Wie hält man eine Ehe zusammen?

Sie kennen das Geheimnis einer intakten Ehe - nur verraten können sie es nicht.

Sie kennen das Geheimnis einer intakten Ehe – nur verraten können sie es nicht: Melanie Griffith und Antonio Banderas.

Melanie Winiger und Stress sind auseinander und wir haben jetzt nur noch Francine Jordi und Florian Ast, um die Lücke zu füllen, was natürlich so ist, als würde man von einem Rennpferd auf einen Maulesel umsatteln. Aber das ist egal, denn aller Wahrscheinlichkeit nach werden sie nach gebührender Zeit ihrem «Liebeshoch» eine «schockierende Trennung» hinterherschicken. Dann beginnt das grosse Heucheln (sie waren so ein schönes Paar!) und Titel-Dichten (Irgend ein Wortspiel mit Ast wird sich schon finden), Hauptsache, es lassen sich viele Frage- und Ausrufezeichen verwenden, denn ein solches «Ehe-Aus!» ist der feuchte Traum eines jeden Boulevard-Journalisten.

In meiner journalistischen Ausbildung hiess es immer: Die Meldung «Hund beisst Mann» hat keinen Newswert, «Mann beisst Hund» hingegen schon. Wenn es um Ehekrisen geht, hat sich die Medienmaschinerie aber ganz der «Hund beisst Mann»-Meldung verschrieben. Obschon der umgekehrte Fall, dass eine Beziehung funktioniert, heutzutage aussergewöhnlich ist und darüber zu berichten innovativer wäre – und schwieriger, weil radikal persönlich. So war es zu Anfang von Roger Federers Karriere beispielsweise ein beliebtes Hobby der Sportredaktoren, sich über Mirka Federer lustig zu machen und darauf zu wetten, wann der Tennis-Held sie verlassen würde. Oder ihn als langweilig zu verhöhnen, weil er es nicht tat. Wahrscheinlich, weil die Spötter an seiner Stelle nichts Eiligeres zu tun hätten, als sich ein silikon-optimiertes Spielzeug anzulachen und mit Geld zu füttern, damit es bei öffentlichen Anlässen den eigenen vermeintlichen Status repräsentieren solle. In ihrem beschränkten Horizont hatte die Vorstellung eines Menschen, der in einer Beziehung nicht Oberfläche, sondern Tiefe und Beständigkeit sucht, einfach keinen Platz.

Aber es gibt sie trotzdem, Paare, die an der Liebe zum anderen festhalten. Man liest selten von ihnen, aber wenn, dann kann man daraus meistens etwas lernen. Zu ihnen gehören zum Beispiel Antonio Banderas und Melanie Griffith. Seit 17 Jahren sind sie ein Paar und eine Patchworkfamilie, haben Ehekrisen und Suchtprobleme gemeinsam durchgestanden – und sprechen immer noch sehr liebevoll übereinander. In einem getrennt geführten Interview mit dem AARP-Magazine gaben die beiden einen Einblick in die Geheimnisse ihrer Ehe, auf welchen Vorstellungen und Werte sie beruht – und warum sie funktioniert, obschon die beiden offensichtlich sehr verschieden sind.

Die beiden heirateten 1996 – zu dieser Zeit hatte Banderas eine gescheiterte Ehe hinter sich, Melanie Griffith zwei, aus denen zwei Kinder hervorgegangen waren. Griffith war bereits ein grosser Star, Banderas stand noch ganz am Anfang seiner Hollywood-Karriere. Er habe Melanie schon immer bwundert, sagte Banderas, und als er sie dann kennengelernt habe, sei es um ihn geschehen gewesen: «Ich sah diese süsse, verletzliche Seele, lustig und smart und grosszügig. Ich sah sie mit ihren Kindern und sie war so schön als Mutter» hält er fest. Was für eine Liebeserklärung.

Was denn nun das Geheimnis für ihre bereits siebzehn Jahre dauernde Ehe sei, will der Interviewer wissen. «Das Geheimnis ist, dass wir beide schon mal gescheitert waren», sagt Banderas. Liebe sei anfangs ein grosser Rausch, aber es bleibe nicht so. Darüber hätten er und Griffith viel gesprochen. «Werden wir den Fehler machen, dauernd nur zurückzuschauen auf diesen Zustand? Oder werden wir vorwärts schauen und Universen schaffen, die anders sind?» Dieser Rausch verschwinde, aber man finde stattdessen etwas Anderes, Besseres. Die Bedeutung von familiärer Wärme und eines Heims und dass man zusammen stärker sei. In Krisenzeiten gelte es, geduldig zu sein, bis sich Licht am Ende des Tunnels zeigte. Und Krisen hätten sie gehabt, wie jedes andere Paar auch – so kämpfte Griffith jahrelang mit Alkohol- und Medikamentenmissbrauch. «Aber wir sprachen offen darüber. Sie kämpfte wie eine Löwin. Ich wusste nicht, dass sie so stark ist. Und das macht meine Liebe nur noch grösser.» Am Schluss hätten sie das Problem alle zusammen als Familie ausgestanden.

Griffith zeichnete ihrerseits im separat geführten Interview ein leicht anderes Bild des Ganzen. Zum Beispiel berichtet sie über ihre erste Begegnung: «Die erste Frage, die er mir stellte, war nach meinem Alter», erinnert sie sich. «Niemand hatte mir je als erstes eine so unhöfliche Frage gestellt. Aber er hatte etwas. Er hat es immer noch. Ich liebe ihn einfach.» Auch was ihre Suchtprobleme angeht, gab sie zu erkennen, dass sie sich von der Seite ihres Mannes mehr Engagement gewünscht hätte. «Er war unterstützend, so weit er kann. Ich wünschte, er würde mich einmal zu einem Meeting begleiten, aber ihm ist das fremd. Ich meine das aber nicht gegen ihn, er war immer an meiner Seite. Er ist wirklich der tollste Kumpel.»

Zum Schluss noch die Killerfrage: Was ist mit Treue, wie widerstehen Eheleute der Versuchung? Hier Banderas Antwort zusammengefasst: «Das ist sehr persönlich. Wie geht man mit Sexualität in der Ehe um? Wie kann man sie so gehaltvoll gestalten, dass man sich nicht nach etwas anderem umsehen muss? Welche Dinge sagt man, oder wird man sie immer anlügen? Man sollte sich gegenseitig zugestehen können, dass man auch andere Personen attraktiv findet. Die Frage ist, wie weit lässt sich das beugen? Jeder braucht Wasser, aber ich werde nicht gleich den ganzen Pool leer trinken. Man muss wissen, wo die Grenzen liegen.»

Das gilt natürlich nicht nur für die Sexualität, es gilt buchstäblich für jede andere Frage der Gemeinsamkeit auch. Wie viel Nähe und Distanz brauchen beide Partner, wie viel gibt man Preis und was behält man für sich, wie sehr zeigt man sich und wie viel darf im Verborgenen bleiben? Wie viel Raum gesteht man dem anderen zu und welchen beansprucht man für sich selbst? Darauf gibt es genauso wenig eine allgemein gültige Antwort wie auf die Frage, wie man ein künstlerisches Meisterwerk schafft. Vielleicht ist eine Ehe nichts anderes als ein Kunstwerk. Man hat eine Inspiration und dann arbeitet man das Ganze nach seinen Möglichkeiten aus. Am Schluss entsteht etwas radikal Individuelles. Einfach ist es nicht, aber im besten Fall ist es eine Inspiration und ein Geschenk für viele andere Menschen. Auch wenn die Medien es einfach nur langweilig finden.

105 Kommentare zu «Wie hält man eine Ehe zusammen?»

  • Martha sagt:

    Ich bin seit 25 mit meinem ersten und einzigen Mann verheiratet. Und wir sind sehr glücklich. Gegenseitige Achtung, ehrliche und liebevolle Kommunikation, Probleme nicht anstehen lassen und bereit sein, einander zu vergeben, sind Grundsteine unserer Ehe. Wir schöpfen unsere Kraft zu gegenseitiger Liebe und Treue beim Erfinder der Ehe, Gott, der selbst die Liebe ist und sie uns in Jesus Christus gezeigt hat.

  • Andreas sagt:

    Mit meiner Frau bin ich seit 17 Jahren glücklich verheiratet, wir haben 4 Kinder und die Beziehung wird immer besser. Zuhören, miteinander sprechen und gegenseitige Fehler verzeihen ist vermutlich, unter anderen Dingen, das Geheimnis einer guten Ehe. Und immer gemeinsam nach vorn blicken und sich keine Vorwürfe mehr wegen vergangener Dinge machen. Liebe heisst meiner Meinung nach auch, sich für den Partner entschieden zu haben und treu zu ihm zu stehen.

  • Santos Santeria sagt:

    Wow, so ein geiler Satz habe ich schon lange nicht mehr gelesen und musste ihn gleich meinen Arbeitskollegen (lebe ueber dem Teich) uebersetzen: What does that mean? To get a Silicon-Optimized Toy and feed it with money!!!! Sie mussten auch ziemlich lachen und sagten bloss, typisch ihr Europaer! Auch wenn man dieses Phaenomen wohl mehr hier kennt.
    Einfach der Hammer!!! Gut gemacht, congrats!!! Natuerlich ist auch der Rest des Artikels sehr gut….weiter so!

  • Eremit sagt:

    Wie hält man eine Ehe zusammen?
    Durch Handschellen in dem man das Paar aneinander fesselt. Durch aussetzen des Paares aus einer einsamen Insel …
    Spass bei Seite.

    Die Scheidungsquote ist bei 50%. Somit gibt es eben so oft Paare die Scheiden wie Paare die nicht scheiden. Leider kommen in den Medien meistens nur Scheidungsmenschen zu Wort, neben Schwulen, Lesben, Rammlern usw.
    Was sind die gemeinsamen Werte der paare die nie geschieden haben?

    Und was halten Journalischen von Meldungen wie Mann beisst Frau oder Frau beisst Mann?

    • Widerspenstige sagt:

      Aber lieber Eremit…Du hast doch die Weisheit dahingehend mit den Löffeln gegessen und lebst eremitenhaft Jenseits vom ‚Handschellen-Ehestand‘. Und das wäre keine so schlechte Idee, Eheleute ab dem 7ten verflixten Ehejahr (nomen est omen!) auf eine einsame Insel auszusetzen. Es gäbe wahrscheinlich weniger Scheidungen und mehr Nachwuchs… 😉 Die gemeinsamen Werte sind der gemeinsame Nenner, aber ansonsten sollen Zwei nicht eins werden (nur unter der Bettdecke;-)) sondern zwei unterschiedliche Meinungen behalten. DAS ist das Salz in der Suppe und spannender auf Zeit. Naja, beissen ist hipper!

  • Erich Baltisser sagt:

    Bin beeindruckt, wie offen und ehrlich Melanie und Antonio die Beziehung anschauen. Schön, wenn 2 Menschen das ertragen.

  • happyhusband sagt:

    Mit meiner Frau bin ich seit 17 Jahren glücklich verheiratet, wir haben 4 Kinder und die Beziehung wird immer besser. Zuhören, miteinander sprechen und gegenseitige Fehler verzeihen ist, unter anderen Dingen, das Geheimnis einer guten Ehe.

  • claudia sagt:

    wer bei der ersten hürde gleich das handtuch wirft, weis nicht wie viel tiefe und auch vertrauen danach entstehen kann.
    10 jahre verheiratet ohne das gelübde über ewig und bis zum tod, weil es nicht relevant ist ob mein partner körperliche treue lebt, sein herz und seine bereitschaft zur tiefe ist mir wichtiger. die krise kam und dauerte lange an. mit einem schritt zurück und besinnung auf unsere rollen als eltern für unsere gemeinsamen kinder war ein neuentdecken und zusammenrücken möglich. heute sind wir gemeinsam stärker und wissen wir können es schaffen. die kinder danken es täglich!

  • Alex sagt:

    Weder Antonio Banderas noch Melanie Griffith sind Referenzen und werden es nie sein. Ob eine Ehe hält oder nicht hängt von der Einstellung der Eheleute ab. Ein Garant oder Garantie eine Ehe zusammen zu halten gibt es nicht. Es ist gut möglich das die Ehe dieser zwei gut funktioniert, ich persönlich würde aber das meiste das sie angeblich gesagt haben wollen in diesen Interviews, nicht glauben. Uebrigens, Melanie ist Schauspielerin, ist und war noch nie ein grosser Star!

  • Ruedi sagt:

    Heute pflegen viele den Egoismus zusammen mit Ihrem Geld. Wir sind aber mehr davon abhängig dass der Nächste für uns Arbeitet und etwas Lebensnotwendiges Produziert wie vom Geld allein. Würde der Nächste nichts Produzieren, könnten wir auch nichts kaufen, weil nichts da ist. In der Ehe oder Partnerschaft arbeitet man auch zusammen oder füreinander weil es leichter ist, wie alles alleine zu machen.

  • Ruedi sagt:

    “Liebe Deinen Nächsten wie dich Selbst” Der Satz ist wichtig und richtig, wer sich selbst nicht liebt ist auch nicht fähig jemand anderen zu lieben. Das heisst aber nicht, nur sich selbst zu lieben im Egoistischen Sinne sondern auch deinen nächsten lieben wie du dich selbst liebst.

    Was du nicht willst, das man dir antut, das füge auch keinem anderen zu!

    Es gibt schon Religiöse Werte und Gesetze die machen Sinn und sollten Respektiert werden denn sie regelten das zusammenleben als es noch keine Staatlichen Gesetze gab. Der Mensch braucht regeln weil er nur in der Gemeinschaft überleben kann.

    • heidi reiff sagt:

      Ich stimme Ihnen 100 pro zu – was du nicht willst was man dir tu, das füg auch keinem Andern zu.

      Liebe ist bedingungslos, meine persönliche Meinung – da hab ich noch ein Haar in der Suppe gefunden aus der Bibelgeschichte Jesus – zu der Prostituierten ich glaub sie hiess Magdalena waren seine Worte, „Gehe hin in Frieden und sündige nichtmehr“ etwas paradox für mein Verständnis .

  • heidi reiff sagt:

    Ich kenne einige Menschen, die sich entschieden haben, nicht zu heiraten, ein bekannter Ehetherapeut hat sich mal geoutet, Bisexuelle gibts auch, Verlust gibts immer wieder im Leben, die Frage ist doch, wie gehe ich damit um. Ein guter Film habe ich vor Jahren gesehen „Einer flog über das Kuckucksnest“, vielleicht war es auch „eine“, böse Sufragetten, Emanzen etc. tstststs…..
    Deine Kinder sind nicht deine Kinder, da geb ich Kalil Gibran recht.
    Meine persönliche Meinung, allen Leuten recht getan ist eine Kunst die niemand kann, eine alte Binsenwahrheit 🙂

  • heidi reiff sagt:

    Es gibt da so eine Aussage – „Liebe Deinen Nächsten wie dich Selbst“. Der erste Schritt ist doch bei sich Selbst anzufangen oder nicht ? Ich habe diesen Prozess gemacht, Schritt für Schritt, ich bin zu mir Selbst eine gute Mutter, das Selbst hat ja nichts mit Narzissmus zu tun. Ich bin einfach für klare Verhältnisse. Wir sind auch ein stückweit Gewohnheitstiere, Macken haben doch alle Menschen, kein Mensch ist perfekt. Ich akzeptiere auch Lesben und Schwule, die gibts auch. Ich fühle mich weder besser noch schlechter als andere Menschen. Als Erwachsene können wir selbst entscheiden,ja od.nein.

  • Ruedi sagt:

    Zitat Erna Mayer: ,,Man gibt heutzutage viel zu schnell auf,,

    Genau das ist das Problem! Mann und Frau muss in der Beziehung auch lernen Krisen Gemeinsam zu lösen. Jede überwundene Krise macht die Beziehung stärker weil man merkt das man sich auf den Partner verlassen kann und er einem nicht im Stich lässt. Mit der Zeit kommt Routine bei der Krisenbewältigung und aus Krisen werden kleinere Probleme kaum mehr der Rede wert.

    • Eni sagt:

      Man kann nicht jede Krise meistern. Es wäre schön, wenn es so wäre, aber es entspricht nicht der Realität.

  • erna mayer sagt:

    Als und mein Mann eine Krise hatten, wir sind seit Sechsjahren zusammen. Ich in zweiter Ehe für meinen Mann die erste.
    Dann mache ich mir innerlich eine Liste wo drauf steht was mich stört und eine Liste was ich an ihm Liebe.
    Und ich komme immer wieder zum Schluss, dass die negative liste mickrig ist und die positive Liste unheimlich lang…
    Man gibt heute zutage viel zu schnell auf.
    Am Anfang trägt man noch die Rosarote Brille und findet alles Toll und erst mit der Zeit zeigt sich was wirklich hinter jeder Person steckt. Und erst dann beginnt die Arbeit.
    Und erst dann beginnt die Beziehubg

  • Hanspeter Niederer sagt:

    Leider sehr unschön die wertende Gegenüberstellung des Paares Melanie Winiger/Stress und Florian Ast/Francine Jordi durch Michèle Binswanger. Meine Meinung zum Thema Liebe zwischen erotisch aufeinander bezogenen Menschen: jemanden zu finden, den man so lieben kann, wie es für einen selbst nötig ist, ist ein Geschenk, das man sich nicht verdienen oder erarbeiten kann.

  • Ruedi sagt:

    Liebe ist nicht das was man erwartet zu bekommen, sondern das was man bereit ist zu geben. Sagt: Katharine Hepburn

    • Ruedi sagt:

      Der Charakter einer Frau zeigt sich nicht, wo die Liebe beginnt, sondern wo sie endet. Sagt: Rosa Luxemburg

      • Ruedi sagt:

        Wenn man Liebe nicht bedingungslos geben und nehmen kann, ist es keine Liebe, sondern ein Handel. Sagt: Emma Goldman

        Richtig verheiratet ist der Mann erst dann, wenn er jedes Wort versteht, das seine Frau nicht gesagt hat. Sagt: Alfred Hitchcock

      • Ruedi sagt:

        Die meisten Frauen setzen alles daran, einen Mann zu ändern, und wenn sie ihn dann geändert haben, mögen sie ihn nicht mehr. Sagt: Marlene Dietrich

  • Marcel Zufferey sagt:

    Da kommt mir beim Thema Treue ein französisches Sprichwort in den Sinn: Lieber eine nützliche Lüge als eine unnütze Wahrheit.

  • Ruedi sagt:

    Liebe und Hass stehen einander sehr nahe, manchmal hasst man das was man eigentlich liebt. Mit Liebe darf man grosszügig sein weil die Liebe Baut auf. Hass Zerstört und bedarf der Selbstkontrolle. Die Vater zum Kind Liebe ist bis jetzt die stärkste Liebe die ich Erfahren konnte. Und bevor ich Kinder hatte wusste ich gar nicht und konnte mir auch nicht vorstellen das die Eltern Liebe zum Kind so stark und einzigartig ist. Auch wenn ich das als Kind ja auch bekommen habe nur an die ersten paar Jahre meines Lebens kann ich mich beim besten Willen nicht erinnern.

  • Eni sagt:

    Meine Schwester und ihr Mann sind seit 1986 zusammen und seit 1993 verheiratet und halten sich noch immer die ganze Nacht fest.

    DAS ist LIEBE.

    • A.Tschannen sagt:

      Mein Mann und ich kennen uns seit 1986, sind seit 1989 zusammen und seit 1993 verheiratet und es funkt immer noch zwischen uns…1993 muss ein gutes Jahr zum heiraten gewesen sein…:-)

  • Ruedi sagt:

    Liebe ist alles, ohne Liebe ist alles nichts! Wenn man von den Kindern was will und schimpft mit Ihnen machen Sie es gar nicht oder nur Wiederwillig. Wenn man von den Kindern mit Liebe und Freundlichkeit etwas verlangt machen Sie es ohne Druck auszuüben sogar gerne.

    ,,Wer Wind Säät wird Sturm Ernten,, – Wer Liebe und Verständnis aussendet wird auch Liebe und Verständnis empfangen.

    Liebe ist ein geben und nehmen – das funktioniert solange es im Gleichgewicht ist.

  • Rudolf Mühlemann sagt:

    „Ewigi Liebi?“ Wenn ich richtig informiert bin, gibt es ein Musical mit diesem Titel. Es ist wie immer mit aufgeblähten Gefühlen: Kitsch in seiner reinsten Form, fernab der Wirlichkeit, aber gut zu vermarkten. Die ewige Liebe ist im Kitsch-Kontext kein Projekt, sondern eien Chimäre. Sex ist nicht Liebe und umgekehrt ebenfalls nicht. Was ist es dann? Diese Frage ist verdammt schwer zu beantworten. Klar ist, dass wirkliche Liebe sehr tief geht. Bis in den Kern der Seele. (Ich schreibe das höchst ungern, aber ist ist so.) Das ist wirklich keine Gefühlsduselei, sondern der Kern des Geheimnisses.

    • Muttis Liebling sagt:

      Alle Begriffe, welche es vor der Erfindung des rationalen Denkens vor ca. 3000 Jahren schon umgangssprachlich gegeben hat,, kann man nicht rational erklären. Ausser Liebe betrifft das auch Gesundheit oder Gerechtigkeit. Man muss das auch nicht, weil eigentlich jeder weiss, was gemeint ist und jeder Erklärungsversuch nur Gräben aufreisst.
      Nur mit Ehe hat das nichts zu tun. Die rationale Beziehung Ehe allein auf die irrationale Liebe zu gründen, ist ein Fehler und produziert die aktuellen Scheidungsraten. Ich hänge ein Gedicht an, dass ich vor ca. 10 Jahren aus gegebenen Anlass geschrieben habe.

    • Megapearl sagt:

      Ich definiere Liebe als einen Entscheid des freien Willens, dass man zum anderen gehören will. Die Gefühle und der Sex sind dann das Desert, die Dekoration zum Lebenswerk der Beziehung.

  • fufi sagt:

    Ueber all dies aber zieht die Liebe an; sie fügt alles zur Vollkommenheit zusammen.
    Kol 3, 14.

    Unser Hochzeitsspruch.
    Wir leben seit 30 Jahren zusammen.
    Seit 28 verheiratet. Kinderlos.

    Religiöses Gesabber?
    Wenn wer das SO lesen will: bitte sehr!

    • xyxyxy sagt:

      Lassen sie nur Fufi – man kann auch in verpönten Schriften viel gutes finden. Die Spötter sind meist die, welche von nichts eine Ahnung haben.
      Für mich hat Liebe sehr viel mit Treue zu tun. Damit meine ich jetzt nicht in erster Linie die sexuelle Treue, sondern die Treue zu dieser Person. Ich stehe zu dieser Person, ob sie nun gerade liebenswert ist oder nicht. Ich helfe ihr, ich kämpfe mit ihr, wenn nötig um sie nicht zu verlieren etc. etc. – aber ich bleibe ihr treu. Wenn das mit Kindern möglich ist, warum sollte es mit einem Partner nicht möglich sein?

  • heidi reiff sagt:

    Ich habe ein uneheliches Kind geboren mein Sohn war bei meiner Hochzeit dabei, ich habe in weiss geheiratet, mein Sohn war damals 4 und war dabei. Ich finde, den Kindern zuliebe zusammenzubleiben, wenn nur noch die Fetzen fliegen, darunter leiden die Kinder, die Kinder werden hin- und hergerissen. Ich habe mir meine Eltern nicht ausgesucht, früheres Leben, späteres Leben, Esoterikquatsch hoch 10. Vom Wunsch her möchte ich uralt werden. Der Segen in der RKK ist keine Garantie, (ewige Treue in guten und in schlechten Zeiten bis dass der Tod euch scheidet), die Realität sieht anders aus….

    • Ruedi sagt:

      In jeder Beziehung fliegen manchmal die Fetzen ist nicht immer Sonnenschein. Denn Kindern zuliebe sollte man sich einen Lebenspartner aussuchen denn man nicht verlassen muss. Werden die Kinder gefragt wenn der Partner verlassen wird oder dürfen Die dann auswählen wenn Sie verlassen müssen? Wenn Eltern Ihre Streitigkeiten im Interesse der Kinder (Familie) nicht lösen können dann haben die Eltern versagt bei Ihrer Lebensplanung falscher Partner und dann noch Kinder in die Welt setzen?

  • Ruedi sagt:

    „Wie hält man eine Ehe zusammen?“ – ,,Mit Zwei-Komponenten Kontakt-Kleber!“

  • Hans sagt:

    Wie hält man eine Ehe zusammen? Das müsste man die immer kleinere Zahl von Eheleuten fragen welche es schaffen eine Goldene- oder sogar eine Diamantene Hochzeit zu feiern und nicht ein paar Grünschnäbel die noch keine Klippe umschifft haben.

  • Obelix sagt:

    Danke für den Text. Bezeichnend, dass so wenig Kommentare abgegeben wurden. Ob das DAS neue Qualitätsmerkmal des MB wird?

  • Andi sagt:

    Sehr guter Text, Frau Binswanger. Dem ist nichts hinzuzufügen.

  • Stephan sagt:

    Da gibts doch noch das super Schweizer Promi-Paar: Paola und Kurt Felix. Das Traumpaar schlechthin.
    Jeder dreht warscheinlich jetzt die Augen und trotzdem möchte ich eine solche Beziehung geniessen wie die beiden.
    Kein öffentliches Paar lebt die Liebe nach ca 30 Jahren Ehe noch sointensiv.
    Hut ab vor Paola und Kurt, meinen persönlichen Vorbildern

  • Rinaldo sagt:

    Heirate auf jeden Fall! Wenn du eine gute Frau bekommst, wirst du glücklich. Wenn du eine schlechte Frau bekommst, wirst du Philosoph.
    -Sokrates

    • marie sagt:

      oh je, oh je! seine frau war xanthippe 😀 und bekannt, dass sie äusserst klug war – ähm, heisst das jetzt dass diese kluge frau eine schlechte frau war? wir werden’s wohl nie erfahren. 😉

      • mira sagt:

        Nein, eher dass Sokrates falsche Erwartungen an die Ehe hatte…

      • marie sagt:

        oh! genau. erfahrungsgemäss scheitern beziehungen/ehen hauptsächlich an überrissene erwartungen.
        …übrigens, xanthippe war schwer in ordnung, auch wenn ich sie nicht kannte.

  • Basler sagt:

    Das Gegenteil von Liebe ist Angst. Je weniger Angst sich breit macht, desto mehr Liebe hat Platz. Je mehr Liebe da ist, desto mehr Liebe kann ich bedingungslos geben… Egal wem, denn es ist sowieso alles alles! Wenn sich der rechte Arm in den Linken hackt, tut es weh und umgekehrt auch. Es lebe die Liebe und nicht die Angst vor dem Anderen….

  • Marcel Zufferey sagt:

    Einer der besten Artikel, der je im Mamablog erschienen ist = 29 Kommentare um 12.12 Uhr.

    Entweder man hat das Glück, den oder die richtige PartnerIn gefunden zu haben, oder man hat es nicht. Da gibt es kein Geheimnis, das ist einfach so.

    • Brunhild Steiner sagt:

      So einfach wirds dann wohl auch wieder nicht sein-
      der richtigste Partner wird sich irgendwann verabschieden wenn ich mich (natürlich erst nach der verbindlichen Vertragsunterzeichnung…) uneinsichtig in Kombination mit abschätzig/eigensüchtig und das langfristig angelegt benehme…

    • Marcel Zufferey sagt:

      Momol, Brunhilde: Genau so einfach ist es! Und das mit dem finanziellen Kalkül trifft wohl nicht so häufig zu, wie Mann allgemein annehmen muss: So viele Heiratsschwindlerinnen gibt’s hoffentlich nicht!

      Glück lässt sich nicht fassen: Entweder man hat es oder man hat es nicht.

      • Brunhild Steiner sagt:

        Marcel, bei diesem Konzept fehlt mir ein bisschen die Selbstverantwortung,
        unter „Glück“ verstehe ich etwas das mir wirklich vom Himmel quasi runterschneit,
        weder musste noch werde ich irgendwelche Anstrengungen unternehmen müssen damit das Geschneite nicht schmilzt, und das wirst Du auf Partnerschaft bezogen kaum unterschreiben, oder? Hast Du in diesen Zusammenhängen nicht auch schon geschrieben, dass es ab und zu auch mit fehlendem Einsatzwillen zu tun hat und dem Anspruch alles auf dem Silbertablett serviert zu bekommen (in der Partnerschaft)?

      • A.Tschannen sagt:

        Wenn mann Glück hat die richtige Person für einen zu finden, dann ist mann nur zu froh den Einsatz zu tun um die Beziehung zu erhalten.

      • Marcel Zufferey sagt:

        Natürlich müssen beide Partner immer und immer wieder an sich selber und aneinander arbeiten, Brunhilde. Dieser Teil fällt selbstverständlich nicht vom Himmel. Das andere- nämlich das Finden des richtigen Partners- ist eine glückliche Fügung des Schicksals. Der oder die Richtige muss nicht einmal perfekt sein: Wer ein genaues Abbild seiner Träume erwartet, wird lange suchen müssen. Und wer gleich von Anfang an das leidlose Glück sucht und glaubt, eine Beziehung ersetze ihm sozusagen sämtliche Defizite im Leben und lasse ihn für ewig auf Wolke sieben schweben, ebenso.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Marcel: so ausgedeutscht lässt es mich schon viel besser mit 12:12 leben 🙂 gute Nacht!

      • Katharina sagt:

        Brunhild ist dermassen ein concern troll.

  • plop sagt:

    Eigentlich kommts ja nicht so drauf an ob Promi oder nicht, das sind ja auch nur Menschen, sagt man – nur dass man es von den Promis halt weiss, wenn sie Probleme haben (die Trennung von Melanie und Stress hab ich nicht mal mitgekriegt, welch ein SCHOCK!). Mir persönlich geben solche Beiträge einen guten Anstoss, das eigene Verhalten in der Beziehung zu bedenken und mir weiterhin Mühe geben, aufmerksam bleiben.

  • mira sagt:

    Mir sagen Promi-Paare nichts. Mich interessiert weder deren Beziehung, noch die Beeindigung deren Beziehung. Viel spannender wäre ein Beispiel „aus dem Volk“: Ein Paar, welches mit den gleichen Problemen zu kämpfen hat wie wir. Da könnte man persönlich viel mehr mitnehmen. Vielleicht kommt das ja noch in einem Folgeartikel.

  • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

    schätze die frage wurde wieder mal beantwortet: für eine funktionierende ehe braucht es freundschaft und nicht liebe.

    • plop sagt:

      Hast nicht unrecht, habe aber das Gefühl, dass es doch noch etwas mehr braucht, ein kleiner Zwick, wenn man den Partner anschaut (nicht immer, klar) oder sonst irgendwas, was den Partner über die Freunde hebt. Sonst ists chli fad, meinst nicht?

      • marie sagt:

        vllt heisst dieser kick die gelebte sehnsucht nach urvertrauen? für mich ein schöner gedanke.

      • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

        ich denke, dass am anfang einer beziehung etwas wie verliebtheit oder sowas steht, aber wenn eine beziehung lange dauern soll, dann gehts nicht ohne freundschaft. so gesehen ist die freundschaft, die man seinen freunden gegenüber zeigt, auch eine art von liebe. ist vielleicht sowieso dasselbe. freundschaft/liebe. wohlgemerkt, ich sage das als einer, der noch nie eine wirklich lange beziehung hatte. also sollte man vielleicht nicht allzuviel drauf geben 🙂

      • marie sagt:

        so ist es. aber plop hat schon recht. ein bisserl mehr als freundschaft ist schon da in einer liebesbeziehung… ich empfehle ihnen die kunst des liebens von erich fromm, wenn sie es noch nicht kennen. es ist immer wieder äusserst lesenswert.
        und lange beziehungen sind etwas schönes. freuen sie sich darauf! 🙂

    • plop sagt:

      marie, das sprichst du gut aus… sowas könnte es wirklich sein…. und das wär schön!

  • Philipp Sury sagt:

    Sportredaktoren resp. Journalisten generell einen beschränkten Horizont vorzuwerfen, lässt sich vermutlich so nicht halten. Als viel zutreffender halte ich meine Vermutung, dass Journalisten zwar sehr offene Horizonte haben, aber die beschränkten Horizonte bei der Leserschaft glauben. Wenn intelligente Menschen ein dummes Produkt für intelligente Menschen machen, ist schlussendlich niemandem gedient. In dieser Hinsicht ist dieser Artikel eine Wohltat, herzlichen Dank.

  • Auguste sagt:

    hmm…, wir kerle sind da vielleicht etwas kopflastiger…

    youtube: george strait – i hate everything

    …aber am ende…

  • Auguste sagt:

    hmm…, das thema schreit ja geradezu nach ein bisschen hillbilly-wisdom…

    youtube: reba mcentire – i keep on lovin‘ you

    …schmalzig but schön.

    • Brunhild Steiner sagt:

      naja, solangs nicht aus dem Bildschirm tropft…;-)
      die Musicalszene aus dem Film Enchanted, That’s How You Know oder auch How Does She Know (Full Clip)
      kann ebenfalls beschwingende Wirkung auslösen- und ganz erstaunlich wozu sich Vorhangstoff verwenden lässt

  • Brunhild Steiner sagt:

    Endlich wieder mal was für den Alltag 🙂 „«Er war unterstützend, so weit er kann. Ich wünschte, er würde mich einmal zu einem Meeting begleiten, aber ihm ist das fremd. Ich meine das aber nicht gegen ihn, er war immer an meiner Seite. Er ist wirklich der tollste Kumpel.»“
    Die Fähigkeit und der Wille unerfüllte Wünsche nicht aufs Negativkonto zu verbuchen,
    dem Partner erst das Gütesiegel zu verpassen wenn kein bisschen mehr über/unter meine ihm angelegte Schablone rausklappt/fehlt,
    mit Dissonanzen leben können und meine Zufriedenheit nicht an den Partner abdelegieren-

    • Brunhild Steiner sagt:

      2/ gepaart mit einem eingermassen grundsätzlichen Wohlwollen gegenseitig,
      und schon hat mensch das erste Geheimnis einer erfolgreichen Partnerschaft gelüftet 🙂 Plus die Einsicht dass erfolgreiche Teamarbeit in der Berufswelt ebenfalls nicht einfach so vom Himmel herunterschneit sondern meist gewisse Prinzipien und Gesetzmässigkeiten zu beachten sind, will man denn wirklich so ein unschlagbares Dreamteam werden.
      Allen die aktuell drinstehen ganz viel Erfolg dabei!!!

  • marie sagt:

    weshalb findet man grif/band langweilig? eines der spannensten paare überhaupt.
    aber eines ist irritierend und ungewöhnlich: dass man solche paare eben, als ungewöhnlich erachtet, bloss weil ihre ehe hält. das lässt tief in unser eigenes konsumverhalten blicken. na ja. drücke den beiden witerhin die daumen, dass es anhält.

  • Sportpapi sagt:

    Ich frage mich, welche Relevanz das Liebes- und Beziehungsleben von Stars für unseren gelebten Alltag hat. Mit mir hat das gerade gar nichts zu tun. Ich bin auch weder in der Lage, Probleme zu lösen wie Stars (mit Geld), noch habe ich die von Stars (Sucht). Und das Erfolgsrezept: «Das Geheimnis ist, dass wir beide schon mal gescheitert waren», gilt wohl auch für die Mehrheit der Leute nicht. Im Gegenteil. Nach meinem Wissen trennen sich Leute, die bereits einmal geschieden sind, schneller und häufiger. Welches Rezept gilt also für uns „Normalos“? Gibt es überhaupt eins? Am ehesten Toleranz?

    • Carmen sagt:

      ganz einfach 😉
      Toleranz, Akzeptanz, Offenheit, Ehrlichkeit, Humor, Freiheiten gewähren und nehmen, gegenseitiger Respekt, Zuhören, da sein ..
      es wäre so einfach wenn es nicht so schwierig wäre ….

    • Erich sagt:

      Meines: Lieber viele kleine Probleme, die oft zu lösen sind, als der Himmel voller Geigen und dann die grosse Krise.

    • Muttis Liebling sagt:

      Ich kann allen nur empfehlen, ab und an Grimms Märchen aus Sicht eines Erwachsenen zu lesen. Neben der Stiefmutterfigur ist es das von der Ehe gezeichnete Bild interessant. Praktisch immer kommt erst die Ehe und dann, bei Bedarf, die Liebe. Wenn es zur Ehe keine Alternative gibt, weder Ausstieg noch anderer Partner, ist Liebe die drittbeste Lösung, Ehe zu ertragen, siehe König Drosselbart.
      Chinesische Mädchen heiraten so früh als möglich um das Elternhaus verlassen zu können. Inzwischen haben sie zwar mehr Auswahl (Männerüberschuss), gehen aber dennoch davon aus, das Liebe mit der Zeit kommt

    • Frank Baum sagt:

      Es gibt nicht EIN Rezept, um eine Beziehung zu erhalten – weder fuer Realos noch fuer Promis. Dahingehend gebe ich dem Artikel Recht. Wir haben mit unserem Eherecht aber Rahmenbedingungen geschaffen, die das Scheitern von Ehen maximiert. Deshalb scheinen ja funktionierende Ehen heutzutage die Sensation zu sein.

  • Muttis Liebling sagt:

    Liebe ist weder notwendig noch hinreichend, eine gute Ehe zu führen. Die Vorstellung von der Liebesheirat entstand erst zu Beginn der Gründerzeit mit Verbreitung der Frauenromane. Die Ehe ist ein juristisch- soziales Konstrukt für die Sicherung und Weitergabe von Lebensbedingungen.
    Im Mandarin gibt es 4 Begriffe für Frau, drei davon sind vom Familienstand abgeleitet. Die xiao jie ist ledig oder mit einem Unterschichtenmann verheiratet, beides das niedrigste Sozialniveau. Die taitai ist Mittel-, die fulen Oberschicht. Nur die nuishe, die Dame, ist unabhängig von der Ehe (durch Geld, Macht).

    • Long John Silver sagt:

      Quatsch. Liebe genügt möglicherweise nicht, aber ist das absolut notwendigste in allen Beziehungen. Jawohl, wichtiger als Geld und Sex – ich bin nach wie vor der Meinung, dass wir (zumindest wir Männer) Geld und Sex nachrennen, um zuletzt mehr geliebt zu werden.

    • Long John Silver sagt:

      Ob wir mit mehr Geld und mehr Bettpartnern auch wirklich mehr geliebt werden, sei dann dahingestellt – aber das Ziel ist immer diese verdammte Liebe. Klingt furchtbar buddhistisch, aber wer rein durch Geld und Sex nachhaltiges Glück empfindet, der hat’s ein gutes Stück einfacher.

    • Astrid sagt:

      Natürlich ist Liebe nicht unbedingt notwendig. Aber ich behaupte mal, dass Liebe hilft, wenn die schwierigen Zeiten kommen. Idealerweise wird Liebe dann zu einem Kitt, der etwas zusammenhält, was man vielleicht sonst aufgeben würde. Liebe ist ein grosser Motivator, sie gibt Energie. Und wenn sie, ungeachtet aller Probleme und Alltagssorgen, überlebt, kann sie auch eine Beziehung zum Weiterleben bringen. Man darf sie nur nicht verwechseln mit einem Anspruch an jemand anderen – die Bringschuld hat man selbst.

    • Sportpapi sagt:

      Ich habe schon einmal geschrieben, dass die Frauenromane (und das Entsprechende im Fernsehen) möglicherweise eine weit grössere Wirkung auf das Zusammenleben von Mann und Frau haben als etwa die Pornographie. Ohne das werten zu wollen.

    • Sportpapi sagt:

      Gestern war glaube ich die Mehrheitsmeinung, dass man „die Liebe“ gar nicht präzise definieren kann. Also: wenn man mit jemandem zusammenlebt, sein Leben verbringt, sich aneinander gewöhnt, miteinander das Leben meistert, nicht mehr ohne den anderen sein kann, dann muss es wohl Liebe sein.

      • Anna2 sagt:

        Sportpapi, das fängt ja bei Madame Bovary und Werther an. Wobei Flaubert gesagt haben soll: Madame Bovary, c’est moi.

    • tommaso sagt:

      Qutsch, Romantik gab es schon immer. Nur war es ökonomisch einer kleinen Schicht vorbehalten, diese auch zu leben.

      • blackball sagt:

        Tommaso, wieso soll Romantik nur einer ökonomisch kleinen Schicht vorbehalten sein?

      • Sportpapi sagt:

        Er hat sich auf die Vergangenheit bezogen, und damit wohl nicht unrecht.

      • blackball sagt:

        Wieso hat er nicht unrecht? Ich verstehe immer noch nicht, warum Romantik nur einer ökonomisch kleinen Schicht vorbehalten sein soll.

      • Sportpapi sagt:

        Weil die Mitglieder anderer Schichten ihre Partner zumindest auch nach ökonomischen Gesichtspunkten aussuchen mussten. Oder, mangels Einkommen/Besitz, gar nicht heiraten konnten.

      • blackball sagt:

        Da wage ich jetzt zu widersprechen. Ökonomische Askpekte dürften eher einen untergeordeten Charakter gehabt haben. Mich stört die, aus meiner Sicht falsche, Ansicht, Romantik sei nur einer kleinen, privilegierten Gruppe vorbehalten.

  • Long John Silver sagt:

    Sehr schöner Artikel + Thema, Frau Binswanger. Danke.

  • Katharina sagt:

    Monogamie oder die nicht kritisch hinterfragte Annahme, dass dem so sein soll.

    Ansonsten ist die öffentliche Persona und das reale Privatleben von Celebrities zwei ganz verschiedene Dinge.

    „We balance each other.“

    • Long John Silver sagt:

      Wie recht Sie doch haben, Katharina. Diese, igitt, monogame Beziehung (sofern sie das ist) sollte schon aus Prinzip unverzüglich zerstört werden.

      • Katharina sagt:

        Habe ich von ;igitt‘ gesprochen, oder dass eine monogame Beziehung per se etwas schlechtes sei und nach einer abstrusen Kanonik zu zerstören sei? nein. Da sind Sie ihren eigenen Vorurteilen und ihrer hier von anderen transportierten Wahrnehmung über mich auf den Leim gegangen.

        Es ist ganz einfach so, dass viele wenn nicht die Mehrheit der Beziehungen wegen Untreue auseinander gehen.

        Der Titel des heutigen Artikels ist ja, was eine Ehe zusammenhalte und die Frage der Monogamie und der Umgang damit ist meines Erachtens dabei essentiell.

        Ihr Spruch ist demnach denkbar dümmlich.

    • Cybot sagt:

      Liebe ist, wenn Monogamie Spass macht.

      • Wildkatze sagt:

        Und Ehe ist: Freiheitsberaubung in gegenseitigem Einvernehmen.

      • Brunhild Steiner sagt:

        naja, solange das Einvernehmen gegenseitig ist…
        dann stehen die Chancen auf Erfolg doch gar nicht mal so übel da?

      • Rolf sagt:

        @Wildkatze: Und Ehe ist: Freiheitsberaubung in gegenseitigem Einvernehmen? Dann ist das Single-Sein demnach legalisierte Prostituion! Vielleicht müssen Sie ein paar Entwicklungsstufen absolviert haben, um zu div. Erkenntnissen zu gelangen, was genau im Leben wichtig ist!

      • stimme aus dem off sagt:

        6 kommentator/innen. ratet mal, welche zwei wieder mal negativ schreiben? bingo: das sauertopf-duo katharina & wildkatze.

      • Katharina sagt:

        wo habe ich negativ geschrieben?

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