum nehmen Sie nicht einfach mal die verschiedensten Aussagen von verschiedenen Leuten hier zu Kenntnis?“
        Dies tun sie doch gerade nicht und bleiben wie ein alter Diesel auf dem „unten durch und mobbing Trip“…arme Sensibelchens sind die Hochbegabten und werden von niemanden verstanden. Jeder ist nur neidisch und darum gehen sie durch die Hölle…
        Ich meine , es könnte immer besser,…aber das Schulsystem in der CH bietet den guten Kindern genug Möglichkeiten um aufzusteigen…die unverstanden Sensibelchens sollten vielleicht eher den Schul Psychiater aufsuchen ?!

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Beno:
        Sie haben „soziales Korrektiv“ (in der Klasse) ins Spiel gebracht,
        mit meinem Verweis auf Mobbingszenarien wollte ich darlegen dass mensch sich eben genau auf dieses soziale Korrektiv nicht verlassen sollte, da es zu oft danebengeht.

        Ihre Überzeichnungen mit „Sensibelchen“ und in-Zusammenhang-stellen von Dingen welche ich so nirgendwo geschrieben habe dienen einer sachlichen Auseinandersetzung nicht.

      • Sportpapi sagt:

        @BS: Sie haben mehrfach darauf hingewiesen, dass die Sichtung und Entwicklung von begabten Sportlern und begabten Schülern nicht die gleiche ist. Das dies ihre Meinung ist, habe ich längst verstanden. Wo aber die Unterschiede tatsächlich liegen, ist mir nach wie vor unklar. Ich meine, natürlich hat Hochbegabung in der Schule eine ganz andere Bedeutung. Auch, weil man nur begrenzt ausweichen kann, im Gegensatz zum Sport. Aber lassen wir es doch. Ich nehme zur Kenntnis, dass hochbegabte Kinder häufg Probleme in der Schule haben. Und dass sie gefördert werden sollen, da sind wir ja einig.

      • Beno sagt:

        B.S
        Sie geben dem „sozialen Korrektiv“ keine Chance und betiteln es nur mit Ironie und ziehen sofort den Vergleich mit mobbing…

      • Sportpapi sagt:

        @Katharina: Ich habe an verschiedenen Orten nachgefragt, wo du jeweils den Kopf etwas gar weit hinausgestreckt hast. Dort wäre die Gelegenheit zu zeigen, dass du wenigstens einigermassen die Grundlagen kennst, worüber wir hier diskutieren. Denn eins ist klar. Bezüglich Schulsystem und Begabtenförderung lassen sich die Schweiz und die USA definitiv nicht vergleichen.

      • Sportpapi sagt:

        Und hier noch ein Text, der meine Sichtweise zur Hochbegabung genau darstellt. Inhaltlich prakisch identisch zu den Diskussionen um Talenterkennung und -förderung im Sport… http://www.stangl-taller.at/TESTEXPERIMENT/testintelligenzhochbegabt.html

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Beno:
        „Sie geben dem “sozialen Korrektiv” keine Chance und betiteln es nur mit Ironie und ziehen sofort den Vergleich mit mobbing…“
        nicht richtig, ich stelle das Funktionieren dieses Kollektivs in Frage und habe keinen Vergleich gezogen.
        Und Ironie? Echt?
        „Unverstandene Sensibelchen“ „Eltern besondes exklusiv aufstellen“ „Spiegelchen und Haarbürstchen“ und auf eigentlich auf Kommentare darauf nicht eingegangen, aber ich diejenige welche flüchtet?….

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi:
        Begabung und Hochbegabung ist nicht dasselbe.
        Und ich finde eine spezielle Sichtung eigentlich nicht notwendig,
        erst wenn ein Kind eben nicht alleine, oder mit Uterstützung aus dem vorhandenen Umfeld damit zurechtkommt, macht eine Abklärung Sinn- und kann eben sehr viele Schwierigkeiten auch erklären.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Beno
        2/ Korrektur:
        „und auf eigentlich auf Kommentare darauf nicht eingegangen…“
        sollte:
        und auf eigentlich alle Kommentare darauf (also diese Ihre Aussagen) nicht eingegangen.

    • tigercat sagt:

      Wenn ich so sehe, welche gesellschaftlichen Gruppierungen sich da so tummeln, graust mich der Gedanke, dass sie auch noch ihre eigene Schulen haben könnten. Wollen wir wirklich evangelikale Schulen, rechtsradikale SVP Schulen, Koranschulen (ja, ich wäre auch dafür, dass jüdische Schulen geschlossen werden), die sich der staatlichen Oberaufsicht entziehen?
      @ Pipi Langstrumpf: es ist wie überall – die Dummen sind immer die anderen… Und ich kann mir gut vorstellen, dass mich Mütter wie Sie auch demotivieren würden, wäre ich denn Lehrer

  • CoBo sagt:

    Eigentlich geht’s doch nicht um Schulwahl, sondern um Geld: Freie Schulwahl haben wir ja immerhin schon, nur ist mein STEUERGELD fest an die Staatsschulen gebunden! Anders gesagt: Ich bezahle DOPPELT Schulgeld falls ich von meinem RECHT Gebrauch mache und meine Kinder in eine nicht-staatliche Schule schicke!

    Mir stellt sich da schon die Frage: Ist der Staat der Besitzer meines Steuergelds – oder nicht vielmehr der treuhänderische Verwalter?

    Überspitzt: wenn jemand auf die Bank geht und Geld abhebt für einen Kauf: Soll da die Bank darüber mitbestimmen können was ich mir jetzt kaufen darf??

    • Lukas Lautenschlager sagt:

      Und was ist mit jenen Leuten die keine Kinder haben? Sollen sich diese inskünftig auch mit dem Argument, sie nutzten das Angebot ja gar nicht, aus der Finanzierung der Schule abmelden? Es ist nun mal ein Grundsatz, dass öffentliche Aufgaben von allen gemeinsam über Steuern finanziert werden, ob sie die Leistung selber auch nutzen oder nicht.

      • CoBo sagt:

        Klar, ich bezahle auch nicht genau die Strassen, die ich nutze, usw. usw. Es gibt Vereinbarungen, und die gelten für alle.

        Aber: Wenn ich Kinder habe, und wenn Steuergelder u.a. dafür vorgesehen sind: Warum sollen dann ausgerechnet meine Kinder davon nichts bekommen?

        Verstehe da echt die Logik nicht! Gibt wohl keine. Muss irgendwie mit „Schweizer Mentalität“ zu tun haben, die mir (trotz >50 Jahren CH und Schweizerpass!) in diesem Punkt noch immer absolut unverständlich ist. Es gibt sonst in Europa kaum ein Land wo nicht zumindest Beiträge an nicht-staatliche Schulen bezahlt werden!

      • tststs sagt:

        Jetzt verstehe ich Sie nicht mehr: Wenn Sie doch Steuern bezahlen und Ihre Kinder in die Volksschule gehen, dann profitieren diese doch davon?

      • CoBo sagt:

        @tststs: Wen meinen Sie jetzt?

        Was mich betrifft: Ich bezahle Steuern PLUS nochmals zusätzlich Schulgeld, weil meine Kinder NICHT in eine staatliche Schule gehen! Und ich kann Ihnen sagen dass das mein Budget ganz gehörig strapaziert, da ich wohl kaum zu den „Reichen“ zähle.

        Und wie gesagt: Ich sehe wirklich nicht ein was daran „logisch“ sein soll! Denn es geht ja nun wahrhaftig nicht darum dass ihr irgendwelche Millionäre sich von der Allgemeinheit ihren Ferrari bezahlen lassen wollen!

      • tststs sagt:

        okee, jetzt hab ichs verstanden! Aber eben, sie machen das ja freiwillig, das staatliche Angebot wäre ja da.
        Oder gehen Sie automatisch davon aus, dass Privatschulen „besser“ sind?
        Natürlich geht es in den Volksschulen ein bisschen länger, bis Reformen (quasi „was man jetzt besser weiss“) umgesetzt werden. Dafür wird auch nicht jeder Fliegenfurz mitgemacht… Und die Ausbildung der Lehrer ist ja dieselbe…

      • tststs sagt:

        Was ich damit sagen will, die Volksschule (was heisst hier eigentlich DIE) arbeitet ja auch nach bestem Wissen und Gewissen. Wenn Ihnen dieses System nun nicht passt (aus welchen Gründen auch immer), dann müssen sie nicht in der Volksschule bleiben, sondern dürfen wechseln. Aber der Staat hat sicher nicht dafür aufzukommen, dass Ihre persönliche Schulphilosophie eine andere als die des Staates ist… dann müsste man schon eher den Staat wechseln… (also sorry, ist nicht so giftig gemeint, wies vllt gerade da steht)

      • CoBo sagt:

        Also ich gehe nicht davon aus dass grundsätzlich staatliche Schulen schlecht sind!

        Vielmehr bin ich selber in einer RSS aufgewachsen, und ich war darum sehr froh. Nun möchte ich es meinen Kindern ebenfalls ermöglichen, auch wenn das gewisse Einschränkungen bedeutet.

        Jawohl, ich tue es freiwillig! Und ich meine niemals dass alle das tun müssten oder sollten – wenn sie es nicht ebenfalls wollen!

        Zumal es ja auch durchaus erlaubt und zugelassen ist. Unlogisch finde ich es dann aber dass man eine Schule zuerst zulässt („wir sind ja ach so frei!“), dann aber via Finanzen den Zutritt vermiest.

    • marie sagt:

      bildung ist in der verfassung verankert. bildung für allsu und diese nennt sich in der verfassung volksschule. deshalb ist es nur recht, dass diese über die steuer finanziert wird. und das ist gut so. wenn sie eine andere schule für ihre kinder auswählen, dann ist es me ihr recht, aber müssen damit leben, dass sie mit ihren steuern eine volksschule finanzieren.
      ich als kinderlose bin bereit, sogar mehr zu bezahlen für die volksschule, bin aber nicht bereit privatschulen zu finanzieren, weder direkt, noch indirekt.

      • CoBo sagt:

        Wie gesagt: Ich weiss gut genug dass in der CH sehr viele irgendwie so oder so ähnlich denken! Nur: Ich verstehe wirklich die Logik dahinter nicht!

        Vor allem: Man ist doch immer so stolz auf die freiheitliche Ordnung der Schweiz – mit Recht! Sie muss natürlich dort enden wo sie andere beeinträchtigt.

        Hier wäre aber doch nun ein Punkt wo die Freiheit des einen dem anderen wirklich nicht weh tut: Warum gönnt man sie dem anderen dann nicht?

        Dass die Leute das nicht WOLLEN sehe ich – VERSTEHEN kann ich es darum noch lange nicht!

      • marie sagt:

        ganz einfach cobo, weil es für die mehrheit gedacht und von dieser beansprucht wird und damit versucht wird, die spiesse einigermassen gleich lang zu gewähren (über die qualität kann man natürlich diskutieren). dieses prinzip ist ua eine errungenschaft, die man demokratie nennt. ganz einfach.
        verstehe aber ihre argumente, ich bin zbsp armeegegnerin 😉

      • Tomas sagt:

        genau.

      • marie sagt:

        meine antwort wurde leider einmal mehr gesperrt… 🙄 vllt wird sie noch veröffentlicht. sie war absolut wohlwollend übrigens!

      • CoBo sagt:

        Man könnte sich ja mal vorstellen, dass alle Kinder die heute eine Privatschule besuchen ab kommenden Sommer eine staatliche Schule besuchen. Das wäre legal kein Problem, aber finanziell und organisatorisch würde das zu massiven Problemen führen! Aber alle Gegner müssten wohl zugeben dass sie in DIESEM Fall für ALLE Kinder Schulgeld bezahlen würden mit ihren Steuern!

        Dass man das Geld dann entzieht wenn man sich der Norm nicht unterwerfen will – ganz im Rahmen der Gesetze! – verstehe ich so: Offenbar ist unsere Gesetzgebung freiheitlicher als die Gesinnung eines Grossteils der Bürger!

      • Pixel sagt:

        CoBo: ihr Problem ist ein eigenes und selbstgemachtes – jetzt wollen Sie die Allgemeinheit dafür in Verantwortung ziehen? Wenn ich die Strecke Zürich – Paris bequem mit Zug fahren kann, mich aber aus ganz persönlichen Gründen fürs Taxi entscheide (weil mir das Bahnpersonal nicht passt oder ich die Sitznachbarn nicht aussuchen kann) dann kann ich das doch nicht auf meine Mitbürger abwälzen wollen. Also ich bin auch eingebürgert, obschon hier geboren und trage auch eine eher Nicht-Schweizer Mentalität in mir, aber diese Logik erschließt sich mir nicht!

      • CoBo sagt:

        @Pixel: Es geht ja nicht darum, sich irgendeinen Zusatzluxus bezahlen zu lassen! Vielmehr geht es nur darum, dass das Geld das die Staatskasse EINSPART durch die Tatsache, dass unsere Kinder dessen Schulen nicht besuchen, einer anderen Schule zur Verfügung gestellt wird.

        Noch dazu mit der Auflage dass diese Schule von uns kein zusätzliches Geld mehr verlangt!

        Ihr Vergleich würde also bedeuten dass – angenommen eine Bahnfahrt nach Paris würde mir bezahlt – ich einen Taxichauffeur finde, der mich für’s gleiche Geld ebenfalls nach Paris bringt! Wohin ich aber von Gesetzes wegen müsste…

      • pixel sagt:

        nun ja, den Vergleich mit der Bahn habe ich gebracht, weil wir ALLE mittels Steuergeld mitbezahlen. Das Ticket ist separat, schon klar, aber ein Teil geht so oder so ab, auch wenn ich selbst kaum bis gar nicht die Bahn benütze. Natürlich verstehe ich Sie im Grundansatz, aber eben dieser ist ziemlich unrealistisch. Wir alle zahlen für Dinge und Dienstleistungen, auf die wir ev nie zurückgreifen werden. Auch Paare ohne Kinder zahlen für das Schulsystem. Somit sollten die sich erst recht beklagen dürfen.

      • CoBo sagt:

        @pixel: „unrealistisch“ ist wohl das richtige Wort – allerdings irgendwie nur in der CH, denn in den meisten anderen europäischen Ländern ist es in der einen oder anderen Form Realität!

        Allerdings hat die CH ihre „stärksten Verbündeten“ in dieser Haltung im Bereich GB/USA: Dort sind Privatschulen in erster Linie gewinnorientierte Institutionen für die (finanziell) „gehobenen Kreise“.

        Dieser „Nimbus“ haftet wohl den Privatschulen auch in der CH sehr stark an. Auch denen die so nicht funktionieren – und die allein von den Zuschüssen profitieren würden!

      • pixel sagt:

        CoBo: Korrekt ist, dass man immer wieder darüber diskutieren kann, was in der Schweiz besser oder anders machbar wäre gegenüber anderen Ländern. Angefangen vom Mutterschaftsurlaub bis hin zu Betreuungskosten, was hier erst kürzlich das Thema war. Wie das Schulsystem funktioniert weiss ich nur in Groben Zügen, da wir davon noch einige Jahre nicht betroffen sind. Vielleicht hab ich mich da also etwas zu schnell eingemischt, ohne die Hintergründe und parallele Möglichkeiten zu kennen. Fakt: Die Schweiz ist sowohl politisch als auch in der Mentalität anders aufgestellt als so einige Nachbarsländer

  • Urs sagt:

    Wie immer, in einem Markt der Weltweit mit Milliardeneinsätzen gespielt wird ( wie die Sache mit den Kranken) und ebensolche Profite verspricht, gerne auch mit staatlicher Unterstützung, wird irgendwann mal jedes noch so an den Haaren herbeigezogene Argument zur Rechtfertigung benutzt um die von der WTO vorangetrieben Privatiserung zu vollenden. Unterstüzung mit Steuergeldern an private Eigentümer die am Ende ihre profite noch in Steueroasen bunkern. Wie naiv wirklich sind wir? Besser wir verwenden diese Beträge für die Gemeinschaftlichen NonProfit Systeme und haben am Ende mehr davon..

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    Für alle, die an die EM reisen – und auch die zu Hause gebliebenen:

    Be a sport, keep it fair
    say no to prostitution

    http://www.womenlobby.org/?lang=en

  • In der Schule werden wenn schon nicht Geschlechter sondern „Schwächere“ diskriminiert. Oder Kinder, die ihre „Stärken“ woanders als im Schulstoff haben/haben könnten.

  • Adi G. sagt:

    Einfach die Initiative annehmen. Wenn die Volksschule so gut ist, wie sie glaubt zu sein, dann muss sich niemand fürchten. Reiche können ihre Kinder schon auf andere Schulen senden, wenn die im Dorf nicht ganz passt. Weniger gut bemittelte, die müssen beobachten, wie ihre Kinder in der Schule kaputt gehen und können nichts machen. Und wenn sie sich wehren, sind erst einmal die Eltern die Bösen. Mit der freien Schulwahl können wir nur gewinnen, denn individuelle Förderung geht nicht durch einheitliches Diktat.

    • Boban sagt:

      Danke gute Worte! Die Qualität wird sich immer durchsetzen bei freiem Markt!

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Adi G.
      irgendwie ermuntert mich das zu einem:
      Einfach die Initiative ablehnen,
      denn der Punkt ist ja nicht dass die Volksschule, besonders den in ihnen Arbeitenden, nicht bewusst wäre dass Veränderungsbedarf vorhanden ist- bloss, diese Initiative greift nicht unbedingt dort an.

    • tststs sagt:

      Mhmm, also ich kenne kein einziges Kind (nicht das es das nicht gäbe), dass an der „Schule kaputt“ ging… aber ein paar, die zB durch ihr Elternhaus grossen Schaden nehmen

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    Herzlichen Dank für diese tolle Carte blanche, meiner Meinung nach die Wichtigste, die bisher veröffentlicht wurde!
    Als Mutter von zwei inzwischen erwachsenen Jungs kann ich all die aufgeführten Punkte nur unterschreiben! Ich habe die Schulzeit meiner Kinder in schlechter Erinnerung, obwohl beide mehrmals, von verschiedenen Stellen als hochbegabt eingestuft wurden. Ich freute mich an diesen Begabungen, aber die Freude wurde mir mit Hilfe des ‚Systems‘ deutlich vergällt. Es war eine schreckliche Zeit, die ich nicht mehr erleben möchte! Heute sind meine Kinder beide sehr erfolgreich.

  • Christian Duerig sagt:

    WOHLBEFINDEN
    Das Wohlbefinden der Kinder ist das A & O. Weiterbildung der Lehrer führt nicht zum Ziel. Lehrer, die Kinder nicht begeistern können, müssen einer anderen Arbeit nachgehen. Die Schulen müssen zwangsfrei werden. Die Neugierde der Kinder bestimmt den Stundenplan. Der Stoffplan ist nur eine Minimalanforderung.
    Welche Schule fördert schon Gedächtnistraining? Welche Schule fördert schon Aussagen- und Prädikatenlogik? Welche Schule fördert schon die korrekte Beweisführung ? Es werden häufig nur Methoden unterrichtet, und das selbständige Denken wird vernachlässigt. Also,….Noch Fragen?

    • Christian Duerig sagt:

      ENGLISCH
      Wer die englische Sprache beherrscht, der hat Zugang zu einem riesigen Kulturschatz. Kostenlose Lernvideos auf allen Stufen stehen online im Internet zur Verfügung. PBS und BBC bieten online die besten Filme an. Via iTunes U können Sie an den besten Universitäten studieren. Der deutsche Kulturraum hat nichts vergleichbares auf Lager. Sorry!
      FAZIT: Lernt Englisch.
      NACHTRAG: Vergleicht Videovorlesungen zur Aussagenlogik in deutsch und in englisch. Sie sehen den Qualitätsunterschied sofort. Raymond Smullyan ist der beste Logiker. Leonard Susskind führt Sie in die Quantenmechanik ein.

      • Brunhild Steiner sagt:

        ah ja, das hin-und-her-Gezeter
        „welches ist nun die bessere, tiefere, vollumfassendere etc usw Sprache“
        hatten wir doch erst grad kürzlich irgendwo hier in der Nähe?…

      • alien sagt:

        Cristian Dürig, ich bin überzeugt, dass die besteste Sprache von allen das Italienische ist. Es ist einfach auszusprechen für die Schweizer, hat eine logischere Orthographie als das Französische, ist eine uralte Kulturspache (Leonardo da Vinci, nuff said). Eigentlich wäre ich dafür, alle Sprachen, inklusive die schweizerdeutsche, abzuschaffen und das Italienische zum Weltidiom zu machen. Auf Italienisch kann man alles sagen, was man will, und man hat nicht die überflüssigen, ja redundanten, Umstände des Deutschen, aber eine viel variablere Grammatik als im Englischen. Letztere ist ja beinahe sträflich primitiv. Kein Wunder, gibt es im Englischen so viele Wörter. Die Syntax ist enorm viel einfacher als beim Deutschen. Ja, eigentlich ist das Englische eine Hilfssprache, so etwas wie der ggT der Sprachen. Für alle einfach zu lernen. Das ist das Gute am Englischen. Wenn es aber auch um Sachen wie Klang, Komplexität, Variabilität geht, hat das Italienische die Nase vorn.

      • alien sagt:

        s/Italienisch/Japanisch/g // Ein bisschen Perl.

      • Christian Duerig sagt:

        @ alien
        Sicher ist Italienisch besser als Deutsch. Die Grammatik ist angepasst und funktioniert. Im Deutschen haben wir nur ein Flickwerk. Deutsch ist die Sprache von Barbaren mit der lateinischen Grammatik. Ein Schwachsinn.
        Trotzdem hat Englisch die Nase vorn, denn der Nutzen des englischen Kulturraumes ist enorm. Weiterbildung ist hier kostenlos möglich. Benutzen Sie iTunes U, und Ihnen stehen die besten Universitäten mit Videovorlesungen zur Verfügung.
        Schauen Sie bei: http://www.LernScienceLectures.com rein. Hier geht es zur Sache.
        Im italienischen Kulturraum finden Sie nichts Vergleichbares.

      • Christian Duerig sagt:

        Korrektur
        Der richtige Link ist:
        http://www.FreeScienceLectures.com
        Ich bitte um Entschuldigung. Crigs

      • Blitz Blank sagt:

        „Der richtige Link ist:
        http://www.FreeScienceLectures.com
        Ich bitte um Entschuldigung. Crigs“

        Der Link enthält auch Videos des Physiknobelpreisträgers Richard Feynman. Er erklärt darin auf wundervolle Art physikalische Alltagsphänomene. Sehr empfehlenswert! Super u.a. für alle Eltern, die sich für die „Warum?“ Phase ihres/ihrer Kindes/Kinder rüsten wollen.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Blitz Blank:
        danke für den feynman link, der Mensch scheint das tatsächlich nicht so verbissen zu sehen
        und ich hab beinah alles verstanden, ausser bei den „trains“, ob die Räder nun irgendwie schräg gestellt sind oder so?

        Auch danke an @Christian Duerig
        erlebe Sie zwar eher abgehoben und manchmal leicht arrogant,
        aber der link ist gut, mal sehen ob ich bei Hawkings auch so mitkomme wie bei Feynman,
        hab allerdings Bedenken…
        (Gottseidank gibts aber ein kindertaugliches Hawkings-Buch!)

      • alien sagt:

        Das war ein Lockvogeltext, nichts weiter. Ich finde Italienisch toll, genauso wie Englisch und Deutsch. Dass es auf Englisch mehr gute Wissenschaft gibt, liegt einfach daran, dass es ein Mehrfaches der Wissenschaftler gibt, die auf Englisch publizieren als solche, die das auf Italienisch tun. Italiener, die in Italien forschen, publizieren auf Englisch. Daraus zu schliessen, dass die guten Wissenschaftler mit einer grossen Wahrscheinlichkeit englischer Muttersprache sind, ist aber dumm. Was man sich ausserdem fragen darf, ist, ob vielleicht der englische Kulturraum bestimmt, was gute Wissen

      • alien sagt:

        schaft ist.

      • Sportpapi sagt:

        @Alien: Das darf man nicht nur fragen, sondern sogar auch kritisieren. Denn für gewisse Themen ist das schlicht unsinnig.

    • tststs sagt:

      ähm solche Dinge werden heute in den Schulen schon gemacht… und btw. Gedächtnistraining ist eine Methode…oder?

      • Brunhild Steiner sagt:

        …legen Sie sich nicht mit Herrn Duerig an,
        er wird Sie, sehr hilfreich gemeint allerdings und mit Ziel den nächsthöheren Erkenntnisstand zu erreichen,
        in Grund und Boden reden…

      • Christian Duerig sagt:

        @ tststs
        Gedächtnistraining ist bloss ein Hilfsmittel zum Speichern von Wissen. Aussagenlogik können Sie nicht mit Training erlernen, sondern nur durch selbständiges Durchdenken der einzelnen Funktionen von Verknüpfungen. Mit Wahrheitstabellen können Sie in endlich vielen Schritten entscheiden. Es ist die einzige Logik die vollständig und entscheidbar ist. Sie ist der Kern jeder weiteren Logik. Dies zu Verstehen, erreichen Sie nur durch sorgfältiges Durcharbeiten der Arbeitsschritte. Am Schluss merken Sie sich nur die Resultate. Es sind etwa deren 20. Also nicht sehr viele. Tun Sie die Arbeit.

      • alien sagt:

        Cristian Dürig, ich bin überzeugt, dass die besteste Sprache von allen das Italienische ist. Es ist einfach auszusprechen für die Schweizer, hat eine logischere Orthographie als das Französische, ist eine uralte Kulturspache (Leonardo da Vinci, nuff said). Eigentlich wäre ich dafür, alle Sprachen, inklusive die schweizerdeutsche, abzuschaffen und das Italienische zum Weltidiom zu machen. Auf Italienisch kann man alles sagen, was man will, und man hat nicht die überflüssigen, ja redundanten, Umstände des Deutschen, aber eine viel variablere Grammatik als im Englischen. Letztere ist ja beinahe

      • alien sagt:

        sträflich primitiv. Kein Wunder, gibt es im Englischen so viele Wörter. Die Syntax ist enorm viel einfacher als beim Deutschen. Ja, eigentlich ist das Englische eine Hilfssprache, so etwas wie der ggT der Sprachen. Für alle einfach zu lernen. Das ist das Gute am Englischen. Wenn es aber auch um Sachen wie Klang, Komplexität, Variabilität geht, hat das Italienische die Nase vorn.

      • alien sagt:

        Äh, Dürig, ich glaube, Sie wähnen sich wirklich als der Mamablog-Lehrer. He, wir waren schon in der Schule, sie ist für die allermeisten von uns Vergangenheit (klar, Weiterbildung macht so etwa jedeR). Also bitte, diese Schulstunden und die ärgerlichen Aufforderungen „Tun Sie die Arbeit“ können Sie sich sparen.

      • Christian Duerig sagt:

        @ alien
        Wenn Sie die Arbeit nicht tun, werden Sie nie wissen, was Aussagenlogik wirklich ist. Sie werden nie wissen, worauf beim Beweisen zu achten ist. Sie werden bloss „informale Logik“ aus Ihrem eigenen Nähkasten kennen. Mich können Sie damit nicht beeindrucken. Sorry.

  • Mike Keller sagt:

    Mit dieser Initiative ändert man ja nicht die Strukturen der Volksschulen, was ja eigentlich notwendiger wäre, als die Einführung der freien Schulwahl. Man lässt es sozusagen beim alten bleiben und finanziert private Schulen, ja sogar irgendwelche Sekten- und Kirchenschulen, welche nicht die freie Schulwahl der Kinder aber die Präferenz der Eltern darstellen. Wenn, dann sollte man die fehlerhaften Strukturen der Volksschule direkt mit entsprechenden Initiativen angreifen. Die Einführung einer Konkurrenzsituation wird hier nicht oder nur sehr langsam helfen und neue Probleme an den Tag bringen

    • Boban sagt:

      Kein Kind kann seine Schule selber auswählen auch in der Staatsschule nicht. Es entscheiden immer die Eltern, die können wegziehen und nicht die Kinder, bitte bei der Wahrheit bleiben.
      2. Auch ich muss die Staatsschule mitfinanzieren mit meinen Steuern obwohl ich mich mit deren Weg für meine Kinder nicht identifizieren kann, was für mich etwas diktatorisches hat. Alle Kinder müssen das gleiche können, gleichweit sein. Darf ich jetzt einen Teil meiner Steuern zurückbehalten?

      • Mike Keller sagt:

        Das sage ich ja auch, dass die Eltern entscheiden – bitte sprechen Sie hier nicht von Wahrheit, denn die Kinder entscheiden heute und morgen nicht. Aber ich bin nicht bereit für irgendwelche Sekten-, Kirchen und Steinerschulen meine Steuergelder herzugeben. Und wie schon gesagt, man muss die Staatsschulen demokratisch mit Initiativen restrukturieren statt jetzt irgendwelchen Wildwuchs an Schulen zu unterstützen die gleich noch meine Steuergelder für Bibelstunden und Pilze suchen verschwenden. Das Konkurrenzsystem ist die Privatschule und die soll bitte weiterhin privat finanziert werden.

    • tststs sagt:

      Vorallem Frage ich mich, wie die genannten Verbesserung (Quelle: elternlobby.ch) mit der freien Schulwahl zusammenhängen…
      zB sinkender administrativer Aufwand: Der würde, wenn-dann, doch nur grösser für die Volksschule…
      Entlastung der Lehrer: Wie? Der Schulalltag bleibt ja der gleiche…

  • Mirjam sagt:

    Lesen Sie den Bericht „Das Drama von Markus“, finden Sie im Googlen. Das war ein 11 jähriger Bub aus Spirigen, Uri, welcher sich über eine Klippe stürzte weil er derart gemobbt wurde. Er hat sich das Leben genommen weil niemand hingeschaut hat, weil niemand dessen Hilferufe gehört hat. Meine Hilferufe blieben auch ungehört. Mein Suizidversuch als 12 Jährige hat mein Leben geprägt. Kein Kind will sich grundlos das Leben nehmen – da ist eine jahrelange Leidensgeschichte dahinter. Es ist Zeit dass man in allen Schulen Mobbing als Körperverletzung deklariert.

  • Mirjam sagt:

    @tststs: Nein, das passiert in allen Schulen! Aber in der Schule in welche meine Kinder eingeschult werden schauen die Lehrer genau hin was in ihrer Klasse abgeht. Und wehe ein Kind wird ausgeschlossen, gemobbt, geplagt! Dann wird gehandelt und zwar sofort! Ich wünschte meine Lehrer hätten damals so reagiert als ich derart rassistisch angegangen wurde. Ich ging durch die Hölle, 9 Jahre lang!

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Mrijam:
      ich finde es schade wenn Sie davon ausgehen dass solches Verhalten heute an „Staatsschulen“ toleriert werden würde,
      das ist einfach nicht wahr.
      Ich wäre mal vorsichtig zu behaupten dass kein Kind aus Privatschulen negative Erlebnisse bis Mobbing erleben könnte.

      • Mirjam sagt:

        Ich weiss von meinem Hüetimeitschi dass die heutige Situation auch nicht das Zuckerschlecken ist. Sie wurde wegen ihres Uebergewichtes geplagt, gemobbt bis sie sich als 15 Jährige mit einer Ueberdosis Tabletten das Leben nehmen wollte. Gib mir dein Sackgeld, sonst landet deine Katze im Dorfbach. Mädchengangs, Prüglereien auf dem Schulplatz. Waffen an der Schule… Sie hat dann in die RSS gewechselt und ist aufgeblüht. Es ging ihr von einen Tag auf den anderen besser. Die Noten stiegen wieder an, sie hatte Freude am Lernen. Sie ist jetzt 18 Jahre alt. Also recht aktuell.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Mirjam:
        mit „heute“ meinte ich eigentlich heute an den Primarschulen.
        Ich habe die Geschichte über Markus gelesen, und sie ist tragisch,
        da hätte schon im Kiga eingegriffen werden müssen.
        Aber aufgrund dieser Fälle das Bild „alles Schreckliche passiert in Staatsschulen“ zeichnen finde ich nicht richtig.
        Es gibt Schulen mit Anti-Gewalt/Mobbing etc Konzepten
        und der Mehrheit der LehrerInnen ist es nicht egal wenn eines ihrer Kinder leidet.

      • Brunhild Steiner sagt:

        2/
        und offenbar müssen sich die Schulen nicht nur um den Schutz ihrer Kinder kümmern,
        sondern nun auch noch um den ihrer Lehrer?!
        Siehe Artikel „Lehrer fertigmachen“,
        mal sehen ob diese Widerlichkeit vor den Privatschultüren wirklich Halt macht?

  • Fritz Hochhuth sagt:

    Die Kritik zielt an den wahren Ursachen vorbei. Dass Vieles beim Schulsystem im Argen liegt, ist leider wahr. Die Lösung dieser Probleme liegt aber nicht darin, dass man eine freie Schulwahl erlaubt, sondern, dass man endlich etwas durchsetzen sollte, was vor allem die so genannten „Bürgerlichen“ einfach nicht bezahlen wollen. Es gibt im reichsten Land Europas einfach zu wenige Ganztagsschulen, Aufgabenbetreuung und Kitas. Und die wenigen Plätze in diesen Institutionen sind entweder zu teuer oder vom Organisatorischen her für Migranten- und Prekariats-Kinder kaum erreichbar. Nur eine Geldfrage

  • Lukas Lautenschlager sagt:

    Die Volksschule ist einer der wenigen Orte, wo Kinder lernen, miteinander umzugehen, andere Menschen mit ihren Andersartigkeiten zu akzeptieren. Die freie Schulwahl wird zwangsläufig zu einer grösseren Segregation führen. Ich halte das für einen Schaden für die Gesellschaft. Zwar stimmt, dass sich die Reichen und Superreichen die freie Schulwahl sowieso kaufen können. Aber sie werden auch bei einer freien Schulwahl für alle, Wege finden, unter sich zu bleiben. Aber das will ich dann über die Mitfinanzierung von Privatschulen nicht auch noch unterstützen müssen. Darum stimme ich mit Nein.

    • Clarita Kunz sagt:

      Schauen Sie bitte zuerst, wie das Problem in Ländern mit Schulwahl in Nordeuropa gelöst wurde: Sie haben dort mit der Schulwahl die bessere Durchmischung als vorher und: ENTMISCHUNG, haben wir JETZT und stehen damit an erster Stelle in ganz Europa: Akademikerkinder habe die besten Ausbildungschancen! Deshalb und weil viele andere, grosse Probleme verschwinden, ein JA! alle Infos unter elternlobby.ch/KtZH/14 Argumente

      • tststs sagt:

        Diese steigende Chancengleichheit wird aber nicht durch das System verbessert (so wie die Chancenungleicheheit vorher nicht primär am System liegt). Es sind die Barrieren in den Köpfen, die nieder gerissen wurden. Ich war in den 80er Jahren in der Primar und hatte wahnsinniges Glück, an gute Lehrerinnen und Lehrer zu geraten, die mich stets förderten und mir den Weg ins Gymi ermöglichten. In meiner Parallelklasse gab es ein Mädchen (notabene aus Srilanka) mit gleichen Noten und ähnlicher Leistung. Sie war aber beim falschen Lehrer, für den waren Frauen und Ausländer halt nicht unbedingt fürs Gymi geeingnet…

      • tststs sagt:

        Wenn ich jetzt dann gleich ein bisschen schärfer im Ton werde, möchte ich damit nicht die Elternlobby verunglimpfen: Ich wollte auf die Homepage um deren Gründe mal zu lesen, aber bevor ich irgenwo hinkam bin ich über folgendes gestoplert und ich bin, ehrlich gesagt, sprachlos:
        „Die elternlobby will die freie Schulwahl allen Schichten der Bevölkerung ermöglichen. Die freie Schulwahl ist ein fundamentales Elternrecht gemäss ZGB und Menschenrechte.“
        Ein fundamentales Elternrecht!!!! Ja geht es dieser Organisation um die Schüler oder die Eltern?!?

      • tststs sagt:

        Oder noch was zu den Barrieren: Als ich mit meinem Studium begonnen habe: war ich eigentlich die statistische Ausnahme: weiblich, bildungsfernes Elternhaus, untere/mittlere Einkommensschicht, Scheidungskind, semipseudoimmigrantin (ein Elternteil ist in die CH eingewandert)… und heute? Lacht man man nur noch über solche Statistiken… aber das System dahinter ist immer noch dasselbe…

      • Lukas Lautenschlager sagt:

        Frau Kunz, meine Frau stammt aus Schweden. Ich kenne die Verhältnisse dort einigermassen. Die Situation lässt sich nicht mit der Schweiz vergleichen, sei es bezüglich Schulstruktur oder geographischen Verhältnissen. Jedes Land muss eigene Lösungen für sich selber suchen und finden. Und da bin ich der Meinung, dass sich die Volksschule für die Schweiz alles in allem sehr bewährt hat. Schwächen gibt’s und die sollten wir beheben. In dem wir uns gemeinsam für die Schule engagieren, anstatt zu einer Spaltung beizutragen.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Clarita Kunz:
        bemühen Sie nicht nordeuropäische Verhältnisse!
        Diese lassen sich nämlich nicht mit unseren vergleichen,
        wir können uns von Ideen inspirieren lassen, okay,
        aber dieses ewige „schaut nur wies im Norden super funktioniert!“,
        würden Sie bitte mal schauen wies zum Beispiel mit Sprachherkunft, kultureller Vielfalt etc im Norden so ausschaut?!

      • alien sagt:

        Haha, tsts, Du sprichst von mir… bis aufs Geschlecht ist bei mir praktisch alles gleich. Ausser der Bildungsferne: meine Mutter ist Primarlehrerin.

      • tststs sagt:

        Wobei, Ihr Mutter brauchte sicher noch kein HS-Studium um Primarlehrerin zu werden… und btw. empfinde ich diesen Umstand (also bildungsferne Mutter/Eltern) auch im Nachhinein nicht wirklich als tragisch, denn obwohl meine Mutter nur die oblig. Schulzeit besuchte, hat sie trotzdem immer dafür gesorgt, dass wir mit „Wissen“ umgeben waren, hat mich zum lesen animiert (sprich mich mit Bücher versorgt, etc. Ich glaube, so eine Erziehung ist eher Charaktersache als eine Frage des Bildungshintergrundes…

      • Brunhild Steiner sagt:

        @tststs:
        eine Verständnisfrage:
        sind Menschen die „nur“ die obligatorische Schulzeit absolviert haben
        „bildungsfern“, ist das der offizielle Begriff für die normalen Schulabgänger?
        Ich hab bisher immer was anderes darunter verstanden.

      • alien sagt:

        Klar, damals hiess das „Lehrerseminar“ und man machte am Schluss so eine Art Matur (eine eigentlich einfachere als die normale, aber das ist Sache der Neigung). Wer eine Matur hat, ist, glaube ich, definitiv nicht „bildungsfern“. Ein ETH-Studium ist das nicht, stimmt.

    • Mirjam sagt:

      @Lukas: Ich habe gerade das Gegenteil davon erlebt. Ich wurde als Adoptivkind aus dem Ausland gemobbt wegen meiner langen schwarzen Haare. „Vietnamesenschlampe, Asiatenhure, schwarzer langhaariger Bettvorleger“ so wurde ich während meiner gesamten Schulzeit gerufen. Während des Unterrichts wurde mir von einem der beiden Mobber die Hose runtergezogen und ich stand in Unterwäsche und T-shirt vor der johlenden Klasse. Es gab physische, psychische und auch sexuelle Angriffe. Die Lehrer haben weggeschaut. Als 12 jährige machten ich einen Suizidversuch. Ich habe extrem gelitten in der Staatsschule.

      • tststs sagt:

        Sie wollen ja aber nicht ernsthaft behaupten, dass ein so etwas mit der freien Schulwahl nicht mehr passieren würde?
        (Übrigens, ich hoffe, Sie stehen mittlerweile drüber und scheren sich einen Deut um diese A*lochkinder!)

        Es ist doch wieder auch hier viel mehr Einstellungssache… vlt sogar eine Frage der Geographie (also an der Primar im Kreis 4 wäre sowas wohl eher weniger passiert…)

      • Lukas Lautenschlager sagt:

        @ Mirjam: Das was Sie erlitten haben, tut mir leid. In solchen Fällen erwarte ich selbstverständlich, dass die Verantwortlichen eingreifen, oder auch dass Umteilungen in andere Klassen oder Schulhäuser unbürokratisch möglich sind. Gerade in der Volksschule haben wir ja die Chance, dafür zu sorgen, dass zum Beispiel die richtigen Leute in den Schulpflegen sitzen. In dem wir die richtigen Leute wählen – oder uns selber engagieren.

      • Boban sagt:

        @Lukas: Ein lehrer in der Staatsschule ist doch total überfordert, er hat extrem Druck alle Kinder seiner grossen Klasse den von der Schulgemeinde auferlegte Schulplan beizubringen und alle mitzunehmen. Entweder lässt man die, die nicht so schnell nachkommen hinterherhinken oder mann lässt die schnellen gelangweilt ersauern. Heute hat doch kein Lehrer mehr Zeit auf alle Kinder einzugehen weil sonst das verallgemeinerte Lehrnziel flöten geht. Warum erleiden soviele Lehrer Burn-outs oder beenden nach kurzer Zeit den Job? Müssen den alle Kinder ins Gymi oder studieren?

      • Boban sagt:

        @tststs: Nein auch das wird weiterhin bei der freien Schulwahl passieren, aber ich als Eltern kann ohne grosse Hindernisse und wegziehen. mein Kind in ein andere Schule senden und muss es nicht 9 Jahre über das Kind ergehen lassen. Nicht alle Eltern können einfach so umziehen in eine andere Gemeinde und damit auch die Schule wechseln.

      • Lukas Lautenschlager sagt:

        @ Boban Nun, ganz so schlimm sind die Zustände ja glücklicherweise nicht. Aber in der Tendenz haben Sie recht. Und deshalb sehe ich nicht ein, weshalb wir der Volksschule durch die freie Schulwahl auch noch finanzielle Mittel entziehen sollen, indem wir Privatschulen mitfinanzieren. Wenn schon müsste die Forderung ja sein, der Volksschule mehr Mittel zu geben, damit Klassen vekleinert werden können etc. Machen wir doch die Schule besser für alle Kinder, indem wir für eine bessere Volksschule kämpfen und uns nicht in irgendwelche Nischen verabschieden.

      • tststs sagt:

        @Boban: Ist jetzt vllt ein bisschen überspitzt, aber dem Problem ist mit Weglaufen (umziehen, resp. Schulwechsel) sicher nicht genüge getan. Und ja es gibt ein Mittel: unser Rechtssystem… Oder anders gesagt: welche Lektion lernt das Kind, wenn es vor dem Mobber auch noch „klein beigeben“ muss… (und bei Extremfällen ist ein Schulwechsel schon möglich… einfach halt mit mehr Aufwand)

      • tststs sagt:

        Ich sehe ausserdem die Gefahr, dass es zur „Schülerhortung“ kommt. Es gäbe dann ja pro Schüler eine Pauschale. Wenn also meinem Schulbudget noch ein paar Fränkli fehlen, tja dann nehme ich doch einfach ein paar Schüler mehr auf. Oder einfach so…. (ich denke da im Vergleich an die Subventionierung von Grossbauern, für die die Subventionierung eigentlich nur noch Sackgeld ist…)

      • alien sagt:

        So etwas Komisches. Als ich im Studium einmal von Kollegen gesehen wurde, wie ich mit einer vietnamesischen Biostudentin etwas rumscherzte, schauten sie mich nachher eher.. neidvoll an. Asiatinnen haben Exotenbonus… Ich denke ausserdem, heutzutags sind fremdländisch aussehende Kinder keine Probleme mehr. Meine Tochter hat eine chinesische Klassenfreundin.

        Mirjam, Deine Erfahrungen sind haarsträubend.

      • Widerspenstige sagt:

        Das Schulsystem in Skandinavien kann sehr wohl als Vorbild heran gezogen werden. Wieso schon wieder diese Skandinavier? Ganz einfach: weil es funktioniert! Sie kennen keine Volksschule, welche bereits ab 5ter Klasse selektioniert und die Meisten bereits ‚durch die Maschen‘ fallen. Nein, der gesamte Schulbetrieb wird mind. 9 Jahre lang ähnlich der Rudolf Steiner Schulen OHNE psychologisch negative Schülertrennungen durchgezogen. Keine wertende Selektion in Primar-/Sekundar-/Unter-/Obergymi etc..

        ALLE HABEN DIESELBEN CHANCEN und können Lektionen/Module während dieser Zeit individuell wählen.

      • Katharina sagt:

        und wenn, WS, rein hypothetisch, Eltern das Rudolf Steiner Konzept ablehnen, oder es für ein Kind nicht passt, was dann?

      • Sportpapi sagt:

        Also ehrlich gesagt habe ich nie erlebt, dass die meisten „durch die Maschen“ fallen. Sondern die meisten erleben Unterricht auf angemessenem Niveau – irgendwann kann man die Leute auch nicht mehr „Lernzielbefreit“ durch die Schule tragen. Und den Eintritt ins Langzeitgymi habe ich auch nicht als psychologisch negative Schülertrennung empfunden, sondern als: endlich! Endlich mal Unterricht, der etwas fordert. Es ist ja schon gut, Heterogenität als Chance zu sehen. Aber zu viel ist einfach zu viel. Irgendwann kann kein Lehrer mehr allen gerecht werden.

      • Katharina sagt:

        so sehr Rudolf Steiner sicher ein interessantes und kindgerechtes Konzept hat, lehne ich seine Ideologie ab. Würde also nicht eine solche Schule wählen. ich bin generell sehr skeptisch gegenüber den schwedischen Ansätzen. das geht mir zu sehr auf uniforme Gesellschaft und widerspricht in weiten Teilen meinem Rechtsempfinden.

      • Widerspenstige sagt:

        Die Frage ist jetzt nicht, ob das Eltern passen würde oder nicht. Es ist eine Information, wie es in Skandinavien so ungefähr funktioniert. Von Schweden habe ich hier nicht gesprochen, sondern allgemein Skandinavien. Das wird nicht in jedem skand. Land 1:1 so sein wie von mir beschrieben. Von Uniform kann keine Rede sein, sondern von GLEICHEN CHANCEN FÜR ALLE KINDER. Aber wir Deutschschweizer sind mit unserem Denken noch Lichtjahre vom sozialen Denken der Nordländer entfernt wie ich gerade wieder ernüchtert feststelle. Unsere Volksschule ist uniform, Katharina. Schon gemerkt?

      • Sportpapi sagt:

        Das verstehe ich jetzt nicht. Braucht es nicht zwingend eine uniforme Schule (die es meiner Meinung nach nicht gibt), um wirklich Chancengleichheit herzustellen? Oder was verstehst du denn unter Chancengleichheit?

      • Katharina sagt:

        WS: „Unsere Volksschule ist uniform, Katharina. Schon gemerkt?“ etwas unfair. weil ich in Privatschulen war, mein ganzes Leben lang (sowohl CH als auch USA). ich habe einfach Bedenken gegen diese Uniformität, so wie sie hier durchschimmert. mir ist ganz klar bewusst, dass das Immigrationsproblem bei euch sehr volatil ist, weil es einfach bei euch eng wird, wenn ich es so sagen darf. und die Leute gegeneinander aufgehetzt werden.

      • Katharina sagt:

        aber ich sehe auch die andere Sicht. da ging ich durch einen Lernprozess, weil meine Partnerin eben aus einer Immigrantenfamilie stammt. ich eckte am Anfang mit meiner weissen, privilegierten Attitüde oft an, ohne es zu merken. Es ist mir einfach ein Anliegen auf solche Attitüden hinzuweisen.

        Ich hab da vielleicht etwas in deinem Kommentar missverstanden. du sprichst von einem modularen Konzept der Skandinavier. also nicht Uniformität, sondern Flexibilität.

      • Widerspenstige sagt:

        @Boban
        ‚…Entweder lässt man die, die nicht so schnell nachkommen hinterherhinken oder mann lässt die schnellen gelangweilt ersauern. Heute hat doch kein Lehrer mehr Zeit auf alle Kinder einzugehen weil sonst das verallgemeinerte Lehrnziel flöten geht. Warum erleiden soviele Lehrer Burn-outs oder beenden nach kurzer Zeit den Job? Müssen den alle Kinder ins Gymi oder studieren?…‘
        Genau um das geht es dann: das Lernziel muss innerhalb der ersten Selektion – so ab 5ter Klasse bereits! – eingehalten werden u dies verursacht unnötigen Stress bei Lehrern, Schülern u Eltern. Wieso nicht umdenken?

      • Widerspenstige sagt:

        Katharina, ja, das skand. Schulsystem ist weit flexibler als das in CH! Das muss doch mal gesagt werden u nur weil man es nicht kennt, heisst es noch lange nicht, dass es wie in China strikt gehandhabt wird. Es ist kindgerechter aufgebaut und wie gesagt sehr individuell durch Lernmodule im Verlauf der ca. 9 Jahre pädagogisch wertvoll gestaltet. Das Immigrationsproblem könnte mit entsprechenden ausserschulischen Massnahmen – wie von mir unten beschrieben auch durch Arbeitgeber – koordiniert u somit entlastet werden. Somit würden ‚die Leute weniger gegeneinander aufgehetzt‘ werden!

        Gute Nacht

  • Mirjam sagt:

    In der RSS wird ab der 1. Klasse Englisch und Französisch unterrichtet! In der Staatsschule viel später! Das müsste unbedingt angepasst werden. Je früher eine Fremdsprache erlernt wird desto besser! Ich habe als Lehrers-Tochter lange daran geknabbert ob ich meine Kinder in eine Privatschule schicken soll und ich habe diesen Entscheid nie bereut. 4 x im Jahr am Ende eines Quartals gibt es einen Elternabend mit allen Eltern und der Lehrkraft und dann gibt es auch 4 x im Jahr ein Elterngespräch mit der Lehrkraft alleine. Wir werden eng in den Lernprozess unserer Kinder miteinbezogen! Genial!

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Mirjam:
      „Je früher eine Fremdsprache erlernt wird desto besser!“
      das kommt aber sehr auf die verwendeten Lehrmittel an wie nachhaltig diese Sprachenlernerei dann wirklich ist.
      Ich bin, gerade dem Primarschul-englischen gegenüber, da ziemlich auf die Welt gekommen.
      Im Eifer fast nichts mehr einfach nur auswenig lernen zu müssen, sich einfach mal einen Grundbestand aneignen zu müssen (Personalpronomen, Verben usw) lernen die weniger sprachgewandten Kindern fast nichts das Bestand hätte.

      • Boban sagt:

        Es kommt auf das Lernziel an. Die RSS Winterthur hat die genau gleichen Lehrziele wie die Staatsschulen in Winterthur, das heisst den genau gleichen Lernauftrag. Der Weg ist anders und geht ein wenig länger aber es ist es mir wert, dass unsere Kinder so genommen werden wie sie sind (in manchen Fächer brauchen sie länger, in anderen sind sie schneller) Kein Kind muss Angst habe zurückversetzt zu werden, aus dem sozialen Klassengefüge herausgerissen zu werden, wenn es mal nicht mitkommt.

  • Mirjam sagt:

    Ich bin dafür, dass der Staat die freie Schulwahl einführt und den Eltern ein Ausbildungsbudget zur Verfügung stellt. Wenn die Schule welche die Eltern auswählen mehr kostet als das Budget hergibt dann sind sicher alle Eltern gerne dazu bereit die Differenz zu bezahlen. Ich weiss von einigen Kindern welche als Quereinsteiger in die RS-Schule kommen weil sie in der Staatsschule gelitten haben (z.B. unter Mobbing, Notendruck, Schulverleider usw.). Und in der RSS blühen diese Kinder wieder auf, gehen wieder gerne in die Schule und bringen gute Leistung. Meine Kinder lieben die Schule!

  • Mirjam sagt:

    Meine Kinder gehen in eine Privatschule (Rudolf Steiner Schule Ittigen) weil ich mit der Staatschule nicht zufrieden bin. Ich bin deshalb ganz klar der Meinung, dass den Eltern freigestellt sein sollte, in welche Schule sie ihre Kinder schicken wollen. Ich denke, die Qualität der Staatsschule würde rapide steigen wenn die freie SChulwahl eingeführt wird. Sie müssten sich viel mehr Mühe geben. Ich bin gerne bereit 20 % unseres Familieneinkommens als Schulgeld zu bezahlen wenn meine Kinder ohne Leistungsdruck und ohne Drill eine lustvolles Lernen erleben dürfen.

    • adlerauge sagt:

      die steinerschule mag für ihre kinder das richtige sein. für lernbegierige kinder, welche auch mit einem gewissen druck umzugehen wissen (bzw. sich den umgang damit aneignen; im späteren leben wird dieser druck nämlich nicht plötzlich verschwinden) ist diese wohl eher nicht die optimale wahl. und ich wage zu bezweifeln, dass die qualität der staatsschulen generell so unterirdisch ist, dass sie „rapide steigen“ würde bei einer freien schulwahl.

      • Boban sagt:

        Die Steiner-Kinder sind genau lernbegierig wie alle anderen Kinder, also keine blöden Vorurteile. Es gibt aber genug Kinder die Probleme haben mit der Art der Staatsschulen und danach Therapeutische Hilfe beansprechen müssen. Für die wäre eine andere Art zu lernen vielleicht das bessere Konzept! Jedes Kind ist ja zum Glück individuell (wie er Erwachsene ja auch) und sollte darum so gefördert werden wie es dem Kinde nützt und nicht wie der Staat (woher weiss er was das Beste ist für mein Kind, er kennt es nicht und hat es nicht aufwachsen sehen) es gerne sehen würde.

  • E.H.Roth sagt:

    der top down approach war schon immer ein Rohrkrepierer darum bin ich dafür, dass Reformen von unten also von der Basis kommen müssen.

  • Cybot sagt:

    Was soll an Frühenglisch/-französisch oder Sexualkunde schlecht sein? Wenn man mal mit Leuten aus anderen Ländern spricht, wird man höchstens ausgelacht, wenn man erwähnt wie spät wir mit Englisch begannen.
    Die Anliegen zur Chancengleichheit oder Sondermassnahmen sind lobenswert, aber wie soll ein Schulwechsel da helfen?
    Ich lese hier nur eine Aufzählung von Problemen, aber kein einziges Argument, wie die freie Schulwahl helfen soll, diese zu lösen. Für mich klingt das alles eher nach Kostensenkung, als nach Qualitätssteigerung. Wenn das die besten Argumente waren, stimme ich wohl Nein.

    • tststs sagt:

      Gegen frühe Förderung der Sprachen ist nichts einzuwenden; dann aber bitte professionel und nicht dieses Gspürschmifühlschmi-Zeug… (ich kenne einige Englischlehrer, also solche die auf höheren Stufen unterrichten, und die sind, jetzt da die ersten mess- und fühlbaren Ergebnisse da sind, nicht unbedingt begeistert…)

    • Boban sagt:

      Wir hatten früher auch kein Frühenglisch und Französisch jahrgang 74) trotzdem arbeite ich seit Jahren in einer Firma die Englisch als hauptsprache hat.Aber ich hatte nicht so einen grossen Druck alles schon mit 10 können zu müssen, ich durfte auch noch Kind sein. Ich habe mir dass einfach später nachgeholt weil ich es im Beruf brauche! Warum muss ich zum Beispiel als Handwerker Englisch und Französisch können? Wäre es nicht viel wichtiger den Kinder mehr zu lernen über soziales zusammenleben, Konflikte zu lösen, Vorurteile abzubauen? Weil dass jedes Kind gebrauchen kann und sollte!

  • Was die Schweiz braucht ist eine gute Volksschule und verbindliche Konzepte, welche die oben genannten Misstände nivellieren können. Als Vater gehe ich davon aus, dass meine Kinder zu 100% Wissen und Betreuung ohne Abstriche in der Volksschule erhalten damit sie gut auf die Zukunft vorbereitet werden. Dazu bin ich bereit, alle Arbeit zuhause zu leisten, damit die Anforderungen der Schulen erfüllt werden. Ich erhebe nicht den Anspruch, zu wissen, welche bildungskonzepte nun die „richtigen“ sind weil ich in diesem Fall den Lehrern und Pädagogen vertraue.

    • EIn Mitspracherecht von Schulkomissionen finde ich für den Lehrplan völlig falsch, hingegen ein Mitspracherecht in organisatorischen Dingen wie Tagesstruktur, Freitage etc. notwendig. Es macht auch keinen SInn, dass jede Gemeinde/Kanton ein anderes Schulsystem hat. Das bringt überhaupt keinen Vorteil sondern nur verwirrung.

    • tststs sagt:

      Ja natürlich!. Der durchschnittliche Lehrer hat wohl deshalb den Beruf ergriffen, weil er gerne mit Kindern zusammenarbeitet (nein, nicht nur mit Mädchen, mit KINDERN), weil er sie fördern und fordern will und weil kein Millionenboni je das Strahlen in den Augen Kinder/Jugendlicher, wenn sie etws erlickt haben, ersetzen könnte.
      Ich sage nicht, dass sie immer alles richtig machen, aber idR nach bestem Wissen und Gewissen…

      • …und wir wissen alle ganz genau was passiert, wenn Leute mit Null Ahnung anfangen, bei komplexen Themen auf den Tisch zu hauen und rumzuproleten. Und damit meine ich die, die nicht in der Lage sind, zuzuhören.

      • tststs sagt:

        Sie meinen diese, welche sooderso der Schule/dem Lehrer/dem System die Schuld geben, wenn der Nachwuchs schwächelt?! 😉

      • ja, genau die die nicht „vor der eigenen Türe kehren“ oder so 😉

      • E.H.Roth sagt:

        das Problem liegt heute leider hauptsächlich bei den Eltern… wenn der Junge in der Schule schwächelte, dann wurde die Schule verantwortlich gemacht auch wenn ich anderer Meinung war da der Bub statt lernen lieber vor dem Computer hockte und einfach nur faul war aber dieses Argument zählte natürlich nie. Krach vorprogrammiert.

      • Helga Klee sagt:

        Die gute Schule wird in den Schulzimmern von motivierten Lehrpersonen gemacht. Ich gebe es zu, für Kinder, die grosse Probleme haben, oder machen, braucht es spezielle Lösungen. Die sind jedoch ohne freie Schulwahl problemlos möglich. Die laufenden Schul- und Bildungsreformen gehen in die richtige Richtung. Sie packen die echten Probleme an. Hier müssen wir weiter arbeiten – zum Wohle der öffentlichen Schule, der Kinder und der Eltern.
        Eine Frage, welche die Initianten noch zu beantworten hätten: dürften bei der freien Schulwahl die Lehrpersonen ihre Klientel auch wählen?

  • Marc Hubacher sagt:

    Zuerst fällt auf, dass Herr Largo Sexualkunde als eine der negativen Aspekte der Schulreformen nennt. Wieso das, Herr Largo? Zur sogenannten Bubendiskriminerung: Erstens hatten früher die Jungen den grösseren Schulerfolg als die Mädchen und das über Jahrzehnte. Und zweitens ist es gerade die Basisstufe – eine Neuerung – welche die Benachteiligung auflöst. Die Kinder können die Basisstufe in ihrem Tempo absolvieren. Sollten Jungen in ihrer Entwicklung etwas zurückversetzt sein gegenüber den Mädchen, haben sie hier die Möglichkeit sich Zeit zu nehmen. Zu den Minoritäten… (Fortsetzung folgt)

    • Marc Hubacher sagt:

      ….zu den Minoritäten: Durch die freie Schulwahl wird es Schulen aller Couleur geben – islamische Schulen, linke Schulen, konservative Schulen etc. Dies führt zu einer Ghetto-Bidlung und Fragmentierung der Gesellschaft. Minoritäten sind u.a. deshalb oft Benachteiligt, weil sie sich gegen die Mehrheitsgesellschaft abgrenzen. Oft lernen erst die Kinder Deutsch und diese sind es, die durch den Austausch mit Schweizer Kindern die hiesige Kultur kennen lernen. Das alles geht durch die freie Schulwahl verloren. Und: Herr Largo ist als Arzt nicht gerade eine Fachperson für diese Frage.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ich denke nicht, dass Largo gegen Sexualkundeunterricht ist, aber vielleicht gefällt ihm die Art und Weise, wie das neu angegangen werden soll, nicht besonders. Mir übrigens auch nicht, ich finde sie weder kindgerecht noch sonst irgendwie wertvoll. Es gibt viel bessere, respektvollere Möglichkeiten, dieses delikate Thema kindgerecht zu unterrichten. In den Steiner Schulen z.B. werden die Mädchen von Frauen, die Jungs von Männern, beide speziell geschult, in diese Thematik eingeweiht, voneinander getrennt.

      • Katharina sagt:

        „sind u.a. deshalb oft Benachteiligt, weil sie sich gegen die Mehrheitsgesellschaft abgrenzen“ das ist aber eine Aktion der sog. Mehrheitsgesellschaft, die medioker sein und orthodox-konformistisch sein mit massivem Druck erzwingen will. von subtil bis zu mobbing.

        der Denkfehler der Leute, die auf Integration pochen, ist eben, dass sie meinen ihre Idee der Mehrheitskultur .. oder besser wohl Lebensweise sei Massstab und einzige Instanz.

        Da erstaunt es nicht, dass immer mehr auf Privatschulen setzen um ihre Kinder dem ganzen Blödsinn nicht aussetzen zu müssen.

      • Katharina sagt:

        weiter hat Herr Dr. Largo als Kinderarzt sicher ein gewichtiges Wort zu sagen, denn er weiss wahrscheinlich über die Entwicklung eines Kindes, dessen aufblühen der kognitiven Fähigkeiten usw. bedeutend mehr als alle hier.

      • Sportpapi sagt:

        @Katharina: Was war denn so der Forschungsbereich von Prof. Largo? Kognitive Fähigkeiten? Schule? Pädagogik? Hat nicht er vor allem auch Tests entwickelt, mit denen Fehlentwicklungen von Kindern aufgedeckt werden konnten/können, so dass sie einer Behandlung/Therapie zugeführt werden können?
        Und zum anderen: Eltern schicken ihre Kinder in der Regel in eine Privatschule, weil diese in der Volksschule ungenügende Leistungen abliefern, um ihnen trotzdem den erhofften Abschluss zu verschaffen. Oder gleich um einen besseren Abschluss zu erzielen.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Weisst du Sportler, ich muss nur eine Seite eines beliebigen Buches von Largo lesen und mit deinen Absonderungen hier vergleichen, um keine Sekunde zu werweissen, wer wohl der Experte für kindliche Entwicklung ist. Mach dich nicht so wichtig, einem Schwergewicht wie Largo am Zeug flicken zu wollen braucht eine gewisse Basis, die stelle ich bei dir nicht mal in Ansätzen fest.

      • Sportpapi sagt:

        @Pippi: Meine Kritik ist klar und fundiert. Wenn du da konkret etwas einzuwenden hast, statt einfach autoritätsgläubig nachzuplappern, dann kannst du dich ja äussern. Ich halte fest: Ich habe die Bücher von Largo gelesen. Auf seinem Gebiet ist er eine Kapazität. Aber zum Thema Schule hat er offensichtlich kaum Ahnung, ja, sogar die Entwicklungen der letzten Jahre ganz offensichtlich nicht mitbekommen.

      • Katharina sagt:

        SP, also wirklich, Dr. Largo hat sehr viele Sachbücher zum Thema veröffentlicht, die alle in der peer review gut dastehen. also bitte. und gerade, dass er Testsysteme entwickelt hat, damit ein Kind das Entwicklungsprobleme hat, früh entdeckt wird und auf eine ihm besser passenden Schulweg geschickt werden kann, ist ja gerade teil seines Verdienstes. und was du über die privaten schulen schreibst ist quatsch.

      • Sportpapi sagt:

        Hm. Zeig mir doch mal einen Peer Review-Artikel Largos, der sich mit der Schule beschäftigt. Langsam wird es wirklich doof hier, dieses absichtliche falsch verstehen!

      • Katharina sagt:

        „Langsam wird es wirklich doof hier, dieses absichtliche falsch verstehen!“ – richtig, SP, eine treffende Beschreibung von Dir selber. Deshalb sinniere ich mit Dir lieber über die Waschküchenordnung.

      • Sportpapi sagt:

        @Katharina: Das ist jetzt billig. Hier hättest du mich doch schnell und einfach widerlegen können. Oder doch nicht? gibt es diese Artikel vielleicht gar nicht?

      • Katharina sagt:

        SP: wie geht es deinen Nachforschungen und Darlegungen zum Projekt Chagall?

      • Sportpapi sagt:

        War da etwas offen? Noch einmal: Ich halte das Projekt für ein Feigenblatt. „Von den zwölf Jugendlichen, welche sich seit letztem August auf die Gymiprüfung vorbereiteten, traten zehn im März auch zur Prüfung an. Acht haben sie bestanden.“ Kosten dafür jährlich: 100 000 Franken. Bisher durch Stiftungen finanziert, nun durch die Bildungsdirektion, also nicht durch die Privatschule. Gut, macht man etwas. Aber es löst keine Probleme.

      • Katharina sagt:

        Siehst Du, das was Du nach dem noch einmal in Apostrophen schreibst, schreibst du das erste Mal, nicht noch einmal.
        Doch ich finde Feigenblätter lösen ein wesentliches Problem, nämlich dasjenige, dass ich alle meine Kleider schon in der Waschmaschine verstaut habe und nun, nachdem ich die Waschküchenordnung Kapitel Eins eingehend studiert habe, den Einschaltknopf betätigen konnte. Ich stehe nun da im Geburtskostüm. Da ist ein edles Feigenblatt etwas hilfreich.

        Und vielen Dank an die Bildungsdirektion, die diese Waschküchenordnung abgesegnet hat, damit ich es schaffte, schon nach dem ersten Kapitel den Einschaltknopf RICHTIG zu betätigen. Eine süsse Serbin hat mir beim Übersetzen geholfen.

        Ich denke, ich setze mich dann mal auf die Waschmaschine. Der Schleudergang wird sicher ein fun ride. Kann für das Feigenblatt aber dann nicht garantieren. So sorry for that….not. Und das aus Rücksicht auf die Nachbenutzer hingestellte Schild ‚slippery when wet‘ heisst nicht, dass die Waschmaschine ein Leck hat. Hat eher etwas mit dem Feigenblatt zu tun, das irgendwann auf den Boden fiel.

  • Oswald Müntener sagt:

    Ich kann mir lange vorstellen, wie ich mir einen Ferrari kaufe und ihn mit vielen Extras ausstatte. Es bleibt ein Traum, wenn mir das Geld dafür fehlt! Das gleiche Problem hat die Bildung heute. In den Schulen gibt es viele gute Leute, viele gute Konzepte, fundiertes Wissen, ein grosser Wille zur Umsetzung; allein das GELD dazu fehlt! Wie wäre es, anstatt über die Beschaffung des Gripen zu diskutieren, über die Beschaffung von Ressourcen für die Schule zu diskutieren? Mehr Förderlektionen, genug Schulraum für alle, Weiterbildungen für Lehrpersonen, fundierte Elternpartizipation etc. MEHR GELD!

    • Besmer Christian sagt:

      Das mit dem Geld für Schule statt Grippen ist eigentlich logisch. Nur ist die von Interessen geprägteMerheit der Politikerklasse nicht geeignet für logische Entscheide, die der Bevölkerung dient; leider.
      Hingegen heisst mehr Geld an der Schule auch nicht, dass diese besser wird, wenn die Schulentwicklung seit den new public Reformen von Buschor in eine völlig falsche Richtung läuft. Damit würden die Gelder eben auch falsch „investiert“. new public management orientiert sich nicht an den Bedürfnissen von Menschen sondern ist ein Organisationsprojekt, das bisher nur zu Misserfolgen gefürht hat.

    • E.H.Roth sagt:

      ja das Geld wäre schon da nur das Problem ist wie es verteilt wird.

    • Widerspenstige sagt:

      Ich teile Ihre Meinung, Oswald Müntener, in allen Punkten und habe hier schon öfters dasselbe gesagt! Es ist einfach unfassbar, dass die dringenden Anliegen im Bildungswesen gefliessendlich von vorwiegend bügerlichen Parteien übergangen bzw. die Budgets entsprechend gekürzt werden. Die Verteilung der VORHANDENEN Gelder ist ein Politikum und sollte deshalb bei solchen Abstimmungen wie diese durch die BürgerInnen mehr mitgetragen u unterstützt werden. Es kann nicht schaden, wenn mehr verschiedene Schultypen finanzielle Spritzen erhalten. Besser allemal als Milliarden in neue Jets zu versenken!

      • Sportpapi sagt:

        Welches Budget im Bildungswesen wurde gekürzt? Kannst du mir ein Beispiel nennen, wo in der Schweiz, in einem Kanton, einer Stadt das Bildungsbudget gegenüber dem Vorjahr gekürzt wurde? Wo sogar allenfalls der Anteil an den Gesamtausgaben gesunken ist? Wenn es um Einsparungen geht, dann betrifft das doch immer Reduktion des stetigen Ausgabenwachstums!

  • Rogoter sagt:

    Die Freie Schulwahl führt nicht zu Chancengleichheit. Im Gegenteil, sie hätte schlussendlich eine Ghettoisierung an den Schulen selbst zur Folge, da Schweizer Eltern ihr Kind nicht an eine Schule mit hohem Anteil an Schülern aus Migrationshintergrund geben werden.
    Um Chancengleichheit herzustellen wäre es eher eine Überlegung wert, die obligatorische Schulpflicht wie in anderen Ländern zu verlängern. Im Sek I Alter ist das Gehirn der Jugendlichen dermassen im Umbruch, dass der Zeitpunkt für eine lebensweisende Entscheidung wie die der Berufswahl denkbar ungünstig ist.

    • Boban sagt:

      Die freie Schulwahl gilt ja auch für Kinder mit Migrationshintergund und die könnten in jede schule gehen und das kind auch so fördern. Eltern deren Kinder in Schulen gehen mit viel Migrationskinder, wechseln doch jetzt schon den Wohnort um dem aus dem Wege zu gehen. Eltern von Migrationskinder haben vielfach schon des Geldes wegen keine Chance in eine „bessere“ Wohngegend zu ziehen!

    • tststs sagt:

      Dem würde ich absolut zustimmen. Nicht nur, weil dann mehr Zeit für Allgemeinbildung wäre; es erlaubt den Jugendlichen noch ein bisschen Ruhe, bevor sie in die Mühlen der Wirtschaft geraten. Ich hatte das grosse Glück, ins Gymi zu gehen. Wenn ich mir dann überlege, ich hätte mich mit 13/14 schon auf einen Beruf festlegen sollen… also in einer Zeit, wo meine Meinung etwa ähnlich beständig war, wie das Wetter diese Woche…?!?

  • Mojo_HD sagt:

    Ich bin klar für die freie Schulwahl. In meiner Gemeinde gibt es ca. acht Grundschulen im Umkreis von 3 Kilometern. Es ist nur normal, dass ich für meine Kinder diejenige Schule auswähle, die die besten Lehrer und das beste Gesamtkonzept anbietet. Weshalb sollte die Schulpflege verfügen, in welche Schule ich mein Kind schicke? Die Anreizstrukturen sind hier entgegengesetzt!

    Zudem bieten Privatschulen bessere Tagesstrukturen an. Wenn beide Eltern arbeiten, bietet die öffentliche Schule keine gute Lösung an. Die freie Schulwahl existiert heutzutage nur über den Wechsel des Wohnortes.

    • Lukas Lautenschlager sagt:

      Kleines Gedankenspiel, Herr Mojo_HD: Und was ist, wenn alle Eltern in ihrem Umkreis ihr Kind auf die gleiche der acht möglichen Schulen schicken will? Was dann? Baut man schnell über die Sommerferien neue Schulräume und macht die anderen Schulhäuser zu? Oder muss dann doch jemand darüber entscheiden, wer seine Wahl bekommt und wer eben nicht? Und wer entscheidet das und aufgrund welcher Kriterien? Für mich lauter offene Fragen, zu denen ich von den Initianten noch keine Antworten gehört habe.

  • Fuchs sagt:

    @Alessandra: Was sollen denn die Jungs von Heute dafür, dass die Frauen ungerechter Weise 2000 Jahre lang benachteiligt wurden? Diskriminierung ist nie gut, egal von woher sie kommt und Sie sollten sich Îhren Sexismus nochmals überdenken – vielleicht Männerhass?

    • tststs sagt:

      Was können die weiblichen Pädagogen dafür, dass Jungs „schlechter“ in der Schule sind?

      • Fuchs sagt:

        Was können denn Manager dafür wenn sich nicht genügend Frauen für Frauenmanager-und Kader Berufe entscheiden und ausbilden lassen? Diese Argumentation ist schwach, denn bei den Frauen geht man heute davon aus, dass sie gefördert werden sollen und wenn die Schule sich nicht für einen Rahmen einsetzt, welcher den Jungs auch gerecht wird, dann bezahlen wir das später mit Problemen; wie z.B. zu wenig oder unzureichend ausgebildeten Fachleuten…. aber kein Problem, die können wir ja alle importieren

      • xyxyxy sagt:

        sonst klug tststs, aber dieses Argument ist mehr als schwach

      • tststs sagt:

        @xy: Das ist doch kein Argument! Das ist eine Frage, und zwar eine ernstgemeinte! Wo ist der Zusammenhang? Das würde doch nur stimmen, wenn man davon ausgehen würde, dass die meisten weiblichen Lehrkräfte systematisch Mädchen bevorzugen und Jungs vernachlässigen… und das ist sicher nicht der Fall!

      • tststs sagt:

        Oder glaubt jemand, dass die Krankenpflegerin der weiblichen Heimbewohnerin mehr auf den Teller schöpft? Oder das die Chirurgin bei einem männlichen Patienten die Hände weniger gründlich wäscht? Oder dass eine Taxifahrerin bei einem männlichen Fahrgast extra einen Umweg macht?

        Und wenn man dies glaubt, dann sollte man sich mal fragen: Wieso? (evtl. weils Männer früher so machen konnten, und man das Gefühl hat, Frauen seien nur auf eines aus: Rache?) Wie gesagt, ich glaube die meisten ergreifen den Beruf, weil ihnen an den Kindern etwas liegt, nicht an ihrem Ego…

      • xyxyxy sagt:

        aber ts – das ist jetzt schon eine sehr eindimensionale Sichtweise. Es geht darum ob das gesamte Konzept, den Jungen nicht gerecht wird und es geht darum ob die Jungen zu wenig identifikations Figuren haben im Schulbereich etc. etc.
        Es geht (wenigstens mir nicht) nicht um Schuldzuweisungen, sondern um Beobachtungen, Analysen und Fragen, wie man evt. Fehlentwicklungen wieder korrigieren kann.

        Nebenbei: Ich sorge mich so oder so nicht um die Männer im Allgemeinen und um meine Buben im Besonderen schon gar nicht.

  • Beat Wey sagt:

    Das Problem der Schulen in der Schweiz sind a) die Kantone und b) die Gemeinden. Dort muss man aufräumen. Viele von uns haben die Möglichkeit, aktiv in Schulbehörden oder Schulen mit zu arbeiten. Aber: Einzelkämpfer sind unbrauchbar…
    Toll, wenn jeder das Rad neu erfinden will, jeder die selben Fehler nochmals machen muss und am Schluss noch das grosse Wehklagen über „verpasste Chancen“ angestimmt wird.
    Diese propagierte „freie Schulwahl“ führt meines Erachtens nur zu einer verstärkten Abgrenzung der sozialen Schichten, aufgeblasener Administration sowie noch komplexeren Strukturen. Sinnlos.

  • plop sagt:

    Die freie Schulwahl ist auch unterstützenswert, weil es auch die Existenz von Schulen mit alternativem „Programm“ sichern kann – ein „aussterben“ von Steiner-Schulen, z.B., fände ich ein ziemlicher Verlust für die Bildungslandschaft…

  • Alex sagt:

    Ja, anstatt die öffentliche Schule für alle besser zu machen – beschliesst man die reichen Kinder zu stärken. Bevor ihr das jetzt als schwachsinn abtut. Ich meine mit „reich“ die mehrzahl der Schweizer. Jeder der oberen Mittelschicht kann sich eine Privatschule leisten – und wird es sich auch müssen wenn die öffentlichen Schulen plötzlich nichts mehr Wert sind.

  • tommaso sagt:

    Sexualkunde negativ? Das ist aber nicht Ihre Meinung, Remo Largo, oder? Das mit der Diskrminierung der Jungs in der Grundschule stimmt, das hat aber bestimmt nichts mit Hormonen zu tun, Alessandra. Möchten Sie über Hormone definiert werden? So im Stil: „Ach weisst du, sie ist gerade prämenstruell…“ Der abnehmende Prozentsatz von Jungs im Gymi hat auch mit der Aufwertung der Berufsbildung zu tun. FH-Absolventen haben heute in der Wirtschaft oft grössere Chancen als solche von der Uni.

  • peter huber sagt:

    Meine Frau ist Lehrerin. Sie meinte letzhin ‚was, wenn die Schulen auswählen könnten, welche Schüler resp. Eltern sie wollen und nicht die Eltern umgekehrt bestimmen, in welche Schule die Kinder sollten?‘ Wie würde ihnen das schmecken, Herr Largo?

    • tststs sagt:

      Das ist doch nur die logische Konsequenz dieser Initiative. Wenn jeder sagen kann, wo er sein Kind gerne hätte, dann wird es zwangsläufig an den „guten“ Schulen mehr Bewerber (WAS für ein Wort im Zusammenhang mit Bildung) geben als freie Plätze und die Schule kann auswählen… Und welche wird sie wohl wählen, um ihren guten Ruf zu bewaren? Deshalb sehe ich eigentlich für den Duchschnittsschüler nur Nachteile…
      Deshalb werde ich bestimmt mit Nein stimmen.
      Am meisten nervt mich btw, dass man irgendwie automatisch davon ausgeht, dass mehr Geld (Privatschulen) besserer Unterricht bedeuten soll.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @tststs: aber ich denke, das hat Sportpapi ja auch schon anklingen lassen,
        dass es den „freien“ Schulen vorbehalten bleibt jemanden aufzunehmen oder nicht,
        die staatlichen werden weder Wartelisten führen noch von Beginn weg ablehnen können,
        oder hab ich da was übersehen?

      • tststs sagt:

        Ja natürlich, die staatlichen „müssen“ ja… aber was bedeutet dies für ein Kind, wenn es dann eben nicht einen Platz an der „besseren“ (privaten) Schule erhält…wenn es quasi nicht den Wünschen der Eltern entsprechen kann…

        Ich finde Wettbewerb per se nichts schlechtes, aber wenn der Wettbewerb auf den Buckeln der Kinder ausgetragen wird… ich weiss ja nicht…

      • E.H.Roth sagt:

        ts, richtig. man kann nur Nein stimmen.

        Herr Huber ich stelle mir so ein Szenario wie es ihre Frau beschrieben gerne vor, 🙂

  • Margarita Müller sagt:

    Wer mit dem heutigen Schulsystem zufrieden ist, hat nichts zu verlieren. Diejenigen, die benachteiligt sind, können nur gewinnen. Die Argumente gegen die freie Schulwahl beruhen auf unbegründeten Ängsten und darauf, dass die jetzigen Machtverhältnisse – Behörden oben und Eltern unten – beibehalten werden sollen. Wer die Erziehungsverantwortung von Eltern stärken will, muss ihnen auch Entscheidungskompetenz zutrauen. Wahl innerhalb der staatlichen Schulen und eine Entlastung und Ergänzung der Volksschule durch öffentliche Schulen in freier Trägerschaft – die besseren Argumente sprechen dafür!

    • tststs sagt:

      Vllt sollte man sich aber mal Fragen, ob dieses „Behörden oben – Eltern unten“ nicht auch seine Berechtigung hat. Ich formuliers mal um: „Experten oben – Laien unten“. Denn es ist nunmal wirklich so, dass Eltern nicht per se wissen, was am besten für ihre Kinder ist, schon gar nicht, wenn es um solche Dinge geht… Das soll keine Verunglimpfung sein, ist einfach so. Auch wenn ich zB etwas von Auto verstehe, gebe ich es zur Reparatur doch zum Profi. Und es ist ja jederzeit erlaubt, Fragen zu stellen. Erst wenn der Kunde alles besser weiss, als der Profi, wirds heikel…

      • Muttis Liebling sagt:

        Wo sehen Sie fachliches Profil bei Behörden oder ihren Experten? Was versteht die Bildungsdirektorin von Zürich von Bildung?
        Umgekehrt ist es fatal, wenn Fachleute Politik machen.

      • Margarita Müller sagt:

        Sie können beim Bildungsexperten Jürgen Oelkers nachlesen: Die allermeisten Eltern sind Erziehungsexperten und sollten in der Schule als Ressource und nicht als Laien und Störfaktoren gesehen werden. Eltern sind für den Schulerfolg der Kinder entscheidend. Sie müssen hinter der Schule stehen, sonst wird es für ihre Kinder schwierig. Eine Zwangszuweisung gegen den Willen der Eltern ist kontroproduktiv – es gibt schlicht keine sinnvolle Alternative zur Wahl durch die Eltern. Schulwahl stärkt die Eltern und verbessert die Zusammenarbeit mit der Schule. Deshalb Ja zur Schulwahlinitiative!

      • tststs sagt:

        Naja, wer sich beruflich mit einem Thema auseinandersetzt, ja auseinandersetzen muss, hat einfach einen vertieften Einblick in die Materie und somit auch irgendwie doch mehr Ahnung. Und es ist ja nicht so, dass alle schulischen Stellen (ausser Lehrer) von berufsfremden Leuten besetzt werden… Die Fachleute machen Vorschläge, die Politik (also das Volk direkt oder indirekt) kann ja oder nein dazu sagen…
        @Fr. Müller: Haben Sie eine Quelle dazu, so auf die ersten paar Klicks habe ich diese Aussage nicht gefunden… Und natürlich sind Eltern wertvolle Rescourcen, aber es gibt diese und diese.

      • Muttis Liebling sagt:

        Eine Zwangszuweisung gegen die Eltern setzt erst einmal einen diesbezüglichen Wunsch der Eltern voraus. Warum haben denn Eltern Wünsche gegen das öffentliche Schulwesen? Meine Kinder habe ich erzogen, die Schule hat assistiert. In der Schule sollen sie den Thalessatz lernen, was der bedeutet, habe ich ihnen erklärt. Schule ist doch nicht dazu da, Kinder zu erziehen.

      • tststs sagt:

        „Warum haben denn Eltern Wünsche gegen das öffentliche Schulwesen?“ Ja das frage ich mich manchmal auch?! Früher® arbeiteten Schule und Eltern Hand in Hand, wenn die Schule irgendwelche Massnahmen ergriffen haben, dann standen die Eltern idR hinter ihr, heute sieht das ein bisschen anders aus…(ich hatte noch „Schiss“ Ströfzgi mit nach Hause zu nehmen, weil meine Mutter – zurecht – davon ausging, dass der Lehrer mir sie nicht ungerechtfertigt aufgab und somit evtl sogar noch eine Zusatzbestrafung drin lag…heute stellen sich Eltern schützend vor ihre Kinder, weil ihre Lieblinge ja niemals sooo was machen würden… sorry ist jetzt auch ein bisschen übertrieben) und ich persönlich finde, die Eltern tun ihren Kindern damit einen Bärendienst.

      • Muttis Liebling sagt:

        ts: Den Unterschied würde ich den Erhaltungssatz der Nachkommenschaft nennen. Jedes Paar hat nur eine begrenzte Kapzität, den Nachwuchs zu befördern. Bei 12 Geburten verschmerzt man den Tod von fünf Kindern, bei 3 tut man das nicht mehr und bei 1-2 fängt man an, zu optimieren.
        Schaut man in die Kulturgeschichte, sieht man, das Kreativität besser im Dreck gedeit und das Fürsorge eher Hununkoli kreiert.
        Mein Ideal sind frei aufwachsende, aber assistierte Kinder, die vom Baum fallen dürfen, denen aber voher gelehrt wurde, wie man nicht vom Baum fällt, wobei man Klettern nicht vermeidet.

      • E.H.Roth sagt:

        ts, Sie übertreiben keineswegs. Völlig richtig was Sie schreiben. Wir hatten einen Fall bei einer netten Seegemeinde wo ein Junge (bereits bekannt für seine strafbaren Delikte) erwischt wurde wie er in der Nacht auf öffentlichem Grund (Strasse) …. entfernte. Es hätte Personenschäden geben können etc. Bei der Polizei haben die Eltern vehement bestritten, dass ihr Sohn überhaupt nur im Ansatz etwas schlimmes in der Lage wäre zu tun. Tatsache ist, der so liebe Bub ist gemäss Strafregister ein Krimineller. Solch ein leugnen der Eltern für ihre Kinder gab es früher nicht.

  • Sportpapi sagt:

    „Die Reformbemühungen von der Erziehungsdirektorenkonferenz, den Bildungsdirektionen und Pädagogischen Hochschulen haben in den letzten 10 Jahren wenig Positives und viel Negatives gebracht (Harmos, Frühenglisch/-französisch, Sexualkunde). Solche Reformen von oben sind undemokratisch und unschweizerisch.“ Soso. Schweizerisch ist aber, dass wir die Direktoren wählen und über die Reformen abstimmen können, zumindest wenn wir wollen. Und bei Harmos, frühenglisch und -französisch finden sich dann wohl Mehrheiten, in den meisten Kantonen.

  • Sgt Klinger sagt:

    Ich befürworte eine Stärkung der öffentlichen Schule und lehe die Initiative der sog. freien Schulwahl ab. Argumente s. Vollenweider 08:10
    Diskussion/Blog ist ja i.O., störend ist aber eine Woche vor der Abstimmung den Initianten/Befürwortern diese Platform zu geben. Aber vielleicht wird ja in den nächsten Tagen noch die Befürworter des Status quo und der öffentlichen Schule zu Wort kommen?

  • Sportpapi sagt:

    „Immer mehr Lehrer leiden unter einem administrativen und organisatorischen Druck. Sie möchten anders Schule geben, als ihnen vorgegeben wird.“ Gut, dann müsste man den administrativen und organisatorischen Druck abschaffen, flächendeckend. Wobei: Ist das nicht eine Folge des neuen Volksschulgesetzes, zumindest in Zürich. Eine Folge von Reformen, die von Eltern verlangt werden, um ihre Mitsprache zu stärken? Was ist gemeint mit ander Schule geben? Haben wir nicht Methodenfreiheit? Und wenn nicht: wenn es kantonale Vorgaben gibt, dann doch wohl für alle Schulen (wie beim Lehrplan).

  • Sportpapi sagt:

    Und wie sieht es denn mit diesem Projekt Chagall aus? Wer finanziert das? Und: bringt es das wirklich? (Man überlege sich mal die Kosten pro Kind…). Mir scheint das eher ein Feigenbatt zu sein, gut, um zu zeigen, dass man etwas macht. Aber sicher keine Lösung.

    • Katharina sagt:

      Warum nicht: du kennst doch den Platz zuerich. warum schilderst du uns nicht die vor und nachteile des Chagall projektes? soll als konstruktive kritik gelten.

  • Sportpapi sagt:

    Fragen über Fragen: Kann eigentlich eine Volksschule künftig auch Wartelisten führen? Tut uns leid, wir sind schon voll, fragen Sie nächstes Jahr wieder? Wenn ich denke, wie umfassend und akribisch die Schüllerzahl- und damit verbunden die Schulraumplanung heute erfolgt, um allen Kindern einen Platz in der Schule anzubieten. Da könnte sich die Volksschule einigen Aufwand sparen… Oder kann eine Gemeinde ihre Schule gleich ganz schliessen, und dies privaten überlassen?

  • Sportpapi sagt:

    Fragen über Fragen: Weshalb sollen Kinder, die therapiebedürftig sind, es in einer Privatschule plötzlich nicht mehr sein? Wenn es um Logopädie, Deutsch für Fremdsprachige, Psychomotorik etc. geht? Um den Schulpsychologen oder den Schulsozialarbeiter? Der Ausbau all dieser Therapien erfolgt ja unter dem Motto der Chancengleichheit.

    • Boban sagt:

      weil jedes Kind ein Unikat und Individuum ist und nicht gleich funktioniert. Die einen haben probleme in der schule weil es evtl. zu schnell geht. in einer anderen schule geht es ihm vielleicht besser weil diese Methoden im besser zusagen, ergo fällt die therapie möglicherweise weg. Es ist wie bei den Erwachsenen. Die dürfen sich Ihren Weg auch selber aussuchen so wie es ihnen am besten erscheint. Bei den Kinder wissen dass die Eltern im Allgemeinen am Besten und nicht der Staat!

      • Sportpapi sagt:

        Welche Therapie fällt unter welchen guten Umständen weg? 10 Prozent, wenn wir z.B. in Kleinklassen unterrichten? Oder in welcher Grössenordnung soll das konkret passieren? Ich welchen Therapien?

  • Alessandra sagt:

    Das grosse Problem ist, dass Elern absolut nichts zu sagen haben. In allen EU-Ländern haben Eltern ein Mitspracherecht, weshalb Machtdemonstrationen von Lehrern/Schulleitern reduziert werden können. Gerade in ländlichen Gebieten ist das Diktatur pur!

    Bei einem Absatz des Artikels kommt mir die blanke Wut hoch: hört endlich auf mit diesem „arme-Jungen-Gejammer“! 2’000 Jahre lang hat es keinen Menschen (Mann) interessiert, ob die Schule sich nach Mädchen richtet, jetzt kommen die Jungs nicht mehr mit und sofort ist das ein Drama! Dann sollen sie mal ihre Hormone unter Kontrolle bringen!

    • Sportpapi sagt:

      Also in meiner Schulgemeinde habe ich relativ viel zu sagen. Ich kann an den Gemeindeversammlungen mitbestimmen, ich kann die Schulpflegen (ab-) wählen.
      Zum letzten Punkt erübrigt sich ein Kommentar. Ja, ich bin auch dafür, lassen wir doch alle Ungerechtigkeiten bestehen, die es offenbar noch gibt. Was sollen diese Diskriminierungsverbote…!

      • Gabi sagt:

        Was mich bei derart doofen Meldungen immer zum kichern bringt, ist, dass solche Menschen offenbar gar nicht merken, dass dies ja – nachtraglich – ebenso einer Rechtfertigung der Diskriminierung von Mädchen gleich kommt:

        „Jetzt hört doch endlich auf mit diesem “arme-Maedel-Gejammer”! Jahrtausendelang hat es im Matriarchat ((also z.Zeit der Amazonenkriege)) keinen Menschen (Frau) interessiert, ob die Schule sich nach Männern richtet oder nicht. Jetzt, wo mal die Mädels nicht mehr mit kommen, ist das ein Drama! Sollen halt mal ihre Monatshormonstuerme unter Kontrolle bringen!“

        Extrem dumm.

    • xyxyxy sagt:

      Alessandra – ihr letzter Satz ist einfach nur peinlich.

    • tommaso sagt:

      In den Siebzigern hat Alice Schwarzer verkündet: „Damit es euren Mädchen besser geht, muss es euren Jungs schlechter gehen.“ Diesem Satz wird wohl weltweit nirgends mit so viel Verve nachgelebt wie in der Schweiz, wo das pädagogische Personal zu neunzig Prozent weiblich ist. Die Diskriminierung der Knaben in der Primarschule ist eine Tatsache und sie wird sehr bewusst vorangetrieben…

    • tststs sagt:

      @Sportpapi: Sie haben Recht, natürlich können Eltern mitreden, wenn sie das auch wirklich wollen!
      @tommaso: Und wessen „Schuld“ ist das? Die Schlüsselpositionen (also dort, wo eingestellt wird) sind nicht fest in Frauenhand (sogar eher umgekehrt), also bevorzugen Frauen sicherlich nicht Frauen…
      Und ein bisschen gehe ich mit Allesandra schon einig: dieses Schulsystem (und das ist kein Angriff) wurde von Männern für Knaben gemacht; tja und jetzt zeigt sich, dass Mädchen dieses System genauso beherrschen, wenn nicht sogar besser…
      Und ich finde auch nicht, dass es den Jungs wahnsinnig hilft, wenn man sie nur bedauert und das Köpfchen tätschelt! Man sollte mal schauen, weshalb es den Mädchen leichter fällt und diese „Fähigkeiten“ den Jungs beibringen…

      • Brunhild Steiner sagt:

        … oder ganz einfach den unterschiedlichen Bedürfnissen Rechnung trägt
        ohne die ewige Aufrechnerei wer nun wo länger benachteiligt und überhaupt-
        es geht doch darum hier und jetzt für beide Geschlechter die optimalsten Voraussetzungen zu schaffen!
        Ich will nämlich alle unsere Kinder gut durch die Schulzeit bekommen…

      • Gabi sagt:

        Genau, BS. – Voll bei Ihnen.

        Eigentlich, doch einfach nur gerecht und logisch.

        … Könnte in jedem Rotarier-Programm stehen. 😀

        Warum scheint das für viele Menschen derart schwierig? Wie tief müssen Minderwertigkeitskomplexe und Neurosen stecken, dass man sich das eigne Fortkommen nur durch das Unterdrücken Anderer vorstellen kann?

    • Tomas sagt:

      Ich dachte, es geht um Chancengleichheit, und nicht um das Heimzahlen von irgendwelchen vermeintlichen erlittenen Nachteilen. Gehen sie im Leben mit allem so um? Geben sie jedem Schwarzen auf der Strasse ungefragt einen Fünfliber, als Wiedergutmachung für die Sklaverei?

      • Gabi sagt:

        Äh… Off Topic, aber:

        ich glaube, dass in diesem Bild auch kaum jemand bei uns den Fünfliber rausrücken músste.

        Na gut… Chr. Merian – geschenkt! Aber der Sklavenhandel hat bereits etwas langer geblüht und sofern Sie nicht gerade einen Belgier ansprechen, wird’s doch ein Wenig komplizierter.

        Weit vor der Entdeckung Amerikas und noch lange nach Ende des Amerikanischen Bürgerkriegs gabs dort „Wandel durch Handel“.

        Gucken Sie mal gut, wer die Handelsstationen in Schwarzafrika betrieben hat. Achten Sie mal drauf, an welchen Bruchlinien z.B. auch der Sudankonflikt – und Andere!-schwelt.

  • Ulrich Vollenweider sagt:

    1/4 Privatschulen stellen nicht per se Chancengerechtigkeit her. Sie bergen die Gefahr, sozialer und kultureller Segregation. Auch wenn man es belächeln mag: Die Schule war Teil der Schweizer Volks-Bildung und soll es bleiben.

    Zudem: Kinder reicher Eltern werden auch in Zukunft bessere Ausgangslagen haben, daran ändert die Trägerschaft der Schule nichts.

    • Ulrich Vollenweider sagt:

      2/4 „An der öffentlichen Schule ändert sich nichts.“ – Falsch: Sie wird ineffizienter (kleinere Schülerzahlen, kaum sinkende Fixkosten) und Kapazitätsplanung wird massiv erschwert.

      • Ulrich Vollenweider sagt:

        3/4 Privatschulen sollen staatliche Mittel erhalten. Dies führt tendenziell zu öffentlichen Mehrausgaben.

      • Boban sagt:

        Schon mal überlegt wie der Staat Geld sparen kann bei öffentlicher Schulwahl? Wieviele Schulhäuser brauchen dann nicht mehr selbst unterhalten zu werden? Wieviel Lehrer (wir haben doch Lehrermangel) müssen nicht mehr bezahlt werden? Es müssen keine Schulen mehr direkt gebaut werden (übernehmen die Schulen selber) Wie viele von den 500 mio Franken an zusätzlichen Schulpsychologischen Kosten könnten gespaart werden. Es geht hier nur um die Schulen, die das gleiche Lernziel ansprechen, aber den Weg dorthin selber erarbeiten wollen.

    • Ulrich Vollenweider sagt:

      4/4 Auch wenn die aktuelle Schulsituation nicht befriedigend ist, empfehle ich die Ablehnung der Initiative. Es ist zu befürchten, dass die angesprochenen Defizite nicht mit der Organisation zusammenhängen, sondern vielmehr mit der Ausgestaltung. Eine weitere Aufsplitterung fördert die Zentrifugalkräfte.

      • Bernd Reuther sagt:

        Nehmen Sie bitte zur Kenntnis, dass Segregation die heutige Realität ist. So geht in Rüschlikon bereits ein Drittel aller Schüler (fast nur die Wohlhabenden) auf eine private Schule wegen Unzufriedenheit der Eltern mit der Volksschule (ungenügende Qualität, schlechter Fremdsprachunterricht, Gewalt, Mobbing usw.). Damit will die Initiative Schluss machen, was sehr zu begrüssen ist. Dass 90% der schwedischen Eltern nach Einführung der freien Schulwahl nicht mehr ins staatliche Zwangssystem zurück will, spricht Bände und wird bei uns genau so sein. Nur für die Bürokratie ist es ein Machtverlust..

      • Clarita Kunz sagt:

        Es gibt nichts zu befürchten, denn die Schulwahl, so wie sie die Initiative vorsieht, ist von den skandinavischen Ländern erprobt, der Lernerfolg der Schüler ist massiv besser, die Kosten sind massiv gesunken! Die Schulwahl in GB und den USA ist nicht mit den genannten Ländern vergleichbar. Lesen Sie die 14 stärksten Argumente unter elternlobby.ch.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Clarita Kunz:
        so, und solange die Befürworter den gänzlich anderen Bevölkerungsstrukturen im so hohen Norden oben
        nicht Rechnung tragen, solange schon nur deswegen:
        nein zur freien Schulwahl!!!

  • Brunhild Steiner sagt:

    „An der öffentlichen Schule wird sich für Kinder, Eltern und Lehrer, die mit der Schule zufrieden sind, nichts ändern.“

    Ich will aber dass sich Einiges ändert,
    und das lässt sich auch ohne freie Schulwahl bewerkstelligen!

    Unter anderem fordere ich kleinere Klassengrössen
    Und grösser bemessene Klassenzimmer-
    alle Privatschulen welche ich kenne führen kleinere Klassen,
    und das ist oft ein Hauptkriterium für den Wechsel,
    da viele Probleme durch die Unruhe auf kleinem Raum verstärkt werden.

    Baubewilligungen endlich (endlich, endlich, endlich etc) der Realität anpassen!
    Da müssen Ki

    • Brunhild Steiner sagt:

      2/
      Da müssen Kinder im Treppenhaus ihre Gruppenarbeiten abhalten weil viel zu wenig Platz,
      dem Gesuch nach Container/Bungalow-aufstellung
      (von Lehrerschaft und Eltern)
      „kann leider nicht entsprochen werden“
      weil für das betreffende Schulhaus ein Umbau in der Projektplanungsschublade liegt-
      und sobald etwas projektiert ist, „können“ keine Container mehr bewilligt werden-
      (können oder wollen? Wer bestimmt denn diese Papierparagraphen?)
      Dass dieses „Projekt“ schon jahrelang in der Schublade vor sich hinschimmelt
      und die Kinder & Lehrer JETZT den Platz brauchen,
      das muss doch wirklich nicht an irgendwelchen lebensfremden Paragraphen scheitern!

      Das Thema bezüglich Reduktion von Lehrpersonen im Klassenraum
      wurde auf einem Nachbarplaneten schon diskutiert,
      für mich ebenfalls eine Verwedelungstaktik da eine Kompetenzverstärkung nicht sehr viel nützt
      wenn es an der Zeit, diese einzusetzen, fehlt

      • Brunhild Steiner sagt:

        … und diese Zeilenbeschränkung könnte auch mal überdacht werden…

      • Sportpapi sagt:

        Wobei es hier wohl weniger um Baubeilligungen, als um Kosten geht.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi:
        der Antrag auf Container wurde mit genau diesem Argument:
        für das Schulhaus liegt ein Projekt vor, und deswegen können keine Container bewilligt werden,
        abgelehnt- einfach aufgrund eines, sorry, komplett idiotischen Paragraphen!
        Das „Projekt“ existiert schon seit Jahren und bisher wurde kein einziger Stein in die Hand genommen!
        So umständlich ist das nicht,
        aufgestellte Container, falls dann endlich mal richtig gebaut werden würde, wieder abzuholen…

      • alien sagt:

        Nöö, die sollen bleiben, geben ein tolles Providurium ab.

  • alien sagt:

    Das Gute an so einer Initiative ist der Druck, der auf die öffentlichen Schulen aufgebaut wird, besser zu werden. Ich denke, viele ihrer Probleme lassen sich durch Administration und diverse administrative Umwege erklären. Und hier können die privaten Schulen punkten, denke ich, da sie diese auf ein nötiges Minimum herunterfahren.

    Dem Schlussatz „An der öffentlichen Schule wird sich für Kinder, Eltern und Lehrer […] nichts ändern.“ stimme ich nicht zu. Erstens ändert sich ja eh dauernd etwas an der Schule und zweitens hoffen wir ja, dass positive Entwicklungen an den privaten Schulen auch überschwappen auf die öffentlichen.

    • Muttis Liebling sagt:

      Meinst Du, das immer alles besser werden kann oder gar muss? Kann man nicht mal sagen, wir haben ein lokales Optimum, das halten wir jetzt. Die Reformitis schadet m.E. derzeit sogar dann, wenn der Sinn der hochstaplerisch Reform genannten Veränderungsbemühung taugliche Form annimmt. Warum will man ständig alles besser machen, wenn sich hinterher meist zeigt, das ausser Kosten nichts gewesen ist? Mir drängt sich auf, dass es mehr um die Partizipation am Veränderungsprozess, als um die Veränderung selbst geht.

      • Bernd Reuther sagt:

        Wenn 70% der 15-jährigen Schulabsolventen eine Note ‚ungenügend‘ (3 oder schlechter) beim Lesen aufweisen (nachzulesen in der PISA Studie) und 41%, resp. 20% der Maturanden die Maturaprüfung in Mathematik, resp. Erstsprache (!) nicht bestehen, ist die logische Konklusion, dass die Volksschule heute teuer, ineffizient und ungenügend ist. Also muss sie verbessert werden, und zwar subito, denn das Ausland (Stichwort Personenfreizügigkeit) schläft nicht. Oder wollen Sie nur noch die schlecht bezahlten Jobs für die Schweizer? Wettbewerb ist dringend von Nöten.

      • alien sagt:

        Wir sollten ein globales Optimum anpeilen und uns nicht mit einem lokalen zufrieden geben. Die Schule ist nicht perfekt, das finden sehr viele Leute, und sie wird darum dauernd optimiert. Oft halt zum Nachteil, aber wo gehobelt wird nicht wahr. Dass in der Politik viele Selbstdarsteller sind, denen es kaum um die Probleme geht, aber darum, dass sie als Leute gesehen werden, denen es um Probleme geht, das wissen wird natürlich.

  • Pelikan sagt:

    Eines der wesentlichen Probleme der Schule heute ist, dass jeder in seine Richtung zieht. Alle möchten ihre Interessen verwirklicht sehen, jeder hat eine andere Idee, wie und was Schule sein müsste. Die freie Schulwahl möchte genau das nicht nur zulassen, sondern zum neuen Ideal erheben. Das ist der Ausverkauf der Volksschule, wie wir sie bisher kennen. An ihre Stelle tritt – nichts. Jeder baut sich seine eigene Pädagogik. Unsere Bildungspolitiker müssen leider die Verantwortung für das Chaos, das sie anrichten, niemals übernehmen.

    • Muttis Liebling sagt:

      Das ist nicht nur das Problem der Schulen. Allen geht es nur ums Machen, nicht um Ziele. Jeder will als Innovator wahrgenommen werden, Anerkennung und Mittel abschöpfen. Die Gesellschaft hat aufgehört, gemeinsame Ziele zu haben. Es regieren ausschliesslich Partikularinteressen. Mami möchte das Beste für ihr Kind, der Rest ist ihr egal. Ihr Anwalt möchte das Beste für sich und motiviert sie, gegen Schule oder Lehrer zu klagen. Die Schulverwaltung möchte vor allem nichts falsch machen und reagiert deshalb auf Mami und Anwalt, so die stark sind, oder ignoriert die, wenn sie schwach sind.

    • Boban sagt:

      Es geht nicht darum dass jede Schule eigene Ziele vorgeben darf. Die Ziele der Pädagogik müssen für alle unterstützten Schule die gleiche sein. Nur soll doch jede Schule selber den für sich besten Weg finden um diese Ziele zu erreichen. Jedes Kind ist ein Individuum und man kann nicht alle Kinder gleich erziehen! Das fängt schon im Elternhaus an. Ein Kind braucht länger, dass andere ist früher unabhängig, die einen sind mehr künstlerisch, die anderen praktischer, jene theoretischer. In der Regel wissen die Eltern besser was ihr eigenes Kind braucht als der Staat!

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.