Wenn Kinder im Internet beleidigt und blossgestellt werden

    Früher konnten sich Mobbingopfer vom Pausenplatz fernhalten und so neuen Attacken ausweichen, im Cyberspace hingegen gibt es heute kein Entkommen mehr.

Früher konnten sich Mobbingopfer vom Pausenplatz fernhalten und so neuen Attacken ausweichen, im Cyberspace hingegen gibt es heute kein Entkommen mehr: Beleidigung aus dem Internet.

Stephan Oetiker, Direktor Pro Juventute.

Stephan Oetiker, Direktor Pro Juventute.

Stephan Oetiker, Sie sagten gegenüber «20Minuten», Cybermobbing habe in den letzten Jahren enorm zugenommen und es sei nur eine Frage der Zeit, bis es deswegen in der Schweiz den ersten Selbstmord geben werde. Das sind heftige Worte.
Ich stehe zu meiner Aussage. Es gab in anderen Ländern schon Selbstmorde nach Cybermobbing und da in der Schweiz fast alle Jugendlichen Mobiltelefone und Internetzugang haben, wird es leider auch bei uns soweit kommen, dessen bin ich mir sicher.

Braucht es so schockierende Prognosen, um die Gesellschaft aufzurütteln?
Ja, denn die Lage ist ernst und die Menschen müssen sich dessen bewusst werden. Man darf Cybermobbing nicht als harmlose Hänselei abtun. Eine US-Studie von 2010 belegt etwa, dass Cybermobbing die Wahrscheinlichkeit eines Suizidversuchs bei Jugendlichen verdoppelt.

Wer Cybermobbing hört, denkt sofort an Facebook. Ist die Social-Media-Plattform die Mobbing-Hochburg des 21. Jahrhunderts?
Facebook ist extrem verbreitet und wird deshalb für Mobbing genutzt. Ebenfalls sehr häufig ist Cybermobbing per Handy: Da werden beleidigende SMS oder Fotos an diverse Kontakte verschickt – solche Nachrichten verbreiten sich sehr schnell.

Was für Bilder sind das?
Manchmal Fotomontagen, oft aber Schnappschüsse, die das Mobbingopfer in einer sehr unvorteilhaften Position zeigen. Heute hat jeder Zwölfjährige ein Handy, meist eins mit Kamera. Da ist es ein Leichtes, im Schüler-WC hochzuklettern, sein Opfer auf der Toilette nebenan zu knipsen und das Bild danach zu verbreiten.

Cybermobbing ist für die Betroffenen viel schwerer zu ertragen als fiese Beschimpfungen und Prügeleien auf dem Schulweg. Liegt das an der Tatsache, dass die ganze (Internet-)Welt es mitbekommt? Oder am ewigen Gedächtnis des Internets, aus dem sich beleidigende Sprüche und peinliche Fotos kaum mehr löschen lassen?
Beides spielt eine Rolle. Früher konnte man sich dem Mobbing entziehen, indem man sich geografisch zurückzog. Das Opfer konnte sich zum Beispiel in der Schule vom Pausenplatz entfernen und hatte so zumindest für eine gewisse Zeit seine Ruhe. Beim Cybermobbing ist das anders, davor gibt es kein Entkommen, ja es hilft oft nicht einmal etwas, wenn man sich selber für eine Weile aus dem Internet fernhält. Und einmal ins Internet hochgeladene Bilder bringt man so gut wie nie mehr aus dem Netz heraus. Besonders perfide ist auch, dass das Ganze trotz aller Öffentlichkeit versteckt geschieht: Wenn ich mich früher geprügelt habe, haben das meine Eltern sofort mitbekommen. Cybermobbing sehen weder die Eltern noch der Nachbar, das geschieht ohne Lärm und blaue Flecken.

Ich kann als Mutter also nur hoffen, dass das Kind mit seinem Problem zu mir kommt.
Ja, respektive ich muss als Vater oder Mutter erste Anzeichen wahrzunehmen versuchen. Ist das Problem Cybermobbing einmal erkannt, muss man es unbedingt ernst nehmen und die Vorkommnisse nicht herunterspielen.

Und was kann man konkret tun, ausser Trost zu spenden? Das Gespräch mit den Eltern des Täters suchen?
Das ist eine Möglichkeit. Je nach Situation und Umfeld empfiehlt sich auch ein Gespräch mit dem Lehrer, denn oft gehen Täter und Opfer in dieselbe Klasse. Und in ganz schlimmen Fällen sollte man sich an die Polizei wenden. Drohungen im Cyberspace sind genauso verboten wie Drohungen per Telefon. Das Internet ist kein rechtsfreier Raum, das müssen wir den jungen Leuten immer wieder sagen.

Nimmt die Polizei einen Jugendlichen wirklich ernst, der wegen eines beleidigenden Fotos auf Facebook auf den Polizeiposten kommt?
Wegen einem einzelnen beleidigenden Foto auf Facebook muss man noch nicht zur Polizei gehen, sondern die Lösung im Gespräch mit den Betroffenen suchen. Wenn aber jemand systematisch fertiggemacht wird, immer wieder Bilder oder bedrohliche Kommentare auftauchen und keine Lösung im Gespräch gefunden werden kann, dann ist der Gang zur Polizei durchaus angesagt. Ich bin mir sicher, dass in solchen Fällen die Polizei das Ganze auch sehr ernst nehmen wird.

Was, wenn das Kind sich den Eltern nicht öffnet? Müsste der Lehrer hellhörig werden, der Täter und Opfer regelmässig um sich hat?
Natürlich sollten auch Lehrpersonen auf entsprechende Signale proaktiv reagieren. Aber das ist nicht immer ganz einfach, denn das hängt sehr vom Kind ab: Manche Kinder wahren das Gesicht zu Hause, andere in der Schule. Zudem spielt es auch eine Rolle, wie vertraut die Lehrperson mit dem Thema ist. Gerade in solchen Fällen ist unsere «Beratung & Hilfe 147» wichtig, denn da bekommen Kinder und Jugendliche rund um die Uhr gratis und anonym professionelle Hilfe und Beratung.

Zum Schulanfang haben Sie eine Kampagne gestartet, um die 147 bekannt zu machen als Beratungsstelle im Bereich Cybermobbing. Das ist offensichtlich nötig. Noch wichtiger wäre aber doch, auf Prävention zu setzen, damit es gar nicht erst zu so vielen Cybermobbing-Fällen kommt.
Da gebe ich Ihnen recht. Darum unterstützen wir mit dem Angebot «Pro Juventute Medienprofis» im Rahmen von Workshops Kinder, Eltern und Lehrpersonen dabei, richtig mit den neuen Medien umzugehen und Gefahrensignale früh zu erkennen. Das Angebot ist als Pilotprojekt gestartet und kostet nach Ablauf der Testphase nun zwischen 1500 und 1800 Franken – je nach Schulstufe und Umfang. Dieser Betrag ist eine Hemmschwelle für eine grosse Verbreitung. Wir sind darum zurzeit in Gesprächen mit diversen Firmen, um dieses Angebot zukünftig kostengünstiger anbieten zu können.

Erste-Hilfe-Tipps bei Cybermobbing

  • Auf Beleidigungen auf Facebook gar nicht erst reagieren. Notfalls den eigenen Account löschen.
  • Bei Beschimpfungen via Handy die Telefonnummer wechseln.
  • Eltern und Lehrer informieren oder sich an die Beratungs-Hotline 147 wenden.
  • Bei Drohungen zur Polizei gehen.

161 Kommentare zu «Wenn Kinder im Internet beleidigt und blossgestellt werden»

  • Wen das Thema interessiert, möchte ich hiermit auf die neue Produktion im Jungen Schauspielhaus Zürich aufmerksam machen. Das Stück „Remember me“ erzählt die Geschichte eines Mädchens, das von einem Jungen solange geplagt wird, bis es zu einem tragischen Unfall kommt, der das Leben der Jugendlichen auf den Kopf stellt. Premiere ist am 20. Oktober 2011 im Schiffbau/Matchbox. http://junges.schauspielhaus.ch/spielplan/premieren/203-remember-me Am 21. Oktober und am 11. November finden ausserdem Publikumsgespräche statt, an denen das Thema mit den Produktionsbeteiligten diskutiert werden kann.

  • Eremit sagt:

    Ein m.E. gutes Interview über Cybermobbing.

    Die Frage die sich dabei aber aufdrängt ist; was für ein Wertesystem haben die Eltern der Kinder welche andere Menschen/Kinder mobben? Tun diese vielleicht selbst auch regelmässig andere Menschen mobben?
    Und woran erkennen Eltern dass ihr Kind ein anderes Kind mobbt?

    • Matthias sagt:

      Kommt draufan. Das Problem ist ja oft auch Mitläufertum. Aus Angst selbst zum Opfer zu werden beteiligen sich ja oft mehr als genug Leute an Mobbing Aktionen. Teilweise sogar Leute die früher selbst gemobbt wurden aus Hoffnung das es ihnen nicht nochmal passiert.
      Die einzigen die es sich leisten Können da nicht mitzumachen sind Leute die bedrohlich genug aussehen / sind oder zu beliebt sind um Opfer zu werden.

  • xyxyxy sagt:

    Wegen Zivilcourage – da haben sie wohl recht, dass die sehr dünn gesät ist. Darum braucht es eben eine Wertetransformation der ganzen Gesellschaft. Denn Zivilcourage braucht es nur dort, wo die Gesellschaft dumpf wegschaut. Ist hingegen eine Schandtat erst einmal geächtet, braucht es keine mutigen Vorkämpfer mehr.

  • Daphne sagt:

    Nicht gelten lassen.

  • Hans Meier sagt:

    Ich bin selbst Opfer von Mobbing/Stalking. Ich stand 2004 Sportlich in der Oeffentlichkeit und habe mit einer uebertriebenen Aussage in einem Forum die Wut von einigen Usern heraufbeschworen. Damals gab es leider noch kein griffiges Stalking Gesetz und ich wurde regelrecht „fertig“ gemacht. Man fing an mich bei Arbeitgeber und Freunden mit fingierten Zeitungsberichten und anderen „Beweisen“ in Misskredit zu bringen. Ich habe mehrere Arbeitsstellen verloren, meine Beziehung brach auseinander. ich hab erst Ruhe seit ich legal meinen Namen geaendert hab und ins Ausland fluechtete.

  • Martin sagt:

    „Die Wahrscheinlichkeit wird verdoppelt“. Was heisst das genau, dass die Wahrscheinlichkeit von 0.01 auf 0.02 % verdoppelt wird?

  • xyxyxy sagt:

    vietcong 2/ Ob nun im Krieg sämtliche zivilisatorisch/moralische Errungenschaften wieder vollständig einbrechen, ist eigentlich nicht von Belang. Wir diskutieren ja über unser Zusammenleben in einem Friedensszenario und da zeigt uns eine nüchterne Betrachtung der Realität ist einiges möglich.

    PS „ich sehe es nicht positiv oder negativ sondern neutral“ ist totaler Quatsch. Wer so redet, denkt: „Die Mitte bin ich“ und das ist inkarnierte Subjektivität.

    • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

      @ xyxyxy
      nein, wir reden davon, ob sich der mensch grundsätzlich ändert. so jedenfalls hab ich das verstanden. und so gesehen, ist es tatsächlich so, dass er sich eben nicht ändert. nicht die letzten viertausend jahre lang zumindest. evtl. über jahrzehntausende, dann lasse ich wieder mit mir reden – aber auch das ist fraglich. noch heute fällt der mensch den religionen anheim, führt kriege, lässt den einen nachbarn verhungern und beutet den anderen aus. wo ist da irgendwo eine veränderung? das einzige was sich ändert ist die technik. der mensch ist so dumm wie ers früher war.

      • und doch geht es den menschen heute im grossen und ganzen besser als früher. Glaube ich und ein paar andere auch. http://bit.ly/nJYI7K Naiv? Kann sein. Aber Glaube versetzt Berge.

      • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

        @ pascal sutter – ah ja? den menschen geht es besser? auch all den drittweltländern? die sich immer mehr verschulden? auch der natur? immer mehr menschen wohnen in städten, sind also mehr stress ausgesetzt? auch dem klima? usw. usw. usw. ps: der artikel den sie gepostet haben ist ja an zynismus nicht mehr zu überbieten. aber durchaus bezeichnend für den selbstbetrug der menschheit. eine einzige frage stelle ich zu dem ganzen zivilisationshype: haben wir undendliche rohstoffe?

    • Brunhild Steiner sagt:

      @vb: was genau verstehst Du denn unter „Änderung“?
      Es ist ja nicht so dass alle aktiv bei diesem Spiel mitmachen, mal abgesehen von den unausweichlichen Dingen kann der Einzelne durchaus viel Gutes, Nicht-ausbeutendes Verhalten an den Tag legen. Selbst in Kriegsgebieten fallen nicht einfach alle Menschen Deinem weiter oben beschriebenen Verhalten anheim, mutieren nicht zu einem „triebgesteuerten Wesen“, sondern setzen sich ein, helfen, und gehen dabei hohe Risiken für sich selber ein.

      • Daphne sagt:

        Mit etwas Böswilligkeit würde man meinen, dass die Vietnamesische Begleiterscheinung so argumentiert, damit sie sich nicht für ihr eigenes triebgesteuertes Wesen entschuldigen oder schämen muss. Ganz genau, Brunhild Steiner: Der Mensch hat die Wahl, nur wollen das die Kulturpessimisten gelten lassen. Es passt ihnen einfach nicht in den Kram, dass es auch eine edle Seite der menschlichen Natur gibt, und diese hält ihnen einen unangenehmen Spiegel vor.

      • Daphne sagt:

        Verrutscht: Nicht gelten lassen.

      • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

        @ brunhild steiner
        auch der hilfe-reflex ist ein triebgesteuertes verhalten. ich sage einzig dass sich der mensch kaum verändert hat. warscheinlich sogar gar nie in seiner entwicklung. nur das äussere und die technik die er benutzt. er ist seit jeher ein gutes und böses wesen in einem. er ist nie über sich hinausgewachsen.

      • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

        @ daphne
        nein, wie ich schon brunhild sagte: dem mensch wohnt das gute wie das böse inne. und ich schäme mich für keines der beiden.

      • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

        @ xyxyxy: ja aber xy, mobbing IST ein gesellschaftliches nogo. und trotzem passiert es immer wieder. bezüglich der veränderung: wie gesagt, ich sprach von der veränderung des menschen an sich und nicht von gesellschaft oder kultur. die sind immer in bewegung von links nach rechts, von repressiv, nach befreit – letztlich also auch gefangen in einer schlingerbewegung und nicht fähig sich fundamental zu verändern. übrigens sollten sie nicht so verblendet sein und meinen im ausland werde einem der geist geöffnet 😉

      • Daphne sagt:

        Eine seltsame Aussage. Man soll sich seiner bösen Wesensanteile nicht schämen? Ja soll man denn auf sie stolz sein? Und wie soll man sie überwinden, wenn sie gleichberechtigt neben den guten stehen? Um Überwindung oder Zügelung geht es aber, ansonsten könnte ein jeder von uns morgen einen Mord begehen, einfach nur, weil ihm gerade danach ist. Oder die Frau des Nachbarn vergewaltigen, oder sein Kind. Nein, mit dieser Beliebigkeitshaltung hinsichtlich des Guten und des Bösen, die Sie wahrscheinlich für sehr fortschrittlich halten, kommen Sie bei mir nicht durch.

      • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

        @ daphne: sie verstehen nicht was ich meine oder, noch wahrscheinlicher, sie wollen es nicht verstehen. es gibt nicht nur schwarzweiss. es gibt nicht böse seite gut finden oder böse seite schlecht finden. es gibt auch: böse seite akzeptieren. böse seite als wichtig empfinden, weil ohne sie gute seite nicht existent. kapiert?

      • Daphne sagt:

        Wie ich schon sagte: Sie müssen sich unheimlich fortschrittlich vorkommen. Es geht nicht um den Umstand, dass das Böse eine gegebene Tatsache der menschlichen Natur ist, sondern wie wir uns dazu verhalten. Ich werde nie akzeptieren, dass Menschen zu Schaden kommen müssen, nur damit auch das Gute im Menschen sich zeigen kann.

      • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

        @ daphne. ich komme mir wahnsinnig fortschrittlich vor wenn ich ihnen ein simples gesetz der physik erklären will, gott… also: schwarz gibt es nur, weil es weiss gibt. ansonsten könnten sie schwarz gar nicht definieren – nicht mal wahrnehmen. alles wird definiert, durch a) eigene eigenschaften b) in abgrenzung zu allem anderem. also: wenn es nichts böses gäbe, dann gäbe es auch nichts gutes. dann würde nur graue gleichheit herrschen. sie sind auch nur gesund, weil sie nicht krank sind. dementsprechend: gutes gibts nur solange das böse existiert. verständlich jetzt?

      • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

        des weiteren heisst das nicht, dass sie nicht gutes tun können, ohne das vorher schlechtes geschieht. aber um das gute als gutes wahrnehmen zu können, brauchen sie das schlechte.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @vietnamesische begleiterscheinung:
        „auch der hilfe-reflex ist ein triebgesteuertes verhalten.“
        Wenn ich nun also das Böse in mir mit Gutem überwinde, mich zwischen den beiden Optionen für das Gute (oder wie auch immer zu nennen) entscheide, dann soll das ein triebgesteuerter Reflex sein?

        Von welchem Trieb genau sprichst Du da, an was machst Du ihn fest?
        Mir fehlt hier die Dimension des Bewusstseins, des Willens.
        Ein persönlicher Wille, der sich eben auch ganz bewusst gegen einen Triebgelust entscheiden kann!
        Aufgrund verschiedenster Motivationen, von drohenden Sanktionen bis zum Edelmut.

      • Daphne sagt:

        VB, ich bin kein Kleinkind, ich habe Sie schon beim ersten Mal verstanden. Es ist ihr nonchalantes „Ich schäme mich nicht für die böse Seite meiner Natur“, die mir nicht einleuchten will, nicht die Tatsache, das es eine böse Seite in uns gibt. Ich glaube, Sie verstehen mich nicht: Ich spreche von der sehr konkreten Erfahrung des Bösen, nicht von einer hypothetischen Reflexion darüber. Und ich sage Ihnen, wenn Ihnen ein geliebter Mensch durch die Hand eines Mörders entrissen wird, wird Ihnen die hypothetische Erkenntnis, dass es halt das Böse in diesem Menschen gibt, janu, nicht helfen.

      • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

        @ brunhild steiner: also natürlich kann man sein hirn einschalten und bewusst irgendetwas entscheiden, aber letztlich ist jede dieser bewussten entscheidungen gegründet auf erfahrungen von früher und auch in abwägung zu dem was kommen wird, also durch mannigfaltige vorbehalte beeinflusst. ob da noch von freier entscheidung gesprochen werden kann ist höchst fraglich. und somit sind überlebenstrieb, sexualität, nahrungsaufnahme usw. wieder sehr bestimmend für alle entscheidungen. einfach weil dieses abwägen zu komplex würde, um sämtliche daraus resultierenden resultate rational abzuschätzen.

      • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

        @ daphne: sie haben begonnen mit „Ja soll man denn auf sie stolz sein?“. ich sagte nie was von ‚ich sei stolz‘. ich sagte bloss, ich schäme mich nicht für das böse in mir, sondern ich akzeptiere es. versuche es zu verstehen. denn erst dann kann ich es kontrollieren. ist natürlich auch nur hypothetisch. ich schätze wenn ich jemanden verliere, dann würde mein inneres böses ziemlich leicht die oberhand gewinnen (das geht dann wieder in die diskussion mit xyxyxy und brunhilde steiner rein – wo ich eben behaupte der mensch ändert sich nicht).

      • Brunhild Steiner sagt:

        @vietnamesische begleiterscheinung: aber wie lässt sich dann Selbstlosigkeit, Opferbereitschaft, Demut, Barmherzigkeit, uneigennützige Hilfsbereitschaft und Engagement erklären?
        Die Bereitschaft unter widrigen Umständen auszuharren, im Extremfall bis zum Tod?
        Diese Menschen gibt es, und sie entscheiden sich ganz bewusst gegen ein Verharren in der Komfortzone
        wo sich ihr Verhalten „dann schon irgendwie positiv auszahlen würde und sich somit lohnt“.

      • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

        @ brunhild steiner: „Selbstlosigkeit, Opferbereitschaft, Demut, Barmherzigkeit, uneigennützige Hilfsbereitschaft und Engagement“ erkläre ich mit dem umstand, dass sie eben nicht so uneigennützig sind wie sie scheinen. wenn ich jemandem helfe dann erlebe ich ja ein positives gefühl dabei. und der mensch erlebt gerne etwas positives. böse gesagt ist jemand der hilft auch nur ein egoist 😉

      • Brunhild Steiner sagt:

        aber ob dieses positive Gefühl von „etwas Gutes tun“ wirklich ausreicht um tiefgreifende Einschränkungen, und damit meine ich wirklich „tief“, in Gebieten mit miserabler Infrastruktur, Gesundheitsversorgung etc, in Kauf zu nehmen?
        Bis hin zum Risiko erschossen zu werden?
        Der „natürliche Trieb“ würde doch alles daran setzen aus solchen Situationen herauszukommen,
        und nicht noch freiwillig hinzugehen.

    • xyxyxy sagt:

      vietcong / nein es ging um die Gesellschaftliche Veränderung, nicht um die des Menschen an sich.
      Davon ging die Diskussion aus. Das wir als Gesellschaft Mobbing ächten müssen. Wenn Mobbin ein gesellschaftliches NOGO wird, manövriert sich der Mobber selbst ins Abseits. Gerade wie sich heute niemand mehr Lorbeeren verdient wenn er einen Behinderten quält (früher war das nicht so). Wir können als Gesellschaft definieren, was wir akzeptieren und was nicht und das hat eine sehr grosse Macht.

      • xyxyxy sagt:

        vietcong – was ich noch sagen wollte: offenbar haben sie, bis auf einige ausgedehnte Urlaubsreisen ihr Leben in der Schweiz verbracht.
        Hätten sie wie ich ein knappes Jahrzehnt in einem Land gewohnt, das nicht so fortschrittlich ist wie das unsere, dann wüssten sie den Wert von Kultur und gesellschaftlichen Werten auch zu schätzen. Dann wüssten sie, dass eben nicht alles gleich ist und dass viele geistesbewegungen unterschiedlichster Art, Völker positiv, von innen heraus verändern können. Bloss weil es immer noch schlechtes gibt, ist das nicht der Beweis das sich NICHTS verändert.

      • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

        meine antwort ist etwas verrutscht. gleich oberhalb zu finden.

      • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

        hier nochmal meine antwort:
        ja aber xy, mobbing IST ein gesellschaftliches nogo. und trotzem passiert es immer wieder. bezüglich der veränderung: wie gesagt, ich sprach von der veränderung des menschen an sich und nicht von gesellschaft oder kultur. die sind immer in bewegung von links nach rechts, von repressiv, nach befreit – letztlich also auch gefangen in einer schlingerbewegung und nicht fähig sich fundamental zu verändern. übrigens sollten sie nicht so verblendet sein und meinen im ausland werde einem der geist geöffnet

      • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

        unten käme noch ein smiley hin, damit es nicht so böse wirkt 😉

      • xyxyxy sagt:

        wer einen Dialog führt ist meistens nicht wirklich böse – ich weiss halt nicht wie man den smiley macht, sonst würde der hier stehen
        bezüglich Gesellschaft haben wir ja jetzt einiges erklärt

        was das Ausland betrifft, war das schon ein Augenöffner zum tieferen verständnis wie Kultur und Gesellschaft prägend sind auf Denken und Handeln – und dass ich vieles viel positiver sehe (was die CH betrifft) – vor meiner langen Absenz, habe ich viel mehr so wie sie gedacht. Allerdings, das gebe ich zu, fehlt mir noch die absolut definitive Erleuchtung

      • xyxyxy sagt:

        Jetzt hab ich noch vergessen, auf dein Argument zu antworten: Das NOGO ist halt noch nicht stark genug. Gerade in der Jugend gibt es noch einigen Aufholbedarf. Hier sind alle Eltern und Erziehenden gefordert, möglichst in eine andere Richtung zu beeinflussen. (100% wird nie erreicht, aber man kann einem Trend entgegenwirken oder ihn begünstigen)

      • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

        @xyxyxy: ja ich glaube dir schon, dass das ausland ein augenöffner war für die positiven seiten unserer kultur. jedoch habe ich immer von was anderem gesprochen. aber das missverständnis ist ja nun geklärt. ich kenne eben auch leute die nie lange weg waren und einen offeneren geist haben als andere die weitgereist sind und dennoch stockkonservativ sind. ps: den smiley machs du mit einem doppelpunkt vor einer geschlossenen klammer also : und dann ) oder auch : und dann D oder : und P

  • xyxyxy sagt:

    vietcong – wegen Gesellschaftlicher Veränderung – schade, dss du mir nicht richtig zugehört hast, denn du nennst argumente, welche ich schon vorweggenommen habe (Mensch bleibt Mensch und Zivililsation auf dünnem Eis). Zudem sagte ich nicht dass Kindersklaverei und FRauenverprügeln weltweit abegnommen haben, sondern in der Schweiz. D.h. in einer ganz bestimmten Gesellschaft, welche z.B. diese Machtmissbräuche gesellschaftlich geächtet haben. Das beweist, dass gesellschaftlicher Fortschritt möglich ist.

    • Daphne sagt:

      @xyxyxy: :eider vergessen Sie zu erwähnen, dass wir ach so gesellschaftlich fortgeschrittenen, zivilisierten Wesen keinesfalls auf unser geliebtes iPhone verzichten möchten, das unter prekären, um nicht zu sagen sklavenähnlichen, Bedingungen in asiatischen Fabriken hergestellt wird. Soviel zur Ächtung von Machtmissbräuchen.

      • Zur Rettung unserer Gesellschaft möchte ich noch beisteuern dass wir heute auch die Möglichkeit haben, solche Missstände zu ahnden. Als Konsument wird man zwar verarscht, aber als wacher Konsument kann man mindestens kleine Veränderungen erreichen. Das mag Naiv tönen, aber es ist leider in der globalisierten Welt alles was uns bleibt.

      • Brunhild Steiner sagt:

        drum hab ich ja kein iPhone und auch keinerlei Absichten mir eines zu erstehen,
        auch sonst bewegt sich unser Elektrokleingerätedurchlauf in eher bescheidenem Rahmen

      • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

        @ pascal sutter: sorry aber naiver gehts nicht mehr! unsere gesamte gesellschaft ist auf der totalen ausbeutung sämtlicher unserer und sogar fremder ressourcen aufgebaut. es nützt nichts, wenn du einfach kein iphone kaufst. du müsstest als selbstversorger im wald leben, wo man dich nach zwei tagen wieder verjagen würde. sobald du ein teil dieser gesellschaft bist, bist du mitverantwortlich. das ist das, was all die vegetarier und esotheriker nie begriffen haben. nicht das du so einer wärst.

      • wie schon gesagt. die alternative dazu kann ja nicht sein, dass ich dasitze und etwas von „man kann ja eh nichts machen“ murmle. klar ist das was ich mache im grossen und ganzen ein mäusefurz und dient vielleicht auch dazu dass ich mein gewissen beruhige. vielleicht bin ich einer dieser naiven gutmenschen die an jeder vernissage herumlungern. aber dennoch… was wäre dann der sinn, teil einer gemeinschaft zu sein? welche werte vertrete ich dann, wenn ich nichts tue? will ich ein nihilist sein?

      • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

        @ pascal sutter: sorry aber es ist nicht mal ein mäusefurz. es ist gar nichts. es ändert überhaupt nichts. als teil dieser gesellschaft bist du mitverantwortlich zu machen für alles was diese gesellschaft tut. und das ist ressourcenverbraucht, ressourchenverbrauch, ressourcenverbrauch. alleine die verpackung eines ‚gesunden‘ müslis im migros ist schon ein wahnsinn für sich. du kannst dich dem nicht entziehen. keine chance. kein smartphone zu kaufen ändern: nichts. zu glauben man rette dadurch die welt ist tatsächlich bloss gewissensberuhigung.

      • @vc – du bist ein meister der totschlagargumente. würde mich interessieren wie du denn als mensch im grossen ganzen leben würdest.

      • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

        @ pascal sutter: ‚wie ich als mensch leben würde‘? ich bin also kein mensch? 🙂 also keine ahnung wie ich als mensch leben würde. möglicherweise genauso wie ich jetzt schon als mensch lebe. gleich wie du oder andere. nur mit dem unterschied, dass ich nicht das gefühl habe die welt noch retten zu können. ich bin eher auf der seite: die menschheit braucht wieder mal einen grossen knall, damit sie sich für die folgenden 100 jahre wieder etwas beruhigen kann.

  • heidi reiff sagt:

    Da gibts z.B. auch Babyphones, wenn ein Kind schreit, das alleine in einem Kinderzimmer schläft gibts ein Signal, da kann jemand nachsehen, eine SOS Nr. 143 für Kinder. Kinder brauchen einfach Aufklärung und keine Indoktrinationen was Religion betrifft, gleich aus welcher Ecke die kommt, ist einfach meine persönliche Meinung. Krieg ist schrecklich, wir sind ja informiert durch Medien über das Geschehen in anderen Ländern, ich schätze das kleine Land CH, Millitär und Fremdenlegion, brrrrrrrrr. Pyramiden, der Turm zu Babel brrrrrrrrrrrrrrrr. Der Compi schiesst ja nicht bietet ein eine Plattform

  • alien sagt:

    Nicole, simpel ist sexy. Gilt auch für Rodolfo.

  • heidi reiff sagt:

    @ xyxyxy und alle dies interessiert.

    Ich mag mich noch errinnern als Kind, wir waren einfach eine Rasselbande im Schützenmattquartier Basel, Buben und Mädchen. Ein Mädchen hat geschielt, wir haben es immer deshalb ausgelacht, Mireli, Mireli, hä, hä, hä, echt gemein, sehe ich heute auch so. Die moderne Technik hat auch viele Vorteile. Ein Handy z.B. wenn ein Kind alleine reist um bei Gefahr einen AnsprechspartnerIn zu kontaktieren. Wir wissen ja, dass es eine 100 %tige Sicherheit nicht gibt. Kinder sind keine Dubeli. Früher wurden ja so Kinder gelockt mit Schokolade, Kind braucht Schutz.

  • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

    aber nochmals: überall gibt es altersbeschränkungen. nur auf dem internet, wo all die dinge frei zugänglich sind, bei denen man anderswo aufgrund von alterbeschränkungen keinen zugang erhält, gibt es keine altersbeschränkung. ich finde tatsächlich es wäre gut, wenn man erst ab 16 auf das internet kommt, vorher braucht man es nicht. im gegenteil.

    • man kann den kindern nicht alles verbieten, denn sie finden ihre wege an die guetslibüchste heranzukommen. das wear bei mir und den samstagmorgentrickfilmen auch so. der umgang mit so neumodischem zeugs müssen auch die eltern haben, sonst könenn sie nicht wirklich weiterhelfen. weder bei den chancen noch den risiken.

      der vorschlag, alle Ablenkung zu kappen ist löblich aber leider nicht durchführbar.

    • Robert sagt:

      Ja, man könnte die Kinder auch zu Hause einsperren, bis sie 16 sind. Bücher verbrennen, TV entsorgen. Braucht man eigentlich alles nicht. Die Eltern können ja entscheiden, was sie in jeder Sekunde tun und lassen sollen, die wissen das ja eh viel besser.

      Sie werden dankbar sein, wenn sie einen jeweils im Altersheim besuchen kommen.

      • Im Altersheim kommt einem niemand besuchen, höchstens zum Geburtstag und an Weihnachten… *seufz*

      • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

        ähm hallo? es gibt wohl gründe warum man 9 jährigen noch keine pornohefte verkauft. auf dem internet sind sie jedoch frei zugänglich und zwar in allen varianten die man sich ausdenken kann. auch mit zb. tieren. da stimmt doch was nicht oder? ebensoleicht kommt jedes kind an bilder von verstümmelten kriegsopfern, die man – warum denn bloss – in der tageschschau nie sieht. des weiteren können sämtliche splatter- und gewaltfilme gedownloadet werden – oh wunder – in keiner videothek bekämen kinder diese. internet und jugendschutz ist ein märchen, das es nicht gibt.

      • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

        also, da wir das internet nicht kontrollieren können, müssen wir die kinder kontrollieren. das geht aber nicht, wenn sie ein smartphone in der tasche oder ein laptop im kinderzimmer haben. vom umweltschutz gar nicht erst anzufangen – gabs früher ein festnetztelefon und ein computer in einer familie, sind es heute zwei pc’s, ein imac, zwei laptops und vier natels. daneben werden unsere kinder immer dicker und haben ADS. aber neeeeiiin gott bewahre unsere kinder die haben doch genug bewegung und kontakt mit der natur!

      • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

        also mein kind, werde ich denn mal eins haben, wird statt einen facbook account eine jahreskarte fürs schwimmbad und statt ein handy ein velo haben. und es wird euren kindern meilen voraus sein und mit 18 besser mit computer umgehen können als eure. meins ist besser als eures. ätsch!

      • Man kann zuhause auf dem Router noch immer URLs blockieren und die History des Nachwuchses abrufen. genau das sollten Eltern tun. Und vor allem sollten Eltern mit ihren Kindern auch anderes machen als sich mit Daddelzeugs berieseln zu lassen. Was Du machen willst, da hoffe ich nur dass Dir die Realität nicht einen fetten Strich durch die Rechnung macht.

      • E.H.Roth sagt:

        klar Herr Sutter, wenn den die meisten Eltern endlich gelernt haben wie ein Computer funktioniert .. und übrigens, welcher Jugendliche lässt seine Eltern an den Computer? Ansonsten geht man halt zu einem Freund…. Eltern austricksen ist die einfachste Sache der Welt.

      • Nala sagt:

        Ohje vietnamesische begleiterscheinung, da hoffe ich, dass Du nie Kinder haben wirst 🙂 Oder Du wirst dann sehr schnell merken, dass Deine heren Ideen eben doch nicht so gut sind wie Du gedacht hast. Meine Kinder haben übrigens Jahreskarte fürs Schwimmbad und ein Facebookaccout. Und sie haben ein Velo und ein Handy. Dazu noch ein GA. Wahnsinn! Internet hat keine Kindersicherung, allerdings steht der Computer der Kinder gleich neben meinem. Ich kann also *zuschauen* was sie tun. Es gbit eben nicht nur schwarz und weiss. Internet ist nicht nur böse.

      • Rahel sagt:

        @ Nala

        Ganz genau 🙂

      • Herr Roth, mit Zusatzwissen können Sie zuhause ihre Leitung schützen. Nicht zu 100 %, klar, aber teilweise. Jugendliche sollten auch so lange wie möglich einen Rechner benützen an dem die ganze Familie surft und einen beschränkten Useraccount haben.
        Übrigens würde es noch manchem Computerbenutzer gut tun, etwas über Sicherheit zu lernen. Die gibt es zwar nicht zu 100 %, aber immerhin.

      • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

        @ pascal sutter: dann blockier mal sämtliche pornoseiten url’s. evtl. bist du damit fertig wenn deine kinder pensioniert werden. die history wäre wohl das erste was ein bengel löscht, wenn er auch nur ein funken verstand hat. im übrigen: die meisten eltern haben von alledem null ahnung.

      • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

        @ nala
        das tut mir leid für deine kinder. und ich hoffe auch nicht, dass sie während dem velofahren am natel hängen, so wie das junge mädchen, das ich gestern sah, das deswegen beinahe überfahren wurde.
        ich will jedenfalls nie solche verwöhnten und angepassten fettklumpen grossziehen.

      • ich kann mich ja auch zurücklehnen und gar nichts machen. mich also (geschmacks-) neutral verhalten. aber schlussendlich ist es schon so, jeder soll sich der problematik stellen wie er will.

      • Nala sagt:

        Nein viet.beg. sie sind nicht am Handy, wenn sie rad fahren. Auch nicht wenn sie sonst unterwegs sind. Auch Fussgänger können leicht überfahren werden, wenn sie nicht aufpassen. Ich will auch keine angepassten, verwöhnte Fettklumpen grossziehen. Tu ich auch gar nicht. Nur sind die Kinder eigenständige Wesen mit eigener Meinung, die durchaus zu meiner different sein kann. Wenn immer möglich, lass ich die auch gelten. Ausser „ich will aber länger am PC hocken und zocken“. Nix da. Und mal ehrlich, meine Kinder sind häufig am PC, aber nie auf einer Pornoseite. Habt etwas Vertrauen in eure Kids!

      • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

        @ nala: falsch, du GLAUBST sie telefonieren nicht auf dem fahrrad und du GLAUBST dass sie nie auf einer pornoseite waren. ich kann dir bei ersterem nicht viel sagen, aber bei letzterem kann ich dir versichern, dass es nicht so ist. und falls doch, dann sind sie schrecklich angepasst und ich kann dir nicht dazu gratulieren. und da sie häufig am pc sind, sind sie sicher schon bald fettklumpen. ps: warum haben sie ein handy, wenn du sagst, sie telefonieren nie, wenn sie unterwegs sind?

      • Sportpapi sagt:

        @vb: Sie sind ja richtig fanatisch. Übrigens: Zwischen Computernutzung und Fitness/Übergewicht gibt es keinen Zusammenhang. Und wenn, dann in die andere Richtung. Ich werde später meine Kinder lieber zuhause haben, als immer bei Freunden am Computer.

      • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

        @ sportpapi: tatsächlich ich bin heute etwas fanatisch 🙂 liegt an meiner schlechten laune. aber das kennt man ja bei mir 😉

      • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

        @ sportpapi
        besonders interessant jedoch finde ich, dass auf meine vernünftigen beiträge gar nie wirklich eingegangen wird. zb. habe ich mal gesagt, dass ich eine alterslimite im internet nicht schlecht fände, weil die es anderso ja auch gibt. mit keinem wort wurde darauf eingegangen. also muss ich mich halt mit nichtigen fragen wie kind und natel oder weltveränderung durch gesellschaft abmühen.

      • Andi sagt:

        Vietcong hat recht, zumindest denkt er in die richtige Richtung. Was haben denn Nala, P. Sutter, Rahel zu bieten punkto Internet-Sicherheit? Ein Kind braucht keinen eigenen PC bis zu einem gewissen Alter (z.B. 12).

  • heidi reiff sagt:

    Ich bewege mich ab und zu auf Cyberebene, für mich gibt es noch einen Unterschied, eine Ohrfeige im Internet tut ja nicht so weh, wie ein echter Schlag ins Gesicht oder eine Tatze , ein Ohrenziehen oder eine Kopfnuss. So wie ich informiert bin, ist das Schlagen von LehrerInnen an der Schule längst verboten zumindest in westlichen Schulen. Ein Kind muss einfach ernst genommen werden, Abklärung ist auch ein Weg, das ist eindeutig Pflicht der Eltern.

    • xyxyxy sagt:

      seelischer Schmerz ist viel schlimmer als körperlicher. Der eigentliche Schmerz einer Ohrfeige ist dann auch nicht körperlich, sondern die Erniedrigung o.ä. – darum geht es Frau Reiff.
      Menschen bringen sich um oder nehmen Drogen oder Leiden in erster Linie wegen seelischen Schmerzen.

      • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

        @ xyxyxy: den mit den drogen kannst du gleich wieder streichen. die meisten menschen nehmen drogen, weil sie spass daran haben. die probleme kommen dann hinterher.

      • xyxyxy sagt:

        nein vietcong – so leicht ist es nicht, der normale Rausch als Spass-Element, das ist menschlich und gehört irgendwie dazu, der Drogenabhängige hingegen, ist nicht zufällig abhängig geworden, der hat schon vorher tiefere Probleme mit sich herumgetragen, diese Probleme werden dann durch das Suchtproblem überlagert und er denkt, dass erst mit den Drogen seine Probleme angefangen hätten. Oft kommen die eigentlichen Ursachen seiner Sucht erst dann zu Tage, wenn die Person Drogenfrei ist.

      • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

        nein xyxyxy, so leicht ist es meistens. da jeder mensch tiefe probleme hat. bei einigen drogenkonsumenten wirkt sich der drogenkonsum negativ auf die schon vorhandenen probleme aus, das stimmt. aber drogen konsumieren die meisten leute ohne probleme. natürlich höst du von denen auch nichts. natürlich hört man nur von denen die probleme bekommen. aber das ist nur der geringste teil, mit, zugegeben, oft massiven problemen. übrigens gibts manchmal sogar die umkehrung: probleme werden durch drogen gelöst.

      • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

        @ xyxyxy: ich merke gerade dass du von drogenabhängigen sprichst. von denen habe ich nich gesprochen. ich habe von der allgemeinheit gesprochen. sorry, war ein missverständnis.

    • Cara Mia sagt:

      hm – meine Töchter spielten einst häufig mit Kindern, die Zuhause geschlagen wurden. Einmal musste dann ich schimpfen, weil eins der Kinder Mist gebaut hatte. Die Antwort war: ach, Du redest doch nur, damit kannst Du mir nicht wirklich weh tun. Drehte sich weg und ging. Heidi wird wissen, warum sie das so schreibt. Traurig genug.

  • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

    tja, ich sags ja schon seit längerem, aber keiner will so richtig hinhören: kein kind braucht ein mobiltelefon, kein kind braucht einen facebook account. wer seinem kind diese dinge vorenthält tut ihm etwas gutes! erstens wird es dann intelligent, zweitens wird es nicht cybergemobbt, drittens hat es zeit für dinge die es wirklich weiter bringen. zb. killer-games und horror-videos, viertens hat es so auch nicht schon mit neun jahren zugang zu pornoseiten. ich finde das spinnernet sollte erst ab 18 sein. bestenfalls 16.

    • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

      denn eines ist klar: gelernt hat auf dem internet noch keiner was.

      • Heidi Merz sagt:

        Das hilft nicht wirklich weiter, so lange alle anderen Handys haben, mit denen sie einen auf dem Klo filmen können.

      • xyxyxy sagt:

        die Technik stellt uns vor neue Realitäten und Herausforderungen. Das Problem Mobbing ist das gleiche.
        Vielleicht hilft uns diese neue Dimension, dass wir das Mobben stärker ächten. Das war ja früher eben nicht der Fall.
        Da konnten Kinder auch einen Schwächeren kaputt machen evt. sogar in den Selbstmord treiben.
        Heute ist es wenigstens Thema.
        Eine Gesellschaft die Zivilcourage hätte und das auch glaubhaft als Wert vermitteln würde, würde Mobber alt aussehen lassen. So eine Dreckschleuder würde sich schneller ins Abseits manövrieren als ihr Opfer.

      • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

        @ heidi merz: doch, weil dann das opfer nichts davon weiss. und das wiederum wird den mobbern schnell den wind aus den segeln nehmen, weil der ’spass‘ am mobben entsteht ja erst dadurch dass das opfer es mitkriegt. im übrigen wäre es dann auch mehr ein hinter-dem-rücken-reden als echtes mobbing. problem cybermobbing gelöst.

      • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

        @ xyxyxy: früher gabs mobbing heute gibts mobbing. früher sagte man dem einfach anders. geändert hat sich früher nichts – warum sollte sich heute was ändern? nur weil es ein neues medium gibt? ich denke nicht. eine gesellschaft hat keine zivilcourage. das hat höchstens ein einzelner. und die gibts nicht wie sand am meer. der punkt ist ja gerade, dass der mobber sich nicht ins abseits stellt sondern unter seinesgleichen ruhm erlangt.

      • xyxyxy sagt:

        vietcong: meine Sicht unserer Gesellschaft ist einfach positiver. Natürlich kann das ständig wieder ins Negative kippen. Aber es stimmt einfach nicht, dass sich nichts ändern. Natürlich bleiben Menschen Menschen. Aber eine Gesellschaftliche Ächtung verändert das Verhalten der Massen. In der Schweiz werden heute z.B. weit weniger Frauen verprügelt oder Kinder versklavt, weil dies durch einen laaaangen Prozess geächtet wurde.
        Ja, die Zivilisation bewegt sich auf dünnem Eis. Aber es gibt Gründe genug, um den Glauben an positive Veränderungen nciht aufzugeben und täglich etwas dazu beizutragen.

      • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

        @ xyxyxy: meine sicht ist weder negativ noch positiv, sondern wertfrei. und nein, es tut mir leid, der mensch ändert sich nicht. er ist nach wie vor ein absolut triebgesteuertes wesen, das nur in friedenszeiten die fähigkeit für moralische ideen entwickelt. unsere ganzen debatten hier werden in dem moment nichtig, in dem uns das messer an die gurgel gehalten wird. erst dann werden wir beweisen können, zu welchen anpassungen wir fähig sind. ich rede von anpassung, nicht von verbesserung. das heute weniger kinder versklavt oder frauen geschlagen werden, wage ich zu bezweifeln.

      • StefanB sagt:

        Sorry, das isch en hafechäs! nur weil man dem eigenen Kind etwas vorenthält, heisst das noch lange nicht, dass es nichts vom Cyberspace mitbekommt. Schon mal daran gedacht, dass Mobber dem Opfer das Video zeigen können, es vor seinen Augen an alle Klassenkameraden verschicken können? Was ist mit den Besuchen bei Klassenkameraden: Soll dem Kind auch gleich der Umgang mit Kindern mit Internet verboten werden? Auf zur Antitechnosektiererei, oder was?

    • tststs sagt:

      1. Niemand wird schlau(er), weil er aufs Internet verzichtet (so ein Humbug hab ich noch selten gelesen) –> schon mal was von der Informationsgesellschaft gehört? Und es gibt keine grössere Info-Quelle als das Internet…
      2. Toll, Ihr Kind wird dann gemobbt, weil es kein Internet-Anschluss hat…
      3. Stellen Sie sich vor, B.Gates Mutter (um hier noch ein bisschen Hardware reinzubringen) hätte gesagt: „Du solltest besser Dinge tun, die dich weiterbringen….“
      4. Den vernünftigen Umgang mit Medien lernt man eben nur, wenn man auch mit ihnen umgeht… 🙂

      • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

        @ tststs:
        1. oh doch, mein herr, oh doch. denn er lernt sich zu konzentrieren. auf ein thema. im internet, am augenermüdenen bildschrim – vergiss es. informationsgesellschaft, ja von diesem utopia habe ich auch schon gehört. das internet hat uns youtube und facebook gebracht. sonst nicht gerade viel. ah doch wikipedia, ein ort wo man nie so recht weiss, ob jetzt auch stimmt was da steht.
        2. falsch. es hat einen internetanschluss. um programmupdates machen zu können.
        3. das hat nichts mit dem thema zu tun.
        4. stimmt. darum soll man das mit 16 lernen dürfen.

      • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

        ich sag dir, was uns das internet gebracht hat: die unfähigkeit uns auf eine sache zu konzentrieren, weil man hin und her switcht ohne eine info ganz zu begreifen, halbwissen vom schlimmsten, berichterstattungen die diese bezeichnung kaum mehr verdienen, weil alles nur noch copy paste ist, keine gewissheit mehr über verfasser, herkunft, wahrheitsgehalt von informationen, kaputte augen, sehnenscheidenentzündungen, hirnschwund aufgrund von sozialen netzwerken wie facebook, letztlich: viel mehr stress, weil alles zu schnell für uns ist, usw.

      • plop sagt:

        Ich finde auch, dass man das ganze Zeugs so lang als möglich von den Kindern fernhalten sollte – aber da sich die Schulen immer mehr „updaten“, kommt man dann wohl ja fast nicht drumherum! Diese weitverbreitete Meinung, dass diese neue Medien so früh schon gelernt sein müssen um sich später dann behaupten zu können, teile ich nicht und so wird mir auch in die Erziehung reingeredet und das mag ich gar nicht.

      • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

        @ plop: berechtigter einwand. aber möglicherweise ist es nicht schlecht, wenn sie in der schule in einem kontrollierten rahmen etwas darüber erfahren. aber ohne kontrolle sollte man sie nicht darauf loslassen. beruflich hat das ganze eh null einfluss. und sämtliche sogenannten elternschutzprogramme sind äusserst leicht zu umgehen.

      • Matthias sagt:

        @ vietnamesische kopie
        Achso, bei Wikipedia wissen sie nicht so recht ob sie das glauben dürfen aber bei Zeitungen, Fernsehen und Büchern natürlich schon?

        Im Internet hat man meistens relativ schnell mehrere Quellen zur Hand um die Wahrheit der Information selbst zu verifizieren, was in einem Buch oder beim Dokumentarfilme schauen (ohne Internet) weitaus mühsamer wäre. Aber vermutlich kommt als nächstes das google die Informationen „falsch“ sortiert…

        A

    • Rahel sagt:

      @ vietnamesische begleiterscheinung

      Ich denke, bei Internet und Handy ist es eine Frage des Masses! Unsere grosse Tochter hat seit der 1. Klasse ein Handy. Ganz einfach darum, weil wir in einem Bergdorf wohnen, die Kinder ins Land zur Schule müssen und per Postauto rauf- und runterpendeln. Da ist es durchaus schon vorgekommen, dass sie den Bus verpasst hat und ich heilfroh war, dass sie mich erreichen konnte um mir mitzuteilen, dass sie später kommt!

      • Rahel sagt:

        @ vietnamesische begleiterscheinung

        Was das Internet angeht: Ich finde die Aussage, dass man nichts lernen kann, ziemlich krass! Unsere Tochter hat seit der 6. Klasse ihren eigenen Laptop. Seit der 5. Klasse konnte sie sich praktisch sämtliches Material für Vorträge aus dem Internet zusammenstellen. Sie wurden vom Klassenlehrer auch in diese Richtung hin ermuntert!

      • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

        @ rahel: bez. handy. wie haben sie denn das gemacht als es noch keine handies gab? hat es da nicht genauso gut funktioniert. evtl. sogar noch etwas mehr auf vertrauensbasis als heute, wo ich immer sofort gleich kontrollieren kann? ich denke die handies haben uns vor allem eins gebracht: die unfähigkeit zu einer bestimmten zeit abzumachen und einiges an mehr stress.

      • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

        @ rahel: bez. lernen und internet. also ich musste damals in die bibliothek gehen, mir drei vier bücher ausleihen und dann musste ich die (in teilen) lesen (auf papier) und das gelesene von hand aufschreiben (auf papier – papier = nachwachsender rohstaff ≠ laptop für sechsjährige). und jetzt behaupten sie bloss nicht, dass dies vergleichbar wäre mit ein bisschen copypasten von irgendwelchen nach stichworten durchsuchten websites, die das glück hatten bei google auf den obersten zwei plätzen zu landen, sonst müsste ich nämlich ziemlich laut lachen.

      • Rahel sagt:

        @vietnamesische begleiterscheinung

        Ja früher war das anders, schon klar! Darum bin ich heute ja auch froh, gibt es Erfindungen wie Handys! Da ich im Notfall meine Tochter nicht einfach schnell abholen kann ( mein Mann hat tagsüber berufsbedingt das Auto ) und sie nicht immer nur selbstverschuldet das Postauto verpasst ( ist auch schon vorgekommen dass der Lehrer sie zu spät gehen liess ) weiss ich so zumindest wo sie ist!
        Und gerade deshalb weil das Lernen früher um einiges aufwändiger war, finde ich es gut dass sich die heutigen Schüler ihre Informationen aus dem Netz besorgen können.

      • Rahel sagt:

        @ vietnamesische begleiterscheinung

        Und jetzt dürfen Sie von mir aus herzhaft und ohrenbetäubend laut lachen, nur zu, hab ich nix dagegen 🙂
        ( Übrigens: Hätte doch wirklich nicht gedacht dass Bücher und Notizzettel aus Papier bestehen! Hab ich doch glatt wieder was gelernt! Vielen Dank für die ach so freundliche Belehrung! ) Aber ein bisschen Rechtschreibung würde nicht schaden!

      • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

        @ rahel
        nun, ich sagte bloss, dass früher, als es noch keine handies gab, sie einfach auf ihre tochter gewartet hätten. heute springen sie nach drei minuten ans handy und vergewissern sich ob es ihr auch tatsächlich gut geht. früher wäre also mehr vertrauen im spiel gewesen. heute mehr kontrolle und stress (was wenn sie das natel nicht dabei hat?).

      • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

        @ rahel
        zum lernen: sie sagen: „Und gerade deshalb weil das Lernen früher um einiges aufwändiger war, finde ich es gut dass sich die heutigen Schüler ihre Informationen aus dem Netz besorgen können.“ und haben sich die antwort gleich selber gegeben. lernen hat nunmal mit aufwand zu tun. je weniger aufwand, desto weniger gelernt. heute ist es so, dass die kinder über immer mehr, immer weniger wissen. das bringt keinem was. zweitens liest der mensch nicht gleich am bildschirm wie er auf papier liest. auch nicht gleich lange.

      • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

        @ rahel
        drittens: wenn ich etwas auf papier lese (wir haben gelernt, dass das besser geht auf papier als am bildschirm – ist mir auch klar, dass sie das nicht wussten, aber ist ok, jetzt wissen sies ja) und es danach von hand aufschreibe, dann lerne ich es besser, als wenn ich es copypaste. leuchtet auch ihnen ein oder? viertens: im netz ist auch ein verdammt grosser teil an halbwissen vorhanden und es ist teilweise beinahe unmöglich genau abzuschätzen, ob jetzt ein text aus vertrauenswürdiger quelle stammt oder nicht. für ein kind schon gar nicht.

      • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

        @ rahel
        fünftens: besser eine schlechte rechtschreibung, als keine ahnung.

      • Daphne sagt:

        @Vietnamesische Begleiterscheinung: Sie missverkennen, dass sich mit neuen Medien immer auch neue Wahrnehmungsweisen und Wissenstechniken ausbilden. Was uns Papiergewöhnten schwerfällt, das Lesen am Bildschirm, wird für unsere Kinder kein Problem mehr darstellen. Ich wäre insofern vorsichtig mit allzu negativen Prognosen.

      • Rahel sagt:

        @vietnamesische begleiterscheinung

        Wer sagt denn, dass meine Tochter die Sachen, die sie lernen muss ( speziell jetzt für Vorträge ) nicht noch in schriftlicher, papieriger Form vor sich hat? Sie MUSS sogar alles Material ausdrucken, dazu noch eine Zusammenfassung über das Ganze schreiben und den Vortrag lernen muss sie auch ab diesen Blättern! Die muss sie dann zusammengeheftet dem Lehrer abgeben! Also hat sie gewiss noch genug Aufwand ( und somit genügend Zeit zu lernen!!! Und ihre guten Noten sind ja wohl Beweis genug dass sie so gut lernt) bis der jeweilige Vortrag eben vortragsreif ist!

      • Rahel sagt:

        @ vietnamesische begleiterscheinung

        Mmh, schon wieder eine nette Aufklärung was das lesen von Papier vs. Bildschirm angeht! Aufpassen, werde noch süchtig nach Ihren Belehrungen 🙂
        Nochmals zurück zum Handy: Genau darum, weil man früher in Angst war, was mit dem Kind ist, da es sich nicht melden konnte, bin ich froh ums Handy! Haben Sie’s jetzt geschnallt? ( Von wegen ich und keine Ahnung, dieses Lob gebe ich gerne zurück an den Absender!!!! 🙂 ) Übrigens: ich vertraue meiner Tochter, aber den durchgeknallten Typen die es leider Gottes gibt, nicht!!! Anruf schafft Klarheit!!!

      • Rahel sagt:

        Noch was: Sie können von jetzt an jeglichen Versuch, mich zu beleidigen getrost unterlassen denn das kratzt mich sowas von gar nicht! Also schonen Sie Ihre Tastatur für Anderes! 🙂 🙂 🙂

      • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

        @ Daphne: nein, ich bin kein papiergewöhnter, ich bin eben eines dieser computerkinder die am bildschirm gross wurden. meiner rechtschreibung sollte man es eigentlich anmerken. am bildschirm liest man nicht richtig. nicht so wie man auf papier liest. das ist allgemein bekannt. nicht umsonst gibt es erfindungen wie e-ink. ergo: nicht recht lesen = nicht recht lernen.

      • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

        @ rahel: ja aber bevor sie etwas ausdruck muss sie am bildschrim lesen, was sie ausdruckt. jedenfalls in teilen. ich sage ja nicht, man könne nichts lernen, aber es ist definitiv besser ein buch zu lesen als sich durch hundert websits zu klicken. also wenn das nicht einleuchtet dann gute nacht.

      • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

        @ rahel: ja, da müssen sie sich wohl mal noch etwas schlau machen. über das leseverhalten am bildschirm meine ich. das mit dem handy haben sie nicht verstanden: ich sagte, früher hätten sie VERTRAUEN gebraucht. heute können sie ihre angst frei ausleben und immer gleich kontrollieren. hinzu kommt: hat das handy ihres kindes mal kein akku oder empfang mehr, dann haben sie sofort wieder angst. ich sage: lassen sie das handy weg. haben sie vertrauen. sie werden sehen, sie werden sich besser fühlen. ich will ihnen ja helfen, nicht sie beleidigen! mein gott

      • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

        @ rahel: sie sind ja eben gerade diejenige die von den ‚durchgeknallten typen‘ spricht. und dass sie kontrolle wollen. ich aber sage ihnen: falls was passieren würde, würde ein natel nichts daran ändern. und so lange nichts passiert gienge es ja problemlos ohne natel. das natel dient einzig der bewirtschaftung ihrer angst. jetzt kapiert?

      • Rahel sagt:

        @ vietnamesische begleiterscheinung

        Ich glaube, wir reden aneinander vorbei………drum: kein Anschluss mehr unter dieser Nummer……..tuut….tuut….tuuuuuuut

      • Matthias sagt:

        @ vietnamkriegsveteranenopa
        Nur zur Information: man liesst nicht besser vom Blatt Papier als vom Monitor. Das Auge wird auch nicht mehr ermüdet. Das Auge wird durch das helle Weise Licht und den Schwarzen Buchstaben ermüdet, ob auf Papier oder auf dem Bildschirm. Um das zu verhindern muss einfach der Raum gut beleuchtet sein.
        Sie hätten recht gehabt mit CRT Monitore aber TFT Monitore haben den tollen Vorteil gegenüber Papier das sie beleuchtet sind und somit weit weniger zu Blindheit oder verschlechterung des Augenlichts führen als Bücherlesen / von Papier lesen.

  • Cara Mia sagt:

    Der Vorteil von Cybermobbing ist der, dass nichts so schnelllebig ist, wie das Internet, und genau das muss man den Kindern auch sagen. Im Voraus mit Ihnen darüber reden, was passieren könnte, damit sie dann, wenn sie wirklich einmal blossgestellt werden, wissen, dass das rasch verraucht und man sich deswegen nicht umbringen muss. Und was sie tun können, wie sich wehren. Suizid ist nichts als die Lösung einer Situation, aus der man keinen Ausweg mehr weiss. Deshalb: schon bevor etwas passiert die Auswege aufzeigen. Das zeigt auch den Tätern die Gefahren auf!

    • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

      @ cara mia: dann sag mir, was tun, wenn ein video von mir auf youtube steht und jeder meiner klassenkameraden den link hat und diesen weiterverbreitet? dieses video wird man mir noch 10 jahre später vorhalten können. nix mit schnelllebig.

      • Matthias sagt:

        Naja, es gibt Leute die schaffen es Missgeschicke oder solche Videos mit nur einem Kommentar vom Tisch zu räumen, liegt oftmals mehr daran wie sehr man sich selbst darum scherrt als was andere denken.

    • Heidi Merz sagt:

      Googeln Sie mal Ihren Namen („Cara Mia“) und schauen Sie, wie lange Ihr Kommentar hier sichtbar bleibt. Das geht mindestens Monate. So schnelllebig ist das Internet im Fall nicht…

      • vietnamesische begleiterscheinung sagt:

        @ cara mia: ich finde artikel von ihnen die bis letztes jahr datiert sind. es hilft, wenn man seinen nickname ab und zu wechselt. aber so ein jahr lang bleibt man mindestens gespeichert.

    • E.H.Roth sagt:

      hm, einem Täter Gefahren aufzeigen? Ein Täter will ja gerade bewusst einen Schaden anrichten. Sein Ziel ist bestimmt nicht die Prävention.

    • Cara Mia sagt:

      Hm…. sounds bad. Dennoch: vielleicht wollen Sie mir ja böse, und dann sammeln Sie Daten, um mich beruflich oder so zu ruinieren. Das mag gehen. Aber bei den Kids fehlt ja bald das Interesse. Natürlich finden wir noch alles zu Fukushima, aber wer hier hat sich zuletzt damit befasst? Dabei wäre das alles andere als Schnee von gestern.
      @vietnam: klagen, gegen Youtube
      @ roth: Täter, die wissen, dass sie nicht unentdeckt bleiben, stellen weniger etwas an.

      Ich will nichts schönreden – Mobbing ist fies. Es geht nur darum, die Kinder aus der Schusslinie zu nehmen, damit sie nicht verzweifeln.

      • Brunhild Steiner sagt:

        Ob denen das Interesse daran wirklich so schnell vergeht?
        Es verschafft ihnen doch ein Gefühl der Stärke und Überlegenheit, sonst würden sie sich die Mühe nicht machen mit Text und Bildern/Montagen die ganze Internetwelt zu beglücken und die links zu verschicken.
        Das muss gar nicht mal so lange dauern um bei betroffenen Kindern Verheerendes auszulösen- wenn die Sache nicht publik und dann nicht konsequent eingeschritten wird. Ich bin da nicht so optimistisch.

      • Cara Mia sagt:

        Optimismus wäre auch fehl am Platz. Dennoch: Haben Sie mitgekriegt, wie Kachelmann am Wochenende den Mund gross aufriss und über die Wetterprognosen des Bundes herzog? Wie schnell der wieder bei den Leuten ist, bei allem, was er WIRKLICH und nicht nur angedichtet angestellt hat? Es gibt noch unzählige andere Beispiele. Tatsache ist: dank der unglaublichen Flut an Skandalen, die uns tagtäglich immer wieder neu aufgetischt werden, wird alles blitzschnell unaktuell und langweilig. Das meinte ich.

      • StefanB sagt:

        @Cara Mia: Schnelllebig? vielleicht für die Aussenstehenden, aber die Betroffenen erinnern sich nur zu gut daran, auch Jahre später noch! Und das gilt für Täter und Opfer: Der Täter, möglicherweise ist auch eine Täterin, wird sich immer an das Gefühl der Macht erinnern, vor allem, wenn er nicht entdeckt und bestraft wird. Und das Opfer sowieso…

  • Maja sagt:

    Mobbing gibt es auch ohne Internet. Schon früher wurden die, die andere gehänselt haben nie bestraft. Wenn dann der Gehänselte irgendwann zu schlug wurde nur er bestraft. Die Weicheier die gehänselt hatten fingen natürlich an zu weinen und wurden noch getröstet. Die Lehrer werdens nie begreifen. Ich nehme an die sind aus dem gleichen Holz geschnitzt wie die Weicheier.

    • Heidi Merz sagt:

      Dann hatten Sie Pech mit den Lehrern und mit den Eltern. Bei uns in der Primarschule haben die Lehrer jede Hänselei auf dem Pausenplatz geahndet, und meine Eltern sind für mich eingestanden, als der Lehrer in der Sek mich für die Hänseleien (deren Opfer ich wahr!) verantwortlich machen wollte. In beiden Schulen hat das Hänseln dann schnell aufgehört.

      • Matthias sagt:

        Nein sie hat recht. Der einzige Grund warum sie wiedersprechen ist weil sie nie zugeschlagen haben ansonsten wüssten sie wie es läuft.
        Physische Gewalt wird geahndet, psychische Gewalt als Ursache nicht anerkannt.

  • Nicole sagt:

    Rodolfo, lies doch nochmal genau was Grosspapi geschrieben hat, er beschützt nicht den Täter, sondern sagt, dass aus Opfer leider auch Täter werden kann! Und da hat er recht, schau doch nur mal die Amokläufe in Amerika an…meistens handelt es sich um ex Schüler die während Ihrer ganzen Schullaufbahn gemobbt worden sind…sind es nun Opfer oder Täter? Selbstmord ist das einte was die Opfer machen, was passiert aber, wenn vorher dem Opfer die Sicherungen durchbrennen und zuerst einen Amoklauf startet bevor er sich umbringt?

  • Auguste sagt:

    hmm…, weil cyber-bullies – wie trolle – in der regel in die kategorie „dumm-wichtiges gesox“ fallen und fast immer mühe mit schlüssigem denken, rechtschreibung und syntax haben, ist es geradezu ein kinderspiel und ein spass mit ihnen fertig zu werden. meist würde allein die bemerkung: „mir scheint du hast die deutsch-hausaufgaben noch nicht gemacht“, schon genügen. ansonsten hilft die bewährte strategie: mit doppelter härte zurückschlagen. cyber-bullies sind von natur aus nicht das schärfste werkzeug im hobbykeller und viel wehleidiger als man vermuten würde.

    • Heidi Merz sagt:

      @Andreas H: Cybermobbing ist für aussenstehende noch weniger sichtbar, verbreitet sich unter den „interessierten“ aber umso breiter. Wussten früher nur die 4-5 Anwesenden von einer Hänselei, so kann hier schnell einmal die ganze Schule (1000 Schüler und mehr) ein erniedrigendes Video eines Schülers sehen. Da ist die Erniedrigung viel grösser und fieser.

      @Auguste: Ich habe auch als erstes gewalttätige Rachefantasien. Aber die werden wohl kaum die Lösung sein, oder? Sich über jemanden lustig machen hilft nur, wenn man auch gehört wird und der Ruf nicht schon im Eimer ist. Bottom up geht nicht.

      • E.H.Roth sagt:

        hm, finde Augustes Ansatz noch immer die beste Lösung. Muss man sich wirklich alles gefallen lassen nur weil man klüger ist oder sein will?

        Bottom up geht sehr wohl ausser man sitzt in einem Erdloch …

      • Andreas H sagt:

        @Heidi Merz
        Das bestreite ich gar nicht. Allerdings ist es einfach gefährlich und falsch mobbing auf Internetplattformen oder von mir aus halt „cybermobbing“ gesondert zu betrachten. Und zwar aus zwei Gründen:
        1. Leute „vereinfachen“ ein seriöses Problem und schieben die Schuld auf das Internet. Man fordert Verbote und andere Inhaltslose Ideen anstatt sich mit dem Problem zu beschäftigen.
        2. Andere formen von mobbing treten in den Hintergrund. Mobbing beginnt nicht auf Facebook. Der Fokus muss weiterhin und in Zukunft noch verstärkt. auf Prävention und Aufklärung liegen!

    • Katharina sagt:

      Auguste, ich finde Ihr Kommentar greift etwas zu kurz. Hier in diesem Artikel geht es hauptsächlich um Jugendliche, für welche der Umgang mit diesem Phänomen oft schwierig ist. siehe unten meine Posts mit Hintergrundinfo. Aber auch Erwachsene sind Opfer dieses Phänomens.

      die von Ihnen erwähnte Strategie ist falsch, weil sie einen solchen Fall anheizt. Sie kann zudem auch illegal sein.
      Sie beziehen sich etwas allzu sehr auf Dinge die hier vorgefallen sind und eher auf das Phänomenen Trollen, was etwas anderes ist.

      • E.H.Roth sagt:

        ich glaube nicht das der Umgang mit den diesem Phänomen für Jugendliche schwierig ist. Sie wissen genau was sie tun. Ein Teen kennt den Unterschied zwischen schlecht und gut sehr genau.

      • Brunhild Steiner sagt:

        Ja, für den Täter ist es nicht schwierig, aber es geht hier eigentlich um die Gemobbten,
        und für die ist der Umgang damit extrem schwierig da sie keine Ahnung haben wohin überall die virtuelle Blossstellung geschickt worden ist, und mit den „Empfängern“ reden gehen können sie ja auch nicht…

  • Andreas H sagt:

    Wieso wird immer alles „ver-cybert“? Es geht hier um mobbing, wer das gefühl hat man kann den Anteil des mobbings welcher über das Internet geht gesondert betrachten hat keine Erfahrung in dem Themengebiet. Es ist ja nicht so, dass plötzlich ein australischer Schuljunge einen Schüler aus Zürich mobbt. Mobbing, wie jede andere Interaktion zwischen Menschen passt sich den Umständen der Zeit an. Natürlich bieten die Kommunikationsmöglichkeiten des Internet neue Plattformen, aber der Akt des mobbings bleibt der gleiche und findet immer zwischen Menschen statt. Darauf muss der Fokus liegen!

  • Rodolfo sagt:

    Warum geht dieser Artikel davon aus, dass nur Kinder Opfer von Cybermobbing werden? Auch Erwachsene haben ein Recht darauf, nicht blossgestellt, schikaniert und verspottet zu werden (auch nicht von Journalisten und Entertainern in den Medien, die sich dann auf Medienrechte beruhen).

    Soziopathie wird heutzutage leider zuwenig oft diagnostiziert.

    • Brunhild Steiner sagt:

      …davon geht der Artikel ja gar nicht aus, eher liegt es daran dass Sie sich in einem „Kinderthemenkreisgewässer“ befinden und sich auch die interviewte Organisation hauptsächlich mit dem Themenschwerpunkt „Kind“ beschäftigt.

    • Matthias sagt:

      Normale erwachsene schon, wenn sie aber Macht und Bekanntheitsgrad haben verlieren sie das Recht. Wäre ja noch schöner wenn Leute wie Berlusconi tun könnten was sie wollen ohne das sich irgendwer negativ über ihn äussern könnte.

  • A.Tschannen sagt:

    aber es kann halt auch dazu führen wenn die Situation sich verschaerft und niemand einschreitet. Auch in weniger ernsten Situationen, würde so ein internet Mobbing einem jungen Menschen sehr weh tun. Ich denke Vorsicht ist auf jeden Fall angesagt.

  • A.Tschannen sagt:

    Dieses Thema gibt mir als Mutter einer 13 Jaehrigen Tochter auch zum Denken. In diesem Alter ist die Anerkennung der Mitschüler sehr wichtig. Man will akzeptiert werden. Es ist auch ein Alter wo Kinder sich gegenseitig necken. Dies ist über das Netz noch einfacher und mit einem Klick kann man Fehler machen die verheerende Konsequenzen haben. Wir hatten einen Fall wo ein paar Kinder ein peinliches Video von einem Maedchen aufnahmen und dann auf facebook aufgeladen haben. Die Schule ist eingetretten und die Kinder wurden diszipliniert. Natürlich führen diese Faelle nicht immer zu selbstmord aber

  • E.H.Roth sagt:

    Die schweizerische Todesursachenstatistik setzt 1876 ein.2 Dass von 100’000 Schweizern und Schweizerinnen stets zwischen 17 und 29 ihrem Leben selbst ein Ende gesetzt haben, ist ein bestürzender Befund – das sind zirka 1500 Personen jährlich oder 4 pro Tag. Seit über 120 Jahren besitzt die Schweiz neben Dänemark, Finnland, Österreich und Ungarn konstant eine der höchsten Selbstmordraten der Welt. In der Schweiz, wie in den anderen europäischen Ländern, liegen die höchsten Werte in den frühen 30er Jahren; sie sinken in den 50er und 60er Jahren. Seit 1970 ist die Suizidrate wieder angestiegen.

    • E.H.Roth sagt:

      Quelle: Universität Bern Institut für Soziologie, Eingereicht Prof. Dr. Andreas Diekmann. Nur das niemand Panik bekommt und glaubt nur wegen Cybermobbing könnte das Kind in den Selbstmord getrieben werden.

      • Brunhild Steiner sagt:

        Wobei ich befürchte dass gerade aufgrund dieser jetzt schon sehr hohen Zahlen,
        und offenbar „günstigen“ Bedingungen welche eine so hohe Zahl entstehen lassen,
        zusätzliche neue Belastungsfaktoren, denen noch schlechter ausgewichen werden kann als allen Belastungen zuvor,
        diese Zahlen durchaus steigen lassen können.
        Was mich persönlich vorallem erschreckt ist die Hemmungslosigkeit der Mobber- es kann mir niemand erzählen dass denen nicht klar wäre dass das unter aller S.. ist, schon gar nicht, dass ihnen nicht bewusst wäre, dass sie selber niemals so blossgestellt werden wollen.

      • Kidon sagt:

        @Roth: Joa, dann warten wir doch noch ein paar Jahre, bis akademisch unanfechtbare Trendanalysen aus den Statistischen Jahrbüchern die Cybermobbing-Selbstmordraten-Korrelation belegen. Gedankenfutter für Sie: Cybermobbing bei einem Jungen mit nur einem Hoden, und dessen Langzeiteffekte…

      • E.H.Roth sagt:

        @Kidon
        hm, auch ohne Cyber in der Tat eine Bürde mit Langzeiteffekt nur man kann jetzt aufgeben oder der Junge konzentriert sich auf seine Zukunft, Studiert einmal und verlässt diesen Looser Teich für ein besseres und angenehmeres Leben.

      • alien sagt:

        Hallo Roth. WARUM ist das so? Warum gibt es in der reichen Schweiz mehr unglückliche Menschen als in den meisten anderen Ländern?

      • Das Zwischenmenschliche ist verkümmert

      • Matthias sagt:

        @ alien Reichere Länder sind kompetive Ellbogenländer in denen die meisten nur auf sich selbst achten. Darum wurden die Länder auch einmal reich.

    • Hans sagt:

      Ihre Angaben sind völlig richtig, was fehlt sind die Fälle in der Grauzohne. Es gibt rund 300 – 400 tödliche Verkehrsunfälle in der Schweiz. Das war immer ein Thema von alt BR Leuenberger, dass ein Toter ein Toter zuviel ist, ist klar; abe rvon vermutlich 1800 Suizidopfer redet niemand. Ich habe einmal einen Kantonsrat darauf angesprochen, ihm danach ein E-Mail geschickt, „Das ist ein Tabuthema“, das wars, eine Antwort auf mein Mail habe ich nie erhalten. Was man nicht vernachlässigen sollte ist die Gesetzgebung unseres so ehrenwerten Landes. Ehe- und Fam.-Gesetz ist nicht schuldlos.

    • Ralf Schrader sagt:

      Um als Suizid in der Statistik aufzutauchen, muss der Tod als solcher bezeichnet werden. In katholischen Gebieten passiert das sehr viel seltener, als in protestantischen. Ich würde davon ausgehen, das die Statistik in der aufgeklärten Schweiz realistischer ist als in anderen Ländern. Für mich persönlich würde ich Freitod auch nie auschliessen, weil ich ja sowieso sterben werde und die Umstände dafür ungern dem Zufall überlassen möchte. Freitod ist nicht immer Ausdruck von Verzweiflung, da es keine Alternative zum Tod gibt. Mich ekeln eher Menschen an, die partout nicht sterben wollen.

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