«Mit em Elleboge müemer hueschte!»

"Germy Wormy": Prävention aus den USA

«Germy Wormy»: Prävention aus den USA

Als meine Kinder Babys waren,  habe ich weder  dreimal wöchentlich den Nuggi ausgekocht noch ständig eine Wickelunterlage mitgeschleppt, um Töchterchens Hintern keimfrei sauber zu machen. Eine Handvoll Sand im Mund, war meine Devise, stärkt das Immunsystem. Und seit die Kleine im Kindergarten ist, läuft sie mit der Grossen über einen Kilometer in die Schule und zurück. Ich zähle mich nicht zu den überbesorgten Müttern, aber  gestern klapperte ich eine Hand voll städtischer Apotheken ab, auf der Suche nach einer Packung Mundschutz in Kindergrösse.  So viel mütterliche Sorge finde ich angebracht, wenn der Kantonsarzt im Fernsehen zum Kauf von Masken rät.
Offenbar kann man das auch anders sehen: In der ersten Apotheke guckte mich die Dame hinter dem Tresen an, als hätte ich Sie um Tamiflu für unsere Katze gebeten.  «Sie brauchen keine Schutzmaske hier», belehrte sie mich höflich aber dezidiert. «Machen Sie sich nicht zu viele Sorgen und ausserdem gibts die auch nur in einer Grösse. Und die ist ausverkauft.» Die zweite Apothekerin schickte mich mit meinem Anliegen in die Migros. Die hätten noch genügend auf Lager, habe sie gehört und wer weiss, vielleicht sogar welche für Kinder. Ja, wer weiss schon, was der Migros-Metzger weiss! In der dritten Apotheke, die ich in der Stadt aufsuchte, hatte man immerhin noch eine angebrochene Packung auf dem Tresen stehen. Und die Dame dahinter war so freundlich, im Computer nachzuschauen, ob die Masken in verschiedenen Grössen lieferbar seien. Der Computer sagte nein und so demonstrierte sie mir, wie sich der Schutz falten und im Notfall verkleinern liesse. In der letzten Apotheke schliesslich erfuhr ich, dass man den Mundschutz in Kindergrösse bestellen konnte.

Nach der Apothekentour fuhr ich  – nun wirklich besorgt – nach Hause. Bin ich tatsächlich zur Panikmama mutiert? Darf man als Mutter von Apotheken keine klare und einheitliche Antwort in Sachen Prävention für Kinder erwarten? Im Zug traf ich einen Lehrer, der in der Nachbarschaft wohnt. Er gestand, dass er sich heute ebenfalls gefragt habe, ob für die Schule genügend Kindermasken bereit stünden. Und dass er sich auch schon Gedanken gemacht habe, wie er im Ernstfall seiner Klasse erklären soll, warum er nicht mehr jedem einzelnen die Hand zur Begrüssung schüttle. So viel pädagogische Überlegung in Sachen Schweinegrippe finde ich angebracht, nachdem in New York Schulen geschlossen und desinfiziert worden sind und gestern das erste Kleinkind in Amerika am Virus gestorben ist.

Kinder sind nämlich unschlagbare Keimeverbreiter. Die einfachsten hygienischen Massnahmen sind für den Nachwuchs höchst schwierig einzuhalten: Einem Zweijährigen kann man nicht erklären, dass es momentan gesünder ist,  nicht jeden Gegenstand in der Krippe in den Mund zu nehmen. Kein Kind mit vier wäscht sich unermahnt die Hände mit Seife. Wenn es Jahre dauert, einem Sprössling beizubringen, sich die Hände beim Niessen vor den Mund zu halten, wie soll man ihm im Notfall per sofort dazu bringen, sich nicht mit den Fingern in den Augen zu reiben? Wie den Kindern erklären, dass sie besser Distanz wahren, wenn doch das Köpfe-Zusammenstecken in ihrer Natur liegt?

Das alles habe ich mir auf dem Heimweg bange überlegt. «Habt ihr die Hände mit Seife gewaschen?» , fragte ich die Mädchen, kaum hatte ich die Haustür geöffnet.  Die Grosse verdrehte  präventiv die Augen und sagte: «Und jetzt du au no.» Die Kleine meinte: «Ja Mami, und jetzt müemer all mit em Ellboge hueschte, händs im Hort gseit.» Schwein gehabt, ich bin offenbar nicht allein besorgt!

32 Kommentare zu ««Mit em Elleboge müemer hueschte!»»

  • kipkoech sagt:

    Die Schutzmaske macht nach meiner Meinung nur für kranke Personen einen Sinn – dann werden die Ereger in die Maske gehustet und fliegen weniger herum. Die Ansteckungswege für Gesunde sind dagegen vielfältig, da schützt die Maske nur zu einem minimalen Teil. Die Epidemie wird sich auch mit Masken kaum verhindern lassen – allerdings würde den Apotheken, Verteilern ein Geschäft entgehen, wenn man nicht zum Maskenkauf raten würde ……

  • Sylvia Liatowitsch sagt:

    Stillen heisst für das Neugeborene, im eigenen Rhythmus und verbunden mit der Mutter, die ihm als erste Wiege bekannt ist, Nahrung zum eigenen Wohlbefinden zu „erarbeiten“, was dem ganzen Wesen, dem ganzen Körper und schliesslich der Hirnaktivierung unwiderbringlich gut tut! So ist das.

  • Anne sagt:

    Hat ganz schön Angst gemacht, dieses Virus.Die WHO informierte ,sprach vom Ernst der Lage und denen glaube ich auch.Die WHO würde sich sicher nicht in den Dienst irgendwelcher Pharmariesen einspannen lassen.
    Uns hilft es, wenn wir uns mit unseren 10- jährigen Kind, dass das alles auch mitkiegt, überlegen, was wir tun könnten, wenn das Virus käme. Mit dem Velo in den Wald gehen,an einem einsamen Plätzchen Würste braten, mit einer Schutzmaske neue Würstchen einkaufen gehen, uns immer die Hände waschen usw., einfach damit wir uns nicht so ohnmächtig fühlen und im Vertauen darauf, dass der Pandemieplan in der Schweiz auch funktioniert.www.bag.admin.ch)

  • Reto sagt:

    Habe noch etwas zum Nachdenken an alle, die sich jetzt wie wild Tamiflu kaufen: Warum sind wir eigentlich so sicher, dass Tamiflu wirklich gegen die Schweinegrippe hilft? Die Firma Roche hat Tamiflu vor einigen Jahren zur Bekämpfung der Influenza A entwickelt. Nur dafür liegen bisher Studien zur Wirksamkeit vor. Schweinegrippe ist aber NICHT Influenza A. Man hofft also einfach, dass Tamiflu auch hier etwas nütze. Ja nach Glaubensrichtung kann man es getrost auch mit Beten versuchen.

  • Reto sagt:

    Die Schweinegrippe ist nichts als ein Hype unserer Medien und unserer Behörden. Und schlimm für Menschen, die an der Angststörung „Mikrophobie“ leiden.
    Überlegt doch: Menschen leben seit tausend oder mehr Jahren auf engem Raum mit ihren Nutztieren zusammen. Glaubt ihr tatsächlich, die Übertragung von Viren vom Tier auf den Menschen sei da eine Ausnahmeerscheinung unserer Zeit? Das ist ein völlig alltäglicher Vorgang, den es immer schon gegeben hat.
    Was heute aber anders ist als früher, ist die Fähigkeit, eine solche Übertragung aufzudecken. Es ist heute, wie wenn man eine vermeintlich saubere Tischoberfläche mit dem Mikroskop betrachtet – es wimmelt von Mikroorganismen. Trotzdem ist der Tisch für uns „sauber“ und wir sterben nicht, wenn wir uns daran setzen, das ist ein Fakt, den nur psychisch Leidende bestreiten.
    Es ist ein Wahn unserer Bürokraten zu glauben, man könne ein Virus wie ein Grippevirus an der Ausbreitung hindern. Dazu müsste man ja jeglichen Kontakt untereinander vermeiden. Verlassen wir uns lieber auf unser Immunsystem: es wurde über tausende von Jahren perfektioniert, solche alltäglichen Virenangriffe abzuwehren. That’s life!
    Ich werde also ganz sicher keine Atemmaske kaufen und das Geld für Tamiflu in ein Schweinesteak investieren! Und noch etwas: Mikrophobie kann man behandeln… 🙂
    P.S.: Nachdem sich jetzt allmählich abzeichnet, dass die Schweinegrippe doch nicht das tödliche Horrorszenario aus dem Film Outbreak ist, wird flugs umdisponiert: jetzt mahnen unsere Bürokraten halt nicht mehr vor der Lebensgefahr sondern vor „ernsten Konsequenzen für die Volkswirtschaften“. Und damit wären dann wir auf der Stufe jeder mittleren Grippewelle angekommen.

  • roland greber sagt:

    Und die Gesichtsmaske holt s’Mami mit em Auto vo dr Apotheke. Das das die Totesursache Nr. 1 für Kinder in der Schweiz ist, ist wurscht. Hauptsache Tamiflu und Maske!

  • Dany sagt:

    Hallo, der Bericht war sehr sympathisch. Ich denke auch, dass einige Masken + antibakterielles Gel + Wegwerfhandschuhe vor allem nach den aktuellen Ereignissen zur Hausapotheke gehören sollten. Auch wenn es momentan nich „allzugefährlich“ aussieht, ist es eine gute Vorsorgemassnahme. Wir wohnen in einem der betroffendsten Staaten von Mexiko; San Luis Potosí un als die Behörden gemeldet haben, dass man in der Öffentlichkeit eine Schutzmaske tragen soll, waren nach wenigen Stunden leider ALLE ausverkauft in der ganzen Stadt und unterdessen IM GANZEN LAND. Am nächsten Tag war dann auch das antibakterielle Gel aus und nach 2 Tagen die Handschuhe…aber es heisst ja weiterhin es sei alles unter Kontrolle… hoffen wir mal das sei so. Drück der Welt die Daumen!!

  • soso sagt:

    Hallo fand den Komentar richtig gut. Man versucht immer die krisensichere, total entspannte Mutter zu miemen, aber die frage „was ist wenn…“ stellt sich doch immer irgendwann. Und das ist auch gut so, denn Führsorge ist ein wichtiger Bestandteil einer gesunden Mutter-Kind Beziehung. Mein Sohn ist eins und sich zu fragen, wie ich ihn, im Ernstfall, dazu kriege sich eine Maske anzuziehen, wo doch schon der Sonnenhut ein Problem darstellt ist wohl normal. Sich zu informieren und sich auch zu überlegen wie man im Ernstfall handeln sollte, hat nichts mit Panik zu tun sondern zeigt, dass der Mutter-Instinkt intakt ist.

  • Maja sagt:

    Schutzmasken sollten vielleicht einfach zur normalen Ausstattung der Hausapotheke gehören. Ein banaler Schnupfen kann auch hoch ansteckend sein. Masken würden sicher auch da einen Nutzen bringen, wenn sie von betroffenen getragen würden. Würde sich sicher auch bei den Gesundheitskosten niederschlagen. Dass sie sich Sorgen machen um ihre Kinder
    kann ich gut nachvollziehen. Vorsicht ist die Mutter der Porzelankiste.

  • better2know sagt:

    Das Tragen von Masken ist nur im Zusammenhang mit den übrigen empfohlenen Hygienemassnahmen sinnvoll und wirksam. Da Kinder diese nicht bzw. nur teilweise nachvollziehen und einhalten können, wird für sie das Tragen von Hygienemasken nicht empfohlen, insbesondere sind sie für Säuglinge und Kleinkinder nicht geeignet. Im Pandemiefall wird zum Schutz der Kinder empfohlen, sie nach Möglichkeit zu Hause zu behalten.

  • rainman sagt:

    Das Problem liegt doch da:
    Masken zuhause zu haben ist sicher grundsätzlich nicht falsch. Dass aber jetzt offen dazu aufgerufen wird sie sich anzuschaffen, ohne vorher abzusichern, ob überhaupt genügend davon lieferbar sind, dass hat schon was von Pamikmache. Wie fühlen sich denn da Eltern, die, von der Natur so angelegt, eher überbesorgt sind, wenn sie feststellen, dass es für sie im Moment keine Masken gibt. Ohne Not ( und die ist im Moment noch keineswegs da) solche Aufrufe zu staren halte ich für verantwortungslos.
    Die Firma Roche ruft übrigens, noch viel verantwortungsloser, ihre Mitarbeiter auf sich vorbeugend ein Tamiflu Rezept von ihrem Arzt zu holen. Für die Mitarbeiter wäre dann eine Sonderration da. Genau das ist es, was diesen bisher eher harmlosen Virus unter Umständen doch noch gefährlich machen könnte. Ohne Gefahr wird wild Tamiflu geschluckt und auch wieder an die Umwelt ausgeschieden. Die Chancen, dass der nächste Virus oder auch schon eine veränderte Form des jetzigen dann gegen dieses Medikament resistent wird und dadurch ersnthaft gefährlich ist, steigt sehr.

    Meine Mutmassung was diesen Virus betrifft ist die:
    Viele Leute werden grosse Ängste ausstehen müssen.
    Bei manchen wird sich das zu einer Phobie vor Ansteckungskrankheiten auswachsen.
    Es wird einen neuen Schub für die Hygienefanatiker geben.
    Die Schweiz wird ca. 1000 Menschen mehr mit Waschzwang haben.
    Die Firma Roche wird als eine der wenigen in diesem jahr ein sattes Wachstum haben und dadurch durchaus auch diese Region fördern. Und damit ist auch schon ein Motiv zu nennen, warum die BAZ nicht gerade beschwichtigend wirkt. Einen kleinen Gefallen wird man dem Wirtschaftsriesen der Heimat ja auch mal tun können.

  • Nicolas sagt:

    Ich denke, wenn man sich solche Masken kaufen will, ist das sicherlich keine schlechte Idee. Aber die Gründe, welche in diesem Artikel genannt werden, sind nicht unbedingt Richtig? Das kleine Kind starb an einer Lungenentzündung, was bei einem klein Kind auch imit einer normalen Gripper passieren kann. Die Masken zu kaufen, dass wenn irgendwan irgenetwas Gefährliches passiert man vorbereitet ist, aber sicher nicht für die Schweinegrippe.

  • Urs sagt:

    Panik haben wegen der Schweinegrippe, aber dann nicht ernstnehmen, dass Migros (bzw. Coop) tatsächlich Masken im Angebot haben… und diese Weltverbesserer in den Kommentaren sind auch lustig, als ob AIDS oder Hungersnot über den gleichen Weg wie Grippe ansteckend sind. Und statt sich um Kindermasken zu sorgen, einfach mal auf vhemt.org hören.

  • Robert sagt:

    Sich um Hygiene und das Vermeiden von Ansteckungen zu sorgen sehe ich noch nicht als Hysterie. Und es macht nicht nur im Hinblick auf die Schweine- oder Vogelgrippe Sinn, sich einmal zu überlegen, ob es wirklich nötig ist, dass man selbst oder auch die Kinder nun wirklich JEDEN Virus auflesen und „nach Hause bringen“. Man kann sich so leicht schützen! Aber dazu gehören gewisse Verhaltensregeln, die man gerade Kindern so oder so beizubringen versuchen kann.
    Man sollte IMMER in den Ellboden niesen oder husten. Man sollte generell die Hände waschen, wenn man nach Hause kommt. Man sollte, wenn man krank ist, zu Hause bleiben, bis man einen Tag symptomfrei ist – und nicht halb krank wieder weggehen. Und wenn man zu Hause ein krankes Familienmitglied hat, dann könnte man sich auch an Masken gewöhnen, ohne gleich von Hysterie sprechen zu müssen. Auch für eine Tramfahrt sollte eine Maske drinliegen, wenn man wieder mal merkt, dass die Hälfte der Mitfahrenden ungeniert schnuddern und husten.
    Es ärgert mich, wenn die Anwendung von ein paar einfachen Hygiene-Regeln nur deswegen von den Mitmenschen mit „Hysterie“ betitelt wird, weil nicht alle mit der Herde der blökenden Schafe mitrennen wollen – sondern sich selber Gedanken machen.

  • Jasmina sagt:

    wir haben ja vor jahren, als die vogelgrippe auftrag, vom arbeitgeber ein notfall-set bekommen. 50 masken, sterile handlotion und – vermutlich das nützlichste daran – 2 päckchen nastüechli. naja, letztere gingen für meinen letzten schnupfen drauf.
    natürlich ist man als mutter hellhörig und achtet vermehrt darauf, ob und wo man sein kind einer grossen menschenansammlung aussetzt – aber deswegen hysterisch alle apotheken abklappern oder ihnen sogar tamiflu ohne rezept abschwatzen, ist doch verfehlt.
    mein mann arbeitet am flughafen und hat täglich kontakt zu x reisenden aus aller welt, und sollte er sich grippig fühlen, wird er sofort zum arzt gehen – was er aber auch bei einer hundskommunen saisonalen grippe tun würde, mit einem neugeborenen zu hause.
    und wie es bei CNN ganz richtig hiess: in mexiko war der verlauf der schweinegrippe viel extremer als zb in den USA, wo die auswirkungen mit denjenigen der saisonalen grippe zu vergleichen sind.
    ob es noch weitere mutationen geben wird, bleibt abzuwarten – aber überraschend ist es nicht, dass bei dermassen engem kontakt zwischen mensch und tier irgendwann viren zum menschen überspringen. da sind wir schlussendlich selbst schuld.

  • Matthias sagt:

    Auch ich tendiere dazu zu glauben, dass in den letzten Tagen mit der Gefährlichkeit dieser Grippe etwas übertrieben wurde. Trotzdem kann ich die Gedanken der Autorin nachvollziehen. Wer kann schon objektiv abschätzen, wie gefährlich die Sache wirklich ist und wie sie sich in der nächsten Zeit entwickelt? Da hört man sogar von Spezialisten Widersprüchliches.

    Und natürlich gab es immer wieder Pandemien und Seuchen. Ja, das ist absolut „normal“. Aber das bedeutet doch nicht, dass ich tatenlos zusehen und mich dem Schicksal einfach so fügen muss. Ich kann eine Pandemie zwar nicht aufhalten, aber ich kann für mich und meine nächste Umgebung das Ansteckungsrisiko mit einigen Massnahmen (z.B. Händewaschen oder Maske, wenn es denn soweit kommen sollte) um ein gewisses (wenn vielleicht auch nur sehr kleines) Mass reduzieren. Sollte ich und meine Umgebung dann die Pandemie schadlos überstehen, dann besteht immerhin eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass die von mir ergriffenen Massnahmen „Schuld“ daran waren.

    Fazit: lieber einmal übervorsichtig sein als sich im Nachhinein vorwerfen zu müssen, aus (angeblicher) „Besserwisserei“ ein zu grosses Risiko eingangen zu sein.

  • Pharmama sagt:

    Das mit den Masken ist ja nix neues, das Problem kennen wir schon seit sie vor ein paar Jahren der gesamten Bevölkerung empfohlen haben einen Vorrat anzulegen.
    Vorläufig würde ich mich aber nicht mehr über die Schweinegrippe beunruhigen als über die normale Grippe. Aber sich vorher Gedanken darüber zu machen, WAS man im Notfall macht, kann auf keinen Fall schaden. Dann merkt man eben auf einmal die kleinen Dinge, an denen es happert. Kindermasken? Soll man denn dann das Kind überhaupt noch in den Hort schicken? Das ist (jedefalls meiner Erfahrung nach) der beste Weg, dass das Kind dann sicher die neuste Erkältungswelle aufschnappt – und dann der Papa und dann die Mama …
    Super Blog!

  • Rolf Stalder sagt:

    Endlich mal andere News, als immer über die Wirtschaftskrise… und wir kurbeln auch noch etwas die Wirtschaft an dabei! Ja, kauft alle diese Masken, obwohl es beim Supergau es auch ein Halstuch und eine Schutzbrille täten – und hoffentlich werden wir noch das ganze Tamilflu los, denn dieses läuft 5 Jahre nach Herstellungsdatum ab.

  • Eldhra sagt:

    @Gargamel
    Auch du verbreitest sinnlose Panik. Von wegen 5000 bis 15’000 Influenza-Tote jährlich in Deutschland.

    1. Gelten diese Zahlen nur für den Winter 2003/04.
    2. Sind das SCHÄTZUNGEN des Kochinstituts und keine bestätigten Influenza-Fälle.
    3. Bestätigt sind für denselben Winter effektiv ca. 50 Tote.
    4. Verzeichnet Deutschland in den Jahren 1998 bis 2002 im Schnitt jährlich ca. 50 Influenza-Tote.
    5. Gab es in Österreich 2002 zB 188 Influenza-Tote.

    Ich glaub nicht, dass die Gesundheit in Deutschland soviel schlechter ist als die in Österreich *lol*

    Die Vogelgrippe hab ich schon nicht ernst genommen. Die Schweinegrippe nehm ich auch nicht ernst. Mediale Panikmache, gefördert von der Chemie-Industrie. Sonst nichts. Wie jemand anders ganz richtig vermerkt hat, sterben chronisch viel mehr an Hunger und Mangelerscheinungen. In Afrika begnügt sich eine Mutter mit der Apfelschale, damit ihr Kind nach Monaten mal wieder eine Frucht hat und wir werfen hier endlos Lebensmittel weg. DAS macht mir viel mehr Sorgen. Wien zB wirft täglich soviel Brot in den Müll wie ganz Graz braucht.

    Wenn es eine Pandemie gäbe, würd ich sie begrüssen. Auch wenn ich selbst Opfer wäre. Es gibt zu viele Menschen auf diesem Planeten.

  • Paul Sagmann sagt:

    Eben von einem Arzt aus Wien erhalten: ich find das ganze getöse ja sehr amüsant. diese schweinegrippe ist eine stinknormale influenza, nicht gefähtlicher als jede andere grippewelle, die jährlich durch die welt zeiht und nur weil die medien und roche ihre kohle dran verdienen wollen, steht die ganze welt kopf. es ist so schauerlich, wie irrational und dumm öffentlichkeit passieren kann. is aber auch nix neues…

    Nun ja, sagt wohl bereits alles.

  • Frank sagt:

    QUOTE Solange keine reale Bedrohung besteht (>1mio erkrankte in Europa >10Tote in der CH), gibt es jedoch weder für Masken noch für andere besondere Vorsichtsmassnahmen einen Grund. UNQUOTE
    Ja richtig, Masken tragen muss man jetzt in der Schweiz ganz sicher noch nicht, das hat auch niemand in diesem Blog behauptet. Wenn man sie dann abe rspäter tragen möchte, weil die Bedrohung real wird (was auch immer die Kriterien sind), könnte es ein bisschen schwierig sein, sie zu beschaffen, weil dann plötzlich alle wollen (inklusive die abgeklärten Skeptiker weiter oben). Darum nennt man so etwas ja auch Vor-Sorge…

  • Rahel sagt:

    Man muss doch auch das Positive sehen: mit einer Maske, richtig angebracht, fällt den Kleinen der Nuggi nicht mehr so leicht raus … 🙂

  • Pjotr Malatesta sagt:

    Täglich verhungern 10’000 Kinder. Das heisst, dass innerhalb von eineinhalb Minuten mehr Kinder an Unterernährung sterben denn – gegenwärtig – an der Säuligrippe. Wäre Hunger ansteckend, würden wohl viele, die jetzt ganz hysterisch und verdattert *Säuligrippe* stammeln und verschreckt durch die Warenhäuser irren in Zukunft für satte Bäuche weltweit sorgen.

  • Obelix sagt:

    Aber ein gutes Business ist es auf jeden Fall.

  • Lea sagt:

    Soviel ich weiss schützt ein ganz gewöhnliches Stofftuch genauso gut oder noch besser vor einer Ansteckung, wie die schlecht sitzenden Masken, die hauptsächlich verkauft werden. Die Viren werden ja bekanntlich über Tröpfchen verbreitet und um diese aufzufangen genügt ein engmaschiges oder gefaltetes Stofftuch. Dieses verhindert vor allem auch, dass Mund und Nase mit den „dreckigen“ Händen berührt werden.
    Solange keine reale Bedrohung besteht (>1mio erkrankte in Europa >10Tote in der CH), gibt es jedoch weder für Masken noch für andere besondere Vorsichtsmassnahmen einen Grund.

  • Frank sagt:

    Grippe-Pandemien mit Millionen von Toten hat es immer wieder gegeben, und wird es garantiert wieder geben. Ob das „Schweinegrippen“-Virus oder einer seiner Abkömmlinge das Potential dazu hat, ist noch unklar – hoffen wir, dass es nicht so ist. Panik ist sicher nicht angebracht, aber zu beschönigen auch nicht. „Vogelgrippe ein Schuss in den Ofen“ – wir sollten uns lieber freuen, dass in Asien bisher keine Mensch-zu-Mensch Übertragung stattgefunden hat. Kann aber noch kommen, diese Viren entwickeln sich weiter. Vergleiche mit AIDS oder Malaria bringen’s auch nicht – eine Grippe-pandemie wäre für uns viel gefährlicher. Für die Familie Gummihandschuhe und Masken zu kaufen ist nicht krank, sondern eine Vorsorgemassnahme die nicht viel kostet.

  • Nadja sagt:

    Sorry, aber das ist doch völlig gestört! Was für ein Weltbild vermitteln wir denn da unsern Kindern? Wenn ein Kind în den USA und 8 in Mexiko sterben, binden wir ihnen Masken um und machen den gesamten Medienhype mit. Dass aber täglich tausende Menschen (darunter meist Kinder) mit Aids und Malaria infiziert werden, und Millionen daran sterben, geht unter ferner liefen…

  • Markus sagt:

    Schönreden ist genausowenig angebracht wie Panikmache.

    Mit der Vogelgrippe ist die derzeitige Welle in keiner Art und weise zu vergleichen. Auch wenn der gewählte Name etwas anderes suggeriert: die „Schweinegrippe“ ist eine Menschengrippe. Übertragbar über den normalen Pfad, Tröpfchen- und Schmierinfektion von Mensch zu Mensch. Ein neuer Stamm, für den weder Immunität noch ein Impfstoff existiert.

    Die einzige Frage, die noch offen ist, ist die sterblichkeit. Da können die ersten Nachrichten wohl etwas übertrieben haben.

    Und daran wird es auch einzig hängen, ob die Pandemie (die kommen wird, das zeichet sich jetzt schon ab) zu einer Katastrophe wie 1918 oder zu einer ganz normalen Grippewelle führen wird.

    So gesehen sind die Vorsichtsmassnahmen nicht daneben. Auch wenn sie letztendlich nicht viel helfen werden. Mit der Ansteckungsgefahr schon einen Tag vor dem Auftreten der ersten Symptome wird sich die Ausbreitung wohl nicht verhindern lassen; es sei denn, wir wollen allen menschlichen Kontakt für die nächsten zwei Monate aussetzen.

  • Gabriela sagt:

    haha, den blog heute finde ich gut! ich verstehe die journalistin. man muss ja nicht grad in panik verfallen, aber bei den sich überschlagenden neuigkeiten sind ihre gedanken vollkommen nachvollziehbar.

  • Obelix sagt:

    Da lobe ich mir unsere Schule hier in Pfyn (TG). Da haben die Lehrerinnen ganz klar den Kindern kommuniziert, dass das nur eine Panikmache der Zeitungen ist und darauf hingewiesen, dass die Vogelgrippe genouso ein Schuss in den Ofen war. Meine Mädels sind daraufhin sehr gelassen nach Hause gekommen.

  • gargamel sagt:

    edit: 5’000-15’000 opfer pro jahr…

  • gargamel sagt:

    „der alte affe angst“ sowie eine gute portion mediengeschürte hysterie scheinen diesem artikel pate gestanden zu haben…

    „in amerika ist das erste kleinkind am virus gestorben“. und darum brauchen sie, frau althaus, jetzt ganz dringend schutzmasken für ihre kinder hier in der schweiz? wissen sie, wieviele kleinkinder, grössere kinder und erwachsene pro jahr an einem ganz gewöhnlichen, nicht gehypten grippevirus sterben? auch hier, in europa? das robert-koch-institut geht von 5’000-15’000 menschen aus, die allein in deutschland der stinknormalen grippe (influenza) zum opfer fallen. und wieviele tote hat die schweinegrippe bis jetzt weltweit auf dem gewissen? gemäss letzten zahlen gibts 8 bestätigte tote in mexiko sowie das erwähnte kleinkind aus texas, das auch aus mexiko kam…

    also: zurücklehnen, tief durchatmen, die nächsten paar wochen nicht beim mexikaner essen…

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