Gebt uns ein Zeichen!

BRAZIL HAVAIANAS

Süss - aber auch fair und nachhaltig produziert? Babykleider. (Bild: Reuters)

Es kommt der Moment in der Schwangerschaft, in dem die werdende Mutter dem Nesttrieb verfällt und unter anderem das Babyzimmer hergerichtet haben möchte. Dazu gehört nebst Wäsche fürs Bettchen auch die erste Kleidergarnitur. Die Auswahl an schönem und weniger schönem «Babykram» ist immens, doch wer nach fair produzierter Ware Ausschau hält, stösst bald an seine Grenzen. Denn fair bedeutet nicht nur aus Bio-Baumwolle sowie einer nachhaltigen und umweltgerechten Textilproduktion, es bedeutet auch unter sozialen Bedingungen hergestellt. Keine Zwangsarbeit, dafür existenzsichernde Löhne, faire Arbeitszeiten und vor allem auch: keine Kinderarbeit. Und genau dieser Punkt ist in vielen Ländern immer noch nicht gewährleistet.

Nehmen wir das Beispiel Usbekistan. Der zentralasiatische Binnenstaat ist der drittgrösste Baumwollexporteur der Welt. Die Baumwolle bringt dem Land jährlich über eine Milliarde US-Dollar ein, wobei der Grossteil davon in die Staatskasse fliesst. Geerntet wird diese Baumwolle zu einem grossen Teil von Kindern – wobei die Ernte staatlich kontrolliert ist. Das heiss im Klartext: Jeden Herbst werden hunderttausende Kinder (die jüngsten sind knapp fünfjährig) von den Behörden statt in die Schule auf die Baumwollfelder geschickt, wo sie während drei Monaten bis zu elf Stunden am Stück schuften müssen – sieben Tage die Woche, und das oftmals ohne Entgelt.

Und woher weiss ich Endverbraucherin, dass keine usbekische Baumwolle für den süssen Babystrampler verwendet worden ist, den ich gerade aus dem Gestell gezückt habe? Denn obwohl sich letztes Jahr rund 60 Mode- und Textilkonzerne (darunter auch Puma, Adidas und Levi’s) entschieden haben, usbekische Baumwolle zu boykottieren, gelangt sie über verschiedene Zwischenhändler trotzdem auf den Markt.

Anfang Woche diskutierten in der ARD-Politsendung «Hart aber fair» (Thema: «Mein Kleid, dein Leid – wer zahlt den Preis für billige Mode?») verschiedene Experten über das Thema «Fair Fahsion». Schon bald kristallisierte sich aus dem Gespräch und vor allem aus den Zuschauerreaktionen heraus, dass viele Konsumenten durchaus bereit wären, mehr Geld für ihre Ware zu bezahlen – aber im Label-Dickicht keine klare Auskunft über das Produkt bekämen. So informiert mich zum Beispiel das Label «Organic Cotton» (etwa bei H&M), dass das Kleidungsstück aus Bio-Baumwolle hergestellt wurde. Doch erfahre ich auch, ob die in Bangladesh produzierte Ware auch umweltgerecht bearbeitet und eingefärbt wurde? Und ob die Näherin einen angemessenen Lohn für ihre Arbeit erhalten hat? Nein.

Informationen kann man sich zum Beispiel auf der Homepage der «Erklärung von Bern» holen, wo eine Firmenliste aufzeigt, wer in welchem Mass fair herstellt. Und auch über andere Internet-Quellen kann man sich informieren, denn es gibt durchaus Marken, die sich bezüglich Fairness sehr stark engagieren. Doch wäre es nicht viel einfacher, wenn ein einheitliches Label Auskunft über die Textilien geben würde? Damit mit einem Blick auf die Etikette klar wäre, was man da in der Hand hält und ob man diese Art von Herstellung mit all ihren Konsequenzen unterstützen möchte oder nicht? Gebt uns doch bitte ein Zeichen!

Vorerst liegt es aber an uns Konsumenten, ein Zeichen zu geben, eine klare Durchsage zu machen. Wer will, kann dies auch tun. Rund fünfzig Schweizer Organisationen haben sich zusammengetan und letzten November die Kampagne «Recht ohne Grenzen» ins Leben gerufen. Diese Woche wurde eine an den Bundesrat gerichtete Petition lanciert, die klare geseztliche Grundlagen (Menschenrechte und Umwelt sollen weltweit respektiert werden) für Unternehmen mit Sitz in der Schweiz fordet, denn im Augenblick tragen die Firmen noch keine Verantwortung für ihre Filialen oder Zulieferer im Ausland – womit wir wieder bei der Kinderarbeit-Baumwolle aus Usbekistan wären. Wenn sich Unternehmen darum kümmern, dann nur aus Goodwill. Doch wie sagt man doch so schön: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.

PS: Liebe Blog-Leser, wenn Sie gute Adressen für nachhaltig und fair produzierte Babykleider kennen, bitte melden! Zumindest eine Schwangere mit akutem Nesttrieb freut sich über jeden brauchbaren Tipp.

135 Kommentare zu «Gebt uns ein Zeichen!»

  • Mina Peter sagt:

    Falls dies noch nicht erwähnt wurde: Hessnatur hat mit Abstand die grösste Auswahl an ökologischen UND fair produzierten Baby- und Kinderkleidern. Sie sind zwar nicht ganz billig, und der Knopf fällt auh mal schneller ab, aber deren Produktionsbedingungen sind sicher die besten auf dem Markt. Überdies tut man seinem Kind noch etwas Gutes, denn Hessnatur verwendet ausschliesslich bio-Naturfasern. All das Polyester- resp. Erdölzeugs in den Billig-Kleiderläden ist ja schrecklich.

  • Dieter Sprenger sagt:

    Bedenklich, was vor allem an Textilien welche von Kinderarbeit hergestellt wurden nach Europa gelangen und sich hier im Handel befinden! Mit dabei befinden sich nicht selten noch sogenannte Nobelmarken . Dabei verdienen sich deren hiesigen Importeure noch eine goldene Nase mit überteuerten Preisen. Wenn jedoch ein vom Urlaub zurückkehrender Tourist Beispielsweise etwas an gefälschter Nobelmarkenartikel einführt, wird diesem die Ware von den Zollbehörden Beschlagnahmt, mit der Begründung, dass dahinter evtl. Kinderarbeit stecke. Seltsam nur, wenn zwei das selbe tun, bestraft man den Kleinen !

  • Gern empfehle ich euch eine faire Marke für Kinderkleider, das eine Kollegin mit viel Engagement und Herzblut gegründet hat: http://www.zwazo.ch und auf Facebook https://www.facebook.com/pages/zwazo-children-clothing/174363845916049
    Viel Spass beim Anschauen! Hier eine Beschreibung: I am fair: ZWAZO ist ein Baby- und Kinderkleiderlabel, das für Fairness steht: Fairtrade ist uns wichtig und das von A – Z. I am organic: ZWAZO ist gesund! Wir verwenden ausschliesslich Bio-Baumwolle und geprüfte Farbstoffe für die Kleiderprints. Wir sind stolz auf unsere Fairtrade Max Havelaar Zertifizierung.

    • Sibylle Weber sagt:

      Kann Zwazo also nur empfehlen. Meine Kinder trugen auch schon Zwazo-Kleider. Ich mag die liebevollen Designs und die gute Qualität.

  • Åsa Böker sagt:

    Hallo!
    Klar gibt es fairer Kinderkleider! Und es gibt einen Label, nähmlich GOTS zertifzierung. Seit drei Jahren beschäftige ich mich nur die Marken zu finden für meinem Shop die 100% öko und 100% fair anbieten können, z.B. DUNS Sweden, Green Cotton, Frugi, Katvig.
    Die Firmen sind natürlich sehr klein im Vergleich mit Giganten wie H&M – und manchmal denke ich es ist nur ein Tröpchen ins grosse Meer. Aber trotzdem! Es gibt Hoffnung! Schöne Grüsse, Åsa (selbst aus Schweden wohnhaft in Deutschland)

  • Marcel Zufferey sagt:

    Textilien waren schon immer ein extrem volatiles, ungerechtes und mit einem vergleichsweise hohen Blutzoll erkauftes Business. Schon im 19. Jahrhundert war die Textilindustrie für ihre unmenschlichen Arbeitsbedingungen bekannt. Damals war sie noch überwiegend in Europa und später in Indien angesiedelt, heute vorwiegend in China und im ASEAN-Raum. Absichtserklärungen und Gütesiegel der Industrie müssen mit Vorsicht genossen werden: Ihnen kann man nur vertrauen, wenn sie staatlich (abgesegnet) sind. Ansonsten sind sie nicht einmal den Wisch Papier wert, auf denen sie abgefasst werden.

    • Katharina sagt:

      Ich bin sicher, dass ein entsprechendes Zertifikat zu Nachhaltigkeit und Fairness aus der Volksrepublik China ein ausserordentlich glaubwürdiges staatliches Zertifikat ist.

      Oder ein indisches, dass dann zuversichtlich zertifiziert, dass das Kind nur wegen seinem Karma 16 Stunden am Tag Turnschuhe näht.

      Eben NICHT staatliches Zertifikat, sondern NUR von unabhängigen NGO Zertifizierungsstellen.

    • Bei denen sind es die Gütesiegel für die Arbeitsbedingungen. Bei uns ist es die Qualität der Umweltforschung und -ausbildung. Geschwindelt wird was das Zeug hält, wenn Geld und Ruf gewonnen werden können.

      http://dailyecologist.wordpress.com/2012/01/26/hafelibotaniker/

    • Marcel Zufferey sagt:

      Man sollte den Einfluss von NGO’s nicht überschätzen. Aber klar, NGO-Zertifikate wären auch eine Möglichkeit. Solche, die die Industrie selber verfasst, kommen in der Regel eh‘ aus der Marketingabteilung. Zertifikate wirken schliesslich Absatz fördernd und sind gut für’s Image! Womit der Boniklasse und ihrem opulenten Lebensstil ebenfalls gedient ist. Man soll das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden 😉

  • Meta sagt:

    ÄpfelN. Den hier noch vergessen, leider unübersichtlich, ein Besuch im schönen Laden im Hinterhof an der Weinbergstrasse ist sehr zu empfehlen:

    http://www.helvetas.biz/frmNavBor/Frmindex.asp?shidip=10414832612012215430&setlang=D&action=start&frmname=main

  • Meta sagt:

    Wir erben das meiste und schauen oft zuerst bei Hessnatur, besonders im Ausverkauf, oder auch in Börsen, wobei ich die gezielte Suche dort sehr schwer finde. Ein ausgesuchtes Einzelteil liegt daher ab und zu gut drin. Support your local Broncos!

    http://www.la-mela.ch
    http://www.sonjarieser.ch
    http://www.lottiswelt.ch
    http://www.hansundgret.ch
    http://www.zirkuss.com (siehe einzelne Firmenprofile, z.B. legt Bobo Choses Wert auf Nachhaltigkeit)

    Ob alles nachhaltig ist, wo es drauf steht, wissen die Götter. Wie bei den italienischen Äpfel. Aber immerhin kann man sagen, man habe es versucht.

    • Anka Maro sagt:

      übe mich auch im Selbernähen. allerdings: mich plagt dann doch auch die Frage, woher die hier in der Schweiz zu beziehenden Stoffe kommen und wie sie hergestellt wurden. nur einwandfreie (in vielerlei Hinsicht) Materialien zu beziehen scheint fast unmöglich, auch für lokale Hersteller. aber immerhin, Kinderarbeit kann ich so definitv ausschliessen.

  • Sonja sagt:

    Babysachen, bio, sozial, mitwachsend, kompostierbar: http://www.manomama.de
    schicken zwar wohl eigentlich nicht in die Schweiz, aber vielleicht gibt’s da eine Lösung.

  • Havaiana sagt:

    @ Frau Merli und Mama-Blog-Bildredakteur(in)
    Die abgebildeten Havaiana-Flip-Flops werden mit grosser Wahrscheinlichkeit n i c h t durch Kinderarbeit hergestellt.
    Zumindest gibt es keinen mir bekannten Grund, um diese Firma der Kinderarbeit zu verdächtigen. Die Vorschriften in der brasilianischen Industrie sind nämlich ziemlich streng.
    Ihr Bild suggeriert, dass Havaianas durch Kinderarbeit hergestellt werden und da geht nicht.
    Bloss weil ein Produkt in Brasilien hergestellt wird, heisst das noch lange nicht, dass es sich um Kinderarbeit handelt.

  • heidi reiff sagt:

    bei mir muss es kein Schickimicki sein, ist das noch gestattet ?

  • heidi reiff sagt:

    Die Haut ist ja des grösste Organ des Körpers, ich kleide mich so wie es mir wohl ist……

  • Fabian Bill sagt:

    Warum Kleider nicht einfach im Brockhaus oder oder von Freunden und Verwandten holen? „Aber doch nicht für mein Kind, das hat neue Kleider verdient“, denken viele Mütter und eilen zu H&M.

    • Valeria sagt:

      Warum nicht einen Mittelweg gehen? Hab viele Sachen ausgeliehen bekommen, viele geschenkt und war sehr froh drum. Aber trotzdem wollte ich meiner Tochter ein paar „eigene“ Strampler kaufen. Einfach, weil’s schön ist.

  • cat sagt:

    Hi Nina,
    Danke für den Beitrag. Ging mir schon vor der Schwangerschaft so. Trotzdem hab auch ich nur ein durchschnittliches Einkommen. Einkaufstipps: Coop Naturaline (sale nutzen), Ernstings Family, La Qeue du Chat, Cosilana, Aro,… Shop: bspw. Pink or Blue in ZH, Maternitywear: Linique (Made in Germany). Tatsächlich sind viele „ökos“ auch „fair“ – denn Bewusstsein f. Umwelt geht meist einher mit sozialem Engagement, also nach Webshops speziell f. Öko-Baby&Kindersachen schauen (hess Natur)- und IMMER: vor Kauf auf Herstellungsland achten & fragen. Dann folgen Möbel, Spielzeug, Kosmetik…

    • Nina Merli sagt:

      Herzlichen Dank für die Tipps! Ich bin bei meiner Recherche noch auf „Wink Fashion“ (Zürich) gestossen – habe allerdings keine Ahnung, wie die Preise sind. Naja, mal vorbei schauen… und im Augenbilck ist da gerade sale 😉

      • Isabelle sagt:

        La Queue du Chat gibt es neu online zu kaufen bei http://www.momas-baby.ch.
        Alle Kleider von La Queue du Chat sind aus Bio-Baumwolle und werden fair produziert. Und alle weiteren Baby-Sachen auf momas-baby.ch werden ebenfalls fair produziert, z.T. sogar in der Schweiz!

  • alien sagt:

    Also Frau Merli, dieses Stück hat mir sehr gut gefallen. Gerade weil es kein Merli war… Wenn es nach mir geht können Sie bleiben 😉

  • Georg sagt:

    Deshalb ist es ja gerade Aufgabe unserer Regierung dafür zu schauen, dass wir nicht wettbewerbsunfähig werden und die Rahmenbedingungen stimmen. Aktuell kommt der Angriff einmal mehr von links, mit der Ferieninitiative.

  • Gabi sagt:

    Die Vorstellung, dass die globale Wirtschaft ein Wettkampf unter Gleichen ist, bleibt der Grundwitz.

    Wenn Sie – schon nur in Europa – Länder, die gleich um die Ecke sind, komplett andere Gesundheits- und Sozialsysteme am Laufen halten müssen, kann doch nie und nimmer von gleich langen Klingen gesprochen werden.

    Wenn dann noch ein Land mitmischelt, für das eigens ein neuer Verschmutzungsgrad für seine Gewässer eingeführt werden musste, der über Sozial-, Arbeits- und Menschenrechte nur lacht und mit Justizwillkür alle wegsperrt, die für Verbesserung einstehen, ist „fairer Handel“ unmöglich.

    • Erich sagt:

      Im Pinzip korrekt. Aber was nun, defaitistisch sich in die Ecke zurückziehen? Nein: Tun, was man selber tun kann, wovon man überzeugt ist. Der Text nennt einige Möglichkeiten (Fairtrade Liste, …), Jürg Brechbühl andere (Recyceln), daneben gäbe es noch „weniger verbrauchen“. Gerade bei älteren Kindern muss es ja nicht immer der letzte Modeschrei sein, die angesagteste Marke.

      Die grossen Würfe wird’s nicht geben (Stichwort Klima-Protokoll), aber eine lange Reise beginnt immer mit dem ersten Schritt.

  • Amanda sagt:

    Eine Zusammenstellung von rund 200 Marken/Labels und deren Engagement betreffend Kinderarbeit:
    http://www.aktiv-gegen-kinderarbeit.de/firmen/firmenliste

  • Amanda sagt:

    Auch aufschlussreich ist der Artikel „Das Welthemd“ aus „Zeit Online“:
    http://www.zeit.de/2010/51/Billige-T-Shirts

    • Auguste sagt:

      hmm…, faszinierend, amanda, ich kenne auch einen schwedischen unternehmer, der es mit weissen t-shirts (trio-pack) und polo piqué shirts zu wohlstand und einem börsenkotierten konzern gebracht hat. und herr gap fing wahrscheinlich auch mal so oder ähnlich an. dass die bangladeshi noch nicht darauf gekommen sind, die früchte ihrer sweat-shops übers internet selbst zu verhökern – ein weisses t-shirt ist ein weisses t-shirt, ist ein…) liegt wohl daran, dass man das risiko scheut, sich vom tropf der grossen globalen abnehmer abzunabeln. nazma’s leben würde sich aber auch dann kaum gross ändern

  • Amanda sagt:

    Der Weg einer Jeans:
    Das Desing aus Europa, die Baumwolle aus Kasachstan, Verspinnen der Bauwolle in China, Färben auf den Philippinen (mit gesundheits- und umwelbelastenden Farben aus Europa), dann weiter nach Indien zum Anbringen von Labels (aus Frankreich), Knöpfen und Nieten (aus Italien) und schliesslich Fertigstellung in Griechenland oder Tunesien. (Quelle: Richard Gerster/Globalisierung & Gerechtigkeit)
    Und das Alles weil manche Konsumenten Geiz geil finden und der Profit nie hoch genug sein kann. Wer/Was bei solchen Produktionsabläufen auf der Strecke bleibt, ergibt sich von selbst.

    • Die Transporte sind zu billig….

      • Karl Klingler sagt:

        @Brechbühl: Genau! Darum Energie statt Arbeit besteuern.

      • @Karl Klingler
        Darum aufhören den Vergemeinschafteten Verkehr (VV) zu subventionieren.

      • Auguste sagt:

        hmm…, max, der seetransport war eigentlich immer schon eine sehr rentable sache – besonders seit man keine allzu grosse angst mehr haben musste, dass ganze schiffe verloren gingen (fragen sie bei costa nach, ob die sich hätten vorstellen können, dass sich die concordia einem inselchen einfach so an den hals werfen könnte). revoluzioniert hat das ganze dann der norm-container für „bulk“-güter und die kreuzfahrtschiffskabine für den mittelstand. wenn norm und wohlstand in günstigen momenten aufeinander treffen, dann läppert sichs halt ganz schön – zumindest bis so ein schettino aufkreuzt.

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    Apropos Baby: Heute vor 35 Jahren war die Geburt von ‚EMMA‘, der das versammelte Feuilleton einen schnellen Tod voraussagte. Ja ja, so kann Mann sich irren…… EMMA lebt und gedeiht und heute abend ist Alice live bei Gottschalk, um 19.20 in der ARD.

    • Georg sagt:

      Vielleicht war mit „Tod“ auch Bedeutungslosigkeit gemeint…

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Das hättest du gerne! Aber wenn du auch nur ein Mü von Ökonomie verstehst weisst du, dass ein bedeutungsloses Magazin, das dazu noch kaum Werbung bringt und relativ teuer ist, schon lange eingegangen wäre. EMMA ist nach wie vor erfolgreich und A. Schwarzer die bedeutenste Feministin des deutschen Sprachraums. Inzwischen wird sie vom Feuilleton hofiert, recht so!

      • Georg sagt:

        Aber sicher doch. Ob A. Schwarzer im Dschungelcamp den Kängurupenis wohl essen würde? Und falls ja, bekämen dann nur die weiblichen Campbewohner die so gewonnenen Bohnen? Was würde das Ailton dazu sagen? Gäbs bei einem Aufeinandertreffen mit Micaela eine Supernova? Fragen über Fragen…

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Dschungel??? Penis??? Nix verstahn………

      • Gabi sagt:

        Ah… Ich seh schon. Und hier drüben wird von Pippi das beklagte Niveau des Blogs gehoben.

        Wie schön, dass bewusste Frauejn wie sie hier wenigstens für Lichtblicke der Umgangsformen sorgen.

        Aber was soll Sie auch tun? Sie wird ja provoziert, vulgäre Sprüche vom Stapel zu lassen; nicht wahr?!

        ((was wäre mir das peinlich, mein Leben derart unglaubwürdig fristen zu müssen))

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Hier kann alles nachgelesen werden, 35 Jahre EMMA:

      http://www.emma.de/service/emma-lesesaal/

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    Stichwort Nachhaltigkeit: Vor einiger Zeit erfuhr ich, dass es in der Wirtschaft die ‚geplante Obsoleszenz‘ gibt, auf ARTE lief vorgestern ein Film dazu, heute um 14.40 die Wiederholung:

    http://www.arte.tv/de/Kaufen-fuer-die-Muellhalde/3714270.html#comments

    Man glaubt es kaum, aber in Druckern z.B. werden Chips eingebaut, die bewirken, dass sich das Gerät nach einer bestimmten Druckmenge ‚aufhängt‘, dann kann man nur noch einen neuen kaufen. Wenn ich sowas sehe, packt mich die kalte Wut, vor allem, weil vor kurzem mein Drucker ausgestiegen ist, einfach so. Muss ich den nun operieren?

    • adlerauge sagt:

      Anderes Beispiel: Smartphones (und auch andere Handys a.k.a. „Dumb“phones). Hier wird das Ganze noch unterstützt durch entsprechende Veträge mit den Telefonieanbietern. Es ist gar nicht vorgesehen, dass ein Mobiltelefon länger als 2 Jahre im Gebrauch ist.
      Vom Wettrüsten zwischen Soft- und Hardwareproduzenten fange ich erst gar nicht an…

      Irgendwie muss ja die mittlerweile alles beherrschende Maxime des unbedingten Wachstums erfüllt werden. Effizienz und Einsparung muss andernorts mindestens kompensiert werden, sonst funktioniert das System nicht mehr.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Pippi Langstrumpf:
      Denken Sie bloss an all die Arbeitsplätze welche in den verschiedensten Gebieten hinfällig würden,
      sollten Produkte (und jetzt ziemlich egal welcher Sorte) generationenlang halten… .

      Meiner Meinung nach fehlt es jedoch lediglich an Phantasie
      eben andere Arbeitsmöglichkeiten zu schaffen,
      überhaupt das ganze Leben/Arbeiten/Lohn-Konzept mal tiefgründlich zu überdenken.

      Sollte es wirklich nur mit sinnloser Produktion von Billigschrott möglich sein uns ein „gutes“ Leben zu sichern?

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Genau diese Fragen stelle ich mir auch. Und bis jetzt konnte mir noch niemand glaubhaft machen, dass es wirklich das Beste ist, immer alles gleich wegzuschmeissen. Auch nicht, wenn recycelt wird. Ich ‚hänge‘ auch an meinen Sachen, ich will die lange schön halten und will nicht immer neues kaufen. Wer mal seinen Stil gefunden hat, sieht keinen Grund, ein Sacko nach der zweiten Saison wegzugeben, wenn er doch wieder fast das Gleiche, in identischer Farbe kaufen würde.

    • Georg sagt:

      Frage mich, ob man diese Produkte – wenn der Beweis erbracht werden kann – nicht aufgrund eines rechtlichen Mangels beanstanden könnte?

    • blackball sagt:

      Pippi, dazu stelle ich Ihnen gleich mehrere Fragen:
      1. Haben Sie einen Drucker?
      2. Wenn ja, wann gekauft und wie teuer war das Ding?
      3. Glauben Sie wirklich alles ungeprüft, was Sie sehen/hören?

      • Gabi sagt:

        Blackball: Das scheint leider eine Tatsache zu sein.

        Pippi hat den Dokfilm bei Arte (war´s vorgestern?) gesehen.

        (Übrigens ne Wiederholung. Kenn ihn seit über einem halben Jahr; ätschibätisch 😉 )

    • @Pippi
      Das ist bei allen Tintenstrahldruckern so, wenn sie einen fest eingebaute Filz für die Überschusstinte haben. Das heisst im wesentlichen bei allen Druckern unter 500 Franken.Ich führe einen EPSON B-300. Da ist es nicht so. Bei Laserdruckern könnte es ähnlich sein, wenn der Drucker eine fest eingebaute Belichtertrommel hat.

      Die umfassendste Informationsquelle zu dem Thema ist
      http://www.druckerchannel.de/

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Es ist ein Tintenstrahldrucker von Brother, kostete um die 250 Franken, ich war sehr zufrieden damit, auch weil er eine grosse Speicherkapazität hat, was wichtig ist, wenn man umfangreiche PDF-Files ausdrucken will. Jetzt leuchten alle Lämpchen, wenn ich ihn anstelle, von einem Tag auf den andern, ich machte alle Checks, kein Papierstau nirgends. Jetzt kann ich nur noch in den Tisch beissen…….

      • @Pippi
        Ja, so ungefähr würde es gehen… Ist es wirklich ein Tintendrucker? Weil bei denen eigentlich die Speichergrösse kaum eine Rolle spielt.

    • Marcel Zufferey sagt:

      Gelobt sei unser grossartiges Wirtschaftswunderwachstumsmodell: Es basiert nicht auf Nachhaltigkeit, sondern auf einem möglichst hohen Güterumschlag pro Konsumeinheit! Am Ende steht immer irgendwo eine börsenkotierte Handels- oder Produktionsgesellschaft, in der eine Handvoll Bonibezüger ihren opulenten Lebensstil finanzieren muss- und das geht nur über eine Nachfrage, die, zumindest in den gesättigten Märkten des Westens, künstlich generiert wird. Es gibt reine Aktienkursprodukte, die für den Endverbraucher ohne jeden Wert sind. Sie müssen lediglich verkäuflich sein, das ist alles!

      • Katharina sagt:

        Naja, langlebige low maintenance Produkte würden ganz konkret viele Arbeitsplätze zerstören. Ein Beispiel:

        die grösste europäische Aufzugsfirma (aus Ebikon) operiert für Neuanlagen mit einer Marge von 3%. was konkret heisst, diese Anlagen werden knapp zu Eigenkosten verkauft und bei Prestigeobjekten darunter.

        wo wird der Einkommens-Strom generiert: in Wartungsverträgen (Marge Europa: 25 – 30%, Marge USA: 10 -15%) und Modernisierungen und da vor allem bei den Ersatzteilen (Margen 50 -100 %).

        Bei Druckern ist es so, dass sich ganz einfach die Kosten für Wartung nicht rechnen. Alleine die Zeit

      • Katharina sagt:

        …nachzuschauen was denn defekt sein könnte, kostet mehr als ein neuer Drucker.
        Zudem wird im Druckergeschäft analog dem obigen betr. Wartung, der Einkommensstrom aus den Tintenpatronen erzeugt. Die Drucker im consumer segment werden zu Eigenkosten oder sogar darunter verkauft.
        Die Tintenpatronen haben übrigens auch ein elektronisch festgesetztes Ablaufdatum, bzw ‚Leeranzeige‘.

        Will sagen: Um auf Nachhaltigkeit umzustellen, was mittelfristig der einzige Weg ist, muss sehr vorsichtig damit umgegangen werden, was das für die einheimischen Arbeitsstellen heisst. In dem Sinn denke ich, dass Nachhaltigkeit auch bedeutet, dass die Geld- und Produkt-/Leistungsströme wieder mehr regional fliessen müssen.

      • @Katharina

        Nehmen wir ein Beispiel, das naheliegt: Es gibt im Internet gute Wartungsanleitungen für iPhones. Einige der Modelle sind tatsächlich mit recht wenig Aufwand zu demontieren. Die häufigsten Defekte betreffen die Stecker, den Akku und selbstverständlich zerbrochene Displays. Diese Ersatzteile kann man sehr billig in ebay aus China kommen lassen von Drittherstellern.

        Daraus ist jetzt ein kleines lokales Gewerbe in der Schweiz entstanden, das vergleichsweise kostengünstig iPhones repariert (halb so teuer wie bei Apple, ein Viertel des Kaufpreises).

      • /2 @Katharina

        Wird ein kaputtes Gerät im Wert von mehreren hundert Franken wieder zum Laufen gebracht, so ist das ebenfalls eine Wertschöpfung. Der Konsument hat also die Möglichkeit, beim Einkaufen gezielt auf die Eigenschaften und die Reparierbarkeit der Produkte zu schauen.

      • Katharina sagt:

        das bestreite ich nicht, Juerg. und sicher ist es eine gute idee, auf reparaturfaehigkeit eines geraetes zu schauen. bei den druckern dachte ich an das consumer segment (also ca 100 usd fuer ein nur drucker ohne zusatzfunktionen). bei einem verrechneten stundensatz von 30 -50 usd plus ersatzteile rechnet sich das nicht.

      • Marcel Zufferey sagt:

        Dann stellt man halt die Produktion von 100 USD-Druckern ein. Seien wir mal ehrlich: Hier wird ja nicht mit dem Gerät selber das grosse Geld gemacht, sondern mit den Farbpatronen. Käme der Drucker für 400 bis 500 Dollar auf den Markt, dann wäre auch die Tinte billiger- und der Qualität von Ersterem würde erst noch ein höherer Stellenwert eingeräumt werden. Wer hat eigentlich gesagt, dass alles, inkl. Arbeitskräfte (Menschen!), ständig billiger werden muss?

      • adlerauge sagt:

        in der tat, drucker waren nicht immer so spottbillig. früher kostete ein drucker fast um den faktor 10 mehr bei der anschaffung, die tinte bzw. toner war zwar nicht wesentlich billiger, das gerät hielt dafür in der regel ewig lange (wurde dann aber irgendwann durch höher auflösende, schnellere geräte abgelöst). so habe ich einen laserwriter von apple aus den frühen 90er jahren bis weit in die 00er jahre hinein verwendet. sowas ist heute undenkbar.

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    H & M hatte früher mal tragbare Mode in guter Qualität zu tiefen Preisen, z.B. die Linie ‚Women‘. Das ist lange vorbei, dort wird nur noch Schrott verkauft, Kunstfasern, als ich in der erwähnten Sendung nun sah, dass sie noch nicht mal fair produzieren – was für mich beim H & M Image selbstverständlich war – wurde endgültig klar, dass ich keinen Fuss mehr in diese Läden setze, auch nicht für Gürtel oder andere Accessoires. Wir als Konsumenten haben es in der Hand, solchen Firmen Absagen zu erteilen. Und teuer ist relativ, das gezeigte ‚Hess Natur‘ T-Shirt kostet mit 17 Euro auch nicht viel.

  • Tomas sagt:

    Ach, herrje… und die Welt will immer noch nicht kapieren, dass sie sich nach unseren Vorstellungen gefälligst zu richten hat. Ist doch so einfach, macht alle alles wie bei uns in der Schweiz, und gut ist. Aber nein, da kann man sich den Mund fusselig reden und nichts passiert. Ein Skandal sowas.

    • Auguste sagt:

      hmm…, ich habe da so meine zweifel, dass selbst wenn bangladesh ein bankgeheimnis „nach original schweizer art“ – dh. ante 07 – einführte, sich die geldströme nach dorthin aufmachen würden. die gegenströme des jährlichen monsuns mit seinen überschwemmungen würden das wohl verhindern. ein aktenköfferli, das trieft, weil es voll nasser banknoten ist, wäre aber auch zu verräterisch. bleibt wohl vorderhand nur die andere schweizer art ein geringes, aber wenigstens ein einkommen zu erzielen: gring ache ou wiiterneihe!

  • @Georg
    Meine Erfahrung in diesem Blog ist:

    Ich schreibe zwei sachliche Kommentare und einen dritten mit einer lustigen Geschichte. Kein einziger wird mit einer einzigen Antwort gewürdigt. Dann schreibe ich noch eine letzten Kommentar mit einer politischen Provokation und schon geht die Diskussion los.

    Man nennt das „negative Aufmerksamkeit erregen“ und Ihre Reaktion gibt meiner Lebenserfahrung recht.

    • alien sagt:

      So kann’s gehen. Ist mir auch schon passiert. He, that’s life.

      Dennoch, das ist kein Grund, beim dritten Versuch einfach einen Troll los zu lassen.

    • Georg sagt:

      @Brechbühl

      Wenn nichts kommentiert wird kann das ja auch Zustimmung bedeuten. Oder manchmal ist es auch redundant. Nä ju, man könnte aber auch länger als zwei Minuten warten…

  • „Fair und nachhaltig produziert“ nützt nur dem Gewissen, dem Planeten überhaupt nicht. Die Abgrenzung ist nänlich rein willkürlich.

    Wer hat den PC gebaut, der dieses Zusatzsortiment im Coop verwaltet, welche Giftstoffe wurden dabei freigesetzt? Wie ökologisch war der Transport in die Schweiz? Wieviel verdient die Person, die die „nachaltige“ Biostrampelhose in das Gestell hineinräumt?

    • /2
      Der einzige einigermassen vernünftige Ausweg ist das Recycling: Zu meiner Zeit kaufte man in der Kinderkleiderbörse vom Frauenverein ein. Heute gibt es gebrauchte Kleiderpakete bei ricardo.ch zu kaufen.

      Auf die Art werden am meisten Ressourcen geschont. Wer immer, wo immer, wie immer das Kleid hergestellt hat, es wird ein zweites, ein drittes mal verwendet und so fällt die unweigerlich Zerstörung nur einmal an.

      • Mina Matter sagt:

        Jürg Brechbühl, sie haben recht, am vernünftigsten kauft man Säuglings und Kleinkinderkleider in der Börse.
        Die dort angepriesene Wahre war meist sehr schön und sauber.
        Ich habe das bei all meinen 4 Kinder so gehandhabt und war immer sehr zu frieden,

    • /3
      Die andere Lösung wäre noch, selber zu nähen. Aber die Karriere-Emanzen von heute, die ihre Kinder als Lifestyle-Accessoire halten, sie tagsüber in der Kinderdeponie entsorgen und die übriggebliebene Zeit als kuoliti-täim verwenden, die können kaum je nähen und sei es um des Argumentes willen, auch nicht kochen.

      • Georg sagt:

        Zwei sachliche Posts und dann gleich noch einen Gehirnfurz hintendran gesetzt…schade.

      • zysi sagt:

        möchten sie sich wirklich stilFoll abheben, dann wäre anstelle des Verbteils „furzen“ auch „winden“ hilfreich…schade.

      • Herr Brechbühl: Schon mal selber Kinderkleider genäht? Nein? Wenn ja, wüssten Sie vielleicht das dies keine Alternative ist um die Brut einzukleiden.

      • alien sagt:

        Nähen. Hast Du irgendeine Vorstellung davon, wie aufwendig das ist und zeitraubend? Ausserdem ist es schwierig. Das mit dem Recycling stimmt, das ist eine sehr sehr gute Alternative. In Secondhandläden geschehen mitunter gar wunderliche Dinge (nein, mila, keine Angst, die wiederhole ich hier nicht).

      • Georg sagt:

        @zysi

        Jetzt flatulieren Sie hier mal nicht so politisch korrekt rum! 😉

      • Laura TI sagt:

        @It must be said
        Ja, ich hab die gesamte Babyausstattung selber genäht bzw wurde von meiner Mutter darin unterstützt. Kein einziges Teil dazu gekauft. Das erste, was wir anschaffen mussten, waren diese Gazetücher, die als Sabberlätzchen verwendet wurden und das zweite waren dann die ersten Schuhe. Die Kleider haben meine drei Kinder überdauert und kommen jetzt bei unserer Kleinen auch wieder zum Einsatz. Wieso sollte das keine Alternative sein?

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Das kann man machen Laura, wenn man gut nähen kann. Ich kann das leider nicht und es macht mir auch keinen Spass. Hingegen entwerfe ich gern und hab mir schon öfters Kleider nähen lassen nach eigenen Entwürfen, vor allem Abendkleider, die aus Seide oder Samt ab Stange kaum erhältlich sind oder dann nur bei den extrem teuren Labels. Meine letzte Schneiderin ist leider gestorben, quasi vom Schneidertisch weg, mit 85. Nun hab ich noch keinen adäquaten Ersatz.

      • Laura TI sagt:

        Pippi, was denken Sie, wer meine Business-outfits näht? Von der Stange kann ich eh nichts kaufen, zu gross, zu schlank. Meine Mutter entwirft genau nach meinem Geschmack und das Nähen macht ihr heute noch genauso viel Spass wie vor 60 Jahren, als sie die Schneiderlehre angefangen hat. Selbst meine Grosse und die Jungs jubeln immer wieder, wenn sie ihnen so ein hippes Teil zukommen lässt.

      • @It must be said

        Ich habe während vielen Jahren meine gesamte Garderobe selber genäht. War oft etwas improvisiert. Aber ich bin schliesslich als Mann diskriminiert worden und musste mir das meiste selber beibringen.

        Immerhin, ich nähe heutzutags ein ärmelloses Etuikleid, im Prinzessinnenschnitt, verdeckten Nähten, einem verdeckten Reissverschluss, Futter, von Hand gehefteten Besätzen und Säumen aus einer gestickten Doupionseide, dass ich mich vor keiner Damenschneiderin zu schämen brauche.

      • @alien

        Ein Paar Hosen 2 Stunden. Eine wettertaugliche Windjacke 3 bis 4 Stunden. Ehrlich gesagt, wenn ich in die Stadt fahren muss und mich durch die Modegeschäfte hindurchärgere, dann brauche ich länger. Schneller geht es nur im Versandhandel (Bio, Fairtrade, blabla, etc, Hessnatur).

      • Reto sagt:

        @Pippi,
        26. Januar 2012 um 14:05

        Sorry, aber ich sehe das gleich vor mir, wie deine ( gute) Schneiderin am Schneidertisch stirbt…und der Stoff einfach durchläuft und die „Gute“ gleich mit auf dein Abendkleid genäht wird; sozusagen als Label…

  • blackball sagt:

    Herrlich, wie viele Empörte sich hier wieder einmal zu Wort melden und dabei keine Ahnung von der Materie haben. Mal so ganz spontan gefrag, wie viele von Euch Gutmenschen haben schon mal in Thailand, China oder meinetwegen auch Usbekistan, gearbeitet? Wer kennt die Zustände? Welche alternativen Perspektiven kann man diesen Menschen anbieten? Und nein, die lustigen „Dokumentationen“ auf RTL zählen nicht.

    Mit vollen Hosen ist immer gut gestunken. Dass sich hier einige nicht zu dumm sind, Politiker oder „offizielle Stellen“ in die Pflicht nehmen zu wollen, ist ein starkes Stück.

    • alien sagt:

      Wieso zählen die Dokumentationen nicht? Mit Gesprächen mit Arbeitern, manchmal sogar mit echten herausgeschmuggelten Bildern? Also mich beeindrucken die Sachen.

    • blackball sagt:

      alien, RTL ist nicht gerade für, sagen wir mal, seriöse Berichterstattung oder investigativen Journalismus bekannt. Den Rest Ihres Posts lasse ich mal besser unkommentiert …

  • Franziska sagt:

    Das Label Hooligans Kids Clothing verwendet nur Baumwolle aus Südafrika und ist Fair Trade und ohne Kinderarbeit. Eigentlich auch Bio, nur das Label haben sie noch nicht gekauft.

    • Auguste sagt:

      hmm…, „bio“-labels sind reine placebos. selbst wenn in usbekistan keine spritz- und düngemittel die baumwollpflanzungen je erreicht hätten, so hat alleine das pflanzen dieser frucht dem aralsee, der einmal das ausmass eines kleinen binnenmeeres hatte, zünftig das wasser abgelassen mit allen negativen „bio-auswirkungen“, die solche künstlichen ungleichgewichte halt so mit sich bringen. und „fair trade“ soll mir mal einer erklären, wenn im ausverkauf die preise um oftmals mehr als 50% purzeln können, und die geschäfte immer noch gute profite machen. geht das alles wirklich fair zu?

  • Sabine Müller sagt:

    die Modekonzerne bezahlen den Firmen Landesübliche Preise. Wie viel Lohn der Chef dann den Arbeitern ausbezahl, das haben C+A oder H+M nicht in der Hand! Es sind bloss Kunden der Firmen! Und wenn H+M mehr für die Ware bezahlt, sackt das der Chef ein und die Arbeiter sehen davon nix. Es sind oft die eigenen Landsleute, die den Indern oder Chinesen das Leben schwer machen. Ich sage, 20+30 Franken für einene Pullover aus Indien ist immer noch VIEL ZU TEUER. Herstellungskosten sind vielleicht 3 Franken.

    • Dani Kobler sagt:

      @ Müller: überlegen sie doch mal wieso Multis wie Nike Adidas, TommyH, Levis ihre eigenen Fabriken in den Absatzmärkten geschlossen haben und stattdessen die Jeans uns Shirts von Sub Sub Sub Unternehmen produzieren lassen.
      Wenn sie es nicht wissen dann lesen sie No Logo von N. Klein, aber bitte keine weiteren Kommentare über Multis die der Preispolitik eines asiatischen Textil KMUs schutzlos ausgeliefert sind.

      • Georg sagt:

        @Dani K.

        „keine weiteren Kommentare über Multis die der Preispolitik eines asiatischen Textil KMUs schutzlos ausgeliefert sind.“

        Nicht der Preispolitik, aber seiner Bruttogewinnverteilung.

    • Frank Baum sagt:

      @Mueller: Sie haben Recht, dass die Modekonzerne lediglich Kunden sind. Man kann sie daher auch nicht fuer die Einhaltung etwaiger Standards verantwortlich machen. Man kann sie aber auffordern, solche Standards einzufordern. Qualitaetsstandards fordern sie ja auch ein. Genau das passiert idR auch: Man fordert die Bezahlung von Mindestloehnen, keine Kinderarbeit, Arbeitssicherheit und Umweltvertraeglichkeit. Man Beurteilt Lieferanten danach und fuehrt entsprechende Kontrollen durch. Einfordern oder nicht macht einen Unterschied. Dazu kann man die Kozerne halten.

  • Sabine Müller sagt:

    ich glaube, viele verstehen die ganze Problematik nicht.
    Es sind nicht die Modekonzerne, die den Arbeitern direkt den Lohn ausbezahlen oder bestimmen. Es gibt immer noch einen CHEF der jeweiligen Fabrik. Die Inspektoren der Modekonzerne statten den Fabriken natürlich Besuche ab und versuchen den Chefs faire Arbeitsbedingungen, Sicherheit am Arbeitsplatz / Fluchtwege, keine Kinderarbeit usw. zu verklickern. Die Chefs nicken nett und sagen ja ja ja (verstecken natürlich vorher die Kinder oder lassen sie an diesem Tag nicht zur arbeit…). Aber die machen dann trotzdem, was sei wollen.

  • plop sagt:

    Es ist wohl leider fast unmöglich, ökologisch und sozial verträglich zu leben… Ich versuche mein Teil mit eingeschränktem Konsumverhalten beizutragen. Frau Merli: leihen sie sich die Bebe-Erstausstattung bei jemanden aus, und kaufen Sie, wenns sein muss, halt nur 1-2 schönes Body, Schafwolle ist zum Beispiel gut wärmeregulierend… Finden Sie in guten Ökoläden..

    • Auguste sagt:

      hmm…, bewusstes konsumverhalten wäre für alle hilfreicher als eingeschränktes. wenn die entwickelte welt aufhört zu konsumieren, dann stehen in den entwicklungsländern die maschinen still – damit ist auch niemandem geholfen.

      nebenbei, babies brauchen in erster linie, zuwendung, liebe und nahrung. was den wärmebedarf angeht, geht es ihnen sprichwörtlich an den pampers vorbei, welche textilqualität dafür verantwortlich ist, und körperwärme schlägt die nützlichen früchte des webstuhls sowieso immer um längen.

      • plop sagt:

        Lieber Auguste, nun komm mir nicht mit solch Sätzen wie „nebenbei, babies brauchen blabla“, als wärst du top und alle anderen flop…

  • Pascal Sutter sagt:

    Es ist grausam wie man als Konsument verarscht wird.

  • Vielen Dank für den Artikel!
    JA! Es ist absolut erstrebenswert, dass wir auf einen Blick erkennen können, woher die Baumwolle kommt. Genauso möchte ich ja auch erkennen, woher der Apfel kommt und nein, einen Apfel, der um die halbe Welt flog, kaufe ich nicht. So wäre ein „Herkunftssignet“, ein Label o.ä., hilfreich für die Entscheidung ob Top oder Flop. Wir z.B. verkaufen Kinderschuhe secondhand – damit die Neuanschaffungen etwas abnehmen, das Budget nicht strapaziert und die Schadstoffe gedämmt werden. http://kinderschuhbörse.ch

  • Irene sagt:

    Es geht hier ja nicht nur um die Baumwolle sondern um alle Rohstoffe…..wir müssten uns dann auch Gedanken machen wenn wir Kaffee trinken und Schokolade essen, wer denn diese Bohnen gepflückt hat. Im Allgemeinen ist es ziemlich schwierig das alles nachzukontrollieren, da oftmals die Rohstoffe via staatliche Lieferanten gekauft werden und die Käufer überhaupt nicht genau wissen, woher genau die Ware kommt. Das Ganze ist halt einfacher gesagt als das es tatsächlich ist. Die Verarbeitung der Rohstoffe danach z.B. in China oder Indien wäre da einfacher zu kontrollieren denke ich…

    • Meta sagt:

      Natürlich ist es einfacher gesagt. Aber wenn wir einen Bruchteil der Zeit darin investieren würden, die wir sonst beim Kleiderjagen verlieren… in Ansätzen ist es sicher machbar! Es ist die Bequemlichkeit, die uns daran hindert. Poste ein paar Links weiter unten.

  • Wir entwickeln gerade ein Online-Portal für faire Mode, die das Kaufen fairer Mode erleichtern soll (u.a. Antworten zu: Nach welchen Kriterien produzieren Firmen? Wo finde ich in meiner Stadt faire Modefirmen? Wo kann ich fair online kaufen?). Auf http://www.netzwerkfairemode.com finden Sie bereits Infos über faire Mode (u.a. Beiträge über Kindermode) und einen Shopping Guide, den wir ständig weiter entwickeln.

  • john tobler sagt:

    jajaja
    alle wollen öko baumwolle und das die näherinnen und die baumwollpflücker fair entlöhnt werden. wenn es aber dann an der kasse ums bezahlen geht, dann findet jeder wiederum diese produkte zu teuer.
    leider geht ein „faires“ produkt immer auf kosten eines anderen

  • Georg sagt:

    Siehe Homepage der Petition: „Die Kampagne „Recht ohne Grenzen“ fordert von Bundesrat und Parlament gesetzliche Bestimmungen, damit Firmen mit Sitz in der Schweiz weltweit die Menschenrechte und die Umwelt respektieren müssen und damit Opfer von Menschenrechts- und Umweltverstössen durch solche Firmen, ihre Niederlassungen und Zulieferer in der Schweiz auf Wiedergutmachung klagen können.“

    Wieder einmal typisch…yeah, wir fordern jetzt mal einfach was ungeachtet der Durchsetzbarkeit (sowohl rechtlich als auch praktisch) und Folgen für die Wirtschaft. Weltfremd, once again…

    • alien sagt:

      Also Du findest es ok, Deinen Goof mit einem T-Shirt zu bekleiden, das von einem 11-jährigen Bangladeshi, der keine Schule mehr von innen sieht, in der 13. Arbeitsstunde des Tages gefertigt wurde?

  • Christian Müller sagt:

    Empörung. Erstens sollten KInder die Schule besuchen müssen. Dies müssen die Regierungen durchsetzen & die Modeketten müssen dies sicherstellen & kontrollieren, wo Regierungen dies nicht tun. Die Schweiz vor 70-150 Jahren, Taiwan & HK vor 50 Jahren, China vor 25 Jahre sind Beispiele wie man mit tiefen Löhnen ein Land entwickeln kann. Welche anderen Möglichkeiten gibt es historisch für Länder wie Bangladesh? Keine – oder kann mir jemand ein Beispiel nennen? Entwicklungshilfe? Funktioniert nicht. Es gibt nur tiefe Löhne, in Bildung investieren und dann neue Industrien/Dienstleistungen aufbauen.

    • Georg sagt:

      Gebe Dir zu 100% Recht!

      Mach Dich auf empörte Kommentare von Sozialromantikern gefasst…

      • Anni sagt:

        @Christian: Guter Ansatz. Vor allem stimmt das Argument, dass man unbedingt in die Bildung dort investieren muss oder in diesem Punkt auf die Regierungen von aussen Druck ausüben sollte. Dadurch kommt der Stein im betreffenden Land automatisch ins Rollen. Ok, vielleicht langsam, aber dafür stetig, weil von den „eigenen“ Leuten, die so „gebildeter und geschulter“ werden, dann plötzlich Forderungen an den eigenen Staat gestellt werden. Dann setzt ein Prozess ein.

    • Frank Baum sagt:

      Schulpflicht muessen die regierungen durchsetzten. Es ist Unsinn, das von Modeketten verlangen zu wollen. Aber Sie haben voellig Recht: Es gibt eine ganze Reihe von Laendern, die sich durch ihren Export aus der Armut befreit haben, bzw. die Armut zurueckdraengen konnten. Die ganzen Tigerstaaten gehoeren dazu. Unterdessen aber auch Indien, usw.

      Es stimmt nicht, dass Entwicklungshilfe nicht funktioniert. Auch da hat man Fortschritte gemacht. Man redet nur nicht gross darueber.

      Eines ist aber klar: Niemand ist aus der Armut gekommen, indem er keinen Handel getrieben hat.

      • alien sagt:

        In 30 Jahren, mark my words, wird Burma sein wie Thailand, wenn das so weitergeht. Mich würde das freuen.

        Georg, was soll das mit den „Romantikern“. Im Leute zusammenscheissen bist Du gut, momoll, I am mighty impressed.

      • Georg sagt:

        @alien

        Siehe mein Post von 09:21, das meine ich; Ideologen welche praxisuntaugliche Forderungen stellen und sich dann ständig empören.

        Aber danke (getroffene Hunde bellen…)!

  • Monika sagt:

    Die Forderung, Konsumentinnen sollten ein Zeichen setzen, ist zwar schön und gut – aber versuchen Sie mal, fair produzierte Kleider für grössere Kinder zu kaufen, die auch noch halbwegs tragbar sind! Ich habe ehrlich gesagt schon so genug Schwierigkeiten, für meine Kids z.B. Hosen zu finden, weil beide so dünn sind und damit offenbar nicht mehr der heute üblichen Statur entsprechen. Und dann sollte das Ganze ja auch noch bezahlbar sein. Gerade bei Hosen, denn die scheuern sie ja meist sehr schnell durch. Will heissen: Gefragt sind auch die Konzerne!

  • Lina More sagt:

    Die Frage nach dem fairen Lohn beantwortet sich wohl von selbst, wenn man das Preisetikett des H&M-Kleidungsstückes anschaut. Ein fairer Lohn für die Fliessbandnäherin liegt gar nicht drin. Leider stimmt der Umkehrschluss, dass bei teurem Preis auch die Löhne stimmen nicht. Doch wieso sollten die fairen Produktionsbedingungen bei süssen Babykleidern mehr interessieren als bei anderen Produkten? Die Mehrheit der Leute ist leider im Kreislauf der Wegwerfgesellschaft verfangen und hat das künstlich geweckte Bedürfnis sich dauernd neu einzukleiden, sich einmal im Jahr neu einzurichten etc….

    • alien sagt:

      Hm, das Skandalöse ist ja, dass der Lohn des Baumwollpflückers und der Näherin nicht einmal so wesentlich sind für den Preis der Ware. Anderes ist es weit mehr, zum Beispiel die Gewinnvorstellungen der Firmeneigner hierzulande.

  • Chris Schneider sagt:

    Danke für diesen Artikel. Ich hoffe, dass dieses „Problem“ endlich von offizieller Seiter angegangen wird.

    • xyxyxy sagt:

      Da kann ich mich nur anschliessen.
      Wir wollen faire Ware. Warum können unsere Politiker hier nicht stärker auf ethische Grundsätze pochen?

      • Markus sagt:

        Himmel, woher kommt dieser Drang, die Probleme zu delegieren statt selber sich darum zu kümmern? Es gibt keine „offizielle“ Stelle, die ethisches Handeln einrichtet. Das muss man selber tun. „Die Politik“ kann, wenn man so will, das von Ihnen geschaffene und gewollte dann gesamtgesellschaftlich einrichten. Umgekehrt funktioniert es einfach nicht.

      • Widerspenstige sagt:

        Ich sehe das auch so wie Du Markus. Leider, muss ich sagen.

        Es liegt nicht NUR an den Produktionsstätten, der Politik des jeweiligen Landes, sondern an uns Konsumenten letztendlich. Wir bestimmen mit unserem Verhalten den Markt – nicht umgekehrt! Diese Einsicht scheint schwierig zu sein.

      • alien sagt:

        Nun, Widerspenstige, leider funktioniert das nicht. Für jeden, der sein Verhalten ändert, hat es zehn, die sich nicht kümmern. Es braucht hier, wie es im Umweltschutz schon lange anerkannt ist, den Staat. Wenn ein Kleiderhändler nur noch zertifiziert gutes Zeugs verkaufen dürfte, würde er das sicher problemlos tun, einfach darum, weil er keine Konkurrenz hat, die sich um solche Gedanken foutiert und billiger verkaufen kann.

  • Francesca sagt:

    Wir werden doch nur angelogen. Swiss made heisst, dass der grösste Teil der Wertschöpfung, also der Mehrpreis, in der CH generiert wurde, nicht, dass alles in der CH fabriziert wurde. Deshalb: kaufen Sie Ihre Babyausstattung in der Kinderkleiderbörse. Da sind alle Sachen schon einige Male gewaschen worden, die Chemikalien draussen, und schön sind sie noch immer, denn Neugeborene machen nichts kaputt. Und wir erweisen den Kindern, die daran möglicherweise gearbeitet haben, die Ehre, ihre Arbeit zu schätzen, und schaffen keine neue Nachfrage. Wenigstens das.

    • Shilgia sagt:

      Genau so mache ich es auch- jedenfalls meistens. Es ist keine Schande, nicht immer neue Kleider zu tragen. Trotzdem waere eine glaubhafte Deklaration gut. Leider sind Kleider aus glaubhaften Unternehmen meistens ueberdurchschnittlich teuer- was sich wiederum auch nicht alle leisten koennen.

      • erika sagt:

        Übrigens kann man viele Kleider auch flicken. Mit etwas Fantasie kann der Flick auf der Hose sogar eine Aufwertung sein!!

      • @erika
        Gebrauchtware aufwerten, so wie der Aufkleber auf dem verbeulten Auto:
        Alt, aber meines!

        (Gemünzt auf die Leute, die ein schickes modernes Auto haben, aber nur geleast!)

    • Frank Baum sagt:

      Soll es denn den Leuten in diesen armen Laendern besser gehen, wenn es gar keine Nachfrage gibt? Dann haben sie einfach gar keinen Job. Geholfen ist ihnen damit nicht.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Ich habe eine Freundin, die kauft auch sehr vieles in der Börse, obschon sie es nicht nötig hätte. Manchmal begleite ich sie. Aber schon der Geruch dort hält mich davon ab, Kleidung zu kaufen, dieser typische Brokenstubengeruch, der irgendwie ‚tötelet‘, sorry. Ich fühle mich einfach nicht wohl in Kleidern, die schon andere Leute trugen, ausser wenn ich diese kannte und mochte. Ich bringe auch Sachen in Brokenstuben, das ist eine gute Sache, aber Kleider will ich von dort keine.

      • Shilgia sagt:

        In der Brokenstube, die ich kenne- da wuerde ich auch keine Kleider kaufen… aber Kleider kauft man auch nicht wirklich in der Brokenstube, sondern eher Moebel und Hausrat. Die Kleiderboerse, die ich kenne ist hell und freundlich eingerichtet- die Kleider sind schoen sortiert, zusammengelegt oder haengen ordentlich am Buegel und haben auch keinen muffigen Geruch.

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