Das Papa-Survival-Kompendium

Ein Papablog von Maurice Thiriet.

Mamablog

Verlassen Sie während der Geburt auf keinen Fall das Kopfende des Bettes: Szene aus dem Film «Knocked up» mit Kathrin Heigl und Seth Rogen.

Sie sind gerade Vater geworden oder werden es bald? Verzagen Sie nicht. Der Papablog hilft gerne. Da Sie keine Zeit haben oder die verbleibende nützen müssen, nachfolgend direkt die Punkte 1 bis 10 des Papa-Survival-Kompendiums:

1. Vorbereitung

Nutzen Sie die verbleibende Zeit und erledigen Sie alles, das Sie getan haben müssen, um als Vater den nötigen persönlichen Fonds zu haben (In dieser Reihenfolge: Eine Nacht in einer Ausnüchterungszelle verbringen, betrunken eine hoffnungslose Schlägerei anzetteln, eine Verfolgungsjagd mit der Polizei absolvieren, Sex mit zwei Partnerinnen haben und nach einer Party mit einem peinlichen Tattoo aufwachen, an dessen Entstehung Sie sich nicht erinnern).

2. Geburt

Nichts ist männerfeindlicher als eine Geburtsstation. Dennoch sollten Sie dabei sein, denn nur Sie können den Wünschen und Bedenken Ihrer Partnerin während der Geburt Nachdruck verleihen. Verlassen Sie jedoch in der kritischen Phase auf keinen Fall das Kopfende des Bettes. Falls Sie – was üblich ist – gebeten werden, die Nabelschnur durchzuschneiden, lehnen Sie höflich aber bestimmt ab, denn Sie müssten dazu das Kopfende des Bettes verlassen. Und das wollen Sie auf keinen Fall.

3. Mobilität

Kaufen Sie ein Auto. Wenn Sie abends nach dem Besuch bei den Schwiegereltern mit den ÖV nach Hause müssen, dann fangen die müden Kinder nach zehn Minuten an zu schreien, die Frau kurz danach und dann die übrigen Fahrgäste. Sie werden in Gedanken noch mal die Liste der Burnout-Kliniken durchgehen, die Sie bereits recherchiert haben. Das alles passiert nach etwa zehn Minuten Fahrt.

Ins Auto laden Sie die Kinder und Partnerin einfach ein und fahren los. Nach den gleichen zehn Minuten Fahrt sind Kinder und Partnerin eingeschlafen und sonst ist da keiner. Sie geniessen kostbare Minuten absoluter Ruhe.

4. Zivilstand

Bleiben Sie ledig. Wenn Sie heiraten, werden Ihr Einkommen und das Ihrer Frau gemeinsam besteuert und ausgewiesen. Die Krippensubventionen gehen dabei genauso flöten, wie die Krankenkassensubventionen, die Ihre Frau und die Kinder kriegen, weil sie offiziell armengenössig sind. Die Beträge sind nicht zu unterschätzen (Stadt Zürich, zwei Kinder = plus/minus 10’000 Franken). Heiraten nützt grundsätzlich nur dem, der den anderen Elternteil überlebt (Stichwort Witwenrente). Aber: Sie sind jung und sterben nicht. Plus: Das Konkubinat beraubt Ihre Partnerin der wirksamsten Methode, Druck auszuüben («Der Schwamm stinkt wieder! Wenn du noch einmal den nassen Schwamm im Spülbecken liegen lässt, lasse ich mich SCHEIDEN!»).

5. Geld

Versuchen Sie, wenig davon zu haben. Gleichen Sie Ihr Arbeitspensum demjenigen Ihrer Partnerin an. Es dient der Harmonieförderung in der Beziehung. Nur wenn beide Elternteile die gleiche Belastung im Büro und in der Kinderunterhaltung tragen, kann man abends die Leistung des jeweils anderen wertschätzen («So, deine acht Stunden Facebook-Surfen abgesessen?» – «Ja, wars gemütlich beim Käffele?»). Versuchen Sie, gemeinsam nicht mehr als 50’000 Franken zu verdienen. Dann haben Sie Anrecht auf alle Subventionen, die es gibt. Inklusive subventionierte 4-Zimmer-Stadtwohnung für 700 Franken im Monat. Sie leben dann exakt gleich, wie mit 120’000 Franken Einkommen, arbeiten aber weniger. Verlangen Sie wenn nötig vom Chef eine Lohnreduktion.

6. Zwischengeschlechtliches Sozialleben

Sobald Sie Vater sind, werden Sie auch für die wenigen Frauen Luft, die Sie bis anhin noch als sexuelle Option in Betracht gezogen haben. Sie müssen also fortan dort flirten, wo man sich nicht wehren kann. Dazu eignet sich die Kinderkrippe ideal. Stellen Sie den vor Abschiedsschmerz brüllenden Sohn ab und sagen Sie was Nettes («DU darfst bei all den hübschen, jungen Damen bleiben und ICH muss zu den alten Männern ins Büro! Und DU heulst!?»). Aber Achtung: Krippen-Erzieherinnen bergen Konfliktpotenzial. Ihre Partnerin weiss auch, dass die keine Neutren sind. Versuchen Sie rauszufinden, welche der Erzieherinnen Ihrer Partnerin am sympathischsten ist und äussern Sie sich ausschliesslich über die Betreffende lobend. Alle anderen müssen Sie konsequent entweder hässlich oder dumm finden.

7. Gleichgeschlechtliches Sozialleben

Als Mann haben Sie alleine mit Ihren Kindern stets Programmnot. Sie basteln nicht, Sie backen nicht und beim Fussball sind Sie (noch) zu überlegen. Suchen Sie sich also befreundete Väter mit Kindern im gleichen Alter wie Ihre und besuchen Sie an Ihren Kindertagen gemeinsam Institutionen, die über ein Restaurant mit Blick auf einen Spielplatz verfügen (z. B. Gemeinschaftszentren, Zoos etc.). Die Kinder spielen dann miteinander auf dem Spielplatz und brauchen Sie nicht. Trinken Sie im Restaurant ohne schlechtes Gewissen Bier aus grossen Gläsern und reihen Sie diese aneinander, wenn sie leer sind. Vorwurfsvolle Blicke kontern Sie mit einem entschuldigenden: «An den Abenden und Wochenenden kommen wir ja nicht mehr dazu.»

8. Schwiegereltern

Wenn Sie Punkt 4 beachten, dann werden sich Ihre Schwiegereltern, die ja streng genommen keine sind, über exakt diesen Umstand beschweren («Wir wären so gerne ECHTE Schwiegereltern.»). Natürlich geht es ihnen nicht darum, sondern darum, dass man als Mutter/Vater einer Tochter nur dann ganze Arbeit geleistet hat, wenn diese «anständig» verheiratet ist. Das ist nicht Ihr Problem. Es gibt nur zwei Wege, den Diskussionen, die mit dem je länger je penetranter vorgebrachten Heiratswunsch der Schwiegereltern verbunden sind, ein Ende zu setzen: 1. Heiraten 2. Diskussion beenden. Das geht nicht auf zivilisierte Art. Warten Sie an irgendeinem Nachtessen ab, bis das Thema beim Kaffee wieder zur Sprache kommt und brechen Sie ohne Zögern in Raserei aus («WIE OFT MUSS ICH DENN NOCH NEIN SAGEN! IHR SEID JA SCHLIMMER ALS ZWEIJÄHRIGE!»). Werfen Sie dann die volle Espressotasse an die Wand und zünden Sie sich zufrieden eine Zigarre an.

9. Alkohol und Drogen

Verzichten Sie auf abendlichen Alkohol- und Drogenkonsum (auch Bier). So wird Ihnen die Erfahrung erspart bleiben, dass sich Kinder nicht für Ihren Kater interessieren, wenn sie morgens um sechs Uhr dreissig die Schlumpf-DVD einlegen und starten müssen. Der Holztraktor landet früher oder später doch zwecks Wecken in Ihrem Gesicht. Bloss werden Sie es mit Kater nicht schaffen, den zweiten und dritten Schlag abzuwehren.

10. Pornographie

Bilder von Sexualakten verschiedener Prägung haben schon immer zu Ihrem Leben dazu gehört? Dann geben Sie diese Gewohnheit nicht auf, bloss weil Zeit und Raum knapper werden. Aber: Beachten Sie die Regeln des Safer Surfing (Stichwort: «Pornomodus»). Sollten Sie dennoch erwischt werden, streiten Sie alles kategorisch ab («Noch nie in meinem ganzen Leben habe ich auch nur einen Tropfen Samen verschwendet! Wozu also bitte brauch ICH solchen Schweinkram?!»). Beschuldigen Sie den Nachbarn, der den Notfallschlüssel für Ihre Wohnung aufbewahrt, und räumen Sie ihm Gegenrecht ein.

130 Kommentare zu «Das Papa-Survival-Kompendium»

  • Vinci sagt:

    Ich lach mich schräg;
    “ Der Holztraktor landet früher oder später doch zwecks Wecken in Ihrem Gesicht. Bloss werden Sie es mit Kater nicht schaffen, den zweiten und dritten Schlag abzuwehren.“

  • eliane sagt:

    wie wahr!ich lach mich weg…

  • Surviva sagt:

    Wäre nichts für mich :/

  • Andi sagt:

    Faszinierender Blog! grammatikalisch inkorreker Chauvinismus jagt eloquentes weibliches Freidenken. Besser als jedes Feierabendbier, Dank den Wortakrobaten! Freue mich auf morgen!

  • Marcel Zufferey sagt:

    x

  • Marcel Zufferey sagt:

    Der Artikel ist mittel- und die <1-Prozenterinnen wieder mal saumässig. Da hab' ich ja nix verpasst.

  • Cyberdog sagt:

    wie genial, in 13 Tagen ist es bei mir soweit und ich habe mit erschrecken festgestellt, dass ich schon viele Sachen aus Punkt 1 erledigt habe, auweia 🙂

  • Philipp Rittermann sagt:

    gratuliere ->
    a) wer’s kriegt darf’s behalten
    b) papi = los tuggos
    c) fünfer-und-weggli-weiber mentalität.
    -> aufwachen, meine herren!

  • Katharina sagt:

    Das mannlose Leben ist so sorgenfrei.

    • Ruedi sagt:

      ,,Das mannlose Leben ist so sorgenfrei,,

      ja ja Katharina, das sieht Mann gut auf dem Bild, 3 Männer müssen der armen Frau helfen!

      Da können sie sehen, was sie schon bald erwartet! – Viel Glück!

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Diese Einfältigkeit, diese Häme, unglaublich! Schon in der Bibel steht ja, dass das Weib leiden soll, da kann auch ein Ruedi seine Misogynie ausleben.

        Das ist auch einer der Gründe, warum immer mehr Frauen sich für die Sectio entscheiden. Planbare, schmerzlose Geburt mit dem Personal, das einem genehm ist.

      • Katharina sagt:

        Ruedi, denken Sie wirklich in meiner Klinik wäre ein Tripode im Saal. grmpfff. das zweifle ich sogar in einer durchschnittlichen Schweizer Klinik an. welche Frau liesse einen Mann in diesem persönlichen Moment an der Stelle dort rumwerkeln?

      • Katharina sagt:

        Pippi, wollen wir dem Ruedi ein bebildertes Exemplar der Bibel spendieren? da kann er seine Misogynie abfappen und danach eine Miso Suppe essen. aber dann nur vegane, bitte.

      • alien sagt:

        Katharina, männliche Geburtshelfer gibt es in der Schweiz massig. Ich gebe ja zu, wir sind ein Drittweltland verglichen mit TADAAA ***Amerika!!!***

      • Katharina sagt:

        whatever alien. frau kann einfach verlangen dass kein Mann anwesend ist.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Nein Kate, das Einzige, was ich solchen Trolls schenke ist eine Kapsel Blausäure.

      • Katharina sagt:

        geht nicht, die wissen ja nicht wo draufbeissen und müssen sogar dazu schon wieder (!) zu mami rennen und plärren.

    • Ruedi sagt:

      Katharina, was fummelt eigentlich der Mann da in der Mitte des Bildes, an der Haustür des einfachen Mannes herum? – Das tut doch weh!

      Wenn das nicht der Vater ist, gehört dem eins auf die Finger gehauen! Das ist sicher die Schmerzhafteste Geburtstags-Party im Leben von Mutter und Kind!

      • Katharina sagt:

        der ist primitiv, Ruedi. Haustüre ist so eine typisch männliche kantige Umschreibung die Ihr eigenes Unverständnis der Weiblichkeit sehr gut belegt. nun denn. Haustüren haben die Eigenheit, dass zugeschletzt werden können, damit der verlauste Kater aussen vor bleibt.

    • Ruedi sagt:

      Pippi Langstrumpf nicht so einseitig, der Mann musste sich ja bei der Erzeugung auch anstrengen und leiden!

      Ich krieg bei der Arbeit immer Herzrasen, brauche danach mindestens 10 Minuten Pause.

      Wir erfüllen doch nur selbstlos denn Kinder-Wunsch der Frau, Männer sind Märtyrer. Noch ist es nicht soweit, aber schon bald muss ich Viagra nehmen, um Kinderwünsche erfüllen zu können.

      Stellen Sie sich vor mein Nachbar ist 64 seine Frau ist 33, Sie hat gerade das dritte Kind bekommen, und sie möchte noch mehr Kinder haben, das ist harte Arbeit für denn Mann!

      • Katharina sagt:

        ach sie finden die vier Minuten bis zum Sprutz anstrengend und sie müssen leiden. seltsame Logik wenn Tripoden wie Sie handkehrum unter allen Umständen die Verfügbarkeit einer mou mou 24/7 aufrecht erhalten wollen.

        das Herzrasen kommt vom verfetteten Essen und bedient werden als Pascha. Dass da vier Minuten bisschen humping eine gesundheitsgefährdende Aktion (Herzrasen) ist, spricht halt für die unfittness des neanderthalischen Pascha.

      • Gabi sagt:

        Na, Katharina?

        Anstrengenden Tag gehabt?

        Schon ein Bisschen in Stimmung gebracht?

        – Ich seh schon: Jetzt wieder eine Phase, wo´s etwas unkontrollierter aus Ihnen raussprudelt, hm?

        😉

        Sorge tragen!

      • Katharina sagt:

        ich hab die knarre verlegt gabi. sorry, kann nicht dienen.

      • Katharina sagt:

        wie geht’s mit dem packen? genug windeln dabei oder haben sie sich im klappergaessli entstuhlt?

      • Gabi sagt:

        Was ist denn eigentlich ein Tripode? Frag ich mich schon lange.

        Ich meine… Ichweissichweiss: ICH

        Aber was ist das denn genau Schönes?

      • Katharina sagt:

        The Tripod is a Scottish myth of three men so finely in tune with one another that they evolved into one fierce being. The legend goes that they walk the streets of Glasgow under cover of darkness, hunting for parties and unsuspecting victims on whom they bestow their unbelievable crap. The Tripod is said to have such vulgar patter that once his hunt for a party is over, he lies dormant for hours in his own filth, repeatedly cracking the same jokes and laughing maniacally. Be warned – this beast is capable of drawing in even the most sane, sensible and resistant person. You will love it against all better judgment. it has recently been seen under the name of gabi. other names observed are ruedi.

      • Astrid sagt:

        Halte Dich fest, Gabi: Tripod ist ein Mann mit einem grossen Penis, geddit? Kannst Dich geschmeichelt fühlen….. Und definitiv tschüss jetzt.

      • Gabi sagt:

        Danke für die Aufklärung.

        Wieso wundert es mich keinen Moment, dass mich das Ding – aus Ihrem Mund sowieso – irgendwie an the knight who sais Ni erinnert?

      • gabi sagt:

        Oh… Astrids Answer ist gestern (da war wohl der Schwanz im Weg) gar nicht gleich aufgeschienen. Meine Antwort mit dem knight who sais Ni bezog sich auf K

    • Franz Oettli sagt:

      Ja das Ledigsein hat schon auch schöne Seiten. Freiheit zum Beispiel. Doch als Familie braucht’s einfach beides, so kann man sich die Arbeit etwas aufteilen. Natürlich gibt’s dort auch nicht nur Sonnenschein, aber die Erinnerungen wiegen das allemal auf! Also ich bin froh gewesen, habe ich geheiratet und hatten wir Kinder. Sind ja auch beide gut herausgekommen.

    • Ruedi sagt:

      ,,welche Frau liesse einen Mann in diesem persönlichen Moment an der Stelle dort rumwerkeln?,,

      ,,Verlangen das kein Mann anwesend ist?,, Katharina, und wenn sie einen Mann kriegen? Wird der hoffentlich mit dem Kopf bei Ihnen durch die Türe gehen, und hinter sich hoffentlich die Türe anständig zumachen, und nicht zuschletzen!

      Das ist nicht ,,rumwerkeln,, Katharina! Das ist richtiges ,,Infrastruktur-Basteln!,, Türen,Scharniere und Schlösser müssen gut gewartet und geölt werden damit nix quitscht. Haben sie sich als Halbveganer schon überlegt, was Sie mit der Nachgeburt machen?

    • Ruedi sagt:

      Was ist Tripode:

      Tripode-Lagerzapfen und Gehäuse

      Das Tripode-Fett ist speziell für die Schmierung von Tripode-Gelenken optimiert. Es verleiht dem Gelenk hohe Widerstandseigenschaften gegen Durchscheuern und enthält dabei keine festen Additive (welche die Lebensdauer des Gelenks verringern können.)

      ,,Tripode-Fett,, eignet sich auch für ,,Haustüren,, es verhindert auch da das Durchscheuern und verlängert die Lebensdauer!

      http://www.gknservice.com/de/motorsport/tripode_lagerzapfen_gehaeuse.html

      • gabi sagt:

        Ich sehe, Ruedi

        Sie fühlen sich mittlerweile auch auf Pippis und Katharinas Nonsens-Niveau wohl…

        Naja. Kann´s Ihnen schlecht verdenken. Gegen´s ernst genommen werden haben sich die Beiden mit Wildbüsi zusammen ja auch mächtig ins Zeug gelegt. Sie sind da also quasi mitten in deren Heimterritorium!

        Viel Spass weiterhin.

        😉

      • Katharina sagt:

        Frau lernt schnell von Ihrem apostrophischen Nonsense, Gabriel.

        Ruedi liegt völlig falsch mit seinem trippelnden Tripoden.

    • Ruedi sagt:

      Gabi, alles nicht so ernst nehmen, das ist hier der Spass-Blog.

      Wer hat es denn noch nicht gemerkt, oder versteht keinen Spass?

      Wer nicht über sich selbst lachen kann, hat keinen Humor!

  • heidi reiff sagt:

    Ich war als Kind auch mal im Kindergarten, eine alte weisshaarige Frau hat uns betreut, wir durften einfach normal uns austoben ohne Fingerzeig und Drohungen mit Fegefeuer und Hölle 🙂 🙂 🙂 🙂 .

  • Andreas Stamm sagt:

    Zu Punkt Nr. 2: wir haben uns sec für einen Kaiserschnitt entschieden: planbar, sauber und ich musste es nicht ertragen, meine Frau in einer nicht allzu würdigen Situation zu erleben. Ein weiterer Vorteil: man ist nach dem Eingriff als Mann gefordert und nicht auf die Reservebank verbannt, da die Frau sich die ersten 1-2 Tage nicht bewegen sollte. Man kann sich gleich wunderbar und entgegen aller Skepsis des Personals um das Kind kümmern. Wenn ich jetzt noch sage, dass wir unsere Tochter zu einem Flaschenkind degradiert haben (auch aus klaren Überlegungen) klopft es wohl bald an der Tür…

  • John Kipkoech sagt:

    Ach. liebe werdende und frische Väter, nehmt es locker was da ist und kommt. Irgendwie schaffen wir das schon. Es wie ein Gewitter mit anschliesnder Klima-Änderung – die bleibt. Aber solange die Kleinen nicht in den Kindergrten gehen, könnt Ihr Euch die Freizeit irgendwohin stecken, die ist nämlich futsch.

  • heidi reiff sagt:

    @ alien

    Ab und zu macht es mir Spass, Kreuzworträtsel zu lösen, so ausserirdische Wesen heissen Alien, hab ich gelernt in den Kreuzworträtseln , ja der ET war echt süss aus dem Film von Steven Spielberg, hab mir letzhin so eine CD ausgeleiht aus einem Videothekshop ist noch echt billig und keine Abzocke, so Fairplay . Auf welcher Seite stehst Du, bist du ein Bulle ? Alkohol hat viele Gesichter, es wird ja heute auch alkoholfreies Bier angeboten, so läuft die WERBELOBBY, ständig diese Plakate von Konzerten, Angebote, Tickets Lotto Totto sind wir da als Normalos nicht etwas überfordert.

  • alien sagt:

    Punkt 1: Betrunken eine hoffnungslose Schlägerei mit anschliessender Polizei-Verfolgungsjagd anzetteln, Sex mit zwei der Polizistinnen haben, die Ihnen danach ein Tattoo auf den Hintern stechen. Dabei eine der Frauen (oder beide) schwängern und die anderen Punkte schliessen sich natürlich an.

  • gabi sagt:

    Ich für meine Wenigkeit bin dann irgendwann zu einem ganz anderen Schluss gekommen. (subjektiv… dängg!!!):

    Inzwischen bin ich überzeugt, dass das Saufen einzig und alleine mit einem Gruppendruck der besonderen Art zu tun hatte. Keine Gruppendynamik um des eigentlichen Saufens willen, sondern ausschliesslich, um sich am nächsten Tag vor dem Freundinnen rechtfertigen zu können: „I ve been drunk!“

    Saublöd. Und wenn sie´s tatsächlich waren, so konnten sie sich dann nicht einmal erinnernd des Tabubruchs erfreuen… Weil sie sich tatsächlich nur schemenhaft erinnerten. Bekloppt.

  • gabi sagt:

    Mmmmh… Und weit verbreitet, Auguste.

    Hab meine Adoleszenz an einem Touri-Ort mit vielen Engländerinnen verbracht. Für diese Phase bestimmt sehr aufregend und lehrreich. In jeder Hinsicht. Ich hab jedenfalls eine Abscheu entwickelt, es mit betrunkenen Frauen zu tun. Das ist nicht minder Blödsinn als selber zu besoffen zu sein. Denn nur nüchtern(er) lässt sich Genuss überhaupt als solcher erfassen.

    Dennoch also die Insulanerinnen prinzipiell angetrunken! Ich hab lange gebraucht, um mir einen Reim drauf zu machen. Jaja: Das Klischee der Enthemmung, Ablegen der Komplexe, etc.

    • Johnny Boy sagt:

      So viele Engländerinnen, keine die sich an dich erinnert.

      • gabi sagt:

        Na, Gottseidank!

        Vielleicht sind´s ja sogar noch viel mehr inzwischen!

        PS: Und – falls Sie´s tatsächlich nicht wussten – spätpubertäres Spassficken ist was komplett Anderes, wie sein Ding als Meissel, für eine Art Denkmal seiner selbst, zweckentfremden zu wollen.

  • Ravioli-Dad sagt:

    11. Böse Blicke
    Kaufen Sie zum Zvieri im Kafi vom Gemeinschaftszentrum ihrer kleinen Tochter ruhig ein Päckli Paprika Chips. Auch wenn Sie die Bio-Rüebli-im-Tupperware-Mami Fraktion für diesen pädagogischen Frevel mit ein paar fiesen Blicken abstraft. Hören die Mamis nicht auf zu gucken, gibts noch ein Glas Ice-Tea oben drauf. Und für Sie ein Bier, zum Entspannen. Ich bin schliesslich ein Papi.

    • mira sagt:

      Das geht nur solange die Kinderschar hauptsächlich vom Mami betreut wird (welche Bio-Rübli mitnimmt). Oder es für sie ok ist, wenn man ihre Kinder mit fetten Amis verwechselt. Es gibt übrigens auch Frauen, welche sich einen Dreck um gesunde Nahrung scheren. Die Kinder tun mir immer leid: Schon vor der Schule übergewichtig, im Turnen ne Null…
      ps: ich hab nichts gegen gelegentliches Schlecken. Es sollte aber beim Gelegentlich bleiben…

      • Sportpapi sagt:

        Die Frauen würden besser ihren Kindern etwas weniger gesunde Znünis packen, dafür sich häufiger zu fuss im Dorf bewegen… Oder von mir aus beides. Die Zunahme von Übergewicht hat auf jeden Fall vor allem mit mangelnder Bewegung, und praktisch nichts mit geänderter Ernährung zu tun.

      • mira sagt:

        @Sportpapi
        „Schnell das Auto nehmen“ ist zumindest in meinem Umfeld eine typisch männliche Eigenschaft (konform mit dem „lieber ein Weggli holen, als selbst etwas einpacken“). Frauen sieht man viel viel häufiger auf dem Fahrrad, oft noch mit Kindersitz oder Kinderanhänger…

      • Sportpapi sagt:

        Wenn ich meine Kinder zu Fuss in die Waldspielgruppe bringe, bin ich nicht nur der einzige Mann, sondern auch der einzige ohne Auto. So geht halt die Wahrnehmung auseinander. Aber ich glaube auch nicht, dass es bezüglich Autofahren einen Unterschied zwischen Männern und Frauen gibt. Wenn, dann sind es sicher eher die Mütter, die zu fuss oder mit dem Velo unterwegs sind, da haben Sie recht. Mein Punkt war, dass heute alle wahnsinnig wert auf gesunde Ernährung legen, die viel wichtigere Alltagsbewegung aber zu kurz kommt.

      • mira sagt:

        @Sportpapi
        Kommt vielleicht auch auf die Region an. Gegen viel Bewegung habe ich natürlich nichts, für mich gehören die beiden Dinge zusammen. Kinder, die sich schlecht ernähren, bewegen sich auch weniger häufig. Ob jetzt das Huhn oder das Ei zuerst da war ist dabei egal. Beides, Bewegung und Ernährung, sind wichtig.

      • Ravioli-Dad sagt:

        Hallo?! Weiteres Merkmal der Bio-Rüebli-im-Tupperware Fraktion: Fehlende Ironie.. Dieser Blog von Thiriet ist mit einem Augenzwinkern geschrieben (für solche, die es nicht gemerkt haben…). Im Ernst: War soeben mit meiner Tochter im Hallenbad und bin mit ihr viel zu Fuss unterwegs. Von wegen dickes Kind. Auswärts darf hin und wieder ein Snack erlaubt sein, zu Hause haben wir das Zeugs nicht. Ich muss nicht mein (gesunde) Ernährungsprogramm der versammelten Mütterschar zur Schau stellen.

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Die Ernährung und die Körperpflege sind die neuen Religionen. Den Menschen scheint es nur wohl zu sein, wenn sie sich kasteien dürfen, ja nicht geniessen, das ist Sünde.

        Befreit euch mal von diesen Zwangsgedanken! Bewegung ganz normal in den Tagesablauf einbauen und zum Zvieri ein Reieli Schoggi, das liegt problemlos drin. Wir waren schlanke Kinder und haben jeden Tag etwas Süsses gegessen, aber mit dem Velo oder zu Fuss in die Schule, bei jedem Wetter, Freizeit im Schwimmbad, im Winter schlitteln, nix Compi, nix Konsole. Auch kein Fernsehen. Meine Kinder genauso, ausser TV, das hatten sie.

  • Auguste sagt:

    hmm…, „ich kann mich nicht erinnern…“, ist auch die beste ausrede für mädels mit einem „arschgeweih“.

  • heidi reiff sagt:

    Das Bild von dieser Geburt errinnert mich an das Szenario meiner ersten Entbindung im Frauenspital Basel, die Geburt dauerte 12 Stunden , so mit Lachgas wurde ich betäubt, ständig wurde ich auf ein Wägeli verfrachtet und wurde immer wieder geröngt, weil die Geburt nicht vorwärts ging, die Chirurgen haben sich amüsiert , ich war diesen Fachidioten einfach hilflos ausgeliefert, in der letzten Phase, als ich Schrie wurde ich von einem jungen Tüpfi zurechtgewiesen, ich soll mich jetzt mal zusammennehmen, meine Antwort war :ich liege ja auf diesem Schragen und nicht sie. Ohne Trauschein super.

    • luftibus sagt:

      ich werde den verdacht nicht los, dass ihre kommentare auf eine andere internetseite oder in ein anderes diskussionsforum gehören..

      • heidi reiff sagt:

        sprechen Sie einfach Klartext um was geht es, was wollen Sie hören ?. Ich komme nicht aus der Uriella – Fiat – Lux Ecke . Welcher Verdacht. Bitte Reden Sie Klartext.

        Einfach zur Info, ich bewege mich auf diversen Foren ohne zu missionieren, macht einfach Spass, haben Sie ein Problem damit ?

      • luftibus sagt:

        frau reiff, sie schreiben stets am thema vorbei, flanieren von jedwelchen impressionen beflügelt von sujet zu sujet. bauen sie sich einen literarischen fanclub auf? veranstalten sie bald eine lesung?

      • Katharina sagt:

        luftibus, heidi reiff ist eine wichtige Mitschreiberin hier. ihre Methode ist die des assoziativen Gedankenstroms und alle haben Freude daran, was sie unermüdlich hier beiträgt.

        Mich erstaunt oft, wie themenbezogen ihre Assoziationen eigentlich sind.

      • Astrid sagt:

        Luftibus, ich schliesse mich Katharina an: Frau Reiff ’schreibt nicht am Thema vorbei‘, sondern ist ein freier Geist, der frei assoziiert. Sie ist die gute Seele vom MB.

      • Gabi sagt:

        Für mich bleibt sie dennoch – schliesst die gute Seele ja nicht aus – die alte Dame bei Tisch(konversation) in „e la nave va“.

        So… Verflixdänäbelufdrstross

  • mike sagt:

    ich werde in einem Monat Vater und habe eben realisiert, dass ich noch ein wenig arbeit vor mir habe… wer hat lust heute abend einen saufen zu gehen und danach der Polizei, mit zwei Prostituierten im Kofferraum, zu entkommen 😉

  • Stephan sagt:

    Wenn ich das nur früher gewusst hätte!!! 😉

  • Olivia Moone sagt:

    Ich bin grad vor Lachen vom Stuhl gefallen! Echt klasse!

  • xyxyxy sagt:

    Gratulation -die meisten, welche hier schon witzig sein wollten, waren es nicht wirklcih
    aber hier musste man wirklich schmunzeln, und somit hat der Text die Anforderungen erfüllt

  • Genderbender sagt:

    Woher kommt eigentlich die fixe Idee, dass der Mann bei der Geburt dabei sein muss? Der steht doch eh‘ nur doof rum, hofft, dass es bald vorbei ist und versucht derweil, den Kotzreflex zu unterdrücken. Warum nicht wie früher, als die Frau drinnen ihren Job machte und der Mann draussen im Gang herumtigerte, eine Zigarette nach der anderen anzündete und wartete, bis die ganze Schweinerei vorbei war, um dann stolz den frisch gewaschenen, von jeglichem Geschludder gereinigten Nachwuchs in Empfang zu nehmen?

  • plop sagt:

    Ein richtiger Papablog…. Wieso zum Teufel kommt mir da immer ein belächelndes Lächeln aufs Gesicht? Kann ich diese Männersorgen wirklich nicht ernst nehmen? Aber es hat gute Punkte, z.B. den vom nicht Heiraten… Schön, scheibt das mal wer so klar aus.

  • Ursi sagt:

    zu 3.: Die Andere Option: pack die Kinder ins Auto, die Kleine brüllt ohne Unterbruch, die Grosse kotzt gerade den Rücksitz voll, während Mama vom Vordersitz aus nach hinten lehnt und fluchend versucht die Kinder mit grauenvollem Gesang bei Laune zu halten. So geht es bei uns :-).

    Im Zug dagegen: Kinder essen im Zug die am Bahnhof gekaufte Bratwurst, toben dann im SBB Spielewagen und die Eltern lesen Zeitung. Daheim sind wir dann zwar 1 Stunde später als mit dem Auto, aber die Kids fallen satt und erschöpft ins Bett. Funktioniert natürlich nur, wo es eine Spielewagen gibt ;-).

    • Sportpapi sagt:

      Richtig. Deshalb schaut man natürlich immer schon im Fahrplan. Zum Glück sind diese Spielwagen auf den Strecken, die wir häufig bereisen im Einsatz!

    • Anna2 sagt:

      Einverstanden! Im Auto schläft das Kind auch tagsüber ein, und dann ist der Schlafrhythmus im Eimer.

  • Daniel Küttel sagt:

    Sensationell. Zum Glück hat mich meine Freundin auf das heutige Thema aufmerksam gemacht. Nur aufgrund der Überschrift, hätte ich einen riesen Spass heute verpasst. :o) Danke!

  • mira sagt:

    Lustiger Text.

    Es gibt aber schon Gründe zu heiraten: und zwar genau dann, wenn die eine Person massiv weniger verdient als die andere. Oder sogar gar nichts. Dann lohnt es sich finanziell gesehen schon. Bleiben beide Partner richtig erwerbstätig ist es finanziell gesehen tatsächlich lohnender, nicht zu heiraten.
    Ein weiterer Grund für die Heirat ist, wenn man auswandert. Da vereinfacht es ebenfalls viele Dinge und die Heiratsstrafe fällt je nach dem sogar weg

  • Georg sagt:

    Nice one! Habe mich prächtig amüsiert!

    Frage mich bei Punkt 5 allerdings, ob und wieviele Eltern es gibt, die das tatsächlich so handhaben und schmarotzern…

  • Prisca sagt:

    Danke Maurice, sehr witzig! Werd ich genaustens befolgen….

  • Pascal Sutter sagt:

    he he he. Punkt 2: „what has been seen cannot be unseen!“ ich rate jedem noch so interessierten mann dazu diesen punkt AUF KEINEN F A L L ausser acht zu lassen!

  • Hallo sagt:

    Gibt es eigentlich noch überhaupt einen Grund, als Mann zu heiraten? Ich meine bei Trennung/Scheidung ist man doch bezüglich Besuchsrecht schlussendlich so oder so darauf angewiesen, dass man ein vernünftiges Verhältnis zur Kindsmutter pflegt.

  • woo pek sagt:

    dankedankedanke!! weiter so!!

  • Elias Ratmandn sagt:

    Sehr lustig hehe

  • Francesca sagt:

    Zu Punkt vier: sagen Sie ihren „Schwieger“eltern, dass die Kinder nun ja wie sie heissen, was im Falle einer Heirat nicht der Fall wäre, und sie sind glücklich… Nichts ist für die Mutter der Mutter doch schöner, als ein gleich heissendes Grosskind, sie wird als Babysitter und um die Uhr auf der Matte stehen. Ein Superpunkt in der Kriegsführung gegen die Mutter des Mannes!

    • Francesca sagt:

      P.S. … und im Alter haben Sie zwei volle AHV Renten, anstatt nur die Ehepaarrente, macht monatlich nochmals einen Tausender aus…

  • Tomas sagt:

    Endlich etwas praktisches 🙂

  • Markus W. sagt:

    Sehr schöner Text mit hohem Unterhaltungswert!

    Punkt 4 ist allerdings bitterernst. Wir haben angesichts der bevorstehenden Geburt den Heiratsfehler gemacht und dafür heftig bezahlt: Doppelt so hohe Steuerrechnung, Prämienverbilligung gestrichen. Und das in dem Jahr, in welchem wir wegen unbezahlter Babypause ohnehin weniger Einkommen hatten. Und als ob das nicht genug wäre, rutscht man auf der Warteliste bei den Krippen nach hinten, weil die „alleinstehenden“ Mütter bevorzugt werden. Fazit: Wer nicht das dicke Portemonnaie hat, der darf auf gar keinen Fall heiraten!

  • Christel sagt:

    ich musste den ganzen text schmunzeln!

  • Independent sagt:

    Wunderbar! Wirklich witzig! Punkt 9 hab ich mich scheckig gelacht! weiter so

  • Dave sagt:

    Maurice, Du weisst gar nicht, wie recht Du hast. Ich habe bald die ganze Kinder-, Familien- und Ehegeschichten hinter mir. Mit Deinem Kompendium hätte ich die kapitalen Fehler vermeiden können.

  • Luise sagt:

    Das ist mal was Erheiterndes am frühen Morgen und mit ziemlich viel Wahrheitsgehalt. Wundert sich noch jemand, dass sich Männer heute vor dem Vater werden drücken?

  • Romeo sagt:

    So erfrischend bin ich schon lange nicht mehr in den Arbeitsmorgen gestartet worden! Danke!

  • Regula sagt:

    Lustig, lustig. 🙂

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.