Weshalb fahren Familien auf Homöopathie ab?

Mamablog

Homöopathie kann eine weitere Möglichkeit sein, dem eigenen Kind zu helfen: Mutter mit Neugeborenem und homöopathische «Chügeli». (Bilder: Keystone).

Kaum ist das erste Kind auf der Welt, beginnen sich viele Eltern für Homöopathie zu interessieren. Es ist häufig ihre erste Begegnung mit den «Chügeli». Das bestätigen Homöopathen und die Regale von Buchläden: Dutzende Ratgeber und Nachschlagewerke versuchen dem Laien diese Alternativmedizin näherzubringen. Viele Buchtitel richten sich dabei explizit an Familien.

Die meisten dieser Bücher behandeln die Selbstmedikation: Eltern erfahren, wie sie selber bei ihren Kindern mit homöopathischen Mitteln körperliche und psychische Beschwerden lindern können. Mit einer homöopathischen Apotheke von dreissig verschiedenen Globuli und der Hilfe eines Taschenbuchs soll man die meisten kleineren Notfälle und Verletzungen, Beschwerden und Krankheiten behandeln können.

Doch so einfach ist das nicht: Klagt das Kind über Schmerzen, können gemäss den Ratgebern 13 verschiedene Mittel passend sein – je nachdem ob die Schmerzen brennend, stechend oder wellenförmig sind. Und ob das Kind dabei Durst empfindet oder unruhig ist und vor Schmerz schreit. Die Eltern müssen also die Art des Schmerzes bestimmen sowie den allgemeinen Zustand des Kindes erfassen können.

Das ist anspruchsvoll. Und alles für eine Behandlung, deren Wirkung umstritten ist.

Weshalb also ist die homöopathische Behandlung für Eltern derart attraktiv? Vor allem wohl, weil sich viele Eltern gegenüber der Schulmedizin eine Alternative wünschen. Sie sind irritiert, wenn ihnen der Arzt bei einem normalen grippalen Infekt eine Handvoll chemischer Medikamente in die Hand drückt, damit sie diese dem Kleinkind verabreichen. Die Eltern setzen mit der Homöopathie auf eine natürliche Methode, die im Gegensatz zu Medikamenten keine Nebenwirkungen hat.

Hinzu kommt, dass man damit nichts falsch machen kann – vorausgesetzt natürlich, man versucht sich nicht an schweren oder chronischen Krankheiten. Dies erlaubt es den Eltern auszuprobieren: Hilft ein Mittel nicht relativ bald, war es wohl einfach das falsche. Es gilt ein neues zu wählen, ganz nach dem Prinzip «nützt’s nicht, so schadet es auch nicht». Wird der Schmerz, der Husten, oder der grippale Infekt danach nicht rasch besser, kann man ja noch immer zum Arzt, so die Überlegung.

Auf diese Weise handle auch ich manchmal. Ich sehe die Methode rein pragmatisch: Homöopathie kann eine weitere Möglichkeit sein, dem eigenen Kind (oder auch sich selbst) zu helfen. Weshalb also nicht einfach ausprobieren? Doch ich muss zugeben: Ich pröble nicht lange, denn allzu viel traue ich mir auf diesem Gebiet nicht zu. Wird der Zustand des Kindes mit den Kügelchen nicht schnell besser, wähle ich wenn nötig relativ rasch die Nummer der Homöopathin oder des Arztes.

Zwei Mal erlebten wir bislang mit den von der Homöopathin verschriebenen Kügelchen Erfolge: Eine langwierige Bronchitis des Sohnes verschwand nach der Behandlung innert Tagen. Die zahlreichen vom Arzt verschriebenen Medikamente hatten dies nicht geschafft. Ein anderes Mal waren es hartnäckige Warzen an den Füssen, die nach den Globuli innerhalb von 24 Stunden verschwunden waren. Ein Vereisen beim Arzt wurde hinfällig.

Ob diese Erfolge nun das Ergebnis der homöopathischen Mittel oder einer eingebildeten Wirkung waren ist unwichtig. Hauptsache es hat geholfen.

gabi15x150Gabriela Braun ist Redaktorin bei der Zeitschrift «Gesundheitstipp», freie Journalistin und Mutter eines neunjährigen Sohnes. Sie lebt mit ihrer Patchwork-Familie in Erlenbach ZH.

486 Kommentare zu «Weshalb fahren Familien auf Homöopathie ab?»

  • Alexander Drews sagt:

    „Hauptsache es hat geholfen“, ist doch ziemlich dumm. Da könnte man das Kind ja auch erstmal 2 Wochen lang leiden lassen, das wird sicher auch das eine oder andere mal dazu führen, dass die Krankheit von selbst heilt. In den meisten Fällen jedoch wird dem Kind einfach die notwendige (echte) Medikation vorenthalten. Das ist unverantwortlich und dumm und geht zu Lasten des Kindes, das sich nicht wehren kann und dem Glauben an den Hokuspokus der Muitter wehrlos ausgeliefert ist. Unfassbar, dass sowas im 21. Jahrhundert noch ungestraft möglich ist.

  • skye sagt:

    Homöopathie hat mich gut begleitet bei Themen mit den Kindern, bei Heuschnupfen, während der Geburt… ein empfehlenswerter link hier, der mich auf mehreren Ebenen inspiriert hat: http://www.hof-hutmacher.de.

  • Fred Kipfer sagt:

    Homöopathie ist für mich das Schlucken von Plazebos.Die enthaltenen Medikamente sind nahezu null. Ich bin überzeugt, dass das trotzdem den Leuten helfen kann, die daran glauben. Buschis können aber natürlich noch nicht daran glauben. Dann war die Heilung Zufall und nicht homöopathiebedingt.

  • Yohanna sagt:

    Für mein Kind möchte ich nur das Beste, und da ich mit der regulären Schulmedizin nicht nur gute Erfahrungen gemacht habe ist es nur recht, wenn man sich alternative Heilmöglichkeiten anschaut. Zugegebenermaßen war ich anfangs auch ein wenig skeptisch, aber da man sich so umfassend informieren kann (wie zb. auf http://homoeopathiehilft.at/ ) kennt man sich echt schnell aus. Mittlerweile bin ich wirklich begeistert. Bei uns wird sogar die Katze homöopathisch behandelt, die kriegt beispielsweise Notfalltropfen wenn wir auf Urlaub fahren 😉

    • mapa sagt:

      Yohanna
      Sorry aber wenn du dich so echt schnell auskennst solltest du wissen: Notfalltropfen sind nicht homöopathisch….

  • Beno sagt:

    Häbuli ? …oder Schnäbuli ?

  • Beno sagt:

    Nachtrag:
    Ich habe heute eine Frau getroffen ( Anthroposoph) die mir der wesentliche Unterschied zw. Homöopathie und Anthro. Medizin erklärte; ein Wichtiger ist, die viel niedrigere „Potenzierung“ der Medis…(die Wirkung ist also im Stofflichen) und dazu die ganzheitliche Beurteilung der Situation des Patienten und die Verweisung nach Kunsttherapie ( Malen- Sprach- Eurythmie- Singen…) Es gibt in D und NL anthro. Orte , wo Managers in „Outplacement“ Situationen hin gehen, um sich zu reorganisieren !!! Ebenso die Hauschka-und Weledeprodukte, Demeter…alles zeigt Kompetenz = O,o Placebo !

    • Lorenz Häfeli sagt:

      ein deftiger Schlag mit einer stahlgehärteten K’welle an den Kopf, (nicht in die Darmwindungen), bringt ein ähnlich gutes Resultat. Gruss Dr. Jekyll…..

      • Beno sagt:

        …du meinst, die singen dann schöner…?! 😮

      • Lorenz Häfeli sagt:

        Nein, die lallen dann eineige Augenblicke lang nur noch, bis die Wirkung des Stahlglobulone (Steigerung von Globuli – frei nach Häfeli) nachzulassen beginnt.
        🙂

  • Carolina sagt:

    Sportpapi, ich bin versucht zu sagen, dass dieser ‚Kongress‘ ein typisches Beispiel dafür ist, wie über etwas, das eigentlich auf der Hand liegt, stunden-/tageweise diskutiert, gestritten und herumgelabert wird, während – Achtung, gesunder Menschenverstand einer Steuerzahlerin – die Antwort auf die Hauptfrage doch ganz einfach ist: ’sooft wie nur möglich….‘.

  • Christian Duerig sagt:

    Der Mensch ist ein Superorganismus.
    Ein erwachsener Mensch besteht aus ungefähr 10 hoch 13 einzelnen Zellen. Jeder erwachsene Mensch wird aber von ungefähr 10 hoch 14 Viren und Bakterien besiedelt. Diese Viren und Bakterien bilden das Immunsystem. Jeder von uns hat sich dieses individuelle System in den ersten 3-4 Wochen nach der Geburt angeeignet. Ist das System in Ballance, dann können wir wachsen.
    Viel zu leichtsinnig stören wir das System durch: Duschgels, Sonnencrèmes, Parfumes, Textilien, Nahrung usf. Werden wir krank, dann kann nur der Hausarzt Rat geben. Selbstversuche sind gefährlich.

  • Kurt Schmid sagt:

    Die Eltern setzen mit der Homöopathie auf eine natürliche Methode, die im Gegensatz zu Medikamenten keine Nebenwirkungen hat. Richtig, ausser einem Placebo Effekt hat Homöopathie gar keine Wirkung. Falsch, sie generiert noch gute Umsätze. Es ist erschreckend wie Hokus Pokus sich immer mehr mit Wissenschaft vermischt. Besonders in der Medizin aber auch im Agrarsektor. Wann fangen wir an endlich den eigenen Verstand zu gebrauchen und rennen nicht jeder Scharlatanerie nach?

  • Lorenz Häfeli sagt:

    Ein wenig off topic. Oder zumindest ein kleiner gedanklicher Umweg: Amerika auf der Suche nach dem magischen Globuli.
    http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/amerika/Die-XXLNation-steht-am-Scheideweg/story/15998017

    • Katharina sagt:

      hmm.. ein schweizerisches Globuli wird die sofort leichter machen…..

      Klamauk beiseite. es ist wirklich eine Epidemie, und wie im Artikel richtig erwähnt, eine Frage der sozialen Schicht, bzw. des Einkommens, weil das, was im Allgemeinen als gesunde Ernährung bezeichnet wird, also viel Frischkost mit Gemüse und Früchten, für die ärmeren unbezahlbar ist, selbst in Kalifornien wo das ganze quasi vor der Haustür wächst.

    • Katharina sagt:

      Nur: die Efforts der Bundesregierung, und da ist Frau Obama Ambassadorin (trotz dem pompösen Hintern, der auf ihre eigene Ernährung hinweist…): Die Snacks (also zb die Snackpackung von Snicker wird von 8(!) snicker-bars für jenes ‚Znueni‘ paeckli auf 6 gekürzt. zum selben Preis natürlich.

      Oder die Mutter, die ihrem Kind Früchte, Vollkornbrot und geräucherten Truthahn ins znuenipaeckli packt, wird von der lokalen Schulbehörden zitiert, weil das keine ‚autorisierten‘ Lebensmittel seien. die Schulkantine serviert aber das übliche Fettzeugs wie Maccaroni und Velveeta- Käse.

    • Katharina sagt:

      Velveeta ist ein künstliches Produkt, wo jeder etwas ehrliche Kardiologe die Augen verdreht. Aber es ist von Kraft – einem Sponsor ja welcher Wahlkampagne wohl?

      Als Beilage dann das aus Pink Slime gewonnene Nugget.

      Eine typische federal Lösung hier. Tamtam, das Image ist hergestellt und in den Details irisches Glück. zwei Schritte vor, einer zurück.

    • Katharina sagt:

      Den Schlusssatz finde ich falsch. der besagt: „Gelingt es nicht, den derzeitigen Trend zu stoppen und umzukehren, droht der Ruin des Gesundheitswesens.“ das Gesundheitswesen ist schon längst ruiniert. Und Obamacare – als Erweiterung von Medicare – hämmert dann dem Ganzen den letzten Sargnagel ein. Allgemeinpraktiker geben jetzt schon ihre Praxen massenweise auf. Mit dem Effekt, dass die Leute dann nur noch den Zugang zur Versorgung über Medicare Part A haben, welches nur die Versorgung über die Notfallabteilung im Spital deckt – das teuerste Element in der ganzen Versorgung.

    • Katharina sagt:

      In ländlichen Gegenden schon heute ein Problem, weil die ihre ansonsten guten Community Hospitals nicht mehr finanziell getragen werden können. dies wiederum bedingt dann teure Patiententransporte in eine grössere Stadt – über manchmal 100 Meilen und mehr. Zu einem Tarif, der dem schweizerischen gleicht und schnell 3 vier Tagessätze im community Hospital bedeuten kann.

    • Sportpapi sagt:

      Gibt es wirklich so viele Arme in den USA, die sich gesundes Essen nicht leisten können? DAS wäre dann aber wirklich ein Armutszeugnis. Wir sprechen beim Übergewicht ja nicht von einstelligen Prozentbereichen, sondern hier von 60-70 Prozent.

  • Maria sagt:

    Sagt Blogger: “ Doch so einfach ist das nicht: Klagt das Kind über Schmerzen, können gemäss den Ratgebern 13 verschiedene Mittel passend sein – je nachdem ob die Schmerzen brennend, stechend oder wellenförmig sind.“ Warum ist dies nicht so einfach, wenn Homoeopathie doch keine Nebenwirkungen hat? Einfach 13 Kuegelchen rein und das Baby ist wieder gesund. Oder liegt das Problem woanders? Vielleicht daran, dass der Placebo-Effekt bei einem Baby noch nicht so gut wirkt?

  • Michael Bloom sagt:

    Das Thema Homöopathie wurde im Mama Blog bereits durchgekaut. Es gab dazu auch eine intelligente Antwort, wie auch die Blog-Moderatorin Frau Binswanger zugeben musste: Homöopathie im Mamablog

  • Michael Bloom sagt:

    Noch eine Frage an Homöopathie-Gläubige: Weshalb gibt es für Homöopathie eigentlich keine Generika? Tipp für Leute mit homöopathischem Denkvermögen: Ein Generika ist ein Medikament mit den gleichen Wirkstoffen, wie das Originalmedikament. Ich weiss, die Frage ist für Leute mit homöopathischem Denkvermögen immern noch extrem schwierig, aber mehr Tipps gebe ich nicht.

    • Thomas1 sagt:

      Mann sind Sie uns allen aber um Welten voraus. Aber keine Bange: in schätzungsweise 30 Jahren wird man Aussagen wie Ihre als Paradebeispiel in Schulen zitieren, um zu zeigen, wie einseitig verbohrt das Denken der letzten 100 Jahren war. Weiterhin viel Spass beim sich besser fühlen und missionieren. Ich mag es Ihnen gönnen und hoffe, es aktiviert bei Ihnen wenigstens Selbstheilungskräfte.

    • tststs sagt:

      Es gibt doch mehr als eine Firma, die dieselben Kügelchen herstellen?!

      • tststs sagt:

        Gibts überhaupt Patente auf homöopathische Mittel? Sind die auch so geldversessen wie die schulmedizinischen Medikamentenhersteller?!?
        😉

      • Andreas P. sagt:

        Wie will man ein Patent auf ein Zuckerkügelchen vergeben? Wenn man das Homöopathische Kügelchen X und das Kügelchen Y chemisch analysiert und vergleicht, dann wird man keine Unterschiede feststellen können (sofern der gleiche Zucker verwendet wurde). Dies ist insofern interessant, weil somit auch nicht überprüft werden kann, ob der Hersteller des homöopathischen Mittel auch tatsächlich etwas mit den Kügelchen macht oder ob sie einfach nur in die Packung abgefüllt werden.

  • Michael Bloom sagt:

    Quizfrage an die Homöopathie-Gläubigen: Weshalb hat Homöopathie keine Nebenwirkungen? Damit auch auch diejenigen mit homöopathischem Denkvermögen die Antwort herausfinden können, habe ich einen Teil der Frage kursiv gesetzt… Und nun noch ein ganz gefährliches Experiment für Homöopathie-Gläubige: Verabreichen Sie Ihrem Kind oder sich selbst eine Überdosis Homöopathiekügelchen, das ganze Gläschen auf einmal. Was denken Sie wird passieren?

    • Rudolph Stucki sagt:

      ueberhaupt nichts passiert, hoechstens einwenig zuviel zuckerkuegelchen…. In meiner Ansicht ist Homoeopathy ein Schwindel… da wird verduenntes wasser verduennt und ein flaeschen davon gegen ein lederkissen geschlagen und das soll dann magische Heilkraefte im Wasser loesen…wenn man diese kuegelchen durch den Gasmatograph rennt gibts nur Zucker an..keine active ingredients. frueher waren es die Schlangenoel verkaeufer, heute lassen sich sogar einige Krakenkassen auf diesen Beschiss rein und bezahlen dafuer, nebst dem bewiesenen Placebo effect haben diese Kuegelchen keine Wirkung
      Seich3C

    • Pixel sagt:

      Herrlich, wie sie sich hier selbst zelebrieren und das Missionieren noch dazu. Bei so einer _quiz_frage (ui ui, man stellt eine Falle) kann ich höchstens nur lachen. Ehrlich gesagt haben Sie extremst wenig verstanden. Eben WEIL es keine NEBENwirkungen hat, KANN es eine gute Sache sein. Die einzige NEBENwirkung ist, dass es auch mal erfolglos bleiben kann, was hier im Übrigen niemand bestreitet. Ich hab auch schon eine Anästhesie gehabt, mir wurde der Bauch aufgeschnitten oder der Zahn gezogen und ich hatte (was Sie wenig überraschen wird) keine Schmerzen. Und jetzt hier meine Quizfrage an //

    • Pixel sagt:

      // Sie: nachdem ich auch keine Nebenwirkungen hatte, müsste es somit seine Wirkung (Ihrem einfachen Denken und Dreisatz folgend) verfehlt haben! Erzählen Sie mir jetzt auch, dass ich mit das alles eingebildet habe? Tja schön blöd, geht nicht, oder? Schließlich betrifft es die Schulmedizin, die Chemie, das EINZIG Wahre. Und ausserdem: ist das jetzt auch eine Quizfrage gewesen? Wenn ja, entschuldige ich mich, es war nicht meine Absicht mit denselben kindischen Parametern zu messen.

      • Michael Bloom sagt:

        Dass etwas ohne Nebenwirkungen keine gute Sache sein kann, habe ich nicht gesagt, auch nicht, dass etwas ohne Nebenwirkungen keine Wirkung haben. Alles was ich gesagt habe ist, dass wenn ein Medikament auch in einer Überdosis keine Nebenwirkung hat, könnte den Grund haben, dass es überhaupt keine Wirkung hat. Muss aber nicht. Ihr Vergleich von „Birnen (Anästhesie) mit Fensterglas“ erklärt weniger die Homöopathie, als Ihr „Denken“. Eine Überdosis Anästhesie hätte gravierende Nebenwirkungen! Vitamine z.B. haben auch in grossen Mengen keine Nebenwirkungen, weil der Körper sie einfach ausscheidet.

      • Michael Bloom sagt:

        Wir (und auch Tiere) werden von den meisten Krankheiten durch Selbstheilung wieder gesund, da unser Immunsystem meist wirksam gegen fast jede Krankheit arbeitet. Wäre das nicht so, wäre die Menschheit bereits ausgestorben, bevor die moderne Medizin erfunden worden ist. Gegen Krankheiten die unser Immunystem besiegt hat sind wir besser immun, darum nehme ich sehr selten Medikamente. Sie sagen dass Homöopathie manchmal hilft. Wie könne Sie das feststellen, wenn Sie ohnehin gesund geworden wären?

      • Michael Bloom sagt:

        Homöopathie wirkt ganz sicher, jedoch als Placebo. Das ist auch keine schlechte Sache, weil es durch eine positive Erwartung die Selbstheilung unterstützt. Dieser Effekt berechtigt jedoch nicht dazu, zu behaupten, Homöopathie sei in irgend einer Art ein Heilmittel oder Medikament – das sagt von Placebo auch niemand. Ich bin eigentlich gar kein Homöopathiegegener, jedoch ein vehementer Gegener von Aberglaube. Die Zeiten vor der Aufklärung und Bildung waren düstere Zeiten! Dinge, die nicht systematich nachweisbar sind, einfach zu glauben und zu behaupten, ist Aberglaube.

  • Franz Oettli sagt:

    Ja also diese homöopathischen Mittel sind ja dermassen dünn und nützen nix, das grenzt ja an Zauberei. Dazu haben wir uns nie überreden lassen, wir wohnen ja nicht im Schächental. Hingegen die alten Hausmittelchen und Pflanzen, z. B. von Dr. Vogel, haben wir schon gebraucht. Dieses Wissen geht heute leider verloren, habe ich das Gefühl, man will nur noch Pillen und Kügelchen. Dabei wär’s so einfach, das meiste wächst ja vor der Haustüre.

  • Thomas1 sagt:

    Diese Pro- und Contradiskussionen sind sowas von ewiggestrig. Letztes Jahrhundert. Ich picke einfach überall da das raus, was für mich stimmt. Ob Homöopathie, Pharma, Anthroposophie, Chemie – whatever. Wenn es für mich stimmt, tue ich es. Und ich habe kein Interesse, mich für eine Partei entscheiden zu müssen und dann gegen die anderen zu missionieren. Take the best of it all! Wir Menschen sollten doch unterdessen ein Stück weiter sein. Aber dennoch: jedem das Seine. Wer für sich das Missionieren herauspickt, soll das tun. Ich find’s einfach eine pure Energieverschwendung.

  • Pixel sagt:

    Also spätestens jetzt, liebe Gabriela Braun, sollte das nächste Thema lauten: wieso verschliessen sich so viele Familien der Homöopathie? Ich wette, die Diskussion wird genauso ausfallen. Wäre irgendwie noch interessant im Sinne einer Feldstudie.

  • Globi sagt:

    Homo-Kügelchen sind ungefährlich. Also kann man sie bedenkenlos einnehmen. Homo-Kügelchen sind wirkungslos. Also kann sie gedankenlos schlucken.

  • Blitz Blank sagt:

    Dass im Medizin-Business nicht immer das Wohl der Patienten im Vordergrund steht, zeigt eindrücklich dieser Vortrag auf TED:

    http://www.ted.com/talks/lang/en/tal_golesworthy_how_i_repaired_my_own_heart.html

    Ein Ingenieur, der einen Herzfehler hatte, war mit der gängigen Behandlungspraxis nicht zufrieden. So hat er kurzer Hand eine neue Behandlung erfunden und bei sich selber angewandt. Er beschreibt u.a. den massiven Widerstand des Medizin-Business gegen seine Erfindung.

    • Marcel Mertz sagt:

      Ja, bedenklich. Das Medizin-/Gesundheitssystem ist halt letztlich ein menschliches System, das soziologischen Regeln unterliegt, und Widerstand gegen Neues, v.a. wenn von Nicht-Mitgliedern des Systems eingebracht, ist vermutlich so eine Regel (gerade in Systemen, die stark durch Professionen ausgezeichnet sind).

      Die Behauptung, es ginge im „Medizin-Buisness“ immer um das Wohl der Patienten ist sicher genauso falsch wie die Behauptung, allen „Alternativmedizinern“ gehe es stets nur um das Wohl ihrer Patienten/Kunden (dazu gibt es aus dem Bereich auch genug Schauergeschichten).

      • Blitz Blank sagt:

        Das denke ich auch.

        Ich wollte eigentlich mehr auf die problematische Beziehung zwischen Wissenschaft (Wahrheit) und Business (Profit) hinweisen.

      • Marcel Mertz sagt:

        @Blank: Guter Hinweis, das ist in der Tat eine problematische Beziehung; wäre sie es nicht, müsste man in medizinischen und z.T. naturwissenschaftlichen Studien keine Angaben über „Conflict of Interest“ machen und – zum Glück – zunehmend auch darüber Aussagen machen, wie man Interessenskonflikte zu managen versucht hat (und sie nicht nur zu deklarieren).

  • Hans Christoffel sagt:

    Homöopathie ist dann gefährlich, wenn ein Kind z.B. eine Grippe hat, hohe Fieberschübe, starken Husten oder gar eine Angina, und man versucht, das erstmal mit Homöopathie zu behandeln. Grippe ist für ein Kind eine ernsthafte Infektionskrankheit. Jede Verzögerung einer richtigen Behandlung ist unverantwortlich und könnte tödlich werden. (Lungenentzündung etc.) Für kleinere Blessuren, Wehwehchen oder Schlafstörungen ist Homöopathie unschädlich und ok, wenn man Geduld hat, auf das Resultat zu warten.

    • Beno sagt:

      Richtig !

      • M.R. sagt:

        Ich hatte in einer Sprechstunde ein Kind mit einer Blasenentzündung. Die Eltern wollten es mit Homöopathie bzw.alternative Medizin behandeln. 3 Monate später, hatte das Kind immer noch Blasenentzündung. Sie wollten kein Antibiotikum geben wegen der Nebenwirkung. Als ich Sie fragte,ob Sie wussten was im Präparat der Homöopathin ist konnten Sie mir nach langem Denken keine Antwort geben…. Armes Kind, musste lang leiden

  • Katharina sagt:

    Ihr habt zudem die Chemtrails vergessen. Da werden ja mit den Impfungen versteckt Substanzen und ‚Nanochips‘ eingeschleust. Die Welt-Verschwörung fliegt dann mit obergeheimen Jets und allerlei Fluggeräten umher, um die grosse DNA-Aktivierung vorzubereiten. Irgendwann wird dann das grosse Mutterschiff von den Plejaden kommen und uns Menschenaffen versklaven.

    • Katharina sagt:

      Dem Erich von Daeniken, der dann als Pabst eingesetzt wird, ist das alles zu bunt. er befiehlt eine Raum-Zeit Schlaufe und wir fangen in Mess-oh-Potamien achttausend Jahre früher von neuem an, zeichnen Echsen ähnliche Anunaki, heften einen megalomanen ans kreuz und die ganze Sache fängt von neuem an. kein Wunder sind Buddhisten so katatonisch, denn sie haben erkannt welch idiotisches Kreiselspiel das Ganze ist.

    • Katharina sagt:

      Das Ende ist nah! Yup. Das Ende der Vernunft…. oder gab es die vielleicht letztlich nie? Ich denke die Pharma sind die wahren Heilsbringer. denn sie servieren uns einfach die allmächtige Pille Fukitol.

      Gaia wird’s freuen. Pop! goes the Cherry.

  • Markus Müller sagt:

    Es ist immer gleich. Die übliche PRO-Argumentation verläuft wie folgt.
    Jemand hat eine Krankheit.
    Sie/er nimmt X.
    Sie/er wurde gesund.
    Also wirkt X gegen die Krankheit.
    Es hat schlicht keinen Sinn, mit solchen Leuten zu diskutieren. Wenn jemand nicht merkt, dass diese Argumentation grundfalsch ist – und das sind viele – dann hat einfach die Schulbildung versagt. Nichts zu machen. Leider.

    • Marcello sagt:

      O wie du Recht hast. Das lustige,eine „banale“ Erkältung dauert bei Homöopathie sowie Schulmedizin 7 Tagen,aber die Leute haben immer das Gefühl, bei der Homöopathie geht es schneller.Das erlebe ich jeden Tag.Wegen der Schulbildung: es handelt sich um Statistik und viele wissen nicht,dass man eine Aussage erst nach genügenden Stichproben machen kann..Im Artikel steht keine Nebenwirkung: wenn ein Kind stirbt oder auf der Intensivstation liegt,ist das eine Nebenwirkung?(da wir annehmen,dass H. keine Wirkung hat,kann es auch keine Nebenwirkung haben).Steve Jobs ist ja an H. gestorben,who carse?

    • pixel sagt:

      „Es hat schlicht keinen Sinn, mit solchen Leuten zu diskutieren. Wenn jemand nicht merkt, dass diese Argumentation grundfalsch ist – und das sind viele – dann hat einfach die Schulbildung versagt. Nichts zu machen. Leider.“ Spannend, dass ich dasselbe umgekehrt in Frage gestellt habe einige Posts davor. Ich glaube jedoch, bei Ihnen hat vielmehr die Persönlichkeitsbildung im Sinne der Horizonterweiterung versagt. Nichts zu machen. Leider.

      • Michael Bloom sagt:

        Nein, bei MM hat die Persönlichkeitsbildung im Sinne der Horizonterweiterung nicht versagt, jedoch bei Ihnen selbst. MM hat verstanden, dass persönliche subjektive Aussagen von Einzelpersonen nicht relevant sind. Der erweiterte Horizont von MM besteht darin, dass er nicht wie ein kleines Kind sich + das was er zufällig erlebt hat, zum Massstab für irgendwas macht, sondern weiss, dass eine These systematisch überprüfbar sein muss. Wenn das Argument, dass es jemandem geholfen hat, ein gültiges Argument wäre, können wir die Medilkamentenprüfung abschaffen und statt dessen darüber abstimmen lassen

      • Michael Bloom sagt:

        Wenn es Ihren erweiterten Horizont nicht überfordert, lesen Sie doch das hier: Homöopathie im Mamablog

      • Marcel Mertz sagt:

        @Bloom: Danke für den Link! Das wurde von Jean Lenaux wirklich ausgezeichnet zusammengefasst. – Manchmal habe ich das Gefühl, gewisse Personen wollen nicht mal ernsthaft versuchen zu verstehen, was eine solche Position, wie Lenaux sie zusammenfasst, genau aussagt und was (gerade) nicht. Man kann ja dann (dennoch) anderer Meinung sein, und vielleicht hat man sogar bedenkenswerte Argumente dafür; aber was dann oft kommt, ist bloss eine Abfolge von ad hominems („Wissenschafsgläubige“, „Dogmatiker“, „engstirnig“, „einfältig“ …), und keine sachliche Argumentation.

      • Marcel Mertz sagt:

        „dass persönliche subjektive Aussagen von Einzelpersonen nicht relevant sind“ – Ich würde es etwas relativieren, damit hier nicht wieder ein Missverständnis entsteht: Sie sind nicht relevant, wenn es um solche kausalen Wirksamkeitsfragen geht (oder sind allenfalls als Quelle für Hypothesen relevant), aber sie können natürlich in ganz anderen Kontexten durchaus relevant sein (z.B. bei Umfragen/Interviews; als emotionale Selbstoffenbarung; v.a. in persönlichen Beziehungen usw.). (Letztlich würde ich aber sagen, geht es hier eigentlich mehr um die Begründung der Aussage als um ihre Herkunft).

      • Katharina sagt:

        „ist bloss eine Abfolge von ad hominems (”Wissenschafsgläubige”, “Dogmatiker”, “engstirnig”, “einfältig” …), und keine sachliche Argumentation.“ – genau. vergessen Sie nicht dass dann bella donna und Mutterkorn die Persönlichkeit nicht verändert. wer das Gegenteil behauptet ist ‚ein dummes Huhn‘.

        ich geh mal die Huehnerleiter hochgackern.

      • Pixel sagt:

        Interessant ist, dass Leute, die offen sind für Alternativmedezin in den allermeisten Fällen nichts gegen Schulmedizin haben und sie auch anerkennen. Das ist ja die ganze Krux! Mir erzählt man hier, wie toll die Schulmedizin ist – ich hab nix gegen die. Ablehnend steht eure Front dem anderen gegenüber und jetzt erzählen Sie mir mal wer den eingeschränkteren Horizont hat. Aber Wissen Sie, das wird wohl eine Sache der Begriffsdefintion sein. Wobei wir wieder – und da schliesst sich der Kreis – bei der Horizinterweiterung wären. Und nun, feiert euch selbst, liebe Leut

      • Marcel Mertz sagt:

        „Interessant ist, dass Leute, die offen sind für Alternativmedezin in den allermeisten Fällen nichts gegen Schulmedizin haben und sie auch anerkennen.“ – Ja, stimmt, es ist ausgesprochen selten, dass „Alternativmediziner“ selber und deren überzeugte Kunden die „Schulmedizin“ nicht kritisieren, sie z.B. als nur Symptombekämpfung bezeichnen, oder als etwas, das mehr Tote produziert als hilft, oder deren Behandlungen nur Nebenwirkungen aufweisen, oder die voll und ganz durch die böse, böse Pharma kontrolliert sind usw. Kommt ja auch hier im Blog nicht vor.

    • Marcel Mertz sagt:

      Noch eine Frage hätte ich: Sind Sie denn für alles, was man unter „Alternativmedizin“ bezeichnen kann, gleichermassen offen? Auch wenn sich die einzelnen „Alternaivmedizinen“ gegenseitig widersprechen? Ich meine, nur als sehr kleine Auswahl, was alles darunter gezählt wird oder werden kann (die bekannteren lasse ich aus): Alphabiotik, Astrotherapie, Auratherapie, Craniopathie, Engeltherapie, Gerson-Therapie, heilendes Gebet, Iridologie, Makrobiotik, Magnettherapie, Reflexologie, Rolfing, Schüssler Salze … Stimmen Sie allen diesen Richtungen gleichermassen zu?

      • Pixel sagt:

        Nein, Marcel, prinzipiell bin ich offen (steht und fällt mit dem Grad der Verzweiflung oder Krankheitsgeschichte nehm ich an) aber einigen stehe ich sehr kritisch gegenüber. Aber auch hier: ich schliesse es nicht a priori aus. Ich meine jedoch, dass Sie nicht mit denselben Parametern messen. Sich einzulassen auf „heilendes Gebet“ ist für mich ein anderes Thema als einen homöopathischen Hustensaft zu verwenden. Aber wieso reden wir eigentlich über mich? Wie sieht es denn bei Ihnen aus? Sie sind doch hier derjenige der den erweiterten Horizont hat. Mich würde nur wundern inwiefern.

      • Marcel Mertz sagt:

        #1: Verwechseln Sie mich bitte nicht mit anderen Postern hier, ich habe nie behauptet, einen erweiterten Horizont zu haben oder dergleichen; ich mache eigentlich nie solche Behauptungen über (angebliche) Charaktereigenschaften von mir in Postings – übrigens i.d.R auch nicht von anderen, weil das nur zu unsachlichen Diskussionen führt.

        Warum ist das was anderes? Ich stimme sofort zu, dass diese beiden Angebote von völlig unterschiedlichen Annahmen ausgehen, aber es finden sich vermutlich auch beim heilenden Gebet Millionen, die darauf schwören (gute Erfahrungen gemacht haben).

      • Marcel Mertz sagt:

        #2: Zu mir: Ich habe mich recht intensiv mit verschiedenen Texten zu verschiedenen Alternativmedizinen beschäftigt, war vorher (früher) eher generell Pro, heute (v.a. nach der wissenschaftlichen Ausbildung und dann der Literatursichtung) generell kritisch. Wobei es auch auf die konkrete Richtung ankommt: Ich bin deutlich weniger kritisch bei naturwissenschaftlich orientierter Magnettherapie, die ihre Heilungsansprüche deutlich limitiert, als bei z.B. Engeltherapie. Die Verbindung von Homöopathie + Psychotherapie finde ich weniger problematisch als sog. Astrotherapie (Astrologie + Psychother.).

      • Marcel Mertz sagt:

        #3: Ich habe auch ein Proseminar zu den philosophischen Aspekten von Komplementär- und Alternativmedizin angeboten, bei dem ich auch nochmals weitere Literatur gelesen und viele Diskussionen im Seminar geführt habe, welches sowohl von „Pros“, „Contras“ und „Neutralen“ besucht wurde. (Bei Interesse kann die Synthese des Seminars – eine inhaltliche Zusammenfassung der gelesenen Literatur und der Diskussion – unter folgendem Link heruntergeladen werden: https://rapidshare.com/files/3483108324/CAM.zip. Dabei ist auch der Syllabus und eine Erläuterung phil. Positionen).

      • pixel sagt:

        marcel, ich finde das durchaus positiv, dass und wie Sie sich mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Unsachliche Diskussionen entstehen dann, wenn eine oder beide Parteien hartnäckig auf Ihrem Standpunkt verharren. Ich für meinen Teil möchte die verschiedenen Ansichten akzeptieren können. Wissen Sie, die Sache ist die, wie weit man bereit ist zu gehen, solange niemandem ein Schaden aus einem Sachverhalt entsteht. konkret: Ich kann auch ziemlich hartnäckig auf gewissen Themen herumbohren, wenn irgendwo eine Unfairness, eine Benachteilung oder eine Schadenszufügung ihren HIntergrund haben.//

      • pixel sagt:

        // in keinerlei Art und Weise jedoch sehe ich in diesem Zusammenhang einen der Punkte. Es geht einfach und vielmehr um Leben und leben lassen. Hey, wenn jemand in einer Therapieform sein Glück gefunden hat, dann ist das doch was zählt und für die Person kann man sich dann auch freuen. Auch wenn ich persönlich das ev als Quatsch empfinde. Mir oder jemand anderem entsteht doch dabei kein Schaden, wozu dann missionieren wollen? Mit welchem Recht nehmen sich hier eigentlich eine grosse Anzahl der Blogger heraus, über die Erfahrungen anderer zu verfügen? DAS ist das, was mich hier so rasend macht.

  • Christian Duerig sagt:

    KOSTEN
    Aus Kostengründen wird gepfuscht. Lieber geht man auf den Markt zum Klatschen und Tratschen, zu den Gauklern und Zauberern und unterstützt diese noch mit Spenden, als dass man sich an den Hausarzt wendet. Dieser sagt klipp und klar, was zu tun ist. Viele Eltern fürchten sich davor. Sie haben Vieles zu verbergen.
    Aufklärung ist notwendiger denn je !

    • E.H.Roth sagt:

      So ist es. Mich würde viel mehr interessieren in % wie viele Familien jetzt genau H & G einwerfen.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Naturheilkunde hat nichts mit Zauberei zu tun, wenn du auch nur eine leise Ahnung davon hättest, wüsstest du das. Aber mir ist es grundsätzlich egal, was die Leute über Pflanzenmedizin etc. denken, ich kann nur für mich sprechen: Ich habe damit noch nie schlechte Erfahrungen gemacht, im Gegensatz zur Schulmedizin.

      Aber das Eine gegen das Andere auszuspielen, bringt eh‘ nichts, es braucht beides. Als mein Sohn seinen schweren Unfall hatte, brauchte er fähige Chirurgen und hatte sie zum Glück, sonst wäre er heute Tetraplegiker.

      • Christian Duerig sagt:

        @ Pippi Langstrumpf
        Argumentieren Sie mit informaler Logik und alle flüchten. Verschreiben Sie sich Mutterkorn oder magic mushrooms, und Sie werden ein anderer Mensch. Bei Überdosierung erreicht Sie das Augusinusfeuer. Lernen Sie von den Schamanen und….
        Hören Sie auf Albert Hofmann. Er wird Sie zurechtweisen. Folgen Sie ihm auf You Tube. Sie haben die freie Wahl.

      • Katharina sagt:

        „wenn du auch nur eine leise Ahnung davon hättest“ – auch da das religiöse Argument der Gnosis. wenn du nur vom „heiligen Geist‘ berührt worden wärst – oder der radikal feministischen Gnosis, oder der sozialistischen Gnosis, der helveto-faschistischen Gnosis. derjenigen der kakolischen Kirche, dem karma ghia der Buddhisten. Es ist das immer selbe Muster.

        und es wird immer mit einem ‚Glaubensbekenntnis ‚belegt: ‚Ich habe damit nur gute Erfahrungen gemacht, im Gegensatz zum“ – letztendlich immer als ewigen Sündenbock dastehenden – Xenos Semiticos.

        Du bist populistisch so BRAUN wie der Rest.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        …und du ein dummes Huhn, wenn du solchen Stuss rauslässt. Bitte, gern geschehen!

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Mutterkorn resp. ein chemisch weiterentwickelter Stoff davon hat mir schon gute Dienste geleistet, es wird üblicherweise gegeben nach Geburten, damit sich der Uterus durch die ausgelösten Kontraktionen schneller zurückbildet. Ein anderer Mensch bin ich dadurch nicht geworden 🙄

      • Katharina sagt:

        „Ein anderer Mensch bin ich dadurch nicht geworden “ – auch das stimmt nicht. Durch die Geburt wirst zu abschliessend zur Mutter. Zyniker können nun sagen, dass der Einfluss des Mutterkorns dabei eine Rolle spielte, somit die Wirksubstanz des Mutterkorns kausal mit der Änderung des Bewusstseins und der Instinkte zusammenhängt. homöopathische Logik? ich sage dazu ein blasphemisches Ja.

  • Widerspenstige sagt:

    Wir haben schon sehr früh mit einer interfamiliären ‚Doppelblindstudie‘ am eigenen Leib erprobt, wie es ist, fast ohne Chemiekeulen gegen Alltagskrankheiten anzutreten: unsere drei Kinder wurden bei Grippe/Fieber mit Essigsocken, Globuli und Dr. Vogel-Produkten wie Echinacea behandelt. Sie erhielten alle nur die Kombi-Impfungen während der Schulzeit als Prävention. Ging es in die Tropen während den Ferien, dann wurde Malariaprophylaxe mit Echinacea ca. 6 Wochen vor Ferienbeginn betrieben. Die Immunität wurde von Kindsbeinen an gestärkt. Ach ja, Honig statt Confis ist Gold wert. 🙂

    • Widerspenstige sagt:

      Ich stamme aus einer Familie, wo den Heilkräutern nach Maria Trebenund auch Hildegard von Bingen grosse Bedeutung beigemessen wurde. Zudem war mein Vater passionierter Imker und ich weiss deshalb ganz genau, wie wichtig eine gesunde ausgewogene Ernährung, gepaart mit genügend Bewegung in Wiese und Flur für den gesamten Organismus ist. Wer sich also nicht mit Fertigprodukten krank machen will (wer ist da der Produzent?), darf sich ruhig mit der Alternativmedizin behandeln. Der Körper besitzt genügend Abwehr bei Alltagskrankheiten.

      Der Mensch ist, was er isst.

      • Beno sagt:

        @WS

        „passionierter Imker‘ …jetzt steigst du aber in meinem Respekt ! Bis jetzt dachte ich, du könntest noch kaum die Krokusse unterscheiden .
        Stichwort Propolis…kann jeder selber nachlesen …einfach gewaltig !
        Von meinem Sohn hörte ich gerade, dass wenn die Bienen aussterben werden , der Mensch auch in 4 Jahren aussterben wird…und wir Trotteln machen und vorallem Sorgen um Banken ..?!?!)

      • Pixel sagt:

        Wie alt ist ihr Sohn?

      • Widerspenstige sagt:

        Da staunst Du Beno, aber ich war immer nur seine ‚Assistentin‘ (khul!) beim Kaltschleudern (gaaaanz wichtig, nicht heiss wie heutzutage üblich mit leider entsprechend reduziertem Wirkungsgrad!) des Honigs, beim Abdeckeln der vollen Honigwaben, beim Abfüllen in die hübschen Honigverpackungen…im Bienenhaus selber war nur mein Vater, wo er als einzigen Ort seine geliebten Cigarren von Villiger rauchen durfte. Er roch immer so wunderbar männlich nach Honigwabe und Cigarrenrauch wenn er seinem Hobby frönte. Auf die Bäume klettern um wildgewordene Schwärme zu holen war ich selten dabei… 🙂

      • Widerspenstige sagt:

        Ja, es ist tragisch, wie unwissend die Menschen sind was diese absolut schützenswerte fleissige Nutztierchen anbelangt. Keine einzige Biene habe ich in meinem Leben getötet, sondern sie IMMER gerettet vor dem Ertrinken oder Erschlagen. Speziell die Königinnen, die mein Vater gezüchtet hat, waren für mich etwas Beeinduckendes. Er brachte sie in so kleinen Holzkistchen mit einem Gitterchen nach Hause und zeigte voller Stolz seine Aufzucht. Eine äusserst schwierige Geduldsübung – seine Art der Meditation zum hektischen Berufsleben. Honig ist von unschätzbarem Wert was Mineralien, Vitamine anbelan

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Wie du das so beschreibst Widerspenstige, kommen in mir so viele Erinnerungen hoch. Mein Grossätti war Imker, mein Vater nur noch so ein wenig, als der Grossätti starb. Das Schleudern hab ich in bester Erinnerung, das Abdecken der Waben, von dem wir jeweils assen, bis uns fast schlecht wurde, einfach weil es so köstlich war. Mein Grossätti sagte immer, die 8er Jahre seien die Besten zum ‚Hunge‘. Er brauchte auch keinen Schleier mehr, ein Zigarre reichte, weil er längstens immun war gegen Stiche. Ich habe auch noch nie eine Biene getötet, es wäre Frevel.

      • pixel sagt:

        @Beno: auf jeden Fall ein cleverer Bursche 🙂

  • Katharina sagt:

    Letztlich ist dies eine religiöse Diskussion, keine vernünftige Diskussion.

    Was nicht angeht, ist, dass letztlich Vertreter einer Esoterik Leuten mit medizinischer Fachausbildung gleichgestellt sind (sprich Anrecht auf Abrechnung via Krankenkassen haben).

    wenn ein Mediziner hingehen aufgrund von Erfahrung komplementäre Methoden einsetzt, ist das etwas anderes. denn immerhin kann einer solchen Person angenommen werden, dass er/sie die möglichen Ursachen eines leidenden Zustandes besser absehen und beurteilen kann als Laien.

    • Katharina sagt:

      Was ich am Thema eigentlich sehr stört, ist, dass mit der Befürwortung esoterischer Methoden die Zweiklassenmedizin noch verstärkt wird. die billige, nie nach den Kriterien der Wissenschaft belegte Methode für die einen, die teurere, weil eben mit teuren klinischen Studien nachgewiesene Methode dann für diejenigen, die die teurere Versicherungsklasse bezahlen können.

      Dann weiter der Trend zur Selbstmedikation. Auch der Alkoholiker fühlt sich nach dem ersten Bier am morgen besser. Dennoch ist es keine Methode der Heilung.

      • Beno sagt:

        @Katharina

        „Dann weiter der Trend zur Selbstmedikation. Auch der Alkoholiker fühlt sich nach dem ersten Bier am morgen besser. Dennoch ist es keine Methode der Heilung.“ …= DUMM !

        Nochmals ,… es scheint, als ob ik hier selber in der alternativen Medizien tätig bin oder irgendwelche Zauberer in Schutz nehmen möchte. Ich bin sehr erstaunt über den allgemeinen blinden Glaube in die Allwissenheit der Allopathie , während tausende an den Nebenwirkungen der Behandlungen sterben !

      • Katharina sagt:

        es ist nicht dumm, sonder es ist die Logik der Erklärungsversuche der Globulisten.

        „blinden Glaube in die Allwissenheit der Allopathie“ – wie ich sagte: es ist eine religiöse Diskussion. mit Religioten kann nicht vernünftig diskutiert werden.

      • Beno sagt:

        @Katharina

        Was für ein schmaler Abgang von Dir…alternative Medizin als allgemein Religion hinzusetzen !

        Was denkst du was deine „Psychopharmaka“ bei dir schon f’ür Nebenwirkungen angerichtet hat…mit deinem blinden Glauben darin ? …we ‚ll see….

      • Katharina sagt:

        der ist billig, Beno. ich bin schon länger Medikamentenfrei.

        ich sagte die Diskussion ist religiös, weil letztlich von Glauben geredet wird. das ist sicher bei globuli oder ‚verquanteltem‘ Leitungswasser gegeben.

        weiter: die diversen Substanzen der chinesischen Tradition etwa sind nicht einfach harmlose Stoffe, sondern eben auch toxische Wirksubstanzen, wie oft in der europäischen Apothekerkunst (aus der die Pharma sich entwickelte) auch.

      • Beno sagt:

        @Katharina

        Nein billig, ist deine Eintopf Mentalität…!

        Oder hat der Glaube in ein guter Verlauf der Chemotherapie auch…. Religiosität zu machen.

        Was hat chinesischen Tradition mit eigenartigen toxischen Genesungsmittel mit dem Kunsttherapeuten in Europa zu tun ?
        Einfach so Tussi-Haft alles Esoterik nennen…. und daaanach mit dem GMC Vollstoff…. Einkäufe machen 😥
        Glaube in uferlosen Konsum !

      • Katharina sagt:

        „Glaube in uferlosen Konsum“ – eben. eine religiose Diskussion, wo sogar dem gegenüber ein Glaube unterschoben wird, anhand eines einzigen Atttributes der ,Gegenreligion‘. just another sorry victim of his own canocical thinking.

        Aber eben. Tussi ist ja ein Kompliment. you’ll never get as much t(p)ussy as me … because it would simply blind-sight you. In that, you might have, because you appear totally blind.

      • alien sagt:

        Ja, Beno, Katharina ist ein durchaus dekoratives Fräulein.

        (Wie immer AE-weit untertrieben)

        Und sie ist auch sehr stolz darauf.

      • Katharina sagt:

        da hast du recht, alien,

      • Beno sagt:

        @alien

        Dies habe ich nicht abgestritten….aber richtige Schönheit beginnt vom Herzelein !

      • Katharina sagt:

        wenn du wüsstest, beno….

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Was dich am Thema eigentlich stört ist, dass dein Senf nicht dazu passt, weil du offenbar mit H. und Pflanzenmedizin keinerlei Erfahrungen gemacht hast!

      Und was DU nicht kennst, ist Scheisse, ganz einfach. Das wissen wir inzwischen, ausserdem ist diese sanfte Medizin sehr schweizerisch, viele der Pioniere auf diesem Gebiet waren Schweizer, was dir sowieso verhasst ist. Das ist aber dein Problem! Dein Diskussionsstil ist einmal mehr schlicht daneben, alles aus Frust, weil du hier nicht das grosse Wort führen kannst.

      • Katharina sagt:

        klar, die Schweizer Medizin. Davon habe ich ja hier den ganzen Tag nichts gesagt. Wer hier nicht das grosse Wort führen kann, bist du, du giftige Schlampe. eine faschistische kleine Lügnerin. die allem ans Bein pinkelt, das nicht ihrer kleinen Welt genehm ist. du betreibst ja ständig Etikettenschwindel. hier zum Beispiel, ganz schnell den Begriff ’sanfte Medizin‘ einzubringen, statt dem ursprünglich im Artikel erwähnten esoterischen Zeugs. Und bleib bei einem Nick, du Dreckstück, und wechsle nicht auf benno’s und die grünen Männchen und andere Nicks.

      • Katharina sagt:

        klar, die Schweizer Medizin. Davon habe ich ja hier den ganzen Tag nichts gesagt. Wer hier nicht das grosse Wort führen kann, bist du, du giftige Schl4mpe. eine faschistische kleine Lügnerin. die allem ans Bein pinkelt, das nicht ihrer kleinen Welt genehm ist. du betreibst ja ständig Etikettenschwindel. hier zum Beispiel, ganz schnell den Begriff ’sanfte Medizin‘ einzubringen, statt dem ursprünglich im Artikel erwähnten esoterischen Zeugs. Und bleib bei einem Nick, du Dr3ckstück, und wechsle nicht auf benno’s und die grünen Männchen und andere Nicks.

      • Katharina sagt:

        eine sich an Status anbiedernde Moes3, die dann gegen Schulmedizin wettert, weil der (in Europa als Schulmediziner recht bekannte) Vater des einen Kindes dich abhängte. Von denjenigen im Berner Inselspital rede ich nicht einmal. sorry. You want to play dirty, we can.

        Und diese frau wettert dann gegen Prostitution – kein Wunder, wenn der Plot .. well it backfired.

      • Katharina sagt:

        dass dich meine Verachtung auf so einiges ‚schweizerisches‘ ärgert, hat sehr viel mit dir selber zu tun. der Verlogenheit von dir selber, die anderweitig in jenem Land eben genauso vorhanden ist wie überall sonst. nix mit ‚so viel weiter‘ und so.

        Und nebenbei: dieser Ort ist nicht deine Domäne. es ist (hoffentlich) nicht ein Ort, der von einer macht süchtigen Gouvernante wie Dir beHERRscht zu werden braucht.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Schön zu sehen, wie wenig es braucht Kate, dass du völlig ausflippst. Eben, Diskussionsstil!

        Aber darum geht es dir gar nicht, darum ist es dir noch nie gegangen, um sachliche Diskussionen. Dir geht es nur um deine Profilierung. Das wissen auch schon alle, deshalb lassen sie dich reden und gehen gar nicht mehr auf dich ein. So läuft das doch schon lange. Mich nun mit Dreck zu beschmeissen und Verleumdungen in den Raum zu stellen, ändert daran gar nichts. Erbärmlich, wie sehr du dich hier entblösst.

        Ich geh‘ nun schlafen, du hast also alle Zeit der Welt, dir die Finger wund zu schreiben.

      • Katharina sagt:

        have a nice day in the ‚bahnhofbuffet‘. and do not adopt alien’s language…. that would be really embarrassing, no? the one that used you as a proxy, because who he really wanted to nail was.. well.. me. Such an evidential proof of ..what was it again? emancipation?

      • Katharina sagt:

        Ach wie schön, die selbstgefällige Denunziantin. dir geht es ja gerade darum. deinen kleinen Blumentopf zu schuezten. well. ich bin ja exhibitionistisch veranlagt. gut. dich zu entblössen macht Spass, denn verleumdet habe ich nichts. nur hier deine eigene Worte repliziert. ‚Ohne Rücksicht auf Verluste‘, wie jene Sekundantin sagte.

        Es lebt sich übrigens sehr gut ohne ‚guten‘ Ruf. no problem here.

      • Monsieur de Hummel sagt:

        Äh hallo?

        Ich bin auch kein besonderer Freund der „sanften Medizin“. Aber diese Beleidigungen gehen ja mal überhaupt nicht. Das kann doch nicht sein, dass so etwas nicht gelöscht und zumindest mit einer Ermahnung sanktioniert wird.

        Da wäre in meinen Augen aber mal ein kleiner Blogurlaub angesagt.

      • Pixel sagt:

        Katharina, mt Verlaub – ich bin noch nicht sehr lange dabei und kenn die Geschichten nicht. Selten kam es auch vor, dass ich zugegebenrmassen Deine Meinung teilen konnte. Aber das tut nichts zur Sache, dass ich dennoch immer wieder der Ansicht war, dass Deine Beiträge ganz gut sind und auch Respekt davor hatte. Hier aber Katharina finde ich deine Wortwahl ganz schön krass. Beschimpfst Du Menschen in Deinem Umfeld auch so? Oder ist dieser Blog hier lediglich ein Ventil? Schade irgendwie, du bist doch viel intelligenter, als dass Du dich auf so ein Kommunikationsniveau herablassen musst.

  • Warum gibts eigentlich noch keine Globuli gegen Elektrosmog-Allergie? Dann haette man die ganzen Wirrkoepfe mit ihren eigenen Waffen erledigt.

  • Walter Koller sagt:

    So wie hier und auch in vielen Büchern „Selbstmedikation“ mit homöopathischen Mitteln beschrieben und angewandt wird, muss man sich nicht wundern, wenn Homöopathie nicht wirkt. Einfach auf Grund von Syptomen die „dazu passenden“ Globuli reinzuschmeissen, das hat mit Homöopathie wirklich gar nichts zu tun. Man kann pharmazeutische Pillen nicht einfach durch Globulis ersetzen, das ist Schulmedizin mit Zuckerkügelchen. Eine homöopathische Behandlöungsweise bedarf einer eingehenden Untersuchung über die möglichen Ursachen von Syptomen. Nur so kann eine wirksame Therapie verordnet werden.

  • Erika B. sagt:

    Sobald das Thema Homöopathie auf den Tisch kommt, werden die ewig gleichen Sätze heruntergebetet von Doppelblindstudien und Hokuspokus. Die Gegner machen einen Glaubenskrieg daraus. Ich habe immer den Eindruck, sie wollen sich einfach gar nicht darauf einlassen.
    Die chronische Mittelohrentzündung meiner Tochter wurde erfolgreich mit Globuli behandelt, allerdings hatten wir einen Kinderarzt, der eine Homöopathie-Ausbildung hat. Wichtig war, dass die Entzündung nicht zu weit fortgeschritten war. Das ist nur ein positives Beispiel unter vielen — über die Jahre hinweg. Es wirkt einfach!

    • Renatus sagt:

      @Erika: So ein Blödsinn! Doppelblindstudien werden gemacht, um Glauben und Hokuspokus auszuschliessen. Wer trotz negativer Ergebnisse an einer Methode festhält ist der Gläubige, nicht umgekehrt. Persönliche Anekdoten wie das Beispiel mit deiner Tochter genügen in der Wissenschaft nicht als Beweis. Mittelohrentzündungen können auch von selber wieder verschwinden. Eine Korrelation mit der Gabe von Globuli ist kein Beweis, dass zwischen den Globuli und dem abklingen der Symptome ein ursächlicher Zusammenhang besteht. Wer das behauptet, muss den Beweis über eine Doppelblindstudie antreten.

      • Monsieur de Hummel sagt:

        So ist es. Sonst müsste die KK ja eigentlich jedes Verfahren bezahlen, dass bei irgendjemandem mal im Zusammenhang mit einer Heilung beobachtet wurde.

      • tststs sagt:

        Mhmm, da fragt man sich, wie die KK dann schulmedizinische Medikamente bezahlen können, die in vielen Fällen nicht zur Heilung führen, sondern lediglich der Symptombekämpfung dienen…

    • Marcel Mertz sagt:

      @tststs: Richtig, das hat de Hummel etwas problematisch formuliert. Bei vielen Krankheiten gibt es (evtl. bisher) keine ursächliche Therapiemöglichkeit – z.B. bei viralen Erkrankungen (im Gegensatz zu bakteriellen Infektionen, die können z.T. mit Antibiotika ursächlich behandelt werden). Aber es gibt wirksame Mittel, die nachweislich die Symptome mildern oder ausschalten können, was das Wohlbefinden (ein Aspekt von Gesundheit) fördert und, je nach Krankheit, sogar ein halbwegs normales Leben ermöglicht. Das ist keine ursächliche Heilung, aber ein Aspekt der Wiederherstellung der Gesundheit.

      • Monsieur de Hummel sagt:

        Ja klar, Heilung war jetzt nicht der korrekte Ausdruck, aber es sollte wohl klar sein, was gemeint war. Das Medikament muss einfach objektiv geeignet sein, auf den angestrebten medizinischen Nutzen hinzuwirken. Ob das nun die eigentliche Heilung ist oder nicht. Fall Ich glaube nicht, dass es der Diskussion förderlich ist, wenn jedes Wort auf die Goldwage gelegt wird.

        Es dürfte wohl jedem einleuchtend sein, dass Betablocker bei Herzpatienten eingesetzt und von der KK bezahlt werden, auch wenn sie logischerweise die Ursache der Beschwerde nicht rückgängig zu machen vermögen.

      • Beno sagt:

        Monsieur de Hummel sagt:
        11. Mai 2012 um 13:49

        Weil sie jetzt diese Betablokker nennen ; die ist eines der meist missbrauchten Medizine ! Wird Patienten oft jahrelang verschrieben, während es anders auch ginge . Standart = Bertablokker …aber man lese einmal, was auf die Dauer für Schäden in ihrem Körper entstehen…z.T. schlucken bis der Tod drauf folgt …und wie viele Millionen dies die Kassen kostet…

      • Widerspenstige sagt:

        Genau richtig, Beno! Es geht bei diesem Beispiel mit den Betablockern um Nebenwirkungen wie zB Nierenversagen, welche einfach so mir nichts dir nichts von Schulmedizinern in kauf genommen werden! Im klaren Wissen um deren Langzeitwirkung und absehbaren Nebenwirkungen. Bewusst in die Kostenspirale getrieben nach dem Motto: nach mir die Sintflut u bezahlt werde ich als Mediziner von der Krankenkasse bzw. von uns Prämienzahlsklaven!! Nein, da war ich mit der guten Ruth D. nicht einverstanden u begrüsse das Vorgehen vom neuen BR Berset!

        Die Einheitskrankenkasse dürfte solche Probleme lösen!

      • Monsieur de Hummel sagt:

        @ Beno

        Das ist dann wiederum ein anderes Problem. Es gibt auch Fälle, in denen unnötigerweise noch eine Chemotherapie gemacht wird. Das hat aber nichts mit der grundsätzlichen Wirksamkeit der Therapie zu tun.
        Ob eine Leistung, die grundsätzlich wirksam ist, im konkreten Fall auch angewandt wird, ist nochmals eine zweite Frage.
        Hier darf man nicht vermischen, sonst macht die Diskussion nicht mehr viel Sinn.

      • Beno sagt:

        @Monsieur de Hummel

        …unnötigerweise noch „eine“ zu viel …ist ja lieb gesagt : 😉

        da werden Bestrahlungsmaschinen ausgelastet …kostet extrem ..aber bei paar „Globuli“ ein Theater machen..

        Die Wirksamkeit einiger Therapien in der gangbaren Med. sind eben doch umstritten, werden aber „bourgondisch“ breit
        angewendet ( wie Betablocker) weil eben viel Geld verdient werden muss. Es ist die gleiche Geldfrage, warum man Alternative Medizin eben nicht bezahlen will; es ist eine Gefahr ! Wo blieben diese „Beta-Millionen“, wenn sich der Blutdruck plötzlich anders senken lassen könnte ?

  • Saporeil Mahani sagt:

    Die Homöopathie als Gesamte ist nun mal Hokuspokus und keine Studie hat bisher etwas anderes bewiesen. Gerade so gut können sie Bäume umarmen oder Bienen um Hilfe bitten. Homöopathie wurde im späten 18, Jahrhundert von Dr. Hannemann erfunden. Er hat das damals vor allem akut-Patienten gegeben und gemerkt, dass es besser funktioniert als die anderen Methoden. Nur die andere Methode war zu den Zeiten hauptsächlich der Aderlass. Dass dies in Zeiten körperlicher Schwäche nicht das geeignetste Mittel ist, leuchtet aufgeklärten Leuten ein. Heutzutage hält Homöopathie keiner Doppelblindstudie stand.

    • Reto Gächter sagt:

      @ Saporeil Mahani
      Sie fegen nicht nur die Homöopathie sondern die ganze Mutter Erde mit Ihren Bewohnern (Pflanzen, Steine, Tiere, Menschen) vom Tisch. Sie sehen nicht, dass Sie hier auf diesem Planeten in „EINEM“ Organismus eingebunden sind.
      Gehen Sie doch wieder mal in den Wald. Sie müssen den Baum nicht umarmen, dafür hätten Sie ja wahrscheinlich nicht einmal den Mut. Setzen Sie sich hin, und sagen Sie „Danke“ und warten Sie ein paar Minuten/Stunden.
      Wenn Sie das ganze dann doppelblind machen wollen, lehnen Sie sich an einen zweiten Baum und verbinden Sie sich die Augen 😉
      Liebe Grüsse
      Reto

      • Saporeil Mahani sagt:

        Sie gehen hier ja gar nicht auf Fakten ein sondern fegen die gesamte moderne Wissenschaft vom Tisch um es mit Ihren Worten zu sagen.

        Wieso wird man, wenn man die Homöopathie in Frage stellt, eigentlich gleich verallgemeinernd als Naturgegner hingestellt. Homöopathie hat nichts mit Naturheilmitteln zu tun und schon gar nicht mit Natur. Die haben ja teilweise einen nachweisbaren Effekt.

        Aber Ihr Beitrag passt zu der (nicht vorhandenen) Argumentation der Befürworter. Viel hörensagen, keine Fakten, keine Begründung. Dazu noch etwas Verunglimpfung der Gegner und fertig ist der Beitrag.

      • tststs sagt:

        Sorry wenn ich mich einmiscche Frau Mahani, aber wenn Sie selber Worte wie „Hokuspokus“ in den Mund nehmen, dann dürfen Sie nicht erwarten, dass mit weniger Polemik und Halbwissen geantwortet wird! Noch einmal: es sind nicht die Wirkungen, die bezweifelt werden, sondern wie sie zustande kommen (einfach mal so zur Erinnerung „Placebo“ ist auch eine Art Wirkung)…

      • Sportpapi sagt:

        Noch einmal: Doch es ist auch und vor allem die Wirkung, die bezweifelt wird.

      • tststs sagt:

        äh nein, wenn ein Plazeboeffekt messbar ist, dann deshalb, weil sich ein Zustand verändert/verbessert hat (=Wirkung). Die einen sagen halt einfach, es liege an den Inhaltsstoffen und die anderen sagen, es liege am Umfeld…und natürlich diejenigen, die sagen, es sei eine Mischung zwischen beiden…
        🙂

      • tststs sagt:

        Und alles andere wäre von der Schulmedizin auch ziemlich vermessen! Man kann den Leuten zwar schon sagen, dass sie auf „Hokuspokus“ reinfallen, aber diesen Leuten dann auch noch zu unterstellen, sie bilden sich die Wirkung auch noch ein („neieni, eigentlich bist du noch voll erkältet, du merkst es nur nicht“), wäre dann doch der Gipfel…

      • Monsieur de Hummel sagt:

        @ tststs

        Der Placebo-Effekt kann grds. bei allem eintreten, auch bei einem Gebet, Orangensaft oder einem völlig falschen Medikament. Das sieht man ja auch in den Wirksamkeitsstudien, da bekommt immer eine Gruppe ein Placebo und auch da gibt es immer Leute, welche sich danach besser fühlen.

        Darüber hinaus konnte die Wirksamkeit der Homöopathie aber noch in keiner Studie bewiesen werden.

      • tststs sagt:

        Aber jetzt mal ehrlich, verstehe ich als einzige den Begriff „Wirkung“ falsch… Sie schreiben ja selber M.de Hummel „…Effekt…kann eintreten“ (und Effekt ist wirklich nur ein anderes Synonym in diesem Fall für Wirkung)…!?! Placebo, beschreibt nur, wie eine Wirkung zustande kommt (und nicht ob überhaupt eine Zustande kommt)…

      • Marcel Mertz sagt:

        @ tststs: In der Tat, hier kann es Missverständnisse geben. Wenn von „Wirksamkeit“, „Wirkung“ und „Wirksamkeitsnachweis“ in diesem Zusammenhang die Rede ist, dann in dem Sinne, dass das verabreichte Mittel (z.B. Globuli) per se (!) die gewünschte Wirkung produziert. Wenn es „nur“ der psychosoziale Kontext ist, der Veränderungen in Symptomen oder dem subjektiven Wohlbefinden usw. bewirkt, dann heisst das hier, dass das Mittel (z.B. Globuli) per se unwirksam ist; d.h.: kausal ist nicht das Mittel, sondern der Behandlungskontext verantwortlich. Und das nennt man eben Placebo-Effekt.

      • Marcel Mertz sagt:

        @ tststs2: Und in solchen Fällen wird in diesem Zusammenhang (begrifflich folgerichtig) ein Mittel als unwirksam bezeichnet, d.h. beim Beispiel Homöopathie als unwirksam bezeichnet. Das meint eben auch, dass die beobachteten Effekte (Placebo-Effekte) genau so mit anderen Behandlungen, die vergleichbare psychosoziale Kontexte mit sich bringen, erreicht werden kann oder könnte; mit den potenzierten Mitteln der Homöopathie hat das dann aber eben nichts zu tun, die sind mehr oder weniger beliebig ersetzbar.

      • tststs sagt:

        Danke Herr Mertz, nichts anderes versuche ich zu sagen. „sondern der Behandlungskontext verantwortlich. Und das nennt man eben Placebo-Effekt“. Ebä, es ist eine Wirkung da, nur wie sie zustande kommt ist umstritten!
        Und dann gilt es an dieser Stelle auch mal zu erwähnen, dass jedes gestestete schulmedizinsche Medikament auch einen Placeboeffekt hat, nur eben nicht in dem prozentualen Umfang, wie dies bspweise bei Homöo-Studien der Fall ist…

      • tststs sagt:

        Vllt trifft es so am besten zu: die homöopathische Prozedur ist wirksam. Ob es am Medikament selber liegt, oder an der Prozedur ist umstritten (oder eben für einige nicht)…
        Und eben, man darf den Umkehrschluss natürlich auch nicht einfach so ziehen: nur weil bei gewissen Menschen ein Placeboeffekt eintritt, heisst das noch lange nicht, dass etwas unwirksam ist (vgl. Schulmedzinische Studien, die auch (immer) Ergebnisse durch Placeboeffekt hervorbringen)

      • Sportpapi sagt:

        @tststs: Sie drucksen herum. Wir können uns ja darauf einigen, dass beim grössten Teil der Homöopathie im besten Fall ein Placebo-Effekt entsteht. In den meisten Fällen aber, meiner Meinung nach, werden den Kügeli Effekte zugesprochen, die einfach nur dem natürlichen Verlauf entsprechen (also auch ohne jede Gabe eingetreten wären). Dazu kommt, dass man meist wieder vergisst, wenn es nichts gebracht hat, aber einen „Erfolg“ umgehend weitererzählt.

      • Marcel Mertz sagt:

        @tststs: „es ist eine Wirkung da, nur wie sie zustande kommt ist umstritten!“ – Wie gesagt, im medizinisch üblichen Wortgebrauch stimmt das eben nicht, es so zu sagen; wenn Placebo-Effekte das einzige sind, das nachweisbar ist, dann besteht eben KEINE Wirkung. Hier muss man auf die fachsprachlichen Definitionen aufpassen und das Wort „Wirkung“ nicht nur alltagssprachlich verstehen.
        Aber wenn es nur Placebo-Effekte sind, die als Wirkung (alltagsprachlicher Sinn) vorliegen, dann ist eben klar, dass nicht das homöopathische Mittel diese Wirkung verursacht, und man könnte auch was anderes geben.

      • Monsieur de Hummel sagt:

        @ Mertz

        Gute Definition. Genau auf diese muss man ja auch abstellen, wenn man Medikamente zulassen will. Denn würde ein Placebo-Effekt ausreichen, dann müsste jede Behandlung kassenpflichtig sein. Das sieht man ja auch in den Doppelblind-Studien.

        Der Placebo-Effekt tritt bei vielen einfach auf, weil sie etwas nehmen, von dem sie glauben, dass es hilft. Ob das nun Homöopathie, Aspirin, Religion oder rostige Nägel sind, spielt dabei keine Rolle. Aber deshalb würde man jemanden, der durch Gebete heilt, hoffentlich auch nicht auf die Liste nehmen. 😉

      • alien sagt:

        Sophistisch, Merz. Was hilft, hilft. Mir hat die Homöopathie schon einmal sehr eindrucksvoll geholfen, wo die normale Medizin versagt hat. Das kann Zufall sein, klar, aber solche Berichte gibt es ja haufenweise.

  • Hans sagt:

    Ich finde es sehr bedenklich, wenn Die Kinder daran gewöhnt werden, dass es für alles und jedes Wehwehchen einfach ein Kügelchen gibt. Und damit alle Probleme aus der Welt geschafft sind. Das fördert doch die Sucht-Anfälligkeit nach Medikamenten, Drogen, … – bei Wehwehchen bei denen mit den Chügelis geholfen wird, nützt meist mehr Schlaf (z.B. Kopfweh), ins Bett mit Bettflasche oder mal einfach mal nichts tun …

  • Marc S. sagt:

    Zu jedem der hier aufgezählten Erfolgsfälle könnte ich mind. 10 andere nennen, die chronische Krankheiten schlussendlich ohne schul- resp. alternativmedizinischen Behandlungen besiegt haben (Spontanheilung). Gemäss den
    Potentierungsmethoden der H. könnte ein Tropfen einer toxischen Substanz die Fische im Atlantik sterben (oder „heilen“) lassen – groteskt! Einziger Vorteil von H.: die evtl. etwas intensivere Auseinandersetzung mit dem Patienten (Placebo-Effekt). Bitte verschont die Kinder in schwereren Fällen von diesen „Heilern“! Ich gebe weitere 100’000.- in den Pot für den Wirkungsnachweis.

  • erin sagt:

    Teil 3: ..übrigens, seit anfang März Zyklus regelmässig, und 3x Eisprung in Folge.. also nix mit Zufall oder Einbildung oder sonstigen Special-Effects was auch immer. Nö, Ist wie es ist. Ultraschall lügt nicht. Dökti verstehts zwar nicht ganz (hab‘ ihm nix gesagt von den Chügeli..), aber der ist so cool, der freut sich einfach dass es so ist.

  • Marc S. sagt:

    Oje oje… Als Kind war ich Versuchskaninchen dieser Scharlatanerie. Kinderkrankeit, sehr schwerer Verlauf, Fieber > 40 Grad. Massnahme: Globuli! Folgen: Chirurgische Behandlung der Folgeschäden. Bei einer Impfung plus adäquater Behandlung wäre dies zu 99.999999% NICHT eingetreten (vgl: schwere Impfkomplikation in 0.00002%). Heute bin ich studierter Naturwissenschaftler und kenne das ausgeprägte Selbstheilungspotential des menschlichen Körpers, ganz ohne Hokus Pokus. Zudem gilt: KEINE Wirkung ohne Nebenwirkung! Fakt: KEINE objektiven resp. wissenschaftlichen Indizien, die für die H. sprechen!

  • Erin sagt:

    Teil“: …. und mit der Einnahme begonnen. Das war am 3.1.2012. Im März war ich beim Gyni und der meint: „hach, was haben wir denn da, da ist ja ein schön grosser Follikel, das wird ein prächtiger Eisprung! Haben Sie also Serophene (= Wirkstoff Clomifen) eingenommen, hä?“ Ich antworte: „ähm, nein, eigentlich noch nicht, wolle mal noch abwarten..hm.“ (hab ihm nix von der Homöopathie gesagt..). Er meinte: „aber so wie das aussieht, brauchen sie Serophene im Moment gar nicht nehmen, geht ja plötzlich.“ Ich antworte: „ja genau, geht ja plötzlich, lustig hä..“. NO OTHER COMMENT.

  • Erin sagt:

    Frage ann alle, welche nicht an die Wirkung von Homöopathie glauben: hatte unregelmässigen Zyklus und leider NiE Eisprung. Suboptimal bei Kinderwunsch. So dachte ich mir: „komm, bevor du dir das Clomifen reinhaust welches dir der Dökti verschrieben hat (und welches nach mehrmonatigem Gebrauch die Gebärmutterschleimhaut nachhaltig schädigen kann..) probierst es doch mal mit Homöopathie.“ Gedacht – getan so nach dem Motto: hilft’s nix, schadet’s nix. Bin ja nicht krank oder so, nur halt nicht ganz so fruchtbar. Ok. In Apotheke spaziert, Globuli gekauft welche Naturdökti aufgeschrieben hat…

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    Ihr habt mich auf eine Idee gebracht: Ich habe seit 4 W. eine Magenschleimhautentzündung – Nebenwirkung von Ibuprufenpillen, die ich gegen eine Entzündung nehmen musste – und bekomme sie nicht in den Griff. Noch heute werde ich Globuli kaufen, mal sehen……

    Ich werde berichten über eventuelle Erfolge.

    • Renatus sagt:

      @Pippi: die ganze Diskussion über Homöopathie krankt genau daran, dass viele Leute nicht merken, dass man Wirksamkeitsstudien eben nicht auf diese Weise angehen kann.

      Du kannst auch jeden Abend eine rote schleimige Waldschnecke lebend schlucken. Man weiss zwar nicht genau wie das wirkt, aber schon nach einmaliger Anwending wird deutlich weniger über Magenprobleme geklagt, obwohl es bei einigen zu einer Erstverschlimmerung mit Symptomen wie spontanem Würgreiz und Erbrechen kommt.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Das weiss ich schon, dass man Wirksamkeitsstudien nicht so angehen kann. Andererseits wird in der hehren Schulmedizin und den hochwohlgeborenen Professoren derselben soviel getürkt – ich habe lange genug mit einem gearbeitet, um das sagen zu dürfen – das ich mir trotzdem erlauben werde, mitzuteilen, ob es gewirkt hat. Und die Schnecke spare ich mir, auch der gute Glaube hat seine Grenzen.

        Dr. Frank mit seinem überzeugenden Buch ‚Schlechte Medizin‘ bestätigt und verstärkt leider meinen Eindruck und meine eigenen Beobachtungen diesbezüglich. Er untermauert seine Kritik mit eindeutigen Beweisen!

      • Renatus sagt:

        @Pippi: der Hinweis dass es ’schlechte Medizin‘ gibt und Professoren die betrügen ist nicht ein Argument für die Homöopathie. Dass dort wo viel Profit zu machen ist betrogen und gelogen wird ist leider allzumenschlich. Homöopathen arbeiten übrigens auch nicht gratis.

        Ich bin absolut für eine kritische Distanz zur Medizin. Eine gefälschte Studie fliegt auf, wenn sie repliziert wird. Das ist ja genau die Stärke der wissenschaftlichen Methodik. Es dauert manchmal eine Weile, jedoch korrigiert sie ihre Fehler selber. Unwirksames verschindet vom Markt, anders als bei der Homöopathie.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Schön wär’s, Renatus! Ich könnte dir X Gegenbeispiele nennen, aber das sprengt diesen Rahmen hier. Und die Falschbehandelten stecken das auch nicht immer einfach so locker weg. Viele sterben und sind anschliessend schwerstbehindert. Das wird alles unter den Teppich gekehrt. Es ist ein riesiger Skandal!

        Ich habe hautnah miterlebt, wie ‚Studien‘ entstehen. Ich konnte es kaum glauben!

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        …ODER sind anschliessend schwerstbehindert, natürlich.

      • Widerspenstige sagt:

        Pippi, bei Medikamentenunverträglichkeit hilft meistens Schafgarbe – entweder als Tee oder/und als Heilpflanzentüchlein über die Leber gelegt.

        Es ist bezeichnend, dass über die Nebenwirkungen einfach geschwiegen wird von den Lobbyisten hier. Sie gehen darüber hinweg was Du gesagt hast über Deine Beschwerden, wie wenn das nichts schlimmes wäre.

        Dabei kommt ja immer die Warnung, die anscheinend als Selbstverständlichkeit hingenommen wird von der Pharma: für Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker! Sollte eigentlich deutlich genug sein, dass das skandallös ist!

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Merci Widerspenstige, Schafgarbentee trinke ich nun rein, bisher hatte ich ihn in einer Mischung. Und die Kügeli hab ich auch gekauft, von Wala. Mal schauen. Ich hab jedenfalls die Nase voll von dieser Gastritis, fühle mich wie ein Waschlappen, habe oft Kopfschmerzen und schlafe ganze Nachmittage durch. Alles nur wegen diesem Ibuprufenzeugs, das kann’s einfach nicht sein, dass man sich solche Nebenwirkungen einhandelt.

    • Genderbender sagt:

      @Pippi: Da müssen Sie aber streng darauf achten, dass Sie diejenigen kaufen, bei denen die richtigen Wirkstoffe nicht drin sind.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ich glaube, ich habe die Richtigen erwischt, subjektiv fühle ich mich heute besser als gestern, warum auch immer. 🙂 Schafgarbentee und Wala-Kügelchen waren jedenfalls eine gute Idee. Ich werde Euch auf dem Laufenden halten über den weiteren Verlauf…….

  • Christian Duerig sagt:

    MEDICAL MYTHS, LIES, AND HALF-TRUTH
    Sprechen Sie mit Ihrem Arzt und lassen die Finger von Homöopathie. Jeder Selbstversuch ist gefährlich. Sie besitzen schlicht nicht das notwendige Rüstzeug. Mediziner studieren nicht Jahre lang ins Blaue.
    Im Internet können Sie die Vorlesungen von Prof. Dr. Steven Novella studieren. Er vermittelt das Wissen über „Medical Myths, Lies, And Half-Truth“. Diese Vorlesungen sind sehr klar und für jeden interessierten Laien zugänglich. Viel Erfolg

  • Widerspenstige sagt:

    ACHTUNG

    Es hat Lobbyisten der Pharmaindustrie und Krankenkassen als Social Agents im MB heute – Achtung – es hat bezahlte Lobbyisten hier, die sonst NIE die Nase in dieses Gefäss strecken würden. Es wäre unter ihrer Würde!!

    Die Alternativmedizin wirkt und ist ganz einfach kostengünstiger als der aufgeblähte Moloch der Pharmaindustrie und Krankenkassen.

    In China wird erfolgreich seit Jahrtausenden die TCM angewendet und dort gilt: wenn ein Arzt zuviele Patienten langsfristig behandeln muss, dann hat er zuwenig Prävention betrieben und gilt als schlechter Arzt!! Soviel zum Thema heute. 😡

    • plop sagt:

      Japs. Und ich bin zum Teil auch erstaunt über einige hier, die ich sonst als „freigeister“ oder immerhin „umdieeckedenkende“ wahrnehme… hmmm

    • Th. Mark sagt:

      ACHTUNG! Bei Mike Shiva rufen praktisch nur Frauen an (sorry: ausschliesslich Frauen) und die sind der vollen Überzeugung dass der magische, nicht erklärbare, stoffliche Blaberblubb tatsächlich hilft. Und genau die gleichen Frauen denken doch tatsächlich, dass Homöopathie genau so wirkt wie das Geschwafel von Mike Shiva. Hauptsache als Frau irgendwelchen skurrilen, esoterischen unerklärbaren Strunz glauben und nachplappern und den eigenen Kindern echte Medizin verweigern. 32’000 Liter Tinktur enthalten ein einziges wirksames Molekül!!! Ach ja, das Wasser erinnert sich ja NUR an das Mittelchen.

    • Genderbender sagt:

      @ Widerspenstige: 1. Was haben chinesische Ärzte und ihre Präventionsbemühungen mit Homöopathie zu tun?
      2. Die Chinesen…. sind das nicht auch die, denen wir das Beinahe-Aussterben von Nashörnern zu verdanken haben, weil deren Hörner schlaffen Jadestäben zu neuer Kraft verhelfen?

      @plop: Tja, vielleicht sollten Sie dann Ihre eigene Meinung überdenken?

      • pixel sagt:

        @marcel: Die TCM als TCM ist eine politische Geschichte. ??? na, Sie kennen sich ja bestens damit aus. Also ehrlich, irgendwie ist das auch schon fast wieder lustig. Und dann fällt Ihnen doch noch ein, dass alte Praktiken dahinter stehen. Somit dürfte das kommunistische China auf jeden Fall seine kommunistischen Wurzeln gefunden haben, bevor auf dieser Welt überhaupt jemand wusste, dass es Kommunismus gibt.

      • Marcel Mertz sagt:

        @Pixel: Ich gebe zu, das war aufgrund der Zeichenknappheit unklar formuliert. Daher nochmals ausführlicher: Die Bezeichnung TCM und was man darunter heute versteht gibt es aufgrund des kommunistischen Chinas (die Bezeichnung wurde etwa 1954 geprägt, siehe z.B. Taylor K: Chinese Medicine in Early Communist China, 1945-63: A Medicine of Revolution. Routledge, Curzon 1995). Davor gab es keine „TCM“, sondern nur verschiedene, tlw. lose miteinander verbundenen Praktiken und Schulen, die z.T. ihre Ursprünge auch nicht China, sondern in Indien hatten.

    • Ulrich Vollenweider sagt:

      Genau so einer bin ich und erhalte Fr. 2.50 pro Blogeintrag. Damit finanziere ich heimlich unseren Hexenmeister in Westafrika, der aus toten Hühnerköpfen unsere Zukunft liest. Willkommen im aufgeklärten 21. Jahrhundert.

    • Marcel Mertz sagt:

      1. Rhetorisch gefragt: Warum immer gleich verschwörungstheoretisch werden? Kann es nicht sein, dass Menschen einfach anderer Meinung sind, ohne durch (monetäre) Interessen motiviert zu sein?
      2. Die TCM als TCM ist eine politische Geschichte (das kommunistische China wollte ein eigenes, nicht-westliches Medizinsystem), aber natürlich stehen alte Praktiken dahinter.
      3. „Die Alternativmedizin“ gibt es genau so wenig wie „die Schulmedizin“. Die Bandbreite an dem, was unter „CAM“ gezählt wird/werden kann, ist so gigantisch, dass es kaum Gemeinsamkeiten unter ihnen gibt.

    • Marcel Mertz sagt:

      Entsprechend sind Allgemeinaussagen wie „Die Alternativmedizin wirkt“ genauso unmöglich wie Allgemeinaussagen wie „Die Schulmedizin wirkt“. Bei Letzterem wirkt auch nicht alles, aber wenn mal erkannt wird, das etwas nicht wirkt, wird es auch aufgegeben – etwas, was ich in den vielen Richtungen der „CAM“ bislang fast vergebens suche; also schon die Auffassung, dass man auch falsch liegen könnte mit seinen Annahmen, dass eine Therapie oder ein Mittel nicht funktioniert, dass man neue Erkenntnisse gewinnen könnte, die die alten über den Haufen werfen, fehlt meistens; oft ist es einfach ein Dogma.

  • plop sagt:

    Ich staune ab diesen meist homöopathie-kritischen Kommentaren da – ich hatte bisher immer das Gefühl, dass die meisten Menschen pro-alternativ-Medizin sind. Und dass die meisten Menschen auch wissen, dass Homöopathie kein „nur dran glauben“ ist und nicht einfach solch blinde Vorurteile haben… Ich selber mag aber auch lieber pflanzliche Arzneimittel, die sind ja von der Wirkungsart her auch wie die Schulmedizin. Aber Arnica-Kügeli vor Operationen/Geburt/bei verletzungen, die Wirkung ist gut!

    • Renatus sagt:

      Sie müssen damit leben, dass gerade die Wirkung von Arnica als homöopathisches Mittel gut untersucht ist, und im Doppelblindversuch nicht besser als Placebo abschneidet. Ich habe nichts dagegen, wenn jemand begabt ist, einen Placebo-Effekt zu induzieren, und man damit den Körper nicht mit Chemie belastet – dort wo dieser Effekt ausreicht. Der Placebo Effekt spielt auch in der Medizin eine grosse Rolle. Es ist aus meiner Sicht jedoch nicht wünschenswert, sich diesen Effekt mit einem Verzicht auf rationales, klares Denken zu erkaufen. Der Preis dafür ist zu hoch.

      • plop sagt:

        Ich kanns einfach doch irgendeswie nicht ganz glauben dass es wirklich nur „Placebo“ ist…. Weil es gibt Mittel die nützen mir was und andere nichts… Und ich „glaube“ an alle etwa gleich, wie man medizin halt „glauben“ kann…

      • Beno sagt:

        @Renatus

        Arnica, für als Umschläge gebraucht kostet 6.- die Flasche und wird seit Grossmutterszeiten schon bewährt gebraucht bei Verstauchungen und Sportverletzungen..ein paar Tage ruhig, dan gehts wieder,
        Sie können auch in die Apotheke Voltaren Pflaster holen , ein paar Salben dazu, Stützverbände kostet 70.- . Unterschied von besserer Wirkung nicht vollbracht, ..darum Preis zu HOCH ! ( darum Placebo Effekt…nach ihrer Theorie )

      • Renatus sagt:

        @plop: ich denke, ein Teil des Problems steckt in der Formulierung „nur Placebo“. Placebo ist eigentlich bloss ein anderer Begriff für die fantastischen Selbstheilungskräfte des Organismus. Placebo bedeutet nicht, dass man irgendwie dumm ist, wenn es einem trotz fehlender Wirkstoffe trotzdem besser geht. Es bedeutet, dass der eigene Organismus eine sehr hohe Fähigkeit hat, auf einen Impuls von aussen mit einem Selbstheilungsprozess zu antworten. Wenn das funktioniert, was will man mehr? Das soll man doch nutzen! Nur lieber nicht mit Ideen, die gegen die Naturgesetze verstossen.

      • plop sagt:

        @Beno: Das ist eine Tinktur – also ein pflanzlicher Auszug, nicht vergleichbar mit der Homöopathie. Wirkt super.

      • Renatus sagt:

        @Beno: sie sind verwirrt über die Unterschiede zwischen Phytotherapie und Homöopathie. Arnica als Salbe mit dem Pflanzenextrakt wirkt bestens und wäre für mich das Mittel der Wahl wenn ich mir den Fuss verstauche. Wie sie ziehe ich es einem Voltaren Pflaster vor. Ich werde jedoch nicht eine Arnica D30 als Globuli einnehmen.

      • Beno sagt:

        @Renatus

        Ich habe dazu die D30 eingenommen ( weil ich verwirrt bin…) und es hat GUT geholfen

  • Homo Sapiens sagt:

    HOMÖOPATHIE HILFT…
    ..dem, der sie verkauft, was sich wissenschaftlich bestimmt gut belegen lässt.

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    Seit ich das Buch lese von Dr. Frank, ‚Schlechte Medizin‘, bin ich noch einmal kritischer gegenüber der Schulmedizin.

    http://www.youtube.com/watch?v=kGidHZe_hZ0

    Was ich auch sehr empfehlen kann, ist das Buch von Maria Treben ‚Kräuter aus der Apotheke Gottes‘, kann man auch als nicht religiöser Mensch gut brauchen 😉 Es leistete mir oft gute Dienste, auch gegen Neurodermitis. Und gegen Husten gab ich meinen Kindern immer den Hustensirup von Dr. Vogel, ‚Drosinula‘, rein pflanzlich und sehr gut im Geschmack, meine Jungs liebten das Zeug. Es half sofort.

    • Renatus sagt:

      Heilpflanzen enthalten nachgewiesenermassen Wirkstoffe und können deshalb durchaus gegen Husten wirken. Homöopathische Heilmittel ab einer bestimmten Verdünnung enthalten nicht einmal mehr ein einziges Molekül des Wirkstoffes mehr. Homöopathie wird immer noch oft mit Kräutermedizin gleichgesetzt. Das ist falsch.

      • plop sagt:

        Ja, einiges aus der Schulmedizin kommt ja auch von ursprünglich pflanzlichen Wirkstoffen – zum Beispiel Salicylsäure (Aspirin), welche in der Weidenrinde enthalten ist… Schwierig für mich ist die Zuordnung von Bachblüten, biochemischen Salze und auch Spagyrik. Aber grad die Spagyrik wirkt ziemlich zuverlässig. Aber die „alchemistische“ Herstellung kann man natürlich auch in Frage stellen..

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Das ist mir durchaus bewusst, deshalb sprach ich von der Homöopathie UND der Pflanzenheilkunde.

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    Ich habe mit Homöopathie nur gute Erfahrungen gemacht. Das heisst nicht, dass ich auf die Schulmedizin verzichten möchte, aber es ist oft einen Versuch wert, zuerst die sanfte Variante zu probieren. Mein Sohn hatte als Kind längere Zeit immer Bauchkrämpfe nach dem Essen, der medizinische Befund zeigte nichts, er musste wirklich leiden, nichts half! Dann gab ihm in den Ferien eine junge Drogistin ein paar Kügelchen, von da an hatte er die immer bei sich, es war frappant, wie jeweils augenblicklich eine Besserung eintrat. Nach etwa 1 Jahr kamen die Beschwerden gar nicht mehr.

    • Th. Mark sagt:

      Meine Güte, ich hoffe sehnlichst, dass Sie nicht mehr Kinder haben. Trinken Sie bitte 32’000 Liter homöopathische Tinktur und Sie haben genau ein einziges wirksames Molekül zu sich genommen. Aber eben, Frauen und ihr dämlicher Glauben an irgendetwas Skurriles. Statt Homöopathie können Sie auch Mike Shiva anrufen oder Katzenkot studieren. Oder ein Smarties essen. Das nützt auch. Ihr blödes Geschwafel (eine junge Drogistin… die nichts von Medizin versteht) hat etwas gegeben und _AUGENBLICKLICH_ würghhh. Glauben Sie den Stuss eigentlich selber, den Sie da verzapfen???

    • Pixel sagt:

      auch hier Pippi: perfekt! Ich glaube Dir sofort. Die Sache aber ist: alle Gegner werden nun behaupten, dass Du 1.
      Dir das eingebildet hast (wahrscheinlich hast Du nur sein Jammern ausgeblendet), 2. Du ihm genauso Zuckerperlen hättest geben können, weil er sich das nämlich auch eingebildet hat, und 3. Du ja nicht weisst, ob es just in dem Moment – Achtung Fanfare! Traraaaa – auch von selbst wieder besser und gut geworden wäre. Fazit: mit diesen Menschen lässt sich nicht diskutieren. Die haben prinzipiell recht.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ja, irgendwann endet schliesslich jede Krankheit, spätestens im Chilegräbli 😉

      • Valeria sagt:

        Naja, dass etwas „augenblicklich“ hilft, was erst den Magen-Darm-Trakt passieren müsste, um überhaupt mal an seinen Wirkort zu gelangen, ist schon an sich fragwürdig. Keine Zweifel, dass es ihrem Sohn danach jeweils sofort besser ging, aber wohl eher weil er daran geglaubt hat und nicht wegen einer allfälligen Wirkung von Kügelchen.

        Im Übrigen: Kinder haben sehr, sehr oft Bauchschmerzen. Und das unabhängig davon, ob sie tatsächlich ein Problem im Bauch haben oder eins im Ohr.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Valerie, augenblicklich ist vielleicht etwas missverständlich, ich sollte eher sagen in ganz kurzer Frist, so nach 5 Min. Ich war genauso erstaunt darüber wie er selbst, wir glaubten bis anhin beide nicht an die Kügelchen. Er war damals 12, also in einem Alter, wo er artikulieren konnte, wo genau es ihm wehtut. Er hatte manchmal Krämpfe, die über eine halbe Stunde dauerten, es war ein Elend, alle Untersuchungen o.B. Jedenfalls halfen die Kügelchen und die Beschwerden sind bis heute nie mehr zurückgekommen. Nenn es, wie du willst, ich bin einfach froh darüber!

  • Kurt Bachstett sagt:

    Diese Esotherikscheisse hat ja Hochkonjunktur, irgendwie geht der Weg wieder von der Aufklärung zurück in eine Nebelsuppe voller Placebos.

    Prima Geschäftsidee Wasser als Medizin zu verkaufen.
    Quacksalberei par excellence!

  • Michel Weber sagt:

    Eine Behandlung, deren Wirkung umstritten ist? Ich würde eher sagen eine Behandlung, deren Wirkung wissenschaftlich nicht nachweisbar ist. Hört endlich auf mit diesem Hokuspokus – einen Wirkstoff der absurd stark verdünnt wird und dadurch potenter werden soll… eine Schande, dass die Krankenkassen sowas auch noch bezahlen. Hier eine kleine Milchbuchrechnung von einem englischen Mathematiker: http://richarddawkins.net/articles/4957-homeopathy-by-the-mind-boggling-numbers

  • fragezeichen sagt:

    viel dramatischer findich im heutigen blog, wieviel unwissen diskutiert wird. Vielen scheint a) nicht bekannt zu sein, wie vielen pflanzen wir die „schulmedizin“ verdanken, b) das homöopathie sehr wohl dramatische nebenwirkungen hat und c) was pflanzen allgemein bewirken können (oder isst hier niemand gemüse?) und d) ich es überhaupt nicht unbedenklich finde, wenn mit h munter drauflos experimentiert wird. Vielmehr sollten schulmedizin und naturheilkunde endlich von- und miteinander profitieren.

    • Marcello sagt:

      achtung: Eigentlich sollte man den Begriff Alternativ- und Komplementämedizin voneinander unterscheiden. Alternativ ersetzt die Schulmedizin, Komplementär ergänzt die Schulmedizin… Letzteres wird auch gerne von Mediziner verschrieben und empfohlen. Die Homöopathie ist eine Alternativmedizin, welche bereits Historisch lächerlich ist. Bei meinen Vorlesungen über Alternativmedizin hat die Dozentin sogar Befürwörter der Homöopathie zu Gegner gemacht,da die Erklärung sehr dürftig sind bzw. waren.

      • tststs sagt:

        Oh du meine Güte, nur weil jetzt irgendwo steht, dass dies eine alternative Methode sei, darf ich sie nicht komplementär benutzen?!… Please….

      • Marcello sagt:

        wenn man an Alternativ Medizin glaubt, finde ich sollte man nicht Doppelspurig laufen, wir zahlen in der Krankenkasse sonst für die gleiche Krankheit zweimal. Und das Spannende ist, wenn man wieder Gesund wird und man beide Methoden gleichzeitig verwendet hat, hat die alternativ Medizin genützt und nicht die Homöopathie.

      • Arno sagt:

        Marcello,“Eigentlich sollte man den Begriff Alternativ- und Komplementämedizin voneinander unterscheiden. Alternativ ersetzt die Schulmedizin, Komplementär ergänzt die Schulmedizin“
        >>>Es ist doch beides dasselbe; auch Alternativmedizin hat die Funktion, die die Schulmedizien so viel möglich zu ergänzen
        ( insofern sie eben dazu in der Lage ist ; …und dies ist sehr unterschiedlich)

  • marie sagt:

    soviel ich weiss, wird die trad chin medizin hauptsächlich prophylaktisch angewendet, zumindest hat es mir ein tcm arzt so erklärt. die schulmedizin wendet seine wissenschaft an, wenn die krankheit/beschwerde schon da ist.
    kann das sein, dass wir heute zwar ein fundiertes gesundheitsbewusstsein (schulmedizin) haben, aber das wohlbefinden (tcm) aussen vor lassen und es als behandlung einer beschwerde sehen? ich glaube es ist unsere kultur, die dies nicht zulässt, dieses zu vereinbaren. zumindest sehe ich das so.

    • Marcel Mertz sagt:

      „die schulmedizin wendet seine wissenschaft an, wenn die krankheit/beschwerde schon da ist.“ – Das ist eine sehr vereinfachende Sicht der Realität. Es gibt viele Bereiche in der konventionellen Medizin, die sich mit Prophylaxe bzw. Prävention beschäftigen (Präventivmedizin allgemein, Hygiene, Impfung, Arbeitsmedizin, Sportmedizin, Zahnmedizin, z.T. Epidemiologie usw.).

      • marie sagt:

        ja sicher gezielt, aber nicht gesamtheitlich. und hier scheint die h einen plupunkt gegenüber den schulmedizin aufzuweisen. ich mache eher die erfahrung, dass die schulmedizin eben mit wohlbefinden nichts anfangen kann, und da kritisiere ich dann die schulmedizin.
        ich stehe der homöopathe eher skeptisch gegenüber, liegt va an denen, die sie anbieten.

      • Marcel Mertz sagt:

        „Wer“ ist genau „die Schulmedizin“? Wenn die (klinische) Pschologie auch darunter gezählt wird, glaube ich kaum, dass man behaupten kann, dass das Wohlbefinden dort irrelevant ist. Auch gibt es das bio-psycho-soziale Krankheitsmodell.

        Dass der spezialisierte Herzchirurg sich sehr viel mehr dafür interessiert, salopp gesagt, die „Pumpe wieder zum Laufen zu bringen“, wenn ein entsprechender Schaden dort vorliegt, statt dafür, welches Wohlbefinden der Patient im Allgemeinen hat, finde ich erstens nachvollziehbar und zweitens vermutlich nicht vermeidbar aufgrund der Spezialisierungnotwendigkeit.

      • marie sagt:

        aber das wohlbefinden kann durchaus die „pumpe“ negativ beeinflussen… und der psychologie, psychologen, stehe ich auch skeptisch gegenüber.
        ich denke, das eine schliesst das andere nicht aus. aber ich finde, dass es endlich soetwas wie eine zertifizierung stattfinden sollte, da es einige gibt, die damit nur geld verdienen wollen. ich sehe das problem eher dort und nicht an der h oder sm als solches.

  • Monsieur de Hummel sagt:

    Eigentlich kann man sich die Diskussion ja sparen, man kennt mittlerweilen alle Argumente. Bisher konnte die Wirksamkeit von Homöopathie noch nie bewiesen werden, eigentlich eine Voraussetzung, dass eine Behandlung von der Kasse übernommen wird. Nichtsdestotrotz gibt es viele Anhänger, die davon ausgehen, dass der Fehler an den Tests liegt, die anders gemacht werden müssten.

    Wenn Globuli jemandem helfen, dann umso besser. Wenn nichts anderes hilft, würde ich es wohl auch versuchen, denn schaden wird es wohl wirklich nicht.

    Aber dass die Kasse nun wieder dafür bezahlt, ist skandalös.

    • tststs sagt:

      Ich glaube, die Wirkung ist relativ unumstritten, der Weg wie die Wirkung zustande kommt ist umstritten!

      • J_Randi sagt:

        Falsch. Es ist noch nie eine Wirkung nachgewiesen worden. Die Wirkung ist nicht nur umstritten, sie existiert nicht.

      • Adrian E. sagt:

        Nein, unter Wissenschaftlern ist eigentlich relativ unumstritten, dass Globuli und ähnlicher Hokuspokus keine Wirkung hat, welche über die eines Placebos hinausgeht. Deshalb gibt es auch keinen Weg, der zu erklären wäre.

        Vielen Ärzten und Apothekern ist das Geld, das sie mit solchen Globuli verdienen, aber wichtiger als die intellektuelle Redlichkeit; deshalb tun sie so, als ob die Situation weniger eindeutig wäre.

      • Beno sagt:

        Nein Randi, ich bin zwar eigentlich nicht so auf dem Homöopathie – Weg , aber unterschätzen sollte man dies nicht !

        Eine H…. Behandlung ZIELT mehr auf die Konstitution und Charakter eines Menschen, welche in vielen Fällen eben auch der Verursacher sind der Krankheit. Das man dies nicht messen kann…ist logisch. Aber der Befürworter davon, formt ein Team mit seinem Arzt…der braucht es nicht zu messen…der spürt die Veränderung ( hoffentlich..)

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        „Wer heilt, hat recht“, ganz einfach und ganz einleuchtend. Der Rest interessiert mich eigentlich weniger.

        Warum die Homöopathie helfen kann, weiss man nicht genau. Aber nur, weil man es noch nicht erklären kann, muss es nicht falsch sein. Einem Tonband sieht man auch nicht an, ob es bespielt wurde oder nicht, es ist auch nicht schwerer als ein unbespieltes und trotzdem besteht ein Riesenunterschied. Auf dem einen höre ich höchstens ein Rauschen, auf dem andern Beethovens Violinkonzert. Vor 150 J. wäre ich als Hexe verbrannt worden, wenn ich so etwas vorgeführt hätte.

      • melinda graf sagt:

        @langstrumpf: sie irren sich, nicht der fehlende Wirkmechanismus ist das Problem der Homöopathie (es gibt auch schulmedizin von der die Wirkungsweise nicht genau verstanden wird), sondern das Fehlen jeglicher Wirkung! In unzähligen Studien wurde versucht eine Wirkung zu finden, geschafft hat es niemand. Hokuspokus halt…

      • Reto Gächter sagt:

        @J_Randi und Adrain E.
        Es gibt schlichtweg nichts zu diskutieren über Homöopathie mit jemanden, der dem Menschen keine Seele und keinen Geist zugesteht.
        Ein kleiner Selbstversuch: Wer empfindet den Herzschmerz? Das Herz etwa? Wer verdaut die geistige Ohrfeige?

    • Beno sagt:

      Schauen sie sich mal eine Rechnung des Spitals an…oder die minutenweise (!) Verrechnung des Arztes, dies ist nicht skandalös ???
      Es ist gerade eine grosse Kampagne in Europa beschäftigt , trotz der drohenden Pharmariesen,… auf die enormen Nebenwirkungen der Medizin und ihre Kosten aufmerksam zu machen.
      Diese Pharmariesen, mit ihren Monopols auf Medizin, welche z. T. 10x billiger verkauft werden könnten…nicht skandalös ???

      • Marcel Mertz sagt:

        Zweimal falsch ergibt nicht einmal richtig. Dass Homöopathie und andere Therapieformen von der Krankenkasse bezahlt werden, obwohl kein objektivierter Wirkungsnachweis vorliegt (auf den Krankenkassen sonst bei konventioneller Medizin bestehen und oft nicht bereit sind, erst experimentelle u.Ä. Therapien zu bezahlen), ist skandalös völlig ungeachtet dessen, was im Gesundheitssystem sonst noch falsch läuft. (Aber dass die Krankenkassen dafür bezahlen (müssen), war bekanntlich eine politisch-demokratische Entscheidung, keine Entscheidung des Gesundheitssystems intern).

      • Beno sagt:

        @Marcel Mertz

        Sie dürfen Äpfel nicht mit Birnen vergleichen; bei diesen anderen Therapieformen geht es praktisch immer um seelische Schäden…messen ??? >>>> mit der Schieblehre etwa ?… ist die Genesung in der Psychiatrie messbar ???
        Über die Kosten der Komplementärmedizin regt man sich auf, während die Kosten für unnötige Eingriffe und Leerlauf- Medizin um ein hundertfaches liegen.

      • Marcel Mertz sagt:

        „bei diesen anderen Therapieformen geht es praktisch immer um seelische Schäden“ – Inwiefern geht es bei der Homöopathie um seelische Schäden? Oder der Magnettherapie? Oder der Chiropraktik? Usw. Es gibt zuviele Richtungen, mit Heilungansprüchen in Bezug auf physische Schäden in der „Alternativmedizin“, um das so generalisiert zu behaupten.

        „ist die Genesung in der Psychiatrie messbar?“ – Ja, bis zu einem gewissen Grad, bei bestimmten Krankheitsbildern ist sie objektivierbar; dort, wo es deutlich über eine Befindlichkeitsstörung hinausgeht (z.B. selbstverletzendes Verhalten, Paranoia usw.).

      • Beno sagt:

        @Marcel Mertz
        Sie haben einfach NICHT genug Einsicht in die Sache, rufen aber irgend was .. : Es kann bei der Homöopathie sehr Wohl um seelische Schäden gehen. Wenn nötig wird dies kombiniert eingesetzt mit einer anderen Therapieform. Ich zitiere sie : „Dass Homöopathie und andere Therapieformen von der Krankenkasse bezahlt werden, obwohl kein objektivierter Wirkungsnachweis vorliegt “
        Der Wirkungsnachweis bei alternativen Psychotherapien ist schon lange erbracht …und wird nicht in Metern gemessen..mein Lieber…in der Psychiatrie schon eher…nämlich Plattspritzen und teure Gespräche..

      • Marcel Mertz sagt:

        „Sie haben einfach NICHT genug Einsicht in die Sache“ – Ich denke schon, das ich das habe. Ich habe nicht wenige Artikel von gerade Homöopathen gelesen, auch von anderen „Alternativmedizinern“, wo sie ihre jeweilige Therapieform erklären und ihre Heilungsansprüche formulieren. Meine Frage wäre daher, ob Sie den „mainstream“ der Homöopathie mit Ihrer Ansicht repräsentieren oder am Ende nur Ihre eigene Vorstellung der Homöopathie.

        Meinen eigentlichen Kritikpunkt, dass man nicht verallgemeinernd sagen kann, „Alternativmedizin“ würde sich auf seelische Schäden fokussieren, haben Sie ignoriert.

      • Marcel Mertz sagt:

        Nur so als Beispiel, aus dem FAQ des Homöopathieverbandes Schweiz: „Mit Homöopathie kann man akute und chronische Krankheiten, Unfälle, Verletzungen und psychische Beschwerden behandeln.“ (http://hvs.ch/index.php/joomla-lizenz/haeufige-fragen-faq). Keine Rede davon, dass es nur oder vornehmlich um seelische (psychische) Schäden ginge. Und das Konzept des Vitalismus, welcher explizit (v.a. bei Hahnemann) oder zumindest noch implizit in der Homöopathie vertreten ist, kann man nicht auf „Behebung seelischer Schäden“ reduzieren.

      • Beno sagt:

        @Marcel Mertz
        Einfach eine Webseite durchlesen …und sie checkens ..toll ?!
        Ich verweise dazu nach der seelischen Behandlungen von Psychotherapeuten mit homöopathischen Mitteln, was sie …also nicht glauben….( diese Resultate liegen beim Psychotherapeut und nicht beim Homöopathen …und sind möglich angewandt nur als Unterstützung bei Gesprächen oder Lichttherapien , Kunsttherapien usw. . )
        Ich würde mich an ihrer Stelle , wie viele andere, etwas bescheidener aufstellen und erst einmal MEHR darüber erfahren, bevor sie gleich verurteilen und skandalös rufen !

      • Katharina sagt:

        „Sie haben einfach NICHT genug Einsicht in die Sache“ – auch hier. es ist ein religiöses Argument, im Sinne, dass eine Gnosis Voraussetzung sein soll, das ganze zu ‚verstehen‘.

      • Marcel Mertz sagt:

        Das FAQ war ein einfaches Beispiel, das jedem zugänglich sein sollte; ich habe u.a. folgende Artikel aus der AHZ gelesen (nur eine Auswahl!):

        Brunner H: Die geistigen Hintergründe der Homöopathie. AHZ 2005; 250: 61-65
        Gebhardt K-H: Die philosophischen Hintergründe der Homoöpathie. AHZ 2005; 250: 66-70
        Norkowski J. Warum sollen die Homoöpathen nicht auf dem Scheiterhaufen verbrannt werden? AHZ 2006; 251: 56-60
        Schramm HJ: Gedanken eines Adepten zum 250. Geburtsjahr von Samuel Hahnemann. AHZ 2006; 251: 61-64
        Wichmann J: Homöopathie – Wissenschaft und Magie. AHZ 2003; 248: 95-100

      • Marcel Mertz sagt:

        Von denen ist der Schramm-Artikel der einzige, der gegen Ende in Ihre Richtung geht (jedoch ausgehend von einem ziemlich merkwürdigen Verständnis des Placebo-Effektes). – Wenn Sie Fachartikel o.Ä.. haben, die a) Ihre Interpretation von Homöopathie und b) Ihre Behauptung, dass all die vielen hundert Richtungen, die man unter „Alternativmedizin“ zusammenfasst, dahingehend zu verstehen sind, dass sie vorrangig (ausschliesslich?) auf seelische Schäden fokussieren, dann können Sie sie mir gerne nennen, wenn sie online verfügbar sind, schaue ich sie mir gerne an.

      • Marcel Mertz sagt:

        „Ich verweise dazu nach der seelischen Behandlungen von Psychotherapeuten mit homöopathischen Mitteln, was sie …also nicht glauben“ – Was soll ich nicht glauben? Dass es das gibt? Das glaube ich. Ob es was bringt? Das ist eine andere Frage.
        Auf PubMed/MedLine habe ich auf die Schnelle kaum Artikel zur Kombination von Psychotherapie und Homöopathie gefunden, v.a. keine empirischen Studien (interessant dürfte sein: Hughes BM: How should clinical psychologists approach complementary and alternative medicine? Empirical, epistemological, and ethical considerations.Clin Psychol Rev. 2008(4):657-75)

      • Beno sagt:

        @Marcel Mertz
        Ich finde , sie sind schon zutraulicher geworden in Sachen Homöopathie…erst fanden sie alles nur skandalös …

        „die man unter “Alternativmedizin” zusammenfasst, dahingehend zu verstehen sind, dass sie vorrangig auf seelische Schäden fokussieren“ ..ist natürlich nicht NUR der Fall, aber ist auch nicht die Kernfrage gewesen. Meine Aussage richtet sich auf , „wie wollen sie in der seelischen Betreuung den Wirkungsnachweis messen“ und somit wären wir wieder beim Beginne und können jeder seine eigene Medizin nehmen. Ich „glaube“ an eine Bärlauchkur im Frühling, Waldreligion ?

      • Marcel Mertz sagt:

        „sie sind schon zutraulicher geworden in Sachen Homöopathie…erst fanden sie alles nur skandalös …“ – Nö, die Übernahme der Kosten durch die Krankenkasse finde ich nach wie vor skandalös, daran hat sich nichts geändert. (Wer das privat bezahlt, kann dieses Angebot gerne nutzen, dagegen wende ich mich hier gar nicht).

        Verstehe ich Sie richtig: Homöopathie in Verbindung mit Psychotherapie sei kassenmässig gerechtfertigt, weil man bei Psychotherapie generell keine Wirkung evaluieren könne? Heisst das dann, dass Homöopathie dort, wo man das kann, nicht kassenmässig gerechtfertigt iwäre?

      • Beno sagt:

        @Marcel
        Homöopathie in Verbindung mit Psychotherapie sei kassenmässig gerechtfertigt, weil man bei Psychotherapie generell keine Wirkung evaluieren könne? Nö..sage ich nicht,….darum nicht
        Alternative Medizien gehört „nach Wirkung im Umgang“ beurteilt und wenn grün Licht…von der Kasse bezahlt !
        In Europa schon längst der Fall !!!
        Ich jedoch, habe auf der anderen Seite keine Lust unnötig teure Medikamente und ihre Folgeschäden mitzufinanzieren…tun sie die lekker selber…

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Da gibt es im Gesundheitswesen ganz andere Skandale, die uns Milliarden kosten, z.B. die kalten Betten in den Spitälern, weil an jedem Miststock ein solches stehen muss und jeder Regierungsrat abgewählt wird, falls er auch nur andeutungsweise Kritik daran übt. Das sind Mia-Gräber, ein echter Skandal! Das Gesundheitswesen gehört zum Bund, ohne Wenn und Aber!!

      Bei diesen Zuständen sind mir die paar Kröten für Kügeli herzlich egal! Ach ja, die Wasserköpfe bei den Versicherungen könnte man auch noch gleich kappen, wieder ein paar hundert Mio. gespart.

      • Carolina sagt:

        Pippi, stimme Dir heute absolut zu. Schreib für mich mit, hab‘ keine Zeit.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Zu Bfehl, Signora! 😉

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Wenn ich sage ‚wer heilt, hat recht‘ meine ich damit nicht nur ein sich subjektives Besserfühlen, sondern eine echte Heilung, bei der keine Krankheitssymptome mehr auftreten und auch evt. Labors negativ sind. Eben eine Heilung, nicht mehr und nicht weniger.

        Vielleicht hätte ich meine Nervenentzündung auch mit Globuli bekämpfen sollen, dann hätte ich jetzt zumindest keine Gastritis, als Nebenwirkung von Ibuprufen. Diese Gastritis macht mir mindestens so zu schaffen wie die Ausgangskrankheit!

      • Pixel sagt:

        Pippi: perfekt! Für mich hast Du übrigens auch mitgeschrieben. 🙂

      • Carolina sagt:

        Spät, aber doch. Bitte, Pippi! Danke, Pippi!

    • Marcel Mertz sagt:

      #1: „Wer heilt, hat recht“ ist keineswegs einfach und einleuchtend. Die Behauptung, die gemacht wird, ist letztlich die: Wer einen individuellen Heilungserfolg bewirkt, der zeigt, dass seine Behandlungsmethode oder sein Heilsystem korrekt ist. In dieser Interpretation wird „heilen“ vorwiegend subjektiv definiert („Ich fühle mich wieder wohl; die von mir wahrgenommenen Symptome sind weg“). Diese epistemologische Verbindung eines subjektiven Elementes (subj. Def. von Gesundheit) mit einem objektiven Element (Korrektheit/Wahrheit einer Behandlungsmethode/eines Heilsystems) ist problematisch:

      • Marcel Mertz sagt:

        #2: Es ist zu klären, ob sich das „Recht haben“ nur auf diese eine individuelle Behandlung bezieht auf oder das ganze
        Heilsystem inkl. etwaiger philosophischer Konzepte (wie z.B. Vitalismus). Der Schluss von einem individuellen Behandlungserfolg, der zudem nur subjektiv bestimmt wird, auf die Korrektheit der Behandlungsmethode allgemein
        oder sogar auf die Wahrheit des Heilsystems scheint induktiv problematisch zu sein (induktive Generalisierung von einem oder wenigen Fällen auf die Gesamtheit aller möglichen, auch zukünftigen Fälle).

      • Marcel Mertz sagt:

        #3: Sowohl in der „Schulmedizin“ als auch in den meisten CAM-Ansätzen muss konsistenterweise zugegeben werden,
        dass der individuelle Behandlungserfolg nur mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit versprochen werden kann; daher dürfte es schwierig sein, einen individuellen Heilungserfolg mit Sicherheit kausal auf diese eine Behandlung zurückführen zu können (siehe auch post hoc ergo propter hoc-Fehlschluss). Dies betrifft das objektive Element des Prinzips „Wer heilt, hat recht“.

      • Marcel Mertz sagt:

        #4: Ein weiteres Problem betrifft das subjektive Element des Satzes. Es wurde schon früher erwähnt, dass sich ein Patient wohler oder gesünder fühlt, aber objektiv noch immer krank ist (z.B. der Krebs noch immer Metastasen ausbildet). Reicht dann die subjektive Definition von Gesundheit aus, um das „Recht haben“ sichern zu können? Kritiker eines CAM-Ansatzes könnten einwenden, dass bereits zu hinterfragen ist, ob der CAM-Ansatz irgendetwas geheilt hat, bloß weil sich der Patient subjektiv besser fühlt – woraus dann folgt, dass der CAM-Ansatz auch nicht „Recht haben“ kann.

      • Marcel Mertz sagt:

        #5: Unabhängig der Probleme oben kann schließlich gefragt werden, ob der Satz „Wer heilt hat Recht“ nicht auch
        kritikimmunisierende Wirkung hat oder für diese Zwecke eingesetzt wird: Man darf gar nicht erst hinterfragen, ob
        und wenn ja: warum etwas wirkt, also einen Heilungserfolg hinreichend verbürgen kann.

      • Monsieur de Hummel sagt:

        Wenn etwas bewiesenermassen wirksam, wirtschaftlich und zweckmässig ist, dann gehört es auf die Liste. Wenn bei Globuli ein Wirksamkeitsnachweis gelingt, habe ich natürlich gar keine Probleme damit, dass es eine Kassenleistung ist.

        Aber wenn die Wirksamkeit nur aufgrund einzelner Erfolge beruht, dann reicht das nicht. Vielleicht bringt Homöopathie ja wirklich etwas, wer weiss. Aber wenn es nicht beweisbar ist (selbst wenn es keinen geeigneten Test gibt), dann gibt es eigentlich auch keinen Grund, es zur Kassenleistung zu machen. Das widerspricht dem „Aufnahmeritual“ absolut.

    • Wilde Biene sagt:

      Lieber Herr Monsignore von Bumble Bee
      Nehmen Sie mal während einer Woche täglich 7 x 3 Globuli des Mittels Urtica Urens C30 (Brennnessel). Danach wünsche ich Ihnen viel Vergnügen mit einem wunderschönen Nesselausschlag, denn Sie sind dann erfolgreicher Mittelprüfer!
      Genau so werden nämlich sämtliche Mittel in der Homöopathie geprüft. Hut ab vor allen Arzneimittelprüfern! Sie schreiben akribisch die Symptome auf, und genau die lindern diese Mittel später in einer Verschreibung.
      Und apropos Kasse: Die finanzieren fröhlich unsere Pharma-Industrie – DAS ist skandalös!

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Und die geben ihr Geld derweil fröhlich für Anderweitiges als Forschung aus! Die Kosten für Werbung und Marketing übersteigen mittlerweile die Kosten für die Forschung deutlich, das ist der Skandal!

        Aber wenn ich sehe, mit wie hohen Mitteln die Mediziner bestochen werden, erstaunt mich das nicht! Da wird dem Herrn Prof. eine Postdoktorandenstelle finanziert, damit dieser Postdoktorand in Zusammenarbeit mit dem Prof. durch ‚Studien‘ genau das herausfindet, das der Pharmafirma dienlich ist. Das ist das normale Vorgehen. Falls eine Studie doch mal nicht das gewünschte Ergebnis liefert, wird sie

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        ..einfach verschwiegen und eine neue angefertigt, solange bis das Ergebnis stimmt. Das wird vorwiegend für die modernen Zivilisationskrankheiten gemacht, z.B. Bluthochdruck, auch wenn es da schon 200 Mittel gibt, weil ein solches Mittel am meisten ‚einschenkt‘.

        Schwere und seltene Krankheiten werden dagegen kaum erforscht, weil nicht rentabel. Es geht NUR UMS GELD! Bitter aber wahr!

      • tststs sagt:

        Und zur Not wird die Grenze, ab wann man von BlutHOCHdruck spricht, ein bisschen verschoben…
        😉

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Das ist auch der Grund, warum diese Studien bei strenger Überprüfung meistens nicht genügen, die brauchbaren liegen im ganz tiefen Prozentbereich, wie das Cochrane-Institut immer wieder feststellt.

        Das es so ’schitter‘ bestellt ist um die Forschung, wusste ich allerdings nicht, ich las das alles eben im Buch von Dr. Gunter Frank, ‚Schlechte Medizin‘. Sehr empfehlenswert!

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Genau tsts, so läuft das! Aber schliesslich sind das ja Experten, welche diese Guidelines erstellen, nicht wahr……..

      • Sportpapi sagt:

        Der Grund, dass viele Studien strengsten Kriterien nicht genügen, liegt vor allem am Umfang (Stichprobengrösse). Und dies wiederum liegt vor allem an den Finanzen. Dass Studien nicht publiziert werden (=“todgeschwiegen“) sollte eigentlich nicht mehr vorkommen, bzw. hier könnte man wirklich eingreifen. Immerhin waren die Studien alle mal von einer Ethik-Kommission bewilligt worden.

      • Sportpapi sagt:

        Und, wenn Grenzen verschoben werden, dann gibt es dafür eine Erklärung, und Transparenz. Zum Beispiel hier: http://www.hepa.ch/internet/hepa/de/home/dienstleistungen/tagungen_n/anmeldung_neu.html

      • Marcel Mertz sagt:

        @Sportpapi: Leider muss ich hier zugeben – als jemand, der sich der „Branche“ bewegt -, dass Ethik-Kommissionen (für Forschungsethik) auch nicht immer die besten Standards befolgen, und diese v.a. gegenwärtig kaum landesweit, geschweige denn international einheitlich sind (auf Länderebene gibt es aber Bestrebungen). Der Schluss von „Die Ethik-Kommission hat es akzeptiert“ zu „Es ist ethisch unbedenklich und die wissenschaftliche Qualität gesichert“ ist leider nicht zwingend (wenn auch wünschenswert). Aber auch hier bewegt sich etwas.

      • Sportpapi sagt:

        @MM: Mein einziger Schluss ist, dass eine Studie, die von einer Ethikkommission bewilligt wurde, dann meistens auch in einer Forschungsdatenbank eingegeben, dass eine solche nicht einfach unter den Deckel gekehrt werden kann. Ansonsten ist das klar, weiss ich auch aus eigener Erfahrung.

      • Carolina sagt:

        Hierhin muss es: Sportpapi, ich bin versucht zu sagen, dass dieser ‘Kongress’ ein typisches Beispiel dafür ist, wie über etwas, das eigentlich auf der Hand liegt, stunden-/tageweise diskutiert, gestritten und herumgelabert wird, während – Achtung, gesunder Menschenverstand einer Steuerzahlerin – die Antwort auf die Hauptfrage doch ganz einfach ist: ’sooft wie nur möglich….’.

      • Sportpapi sagt:

        @Carolina: Sie würden sich wundern – nein, ich bin sicher, Sie wissen es – wie gerne sich Leute an solche Empfehlungen klammern. Vor allem, wenn dann noch etwas ärztlich verordnet ist. Aber grundsätzlich haben Sie natürlich recht. Wobei halt für viele nicht so viel wie möglich, sondern so viel wie nötig zählt. Immerhin.

  • Alexander Maier sagt:

    Für die die das wollen ist’s ja gut, aber bitte nicht die allgemeine Krankenkasse damit belasten. Meines Wissens nach gab es noch nie eine Studie, die doppelblind bewiesen hat, dass Homöopathie besser als Placebo wirkt. Und bitte missioniert mich nicht.

  • moira mara sagt:

    Nicht fundierte Methode der Homöopathie.
    Mein Kater hatte einen Dauerdurchfall. Alles, was ihm der Tierarzt verschrieb, Darmspigelung, Röntgen, Ultraschall, Diätkost – nicht konnte helfen. Nach Monaten vergeblicher Behandlung wollte ihn der Tiefarzt einschläfern.
    Ich konsultierte eine Homöopathin. Sie untersuchte sein Haar und gab mir drei homöopathische Mittel, die ich ihmim Wechsel von je einem davon zu geben hatte. Nach zwei Tagen stoppte der Durchfall. Nach drei Monaten war der Kater gesund und erfreut sich heute, acht Jahre später bester Gesundheit. Ist es das Tier welches dran glaubt?

  • Beat Graf sagt:

    Homöopathie ist der grösste esoterische Schwachsinn den es gibt. Nur die Schulmedizin ist wissenschaftlich erwiesen.

  • Auguste sagt:

    hmm…, wer kindern globuli verabreicht hilft sich ausschliesslich selbst. wer kinder hat, weiss, dass je grösser das pflaster, desto schneller vergeht der schmerz. kleine massnahmen bedeuten in kinderaugen: meine eltern sind nicht ganz dicht! ich bin schwer verletzt durch einen insektenstich – und die geben mir ein kügeli? ich brauche fenistil-spray, -salbe, einen dicken ice-pack verband und ein magnum-glacée, dann bestehen minimale chancen, dass ich das überlebe. und die kommen mir mit kleinen kügeli. ist denn die ganze welt verrückt geworden?!?

    youtube: the judds – mama he’s crazy

    • Sportpapi sagt:

      Das ist es. Wobei meine Jungs gerne auch die Kügeli nehmen, die doch so fein schmecken…

      • Adrian E. sagt:

        Dann bitte ich Sie aber, den Jungs normale Zuckerbonbons zu geben, die genauso schmecken und nicht viel teurere Globuli, die genau das gleiche enthalten, aber zu unnötigen Konsultationen und höheren Gesundheitskosten führen.

      • Carolina sagt:

        Aber das ist doch einer der Punkte, Adrian E: wenn ich entscheide, dass das Boboli meiner Kinder oder mein eigenes eher eine Befindlichkeitsstörung als eine Krankheit ist, gehe ich eben nicht zum Arzt. Ich verursache dem Gesundheitssystem keine Kosten, richte aber auch, da ich eine einigermassen intelligente Person bin, keinen Schaden durch Nebenwirkungen an. Die ‚Reisekrankheit‘ meiner Tochter, der Heuschnupfen, die unzähligen kleinen Wehwehchen: sie sind nicht GEHEILT worden, sondern weggegangen – dass dabei die Globuli vielleicht nur eine Art psychische Unterstützung leisten, ist mir

      • Carolina sagt:

        / völlig klar, aber da sie bei uns immer eine Wirkung hatten, stimmt das so. Aber wenn ich mir das Bein breche oder Krebs habe, konsultiere ich in erster Linie die Schulmedizin. Und: die Homöopathin, die meine Tochter einmal im Jahr wg des Heuschnupfens konsultiert, dürfte um ein vielfaches günstiger sein als der Allergokologe, bei dem wir anfingen, und der ihr eine Tragetasche voller Medis mitgab – damals war sie 12! Und Sie können mir ja dann auch noch sagen, Auguste, welches Riesenpflaster ich ihr hätte wohin kleben sollen? Sie lebt seitdem praktisch beschwerdefrei, nur das zählt.

      • Reto Gächter sagt:

        @Adrian E.

        höhere Gesundheitskosten durch Globuli?
        Kennen Sie die Preise eines Homöopathischen Mittel im Vergleich zu Kopfwehtabletten?

      • Sportpapi sagt:

        @Adrian: Sage ich meiner Frau auch immer. Denn, @Carolina: Zu befürchten ist einzig, dass die Kinder dann bei jeder Beschwerde gleich etwas einnehmen müssen, weil sie sich das frühzeitig so angewöhnt haben. Übermässig riesig schätze ich aber die Gefahr nicht ein.

    • Dani Kobler sagt:

      Für Bobos dieser Art ist unser Heilmittel Finger draufdrücken und gemeinsam bis 10 zählen. Das wirkt und als Nebenwirkung lernt das Kind die Zahlen.
      Mit zunehmenden Alter werde ich das ausbauen, bis 50 zählen, dann das ABC vor und rückwärts, dann die chemischen Element alphabetisch oder nach Ordungszahl, Primzahlen, alle Bundesräte, alle abgewählten Bundesräte, alle YB Titel seit 1987, alle FC Sion Trainer, etc.
      Spätestens mit 12 Jahren sollen die Kinder dann eine breite Allgemeinbildung haben so das sie ohne Traders bei Traders durchkommen.

    • Pixel sagt:

      Ja Auguste, verrückt! Und Sie selbst reihen sich da mit so einem Kommentar nahtlos ein.

  • Franz Weber sagt:

    Bekanntlich versetzt der Glaube ja Berge. Daher denken gewisse Schimpansen, dass diese „Kügeli“ irgendeine Wirkung haben sollten. Ich finde es jedoch eine Frechheit, dass diese Kosten mit der Grundversicherung gedeckt sind. Wenn diese Placebos wenigstens einen Wirkstoff hätten, aber nein, schade haben wir soviele „unterbeliechtete“ auf diesem Planeten!

  • tststs sagt:

    Frage: Weshalb fahren Familien auf Homöopathie ab?
    Antwort: Weil Kinder idR den Horizont erweitern…
    🙂

    • Sportpapi sagt:

      Inwiefern? Wenn man sich selber nicht mit Kügeli behandeln würde, weshalb sollte man das denn den Kindern antun? Ausser zur Beruhigung?

      • tststs sagt:

        Naja, vllt probiert man mal öfters was aus, und geht nicht mit der vorgefassten Meinung an die Sache… (was ich manchmal von Pränatal-Eltern manchmal höre, was sie alles tun und lassen wollen, dann denke ich einfach, warts mal ab…

      • Carolina sagt:

        Genau, ts, und Sportpapi: warum eigentlich von vorneherein ausschliessen? Ich foltere meine Kinder ja nicht bei esoterischen Zwangsversuchen, sondern ich gebe ihnen Globuli, wenn ich es verantworten kann – und es scheint zu helfen. Aber wenn es blutet, gebrochen oder kaputt ist, gehe ich zur Schulmedizin. Warum eines ausschliessen? Sie müssen ja keiner Sekte beitreten.

    • Pixel sagt:

      Der Grund ist vermutlich der, dass man kleinen Babies praktisch gar nichts „schulmedizinisches“, also Chemie, geben darf! Somit fängt man halt mit Homöopathie an, wenn das Kleine was hat. Und anscheinend gibt es (eben doch) Menschen, die durchaus gute Erfahrungen damit gemacht haben. Andernfalls würde das nicht fortgeführt werden. Ach ja, stimmt, ich entsinne mich: die haben sich das alle eingebildet! Und das Baby ebenso. Genau, sehr logisch!

      • Widerspenstige sagt:

        Pixel, ja so muss es wohl sein: mein Baby hat sich das nur eingebildet und das Fieber ist einfach so – simsalabim – wegen dem Placeboeffekt und nicht den Globuli vorüber gegangen..
        Zuerst gab ich Aconitum im ansteigenden Stadium bei Schüttelfrost, dann Belladonna wenn es stark zu schwitzen anfing und die Temperatur bei ca. 39,5°C sich einpendelte – alles in Begleitung mit Essigsocken. Ja, ziemlich aufwändig, aber nur so kann die Immunität und Selbstheilungsprozess gewährleistet werden. Wenn es mehr als einige Stunden bei 39,8°C blieb über Nacht, gab ich Aspegic für Kleinkinder vom Arzt!

      • pixel sagt:

        WS: Ich hatte mal hier im Forum einen Ansatz so einer Diskussion, obschon das Thema ein anderes war. Eine Antwort zum Placebo-Effekt bei Babies war dann, dass ich wohl als Mutter, durch meinen positiven Glauben an die Sache quasi thelepathisch mein Kind beeinflusst habe, sodass der Placebo-Effekt von mir aufs Baby überging. Herrlich, oder? Da darf es dann überirdisch sein und wissenschaftlich nicht belegt sein….

      • pixel sagt:

        …interessant auch, wie weitreichend dann plötzlich die Fantasie ist, wenn es darum geht, Argumente zu bemühen.

      • Katharina sagt:

        Belladonna? eine Frucht, die Halluzinationen hervorruft?

      • Marcel Mertz sagt:

        @Pixel: Schauen Sie mal ein paar Posts früher, ich habe irgendwo darauf hingewiesen, dass Placebo-Effekt eben nicht bedeutet, dass man „daran glauben muss, dass es wirkt“. Das ist ein merkwürdiges Fehlverständnis von Placebo, das man im Alltag oft antrifft, aber im medizinischen Gebrauch höchstens ein Element dessen ist, was alles Placebo-Effekte sein können. Ein Faktor für solche Effekte ist z.B. Konditionierung, auch das veränderte Verhalten, wenn man sich fürsorglich um einen Kranken kümmert. (Siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Placebo#Placeboeffekt.2C_Placeboantwort_und_Placebowirkung).

  • xyxyxy sagt:

    @Carolina – wie kommen sie darauf, dass ich etwas „verbieten“ will. Ich habe dieses Wort NIE erwähnt (und ich glaube auch sonst niemand).
    Ich habe nur einige Gründe genannt, warum ich kein Chügeli Konsument bin und weshalb für mich gewisse Argumente nicht überzeugend sind. Das ist alles. Ich habe mehrfach betont, dass ich nichts dagegen habe, wenn man einige Dinge beachtet…

    • Carolina sagt:

      xy, ich wollte Ihnen nicht zu nahetreten – sorry, wenn ich Sie falsch interpretiert habe. Aber ich meinte herauszulesen, dass zu Ihrer These, dass H eben doch Schaden anrichten kann, und zwar indem Leute nicht früh genug den ‚richtigen‘ Arzt konsultieren, im Umkehrschluss eigentlich gehört, dass man dann die H ‚verbieten‘ muss bzw im Minimum sie nicht mehr von der KK bezahlt wird. (Ueber das letztere könnten wir übrigens reden, das ändert aber nichts daran, dass ich Pippi vollumfänglich Recht gebe, die unten sagt: ‚Wer heilt, hat Recht‘).

      • xyxyxy sagt:

        @carolina
        da haben sie mich wirklcih falsch verstanden
        mein Punkt ist allein der: wenn etwas nützen kann, kann es auch schaden. Alles was eine Wirkung hat, sollte man mit Bedacht begegnen.
        Kann nur helfen – hat keine Nebenwirkungen / das halte ich für falsch.
        Nur bei etwas das Wirkungslos ist, kann man eine Nebenwirkung ausschliessen.
        Was nützen kann, kann auch schaden. (Was nicht heisst, dass es deswegen schlecht ist, oder nur schadet)
        Dazu habe ich einige Beispiele gebracht.

  • Tim Weser sagt:

    „Die Eltern setzen mit der Homöopathie auf eine natürliche Methode, die im Gegensatz zu Medikamenten keine Nebenwirkungen hat.

    Hinzu kommt, dass man damit nichts falsch machen kann.“

    Genau. Weil Homöopathie nämlich gar keine Wirkung hat. Abgesehen vom Placebo-Effekt und anderen psychologischen Wirkungen.

    • Pascal Sutter sagt:

      „Placebos enthalten keinen Wirkstoff, wieso helfen sie trotzdem? — Weil dabei eigentlich unsere Psyche wirkt. Wir nehmen die Umgebung und die Worte des Arztes wahr, wenn er uns eine Pille verschreibt, und diese Signale können im Gehirn Linderungsprozesse anstoßen.“

      http://www.stern.de/gesundheit/placeboeffekt-die-kraft-des-nichts-1751625.html

    • Beno sagt:

      @Tim Weser

      Wenn ein Kind z. Bsp. leidet an Prüfungsangst , ich gebe ihm ein Mittel aus der Homöopathie ( was wirkt…nota bene – ob nun stofflich od. psychisch..) muss ich ihm dann doch ein Valium geben…ich meine um so richtig Wirkung zu kriegen ?

      • Tim Weser sagt:

        Sie können dem Kind auch einfach normale Zuckerpillen geben. Das wirkt dann genauso und ist günstiger und man unterstützt nicht die Scharlatane…

      • Beno sagt:

        @Tim Weser

        Sie haben einfach keine Ahnung was für Mittel in der H. verarbeitet sind…wenn sie z. Bsp. Apis mit Zucker vergleichen, kann ich ihnen auch nicht helfen.
        Die Meinung ist mit H…. eine Reaktion zu provozieren, welche dem Körper helfen kann…
        ….ohne dass mir gleich die Nieren aussteigen, die Darmwand angefressen wird,… oder ich Blut im Stuhlgang entdecke, erhöhter Puls kriege, Impotent werde…. Sehstörungen entwickle u.s.w.

      • Adrian E. sagt:

        Mich stört vor allem die Haltung der Alternativmedizin-Fans, man müsse Leuten immer irgendwelche Mittelchen verarbreichen (und wenn es keine starken sein sollen, dann eben Globuli ohne Wirkstoff). Sicher kann es auch bei Prüfungsangst unter ganz bestimmten Voraussetzungen sinnvoll sein, Medikamente einzunehmen, aber in den meisten Fällen wäre das eine vollkommen falsche Reaktion, viel besser als die Verabreichung eines Mittelchens wären Dinge wie emotionale Unterstützung, Ratschläge zur Lerntechnik etc..

      • Beno sagt:

        @Adrian

        Gehen sie einmal mit einer Grippe in die Apotheke und schauen sie ein bisschen unschuldig 😕 ..innert kürzester Zeit rechnen sie gegen die 50 Franken ab
        Wieviele Grippenmittel aus der Chemie sind überflüssig…eine Grippe „mit“ ging 14 Tage…eine Grippe „ohne“ 2 Wochen ..Effekt nicht bewiesen, also raus aus dem Paket usw. Halswehmittel total nicht bewiesen, ( das beste ist immer noch der Honig) hoppla, raus aus dem Paket…und könnte die Liste nach belieben noch verlängern ..

      • Lorenz Häfeli sagt:

        Beno, Beno, Sie erstaunen mich! Sie haben doch sonst immer gute Ratschläge parat. Also – Wenn Sie ein guter Vater wären würden Sie die Kinderlieder gegen Prüfungsangst kennen:
        (heicho, heicho) eis a d’Ohre und ohni Znacht is Bett.
        Na, verstanden?

      • Beno sagt:

        @Lorenz

        …von mir aus dürfen sie erst noch auf“s Häfeli….dann haben sie nämlich die gute Höhe für „eis a d>>>Ohre ( sogenannter Schmiedechlapf)…ist dies in deinem Geiste ?

      • Lorenz Häfeli sagt:

        Yep!

    • Reto Gächter sagt:

      Man kann mit Homöopahtie einiges falsch machen! Man kann mit Homöopathie Symptome einer Krankheit unterdrücken, genau wie mit anderen Medizinmethoden.

      Für Kritiker der Homöopathie:
      Beim nächsten Katermorgen 3 Globuli Nux Vomica D12 und erst noch Aspirin sparen. 😉
      Ist aber keine Alkohol-Problemlösung bzw. Dauermittel.

      Es gibt nichts über Homöopathie zu diskutieren, wenn jemand dem Wesen Mensch keine Seele und kein Geist zugesteht.

      Liebe Grüsse aus der Homöopathieausbildung

  • Diana sagt:

    Mir ist es ein Rätsel wie Homopathie funktionieren soll, rational begreife ich das nicht – aber ich habe oft genug erlebt, dass es wirkt und das reicht mir völlig. Ich frag meinen Arzt auch nicht, warum Antibiotika funktioniert, wenn’s heilt, dann ist es gut. Deshalb verstehe ich den hartnäckigen Widerstand der Homöopathie-Gegner echt nicht. Wenn es Menschen gibt, denen dadurch geholfen werden kann, dann spricht doch nichts dagegen. Auch das Placebo-Argument ist Blödsinn, Placebo heisst nur, dass es faktisch zu einer Selbstheilung gekommen ist, wenn das manchmal reicht, braucht es keine Chemie

    • Diana sagt:

      Ich für meinen Teil bin froh, dass ich in gewissen Fällen Kräuter zur Verfügung habe, in anderen Fällen Gobuli, in anderen Fällen Antibiotika oder Kortison oder was auch immer. Als Patientin interessiert mich nur eines, wie kann ich mir helfen lassen und dabei möglichst wenig Nebenwirkungen haben. Und ich stelle auch nicht den Anspruch, dass ich alles verstehen muss. Mag die Wirkweise von Homöopathie auch noch so irrational klingen, wenn es funktioniert, spricht nichts dagegen.

      • Carolina sagt:

        Danke Diana. Das unterschreibe ich. Ich lese auch in der Schulmedizin nicht jedes Mal sämtliche verfügbaren Studien oder informiere mich darüber, wie etwas funktioniert. Und ich weigere mich, die Wirkung der H und anderer komplementärmediz. Methoden einfach zu verdammen, weil die ‚Wirkung nicht nachgewiesen bzw nicht vorhanden sei‘. Ist für mich unerheblich, aus welchen Gründen genau es uns besser geht (und den Plazeboeffekt einfach lächerlich zu machen, halte ich auch für dumm).

      • Sportpapi sagt:

        Aber der Arzt, der die Medizin verschreibt, sollte eigentlich von Zeit zu Zeit die verfügbaren Studien gelesen haben. EBM. Schlimm genug, wenn es nicht so ist.

      • Diana sagt:

        @Carolina: Genau das ist der Punkt. Es käme mir auch nicht in den Sinn, mit einem gebrochenen Bein zum Homöopathen zu gehen, keine Medizin ist in allen Fällen angebracht. Aber solange so viele Menschen von Komplementärmedizin profitieren können, hat man diese auch nicht zu verteufeln. Ein Problem sind nur diejenigen Fanatiker, die nur eine medizinische Richtung als alleinseeligmachend propagandieren, egal auf welcher Seite dieses Glaubenskampfes sie sich befinden. Wer heilt, hat Recht – zumindest in dem konkreten Fall, in dem er Heilung bewirkt hat.

      • Sportpapi sagt:

        @Diana: Nur ist eben Ursache und Wirkung nicht immer so einfach erkennbar. Sollte man wissen, wenn man doch auch auf die Selbstheilungskräfte des Körpers vertraut. Es gibt ganz einfach auch einen „natürlichen“ Verlauf. Das gilt übrigens auch für viele schulmedizinische Behandlungen, die eigentlich nutzlos sind, und trotzdem weiterhin vorgenommen werden.

      • Diana sagt:

        @Sportpapi: Klar sollte der Arzt die neusten Studien kennen, aber wenn er aus Erfahrung weiss, dass etwas helfen kann, obwohl es bisher nicht durch Studien belegt wurde, dann tut er gut daran, es in angebrachten Fällen trotzdem zu probieren. Ich habe echt Mühe mit Ärzten oder Homöopathen, die nur „ihre Medizin“ als heilsbringend betrachten und alles verteufeln was nicht aus ihrem Bereich kommt. Leider findet man solche „Fanatiker“ auf beiden Seiten – Beide machen es sich zu einfach.

      • Sportpapi sagt:

        Nach dem Motto: Unbehandelt dauert eine Grippe eine Woche. Mit Medikamenten nur 7 Tage!

      • Sportpapi sagt:

        @Diana: ICH für meinen Teil habe sehr Mühe mit Ärzten, die wider wissenschaftlicher Erfahrung „nur“ auf ihre eigenen Erkenntnisse vertrauen. Wissen Sie denn, was sie anrichten? Ob es wirkt können sie ja nur kontrollieren an Hand des Faktes, dass die Leute nicht noch einmal kommen.

      • Diana sagt:

        @Sportpapi: Richtig, Ursache und Wirkung sind oft nicht klar auszumachen, deshalb sollte man auch nie blind vertrauen. Aber wenn man Erfahrungswerte hat und erlebt hat, dass XY in bestimmten Fällen helfen kann, dann halte ich es für reif, wenn man das dann auch versucht. Wir sollten nicht vergessen, dass Placebo ja nichts Anderes bedeutet als dass der Körper aufgrund eines Impulses eine Selbstheilung auslöst. Nichts Anderes nimmt Homöopathie für sich in Anspruch, es ist nicht die Materie die heilt, es wird nur ein Impuls ausgelöst der eine Art Selbstheilung starten kann.

      • Diana sagt:

        @Sportpapi: Sie sollten die Erfahrung des Menschen nicht so gering schätzen. Studien erfolgen in der Regel erst dann, wenn jemand bestimmte Erfahrungen gemacht hat, die dann verifiziert werden. Natürlich soll sich kein Arzt NUR auf Erfahrungen stützen und er sollte auf dem Laufenden sein was den Stand der Forschung betrifft. Aber wenn beispielsweise wie vor hundert Jahren die „Wissenschaft“ behauptet, ein gesunder Körper sei keimfrei und ein Arzt macht die Erfahrung, dass dem nicht so ist, wäre er ein Narr, wenn er seine Erfahrung ignorieren würde zugunsten eines wissenschaftlichen Fehlwissens

      • Sportpapi sagt:

        Und ein Held, wenn er es als erster nachvollziehbar publizieren würde…

      • Marcel Mertz sagt:

        @Diana: „Wer heilt, hat recht“ ist ein Prinzip mit einigen Ungereimtheiten, auf die ich aus Platzgründen nicht umfassend eingehen kann. Entscheidend ist aber, dass doch gerade umstritten ist, DASS Homöopathie heilen kann. Sich subjektiv (wieder) wohler fühlen ist nicht eine objektive Heilung; und wir können uns zudem subjektiv durchaus über unseren Gesundheitszsutand irren. Bei manchen Krankheiten ist es normal, dass man sich mal besser, mal schlechter fühlt. In der „guten“ Phase anzunehmen, man sei geheilt (weil man am Tag zuvor Globuli genommen hat), wäre dann eben ein Irrtum.

      • Marcel Mertz sagt:

        „Aber wenn man Erfahrungswerte hat und erlebt hat, dass XY in bestimmten Fällen helfen kann […]“ – Das Problem ist, dass subjektive Erfahrung ausgesprochen fehleranfällig ist, wenn es um die Bestimmung von Ursache und Wirkung, überhaupt um kausale Zusammenhänge geht, die die direkte Sinneswahrnehmung transzendieren. Man testet normalerweise nicht, ob sich die Lage auch verbessert, wenn man XY in diesen Fällen nicht einnimmt, oder statt XY Z einnimmt. Damit will ich Erfahrung nicht als wertlos bezeichnen, aber man muss sich solchen Fallstricken bewusst sein, wenn man ein „reifes Urteil“ fällt

      • Diana sagt:

        @Mertz: Da sagen Sie etwas Wahres, man muss sich solcher möglicher Fehlschlüsse im Klaren sein, das erwarte ich von jedem guten Mediziner, egal aus welcher Ecke er kommt. Trotzdem bleibt die Tatsache, dass viele Menschen schon mit Homöopathie positive Erfahrungen gemacht haben. Ich denke da beispielsweise an ein Mädchen aus dem Bekanntenkreis, die jahrelang erfolglos therapiert wurde wegen ihrer schweren Neurodermintis. Ein Homöopath konnte dann die Symptome deutlich lindern. Da wäre es zynisch, wenn man diesen Erfolg als Zufall abtun würde. Für das Kind zählt nur eines, es geht ihm besser

      • Ali Ferkous sagt:

        Auf wiederholten „öffentlichen“ Druck von Prinz Charles, einem Anhänger der Homöopathie, führte der National Health Service im Vereinigten Königreich Versuche über die Wirksamkeit alternativer Heilmethoden durch. Aufgrund der Wirksamkeit wurde nur die Traditionelle Chinesische Medizin ins Programm aufgenommen – interessanterweise aber auch die Homöopathie – aber mit einem Kostenargument: falls Leute aufgrund der unwirksamen Therapie glauben genesen zu sein, hat sich der NHS die kostenträchtigere schulmedizinische Behandlung gespart, denn auch bei dieser Sparte greift der Placebo-Effekt…

      • Diana sagt:

        @AliFerkous: Ihre Formulierung „aufgrund der unwirksamen Therapie glauben genesen zu sein“ entbehrt nicht einer gewissen Komik. Wenn Menschen an etwas erkranken und dann keine Beschwerden mehr haben, dann „glauben sie nicht, genesen zu sein“, sie sind es offensichtlich, sonst hätten sie ja weiterhin Beschwerden. Da kann man das Phänomen Placebo nennen oder auch nicht, aber wenn es jemandem anschliessend besser geht, sollte man doch wenigstens das subjektive Gesundsein des Betroffenen ein wenig ernst nehmen.

    • Adrian E. sagt:

      Es ist ein verbreiteter Denkfehler, zu meinen, man könne „erleben“, ob ein Mittel hilft. Aber wenn man etwas nachdenkt, wird klar, dass das Unsinn ist. Man erlebt, wie gut es einem geht. Aber es ist absurd, zu behaupten, man „erlebe“ eine Kausalität, also dass es einem wegen etwas Bestimmtem besser oder schlechter geht.

      Wenn man Globuli eingenommen hat, weiss man ja nicht, wie es einem gegangen wäre, wenn man sie nicht eingenommen hätte. Viele nehmen sie dann ein, wenn es ihnen besonders schlecht geht, also ist es wahrscheinlich, dass es danach sowieso wieder besser gegangen wäre.

      • Diana sagt:

        @Adrian: klar, dasselbe gilt auch für jede Form von Medizin. Aber darum geht es nicht. Wenn jemand krank war, etwas nimmt und dann gesund wird, kann man zufrieden sein mit dem Resultat und nur das ist für Patienten wesentlich. Und wenn man ein dutzend Mal erlebt hat, dass die Einnahme von XY (scheinbar) zu einer Heilung führte, tut man gut daran, das auch beim elften Mal zu probieren. Und wenn Millionen von Menschen von guten Erfahrungen berichten, wäre es falsch, ihnen diese Erfahrung absprechen zu wollen.

      • Marcel Mertz sagt:

        Man muss ihnen nicht die Erfahrung absprechen (die ist, wie sie ist), aber die Gültigkeit problematisieren. Eine Erfahrung, die auf einem Irrtum beruht resp. auf irrtümliche Weise interpretiert wird, bleibt zwar eine Erfahrung, aber eben eine missverstandene/fehlinterprierte. Besonders problematisch finde ich, wie schon oben angedeutet, „sich subjektiv wieder wohl fühlen“ mit „Heilung“ gleichzusetzen, und dann von der Erfahrung, dass man sich wieder wohler gefühlt hat, Aussagen mit objektivem Gültigkeitsanspruch darüber zu machen, dass ein Mittel etc. „heilt“ – und sogar ursächlich heilt.

      • Adrian E. sagt:

        @Diana:
        Schön, dass das für Sie so klar ist, aber dann dürften Sie eigentlich nicht schreiben, man könne anhand von Einzelfällen „erleben“, ob etwas wirkt.

        Um festzustellen, ob etwas tatsächlich wirkt, gibt es ja systematische Studien, in denen verglichen wird, was bei Menschen geschieht, die in einer bestimmten Situation etwas eingenommen haben, und einer Kontrollgruppe, bei der ein Placebo verabreicht wurde.

        So kann man feststellen, ob ein Medikament eine Wirkung hat, und für Homöopathie konnte im Gegensatz zu vielen „echten“ Medikamenten nie eine Wirkung nachgewiesen werden.

      • Adrian E. sagt:

        Es geht überhaupt nicht darum, den Leuten die Erfahrung abzusprechen. Die Leute haben die Erfahrung gemacht, dass es ihnen besonders schlecht ging, sie Globuli einnahmen und es ihnen nach einer gewissen Zeit besser ging. Diese Erfahrung haben die Leute gemacht und niemand bestreitet sie.

        Wenn die Leute aber behaupten, sie hätten so die „Erfahrung“ gemacht, dass die Globuli wirken, sollte man sie darauf hinweisen, dass sie ein Opfer des schon bei den Römern bekannten Denkfehlers „post hoc ergo praeter hoc“ wurden (man behauptet, X sei die Ursache von Y, nur Y nach X geschieht).

      • Diana sagt:

        @Mertz: Sie gehen davon aus, dass diese Erfahrung auf einem Irrtum beruht, das ist eine Annahme die genausowenig haltbar ist wie zu behaupten, die Ursächlichkeit sei bewiesen. Aber wenn weltweit Millionen von Menschen von solchen Heilerfolgen berichten, ist es schon etwas übermütig zu behaupten, die wären alle Opfer eines Irrtums.

      • Diana sagt:

        @Adrian: deshalb bin ich auch vorsichtig in meinen Formulierungen (oder versuche es jedenfalls). Ich kann und will nicht behaupten, dass Homöopathie immer und überall wirkt. Ich kann nur sagen, dass ich und viele Andere schon positive Erfahrungen machen konnten und daraus leite ich ab, dass man diese Medizinform nicht vorschnell abkanzeln sollte nur weil man die Wirkweise nicht versteht. Auf jeden Fall ist Homöopathie nicht so einfach nachweisbar, weil so ein Impuls das Immunsystem anregen kann aber nicht muss. Deshalb kann man auch nur von persönlichen Erfahrungen reden, doch auch die zählen

      • Marcel Mertz sagt:

        @Diana: Ich habe das zuerst einmal ganz allgemein gemeint, was ein Problem ist, wenn man sich auf subjektive Erfahrungen anderer Personen (oder eigener) beruft: Dass diese Erfahrungen auch falsch interpretiert werden können, was aber die Erfahrung als solche nicht bestreitet. Wie zutreffend dies bei Homöopathie ist, wäre empirisch zu überprüfen (wobei ich, zugegebenen, persönlich davon ausehe, dass dies dort sehr oft zutrifft).

        „Aber wenn weltweit Millionen von Menschen […]“ – Keineswegs, weil wir heute recht viel darüber wissen, wie Menschen sich systematisch täuschen können.

      • Diana sagt:

        @Mertz: nun, wenn Menschen krank waren und gesund wurden allein aufgrund einer „Täuschung“, auch dann werden die Betroffenen froh sein darum 😉 Ich gehöre zu denen, alles von Schulmedizin bis Homöopathie weder verteufeln noch anbeten. In den letzten Jahren habe ich Letzteres kaum noch genutzt, einfach deshalb, weil es einfacher ist, bei Kopfschmerzen eine Tablette zu nehmen als unter 30 Mitteln das Richtige zu finden. Homöopathie hat in meinem Medizinschrank nur eine Nebenrolle, trotzdem wehre ich mich dagegen, dass man alle die damit positive Erfahrungen machen als Spinner abkanzelt.

      • Marcel Mertz sagt:

        @Diana #1: „[…] die damit positive Erfahrungen machen als Spinner abkanzelt.“ – Sie missverstehen den Punkt einer sog. Irrtumstheorie. Die Leute, die missinterpretierte Erfahrungen haben, sind deswegen keine Spinner. Im Gegenteil: Eben weil wir wissen, wie leicht sich Menschen täuschen können, gerade bei solchen Kausalitätszurechnungen wie bei der Krankheitsbekämpfung, ist es ganz normal („menschlich“), diese Erfahrungen so zu interpretieren. Deshalb überrascht es auch nicht, dass das millionenfach geschieht. Aber die Interpretation ist dennoch nicht korrekt.

      • Marcel Mertz sagt:

        @Diana #2: Ein einfaches Beispiel einer Irrtumstheorie: Im Altertum gingen die allermeisten Menschen (Millionen) davon aus, dass die Erde eine Scheibe ist. Sie waren deshalb keine Spinner (wenngleich im Irrtum), sondern ihre subjektiven, unkontrollierten Erfahrungen und auch Erfahrungsmöglichkeiten liesen fast nur diese Interpretation zu. Wenn wir heute nur von unserer subjekten Erfahrung ausgehen würden und nicht in der Welt weit herumreisen könnten usw., würden wir ebenfalls zu dieser Interpretation verleitet sein. Dennoch wissen wir unterdessen, dass diese Interpretation falsch ist.

    • Th. Mark sagt:

      Meine Güte, ich hoffe sehnlichst, dass Sie keine Kinder haben. Trinken Sie bitte 32’000 Liter homöopathische Tinktur und Sie haben genau ein einziges wirksames Molekül zu sich genommen. Aber eben, Frauen und ihr dämlicher Glauben an irgendetwas Skurriles. Statt Homöopathie können Sie auch Mike Shiva anrufen oder Katzenkot studieren. Oder ein Smarties essen. Das nützt auch.

    • Pixel sagt:

      Ich finde das ziemlich verrückt (ja, ver-rückt!) diese ganze Diskussion hier. Alleine die Tatsache, dass es hier tatsächlich Menschen gibt, die für andere die sie nicht kennen, also die gesamte Menscheit, ein Urteil über deren Erfahrungen fällen finde ich ganz schön krass. Hey, wenn mir jemand einreden möchte, dass ich was anderes erfahren habe als ich es für mich selbst weiss, da ticke ich fast aus. Geht’s noch? Wenn es Leute gibt, die eine positive Erfahrung gemacht haben dann rede ich denen doch nicht ein, es ist bestimmt nicht so gewesen und erkläre sie de facto für verrückt. Crazy…!

      • Marcel Mertz sagt:

        Wo habe ich geschrieben, dass Leute dann „de facto für verrückt erklärt“ werden würden? Eben gerade das wäre nicht der Fall, wie mein Beispiel um 16:38 veranschaulichen sollte.

        Nochmals: Niemand (zumindest hier) bestreitet, wenn jemand eine positive Erfahrung gemacht hat, dass sie/er diese positive Erfahrung gemacht hat. Aber wenn daraus Behauptungen über die Welt mit objektivem Geltunganspruch „abgeleitet“ werden, dann sollte gerade ein „prinzipiell offener Mensch“ eine kritische Pause einlegen und nachdenken, ob mit dieser Erfahrung tatsächlich diese Behauptung gerechtfertigt werden kann.

      • pixel sagt:

        lieber marcel, grundsätzlich habe ich hier niemanden persönlich angesprochen. Unbestritten ist, dass Gegner hier sich über die Sache stellen und der FESTEN UEBERZEUGUNG sind, dass es so, und nicht anders ist. Sie bringen das Beispiel mit der Erde und der Scheibe, und nun – erzählen Sie mir was Sie wollen – die Aussage ist: heutzutage wissen wir es besser, früher war die WISSENSCHAFT noch nicht soweit. Ein vollkommen verkehres Beispiel, sorry. Denn auch wenn etwas NICHT WISSENSCHAFTLICH BEWIESEN ist, kann es dennoch seine existent und real sein. //

      • pixel sagt:

        // in der Tat eine Farce, dass genau Sie mir dann sagen, ich soll eine kritische Pause einlegen. Ich für meinen Teil habe kein Problem mit der Schulmedizin. Aber ich bestreite auch nicht, dass – je nach Indikation – im einen oder anderen Fall durchaus wirkungsvoll sein kann. Vermutlich kriegt niemand seine Krampfadern mit Homöopathie weg. Naiv, das zu glauben, wenn man sich mit der Anatomie auskennt. Aber einen Husten kann man damit durchaus wegkriegen. Und jetzt, wie wärs mit Ihnen, hier die kritische Pause einzulegen??

      • pixel sagt:

        und im Uebrigen, Marcel: Wenn Sie einem Menschen erklären, dass er eben nicht die Erfahrung gemacht hat, sondern sich das alles eingebildet hat, dann nennen Sie diesen Menschen verrückt, nichts anderes. Wenn ich Ihnen jetzt sage, dass Sie sich auf Antibiotika was einbilden und Sie sagen mir, Sie haben damit aber gute Ergebnisse erziehlt und ich weiterhin mich stur über die Sache stelle und Ihnen unterstelle, dass alles nur Einbildung war, dann zeigt das eines auf: Engstirnigkeit, und ein sich Versperren gegenüber anderen Erfahrungswerten und Meinungen. Und das ist ziemlich einfältig.

      • Marcel Mertz sagt:

        #1: Ich verstehe nicht, wie Sie darauf kommen, ich würde behaupten, die Menschen würden sich etwas einbilden – das sage ich doch gar nirgends! Sie bilden sich nicht ein, dass sie sich subjektiv besser fühlen. Wenn sie aber dann aufgrund dieser Erfahrung (und nur dieser Erfahrung) darauf schliessen, es sei (tlw. sogar ausschliesslich) das Mittel x gewesen, das diesen Zustand kausal hervorgebracht hat, so ist das durch diese Erfahrung alleine einfach nicht gezeigt; und warum das so ist, dafür gibt es gute Gründe aus der Erkenntnistheorie, Logik, Methodologie und der Psychologie. Das ist alles.

      • Marcel Mertz sagt:

        #2: Natürlich hängt die Existenz einer Sache nicht davon ab, ob sie wissenschaftlich bewiesen ist. Aber unsere Gründe, von der Existenz einer Sache auszugehen, sollten in bestimmten Zusammenhängen sich vielleicht daran orientieren, nämlich dort, wo unsere subjektive Erfahrung an ihre Grenzen kommt, und nur systematische, kontrollierte Erfahrung (= wissenschaftliche Methode) es erlaubt, belastbare Aussagen über die subjektive Erfahrung hinaus zu machen. Das ist besonders bei Kausalitätszusammenhängen der Fall, für die wir einfach kein „Sinnesorgan“ haben.

      • Marcel Mertz sagt:

        #3: Würde ich die Wirksamkeit von Antibiotika (die auch nicht immer wirksam is, hängt stark vom Erreger usw. ab) nur durch meine subjektive Erfahrung begründen wollen, wäre das genauso verkehrt, gleichgültig, wie überzeugend oder „unfehlbar“ ich meine Erfahrung selber finde. (Ich persönlich würde nie so argumentieren, weil ich weiss, wie fehlbar die subjektive Erfahrung ist, und dass sie bei komplexen Kausalitätszusammenhängen oft versagt). Aber in der Tat: Ich vertraue hier einem guten systematischen Review aus vielen qualitativ guten Studien mehr als einer Million subjektiver Erfahrungen.

      • Marcel Mertz sagt:

        #4: Und warum das so ist, hat mit erkenntnistheoretischen und methodologischen Überlegungen zu tun. Die können Sie natürlich ablehnen, das steht Ihnen frei; wir können hier mühelos andere philosophische Grundüberzeugungen aufweisen, über die man aber diskutieren kann, und zwar anständig. Also: Statt ad hominem zu „argumentieren“ und mir Einfältigkeit vorzuwerfen, zeigen Sie mir doch argumentativ, warum diese erkenntnistheoretischen und methodologischen Überlegungen falsch sind und die, die Sie vertreten, korrekter oder plausibler.

    • Pixel sagt:

      Ich bin ein prinzipiell offener Mensch, umso mehr flippe ich aus, wenn hier das Besserwissertum und die vollkommene Scheuklappensicht ihren Rundgang macht. Glaubt doch daran oder nicht, aber lasst den anderen ihren Frieden!

  • lisi sagt:

    Ich werde an die Wirksamkeit von Homöopathie glauben, sobald es das Chügeli zur Empfängnisverhütung gibt, laut Homöopathen gibt es ja für alles das richtige Chügeli 🙂 Ob eine unerwünschte Schwangerschaft dann wohl eine Erstverschlimmerung wäre?

    • tststs sagt:

      Jahrzehnte lang wurden den Frauen Kupferspiralen eingesetzt und bis heute kann man nicht genau (also eindeutig wissenschaftlich bewiesen) wie sie genau wirken…

      • Alexander Maier sagt:

        Kupferoxid ist ein Zellgift. Das was Sie schreiben ist nicht richtig. Bitte ein wenig mehr Wissenschaftlichkeit.

      • Peter sagt:

        relativ einfach : Kupfer ist giftig!

      • greywoody sagt:

        tststs: Da Kupfer im menschlichen Körper nicht stabil resp., wenn auch langsam, löslich ist – und weil, was jeder Winzer bestätigen kann, Kupfer ein recht wirkungsvolles Biozid ist, muss nach einer Erklärung für die Wirkung von Kupferspiralen nicht weiter gesucht werden!

      • Leo Nauber sagt:

        Es ist nur wichtig, OB,nicht wie die Spiralten gewirkt haben bzw. immer noch wirken.

      • Renatus sagt:

        Der Punkt, der hier übersehen wird, ist die Reproduzierbarkeit. Man weiss bis heute nicht so genau, wie Aspirin eigenltich wirkt, aber man kann mit sauberen wissenschaftlicher Methodik feststellen, *dass* es wirkt. Der Pearl-Index von Kupferspiralen ist nachgewiesenermassen niedrig, das heisst man kann sie eben zuverlässig in der Empfängnisverhütung einsetzen, auch ohne alle Details ihrer Wirkung zu kennen.

        Homöopathie im Vergleich dazu hat nicht mehr als persönliche Anekdoten zu bieten, und es gibt kaum Studien wo sie besser als Placebo abschneidet.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Es ist relativ einfach: Die Spiralen sind ein Fremdkörper, ob aus Kupfer oder Plastik, dadurch entsteht eine kleine Dauerinfektion, deshalb nistet sich kein Ei ein. Das war auch einer der Gründe, warum ich sowas nie hätte einsetzen lassen, es kann einfach nicht gesund sein, wenn irgend ein Körperteil in Dauerinfektion ist, das beeinträchtigt das ganze System.

    • jloz sagt:

      Eigentlich dachte ich bis anhin, dass eine Schwangerschaft keine Krankheit sei. Sonst müsste man ja von Krankheitsverhütung (was wohl etwas weit gegriffen wäre) und nicht von Empfängnisverhütung sprechen.

    • Rudolph Stucki sagt:

      laecherlich wieviele Menschen sich durch Scharlatanerie und Verduennungen von Verduenntem in Zuckerkuegelchen verarschen lassen. Bis jetzt konnte die Homooepathie noch nie wissenschaftlich bewiesen werden. Den Plazeboeffekt gibt es jedoch und viele fallen drauf rein. Wer glaubt, dass verduenntes wasser das 23 mal gegen ein lederkissen geschlagen wird, ploetzlich magische Heilkraft besitzt, verdient es, dass man ihm/ihr gutes Geld abnimmt. Warum gewisse Krankenkassen fuer diesen Seich bezahlen ist mir unverstaendlich… (bloedsinn 3C)

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ich hab für die Kügelchen gestern 16 Franken bezahlt, ich nicht die KK! Vielleicht kann ich der KK sprich den Prämienzahlern dadurch die Kosten einer Magenspiegelung ersparen, wie hoch sind die, wohl zwischen 100 und 300 Franken? Wenn eine Gastritis nach 6 W. nicht abgeheilt ist, wird die Spiegelung empfohlen, das wäre bei mir in 2 W. der Fall. Ich finde, man sollte zuerst alle noninvasiven Möglichkeiten ausschöpfen, ist weniger belastend und billiger.

        Und eben, die Kügelimedizin ist nicht das Kostenproblem im Gesundheitswesen! Kann man wissen, wenn man will!

  • Frau Hahnemann sagt:

    Homöopathie hat bei uns noch nie genützt. Ich bin auch sicher, das so etwas nicht nützen kann. „Heile heile Säge drü tag Räge…“ dahingegen hilft schon, glaube ich! Daher denke ich, dass bei kleinen Unfällen oder Grippigen Infekten Homöopathie-Präparate manchmal die Beschwerden der Kinder lindern können, aber nur wenn die Globuli mit Zuwendung und viel Liebe verabfolgt werden. Bei Fieber ziehe ich es vor, den Kindern liebevoll pflegend ein Dafalgan-Zäpfli zu geben, da diese Medizin auch wirklich hilft. Und falls es übel wird: ab zur Ärztin / zum Arzt! Alles andere ist fahrlässig.

  • Valeria sagt:

    „Es gibt tausend weitere medizinische Theorien nach denen therapiert werden könnte.“

    Bei uns gibt es die alte Theorie, dass man Warzen „wegsprechen“ kann. Man (oder besser ein Pfarrer) muss mit Weihwasser ein Kreuz auf die Warze machen, ein Gebet sprechen, die Stelle verbinden und drei Tage warten.

    Was die Kirche früher gemacht hat, übernimmt heute die Homöopathie…

    • Valeria sagt:

      @ Schreiberin dieses Artikels:
      Das ist ja wohl etwas vom Unfundiertesten, was ich zu dem Thema schon gelesen habe. Mehr muss man dazu ja wirklich nicht sagen. Ich weiss, ein Blog funktioniert anders als ein „richtiger“ Artikel und lebt gerade von der persönlichen Meinung. Aber es gibt hier Grenzen.

      Aber ich muss sagen, ich bin beruhigt, dass sich doch sehr viele kritische Stimmen hier im Mamablog äussern. Wenigstens das.

    • tststs sagt:

      Tja, und was sagt uns das? Bedenken Sie: da stehen fast 7 Milliarden Gläubige (also eben diese, die irgendeiner von Ihnen genannten Kirche) ein paar wenigen Atheisten gegenüber…

      • Valeria sagt:

        @ Christian Duerig:
        Der Satz in Anführungszeichen war ein Zitat von „Walter Boshalter“ um 10:55, leider hat mein Post dann eine neue Seite eröffnet. Aber ob nun von Mythen, Legenden oder Theorie gesprochen wird, scheint sowohl im Fall von Homöopathie als auch bei kirchlicher Warzenbehandlung nicht so eine Rolle zu spielen… Beides ist empirisch nicht haltbar.

        @ tststs: Das verstehe ich jetzt nicht ganz. Sie vergleichen jetzt die Gläubigen (die Homöopathie anwenden) mit den Atheisten (die sie für Stuss halten)?

    • Christian Duerig sagt:

      @Valeria
      Bitte benutzen Sie das Wort „Theorie“ korrekt ! Verwenden Sie es nicht synonym für Mythen, Legenden, Erzählungen, Sagen, Märchen, Hypothesen usf. Bleiben Sie schlicht bei der Korrektheit. Diese ist sehr klar und kurz. Crigs

  • Walter Boshalter sagt:

    Besonders spannend finde ich den Schwerpunkt Homöopathie als Ergänzung/Ersatz zur Schulmedizin. Es gibt tausend weitere medizinische Theorien nach denen therapiert werden könnte. Persönlich schwöre ich z.B. auf die Hexenhühnersuppe meiner Vodoo-Heilerin. Wirkt wunder bei Erkältungen jeder Art.

    • plop sagt:

      Ich kann grad nicht verstehen, wieso da einige Kommentare so ein Eso-Vorwurf machen… Die Homöopathie schneidet ja erdenklich schlecht ab, in diesem Artikel… Und a pros-pos Hexensuppe – Lindenblüten mit Zimtstangen aufkochen, Zitronenschnitze rein, und weg ist die Erkältung… Echt!
      Und: Ich wäre vor einigen hundert Jahren wegen meines erst-Berufes noch verbrannt worden.

  • Saporeil Mahani sagt:

    Es kann durchaus schaden. In unserem Freundeskreis hat eine Mutter die leidende Tochter mit Neurodermitis über Monate mit diesen Kügelchen behandelt und die Kleine hat sich wundgekratzt. Die Cortisoncreme hat man nach 2 Tagen Anwendung dann unter dem Vorwand, dass sie nicht wirkt wieder abgesetzt und den Globulis eine weitere 2 Monatige Chance gegeben. Wieder ohne Erfolg. Man hatte nur noch Mitleid mit dem kleinen Kind. Und Wut auf die ignorante Mutter.

    Es ist dermassen erbärmlich an etwas zu glauben, was noch nie eine überprüfbare Wirksamkeit gezeigt hat. Hat was sektenmässiges.

    • tststs sagt:

      Ich mag mich täuschen, aber bei ein Baby/Kleinkind ist es doch wirklich angebracht, Cortison nicht allzulange experimentell zu verwenden (also auch schon nach 2 Tagen wieder abzusetzen)…

      • ps sagt:

        Cortison wirkt normalerweise sehr schnell – so gesehen ist das einsichtig, dass man es nach zwei Tagen wieder absetzt. Was nicht heisst, dass man dann wieder zwei Monate mit Kügeli arbeiten soll.
        Davon abgesehen gilt, dass es x-verschiedene Kügeli gibt – vielleicht war halt auch die Diagnose falsch, und dann können auch die Globuli nicht wirken. Daher: lieber zum Homöopath oder zur entsprechenden Apotheke, dort wird seriöser und fachgerechter disgnostiziert als durch einen Laien…

    • plop sagt:

      Bei Hautproblemen kommt noch dazu, dass sie manchmal echt nur sehr schwer „heilbar“ sind und alles sehr viel Zeit braucht. Gerade in dem Bereich, find ich, kommts echt nicht gross auf Alternativ/Schulmedizin an. Ob Cortison oder pflanzliche Salbe, man muss konsequent dran bleiben und besonders auch die Ernährung anpassen, auch bei Kleinkindern.

      • tststs sagt:

        ähm, vllt liege ich da einer Schulmedizinischen Mär auf, aber Cortison ist doch wirklich heikel (auch bei Erwachsenen)….
        @Carolina: in jedem System gibt es Teilnehmer, die das ganze ad absurdum treiben…

      • plop sagt:

        Cortison ist nach einer Anwendungszeit über längere Zeit (mehr als ein Monat, soweit ich mich erinnern mag) heikel wegen den Nebenwirkungen. Manchmal aber einfach das einzige was nützt…
        Am besten wirkt aber einfach ein längerer Aufenthalt am Meer –

      • Sportpapi sagt:

        Wo ist denn der Unterschied zwischen einer „pflianzlichen“ Salbe und einer „schulmedizinischen“? Könnte es sein, dass die gleichen Wirkstoffe drin sind?

      • plop sagt:

        Wenn wir im Beispiel der Neurodermitis bleiben: Es gibt Cardiospermum-Salbe, das ist eine Pflanze welche dieselben Wirkungen aufweist wie Cortison, aber ohne Nebenwirkungen… Die Salbe nützt aber nicht bei jedem, Cortison meist schon…
        Ein anderes Beispiel, wo viele Leute gar nicht merken, dass sie pflanzliche Medizin nutzen sind Erkältungssalben – das sind alles pflanzliche Inhaltsstoffe…
        ergo: pflanzlich ist auch gleich Schulmedizinisch, von der Wirkungsart.
        Homöopathie wirkt aber wirklich anders.

    • Carolina sagt:

      Nochmal, SM: Wegen akuter Blödheit einzelner wollen Sie die H ganz abschaffen oder verbieten? Ich kenne diese Fälle auch, sie beelenden mich. Aber da ist auf der anderen Seite eine Nachbarin, Freikirchlerin, die einen grossen Teil ihrer Energie darauf verwendet, H als Teufelswerk zu verdammen. Warum? Intelligent angewandt kann sie genauso hilfreich sein wie die Schulmedizin. Einen kritischen Geist und eine gewisse Grundskepsis würde man sich bei erwachsenen Menschen in allen Bereichen wünschen.

      • Hans vom Hübel sagt:

        Carolina, ich verstehe Ihren Ansatz, welcher mir pragmatisch erscheint. Sie anerkennen, dass die Wirksamkeit bestenfalls nicht bewiesen ist und nutzen die Chügeli dennoch, da Sie von positiver Suggestion, Placebo und Selbstheilung überzeugt sind. Letzteres ist ja wissenschaftlich unumstritten. Allerdings könnten Sie dann die Chügeli auch durch Smarties oder Tictacs (oder am besten was Bitteres) ersetzen, was wohl günstiger käme.

        Wenn nun also die Homöopathen sich – analog zu Ihrer pragmatischen Einstellung – darauf beschränken könnten, die Wirkung ihrer Behandlung oben erwähnten Mechanismen zuzuschreiben und sich nicht in abstruse Erklärungskonstrukte bzw. in eine Art Glaubenslehre versteigen würden, wäre im Grundsatz nichts an der Homöopathie auszusetzen. Da aber der Placebo-Effekt wohl nicht bloss der ganzheitlichen Betrachtungs- und Behandlungsweise, sondern wohl auch dem Bedienen eines in vielen Menschen innewohnenden esoterischen Bedürfnisses geschuldet ist, kann die Homöopathie nur schwerlich auf ihre esoterische Komponente verzichten. Und genau darin liegt ihre eigentliche Unzulänglichkeit und meine Kritik an ihr begründet.

      • Saporeil Mahani sagt:

        Die Homöopathie als Gesamte ist nun mal Hokuspokus und keine Studie hat bisher etwas anderes bewiesen. Gerade so gut können sie Bäume umarmen oder Bienen um Hilfe bitten. Homöopathie wurde im späten 18, Jahrhundert von Dr. Hannemann erfunden. Er hat das damals vor allem akut-Patienten gegeben und gemerkt, dass es besser funktioniert als die anderen Methoden. Nur die andere Methode war zu den Zeiten hauptsächlich der Aderlass. Dass dies in Zeiten körperlicher Schwäche nicht das geeignetste Mittel ist, leuchtet aufgeklärten Leuten ein. Heutzutage hält Homöopathie keiner Doppelblindstudie stand.

      • Hans vom Hübel sagt:

        Carolina, ich verstehe Ihren Ansatz, welcher mir pragmatisch erscheint. Sie anerkennen, dass die Wirksamkeit bestenfalls nicht bewiesen ist und nutzen die Chügeli dennoch, da Sie von positiver Suggestion, Placebo und Selbstheilung überzeugt sind. Letzteres ist ja wissenschaftlich unumstritten. Allerdings könnten Sie dann die Chügeli auch durch Smarties oder Tictacs (oder am besten was Bitteres) ersetzen, was wohl günstiger käme.

        Wenn nun also die Homöopathen sich – analog zu Ihrer pragmatischen Einstellung – darauf beschränken könnten, die Wirkung ihrer Behandlung oben erwähnten Mechanismen zuzuschreiben und sich nicht in abstruse Erklärungskonstrukte bzw. in eine Art Glaubenslehre versteigen würden, wäre im Grundsatz nichts an der Homöopathie auszusetzen. Da aber der Placebo-Effekt wohl nicht bloss der ganzheitlichen Betrachtungs- und Behandlungsweise, sondern wohl auch dem Bedienen eines in vielen Menschen innewohnenden esoterischen Bedürfnisses geschuldet ist, kann die Homöopathie nur schwerlich auf ihre esoterische Komponente verzichten. Und genau darin liegt ihre eigentliche Unzulänglichkeit und meine Kritik an ihr begründet.

  • Jakob Harzenmoser sagt:

    sorry: ich wollte schreiben …werden wir von selbst wieder gesund

  • Jakob Harzenmoser sagt:

    Bei den meisten Krankheiten werden wir von selbst wieder weg. Ein Schnupfen dauert unbehandelt 14 Tage, mit ärztlicher Pflege zwei Wochen und mit Homöopathie 14*24 Stunden. Damit können alle ihre jeweilige Meinung beweisen. 😉

  • Alain de la France sagt:

    Nicht jedes Naturprodukt ist „Homöopathie „.
    Euceta (Essigsaure Tonerde-Gelee) oder Pulmex (Lanolin mit aeth. Oelen/Harzen)
    sind einfach bewaehrte Naturprodukte…

  • tststs sagt:

    Ich selber bin treue Schulmedizingängerin, finde aber die Schärfe, die gerade im MB herrscht, unverständlich. Denn einen Vorteil hat die Homöopathie (und auch andere „esoterische Heilverfahren“) gegenüber der Schulmedizin: sie betrachtet den ganzen Menschen, Geist und Körper, und nicht nur die im Moment kranke Stelle (ich kann ein Lied davon singen, wurde mal 4 Monate am falschen Körperteil behandelt, bis man gemerkt hat, dass die eigentliche Ursache an einem ganz anderen Körperteil liegt).
    Ich zitiere Wikipedia: „Erfolge einer Behandlung werden somit ihrem Umfeld, nicht dem Mittel selbst zugeschrieben.“ So what? Das heisst doch nur, wenn die Schulmedizin mehr und gesamtheitlich auf das Individuum eingehen würde, dann könnte sie Grippe mit Assugrin heilen…
    Ganz abgesehen davon, dass wir auch bei der schulmedizinischen Medikamenten nicht immer genau wissen, wie sie wirken!

    • tststs sagt:

      Ich setz gleich noch einen drauf: ich praktiziere Reiki. Ich weiss, damit kann ich keinen Krebs heilen und für mich hat das auch gar nichts mit irgendeiner feinstofflichen Welt oder sonst was zu tun; ein Naturwissenschaftler würde sagen, es ist simpler Energieaustausch. Nichtsdestotrotz bringe ich damit jedes Baby (tatsächliche momentane Erfolgsquote 100%), das unter Kolliken oder ähnlichem (also keine wirklichen medizinischen Notfälle) leider, wieder zur Ruhe. Und ich bin mir auch sicher, dass die Wärme einer Bettflasche nicht denselben Erfolg hätte…

      • xyxyxy sagt:

        das ist schon i.O. tststs
        ich sags immer – alles sind auch nur Menschen und kochen mit Wasser, am Ende müssen wir für uns selbst, selbst schlau werden
        Ärzte, Priester, Psychotherapeuten, Heiler, Schamanen, Lehrer, Mentaltrainer – alles ok. Aber am Ende müssen wir selbstständig werden, denn diese Leute sind nur Menschen, so wie wir.
        Ich habe einige Konkrete Gründe genannt warum ich hier als Gegner auftrete. ich denke diese Gründe sind relevant und wichtig.

      • Julia_2 sagt:

        Als Naturwissenschaftler bin ich der Meinung, das die einzige Form von Energie die da ausgetauscht wird, Wärmeenergie ist und dass es bei im naturwissenschaftl. Sinn von ‚Energie‘ nicht darauf an kommt ob diese von Ihnen oder der Bettflasche kommt. Der Energiebegriff, wie er oft in der Alternativmedizin zu finden ist, hat mit der wissenschaftlichen Definition nichts am Hut.

      • Carolina sagt:

        xy, Sie widersprechen sich, oder? Auf der einen Seiten sind Sie einer der schärfsten Verurteiler von Homöopathie und werfen deren Vertreter Sektierertum vor, auf der anderen Seite soll der Mensch sich in Eigentverantwortung üben. Also darf man wohl erwachsenen Menschen zutrauen, dass sie die nicht gewünschten Nebelpetarden, die es im übrigen natürlich in der Schulmedizin genauso gibt, ignorieren und sich eine eigene Meinung bilden. Es ist mir völlig egal, wie die H. wirkt. Und wenn es der Placebo-Effekt oder erhöhte Zuwendung ist, auch gut. So manches Mal habe ich kleine Bobos bei

      • Carolina sagt:

        /2 meinen Kindern mit Chügeli ‚behandelt‘ – natürlich wären die auch von selber wieder weggegangen, aber die Selbstheilungskräfte zumindest scheint diese Art der Zuwendung zu erhöhen. Meine Tochter, die jahrelang schlimmste Heuschnupfen-Phasen hatte, lebt heute mit H. relativ – und wenn das Einbildung ist, auch gut. Ihr ist, als sie klein war, bei Autofahrten und Flugreisen immer schlecht geworden – ich habe ihr Chügeli gegeben (an die ich nicht geglaubt habe), sie hat es nie wieder bekommen. Spielt es wirklich eine Rolle, ob die Wirksamkeit wissenschaftlich (!) nachgewiesen ist? Mir

      • Carolina sagt:

        /3 scheint, es geht einzig und allein darum, dass die H eine Verbindung zwischen Geist und Körper herstellt. Bloss weil es Menschen gibt, die sich von der Komplementärmedizin in ihrer Verzweiflung Heilung gegen schwere Krankheiten erhoffen, ist die H doch nicht zu verbieten oder zu verteufeln. Ein bisschen Mässigung in der Beurteilung wäre sehr angebracht.

      • tststs sagt:

        Wie gesagt, Julia_2, ich mag die „esoterischen Erklärungen“ dahinter auch nicht, aber als Tochter der Wissenschaft habe ich einen wichtigen Grundsatz: Irrtum nicht ausgeschlossen.
        Es mag sein, dass der momentane Stand der Wissenschaft sagt, es gibt keinen Unterschied zwischen den Energien. ABER wenn die Homöo etwas bewiesen hat, dann dass das Umfeld eine enorme Wirkung hat. So hat es sicher auch bei der Schulmedizin einen messbaren Einfluss, je nachdem wie die Medizin verabreicht wurde (also liebevolles Händeauflegen vs. alleine lassen mit der Wärmeflasche…)

      • xyxyxy sagt:

        aber Carolina – das habe ich doch gesagt.
        Ich habe nichts dagegen wenn ihnen die Globuli helfen. Ich hab auch nichts dagegen wenn ihnen durch Gebet geholfen wird.
        Ich hab etwas dagegen, wenn sie sagen: Es kann nur nützen und nichts schaden und gleichzeitig der Schulmedizin einen Ziegenfuss unterjubeln (haben sie ja nicht gemacht).
        Dann antwortete ich auf das Argument der ganzheitlichen Betreuung des Menschen (die ja eigentlich darauf hinweist, dass der Heilungsprozess eher durch das Chügeli symbolisiert wird). Und da halte ich es für die Sicherste Methode, dasss man lernt ….

      • tststs sagt:

        @Carolina: Als Wissenschaftler müsste man sich auch fragen, ob dieses fehlen einer Wirksamkeit an der fehlenden Wirksamkeit selber, oder an den Testmethoden liegt… (oder anders gefragt: würde die Schulmedizin einer Überprüfung im „homöopathischen Stil“ standhalten?!)

      • xyxyxy sagt:

        … sich selbst ganzheitlich zu betrachten.

        Was nun die Kinder betrifft. Natürlich glaube ich auch, dass die Zäpfli und der Hustensirup besser wirken, wenn ich daran glaube und dem Kind suggeriere dass die Medizin hilft und jetzt bald „alles besser wird“.
        Kein Problem wenn sie dasselbe mit Chügeli erreichen.
        Ich habe nur beobachtet, dass viel Homös so auf dieses behandeln und diese unzähligen Mittelchen und Therapien abfahren, dass sie ständig etwas haben. (Julia erwähnte das auch). Weil ich seit ca 20 Jahren nie mehr krank war (ausgenommen Erkältungen), irritiert mich das ein wenig.

      • tststs sagt:

        @xy: Da sprechen Sie in wichtiges Thema an. Ich würde aber sagen (nicht objektiv, nur aus subjektiver Beobachtung), dass es auch Schulmedizingänger gibt, die ständig das Gefühl haben, sie müssten wegen irgendwas zum Arzt oder in die Apotheke rennen…
        Deshalb das allerbeste Heilmittel: Ruhe und Erholung… Verschlafen Sie die Krankheit (also ich spreche jetzt von den allgemeine Zimperlein, nicht von Unfällen oder schweren Infekten)…
        🙂

      • xyxyxy sagt:

        tsts – vollkommen mit ihnen einig!

      • Carolina sagt:

        Nochmal xy: wegen Dummheit einiger Nutzer verbieten? Mein Hausarzt erzählt mir ständig, wieviele Eltern seiner kleinen Patienten (er ist Pädiater) wegen alllem und jedem Medikation verlangen – idR Antibiotika. Die Diagnose ‚er hat nichts‘, ‚geht von selber weg‘ gibt es für viele Schulmedizin-Gläubige (ausschliessliche) nicht. Mein Hausarzt redet dann, sagt er, von Selbstheilungskräften, Immunabwehr etc und weist auf die Komplementärmedizin hin. Genauso ist es umgekehrt. Menschen, die schwere Krankheiten oder solche, die danach aussehen, ausschliesslich durch Gesundbeten, H usw behandeln,

      • Carolina sagt:

        /2 sind entweder sehr verzweifelt (aber da gibt es sehr wohl Anlaufstellen heutzutage, in der Onko-Beratung) oder, äxgüsi, ein bisschen naiv bis dumm. Warum geht bei dem Wörtchen H immer so ein Geschrei los? Für mich ist es einleuchtend, das Beste aus allen Welten für mich und meine Familie herauszusuchen, dabei aber den gesunden Menschenverstand und eine Grundskepsis nicht einfach zu vergessen. Ich verteufle ja auch die Schulmedizin nicht.

      • Beno sagt:

        @tststs
        10. Mai 2012 um 11:04

        Es gehen neuste Untersuchungen auf dem Gebiet der Medizinzuführung soweit, dass die sich fast in der Homöopathie wieder spiegeln,
        Ein Medizin wird zugedient, wobei Reaktionen im Hirn gemessen werden ..und um genau diese Reaktion zu stimulieren, ohne den Stoff erneut zu zudienen, wird es gehen.
        Wenn dies gehen wird, wäre der Mensch erlöst von den Nebenwirkungen der Chemie und die Spagyrik kann er dann vielleicht noch brauchen…um das Silber zu putzen ?!

      • Sportpapi sagt:

        @tststs: Ich wäre ja gespannt, wie so eine Untersuchung im „homöopathischen Stil“ ablaufen würde. Und worauf sich Ihre Kritik an den wissenschaftlichen Methoden begründen.
        Ansonsten erinnert mich das Ganze eher an unsere früheren Pfadilager, als wir auch immer hochwirksame Heimwehtropfen zusammenbrauten. Mit dem Unterschied, dass diese niemals so gut schmeckten (darauf haben wir geachtet…)

  • Hans Gruber sagt:

    „Die Eltern setzen mit der Homöopathie auf eine natürliche Methode, die im Gegensatz zu Medikamenten keine Nebenwirkungen hat.“

    Oh weh, etwas Ahnung von der Thematik sollte man schon haben. Simple Faustregel: Wenn etwas keine „Nebenwirkungen“ hat, dann hat es überhaupt keine Wirkung. Ausser vielleicht einem Placebo/Nocebo-Effekt. Aber für das kann man auch etwas Zuckerwasser selber anrühren, kommt billiger als teure Globuli-Zuckerkügelchen beim Wunderheiler zu besorgen.

  • Chris sagt:

    Als Medizinstudent finde ich den Blogbeitrag hier vollends gaga. Anders lässt sich das gar nicht ausdrücken.

    Aber die Leute WISSEN halt nicht, was sie tun. Und solange dieses medizinische WISSEN nicht universeller verbreitet wird, wird solch Scharlatanerie auch weiterhin Bestand haben. Mein Mitleid haben sie.

  • Pascal Sutter sagt:

    Irgendwie ist an diesen Kügeli etwas dran. Ich habe das bei Bronchitis und Zahnweh erlebt. Ich denke, man kann Homöopathie und Schulmedizin parallel anwenden wenn es um Behandlungen geht und dann mit dem weiterfahren, was hilft.
    Das einzige, was ich der Schulmedizin teilweise ankreiden kann ist das zu schnelle verschreiben von Pillen, ohne dass man sich mit den Patienten unterhält. Oftmals kann man als Arzt sicher aus dem Lebenswandel der „Kranken“ eine verbesserung lesen.

  • lamakki sagt:

    Gute Nacht, interessante und fundierte Mamablogs… Hallooo Esoterik, Halbwahrheiten und falsche Aussagen a la „nützts nüt so schads nüt“. Schadet eben doch!

    • tststs sagt:

      Beweis? Da wird gerade lauthals verkündet, dass Homoö und Globuli nichts bewirken… ausser Schaden… den können sie bewirken…?!

    • Valeria sagt:

      Also ich habe schon Menschen gesehen, die eine ernsthafte Krankheit erstmal selber „behandelt“ haben mit Globuli. Aus Angst und dem Glauben, das „es ja nichts schadet“.

      Als der Krebs dann sichtbar aus dem Dekolleté herausgewachsen ist, war’s leider schon zu spät.

      • tststs sagt:

        Nun gut, es gibt Leute, die glauben, wenn man sie in der Erde vergräbt, landen sie auf einer Wolke…

  • Auguste sagt:

    hmm…, der blog bringt mich drauf, dass ich im web-shop noch räucherstäbchen gegen böse geister bestellen muss, den traumfänger wieder mal ausmisten sollte, und dr. house eine völlig unrealistische serie ist, weil er noch nie gesagt hat: „chase, geben sie dem patienten, globuli.“

    schlangenöl ist glaub ich auch im angebot heute, und scientology wurde als naturwissenschaft endlich anerkannt.

    • Dani Kobler sagt:

      Und bitte nicht vergessen im Konsum noch die Wochenration LC1, Activia und Actimel einzukaufen, die sind vorbeugend gegen Grippe, Erkältung, stärken probiotisch das Immunsystem und wirken beruhigend auf die Darmflora. Nestle, Danone, klinische Tests und vor allem Maria Walliser können nicht irren.
      Und das neutrale Pflaster für dfüchs sind und nur Hello Kitty Pflaster heilen wissen Eltern von Mädchen schon lange.

      • tststs sagt:

        Jaja, und möglichst zwei Mal am Tag duschen, um den „Dreck“ wegzukriegen, dann ja den angereicherten Tampon verwenden (ich warte nur noch auf die Auswahl zwischen links- und rechtsgedrehtem Modell), und ja nicht den täglichen Vitaminschub aus der Dose vergessen…
        😉

    • Dani Kobler sagt:

      Vitamine gibt es bei uns nicht aus der Dose, sondern als Nimm2 (gesunde Vitamine naschen).
      Dazu noch eine Milchschnitte (das beste aus 1 l Milch).
      Gibt es eigentlich Petit Gervais noch (so wertvoll wie ein kleines Steak)?

    • Philipp Rittermann sagt:

      …was aber wirklich hilft, ist exorzismus.

  • Martin sagt:

    Bin der Ansicht dass diese Eltern schon vor der Geburt ihrer Kinder ein Flair für unwissenschaftliche Glaubensrichtungen haben. Aberglaube verbunden mit viel Mystik ist ein alter Erdenbürger, von San Gennaro bis zu den Albinos die geschlachtet werden weil irgendwelche Sangoma damit Heilsversprechungen machen können. Viele Menschen scheinen das einfach zu brauchen, etwas woran sie glauben können aber nicht zu verstehen ist. Wenn dann die Kinder da sind konzentriert sich alles auf sie, leider auch das ideologische. Schwierig wird es erst dann wenn die Gesundheit der Kinder dadurch gefährdet ist.

  • Beno sagt:

    Kürzlich habe ich eine Ziffer gehört , dass jährlich 40 Tausend Menschen in Deutschland sterben an den Nebenwirkungen von Medikamenten der Allopathie (sogenannt gangbare Medizien)

    • xyxyxy sagt:

      dann sind SIe auf jeden Fall prädestiniert für Homöopathie

      man hört, was man gerne hört
      man glaubt, was man glauben will
      das geht uns allen so

      • Beno sagt:

        @xy
        ….“man hört, was man gerne hört“ …wie kommen sie auf den Sch*** ?

        Ich finde dies eher beängstigend, weil das Wikungsgebiet der Homöopathie in meinen Augen doch beschränkt ist (… gerade was akkute Dinge sind )…und dann ist man eben angewiesen auf Chemie..

      • xyxyxy sagt:

        wieso soll das ein Sch. sein? Das verstehe ich überhaupt nicht.
        Machen sie die Augen auf, hören sie sich um, was die Menschen reden.
        Wir sind in dem was wir aufnehmen, sehr selektiv und zudem suchen wir uns das, was wir uns anhören, auch aus.
        Mit diesen vermeintlichen Fakten zimmert der Mensch sich sein Weltbild zusammen.
        Für den einen ist die ganze Medizin ein verlogenes Konstrukt, der andere schwört darauf.
        Der eine glaubt an Climagate, der andere ist überzeugt von der Erwärmung. Alle diese Menschen haben Sachen gehört, welche ihre Meinung fundiert unterstützen.

      • Beno sagt:

        @xy
        Dies ist so ein Drehorgel – Cliché und würde wohl jede objektive Diskussion unmöglich machen…zumal sie bei mir völlig verkehrt liegen .
        Ich habe glaube ich den letzten 20 Jahren keine Globuli mehr geschluckt , was aber nicht bedeutet dass ich diese Komplementärmedizin in eine Ecke mit Fantastereien setze.
        Was ich der Homöopathie vorwerfe ist , dass sie ihre Grenzen nicht richtig anerkennt

      • tststs sagt:

        Und die Schulmedizin tuts? Oder die Chinesische?
        Jedes System ist doch von sich selber überzeugt… (muss es doch auch…)

      • xyxyxy sagt:

        schon in Ordnung Beno – ich sage es immer wieder, dass ich weder gegen Beten, noch Chügeli etwas habe
        ich habe nur etwas gegen Methoden die NUR positiv sein können, weil alles das wirkt, kann eben auch Schaden – wie auch immer –
        viele Homös betreiben auch eine verteufelung der Medizin, wenn sie wüssten, was ich von solchen Leuten schon für Verschwörungstheorien gehört habe…. ich dachte mit ihrem „ich habe gehört“ sie kämen aus dieser Ecke.
        Tun sie aber nicht. Alles i.O.

      • Beno sagt:

        @tststs

        Die Dinge werden in der Zukunft immer transparenter werden und wer aufgeblasene Eier verkaufen will, …wird das Nachsehen haben. Darum tut sich jede Medizin gut daran , um bei „ihren Leisten“ zu bleiben

    • Philipp Rittermann sagt:

      …ist doch gut – so reguliert sich die bevölkerung in deutschland.

      • Renatus sagt:

        Menschen sterben weil sie sterblich sind. Mit Medikamenten versuchen wir, das so weit wie möglich hinauszuzögern. Deshalb werden die meisten Menschen in unseren Breitengraden, die nach einer Krankheit sterben, Medikamente zu sich genommen haben. Lässt das nun den Schluss zu, dass sie an den Medikamenten gestorben sind? Und falls man davon ausgeht, dass es Todesfälle wegen Behandlungsfehlern gibt (kommt sicher vor), ist der Umkehrschluss zulässig, den solche Aussagen suggerieren: dass ohne Medikamente diese Menschen alle noch am Leben wären? Klares Denken ist gefragt hier.

  • Frölein Mitens sagt:

    Ich ‚fahre‘ schon länger auf Homöopathie ab, weils hilft und ich die ganzen ‚Risiken und Neberwirkungen‘ nicht habe, wie bei der Schuldmedizin. Habe mich lange auch gefragt, ob es eben ‚Einbildung‘, Placebo etc. ist, aber als mir eine Arbeitskollegin einmal erzählte, dass sie sogar ihre Tiere (Hund und Katze) erfolgreich mit Globulis behandelt, bin ich mir, was diese Argumente anbelangt, nichtmehr so sicher. Selbstmedikation find ich immer ein wenig schwierig, egal ob Homöopathie oder Schulmedizin. Aber ich bin froh, dass Homöopathie wieder von der Grundversicherung übernommen wird.

    • xyxyxy sagt:

      FM – „ohne die ganzen Risiken und Nebenwirkungen“ das ist eben eine Denkfaulheit
      WENN die Chügeli und Co. eine Wirkung haben, dann müssen sie auch eine Nebenwirkung haben können
      etwas das wirkt, bewirkt ja etwas – und wenn die Wirkungsweise diffus und unerklärlich ist, dann kann das genau so auch im Negativenbereich sein. Weil ich genau weiss, WIE ein Aspirin wirkt, weiss ich auch WIE es unerwünscht wirken kann. Das ist der Vorteil an Messbaren Medikamenten.
      Chügeli, Beten, Schutzengel, Joga kann helfen, aber es kann auch Schaden
      genauso wie Aspirin, Cannabis, Wein und Schokolade

    • Pädiater sagt:

      Das „Tierargument“ wird immer wieder gerne gebracht. Dabei wird vergessen, dass der Beobachtungsfehler nicht durch das Tier gemacht wird, sondern durch den „behandelnden“ Menschen, der die Besserung des Zustandes natürlich auf seine Maßnahmen zurückführt (Wenn es schlimmer statt besser wird, war es eben die „Erstverschlimmerung“ und wenn es gar nicht besser wird, muss es wohl das falsche Mittel gewesen sein. Aber wenn es besser wird, dann muss das Mittel ja gewirkt haben). Magisches Denken und unbewusster Selbstbetrug spielen hier die entscheidende Rolle.

      • Renatus sagt:

        Perfekt auf den Punkt gebracht. Die meisten Unpässlichkeiten (egal ob bei Mensch oder Tier) verschwinden irgendwann von selber. Man kann mit Kügelchen auch den Regen stoppen: einfach ein paar davon die Toilette hinunterspülen, und alle 2 Stunden wiederholen. Wirkt absolut zuverlässig, irgendwann hört der Regen immer auf.

    • Marcel mertz sagt:

      #1: Placebo-Effekte werden immer wieder missverstanden; es geht dabei nicht um ein „Glauben, dass es wirkt“, sondern um ganz verschiedene psychische und psycho-physische Effekte (z.B. Stressabbau), die bspw. auch mit Konditionierung zusammenhängen. Diese Effekte können auch bei höheren Tieren wirksam sein; sie sind konditionierbar und lernfähig, auch, was emotionale Reaktionen bei Frauchen/Herrchen und deren Verhalten dann betrifft (z.B. Katze, die um Essen bettelt). Zudem spielt natürliche Regression, der normale Verlauf einer Krankheit, auch eine Rolle (am nächsten Tag ist es wieder besser).

    • Marcel mertz sagt:

      #2: Beim Argument, dass Homöopathie bei Tieren hilft, ist (deshalb) festzuhalten:
      1. Höhere Tiere unterliegen Konditionierung u.Ä.
      2. Zwischen Haustieren und Besitzern besteht eine emotionale Beziehung (v.a. von Seiten des Besitzers aus).
      3. Der Besitzer, dessen Wahrnehmung u.a. aufgrund der emotionalen Beziehung selektiv ist (und „biased“, erst recht, wenn er davon ausgeht, dass die Behandlung hilft), entscheidet, ob es dem Tier besser geht oder nicht, und interpretiert die Wahrnehmung.
      4. Positive Effekte werden kausal den Globuli zugeschrieben, selbst wenn sie nichts damit zu tun haben.

  • Hans sagt:

    Also ich habe bei jeder Bergtour die Chügeli dabei. Wenn dann an den Füssen Blasen entstehen, nehme ich einfach Chügeli. Hilft es nach 5 Minuten nicht, dann nehme ich andere Chügeli.

    Meine Erfahrung: Es hilft immer!

    Immer wenn ich dann unten im Tal die Schuhe ausgezogen habe, die Füsse in einen kalten Bergbach halte und mit der Natur, den Bergen und mir selber eins bin, dann weiss ich: Die Chügeli haben geholfen und ohne Chügeli hätte ich die Bergtour nie geschafft.

    Ich denke, das ist dasselbe Prinzip von Ursache und Wirkung, warum auch Eltern zu Chügeli greifen.

    • xyxyxy sagt:

      Maria hilft auch, das können Millionen von Menschen bezeugen.

      Darum kaufen auch Millionen von Eltern Chügeli. Das ist ganz normal für Menschen.
      Der zweite Grund ist auch, dass jeder Verkäufer in Drogerien einem automatisch solche Heilmittel als erstes anbietet. Die sind Super, damit machen wir sehr gute Erfahrungen etc. – Man denkt, der „Fachmann“ wüsste bescheid und kauft. Meine Frau brachte auf diese Weise mal Tütenweise Spagyrik Sachen nach Hause. Wir hatten keine Ahnung welche Art Medizien dahinter steckte, bis mich ein akademischer Freund darüber aufklärte.

      • marie sagt:

        frage aus neugierde:
        was liegt hinter der spagyrik? war ein paar mal krank, schulmedizin war zwecklos, aber spagyrik half (hatte zumindest den eindruck) – stehe übrigens homöopathie eher kritisch gegenüber.
        danke für eine antwort.

      • xyxyxy sagt:

        marie – http://de.wikipedia.org/wiki/Spagyrik

        wusste es auch nicht mehr so genau:
        Alchemie find ich ja irgendwie cool. Vor allem Nicolas Flamel, der den Stein der Weisen erschaffen konnte.
        Ohne Schmäh jetzt. Ich hab mir schon überlegt, ob ich Alchemist werden will. Aber vielleicht bin ich bereits einer.
        So jetzt muss ich aber arbeiten.

  • Pädiater sagt:

    Als Kinderarzt der sich mit dem Thema intensiv auseinandergesetzt hat muss ich sagen:
    Die Wirkung von Homöopathie ist vielleicht zwischen Eltern umstritten; wissenschaftlich ist längst belegt, dass die Heilungsversprechen unhaltbar sind, die Kügelchen einfach nur Milchzucker enthalten und auch genauso wirken. Die Behandlungsprinzipien der Homöopathie widersprechen fundamentalen Prinzipien der Physik, Chemie, Biochemie und Physiologie. Individuen, die sie anwenden unterliegen immer noch „magischem“ Denken.
    Und wie sieht es mit den Heilungserfolgen aus? Post hoc ergo propter hoc googlen!

    • Valeria sagt:

      Danke.

      Die Chügeli helfen dem Kind etwa so gut, wie ein farbiges Pflästerli oder ein bisschen „Heile, heile, Säge“-singen… Aber für manche Eltern muss Placebo ja scheinbar was kosten, damit es wirken kann.

  • Alain de la France sagt:

    Chuegeli koennen helfen – beim Zahnen.
    Aber weniger, wegen der Inhaltsstoffe – sondern wegen der mechanischen Wirkung (Massage).

    • Werden die Kügeli ins Zahnfleisch massiert? Ich dachte, die schluckt man einfach?

    • Alain de la France sagt:

      Die Idee bei den schon „alten“ Zahnchuegeli ist, dass das Kind sie wie ein Bonbon „sueggelet“;
      und dadurch indirekt das Zahnfleisch massiert wird. (gibt auch eine Ablenkung vom Schmerz).
      Es hat zur Suessung Milchzucker drin…

  • 1) Natürlich bewirkt die Homöopathie etwas. In unseren Köpfen. Wohl jeder hat Freunde, Bekannte oder Verwandte, die darauf schwören: Das könne doch nicht alles Einbildung sein… Seit Jahren vertraue man darauf. .. Und bei den Kindern klappe es doch auch! Angesichts solcher Alltagserfahrungen zu widersprechen scheint kalt und herzlos. Müssen wir also die Homöopathie ebenso gelten lassen wie jede andere Therapie?

    • Müssen wir nicht. Mittlerweile zeigen einfach zu viele Befunde der klinischen Forschung: Die sanften Globuli wirken nicht besser als inhaltslose Attrappen. Und dieses Resultat ist umso klarer, je solider eine Studie angelegt ist. Angesichts solcher Ergebnisse erhielte kein gewöhnliches Medikament eine Zulassung.
      http://www.guardian.co.uk/science/2007/nov/16/sciencenews.g2

      • Frölein Mitens sagt:

        Wie werden Studien angelegt? Ganz einfach: Zwei Blindstudien in der das Medikament besser abschneiden muss, als das Placebo, big Deal. Was nach den zwei Blindstudien herauskommt, spielt keine Rolle. Aber wie unten schon erwähnt, eine Bekannte von mir gibt ihren Tieren Globulis, und es hilft.

      • Julia_2 sagt:

        @Mitens: Sie streiten die Objetivität von Studien grunsätzlich ab, verweisen aber gleichzeitig auf den Erfahrungsbericht einer Bekannten um die Wirkung der Homöopathie zu ‚beweisen‘. Viel subjektiver geht’s wohl nicht.
        Nebenbei bemerkt: Für ein Pharmaunternehmen ist es ein riesiges Desaster, wenn auf Grund falscher Studienergebnisse ein wirkungsloses Medikament auf den Markt kommt. Dank Konsumentenschützern, konkurrierenden Unternehmen oder staatl. Studien fliegt die Wirkungslosigkeit eher früher als später auf. Was dem Unternehmen bleibt, ist ein riesiges Verlustgeschäft.

      • Frölein Mitens sagt:

        Schwach muss ja nicht gleich wirkunglos sein. Und staatliche STudien? Das will ich zuersteinmal miterlebt haben dürfen, dass der Stat Studien durchführen lässt.

      • Julia_2 sagt:

        @Mitens: http://www.snf.ch/D/NewsPool/Seiten/mm_07apr17.aspx
        Der SNF ist vom Bund finanziert und arbeitet im Auftrag des Bundes. (Die Formlierung hatte so im obigen Kommentar leider keinen Platz mehr. Daher der unpräzise Ausdruck „staatl. Studien“)

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Das mit dem Riesendesaster tritt selten ein, auch wenn ein Produkt absolut wirkungslos oder sogar schädlich ist.

        In Deutschland gibt es seit 2004 das ‚Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen‘ IQWiG, auf http://www.gesundheitsinformation.de kann man nachlesen, was die so herausgefunden haben zB. zu: Zusammenhang von Bluthochdruck und Kochsalz, Sport als Therapie gegen Bluthochdruck oder die Resultate des Institutes zu den Adipositas- und Diabetesleitlinien. Alles in allem ganz erstaunliche Resultate, auch wenn das Institut sehr zurückhaltend formuliert!

  • tommaso sagt:

    Ein Problem der Schulmedizin ist, dass viele Medikamente aus ethischen Gründen nicht an Kindern, gesshweige denn Kleinkindern getestet werden, man also recht wenig über die Nebenwirkungen weiss. Und das Hauptproblem der Homöopathie ist, dass man eigentlich gar nichts über die Wirkungsweise weiss.

    • tommaso sagt:

      „geschweige“, nicht „gesshweige“

    • Bionic Hobbit sagt:

      Oh, man weiss schon was darüber, nämlich, dass sie nicht mehr als Plazebo wirken. Wenn man jetzt „nicht wirken“ mit „nicht wissen“ ersetzt, kann man ewig weiterdiskutieren.

      • Hans vom Hübel sagt:

        Die Homöopathen sind diesbezüglich ganz gerissene Siechen, sie kehren die Beweislast um, indem sie sagen: „Oh, wir müssen gar nichts beweisen, wir WISSEN dass es wirkt…“ Oder sie behaupten, Doppelblindstudien seien für den Wirksamkeitsnachweis ungeeignet etc.

        Es handelt sich um eine Glaubensgemeinschaft.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Das tut es bei den Medizinern oft auch. Ich lese gerade, nach welchen Kriterien sogenannte ‚Guidelines‘ von hochangesehenen Experten erstellt werden. Tja, daran glauben hilft – vielleicht. Wir sind leider noch weit entfernt von der evidenzbasierten Medizin.

      • Marcel Mertz sagt:

        @Langstrumpft: Ja, bei den Leitlinien muss sich noch was tun. Wernn wir aber von den (selteneren) S3-Leitlinien (Evidenz und Konsens) und nicht nur von S1-Leitlinien (nur informeller Konsens) sprechen, denke ich, sind wir bereits der EbM so nahe, wie es praktisch möglich ist. (Leitlinienentwicklung ist eine langwierige, komplexe und auch kostspielige Angelegenheit; mit gewissen praktischen constraints werden wir leben müssen. Wichtig ist, dass diese transparent dargestellt werden, damit die Qualität und Reichweite der Leitlinieninhalte einschätzbar bleibt).

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        ‚Leitlinienentwicklung ist eine langwierige, komplexe und auch kostspielige Angelegenheit;‘ genau, deshalb hätten wir schon lange anfangen müssen. Da tut sich viel zu wenig! Im Interesse der Pharmafirmen.

        Frank schreibt: ‚Es gibt keinen gesetzlichen Auftrag, der festlegt, wer für das Erstellen der Lehrmeinung zuständig ist und wie dabei vorgegangen werden soll. Letztlich gibt es keine klare Regelung, wie die Behandlungsempfehlungen entwickelt werden sollten.‘ So weit so schlecht in D, bei uns ist es m.W. nicht besser.

      • Marcel Mertz sagt:

        „Im Interesse der Pharmafirmen“ – Können Sie das belegen? Ich finde, das klingt sonst eher wie eine Verschwörungstheorie (immer die böse Pharma, die alles unterdrückt und manipuliert).

        „Letztlich gibt es keine klare Regelung, wie die Behandlungsempfehlungen entwickelt werden sollten“ – Das stimmt zumindest auf prozeduraler Ebene nicht (und ob es wirklich rechtlich geregelt sein muss oder sogar kann, ist fraglich); es gibt viele verbreitete Leitlinienmanuale mit klaren Kriterien, z.B. AGREE, DELBI (von der AWMF), SIGN usw.

      • Beno sagt:

        @Marzel Mertz

        TAMIFLU ist EINE von vielen Manipulation Beweisen wo die Pharma nicht vollständig über mögliche Gefahren informieren wollte, aus Angst um Millionengewinne ans „Pharmabein“ streichen zu können. Gerade nur ein bescheidener warnender Hinweis, dass Menschen in öffentlichen Diensten dies doch besser nicht nehmen sollten.
        Später hat sich dies bestätigt ….

      • Marcel Mertz sagt:

        Ich würde nicht behaupten wollen, dass es keine Skandale oder Ungereimtheiten gibt; die kann es immer mal geben, wenn es um grosse Gelder geht, ungeachtet des jeweiligen Gebiets. Wie stark manipuliert wurde und wie viel auch Nichtwissen war usw., ist dann jeweils zu prüfen.

        Meine Frage an Pippi war aber, ob sie die nachhaltige Einflussnahme von Pharmafirmen auf die Entwicklung von klinischen Leitlinien belegen kann (z.B. dass die Wirkung eines Medikamentes zu positiv dargestellt wurde), v.a. bei den qualitativ hochwertigeren S3-Leitlinien, wie ich ergänzen würde – ein etwas anderes Thema.

      • Katharina sagt:

        „die nachhaltige Einflussnahme von Pharmafirmen auf die Entwicklung von klinischen Leitlinien“ – das ist zumindest im Falle der FDA allerdings schon gegeben, wenn die finanziellen und personellen Verstrickungen betrachtet werden.

        „Es gibt keinen gesetzlichen Auftrag, der festlegt, wer für das Erstellen der Lehrmeinung zuständig ist und wie dabei vorgegangen werden soll“ – es ist eben schon so, dass einzig auf die Akademia abgestellt wird.

        So unrecht hat Pippi da also nicht.

  • xyxyxy sagt:

    Nun, Frau B. falls das ein Trend ist. So sind wir wieder einmal völlig ausgenommen von diesem Trend. Nein, ich/wir haben mit diesem Zeug auch nicht angefangen seit wir Kinder haben.
    Und was ihre Erfolge betrifft… versuchen sie nächstes Mal statt Kügeli einfach beten. Wenn sie das immer wieder tun, werden sie auch den einen oder anderen Erfolg verbuchen, vor allem, wenn sie daran Glauben, bzw. Hoffnungen darin setzen.
    P.S. Wenns nichts nützt, schadets nichts, hat auch eine Kehrseite: wenn es nützen kann, kann es auch schaden.
    Egal ob es nun auf der physischen oder psychischen Ebene wirkt.

  • moro sagt:

    Die Auseinandersetzung mit Homöopathie setzt eine genaue Beobachtung vorraus, lehrt Gefühl und Analyse abzuwägen und verstärkt die Bindung zum Kind.

    • xyxyxy sagt:

      meiner Beobachtung nach fördert dieses Beobachten ein sich ständiges Drehen um die Gesundheit (bzw. der subtilen Angst vor Krankheit) – ich wundere mich manchmal, was die Fans andauernd für Mittelchen nehmen ‚müssen‘ um Gesund zu sein, wo ich einfach so gesund sind (Holz aalangä), ohne gross darauf zu achten. Es sei denn auf inneres Gleichgewicht, Zufriedenheit und ein gutes Karma.

    • Carl Over sagt:

      „…und verstärkt die Bindung zum Kind.“

      Was für eine abwertende Aussage…

    • Valeria sagt:

      Ich würde eher sagen: Die Auseinandersetzung mit dem Kind verstärkt die Bindung zum Kind. Und nicht die Homöopathie.

      • Carolina sagt:

        Das ist eine Behauptung, kann aber meiner Beobachtung nach durchaus zutreffen. Warum soll es dann nicht legitim sein, bei (wichtig:) kleineren Störungen durch erhöhte Zuwendung, Placebo-Effekt oder was auch immer einen Effekt zu erzielen? Da sind halt die Chügeli hilfreich. Mein gesunder Menschenverstand hat immer funktioniert bei meinen Kindern: ich wusste, wann etwas schulmedizinisch abgeklärt werden muss oder wann Chügeli, warum auch immer, ausreichen könnten.

  • Julia_2 sagt:

    Interessant finde ich ja immer die Bezeichnung „chemisch“ wenn es ums Schulmedizinische geht. Das hat immer diesen negativen Unterton: Chemisch ist böse und unnatürlich. Ganz übersehen wird dabei, dass praktisch alle Vorgänge in unserem Körper chemischer Natur sind. Unser Körper ist eine eigentliche Chemiefabrik. Er wandelt z.B. ständig Monosaccharide und Dioxygene in Dihydrogenmonoxide und Kohlenstoffdioxide um. 🙂
    Wenn ein Heilmittel, nicht auf chemischer Ebene wirkt, frage ich mich, auf welcher dann? Und warum gelten die Gesetze der Physik für gerade für dieses Mittel nicht?

    • xyxyxy sagt:

      Danke Julia!

    • Pia sagt:

      ja, alle Medikamente, ob pflanzlich oder schulmedizinisch im engeren SInne sind „bio“-chemische Mittel und das ist auch gut so. Und nützts nichts so schadets nicht, ist gerade auch bei der Homöopathie sicher nicht der richtige Ansatz.

    • Blitz Blank sagt:

      Der Umstand, dass im Körper unzählige und untereinander vernetzte biochemische Prozesse ablaufen, könnte man auch als Argument dazu verwenden, sehr zurückhaltend mit chemischen Interventionen/Manipulationen zu sein.

      • Blitz Blank sagt:

        Bin zwar kein Biologe/Chemiker aber:

        Biochemisch und chemisch ist nicht dasselbe. Biologie ist die belebte Natur, Chemie ist unbelebt.

        Nach meinem Verständnis sollten Medikamente eher auf der lebendigen biologischen Ebene ansetzen, also die Regulations- und Selbstheilungskräfte des Körpers anregen, anstatt ihn lediglich auf der chemischen Ebene zu manipulieren.

      • xyxyxy sagt:

        ich bin der Meinung dass der Biologe und der Mediziner wahrscheinlich mehr von körperlichen Abläufen verstehen als sie und ich, was denken sie?

      • Blitz Blank sagt:

        @xyxyxy

        Ganz bestimmt.

        Ich ziehe deren Wissen auch gerne in meine Überlegungen ein. Letztendlich bestimme aber ich über meinen Körper.

      • xyxyxy sagt:

        da halte ich es gleich wie sie

      • Julia_2 sagt:

        @Blitzblank: „Nach meinem Verständnis sollten Medikamente eher auf der lebendigen biologischen Ebene ansetzen, also die Regulations- und Selbstheilungskräfte des Körpers anregen, anstatt ihn lediglich auf der chemischen Ebene zu manipulieren.“
        Was ist denn das für esoterisches Gerede. Selbstheilung wie z.B. der Plazeboeffekt findet IMMER auf chemischen und/oder physikalischen Ebene statt. Erklären Sie mir doch mal, wie man auf der „lebendigen“ Ebene ansetzt, ohne die chemisches Prozesse darunter anzusteuern. Ich warte gespannt auf ein Beispiel…

      • Hans Gruber sagt:

        @Blitz Blank: Offensichtlich sind Sie kein Biologe. Ihre Unterscheidung ist natürlich Quatsch. Biologie basiert immer auf biochemischen Prozessen, die wiederum natürlich Teil der Chemie sind (welche ihrerseits im Prinzip auf den physikalischen Grundlagen aufbaut). Hier eine Grenze ziehen zu wollen ist deshalb ziemlicher Unsinn.

        So oder so kann man keine „lebendige Biologie“ als Medikament verwenden, ausser vielleicht Sie essen lebende Organismen. Ist natürlich auch Unfug, vielmehr nimmt immer chemische Stoffe auf. Ob von einer Pflanze „natürlich“ synthetisiert oder anderweitig „künstlich“.

      • Jakob Harzenmoser sagt:

        @ Blitz Blank: Die Biochemie, früher auch Physiologische Chemie, .. genannt, ist die Lehre von den chemischen Vorgängen, dem Stoffwechsel, in Lebewesen. Sie bearbeitet den Grenz- bzw. Überschneidungsbereich zwischen Chemie, Biologie und Medizin. ***Man soll nicht glauben, sondern nachschlagen Bsp Wikipedia
        Bis 1828 glaubte man, dass für die Bildung der organischen Stoffe eine vis Vitalis (Lebenskraft) nötig sei. Das widerlegte Wöhler durch die Synthese von Harnstoff. Bichemische und chemische Prozesse laufen nach den selben Regeln ab.

      • Julia_2 sagt:

        Und zur Biochemie: Diese ist lediglich eine Unterkategorie der Chemie, die sich auf Prozesse und Moleküle beschränkt, welche für den lebenden Organismus relevant sind. Chemische Prozesse, Moleküle und Atome sind weder lebendig noch tot, genauso wenig wie sie grün oder blau sind.

      • Blitz Blank sagt:

        @Julia_2

        Nicht gleich (chemisch) aggressiv werden.

        Meines Wissens hat die Wissenschaft noch keine Antwort darauf, wie Leben entstanden ist, also wie es von der unbelebten Chemie, zur belebten Biologie (mit RNA/DNA) kam.

        Biologie ist also nicht nur Chemie.

        Gerade der Placebo-Effekt beweist ja, dass man die Körperchemie nicht nur durch Chemie verändern kann.

      • Blitz Blank sagt:

        @Julia_2

        „Und zur Biochemie: Diese ist lediglich eine Unterkategorie der Chemie“

        Wäre es nicht logischer, wenn die Biochemie eine Unterkategorie der Biologie wäre?

      • Marcel mertz sagt:

        @Blank: Ich denke, man sollte sich davor hüten, wissenschaftliche Disziplinen (die historisch gewachsen sind und für deren Bildung und Wandel auch soziologische Faktoren eine Rolle spielen) und ihre Bezeichnungen als ontologische Kategorien misszuverstehen. Ob es eine ontologisch relevante Differenz zwischen dem, was wir als „unbelebt“ und „belebt“ bezeichnen, ist letztlich eine philosophische Frage.

      • Blitz Blank sagt:

        @Marcel mertz

        Wie gesagt ist der Sprung von der Chemie zur Biologie naturwissenschaftlich noch nicht geklärt/verstanden.

        Oder haben Sie da andere Informationen?

      • Marcel Mertz sagt:

        @Blank: Sie haben mich missverstanden. Was ich meine, ist, dass man nicht „Chemie“ und „Biologie“ usw., die wissenschaftliche Disziplinen bezeichnen, mit den Gegenständen bzw. Kategorien von Gegenständen gleichsetzen sollte, mit denen sie sich (gegenwärtig) beschäftigen. Es gibt keinen „Sprung“ zwischen Chemie und Biologie als ontologische Kategorien (als Disziplinen sowieso nicht), wenn man ontologisch von einem Materialismus ausgeht; es gibt diesen nur, wenn man von einem Vitalismus ausgeht (Belebtes ist kategorial unterschiedlich zu Unbelebtem). Aber das sind philosophische Entscheidungen.

      • Blitz Blank sagt:

        @Marcel Mertz

        Was sagt denn die Philosophie zum Placebo-Effekt?

      • Julia_2 sagt:

        @Blitzblank: „wie es von der unbelebten Chemie, zur belebten Biologie (mit RNA/DNA) kam.“ Ist DNA lebendig? Was heisst für Sie lebendig überhaupt? Viren etwa sind keine Lebewesen, da sie sich nicht selbstständig reproduzieren können. Chemie ist nicht lebendig, trotzdem basiert alles Lebendige auf Chemie. Das ist so ähnlich wie Atome, die auch nicht rot sind, alles was rot ist, besteht aber aus Atomen…
        Aber ich komme auf meine Frage zurück: Erklären Sie mir, wie ein Heilmittel auf der “lebendigen” Ebene ansetzt, ohne die chemisches Prozesse darunter anzusteuern. (Ein Beispiel wäre schön.)

      • Blitz Blank sagt:

        @Julia_2

        Nein die RNA/DNA ist nicht lebendig, sie ist aber auch nicht nur Chemie, sondern Information…

        Beispiel:

        Vielleicht ein Antihistaminikum bei Heuschnupfen im Unterschied zu einer Desensibilisierungstherapie?

      • Marcel Mertz sagt:

        @Blank: „Was sagt denn die Philosophie zum Placebo-Effekt?“ – Nichts Spezifisches, da derlei nicht zum Gegenstandsbereich der Philosophie gehört. Man kann aber philosophisch etwas über die metaphysischen, erkenntnis- und wissenschaftstheoretischen Voraussetzungen und Annahmen aussagen, was verschiedene Interpretationen des Placebo-Effektes betrifft. So gibt es bspw. Vertreter der „Alternativmedizin“, die „Placebo“ als so etwas wie „Geist-über-Materie“ betrachten, was eine ontologische Trennung zwischen Geist und Materie (sowie deren Existenz) voraussetzt.

      • Marcel Mertz sagt:

        „Chemie ist nicht lebendig, trotzdem basiert alles Lebendige auf Chemie. Das ist so ähnlich wie Atome, die auch nicht rot sind, alles was rot ist, besteht aber aus Atomen“ – Dies entspricht dem, was in der Philosophie als sog. Supervenienz (http://de.wikipedia.org/wiki/Supervenienz) bezeichnet wird. Ob diese aber konsistent im physikalistischen Rahmen durchhaltbar ist, ist umstritten.

      • Karl von Bruk sagt:

        @BB: Die heute auf Druck von Versicherungs“aerzten“ anstelle von Kuren oder (Teil)pansionierungen verschriebenen Dauerdopingkeulen haben oft schlimme Nebenwirkungen und keulen nach Jahren und Jahrzehnten mit hoher Wahrscheinlichkeit die Nieren (der oft kolonial gedeckte Nierenbedarf nach dem Versagen der zweiten Niere laesst gruessen). Chemikalien, insbesondere Psychofarmaka, sollten wenn immer moeglich (in wirksamen Dosen) nur zur kurzzeitigen Krieseninbervention verabreicht und nachher die Wurzel statt nur dis Symptome des Uebels behandelt werden….

    • Frölein Mitens sagt:

      Schlussendlich besteht keine einzige Zelle in unserem Körper aus Medikamenten, Globuli hin, Pille her.

      • Julia_2 sagt:

        @Mitens: Was wollen Sie uns damit sagen? Es besteht ja auch keine Zelle aus Vitamin C. Ich würde trotzdem höchst ungern drauf verzichten…

      • tststs sagt:

        Wenn mans genau nimmt, besteht ein Medikament ja auch nicht aus Medikamenten
        😉

    • Genderbender sagt:

      @Julia: Absolut einverstanden.
      Ebenso unsinnig: „Die Eltern setzen mit der Homöopathie auf eine natürliche Methode, die im Gegensatz zu Medikamenten keine Nebenwirkungen hat.“
      Völliger Quatsch. Die Kügelchen sind genauso ’natürlich‘ oder unnatürlich wie ’ne Aspirinpille. Und dass sie keine Nebenwirkungen haben, ist nicht erstaunlich: was keine Wirkung hat, kann auch keine Nebenwirkung haben.

      • Julia_2 sagt:

        @Genderbender und Pia: Das mit Wirkung und Nebenwirkung sehe ich genauso. Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass Leute mit der „nützts nichts so schadets nicht“-Methode nicht weniger krank sind, als ich. Im Gegeteil: die ständige Fixierung auf die Gesundheit lässt manchmal das kleinste Bobo zum Notfall werden.
        @xy: Gern geschehen 🙂

    • Jakob Harzenmoser sagt:

      @ Julia_2 Brava! Mich ärgert der dümmliche Satz <> auch ganz gewaltig. Beispiel: das böse chemische Aspirin ist verwandt mit dem lieben Extrakt aus der der natürlichen Pflanze Weide. Aspirin entsteht, wenn man den Extrakt (oder reine Salizylsäure) mit Essigsäure kocht. (Ist Essigsäure lieb oder bös, d.h. natürlich oder chemisch?) Das böse künstliche Aspirin hat einfach den Vorteil, dass es den Magen schont. Bei homöopathischen Mitteln stimmt „keine Chemie“ aber schon: Oft sind die Wirkstoffe so stark verdünnt, dass Kügeli nur noch das Verdünnungsmittel enthalten

    • Tomas sagt:

      Julia_2: danke, dass es sie gibt, ich käme mir sonst mitten in dem ganzen Quatsch noch exotischer vor 🙂
      Wird in der Schweiz eigentlich kein Naturwissenschafts- Unterricht gegeben?
      Es erinnert mich daran, wie meine Ex treuherzig darauf bestanden hat, dass die Kinder nur „Pflanzliche Medikamente“ bekommen, weil die ja bekanntlich sooo gesund und unbedenklich sind 🙂

  • Philipp Rittermann sagt:

    nun mal im ernst. solche artikel sind nicht förderlich – weil dieser hier a) nicht fundiert ist – und b) kurpfuscher wie pilze aus dem boden schiessen, welche verzweifelten patienten mit unseriösen methoden und versprechungen heilung anpreisen – und dies sogar bei schwersten erkrankungen. fazit: kritisches denken und gesunder menschenverstand sind auch hier von nöten.

    • Butterfly sagt:

      Gute Antwort hier. Das ging mir auch durch den Kopf. Hoffen wir, dass kritisches Denken und gesunder Menschenverstand immer erhalten bleibt 😉

      • Carl Over sagt:

        „Und alles für eine Behandlung, deren Wirkung umstritten ist.“

        Es sind diese Sätze, die mich ärgern. Die Wirkung ist NICHT umstritten, sondern schlicht nicht vorhanden. Es findet sich keine einzige seriöse wissenschaftliche Studie, die beweist, dass Homöopathie über den Placebo-Effekt hinaus wirksam ist.

      • Hotel Papa sagt:

        Und selbst dann ist sie verdammt gut. Ein Placebo ist gut, wenn es in den entsprechenden Bereichen angewendet ist. (Ich rede nicht von schweren chronischen Krankheiten.)

        Alles, was mit diesem derzeit so beliebten Homöopathie-Bashing erreicht wird, ist dass der Kreis der Menschen, denen damit geholfen werden kann, kleiner wird. Cui bono?

      • xyxyxy sagt:

        Hotel Papa – mit ihrer Argumentationsweise ist auch die ganze Aufklärung verkehrt.
        Denn beten und Maria und dergleichen hat auch vielen Menschen geholfen.
        ABER was hilft, kann auch schaden. Es sterben auch Menschen, wegen ihrem Misstrauen an Schulmedizin, wegen ihrem Glauben an Eso-Medizin.
        Und wie ich schon sagte: viele Homö-Fans die ich beobachte, sind häufiger krank, als der Durchschnitt, weil sie sich ständig um Gesundheit/Krankheit drehen. Viele geben ein Heidengeld aus, für Chügeli, Therapien etc.

      • tststs sagt:

        Also wenn wegen irgendeiner Medizin in diesem Land am meisten Menschen sterben, dann doch immer noch an der Schulmedizin… (also ich glaube jetzt auch nicht allen Statistiken, aber Schulmedizin hat sicher mehr Menschen auf dem Gewissen als Globuli…)

      • Valeria sagt:

        @ Carl Over:
        Über genau diesen Satz (und so ziemlich alle anderen in diesem Artikel…) habe ich mich auch geärgert. „Umstritten“ ist gut…

      • Genderbender sagt:

        @tststs: Tolles Argument. Es ist auch noch keiner beim Versuch gestorben, auf einem Schaukelpferdchen von Zürich nach Bern zu fahren. Im Auto allerdings schon.

      • Sportpapi sagt:

        @tststs: An Schulmedizin gestorben? Wollen Sie nun eine Rechnung aufmachen, Bilanz ziehen? Also das ist nun wirklich absurd.

      • Karl von Bruk sagt:

        @ Sportpapi: Wenn die toedlichen (und fast toedlichen) Kunstfehler ebenso gruendlich erfasst, analysiert und bekaempft wuerden wie die Strassenverkehrsunfaelle, waeren zwar nie alle, aber viele weitere vermeidbar! Viele Menschen entgehen in ihrem Leben nur knapp mehrmals dem Kunstfehlertod: zB Blinddarm der sich als Blutvergiftung vom Barfusslaufen entpuppte (der Einweiser wurde dann auch noch sternsverruckt, dass das Spital nicht operiert hat), Grippe, die erst nach Wochen als Lungen- und Brustfellentzuendung entlarvt wrude, Marschdispensverweigerung durch Frauenarzt fuer schmerzhafte Fusskr

      • Carl Over sagt:

        @ Hotel Papa

        „Und selbst dann ist sie verdammt gut. Ein Placebo ist gut, wenn es in den entsprechenden Bereichen angewendet ist.“

        Dann bitte ein Placebo anwenden, das nichts kostet und die Krankenkasse nicht belastet.

      • Widerspenstige sagt:

        Ja, besser die Kostenspirale noch mehr in die Höhe jagen, auch wenn es massenweise Kunstfehler, Nebenwirkungen und lebensverlängernden spitzenmedizinischen Verhältnisblödsinn gibt, den wir BürgerInnen berappen müssen, gellen Sie Carl Over (over and out!!)

        Fazit: ich bin nicht länger bereit, eine Schulmedizin zu unterstützen, welche immer mehr am Ziel vorbei im Glashaus werkelt. Die Alternativmedizin ist anerkannt und erfolgreich bei einem beachtlichen Teil der Prämienzahlenden! Das gilt es zu berücksichtigen u ich danke BR Berset sehr für seinen Mut, Weitsicht u Fokus auf Kostenwahrheit!!

      • Sportpapi sagt:

        @Widerspenstige: Du plädierst also dafür, weniger lebensverlängernde Massnahmen zu ergreifen? Bei wem? Nach welchen Kriterien? Ich meine, natürlich, würde man die Spitzenmedizin streichen, könnte man ganz viel sparen. Nur mit welchen Folgen? (Denn, klar ist, da hilt dann Homöopathie sicher nicht weiter!) Homöopathie als Spareffekt scheint mir etwas schwierig. Das wäre nur dann der Fall, wenn sie nicht zusätzlich, sondern stattdessen verwendet würde. Besser und billiger wäre es aber, bei Bagatellen ganz auf Medizin und Kügelis zu verzichten.

  • Philipp Rittermann sagt:

    ich bin gegen jede form von homöosexualität! -:)

    • Lorenz Häfeli sagt:

      @Rittermann: Ich kann mich noch gut daran erinnern – zur Ritterszeit, also zu jener Zeit als Sie Ihre testosteronmässige Hochblüte erlebten und als man das Bedingungsschiessen noch mit dem Morgenstern absolvieren musste, war dieser Witz saumässig lustig. Ein echter Schenkelklopfer. Auch an den ritterlichen Turnieren wurde er bis zum Abwinken herumgereicht. m.E. Heutzutage müsste man evtl. mit etwas Geistvollerem aufwarten. marie würde hier verm. wieder sagen:“Männer, und ihre Phantasien“ 🙂

  • J_Randi sagt:

    Eine hartnäckige Warze an den Füssen, die innerhalb von 24 Stunden verschwand? Whow! Egal ob mit Chügeli, Handauflegen, Beten, oder Medizintanz: Das ist Weltrekord!
    Bitte melden Sie sich bei der James Randi Foundation randi.org. Wenn Sie das noch einmal schaffen, erhalten Sie den Preis von 1 Mio Dollar.

  • diva sagt:

    ziemlich doofer artikel. warum wird eigentlich die wirkung der symptombekämpfenden aber NICHT-heilenden schuldmedizin nie so treudoof in frage gestellt? nur weil sie von einem ehemaligen medizinstudenten verschrieben wird? ich würde sagen, liebe frau braun, bevor sie über etwas reden bzw. schreiben, von dem sie sogar zugeben, dass nichts davon verstehen, lassen sie es lieber sein.

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