Frauen auf Titeljagd

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Mit dieser WM wurde ein weiterer Meilenstein in Sachen Gleichberechtigung der Geschlechter erreicht: US-Fussballerinnen (links Natasha Kai).

Eine Carte Blanche von Auguste zum Thema, warum die Frauenfussball-WM ihr Familienleben verbessern wird.

Am letzten Sonntag war das Eröffnungsspiel der Frauenfussball-WM in Deutschland. 74’000 Menschen pilgerten ins Berliner Olympia-Stadion und vierzehn Millionen Deutsche schauten am Fernseher zu. Das sind ziemliche Hausnummern. Der Hype im Vorfeld war für meinen Geschmack etwas gar dick aufgetragen, und der «Themen-Tatort» war das, was man im Fussball als «Grottenkick» bezeichnen würde. Trotzdem glaube ich, dass es sich lohnt, das eine oder andere Spiel anzuschauen. Warum?

  1. Stars
    Der Frauenfussball hat einige Stars des runden Leders hervorgebracht. Die legendäre Brasilianerin Marta und die Deutsche Birgit Prinz sind Superstars, aber daneben gibt es eine Reihe Spielerinnen, deren Können am Ball ebenso bemerkenswert ist. Zu ihnen gehören: Kelly Smith aus England, Lotta Schelin aus Schweden, Ingvild Stensland aus Norwegen, Abby Wambach aus den USA oder Homare Sawa aus Japan.
  2. Die Sportlerinnen
    Frauenfussball ist nicht Männerfussball. Aber es geht um den WM-Titel und deshalb werden die Frauen wie jeder Sportler alles geben, um das Endspiel zu erreichen. Derselbe Kampfgeist und dieselben Tränen oder im Triumph zum Himmel gereckten Fäuste, aber alles eine Spur weiblicher. Wie gut die Frauenmannschaften heute taktisch und technisch zu Werke gehen, wird wohl manchen «Wegseher» überraschen. Die Torhüterinnen sind allerdings immer noch die Schwachstelle im Ganzen.
  3. Eine «Prosecco-Gelegenheit»
    Ein WM-Fussballspiel ist immer auch eine Gelegenheit das Soziale zu pflegen. Ob Bier und Chips oder Prosecco und Dips ist ja eigentlich wurscht. An einem lauen Sommerabend zusammen zu kommen und Fussball schauen oder bei einem langweiligen Match die nächstbesten Themen durchnehmen, ist herrlich zwanglos.
  4. Good Parenting
    Wenn ein Vater seiner, im brasilianischen Marta-Trikot steckenden, Tochter die allerletzten Feinheiten dieses grossartigsten aller Spiele total sachkundig erläutern kann, oder eine Mutter mit ihrem Sohn vor der Glotze Kurierpizza und Cola reinzieht und sich von ihm erklären lässt, dass seine B-Junioren Mannschaft die «Chicks» vom Platz fegen würde, aber Marta oder Fatmire Bajramaj definitiv heissere Gegner wären als der FC Tagelswangen nächste Saison – dann sind das unwiederbringliche Momente im sonst so repetitiven Erziehungsalltag.
  5. Ein sportlicher Gleichstellungs-Check im Sommer 2011
    Allen Unkenrufen zum Trotz, mit dieser WM wurde ein weiterer Meilenstein in Sachen Gleichberechtigung der Geschlechter erreicht: Panini druckte erstmals Bildli und ein Album zu einer Endrunde der Frauen, wenn auch nur für deutsche Sammler. Zugegeben, richtig scharf sind die Panini-Portraitaufnahmen ja eigentlich nie, aber weil es eine WM der Frauen ist, haben ein paar von ihnen nicht lange gefackelt und sich im Vorfeld des Turniers gleich mal selbst ins richtige Licht rücken lassen. Eine Handvoll deutscher Spielerinnen zeigten im «Playboy» was wirklich in so einem Nationalmannschafts-Trikot drinsteckt: durchtrainierte, innere Werte. Der Feminismus des Sommers 2011 macht auf Trikot-Tausch, Zweikampf, Distanzschüsse und gefährliche Standardsituationen. Adidas und Sport-BH sind in – Birkenstock ohne Stollen und lila Fummel ohne Rückennummern sind out.

Für Fans, Sammler, Philosophen, Feministinnen und «Wegseher» könnten die nächsten drei Wochen der Ausgangspunkt für einen angeregten Austausch in der Gartenwirtschaft, in Gleichstellungsbüros, Internet-Foren oder im Feuilleton werden, während die Jäger eher in der Ausgabe des Männermagazins blättern, und sich allenfalls darüber Gedanken machen, ob sie Megan Fox noch schärfer fänden, wenn sie kicken könnte wie Beckham. In dieser Frauenfussball-WM steckt mehr drin, als das nackte Auge auf den ersten Blick wahrnimmt.

Was ist, schauen Sie mal hin oder teilen sie eher die Meinung eines Forum-Kommentators, der meinte: «Frauenfussball ist wie Pferderennen mit Eseln!»?

Wir danken Auguste für seinen Beitrag.

Lesen Sie zum Thema auch den Beitrag unserer Fussball-Experten im Steilpassblog: Für immer Randsport-Art.

231 Kommentare zu «Frauen auf Titeljagd»

  • pat sagt:

    …und so lange beispielsweise immer noch das männliche Geschlecht (vgl. Pt. 4 Good Parenting) dem weiblichen den Fussball „sachkundig erläutert“, stelle ich fest, dass sich die Gleichstellung noch nicht überall verinnerlicht hat. Schade.

  • Sportpapi sagt:

    Die schwache Medienpräsent der Frauenfussballerinnen ist klagen auf sehr hohem Niveau. Wenn man dann zum Beispiel zur Leichtathletik schaut, immer noch die wichtigste olympische Sportart, die am Fernsehen kaum mehr vorhanden ist. http://leichtathletik.de/Dokumente/ProForumRot/thread.asp?id=6245&Position=2

  • Orlando S. sagt:

    Magere Ausbeute: 220 Kommentare in drei Tagen. Das zeigt auch die völlig überrissene Aufmerksamkeit, die dem Frauenfussball von Medien- und Augustseite entgegengebracht wird, zwecks Volkserziehung hin zum im Zeichen der Gleichberechtigung unterwürfigen Mann.

    Nach meiner Ansicht ist schon die pointierte Fusballmania gewisser männlicher Zeitgenossen ein verknorztes, konfektioniertes, angeschwultes „Hobby“, ein braver, undreckiger, Light-Bier-Freiraum, mit dem Frauen leben können. Und schmunzelnd ihr Köpfchen schütteln können und sagen: „Diese Männer, jemmersaberau!“.

    Rugby, American Football!

  • Andy M sagt:

    Wollte nur sagen: grossartig geschrieben, Auguste !!!

  • fufi sagt:

    Frauenfussball nur für Frauen?

    Na dann viel Spass:

    http://www.youtube.com/watch?v=6IGoDVjQolg

    Und falls ich denn deswegen definitiv ausgeschlossen werden sollte:

    http://www.youtube.com/watch?v=l0Q290bez-M

    😛

  • Michael Jackson sagt:

    Wieso hat es denn ausgerechnet beim Fussball-Sport so lange gedauert, bis es als einigermassen normal gilt, dass Frauen ihn ausüben, hat jemand eine Antwort darauf?

    • Sportpapi sagt:

      Weil Frauen sich immer geweigert haben, auf den Schulhausplätzen und im Sportunterricht mitzuspielen? Jetzt aber der Fussball-Hype zumindest teilweise auch auf die Mädchen übergegriffen hat.

  • Tschutti Frutti sagt:

    Wie lange hat es denn gebraucht, bis so ein Fussballspiel mit weiblichen Spielerinnen irgendwie als normal akzeptiert wurde? Beim Tennis, galt es doch lange schon als normal, dass Frauen da mitmischeln, wieso beim Fussball nicht? Was ist denn so speziell an dieser Sportart? Hat jemand eine Antwort darauf?

  • Vreny Meier sagt:

    Frauen kriegen Babys und Männer sollen Fussballspielen… ich finde diese Spiele einfach langweilig und total unsexy. Volleyball finde ich da eher weiblich. Aber MANN-schaftssportarten sind halt oft hart und strategisch und das liegt den Frauen einfach nicht.

  • Daumüller Herbert sagt:

    Sollen die Emanzen doch ihren Sport treiben, interessiert ja eh keinen. Bei uns gilt noch das alte sprichwort „ein Frauenzimmer hat in der Chefetage nichts zu suchen, ausser wenn sie mir einen Kaffee bringt.“

  • Peter Balmer sagt:

    Solange keine 50 % – Frauenquote für jede Frauenmannschaft vorgeschrieben wird ist das Ganze einfach nicht fair und trägt nicht zur Gleichstellung bei!

  • Fresh sagt:

    Man sollte Frauen- und Männerfussball einfach nicht vergleichen!
    Es ist nun mal so, dass der weibliche Körper nicht die selben Leistungen erbringen kann wie der männliche- und das ist bei alles Sportarten so. Das wirkt sich dann natürlich auf die schnelligkeit des ganzen Spieles aus.
    Diejenigen, die hier von schlechtem Nieveau schreiben, haben ganz einfach keine Ahnung…

    Aber für den Frauenfussball ist es sicher schon mal gut, dass man darüber redet und diskutiert, wie z.B. hier…
    sooo uninteressant kann es ja auch nicht sein 😉

  • Thomas Wehrli sagt:

    Ich freue mich für die Frauen, dass ihre Kickerei nun punkto Aufmerksamkeit näher an die Kickerei der Männer rankommt. Wenn sich mehr Frauen trauen, ihrem bevorzugten Hobby nachzugehen, dann hat das sogar Gleichstellungsrelevanz. Insofern find ich das wirklich gut. Und ob Frauen punkto Athletik zu Fussball an sich passen, ist dann irrelevant. Hauptsache es macht Spass. Dass die besten Frauen kaum mit Junioren mithalten können, ist also irrelevant — aber eben doch ein Fakt. Als zweitklassige 15-jährige Junioren schlugen wir die Nati damals gleich 4:1. Sind wir Männer nicht auch super? 😉

  • peter laufmann sagt:

    also mir gefällt frauenfussball! da sehen wir spielzüge und nicht nur physisches gekrampfe und fliegende schwalben, protagonistinnen sehen auch besser aus 😉 es giebt weniger primitive besoffene im und ums stadion, fremdenhass, idiotisches geschrei, die spiele sind nicht geschoben, es ist erfrischender und die freude ist spührbar, dazu den luxus nach den spielen in sauberen öv nach hause fahren. da aber dümliche patriarchen sich lächerlich über frauenfussball machen und auf diese vorteile verzichten, sagt mir, dass ich & viele andere diese beim frauenfussball in keiner weise vermissen!!!

  • alpha pfeiffer sagt:

    noch kurz zum thema der dresses, die initative für „sexy“dress kam von den fussballerinnen selber, das sie nicht in männliche t-shirts passen und diese ihnen beim sport eher hinderlich sind und wie säcke aussehen ist wohl klar.
    neben der besseren funktion beim sport, sehen diese auch wesentlich attraktiver aus mir den neuen dresses.
    bis jedoch der frauenfussball vollends anklang findet, vergehen sicher noch 20-30 jahre. bei uns ist ja der männerfussball nicht wirklich entwickelt, wie sollen es den die frauen in noch kürzerer zeit schaffen?

  • Peter Schöni sagt:

    Meines Wissens nimmt Natasha Kai gar nicht an der WM teil. Zumindest ist sie auf der offiziellen Teamseite nicht zu finden: http://bit.ly/lVwjFf So gesehen ist das Bild etwas irreführend.

  • Tschutti-Frau sagt:

    Nun kann ich nachempfinden, wie sich die Frauen vor 40 Jahren beim Kampf um das Frauenstimmrecht gefühlt haben müssen. Diese herablassenden Bemerkungen, bäh! Fussballspielen gibt mir eines der grössten Glücksgefühle – wenn mir dies jemand verbieten würde, dann würde mir etwas fehlen. Und sorry, was an der Frauen-WM geboten wird, das schlägt so manch langweiliger Nati-Match. Ja, vielleicht könnte man die Tore etwas kleiner machen, selten ist ja eine Goalie-Frau grösser als 180cm.

    • Auguste sagt:

      hmm…, richtig tschutti-frau, es brauchte titanen zwischen den pfosten, wie kahn, schmeichel, van der saar, czech, um den kasten für die angreifer plötzlich klein erscheinen zu lassen. kein wunder tun sich die frauen damit sehr schwer. aber vermutlich würden wir männer uns noch viel schwerer tun mit einem frauentyp à la olli kahn.

  • Katharina sagt:

    Nicht nur bieder, sondern auch streckenweise sehr anbiedernd.

    die frage bleibt, was hat sporno mit feminismus zu tun. siehe der promotionslink. wo mit pinkes ghetto der falsche stereotyp gewählt wurde, aber mit ghetto die richtige kategorie.

  • S. Müller sagt:

    Frauenfussball – warum nicht gleich Männersynchronschwimmen?

    • fufi sagt:

      Weshalb denn nicht?

      Herrgottimhimmel!

      🙄

    • Alexandra sagt:

      Kann mir mal jemand sagen, warum Frauen nicht auch Fussballspielen sollen und die selben privilegien geniessen dürfen wie die Männer? Oder möchte die Gesellschaft wieder zurück in die alte Mode? Stimmrecht für Frauen im Kanton Appenzell Innerrhoden… 1990 ?!

      • Eni sagt:

        Vergessen Sie nicht, dass die Frauen im Appenzell auch 1990 das Stimmrecht abglehnt haben, es ist nur in Kraft getreten weil die Bundesreigierung das so angeordnet hat.

        Ich selber finde Frauen die Fussball spielen auch nicht schön anzusehen, genauso wenig wie Frauenschwingen. Das hat nichts mit dürfen zu tun, sondern mit meiner Auffassung von Ästhetik.

      • fufi sagt:

        Tja, „S.Müller“ ist ja glaub ein Musterbeispiel von kommentatorischer Autodisqualifikation?
        😛

        S’ist halt glaub schon so, dass bei vielen Männern beim Thema „Tschüttelen“ der Verstand in die Hosen rutscht.
        Und wie Figura beweist, kann’s sogar vorkommen, dass einige denn nicht mal mehr in den Hosen denken!

        😉

      • Andy M sagt:

        Was S. Müller vermutlich meint und worin ich mit ihm einverstanden bin: wenn ein paar Frauen den Männern in allem nachäffen, ist es OK und – @Alexandra – soll auch nicht verboten werden. Die Anerkennung bleibt dann freilich aus. Ich kann jetzt beim besten Willen keine Freudensprünge machen, nur weil 2011 einige Frauen jetzt endlich auch irgendwas können, ein wenig, was viele Männer seit Jahrzehnten sehr gut können.
        Späte Imitation ist dann eben nur das. Sorry.

      • Sportpapi sagt:

        Und Männerr-Synchronschwimmen ist tatsächlich verboten. Bzw. die wenigen „Athleten“ nicht für Wettkämpfe zugelassen. Man stelle sich das mal vor, wenn es anders herum wäre…

  • heidi reiff sagt:

    Ich idealisiere die früheren Zeiten keinesfalls, finde diese Moderne heute etwas extrem, brauchen wir Percing, Totoos nur um gesellschaftlich zu landen Ständig werden wir überflutet mit Werbung z.B. Mode, in der Freienstrasse Basel locken Schmuckläden mit teuren Ringen, haben nach wie vor die Reichen das Sagen, im Hiobbrockenhaus werden Bilder mit Goldrahmen verhöckert, die sind auch nicht billig, Auktionen gibts ja auch von . Ich bin eine Sportsbanausin, ich mag einfach Rennen nicht, auch keine Pferderennen ,fanat. Sport ob von Frau oder Mann ist nicht mein Ding auch die M. Duval aus der Esot

  • Simon Vonlanthen sagt:

    Kann jemand lesen, was der Frau auf die Seite geschrieben hat?

  • fufi sagt:

    @Auguste

    Du liebst es glaub nicht nur, dich ins Stadion/vor den Fussball-TV zu setzen, sondern auch in Wespennester?
    Wobei Wespen ja eigentlich ganz liebe Viecher sind! Hatten da ein Nest mitt 1000+ Bewohnerinnen auf dem Balkon, und in 4 Monaten hat mich nur EINE gestochen!
    Aber auf so viele gibt’s ja immer einen Idioten, meine ich!

    Stell dir das mal vor bei den zumeist maskulinen Fussball-„Fans“!?!

    • fufi sagt:

      Zum Frauenfussball:
      Verstehe all die Stänkerer denn absolut NICHT!

      Frauensport nur noch als – ach jeh!
      Synchronschimmen vielleicht?
      Oder Catwalk?

      Ist ebenso (un)interessant wie bei den Männern!

      Und muss gestehen:
      Habe an den letzten „grossen“ Meisterschaften meist maximal 3 Halbzeiten gelitten!
      S’ist ja wie mit dem Küssen: Viele Frösche, aber KEIN Prinz!

      p)

  • Also bei den Männern erkennt man den Schiedsrichter schlimmstenfalls an seiner roten Pfeife.

  • Chris sagt:

    Spielt in Unterwäüsche wie bei der Lingerie Football League in den USA. Dann schau ich zu. Sonst nicht.

  • Jens sagt:

    Das ganze Thema Frauenfussball ist ein Witz. Das hat nichts mit Genderdebatte zu tun sondern mit der attraktivität des Sportes. Frauenfussball ist sportluch auf dem Niveau von 15 jährigen Knaben und daher genauso (un)-interessant.
    Der ganze Hype ist medienbasiert und zeigt mal wieder die Manipulierbarkeit der Menschen.

  • Herbert Berger sagt:

    Solange es noch immer ein Thema ist, dass Frauen etwas machen und es etwas Besonderes ist, weil es eben Frauen machen, so lange das DAS Thema ist, solange ist die Gleichberechtigung und die Emanzipation nicht abgeschlossen. Wenn es nichts mehr Besonderes ist, dass Frauen z.B. Fussball spielen und Männer z.B. Wasserballet, dann haben wir das Ziel erreicht. Im Tennis und in Skisport haben wir das immerhin schon geschafft. Irgendwann einmal muss sich meine Tochter nicht mehr dafür entschuldigen, dass sie eine verdammt gute Innenverteidigerin ist und ihr Fussballspielen viel Spas macht.

  • Sandra Metzler sagt:

    Was soll dieser Artikel? Immernoch überrascht, dass Frauen was vom Fussball verstehen? Immer nur Väter und Jungs erklären den weiblichen Mitgliedern der Familie den Fussball? Wie in einer Grossplakat-werbekampagnen eines schweizer Telekomanbieters: „ich kann ihm stundenlang zuhören, wie er mir das Abseits erklärt?“
    Totaler affront gegen uns (wahren) weiblichen Fussballfans! unglaublich, wie lange manche Stereotypen überleben!

  • macho sagt:

    Ich weiss nur etwas: Ich schau mir hauptsächlich Fussball mit gewissem technischem, taktischem, physischem Niveau an wo es um grosse Titel geht, darum keine Axpo Super League und halt auch keine Frauen WM, tut mir leid, sondern Premier League und Champions League. Es interessiert mich einfach (noch?) nicht. Ich bin anspruchsvoll.

    Was ich aber gut finde, ist dass der Frauenfusball sich sicher im Aufstieg befindet, das Niveau wird besser, Zuschauer kommen in Massen ins Sadion und vor den Fernseher. Ich hoffe so profesionalisiert sich das Ganze und die Spielerinnen verdienen mal richtig!

    • Sandra Metzler sagt:

      ‚professionalisieren‘ ist ja synonym von Kohle machen… der moderne börsenquotierte Fussball kann genau so langweilig sein

      • macho sagt:

        Hab ich ja gesagt, die Fussballerinnen sollen Kohle machen, das haben sie verdient meiner Meinung nach. Und das spielerische Niveau und allg. Interesse wird wohl auch noch weiter steigen. Das wolltest du hören nicht?

        😉

    • marie sagt:

      danke für die ehrlichkeit macho!

  • Monsieur de Hummel sagt:

    Ich finde den Artikel eigentlich erstaunlich gelungen. Ich hätte eher irgendeine These erwartet, wieso Frauenfussball doch irgendwie besser sein soll als der der Männer.
    Es stimmt tatsächlich, dass die Frauen technisch und taktisch gut spielen, da wurden grosse Fortschritte gemacht. Ebenso stimmt es, dass die Torhüterinnen wirklich immer noch sehr schlecht sind. Das war wirklich sachlich und gut analysiert von der Schreiberin.

  • marie sagt:

    eigentlich hat diese wm durchaus etwas mit feminismus zu tun. in anbetracht, dass frauenfussballmannschaften (aufgrund des geschlechts) bis in die 70er jahre verboten waren. frau/mann kann sich darüber erfreuen oder nicht, aber wenn die historie in dieser sowie in anderen angelegenheiten eine rolle spielt, ist das sicherlich ein gewinn.
    gucken muss übrigens niemand. ich werde mir auf alle fälle das finale anschauen.

    • Sportpapi sagt:

      Mit „verboten“ ist was gemeint? Heute gibt es meines Wissens nur noch Sportarten, bei denen Männer nicht teilnehmen dürfen. Aber umgekehrt?

    • marie sagt:

      kleine emanzengeschichte anhand bsp. d: den vereinen (z.bsp. vfb stuttgart) wurde vom deutschen fussballverband verboten, damenmannschaften zu gründen. es gab schon fussballfrau(?)schaften, waren aber nicht anerkannt. in den 70ern wurde dies aber geändert und damit wurde den frauen eine profikarriere ermöglicht. fussballspielen durften sie schon, aber eben. deshalb ist es für den feminismus ein gewinn und diese wm wird u. a. auch deshalb so zelebriert; nicht nur weil die d-frauen vor einem allfälligen 3. titel stehen.
      habe mich vielleicht ein bisschen schlecht ausgedrückt. sorry.

      • fufi sagt:

        @marie

        Auch das Mutterland des Fussballs hatte lange Zeit Mühe mit Fussball-Müttern, äxgüsi: Frauen!

        Und überhaupt ist das Kapitel „Frauen und Sport“ definitif kein allzu erfreuliches Kapitel im „Grossen Buch des Sportes“!

        Viel mehr gibt’s dazu glaub nicht zu sagen, ausser:

        And the winner is: Germany!

        😀

      • Mehr Schein sagt:

        Genau, Frauenfussball ist das Spiel, das gut 90 Minuten dauert, wo 22 Frauen einem Ball hinterherrennen und wo am Schluss die deutschen gewinnen.

  • Anna Meier sagt:

    diesen Blog heute finde ich einfach nur total langweilig

  • Elias N sagt:

    Dass der Erfolg des Frauenfussballs in den letzten Jahren auch ein Verdienst der Emanzipation ist, damit scheinen viele nicht einverstanden. Aber ist nicht ein erklärtes Ziel der Emanzipation, sich in traditionellen Hoheitsgebieten des anderen Geschlechts durchsetzen zu können? Den Erfolg auf allfällige Trikottausch und „Väter-Diktat“ zu reduzieren und das Verhalten der Spielerinnen als Nachäffen der Männer zu bezeichnen, scheint mir sehr abwertend. Emanzipation nur dort wo es einem selber passt? Oder sollten sich die Spielerinnen im Stiel von Paris H und Sex & City in High Heels umherrennen?

  • Konstantin B. sagt:

    Für mich persönlich ist Frauenfussball nichts. Technisch nichts drauf und kein Tempo. Wenn andere Spass daran haben: Bitte.

  • StefanB sagt:

    Fussball war und ist für mich immer noch der Sport, wo 22 überschätzte Millionäre nach einem Lederball treten vor einem Publikum, das immer mehr zu Gewalt neigt. Dass Frauen in diesen modernen Gladiatorenspielen aktiv mitmachen wollen, wird mir auf ewig ein Rätsel bleiben. Dass Männer dies toll finden – besonders den Trikottausch – ist eine Sache; weshalb dies aber ein Erfolg der Emanzipation sein soll, ist für mich unerklärlich. So, als sei es ein Erfolg der Emanzipation, wenn endlich auch gleich viele Mädchen wegen Gewalt verurteilt würden wie Jungs.

    • Bio-Monika sagt:

      StefanB: der Trikottausch im Männerfussball ist für mich das Highlight – warum sollte ich sonst ’22 überschätzte Mill……s.o.‘
      Ich nehme es dem unsäglichen Herrn B persönlich übel, dass er das verboten hat…
      Und könnte mir bitte mal jemand erklären, was genau Frauenfussball mit ‚Emanzipation‘, ‚Hass der Radikalfeministinnen‘ etc zu tun hat?

    • Issey Schnyder sagt:

      Das ist jetzt aber eine sehr wertende Aussage. Und HA! Emanzipation an sich ist ja auch nicht positiv wertend und selbstverständlich ist es als Erfolg zu werten, wenn Frauen den gleichen dummen scheiss Kram machen wie die Männer.

    • Widerspenstige sagt:

      Es bleibt auch für mich unerklärlich und Du hast es sehr gut beschrieben, StefanB. In meinen Augen ist es ein Rückschritt der weiblichen Emanzipationsbewegung und ein Bärendienst an das gelebte Patriarchat. Eine Verneigung sozusagen in spielerischer Form das ich mehr als bedenklich finde.

  • Hans Marthaler sagt:

    Tagelswangener spielen beim FC Kemptthal! 😉

  • Bob Dabalina sagt:

    Egal wie laut die Propaganda Trommel gewirbelt wird, Frauenfussball sieht immer noch aus als würde man sich das Spiel in Slow-Motion anschauen. Wieso soll ich mir das antun? Ich finde es cool, dass sich Fussball in Ländern in denen er nicht den obersten Stellenwert geniesst an den Schulen als Frauensport etabliert hat. Aber das Niveau zum echten Fussball ist nicht zu vergleichen. Ich weiss wovon ich spreche. Mit 16 Jahren hatte ich die Gelegenheit anlässlich eines Freundschaftsspiels gegen die damalige CH-Fauennati zu spielen, wobei die Damen läuferisch und spielerisch deklassiert wurden.

  • Sportpapi sagt:

    Am Beispiel könnte man gut über „gleichen Lohn für gleiche Arbeit/Leistung“ diskutieren. Was ist denn diese Leistung? Anstrengung, Emotion, Einsatz? Dann müssten aber die Teilnehmer z.B. am Gigathlon wohl besser dastehen. Sportlicher Output? Ist bei Frauen sicher deutlich schwächer als bei Männern. Separat anschauen (Diskriminierung…): Weshalb dann aber nicht auch Volleyball/Basketball für kleinere Menschen, Hochsprung für Übergewichtige, usw. Oder geht es einfach darum, was der Markt her gibt, die Zuschauer zu bezahlen bereit sind? Dann sind wir aber bald auch wieder bei der Bekleidung…

  • mikkesch sagt:

    Ich bin für eine klare Trennung, für eine Differenzierung. Ich halte es für gefährlich, wenn man sich nicht mehr zu sagen getraut, dass der Frauenfussball im Vergleich zu den Männern, einfach nur grottenschlecht ist. Das gehört hierhin. Denken heisst: unterscheiden.

  • Thys Flueler sagt:

    Männliches Verhalten und die ganzen patriarchalen Gruppenspiele mit allen ihren hässlichen Nebenerscheinungen nachzuäffen, scheint mir nicht gerade ein Meilenstein in Sachen „Gleichberechtigung“ zu sein.
    Sinnvoller wäre es, wenn Männer vermehrt und bewusster weibliche Verhaltensweisen leben würden, statt immer umgekehrt.

    • xyxyxy sagt:

      genau: zur Maniküre gehen und sich die Nägel machen. Ich fang gleich morgen damit an!

      • Thys Flueler sagt:

        @xyxyxy …wie die meisten spanischen Machos 🙂

      • Pippa Blaustrumpf sagt:

        Nein, xyz, Flueler meint das schon richtig. Der Kriminologe Prof. Pfeiffer meint übrigens genau dasselbe. Männer müssen nicht Tunten werden, auch nicht Tussis, aber sie sollten gewisse Verhaltensweisen in Frage stellen und eventuell anpassen an die moderne Welt. Keule schwingen war gestern.

      • Pippa Blaustrumpf sagt:

        Hier noch ein Beispiel des „neuen Mannes“. Gut, ich gebe zu, er gehört in die absolute Traummann-Kategorie, trotzdem möchte ich euch das Vergnügen, ihm zuzuhören, nicht vorenthalten. Und ihm zuzusehen vor allem nicht…… 😉

        http://youtu.be/_ihR2XrQ8UI

      • Bio-Monika sagt:

        Pippa, Humor steht Ihnen gut. Way to go!

      • Widerspenstige sagt:

        Pippa, bin absolut deiner Meinung und ich gestehe hier und jezt, dass ich ein Hardcore-Fan von David Garrett bin! Oh yes, he got it!! Würde ein Flash Mob mit ihm in Zürichs Shopping Meile auch so spontan und begeistert mitgemacht werden? Ich bezweifle es stark oder besteht noch Hoffnung? 😉

      • Pippa Blaustrumpf sagt:

        Widerspenstige, wenn genügend Frauen dort wären, sicher. Er ist ja ein hardcore Womanizer, begeistert alle zwischen 12 und 85. Er hat so eine enorm positive Ausstrahlung, man merkt, dass er seinen Beruf liebt und ihn mit Leidenschaft betreibt, das ist seeehr sexy. 🙂

      • Pippa Blaustrumpf sagt:

        Typisch, sobald ich ein You Tube-Filmchen über den sexiest man alive poste, werde ich gerühmt
        🙄 das merke ich mir, es gibt noch viele Filmchen von Sweetheart David, Sisters……

    • macho sagt:

      Sind sie noch ganz …?!

      Es muss gar niemand „männliche“ oder „weibliche“ Verhaltensweisen nachäffen/leben. Jeder soll tun was er will, sich selber sein egal wie das dann aussieht, und eine Wertung was besser ist, männlich oder weiblich, ist unter aller Sau.

      • xyxyxy sagt:

        sind sie von allen guten Geistern verlassen Pippa? Männer sollen nicht Fussball spielen?
        Ist Volleyball auch ein patriarchalisches Gruppenspiel?
        Echt krank diese Hardcore-Ideologen…. aber jedem Sektierer das seine.

      • Pippa Blaustrumpf sagt:

        Das hab ich nicht gesagt, dass sie das nicht sollen. Es interessiert mich einfach nicht, die wenigsten Tschütteler finde ich interessant. Es gibt Ausnahmen, Ballack ist so eine Ausnahme, aber sonst…….

      • Pippa Blaustrumpf sagt:

        Mir gefallen eher Sportarten wie Turmspringen, Stabhochsprung, Wintersport wie Ski Alpin und Skispringen, Pferdesportarten. Aber jedem das Seine, Hauptsache es macht Spass. Ich finde eher die Auswüchse im Fussball problematisch, es ist ein Milliardengeschäft und die Kosten werden sozialisiert. Der Steuerzahler wendet Millionen auf, um Spiele in eingermassen geordneten Bahnen verlaufen zu lassen. Keine andere Sportart wird so hoffiert. Dass die Frauen nun einfach gleichziehen wollen, macht es auch nicht besser.

      • xyxyxy sagt:

        ach so, da hab ich ja ihre Aussage mit der unseres Niklaus von der Fluäler vermischt.
        Es geht ihnen nur um den Stabhochsprung, damit kann ich gut leben …. aber Ballak…? Na ja, mich interessieren die Typen reichlich wenig, mir geht es um den Unterhaltungswert des Spiels.
        Die Vollidioten die sich vermöbeln und randalieren find ich immer daneben. Genauso wie die welche den Gegner mit Fluchgesängen niedermachen. Damit kann ich gar nichts anfangen.

  • Pippa Blaustrumpf sagt:

    Fussball war mal ein Sport, bevor es Leute wie Blatter gab. Aber heute ist es nur noch ein Riesengeschäft, es widert mich an.

    • Eva sagt:

      Word!
      Traurigerweise die Wandlung vom Sport zum Geschäft nicht nur im Fussball, sondern so ziemlich in allen Sportarten, die „professionell“ vermarktet werden… da kuck ich lieber einer Amateurmannschaft zu – die spielen vielleicht holpriger, aber ehrlich und mit echter Leidenschaft…

      • fufi sagt:

        Einerseits richtig, andererseits ….. ???
        fufi hat’s damals bloss in die 5te=unterste Liga gebracht. Und da gings jeweils ab, als würde es um die WM gehen. Knochenbrechen war angesagt!
        Vom Spass am Spiel war definitiv NICHTS zu spüren …. ?
        😉

      • Eva sagt:

        Ok, dann korrigiere ich mich, dann ist das halt nur bei denen Mannschaften der Fall, bei denen ich zugeschaut habe 🙂

        Kernaussage bleibt aber gleich: Geld verdirbt den Sport.

      • fufi sagt:

        Tja, wenn dennn Geld NUR den Sport verderben täte …. ??

        🙁

  • Eduardo sagt:

    „An einem lauen Sommerabend zusammen zu kommen “ – Eine wunderbare freudsche Fehlleistung dank einer missverstandenen Regel der unseligen Rechtschreibreform ;-). Aber zum Thema Frauenfussball: Frauen scheinen mir teilweise einen intelligenteren Fussball zu spielen als Männer, die auch zu sehr auf ihre teilweise überheblichen Superstars fixiert sind und davon offensichtlich eingeschüchtert werden. Dafür fehlt es beim Frauenfussball (noch?) an Athletik im Sinne von Geschwindigkeit und Durchsetzungsvermögen. Angenehm ist auch, dass die meisten Spielerinnen nicht ständig spucken.

    • Jürg. sagt:

      Wie lautet der Satz korrekt?

      • Eduardo sagt:

        Richtig wäre „An einem lauen Sommerabend zusammenzukommen“. Die Vorstellung, an einem lauen Sommerabend zusammen zu kommen und dabei parallel Fussball zu schauen (vielleicht gerade dann, wenn ein Tor der Lieblingsmannschaft gefallen ist), hätte natürlich auch einen gewissen bizarren Reiz. Zur Bedeutung von „zusammen zu kommen“ verweise ich auf den Mama-Blog-Artikel „Warum Frauen kommen können“ … 😉

      • Widerspenstige sagt:

        Jetzt musste ich herzhaft lachen über diese ‚freudsche Fehlleistung‘. Auf was hier nicht alles geachtet und interpretiert wird 🙂

    • Auguste sagt:

      hmm…, eduardo, nach ihrem post werde ich den blog nie mehr mit den gleichen augen sehen. das bild eines dem bizarren frönenden lack- und ledertrüppchens, das sich in einer folterkammer vor dem flachbildschirm versammelt hat und gebannt verfolgt, wie da auf dem grünen rasen gegrätscht und „getackelt“ wird, lässt mich schon den ganzen nachmittag schmunzeln. was wäre ein blog ohne aufmerksame leser, die auf versteckte unzulänglichkeiten und länglichkeiten hinweisen?

      kapellmeister! tusch, bitte!

  • Robert sagt:

    Obwohl eben erst Juli find ich den Beitrag von Auguste sehr interessant und sehr gut und witzig geschrieben. Danke! Frauen können in meinen Augen eben einfach besser schreiben.

    Leider bin ich ein qualifizierter Wegseher – aber ich spüre anlässlich dieser … Frauenfussball-WM-Dingsda … dass sich die unüberbrückbare Distanz zur gänzlichen Mitverfolgung eines solch unendlich langen und langweiligen Spiels deutlich reduziert hat. Wenigstens hübsche Akteurinnen, denen der sportliche Grundgedanke noch nicht derart offensichtlich abhanden gekommen zu sein scheint.

  • xyxyxy sagt:

    @Auguste – so ein Frauen-WM kann nur für das Familienleben gut sein, in der der Vater ein Fussballverrückter ist, der die ganze Familie dem Fussballdiktat unterwirft, von TV-Programm bis Wochenendplanung. Und jetzt darf sich Frau und Tochter endlich mitidentifizieren….
    so läuft es wahrscheinlich bei ihnen. Aber bei dem Rest der Welt eben nicht. Von dieser Warte aus: Themaverfehlung – ihr Blog gehört in eine Fussballfan-Website.

    • Ladykicker sagt:

      Ob dieser Beitrag in den Mama Blog gehört oder nicht, kann man sich streiten. Genauso aber auch über Ihren Kommentar. Es geht gar nicht darum, dass Frauen unbedingt auch das machen müssen, was Männer machen. Sondern, dass, falls sie es machen möchten, sie dabei auch ernst genommen werden. Und genau hier hilft diese WM. Und zu ihrem Stereotypen des fussballverrückten Vaters kann ich ihnen gleich das Gegenbeispiel meiner Familie liefern: Alle weiblichen Familienmitgliedern kicken begeistert in Vereinen mit, während die männlichen sich nicht einmal vor dem TV für das runde Leder begeistern können

      • xyxyxy sagt:

        nein darum geht es nicht – ich nehme sie ernst, aber Zuschauen ist Unterhaltung. Und Frauenfussbald finde ich nur sehr mässig unterhaltend. Wie eben ein U17 Match. Das hat rein gar nichts damit zu tun, dass ich die U17-Kicker nicht ernst nehme.

        Zu ihrer Familie: was hat das nun damit zu tun, dass die Frauen-WM gut fürs Familienleben sein soll? Das trifft eben nur bei einem Stereotypenhaushalt zu mit männlichem Fussball-Oberhaupt. In ihrem Fall wird doch ihr Familienleben in keinster WEise in Augustes Manier näher zusammen gebracht.
        Ihr Verteidigungsrefklex ist also fehl am Platz.

    • Auguste sagt:

      hmm…, xyxyxy, weil mein urgedanke zu diesem blog „soccer-mom“-wm war, hätte er sowohl in einen fussball-blog wie auch in den mamablog gepasst. nur der strich war für mich keine option.

  • Severin Brunner sagt:

    Ich halte nichts von diesem Hype um den Frauenfussball. Zwar wird das Spiel immer besser. Aber als Frau würde ich wohl nicht kicken. Das Gezerre, Geträtsche und Gestosse würde ich mir als Frau sicher nicht antun. Es ist schon bei den Männern mehr als mühsam .. Also liebe Frauen, Ihr müsst nicht jeden Fehler der Männer nachmachen …

  • Alain Mohler sagt:

    Diese Frauen WM wird Medial gepuscht das es beinahe einer Belästigung gleichkommt. Kein Zweifel, Frauen dürfen Fussballspielen und alles, aber müssen wir es gut finden. Schlecht ist es ja auch nicht, aber mit dem richtigen Fussball einfach nicht zu vergleichen. Dann noch diese unvorteilhafte Männerbekleidung, so unvorteilhaft, da hat man das Gefühl D-Junioren sind am Werk.

    • xyxyxy sagt:

      genau – der Frauenfussball müsste eigene Wege gehen. Ob Bekleidung oder auch sonst. Frauen sind kleiner, sie wirken auf dem grossen Feld verloren. Dem Spiel fehlt die Dynamik, die wir vom Spitzenfussball der Männer kennen. Das kann optisch dann einfach nicht überzeugen.

    • Cara Mia sagt:

      Man könnte ihnen doch auch hier diese Beach-Volleyballerinnen Minislips vorschreiben, die so neckisch verrutschen, wenn eine hinfällt. Oben ohne wäre noch besser. Allerdings müsste dann mit einem Softball getschuttet werden… Im ernst: Mann, lass keinen solchen Schrott raus, Sport ist keine Stripshow!

      • fufi sagt:

        OMG!
        Hab’s bisher einfach nicht glauben wollen, dass ein Y-Chromosom dumm macht! – nur schon meinetwegen!
        🙂

        Aber fihlleicht könnte der Frauenfusspall gefördert werden, wenn jeder MANN mit dem Eintrittsbillet gleich auch noch ein Playstation- sorry: BOY-Heft krigen täte? Gälled, JUNGS!

        8)

      • Sportpapi sagt:

        Man muss ja nicht übertreiben. Dennoch: nur wegen dem Sport müssen wir Frauenfussball auch nicht sehen.

      • Widerspenstige sagt:

        Ist es das nicht, Cara Mia? Das habe ich mich auch schon gefragt, wieso die Beach-Volleyballerinnen fast nackt im Sand rumspringen müssen. Wer ist der Designer dieses ‚Häschen-Looks‘ und ich wette einen Drink, wenn das nicht ein Männerteam ausgeheckt hat. Ein Kobold, wer anderes denkt!

  • Basler sagt:

    Auch hier gilt: Alles eine Frage von Angebot und Nachfrage… Ob ich für ein Konzert-Ticket das Vierfache auf dem Schwarzmarkt bezahlen möchte. Ich habe die Wahl. Lass ich mich dabei manipulieren und fühl mich trotzdem wohl – egal! Habe mir auch schon Fussballspiele der Frauen angeschaut und dabei Spass gehabt…

  • Michael Steinmann sagt:

    Ach, ist das wieder mal anstrengend hier! Ich meinerseits erfreue mich am Fussball spielen und schauen und daran, dass die Frauen unterdessen durchaus attraktive Spiele bieten.
    Wie wärs, wenn sie sich mitfreuen, am Spiel, am Spass, an der doch positiiven Entwicklung im Gleichstellungsbereich?
    Natürlich können sie sich gerne primär über alles Negative im Zusammenhang stehende ärgern. Einfach gerne ohne mich 😉
    Viel Spass bei der schwierigen Entscheidung.

  • Pascal Sutter sagt:

    au weia. husch husch ins körbchen! es gibt NICHTS schöneres als mit der Tochter, dem Sohn, der Mama oder den Kindern vom Hof Fussball zu spielen. Fussball schauen mit der Familie, mit den Freunden? Grossleinwand mit Grill, Sirup/Bier und Vuvuzela? Ein Ereignis – alle reden mit und erst die Emotionen…! Wer das nicht schätzt, der mag „Sternstunde Philosophie“ schauen oder „Die Frau mit den 5 Elefanten“. Oder sich im Teebeutelweitwurf oder Taschenbillard messen 😛

  • Eufemio Bernasconi sagt:

    Und dass in Wimbledon Männer (max. 5 Sätze pro Spiel) und Frauen (max. 3 Sätze pro Spiel) das selbe Preisgeld erhalten (1 Mio. Pfund) ist auch eine Sache der Gleichstellung nach dem Vorbild gleicher Lohn für gleiche Arbeit? MFG

    • Widerspenstige sagt:

      Das dürfte doch selbstverständlich sein und erfüllt mMn endlich das Gesetz der GleichWERTIGKEIT aufs Beste! Im Frauentennis gelten sonst die genau gleichen Regeln wie im Männertennis – nur die Sätze sind von 5 auf 3 reduziert weil Frauen nun mal keine Männermuskeln mit entsprechender Mehrleistung aufweisen können. Wird das wirklich in Frage gestellt bei dieser Sportart??

      • Sportpapi sagt:

        Gleichwertigkeit? Obwohl die Damen jedes Spiel gegen einen drittklassigen männlichen Tennisspieler verlieren würden? Wie misst sich denn hier der Wert? Nach Einsatz?

      • Peter Meier sagt:

        Wie verhält sich das mit der GleichWERTIGKEIT im Verhältnis von Lebenserwartung und AHV-Alter?

      • Widerspenstige sagt:

        @Sportpapi
        Es spielen Frauen gegen Frauen und Männer gegen Männer. Das ist fair und bedarf keinerlei negativer Bewertung. Diese Spielregeln haben sich die für ihr Fairplay bekannten Briten sehr genau überlegt

      • Widerspenstige sagt:

        @Peter Meier
        Hier geht es jetzt nur um die sportliche GleichWERTIGKEIT, ok? im Übrigen nähert das Lebensalter der Männer dem der Frauen und hat soeben statistisch die 80-Jahre-Schallgrenze überschritten. Lebenserwartung ist vom Mann und seinem Lebensstil abhängig und hat mit der Frau nichts zu tun. Wegen der AHV: die meisten berufstätigen Frauen arbeiten immer noch überdurchschnittlich viel mit ca. 20% weniger Lohn und haben als Mütter einen 365/12-Tag zu bewältilgen. Sobald Männer vermehrt in der Kinder- u Altenbetreuung nebst Job beteiligt sind, kann darüber diskutiert werden. Vorher nicht.

  • Markus sagt:

    Ihre Bildunterschrift ist falsch. Die gezeigten Damen gehören zum US Team, nicht zu Deutschland (Nummer 3 US Team ist Christie Rampone). Auch die Suggestion „Meilenstein“ im Zusammenhang mit dem Trikot-Ausziehen hat ein „Gschmäckle“.

  • Issey Schnyder sagt:

    Was mir fehlt für richtige Gleichstellung ist, dass es keine hyperventilierende Gockel hatte mit dem Schriftzug „Spielerinnenjunge“ auf Sport-BH’s. 😉

  • Die häufig vernommene Klage vieler Medien, der Frauenfussball geniesse viel zu wenige Beachtung und bekomme kaum Aufmerksamkeit, hat weniger mit patriarchalen, machoiden oderwasweissichnichtwas für „Stukturen“ u. ä. zu tun, als vielmehr mit dem Faktum, dass es sich hier um ein vergleichsweise neues Produkt handelt, dass noch mitten in der Phase der Markteinführung steht.

    • mikkesch sagt:

      Nicht nur das. Es wird einem aufs Auge gedrückt, dass Fiat Panda gleich Ferrari ist.

      • Auguste sagt:

        hmm…, wären nicht die elegant geschwungen formen eines maserati der treffendere vergleich mit dem kraftstrotzenden ferrari, mikkesch.

  • franz brunner sagt:

    in ein paar ländern ist frauenfussball äusserst populär—dazu gehört deutschland—jetzt ist die wm in deutschland und die heimmannschaft gehört zu den favoriten—aber aus „gesellschaftspolitischen“ gründen wagt es keiner zu sagen, was soll dieser hype um „nichts“, sonst sthet er als fruenverachter da—aber die allgemeinheit (und deshalb die medien) interessiert sich nicht—wieso sind die resultate bei ta online nicht auf seite 1? nicht mal auf der sportseite 1 !!!—trotzdem, die leistungen der spielerinnen sind absolut top

    • Papi der Dritte sagt:

      Erst mal richtig tippen lernen, erst dann jammern. Wenn überhaupt…

      • franz brunner sagt:

        danke vielmals papi, zum glück haben wir auch in diesem blog oberlehrer

      • xyxyxy sagt:

        ach es ist immer das populär, wo man gut ist drin – in D ist auch Biathlon populär und in Kroatien Waterpolo
        Tennis wird in der Schweiz auch erst seit Federer dermassen stark verfolgt
        als Alinghi gewann schaute die ganze Schweiz plötzlich segeln

        Man sieht die eigenen gerne gewinnen – das ist alles.

  • Tom Müller sagt:

    Frauen und Fussball geht gar nicht. Vergeudete Lebenszeit, so etwas zu gucken.

  • dres sagt:

    …und wer etwas von Fussball versteht der sieht, dass die Damen spielerisch, technisch und taktisch zum Teil hervorragenden Sport zeigen. Die zahlreichen kommentierenden Bierbäuche hätten nach zwei Minuten einen Herzinfarkt, wenn sie gegen die deutschen Mädels antreten müssten… 😉

    • Pasquale sagt:

      Und sie verstehen also was von Fussball? Wenn man den tatsächlich etwas davon verstehen würde, dann würde man bemerken, dass sich viele Spielerinnen auf einem äusserst bescheidenen technischem Niveau bewegen. Stockfehler und Fehlpässe sieht man am Laufmeter. Man würde auch bemerken, dass Tempo und Spielintensivität sehr bescheiden sind. Was die Taktik betrifft, gibt es ein paar Mannschaften die tatsächlich nicht so schlecht sind. Problem ist nur, dass man die Taktik nicht immer einhalt. Manchmal sieht es auch bei den Deutschen aus wie bei einer Stippvisite in einem aufgescheuchten Hühnerstall

    • Pasquale sagt:

      zu dres. Aktiver Erstligaspieler… Und zu Richard. Umgangssprache… Braucht man auch im Fussball

      • Richard Stretto sagt:

        Stockfehler gemäss Wikipedia: «Vermutlich handelt es sich dabei um eine auditive Fehlperzeption des Wortes „Stoppfehler“, das von Fussballtrainern und Spielern verwendet wird.» Auch die stete Wiederholung macht die «auditive Fehlperzeption» (hübscher Ausdruck, gäll?) nicht weniger falsch, spricht aber Bände über die kognitiven Fähigkeiten von Fussballtrainern und Spielern. Beiden Geschlechts, notabene…

      • Stocker sagt:

        Stockfehler wird so verwendet, ich spiele auch aktiv Fussball und der Ausdruck ist gang und gäbe. Siehe auch Duden.

      • Pasquale sagt:

        Meine Güte was sind sie den für einer? Nur weil ein Wikipediatechniker wie sie es nicht wahrhaben will bleibt es trotzdem Umgangssprache und wird genau so verwendet. Völlig egal wie das Wort entstanden ist.
        Und sind sie nicht im falchen Forum? Wir sprechen hier über Sinn und Unsinn von Frauenfussball. Es gibt doch sicher auch irgendwo ein Forum wo man über solchen Schmarren wie auditive Fehlperzeption philosophieren kann!

  • T. Aebersold sagt:

    Ich stimme den meisten Aussagen hier zu, vom Hype wird nicht viel übrigbleiben. Man kann Frauen- und Männerfussball genau so wenig vergleichen wie andere Sportarten – z.B. Tennis (Lisicki vs. Scharapova gestern war eine Katastrophe, und solches Tennis im Halbfinale von Wimbledon). Teilweise ist das einfach grottig schlecht, was geliefert wird, tut mir leid. Der Niveauunterschied zu den Männern ist einfach viel zu gross. Das hat nicht mit Chauvinismus oder Machotum zu tun es ist einfach Fakt. Wers schauen will bitte sehr, ich guck ab und zu mal rein, zappe aber bald weiter…

    • Jürg. sagt:

      Wenn es im Sport nur ums Niveau gehen würde:
      – könnte man auch auf Super League Spiel verzichten.
      – Könnten 98% der Männer aufhören Fussball zu spielen.

  • Raphael sagt:

    Ich verstehe ebenfalls nicht ganz, weshalb die Einrichtung (und der Erfolg) einer Parallel Fussball-Gesellschaft von Frauen unter dem Titel der Gleichberechtigung laufen soll. Gleichberechtigung bedeutet doch eigentlich gemischtgeschlechtliche Teams („Mann“-Schaften) und nur eine WM für alle.

    • Sportpapi sagt:

      Und damit keine Frauen im Spitzensport, oder? Ausser beim Schiessen und beim Curling…

    • Cara Mia sagt:

      Die haben einfach Spass, hat doch nichts mit Gleichberechtigung zu tun. Bend it like Beckham. Leben und leben lassen, äh, tschutten und tschutten lassen. ICH tu’s nicht. Da riskiere ich ja meine Frenchnails, und sinke mit meinen High Heels dauernd ein, wo sind wir denn.

      • Widerspenstige sagt:

        Bin ganz Deiner Meinung, Cara Mia, wo kämen wir denn da hin? Ich trage zwar eher Pumps und komme mir in Turnschuhen einfach etwas läppisch vor. Und eben: Sport ist Mord 😉

  • Cara Mia sagt:

    Ogüst, Punkt vier ist sexistsich. Immer erklärt der Mann der Frau, sogar beim Frauenfussball. Ich schmolle. Und wie.

    • Jürg. sagt:

      Das Kind erklärt der Frau 😉

      • blackball sagt:

        Langsam reicht’s jetzt einfach mal. Werte Cara Mia, erklären Sie doch mal den Unterschied zwischen aktivem und passivem Abseits. Wenn Sie das fehlerfrei und ohne Google hinkriegen, können Sie weiter munter von Sexismus schwadronieren.

      • Kathy sagt:

        @blackball: aber sie hat doch recht (und du hast die ironie wohl nicht bemerkt…). es gibt durchaus frauen, die sich für fussball interessieren und sich auskennen. und es ist leider immer noch so, dass man die meisten männer erst mal überzeugen muss, bis sie die fussballkennerin ernst nehmen – ging mir auch so. mittlerweile fragen mich meine kollegen nach wetttipps…. 🙂 zum glück sind die meisten männer lernfähig!

      • blackball sagt:

        @ Kathy: Nö, irgendwann ist wirklich mal genug. Vielleicht habe ich die Ironie überlesen. Ich kann das Geschwätz über Sexismus einfach nicht mehr hören.

        Das Interesse der Frauen am Fussball verhält sich meist proportional zur Attraktivität der männlichen Spieler (boah, der war jetzt wirklich sexistisch, gell …). Nein, Sie haben Recht, glücklicherweise verstehen immer mehr Frauen die Regeln und Taktiken des Fussballspiels immer besser. Im Gegenzug versuchen wir Männer ja auch die Vorzüge des Eiskunstlaufens zu verstehen … ;o) … und auch Frauen sind ja nicht lernresistent …

      • Cara Mia sagt:

        @ Blackball (hast Du wirklich schwarze Eier, echt???) ES WAR IRONISCH GEMEINT! Ok? Ich flirte immer mit Auguste, der hat eben den feinen Sinn für diese Dinge. Der Unterschied zwischen aktivem und passiven Abseits: also der eine, der steht da, und muss zuschauen, wie die von ihm Angehimmelte seinen Erzfeind küsst. Das ist passiv. Aktiv: er hat eine Ohrfeige gekriegt, als er es selber versuchte. Subito im Offside, wo denn sonst. Und: nein, ich habe nichts mit Google. Was ist das?

      • blackball sagt:

        Ist ja gut, 2:0 für Euch … ;o) … da hat mein persönlicher Pawlow seinem ADHS gefrönt …

        … und nein, ich habe keine „blackballs“ … würde auch etwas komisch aussehen, 1000jährige Enteneier … uh, Bilder aus meinem Kopf …

      • Cara Mia sagt:

        Zu schade aber auch, Blackball, ich hätte Dich doch glatt in Augenschein genommen!

      • blackball sagt:

        Och nö, ist schon gut so, ich mag mich, wie ich bin ;o)

  • Fussball ist und bleibt laaaaaaangweilig! Trotzdem: Warum sollte Frauen- nicht Männerfussball sein? Meine Tochter spielt ebenfalls leidenschaftlich Fussball. Als Nicht-Kenner der Ballmaterie konnte ich keinen Unterschied zum männlichen Fussball feststellen. Aber genauso viel Leidenschaft.

    • franz brunner sagt:

      da sie ja bald auswandern werden, wechselt dann ihre tochter eventuell die sportart—basketball oder bowling sind dort angesagt—gucken sie mal bei espn

    • Bowling for Columbine?

      • franz brunner sagt:

        aha, sie haben die vorzeitigen pensionierungs-und auswanderungsgedanken nochmals überschlafen—hoffentlich nimmt es ihnen das töchterchen mal nicht übel, dass sie ihr auf diese weise die tollen ausbildungsmöglichkeiten in ph vorenthalten

      • Und sachlich haben Sie auch etwas beizutragen, Herr Brunner? Wir können natürlich auch einen kleinen discorso zum Thema ANAG halten, falls Ihnen das beliebt. Ich auf jeden Fall stelle am eigenen- oder zumindest am Leibe meiner Frau- eine wachsende Fremdenfendlichkeit fest, ganz direkt. Und das tut verdammt weh, das könne Sie mir glauben!! Aber wenn Sie wollen, können Sie ja mal heute damit beginnen, eine Mauer um die Schweiz zu ziehen. 10 Meter Höhe sollten reichen- und alles bleibt total schweizerisch.

      • franz brunner sagt:

        nein herr zufferey, sie haben’s nicht begriffen, aber das liegt wohl an meiner „zwischen den zeilen-art“—sie haben ja kürzlich von auswandern geschrieben, dann ihre töchterchen fussball geschichte, klingelt’s jetzt? eine mauer, AUF KEINEN FALL, aber ein paar hindernisse, um die spreu vom weizen zu trennen, täten schon gut, oder?

      • Nein, zur Zeit klingelt’s nicht bei mir, Herr Brunner. Aber ich habe mehrere Glocken, die richtige wird dann schon klingeln 😉

        Die Spreu vom Weizen trennen, ja ganz klar, das tut Not. Doch als Berufsmann kann ich Ihnen eines versichern: Das ist kein einfaches Anliegen, aus keiner Perspektive. Was mir jeweils weh tut, ist der Umstand, dass viele Menschen zwischen negativen externen Effekten im ökonomischen Sinne und (zugewanderten) Menschen nicht zu trennen vermögen und sich sehr vereinfachender Perspektiven bedienen, um ganz gezielt zu diskreditieren. Doch damit löst man keine Probleme.

    • mikkesch sagt:

      @Marcel Zufferey
      Oft vertrete ich dieselbe Meinung wie Sie. Aber hier ging an Ihnen ein Testosteron-Gen verloren.

      • franz brunner sagt:

        täuschen sie sich da mal nicht—aber ein name wie meier etc ist nicht so augenfällig wie der ihre, deshalb dann der effekt „war da nicht mal irgendwas bezüglich………“ und siehe da, klingelts?

      • Jetzt ist der Groschen gefallen, mikkesch. Trotzdem: Warum soll es es keine gemeinsame Fussball WM geben? Dem Frauenfussball steht meiner Ansicht nach eine grosse Zukunft bevor.

        Gut, ich muss fairerweise sagen, dass ich beim Thema Fussball eigentlich gar nicht mitreden kann.

  • Argonaut sagt:

    Herrlicher Schmunzelartikel.
    Peinlich finde ich allerdings bei den Trickots der Brasilianerinnen, dass sie ihre Brüste mit den fünf Sternen ihrer männlichen Kollegen schmücken. Oder ist das ein Zeichen weiblicher Emanzipation?

    • Bernd S. sagt:

      das hat nichts mit emanzipation zu tun, sondern mit dem uefa/fifa regelwerk. bei den shirts aller anderen nationalteams (U21, U19, U17 usw.) beziehen sich die sterne ebenfalls auf die anzahl wm-siege bei den herren. gäbe ein schönes durcheinander im fanshop wenn ich z.b. ein brasilien shirt möchte und mich der verkäufer fragt „wie viele sterne hätten sie gerne?“ bzw. „wollen sie ein shirt der herrren, damen, U21, u19..“ usw.?

      • Argonaut sagt:

        Blödsinn. Das Trickot der deutschen Spielerinnen hat zwei Sterne. Und die beziehen sich auf die beiden WM-Siege der Damen. Und nicht auf die drei der Herren.

  • Frank Baum sagt:

    Der Hype um die Frauenfussball-WM ist ziemlich aufgebauscht. Es wird auch nichts uebrig bleiben. Die armen Frauen, die da Fussball spielen haben leider keine Chance. Fuer die Maenner ist das Spiel uninteressant, weil auf tiefem Niveau. Fuer Frauen ist das Spiel als solches uninterssant und von den Feministinnen schlaegt ihnen blanker Hass entgegen.

    Es gibt genug Sportarten, die auch von vielen Frauen betrieben werden. Dann kommt auch Begeisterung bei Meisterschaften auf, wie z.B. beim Skifahren, Tennis, Schwimmen, usw. Die Begeisterung muesste aber bei den Frauen aufkommen.

    • mira sagt:

      Körperlich können Frauen wohl nicht mithalten (wie in vielen Sportarten). Technisch und taktisch sind die Spiele aber anscheinend interessanter als Männerfussball. Ich selber finde Frauenfussball aber genauso langweilig wie Männerfussball. Wie auch Handball, Skifahren, Tennis oder Schwimmen. Gähn…

      • Andreas Pecora sagt:

        Wer sagt dass diese Spiele technisch und taktisch interessanter sind? Die Frauen sind meiner Meinung nach nicht nur körperlich schächer sondern im Durchschnitt auch technisch schlechter und taktisch weniger gut geschult. Das sollte aber nicht weiter verwundern. 1. gibt es viel weniger aktive Fussballerinnen 2. dürfte die fussballerische Ausbildung bei vielen Frauen erst später begonnen haben 3. sind sie meist keine Profis und können deshalb nicht den ganzen Tag trainieren.

    • Julia sagt:

      @ Baum: Auch für Frauen ist Frauenfussball oft langweilig, weil auf tiefen Niveau.

    • Martin Spaelty sagt:

      Sie erinnern mich an den Archetypen des Macho. Da spielen Spitzensportlerinnen Fussball mit Leidenschaft, vollem Einsatz, teilweise bis an die Grenze Ihrer physischen Möglichkeiten, stehen also den Männern in nichts nach und taxieren pauschal den Frauenfussball, nota bene im Namen der Frauen als uninteressant. Als Krönung Ihres Kommentars soll der Frauenfussball dann auch noch auf tiefem Niveau gespielt werden. Ein Affront gegenüber jungen Sportlerinnen und Nährboden für fundamentalistische Feministinnen! Der einzige Unterschied: Frauen spucken nicht bei jeder Gelegenheit auf den Rasen!

      • Julia sagt:

        Wenn man sich anschaut wie viele Knaben Fussball spielen und dann dies mit den Anzahl Mädchen vergleicht, folgt daraus ziemlich schnell, dass deutlich mehr männliche Nachwuchstalente als weibliche entdeckt werden. Das spiegelt sich dementsprechend im Profifussball wieder. Ich glaube daher nicht, dass es sexistisch ist zu behaupten Frauenfussball hätte ein tieferes Niveau derjenige der Männer. Immerhin kann der Hype um die Frauen WM dazu führen, dass mehr Mädchen Fussball spielen.

      • Martin Spaelty sagt:

        Es ist doch keine Frage der Quantität. Wenn junge Menschen einem Sport, egal welchem, nachgehen, ist dies doch nur zu begrüssen, selbst wenn es in mancher Leute Augen männliche und weibliche Sportarten zu geben scheint. Ich erachte es nur als diffamierend, wenn nach wie vor Männer 1:1 mit Frauen verglichen werden. Beide haben ihre Stärken und Schwächen. Es steht doch jeder/m zu, den Sport zu betreiben, in dem er seinen Sinn sieht. Oder trauen Sie etwa Pilotinnen, Bauingeniuerinnen oder Schreinerinnen weniger zu, wie ihren männlichen Berufskollegen, obwohl diese in der Minderzahl sind?

      • Frank Baum sagt:

        @Spaelty: Nicht einmal die Fussballerinnen selbst behaupten, dass sie auf dem gleichen Niveau wie die Maenner spielen. Das hat nichts damit zu tun, wer sich wieviel Muehe gibt. Es hat al;lerdings sehr viel damit zu tun, was am Ende herauskommt und das ist halt nicht das Gleiche wie beim Maennerfussball. Ein Affront gegenueber den jungen Sportlerinnen waere die Unterstellung, dass diese so realitaetsfremd sind, wei Sie.

      • Martin Spaelty sagt:

        @Baum. Am Schluss kommt das Gleiche raus, wie im Männerfussball, ein Sieg, ein Unentschieden oder eine Niederlage, was hat das mit „realitätsfremd“ zu tun? Wir diskutieren hier über körperliches Leistungsvermögen, taktisches Umsetzen einer Spielidee und Freude an einer Sportart! Dies hat nun mal nichts mit Mann oder Frau zu tun.

      • Frank Baum sagt:

        @Spaelty: Das ist schon richtig. Am Ende jedes Fussballspieles steht ein Resultat, ob bei Maennern, Frauen oder Junioren. Ein Spiel kann auch spannend oder langweilig sein, egal auf welchem Niveau es gespielt wird. Unter dem Strich finden aber die Spiele der Frauen-WM auf einem wesentlich tieferen Niveau statt als bei den Maennern und sind viel langsamer. Das macht die Spiele weniger attraktiv. Das zu ignorieren ist realitaetsfremd.

      • Julia sagt:

        @ Spaelty: Sie schreiben „Oder trauen Sie etwa Pilotinnen, Bauingeniuerinnen oder Schreinerinnen weniger zu, wie ihren männlichen Berufskollegen, obwohl diese in der Minderzahl sind?“. Der Vergleich hinkt, die genannten Damen müssen sich direkt mit ihren männlichen Kollegen messen. Das können die Fussballerinen auf Grund der körperlichen Voraussetzungen eher weniger. Ich bleibe bei der Meinung, dass bei Mannschaftssportarten eine geringer Anzahl im Nachwuchs zu weniger Qualität in den obersten Ligen führt.

      • Auguste sagt:

        hmm…, damit liegen sie wohl richtig, julia. im gestrigen nzz-interview stiess der dfb-sportdirektor und ehemalige europameister, champions league gewinner etc., matthias sammer, ins selbe horn. und weil er auch grossen anteil an der mittlerweile erfolgreichen deutschen nachwuchsausbildung hatte, muss da was dran sein.

    • Richard Stretto sagt:

      «Der Hype (…) ist ziemlich aufgebauscht.» Das haben Hypes so an sich; einen nicht aufgebauschten Hype gibt es nicht. Die pleonastischen Platitüden machen Ihre trümmlige Chauvi-Polemik nicht goutierbarer – im Gegenteil. Zum Glück entlarven sich Windbeutel in der Regel selbst. Schön, dass es in Ihrem Fall schon bei der Einleitung geschehen ist.

      • xyxyxy sagt:

        nur nicht aufregen – es ist leider so. Man möchte gerne schauen, aber es ist irgendwie langweilig zum zuschauen.
        Natürlich spielen die Frauen gut und zeigen eine gute Leistung, aber es ist wie beim Fraueneishockey, der richtige Kick fehlt für den Zuschauer. Man ist sich einfach mehr Power, Dynamik und Action gewohnt. Ich denke im Frauenfussball müsste man deshalb neue Wege gehen, keine 1:1 Kopie des Männerfussballs. Eine Spielfeldverkleinerung z.B. – Hallenfussball hat auch eine ganz andere Dynamik.

      • Frank Baum sagt:

        @ Stretto: Ein Hype hat das nicht „einfach so an sich“. Ein Hype findet vor allem in den Medien statt. Bei der WM im Maennerfussball gibt es auch jedes mal einen Hype. Dieser Hype wird aber auch von den Fans getragen. Diese sind wirklich begeistert, was da abgeht. bei der Frauen-WM bemuehen sich nun die Medien nach aller Kraft einen Event herbeizureden und zu jubeln, der dem gleich kommt. Blos, die Fans machen nicht mit. Nur, wuerden die Medien das Spektakel nicht ueber gebuehren beklatschen, haetten sie gleich wieder die Taliban-Feministinnen am Hals.

    • Frank Baum sagt:

      Frauenfussball ist auf einem tieferen Niveau – technisch, taktisch und koerperlich. Im Vergleich zum herren fussball ist es ein Junioren-Niveau. Deshalb bezweifelt niemand, dass sich die Frauen anstrengen und kaempfen und alles. Das ist offensichtlich keine Macho-Einschaetzung, selbst Frauen finden, dass Frauenfussball auf einem tiefen Niveau laeuft. Was der Sportart aber den Boden unter den Fuessen wegzieht, ist, dass die Frauen selber den Fussball nicht moegen.

  • paedemorf sagt:

    wenn das eine verbesserung des famiienlebens sein soll – dann „prost naegeli“. erst wenn die mehrheit der frauen gleich dumm und beschraenkt wie die mehrheit der maenner ist scheint die welt in ordnung zu kommen. die ganze emanzipation fuer die katz!

    • Basler sagt:

      Wünsche ihnen gute Besserung! Wenn sie sich nur gut fühlen, wenn sie qualifizieren können. Schauen sie mal in den Spiegel. Vielleicht sind sie der Geisterfahrer, nicht die, welche ihnen entgegenkommen…

  • Katharina sagt:

    Schon etwas bieder.

    Ich verstand die Faszination nie, weshalb stundenlang zugeschaut wird, wohin ein Lederball fliegt. Mir kam es immer so vor, dass du es gefälligst faszinierend zu finden hasst, sonst bist du ‚komisch‘ aka ‚Sozialisierung‘.

    Langweilig. Wie seicht müssen Menschen sein, die statt sich mit den Gästen auseinanderzusetzen nach dem rasantesten Hinunterschaufeln des Mittagessens vor die Glotze hocken und beim dritten Werbeunterbrecher mit der Dose Bier einschlafen?

    Was hat Sporno mit Feminismus zu tun?

    • Peter Deubelbeiss sagt:

      Erst mal richtig schreiben lernen, danach dann solchen Stuss über andere ergiessen….wenn überhaupt

    • Sportpapi sagt:

      Auguste hat von Gleichstellung, nicht von Feminismus geschrieben. Vielleicht ist da der Unterschied?

    • Julia sagt:

      Vielleicht liegt es auch daran, dass Sie selbst nie gekickt haben und nichts von Fussball verstehen..?
      Aber noch ein bisschen ernster: Beim Fussball schauen gehts darum Emotionen zu erleben und Emotionen sind oft irrational, aber ohne wäre das Leben etwas gar langweilig.

      • Pasquale sagt:

        Nur leider kommen beim Frauenfussball keine Emotionen auf. Die Spiele sind dermassen behäbig da schläft einem beim zusehen tatsächlich das Gesicht ein, aber bevor ich dann völlig wegnicke wende ich mich wieder Gästen wie Katharina zu, welchen ich eigentlich mit einer guten Ausrede entkommen wollte. Es ist halt ein Teufelskreis.

      • Andi sagt:

        Mag sein, dass es beim Fussballschauen um erlebte Emotionen geht. Aber wenn die Emotionen massenmedial derart kalkuliert heraufbeschworen werden wie beim Fussball, muss man ein leichtmanipulierbarer Gefühls-Junkie sein, um da noch mitgehen zu können. Das ist m.E. das gänzlich Unemanzipierte am Fussball, egal ob nun Männer oder Frauen am Ball sind.

      • Kathy sagt:

        @Pasquale: Wieviele Spiele hast du schon gesehen? Den Championsleague-FInal scherlich nicht. Frauenfussballspiele sind nicht behäbiger als andere – hast Du gestern die Französinnen nicht gesehen? Zugegeben, das anschliessende Kampfspiel war in meinen Augen auch nicht sehr attraktiv, aber ich habe schon sehrsehr viele Männermatchs gesehen, die genauso langweilig waren.

      • Julia sagt:

        @Andi: Zu „massenmedial derart kalkuliert heraufbeschworen“: Wo die Menschen nichts empfinden kann auch nichts heraufbeschworen werden und dass man aus den Emotionen der Menschen Profit schlagen will ist nicht nur beim Fussball so. Aber die Einstellung „die grosse Masse findet etwas gut, also muss es ja doof und primitiv sein“ ist einfach nur dumm und elitär. Es ist genau so dumm wie der grossen Masse blind zu folgen.

      • Pasquale sagt:

        Barcelona – Manchester? Was gab es den da auszusetzen? Und natürlich gibt es auch langweilige Männerspiele. Was bei den Frauen aber fehlt ist TEMPO, Intensiät, TECHNIK und zum Teil auch Taktik. Da könnte man auch anfangen Drittligafussball live zu übertragen und zu behaupten, dass dies jetzt ganz grosses Kino sei. Ich hab nix gegen Frauenfussball, aber das Niveau ist halt äusserst bescheiden und statt das man es zugibt wird ein künstlicher Hype veranstaltet der seinesgleichen sucht. Und das ist einfach Quatsch. Bald wird auch die Mikado-WM live übertragen. Ein muss für jeden Sportfanatiker

    • Auguste sagt:

      hmm…, kat, erinnern sie sich noch an diesen grossartigen kommentar von dieser „milica irgendwas“ vom februar 2010, in dem sie aufreiht, was sich sich wünscht, dass ihre tochter einmal mit der gleichen selbstverständlichkeit machen könne, wie ihre männlichen altersgenossen? fussballspielen war auch ein beispiel darunter.

      aber glauben sie mir, in einem spiel gegen den ball zu treten und nachher sehen, wie sich das netz bauscht, der ball darin zappelt um sogleich mit schlapper endgültigkeit zu boden zu fallen, sind sekunden grössten triumph- und glücksgefühls, selbst für hobby-kicker.

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