Wie man sein Kind besser nicht tauft

Der Anfangsbuchstabe ist im Trend, der Rest seines Namens definitiv nicht: Baby Jihad.

Der Anfangsbuchstabe ist im Trend, der Rest seines Namens definitiv nicht: Baby Jihad.

Ende November machte ein kleiner Brummer europaweit Schlagzeilen als «Deutschlands schwerstes Baby»: Über sechs Kilo hatte der Junge bei seiner Geburt gewogen und wurde trotzdem auf natürlichem Wege zur Welt gebracht. Während die Medienwelt – die deutschsprachige zumindest, in England sah es etwas anders aus – ganz auf den medizinischen Aspekt fokussierte, stach mir beim Lesen der Nachricht etwas Anderes ins Auge: der Name des Kleinen. Jihad heisst er, was bekanntlich «heiliger Krieg» bedeutet. Nicht nur, wehrten sich die Eltern umgehend, der Name stehe auch für die Auseinandersetzung des Muslims mit seinem Glauben. Schön und gut. Sein Kind im Jahr 2011 in Deutschland so zu taufen, ist trotzdem fahrlässig, wird der Junge doch garantiert als Zielscheibe für allerlei Hänseleien herhalten müssen – wenn nicht Schlimmeres.

trendy

Gabriel Zakuani mit Frau Shanice Petrie und Söhnchen Trendy.

Beispiele für fragwürdige Namen liefern uns auch Stars und Sternchen in regelmässigen Abständen. Besonders innovativ wollte vor Kurzem der Fussballer Gabriel Zakuani sein und taufte seinen Sohn auf den Namen Trendy. Immerhin muss man ihm zugestehen, sich etwas überlegt zu haben. Denn wenn ein Name per definitionem nie aus der Mode kommen kann, dann dieser. Und aktuell ist Trendy rein von seiner Wortform her tatsächlich sehr angesagt. Das Namensportal Nameberry.com hat nämlich gerade eine Liste mit den zwölf Vornamen-Trends für 2012 veröffentlicht und prophezeit darin unter anderem sogenannten Adjektiv-Namen einen regelrechten Hype.

adam-sandler-sunny

Ebenfalls voll im Trend: Schauspieler Adam Sandler mit Töchterchen Sunny.

Hierzulande werden wir wohl kaum auf Namenskreationen wie Sonnig (Sunny) oder Goldig (Golden) treffen. Aber gibt es einen anderen grossen Trend in Sachen Babynamen, der die Schweiz 2012 erfassen wird? Knud Bielefeld, Betreiber der Site Beliebte-Vornamen.de und Autor des Beliebte Vornamen Jahrbuchs 2011 verneint. Einen Lieblings-Anfangsbuchstaben haben Schweizer Eltern aber durchaus. Welcher das ist, wie lange er angesagt bleiben wird und wo man den passenden Namen für sein ungeborenes Kind findet, verrät Bielefeld im Interview.

In den USA sollen laut Nameberry.com 2012 Namen im Trend liegen, die mit A und M beginnen. Haben Eltern hierzulande auch solche Lieblingsbuchstaben? Mir ist aufgefallen, dass in der Schweizer Namenshitparade 2010 auf den ersten Rängen viele Namen stehen, die mit L beginnen.
Der Anfangsbuchstabe L ist tatsächlich sehr beliebt zurzeit im deutschen Sprachraum, er war auch in Deutschland 2010 einsame Spitze: Jedes fünfte im Jahr 2010 geborene Mädchen in Deutschland hat einen Erstnamen, der mit dem Buchstaben L anfängt. Auch bei den Jungen ist das L der häufigste Anfangsbuchstabe, aber das J folgt mit nur geringem Abstand.

Viele Eltern in englischsprachigen Ländern sollen sich bei der Namenswahl von Hollywood- oder Sport-Stars und Figuren aus der Literatur inspirieren lassen. Ist das bei uns ähnlich?
Ja. Wobei Popstars, Schauspieler und Figuren aus Film und Fernsehen eine grössere Rolle spielen als literarische Vorbilder. Tendenziell gilt: Je jünger die Eltern, desto eher taufen sie ihre Kinder nach prominenten Namensvorbildern. Die meisten Eltern lassen sich allerdings anderswo inspirieren.

In meinem Bekanntenkreis habe ich in letzter Zeit öfters traditionelle Babynamen wie Moritz oder Daniel gehört. Besinnen wir uns namenstechnisch allmählich wieder zurück auf die Klassiker?
Weder Daniel noch Moritz würde ich als klassischen oder traditionellen Namen bezeichnen. Grundsätzlich gibt es einen Kreislauf bei den Vornamen: Bestimmte Namen werden von vielen Eltern aufgegriffen, kommen in Mode, werden eine Zeit lang sehr häufig vergeben, sind irgendwann nicht mehr angesagt und verschwinden wieder aus den Hitlisten. Nach vielen Jahren sind die Namen dann wieder im Trend und werden wieder vergeben.

Wie lange dauert so ein Kreislauf im Durchschnitt?
Mehrere Jahrzehnte. Als Faustregel kann man sagen: Die Namen der Urgrosseltern des Kindes kommen wieder in Frage.

Woran liegt es, dass sich Mädchen- und Jungennamen vom Klang her immer mehr angleichen? Viele Namen sind ja sogar für beide Geschlechter verwendbar.
Warum die Eltern sich für solche Namen entscheiden, weiss ich nicht. Fakt ist aber, dass Jungennamen heutzutage im Schnitt länger, Mädchennamen kürzer als früher sind. Immer mehr Jungennamen enden zudem auf einen Vokal, was früher für Mädchennamen typisch war. So werden weibliche und männliche Namen klanglich immer ähnlicher.

Worauf sollte man als Eltern achten bei der Namenswahl, damit das Kind glücklich wird mit seinem Namen?
Der wichtigste Tipp: Vermeiden Sie Sonderzeichen, die Sie auf der PC-Tastatur nicht finden.

Auf Vornamenseiten im Internet und in Namenslexika wird man fast erschlagen von den unzähligen Vorschlägen. Wie beziehungsweise wo findet man am einfachsten einen passenden Namen?
Erst einmal stellt sich die Frage, ob es ein verbreiteter oder ein ungewöhnlicher Name sein soll. Wenn Ersteres zutrifft, dann stöbert man am Besten im vorderen Teil der aktuellen Hitlisten. Einen ungewöhnlichen Vornamen findet man zum Beispiel, indem man die hinteren Plätze der Namens-Hitparaden studiert. Diese Namen wurden im Jahr zuvor meist nur einmal vergeben. Wer es ganz exotisch möchte, sollte sich durch ausländische Telefonbücher blättern, die bergen ganze Schätze an unbekannten Namen.

209 Kommentare zu «Wie man sein Kind besser nicht tauft»

  • Gabi sagt:

    Da fällt mir noch jener Berner auf, der auf einem amerikanischen Highway flugs und ausschliesslich dafür verhaftet wurde, weil er die Frage des schwarzen Police Officers korrekt beantwortet hat.

    Der wollte im Zuge einer Kontrolle einfach erst mal wissen, wie er heisst.

    Heiniger!

  • Scott Rott sagt:

    Wenn man Zbinden heisst, sollte man seine Tochter vernünftigerweise nicht Mona nennen.

  • Krähenbühl, D. sagt:

    @Jeanette Kuster: Bevor man einen Artikel mit einem mehr oder weniger kontroversen Thema beginnt, sollte man sich zuerst über die Fakten informieren. Jihad bedeutet nämlich nicht „heiliger Krieg“ (in diesem Zusammenhang wird er von den Medien einfach verwendet), sondern „Anstrengung für etwas, im Namen Gottes“. Beispielsweise kann jemand eine Schule gründen, das ist dann sein persönlicher Jihad, um seine Moral und seinen Glauben zu stärken.

  • heidi reiff sagt:

    Wir kommen alle alle alle in den Himmel, weil wir so brav sind…… da gibts doch noch so ein Lied aus früheren Zeiten, alles weiss ich, nur den Namen nicht, es war glaub ich Hans Albers, ich mag mich an das Lied errinnern, auf der Reeperbahn Nachts um halb eins, ob d‘ ein mädel hast oder auch keins, auch von vom Namen Hans gibt ja so Lumpenliedli, der Hans Dampf im Schnogeloch…der Evangelist Johannes aus der Bibel, das ist eine andere Geschichte, wie wars jetzt wieder vom Paulus der zum Saulus wurde, oder war es umgekehrt, ich weiss es einfacht nicht,Mode ist nicht mein Ding.

    • Hotel Papa sagt:

      Ach Heidi, wenns dich nicht gäbe, müsste man Dich erfinden. Nach den Argumenten der Pasdaran ist die Sinnhaftigkeit Deiner Posts jeweils sehr erfrischend.

      • Katharina sagt:

        ganz angesehen davon, dass alle pasadran heidi schätzen und unterstützen und Du hansli, wohl den Sinn von heidis beitrag nicht erfasst hast.

      • Hotel Papa sagt:

        Auch wenn Du es nicht einsiehst: Menschliche Beziehungen sind nicht schwarz-weiss; es gibt nicht nur die diesseits des Zauns und die jenseits.

        Stell Dir vor, ich weiss dass die Kampfemanzen Heidi stets unterstützen. Schliesslich hat sie ein wahnsinnig gewichtiges Argument in form eines 2. X. Und für jeden mit einem funken Menschlichkeit hat ihr ADHD stream of consciousness etwas liebenswertes.

        Wie lebt es sich eigentlich mit soviel Hass im Herzen? Ich kann mir das nicht anders vorstellen, als dass es das Leben vergiftet.

      • Katharina sagt:

        hass? da liest du mich total falsch. sorry.

  • xyxyxy sagt:

    Fazit: ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass heute im Blog die Ader eines konservativen, bünzligen Dünkels die Oberhand genommen hat.

    • StefanB sagt:

      Ach was, xy*3: Es ist nun mal so, jede Zeit hat seine Namen:In der nicht ganz so guten alten Zeit nahm man die Namen des Vaters oder der Grossväter, evtl. ergänzt durch eine(n) Heilige(n) – Wobei in katholischen Kreisen die Oberheilige Maria beiden Geschlechter gut stand (z. Bsp. Rainer Maria Rilke) Später kamen dann teutonische Namen auf, und nach dem Krieg waren es gerne Namen der Lieblingsferienländer: Italien, Spanien – oder der Kriegsgewinner.

      Eigentlich ist es aber schade, dass sich niemand von unserem Sportler Kempf inspirieren liess – der heisst Hippolyt.

      • Auguste sagt:

        hmm…, die klangvollsten namen suchen sich immer wieder eltern von football-quarterbacks aus: colt mccoy, joe montana, dan marino, troy aikman, tony romo, peyton manning, john elway, boomer esiason, vinny testaverde…

        …und bei uns heissen fussball-helden: köbi, fritz, franz, lothar, eren, alex, alain, murat, xheran. zum glück hatte vater benaglio eine vision damals.

  • fufi sagt:

    Ach wie gut, dass niemand weiss,
    was ich mit Rumpelstilzchen tat!

    😛

    • heidi reiff sagt:

      Morgen ist ja Samichlaustag, viele Samichläuse kommen jetzt zum Glück ohne Ruten sondern einfach um den Kids eine Freude machen, das sog. Strafregisterbuch ist hoffentlich passee.

  • heidi reiff sagt:

    ts einen fernen Verwandten, der Pfarrer war und Olivier hiess, meine Tochter haben wir Carmen getauft, es war meine Idee. Als hilflose neu geborene Kinder können wir unseren Vor- und Nachnamen nicht auswählen, das Hirni braucht Zeit, sich zu entwickeln. Wir kommen alle als hilflose Babys auf die Welt , auch Rhetortenkinder, der erste Schritt ins Leben. 🙂

  • heidi reiff sagt:

    Im gegenseitigen Einverständnis haben wir uns nach 9 Jahren scheiden lassen, eine Konventionsscheidung. Bei einer Scheidung muss ja eine Frau dann wieder ihren ledigen Namen, so ist es in der CH, mein lediger Geschlechtsname passte mir nicht, ich hatte die Möglichkeit, den Namen anzunehmen meines Ex, war nicht gratis, lange ists her, wo das Geld hinfloss weiss ich nicht, ev. Schreibgebühren für meine Ausweispapiere, die ich neu erstellen lassen musste, eben halt Bürokratie, die Namen haben jetzt einen Salto Mortale gemacht in meinem CH-Pass. Mein erwachsener Sohn heisst Olivier hatte da schein

  • Christoph Lieberherr sagt:

    Der Name sollte idealerweise in den Kultur- und Sprachkreis passen. Im Bestseller „Life of Pi“ tauft die Mutter ihren Sohn stolz „Piscine Molitor“ nach einem berühmten Schwimmbad in Paris. Auf englisch oder indisch versteht man das immer als „Pissing“ oder „Pi Singh“, beides sehr unangenehm für den lieben Junior. (Der Rest des Buchs ist übrigens sterbenslangweilig).

  • Gabi sagt:

    Wir haben uns zum Gaudi immer vorgestellt, wie lustig es wäre, wenn wir unser Kind „Zwergli“ taufen lassen würden.

    Die logischerweise folgenden Diskussionen mit Gemeinde und/oder Einwohnerkontrolle hätten dann diesen herrlich lustigen Zug angenommen (der mir daher von unseren Pasdaran immer so heimelig vertraut scheint), wenn wir auf „verständnislos“ geschalten hätten:

    Ja, aber… Wie könne man nur annehmen, dass wir unserem Kind damit schaden würden. Im Gegenteil: Unsere Namenswahl würde ja geradezu bestätigen, wie ungeheuer lieb wir dieses kleine Ding fänden. Zwergli…. ist doch härzig!?

  • heidi reiff sagt:

    Ja ja die Traditionen sind verankert was Namen betrifft, wir waren 4 Kinder, mein Bruder, der 2. Aelteste wurde nach dem Namen meines Vaters getauft Lorenz, ich als 3. Kind Heidi, mein jüngster Bruder Markus. Hab mal als längst Erwachsene meinen Vater gefragt, weshalb ich getauft wurde mit Namen Heidi, achselndzuckend sagte er, weil es zu dieser Zeit so Mode war, ich hintersinne mich deswegen nicht. Ich kenne diese Verniedlichungen der Namensgebungen, da wurde immer ein “ li “ angehängt, mein 6 jahre jüngerer Bruder hatte den Uebernamen -Küssibeineli-. Ich bin die Adelheid für Küssibeineli.

  • Peter sagt:

    Letzten Freitag am Bahnhof: Iïiiäääään chum do ane….manchmal habe ich schon das Gefühl, dass die Schweizer am Liebsten alle Amis wären…In der Spielgruppe meines Sohnes wimmelts nur von Jasons, Marvins etc

  • Philipp Rittermann sagt:

    geht gar nicht -> Schantall, Tschaklin, Kimbärly, Kevin.

  • Hotel Papa sagt:

    Bei der ersten haben wir einen Doppelnamen gewählt, der uns vom Klang her gefallen hat und aus zwei klassischen Namen zusammengesetzt ist. Nachdem die Bedeutung dann auch noch geklärt war und nicht dagegen sprach, war die Sache klar. Kann sie einmal selbst wählen, welcher ihr besser gefällt. Sie ist beim Doppelnamen geblieben.

    Beim Zweiten wars dann ein klassischer Einzelname (Evangelist). Leider im Nachhinein betrachtet extrem häufig in seiner Generation. Tant pis, ist trotzdem schön.

    Was mir jetzt auffällt: Mein Vorname ist auch ein Evangelist. War aber seinerzeit kein Kriterium.

  • plop sagt:

    Und hätt ich keine Hemmungen in der Namensgebungen würd ich ein Mädchen „Elektra“ oder „Meta“ taufen. Ohne Witz.

    • Meiner hiesse Nepomuck oder Cosmo. Aber man hat die Kinder ja gerne und versucht auf dem Teppich zu bleiben.

    • Hotel Papa sagt:

      Elektra ist ein wunderschöner Name. (Amber auf Englisch geht ja auch, gegen „leuchten“ und „strahlen“ ist auch nichts einzuwenden.) In einer Zweierkombination ist dagegen gar nichts zu sagen. Meta klingt etwas Altertümlich, da müssen wir wohl noch eine Generation warten.

      • Astrid sagt:

        Elektra würde dann wahrscheinlich irgendwann zu ‚Lecky‘ (oh Gott) und zu was man ‚Meta‘ verballhornen kann, wage ich mir gar nicht auszudenken.
        Ich fand früher den Namen ‚Maxim‘ immer toll – bis ich mal einen getroffen habe, der so seltsam war, dass es mir den Namen ausgetrieben hat. Das spielt halt auch immer eine Rolle – die Namensvorgänger, die ein Name evoziert.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Ich Olimpia Penthesilea, fand ich immer charmant. Doch, wirklich…….

      • plop sagt:

        „Olympia Penthesilea! Goppeletti! Itz leisch du sofort dini Socke aa!“
        Das wär schön, Pippi! Ich wünsch mir ein Mädchen.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Plop, eben ‚Olimpia‘ mit 2 x i, tönt nicht so nach Wettkampf. Nach Olimpia de Aldobrandini, das war mal eine wunderschöne Frau, der ich öfters auf den Strassen in Gstaad begegnet bin, ewig her…… 8)

      • plop sagt:

        Olimpia schaut aber nach Schreibfehler aus… Und so einen Vornamen möchten wir doch nicht… Und hätt ich mir doch beizeiten einen Mann mit schönem Namen gesucht und den dann geheiratet… Einen mit einem russischen Namen…. Wär doch schöner als ein Berner-Oberländer Geschlecht… Tja..

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Die Romanows sind noch nicht ausgestorben, in Frankreich gibt es noch Romanow, plop, zwar nicht die direkte Linie zum letzten Zar, aber immerhin sehr verwandt. 🙄

    • Anna2 sagt:

      Bei uns war der Vater gegen Meta! Die hätte mir auch gefallen.

  • plop sagt:

    Ich kenn wen, die haben ein Kind namens „Chanel“…. In derselben Stadt gibts auch eine kleine „Coco“…. Lohnt es sich nun sich darüber Gedanken zu machen? Eher nein, seien wir doch einfach froh, können wir die Kinder so taufen wie wir wollen.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Ja, wir sollten grosszügig sein. Ich hab mal von Eltern gehört, die ihren Sohn Elvis tauften, zum Nachnamen hiess er Däppen. Oder andere, die ihren Sohn ‚Sean‘ tauften – nach dem James Bond Darsteller, richtig – ihn jahrelang ‚Siiin‘ nannten, bis der Pfarrer bei der Konf feststellte, dass das Kind ‚Schon‘ heisst. 8)

      • Auguste sagt:

        hmm…, und in bümpliz taufte jemand seine tochter mal „venus“. die berner mögen schulden haben wie ein hund flöhe, aber ihrem humor tut’s offensichtlich keinen abbruch.

      • dres sagt:

        Hihi, Elvis Däppen, das entspricht in etwa einem Fritz Izetbegovic.. 😉

  • mostindianer sagt:

    was ich hin und wieder in klassenlisten sehe, löst bei mir auch kopfschütteln aus: wenn der nachname offensichtlich schweizerischer herkunft ist (beider elternteile) und der vorname dann so lustig konstruiert aus drei verschiedenen anderen sprachräumen hinzukommt, so in der art von tagore massimo tyler (alles vornamen) hugentobler (nachname). oder letztens in einem einkaufszentrum: mutter ruft im breitesten züri-dialekt ihrer tochter nach: sämänta-tschoi, jetz chum emal dahärä. mich schüttelt’s, brrrrrrr…

    • plop sagt:

      mich hudelts bei „Shayenne“. Muss aber ehrlich gesagt auch zugestehen, dass mein Sohn ein Namen hat, der in z.B. Polen sehr häufig ist, und ich null slawisches Blut in mir hab…

    • Auguste sagt:

      hmm…, sind die tückischen klippen der namensgebung dann mal ohne grössere havarie umschifft, passiert sowas…

      youtube: you never even called me by my name!

    • Astrid sagt:

      Hihi, genau, Mostindianer. Diese Doppel- und Dreifach-Namen, möglichst aus einem völlig anderen Kulturkreis, sind wirklich gruusig. Und mir graust es auch heute noch bei den Kevins, Scheiens (Cheyenne), Britneys und Schers (Cher), bei denen man oft genug die Klientel der Super-Nanny vermutet.

      • Auguste sagt:

        hmm…, astrid, wer einmal die sonne auf die güldene kuppel des state capitols in cheyenne hat scheinen sehen, im museum der frontier-days rodeo-wettkampfstätte vor dem schrein von lane frost, einem jungen bull-riding world champion, der später in der arena sein leben liess, stand und im radio, ohne hintergedanken, das hörte…

        youtube: george strait – i can still make cheyenne

        …der kann fast nicht anders.

      • Astrid sagt:

        Nice one, Auguste. Aber das ist es ja genau: die, die ihre Kinder Scheien nennen, haben von dem, was Sie da schreiben, eh keine Ahnung (wie ich übrigens auch nicht 😉

      • Auguste sagt:

        hmm…, wie recht sie wohl haben, astrid. alternativ wäre dann noch dieser da. der würde wohl zum einen oder andern mamablog-protagonisten passen…

        youtube: radney foster – just call me lonesome

      • fufi sagt:

        Nun ja, Auguste

        Ich hoffe für dich, dass du im richtigen Leben nicht „Sue“ heisst!
        😛

    • Elisabeth sagt:

      Und vor einigen Jahren war das „KKKewin, KKKewin“…

    • blackball sagt:

      Schakkelin und Schantalle. Witzigerweise werden die Namen dann noch genau so ausgesprochen … Hrrr, da werde ich wuschig.

      • Sgt Klinger sagt:

        Hi hi, aber sind das nicht unsere nördlichen Nachbarn die so kuriose Aussprachen von eigentlich schönen, französischen Namen pflegen? Das ist die Schantalle und ihre Schwester die Schakline.

  • mapa sagt:

    Das Eltern manchmal bei der Namenswahl etwas Feingefühl vermissen lassen ist in meinen Augen nur ein kleiner Aufreger. Wobei auch bei mir z.B. der Name Supernova (Mädchen) auch ein gewisses Kopfschütteln auslöst. Oder z.B. wenn eine Oberländerfamilie (nennen wir sie mal Ogi) ihren Sohn 1942 Adolf tauft, da stellen sich auch mir gewisse Fragen 🙂

    • Auguste sagt:

      hmm…, bei „wüstenfuchs“ soll sich damals die kandersteger einwohnerkontrolle quergestellt haben.

    • Anna2 sagt:

      Adolfs gab es in den Kriegsjahren etliche, wie ich meiner Patientenkartei entnehme. Würde zu gerne fragen und verkneife es mir jedesmal! 42 ist, zugegeben, recht spät; die Adolf-Blüte war eher so +- 1940 (in meiner nicht repräsentativen Statistik).

  • E.H.Roth sagt:

    nun, Eltern tun eben alles um vor den eigenen Kindern als Vollidioten wahrgenommen zu werden. Mit der Namensgebung fängt es an. Traurig ist, dass der Normalo sich heute mit den Celeb’s auf Augenhöhe glaubt und deren Dummheiten nachahmt. Der Mensch ist und bleibt ein Primat von der primitivster Art. Ich glaube, wenn Affen sprechen könnten sie wären uns überlegen.

  • Philipp sagt:

    Der Ausdruck Jihad bedeutet wörtlich übersetzt ‚Anstrengung, Kampf, Bemühung, Einsatz‘ und das war wohl seine Geburt! Die Verwendung des Wortes Jihad als Übersetzung für den Ausdruck ‚Heiliger Krieg‘ ist ein in den letzten Jahren hochgradig proklamiertes Verständnis des Audrucks. Bitte recherchieren vor dem Verfassen von Artikeln.

    • xyxyxy sagt:

      Phillip sie sind wohl der fünfte, der jetzt die Wörterbuch definition zitiert hat. Lesen sie dazu meine Entgegnungen, bevor sie anderen sagen, sie sollen besser recherchieren.

      • Philipp sagt:

        Ganz ehrlich gesagt finde ich keine Ihrer Entgegnungen. Unter Umständen noch nicht freigeschalten? Den Screen, den Sie sehen sehen nicht ungebdingt alle. Da steht manchmal darüber, dass der Artikel noch auf Freischaltung wartet.

      • alien sagt:

        Dochdoch. Wer suchet, der findet (wenn ich in diesem Zusammenhang die Bibel zitieren darf… 🙂 )

    • Rudolf Mühlemann sagt:

      Richtig, Philipp. Es geht um das Bemühen um die Verbreitung des Islam. Es besteht meines Wissens eine Handlungshierarchie. An deren Schluss steht der Krieg, wenn die sanfteren Mittel versagt haben, um das Ziel zu erreichen.
      Unabhängig davon: Die (übertriebene) Suche nach aussergewöhnlichen Vornamen für normale Erdenbürger wirft ein Schlaglicht auf die geistige Verfassung der Zeitgenossinnen und Zeitgenossen. Ich wage die Vermutung zu äussern, dass die Wahl des Vornamens für einen Sprössling für die Frauen wichtiger ist als für die Männer. Man will nicht im Meer der Gleichförmigkeit untergehen

      • Philipp sagt:

        Es geht nicht um die Bemühung zur Verbreitung des Islams. Wenn Sie das so verstehen wollen, bitte, jedem das seine. Ich verstehe es als Bemühung oder Anstrengung gegenüber dem inneren Schweinehund. Für mich ist der Jihad, der Kampf jedes einzelnen oder er sollte es zumindest sein gegen das schlechte in sich.

      • xyxyxy sagt:

        Phillip ihre Interpretation in allen Ehren und von solchem Islam möchten wir sagen: mehr davon.
        Aber diese moderne Interpretation hat eigentlich rein gar nichts mit den Schriften und dem Leben des Propheten und seiner Kampfgenossen zu tun. Der Begriff wurde geprägt um die Bereitschaft zu umschreiben, für den Islam auch in den Krieg zu ziehen und als Schechid, Märtyrer zu sterben.
        Die Handlungshierarchie, welche Mühlemann anspricht ist hierbei völlig korrekt wieder gegeben. Gewalt ist das letzte Mittel, aber eines das zwingend dazu gehört (das belegen zahlreiche Verse des Heiligen Buches).

  • adrian sagt:

    .. findes ein bisschen Inkonsequent von der Mama. Wenn schon dann hätte das Kind doch Jihad Semtex Splittermantel heissen sollen. Dann hätte man auch die Bildungskosten sparen können wenn das Kind dann dereinst mit 16 einen Berliner Markt „tapeziert“.

    • Anton sagt:

      Die Familie wird sich ja wohl das Camp in Pakistan vom Staat bezahlen lassen. Sicher aber billiger als 9 Jahre Schule. Es gewinnen alle

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ist anzunehmen, dass sie sich auch das Camp bezahlen lassen, arbeiten können sie nicht, weil sie so beschäftigt sind mit der Kinderaufzucht, wie man der Presse entnehmen konnte. Also die sitzen zu Hause, kümmern sich um ihre Kinder – oder auch nicht – machen neue wenn ihnen langweilig ist und verbringen ansonsten den Tag mit Essen, die Frau soll 240 kg schwer sein. Ich meine, hier im Blog auf den Freichristen rumzutrampeln (die sicher nicht meine Freunde sind) und dann andererseits diese falsche Toleranz an den Tag zu legen, wenn es sich um Muslime handelt, finde ich nur verlogen.

      • Gabi sagt:

        Bisher dachte ich immer, ich sei in Sachen Islam auf der richtigen Seite. Und ziemlich konsequent, deutlich und laut dagegen.

        Aber nach mehrmonatiger Schulung durch Pippi habe ich erst begriffen, dass ich in Wahrheit mit der Grund bin, wieso sich der Patriarchismus in muslimischen Ländern hält; dass ich als Mann per se mit schuld bin, wenn Mädchen – sogar in Europa von irgendwelchen Omis per Rasierklinge – beschnitten werden.

        Nachdem Pippi mich also dahingehend bloss gestellt hat, denke ich, ein weiteres öffentliches Aufbegehren gegen diese Zustände, wäre von meiner Seite her heuchlerisch.

      • xyxyxy sagt:

        da haben sie wirklcih recht Pippi. Aber beim einen holt man sich eben einen hippen Touch, dass man gaaanz Weltoffen und kein SVP-Primitivling ist und beim anderen, wenn man wieder ganz intolerant ist …. auch. Jo mei, wo gibts denn sowas! A intelligenz is des!

      • Auguste sagt:

        hmm…, gabi, die schlagzeilen des wochenendes aus grossbritannien haben doch wieder einmal ziemlich deutlich gemacht, dass selbst im zivilisierten europa mit frauen immer noch dinge geschehen, die man sich so nicht immer vorstellen kann, in der warmen helvetischen stube. wenn hier ab und zu permanent mal darauf hingewiesen wird, scheint das im lichte der jüngsten erkenntnisse durchaus seine berechtigung zu haben. es gibt tage, da hält man sich besser ein wenig zurück.

      • Gabi sagt:

        Sorry, Auguste

        War das Weekend weg. Was habe ich verpasst? Geben Sie mir bitte ein Stichwort.

        (aber vorauseilend: Ich mach etwas länger die Klappe gegen weibliche Beschneidung und die Verharmlosung der Frauenfeindlichkeit des Islam auf, als ich es beim allergrössten Teil der – auch „feministischen“ – Frauen wahr nehme). Und werde daher umso ärgerlicher, wenn ich mir dann noch erklären lassen muss, ich sei – alleine durch meinen Schniedel – Teil des Problems oder zumindest des mangelnden Problembewusstseins. – aber ernsthaft: was war denn am Wochenende?)

    • Gabi sagt:

      Adrian: cool!

  • Yves M. sagt:

    Hier haben christlich religiöse Eltern einen Vorteil. Die Bibel wimmelt nur so von passablen Namen… 😉

    • hausmannus sagt:

      Dafür erkennt man ja die Freikirchler auch schon von Weitem an den Namen ihrer Kinder.. 😉

    • tststs sagt:

      Aber man muss dann auch sagen, dass wir die Namen wahrscheinlich deshalb als passabel empfinden, weil wir tagtäglich damit konfrontiert werden (Gewöhnungseffekt…)
      Dementsprechend gilt dies auch für andere Kulturkreise und ihre „Herkunft“….

      • xyxyxy sagt:

        wir haben unseren Kindern Namen gegeben, die irgendwie etwas mit unseren Wurzeln zu tun haben und dabei darauf geachtet, dass sie nicht platte Modenamen sind und einen schönen Klang haben. Wir haben schon x-Komplimente erhalten für die Namen von Fremden und Bekannten.

      • Daphne sagt:

        Da wüsste man jetzt natürlich gerne, was das für Namen sind… 🙂

      • Astrid sagt:

        Das ist schön, xy, dass Ihnen das gelungen ist: bei jedem Kind waren wir uns sicher, einen wunderbaren Namen gefunden zu haben: nicht zu ungewöhnlich, gut in die meistgesprochensten Sprachen übertragbar, zum Nachnamen passend etc. Bei jedem Kind haben wir eine Weile feststellen müssen, dass noch tausende anderer Eltern auf dieselben Ideen gekommen waren. So ging es auch schon unseren Eltern, aber richtig verstanden habe ich es erst, als uns dasselbe geschah. Dumm gelaufen!

      • alien sagt:

        Ja raus damit, xyxyxy. Eigentlich ist die Idee lustig. Jeder soll seine gewählten Namen hier hinschreiben. Dann sehen wir, ob der Kevinismus auch hier grassiert. 🙂

        Also meine heissen Laura und Simona. Einfach, kurz, leicht zu merken und passen gut zum Nachnamen.

      • Ups sagt:

        Alien, da kann ich nur gratulieren. Gerade Simona finde ich toll;-)

      • alien sagt:

        Ich auch, danke. Ich sag ihr oft „Schöni Möni“, weil sie so herzig ist.

      • xyxyxy sagt:

        Gianluca und Alejandro (bevor Lady Gaga ihren Hit machte! aber es freut uns jedes Mal, wenn wir ihn hören).
        Alle finden Alejandro super schön und wenn man den Namen ganz ganz selten auf dem Spielplatz hört, dann kommen die Eltern zu einem und sagen „ich habe noch nie jemanden gehört der auch so heisst“.

        Zum Nachnamen passen sie nur bedingt. Aber das macht nichts, weil die Wurzeln vorhanden sind.

      • alien sagt:

        Wenn Neks „Laura non c’e'“ kommt im Radio, weiss meine Tochter auch, warum sie so heisst…

    • Elisabeth sagt:

      Kann aber auch schief gehen, jedenfalls, wenn man das so macht, wie unsere Vorfahren es im 19. Jahrhundert taten: Bibel an beliebiger Stelle aufschlagen und den nächsten Namen wählen – dann kommt man dann auf Mattathias, Jabin oder Ammihub…

    • Elisabeth sagt:

      Warum nur „Freikirchler“? Oder kennst Du keine Pfarrerstöchter namens Ruth, Esther o.ä.?

    • fufi sagt:

      1/Tja, der mit den BIBLISCHEN Namen!

      JUDITH, zum Beispiel. Wo den Holofernes derart aufgeilt, dass er sich danach von ihr widerstandslos erstechen lässt.
      Oder der grosse DAVID, was dem Uriah seine Frau geklaut hat.
      URIAH also?
      KAIN? Ist jedenfalls biblisch!
      Oder LAZARUS? auch oder gerade wenn er etwas streng riecht?
      RAHEL? Die den Hausgott des Vaters klaut, unter dem Sattel versteckt und meint: Ihr könnt schon suchen, aber ich habe die Mens!
      And so on, all thru the bible!

    • fufi sagt:

      2/ Jesus, vielleicht?
      Ist in südlichen Gefilden weitverbreiteter Vorname, nämlich!
      Aber hierzulande?
      Jesus vom Gunten? Tja, tönt nicht wirklich überzeugend.
      Ebensowenig wie etwa Maria Metzger!

      Aber weshalb bloss biblische, nicht einfach religiöse Namen?
      Von Aschera zu Zephanja weiblicherseits,
      von Amenhotep zu Zoroaster andererseits.

    • fufi sagt:

      3/Und was ich mich denn wirklich frage:
      – Wurden denn all die Annas, Kalis, Mirjams – die Davids, Lucas und Noahs aus religiösen Gründen so genannt?
      – und wurden sie denn – was mich besonders beim kleinen „Jihad interessieren möchte – auch so GETAUFT?

      🙄

      • xyxyxy sagt:

        Fragen über Fragen fufi. Muslime taufen ihre Kinder und die Freikirchlerverspotter haben vielleicht Kinder die Markus und Thomas heissen und rümpfen die Nase über biblische Namen.
        Oh du fröhliche…

      • fufi sagt:

        Oh yeah!

        It’s a mixed up muddled up shook up world!

        http://www.youtube.com/watch?v=tg2GjVD3_F0&feature=related

        😀

      • Muttis Liebling sagt:

        Taufen Muslime ihre Kinder? Meiner Meinung nach ist taufen, etymiologisch von tauchen, untertauchen abgeleitet, ein chtistlicher Ritus. Den Begriff mit der Vornamenvergabe zu vermengen, ist grenzwertig.
        Ansonsten wissen wir doch alles, Kevin ist kein Vorname, sondern eine Diagnose und 2- silbige Mädchennamen, die mit L beginnen, sind dass inzwischen auch. Nicht für das Kind, für die Eltern. Für Kinder wird es spätestens in der Pubertät problematisch, wenn die mit Vornamen bestraft werden, die Zeitgeist der Eltern ausdrücken. Vornamen entweder zeitlos oder eine Generation zurück. Dann passt es.

  • Manuela sagt:

    Aslo, als ich schwanger wurde bin ich in den nächsten Bücherladen gegangen und hab einen Namens-Duden gekauft. Dann wurden Listen gemacht und diese so lange reduziert, bis nur drei übrigen waren. Duden ist doch super, da kann man auch gleicht die Bedeutung nachlesen.
    Wie macht man das denn sonst?

    • Yves M. sagt:

      Seh ich auch so. Zudem gibt es viele klassische Namen, die eigentlich nie aus dem Mode kommen.

      • E.H.Roth sagt:

        hm, Namens-Duden so so. Warum nicht den Namen des Vaters bei einem Sohn so als Beispiel?

      • alien sagt:

        Ja, Freunde heissen zum zweiten Namen so wie der Vater. Kommt schon vor. Dass aber gleich eine Dynastie von Theodoren oder so gebildet wird, ist doch eher doof.

      • Hotel Papa sagt:

        Wieso? Kann man dann gleich zum Familiennamen nutzen. Wie z.B. die Buonarrotti (Michelangelo).

      • mira sagt:

        @E.H.Roth
        Würd ich nicht empfehlen. Ich kenne Leute, die so heissen (mussten) und es als unangenehm empfanden. Stichwort: Verwechslung, fehlende Abgrenzung, etc.

    • Francesca sagt:

      Haben wir beim 2. Kind auch so gemacht, und zwar jeder einmal für sich, dann die Listen verglichen, die übereinstimmenden Namen nochmals rausgeschrieben, und dann jeder eine HItparade gemacht und ecco. Beim ersten waren wir uns ewig nicht einig und diskutierten nächtelang, deshalb gingen wir die Sache beim zweiten systematisch an!

      • Francesca sagt:

        Äh, das war für Manuela. Der Name des Vaters – ja nicht. Das ist belastend und führt dauernd zu Verwechslungen. Haben wir in der Familie.

    • alien sagt:

      Internet? Ausserdem gibt es haufenweise Konkurrenzprodukte zum Namensduden…

  • dres sagt:

    Interessantes Thema, aber leider falsche Diskussion lanciert. Lasst doch wenigsten in einem Mamablog den Zivilisationsclash mal beiseite…

    • tststs sagt:

      Naja, ist das Thema sooo interessant? Wenn man die Kommentar-Anzahl als Indiz nähme wohl eher nicht…
      🙂
      Ich glaube, wir sind uns alle einig, dass man mit dem Namen dem Kind nicht schaden sollte… Aber dies lässt sich ja nicht wissenschaftlich festlegen (also was „gut“ ist und was nicht….)

      • dres sagt:

        Einverstanden, wobei die Zahl der Kommentare für mich kein Gradmesser ist. Das hat schon Beiträge zu Beiträgen geregnet, die nicht vielmehr als ein paar provokative Plattitüden enthielten… 😉

  • Iqbal Waldispühl sagt:

    Frau Kuster hat lausig recherchiert, oder möchte einfach mehr Beiträge in ihrem Blog produzieren indem sie absichltich proviziert. Als Theologe der fliessend arabisch spricht kann ich hier hoffentlich Klarheit schaffen (beim übersetzen meine ich). Die beste Übersetzung für den Begriff Jihad ist „das streben auf dem Weg Gottes“. Und damit ist jede Anstrengung gemeint die im Einklang mit der Religion ist. Somit ist auch das Zähneputzen ein Jihad, oder das essen Ausschenken. Die westlichen Medien verstehen darunter aber lieber einen aufruf zum heiligen Krieg, „LALALALALALALA“ zufrieden?

    • Hotel Papa sagt:

      Hm. Bei Fundichristen hätte er dann wohl „Fürchtegott“ geheissen. Soll ja vorkommen, sowas. Will man heute einem Kind aber auch nicht mehr unbedingt antun.

      Obschon, unser zweiter hat als zweiten Namen auch einen sehr martialischen germanischen. Nach seinem Grossvater. Weil die Hebamme fand, ein Name reiche nicht, und wir schnell noch einen zweiten aus dem Ärmel geschüttelt haben.

      • Hotel Papa sagt:

        Oi! Was war wohl hier drin das böse Wort?

      • xyxyxy sagt:

        WEnn dem so wäre Herr Waldispühl, wozu bräuchte es dann noch die anderen Säulen des Islam. Dann wäre auch die Pflicht des Ramadan Dihad und die der Almosen Dihad und die des täglichen Gebets.
        Es geht nicht um die Wortbedeutung sondern um den Kontext. Der Prophet verlangte von seinen Anhängern, dass sie bereit waren mit ihm für den Islam in den Krieg zu gehen. Dass sie bereit waren als Schechid, als Märtyrer zu sterben. Das ist eine Pflicht die zum Zähneputzen dazu kam.
        Natürlich will man das in der heutigen Zeit wegargumentieren, aber es ist nicht ganz aufrichtig.

      • Astrid sagt:

        Also, Fürchtegott und Jihad halten sich für meine Begriffe die Waage in Fürchterlichkeit. Und eben, die leicht angestaubten, zu Ehren etwaiger Grosseltern vergebenen Namen von ehemaligen, ähem, Führern und Königen und Königinnen kann man als zweiten Namen verwenden – in der Hoffnung, dass nur der erste Buchstabe eine Rolle spielen wird.

      • alien sagt:

        Es ändert sich de facto doch so einiges, überall, sogar die islamische Theologie.

    • Astrid sagt:

      Shalom, Iqbal! Niedlich, der Waldispühl…… Ihr Lalalalalalala hört sich an wie unser Rittersmann mit seinen Dingens-Krause-Liedtexten…..

  • Max sagt:

    Ich nenne meine Kinder „Kind Eins“, „Kind Zwei“ und „Kind Drei“. Dies ist unmissverständlich und nicht kompromittierend. Und wenn Sie mal mündig sind, werden sie die Chance haben, den Namen auszusuchen, der ihnen am besten gefällt und am besten zu ihnen passt.

  • Genau, xyxyxy, das finde ich auch. Und ganz abgesehen davon, finde ich auch diese Max und Moritz und Kaspar und Beda etc. etc. gar nicht so lustig. Von wegen Rückbesinnung. Das ist doch einfach auch nur ein Spleen. Von Eltern.

  • Frank sagt:

    Nur so als Anmerkung: „Taufen“ hat nichts mit der Namensgebung eines Kindes zu tun. Die Taufe ist ein biblischer Akt und ist völlig losgelöst von der Namensgebung eines Menschen. Die Taufe wird im Volksmund meist völlig falsch verwendet und auch in diesem Beitrag. Im neuen Testament bedeutet sie „die Anerkennung von Jesus Christus als Retter und Erlöser und den Eintritt in das Leben als dessen Nachfolger, als Christin (vgl. Wikipedia). Bei der Kindstaufe wird diesem also nicht der Name gegeben, sondern es wird unter den Namen Jesu Christi gestellt. So – und nun möge die Diskussion beginnen

    • alien sagt:

      Ja eben, das ist der übliche Zwiespalt zwischen Volksmund und richtiger Definition. Wobei er hier schon weniger heikel ist als beim Dschihad.

  • xyxyxy sagt:

    ich glaube die Zeiten sind vorbei – dass sie Kinder wegen ihrer Vornamen einmal werden schämen brauchen. Sorry, aber habt ihr nicht gemerkt, dass diese in einer ganz anderen Welt aufwachsen als wir? Im Kindergarten heissen die Kinder: Ahmed, Sherrif, Jayden, Melody, Yassin etc. – für meinen Bub, ist das einfach ganz normal. Der denkt nicht: was für komische Namen.

    • hausmannus sagt:

      xy^3, natürlich ist das richtig. Leider, leider ist aber auch richtig, dass unschuldige Kinder nicht immer unschuldige Kinder bleiben und irgendwann mal die Zusammenhänge erkennen. Lehrer, Chefs, Lehrmeister etc. verhalten sich eben nicht so neutral, wie man es von ihnen erwarten dürfte.

      • martin sagt:

        Ja aber auch Lehrer Chefs und Lehrmeister werden irgendwann von einer neuen Generation besetzt, somit gleicht sich das auch da aus, wenn vielleicht auch ein bisschen später bzw. mit Verzögerung. Wie bereits irgendwo erwähnt würde ich einfach darauf achten, dass es mit dem Nachnamen ein bisschen übereinstimmt, weil Sheriff Hürlimann oder Melody Rüdisüli tönt einfach nur sch…..

  • Gabi sagt:

    „Worauf sollte man als Eltern achten bei der Namenswahl, damit das Kind glücklich wird mit seinem Namen?“

    Dass die Kinder keinesfalls einen Namen erhalten, welcher als Abkürzung in Blogs dem falschen Geschlecht zugeordnet werden könnten, weil damit natürlich nur logisch wäre, dass das Kind später den Hass von Geschlechtspuristinnen auf sich zöge und ev. schon im Kindergarten mit der Aussicht auf eine Pornofimproduzentenkarriere gehänselt werden könnte.

    😉

    • Astrid sagt:

      Gabi, das sehe ich aber völlig anders: ich finde es extrem spannend, welche Reflexe hier offenbart werden, wenn jeweils wieder festgestellt wird, dass Sie ‚a boy named Gabi‘ sind: das reicht, wie wir alle wissen, vom Vorwurf der absichtlichen Bösartigkeit über Ungläubigkeit und auch, immer wieder schön, zur fluchtartigen Anpassung der Argumentation an diese Tatsache – manchmal sehr witzig (und oft sehr unglaubwürdig).

      • alien sagt:

        Ich tendiere stark dazu, sieh an sieh an, Astrid zuzustimmen.

        Gabi, Dein Nick ist sehr in Ordnung.

      • Gabi sagt:

        Klar, das hat was.

        Drüben bei der Gynäkologen“diskussion“ ist´s mir auch schon wieder untergekommen.

        Von einem – angeblichen (sehen Sie? Es wirkt schon bei mir selber!) – Mann. Dessen Sprache verdächtig nach einer bekannten Mehrfachnickbetreiberin klingt.

        Ich bin übrigens ehrlich erstaunt, in was für „Höhen“ sich jenes Thema hochzuschrauben vermochte.

        Die haben dort allen Ernstes eingeholt, was ich ganz am Anfang einfach aus Plausch fast hingeschrieben hätte (Gyns = Frauenfeinde), weil´s so ungeheur schräg klang.

        Haben Sie mal reingeguckt? Was meinen Sie? Wie ist das nur möglich?

      • alien sagt:

        Gabi kann doch einfach die normale Abkürzung sein von „Gabriel“. Allerdings sind die Irritationen, die Gabi mit seinem feminin wirkenden Nick hier immer wieder auslöst schon etwas seltsam. Die Leute gewöhnen sich irgendwie einfach nicht dran. Da lob ich mir meinen Nick. Ich zitiere, was Drew Barrymore über den E.T. wissen wollte: „Ist es ein Mädchen oder ein Junge?“ alien ist wenigstens nicht misleading.

  • paula sagt:

    Das mit den Kindern Namen geben ist so eine Sache. Wer sein Kind liebt, gibt ihm einen Vornamen der zum Geschlechtsnamen. Noch finde ich es einfach lächerlich wenn so eine kleine blonde, echt schweizerische Kleine sich Shakira-Britney-Rihanna Bünzli nennen muss. Oder etwas komisch finde ich wenn in einer Famiie eine Tochter Romina und und die zweite Ramona heissen.

    • martin sagt:

      sehe ich gleich. Mir und einem Kumpel ist vor kurzem aufgefallen, dass viele Profisportler (Schweizer) eine unmögliche Kombination von Vor-/ und Nachnamen besitzen. Da gibts z.B. den Randy Krummenacher, den Jeffrey Füglister, Ethan Wälchli (kein Sportler) oder den Gianni Ehrensperger. Das finde ich, geht gar nicht, tönt es nämlich vollkommen schräg, aber hauptsache cool ! achja und Jihad geht natürlich au gar nicht, sollte sogar verboten sein, wie alles was zu stark mit Religion zu tun hat.

    • Hotel Papa sagt:

      Blond passt doch zu Shakira. Die ist im übrigen eine Menschin, die frau durchaus als Vorbild nehmen kann.

      • alien sagt:

        Find ich auch. Nur schon beim Aussehen. Da merkt man, dass auch ein breites Becken und kleine Brüste sehr attraktiv sein können.

  • paula sagt:

    in letzter Zeit hat die Tendenz ja auch zugenommen, sein sich nach dem Ort der Zeugung zu benennen! Ich stelle mir jetzt vor: meine Tochter heisst; Wäschkammer; mein sohn heisst Parkbank; meine Tochter heisst Büropult usw, usf!

    • alien sagt:

      Wer Wäschekammer heisst, hat schon seine ganze Geschichte im Namen…

      Ich frage mich, wieviele Kinder dann „Alpamare“, „Waschmaschine“ oder „Rücksitz“ heissen…

      • mostindianer sagt:

        waschmaschine? das kann ich mir räumlich schlicht nicht vorstellen. und wie müsste dann eigentlich diese tochter von boris becker heissen, aso die von der frau ermakova?

      • alien sagt:

        *Auf* der Waschmaschine denk. Da rüttelt’s so schön.

      • alien sagt:

        Tre bimbi parlano dei loro nomi. La prima: „Mi chiamo Rosa perché quando sono nata è caduto una rosa sulla mia testa.“ La seconda: „Mi chiamo Viola perché quando sono nata è caduto una viola sulla mia testa. E tu, come ti chiami?“ domanda al terzo.

        „Io mi chiamo Pino.“

      • Eni sagt:

        @ Mostindiander

        Nach Aussagen von Boris heisst das Kind Besenkammer, wenn man dem Zimmermädchen glauben will, WC-Brille.

  • Sabine Müller sagt:

    Zur Info: einem Schweizer Kind kann man nicht irgendeinen Namen geben, da gibt es klare Regeln; es wird vieles Aussergewöhnliches, was dem Kind später schaden könnte, gar nicht bewilligt (und so gar nicht ins Geburtsregister eingetragen). Wobei die Namensgebung nichts mit Taufen zu tun hat: getauft wird auf den Namen von Jesus Christus (bei Christen), das was hier gemeint ist, ist ganz einfach die Namensgebung nach der Geburt…

    • Auguste sagt:

      hmm…, vielleicht hätte man feuzens den beat auch besser ausgeredet. für die übersee-rennen der saison ist diese kombination hierzulande verbreiteter laute schon eine kleine hypothek auf dem siegertreppchen.

      • Auguste sagt:

        hmm…, allerdings, wenn der junge mann so weiterfährt, würde ein kleines ausrufezeichen sogar auf englisch eine weitere „tellerwäscher-karriere“ auf den steilen hängen der rockies beredt erzählen:

        beat feuz!

  • Katharina sagt:

    klar Jihad hat überhaupt nichts mit dem Krieg der Kulturen zu tun, nein aber ganz sicher nicht.
    das kann ja nur aus dem islamisierten Teutonien stammen so was.

    aber ganz gut der Artikel. denn wir können nun Kevinismus auf political incorrect machen und Mohammed bashen bis der Obermufti von Wien interveniert. Der trinkt ja sonst nur mit dem All Ach auf einer Wolke hinter dem Mond Tee mit dem Kamel.

    Sie haben übrigens dann noch Karma vergessen, Jeannette, das ist dann das ganze auf Steroiden, mit Cambells Reinkarnationssuppe, die wir uns aus einem früheren Leben eingebrockt haben sollen 😉

  • Taufen? sagt:

    Meine Kinder können sich von mir aus wenn sie erwachsen sind taufen lassen!

    • Alex J. sagt:

      Und bis dahin nennen sie ihr Kind einfach ‚Kind‘!? Die christliche Taufe hat doch nichts mit der Namensgebung zu tun.

      • tststs sagt:

        Und wenns ein Mädchen wird, Kindin?
        🙂
        Aber Sie haben ja schon recht…
        Ich finde aber, man sollte mit der Namensgebung so lange warten, bis man das Kind das erste Mal sieht… Ein Kind muss doch irgendwie auch nach seinem Namen „aussehen“…

      • Taufen? sagt:

        Doch, das Taufen ist ein christlicher Ritus. Der Wortstamm taufen kommt ja aus dem AT und bedeutet soviel wie der Ritus: Eintauchen ins Wasser.
        Man nennt es Namensgebung, nicht mehr Taufen, dies ist wie Neger politisch inkorrekt und sollte im Alltag gemieden werden.
        Taufen= Christlicher Ritus
        Namensgebung= Richtiger Ausdruck.
        So genug geklugscheissert.

    • Francesca sagt:

      Man kann sie auch durch nummerieren. Oder alphabetisch..

      • mostindianer sagt:

        drei kinder: kid, son, boy (kommt in einem film vor, weiss nicht mehr, wie er heisst…)

      • alien sagt:

        Kind A, Kind B, bei Zwillingen Kind C und C‘ (oder C1 und C2 für die weniger Mathematischen). Oder man nennt sie „Interimsplatzhalter A“ und so weiter, dass klar wird, dass dann noch etwas kommt.

      • alien sagt:

        Jetzt fällt es mir ein: Mein Onkel hat seine Viecher einfach durchnummeriert. Der eine Hund hiess „Uno“, der zweite „Gemma“ (nein, Franco, das ist keine Zahl), die Katze „Zero“. Weitere Tiere haben einfach in dieses Schema gepasst.

      • Hotel Papa sagt:

        Die Römer waren pragmatisch genug für sowas. Da konnte ein „Achter“ (Octavian) dann Imperator werden…

      • alien sagt:

        Ist ja auch Römer, mein Onkel. 🙂 (Arbeitet aber seit vielen Jahren in Australien als Prof)

  • alien sagt:

    Um Gottes Willen, Frau Kuster, geben Sie sich verdammt nochmal Mühe! Dschihad heisse „bekanntlich“ „heiliger Krieg“? Ja heilige Scheisse! Werfen Sie das nächste Mal, bevor Sie einen so grobfahrlässigen Müll verzapfen, die Wikipedia an, dort steht: „Im europäischen Sprachraum wird der Begriff oft mit dem Ausdruck Heiliger Krieg übersetzt.[13] Dem entgegnen muslimische Autoren, dass Dschihad semantisch nicht nur Kriegsführung bezeichne, es nichtmilitärische Bedeutungen des Dschihadbegriffs gebe und sehen deshalb eine derartige Übersetzung als falsch an und lehnen sie ab.“

    • alien sagt:

      Dschihad hat mehrere richtige Übersetzungen, die Ihrige ist die schlampigste.

      • Fabio Rechsteiner sagt:

        Latürnich!!!

      • Hallowach sagt:

        Es gibt ja auch den Geburten-Jihad. Ist nicht militärisch, aber trotzdem kolonisierend und unterdrückend. Offenbar sind sie ein Alien (aus welchem „Kultur“-Kreis wohl?

      • alien sagt:

        Ich bin Italiener zu 55, Schweizer zu 20 und Deutscher zu 25 %. Aufgewachsen bin ich in der Schweiz, daselbst zur Schule gegangen und hier habe ich auch den Mastertitel gemacht. Langweilig, ich weiss.

    • Fabio Rechsteiner sagt:

      Richtig, wenn jemand sein Kind Adolf Heinrich tauft kann dies bei nicht eingeweihten Semantikern natürlich zu Verwirrungen um die Gründe zur Namensgebutn führen.

      • xyxyxy sagt:

        das war jetzt aber zum Gähnen alien. Natürlich tun die Muslime alles, um den martialischen Kontext ihrer Religion wegzuargumentieren. – Der Kampf, um das Haus der Krieges ins Haus des Islam zu retten ist aber nun mal, seit der Zeit ihres Gründers Mohammed fester bestandteil dieser Religion und wird mit eben diesem Wort bezeichnet. Der innere Kampf, der ideologische Kampf, erlassen von Fatwas etc. und eben auch der bewaffnete Kampf – dafür steht das Wort Jihad.
        Also bevor sie kritisieren, nicht einfach irgendwelche Propagandasprüche nachplappern.

      • alien sagt:

        Irgendwelche Propagandasprüche? Ich zitierte die Wikipedia, und die sollte schon etwas an Respekt geniessen, zumal man sicher sein kann, dass ideologisch Verbrämtes zumindest bei Begriffen wie dem Dschihad kein langes Leben hat.

        Abgesehen davon falle ich nur auf die Propaganda herein, die ich selbst in die Welt gesetzt habe.

    • Cybot sagt:

      Natürlich ist die Übersetzung von Jihad bestenfalls schlampig. Aber darauf kommt es gar nicht an. Denn solange in Deutschland der Grossteil der Bevölkerung denkt, es heisse heiliger Krieg, wird es das Kind eben schwer haben. Da kann es dann noch lang mit dem Wörterbuch argumentieren, die meisten werden erst gar nicht nachfragen. Soll der erwachsene Jihad vielleicht zu jeder Bewerbung nebst Lebenslauf noch eine Erklärung zu seinem Namens mitschicken?

      • Jeanette Kuster sagt:

        Danke, genau darum geht es: Welche Bedeutung hat der Name für die (meisten) Menschen in der Heimat des kleinen Jihad. @alien: Sie dürfen mich gerne korrigieren oder ergänzen (im konkreten Fall ist es wohl Letzteres – wie Sie selber sagen, gibt es mehrere Übersetzungsmöglichkeiten), ein freundlicherer Tonfall wäre meines Erachtens jedoch angebracht.

      • alien sagt:

        Logisch, der Name ist superunglücklich, und mindert die Chancen des Kinds auf absolut dumme, weil automatische und kaum korrigierbare Art. Dazu habe ich nichts gesagt, Frau Kuster! Ich sprach über den unsorgfältigen Text.

        Warum reagiere ich so hässig bei unsorgfältigem Journalismus? Keine Ahnung, ist einfach so. Richtige Fehler passieren, Fehler aus Schlampigkeit ärgern mich unendlich. Vor allem in diesen sensiblen Themen.

        Aber Frau Kuster, ich bitte Sie, das nicht persönlich zu nehmen. Es tut mir leid, dass es so angekommen ist, hätte es nicht sollen.

      • xyxyxy sagt:

        2/ und wenn heute jemand öffentlich zum Jihad aufruft – so ist es meist in einem gewalttätigen Kontext gemeint.

        Francesca – religiös sind sehr viele Namen. Aber das war nciht das Thema. Es ging um einen Namen, der unter anderem eben auch die religiöse Pflicht zum heiligen Krieg beinhaltet.

    • Francesca sagt:

      Naja, wir haben ja auch religiöse Namen. Traugott, Christine, Gottfried…

      • alien sagt:

        Wobei die doch eher friedlich klingen, oder? Dschihad heisst ja eigentlich ‚Anstrengung, Kampf, Bemühung, Einsatz‘ laut Wikipedia. Und ein Kind „Anstrengung“ zu taufen finde ich schon etwas… bemühend…

      • xyxyxy sagt:

        alien – Wikipedia allein bringt einem eben nicht immer weiter. Man muss den Kontext, in welchem ein Wort steht schon auch Berücksichtigen und bei besagtem Wort ist es eben für alle Seiten sehr heikel.
        ‚Anstrengung, Kampf, Bemühung, Einsatz‘ – dieses Wort wurde ursprünglich in der jungen Religion dafür gebraucht, dass man dem Propheten auch in den Krieg gegen die Ungläugiben z.B. in Mekka folgte – es ist eng konotiert mit dem Heiligen Krieg, als eine der fünf Säulen des Islam. Um diese Art Anstrengung ging es ursprünglich. Später zunehmend in geistigen Kampf umgedeutet.

      • alien sagt:

        In der islamischen Theologie ist die Ansicht verbreitet, dass alle Anstrengungen, die den Islam oder die Moslems stärken, „Dschihad“ genannt werden können. Darum ist auch das Zähneputzen ein Akt des Dschihad, eigentlich. Wir sollten schon den muslimischen Experten die Deutungshoheit über ihre Begriffe lassen. Wir lassen Ajatollah Chamenei ja nicht definieren, was die „Heilige Dreifaltigkeit“ sei.

        Ausserdem ist der „heilige Krieg“ meines Wissens die sechste Säule des Islam und nicht zentral.

  • Eremit sagt:

    Wie lange wird es dauern bis die ersten Kinder Hype, Ceo, Roi, Ebit, und Ebay heissen?
    Like it gibt es ja schon.

  • ben dega sagt:

    In der Nachricht über das 6 kg. „Jihad-Baby“ gab es noch was anderes das interessant war, es war das 14 Kind dieser Frau. Jihad ist für bestimmte Leute trandy und wenn man den Namen und den Träger finanziert bekommt dann ist der „heilige Krieg“ von Anfang an gewonnen.Gewisse Kriterien erfüllt der Name allerdings: es kann nicht verniedlicht werden und ist in allen wichtigen Sprachen aussprechbar. Es kann aber auch sein, dass sich diese Geburt wie ein Himmelfahrtskommando angefühlt hat.

  • Doris sagt:

    Nomen ist Omen, bei meinen Töchtern beste Treffer: Sara, die Fürstin verhält sich auch als Erwachsene sehr fürstlich, guter Geschmack, guter Stil, zurückhaltend. Lea, die Wildgazelle liebt es wenn viel los ist, unkompliziert, ohne Dünkel, kommt aber mit jeder Situation zurecht.

    • alien sagt:

      Wow, Doris, toll toll toll. Doris, „die sich selbst Rühmende“, oder was?

    • hausmannus sagt:

      Vorsicht, es gibt die sogenannten Selbsterfüllenden Prophezeiungen! Ansonsten sind sowohl Sara wie Lea wohl schöne Namen, aber etwas gar sehr weit verbreitet. Wir hatten es bewusst vermieden, solche Namen zu wählen.

  • Kurt Aegeri sagt:

    Ein Name sollte grundsätzlich in allen relevanten Sprachen aussprechbar sein, ohne dass man sich die Zunge bricht. Ach ja, und noch was: mir war immer ein Bedürfnis, dass ein Name möglichst nicht verniedlicht werden kann.

    • Bernd S. sagt:

      Was sind relevante Sprachen? Und wer bestimmt dies? Und wenn Namen nicht verniedlicht werden dürfen, wäre die Namenswahl ja ziemlich eingeschränkt.

      • tststs sagt:

        Ich denke, mit relevante Sprachen sind diejenigen gemeint, die im Leben des Kindes (auch später als Erwachsene) die grössere Rolle spielen; so sollte ein Name bei uns in den gängigen europäischen Sprachen (romanischer und germanischer Zweig) les- und aussprechbar sein; ob er auch in Asien o.ä. gut klingt wäre dann zweitrangig…

    • Hotel Papa sagt:

      Der Schuss kann nach hinten losgehen. Bekannte haben ihren Sohn Tom genannt, da das nun wirklich nicht zu verballhornen seil. Das Kind war noch keine 2 Jahre alt, da hiess es Tomtom…

      • sama sagt:

        Einsilbige Namen sind schlecht auszusprechen und noch schlechter zu rufen und deshalb wird of was zweisilbiges draus gemacht. Ein Tom wird fast immer Tommi oder Tomu oder Tomtom:

  • Franz Oettli sagt:

    Ja heute gibt es schon seltsame Namen, auch am Telefon manchmal, da versteht man den fremdländischen Namen gar nicht mehr. Also wir haben uns damals für einfache und eingängige Namen entschieden, und das war glaub ich gut so. Bei den modernen Namen, z. B unserer Fussballer, weiss man ja nicht einmal mehr, was der Vorname und was der Nachname ist.

    • Ruth Thomas sagt:

      Bei Leuten, die zum Nachnamen völlig unspektakulär und sehr deutsch Martin, Simon, Thomas, Michel usw. heissen, weiss man auch nicht, was der Vor- und was der Nachname ist.

  • Céline sagt:

    Achtung, diese Nacht kommt viel Wind. Machen Sie die Fenster gut zu. Hier ist es schon ungemütlich.

  • Brunhild Steiner sagt:

    Diese Schaltung ist jetzt aber wohl ein Fehler, oder?
    Sollte das nicht ers am Sonntag/Montag erscheinen‘
    Aber erfreulicherweise scheint sich ja der Nachbar nun doch der Öffentlichkeit aussetzen dürfen…

    • Brunhild Steiner sagt:

      ehm, und eigentlich könnte man das ja jetzt löschen…
      der Tipp mit dem ausländischen Telefonbuch… nicht schlecht nicht schlecht, ich würd die betreffende Seite dann grad rausreissen um einer allfällig misstrauischen Beamtenschaft zu beweisen dass es diesen Namen sehr wohl schon gibt…

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