Die Angst des werdenden Vaters vor dem Geburtsvorbereitungskurs

Ein Papablog von Jan Derrer*

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Es gibt Dinge, die für einen Mann unheimlicher sind als die Geburt selbst: Ein Paar in einem Geburtsvorbereitungskurs. (Screenshot: Opelwerbung)

Ich bin weder ein Frauenschwarm noch ein Popsänger. Trotzdem habe ich etwas mit Robbie Williams gemeinsam. Wie er werde ich bald zum ersten Mal Vater. Wie das ist, verrät er auf seiner Webseite. Und genau wie er musste ich weinen, als ich die Ultraschallbilder sah. Leider schreibt er nicht, ob er zusammen mit seiner Ayda einen Geburtsvorbereitungskurs besuchen muss. Denn gerne würde ich wissen, ob er sich davor genauso fürchtet wie ich.

Bevor meine Liebste mich auf das Thema Geburtsvorbereitung ansprach, verlief die Schwangerschaft für mich als werdender Vater reibungslos. Irgendwann aber begann sie, zielgerichtet nach einem Geburtsvorbereitungskurs zu googeln. Und sie machte mir klar, dass meine Anwesenheit sehr erwünscht sei. So entdeckte ich im Internet eine neue Welt. Eine weibliche Welt der bewussten Atmung, der achtsamen Bewegungen, der Entspannung. In dieser mir fremden Welt werden «Werkzeuge erarbeitet», die Geburt wird «aktiv mitgestaltet». Und ich war plötzlich nicht mehr einfach zukünftiger Vater, sondern «Geburtsgefährte».

Auf den Websites der Geburtsvorbereitungskurse begegneten mir unzählige Bilder von Muscheln. Muscheln im Abendrot, Muscheln in Sand gezeichnet, abstrakte Muscheln, gekritzelte Muscheln, barocke Muscheln. Und alles in Pastellfarben getaucht. Dazu Fotos von bildhübschen schwangeren Frauen, deren Brüste durch wallende Seidentücher verdeckt werden, die Bäuche in weiches Licht getaucht. Männer sind in dieser Welt selten. Nur ab und zu schmiegt ein Mann mit verklärtem Blick seinen coolen Dreitagebart an einen schwangeren Bauch. Ich sah in meinem Leben noch nie so viele Fotos mit Softfilter.

Gewissenhaft studierte ich die Lebensläufe und Fotos der Kursanbieterinnen. Die typische Kursleiterin kennt sich aus in körperzentrierter Psychotherapie, Selbsterfahrung, Atemtherapie, Shiatsu, Yoga und Tanz. Sie trägt ihr Haar offen und ist ungeschminkt. Beim Hypnobirthing dominieren schlanke, blonde, dezent geschminkte Frauen, die mal Pharma-Assistentin waren.

Natürlich frage ich mich, ob ich unsensibel und potenziell ein schlechter Vater bin. Aber Geburtsvorbereitungskurse sprechen mich einfach nicht an. Geburt ist eine von Natur aus weibliche Angelegenheit und gehört nicht zu meinen Kernkompetenzen. Dasselbe gilt für die Geburtsvorbereitung. Meine Unterstützung ist nötig und willkommen. Aber als Mann spiele ich nun mal die Nebenrolle.

Daher bin ich für Bescheidenheit. Ich organisierte den Wickeltisch und schleppte ihn das Treppenhaus hoch. Dann richtete ich das Kinderzimmer ein. Als ich es schaffte, die Lampe an der bröckeligen Gipsdecke zu montieren, war ich sehr stolz. Ich bin bereit.

jan15x150*Jan Derrer ist Videoreporter bei Tagesanzeiger.ch/Newsnet und wird im Mai zum ersten Mal Vater.

109 Kommentare zu «Die Angst des werdenden Vaters vor dem Geburtsvorbereitungskurs»

  • adlerauge sagt:

    ein bisschen weniger paranoia täte auch nicht schaden…

  • marcel sagt:

    Wie kann man nur so ein Tam Tam um die Geburt machen? Wirklich bedeutend im Vergleich zu den paar Stunden im Spital sind die ~20 Jahre danach.

  • Olivia Moone sagt:

    Ich fand den Geburtsvorbereitungskurs absolut nutzlos. Es war eine esoterische Wohlfühlveranstaltung geleitet von einer grauenhaft dogmatischen Hebamme, welches aber in Hinblick auf die Geburt wirklich gar nichts gebracht hat. Da war die Info von der Spital-Hebamme während den Wehen viel nützlicher. Was mich total ärgert ist, dass ausnehmend ALLE Geburtsvorbereitungskurse davon ausgehen, dass werdende Mütter esoterisch angehauchte Huschen sein müssen. Für andere Typen von Frauen gibts irgendwie keine gescheiten Kurse. Liegt wohl daran, dass Hebammen in einem Group Think gefangen sind.

    • Brunhild Steiner sagt:

      Auch wenn Sie, von Ihrer Beschreibung auf einem Nebengleis, eine wirklich sehr harte Zeit hinter sich haben,
      schätz ich doch davon ausgehen zu dürfen, dass Sie noch längst nicht ALLE Kurse besucht haben,
      im Übrigen bieten auch geerdete Spitalhebammen diese Kurse an,
      es ist an uns den uns zusagenden zu wählen-
      wie bei allem im Leben…

      • Orange sagt:

        In diesem Blog gibt es immer wieder kuriose Sachen, da wird gestorben und wieder auferstanden, nicht nur an Ostern, Leute sind scheintot, und wenn es fast alle geglaubt haben, war es nur ein Irrtum. Es gibt viele Möglichkeiten, Aufmerksamkeit zu bekommen, raffinierte und völlig geschmacklose. Da scheint mir Olivia Moones Geschichte um vieles stimmiger, ich habe keinen Zweifel, dass es sich so zugetragen hat.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Orange:
        kurios ist auch, unter Zweitnamen zu schreiben, ohne dafür zu sorgen
        dass die Verbindung zum bekannteren nicht auffliegt…

    • Katharina sagt:

      ich denke Olivia ist eine Fake. Ich glaube jedenfalls nicht, dass bei ihrer Spitalstory das Personal in der Aufnahme dermassen larifari und dilettantisch war, ihre chronische Kondition inkl. Medikaktion nicht nachgefragt zu haben, nicht beim einweisenden Hausarzt nachgefragt zu haben usw. Wir reden ja immerhin von einem Spital In Basel, das ist ja nicht irgendwo in der Pampa.

      • Brunhild Steiner sagt:

        Keine Ahnung, aber ein paar Sachen gehen irgendwie schon nicht ganz auf, dieses immer wieder hervorheben ihrer beiden Top-Ausbildungen, Top-Positionen und energisches Verfolgen der beruflichen Entwicklung etc, und dann dermassen undokumentiert in die Geburt? Üblicherweise gehören chronische Erkrankungen, Medikationen etc auf ein Anmeldeformular und sollten nicht nachgefragt werden müssen. Plus dass man selbst vor Ort nochmals drauf hinweist, ein Papier dabeihat.

      • alien sagt:

        Hm. Stimmt schon mit dem Anmeldeformular. Die Frage ist, ob das Spitalpersonal dann die Medikamentenliste wirklich aufmerksam studiert. Meine Erfahrung ist das nämlich nicht, die Leute sind zuweilen enorm nachlässig.

      • Muttis Liebling sagt:

        Der besprochene Beitrag ist nicht mehr zu finden, oder ich bin zu dumm zum Suchen. Von der Sache her kann ich aus Erfahrung sagen, dass die Qualität aller Notaufnahmen in schweizerischen Spitälern, die ich kenne, dass sind nicht wenige, ausserordentlich hoch ist. Meist finden standardisierte Aufnahmeprozeduren statt, die dokumentiert und hinterher auch ausgewertet werden. Die Medikamentenanamnese ist ein Standard und deren Fehlen kann hinterher durch Auswertung der stationären Medikation auch gesichert werden. Einmal kann alles passieren, systematische Fehler gibt es kaum noch. Nicht in CH2012

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Muttis Liebling:
        ist bei „wenn die Geburt zum Trauma wird“
        auf der letzten Seite ziemlich unten zu finden…

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        2012 vielleicht nicht, aber noch vor zehn Jahren war das nicht selten, selber erlebt in nächster Familie. Das Spital ist ein mittelgrosses Haus in einer mittelgrossen Schweizer Stadt. Die Antidepressiva wurden abrupt abgesetzt, der Patient war anschliessend in einer so schlechten Verfassung, dass er mir sagte, er wäre aus dem Fenster gesprungen, wenn er gekonnt hätte. Es war ihm verwehrt, weil er gelähmt war.

        Nein nein, da ist nicht immer alles in Ordung, manchmal muss man richtig Druck machen und mit Konsequenzen drohen, damit gewisse Leute aus ihrem Phlegma erwachen!

  • Sven Hoffmann sagt:

    ich werde Vater Ende Mai und ich war mit meiner Frau an einem Kurs und da war doch das eine oder andere Neuland für mich und geschadet hats auch nicht im Gegenteil! Die Aussage „gehört nicht zu meinen Kernkompetenzen“ finde ich schlicht deplatziert.. wir reden hier doch nicht über ein Projekt am Arbeitsplatz oder über ein Vorstellungsgespräch.. halloooo??? Hauptsache Derrer-Mann bleibt cool und findet das geht ihn nichts an

  • mariann sagt:

    ich finde ,dass solche kurse eine geldmacherei sind – ich habe 2 kinder und meine, die geburt ist frauensache. schoen , wenn der mann dabei sein will, aber muss aber nicht teilnehmen (ewie koennte er schon?). Er sollte aber wissen, was passiert aber da braucht es keinen kurs. Wichtig finde ich, dass die frau koerperlich fit ist und mitmachen kann ohne angst.

  • Thias sagt:

    Ich besuchte mit meiner Frau den Geburtsvorbereitungskurs. Mein Fazit zum Kurs: Die Informationsvermittlung des Kurses war nützlich, Mann wird theoretisch auf den Geburtsvorgang vorbereitet. Die Praxis fühlt sich anders an. Trotzdem: Nur ein Feigling lässt seine Frau alleine an den Kurs! Eine Geburt ist kein Fussballspiel, kein hochglanzaufgehübschter Missenwahlanlass. Eine Geburt schmerzt, stresst, ängstigt, erfreut, ermüdet, pulsiert, spritzt, blutet, stinkt, schwitzt, braucht Mut! Also bereite dich darauf vor Mann, damit DU nicht in Ohnmacht fällst – DAS wäre Unmännlich!

  • Katharina sagt:

    „Eine weibliche Welt der bewussten Atmung, der achtsamen Bewegungen, der Entspannung“

    Ach so…. Zen, Yoga, Meditation ist weiblich und damit negativ?

    Weiter dann „Sie trägt ihr Haar offen und ist ungeschminkt. Beim Hypnobirthing dominieren schlanke, blonde, dezent geschminkte Frauen“ – eine Verortung nach rein äusserlichen Merkmalen. Ein übliches kognitives Muster, nicht?

    Ich habe stark den Eindruck, dass „Natürlich frage ich mich, ob ich unsensibel ….bin“ eine berechtigte Frage ist, denn Ihr Text lässt schon Fragen über Ihr Frauenbild aufkommen, als ob Sie es nicht einmal merken, in welcher Art Sie schreiben.

    „Daher bin ich für Bescheidenheit.“ lese ich daher eher so, dass Sie aus einem sich peinlich Fühlen darüber, was andere Männer denken mögen, aussen vor halten. Solche Kurse können als Vorbereitung für beide sehr sinnvoll sein.

    Darüber bin ich gestolpert: „einen Geburtsvorbereitungskurs besuchen muss

    Es scheint zumindest in Deutschland so zu sein: „Der obligatorische Schwangerschaftsvorbereitungskurs, den jede schwangere Frau mitmacht,…“
    http://www.papa-online.com/artikel/papawerden/2009/09/vom-erzeuger-zum-papa-die-geburtsvorbereitung-fur-manner/

    Ein Obligatorium finde ich nun doch eine unzulässige staatliche Invasion in die Privatsphäre.

    • Stefan sagt:

      Ach Katharina. Bleiben sie doch mal ein bisschen locker. Natürlich ist der Text ein bisschen überspitzt, aber ein bisschen stimmen die Schilderungen schon, das müssen sie zugeben, oder?
      Das Aussehen ist nun mal ein sehr wichtiges Merkmal der Frauen, das müssen sie zugeben.
      Ich finde oftmals, in diesen Diskussionen sind die Frauen so richtig verkrampft. Seine sie ein bisschen locker.

      • Katharina sagt:

        der Text war überspitzt? fand ich nicht. eher fade und langweilig und nicht informativ.

        Also wenn DER Text als überspitzt gilt, frag ich mich schon wie flach es dort zu und her geht.

    • alien sagt:

      Äh, Obligatorium. Ein „Muss“ ist nicht zwangsläufig ein „Obligatorium“. Es kann auch einfach ein gesellschaftliches Muss sein. In der Schweiz existiert kein Obligatorium. In Deutschland wohl auch nicht.

      Aber natürlich halte ich so einen Kurs keineswegs für ein Muss.

  • Levin Gach sagt:

    Wenn wir das Ganze etwas lockerer angehen würden, bräuchten wir auch keinen Kurs dazu! Aber sicher ein schönes Business um die zukünftigen Eltern das erste mal zur Kasse zu beten. Nutzt die Abende/Wocheenden besser um die Zweisamkeit nochmals zu geniessen, denn damit ist bald Schluss :-).

  • Lukas Mettler sagt:

    Wir sind alle nur Menschen. Die Geburt kann man theoretisch vorbereiten und mit Gipsmodellen und Folien und Schnuuuuuuuufe einüben, das Eltern-Sein dagegen nicht. Wir waren an 2 Kursen, der eine teuer und nutzlos, der andere günstig, kurz und knackig. Für mich war es selbstverständlich, jedes Mal mitzugehen. Bin ich deswegen (k)ein Mann? Mir doch egal. Wer sich schon bei einem solchen Kürsli nägelbeissend fragt, ob «die Männer» nun mitgehen müssen, weil es «die Frauen» wollen und sich Sorgen macht, was der Nachbar denkt, ist für die Erziehung eines Kindes denkbar schlecht aufgestellt.

    • Thias sagt:

      Unmännlich? Das wäre feiges Machoverhalten! Am Geburtsvorbereitungskurs und an der Geburt teilnehmen zu können war für mich eine Ehre! Mann will Held sein? Bitte sehr – hier ist die Chance dazu, einer zu sein! Der Frau in dieser Situation beizustehen ist aber nicht nur „heldenhaft“, sondern es lässt ihn am wertvollsten was es auf dieser Welt gibt teilhaben! Wer sich feige davor drückt ist selber Schuld – und verliert damit einen wichtigen Teil des echten Mannseins!

  • Erica sagt:

    wer sich für die zeit nach der Geburt optimal vorbereiten will und keine lust auf einen gruppenkurs hat, dem kann ich rundumgluecklich.ch empfehlen. sehr praktisch gemacht von zwei Hebammen. ansonsten finde ich auch, der zukünftige
    papa muss nicht unbedingt mithecheln, ein bisschen Ahnung schadet aber sicher nicht.

  • Johanna sagt:

    Wenn Sie Ihre Frau bei der Geburt begleiten wollen, dann sollten sie es ernst nehmen und sich vorbereiten, wie auch immer sie das tun. Wenn es ideal verläuft, sind Sie nur ein Statist – aber leider verläuft oft nicht alles so wie erhofft.
    Mein Mann hatte während der Geburt eine Handvoll Aufgaben, die er wahrnehmen sollte. Mir Wasser reichen, mich regelmässig daran erinnern, die Blase zu entleeren, für mich einstehen wenn ich Schmerzmittel verlange, … wahrlich nicht zu viel verlangt und rein pragmatisch. Dass er dies als es soweit war ‚vergessen‘ hat, belastet unsere Beziehung bis heute ..

  • Erika B. sagt:

    An unserem Geburtsvorbereitungskurs kamen die Männer an einem Abend hinzu, an den übrigen Kursabenden waren die Frauen unter sich. Das fand ich gut, so bekam mein Partner die nötigen Informationen und war nicht ausgeschlossen.
    Gebracht hat auch mir der Kurs nicht viel, aber ich habe eine künftige Mutter aus dem Quartier kennengelernt, die später eine gute Mutter-Freundin wurde. Immerhin :-).

  • Elizabelle sagt:

    Ja, also wenn der Herr Derrer schon den Wickeltisch das Treppenhaus hochgeschleppt hat, hat er damit sicher schon genug beigetragen. „Geburtsvorbereitungskurse sprechen mich einfach nicht an“: was sonst spricht ihn wohl nicht an, in seiner künftigen Rolle als Vater und Ehemann? Arme Frau!

  • Hermann sagt:

    Es war fuer mich das Normalste, beim Geburtsvorbereitungskurs und bei der Geburt dabei zu sein. Zum Glueck. Die Assistentin dosierte das intravenoese Wehenmittel falsch, was ich dem Arzt meldete, der sofort eingriff. Dennoch war danach die Geburt schwierig wegen Ueberdosierung. Fuer meine Frau war es sehr beruhigend, nicht allein zu sein mit medizinischem Personal, das sie nicht kannte und dem sie nicht traute. Hat nicht viel mit Romantik zu tun, sondern eher mit Vorbereitung auf eine Aufgabe und Herausforderung, fast wie im Berufsleben.

  • Chris sagt:

    Horror. Da werden Männer vollends zu Weicheiern. Werdende Väter sollten sich durchaus informieren über Schwangerschaft und Geburt, aber dieses Wissen kann sich auch über Literatur angeeignet werden.

  • SomeintPhia sagt:

    Da fällt wohl keinem werdenden Vater eine Zacke aus der Krone, wenn er seine Allerliebste(n) zu solch einem GVK begleitet!

  • Regula sagt:

    Ich finde es sehr schön, dass es noch Gebiete gibt, die den Frauen vorbehalten sind. Geburtsvorbereitungskurs zum Beispiel oder Wochenbett.
    Klar ist Familie gemeinsames „Geschäft“, aber trotzdem. Nur Mut, Jan Derrer. Wickeltisch schleppen gibt auch ganz viele Punkte auf dem gemeinsamen Konto.

  • Auguste sagt:

    hmm…, rein praktisch sind diese kurse für uns kerle ja nicht besonders wertvoll. puppen wickeln, gegen plastikspielzeug sein und rumschnaufen könnte man auch in der pause des fussballspiels. emotional sind sie aber voll der bringer. sie signalisieren der werdenden mutter deutlich: ich bin dabei – auch wenn das da eher was für luschen ist. in der schwangerschaft ist für männer nun mal nur der seitenwagen vorgesehen, aber auch in dieser rolle kann man sich reinhängen oder nur ängstlich verkriechen. gehen sie mit in den kurven, dann macht die sause gleich viel mehr spass!

    • tststs sagt:

      hmmmm, ja wer mit dieser Einstellung einen Kurs betritt, wird garantiert nichts lernen… Und der emotionale Bringer ist man so sicherlich auch nicht; mit so einem Partner macht der Kurs ja auch so richtig Spass…

    • E.H.Roth sagt:

      hm, schon wieder so Trauma-Weinerlich! Wir müssen nicht überall sein wie auch die Frau nicht aber wenn es denn sein muss, sollten wir Unterstützung bieten können wie es von einem richtigen Mann erwartet wird und nicht dieses Weichei-Hilfe Geschrei. Jämmerlich diese Memmen.

  • tststs sagt:

    Ich bin ja auch hier der Meinung, jede nach ihrer Facon; will sie den Mann nicht dabei haben, dann bleibt er draussen; wünscht sie seine Unterstützung muss er halt da durch. Und ja, mMn bestimmt hier die Frau, wo’s langgeht… Und mal ganz ernsthaft, „Angst“ vor einem Kurs. Anschiss und Langeweile könnte ich verstehen, aber Angst? Es ist nur ein bisschen Müscheliesoterik… man stelle sich vor, man müsste einen Tennisball durch die Nase pressen… DAS ist beängstigend…
    Also bitte Männer, hier einmal die eigene Meinung/Bedürfnisse zurückstellen…

  • Luise sagt:

    Schön mithecheln, halten, begleiten – so war das schon in den Siebzigerjahren. Meist läuft die Geburt dann doch anders als vorgesehen. Ob Männer da wirklich dabei sein müssen und erst noch einen Kurs besuchen? Schwieriger als die Geburt ist das, was danach kommt: Stress, eine völlig neue Situation, eine Paarbeziehung, bei der nichts mehr so ist wie vorher.

  • David Wiedemann sagt:

    Einen Morgen Intensiv-Geburtsvorbereitung: Das ist ‚was für die Männer zum Begleiten Ihrer Frauen :-):
    Kompakt und seriös informiert, was passiert denn da, was geschieht wann, was hat die Frau zu erwarten, ein wenig Übungen (1/2 Stunde – das wars).
    Ich fand das perfekt, kann es nur empfehlen!

  • Clemens sagt:

    Seltsam, vor dem Kurs hatte ich keine Angst. Klar, wenn ich die Wahl zwischen einer James Bond Premiere und dem Kurs gehabt hätte…. Der Kurs war natürlich etwas „gspüriger“ als ein Männerabend mit Whisky und Zigarre, aber er fand – im Nachhinein betrachtet – in einem Lebensabschnitt statt, als wir überhaupt noch unkompliziert und ohne weitere Verpflichtung Zeit fanden für Wochenendkurse. Vom entspannten Lächeln meiner Partnerin, das ich im Kurs erntete, als ich sie engagiert bei verschiedenen Geburtspositionen stützte, zehre ich mental übrigens heute noch – 1,5 Jahre später – regelmässig…

  • Stefan sagt:

    Hehe. Die Schilderung der Google-Ergebnisse ist ja zu köstlich, und sooo richtig, vielen Dank 🙂
    Habe vor einiger Zeit mit meiner Freundin, obwohl sie nicht schwanger ist, mal über das Thema geredet, weil es sie beschäftigt. Ich habe ihr dann gesagt, halb als witz, halb ernst, dass ich nicht in so einen Kurs gehen möchte, wo schwangere Frauen ihre Becken auf Medizinbällen kreisen lassen 🙂
    Ich glaube, der Autor hat recht, es ist eine Frauenwelt. Ich als Mann passe da nicht so hinein. Wenn es dann so weit ist, werde ich es mir schon noch überlegen und sicher das richtige tun.

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    Ich verstehe jeden Mann, der da nicht hingehen will, ich wäre selbst nie hingegangen. Wie affig ist das denn, gemeinsames Schnaufen, Japsen und andere Peinlichkeiten……. Wer bei solchen Aktionen Publikum braucht, ist wirklich nur zu bedauern.

    Die einzigen, die wirklich profitieren, sind die Veranstalter, solche Sachen sind gut fürs Portemonnaie.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Allerdings nichts gegen Säuglingskurse, die sind eine gute Sache. Ich brauchte keinen, weil ich immer Babysitting machte als Jugendliche und viele Bücher las darüber, aber wer keine Ahnung hat, kann da echt profitieren.

    • mira sagt:

      Mir hat das Atmen-Üben sehr viel gebracht. Im ersten Kurs habe ich es leider nicht gelernt (Kursleiterin war keine Hebamme…). So habe ich in der 2. Schwangerschaft nochmals einen Kurs gemacht und fand es super. Peinlich war mir nichts, das hab ich schon als Teenager beim Yoga abgelegt…

  • Pascal Sutter sagt:

    Vergessen Sie alles, ausser das anatomische, was sie in diesen Kursen lernen. Worauf es wirklich ankommt, ist das bestimmte Auftreten gegen Hebammen und Ärzte wenn diese die Bedürfnisse der Frau nicht wahrnehmen. Das bisschen massieren und schnaufen etc. können sie heute schon. Das einzige was ich von diesem Kurs mitgenommen habe, waren die Momente, wo man sich im geschützten Rahmen mit anderen Erstgebärenden über all das seltsame Zeug das gerade geschieht austauschen konnte.

  • max sagt:

    Komisch, dass die T4gi Journalisten immer auf Popstars und Holliwood-Grössen zurückgreifen im mamablog. Warum soll für Jon Dürrer von irgend Belang sein, ob Robbie Williams sich vor dem Geburtsvorbereitungskurs fürchtet? Was haben Männer überhaupt in Geburtsvorbereitungskursen zu suchen? Hat J.D. keine Kumpels mit denen er seine Angelegenheiten besprechen kann?

    Augenscheinlich ist das Showgeschäft der Masstab von Wirklichkeit beim T4gi. Was soll man dazu sagen? Eine Linke Zeitung, ein SP-Pateiblatt mit aussen fix und innen nix, passt alles gut zusammen.

    • max sagt:

      Ich weiss, es heisst Jan Derrer, aber man weiss nicht was die Zänsur so macht.

    • max sagt:

      Immerhin, wie ein richtiger Mann hat er gemerkt was ein Vater zu tun hat: Einrichtung besorgen, schwere Lasten schleppen, handwerken im Haushalt.

      • Auguste sagt:

        hmm…, gut, dass sie es erwähnen, max: in diesen kursen vergessen die kursleiterinnen immer zu erwähnen, wie wichtig die anschaffung eines akku-schraubers mit richtig viel power in der männlichen geburtsvorbereitung ist. wer einem ikea-flatpack ohne entgegentritt, hat schon verloren. die fläschensterilisations-maschine ist was für opfer – der power-akku-schrauber sogar etwas für männer, denen baumärkte vor der schwangerschaft eher suspekt waren.

      • alien sagt:

        Touché, Auguste.

  • Martin sagt:

    Lustiger Artikel. Trotzdem würde ich dem werdenden Vater einen Geburtsvorbereitungskurs unbedingt empfehlen, aus mehreren Gründen. Auch wenn er damit richtig liegt, dass Gebären grundsätzlich eine Sache unter Frauen ist, der Vater eher „föhrig“. Aber ein Fernbleiben wird man jahrelang als Argument entgegengeschmettert bekommen. Und im Idealfall kann man sogar etwas lernen, auch wenn dafür nur ein Bruchteil der Zeit nötig wäre, die man dann tatsächlich in einem solchen Kurs verbringen muss. Aber v.a ist ein solcher Kurs unglaublich unterhaltsam, oft skurril, und schlichtweg ein Entertainment.

  • Nala sagt:

    Kommt etwas auf den Geburtsvorbereitungskurs an. Wir waren damals in einem, da wir von Kinderkriegen und der ersten Zeit mit Baby keine Ahnung hatten. Das war gut, war der Ehemann auch dabei. Wie wäscht man ein Kind, wie wickeln, wie füttern usw. Was tun bei Notfällen, was sind Notfälle. Das fand ich gut. Den „Turnunterricht“ hab ich dann aber alleine besucht und der eine Kursabend mit Männer, bei dem ihnen erklärt worden wäre, wie sie der Partnerin helfen können, dass sie richtig atmet, war ein Tag nach der Geburt unseres Sohnes 🙂 Also Geburstsvorbereitung für den Mann? Jein.

  • Karin sagt:

    Ich fand zwar den Geburtsvorbereitungskurs, den ich bei Kind 1 besuchte, schiesslich auch ziemlich esoterisch-nutzlos. Aus dem Text des Papablogs spricht aber das reinste Memmentum. Wenn er nicht bereit ist, sich dieser Herausforderung zu stellen – hallo, wo ist dann jegliche „typisch männliche“ Eigenschaft wie Mut, sich den Herausforderungen stellen etc.???

  • Tomas sagt:

    lustig 🙂

    Ich bin einmal mitgekommen, um mir die anderen Schwangeren anzuschauen, um sie allenfalls als Model für Aktfotos anzuwerben.

    Die anderen Männer da taten mir irgendwie Leid, so dressierte Hündchen die alle so leicht verunsichert um sich herum geschaut haben, nach dem Motto: ist zwar alles voll der Quark, aber solange mich dabei niemand sieht, ziehe ich’s halt durch 🙂

  • Remo sagt:

    War mit meiner Frau an einem Kurs und habe die praktischen Tipps aber auch den Austausch mit anderen Paaren sehr geschätzt – nicht zuletzt auch mit den Männer in der gleichen Situation wie ich. Da wir unser erstes Kind erwartet haben, war es nötig und richtig für uns.

  • polp sagt:

    Es geht vielen Frauen genau so, lieber Herr Derrer… Es bleibt uns schlussendlich halt dann weniger Distanz übrig als euch Männern, da a) alle anderen Frauen da eben so begeistert mitmachen (so scheints jedenfalls, stimmt aber eben nicht ganz) und b) schlussendlich ja die Frau gebären muss… Und da ist ein bitzli Vorbereitung kein Seich…
    Ich wünsche Ihnen denn eine gute Geburt, sie dürfen ja ab und zu mal raus zum paffen etc…

  • mostindianer sagt:

    ich empfehle einen geburtsvorbereitungskurs, der von einer hebamme geleitet wird. meiner erfahrung nach haben hebammen schlicht am meisten bodenhaftung. und das meine ich durchaus positiv. im geburtsvorbereitungskurs (ja, ich war in einem paar-kurs dabei) wurde immer klartext geredet, ich durfte als werdender papa immer auch die unbequemen fragen stellen, hab immer gute antworten bekommen. auch das vielzitierte schnaufen und atmen beschränkte sich auf zwei, drei kurze, aber sinnvolle übungen und artete nicht (wie in filmen häufig zu sehen) zu einem kollektiven hechelkonzert aus.

    • Nala sagt:

      Ohja! Diese Hechelkonzerte! Dabei ist Hecheln etwas vom Letzten das man braucht und mit etwas Glück fast gar nicht, da Hecheln nur in der Austreibungsphase benötigt wird. Aber vorher bei den Wehen und Muttermunderöffnung, da ist eine gute Atemtechnik gold wert! Und das vorher üben macht Sinn. Muss aber nicht mehrere Abende und über Stunden mit dem Partner sein. Kann Frau auch alleine üben, gut ist wenn der Partner weiss wie’s geht um ihr bei der Geburt das ganze wieder in Erinnerung zu rufen.

    • Jan Derrer sagt:

      Nach dem Studieren unzähliger Angebote entschieden wir uns für einen Vorbereitungstermin bei einer Hebamme.

  • Manuela sagt:

    DAS PROBLEM KENN ICH! Was hab ich lang nach einem Kurs gesucht, der nicht dieses Wohlfühl-Hab-mich-lieb-Zeugs war. Ich bin ja z.T. auf Sachen gestossen – das war schon arg esoterisch. Aber im BS bietet der Frauenverein einen Babypflegekurs an. Der war super. Von einer Kinderschwester und Stillberaterin des UKBB geleitet. Und es ging v.a. um Technisches. Was braucht man, kleine Tricks und Kniffe im Alltag, welche Medis gibt’s bei Geburten, wie finde ich einen guten Kinderarzt, welche Feinheiten sind geschickt am Kinderwagen, wie wähle ich eine passende Tragehilfe und man übt Tragetuchbinden…

    • Manuela sagt:

      Mit Muscheln hatte ich nämlich gar nix am Hut. Aber mein Mann konnte mit einer Puppe Wickeln und anziehen üben. Das hat ihn sehr beruhigt. Und an einem Kurstag wurden Freiwillige mit Säuglingen eingeladen und wir haben Babybaden in verschiedenen Wannen/Eimern geübt. Sowas ist echt super. Damit kann man hinterher wirklich was anfangen…
      Und bei der Geburt hab ich einfach die Hebamme gefragt, was ich denn machen soll. Das hat sie gefreut, denn sie ist ja die Expertin und hat mir genau gezeigt, wie ich mich entspanne und ruhig bleibe.

      • Mir geht es wie ihnen. Einen Geburtsvorbereitungskurs habe ich nie besucht. Wieso auch? Ich weiss ja schliesslich, wo und wie das Baby bei einer Frau rauskommt. Den Säuglingspflegekurs in BS fand ich allerdings wunderbar (vom Roten Kreuz organisiert). Eine Geburt dauert meist nur einen Tag (oder weniger) — sehe nicht ein, wieso ich mich monatelang für diesen einen Tag gross vorbereiten soll. Die Babyzeit allerdings dauert schon ein paar Monate; da ist der Kosten/Nutzenfaktor eines Vorbereitungskurses einiges höher.

  • Blitz Blank sagt:

    Lieber Mann. Lassen sie sich nicht ablenken und verrückt machen durch Pastellfarben, Muscheln und Weichzeichner. Wenn es ihrer Frau wichtig ist, dass sie als Mann dabei sind und ihnen ihre Frau wichtig ist, dann sind sie halt dabei.

    Wie kommen sie denn darauf, dass bewussten Atmung, achtsamen Bewegungen und Entspannung eine weibliche Welt ist? Wenn ich mich recht erinnere haben auch Männer einen Körper, atmen, bewegen sich und Neigen zu Verspannungen…und ja, auch Männer verfügen über Bewusstsein und Achtsamkeit.

  • Bionic Hobbit sagt:

    Tipps für den einrichtenden Mann: kleine LED-Lampe über dem Wickeltisch, damit man das grosse Licht nachts nicht anmachen muss. Neben dem Stillstuhl ein Beistelltisch mit Telefonanschluss, Fernbedienung etc.
    Und dann Sicherheitsvorkehrungen zum Schutz des Männerspielzeugs.

    • Sportpapi sagt:

      Stillstuhl? Wichtiger wäre der Babybalkon, also eine Betterweiterung für den Säugling. Männerspielzeugs??? Was immer das auch ist, die Sicherung kann mindestens ein halbes Jahr warten.

      • Bionic Hobbit sagt:

        Stillstuhl=bequemer Stuhl, auf dem es frau mindestens 6x pro Tag eine halbe Stunde aushält. Das kann ein Eames Chair sein, oder ein IKEA Poäng, oder sonst irgendwas. Wichtig ist aber das Telefon und die Fernbedienung.

        Das Design der Sicherheitsvorkehrungen zum Schutz des Männerspielzeugs kann gut 6 Monate beanspruchen.

      • Laura TI sagt:

        Wozu denn ein Telefon und eine Fernbedienung? Fernbedienung zu wem oder was?

      • Sportpapi sagt:

        Bei uns hat der Stuhl gewechselt, statt Fernbedienung war es jeweils ein Buch. Und – immer – umgehend die Bitte, noch das vergessene Glas Wasser zu bringen 🙂

      • Bionic Hobbit sagt:

        Bei uns funktioniert ALLES per Fernbedienung. TV haben wir nicht.

    • Auguste sagt:

      hmm…, bionic hobbit, und wie lange sollten die strapse ihrer meinung nach sicherungsverwahrt werden?

    • mira sagt:

      Noch besser: Wickeltasche neben das Bett stellen, dann kann man das Baby gleich dort wicklen. Wer will schon in der Nacht aufstehen???

      • Bionic Hobbit sagt:

        Lassen Sie das Wickeln nachts doch einfach weg.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Bionic Hobbit:
        dieser Vorschlag sollte dringendst in die Ratgeberwelt aufgenommen werden,
        er verschafft nämlich soviel nächtliche Entspannung!
        Ich bin irgendwann zu nächtlicher Marken-Pampersmontur, glaub sogar die nächste Grösse, übergegangen-
        es liegen Welten zwischen nächtliche Stillaktion – nächtliche Stillaktion inklusive Wickelobligatorium…,
        solange nichts konsistenteres drinsteckt wirklich kein Problem!

  • Ylene sagt:

    Mich hat – als Frau – der Geburtsvorbereitungskurs in 2008 einfach nur wahnsinnig genervt. Zum einen waren da ein Grüppchen anderer Frauen, die im Wettstreit waren, wer vieviel zugenommen hat u sich gegenseitig Tipps gaben, was man dem Arzt am besten erzählt, so dass man so rasch wie möglich krank geschrieben wird. Dann die Hebamme, welche so antiquierte u schädliche Tipps gab, wie nur noch schwimmen zu gehen mit in Olivenöl getränktem Tampon drin. Das einzig tolle war der Besuch der Neugeborenenabteilung. Ein ausführlicher Besuch von swissmom.ch reicht vollkommen.

    • mostindianer sagt:

      da kann ich nur sagen: finger weg von internetforen! es gibt nichts schlimmeres! tausend verschiedene meinungen zum thema atemübung, tausend verschiedene meinungen zum thema stillhütchen usw., das ist das schädliche, ganz im ernst.

      • Ludwig sagt:

        Da sollte man differenzieren, die „offiziellen“ Informationen auf swissmom.ch sind gut. Das Forum sollte man nur zum Zeitvertreib lesen und nicht immer ernst nehmen.

      • Ylene sagt:

        Ich besuche auch nicht den Forenbereich, sondern die ‚offiziellen‘ Seiten, welche von Fachpersonal geschrieben wurden. Die Seite wurde mir von meiner Gynäkologin empfohlen.

  • Bionic Hobbit sagt:

    Wahrscheinlich sollten die mit Bier, schnellen Autos und solchen Dingen werben! Ich denke nicht, dass eine Schwangere mit violetten Streifen am Bauch und Elefantenbeinen in ungefiltertem Licht viel anmächeliger wäre. Die Geburtsvorbereitungskurse sind doch NUR FÜR DIE MÄNNER gedacht!! Die Frauen könnten die 2-3 essentiellen Dinge auch in einer Broschüre rasch lesen. Mein Mann war im Kapitel des 1. Trimesters in seinem Schwangerschaftsbuch für Männer, als bei mir die 40. Woche vorbei war… da war’s schon gut, hat ihm jemand ein paar Sachen im Kurs erzählt.

  • Sportpapi sagt:

    Ja, das mit der Lampe an der Gipsdecke kenne ich. Wenns gelingt, hat man wirklich etwas geleistet… 🙂
    Zum anderen. Ich war natürlich auch dabei, Geburtsvorbereitung im Wasser. War nicht nur für mich nicht wahnsinnig informativ und lehrreich. Am ehesten noch entspannend, das war aber Planschen im normalen Hallenbad auch. Bei den nächsten beiden Geburten haben wir dann verzichtet.

  • diva sagt:

    ich kann männer verstehen, die da ROT sehen. seit menschengedenken war das gebären frauensache. die frauen machten das unter sich aus und schufen sich auch den entsprechenden geschützte rahmen, so wie es heute noch bei einigen naturvölkern der fall ist.
    nur wir hier in der sogenannten zivilsierten welt, machen daraus eine päärchensauce und fallen aus allen wolken, wenn männer immer mehr zu «schlufenpuschen» mutieren. männer haben nichts im bereich des gebären zu tun. aber die heutigen frauen würden am liebsten auch das noch an denmann delegieren, damit ihr figürchen keinen schaden nimmt…

    • Sportpapi sagt:

      Wenn die Frau ihren Mann dabei haben will, dann ist der Mann halt dabei. Für mich ist hier nicht in erster Linie der Mann entscheidend. Mich hat der Vorbereitungskurs eher weniger interessiert (zudem war die Zeit eher ungünstig), bei den Geburten war ich aber gerne dabei. Aber eben – hätte meine Frau das nicht gewollt, wäre ich auch im Vorzimmer (oder traditionell in der Beiz?) geblieben…

      • O.T. sagt:

        Mein Mann ist mein bester Freund, meine Vertrauensperson. Er ist derjenige, der mich in intensiven Situationen beruhigen kann. Warum sollte ich ihn nicht dabeihaben wollen?! Weil es er ein Mann ist und ergo keinen Zugang zu dieser „mysteriösen“ Frauenwelt hat? Es hat nichts damit zu tun, dass ich mein „Figürchen“ behalten möchte. Mein Mann und ich sind ein Team und er trägt seinen Teil zur Geburt bei, indem er mich in einer extremen Situation beruhigend unterstützt. Das macht mich als Frau nicht weniger weiblich und ihn als Mann nicht weniger männlich.

      • Sportpapi sagt:

        @O.T. Eben. Und weil Sie das so sehen, wird Ihr Mann hoffentlich so gerne dabei sein, wie ich es war.

      • tststs sagt:

        Natürlich stimme ich Ihnen zu OT, es ist sicherlich die ideale Konstruktion. Ich glaube aber, dass es sicherlich auch andere Varianten gibt, aus verschiedenen Gründen, bei denen die Frau den Mann nicht dabei haben will, oder der Mann lieber nicht mit will; und ich denke nicht, dass dies irgendwas mit Liebe oder Qualität der Zuneigung zu tun hat. Aber es braucht dann auch die Grösse des Partners, die Wünsche des anderen zu akzeptieren…

    • Julia_2 sagt:

      Wir sind wiedermal bei der Kategorie „Früher war halt alles noch besser“ angelangt. Damals wussten die Menschen noch, wie man es „richtig“ machte.

      • alien sagt:

        Also, da ja gilt, „früher war alles besser“, gilt das auch in Zukunft, also ist heute alles besser als morgen, warum also Fortschritt, ist ja doch nur Rückschritt.

    • siroupienne sagt:

      liebe diva
      persönlich finde ich, der mann soll mitmachen, wenn er fragen hat und er durch einen kurs unsicherheiten abbauen kann. ein bisschen muffensausen vor der geburt hat ja auch er, nicht nur die frau.
      interessant finde ich aber vor allem, dass es uralte völker gibt, bei denen es tradition hat, dass der mann bei der geburt dabei ist. da gibt es beide varianten, nicht alle naturvölker-frauen gebären unter sich. die maya-frauen zum beispiel gebären kniend vor dem mann und halten sich an ihm fest, sie können sich also ansehen dabei. die hebamme unterstützt die frau von hinten.

  • Brunhild Steiner sagt:

    Machen Sie bloss nicht den Fehler Nebenrollen, oder gar blosses Statistendasein,
    zu unterschätzen 😉 Die grossartigsten Filme werden durch schwache Darbietung der genannten ruiniert…
    Alles Gute und viel Erfolg, mit der gekonnt installierten Lampe befinden Sie sich auf bestem Weg,
    nun fehtl bloss noch das gekonnte mit-atmen, aber dafür haben Sie ja noch Zeit. 🙂

  • Pelikan sagt:

    In nicht wenigen Kulturen sind Männer bei der Geburt absolutes NoGo. Da ist es schon erstaunlich, wie bei uns die Männer in eine zunehmend aktive Rolle hineinmanövriert werden. Hee, die Partnerin unterstützen, für sie da sein, das ist natürlich das Grösste. Aber mit ihr mitatmen? Unvergessen die Hebamme, die bei der Geburt unserer Ersten sagte: Nichts ist schlimmer bei der Geburt als ein Mann im Raum, der das beim Kurs Gelernte nun praktisch anwenden will…

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